Bayerische Staatsforsten http://www.baysf.de/ de-de Bayerische Staatsforsten Mon, 22 Jul 2019 13:20:56 +0200 Mon, 22 Jul 2019 13:20:56 +0200 news-1989 Fri, 19 Jul 2019 10:00:00 +0200 Forstbetrieb Schnaittenbach unter neuer Leitung http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1989&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=edbb81c1e7a1735921d6fd7cc0979645 Stabübergabe am Forstbetrieb Schnaittenbach: Der bisherige Leiter der Unternehmenskommunikation der Bayerischen Staatsforsten, Philipp Bahnmüller, übernimmt zum 1. August die Leitung des oberpfälzischen Forstbetriebs. Sein Vorgänger Rudolf Zwicknagl wechselt an den Forstbetrieb Roding.

„Der Forstbetrieb Schnaittenbach ist auch künftig in guten Händen!“ So fasste der Vorstandsvorsitzende Martin Neumeyer den Wechsel in der Leitung des Forstbetriebs Schnaittenbach zusammen. „Mit Philipp Bahnmüller habe ich in den vergangenen Jahren eng zusammengearbeitet, und so wie er bisher die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit umsichtig und mit Sachverstand koordiniert hat, wird er auch seine neue Aufgabe meistern“, so Neumeyer.

Eine Aufgabe, die Bahnmüller voller Vorfreude angeht: „Nach einer Reihe von Jahren in der Öffentlichkeitsarbeit freue ich mich sehr auf die vor mir liegende Herausforderung, auf die Menschen und den Wald hier in der Region.“ Er werde versuchen, so Bahnmüller, die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers fortzuführen. „Wir müssen unsere Wälder angesichts des Klimawandels möglichst schnell fit machen für die anstehenden Veränderungen“, so Bahnmüller. „Waldumbau heißt das Gebot der Stunde!“ Dies gelte es nicht nur umzusetzen, sagte Bahnmüller, sondern der Öffentlichkeit auch gut zu erklären. „Nur dann erhält die Forstwirtschaft auch das Ansehen, das sie verdient.“

Der 41-jährige Philipp Bahnmüller stammt aus dem Rheinland. Nach dem Studium der Forstwissenschaft in Freiburg begann er seine berufliche Laufbahn 2004 bei einer Kommunikationsagentur, die auch die Öffentlichkeitsarbeit des damaligen Holzabsatzfonds betreute. Ab 2007 leitete Bahnmüller die Öffentlichkeitsarbeit des größten deutschen Forstzertifizieres PEFC, nach dessen Kriterien auch der bayerische Staatswald zertifiziert ist. 2010 wechselte er zu den Bayerischen Staatsforsten in die Unternehmenskommunikation, deren Leitung er 2013 übernahm. Von August bis Dezember 2018 war Bahnmüller stellvertretender Forstbetriebsleiter in Roding.

Vorgänger Rudolf Zwicknagl wurde 1971 in der Nähe von Roding in der Oberpfalz geboren. Nach dem Studium der Forstwissenschaft begann sein forstlicher Werdegang Ende der neunziger Jahre an den damaligen Forstämtern Burglengenfeld und Selb und der Forstdirektion Schwaben. Nach zwei Jahr an der Forstdirektion Oberfranken-Mittelfranken wechselte er 2004 an das Forstministerium in München und schließlich 2005 zu den neu gegründeten Bayerischen Staatsforsten nach Regensburg, wo er die Leitung der Unternehmensentwicklung übernahm. Ab 2013 leitete er den Staatsforstbetrieb in Heigenbrücken, seit 2016 den Forstbetrieb Schnaittenbach. Zum 1. Juli wechselte Zwicknagl in den Nachbarforstbetrieb nach Roding.

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news-1990 Thu, 18 Jul 2019 15:45:35 +0200 „Der Klimawandel wirkt immer stärker“ http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1990&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4943a795431dfeb2ff6f4d520a8c167a In einem Interview mit dem Münchner Merkur äußert sich der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten zur Rolle des Waldes in Zeiten des Klimawandels:

Artikel: Der Klimawandel wirkt immer stärker

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news-1988 Thu, 18 Jul 2019 14:08:41 +0200 Aus dem Wald auf den Grill http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1988&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=095c8f90947f086e42c4cfb53ede51c0 Neuer Wildbretverkäufer am Forstbetrieb Fichtelberg (17.07.2019) Fichtelberg. – Der Forstbetrieb Fichtelberg erweitert sein Wildbret-Angebot. Neu im Sortiment ist jetzt Grillfleisch von Reh, Hirsch und Wildschwein. Der Impuls dafür kam von Wolfgang Kneidl, einem neuen Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten.

Vor wenigen Wochen hat sich am Forstbetrieb Fichtelberg ein Wechsel vollzogen. Klaus Schmidt, stellvertretender Teamleiter im Büro, ging in den Ruhestand. Sein Nachfolger ist Wolfgang Kneidl aus Nagel. Er ist gelernter Bürokaufmann und hat bisher unter anderem in seiner Heimatgemeinde eine Metzgerei geführt. „In dieser Kombination ist er für die Stelle als stellvertretender Teamleiter natürlich unsere Traumbesetzung“ verrät Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs in Fichtelberg. „Einerseits kümmert er sich um Lohnabrechnung und Personalfragen unserer Forstwirte. Andererseits organisiert er die Vermarktung unseres Wildbrets. Und da hat er gleich aus seiner beruflichen Erfahrung heraus neue Impulse gesetzt“ schwärmt der Forstchef.

