Bayerische Staatsforsten http://www.baysf.de/ de-de Bayerische Staatsforsten Sat, 05 Dec 2020 00:14:45 +0100 Sat, 05 Dec 2020 00:14:45 +0100 news-2429 Wed, 02 Dec 2020 17:08:41 +0100 Für Wanderer, Skifahrer und Auerhühner http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2429&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=74a5806645a623c9fd8ce8b36c708f42 Die kommende Saison für Wintersportler vorbereiten

02. Dezember 2020, Neureichenau - Der Forstbetrieb Neureichenau der Bayerischen Staatsforsten sorgt nicht nur für die Wälder rund um den Dreisessel. Auch touristische Belange und die Ansprüche seltener Tier- und Pflanzenarten verlangen Können und Sorgfalt bei der täglichen Arbeit im Wald.

Seit der Betrieb des Skilifts vor ein paar Jahren mangels ausreichender Schneelagen eingestellt wurde, haben Gehölzpflanzen wie Fichten, Birken und Ebereschen sehr rasch die Fläche erobert. Die Begehbarkeit und Abfahrtsmöglichkeiten für Skifahrer auf der ehemaligen Skitrasse sollen erhalten bleiben und die ehemalige Skitrasse hat sich zu einem naturschutzfachlich wertvollen Offenlandbiotop entwickelt, das seltenen Pflanzen- und Tierarten eine Heimstatt bietet. In enger Zusammenarbeit mit Forst- und Naturschutzbehörde haben die Experten vom Forstbetrieb dafür ein Beweidungskonzept entwickelt, das gleichzeitig dem Wohl der hier lebenden Auerhühner dienen wird. Der bereits stark verholzte und verwilderte Aufwuchs wurde jetzt gemulcht, bald werden in regelmäßigen Abständen Schafe dafür sorgen, dass die Fläche nicht wieder zuwächst.

Noch eine Bitte an die erholungssuchende Bevölkerung: Auerhühner sind nicht nur selten, sondern auch extrem anfällig für Störungen. Bitte bleiben Sie auf den ausgewiesenen Wanderwegen und nutzen die für Wintertouristen vorbereitete Trasse. Halten Sie sich an erforderliche Sperrungen! Dann können Mensch und Tier gedeihlich zusammenleben.

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news-2428 Wed, 02 Dec 2020 09:33:20 +0100 Waldumbau im Nürnberger Reichswald geht weiter http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2428&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=eedecc45606cd949be8d53d105f5431e Erste Praxisanbauversuche mit Zedernarten gestartet

02. Dezember 2020, Nürnberg - Im Rahmen eines Vor-Ort-Termins im Sebalder Reichswald informiert sich die Arbeitsgruppe, die zuletzt die "Baum- und Waldstrategie für die Stadt Nürnberg - Der Reichswald im Klimawandel" gemeinsam erarbeitet hat, über die aktuellen Waldumbaubemühungen des Forstbetriebs Nürnberg. Allein in diesem Herbst pflanzt der Forstbetrieb Nürnberg rund 106.000 Jungpflanzen klimastabiler Baumarten. Ergänzt werden die Kulturarbeiten des Forstbetriebes durch die Anlage von 6,5 ha Eichensaaten. Rund 3,25 Tonnen Eicheln werden dazu auf den 6,5 Hektar eingesät.

Die Arbeitsgruppe besteht aus Vertretern der beiden Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Fürth und Roth, verschiedenen Stellen der Stadt Nürnberg - wie dem Umweltamt, dem für die städtischen Wälder zuständigen Tiergarten und SÖR - sowie des Forstbetriebs Nürnberg der Bayerischen Staatsforsten.

Der Klimawandel setzt unsere Wälder zunehmend unter einen starken Anpassungsdruck. Anhand von Szenarien und Modellen macht man sich eine Vorstellung von der Veränderung wichtiger klimatischer Einflussgrößen auf Gedeihen und Wachstum der Wälder. Mit wissenschaftlichen Methoden wurden Regionen identifiziert, die mit hoher Wahrscheinlichkeit heute schon Klimaeigenschaften aufweisen, die bei uns erst in der Zukunft verwirklicht sein werden. Diese Verbreiterung der Erfahrungsbasis in wärmeren Regionen ermöglicht eine Neubewertung der Baumarten und den Schritt zum klimagerechten Waldumbau, bei dem die künftig anfälligen Baumarten durch weniger anfällige Baumarten ersetzt werden. Durch den rasch voranschreitenden Klimawandel ist die Forstwirtschaft auch im Raum Nürnberg in besonderem Maß herausgefordert. Ändert sich das Klima, muss sich auch der Waldaufbau ändern.

Der in der Arbeitsgruppe gemeinsam erarbeitenden Strategie folgend liegt der Schwerpunkt der Pflanz- und Saatmaßnahmen auf klimastabilen Baumarten für den Wald der Zukunft. Die beiden zahlenmäßig wichtigsten Baumarten mit guter Prognose sind hierbei die heimischen Stiel- und Traubeneichen sowie die Rotbuche, gefolgt von einem bunten Blumenstrauß an heimischen Laubhölzern wie Feld- und Spitzahorn, Linde, Hainbuche, aber auch Vogelkirsche, Feld- und Flatterulmen und Elsbeere. Ergänzt wird das Portfolio an risikoarmen Baumarten durch einen bemessenen Anteil an "neuen" Baumarten aus fernen Regionen, wie Esskastanie, Douglasie oder Roteiche, aber auch der heimischen Weißtanne.

Um für mögliche Klimaextreme in der Zukunft gerüstet zu sein und Erfahrungen mit Baumarten zu sammeln, die deutlich wärmere Klimabedingungen ertragen können, startet der Forstbetrieb Nürnberg dieses Jahr mit Praxisanbauversuchen von Atlas- und Libanonzeder. Das sind Nadelbäume aus dem Mittelmeerraum, die dort in den Gebirgen sowohl Kälte als auch Wärme aushalten müssen. Mit den Versuchen soll das Wissen um die in Raum Nürnberg neuartigen Baumarten unter den hiesigen Standortbedingungen (Boden, Wasser) erweitert werden. Neues Klima erfordert neue Baumarten!

Der Forstbetrieb Nürnberg der Bayerische Staatsforsten

Die rund 24.000 ha Wald des Forstbetriebes Nürnberg schmiegen sich um die östliche Seite der Großstädte Nürnberg und Erlangen. Es handelt sich um den ältesten Kunstforst der Welt, dessen intensive Nutzungsgeschichte noch heute sein von Kiefern dominiertes Erscheinungsbild prägt.

In den vergangenen 40 Jahren wurde der Anteil an Mischbaumarten, insbesondere Laubbäumen, immer mehr erhöht, so dass die gewandelten Wälder die vielfältigen Anforderungen im Hinblick auf Erholung, Natur- und Klimaschutz, aber auch als Rohstofflieferant mit Zukunftsperspektive erfüllen können.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Bayerischen Staatsforsten.

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news-2427 Tue, 01 Dec 2020 15:53:10 +0100 Lichterglanz am Landratsamt Wunsiedel http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2427&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=376de2e9ea3f91467375d39a876fa28a Weißtanne von den Bayerischen Staatsforsten bringt Weihnachtsstimmung

01. Dezember 2020, Fichtelberg - Eine Weißtanne vom Schneeberg schmückt seit Kurzem das Landratsamt Wunsiedel. Den Baum stellte der Forstbetrieb Fichtelberg zur Verfügung.

Forstbetriebsleiter Winfried Pfahler übergab den gut 5 Meter hohen Baum an Landrat Peter Berek, der ihn stellvertretend für die Mitarbeiter des Landratsamtes entgegennahm. "Wir hoffen, dass der Christbaum jetzt in der Vorweihnachtszeit ein wenig feierliche Stimmung zu all denen bringt, die vielleicht sorgenvoll in die Zukunft blicken" so Winfried Pfahler. Aufgewachsen ist die Tanne am Westhang des Schneebergs, wo sie von den erfahrenen Christbaumsuchern vom Forstbetrieb Fichtelberg gefunden und gefällt wurde. Den Transport nach Wunsiedel organisierte Ronald Ledermüller vom Naturpark.

Der schöne Baum strahlt jetzt vor dem Haupteingang des Landratsamts in Wunsiedel und sorgt bei den vorbeieilenden Menschen hoffentlich für einen kleinen Augenblick der Freude.

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news-2426 Tue, 01 Dec 2020 14:58:29 +0100 Ministerin Kaniber lässt landesweites Netzwerk wilder Waldnatur unter dauerhaften Schutz stellen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2426&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3d44b11098098a8e6c7c7bf4b8629f59 30. November 2020, München - Ein landesweites Netzwerk wilder Waldnatur lässt Staatsministerin Michaela Kaniber in den bayerischen Staatswäldern noch diese Woche unter dauerhaften Schutz stellen. Wie die Ministerin in München mitteilte, werden dazu rund 58.000 Hektar ökologisch besonders wertvolle staatliche Wälder als Naturwälder rechtsverbindlich ausgewiesen. Viele davon hatten die Bayerischen Staatsforsten schon bisher nicht oder nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt. Kaniber: "Wir geben diese Hotspots der Artenvielfalt jetzt auf Dauer der Natur zurück, damit sie sich frei und ungestört entwickeln können. Sie ergänzen als Sahnehäubchen der Biodiversität die ökologisch herausragende Bewirtschaftung unserer staatlichen Wälder nach dem Motto "Schützen und Nutzen". Und sie stellen eindrucksvoll unter Beweis, wie verantwortungsvoll die Bayerischen Staatsforsten auch in den zurückliegenden Jahren bereits gewirtschaftet haben.

"Der Ministerin zufolge umfasst die neue Schutzkulisse die ganze Vielfalt und Schönheit der bayerischen Waldtypen und Lebensräume: von den Au- und Moorwäldern über Hang- und Bergmischwälder, Schlucht- und Hochlagenwälder bis zu den Latschenwäldern der Alpen. Sie enthält die fünf größeren Waldgebiete, deren Ausweisung die Ministerin bereits im Mai angekündigt hatte, ebenso wie die staatlichen Naturwaldreservate und die Kernzonen des Biosphärenreservats Rhön. Zudem macht Kaniber einen 540 Hektar großen Buchenmischwald nahe der Basilika Vierzehnheiligen zum Naturwald. Das Betreten der Wälder bleibt der Ministerin zufolge weiter erlaubt und ist sogar ausdrücklich gewünscht: "Alle sind eingeladen, diese Kleinode unserer Heimat zu besuchen und Baumgiganten, knorrige Überlebenskünstler oder Relikte urtümlicher Wälder mit allen Sinnen zu erleben". Die Kulisse ist im "BayernAtlas" detailgenau abrufbar.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Naturwäldern.

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news-2425 Tue, 01 Dec 2020 14:18:10 +0100 Ein neues Zuhause für seltene Waldstörche http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2425&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7b72637f49c9b650047e33af7a5433fa 1. Dezember 2020, Sonthofen - Das Gebiet rund um den Kempter Wald mit seinen naturbelassenen Feuchtwiesen, kleinen Bächen, Sümpfen und großen Waldmooren bietet bereits seit vielen Jahren ein hervorragendes Bruthabitat für den seltenen und streng geschützten Schwarzstorch. Hier finden die imposanten Waldstörche ausreichend Insekten, Amphibien und Fische als Nahrung sowie abgelegene Altholzstrukturen, um ihre Brut aufzuziehen.

"Die Schwarzstörche, die im Frühling hoch in der Luft über dem Kempter Wald kreisen, sind für mich eines der schönsten Naturerlebnisse in meinem Arbeitsalltag", berichtet Revierförster Sebastian Neubauer, der den großen Staatswaldkomplex östlich von Kempten betreut. Umso stolzer ist der Förster über die beiden großen Horste, welche die Schwarzstörche in seinem Revier gebaut haben. Das Schwarzstorchpaar kehrt jedes Jahr wieder an denselben Horst zurück, um ihn auszubessern, zu erweitern und dann gemeinsam die Brut aufzuziehen. Über die Jahre kommen da schnell einige Hundert Kilogramm an Nistmaterial zusammen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Stürme den Horsten stark zusetzen können. "Auch das Abrutschen der Horste von den tragenden Ästen kann den Bruterfolg der Schwarzstörche gefährden", so Förster Neubauer weiter.

Um die Population von Schwarzstörchen im Kempter Wald zu sichern und ein ausreichendes Monitoring über den Bruterfolg sicherzustellen, arbeiten die Bayerischen Staatsforsten bereits seit vielen Jahren sehr eng mit den Experten der AG Schwarzstorchschutz des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) zusammen. Den Fortbestand der Horste zu sichern hat dabei oberste Priorität. Deshalb werden gelegentlich Kunsthorste auf den tradierten Brutbäumen installiert.

Auch in diesem Tagen wurde wieder ein solcher Kunsthorst durch Spezialisten an einer alten Kiefer angebracht, da das Naturnest nach den schweren Stürmen instabil geworden war. Harald Farkaschovsky von der AG Schwarzstorchschutz erklärt, "künstliche Plattformen für den Waldstorch sind sehr effektive Schutzmaßnahmen, um absturzgefährdete oder heruntergefallene Naturhorste zu ersetzen".

Dabei sind viele Details zu beachten, damit das Storchenpaar im nächsten Jahr das künstlich gebaute Nest wieder annimmt. "Es wird z.B. derselbe Baum für die Holzkonstruktion genutzt, und auch das Nistmaterial muss so angeordnet werden, als wenn es der Storch selber gebaut hätte", erläutert Farkaschovsky. Finanziell gefördert wurde das Projekt durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kempten, welches dankenswerter Weise Gelder aus dem Bereich der besonderen Gemeinwohlleistungen bereitstellte, um dieses Naturschutzprojekt zu unterstützen.

Ob die Störche ihr neues Zuhause auch annehmen werden, zeigt sich jedoch erst im nächsten Frühjahr. Neubauers Chef, Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting ist zuversichtlich: "Ich denke, dass die Chance für eine erneute Brut auf dieser alten Kiefer nicht schlecht stehen. Zum einen ist das Nahrungsangebot in diesem großen Waldgebiet hervorragend für die Störche, des Weiteren können wir zusammen mit den Experten der AG Schwarzstorchschutz in den letzten Jahren immer wieder beachtliche Erfolge mit den künstlich geschaffenen Horsten vorweisen. Die Zusammenarbeit zwischen uns Naturraummanagern und der AG Schwarzstorchschutz ist im wahrsten Sinne fruchtbar, wenn wir die erfolgreichen Bruten betrachten".

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news-2422 Mon, 30 Nov 2020 17:07:59 +0100 Ein Hauch von Hochwald am Stadtplatz http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2422&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4e1aec78822526374a93b715b5598bc5 Der große Regener Christbaum kommt diesmal vom Hennenkobel - die Bayerischen Staatsforsten haben ihn gestiftet.

30. November 2020, Bodenmais - Dicht gewachsen, nicht zu behäbig-breit und trotzdem stattlich: Der Christbaum, der seit dem Dienstag auf dem Stadtplatz in Regen steht, dürfte im langjährigen Vergleich der Stadtplatz-Bäume einen der vorderen Plätze belegen. Da wird es des Kreisstädters Stolz schon verkraften, dass ausgerechnet dieser Baum nicht wie üblich als Spende von einem Gartenbesitzer oder Waldbauern aus dem Stadtgebiet kommt. Sondern aus Zwiesel.

"In diesem Jahr war nichts Passendes dabei", räumen Bürgermeister Andreas Kroner und Bauhof-Chef Matthias Muhr ein, die sich einige "Kandidaten" im Stadtgebiet angeschaut hatten. Der Ort ist freilich anspruchsvoll: Der weiträumige Stadtplatz verlangt schon eine gewisse optische Wucht, soll der Baum nicht kläglich aussehen.

In seiner ersten Vorweihnachtszeit auf dem Chefsessel im Rathaus wollte Kroner keine riskanten Kompromisse und keine spöttischen Kommentare. Und so ging er auf Nummer sicher und nahm Kontakt zu Jürgen Völkl auf, Leiter des Forstbetrieb der Bayerischen Staatsforsten in Bodenmais und als solcher mit einer schönen Auswahl an geeigneten Tannen gesegnet. Völkl wusste Rat und bat die Regener Christbaum-Findungsgruppe um Bürgermeister Kroner und Bauhofchef Muhr in einen Altholzbestand am Hennenkobel bei Rabenstein, wo derzeit Holzarbeiten laufen. "War gar ned so leicht", sagt Muhr, denn die Entscheidung unter mehreren gutgewachsenen Bäumen überließ der Forstbetriebschef den Regenern. Auf etwa 40 bis 45 Jahre schätzt Völkl die gewählte Tanne, die Äste bis zum Boden hat. "Man schaut schon, dass so ein Baum nahe an der Forststraße steht", sagt er zur "Christbaum-Ernte." Denn anders als bei der forstlichen Holzernte kann der Baum ja nicht Hunderte von Metern durch den Wald geschleift werden, die Äste würden abbrechen.

Mit einem Kran-Lastwagen der Zimmerei Ernst brachten die Bauhofleute Matthias Muhr, Martin Moser und Stefan Weikl den Baum nach Regen. Am Mittwoch werden die Lichterketten und ein neu angefertigter Stern die Tanne in einen Weihnachtsbaum verwandeln.

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news-2421 Mon, 30 Nov 2020 16:42:00 +0100 Frische Kräfte für den Frankenwald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2421&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0bc81042635b5c8a059766016ed65fdf 30. November 2020, Rothenkirchen - Weitere Verstärkung beim Aufbau des Zukunftswaldes: Der erste Ausbildungsjahrgang der Bayerischen Staatsforsten (BaySF) im Forstbetrieb Rothenkirchen hat erfolgreich seine Prüfung abgelegt. Jetzt gibt es vier neue Forstwirte in der Region. Und der Nachwuchs wartet schon.

Im Jahr 2017 erhielt der Frankenwald die Auszeichnung "Waldgebiet des Jahres". Neben der Einzigartigkeit der Waldregion wurde der Titel auch für die enge Verbindung der örtlichen Bevölkerung mit ihrem Wald vergeben. Der Forstbetrieb Rothenkirchen nahm im selben Jahr die Ausbildung von Forstwirten auf mit dem Ziel, auch für den Bereich der Forstbetriebe Coburg und Nordhalben diesem Berufsstand qualifizierten Nachwuchs für die kommenden Jahrzehnte zu sichern. Dass in den Landkreisen Coburg, Lichtenfels, Kronach und Hof dafür dringender Bedarf besteht, haben die vergangenen drei Hitzesommer mit ihren Folgen für den Wald bereits deutlich gezeigt.

Nach drei Jahren Lehrzeit im Staatswald haben jetzt die frischgebackenen Forstwirte ihre Ausbildung abgeschlossen und verstärken im gesamten Bereich die Arbeit für den Wald: Paul Schröder aus Lautertal wird überwiegend im Staatswald des Forstbetriebes Coburg tätig sein, Randy Geyer aus Küps im Forstbetrieb Rothenkirchen und Julian Schubert aus Marktrodach im Forstbetrieb Nordhalben. Max Mantel aus Zettlitz wechselt von den Bayerischen Staatsforsten zur Stadt Burgkunstadt, wo er sich um die städtischen Waldungen kümmert.

Die Aussicht auf eine heimatnahe berufliche Tätigkeit und die Aussicht, an der Zukunft des heimischen Waldes mitarbeiten zu können, hält die Anzahl der Bewerbungen aus der Region um einen Ausbildungsplatz in Rothenkirchen konstant hoch. Zur Freude von Ausbildungsmeister Matthias Lindig und Ausbildungsleiter Stefan Wittenberg. Sie werden mit abwechslungsreichen Lehrinhalten im Staatswald zwischen Rennsteig und Obermain, ergänzt durch Lehrgänge am Bildungszentrum der Bayerischen Staatsforsten in Buchenbühl, dafür sorgen, dass auch in den kommenden Jahren in jedem Jahr zwischen zwei und vier junge Forstwirte ihren Dienst für den Wald in der Region aufnehmen können. Für Arbeit ist in Zeiten des Klimawandels reichlich gesorgt.

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news-2420 Mon, 30 Nov 2020 14:10:21 +0100 Heimische Bäume stehen für Qualität und Frische http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2420&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1dd27918c14a1db04efda216b178f08b Michaela Kaniber eröffnet die bayerische Christbaumsaison

27. November 2020, München - Zum Start der Bayerischen Christbaumsaison hat Forstministerin Michaela Kaniber die Verbraucher zum Kauf heimischer Bäume aufgerufen. "Mit einem regionalen Christbaum bringen wir ein Stück Heimat und damit auch Wohlbefinden in unsere Wohnzimmer", so die Ministerin. Aufgrund der Corona-Epidemie hat sie heuer erstmals nicht selbst in einer Plantage zur Säge gegriffen, sondern die Saison im Münchner Ministerium eröffnet. "So vieles ist in diesen Tagen leider anders als gewohnt. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit hätten wir alle uns auf Momente der Besinnlichkeit und der Begegnung, auf liebgewonnene Rituale gefreut", sagte Michaela Kaniber. Der festlich geschmückte Baum im Foyer kommt von der Waldbesitzervereinigung Wasserburg-Haag und stand in einem Wald bei Eichenau. Zusammen mit den Bäumen im Schmuckhof und ihrem Amtszimmer, die vom Hallertauer Christbaumhof und dem Wasserburger Forstbetrieb stammen, wird er dem Ministerium in den nächsten Wochen einen weihnachtlichen Glanz verleihen.

Heimische Christbäume erfreuen sich seit einigen Jahren immer größerer Beliebtheit. Neben der hohen Qualität und Frische, sind die Stärkung der regionalen Wertschöpfung und die Vermeidung umweltbelastender Ferntransporte weitere starke Vorteile. Der heimische Baum ist leicht zu erkennen: er trägt eine Banderole mit einem stilisierten Weihnachtsbaum mit der Aufschrift "Bayerischer Christbaum" des Vereins Bayerische Christbaumanbauer, die für Herkunft und Frische steht. Zusätzlich gibt es auch dieses Jahr wieder Bäume mit dem Siegel "Geprüfte Qualität - Bayern", das zusätzliche und strengere Produktionsstandards garantiert. So werden diese Bäume nicht vor dem 10. November geschnitten und in den letzten drei Jahren nicht mit Pflanzenschutzmittel behandelt.

Im Freistaat werden jedes Jahr rund vier Millionen Christbäume verkauft, die meisten stammen aus eigens dafür angelegten Kulturen. Seit vielen Jahren ist die Nordmanntanne der mit Abstand beliebteste Baum, gefolgt von der Blaufichte. Der Preis bleibt mit 18 bis 25 Euro pro Meter Nordmanntanne auf dem Niveau des Vorjahres.

Informationen rund um den bayerischen Christbaum und eine digitale Karte mit Anbaubetrieben aus der Region gibt es hier. Mehr zur "Geprüften Qualität Bayern" finden Sie hier.

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news-2419 Thu, 26 Nov 2020 15:50:03 +0100 Weihnachtsfreude für Berlin http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2419&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0f42e4ce7984dc6206c376792e86cf32 Weißtanne aus dem Fichtelgebirge schmückt die Bayerische Landesvertretung beim Bund

26. November 2020, Fichtelberg - Von den Höhen des Fichtelgebirges kommt in diesem Jahr der Christbaum, der in der Adventszeit die Bayerische Landesvertretung in Berlin schmückt. Dieser Tage wurde er von Mitarbeitern der Bayerischen Staatsforsten am Schneeberg-Höhenzug ausgewählt, gefällt und auf die Reise in die Bundeshauptstadt geschickt.

Wieder macht sich eine Tanne aus dem Forstbetrieb Fichtelberg auf den Weg, um an prominenter Stelle Weihnachtsstimmung zu verbreiten und ein bisschen Werbung für das Fichtelgebirge zu machen. Ziel der Reise ist Berlin. Dort soll die Weißtanne die Vertretung des Freistaats Bayern beim Bund schmücken. Schon seit vielen Jahren ist es Tradition, dass die Bayerischen Staatsforsten dafür einen Baum zur Verfügung stellen. In diesem Jahr wurde eine Fichtelgebirgstanne dafür auserkoren.

Ursprünglich war geplant, drei Christbäume aus dem Forstbetrieb Fichtelberg nach Berlin zu schicken. Wegen der Corona-Pandemie mussten die meisten derartigen Aktionen abgesagt werden. Und auch dieser Baum wird leider ohne offizielle Feierlichkeit an die Bayerische Landesvertretung übergeben.

Bewährter Christbaum-Sucher ist Förster Bernhard Kraus, der ein gutes Gespür für schöne Weihnachtsbäume hat und schon seit vielen Jahren die "prominenten Christbäume" aus dem Fichtelgebirge auswählt. "Meine berufliche Laufbahn als Förster habe ich vor mehr als 25 Jahren hier begonnen. Gut möglich, dass ich die Tanne damals selbst gepflanzt habe," so Bernhard Kraus.

Hier am Westhang des Schneebergs unweit vom Seehaus auf ca. 900 m Höhe wachsen die Bäume auf Grund des rauen Klimas langsam, müssen sich gegen die Baum-Konkurrenz behaupten und Schnee und Wind trotzen. Dadurch bekommen sie eine dichte, gleichmäßige Benadelung.

Ist es nicht ein Frevel, die schöne Tanne als Christbaum zu fällen? "Wir pflanzen mehr als Tausend kleine Tannen-Setzlinge pro Hektar." erklärt Förster Kraus. "Wenn sie zu stattlichen Bäumen herangewachsen sind, werden davon nur einige dutzend Tannen übrig bleiben, die den Fichten- und Buchenwald bereichern und stabilisieren. Deshalb müssen wir bis dahin immer wieder gezielt einzelne Bäume entnehmen, wenn sie zu dicht stehen. Und wenn wir diese als Christbaum nutzen, ist das nicht nur sinnvoll und notwendig, sondern dient auch guten Zwecken, nämlich für das Fichtelgebirge zu werben und den Menschen in der Weihnachtszeit Freude zu bereiten."

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news-2418 Thu, 26 Nov 2020 15:35:46 +0100 Absterbende Eschen - Verkehrssicherung im Auwald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2418&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=22e97b3e4ae0657a9fb4befed23f85b4 26. November 2020, Freising - In Folge des Eschentriebsterbens, das seit etwa 2009 in der Region grassiert, sind bereits zahlreiche Eschen im Auwald abgestorben und stellen entlang der Hochspannungsleitung, die den Auwald von Ismaning bis nach Freising durchzieht, eine große Gefahr für die Leitung dar. Die Stadtwerke München als Leitungsbetreiber werden einzelne Bäume in Abstimmung mit dem Forstbetrieb aus Gründen der Verkehrssicherung fällen. Die Eschen bleiben als Totholz dauerhaft im Wald liegen.

Voraussichtlich ab Montag, den 30. November werden die Wege entlang der Stromtrasse abschnittweise kurzzeitig gesperrt. Das übrige Wegenetz ist jedoch ständig frei benutzbar. Wir bitten alle Waldbesucher die Sperrungen zu ihrer eigenen Sicherheit beachten.

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news-2417 Thu, 26 Nov 2020 14:53:38 +0100 Die Mischung machts: Bayerische Staatsforsten schaffen den Klimawald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2417&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=67a428bf2e2edb4072eb6a6c50e2f0fc 26. November 2020, Burglengenfeld - Trüb und mit sieben 7 °C feuchtkühl ist es im Vorderen Bayerischen Wald - ideales Pflanzwetter und eine gute Gelegenheit für Landtagsabgeordneten Alexander Flierl, den Forstbetrieb Burglengenfeld zu besuchen. Denn Flierl will sich direkt an der Basis über den Waldumbau informieren: Was tun die Forstleute, um den immer stärker unter Wetterextremen wie Dürre und Hitze leidenden Wald für den Klimawandel zu wappnen?

Ein Quadratkilometer neuer Wald pro Jahr

"Unser reguläres alljährliches Pflanzprogramm umfasst 95 Hektar - wir sind damit bayernweit Spitze unter allen Forstbetrieben. Heuer pflanzen wir zusätzlich weitere 6 Hektar Klimawaldkulturen mit Baumarten, die besonders an wärmere und trockenere Verhältnisse angepasst sind", erläutert Hans Mages, Leiter des Forstbetriebs Burglengenfeld. Der Forstbetrieb setzt jetzt im Herbst und im nächsten Frühjahr rund 300.000 Pflanzen, vor allem Buchen, Tannen, sogenannte Edellaubbäume wie Berg- und Spitzahorn, Flatterulme und Elsbeere sowie Eichen und Douglasien. "Zusätzlich haben wir heuer die reichliche Eichenmast genutzt und über 30 Hektar neue Eichenbestände durch Saat geschaffen. Dafür wurden mehr als 15 Tonnen Eicheln ausgesät. Insgesamt gibt das eine neue Waldfläche von gut einem Quadratkilometer oder mehr als 150 Fußballfeldern" so Mages. Eine Leitlinie ist dabei das Vier-Baumarten-Konzept der Bayerischen Staatsforsten, wonach alle Waldbeständen aus mindestens vier Baumarten bestehen sollen, um einen möglichst stabilen und zukunftsfähigen Mischwald zu gewährleisten.

Bayernweit pflanzen die Bayerischen Staatsforsten zusätzlich zu den "normalen" fünf Millionen Setzlingen eine Million weitere Forstpflanzen, um die Wälder vielfältig, gemischt und zukunftssicher zu machen. Der Bayerische Landtag stellt den Bayerischen Staatsforsten für dieses "Sonderprojekt Klimawald" auch zusätzliches Geld zur Verfügung. Der Zeitpunkt für Flierls Besuch ist gut gewählt: "Vor wenigen Tagen erst wurden die Ergebnisse der Waldzustandserhebung veröffentlicht. Diese belegen, wie der Wald unter den extremen Witterungsbedingungen der letzten Jahre gelitten hat. Umso wichtiger ist, dass wir den Waldumbau jetzt mit den zusätzlichen Klimawaldkulturen nochmals intensivieren und beschleunigen" lobt der Landtagsabgeordnete das Engagement der Bayerischen Staatsforsten.

Auch ganz neue Baumarten testen

Vorrang beim Waldumbau hat die Anreicherung von Nadelwäldern mit bewährten heimischen Mischbaumarten. Die letzten drei Sommer haben aber gezeigt, dass auch als sehr klimatolerant geltende Baumarten wie etwa die heimische Buche oder die robuste Kiefer an ihre Grenzen gelangen und zunehmend Schäden zeigen. "Wir müssen daher bereits jetzt auch Baumarten testen, die aus Regionen mit einem Klima kommen, auf das wir uns langfristig in Mitteleuropa einstellen müssen" erläutert Mages. Ein Beispiel sei die Atlaszeder, eine Nadelbaumart aus den Gebirgen Nordwestafrikas. Sie kommt mit Trockenheit gut zurecht, erträgt sowohl Sommerhitze als auch kalte Winter und hat ein wertvolles, vielseitig verwendbares Holz. In sogenannten Praxisanbauversuchen werden in ganz Bayern kleine Zedern-Setzlinge gepflanzt, um zu erproben, wie sie mit den hiesigen Verhältnissen zurechtkommen. "Das geschieht auf sehr begrenzter Fläche und unter wissenschaftlicher Begleitung. Entscheidend ist dabei, dass hochwertiges Saatgut der richtigen Herkunft verwendet wird" betont der Forstbetriebsleiter.

Alexander Flierl nimmt auf einer solchen Versuchsfläche bei Maxhütte-Haidhof selbst die Pflanzhaue in die Hand, setzt gekonnt einige kleine Zedern und meint: "Hoffen wir, dass die Zedern sich als zusätzliche Mischbaumart für den Zukunftswald bewähren und uns helfen, die Herausforderungen des Klimawandels zu meistern".

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news-2416 Wed, 25 Nov 2020 13:45:59 +0100 Biber – des einen Freud, des anderen Leid http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2416&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6b3b9ad7e196c4389cd6214346f553fc Nach der Wiedereinbürgerung Ende der siebziger Jahre breitete sich Europas größtes Nagetier in Bayern erst langsam, dann immer schneller aus. Inzwischen ist der Biber flächendeckend vorhanden. Die Bayerischen Staatsforsten nehmen auf ihren Flächen Biberschäden normalerweise in Kauf. Doch im Einzelfall muss auch eingegriffen werden.

25. November 2020, Sonthofen - "Im Revier Sulzschneider Wald des Forstbetriebs Sonthofen steht Biberberater Fritz Ebelt mit Rat und Tat zur Seite und mit seiner Hilfe konnten schon manche Probleme gelöst oder entschärft werden", bedankt sich Revierleiter Jürgen Sander, der den Staatswald im Sulzschneider Wald pflegt.

Auch hier richtete der Biber erhebliche Schäden an. So verstopfte ein Biber einen massiven Wasserdurchlass mit mehrere Tonnen Gewicht. Der wurde nach einem Starkregen unterspült und ca.15 Meter bachabwärts geschwemmt. Danach baute der Biber an dieser Stelle einen Damm, den er laufend erhöhte und so weite Waldteile und eine Zufahrt unter Wasser setzte. Nachdem sich die Biberburg im Staubereich befindet, wurde beschlossen, im Damm eine Niveauregulierung einzubauen. Damit wird die Höhe des Wasserspiegels begrenzt, ohne den Eingang zur Burg freizulegen. Der Zugang muss unter Wasser liegen, denn sonst könnten Fuchs und Dachs in die Wohnhöhle eindringen.

"Ein langes Stahlrohr mit 40 cm Durchmesser wurde so in die Dammkrone gesetzt, dass der Abfluss den maximalen Pegel des Staus begrenzt. Das Rohr ragt tief bis an den Grund der Wasserfläche hinein und es wird sich zeigen, ob die Tiere das weit vor dem Damm ablaufende Wasser bemerken. Bisher ist es nicht der Fall", beschreibt Förster Jürgen Sander die Maßnahmen. Einen positiven Nebeneffekt bietet die Maßnahme außerdem für den Hochwasserschutz: Nachdem der Biber den Damm weiterhin erhöht, staut das so vom Biber geschaffene Rückhaltebecken bei Starkregen Wasser auf. Das fließt dann verzögert und durch den Durchmesser des Rohres begrenzt langsam ab.

"Grundsätzlich akzeptieren wir das Wirken der Biber bei uns. Sie sind ja Teil der Natur und schaffen mit ihren Bauwerken auch tolle Biotope für viele andere Tier- und Pflanzenarten - meist wesentlich besser als menschliche Biotopgestalter. Circa 30 Hektar neue Wasserflächen hat er bei uns schon geschaffen", erklärt Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting. "Wir müssen Ort und Wirkung der Biber immer zusammen mit den Naturschutzbehörden abwägen, denn auch im Wald kann der Biber Schäden anrichten. Neben den Schäden am Wegenetz sind die mühsam eingebrachten Laubhölzer und Weißtannen schmackhafter als die Fichten. Wenn wir einen Klimawald begründen, wollen wir nicht, dass Biber diesen wieder zu einem reinen Fichtenwald zurückfressen", gibt der Sonthofener Forstbetriebsleiter Jann Oetting zu bedenken.

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news-2415 Mon, 23 Nov 2020 16:11:39 +0100 Stille Wälder: Neuer Naturfriedhof im Markt Schnaittach in der Metropolregion Nürnberg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2415&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c047aa9d30090c823dc09504f2ed30a1 Letzte Ruhe im Grünen

In der Gemeinde Markt Schnaittach wird im Bereich der Windburg oberhalb von Osternohe der zweite Naturfriedhof der Bayerischen Staatsforsten entstehen. Der Markt Schnaittach und die Bayerischen Staatsforsten haben dazu eine entsprechende Vereinbarung geschlossen. Die Eröffnung des ersten Naturfriedhofes der Bayerischen Staatsforsten in der Metropolregion Nürnberg soll schon im nächsten Jahr stattfinden.

23. November 2020, Schnaittach - Die letzte Ruhe in der Natur: Immer mehr Menschen wünschen sich nachdem Tod eine Ruhestätte im Grünen. Künftig wird genau das im Markt Schnaittach möglich sein. Im Staatswald „Königsholz“ an der Ortsverbindungsstraße von Osternohe nach Entmersberg wird schon bald ein Naturfriedhof entstehen. Der Bürgermeister des Marktes Schnaittach, Frank Pitterlein, betont: „Wir freuen uns, dass der Markt Schnaittach Vorreiter für die Region ist. Die Fläche nahe der Windburg ist ein absolutes Idyll und wird durch das Projekt „Stille Wälder“ aufgewertet und dauerhaft erhalten. Dieser wunderbare Wald in herrlicher Natur wird damit ganzjährig allen Besuchern in besonderer Weise zugänglich gemacht.

"Die Kooperationsvereinbarung hat der Markt Schnaittach mit den Bayerischen Staatsforsten geschlossen, diese werden den Naturfriedhof unter der Bezeichnung „Stiller Wald Königsholz" betreiben. Der Markt Schnaittach und die Bayerischen Staatsforsten werden nun die planungs- und genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen für den Naturfriedhof schaffen. Für den Vertreter der Staatsforsten, Bernd Vetter, bildet die Kooperation mit dem Markt Schnaittach den Auftakt für ein besonderes Projekt: „Wir folgen hier einem Trend, der sich in den letzten Jahren verstärkt hat. Immer mehr Menschen wollen in der Natur beigesetzt werden. Diese Möglichkeit schaffen wir jetzt auch in dieser schönen Region.

“In den Naturfriedhöfen der Bayerischen Staatsforsten wird die Asche Verstorbener in biologisch abbaubaren Urnen aus heimischem Holz beigesetzt. Die Waldflächen bleiben in ihrer Natürlichkeit erhalten, die Grabpflege übernimmt die Natur.

Im Markt Schnaittach wird die naturbelassene Naturfriedhofsfläche mit einem Andachtsplatz, Ruhebänken und zwei kleinen Parkplätzen ausgestattet. Diese Einrichtungen stehen den Angehörigen ebenso wie allen anderen Waldbesuchern ganzjährig während der Öffnungszeiten zur Verfügung.

Weitere Informationen zu den Naturfriedhöfen der Bayerischen Staatsforsten finden Sie auf der Homepage www.stillewaelder.de.

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news-2414 Fri, 20 Nov 2020 09:04:13 +0100 40 Jahre, 50 Lehrlinge und 4 Neue am Forstbetrieb Bodenmais http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2414&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=23ce099b4736d18958f8cac4ec8f0b21 Forstbetrieb gratuliert Meister zum 40. Arbeitsjubiläum und begrüßt die neuen Waldarbeiter.

19. November 2020, Bodenmais - "40 Jahre bin ich beim Forstamt bzw. Forstbetrieb Bodenmais tätig", sagt Forstwirtschaftsmeister Paul Hilgart, "und seit 1993 habe ich 50 Lehrlinge ausgebildet, und deswegen freut es mich ganz besonders, dass wir heute praktisch für jedes Jahrzehnt meiner Arbeit einen meiner Lehrlinge als neue Forstwirte begrüßen dürfen!"

Corona-gerecht im Freien und mit Abstand hat deshalb Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl an Paul Hilgart die Ehrenurkunde der Staatsregierung zum 40-jähigen Arbeitsjubiläum überreicht, und gleichzeitig konnte er die "Neuen Vier" herzlich willkommen heißen.

Schon seit dem letzten Jahr sind vom damaligen Prüfungsjahrgang die zwei "Maxn", Max Stoiber (20) aus Arnbruck und Max Plötz (19) aus Lam dabei, am 01.10.2020 sind Martin Weiderer (18) aus Zwiesel und Michael Wirth (31) aus Regen/Schweinhütt dazu gestoßen. Max Stoiber arbeitet "heimatnah" - mit der Rotte von Vorarbeiter Martin Geiger ist er schwerpunktmäßig in den Bereichen Bodenmais/Drachselsried/Arnbruck unterwegs.

Max Plötz, Martin Weiderer und Michael Wirth sind die "komplett neue Rotte" im Bereich Rabenstein. Dazu Vorarbeiter Michael Wirth: "Ich bin ein Spätberufener - nach zwölf Jahren als Bundeswehrsoldat im In- und Auslandseinsatz reifte in mir der Entschluss, den Forstwirtsberuf zu ergreifen. Nach allem, was ich bisher schon erlebt habe, ist dies mein Traumberuf!", sagt er begeistert, "und deshalb habe ich keine Sekunde gezögert, als mich die Betriebsleitung gefragt hat, ob ich als Vorarbeiter zur Verfügung stehe."

Die drei arbeiten gerade im Revier Rabenstein in einem Starkholzhieb über Naturverjüngung. Max Stoiber war aktuell (gottseidank nur!) in Quarantäne und konnte deshalb beim Temin nicht dabei sein.

"Große alte Bäume für starke junge Männer", sagt der Chef, "das ist genau das Richtige, da können die drei alles zeigen, was sie bei Paul Hilgart erlernt haben und dass sie als Forstwirte den schönsten Arbeitsplatz der Welt haben - den Wald!"

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news-2413 Thu, 19 Nov 2020 11:29:07 +0100 Verkehrssicherung an Straßen im Forstrevier Taubenbach http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2413&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1a29e3f9737701aab340a917c97dcb1c Forstbetrieb Burglengenfeld beseitigt Gefahrenstellen

17. November 2020, Burglengenfeld - Der Forstbetrieb Burglengenfeld, Bayerische Staatsforsten, führt derzeit Sicherungsmaßnahmen an der Gemeindeverbindungsstraße Rieden - Taubenbach, der Taubenbachtal-Straße und am sogenannten Eschendreieck durch, um Gefahrenstellen für den Verkehr zu beseitigen. Aus Sicherheitsgründen werden die Straßen während der Dauer der Holzerntearbeiten gesperrt und der Verkehr umgeleitet.

Die Maßnahmen dienen der Verkehrssicherung. "Wir entnehmen kranke und absterbende Bäume entlang der Straße, von denen eine konkrete Gefahr ausgeht: Bei Sturm, schwerem Nassschnee aber auch ohne äußere Einwirkung drohen hier morsche Äste oder ganze Bäume auf die Straße zu stürzen", so Forstbetriebsleiter Hans Mages. Betroffen sind vor allem von einer neuartigen Pilzerkrankung, dem Eschentriebsterben, befallene Eschen sowie ältere Rotbuchen, die aufgrund der extremen Hitze und Trockenheit der letzten drei Sommer stark geschädigt sind. Einige dieser Bäume zeigen schon deutliche Anzeichen von fortgeschrittenen Holzzersetzung: Tote Äste, Risse und Pilze am Stamm und von Spechten gezimmerte Höhlen.

Solche für den Natur- und Artenschutz sehr wichtige Biotopbäume stehen bei den Bayerischen Staatsforsten sonst gänzlich unter Schutz. "In diesem Fall hier hat aber die Sicherheit Vorrang. Muss ein besonders wertvoller oder alter und starker "Methusalem-Baum" weichen, schneiden wir ihn nur um und überlassen ihn der Natur, damit er als sogenanntes Biotopholz weiterhin als Heimstatt für Tiere, Pflanzen und Pilze erhalten bleibt" erläutert Mages. Die Maßnahmen wurden mit der Forst- und Naturschutzbehörde, dem Naturpark Hirschwald und dem Markt Rieden abgestimmt. Als Nebeneffekt erhalten die zahlreich nachwachsenden Jungbäume mehr Licht und Raum, sodass sich langfristig entlang der Straßen ein stabiler und strukturreicher Waldrand aus verschiedenen Baumarten entwickeln kann.

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news-2412 Thu, 19 Nov 2020 11:06:48 +0100 Spitzenhölzer aus bayerischen Wäldern http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2412&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5d1f45d18eb99a6af812f890c62f70ea Wertvolles Nadelholz für Holzkäufer aus ganz Europa

17. November 2020, Fichtelberg - Betriebe der Bayerischen Staatsforsten und private Waldbesitzer aus der Region locken mit Nadelwertholz zahlreiche Besucher und Holzkäufer auf den Wertholzplatz in der Nähe von Himmelkron.

Auch in diesem Jahr präsentieren die nordostbayerische Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten und private Waldbesitzer aus der Region rund 1.600 m³ besonders wertvolle Nadelholzstämme aus heimischen Wäldern für die alljährliche Wertholzsubmission.

"Seit 25 Jahren bieten wir bei dieser Veranstaltung wertvolles Holz aus der Region für ganz spezielle Verwendungszwecke an" erläutert Winfried Pfahler, Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg den Hintergrund für die Submission, eine Art schriftliche Versteigerung. In seiner früheren Funktion als überregionaler Holzverkäufer der Bayerischen Staatsforsten organisierte er viele Jahre die Veranstaltung. "Interessiert an diesen Hölzern sind vor allem Schreinereien, Furnierwerke, Instrumentenbauer und andere hochspezialisierte Holzkunden aus ganz Europa."

Der Forstbetrieb Fichtelberg steuert 135 Stämme mit einem Volumen von knapp 170 Festmetern zu dieser besonderen Art der Versteigerung bei, darunter Lärchen aus dem Bereich der Kösseine und Douglasien aus dem Raum Warmensteinach.

Bis Anfang Dezember können Besucher und mögliche Käufer die aufbereiteten Stämme, sogenannte Blochhölzer, auf dem Wertholzplatz an der B 303 in Himmelkron, nahe der A 9 - Ausfahrt Bad Berneck/ Himmelkron begutachten. Auf der Homepage der Bayerischen Staatsforsten steht unter der Rubrik Holzverkauf die aktuelle Liste der angebotenen Stämme zum Download bereit. Käufer senden ihre schriftlichen Angebote an den Forstbetrieb Fichtelberg. Dort werden sie am 2. Dezember ausgewertet. Der Zuschlag geht an den Höchstbietenden des jeweiligen Stammes.

"Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre heraus erwarten wir Holzpreise von deutlich über 180 € pro Festmeter, schätzt Winfried Pfahler. "Für schöne Lärchenstämme investieren die Käufer teilweise über 400,- € pro Festmeter".

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news-2411 Thu, 19 Nov 2020 10:19:14 +0100 Mit Försterin und Förster unterwegs im Steigerwald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2411&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a9fd0e6086f9ace0c01fdbf5870afb9f Die Bayerischen Staatsforsten informieren vor Ort

19. November 2020, Ebrach - Nach den Corona-bedingten Ausfällen der Waldbesichtigungen, laden die Försterinnen und Förster des Forstbetriebs Ebrach wieder zu Informationen vor Ort ein. Die Teilnehmer können sich aus erster Hand über die nachhaltige und schonende Bewirtschaftung der Staatswälder im Steigerwald informieren. Die Veranstaltungen finden von April bis Oktober abwechselnd in allen Forstrevieren des Forstbetriebs Ebrach statt (siehe Programm 2021). 

Die Waldführungen finden bei jedem Wetter statt, weshalb wetterfeste Kleidung und stabiles Schuhwerk empfohlen werden. Es wird gebeten, die aktuell bestehenden Hygienebestimmungen wie Einhalten eines Abstands von 1,5 Metern zu beachten. Zur Erfassung der Teilnehmerdaten bitten wir um Anmeldung beim Forstbetrieb.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Treffpunkten der einzelnen Waldführungen sowie eine Anfahrtsskizze.

Die Bayerischen Staatsforsten freuen sich über Ihre Anmeldung und Ihren Besuch. Alle Kontaktdaten finden Sie auf der Seite des Forstbetriebs Ebrach.

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news-2410 Wed, 18 Nov 2020 10:01:45 +0100 Vorstandsvorsitzender Neumeyer: Deutliche Worte auf Rohstoffgipfel der Säge- und Holzindustrie http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2410&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=88da2dfbb99dc8a04484f59d2abd7ed8 Martin Neumeyer warnt vor dramatischen Folgen der Holzmarktkrise und setzt auf faire Partnerschaften zwischen Forst und Holzverbrauchern. Deutliche Worte auf Rohstoffgipfel der Säge- und Holzindustrie | Videobotschaft

18. November 2020, Regensburg - Martin Neumeyer, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten, hat in seinem Grußwort beim AGR-Rohstoffgipfel 2020, dem Kongress der Säge- und Holzindustrie, deutlich gemacht, dass ein weiter anhaltendes wirtschaftliches Ungleichgewicht zwischen Forstseite und Holzverarbeitern dazu führen kann, dass die Forstwirtschaft und somit die regionale und nachhaltige Versorgung der Gesellschaft mit Holz auf dem Spiel stehen.  Die anhaltend dramatische Lage der Forstbetriebe könne nicht im Sinn der Säger, Holzkunden und Holzverbraucher sein. Säger und Holzkunden brauchen eine leistungsfähige und lebensfähige Forstwirtschaft, wie auch die Forstseite verlässliche, starke Partner auf der Holzseite braucht.

Hier geht's zur Videobotschaft!

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news-2409 Tue, 17 Nov 2020 07:56:08 +0100 Saatguternte im Staatswald – Wenn der Klimawald an den Bäumen hängt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2409&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4e0bf5cd9a31d307d0d2f083b4ac6517 Trockenheit, Stürme und Schädlinge setzen den Wäldern Bayerns immer stärker zu. Um den Gefahren für den Wald entgegenzuwirken, werden die Bayerischen Staatswälder in klimastabile und strukturreiche Mischwälder umgebaut. In den Saatgutbeständen des Forstbetriebs Weißenhorn wird der Grundstein für den zukünftigen Klimawald gewonnen. In diesem Jahr mit einem sehr guten Ergebnis.

17. November 2020 - In den vergangenen Wochen konnten aufmerksame Waldbesucher im herbstlichen Buchenwald bei Elchingen grüne Netze am Boden entdecken. Im Staatswald bedeutet das Erntezeit. Auch in diesem Jahr hat der Forstbetreib Weißenhorn wieder einen Teil seiner eigenen Saatgutbestände beerntet. In einem 125 Jahre alten Buchenwald im Forstrevier Kissendorf im Landkreis Neu-Ulm konnten dieses Jahr Rund 7.100 Kilo Bucheckern geerntet werden. Johanna Gierth, Leiterin des Reviers, ist mit dem Ergebnis der Ernte sehr zu frieden. Forstunternehmer Stölting, der den Bestand im Auftrag der Bayerischen Staatsforsten beerntet hat, ist ebenfalls begeistert. Als Unternehmer für Saatguternten ist er bereits seit 30 Jahren in ganz Deutschland unterwegs. Ihm sind nur wenige Ernten bekannt, bei denen ein so gutes Ergebnis erzielt wurde.

Nicht nur am Forstbetrieb Weißenhorn, sondern bayernweit trugen dieses Jahr die Eichen und Buchen sehr viele Früchte. In Forstkreisen spricht man von Mastjahren. Der Begriff Mast hat seinen Ursprung aus Zeiten der Hutewälder, als die Schweine zum Mästen in den Wald getrieben wurden.

Im Oktober und November fallen die vielen Früchte zu Boden. Die Bucheckern landen mit Blättern und Fruchthüllen in den auffällig grünen Netzen, die einige Wochen zuvor unter den Bäumen ausgelegt wurden. Nachdem die Bucheckern und das Laub maschinell voneinander getrennt wurden, wird das gereinigte Saatgut in Säcke verpackt und anschließend für den Abtransport in den hauseigenen Pflanzgarten der Bayerischen Staatsforsten nach Laufen vorbereitet. Hier wird das gewonnene Saatgut aufbereitet und für die An- und Nachzucht von Forstpflanzen verwendet. Insgesamt fielen diesen Herbst im Forstbetrieb Weißenhorn knapp 10,4 Tonnen Buchensaatgut an. Aus einem Kilo Bucheckern können ca. 800 bis 1.000 Bäume gezogen werden.

Geerntet werden darf nur in "zugelassenen Saatgutbeständen". Die Mutterbäume müssen gesetzlich festgelegte Kriterien wie eine hohe Stabilität, ein gutes Wachstum oder eine gute Anpassungsfähigkeit erfüllen. Im Wald wird noch ein genetischer Fingerabdruck der Samen genommen. So lässt sich später genau nachverfolgen, wo das jeweilige Saatgut herkommt. Es besitzt dann ein sogenanntes ZÜF-Zertifikat (Zertifizierung für überprüfbare forstliche Herkunft). Im Forstbetrieb Weißenhorn gibt es insgesamt 1.500 Hektar zugelassene Saatgutbestände für 14 verschiedene Baumarten - neben Buche vor allem auch für Eiche, Ahorn und Linde.

Um die Herausforderungen der Klimaveränderung zu meistern, haben die Bayerischen Staatsforsten das Ziel, einen stabilen und klimatoleranten Mischwald zu schaffen. Ein wichtiger Baustein für die Verjüngung des Waldes ist das Saatgut der Bäume, als Grundlage für die nächste Waldgeneration. Im Bereich des Forstbetriebs verjüngt sich der Wald überwiegend selbst, das heißt auf natürliche Weise durch herabgefallende und anfliegende Samen oder Hähersaat. Um in Zukunft auf allen Flächen eine Baumartenvielfalt zu erhalten, ist es dennoch wichtig, die natürliche Verjüngung mit klimatoleranten Mischbaumarten für den zukünftigen Klimawald zu ergänzen. Dazu werden im Forstbetrieb jedes Jahr rund 30 Hektar neu gepflanzt, insbesondere Laubbäume wie Buche und Eiche, aber auch Tanne und Douglasie. Die dafür nötigen Pflanzen bezieht der Forstbetrieb aus dem hauseigenen Pflanzgarten in Laufen, der von den Staatswaldbetrieben mit hochwertigem Saatgut versorgt wird.

Der Forstbetrieb Weißenhorn bewirtschaftet eine Staatswaldfläche von rund 14.500 Hektar Staatswald, im Wesentlichen in den Landkreisen Neu-Ulm, Günzburg und Dillingen. Große zusammenhängende Landwald-Gebiete sind unter anderen der Roggenburger Forst, der Illereicher Wald der Staufener Forst aber auch Staatswälder und um Krumbach und Ettenbeuren. In den historisch bedingt noch vorkommenden nadelholzdominierten Gebieten spielt der Waldumbau hin zu klimastabilen Mischwäldern eine große Rolle. Auch Teile der Donau- und der Iller-Auwälder werden vom Forstbetrieb bewirtschaftet. Hier ist die Bedeutung der Auwaldstrukturen für den Naturschutz sowie für die Erholung hervorzuheben.

Weitere Informationen zu den Bayerischen Staatsforsten, dem Forstbetrieb Weißenhorn, dem Pflanzgarten in Laufen und zum Thema Waldumbau finden Sie unter:

https://www.baysf.de/de.html

https://www.baysf.de/de/ueber-uns/standorte/forstbetriebe/weissenhorn.html

https://www.baysf.de/de/wald-verstehen/waldumbau.html

https://www.baysf.de/de/ueber-uns/standorte/forstbetriebe/pflanzgarten.html

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news-2408 Fri, 13 Nov 2020 13:37:07 +0100 Fleißige Helferlein: Spielerische Wissensvermittlung beim Forstbetrieb Oberammergau http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2408&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=893f2923d389083dfc6c7896ae286a99 13. November 2020, Oberammergau - Vor ein paar Jahren ist die sogenannte "Grainauer Entdeckergruppe" auf die örtliche Revierleiterin zugekommen und hat sich angeboten, ihr im Wald zu helfen. Die Entdeckergruppe besteht aus zwei engagierten Müttern und ca. 15- 20 Kindern zwischen 5 und 10 Jahren. Die Gruppe trifft sich alle 2 Wochen und verbringt den Nachmittag mit basteln, kochen, spielen oder im Wald. Mittlerweile kommt sie einmal jährlich ins Forstrevier Grainau zum Pflanzen, Ausgrasen oder Müll sammeln.

Da die eigenen Waldarbeiter heuer zeitlich nicht auf allen Flächen den Verbissschutz der Tanne schaffen konnten, wurde um Hilfe bei der "Entdeckergruppe" gebeten. Eine Fläche von 4 Hektar war im Vorjahr schon mit Verbissschutz-Manschetten versehen worden und es ging nun darum, die Tannen wiederzufinden und die Manschetten um den heurigen Jahrestrieb hochzusetzen. Die Kinder fanden die Idee super, aktiv  beim Waldumbau mitzuhelfen. Bei der Flächengröße war Abstand halten (Corona) auch kein Problem und so traf man sich an einem Samstagvormittag. Die "Entdeckergruppe" wurde kurzerhand mit Geschwistern und einer weiteren Gruppe aufgestockt und so stand Revierleiterin Simone Herrmann, überwältigt von so viel Hilfe, mit 25 Kindern, 3 Erwachsenen und einer ehemaligen Praktikantin im Wald. Eine kurze Erklärung, um was es geht und die Wegebeschreibung "wenn wir oben am Weg sind gibt's Würstl" reichte völlig als Einweisung aus. Frei nach dem Motto: "Viele Hände schnelles Ende", war die Aktion schon nach 3 Stunden fertig.

Die spielerische Weitergabe von Wissen über Wald und Wild und das "selber Machen" hinterlässt oft tiefere Spuren in den Köpfen der Kinder als trockene Informationen aus einem Schulbuch. Nach getaner Arbeit gab es noch eine Brotzeit, die freundlicherweise von Getränke Sprenger und der Höllentalangerhütte gespendet wurden. Tanne gerettet, Kinder stolz auf ihre Arbeit, alles in allem ein gelungener Vormittag für die Kinder und den Bergwald.

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news-2407 Fri, 13 Nov 2020 09:21:15 +0100 Trockenheit und Hitze setzen Bayerns Wäldern zu http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2407&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4616b129d3340603b471d771d44e14f2 Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

11. November 2020, München – Die Klimakrise hinterlässt in den bayerischen Wäldern deutliche Spuren. Das geht aus dem aktuellen Waldbericht hervor, den Forstministerin Michaela Kaniber am Mittwoch im Bayerischen Landtag in München vorgestellt hat. „Der Zustand der Waldbäume hat sich 2020 infolge von drei heiß-trockenen Sommern gegenüber dem Vorjahr wie befürchtet weiter verschlechtert. Das zeigt uns deutlich, wie wichtig es ist, unsere Wälder an den Klimawandel anzupassen. Nur wenn wir es schaffen, unsere Wälder mit zukunftsfähigen Baumarten zu verjüngen, stellen wir sicher, dass wir auch künftigen Generationen artenreiche und gemischte Wälder hinterlassen. Unsere Waldumbauoffensive ist ein wichtiger Baustein in unserer Strategie für mehr Klimaschutz“, so die Ministerin.

Die langanhaltend hohen Temperaturen, verbunden mit geringen Niederschlagsmengen, führten im Vergleich zum Vorjahr zu einem Anstieg des mittleren Nadel- und Blattverlusts aller Baumarten um 3,3 Punkte auf 28,0 Prozent. Am stärksten betroffen ist der trockene Norden, hier liegt der Nadel- und Blattverlust mit 32 Prozent deutlich über dem bayerischen Mittel. Positive Entwicklungen zeigen sich bei der Baumart Eiche. Sie kommt am besten mit der Trockenheit zurecht und ist als heimische Baumart eine wichtige Stütze für den Aufbau klimatoleranter, stabiler und zukunftsfähiger Mischwälder.

Bei dieser Mammutaufgabe unterstützt der Freistaat die bayerischen Waldbesitzer umfangreich: Allein dieses Jahr stehen für die Waldförderung in Bayern mehr als 80 Millionen Euro an Landes- und Bundesmitteln zur Verfügung – so viel wie nie zuvor. Das im letzten Winter überarbeitete Waldförderprogramm wird der Ministerin zufolge von Bayerns Waldbesitzern in Rekordhöhe nachgefragt. So sollen im Privat- und Körperschaftswald bis zum Jahr 2030 insgesamt 200.000 Hektar Wald klimafest gestaltet werden. Rund 76.000 Hektar wurden bereits geschafft.

Die Daten zum Waldzustand in Bayern basieren auf einer jährlichen Erhebung durch speziell geschulte Försterinnen und Förster. Sie haben im Sommer die Waldbäume an landesweit 314 Inventurpunkten begutachtet. Den Waldbericht mit den detaillierten Ergebnissen der Erhebung gibt es im Internet unter www.forst.bayern.de.

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news-2406 Fri, 13 Nov 2020 08:22:20 +0100 Hohe Ansprüche an Forstpflanzen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2406&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7584c8031a5236dd7b295b456097ad6d 11. November 2020, Sonthofen - Pflanzen für die bayerischen Wälder sind keine Massenware, sondern ein Qualitätsprodukt und eine Investition in die Zukunft. Jährlich werden in den bayerischen Staatswäldern ca. 2.500 Hektar mit jungen Bäumchen neu bepflanzt. "Allein im Forstbetrieb Sonthofen pflanzen wir diesen Herbst 35 Hektar bzw. 90.000 Pflänzchen unterschiedlichster Baumarten. Das muss sorgfältig geplant werden. Die gleiche Sorgfalt muss bei der Pflanzenauswahl getroffen werden, um einen zukunftssicheren Klimawald begründen zu können", so Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting.

Wer glaubt, eine Forstpflanze sei ein Massenprodukt - wie z.B. alle Jahre die Christbäume in den Discountern, liegt falsch. Zwar werden viele Pflanzen produziert, aber bezogen auf die Qualität der Forstpflanzen werden sehr hohe Ansprüche gestellt. Nicht jeder Betrieb, der Pflanzen aufzieht, ist auch in der Lage Forstpflanzen anzuziehen. Der Gesetzgeber legt hier nämlich einen sehr strengen Qualitätsmaßstab an.

Im Forstvermehrungsgutgesetz ist detailliert aufgeführt, welche Pflanzen oder Pflanzenteile als forstliches Vermehrungsgut bezeichnet werden dürfen und welche nicht. Nochmal Jann Oetting: "Für uns Förster ist wichtig, in welchem Wuchsgebiet und Wuchsbezirk wir pflanzen wollen. In Bayern gibt es große Unterschiede hinsichtlich Geologie, Höhenlage, Durchschnittstemperaturen und Niederschlägen. Daran haben sich die Waldbäume über viele hundert Jahre angepasst." Seit 1911 sind je nach Wuchsgebiet bestimmte Herkünfte definiert und in der Forstherkunftsgebietsverordnung aufgelistet. Darin ist festgelegt, woher eine Pflanze kommen darf und welchen Anforderungen sie in der Natur an ihrem Wuchsort gewachsen sein muss. Dabei spielt die Genetik eine große Rolle. Förster Markus König, der den Staatswald im Wirlinger Wald betreut, weiß: "Autochthone Pflanzen, also solche, die ohne menschlichen Einfluss immer schon bei uns wuchsen, sind uns hinsichtlich Gesundheit, Stabilität und Leistungsvermögen am liebsten."

Weil Förster wie Jann Oetting oder Markus König Praktiker sind und keine Genetiker, wurden Systeme geschaffen, die ihnen bei Entscheidungen oder der Arbeit helfen: Um die Tauglichkeit von Pflanzen oder Saatgut langfristig überprüfen und nachweisen zu können, wurde mit Forstbaumschulen auf freiwilliger Basis ein Zertifizierungsring für überprüfbares forstliches Vermehrungsgut - kurz ZüF - ins Leben gerufen. "Bei der Lieferung ziehen wir eine Probe meist von den Knospen und lassen sie analysieren. Die Proben werden mit in einer Datenbank hinterlegten Referenzproben verglichen. So kann genetisch festgestellt werden, ob die Pflanzen tatsächlich von den Bäumen stammen bzw. aus dem Herkunftsgebiet kommen, welches bei der Lieferung angegeben ist", erklärt Revierleiter Markus König.

Außerdem muss vor Ort im Wald bei der Anlieferung der Pflanzen entschieden werden, ob es sich um ein Qualitätsprodukt handelt oder nicht. König weiter: "Neben Liefermenge, Größe, Gesundheitszustand und der Pflanzenfrische gilt hier ein besonderes Augenmerk der sogenannten Stufigkeit. Diese definiert das Verhältnis von Höhe, Wurzelhalsdurchmesser und Wurzelvolumen zueinander. Dieses Verhältnis muss in sich stimmig sein, damit die Pflanze gut anwachsen kann und Zukunft hat." Größter Wert wird auch auf die Ausformung des Wurzelwerkes gerichtet: Es müssen ausreichend Feinwurzeln vorhanden sein. Denn die gewährleisten die Versorgung der Pflanze mit Wasser und Nährstoffen und die Hauptwurzel darf keinerlei Beschädigungen oder Verformungen aufweisen. "Bei 90.000 Pflanzen, die wir im Herbst pflanzen, kann natürlich nicht jede einzelne Pflanze überprüft werden. Wir beschränken uns auf ausreichend große Stichproben. Auch ist hier lange Erfahrung von Vorteil: Man bekommt mit den Jahren einen Blick dafür und kann relativ schnell erkennen, ob eine Lieferung passt oder nicht", weiß Förster Markus König.

Erst wenn alle genannten Voraussetzungen erfüllt sind, wird die Pflanze von den Fortwirten gepflanzt. Aber auch hier gibt es nochmals einen Qualitätscheck, in dem Förster Markus König beurteilt, ob die Pflanzen und die Pflanzarbeitsqualität den Anforderungen entsprechen. "Es ist also ein langer, schwerer Weg vom Samen am Baum zur hochwertigen jungen Pflanze in der Baumschule und wieder zurück in den Waldboden, wo in vielen Jahren z.B. eine stattliche Tanne mal stehen soll. Aber so gewährleisten wir, dass die neu begründeten Wälder auch fit for future sind", schmunzelt Markus König.

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news-2405 Tue, 10 Nov 2020 09:28:30 +0100 Eine „Arche“ für seltenes Streuobst am Forstbetrieb Ebrach http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2405&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5a7339d9fa30ed17ce216d56f66c64c5 10. November 2020, Ebrach - Auf der großen Wiese am ehemaligen Forsthaus Neuhaus im Revier Oberschwappach hat der Forstbetrieb Ebrach eine Streuobstwiese für regionale und mittlerweile sehr seltene Baumarten begründet. Auf drei Hektar entsteht eine "Arche" für regionale und seltene Streuobstarten. Sie dient Insekten und Vögeln als Nahrung und Lebensraum.

Insgesamt wurden 48 Bäume und 15 Sträucher gepflanzt. Dabei entschied sich Försterin Ellen Koller für verschiedene Obstsorten. Gleichzeitig werden die bisherigen alten, teils absterbenden Bäume erhalten. Auch sie stellen wichtige Lebensräume dar. Diese bieten Steinkauz und Wendehals ein wertvolles Bruthabitat. Selbstverständlich dient die neugeschaffene Streuobst-Arche auch den Menschen. Es sind regionale Apfelsorten wie der Ilmbacher Porster und Herzogin Olga sowie den Birnensorten Röhrlesbirne und Hänserbirne gepflanzt worden. Alle Pflanzen stammen von der Firma Pflanzen Weiglein aus Wiesentheid. Der Firma wurde auch die professionelle Pflanzung übertragen.

Am Rand der Streuobstwiese wurden Holunder, Berberitze, Pfaffenhütchen, Schneeball und die Mispel eingebracht. Der Schneeball stellt im fortgeschrittenen Herbstwichtige Nahrung für den Seidenschwanz bereit. Die Felsenbirne bietet als Frühblüher zu Beginn des Frühlings Pollen für die Bienen. Im Herbst stellen ihre schmackhaften Früchte eine wertvolle Nahrung für die Vogelwelt.

Die angrenzende Nachbarin, Frau Schlereth, findet die Begründung der kleinen Streuobst-Arche wunderbar und freut sich auf die neuen Früchte der Neupflanzung.

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news-2404 Mon, 09 Nov 2020 15:22:52 +0100 Mit Holz heizen für den Klimaschutz http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2404&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2b4627b33b1832fa9504cd96fb79544f Regional und CO2-neutral: Forstbetrieb Berchtesgaden verkauft ofenfertiges Brennholz aus dem Bayerischen Staatswald / Online-Vorbestellungen möglich

09. November 2020, Berchtesgaden - Der Forstbetrieb Berchtesgaden der Bayerischen Staatsforsten bietet ab sofort ofenfertiges Brennholz zum Verkauf an. Das Brennholz stammt aus den nachhaltig bewirtschafteten Wäldern der Bayerischen Staatsforsten im Berchtesgadener Land und wird in Aufham produziert. Somit bleiben Transportwege so kurz wie möglich und die Kundinnen und Kunden erhalten ihr Brennholz direkt aus der Region. Die hohen Standards der Waldbewirtschaftung werden unter anderem durch das PEFC-Siegel garantiert.

"Knackende Scheite schaffen wohlige Wärme: Ein Holzofen macht eine angenehme Wärme und schont dazu auch noch das Klima. Der nachwachsende Rohstoff Holz ist nicht nur CO2-neutral, sondern auch regional verfügbar", so Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller. Der Forstbetrieb bietet Premium-Scheitholz der Baumarten Buche und Esche in den Längen 33cm und 25cm an.

Vom Web ins Wohnzimmer

Kundinnen und Kunden können das ofenfertige Brennholz direkt ab Hof kaufen - allerdings ist der Vorrat begrenzt, denn die Bayerischen Staatsforstung ernten regelmäßig weniger Holz als nachwächst. "Deshalb empfehlen wir, das Brennholz online in unserem neuen Webshop vorab zu reservieren", so Dr. Daniel Müller weiter. Auf www.baysf-waldshop.de können Kundinnen und Kunden ab sofort ihr Brennholz ganz bequem vorbestellen. An vorab vereinbarten Freitagnachmittagen kann dieses dann an der Abgabestelle des Forstbetriebs Berchtesgaden in Aufham abgeholt werden.

Lieferung frei Haus weiterhin über das Lagerhaus

Brennholz der Bayerischen Staatsforsten frei Haus erhalten Sie weiterhin über die örtlichen Partner Raiffeisen Lagerhaus Anger, Rupertiwinkel und Hammerau.

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news-2403 Thu, 05 Nov 2020 16:44:04 +0100 Bewegungsjagd auch in Zeiten der Corona-Pandemie http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2403&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4c29ce7cf0857813ed186fd7d0661897 Forstbetrieb Burglengenfeld jagt auf Schwarz- und Rehwild Burglengenfeld, 05.11.2020 – Während das Corona-Virus die Menschen in Atem hält nähert sich ein anderer, für Menschen zwar völlig ungefährlicher, aber auch hoch problematischer Erreger langsam aber sicher dem Freistaat Bayern: Die Afrikanische Schweinepest, kurz ASP. In Osteuropa seit Jahren stark auf dem Vormarsch, gelang dem Virus im September der Sprung nach Brandenburg, vor einer Woche bereits nach Sachsen. Neben strengsten Hygienemaßnahmen in der Tierhaltung ist vor allem eines notwendig, um der Ausbreitung der Krankheit Einhalt zu gebieten: Eine intensive Bejagung von Wildschweinen, die Überträger und Verbreiter sind.

„Diese ASP-Prävention ist der Hauptgrund, warum wir am kommenden Samstag die seit Wochen minuziös geplante Bewegungsjagd im Burglengenfelder Forst trotz der geltenden Corona-Beschränkungen durchführen können“ sagt Hans Mages, Leiter des Forstbetriebs Burglengenfeld der Bayerischen Staatsforsten. Das Landratsamt Schwandorf hat nach eingehender Prüfung eine Ausnahmegenehmigung erteilt, denn Veranstaltungen – als solche zählt die Jagd – sind durch den „Corona-Teil-Lock-Down“ untersagt. Zulässig ist die Bewegungsjagd, weil der Forstbetrieb die Teilnehmerzahl begrenzt und ein umfassendes, strenges Schutz- und Hygienekonzept einhält: „Die gesamte Jagd findet ausschließlich im Freien statt, die Teilnehmer halten sich die meiste Zeit alleine im Wald auf, bei allen notwendigen Zusammenkünften wird der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten und zusätzlich ein Mund-Nasen-Schutz getragen, es werden keinerlei Gegenstände ausgetauscht“ zählt der Forstbetriebsleiter einige Eckpunkt auf.

Ein Schüsseltreiben – so nennt sich das sonst oft übliche gemütliche Zusammensein und Vespern nach der Jagd – ist natürlich tabu. „Wir beschränken die Jagd auf den organisatorisch notwendigen Ablauf“ so Mages. Neben Schwarzwild wird am Samstag auch auf Rehwild gejagt. Auch das ist dringend notwendig, um Verbissschäden an jungen Bäumen zu reduzieren und damit den Waldumbau hin zu naturnahen, klimastabilen Mischwäldern zu unterstützen.

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news-2402 Tue, 03 Nov 2020 14:50:52 +0100 Waldpflegemaßnahmen am Kälberstein – Vollsperrung der Zufahrtsstraße „Im Rostwald“ http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2402&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5830fd85e84e00743cf5917533e595a4 03. November 2020, Bischofswiesen/Berchtesgaden - Vollsperrung der Straße am Kälberstein durch die Bayerischen Staatsforsten.

Aufgrund von Waldpflegearbeiten um den Kälberstein ist die Zufahrtstraße "Im Rostwald" in der Zeit vom 16.11. bis voraussichtlich 22.12.2020 aus Sicherheitsgründen voll gesperrt. Diese Vollsperrung zwischen dem Wanderparkplatz Aschauerweiher und Doktorberg gemäß Verkehrsrechtlicher Anordnung hilft den Bayerischen Staatsforsten die Dauer der Verkehrseinschränkung zu minimieren. Die Umleitung erfolgt über die Locksteinstraße und Aschauerweiherstraße.

Ab Montag 9.11.2020 sind wegen Baumfällarbeiten bereits die Wanderwege im Bereich Rostwald/Kälberstein gesperrt.

Die Dauer der Sperrung wird so kurz wie möglich gehalten. Wir bitten Sie die Absperrungen zu respektieren, denn in Umgriff der Arbeiten herrscht durch herabfallende Bäume und Äste Lebensgefahr. Die Bayerischen Staatsforsten bedankt sich für Ihr Verständnis.

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news-2401 Mon, 02 Nov 2020 15:41:15 +0100 Rettung für einen aussterbenden Waldlebensraum http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2401&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9ba8bebd65e447ec6282ae5afc14522f Schutz für Flechtenkiefernwälder Burglengenfeld, 30.10.2020 – In der Oberpfalz waren noch vor wenigen Jahrzehnten ausgedehnte Kiefernwälder mit einem kargen, grauen Bodenbewuchs aus Flechten weit verbreitet und charakteristisch. Heute sind die Flechten aus diesen Wäldern fast ganz verschwunden. „Flechtenkiefernwälder“ sind nach europäischem Naturschutzrecht geschützt, auch wenn sie bei uns überwiegend menschlichen Ursprungs sind: Jahrhundertelange Übernutzung und das sogenannte Streurechen, d. h. das Entnehmen des humosen Oberbodens samt Bewuchs als Einstreu für die Ställe, führten zur Verarmung des Bodens und Ausbildung dieser ganz besonderen Pflanzengesellschaft. Anders als bei uns kommen solche Wälder z. B. auf den Binnendünen im Mittelfränkischen Becken oder in Skandinavien natürlicherweise auf größeren Flächen vor.

Das Aufgeben des Streurechens und der allgegenwärtige Nährstoffeintrag aus der Luft haben in den letzten Jahrzehnten zwar zur Erholung der Böden geführt. Gleichzeitig wurden aber die sehr konkurrenzschwachen Flechtenarten durch andere Bodenpflanzen wie Moose, Heidekraut sowie Heidel- und Preiselbeere verdrängt. 

„Eines der letzten noch existierenden Vorkommen in unserem Raum findet sich im Kreither Forst bei Schwarzenfeld“, so Hans Mages, Leiter des Forstbetriebs Burglengenfeld. „Ohne Hilfe würde es in wenigen Jahren verschwinden“. Der Forstbetrieb hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, die wertvollen Restvorkommen an Flechtenkiefernwäldern zu sichern und zu erhalten. Dafür wurde im Spätsommer auf ausgewählten Waldflächen der Oberboden samt Bewuchs aus Beersträuchern und Moosen mit einem Minibagger abgezogen, um den sandigen Mineralboden freizulegen – eine Nachahmung der früher üblichen Streunutzung. „Zusätzlich haben wir vorher die Flechten eingesammelt und auf dem freigelegten Sand wieder ausgebracht, um die Wiederansiedlung zu beschleunigen“ erläutert Revierleiter Franz Schuhbauer, der im Frühjahr den Anstoß für die Maßnahme gab. Das Artenschutzprojekt wurde gemeinsam mit den Naturschutzbehörden an der Regierung der Oberpfalz und am Landratsamt Schwandorf sorgfältig geplant. Aufgrund der Lage im Wasserschutzgebiet war auch eine enge Abstimmung mit Wasserwirtschaftsamt und dem Wasserversorger notwendig. Im Auftrag der Regierung der Oberpfalz begleitet der renommierte Flechtenkundler Dr. Wolfgang von Brackel die Umsetzung zudem wissenschaftlich. „Wir tun hier etwas für über 20 sehr seltene Arten, die existenziell auf diesen Lebensraum angewiesen sind, 10 davon stehen auf der Roten Liste“ so von Brackel. Als Teil des Naturschutz-Sonderprogramms „Der Wald blüht auf“ der Bayerischen Staatsforsten wird das Projekt vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schwandorf finanziell gefördert. Wenn die Maßnahmen den erhofften Erfolg zeigen sollen sie in den kommenden Jahren auf weiteren Flächen fortgesetzt werden.   

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news-2400 Mon, 02 Nov 2020 14:35:07 +0100 Schlüsselübergabe in Heigenbrücken: Maurice Schwarz ist Nachfolger von Joachim Keßler http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2400&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3a92def71a52f2e00d548191d35a297f 02. November 2020, Heigenbrücken - "Der Forstbetrieb Heigenbrücken ist auch künftig in guten Händen!" So kommentierte der Vorstand der Bayerischen Staatsforsten, Reinhardt Neft, den Wechsel an der Spitze des Forstbetriebs. "Mit Maurice Schwarz haben wir einen neuen Forstbetriebsleiter gefunden, der die neue Funktion fachlich und menschlich perfekt ausfüllen wird." Er sei sich sicher, so Neft, dass Schwarz die hervorragende Arbeit von Joachim Keßler weiterführen werde.

Der 35jährige Schwarz ist in der hessischen Wetterau aufgewachsen, studierte in Göttingen Forstwissenschaft und begann seine forstliche Laufbahn 2013 bei HessenForst. 2015 wechselte er zu den Bayerischen Staatsforsten, wo er seit 2016 als Sektionsleiter bei der Forsteinrichtung tätig war. Seit 1. Juni unterstütze Schwarz als stellvertretender Leiter den Forstbetrieb Pegnitz.

"Ich freue mich auf einen der waldbaulich interessantesten Forstbetriebe in ganz Bayern," so Schwarz. "Dank der guten und engagierten Arbeit meiner Vorgänger hat der nördliche Spessart bereits heute einen großen Reichtum an Baumarten. Diese Arbeit werde ich fortsetzen, denn der Klimawandel macht auch vor dem Spessart nicht Halt." Schwarz dankte seinem Vorgänger für die gute Arbeit in den letzten Jahren: "Ich übernehme einen bestens aufgestellten Forstbetrieb mit einem tollen Team. Ich freue mich, dass es jetzt losgeht", so Schwarz.

Joachim Keßler betonte zu seinem Weggang "Ich dürfte eine ganz besondere Gegend kennen und schätzen lernen. In den vergangenen Jahren habe ich hier zahlreiche Menschen getroffen, die ihre Heimat mit viel Herzblut vorwärtsbringen. Es war schön, im Spessartwald meinen Teil dazu beizutragen," so Keßler. Sein Ziel sei es gewesen, den Forstbetrieb solide in der Gesellschaft zu verankern. Das ihm das gelungen ist, bescheinigte ihm Vorstand Reinhardt Neft: "Die Spessart-App und der Wildbret-Direktvermarktung, die Sie gemeinsam mit Ihrem Team in den letzten Jahren gemeinsam auf den Weg gebracht haben, sind zwei schöne Beispiele für das Miteinander zwischen Forst und Region." Keßler wechselt zum 1. November an die Zentrale der Bayerischen Staatsforsten nach Regensburg und wird dort den Zentralen Einkauf des Unternehmens leiten.

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news-2399 Mon, 02 Nov 2020 14:02:26 +0100 Aus dem Staatswald ins Wohnzimmer - Ofenfertiges Brennholz vom Forstbetrieb Freising http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2399&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2bf9b8b36f90f2fd861f85534befb08e 02. November 2020, Freising - Knackende Scheite schaffen wohlige Wärme. Ein Holzofen macht nicht nur eine angenehme Wärme, sondern schont auch das Klima. So eng der nachwachsende Rohstoff Holz mit der Menschheitsgeschichte verbunden ist, so aktuell ist er auch: Holz kann nicht nur nachhaltig produziert werden, es ist auch CO2-neutral, denn beim Verbrennen wird nur diejenige Menge des Treibhausgases freigesetzt, die zuvor beim Wachstum des Baumes im Holzkörper gebunden worden ist. Und der Rohstoff Holz ist regional verfügbar - wie beim Forstbetrieb Freising der Bayerischen Staatsforsten, der ab sofort ofenfertiges Scheitholz im Sortiment hat.

Der alte Schießplatz in Freising hat ab sofort eine neue Funktion: Er dient als Verkaufsplatz des Forstbetriebs Freising für ofenfertiges Scheitholz an Selbstabholer. "Die Forstwirtschaft ins Wohnzimmer bringen" unter diesem Motto startet das neue Angebot des Forstbetriebs. Denn was mit dem "Weltwald" und dem "Walderlebnispfad" im Bereich Umwelt und Erholung weit über die Grenzen des Landkreises hinaus gelungen ist, fehlt im Bereich der Holznutzung: Den Wald und seine nachhaltige Bewirtschaftung ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. Das Angebot, ofenfertiges Brennholz direkt vom Forstbetrieb zu beziehen, soll diese Lücke schließen. Und das mit gutem ökologischen Gewissen, denn Brennholz aus dem Staatswald ist nicht nur nachhaltig, CO2-neutral und PEFC-zertifiziert, sondern stammt garantiert aus dem Staatswald um die Stadt Freising und deren Nachbarlandkreise.

Der Verkaufsplatz am alten Schießplatz in Freising ist immer samstags von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr geöffnet. Er ist nach der Abzweigung vom Wettersteinring / Weihenstephaner Ring nach Wippenhausen leicht zu finden. Unmittelbar nach der Kreuzung führt nach 150 Metern die erste Waldeinfahrt auf der linken Seite direkt zum Verkaufsplatz. Die Zufahrt ist geteert und ausgeschildert. Das Scheitholz wird lose angeboten und kann in beliebigen Mengen abgegeben werden. Auf Wunsch können die Hölzer mit einem kleinen Hoflader auch direkt auf einen Anhänger verladen werden.

Und noch eine weitere Besonderheit hat der Forstbetrieb parat: Verkauft wird nach Gewicht. Die vom Hoflader aufgenommene Scheitholzmenge wird zuvor gewogen - Unsicherheiten bei Preis und Menge sind dadurch ausgeschlossen.

Der Forstbetrieb Freising verkauft zu Herstellungskosten. Angeboten wird ofenfertig getrocknetes Scheitholz der Baumarten Buche und Esche. Buche in 33 cm Länge kostet 93 € je Raummeter, Buche in 25 cm Länge 97 € je Raummeter. Esche kostet 88 € je Raummeter (33 cm Länge).

Vom Web ins Wohnzimmer: Das Scheitholz kann zudem ganz bequem online im Webshop der Bayerischen Staatsforsten reserviert und dann an der Abgabestelle des Forstbetriebs am alten Schießplatz abgeholt werden. Dort findet sich auch für alle "Nicht"-Freisinger eine Wegbeschreibung zum alten Schießplatz in Freising.

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news-2398 Mon, 02 Nov 2020 11:59:02 +0100 Verkehrssicherungsmaßnahme: Sperrung der der Staatsstraße 2509 in den Herbstferien http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2398&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c5abd25f4411f719b199963c402b6512 02. November 2020, Weißenhorn - Entlang der Staatsstraße 2509 stehen viele Bäume, die aufgrund ihrer Gefahr für die Verkehrsteilnehmer entnommen werden müssen. Für die Maßnahme muss die Staatsstraße zwischen Leipheim und Unterfahlheim in den Herbstferien gesperrt werden.

Der Klimawandel macht auch den Bäumen im Landkreis zu schaffen. Entlang der Staatsstraße, die durch das Waldgebiet Jungholz führt, stehen zahlreiche kranke Bäume. Viele Eschen sind vom Eschentriebsterben befallen, einem Pilz, der die Bäume zum Absterben bringt. Aber auch die Eiche ist durch die letzten Trockenjahre teils stark geschädigt. Für die Radfahrer und die Autofahrer bedeutet dies eine erhöhte Gefahr durch herabstürzende Äste oder umfallende Bäume. Starke Äste können schon bei wenig Wind abbrechen oder ganze Bäume jederzeit umfallen. Sie stellen eine ernste Gefahr für den Straßenverkehr dar.

Zum Schutz der Verkehrsteilnehmer hat Revierleiterin Gierth von den Bayerischen Staatsforsten Forstbetrieb Weißenhorn in den vergangenen Wochen alle Bäume im Bereich der Straße kontrolliert und die gefährlichen Bäume markiert. Diese werden nun entnommen.

In vielen Bereichen entlang der Straße wachsen unter den gefährdenden Altbäumen bereits junge Bäume unterschiedlicher Baumarten. Diese werden schnell den freiwerdenden Platz einnehmen. An den Stellen ohne junger Bäume wird im Frühjahr die vorhandene Verjüngung durch Pflanzung ergänzt.

Die Entnahme der gefährlichen Bäumer erfolgt in den Herbstferien. Von Montag, den 2.11.2020, bis Freitag, den 6.11.2020 sind die Staatsstraße 2509 und der Radweg gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Bubesheim - Kissendorf - Bühl - Opferstetten - Unterfahlheim. Die Straße und den Radweg während der Fällarbeiten zu betreten oder zu befahren ist lebensgefährlich.

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news-2394 Mon, 02 Nov 2020 08:07:01 +0100 Borkenkäferbilanz 2020: Bayernweit 25 Prozent weniger Schäden als 2019 http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2394&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d1e06d5f6c0faf468eae89289d340f8f · Rückläufige Entwicklung in Südbayern, dem Bayerischen Wald und dem Oberpfälzer Wald

· Frankenwald ist Bayerns Borkenkäfer-Hotspot 2020

· Prognose: 2021 weiterer Rückgang der Schäden erwartet

Regensburg, 01. November 2020 - Die Bayerischen Staatsforsten verzeichnen für die Borkenkäfer-Saison 2020 (Mai - Oktober) 25 Prozent weniger borkenkäferbedingtes Schadholz als im selben Zeitraum des Vorjahres. Während 2020 bayernweit 848.000 Festmeter (fm) Borkenkäferholz anfielen, waren es 2019 noch 1.143.000 fm.

"In der Saison 2020 lag jeder Monatswert unter den Werten des Vorjahres. Im Oktober 2020 verzeichneten die Bayerischen Staatsforsten bereits den 6. Monat in Folge deutlich weniger Borkenkäferschäden als in den Vergleichsmonaten des letzten Jahres", so ein Sprecher der Staatsforsten.

Aufgrund der geringeren Schäden und der geplanten kontinuierlichen Aufarbeitung in den kommenden Wochen rechnen die Bayerischen Staatsforsten auch 2021 mit weiter sinkenden Schadholzzahlen, sofern auch das Wetter mitspielt.

 

Oktober 2020: Aktuelle Situation und Zahlen

Die bayernweiten Käferholzzahlen sind im Oktober im Vergleich zum letzten Jahr deutlich gesunken und liegen auch unter dem 5-Jahresschnitt:

  • Gebuchte Käferholzmenge Oktober 2020: rund 114.000 fm

  • Gebuchte Käferholzmenge Oktober 2019: rund 207.000 fm

  • Gebuchte Durchschnitts-Käferholzmenge Oktober der letzten 5 Jahre: rund 140.000 fm


Auch kumuliert sind die Werte für den Zeitraum Mai bis Oktober 2020 mit 848.000 fm im Vergleich zum selben Zeitraum des Jahres 2019 mit 1.143.000 fm (-25,8 Prozent) gesunken.

Borkenkäfersaison 2020: Interpretation der Zahlen

"Mehr Regen als im Vorjahr, etwas kühler und vor allem die kontinuierliche und schnelle Aufarbeitung der Schäden - das sind die drei wesentlichen Gründe, warum wir in diesem Jahr 25 Prozent weniger Borkenkäferschäden haben als im letzten Jahr", fasst der Staatsforsten-Sprecher die Ursachen für die geringeren Schäden zusammen. "Die Borkenkäferzahlen sind im bayerischen Staatswald in der gesamten Käfersaison 2020 rückläufig gewesen. Das ist ein großartiger Erfolg unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das gesamte Jahr ununterbrochen durchgearbeitet haben", so der Sprecher. Im Oktober 2020 lagen die Borkenkäferschäden sogar 45 Prozent unter den Werten des Vergleichsmonats 2019.

Für die kommenden Wochen und Monate muss die Aufarbeitung allerdings konsequent fortgesetzt werden, auch wenn die Borkenkäfer bis ins kommende Frühjahr nicht mehr ausfliegen werden: "Viele Käfer haben sich in den Fichten eingebohrt. Diese befallenen Bäume müssen über die gesamten Herbst- und Wintermonate aufgearbeitet werden. Dann werden wir im kommenden Jahr eine geringere Ausgangspopulation haben und die Chance auf weiter sinkende Schadholzzahlen Jahr sind sehr gut", so die Prognose des Staatsforsten-Sprechers.

Situation in den einzelnen bayerischen Regionen

Bis auf einzelne Hotspots ist der Borkenkäfer 2020 in ganz Bayern auf dem Rückzug. Besonders südlich der Donau - in Oberbayern und Schwaben - sind die Zahlen stark zurückgegangen, gleiches gilt für den Bayerischen Wald und den Oberpfälzer Wald. Hier hat sich die gute Wasserversorgung der Bäume durch ausreichende Niederschläge deutlich positiv auf die Vitalität der Bäume ausgewirkt. Nördlich der Donau war es deutlich trockener - deshalb sind die meisten Schäden in Franken - und hier besonders im Frankenwald - zu verzeichnen. Außerhalb des Frankenwaldes gehen aber auch in Ober-, Mittel- und Unterfranken die Schadholzzahlen zurück (Siehe Grafik).

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news-2397 Thu, 29 Oct 2020 10:07:00 +0100 Kirschen für den Klimawald von morgen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2397&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=decaa5ffb55f76237cee460d74cb6b74 Staatsministerin Gerlach eröffnet Pflanzsaison im Spessart-Staatswald

29. Oktober 2020, Heigenbrücken - Pünktlich zur beginnenden Pflanzsaison im Herbst starten die Bayerischen Staatsforsten in diesen Tagen mit der Pflanzung und Saat der von der Bayerischen Staatsregierung beschlossenen Klimawald-Kulturen. Für den Forstbetrieb Heigenbrücken pflanzte die Bayerische Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, (Lkr. Aschaffenburg) die ersten Kirschen. Ziel der zusätzlichen Klimawald-Bäume ist es, den Umbau der bayerischen Wälder im Zuge des immer schneller voranschreitenden Klimawandels hin zu klimatoleranten und stabilen Mischwäldern zu beschleunigen. Die Bayerischen Staatsforsten pflanzen in dem Zusatzprogramm bis zum Frühjahr 10.000 junge Bäume für den Zukunftswald von morgen allein auf Flächen des Forstbetriebs Heigenbrücken. Gerlach erklärte: "Unsere Wälder sind wesentlicher Bestandteil unserer Kulturlandschaft - gerade hier im Spessart. Sie zukunftsfähig zu gestalten ist unverzichtbar. Wir begleiten deshalb Forschungen, mit denen wir etwa mit Hilfe von Satellitenbeobachtung mehr über den Klimawandel und die nötige Anpassung daran lernen. Ende November planen wir zudem einen großen Digitalgipfel, bei dem wir nach Lösungen für den Klimaschutz suchen. So kann die Digitalisierung auch einen Beitrag dazu leisten, unseren heimischen Wald fit zu machen für die Klimaherausforderungen der Zukunft."

"Unser Ziel ist es, diesen Umbau schneller als bisher geplant abzuschließen", erklärt Forstbetriebsleiter Joachim Keßler. "Wir sind im Nordspessart bereits einen großen Teil des Weges hin zu stabilen Mischwäldern gegangen, die Wälder sind schon jetzt laubholzdominiert. Dennoch muss noch hier und da nachgebessert werden", so Keßler weiter. Entscheidend für den erfolgreichen Waldumbau und die Zukunftsfähigkeit des Waldes für kommende Generationen ist es, die richtigen Baumarten einzusetzen, d.h. Baumarten zu nutzen, die dem Klimawandel - also höheren Temperaturen, mehr Trockenheit, weniger Niederschlägen - standhalten. Die heimischen Baumarten bleiben dabei weiterhin die tragende Basis eines klimagerechten Waldbaus. Hier wird es allerdings eine Verschiebung in der Baumartenzusammensetzung geben.

Die Bayerischen Staatsforsten setzen auf bewährte Baumarten wie Tanne, Eiche, Douglasie, Buche - aber auch auf ältere, oft in Vergessenheit geratene Baumarten wie Elsbeere, Flatterulme, Esskastanie, Kirsche, Eibe, Feldahorn, Sommer-/Winterlinde. "Wir werden zu einer größeren Vielfalt im Wald kommen. Das bedeutet künftig mindestens vier verschiedene Baumarten auf einer Fläche", erläutert Keßler weiter. Ziel der Klimawald-Kulturen ist es, dass die neuen Bäume klimatoleranter sind als diejenigen, die ersetzt werden. Fichten und Kiefern werden in Bayerns Zukunftswäldern langfristig deutlich weniger Anteile haben als heute. Der Klimawandel wirkt sich in Bayern regional unterschiedlich aus. Schon heute zeigt sich, dass die Anzahl der Tage mit einer eingeschränkten Wasserversorgung für die Wälder nördlich der Donau stärker angestiegen ist als südlich der Donau. Trotz der Erwartung, dass es im Allgemeinen wärmer wird, muss weiterhin mit kalten Wintern und Spätfrösten gerechnet werden. Das muss bei der Baumartenwahl berücksichtigt werden.

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news-2396 Thu, 29 Oct 2020 09:10:00 +0100 Forstwirts-Lehrlinge lernen digital http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2396&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=14616d1e99ed1d4263d8924339b8823a Online-Berichtsheft bringt Mehrwert für Auszubildende und Ausbilder

29. Oktober 2020, Heigenbrücken - Die Auszubildenden zum Beruf des Forstwirts am Forstbetrieb Heigenbrücken der Bayerischen Staatsforsten führen ihr Berichtsheft seit einem Jahr online. Das Pilotprojekt in der bayerischen Forstausbildung führt die Dokumentation und Organisation der Ausbildungsabschnitte digital zusammen. Die bayerische Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, zeigte sich bei einem Besuch in der Ausbildungsstelle in Heigenbrücken erfreut: "Die Digitalisierung verändert alle Lebens- und Arbeitsbereiche - selbst im Wald. Deshalb ist es wichtig, dass auch die Auszubildenden in der Forstwirtschaft so selbstverständlich mit digitalen Angeboten umgehen. Waldpflege und moderne Technik gehen hier wunderbar zusammen - und alle, die etwas Anderes behaupten, sind auf dem Holzweg."

Die Implementierung des Projekts ist ein echtes Lehrlingsprojekt: Ein Auszubildender zum IT-Spezialisten in der EDV-Abteilung der Bayerischen Staatsforsten begleitete die Einführung und brachte die Rechner samt Software zum Laufen. Jeder Lehrling hatte dazu ein eigenes Endgerät erhalten mit der dazu notwendigen Spezial-Software. Nach einem Jahr Testphase steht fest: Das System ist praxistauglich und bietet sowohl für den Ausbilder als auch für die Auszubildenden mehr Übersichtlichkeit, Klarheit und erleichtert die für die Ausbildungsabschnitte geforderte Pflichtdokumentation. Wie der Ausbildungsmeister am Standort in Heigenbrücken, Forstwirtschaftsmeister Lukas Küber, ausführt, pflegen die derzeit acht Lehrlinge das Online-Berichtsheft problemlos. Eine Kontrolle und eventuell notwendige Korrektur oder Ergänzung wird vereinfacht. Eine Bilddokumentation der Betriebsarbeiten ist über eine Kamerafunktion des Endgerätes schnell möglich. Die digitalen Inhalte werden an der Berufsschule anerkannt.

Forstbetriebsleiter Joachim Keßler freut sich, dass seine Lehrlinge dieses "digitale Abenteuer" mit eingegangen sind und sogar Spaß daran gefunden haben. Die Bayerischen Staatsforsten in Heigenbrücken bilden jährlich bis zu vier Lehrlinge im Beruf zum Forstwirt aus.

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news-2393 Wed, 28 Oct 2020 16:09:13 +0100 Der Luchs ist zurück im Frankenwald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2393&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=549bf32b3b40f6efbca001c2f814dcd3 Seit dem Jahr 2017 gibt es gesicherte Nachweise über eine andauernde Anwesenheit von Europäischen Luchsen (Lynx lynx L.) im Frankenwald. Der Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten konnte jetzt mit Unterstützung des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) anhand von bestätigten Sichtungen, Wildkamerabildern und genetischen Spuren die einzelnen Phasen der Rückkehr dokumentieren. Dabei ging es manchmal fast kriminaltechnisch zu.

Im Frühjahr 2020 lebten in Bayern laut Dokumentation des LfU 49 Luchse einschließlich 17 Jungtiere. Wie in mehreren Mittelgebirgen Deutschlands ist Europas größte wildlebende Katze auch in Bayern dabei, in ihre früheren Lebensräume zurückzukehren. Die zwei größeren deutschen Teilpopulationen im Harz und im Bayerisch-Böhmischen Wald können dabei als Ausgangspunkte dienen. Nach Aussage des LfU spielen die nordbayerischen Waldgebiete dabei eine wichtige Rolle als Ausbreitungsachsen auch in andere deutsche Mittelgebirge wie Erzgebirge und Thüringer Wald.

Doch wie lange war der Luchs im Frankenwald eigentlich abwesend? Bis weit in das 17. Jahrhundert hinein war sein Vorkommen wohl eine Normalität, sicher von Jägern und Viehhaltern nicht immer gern gesehen. Es wurden „Jagden auf Luchse und Wölfe“ auch überörtlich durchgeführt, ohne dass Nachweise über Jagdstrecken aus dieser Zeit erhalten geblieben sind. Laut Unterlagen des Staatsarchivs Bamberg wird in den Forstrechnungen des Forstamtes Kronach aus dem Jahr 1642 – neben anderem Wild – auch die Erlegung eines Luchses im Frankenwald verzeichnet. Der vielzitierte „letzte Luchs“ (wohl seine Erlegung) wird für den Frankenwald auf das Jahr 1730 datiert. Endgültig aber war der Abschied des Luchses zum Glück nicht. Die faszinierende Großkatze scheint sich den Frankenwald gerade als angestammte Heimat zurückzuerobern.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es in Deutschland und auch in angrenzenden Staaten immer wieder einzelne Versuche, durch Wiederansiedlungsaktionen den Luchs wieder heimisch zu machen, so in den 1970er Jahre und 1980er Jahren im Bayerischen Wald und im Böhmerwald und später im Harz, wo nach 2000 in einem Wiedereinbürgerungsprojekt 24 Luchse ausgesetzt wurden. Über möglicherweise illegale zusätzliche Aussetzungen wird oft spekuliert - immer wenn dem Luchs seine unzweifelhafte Fähigkeit abgesprochen wird, sich über weite Strecken neues Territorium zu erschließen. Eine Wanderschaft, die auf der anderen Seite dem Rotwild, dem Elch und auch dem Wolf auf geheimnisumwitterten „uralten Fernwechseln“ jederzeit zugetraut wird. Erste Hinweise auf eine Rückkehr in den Frankenwald gibt es etwa seit der letzten Jahrhundertwende.  Dazu zählen Sichtbeobachtungen bei Steinbach am Wald (2003), Wallenfels (2009) und Teuschnitz (2011). Aus dem Jahr 2008 stammt dann das erste Luchsbild einer Fotofalle aus der Nähe von Presseck. Bis 2017 lagen danach keine Nachweise eines Luchsvorkommens im Frankenwald mehr vor.

Im Jahr 2017 wurde der Frankenwald mit dem Titel „Waldgebiet des Jahres“ ausgezeichnet. Dieses vom Bund Deutscher Forstleute vergebene Prädikat würdigt unter anderem auch die Eignung einer Waldlandschaft als Lebensraum seltener Arten. Zu dieser Auszeichnung passend gab es dann im Juni 2017 bei Tschirn die bestätigte Beobachtung eines Luchses. Das war der Erste einer dichten Folge durchgehender Luchsnachweise im Frankenwald über die nächsten drei Jahre bis heute. Im Juli 2017 ließ sich nördlich der Ködeltalsperre ein starker Luchs bei bestem Büchsenlicht von einer Jägerin auf dem Abendansitz fotografieren. In den kommenden Wochen wurde wahrscheinlich dasselbe Tier im Staatswaldrevier Ködel zwischen Tschirn, Nordhalben und Steinwiesen mehrfach gesehen und fotografiert. Sein brauner Rücken ließ die Experten auf eine Herkunft aus der Luchspopulation im Harz schließen.

