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Malerisches Höllental

Hirschsprung (Bild von Reinhard Feldrapp)

Unmittelbar an der Landesgrenze zu Thüringen, nahe der Stadt Lichtenberg, liegt im Naturpark Frankenwald und am äußersten Rand des Forstbetriebs Nordhalben das reizvolle Höllental, welches sich zu Fuß oder mit dem Rad erkunden lässt. Über Jahrmillionen hat sich der Fluss Selbitz in das harte vulkanische Diabasgestein, den alten Basalt des Frankenwaldes, eingeschnitten und dabei eine 170 Meter tiefe Schlucht geschaffen. Die Spuren der ehemaligen Bahnstrecke Marxgrün-Blankenstein, die als Höllentalbahn bezeichnet wurde, sind unverkennbar.

Die Natur im Höllental weist eine außergewöhnlich große Artenvielfalt auf. Um die Talaue der Selbitz mit ihren Auwaldbereichen sowie die naturnahen Laubmischwaldgesellschaften der Talhänge zu schützen und die landschaftliche Schönheit des Gebietes zu bewahren, wurde das Höllental 1997 auf einer Fläche von 160 Hektar als Naturschutzgebiet ausgewiesen und ist heute Teil des europäischen FFH-Gebietes „Selbitz, Muschwitz und Höllental“.

Zahlreiche markierte Wege mit einer Gesamtlänge von 30 Kilometern erschließen das Gebiet zwischen den Ortschaften Hölle und Blechschmidtenhammer, den Tälern der Selbitz, der Sächsischen Saale und der Thüringischen Muschwitz. Besonders der Talweg, welcher den Besucher über den Jungfern- und Teufelssteg leitet, ist an sonnigen Wochenenden ein beliebter Wanderweg. Er führt an einem Wasserkraftwerk vorbei, an dem im Sommer – bei ausreichender Wasserführung der Selbitz – eine 36 Meter hohe Fontäne als Attraktion aufsteigt. Scheint dann noch die Sonne dazu, können die Höllental-Besucher einen schillernden Regenbogen bewundern.

Zu entdecken gibt es zudem zwei Naturpfade zu den Themen Wasser (5 km) und Bergbau (7 km) sowie den berühmten Frankenweg, der zu verschiedenen Aussichtspunkten führt. Zum einen leitet er zu dem 19 Meter hohen Wiedeturm, der einen fantastischen Ausblick über die Flusstäler bietet. Zum anderen führt er zu dem Aussichtspunkt König David, der fast über das ganze Höllental blicken lässt. Auch das Wahrzeichen des Höllentals, ein aus Holz geschnitzter, lebensgroßer springender Hirsch, der sogenannte „Hirschsprung“, ist von dort zu sehen.

Der naturnahe Wald im Höllental kann auf einem anspruchsvollen Steig erwandert und erlebt werden. Ein Teil der Stationen an der Selbitz können unabhängig vom Steig in ebenem Gelände begangen werden. Erleben Sie es selbst!

Sehenswürdigkeiten:

  • Naturpark-Info Zentrum im stillgelegten Bahnhof Lichtenberg bei Blechschmidtenhammer
  • Schaubergwerk Friedrich-Wilhelm Stollen (April-Oktober, samstags und sonntags geöffnet)

Einkehrmöglichkeit:

  • Gasthof Friedrich-Wilhelm-Stollen und Gasthof Blechschmiedenhammer in Blechschmidtenhammer
  • Restaurant Harmonie in Lichtenberg

Wanderwege

NummerWegnameLänge (km)
US 11Röhrensteig7,5
US 12Kanzel-Weg9,0
US 14Felsenpfad5,5
US 21Rundweg König David10,5
US 53Drachenfels-Weg4,0
US 54Schlossberg-Weg5,0

Anfahrt

Aus Richtung Osten – A9

Auf der A9 nehmen Sie die Ausfahrt Berg/Bad Steben und fahren in Richtung Bad Steben. Sie passieren das Dorf Issigau und erreichen nach wenigen Kilometern die Ortschaft Hölle. In Hölle gibt es beim ehemaligen Hotel "König David" (an der Ortsdurchfahrtsstraße) ausreichend Parkmöglichkeiten.  

Aus Richtung Süden – Kronach B173

Sie verlassen die B173, durchqueren die Stadt Naila und erreichen nach einigen Kilometern Marxgrün. In Marxgrün biegen Sie rechts ab in Richtung Lichtenberg/Hölle. Nach wenigen Kilometern biegen Sie wieder rechts ab in die Ortschaft Hölle,  wo es beim ehemaligen Hotel "König David" (an der Ortsdurchfahrtsstraße) ausreichend Parkmöglichkeiten gibt.