So bietet der Forstbetrieb Fichtelberg nicht nur die bewährten küchenfertigen Bratenstücke vom Reh, Hirsch und Wildschwein. Neu im Sortiment sind Wildbretportionen für Grill oder Pfanne. „Gerade jetzt im Sommer ist die Nachfrage nach Fleisch zum Grillen groß“ stellt der Metzgermeister und Wildbretfachmann Wolfgang Kneidl fest. „Dafür bieten wir Keulensteaks vom Reh, Wildschweinrücken, Rotwild-Filets und viele andere Teile, die vom Grill einfach lecker sind - alles aus der Region, alles frisch. Und die Zubereitung ist denkbar einfach: je nach persönlichem Geschmack kurz marinieren, würzen und für ein paar Minuten auf den Grill – fertig ist ein schmackhaftes und gesundes Wildgericht.“ Nachstehend finden Sie das Lieblingsgrillrezept von Wolfgang Kneidl.

Der Wildbretverkauf am Forstbetrieb Fichtelberg ist immer während der normalen Bürozeiten geöffnet, also Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 14 Uhr.

Das Angebot richtet sich natürlich nach der Jagdzeit und dem Jagderfolg der Mitarbeiter des Forstbetriebs. Aber ohne Wildbret muss niemand heimgehen. Wolfgang Kneidl verspricht: „Wir haben ganz sicher etwas für Ihre nächste Grillparty.“

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news-1987 Thu, 18 Jul 2019 13:49:28 +0200 Der Riesenbärenklau http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1987&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=adbe14171b6e3a70eaabc133ca9c335b 18.07.2019, Kempten - Er ist eine imposante Schönheit, der Riesenbärenklau. Um diese Jahreszeit fällt er besonders durch seine riesigen Blüten auf, die einen Durchmesser von bis zu 60 cm erreichen können. Aber er hat einen entscheidenden Nachteil: Er ist giftig. Dies bezieht sich auf sämtliche Pflanzenteile, besonders auf den Saft. 

„Der russische Gesandte soll Samen vom Riesenbärenklau anlässlich des Wiener Kongresses Fürst Metternich zur Verschönerung seiner Parkanlagen als außergewöhnliches Geschenk überreicht haben“, berichtet Revierleiter Markus König. Er ist Förster im Staatwaldrevier Buchenberg. Das könnte gut sein, denn die Riesenpflanze war ursprünglich nur im Kaukasus beheimatet. Sie hat sich im 19. Jahrhundert rasch in Mitteleuropa ausgebreitet.

Nochmal Markus König: „Der Doldenblütler kann fast auf jedem Standort angetroffen werden, natürlich auch im Wald. Er gilt heute als unerwünscht, da er in der Lage ist, einheimische Vegetation zu verdrängen. Außerdem führen seine Brennhaare zu ernsten Verletzungen. Bereits bei Berührung können Hautrötungen und Pustelbildungen auftreten, manchmal auch zeitverzögert erst nach Tagen. Betroffene Stellen sollten umgehend mit Wasser und Seife abgewaschen und nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt werden, da dieses die Reaktionen verstärkt. Wer sichergehen will, sucht einen Arzt auf.“

Bei den Bayerischen Staatsforsten Sonthofen, zu dem auch das Revier Buchenberg von Markus König gehört, ist die Ausbreitung allerdings noch nicht soweit fortgeschritten. „Das ist wegen unseres konsequenten Handelns der vergangenen Jahre, bei dem auch keine Chemie zu Einsatz kommen musste“, freut sich Förster König. „Wir können uns noch mit mechanischen Maßnahmen wie abschneiden behelfen. Wenn es rechtzeitig erfolgt, führt es dazu, dass die Blüten vertrocknen und die Samen nicht zur Reife gelangen.“ Aber er warnt: „Das müssen Fachleute machen, die über entsprechende Werkzeuge und Schutzkleidung verfügen. Weil es nicht möglich ist, alle Pflanzen zu finden und zu beseitigen, gilt eine einfache Regel, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden: Finger weg, auch Eigeninitiativen zur Bekämpfung sind nicht zielführend!“

Bei all den Nachteilen, hat der Bärenklau aber einen Vorteil: Er ist ein Spätblüher. Mit seiner späten Tracht bietet er vielen Insekten spät im Jahr Nahrung. Dann, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind. Und Förster Markus König relativiert: „So hat alles Vor- und Nachteile. In wie vielen Hausgärten, in denen auch kleine Kinder spielen, gibt es Pflanzen, die hochgiftig sind. Aber da redet halt niemand drüber …“

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news-1986 Wed, 17 Jul 2019 16:49:50 +0200 Einweihung Sterzer Rundweg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1986&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=acfc59f23f4fbf957d2ad31458d97b74 Der Forstbetrieb Waldsassen weiht am Sonntag, 21.07.2019 mit einem Waldfest den neu gestalteten „Sterzer Rundweg“ als Bestandteil der Erlebniswelt Waldnaabaue ein. Ab 13:00 Uhr beginnt der offizielle Festakt mit ökumenischer Segnung und anschließendem Festbetrieb mit der Blaskapelle Falkenberg. Für die jüngeren Besucher gibt es u.a. Kinderschminken, Baumklettern sowie einen aus Holz gestalteten Abenteuerspielplatz zu erkunden. Für die größeren Besucher gibt es neben anderen Attraktionen einen neu angelegten Bikeparcour.

Als Beitrag für den Umweltschutz, wird ein eigens durch den Forstbetrieb Waldsassen errichtetes Insektenhotel seinen Namen erhalten und durch Schüler der Grundschule Mitterteich befüllt.

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.

Download Anfahrtsplan

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news-1985 Wed, 17 Jul 2019 14:21:15 +0200 Seeadler-Nachwuchs am Forstbetrieb http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1985&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8ae2d2c37417ed51e6dd1153e92924c9 Zwei weitere Jungvögel ziehen ihre Kreise Der Forstbetrieb freut sich über den aktuellen Bruterfolg eines Seeadlerpaars im Staatswald. 2019 brüteten dort bereits zum vierten Mal Seeadler, zum dritten Mal erfolgreich. 