Im Herbst 2017 gab es dann auch die ersten DNA-Nachweise eines Luchses im Frankenwald: Speichelproben an Beuteresten (sogenannte „Risse“) bei Neuengrün und bei Wallenfels wurden im Labor genetisch untersucht. Laut Datenbank der LfU stimmten sie mit einem männlichen Luchs („Kuder“ in der Jägersprache) überein, der zuletzt im November 2016 in Wieda im Harz genetisch nachgewiesen wurde. Aufgrund der relativ geringen Entfernung von rund 10 Kilometern zwischen den Rissen und den Bildnachweisen des „Braunrückigen“ im Forstrevier Ködel gingen die Forstleute des Forstbetriebs Rothenkirchen davon aus, dass es sich hier wohl um das gleiche Tier handelte: Einen ersten Zuwanderer aus dem Harz.

Im Herbst 2018 gab es dann Nachweise eines weiteren Luchses, der eindeutig identifizierbar war: Westlich und südlich von Tschirn tappte ein geflecktes Exemplar zweimal in die Fotofalle. Da der neue Zuwanderer offensichtlich überhaupt nicht kamerascheu war, kamen in den nächsten Monaten vor allem nördlich der Ködeltalsperre zahlreiche weitere Bilder hinzu, auf denen er auch sein Geschlecht verriet: Ebenfalls ein Kuder. Auch jetzt kam wieder der „Erkennungsdienst“ der Luchsexperten vom LfU zum Einsatz. Ihnen liegt aus gespeicherten Bildern seit 2008 inzwischen ein entsprechend großes Archiv an individuell unterschiedlichen Fleckenmustern vor, mit denen sich die Tiere gut unterscheiden lassen. Und jetzt bestätigte sich, was aufgrund der gefleckten Fellfärbung bereits vermutet wurde: Diesmal handelt es sich um einen Luchs aus dem Bayerischen Wald. Dort bekannt als B55, genannt „Bartl“, war er zwischen Januar 2017 und Juni 2018 im Bayerischen Wald wiederholt dokumentiert worden, bevor er sich offenbar dann im Sommer 2018 auf seine Wanderschaft in den Frankenwald machte. Eine Reise von rund 190 Kilometer (Luftlinie!), die er in etwas mehr als zwei Monaten zurückgelegt hat.

Bis heute ist „Bartl“ im Frankenwald mit über 30 Einzelnachweisen dokumentiert. Zunächst blieb er in der Nähe von Tschirn bis zur Ködeltalsperre und wurde im April 2020 dann auch bei Pressig bestätigt. Das entspricht einem „Streifgebiet“ von rund 150 Quadratkilometern. Im März 2020 wurde dann bei Kleintettau wieder ein starker „Braunrücken“ auf der Wildkamera festgehalten. Der „Harzluchs“ aus dem Jahr 2017, der seitdem abwesend war oder sich verborgen gehalten hat? Im Mai 2020 kam dann völlig unerwartet ein weiterer Luchs dazu: Östlich von Wallenfels filmte ein Jagdgast mit der Handykamera einen schlanken, ebenfalls braunrückigen Luchs im Staatswald des Forstbetriebes Nordhalben. Damit waren im Frühjahr 2020 das erste Mal drei verschiedene Luchse gleichzeitig im Frankenwald nachweislich dokumentiert.

Für den Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten ist die Rückkehr des Luchses ein weiterer Hinweis auf die große Bedeutung des Frankenwaldes als Rückzugsraum für seltene und bedrohte Arten. Als Rückkehrer steht der Luchs in einer Reihe mit anderen „prominenten“ Tierarten, die stellvertretend für ganze Lebensgemeinschaften stehen und die hier inzwischen erfolgreich ihre Heimat gefunden haben. Der Schwarzstorch ist seit den 1980er Jahren als Brutvogel zurück und hatte es seitdem zur wohl größten Brutdichte in Deutschland gebracht, bevor er leider aktuell als Folge des Klimawandels unter Horstbaumverlusten und ausgetrockneten Nahrungsbächen leidet. Etwa zeitgleich mit dem Luchs wurde die Europäische Wildkatze erstmals wieder im Frankenwald beobachtet. In den Jahren 2014 und 2015 konnte anhand eines gezielten Monitorings der Bayerischen Staatsforsten eine größere Wildkatzenpopulation im Bereich des Rodachtales und der Ködeltalsperre und dann 2018 und 2019 auch einzelne Tiere in den Hochlagen des Frankenwaldes am Rennsteig nachgewiesen werden. Anders als der Schwarzstorch scheint die wärmeliebende Wildkatze von den Folgen des Klimawandels und den künftig deutlich veränderten Waldstrukturen eher zu profitieren. Genauso sollte die Rückkehr der Luchse Mut für die Zukunft machen: Der Frankenwald ist als Lebensraum für den Luchs immer noch – oder wieder -  geeignet. Er wird ihn nutzen, und wir als Gesellschaft sollten das fördern.

Der Text ist die Kurzfassung eines wissenschaftlichen Beitrags:

Hagemann, Kelle, Wölfl: Der Luchs ist zurück im Frankenwald; Forstliche Forschungsberichte Nr. 218, München 2020.

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news-2392 Wed, 28 Oct 2020 12:41:26 +0100 Neue Bäume braucht das Land http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2392&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=72802f4f9f3b816da2738ee40752fc06 Zedern-Bäume aus Afrika sollen Fichtelgebirgswald bereichern

28. Oktober 2020, Fichtelberg - Pflanzsaison am Forstbetrieb Fichtelberg: Landtagsabgeordneter Martin Schöffel besucht die Fichtelgebirgsförster und informiert sich über Waldumbau und neue Baumarten.

Nieselregen. 6 Grad. Nebel auf den Fichtelgebirgshöhen. Pflanzwetter. Trotz oder auch wegen der Witterung besucht Martin Schöffel, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des Beirats bei den Bayerischen Staatsforsten den Forstbetrieb Fichtelberg. Aus erster Hand will er sich informieren über den Waldumbau hin zu Wäldern, die mit dem Klimawandel besser zurechtkommen.

"In diesem Jahr pflanzen wir zusätzlich zu unserem normalen, alljährlichen Pflanzprogramm von gut 42 Hektar weitere 15 Hektar Klimawald mit Baumarten, die an wärmere und trockenere Verhältnisse angepasst sind", erläutert Winfried Pfahler, Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg, das Vorgehen. "Insgesamt bringen wir jetzt im Herbst und dann im nächsten Frühjahr mehr als 115.000 Pflanzen im Wald aus, genug um die Fläche von 80 Fußballfeldern mit Eichen, Buchen, Tannen und Douglasien zu bepflanzen."

Bayernweit pflanzen die Bayerischen Staatsforsten zusätzlich zu den "normalen" 5 Millionen Setzlinge eine Million weitere Forstpflanzen, um die Wälder vielfältig, gemischt und zukunftssicher zu machen. Der Bayerische Landtag stellt den Bayerischen Staatsforsten für diese zusätzlichen Bäume auch zusätzliches Geld zur Verfügung.

"Gerade jetzt im Herbst sieht man das Wirken der Förster, wenn überall die bunten Laubbäume aus dem Fichtenwald herausleuchten", lobt Martin Schöffel das Engagement der Staatsforsten im Fichtelgebirge. "Sie schaffen stabile Wälder für die Zukunft des Fichtelgebirges! Ich hoffe sehr, dass diese gemischten Bestände dem veränderten Klima besser trotzen können." Ausdrücklich hob er das 4-Baumarten-Konzept der Bayerischen Staatsforsten hervor. Danach soll in allen Waldbeständen eine Mischung aus mindestens vier Baumarten vertreten sein, die einen stabilen und zukunftsfähigen Wald sicherstellen.

Nicht nur mit heimischen Baumarten wollen die Förster die Wälder anreichern, sie testen auch neue Arten. Arten, die heute in Regionen vorkommen, die ein Klima aufweisen, auf das wir uns langfristig auch in Mitteleuropa einstellen müssen. Zum Beispiel die Atlaszeder, eine Nadelbaumart aus den Gebirgen Nordafrikas. Sie kommt mit Trockenheit gut zurecht, kann sowohl Hitze, als auch Kälte ertragen und hat ein widerstandsfähiges, dauerhaftes Holz. Im Rahmen eines Anbauversuchs werden an mehreren Orten im Fichtelgebirge kleine Zedern-Setzlinge gepflanzt, um zu untersuchen, wie sie mit den hiesigen Verhältnissen zurechtkommen. An einem Pflanzort bei Goldkronach legt Landtagsabgeordneter Schöffel selbst Hand an und pflanzte einige kleine Zedern.

"Wir schaffen so ein Grundgerüst an klimatisch widerstandsfähigen Baumarten für vielfältige und stabile Zukunftswälder", bekräftigt Winfried Pfahler. "Denn auch unsere Kinder und Enkel sollen noch unseren Fichtelgebirgswald genießen können."

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news-2391 Wed, 28 Oct 2020 10:55:27 +0100 Kinder pflanzen den Wald von morgen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2391&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=23ce4065650c7b7fbbb30d3f4aa489f0 28. Oktober 2020, Schnaittenbach - Die Trockenheit der vergangenen zwei Sommer macht nicht vor der Oberpfalz halt und leider auch vor keiner Baumart: Fichten, Kiefern und Buchen leiden unter dem fehlenden Niederschlag. Um die zukünftigen Wälder fit für den Klimawandel zu machen, setzt der Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten auf einen Baumartenmix und damit auf mehr Vielfalt. So sollen den zukünftigen Klimawald neben Kiefer und Fichte auch Tanne, Eiche, Buche und Birke bilden. Dabei werden nur die Baumarten gepflanzt oder gesät, die sich nicht natürlich einstellen, wie etwa die Tanne oder die Eiche. "Waldumbau" nennen die Schnaittenbacher Staatsförster das. Also den Umbau des Waldes von arten- und strukturarme in gemischt, stabile und strukturreiche Wälder.

Da Bäume und Wälder sehr alt werden können handelt es sich beim Waldumbau um ein Jahrhundertprojekt. Und um dieses zu bewerkstelligen ist jede helfende Hand willkommen. Der Hessenreuther Förster Hans Frisch hat sich daher sehr darüber gefreut, dass er beim Waldumbau in seinem Revier von der Learning Campus-Jugendgruppe unterstützt wurde. Die Mädchen und Jungen der Gruppe haben mit Begeisterung einige Hundert Tannen in der Abteilung Hirschwechsel mitten im Hessenreuther Wald gepflanzt, die dort anderen Baumarten den Wald der Zukunft bilden werden. Froh und glücklich waren die Kinder am Ende des Tages dann auch darüber einen Beitrag zum Klimawald geleistet zu haben. Die Pflanzaktion fand noch im Rahmen der Deutschen Waldtage statt, die ganz im Zeichen der Folgen des Klimawandels und dessen Auswirkungen auf den Wald standen.

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news-2389 Fri, 23 Oct 2020 12:08:50 +0200 Stabwechsel im Saldenburg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2389&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d04e8c3645c943ddc38834b6c3493600 Thomas Peter löst Ulrich Matschke ab.

23. Oktober 2020, Saldenburg/Bodenmais - Zum Monatsende November ist es soweit: Revierleiter Ulrich Matschke geht nach 22 Jahren in Ruhestand und übergibt die Leitung seines Forstreviers Saldenburg an Thomas Peter. "Das ist definitiv eines der schönsten Reviere im Vorderen Bayerischen Wald", sagt Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl, "die Waldflächen erstrecken sich vom Brotjacklriegel im Westen über Saldenburg bis zur Hofleite östlich von Fürsteneck. Und im ganzen Revier gibt es vielfältig gemischte Wälder aus Fichten, Kiefern, Lärchen, Buchen und Eichen mit reichlich Naturverjüngung und dazu jede Menge alte und junge Tannen".

Der in Regensburg geborene Ulrich Matschke kam 1979 an das Revier Schöfweg im damaligen Forstamt Freyung. Ab 1998 übernahm er den Saldenburger Wald. Zweiundzwanzig Jahre, zunächst im FoA Freyung und ab 2005 im Forstbetrieb Bodenmais, hat er hier im Sinne seiner Vorgänger naturnah gewirtschaftet. Wie er sagt, "war es eine spannende Zeit", und sein Chef Jürgen Völkl bestätigt ihm, dass er es war, "der hier erfolgreich einen Ausgleich zwischen Ökonomie und Ökologie und den Ansprüchen der Gesellschaft geschaffen hat!"

Thomas Peter wird voller Stolz in seine Fußstapfen treten. Nach einigen "Lehr- und Wanderjahren" als Forstwirt und Angestellter der WBV Deggendorf arbeitet er seit 2009 bei den Bayerischen Staatsforsten. Angefangen hat er zunächst im Forstbetrieb Freising, seit 2011 leitet er im Forstbetrieb Bodenmais das Revier Irlmoos. "Saldenburg ist mein Traumrevier", sagt der Forstingenieur, "nicht, dass es mir in Irlmoos nicht gefallen hätte, aber mit dem Wechsel halbiert sich mein täglicher Weg zwischen meinem Wohnort und meinem Revier!"

Saldenburgs Bürgermeister Max König ließ es sich nicht nehmen, den "Alten" zu verabschieden und den "Neuen" herzlich zu begrüßen. "Ich freue mich, dass das Revier Saldenburg künftig sein Büro in unserem Rathaus hat. Und ich freue mich noch mehr, dass die langjährige Zusammenarbeit von Gemeinde und Forst nahtlos weitergehen wird!"

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news-2388 Thu, 22 Oct 2020 13:44:42 +0200 40 Jahre Arbeit für und im Staatswald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2388&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ff5c1eec77ab1fc70a38bf399d4109a0 21. Oktober 2020, Kempten - Vor 40 Jahren, am 01.09.1980 hat Florian Karg beim damaligen Forstamt Sonthofen im Revier Hindelang die Ausbildung zum Forstwirt begonnen. Nach erfolgreichem Abschluss der Lehrzeit blieb Florian Karg "seinem Revier" im Raum Bad Hindelang treu und arbeitete seitdem unermüdlich im Staatswald.

Seit 40 Jahren ist er in den Wäldern zur Stelle, wenn Holz geschlagen, junge Bäume gepflanzt oder Naturschutzmaßnahmen umgesetzt werden müssen. "Durch seine Fachkenntnisse und seine Umsicht konnte er auch bei gefährlichen Arbeiten Unfälle vermeiden. Seine genaue Ortskenntnis und reiche Erfahrung, sowie sein kameradschaftliches Verhalten sind für seine Kollegen als auch die Betriebsführung eine große Bereicherung", so Florian Kargs Chef, Sonthofens Servicestellenleiter Wolfgang Lerner.

Mit den besten Wünschen und Dank für die geleisteten Dienste überreichten Forstbetriebsleiter Jann Oetting und Servicestellenleiter Wolfgang Lerner einen Geschenkkorb mit Lebensmitteln, die vor allem aus dem Wald kommen.

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news-2387 Thu, 22 Oct 2020 13:29:39 +0200 Biotoppflege im Eschacher Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2387&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=696cf59157a5d519911b56561ab79399 21. Oktober 2020, Eschach - Im Bereich der Jägerhütte im Eschacher Wald hat sich in den letzten Wochen einiges getan. Bäume wurden gefällt und ein kleiner Bagger war im Einsatz. Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting berichtet dazu: "Der vor vielen Jahren künstlich angelegte Teich und das ganze Umfeld der Jägerhütte wurde umgestaltet und aufgewertet."

Im Sommer zeigte sich das Biotop an der Jägerhütte in keinem guten Zustand. Die Wasseroberfläche war nahezu komplett verbuscht und beschattet. Steil abfallende Böschungen erschwerten Amphibien den Zugang zum Wasser und ein extrem niedriger Wasserstand deutete darauf hin, dass der künstlich angelegte Teich undicht war. Für Förster Simon Simon Lipp stand der Entschluss schnell fest, den Weiher im Herbst aufzuwerten. Nun sind die Maßnahmen abgeschlossen und der Teich füllt sich langsam wieder mit Wasser.

Bevor die Arbeiten jedoch starten konnten, mussten zuerst Büsche und Bäume entfernt werden. "Die für das Biotop so wichtige Sonneneinstrahlung gelangte kaum noch auf die zunehmend kleiner werdende Wasseroberfläche" erläutert der zuständige Revierleiter Simon Lipp. Zusätzlich wurden vor Maßnahmenbeginn einige Goldfische umgesiedelt. Die Goldfische wurden leider von Privatpersonen ausgesetzt und haben sich in den letzten Jahren stark vermehrt. Das ist für die Natur und Artenvielfalt ein Problem. Knapp 30 Goldfische konnten gefangen und umgesiedelt werden. Nun haben sie im Nachbarrevier ein neues Zuhause gefunden, wo sie keinen Schaden anrichten können.

Im Zuge der Aufwertung des Biotops wurde die Böschung abgeflacht, um den Zugang zur Wasserstelle zu erleichtern. Außerdem wurde die undichte Verrohrung im Weiher komplett entfernt. "Des Weiteren wurden Flach- und Tiefwasserzonen geschaffen. Diese wärmen sich im Frühjahr bei den ersten Sonnenstrahlen unterschiedlich schnell auf und gelten als Kinderstube vieler Amphibien", klärt der Sonthofer Forstbetriebsleiter Jann Oetting auf.

Zuletzt wurden Stein- und Asthaufen am Rande des Teichs abgelegt, wo Frösche und andere Amphibien überwintern können.

Der Teich wird vom Überlauf einer Quellfassung in der Nähe der Jägerhütte gespeist. Bisher lief das Wasser aus der Quelle unterirdisch in Rohren in den Teich. Die Rohre wurden nun entfernt und so ein offener Bachlauf mit Steinen gestaltet. "Die Maßnahmen werden aus Mitteln für besondere Gemeinwohlleistungen im Staatswald durch die Forstverwaltung finanziert, darüber freuen wir uns und danken dem Freistaat", so nochmal Forstbetriebsleiter Jann Oetting.

Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten an der Wasserstelle allerdings noch nicht. "Im kommenden Jahr wird noch der alte Brunnen an der Jägerhütte erneuert, somit wird der gesamte Bereich des beliebten Wanderziels aufgewertet", freut sich Revierleiter Simon Lipp.

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news-2395 Thu, 22 Oct 2020 08:18:00 +0200 Grundschüler sorgen für die nächste Waldgeneration http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2395&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bfcbaa91dbfb9570b5226f438dad24b4 22. Oktober 2020, Ebrach - Herbstzeit ist Pflanzzeit im Wald, das haben heute die Ebracher Grundschüler ganz aktiv erfahren. Der Einladung des Baumwipfelpfad Steigerwald ist die ganze Grundschule mit Rektor Guido Krebs gerne gefolgt. Tapfer wanderten Groß und Klein über den Schlangenweg zum Baumwipfelpfad Steigerwald bei Ebrach und wurden von der Leiterin Barbara Ernwein und ihren Mitarbeitern herzlich begrüßt. Unplanmäßig hatten am Radstein Sturm Fabienne und der Borkenkäfer Löcher in den Waldbestand gerissen. Die Chance, den Wald für die Zukunft fit zu machen und weitere Mischbaumarten in den Wald einzubringen.

Unterstützung kam von den Kollegen des Forstbetriebs Ebrach der Bayerischen Staatsforsten. Von Forstwirtschaftsmeister Frank Binder und den Auszubildenden im 1.Lehrjahr (Jonathan, Elias und Jonas) konnten die Kinder zum einen lernen wie die Profis den Waldumbau voranbringen und zum anderen durften alle dann tatkräftig selber mit anpacken. In Gruppen aufgeteilt und mit Hohlspaten ausgestattet konnte jede Klasse 50 Bergulmen pflanzen. "Ich will auch Waldarbeiter werden!" hörte man einige stolze Kinder bei "ihren"gepflanzten Bäumen.

Erfreulich war neben der Begeisterung auch das bereits vorhandene Wissen, dass die Kinder aus der Schule mitbrachten. Die vielseitigen Funktionen des Waldes, verschiedene Waldtypen wie auch die Baumarten sind den Kindern ein Begriff. Das Besteigen des Turmes und ein Besuch auf dem großen Waldspielplatz als Belohnung durfte nicht fehlen. Gut gestärkt, mit viel frischer Luft, Bewegung und einer hoffentlich nachhaltigen und schönen Erfahrung bestiegen die Kinder schließlich den Bus zurück nach Ebrach.

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news-2384 Wed, 21 Oct 2020 08:46:05 +0200 Aufräumen und Aufforsten nach Föhnsturm http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2384&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d38d8a60800f6883e26326630f1aae41 15. Oktober 2020, Sonthofen - "Fast ein Jahr ist es jetzt her, dass ein Föhnsturm durchs Hintersteiner Tal zog und große Schäden in unseren Schutzwäldern hinterließ", erinnert sich Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting. Die Aufräumarbeiten sind nun abgeschlossen, jetzt ist Aufforsten angesagt.

Am Freitag, den 15. November 2019 zog in den Morgenstunden ein heftiger Föhnsturm durchs Hintersteiner Tal und verursachte Schäden schwerpunktmäßig in den Schutzwäldern zwischen der Möslealpe und dem Wanderweg zur Schwarzenberghütte. Der Sturm war so stark, dass neben zahlreichen Fichten auch Weißtannen und Buchen geworfen oder abgebrochen wurden. Insgesamt sind mehrere Tausend Festmeter an Schadholz innerhalb weniger Stunden im Staatswald und angrenzendem Privatwald angefallen. "Ich war richtig schockiert, als ich die ersten Bilder von Revierleiter Rainer Ruf bekommen habe, die er vom Hang gegenüber der Hubertuskapelle aus am Nachmittag gemacht hatte", schaut Jann Oetting zurück.

Aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit konnte mit den Aufräumarbeiten - der Aufarbeitung des Sturmholzes erst im Frühjahr dieses Jahres begonnen werden. Abgeschlossen wurde die Aufarbeitung vor einigen Wochen. Der Großteil des Holzes konnte mit Seilbahnen an den Alpweg im Tal gebracht werden. Aus den unzugänglichsten Lagen wurde ein Teil der Fichtenwindwürfe mit dem Hubschrauber ausgeflogen. Der größere Anteil wurde vor Ort von Hand entrindet und liegen gelassen. Sinn und Zweck aller Maßnahmen war es, dem Borkenkäfer Brutraum zu entziehen, seine Vermehrung einzuschränken und den Befall von stehenden Fichten in den umliegenden Waldbeständen zu verhindern. Wirtschaftliche Gesichtspunkte - Erlöse durch Holzvermarktung erzielen - traten aufgrund des bestehenden Überangebot an Schadholz und niedrigen Holzpreisen in den Hintergrund. Auch wurden bewusst geworfene Weißtannen und Buchen liegen gelassen. Sie sollen aufwachsenden jungen Bäumen Schutz vor Schneeschub bieten, Lebensraum für Totholzbewohner sein und zur Humusbildung beitragen.

"Wir haben sehr gut mit unserem ebenfalls betroffenen Nachbarn und den beauftragten Unternehmern zusammengearbeitet. Auch mit den Alpgenossen war es ein sehr gutes Miteinander. Dafür bedanken wir uns herzlich!" so Forstbetriebsleiter Jann Oetting, der nach den Aufräumarbeiten jetzt den Blick nach vorne richtet. Es ist wichtig, auf den Sturmschadensflächen im Schutzwald wieder einen gemischten jungen Wald aufzubringen, der Lawinen, Steinschlag und Erosion verhindert. Erfreulicherweise haben sich bereits auf Teilflächen junge Buchen und Bergahorne von selbst angesamt. In einem funktionsfähigen Schutzwald sollten aber mindesten die Hälfte der Bäume Nadelbäume sein. Deshalb wurden in den letzten Wochen am Hang gegenüber der Hubertuskapelle Weißtannen und Fichten gepflanzt. Weitere Pflanzungen werden nächstes Jahr notwendig sein. "Wir suchen Lücken zwischen der vorhandenen jungen Laubbäumen aus und unsere Waldarbeiter pflanzen dann die Nadelbäume in kleinen Trupps um Stöcke, Wurzelteller und kleine Geländeerhebungen", erläutert Revierförster Rainer Ruf, der den Staatswald im Hintersteiner Tal pflegt.

Die Aufforstung dieser Sturmschadensflächen im Schutzwald der Bayerischen Staatsforsten läuft über die Schutzwaldsanierung. Das bedeutet, dass die Kosten der Pflanzungen weitestgehend aus Mitteln für besondere Gemeinwohlleistungen im Staatswald durch die Forstverwaltung finanziert werden. Die Planung und Ausführung vor Ort erfolgt bei dieser und anderen Maßnahmen in enger Absprache zwischen Revierförster Rainer Ruf und dem Kollegen Jochen Kunz von der Fachstelle Schutzwaldmanagement am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten / Immenstadt.

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news-2383 Wed, 21 Oct 2020 08:27:31 +0200 Für die Zukunft sorgen – der Waldumbau läuft http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2383&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=dcab8bfa6cbe471ca9e973f54e862a4d 21. Oktober 2020, Neureichenau - Mut braucht es schon, angesichts der schwer geschädigten Wälder nicht aufzugeben, sondern für den Klimawald von morgen zu sorgen und den Wald gesund zu erhalten. Die Frauen und Männer krempeln die Ärmel hoch und setzen sorgfältig Bäumchen für Bäumchen in den vorbereiteten Waldboden. Den Forstbetrieb Neureichenau zeichnet zwar aus, dass vieles über die sogenannte "biologische Automation" gelingt, und da vor allem die natürliche Verjüngung der Waldbestände mit Tanne, Buche, Ahorn, Fichte und zahlreichen Mischbaumarten. Das liegt an unseren guten Jägern! Dennoch sind wir froh, dass Ministerpräsident Söder den Bayerischen Staatsforsten zusätzliche Mittel zur Aufforstung mit klimaresistenten Bäumen zur Verfügung gestellt hat. Bis 2024 werden die Bayerischen Staatsforsten damit 30 Millionen neue Bäume pflanzen, darunter 5 Millionen in sogenannten Klimawald-Kulturen.

Stürmen und Borkenkäfern ist es auch im Forstrevier Frauenberg gelungen, Lücken in jüngeren Bestände zu schlagen, die noch nicht verjüngt sind. Dort pflanzen wir je nach Standort und waldbaulichen Notwendigkeiten Tanne, Douglasie, Lärche. Meist handelt es sich um Flächen mit besonderer Bedeutung für den Bodenschutz, die erosionsgefährdet sind und zur Verkarstung neigen. Niederschläge rauschen zu Tal und nehmen den wertvollen Humus mit. Die Hänge sind als "Bodenschutzwald" besonders ausgewiesen und müssen schnell wieder aufgeforstet werden.

Am Forstbetrieb Neureichenau pflanzen wir auch Eiche und Buche, und setzen, wo es passt, auch auf Flatterulme, Spitzahorn, Vogelkirsche, Rot- und Traubeneiche sowie Edelkastanie und Nuss. Diesen Baumarten trauen wir eine hohe Resilienz bezüglich der klimatischen Veränderungen zu, außerdem vertragen sie sich mit den Baumarten, die sowieso schon da sind, vermutlich gut.

Dieses Sonderprogramm für den Klimawald werden wir für weitere vier Jahre beibehalten, je nach Verfügbarkeit der Baumschulware.

Seit über 30 Jahren werden die Wälder zu stabilen und klimatoleranten Mischwäldern umgebaut. Der große bayerische Waldumbau ist in vollem Gange. Entscheidend für leistungsfähige Wälder für kommende Generationen wird es sein, die richtigen Baumarten einzusetzen. Das sind Baumarten, die dem Klimawandel - also höheren Temperaturen, mehr Trockenheit, weniger Niederschlägen - standhalten. Bäume binden das Kohlenstoffdioxid und speichern es als langlebige Holzprodukte oder substituieren es gegenüber anderen Baustoffen. Der Wald und dessen Bewirtschaftung ist zentral, um die Folgen des Klimawandels, die wir alle spüren, zu mildern.

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news-2382 Tue, 20 Oct 2020 11:22:13 +0200 Ganz ausgezeichnet: Forstbetrieb Fichtelberg erhält Auszeichnung für Naturschutzprojekt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2382&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9ef1595f40a03f5025a8fcf94793daab  

19. Oktober 2020, Goldkronach - Für seine andauernden Bemühungen um den Schutz, die Erhaltung und die Wiederherstellung der Feucht- und Moorflächen auf der Königsheide bei Goldkronach wurde der Forstbetrieb Fichtelberg ausgezeichnet. Das dort umgesetzte Projekt zur Renaturierung der Moore ist ein Beitrag der Bayerischen Staatsforsten zur UN-Dekade "Biologische Vielfalt".

Geheimnisvoll gluckert es unter den Füßen. Der Boden ist weich und nass. Statt eines dichten Bestands von hoch aufragenden Bäumen stehen nur wenige niedrige Fichten, Kiefern und Birken in weitem Abstand auf der Fläche. Dazwischen feuchte Moospolster und kleine wassergefüllte Tümpel. Was auf den ersten Blick wie ein unordentlicher Wald aussieht, hat dem Forstbetrieb Fichtelberg jetzt eine Auszeichnung eingebracht. Denn die Unordnung, der "wilde" Zustand ist durchaus beabsichtigt und durch aktive Maßnahmen des Forstbetriebs bewusst herbeigeführt.

Die Vereinten Nationen (UN) hatten die Weltöffentlichkeit dazu aufgerufen, sich für die biologische Vielfalt einzusetzen. Auslöser war der kontinuierliche Rückgang der Biodiversität weltweit. Projekte, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung der Vielfalt einsetzen, werden dafür besonders geehrt.

"Die Bayerischen Staatsforsten haben ihren Auftrag zur Verbesserung der biologischen Vielfalt angenommen und vorbildlich umgesetzt, wie dieses Projekt hier auf der Königsheide zeigt" lobte Landtagsabgeordneter Martin Schöffel die Maßnahmen des Forstbetriebs Fichtelberg auf der Königsheide. Bei der Übergabe der Urkunde und des symbolischen Preises in Form eines hölzernen Baumes konnte sich Martin Schöffel gemeinsam mit Landrat Florian Wiedenmann, den Bürgermeistern der anliegenden Gemeinden und Vertretern der Naturschutzbehörden selbst einen Eindruck vom Erfolg der Maßnahmen auf dem Höhenrücken zwischen Goldkronach und Warmensteinach verschaffen.

Seit mehr als zehn Jahren lassen die Bayerischen Staatsforsten hier ehemalige Entwässerungsgräben verschließen, legen kleine Tümpel an und bauen Unterschlupfmöglichkeiten für Amphibien und Reptilien. Alles um möglichst vielfältige, natürliche Lebensräume zu schaffen und zu erhalten.

Auf einer Fläche von fast 40 Hektar - das entspricht gut 50 Fußballfeldern - entstand auf der Königsheide ein Mosaik aus Feucht- und Trockenflächen, offenen Gewässern, trockenen Standorten, Moorflächen, Totholz, Heidelbeerbüschen - idealer Lebensraum für viele seltene Arten, wie die Große Moosjunger, eine Libellenart, oder den Sonnentau, eine fleischfressende Pflanze. Auch Auerhuhn und Schwarzstorch fühlen sich hier wohl. Daneben dienen diese Flächen auch zum Hochwasserschutz und binden große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid. Das Projekt ist gleichzeitig ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit unterschiedlicher Gruppen und Organisationen, wie Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs, betonte: der Landesbund für Vogelschutz brachte sich dabei ein, ebenso beteiligten sich das Bergwaldprojekt und der Fichtelgebirgsverein. Finanzielle Unterstützung kamen vom Umweltministerium und vom Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten in Bayreuth.

"Wir versprechen, nicht nachzulassen und uns auch weiterhin um Schutz und Erhaltung der uns anvertrauten Moorflächen zu kümmern" versprach Winfried Pfahler, der die Auszeichnung stellvertretend für seine Mitarbeiter entgegennahm. "Der Schutz der Natur ist für meine Mitarbeiter und mich eine echte Herzensangelegenheit."

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news-2381 Tue, 20 Oct 2020 10:57:29 +0200 Monday for future: Kindertagesstätte sammelt Eicheln für Zukunftswald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2381&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=48910aab73e79c8b82d852fd25bb92a1 Kindertagesstätte St. Elisabeth sammelte am Montag, dem 19.10.2020 knapp 5.000 Eicheln für die Wiederaufforstung der geschädigten Staatswälder.

19. Oktober 2020, Forchheim - Im durch Hitze, Trockenheit und Borkenkäfer geschädigten Staatswald rund um Bamberg und Forchheim werden aktuell auf einer Fläche von etwa 50 Fußballfeldern junge Bäume nachgepflanzt und Eicheln ausgesät. Um die künftigen klimabedingten Risiken im Wald zu verringern, setzen die Bayerischen Staatsforsten auf vielfältig gemischte, stabile Waldbestände aus mindestens vier verschiedenen, standortgerechten und widerstandsfähigen Baumarten.

In vielen Waldbeständen haben sich bereits junge Buchen und Eichen unter den absterbenden Kiefern und Fichten "verjüngt". Wo die Naturverjüngung jedoch fehlt, wird in den nächsten Wochen wieder aufgeforstet mit jungen Elsbeeren, Tannen, Esskastanien,Douglasien, Kirschen, Spitzahorn oder Linden. Auf weiteren neun Hektar werden Eicheln gesät, da Stiel- und Traubeneichen mit ihren Pfahlwurzeln sehr widerstandsfähig sind gegen Hitze, Trockenheit und Sturm.

Die Bayerischen Staatsforsten freuen sich, dass sie beim Sammeln der Eicheln durch den Caritas-Kindergarten St. Elisabeth Bamberg unterstützt wurden. Im Rahmen ihrer Waldwochen kamen 23 "Spatzen", "Löwen", "Fische" und "Bären" in den Michelsberger Wald, um die zur Wiederaufforstung benötigten Eicheln aufzusammeln. Der Leiter des Forstreviers Bamberg, Berthold Schultheiß, begeisterte die Kinder mit seinen lebhaften Erklärungen rund um die Eicheln. Er zeigte, wie aus einer winzigen Eichel ein großer Baum erwächst, lobte die Eichelhäher als fleißige Forstgehilfen und zeigte, dass die vom Eichelbohrer besetzten Eicheln nicht zum Säen, sondern nur für die Wildschweine zum Fressen taugen. So motiviert trugen die 46 Kinderhände in Kürze knapp 5.000 Eicheln zusammen.

Berthold Schultheiß dankte den Kindern für die große Menge an Samen, die in den kommenden Wochen im Bruderwald wieder ausgesät werden. Die Koordinatorin der Kita St. Elisabeth, Theresa Uttenreuther, wiederum freute sich über die Möglichkeit, sich im Rahmen der Waldwochen aktiv für den Wald einzubringen: "Ich finde es klasse, dass unsere Kinder damit ihren Beitrag leisten konnten zur Verjüngung des Waldes". Ein Montag für den Klimawald. Ein Beitrag der Generation Zukunft für den Wald der Zukunft.

Wer es dem Kindergarten gleichtun will, Eicheln für den künftigen Waldaufbau aufzusammeln, darf sich gerne an den Forstbetrieb Forchheim wenden. "Wir freuen uns, wenn wir Eicheln zum Ansäen bekommen. Diese dürfen jedoch nur aus dem Staatswald kommen. Bei Interesse zeigt der Forstbetrieb Forchheim (Tel.: 09191 72210) gerne, wo Eicheln im Umkreis von Bamberg oder Forchheim aufgesammelt werden können", so der Leiter des Forstbetriebs Forchheim, Stephan Keilholz.

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news-2380 Tue, 20 Oct 2020 10:36:30 +0200 Tüchtige Jugendliche pflanzen Klimawald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2380&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f741e424e69cc27c4c32f0db9c0fc3c3 20. Oktober 2020, Neureichenau/Untergriesbach - Immer mehr Schülerinnen und Schüler wollen nicht traurig und tatenlos zusehen, wie die Wälder in ihrer Heimat unter dem Klimawandel leiden. Am 20. und 21. Oktober 2020 kamen die Jugendlichen der Hauptschule Untergriesbach nicht mit Büchern und Heften zum Unterricht, sondern mit Spaten, Schaufeln und Hacken. Sie folgten damit dem Beispiel der Realschule Bad Griesbach und brachen voller Tatendrang in den Wald des Landwirtschaftlichen Bezirksvereins, Weidegut Rechab auf. Dort hatten die Borkenkäfer im Sommer ein "Loch" in den Waldpelz gefressen, das wieder aufgeforstet werden muss. Die Förster Günther Kohl, der seit mehr als 50 Jahren für den Wald des Weidegutes verantwortlich ist, und Christian Fischer von der Bayerischen Forstverwaltung hatten einen Pflanzplan für die 4.100 Quadratmeter große Fläche ausgearbeitet. Der Plan gibt vor, welche Baumart an welchem Platz gepflanzt werden sollte. Fachkundig angeleitet und unterstützt wurden die jungen Leute von Günther Kohl. Außerdem halfen Forstwirte und Auszubildende vom Forstbetrieb Neureichenau der Bayerischen Staatsforsten und Karl-Heinz Knollmüller dazu. Zwei Schultage waren anberaumt, damit die Schüler der Abschlussklassen Roteichen, Hainbuchen, Schwarzerlen, Weißtannen, Douglasien und ein paar Fichten pflanzen konnten. Diese Baumartenmischung wird für die klimatischen Veränderungen besser gewappnet sein.

Die Wälder leiden unter Trockenheit und Hitze. Der Wald und seine Funktionen sind in Gefahr. Der Klimawandel gefährdet insbesondere Baumarten, die anfällig für Hitze, Trockenheit, Sturm oder Schadinsekten sind. Er verändert die Waldgesellschaften und beeinträchtigt deren Funktionen. Waldbesitzer und Holzwirtschaft stehen vor großen Herausforderungen, wie wir sie bisher nicht kennen.

Die bayerische Staatsregierung stellt daher den Waldbesitzern durch Förderprogramme der Bayerischen Forstverwaltung großzügig finanzielle Mittel für Wiederaufforstungen nach Schadereignissen zur Verfügung. Mit den richtigen Mischbaumarten können die Waldbesitzer so ihre Wälder zukunftsfähig aufbauen und an den Klimawandel anpassen. Dass der Sektor Forst und Holz zu den wichtigsten Branchen in Bayern gehört, steht außer Zweifel. Und dass stabile Wälder und intelligente Holznutzung eine Schlüsselrolle im Klimaschutz bilden, wissen die jungen Helfer. Vielen Dank allen Helferinnen und Helfern!

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news-2378 Thu, 15 Oct 2020 10:31:55 +0200 Geschäftsjahr 2020: Positive Waldbilanz trotz hoher Schäden / Klimawandel sorgt erstmals für Verlust http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2378&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=640d3fb9475f587685413c3fc9fecdb4 Die Bayerischen Staatsforsten ziehen trotz Trockenheit, Hitze, Stürmen und Schadinsekten eine positive Waldbilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr: Die wichtigsten strategischen Ziele, den Wald gesund zu erhalten und die Holzvorräte zu sichern bzw. auszubauen, konnten unter großen Anstrengungen erreicht werden. Auf die Geschäftszahlen haben sich die Folgen des Klimawandels sowie der daraus resultierende starke Holzpreisverfall allerdings deutlich negativer ausgewirkt: Erstmalig müssen die Bayerischen Staatsforsten für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Verlust ausweisen.

Ausführliche Informationen finden Sie hier: www.baysf.de/bilanz2020

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news-2376 Wed, 14 Oct 2020 13:05:23 +0200 Mit Holz heizen für den Klimaschutz http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2376&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3aa3d90ec12ac59199c5ba0bb6335d9c Regional und CO2-neutral: Die Bayerischen Staatsforsten verkaufen ab sofort ofenfertiges Brennholz aus dem Bayerischen Staatswald / Online-Vorbestellungen im BaySF-Waldshop möglich.

14. Oktober 2020, Regensburg - Die Bayerischen Staatsforsten bieten ab sofort ofenfertiges Brennholz zum Verkauf an. Das Brennholz stammt aus den nachhaltig bewirtschafteten Wäldern der Bayerischen Staatsforsten und wird vor Ort produziert. Somit bleiben Transportwege so kurz wie möglich und die Kundinnen und Kunden erhalten ihr Brennholz direkt aus der Region.

Die hohen Standards der Waldbewirtschaftung werden unter anderem durch das PEFC-Siegel garantiert. "Knackende Scheite schaffen wohlige Wärme: Ein Holzofen macht eine angenehme Wärme und schont dazu auch noch das Klima. Der nachwachsende Rohstoff Holz ist nicht nur CO2-neutral, sondern auch regional verfügbar", so ein Sprecher der Staatsforsten. Die Försterinnen und Förster bieten Premium-Scheitholz der Baumarten Buche, Eiche, Esche, Fichte und Kiefer in den Längen 33cm und 25cm an.

Vom Web ins Wohnzimmer

Kundinnen und Kunden können das ofenfertige Brennholz direkt an ihrem Forstbetrieb kaufen - allerdings ist der Vorrat begrenzt, denn die Staatsforstbetriebe ernten nur so viel Holz wie auch nachwächst. Deshalb empfiehlt es sich das Brennholz online im BaySF-Waldshop vorab zu reservieren.

Im BaySF-Waldshop können Kundinnen und Kunden ab 15. Oktober 2020 ihr Brennholz ganz bequem vorbestellen und an der jeweiligen Abgabestelle der Forstbetriebe abholen. Neben Brennholz finden sie dort darüber hinaus viele weitere Produkte rund um das Thema Wald und Forstwirtschaft.

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news-2375 Tue, 13 Oct 2020 13:06:44 +0200 Retter hoch oben im fränkischen Himmel http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2375&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=deb6a28b68d39a1ec748a5996744ba7d 12. Oktober 2020, Ebrach - Nicht schlecht gestaunt und wohl auch ein wenig besorgt waren Ebracher Bürger als am Donnerstag früh um 9.24 Uhr ein SAR Rettungshubschrauber über Ebrach und dem umliegenden Wald kreiste. Was war da passiert?

Frühnebel versperrte dann kurzzeitig die Sicht auf den Busparkplatz am Baumwipfelpfad Steigerwald, weshalb der erste Anflug das Können der Piloten gleich forderte. Als Übungsobjekt für die Höhenretter der Berufsfeuerwehr Würzburg in neuer Kooperation mit der Bundeswehr bot der Turm des Baumwipfelpfad Steigerwald ideale Bedingungen.

Aus Sicherheitsgründen musste der Pfad trotz des traumhaften Herbstwetters bis 14 Uhr geschlossen bleiben. Exklusiv die 11 Höhenretter der Berufsfeuerwehr Würzburg hatten an diesem Morgen den Turm als ihren Arbeitsplatz. Geübt haben hier beide Seiten. Die Feuerwehr das Retten in der Höhe mit Ausfliegen verletzter in einem speziellen Rettungssack und die Piloten zeigten ihr Können im zügigen aber ruhigen Anflug des Unfallortes.

Schwer beeindruckt und froh zeigten sich die Mitarbeiter des Teams Baumwipfelpfad, dass auch in einer Notsituation eines Besuchers oder Mitarbeiters auf dem Turm die Rettungskette so reibungslos funktioniert.

"Sehr erfolgreich und effektiv", so die Meinung von Andreas Baumann nach Abschluss der Übung. Der Übungsleiter der Berufsfeuerwehr Würzburg, der sich den Schauplatz ausgesucht hatte und gemeinsam mit den Bayerischen Staatsforsten bzw. dem Team des Baumwipfelpfad alles organisiert hatte. "Wir kommen gerne wieder!"

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news-2374 Tue, 13 Oct 2020 11:44:00 +0200 Burgstall Heimenegg: Schüler engagieren sich für den Erhalt des Bodendenkmals http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2374&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f944db20af18231c42907544b6754626 02. Oktober 2020, Heimenegg bei Mindelheim - Unter kundiger Anleitung durch Kreisheimatpfleger a.D. Peter Hartmann und tatkräftiger Unterstützung durch Rektor a.D. Rudolf Ruf und Klassenlehrerin Veronika Vogt haben 19 Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 7Mc der Mittelschule Mindelheim, die vom Unternehmen Klaus Reisen kostenlos transportiert wurden, als aktiven Beitrag zur Kultur- und Heimatpflege Äste, Totholz und Wildwuchs aus den Burggräben und von den Wällen der Burgstall (Burgstelle) Heimenegg entfernt. Die Erhaltungsmaßnahme wurde vorab mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt und trägt zum langfristigen Fortbestand des archäologischen Kleinods bei.

Der Burgstall Heimenegg wurde erstmals 1256 von einem Dienstmann der Mindelberger namens Churat de Haimenecke erwähnt und diente ab 1380 als Dienstsitz Dietrich von Dachsberg zu Heimenegg. Später, ab 1387, gehrt die Anlage zur Herrschaft Teck. Seine letzte Erwähnung fand der Burgstall 1464 bei einer Auseinandersetzung der Rechberger Joerg und Bero. Über 750 Jahre nach Errichtung der Burganlage sind zwar keine Grundmauern mehr zu erkennen, jedoch weisen Reliefveränderungen in Form von metertiefen Gräben, einem aufgeschütteten spitzkegelförmigen Hügel und die Wallreste des Wirtschaftshofes überdeutlich auf den ursprünglichen Grundriss der Anlage hin.

Der Forstbetrieb Ottobeuren hat die Initiative von Kreisheimatpflege und Schule Mindelheim spontan unterstützt: "Wir freuen uns, dass die Schülerinnen und Schüler so tatkräftig hier im Bayerischen Staatswald mit anpacken", so Dr. Hermann S. Walter, Leiter des Forstbetriebs Ottobeuren. Gilt es doch, das archäologische Kleinod zu erhalten und die regionale Geschichte auch für die interessierte Öffentlichkeit erlebbar und sicher begehbar zu machen. Daher beabsichtigt der Forstbetrieb in naher Zukunft, den Weg zum Burgstall auszuschildern und mit einer neuen Informationstafel über die Geschichte des Burgstalls zu informieren. Die beiliegenden Pressefotos können Sie honorarfrei unter Angabe "Bild: Bayerische Staatsforsten" verwenden. Sie zeigen eine Schülergruppe im Graben der Burgstall Heimenegg beim Entfernen störender Äste.

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news-2373 Tue, 13 Oct 2020 10:36:08 +0200 Fleißige Hände für den Schutzwald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2373&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bbc9d7a21297ac46ffa11774f1f086dc

13. Oktober 2020, Schliersee - Vom 13.07 bis 17.07.2020 veranstaltete der Forstbetrieb Schliersee im Revier Bad Wiessee zusammen mit dem Deutschen Alpenverein eine Aktionswoche der „Aktion Schutzwald“. Unter fachkundiger Anleitung des Forstwirts Manfred Saller entfernten die freiwilligen Helferinnen und Helfer eingewachsene Kulturzäune, denn diese sind eine Gefahr für Auerwild und Wildtiere.

Um den Schutzwald für den Klimawandel zu rüsten, wurden junge Tannen und seltenes Laubholz gegenüber Konkurrenzvegetation gefördert. Ein gemischter und stabiler Bergmischwald ist die beste Zukunftsvorsorge für kommende Generationen. Zum Abschluss informierte der zuständige Förster Hannes Deininger die Teilnehmer auf einer Exkursion im Söllbach über die Auswirkungen des Klimawandels und Hochwasserereignissen. Eine zünftige Brotzeit auf der Schwarzentennalm rundete eine gelungene Woche ab.

Seit 1984 engagiert sich der Deutsche Alpenverein für den alpinen Schutzwald. Was mit einer bis zwei Aktionen pro Jahr begann, hat sich heute zu einem umfangreichen Programm mit bis zu 20 Aktionswochen entwickelt. 2007 wurde das Projekt mit dem Alpinen Schutzwaldpreis ausgezeichnet. An der Aktion Schutzwald beteiligen sich pro Jahr insgesamt rund 130 Helferinnen und Helfer. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Aktion Schutzwald helfen fünf Tage lang unter fachlicher Anleitung in der alpinen Schutzwaldpflege und -sanierung mit: Sie pflanzen Bäume, pflegen Zugangswege, bauen Hochsitze, räumen Sturmflächen oder helfen in der Jungwaldpflege. Während dieser Woche haben die Frauen und Männer eine hervorragende Möglichkeit, die Alpen und den Bergwald einmal aus ganz anderer Perspektive kennen zu lernen und einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Ohne den Schutzwald wären Teile der Bayerischen Alpen unbewohnbar. Der Schutzwald hält Steinschlag, Felsstürze, Muren und Lawinen von den Tallagen fern. Gleichzeitig ist er wichtig für das Trinkwasser und bietet Tieren und Pflanzen Lebensraum. Aufgrund der natürlichen Gegebenheiten haben Gebirgswälder oftmals schwierige Wachstumsbedingungen, sodass eine sorgfältige Pflege notwendig ist. Die so genannten neuartigen Waldschäden, bedingt durch Schadstoffbelastungen und veränderte Klimabedingungen, belasten den Wald zusätzlich.

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news-2372 Tue, 13 Oct 2020 10:30:02 +0200 Einsatz für einen zukunftssicheren Staatswald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2372&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2f81a0d114cf48356591e7ebd01e86bb Die Bayerischen Staatsforsten und die Firma LOWA haben gemeinsam klimaangepasste Baumarten im Schutzwald gepflanzt.

07. Oktober 2020, Bayrischzell - In einer gemeinsamen Aktion wurden durch zehn Mitarbeiter der Firma LOWA im Wald der Abteilung „Breiteneck“ des Forstbetriebs Schliersee der Bayerischen Staatsforsten rund 500 junge Bäumchen für den Wald der Zukunft gepflanzt.

Diese Aktion war nötig, da der dortige Schutzwald überwiegend aus reinen Fichtenbeständen besteht und durch die prognostizierte Klimaerwärmung kaum Widerstand gegen Schadinsekten und längeren Trockenperioden bietet. In den letzten Jahren wurden die Fichtenbestände immer weiter durch Borkenkäfer- und Sturmschäden aufgelichtet. Dies führt zur Bildung eines starken Grasfilzes, was wiederum die Keimung der herabfallenden Samen erschwert oder gar unmöglich macht. Somit ist es nötig, mittels Pflanzung die kommende Baumgeneration zu etablieren.

Gepflanzt wurden fünf verschiedene Baumarten von Weißtanne über Lärche, Kiefer und Vogelbeere bis hin zur seltenen Eibe. Alles unter der Anleitung vom erfahrenen Förster Rudolf Kornder. Ein zukünftig gemischter und verjüngter Schutzwald verhindert wirksam Steinschlag, Muren und Lawinen. In diesem Fall profitiert davon die Staatsstraße 2075 von Bayrischzell in Richtung Landl.

Trotz des schwierigen und steilen Geländes vor Ort waren alle Beteiligte mit Freude und Ehrgeiz dabei, um den Startschuss für eine neue Waldgeneration zu geben. Spielte doch das Wetter hervorragend mit und die Teilnehmer konnten am Ende den schönen Herbsttag bei einer gemeinsamen Brotzeit ausklingen lassen. Genauso freute sich Forstbetriebsleiter Jörg Meyer: „Wir sind immer sehr dankbar, wenn sich Firmen wie LOWA für einen stabilen Wald engagieren. So ein Projekt verinnerlicht die Bedeutung des Schutzwaldes und bewegt darüber hinaus zu einem naturverträglicheren Handeln im Alltag.“

Dieses Projekt war ein Beitrag zum Waldumbau. Die Bayerischen Staatsforsten haben das Ziel, ihn bis 2030 abzuschließen. Laut Meyer geht es darum, die bayerischen Staatswälder möglichst schnell fit für den Klimawandel zu machen. Die Notwendigkeit zeigte sich auch diesen Sommer wieder. Die Trockenheit in vielen Teilen Bayerns stellte die Wälder auf eine große Belastungsprobe und zog absterbende Bäume durch Borkenkäferbefall und Wassermangel nach sich. Für die Zukunft gilt es, sich bei den Baumarten breit aufzustellen und damit das Risiko für klimabedingte Ausfälle zu reduzieren. Getreu dem Motto: Wer streut, rutscht nicht so leicht aus.

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news-2371 Tue, 13 Oct 2020 10:15:41 +0200 Touren Tipp: Auf den Spuren der Gams http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2371&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=69b25ee041424f22d305562a6b3c7fae Lust auf den Spuren der Gams zu wandern? Dann ab in den Bayerischen Staatswald beim Forstbetrieb Schliersee!

Auf den Risserkogel, einen sehr lohnenden Aussichtsberg im Tegernseer Tal, führen mehrere Wege in unterschiedlichen Längen und Schwierigkeitsgraden.

Wir empfehlen Ihnen den Einstieg von der Talstation der Wallbergbahn. Sie können sich je nach Können und Kondition für einen Aufstieg zu Fuß oder für eine gemütliche Gondelfahrt entscheiden. Von der Bergstation aus führt eine abwechslungsreiche Route zunächst auf einem Forstweg über Almen, später auf einem Steig durch alte Bergfichtenwälder und zuletzt über den Kamm mit wunderbaren Ausblicken in die Tegernseer Bergwelt. Dann erreichen sie mit dem 1.826m hohen Risserkogel ihr Tagesziel.

Das Besondere an der Wanderung ist, dass Sie auf dem Weg und konkret am Beobachtungspunkt „Gams Erleben“ des Forstbetriebs Schliersee der Bayerischen Staatsforsten sich über die Gams, einen faszinierenden Bewohner der Bergwelt, informieren können. Mit ein bisschen Glück können Sie die Tiere am Vormittag oder gegen Abend auch am Fuße des Risserkogels bei der Nahrungssuche beobachten.

Für das Frühjahr 2021 ist auf dem Weg eine weitere Attraktion geplant. Unter der Leitung des Forstbetriebs Schliersee und verschiedenen Partnern wird ein Alpenlehrpfad eröffnet, der Interessantes und Wissenswertes über die Flora und Fauna der Bayerischen Alpen, die Bewirtschaftung der Bergwälder und die Almwirtschaft vermittelt.

Varianten:

  • Rundtour: Aufstieg vom Parkplatz Kistenwinterstube (Mautstraße zur Sutten) –Altes Wallberghaus-Risserkogel und Abstieg über Röthensteiner Almen zum Parkplatz zurück
  • Über den Riedlerner Graben auf dem direkten Weg von Kreuth zum Beobachtungspunkt „Gams Erleben“ und zurück

Anfahrt:

  • Mit dem Auto: Von der A8 Abfahrt Holzkirchen herkommend fahren Sie Richtung Achenpass nach Rottach-Egern und folgen der Beschilderung Richtung Wallbergbahn, dort finden Sie ausreichend Parkmöglichkeiten 
  • Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: vom Hauptbahnhof München mit der Bayerischen Regiobahn bis Tegernsee und von dort aus mit dem RVO Bus 9550 zur Talstation der Wallbergbahn 

Wegbeschreibung: 

  • Variante Bergbahn: An der Bergstation der Wallbergbahn halten sie sich Richtung Süden und folgen der Beschilderung Richtung Setzberg/Risserkogel wahlweise auf der Forststraße oder einem Steig an der Wallbergkapelle vorbei. Zur besseren Orientierung folgen Sie dem Gams-Symbol auf den gelben Wegweisern.
  • Variante Fußweg: Folgen Sie dem serpentinenreichen Weg von der Talstation Richtung Wallberg/Setzberg.

Kurz vor dem alten Wallberghaus treffen die beiden Varianten aufeinander und teilen sich nach dem Wallberghaus wieder: Sie können sich entweder für den Aufstieg zum Setzberg entscheiden oder dem Steig am Hang Richtung Risserkogel folgen. Nach einer guten halben Stunde vereinigen sich die Wege wieder. Von dort an folgen sie dem Weg zunächst durch alte Fichtenwälder, später am Grat entlang teils durch Latschenfelder bis zum Gipfel des Risserkogels.  

Einkehrmöglichkeiten: Altes Wallberghaus am Weg bzw. diverses in Rottach-Egern oder am Tegernsee

Infos zur Tourenplanung:

  1. Von der Bergstation der Wallbergbahn zum Beobachtungspunkt Gams Erleben (rund 1,5 Stunden) und weiter zum Risserkogel, auf demselben Weg zurück: gesamte Gehzeit 5 Stunden, rund 600 Höhenmeter Aufstieg und Abstieg
  2. Rundtour auf den Risserkogel von der Kistenwinterstube über Röthensteiner Almen und „Gams Erleben“: gesamte Gehzeit 6,5 Stunden, rund 950 Höhenmeter Auf- und Abstieg
  3. Von Kreuth aus zum „Gams Erleben“ und zurück: gesamte Gehzeit ca.  5 Stunden, 800 Höhenmeter Auf- und Abstieg

Auf dem Gipfelanstieg zum Risserkogel ist Trittsicherheit sinnvoll, ansonsten handelt es sich um mittelschwere Bergsteige. Für alle Touren benötigen Sie stabiles Schuhwerk und Wanderausrüstung!

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news-2370 Tue, 06 Oct 2020 10:40:31 +0200 Start der von der Regierung angekündigten Klimawald-Kulturen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2370&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c26acf6a12afec15613b2102ac75d0f0 Bayerische Staatsforsten starten pünktlich zur Pflanzsaison mit dem 30-Millionen-Bäume-Programm für mehr Klimaschutz

    86 Prozent Laub- und 14 Prozent neue Nadelbäume werden für Bayerns Staatswälder gepflanzt und gesät

    Eiche wird mit Abstand die häufigste Klimawald-Baumart im Herbst 2020 sein

    Schwerpunkte der neuen Klimawald-Bäume im trockenen Franken sowie in den Schneebruch-Gebieten bei Berchtesgaden 

    Regensburg, 6. Oktober 2020 – Pünktlich zur beginnenden Pflanzsaison im Herbst starten die Bayerischen Staatsforsten in diesen Tagen mit der Pflanzung und Saat der von der Bayerischen Staatsregierung beschlossenen Klimawald-Kulturen. „Über eine Million zusätzliche Klimawald-Bäume werden wir noch im Herbst und Winter 2020 zur Bewältigung des Klimawandels pflanzen und säen“, so Martin Neumeyer, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten. Ziel der zusätzlichen Klimawald-Bäume ist es, den Umbau der bayerischen Wälder im Zuge des immer schneller voranschreitenden Klimawandels hin zu klimatoleranten und stabilen Mischwäldern zu beschleunigen. Die Bayerischen Staatsforsten pflanzen mit den neuen Klimawald-Bäumen insgesamt rund 6 Millionen junge Bäume jährlich für den Zukunftswald von morgen. „Bis Ende 2024 werden wir 30 Millionen neue Bäume im Staatswald pflanzen“, so Neumeyer weiter.

     „Unser Ziel ist es, diesen Umbau schneller als bisher geplant abzuschließen: Bis 2030 wollen wir im Bayerischen Staatswald den Waldumbau schaffen. Über die Hälfte des Waldumbaus ist schon erreicht. Jetzt müssen wir in den nächsten 10 Jahren mit Hochdruck noch ca. 85.000 Hektar schaffen. Dabei hilft uns das Klimawald-Programm von Ministerpräsident Söder und Forstministerin Kaniber sehr“, so Staatsforsten-Chef Neumeyer weiter. Aufgrund der notwendigen beihilferechtlichen Prüfung durch die EU und günstigerer Pflanzbedingungen im Herbst erfolgt der Start der Klimawald-Pflanzungen im Oktober.

    Mindestens 4 Bäume als Ziel auf Bayerns Staatswaldflächen

    Entscheidend für den erfolgreichen Waldumbau und die Zukunftsfähigkeit des Waldes für kommende Generationen ist es, die richtigen Baumarten einzusetzen, d.h. Baumarten zu nutzen, die dem Klimawandel – also höheren Temperaturen, mehr Trockenheit, weniger Niederschlägen – standhalten. Die heimischen Baumarten bleiben dabei weiterhin die tragende Basis eines klimagerechten Waldbaus. Hier wird es allerdings eine Verschiebung in der Baumartenzusammensetzung geben.

    „Wir müssen auf bewährte Baumarten setzen wie Tanne, Eiche, Douglasie, Buche – aber auch auf ältere, oft in Vergessenheit geratene Baumarten wie Elsbeere, Flatterulme, Esskastanie, Kirsche, Eibe, Feldahorn, Sommer-/Winterlinde. Wir werden zu einer größeren Vielfalt im Wald kommen. Das bedeutet künftig mindestens 4 verschiedene Baumarten auf einer Fläche“, so BaySF-Waldbau-Vorstand Reinhardt Neft. Ziel der Klimawald-Kulturen ist es, dass die neuen Bäume deutlich klimatoleranter sind als diejenigen, die ersetzt werden. Fichten und Kiefern werden in Bayerns Zukunftswäldern langfristig deutlich weniger Anteile haben als heute.

    Insgesamt werden in diesem Herbst mehr als eine Million neue Bäume auf 380 Hektar Waldfläche zusätzlich gepflanzt oder gesät, davon 86 Prozent Laub- und 14 Prozent Nadelbäume. Absoluter Schwerpunkt wird in diesem Herbst auf der Pflanzung und der Saat von Eichen liegen (rd. 850.000 Stk.), die als tiefwurzelnde heimische Art in ganz Bayern eine sehr günstige Klimaprognose hat. Auch können die Försterinnen und Förster in diesem Jahr eine natürliche Eichenmast – also eine starke Ausbildung von Eicheln – als Saatgut für den Zukunftswald nutzen. Auch Weißtannen (rd. 100.000 Stk.), Buchen (rd. 100.000 Stk.) und Douglasien (50.000 Stk.) spielen eine wichtige Rolle beim Waldumbau. Der Rest verteilt sich auf weitere Baumarten wie Edelkastanie, Elsbeere, Kirsche, Spitzahorn, Eibe, Ulme und Wildobst.

    Bayerns Schwerpunkte bei den Klimawald-Kulturen

    Der Klimawandel wirkt sich in Bayern regional unterschiedlich aus. Schon heute zeigt sich, dass die Anzahl der Tage mit einer eingeschränkten Wasserversorgung für die Wälder nördlich der Donau stärker angestiegen ist als südlich der Donau. Trotz der Erwartung, dass es im Allgemeinen wärmer wird, muss weiterhin mit kalten Wintern und Spätfrösten gerechnet werden. Dies gilt insbesondere für einige Regionen in Südbayern. Dies muss bei der Baumartenwahl berücksichtigt werden.

    Nordbayern: Borkenkäfer-Schadflächen im Frankenwald und Trockenschäden an Buchen und Kiefern in ganz Franken

    Besonders hart durch Trockenheit, Hitze und Borkenkäfer getroffen hat es in den letzten beiden Jahren den Frankenwald sowie Teile Ober-, Unter- und Mittelfrankens. Um die Schadflächen im Frankenwald aufzuforsten und die dort schwer geschädigten Fichtenbestände umzubauen, werden hier hauptsächlich Eichen und Tannen gepflanzt. Beide Baumarten zeichnen sich durch eine deutlich höhere Trockentoleranz sowie eine geringere Schädlingsanfälligkeit aus. 

    Auch in anderen fränkischen Landesteilen – bspw. im Spessart, der Fränkischen Platte sowie in den Staatswaldgebieten um Forchheim und Pegnitz – haben Trockenheit und Hitze zu Schäden an Fichten, Buchen und Kiefern geführt. Neben der Eiche, Tanne und Douglasie werden hier auch seltene heimische Baumarten wie Elsbeere, Kirsche und Edelkastanie Teil der neuen Klimawald-Kulturen sein.

    Südbayern: Schneebruch-Schäden in Berchtesgaden und Schäden des Sturms Sabine im Allgäu

    In Südbayern werden die Staatswälder rund um den Forstbetrieb Berchtesgaden am stärksten durch die zusätzlichen Klimawald-Kulturen unterstützt. Auf einer Fläche von insgesamt knapp 30 Hektar pflanzen die Forstwirtinnen und Forstwirte der Bayerischen Staatsforsten in den kommenden Wochen vor allem Tanne, Buche und Eibe, um den durch einen Wintersturm geschädigten Bergwäldern zu helfen. Aber auch seltene, trockenheitstolerante Edellaubhölzer wie Ulme, Sommer- und Winterlinde werden verstärkt in den Boden eingebracht, um einen stabilen und leistungsfähigen Bergmischwald zu begründen. Anders als in Franken werden hier Baumarten benötigt, die an das alpine Klima angepasst sind.

    Im durch den Februarsturm Sabine schwer getroffenen Forstbetrieb Sonthofen im Allgäu spielen neben den genannten Bäumen zudem auch die Douglasie sowie Eiche und Kirsche eine wichtige Rolle.

    => „Schwerpunkte der Klimawald-Kulturen Herbst 2020 im bayerischen Staatswald“

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    news-2369 Thu, 01 Oct 2020 13:40:13 +0200 Start in die Wildwochen am Forstbetrieb Wasserburg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2369&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bdd23ecb79d819cb23b53737b30a005e 01.Oktober 2020, Wasserburg - Pünktlich zum nasskalten Herbstwetter am letzten Wochenende ist der Forstbetrieb Wasserburg am Revier Öd in die Wildwochen gestartet. Unter der Federführung von Revierleiter German Giera wurde frisch zerlegtes Rot- und Schwarzwild und tiefgefrorenes Rehwild angeboten.

    Als besonders Schmankerl gab es frisch zubereitete Wildbratwürste, die gegen eine Spende erst probiert und im Anschluss gleich erworben werden konnten.  Trotz des schlechten Wetters fanden sich rund hundert Personen im Laufe des Vormittags an der Wildverkaufsstelle in Öd ein und deckten sich mit Wildbret für die Herbsttage ein. „Es ist schön zu sehen, dass die Aktion und das reichhaltige Wildbret-Angebot so großartig angenommen werden“, betont Revierleiter Giera lächelnd.

    Die Stamm- und besonders die Neukundschaft war rundum zufrieden und auch die tatkräftigen Helfer und Grillmeister (Forstwirte Hubert Vorderobermaier, Hannes Haider) haben sich bereits für eine Wiederholung stark gemacht. „Mein besonderer Dank gilt dem Team des Forstbetriebs, alle haben das hervorragend gemacht und wir werden der großen Nachfrage mit einer umfassenden Weihnachtsaktion (Verkauf von Wildbret, Daxn und Motorsägenschnitzereien) hier am Revier Öd nachkommen“, so der Stellvertretende Forstbetriebsleiter, Sebastian Klinghardt.  

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    news-2368 Thu, 01 Oct 2020 08:46:26 +0200 Holzmarkt im Süden zieht an / Weniger Borkenkäfer im Frühjahr 2021 erwartet / Stabile Nadelholzvorräte http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2368&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=62d60d32f6ba57373df34241267ea03c 30. September 2020, Regensburg - Im September 2020 verzeichneten die Bayerischen Staatsforsten bereits den 5. Monat in Folge deutlich weniger Borkenkäferschäden als in den Vergleichsmonaten des letzten Jahres. Besonders im Süden blieben die Schadmengen weit hinter den Prognosen des Frühjahrs zurück. Aufgrund des geringeren Borkenkäferaufkommens und einer steigenden Nachfrage nach Rundholz wird derzeit mit dem Abbau der Nass- und Trockenlager in ganz Bayern begonnen. Die auf den heimischen Märkten ebenso wie auf den Exportmärkten anhaltend hohe Nachfrage nach verarbeiteten Holzprodukten führt nach Einschätzung der Bayerischen Staatsforsten in den nächsten Monaten zu einer steigenden Holznachfrage. "Der Holzmarkt kommt in Schwung", so ein Sprecher der Staatsforsten.

    September 2020 - Aktuelle Situation und Zahlen

    Die bayernweiten Käferholzzahlen sind im September im Vergleich zum letzten Jahr deutlich gesunken und liegen auch unter dem 5-Jahresschnitt:

    • Gebuchte Käferholzmenge September 2020: rund 195.000 fm
    • Gebuchte Käferholzmenge September 2019: rund 268.500 fm
    • Gebuchte Durchschnitts-Käferholzmenge September der letzten 5 Jahre: rund 204.000 fm

    Auch kumuliert sind die Werte für den Zeitraum Mai-September 2020 mit 723.500 fm im Vergleich zum selben Zeitraum des Jahres 2019 mit 935.500 fm (-23 Prozent) gesunken.

    Interpretation / Wissenswertes

    Die Borkenkäferzahlen für den gesamten Staatswald sind weiterhin insgesamt rückläufig und liegen deutlich unter den Werten des letzten Jahres. Während in der Mitte und im Süden Bayerns die Borkenkäferschäden weit hinter den Prognosen zurückblieben, haben der Frankenwald sowie Teile des Bayerischen Waldes weiterhin eine hohe Borkenkäferdynamik.

    Aufarbeitung von Käferbäumen auch im Herbst und Winter fortsetzen

    Die gesamte Borkenkäferentwicklung des Jahres verlief im Süden und in der Mitte Bayerns durch die etwas feuchtere und kühlere Witterung vergleichsweise langsamer als im letzten Jahr. Laut Prognose der Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft sind die Käfer der zweiten Generation Anfang September ausgeflogen. Sie haben sich in den meisten Fällen zum Überwintern eingebohrt und keine dritte Generation mehr angelegt. Der große Vorteil ist, dass von dort aktuell keine weitere Ausbreitung mehr droht. Dennoch muss das Käferholz zuverlässig aufgearbeitet werden. "Aufgrund unseres Käfermanagements gehen wir davon aus, dass wir in den nächsten Wochen und Monaten einen großen Teil der Käfer abschöpfen, da der Löwenanteil der Käfer unter der Rinde und nicht im Boden überwintert. Damit haben wir eine gute Chance, im nächsten Frühjahr mit einer deutlich geringeren Ausgangspopulation zu starten", so ein Sprecher der Staatsforsten. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die frisch befallenen Käferbäume auch im Herbst und Winter konsequent aufgearbeitet werden.

    Nadelholzvorräte im bayerischem Staatswald stabil

    Während in vielen Teilen Deutschlands und Europas die Nadelholzvorräte in den Wäldern durch die Folgen von Stürmen, Trockenheit, Hitze und Schädlingen abgenommen haben, sind diese im Bayerischen Staatswald stabil und in einigen Landesteilen sogar leicht steigend. "Unsere Anstrengungen beim Waldschutz der letzten Jahre zeigen Wirkung. In den bayerischen Staatswäldern gibt es weiterhin ausreichend Nadelholz, um die Nachfrage bedienen zu können", teilte der Staatsforsten-Sprecher mit.

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    news-2367 Wed, 30 Sep 2020 10:35:15 +0200 Stadt Nürnberg und Staatsforsten treiben Waldumbau voran http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2367&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9d007168686071deabbe64217009192e Pressemitteilung der Stadt Nürnberg

    29. September 2020, Nürnberg - Klimawandel und Trockenheit setzen auch den Nürnberger Wäldern zu. Die Forstwirtschaft, die an der Schnittstelle zwischen Ökologie, Ökonomie und den menschlichen Erholungs- und Naturbedürfnissen steht, ist daher besonders gefordert. Die Stadt Nürnberg und der Forstbetrieb Nürnberg der Bayerischen Staatsforsten wollen sich an den Erfordernissen des Klimawandels ausrichten und haben eine gemeinsame Baum- und Waldstrategie vereinbart. Ziel ist es, die heimischen Wälder schneller und noch entschlossener umzubauen, damit diese dem Klimawandel Standhalten.

    Was hierfür nötig ist und welche Maßnahmen in der gemeinsamen BaumundWaldstrategie enthalten sind, stellen Bürgermeister Christian Vogelund Umweltreferentin Britta Walthelm am Mittwoch, 7. Oktober 2020, dem Umweltausschuss des Nürnberger Stadtrates vor. Oberbürgermeister Marcus König sagt: "Die Reaktion auf den Klimawandel ist nicht nur 'große Politik', sondern muss konkret von den Kommunen vor Ortangegangen werden. Die Stadt Nürnberg geht nun mit einer Baum- und Waldstrategie einen wichtigen Schritt voran und vereinbart mit den Bayerischen Staatsforsten ganz konkret, was zu tun ist. Ein gesunderWald ist gut für die Menschen. Und mehr Bäume sind existentiell fürs Stadtklima!"

    "Die Auswirkungen des Klimawandels sind gerade im Nürnberger Reichswald nicht zu übersehen. Hierauf wollen wir als politische Akteure auch lokal in unserer Stadt eine Antwort geben und nicht nur auf andere Zuständigkeiten verweisen", ergänzt Bürgermeister Christian Vogel.

    Bereits in der vergangenen Ratsperiode rief er deshalb eine Nürnberger Expertenrunde für die Waldzukunft ins Leben. In ihr sind Vertreter der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth und Roth, der Bayerischen Staatsforsten, des Nürnberger Umweltamts, des Servicebetriebs öffentlicher Raum Nürnberg (Sör) und des Forstbetriebs der Stadt Nürnberg, der zum Tiergarten gehört, zusammengeschlossen. Die Gruppe legte dazu bereits im Februar 2020 einen Leitfaden vor.

    Darin ist analysiert, welche Ursachen und Folgen die aktuellen Wald- und Baumverluste haben und mit welchen forstlichen Strategien gegengesteuert werden kann. Zwingend erforderlich sind demnach forstwirtschaftliche Eingriffe zum weiteren Aufbau von Mischwäldern. In diese Mischwälder müssen - neben der Naturverjüngung - auch Baumarten eingebracht werden, die derzeit noch nicht oder nicht mehr in unseren Wäldern heimisch sind, die aber in Regionen vorkommen, deren Klimabedingungen dem entsprechen, was für uns in Zukunft erwartet wird.

    Aufbauend auf den gemeinsamen Leitfaden, der zu Beginn des Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, wurde nun für die Stadt Nürnberg und den städtischen Forstbetrieb ein konkretes Maßnahmenpaket mit acht Einzelpunkten entwickelt. Dieses Maßnahmenpaket wird dem Umweltausschuss nun zum Beschluss vorgelegt.

    Vorgesehen ist unter anderem, dass die Stadt private Waldflächen, die noch nicht an den Klimawandel angepasst sind, erwirbt. Diese Wälder sollen klimatolerant und ökologisch aufgewertet werden. "Damit wollen wir mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Wir wollen für Biodiversität, Artenschutz und ökologischen Ausgleich etwas erreichen. Für unvermeidbare Eingriffe in Natur und Landschaft im Stadtgebiet können so auch hochwertige Ersatzmaßnahmen in stadteigenen Wäldern möglichwerden", erläutert Umweltreferentin Britta Walthelm.

    Dem Umweltausschuss wird zudem vorgeschlagen, Mindestmengen für den klimagerechten Waldumbau festzulegen. So soll Sör verpflichtet werden, mindestens 500 klimatolerante Bäume pro Jahr zu pflanzen.

    Mindestens ein zusammenhängendes Waldstück wird in Nürnberg oder in der Umgebung pro Jahr in einen Zukunftswald gemäß der gemeinsamen Baum- und Waldstrategie umgebaut. Außerdem werden pro Jahr 5 000 Bäume zusätzlich zu den regulär anstehenden Aufforstungen gepflanzt. Der Tiergarten wird in den nächsten zehn Jahren in jedem Jahr ein Projekt des Waldumbaus realisieren, dass einen Aspekt der Waldstrategie exemplarisch umsetzt und für die Bevölkerung nachvollziehbar macht. "Die Stadt Nürnberg setzt damit ein starkes Zeichen für Wald, Bäume und Klimaschutz", sagt Oberbürgermeister Marcus König.

    Wie wichtig es ist, die Wälder trotz Klimawandel zu erhalten, stellt der Leiter des Nürnberger Umweltamts Dr. Klaus Köppel dar: "Die Wälder sind wichtige Speicher für Grund- und Oberflächenwasser. Gerade bei steigenden Temperaturen werden sie immer unersetzlicher für ein gesundes Stadtklima. Und für die Menschen sind sie unverzichtbare Erholungsorte. Gleichzeitig sind sie einzigartige Lebensräume, die zum Erhalt der Biodiversität beitragen".

    "Neben der Klimaanpassung ermöglicht der Wald aber auch Klimaschutz. Wir liefern aus den Wäldern nachwachsende und nachhaltig produzierte Rohstoffe, die CO2-neutral eingesetzt werden können. Dies ist für die Begrenzung der Klimaerwärmung von erheblicher Bedeutung, weil damit nicht unerheblich CO2 eingespart werden kann", hebt der Leiter des Forstbetriebs Nürnberg der Bayerischen Staatsforsten Johannes Wurm hervor. Der Umweltausschuss soll deshalb eine Prüfung beschließen, wonach alle städtischen Bauvorhaben auf ihr Potenzial für den Einsatz von regionalem Holz als Bau- oder Dämmmaterial untersucht werden sollen.

    Obendrein werden die Stadt Nürnberg, die N-Ergie und die Bayerischen Staatsforsten gemeinsam prüfen, wo und wie regionales Holz zur CO2-neutralen und regenerativen Energiegewinnung eingesetzt werden kann. Schon heute betreibt die N-Ergie auf der Basis von Holzhackschnitzeln oder Pellets mehrere Nahwärmenetze in der Region. Dies kann und sollweiter ausgebaut werden. Laut Bürgermeister Christian Vogel sind hierfür aber zum Beispiel auch kleinere Blockheizkraftwerke für einzelne Wohnkomplexe im Gespräch.

    Mit dem Maßnahmenbündel wollen die Stadt Nürnberg und die Bayerischen Staatsforsten aus der bereits vorgelegten Waldstrategie eine zukunftsfähige Waldpolitik entwickeln. Hierzu zählt auch, im stadteigenen Forstbetrieb der Stadt Nürnberg, mehr Ressourcen für den Waldumbau und die ökologische Waldgestaltung einzuplanen. Dort werden derzeit rund 210 Hektar Wald gepflegt, der auf zahlreiche Waldstücke und Stadtwäldchen über das ganze Stadtgebiet verteilt ist.

    Ein Spaziergang im Wald kann bei der Bewältigung von Alltagsstress Wunder wirken und ist erwiesenermaßen gesund. Der Wald in und um Nürnberg ist aber nicht nur für die Naherholung essentiell. Auch der Naturschutz im Wald ist ein wichtiger Aspekt. In den Wäldern leben viele geschützte oder seltene Tierarten, die nicht nur momentan, sondern auch für unsere Zukunft eine große Bedeutung haben. "Genau deshalb ist der Wald nicht nur einfach ein Thema, es ist ein zentrales Zukunftsthema, das uns alle angeht", sagt Christian Vogel.

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    news-2366 Fri, 25 Sep 2020 14:54:45 +0200 Naturwaldreservat und Besuchermagnet Buchenegger Wasserfälle http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2366&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=15333eae4f2f0acf98a5ca9f133b791e

    Jährlich findet im Naturwaldreservat ein Kontrollbegang zur Begutachtung des aktuellen Zustands statt. Dabei werden viele Naturschutzaspekte angesprochen, dokumentiert und an die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft gemeldet. Die Ansprache im Wald wird vom Revierleiter Jörg Tarne durchgeführt, der den Staatwald im Bereich Oberstaufen pflegt. Unterstützt wird er von einem Förster des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten. Dabei werden mehrere Gesichtspunkte wie durchgeführte Maßnahmen zum Forstschutz oder Maßnahmen zur Verkehrssicherung erfasst. Aber auch Schäden am Baumbestand, die Verjüngung der Waldbäume oder andere Besonderheiten sind wichtig.

    Leider werden auch regelmäßig Probleme offensichtlich, die vor allem aufgrund der sehr hohen Besucherzahlen entstehen. Revierleiter Jörg Tarne: „Das gesamte Jahr über besuchen Menschen aus nah und fern die Buchenegger Wasserfälle. Besonders kritisch zu bewerten sind illegale Zeltlagerplätze und Feuerstellen sowie Müll. Sogar unter einer Eibe hat jemand Feuer gemacht. Deshalb meine dringende Bitte: Achten Sie die Natur, bleiben Sie auf den Wegen und verzichten auf illegale Übernachtungen und Feuer.“ Sein Chef, Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting ergänzt: „Wir wollen dieses Kleinod bewahren und weiter zugänglich erhalten.“ Dabei denkt er vor allem daran, zusammen mit seinen Partnern, dem Naturpark Nagelfluhkette und dem Markt Oberstaufen Verbesserungen beim Besucherlenkungskonzept auszuarbeiten. So sollen die Buchenegger Wasserfälle weiterhin für die vielen Besucher zugänglich bleiben können. „Aber dafür bedarf es noch einiger Gespräche, Fleiß und Kreativität – und sicherlich auch gewisser Einschränkungen und Rücksichtnahmen…“

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    news-2364 Wed, 23 Sep 2020 16:13:13 +0200 Da arbeiten, wo andere Urlaub machen… http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2364&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=dc8e64329ed1136bef283d09449fb381 17.09.2020, Kempten – Für sehr viele Menschen ist Wald vorrangig ein Ort der Erholung, der Ruhe, des Naturgenusses und der landschaftlichen Idylle. „Das ist gut so! Die Erholungsfunktion der Wälder gehört neben der Naturschutzfunktion und der Holzlieferfunktion zu den wichtigsten Aufgaben, die unser wunderschöner Wald leistet“, so Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting. „Unsere Wälder sind zu einem äußerst beliebten Erholungs- und Rückzugsort geworden. Allerdings haben wir Förster manchmal den Eindruck, dass es für einige Waldbesucher nur schwer nachvollziehbar ist, dass dort tatsächlich intensiv gearbeitet werden muss.“ 

    Der Forstbetrieb Sonthofen umfasst ca. 18.000 Hektar Staatswald und schlägt jährlich ca. 100.000 Festmeter Holz ein. 24 Waldarbeiter, dazu viele Unternehmer für Holzbringung, Seilarbeiten und andere Maßnahmen sowie acht Revierleiter verrichten in ebenso vielen Revieren ihre Arbeit. In der Leitung und Verwaltung sind in Sonthofen noch einmal neun Personen zu finden. Dazu wird ein Großteil der Staatsjagden von fünf Berufsjägern gemanagt. 

    Nochmal Forstbetriebsleiter Jann Oetting: „Begonnen bei der Wiege der Wälder, der Pflanzung und Pflege der Naturverjüngung, ergänzt durch weitere Pflege- und Schutzaufgaben bis letztendlich hin zur Holzernte, sind all diese Arbeiten eingebettet in einem System des integrativen Naturschutzes auf ganzer Fläche. Dazu kommt die sensible und arbeitstechnisch hochaufwändige Sanierung und Erhaltung der Gebirgswälder, damit deren Schutzfunktion auch in Zukunft gewährleistet bleibt.“  

    Revierleiter Markus König, der den Staatswald im Wirlinger Wald pflegt, weist bei dieser Gelegenheit auf folgendes hin: „Ich arbeite sehr gerne im Wald. Aber manchmal werde ich auch nachdenklich, wenn meine Fahrten durch den Wald fast einem Spießrutenlauf gleichkommen. Ich muss dann in zornige Gesichter schauen oder es werden schon von weitem drohend Wanderstöcke geschwungen. Dabei ist jedes unserer Fahrzeuge mit einem Schild ausgestattet, oft haben unsere Autos auch zusätzlich eine unmissverständliche Beschriftung drauf.“ 

    Manchmal muss Förster König den Waldbesuchern erklären, dass die Wege, die immerhin dreieinhalb Meter breit, schwerlastfähig und sehr aufwändig im Unterhalt sind, nicht nur für Spaziergänger angelegt wurden. Auch das Kennzeichen „R-SF“ sorgt öfters für Verwirrung:

    „Es handelt sich nicht um die feindliche Übernahme das Allgäus durch die Oberpfalz, sondern die Zentrale der Bayerischen Staatsforsten hat Ihren Sitz in Regensburg und deshalb sind alle Dienstfahrzeuge dort zugelassen. Und SF steht schlicht und einfach für Staatsforsten“, so Markus König. 

    Wenn es wie jetzt sehr trocken ist, ist die Staubentwicklung eine leider unvermeidbare Folge der Fahrbewegung. „Selbst stehen bleiben, um Einzelpersonen oder Gruppen vorbei zu lassen, ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Es gibt Tage, an denen würden wir nur stehen, weil so viele Waldbesucher unterwegs sind. Einfacher und sicherer ist es übrigens, wenn sich Gruppen - meist nach längerem Hin und Her dazu entschließen könnten, auf eine Straßenseite zu wechseln. Denn wenn links und rechts jemand steht, wird es viel enger!“ 

    Häufig wird Förster Markus König gefragt, warum er auf dem Waldweg fährt. „Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Ich darf bzw. muss es, weil ich im Wald arbeite“ und er ergänzt: „Genauso verhält es sich auch mit den ungeliebten und leider manchmal nicht beachteten Absperrungen: Auch hier ist es so. Diejenigen, die dort arbeiten, müssen natürlich dort hinein und andere dürfen das nicht. Ich glaube nicht, dass jemand in ein brennendes Haus läuft, weil die Feuerwehrleute ja auch drin sind. Im Wald gibt es ganz ähnliche Szenarien, von denen große Gefahren ausgehen, deshalb sperren wir ab.“ 

    Der Revierleiter beobachtet, dass die Besucherzahlen im Wald seit der Covid-19-Epedemie deutlich angestiegen sind. Und viele Menschen müssen sich dort erst zurechtfinden lernen. Nochmal Markus König: „Genießen Sie den Wald mit all seinen Facetten, die er zu bieten hat. Bitte akzeptieren und respektieren Sie dabei die Menschen, die wie z.B. ich darin arbeiten dürfen und müssen. Mein Dank geht an alle, die dies als eine Selbstverständlichkeit sehen.“

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    news-2363 Tue, 22 Sep 2020 14:50:18 +0200 DEUTSCHE WALDTAGE 2020: Mountainbiker und Forstbetrieb Bodenmais pflanzen Klimawald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2363&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bce865f861fedd193fb2ed49b6eae100 22. September 2020, Grandsberg - Seit fünf Jahren sind wir gemeinsam in dem Projekt „Trans Bayerwald– Mountainbiken im Bayerischen Wald“ unterwegs“, sagt Daniela Schilling vom Tourismusverband Ostbayern e.V., „und heute nehmen wir die DEUTSCHEN WALDTAGE 2020 zum Anlass, gemeinsam mit dem Forstbetrieb Bodenmais für die Zukunft ein Stückchen Klimawald zu pflanzen!“

    Der Forstbetrieb Bodenmais der Bayerischen Staatsforsten ist für 17.000 ha Staatswald in fünf Bayerwald-Landkreisen verantwortlich. Der Wald ist von einem hunderte Kilometer langen Netz von Forststraßen und -Wegen durchzogen. Was lag 2015 bei Gründung des Projekts „Trans Bayerwald – Mountainbiken im Bayerischen Wald“ näher als eine Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Forst. Die Einen haben über die Jahre von den Andern gelernt – sei es über die Forstwirtschaft oder über die Bedürfnisse der „Bergradler“. Und so wurde beschlossen, bei den Deutschen Waldtagen nahe der „Trans Bayerwald“-Strecke im Revier Kalteck von Franziska Dendl ein Stückchen Klimawald zu pflanzen – Douglasien!

    Manch einer wird sich fragen: was macht diese Baumart aus Amerika hier im Bayerischen Wald? Dieser „Fremdling“? Doch weit gefehlt: Douglasien gab es in Mitteleuropa schon vor der Eiszeit, allerdings gingen sie dann im „Ewigen Eis“ verloren. Schon unsere forstlichen Vorväter wussten dies, und haben schon um die letzte Jahrhundertwende im ganzen Bayerischen Wald immer wieder kleinere oder größere Douglasien-Gruppen gepflanzt – mit Erfolg, wie die jetzt über 100-jährigen, teils weit über 40 m hohen Altbäume nebst bereits oft mehr als zimmerhoher Naturverjüngung zeigen. Auch neuer Forschungsergebnisse zeigen, dass die Douglasie auf geeigneten Standorten als Mischbaumart im künftigen Klimawald eine wichtige Rolle spielen kann.

    Die Forstbetriebsplanung für den Forstbetrieb Bodenmais sieht jedenfalls jährlich die Pflanzung von 15 ha Douglasien vor. Gesagt, getan – Förster, Lehrlinge, Ausbilder, Praktikanten machten sich gemeinsam mit Projektleiterin Daniela Schilling und ihrem Projekt-Team vom „Trans Bayerwald“ und mit „Goldsteig“-Wegemanager Uwe Stanke und seinem Team auf zur Pflanzaktion im Revier Kalteck von Revierleiterin Franziska Dendl. Nach Einweisung durch Ausbilder Forstwirtschaftsmeister Paul Hilgart wurden mehrere hundert Douglasienbäumchen fachgerecht gepflanzt.

    Selbstverständlich gab es anschließend eine zünftige Brotzeit im Wald; Kommentar von Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl: „toll, dass wir das miteinander geschafft haben – und im nächsten Jahr kommen wir alle wieder zusammen, und schauen, wie unser kleiner Klimawald gewachsen ist, und vielleicht pflanzen wir dann ja gleich noch ein Stück dazu!“

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    news-2362 Tue, 22 Sep 2020 14:31:42 +0200 Aus dem Wald auf den Teller: Wildbret im „Waldshop“ online reservieren http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2362&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=21bdb572cf4d0eca088594bd0e6d82e9 22. September 2020, Wasserburg - Es ist gesund, schmeckt gut, ist regional verfügbar – und nun auch onlineverfügbar. Im neuen Webshop der Bayerischen Staatsforsten können qualitätsbewusste Kundinnen und Kunden ab sofort ihr Wildfleisch reservieren. Die Online-Plattform bietet aber noch mehr.

    Wildfleisch, BaySF-Produkte und ab diesem Herbst auch Brennholz: Der kürzlich eröffnete Webshop der Bayerischen Staatsforsten bietet zahlreiche Produkte rundum unsere Wälder. 
    Unter www.baysf-waldshop.de können dort BaySF-Produkte erworben und Wildfleischprodukte reserviert werden. Die Produkte können bestellt und bequem per PayPal bezahlt werden, die Lieferung erfolgt dann direkt nach Hause. Da das Wildfleisch ein Frischeprodukt darstellt, erfolgt aus lebensmittelhygienischen Gründen kein Versand. Kunden können sich ihr Stück heimisches Fleisch reservieren und persönlich abholen. Die Bezahlung erfolgt dann im Forstbetrieb Wasserburg. Die Abholzeitenrichten sich nach den Öffnungszeiten des Forstbetriebs Wasserburg und den regionalen Verkaufsstellen z.B. am Forstrevier Öd.

    Wildfleisch ein regionales Lebensmittel

    Der Wald bietet je nach Region verschiedene Wildarten, wie zum Beispiel Reh-, Schwarz- oder Rotwild, an. So unterschiedliche die Wildtiere auch sind, so haben Sie eines gemeinsam: das Wildbret gilt als Besonderheit und ist eine natürliche und gesunde Delikatesse, die von heimischen, in ihrem natürlichen Lebensraum aufgewachsenen Tieren stammt. Tierschutzgerecht erlegt, wird das Wild nach modernsten Hygienestandards zu Wildbret verarbeitet, um höchste Qualität zu garantieren. Wild lebt und ernährt sich in der Natur und hat daher einen hohen Anteil an Vitaminen und Mineralien sowie einen geringen Fettgehalt. Der Forstbetrieb Wasserburg der Bayerischen Staatsforsten verkauft Wildfleisch für den privaten Verzehr als Frischeprodukt, grob zerlegt und vakuumiert. Es werden die Wildarten Reh- & Wildschwein und teilweise auch Rotwildangeboten.

    => Hier geht‘s zur Wildfleischreservierung!

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    news-2361 Mon, 21 Sep 2020 15:04:02 +0200 SAFE THE DATE: 4. Wissenschaftliches Symposium 2021 http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2361&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=57de83fab727a9ef471ccf29b371d5aa 4. Wissenschaftliches Symposium am 21. und 22. April 2021 im Steigerwald-Zentrum in Handthal

    17. September 2020, Ebrach - Die Bayerischen Staatsforsten organisieren gemeinsam mit der Bayerischen Forstverwaltung- AELF Schweinfurt das 4. Wissenschaftliche Symposium in Handthal/Steigerwald. Es werden wieder eine Reihe wissenschaftlicher Projekte vorgestellt - von neu gestarteten über laufende, bis abgeschlossene Projekte.

    Dazu kommen weitere Themen rundum das Waldökosystem. Die Veranstaltung wird im Steigerwald-Zentrum stattfinden, Corona-bedingt jedoch mit einem hohen Anteil an Außenveranstaltungen und eventuell auch virtuell. Das genaue Programm wird zu Beginn des Jahres 2021 versandt.

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    news-2423 Thu, 17 Sep 2020 17:32:00 +0200 Für den Klimawald von morgen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2423&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9cf79d699084e862386e5ca5ac1a5c9f Forstbetrieb Allersberg begrüßt die neuen Lehrlinge

    17. September 2020, Allersberg - Anfang September hat für drei Auszubildende die berufliche Zukunft begonnen. Jakob Gärtner aus Berngau, Fabian Rometsch aus Offenhausen (beide 16) und Yannick Pohl (20) aus Rednitzhembach, welcher als begeisterter Jäger bereits Kontakt mit der Forstwirtschaft hatte, haben sich Ende des letzten Jahres beim Auswahlverfahren der Bayerischen Staatsforsten durchgesetzt und einen Ausbildungsplatz als Forstwirt am heimatnahen Forstbetrieb bekommen.

    Zu ihrer nun bevorstehenden dreijährigen Ausbildung, hießen sie der Forstbetriebsleiter Harald Schiller, der Servicestellenleiter Johannes Lang, der Ausbildungsmeister Thomas Beyerlein und der Personalratsvorsitzende Stefan Herzog am Forstbetriebssitz in Allersberg herzlich willkommen.

    "Es freut uns sehr, jungen engagierten Menschen den Eintritt in eine spannende berufliche Zukunft bieten zu können. Der demografische Wandel ist nämlich auch bei den Bayerischen Staatsforsten ein großes Problem. Die Besetzung der Ausbildungsplätze ist daher eine wichtige und wertvolle Investition für die Zukunft des Unternehmens", bekräftigt Harald Schiller und wünscht den drei Lehrlingen einen guten Start in das neue Berufsleben.

    Zuständig für ihre Ausbildung ist der Forstwirtschaftsmeister Thomas Beyerlein, der nun zusammen mit dem zweiten und dritten Ausbildungsjahr für acht Auszubildende verantwortlich ist. Seit bereits 17 Jahren bildet er die angehenden Forstwirte aus und kann somit auf einen umfangreichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Die Übernahmechancen nach bestandener Abschlussprüfung stehen derzeit sehr gut. Trockenjahre, Sturmereignisse und Borkenkäfer fordern die Forstwirtschaft. Um den notwendigen Waldumbau weitervorantreiben zu können und die Wälder klimafest zu machen, ist qualifiziertes Personal das A und O.

    Der Forstbetrieb Allersberg ist einer von 22 Ausbildungsbetrieben der Bayerischen Staatsforsten. Insgesamt wurden dieses Jahr 69 Azubis eingestellt, neben 62 Forstwirten und Forstwirtinnen auch sieben Auszubildende in den Berufen "Kaufleute für Büromanagement" und "Kraftfahrzeugmechatroniker". Die Bayerischen Staatsforsten sind damit einer der größten und vielseitigsten forstlichen Ausbilder und Arbeitgeber in Deutschland.

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    Forstbetrieb Allersberg
    news-2360 Wed, 16 Sep 2020 14:01:26 +0200 Der Sehnsuchtsbrunnen in Bischofsgrün http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2360&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ef588dde5c076dec66ba53783c7c5571 16. September 2020, Bischofsgrün - Im Rahmen einer kleinen Feier wurde der Namen des neuen Brunnens am Walderlebnispfad Bischofsgrün bekanntgegeben. Sehnsuchtsbrunnen soll er zukünftig heißen. Namensgeber dazu ist ein Bischofsgrüner Bürger.

    Die Gemeinde Bischofsgrün, die dortige Kur - und Tourist Information und die Bayerischen Staatsforsten hatten dazu aufgerufen, dem neuen Brunnen am Walderlebnispfad in Bischofsgrün einen Namen zu geben. Einheimische und Gäste waren gleichermaßen gefragt. Über viele mediale Kanäle kamen zahlreiche Vorschläge, wie z.B. "Welschenbrünnlein", "Brunnen der Liebe" oder "Jungbrunnen".

    Jetzt hat die Jury entschieden: Der Brunnen erhält den Namen "Sehnsuchtsbrunnen".

    Der Vorschlag kommt vom Bischofsgrüner Bartholomäus Huber, der sich von der touristischen Kampagne "Sehnsucht Bischofsgrün" inspirieren ließ. Herr Huber erhielt als Anerkennung vom Team Manager der Bischofsgrüner TI Wilhelm Zapf ein liebevoll gestaltetes Holzschild und natürlich eine Flasche des bereits berühmten Bischofsgrüner Sehnsuchtbiers. "Unter Sehnsucht kann sich wirklich jeder etwas vorstellen und vor allem etwas damit anfangen", so Bürgermeister Michael Schreier und Revierförster Werner Schmidt. Der Name des Brunnens schürt Hoffnung auf eine leichtere Zeit nach der jetzigen schwierigen Situation. Zukünftig soll die Bezeichnung "Sehnsuchtsbrunnen" auf touristischen und topografischen Karten zu finden sein.

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    news-2359 Wed, 16 Sep 2020 08:59:59 +0200 Natur- und Artenschutz im Klosterforst http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2359&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7f7b0cc9f50278996cd7a6add74cf6e9 Forstbetrieb Arnstein erhält Auszeichnung im Rahmen der UN-Dekade biologische Vielfalt

    16. September 2020, Klosterforst - Der unterfränkische Forstbetrieb Arnstein der Bayerischen Staatsforsten engagiert sich bereits seit Jahren für den Natur- und Artenschutz im Klosterforst. Diese Arbeit wurde nun im Rahmen der UN-Dekade der Biologischen Vielfalt ausgezeichnet.

    Durch die vormals militärische Nutzung der Fläche entstand ein eng verzahntes Mosaik aus trockenen und feuchten Lebensräumen. Die Vielfalt reicht von natürlichen Eichen- und Hainbuchenwäldern über verschiedene trockene Offenlandflächen bis hin zu kleinen Gewässern. In diesem Netz aus verschiedenen Lebensräumen fühlen sich bedrohte Arten wie die Sandbiene, die blauflügelige Ödlandschrecke oder die Spanische Flagge - ein sehr seltener Schmetterling - wohl.

    In den durch militärische Nutzung entstandenen kleinen Gewässern konnte sich erfolgreich die Kreuzkröte ansiedeln. Zur Förderung dieser streng geschützten Art wurde ein Nachzuchtprogramm initiiert. Neben der Freistellung von kleinen Gewässern zum Schutz von Libellen und Amphibien trägt vor allem die Offenhaltung der Wiesenflächen durch Beweidung mit Dexter-Rindern zum Erhalt dieser vielfältigen Landschaft bei.

    "Ich freue mich zu sehen, wie erfolgreich für den Natur- und Artenschutz Partner aus Forst- und Umweltverwaltung mit uns als örtlich verantwortlichem Forstbetrieb zusammenarbeiten", so der zuständige Forstbetriebsleiter Christoph Riegert im Rahmen der Preisverleihung. Um die bedeutsame Artenvielfalt zu erhalten, arbeitet der Forstbetrieb Arnstein seit Jahren eng mit den Naturschutzbehörden, dem Landschaftspflegeverband Kitzingen sowie dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kitzingen zusammen.

    Im Rahmen des Sonderprojekts "Der Wald blüht auf" wurden vom Forstbetrieb zusätzlich im Klosterforst auf insgesamt 10.000 m² Blühflächen angelegt. Mit den Maßnahmen für den Natur- und Artenschutz leistet der Forstbetrieb Arnstein so einen wichtigen Beitrag zur Förderung der biologischen Vielfalt auf der waldarmen fränkischen Platte.

    "Wir freuen uns am Tag der Preisverleihung neben den langjährigen Partner auch Vertreterinnen der regionalen und überregionalen Politik wie Frau MDL Barbara Becker, Bezirksrätin Gerlinde Martin sowie Landrätin Tamara Bischof begrüßen zu dürfen und ihnen einen Einblick in unsere Natur- und Artenschutzprojekte im Klosterforst geben zu können", so Riegert weiter. Er bedankte sich bei den langjährigen Partnern - dem Landschaftspflegeverband Kitzingen, den Dexter-Rinderzüchter-Ehepaar Weber und der Unteren sowie der Höheren Naturschutzbehörde - für die langjährige gute Zusammenarbeit.

    Hier geht's zum Videobeitrag des Bayerischen Rundfunks zum Natur- und Artschutz im Klosterforst!

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    news-2358 Tue, 15 Sep 2020 15:40:04 +0200 Tipps vom Förster für die erfolgreiche Pilzsuche http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2358&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9a01c269fd73d906e869c45c76ff3250 15.09.2020 Fichtelberg - Jetzt ist wieder "Schwammerzeit". Bernhard Kraus, Förster am Forstbetrieb Fichtelberg, gibt Hinweise für die erfolgreiche und legale Suche nach leckeren Pilzen im Wald.

    Pilz-Profis wissen es längst: die "Schwammerzeit" hat wieder begonnen. An vielen Stellen schieben sich jetzt Pilzkappen in rot, braun und anderen Farben aus dem Boden. Entsprechend viele "Schwammerer" sind im Wald unterwegs - auf der Jagd nach Steinpilz, Marone und Pfifferling.

