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Unser Wild

Der Bayerische Staatswald ist Heimat für viele Wildtiere. Hier gibt es einen kleinen Überblick über die verschiedenen Arten:

Reh

Rehwild ist die kleinste und häufigste Hirschart unserer Breiten. Rehe leben in jedem Revier, bevorzugen Wald-Feld-Landschaften, sind aber selbst im Hochgebirge heimisch, sogar in Gebieten über der Baumgrenze. Manche Böcke haben ausgeprägte Geweihe (heißen hier: "Gehörn"). Rehe orientieren sich vor allem nach Geruch. Das Sommerhaar ist gelblich bis tiefrot, das graue Winterhaar werfen Rehe Ende April bis Anfang Mai ab. Hier gilt: Jung verfärbt zuerst!

Fortpflanzung

Die Brunft beginnt Mitte Juli und endet spätestens Mitte August. Die Kitze kommen im April / Mai zur Welt und bleiben zum Schutz die ersten Wochen in Deckung.

Bejagung

Vor allem vom Ansitz und zunehmend auf Drückjagden, manchmal auch auf der Pirsch. Meist in den Morgen- und Abendstunden.

Jagdzeit

Rehböcke vom 1. Mai bis zum 15. Oktober; Schmalrehe vom 1. Mai bis zum 15. Januar; Geißen und Kitze vom 1. September bis zum 15. Januar.

Gams

Gibt es auch in den Pyrenäen oder Karpaten, die mit Abstand meisten Gams Europas leben aber in den Alpen, vor allem über der Baumgrenze.Im Winter wechselt der Gams in der Regel in die tieferen Bergwaldbestände. Gamsböcke sind etwas größer als Geißen. Das Sommerhaar ist bei beiden Geschlechtern goldbraun - mit einem dunklen Strich auf dem Rücken. Das Winterhaar (bis Mai) ist sehr dicht und fast schwarz. Ein Gamsbock wird bis zu 130 Zentimeter lang, wiegt aber maximal nur 40 Kilogramm.

Fortpflanzung

Gamsbrunft ist November bis Anfang Dezember, Geburt des Nachwuchses ist im Mai und Juni.

Bejagung

Der Gams wird auf Pirsch oder vom Ansitz bejagt. Auch Gamsriegler (Drückjagden) sind erfolgsversprechend.

Jagdzeit

Die Jagdzeit beginnt am 1. August und endet am 15. Dezember.

Schwarzwild

Sauen sind Allesfresser, werden bis zu 150 Kilogramm schwer und sind so anpassungsfähig, dass sie sich zunehmend auch in besiedelten Gebieten breit machen. Was man seit einigen Jahren selbst in den Außenbezirken der Großstädte feststellt. Aufgund der jahrhunderte langen Bejagung ist das Schwarzwild mittlerweile aber weitgehend nachtaktiv. Nur noch in wenigen ungestörten Revieren sind Wildschweine noch tagaktiv.

Fortpflanzung

Paarungszeit ist von November bis Anfang Januar. Die Frischlinge einer Rotte werden bei intakten Sozialstrukturen ungefähr zur gleichen Zeit - etwa drei Monate nach der Paarung - gefrischt.

Bejagung

Auf dem Ansitz, auf der Pirsch, vor allem aber auf Bewegungsjagden. Es gibt keinen Abschussplan für Schwarzwild - es gibt eher zu viel als zu wenig Schwarzwild.

Jagdzeit

Jungtiere - so genannte Frischlinge und Überläufer - dürfen das gesamte Jahr bejagt werden. Für Keiler und Bachen ist von Februar bis Mitte Juni Schonzeit.

Rotwild

Die größte bei uns frei lebende Wildart. Hirschkälber (männlich) und Wildkälber (weiblich) heißen sie im ersten Lebensjahr. Erst danach bildet sich das Geweih. Ein ausgewachsenener Hirsch - das ist er ab dem fünften Lebensjahr - kann bis zu 160 Kilogramm wiegen. Im Sommer ist das Fell rotbraun, im Winter graubraun. Rotwild lebt in Rudeln in großen Waldflächen (nur ältere Hirsche sind bisweilen Einzelgänger), vor allem in abgeschiedenen Wäldern der Mittelgebirge oder Alpen - ursprünglich sind Hirsche aber Steppenbewohner.

Fortpflanzung

Die Brunftzeit dauert drei bis vier Wochen, meist von Mitte September bis Mitte Oktober. Die Tragzeit beträgt achteinhalb Monate.

Bejagung

Früh morgens oder spät abends, bei gutem Wind, meist vom Ansitz aus, aber auch bei Drückjagden. Behutsame Pirsch auch in der Brunftzeit - bei Nachahmung von Brunftlauten.

Jagdzeit

Ausgewachsene Hirsche, Alttiere und Kälber dürfen vom 1. August bis zum 31. Januar bejagd werden, Schmalspießer und -tiere (einjähriges Rotwild) haben schon ab dem 1. Juni Jagdzeit.