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Maiausflug am Obermain

Die Natur ist gerüstet: Alle Wege beim Maispaziergang führen in den Frühlingswald.

Niemand wird sich beim Maispaziergang verlaufen: Revierleiter Dirk Siepe (links) und Wegewart Peter Tremel vom Landesverband der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine (rechts) inspizieren die Wanderwegmarkierungen im Forstrevier Lichtenfels.

Rothenkirchen, 27. April 2016 - Wohin am Maifeiertag? Ob Wanderung, Familienausflug oder Sonntagsspaziergang: Kaum etwas lädt in diesen Tagen mehr zum Besuch ein als der Wald am Obermain. Das finden jedenfalls die Förster der Bayerischen Staatsforsten.

Drei Forstreviere mit zusammen rund 5000 Hektar Staatswald betreuen die Mitarbeiter des Forstbetriebes Rothenkirchen im Landkreis Lichtenfels. „Und jeder Quadratmeter  ist gerade jetzt im Frühjahr einen Besuch wert“, sagt Forstbetriebsleiter Peter Hagemann. Die Erholung der Waldbesucher sei neben der nachhaltigen Holzproduktion, dem Naturschutz und der Sicherstellung der zahlreichen Schutzfunktionen eines der wichtigsten Ziele der Staatswaldbewirtschaftung. „Und da hat der Wald wirklich für jeden etwas zu bieten.“

Frisches Laub, bunte Blüten und die artenreiche Tierwelt erreichen jetzt tatsächlich alle Sinne: Wildkirschenblüten konkurrieren mit austreibenden Pappeln um den schönsten Duft. Die Bodenpflanzen der Buchenwälder am Jurarand stehen jetzt in voller Blüte, bevor sie für den Rest des Sommerhalbjahres im Schatten der Bäume wieder unsichtbar werden. Das Blau der Waldveilchen und Leberblümchen steht hier im Kontrast zu den Gelben Windröschen und Schlüsselblumen, während in den Eichenwäldern die weißen Teppiche der Buschwindröschen dominieren. Zwischen Vierzehnheiligen und Klosterlangheim kommen auch Gesundheitsbewusste und Feinschmecker auf ihre Kosten: Mit selbstgepflückten Sträußen von Bärlauch und Waldmeister für die Küche und die Maibowle. „Alles ganz ohne Eintrittsgeld“, sagt der Forstmann, „genauso wie das Vogelkonzert aus Waldlaubsänger, Rotkehlchen und Singdrossel, unterbrochen vom Trommelwirbel der Buntspechte.“

„Erleben Sie Ihren Frühlingswald“ ist das Motto der Förster, auch – und besonders – für Familien: Wer hört den ersten Kuckuck? – Laut Volksmund kommt er „drei Tage vor Mai“ aus dem Süden zurück, also müsste er wohl da sein. Grünt die Eiche vor der Esche oder umgekehrt? – Wer´s feststellt, kann das gesamte Sommerwetter vorhersagen. Wer entdeckt im Waldtümpel die ersten Kaulquappen von Grasfrosch und Erdkröte? Der Wald wird zum Schauplatz für´s Familienquiz.

„Ihr Wald liegt vor der Haustür“, betont Hagemann. Die Namen der Staatswaldreviere – Lichtenfels, Klosterlangheim, Weismain – verraten es. „Zur Orientierung dienen kann das vom Landkreis gut ausgeschilderte Wanderwegenetz. Aber auch die Forstwege ohne Markierung stehen selbstverständlich zur Verfügung. Oder Sie probieren es einfach querfeldein. Hauptsache, Schuhwerk und Wetter passen.“