    Bernhard Kraus, als Mitarbeiter bei den Bayerischen Staatsforsten zuständig für das Revier Vordorf und von Berufs wegen viel im Wald unterwegs, kennt sich gut mit Pilzen aus und hat einige Tipps parat: "Unsere heimischen Speisepilze leben davon, dass sie abgestorbenes Holz zersetzen und verdauen. Deshalb sind sie für den Kreislauf der Natur sehr wichtig. Wenn nach einer Holzernte Äste und Gipfel im Wald liegen bleiben und langsam verrotten, ist das die Lebensgrundlage der Pilze. Am besten wachsen sie an nicht zu nassen, aber auch nicht zu trockenen Stellen."

    Wo genau will Bernhard Kraus natürlich nicht verraten. "Das müssen die Pilzsucher schon selbst herausfinden." Das Wissen über gute Pilz-Standorte wird höchstens in der Familie weitervererbt. Der Pilz, den wir kennen und essen, ist nur der Fruchtkörper. Bei feucht-warmer Witterung wächst er innerhalb von 2-5 Tagen zu seiner vollen Größe heran. Dann entlässt er die Pilzsporen in die Umgebung, mit denen sich der Pilz weiterverbreitet. Der eigentliche, lebende Pilzorganismus besteht aus einem Geflecht von feinen, fadenförmigen Zellen, dem sogenannten Mycel. Dieses erstreckt sich über viele Quadratmeter im Humus unter der Bodenoberfläche.

    "Dieses Mycel sollten wir beim "Schwammern" möglichst nicht beschädigen." Deshalb empfiehlt der Experte, die Pilzkörper an oder knapp unter der Oberfläche mit einem scharfen Messer abzuschneiden oder vorsichtig herauszudrehen, ohne das Pilzgeflecht herauszureißen "Danach sollte man das entstandene Loch wieder sorgfältig abdecken, um das Mycel vor dem Austrocknen zu schützen. Gleichzeitig tarnt man so die erfolgreiche Fundstelle vor den Blicken anderer Schwammerer."

    Die Reste vom Pilz-Putzen empfiehlt der Experte zuhause im Garten an schattig-feuchter Stelle abzulegen. Wenn daraus Sporen ausfallen, können in Zukunft hier neue Pilze wachsen.

    Darf sich jedermann ausgestattet mit scharfem Messer und Korb auf die Pilzsuche machen? Dazu Bernhard Kraus: "In Bayern ist das Pilze sammeln im Wald generell erlaubt. Ein paar "Spielregeln" sind aber schon zu beachten: Pilze dürfen nur für den Eigenverbrauch gesammelt werden - kein Verkauf - und nur in haushaltsüblichen Mengen, also maximal ein bis zwei Kilogramm. Und bitte nur die Pilze sammeln, die Sie kennen - alle anderen bitte stehen lassen. Denn für die Natur sind alle Pilze wichtig, auch die ungenießbaren!"

    Woher weiß denn der Förster Kraus so viel über die Pilze? "Mein Opa war der "Sachsen-Heiner" ein in der Region bekannter Waldläufer, Freund der "freien Wildfleisch-Beschaffung im Wald" und erfolgreicher Schwammerer" wie sein Enkel mit Augenzwinkern erzählt. Von ihm hat er viel über Wald und Natur gelernt. Und das Wissen über den einen oder anderen guten Pilz-Standort wird er ihm auch vererbt haben.

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    news-2357 Mon, 14 Sep 2020 13:00:37 +0200 Deutsche Waldtage 2020 im Forstbetrieb Forchheim http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2357&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ff8d5c72ffa76781453ae2011cdf49f9 "Der Wald als Bestandteil der Kulturlandschaft im Wandel der Jahrhunderte":
    Einladung zur Exkursion am 20.09.2020

    14. September 2020, Forchheim - Im Rahmen der Deutschen Waldtage bietet das Forstrevier Oesdorf am Sonntag, dem 20.09.2020von 18.00 - ca. 20.30 Uhr eine (kostenfreie) Waldbegehung in der Adelsdorfer Mark zwischenAdelsdorf und Oesdorf.

    Der Waldbegang steht unter dem Motto "Der Wald als Bestandteil der Kulturlandschaft im Wandelder Jahrhunderte" und behandelt u.a. die Waldbehandlung im Bereich frühere Fischteiche.

    Der Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben. Diese wird gerne am Forstbetrieb Forchheim unter der Telefonnummer 09191 72210 entgegengenommen. Auf max. 12 Teilnehmer*innen freut sich der Leiter des Forstreviers Oesdorf, Erich Daum.

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    news-2356 Mon, 14 Sep 2020 11:40:31 +0200 Holzknechtmuseum startet in eine neue Ära - Kaniber überreicht Förderbescheid in Ruhpolding http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2356&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=147cc3b1a05a574f6f52f3a24c931986 09. September 2020, Ruhpolding, Lkr. Traunstein - Für das deutschlandweit einzigartige Holzknechtmuseum in Ruhpolding sind die Weichen der Zukunft neu gestellt. Damit die historische und zugleich auch die moderne Forstwirtschaft in der Region noch lebendiger und attraktiver erlebt werden kann, hat Forstministerin Michaela Kaniber heute den Förderbescheid zur Modernisierung an den Zweckverband des Holzknechtmuseums überreicht.

    Das Forstministerium unterstützt das eine Million Euro teure Vorhaben der Neugestaltung mit rund 420.000 Euro aus Mitteln des EU-Programms LEADER und zusätzlich einem direkten Zuschuss in Höhe von rund 250.000 Euro. "Das Holzknechtmuseum ist wahrlich einmalig. Mit der Neugestaltung hin zu einer modernen und interaktiven Ausstellung können die Besucher noch intensiver miterleben wie die Holzarbeit früher war und wie moderne, nachhaltige Forstwirtschaft heute funktioniert", sagte die Ministerin. Durch eine neue didaktische Aufbereitung der Informationen solle vor allem die jüngere Generation angesprochen werden. Gerade in Zeiten des Klimawandels sei der Wald, besonders der Bergwald, wichtiger denn je. Denn er sorge für Schutz vor Naturgefahren.

    Das Museum erzählt seit 1988 über das Leben und die Arbeit der Holzknechte. Durch die mühsame und gefährliche Arbeit im Bergwald sorgten die Holzknechte früher dafür, dass ausreichend Holz für die Salinen im Gebiet Traunstein zur Verfügung stand und Salz gewonnen werden konnte. Mit ihrer Arbeit prägten sie maßgeblich die heutige Ausprägung des Bergwalds. Im Museum soll künftig die Geschichte der Forstwirtschaft aufgezeigt werden. Die Ausstellung wird sowohl inklusiv als auch barrierefrei gestaltet.

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    news-2355 Mon, 14 Sep 2020 11:14:39 +0200 Im Fokus: Schutz der Allgäuer-Ur-Landschaft http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2355&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9219858a292d6b3f12cd938a673d8444 11.09.2020, Sonthofen - Die Ziele sind hochgesteckt: „Bis 2030 müssen alle Maßnahmen zum Schutz der Allgäuer Moore in den Händen der Bayerischen Staatsforsten abgeschlossen sein“, so Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting. Er spricht dabei in seinem Verantwortungsbereich über eine Fläche von rund 1.400 Fußballfeldern oder 1.000 Hektar. Für dieses Vorhaben wurde jetzt auf einen großen Teil der Flächen die Grundlage geschaffen. Dipl. Ing. Cornelia Siuda hat im Auftrag der Staatsforsten ein umfassendes, wissenschaftliches moorökologisches Gutachten erstellt.

    Aus diesem geht der konkrete Erhaltungszustand und die daraus resultierenden Verbesserungsmaßnahmen hervor. Meist geht es um das Schließen alter Entwässerungsgräben. Um sich ein Bild vor Ort zu verschaffen, fand eine Begehung mit Cornelia Siuda sowie mit Mitarbeitern des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten statt. Dieses hat die Erstellung des Gutachtens auch finanziell gefördert.

    Die Begeisterung für das Thema ist bei Cornelia Siuda offensichtlich: „Ich war überglücklich, den Auftrag zu bekommen“, so Siuda beim Ortstermin. Die Gruppe steht grade auf einer urtümlichen Hochmoorfläche mit bizarr geformten Spirken, Latschen-Gebüsch und einer größeren moosigen Freifläche in der Mitte, im Hintergrund befindet sich der Grünten. Ein idyllischer Anblick, eine Landschaft der Superlative: Ein Hektar Moor bindet sechsmal so viel CO² wie eine Waldfläche gleicher Größe. Zudem können die moorbildenden Torfmoose das 27-fache ihres eigenen Volumens an Regenwasser speichern. Damit sind sie sowohl als Bremse von Starkregenereignissen, wie auch als Kohlenstoffsenke von herausragender Bedeutung. Dafür müssen sie allerdings intakt sein. Eine Besonderheit im Allgäu: Hier können sie aufgrund der hohen Niederschläge sogar am Hang wachsen, wenn man sie lässt… 

    Bei den Besichtigungspunkten vor Ort wird klar, der Zustand der einzelnen Moore ist höchst unterschiedlich. Die Bandbreite reicht von gestörten, durch Entwässerungsgräben zerfurchten Moorkörpern bis hin zu nahezu unberührt erscheinenden Mooren im besten Erhaltungszustand. „Dass wir noch so intakte Naturperlen vorfinden, liegt an dem Wandel der sich schon vor Jahrzehnten in der Allgäuer Forstwirtschaft und speziell im Staatwald vollzog“, so Forstbetriebsleiter Jann Oetting. Das früher unbrauchbare Unland, das durch Entwässerung waldtauglich gemacht werden sollte, wurde auf einmal als wichtiger Landschaftsbestandteil wahrgenommen. Die Folge war der Schutz der noch verbliebenen Moore. So verschloss man häufig schon in den vergangenen Jahren alte Entwässerungsgräben. Die damals eingebauten Dämme waren in ihrer Höhe und Anzahl aber oft nicht ausreichend. Sie wurden von Hand erstellt und dichteten den Graben nicht ab. Die Folge war und ist oft ein weiter fortschreitender Torfabbau, der Fachmann spricht von Torfmineralisierung.

    Heute ist der Moorschutz ein wichtiger Bestandteil unserer heimischen Forstwirtschaft. Basierend auf detaillierten Plänen mit Geländemodellen aus dem Moorgutachten soll deshalb nun mit Spezialgerät nachgebessert werden. Konkret sollen fast 200 neue Dämme für den Moorschutz errichtet werden. Dafür stehen mittlerweile für Nassflächen geeignete Bagger zur Verfügung. „Zumindest die ungewollte Entwässerung kann so für die Zukunft ausgeschlossen werden“, freut sich Forstbetriebsleiter Jann Oetting.

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    news-2354 Mon, 14 Sep 2020 09:30:30 +0200 „Gemeinsam! Für den Wald“ – Staatsforstbetrieb Schnaittenbach macht mit bei den Deutschen Waldtagen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2354&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0d29bb9bd44309b31c28b9603bd50301

    11. September 2020, Schnaittenbach – Die Bayerischen Staatsforsten engagieren sich bayernweit mit zahlreichen Veranstaltungen bei den Deutschen Waldtagen, die bundesweit vom 18. bis zum 20. September 2020 stattfinden. Unter dem Motto „Gemeinsam! Für den Wald“ lädt auch der Staatsforstbetrieb Schnaittenbach zu zwei Waldaktionen ein.

    Die Deutschen Waldtage stehen in diesem Jahr ganz im Zeichen der Folgen des Klimawandels und dessen Auswirkungen auf den Wald. Informationen und insbesondere der Dialog über den „Wald im Klimastress“ sowie die Maßnahmen zum Schutz der Wälder stehen daher bei den Aktionen im Mittelpunkt.

    Diese Herausforderungen für den Wald können wir nur gemeinsam meistern, eben „Gemeinsam! Für den Wald“. Denn nur zusammen, als ganze Gesellschaft können wir den Wald und seine Leistungen für die Zukunft zu erhalten.

     

    Der Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten lädt zu zwei Mitmach-Spaziergängen ein:

    Am Freitag den 18. September 2020 um 14 Uhr zum Rundgang „Klimawald – Aus der Geschichte lernen“ in das Revier Mantel ein. An den Spaziergang zur forstlichen Historie des Manteler Walds und zu den Auswirkungen des Klimawandels, der entlang eines mittelalterlichen Turmhügel und dem Naturdenkmal „Weißenbacheiche“ führt, schließt sich eine gemeinsame Aktion zum Schutz der wichtigen Mischbaumart Weißtanne an.

    Treffpunkt ist am Parkplatz „Gasthaus Kellerhaus“ in Kellerhaus 1, 92708 Mantel. Die Veranstaltungdauert voraussichtlich zwei bis drei Stunden. Bitte an festes Schuhwerk denken! Die geplante Route ist nicht barrierefrei.

    Da die Veranstaltung auf max. 20 Personen begrenzt ist, ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich.Bitte richten Sie Ihre Anmeldung bis zum 16. September an den Leiter des Forstreviers Mantel Robert Werner per E-Mail an robert.werner@baysf.de.

     

    Am Sonntag den 20. September 2020 um 11 Uhr zur Wald-Klima-Exkursion im Revier Sulzbach ein.

    Treffpunkt ist am Wanderparkplatz Obere Wagensass (gegenüber der Einfahrt zu Bereitschaftspolizei in Sulzbach). Die Veranstaltung dauert voraussichtlich ein bis zwei Stunden. Bitte an festes Schuhwerk denken! Die geplante Route ist nicht barrierefrei.

    Da die Veranstaltung auf max. 20 Personen begrenzt ist, ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich. Bitte richten Sie Ihre Anmeldung bis zum 16. September an den Leiter des Forstreviers Sulzbach Julian Sauter per E-Mail an julian.sauter@baysf.de.

    Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Website Treffpunkt Wald: www.treffpunktwald.de/veranstaltungen

    Hintergrundinformation:
    Die Deutschen Waldtage 2020 sind eine Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und finden nach 2016 und 2018 dieses Jahr zum dritten Mal statt. Unter dem Motto "Gemeinsam! Für den Wald“ laden Forstleute, Waldbesitzer, Vereine und Organisationen gemeinsam mit weiteren lokalen Akteuren bundesweit Bürgerinnen und Bürger vom 18. bis 20. September 2020 zu zahlreichen Veranstaltungen in die Wälder ein. Dabei stehen Informationen und insbesondere der Dialog über den „Wald im Klimastress“ und die Maßnahmen zum Schutz der Wälder im Mittelpunkt.

    Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite der Deutschen Waldtage:
    www.deutsche-waldtage.de/regionale-veranstaltungen/

    Bildverwendung:
    Die mitversandte Bildmarke „Grünes Herz“ können Sie gerne kostenfrei verwenden. Weitere Bilddateien können Sie auch hier herunterladen: https://www.deutsche-waldtage.de/service#c39440

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    news-2353 Mon, 14 Sep 2020 08:12:53 +0200 Eibentagung am Forstbetrieb St. Martin - „Gemeinsam! für den Wald“ http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2353&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8b70fdcd3c668e9b0ea842e31086487d 14.09.2020 St. Martin b. Lofer - Die Bayerischen Saalforste, Forstbetrieb St. Martin veranstalten eine Eibentagung unter dem Motto „Gemeinsam! Für den Wald“. In zahlreichen Forstbetrieben der Bayerischen Staatsforste finden auch in Bayern Veranstaltungen anlässlich der Deutschen Waldtage vom 18. bis 20. September statt. Am Forstbetrieb St. Martin haben sich schon gut 20 Eibenfreunde aus Österreich, Deutschland und der Schweiz angemeldet, um die Eibenvorkommen des Forstbetriebs zu erkunden.

    Kernaufgabe des Forstbetriebs ist die naturnahe Waldbewirtschaftung, die unter Integration von Naturschutzanliegen passiert. Der Wald ist wichtig für uns, für die biologische Vielfalt (Biodiversität) und unser Klima. Er liefert den nachwachsenden Rohstoff Holz und ist Arbeitsplatz sowie Naturschutz- und Erholungsraum. Allerdings leidet der Wald aktuell unter den Folgen des Klimawandels wie nie zuvor.

    Für die Bewahrung eines stabilen Waldes in der Zukunft kommt es auch auf die gemeinsame Verantwortung aller an, denen der Wald am Herzen liegt. Aus diesem Grund steht das diesjährige Motto „Gemeinsam! Für den Wald“ für ein gemeinschaftliches Handeln, um den Wald und seine Leistungen für die Zukunft zu sichern. Informationen und insbesondere der Dialog über den „Wald im Klimastress“ sowie die Maßnahmen zum Schutz der Wälder stehen dabei im Mittelpunkt.

    Eine Baumart die in unseren Bergwäldern auch in Zeiten des Klimawandels eine Rolle als Mischbaumart spielt, ist die Eibe und dieser gilt die Aufmerksamkeit der Tagung am Forstbetrieb St. Martin. Gut zwanzig Interessierte an der Eibe aus der Schweiz, Österreich und Deutschland haben sich bereits angemeldet.

    Der Forstbetrieb St. Martin und sein Eibenvorkommen wird mit Fakten und Bildern am 16.09.2020 nachmittags vorgestellt, am 17.09.2020 findet dann eine Exkursion zu den Eibenvorkommen und den Mischwäldern im Forstbetrieb statt. Eine weitere Exkursion in den Nationalpark Berchtesgaden mit einem Einblick zu den dortigen Eibenvorkommen am 18.09.2020 rundet die Veranstaltung ab. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl richten Sie bei Interesse bitte Ihre Anmeldung an Forstbetriebsleiter Zanker. Alle Kontaktdaten finden Sie auf der Forstbetriebsseite St. Martin.

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    news-2352 Fri, 11 Sep 2020 08:02:00 +0200 „Gemeinsam! Für den Wald“ im Forstbetrieb Fichtelberg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2352&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3f4c16c78f00392d86356fe2ea5765c8 Forstbetrieb Fichtelberg bietet zu den Deutschen Waldtagen 2020 ein buntes Programm

    September 2020, Fichtelberg - Die Bayerischen Staatsforsten engagieren sich bayernweit mit zahlreichen Veranstaltungen bei den Deutschen Waldtagen, die bundesweit vom 18. bis zum 20. September 2020 stattfinden.

    Der Wald ist wichtig für uns, für die Biodiversität und für unser Klima. Er liefert den nach­wachsenden Rohstoff Holz, ist Arbeitsplatz, Naturschutz- und Erholungsraum. Allerdings leidet der Wald aktuell unter den Folgen des Klimawandels wie nie zuvor, deshalb finden die Beiträge zu den Deutschen Waldtagen 2020 in diesem Kontext statt. Informationen und insbesondere der Dialog über den "Wald im Klimastress" sowie die Maßnahmen zum Schutz der Wälder stehen dabei im Mittelpunkt.

    Für den stabilen Wald der Zukunft kommt es aber auch auf die gemeinsame Verantwortung aller an, denen der Wald am Herzen liegt. Aus diesem Grund steht das diesjährige Motto "Gemeinsam! Für den Wald" für ein gemeinschaftliches Handeln, um den Wald und seine Leistungen für die Zukunft zu sichern.

    An diesen Tagen lädt der Forstbetrieb Fichtelberg zu einer Reihe von Veranstaltungen ein:

    18.09.2020

    · 15:00 - 17:00 Uhr - Treffpunkt: Aussichtspavillon Föllmar Wanderung bei Föllmar: "Wald und Wasser" entlang des erneuerten Wandersteigs am "Föllmarer Bächla" Leitung: Hubertus Schmidt

    · 14:00 - 17:00 Uhr - Treffpunkt: Parkplatz Täfelein (zwischen Grassemann und Glasermühle) Wanderung "Wald der Zukunft - Naturschutz im Wald" Leitung: Toni Eichermüller & Miriam Lang

    19.09.2020

    · 13:00 - 17:00 Uhr - Treffpunkt: Wanderparkplatz Hohenbrand Pflanzaktion "Neue Bäume braucht das Land" Leitung: Hermann Kießling · 13:00 bis 17:00 Uhr - Treffpunkt: Wanderparkplatz Vordorfermühle "Wir schwärmen für den Wald" - Gemeinsamer Bau eines Insektenhotels Leitung: Bernhard Kraus

    20.09.2020

    · 11:00 bis 15:00 Uhr - Treffpunkt: Fleckl - Talstation Ochsenkopf - Süd Mountainbike-Tour: "Den Wald nutzen? Für mich doch nicht!" Leitung: Florian Manske & Martin Hertel Streckenlänge ca. 20 km, Helm und verkehrssicheres Fahrrad erforderlich, eBike willkommen, bei Regen: Regenschirmwanderung

    Für alle Veranstaltungen gilt:

    · Die Teilnahme ist kostenlo

    · Bitte an festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung denken!

    · Bitte Mund-Nasenschutz mitführen.

    · Die geplanten Wanderrouten sind nicht barrierefrei.

    · Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich. Bitte richten Sie Ihre Anmeldung bis zum 16. September 2020 an den Forstbetrieb Fichtelberg, Telefon: 09272/90990 - eMail: info-fichtelberg@baysf.de.

    Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!

    Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Homepage TreffpunktWald!

     

     

    Hintergrundinformation: Die Deutschen Waldtage 2020 sind eine Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und finden nach 2016 und 2018 dieses Jahr zum dritten Mal statt. Unter dem Motto "Gemeinsam! Für den Wald" laden Forstleute, Waldbesitzer, Vereine und Organisationen gemeinsam mit weiteren lokalen Akteuren bundesweit Bürgerinnen und Bürger vom 18. bis 20. September 2020 zu zahlreichen Veranstaltungen in die Wälder ein. Dabei stehen Informationen und insbesondere der Dialog über den "Wald im Klimastress" und die Maßnahmen zum Schutz der Wälder im Mittelpunkt. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite der Deutschen Waldtage.

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    news-2351 Wed, 09 Sep 2020 14:56:55 +0200 Nachwuchs für den Zukunftswald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2351&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8e175729dcd6dca218765ec15fef8f65 Bayerische Staatsforsten begrüßen 69 neue Auszubildende Regensburg, 9. September 2020 –  Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten leisten mit einem enormen Arbeitsaufwand alles erdenklich Mögliche, um den bayerischen Staatswald an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen. Seit dem 1. September tun sie dies zusammen mit 69 neuen Auszubildenden, die ihre Ausbildung im Waldunternehmen begonnen haben.  

    Neben den Forstwirten und Forstwirtinnen, die mit 62 Azubis die deutliche Mehrheit bilden, freuen sich die Bayerischen Staatsforsten auch über sieben Auszubildende für die Berufe „Kaufleute für Büromanagement“ und „Kraftfahrzeugmechatroniker“. Vorstandsvorsitzender Martin Neumeyer freut sich über die neueingestellten Nachwuchskräfte: „Schön, dass wir so vielen jungen Menschen den Einstieg in eine spannende berufliche Zukunft bieten zu können.“  

    Seit Jahren bildet die gute Ausbildung junger Menschen bei den Bayerischen Staatsforsten eine wichtige Säule in der Nachwuchsgewinnung im Unternehmen.  Eine qualifizierte fundierte Ausbildung gelingt jedoch nur, wenn das Unternehmen auch über engagierte und motivierte Ausbilderinnen und Ausbilder verfügt. „Für eine erfolgreiche Ausbildung unserer Nachwuchskräfte braucht es Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die diese Aufgabe mit hohem sozialen Engagement, mit hervorragenden Fachkenntnissen und Berufserfahrung, und natürlich mit einer großen Portion Einfühlungsvermögen erfüllen“, so Vorstand Reinhardt Neft.

    Natürlich ist auch für die Bayerischen Staatsforsten der demografische Wandel ein wichtiges Thema. Für den Klimawald von morgen ist qualifiziertes Personal wichtiger denn je, um der Herausforderung Zukunftswald erfolgreich begegnen zu können. Für Personalchefin Petra Bauer spielt der Nachwuchs daher eine zentrale Rolle im Unternehmen: „Die jungen Kolleginnen und Kollegen sind für die Bayerischen Staatsforsten eine wertvolle Investition in die Zukunft des Unternehmens.“

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    news-2350 Tue, 08 Sep 2020 08:46:33 +0200 Schichtwechsel in der Lehrlingswerkstatt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2350&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b56c7f39f680968345b262a5cd238b73 „Alte“ Lehrlinge freigesprochen, „Neue“ begrüßt

    Bodenmais. Die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) bilden mittlerweile an 23 Forstbetrieben für den Beruf „Forstwirt/in“ aus. Der Forstbetrieb Bodenmais ist seit Beginn einer der Ausbildungsbetriebe der BaySF.

    So wurden im Rahmen einer kleinen Feier auch die drei „ausgelernten“ Lehrlinge des „Corona-Jahrgangs 2017-2020“ freigesprochen.

    Ausbilder Forstwirtschaftsmeister Paul Hilgart, Personalratsvorsitzender Mario Hutterer, Stellvertretende Forstbetriebsleiterin Claudia-Christin Krüger und Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl freuten sich über das gute Abschneiden der drei Lehrlinge Michael Wirth aus Schweinhütt, Maximilian Ammon aus Hohenwarth und Martin Weiderer aus Zwiesel, die ab jetzt als frischgebackene Forstwirte den BaySF zur Verfügung stehen.

    Eine echte Überraschung zum Abschied hatte Paul Hilgart dabei – für die Burschen aus dem „Corona-Jahrgang“ gab es einen Sixpack „Corona Extra“ – Nomen est Omen!

    Gleichzeitig konnten die „Neuen“ begrüßt werden: Florian Kraus aus Arnbruck, Quirin Vogl aus Prackenbach und Florian Weinberger aus Rinchnach haben zum 01.09.2020 ihre Ausbildung in der Lehrwerkstatt Oberlohwies begonnen.

    Sie werden die dreijährige Ausbildung überwiegend am Heimatforstbetrieb ableisten. Zusätzlich besuchen die Auszubildenden überbetriebliche Lehrgänge an einem der beiden Stützpunkte des Forstlichen Bildungszentrums der Bayerischen Staatsforsten in Nürnberg oder Ruhpolding. Der Berufsschulunterricht findet an der Berufsschule in Neunburg vorm Wald statt.

    Auch Personalratsvorsitzender Mario Hutterer gratulierte: „Die einen gehen, die anderen kommen – ich freue mich, dass wir mit diesem „Schichtwechsel“ weiter an der Zukunft unseres Unternehmens arbeiten“.

    Forstbetriebsleiter Völkl ließ es sich abschließend nicht nehmen, jedem zusätzlich zu den guten Wünschen für die Zukunft eine Kleinigkeit mitzubringen: „eine BaySF-Wintermütze, damit es nicht so kalt wird und einen Bocksbeutel gegen die zunehmende Trockenheit!“

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    news-2349 Mon, 07 Sep 2020 15:02:28 +0200 Alpenverein hilft Bayerischen Staatsforsten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2349&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=19db20d8febb2a4f82c28616d87d03f6 Gemeinsam für die heimische Bergwelt 7.09.2020, Sonthofen - In der letzten Augustwoche hat der Deutsche Alpenverein wieder die Bayerischen Staatsforsten im Forstbetrieb Sonthofen unterstützt: Elf freiwillige Helferinnen und Helfer hatten sich Zeit genommen, um notwendige Arbeiten im Hintersteiner Tal durchzuführen. Sinn dieser seit Jahren bestehenden Kooperation ist es, die heimische Bergwelt gemeinsam zu schützen und gleichzeitig gemeinsam zu nützen.

    Eine Premiere, so der Leiter des Forstbetriebes Sonthofen Jann Oetting war, dass sich eine Gemeinschaft einer evangelischen Freikirche, eigens für ihr Engagement an den Alpenverein gewandt hatte um aktiv werden zu können. Keiner der Teilnehmer wohnt im Alpenraum. Aber jeder hatte den Wunsch, diese wunderschöne Gegend durch aktive Mithilfe zu schützen und somit zu erhalten.

    Die zuständigen Revierleiter Rainer Ruf und Berufsjäger Josef Günster waren mit der erbrachten Leistung der überwiegend jungen Erwachsenen sehr zufrieden. Wichtige Arbeiten wurden mit den Helferinnen und Helfern in dieser Woche erledigt.

    Förster Rainer Ruf erläuterte, dass es nach den Sturmereignissen durch Sturmtief „Sabine“ im Frühjahr zwingend notwendig gewesen sei, die geworfenen Flächen erneut zu bepflanzen um die betroffenen Hänge vor drohender Erosion zu schützen. Darunter versteht der Fachmann ein Abschwemmen der Humusauflage und somit eine dauerhafte, oftmals irreparable Schädigung des Bergwaldes. Dieser könnte dann seine Schutzfunktion vor Lawinen und Steinschlag, sowie die Funktion des Speicherns von Niederschlägen nicht mehr erfüllen. Murenabgänge werden durch eine Bepflanzung und der damit einhergehenden Sicherung des Untergrundes durch die Baumwurzeln verhindert. „Ein intakter Bergwald hat zahlreiche, wichtige Funktionen zu erfüllen. Unter anderem auch die Speicherung von CO², welches im Holz der langlebigen Bäume dauerhaft gespeichert wird“, so der erfahrene Förster.

    Berufsjäger Josef Günster ergänzte, dass es nicht damit getan sei, die Flächen erneut zu bepflanzen. Vielmehr ist es eine wichtige Aufgabe, die jungen Pflänzchen vor den Wildtieren zu schützen, die die Knospen und Triebe als Nahrung nutzen. „Meine Aufgabe ist es, die Jungpflanzen im wahrsten Sinne des Wortes vor dem Verbiss von Rot-, Gams- und Rehwild zu beschützen“ erklärt Joseph Günster den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Aktion. Ständige jagdliche Präsenz auf den Flächen, die auch als Sanierungsgebiet ausgewiesen sind, sei notwendig, um den Wald und somit auch den Lebensraum der Wildtiere zu schützen, so der Berufsjäger weiter. Für ihn ist es deshalb eine Selbstverständlichkeit, sich für angepasste Wildbestände zu engagieren. Ein Engagement, das die Teilnehmer der Aktionswoche teilen: 1.000 junge Bäume, 600 Meter Steige und vier jagdliche Einrichtungen wurden in insgesamt 350 Arbeitsstunden gepflanzt, erhalten oder erschaffen. „Es freut mich, dass sich Menschen – obwohl sie nicht aus der Region stammen oder hier leben – für den Bergwald engagieren. Eine Auffassung und ein Verständnis, das ich zuweilen bei anderen Menschen schmerzlich vermisse!“, so der Berufsjäger.

    Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Aktionswoche wurde durch die Ausführungen von Rainer Ruf und Josef Günster, sowie des Forstwirtes Florian Karg, der die Steigunterhalt- und Pflanzaktivitäten angeleitet hat, die die Zusammenhänge klar. Gerne werden sie im kommenden Jahr die Bayerischen Staatsforsten wieder unterstützen.

    „Es kann keinen funktionierenden Bergwald geben, ohne dass forstliche und jagdliche Maßnahmen ineinanderfließen“, ergänzte abschließend der Chef der Bayerischen Staatsforsten in Sonthofen Jann Oetting, der sehr dankbar für das Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie seiner Mitarbeiter ist.

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    news-2365 Thu, 03 Sep 2020 16:20:00 +0200 Gemeinsam! Für den Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2365&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d635c3cf983d8299eabae413d847d33d Klimawald-Veranstaltung am Forstbetrieb Berchtesgaden Berchtesgadener Land und östliches Chiemgau. September 2020 – Die Bayerischen Staatsforsten engagieren sich bayernweit mit zahlreichen Veranstaltungen bei den Deutschen Waldtagen, die bundesweit vom 18. bis zum 20. September 2020 stattfinden. Unter dem Motto „Gemeinsam! Für den Wald“ lädt der Forstbetrieb Berchtesgaden deshalb am 18. September 2020 zu einer Klimawaldveranstaltung ein.

    Der Wald ist wichtig für uns, für die Biodiversität und unser Klima. Er liefert den nachwachsenden Rohstoff Holz und ist Arbeitsplatz, Naturschutz- und Erholungsraum. Allerdings leidet der Wald aktuell unter den Folgen des Klimawandels wie nie zuvor, deshalb finden die Beiträge zu den Deutschen Waldtagen 2020 in diesem Kontext statt. Informationen und insbesondere der Dialog über den „Wald im Klimastress“ sowie die Maßnahmen zum Schutz der Wälder stehen dabei im Mittelpunkt.

    Für den stabilen Wald der Zukunft kommt es aber auch auf die gemeinsame Verantwortung aller an, denen der Wald am Herzen liegt. Aus diesem Grund steht das diesjährige Motto „Gemeinsam! Für den Wald“ für ein gemeinschaftliches Handeln, um den Wald und seine Leistungen für die Zukunft zu sichern.

    Dazu lädt Sie der Forstbetrieb Berchtesgaden der Bayerischen Staatsforsten am Freitag den 18. September 2020 zu einer Klimawald-Veranstaltung mit kleiner Wanderung nach Piding in den Schlosswald ein.

    Treffpunkt ist der Parkplatz an der Kneipanlage oberhalb des Schlosses Staufeneck um 09:00 Uhr. Die Veranstaltung dauert voraussichtlich 3 Stunden. Bitte an festes Schuhwerk denken! Die geplante Route verläuft überwiegend auf Forstwegen, aber auch ein kleines Stück durch den Wald.

    Da die Veranstaltung auf max. 30 Personen begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich. Bitte richten Sie Ihre Anmeldung bis zum 14. September an info-berchtesgaden@baysf.de. Sollten mehr als 30 Personen erscheinen, wird um Verständnis gebeten, dass nur diejenigen teilnehmen dürfen, die eine Anmeldebestätigung haben. Bei größerem Interesse wird die Klimawald-Veranstaltung wiederholt, um allen Interessierten die Möglichkeit zu einer Teilnahme zu geben.

    Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!

    Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Homepage TreffpunktWald: https://www.treffpunktwald.de/veranstaltungen

    Hintergrundinformation:

    Die Deutschen Waldtage 2020 sind eine Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und finden nach 2016 und 2018 dieses Jahr zum dritten Mal statt. Unter dem Motto "Gemeinsam! Für den Wald“ laden Forstleute, Waldbesitzer, Vereine und Organisationen gemeinsam mit weiteren lokalen Akteuren bundesweit Bürgerinnen und Bürger vom 18. bis 20. September 2020 zu zahlreichen Veranstaltungen in die Wälder ein. Dabei stehen Informationen und insbesondere der Dialog über den „Wald im Klimastress“ und die Maßnahmen zum Schutz der Wälder im Mittelpunkt.

    Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite der Deutschen Waldtage: https://www.deutsche-waldtage.de/regionale-Veranstaltungen/

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    news-2344 Thu, 03 Sep 2020 15:58:56 +0200 Natur pur: Wildbretaktion am Forstbetrieb Heigenbrücken http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2344&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c7cb222c2bb7b7525e9883e4473ab248 03. September 2020, Heigenbrücken - Der Forstbetrieb Heigenbrücken lädt herzlich zu seiner Wildbret-Aktion am 10. September 2020 von 13 bis 17 Uhr ein.

    An diesem Verkaufsnachmittag bietet der Staatsforstbetrieb Wildspezialitäten zum Probieren: 
    Wie wäre es mit einer Wildbratwurst frisch vom Grill? Oder ein Wildgriebenschmalzbrot? Unbedingt zu empfehlen ist auch der Wildschinken vom Hirsch oder Reh!

    Kommen Sie vorbei uns lassen sich von unseren heimischen Wildbret überzeugen!
    Übrigens: An diesem Tag verkaufen wir unser frisches Wildbret von Wildschwein, Hirsch und Reh mit 20% Rabatt.

    Hier finden Sie alle Infos und die Anschrift des Forstbetriebs Heigenbrücken!

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    news-2343 Wed, 02 Sep 2020 16:24:22 +0200 Harald Schiller ist neuer Leiter des Forstbetriebs Allersberg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2343&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e1b6458a49e0280a1d5106e994e8e530 Allersberg, 2. September 2020 - Harald Schiller ist seit 1. September 2020 Leiter des Forstbetriebs Allersberg. Bereits seit August 2018 vertrat er als kommissarischer Forstbetriebsleiter Bernhard Schönmüller, der an die Zentrale in Regensburg wechselte. "Ich freue mich sehr, dass Harald Schiller den Forstbetrieb Allersberg leiten wird und die hervorragende Arbeit von Bernhard Schönmüller fortführt, um die Wälder in Zeiten des Klimawandels fit für die Zukunft zu machen", so Personalvorstand Reinhardt Neft zum Antritt Schillers.

    Der 51-jährige Regensburger Harald Schiller begann nach dem Studium der Forstwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München seinen forstlichen Werdegang zunächst am damaligen Forstamt Burglengenfeld. Danach wechselte er u.a. in die Forstdirektionen Schwaben und Niederbayern-Oberpfalz sowie in die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald. Mit Gründung der Bayerischen Staatsforsten zum 1. Juli 2005 übernahm er die Stelle des stellvertretenden Forstbetriebsleiters in Roding, die er bis Juli 2018 ausübte. Zu seiner zukünftigen Aufgabe in Allersberg sagt Schiller: "Ich freue mich sehr, dass ich nach der zweijährigen Übergangszeit den Forstbetrieb auch in Zukunft leiten und mich mit dem tollen Allersberger Team um die großen Herausforderungen, die uns der Klimawandel bringt, kümmern kann."

    Der 1962 in Hamm/Westfalen geborene Bernhard Schönmüller studierte wie Schiller an der Ludwig-Maximilians-Universität München Forstwissenschaft. Nach Stationen in München, Eichstätt, Neuburg an der Donau, Regensburg und Tännesberg ging Schönmüller 1998 als Forstamtsleiter nach Nürnberg. Mit Gründung der Bayerischen Staatsforsten 2005 übernahm er die Stelle als Leiter des Forstbetriebs Allersberg. "Ich danke Bernhard Schönmüller für seine langjährige und herausragende Arbeit rund um die Wälder des Forstbetriebs Allersberg und freue mich, dass er uns mit seinem Wissen in der Zentrale in Regensburg im Bereich Waldnaturschutz unterstützt", so Reinhardt Neft abschließend.

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    news-2342 Wed, 02 Sep 2020 16:10:43 +0200 Neue Auszubildende für den Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2342&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8908c45c2bf09171999be2641dc3bb1a Forstbetrieb Fichtelberg begrüßt zwei neue Azubi

    02. September 2020, Fichtelberg - Am 1. September haben am Forstbetrieb Fichtelberg zwei junge Männer ihre Berufsausbildung zum Forstwirt begonnen. Insgesamt werden am Forstbetrieb nun acht zukünftige Forstwirte ausgebildet. Schon ist er um, der erste Tag für die beiden neuen Azubi am Forstbetrieb Fichtelberg. Vor kurzem noch konnten Umut Gürses aus Sparneck und Alexander Schirbel aus Bad Berneck ihre letzten Ferientage genießen. Seit gestern heißt es für die beiden: Treffpunkt früh um sieben Uhr bei der Ausbildungswerkstatt des Forstbetriebs Fichtelberg. Der erste Tag verging noch mit Kennenlernen der neuen Kollegen und Empfang der typischen orange-grünen Sicherheitskleidung der Forstwirte bei den Bayerischen Staatsforsten. Jetzt beginnt die Ausbildung zum Forstwirt. Drei Jahre lernen die beiden jungen Männer in den Wäldern rund um Fichtelberg, am Forstlichen Bildungszentrum bei Nürnberg und an der Berufsschule in Neunburg v.W.

    "Unsere Aufgabe als Bayerische Staatsforsten ist es nicht nur, Bäume zu fällen oder Naturschutzarbeiten zu verrichten", erläuterte Korbinian Scherm, Forstwirtschaftsmeister und Ausbilder am Forstbetrieb Fichtelberg bei der Begrüßung der neuen Mitarbeiter. "Für uns ist es ebenso wichtig, dass wir für die Menschen in der Region da sind. Deshalb bieten wir hier im ländlichen Raum attraktive Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen.

    "Trotz der Mechanisierung im Wald hat der Beruf des Forstwirtes weiterhin gute Aussichten. Denn für die vielfältigen Aufgaben bei der Pflege und Bewirtschaftung des Waldes werden auch in Zukunft gut ausgebildete Fachkräfte gebraucht.

    "Auch im nächsten Jahr werden wir am Forstbetrieb Fichtelberg wieder Ausbildungsplätze für angehende Forstwirte anbieten" so Korbinian Scherm. "Die ersten Interessenten haben bei uns schon ihre Bewerbung abgegeben."

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    news-2341 Wed, 02 Sep 2020 15:05:47 +0200 „Gemeinsam! Für den Wald“ – Deutsche Waldtage 2020 am Forstbetrieb Bad Königshofen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2341&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8b18e92571d73fbfcdd1299b2e00b595 19. September 2020, Bad Königshofen - Die Bayerischen Staatsforsten engagieren sich bayernweit mit zahlreichen Veranstaltungen bei den Deutschen Waldtagen, die bundesweit vom 18. bis zum 20. September 2020 stattfinden. Unter dem Motto "Gemeinsam! Für den Wald" lädt der Forstbetrieb Bad Königshofen deshalb am 19. September 2020 zu einer Waldführung rund um die Ruine Bramberg ein.

    Der Wald ist wichtig für uns, für die Biodiversität und unser Klima. Er liefert den nachwachsenden Rohstoff Holz und ist Arbeitsplatz, Naturschutz- und Erholungsraum. Allerdings leidet der Wald aktuell unter den Folgen des Klimawandels wie nie zuvor, deshalb finden die Beiträge zu den Deutschen Waldtagen 2020 in diesem Kontext statt. Informationen und insbesondere der Dialog über den "Wald im Klimastress" sowie die Maßnahmen zum Schutz der Wälder stehen dabei im Mittelpunkt.

    Für den stabilen Wald der Zukunft kommt es aber auch auf die gemeinsame Verantwortung aller an, denen der Wald am Herzen liegt. Aus diesem Grund steht das diesjährige Motto "Gemeinsam! Für den Wald" für ein gemeinschaftliches Handeln, um den Wald und seine Leistungen für die Zukunft zu sichern.

    Dazu lädt Sie der Forstbetrieb Bad Königshofen der Bayerischen Staatsforsten am Samstag den 19. September 2020 zu einer Gemeinsamen Exkursion um die Ruine Bramberg ein.

    Treffpunkt ist am Wanderparkplatz zur Burgruine Bramberg um 09:30 Uhr. Die Veranstaltung dauert voraussichtlich 2,5 Stunden. Bitte an festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung denken! Da die Veranstaltung auf max. 50 Personen begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich. Bitte richten Sie Ihre Anmeldung bis zum 16. September an Frau Gock, Telefon: 09761/91130.

    Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!

    Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Homepage TreffpunktWald: https://www.treffpunktwald.de/veranstaltungen

    Hintergrundinformation:

    Die Deutschen Waldtage 2020 sind eine Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und finden nach 2016 und 2018 dieses Jahr zum dritten Mal statt. Unter dem Motto "Gemeinsam! Für den Wald" laden Forstleute, Waldbesitzer, Vereine und Organisationen gemeinsam mit weiteren lokalen Akteuren bundesweit Bürgerinnen und Bürger vom 18. bis 20. September 2020 zu zahlreichen Veranstaltungen in die Wälder ein. Dabei stehen Informationen und insbesondere der Dialog über den "Wald im Klimastress" und die Maßnahmen zum Schutz der Wälder im Mittelpunkt.

    Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite der Deutschen Waldtage: https://www.deutsche-waldtage.de/regionale-veranstaltungen/

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    news-2340 Wed, 02 Sep 2020 14:48:05 +0200 „Gemeinsam! Für den Wald“ – Deutsche Waldtage 2020 am Forstbetrieb Arnstein http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2340&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=71670ea437ddf180cc037e3d33dc01aa 18. September 2020, Gramschatzer Wald - Die Bayerischen Staatsforsten engagieren sich bayernweit mit zahlreichen Veranstaltungen bei den Deutschen Waldtagen, die bundesweit vom 18. bis zum 20. September 2020 stattfinden. Unter dem Motto "Gemeinsam! Für den Wald" lädt der Forstbetrieb Arnstein deshalb am 18. September zu einem Waldspaziergang im Gramschatzer Wald zum Thema Klima - Wald - Naturschutz ein.

    Der Wald ist wichtig für uns, für die Biodiversität und unser Klima. Er liefert den nachwachsenden Rohstoff Holz und ist Arbeitsplatz, Naturschutz- und Erholungsraum. Allerdings leidet der Wald aktuell unter den Folgen des Klimawandels wie nie zuvor, deshalb finden die Beiträge zu den Deutschen Waldtagen 2020 in diesem Kontext statt. Informationen und insbesondere der Dialog über den "Wald im Klimastress" sowie die Maßnahmen zum Schutz der Wälder stehen dabei im Mittelpunkt.

    Für den stabilen Wald der Zukunft kommt es aber auch auf die gemeinsame Verantwortung aller an, denen der Wald am Herzen liegt. Aus diesem Grund steht das diesjährige Motto "Gemeinsam! Für den Wald" für ein gemeinschaftliches Handeln, um den Wald und seine Leistungen für die Zukunft zu sichern.

    Dazu lädt Sie der Forstbetrieb Arnstein der Bayerischen Staatsforsten zu einer gemeinsamen Wanderung in den Gramschatzer Wald ein.

    Treffpunkt ist am 18.09.2020 am Waldparkplatz des Walderlebniszentrums Einsiedel um 14.00 Uhr. Die Veranstaltung dauert voraussichtlich 2 Stunden. Bitte denken Sie an festes Schuhwerk! Die geplante Route ist nicht barrierefrei.

    Da die Veranstaltung auf max. 20 Personen begrenzt ist, ist eine Anmeldung erforderlich. Bitte richten Sie Ihre Anmeldung bis zum 11.09.2020. September an den Forstbetrieb Arnstein: Telefon: 09363 / 9065 0; E-Mail: info-arnstein@baysf.de

    Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!

    Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Homepage TreffpunktWald: https://www.treffpunktwald.de/veranstaltungen

    Hintergrundinformation:

    Die Deutschen Waldtage 2020 sind eine Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und finden nach 2016 und 2018 dieses Jahr zum dritten Mal statt. Unter dem Motto "Gemeinsam! Für den Wald" laden Forstleute, Waldbesitzer, Vereine und Organisationen gemeinsam mit weiteren lokalen Akteuren bundesweit Bürgerinnen und Bürger vom 18. bis 20. September 2020 zu zahlreichen Veranstaltungen in die Wälder ein. Dabei stehen Informationen und insbesondere der Dialog über den "Wald im Klimastress" und die Maßnahmen zum Schutz der Wälder im Mittelpunkt.

    Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite der Deutschen Waldtage: https://www.deutsche-waldtage.de/regionale-veranstaltungen/

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    news-2339 Wed, 02 Sep 2020 08:26:49 +0200 „Gemeinsam! Für den Wald“ – Deutsche Waldtage 2020 am Forstbetrieb Neureichenau http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2339&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=520258840c62c87eb8ef473d96d4255f Der Forstbetrieb Neureichenau engagiert sich bei den Deutschen Waldtagen 2020

    September 2020, Neureichenau/Passau - Die Bayerischen Staatsforsten engagieren sich bayernweit mit zahlreichen Veranstaltungen bei den Deutschen Waldtagen, die bundesweit vom 18. bis zum 20. September 2020 stattfinden. Unter dem Motto "Gemeinsam! Für den Wald" lädt der Forstbetrieb Neureichenau deshalb zu drei Veranstaltungen ein.

    Der Wald ist wichtig für uns, für die Biodiversität und unser Klima. Er liefert den nachwachsenden Rohstoff Holz und ist Arbeitsplatz, Naturschutz- und Erholungsraum. Allerdings leidet der Wald aktuell unter den Folgen des Klimawandels wie nie zuvor, deshalb finden die Beiträge zu den Deutschen Waldtagen 2020 in diesem Kontext statt. Informationen und insbesondere der Dialog über den "Wald im Klimastress" sowie die Maßnahmen zum Schutz der Wälder stehen dabei im Mittelpunkt.

    Für den stabilen Wald der Zukunft kommt es aber auch auf die gemeinsame Verantwortung aller an, denen der Wald am Herzen liegt. Aus diesem Grund steht das diesjährige Motto "Gemeinsam! Für den Wald" für ein gemeinschaftliches Handeln, um den Wald und seine Leistungen für die Zukunft zu sichern.

    Am Freitag, 18.09.2020 treffen wir uns um 9:30 Uhr am Forstbetriebsgebäude, 94089 Neureichenau, Dreisesselstraße 15 zu einer Exkursion in die Wälder rund um den Dreisessel. Thema der Exkursion: "Kampf um die Fichte im Bergmischwald". Die Exkursion endet gegen 16:00 Uhr. Wir fahren mit privaten Autos zum Start.

    Am Samstag, 19.09.2020, geht es vom Parkplatz in Dommelstadl 94127 Neuburg am Inn - Dommelstadl, Passauer Straße 36 um 10:00 Uhr los in den Neuburger Wald zum Thema "Bereicherung Neue Baumarten". Ende gegen 16:00 Uhr, Anfahrt in den Wald mit privaten Autos.

    Am Sonntag, 20.09.2020 lassen wir zusammen mit Bürgermeister Scheibenzuber, Gemeinde Haidmühle, die Geschichte wieder aufleben und pflanzen am Wanderweg zur "Madltanne" wird wieder eine Tanne. Start der Wanderung ab Leopoldsreuter Straße 24 94145 Bischofsreut von ca. 10:00 - 12:00 Uhr. Die Routen sind nicht barrierefrei. Da die Veranstaltungen auf max. 20 Personen begrenzt sind, ist eine Anmeldung erforderlich.

    Bitte richten Sie Ihre Anmeldung bis zum 12. September an gudula.lermer@baysf.de

    Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!

    Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf der Homepage TreffpunktWald: https://www.treffpunktwald.de/veranstaltungen

    Hintergrundinformation:

    Die Deutschen Waldtage 2020 sind eine Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und finden nach 2016 und 2018 dieses Jahr zum dritten Mal statt. Unter dem Motto "Gemeinsam! Für den Wald" laden Forstleute, Waldbesitzer, Vereine und Organisationen gemeinsam mit weiteren lokalen Akteuren bundesweit Bürgerinnen und Bürger vom 18. bis 20. September 2020 zu zahlreichen Veranstaltungen in die Wälder ein. Dabei stehen Informationen und insbesondere der Dialog über den "Wald im Klimastress" und die Maßnahmen zum Schutz der Wälder im Mittelpunkt.

    Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite der Deutschen Waldtage: https://www.deutsche-waldtage.de/regionale-veranstaltungen/

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    news-2338 Mon, 31 Aug 2020 13:55:37 +0200 Schieferbruch bei Geroldsgrün: Staatsforsten sichern hochwertige Naturschutzfläche http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2338&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c4465bbf8429ca7cf123f314acc7c18b 25. August 2020, Geroldsgrün - Der Schieferabbau im Frankenwald hat früher Arbeit und Einkommen für viele Menschen bedeutet. Er war die Basis für Gewerbe, Industrie und Handel mit Schiefer-produkten. Heute sind ehemalige Schieferbrüche und – halden besondere Lebensräume für seltene Tiere und Pflanzen und genießen hohen Wert für den Naturschutz. Forstwirte der Bayerischen Staatsforsten haben einen ehemaligen Schieferbruch bei Dürrenwaid in der Gemeinde Geroldsgrün zur Verbesserung der Naturschutzfunktion gepflegt. Unter besonderen Arbeitsschutzmaßnahmen wegen der glatten und scharfkantigen Schieferplatten wurden beschattende Bäume entfernt und der Schieferbruch sowie die –halden als Biotop für die nächsten Jahre gesichert.

    „Bist Du angehängt“, ruft Revierleiter Walter Odorfer durch den Schieferbruch im Geroldsgrüner Forst. „Ja, es kann losgehen“ antwortet Forstwirt Joachim Maryniak, der durch einen Gurt und ein Seil gesichert auf den Schieferhalden balanciert und sich einen stabilen Standplatz sucht. Mit seiner Motorsäge fällt er Bäume, die am Rande des Schieferbruchs und auf den -halden gewachsen sind und die ganze Fläche beschatten. Jeder einzelne Baum wird mit einem langen Seil vorsichtig von Holzrücker Andreas Wunder mit seinem Forstspezialschlepper in den benachbarten Waldbestand gezogen und dort von Forstwirt Erwin Ströhlein aufgearbeitet.

    Im Regionalen Naturschutzkonzept des Forstbetriebs Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten sind die ehemaligen Schieferbrüche und –halden rund um Dürrenwaid bei Geroldsgrün als wertvoller Lebensraum für wärmeliebende Arten ausgewiesen. Die Schieferhalden sind aus Restmaterial der Schieferproduktion entstanden. Sie bestehen aus aufgeschichteten Mauern aus Schieferplatten am Hangfuß und der darüber liegenden Schiefer-Abraumhalde am Hang unterhalb des Schieferbruchs. Die dunklen Schiefer-halden heizen sich durch Sonneneinstrahlung sehr stark auf und bilden Extremstandorte für wärmeliebende Pflanzen und Tiere. Als Jagdbiotop für Fledermäuse sind sie ebenso geeignet wie als zeitweiliges Fledermausquartier zwischen den Schieferplatten oder als Platz zum Aufwärmen für Eidechsen und Schlangen. Wegen der Nährstoffarmut des Gesteins bilden die Halden einen besonders seltenen Flechtenlebensraum.

    Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Münchberg hat die Freistellung des Schieferbruchs als besondere Naturschutzmaßnahme mit rd. 3.000.-€ finanziell gefördert und durch Förster Ralph König fachlich begleitet. Er konnte mehrere gefährdete und geschützte Farnarten sowie eine seltene Bärlapp-Art in diesem Schieferbruch bestätigen. „Wir freuen uns, dass wir auch in einem Jahr mit nie gekannten Borkenkäferschäden in unseren Wäldern trotzdem die Naturschutzarbeit im Staatswald unterstützen und damit einen wertvollen Lebensraum für viele Jahre in seiner Funktion gemeinsam erhalten können“, erklärt Abteilungsleiterin Brigitta Köhler-Maier.

    „Das war eine erfolgreiche Teamleistung von den Bayerischen Staatsforsten und der Bayerischen Forstverwaltung und eine klasse Leistung unserer qualifizierten Mitarbeiter. Der ursprüngliche Zustand des Schieferbruchs ist wiederhergestellt und ein wertvolles Biotop gesichert. Und wenn wir Glück haben, finden hier noch weitere Arten, wie z.B. der Uhu, ein neues Zuhause“ ist das Fazit von Forstbetriebsleiter Fritz Maier nach Abschluss der Aktion.      

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    news-2337 Mon, 31 Aug 2020 13:36:01 +0200 Waldführung im Staatswaldgebiet des Forsbtetriebs Ebrach http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2337&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6e6fd445139c6ef41ba61bb2b9441eb5 31. August 2020. Ebrach - Der Forstbetrieb Ebrach bietet zum September wieder eine Waldführung im Revier Winkelhof an. Und zwar am 11. September 2020.

    Hier finden Sie alle Infos zur Waldführung auf einen Blick:

    Waldführung am 11.09.2020 Revier Winkelhof
    Revierleitung: Fabian Löchner (Tel.: 0151 - 16215311)
    Treffpunkt: Forsthaus Winkelhof 3
    Beginn: 16.00 Uhr    

    Wegen der aktuellen Hygienestandards werden Interessenten gebeten, sich per Email (info-ebrach@baysf.de) oder per Telefon (09553 9897-0) anzumelden, damit die Kontaktdaten erhoben werden können.
    Zudem bitten wir, bei den Waldbegängen den Mindestabstand von 1,50 Metern zu beachten sowie einen Mund-Nasenschutz bereit zu halten. Personen mit Erkrankungen bitten wir auf eine Teilnahme zu verzichten.

     

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    news-2336 Mon, 31 Aug 2020 11:55:39 +0200 Niedrigste Borkenkäferschäden im bayerischen Staatswald seit 2017 erwartet http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2336&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1d75861c85606512789557269fb6199e BaySF Borkenkäfer-Newsticker: Vierter Monat in Folge sinkende Borkenkäferzahlen im Vergleich zum Vorjahr / Frankenwald ist „bayerischer Borkenkäferhotspot“ / Belebung des Holzmarktes im Süden möglich

    Regensburg, 31. August 2020 – Für Bayern zeichnen sich bei einer ersten vorläufigen Bilanz die niedrigsten Borkenkäferschäden seit 2017 im bayerischen Staatswald ab. „Bereits den vierten Monat in Folge gibt es in den Bayerischen Staatswäldern deutlich weniger Borkenkäferschäden als in den Vergleichsmonaten der letzten Trockenjahre“, so ein Sprecher der Bayerischen Staatsforsten. Allerdings ist die Lage in Nordbayern – besonders im Frankenwald, aber auch in Unter- und Mittelfranken – durch Trockenheit, Hitze und Borkenkäferbefall weiterhin angespannt. Für Südbayern rechnen die Bayerischen Staatsforsten ab dem Herbst wegen des deutlich geringeren Schadholzanfalls auch mit einer Belebung des Holzmarktes.

    August 2020 – Aktuelle Situation und Zahlen

    Die bayernweiten Käferholzzahlen sind im August im Vergleich zum letzten Jahr deutlich gesunken und liegen auch unter dem 5-Jahresschnitt:

    ·         Gebuchte Käferholzmenge August 2020: rund 210.000 fm

    ·         Gebuchte Käferholzmenge August 2019: rund 282.000 fm

    ·         Gebuchte Durchschnitts-Käferholzmenge August der letzten 5 Jahre: rund 223.000 fm

    Auch kumuliert sind die Werte für den Zeitraum Mai-August 2020 mit 517.000 fm im Vergleich zum selben Zeitraum des Jahres 2019 mit 667.000 fm (-22 Prozent) gesunken.

    Interpretation

    Die Borkenkäferzahlen für den gesamten Staatswald sind insgesamt rückläufig. Allerdings gibt es in Bayern ein deutliches Nord-Süd-Gefälle. Während in der Mitte und im Süden Bayerns die Borkenkäferschäden durch zahlreiche Niederschläge und der dadurch gestiegenen Abwehrkraft der Bäume weit hinter den Vorjahren zurückbleiben, entwickelt sich besonders der Frankenwald durch ungleiche Niederschlagsverteilung und Hitze zum „bayerischen Borkenkäferhotspot“. „Der heiße und im Norden viel zu trockene August hat leider dazu geführt, dass sich die Situation in Nordbayern weiter verschärft hat. Im Süden hingegen beruhigt sich die Lage. Wir rechnen damit, dass hier im Herbst die Nachfrage nach frischem Nadelholz auch wieder spürbar ansteigen wird“, so der Sprecher weiter.

    Hintergrund / Wissenswertes

    Zur Eindämmung der Borkenkäferschäden ist das frühzeitige Erkennen von noch grünen Bäumen entscheidend und nicht die Aufarbeitung bereits dürrer Bäume, aus denen die Käfer schon ausgeflogen sind. Die frisch befallenen Bäume sind nur mit intensiver Suche zu finden, da sie ausschließlich durch unauffällige Merkmale wie ausgeworfenes Bohrmehl am Stamm zu erkennen sind. Aus diesem Grund sollen neben eigenen Mitarbeitern, die bereits in den stark betroffenen Betrieben im Norden unterstützen, auch vermehrt externe Helferinnen und Helfer eingestellt werden, die nach diesen Borkenkäferbäumen suchen. Die Helfer werden von den Mitarbeitern der Bayerischen Staatsforsten geschult und ausgerüstet – bspw. mit einer eigens entwickelten Borkenkäfer-App für Smartphones.

    Das Nord-Süd-Gefälle bei den Borkenkäferschäden wird eindrucksvoll durch den Dürremonitor des Helmholtz-Instituts (www.ufz.de/duerremonitor/) untermauert. Während im Süden aktuell auch in tieferen Bodenschichten ausreichend Wasser vorhanden ist, zeigt sich, dass die Böden im Norden durch fehlende Niederschläge deutlich zu trocken sind. Das hat Auswirkung auf die Vitalität der Bäume, die sich bei ausreichender Wasserversorgung besser gegen den Borkenkäfer wehren können als bei Hitze und Trockenheit.

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    news-2335 Thu, 27 Aug 2020 10:04:14 +0200 Obacht: Zu Beginn der Pilzsaison bitten die Staatsforsten um Achtsamkeit im Wald! http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2335&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2b2f0d803d198471ee4f73956af8b2e7 26. August 2020, Hammelburg – jeder der den Wald beobachtet konnte feststellen, dass durch die Dürre der letzten Jahre sich der Gesundheitszustand unserer Waldbäume verschlechtert hat. Je nach Baumart sehr unterschiedlich. Gerade im „Buchenland“ Unterfranken sind diese Trockenschäden deutlich sichtbar. Von der Fichte war man ja bereits Sturmschäden oder auch Borkenkäfermassenvermehrungen gewohnt. Dass es jetzt den meisten anderen Baumarten, darunter auch der Buche deutlich schlechter geht, damit hat niemand gerechnet. Herabfallende Äste und Baumteile können hier nun verstärkt auftreten und gerade mit Beginn der Pilzsaison zu ernsthaften Gefahr werden.  

    In den letzten beiden Jahren fiel insbesondere in der Vegetationsperiode, in Unterfranken viel zu wenig Niederschlag. Und wenn es mal regnete, dann häufig als Unwetter die für den Wasserhaushalt der Böden eher nicht zu einer Verbesserung beigetragen haben.

    Dazu kamen noch die immens hohen Temperaturen von verbreitet über 35 Grad über mehrere Tage, was dazu führte, dass in manchen Regionen Unterfrankens die Buche auf den Böden mit schlechter Wasserspeicherkapazität vielfach abgestorben ist, bzw. meist auch nur Teile der Buchen(-kronen). Auch in diesem Jahr haben wieder etliche Buchen nach der Hitze der letzten beiden Wochen vielfach das Laub verfärbt bzw. auch gleich abgeworfen. Häufig geht dies auch einher mit dem Absterben der Äste bzw. ganzer Buchenkronen.

    Diese abgestorbenen Baumteile (-kronen, aber auch andere Baumarten, wie z.B. Eschen) stellen bei den Waldspaziergängen ein unkalkulierbares Risiko dar. Sie können völlig unvorhersehbar, selbst wenn keine Windbewegung sein sollte, unvermittelt abbrechen und herabfallen.

    In den nächsten Wochen werden hoffentlich genügend Niederschläge fallen um die Dürresituation in den Waldböden zumindest etwas abzulindern. Das bedeutet dann aber auch, dass die Pilze wachsen. Daher möchte der Forstbetrieb Hammelburg alle Waldbesucher bitten, ganz besonders aber beim Pilze suchen, nicht immer nur nach unten an den Boden zu schauen, sondern erhöhte Achtsamkeit und besondere Vorsicht walten zu lassen. Richten Sie auch immer ein Auge nach oben um ggf. Gefahren erkennen zu können und diesen aus dem Weg zu gehen.

    Ferner musste der Forstbetrieb in der Vergangenheit leider immer wieder feststellen, dass beim Parken der Fahrzeuge die Waldeinfahrten nicht ausreichend genug freigehalten worden sind. Bitte beachten Sie, dass da Holztransporte und gegebenenfalls Rettungsfahrzeuge die Einfahrten passieren müssen. Und diese können nicht vom Wegekörper runterfahren, wie vielleicht ein PKW. Daher die Bitte wenn schon an den Waldeinfahrten geparkt wird, dann so, dass die Fahrbahn der Forstwege absolut frei bleibt. Lieber wäre es uns, wenn Sie die ausgewiesenen Parkplätze ansteuern würden und von da losgehen täten. Auch erwähnt werden sollte an dieser Stelle, dass es sich bei den Forstwegen im Staatswald um Privatwege der Bayerischen Staatsforsten handelt, die nicht ohne Genehmigung befahren werden dürfen.

    Zudem weißt der Forstbetrieb darauf hin, dass die Pilzsuche nicht für kommerzielle Zweck stattfinden darf. Das Sammeln haushaltsüblicher Mengen ist unkritisch, das säckeweise Sammeln zum offensichtlichen Weiterverkauf der Pilze entspricht jedoch nicht der Gesetzgebung und kann nicht toleriert werden. Die Pilzsucher werden gebeten dies zu beachten.

     

    Der Forstbetrieb Hammelburg bewirtschaftet mit seinen 50 Beschäftigten rd. 15.800 ha Wald in 9 Forstrevieren in den Landkreisen Bad Kissingen und Main-Spessart. Jährlich werden rd. 109.000 m3 Holz geerntet und rd. 21 Hektar (das entspricht ca. 30 Fussballfeldern) Wald neu angepflanzt. Neben dem Hauptprodukt Bauholz werden ca. 35 % als Brenn- Industrie- und Rechtholz genutzt. Alle forstbetrieblichen Arbeiten basieren auf der Idee der nachhaltigen und naturnahen Forstwirtschaft. Sie ermöglicht das Miteinander von Holznutzung, Naturschutz und Erholung in einem integrativen Ansatz. Neben ca. 580 km Forstwegen, die auch als Rad- und Wanderwege sehr gut geeignet sind, findet man in unseren Wäldern zahlreiche Erholungs- und Naturschutzschwerpunkte. Wir laden Sie recht herzlich zu einem interessanten und abwechslungsreichen Besuch in unseren Wäldern ein. 

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    news-2334 Wed, 26 Aug 2020 09:55:45 +0200 Deutsche Waldtage 2020 Naturschutz-integrative Waldbewirtschaftung im Steigerwald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2334&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=581ac10c58697eba4cb7e09c75289f03 Wald, Klima und Kohlenstoffspeicherung

    26. August 2020, Ebrach - Zum dritten Mal veranstalten das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) unterstützt vom Deutschen Forstwirtschaftsrat e.V. (DFWR), die Deutschen Waldtage. Zahlreiche Veranstaltungen finden bundesweit statt. Eines der wichtigsten Themen dieses Jahr ist der „Wald im Klimastress“. Auch der Forstbetrieb Ebrach nimmt an den Deutschen Waldtagen 2020 teil und lädt alle Waldinteressierten dazu ein.

    An drei Stationen in der Nähe von Handthal wird über folgende Themen informiert

    1. Die Kohlenstoffspeicherung von Wald und Holz
    2. Das Marteloskop Steinkreuz – ein internationaler Simulations- und Demonstrationswald
    3. Der Umgang des Försters/der Försterin mit dem Klimawandel

    Organisatorische Hinweise:

    Die Informationsveranstaltung findet am Nachmittag des 18.09.2020 von 14.00 bis 17.00 statt Uhr. Ab 14.00 Uhr besteht die Möglichkeit den Bus-Shuttle vom Parkplatz in Handthal unterhalb des Steigerwald-Zentrums zu nutzen. Es ist jedoch auch möglich, zu Fuß zum Waldort zu laufen (ca. 2 km ab Steigerwald-Zentrum, der Weg ist ausgeschildert). Für das leibliche Wohl ist eine Verpflegungsstation mit Getränken und Wildprodukten eingerichtet.

    Für die Teilnahme ist eine Anmeldung bei info-ebrach@baysf.de erforderlich. Der Anmeldeschlussist der 14.09.2020.

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    news-2333 Wed, 26 Aug 2020 09:38:56 +0200 Glücklicher Abschluss der Lehrzeit am Staatsforstbetrieb Berchtesgaden http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2333&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0383c25c5312e3e7dae5d71ebe289226 28. August 2020, Berchtesgaden - In diesem Sommer haben bei den Bayerischen Staatsforsten zwei junge Erwachsene aus dem Berchtesgadener Land ihre Ausbildung erfolgreich beendet. Am Forstbetrieb Berchtesgaden schaffte Monika Färbinger aus Marktschellenberg als Kauffrau für Büromanagement ihren Einstieg ins Berufsleben.

    „Ich bin glücklich, eine so gut qualifizierte neue Mitarbeiterin im Forstbetriebsbüro zu haben“ schwärmt Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller, als der unbefristete Arbeitsvertrag unterschrieben wurde. Gelobt wurde dabei auch ihr talentierter Ausbilder, Teamleiter Franz Graßl aus Königssee.

    Dieses Jahr haben auch die Auszubildenden zum Revierjäger in Bayern ihre Abschlussprüfung abgelegt. Die Bayerischen Staatsforsten bieten den Einstieg in die Revierjägerausbildung im zweijährigen Turnus an. In Bayern wird nur die auf zwei Jahre verkürzte Ausbildung angeboten. Daher müssen Bewerberinnen und Bewerber vor Beginn über eine abgeschlossene Ausbildung in einem anderen Beruf oder über (Fach-)Abitur verfügen. Ebenso wird der Besitz des Jagdscheins vorausgesetzt. Dem Bad Reichenhaller Revierjäger Peter Streibl gratulierte Müller zu seiner hervorragenden Abschlussprüfung. Als Jahrgangsbester hat er einen befristeten Arbeitsvertrag am Staatsforstbetrieb St. Martin im Pinzgau bekommen. Auch der für seine Ausbildertätigkeit weithin geschätzte Revierjagdmeister Hubert Reiter wünscht dem neuen Kollegen einen guten Start ins Berufsleben!

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    news-2332 Wed, 26 Aug 2020 09:25:16 +0200 Gemeinsam gegen den Borkenkäfer http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2332&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=583b14183ea6c0e0ae48e689ee6bd329 26. August 2020, Rothenkirchen - Die Waldbesitzer in Nordbayern stehen im dritten Jahr hintereinander im Kampf gegen den Borkenkäfer. Ein Sieg kann dabei nur gemeinsam gelingen. Und mit Unterstützung und Solidarität auch über die eigene Region hinaus. Aktuell freuen sich die Förster des Forstbetriebes Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten über viele helfende Hände aus ganz Bayern.

    Nirgendwo in Bayern ist gegenwärtig die Bedrohung der Wälder durch den Borkenkäfer greifbarer als im nördlichen Oberfranken. Zwei Hitzesommer hintereinander haben die Wälder derart geschwächt, dass die Schädlinge leichtes Spiel haben. Nur die schnelle Beseitigung der befallenen Bäume kann ihre weitere Ausbreitung stoppen - eine Arbeit für Profis. „Zum Glück haben wir eine schlagkräftige Mannschaft aus erfahrenen Forstwirten“, sagt Veronika Thiel, Revierleiterin des Forstreviers Klosterlangheim. „Und zusätzlich erleben wir eine große Solidarität unserer Kollegen aus ganz Bayern. Viele Forstbetriebe schicken uns jetzt Mitarbeiter, die dann sofort einsatzbereit sind.“

    Geholfen habe dabei, dass die Bayerischen Staatsforsten auch in den kommenden Wochen bayernweit nur wenig frisches Nadelholz einschlagen, um den Holzmarkt für alle Waldbesitzer zu entlasten und den Abfluss der Käferhölzer zu beschleunigen. „Gleichzeitig haben die Kollegen aufgrund der Niederschläge in diesem Jahr woanders deutlich geringere Probleme mit dem Käfer als wir.“ Selbst aus den Alpen kommt Unterstützung: Der Forstbetrieb Schliersee hat zwei Spezialisten geschickt, die sich mit anspruchsvoller Technik in unbekanntem Terrain auskennen. Die Forstwirte Richard Kröll und Sebastian Staber sind normalerweise in der „Forstinventur“, die im Staatswald alle zehn Jahre die wichtigsten Walddaten aufnimmt, beschäftigt. Dabei werden sie mit ihren digitalen Aufnahmegeräten in allen südbayerischen Forstbetrieben der Bayerischen Staatsforsten eingesetzt. „Da bekommt man viel von Bayern zu sehen“, sagt der gebürtige Tiroler Richard Kröll. Deshalb mache ihm gerade diese Arbeit großen Spaß. Mit dem aktuellen Einsatz in den Wäldern am Obermain können beide, die früher auch in den höchsten Gebirgslagen in der Lawinenverbauung tätig waren, ihren reichhaltigen Erfahrungsschatz jetzt noch einmal erweitern.

    Veronika Thiel setzt die Forstwirte nämlich gezielt zur „Käfersuche“ in ihrem Revier ein. Dabei müssen sie gefundenen frischen Befall über eine Spezial-App auf dem Handy erfassen, wobei neben der Lage des „Käfernestes“ und der Holzmenge gleich die effektivste Aufarbeitungsvariante festgelegt wird. Diese Daten gehen an die Revierleiterin, die sie unmittelbar an die Forstunternehmer mit Spezialmaschinen oder das eigene Aufarbeitungsteam weitergibt. „Damit wird die Technik immer speziell an den Einsatz angepasst, was viele gefährliche Situationen entschärft“, sagt Veronika Thiel. „Und man kann das notwendige Tempo bei der Aufarbeitung und Abfuhr der Schadhölzer aufrechterhalten.“ Nur so könne man die klar formulierte Botschaft der Bayerischen Staatsforsten „Wir geben keinen Quadratmeter auf“ umsetzen.

    Während ihrer Zeit im Forstrevier Klosterlangheim sind die zwei oberbayerischen Forstwirte in einer Pension in Oberlangheim untergebracht, lernen also nicht nur die fränkischen Wälder, sondern auch die fränkische Lebensart kennen. Ob sie den Einsatz fern der Heimat bedauern? „Überhaupt nicht“, sagt Sebastian Staber. „Wenn Not am Mann ist, helfen wir gerne.“  

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    news-2331 Wed, 26 Aug 2020 08:56:53 +0200 Bayern hilft dem Frankenwald bei der Borkenkäferbekämpfung http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2331&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5cfae99a1d5d968223ab0b82a4882362 BaySF-Kollegen und Forstunternehmer aus ganz Bayern zur Borkenkäferbekämpfung im Frankenwald

    25. August 2020, Nordhalben - Der Borkenkäferbefall im Frankenwald ist so gewaltig, dass alle heimischen Arbeitskräfte und Unternehmer nicht mehr ausreichen um den Wald vor weiteren Schäden zu schützen. Die Bayerischen Staatsforsten schicken deshalb Forstwirte aus allen Bereichen Bayerns hierher um den Kollegen zu helfen und eine sachgerechte Käferbekämpfung zu gewährleisten. Unterstützung kommt auch von Unternehmern, die mit ihren Waldarbeitern und Maschinen gegen den Borkenkäfer kämpfen.

    "Achtung - Baum fällt" hört man im Staatswald des Forstbetriebs Nordhalben zurzeit nicht nur in Fränkisch, sondern in vielen Dialekten. Im nächsten Augenblick stürzt wieder eine große Fichte krachend zu Boden, die vom Borkenkäfer befallen ist und jetzt möglichst schnell in ein Sägewerk oder auf einen Lagerplatz außerhalb des Waldes gebracht werden muss, damit sich der Borkenkäfer nicht weiter ausbreiten kann.

    Forstwirte aus Landsberg a. Lech, Kaisheim, Kehlheim und Fichtelberg sowie Forstwirtschaftsmeister Andreas Merz aus dem Spessart unterstützen zurzeit die Revierleiter und Forstwirte des Forstbetriebs Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten in den Landkreisen Hof, Kronach und Kulmbach bei der Arbeit zum Schutz des Waldes und des Rohstoffs Holz.

    Einem Hilferuf aus dem Frankenwald sind auch die jungen Forstwirte vom Forstbetrieb Kaisheim in Schwaben gefolgt. "So einen massiven Käferbefall haben wir noch nie erlebt" sind sich die Kollegen einig. "Wenn wir an einem Tag die vom Käfer befallenen Bäume gefällt und aufgearbeitet haben, stehen am nächsten Tag im selben Waldbestand fast schon wieder genauso viele neue". Unterstützung erfahren die südbayerischen Forstwirte durch einheimische Rücker, die mit ihren Forst-Spezialschleppern gefällte Bäume sofortbeiseite räumen und gefährliche Fällungen mit absichern. "Unser Null-Unfall Ziel gilt auch in schwierigen Zeiten" betont Revierleiterin Daphne Weihrich. "Wir versuchen die Borkenkäfer so schnell zu bekämpfen wie möglich. Über allem steht aber die Sicherheit der eingesetzten Kolleginnen und Kollegen sowie der Unternehmer. Und zum Glück wurde im Staatswald schon seit Jahrzehnten der Umbau hinzu Mischwäldern aus vielen verschiedenen Baumarten vorgenommen. Wo wir jetzt Käferfichten fällen müssen, stehen schon junge Tannen, Douglasien, Fichten, Buchen und Ahorn, die den neuen Wald zusammen mit Vogelbeere und Birke bunt und widerstandsfähiger machen und die Waldfunktionen erhalten werden".

    Die Forstwirte und Unternehmer aus ganz Bayern wohnen für jeweils mehrere Wochen in verschiedenen Gasthöfen in der Region und sorgen dort für gut gebuchte Zimmer. "Wir sind gut untergebracht und wurden bestens verpflegt" teilte Forstwirt Wolfgang Hörmann vom Forstbetrieb Kaisheim in Schwaben mit. "Und durch den freundlichen Empfang sowie die tolle Betreuung durch unsere Einsatzleiterin Daphne Weihrich wird uns die Zeit im Frankenwald immer in guter Erinnerung bleiben".Rd. 35.000 Festmeter vom Borkenkäfer befallene Fichte musste der Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten seit Anfang Juli einschlagen lassen. "Diese großen Holzmengen werden von unseren Sägewerken in der Region nicht mehrrechtzeitig gekauft und abgefahren. Wir müssen das Holz deshalb mit Lkw auch zu überregionalen Kunden transportieren. Die Nachfrage im Süden ist zum Glück noch so groß, dass wir baldmöglich auch mit Langzügen unseren Rohstoff auf der Schiene abtransportieren werden" erläutert Forstbetriebsleiter Fritz Maier, der sich bei allen Kollegen in Bayern und den zahlreichen Forstunternehmern für die Unterstützung bedankt.

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    news-2330 Mon, 24 Aug 2020 07:23:06 +0200 Wildes Grillen in Forchheim http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2330&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6872700003f77a3dd0d08fe2cf2b5b5f Forstbetrieb Forchheim zeigt zahlreiche Möglichkeiten Wildfleisch zu grillen.

    21. August 2020 - Forchheim - Die Jagd im Bayerischen Staatswald dient der Zukunftsvorsorge. Zum einen sind angepasste Rehwildbestände Grundvoraussetzung für die Begründung gemischter, klima-resilienter Wälder aus Eiche, Buche, Kirsche, Esskastanie, Douglasie, Tanne. Zum anderen kann die rasche Vermehrung der Wildschweine nur durch konsequente Bejagung begrenzt werden. Damit wird sowohl der derzeit großen Gefahr durch die Afrikanische Schweinepest begegnet als auch Schäden in der Landwirtschaft vermieden.

    Auf einer Fläche von ca. 14.000 ha wurden in der Regiejagd des Forstbetriebs im vergangenen Jagdjahr 1.149 Rehe und 562 Wildschweine von etwa 300 Jagderlaubnisscheinnehmern und Jagdgästen erlegt. Knapp 150 Rehe und 20 Wildschweine davon wurden am Forstbetrieb direkt vermarktet. Der Verkauf findet am Forstbetrieb, Karolinger Straße 28, 91301 Forchheim jeweils donnerstags statt von 13:30 - 16:00 Uhr.

    Die Vorzüge des küchenfertig vorbereiteten Wildfleischs werden von den Kundinnen und Kunden, die direkt am Forstbetrieb einkaufen, sehr geschätzt. Das Fleisch ist gesund, frei von Hormonen und Antibiotika, reich an Vitamin B, Eisen, Zink und Selen. Es ist fettarm, bekömmlich und leicht verdaulich, hat zudem viele ungesättigte Fettsäuren. Das Wild kommt direkt aus den Wäldern rund um Forchheim und Bamberg. Jedes Stück Fleisch kann dabei bis zum erlegten Tier nachverfolgt werden.

    Während der Weihnachtsbraten in den Wintermonaten stark nachgefragt ist, ist Wild als hervorragendes Grillfleisch noch wenig bekannt. Mit seinen präsentierten Variationen, Reh auf dem Grill zuzubereiten, machte Metzgermeister Marcus Bezold bei einer Grillvorführung vor Jägern und Gastronomen aus der Region am 21.08.2020 Lust auf mehr "wildes Grillen". Vor allem die Wildburger, die am Forstbetrieb neu in das Verkaufssortiment aufgenommen werden, wurden von der fachkundigen Jury mit dem Prädikat "klasse" ausgezeichnet.

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    news-2329 Fri, 21 Aug 2020 10:27:03 +0200 Weltwald: Spielplatz wegen Vandalismus vorübergehend gesperrt; Probleme mit dem Eichenprozessionsspinner http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2329&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d664438799a964ea3f298442aa044b72 20. August 2020, Freising – Der überaus beliebte Kletterturm im Amerika-Garten des Weltwalds muss vorübergehend gesperrt werden, da Unbekannte sieben Schutznetze in den Fenstern zerschnitten haben, welche zur Sicherheit für kleinere Kinder angebracht sind. Dies ist nicht nur gefährlich, sondern auch eine ärgerliche Situation, weil ein Ersatz nicht so schnell zur Verfügung steht. Damit die vielen Kinder, die den Weltwald besuchen, nicht bis zum Schulbeginn auf diese Spieleinrichtung verzichten müssen, versucht der Forstbetrieb die Sicherungsnetze provisorisch zu reparieren.

    Erstmalig sind im Weltwald auch Raupennester des Eichenprozessionsspinners aufgetaucht. Daher werden die Weltwaldbesucher ab sofort mit Schildern über die damit verbundenen Gefahren informiert. Eichenprozessionsspinnerhaare können allergische Hautreaktionen auslösen, die sich in starkem Juckreiz bemerkbar machen. In solchen Fällen wird der Besuch eines Arztes bzw. einer Ärztin empfohlen. Während die festgestellten Nester aktuell von den Bäumen entfernt und die Nesselhaare von den Bäumen abgesaugt werden, wird auch weiterhin intensivnach eventuellen weiteren Befallsherden gesucht, damit diese vernichtet werden.

    => Hier geht's zur Webseite des Weltwald Freising!

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    news-2328 Fri, 21 Aug 2020 08:12:58 +0200 Waldinventur am Forstbetrieb Kaisheim http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2328&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a221ed64b1236e4ba2fb5846cc3bead0 20. August 2020, Kaisheim - So wie in jeder Firma sind auch im Wald regelmäßig Inventuren notwendig. Diese wichtige und zeitintensive Arbeit wird in den Forstbetrieben der Bayerischen Staatsforsten alle 10 Jahre durchgeführt. Bäume lassen sich nicht so leicht inventarisieren wie z.B. der Warenbestand in einem Geschäft. Am Forstbetrieb Kaisheim ist es nun wieder soweit und ein externes Profiteam führt bereits die Außenaufnahmen durch. Die gesamten Arbeiten dauern rund eineinhalb Jahre.

    "Wegen der Vielzahl der aufzunehmenden Bäume wird die Aufnahme als Stichprobeninventur mit ca. 4.500 Probekreisen durchgeführt. In der Mitte eines Probekreises ist ein Magnet vergraben. Ansonsten deuten keine Markierungen etc. auf den Probekreis hin. Die Probekreise sind damit für den örtlichen Wirtschafter nicht erkennbar, um Manipulationen auszuschließen. Innerhalb dieser Probekreise werden jeweils alle Bäume erfasst, deren Höhe und Durchmesser aufgenommen sowie evtl. Schädigungen festgehalten. Zusätzlich werden auch naturschutzfachlich relevante Merkmale wie z.B. abgestorbene Bäume oder Höhlenbäume erfasst. Aus den gewonnenen Daten lassen sich der Holzvorrat und im Vergleich zur letzten Inventur auch der Zuwachs ableiten. Beide sind die wichtigsten Stellgrößen für die Bemessung des nachhaltigen Einschlags in der Folgeperiode." so der Inventurleiter Michael Schramm.

    Im nächsten Jahr erfolgt die waldbauliche Planung durch ein weiteres externes Team. Dieses stimmt sich für die waldbauliche Detailplanung mit den örtlichen Wirtschaftern ab. Damit fließt auch die örtliche Erfahrung in die Planung ein. Aus den Inventurergebnissen und der zusammengefassten Waldbauplanung ergibt sich letztlich der nachhaltigen Hiebsatz. Dieser gilt dann die nächsten 10 Jahre für den Forstbetrieb Kaisheim.

    Forstbetriebsleiter Helmut Weixler und sein Team erwarten mit Spannung die neuen Forsteinrichtungsergebnisse: "Die Auswirkungen des Klimawandels werden wohl deutlichen Einfluss auf unser künftiges Handeln haben. Hinsichtlich der neuen Einschlagswerte erwarte ich nur geringe Veränderungen, da wir trotz einiger Stürme sowie Insekten- und Pilzschäden in der laufenden Periode innerhalb unseres Hiebsatzes geblieben sind. Dieser war 2012 deutlich unter den Zuwachswerten unseres Betriebs festgelegt worden. Unsere Nutzungen lagen seither stets unter dem Zuwachs und waren daher nachhaltig. Der Grundsatz der nachhaltigen Nutzung gilt als eherner Grundsatz in der deutschen Forstwirtschaft seit über 300 Jahren. Den größten Einfluss auf unseren Nutzungssatz wird wohl die großflächige Ausweisung der Donauauen als nutzungsfreier Naturwald haben."

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    news-2327 Thu, 20 Aug 2020 16:00:43 +0200 Den Sommer in Franken genießen - es tut sich was am Baumwipfelpfad Steigerwald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2327&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9285c2a591576a2abec4be37ee73a3db 19. August 2020, Ebrach - Das neue Besucherkonzept ist gut umzusetzen! So die Erfahrungen der ersten Wochen nach Wiedereröffnung mit den erforderlichen Schutzmaßnahmen. Durch die einzigartige Bauweise und das großzügige Platzangebot auf dem Gelände des Baumwipfelpfades sind die Einschränkungen für die Besucher nur geringfügig. Oberste Priorität das Abstandsprinzip, das inzwischen alltäglich geworden ist, wird gut eingehalten.

    Der Besuch im Wald ist auch bei sommerlichen Temperaturen zu empfehlen. Der große Waldspielplatz wurde für die Saison mit Kiosk ausgestattet und auch mit einem neuen Spielgerät erweitert. Gerade größer Kinder können sich auf dem Klettersechseck austoben. Die coronabedigte Schließung des Streichelgeheges wird für eine Erweiterung und Neuausrichtung des Tiergeheges genutzt und es können bereits Sikawild - eine kleinere Hirschart - und bald auch Mufflons bestaunt werden.

    Die zweite Ferienhälfte hat noch ein paar Besonderheiten zu bieten: Den Sonnenuntergang auf dem Baumwipfelpfad kann man wieder am 21.8. genießen. Es ist bis 21.30 Uhr geöffnet. Die Falknereivorführung findet wieder am 23.8., 2.9. und 6.9. jeweils um 15 Uhr auf dem Turm des Pfades statt.
    Sogar das Waldkino kann am 28. und 29.8. stattfinden. Und wer den Sonnenaufgang erleben möchte, kann dies am 29.August. Bereits ab 6 Uhr ist der Pfad geöffnet!

    Nähere Infos finden Sie auf der Baumwipfelpfad-Website oder Facebook-Fanpage des Baumwipfelpfad Steigerwald!

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    news-2326 Thu, 20 Aug 2020 14:06:17 +0200 Baumfällungen entlang der gesperrten B12 http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2326&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c78dd0a9fe7b9a2f0c9633cc7b57d231 19. August 2020, Philippsreut - Seit 27. Juli ist die B12 für insgesamt 6 Wochen zwischen Heldengut und Philippsreut aufgrund von Baumaßnahmen gesperrt. Diese Zeit nutzte der Forstbetrieb Neureichenau der Bayerischen Staatsforsten aus um einen dringend notwendigen Verkehrssicherungshieb entlang der B12 durchzuführen. "Normalerweise können wir eine Bundesstraße kaum für Fällarbeiten über mehrere Wochen sperren lassen, die aktuelle Vollsperrung durch das staatliche Bauamt mussten wir daher zwingend ausnutzen" so der Stellvertretende Forstbetriebsleiter Korbinian Häuslschmid. Bei der Maßnahme wurden die Bäume mit erkennbaren Schäden und Faulstellen entfernt, da diese für den Verkehr ein Sicherheitsrisiko darstellen. "Wir müssen unsere Waldbestände entlang von Straßen oder Bahnlinien mit den zuständigen Stellen jedes Jahr kontrollieren und die nötige Sicherheit im Abstand einer Baumlänge wiederherstellen. Dazu sind alle Waldbesitzer verpflichtet, auch die Bayerischen Staatsforsten" erklärt Häuslschmid. Das bei der aktuellen Maßnahme angefallene Holz wird komplett über bestehende Verträge mit Sägewerken in der Region verkauft.

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    news-2325 Thu, 20 Aug 2020 13:58:50 +0200 Dieser Wald ist besonders http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2325&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=503eeeecfd8befdcf953bb800a850f90 Nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder im Forstbetrieb Fichtelberg bestätigt

    20. August 2020, Fichtelberg - Eine Überprüfung durch unabhängige Zertifizierer bestätigt dem Forstbetrieb Fichtelberg nachhaltige und vorbildliche Waldbewirtschaftung.

    Ein bisschen stolz ist Winfried Pfahler schon auf sein PEFC-Zertifikat. Denn es bescheinigt ihm als Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg und seinen Mitarbeitern, dass sie den ihnen anvertrauten Wald vorbildlich und nachhaltig bewirtschaften. Im Rahmen einer intensiven Vor-Ort-Prüfung machte sich Auditor Horst Gleißner mit seinen Kollegen ein umfassendes Bild vom Zustand des Staatswaldes im Westen und Süden des Fichtelgebirges. "PEFC" ist die Abkürzung für "Programme for the Endorsement of Forest Certification schemes" - auf gut deutsch: ein umfassender "Wald-TÜV".

    "Produkte, die das PEFC-Siegel tragen, geben dem Verbraucher die Gewissheit, dass das verwendete Holz aus einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung stammt", so Horst Gleißner, Prüfer der HW-Cert GmbH, einer unabhängigen Zertifizierungs­organisation.

    Kontrolliert werden deshalb nicht nur die Waldbesitzer. Im Rahmen einer Produktketten­zertifizierung werden auch z.B. Sägewerke und Schreinereien überprüft. Das PEFC-Logo findet sich mittlerweile auf unzähligen Erzeugnissen aus Holz, wie z.B. auf Brettern, Dielen, Kanthölzern. Aber auch auf Papiertaschentüchern oder sogar Kleidungstücken, die mit Viskosefasern aus Buchenholz hergestellt werden.

    In den Wäldern der Bayerischen Staatsforsten finden jährlich stichprobenartige Kontrollen für das PEFC-Zertifikat statt. Dieses Jahr war der Forstbetrieb Fichtelberg an der Reihe. Zwei Tage lang begutachtete das Prüferteam die Staatswälder des Forstbetriebs, kontrollierte zahlreiche Dokumente und Nachweise, befragte Förster und Unternehmer, um festzustellen, ob die vorgegebenen Standards des PEFC-Zertifikats eingehalten werden. Über 60 Einzelmerkmale wurden dabei vor Ort untersucht wie z.B. Arbeitssicherheit, Erhaltung der biologischen Vielfalt, Umweltschutz bei Unternehmereinsätzen, Erfüllung der Naturschutzbelange, Einhalten sozialer Standards. Besonders im Fokus stand die Frage, ob die Kriterien der Nachhaltigkeit beim forstlichen Handeln beachtet werden

    Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Nach der zwei tägigen Prüfung bescheinigte PEFC-Auditor Horst Gleißner dem Forstbetrieb Fichtelberg: "Dem Betrieb kann in allen Bereichen vorbildliche PEFC-Konformität bestätigt werden".

    Über dieses Ergebnis freut sich Betriebsleiter Winfried Pfahler sehr: "Es ist eine wunderbare Bestätigung unserer umfassenden und nachhaltigen Arbeit im Wald und eine super Auszeichnung für das hohe Engagement der gesamten Forstbetriebs­mannschaft sowie unserer Unternehmer".

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    news-2324 Wed, 19 Aug 2020 16:05:33 +0200 Vorsicht: Umfangreiche Schäden an Waldwegen am nördlichen Teisenberg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2324&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1c6004c86773a6535ee2bd414599437c

    19. August 2020, Berchtesgaden – Die Bayerischen Staatsforsten haben durch die Starkniederschläge vor zwei Wochen erhebliche Schäden hinnehmen müssen. Allein am Forstbetrieb Berchtesgaden müssen Waldwege für etwa 750.000 € wiederhergestellt werden. Bis alle Schäden beseitigt sind, werden Waldbesucher am nördlichen Teisenberg zwischen Aufham und Neukirchen dringend um Verständnis und vorsichtige Wegebenutzung gebeten. 

    Erst jetzt lassen sich die hohen Kosten, die der Starkregen am 04.08.2020 an den Waldwegen verursacht hat einigermaßen abschätzen, da zum Teil sehr aufwändige Hangsicherungen notwendig werden. Bis zu 250 Liter pro Quadratmeter sind am nördlichen Teisenberg innerhalb eines Tages vom Himmel gestürzt und haben auch im Staatswald zu Muren, Hangrutschungen und starker Erosion auf Forstwegen geführt. Vor allem die zahlreichen Mountainbiker, die am Teisenberg auf Waldwegen unterwegs sind, müssen sich der besonderen Gefahren bewusst sein, die mit den Wegeschäden verbunden sind. Auf vielen Wegen haben die Wassermassen scharfkantige Gräben in den Wegekörpern hinterlassen, die zu Stürzen führen können. Dort, wo talseitig die Böschung weggerutscht sind, besteht eine zusätzliche Absturzgefahr. 

    Da zahlreiche Muren auch Waldwege überschüttet haben, werden seit Tagen unermüdlich Schlamm und Geröll von den Wegen geräumt. Unverständlich, dass ein Baggerfahrer bei der Wiederherstellung der Waldwege von Radfahrern übel beschimpft wurde. „Bitte nähern Sie sich nicht unbemerkt einem Bagger oder anderen Baumaschinen im Einsatz“ warnt Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller, da sich die Geräte unversehens drehen können.

    Die Bayerischen Staatsforsten stellen ihr Wegenetz den Erholungssuchenden gerne zur Verfügung und wollen arbeitsbedingte Wegesperren möglichst vermeiden. Wichtig ist jedoch das Verständnis aller Wegenutzer, dass wenn einzelne Wege gesperrt sind, dies aus Gründen der Sicherheit auch respektiert werden muss. Um das Bewusstsein für die Gefahren zu schärfen, wurden und werden aktuell im Bereich des nördlichen Teisenbergs viele Warnschilder ausgebracht.

    Der Schaden von 0,75 Mio. € ist für den von Schneebrüchen stark gezeichneten Forstbetrieb Berchtesgaden und die seit 20 Monaten im Dauereinsatz befindlichen Förster sehr schmerzhaft. Umso mehr freut sich Müller über den ungeheuren Einsatz der Beschäftigten, „die durch ihren großartigen Einsatz im Dauerregen viel größere Schäden verhindert haben“.

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    news-2323 Wed, 19 Aug 2020 15:54:40 +0200 Duales Studium: Vom Lehrsaal in den Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2323&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d7680f972fd2dea68ef7437deb6cd33c

    Nachwuchsförsterin Christiane Arnold gehört seit dem vergangenen Jahr zu den ersten Studierenden die bei den Bayerischen Staatsforsten ein Duales Studium absolvieren, die Praxiserfahrungen sammelt sie dabei im Staatsforstbetrieb Schnaittenbach.

    19. August 2020, Hessenreuth - Schon während ihrer Schulzeit war für Christiane Arnold immer klar, dass sie Försterin werden will. Dieser Wunsch kam nicht von ungefähr: Mitten im Wald in der idyllischen Ortschaft Hessenreuth geboren hat sie ihren Vater von Kindesbeinen in den Wald begleitet, zum Wandern, zum Schwammerl suchen vor allem aber zum Holz machen. Der Vater und ein Onkel arbeiten zudem bei den Bayerischen Staatsforsten. Zudem verfestigten mehrere Praktika bei den Bayerischen Staatsforsten diesen Berufswunsch immer mehr.

    Nach Real- und Fachoberschule gab es dann 2018 nur eine Option ein Studium des „Forstingenieurwesens“ an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Hinter dem etwas sperrigen Namen verbirgt sich ein vielfältiges und praxisnahes Studium, das umfangreiche Zusammenhänge des Ökosystems Wald genauso vermittelt, wie dessen nachhaltige Bewirtschaftung. Um das gelernte Wissen mit der praktischen Arbeit im Wald besser zu verknüpfen, entschloss sich Forststudentin Arnold im zweiten Semester sich für das neu ins Leben gerufene Duale Studium der Bayerischen Staatsforsten zu bewerben. Das Staatsunternehmen führte 2019 das Duale Studium ein, um Studierenden ab dem dritten Semester deutlich mehr Praxisphasen zu ermöglichen, als im regulären Studium vorgesehen sind, und so die Staatsforsten in allen Facetten kennenzulernen. „Ziel des Dualen Studiums ist es dem forstlichen Nachwuchs einen umfassenden Einblick in unsere Arbeit für den Staatswald zu geben“ erklärt Philipp Bahnmüller, Leiter des Staatsforstbetrieb Schnaittenbach. „Denn gut ausgebildete und motivierte junge Försterinnen wie Frau Arnold sind entscheidend für die Zukunft unserer Wälder“.

    Christiane Arnold war eine von fünf Studierenden, die im Spätsommer 2019 als erste in das Duale Forststudium aufgenommen wurden. Nach einem Jahr Kombination von Theorie und Praxis zieht sie ein äußerst positives Zwischenfazit: „Meine Erwartung, zusätzliche praktische Erfahrungen außerhalb des regulären Studienbetriebes zu sammeln und mich so forstlich weiter zu entwickeln haben sich voll erfüllt“. Während den ersten Praxisphasen habe sie viele Einblicke erhalten und auch schon erste eigenverantwortlich Aufgaben übernommen, etwa die Planung von Pflanzarbeiten, das Vorbereiten eines Waldbestands für eine Holzerntemaßnahme und die Betreuung von Maschinen- und Waldarbeitereinsätzen. Neben der klassischen Forstwirtschaft zählt zu den Aufgaben einer Revierleiterin auch die Jagd. Denn nur durch angepasste Wildbestände können junge Bäume ohne Verbiss aufwachsen und so den stabilen Mischwald der Zukunft bilden. Frau Arnold freut sich immer wieder aufs Neue, dass sie aktiv an diesem Waldumbau mitarbeiten kann. Die Arbeit mit und im Wald ist nämlich eine generationenübergreifende Aufgabe. Sie wird hoffentlich eines Tages des Staffelstabs ihrer Vorgänger aufnehmen. Studentin Arnold ist jedenfalls sehr gespannt welche Aufgaben noch auf sie zukommen während ihres restlichen Studiums und hofft, dass sie weiterhin ihren Traum von der Försterin leben kann.

    Informationen zum Dualen Studium oder einer anderen Karriere bei den Bayerischen Staatsforsten finden Sie unter www.baysf.de/karriere

    Das mitversandte Bild können Sie kostenfrei verwenden. Bildautor ist „Bayerische Staatsforsten“.

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    news-2322 Wed, 19 Aug 2020 08:26:52 +0200 Über 60 Auszubildende absolvieren erfolgreich ihre Ausbildung bei den Bayerischen Staatsforsten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2322&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2975e65f0c9048a6a245bd3f822b150a

    Über 60 Auszubildende absolvieren erfolgreich ihre Ausbildung bei den Bayerischen Staatsforsten

    In diesem Sommer haben bei den Bayerischen Staatsforsten insgesamt 62 Auszubildende zum Forstwirt, zum Revierjäger und erstmals auch zum Kaufmann/zur Kauffrau für Büromanagement ihre Ausbildung erfolgreich beendet. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die Prüfungsergebnisse einheitlich Ende Juli 2020 bekannt gegeben.

    Die größte Gruppe der Absolventen stellen dabei die 52 frischgebackenen Forstwirte. „Wir haben den Auftrag, den Staatswald nachhaltig und vorbildlich zu bewirtschaften – das geht nicht ohne fundiert ausgebildetes Personal“, so Vorstandsvorsitzender Martin Neumeyer. Daher sollen bis zu 35 Forstwirte im Anschluss an die Ausbildung in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen werden. 

    Die Bayerischen Staatsforsten bilden mittlerweile an 23 Forstbetrieben für den Beruf „Forstwirt/in“ aus. Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet überwiegend am Heimatforstbetrieb statt. Zusätzlich besuchen die Auszubildenden überbetriebliche Lehrgänge an einem der beiden Stützpunkte des Forstlichen Bildungszentrums der Bayerischen Staatsforsten in Nürnberg oder Ruhpolding. Der Berufsschulunterricht findet an der Berufsschule in Neunburg vorm Wald statt.

    Dieses Jahr haben auch die Auszubildenden zum Revierjäger in Bayern ihre Abschlussprüfung abgelegt. Hier steht die Entscheidung zur Übernahme zwar noch aus, jedoch wurde mit vier Absolventen ein befristeter Arbeitsvertrag geschlossen.

    Die Bayerischen Staatsforsten bieten den Einstieg in die Revierjägerausbildung im zweijährigen Turnus an. In Bayern wird nur die auf zwei Jahre verkürzte Ausbildung angeboten. Daher müssen Bewerberinnen und Bewerber vor Beginn über eine abgeschlossene Ausbildung in einem anderen Beruf oder über (Fach-)Abitur verfügen. Ebenso wird der Besitz des Jagdscheins vorausgesetzt.

