Youtube Instagram Pinterest Flickr Google+
Headerimage

Wald um neue Wildbrücke wird wilder

Waldbauspezialist Heinrich Wimmer zeigt der Einsatzleiterin Daphne Weihrich, Forstwirtschaftsmeister Ralph Orth und Forsttechnikchef Bruno Starke wo es mehr Licht für junge Bäumchen braucht. (v.l.n.r.)

Rothenbuch, 13. Juli 2016 - Der Wald rund um die zukünftige Wildbrücke wird noch wilder: „Wir schaffen die Voraussetzungen für einen dauerwaldartigen, stufigen Bestand mit Totholz und Deckungsbereichen für das Wild rund um die künftige Wildbrücke. Der Wald hier wird noch wilder“ erklärt Forstbetriebsleiter Jann Oetting.

Heute trafen sich der Waldbauspezialist der Bayerischen Staatsforsten Heinrich Wimmer mit den Förstern des Forstbetriebs Rothenbuch und Forsttechnikspezialisten, um zu besprechen, wie der Wald rund um die Wildbrücke zukünftig ausschauen soll.

Wenn der Wald nicht gepflegt wird, bleibt es ein sogenannter Hallenbestand, also ein einschichtiger Wald ohne Struktur und mit wenig Totholz. „So genannte Verjüngungsgruppen, also Bereiche, in denen junge Bäumchen wachsen, geben dem Wild Deckung und so nehmen die Tiere die Wildbrücke besser an. Es muss Licht in den Bestand, damit die jungen Bäumchen wachsen können“, ergänzt Waldbauspezialist Heinrich Wimmer. Anfang September soll eine Waldpflegemaßnahme für Struktur, Verjüngung, Deckung und Totholz sorgen.

Die Wildbrücke wird voraussichtlich im Oktober 2016 fertig. Ab dann werden 20 Jahre lang im Radius von 200 Metern um die Wildbrücke keine Bäume mehr gefällt.

Im Naturwaldreservat Hoher Knuck, ein großer Buchenreinbestand im Forstbetrieb Rothenbuch, können Waldbesucher sehen, wie lange es dauert, wenn der Mensch nicht aktiv Holz nutz, nicht Totholz anreichert und nicht für junge Bäumchen ausreichend Licht schafft: Seit 1978 wächst dort die Buche ohne Pflege. Die Buche schließt das Kronendach und darunter ist es dunkel mit wenig Totholz und wenig unterschiedlich großen Bäumen. „Wenn wir den Wald bewirtschaften, können wir aktiv Wildnis managen und Bereiche schaffen, die sonst erst in 100 oder 200 Jahren entstünden“, freut sich der Forstchef.