Nachdem 2016 ein Seeadlerpaar hier erstmals einen Horstbaum bezogen und einen Jungvogel erfolgreich aufgezogen hatte, konnten zwei Eier 2017 nicht ausgebrütet werden, vermutlich bedingt durch Störungen durch Passanten während der Brutzeit am Horst. Umso erfreulicher waren die wieder erfolgreichen Bruten im letzten und in diesem Jahr. Seit sich die beinahe erloschenen Populationen in Nord- und Ostdeutschland wieder erholt haben, erfolgt seit der Jahrtausendwende eine Wiederbesiedelung Bayerns. Von diesem größten Greifvogel Deutschlands brüten inzwischen wieder ca. 10 Paare in Bayern.

Um den Werdegang unserer Schützlinge verfolgen zu können, wurden die Jungvögel heuer von Kathrin Weber im Auftrag des NABU-Vogelschutzzentrums Mössingen gewogen, vermessen und beringt.

So verständlich die Faszination von diesen prächtigen Vögeln ist, so wichtig ist es, Störungen im Horstumfeld zu vermeiden. Wir wünschen „unseren“ Seeadlern ein langes, unfallfreies und ungestörtes Leben.

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Forstbetrieb Forchheim Nachrichten
news-1983 Tue, 16 Jul 2019 07:50:00 +0200 Sitzbänke für die Schwabacher Wanderer in der Maisenlach und am Heidenberg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1983&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=34e1a213cbb78603bf83243b262a4033 Die „Brünst“, Wald im Eigentum der Stadt Schwabach und die Maisenlach, Fläche der Bayerische Staatsforsten, sind die Erholungswälder für die Schwabacher Bürger.

Als Vorsitzender der „Arbeitsgemeinschaft 60plus“ der Schwabacher SPD ergriff Herr Runau die Initiative, Spaziergänge und Wanderungen in der Maisenlach auch für ältere Mitbürger noch attraktiver zu gestalten. Er schlug dem zuständigen Revierleiter der Bayerischen Staatsforsten Hubert Riedel vor, Sitzbänke aufzustellen. Damit lässt sich leichter eine Verschnaufpause einlegen, sitzend die Natur genießen oder komfortabler Brotzeit machen.

Gerne griff der Forstbetrieb Allersberg diese Idee auf und ging ans Werk, Hubert Riedel suchte die besten Standorte aus.

Die Bänke fertigte und stellte die mudra aus Nürnberg auf. Die mudra – Alternative Jugend- und Drogenhilfe e.V. (https://www.mudra-online.de/wald-und-holz.html) – bietet unter anderem für ehemalige Drogenkonsument_innen und Substituierte Arbeitsprojekte zur beruflichen Rehabilitation an. Speziell der Bereich Wald & Holz existiert seit 1985 und ist daher das älteste der Arbeitsprojekte der mudra.

Das Holz - Fichte und Lärche - für die Bänke wiederum bezieht die mudra vom Forstbetrieb Nürnberg der Bayerischen Staatsforsten. Das Spezielle dieser Art der Bänke sind ihre metallfreien Verbindungen. Zusammen mit der Tatsache, dass das Holz auch chemisch unbehandelt bleibt, könnten die Bänke nach einer hoffentlich langen Nutzungsdauer an Ort und Stelle verrotten und so in den Stoffkreislauf der Natur zurückgehen.

Insgesamt wurden zehn Ruhebänke aufgestellt. Vier in der Maisenlach und weitere sechs am Heidenberg, einem ebenfalls beliebten Ausflugsziel der Schwabacher. Die Kosten pro Bank betrugen inklusive Aufstellen rund 400 €.

Da so ein Projekt über die normale vorbildliche Waldbewirtschaftung hinausgeht, wurde im Zuge der besonderen Gemeinwohlleistungen auch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth mit ins Boot geholt. Insgesamt beliefen sich die Aufwendungen für die Bänke auf rund 4.000 €. Der Forstbetrieb Allersberg erhält dafür eine Förderung von 90 % vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth.

Neben der Zurverfügungstellung der Standorte für die Bänke sorgen die Bayerischen Staatsforsten künftig auf eigene Kosten für die Pflege der Bänke und die Verkehrssicherung.

Insgesamt stellen die Bänke auch ein vorbildliches soziales und ökologisches Projekt dar. Auch sind sie ein gutes Beispiel einer gelungenen Zusammenarbeit zwischen Vertretern der Bürgerschaft, einer Sozialen Initiative, der Forstverwaltung und den Bayerischen Staatsforsten.

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Forstbetrieb Allersberg Nachrichten
news-1981 Fri, 12 Jul 2019 13:21:24 +0200 Der Wald ist aufgeblüht http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1981&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1830b36f0c54bf32dc6660c6bce87f9d Um in den Bayerischen Staatswäldern das Angebot an Blühflächen für heimische Insekten zu steigern, wurde 2018 von den Bayerischen Staatsforsten das Sonderprogramm „Der Wald blüht auf“ auf 130 Hektar ins Leben gerufen. Dieses Naturschutzprojekt wird dabei gefördert vom Freistaat Bayern mit Mitteln für besondere Gemeinwohlleistungen im Staatswald.

Das Naturschutzprojekt zeigt am Forstbetrieb Forchheim nun erste Erfolge. Von den im letzten Jahr neu angelegten Blühwiesen mit insgesamt ca. 4,5 Hektar profitieren bereits viele Insektenarten.

