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Neuer Forstbetriebsleiter in Nordhalben

Stabübergabe in Nordhalben: Vorstand Reinhardt Neft (li) und Personalratsvorsitzender Hubert Babinger gratulierten Daniel Kraus (2.v.l.) und dankten Fritz Maier (3.v.l.). für die langjährige und hervorragende Arbeit im Staatsforst.

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Daniel Kraus übernimmt Staatsforstbetrieb von Fritz Maier

Nach einer rund 37 Jahre dauernden forstlichen Laufbahn verabschiedet sich zum 1. Oktober 2022 Forstbetriebsleiter Fritz Maier in den Ruhestand. Im Rahmen einer feierlichen Übergabe auf der Festung Rosenberg in Kronach wurde die Forstbetriebsleitung an den Forstwissenschaftler Daniel Kraus übergeben.

Seit der Gründung der Bayerischen Staatsforsten im Jahr 2005 hat Fritz Maier den Frankenwald geprägt. Während seiner langjährigen Arbeit hat er und sein Team die Wälder vorausschauend auf die Herausforderungen im Klimawandel vorbereitet und die fichtendominierten Wälder mit Mischbaumarten angereichert. In den vergangenen Jahren hat Herr Maier seine Fähigkeiten vor allem im Waldschutzmanagement im Kampf gegen den Borkenkäfer bewiesen. „Die Auswirkungen des Klimawandels sind im Frankenwald besonders spürbar. Herrn Maier und seinem Team am Forstbetrieb ist es zu verdanken, dass sich der Borkenkäfer im Frankenwald nicht unkontrolliert ausgebreitet hat. Hier wurde in einem enormen Kraftakt Großes geleistet. Im Namen des Unternehmens danke ich Ihnen für Ihren Einsatz“, betont Reinhardt Neft, Vorstand der Bayerischen Staatsforsten. „Wir sind froh, dass unter der Leitung von Herrn Maier bereits nennenswerte Flächen des Frankenwaldes frühzeitig umgebaut und mit Mischbaumarten angereichert wurden“, führt Vorstand Neft weiter aus.

Nach einem betriebswirtschaftlichen und forstwissenschaftlichen Studium sowie dem anschließenden Referendariat begann Maier 1985 seine forstliche Laufbahn an der damaligen Oberforstdirektion München, wo er sich mit Forstrechtsangelegenheiten beschäftigte. Nach Stationen am Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Leitungsfunktionen an den damaligen Forstämtern Stadtsteinach und Bad Steben und der Tätigkeit an der Forstdirektion Oberfranken, kam Maier 2005 als Forstbetriebsleiter zu den Bayerischen Staatsforsten. „Ich schaue mit großer Dankbarkeit zurück auf meine Försterzeit. Mich hat immer begeistert, dass ich in dem für Menschen und Natur so wichtigen, sich ständig wandelnden Arbeits- und Lebens-raum Wald tätig sein und mit so vielen interessanten, engagierten Menschen zusammen-arbeiten durfte. Und immer haben wir nach dem Motto gehandelt: Wir arbeiten nicht nur für uns, für unsere Wälder und alle Tier- und Pflanzenarten, sondern für alle Bürger und Bürgerinnen dieser Region und vor allem für künftige Generationen und deren Wohlergehen“, betonte Maier bei seiner Verabschiedung. Herr Maier wird dem Wald auch in Zukunft eng verbunden bleiben. Besonders freut er sich aber auch auf gemeinsame Ausflüge und Reisen mit seiner Frau.

Mit Daniel Kraus haben die Bayerischen Staatsforsten einen idealen Nachfolger gefunden, betonte Vorstand Reinhardt Neft: „Herr Kraus bringt aufgrund zahlreicher Stationen im Ausland wertvolle internationale Erfahrungen mit. In seiner Zeit am Forstbetrieb Neureichenau hat Kraus zusätzlich wichtige Aufgaben im Waldschutzmanagement wahrgenommen, die er in seinem neuen Aufgabenfeld mit Sicherheit gewinnbringend einbringen wird.“

Daniel Kraus (46 Jahre) ist in Unterfranken aufgewachsen. Nach dem Studium der Forstwissenschaften in Freiburg sammelte er bei verschiedenen internationalen Stationen umfassende Erfahrungen in der Waldbrandbekämpfung und als forstlicher Berater im Bereich Waldbautraining. 2019 kam Kraus zu den Bayerischen Staatsforsten. Zunächst war er zur Mitarbeit im Leitungsdienst am Forstbetrieb Rothenburg, anschließend im Bereich Holz der Zentrale. Seit Ende 2020 war Kraus Stellvertretender Forstbetriebsleiter in Neureichenau. Wenn er zum 1. Oktober offiziell die Leitung des Forstbetriebs Nordhalben übernimmt, erwarten ihn herausfordernde Aufgaben: „Ich habe großen Respekt vor der Arbeit meines Vorgängers und möchte deshalb vor allem die gute Arbeit fortsetzen: Das ist einerseits das hohe waldbauliche Engagement, durch das die Weichen für einen zukunftsfähigen Frankenwald gestellt werden. Andererseits ist es mir sehr wichtig, dass sich die Menschen im Team weiterhin wohl fühlen und ihre Arbeit gerne machen, trotz der hohen Belastung durch die Borkenkäferentwicklung.“ Kraus war in den vergangenen Wochen bereits mehrfach tageweise an seiner neuen Wirkungsstätte. Dabei konnte er das Team des Forstbetriebs kennen lernen und sich einen wertvollen Überblick verschaffen.