    2020 können die Bayerischen Staatsforsten zum ersten Mal auch fünf Kaufleuten für Büromanagement ihre Glückwünsche zur bestandenen Abschlussprüfung übermitteln. „Der demografische Wandel ist überall spürbar, auch an den Forstbetriebsbüros. Daher freuen wir uns, hier nun auch Nachwuchskräfte aus eigener Ausbildung einsetzen zu können“, freut sich Petra Bauer, Bereichsleiterin Personal.  

    2017 wurde diese Ausbildungsrichtung an fünf Forstbetrieben der Bayerischen Staatsforsten erstmalig angeboten. Interessentinnen und Interessanten können jedoch aus mittlerweile 11 Ausbildungsbetrieben in ganz Bayern auswählen und an diesen ihre Ausbildung absolvieren. Das Unternehmen bietet die Ausbildungsschwerpunkte „Kaufmännische Steuerung und Kontrolle“ sowie „Kaufmännische Abläufe in kleinen und mittleren Unternehmen“ an.

    Die Bayerischen Staatsforsten gratulieren allen frischgebackenen Forstwirten, Revierjägern und Kaufleuten für Büromanagement und wünschen Ihnen einen guten Start ins Berufsleben!

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    news-2321 Wed, 19 Aug 2020 08:23:04 +0200 Nachwuchs für die Forstwirtschaft http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2321&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8cc9ac1711a65e140c38db43c6a09f15 Forstwirt-Azubi aus Fichtelberg erhalten glänzende Abschlusszeugnisse

    19. August 2020, Fichtelberg - Für drei naturverbundene junge Männer geht ein langjähriger Traum in Erfüllung: als frischgebackene Forstwirte erhielten sie am Forstbetrieb Fichtelberg ihre Abschlusszeugnisse. Wegen ihrer sehr guten Ergebnisse bei der Prüfung wurde ihnen zugleich ein unbefristeter Arbeitsvertrag bei den Bayerischen Staatsforsten angeboten.

    Michael Meyer aus Gefrees, Jonas Pleßgott aus Kirchenthumbach und Ulli Stöhr aus Bayreuth haben gut lachen. Nach ihrer dreijährigen Ausbildung am Forstbetrieb Fichtelberg legten sie dieser Tage höchst erfolgreich ihre Abschlussprüfung als Forstwirt ab. Wegen der aktuellen Corona-Situation verzichtete die Prüfungs­kommission auf eine formelle Freisprechungsfeier am Ausbildungszentrum in Kelheim. Stattdessen konnte Winfried Pfahler, Leiter des Heimatforstbetriebs der drei Jungforstwirte, die Abschlusszeugnisse und die Prüfungsurkunde überreichen. Alle drei haben hervorragend abgeschnitten und bekommen nun einen unbefristeten Arbeitsplatz bei den Bayerischen Staatsforsten angeboten.

    "Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung als frischgebackene Forstwirte" bekräftigte Winfried Pfahler. "Denn junge Menschen sind unsere Zukunft. Und für die nachhaltige und vorbildliche Bewirtschaftung unserer Wälder brauchen wir auch weiterhin gut ausgebildete Mitarbeiter."

    Für den Beruf "Forstwirt/in" bilden die Bayerischen Staatsforsten an 23 Forstbetrieben aus. Und eben auch am Standort in Fichtelberg. Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet überwiegend am Heimatforstbetrieb statt. Zusätzlich besuchen die Auszubildenden in dieser Zeit überbetriebliche Lehrgänge an den Stützpunkten des Forstlichen Bildungszentrums der Bayerischen Staatsforsten in Nürnberg oder Ruhpolding. Der Berufsschulunterricht findet an der Berufsschule in Neunburg vorm Wald statt.

    "Auch im kommenden Jahr werden wir wieder Ausbildungsplätze für zukünftige Forstwirte anbieten" verspricht Winfried Pfahler. "Die ersten Interessenten haben sich schon bei uns gemeldet."

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    news-2320 Mon, 17 Aug 2020 12:44:44 +0200 FÖJ-lerin Ina Hohle stellt ihr Projekt „Baumarten für den Klimawald“ vor http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2320&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c2a34bdf564e70481b8c09a0805bb891

    Der Klimawandel und wie Waldbesitzer darauf reagiert müssen, ist ein hochaktuelles Thema. Dazu hat Frau Ina Hohle bei Mutzenroth im Landkreis Schweinfurt den Themenpfad „Baumarten für den Klimawald“ angelegt. Von einem Seil geführt findet der Waldbesucher auf dem 300 Meter langen Themenpfad Informationstafeln über 12 heimischen Baumarten. Dass an dem 10 Hektar große Waldort so viele Baumarten vorkommen ist der Weitsicht früherer Förster und Waldarbeiter zu verdanken. Frau Hohle hat ein Jahr lang ein freiwilliges ökologisches Jahr am Forstbetrieb Ebrach absolviert. 

    „Mit dem Themenpfad möchte ich den Waldbesucher zum Nachdenken anregen“, so Frau Hohle. Das Thema Klimawandel habe sie das ganze Jahr über beschäftigt. Gleich am Beginn ihres FÖJ-Jahres habe sie Erhebungen über Blattverluste in Wäldern des Forstbetriebs Ebrach durchgeführt. Die vorjährige Trockenheit hat insbesondere die Buche stark geschädigt. Die Idee zu dem Projekt habe ihr Regina Bertram, die zuständige Revierleiterin vermittelt. „Das Projekt vorzubereiten und umzusetzen, war für mich eine tolle Erfahrung“, ergänzt Hohle, die sich inzwischen für ein Studium der Forstwirtschaft entschieden hat.

    Der Themenweg befindet sich in der Waldabteilung Klingentännig zwischen Mutzenroth und der Klinik am Steigerwald, gleich hinter dem Informationspavillon. „Die Waldbesucher gehen meist achtlos daran vorbei, meinte der Forstbetriebsleiter Ulrich Mergner anlässlich der Eröffnung. Es sei jedoch ein ganz besonderer Wald. Frau Bertram weiß, das vor über 50 Jahren dieser „Musterwald“ begründet wurde. „Eine sehr weitsichtige Maßnahme“, freut sich die Revierleiterin. Es sei ein Mischwald mit unterschiedlichsten Baumarten. Es könne davon ausgegangen werden, dass ein Teil davon kann auch Zeiten des Klimawandels überleben.

    Der Themenpfad beginnt am Informationspavillon, ca. 850 m westlich von Mutzenroth (Gemeinde Oberschwarzach, Landkreis Schweinfurt). Der Waldbesucher bewegt sich auf dem natürlichen Waldboden, lediglich die Bodenvegetation wurde zurückgeschnitten. 

     

    Forstbetrieb bietet seit 15 Jahren eine FÖJ-Stelle

    Jedes Jahr kommen junge Menschen an den Forstbetrieb Ebrach, um ein freiwilliges ökologisches Jahr (FÖJ) zu absolvieren. Seit 2006 finanzieren die Bayerischen Staatsforsten dafür eine Stelle in Kooperation mit der Jugendorganisation des BUND Naturschutzes Bayern (JBN).

    Mit der FÖJ-Stelle wird dem Schwerpunkt des Forstbetriebs beim Waldnaturschutz Rechnung getragen. Insbesondere die Vereinbarung von Schutz der Artenvielfalt und Nutzung des wertvollen Rohstoffes Holz stellt eine besondere personelle Herausforderung dar. „Da sind uns unsere jungen FÖJ-ler eine wertvolle Unterstützung“, informiert Mergner. Beispielsweise markierten diese Biotopbäume, damit diese nicht versehentlich gefällt werden. Sie unterstützen wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet des Waldnaturschutzes. Sie kümmern sich um das spezielle Arten-Monitoring wie die Erfassung von Stachelbartpilzen. Aber auch forstbetriebliche Arbeiten wie Pflanzen oder Pflegen und natürlich die waldgerechte Jagd zum Schutze der jungen Waldbäume und einer artenreichen Bodenvegetation sind Teil ihres Aufgabenspektrums.

    Der Einsatz der FÖJ-MitarbeiterInnen dauert vom 1. September bis zum 31. August eines jeden Jahres. Die FÖJ-Stelle am Forstbetrieb ist sehr vielseitig und deshalb außerordentlich begehrt. Insbesondere junge Menschen, die sich für „Grüne Berufe“ interessieren, sehen das FÖJ-Jahr als Orientierungsphase. An Bewerbern mangele es deshalb nicht, freut sich der Forstbetriebsleiter. Auch für das kommende Jahr sei die Stelle bereits vergeben.

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    news-2319 Mon, 17 Aug 2020 12:01:22 +0200 Wegepflege im Eschacher Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2319&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a3acd430f80e21975fd6dc490ab4ec20 14.08.2020, Eschach – Wer momentan im Eschacher Wald zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, dem fallen am Wegesrand frisch ausgehobene Gräben und ein großer Bagger auf. Zugeschwemmte Wasserabläufe und Durchlässe werden von Ablagerungen befreit. „Im Einsatz ist die Forsttechnik der Bayerischen Staatsforsten“, weiß Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting.

    Verantwortlich für die Arbeiten an den Forstwegen ist Revierleiter Simon Lipp. Er berichtet von Starkregenereignissen zwischen den Hitzeperioden der letzten Wochen. „Bis zu 70 Liter pro Quadratmeter fielen innerhalb einer Nacht vom Himmel. Da wundert es einen nicht, wenn Durchlässe und Gräben zu gespült werden.“

    Verstopfte Durchlässe führen dazu, dass sich das Wasser einen anderen Weg bahnt. Zuerst bilden sich kleinere Rinnsale, häufig direkt über den Forstweg. Diese werden im Laufe der Zeit immer größer und tiefer, bis sogar teilweise die Fahrbahn weggespült wird. Revierleiter Simon Lipp erläutert dazu: „Wir müssen das angeschwemmte Material so schnell wie möglich entfernen und die Durchlässe reinigen, um einen Wasserabfluss zu gewährleisten. Sonst können sich Gefahren für Erholungssuchende ergeben.“ Am Vortag noch ohne Beschädigung, kann nach Starkregen schon am Tag darauf ein Riss im Weg klaffen. Unvorhersehbar für Mountainbiker und Wanderer.

    Um die Gräben frei zu räumen, wird ein Grabenbagger mit einer besonders geformten Schaufel eingesetzt. Diese spezielle Schaufel passt sich dem Wegekörper perfekt an. Ohne viel Material vom Weg selber abzutragen, kann die Schaufel die Gräben Meter für Meter frei räumen. „Trotzdem braucht der Fahrer des Grabenbaggers viel Gefühl und Übung im Umgang mit der großen Maschine, dafür benötigt man Profis. Gut, dass wir bei den Bayerischen Staatsforsten unsere eigene Forsttechnik in Anspruch nehmen können. Dort arbeitet sehr gut ausgebildetes Personal, das diese Herausforderungen einwandfrei meistert“, erläutert Forstbetriebsleiter Jann Oetting.

    Nach vier Tagen und circa sieben Kilometern frisch gepflegten Wegen, zieht der Grabenbagger wieder weiter aus dem Eschacher Wald. Andere Reviere warten auch schon auf die spezielle Maschine.  

    Eine kleine Besonderheit zum Schluss: Die von Bewuchs freigeräumten und frisch angeschnittenen Böschungen sind besonders bei Wildbienen beliebt. Dort lassen sich optimale Brutröhren anlegen. „Als Nebeneffekt zur Wegepflege ein kleiner Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt!“, freut sich Revierleiter Simon Lipp.

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    news-2318 Mon, 17 Aug 2020 10:34:50 +0200 Die Extreme des Klimawandels im Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2318&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9246de4fa1462d9b6f94a4f82bc6ea78

    Vier Wochen im Frankenwald und danach Berchtesgaden. Das hört sich nach einem perfekten Sommer an. Wenn man dabei nicht gerade an den Brennpunkten des Klimawandels im Wald arbeiten muss. Vier Forstarbeiter aus Oberbayern haben jetzt die aktuellen Extreme im Einsatz kennengelernt.

    Im Frankenwald grassiert der Borkenkäfer. Das dritte Trockenjahr nacheinander hat den Wald derart geschwächt, dass ihm auch in diesem Sommer wieder eine Massenvermehrung gelingt. „Wir geben im Staatswald keinen Quadratmeter auf. Das ist ein echter Wettlauf mit der Zeit“, sagt Peter Hagemann vom Forstbetrieb Rothenkirchen. Denn sei ein Baum einmal befallen, zähle jeder Tag bis zum Ausflug der nächsten Borkenkäfergeneration. „Das ist ein Kampf an allen Fronten, der nur mit massivem Einsatz zu gewinnen ist.“ Deshalb hat der Forstbetrieb innerhalb der Bayerischen Staatsforsten um Unterstützung gebeten, die mit Forstwirtrotten und Forstunternehmern aus ganz Bayern schnell eingetroffen ist. Entsprechend ihrer Erfahrung seien die Kollegen dann eingesetzt worden, sagt Hagemann. „Dabei konnten wir die Berchtesgadener in die steilsten Lagen des Frankenwaldes schicken.“

    „Die Berchtesgadener“, das sind: Vorarbeiter Peter Stadler mit seinen Rottenkollegen Georg Kamml und Richard Partholl und der Holzrücker Sebastian Weber mit seinem schweren Spezialschlepper. Die vier sind ein eingespieltes Team, das die Käferbäume nach Frankenwaldart unschädlich machen kann: Gefällt mit der Motorsäge im Steilhang, wird der Baum komplett an die Forststraße gezogen, wo er weiter in Verkaufssorten und Kronenmaterial aufgearbeitet wird. Das Nutzholz wird schnell abtransportiert, alles Restmaterial wird umgehend maschinell gehackt. Eine Prozesskette, die die Forstwirte aus ihrer Heimat genau kennen. „Überhaupt sind die Verhältnisse hier ganz ähnlich wie bei uns“, sagt Georg Kamml. Kürzer seien die Frankenwaldhänge, aber genauso steil wie in den Alpen. Auch aus Sicht der Arbeitssicherheit konnte Revierleiter Alexander Schmitt das Team deshalb guten Gewissens auch mit einem zusätzlichen Spezialauftrag im Revier Wilhelmsthal einsetzen: Um den Radweg nach Gifting bauen zu können, mussten starke Bäume im Steilhang gefällt und dann möglichst schnell beseitigt werden. Nur so konnte die Straße, die dafür immer wieder gesperrt werden musste, überhaupt befahrbar gehalten werden. Eine gefährliche und hochkonzentrierte Arbeit, bei der auch die Zusammenarbeit mit dem heimischen Holzrücker Thomas Stark aus Tschirn perfekt geklappt hat. Alexander Schmitt: „Das sind einfach echte Profis bei der Waldarbeit. Da kann sich einer auf den anderen verlassen.“

    Inzwischen sind die Berchtesgadener Forstwirte wieder zurück im heimischen Forstrevier Aufham nahe der Grenze nach Salzburg. Hier hat der Klimawandel Ende Juli mit sintflutartigen Regenfällen sein anderes Gesicht gezeigt. „150 Liter innerhalb von 24 Stunden“, berichtet Peter Stadler am Telefon. Das ist etwa die Niederschlagsmenge, die es jeweils in den letzten beiden Jahren von April bis Juni im oberen Frankenwald gegeben hat. Ganze Forstwege seien abgerutscht und man brauche jede Hand, um der Katastrophe Herr zu werden, so Stadler. „Und es regnet weiter.“

    Der Wald kommt einfach nicht zur Ruhe und genauso die Menschen, die für ihn Sorge tragen. Und trotz Borkenkäfer, Trockenschäden und Erdrutschen wird weitergekämpft. Denn es gilt ja auch, den Wald als Urlaubs- und Erholungsort zu sichern. Und da braucht sich der Frankenwald anscheinend nicht zu verstecken, wie ein Lob aus dem Fremdenverkehrsschwerpunkt Berchtesgaden und damit aus berufenem Munde zeigt: „Wir haben uns bei Euch sehr wohl gefühlt“, sagt Georg Kamml. „Im Frankenwald könnte ich jederzeit Urlaub machen.“

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    news-2317 Tue, 11 Aug 2020 15:52:13 +0200 Waldbewirtschaftung zertifiziert http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2317&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6ee466b03cd8386f2cd77056f2f2d781 11.08.2020, Sonthofen – PEFC bestätigt nachhaltige und vorbildliche Waldbewirtschaftung am Forstbetrieb Sonthofen. Im Rahmen einer zweitägigen Prüfung vor Ort machte sich Auditor Wilfried Stech ein Bild von der naturnahen Waldpflege des Staatsforstbetriebs Sonthofen.

    Jedes Jahr finden in den Wäldern der Bayerischen Staatsforsten vor Ort Audits für das PEFC-Zertifikat statt. Dieses Jahr wurde der Forstbetrieb Sonthofen auditiert. Die renommierten Zertifizierer nehmen dabei den Wald und die Bewirtschaftung genau unter die Lupe und prüfen besonders, ob die Nachhaltigkeitskriterien beachtet werden.

    „PEFC“ ist die Abkürzung für einen echten, englischen Zungenbrecher: Programm for the Endorsement of Forest Certification schemes. Auf Deutsch kann man es gut mit dem Begriff „Wald-TÜV“ umschreiben. „Produkte mit dem PEFC-Siegel geben dem Verbraucher die Gewissheit, dass die eingesetzten Rohstoffe aus einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung stammen“ so Wilfried Stech, PEFC-Auditor der HW-Zert GmbH (www.hw-zert.de). Zwei Tage lang hat er die Staatswälder des Forstbetriebs Sonthofen begutachtet, zahlreiche Dokumente und Nachweise kontrolliert, um sicherzustellen, dass die vorgegebenen Standards und Grundsätze des Zertifikates eingehalten werden.

     „Das Ziel unserer Arbeit ist es, bei einer integrativen Vorgehensweise die ökologischen, ökonomischen und sozialen Ansprüche an den Wald bestmöglich zu erfüllen. Dabei wollen wir sicherstellen, dass alle Belange durch unsere Mitarbeiter angemessen berücksichtigt werden“, so Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting. „Und die Ansprüche an den Wald und die Forstwirtschaft, insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel, werden immer größer und vielfältiger! Herr Stech legt dabei durchaus die Finger in die Wunde und zeigt z.B. Verbesserungspotentiale auf“, so Oetting weiter. „So ist eine der wesentlichen Anmerkungen des Auditors: Wir müssen weiterhin auf angepasste Wildbestände hinwirken, bei denen die Waldverjüngung und der Waldumbau funktioniert.“

    Ein unabhängiger Prüfer, so wie es die PEFC-Auditoren sind, unterstreicht den Anspruch der Bayerischen Staatsforsten, ihre nachhaltige Waldbewirtschaftung transparent darzustellen. Neben den gesetzlichen Vorgaben werden auch die drüber hinausgehenden strengen Standards und Grundsätze der PEFC-Zertifizierung eingehalten.

    Im Rahmen einer Produktkettenzertifizierung werden aber auch z.B. holzverarbeitende Betriebe (Sägewerke, Schreinereien usw.) kontrolliert. Das PEFC-Logo kommt mittlerweile auf sehr viele Erzeugnisse, wie z.B. Dielen, Kanthölzer, aber auch Papiertaschentücher oder sogar Kleidungstücke, die aus Viskosefasern aus Buchenholz hergestellt werden. Weltweit sind bereits mehr als 300 Millionen Hektar Wald, deutschlandweit rd. 7,3 Mio. Hektar nach PEFC zertifiziert. Das sind immerhin ca. zwei Drittel unseres Waldes. PEFC ist die größte Institution zur Sicherstellung und Vermarktung nachhaltiger Waldbewirtschaftung durch ein unabhängiges Zertifizierungssystem.

    Über 60 Einzelmerkmale wie z.B. Kriterien der Arbeitssicherheit, der Erhaltung der biologischen Vielfalt und der Schutzfunktion der Wälder wurden am Forstbetrieb Sonthofen überprüft. Das Ergebnis war für den Forstbetrieb Sonthofen sehr gut: Alle PEFC-Kriterien wurden umgesetzt sowie entsprechend sauber dokumentiert. Auditor Stech bestätigt: „Die Waldbewirtschaftung durch die Bayerischen Staatsforsten erfolgt vorbildlich und nachhaltig!“ und Forstbetriebsleiter Oetting freut sich: „Ich wusste immer schon, bei meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist der Staatswald in besten Händen! Und jetzt haben wir es wieder schriftlich bestätigt bekommen.“

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    news-2316 Mon, 10 Aug 2020 13:03:02 +0200 Vorstand überreicht Abschlusszeugnisse http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2316&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b3f45f2b722b1deddb510883abf431bc Vorstand überreicht Abschlusszeugnisse an Auszubildende am Forstbetrieb Ebrach

    10. August, Ebrach - Anlässlich eines Betriebsbesuchs am Forstbetrieb Ebrach hat Vorstand Reinhardt Neft stellvertretend für alle 55 Auszubildende der Bayerischen Staatsforsten die Abschlusszeugnisse an vier Absolventen überreicht. Besonders hervorgehoben hat Neft die Leistung von Simon Schwesinger, der unter den 108 Prüflingen einen hervorragenden 3. Platz erreicht hatte. Auch die drei weiteren erfolgreichen Absolventen, Florian Obergruber, Niko Molitor und Christoph Bauer platzierten sich im vorderen Drittel.

    Der Forstbetrieb hatte heuer fünf Absolventen ins Rennen geschickt. Vier davon waren erfolgreich.

    Vorstand Neft beglückwünschte die vier jungen Forstwirte und informierte generell über die Personalentwicklung auf dem Sektor der Waldarbeit. Als größter Ausbildungsbetrieb in Deutschland bildeten die Bayerischen Staatsforsten an 23 Standorten jährlich ca. 180 Azubi aus. Jedes Jahr werden ca. 60 Azubi eingestellt. "Die Nachfrage nach diesen Ausbildungsplätzen ist ungebrochen, was für die Qualität der Forstwirtsausbildung spräche", so Neft. Von den erfolgreichen Absolventen werden 25 - 35 als Forstwirte übernommen.

    Forstbetriebsleiter Mergner bedankte sich bei den Ausbildern, Forstwirtschaftsmeister Michael Wolf und Forstwirt Frank Binder. Unterstützt von weiteren Hilfsausbildern hatten die beiden die Hauptlast bei der Vorbereitung der heuer außergewöhnlich großen Zahl an Absolventen getragen. Fünf Azubi auf die Prüfung vorzubereiten stellte eine besondere Herausforderung dar. Von den vier Azubi wurden zwei für die Kollegialbetriebe Arnstein und Forchheim ausgebildet. Der Forstbetrieb Ebrach selbst hat ebenfalls Bedarf an zwei Neueinstellungen. Einer der Absolventen wird ein Forststudium aufnehmen.

    FWM Wolf gab einen kurzen Rückblick auf die letzten Jahre. Seit Gründung der Bayerischen Staatsforsten habe der Forstbetrieb Ebrach 32 Azubi ausgebildet. Forstwirtschaftsmeister Wolf sieht in der Ausbildung eine besonders befriedigende Aufgabe. "Es ist immer eine Freude, die Entwicklung vom schüchternen Schulabsolvent zum gestandenen Waldarbeiter mit zu begleiten", so Wolf.

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    news-2315 Fri, 07 Aug 2020 07:43:57 +0200 Neue Fledermausheimat in altem Bunker http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2315&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1501a90d4dfe2d0451df9a6ca373cbfb Bayerischen Staatsforsten bauen ehemaligen Bundeswehrbunker zu Fledermausquartier um.

    07. August 2020, Schnaittenbach - Der Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten hat im zum Staatswaldrevier Sulzbach gehörenden Beselberg zwei ehemalige Munitionsbunker der Bundeswehr in ein attraktives Fledermausquartier umgebaut. Das Fledermaus-Projekt wurde im Rahmen der besonderen Gemeinwohlleistungen vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Amberg gefördert.

    Die beiden oben auf dem Beselberg nebeneinander gelegenen Bunker stammen noch aus Zeiten des Kalten Kriegs, werden schon seit längerem nicht mehr bestimmungsgemäß verwendet und sind daher ungenutzt. Da die Bunker ein ideales Wohnhabitat sind, haben sich seit einiger Zeit schon Fledermäuse dort einquartiert. Denn die Bunker sind aufgrund ihrer Lage im Erdreich frostfrei und eignen sich daher idealerweise als Winterquartiere für Fledermäuse.

    Die unter Denkmalschutz stehenden Bunker wurden aber immer wieder aufgebrochen und begangenen. Die dadurch verursachten Störungen können gerade im Winter gefährlich für diese besonderen Säugetiere sein, da sie so ihre Energiereserven schneller aufbrauchen. Aus diesem Grund hat sich der Förster des Staatswaldreviers Sulzbach, Julian Sauter, zusammen mit Rudolf Leitl, Gebietsbetreuer beim Landschaftspflegeverband Amberg-Sulzbach e. V., Gedanken gemacht, wie dort die Situation für die Fledermäuse verbessert werden kann. An den Deckenkanten wurden spezielle Spaltenquartiere angebracht, um den Fledermäusen sichere Verstecke für ihren Winterschlaf anzubieten. Um Störungen zukünftig auszuschließen wurde der Zugang bis auf eine schmale Öffnung mit massiven Steinen kurzerhand zugemauert. Über den verbliebenen Einflugbereich können nun nur noch Fledermäuse ein- und ausfliegen. Ansonsten blieb das Denkmal unangetastet.

    Der Beselberg ist gekennzeichnet durch einen von Buchen dominierten Mischwald mit alten und kräftigen Bäumen und vielen jungen Baumarten die unter dem bestehenden Wald bereits heranwachsen, um die nächste Waldgeneration zu bilden. Ökologisch wertvoll machen den Wald zudem tote noch stehende und liegende Baumstämme die einen idealen Lebensraum für Fledermäuse, aber auch Schwarzspecht, Kolkrabe und Uhu bilden.

    "Den Schutz der seltenen Tierarten liegt mir besonders am Herzen und ist Teil der vorbildlichen Waldwirtschaft wie sie bei den Staatsforsten im Forstbetrieb Schnaittenbach praktiziert wird. Mit dem Umbau des Bunkers zu solch einem Artenschutzprojekt leisten wir mit relativ wenig Mitteln viel für die Fledermaus", freut sich der zuständige Revierleiter Julian Sauter.

    Was sich die der Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten in Sachen Wald- und Artenschutz auf die Fahnen geschrieben hat, kann jedermann im Regionalen Naturschutzkonzepts des Forstbetriebs nachlesen. In diesem werden konkrete Handlungen und Maßnahmen für den Waldnaturschutz im Staatswald herausgearbeitet und ähnlich wie beim Fledermausbunker Stück für Stück umgesetzt. Mehr zum Naturschutz finden Sie im regionalen Naturschutzkonzept auf der Homepage des Forstbetriebs Schnaittenbach.

    Die mitversandten Bilder Grafik können Sie kostenfrei verwenden. Bildautor ist "JulianSauter/BaySF". Bildunterschrift "Löcher bohren": Harte Arbeit ist das Anbringen der künstlichen Quartiere an die massiven Wände der ehemaligen Bunker. Bildunterschrift "Spaltenquartier": Gebietsbetreuer Rudolf Leitl zeigt ein typisches Spaltenquartier in dem Fledermäuse kopfüber hängen und schlafen können. Bildunterschrift "Zumauern": Um Störungen zukünftig auszuschließen wurde der Zugang bis auf eine schmale Öffnung mit massiven Steinen zugemauert.

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    news-2314 Fri, 07 Aug 2020 07:29:49 +0200 Eixelberg: Wegebaumaßnahme für den Klimawald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2314&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0bb22c50c81ad1a2d8a75dadaabcca3e Im Nord- und Nordosten des Eixelbergs bauen die Bayerischen Staatsforsten neue Erdwege und bessern bestehende aus, um Waldpflegemaßnahmen durchzuführen. Durch die Arbeiten sind daher von Mitte August bis Mitte September die Wander- und Walkingwege nur eingeschränkt begehbar.

    07. August 2020, Pfreimd - Voraussichtlich ab dem 17. August ist der nordöstliche Teil des Eixelbergs vom Parkplatz in Richtung Teophilusbrunnen komplett gesperrt. Bis Mitte September werden im Nord- und Nordosten des Bergs mit Waldarbeitern, Harvester und Bagger einzelne Wege ausgebaut und im stellenweise steilen Gelände notwendige neue Erdwege angelegt.

    Die letzten Trockenjahre haben vor allem den Fichten am Eixelberg stark zugesetzt und der Borkenkäfer hatte leichtes Spiel. Die neu angelegten Wege sollen die Zugänglichkeit zu den geschädigten Bäumen erleichtern und den Abtransport beschleunigen, bevor der Schädling weitere Bäume befällt. So sollen so viele Fichten wie möglich erhalten bleiben. Aber auch für spätere Waldpflege- und Holzerntemaßnahmen über der bereits gewachsenen nächsten Waldgeneration aus Buche, Douglasie und Eiche sind die Erdwege wichtig und vermeiden zukünftig Schäden an den jungen Bäumen.

    Der Waldumbau am Eixelberg ist in vollem Gange. Ganz natürlich wachsen vor allem in dem durch letztjährige Holzernte aufgelockerten Südteil großflächig junge Buchen, Tannen, Eichen, Linden und andere Laubhölzer nach. Zusätzlich wurden im vergangenen Frühjahr 2.500 trockenstress-resistente Douglasien eingebracht. Zu welch außergewöhnlicher Größe diese Baumart wachsen kann, zeigen die beiden Altdouglasien südlich der Eixelbergkirche. Mit über einem Meter Durchmesser auf Brusthöhe und einer Höhe von über 45 Metern sind sie von weitem sichtbar. Diese nachwachsenden jungen Bäume sollen den zukünftigen stabilen Mischwald formen und müssen daher gefördert werden.

    Bei einem vor Ort Termin in der vergangenen Woche stellten der Leiter des Forstbetriebs Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten, Philipp Bahnmüller, zusammen mit dem zuständigen Förster Simon Schmidt dem Pfreimder Bürgermeister Richard Tischler sowie Josef Hösl und Robert Reil vom OWV Pfreimd die geplante Wegebaumaßnahme am Eixelberg vor. Dabei wurde vereinbart, Rücksicht auf die bestehenden Wanderwege zu nehmen und nach Ende des Einsatzes die neuen Wege in das Wanderwegenetz zu integrieren und mögliche Schäden zu beseitigen. Gemeinsam bitten Sie die Pfreimder Bürger um Verständnis für die durch die Arbeit entstehenden Behinderungen.

     

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    news-2313 Wed, 05 Aug 2020 06:50:26 +0200 Gamswildzählung am Staatsforstbetrieb Berchtesgaden http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2313&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=67dd585064022e9e94f5ef145f1135c6 04. August 2020, Berchtesgaden - Die Bayerischen Staatsforsten haben mit einem langfristig angelegten Gamswild-Monitoring im Blockzählverfahren begonnen. Zum ersten Mal fand am gesamten Forstbetrieb Berchtesgaden eine standardisierte Gamswildzählung statt. Frühmorgens zwischen 5:00 Uhr und 07:30 Uhr zählte das Team des Forstbetriebes begleitet von kompetenten Gästen insgesamt 167 Gämsen.

    Der erste Testlauf des Zählverfahrens war ein voller Erfolg. Erfahrene Berufsjäger und Förster des Forstbetriebs Berchtesgaden begaben sich bei bestem Wetter an die 15 vorausgewählten Beobachtungsstellen, von denen aus die Gamslebensräume am besten einsehbar sind. Gemeinsam mit geladenen Gästen der zuständigen Jagdbehörden aus Traunstein und Bad Reichenhall sowie Vertretern des Bayerischen Jagdverbands wurde das Gelände ab Beginn der Morgendämmerung mit dem Fernglas oder Spektiv nach Gamswild abgesucht. Jedes entdeckte Stück wurde in ein standardisiertes Zählblatt eingetragen.

    Ziel der Zählung ist nicht die Höhe des Gamsbestandes zu erfassen, sondern mögliche Veränderungen in der Population als Trend besser erkennbar zu machen. Das Blockzählverfahren erlaubt lediglich den Einblick in einen kleinen Teil des gesamten Gamslebensraums. Und selbst in den einsehbaren Flächen können unmöglich alle vorhandenen Gämsen gezählt werden, da Bergwald und Latschen, aber auch Felsvorsprünge viele Stücke verbergen. Mit Hilfe des Blockzählverfahrens können zudem langfristige Veränderungen in der Raumnutzung des Gamswildes dokumentiert werden. Kurzfristige Aussagen sind nicht möglich, da die Zählergebnisse von Tag zu Tag schwanken, je nachdem wo sich die Tiere gerade aufhalten. Wind, Hitze oder Regen beeinflussen die Zählergebnisse ebenso wie allen möglichen Störungen, z. B. durch Adler oder Bergsteiger.

    Die Zählung wird ergänzt um die Erfassung von Vitalitätsmerkmalen bei allen über zwei Jahre alten Gämsen, wie z. B. der Länge der sich in den ersten beiden Jahren geschobenen Trophäe. "Mit den zusätzlich gewonnenen wildbiologisch fundierten Daten untermauern die Bayerischen Staatsforsten ihr professionelles Gamswildmanagement am Forstbetrieb Berchtesgaden", erklärt der Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller. Die erste Zählung ist somit ein weiterer Schritt eines fundierten Wildtiermanagements. Ab sofort soll nun einmal jährlich an allen BaySF-Hochgebirgsbetrieben Ende Juli bzw. Anfang August das sogenannte Blockzählverfahren stattfinden.

    Nicht nur das Team des Forstbetriebes ist mit dem Ergebnis der ersten Zählung zufrieden, auch die Gäste waren begeistert. "Es ist ein Erlebnis bei Sonnenaufgang in den Bergen so viele Gämsen beobachten zu können", freute sich Angelika Niedl vom Landratsamt Berchtesgadener Land, die den Berufsjäger Max Schmid am Kehlstein begleitete. Hans Berger, Kreisvorsitzender des Bayerischen Jagdverbands aus dem Berchtesgadener Land erfreute sich ebenfalls über einen sehr guten Anblick: "Überraschend war, auf geringe Distanz so viel vertrautes Gamswild beobachten zu können. Dies ist ein untrügliches Zeichen, dass das Wildtiermanagement im Bereich der "Schlafenden Hexe" passt und die Tiere dort nicht übermäßig bejagt werden".

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    news-2312 Tue, 04 Aug 2020 17:00:16 +0200 Naturschutz ist mehr als „a gmahde Wiesn“ http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2312&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8d5c8910a1abe075219a3121ea1b5f95 Die Bayerischen Saalforste erhalten auf ihren Flächen im Naturpark Weißbach die Artenvielfalt auf Bergmahdern durch eine Kooperation mit dem Österreichischen Alpenverein – Sektion Leogang – und dem Naturpark Weißbach. Seltene Insekten und Pflanzen und auch die Gemeinschaft der Freiwilligen Helfer profitieren. Landesrätin Maria Hutter besuchte die fleißigen Alpenvereinler und zeigte sich begeistert von der Aktion.

    Über 50 Jahre lang wurden die steilen Bergmahder im Hinterthal im Naturpark Weißbach nicht mehr gemäht. Sie drohten mit Bäumen zuzuwachsen. Ein blumen- und insektenreiches Kleinod wird seit dem Jahr 2017 erhalten. Landesrätin Maria Hutter besuchte am 1. August die Freiwilligen und freute sich mit ÖAV Sektionschef Markus Mayrhofer und Forstbetriebsleiter Thomas Zanker über die sichtbaren Erfolge dieser Biotoppflege. Mit dabei war auch Artenexpertin Sibylle Kallas und der designierte 1. Vorsitzende der Alpenvereinssektion Passau, Lothar Schramm.

    Mit dem Projekt „Mahd einmahdiger Wiesen im Naturpark Weißbach bei Lofer“, welches vom Alpenverein Leogang gemeinsam mit dem Naturpark Weißbach auf Flächen der Bayerischen Saalforste umgesetzt wird, wird deren Erhalt gesichert. Dieses Engagement wurde im Januar 2018 mit dem österreichischen Naturschutzpreis "Die Brennnessel – Naturschutz is ka gmahde Wies'n" ausgezeichnet. Im Rahmen einer Projektwoche des Naturparks Weißbach wurde als vorbereitende Maßnahme bereits im September 2017 eine Schwendaktion an aufwachsenden Jungbäumen auf der Fläche durchgeführt.

    Rund 30 Freiwillige mähten und rechten am ersten Augustwochenende 2020 bei sommerlichem Wetter. Die Erfolge auf diesen stets einmal im Jahr gemähten steilen Berghängen sind schon im dritten Jahr, des für zunächst 10 Jahre angelegten Projektes sichtbar. Die Bergmahder sind voll mit seltenen Insekten und Pflanzen. Erwachsene und Jugendliche konnten die körperlich schwere und anstrengende Mäh-Arbeit auf den steilen Bergmahdern erfahren und so auch ihre Gemeinschaft stärken.

    Nicht umsonst prangt auf dem Logo des Naturparks Weissbach ein Schmetterling. Die enge Verzahnung von Waldlebensräumen, die von den Bayerischen Saalforsten naturnah bewirtschaftet werden und Bergmahdern und Almen, die durch diese Aktion und viele fleissige Bergbauern erhalten werden, bieten eine Artenvielfalt auch an Schmetterlingen, die ihresgleichen sucht.

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    Forstbetrieb St. Martin, Bayer. Saalforste Nachrichten
    news-2311 Tue, 04 Aug 2020 16:17:31 +0200 Mit aller Kraft gegen die Ausbreitung des Borkenkäfers http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2311&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=351f2cf1923a088454038ddd050ba5b3 Die Klimaveränderung wird erlebbar – im Wald. Trockensommer, Stürme und Schädigungen durch Insekten setzen unseren Bäumen zu. Die größte Gefahr ist in der warmen Jahreszeit der Borkenkäfer, denn er bringt Fichten zum Absterben und vermehrt sich schnell. Am Forstbetrieb Weißenhorn wird daher mit höchster Priorität an der Bekämpfung gearbeitet.

    Die Sommer 2018 und 2019 waren überdurchschnittlich trocken und warm. Auch das Frühjahr 2020 zählt lt. dem deutschen Wetterdienst zu den niederschlagsärmsten seit Aufzeichnung der Wetterdaten im Jahr 1881. Für die Waldbäume bedeutet das Stress, für die Schädlinge dagegen sind das gute Vermehrungsbedingungen. Insbesondere die an kühlere klimatische Bedingungen angepasste Fichte hat es schwer in solchen Zeiten. Auch wenn die Wälder zunehmend zu Mischwäldern umgebaut werden, ist die Fichte in den bayerischen Wäldern historisch bedingt noch immer weit verbreitet, auch auf den Flächen des Forstbetriebes Weißenhorn der Bayerischen Staatsforsten.

    Der Borkenkäfer ist aufgrund seiner hohen Verbreitungsgeschwindigkeit eine große Gefahr für die Fichten in unseren Wäldern. Der regelmäßige Regen in den vergangenen Wochen hat die Verbreitung des Borkenkäfers zunächst etwas verzögert, doch aufgrund der Wärme schwärmen aktuell die erwachsenen Käfer auf der Suche nach neuen Brutstätten, neuen Fichten.

    Derzeit suchen alle Mitarbeiter des Forstbetriebs Weißenhorn nach Käferbäumen, also Fichten, die von Borkenkäfern befallen sind. „Das hat für uns jetzt höchste Priorität“ sagt Linda Madl, Forstbetriebsleiterin am Forstbetrieb Weißenhorn. „Denn der Borkenkäfer ist eine echte Bedrohung für unseren Wald. Würden die befallenen Bäume nicht konsequent entfernt, sähe der Wald in Kürze nicht mehr so aus, wie wir ihn kennen“.

    Sind die Bäume gesund und ausreichend mit Wasser versorgt, können sich einbohrende Käfer mit Baumharz überschüttet und verklebt werden. Sind Bäume aber geschwächt, wie in den vergangenen trockenen Sommern, oder sind es zu viele angreifende Käfer, können die Borkenkäfer die Barriere schnell überwinden. Zu erkennen ist der Befall am sogenanntes Bohrmehl, kaffeepulverähnlichen Krümeln an der Rinde und am Stammfuß der Bäume. Die Käfer bohren sich in die Rinde ein und legen Brutgänge für die nächste Generation an Käfern an. Damit unterbrechen sie die Nährstoffversorgung des Baumes. Bereits wenige Borkenkäfer können somit eine stattliche Fichte zum Absterben bringen.

    Für die Entwicklung vom Ei bis zum ausgewachsenen Käfer braucht der Borkenkäfer unter der Baumrinde nur sechs Wochen. Dann fliegen die Jungkäfer aus und suchen sich neue Fichten, in denen sie für die nächste Generation an Borkenkäfern sorgen. Jedes Altkäferpaar kann bis zu hundert Nachkommen haben, von denen jeder in der nächsten Generation wieder bis zu hundert neue Käfer erzeugt. Unter günstigen Voraussetzungen können sich so über den Sommer hinweg bis zu vier Generationen mit Millionen Borkenkäfern entwickeln.

    „Um die Ausbreitung und damit das Absterben weiterer Fichten zu verhindern müssen befallene Bäume schnell gefunden, gefällt und aus dem Wald gebracht werden – bevor die nächste Generation ausfliegt.“ beschreibt Linda Madl das Vorgehen. „Ziel ist es, die befallenen Bäume innerhalb der sechs Wochen aus dem Wald zu bringen und damit eine Verbreitung der Käfer zu verhindern. Hier wird jede Hand gebraucht.“ Und so werden die Mitarbeiter am Forstbetrieb Weißenhorn weiter Käferbäume suchen und fällen – bis im Herbst der Käfer in die Winterpause geht.

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    Forstbetrieb Weißenhorn Nachrichten
    news-2310 Mon, 03 Aug 2020 16:16:52 +0200 Bayern beim Borkenkäfer zweigeteilt: Entspannter Süden / Hotspots im Norden und Osten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2310&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=79f117131fa34cb7042a7ce01b3c7b24 Im Juli steigende Borkenkäferzahlen / Werte aber deutlich niedriger als in den vergangenen Jahren / Regen und kalte Nächte helfen dem Wald

    Regensburg, 01. August 2020 – In weiten Teilen Bayerns ist die Borkenkäferbilanz in diesem Sommer bisher günstiger als in den Trockensommern der letzten beiden Jahre. Verantwortlich dafür sind die ausgiebigen Niederschläge der vergangenen Monate, die zu einer höheren Widerstandsfähigkeit der Fichten geführt haben sowie die teilweise kühlen Nacht-Temperaturen, die dafür gesorgt haben, dass sich die Borkenkäfer unterschiedlich entwickelt haben und nicht so geballt geflogen sind. Borkenkäfer-Brennpunkte bleiben aber Nordbayern und der Bayerische Wald. Hier steigen die Zahlen im Vergleich zum Vormonat.

    Juli 2020 – Aktuelle Situation und Zahlen

    Die bayernweiten Käferholzzahlen sind im Vergleich zum letzten Jahr gesunken. Allerdings stiegen die Werte im Juli gegenüber Juni 2020 deutlich an und liegen über dem Durchschnittswert der letzten 5 Jahre:

    ·        Gebuchte Käferholzmenge Juli 2020: rund 181.000 fm

    ·        Gebuchte Käferholzmenge Juli 2019: rund 193.000 fm

    ·        Gebuchte Durchschnitts-Käferholzmenge Juli der letzten 5 Jahre: rund 134.000 fm

    Kumuliert sind die Werte für den Zeitraum Mai-Juli 2020 mit 302.000 fm im Vergleich zum selben Zeitraum des Jahres 2019 mit 385.000 fm (-22 Prozent) gesunken.

    Die Vergleichswerte zum Juni finden Sie hier: Borkenkäfer-Newsticker Juni 2020

    Die Vergleichswerte zum Mai finden Sie hier: Borkenkäfer-Newsticker Mai 2020

    Interpretation

    Bayern ist in diesem Sommer bei den Borkenkäferschäden zweigeteilt. Während es von den Alpen bis über die Donau hinaus kaum nennenswerte Käferschäden gibt, sind die Zahlen im Frankenwald (Oberfranken), in Teilen Unterfrankens, im westlichen Mittelfranken sowie im Bayerischen Wald deutlich erhöht. „Gerade im Süden hat es viel geregnet, die Böden sind teilweise wieder bis in tiefere Lagen gut mit Wasser versorgt. Das stärkt die Bäume und auch die zuletzt teilweise kühlen Nachttemperaturen mag der Borkenkäfer nicht“, so ein Sprecher der Bayerischen Staatsforsten.

    Auch in Nordbayern ist die Trockenheit nicht so ausgeprägt wie in den Jahren 2018 und 2019 – im Vergleich zum Süden fiel dennoch deutlich weniger Niederschlag. „Die Borkenkäfer-Hotspots bleiben Nordbayern und der Bayerische Wald. Hier zeigt sich eine erhöhte Borkenkäfer-Aktivität“, so der Sprecher weiter. Neben der Trockenheit sind die hohen Zahlen auch einer hohen Ausgangspopulation geschuldet. Im Bayerischen Wald ist diese vor allem durch die großen Sturmschäden der Vergangenheit begründet. 

    Hintergrund / Wissenswertes

    Aufgrund der hohen Borkenkäfer-Mengen im Frankenwald erhöhen die Bayerischen Staatsforsten dort ihren Einsatz bei Such-, Aufarbeitungs- und Logistikkapazitäten, um die geschädigten Bäume schnell aus dem Wald zu bringen. Forstwirte aus Südbayern unterstützen hier die Beschäftigten in Nordbayern bei der Suche. Harvester werden von anderen Standorten abgezogen und helfen im Frankenwald bei der Aufarbeitung.

    Die Zweiteilung zeigt sich auch im aktuellen Lagerbestand. Während in Südbayern Lagerbestände zügig abgebaut werden können, muss vor allem im Frankenwald das anfallende Borkenkäferholz vielfach erst in Nass- und Trockenlager zwischengelagert werden. „Bis auf Weiteres bleiben die Bayerischen Staatsforsten bei der Entscheidung, grundsätzlich kein Nadelfrischholz zu produzieren. Je nach Nachfrage und Marktentwicklung wird diese Entscheidung im Herbst 2020 laufend überprüft werden“, so der Sprecher abschließend

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    news-2309 Fri, 31 Jul 2020 15:05:16 +0200 Fischadlerberingung abgeschlossen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2309&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ca01d5077365970325e6a96b0e224b63 Aus den drei Fischadlerhorsten im Staatsforstbetrieb Schnaittenbach konnten im diesem Jahr sechs Jungvögel beringt werden – ein guter Erfolg

    Juli 2020 – Die Fischadler-Elterntiere haben die Menschen, die sich auf den Horst zubewegen, längst ausgemacht und geben aufgeregte und scharfe Rufe ab. Diese sollen warnen, vor allem aber abschrecken. Viel mehr hat die Gruppe bestehend aus dem Greifvogelexperten, Dr. Daniel Schmidt-Rothmund, dem ehrenamtlichen Mitarbeiter im Artenhilfsprogramm Oberpfalz, Paul Baumann, dem Baumkletterer Manfred Härtl und dem zuständigen Förster der Bayerischen Staatsforsten, Erwin Fischer, aber nicht zu befürchten. Fischadler rufen warnend, kreisen aber ansonsten nur über dem Horst aufgeregt hin und her. Das ändert sich auch nicht als Manfred Härtl mit schnellen Bewegungen den Baum erklimmt und den Nachwuchs einen nach dem anderen aus dem Horst holt. Bei diesem im Staatsforstrevier Kohlberg gelegenen Horst sind es diesmal drei Jungvögel. Sie sind die letzten für dieses Jahr im gesamten Forstbetrieb Schnaittenbach, die beringt werden. Jedes Jahr wird der Nachwuchs aller Fisch- aber auch Seeadler beobachtet, gemonitort und beringt, um sich so ein umfassendes Bild der Population und der Entwicklung der scheuen Großvögel zu machen.

    Nachdem die jungen Adler aus dem Horst herausgenommen wurden, werden sie vorsichtig aus dem Baum abgeseilt. Auf dem Boden angekommen werden sie bereits von den beiden Greifvogelexperten erwartet. Die Tiere werden vermessen, gewogen, untersucht und zum Abschluss beringt. Ein Ring an jeden Ständer, so heißen die Beine der Vögel in der Fachsprache. Der eine silberne Ring trägt eine kleine individuelle Nummer wie im Personalausweis. Der andere einen großen alphanumerischen Code, der aus größerer Distanz erkennbar ist. Beide werden in einer Datenbank hinterlegt. Mit diesen können Vogelfreunde auf der ganzen Welt diesen Fischadler zweifelsfrei identifizieren. Notwendig dafür ist ein hochauflösendes Spektiv oder Teleobjektiv, mit dem die Kennung auch aus weiter Entfernung abgelesen werden kann. Auf Ihren Wanderungen im Winter und Frühjahr werden die Fischadler immer wieder beobachtet. Die gemeldeten Beobachtungen sind dann wichtige Informationen für Dr. Schmidt-Rothmund und sein Team, der so mehr über die Überlebensrate, Wanderwege oder die Erschließung von neuen Lebensräumen der Adler erfährt.

    In den drei Fischadler-Horsten im Staatsforstbetrieb Schnaittenbach konnten die Vogelexperten in diesem Jahr insgesamt sechs junge Fischadler beringen. „Ein gutes Jahr,“ kommentiert Experte Schmidt-Rothmund. „Mittlerweile haben sich die Fisch-, genauso wie die Seeadler in der Oberpfalz etabliert und man kann schon von einer stabilen Population sprechen.“

    Beim Schutz der Großvögel werden die Vogelexperten von den jeweils zuständigen Staatsförstern unterstützt. Für Erwin Fischer ist die regelmäßig erfolgreiche Brut der Fischadler ein Zeichen für den intakten Wald in seinem Revier: „In den vielen Seen finden Sie auseichend Nahrung und in den großen zusammenhängenden Waldgebieten die notwendige Ruhe. Eine erfolgreiche Kombination“, findet der Förster. Neben den Fischadlerjungen konnten heuer im Bereich des Staatsforstbetriebs Schnaittenbach vier junge Seeadler aus zwei Horsten beringt werden.

    Die Etablierung und Ausbreitung von seltenen Großvögeln wie dem Fischadler, ist aus Sicht der Bayerischen Staatsforsten ein Beleg für das erfolgreiche Nebeneinander von Nutzen und Schützen. Bei der Bewirtschaftung des Staatswalds achten die Försterinnen und Förster der Bayerischen Staatsforsten auf die so genannten Horstbäume. Sie werden markiert und bei der Bewirtschaftung in einer Horstschutzzone entsprechend berücksichtigt. Neben solchen Ruhezonen wird vielerorts der Lebensraum aktiv gestaltet, zudem werden auch Nisthilfen angebracht.

    Die mitversandten Bilder können Sie kostenfrei verwenden. Bildautor ist „Philipp Bahnmüller/BaySF“.

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    news-2308 Fri, 31 Jul 2020 14:59:18 +0200 Mit dem „Sinnespfad“ den Wald neu erleben http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2308&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=aed35d1778e935fc8881a4c852ca262f

    Der Wald gewinnt aktuell weiter an Bedeutung als Urlaubs- und Entspannungsort. Das gilt besonders für den Frankenwald, der mit immer mehr attraktiven Wanderrouten, Radwegen und Freizeitangeboten auf sich aufmerksam macht. Der Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten hat dazu seit vielen Jahren mit zahlreichen Angeboten im Staatswald beigetragen. Besonders seit dem Titel „Waldgebiet des Jahres“, mit dem 2017 der Frankenwald ausgezeichnet wurde, hat sich das Interesse für die Region noch einmal deutlich gesteigert.

    Die Förster der Bayerischen Staatsforsten arbeiten bei der Unterhaltung der vielen Wanderwege und Erholungseinrichtungen oder der Errichtung neuer Angebote wie den Trekkingplätzen oder den Ferienwohnungen im Forsthaus Nordhalben eng mit den örtlichen Stellen des Frankenwaldtourismus, des Naturparks und des Frankenwaldvereins zusammen. Größere Projekte werden dabei vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kulmbach mit Mitteln der „Besonderen Gemeinwohlleistungen“ des Freistaates Bayern für den Staatswald gefördert.

    Mit viel Unterstützung vor Ort hat jetzt Revierleiter Christian Goldammer einen weiteren Mosaikstein für das Erleben des Waldes erfolgreich auf den Weg gebracht: Direkt am bestehenden Waldlehrpfad „Millionenstraße“ zwischen Tettau und Kleintettau entstand ein „Sinnespfad“. Hier können - am besten mit geschlossenen Augen – auf 32 Metern barfuß verschiedene Waldbodenbeläge wie Sand, Moos oder Zapfen hautnah erfühlt werden. Eine perfekte Ergänzung des Angebotes am Lehrpfad nicht nur für Kinder. Ideengeber war hier wieder einmal Bernd Heinz vom Frankenwaldverein Kleintettau, der sich neben dem Lehrpfad auch um den gut besuchten Trekkingplatz „Kobach“ kümmert. Gekostet hat der „Sinnespfad“ 5.000 Euro, errichtet von zwei örtlichen Baufirmen.

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    Forstbetrieb Rothenkirchen Nachrichten
    news-2307 Fri, 31 Jul 2020 14:54:18 +0200 Gemeinsam für den Artenschutz http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2307&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=96a6989622b51625538bac0606f358eb Bayerische Staatsforsten, Bayerischer Jagdverband, Landesbund für Vogelschutz und Nationalpark Berchtesgaden unterstützen die Auswilderung des Bartgeiers

    31. Juli 2020, Berchtesgaden - Am Forstbetrieb Berchtesgaden der Bayerischen Staatsforsten (BaySF) bekannten sich bei einem wegweisenden Gespräch die regionalen Vertreter der BaySF, des BJV (Bayerischer Jagdverband), des LBV (Landesbund für Vogelschutz) und des Nationalparks Berchtesgaden zur raschen und umfassenden Umstellung auf bleifreie Büchsenmunition. Nur so wird einer drohenden Bleivergiftung der Bartgeier vorgebeugt, die 2021 im Nationalpark ausgewildert werden sollen. Toni Wegscheider, BGL-Kreisvorsitzender des LBV, erklärte fachkundig, dass die ehemals bei uns heimischen Bartgeier auf Grund ihrer extrem sauren Magensäfte besonders gefährdet sind, wenn sie bleihaltige Geschoßreste mit der Nahrung aufnehmen.

    Neben dem Nationalpark hat auch der Forstbetrieb Berchtesgaden bereits auf bleifreie Büchsenmunition umgestellt. Wie seine Vorstandskollegen Werner Schmölzl und Max Neudecker betont auch Hans Berger, BGL-Kreisvorsitzender des BJV, die vielen Vorteile der bleifreien Munition für die Gesundheit aller Greifvögel, z. B. auch des heimischen Adlers, und für die Gesellschaft. „Konsequent bleifrei hat sicher auch eine positive Wirkung für die Gastronomie, die heimisches Wildbret anbietet“ so Berger. Nationalparkleiter Dr. Roland Baier lobt alle Beteiligten, dass nur durch gemeinsames Handeln die vollkommen harmlosen Bartgeier wieder heimisch gemacht werden können.

    Das überregional bedeutsame Projekt der Auswilderung von Bartgeiern in Berchtesgaden stieß auch beim Vorsitzenden des LBV, Dr. Norbert Schäffer, dem Interimspräsidenten des BJV, Thomas Schreder, und dem Vorstandsvorsitzenden der BaySF, Martin Neumeyer, auf breite Unterstützung. Zugleich informierten die Bayerischen Staatsforsten und der LBV am Forstbetrieb Berchtesgaden über das regierungsbezirksübergreifende Projekt zum Schutz von Stein- und Seeadlern sowie Bartgeiern und vereinbarten einen engen Informationsaustausch mit der privaten Jägerschaft. Das Projekt startet im Jagdjahr 2021/2022 für eine Dauer von vier Jahren und soll die Lebensgrundlage der großen Greifvögel verbessern. Durch die Nutzung bleifreier Munition beim Abschuss von Rot-, Reh- und Gamswild und einem verstärkten Belassen von nicht verwertbaren Teilen geschossener Wildtiere als zusätzliche Nahrungsquelle vor Ort sollen die Zahlen der großen Greifvögel in Bayern stabilisiert und nach Möglichkeit in den nächsten Jahren erhöht werden.

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    news-2306 Fri, 31 Jul 2020 14:46:07 +0200 Eschentriebsterben im Naturwaldreservat http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2306&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d3275f34fadd390f8984061db321e957

    28.07.2020, Sulzschneid - Wer mit offenen Augen im Sulzschneider Wald am Naturwaldreservat Senkele entlangwandert, wird sich wundern: Im Naturwaldreservat sind Bäume gefällt worden – wo doch eigentlich der Mensch nicht eingreifen will?  „Normalerweise soll sich in diesem Bereich der Wald möglichst unbeeinflusst vom Menschen entwickeln können. Und dieser Prozess wird erforscht. Grund für die Fällarbeiten ist das sogenannte Eschensterben“, erklärt Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting.

    Jürgen Sander, Revierleiter im Sulzschneider Wald und verantwortlich für die Arbeiten dort, ergänzt: „Das ist eine Pilzkrankheit, die in den Eschenkronen und im Boden zum Absterben der Zweige und der Wurzeln führt!“ Während zuerst die Kronen verlichten und schließlich absterben, faulen auch die Wurzeln vollkommen ab. So hat der Baum keinen Halt mehr und droht unvermittelt umzustürzen. Nochmal Jürgen Sander: „In letzter Zeit waren schon einige starke Eschen über den Weg gefallen. Gott sei Dank ist nichts passiert!“ 

    Da im Senkele starker Erholungsverkehr herrscht, musste rasch gehandelt werden. In Absprache mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kaufbeuren wurde beschlossen, gefährliche Bäume zu fällen und als Totholz im Reservat zu belassen. Da die Fällung dieser instabilen Stämme sehr gefährlich ist, wurden die Arbeiten mit einem Harvester durchgeführt. „Die Maschinen haben den großen Vorteil, dass der Arbeitende relativ sicher in einer geschützten Kabine sitzt und nicht der extrem hohen Gefahr ausgesetzt ist, von abbrechenden Baumteilen erschlagen zu werden“, erläutert Forstbetriebsleiter Jann Oetting. Zur Sicherheit der Waldbesucherinnen und Waldbesucher wurde während der Arbeiten der Weg gesperrt.

    Die nun im Wald liegenden Eschenbäume übernehmen für die Natur bald neue Funktionen: Im Allgäu ist nach wie vor starkes Totholz relativ selten, das aus Laubhölzern entstanden ist. Es gibt aber eine Vielzahl von Pilzen und Insekten, die genau darauf angewiesen sind. „Die werden dort ihren Lebensraum, oder wie wir Forstleute sagen ihr Biotop finden. Eine große Gefahr für Waldbesucher ist nun entschärft. Gleichzeitig entsteht etwas gutes Neues und der Förster kann wieder etwas ruhiger schlafen!“, freut sich Revierleiter Jürgen Sander.

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    news-2305 Fri, 31 Jul 2020 14:29:01 +0200 Neue Nahrungsbiotope für den Schwarzstorch http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2305&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=432272c4fa663ada2fee5384e06af4a9

    Im Forstrevier Tettau wurden seit 2013 durch den Forstbetrieb Rothenkirchen der  Bayerischen Staatsforsten (BaySF) gezielt zahlreiche Bäche im Wald von Fichtenbestockung freigeschnitten und neue Feuchtbiotope angelegt. Dadurch konnte eine Vielzahl von neuen Lebensräumen für speziell angepasste Tier- und Pflanzenarten geschaffen werden. Auch bedrohte Arten haben hier sichere Rückzugsräume gefunden. Dazu zählen ganze Lebensgemeinschaften, für die stellvertretend der Schwarzstorch stehen kann. Denn die gesamte Nahrungskette von Steinfliegenlarven über Kleinfische wie Mühlkoppen oder Elritzen bis hin zu den Bachforellen profitiert von den neuen Biotopen. Die geschaffenen Waldtümpel sind wichtige Laichgewässer für die heimischen Amphibien, wobei hier besonders der seltene Fadenmolch in den Fokus rückt: Sein Vorkommen im Raum Tettau ist von landesweiter Bedeutung.

    Für das gesamte Projekt, das in nimmermüder Arbeit von Forstrevierleiter Christian Goldammer initiiert und vorangetrieben wird, hat der Forstbetrieb schon viel Lob von Naturschutzseite erhalten. Und nicht zuletzt von Olaf Schmidt, scheidender Präsident der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft und profunder Kenner des Frankenwaldes, der von den neu geschaffenen Lebensräumen immer wieder begeistert ist.

    Insgesamt wurden bisher 45 Feuchtbiotope neu angelegt und mehrere Kilometer Bachläufe freigestellt. Dafür wurden rund 140.000 Euro aufgewendet und im Rahmen der „Besonderen Gemeinwohlleistungen“ des Freistaates Bayern über das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kulmbach gefördert. Dabei kamen neben den Eigenleistungen von Mitarbeitern der BaySF ausschließlich örtliche Unternehmer zum Einsatz.

    Als bisher letzter Bauabschnitt wurde ein Teil des „Bärenbaches“, ein Zufluss der Langenau, von Fichtenaufwuchs freigeschnitten und vier neue Feuchtbiotope angelegt. Auch hier hoffen die Förster des Forstbetriebes Rothenkirchen, dass sich wieder schnell eine Lebensgemeinschaft einstellt, die sich stabil zeigt gegen die schnellen Veränderungen im Frankenwald als Folge des Klimawandels. Denn deutliche Erfolge sind gerade nach den zwei Hitzesommern erkennbar: Während überall die Bäche im Frankenwald ausgetrocknet sind, konnten sich im Forstrevier Tettau viele Wasserflächen halten. Und damit auch die Futtertiere für den Schwarzstorch, die woanders erst über Jahre wieder zuwandern müssen. Der Schwarzstorch dankt es: In diesem Jahr findet eine der ganz wenigen erfolgreichen Bruten im Frankenwald im Forstrevier Tettau statt.

    Forstbetrieb Rothenkirchen, 29.07.2020
    Peter Hagemann

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    news-2304 Fri, 31 Jul 2020 13:19:12 +0200 Eine neue Streuobstwiese bei Tettau http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2304&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ec8f3f67466ed10aab5ed005ad69fc09 Die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) führen seit einigen Jahren in ganz Bayern das Programm „Der Wald blüht auf“ durch. Dabei werden gezielt Freiflächen im Staatswald offengehalten und zusätzlich mit Mischungen verschiedener heimischer Blühpflanzen angesät. Durch die dauerhafte Pflege dieser Blühflächen werden neue Lebensräume geschaffen, die als Rückzugsorte für zahlreiche Insektenarten und die davon abhängigen Lebensgemeinschaften dienen. Gefördert wird das Programm im Wege der „Besonderen Gemeinwohlleistungen“ für Naturschutzmaßnahmen im Staatswald durch den Freistaat Bayern.

    Eine wichtige Funktion als Blütenpflanzen haben nicht nur Kräuter und Blumen, sondern auch viele Sträucher und Bäume. Gerade Bienen und zahlreiche Vogelarten profitieren von Strauch- und Obstblüten. Deshalb haben die BaySF ihr Programm um die Pflanzung auch von Obstbäumen im Staatswald erweitert. Der Forstbetrieb Rothenkirchen hat seit vergangenem Herbst mit mehreren Hundert Apfel- und Birnbäumen alter Obstsorten viele Blühflächen an Wald- und Wegrändern ergänzt. Im Forstrevier Tettau hat Revierleiter Christian Goldammer oberhalb von Tettau eine neue Fläche angelegt, die künftig als Streuobstwiese gepflegt werden soll. Damit ist der Effekt für die Tier- und Pflanzenwelt besonders groß. Die reichhaltige Insektenfauna soll Lebensgrundlage für viele speziell angepasste Tierarten sein. Viele gute Erfahrungen haben die Förster im Frankenwald auf solchen Biotopflächen bereits gemacht: Reptilienarten wie Berg- und Zauneidechse stellen sich ein. Fledermäusen dient der Insektenreichtum zur nächtlichen Jagd. Der Grauspecht nutzt die Burgen der Wiesenameise als Futterquelle und Rauhfußkauz, Neuntöter und Turmfalke gehen hier auf Mäusejagd. Und nicht zuletzt der Gartenschläfer, eine Charakterart des Frankenwaldes, ist hier ein ständiger Gast.

    Genau Einhundert Hochstämme bewährter Apfelsorten hat Förster Christian Goldammer pflanzen lassen und damit zunächst einen Viertel Hektar Obstwiese begründet. Auch wenn es sicher noch einige Jahre weiterer Pflege bedarf: Die ersten Bäume haben bereits im Frühjahr geblüht und es wird in Zukunft auch in den Hochlagen des Frankenwaldes im Staatswald weiter heißen: „Der Wald blüht auf“.

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    news-2302 Fri, 31 Jul 2020 08:36:48 +0200 Wilde Köstlichkeiten vom Grill http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2302&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d2e965da1528d51f3527f139397eed2b Neue Verkaufsstelle für Wildbret in Regenburg

    31. Juli 2020, Regensburg - In der Firmenzentrale der Bayerischen Staatsforsten in Regensburg wurde am Mittwoch den 29. Juli die 23. Verkaufsstelle für feines Wildbret aus der Region eröffnet. Anlässlich der Eröffnung konnten sich Pressevertreter über die Vorzüge von Wildbret überzeugen. Als schmackhafte und dazu auch gesunde Fleischalternative, wurden die Pressevertreter von der Fa. Zirngibl aus Bad Abbach mit köstlichen Wildburgern und wilden Hot Dogs vom Grill verwöhnt.

    "Es muss nicht immer Schwein oder Rind sein. Die Vorzüge liegen auf der Hand: Wildbret ist vitaminreich, fettarm und gesund! Noch dazu kommt es hier aus der Region!" weiß Martin Neumeyer, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten die Besucher zu überzeugen.
    Wild kann ebenso vielseitig zubereitet werden, wie andere Fleischsorten. Ob als traditionelles Wildragout, als feiner Weihnachtsbraten aber auch als Steak oder Burger auf dem Grill.

    Das in der Verkaufsstelle in Regensburg angebotene Wildbret von Reh und Schwarzwild kommt direkt aus der Region, und zwar aus den Jurawäldern rund um Kelheim. Am Forstbetrieb Kelheim tierschutzgerecht erlegt, wird es von der Fa. Beerhof aus Bernhardswald nach modernsten Hygienestandards zerlegt und küchenfertig portioniert.

    Wildbret aus dem bayerischen Staatswald ist in 22 Verkaufsstellen in ganz Bayern erhältlich und ab sofort auch in der neuen Verkaufsstelle in der Tillystraße 2 in Regenburg, Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr und am Freitag von 9 bis 12 Uhr geöffnet hat. Rezepte und weitere Informationen stellen die Staatsforsten im Internet bereit: www.baysf.de/wildbret

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    news-2301 Tue, 28 Jul 2020 13:56:19 +0200 Auf Schusters Rappen durch den Spessart http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2301&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=eec36bb7e572dc03a2b3d37e1900cc5e Urlaub zuhause mit der Spessart-App 28. Juli 2020 – „Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das Schöne liegt so nah.“ Mit einem (leicht abwandelten) Goethe-Zitat präsentierten der Landtagsabgeordnete Thorsten Schwab und der Heigenbrückener Forstbetriebsleiter Joachim Keßler einen neuen Flyer, der auf ein Angebot verweist, das nicht besser in die aktuelle Zeit passen könnte.

    Der Flyer, den die Bayerischen Staatsforsten herausgeben und der in allen Spessart-Gemeinden zwischen Miltenberg und Schöllkrippen verteilt wird, verweist auf kleine und größere Wanderungen zu den zahlreichen Schönheiten des Spessarts, die alle Interessierten auf einer eigens angelegten Webseite finden. „Was gibt es in diesen unruhigen Zeiten Schöneres, als unsere Heimat mal anders und neu zu entdecken. Das Angebot unter www.wald-im-spessart.de kann ich da nur wärmstens empfehlen!“, so Thorsten Schwab beim Vor-Ort-Termin im Staatswald bei Heigenbrücken.

    Die „Spessart-App“ versammelt zahlreiche Wanderrouten und über 600 Methusalembäume, mit dazu geliefert werden die passenden Geschichten. „Die App bietet nicht nur Urlaubern einen schönen Einblick in die Geschichte des Spessart, auch die Einheimischen werden Vieles erfahren, was sie bisher noch nicht wussten,“ so Joachim Keßler. Ergänzt werden die Ausflugsrouten um Einkehrmöglichkeiten und Informationen über Flora und Fauna der weitläufigen Wälder im Nord-Westen des Freistaats.  

    Die Spessart-App gibt es bereits seit Herbst 2019, vor wenigen Wochen bekam die Anwendung ein umfangreiches Update mit neuen Wandertouren und Erläuterungen für den Nutzer.

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    Forstbetrieb Heigenbrücken Nachrichten
    news-2300 Fri, 24 Jul 2020 10:56:46 +0200 LBV und Bayerischer Jagdverband: Gemeinsam für große Greifvögel http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2300&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=dffbf13052b924e1b15092c49a514fba Der Start der Auswilderung von Bartgeiern in Berchtesgaden stieß beim Vorsitzenden des LBV (Landesbund für Vogelschutz), Dr. Norbert Schäffer, dem Interimspräsidenten des Bayerischen Jagdverbandes, Thomas Schreder, und dem Vorstandsvorsitzenden der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, auf breite Unterstützung. Zugleich informierten die Bayerischen Staatsforsten und der LBV bei einem gemeinsamen Termin im Forstbetrieb Berchtesgaden über das beabsichtigte Projekt zum Schutz von Stein- und Seeadlern sowie Bartgeiern und vereinbarten einen engen Informationsaustausch mit der privaten Jägerschaft. Das Projekt startet im Jagdjahr 2021/2022 für eine Dauer von vier Jahren und soll die Lebensgrundlage der großen Greifvögel verbessern. Durch die Nutzung bleifreier Munition beim Abschuss von Rot-, Reh- und Gamswild und einem verstärkten Belassen von nicht verwertbaren Teilen geschossener Wildtiere als zusätzliche Nahrungsquelle vor Ort sollen die Zahlen der großen Greifvögel in Bayern stabilisiert und nach Möglichkeit in den nächsten Jahren erhöht werden.

    Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier.

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    news-2299 Fri, 24 Jul 2020 07:30:55 +0200 Kaniber startet Infokampagne für Verhalten im Berggebiet http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2299&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5267c71e7140a13c4cced1f80b223690 "Nehmt Rücksicht auf Natur, Tiere und Landwirtschaft!" Kaniber startet Infokampagne für Verhalten im Berggebiet

    23. Juli 2020, Gunzesried - Aufgeschreckte Rinder, offene Weidetüren, Müll auf den Weiden: In den letzten Wochen häufen sich die Konflikte zwischen Ausflüglern und Bergbauern. "Wir müssen Wanderer, Mountainbiker und Erholungssuchende im Berggebiet für die Belange von Natur, Tieren, aber auch der Landwirte sensibilisieren. Deshalb werde ich eine bayernweite Informationskampagne starten, die für mehr Rücksichtnahme wirbt", sagte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber bei einem Besuch auf der Sennalpe Gerstenbrändle im Naturpark Nagelfluhkette. Eng begleitet und finanziell unterstützt durch das Landwirtschaftsministerium wurde dort die Initiative "Dein Freiraum. Mein Lebensraum" ins Leben gerufen. Diese Aktion eigne sich gut als Vorbild für ihre bayernweite Aktion, sagte die Ministerin. "Diese erfolgreiche Kampagne hat gezeigt, wie man mit gezielter Aufklärung für mehr Verständnis und Rücksichtnahme sorgen kann." Denn viele verhielten sich nicht böswillig falsch, sondern wüssten einfach nicht, wie man sich in der Natur und bei Kontakt mit Weidetieren richtig verhält.

    Ministerin Kaniber hatte bereits im März einen Runden Tisch einberufen, um sich mit den Betroffenen und Verbänden, sich mit dem Problem befassen, Verhaltensempfehlungen zu entwickeln. Am Tisch saßen Naturschutzverbände ebenso wie die Land- und Forstwirtschaft, aber auch Tourismus- und Freizeitsportverbände. Auch im Naturpark Nagelfluhkette hatten die Vertreter der verschiedenen Interessensgruppen an der regionalen Kampagne mitgewirkt. Bei der nächsten Sitzung des Runden Tischs wird die erfolgreiche Aktion "Dein Freiraum. Mein Lebensraum" den Teilnehmern vorgestellt. Dann soll eine Agentur mit der Umsetzung einer bayernweiten Kampagne beauftragt werden.

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    news-2298 Fri, 24 Jul 2020 07:16:47 +0200 Initiative gegen Wildunfälle http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2298&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9f2cbf3e8efc5c5941b023d0d65e25ee 23. Juli 2020, Rothenkirchen - Mit der Erntezeit und der Rehwildbrunftzeit steigt im Sommer wieder die Anzahl der Wildunfälle. Wie in jedem Jahr ereignen sich dabei Kollisionen zwischen Auto und Wildtier mit tödlichem Ausgang - oft für das Tier und manchmal auch für den Menschen. Ganz abgesehen von Sachschäden in vielfacher Millionenhöhe.

    Im Landkreis Kronach besteht seit 1991 das Projekt "Wild und Straße" der Kreisgruppe des Bayerischen Jagdverbandes (BJV), das sich zum Ziel gesetzt hat, die Zahl der Wildunfälle zu verringern. Koordinator Klaus Riedel hat dabei in enger Kooperation mit den Polizeiinspektionen Ludwigsstadt und Kronach Unfallschwerpunkte ausgemacht und dort zusammen mit allen Verantwortlichen Konzepte für den Schutz von Mensch und Tier ausgearbeitet. In nimmermüder Detailarbeit entstand so zusammen mit den örtlichen Jägern, den Förstern und der Polizei ein Maßnahmenbündel aus praktischen Präventions- und Informationsmaßnahmen. Mit neuen Warntafeln für Autofahrer ist jetzt ein weiterer Mosaikstein zu den gemeinsamen Bemühungen hinzugekommen.

    In der Initiative "Wildwarntafeln" hat der Bayerische Jagdverband, unterstützt vom Bayerischen Landwirtschaftsministerium, reflektierende Warnschilder entwickelt, die den Autofahrer auf erhöhte Vorsicht in besonders gefährdeten Bereichen hinweisen sollen. Reinhold Heinlein, Leiter der Hegegemeinschaft Rothenkirchen, begrüßt das Projekt und hat sich umgehend um die Schilder, die amtliche Genehmigung zum Aufstellen und vor allem den richtigen Standort gekümmert. Dabei fiel seine Wahl auf die Kreisstraße KC 9 zwischen Rothenkirchen und Buchbach, einen der Hotspots für Wildunfälle im Landkreis. Hier wurden in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit den Bayerischen Staatsforsten verschiedene Verfahren zur Wildunfallprävention getestet, verglichen und auf ihre Wirksamkeit überprüft. Alexander Kelle, Leiter des Forstreviers Rothenkirchen: "Aktuell haben wir hier eine Kombination aus Multi-Wildschutzwarnern und Duftstoffen im Einsatz." Die an den Leitpfosten befestigten Instrumente hätten bereits eine merkliche Wirkung gezeigt. Diese Aktion möchte Reinhold Heinlein jetzt mit seiner Initiative ergänzen: "Wir appellieren an die Verantwortung der Autofahrer. Nur angepasste Geschwindigkeit kann gefährliche Situationen mit Wildtieren vermeiden."

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    news-2297 Thu, 23 Jul 2020 09:35:41 +0200 UN-Dekadeprojekt Gaßlalm in Inzell http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2297&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=08a174c25ebedfe36410ee12f8f8fcc4 23. Juli 2020, Innzell - Die Gaßlalm bei Inzell gehört zu den offiziellen Projekten der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“. Staatsministerin Michaela Kaniber hat die Auszeichnung jetzt überreicht. Auf den Wiesen beim Frillensee finden sich heute vielfältige Strukturen und Lebensräume für seltene Tier- und Pflanzenarten. Dabei ist die bis in die 80er Jahre bewirtschaftete Alm danach zuerst verbuscht. Vor gut 20 Jahren hat dann der Forstbetrieb Berchtesgaden damit begonnen, die Gaßlalm zu rekultivieren.

    Weitere Informationen finden Sie hier.

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    news-2296 Fri, 17 Jul 2020 16:19:09 +0200 Gemeinsam gegen den Borkenkäfer http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2296&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=19907a5564773151b9cfac70265b0a74 Forstbetrieb Rothenkirchen erhält Unterstützung aus Oberbayern 17. Juli 2020, Rothenkirchen - Die Waldbesitzer in Nordbayern stehen im dritten Jahr hintereinander im Kampf gegen den Borkenkäfer. Ein Sieg kann dabei nur gemeinsam gelingen. Und mit Unterstützung und Solidarität auch über die eigene Region hinaus. Aktuell freuen sich die Förster des Forstbetriebes Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten über viele helfende Hände aus ganz Bayern. Gleichzeitig profitieren davon auch die anderen Waldbesitzer.

    Nirgendwo in Bayern ist gegenwärtig die Bedrohung der Wälder durch den Borkenkäfer greifbarer als im nördlichen Oberfranken. Zwei Hitzesommer hintereinander haben die Wälder derart geschwächt, dass die Schädlinge leichtes Spiel haben. Nur die schnelle Beseitigung der befallenen Bäume kann ihre weitere Ausbreitung stoppen - eine Arbeit für Profis. „Zum Glück haben wir eine schlagkräftige Mannschaft aus erfahrenen Forstwirten. Und jährlich bilden wir junge Leute aus der Region als Nachwuchs aus“, sagt Stefan Wittenberg, Servicestellenleiter am Forstbetrieb Rothenkirchen. Er ist im Staatswald zuständig für die notwendigen Einsatzkräfte im Kampf gegen den Borkenkäfer. Und aktuell immer auf der Suche nach Verstärkung. „Wir erleben eine große Solidarität unserer Kollegen aus ganz Bayern. Bereits sieben Forstbetriebe haben uns Forstwirte geschickt, die sofort einsatzbereit sind.“ Geholfen habe dabei, dass die Bayerischen Staatsforsten auch in den kommenden Wochen bayernweit kein frisches Nadelholz einschlagen, um den Holzmarkt für alle Waldbesitzer zu entlasten und den Abfluss der Käferhölzer zu beschleunigen. „Gleichzeitig haben die Kollegen aufgrund der Niederschläge in diesem Jahr woanders deutlich geringere Probleme mit dem Käfer als wir.“

    Selbst aus den Alpen kommt Unterstützung: Der Forstbetrieb Berchtesgaden hat vier Spezialisten geschickt, die aktuell bei Hangsicherungsarbeiten im Frankenwaldrevier Wilhelmsthal eingesetzt werden. Sogar „ihren“ Rückeunternehmer haben sie mitgebracht. „Auch weitere Maschinenunterstützung ist wichtig, gerade im gefährlichen Einsatz im Steilhang“, sagt Stefan Wittenberg. Auch eine Holzerntefirma aus Oberstaufen mit Spezialmaschinen für Gebirgsverhältnisse habe man gewinnen können. „Das ist die perfekte Ergänzung zu unserem Stamm an heimischen Forstunternehmern, die mit Harvestern, Seil- und Tragschleppern in Kombination zum Motorsägeneinsatz dem Käferholz zu Leibe rücken.“  

    Für die Betreuung des Maschineneinsatzes im Revier Wilhelmsthal ist Forstwirtschaftsmeister Alexander Schlee zuständig. Als Sicherheitsbeauftragtem im Forstbetrieb liegt ihm besonders der Unfallschutz am Herzen: „Die Technik muss immer speziell an den Einsatz angepasst sein. Dann können viele gefährliche Situationen entschärft oder ganz vermieden werden.“  Das komme der Sicherheit seiner Kollegen im Borkenkäfereinsatz unmittelbar zugute. Und dem notwendigen Tempo bei der Aufarbeitung immer noch steigender Schadholzanfälle. Deshalb würden die gut ausgerüsteten Forstunternehmer gleichzeitig auch bei anderen Waldbesitzern in der Region dringend gebraucht. Trotzdem bleibt Stefan Wittenberg gelassen: „Jeder Festmeter, der im Privatwald schnell aufgearbeitet wird, hilft uns auch hier im Staatswald.“ Ein wichtiges gemeinsames Ziel sieht er auch im zügigen Holzabfluss. Stämme, die nicht unmittelbar in die Sägewerke gefahren werden können, müssten möglichst schnell außerhalb des Waldes zwischengelagert werden. „Die Bayerischen Staatsforsten haben ihre Nasslager deshalb auch für Holz aus dem Privatwald geöffnet. Das entlastet zusätzlich den Holzmarkt in diesen Krisenzeiten“, sagt der Servicestellenleiter. „Denn auch, wenn es manchmal mühsam und teuer ist: Der Kampf gegen den Borkenkäfer kann nur gemeinsam gelingen.“ Deshalb freue er sich auch über die klar formulierte Botschaft der Staatsforsten: „Wir geben keinen Quadratmeter auf.“

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    news-2295 Fri, 17 Jul 2020 16:11:28 +0200 Start frei für den Flug nach Afrika http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2295&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bf59802a671d73eb137ae53e846ad597 Forstbetrieb Fichtelberg informiert über erfolgreiche Schwarzstorch-Aufzucht

    Erfolgreich gebrütet und Jungvögel aufgezogen haben in diesem Jahr die Schwarzstörche im Bereich des Forstbetriebs Fichtelberg. Um Störungen zu vermeiden hatten die Förster um die bekannten Nistplätze großräumig für Ruhe gesorgt. Jetzt sind die Jungvögel bereit für den Flug in die Überwinterungsgebiete in Afrika.

    17. Juli 2020, Fichtelberg – Horst Lochner hat ein Herz für den Nachwuchs. Nachdem seine beiden Kinder Paula und Jonas „aus dem gröbsten raus sind“, gilt die Fürsorge des Försters bei den Bayerischen Staatsforsten jetzt „seinen“ Schwarzstorch-Kindern. Versteckt im Wald, weit abseits von Siedlungen legten die im Wald lebenden Verwandten des Weißstorches in den weit ausladenden Ästen eines Fichtengipfels ein Nest an. Schwarzstörche brüten nur in naturnahen Wäldern. Für’s Brutgeschäft brauchen sie Ruhe und gleichzeitig versteckte Waldwiesen und Lichtungen, die sie zur Nahrungssuche nutzen. Und beides finden die Vögel im Revier von Horst Lochner rund um Fichtelberg. Dort wurden und werden vom Forstbetrieb die Wälder sehr naturnah bewirtschaftet, werden Waldwiesen gepflegt, Blühstreifen angelegt und Moore renaturiert. Für ein abwechslungsreiches Landschaftsbild, als Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Und eben auch für Schwarzstörche.

    Deshalb fühlen sich die scheuen Waldbewohner im Fichtelgebirge zunehmend wohler. War vor 30 Jahren die erstmalige Beobachtung eines Schwarzstorches in dieser Gegend noch eine ökologische Sensation, so beherbergen heute zum Beispiel die Wälder des Forstbetriebs Fichtelberg im Westen und Süden des Fichtelgebirges jährlich bis zu 7 Schwarzstorch-Brutpaare – Tendenz steigend.

    Im etwa einen Meter großen Nest hoch oben in der Baumkrone brüteten seit April zwei Schwarzstörche. „Das war eine schöne Überraschung als meine Mitarbeiter und ich das Nest gefunden haben“ erzählt Horst Lochner. „Sofort haben wir in einem Umkreis von 300 m alle Forstarbeiten eingestellt, um die Vögel nicht zu beunruhigen. Gerade zu Beginn der Brutzeit sind die Tiere sehr empfindlich. Schon eine kurze Störung durch einen ahnungslosen Spaziergänger oder gar durch eine Maschine im Wald kann dazu führen, dass die Vögel das Gelege verlassen und die bebrüteten Eier absterben.“

    Aber alles ist gut gegangen. Die beiden Elterntiere brüteten erfolgreich. Fünf kleine Storch-Küken schlüpften aus den Eiern. Um deren Hunger zu stillen mussten die erwachsenen Vögel Unmengen von Amphibien und Fischen, Reptilien und Mäusen fangen. Dazu segelten sie teilweise bis hinunter zu den Wiesen bei Mehlmeisel, um Nahrung zu sammeln. Dort waren sie öfter zu beobachten. 

    In wenigen Wochen entwickelten sich aus den flaumigen Küken stattliche schwarz-weiße Vögeln mit einer Flügelspannweite von etwa eineinhalb Metern. Da wurde es im Nest oft ziemlich eng. Aus großer Entfernung und gut versteckt beobachtete in den letzten Tagen Horst Lochner mit dem Fernglas die Jungstörche beim Training ihrer Flügel. Immer wieder balancierten sie am Nestrand und erprobten ihre Schwingen, bis sie die ersten Flugversuche wagten. Mittlerweile haben sie ihre Flugkünste verbessert und fliegen oft gemeinsam mit den Eltern zu erfolgversprechenden Nahrungsbiotopen. Und in wenigen Tagen ab Anfang August beginnen sie schon ihre erste weite Reise in die Überwinterungsgebiete in Afrika.

    „Von dort kommen sie hoffentlich im nächsten Frühjahr wieder zu uns zurück ins Fichtelgebirge“ freut sich Förster Lochner auf ein Wiedersehen mit den scheuen Waldbewohnern.

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    news-2294 Fri, 17 Jul 2020 16:03:25 +0200 Der Rote Apollo profitiert von Waldpflegemaßnahmen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2294&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e34be7744c78c3758b1d913242dad65a Erfolgsgeschichte zum Artenschutz 17. Juli 2020, Skt.Martin - Der Rote Apollofalter (Parnassius apollo) ist in Mitteleuropa und auch in Österreich im Rückgang begriffen. Auf der Roten Liste Salzburgs gilt er als gefährdet (Vulnerable, VU). In einem Kooperationsprojekt des Naturparks Weißbach mit dem Bayerischen Saalforsten, die große Flächen im Naturpark betreuen, wurden Schmetterlingslebensräume vor zwei Jahren gepflegt. Die Schmetterlingserhebung im Sommer 2020 zeigt nun einen erfreulich positiven Trend: die Pflegemaßnahmen auf Saalforstflächen haben gewirkt und zahlreiche Schmetterlingsarten profitieren davon, so auch der Rote Apollofalter.

    Dem Naturpark Weißbach, dessen Logo ein Schmetterling ziert, ist der Erhalt und Schutz der vielen verschiedenen Falterarten, von denen einige noch gut im Naturpark zu beobachten sind, ein wichtiges Anliegen. 

    Der prächtige, zu den Ritterfaltern zählende Rote Apollofalter, stellt relativ hohe Ansprüche an den Lebensraum: Als Charakterart für felsdurchsetzte, trocken-warme Magerrasen benötigt er als Raupennahrung vor allem den Weißen Mauerpfeffer (Sedum album), gleichzeitig braucht der ausgewachsene Falter in unmittelbarer Nähe magere blütenreiche Offenlandflächen, die ihm den benötigten Nektar bieten können. 

    Aufgrund verschiedener Faktoren, wie zum Beispiel beträchtlicher Veränderungen oder Zerstörungen des Lebensraumes und der oftmals hochkomplexen Lebensraumansprüche sind viele Schmetterlingsarten in Österreich bedroht, stark gefährdet oder sogar ausgestorben. Diesem Trend sollte im Naturpark Weißbach entgegengetreten werden. 

    Auf Anregung des regionalen Schmetterlingskenners Otto Feldner hat der Naturpark im Jahr 2018 ein Pflegemanagement für einige besonders bedeutsame Flächen im Ortsteil Pürzlbach erstellt, die vom Grundbesitzer und Partnerbetrieb des Naturparks, den Bayerischen Saalforsten, vorbildlich umgesetzt wurden. Vorrangig ging es hierbei um die Entnahme einzelner Fichten, Buchen und deren Verjüngung an und um die Felswandpassagen, um eine Verringerung der Beschattung der Felswandbereiche zu erreichen. Die Lebens- und Fortpflanzungsbedingungen des Apollofalters und vieler weiterer wärmeliebender Tier- und Pflanzenarten werden dadurch auf viele Jahre verbessert.

    Durch das extrem steile Gelände waren die Eingriffe sehr schwierig und es mussten aufwändige Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Dabei wurden einzelne Biotopbäume sowie seltenere Baumarten (wie z.B. Mehlbeeren, Eiben, etc.) sowie die artenreiche Strauchschicht möglichst belassen. Falls es möglich erschien, verblieb das Totholz im Gelände. Auch wurden teilweise hohe Stöcke belassen, um die Geländestruktur zu erhöhen. 

    Als Resümee nach schon zwei Jahren lässt sich sagen, dass die Maßnahme ein voller Erfolg war. Zahlreiche Apollofalter, Bläulinge oder Scheckenfalter fliegen entlang des schönen Wegs von Pürzlbach zur Kallbrunnalm und profitieren von den strukturreichen und wärmebegünstigten Steilflächen.

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    news-2293 Fri, 17 Jul 2020 11:50:11 +0200 Sanierung der Berolzheimer Keller http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2293&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=67b7f85e446c2773d1ef8be0dd5530ca

    14. Juli 2020, Kaisheim – Der Zahn der Zeit nagte mittlerweile stark an den über 170 Jahre alten ehemaligen Bierkellern. Der Forstbetrieb Kaisheim der Bayerischen Staatsforsten saniert nun das denkmalgeschützte Bauwerk.

    Die Berolzheimer Keller liegen an einem Nordhang etwas südlich des Markts Berolzheim. Diese Bierkeller waren in den 1850er Jahren von dem Brauereigasthof „zur Sonne“ aus grob behauenen Kalksteinen errichtet worden. Zwei lange Gewölbekeller dienten lange Zeit als Kühlraum für Bierfässer. Mit Aufkommen der Kühlmaschinen wurden die Bierkeller überflüssig und aufgegeben. Heute ist das Gebäude ein bauhistorisches Denkmal und zudem ein wichtiges Überwinterungsquartier für Fledermäuse. Regelmäßig werden hier bis zu neun verschiedene Arten als Überwinterungsgäste gezählt.

    Doch der Zahn der Zeit fordert seinen Tribut: Eindringendes Hangwasser setzt dem Lehmmörtel stark zu. Frost und Frostsprengung sorgen zunehmend für weitere Bauschäden. So war Ende der 1980er Jahre eine westliche Giebelmauer eingestürzt. Anfangs der 1990er Jahren wurde daraufhin das Dach saniert und die Einsturzstelle abgesichert.

    Dies änderte jedoch nichts an den grundlegenden Problemen mit den ausgebauchten Grundmauern und den sich setzenden Gewölben. Daher entschlossen sich die Bayerischen Staatsforsten, das Gebäude fachgerecht zu sanieren. Dazu wurden die notwendigen Arbeiten von einem Ingenieurbüro geplant und mit den Naturschutzbehörden und dem Denkmalschutz abgestimmt.

    Forstbetriebsleiter Helmut Weixler: „Wir sind froh, noch rechtzeitig bevor das Gebäude ernstlich Schaden nahm, die für eine Sanierung notwendigen Gelder aufbringen zu können. Und wir konnten erfreulicherweise den Zuschlag an eine örtliche Firma vergeben, die dann die Arbeiten mit der notwendigen Expertise und Erfahrung sorgfältig ausgeführt hat.“

    Bauabschnitt 1 ist nun abgeschlossen und das Gebäude statisch wieder gesichert. Damit bleibt es weiterhin als kulturhistorisches Denkmal, aber auch als wichtiges Fledermausquartier erhalten. 

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    news-2292 Fri, 17 Jul 2020 11:41:48 +0200 Mit Försterin und Förster unterwegs im Steigerwald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2292&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f3de632c2f5ab24d8cc9a8ac61b5e948 Der Forstbetrieb Ebrach informiert vor Ort und Teilnehmer können sich aus erster Hand über die nachhaltige und schonende Bewirtschaftung der Staatswälder im Steigerwald informieren. Die kommenden Führungen laufen unter keinem besonderen Thema. Sie sind für Kinder, die in der Lage sind über längere Strecken – auch in unwegsameren Gelände zu laufen – durchaus geeignet. Festes Schuhwerk, Trittsicherheit und wettertaugliche Kleidung sind ein Muss.

    Termin 1
    Waldführung am 17.07.2020
    Revier Oberschwappach
    Revierleitung: Ellen Koller (Tel.: 0160 - 8987387)
    Treffpunkt: Böhlgrund-Parkplatz bei Eschenau
    Beginn: 15.00 Uhr

    Termin2
    Waldführung am 24.07.2020
    Revier Zell am Ebersberg
    Revierleitung: Tobias Friedmann (Tel.: 0160 – 8987386)
    Treffpunkt: Marswald-Spielplatz
    Beginn: 14.00 Uhr

    Wegen der aktuellen Hygienestandards werden Interessenten gebeten, sich per Email (info-ebrach@baysf.de) oder per Telefon (09553 9897-0) anzumelden, damit die Kontaktdaten erhoben werden können. Zudem bitten wir, bei den Waldbegängen den Mindestabstand von 1,50 Metern zu beachten sowie einen Mund-Nasenschutz bereit zu halten. Personen mit Erkrankungen bitten wir auf eine Teilnahme zu verzichten.

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    news-2291 Thu, 16 Jul 2020 13:42:13 +0200 Forstarbeiter werden angefeindet http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2291&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=445328ca2e1dc629263a31c2a18b8f54 Spaziergänger, Jogger und Radler beschimpfen die Beschäftigten im NÜRNBERGER REICHSWALD, weil sie mit ihren Fahrzeugen Staub aufwirbeln.

    von Alexander Brock

    Waldarbeiter sind in den vergangenen Wochen häufig Zielscheibe aggressiver Spaziergänger, Jogger und Radfahrer gewesen. Vor allem im Reichswald am Nürnberger Stadtrand haben Waldbesucher oft die Contenance verloren. Der Grund: Forst-Fahrzeuge wirbeln Staub auf. Waldbesuchern fehlt oft das Verständnis für die notwendigen Baumfällarbeiten, heißt es im Forstbetrieb.

    Kritik muss Revierförster Hans- Joachim Ulrich immer wieder mal einstecken. Doch nach dem Lock- down, den Corona-bedingten Ausgangsbeschränkungen, hagelte es Anfeindungen. Die Menschen, deren Aktionsradius durch Infektionsschutzmaßnahmen eingeschränkt wurde, suchten und suchen immer noch scharenweise das Naherholungsgebiet Reichswald am Rande von Nürnberg auf. Einer der wenigen Zufluchtsorte, um der Enge zu Hause zu entkommen. „Es waren in den ersten Wochen nach der Ausgangsbeschränkung unheimlich viele Leute im Wald“, berichtet Ulrich, dessen Reichswald-Revier vom Tiergarten bis zu den Stadtteilen Zerzabelshof und Laufamholz reicht.

    Täglich streift der Förster mit seinem Geländewagen, einem Dacia, durch das Waldgebiet. Kommt er an Spaziergängern, Joggern oder Radfahrern vorbei, erntet er fast immer „böse Blicke“, die er im Rückspiegel noch wahrnimmt. „Das ist die erste Stufe. Mit der zweiten fliegen einem dann noch üble Beschimpfungen hinterher. Das meiste hör’ ich Gott sei Dank nicht, weil ich die Fenster im Auto zu hab’“, sagt er.

    Doch es kann noch ein, zwei Stufen weitergehen. „Es gibt auch Leute, die schlagen vor Wut mit der Faust auf die Motorhaube und aufs Dach meines Wagens.“ Eine weitere Variante: Waldbesucher denken erst gar nicht daran, die Forst-Fahrzeuge vorbeizulassen, sondern nötigen sie, im Schritttempo dahinter zu bleiben. „Das behindert unsere Arbeit sehr, wenn wir nicht vorbeikönnen.“ Lässt sich Ulrich in so einem Fall dann doch einmal auf eine Diskussion ein, trifft er meist auf wenig Verständnis. Nicht selten droht die Situation noch weiter zu eskalieren. Wenn er dann gar nicht mehr beruhigend einwirken kann, greift er zum Handy und kündigt an, die Polizei zu rufen. „In der Regel beeindruckt das die Aggressoren. Sie werden sanfter und scheinen zu merken, dass sie im Unrecht und zu weit gegangen sind.“ Glücklicherweise habe er bis heute den Not- ruf noch nicht wählen müssen.

    Ähnliche Erfahrungen machen laut Ulrich alle der elf Revierleiter rund um Nürnberg. So geballt wie er bekommt es aber keiner ab. „Das liegt daran, dass das Revier so nahe an der Großstadt Nürnberg liegt.“ Doch worüber regen sich die Leute auf? Es ist der Staub, besonders auf den Schotterwegen, den die Forstfahrzeuge hinter sich herziehen. Wolken, die sich über Wanderer, Jogger und Radler legen, die überholt werden. „Das ist tatsächlich schwierig. Wenn es trocken ist, wirbelt es den Staub auf. Das lässt sich nicht vermeiden, auch wenn wir nur 20 Kilo- meter pro Stunde fahren“, erklärt Johannes Wurm, Leiter des Forstbetriebs Nürnberg.

    Hinzu kommt: Die staatlichen Förster haben im Reichswald derzeit alle Hände voll zu tun. Es wird derzeit unter Hochdruck viel mehr abgeholzt und die Stämme zu Sammel- stellen transportiert als üblich. Hintergrund sind die zurückliegenden drei Dürrejahre. Die Hitze und der Mangel an Regen haben es Schädlingen wie dem Borkenkäfer leicht- gemacht, schwächelndes Gehölz zu befallen. Das aber muss laut Wurm baldmöglichst gefällt werden, um eine „Massenvermehrung der Schädlinge zu vermeiden“. Auch deswegen schlägt den Forstarbeitern oft Wut und Unverständnis von Waldbesuchern entgegen. Auch das Mail-Post- fach quillt stets über mit Beschwer- den, die in diese Richtung gehen.

    „Die Schäden an den Kiefern und Fichten sind für den Laien nicht erkennbar. Der befallene Baum wirkt auf den ersten Blick gesund.“ Doch wer genau hinschaut, so der Forstbetriebs-Chef, kann die bräunliche Verfärbung in den Kronen sehen. Nimmt man Rinde von einem befallenen Stamm ab, dann rieselt einem auch das typische Bohrmehl entgegen, das der Borkenkäfer hinterlässt.

    „Uns wird dann manchmal Geld- gier vorgeworfen, wir würden nur deshalb so viele Bäume fällen, um Profit machen zu können. Das stimmt aber nicht. Es geht uns ein- fach darum, weitere Schäden zu vermeiden“, versichert Wurm.

    Allerdings werde dem Forstbetrieb auch einiges in die Schuhe geschoben, wofür er gar nichts könne. „Im Reichswald gibt es zahlreiche Baustellen, die einen enormen Lastverkehr mit sich bringen.“ So werden aktuell Autobahnbrücken im Bereich Nürnberg-Fischbach gebaut. Oder: Die N-Ergie tauscht derzeit eine Versorgungsleitung am Hochbehälter Haidberg nördlich von Nürnberg aus. „Durch den massiven Baustellenverkehr werden Wege im Wald kaputt gefahren.“ Dass aber auch die großen Harvester, das sind spezielle Holz- ernte-Maschinen des Forstbetriebs, deutliche Spuren im Reichswald hinterlassen, will Johannes Wurm nicht verschweigen. „Auch durch unsere schweren Forstmaschinen leiden die Wege und Pfade im Reichswald.“

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    news-2290 Thu, 16 Jul 2020 13:00:30 +0200 Waldshop der Bayerischen Staatsforsten jetzt online http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2290&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9ec3d47ce993e145647362bee6944413

    Allen Waldfreundinnen und -freunden möchten die Bayerischen Staatsforsten nun die Möglichkeit geben ihre Produkte auch online zu erwerben – und zwar im BaySF Waldshop auf www.baysf-waldshop.de.

    Im BaySF-Waldshop können neben nützlichen Accessoires, wie z.B. T-Shirts, Taschen oder Mützen, auch Bücher oder Brotzeitbrettchen geordert werden. Die Produktpalette wird dabei stetig erweitert und angepasst.

    Zudem besteht die Möglichkeit sich ein Stück „Heimat“ zu reservieren. An bislang drei ausgewählten Forstbetrieben (Berchtesgaden, Kelheim, Wasserburg am Inn) kann Wildfleisch verschiedener Wildarten – Reh, Hirsch, Wildschwein und Gams – bestellt und selbst abgeholt werden. Aus Gründen der Wildbrethygiene erfolgt kein Versand. Die Bezahlung erfolgt vor Ort in den Forstbetreiben per EC-Karte.

    Ab Herbst 2020 wird für Online-Kunden ein weiteres Highlight zur Verfügung stehen: Ofenfertiges Kaminholz! An verschiedenen Forstbetrieben in Bayern kann dann Brennholz für den hauseigenen Kachelofen reserviert und selbst abgeholt werden.