Dabei hatten die neuen Blumen 2018 und 2019 mit äußerst widrigen Witterungsbedingungen zu kämpfen. Wegen der langanhaltenden Trockenheit im vergangenen Jahr konnte erst im Herbst ausgesät werden. Die anhaltende Trockenheit auch in diesem Jahr war für manch frisch gekeimte Blütenpflanze an manchen Stellen problematisch.

Umso erfreulicher ist es, dass trotz der schwierigen Verhältnisse die meisten Blühflächen mit regionalen Arten angereichert werden konnten. Derzeit bietet etwa die Blühfläche auf der Streuobstwiese am Fürstberg im Süden von Heroldsbach nicht nur ein beeindruckendes Bild für das menschliche Auge, sondern dient gleichzeitig als abwechslungsreiche Bienenweide.

Nicht erst seit dem erfolgreichen Volksbegehren „Rettet die Bienen“ bieten die Bayerischen Staatsforsten übrigens aus Artenschutzgründen Imkerinnen und Imkern die Möglichkeit, ihre Bienenstöcke kostenfrei im Staatswald aufzustellen. Am Fürstberg freute sich so auch der dortige Imker Herbert Saam über die Anreicherung der Blühfläche.

Wir laden Sie herzlich ein, zur Besichtigung der Blühflächen am Dienstag dem 23.07.2019 um 11.00 Uhr auf den „Fürstberg“ im Markwald bei Heroldsbach zu kommen. Der Treffpunkt ist um 11.00 Uhr der Waldparkplatz bei Thurn, Baiersdorfer Str., 91336 Heroldsbach (Koordinaten 49°41'07.5"N 11°00'35.4"E).

Bitte teilen Sie uns vorab mit, ob Sie den angebotenen Termin wahrnehmen können (Email). Weitere Informationen zum Naturschutzprojekt „Der Wald blüht auf“ können Sie auch der Internetseite: www.baysf.de/de/magazin/der-wald-blueht-auf.html entnehmen.

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Forstbetrieb Forchheim
news-1980 Fri, 12 Jul 2019 13:09:42 +0200 Der Wald blüht auf http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1980&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=de389781035352a567b0c8eb23ce4574 Bayerischen Staatsforsten nehmen Mahd der Streitmöser wieder auf

Bad Wiessee, 10.07.2019 – „Der Wald blüht auf“: Mit diesem Sonderprogramm wollen die Bayerischen Staatsforsten ihren Beitrag dazu leisten, der heimischen Insektenwelt zu helfen und um so dem in Presse und öffentlicher Diskussion mittlerweile allgegenwärtigen Insektensterben entgegenzuwirken. Dies soll vor allem über eine Steigerung des Angebotes an Blühflächen erfolgen. Die Kosten der verschiedenen Maßnahmen werden durch die Bayerischen Staatsforsten getragen, die ihrerseits vom Freistaat Bayern aus Mitteln für besondere Naturschutzleistungen gefördert werden.

Bereits im vergangenen Jahr wurden so auch in den Revieren des Forstbetriebs Schliersee neue Blühflächen angelegt, strukturreiche Waldränder gepflanzt sowie eine Streuobstwiese neu begründet. In den Gebirgsbereichen sollte durch Wiederaufnahme der jährlichen Mahd langfristig die Artenvielfalt und so der ökologische Wert bereits vorhandener Waldblößen und Feuchtwiesen gesteigert werden.

Eine dieser Flächen sind die sogenannten „Streitmöser“ oberhalb von Bad Wiessee. Waren diese in früherer Zeit bei kriegerischen Auseinandersetzungen noch ein Zufluchtsort für die Menschen im Tegernseer Tal, so sind sie heute zu einem Rückzugsort für viele mittlerweile selten gewordene Tier- und Pflanzenarten geworden.

Die Streitmöser wurden über Jahrzehnte/Jahrhunderte hinweg als Streuwiese genutzt. So wurden sie i.d.R. einmal jährlich gemäht. Das dabei gewonnene Gras bzw. Heu wurde als Einstreu oder Futtermittel genutzt. Unterbleibt diese Mahd, können die Samen der umstehenden Waldbäume keimen und sich zu jungen Bäumchen und Sträuchern entwickeln. Gegenüber den konkurrenzkräftigeren Sträuchern und Bäumen haben die lichtbedürftigeren Blütenpflanzen das Nachsehen und werden mehr und mehr zurückgedrängt. Viele teilweise bunt blühenden Pflanzenarten würden so verschwinden und mit ihnen auch viele auf diese Blütenpflanzen angewiesene Insektenarten wie z.B. Schmetterlinge, Bienen oder Käfer.

Um das langfristig drohende Zuwachsen der Streuwiese abzuwenden, hat der Forstbetrieb Schliersee nun im Rahmen des Sonderprogramms „Der Wald blüht auf“ im Herbst vergangenen Jahres die Mahd erstmalig wiederaufgenommen. Damit die sensiblen Flächen nicht durch eine Befahrung mit schweren Maschinen geschädigt werden wurde mit Handgeräten gemäht. Das anfallende Mähgut wurde zusammengerecht und von der Fläche abgefahren. Dies ist besonders wichtig, da nur bei Entzug des Mähgutes die für Streuwiesen typischen Pflanzenarten erhalten bleiben bzw. sich langfristig wiedereinstellen können. So wird von Jahr zu Jahr die Anzahl bunt blühende Pflanzenarten in den Streitmösern zunehmen. Die Aussichten stehen gut, dass man hier in ein paar Jahren sogar wieder Orchideenarten wie beispielsweise bestimmte Knabenkräuter bewundern können wird.

