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„85 Jahre beim Forst sind genug!“ – Personalwechsel im Forstbetrieb Bodenmais

v.l.n.r.: FoWi Franz Reitinger, FAnwin Eva Höcherl, Ruheständler Stefan Vogl, FAnw Lukas Plechinger, Ruheständler Karl-Heinz Schmid, Personalratsvorsitzender Mario Hutterer, Vorstand Manfred Kröninger, Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl, FAnw Benedikt Siegel, Stv. Forstbetriebsleiter Markus Würstl

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16. Mai 2023, Bodenmais/Arberseehaus - „Das Arberseehaus bietet genau das richtige Ambiente für den heutigen Tag,“ sagt Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl, „wir haben auf unserer Personal- und Betriebsversammlung unseren Vorstand Manfred Kröninger zu Besuch, wir verabschieden zwei langjährige Holzhauer in die Rente und wir begrüßen einen neuen Forstwirt und vier Forstanwärter, genauer gesagt eine Anwärterin und drei Anwärter.“

Ziemlich viel Information in einem Satz, deshalb jetzt der Reihe nach:

1. Vorstandsbesuch

Von den drei Vorständen der Bayerischen Staatsforsten AöR (BaySF) ist jeder für rund ein Drittel der 41 Betriebe zuständig, für Bodenmais ist das Finanzvorstand Manfred Kröninger. Er hat die Gelegenheit genutzt, um anlässlich der Versammlung „seinen“ Forstbetrieb Bodenmais zu besuchen, um aus erster Hand aus dem „Hohen Haus zu Regensburg“, also der BaySF-Zentrale, zu berichten. Im direkten Gespräch mit der gesamten Mann- und Frauschaft gab es dann natürlich auch eine Reihe von Fragen und Anliegen, die ihm die Kolleginnen und Kollegen als „Hausaufgaben“ nach Regensburg „ei‘packlt“ haben.

2. Ruhestand

Karl-Heinz Schmid, überall besser bekannt als „Moog“, hat nach der Lehre als KFZ-Mechaniker, und nach der Bundeswehr, im Jahr 1986 im damaligen FoA Bodenmais zum Waldarbeiter umgeschult. Er war dann organisationsbedingt in verschiedenen Revieren (Langdorf, Rabenstein) und Forstämtern (Bodenmais, Regen, BaySF) tätig – 37 Jahre!

Stefan Vogl hat 1975 als Forstwirts-Lehrling am Forstamt Bodenmais angefangen, hat damals per Losentscheid (mit einem Zündholz) eine Stelle am damaligen Forstamt Viechtach „gewonnen“. Er wechselte nach der Zusammenlegung der Forstämter Viechtach und Bodenmais dorthin, und arbeitete dann bis jetzt am Forstbetrieb Bodenmais – insgesamt 48 Jahre!

Mehr als Grund genug für Vorstand Manfred Kröninger, Personalratsvorsitzenden Mario Hutterer und Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl, die beiden nach zusammen 85 Arbeitsjahren mit einem Geschenkkorb und den besten Wünschen für die Zukunft in den wohlverdienten Ruhestand zu verabschieden.

3. Die “Neuen“

Auch hier ist Einiges in Bewegung:

Forstwirt Franz Reitinger (27) – der gebürtige Oberviechtacher hat im Forstbetrieb  Flossenbürg Forstwirt gelernt, war dann im Forstbetrieb Roding tätig und ist in diesem Frühjahr aus persönlichen Gründen an den Forstbetrieb Bodenmais gewechselt.

Unsere Forstanwärter haben an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften/Fachhochschule/Universität (in Bayern meist die HSWT Weihenstephan-Triesdorf) einen Bachelorabschluss „Forstingenieurwesen“ erworben und bereiten sich in einer einjährigen Anwärterzeit mit Staatsprüfung auf den Beruf eines Revierförsters vor. Dabei verbringen sie die Hälfte der Zeit an einem Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten (AELF), und die andere Hälfte in einem Betrieb der BaySF.

Forstanwärterin Eva Höcherl (23) ist das „Nesthäkchen“; sie kommt aus einem land- und forstwirtschaftlichen Betrieb im Landkreis Cham, und ist auch schon seit der Jugend Jägerin. Sie hat an der HSWT studiert, und war dann am AELF Coburg-Kulmbach.

Forstanwärter Martin Kimich (25) kommt wie Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl aus der nördlichen Oberpfalz. Er war nach dem Studium quasi in der Heimat in Ausbildung, nämlich am AELF Tirschenreuth-Weiden i.d.Opf.

Forstanwärter Lukas Plechinger (29), ist ein „Waidler“ durch und durch: der Rabensteiner hat  im Nationalpark Bayerischer Wald Forstwirt gelernt und die Prüfung zum Forstwirtschaftsmeister abgelegt, dann das Forststudium drangehängt, und bei der WVBV Cham-Roding gearbeitet. Jetzt ist er nach der Zeit am AELF Landau a.d.Isar-Pfarrkirchen wieder zurück im Bayerwald.

Forstanwärter Benedikt Siegel (27) ist quasi der „Exot“ im Team – in Bruchsal/Baden-Württemberg geboren, hat er sich nach dem Studium für Bayern entschieden, um sich hier nach der AELF-Zeit in Ingolstadt-Pfaffenhofen in Deutschlands größtem Forstbetrieb ein umfassendes Wissen über Waldbau und Holzernte anzueignen.

Vorstand Manfred Kröninger zum Abschluss dieses interessanten Tages: „den Ruheständlern wünsche ich noch viele Jahre in Gesundheit und Zufriedenheit, und mit einer solch motivierten jungen Truppe ist mir um die Zukunft der BaySF nicht bange!“