    Und das Beste daran: Das Scheitholz stammt zu 100% aus nachhaltiger, heimischer Forstwirtschaft. Garantiert!

    Neugierig geworden? Hier geht’s zum BaySF-Waldshop

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    news-2289 Thu, 16 Jul 2020 09:08:36 +0200 Wegeinstandsetzung am Dreisessel http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2289&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6d31cd3861ab2239aaa522b0f680a0ab Der Forstbetrieb Neureichenau wird die geplanten Maßnahmen auf zwei „Bauabschnitte“ im Sommer/Herbst dieses Jahres und auf das Frühjahr nächste Jahr teilen, um die Menge und den zeitlichen Vorlauf für die Material-Schüttung zu reduzieren.

    Im ersten Bauabschnitt wird die „Alte Ewigkeit“ und die „Grenzstraße“ mit einer Deckschicht in der Körnung 0/22 bzw. 0/32 versehen. Dafür müssen ca. 3.600 Tonnen Material, mit einer Schütthöhe von ca. 10-15 cm aufgebracht werden. Wir rechnen mit einem Zeitbedarf von 30 Tage für das Aufbringen des Materials.

    Arbeitsbeginn ist voraussichtlich in der kw 31 mit der Materialschüttung auf der Alten Ewigkeit, anschließend wird der Forstbetrieb ab kw 36 die Grenzstraße schütten und zum Schluss den Rest der alten Ewigkeit ab der KW 39 fertigstellen. Der Grader und die Walze für den Einbau des Materials ist für den 07.10.2020 zugeteilt. 

    In der Anlage finden Sie eine Karte mit den genannten Wegeabschnitten.

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    news-2287 Mon, 13 Jul 2020 10:33:52 +0200 UN-Auszeichnung für vorbildliches Alm-Naturschutzprojekt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2287&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=59402ae1d8b6ee709f10967a75d1bb61 10. Juli 2020, Inzell, Lkr. Traunstein – Eine besondere Auszeichnung für den Artenschutz hat Forstministerin Michaela Kaniber am Freitag auf der Gaßlalm bei Inzell verliehen: Das Projekt „Biodiversitäts-Hotspot Gaßlalm“ des Forstbetriebs Berchtesgaden der Bayerischen Staatsforsten (BaySF) wurde als offizielles Projekt der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet. „In vorbildlicher Weise ist es hier gelungen, hochwertige Lebensräume wieder herzustellen und durch kontinuierliche Pflege zu erhalten“, sagte die Ministerin.

    Die bis in die 1980er Jahre beweidete Alm war danach verbuscht, die einst artenreiche Fläche und viele der dort heimischen Pflanzen- und Tierarten verschwanden. Im Rahmen des nun ausgezeichneten Projekts hat der Forstbetrieb Berchtesgaden die Gaßlalm rekultiviert, indem den Flächen durch regelmäßige Mahd und Abtransport des Mähguts Nährstoffe entzogen wurden. Der Erfolg der Anstrengungen ist eindrucksvoll: Heute können neben dem Dukatenfalter, einer Rote-Liste-Art, 74 weitere seltene Arten nach-gewiesen werden. Auf der Almfläche mit alten Verlandungszonen und Moorflächen des Frillensees finden sich vielfältige natürliche Strukturen und Lebensräume. „Dieses Projekt leistet einen wichtigen Beitrag für den Schutz und Erhalt unserer bayerischen Natur“, so die Ministerin.

    Die UN-Dekade Biologische Vielfalt (2011 - 2020) ist eine Initiative der Vereinten Nationen zum weltweiten Erhalt der biologischen Vielfalt, im Zuge dessen besondere Vorhaben als „UN-Dekade Projekt“ geehrt werden.

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    news-2286 Fri, 10 Jul 2020 12:54:58 +0200 Bodenmais heizt klimafreundlich mit Waldenergie http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2286&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=861db5c0dbcb8c30a974c0431595da01 Gemeinde, BTM und Bayerische Staatsforsten starten gemeinsame Nachhaltigkeits-Kampagne

    9. Juli 2020, Bodenmais - Das Thema Nachhaltigkeit spielt eine immer größere Rolle - auch im Tourismus. "Urlaubsentscheidungen werden immer häufiger auch dadurch beeinflusst, wie klimafreundlich und ökologisch die Reise, das Hotel, das Restaurant ist", erklärt Marco Felgenhauer, Geschäftsführer der Bodenmais Tourismus & Marketing GmbH (BTM). Aus diesem Grund hat die BTM gemeinsam mit der Gemeinde Bodenmais und der Waldenergie Bodenmais GmbH (WEBo), die als 100prozentige Tochter der Bayerischen Staatsforsten das Biomasseheizwerk betreibt, nun eine Nachhaltigkeits-Kampagne mit dem Motto "Wir heizen für Sie mit Waldenergie. Nachhaltig. Regional. Klimafreundlich." gestartet.

    Bereits über 60 Abnehmer am Heizwerk angeschlossen

    Bei einem Vor-Ort-Termin am Bodenmaiser Biomasseheizwerk wurde nun eine zweimal drei Meter große Tafel enthüllt, auf der der neue Slogan prangt. Die Tafel gibt es auch im Kleinformat, gefertigt von Holz.Lieb.Ich aus Zwiesel, passenderweise eine grüne Manufaktur. Die kleinen Holztafeln, die aus heimischen Hölzern hergestellt wurden, können sich nun alle, die ihre Energie aus dem Biomasseheizwerk beziehen, am Eingang oder an der Rezeption aufhängen. Inzwischen werden bereits über 60 Betriebe, öffentliche Einrichtungen und Privathäuser, darunter das Silberberg Hallen- und Freibad, das Vital-Zentrum, mehrere Hotels, Pensionen und Gaststätten, das neue Camping-Resort, Joska Kristall, die Schule, das Rathaus, das Feuerwehrhaus sowie die Silberberg-Klinik von der Waldenergie Bodenmais mit klimafreundlicher Wärme versorgt. Tendenz steigend.

    "Der Landkreis Regen ist der waldreichste Landkreis Deutschlands, da passt es wie die Faust aufs Auge, dass in Bodenmais mit seinen vielen Hotels und touristischen Einrichtungen mit klimafreundlicher Waldenergie geheizt wird", erklärt Reinhard Strobl, der bis vor kurzem Bereichsleiter Immobilien bei den Bayerischen Staatsforsten war und nun seinen verdienten Ruhestand genießt. Strobl war einer der beiden Gesellschafter der BaySF für die WEBo; er hat das Projekt des Bodenmaiser Biomasseheizwerkes von Anbeginn begleitet.

    "Kürzere Wege gibt es wohl kaum"

    Bürgermeister Joli Haller pflichtet ihm bei: "Wir finanzieren hier keine Fantasien irgendwelcher Scheichs in Dubai. Wir haben alles vor Ort: Die Bäume für die Hackschnitzel, die Holzfäller, den Häcksler. Kürzere Wege gibt es wohl kaum." Die im Bodenmaiser Biomasseheizwerk verwendeten Hackschnitzel kommen ausschließlich aus der Region, von gehackten Fichtengipfeln. "Es wird nur Material verheizt, das im Forstbetrieb anfällt", betont Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl, der zugleich Geschäftsführer der Waldenergie Bodenmais GmbH ist. Auf kurzem Wege werden die Waldhackschnitzel aus den Wäldern rund um Bodenmais zum Heizkraftwerk geliefert.

    Jährlich werden rund 1,3 Millionen Liter Heizöl eingespart

    Ein kleines Rechenbeispiel, wie klimafreundlich das Biomasseheizwerk, das bereits 2011 in Betrieb ging, ist: Es wird so viel Wärme produziert, dass jährlich rund 1,3 Millionen Liter Heizöl eingespart werden können. "Rechnerisch werden so jedes Jahr etwa 3.500 Tonnen CO2 vermieden", weiß Jürgen Völkl. Damit erreicht die Gemeinde Bodenmais die Klimabündnisziele hinsichtlich der CO2-Reduktion.

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    news-2345 Tue, 07 Jul 2020 07:06:00 +0200 Wildes Grillen mit Reh und Wildschwein http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2345&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=210093d36cff520ef2cfa837c8ac2d60 07. Juli, Allersberg - Die Jagdzeit auf Reh und Wildschwein ist offen. Was diese Tiere in Wald und Feld weniger freut, ist für Liebhaber von Wild auf dem Teller ein freudiges Ereignis. Besteht doch wieder die Möglichkeit Wildbret aus der Region direkt vom Forstbetrieb Allersberg zu erwerben. Der Zugang zur Verkaufstheke wurde so gestaltet, dass Wildbret-Freunde auch in Corona-Zeiten ohne Bedenken einkaufen können.

    Gerade jetzt im Sommer bietet es sich an, Wildfleisch auf den Grill zu legen. Bernhard Wallraff, stellvertretender Leiter des Forstbetriebes und professioneller Hobbykoch, empfiehlt dafür Rehrücken-Medaillons oder Keulensteaks von Reh und Wildschwein. Wildbret ist nicht nur wohlschmeckend, sondern auch sehr gesund und fettarm, enthält wenig Cholesterin, dafür wichtige Nährstoffe. Das liegt an der artgerechten Lebensweise der Wildtiere, die sich viel bewegen und fressen, was die Natur zu bieten hat - kein künstliches Futter, keine Antibiotika, keine Medikamente. Alles in allem: Mehr Natur geht nicht!

    Bei der Jagd gehe es aber nicht nur um die Bereitstellung von Wildbret, ergänzt Harald Schiller, der kommissarische Leiter des Forstbetriebes Allersberg. Verantwortungsvolle Jagd trage dazu bei, ein Gleichgewicht zwischen Wald und Wild herzustellen und zuhalten. Das ist wichtig für den Waldumbau hin zu artenreichen Mischwäldern und eine nachhaltige Waldwirtschaft. Nur mit angepassten Wildbeständen kann es gelingen, die Herausforderungen des Klimawandels zu meistern und natürliche, stabile Mischwälder nachzuziehen. Und wenn das auch noch zu einer leckeren gesunden Mahlzeit führt, ist das für den Wald und den Wildbret-Genießer eine feine Sache.

    Wer auf den Geschmack gekommen ist: Die Verkaufstheke des Forstbetriebes befindet sich in der Kolpingstraße 7 in Allersberg. Jeweils dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 14 bis 16 Uhr kann küchenfertig portioniertes und tiefgekühltes Fleisch von Reh und Wildschwein erworben werden. Ebenso das Kochbuch "Wilder Genuss" von den Bayerischen Staatsforsten.

    Kostenlose Tipps zur Zubereitung gibt es aber auch vom Verkaufsteam des Forstbetriebes oder auf unserer Rezepte Seite auf unserer Homepage. 

    Nähere Infos zum Forstbetrieb Allersberg finden Sie auf unserer Homepage.

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    news-2284 Mon, 06 Jul 2020 13:53:28 +0200 Wild vom Grill http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2284&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bbc1dea835f88a089affd157feb537ae Reh und Wildschwein vom Grill - kulinarische Highlights aus dem Wildstadl Forstenried des Forstbetriebs München der Bayerischen Staatsforsten AöR

    3. Juli 2020, München -  In den Staatsjagdrevieren des Forstbetriebes München werden auf über 19.600 ha Jagdfläche alljährlich und nachhaltig rd. 1.300 Stück Rehwild, mehr als 100 Stück Dam- und Rotwild und rd. 350 Wildschweine erlegt.

    Wild lebt und ernährt sich in der freien Natur. Es ist gleichsam der Inbegriff artgerechter Tierhaltung. Wildprodukte sind der Idealfall der biologischen und regionalen Erzeugung. Sie sind fett- und cholesterinarm, von höchster Qualität, reich an Vitaminen und lebenswichtigen Spurenelementen.

    Frisches Wildbret direkt aus dem Staatswald kann seit 3 Jahren am Wildstadl Forstenried des Forstbetriebs München gekauft werden. Das Angebot ist vielfältig. Es reicht von Wildfleisch in küchenfertigen Portionen über Wildschinken und -salami bis Wildschweinbolognese und Rehcurry.

    Neu im Angebot sind Bratwürste und Steaks vom Reh und Wildschwein. Selbst bei versierten Grillern noch wenig bekannt, bringen sie alle kulinarischen Voraussetzungen mit, um das Highlight auf jedem sommerlichen Grillrost zu werden.

    Eine Geschmacksprobe - frisch vom Grill - konnten die Kunden des Wildstadls am vergangenen Freitag genießen. Fazit: Die klassische Rehkeule im Bratofen geschmort ist zwar nicht out, sie hat aber zumindest im Sommer mit Wildschweinbratwurst und Rehsteak vom Grill ernste Konkurrenten bekommen.

    Weitere Informationen zu Angebot und Öffnungszeiten des Wildstadls Forstenried am Forstbetrieb München finden Sie auf unserer Homepage

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    news-2283 Mon, 06 Jul 2020 13:09:30 +0200 Sicherheit und Naturschutz im Teufelsloch: Schwierige Baumfällung http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2283&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8e3323a6f0ef101ae220fcbbbc14258a 03. Juli 2020, Bayreuth/Waldhütte - Das „Teufelsloch“ zwischen Oberwaiz und der Gaststätte Waldhütte in der Gemeinde Eckersdorf ist ein naturnahes Schutzgebiet mit einem beliebten Wanderweg zwischen Felsblöcken, Bach und uralten Bäumen. Spezialisten der Bayerischen Staatsforsten mussten dort mehrere Bäume fällen, die durch den Borkenkäfer abgestorben sind und die benachbarte Brücke sowie Autofahrer und Radfahrer gefährdet haben. Die gefällten Bäume bleiben als liegendes Totholz im Wald und sind Lebensraum für verschiedene Pflanzen- und Tierarten.

    Die Buchen zeigen sich durch den Regen der vergangenen Wochen im sattgrünen Laub, die Sonne scheint vom blauen Himmel und im „Teufelsloch“ zwischen Oberwaiz und der Gaststätte Waldhütte tun sich sonderbare Dinge. Bunte Seile hängen an einigen abgestorbenen, großen Fichten. Waldarbeiter in oranger Warnkleidung klettern auf Bäume. Forstschlepper spannen Seile um dicke Fichten in die richtige Richtung zu lenken.

    Maike Adam, seit April neue Leiterin des Forstreviers Waldhütte der Bayerischen Staatsforsten, hat in den vergangenen Wochen festgestellt, dass im Naturschutzgebiet „Teufelsloch“, durch das ein wunderschöner Wanderweg führt, mehrere Fichten vom Borkenkäfer zum Absterben gebracht worden sind. Weil sie in unmittelbarer Nähe zur Brücke an der Gemeindeverbindungsstraße stehen, müssen diese Fichten gefällt werden.

    Sie sind bereits ohne Rinde und von Ihnen geht keine Gefahr durch Borkenkäfer mehr aus, aber bei einem Sturm könnten Sie auf die Brücke oder Straße stürzen. Forstwirtschaftsmeister Rainer Schmidt steigt als erfahrener Baumkletterer auf die zu fällenden Bäume und bringt die Seilsicherung an, mit der die Bäume weg von der Brücke gelenkt werden können. Die Forstwirte Jochen Kilian, Andres Frey und Helmut Schwarz fällen zielgenau die Bäume und sichern abwechselnd die öffentliche Straße ab. Einzelne der gefällten Fichten bleiben im wildromantischen „Teufelsgraben“ liegen und verstärken den Eindruck des „Abenteuerwaldes“. Die restlichen Bäume werden nicht aufgearbeitet und verkauft, sondern an geeigneter Stelle im gleichen Waldbestand als liegendes Totholz belassen. Damit verbleibt das Holz als wichtiger Bestandteil in diesem „Trittstein natürlicher Waldentwicklung“ und kann als Lebensraum für Pilze, Flechten, Farne, Amphibien und Insekten dienen sowie Geburtsstätte für neue Bäume werden, die sich auf den liegenden Baumstämmen in den nächsten Jahren über Samen natürlich ansiedeln.

    „Ich bin zufrieden, dass wir in einer aufwändigen Aktion die Sicherheit der Straßennutzer herstellen konnten und die vor wenigen Jahren mit Sandstein sanierte Brücke unbeschadet erhalten haben. Der wildromantische Charakter des „Teufelsloch“ bleibt gewahrt und die entnommenen Bäume können im Schutzgebiet verbleiben“ ist das Fazit von Forstbetriebsleiter Fritz Maier nach Abschluss der Aktion. „Mein Dank gilt auch unseren hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für Ihre gute Arbeit und die Berücksichtigung aller wichtigen Faktoren in diesem sensiblen Bereich“.

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    news-2282 Mon, 06 Jul 2020 08:06:59 +0200 100 Jahre Forstbetrieb Coburg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2282&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=52853d0aa20f0076272582f748d76f16 06. Juli 2020, Coburg - Zum 1.Juli 2020 feierte der Forstbetrieb Coburg (Forst-und Domänenamt) sein 100jähriges Bestehen. Die Grundlage hierfür war der Staatsvertrag vom 14.Februar 1920 mit in Krafttreten zum 1.Juli 1920. Damals trat Carl Eduard von Sachsen-Coburg-Gotha u.a. seine Wälder und landwirtschaftlichen Flächen an den Freistaat Bayern ab, natürlich mit weisen Bedingungen verknüpft.

    Parallel ein her ging die Vereinigung des Freistaates Coburg mit dem Freistaat Bayern. Bedingung seinerzeit war, das die Waldungen, Güter und sonstige Liegenschaften von einer in Coburg zu errichtenden Staatlichen Behörde (Forst-und Domänenamt) zu verwalten sind. Der Forstbetrieb in seiner jetzigen Form umfasst ca. 8500 ha und hat etliche Reformen überlebt. Der Wald hat sich jedoch geändert. Während vor 100 Jahren noch Nadelgehölze wie Kiefer und Fichte dominierten, haben Stürme und Borkenkäfer dem Laubholz nunmehr eine führende Rolle ermöglicht - eine in Zeiten des Klimawandels sehr positive Entwicklung.

    Daneben verwaltet der Forstbetrieb der Bayerischen Staatsforsten  ca. 1000ha landwirtschaftliche Flächen und zahlreiche Immobilen wie z.B. den Prinzregententurm am Muppberg, die Ernstfarm oder den Schweighof - überwiegend im Rahmen von Pacht- oder Gestattungsverträgen.

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    news-2288 Mon, 06 Jul 2020 00:00:00 +0200 Forstbetrieb Oberammergau unter neuer Leitung http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2288&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1095a2739398f40271f3d60a59f35276 Markus Achhammer folgt auf Nikolaus Stöger Nach einer fast 45 Jahre dauernden forstlichen Laufbahn verabschiedet sich Forstbetriebsleiter Nikolaus Stöger Ende Juli in den Ruhestand. Sein Nachfolger, Markus Achhammer, ist in Oberammergau kein Unbekannter: Seit 2006 leitet er das ebenfalls in Oberammergau ansässige Zentrum für Energieholz der Bayerischen Staatsforsten.

    Eine forstliche Institution geht in Ruhestand. Zählt man das Studium an der Friedrich-Wilhelm-Universität in Bonn hinzu, hat Stöger eine fast 45jährige Forstlaufbahn hinter sich. Eine Laufbahn, die sich sehen lassen kann, wie Vorstand Reinhardt Neft betont: „Herr Stöger hat sein Fachwissen in unterschiedlichen Funk­tionen zum Wohle des Waldes eingebracht. Er kann mit Stolz auf seine Leistungen zurückblicken. Die Bayerischen Staatsforsten sind dankbar für das großartige Engagement von Herrn Stöger,“ so Neft.

    Stöger war nach dem Forststudium unter anderem an den Oberforstdirektionen Würzburg und München tätig und erweiterte bei verschiedenen Auslandseinsätzen seinen forstlichen Horizont. 1993 kehrte der gebürtige Garmisch-Partenkirchener zurück in seine Heimat, als er im nahe gelegenen Mittenwald den Posten des stellvertretenden Forstamtsleiters übernahm. Nach der Forstreform im Jahr 2005 übernahm Stöger zunächst die Leitung des Forstbetriebs Landsberg, ehe er 2016 nach Oberammergau wechselte. „Eine glückliche Fügung“, wie Stöger betont. „Es erfüllt mich mit großer Zufriedenheit, dass ich die letzten Berufsjahre in meinem Heimartort verbringen durfte.“ Er freut sich vor allem auf mehr Zeit im Kreis seiner Familie und Freunde, auf ausgedehnte Wanderungen in den urwüchsigen Wäldern des Ammergebirges. Und natürlich auf mehr Zeit für die Jagd mit „Anni“, seiner 5-jährigen Dachsbracke.

    Der Nachfolger Markus Achhammer, sagte Neft, könne sich auf einen der schönsten Forstbetriebe in ganz Bayern freuen. „Ich bin sicher, dass Sie die hervorragende Arbeit Ihres Vorgängers weiterführen werden.“ Für den 53jährigen gebürtigen Oberpfälzer geht nach eigenen Worten ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: „Ich kann einen sehr gut sortierten, vielfältigen und interessanten Betrieb übernehmen. Den Wald zu nutzen und gleichzeitig die Biodiversität zu erhalten ist meine Idealvorstellung einer modernen und naturnahen Waldbewirtschaftung. Wir arbeiten hier in einem wunderschönen Naturraum mit einer prächtigen Kulturlandschaft.“ 

    Achhammer trat nach dem Studium an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München seinen Dienst am Forstamt Ansbach an und wechselte anschließend zur dortigen Oberforstdirektion. 1996 wechselte er an die Forstdirektion Mittelfranken, wo er als Forsteinrichter und Spezialkundenbetreuer für Nadel-Industrieholzsortimente eingesetzt wurde. Im Jahr 2000 wechselte er an die Forstdirektion Oberbayern-Schwaben nach Augsburg. Nach der Forstreform übernahm Achhammer zunächst die Stelle als Kundenbetreuer Industrieholz am Forstbetrieb in Oberammergau, 2006 wurde er Leiter des neu gegründeten Zentrums für Energieholz in Oberammergau.

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    news-2281 Thu, 02 Jul 2020 15:55:35 +0200 Wohnraum für den Habichtskauz http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2281&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4db6b8d8a8de30c446ee93631ea08c2f Forstbetrieb Fichtelberg baut und montiert Nisthöhlen für Nachtvögel

    01. Juli 2020, Fichtelberg – Der Forstbetrieb Fichtelberg schafft mit  weiteren Großnistkästen Nistmöglichkeiten für Eulenvögel im Fichtelgebirge - aktuell im Steinachtal bei Weidenberg. Damit unterstützen die Bayerischen Staatsforsten die Wiedereinbürgerung vom Habichtskauz.

    „Simon, zieh an“. Schwer ächzt Forst-Azubi Julian Brandner, der gut gesichert auf einer Leiter in sechs Meter Höhe an einer Buche steht und gemeinsam mit seinen Kollegen Simon Franz, Christian Schneider und ihrem Ausbilder Korbinian Scherm vom Forstbetrieb Fichtelberg mit einem Flaschenzug einen fast 20 kg schweren Kasten nach oben hievt. Zusammengezimmert haben die Nisthöhle die Auszubildenden des Forstbetriebs. Dort drin sollen sich zukünftig Habichtskäuze wohlfühlen.

    Die knapp 60 cm große Eulen-Art war in Mitteleuropa fast ausgestorben. Das natürliche Verbreitungsgebiet dieser Nachtgreifvögel reichte ursprünglich von den Wäldern hier quer durch den eurasischen Kontinent bis an den Pazifik im fernen Osten. Durch Veränderung der Umwelt, aber auch durch Bejagung wurden die Habichtskauzbestände im vergangenen Jahrhundert stark dezimiert. Vor einigen Jahren startete deshalb der Verein für Naturschutz und Landschaftspflege  (VLAB e.V.) - ein Wiederansiedelungsprojekt. Dafür betreibt der Naturschutzverband im Steinwald und im Fichtelgebirge mehrere Auswilderungsvolieren, aus denen alljährlich nachgezüchtete, junge Habichtskäuze in die Freiheit entlassen werden. Langfristiges Ziel ist es, wieder eine lebensfähige Population dieser Eulen-Art in Nordostbayern zu begründen.

    „Die Bayerischen Staatsforsten unterstützen das Projekt gerne“ versichert Peter Schöffel, Förster im Revier Weidenberg und begeisterter Naturschützer. „Wir bauen für die Habichtskäuze Nisthöhlen und montieren sie an geeigneten Stellen. Aber auch unsere Waldbewirtschaftung hin zu lichten Mischwäldern kommt den Tieren zu gute. Abgebrochene Baumstümpfe lassen wir regelmäßig stehen oder stellen sie sogar her, indem wir die Baumkronen in drei bis sechs Meter Höhe kappen. Wir schaffen Lichtungen mit einem vielfältigem Angebot an Blütenpflanzen, die von Bienen und Insekten genutzt werden und auch dem Habichtskauz als Jagdgebiet dienen.“

    Im bodennahen Flug versuchen die Nachtvögel Mäuse und anderes Kleingetier zu fangen. Deshalb ist heute der Straßenverkehr eine ernsthafte Bedrohung für die Tiere.

    „Aktuell montieren wir zehn dieser Nisthilfen im Bereich des Steinachtales am Westrand des Fichtelgebirges“ erklärt Peter Schöffel. „Zusammen mit den in den letzten Jahren gebauten Nistkästen bieten wir jetzt fast 50 solche künstlichen Baumhöhlen im westlichen und südlichen Fichtelgebirge.“

    Aber nicht nur dem Habichtskauz hilft die Aktion. Auch andere Arten nutzen die Kästen. So werden regelmäßig Waldkauz-Bruten in den Nisthöhlen festgestellt. Ebenso fühlen sich Baummarder in den Kästen zuhause.

    Mittlerweile ist die Nisthöhle an ihrem Platz hoch oben in der Baumkrone, gut festgezurrt mit Spanngurten, so dass der Baum nicht beschädigt wird. Jetzt haben die Vögel dort freien An- und Abflug zu ihrer neuen Wohnstätte. Und eine schöne Aussicht über das Steinachtal. Peter Schöffel ist zufrieden: „Ein guter Platz – wenn ich Habichtskauz wäre, würde ich hier einziehen.“

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    news-2280 Thu, 02 Jul 2020 11:42:35 +0200 "Viele Gesichter, ein Wald" - der neue BaySF-Film http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2280&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4eaf0fb203c1032638cd7381e4f7f00b 02. Juli 2020, Regensburg - Wie beschreibt man ein Unternehmen wie die Bayerischen Staatsforsten in 180 Sekunden? Wir haben es versucht. Nein, keine Geschichte, sondern mit kurzen Blicken auf Mensch und Natur. Und zum Schluss fügt sich das Mosaik zu einem Bild: WIR ALLE sind die Bayerischen Staatsforsten.

    Ein Film zum 15-jährigen Jubiläum der Bayerischen Staatsforsten - Reinschauen lohnt sich!

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    news-2279 Thu, 02 Jul 2020 11:35:50 +0200 BR24-Beitrag: "Nürnberger Reichswald - Angriffe auf Waldarbeiter" http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2279&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a1688b8564ec69fed307992f50a5d4f2 02. Juli 2020, Regensburg - In einem kurzen TV-Beitrag berichtet der Bayerische Rundfunk über aktuelle Begegnung zwischen Nürnberger Waldarbeitern mit Spaziergängerinnen und Spaziergängern:

    "Nürnberger Waldarbeiter klagen derzeit über massive Anfeindungen. Ein Förster sagte dem BR, er müsse einmal pro Woche mit der Polizei drohen. Spaziergänger beschweren sich über Staubwolken und ihrer Ansicht nach zu viele gefällte Bäume." - so der BR

    Den Beitrag sehen Sie hier in der BR-Mediathek.

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    news-2278 Wed, 01 Jul 2020 10:42:25 +0200 Borkenkäfer-Newsticker der Bayerischen Staatsforsten: Juni 2020 Regensburg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2278&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4d0784ec59c3625cabb4fa3896f31a14 Vergleichsweise mehr Niederschläge und keine Temperaturrekorde:
    Im Juni wieder rückläufige Borkenkäferzahlen im bayerischen Staatswald

    01. Juli 2020 – Gute Nachrichten aus dem Staatswald: Zum zweiten Mal in Folge sinken die käferbedingten Schadholzmengen im Vergleich zum Vorjahr. Nachdem bereits im Mai 2020 weniger Borkenkäferholzmengen als im Mai 2019 verbucht wurden, liegen auch die Juni-Zahlen unter denen des Vorjahres. Die Borkenkäfersuche und -aufarbeitung bleibt aber zentrale Aufgabe, um den Wald bestmöglich zu schützen. Denn Ende Juni stiegen die Temperaturen und vor allem in den besonders gefährdeten Gebieten im Norden und Osten Bayerns schwärmten große Mengen der gefährlichen Käfer aus.

    Juni 2020 – Aktuelle Situation und Zahlen

    Die Borkenkäferzahlen sind im Vergleich zum letzten Jahr gesunken. Und anders als im Mai liegen die Zahlen sogar unter dem 5-Jahres-Durchschnittswert. Dennoch heißt es, weiter konsequentes Borkenkäfermanagement betreiben und nicht unvorsichtig werden:

    ·        Gebuchte Käferholzmenge Juni 2020: rund 42.000 fm

    ·        Gebuchte Käferholzmenge Juni 2019: rund 103.000 fm

    ·        Gebuchte Durchschnitts-Käferholzmenge Juni der letzten 5 Jahre: rund 64.000 fm

    Auch kumuliert sind die Werte für Mai/Juni 2020 mit 121.000 fm im Vergleich zum selben Zeitraum des Jahres 2019 mit 192.000 fm (-37 Prozent) gesunken.

    Interpretation

    „Der verhältnismäßig kalte und nasse Juni hat uns bisher in die Karten gespielt. Das hat die Entwicklung der Borkenkäfer etwas gebremst und die Abwehrkraft der Fichten gestärkt“, so ein Sprecher der Bayerischen Staatsforsten. Der Regen hat für die Försterinnen und Förster aber auch eine Kehrseite: „Je nasser es ist, desto schwerer fällt es auch, vom Borkenkäfer befallene Bäume zu finden“, so der Sprecher weiter. Denn wenn es nass ist, wird das Bohrmehl der Käfer, das sich bei Trockenheit gut sichtbar am Stamm ablagert, einfach abgewaschen und die Borkenkäfer-Sucher können nichts finden. Deswegen muss die Aufmerksamkeit bei der Borkenkäfersuche und die Geschwindigkeit bei der Abfuhr des Holzes aus dem Wald hoch bleiben. „Nur, wenn wir so konsequent wie bisher weiterarbeiten, schaffen wir es, den Wald bestmöglich zu schützen und zu erhalten.“

    Hintergrund / Wissenswerte

    Als „Borkenkäfer-Hotspots“ kristallisieren sich momentan Nordbayern – und hier besonders der Frankenwald – sowie der Bayerische Wald heraus. Hier gibt es hohe Fangzahlen in den Borkenkäferfallen. Um die Beschäftigten in diesen Regionen vor Ort bei der Käfersuche zu unterstützen, helfen Forstwirte aus anderen Staatsforstbetrieben in diesen Regionen, damit Käferbäume schnellstmöglich gefunden und aus dem Wald gebracht werden können.

    Im Süden und Südwesten ist es hinsichtlich des Borkenkäfers verhältnismäßig ruhig. „Im Südwesten werden gerade die letzten Schäden des Februarsturms Sabine aufgearbeitet. Durch eine wahrhafte Energie-Leistung ist es den Mitarbeitern dort gelungen, das Sturmholz aus dem Wald zu bringen und so den Käfern kein neues Brutmaterial zu bieten“, so der Sprecher weiter.

    Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten. Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre ist mit dem Höhepunkt der Borkenkäferwelle bis Mitte August zu rechnen. Wenn es bis dahin weiter ausreichend Niederschläge gibt, könnte die Borkenkäfersaison 2020 im Staatswald im Vergleich zum letzten Jahr etwas glimpflicher ausfallen.

    Hier können Sie den ersten Newsticker nachlesen: Borkenkäfer-Newsticker Mai 2020

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    news-2277 Wed, 01 Jul 2020 07:04:21 +0200 Personalwechsel in Neuhütten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2277&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=47b7fe431fcf7e5384ac813ed40279aa 1. Juli 2020, Heigenbrücken - Zum 1. Juli verlässt unsere Revierleiterin Franziska Partenhauser (auf dem Bild rechts) das Staatswaldrevier Neuhütten. Sie bleibt bei den Bayerischen Staatsforsten jedoch erhalten, wechselt aber aus privaten Gründen an ein Staatswaldrevier im Landkreis Bad Kissingen. Forstbetriebsleiter Joachim Keßler bedankte sich ausdrücklich für die hervorragende Arbeit und ihr Engagement im Nordspessart. Ihr Nachfolger im Revier wird Konrad König (im Bild links). Der 34 jährige Forstingenieur ist nun zuständig für rund 1.800 Hektar Staatswald zwischen Neuhütten und Rechtenbach (Lkr. Main-Spessart).

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    news-2276 Mon, 29 Jun 2020 07:09:17 +0200 Beitrag zum Erhalt von Bergwald und alpiner Landschaft http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2276&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=86fe0003a0affd4c47ce3a6564445f70 Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

    Kaniber besichtigt Wald-Weide-Neuordnung auf Mordaualm

    26. Juni 2020, Ramsau, Lkr. Berchtesgadener Land – Um die Verjüngung des Bergwalds zu beschleunigen und dadurch seine Schutzfunktion zu verbessern, haben sich auf der Mordaualm im Lattengebirge Bergbauern und Staatsforsten auf eine Weiderechtsbereinigung geeinigt: Aus rund 300 Hektar Bergwald wird das Almvieh herausgenommen.

    Es weidet künftig auf rund drei Hektar zusätzlichen Lichtweideflächen, die von den Staatsforsten zur Verfügung gestellt wurden. Nach den Worten von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, die sich am Freitag vor Ort über die Neuordnung informierte, ist die gütliche Einigung ein Gewinn für die ganze Gesellschaft. „Von der Neuordnung profitieren nicht nur der Bergwald und die Almbauern, sondern die ganze Gesellschaft. Denn damit wird auch die alpine Kulturlandschaft in dieser Region erhalten“, sagte Kaniber. Die fairen Verhandlungen zwischen dem Forstbetrieb und den Almbauern hätten gezeigt, dass dabei alle an einem Strang ziehen. „Unsere Almbauern sind hier sehr kompromissbereit, auch wenn es um ihre althergebrachten Rechte geht“, sagte die Ministerin.

    Die traditionsreiche Mordaualm befindet sich, wie viele der oberbayerischen Almen, auf Staatsgrund. Die Almbauern verfügen hier über teilweise Jahrhunderte alte Weiderechte auf Lichtweiden und in Wäldern. Eine Weiderechtsbereinigung ist nur auf freiwilliger Basis möglich. Die Almbauern verzichten auf ihr Weiderecht im Wald und erhalten dafür zusätzliche Lichtweideflächen für das Weidevieh. So wird die Schutzfunktion des Bergwaldes verbessert und die Bewirtschaftung der Almbetriebe gesichert. Der charakteristische Wechsel von Wäldern und Lichtweiden bleibt so er-halten. Viele der oberbayerischen Almen wurden nach diesem Beispiel bereits bereinigt.

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    news-2274 Fri, 26 Jun 2020 10:56:30 +0200 Bayerische Staatsforsten mit neuem Finanzchef http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2274&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=45bf1acdad993c46b6e7affceb2c5097 Pressemitteilung des StMELF (26. Juni 2020) München - Manfred Kröninger wird Finanzvorstand der Bayerischen Staatsforsten. Das hat der Aufsichtsrat des Unternehmens in München beschlossen. Wie die Vorsitzende des Gremiums, Forstministerin Michaela Kaniber mitteilte, übernimmt mit Kröninger ein langjähriger Kenner der Forst- und Holzbranche die Finanzverantwortung im größten deutschen Forstbetrieb. Er wird ab 1. August das bisherige Führungsduo um den Vorstandvorsitzenden Martin Neumeyer und Reinhardt Neft verstärken.

    Nach Aussage der Ministerin fällt die Berufung Kröningers in wirtschaftlich schwierige Zeiten für das Unternehmen: „Wir stehen vor gewaltigen Herausforderungen – und das in einer außerordentlich angespannten Marktsituation“. Insbesondere der forcierte Umbau der Staatswälder hin zu Klimawäldern, die wachsenden Bedürfnisse der Gesellschaft nach Artenvielfalt bei gleichzeitig nachhaltiger Holznutzung und der Umgang mit klimabedingten Waldschäden bedeuten in Summe einen immensen Aufgabenzuwachs. Zugleich belasten die Holzmarktkrise und die Auswirkungen der Corona-Pandemie die Finanzen des Unternehmens erheblich.

    Manfred Kröninger ist studierter Forstingenieur und ausgewiesener Finanzexperte. Der 54-Jährige war von 2005 – 2010 bereits als Teilbereichsleiter für Finanzen, Rechnungswesen und Steuern für das Unternehmen tätig und leitet derzeit das Haushaltsreferat des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Kröninger wird künftig die Bereiche „Finanzen-Controlling-Einkauf“, „Informations- und Kommunikationstechnik“ sowie die Interne Revision der Bayerischen Staatsforsten verantworten.

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    news-2275 Fri, 26 Jun 2020 08:35:00 +0200 Brunnen sucht Namen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2275&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d5af87f3f16111e2309c7ff44863bf96 Forstbetrieb übergibt neuen Brunnen am Walderlebnispfad Bischofsgrün (24.06.2020) Bischofsgrün. – Einen neuen Brunnen hat der Forstbetrieb Fichtelberg am Walderlebnispfad Bischofsgrün der Öffentlichkeit übergeben. Für den Wasserspender wird noch ein Name gesucht.

    Fröhlich plätschert am Walderlebnispfad oberhalb von Bischofsgrün das Wasser in einen neuen Granitbrunnen hinein. Hier hat der Forstbetrieb Fichtelberg mit Unterstützung durch das Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten in Bayreuth eine neue Attraktion geschaffen. Aus heimischem Granit wurde ein Brunnen errichtet, der Fichtelgebirgsverein stattete den Platz mit einer Bank aus, zum Ausruhen und Verweilen. Jetzt wurde die Einrichtung offiziell übergeben.

    Werner Schmidt, der örtlich zuständige Förster und wichtiger Ideengeber für den Walderlebnispfad freute sich über die Neuerung: „Gerade in diesem Jahr entdecken die Menschen ihre Heimat neu und kommen zum Wandern ins Fichtelgebirge. Hier können sie sich erfrischen und rasten.“

    Darüber hinaus wurde von den Bayerischen Staatsforsten die Stationen am Walderlebnispfad überholt und neue Attraktionen eingebaut. So wurde die Jagdstation mit neuen Tiersilhouetten ausgestattet, die Stempel für die Tierspuren erneuert und der Sickerversuch wieder instandgesetzt. „Wir bieten hier ein tolles Freizeit- und Erholungsangebot für die örtliche Bevölkerung und Gäste in der Region“, so der Förster.

    Michael Schreier, Bürgermeister von Bischofsgrün, dankte Werner Schmidt für sein Engagement als Ideengeber und „Motor“ des Walderlebnispfades. „Wasser ist immer ein Anziehungspunkt für Groß und Klein und hier können es die Besucher erleben“, so das Gemeindeoberhaupt. Zugleich dankte er dem Forst für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung, gerade auch bei kommunalen Projekten.

    Gesucht wird noch ein passender Name für den Brunnen. Anregungen dafür nehmen die Gemeinde Bischofsgrün, die Touristinfo in Bischofsgrün und Förster Werner Schmidt gerne entgegen. Aus den eingereichten Vorschlägen wird Mitte September ein Name ausgewählt, der Ideengeber wird mit einem kleinen Preis belohnt.

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    news-2273 Wed, 24 Jun 2020 08:22:51 +0200 Forstbetrieb Ebrach: Waldführungen mit Försterin und Förster starten wieder http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2273&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=138026d94fc0e8c8dd3329d685046c60

    Die wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Waldführungen mit den Försterinnen und Förstern des Forstbetriebs werden wieder aufgenommen.

    Wegen der aktuellen Hygienestandards werden Interessenten gebeten, sich per Email (info-ebrach@baysf.de) oder per Telephon (09553 9897-0) anzumelden, damit die Kontaktdaten erhoben werden können. Zudem bitten wir, bei den Waldbegängen den Mindestabstand von 1,50 Metern zu beachten sowie einen Mund-Nasenschutz bereit zu halten. Personen mit Erkrankungen bitten wir auf eine Teilnahme zu verzichten.

    Mit den Führungen informieren die Försterinnen und Förster über das Naturschutz-integrative Waldbewirtschaftungskonzept, welches der Forstbetrieb Ebrach seit Jahren praktiziert. Es handelt sich um ein optimiertes Konzept, das sowohl die Belange des Natur- und Artenschutzes, der Erholungsfunktion des Waldes wie auch die Interessen der Holzverarbeiter in der Region berücksichtigt. Auch Themen wie die bisherigen und neu ausgewiesenen Naturwaldflächen, die Auswirkung der Klimaveränderung, die Maßnahmen zur Erhaltung der Wälder mit ihren vielfältigen Leistungen und die Möglichkeiten von Forst- und Holzwirtschaft bei der CO2-Speicherung werden angesprochen.

    Die nächste Führung findet bereits am kommenden Samstag im Revier Schmerb statt. Treffpunkt: 16.00 Uhr am Forsthaus Schmerb.

    Programm 2020:

    DatumTagUhrzeitTreffpunktFührung durch
    März29.03. (So.)15 UhrOberschwarzach-Mutzenroth, KircheRegina Bertram
    0175 / 5812492
    Mai15.05. (Fr.)16 UhrWeilersbachtal Infopavillon Pfad der Artenvielfalt, ObersteinbachPetra Diener
    0175 / 2236745
    Juni05.06. (Fr.)16 UhrInfopavillon Waldeingang Hahn, Burgebrach (mit Rad)Julian Schendel
    0175 / 2236752
    Juni27.06. (Sa.)16 UhrForsthaus Schmerb 1Andreas Balling
    0175 / 2236746
    Juli17.07. (Fr.)15 UhrBöhlgrund-Parkplatz bei Eschenau

    Ellen Koller
    0160 / 8987387

    Juli24.07. (Fr.)14 UhrMarswald-SpielplatzTobias Friedmann
    0160 / 4846291
    August07.08. (Fr.)16 UhrRöthenparkplatz StStr. 2258 oberhalb FabrikschleichachBurkhard Rischen
    0175 / 5812493
    September11.09. (Fr.)16 UhrForsthaus Winkelhof 3Fabian Löchner
    0151 / 16215311
    Oktober18.10. (So.)15 UhrTurnhalle SchlüsselfeldAndreas Friedel
    0160 / 8831124

    Das Programm finden Sie auch nochmals in dem PDF-Download rechts.

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    news-2272 Tue, 23 Jun 2020 11:34:50 +0200 „Der Wald in Hammelburg blüht auf“! http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2272&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=192be2f03bcfd46445726e54e5e4b8f0 23. Juni 2020, Schwärzelbach/Hammelburg - Seit nunmehr 2 Jahren ermöglicht das Sonderprogramm Naturschutz "Der Wald blüht auf" den bayerischen Staatsforsten umfangreiche Finanzierungen von Naturschutzprojekten verschiedenster Art. Die Bayerischen Staatsforsten erhalten hierbei zweckgebundene Fördergelder im Rahmen der besonderen Gemeinwohlleistungen für naturschutzfachliche Maßnahmen vom Freistaat Bayern, Forstverwaltung.

    "Der Neuwirtshauser Forst" war seit jeher ein naturschutzfachliches Juwel. "Durch das Sonderprogramm Naturschutz ist es nun jedoch möglich, naturschutzfachliche Maßnahmen auf unbürokratische Weise zu realisieren", freut sich der Revierleiter des Reviers Schwärzelbach, Thomas Fikar.

    Im ersten Jahr stand insbesondere die Neuanlage von Blühwiesen im Mittelpunkt des Geschehens. Das Ziel, die Verbesserung des Biotops Wiese als Nahrungsangebot von Pollen und Nektar für etliche Insektenarten sowie Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und Käfer wurde auf einer etwa 0,5 Hektar großen Fläche umgesetzt. Die Wiese wird seitdem einem jährlichen Pflegeschnitt unterzogen und bei Bedarf gewässert. Diese Pflegemaßnahmen übernimmt für die Staatsforsten ein Landwirt aus der unmittelbaren Nähe.

    Auch die auf der Blühwiese befindlichen Wildäpfelbäume können nun im Rahmen des Sonderprogramms in der Ruhephase des Baumes professionell zurückgeschnitten bzw. ausgelichtet werden. Thomas Fikar freut sich, dass er für diese Arbeit mit dem Neuwirtshauser Lothar Bold einen echten Profi im Umgang mit Streuobst gewinnen konnte.

    Um das Wohlempfinden von Insekten weiter zu optimieren, konnte mit Geldern aus dem Sonderprogramm die Spezialanfertigung eines Insektenhotels in Auftrag gegeben werden. Die Lebenshilfe Hammelburg nahm sich dieser Aufgabe an. So wurde für die für unsere Umwelt so immens wichtigen Insekten eine weitere Heimat geschaffen.

    Einen weiteren Schwerpunkt legten die bayerischen Staatsforsten im Zuge des Sonderprogramms Naturschutz auf die aktive Schaffung von stehendem Totholz. Hierzu werden im Zuge regulärer maschineller Holzerntemaßnahmen Bäume mit einem Mindestbrusthöhendurchmesser von mehr als 35cm auf einer Höhe von 3 - 6 Meter mit einem Harvester geköpft. Durch das maschinelle Köpfen der Stämme wird der Prozess des Absterbens des Baumes beschleunigt. Somit wird aktiv stehendes Totholz mit morschem Holz oder Höhlen geschaffen. Exakt diesen Wohn- und Lebensraum benötigen z.B. Vögel, Käfer, Pilze oder Fledermäuse, welcher durch stetige Zersetzung für viele Jahre ein Zuhause bietet.

    Neben all diesen überschaubaren Maßnahmen ermöglicht das Sonderprogramm Naturschutz den Staatsforsten aber auch kostspielige Maßnahmen, die ohne das Sonderprogramm nur schwer zu realisieren wären.

    So entstand im vergangenen Winter durch das gezielte "auf den Stock" setzen einer etwa 200 Meter langen Reihe von bis zu 12 Meter hohen Gehölzen eine naturschutzfachliche hoch wertvolle Wallhecke im Feuerbachmoor. Hierbei wird das anfallende Schnittmaterial zu einem Wall aufgeschichtet und bietet somit Vögeln und anderen Tieren Schutz und Nahrung, (hauptsächlich Heckenbrüter, wie Amsel, Meisen, Gimpel, Neuntöter, Grünfink), Kleinsäuger (Nagetiere, Hasenartige und Fledermäuse) und Insekten. Mit der Durchführung dieser körperlich äußerst schweißtreibenden Arbeit konnte mit dem Forstunternehmer Max Koch aus Burgsinn ein Stammunternehmer des Forstbetriebs Hammelburg betraut werden.

    Neben all den bisher erwähnten fliegenden Bewohnern des Neuwirtshauser Forstes kann der etwa 4.500 Hektar große Waldkomplex allerdings auch mit etlichen dem Wasser zugewandten Lebewesen aufwarten. Dies liegt maßgeblich an den unzähligen künstlich geschaffenen Feuchtbiotopen. Es waren hauptsächlich die mittlerweile pensionierten Forstleute Rainer Betz und Arnulf Schöberl, die ihren Revieren damit einen unverwechselbaren Stempel aufdrückten. Sie schufen damit Laichgewässer für Grasfrosch, Erdkröte und viele weitere Amphibien. Mit Hilfe des Sonderprogramms Naturschutz wurden nun im Revier Schwärzelbach, die ersten der teils seit 50 Jahren bestehenden Biotope grundlegend saniert und Instand gesetzt. Die Instandsetzungen dienen als Artenschutzmaßnahme für den Schwarzstorch, sowie für die Ansiedlung des Eisvogels. Zudem ist die Sicherung des Vorkommens der Krebsschere und die Schaffung von Jagdgebieten für Fledermäuse ein Ziel dieser Maßnahmen. Für die diffizilen Erdarbeiten wurde mit dem Baggerbetrieb Oliver Fell ein Spezialist für solche Arbeiten gefunden.

    Thomas Fikars ganzer Stolz ist allerdings ein ganz besonderes Projekt. Im Zuge eines separaten Förderprojektes wurde im Röderwald eine etwa 40 Jahre alte komplette Teichgruppe saniert. Die zum Teil eingewachsenen und zugeschlammten Teiche waren kaum noch zu erkennen. Um sie herum verdunkelten unzählige Fichten die Wasseroberfläche und ließen den Sonnenstrahlen keine Chance durchzudringen. Schnell war klar, um diese Teiche zu retten musste man "klotzen" statt "kleckern". So verschwanden im vergangenen Sommer bei sengender Hitze die Fichten rund um die Teiche und ließen diese regelrecht aufatmen. Im vergangenen Winter rückte dann die Firma Stolz mit einem Langarmbagger an, befreite die Teiche von Schlick, Schlamm und sonstigem Unrat der sich in 40 Jahren darin angesammelt hatte und setze Buntsandsteinblöcke zu Türmen auf in denen wärmeliebende Lebewesen ein Zuhause finden werden. In der vergangenen Woche pflanzten dann Forstwirte des Forstbetriebs Hammelburg an jener Stelle, wo ehemals Fichten das Wasser verdunkelten neben Sträuchern und Hecken auch Vogelkirchen und Vogelbeeren, um diese ohnehin schon naturschutzfachlich hoch wertvolle Fläche noch weiter aufzuwerten.

    Als Höhepunkt dieser Maßnahme konnte eine alte Sitzgruppe an der Brunnenwegquellfassung aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt werden und lädt nun den erschöpften Wanderer zu einer erholsamen Rast ein. Für diesen kreativen Kraftakt in der Umsetzung bedankt sich der Forstbetrieb herzlich beim Garten- und Landschaftbau Vogt aus Gemünden.

    Für Revierleiter Thomas Fikar ist das Sonderprogramm Naturschutz ein Glücksfall. So ermöglicht es den bayerischen Staatsforsten doch den Staatswald auch in wirtschaftlich schweren Zeiten naturschutzfachlich noch intensiver aufzuwerten. Dass dies dann auch noch alles mit Unternehmern aus der Region geschehen kann, freut ihn besonders.

    Letztlich schaffen Bürger im Bürgerwald etwas für Bürger!

     

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    news-2271 Mon, 22 Jun 2020 14:08:14 +0200 Der Wald im Klimawandel – der lange Weg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2271&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=26750acd256c01c06ac17ec2eb1df40b Der Wald ist ein faszinierendes Ökosystem mit vielfältigen ökologischen Aufgaben. Er ist Lebensraum unterschiedlichster Tier- und Pflanzenarten, er produziert die Luft zum Atmen, er reinigt das Wasser und nicht zuletzt bindet er Kohlenstoff in einem nachhaltig und vielfältig nutzbaren Rohstoff - das Holz. Um den Wald mit seinen ökologischen Funktionen gegen den Klimawandel zu wappnen, bedarf es unserer Hilfe. 

    24. Juni 2020, Weißenhorn - Die Sommer 2018 und 2019 waren überdurchschnittlich trocken und warm. Auch das Frühjahr 2020 zählt lt. dem deutschen Wetterdienst zu den niederschlagsärmsten seit Aufzeichnung der Wetterdaten im Jahr 1881. Für die Waldbäume bedeutet das Stress, für die Schädlinge dagegen sind das gute Vermehrungsbedingungen. Insbesondere die an kühlere klimatische Bedingungen angepasste Fichte hat es schwer in solchen Zeiten. Diese Baumart ist in den bayerischen Wäldern historisch bedingt weit verbreitet, auch auf den Flächen des Forstbetriebes Weißenhorn ist die Fichte die häufigste Nadelbaumart.

    Um die Folgen der Klimaveränderung für den Wald abzufedern, haben die Bayerischen Staatsforsten das Ziel, einen stabilen und klimatoleranten Mischwald zu schaffen. Ein wichtiger Baustein bildet Verjüngung des Waldes als Grundlage für nächste Waldgeneration. Auf den Flächen des Forstbetriebes verjüngt sich der Wald überwiegend natürlich - durch vorhandene Altbäume oder durch Hähersaat. Um in der Zukunft auf allen Flächen eine Baumartenvielfalt zu erhalten, ist es dennoch wichtig, die natürliche Verjüngung mit klimatoleranten Baumarten für den Klimawald der Zukunft zu ergänzen.

    Am Forstbetrieb Weißenhorn werden jedes Jahr rund 30 Hektar neu gepflanzt, insbesondere Laubbäume, aber auch Tanne und Douglasie. So wurden auch in diesem Frühjahr in allen Revieren des Forstbetriebs wieder Neukulturen begründet, Schadflächen wieder bepflanzt, lückige Verjüngungen oder auch Waldränder mit klimatoleranten Baumarten ergänzt und aufgewertet.

    Ein weiterer Baustein ist die stabilisierende Pflege von Waldbeständen nach waldbaulichen Konzepten. Hier werden die Mischbaumarten erhalten und Einzelbäume gefördert. Die Ernte von starken Bäumen gibt den jungen Bäumen das Licht, welches sie für ihr Wachstum brauchen. "Ohne ergänzende Pflanzung, die Pflege, das Licht und auch die Jagd hätten es wichtige klimastabile Mischbaumarten schwer bzw. würden im Wald der Zukunft ganz fehlen.", so Linda Madl, Betriebsleiterin des Forstbetriebes Weißenhorn.

    Mit der Baumartenvielfalt steigt auch die Attraktivität der Wälder für Insekten, Vögel, Pilze, Flechten und weitere Tier- und Pflanzenarten, die auf spezifische Baumarten und Waldgesellschaften angewiesen sind. Neben dem Schutz von Biotopbäumen und Totholz ist die Vielfalt in der Verjüngung und die Pflege des heranwachsenden Waldes ein wichtiger Bestandteil für die Sicherung der Artenvielfalt in den Wäldern.

    So entsteht ein junger Wald aus klimatoleranten Bäumen, der der Atmosphäre durch seinen hohen Holzzuwachs viel Kohlenstoff entzieht. Durchschnittlich bindet der Bayerische Staatswald durch das Wachstum der Bäume knapp elf Tonnen CO2 pro Hektar und Jahr. Mit der natürlichen Zersetzung des Holzes am Ende des Baumlebens wird das CO2 wieder in die Atmosphäre entlassen. Durch die nachhaltige Nutzung von heimischen Holz und der längerfristigen Verwendung bspw. im Hausbau oder für Möbel kann das gespeicherte CO2 für lange Zeit der Atmosphäre entzogen werden. So lässt sich pro Kubikmeter Holz rund eine Tonne CO2 speichern - oft über viele Jahrzehnte.

    Auf unserer Homepage finden Sie weitere Informationen zu den Bayerischen Staatsforsten, dem Forstbetrieb Weißenhorn und zum Thema Naturschutz, Waldumbau und den Leistungen unserer Wälder.

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    news-2270 Mon, 22 Jun 2020 13:50:35 +0200 Der Wald blüht auf – ein Zuhause für Insekten, Vögel und Co. http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2270&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b6926d91ec10c9dbbc1d2980641e05f6 Der Forstbetrieb Weißenhorn hat in den vergangenen Jahren verschiedene Maßnahmen für die Verbesserung der natürlichen Lebensräume von Insekten, Vögeln und Co. durchgeführt. Im Juni zeigen sich die Waldwiesen Wald in voller Blüte. 

    22. Juni 2020, Weißenhorn - Ein Spaziergang durch den Wald lohnt immer, denn es gibt immer etwas zu entdecken - und derzeit bietet sich im Staatswald noch ein weiterer Blickfang. Die Wildwiesen blühen. Hier tummeln sich bei gutem Wetter unzählige Bienen, Schmetterlinge, Käfer und sonstige Insektenarten. Der Forstbetrieb Weißenhorn der Bayerischen Staatsforsten hat in den vergangenen zwei Jahren eine Vielzahl an Blühwiesen auf Waldlichtungen und ehemaligen Holzlagerplätzen angelegt. So sind insgesamt mehr als sieben Hektar Blütenpracht entstanden, die Insekten und anderen Tieren des Waldes Nahrung und Lebensraum bieten. Auch dieses Jahr wurden weitere Flächen angelegt.

    Ausgebracht wird ausschließlich zertifiziertes Saatgut regional natürlich vorkommender Pflanzenarten, wie beispielsweise Knoblauchsrauke, Schlangenknöterich, schwarze Königskerze und Mädesüß. Insgesamt sind über 80 krautartige Pflanzen im Saatgut vertreten. Die unterschiedlichen Pflanzenarten blühen zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Jahr, sodass sie den Insekten den ganzen Sommer über als Nahrungsquelle zur Verfügung stehen.

    Auffallend sind auch einige Laubbäume im Wald oder am Waldrand, die in etwa fünf Meter Höhe "geköpft" wurden. Das Kronenmaterial liegt unweit der Stämme. Manchmal mussten Bäume in Wegenähe aufgrund der Verkehrssicherungspflicht zurückgenommen werden, oft wurden aber Bäume inmitten von strukturarmen Waldbeständen geköpft, um die Biotopvielfalt zu erhöhen. Auf den Flächen des Forstbetriebs Weißenhorn sind es mittlerweile über 150 solcher Hochstümpfe.

    Mit der sogenannten Hochköpfung wird aktiv angehendes Totholz geschaffen, welches im Zuge der natürlichen Zersetzung von verschiedensten Arten besiedelt werden kann. Gerade stehendes Totholz ist ökologisch gesehen sehr wertvoll, denn es bietet vielen höhlenbrütenden Vogelarten und Kleinsäugern in sicherer Höhe eine geschützte Behausung. Auch zahlreiche Insekten verschiedenster Arten finden hier einen Lebensraum.

    Das Projekt "Der Wald blüht auf" wurde ins Leben gerufen, um in den Staatswäldern das Angebot an Blühflächen und an Totholz als Lebensraum für die heimischen Insekten zu steigern. Ziel ist die Entwicklung, Begründung und Pflege von Blühflächen, blühenden Waldinnensäumen, Hecken und wertvollen Offenlandflächen. Damit wird ein rasches und tatsächlich sichtbares, attraktives Zeichen für die Biodiversität in und um den Staatswald in Bayern gesetzt. Durch Biotop- und Artenschutz im Wald sollen die natürlichen Lebensräume und die genetischen Ressourcen erhalten und verbessert werden. Die Maßnahmen werden im Rahmen eines Waldnaturschutzprogramms vom Freistaat Bayern gefördert. Auf unserer Homepage finden Sie weitere Informationen zu den Bayerischen Staatsforsten, dem Forstbetrieb Weißenhorn und zum Naturschutzprogramm der Bayerischen Staatsforsten "Der Wald blüht auf".

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    news-2269 Thu, 18 Jun 2020 15:49:50 +0200 Großvögel im Wald am Obermain http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2269&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b1a32c8bc27732d57975cdfd29a4c4f6 18. Juni 2020, Rothenkirchen - Der Wald ist in der Diskussion um den Klimawandel seit einiger Zeit immer wieder im Fokus. Besonders am Obermain machen die vergangenen Hitzesommer allen Baumarten zu schaffen und bringen die Waldbesitzer an den Rand der Verzweiflung. Die Bedeutung der Waldgebiete in der Region für den Natur- und Artenschutz ist dabei meist eher ein Randthema. Der Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten weist jetzt auf die Situation speziell der Großvögel im Wald hin.

    Große Vögel sind von Natur aus nicht besonders häufig. Sie stehen meist am Ende der Nahrungskette und brauchen zur Futtersuche und Jungenaufzucht überwiegend große Jagd- und Brutreviere. Diese seien in den oberfränkischen Waldgebieten zum Glück noch ausreichend vorhanden, sagen die Förster. Und die Bemühungen um den Artenschutz in den letzten Jahren seien inzwischen sehr erfolgreich: „Wenn man vor zwei, drei Jahrzehnten flüchtig einen großen Greifvogel kreisen sah, war das eigentlich immer ein Mäusebussard“, sagt Forstbetriebsleiter Peter Hagemann. Jetzt müsse man da schon genauer hinsehen. „Wespenbussard und Rotmilan brüten regelmäßig bei uns, auch der Kolkrabe ist zunehmend häufig am Himmel zu sehen.“ Auch an den Nahrungsquellen großer Wildvögel, wie den eher versteckt liegenden Waldtümpeln, habe sich das Bild positiv verändert. „Früher flog dort einmal ein Graureiher auf. Jetzt sind auch Silberreiher und Schwarzstorch immer häufiger zu Gast“, so Hagemann. Im westlichen Landkreis habe er an einem größeren Schilfteich in diesem Frühjahr erstmals zwei Rohrweihen-Paare beobachtet, die inzwischen mit ihrer Brut beschäftigt seien. „Eine weitere Großvogelart, die im Staatswald hoffentlich erfolgreich ihre Jungen aufzieht.“

    Stolz sei man nach Aussage der Förster auch auf die inzwischen ständige Anwesenheit von Schwarzstorch und Uhu in den Forstrevieren am Obermain. Während der Schwarzstorch bereits seit einigen Jahren mit mindestens zwei Brutpaaren im Landkreis bekannt war, konnte der Uhu nach mehreren Beobachtungen erst im vergangenen Jahr im Forstrevier Weismain mit einer erfolgreichen Brut bestätigt werden. Die größte heimische Eule nutzte dabei den verlassenen Horst eines anderen Großvogels.

    Genau wie Höhlenbäume genießen solche Horstbäume bei den Bayerischen Staatsforsten einen ganz besonderen Schutz. In der Brutzeit herrscht in einem Umkreis von mindestens 300 Metern rund um den Horststandort ein Verbot sämtlicher Arbeiten. Zusätzlich wird auch im Winterhalbjahr in einem Abstand bis 50 Metern kein Baum genutzt. Leider kommt es aufgrund der aktuellen Waldschäden auch einmal zu natürlichen Beschädigungen der Horste. Meistens helfen sich die Vögel dann selbst mit einem Neubau. Voraussetzung: Der Lebensraum insgesamt passt. Und das scheint in den Wäldern am Obermain immer noch der Fall zu sein.  

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    news-2268 Thu, 18 Jun 2020 13:42:39 +0200 Kaniber pflanzt Robinie, den „Baum des Jahres" http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2268&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8386b3e90c3ab85bfcc0b7734ae50f0e 18. Juni 2020, Bad Reichenhall – Gemeinsam mit den Schülern der örtlichen Mittelschule und Oberbürgermeister Christoph Lung hat Forstministerin Michaela Kaniber am Donnerstag im Karlspark in Bad Reichenhall eine Robinie gepflanzt. Die Robinie ist heuer der „Baum des Jahres“. „Es ist mir ein Herzensanliegen, der jungen Generation den unschätzbaren Wert unserer Bäume und Wälder zu vermitteln. Gerade in Zeiten des Klimawandels sind sie als ,grüne Lunge‘ für die Menschen und die Umwelt unverzichtbar“, sagte Kaniber. Denn Bäume erzeugten beim Wachsen den lebensnotwendigen Sauerstoff, indem sie der Luft das schädliche Treibhausgas Kohlenstoffdioxid entziehen und den Kohlenstoff langfristig in ihrem Holz speichern.

    Die Robinie (Robinia pseudoacacia), auch Scheinakazie genannt, ist gerade in Zeiten des Klimawandels eine viel versprechende Baumart. Sie ist besonders widerstandsfähig gegenüber Hitze und Trockenheit. Ihr Holz ist zudem zäh und witterungsbeständig und damit bestens für die Verwendung im Außenbereich, etwa für Spielplatzgeräte, geeignet. Die Blüten der Robinie sind eine begehrte Bienenweide, der sogenannte Akazienhonig ist eine Delikatesse. Auch als Stadtbaum trägt die Robinie vielerorts zur Lebensqualität bei. Außerdem kommt sie mit Salz, Luftschadstoffen und schwierigen Bodenverhältnissen gut zurecht. Ihre enorme Wuchskraft kann mancherorts, bedrohlich werden, zum Beispiel für Magerrasen. An solchen Standorten sollte sie besser nicht gepflanzt werden.

    Die Robinie ist mittlerweile der 32. „Baum des Jahres“, der jährlich von der gleichnamigen Stiftung ausgerufen wird.

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    news-2267 Thu, 18 Jun 2020 09:30:30 +0200 Neues im Weltwald Freising - der Asien-Garten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2267&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=077cd779c6957f6907f2d4211aacb565 18. Juni 2020, Freising - Die drei Gärten der Kontinente laden zu einer Reise ein, durch die Heimatländer der Weltwald-Bäume in Amerika, Europa und Asien. Und zwar im Weltwald Freising der Bayerischen Staatsforsten.

    In diesem Jahr wurde als dritter der Asien-Garten fertiggestellt. Ganz nah an einem keinen Weiher ist damit ein Platz entstanden, der die Besucher durch den Zauber ostasiatischer Architektur und Gartenkunst in Ihren Bann zieht. Eine Wiese und Felsblöcke am Wasser bieten Raum zum Pause machen, Entspannen und Genießen.

    Von der zentralen Pagode aus öffnet sich der Blick nach Osten und Westen in ein Wiesentälchen. Dem entsprechend wird das farblich auffallenden Gebäude von ferner gelegenen Standpunkten als Blickfang wahrgenommen. Die Mitte des Gartens kann durch zwei Zugänge erreicht werden, einmal indem man das Mondtor durchschreitet, einmal indem man die rote Brücke überquert.

    Die Dachform der Pagode mag an chinesische Bauten erinnern. In Anlehnung an die japanische Zen-Tradition ist der Innenraum jedoch vollkommen schmucklos und leer gehalten. Ein idealer Ort zur Meditation.  

    Hier erfahren Sie mehr zum Weltwald Freising!

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    news-2266 Wed, 17 Jun 2020 14:13:00 +0200 Stellungnahme: Pilotprojekt für Verbesserungen der Lebensbedingungen von Stein- und Seeadler http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2266&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cf72dfd95ca4ec6b03470cb54fe4f245 Regensburg, 17. Juni 2020 – Aufgrund zahlreicher Nachfragen und Berichterstattung zum Pilotprojekt für Verbesserungen der Lebensbedingungen von Bartgeier, Steinadler und Seeadler teilen die Bayerischen Staatsforsten mit:

    Selbstverständlich bleibt es bei der jagdpolitischen Ausrichtung der Bayerischen Staatsforsten, dass das wertvolle auf der Jagd gewonnene Wildbret bestmöglich als hochwertiges Nahrungsmittel verwendet wird.

    Das gezielte Belassen von Wildtierteilen und Aufbrüchen im räumlich begrenzten Projektgebiet orientiert sich an der Schutzbedürftigkeit der Arten Bartgeier, Steinadler und Seeadler sowie dem Nahrungsbedürfnis/-angebot. Zur Umsetzung des Projektes wird es keine erhöhten Abschüsse geben, sondern es ist lediglich daran gedacht, beispielsweise Fallwild (mit Ausnahme von Schwarzwild) verstärkt im Lebensraum dieser Großvogelarten als nutzbare Nahrungsquelle zu belassen. Zudem ist daran gedacht, verstärkt die Reste von zerwirktem Wild wieder in die Reviere an für die schutzbedürftigen Vogelarten gut erreichbare Plätze zu verbringen. Voraussetzung dafür ist die Verwendung bleifreier Munition.

    Ferner ist eine lange Übergangszeit vorgesehen: In einem ersten Schritt soll jetzt mit den betroffenen Forstbetrieben und dem LBV unter Einbindung erfahrener Jäger die Kulisse für das Pilotprojekt einvernehmlich erarbeitet werden. Voraussichtlich im nächsten Jagdjahr 2021/22 könnte dann mit der Umsetzung des Projektes vor Ort begonnen werden. Nach Start des Projektes wird es auch noch eine angemessene Übergangsfrist zum Verbrauch vorhandener Restbestände bleihaltiger Jagdmunition geben.

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    news-2265 Wed, 17 Jun 2020 12:10:21 +0200 Pilze im Bamberger Land – ein „Appetizer“ http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2265&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b0e56502252bff71a6c65d93c667539e Eröffnung der Dauerausstellung über giftige, essbare und markante Pilze an der Raidelhütte am Stiefenberg am 25.06.2020

    17. Juni 2020, Baunach - Alois Wagner aus Breitengüßbach ist fasziniert von der Welt der Pilze. Sein Leben lang hat er sich mit den vielen verschiedenen Pilzarten seiner Heimat intensiv beschäftigt, kennt die Pilzwelt im Bamberger Land wie kein anderer.

    Einige seiner Pilzfotografien wurden nun von den Bayerischen Staatsforsten auf insgesamt vier Hinweistafeln abgedruckt - essbare, giftige und solche von "markantem" Aussehen.

    Zu Eröffnung der Tafeln laden wir herzlich ein. Herr Alois Wagner wird dabei Hinweise zur Welt der Pilze im Bamberger Land geben - zu Saprophyten, Symbionten oder Parasiten- und zu den Verwechslungsgefahren von Speisepilzen mit tödlich giftigen Arten. Auch ist er nicht verlegen an spannenden Geschichten über ästhetische oder übel riechende Pilze und kennt feine Rezepte, Steinpilz und Co schmackhaft zuzubereiten.

    Die Tafeln sollen dazu anregen, sich näher mit dem Reich der Pilze und dem reichen Pilzvorkommen in den Mischwäldern rund um den Stiefenberg zu befassen. Sie ergänzen dabei an der Raidelhütte den dortigen Baumlehrpfad des Hassbergvereins Lauter https://www.gemeinde-lauter.de/media/2633/infobroschuere_baumlehrpfad_hb.pdf

    Wir treffen uns am 25.06.2020 um 10:45 Uhr am Wanderparkplatz bei Godelhof (vgl. nachstehende Karte). Bitte melden Sie sich kurz an, ob Sie daran teilnehmen wollen.

    Stephan Keilholz
    Forstbetriebsleiter

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    news-2264 Wed, 17 Jun 2020 11:54:27 +0200 Neues Zuhause für zwei Sperlingskäuze http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2264&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=178e95ebbd3ac531c6e6fc800dfa98f2 Im Staatswalddistrikt Semberg wurden am 16.06.2020 zwei Sperlingskäuzewieder ausgewildert.

    16. Juni 2020, Oberhaid - Zwei verletzte Sperlingskäuze, die von der Greifvogelpflegestation Stettfeld und der Greifvogelhilfe Würzburg gesund gepflegt worden sind, wurden am 16.06.2020 im Staatswalddistrikt Semberg, am Sandhof bei Oberhaid wieder in die Freiheit entlassen.

    Vom Leiter der Greifvogelpflegestation Stettfeld, Günther Gabold, und Vogelkundler Thomas Stahl wurde dafür ein vielfältig strukturierter Mischwald ausgewählt, reich an Totholz und Höhlenbäumen.

    Dort waren in der Vergangenheit schon mehrfach von Martin Wölker, dem Vorsitzender Kreisgruppe Bamberg im Landesbund für Vogelschutz, die typischen Rufe der kleinsten deutschen Eule bestätigt worden.

    Während sich der eine kleine Kauz erst noch eine Weile in seinem Auswilderungskasten versteckte, zog es der andere vor, seinen Pfleger, Harald Dellert aus Würzburg, so schnell wie möglich zu verlassen. Ohne zu zögern genoss er seine wiedererlangten Flugkünste in der Freiheit des Sembergs.

    Die Bayerischen Staatsforsten freuen sich über die neuen Mitbewohner und hoffen, dass sie sich am Semberg wohl fühlen und sich auch mit dem rauen Leben in der Wildnis schnell wieder zurechtfinden.

     

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    news-2263 Wed, 10 Jun 2020 16:33:33 +0200 Leuchtturmprojekt beim Artenschutz für Großvögel http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2263&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d463b824342edda47942d3b44392874f Umstellung auf bleifreie Munition soll Lebengrundlage für Stein- und Seeadler sowie Bartgeier deutlich verbessern

    14. Juni 2020, Regensburg – Um die Population von Stein- und Seeadlern sowie Bartgeiern in Bayern zu erhöhen und ihre Lebensgrundlage zu verbessern, ergreifen die Bayerischen Staatsforsten und der LBV in einem groß angelegten gemeinsamen Projekt Maßnahmen für diese bisher in Bayern seltenen großen Vogelarten. Durch die Nutzung bleifreier Munition beim Abschuss von Rot-, Reh- und Gamswild und einem verstärkten Belassen der geschossenen nicht verwertbaren Tiere als zusätzliche Nahrungsquelle vor Ort sollen so die Zahlen der großen Greifvögel in Bayern stabilisiert und nach Möglichkeit in den nächsten Jahren erhöht werden.

    Wild als Nahrungsgrundlage für Greifvögel essentiell

    Alle drei Greifvogelarten sind auf den Verzehr von totem Wild angewiesen. „Wild oder Wildteile, die bewusst nach der Jagd im Gelände verbleiben, wären daher eine willkommene, zusätzliche Nahrungsquelle im Brutgeschehen von Steinadlern und Bartgeiern. Beim Seeadler würde zugängliches Wild den Jungadlern durch die ersten Lebensjahre helfen, da diese noch wenig Jagderfahrung haben“, so LBV-Chef Norbert Schäffer. „Die Chancen auf eine Etablierung aller drei Vogelarten in Bayern würde sich dadurch deutlich erhöhen“, so Schäffer weiter.

    Staatsforsten-Chef Martin Neumeyer: „Grundvoraussetzung für das Verfüttern von geschossenem Wild an Geier und Adler ist, dass diese mit bleifreier Jagdmunition erlegt werden, um keine Vergiftungen bei den Vögeln zu riskieren. Deswegen werden wir in mit dem LBV vereinbarten Gebieten ab sofort grundsätzlich auf bleihaltige Munition verzichten und Wild ganz oder teilweise auf der Fläche belassen.“ Für Restbestände bleihaltiger Munition wird eine Übergangsfrist von einem Jahr eingeräumt. Mit dieser Munition erlegtes Wild und Wildteile müssen so behandelt werden, dass die Vögel keinen Zugriff darauf haben.

    Eine Vielzahl von Insekten und Kleinvögeln profitiert ebenfalls von verbleibenden Kadavern. Das Ausbringen von Wildkörpern ist somit auch ein wichtiger Beitrag zur Steigerung der Biodiversität.

    Gebiete in fast allen Regierungsbezirken Bayerns

    Die genauen Gebiete für das Projekt werden in einem ersten Schritt gemeinsam von LBV und Bayerischen Staatsforsten festgelegt. Beim Steinadler werden alle Forstbetriebe im Alpenraum beteiligt sein. Beim Seeadler werden nach derzeitigem Kenntnisstand Teilflächen in Mittelfranken (Forstbetriebe Allersberg und Rothenburg ob der Tauber), in Oberfranken (Forstbetriebe Forchheim und Pegnitz), in der Oberpfalz (Forstbetriebe Burglengenfeld, Flossenbürg, Roding, Schnaittenbach, Waldsassen) und in Oberbayern (Forstbetriebe Ruhpolding und Wasserburg am Inn) erfasst sein. Durch die verpflichtende Verwendung bleifreier Munition soll zusätzlich auch der Bartgeier im Alpenraum in den Forstbetrieben Berchtesgaden, Sonthofen und St. Martin (Österreich) geschützt werden.

    Hintergrund: Derzeitiges Vorkommen und Population der drei Greifvogelarten

    Das Steinadlervorkommen in den bayerischen Alpen ist der nördlichste Ausläufer der Steinadlerpopulation im Alpenraum. Obwohl derzeit alle Brutreviere besetzt sind, ist bei der bayerischen Steinadlerpopulation ein unterdurchschnittlicher Bruterfolg festzustellen. Die Population ist daher auf Zuzug aus den Zentralalpen angewiesen.

    Der Bartgeier hat mit einer ersten Brut in den Lechtaler Alpen 2019 erstmals in den Nordalpen und im Grenzgebiet zwischen Bayern und Tirol gebrütet. Die Schwerpunkte der Bartgeierverbreitung sind bisher die westlichen Alpen.

    Der Seeadler hat sich in den letzten Jahren in der nördlichen Oberpfalz und in Teilen Ober- und Mittelfrankens etabliert. Bruten sind noch im südöstlichen Oberbayern (Innauen und Delta der Tiroler Ache) bekannt.

    Hier erfahren Sie mehr zu im Wald brütenden Großvogelarten!

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    news-2262 Wed, 10 Jun 2020 14:56:18 +0200 Bayerische Jägerprüfung startet wieder http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2262&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4a0cca9467094f3a47f842b12371cf30 Pressemitteilung des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

    10. Juni 2020, München - Die bayerische Jägerprüfung und der Unterricht an den Jagdschulen kann nach dem Aussetzen aufgrund der Corona-Pandemie nun wieder aufgenommen werden. Das hat Forstministerin Michaela Kaniber in München bekanntgegeben. Vor der Wiederaufnahme der staatlichen Prüfung wurde ein spezielles Hygienekonzept entwickelt und mit dem Gesundheitsministerium abgestimmt. Nach den Worten der Ministerin ist die Wiederaufnahme auch angesichts der aktuellen Herausforderungen wichtig: "Wir brauchen die Unterstützung gut ausgebildeter Jägerinnen und Jäger, um die Wälder fit für den Klimawandel zu machen und um eine nachhaltige Reduktion des Schwarzwilds erfolgreich zu bewältigen."

    In Bayern gibt es rund 70.000 Jägerinnen und Jäger. Normalerweise legen jährlich über 2.000 Frauen und Männer die staatliche Jägerprüfung ab, die auch über Bayerns Grenzen hinweg hohes Ansehen genießt. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten in den letzten Monaten über 700 Jungjägeranwärterinnen und -anwärter die Prüfung nicht antreten. Sie sollen nun baldmöglichst ihre Prüfungen nachholen können. Die Zentrale Jäger- und Falkner-Prüfungsbehörde wurde beauftragt, noch im Juli Nachholtermine für die abgesagten Prüfungen anzubieten.

    Nähere Informationen zur staatlichen Jägerprüfung finden sich unter www.wildtierportal.bayern.de.

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    news-2260 Mon, 08 Jun 2020 08:11:23 +0200 Forstliches Gutachten: Forstministerin und Verbände vereinbaren Weiterentwicklung http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2260&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9fcaa6e6f904e0a392cbe217228cb52c Pressemitteilung des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

    05. Juni 2020, München – Es ist ein Beispiel gelungener Kooperation: Dank intensiver und partnerschaftlicher Zusammenarbeit ist es Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber und den Spitzen von Waldbesitzerverband, Jagdverband, Bauernverband und den Familienbetrieben Land und Forst gelungen, das System der „Forstlichen Gutachten zur Situation der Waldverjüngung“ weiterzuentwickeln und zu verbessern. Die Beteiligten sind sich mit der Ministerin einig: „Wir haben das Forstliche Gutachten in Bayern als ein unverzichtbares Monitoring- und Steuerungsinstrument für ein ausgewogenes Wald-Wild-Verhältnis gestärkt“ Das Ergebnis ist laut Kaniber ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass sich in Zeiten des Klimawandels alle Beteiligten ihrer besonderen Verantwortung für den Aufbau stabiler Zukunftswälder bewusst sind.

    Im Einzelnen wird es bei den Forstlichen Gutachten, die turnusmäßig im kommenden Jahr wieder anstehen, folgende Änderungen geben:

    · Die sogenannten „Revierweisen Aussagen“ werden für mehr Jagdreviere erstellt. Damit werden Bereiche, in denen das Wald-Wild-Verhältnis noch nicht passt, genauer untersucht.

    · Das Wachstum und die Anteile der verschiedenen Baumarten unter dem Einfluss der Wildtiere werden neu dargestellt und dadurch die Entwicklung der Pflanzen besser beurteilt.

    · Die waldbauliche Situation vor Ort wird deutlicher abgebildet.

    · Die Qualitätssicherung wird ausgeweitet.

    Waldbesitzer und Jäger können sich beim nächsten Forstlichen Gutachten, beispielsweise wieder durch die Teilnahme an Waldbegängen oder bei der Aufnahme der jungen Bäume bei der Erstellung der Gutachten einbringen.

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    news-2259 Mon, 08 Jun 2020 07:52:31 +0200 Hubert Weikhart ist der neue Förster in Pyrbaum http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2259&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3725c60d27907ee49b44f6adc3ea0901 08. Juni 2020, Pyrbaum - Seit März ist Hubert Weikhart der neue Förster der Bayerischen Staatsforsten im Revier Pyrbaum am Forstbetrieb Allersberg. Er übernimmt die Nachfolge von Michael Schafferhans, der nach 7 Jahren in das Revier Etzenricht an seinen Heimatforstbetrieb Schnaittenbach gewechselt ist. Weikhart ist damit für rund 2.200 ha Staatswald rund um Pyrbaum zuständig, die sich auf zwei große Waldgebiete verteilen: Den Östlichen Pyrbaumer Forst Richtung Neumarkt und den Südlichen Pyrbaumer Forst Richtung Allersberg. Die Wälder im Revier bestehen vornehmlich aus Kiefern und Fichten. Laubbäume, vor allem Eichen und Buchen sind noch in der Minderheit, ihr Anteil ist in den vergangenen Jahren aber gewachsen und wird im Rahmen des Waldumbaus hin zu stabilen und naturnahen Mischwäldern weiter zunehmen.

    Der Waldumbau vor einem sich beschleunigenden Klimawandel ist eine große Aufgabe,der ich mich aber gerne stelle," so der neue Revierleiter Hubert Weikhart. "Ich übernehme ein abwechslungsreiches Revier in dem schon viel in den Waldumbau investiert wurde. Das macht den Start deutlich einfacher" so Weikhart weiter. Eine Besonderheit im Revier Pyrbaum sind auch die zahlreichen Naturschutzobjekte." Mein Vorgänger hat viele tolle Naturschutzmaßnahmen durchgeführt und hinterlässt große Fußspuren. Diesen eingeschlagenen Weg möchte ich auf jeden Fall weitergehen", blickt Weikhart in die Zukunft. Zudem hat der "Neue" schon vielfältige Erfahrungen im Wald sammeln können. Er wechselte 2018 von der Forstverwaltung zu den Bayerischen Staatsforsten. Im Juni 2019 kam er für Michael Schafferhans, der als frischgebackener Vater in Elternzeit ging, als Vertretung nach Pyrbaum und blieb dort "hängen".

    Hubert Weikhart stammt aus einer langjährigen Försterfamilie und übt den Forstberuf nun schon in 5.Generation aus. Nach dem Studium der Forstwirtschaft in Göttingen mit Praxissemester im Spessart und der Anwärterzeit an der Forstschule in Lohr am Main durchlief Hubert Weikhart mehrere Stationen bei der Bayerischen Forstverwaltung, bevor er zu den Bayerischen Staatsforsten wechselte. Zunächst wurde er zur Revierunterstützung am Forstbetrieb Zusmarshausen eingesetzt, bis er im Sommer 2019 nach Pyrbaum abgeordnet wurde. Dort verliebte er sich nicht nur in das Revier, sondern fand auch seine Lebenspartnerin. "Es tut gut endlich angekommen zu sein und sesshaft zu werden", freut sich Weikhart auf eine langfristige Amtszeit.

    Harald Schiller, der kommissarische Leiter des Forstbetriebs Allersberg, begrüßt Herrn Hubert Weikhart herzlich und wünscht ihm alles Gute für das neue Revier! "Ich kenne Herrn Weikhart ja nun schon seit letztem Sommer. Er ist ein Vollblutförster, der voll und ganz in seinem Beruf aufgeht. Obwohl er in das Revier Pyrbaum im Juni 2019 zunächst nur als vorübergehende Vertretung ohne längerfristige Perspektive geschickt wurde, stürzte er sich von Anfang an in die Arbeit, als wäre es sein eigenes Revier. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem jungen und trotzdem schon so erfahrenen Kollegen", freut sich Schiller.

    "Die Aufgaben werden auch nicht ausgehen", so Schiller. "Neben Waldumbau und Naturschutzarbeit steht vordringlich die Beseitigung der letzten Schäden des Februarorkans Sabine an, der das Revier Pyrbaum hart getroffen hatte. Durch die Nässe im Februar kamen wir erst in den letzten Wochen in die Waldbestände. Die Böden waren vorher nicht zu befahren, ohne große Schäden zu riskieren. Jetzt müssen die geworfenen und gebrochenen Bäume aber schnellstens raus, da sich seit Mitte April der Borkenkäfer in ihnen eingenistet hat. Und den wollen wir mit dem Holz aus dem Wald raus bekommen, bevor er wieder ausfliegt und gesunde Bäume befällt."

    Weiter erklärt der Forstbetriebsleiter: "Um Schäden am Waldboden zu minimieren, werden auf die Räder der Forstmaschinen sogenannte Bänder aufgezogen, um die Aufstandsfläche zu vergrößern und damit den Bodendruck zu verringern. Was für den Waldboden gut ist, wirkt sich leider verheerend auf die Forstwege aus. Nach Abschluss der Schadensaufarbeitung wird daher zunächst eine der Hauptaufgaben von Herrn Weikhart sein, diese Schäden an den ramponierten Wegen zu beseitigen. Im ganzen Revier sind die Wege zu pflegen, damit Sie den Waldbesuchern wieder im vollen Umfang zur Erholung offen stehen", stellt Herr Schiller in Aussicht.

    Sie erreichen Hubert Weikhart, auch bei Interesse an Brennholz, wie folgt:

    Hubert Weikhart
    Revierleiter Pyrbaum
    Forstbetrieb Allersberg
    Telefon: +49 162 1933 905
    E-Mail: hubert.weikhart2@baysf.de

    Sprechzeit nach Vereinbarung

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    news-2258 Mon, 08 Jun 2020 07:31:00 +0200 Dem Schwarzstorch geht es im Staatswald gut! http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2258&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=77ad72efeacc6045d7545bec92190882 05. Juni 2020, Sonthofen - "Derzeit sitzen insgesamt dreizehn junge Schwarzstörche in ihren Nestern in Wäldern des Forstbetriebs", berichtet Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting stolz. "Das ist super! Bei uns greifen Wälder, Moore, Feuchtwiesen und zahlreiche kleine Bäche ineinander und bieten ideale Lebensbedingungen für diese seltenen Vögel. Die naturnahe Bewirtschaftung der Waldbestände und die hohe Anzahl geeigneter Altholzstrukturen ermöglichen dem Schwarzstorch genügend Rückzugsmöglichkeiten und Ruhe für eine erfolgreiche Brut", so Oetting weiter.

    Auch die errichteten Kunsthorste im Staatswald sind bereits von den Schwarzstörchen bewohnt. Zum Beispiel im Kempter Wald, wo der Horst zum wiederholten Male erfolgreich belegt wurde. Harald Farkaschovsky von der AG Schwarzstorchschutz Allgäu vom LBV erklärt, dass es sich bei den ausgesuchten Kunsthorstbäumen meist um sehr alte, hohe Bäume handelt. Sie liegen in ruhigen und abgelegenen Waldbereichen und weisen günstige Anflugmöglichkeiten für den Waldstorch auf. "Im Staatswald des Forstbetriebs Sonthofen findet man solche Lebensräume dank der naturnahen Waldbewirtschaftung", freut sich Farkaschovsky.

    Dieses Jahr sind vier Brutpaare mit insgesamt dreizehn Jungtieren im Forstbetrieb Sonthofen beheimatet. "Die integrative Waldbewirtschaftung, bei der Schützen und Nützen auf gleicher Fläche erfolgt und die erfolgreiche vertrauliche Zusammenarbeit mit der AG Schwarzstorchschutz Allgäu tragen so erfolgreich zum Artenschutz bei", ist Oetting überzeugt.

    Nochmal Harald Farkaschovsky: "Es bleibt zu hoffen, dass alle Jungen flügge werden und ihren gefahrenvollen Zug in den Süden antreten können. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die seit Jahren sehr gute Zusammenarbeit und Ihre Rücksichtnahme an den Schwarzstorch-Brutplätzen. Ohne die Unterstützung der Förster wäre dieser Bruterfolg nicht möglich!"

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    news-2257 Thu, 04 Jun 2020 10:08:59 +0200 Auszeichnung für das Projekt „Der Wald blüht auf“ http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2257&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=92c20cf7689e70974389a438fab251dd Preisverleihung an den Forstbetrieb Oberammergau durch Frau Staatsministerin Michaela Kaniber im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt

    04. Juni 2020, Oberammergau - Ziel der UN-Dekade Biologische Vielfalt in Deutschland ist es, möglichst viele Menschen für den Schutz und den Erhalt der Biodiversität zu begeistern. Am Ende des Jahrzehnts sollen mehr Menschen die Bedeutung von biologischer Vielfalt erkennen und wissen, wie sie sich selbst bei deren Erhalt einbringen können. Gerade der bayerische Staatswald ist durch einen hohen Grad an Biodiversität gekennzeichnet. Ein hoher Strukturreichtum sorgt dort dafür, dass Pflanzen und Tiere in all ihrer Vielfalt wachsen und leben können.

    Zusätzlich setzen sich die Bayerischen Staatsforsten mit gezielten Projekten für den Natur- und Tierschutz im Staatswald ein. Mehr als drei Millionen Euro haben die Bayerischen Staatsforsten, unterstützt vom Freistaat Bayern, dafür eingesetzt.

    „Als größter Flächenbesitzer im Landkreis Garmisch-Partenkirchen hat der Forstbetrieb Oberammergau eine hohe Verantwortung für den Erhalt der Biodiversität. Ungefähr zwei Drittel der Waldflächen des Forstbetriebs sind mit Schutzkategorien, wie beispielsweise Naturschutzgebieten, belegt. Hier können wir einen besonders wirksamen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leisten“, so der Leiter des Forstbetriebs Oberammergau, Nikolaus Stöger. Insbesondere wurde in die Anlage und Pflege von wertvollen Offenlandflächen investiert. „Dadurch erhalten und fördern wir besonders wertvolle Lebensräume und die Artenvielfalt unserer heimischen Insekten“, so Nikolaus Stöger weiter. Aber nicht nur Insekten stehen im Fokus des Projekts. Auch Biotopbäume und Totholz verbleiben im Wald und schaffen so Struktur und dienen als „Wohnungen“ für Vögel, Insekten und Pilze.

    Stellvertretend für die Bemühungen zum Artenerhalt wurde nun das Projekt „Der Wald blüht auf“ in Grafenaschau als offizielles Projekt der „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet.

    Im Zuge des Projekts wurde an einer Kreuzung mit mehreren Wanderwegen eine artenreiche „Bienenweide“ mit heimischem Saatgut angelegt. Grundschüler aus Grafenaschau errichteten unter Aufsicht einer Lehrerin ein „Insektenhotel“ und in direkter Nachbarschaft unterhalten Imker zahlreiche Bienenstände. Zudem wurden Hecken angelegt, seltene Baumarten freigestellt und alte, regionalen Obstsorten nachgezüchtet und so vor dem Aussterben bewahrt.

    Ziel des Projekts ist es, vor Ort Insektenlebensräume zu verbessern, zu sichern und neu zu schaffen. Neben diesen wertvollen Lebensräumen ist die Information und Einbindung der Bevölkerung ein weiteres Kernziel - Frei nach dem Credo: „Nur was man kennt und versteht, wird man auch schützen und erhalten“.

    Überreicht wurde die Auszeichnung durch die bayerische Forstministerin Michaela Kaniber an den Leiter des Forstbetriebs Oberammergau, Herrn Nikolaus Stöger. Ihr Dank für das Zustandekommen dieses vorbildlichen Gemeinschaftsprojekts galt nicht nur der Initiative der Bayrischen Staatsforsten, sondern insbesondere auch Herrn Landrat Anton Speer, sowie Herrn Bürgermeister Hubert Mangold für deren Unterstützung, sowie dem Imkerverein Murnau für das Aufstellen der Bienenkästen und den Schülern der Grundschule Grafenaschau für den Bau des Insektenhotels.

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    news-2256 Thu, 04 Jun 2020 09:15:18 +0200 Baumsicherungsarbeiten an der Klosterthalstraße http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2256&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1cd27f5015dc3cfd835fc8f64e56a593 04. Juni 2020, Kelheim/Stausacker - Der Forstbetrieb Kelheim wird in der kommenden Woche Baumsicherungsarbeiten entlang der Klosterthalstraße durchführen. Durch die Trockenheit der vergangenen Wochen sind etliche Buchen, Eschen, Eichen und Ulmen teilweise abgestorben und könnten zur Gefahr für den Besucherverkehr werden. "Wir werden die akut gefährlichen Kronenteile von einem Hubsteiger aus zurückschneiden und dadurch die Gefahr von herabfallenden Ästen so weit wie möglich beseitigen" erklärt Sabine Bichlmaier, Leiterin des Forstbetriebs Kelheim. Sowohl die Stadt Kelheim, als auch das Wasserwirtschaftsamt, auf deren angrenzenden Flächen ebenfalls absterbende Bäume stehen, schließen sich der Maßnahme des Forstbetriebs Kelheim an und beseitigen Gefahrenstellen auf ihren Grundstücken. Zustimmung findet die zwingend notwendige Verkehrssicherungsmaßnahme auch bei der unteren Forstbehörde. Die Beseitigung der Gefahrenquellen soll zeitnah erfolgen, betont Michael Wolf vom AELF Abensberg.

    Bei einem Ortstermin überzeugte sich auch Wolfgang Lorenz von der höheren Naturschutzbehörde an der Regierung von Niederbayern von der Notwendigkeit der Maßnahme. "Natürlich ist der Sommer während der Brut und- Aufzuchtzeit kein günstiger Zeitpunkt für diese Arbeit", so der Naturschutzexperte, andererseits erfordere aber die Gefährdung der Straße und ihrer Nutzer ein schnelles Handeln. Ein Fledermausexperte wird die Bäume vor dem Einsatz noch begutachten, damit die geltenden natur- und artenschutzrechtlichen Vorgaben eingehalten und bei der Arbeit größtmögliche Rücksicht auf die vorhandene Tierwelt genommen werden. Um Störungen und Beeinträchtigungen für die Natur so gering wie möglich zu halten, wurde vereinbart, dass alle Möglichkeiten zur Minimierung ausgeschöpft und die Maßnahmen auf das zwingend erforderliche Maß zur Herstellung der Verkehrssicherheit beschränkt werden.

    Nachdem die Klosterthalstraße innerhalb des erst in diesem Jahr ausgewiesenen Nationalen Naturmonuments liegt, haben sich der Forstbetrieb und die Regierung von Niederbayern darüber hinaus ab dem Herbst auf eine enge Abstimmung aller weiteren Sicherungsmaßnahmen innerhalb des Schutzgebiets verständigt.

    Die Stadt Kelheim hat die Klosterthalstraße ab sofort bis zur Beendigung der Baumsicherungsarbeiten für den Verkehr gesperrt. Der Wanderroute von der Befreiungshalle kommend ist bis zur Zillenanlegestelle gegenüber des Klosters Weltenburg begehbar.

    Anlieger und Besucher werden um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen gebeten.

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    news-2255 Wed, 03 Jun 2020 14:24:35 +0200 Besondere Blütenpracht am Auerberg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2255&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5803705659b36c8c453a1c976fa23432 03. Juni 2020, Forchheim - Die neu angelegte Blumenwiese an der Maria Hilf Kapelle "Heidebrünnel" bei Weilersbach bietet Insekten reiche Nahrung und ist gerade jetzt ein besonders farbenprächtiges Ausflugsziel.

    Es summt und brummt eindrucksvoll hinter der "Heidebrünnel" - Kapelle oberhalb von Weilersbach. Eine außergewöhnliche Vielfalt an bunten Blumen bietet Insekten Nahrung im Überfluss und ist für Betrachter momentan eine besondere Augenweide.
    Die Wiese ist eine von 35 neu angelegten Blütenflächen des Forstbetriebs Forchheim, die 2018 im Rahmen des Naturschutzprogramms der Bayerischen Staatsforsten "Der Wald blüht auf" auf 5 Hektar neu angelegt werden konnten.

    "Ich freue mich, dass uns Finanzmittel von über 15 Tausend Euro allein für das besondere regionale Saatgut zur Verfügung gestellt wurden, um so mit regionalen Wildblumen einen Beitrag gegen das Insektensterben leisten zu können", freut sich Forstbetriebsleiter Stephan Keilholz über die Möglichkeit auf Sonderflächen des Forstbetriebs, die Artenvielfalt zu fördern. Damit dankte Stephan Keilholz Forstdirektor Michael Kreppel für die umfassende Förderung des Naturschutzprogramms durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bamberg. Auch Michael Kreppel zeigte sich sehr zufrieden mit der Verwendung der eingesetzten Fördermittel und wies auf die lange Blühphase der Wiese hin durch die unterschiedlichen Blühzeitpunkte der eingesäten Blütenpflanzen.

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    news-2254 Wed, 03 Jun 2020 09:56:38 +0200 Startschuss für das Traineeprogramm bei den Bayerischen Staatsforsten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2254&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a90f32683f079631d79d7a8441c07931 · Vier Nachwuchskräfte profitieren vom neuen Traineeprogramm der Bayerischen    Staatsforsten.
    · Bewährte Ausbildung mit neuem Konzept.
    · Erster Ausbildungsabschnitt hat am 02. Juni 2020 begonnen.

    03. Juni 2020, Regensburg - Den forstlichen Masterabschluss haben sie in der Tasche, jetzt geht es an die Praxis! Mit besten Noten haben die neuen Trainees der Bayerischen Staatsforsten bereits an der Universität gezeigt was sie können. Das neue Traineeprogramm soll sie nun startklar machen, für die Arbeit im und am Wald.

    Die Ausbildung von Försterinnen und Förstern ist nach dem Studium noch lange nicht abgeschlossen. Wer im bayerischen Staatswald arbeiten möchte, musste bisher noch einen Vorbereitungsdienst, das Referendariat, absolvieren, das bei zukünftigen Forstbetriebsleiterinnen und -betriebsleitern über zwei Jahre in Anspruch genommen hat. Eine Übernahmegarantie nach dieser zusätzlichen Ausbildungszeit gab es bislang aber nicht. Doch jetzt gehen die Bayerischen Staatsforsten neue Wege: Vier BaySF-Trainees werden gemeinsam mit den Referendarinnen und Referendaren der Bayerischen Forstverwaltung den Vorbereitungslehrgang absolvieren und nach bestandener Abschlussprüfung unbefristet bei den Bayerischen Staatsforsten übernommen.

    „Wir freuen uns, dass wir den jungen Kolleginnen und Kollegen diese Sicherheit bieten können. Sie können sich so ganz auf ihre Ausbildung konzentrieren, ohne sich um die Zeit nach dem Traineeprogramm sorgen zu müssen“, betont Christoph Baudisch, Teilbereichsleiter für Personalentwicklung, Aus- und Fortbildung bei den Bayerischen Staatsforsten. Die neuen Trainees wurden bereits mit gebührendem Sicherheitsabstand und unter Beachtung aller Hygienemaßnahmen zur Corona-Prävention vom Vorstand der Bayerischen Staatsforsten im Unternehmen herzlich begrüßt und konnten die BaySF-Zentrale in Regensburg kennenlernen.

    „Die jungen Kolleginnen und Kollegen werden bei uns von Anfang an voll eingebunden! Mit ihren Mentorinnen und Mentoren haben sie bei uns immer einen Ansprechpartner, der sie mit Rat und Tat unterstützt“, erklärt Petra Bauer, Leiterin des Bereichs Personal der Bayerischen Staatsforsten. „Vom Startschuss bis zur Abschlussprüfung! Und nach der Prüfung freuen wir uns, dass wir unseren Nachwuchskräften spannende, verantwortungsvolle Aufgaben bieten können!“

    Der Referendarslehrgang hat am 02. Juni 2020 an der bayerischen Forstschule in Lohr am Main in Unterfranken begonnen. Weitere Ausbildungsabschnitte in ganz Bayern werden in den nächsten zwei Jahren folgen. 2022 steht dann die Abschlussprüfung an. Bis dahin werden die BaySF-Trainees noch viel erleben und einiges dazulernen! Die Bayerischen Staatsforsten wünschen ihnen viel Spaß bei den neuen Aufgaben und viel Erfolg bei der Ausbildung!