Auf der familienfreundlichen Wanderung „Holzeralm und Koglkopf“ (Detaillierte Wegbeschreibung mit Karte und Höhenprofil finden Sie hier) kommt man nach etwa halber Strecke direkt an den Streitmösern vorbei. Hier ist auch das auf dem Foto zu sehende Hinweisschild aufgestellt, auf dem sich Wanderer über das Sonderprogramm „Der Wald blüht auf“ informieren können.

Weitere Informationen zum Sonderprogramm bzw. über die Bayerischen Staatsforsten AöR oder zum Forstbetrieb Schliersee finden Sie unter www.baysf.de

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Forstbetrieb Schliersee Nachrichten
news-1978 Thu, 11 Jul 2019 14:09:00 +0200 Rede des Vorstandsvorsitzenden Martin Neumeyer anlässlich des heutigen Sommerfestes in Regensburg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1978&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=24d8d6808437f3d3a5f9dd8b6f3e7823 Begrüßung

Wir, mein Vorstandskollege Reinhardt Neft und ich, freuen uns, Sie, unsere Geschäftspartner, Kunden und Gäste, heute Abend zum Wilden Grillen begrüßen zu können. Wir freuen uns auf anregende Gespräche, vor allem aber darauf, mit Ihnen zu feiern.

In der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion um den Klimawandel spielt der Wald eine zentrale Rolle. Zeitungen und digitale Medien landauf, landab zeichnen dabei Gefahren für den deutschen Wald. Und es stimmt: Der Wald ist in Gefahr! Und darauf müssen wir reagieren. Wir müssen alles tun, um den Wald gesund zu erhalten. Oder um mit den Worten unseres Ministerpräsidenten zu sprechen: Der Wald ist unser Erbe. Er ist herausgefordert und bedroht. Ihn zu erhalten ist die wichtigste Aufgabe.

Denn der Wald ist nicht nur Opfer des Klimawandels, er wird auch gebraucht, um den Klimawandel abzumildern oder gar aufzuhalten. Einerseits wird der Wald durch die Klimaveränderung belastet, durch Hitze, Trockenheit und vermehrte Schädlinge. Andererseits findet im Wald die beste CO2-Speicherung überhaupt statt. Wir dürfen in diesen schwierigen Zeiten daher nicht passiv vor den Herausforderungen des Klimawandels stehen, sondern wir müssen aktiv Wege aufzeigen, Lösungen anbieten und umsetzen. Aus diesem Grund steht der heutige Abend unter der Überschrift „Neue Bäume braucht das Land“.  

Dem vom Bayerischen Ministerpräsidenten ausgerufenen großen Programm zur Wiederaufforstung können wir da nur beipflichten. Den Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums zufolge werden mehrere Millionen Bäume benötigt, um den Verlust von insgesamt 110.000 Hektar Wald vor allem durch Trocken- und Insektenschäden in Deutschland auszugleichen. Neue Bäume für unser Land, für unseren Staatswald – das ist auch die Devise, nach der die Bayerischen Staatsforsten, besser gesagt die bayerischen Försterinnen und Förster, schon sehr lange handeln.

Neue Bäume, das bedeutet: mehr Bäume.

Die Bayerischen Staatsforsten werden deshalb in den nächsten fünf Jahren 30 Millionen neue Bäume pflanzen – 5 Millionen mehr als geplant, also zusätzlich. Von der natürlichen Verjüngung ganz zu schweigen. Wir wollen den Waldumbau hin zu klimatoleranten Mischwäldern noch stärker vorantreiben. Wir leisten in Bayern bei den Staatsforsten damit einen wichtigen Beitrag, um die Waldfläche in Deutschland und in Mitteleuropa zu erhalten und sogar zu erhöhen.  

„Neue Bäume“, das bedeutet aber auch, dass wir mehr Vielfalt in unseren Wäldern brauchen, wir brauchen neue Baumarten. Dabei ist es nicht entscheidend, ob wir wieder mehr auf alte, fast in Vergessenheit geratene, seltene Baumarten setzen oder auf Baumarten, die aus Regionen stammen, in denen heute schon Klimabedingungen vorherrschen, wie sie für uns prognostiziert werden – beispielsweise die Libanonzeder oder die südosteuropäische Baumhasel, die wir auf der Einladung für den heutigen Abend abgedruckt haben. Entscheidend bei der Auswahl der neuen Baumarten sind allein die Zukunftsperspektiven vor dem Hintergrund des Klimawandels. Also ganz konkret z. B. die Widerstandsfähigkeit gegen steigende Temperaturen und Trockenheit.

Wenn es um die Zukunft unseres Waldes geht, darf es daher keine Denkverbote geben. Dominik Schwarz, ein junger Kollege aus unserem Bereich Waldbau, wird im Anschluss dazu noch einen kurzen Impulsvortrag geben.  

Meine sehr geehrten Damen und Herren, um die Zukunft des Waldes zu erhalten und den Schadholzereignissen der letzten Jahre entgegenzuwirken, haben wir als Vorstand der Bayerischen Staatsforsten gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Plan entwickelt, der uns durch diese harten Zeiten führt und uns für die Zukunft wappnet.

Oberstes Ziel: Der Wald muss gesund erhalten werden, um ihn als Klimaspeicher für unsere Gesellschaft nutzen und unseren Kunden gute gesunde Bäume zu hoffentlich wieder besseren Preisen anbieten zu können. Nachhaltige Holznutzung ist ökologisch und bedeutet langfristige Speicherung von CO2 in Holzprodukten sowie Ersatz für fossile Rohstoffe. Zudem müssen wir die Handlungsmöglichkeit und Reaktionsfähigkeit der Bayerischen Staatsforsten in vollem Umfang erhalten, indem wir den Einschlag auf die reale Vermarktungslage beim Nadelstammholz anpassen.

