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Der nächste Winter steht schon vor der Tür

Bodenmais ermöglicht neue Wege in der Brennholzvermarktung

Bodenmais, 11. November 2016 – Mit den sinkenden Temperaturen steigt die Gewissheit: der nächste Winter ist schon unterwegs. Und wer später nicht frieren will, sollte vorsorgen und sich mit Brennholz eindecken. Ab sofort gibt´s die Möglichkeit, Brennholz im Forstbetrieb Bodenmais auch online zu bestellen und als „Selbstwerber“ aufzuarbeiten – aber nur mit „Motorsägen-Führerscheinschein“.

Kaum hat die Heizsaison begonnen, klingelt im Forstbetrieb Bodenmais und bei den Revierförstern mehrmals täglich das Telefon. “Die Anrufer erkundigen sich nach günstigem Brennholz, zum Selberaufarbeiten, möglichst vor der Haustür und gut mit dem Auto oder Traktor erreichbar. Die Nachfrage ist groß.“, erklärt Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl.

In einer zunehmend digitalisierten Welt bietet der Forstbetrieb ab sofort Selbstwerbern erstmals die Möglichkeit, ihre Anfrage online über die Website des Forstbetriebs Bodenmais oder über www.brennholzportal-bayern.de abzugeben. Wir wollen unseren Kunden auch diesen Service bieten“, erklärt der Forstbetriebsleiter. Für eine umgehende Bearbeitung der Online-Anfragen sei gesorgt. Selbstverständlich bleiben dabei die bisherigen Wege übers Telefon oder direkt beim Förster offen.

Die Bayerischen Staatsforsten bieten nachhaltig produziertes, zertifiziertes Brennholz an - aus der Region für die Bevölkerung in der Region. Den Interessenten werden zwei Alternativen angeboten: zum einen sogenanntes „Polterholz“. Dabei handelt es sich um bereits bearbeitete Stämme in der Länge von zwei bis vier Metern, oder auch in langer Form, die schon an die Forststraße vorgeliefert wurden. An der Forststraße kann das Holz anschließend vom Selbstwerber bequem mit der Motorsäge kleingeschnitten und abtransportiert werden. Die zweite Möglichkeit ist die selbstständige Aufarbeitung von sogenanntem „Gipfel- und Restholz“ im Waldbestand, welches nach dem Stammholzeinschlag liegen geblieben ist.

Laut Jürgen Völkl liegen die Brennholzpreise knapp unter Vorjahresniveau: Je nach Baumart geht es beim Gipfel- und Restholz bei 8 €/Ster Fichte und 15 € Ster/Buche los. Bearbeitetes, vorgeliefertes Polterholz kostet ab 32 €/Ster Fichte und 43 € Ster/Buche.

Grundvoraussetzung für das Brennholzmachen im Staatswald ist nach Jürgen Völkls Worten allerdings, dass ein Selbstwerber erfolgreich an einem Motorsägen-Kurs teilgenommen hat: „Die Waldarbeit ist eine der gefahrenträchtigsten Tätigkeiten. Ohne Kenntnisse im sicheren Umgang mit der Motorsäge und mit den Unfallverhütungsvorschriften geht es einfach nicht“. Zusätzlich brauchen Selbstwerber noch Ausdauer, wie Jürgen Völkl abschließend mit einem Augenzwinkern erklärt: „Brennholzmachen ist körperlich nicht zu unterschätzen. Dafür hat es aber einen Vorteil: Das selbstgemachte Brennholz wärmt dreimal. Beim Aufarbeiten im Wald, beim Reintragen in die Wohnung und beim Einheizen“.

Mit der Nutzung von regionalem Brennholz leisten Kunden und Bürger einen echten Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz. „Holz aus Bayern“ – die Bayerischen Staatsforsten haben hierzu eine Initiative gestartet – wird nicht nur nachhaltig produziert. „Holz aus Bayern“ trägt auch zum „Zukunftswald“ von morgen bei: Durch die Nutzung von Holz aus Bayerns Wäldern wird der Umbau der Wälder zu klimaangepassten, stabilen Mischwäldern vorangetrieben.