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    news-2252 Tue, 02 Jun 2020 12:28:39 +0200 Bayerische Staatsforsten öffnen Nasslager für private und kommunale Waldbesitzer http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2252&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=63cc825b898b7714a7e25d11e5f3d909 Gemeinsame Presseerklärung der Bayerischen Staatsforsten, des Bayerischen Waldbesitzerverbands, des Bayerischen Bauernverbands und der Familienbetriebe Land und Forst Bayern

    Regensburg / München, 2.6.2020 – Zur Entschärfung der angespannten Situation auf dem Holzmarkt aktivieren die Bayerischen Staatsforsten ihre bestehenden Nasslagerplätze auch für andere Waldbesitzerinnen und -besitzer. „Durch Dürre, Hitze, Sturmschäden und dem daraus resultierenden starken Borkenkäferbefall ist der Holzmarkt derzeit schwer gestört. Deshalb bieten wir auch anderen Waldbesitzenden die Möglichkeit, ihr wertvolles Holz bei uns werterhaltend zu lagern“, so Martin Neumeyer, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten. Um den Wald auch für zukünftige Generationen zu schützen und zu bewahren, müssen durch Sturm geschädigte und vom Borkenkäfer befallene Fichten schnellstmöglich aus dem Wald transportiert werden, damit gesunde Bäume nicht befallen werden. Allerdings können Waldbesitzer ihr Holz durch das Überangebot und Corona-bedingte Abfuhrschwierigkeiten nur schwer an Sägewerke absetzen – oder lediglich zu einem sehr geringen Preis. „Für private Waldbesitzer geht es um die nackte Existenz. Sie leben davon, fair für ihr Holz bezahlt zu werden“, so Josef Ziegler, Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbands. „Die Einlagerung in die Nasslager der Bayerischen Staatsforsten gibt uns eine Handlungsalternative, um in dieser Krise zu überleben.“

    Ein Nasslager ist ein Aufbewahrungsort für eingeschlagenes Nutzholz, bei dem die Baumstämme zum Zwecke der Konservierung künstlich beregnet werden. So können diese über mehrere Monate bis hin zu drei Jahren werterhaltend konserviert werden. „Die Bayerischen Staatsforsten haben in den letzten Jahren eine umfangreiche Nasslager-Infrastruktur aufgebaut. Sie gehören zu unserer Strategie, den Wald bestmöglich vor den Folgen des Klimawandels zu schützen und gleichzeitig unseren tollen Wertstoff Holz nicht zu Dumping-Preisen verkaufen zu müssen“, so Staatsforsten-Chef Neumeyer.

    Josef Wutz, Waldpräsident des Bayerischen Bauernverbandes appelliert an die Waldbesitzer, im Waldschutz nicht nachzulassen und die Förderung zur insektizidfreien Borkenkäferbekämpfung für die Verbringung des Schadholzes aus dem Wald auf geeignete Lagerplätze in Anspruch zu nehmen. Insgesamt gibt es im Bayerischen Staatswald 21 Nasslager, die von den Bayerischen Staatsforsten betrieben werden, davon sind insgesamt neun aufgrund der aktuellen Situation aktiviert. Bayernweit verfügen die Bayerischen Staatsforsten über eine Gesamtlagerkapazität von 1,8 Mio. Festmetern, davon 1,4 Millionen eigene Nasslager, die in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden soll.

    Details für die Einlagerung können Waldbesitzerinnen und -besitzer beim Bayerischen Waldbesitzerverband oder im Fachbereich Holz der Bayerischen Staatsforsten erfragen:

    https://www.bayer-waldbesitzerverband.de/home.html

    https://www.baysf.de/de/ueber-uns/kontakt.html

    Grundsätzlich werden keine Einzellagerungen von Waldbesitzern mit geringen Mengen zugelassen, sondern nur gebündelte Maßnahmen z.B. über eine Waldbesitzervereinigung. Zudem konzentriert sich die Einlagerung aufgrund der Schadholzsituation auf den Süden und Osten Bayerns. Eine Einlagerung kann nur in den bereits von den Bayerischen Staatsforsten aktivierten Nasslagern erfolgen.

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    news-2249 Mon, 01 Jun 2020 09:05:00 +0200 Borkenkäfer-Newsticker der Bayerischen Staatsforsten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2249&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5a871da11edfb6a5864424c2d5611373 Aktuelle Informationen und Daten direkt aus dem bayerischen Staatswald

    01. Juni 2020, Regensburg Ab sofort liefern die Bayerischen Staatsforsten zum Anfang jeden Monats die aktuellen Borkenkäferzahlen sowie Informationen zur augenblicklichen Lage des Bayerischen Staatswaldes. Dadurch soll transparent und zeitnah über dessen Zustand informiert werden.

    Mai 2020 – Aktuelle Situation und Zahlen

    Gegenwärtig herrscht wie auch schon in den Jahren 2018 und 2019 eine angespannte Waldschutzsituation im Staatswald. Beispielsweise ist ein verstärktes Auftreten von Borkenkäfern an Fichten zu beobachten. Dies hat vor allem mit der lang anhaltenden Trockenheit der letzten beiden Jahre und den Folgen des Klimawandels zu tun, die wir alle spüren können.

    Die aktuellen Zahlen bewegen sich momentan auf niedrigerem Niveau als im letzten Jahr, sind im Vergleich zum 5-Jahresdurchschnitt (jeweils Werte im Mai) aber deutlich erhöht:

    Gebuchte Käferholzmenge Mai 2020: 79.000.fm
    Gebuchte Käferholzmenge Mai 2019: 89.000 fm
    Gebuchte Durchschnitts-Käferholzmenge Mai der letzten 5 Jahre: 67.000 fm

    Interpretation

    Bei der Schwärmaktivität ist der Borkenkäfer in diesem Jahr etwa 1-2 Wochen früher dran als im letzten Jahr, die Intensität war allerdings in vielen Bereichen nicht so ausgeprägt. Ursachen dafür sind die zuerst doch hohen Temperaturen und die Trockenheit des Frühjahrs, die das Ausschwärmen der Borkenkäfer begünstigt haben. Stärkere Niederschläge im Mai sowie niedrigere Temperaturen im abgelaufenen „Wonnemonat“ haben bis jetzt den Befall gesunder Bäume durch den Borkenkäfer in diesem Jahr gebremst.

    Hintergrund / Wissenswertes

    Auch wenn die Werte etwas niedriger als die Zahlen des letzten Jahres sind, suchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten stetig nach neuen Käferholzbäumen, die sie bei Befall markieren und schnellstmöglich aus dem Wald transportieren. Digitales Arbeiten erhöht dabei die Effizienz und Geschwindigkeit der Käferholzaufarbeitung, z. B. mit einer eigenen Borkenkäfer-App. Unterstützt werden die Beschäftigten auch von zahlreichen Helfern – unter ihnen auch Forststudierende –, die extra für die Borkenkäfersuche eingestellt worden sind. Gleichzeitig werden unter Hochdruck die noch liegenden Sturmholzschäden des Februarorkans Sabine beseitigt, damit der Borkenkäfer sich nicht in diesen Stämmen vermehren und von dort ausfliegen kann.

    Den Bayerischen Staatsforsten ist es in den Jahren 2018 und 2019 mit einem personellen und finanziellen Kraftakt gelungen, eine Massenvermehrung des Borkenkäfers im Staatswald zu verhindern. Mit dem enormen Aufwand von jährlich mehr als 200.000 Suchstunden in über 1.000 Suchbezirken und über 10 Millionen Euro Kosten für Borkenkäfersuche jährlich sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Staatsforsten dem Käfer zu Leibe gerückt.

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    news-2251 Fri, 29 May 2020 15:15:18 +0200 Blühflächen im Sulzschneider Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2251&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0fb990cf9397ac4d6f0707ff2182cdbe 29. Mai 2020, Steinbach - Seit zwei Jahren ist der Insektenschutz in aller Munde. Zurecht, wie man auch am Forstbetrieb Sonthofen findet. „Bei den Bayerischen Staatsforsten haben wir ein Konzept erarbeitet, um auf unseren Flächen dem Rückgang in der Insektenwelt entgegenzuwirken“, berichtet Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting.

    Dabei wird mittel- und langfristig ein Flächennetz mit heimischen Blühpflanzen aufgebaut, um den Bestand der Insekten wieder zu erhöhen und um den genetischen Austausch zu gewährleisten. Diese sogenannten Trittsteine sollen dann in allen Revieren des Bayerischen Staatswaldes dazu beitragen, das Insektensterben aufzuhalten. Wer sich über Wildbienen und Wildwespen informieren will, wird bald feststellen, dass sich ein Universum von Arten auftut, wo Hummeln wie Bienen aussehen, es Wespen gibt, die man nie als Wespe erkennen würde und allerlei merkwürdige Exemplare. Außerdem gibt eine Vielzahl an heimischen Schmetterlingen und Käfern. All diese Arten haben unterschiedliche Ansprüche und Entwicklungen. In den acht Revieren des Forstbetriebs Sonthofen wurden überall die ersten Flächen angelegt. Sie werden jetzt gepflegt und wo nötig ergänzt.

    Förster Jürgen Sander hat im Sulzschneider Wald einige Flächen angelegt: „Dabei war aller Anfang schwer. Wir sind doch Förster und keine Gärtner! Zuerst mussten Flächen gefunden werden, auf denen genügen Licht vorhanden ist und die nicht in absehbarer Zeit vom angrenzenden Baumbestand beschattet werden“, erinnert er sich. Mit Hilfe von Experten wurden die Samenmischungen zusammengestellt, die zum Standort passen und Allgäuer Bauern, die das nötige Wissen und die nötige Ausrüstung mitbringen, haben die Arbeiten im Auftrag durchgeführt. Bei der Samenauswahl wurde auf eine sinnvolle Blühfolge übers Jahr geachtet, so dass Nektar und Pollen möglichst ganzjährig für verschiedene Insektenarten vorhanden ist.

    „Die Flächen im Sulzschneider Wald sind gut gelungen!“ freut sich Revierleiter Jürgen Sander. „Ich habe sie vorletztes Jahr vorbereitet und letztes Jahr angesät. Es zeigen sich erfreulicher Weise die ersten Erfolge und wir sind neugierig auf die weitere Entwicklung. Wir bleiben auf jeden Fall dran!“

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    news-2250 Fri, 29 May 2020 15:06:35 +0200 5.000 Hektar Naturwälder für Bayern http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2250&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=68dac09ba1b305e83e0917371773b9c3 Pressemitteilung des Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

    29. Mai 2020, München – Forstministerin Michaela Kaniber will vier größere staatliche Waldgebiete Bayerns als Naturwälder ausweisen und da-mit dauerhaft unter Schutz stellen: drei ökologisch besonders wertvolle Buchen-Mischwälder im Steigerwald, auf der Fränkischen Platte bei Würzburg und der Frankenalb bei Kelheim sowie weite Teile der Isar-Auwälder zwischen München und Landshut, insgesamt fast 5.000 Hektar. Sie werden ab sofort nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt.

    Kaniber: „Wir geben diese ganz besonderen, urtümlichen Wälder der Natur zurück, damit sie sich frei und ungestört entwickeln können.“ Die neuen Nturwälder sind Teil eines bayernweiten Netzwerks, das die Ministerin in den bayerischen Staatswäl-dern einrichten will. Vergangenen Herbst hatte Kaniber dazu in einem ersten Schritt bereits angekündigt, 960 Hektar Auwald bei Neuburg a. d. Donau als Naturwald unter den Schutz des Bayerischen Waldgesetzes zu stellen.

    Der große ökologische Wert und die einzigartige biologische Vielfalt in den künftigen Naturwäldern sind der Ministerin zufolge ganz maßgeblich auch der vorausschauenden und schonenden Waldbewirtschaftung durch die Bayerischen Staatsforsten zu verdanken. „Jetzt aber wollen wir in diesen außergewöhnlichen Wäldern noch einen Schritt weitergehen,“ so Kaniber: „Wir lassen sie zu wilden Wäldern werden und damit auch zur Heimat für seltene Pflanzen und Tiere, die auf größere unberührte Flächen angewiesen sind.“ Das Betreten der Wälder bleibt laut Kaniber weiter erlaubt, sie er-munterte sogar, künftig geplante Bildungsangebote intensiv zu nutzen: „Wir wollen die wilde Waldnatur, die fantastische Artenvielfalt und das ständige Werden und Vergehen für alle Bürgerinnen und Bürger erlebbar machen.“

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    news-2248 Mon, 25 May 2020 16:17:02 +0200 Wie beeinflusst der Wolf das Schalenwild? http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2248&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=eb6023a7eb35261aeb935b1336d8af17 Kaniber startet Forschungsprojekt im Veldensteiner Forst

    München, 24. Mai 2020 - Seit einigen Jahren streift der Wolf wieder durch Bayerns Wälder, vor allem in Nord- und Ostbayern. Neben Landwirten und Weidehaltern bereitet das auch vielen Jägerinnen und Jägern Sorgen. Forstministerin Michaela Kaniber hat deshalb ein neues Forschungsprojekt dazu gestartet: "Wir brauchen gerade im Bereich der Jagd weitere Untersuchungen. Wir möchten besser verstehen, wie sich die Anwesenheit des Wolfs auf das Verhalten und die Lebensraumnutzung von Hirsch, Reh und Wildschwein auswirkt", sagte Kaniber in München.

    Wissenschaftler der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) untersuchen diese Aspekte nun im Veldensteiner Forst (Lkr. Bayreuth). Dort lebt das aktuell einzige bayerische Wolfsrudel mit einem bestätigten Nachwuchs. Mit Hilfe von Wildkameras werden dort die Bewegungen der Wölfe und des Schalenwilds systematisch erfasst und unter-sucht. Das Forschungsprojekt soll erstmals wichtige Erkenntnisse für die Beziehung von Wolf und Schalenwild in ganz Bayern liefern. Es findet in Kooperation mit den Bayerischen Staatsforsten und unter Einbindung der regionalen Wolfsbeauftragten sowie des obersten Jagdbeirats statt.

    Neben dem Rudel im Veldensteiner Forst existieren in Bayern auch Nachweise von Wölfen in der Region entlang der Böhmischen Grenze, auf den beiden Truppenübungsplätzen Grafenwöhr und Hohenfels in der Oberpfalz sowie zuletzt auch in der Bayerischen Rhön.

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    news-2247 Fri, 22 May 2020 14:41:08 +0200 Der Forstbetrieb Kelheim investiert in die Zukunft http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2247&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e607be40e9ac075ebb58b7bd0261ddfa Kelheim, 22.05.2020 - In diesen Tagen schließt der Forstbetrieb Kelheim der Bayerischen Staatsforsten seine Frühjahrskulturen ab. Auch in diesem Jahr wurden über den ganzen Forstbetrieb hinweg etwa 13.800 Setzlinge der verschiedensten Baumarten gepflanzt. Bei den ausgebrachten Bäumchen, handelt es sich vorwiegend um Laubbaumarten, wie beispielsweise Buchen, Eichen oder auch Wildkirschen.

    „Durch die gezielte Einbringung von Laubbaumarten in die Wälder des Forstbetriebs Kelheim wollen wir einen gesunden, laubholzreichen und stabilen Mischwald begründen“, sagt die Leiterin des Forstbetriebs Kelheim Sabine Bichlmaier. Dies müsse getan werden, um die Wälder fit für den Klimawandel zu machen, damit der Wald auch noch für die kommenden Generationen erhalten werden könne, begründet Bichlmaier die Notwendigkeit von Anpflanzungen im Staatswald.

    Wälder mit mehreren Baumarten begeistern aufgrund ihrer Ästhetik nicht nur Erholungssuchende, sondern sind mit ihrer Strukturvielfalt auch ein wichtiger Schatz für die Artenvielfalt. Wie das Volksbegehren zum Artenschutz gezeigt habe, spiele der Schutz der Biodiversität für die Bevölkerung eine wichtige Rolle, weshalb der Forstbetrieb Kelheim laut Bichlmaier die in der Vergangenheit zum Schutz der Artenvielfalt ergriffenen Maßnahmen auch weiterhin mit aller Entschlossenheit forcieren werde.

    Seltene heimische Baumarten liegen dem Forstbetrieb ebenfalls besonders am Herzen. So wurden beispielsweise im Revier Berching Elsbeeren gepflanzt, um deren Fortbestand im Jura zu sichern.

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    news-2246 Fri, 22 May 2020 09:54:04 +0200 Bayerische Staatsforsten schaffen neuen Lebensraum für Insekten, Spechte und Fledermäuse http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2246&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=190fe68e22b158cc3d451408fff71394 22. Mai – Internationaler Tag der biologischen Vielfalt

    Regensburg, 21. Mai 2020 – Wo bayerischer Staatswald ist, da herrscht auch Biodiversität. Denn die vielen unterschiedlichen Strukturen im Wald sorgen dafür, dass Pflanzen und Tiere in all ihrer Vielfalt wachsen und leben können. Zusätzlich setzen sich die Bayerischen Staatsforsten mit gezielten Projekten für den Natur- und Tierschutz im Staatswald ein:

    In vielen staatlichen Forstrevieren und damit über ganz Bayern verteilt, sind in den vergangenen zwei Jahren Blühflächen in der Größe von rund 265 Fußballfeldern entstanden, um neuen Lebensraum für Insekten zu schaffen. Auch die Pflege von Feuchtbiotopen, Offenlandflächen und die Anlage von sogenannten Hochstümpfen wurde in den letzten beiden Jahren forciert. Mehr als drei Millionen Euro haben die Bayerischen Staatsforsten, unterstützt vom Freistaat Bayern, dafür eingesetzt.

    Die arten- und strukturreichen Wälder in Bayern schaffen bereits heute einen Ausgleich zu Defiziten, wie sie vielerorts etwa durch die Versiegelung von Flächen entstehen. Die Wälder tragen so zum Erhalt der Biodiversität bei. Im Rahmen des Programms „Der Wald blüht auf“, das vom Staatministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gefördert wird, wurden zudem gezielt neue Lebensräume für Insekten geschaffen. „Als größter Flächenbesitzer in Bayern haben wir Verantwortung für den Erhalt der Biodiversität. Und durch die Anstrengungen unserer Försterinnen und Förster können wir so einen wirksamen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leisten“, so der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer.

    1.000 Blühflächen und 5.000 Bäume als Wohnungen für Vögel, Insekten und Pilze

    Allein in den Jahren 2018 und 2019 wurden knapp 1.000 neue Blühflächen angelegt. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen bayernweit regionales Saatgut mit einheimischen Wildpflanzenarten aus. Dadurch erhalten und fördern wir besondere Lebensräume und die Artenvielfalt unserer heimischen Insekten“, so Neumeyer weiter. Aber nicht nur die Insekten stehen im Fokus des Projekts: Neben der Pflege von wertvollen freien Flächen im Wald, um sie als besonderen Lebensraum zu erhalten, haben die Bayerischen Staatsforsten knapp 5.000 Bäume „geköpft“. Diese sogenannten Hochstümpfe schaffen Struktur im Wald und dienen als Wohnungen für Vögel, Insekten und Pilze.

    2020 im Zeichen der Feuchtbiotope

    Neben der Fortführung dieser Projekte steht 2020 die Anlage und Pflege von Feuchtbiotopen zum Schutz der dort heimischen Amphibien- und Reptilienarten im Fokus. Bei der Neuanlage von Feuchtbiotopen wird besonders darauf geachtet, dass unterschiedliche Wassertiefen und möglichst lange, geschwungene Uferzonen geschaffen werden. Strukturelemente wie beispielsweise Stein- oder Totholzhaufen, die als Versteck-, Besonnungs- oder Überwinterungsplätze für Amphibien und Reptilien dienen, werden im Umfeld der Feuchtbiotope neu angelegt oder gepflegt, so dass für möglichst viele Arten Nischen geschaffen werden.

    Seit 2001 wird der 22. Mai als Internationaler Tag der biologischen Vielfalt gefeiert. Er erinnert an den 22. Mai 1992, an dem der Text des Übereinkommens über die biologische Vielfalt offiziell angenommen wurde. Der Tag der biologischen Vielfalt trägt dazu bei, die pflanzliche und tierische Vielfalt in unseren Wäldern einmal mehr ins Bewusstsein zu rufen und zu deren Erhaltung als auch Förderung beizutragen. Ein Anliegen, das die Bayerischen Staatsforsten tagtäglich in die Tat umsetzen und mit ihren Projekten proaktiv voranbringen.

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    news-2245 Tue, 19 May 2020 10:38:15 +0200 20. Mai – Weltbienentag: Schwärmen für den Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2245&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4f470dddaba4fb530fa915c57aee6c12 19. Mai 2020, Regensburg – Sie gehören zu den Fleißigsten im Wald und wohl kaum jemand ist ihnen noch nicht begegnet – den Bienen in unseren bayerischen Staatswäldern. Mittlerweile ist der Wald sogar mancherorts zur wichtigsten Nektar- und Pollenquelle für Bienen geworden. Aber auch der Forst profitiert von mehr Bienen. Denn die Honig- und Wildbienen bestäuben die dort vorherrschenden Blütenpflanzen. Und das ist wichtig: Rund 90 % aller Pflanzen sind auf Fremdbestäubung angewiesen. Eine optimale Bestäubung gewährleistet eine bessere Qualität von Früchten und Samen, eine höhere genetische Vielfalt und eine größere Biodiversität des Lebensraumes.

    Die Bayerischen Staatsforsten und die drei großen Bayerischen Imkerverbände – Landesverband Bayerischer Imker e.V., Verband Bayerischer Bienenzüchter und Bayerische Imkervereinigung – setzen sich deshalb gemeinsam für die Bienen in Bayern ein. Zum Beispiel indem in den Wäldern und Flächen im bayerischen Staatswald mehr Lebensräume für Bienen geschaffen werden. Auch der Waldumbau hin zu Mischwäldern trägt dazu bei, mehr Lebensraum für Wild- und Honigbiene zu generieren. In den strukturreichen Wäldern und Waldrändern gibt es ein vielfältiges Nahrungsangebot bis weit in den Sommer hinein, wenn anderorts nur noch wenig blüht. Zudem wurde der Austausch zwischen Förstern und Imkern gestärkt. Ergänzend stellen alle staatlichen Forstbetriebe in Bayern für Hobbyimker und -imkerinnen als auch für Imkervereine kostenfrei Flächen für das Aufstellen von Bienenvölkern zur Verfügung. Dazu müssen Hobbyimker nur bei Ihrem zuständigen Forstbetrieb anfragen.

    Auch Wildbienen profitieren

    Während Honigbienen ausnahmslos in Bienenstöcken leben und dort Völker mit bis zu 50.000 Individuen bilden, stellen Wildbienen meist als Einsiedler sehr unterschiedliche Ansprüche an ihre Nistplätze. Etwa die Hälfte der bekannten Wildbienenarten nistet sogar unter der Erde und nutzt dazu häufig von anderen Insekten gebaute Gänge als Bruthöhle. Sogar leere Schneckenhäuser oder Pflanzenstängel sind beliebte Lebensräume – und besonders gerne auch morsches Holz, sogenanntes Biotopholz, wie es in den heimischen Wäldern seit vielen Jahren verstärkt von den Försterinnen und Förstern der Bayerischen Staatsforsten angereichert wird. In künftigen Planungen der Forstbetriebe und den regionalen Naturschutzkonzepten werden die Ansprüche der Bienen noch stärker als bisher berücksichtigt und so die positiven Auswirkungen von Bienen auf unseren Wald verstärkt.

    Der Weltbienentag wird seit 2018 am 20. Mai gefeiert. An diesem Tag wurde 1734 der Pionier der modernen Imkerei Anton Janša geboren.

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    news-2244 Mon, 18 May 2020 16:16:36 +0200 "Halali" auf dem Grill: Die Jagdzeit hat begonnen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2244&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5b14932f4656a7cf282d6b253efcad8f 15. Mai 2020, Fichtelberg – Seit Beginn der Jagdzeit bieten Jäger und Förster wieder frisches Wildbret aus der Region an. So auch die Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten wie der Forstbetrieb Fichtelberg. Dort gibt es jetzt besondere Angebote für’s Grillen.

    Die Jagdzeit auf Reh und Hirsch hat wieder begonnen. Was die Tiere im Wald vermutlich weniger freut, ist für die Liebhaber von Wild auf dem Teller ein freudiges Ereignis. Denn damit besteht wieder die Möglichkeit, Wildbret aus der Region direkt beim Jäger zu kaufen. Oder auch beim Forstbetrieb in Fichtelberg. Dort wurde der Zugang zum Verkaufsraum so gestaltet, dass Wildbret-Käufer auch in Corona-Zeiten ohne Bedenken einkaufen können. Ein separater Eingang mit Glocke ermöglicht den ungestörten Zugang zum Verkaufsraum.

    Gerade jetzt im Sommer bietet es sich an, Wildbret auf den Grill zu legen. Wolfgang Kneidl, Mitarbeiter beim Forstbetrieb Fichtelberg und Metzgermeister empfiehlt dafür die neu im Sortiment aufgenommenen Wildburger: „Fleischküchla, Fleischpflanzerl, Hamburger Patties – egal, wie man sie nennt: sie sind super lecker und außerdem gesund. Denn wir verwenden dazu nur reines Rehfleisch, ohne Zugabe von Schweinefleisch oder Speck.“

    Die Zubereitung am Grill beschreibt der Wildbret-Fachmann ganz einfach: „Packung auf, gefrorene Patties auf den vorgeheizten Grill, von jeder Seite ca. 4 Minuten braten, fertig. Je nach Geschmack noch mit einer Scheibe Käse belegen, die kurz auf dem Grill anschmelzen darf. Das Ganze nach Belieben mit Salat, Tomate, Gurke, Zwiebel und verschiedenen Soßen garnieren, mit einem Klecks Preiselbeer­marmelade abrunden und fertig ist der feine Wildburger.“

    Aber auch Keulensteaks, Rehrückenmedaillons oder Hirschfilet eignen sich hervorragend zum Grillen. Wildfleisch ist nicht nur wohlschmeckend, sondern auch sehr gesund und fettarm, enthält wenig Cholesterin, dafür wichtige Nährstoffe. Das liegt an der artgerechten Lebensweise der Wildtiere, die sich viel bewegen und fressen, was die Natur zu bieten hat – kein künstliches Futter, keine Antibiotika, keine Medikamente.

    Bei der Jagd geht es aber nicht nur um die Bereitstellung von Wildbret. Verantwortungs­volle Jagd trägt dazu bei, ein Gleichgewicht zwischen Wald und Wild herzustellen und dauerhaft zu erhalten. Das ist wichtig für den Waldumbau hin zu Mischwäldern und eine nachhaltige Waldwirtschaft. Nur mit angepassten Wildbeständen wird es uns gelingen, die Herausforderungen des Klimawandels zu meistern und natürliche, stabile Mischwälder nachzuziehen.

    Und wenn das auch noch zu einer leckeren und gesunden Mahlzeit führt, ist das nicht nur für den Wald gut, sondern auch für den Wildbret-Genießer!

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    news-2243 Mon, 18 May 2020 10:39:51 +0200 Fertigstellung einer neuen Wetterschutzhütte in Sailaufer Forst http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2243&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4c697e8536fdb57011d3389024b03f81 18. Mai 2020, Heigenbrücken - Am sogenannten Streitplatz zwischen Sailauf und Heigenbrücken im Staatswald steht nun eine weitere Wandererhütte. In den vergangenen Wochen hat die Zimmerei Kunkel, Waldaschaff das rund 20.000 Euro teure Projekt, querfinanziert aus Mittel des Freistaats Bayern, Forstverwaltung umgesetzt.

    Die Hütte entstand auf Initiative von Herrn Bürgermeister Michael Dümig aus Sailauf (auf dem Bild rechts). Dümig und der zuständige Forstbetriebsleiter, Joachim Keßler liessen es sich trotz Abstandgebot nicht nehmen die frisch erstellte Hütte zu inspizieren und freuen sich: „Ein echter Hingucker am Streitplatz!“ Die Hütte werte die Naherholung im Wald rund um Sailauf weiter auf, so Keßler weiter.

    Der Holzbau aus Nadelholz bietet Wandernden oder auch Radfahrerinnen und Radfahrern an einem bekannten Wegekreuz im Nordspessart nun die Möglichkeit zu Rasten oder sich bei Schlechtwetter unterzustellen. Die Hütte wird mit einer Sitzgruppe und einer Informationstafel ausgestattet. Das Modell lehnt sich an die vom Naturpark vorgegebene Baureihe von Schutzhütten an, die überall im Naturpark Spessart entstehen sollen. Ein offizielles Eröffnungsfest wird noch nachgeholt, so der Bürgermeister Dümig.

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    news-2242 Mon, 18 May 2020 10:28:30 +0200 Frost im Forst: Auffällige Frostschäden an Buchenblättern im Fichtelgebirge http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2242&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a122a4123e043612f943f8a325a2cf08 15. Mai 2020, Fichtelberg – In weiten Teilen der Wälder des Fichtelgebirges sind in den letzten kalten Nächten die frisch ausgetriebenen Buchenblätter erfroren. Der Forstbetrieb Fichtelberg kann allerdings Entwarnung geben: die Bäume sind meist in der Lage, den Schaden zu überstehen.

    Braun und vertrocknet hängen die Buchenblätter von den Zweigen herab. Wo in der letzten Woche noch saftig-grüne Blätter sprießten, hängen jetzt an vielen Stellen im Fichtelgebirge nur noch abgestorbene Blätter an den Bäumen. Die drei „Eisheiligen“ Pankratius, Servatius und die kalte Sophie haben in den letzten Tagen zugeschlagen und mit stellenweise bis zu -6°C die frisch ausgetriebenen Blätter der Waldbäume geschädigt.

    Werner Schmidt, Förster bei den Bayerischen Staatsforsten, blickt ein wenig betrübt auf das braun verfärbte Laub der Bäume am Ochsenkopf. „Gerade jetzt so kurz nach dem Laubaustrieb sind die Blätter sehr frostempfindlich. Da genügt eine einzige leichte Frostnacht und das Blatt ist erfroren.“ Aber zugleich kann er Entwarnung geben: „Die meisten Bäume haben genug Reserven und können noch einmal Blätter bilden.“ Dieser sogenannte „Johannistrieb“ ermöglicht es, dass im weiteren Jahreslauf die Buchen wieder grün werden und ohne größeren Schaden weiterwachsen werden. Solche Frostschäden an den Blättern kommen örtlich immer wieder einmal vor. Meist ohne schwerwiegende Folgen für die Natur.

    Anders sieht es leider bei den Blüten der Buchen aus. „In den letzten Wochen zeigten sich hier am Ochsenkopf oder gegenüber auf der Westseite des Schneebergs an vielen Bäumen reichlich Blütenknospen“, so Förster Schmidt. „Die sind wohl größtenteils erfroren. Das heißt, im Herbst werden kaum Bucheckern von den Bäumen fallen. Die natürliche Verjüngung der Buchen wird also in diesem Jahr leider ausfallen. Aber auch damit wird die Natur fertig,“ beruhigt der Forstexperte. „Die nächste Buchenblüte kommt bestimmt.“

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    news-2241 Thu, 14 May 2020 13:35:55 +0200 Erfolgreichstes Jagdjahr: Rekordstrecke bei Schwarzwild - Klimawald erfordert effektive Jagd http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2241&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4770ba260cc6e52a2fcdc3ed276970c4 07. Mai 2020, Regensburg – Die Bayerischen Staatsforsten haben bei der Schwarzwildjagd ein Rekordergebnis erzielt. Im zurückliegenden Jagdjahr (1. April 2019 – 31. März 2020) konnten die Beschäftigten der Bayerischen Staatsforsten zusammen mit privaten Jägern 15.520 Wildschweine erlegen. Verglichen mit der bisherigen Rekordstrecke von 13.717 Stück Schwarzwild aus dem Jagdjahr 2017/18 konnte der Abschuss um 13 Prozent gesteigert werden. Im Vergleich zur vergangenen Jagdsaison 2018/19 mit 9.452 Wildschweinen stieg die Zahl der Tiere sogar um 64 Prozent an.

    „Diese Rekordzahl in den bayerischen Staatswäldern ist eine beachtliche Gemeinschaftsleistung unserer Beschäftigten und unserer privaten Jagdgäste. Wir brauchen eine effektive Jagd, damit unser junger Zukunftswald eine Chance hat und damit der Waldumbau, also die Umwandlung nicht standortgemäßer Nadelholzreinbestände in widerstandsfähige Mischwälder, gelingt“, so ein Sprecher der Bayerischen Staatsforsten. „Rausgerissene junge Pflanzen bzw. Wildschwein-bedingte Schäden an sorgfältig gepflanzten Eichenkulturen beeinträchtigen nicht nur den Waldumbau, sondern sie verursachen auch zusätzlich hohe Kosten“, so der Sprecher weiter. Ein weiterer Grund für die konsequente Bejagung ist die aus Osteuropa herannahende Afrikanische Schweinepest (ASP), denn die Jagd auf Schwarzwild ist ein unverzichtbarer Baustein zur Seuchenprävention.

    Dass die Rekordstrecke zustande gekommen ist, ist kein Zufall, sondern Ergebnis einer durchdachten Jagdstrategie. „Vor allem der Ausbau der Bewegungsjagden, die Intensivierung der Einzeljagd und der Einsatz von Nachtsichttechnik erweisen sich als wichtige Maßnahmen, die dieses Rekordergebnis möglich gemacht haben“, so der Sprecher abschließend.

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    news-2240 Thu, 14 May 2020 13:27:06 +0200 Feines Wildbret aus dem Staatswald – Frischfleischsaison hat begonnen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2240&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=43d1983b12b456a822a98d197f798ae9 13. Mai 2020, Freising – Mit dem Beginn der Jagdsaison in Bayern gibt es am Forstbetrieb Frei-sing wieder frisches Wildfleisch. Ab sofort kann am Forstbetrieb Freising feines Wildbret vom Reh und vom Wildschwein auch portionsweise als vakuumiertes Frischfleisch gekauft werden. Außerdem umfasst das Angebot auch Wurstwaren, die daraus hergestellt wurden. Sämtliche Produkte stammen aus den eigenen staatlichen Wäldern und werden nachhaltig erzeugt.

    Öffnungszeiten:

    Mittwoch von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
    Freitag von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr
    sowie nach telefonischer Vereinbarung (08161/48020)

    Wegen der aktuellen Kontaktbeschränkungen bitten wir am Forstbetrieb zu klingeln, das Wildfleisch wird dann am Fenster neben dem Eingang verkauft. Mögliche Ansteckungsrisiken sind damit praktisch ausgeschlossen.

    Mit jährlich rund 1.500 Stück Schalenwild aus den Staatsjagdrevieren erzeugt der Forstbetrieb Freising der Bayerischen Staatsforsten ein hochwertiges Lebensmittel. Die Qualität von Wildfleisch wird allseits gelobt und ist nicht zuletzt wegen seines vorzüglichen Geschmacks eine hervorragende Ergänzung des Speiseplans. Es eignet sich sehr gut zum Grillen und ist daher auch außerhalb der Winterzeit eine Bereicherung. Das Fleisch ist fettarm, eisen- und vitaminreich. Die hochwertige und abwechslungsreiche Nahrung des Wildes macht das Fleisch sehr aromatisch.

    Unser Wildbret ist gesund und unbehandelt und stammt von heimischen, in ihrem natürlichen Lebensraum aufgewachsenen Tieren. Tierschutzgerecht erlegt, wird das Wild nach modernsten Hygienestandards zu Wildbret verarbeitet, um höchste Qualität zu garantieren. So ist zum Beispiel sichergestellt, dass jedes einzelne Stück Wild auf seinen Becquerel-Gehalt untersucht wird und die Strahlenbelastung unterhalb des zulässigen Grenzwerts liegt.

    Wild lebt und ernährt sich in der freien Natur. Daher hat Wildfleisch einen hohen Anteil an Vitaminen und Mineralien sowie einen geringen Fettgehalt. Wild kann ebenso vielseitig zubereitet werden, wie andere Fleischsorten. Ob als traditionelles Wildragout, als feiner Braten, Steak oder Grillgut, Wildbret ist ein schmackhaftes und gesundes Lebensmittel. Mehr Natur geht nicht.

    Ohne Jagd, kein natürlicher Wald

    Bei der Jagd steht heute nicht mehr allein die Nahrungsbeschaffung im Vordergrund, sondern vielmehr soll ein Gleichgewicht zwischen Wald und Wild geschaffen und dauerhaft er-halten werden. Das ist zentral für eine naturnahe und nachhaltige Waldwirtschaft. Denn nur mit angepassten Wildbeständen sind natürliche, stabile und klimatolerante Mischwälder möglich. Wenn dabei noch eine herzhafte und köstliche Mahlzeit herausspringt, wird nicht nur dem Wald, sondern auch dem Kunden selbst etwas Gutes getan!

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    news-2239 Thu, 14 May 2020 13:06:13 +0200 Neues Biotopholz für die Wälder um die Befreiungshalle http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2239&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6fc26c56346508459730e66a9b8bb696 Waldschutz und Waldnaturschutz Hand in Hand

    12. Mai 2020, Kelheim – Gelbbauchunke, Großes Mausohr und Grauspecht: Geht es nach den Kelheimer Försterinnen und Förstern, dann werden noch in diesem Frühjahr die Grundlagen für neue Lebensräume rund um die Befreiungshalle gelegt. Ausgangspunkt dafür war ein Orkan.

    Winterstürme sind bei Förstern gefürchtete Naturereignisse. Die vom Sturm betroffenen Fichten sind im Frühjahr oft eine Brutstätte für den Waldschädling Nummer eins, den Borkenkäfer. Deshalb waren auch die Sorgen im Kelheimer Staatsforstbetrieb groß, als im Februar dieses Jahres Orkan Sabine zahlreiche Fichten umgeworfen oder gebrochen hat. Nun hat Bernhard Daffner vom Forstbetrieb Kelheim die Pläne für die Aufarbeitung vorgestellt. Er macht aus der Not eine Tugend, indem er Waldschutz und Waldnaturschutz vereint.

    „Der Borkenkäfer beschäftigt uns Waldbesitzer schon seit mehreren Jahren“, erklärt Daffner, stellvertretender Leiter des Forstbetriebs. „Die Trockenheit und Hitze der letzten beiden Jahre hat den Bäumen zugesetzt. Dazu kommt, dass der Orkan Sabine auf vielen Waldflächen Fichten geschädigt hat. Diese geschwächten Bäume sind für den Borkenkäfer besonders interessant.“ In den letzten Wochen waren daher die Forstwirte des Forstbetriebs unermüdlich im Einsatz, um befallene Bäume zu suchen und zu markieren.

    Die Zeit drängt, die Bäume müssen entfernt werden, bevor sich der Borkenkäfer ausbreiten kann. Nach Rücksprache mit den zuständigen Behörden fangen die Forstwirte in den nächsten Tagen mit der Aufarbeitung der befallenen Fichten rund um die Befreiungshalle an. „Für diese Fläche haben wir uns in Zusammenarbeit mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Abensberg etwas Besonderes einfallen lassen. Wir werden das Holz vollständig in den Beständen belassen und von Hand entrinden,“ so Daffner. „Damit reichern wir Biotopholz an, das als Lebensraum und Brutstätte für zahlreiche Arten dient“, erklärt er. Wo es für Waldbesucher gefahrlos möglich ist, wollen die Kelheimer Försterinnen und Förster sogar die aufgeklappten Wurzelteller stehen lassen und so zusätzliche Struktur und Habitatmöglichkeiten, zum Beispiel für die Gelbbauchunke, schaffen.

    Das Entrinden per Hand ist ein sehr aufwendiges Verfahren und wird vom Freistaat Bayern gefördert. Es hat den Vorteil, dass eine sehr waldschonende Arbeit möglich ist. „Zum Glück haben wir noch ein paar alte Hasen unter unseren Waldarbeitern, die wissen, wie man das Schäleisen richtig und kräfteschonend einsetzt. Da können sich die jüngeren noch den einen oder anderen Kniff abschauen,“ sagt Daffner schmunzelnd. „So lernen die Jungen von den Alten und es profitiert die Natur.“

    Hinweis für alle Waldbesucherinnen und -besucher: Für die Zeit der Arbeiten werden einzelne Wegeabschnitte aus Sicherheitsgründen gesperrt. Der Forstbetrieb bittet alle Naturfreunde und Wanderer um Verständnis für diese kurzfristige Einschränkung.

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    news-2238 Tue, 12 May 2020 15:10:50 +0200 Wildes Grillen – gesund und frisch auf den Tisch http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2238&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=633e91b2a03277bffa1a8e8beecde659 22. April 2020, Heigenbrücken - WILD vom GRILL! Was gibt es Besseres als die Grillsaison mit einem Stück regionalem Fleisch einzuläuten: Frisches Wild mit Beginn der Jagdzeit ab Mai.

    Die aktuelle Lage und die bereits sommerlichen Temperaturen laden zum Grillen im eigenen Garten ein. Neben den Klassikern aus Hauschwein und Rind stellt auch Wildfleisch eine unterschätzte Alternative auf dem Grill dar. Auch aus Wild lassen sich Steaks, Bratwurst und Co herstellen. Die weitverbreitete Zurückhaltung bei der Zubereitung von Wildprodukten außerhalb der Weihnachtszeit ist unbegründet, so Forstbetriebsleiter Joachim Keßler vom Forstbetrieb Heigenbrücken: „Die Zubereitung von Wild ist weniger aufwendig als gedacht und sehr lecker!“ So lässt sich Wildschwein genauso grillen wie Hausschwein und Reh-/ Rotwild vergleichsweise wie ein Rindersteak.

    Der Zugang zu Wildfleisch ist in der Regel unkompliziert. Es gibt verschiedene Wege um einen regionalen Anbieter / Produzent ausfindig zu machen. Sowohl ortsansässige Forstbetriebe, als auch private Jäger bieten ihre Produkte an. Der Internetauftritt der Bayerischen Staatsforsten sowie der des Bayerischen Jagdverbandes verfügen über eine Liste regionaler Anbieter und schlagen sogar Rezeptideen vor. Die Verfügbarkeit von Wild ist saisonabhängig und richtet sich hierbei nach den Jagdzeiten der jeweiligen Wildarten. Traditionell beginnt die Jagdzeit in Bayern mit dem 1.Mai. Ab Anfang Mai ist somit wieder mit einem großen Angebot zu rechnen.

    Hier finden Sie unsere BaySF-Wildbretrezepte!

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    news-2237 Mon, 11 May 2020 10:06:25 +0200 Ein Nasslager zum Schutz des Waldes vor dem Borkenkäfer http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2237&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1aa93344094d46b7c5c3405e2991d63d 11. Mai 2020, Weißenhorn - Der Sturm Sabine führte in der Region zu großen Mengen an Schadholz. Am Forstbetrieb Weißenhorn sind diese weitestgehend aufgearbeitet. Um der Ausbreitung des Borkenkäfers entgegenzuwirken, wird ein Teil des Schadholzes in einem Nasslager im Donauwald bei Leipheim zwischengelagert. Stürme, Schnee, die letztjährige Trockenheit und die Borkenkäfer haben in jüngerer Vergangenheit in Bayern, Deutschland und ganz Europa mehrere Millionen Kubikmetern Schadholz verursacht. Die Aufarbeitung stellt die Waldbesitzer und auch die Sägewerke vor große Herausforderungen. Dem Forstbetrieb Weißenhorn hat der Sturm Sabine und die folgenden Frühjahrsstürme insgesamt rund 40.000 Kubikmeter Schadholz gebracht – überwiegend Fichte. Genau dieses Fichten-Schadholz bietet Brutmaterial für den Borkenkäfer und damit die Basis für seine exponentielle Vermehrung. „Nach dem Sturm ist vor dem Käfer.“, betonte Christoph Kohler, stellvertretender Betriebsleiter am Forstbetrieb Weißenhorn, „Saubere Waldwirtschaft ist hier der einzige Weg, den Käfer soweit wie möglich in den Griff zu bekommen.“

    Saubere Waldwirtschaft bedeutet, dass alles potentiell als Brutmaterial geeignete Fichtenholz, aus dem Wald gebracht werden muss, bevor der Käfer sich entwickeln und zum Befall weiterer, noch gesunder Bäume ausfliegen kann. Denn die durch Trockenheit oder Sturm geschwächten Bäume sind nicht mehr in der Lage einen Borkenkäferbefall durch Harzbildung abzuwehren. Weiterhin bieten im Wald liegende Wipfel oder Stämme optimale Bruträume für den Käfer. Ein Buchdruckerweibchen legt pro Eiablage bis zu 60 Eier, deren Entwicklung zum fertigen Käfer knapp 6 Wochen dauert. So können aus einem Borkenkäferweibchen im Laufe eines Jahres bis zu 100.000 Nachkommen entstehen.

    Bereits jetzt, Anfang Mai, läßt sich anhand von braunem Bohrmehl erkennen, dass sich Altkäfer an einigen Hölzern eingebohrt haben, um Ihre Eier abzulegen. Zum Schutz des Waldes ist daher ein möglichst schnelle und vollständige Aufarbeitung und Abfuhr des Holzes aus dem Wald erforderlich. In den fichtendominierten Wäldern des Forstbetriebes, wie dem Roggenburger Forst, hat der Kampf gegen den Borkenkäfer und damit der Erhalt des gewohnten Waldbildes, eine besondere Bedeutung.

    Große Schadholzmengen bringen die Sägewerke oft an ihre Aufnahmegrenzen. In der Folge können die Hölzer nicht immer schnell genug aus dem Wald gefahren werden, um ein Ausfliegen der Käfer zu verhindern. Um dem Käfer in solchen Krisenzeiten dennoch möglichst wirksam und ohne Einsatz von Insektiziden entgegen treten zu können, hat der Forstbetrieb in der vergangenen Woche das Nasslager bei Leipheim in Betrieb genommen.

    „Hier können insgesamt bis zu 70.000 Kubikmeter Stammholz eingelagert werden. Diese werden in Reihen gestapelt und anschließend mit Wasser beregnet. Das Verfahren ermöglicht eine Zwischenlagerung des Holzes, bei der unter Erhalt der Holzqualität ein Ausfliegen des Borkenkäfers verhindert werden kann.“, erläutert die zuständige Revierleiterin Johanna Gierth. Das Prinzip der Nasslagerung beruht auf dem Ausschluss von Sauerstoff durch die Bewässerung des Holzes. Holzzerstörende Pilze und Insekten finden hier keinen Lebensraum.

    In Leipheim wird überwiegend das Holz aus dem Forstbetrieb Weißenhorn eingelagert. Kurze Transportwege ermöglichen einen schnellen Abtransport des Holzes aus dem Wald. Das Holz bleibt zudem in der Region und steht später den regionalen Sägern zur Verfügung.

    Das Nasslager bei Leipheim ist Teil des bayernweiten Netzes von Nasslagern mit einer Gesamtkapazität von über 1,4 Millionen Kubikmeter Holz. Ziel der Bayerischen Staatsforsten ist eine Kapazität von rund 2 Millionen Kubikmeter Lagerkapazität im Jahr 2020. Dieses Netz dient der Risikovorsorge, um im Schadensfall Holz für einen bestimmten Zeitraum lagern zu können und damit den Holzmarkt zu entlasten.

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    news-2236 Fri, 08 May 2020 12:52:38 +0200 Baumwipfelpfad Steigerwald ab 11. Mai wieder geöffnet http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2236&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=99fc2bc36f1f58956ba37c7aa09bcd3f 10. Mai 2020, Ebrach – Das Warten hat ein Ende: Ab morgen können Besucherinnen und Besucher endlich wieder den Steigerwald in luftiger Höhe genießen! Denn der Baumwipfelpfad Steigerwald in Ebrach öffnet am Montag, 11. Mai 2020, nach achtwöchiger Unterbrechung als eine der ersten Einrichtungen dieser Art wieder seine Pforten. Selbstverständlich mit angepasstem Besucherkonzept und umfangreichen Hygienemaßnahmen für einen unbeschwerten Besuch.

    Damit macht das Umweltbildungsangebot der Bayerischen Staatsforsten es auch in dieser außergewöhnlichen Zeit möglich, Natur und Wald auf eine ganz besondere Art zu erleben und bietet insbesondere für Familien, nach den Wochen der Ausgangsbeschränkungen, ein Ausflugsziel mit Mehrwert. Dazu noch zu einem idealen Zeitpunkt: „Der Wald erstrahlt gerade in frischem Grün und unsere zahlreichen am Pfad lebenden Tiere freuen sich sicher darüber, wenn wieder Kinder mit ihren Eltern über den Pfad laufen“, so Barbara Ernwein, Leiterin des Baumwipfelpfades erwartungsfroh.

    Dass der Wald eine positive Wirkung auf die mentale und körperliche Gesundheit hat, ist seit Langem bekannt und durch zahlreiche Studien belegt. Allein schon der Anblick des jetzt frischen Grüns tut gut – und der kann sich auch sehen lassen: Auf insgesamt 1.150m Pfad, geschlängelt durch alle Etagen des Waldes und auf dem 42 Meter hohen Aussichtssturm, können die Besucherinnen und Besucher den Steigerwald genießen. Dabei sollte man auch wissen, dass Bäume sogenannte Terpene und ätherische Öle abgeben, die nicht nur frisch, würzig und angenehm riechen, sondern auch heilsam für die Bronchien sind. Das liegt an der Fähigkeit ätherischer Öle, Bakterien, Keime und sogar Viren zu bekämpfen. „Frische Waldluft ist natürlich kein Schutz gegen das Corona-Virus, aber schaden wird sie auf keinen Fall“, so Ernwein weiter.

    Neben der sensationellen Aussicht und der positiven Wirkung des Steigerwalds bieten Infotafeln und die kostenfreie „Wipfel-App“, Informationen zum Thema Wald für kleine und große Wissbegierige. Brütende Vögel, das Rotwildgehege und auch die schönen Waldspielplätze sind ein kurzweiliger Zeitvertreib und bringen Spaß für die ganze Familie.

    All das kann also ab dem 11. Mai wieder erlebt werden. Nur das Streichelgehege muss vorerst geschlossen bleiben. „Schritt für Schritt werden dann auch wieder einzelne Veranstaltungen stattfinden. So z.B. Führungen in kleinen Gruppen oder die Falknervorführung auf dem Turm“, erklärt Ernwein zuversichtlich. Alle aktuellen Informationen finden Interessierte auf der Webseite www.baumwipfelpfadsteigerwald.de.

    Der Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Besucherinnen und Besucher hat bei der Öffnung oberste Priorität. Maßnahmen wie die Limitierung der Besucheranzahl je Stunde, Abstandsregelungen und Desinfektionsmöglichkeiten sollen dazu beitragen, dass alle Gäste ihren Aufenthalt auf dem Baumwipfelpfad bedenkenlos und in vollen Zügen genießen können. Um unnötige Wartezeiten zu vermeiden, können gerne vorab per Mail oder telefonisch individuelle Besuchszeiten vereinbart werden. „Wir haben ein neues Besucherkonzept auf die Beine gestellt, um für unsere Gäste einen angenehmen Aufenthalt zu gestalten“, so Ernwein weiter. „Ein organisatorischer Mehraufwand, jedoch sind wir alle sehr froh, wieder Besuch empfangen zu dürfen!“

    In den kommenden Wochen hat der Pfad deshalb sogar länger geöffnet! So können Interessierte Montag bis Mittwoch von 9 – 18 Uhr, Donnerstag und Freitag von 9 – 19 Uhr und am Wochenende von 9 – 20 Uhr auf den Pfad. Kassenschluss und letzter Einlass ist jeweils 1 Stunde zuvor.  

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    news-2235 Fri, 08 May 2020 11:59:42 +0200 Neue Waldränder an BAB 3: „Der Wald blüht auf“ http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2235&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a95aa609aecd3310750eaeba7207681c 08. Mai 2020, Forchheim - Im Rahmen des Naturschutzprogramms „der Wald blüht auf“ konnten die Bayerischen Staatsforsten, Forstbetrieb Forchheim - Forstrevier Erlangen, über 10.000 € in neue Blühflächen an der BAB 3 investieren.

    Der Autobahnerweiterung mussten auf einigen Kilometer Länge auch Waldsäume weichen. Die entstandenen Freiflächen nutzten jetzt die Bayerischen Staatsforsten, um aus der Not eine Tugend zu machen. Die entstandenen Fehlstellen im Staatswald wurden in diesem Frühjahr mit einer großen Zahl reich blühender Sträucher ergänzt.

    Wollige und gewöhnliche Schneebälle, Roter Hartriegel, Kornelkirschen, Pfaffenhütchen und 500 Apfel- und Birnbäume sollen als diverser Waldmantel neue Lebensräume für Insekten, Vögel und Reptilien bilden. Die unterschiedlichen Blühzeitpunkte der Sträucher und Bäume sollen auch Bienen Nahrung vom Frühjahr bis zum Herbst bieten.

    Bis der neue Waldrand in voller Pracht erblüht, bedarf es noch einiger Jahre des Aufwuchses und auch der Pflege. In der Hoffnung, dass die Pflanzen die heuer bereits wieder ausgeprägte Trockenheit überstehen werden, laden wir herzlich dazu ein, den neuen Waldrand in der Mönau bei einem Spaziergang zu erkunden. Dazu empfehlen wir einen kurzen Rundweg (4,5 km) ab dem Wanderparkplatz „Kosbacher Altar“, nahe dem keltischen Grabhügelzwischen Dechsendorf und Kosbach. Der Rundweg ist zwar nicht ausgeschildert. Aber mit ein wenig Entdeckergeist sind der Blühstreifen an der Autobahn und viele weitere spannende Orte in der Mönau leicht zu erkunden – wie auf dem Kartenausschnitt dargestellt. Gerne zeigt der zuständige Leiter des Forstreviers Erlangen vor Ort die durchgeführten Maßnahmen und stellt den Rundweg vor.

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    news-2234 Thu, 07 May 2020 15:57:32 +0200 Neubau des Aussichtspunktes im Kempter Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2234&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=03e65e838d600ea703cb767ef83e5fbd 07. Mai 2020, Betzigau – Bereits vor über 10 Jahren wurde im Kempter Wald mit Hilfe von Soldaten der Bundeswehr ein Aussichtspunkt errichtet, welcher sich großer Beliebtheit bei den Waldbesuchern erfreut. Da die Holzkonstruktion im Laufe der Jahre stark unter der Witterung gelitten hatte, wurde der gesamte Aussichtspunkt von Waldarbeitern des Forstbetriebs Sonthofen im Herbst 2019 erneuert und die Blickachse in Richtung Alpen wieder geöffnet. Aber dann kam Sturm Sabine, der im Kempter Wald großen Schaden anrichtete.

    „Da wir mittlerweile gut vorangeschritten sind mit der Aufarbeitung der Sturm Sabine-Schäden, wollen wir eine Ausflugsempfehlung aussprechen“, freut sich Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting über den Arbeitsfortschritt. „Der Aussichtspunkt liegt mit ca. 930 m an einem der höchsten Punkte im Kempter Wald und bietet einen ganz besonderen Blick auf die Oberbayrischen und Ostallgäuer Alpen“, berichtet Sebastian Neubauer, der das Staatsforstrevier Kempter Wald leitet. Finanziell gefördert wurde das Projekt durch das zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kempten welches dankenswerter Weise Gelder aus dem Bereich der besonderen Gemeinwohlleistungen bereitstellte.

    Die handwerklichen Arbeiten wurden von drei engagierten Waldarbeitern des Forstbetriebs Sonthofen von den Bayerischen Staatsforsten übernommen. Revierleiter Neubauer erläutert: „Beim Neubau war uns wichtig, dass sich die Konstruktion gut in das Landschaftsbild einfügt und möglichst viel Material direkt aus dem Kempter Wald Verwendung findet. So haben wir uns für handgeschälte Stangen aus Fichte entschieden“. Der Aussichtspunkt befindet sich direkt neben der Forststraße in der Waldabteilung Knollerhag und steht das ganze Jahr allen Waldbesucher zur freien Verfügung.    

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    news-2233 Mon, 04 May 2020 14:35:38 +0200 Waldpflegemaßnahmen in der Unteren Wagensass http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2233&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bd418897716e829c5c89ba6e5aca46b2 30. April 2020, Sulzbach-Rosenberg - Die Waldarbeiten im Staatswald östlich der B 85 (gegenüber Bereitschaftspolizei) die aus Gründen des Waldschutzes durchgeführten wurden, sind schon beendet. Durch die Waldarbeiter des Forstbetriebs Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten wurden hier vor allem Fichten schonend gefällt und im Anschluss aus dem Wald herausgebracht. Aktuell liegen die Stämme noch am Forstweg, um von dort abtransportiert zu werden. Im Anschluss erfolgte eine Waldpflege, bei der die jungen Laubbäume, die unter den alten Fichten bereits in den Startlöchern standen, gefördert wurden. Der zuständige Staatsförster Julian Sauter freut sich sichtlich darüber, dass die Maßnahme aus Rücksicht auf die Amphibien aber auch die vorkommenden Vogelarten so zügig und schonend abgeschlossen werden konnte: „Es lief für Mensch und Tier reibungslos!“

    Die Maßnahme war zum einen damit begründet, dass die meisten Fichten in diesem Waldstück von Borkenkäfern befallen waren und mit den gestiegenen Temperaturen die umliegenden Bäume und Wälder gefährdet hätte, wenn die Bäume nicht gefällt worden wären. Zum anderen wurde durch die Entnahme der Fichten der Lichteinfall gesteigert. Damit kann sich das vorhandene Feuchtbiotop im Frühjahr schneller erwärmen und begünstigt so die Entwicklung des Laichs der vorkommenden Frösche, Kröten und Molche. Aus diesem Grund hat auch die Kreisgruppe Amberg-Sulzbach des Bund Naturschutzes, der die Amphibienzäune zur Bundestraße betreut, die Erntemaßnahme ausdrücklich begrüßt. Förster Sauter konnte bereits wieder Amphibien ausmachen: „Molche lassen sich wieder beobachten und auch ein Entenpaar hat ganz unbeeindruckt von unseren Arbeiten mit dem Brüten begonnen.“

    Durch die Auflockerung des Waldes um das Feuchtbiotop herum wird sich dort die Lebenssituation für Amphibien und andere wasserliebenden Arten verbessern. Zudem planen die Bayerischen Staatsforsten im kommenden Herbst neben der schon angekündigten Beseitigung des Bodenschlamms auch noch Überwinterungsquartiere zu errichten. Dazu werden aus abgestorbenem Laubholz so genannte Totholzhaufen aufgeschichtet in denen Frösche, Kröten und auch Reptilien die kalte Jahreszeit überstehen können.

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    news-2253 Wed, 29 Apr 2020 08:14:00 +0200 Kaniber bittet um Rücksicht in Wald und Flur http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2253&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a8b41616c6b1d3fe2f5809afe8bb9798 29. Mai 2020,München – Nach den Einschränkungen der vergangenen Wochen lockt es jetzt zu Pfingsten viele Menschen in die bayerischen Berge, an die Seen oder einfach nur raus in die Natur. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber appelliert dabei, auf die Natur, die Tiere und die Belange der Land- und Forstwirte Rücksicht zu nehmen. „Es ist sehr erfreulich, wenn viele jetzt den Wert und die Schätze unserer Heimat erkunden und genießen. Sie sollten aber nicht nur aufeinander achten, sondern auch daran denken, dass die Schönheit der Kulturlandschaft auch durch viel Arbeit unserer Bäuerinnen und Bauern gepflegt und erhalten wird“, sagte Kaniber in München. Die Menschen sollten daher in ihrer Freizeit auf den Wegen bleiben, Wegesperrungen unbedingt beachten, den nötigen Abstand zu den Weidetieren auf Almen und Alpen einhalten und die Hunde an der Leine führen.

    In den nächsten Wochen werden nach den Worten der Ministerin die Wiesen und Weiden gemäht, um Winterfutter für die Tiere zu ernten. „Wenn dann nach einem Picknick Müll oder andere Gegenstände liegen ge-lassen werden, erschwert das nicht nur die Arbeit der Bauern, es macht das Futter auch unbrauchbar und kann sogar die Gesundheit der Tiere gefährden“, warnte Kaniber. Ob Spaziergänger, Wanderer, Radler oder Mountainbiker – wenn alle etwas mehr Rücksicht auf die Bedürfnisse der Natur, der Tiere und der Landwirte nehmen würden, profitierten alle davon.

    Neben Sportverbänden und land- und forstwirtschaftlichen Organisationen, informieren die Fachzentren für Alm-/Alpwirtschaft an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Holzkirchen und Kempten über das richtige Verhalten in der Natur. Weitere Informationen gibt es unter

    www.stmelf.bayern.de/berglandwirtschaft

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    news-2232 Tue, 28 Apr 2020 10:46:48 +0200 Forstlicher Nachwuchs pflanzt junge Bäume http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2232&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4348d9373a3c4876b43da9f8568e4fde 27. April 2020, Sonthofen - Die Forstwirtauszubildenden der Bayerischen Staatsforsten sind derzeit schwerpunktmäßig mit der Pflanzung von jungen Waldbäumen beschäftigt. Der Leiter des Forstbetriebs Sonthofen Jann Oetting freut sich: "Unser Nachwuchs kümmert sich um den Nachwuchs im Wald."

    Wenn jemand den Beruf des Forstwirtes oder der Forstwirtin bei den Bayerischen Staatsforsten erlernt, gehört neben der professionellen Holzernte auch die Pflanzung von jungen Bäumen zu den wesentlichen Ausbildungsinhalten. Deshalb sind die Auszubildenden in diesen Wochen in den verschiedensten Waldgebieten des Forstbetriebes Sonthofen vom Sulzschneider Wald bis Lindau und von der Kürnach bis Oberstdorf unterwegs. Unter Anleitung des Ausbildungsmeister Andreas Ebert und erfahrener Forstwirte erlernen sie, wie fachmännisch gepflanzt wird.

    Hierbei kommt es zunächst darauf an, die Qualität der von Baumschulen gelieferten Jungbäume zu beurteilen. Sind die Pflanzen gesund? Haben sie einen stabilen Spross und ist das Wurzelwerk ausreichend groß und gut ausgebildet? Passt das alles, wird bei jeder Pflanze ein sogenannter Wurzelschnitt vorgenommen. Abstehende Fadenwurzel und waagerecht wachsende Wurzeln werden mit der Schere eingekürzt. Bei der Pflanzung ist es wichtig, dass mit einem Hohlspaten oder einer Haue ein ausreichend tiefes Loch gegraben wird, so dass die Wurzel sauber mit Waldboden überdeckt werden können und nicht gestaucht werden. Eine Wurzel, die beim Pflanzen umgebogen wird, wächst nie mehr nach unten weiter und gibt dem größer werdenden Baum keinen Halt. Die saubere fachmännische Pflanzung ist die Grundlage für einen gesunden und stabilen Baumbestand.

    In der Nähe von Immenstadt im sogenannten Großholz haben jetzt zwei Auszubildende und ein Forstwirt Bergahorne und Fichten gepflanzt. Der zuständige Revierförster Rainer Ruf erläutert: "Wir haben uns hier auf dieser mit Brombeere zugewucherten Fläche für die Pflanzung dieser zwei Baumarten entschieden. Eine natürliche Ansamung von jungen Bäumen ist bei diesem Krautbewuchs nicht mehr zu erwarten. Bergahorn und Fichte sind in der Lage, in ein paar Jahren über die Konkurrenzvegetation hinauszuwachsen. Da hier im Großholz neben der Pflanzfläche bereits junge Buchen, Weißtannen, weitere Bergahorne und Fichten und sogar ein paar Eichen wachsen, sind wir zuversichtlich, dass hier ein gemischter, stabiler Wald entsteht."

    Forstbetriebsleiter Jann Oetting ergänzt: "In Zeiten des Klimawandels ist es für uns Forstleute eine herausfordernde Aufgabe, die richtige Wahl der Baumarten für einen stabilen, gesunden Zukunftswald zu treffen. Wir sehen oft erst nach Jahrzehnten, was richtig oder falsch war. Die Bayerischen Staatsforsten haben sich zum Ziel gesetzt, bis in die mittleren Berglagen mindestens vier Baumarten durch natürliche Ansamung, Saat und Pflanzung gemischt in der Fläche nachzuziehen. So versuchen wir das Risiko zu streuen. Wir gehen davon aus, dass im Allgäu in einem gemischten Wald auch die Fichte in der nächsten Waldgeneration eine Zukunft hat."

    Bis Ende April heißt es für Auszubildenden und Forstwirte beim Forstbetreib Sonthofen dranbleiben mit der Pflanzung. Bis dahin werden sie mehrere Tausend Fichten, Weißtannen, Buchen, Bergahorne, aber auch Kirschen, Erlen, Flatterulmen und Douglasien in den Waldboden gebracht haben.

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    news-2231 Mon, 27 Apr 2020 14:35:13 +0200 Altes Borkenkäferholz in den bayerischen Staatswäldern http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2231&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9f9882fd18ef79d1ae7b7b9a749c3521

     

    Gemeinsame Pressemitteilung des Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regen und dem Forstbetrieb Bodenmais der Bayerischen Staatsforsten

    27. April 2020, Regen - Mit der anhaltenden Trockenheit, die dritte ausgeprägte und lange Frühjahrstrockenheit in Folge seit 2018, verschärft sich die Borkenkäfergefahr in den Wäldern. „Alle Weichen sind derzeit auf ein katastrophales Jahr gestellt“, so der Bereichsleiter Forsten Stefan Schaffner vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Regen.

    Alle Rahmenbedingungen, mit denen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer zu Recht kommen müssen, um mit einer sauberen Forstwirtschaft den Käfer in Schach zu halten, haben ins Negative gedreht. Es ist viel zu trocken und dank eines heißen Ostern hatte der Käfer erneut einen frühen Start ins Jahr. Auf die von Schadholz aus 2018 und 2019 übersättigten Rundholzmärkten kommen noch die Corona-Pandemie bedingten wirtschaftlichen Schleifspuren hinzu. Wichtige Absatzmärkte brechen für die Sägewerke weg, benötigte Arbeitskräfte bleiben wegen geschlossener Grenzen weg. Das Rundholz fließt kaum mehr ab und droht für lange Zeit im Wald liegen zu bleiben.

    Schlechte Rundholzqualitäten mit Trocknungsrissen, Bock- und Holzwespenbefallslöchern, wie es bei bereits im Sommer und Herbst 2019 befallenen Käferbäumen zu beobachten ist, stürzen im Preis regelrecht ab. Die Aufarbeitung, um derartiges Stammholz zu verkaufen, lohnt wirtschaftlich nicht mehr. „Derzeit sind diese Qualitäten im Brennholz am besten aufgehoben – oder als Totholz im Wald, wenn von ihnen keine Käfergefahr mehr ausgeht“, Bereichsleiter Schaffner mahnt aber gleichzeitig zur Vorsicht und Umsicht, gilt es doch,  jeden Befall so früh wie möglich zu erkennen und fachgerecht die befallenen Bäume  mitsamt der Käferbrut und den Altkäfern aus dem Wald zu schaffen.

    Intensiv die Fichtenbestände auf Bohrmehl kontrollieren

    Die Försterinnen und Förster bitten daher alle Waldbesitzenden, ihre Bestände zu kontrollieren und sich als Nachbarinnen und Nachbarn auf Käferbefall gegenseitig aufmerksam zu machen und sich beim Kampf gegen den Käfer zu unterstützen.

    Und trotzdem kam es in den letzten Jahren auch immer wieder zu größeren Käferlöchern, sei es in noch zu wenig erschlossenen Waldgebieten, die schwer kontrolliert werden können, aufgrund zu später Reaktion oder weil in den Schwärmhochphasen einfach die verfügbaren Kräfte im Holzeinschlag und Holzrückung nicht mehr schnell genug hinterherkamen. Hier finden sich oft Käferbäume mit keiner oder fast keiner Rinde mehr, aus denen alle Käfer ausgeflogen sind. Aus Waldschutzgründen wäre es nicht mehr notwendig, diese zu entfernen. Werden sie als Brennholz gebraucht, sollten diese bei motormanueller Fällung als letzte im Hieb gefällt werden. „Sie können aber auch im Waldbestand als Totholz stehen gelassen werden, wenn sie später ohne Gefährdung für andere zusammenbrechen können“. An öffentlichen Straßen, in der Nähe zu Gebäuden oder auch zu Wanderwegen und Forstwegen sollten sie aber umgeschnitten und liegend belassen werden“. Auch aus Arbeitssicherheitsgründen sollte hinterfragt werden, ob alte Käferbäume motormanuell gefällt werden müssen. Eine seilwindenunterstütze Fällungstechnik oder gar ein Harvester ist hier oft unumgänglich, um derartige Bäume sicher zu Fall zu bringen.

    Genau hinsehen, im Zweifel Försterinnen und Förster hinzuziehen und bei Bedarf sichtbar mit einem „B“ wie „Borkenkäfer-bedingter Biotopbaum“ markieren

    Die Förster empfehlen aber, genau hinzusehen, ob ein Käferbaum wirklich alt ist und seine Aufarbeitung aus Waldschutzgründen sinnlos ist. Käferbäume aus der zweiten oder dritten Schwärmwelle, die im Sommer bis Herbst befallen werden und an denen Rinde im unteren Stammdrittel noch fest am Stamm haftet, bieten den Käfern noch bis ins nächste Frühjahr einen wertvollen Überwinterungsplatz, obwohl die roten Nadeln bereits weitgehend abgefallen sind.

    Wer Zweifel hat, ob ein Käferbaum stehen gelassen werden kann, sollte eine Fachkraft zu Rate ziehen. Sinnvoll kann es auch sein, diese Bäume sichtbar mit z.B. einem roten „B“ zu markieren, damit klar ist: Dieser Baum wurde nicht übersehen oder beim Aufräumen eines Käferlochs vergessen, diese Bäume wurden zwar zu spät erkannt oder konnten nicht schnell genug aufgearbeitet werden, können nun aber im Waldbestand verbleiben und nützen als Totholz = „Borkenkäfer-bedingte Biotopbäume“ auch der künftigen Walderneuerung.

    Der Appell der Försterinnen und Förster lautet aber: In den nächsten 8 bis 12 Wochen so viel Käfererstbefall wie möglich finden, aufarbeiten und so weit wie möglich raus aus dem Wald oder mit einem zugelassenen Insektizid behandeln. Da das Holz kaum mehr rechtzeitig in die Sägewerke abgefahren werden kann, kommt der Zwischenlagerung auf Wiesen oder sonstigen Flächen, die weit von den nächsten Fichtenwäldern liegen, viel Bedeutung zu. Der Bereich Forsten ruft hier alle Grundstückseigentümer auf, sich geeignete Flächen zur waldschutzwirksamen Lagerung gegenseitig zur Verfügung zu stellen. „Alte Käferholzfichten sollten die Ausnahme bleiben, um die Totholzvorräte in unseren Wäldern anzuheben“, wünscht sich Schaffner. Diese Strategie verfolgt auch Jürgen Völkl, Forstbetriebsleiter des Forstbetriebs Bodenmais der Bayerischen Staatsforsten in den staatlichen Wäldern. Alte Käferfichten, deren Aufarbeitung aber keinen Sinn mehr macht, werden nun konsequent und sichtbar mit einem „B“ wie Biotop markiert, um zu zeigen, hier ist nichts mehr veranlasst. „Wir wollen, dass Käfertotholz die Ausnahme bleibt und daher freuen wir uns auch über jeden Hinweis unserer Waldnachbarn auf Frischbefall. Mit den roten Markierungen sind wir aber auch transparent für unsere Waldnachbarn“, so Forstbetriebsleiter Völkl, „selbstverständlich kontrollieren wir im Frühjahr unsere Waldbestände rund um die Käferlöcher, Schadflächen und Käferbäume aus der letzten Saison schnell, intensiv und genau nach Frischbefall!“

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    news-2230 Fri, 24 Apr 2020 14:05:32 +0200 Bayerische Staatsforsten pflegen die Forstwege: Wichtig für Bewirtschaftung und Erholung http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2230&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=13f570a4a87e9d8240db78046a45dbd7 24. April 2020, Nordhalben - Wer seinen Spaziergang mit der Familie oder seine Mountain-Bike Tour derzeit in den Staatswäldern um Nordhalben macht, trifft vielleicht auf ein ungewöhnliches Gerät. Ein grüner Bagger der Bayerischen Staatsforsten mit einem speziellen Löffel bearbeitet die bergseitigen Gräben an den Forstwegen. Diese Wege im Wald sind Voraussetzung für eine naturnahe Bewirtschaftung und sie dienen Erholungssuchenden als Wanderweg oder Fahrradstrecke.

    Die Buchen zeigen ihr erstes zartgrünes Laub, die Sonne scheint nahezu ununterbrochen vom Himmel und im Wald bei Nordhalben fährt ein dunkelgrüner Bagger mit einer sonderbaren Schaufel. Harald Köhler, der Fahrer dieser Spezialmaschine, steuert mit viel Fingerspitzgefühl das große Gerät und bearbeitet damit die bergseitigen Gräben an den Forstwegen. Der Grabenbagger ist eine von vielen Spezialmaschinen des Bereichs Forsttechnik der Bayerischen Staatsforsten, der in der Oberpfalz seinen Sitz hat. Langsam rollt der Bagger nach vorne und seine Grabenschaufel wird Meter um Meter gefüllt mit Steinen und Erde, die in den vergangenen Jahren durch Frost, Wind und Regen vom angrenzenden Hang in den Wegegraben gerollt sind. Vorsichtig wird das Material an einer geeigneten Stelle außerhalb des Grabens wieder abgelegt.

    „Jetzt, wo es so trocken ist in unseren Wäldern, ist der richtige Zeitpunkt für diese Wegepflege“ betont Revierleiter Christof Mörtlbauer. „Die Gräben führen kein Wasser, sondern sind staubtrocken. Sollte irgendwo doch noch etwas Wasser im Graben stehen wird dieser Bereich nicht bearbeitet. Deshalb gibt es keine Gefahr für Amphibien wie z.B. den Feuersalamander oder die Erdkröte. Die können unsere Gräben aber gerne nutzen, wenn es wieder geregnet hat und sie hier vorübergehend Unterschlupf finden“.   „Wir bearbeiten unsere Gräben nur abschnittsweise und kommen erst in mehreren Jahren wieder an die selbe Stelle“ ergänzt Revierleiter Mörtlbauer.

    Die Forstwege ermöglichen den Waldarbeitern und Förstern an ihren Arbeitsort zu kommen. Auf ihnen wird der nachwachsende Rohstoff Holz mit Lkw zu den regionalen Sägewerken transportiert und die Brennholzselbstwerber fahren ihren Vorrat für den Kachelofen auf diesen Wegen nach Hause. Und nicht nur in Corona-Zeiten erholen sich die Menschen im Wald beim Wandern oder Fahrradfahren auf diesen Wegen.

    „Die Unterhaltungsarbeiten an unseren Forstwegen sind notwendig, damit bei stärkeren Regenfällen die Wege nicht in Mitleidenschaft gezogen und durch den Wasserabfluss unbrauchbar gemacht werden. Über funktionierende Gräben wird das oberflächlich ablaufende Regenwasser unschädlich in Waldbestände unterhalb der Forstwege abgeleitet, wo es in aller Ruhe versickern kann“ betont Forstbetriebsleiter Fritz Maier. Außerdem legt der Bagger an geeigneten Stellen bei den Durchlässen kleine Wasserrückhaltebecken an, indem er zwei bis drei Schaufeln Erde zusätzlich entnimmt. Hier kann bei Regen das Wasser lange stehen bleiben, langsam versickern und so als periodischer Lebensraum für Amphibien dienen.

    „Für die Grabenpflege ist die Trockenheit ideal. Wir wünschen uns aber Regen, Regen und nochmal Regen für unseren Frankenwald, wenn wir in wenigen Tagen fertig sind mit dieser Arbeit“ so Betriebsleiter Fritz Maier.  

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    news-2229 Fri, 24 Apr 2020 11:03:22 +0200 Alte Christbäume sorgen im Forstbetrieb Schnaittenbach für Zandernachwuchs http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2229&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bce1cdbe26750cc8f21a49ac9b80ef7a Bio-Christbäume bekommen im Dießfurther Freizeitsee ein zweites Leben als Unterwassernistplatz für Zanderfische

    24. April 2020, Schnaittenbach - Zu Beginn des neuen Jahres haben sich der Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten und der Fischereiverband Oberpfalz e. V. (FVO) auf eine Fortsetzung der Fischereipacht für die beiden kleineren der insgesamt drei Seen geeinigt. Auf jeden Fall bis 2029 ist der FVO dort nun wieder für die Fischerei verantwortlich. Im neuen Pachtvertrag haben sich Staatsforsten und der FVO darauf geeinigt, dass die beiden Seen nachhaltig und ökologisch hin zu Vorzeigegewässern entwickeln werden sollen.

    Das Pachtgewässer wird aus diesem Grund extensiv bewirtschaftet, so soll etwa das Aufwachsen der Satzfische ohne Fütterung erreicht werden. Nun wurde die Vereinbarung zum ersten Mal mit Leben erfüllt: Im April wurden in den mittleren der drei Dießfurter Seen insgesamt 20 Bio-Weihnachtsbäume als Zander- und Barschnester eingebracht, die zuvor vom Dießfurter Fischereiaufseher-Obmann Bernhard Würf gesammelt wurden. Zu mehreren in Bündeln geschnürt sowie als Einzelbäume wurden die Tannenbäume mit Hanfseilen zusammengebunden, mit Steinen beschwert und anschließend an verschiedenen Stellen in rund 4-5 m Tiefe versenkt. Durch Bojen markiert, lassen sich die Nester auch später im Jahr wiederfinden und ermöglichen somit eine Kontrolle des Laicherfolges.

    Da die Baggerseen noch jung sind und durch den flächigen Sandabbau insgesamt relativ strukturarm, werden die Bäume dauerhaft im Wasser belassen, um die Strukturvielfalt zu erhöhen. Zudem können sie zahlreichen Fischen als Unterschlupf dienen und Schutz vor den Kormoranen bieten. Das Einbringen der Nester und Strukturbäume ist nur eine von mehreren Maßnahmen als Teil der extensiven Nutzung, die an den Verbandsgewässern „Dießfurter Seenlandschaft“ vom FVO aus geplant sind. Befischt werden dürfen die Verbandsgewässer nur von Mitgliedern des Fischereiverbandes Oberpfalz e. V. und seiner angeschlossenen Vereine. Erlaubnisscheine sind über die jeweiligen Vereinsvorstände sowie direkt über die Geschäftsstelle zu beziehen.

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    news-2228 Wed, 22 Apr 2020 10:03:25 +0200 Wildschweine: Rekordstrecke im Staatsforstbetrieb Schnaittenbach http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2228&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cae0bf03fd4b59a9e174136599e9dba9 Im vergangenen Jahr wurden 416 Wildschweine erlegt, Nahezu Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr, Absolutes Rekordergebnis

    22. April 2020, Schnaittenbach – Kurz bevor am 1. Mai die neue Jagdsaison mit der Jagd auf den Rehbock beginnt, zieht der Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten Bilanz des vergangenen Jagdjahres.

    Im zurückliegenden Jagdjahr (1. April 2019 – 31. März 2020) haben die Förster der Bayerischen Staatsforsten zusammen mit privaten Jägern ein herausragendes Ergebnis erzielt. Allein auf dem Gebiet des Forstbetriebs konnten 416 Wildschweine erlegt werden. Dies ist mit Abstand der höchste Abschuss seit Gründung der Bayerischen Staatsforsten und damit des Forstbetriebs Schnaittenbach im Jahr 2005. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Strecke, also die Anzahl der erlegten Tiere, nahezu verdoppelt werden von 235 auf 416 Wildschweine. Im Vergleich zu den Anfängen ist die Steigerung noch eindrücklicher: Im Jahr 2005 wurden „nur“ 97 Wildschweine erlegt, die Steigerung seitdem beträgt damit unglaubliche 430 Prozent (siehe untenstehende Grafik).

    Dies ist sehr erfreulich, da die Jagd auf Schwarzwild, wie Jäger Wildschweine nennen, anspruchsvoll ist und die Tiere zunehmend Schäden in der Land- und Forstwirtschaft anrichten. Zudem breitet sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) weiter aus. Einige Seuchenherde (Polen, Belgien, Slowakei, Ungarn) liegen in unmittelbarer Nähe zu Deutschland. Das Risiko der Einschleppung nach Deutschland steigt somit und die nachhaltige Verringerung des Wildschweinbestands ist ein wichtiger Beitrag der ASP-Seuchenprävention. Geringe Wildschweindichten sind daher einer von mehreren Faktoren, um eine weitere Ausweitung der Krankheit zu verhindern.

    Philipp Bahnmüller, der Leiter des Forstbetriebs Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten, freut sich über den außerordentlichen Jagderfolg: „Mit der Steigerung der Abschüsse leisten die Bayerischen Staatsforsten einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der Wildschweinpopulation in der Region.“ Ihm ist zudem wichtig zu betonen, dass ohne den hohen Einsatz und das große Engagement der eigenen, aber auch der privaten Jäger solch ein Rekordergebnis nicht möglich gewesen wäre.

    Bei der Jagd auf Wildschweine spielt die Bewegungsjagd, deren Anteil in den vergangenen Jahren im Forstbetrieb ausgebaut wurde, eine immer wichtigere Rolle. Bei insgesamt neun solcher Jagden konnte der Forstbetrieb Schnaittenbach von Oktober bis Dezember 2019 allein 58 Wildschweine erlegen.

    Bei einer Drückjagd beunruhigen Durchgeher und Hundeführer mit speziell ausgebildeten, meist kurzläufigen Hunden das Wild, scheuchen es aus seinem Versteck, wie etwa Dickungen, und bringen es in Bewegung. Ganz bewusst wird Wild nicht gezielt getrieben oder gehetzt, um es nicht unnötig in Stress zu versetzen. Die Schützen werden über die bejagte Fläche verteilt, postiert auf erhöhten Drückjagständen, und können das vorbeiwechselnde Wild erlegen. Drückjagden sind ein immer wichtigeres jagdliches Instrument, um unabhängig von der Witterung die steigende Population der Schwarzkittel in den Griff zu bekommen.

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    news-2227 Tue, 21 Apr 2020 15:42:54 +0200 Vorsicht im Wald - hohe Waldbrandgefahr http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2227&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=770722d32e6624b6714edeb8af56da7d Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

    21. April 2020, München - Mit der bislang ungewöhnlich warmen und trockenen Witterung im April nimmt die Waldbrandgefahr in weiten Teilen Bayerns stark zu. Darauf hat Forstministerin Michaela Kaniber hingewiesen. Besonders hoch ist derzeit die Gefahr in weiten Teilen Nordbayerns, die im Laufe der Woche weiter zunehmen wird. In den Landkreisen Aschaffenburg, Miltenberg, Main-Spessart, Bad Kissingen, Roth, Neumarkt in der Oberpfalz, Nürnberger Land und Rhön-Grabfeld wird schon jetzt zeitweilig die höchste Gefahrenstufe 5 erreicht. Auch in der südlichen Hälfte Bayerns verschärft sich die Lage. Aus diesen Gründen wurden in einigen Regierungsbezirken bereits Luftbeobachtungen zur Überwachung der Gefahrenlage angeordnet.

    Trockene Nadelstreu und am Boden herumliegende Zweige sind leicht entzündlich. Ein Funke oder eine achtlos weggeworfene Zigarette können ausreichen, um einen folgenschweren Brand auszulösen. Die Ministerin rät deshalb Waldbesuchern, in Waldnähe auf Grillen und offenes Feuer zu verzichten und im Wald das bis Ende Oktober geltende Rauchverbot unbedingt einzuhalten. Ein nicht zu unterschätzendes Risiko sind ebenfalls Fahrzeuge mit heißem Katalysator: Schon im Eigeninteresse sollte man keinesfalls auf leicht entzündbarem Untergrund parken. Waldbesitzern wird empfohlen, beim Aufarbeiten von Borkenkäferschäden anfallendes Holz, Reisig oder Kronenmaterial nicht zu verbrennen, sondern aus dem Wald abzutransportieren oder zu hacken. Besonders waldbrandgefährdet sind lichte Kiefernbestände und stark frequentierte Wälder in Ballungsgebieten. Eine Entspannung der Gefahrensituation wird erst nach ergiebigen Regenfällen und sinkenden Temperaturen erwartet.

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    news-2226 Fri, 17 Apr 2020 12:15:05 +0200 Treuer Fischadler kommt seit 2008 immer wieder zurück http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2226&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9d0caec27232a1dde7ea96dd97cc2edb Ein im Hessenreuther Wald geborenes Fischadler-Männchen kommt seit zwölf Jahren zurück in die Region, Paar hat heuer bereits mit der Eiablage begonnen

    17.04.2020, Hessenreuther Wald – "6 MU" so heißt das Fischadler Männchen, dass 2008 im Hessenreuther Wald geboren und dort auch beringt wurde. Also vor zwölf Jahren. Fischadler waren damals noch seltener als sie es heute noch sind und eine Beringung war etwas ganz Besonderes. Aus diesem Grund war dazu extra ein Vorstand der Bayerischen Staatsforsten aus Regensburg angereist und auch die Presse berichtete ausführlich. Der Fischadler der damals seine Namen 6 MU bekommen hat, ganz links auf dem Foto in den Händen des immer noch aktiven Staatswaldförsters Hans Frisch, kehrt seitdem immer wieder in unsere Region zurück. So auch in diesem Jahr: Ein aktuelles Foto aufgenommen von einer Tierbeobachtungskamera der Bayerischen Staatsforsten zeigt ihn kurz vor Ostern in einem Nest in der Waldnaabauen, also unweit vom Hessenreuther Wald. Dorthin kehrt er seit 2011 jedes Frühjahr von seinem Winterquartier wahrscheinlich in Afrika zurück. Seit dieser Zeit hat Fischadler 6 MU mit drei unterschiedlichen Weibchen insgesamt 14 Jungvögel erfolgreich großgezogen. Seit 2017 bildet er mit dem gleichen Weibchen ein Paar und das wahrscheinlich auch in diesem Jahr erfolgreich, zumindest Eier sind schon da.

    Die Etablierung und Ausbreitung von seltenen Großvögeln wie dem Fischadler, ist aus Sicht der Bayerischen Staatsforsten ein Beleg für das erfolgreiche Nebeneinander von Nutzen und Schützen. Bei der Bewirtschaftung des Staatswalds achten die Försterinnen und Förster der Bayerischen Staatsforsten auf die so genannten Horstbäume. Sie werden markiert und bei der Bewirtschaftung in einer Horstschutzzone entsprechend berücksichtigt. Neben solchen Ruhezonen wird vielerorts der Lebensraum aktiv gestaltet, zudem werden auch Nisthilfen angebracht.

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    news-2225 Fri, 17 Apr 2020 10:45:50 +0200 Forstbetrieb Ebrach gibt Ausflugtipps: Corona-Zeit für Erholung im Wald nutzen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2225&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=92f1872d50e19c3139973e1b6cb5e060 17. April 2020, Ebrach - Nachdem die Ausgangsbeschränkungen weiterhin aufrechterhalten und die Schulenüber die Osterferien hinaus weitgehend geschlossen bleiben, bieten sich Spaziergänge und Wanderungen im näheren Wohnumfeld an. „Der Wald lässt Corona vergessen. Hier kann man auf andere Gedanken kommen“, meint Ulrich Mergner, Leiter des Forstbetriebs Ebrach.

    Seit vielen Jahren haben die Bayerischen Staatsforsten eine Vielzahl von Attraktionen für Waldbesucherinnen und Waldbesucher geschaffen, die phantastische Ausflugsziele für die kommenden Tage bieten. „Das frische Grün des Frühlingswaldes, der Gesang der Waldvögel und die gute Waldluft sind Balsam für die Seele“, meint Revierleiterin Regina Bertram. Sie ist für das Revier zwischen Ebrach und Oberschwarzach verantwortlich. Bereits seit Tagen würden viele Bürgerinnen und Bürger die Wälder für einen Spaziergang oder eine Wanderung nutzen. Dadurch werde das Immunsystem gestärkt und bei Einhalten der Sicherheitsabstände sei ein Ansteckungsrisiko gering.

    „Im Wald ist viel Platz“, meint Mergner. Kinder könnten sich mal wieder nach Herzenslustaustoben. Allerdings müssen auch im Wald die derzeit gültigen Verhaltensvorschriften zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Virus streng eingehalten werden, stellt der Forstbetrieb klar. Themenpfade wie der Pfad der Artenvielfalt oder Waldorte zur Entspannung wie der neu gestaltete Dreiherrnbrunnen laden Waldliebhabende genauso ein wie junge Familien mit Kindern.

    Beginn und Verlauf der Wege ist auf eigenen Informationstafeln am Beginn des Weges mit der Aufschrift: „Corona-Ausflugs-Tipp“ gekennzeichnet. In der rechts abgebildeten Übersichtskarte sind die Nummern der Ausflugsziele rot eingezeichnet.

    Nachfolgend eine Auswahl:

    1. Handthalgrund bei Ebrach: Vom Parkplatz beim Informationspavillon entlang der Weiher bis zu einem Waldtrittstein und über den derzeit gesperrten Baumwipfelpfad wieder zurück. Deutlich ist an den Weihern die Arbeit fleißiger Biber zu sehen. Frische Holzpolter sind Zeichen für den umweltfreundlichen Rohstoff Holz. 3,5 km, für Kinderwagen geeignet

    2. Methusalempfad: Gegenüber des Parkplatzes am Baumwipfelpfad an dicken Buchen und Ahornen vorbei bis zu den Talwiesen. Von dort über einen baumartenreichen Steig zurück zum Ausgangspunkt. 1,5 Km

    3. Stollburg bei Handthal: Vom Parkplatz am Ortsausgang des Dorfes über Forstwege bis zur Burgruine. Weiter Blick über das Frankenland. Rückweg über den Weinsteiger-Informationspfad und die  Gaststube Stollberg. 3,5 km

    4. Dreiherrnbrunnen bei Ebrach: Vom Parkplatz am Naturwaldreservat Brunnstube (ca. 500 m von Ebrach Richtung Untersteinbach) entlang des Talgrunds bis zu den drei gefassten Quellen. Gedichte laden zu Nachdenken und Holzliegen zum Blick in das frische Grün der Bäume ein. 1,5 km, für Kinderwagen geeignet

    5. Totholzpfad am Zabelstein: Vom Parkplatz Zabelstein auf der Teerstraße bis zur Burgruine. An der Nordseite beginnt der Totholzlehrpfad, der zum Eselsbrunnen und an einem dicken Feldahorn vorbei wieder zurück zur Ruine führt. 5 km

    6. Pfad der Artenvielfalt: Parkmöglichkeit 500 Meter entfernt vom Dorf Obersteinbach. Auf Forstweg an mehreren Informationsstationen vorbei bis zum Naturwaldreservat Kleinengelein mit der mit 50 m höchsten Buche Frankens. Weiter auf dem Forstweg vorbei an einer Kletterwand, einem Labyrinth bis zum romantischen Abstieg in das Weilersbachtal. Kurz vorher: Seilbahn und auf halbem Weg
    zum Ausgangspunkt liegende Kletterbäume. 6 km, für geländegängige Kinderwagen geeignet

    7. Böhlgrund und Knetzberge: Vom Parkplatz am Ortsausgang von Zell a.E. den
    Böhlgrundweg bis zum ersten Forstweg, der rechts abzweigt. Auf diesem Forstweg oder dem östlich davon gelegenen alten Schwärz-Schluchtweg hinauf bis zu den Knetzbergen. Der Böhlgrund ist ein Blütenmeer aus Bärlauch und andere Frühlingswaldblumen. Auf dem großen und kleinen Knetzberg gibt es Informationstafeln über die historische Geschichte dieser Orte. Zurück über den Hollacherberg
    nach Zell a.E. 6 km

    8. Wotansbornquelle: Von Fabrikschleichach aus auf der öffentlichen Straße zwei
    Kilometer Richtung Hundelshausen. Vom kleinen Parkplatz aus durch einen urtümlichen
    Wald (Trittsteinfläche) bis zur Quelle. 700 m

    9. Walderlebnispfad Grabengrund: Vom westlichen Ortseingang Schlüsselfeld unter der Autobahn hindurch nach Süden. An acht Stationen bietet der Erlebnisweg Spiel und Spaß für Kinder sowie Erholung und Entspannung für Erwachsene. In angenehmer Waldatmosphäre locken Klanghölzer, Barfuß-Fühlpfad, Tierweitsprung, Balancierschlange, Biotopbaum, Meditationsplatz und Aussichtsplattform im Feuchtbiotop. 2,5 km, Kinderwagengerecht

    10. Friedleinsbrunnen: Von Dankenfeld nach Südosten, zunächst über die Flur, dann durch den Wald bis in ein idyllisches Wiesenthal. Ein kleiner Teich und die Ruhe des Tales laden zum Verweilen ein. 2,5 km

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    news-2224 Fri, 17 Apr 2020 10:34:48 +0200 Der Wald kämpft mit den Auswirkungen des Klimawandels http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2224&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d38bc28b390b12dff45a00f55d6d258e 17. April 2020, Rothenkirchen - Auch am Obermain leiden Fichten und Kiefern unter der extremen Trockenheit der vergangenen Hitzesommer. Förster und Waldbesitzer haben alle Hände voll zu tun, Borkenkäferholz aufzuarbeiten und neue – klimastabile – Baumarten zu pflanzen. In den Laubwaldgebieten am Jurarand sieht es besser aus. Doch auch hier gibt es viel zu tun.

    Veronika Thiel ist seit gut einem Jahr Försterin bei den Bayerischen Staatsforsten und leitet seit dem vergangenen Herbst das Forstrevier Klosterlangheim. Sie erlebt gerade die ganze Bandbreite ihres Berufes. Im Revierteil „Trieber Forst“ laufen fast ununterbrochen die Holzerntemaschinen um Käfer- und Sturmschäden aufzuarbeiten und das Schadholz schnell aus dem Wald zu bringen. In den Walddistrikten „Buchrangen“ und „Spendweg“ südlich von Klosterlangheim dominieren großflächig naturnahe Laubwälder mit ganz anderen Arbeitsschwerpunkten. So wie hier stellt sich Försterin Thiel den „Zukunftswald“ vor: „Buchenwälder mit vielen Edellaubhölzern und Eichen sind auf diesem Waldstandort die natürliche Waldgesellschaft. Sie können am besten dem Klimawandel trotzen.“ Was allerdings nicht heiße, dass hier die forstliche Welt in Ordnung ist. „Auch einzelne Buchen und Eichen sterben ab, Eschen und Erlen kämpfen mit neuen, aggressiven Holzpilzen.“ Entsprechend groß sei der Aufwand, an den Straßenrändern und den zahlreichen Schwerpunkten der Walderholung tote und absterbende Bäume zu beseitigen. „Auf der weit überwiegenden Fläche ist das Totholz aber eine Bereicherung für den Naturhaushalt“, so Thiel. „Das belassen wir für die Höhlenbrüter und die Insektenfauna. Spechte, Hohltauben, Fledermäuse und Wildbienen freuen sich über neue Wohnungen.“

    In Sachen Naturschutz gebe es in diesem stabilen System kaum etwas künstlich zu verbessern. Wohl aber an der Vernetzung der wertvollen Biotope nach außen: Im Rahmen des Naturschutzsonderprogramms „Der Wald blüht auf“ der Bayerischen Staatsforsten hat Veronika Thiel und ihre Reviermannschaft an Weg- und Waldrändern zahlreiche Apfelbäume und Hunderte Wildsträucher gepflanzt. Dadurch soll eine Verbindung zur Feldflur und der offenen Landschaft geschaffen werden.

    Einer ihrer Lieblingsplätze im Forstrevier ist für Veronika Thiel die Streuobstwiese am Ostrand des „Spendwegs“. Hier hat ihr Vorgänger Gerd Barnickel auf rund drei Hektar eine Streuobstwiese begründet, die zusammen mit einigen Hecken und Feuchtbiotopen ein buntes Mosaik an Biotopstrukturen für Tiere und Pflanzen sowohl aus dem Wald als auch dem Offenland bietet. Was kann man hier noch verbessern? – Die Försterin lacht: „Hier haben wir im letzten Herbst einige junge Siebenschläfer aus einem Waldschadensgebiet in Sachsen ausgewildert. Die zusätzlichen Kornelkirschen mit ihren frühen Blüten und süßen Früchten, die wir jetzt am Waldrand gepflanzt haben, werden bestimmt nicht nur den Bienen und Vögeln schmecken.“

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    news-2223 Fri, 17 Apr 2020 10:11:55 +0200 Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2223&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=02a0049d160400a55f9ce6de8393fd44 17. April 2020, Wasserburg - Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Frühlings treiben die Menschen voll Vorfreude in den Garten. Endlich ist die Zeit zum „Garteln“ gekommen. Doch wie kann das gelingen, wenn Baumärkte und Gartencenter geschlossen sind?

    Ein dekorativer und nachhaltiger Bestandteil der Gartengestaltung sind regionale Hackschnitzel. So kam der Forstbetrieb Wasserburg kurzfristig auf die Idee, die aus Fichte und Kiefer hergestellten Hackschnitzel der örtlichen Bevölkerung anzubieten. Aus Industrieholz wurden hochwertige Hackschnitzen produziert, welche an zwei zentralen Stellen im Ebersberger Forst - gut ausgeschildert an den öffentlichen Staatsstraßen - zu einem fairen Preis angeboten werden. Das Angebot wird aktuell gleichermaßen von Jung und Alt aus der Region dankbar angenommen und im Vorgarten oder im Hochbeet verwendet. „Das ist eine super Sache, ein hochwertiges, regionales Produkt zur Verschönerung im Garten verwenden zu können“ merkt ein zufriedener Kunde aus der Gemeinde Forstinning an. Auch Sebastian Klinghardt der Stellvertretende Forstbetriebsleiter des Forstbetriebs Wasserburg ist mit dem Beginn der innovativen Absatzmöglichkeit sehr zufrieden: „Es ist schön, dass die lokale Bevölkerung das neue Angebot umgehend angenommen hat und wir so mit unserem nachhaltigen Produkt die Menschen in diesen schwierigen Zeiten positiv unterstützen können.“  

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    news-2222 Thu, 16 Apr 2020 09:06:32 +0200 Artenvielfalt im Klimawandel http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2222&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cf75550e9305c827046b4ee70f4afa74 Der Forstbetrieb Waldsassen arbeitet am Klimawald von morgen

    16. April 2020, Waldsassen - Der Forstbetrieb trägt Verantwortung für eine Gesamtfläche von rund 23.000 Hektar. Die Bewahrung des Staatswaldes für die kommenden Generationen und die Sicherung seiner vielfältigen Leistungen für die Gesellschaft hat für die Bayerischen Staatsforsten oberste Priorität. Dazu zählt auch, den Wald auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten und ihn für die Zukunft fit zu machen.

    Ziel der Bayerischen Staatsforsten ist es, einen stabilen und klimatoleranten Mischwald zu schaffen, der durch eine hohe Kohlenstoffbindung auch dazu beiträgt, die Folgen des Klimawandels abzufedern. „Bei unseren aufeinander abgestimmten Waldbauprogrammen achten wir stets darauf, dass der Gesamtnutzen aller Waldfunktionen optimiert wird. Ein wichtiges Element hierfür ist die Berücksichtigung und Förderung von Baumarten, die ein warmtrockenes Klima gut vertragen“, so Forstbetriebsleiter Norbert Zintl.

    Die Bayerischen Staatsforsten tragen dabei eine umfassende Verantwortung für vielfältige Lebensräume und den Erhalt der Biodiversität. Heimische Tierarten wie z.B. die Haselmaus und eine Vielzahl von Insekten sind Teil dieser Lebensräume und profitieren von der anspruchsvollen Pflege und Bewirtschaftung der hochwertigen Ökosysteme. Für die Realisierung der Baumartenvielfalt unter Berücksichtigung des Klimawandels und der standörtlichen Gegebenheiten müssen fehlende Baumarten aktiv gepflanzt werden.

    Derzeit werden im Rahmen der Frühjahrspflanzung in allen Revieren des Forstbetriebs wieder Neukulturen begründet, Schadflächen wiederbepflanzt, lückige Verjüngungen oder auch Waldränder mit klimatoleranten Baumarten ergänzt und aufgewertet.

    Beispielhaft kann hier ein aktuelles Projekt im Revier Pullenreuth genannt werden, wo die Waldarbeiter unter der fachkundigen Anleitung des Försters Wolfgang Schödel einen ökologisch besonders interessanten Übergangsbereich zur Feldflur mit Esskastanien, diversen Wildobstarten und auch verschiedenen Straucharten - wie z.B. Schlehe oder Gemeiner Schneeball - anreichern.

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    news-2221 Tue, 14 Apr 2020 15:24:59 +0200 Forstbetrieb Oberammergau spendet Schutzanzüge an das Krankenhaus Schongau http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2221&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=aa3f6c7787907830cb02e909f3c4fe37 08. April 2020, Schongau - Am Forstbetrieb Oberammergau waren ca. 40 Ganzkörper-Schutzanzüge eingelagert, die noch zu Zeiten der Forstverwaltung als Schutzkleidung für den Insektizideinsatz gegen Borkenkäfer beschafft worden waren.

    Der Forstbetrieb Oberammergau arbeitet nunmehr seit mehr als 15 Jahren „giftfrei“, die Schutzanzüge waren nach einer Überprüfung noch brauchbar. Als kleinen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Krise hat sie der Forstbetrieb nun an das Krankenhaus Schongau gespendet. Chefarzt Dr. Platz zeigte sich bei der Übergabe der Anzüge hoch erfreut und bedankte sich in Gegenwart der örtlichen Presse ausdrücklich für das Engagement des Forstbetriebs. Seinen Dank hat er mit der Hoffnung verbunden, dass das Beispiel des Forstbetriebs auch andere Firmen dazu anregt, sich an der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu beteiligen.

    Inzwischen seien aus Spenden bereits etliche Atemschutzmasken eingegangen; komplette Schutzanzüge aber bislang noch nicht. Die dringend benötigte Schutzkleidung wurde nach der Übergabe sofort auf die Intensivstation gebracht.

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    news-2220 Tue, 14 Apr 2020 10:11:31 +0200 Klimaschutz beginnt im Wald: Forstbetrieb Bodenmais arbeitet am Klimawald von morgen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2220&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ca97259f6296cd97ea48f1671243a32e 14. April 2020, Bodenmais - Frühjahrszeit – Pflanzzeit im Wald: obwohl der „neue“ Wald, der im Forstbetrieb Bodenmais sowie im gesamten bayerischen Staatswald wächst, zu drei Vierteln aus Naturverjüngung entsteht, macht es trotzdem Sinn, die vorhandene Baumartenpalette mit klimatoleranten Baumarten für den Klimawald der Zukunft zu ergänzen.

