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Wildbret - Radiocäsiumuntersuchung bei den Bayerischen Staatsforsten

Auch 30 Jahren nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl können in einigen Gegenden Bayerns vor allem Wildschweine noch immer radioaktiv belastet sein. Aus diesem Grund betreiben die Bayerischen Staatsforsten insgesamt rund 50 Messstationen um sicherzustellen, dass kein Wildfleisch über den Grenzwert von 600 Bq/kg auf den Teller des Verbrauchers kommt. Die Gründe für eine Belastung sind vielfältig: Sie hängt ab von der Bodenbelastung, der Bioverfügbarkeit (vor allem in Pilzen) des Radiocäsiums, den Fressgewohnheiten der Tiere, der Tierart selbst sowie dem Schusszeitpunkt.

Deswegen haben die Bayerischen Staatsforsten in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit dem bayerischen Umweltministerium  und dem Landesamt für Umwelt einen wildartenspezifischen Probenplan für die Regiejagdflächen der Bayerischen Staatsforsten aufgestellt. Es werden dabei je Forstbetrieb Bereiche mit geringer Belastung und höherer Belastung unterschieden. In Bereichen mit höherer Belastung wird Wild, das in den Verkehr gebracht wird, vollständig beprobt. Auf Flächen mit unauffälligen Probenwerten (< 300 Bq/kg), z.B. in Unterfranken, wird ein Monitoring durchgeführt. Auf Flächen mit erhöhten Probenwerten (300 – 600 Bq/kg) ein erhöhtes Monitoring. Sollte im Rahmen des Monitorings ein Messwert größer 600 Bq/kg festgestellt werden, so wird entsprechend reagiert und der Probenplan sofort auf vollständige Beprobung umgestellt. Somit stellen die Bayerischen Staatsforsten sicher, dass kein verstrahltes Wildbret in den Verkehr gelangt.

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL): Übersicht zu häufig gestellten Fragen zum Thema Radioaktivität in Lebensmitteln - Internetangebot