Das bedeutet auch, dass der Einschlag von frischem Nadelstammholz weiterhin auf das zwingend notwendige Maß begrenzt wird. Deshalb ist es eine große Hilfe für die Staatsforsten in diesen Zeiten, wenn der Ministerpräsident betont, nicht mehr die Gewinnabführung an den Freistaat steht im Mittelpunkt, sondern die Stärkung der Klimafunktion: Eine schwarze Null genügt. Genau diese schwarze Null ist die Planung des Vorstands der Staatsforsten für das aktuelle Geschäftsjahr, was allerdings durchaus eine Herausforderung ist. Dies ist eine wichtige Botschaft für alle 41 Betriebe der Staatsforsten in Bayern und unsere 2700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!  

Herausforderungen brauchen Lösungen. Und Lösungen brauchen Innovationen. Deswegen investieren wir auch zukünftig bewusst in unsere Wälder und das Unternehmen. Die Bayerischen Staatsforsten handeln nach dem Credo: Wir sind im höchsten Maße innovationsfreudig! Und wir finden durch neue Ansätze und Wege Lösungen, die uns helfen, gestärkt aus dieser Krise heraus zu gehen.  

Dazu vier Innovationen, die in diesen Tagen und Wochen neu zur Anwendung kommen:

  1. Die Persönliche Schutzausrüstung unserer Forstwirte haben wir zusammen mit führenden Herstellern neu entwickelt, da es keine vergleichbaren Produkte, die unseren professionellen Ansprüchen genügen, auf dem Markt gab und gibt. Sie können sich von der hohen Qualität unserer Forstwirt-Ausrüstung selbst einen Eindruck machen. Wir haben die komplette Schutzausrüstung, die unsere Waldarbeiterinnen und Waldarbeiter tragen, heute im Foyer für Sie ausgestellt.

  2. In den letzten Monaten haben wir viele Tests mit sogenannten ferngesteuerten Fällkeilen durchgeführt. Also mit Keilen, die unsere Waldarbeiter aus sicherem Abstand nutzen können, um nicht mehr direkt am Baum stehen zu müssen, wenn er fällt. Das ist gerade in der frühen Laubholzernte ein immenser Fortschritt bei der Arbeitssicherheit. Die Unfallgefahr für unsere Waldarbeiter verringert sich so deutlich.

  3. Mit neuen von den Bayerischen Staatsforsten entwickelten und exklusiv für uns gebauten Trailern, die auch von landwirtschaftlichen Zugmaschinen gezogen werden können, wollen wir die Geschwindigkeit weiter erhöhen, mit der Holz aus dem Wald abtransportiert wird. Denn Zeit ist in der aktuellen Situation nicht nur Geld, sondern auch die Lebensversicherung für unseren Wald. Lassen wir Käferbäume auch nur ein paar Tage zu lang im Wald liegen, befallen die Käfer unsere stehenden, vitalen Bäume und bringen sie zum Absterben. Die ersten Trailersysteme werden in diesen Tagen neu ausgeliefert und in wichtigen Brennpunkten eingesetzt.

  4. Wir bauen keine 50 Meter Luftlinie von hier ein neues Holzgebäude. Wir werten damit innerstädtische Flächen auf, indem wir eine reine Parkplatzfläche zu lebenswertem Wohnraum weiterentwickeln und durch die Bauweise auf Ständern gleichzeitig diese Parkmöglichkeiten erhalten. Die nachhaltige Nutzung der begrenzten Ressource Fläche, gerade im städtischen Bereich, ist beispielgebend für viele tausende Parkplätze in ganz Deutschland. Wir bauen ökologisch, klimafreundlich und mit unserem regional verfügbaren Werkstoff Holz 33 neue Wohnungen mit einer Wohnfläche von zusammen über 900 Quadratmetern. 

Und wir zeigen Ihnen im Rahmen dieses Sommerfestes unsere Wertewald-Ausstellung – das sind wichtige strategische Handlungsfelder der Bayerischen Staatsforsten in den nächsten Jahren. Unzählige neue Ideen und Anregungen stammen von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich an diesem Prozess aktiv beteiligt haben.

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news-1977 Wed, 10 Jul 2019 14:38:49 +0200 Liebesblinde Rehe auf der Straße http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1977&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1c8b778d422233062816c0d1f1ff8ef7 10.07.2019, Kempten - Bei den Rehen hat jetzt im Juli wieder die Paarungszeit begonnen. Leider führt das jedes Jahr zu vielen Wildunfällen. Für die Fortpflanzung nehmen die eigentlich sehr territorial lebenden Rehe vermehrt Wanderungen auf sich, um geeignete Fortpflanzungspartner zu finden. „Rehe können dabei genauso liebesblind werden wie die meisten anderen Lebewesen und wir Menschen auch“, stellt Arno Bletzinger fest. Er ist Berufsjäger bei den Bayerischen Staatsforsten in der Kürnach. 