    Als Beispiel sei aktuell das Revier Saldenburg genannt: Es ist das südlichste und damit das vom Klima am deutlichsten bevorzugte Revier des Forstbetriebs Bodenmais. Revierleiter Ulrich Matschke, seit 22 Jahren vor Ort und aktuell in seinem letzten Dienstjahr, beobachtet schon seit Jahren, dass im Revier immer wieder junge Esskastanien aufwachsen – aus sogenannter „Hähersaat“ – das sind vom Eichelhäher als Wintervorrat versteckte und dann aber nicht wiedergefundene Früchte, Eicheln oder hier Kastanien, die dann zu wachsen beginnen. Mutterbäume sind einige 80-100-jährige Esskastanien am ehemaligen alten Gutshof Saldenburg.

    „Wenn die schon so gut wachsen, und auch noch wegen ihrer Klimatoleranz unsere naturnahen Wälder aus Fichte, Tanne und Buche prima ergänzen,“ dachte sich Ulrich Matschke, „dann sollten wir das nicht nur dem Häher überlassen...“.

    Gesagt, getan – wie überall sind auch im Revier Saldenburg alte Fichten dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen, und an drei Stellen eignen sich die Flächen vom Standort gut für die Esskastanien. Also wurden in Absprache mit dem Chef Pflanzen bestellt, und die Azubi-Truppe des Forstbetriebs unter Leitung von FWM Paul Hilgart hat auch gleich drei Zäune gebaut – besondere Baumarten bedürfen auch bei uns eines besonderen Schutzes!

    „So kann hier der Betrieb gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen – die Azubi lernen Zaunbau und Pflanzung, und es entsteht ein junger Wald aus klimatoleranten Bäumen, der der Atmosphäre durch seinen hohen Holzzuwachs am meisten CO2 entzieht. Ein alter, stillgelegter Wald speichert weniger CO2 und gibt in der Zerfallsphase das gespeicherte CO2 sogar teilweise wieder ab“, so Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl.

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    news-2219 Tue, 14 Apr 2020 08:54:18 +0200 Wildunfälle vermeiden! http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2219&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4bda24567ebf5b0b6033bfdc34b193d2 14. April 2020, Rothenkirchen - Mit steigenden Temperaturen nehmen in der Natur auch wieder die Aktivitäten der Wildtiere zu. Dadurch steigt leider die Anzahl der Wildunfälle. Der Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten rät deshalb zu besonderer Vorsicht vor allem auf den Straßen in Waldgebieten.

    Besonders in den frühen Morgenstunden und zu den Dämmerungszeiten seien die Wildtiere bevorzugt unterwegs, sagt Samuel Merz, Forstrevierleiter in Weismain. Doch auch mitten in der Nacht könne es im Straßenverkehr zu folgenreichen Begegnungen mit Wildtieren kommen. Von Hase, Fuchs, Dachs und Reh bis zu ganzen Wildschweinrotten. "Da hilft nur eines: Im Wald immer vorsorglich runter mit der Geschwindigkeit! Eine geringere Fahrgeschwindigkeit senkt das Wildunfallrisiko deutlich." Die Folgen einer Kollision mit Wildtieren erlebt Förster Merz hautnah. Er wird von der Polizei zu jedem Wildunfall im Staatswald bei Weismain gerufen. "Zum Glück kommt es nur relativ selten zu Personenschäden, aber die Schäden an den Fahrzeugen sind oft erheblich." Wesentlich schlimmer geht ein Wildunfall allerdings für das angefahrene Tier aus. Wenn es nicht sofort verendet, wird es meistens so schlimm verletzt, dass es getötet werden muss. Dazu ist bei Wild grundsätzlich der jeweilige Jagdausübungsberechtigte verpflichtet. "Das ist eine traurige, aber unerlässliche Pflicht, das ist gelebter Tierschutz des Jägers", sagt Samuel Merz. Doch nicht selten werden die Tiere verletzt und flüchten in den schützenden Wald. Um dann das verletzte und leidende Tier zu finden, werden extra für diesen Zweck ausgebildete Jagdhunde eingesetzt. Als Jagdhundeführer weiß Merz auch, wie schwierig es oft ist, dieser Verantwortung nachzukommen. "Wenn der Unfallort nicht deutlich markiert ist, ist eine Nachsuche mit dem Hund erheblich erschwert." Auch fehlen oft Hinweise dazu, in welche Richtung das Tier geflüchtet ist, ob es allein war oder ob möglicherweise noch Jungtiere dabei waren. "Alles wichtige Angaben, die dem Unfalltier ein langes Leiden ersparen können." Der Förster ruft deshalb dazu auf, der Polizei alle Umstände des Wildunfalles detailliert mitzuteilen, obwohl er weiß, wie schwierig es ist, in dieser Ausnahmesituation den Unfallhergang exakt wiederzugeben. Die Polizei, die aus gesetzlichen und versicherungsrechtlichen Gründen in jedem Fall zu informieren ist, gibt diese Angaben dann an den zuständigen Jäger weiter.

    Wildunfälle von vorneherein weitgehend zu verhindern und damit Leid für Mensch und Tier, sowie Sachschäden zu vermeiden, ist eines der Ziele, die sich Samuel Merz nicht nur für sein Forstrevier vorgenommen hat. Als ehrenamtlicher Leiter der Hegegemeinschaft "Oberes Maintal" möchte er ausgehend von den Unfallschwerpunkten im Staatswald beispielhaft mit einem Projekt beginnen, bei dem der Forstbetrieb Rothenkirchen bereits im Frankenwald erste Erfolge verzeichnet hat. In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Jagdverband, der Polizei und der Jagdbehörde war es dort gelungen, mit kombinierten Schutzvorkehrungen die Anzahl der Wildunfälle an einigen besonders unfallträchtigen Strecken deutlich zu senken. Samuel Merz hofft, die Erkenntnisse daraus auch im Landkreis Lichtenfels zum Wohle des Tierschutzes anwenden zu können.

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    news-2218 Sat, 11 Apr 2020 09:29:04 +0200 Spessarteiche auf dem Weg zum UNESCO-Weltkulturerbe http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2218&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1c0f1b7928a64be5a181e7fbf039bd28 Hohe Auszeichnung für eine über 200 Jahre alte Tradition: Das Sammeln und Säen von Eicheln, die dann zu mächtigen Eichen heranwachsen, ist auf dem Weg zum UNSECO-Weltkulturerbe. Dies teilten die Bayerischen Staatsforsten mit Sitz in Regensburg mit.

    Immer wieder wenn es eine Eichenmast gibt, ziehen hunderte Familien und Kinder durch die Wälder des Spessart und sammeln körbeweise die auf den Boden gefallenen Eicheln auf. Die Förster im Spessart legen damit fachmännisch neue Eichenkulturen an. Im Laufe der Jahrzehnte wachsen daraus die mächtigen Bäume in Deutschland, die sogenannten Spessarteichen. Die Eichenwälder und die mächtigen Eichen sind seit Generationen das Markenzeichen und der Stolz des Spessart. Die Spessarteichen zeichnen eine so hohe Qualität aus, dass sie weltweit etwa für die Herstellung wertvoller Möbel, Bodenbeläge oder Weinfässer geschätzt werden. Die Eichen im Spessart genügen höchsten Qualitätsanforderungen.

    „Wir sind sehr stolz, dass die jahrhundertealte gemeinsame Kultur der Eichensaat und Eichenwirtschaft von Bürgern und Förstern im Spessart jetzt in das Verzeichnis des Immateriellen UNESCO-Kulturerbes auf Landesebene aufgenommen worden ist“, so ein Sprecher der Bayerischen Staatsforsten.

    Nach Angaben der Staatsforsten sind die Eichen auch ein wichtiger Hotspot des Naturschutzes und der Artenvielfalt im Wald. „Zahllose Insektenarten, Käfer und Vögel siedeln sich an den Eichen an. So seltene Arten wie etwa der Hirschkäfer oder der Mittelspecht sind in den Eichen zu Hause“, so der Staatsforstensprecher. Die langsam wachsende Eiche bedarf dabei laufender Pflege durch Förster, weil sie sich sonst gegen schneller wachsende Baumarten wie die Buche nicht durchsetzen könnte. „Ohne die Arbeit der Förster gibt es keine Eichen im Spessart“ so der Staatsforstensprecher.

    Vor der Aufnahme in das Verzeichnis zum UNESCO-Kulturerbe hatte auch schon die Bundesrepublik Deutschland die Kulturarbeit der Eichenwirtschaft gewürdigt: Die Rückseite der früheren silbernen 50-Pfennig-Münze zeigt eine Kulturfrau beim Pflanzen einer kleinen Eiche. Bis heute pflegen die Forstbetriebe der Staatsforsten im Spessart die Tradition der Kulturfrauen, die Eicheln sammeln oder durch Pflanzungen Eichenkulturen anlegen. „Es ist auf dem Weg zum Weltkulturerbe ein wichtiges Kriterium, dass es nicht nur eine Tradition der sogenannten Kulturfrauen gibt, sondern dass diese Tradition bis in die heutige Zeit gelebt wird“, so der Staatsforstensprecher. Er wies darauf hin, dass 2018 das letzte Eichenmastjahr war. „Aus vielen tausend gesammelten Eicheln haben unsere Förster dann im letzten Jahr neue Eichenkulturen angelegt.“

    Grundlage für die Entscheidung für die Aufnahme der Eichensaat und Eichenwirtschaft im Spessart in das Landesverzeichnis für das Immaterielle UNESCO-Weltkulturerbe war das Gutachten eines unabhängigen Expertengremiums, das alle in Bayern eingereichten Anträge auf Basis der Kriterien des UNESCO-Übereinkommens fachlich bewertet hat. Nach Eintragung in die Landesliste wird die Eintragung in die Bundesliste und die weltweite Liste des Immateriellen UNESCO-Weltkulturerbes angestrebt, so der Staatsforstensprecher.

    Der Staatsforstensprecher bedankt sich zugleich für die breite politische und fachliche Unterstützung für die Aufnahme der Eichensaat und Eichenwirtschaft in das UNESCO-Kulturerbe. Neben der Bayerischen Forstverwaltung haben besonders die aus dem Spessart stammende Staatsministerin für Digitales Judith Gerlach und der langjährige Landtagsabgeordnete Peter Winter die Bewerbung aktiv unterstützt.

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    news-2217 Thu, 09 Apr 2020 15:52:44 +0200 Sturmschäden rund um Buchenberg und Kempter Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2217&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b8cccea41d67b97c6ad118899667cef4 09. April 2020, Buchenberg - Die Frühjahrstürme Sabine am 10.02.2020 und Bianca eine Woche später haben im gesamten Allgäu Schäden verursacht. Im Forstbetrieb Sonthofen der Bayerische Staatsforsten sind fast 80.000 Festmeter auf 18.000 ha Waldfläche angefallen. Das ist fast der gesamte Jahreseinschlag des Forstbetriebes.

    „Besonders Sabine hat im Kempter Wald und im Wirlinger Wald zugeschlagen. Alleine bei mir im Revier liegen schätzungsweise 20.000 fm Fichte. Mit unserer eigenen Forsttechnik, einem T 50 Raupenharvester und einem Radharvester Log Set, haben wir in den letzten vier Wochen schon über die Hälfte des Schadholzes aufgearbeitet. Voraussichtlich werden wir bis Anfang Mai die Aufarbeitung abschließen können“, berichtet Revierleiter Markus König, der den Staatswald in diesem Bereich pflegt. Und Forstwirtschaftsmeister Gerhard Briechle, der die Aufräumarbeiten der Forsttechnik im Wirlinger Wald koordiniert, ergänzt: „Für Sie, liebe Wanderer und Radfahrer, hat das leider mit Unannehmlichkeiten zu tun. Die Wege sind durch die Bändertechnik unserer Rückmaschinen zeitweise in einem schlechten Zustand. Die breiten Raupen benötigen wir, um den Bodendruck auf den Rückegassen zu reduzieren und Schäden im Wald dadurch vermeiden.“

    Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting erklärt: „Obwohl wir aufgrund der Borkenkäfergefahr unter enormen Zeitdruck stehen, haben wir uns entschieden, über die Osterfeiertage für Sie die Arbeiten komplett einzustellen. Zudem werden die Wege soweit instandgesetzt, dass Sie ungefährdet Ihrer Erholung nachgehen können. Aber ab Osterdienstag, den 14.04.20, werden wir in einem großen Kraftakt die riesen Mengen an aufgearbeitete Sturmholz in unser eigenes Nasslager transportieren. Somit verhindern wir ein Behandeln der Hölzer mit Insektiziden gegen den Borkenkäfer. Das ist Teil unseres biologischen Waldschutzes.“

    Dazu wird ab Osterdienstag die Abfuhr zwischen sechs und 20 Uhr mit zehn Trailern, das sind Holzlastzüge, konzentriert durchgeführt. Nochmal Forstwirtschaftsmeister Gerhard Briechle: „Vermeiden Sie bitte zu dieser Zeit den Westteil des Wirlinger Waldes. Wir werden die Route der Trailer sperren. Bitte respektieren Sie die Sperrung, das dient vor allem Ihrer Sicherheit und die Arbeiten dem Waldschutz – denn der Borkenkäfer hat leider kein Corona!“

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    news-2216 Mon, 06 Apr 2020 13:53:27 +0200 Die Kraft der Samen: Bayerische Staatsforsten säen Weißtannen für den Zukunftswald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2216&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=946e6a0674f719043baa4335118a7951 06. April 2020, Nordhalben - Der Frankenwald ist von den Waldschäden der letzten beiden Jahre besonders betroffen. Tausende von abgestorbenen Fichten mussten gefällt werden, Lücken im Wald sind entstanden. Die Fichten kommen alleine nicht mehr mit der Klimaveränderung zurecht. Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten haben jetzt eine alte, aber bewährte Art der Waldverjüngung wieder angewendet. Die Verjüngung der Weißtanne mit Hilfe der Saat. Jetzt im Frühjahr werden Samen der Tanne von Hand in den vorbereiteten Waldboden gesät, damit daraus im Laufe der Jahrzehnte mächtige Alttannen und stabile Zukunftswälder werden.

    Ein sonniger Aprilmorgen in einem Wald bei Nordhalben. Zwei Forstwirt-Azubi der Bayerischen Staatsforsten sind mit ungewöhnlichen Arbeitsgeräten in einem älteren Fichtenbestand unterwegs. Lorenz Schönmüller entfernt mit seinem Eisenrechen Äste und Nadeln zwischen den alten Bäumen. Meter für Meter wird dann in langen Reihen der Waldboden aufgelockert, damit die Erde vorbereitet ist für die nachfolgende Saat. Sein Kollege Kevin Bröcker hat Tausende von Tannensamen in einer Flasche mitgebracht. Von da rieseln sie in seine Hand, mit der er die Samen in die vorbereiteten Reihen streut. Anschließend werden die wertvollen Samen etwas mit Erde bedeckt, damit sie nicht austrocknen, sondern möglichst schnell keimen und anwachsen können. Forstwirtschafts-meister Matthias Lindig ist zufrieden mit der fachkundigen Arbeit seiner Auszubildenden.

    „Weil reine Fichtenwälder im Zuge der deutlichen Klimaveränderung auch im Frankenwald keine Zukunft haben, werden sie durch baumartenreiche Mischwälder ersetzt. Die Weißtannen, die jetzt unter dem Schutz der Altbäume gesät werden, bilden künftig zusammen mit Buchen und Bergahorn sowie Fichten und Douglasien einen Wald aus mehr als vier Baumarten, der größere Chancen hat mit den veränderten Umwelt-bedingungen zurecht zu kommen“ erläutert Forstbetriebsleiter Fritz Maier bei einem Besuch auf der Saatfläche. Aus den Tannensamen sollen junge Tannenpflänzchen werden, die ihre Wurzeln ungestört entwickeln und so zu stabilen Bäumen heranwachsen können. „Es grenzt jedes Mal wieder an ein Wunder, wenn man sich vorstellt, dass aus so einem kleinen Tannensamen ein riesiger Baum mit Höhen über 40 m und einem Stamm-Durchmesser von über einem Meter sowie einem Alter von über 200 Jahren werden kann“ freut sich Forstbetriebsleiter Fritz Maier.

    Der Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten setzt seit vielen Jahren auf gemischte Wälder aus mehreren Baumarten. „Baumarten wie Eiche, Lärche oder Douglasie werden meist gepflanzt, während Buche, Fichte, Ahorn, Birke oder Vogelbeere oft durch natürliche Ansamung aus den vorhandenen Altbäumen dazu kommen“. Auch die im Frankenwald heimische Weißtanne verjüngt sich über ihre Samen sehr schön natürlich, wenn noch genügend Altbäume in einem Wald stehen und die Jagd waldfreundlich ausgeübt wird. Insgesamt werden in diesem Jahr 140.000 junge Bäumchen in den neun Forstrevieren des Forstbetriebs Nordhalben gepflanzt und zusätzlich 60 kg Weißtannensaatgut gesät.  

    „Die Arbeit unserer Auszubildenden, Forstwirte und Revierleiter sichert die Erhaltung des Waldes auch für die Zukunft. Und damit auch die unverzichtbaren Waldfunktionen als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, als Kohlenstoffspeicher, als Erholungsraum für alle Menschen, als Spender für sauberes Trinkwasser, als Lieferant für den nachhaltigen Rohstoff Holz und auch als sicherer Arbeitsplatz“ betont Forstbetriebsleiter Fritz Maier, bevor es weiter geht zur nächsten Saatfläche.  

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    news-2215 Mon, 06 Apr 2020 10:52:52 +0200 Die Waldschnepfen sind zurück http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2215&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2510c29c33eac213a076465be9707b71 06. April 2020, Rothenkirchen - Der Volksmund nennt sie scherzhaft den „Vogel mit dem langen Gesicht“. Die Jäger verbinden ihre Rückkehr im Frühling in Reimform mit den Fastensonntagen. Die Waldschnepfe kümmert das nicht:
    Sie ist inzwischen aus ihrem Winterquartier zurück. Oder sie war gar nicht erst fort. Wie der Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten jetzt mitteilt, kommt das im Frankenwald und am Obermain immer häufiger vor.

    "Reminiscere - Putzt die Gewehre!
    Okuli - Da kommen Sie!
    Laetare - Das ist das Wahre!
    Judika - Sind sie auch noch da.
    Palmarum - Lirum, Larum.
    Quasimodogeniti - Halt, Jäger, halt! Jetzt brüten sie!"

    Diesen „Lernspruch“ mit den lateinischen Bezeichnungen der Sonntage rund um das Osterfest kennen heute noch die meisten Jäger. Obwohl er aus sehr alter Zeit stammt, als die Jagd auf die Waldschnepfe im Frühjahr noch erlaubt war. Bei diesem sogenannten „Schnepfenstrich“ wurden die Schnepfenhähne auf ihrem abendlichen „Balz- und Suchflug“ erbeutet. Noch heute sind die typischen Balzgeräusche, das „Quorren“ und das „Puitzen“, jedem Jäger vertraut. Auch wenn die Frühjahrsjagd auf die Waldschnepfe inzwischen nicht mehr erlaubt ist, verbindet er doch damit den Beginn des Jagdjahres. Pünktlich beobachten die Förster im Staatswald des Frankenwaldes und am Obermain auch in diesem Jahr die Rückkehr der Schnepfen aus ihren Überwinterungsquartieren rund um das Mittelmeer. Verändert hat sich nach ihren Beobachtungen allerdings in den letzten Jahren der Anteil der „Lagerschnepfen“. Das sind in der Jägersprache diejenigen Tiere, die hier bei uns anstatt im Süden überwintern. Deren Anzahl nimmt – wie bei einigen anderen Vogelarten auch – im Zuge der Klimaerwärmung deutlich zu. Die milden, schneearmen Winter bieten gute Lebensbedingungen – auch ohne den risikoreichen Vogelzug in Kauf nehmen zu müssen.

    Anders als viele ihrer Verwandten wie die Bekassine oder der Große Brachvogel ist die Waldschnepfe ein typischer Waldvogel. Damit haben Waldbesitzer und Förster eine besondere Verantwortung für den Schutz ihres Lebensraumes. Das sind vor allem Bruch- und Auwälder, wo sie im feuchten Grund mit ihrem langen Spezialschnabel nach Würmern und Insekten als Nahrung sucht. Solche Biotope mit geeigneter Bestockung aus Laubhölzern seien bei den Bayerischen Staatsforsten bereits seit Jahren als Sonderstandort großflächig für den Naturschutz aus der forstlichen Nutzung genommen worden, heißt es vom Forstbetrieb weiter. Im Zuge des Waldumbaus und der Schaffung klimastabiler Wälder würden auch immer mehr bisher von Fichten bestockte Tallagen in naturnahe Mischwälder umgewandelt. Damit entstehen zusätzliche wertvolle Lebensräume. Auch für die heimische Waldschnepfe.

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    news-2214 Fri, 03 Apr 2020 16:41:40 +0200 Junge Wälder für die Zukunft http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2214&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0dab429f9e52b17eb96a1b0ea2dfe2fa Bayerische Staatsforsten pflanzen Eichen bei Stadtsteinach

    03. April 2020 Stadtsteinach/Nordhalben - Der Anstieg zum Frankenwald, die „Fränkische Linie“, ist von den Waldschäden der letzten beiden Jahre besonders betroffen. Tausende von abgestorbenen Fichten mussten gefällt werden, Lücken im Wald sind entstanden. Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten pflanzen jetzt im Frühjahr junge Wälder für die Zukunft.

    Bei Stadtsteinach werden 20.000 Eichen zusammen mit Tannen, Buchen, Lärchen und weiteren Baumarten den gemischten Wald für die nächsten Jahrzehnte bilden. Ein sonniger Frühlingsmorgen an einem steilen Hang zwischen Stadtsteinach und Vogtendorf. Michael Meyer und Jonas Pleßgott, zwei Forstwirt-Azubi der Bayerischen Staatsforsten, arbeiten sich Schritt für Schritt von unten nach oben. In der einen Hand das Pflanzgerät und in der anderen Hand die jungen Pflanzen in einem Transportsack, so steigen sie von Pflanzstelle zu Pflanzstelle. In festgelegten Abständen pflanzen sie Eichen auf einer Freifläche im Wald, die so groß ist wie ein Fußballplatz.

    Die Pflanzhaue gräbt sich mit Schwung tief in den Boden und öffnet einen breiten Spalt, in den die kleinen Eichen vorsichtig eingebracht werden. Alle Wurzeln müssen nach unten schauen, damit sie bestens wachsen und später den großen Bäumen genug Halt geben können. Zum Abschluss wird der Pflanzspalt mit einem zweiten, benachbarten Hieb in den Bodenseitlich wieder zugedrückt. Die Eiche steht sicher und kann anwachsen. Forstwirtschaftsmeister Ewald Vogel ist zufrieden mit der fachkundigen Arbeit seiner Auszubildenden, die das dritte Lehrjahr absolvieren.

    Die Trockenheit und der Borkenkäferbefall haben die alten Fichten, die vorher hiergewachsen sind, zum Absterben gebracht. „Unser Forstrevier Stadtsteinach war ein Schadensschwerpunkt in den letzten Jahren“ erläutert Forstbetriebsleiter Fritz Maier, der die Pflanzaktion zusammen mit Revierleiterin Maike Adam begutachtet. „Weil die Fichtenwälder im Zuge der deutlichen Klimaveränderung am Frankenwaldrand keine Zukunft haben, werden sie durch laubholzreiche Mischwälder ersetzt. Die Traubeneichen, die jetzt gepflanzt werden, kennen das künftige Weinbauklima bereits aus Unterfranken und werden mit den geringeren Niederschlägen und den höheren Temperaturen besser zurechtkommen“.

    Der Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten setzt seit vielen Jahren aufgemischte Wälder aus mehreren Baumarten. „Mindestens vier verschiedene Baumarten in jedem Waldbestand sind unser Anspruch“ so Forstbetriebsleiter Fritz Maier. „Baumarten die noch selten sind bei uns, werden - so wie jetzt die Eichen - gepflanzt. Weitere Baumarten wie Tanne, Buche, Lärche, Ahorn, Birke oder Vogelbeere kommen oft durchnatürliche Ansamung aus den vorhandenen Altbäumen dazu“.

    Insgesamt werden in diesem Jahr 140.000 junge Bäumchen in den 9 Forstrevieren des Forstbetriebs Nordhalben gepflanzt und zusätzlich 60 kg Weißtannensaatgut gesät. „Die Arbeit unserer Auszubildenden, Forstwirte und Revierleiter sichert die Erhaltung des Waldes auch für die Zukunft. Und damit auch die unverzichtbaren Waldfunktionen als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, als Kohlenstoffspeicher, als Erholungsraum für alle Menschen, als Spender für sauberes Trinkwasser, als Lieferant für den nachhaltigen Rohstoff Holz und auch als sicherer Arbeitsplatz“ betont Forstbetriebsleiter Fritz Maier zum Abschluss der Pflanzaktion.

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    news-2213 Fri, 03 Apr 2020 16:34:59 +0200 Von Steinhaufen, Wellenlinien und Baumstümpfen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2213&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b03dac8d0647b44db7ba135f3514b95d Ausgleichsmaßnahmen für Eidechsen und Fledermäuse entstehen entlang des neuen Gewerbegebietes Weberschlag bei Weiherhammer

    02. April 2020, Weiherhammer - So manch einer mag sich bei seinem Spaziergang in den Kiefernwäldern um das Gewerbegebiet Weberschlag in der Nähe von Weiherhammer oder auch nur beim Vorbeifahren gefragt haben, was da seit Jahresbeginn vor sich geht. Neben der von Weitem erkennbaren Rodungsfläche an der Umgehungsstraße NEW21 wurden jetzt auch noch in den angrenzenden Gemeinde- und Staatswaldbeständen Waldränder aufgelichtet, Bäume mit undefinierbaren Zeichen markiert, Stein- und Sandhaufen am Wegrand errichtet und manche Bäume wurden nur halb abgeschnitten.

    Was wie ein Anflug an überschwänglichen Frühlingsgefühlen von Förstern scheint, sind in Wirklichkeit Artenschutzmaßnahmen, als Ausgleich für das entstehende Gewerbegebiet. Der Erweiterung des Gewerbegebiets Weberschlag ging eine artenschutzrechtliche Prüfung gemäß dem Bundesnaturschutzgesetz voraus. Das von der Gemeinde Weiherhammer beauftragte Ingenieurbüro Bernhard Moos aus Auerbach erfasste dabei aufgrund der sandigen Böden und heideähnlichen Säume der lichten Kiefernwälder, vor allem besonders licht- und wärmeliebende Arten, wie etwa die Zauneidechse, Vögel wir den Baumpieper und die Turteltaube sowie Fledermäuse.

    Als Ausgleichsmaßnahme, sollen nun die angrenzenden Waldränder so gestaltet werden, dass diese ähnlich lichte Strukturen wie der ehemalige Ausgangsbestand aufweisen, um einen vergleichbaren Lebensraum zu schaffen, der möglichst von diesen Arten wiederbesiedelt wird. Als ideale Flächen erwiesen sich neben den gemeindeeigenen Wäldern, betreut durch Försterin Andrea Sauer, die direkt angrenzenden Staatswaldflächen des Reviers Mantel, zugehörig zum Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten. Der für das Revier Mantel zuständige Revierleiter Robert Werner bereitete den Waldbestand für seine spätere Aufgabe als „Zufluchtsort“ für die geschützten Arten vor.

    So wurde durch Zurücknahme von einzelnen Bäumen der Waldrand buchtig gestaltet, um möglichst viel Licht ins Bestandesinnere zu lassen. Einzelne abgesetzte großkronige Biotopbäume wurden stehen gelassen und mit weißer Wellenlinie markiert. Diese sollen als Vogelwarte für den Baumpieper dienen, der eine Kombination aus Offenland und Baumschicht bevorzugt. Einzelne Baumgruppen wurden so hoch wie möglich gekappt (sog. Hochstümpfe) um als künftige Biotopstämme mit ihren Faulstellen und/2Rindentaschen z. B. dem Specht, der Hohltaube und Fledermäusen als Quartier zu dienen. Weiterhin werden Vogelbrut- und Fledermauskästen aufgehängt.

    Für die seltener werdende Zauneidechse wurden, in enger Zusammenarbeit mit dem Bauhof Weiherhammer, Habitatelemente aus Holz-, Stein- und Sandhaufen angelegt. Diese sollen der streng geschützten Art im Sommer als Sonnenplatz und im Winter als Rückzugsort dienen. Solche Kleinbiotope entstehen durch die Gemeinde Weiherhammer zudem direkt auf der Rodungsfläche.Förster Robert Werner freut sich über die gute Zusammenarbeit aller Akteure: „Gemeinsam haben wir vor dem Hintergrund eines zunehmend Arten- und Lebensraumschwund, Rückzugsräume für bedrohte Arten zu geschaffen.“ Sein Fazit: „Alles in allem eine gelungene Sache!“ Und auch Bürgermeister Biller bedankt sich bei den Bayerischen Staatsforsten, Frau Sauer und dem gemeindlichen Bauhof für die hervorragende Umsetzung der Maßnahmen sowie Herrn Moos für die Baubegleitung.

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    news-2212 Thu, 02 Apr 2020 10:50:10 +0200 Borkenkäfer: Sturmschäden zügig aufarbeiten Trotz Ausgangsbeschränkungen sind Waldarbeiten zulässig http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2212&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=947aa460f0b24a5c3ec02f22784bc7a9 Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

    01. April 2020, München – Auch in der derzeit von der Coronavirus-Pandemie dominierten Situation können und sollten die notwendigen Wald-arbeiten durchgeführt werden. Darauf hat Forstministerin Michaela Kaniber hingewiesen. „Um künftige Schäden in unseren Wäldern durch den Borkenkäfer möglichst gering zu halten, sollten Bayerns Waldbesitzer für eine rasche Aufarbeitung frisch geschädigter Fichten sorgen, wie sie etwa durch Sturmtief Sabine im Februar entstanden sind“, sagte Kaniber. Denn aufgrund der Trockenheit und Dürre der vergangenen zwei Jahre und der hohen Ausgangspopulation aus dem Vorjahr sei heuer wieder mit einem starken Borkenkäferbefall zu rechnen. Zudem müssten sich alle Beteiligten gemein-sam darum bemühen, ausreichend Lagerkapazitäten für ein hohes Käfer-holzaufkommen in den kommenden Monaten zu schaffen. „Ich bitte besonders die Waldbesitzervereinigungen, verstärkt Sammellagerplätze für Ihre Mitglieder zu organisieren, um bei stockender Abnahme der Sägewerke Holz zwischenlagern zu können. Finanzielle und beratende Hilfe vom Staat gibt es dazu bereits. Die Landkreise und Kommunen bitte ich um ihre planungsrechtliche und organisatorische Unterstützung in dieser für unsere Waldbesitzer sehr schwierigen Zeit“, sagte die Ministerin.

    Bei den Waldarbeiten müssen allerdings nicht nur die notwendigen Vorschriften zur Arbeitssicherheit, sondern auch die des Infektionsschutzes beachtet werden. Danach sollten die Kontakte zu anderen Menschen auf ein Minimum reduziert werden. Der Abstand zu anderen muss mindestens 1,5 Meter betragen. Waldarbeit ist gefährlich. Aus Sicherheitsgründen ist daher die Alleinarbeit mit der Motorsäge im Wald unzulässig. Im Interesse aller sind die Waldbesitzer angehalten, nur mit sicheren Techniken wie Forstseilwinde, Harvester und geschultem Personal zu arbeiten. Die regelmäßige Befallskontrolle ist dagegen alleine möglich und für eine rechtzeitige Bekämpfung unerlässlich. Denn die Massenvermehrung von Borkenkäfern von 2führt zu erheblichen Schäden. Bäume, unter deren Rinde die Käfer überwintert haben, sowie frisches Brutmaterial müssen nach der Aufarbeitung am besten unmittelbar abgefahren, entrindet, gehackt oder mit einem Mindestabstand von etwa 500 m zum nächsten Fichtenbestand gelagert werden.

    Die bayerischen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer erhalten in diesem Jahr eine bisher nie dagewesene finanzielle Unterstützung bei der Beseitigung von Waldschäden und beim Waldumbau. So werde die insektizidfreie Borkenkäferbekämpfung mit bis zu zwölf Euro je Festmeter und im Schutzwald mit bis zu 30 Euro je Festmeter unterstützt. Auch die Fördersätze von Wiederaufforstungen nach Borkenkäferschäden und Pflanzungen für den Waldumbau sind seit Februar mehr als verdoppelt worden.

    Hier finden Sie online aktuelle Infos zur Borkenkäfergefahr.
    Tipps zur Arbeitssicherheit bei der Waldarbeit finden sich unter www.svlfg.de/forst und im Waldbesitzerportal Bayern.
    Einzelheiten zur waldbaulichen Förderung und den Fördervoraussetzungen sind im Waldbesitzerportal unter www.waldbesitzerportal.bayern.de/foerderung zu finden.

    Zur aktuellen Situation der der Landund Forstwirtschaft in Zusammenhang mit dem Coronavirus gibt es auf der Homepage des Landwirtschaftsministeriums Antworten auf häufig gestellte Fragen.

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    news-2211 Wed, 01 Apr 2020 15:13:00 +0200 Waldpflegemaßnahmen in der Unteren Wagensass http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2211&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4283f8e9b553971e64db713a65e93859 01. April 2020, Sulzbach-Rosenberg – In den nächsten Tagen werden im Staatswald östlich der B 85 (gegenüber Bereitschaftspolizei) aus Gründen des Waldschutzes Bäume gefällt. Durch den Forstbetrieb Schnaittenbach werden hier vor allem Fichten entfernt.Notwendig wird die Maßnahme, weil der Standort für die Fichte nicht besonders geeignet ist. Dies liegt an dem dort immer wieder vorkommenden Wasserrückstau, der dazu führt, dass die Wurzeln häufig unter Wasser stehen. Und Fichten mögen keine „nassen Füße“.

    Der Eingriff muss jetzt erfolgen, bevor es wärmer wird, da die meisten Fichten in diesem Waldstück von Borkenkäfern befallen sind. Bei steigenden Temperaturen beginnt nämlich die Schwärmphase des Borkenkäfers. Das bedeutet, dass er sich auf den Weg macht, um sich in angrenzenden Fichten einzunisten. Er bohrt sich dafür in die Stämme der Bäume ein und bringt diese damit zum Absterben. Dies möchte Julian Sauter, der für den Staatswald in der Wagensass zuständige Förster aber unbedingt verhindern: „Mit dem Einschlag der befallenen Fichten wollen wir eine weitere Ausbreitung des Borkenkäfers verhindern. Die Maßnahme dient ausschließlich dem Waldschutz und der Walderhaltung!“ Mit dem Bau eines Verkehrsübungsplatzes habe diese Maßnahme nichts zu tun betont der Förster weiter.

    Zum richtigen Zeitpunkt für den Waldschutz aber leider zu einem etwas ungünstigen Zeitpunkt für die Amphibien findet diese Maßnahme statt. Die Amphibien sind nämlich gerade auf Wanderschaft auch in einen dort angelegten Teich. Parallel zur B 85 wurde daher ein Rückhaltezaun errichtet an dem aktuell die wandernden Kröten abgesammelt werden. Darauf wird bei der Holzerntemaßnahme aber besonders Rücksicht genommen weshalb keine größeren Schäden zu befürchten sind. Und langfristig profitieren Frösche, Kröten und Molche von der Entnahme der Bäume. Die dicht am Rand des Teichs stehenden Fichten beschatten ihn stark was dazu führt, dass sich bis ins Frühjahr hinein eine Eisschicht halten kann. Zudem fallen viele Pflanzenteile ins Wasser und bilden ein dicke Faulschlammschicht am Boden. Das hat laut Herrn Zahn von der Kreisgruppe Amberg-Sulzbach des BUND Naturschutz dazu geführt, dass in den vergangenen Jahren dort kein Laich oder Kaulquappen beobachtet werden konnten und auch am Rückhaltezaun ging die Zahl der eingesammelten Kröten laufend zurück. Zuletzt waren es 22 Tiere pro Sammelsaison. Das bedeutet, in diesem Waldstück überwintern nicht sehr viele Amphibien./2Dass sich das in Zukunft wieder ändert ist die Chance aber groß. Da der Bestand um das Teichumfeld aufgelockert wird und später im Jahr die Beseitigung des Bodenschlamms vorgesehen ist, verbessert sich mittelfristig auch die Lebenssituation für die Amphibien. Die Kreisgruppe Amberg-Sulzbach des BN, der die Amphibienzäune betreut, akzeptiert und unterstützt daher ausdrücklich den Eingriff zu diesem Zeitpunkt. Und auch die Untere Naturschutzbehörde beim Landratsamt Amberg-Sulzbach wurde informiert und erhob gegen die Maßnahme keine Einwendungen.

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    news-2210 Mon, 30 Mar 2020 09:45:22 +0200 Holzernte- und Pflegemaßnahmen an der Weltenburger Enge standen im Einklang mit den geltenden Naturschutzvorschriften http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2210&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=719bfc08d782eb3bb8e1fac8db2ea1a1 Forstbetrieb Kelheim verzichtet auf weitere Holzerntemaßnahmen an Weltenburger Enge bis zum Inkrafttreten einer neuen Naturschutzverordnung / Abtransport des Holzes aus dem Bestand erst nach Ortstermin mit Verbänden und Öffentlichkeit  

    Kelheim, 30. März 2020 – Die Höhere Naturschutzbehörde an der Regierung von Niederbayern hat nach einem ausführlichen Ortstermin die Holzernte- und Pflegemaßnahmen im Bereich der Naturschutzgebiete an der Weltenburger Enge als rechtmäßig und als keinen Verstoß gegen geltende Naturschutzverordnungen eingestuft. Zum gleichen Ergebnis kommt eine noch laufende unabhängige wissenschaftliche Begutachtung unter Vorsitz des Experten für Waldökosystemdynamik Professor Dr. Rupert Seidl von der Technischen Universität München. Zugleich verzichtet der Forstbetrieb Kelheim bis zum Inkrafttreten einer neuen Naturschutzverordnung freiwillig auf weitere Holzerntemaßnahmen an der Weltenburger Enge. Davon unberührt sind allerdings unaufschiebbare Maßnahmen wie etwa Waldschutzmaßnahmen, nötige Verkehrssicherung oder die Borkenkäferbekämpfung.

    Die Regierung von Niederbayern bestätigt zudem, dass nach rechtlichen Vorgaben der Rückung und des Abtransportes des Holzes aus dem Wald nichts entgegensteht. Allerdings kann der vom Forstbetrieb zugesagte Ortstermin an der Weltenburger Enge für Verbände und die interessierte Öffentlichkeit, bei dem die durchgeführten Holzernte- und Pflegemaßnahmen gezeigt und erläutert werden sollen, wegen der geltenden Ausgangsbeschränkungen durch die Corona-Krise derzeit noch nicht stattfinden. Daher bleibt das im Bestand befindliche Laubholz bis zur Durchführung des Ortstermins im Wald. In den nächsten Tagen wird lediglich das an der Forststraße gelagerte Holz abgefahren.

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    news-2209 Fri, 27 Mar 2020 14:46:13 +0100 Rückkehr der Schwarzstörche http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2209&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=11c7c7b242ddae3cf2b56c236889abb5 Erste Schwarzstorchrückkehrer im Hessenreuther Wald; rechtzeitig davor wurden vier neue Nisthilfen gebaut; der scheue Bruder des Weißstorchs ist in den großen, geschlossenen Staatswäldern Nordostbayerns wieder vermehrt zu beobachten

    27. März 2020, Schnaittenbach - Der Schwarzstorch ist einer unserer größten heimischen Waldvögel. Mit einer Spannweite von 180 cm segelt er über die Wälder, in denen er bevorzugt ungestörte Bereiche mit alten Bäumen und fischreichen Bächen und Tümpeln besiedelt. Auf Altbäumen in geeigneter Lage baut er seine Naturhorste. Zusätzlich wird er in vielen Bereichen Bayerns mit dem Bau von künstlichen Nistplattformen unterstützt. Auch im Hessenreuther Wald haben ihm die Förster eine Kinderstube für den Nachwuchs eingerichtet.

    Pünktlich zur Wiederkehr der Schwarzstörche nach Bayern haben die Bayerischen Staatsforsten dort vier neue Nisthilfen für diesen typischen Waldvogel errichtet. Der Bau von künstlichen Nestern ist aus zwei Gründen sinnvoll: Zum einen kann durch die stabile Konstruktion verhindert werden, dass ältere Nester, die bis zu 200 kg wiegen können, abstürzen und die Jungvögel dadurch umkommen. Zum anderen werden die Vögel in Bereiche gelenkt, in denen sie weitestgehend ungestört und abseits von Wanderwegen brüten können. Schwarzstörche sind sehr störungsempfindlich und brüten deshalb vor allem im Zentrum großer Waldgebiete. Von den 150 bis 160 bekannten bayerischen haben zwei bis drei Paare ihre Heimat im Hessenreuther Wald gefunden.

    Beim Bau der Nisthilfen wurden die Staatsförster des Forstbetriebs Schnaittenbach von einem Spezialisten unterstützt, der genau weiß worauf es beim Horstbau ankommt und was die Schwarzstörche mögen. Der Schwarzstorchexperte und Seilkletterer Carsten Rohde baut die Horste in rund 15-20 m Höhe. Der zuständige Revierleiter Hans Frisch freut sich darüber, dass der Schwarzstorch sich im Hessenreuther Wald wieder verstärkt heimisch fühlt: „Das Zurückkommen des Schwarzstorchs ist ein sichtbarer Beleg für die nachhaltige und naturnahe Forstwirtschaft der Bayerischen Staatsforsten“.

    Schwarzstorch – Eine Erfolgsgeschichte in Nordostbayern

    In den vergangenen 20 Jahren hat der scheue Waldbewohner in einigen Teilen Bayerns wieder Einzug gehalten. Besonders in den Nordostbayern ist der Schwarzstorch heute glücklicherweise wieder heimisch. Da den Vögeln heute nicht mehr nachgestellt wird und sich in vielen Bereichen die Lebensbedingungen verbesserten (Wasserqualität in Fließgewässern, Anlage von Nahrungstümpeln)konnte der Brutbestand kontinuierlich anwachsen.

    Dennoch ist der Schwarzstorch immer noch ein sehr seltener Brutvogel, dessen Anwesenheit eine besondere Rücksicht verlangt. Nach der Rückkehr aus den afrikanischen Winterquartieren im März darf er in der Balz-, Brut- und Aufzuchtzeit an den bekannten Horststandorten nicht gestört werden. Mehr zum Schwarzstorch und anderen Großvogelarten im Wald finden Sie auf unserer Vogelschutzseite.

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    news-2208 Fri, 27 Mar 2020 14:19:39 +0100 Sturmschäden rund um Lindau http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2208&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9a1e4caf7dc785ec68e12817a4868de4 27. März 2020, Lindau - “Die Stürme der vergangenen Wochen haben im Wald rund um Lindau leider deutliche Spuren hinterlassen. Im Wald der Bayerischen Staatsforsten traf es im , Bereich Lindau besonders einen Streifen von Schönau bis Mollenberg“, berichtet Förster Jörg Tarne, der die Wälder dort pflegt.

    Insbesondere der orkanartige Sturm „Sabine“, aber auch „Bianca“ haben Bäume geworfen oder gebrochen. Der Waldlehrpfad im Tannholz (Schönbühl) wurde stark beschädigt. Unmittelbar nach Sabine musste Förster Tarne auch den Trimm-Dich-Pfad sperren. „Wie wichtig und richtig diese Entscheidung war, hat sich durch die nachfolgenden Stürme gezeigt. So entstanden die größten Schäden am Trimm-Dich-Pfad beim Sturm Bianca“, weiß Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting, zu dessen Verantwortungsbereich der Lindauer Staatswald gehört. „Dabei wurden auch Stationen des Pfades erheblich beschädigt. Deshalb eine Bitte an alle Waldbesucher: Nehmen Sie Sperrungen ernst und handeln Sie bei Waldbesuchen vor allem nach Stürmen mit Vorsicht, bleiben auf den Wegen und klettern nicht auf Holzpolter.“

    Die Windwürfe werden in nächster Zeit aufgearbeitet. Die Behebung der Schäden an den Erholungseirichtungen werden noch etwas länger dauern. Aber die Stadt Lindau und der Forstbetrieb Sonthofen der Bayerischen Staatsforsten bemühen sich um baldige Reparaturen.

    Die Sturmereignisse haben zudem gezeigt, wie schlecht der Zustand der Eschen ist. Viele Eschen sind umgefallen, ob am Waldrand oder auch mitten im Wald. Denn das Eschentriebsterben führt neben den sichtbaren Schäden in der Baumkrone auch zur Fäule an den Wurzeln. So können Eschen bei relativ geringer Belastung umfallen. Wie stark die Wurzeln verfault sind, ist am stehenden Baum äußerst schwierig zu beurteilen. Bei manchen Bäumen sind die Schäden mehr in der Belaubung, bei anderen mehr an den Wurzeln. „Aber eine kleine Hoffnung gibt es für diese wichtige Baumart: Derzeit werden resistente Eschen getestet und auch in der Naturverjüngung zeigen sich ca. zwei Prozent als resistent gegen den Pilz. Die werden sich mittelfristig durchsetzen“, hofft Revierleiter Jörg Tarne.

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    news-2207 Fri, 27 Mar 2020 10:58:22 +0100 Pflanzsaison im Wald hat begonnen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2207&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e664be4b6065ca80c24c9df16404f230 Forstbetrieb Fichtelberg pflanzt den Wald der Zukunft

    27. März 2020, Fichtelberg – Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten beginnen jetzt im Frühjahr mit der Pflanzsaison im Fichtelgebirgswald. Auch bei verändertem Klima sichern die jungen Tanne-, Buchen, Lärchen und Douglasienpflanzen in Zukunft die Gesundheit des Waldes.

    Ein klarer, kalter Morgen am Höhenrücken oberhalb des Weißmaintales. Christian Schneider stapft schwerbeladen durch den Wald. Kisten mit kleinen Baumschul-Pflanzen schleppt er, dazu ein Pflanzeisen und Markierungsstäbe. Der Forstwirt-Azubi hat heute gemeinsam mit seinen Kollegen eine wichtige Aufgabe. Er unterstützt den Wald im Fichtelgebirge, fit zu werden für den Klimawandel. Dazu pflanzt er kleine Tannenbäumchen unter den Schirm der alten Fichten, die hier überwiegend wachsen. Die jungen Tannen werden mit dem zukünftigen Klima zurechtkommen, das vermutlich für die Baumart Fichte zu heiß und zu trocken ist. Knirschend gräbt sich das Pflanzgerät in den noch leicht gefrorenen Boden. Mit einer Drehbewegung sticht Christian Schneider einen Erdpfropfen aus. Dort hinein kommt der Wurzelballen einer jungen Tannenpflanze. Mit krümeliger Erde abdecken, leicht andrücken – fertig. Nächste Pflanze.

    Dazu Winfried Pfahler, als Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg verantwortlich für den Staatswald im südlichen und westlichen Fichtelgebirge: „In den letzten beiden Hitzesommern hat sich gezeigt, dass die Tannen mit Wärme und Trockenheit besser zurechtkommen, als die bei uns weit verbreitete Fichte. Das ist allerdings keine neue Erkenntnis. Schon seit vielen Jahren reichern wir ganz gezielt die Wälder mit Mischbaumarten an. Davon können Sie sich im Fichtelgebirge an vielen Stellen selbst ein Bild machen, wie z.B. um den Ochsenkopf, im Maintal, im Steinachtal oder an der Kösseine. Aus ehemals dunklen Fichtenforsten sind mittlerweile vielfältige Mischwälder geworden. Unser Ziel ist es, dass in jedem Waldbestand mindestens vier verschiedene Baumarten wachsen.“

    In diesem Jahr pflanzt der Forstbetrieb Fichtelberg 55 Hektar neuen Mischwald, der fit ist für den Klimawandel. Das entspricht einer Fläche von etwa 80 Fußballfeldern. Dazu setzen die Waldarbeiter und Förster gut 100.000 Zukunftsbäumchen, hauptsächlich Tannen, aber auch Buchen, Lärchen und Douglasien. In den nächsten fünf Jahren pflanzen die Bayerischen Staatsforsten im Rahmen des 30-Millionen-Bäume-Programms zusätzliche Bäume in Wäldern, die von Trockenheit und Schädlingen, Sturm und Schnee besonders bedroht sind. Dabei setzen die Förster hauptsächlich auf heimische Baumarten. Aber es werden auch neue Arten wie z.B. Atlaszeder oder Baumhasel getestet, die heute natürlicherweise in Regionen mit dem Klima vorkommen, das uns zukünftig erwartet.

    „Im Wald denken wir grundsätzlich heute schon an Morgen“ beschreibt Winfried Pfahler die Strategie der Förster. „…eigentlich schon an Übermorgen. Denn bis die Tannen, die wir heute pflanzen, richtig groß sind, vergehen mindestens 80 bis 100 Jahre. Über diesen Mischwald werden sich unsere Urenkel freuen.“

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    news-2206 Fri, 27 Mar 2020 09:27:34 +0100 Wildkatzen am Rennsteig http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2206&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8706c58a2186dee87d2bc63960658a7b 26. März 2020, Rothenkirchen - Die Europäische Wildkatze, eine über viele Jahrzehnte in der Region nicht mehr nachgewiesene Wildtierart, hat jetzt mit den höheren Lagen der Rennsteigregion endgültig den gesamten Frankenwald als Lebensraum zurückerobert. Das zeigt die Auswertung eines "Wildkatzenmonitorings", dessen Ergebnisse jetzt der Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten vorgestellt hat.

    Seit etwa zehn Jahren lagen Berichte über mutmaßliche Beobachtungen vor, bevor die Wildkatze im Jahr 2014 im Frankenwald erstmals auch genetisch zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte. In den Folgejahren etablierte sich eine größere Population im Staatswald der Forstbetriebe Nordhalben und Rothenkirchen im Bereich des Rodachtales und der Ködeltalsperre. Nachweise aus den höheren Lagen blieben aber zunächst aus, was die Experten aber nicht weiter verwunderte. Bevorzugt doch die Wildkatze in erster Linie laubholzreiche Mischwälder in den wärmeren Lagen der Mittelgebirge.

    Den Forstleuten des Forstbetriebes Rothenkirchen ließ das zuletzt aber keine Ruhe. Hatte sich doch das Landschaftsbild im Zuge des beschleunigten Waldumbaus im Staatswald immer mehr in Richtung gemischter Wälder verschoben. Hinzu kamen mildere Winter und höhere Temperaturen im Zuge des Klimawandels. Um eine weitere Ausbreitung der scheuen Wildkatze nachweisen zu können, führten deshalb die Bayerischen Staatsforsten im vergangenen Jahr in den beiden Forstrevieren Tettau und Rennsteig ein "Wildkatzenmonitoring" durch, gefördert mit Mitteln des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kulmbach. Mit Hilfe von Wildkameras und Haarproben, die an Baldrian-Lockstöcken gewonnen wurden, konnten an zwei Stellen im Waldgebiet zwischen Kleintettau und Steinbach am Wald, sowie nördlich von Steinbach und westlich von Lauenstein Wildkatzen bestätigt werden.

    Die Förster sind sicher, dass sich damit die fast schon einmal ausgestorbene Wildkatze endgültig wieder im gesamten Frankenwald zu Hause fühlt. Mit der Schaffung weiterer abwechslungsreicher Biotop-Strukturen, dem Belassen von viel Alt- und Totholz und der Einbringung zahlreicher Mischbaumarten im Zuge des Waldumbaus wird ihr Lebensraum hier auch auf Dauer attraktiv bleiben. Vielleicht machen es der Wildkatze ja weitere seltene Tierarten nach und kehren "auf leisen Pfoten" in den Frankenwald zurück.

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    news-2205 Thu, 26 Mar 2020 07:44:44 +0100 Die Schwarzstörche sind wieder da http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2205&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9bd3d2fb51e1feb2515ee20a0fbe6191 26. März 2020, Rothenkirchen - Pünktlich zum Frühlingsanfang sind die Schwarzstörche an den Obermain zurückgekehrt. Das teilte der Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten mit. Grundlage sind die ersten Wildkamera-Bilder dieses Jahres, die den scheuen Waldvogel bei der Nahrungssuche zeigen.

    Anders als der Weißstorch ist der Schwarzstorch ein echter „Kulturflüchter“: Er bevorzugt als Lebensraum ungestörte, naturnahe Waldgebiete. Hier horstet er auf alten Bäumen und geht vor allem in sauberen Waldbächen auf die Jagd nach Kleintieren. Nach Auskunft der Förster sind Schwarzstörche seit 2014 wieder im Staatswald des Landkreises als Brutvögel heimisch, regelmäßig bei Weismain und nördlich von Buch am Forst, wo jetzt auch das erste Bild dieses Jahres entstand. Den aktuellen Horstbaum kennen die Experten hier allerdings nicht mehr, nachdem vor zwei Jahren der alte Horst bei einem Sturm im Winter abgestürzt war. Neben den vermehrten Stürmen hat der Schwarzstorch auch unter anderen Folgen des Klimawandels zu leiden: In den Hitzesommern fallen nicht nur Horstbäume dem Borkenkäfer zum Opfer, auch die Nahrungsbäche trocknen teilweise aus. Dann dauert es oft mehrere Jahre, bis sich dort wieder Futtertiere für die Störche einfinden.

    Noch scheint es dem stolzen Vogel aber in den Wäldern am Obermain zu gefallen. Und die Forstleute tun – gerade in Zeiten des Klimawandels – mit einem beschleunigten Waldumbau weiter alles dafür, dass er hier auch in Zukunft seine Heimat behält.  

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    news-2204 Wed, 25 Mar 2020 13:41:24 +0100 Mit Försterin und Förster unterwegs im Steigerwald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2204&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=965de2286d6cdd13a6dbd1610f6cf463 Die Bayerischen Staatsforsten informieren vor Ort

    25. März 2020, Ebrach - Nach der guten Resonanz auf die letztjährigen Waldbesichtigungen, laden auch dieses Jahr die Försterinnen und Förster des Forstbetriebs Ebrach zu einer Information vor Ort ein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich aus erster Hand über die nachhaltige und schonende Bewirtschaftung der Staatswälder im Steigerwald informieren.

    Die Veranstaltungen finden von April bis Oktober abwechselnd in allen Forstrevieren des Forstbetriebs Ebrach statt. Die Waldführungen finden bei jedem Wetter statt, weshalb wetterfeste Kleidung und stabiles Schuhwerk empfohlen werden.

     

     !DAS PROGRAMM ENTFÄLLT CORONA-BEDINGT BIS AUF WEITERES!

    => Hier gibt's Programm und jeweiligen Lageplan zum Herunterladen!

    Unser Programm 2020 im Überblick:

    März
    29.03. (So) - ENTFÄLLT 
    -
    15 Uhr Oberschwarzach-Mutzenroth, Kirche
    Regina Bertram 0175 / 5812492

    Mai
    15.05. (Fr.)

    16 Uhr Weilersbachtal Infopavillon
    Pfad der Artenvielfalt, Obersteinbach
    Petra Diener 0175 / 2236745

    Juni
    05.06. (Fr.)

    16 Uhr Infopavillon Waldeingang
    Hahn, Burgebrach (mit Rad)
    Julian Schendel 0175 / 2236752

    Juni
    27.06. (Sa.)

    16 Uhr Forsthaus Schmerb 1
    Andreas Balling 0175 / 2236746

    Juli
    17.07. (Fr.)

    15 Uhr Böhlgrund-Parkplatz bei Eschenau
    Ellen Koller 0160 / 8987387

    Juli
    24.07. (Fr.)

    14 Uhr Marswald-Spielplatz
    Tobias Friedmann 0160 / 8987386

    August
    07.08. (Fr.)

    16 Uhr Röthenparkplatz Str. 2258
    oberhalb Fabrikschleichach
    Burkhard Rischen 0175 / 5812493

    September
    11.09. (Fr.)

    16 Uhr Forsthaus Winkelhof 3
    Fabian Löchner 0151 / 16215311

    Oktober
    18.10. (So.)

    15 Uhr Turnhalle Schlüsselfeld
    Andreas Friedel 0160 / 8831124

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    news-2203 Wed, 25 Mar 2020 11:15:08 +0100 Corona und Jagd http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2203&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1e6e6ccd442854cc7511a8747e1e0702 Hinweis des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 

    25. März 2020, München - Die Ausgangsbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie stellt auch die Jägerinnen und Jäger vor viele Probleme und Fragen.
    Aktuelle Antworten und Informationen zu den Auswirkungen von Corona auf die Jagd sind auch im Wildtierportal unter www.wildtierportal.bayern.de/corona zu finden.

    Die Seite wird laufend der Lage angepasst und überarbeitet.

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    news-2202 Wed, 25 Mar 2020 09:37:06 +0100 Aufräumen nach den Frühjahrsstürmen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2202&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8f3cac498e3feb058bc5353b87730224 25. März 2020, Kaisheim - Im Frühjahr tobten sich mehrere Stürme in unseren Wäldern aus. Der Forstbetrieb Kaisheim der bayerischen Staatsforsten kam insgesamt glimpflich davon. Durch die feuchten Bodenverhältnisse gestalten sich die Aufräumarbeiten aber schwierig.

    Die Februarstürme Sabine, Tomris und Bianca sorgten für zahlreiche, einzeln geworfene oder gebrochene Bäume in unseren Wäldern. Nach ersten Schätzungen kam der Forstbetrieb Kaisheim mit ca. 15.000 Kubikmeter Sturmholz glimpflich davon. Dies entspricht knapp 12 Prozent des nachhaltigen jährlichen Einschlags.

    Der ausbleibende Frost und die feuchte Winterwitterung erschweren die Aufarbeitung des Sturmholzes enorm. „Grundsätzlich versuchen wir die Holzernte bei solch feuchten Bodenverhältnissen zu vermeiden, doch in der aktuellen Situation haben wir leider keine andere Wahl. Wegen des drohenden Borkenkäferbefalls muss das Sturmholz jetzt aus dem Wald.“ so Helmut Weixler, Leiter des Forstbetriebs Kaisheim.

    „Zum Schutz des Waldbodens dürfen bei uns Rückefahrzeuge nur auf sogenannten Rückegassen fahren. Damit wird flächiges Befahren unterbunden, aber die Fahrbewegungen auf diese Rückegassen konzentriert. Um auch auf durchnässten Böden die Rückegassen zu schonen, fordern wir von unseren Unternehmern, Rückefahrzeuge mit Moorbändern auszurüsten. Diese verbinden zwei Achsen und sorgen durch eine stark vergrößerte Auflagefläche für weniger Bodendruck und damit für eine deutlich geringere Bodenverdichtung. Nachteilig ist dabei allerdings, dass damit Forststraßen stark verschmutzen. Dies lässt sich aber erheblich leichter beheben als beschädigte oder zerstörte Rückegassen,“ erläutert Helmut Weixler.

    „Die Aufarbeitung des Sturmholzes und der wegen der Nässe noch im Wald liegenden Stämme duldet nun keinen Aufschub mehr! Wir müssen das Holz jetzt dringend aus dem Wald bringen. Durch die vielen verstreut liegenden Einzelwürfe sind davon fast alle Wälder betroffen. Wir bitten alle Waldbesucher um Verständnis für die notwendigen Wegesperrungen und die absehbaren Verschmutzungen unserer Forststraßen. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Wege gereinigt und - falls notwendig - repariert.“

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    news-2201 Tue, 24 Mar 2020 15:00:47 +0100 „Alter Falter“: Schwammspinner setzt Wäldern und Gemeinden zu http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2201&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1b0e313f5567831c4bd3d9b43c3ffb70 Forstbetrieb Arnstein steht an der Seite verschiedener Gemeinden bei der Eingrenzung möglicher Beeinträchtigungen durch den Schwammspinner

    24. März 2020, Arnstein - Nicht nur die Trockenheit der zurückliegenden Jahre und der Borkenkäfer machen den Wäldern auf der Fränkischen Platte im Bereich des Forstbetriebs Arnstein zu schaffen. Auch ein vermehrtes Auftreten eines Falters – dem Schwammspinner – setzt den Wäldern und sogar angrenzenden Gemeinden und Ihren Bürgerinnen und Bürgern zu.

    Das in enger Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung und der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft durchgeführte Monitoring des Schwammspinners hat für verschiedene Staatswaldbereiche des Forstbetriebs Arnstein erhöhte Gelegedichten des Insekts ergeben. In einigen Fällen soll nun zum Schutz des betroffenen Waldgebiets eine Behandlung mit einem Pflanzenschutzmittel erfolgen.

    Aus den Erfahrungen des zurückliegenden Jahres hat der der Forstbetrieb entschieden, Gemeinden mit waldnahen Siedlungsbereichen aktiv in den Umgang mit dem Schwammspinner einzubinden. In einem Gemeindeteil kam es 2019 in Folge der Abwanderungen von unzähligen Schwammspinnerraupen aus dem Wald in die angrenzenden Gärten zu erheblichen Beeinträchtigungen der betroffenen Anlieger.

    Ziel des Forstbetriebs ist es, gemeinsam mit den für den Schutz Ihrer Bürgerinnen und Bürger verantwortlichen Gemeinden vorausschauend derartigen Folgen eines Schwammspinnerbefalls in Siedlungsnähe vorzubeugen. Hierzu hat der Forstbetrieb bereits weit vor dem Schlupf der Schwammspinnerraupen betroffene Gemeinden über den festgestellten Schwammspinnerbefall, geplante Behandlungen mit einem Pflanzenschutzmittel sowie weitergehende Möglichkeiten zur Abwehr der Raupen informiert.

    Der Forstbetrieb steht an der Seite der betroffenen Gemeinden und hat wo nötig personelle, logistische und organisatorische Unterstützung bei notwendigen Abwehrmaßnahmen zugesagt.

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    news-2200 Tue, 24 Mar 2020 09:54:42 +0100 Sturmholz-Aufarbeitung: Nach dem Sturm ist vor dem Sturm http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2200&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=77f36a50b044d93607fd9bf26c42072a 23. März 2020, Sonthofen - Die Stürme Sabine und Bianca liegen nun schon einige Wochen zurück. Die Gefahr durch herabfallende Äste und umstürzende Bäume in den Wäldern des Forstbetriebs Sonthofen ist allerdings noch stets gegeben. „Daher sollten Sie sich auch jetzt nicht abseits der Wege im Wald aufhalten, auch wenn die Wege derzeit wegen der Aufarbeitung der Sturmschäden mancherorts stark befahren oder verschmutzt sind. Wir bemühen uns die vom Sturm geworfenen Bäume schnellstmöglich aufzuarbeiten und aus dem Wald zu fahren, um dem Borkenkäfer keine Chance zu geben“, versichert Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting.

    Mit der Aufarbeitung der Schäden haben die Staatsforsten unverzüglich begonnen. Denn der Borkenkäfer wartet nicht. Sturmschadenshölzer sind für ihn ideale Brutvoraussetzungen für den Start einer Massenvermehrung. Einer der Schadensschwerpunkte im Forstbetrieb liegt diesmal im Wirlinger Wald. Die Sturmböen haben dort auf einer Fläche von 300 Hektar ca. 15.000 fm Schadholz verursacht.

    Bei der Aufarbeitung von Windwurfschäden gelten dabei dieselben Vorgaben wie bei regulären Holzeinschlägen: Die Durchführung der Maßnahme muss so erfolgen, dass der Waldboden geschont wird. Die Forstmaschinen dürfen ausschließlich auf den Rückegassen fahren.

    Staatsforsten-Betriebsleiter Jann Oetting betont: „Insbesondere die Einhaltung der Vorgaben zur Unfallvermeidung müssen zwingend eingehalten werden. Jeder Unfall ist einer zu viel!“. Die Umsetzung dieser Vorgaben ist im Normalbetrieb Alltagsroutine für Förster, Forstwirte und Unternehmer. „Bei Sturmschäden aber bedarf es situationsangepasster Lösungen“, so Revierleiter Markus König. „Hier im Wirlinger Wald haben wir zur Aufarbeitung der Sturmwürfe zwei BaySF-eigene Harvester angefordert. Diese fahren auf den vorhandenen markierten Rückegassen, schneiden zugeworfene Wege frei und arbeiten das oftmals unter Spannung stehende Holz gefahrlos auf.“, erklärt Markus König. Diese Verfahren bringen es mit sich, dass die Wege oftmals mit Schlamm und Reisig verschmutzt werden. „Sobald die Aufarbeitung abgeschlossen ist, werden die Wege wiederinstandgesetzt und von Schmutz und Ästen befreit. Allein schon um die Holzabfuhr gewährleisten zu können, aber natürlich auch um den Waldbesuchern einen problem- und gefahrlosen Waldspaziergang zu ermöglichen“, so König.

    Die großen Sturmschäden bringen auch mit sich, dass große und zahlreiche Holzpolter entlang der Forststraßen entstehen. Nochmals Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting: „Für diese Holzpolter gilt absolutes Betretungsverbot. Es können sich Stämme lösen und nochmals einige Zentimeter verrutschen oder gar herabzufallen. Das ist ausreichend, um sich einen Fuß oder eine Hand einzuquetschen und im schlimmsten Fall erschlagen zu werden. Auch herrscht auf dem Holz Rutschgefahr, was zum Abstürzen führen kann. Sie werden mancherorts einen sehr schlechten Wegezustand vorfinden – aber ich versichere Ihnen, dass wir alle Kapazitäten daransetzen, den vom Sturm gebeutelten Wirlinger Wald wieder in einen schönen, klimastabilen Wald zu überführen“.

    Aus den anfälligen Fichtenwäldern sollen stabile Mischwälder aus Fichte, Weißtanne, Buche und Bergahorn werden. Auch dieses Jahr werden wieder zahlreiche Baumarten eingebracht, wie Schwarzerle, Douglasie oder Bergahorn, um so einen klimastabilen Mischwald zu schaffen. Der Wirlinger Wald von morgen wird ein anderes Bild zeigen wie der Wirlinger Wald von heute.

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    news-2199 Sat, 21 Mar 2020 17:18:55 +0100 Winterbilanz für die bayerischen Staatswälder http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2199&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=89fd43c2902754d2ebc990aa0c173c79
  • Sturmschäden begrenzt, Bodenfeuchte wieder erholt / Für Überleben der Wälder Bodenfeuchte wichtiger als Temperaturen
  • Gute Chancen für rückläufige Borkenkäferentwicklung bei ausreichender Feuchtigkeit im Frühjahr und Sommer
  • Holzvorräte im bayerischen Staatswald haben durch Trockenheit und Schäden der letzten Jahre nicht gelitten / Professionelle Borkenkäferbekämpfung mit insgesamt fast 225.000 Suchstunden und 10,4 Mio. Euro Kosten dafür verantwortlich  
  • Regensburg, 21. März 2020 – Der Winter war in den bayerischen Wäldern von einer nasskalten Witterung und kräftigen Stürmen gekennzeichnet. Bei Sturm Sabine am 9./10. Februar sind die bayerischen Staatswälder an vielen Orten gerade noch mit einem blauen Auge davongekommen. Der Sturm und seine Folgen waren nicht vergleichbar mit Sturmereignissen wie Kyrill 2008 und Niklas 2015. „Wir haben insgesamt Glück gehabt“, so Martin Neumeyer, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten. Bei den Bayerischen Staatsforsten sind durch Sabine rund 600.000 Festmeter (fm) Sturmholz verteilt von Schwaben über Ober- bis Niederbayern angefallen. Davon sind rund 20 Prozent Bruchholz. Die Stämme werden jetzt sukzessive in unseren Wäldern aufgearbeitet. „Wir fangen die Folgen von Sabine in der planmäßigen Produktion und dem regulären Holzverkauf auf“, so Neumeyer weiter.

    Auch wenn ein klassischer Winter mit geschlossener Schneedecke weitgehend ausgefallen ist – das feuchtkalte Wetter im Winter 2019/2020 tat dem Wald gut. Der von zwei Rekordsommern ausgetrocknete Waldboden hat sich durch kräftige Niederschläge in den vergangenen Wochen erholt. Die Bodenfeuchte in den Wäldern im Oberboden bis 25 cm ist überall in Bayern wieder gegeben. Im Gesamtboden bis etwa 2 m verbesserte sich die Bodenfeuchte zumindest deutlich. Zum Frühlingsbeginn am 20. März ist nur noch in kleineren Teilen Niederbayerns und einzelnen Gebieten in Mittelfranken und der Oberpfalz eine kritische Bodenfeuchte zu verzeichnen.

    Es kommt jetzt alles auf die weitere Wetterentwicklung, insbesondere auf ausreichend Regen im Frühjahr und Sommer, an. Davon ist dann auch die Borkenkäferentwicklung abhängig. „Ausreichend Bodenfeuchte ist wichtiger als ein paar Grad wärmer oder kälter“, so der Staatsforsten-Chef. Die Wasserversorgung in den nächsten Wochen und Monaten sei essentiell für die Gesunderhaltung der Bäume. „Haben wir ausreichend Feuchtigkeit bis Sommer, dann haben wir nach den nasskalten Wintermonaten eine gute Chance, dass die Borkenkäferentwicklung in Bayern im Vergleich zu den Vorjahren nicht weiter ansteigt. Unsere Wälder hätten jetzt zur Erholung ein Jahr der Konsolidierung dringend nötig“, so Neumeyer weiter.

    Die Holzvorräte im bayerischen Staatswald haben durch die Trockenjahre nicht gelitten. „Wir haben im bayerischen Staatswald stabile bis steigende Vorräte. Verantwortlich dafür ist die konsequente, aber auch sehr personalintensive und kostenaufwendige Borkenkäferbekämpfung der Bayerischen Staatsforsten mit insgesamt fast 225.000 Suchstunden und 10,4 Mio. Euro Kosten allein im Kalenderjahr 2019“, sagt Staatsforsten-Chef Neumeyer und ergänzt: „Für uns gilt das Motto: Kein Quadratmeter Wald wird aufgegeben. Es wird jeder Borkenkäferschaden schnell aufgearbeitet“. Durch die Klimawald-Initiative von Ministerpräsident Söder werden die Bayerischen Staatsforsten zudem auf geschädigten Flächen 30 Millionen Bäume in den nächsten fünf Jahren nachpflanzen. „Demgegenüber müssen unsere Nachbarn in Tschechien, Hessen, Thüringen und Sachsen, aber auch waldreiche Länder wie Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen leider zum Teil erhebliche Vorratsverluste in ihren Wäldern hinnehmen“, so Neumeyer.

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    news-2198 Thu, 19 Mar 2020 16:12:58 +0100 Gefährliche Wanderung für Erdkröten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2198&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f40d363fe86ddb64fd0b2951a085bb59 Nach der lan­gen Kälteperiode des Winters sit­zen die Erdkröten und andere Amphibien wieder in den Startlöchern, um sich bei frühlingshaften Temperaturen auf den Weg zu ihren Laichgewässern zu machen. Am vergangenen Donnerstagnachmittag wurde daher der Krötenzaun am Hackschnitzelplatz nahe Premich an der ST 2267 wieder aufgebaut.

    Der BUND Naturschutz (BN) bekam auch heuer reichlich Unterstützung von den Bayerische Staatsforsten  - Forstbetrieb Bad Brückenau. Forstwirtschaftsmeister Egon Fuss und seine Azubis vom ersten bis dritten Lehrjahr bauten einen etwa 100 m langen Amphibienzaun auf. Außerdem wurden in regelmäßigen Abständen Fangeimer ebenerdig eingegraben.

    Ziel ist es, die Amphibien bei ihrer Laichwanderung an kritischen Stellen, wie z.B. Straßen, zu schützen. Beim Versuch das vermeintliche Hindernis zu umgehen, landen sie dann im Fangeimer. Die tägliche Kontrolle und Leerung der Eimer ist wichtig, bei starker Wanderaktivität sogar mehrmals am Tag.

    Die Tiere werden auf der gegenüberliegenden Straßenseite, nach der Zählung und Bestimmung von Art sowie Geschlecht, wieder frei gelassen.

    Im letzten Jahr wurden 1.058 Kröten in der Zuwanderung gezählt und leider auch 84 überfahren. Erdkröten sind die Ortstreuesten unter den Amphibien. Sie finden immer wieder den Weg zu dem Gewässer, in dem sie selbst ihre Eier und Larvenzeit erlebt haben.

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    news-2197 Wed, 18 Mar 2020 15:42:23 +0100 Wildschwein-Meldesystem ein großer Erfolg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2197&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=49501f8547512eb98f16cf99aca6512b 18. März 2020, Sulzschneid - Seit Mai 2017 ist das Meldesystem “Bürgerplattform Wildtiere in Bayern (WilTiB)“ im südlichen Landkreis Ostallgäu auf Initiative des Staatsjagdrevieres Sulzschneider Wald der Bayerischen Staatsforsten installiert worden. Alle Beteiligten, die einen Zugriff zum Meldesystem haben, können Wildschäden durch Wildschweine auf der Feldflur, auf Äckern und im Wald, Abschüsse und Beobachtungen von Schwarzwild zeitnah melden.

    „Der Arbeitskreis umfasst vierzig Jagdreviere im Ostallgäu sowie im Landkreis Weilheim-Schongau. Von den Gemeinden Lengenwang im Westen bis Burggen im Osten. Von Roßhaupten im Süden bis Marktoberdorf im Norden“, freut sich Berufsjäger Wolfgang Schweiger, der für die Bayerischen Staatsforsten die Plattform maßgeblich organisiert hat. Schweiger erklärt: „Als Melder sind Jäger, Jagdpächter, Landwirte, Jagdvorstände und Förster beteiligt. Die Meldungen werden in digitale Karten eingetragen und können zeitscharf von allen Beteiligten eingesehen werden. Dieses System dient der besseren Zusammenarbeit unter den Jagdrevieren und der Optimierung der Bejagung, was letztendlich zur Vermeidung und Minimierung der Wildschäden auf den Grünlandflächen und den Maisäckern führen soll und wird.“

    „Dem nicht berechenbaren und unsteten Auftreten der Wildschweinrotten ist nur durch eine zeitnahe und gezielte Information zwischen den Revieren und über Reviergrenzen hinweg zu begegnen. Auch in Bezug auf die in Osteuropa grassierende Afrikanische Schweinepest ist eine enge Zusammenarbeit unter den Revieren wünschenswert und notwendig“, zeigt sich Schweigers Chef, Forstbetriebsleiter Jann Oetting überzeugt. „Das funktioniert mit unseren Nachbarn sehr gut. Bedauerlicherweise gibt es aber auch einige Jagdreviere, die sich aus mir unerklärlichen Gründen an diesem Meldesystem nicht beteiligen.“  

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    news-2196 Wed, 18 Mar 2020 15:34:35 +0100 Wald- und Bodenschutz genießt im Staatswald oberste Priorität http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2196&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=112899899902f7f947b6ef09f13543ea Erschwerte Bedingungen bei der Waldbewirtschaftung aufgrund des Klimawandels

    16. März 2020, Hammelburg - Aufgrund des Klimawandels treffen dieses Frühjahr mehrere Faktoren gleichzeitig zusammen, die die Waldbesitzer vor große Herausforderungen stellen. Um sowohl dem Wald- als auch dem Bodenschutz im Zuge der gesetzlichen Vorgaben der vorbildlichen Waldbewirtschaftung im Staatswald nachzukommen, hat der Forstbetrieb Hammelburg der Bayerischen Staatsforsten eine Vielzahl an Vorgaben zum Maschineneinsatz im Wald festgelegt, welche einen günstigen Boden- und Wegezustand gewährleisten soll.

    Durch die frühlingshaften Temperaturen der nächsten Tage von über 15 Grad Celsius ist mit einem ungewöhnlich frühen Schwärmflug des Borkenkäfers und damit einhergehenden Waldschutzproblemen zu rechnen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Winterorkan Sabine vom 11.2.2020 mehrere Tausend Festmeter Borkenkäferbrutraum hinterlassen hat. Dieses Brutmaterial ist flächig und weit verstreut über den gesamten Forstbetriebsbereich von rd. 16.000 ha angefallen und muss nun aufwändig aufgearbeitet und möglichst schnell aus den Beständen heraustransportiert werden.

    Um den gesetzlichen Vorgaben der vorbildlichen Bewirtschaftung nachzukommen, stellte der Forstbetrieb Hammelburg in den letzten Wochen aufgrund des intensiven Regens die Befahrung der Staatswälder durch Forstmaschinen mehr oder weniger ein. Wegen der fehlenden Frostperioden konnten die regulär durchgeführten Laubholzeinschläge des Winters somit nicht vollständig gerückt werden.

    Um den Borkenkäfer bestmöglich in Schach zu halten und die Entwertung der Laubholzeinschläge zu minimieren müssen nun in kurzer Zeit große Holzmengen durch die Rückeunternehmer bewegt werden. Der Forstbetrieb hat deshalb die ausgesprochenen Beschränkungen gelockert und wird sie voraussichtlich in den nächsten Tagen weiter aufheben können.

    Um nach wie vor den größtmöglichen Bodenschutz unter den erschwerten, feuchten Bedingungen zu gewährleisten, gelten für den Einsatz von Harvestern und Rückezügen bestimmte Voraussetzungen. Die Befahrung erfolgt ausschließlich auf den markierten Rückegassen. Zunächst sind die am besten abgetrockneten Standorte zu bearbeiten. Weiter gilt, dass nur Forstmaschinen mit mindestens sechs oder mehr Reifen eingesetzt werden dürfen. Zudem darf die Reifenbreite 600 Millimeter nicht unterschreiten. Aufgrund der hohen Bodenfeuchte im Wald sind die Maschinenführer außerdem angewiesen sogenannte Bogiebänder einzusetzen. Sie verursachen für den Forstbetrieb Mehrkosten, gewährleisten aber durch die flächigere Verteilung des Maschinengewichts die größtmögliche Bodenschonung. Sollte es trotz aller Vorkehrungen zu substantiellen Beeinträchtigung des Waldbodens durch Forstmaschinen kommen, ist die Maßnahme umgehend einzustellen.

    Trotz dieser Maßnahmen wird es in den nächsten Wochen vor allem auf den Lkw-fahrbaren Forstwegen z.B. durch Verdrückungen und Schlamm zu zeitweisen Beeinträchtigungen für Waldbesucher kommen. Nach Abschluss der Rückung und Abfuhr des Holzes wird der ursprüngliche Wegezustand sobald wie möglich wiederhergestellt.

    Um sowohl dem Waldschutz als auch dem Bodenschutz im Zuge der gesetzlichen Vorgaben der vorbildlichen Waldbewirtschaftung im Staatswald nachzukommen, hat der Forstbetrieb Hammelburg der Bayerischen Staatsforsten eine Vielzahl an Vorgaben zum Maschineneinsatz im Wald festgelegt, die unter anderem auch den guten Boden- und Wegezustand gewährleisten sollen.    

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    news-2194 Wed, 18 Mar 2020 11:34:42 +0100 Werteichen der Bayerischen Staatsforsten so gefragt wie noch nie! http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2194&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d585fede5e0eec49fa4d0df4ab870d29 Neuer Rekord bei der „Eichensubmission Arnstein“!

    Die Eichen der Bayerischen Staatsforsten wurden auf der „Arnsteiner“Submission bei um 8% vergrößertem Angebot mit einem neuen Rekordpreis10% höher als im Vorjahr beboten.

    Am 17. März 2020 führten die Bayerischen Staatsforsten ihre traditionelle „Eichen und Buntlaubholz-Submission Arnstein“ dieser Saison durch. Auf vier Lagerplätzen in Unterfranken wurden 1.546 Lose (Vorjahr: 1.512) mit 2.239 Festmeter (fm) (Vorjahr: 2.101 fm) Laubwertholz aus den Wäldern der Bayerischen Staatsforstenangeboten. Das Angebot der 11 (9) beteiligten Forstbetriebe der BaySF bestand aus 2.199(2.032) fm Eiche und 40 (69) fm sonstigem Laubholz. An der Submission beteiligten sich insgesamt 29 (18) Firmen. Zwei Gebote wurden allerdings vor Beginn der Submission wegen den aktuell nicht abschätzbaren Auswirkungen der Corona-Krise wieder storniert. Neun Gebote kamen aus dem Ausland, davon fünf aus Frankreich. Stark vertreten war die bewährte Stammkundschaft aus der Furnierbranche, gefolgt von Fassholz-, Sägewerkskunden und Holzhändlern. Alle Bieter erzielten einen Zuschlag.

    Von den angebotenen 2.199 fm Eiche blieben lediglich 34 (177) fm (1,5%) ohne Gebot. Alle bebotenen Stämme wurden dem ersten Gebot zugeschlagen. Den Spitzenpreis der Submission erreichte wieder einmal ein hochklassiger Eichenstamm aus dem Wuchsgebiet Spessart (3,47 fm) des Forstbetriebs Rothenbuch mit 2.546.- Euro/fm bzw. 8.835 Euro für den kompletten Stamm. Das gesamte Eichenwertholz erlöste im Durchschnitt 707 (643) €/fm und liegt damit 10% über dem Durchschnittspreis des Vorjahres. Die einzelnen Stärkeklassen erbrachten bei der Eiche folgende Erlöse:Siehe Grafik 1.

    Bei den nur in geringen Mengen angebotenen Bunthölzern konnten folgende Durchschnittspreise in €/fm erzielt werden (Vorjahreswerte in Klammern): Siehe Grafik 2.

    Die Verkäuferseite ist mit dem Ergebnis der Submission äußerst zufrieden und bedankt sich bei allen Kunden für ihr Interesse und die abgegebenen Gebote.

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    news-2193 Wed, 18 Mar 2020 08:59:35 +0100 ASP: Kaniber verstärkt Prävention - Staatsforsten melden Rekordstrecke im Staatswald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2193&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c090272ce0053ecb31024464f42a3ce5 Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

    18. März 2020, München - Angesichts der aus Osteuropa herannahenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) baut Forstministerin Michaela Kaniber die jagdlichen Präventivmaßnahmen in Bayern aus. "Diese für Menschen ungefährliche Tierseuche ist von Deutschland nur noch wenige Kilometer entfernt. Deshalb ist vorbeugender Schutz wichtiger denn je. Mit dem neuen Maßnahmenpaket gebe ich den bayerischen Jägerinnen und Jägern noch effizientere Mittel zur Bejagung der Wildschweinbestände an die Hand", sagte die Ministerin. Vom Schwarzwild geht ein hohes Risiko aus, denn es ist Hauptüberträger dieser Tierkrankheit. Deshalb sei in Bayern die Reduktion der stetig steigenden Wildschweinpopulation ein unverzichtbares Gebot. Laut Kaniber hätte ein Ausbruch der Seuche schwerwiegende Folgen für das Tierwohl und die Landwirtschaft.

    Vor allem der Einsatz von Nachtsichttechnik und die Fangjagd sind für die Jäger nun deutlich unbürokratischer möglich. Der Ministerin zufolge lässt sich mit damit mehr Sicherheit und Tierschutz bei der Jagd auf Sauen erreichen. Darüber hinaus sei die intensive Zusammenarbeit von Jägern, Grundeigentümern und Förstern elementarer Bestandteil des Maßnahmenpakets. So sollen erfolgreiche Ansätze wie revierübergreifende Bewegungsjagden oder die Anlage von Bejagungsschneisen nun noch häufiger verfolgt werden. Zur Unterstützung der Beteiligten wird das Wildtierportal Bayern im Internet fortlaufend zur Schwarzwild-Thematik aktualisiert und dient damit als umfassende Informationsplattform.

    In den staatlichen Wäldern kommen die Bayerischen Staatsforsten ihrem Auftrag zur Reduzierung des Schwarzwilds erfolgreich nach. Nach Angaben Kanibers sind dort in der noch bis Ende März laufenden Jagdsaison 2019/2020 bereits rund 14.800 Wildschweine erlegt worden. Die Rekordstrecke aus der Jagdsaison 2017/2018 ist damit bereits übertroffen worden. Die Strecken in den nicht-staatlichen Wäldern werden erst nach Ende des Jagdjahres (31. März) ermittelt.

    Weitere Informationen zu Wildschweinen, dem neuen Maßnahmenpaket und der ASP in Bayern gibt es online im Wildtierportal Bayern.

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    news-2192 Mon, 16 Mar 2020 15:52:57 +0100 Sicherheit an erster Stelle: Baumfällungen im Steinachtal http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2192&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ae56a7b7599a620954a494382ef5ad27 Im Steinachtal bei Stadtsteinach muss der Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten zur Zeit abgestorbene sowie kranke Fichten, Buchen und Eschen fällen lassen. Trockenheit, Borkenkäfer und Pilzbefall haben diese Bäume so stark geschädigt, dass herabfallende dürre Äste oder abgestorbene Bäume Wanderer sowie Rad- und Autofahrer auf der Gemeindeverbindungsstraße im Steinachtal gefährden könnten. Die Straße muss deshalb zeitweise gesperrt werden. Der Erholungsverkehr ist durch die Arbeiten nur eingeschränkt möglich.

    16. März 2020, Stadtsteinach/Nordhalben - Die Wälder im Bereich von Stadtsteinach haben in den vergangenen beiden Jahren besonders unter der Trockenheit und dem Befall durch Borkenkäfer gelitten. Von dieser Entwicklung ist auch das idyllische Steinachtal bei Stadtsteinach nicht verschont geblieben. Auf beiden Seiten dieses Tals gibt es durch die Trockenheit und durch Borkenkäferbefall abgestorbene Fichten sowie Buchen, deren Baumkronen z.T. dürre Äste aufweisen. Eine zusätzliche Gefahr stellen Eschen dar, die durch das Eschentriebsterben stark geschädigt wurden oder schon abgestorben sind.

    "Die Schäden an unseren Waldbäumen stellen v.a. im Steinachtal eine große Herausforderung für uns dar" betont Forstbetriebsleiter Fritz Maier. "Wir müssen die Sicherheit entlang der Gemeindeverbindungsstraße ebenso berücksichtigen wie die Naturschutzanliegen im europäischen Flora-Fauna-Habitat Schutzgebiet Steinachtal und im Naturwaldreservat Kühberg". Es werden Fichten, Eschen und Buchen gefällt, die eine Gefahr für die Nutzer der Straße darstellen könnten. "Wegen der dürren Baumkronen an den Laubbäumen wird die Fällung überwiegend mit Harvester durchgeführt, damit die Arbeitssicherheit für unsere Waldarbeiter gewährleistet werden kann und sie nicht durch herabfallende Dürräste gefährdet werden " so Betriebsleiter Fritz Maier.

    "Im Flora-Fauna-Habitat Schutzgebiet Steinachtal sind naturnahe Abläufe besonders wichtig. Wir werden deshalb einige Laubbäume nicht komplett fällen, sondern Baumstümpfe stehen lassen, die in Zukunft als Lebensraum für Spechte, Pilze und Käfer zur Verfügung stehen. Außerdem wird ein Teil der gefällten Stämme und Äste als liegendes Totholz einen Beitrag zum Naturschutz im Steinachtal leisten", erläutert Forstbetriebsleiter Fritz Maier.

    Nach Abschluss der notwendigen Fällungsmaßnahmen werden die Steinachtalstraße und die Wanderwege wieder instandgesetzt.

    Der Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten bittet die Besucher und Anwohner des Steinachtals um Verständnis für die notwendigen Maßnahmen.

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    news-2191 Mon, 16 Mar 2020 08:34:46 +0100 „Viele Hände – Schnelles Ende“: Aufräumarbeiten im Wald sind im vollem Gang http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2191&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1e24cce147edb0d40b593df5f4c497fe Nach dem Sturm Sabine und der Borkenkäferkalamität des letzten Sommers läuft die Aufarbeitung der Schadholzmengen in den Wäldern der Bayerischen Staatsforsten im Passauer Umfeld bereits auf Hochtouren.

    16. März 2020, Neureichenau/Passau -  Seit 2 Wochen geht es früh morgens für über 40 Forstwirte der Bayerischen Staatsforsten raus in die Staatswälder rund um Passau. Die von den Stürmen geworfenen Bäume und die Reste der Käferbäume des letzten Jahres müssen gesucht, markiert und in der App „ZE Insekt“ erfasst werden. Parallel dazu startet die Aufarbeitung der geschädigten Hölzer, um besonders die für den Borkenkäfer anfälligen Fichten so schnell wie möglich aus dem Wald und in die Sägewerke zu bringen bevor der erste große Schwärmflug der Käfer einsetzt. „Wir sind von den Stürmen dieses Jahr zwar mit einem blauen Auge davongekommen, aber der übers ganze Revier stark verstreute Windwurf macht uns diese Aufgabe nicht leicht – wir müssen also Gas geben um rechtzeitig fertig zu sein“, so Korbinian Häuslschmid, der stellvertretende Betriebsleiter des Forstbetriebes Neureichenau.  

    Deshalb kommt auch aus anderen Forstbetrieben der Bayerischen Staatsforsten Unterstützung: Die Forstwirt-Azubis aus Ruhpolding und eine Mannschaft aus dem Forstbetrieb Flössenbürg helfen seit 14 Tagen mit, die geschädigten Bäume zu finden und für die Aufarbeitung zu erfassen. Diese betriebsübergreifende Hilfe zeigt bereits nach wenigen Tagen Wirkung „Dank der Unterstützung und dem hoch engagierten Einsatz unserer eigenen Mannschaft werden wir bereits nächste Woche die Reviere komplett flächig durchsucht haben. Derzeit arbeiten schon 8 Unternehmer das Holz auf, nächste Woche kommen nochmal 5 weitere dazu. Wir sind also auf einem guten Weg“ resümiert Korbinian Häuslschmid. Den Azubis aus Ruhpolding hat es im fernen Niederbayern jedenfalls gut gefallen: „Wir wurden vom Forstbetrieb toll aufgenommen. Der Einsatz war gut vorbereitet und die Unterkunft und die Verpflegung waren Spitze. Wenn wieder Not am Mann ist, kommen wir gerne wieder.“

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    news-2188 Thu, 12 Mar 2020 10:47:57 +0100 Bäume pflanzen gegen den Klimawandel http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2188&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=459ddb5bf04c7496c70a01cc3c851969  Rund 25 Erwachsene und 15 Kinder haben am vergangen Samstag im Staatswald nahe dem Wanderparkplatz Echterspfahl den Wald der Zukunft gepflanzt.

    12. März 2020, Rothenbuch - Auf Einladung des Forstbetriebes Rothenbuch konnte der Spessartbund mehr als zwei Duzend Freiwillige gewinnen, die in einer Gemeinschaftsaktion zwischen Forstbetrieb und Bevölkerung dem Klimawandel und seinen Auswirkungen tatkräftig entgegenwirkten. Unter dem Motto, “Wir schaffen den Klimawald“, durfte Groß und Klein klimatolerante Baumarten pflanzen. Die zu bearbeitende Fläche wurde im vergangen Trockensommer vom Fichtenborkenkäfer kahlgefressen. Das geschädigte Holz wurde vom Forstbetrieb geerntet und verkauft. Was nun übrig blieb war knapp ein Hektar unverjüngter Waldboden. „Es gilt neue Waldbestände zu begründen die den zunehmenden Klimaveränderungen stand halten“, so Forstbetriebsleiter Florian Vogel, der mit 5 Mann des Forstbetriebes Rothenbuch die Pflanzung organisierte!

    Hoch motiviert schritten die freiwilligen Helfer zur Tat. Ausgerüstet mit Spaten und anderem Pflanzgerät mussten ca. 2.000 Pflanzlöcher ausgehoben werden, um sorgfältig die Bäumchen der Zukunft einzusetzen. Zur Auswahl standen Vogelkirsche, Flatterulme, Baumhasel, Spitzahorn und natürlich die Traubeneiche. „All diese Baumarten zeigen hohe Klimatoleranz und werden die zu erwartenden Wetterextreme, mit der die Klimaveränderung einhergeht, besser überstehen, als die nun deutschlandweit ausfallende Fichte!“, erklärte Vogel. Nach einer kräftigenden Gulaschsuppe und Kaffee und Kuchen zu Mittag, fand nach knapp 6 Stunden eifrigen Pflanzens die Aktion ein erfolgreiches Ende. Alle Bäumchen waren im Boden und Groß und Klein konnten mit einigem Stolz auf das Geschaffene blicken.

    Voller Anerkennung resümierte Heike Buberl-Zimmermann, Geschäftsführerin des Spessartbundes: „Für unsere Mitglieder war das eine klasse Sache! Nicht nur dass wir hier etwas für die Zukunft unsers Spessarts geschaffen haben, auch unser Gemeinschaftsgefühl wird durch Aktionen wie diese gestärkt!“.  

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    news-2187 Thu, 12 Mar 2020 07:54:54 +0100 TV-Tipp: "Eine Försterin bekämpft den Windwurf" http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2187&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7294c37460dbe35e46f9fd087d8fe3e7 12. März 2020, Regensburg - Wind und Wetter haben in den bayerischen Staatswäldern Schadflächen hinterlassen. Zu diesem Thema hat der Bayerische Rundfunk unsere Försterin Christina Bösl in ihrem neuen Revier am Forstbetrieb Flossenbürg mit der Kamera begleitet. Den entstanden Fernsehbeitrag finden Sie nun in der Mediathek des Bayerischen Rundfunk (bis 07. März 2021).

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    news-2186 Thu, 12 Mar 2020 07:34:26 +0100 Revierleiter Josef Rieken geht in den Ruhestand http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2186&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=dc0f608e7f853b358b50854a9968c5a8 Vierzig Jahre lang arbeitete er erfolgreich am klimastabilen Mischwald

    12. März 2020, Bad Neustadt - Ursprünglich stammt Josef Rieken aus dem Emsland im hohen Norden. Und wenn man sich mit ihm unterhält, hört man das auch heute noch. Die meiste Zeit seines bisherigen Lebens hat er aber im Raum Bad Neustadt verbracht und sich dabei mit Herzblut um die dortigen Staatswälder gekümmert. Bereits 1980 übernahm er das damalige Forstrevier Lebenhan – in heutiger Ausformung das Revier Bad Neustadt. Was heute in aller Munde ist – der rasche Waldumbau zu klimastabilen Mischwäldern – das hat er damals schon vor vierzig Jahren konsequent angepackt. Allein von 1980 bis 1990 hat er zusammen mit seinen Forstwirten Nadelholzbestände in der Größe von 140 Fußballfeldern in Mischwälder umgebaut.

    Nachdem er so lange in der Region tätig war, konnte er wie kaum ein anderer nachhaltig daran arbeiten, die Wälder fit für den Klimawandel zu machen. Im Rahmen seiner naturnahen Waldbewirtschaftung lagen ihm dabei Edellaubhölzer und vor allem die Eiche immer am Herzen. Auf großer Fläche gelang es ihm, die klimatolerante Eiche in der nachfolgenden Waldgeneration einzubringen.

    Solch ein anspruchsvoller Waldbau kann nur im Zusammenspiel mit einer professionellen Jagd gelingen. Und auch hier hat Josef Rieken beeindruckendes vorzuweisen. Er ist nicht nur seit 30 Jahren Mitglied im Jägerprüfungsausschuss von Unterfranken und langjähriges Mitglied im Jagdbeirat. Insbesondere im Jagdhundewesen ist er äußerst engagiert. Er ist Bundesvorsitzender des Deutschen Brackenvereins, Mitglied im Präsidium des Jagdgebrauchshundeverbandes und langjähriger Hundeprüfer. Und viele weitere Fähigkeiten waren in Riekens langer Tätigkeit gefragt. So hat er zahlreiche Feuchtbiotope und Wildäsungsflächen anlegen lassen. Darüber hinaus hat er die Sanierung des historischen Schweinberghauses und den Neubau der Kieshügelhütte und des Betriebsgebäudes in Bad Neustadt begleitet. Zeitweise war er als Stellvertreter des Betriebsleiters tätig.

    Sein Wissen hat er nie für sich behalten, sondern immer gerne geteilt. Wohl kaum einer in Bayern hat mehr Praktikanten und angehende Revierförster ausgebildet als Josef Rieken. So ist es auch kein Wunder, dass sein Nachfolger, Sebastian Fohl auch von ihm ausgebildet wurde. Der dreiunddreißigjährige stammt aus Rheinland-Pfalz und hat in Erfurt Forstwirtschaft studiert. Seine sogenannte Anwärterzeit hat er im Revier Bad Neustadt bei Rieken absolviert.

    Mit Josef Rieken geht ein echter Waldläufer in den Ruhestand. Er hat aber keine Angst, dass es ihm im langweilig werden wird. So wird er weiter im Jagdhundewesen tätig sein und auch den Forstbetrieb weiter bei Bedarf mit Rat und Tat unterstützen. Darüber hinaus hat er auch ausreichend nicht-forstliche Hobbies und ist in der Kommunalpolitik sehr aktiv.

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    news-2184 Tue, 10 Mar 2020 16:00:00 +0100 Forstbetrieb Bad Königshofen unter neuer Leitung http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2184&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8a79200c6ff7b73cfeb030ea2e239bf8 Heiko Stölzner folgt auf Dr. Sebastian Höllerl

    10. März 2020, Bad Königshofen - Der bisherige Leiter des Forstbetriebs Bad Königshofen, Dr. Sebastian Höllerl, hat die Leitung des Forstbetriebs abgegeben und wechselt an die Unternehmenszentrale nach Regensburg. Sein Nachfolger heißt Heiko Stölzner. Der gebürtige Thüringer war bis Anfang des Jahres als stellvertretender Forstbetriebsleiter in Nürnberg tätig.

    Die Amtsgeschäfte hat Stölzner bereits im Januar übernommen. Im Rahmen einer kleinen Feier wurde er nun offiziell begrüßt und sein Vorgänger verabschiedet. Der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, ging in seiner Rede auch auf die aktuellen Rahmenbedingungen ein: „Wir durchleben in der ganzen Forstbranche gerade sehr schwierige Zeiten. Der Klimawandel ist eine Herausforderung, für die wir gut ausgebildete Fachleute brauchen.“ Mit Heiko Stölzner, so Neumeyer weiter, habe man den bestmöglichen Nachfolger für Dr. Höllerl gefunden. „Sie sind der richtige Mann am richtigen Ort“. Gleichzeitig dankte Neumeyer dem Vorgänger Dr. Höllerl für die hervorragende Arbeit, die er am Forstbetrieb Bad Königshofen geleistet hat. Höllerl wird den Staatsforsten als Teilbereichsleiter Waldbau in der Zentrale in Regensburg erhalten bleiben und seine „Arbeit zum Wohle des Waldes fortsetzen“, so Neumeyer.

    Für Stölzner geht nach eigenen Worten ein Traum in Erfüllung. „Als Förster wünscht man sich einen so baumartenreichen Betrieb wie Bad Königshofen.“ Das sei eine recht gute Ausgangsbasis für die Anpassung der Wälder an den Klimawandel. Trotzdem bleibe viel zu tun. „Die letzten beiden Jahre haben gezeigt, dass der Klimawandel wohl schneller und heftiger kommt als gedacht. Wir müssen die Ärmel hochkrempeln und alles tun, um den Wald daran anzupassen.“ Mit einem tatkräftigen Team an seiner Seite sei ihm davor aber nicht bange: „Wir schaffen das!“ Stölzner dankte zudem seinem Vorgänger Dr. Höllerl für die gute Arbeit in den beiden vergangenen Jahren: „Ich bin hier sehr freundlich aufgenommen worden und habe einen Betrieb vorgefunden, der dank meines Vorgängers sehr gut aufgestellt ist. Diese Arbeit will ich fortführen“.

    Für Dr. Sebastian Höllerl gingen im Januar wie geplant zwei Jahre als Forstbetriebsleiter zu Ende. Höllerl war bis Anfang 2018 stellvertretender Referatsleiter am Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Der gebürtige Unterfranke und Sohn eines Forstoberrats wurde dann für zwei Jahre nach Bad Königshofen abgeordnet. Nach seinem Wechsel in die Unternehmenszentrale der Staatsforsten in Regensburg wird Höllerl den Umbau des Staatswaldes in ganz Bayern vorantreiben.  

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    news-2185 Tue, 10 Mar 2020 09:55:16 +0100 Naturwaldreservat Gerhartstein bei den Bayerischen Saalforsten etabliert http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2185&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e488e2cf8936c7506acd1885ded2d6f5 10. März 2020, St. Martin b. Lofer - Die Bayerischen Saalforste haben das Waldgebiet „Gerhartstein“ mit 317,81 Hektar neu als Naturwaldreservat ausgewiesen und verstärken damit ihre naturschutzfachliche Arbeit in der Region. Eine Vereinbarung mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus, regelt die wissenschaftliche Betreuung und Dokumentation.

    Neben dem Naturwaldreservat Mitterkaser am Dießbach wird nun ein zweites großes Naturwaldreservat im nördlichen Gemeindegebiet Weissbach bei Lofer durch den Forstbetrieb St. Martin etabliert. Ziele im Naturwaldreservat Gerhartstein sind die natürliche Dynamik der Waldgesellschaften zuzulassen, diese zu beobachten und langfristig zu dokumentieren. Hieraus sollen auch Strategien für den naturnahen Waldbau und zur Erhaltung oder Erhöhung der Biodiversität in bewirtschafteten Wäldern abgeleitet werden.

