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Soziales Engagement für mehr Stabilität im Wald

Forchheim, 26. Oktober 2016 - Ein ungewohntes Bild bot sich am 26.10.2016 im Staatswald am Auerberg bei Reuth. 21 Frauen und Männer, die augenscheinlich in ihrem sonstigen Beruf kaum mit schwerer Waldarbeit konfrontiert sind, trotzten Nässe und Dreck und pflanzten mit enormem Eifer junge Bäumchen – für einen stabilen Wald von morgen.

Die diesjährige Herbstpflanzung im Forstrevier Forchheim der Bayerischen Staatsforsten wurde unterstützt von einer Mitarbeiterschar der Firma Nutricia, einem auf medizinische Ernährung spezialisierten Unternehmen aus Erlangen. Die Pflanzaktion bei den Bayerischen Staatsforsten ist eines von 25 sozialen Projekten, in denen sich die Firma anlässlich eines Firmenjubiläums engagiert.

Wo sich normalerweise zwei, drei Waldarbeiter um die neue Waldgeneration kümmern, machten sich an diesem Tag gleich 50 Hände daran, mit Hohlspaten kleine Ulmen, Douglasien und Esskastanien fachgerecht in den Boden zu pflanzen, um die dort nachwachsenden Fichten und Buchen mit klimaresistenten Baumarten anzureichern.

Damit unterstützen sie an diesem Tag aktiv die Bemühungen der Bayerischen Staatsforsten, die künftigen Wälder mit mindestens vier verschiedenen Baumarten zu mischen. Da die Auswirkungen des Klimawandels in unseren Wäldern heute noch nicht absehbar sind, liegt die größte Sicherheit des künftigen Waldes in einer Mischung aus mehreren Baumarten. Denn Mischwälder sind deutlich stabiler als Reinbestände, stabiler gegen die prognostizierten häufigeren und stärkeren Stürme, stabiler gegen die zunehmende Sommertrockenheit und weniger anfällig für Krankheiten und bekannte und heute vielleicht auch noch unbekannte „Schädlinge“.

Auch wenn eine Baumart ausfallen sollte, ist doch der Fortbestand des Waldes gesichert. Dieses Plus an Sicherheit ist gerade für die Wälder auf den tonigen Böden am Auerberg wichtig, die seit dem Trockenjahr 2003 immer wieder von Kalamitäten gezeichnet wurden.

So bedankte sich der Leiter des Forstreviers Forchheim, Peter Grumann, bei den fleißigen Helferinnen und Helfern mit einer deftigen Brotzeit im Wald und Schirmmützen als Andenken für das äußerst respektable Pflanzergebnis von 700 jungen Bäumchen - für einen stabilen Wald von morgen.