Ohne jede Vorsicht werden jetzt zu jeder Tages- und Nachtzeit die Straßen überquert. Jährlich kommen auf Deutschlands Straßen etwa 200.000 Rehe zu Schaden oder zu Tode. Auch die beteiligten Menschen sind gefährdet: Jedes Jahr werden in Deutschland bis zu 3.000 Menschen bei Wildunfällen verletzt, 500 bis 1.000 davon schwer. Es gibt sogar 10 bis 20 Todesfälle. Entscheidend für den Schaden an Mensch und Auto ist dabei die Geschwindigkeit des Fahrzeugs. Einerseits ist der Reaktions- und Bremsweg bei hoher Geschwindigkeit sehr lang, andererseits ist die Aufprallwucht des Wildkörpers auf das Auto sehr viel höher. Berufsjäger Arno Bletzinger: „Wenn ein Autofahrer bei Tempo 100 bis zum Zusammenstoß noch bis auf 60 km/h runterbremsen kann, beträgt das Aufprallgewicht eines Rehs immer noch fast eine Tonne, bei einem Wildschwein 3,5 Tonnen und bei einem Hirsch sogar fünf Tonnen! Der hochläufige Hirsch trifft dann auch noch eher die Windschutzscheibe als die Stoßstange…“ Schon bei einer Fahrgeschwindigkeit von 80 km/h reduzieren sich Reaktions- und Bremsweg auf 55 Meter. Da braucht es Glück und Geistesgegenwärtigkeit, um nur mit dem Schrecken davonkommen. Jann Oetting, Staatsforsten-Chef in Sonthofen berichtet: „Mit den privaten Jägerinnen und Jägern arbeiten wir gut und eng zusammen: Denn uns allen liegt daran, Wildunfälle und Leid zu vermeiden, beim Mensch und beim Wild. Die Jäger engagieren sich sehr, bringen auch Wildwarnreflektoren an die Leitpfosten an oder versuchen mit anderen Maßnahmen Wildunfälle zu vermeiden.“ 

Besonders gefährdete Straßenabschnitte werden durch das Verkehrszeichen „Wildwechsel“ gekennzeichnet. Im Allgäu ist das stark befahrene Sträßchen durch das bewaldete Kürnachtal der Bayerischen Staatsforsten zwischen Kempten und Leutkirch Ort zahlreicher Wildunfälle. Nochmal Staatsforsten-Berufsjäger Bletzinger: „Leider lassen sich die wenigsten Autofahrer vom offiziellen Wildwechsel-Verkehrszeichen beeindrucken. Deshalb weisen wir zu den besonders gefährlichen Jahreszeiten mit besonders großen Schildern auf die Gefahr hin – und jetzt ist es wieder soweit!“ und Forstbetriebsleiter Jann Oetting ergänzt: „Wir haben mit der Polizei in Kempten vor einigen Jahren die großen Schilder abgesprochen und aufgestellt. Sie werden immer aufgeklappt, wenn die Reh-Hochzeit ansteht. In der Hoffnung, dass weniger passiert!“  

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Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
news-1976 Wed, 10 Jul 2019 07:43:39 +0200 Schneebruch-Aufräumarbeiten auch am Soleleitungsweg zum Wohle des Waldes http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1976&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c18e491b897366427c14de6b7e48cbbe (Juli 2019) – Berchtesgadener Land – Ab Mittwoch, 10.07.19 muss der Soleleitungsweg zwischen dem Berggasthof Gerstreit und dem Söldenköpfl aufgrund von Schneebruch-Aufräumarbeiten für ca. 14 Tage zeitweise gesperrt werden. Die Wochenenden sind von der Sperrung ausgenommen.

Der vergangene Winter hat auch in den Wäldern des Berchtesgadener Talkessels seine Spuren hinterlassen. Wie viele andere, wurden auch die Bestände rund um das Schwarzeck in den Gemeinden Ramsau und Bischofswiesen durch die in kurzer Zeit gefallenen, sehr hohen Schneemengen stark geschädigt. Die durch die Schneelast abgebrochenen Baumkronen, stehen gebliebene Baumsäulen und im Ganzen geworfene Fichten haben eine hohe Anziehungskraft auf den Borkenkäfer, dessen Entwicklung trotz der anfangs reichen Niederschläge und teils niedrigen Temperaturen im Frühsommer unbeirrt voranschreitet. Eine Massenvermehrung von Borkenkäfern birgt gravierende Gefahren für den Schutzwald und kann nur durch den Entzug des bruttauglichen Materials effektiv verhindert werden. 

Hierfür setzen die Bayerischen Staatsforsten auf Seilkrananlagen. Aktuell sind am Forstbetrieb Berchtesgaden 17 Seilbahnen im Einsatz, um gebrochene Bäume bodenschonend aus dem Wald zu bringen und damit die Borkenkäfervermehrung einzugrenzen. Seit der Schneeschmelze arbeiten die Bayerischen Staatsforsten mit großem Einsatz an der Beseitigung der riesigen Schneebruchschäden. 

„Mit einer etwa 600 m langen Seilbahn sollen nun etwa 400 Festmeter Bruchholz aus dem steilen Bergwald ober- und unterhalb des viel begangenen Soleleitungsweges gebracht werden“ beschreibt Christian Lischka, der zuständige BaySF-Förster die Maßnahme. Der Aufenthalt im Bereich der Seiltrassen ist außerordentlich gefährlich und verboten. Daher bitten die Bayerischen Staatsforsten alle Besucher um Verständnis für die befristete Wegesperrung und appelliert daran, die Absperrungen im Interesse der eigenen Sicherheit zu respektieren. Die gesperrten Wege sind vor Ort ausgeschildert. Eine Umleitung ist leider nicht möglich.

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Forstbetrieb Berchtesgaden Nachrichten
news-1975 Wed, 10 Jul 2019 07:36:23 +0200 Unterricht mitten im Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1975&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a69900c357ff1d8f242ad74e0de5eef0 (08.07.2019) Fichtelberg. – Seit vergangenen Freitag hat die Grundschule Fichtelberg-Mehlmeisel ein „Grünes Klassenzimmer“. Im Staatswald unweit der Schule schuf der Forstbetrieb Fichtelberg einen Platz, der jetzt für Unterricht in der Natur genutzt werden kann.

Freitag morgen, kurz nach sechs Uhr. Lukas Nickl aus Mehlmeisel, Schüler der ersten Klasse, ist schon ganz aufgeregt. Denn heute findet der Unterricht nicht wie gewöhnlich in der Schule statt. Heute geht es in den Wald. Sein Lehrer hatte alle Schüler beauftragt, strapazierfähige Kleidung anzuziehen und eine Brotzeit mitzubringen. Was das wohl zu bedeuten hat?