    Forstbetriebsleiter Thomas Zanker bietet am 20. Juni 2020 für den Alpenverein Lofer und Waldinteressierte eine mehrstündige Wanderung durch die Waldflächen des Naturwaldreservates an (Treffpunkt 7.30 h am Forstbetrieb in St. Martin) und freut sich über die neue Schutzgebietsausweisung: „Die Waldflächen am Gerhartstein sind bereits jetzt ein Kleinod, in dem eindrucksvolle naturnahe Fichten-Lärchenhochwälder mit ihren seltenen Pflanzen- und Tierarten vorkommen. Mit dem Nutzungsverzicht auf dem über 300 Hektar großen Plateau in rund 1500 m über Seehöhe unterstreichen wir unsere anerkannte forstbetriebliche Naturschutzarbeit.“ Kernaufgabe des Forstbetriebs ist die naturnahe Waldbewirtschaftung, die unter Integration von Naturschutzanliegen passiert. Beiliegende Übersicht zeigt eindrucksvoll, dass große Teile des Forstbetriebs naturschutzfachlich bedeutsam sind und auch diversen Schutzkategorien unterliegt:

    Gebiete in den Saalforsten (Gesamtfläche des Forstbetriebs 18.500 Hektar) mit gesetzlichem Schutzstatus – zum Teil überlappen sich die Flächen: 

    Schutzzgebietskategorie

    ha

    Naturparke (NP)

    2172,4

    FFH-Gebiete

    2316,1

    Reine SPA-Gebiete

    76,9

    SPA-Gebiete, zugleich Wild-Europaschutzgebiete

    935,2

    Naturschutzgebiete (NSG)

    2486,1

    Landschaftsschutzgebiete (LSG)

    2809,5

    Flächige Naturdenkmale

    427,4

    Geschützte Landschaftsteile

    4,1

    Sa.

    11227,7

     

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    news-2182 Mon, 09 Mar 2020 12:59:43 +0100 Waldpflege im Bereich der Gemeinde Weiherhammer http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2182&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4abae3fc9146aeba990ac22902cdbf94 Bayerische Staatsforsten fördern den nachwachsenden Wald; Zugang zum Naherholungsbereich des Siedlungsgebiets Weiherhammer eingeschränkt weiter möglich, bitte Wegesperrungen beachten

    09. März 2020, Schnaittenbach – Die Vorbereitungen für die heute beginnende Waldpflege im so genannten Dürren Schlag laufen schon länger und sind deutlich sichtbar: Rote und weiße Striche an den Bäumen zeigen an wie die Bayerischen Staatsforsten den Wald im Bereich der Gemeinde Weihammer – westlich an das Wohngebiet „Bildbaum“ anschließend – pflegen werden. Förster nennen das eine Durchforstung. Konkret bedeutet das, dass die rot markierten Bäume entnommen werden, zudem werden vom Borkenkäfer geschädigte und abgestorbene Bäume gefällt und Verkehrssicherungsmaßnahmen durchgeführt. In dem von der der Staatsstraße 2166, der NEW 21 und der Gemeindeverbindungsstraße in Richtung Röthenbach umfassten Wald kommt dafür ein sogenannter Harvester zum Einsatz. Diese Forstmaschinen entnehmen die Bäume für den verbleibenden Wald sehr schonend und bewegen sich nur auf so genannten Rückegassen, die mit weißen Strichen markiert sind. So wird sichergestellt, dass weit über 80% des Waldbodens nicht befahren wird.

    Aus Sicherheitsgründen müssen während der laufenden Arbeiten zeitweise Waldwege und auch beliebte Erdwege und Trampelpfade gesperrt werden. Die Bayerischen Staatsforsten möchten aber auch während der Waldpflege sicherstellen, dass der Wald zur Naherholung genutzt werden kann. Es werden daher nicht alle Wege für die komplette Einsatzdauer gesperrt, sondern nur die jeweils betroffenen Teilbereiche. Um die Dauer der Maßnahme und damit deren Auswirkungen auf die Erholung zu verkürzen laufen die Arbeiten zudem im Schichtbetrieb, beginnen also immer schon in den Morgenstunden und können bis in den späten Abend hinein andauern. Daher ist es ganz wichtig, zu jeder Tageszeit die Absperrungen zur eigenen Sicherheit einzuhalten.

    Forstliche Arbeiten in Siedlungsnähe stellen immer eine gewisse Herausforderung für alle beteiligten dar. Der Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten bittet daher eindringlich darum, die Wegesperrungen zur eigenen Sicherheit unbedingt zu beachten! Bitte auch nicht auf Schleichwegen durch den Wald zu den Maschinen gehen und auch nicht das gestapelte Holz so genannte Holzpolter begehen oder hinaufklettern.

    Es lässt sich nicht ausschließen, dass der Einsatz der Forstmaschinen und Holz-LKWs die Wege beeinträchtigt werden. Die Schäden werden aber nach Abschluss der Waldpflegearbeiten und der Holzabfuhr wieder in den ursprünglichen Zustand gebracht.

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    news-2181 Thu, 05 Mar 2020 13:38:56 +0100 Großes Interesse an Premium-Hölzern http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2181&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=369941a15c3997f366278950306d1d12 05. März 2020, Kaisheim - Bei der inzwischen 25. Wertholzsubmission in Bopfingen wurden die schönsten Stämme verschiedenster Baumarten aus bayerischen und baden-württembergischen Wäldern versteigert. Auch der Forstbetrieb Kaisheim der Bayerischen Staatsforsten hat seine wertvollsten Stämme zur Auktion gebracht und war mit dem Ergebnis zufrieden. Vor allem Eichenholz ist weiterhin sehr gefragt.

    Wie bei einer Kunstauktion, bei der die schönsten und besten Werke unter den Hammer kommen, werden bei einer Wertholzsubmission die edelsten Stämme versteigert, sozusagen die Crème de la Crème der Hölzer. Joachim Schmäing, Revierleiter im Forstrevier Finningen des Kaisheimer Forstbetriebs, hat bereits im November damit begonnen besonders schöne Eichen für diese Submission auszusuchen. "Es ist jedes Jahr wieder etwas Besonderes für mich, solche Stämme auszuwählen. Da sieht man die Früchte seiner Arbeit und die der zahlreichen Förstergenerationen davor."

    Grundlage dieser Eichenbestände ist eine bereits lange andauernde Tradition der konsequenten Eichenpflege in Schwaben. Auf manchen Flächen, währt diese vermutlich bereits seit circa 6.000 Jahren. Um diese Tradition fortzuführen und die für den Klimawandel besonders gut geeignete Baumart weiter zu fördern, müssen Eichenbestände aktiv verjüngt werden. Dafür wurden im Forstrevier Finningen in den letzten Monaten einige Eichen geerntet. Denn laut Joachim Schmäing ist durch die üppige Eichelmast im letzten Jahr der Waldboden mit so zahlreichen jungen Eichen übersät wie lange nicht mehr. Doch ohne Licht keine Eichen, da diese Baumart vor allem in der Jugend besonders lichtbedürftig ist und bei zu langer Beschattung von anderen Baumarten wie der Buche verdrängt wird. Indem die Alteichen geerntet werden, bekommt die Baumjugend nun das nötige Licht, um eine neue klimastabile Baumgeneration zu bilden.

    Unter dem vom Forstbetrieb Kaisheim angebotenen Submissionsholz waren neben Eichen auch mehrere Eschen und Lärchen. Doch mit durchschnittlich 640 € pro Festmeter war die Eiche auch dieses Jahr wieder das Zugpferd für den Forstbetrieb. Die angebotenen Stämme wurden von zahlreichen Kunden beboten und gehen jetzt beispielsweise zur Eichenfassherstellung nach Frankreich oder werden in Deutschland zu hochwertigen Furnieren oder Tischlerplatten verarbeitet. "Wir freuen uns, dass die Kaisheimer Hölzer eine hochwertige Verwendung finden und als Möbel oder Weinfässer noch lange Zeit vielen Leuten Freude bereiten werden" so Georg Dischner, Holzvertriebsleiter in Kaisheim.

    Und da das Holz nicht nur ein besonders beliebter, sondern auch nachwachsender Rohstoff ist, können die Förster ihre schönsten Stämme auch nächstes Jahr wieder zur Versteigerung nach Bopfingen bringen. Es wird nämlich immer nur so viel geerntet, wie auch nachhaltig wieder nachwächst.

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    news-2180 Thu, 05 Mar 2020 13:25:00 +0100 Neues Forschungsprojekt zur Wildkatze http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2180&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f9b1f0ce758168f8d0342060d3dd4037 05. März 2020, München – Die Europäische Wildkatze erobert Bayerns Wälder schon seit einigen Jahren langsam wieder zurück. In einem Forschungsprojekt soll nun die Lebensraumnutzung des scheuen Tiers noch genauer erforscht werden. Das hat Forstministerin Michaela Kaniber mitgeteilt. „Es erfüllt mich mit Stolz, dass die Wildkatze wieder vermehrt in Bayern vorkommt, denn mit dem Schutz dieser seltenen Tierart wird auch ein Teil unserer bayerischen Heimat erhalten! Wir möchten nun herausfinden, ob die Wildkatze nicht nur den Wald, sondern auch das Offenland als Lebensraum nutzt“, sagte Kaniber in München. Das Projekt läuft in den Landkreisen Rhön-Grabfeld, Haßberge und Schweinfurt. Es wird vom Forstministerium mit rund 18.000 Euro gefördert. Die Ergebnisse aus diesem Modellgebiet sollen auf die Gesamtfläche Bayerns übertragen werden. Ergebnisse des Forschungsprojekts werden bis Ende des Jahres erwartet.

    Zurzeit leben schätzungsweise wieder 700 Wildkatzen in Bayern, Tendenz steigend. Die Ministerin betonte, dass dies auch ein Verdienst der verantwortungsvollen Arbeit von Waldbesitzern und Förstern sei, die wertvolle Lebens- und Rückzugsräume für seltene und scheue Tierarten schaffen. Um von einem Waldgebiet ins nächste zu wandern, nutzen Wildkatzen auch das strukturreiche Offenland. Ob sie auch außerhalb des Waldes leben können, soll nun mithilfe eines bereits in Waldgebieten erfolgreich eingesetzten „Lockstock-Monitorings“ erforscht werden. Dabei werden Wildkatzen durch eine Baldrianessenz während ihrer Paarungszeit im Frühjahr angelockt. An speziell präparierten Stöcken reiben sich die Katzen und hinterlassen dort ihre Haare. Diese werden im Genlabor des Bayerischen Amts für Waldgenetik untersucht und können einzelnen Individuen zugeordnet werden. Weitere Informationen zur Wildkatze in Bayern gibt es online im Wildtierportal Bayern www.wildkatze.bayern.de.

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    news-2179 Thu, 05 Mar 2020 09:10:12 +0100 Luchsmanagement in Bayern http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2179&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=27b813581ebe1cb9d0e4b91fab460c3b Bestandszahlen für 2019 zeigen leichte Zunahme

    02. März 2020, Augsburg - Für das Monitoringjahr von Mai 2018 bis April 2019 wurden in Bayern 60 selbständige Luchse sowie 26 Jungtiere nachgewiesen. Ein Großteil dieser Tiere ist grenzüberschreitend im Dreiländereck Deutschland/Tschechien/Österreich unterwegs. Überwiegend in Bayern leben davon 49 Luchse einschließlich 17 Jungtiere. Ein wichtiger Gradmesser für den Zustand der Population sind die Weibchen mit Nachwuchs: Das sind im zurückliegenden Monitoringjahr elf Weibchen und somit gut ein Drittel der festgestellten selbständigen Luchse. Nach vielen Jahren der Stagnation ist eine leichte Zunahme und Ausbreitung des Bestandes erkennbar.

    Das Luchsvorkommen in Ostbayern ist eine von drei Populationen deutschlandweit. Trotz der leicht positiven Entwicklung bleiben Luchse stark gefährdet. Als Risikofaktoren sind auch illegale Nachstellungen und Wildunfälle im Straßenverkehr zu nennen.

    Um ein Gesamtbild der Verbreitung über die Ländergrenzen hinweg zu erhalten, starteten Deutschland, Tschechien und Österreich 2017 das Projekt 3Lynx innerhalb des EU-Förderprogramms Interreg Central-Europe mit elf Projektpartnern. Ein Monitoringsystem mit Wildkameras wurde auf einer Fläche von 13.000 km² aufgebaut. Um Doppelzählungen zu verhindern und Wanderungen grenzüberschreitend zu erfassen, werden die gewonnenen Daten von Wissenschaftlern aller Projektpartner gemeinsam ausgewertet. lm ersten Beobachtungsjahr (Mai 2017 bis April 2018) wurden zwischen Regensburg, Linz, Freistadt, Budweis, Pilsen und Bayreuth insgesamt 107 Luchse gezählt, darunter 32 Luchsweibchen mit 62 Jungtieren.

    Für ein effektives Luchsmanagement sind Abstimmungen über die Staatsgrenzen hinweg notwendig. Eine länderübergreifende Schutzstrategie soll dazu beitragen, die Lebensraumsituation für die Tiere zu verbessern und illegale Nachstellungen weiter zu reduzieren.

    Weitere Informationen finden Sie beim Bayerischen Landesamt für Umwelt und bei Interreg Central Europe.

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    news-2178 Thu, 05 Mar 2020 07:36:25 +0100 Wälder und Holz für die Zukunft http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2178&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ac57caab2ce6a557b6cfe3b4c88e9b20 Podiumsdiskussion in Kronach

    04. März 2020, Kronach/Nordhalben - Das Klimabündnis Kronach, der Lions Club Kronach und der Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten veranstalteten Ende Februar in der ehemaligen Synagoge in Kronach eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema „Wälder und Holz für die Zukunft im Frankenwald“. Dr. Michael Schmidt vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kulmbach entführte einleitend die Teilnehmer in der voll besetzten Synagoge auf eine virtuelle Reise des Frankenwaldes und seiner Bäume in das Jahr 2100. Mit diesem Ausblick wurden Risiken, Möglichkeiten und Chancen für den Frankenwald und die Region diskutiert.

    Der Frankenwald mit seinem außergewöhnlich hohen Fichtenanteil leidet besonders unter der Trockenheit der letzten Jahre und den ständig steigenden Temperaturen. Staats-, Privat- und Kommunalwald sind gleichermaßen betroffen und müssen sich auf eine deutliche Änderung der Waldzusammensetzung einstellen. Diese Situation und die Klimaprognosen nahm das Klimabündnis Kronach zum Anlass, um zusammen mit dem Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten und dem Lions Club Kronach die Bevölkerung zu informieren.

    Wie der Frankenwald im Jahre 2100 aussehen könnte und was die Politiker, Unternehmer, Waldbesitzer und Bürger in dieser Region an Gegenmaßnahmen und Anpassungs-strategien anwenden können, wurde von Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Holzindustrie, der privaten Waldbesitzer, der Bayerischen Forstverwaltung und des Vereins „Unser Frankenwald“ auf dem Podium und mit rd. 80 interessierten Zuhören diskutiert.

    Dr. Michael Schmidt, Behördenleiter am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kulmbach, nahm in einem Impulsvortrag alle Zuhörer mit auf eine Reise in die Zukunft. An Hand aktuellster Prognosen für das Klima und Waldentwicklung im Frankenwald zeigte er auf, dass wir uns schon heute mit dem Frankenwald in einem Waldklima wie im Jahr 2000 in Würzburg befinden. Im Jahr 2100 wären wir mit dem Wald dort angekommen, wo heute Südfrankreich klimatisch und waldökologisch bereits ist.

    „Die Fichte alleine hat im Frankenwald keine Zukunft, in jedem Wald sollten mindestens vier verschiedene Baumarten stehen“ so Forstbetriebsleiter Fritz Maier von den Bayerischen Staatsforsten. Rotbuche, Eiche, Hainbuche, Feldahorn, Vogelkirsche und Wildbirne wurden zusammen mit Douglasie und Weißtanne als geeignete heimische Baumarten genannt, die - von wissenschaftlicher Forschung begleitet - mit Baumarten anderer Regionen wie Baumhasel oder Atlaszeder ergänzt werden könnten.  

    Georg Lindig von der Waldbesitzervereinigung Rennsteig e.V. zeigte auf, dass für den privaten Waldbesitzer der Holzpreis passen muss. Momentan lege jeder private Waldbesitzer Geld drauf.

    Fritz Maier und Dr. Michael Schmidt forderten alle Entscheidungsträger auf, bei künftigen Baumaßnahmen den Holzbau verstärkt zu berücksichtigen und innovative Holzbauten in Auftrag zu geben. Dies sei ein Beitrag zur Vermeidung von klimaschädlichem CO², weil jeder Festmeter Holz Kohlenstoff bindet und damit rd. eine Tonne CO² der Atmosphäre so lange entzieht, wie das Holz als Baustoff genutzt und nicht verbrannt wird. Gleichzeitig müsse man die Einsparung von fossilen Energieträgern berücksichtigen, die bei der Herstellung von Beton oder Stahl anfallen würden.

    Für die Sägeindustrie wies Reinhardt Müller-Gei darauf hin, dass Nadelholzsägewerke nicht einfach auf Laubholz als Rohstoff umstellen könnten. Dass es mit Laubholz aber auch im Baubereich gute Beispiele gibt, zeigte der Hinweis auf das Freizeitzentrum in Steinbach am Wald, das mit Buchenbrettschichtholz gebaut wurde.

    Fragen aus dem Publikum nach thermischen Verwertung von Holz als Alternative zu Öl und Gas, Vorschläge zu regelmäßigen Zusammenkünften der Beteiligten mit regionaler Verantwortung sowie Anregungen zum verstärkten Bauen mit Holz in der Region machten deutlich, dass es eine große Bereitschaft zu Veränderungen und Anpassungen unter Nutzung der Möglichkeiten der Region gibt.

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    news-2177 Wed, 04 Mar 2020 15:07:00 +0100 Wasserfontänen zum Werterhalt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2177&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=48b0c6bcf9ef456c76d0f37070c114bc 27. Februar 2020, Öslau - Die Waldbesitzer erfahren sehr schwere Zeiten für den Wirtschaftswald. Temperaturerhöhung und Klimaextreme verändern zunehmend die Waldstrukturen. Wir über 150 Mio. Festmeter Rohholz des Brotbaumes Fichte müssen europaweit verwertet werden. Die wirtschaftlichen Verluste sind für alle Waldbesitzerarten jetzt schon enorm.

    Deshalb bedarf es in der Forstwirtschaft neue Strategien. Einen dieser neuen Ansätze haben die Bayerischen Staatsforsten am 27. Februar 2020 am Nasslager Öslau Vertretern aus Fachbehörden und Politik vorgestellt. Mit der Nasslagerung von Fichtenholz kann der nachhaltige Rohstoff in seiner Qualität weitestgehend erhalten bleiben. Leider lässt die Wahrnehmung dieser nötigen neuen Strategien häufig zu wünschen übrig.

    Im gesellschaftspolitischen Interesse informierten Herr Norbert Remler, Bereichsleiter Holz, Logistik und technische Produktion gemeinsam mit dem Betriebsleiter von Coburg Albert Schrenker sowie dem Nasslagerbeauftragten Norbert Seitz über sich bietende Chancen der Werterhaltung durch Nasslagerung, beginnend bei schlanken Genehmigungsverfahren, über Aufbau und Betrieb eines Nasslagers bis hin zum Holzverkauf.

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    news-2176 Wed, 04 Mar 2020 13:26:46 +0100 !!!ABGESAGT!!! Internationaler Tag des Waldes !!!ABGESAGT!!! http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2176&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=34b84debfc6d7c35776c3d319e75093e !!! Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung wegen des Corona-Virus abgesagt wurde !!!

     

    Forst und Holz informieren über Wald, Klima und Kohlenstoffspeicherung

    04. März 2020, Ebrach - Seit 1971 haben die Vereinten Nationen (FAO) den Tag des Frühlingsanfangs als InternationalenTag des Waldes ausgerufen. Anlass war die globale Waldvernichtung, auf welchebereits damals aufmerksam gemacht werden sollte.

    Heute sind zwei weitere Themen hoch aktuell:

    1. Wälder und die aus Holz gewonnenen Produkte können als Kohlenstoffspeichereinen Beitrag zum Klimaschutz leisten

    2. Gleichzeitig leiden die Wälder unter der zunehmenden Klimaerwärmung


    Beide Themen stehen im Mittelpunkt der Informationsveranstaltung des Forstbetriebs Ebrach, die gemeinsam mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schweinfurt (AELF), dem Steigerwald-Zentrum und regionalen Holzverarbeitern für die interessierte Öffentlichkeit angeboten wird.

    Das erwartet die Besucher der Veranstaltung:

    - Informationen darüber, wie Wald und Holz Kohlenstoff speichern und damit einen Betrag zum Klimaschutz leisten
    - Informationen, wie stark die Wälder im Steigerwald durch den Klimawandel bedroht sind und wie darauf reagiert wird

    Die Informationsveranstaltung findet am Freitag, 20.03.2020 ab 14.00 Uhr statt, einen Tag vor dem Internationalen Tag des Waldes.

    Ergänzend dazu bietet der Revierleiter des Gemeindewaldes Oberschwarzach am Sonntag, 22.03.2020 um 14.00 Uhr an, einen aktiven Beitrag zum „klimastabilen Zukunftswald“ zu leisten und junge Bäume zu pflanzen.

    Informationen im Wald:

    Konkret wird an drei Stationen in der Nähe von Handthal über folgende Themen informiert:

    1. Die Kohlenstoffspeicherung von Wald und Holz
    2. Das Marteloskop Steinkreuz – ein internationaler Simulations- und Demonstrationswald
    3. Der Umgang der Försterin / des Försters mit dem Klimawandel

    Organisatorische Hinweise:

    Freitag, 20.03.2020:
    Um 14.00 Uhr und zu jeder halben Stunde besteht die Möglichkeit eines VW-Bus-Shuttles vom Parkplatz in Handthal unterhalb des Steigerwald-Zentrums zum Waldort. Es ist auch möglich, zu Fuß zu laufen (ca. 2 km ab Steigerwald-Zentrum, der Weg ist ausgeschildert). Es besteht eine Verpflegungsstation mit Getränken und Wildprodukten. Zusätzliche Informationen gibt es im Steigerwald-Zentrum. Informationsmöglichkeit besteht bis 18.00 Uhr. Anmeldung ist nicht erforderlich.

    Sonntag, 22.03.2020:
    14.00 Uhr Steigerwald-Zentrum, Pflanzaktion mit dem Förster, Dauer ca. 2 Stunden, Anmeldung ist erforderlich per Telefon oder E-Mail: 09382 - 31998-0 oder info@steigerwald-zentrum.de

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    news-2175 Wed, 04 Mar 2020 08:00:43 +0100 Wir schaffen den Zukunftswald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2175&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a1d788a6acf88d303e7c9564d18d7561 Gemeinsame Pflanzaktion des Forstbetriebs Coburg und der CSU-Landvolk- und Kreistagsfraktion Coburg gegen den Klimawandel.

    15. Februar 2020, Hassenberg - Auf Anfrage der CSU-Landvolk- und Kreistagsfraktion Coburg organisierte der Forstbetrieb Coburg eine größere Pflanzaktion im Revier Hassenberg. Landrat Sebastian Straubel , stellvertretender Landrat Rainer Mattern sowie zahlreiche Kreistagsmitglieder folgten interessiert den Ausführungen des Forstbetriebs zu den Themen Klimawandel, Baumartenwahl, energetische Verwendung von Holz, Holzbau und effektiver Borkenkäferbekämpfung. Mit dem Mut zu Veränderungen und einem engagierten, aktiven Handeln wird es dem Forstbetrieb der Bayerischen Staatsforsten gelingen den Klimawald zu schaffen.

    Im Rahmen der Pflanzaktion wurden Spitzahorn und Linden gruppenweise auf einer Fläche eingebracht ,die ehemals mit Fichten bestockt war. Diese fiel im trockenen Sommer 2019 dem Borkenkäfer zum Opfer. Eichen und auch Kirschen waren bereits vorab gepflanzt worden. Nach der Begründung des Zukunftswaldes mit mindestens vier Baumarten stärkten sich alle Beteiligten mit Coburger Bratwürsten.

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    news-2173 Wed, 04 Mar 2020 07:48:06 +0100 Neue Heimat für Piepmätze http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2173&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=09af32f7455fbe08f0067a98eca1d5c9 Forstbetrieb Fichtelberg unterstützt Forschungsprojekt der Universität Bayreuth mit Vogelnistkästen

    03. März 2020, Fichtelberg - Bei einem Forschungsprojekt der Universität Bayreuth wird das Brutverhalten von Meisenarten analysiert. Dazu bauten die Auszubildenden des Forstbetriebs Fichtelberg hölzerne Nistkästen.

    "Tsi-da ... tsi-da" zwitschert die Kohlmeise ganz aufgeregt und flattert von Ast zu Ast. In ihrem Revier in der Nähe vom Seehaus hat sie eine Veränderung bemerkt. Ein Nistkasten hängt dort an einem Baum. Ganz aus Fichtenholz, mit einem gut 3 cm großen Flugloch lädt er die Piepmätze ein, hier im Frühjahr ihr Nest zu bauen und den Vogelnachwuchs großzuziehen. Beobachtet werden sie dabei vom Ornitholgen Robert Pfeifer und dem angehenden Geoökologen Lucas Fäth. Letzterer erforscht im Rahmen seines Studiums an der Universität Bayreuth die Nester der Singvögel. An Standorten in Bayreuth und im hohen Fichtelgebirge analysiert er die Zusammensetzung des Nistmaterials, die Nestgröße und die Wärmeisolation, die das eingetragene Moos den Jungvögeln bietet.

    Die Bayerischen Staatsforsten unterstützen das Forschungsprojekt, stellen dafür Waldflächen im Fichtelgebirge zur Verfügung und liefern 20 standardisierte Nistkästen. Diese wurden von den Auszubildenden des Forstbetriebs Fichtelberg hergestellt. "Für unsere Azubi ist Holzbearbeitung ein wichtiger Teil des Lehrplans", erklärt der Ausbilder Korbinian Scherm den Einsatz der angehenden Forstwirte für die Vogelwelt. "Deshalb haben wir den Auftrag gerne angenommen und in den letzten Tagen bei Regenwetter in unserer Werkstatt die Meisenkästen nach den vorgegebenen Plänen der Universität Bayreuth zusammengebaut."

    Wenn jetzt in den nächsten Tagen die Temperaturen steigen, kommen sicherlich auch bei den Meisen Frühlingsgefühle auf. Im Dienste von Forschung und Wissenschaft stehen dann dem Vogelnachwuchs die neuen Nistkästen zur Verfügung.

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    news-2171 Wed, 04 Mar 2020 07:30:48 +0100 Manfred Weber - Ein (Berufs-)Leben für den Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2171&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9af00df46cd5ea3b3971d94f7fb68cf9 03. März 2020, Kaisheim - Nach über 30 Jahren als Leiter des Staatswaldreviers Bergen ging Manfred Weber Ende Februar in den Ruhestand. Sein Nachfolger seit 1. März ist Tim Brommer.

    Nach dem Studium der Forstwirtschaft an der Fachhochschule Weihenstephan und bestandener Staatsprüfung begann Manfred Weber seine Försterlaufbahn im Revier Neuburg II. Im Jahr 1989 wechselte er in das Staatswaldrevier Bergen des Forstamts Neuburg, das er seither bewirtschaftet.  

    Während einer eindrucksvollen und abwechslungsreichen Waldführung zu seinem Abschied war es offensichtlich, dass Manfred Webers Begeisterung für den Wald auch nach vielen Jahren nicht abhandengekommen ist. Früh begann er mit einer sorgsamen Waldpflege und dem Waldumbau auf Mischwälder. Heute zeigt sich dies an hervorragend verjüngten Wäldern mit zahlreichen verschiedenen, auch seltenen Baumarten.

    Der Leiter des Forstbetriebes Kaisheim, Helmut Weixler, würdigte die Verdienste von Manfred Weber: „Wir können hier im Wald leicht erkennen, mit wieviel Herzblut und Engagement du dich um unsere Wälder gekümmert hast. Neben dem wirtschaftlichen Erfolg kam auch nicht der Naturschutz zu kurz! Neben deiner Tätigkeit als Waldbauer hast du als Ausbilder zahlreiche junge Förster fürs Berufsleben vorbereitet und in ihnen das Feuer für diesen schönen Beruf geweckt. Wir danken dir für dein großes Engagement und deine erfolgreiche Arbeit! Als Andenken an dein hiesiges Wirken werden wir einen Forstweg 'Weberweg' nennen.“

    Manfred Weber hinterlässt seinem Nachfolger Tim Brommer vorbildlich gepflegte und auch naturschutzfachlich wertvolle Wälder.

    Seit 1. März hat Tim Brommer die Verantwortung im Forstrevier Bergen. Tim Brommer ist gebürtiger Münchner und absolvierte im Herbst letzten Jahres die Forstinspektorenprüfung. „Bergen ist ein abwechslungsreiches und sehr interessantes Revier und ich freue mich schon auf meine neuen Aufgaben“ so Tim Brommer bei der Verabschiedung von Manfred Weber.  

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    news-2172 Wed, 04 Mar 2020 07:29:15 +0100 Märzenbecherwanderung in der Soos http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2172&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=76dbe8ec4acfffb4e530265a8a02a869 29. Februar 2020, Rednitzhembach - Wie jedes Jahr fand auch heuer wieder eine geführte Wanderung in das größte Märzenbechervorkommen im Landkreis Roth statt. In altbewährter Art und Weise lud der Bund Naturschutz mit der Kreisgruppe Roth zu der Veranstaltung ein. Der Revierleiter Hubert Riedel vom Forstrevier Roth führte die ca. 40 Personen umfassende Gruppe.

    Aufgrund der warmen Temperaturen im Februar kamen die Märzenbecher so früh wie noch nie. Deshalb musste der Termin der Wanderung heuer um fast vier Wochen nach vorne verlegt werden. Dennoch fanden sich wieder über 40 Naturfreunde an der Schleuse in Leerstetten ein. Nach einer kurzen Begrüßung durch Richard Radle vom Bund Naturschutz ging es voller Vorfreude los, in Richtung des ca. 2km entfernt gelegenen Märzenbechervorkommens.

    Auf halber Strecke machte die Gruppe kurz Station. An einer 6 Jahre alten Buchensaatfläche erläuterte der Förster Hubert Riedel die Strategie des Waldumbaus von reiner Fichte in einen klimastabilen Mischwald. Nach angeregter Diskussion ging es dann aber auch rasch weiter zu dem eigentlichen Ziel der Wanderung. Hier konnten die Waldbesucher auf einer Fläche von mehreren Hektaren ein weißes Meer aus Blüten der Frühlingsknotenblume, wie der Märzenbecher auch genannt wird, bestaunen.

    Nach weiteren Fragen und Erläuterungen zu dem Thema und noch mehr Eindrücken zu diesem besonderen Naturschauspiel, ging die informative und abwechslungsreiche Wanderung zu Ende.

    Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

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    news-2170 Mon, 02 Mar 2020 13:31:45 +0100 Neumeyer: "Naturschutz im Gebiet der Weltenburger Enge muss auf jeden Fall gewährleistet sein" http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2170&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=557606acb830b98384144b54890d0cee Umstrittene Fällungen sollen unter wissenschaftlicher Begleitung untersucht werden / Staatsforsten ordnen Fällungsstopp im Bereich der Weltenburger Enge an

    02. März 2020, Regensburg – Zu Berichten über Fällaktionen im Bereich der Weltenburger Enge im Landkreis Kelheim erklärt der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten Martin Neumeyer, dass der Naturschutz in diesem wertvollen Gebiet auf jeden Fall gewährleistet sein muss. Der Staatsforstenchef ordnete mit sofortiger Wirkung einen vollständigen Holzerntestopp für das betroffene Gebiet an. Die jetzt kritisierte Holzernte im Bereich der Weltenburger Enge wurde von Dezember 2019 bis Februar dieses Jahres durchgeführt und ist zwischenzeitlich abgeschlossen.

    Zugleich verfügte der Staatsforstenchef eine Untersuchung der kritisierten Holzernte, die wissenschaftlich begleitet werden soll. „Hier müssen alle offenen Fragen geklärt werden, wie z.B. ob die Holzernte naturverträglich und maßvoll durchgeführt worden ist“, so Neumeyer. „Auf der einen Seite gibt es massive Vorwürfe, auf der anderen Seite gibt es eine entschiedene Verteidigung der Maßnahmen durch den verantwortlichen Forstbetrieb Kelheim. Deshalb sollen die Fällungen gemeinsam von den Staatsforsten, den Naturschutzbehörden, der Forstverwaltung und unter wissenschaftlicher Begleitung untersucht und bewertet werden“, so der Staatsforstenchef. Bereits in der vergangenen Woche hat in einem Ortstermin das für die Forstaufsicht zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Abensberg die Fällungen begutachtet und erklärt, dass „beide Maßnahmen vollständig der guten fachlichen Praxis“ entsprechen sowie „keinerlei Anhaltspunkte gefunden wurden, die die genannten Vorwürfe stützen.“

    Die Holzernte fand nicht in dem von Ministerpräsident Dr. Markus Söder vor kurzem ins Leben gerufenen ersten Nationalen Naturmonument in Bayern, sondern in benachbarten Naturschutzgebieten statt. Die beiden Naturschutzgebiete „Weltenburger Enge“ sowie „Hirschberg und Altmühlleiten“ gehören zu den ältesten Naturschutzgebieten in der Region. „Diese wertvollen Naturschutzgebiete liegen uns als Staatsforsten und den verantwortlichen Förstern vor Ort seit Generationen besonders am Herzen. Deshalb muss auch dieser Einzelfall untersucht werden. Wir haben sichergestellt, dass für den Zeitraumder Untersuchung die gefällten Bäume unverändert am Boden bleiben, um sich ein objektiveres Bildmachen zu können“, so der Staatsforstenchef.

    Zugleich wirbt der Staatsforstenchef neben dem jetzt zu untersuchenden Einzelfall um Vertrauen in dieArbeit der Förster: „Die Pflege des Waldes einschließlich einer nachhaltigen Holznutzung,Baumpflanzungen, die Jagd und die Pflege von Wegen für Freizeit und Erholung werden seitJahrzehnten von staatlichen Förstern fachmännisch betreut und gemanagt. So wie der Wald heute istund wie er zu Recht von allen geliebt wird, ist er das Werk der Natur und von Generationenverantwortungsbewusster Förster.“

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    news-2168 Mon, 02 Mar 2020 08:16:06 +0100 Holzeinschlag im Waldgebiet Schenkentanne bei Oberdürrbach http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2168&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8901fd3f25a3154ed19822b44d0c19cf 02. März 2020, Arnstein - Der Gesundheitszustand der Bäume im Staatswald zwischen Oberdürrbach und Veitshöchheim ist aufgrund der Trockenheit in den letzten beiden Sommern leider besorgniserregend. Insbesondere die Baumarten Fichte und Kiefer sind hiervon betroffen.

    Um den Wald mit all seinen Funktionen zu erhalten und die Sicherheit der sich hier regelmäßig erholenden Waldbesucher zu gewährleisten, findet ab dem 09.03.2020 ein Holzeinschlag statt.

    Ziel ist es hierbei, Bäume die die Sicherheit gefährden, zu fällen. Zudem soll der Befall durch Insekten wie z.B. Borkenkäfern eingedämmt werden.
    Wo notwendig werden Nachpflanzungen mit klimastabilen Mischbaumarten angelegt.Auch auf den Naturschutz wird Rücksicht genommen. So werden Biotopbäume gekennzeichnet und erhalten und ökologisch wertvolles Totholz auf der Fläche angereichert.
    Da das Fällen der dürren Bäume sehr gefährlich ist, wird die Maßnahme durch eine spezielle Forstmaschine durchgeführt.

    Wir bitten die Bevölkerung um Verständnis, dass mit Beeinträchtigungen der Erholung zu rechnen ist. Störungen werden nur solange wie unbedingt nötig aufrechterhalten. Nach Abschluss der Maßnahme werden die Wege wiederhergerichtet.

    Der Forstbetrieb Arnstein bittet darum, die gesperrten Bereiche nicht zu betreten und die Warnhinweise zu beachten.

    Bei Fragen können Sie sich gerne an den Forstbetrieb Arnstein der Bayerischen Staatsforsten wenden.

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    news-2167 Fri, 28 Feb 2020 11:23:33 +0100 Pflanzaktion „Klimawald“ des Forstbetriebs Rothenbuch und dem Spessartbund http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2167&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5a5dcce9e0b8b459e66b7908d8b65f6d 27. Februar 2020, Rothenbuch - Der Forstbetrieb Rothenbuch lädt gemeinsam mit dem Spessartbund alle Mitglieder, Interessierten und Familien zur Baumpflanzaktion "Klimawald" am 07. März 2020, 9:00 Uhr ein.
    Unbedingt mitzubringen sind wetterfeste Kleidung und stabiles Schuhwerk, sowie Handschuhe. Der Treffpunkt befindet sich am Wanderparkplatz Forsthaus Echterspfahl, An der Staatstraße 2312, 63879 Weibersbrunn. Gepflanzt wird bis alle Pflänzchen im Boden sind! Für Verpflegung und Getränke ist gesorgt.

    Gepflanzt werden klimatolerante Baumarten, die auch bei wenig Niederschlägen und Sommertrockenheit gut wachsen und damit Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre binden. Besonders wichtig ist dabei, dass auch deren Holz für vielfältige Zwecke nutzbar ist, um eine Wiederfreisetzung des Kohlenstoffdioxids beim Verrotten des Holzes möglichst lange hinauszuzögern. Nur so kann eine dauerhafte Kohlenstoffdioxidsenke geschaffen werden, denn Holznutzung ist aktiver Klimaschutz.

    Neben der im Spessart heimischen Traubeneiche, werden auch neue Baumarten mit üppiger Bienenweide gepflanzt.

    Ursprünglich war die Aktion für den 29. Februar geplant, musste aber wegen der Wetterprognose (Regen und Sturm) verschoben werden.

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    news-2169 Fri, 28 Feb 2020 08:14:00 +0100 Forstrevier Etzenricht mit neuem Förster http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2169&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4a0f62568acd2e736b6fba805135fc65 Michael Schafferhans folgt auf Peter Roland nach

    28. Februar 2020, Schnaittenbach - Seit Februar ist Michael Schafferhans der neue Förster im Revier Etzenricht am Forstbetrieb Schnaittenbach. Der gebürtige Amberger übernimmt die Nachfolge von Peter Roland, der das Revier 13 Jahren betreute und nun in den verdienten Ruhestand verabschiedet wurde. Schafferhans ist damit für rund 2.400 ha Oberpfälzer Staatswald zuständig, die sich auf drei große Waldgebiete verteilen: Ganz im Osten zwischen Vilseck und Feihung gelegen der Forstloher Wald, zwischen Schnaittenbach und Kohlberg die sogenannten Kohlberger Höhen und im Nordwesten der Etzenrichter Wald. Die Wälder im Revier bestehen vornehmlich aus Kiefern und Fichten. Laubbäume, vor allem Eichen und Buchen sind noch in der Minderheit ihr Anteil ist in den vergangenen Jahren aber gewachsen und wird im Rahmen des Waldumbaus hin zu stabilen und stabilen Mischwäldern weiter zunehmen."

    Der Waldumbau vor einem sich beschleunigenden Klimawandel ist eine große Aufgabe, der ich mich aber gerne stelle," so der neue Revierleiter Michael Schafferhans. "Ich übernehme ein gut gepflegtes Revier in dem schon viel in den Waldumbau investiert wurde. Das macht den Start deutlich einfacher" so Schafferhans weiter. Zudem hat der "Neue" schon umfassende Erfahrungen im Wald sammeln können, da er die letzten sieben Jahre das Revier Pyrbaum am Forstbetrieb Allersberg leitete.

    Davor hat er den üblichen Werdegang eines bayerischen Försters absolviert: Nach dem Studium der Forstwirtschaft in Weihenstephan und der Anwärterzeit an der Forstschule in Lohr am Main war Herr Schafferhans zunächst im Frankenwald als Reviervertretung im Privatwald eingesetzt worden, bevor er zu den Bayerischen Staatsforsten wechselte. Nach Stationen an den Forstbetrieben München und Berchtesgaden wurde er zunächst an die Zentrale in Regensburg berufen, wo er in der Unternehmenskommunikation mitarbeitete, bevor er an den Forstbetrieb Allersberg und nun den Forstbetrieb Schnaittenbach wechselte. Zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter ist er damit in die Heimat zurückgekehrt. "Die Wanderjahre sind nun hoffentlich vorbei." Freut sich Schafferhans bei seinem Dienstantritt.

    Er löst Peter Roland ab, der nach 13 Jahren als Leiter des Reviers Etzenricht und nach fast 30 Jahren als Förster im Staatsdienst in den verdienten Ruhestand geht. Er hat mit viel Wissen, Erfahrungen und Umsicht während seiner Zeit im Revier Etzenricht die Wälder geprägt und seinen forstlichen Fußabdruck hinterlassen.

    Er war zudem wegen seiner ruhigen, kameradschaftlichen und ausgeglichenen Art im Forstbetrieb sehr geschätzt. Bei der Verabschiedung und gleichzeitigen Begrüßung bedankte sich Philipp Bahnmüller, der Leiter des Forstbetriebs Schnaittenbach, bei Herrn Roland für seine geleistete Arbeit und wünschte ihm Gesundheit und weiterhin Tatendrang für den Ruhestand. Herrn Schafferhans begrüßte er herzlich und wünschte ihm alles Gute für das neue Revier! "Ich kenne Herrn Schafferhans von einer gemeinsamen Zeit in der Regensburger Zentrale der Bayerischen Staatsforsten und bin gespannt auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem jungen und zugleich erfahrenen Kollegen", freut sich Bahnmüller.

    Sie erreichen Michael Schafferhans, auch bei Interesse an Brennholz, wie folgt:


    Michael Schafferhans
    Revierleiter Etzenricht
    BAYERISCHE STAATSFORSTEN AöR – Forstbetrieb Schnaittenbach
    Telefon: +49 9622 7197282
    E-Mail: michael.schafferhans@baysf.de
    Sprechzeit immer montags von 13.00 bis 14.00 Uhr.

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    news-2166 Wed, 26 Feb 2020 10:18:50 +0100 Marco Trabert – Weltmeister der Waldarbeit http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2166&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=157ddc50bd12c1fbbf5a88fce01b50da 26. Februar 2020, Bad Königshofen - Marco Trabert, Forstwirtschaftsmeister im Forstbetrieb Bad Königshofen, ist der amtierende Weltmeister und auch Deutscher Meister der Waldarbeit.

    Der Bayerische Rundfunk berichtete am 24.Februar 2020 in seiner Sendung "Heimat der Rekorde" über Marco Trabert aus Hausen in der Rhön. Im Beitrag werden die verschiedenen Disziplinen der professionellen Wettkämpfe gezeigt. 2018 holte sich Marco Trabert im norwegischen Lillehammer zum ersten Mal den Weltmeistertitel in der Gesamtwertung aller fünf Disziplinen dieser Waldarbeiter-Weltmeisterschaften. Bisher war es seine 6. Teilnahme an den Welttitelspielen. Um dabei ganz vorn mitspielen zu können, ist jede Menge Training, Fleiß, Geschick, Ausdauer und natürlich auch das Quäntchen Glück erforderlich. Nicht zu unterschätzen ist auch die Unterstützung seiner Familie bei dieser zeitraubenden Tätigkeit.

    2014 konnte sich Marco Trabert bereits einen Weltmeistertitel sichern, es war der mit der Mannschaft. 2012 triumphierte er in der Einzeldisziplin Kombinationsschnitt. In der Gesamtwertung aber konnte er sich bislang bei Weltmeisterschaften nur über die Bronzemedaille 2016 freuen.

    Die Teilnahme an der nächsten Waldarbeiter-Weltmeisterschaft in Serbien in diesem Jahr ist für den amtierenden Weltmeister Marco Trabert aus Hausen bereits gebucht. Im internen Kaderausscheid konnte es sich wieder erfolgreich durchsetzen. In Serbien wird er versuchen, seinen Titel zu verteidigen. Dabei wünschen wir ihm viel Glück und Erfolg.

    Im Forstbetrieb Bad Königshofen leitet Marco Trabert als Forstwirtschaftsmeister hauptsächlich die Unternehmereinsätze in der Holzernte im nördlichen Bereich des Betriebes, unterstützt aber auch die Revierleitungen bei einer nachhaltigen und vorbildlichen Waldbewirtschaftung.

    Der Beitrag "Der Weltmeister der Waldarbeit" ist in der BR-Mediathek noch bis 09. Januar 2021 abrufbar.

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    news-2165 Tue, 25 Feb 2020 08:40:12 +0100 Forstbetrieb Bad Brückenau lernt einem Baum das Fliegen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2165&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=59a7a1d4ed3c04f5bb862d15fcb54f49 Verkehrssicherungseinsatz in Riedenberg

    25. Februar 2020, Bad Brückenau - Das Orkantief "Sabine" bescherte dem Forstbetrieb Bad Brückenau zwar keine nennenswerten Schäden im Wald, aber an einem sehr steilen Hang oberhalb von Riedenberg ein Verkehrssicherungsproblem. Eine ca. 30 m hohe Esche mit einem Umfang von 2,5 Metern und zwei Stämmen, begann ihre Standfestigkeit zu verlieren und neigte sich Richtung Bebauung. Daraufhin wurden vom Forstbetrieb mehrere Begänge mit diversen Fachfirmen und Baumsteigern absolviert, mit dem Ergebnis, dass unter den gegebenen Rahmenbedingungen dieser Baum mit herkömmlicher Standardtechnik nicht zu fällen ist.

    Deshalb entschloss sich der Forstbetrieb nach eingehender Beratung mit der Gemeinde dazu, dieses Verkehrssicherungsproblem mit Hilfe eines Hubschraubers zu lösen. Dank der sehr wohlwollenden Unterstützung durch die Gemeinde war binnen kürzester Zeit ein Masterplan erarbeitet, der am Einsatztag in die Tat umgesetzt wurde. Am Mittwochnachmittag kam der Hubschrauber und das dazugehörige Spezialteam um den Baum häppchenweise abzutragen. Trotz starker Böen und wechselnden Wetterbedingungen konnte der Einsatz wie geplant abgearbeitet werden. Wo alte Bäume weichen, entstehen Lichtschächte für die in den Startlöchern stehende Verjüngung. Diese wird zukünftig die entstandene Lücke ausfüllen und die ehemaligen Funktionen der alten Esche übernehmen.

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    news-2164 Mon, 24 Feb 2020 17:15:44 +0100 Beiratsvorsitzender MdL Martin Schöffel besucht Forstbetrieb Nordhalben http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2164&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=55cb9a674f835aee1bc2f0829b57e4d8 24. Februar 2020, Nordhalben - Der Vorsitzende des Beirats der Bayerischen Staatsforsten, MdL Martin Schöffel, hat die aktuell schwierige Lage in der Forstwirtschaft zum Anlass genommen für einen informellen Besuch am Forstbetrieb Nordhalben. Bei dem Gespräch mit Forstbetriebsleiter Fritz Maier und Stellvertreter Gerhard Müller wurden die Herausforderungen für den Staatswald und die Bayerischen Staatsforsten aus dem Klimawandel ebenso thematisiert wie die schwierige Holzmarktlage und der große, fachkundige Einsatz der Beschäftigten für den Staatswald.

    Am Forstbetrieb Nordhalben informierte sich bei einem persönlichen Besuch der Vorsitzende des Beirats der Bayerischen Staatsforsten, MdL Martin Schöffel, über die aktuelle Waldschutz-Situation nach den Trockenjahren 2018 und 2019 sowie nach den aktuellen Stürmen im Februar 2020. Der Beirat der Bayerischen Staatsforsten besteht aus 22 Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verbänden. Er berät den Aufsichtsrat und vermittelt gesellschaftliche Anliegen.

    Forstbetriebsleiter Fritz Maier und Stellvertreter Gerhard Müller konnten berichten, dass die aktuellen Stürme im Staatswald des Forstbetriebs weniger Schäden angerichtet haben als befürchtet. "Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen und werden die geringen Sturmholzmengen im Rahmen unserer sowieso geplanten Jahresmengenaufarbeiten und zu den Holzkunden bringen" so Betriebsleiter Fritz Maier. Die nach Frostnächten wegen abfallender Rinde neu entdeckten Fichten mit Borkenkäferbefall werden zügig aufgearbeitet und baldmöglich aus dem Wald abtransportiert.

    Gerhard Müller berichtete über zwei große Holzlagerplätze außerhalb des Waldes in den Landkreisen Kulmbach und Hof, auf denen der Forstbetrieb Borkenkäferfichten gelagert hat. Diese Zwischenlagerung durch die Bayerischen Staatsforsten entlastete im vergangenen Jahr den Holzmarkt. Jetzt fließt das Holz zu Sägewerken in der Region ab und die Lagerplätze leeren sich.

    In Kürze werden die Waldarbeiter des Forstbetriebs mit der Pflanzung von Buchen, Eichen, Linden, Hainbuchen, Tannen und Douglasien sowie selteneren Baumarten wie Spitzahorn, Wildbirne oder Elsbeere neue, gemischte Wälder der Zukunft anlegen, die mit der erwarteten Erwärmung und Trockenheit besser zurecht kommen als die jetzigen, fichtengeprägten Wälder im Forstbetrieb. Insgesamt 47 ha Klimawald werden in diesem Geschäftsjahr am Forstbetrieb Nordhalben neu gesät und gepflanzt.

    Beiratsvorsitzender MdL Martin Schöffel bedankte sich abschließend für den großen Einsatz der Beschäftigten der BaySF und stellte fest: "Die Zeiten für die Forstwirtschaft sind herausfordernd. Trotzdem können wir mit unserem nachwachsenden, hervorragenden Rohstoff Holz aus gemischten Wäldern optimistisch in die Zukunft schauen".

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    news-2163 Fri, 21 Feb 2020 14:48:45 +0100 Teamwork bei der Brautsuche http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2163&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a6446c298d989e866b72a7e4c451450e Wie kommt die "Braut" (der teuerste Stamm) zur Wertholzversteigerung?

    21. Februar 2020, Waging - Bei der diesjährigen Südostbayern Submission in Waging erzielte eine Eiche der Bayerischen Staatsforsten aus dem Forstbetrieb Berchtesgaden den höchsten Preis. Für diese "Braut" wurde insgesamt 2.892 € bezahlt. Bevor z. B. Schreiner, Instrumentenbauer oder Furnierhersteller für die edlen Hölzer ihre Angebote abgeben, müssen die wertvollen Stämme erst einmal gefunden werden. Dazu ist Erfahrungswissen und Leidenschaft notwendig.

    Der Bad Reichenhaller BaySF-Förster Hubert Graßl, der bereits seit vielen Jahren mit Gespür und Umsicht besondere Stämme für die Wertholzversteigerung bereitstellt, war mit seinem Team in diesem Jahr besonders erfolgreich. Es gilt aus dem jährlichen Einschlag die besten Stämme auszusuchen. Die dem Wald und der Heimat besonders verbundenen Forstwirte Martin Koch und Matthias Unterrainer fanden bereits im Herbst in der Pidinger Au eine Eiche mit geschwächter Vitalität. Noch wussten sie nicht, dass dieser Baum im Februar von einem Karlsruher Furnierwerk zur "Braut" auserkoren würde. Nach forstlicher Zustimmung von Hubert Graßl wurde der Baum behutsam gefällt und für die Submission vorbereitet.

    BaySF-Försterin Petra Demmel sorgte dafür, dass die künftige "Braut" zusammen mit Tannen und Fichten vom Lattengebirge und Lärchen aus Freilassing nach Waging gefahren wurden. "Es ist schön, wenn die gute Zusammenarbeit von Profis im Wald belohnt wird" freut sich der Forstbetriebsleiter Daniel Müller, der darauf bedacht ist, dass nie zu viele Bäume gefällt werden.

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    news-2162 Fri, 21 Feb 2020 13:06:43 +0100 Rekord-Erlös wird in Klimawald investiert http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2162&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3a5d9c7004da555e4062c837980e850d 21. Februar 2020, Landsberg a. Lech - Eine im Westerholz geerntete Eiche erzielte einen Rekorderlös bei der diesjährigen Wertholz-Versteigerung in St. Heinrich am Starnberger See: Für den einzelnen Baumstamm wurden 1.450 Euro bezahlt. Der Forstbetrieb Landsberg der Bayerischen Staatsforsten investiert den Gewinn in den klimastabilen Wald der Zukunft und pflanzt 1.000 junge Eichen und Linden.

    Von Schongau bis Aichach, von Kaufbeuren bis zum Ammersee erstrecken sich die vom Forstbetrieb Landsberg bewirtschafteten Wälder in Staatsbesitz: Auf 15.000 ha Fläche werden jährlich über 130.000 Kubikmeter Holz geerntet. Der größte Teil entfällt auf Massenware für die Herstellung von Brettern und Papier. 20 Kubikmeter Holz jedoch wurden heuer als erlesene Ware bei der Oberland-Wertholzsubmission zur Versteigerung angeboten: Neben besonders dicken Eichen auch seltene Vogelkirschen.

    Den höchsten Preis erzielte eine 4,8 Meter lange und 78 cm durchmessende Eiche aus dem Westerholz: Ein unterfränkischer Furnierhersteller zahlte 1.450 Euro für den Stamm. "Der Wald und die Forstwirtschaft machen gerade schwere Zeiten durch." erläutert Forstbetriebsleiter Robert Bocksberger. "Stürme, Trockenheit und Borkenkäfer verursachen große Mengen Schadholz, weshalb die Holzpreise stark gesunken sind. Auf der anderen Seite stehen wir in Zeiten der Klimakrise vor der Herausforderung, den klimastabilen Wald der Zukunft zu gestalten. Aber Bäume zu pflanzen kostet viel Geld!"

    Der Erlös für die alte Eiche kommt dem Forstbetrieb in dieser Situation gelegen. Klaus Wehr, Revierleiter in Moorenweis und damit der für das Westerholz zuständige Förster, plant für das Frühjahr die Pflanzung kleiner Eichen und Linden: "Das von uns verwendete hochqualitative Pflanzgut, die sorgfältige Pflanzung und der Schutz der Pflanzen vor Wildverbiss sind nicht ganz billig." Die nachhaltige Ernte starken Holzes leistet somit einen wichtigen Beitrag, dass auch in Zukunft Eichen im Westerholz stehen: Als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, als wertvolles Produkt einer naturnahen Waldwirtschaft und als klimastabile Zukunftsbäume, die mit Trockenheit und steigenden Temperaturen gut zurechtkommen. 

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    news-2161 Thu, 20 Feb 2020 15:53:35 +0100 Beste Preise für bestes Holz http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2161&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b5ed78d5a7b2fb147a52301c67d877f7 Forstbetrieb Wasserburg: Sehr gute Ergebnisse bei der Wertholzsubmission Otting/Waging am See, 14. Februar 2020 – Mit großer Spannung erwarteten private Waldbesitzer, Vertreter der Forstverwaltung und der Bayerischen Staatsforsten die Präsentation der Ergebnisse der diesjährigen Wertholzsubmission Süd-Ost Bayern in Otting. Schnell zeigt sich, die Menge des angebotenen Wertholzes waren zwar geringer als im Vorjahr, die Preise sind jedoch auf einem Rekordniveau.

    299 wertvolle Holzstämme aus den Wäldern der Waldbesitzervereinigungen Traunstein und Lauf-Berchtesgaden sowie aus den Forstbetrieben Ruhpolding, Berchtesgaden, Freising und Wasserburg wurden an der diesjährigen Submission per Höchstgebot verkauft. Besonders hohe Preise erzielten heuer Lärchen-, Eichen und Bergahornstämme. Die diesjährige Braut (der teuerste Stamm einer Submission) war eine Eiche aus dem Forstbetrieb Berchtesgaden. Der 70 cm starke Eichenstamm erlöste insgesamt 2.892 €. Käufer ist ein Funierhersteller aus Baden-Württemberg, spezialisiert auf edle Anwendungen im Innenausbau und Automobilbereich. Das zunehmende Interesse von Funierherstellern an der Submission bestätigt das hochwertige Angebot und wirkt sich deutlich auf die Preise aus. „Die Funierhersteller haben immer den dicksten Geldbeutel dabei“ so Remigius Hammerl, Moderator der Ergebnispräsentation.

    Von den hohen Verkaufspreisen ist man auch am Forstbetrieb Wasserburg sehr erfreut. „Überraschend ist vor allem die Roteiche und auch unsere Lärchen gingen sehr gut weg“ berichtete Sebastian Klinghardt, stellv. Forstbetriebsleiter. So kam jeweils der teuerste Stamm der Baumart Kirsche, Roteiche und Douglasie aus den Wäldern um Wasserburg „Also die teuerste Kirsche kam aus Anzing“ stellt Anton Würfel, Revierförster aus Anzing voller Stolz fest.

    „Die gute Nachfrage nach hochwertigem Holz zu hohen Preisen ist Balsam für die derzeit vielfach geplagten Waldbesitzer“ so Hammerl. Waldbesitzer können seit Längerem für Fichte-Standartware aufgrund von Borkenkäfer, Schneebruch und Sturmschäden nur geringe Einnahmen erzielen. Die deutliche Preisdifferenz von Submissionsholz zur Standartware zeigt: Es lohnt sich in die Pflege des Waldes und in die Begründung von Mischbestände zu investieren.

    Hinweis:
    Die Südostbayern Submission wird seit 2007 von der Waldbesitzervereinigung (WBV) Traunstein, der WBV Laufen – Berchtesgaden, dem Forstbetrieb Ruhpolding (BaySF) und dem Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Traunstein veranstaltet.

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    news-2160 Thu, 20 Feb 2020 14:21:00 +0100 Kaniber startet Runden Tisch für ihre Holzbau-Initiative http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2160&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0a100c9b601fab2a472621e79e90fdda Pressemitteilung des StMELF (20. Februar 2020) München – Staatsministerin Michaela Kaniber hat sich zum Ziel gesetzt, dass Bayern beim Bauen mit Holz die Spitzenstellung einnimmt. „Dazu müssen wir den Holzbau so in die Fläche bringen, dass er selbstverständlich wird. Dazu muss es zum Standard werden, dass bezahlbare Wohnhäuser, Bürogebäude, Vereinsheime, Kitas und mehr aus Holz gebaut sind“, sagte Kaniber. Um dieses Ziel zu erreichen, hat sie einen Runden Tisch mit Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden einberufen, der am Donnerstag zum ersten Mal im Forstministerium zusammentrat.
    Kaniber verwies dabei auf die zentrale Rolle von Holz beim Klimaschutz: „Heimisches Holz ist der umweltfreundlichste aller Baustoffe – und zudem ein ausgesprochen wirkungsvoller Klimaspeicher“, sagte sie. Jeder einzelne Kubikmeter Holz entziehe der Atmosphäre während seines Wachstums eine Tonne Kohlendioxid, das dann in Holzhäusern für Jahrzehnte gespeichert ist. Deshalb sei dringend erforderlich, wirksame Akzente für mehr Bauen mit Holz zu setzen. Schließlich stehe der Rohstoff in mehr als ausrei-chender Menge zur Verfügung, Bayern sei Waldland Nummer eins in Deutschland. Kaniber: „Wir können unsere Wälder dauerhaft mit gutem Gewissen nutzen, auch in Zeiten des Klimawandels. Denn jedes Einfamilienhaus, das aus bayerischem Holz gebaut wird, ist schon nach 40 Sekunden wieder nachgewachsen. Ökologischer und nachhaltiger geht es nicht.“
    Von den Teilnehmern des Runden Tisches erhofft sich die Ministerin einen intensiven Dialog und den Mut, über neue Wege und Weichenstellungen nachzudenken: „Wir brauchen pragmatische, innovative und zukunftsfähige Lösungen, die den Holzbau auf die Fläche und in unsere Städte bringen“, so Kaniber. Gerade in Ballungsräumen sieht die Ministerin dank der hervorragenden Material- und Fertigungseigenschaften von Holz noch riesige Potenziale. Der Runde Tisch soll in den nächsten Monaten unter anderem klären, wie Anreize für klimafreundliches Bauen gesetzt, die Vorbildfunktion des öffentlichen Baus gestärkt und Forschung und Öffentlichkeitsarbeit verbessert werden können. Dazu werden mehrere Arbeitsgruppen gebildet. Erste Ergebnisse erwartet Kaniber bis Sommer dieses Jahres.

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    news-2159 Wed, 19 Feb 2020 16:53:12 +0100 Bannwald bei Ottobeuren http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2159&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cd9969c55ae1b0bfaa5861a8b09f52f0 Forstbetrieb beseitigt geschädigte Bäume nach Orkan Sabine

    19. Februar 2020, Ottobeuren - Der Forstbetrieb Ottobeuren beseitigt im Bannwald bei Ottobeuren aktuell die Sturmschäden des Orkans Sabine. Geworfene Fichten im Bestand müssen aufgrund der Borkenkäfergefahr aufgearbeitet, hängende Bäume aus Sicherheitsgründen gefällt und Wanderwege im beliebten Naherholungsgebiet freigeschnitten werden.

    Der Orkan hat konsequente Auslese gehalten. Insbesondere vorgeschädigte und disponierte Bäume sind der Gewalt des Sturms zum Opfer gefallen: "Ob schlecht bewurzelte Bäume auf nassen oder verdichteten Standorten, strukturelle Schwächen durch Baumhöhlen, Zwiesel, Fäulen oder Pilze: Die Natur kennt kein Erbarmen", so Forstbetriebsleiter Dr. Hermann S. Walter. Während gebrochenes oder geworfenes Laubholz im Sinne des Waldnaturschutzes auch als wertvolles Strukturelement belassen werden kann, gelte es, sämtliches brutraumtaugliches Nadelholz aus Gründen der Borkenkäfervorsorge nun rechtzeitig aufzuarbeiten. "Im Zuge der Aufräumarbeiten werden wir auch stark geschädigte Eschen an den Wanderwegen entnehmen, um etwaigen Unfällen vorzubeugen", ergänzt der zuständige Revierleiter Tobias Kraus. Das Eschentriebsterben wird durch einen aus Asien eingeschleppten hoch aggressiven Pilz ausgelöst.

    Der Forstbetrieb Ottobeuren bittet die Erholungssuchenden für die kurzfristigen Einschränkungen während der anstehenden Arbeiten um Verständnis: Im Interesse der eigenen Sicherheit dürfen die gesperrten Wege und Waldbestände während der Arbeiten nicht betreten werden. Die Warnhinweise sind zum eigenen Schutz stets zu beachten. Etwaige Schäden an den Wegen im Bannwald werden zeitnah nach Abschluss der Holzerntemaßnahme wieder in Stand gesetzt.

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    news-2158 Wed, 19 Feb 2020 09:33:16 +0100 Der Radlsommer kann kommen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2158&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9b32dd1d7addc68980600e3a8615a024 Gefährliche Eschen am Donauradweg gefällt

    19. Februar 2020, Weißenhorn - Die Esche ist im Donauwald zwischen Weissingen und Leipheim eine der häufigsten Baumarten. Aufgrund einer Krankheit, dem Eschentriebsterben, sterben derzeit viele Eschen ab. Um die Gefahr für Waldbesucher zu reduzieren, mussten im Donauwald etliche Eschen gefällt werden. Die Baumkronen werden als ökologisch wertvolles Totholz im Wald belassen.

    Viele Eschen sind durch eine Pilzerkrankung, dem Eschentriebsterben, befallen, die zu einem Absterben der Bäume führt. In dessen Folge werden auch die Wurzeln zerstört, sodass die betroffenen Bäume zum Teil unkontrolliert umfallen. Auch waren einige Bäume innerlich faul und damit nicht mehr bruchsicher. Das gefährdet Radfahrer und Fußgänger, sodass der Forstbetrieb Weißenhorn die potenziell gefährlichen Eschen entlang des Weissinger Sträßchens fällen musste. Der Sturm Sabine hat an vielen Stellen gezeigt, wie schnell solche kranken Eschen umfallen können.

    "Da entlang des Radweges auffällig viele Eschen betroffen waren, musste eine entsprechend hohe Anzahl Bäume gefällt werden.", so die zuständige Revierleiterin Johanna Gierth. "Insbesondere in einem so stark durch Besucher frequentiertem Gebiet wie dem Donauwald, müssen wir die Risiken für die Besucher durch die absterbenden Eschen gut im Blick behalten. Hier hat die Sicherheit der Waldbesucher Vorrang."

    Die teils mächtigen Äste und Baumkronen der Eschen säumen nun den Donauradweg zwischen Weissingen und Leipheim. Was auf den ersten Blick etwas unordentlich aussehen mag, stellt bei genauerem Hinsehen einen vielfältigen Lebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten dar.

    Das Belassen von Totholz im Wald ist Teil des Naturschutzkonzeptes der Bayerischen Staatsforsten. Dieses hat zum Ziel, Totholz der Baumarten, die zur natürlichen Waldgesellschaft gehören, anzureichern. Viele Waldarten sind vom Vorkommen von Alt- und Totholz abhängig. Auch liegendes Totholz und Reisighaufen sind Teil des Ökosystems Wald. In den verschiedenen Zersetzungsstadien bieten sie vielen Vögeln, Kleintieren, Insekten und Pilzen eine wichtige Lebensgrundlage - als Wohnraum und als Nahrungsgrundlage. Die Anreicherung von Totholz ist damit ein Baustein von vielen, um die Artenvielfalt im Wald zu erhöhen und das Vorkommen einiger Arten langfristig zu sichern.

    Sobald das Wetter passt, wird der Weg wieder gerichtet. Winterschäden sowie Schäden, die durch die Verkehrssicherungsmaßnahme oder den Sturm Sabine entstanden sind, werden beseitigt. "Dann ist der Donauradweg bereit für die neue Radl-Saison.", so Revierleiterin Gierth.

    Weitere Informationen zum Thema Naturschutz finden Sie im Naturschutzkonzept der Bayerischen Staatsforsten

     

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    news-2157 Wed, 19 Feb 2020 07:58:13 +0100 Lebensraum für Kreuzotter und Feuersalamander http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2157&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=728f9e99b60521b9a9ad63aba2313fd8 Forstbetrieb Fichtelberg schafft Verbindungskorridor für wärmeliebende Arten

    19. Februar 2020, Warmensteinach - In den sonst dichten Wäldern im Steinachtal zwischen Weidenberg und Warmensteinach schaffen die Bayerischen Staatsforsten optimale Lebensbedingungen für wärmeliebende Arten. Eine ehemalige Stromleitungstrasse wird so hergerichtet, dass sie von Kreuzotter, Feuersalamander und anderen Tierarten als Lebensraum und Wanderkorridor genutzt werden kann.

    "Julian, gib Gas!", ruft Forstwirt Ewald Vogel seinem jungen Kollegen zu, der gut 30 Meter entfernt eine kleine motorgetriebene Winde bedient. Julian Brandner, Forstwirt-Azubi beim Forstbetrieb Fichtelberg zieht mit dem Hilfsmittel das dicke Bündel aus abgesägten kleinen Fichten und Buchen von der Freifläche an den Bestandsrand. Die Bäumchen und Zweige hatte Forstwirtschaftsmeister Manfred Schwanitz vorher mit der Motorsäge gefällt und dadurch die Schneise erweitert. Die drei arbeiten an einer neu geschaffenen Naturschutzfläche des Forstbetriebs Fichtelberg. Hier im Steinachtal bei Neuwerk verlief früher eine Hochspannungsleitung vom Talgrund den Hang hinauf und dann weiter nach Rügersberg. Die Stromleitung selbst wurde schon vor Jahrzehnten abgebaut, die Leitungstrasse war über die Jahre weitgehend mit Fichten und Buchen dicht zugewachsen.

    Jetzt schaffen die Forstmitarbeiter einen geeigneten Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten, die warme und sonnige Bedingungen brauchen. "Wir denken bei dieser Fläche an Kreuzotter und Feuersalamander." erklärt Manfred Schwanitz die Aktion. "Aber auch die vielfältige Insektenwelt wollen wir fördern, die wiederum den Vögeln als Nahrung dient."

    Das neugeschaffene Biotop umfasst eine Fläche von gut einem Hektar, das entspricht der Größe von fast zwei Fußballfeldern. Ein buchtiger Saum bildet einen sanften Übergang zum angrenzenden Hochwald. Die am Rand der Fläche zusammengezogenen Bündel aus abgeschnittenen Bäumchen dienen zukünftig als Nist- und Schlafplatz für allerlei tierische Waldbewohner. Auf der Freifläche wächst teilweise schon jetzt ein dichter Teppich aus Heidel- und Preiselbeersträuchern. Auch Besenheide und Ginster sollen sich hier in Zukunft weiter ausbreiten.

    Die Baumfällung wird noch im Februar abgeschlossen, um nicht im Frühjahr die Vogelbrut zu stören. Das war eine Auflage der Naturschutzbehörde, mit der die Maßnahme im Vorfeld intensiv abgestimmt wurde. Auch in den kommenden Jahren werden die Mitarbeiter des Forstbetriebs die Fläche regelmäßig pflegen, um diesen besonderen Lebensraum im Steinachtal zu erhalten.

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    news-2156 Fri, 14 Feb 2020 09:46:39 +0100 Kaniber startet Millionen-Programm für klimafeste Wälder http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2156&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7e4901ff2b3a61768032745d52145615 Pressemitteilung des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

    14. Februar 2020, München - Mit einem millionenschweren Förderprogramm will Staatsministerin Michaela Kaniber den Aufbau klimafester und artenreicher Wälder im Freistaat vorantreiben. Die Ministerin hat dazu die Zuschüsse für private Waldbesitzer und Kommunen, die zukunftsfähige Mischwälder pflanzen, pflegen und erhalten, nahezu verdoppelt: Der Freistaat übernimmt damit künftig bis zu 90 Prozent der entstehenden Kosten. "Unsere Wälder leiden sehr unter dem Klimawandel. Wir müssen sie stärken und für die Zukunft rüsten, damit wir sie für unsere Kinder und Enkel erhalten können", sagte Kaniber in München. Weil klimafeste Zukunftswälder allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen, lasse der Freistaat die Waldbesitzer bei dieser Riesenaufgabe nicht allein.

    Bis zu 80 Millionen Euro, davon rund 30 Millionen Euro Bundesmittel, will die Ministerin allein heuer bereitstellen. Sie erwartet sich davon kräftigen Rückenwind für den Umbau labiler Nadelwälder und eine rasche Wiederbewaldung der durch Stürme, Dürre oder Schädlinge entstandenen Kahlflächen. Besondere Herausforderung sind laut Kaniber die in Bayern oft geringen Besitzgrößen: 56 Prozent der Wälder - rund 1,5 Millionen Hektar - sind auf 700.000 private Waldbesitzer verteilt. 12 Prozent der Wälder gehören den Kommunen, 30 Prozent dem Staat und zwei Prozent dem Bund.

    Der Ministerin zufolge ist der Wald nicht nur Betroffener des Klimawandels, sondern auch wichtiger Teil der Lösung. Wälder seien als Klimaspeicher von unschätzbarem Wert. "Wenn Bäume wachsen, entziehen sie der Atmosphäre Kohlendioxid und speichern es als Kohlenstoff im Holz - allein in Bayern rund 27 Millionen Tonnen pro Jahr", so Kaniber. Weil aber sterbende Bäume das Klimagas wieder freisetzen, sei es entscheidend, die Wälder auf Dauer intakt, stabil und vital zu halten. Dafür brauche es Baumarten, die dem Klima der Zukunft standhalten können. Zudem seien die Waldbesitzer gut beraten, in ihren Wäldern künftig auf drei oder mehr unterschiedliche Baumarten zu setzen - um klimabedingte Risiken zu streuen. Weil es hier an Erfahrung oft fehlt, hat die Ministerin jetzt von einer Arbeitsgruppe aus Wissenschaftlern und Praktikern Leitlinien für die Praxis erarbeiten lassen. Sie zeigen Chancen und Risiken für bereits etablierte sowie alternative Baumarten und sollen die Auswahl geeigneter Baumarten für stabile Zukunftswälder erleichtern.

    Die Leitlinien werden laut Kaniber im Zuge neuer Erkenntnisse und Erfahrungen aus Wissenschaft und Praxis stetig weiterentwickelt. Sie sind ein Gemeinschaftsprojekt des Forstministeriums mit der TU München, der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, der Universität Bayreuth, der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, dem Bayerischen Amt für Waldgenetik sowie Fachleuten der Forstverwaltung und der Bayerischen Staatsforsten.

    Das neue Förderprogramm sowie die Leitlinien "Baumarten für den Klimawald" finden sich im Internet unter

    www.waldbesitzer-portal.bayern.de/foerderung
    www.waldbesitzer-portal.bayern.de/klimawald-baumarten

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    news-2155 Thu, 13 Feb 2020 14:40:25 +0100 Lebensgefahr im Wald – die Folgen des Sturmtiefs Sabine http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2155&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a4a507170403dabac0210c28cec003ed 13. Februar 2020, Weißenhorn - Das Sturmtief Sabine hinterlässt in den Wäldern des Forstbetriebes Weißenhorn seine Spuren. Die Bayerischen Staatsforsten warnen aufgrund der aktuellen Sturmschäden vor dem Betreten des Waldes. Es herrscht mancherorts Lebensgefahr wegen umfallender Bäume oder herabfallender Baumteile und Äste.

    Noch sind nicht alle Waldwege wieder passierbar. Viele sind durch Bäume oder Äste blockiert. Die Mitarbeiter des Forstbetriebes Weißenhorn arbeiten daran, die Wege frei zu schneiden und damit auch die Möglichkeit zu erhalten, den Schaden in den Wäldern abzuschätzen. "Wir bemühen uns die Hauptwege im Wald freizuräumen und die größten Gefahren zeitnah zu beseitigen", so Linda Madl, Forstbetriebsleiterin des Forstbetriebs Weißenhorn.

    Um Unfälle zu vermeiden sollten Spaziergänger vor allem die Bereiche mit Windwürfen und -brüchen unbedingt meiden. Auch bei einzelnen schräg hängenden Bäumen besteht Lebensgefahr! Vorgeschädigte Bäume könnten bereits bei leichtem Wind umfallen. Gleiches gilt für angebrochene oder lose Äste.

    Sind die Wege frei, beginnt das Aufräumen der Schäden im Waldbestand. Hier ist vor allem die schnelle Aufarbeitung von geschädigten Fichten und abgebrochenen Fichtenkronen von Bedeutung. Diese bieten dem Borkenkäfer im Sommer ideales Brutmaterial. Um eine massive Vermehrung der Borkenkäfer zu verhindern, muss daher das Holz möglichst rasch aus dem Wald gebracht werden. Die Arbeiten können zu kurzfristigen Sperrungen der Waldwege führen. Der Forstbetrieb bittet hier um Verständnis.

    Hier finden Sie weitere Informationen zum Forstbetrieb Weißenhorn und zum Thema Sturm bzw. Borkenkäfer.

     

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    news-2154 Wed, 12 Feb 2020 07:00:40 +0100 Sturmschäden im Wald: Forstbetrieb rät dringend von Waldbesuchen ab http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2154&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cb17b5c6d87089f76e4ffbdcf89f31df 11. Februar 2020, Ottobeuren -  Im Bereich des Forstbetriebes Ottobeuren der Bayerischen Staatsforsten hat Orkan Sabine zahlreiche Bäume entwurzelt oder gebrochen. Verbreitet sind die Forstwege durch querliegende Bäume blockiert. Der Schaden lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht belastbar quantifizieren.

    Der Forstbetrieb rät dringend von Waldbesuchen ab: Vorgeschädigte Bäume können bereits bei leichtem Wind umfallen. Gleiches gilt für angebrochene oder lose hängende Äste oder Wipfel, die unvermittelt herunterfallen können. „Wir warnen eindringlich davor, die Gefahrenlage zu unterschätzen. Im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit: Bleiben Sie dem Wald fern!“, so Forstbetriebsleiter Dr. Hermann S. Walter.

    Sobald es die Wetterlage zulässt, werden zunächst die Hauptwege freigeschnitten. Die verstreut liegenden Hölzer gilt es anschließend rasch aufzuarbeiten. Wenn der Borkenkäfer im April ausfliegt, bietet das vom Sturm geworfene Holz dem Käfer optimalen Brutraum. Das Holz muss daher rechtzeitig aufgearbeitet und aus dem Wald gebracht werden, um einer möglichen Borkenkäferkalamität vorzubeugen. Bei der anstehenden Sturmholzaufarbeitung im gesamten Betriebsbereich bittet der Forstbetrieb Ottobeuren um Verständnis für die im Rahmen der Aufräumarbeiten erforderlichen kurzfristigen Straßen- und Wegesperrungen.

    Der Forstbetrieb Ottobeuren ist einer von 41 Forstbetrieben der Bayerischen Staatsforsten und bewirtschaftet mit rund 50 Beschäftigten den Staatswald von der Schotterriedellandschaft über das Vorallgäu in die bewegte Allgäuer Jungmoränenlandschaft hinein. Nährstoffreiche Böden und reichlich Niederschläge erlauben den Bäumen herausragende Wuchsleistungen. Fichtendominierte Wälder werden sukzessive in standortgerechte Mischwälder mit Tanne, Buche und Edellaubbäumen umgebaut. Der Forstbetrieb setzt dabei auf eine naturnahe Forstwirtschaft mit einzelstammweiser Nutzung ohne Kahlschlag, erhöht den Totholzvorrat als elementares Strukturmerkmal für mehr Artenvielfalt im Wald, schützt dauerhaft Biotopbäume, setzt konsequent auf die natürliche Verjüngung unserer Wälder und schafft Raum für Erholungssuchende. Mehr Informationen auf der Website des Forstbetrieb Ottobeuren.

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    news-2153 Wed, 12 Feb 2020 06:56:31 +0100 Die stürmische „Sabine“ und ihre Folgen im Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2153&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=90806b334475ce05311864c9ba4122de Orkan verursacht nur geringe Schäden im Forstbetrieb Fichtelberg

    10. Februar 2020, Fichtelberg – Einigermaßen glimpflich ist der Wald im Fichtelgebirge davongekommen, als am Montag früh das Orkantief „Sabine“ über die Region hinwegfegte. Lediglich einzelne Bäume konnten dem Wind nicht widerstehen und wurden ausgewurzelt und umgeworfen.

    Umgestürzte oder abgebrochene Bäume, blockierte Straßen und Wege – das waren im Fichtelgebirge zum Glück die Ausnahmen in der Folge des Sturmtiefs „Sabine“. Erleichtert kann Winfried Pfahler, Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg, Entwarnung geben: „Manche Forststraßen und Wanderwege sind wegen umgestürzter Bäume noch nicht passierbar. Soweit wir jetzt sehen, sind aber keine größeren Schäden in unseren Wäldern entstanden“ resümiert der Forstchef von Fichtelberg und in dieser Funktion zuständig für den Staatswald im westlichen und südlichen Fichtelgebirge. „Unsere Mitarbeiter sind im Moment unterwegs, verschaffen sich ein Bild vor Ort und räumen die Wege wieder frei.“

    Dem Wald ist zugutegekommen, dass die Bäume wegen des außergewöhnlich milden Winters nicht von Schnee und Eis bedeckt waren. Dadurch konnte sie der Sturm nicht so leicht aus dem Gleichgewicht bringen und umwerfen.

    Von Waldspaziergängen rät der Forstbetriebsleiter in den nächsten Tagen eher ab. Von den teilweise vom Sturm angeschoben, labilen Bäumen und angebrochenen Ästen geht besonders bei Wind eine erhebliche Gefahr aus. Unvermittelt können sie herabstürzen und die Spaziergänger in Gefahr bringen. Winfried Pfahler: „Wir bitten um Verständnis, wenn in nächster Zeit Forstwege und Wandersteige nicht benutzt werden können. Aber wir arbeiten daran, dass Sie in wenigen Tagen wieder sicher im Wald unterwegs sein können.“

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    news-2152 Tue, 11 Feb 2020 10:29:39 +0100 Forstbetrieb Nordhalben: Soziales Engagement http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2152&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=631a82f3b43599becf3ca00d02cc917e 11. Februar 2020, Nordhalben - Zum „Nikolausmarkt“ in Nordhalben im vergangenen Dezember haben viele Kolleginnen und Kollegen Weihnachtsgeschenke gebastelt oder Holzkunstwerke hergestellt. Auf dem großen BaySF-Stand fanden diese Kunstwerke und Geschenke reißenden Absatz. Der Forstbetrieb und die Kolleginnen und Kollegen aus dem Büro konnten deshalb am 10. Februar zwei großzügige Spenden an soziale Projekte mit ehrenamtlich tätigen Helfern übergeben:

    • Förderverein Naturerlebnisbad Nordhalben (Alle Kinder sollen schwimmen lernen! Außerdem können unsere Beschäftigten im Naturerlebnisbad in Nordhalben etwas für Ihre eigene Gesundheit tun – im Sinne des Betrieblichen Gesundheitsmanagements)

    • Wünschewagen-Franken (mit diesem Wünschewagen kann sterbenskranken Menschen ein letzter, sehnlicher Wunsch erfüllt werden, wie z.B. ein letztes Mal nach Hause zur Familie, ein letztes Mal an einen bestimmten Aussichtspunkt…). Infos unter:  www.wuenschewagen-franken.de
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    news-2151 Mon, 10 Feb 2020 11:20:25 +0100 Sturmtief Sabine: Wälder und Bäume meiden! http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2151&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=34a617d9161f19423c6229046ba21fa1 Pressemitteilung des Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

    10. Februar 2020, München – Wegen Sturmtief Sabine ruft Forstministerin Michaela Kaniber die Bevölkerung auf, alle Wälder und Bäume wo immer es geht zu meiden. „Bei den aktuellen Windstärken können selbst stabil verwurzelte Bäume unvermittelt umfallen oder große Äste verlieren. Gehen oder fahren Sie nicht durch Wälder und halten Sie sich nicht unter Bäumen auf!“, sagte die Ministerin.Laut den Meteorologen soll bis einschließlich Dienstag das stürmische Wetter mit Orkanböen in Bayern anhalten. Starker bis stürmischer Wind ist auch danach noch zu erwarten. Das Ministerium empfiehlt, auch nach Abklingen der Stürme auf Waldbesuche einige Tage zu verzichten, weil die von Bäumen ausgehende Gefahr nach Stürmen dieser Stärke länger anhält.

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    news-2150 Fri, 07 Feb 2020 13:12:46 +0100 Borkenkäfer gefährdet Naturschutzgebiet http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2150&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=479c26c4fb1a33b41291a2139684856f Zwingend notwendiger Bau eines Rückeweges im Naturschutzgebiet Salzberg

    05. Februar 2020, Neuendorf/Hammelburg – Die vergangenen zwei viel zu trockenen Jahre haben zu einer Massenvermehrung bei dem Borkenkäfer an der Fichte geführt. Auch der Staatswald im Salzberg, ein Naturschutzgebiet mit sehr viel Fichten zwischen Hofstetten und Steinbach ist seitdem stark betroffen. Nun ist der Käferbefall auch in die nicht erreichbaren Lagen direkt am Steilhang oberhalb des Mains vorgedrungen, was den Bau eines neuen Rückeweges unumgänglich macht.

    Im Naturschutzgebiet Salzberg zwischen Hofstetten und Steinbach, in dem sich früher eine – inzwischen erloschene Graureiherkolonie befand – hat der zuständige Forstbetrieb Hammelburg mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen. Nachdem dort bereits in den vergangenen beiden Trockenjahren in den vorherrschenden Fichtenbeständen massive Borkenkäferschäden aufgetreten sind, hat der Baumschädling nunmehr die unerschlossenen Hangbereiche befallen. Da in den kommenden Jahren ein noch stärkerer Befall zu befürchten ist, droht sich dort der gesamte Fichtenbestand aufzulösen, so dass eine große Kahlfläche im ausgewiesenen Schutzwald entstünde. Dem kann nur mit dem Fällen und Abtransport des befallenen Holzes begegnet werden. Da jedoch kein Weg zu den aktuell etwa 100-150 betroffenen Bäumen führt, wurde jetzt vom Forstbetrieb Hammelburg die Genehmigung zum Bau eines Rückeweges bei der Höheren Naturschutzbehörde an der Regierung von Unterfranken beantragt. Diese ist zuständig für derartige Befreiungen von der Naturschutzgebietsverordnung. Um gemeinsam die Problematik zu diskutieren, fand zusammen mit Vertretern des Amtes für Landwirtschaft und Forsten, dem Landratsamt Karlstadt, der Höheren Naturschutzbehörde und dem Forstbetrieb ein vor Ort Termin statt, bei dem sämtliche Möglichkeiten diskutiert worden sind. Dabei kam man übereinstimmend zu der Überzeugung, dass es keine realistischen Alternativen zu dem Neubau eines Rückeweges gibt, sodass die Höhere Naturschutzbehörde die Ausnahmegenehmigung erteilt hat.

    In dem Bescheid der Höheren Naturschutzbehörde wurde auch das starke öffentliche Interesse betont, um noch viel weitergehende Schäden – auch an den angrenzenden Privatwäldern – verhindern zu können. Die Eingriffe sollen dabei so schonend wie möglich erfolgen, was sich auch in diversen Auflagen der Behörde niederschlägt. Daniel Zippert (Forstbetriebsleiter) und Axel Scholz (Revierleiter), die beiden zuständigen Vertreter der Bayerischen Staatsforsten versichern, dass es wirklich zwingend notwendig ist diesen Weg zu bauen um sowohl den Borkenkäfer zu bekämpfen als auch die Straßenverkehrssicherung der MSP11 dauerhaft zu gewährleisten. „Wir werden die Eingriffe im Naturschutzgebiet so gering wie möglich halten“ so Daniel Zippert „und es ist uns bewusst, dass wir uns hier in einem Spannungsfeld bewegen, aber es gibt hier wirklich keine Alternative, wenn wir die gesetzlichen Vorgaben des Waldgesetzes und die Straßensicherung gewährleisten wollen. Zippert und Scholz bitten für die Maßnahme und auch die Einschränkungen bei der Straßenbenutzung während der Bauzeit um das Verständnis der Bevölkerung.

    Während der ca. 2- bis 3-wöchigen Arbeiten (Trassenaufhieb, Baggerarbeiten, Einschlag und Abtransport der Käferfichten) kommt es ab dem 6. Februar 2020 auf der Kreisstraße MSP 11 zwischen Hofstetten und Steinbach durch zeitweise Straßensperrungen immer wieder zu Behinderungen.

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    news-2149 Thu, 06 Feb 2020 08:35:19 +0100 Schwedische Förster besuchen bayerische Wälder in Simbach http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2149&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=185ee72decb299f439ea9a1a2caeeec4 Schweden haben großes Interesse am erfolgreichen Borkenkäfermanagement der Bayerischen

    05. Februar 2020, Wasserburg/Simbach -  Eine hochrangig besetzte Delegation der schwedischen Forstverwaltung „Skogsstyrelsen“ besuchte den Forstbetrieb Wasserburg der Bayerischen Staatsforsten, um sich über die Bekämpfung des Borkenkäfers zu informieren. Vor allem die selbst entwickelte App „ZE-Insekt“ und ein klimaangepasster Waldumbau standen dabei im Mittelpunkt. Auch Schweden wird zukünftig bedingt durch den Klimawandel vermehrt mit Borkenkäfer zu kämpfen haben. Darauf wollen die Skandinavier vorbereitet sein und holten sich daher Handlungsempfehlungen von ihren bayerischen Kollegen.

    Grund für dieses länderübergreifende Zusammentreffen war eine Anfrage seitens des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, vertreten durch Ralf Petercord. Das waldreiche Schweden wird in jüngster Zeit deutlich stärker von Borkenkäferplagen heimgesucht als bisher. Die ca. 4mm großen Insekten bohren sich vorzugsweise in die Rinde von Fichten ein. Der befallene Baum versucht sich noch durch Harzbildung zu retten, in trockenen und warmen Jahren führt er allerdings einen aussichtlosen Kampf. Umso dringlicher ist dort der Handlungsbedarf.

    „Die frühzeitige Suche nach befallenen Fichten und die rasche Aufarbeitung sind die wichtigsten Aspekte eines wirkungsvollen Borkenkäfermanagements“, erklärte Forstbetriebsleiter Heinz Utschig den schwedischen Kollegen. In wenigen Wochen wird am Forstbetrieb Wasserburg bereits mit der Suche nach befallen Bäumen begonnen. Eine Mannschaft von 80 Personen sucht hierbei 20.000 ha in vier Tagen ab. In Zukunft könnten hier z.B. auch Drohnen unterstützen, deren Einsatz derzeit jedoch nur eingeschränkt sinnvoll ist. „Wenn die Drohne eine befallene Fichte erkennt, ist es meist schon zu spät“ sagte Petercord. Um eine schnelle Aufarbeitung zu ermöglichen setzen die Bayerischen Staatsforsten die eigens entwickelte Smartphone-App „ZE-Insekt“ ein. GPS-Koordinaten, Anzahl befallener Bäume sowie das Entwicklungsstadium des Borkenkäfers werden darin erfasst. Diese Informationen stehen tagesaktuell dem Forstbetrieb zur Verfügung und beschleunigen die Koordination des eingesetzten Personals. Eine Bagatellgrenze gibt es hierbei nicht: „Wir arbeiten jeden vom Borkenkäfer befallenen Baum auf“ bekräftigte Martin Klinger, Revierleiter in Simbach.

    Die Bekämpfung erfolgt nicht nur akut an geschädigten Bäumen, sondern auch längerfristig durch einen gezielten Waldumbau. So werden bereits seit den achtziger Jahren vor allem Buchen, Tannen und Douglasien unter Fichten gepflanzt. Die Bestände werden dadurch stabiler gegenüber Stürmen und Trockenheit. Sollte dennoch ein Schadereignis auftreten und die Altbäume absterben, ist bereits eine neue Generation an Waldbäumen vorhanden. „Ziel einer effektiven Bekämpfung ist die Vermeidung von großen Kahlflächen“ sagte Utschig.

    Das Borkenkäfermanagement des Forstbetriebes Wasserburg traf auf großes Interesse. Mit vielen Ideen und einem guten Gefühl wieder „Herr der Lage“ werden zu können traten die schwedischen Forstleute die Heimreise an. „Heute war ein Tag der Hoffnung“ mit diesem Satz fasste Herman Sundqvist, Leiter der Schwedischen Forstverwaltung, den Tag treffend zusammen.  

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    news-2148 Mon, 03 Feb 2020 13:30:53 +0100 Die Bayerischen Staatsforsten und die Forstverwaltung wünschen gute Erholung http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2148&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a6ef50e63850b8bf569f25eaec329c99 Neue Sitzgruppen laden zum Wandern und Verweilen im Wald ein

    03. Februar 2020, Ebern/Stöckach/Oberelsbach - Was gibt es schöneres, als einen Waldspaziergang an der frischen Luft und dazu vielleicht noch eine Rast mit einer kleinen Brotzeit? In einem gemeinschaftlichen Projekt haben Bayerische Staatsforsten und die Bayerische Forstverwaltung dafür gesorgt, dass diese Rast nun an einigen Stellen in den Hassbergen und im Landkreis Rhön-Grabfeld auf nagelneuen Sitzgruppen stattfinden kann. Hier gibt es auch einen Tisch für die Brotzeit und falls die Wintersonne einmal schwächelt und ein paar Regentropfen fallen, auch ein Dach über dem Kopf.

    Eine der Sitzgruppen findet sich in der Nähe von Reutersbrunn am Wanderparkplatz Schafwiese bei der Zufahrt zur alten Schießanlage. Eine andere am Waldeingang in der Nähe von Stöckach. Gleich drei Sitzgruppen wurden im Revier Stockheim aufgestellt: eine im Distrikt Heidelberg, eine im Distrikt Höhn und eine in der Nähe von Oberelsbach direkt am Waldlehrpfad am Gangolfsberg.

    Finanziert wurden die Sitzgruppen im Rahmen der „besonderen Gemeinwohlleistungen“ von der Bayerischen Forstverwaltung. Aufgestellt wurden Sie dann vom Forstbetrieb Bad Königshofen der Bayerischen Staatsforsten. Beide Organisationen wünschen gute Erholung.

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    news-2147 Thu, 30 Jan 2020 17:32:17 +0100 Echte Wintersportler… http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2147&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b352c9bfaa420f906ea2dcb7cbf3529c 30.01.2020, Sonthofen - ...nennt Förster Johann Elmar Mayr vom Forstbetrieb Sonthofen die Schneeflöhe. Derzeit kann man ihnen massenhaft in seinem Staatswaldrevier im Kürnacher Wald und anderswo begegnen. 

    Regelmäßig verlassen Schneeflöhe bei Temperaturen um den Gefrierpunkt die Bodenstreu im Wald und wechseln an vielen Stellen zu zigtausenden auf die Schneeoberfläche. Sie erschließen so neue Nahrungsgebiete: Algen, die im Schnee wachsen. Förster Johann Mayr: „Sie nutzen besonders gerne Fahr- oder Trittspuren als Schneeautobahnen und wirken dann auf den ersten Blick wie eine Wolke aus Rußpartikeln.“

    Rückt man ihnen mit den Augen auf den Pelz, bemerkt man erst die kleinen Tierchen, die gerade mal knapp zwei Millimeter Länge erreichen. Sehr lebendig geht es da zu! „Apropos Pelz, – Schneeflöhe begeben sich nackt auf ihre Winterwanderschaft und frieren trotzdem nicht. Sie genehmigen sich nämlich einen kräftigen Schluck Frostschutzmittel, das sie speziell aus ihrer Algennahrung herstellen“, weiß der Staatsforsten-Revierleiter zu berichten „Mutter Natur hat sie also bestens für Winterausflüge ausgestattet!“

    Was die sportliche Leistung angeht – sie springen ohne Mühe aus dem Stand das 50-fache ihrer Körpergröße! Die Sprungkraft ist übrigens das einzige, was sie mit den blutsaugenden Flöhen gemeinsam haben, die wir Menschen und unsere Haustiere so fürchten. „Schneeflöhe dagegen gehören zu den Abermillionen kleinen unterirdischen Helfern, die ganz unspektakulär im Wald Pflanzenrückstände zu fruchtbarem Humus umarbeiten. Auf dem Schnee sehen wir sie jetzt sozusagen schwarz auf weiß“, freut sich der Förster vom Staatsforstenbetrieb Sonthofen.

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    Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
    news-2146 Thu, 30 Jan 2020 14:28:43 +0100 Wildfütterung „Schattenwald“ ab 7. Februar geöffnet http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2146&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e3ceaa0da16416bcb0cf86b3b21aaf15 Die Bayerischen Staatsforsten laden auch heuer wieder die örtliche Bevölkerung und alle Feriengäste zum Besuch einer Rotwildfütterung ein. Die Schaufütterung des Forstbetriebs Oberammergau im „Schattenwald“ bei Graswang öffnet heuer am Freitag, den 7. Februar. Unter fachkundiger Anleitung eines Berufsjägers können große und vor allem kleine Besucher Wissenswertes zur Tierart Rotwild und zum Fütterungsbetrieb erfahren und natürlich eine Menge Rotwild in freier Natur beobachten, wenn es in der Dämmerung an die Fütterung kommt.

    Die Fütterung im ca. 35 ha großen Wintergatter, die in der Winterzeit 80 Stück Rotwild aufnimmt, wird eine Stunde vor Dunkelheit geöffnet. Beginn der Fütterung ist momentan etwa um 17:00 Uhr. Die Fütterung einschließlich der Erläuterungen dauert ca. 1 Stunde.

    Das Wintergatter „Schattenwald“ bei Graswang ist ab 7. Februar bis Mitte März jeweils Freitags, Samstags und Sonntags geöffnet, in den bayerischen Faschingsferien täglich. Der Fußweg zur Wildfütterung ist ab Graswang, Parkplatz „Schattenwaldweg“ beschildert und dauert ca. 15 Minuten. Der Eintrittspreis beträgt für Kinder ab 6 Jahren 1,- € und für Erwachsene 3,- €. Kinder bis 5 Jahre sind frei. Hunde dürfen zur Schaufütterung leider nicht mitgebracht werden.

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    news-2144 Tue, 28 Jan 2020 17:05:31 +0100 Grundschule Bodenwöhr erkundet Holzvollernter http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2144&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=25f5e8ad67edbc6e73989c6a348319c4 Forsttechnik der Bayerischen Staatsforsten zeigen Harvester Auf Einladung des Leiters der Forsttechnik in Bodenwöhr besuchte die Grundschule Bodenwöhr einen Harvesterhieb am Schlossberg direkt am Hammersee. Die Kinder freuten sich über den Ausflug und lernten interessante Dinge über den Wald und dessen Bewirtschaftung kennen. Die großen und dennoch sehr pfleglichen modernen Holzerntemaschinen der ForsttechnikBaySF waren natürlich das Highlight. Die Schüler konnten aus sicherem Abstand die Holzernte mit Forsttechnik - dem Kettenharvester mit Stehendentnahme - zusehen. Auch der Rückezug konnte bei der Arbeit beobachtet werden.

    Die Grundschüler hatten einen abwechslungsreichen Vormittag, bekamen Einblicke in die Arbeit der Waldbewirtschaftung und konnten sich ein Bild von der pfleglichen und nachhaltigen Forstwirtschaft im bayerischen Staatswald machen.

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    news-2143 Tue, 28 Jan 2020 16:56:31 +0100 Klimaschutz beginnt im Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2143&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ad0e47218948ef8661c9100431234b17 Forstbetrieb Hammelburg arbeitet am Klimawald von morgen (22.01.2020) – Neuwirtshaus/Hammelburg – Durch die Umwandlung nicht standortgemäßer Nadelholzreinbestände in widerstandsfähige Mischwälder und einer gezielten Waldbewirtschaftung für mehr Mischung, Struktur und Stabilität, sichert der Forstbetrieb Hammelburg die Zukunft des bayerischen Staatswaldes. Das ist wichtig, denn der Wald hat eine herausragende Bedeutung in Zeiten des Klimawandels.

    CO2 ist die Hauptursache des gegenwärtigen Klimawandels. Ein gesunder, wachsender Wald dagegen ist der beste CO2-Speicher, den es gibt. Deshalb ist es oberstes Ziel der Bayerischen Staatsforsten, die bayerischen Staatswälder gesund zu erhalten. Es wird dafür gesorgt, dass junger Wald nachwächst. Der junge, nachwachsende Wald entzieht der Atmosphäre durch seinen hohen Holzzuwachs am meisten CO2. Ein alter, stillgelegter Wald speichert weniger CO2 und gibt in der Zerfallsphase das gespeicherte CO2 sogar teilweise wieder ab.

    Der neue Wald, der im Forstbetrieb Hammelburg sowie im gesamten bayerischen Staatswald wächst, entsteht zu drei Vierteln aus Naturverjüngung. Zudem wird verstärkt der Klimawald der Zukunft auch gepflanzt. Vor allem in Wäldern, die von Trockenheit, Borkenkäfern und Sturm besonders geschädigt werden im Moment Schwerpunkte gesetzt. Dazu werden Schadflächen mit klimatoleranten Baumarten bepflanzt. Hierbei sind insbesondere Eichen und Tannen sowie Douglasien, Esskastanien und Roteichen vorgesehen.

    Im Forstbetrieb Hammelburg haben die außergewöhnlich warmen und trockenen Jahre 2018 und 2019 auch ihre Spuren hinterlassen. An vielen Stellen ist vor allem die Fichte aufgrund von Borkenkäferschäden ausgefallen, aber auch einzelne Sturmereignisse haben bestehenden Fichtenwald zerstört. In den letzten beiden Jahren hatte der Forstbetrieb Hammelburg deswegen jeweils 10-mal so viel Fichtenschadholz wie im Durchschnitt der vorhergehenden Jahre. Oftmals befindet sich bereits Verjüngung unter dem Kronendach der Altbäume. Allerdings gibt es auch immer wieder Kahlflächen, die nun Zug um Zug wiederbestockt werden müssen.

    In Hammelburg hat man sich entschlossen die Kahlflächen vor allem mit Eichen zu bepflanzen. Die Eiche ist in Unterfranken die heimische Baumart, die am besten mit dem zukünftigen Klima zurecht kommen wird. Als Lichtbaumartbenötigt sie aber in der Jugendphase sehr viel Licht, damit sie sich gegenüber anderen Baumarten gut behaupten kann. Gerade schwierige Standortverhältnisse wie sie z.B. im Bereich des Neuwirtshauser Forstes oft vorkommen sind für die Eiche mit ihrer tiefgehenden und starken Pfahlwurzel besser geeignet als für andere Baumarten. Ausserdem verfügt der Forstbetrieb nach dem Eichen-Mastjahr 2018 über ausreichend Pflanzmaterial, das man in der unternehmenseigenen Baumschule in Bayreuth letztes Jahr hat nachziehen lassen.

    Besonders froh ist man in Hammelburg über die hohe Akzeptanz der Waldwirtschaftung die im weit überwiegenden Teil der Bevölkerung vorhanden ist, wie z.B. beim Kohlenmeilerteam aus Neuwirtshaus. Der gemeinnützige Verein hat sich spontan angeboten mit einer Pflanzaktion die Idee des Klimawaldes zu unterstützen. Ausgestattet mit Pflanzwerkzeugen des Forstbetriebes und unterstützt von Forstwirt xy