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Gesund bleiben bei der Waldarbeit

Unter Anleitung von Laura Fischer, Sport-Therapeutin bei der AOK (Mitte), trainieren die Auszubildenden des Forstbetriebs Fichtelberg Aufwärm- und Dehnübungen, die helfen, Verletzungen bei der Arbeit zu vermeiden.

Fitnessübungen für Mitarbeiter des Forstbetriebs Fichtelberg

Fichtelberg, 15. Januar 2018 - Täglich 10 Minuten Krafttraining und Dehnungs­übungen für verletzungsfreie Waldarbeit – das ist das einfache, aber wirkungs­volle Rezept, das die Sport-Therapeutin Laura Fischer von der AOK den Auszubildenden am Forstbetrieb Fichtelberg vorstellte. Leichte Fitness-Übungen senken wesentlich das Verletzungsrisiko bei der Arbeit und verbessern das Wohlbefinden. Die Schulung ist Teil des Betrieblichen Gesundheits­managements der Bayerischen Staatsforsten für ihre Mitarbeiter.

Nicht nur Holzernte und Pflanzung stand in der letzten Tagen auf dem Lehrplan der Auszubildenden beim Forstbetrieb Fichtelberg. Dehnen, strecken, Gleichgewicht halten, Stabilität verbessern und Beweglichkeit erhöhen – das waren die Ziele einer Unterrichtseinheit der Sport-Therapeutin Laura Fischer AOK mit den Forst­mitarbeitern. Fitnessübungen zu Arbeitsbeginn und während des Tages tragen dazu bei, gesund und verletzungsfrei zu bleiben.

Dazu trafen sich die Gesundheitsfachfrau und die Forst-Azubi nicht in einer Sporthalle oder einem Fitness-Studio mit aufwändigen Kraftmaschinen. Die Werkstatt des Forst­betriebs in Fleckl am Ochsenkopf wurde kurzerhand zum Übungsraum. „Wir lernen gemeinsam Übungen, die wir ohne großen Aufwand überall und jederzeit am Arbeitsplatz durchführen können, ganz gleich ob im Büro, in der Werkstatt oder am Einsatzort im Wald“ erklärte Laura Fischer ihr Konzept der „bewegten Pause“. „Die Idee ist, den Forstwirten einfache Übungen zu zeigen, mit denen sie sich und ihren Körper zu Arbeitsbeginn oder nach längeren Pausen auf „Betriebs­temperatur“ bringen, Bänder und Gelenke dehnen und damit Verletzungen vermeiden.“

Manch Schweißtropfen floss bei den Kräftigungs- und Dehnübungen für Rücken-, Oberschenkel- und Bauchmuskulatur. Der Gleichgewichtssinn wurde trainiert. Stabilitätsübungen und Lockerungseinheiten rundeten das Programm ab. Mit Spaß und guter Laune trainierten die Forstwirte den „Vierfüßlerstand“ und das „Hängebauchschwein“, den „Katzenbuckel“ und den „herabschauenden Hund“ - Gymnastikübungen, die Gesundheit und Wohlbefinden steigern und das Verletzungsrisiko senken. 

Florian Manske, Servicestellenleiter bei den Bayerischen Staatsforsten, bekräftigte die Ausführungen der Sport-Therapeutin: „Viele lang gediente Kollegen belächeln die Kraft- und Dehnungsübungen während der Arbeit. In Wirklichkeit ist das aber ein Zeichen hoher Professionalität. Auch ein Bundesliga-Fußballprofi steigt nicht aus dem Teambus und startet sofort mit voller Kraft in das Match. Dort ist es normal, sich erst einmal aufzuwärmen und zu dehnen. Und das vor 60.000 Zuschauern im Stadion und laufenden Fernsehkameras.“

„Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“ gab Laura Fischer den Forstwirten als Auftrag mit. „Deshalb übt regelmäßig in der Gruppe mit Euren Arbeitskollegen. 10 Minuten tägliches Training sind eine gute Investition in eine gesunde Zukunft.“