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Jagd: Passion und waldbauliche Notwendigkeit

Die Bayerischen Staatsforsten bekennen sich zur Jagd als einer Form von nachhaltiger Ressourcennutzung. Im Rahmen unseres Jagdmanagements berücksichtigen wir die vielfältigen Belange der Jagd. Dazu gehört die Regulierung der Schwarzwildbestände ebenso wie die Bestandssicherung ganzjährig geschonter Wildarten (z.B. Auer- und Birkwild, Fischotter oder Wildkatze).

„Wald vor Wild“, so hat es uns der Gesetzgeber ins Aufgabenbuch geschrieben. Aus gutem Grund, denn mit einem waldangepassten Wildbestand können wir unser Ziel erreichen, strukturreiche, gemischte und damit stabile Wälder zu schaffen.

Wälder dieser Art können die vielfältigen Schutz- und Nutzfunktionen bei gleichzeitig geringem Schadensrisiko am besten erfüllen. Um dieses Ziel bei allen unseren Wäldern zu erreichen, ist die Jagd von entscheidender Bedeutung. Sie muss gewährleisten, dass eine standortsgemäße Verjüngung im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen wie z.B. Zäune aufwachsen kann. Denn das Wild verbeißt junge Bäume. Lebt zu viel davon in unserem Wald, kann sich dieser nicht mehr verjüngen.

Rund 8500 private Jägerinnen und Jäger gehen im Staatsforst jagen. Dazu kommen etwa 750 unserer Beschäftigen. Moderne Jagd bedeutet schonende Jagd. Der Jagddruck lässt sich durch effiziente Intervalljagd verbunden mit periodischen Ruhephasen innerhalb der gesetzlichen Jagdzeit reduzieren. Im Rahmen unserer Jagdstrategie setzen wir konsequent auf wildbiologisch angerkannte Jagdmethoden wie die Bewegungsjagd oder eine räumliche Schwerpunktbejagung. Wir wollen eine handwerklich tadellose, tierschutz- und damit waidgerechte Jagd.

Die häufigste Jagdart ist nach wie vor die Ansitzjagd. Rund 80 Prozent der erlegten Tiere werden vom Ansitz aus erlegt. Der Jäger sitzt auf einem Hochsitz und wartet dort auf Wildtiere.

Bei einer Bewegungsjagd sind es oft zwanzig bis dreißig Jäger, die sich über das zu bejagende Gebiet verteilen. Hunde und Treiber stöbern das Wild auf und halten es in Bewegung. Rund 15 Prozent des erlegten Wildes entfällt auf die Bewegungsjagd.

Die Pirsch hat vor allem im Bergwald ihre Bedeutung. Sie ist eine sehr anspruchsvolle Jagdform, nur besonders versierte Jäger üben sie erfolgreich aus. Der Jäger muss sich äußerst leise bewegen, ein gutes Gespür für das Wild haben und schnell sein, wenn er ein Tier zu Gesicht bekommt.