Vom Schulgebäude in Fichtelberg wandert Lukas mit seinen 80 Mitschülern hinauf zum Sportplatz am Waldrand und weiter in den Wald hinein. Schulleiter Rainer Küffner und seine Lehrerkolleginnen versuchen, die Gruppe aufgeregter Kinder im Zaum zu halten.

An einem lauschigen Platz vor einer Felsengruppe treffen die Schüler auf die Förster der Bayerischen Staatsforsten, die hier Sitzgelegenheiten geschaffen und ein Schild zwischen den Bäumen aufgehängt haben.

Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg, begrüßt die Schulkinder herzlich. „Wir laden Euch alle ein, an diesem schönen Platz viel über Wald und Natur zu lernen und zu erleben. Ihr könnt dieses „Grüne Klassenzimmer“ auch außerhalb der Schulzeit mit Euren Geschwistern, Eltern und Großeltern besuchen.“

Bernhard Kraus bedankt sich als Vertreter der Gemeinde Fichtelberg für das „klasse Klassenzimmer“. Der Wald sei prägend für den Ort Fichtelberg, so das Gemeinderatsmitglied. Deshalb sei es umso wichtiger, den jungen Menschen einen Lern- und Erlebnisraum in der Natur zu bieten.

Jetzt ist aber genug geredet, jetzt wollen Lukas Nickl und seine Mitschülerinnen und Mitschüler das neue Klassenzimmer und sein Umfeld erkunden. Sie schwärmen aus, spielen Waldmemory, erkunden die Tierwelt des Waldes und erstellen Baumsteckbriefe – alles spielerisch und trotzdem lehrreich. Lukas darf sich dabei in einen Borkenkäfer verwandeln und die Lebensgemeinschaften im Wald kennenlernen. Angeleitet werden die Kinder dabei von den Förstern des Forstbetriebs Fichtelberg und Ruth Mattheas, Sachbearbeiterin für Waldpädagogik des AELF Bayreuth.

Schulleiter Rainer Küffner war von Beginn an offen für die Idee des „Grünen Klassenzimmers“ für seine Schule. Deshalb willigte er ohne Zögern ein, als Kooperationspartner mit dem Forstbetrieb Fichtelberg das „Grüne Klassenzimmer“ ganz in der Nähe seiner Schule zu planen und mit Leben zu füllen: „Wir wollen den Unterricht so oft es geht hierher verlegen“ verspricht er seinen Schülern.

Gestartet wurde das Projekt bei Fichtelberg im April dieses Jahres. Die Mitarbeiter des Forstbetriebs suchten gemeinsam mit dem Schulleiter in der Nähe der Schule einen geeigneten Platz, sorgten für Sicherheit vor herabfallenden Ästen, bauten Sitzgelegenheiten aus Hartholz, malten das Begrüßungsschild und verfassten einen Leitfaden für das Klassenzimmer im Wald. Diese „Bedienungs­anleitung“ unterstützt die Lehrer mit Anregungen, Tipps und Ideen für Aktivitäten rund um das „Grüne Klassenzimmer“.

Solche Einrichtungen wird es zukünftig in Bayern öfter geben. Die Bayerischen Staatsforsten bieten für Schulen in ganz Bayern diese alternativen Lernorte im Staatswald. Damit soll die Möglichkeit geschaffen werden, den Unterricht nach draußen zu verlagern, bei den Kindern Begeisterung für Natur und Umwelt zu wecken, am Objekt zu lernen und Entspannung und Ruhe im Wald zu finden. Einzige Voraussetzung: Interessierte Schulen oder Kindergärten, die sich in der Nähe zu Staatswaldflächen befinden und Lust auf dieses Kooperationsprojekt haben.

Erschöpft vom Toben an der frischen Luft wandert Lukas Nickl mit seinen Kameraden zurück zu seiner Schule. Ein erlebnisreicher Vormittag geht für die Schüler zu Ende. Und zuhause gibt es viel zu erzählen. Von den Pflanzen und Tieren im Wald, von den Erlebnissen in der Natur. Und Lukas freut sich schon auf die nächsten Schulstunden im „Grünen Klassenzimmer“.

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news-1974 Mon, 08 Jul 2019 10:42:15 +0200 Theorie trifft Praxis - neue Kooperation mit HSWT http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1974&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ec13a6fe21fefd4b918df41e90a58650 Die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) unterstützen Forststudentinnen und -studenten der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) bei der Erlangung jagdpraktischer Fertigkeiten und Kenntnisse. Anlässlich der Unterzeichnung der gemeinsamen Kooperationsvereinbarung haben die Bayerischen Staatsforsten zum Informationstag in den Ebersberger Forst eingeladen.

 Die Studierenden können nun unter versierter fachlicher Anleitung die für den Erwerb des Jagdscheins notwendigen jagdpraktischen Übungen im Wildpark Ebersberger Forst des Forstbetriebs Wasserburg ableisten. Seminare und erste jagdpraktische Erfahrungen für Studierende, die bereits über den Jagdschein verfügen, runden das Angebot ab. Betreut werden die Übungen und Veranstaltungen durch die beiden Revierjagdmeister Andreas Schmidt und Jürgen Hörmann vom Forstbetrieb Wasserburg der BaySF.

 Der Wildpark Ebersberg bietet mit drei Schaugattern für Rot-, Dam- und Schwarzwild sowie verschiedenen Beobachtungskanzeln perfekte Lernmöglichkeiten, um die unterschiedlichen Wildarten erkennen zu können und u. a. nach Alter und Geschlecht zu unterscheiden. Für das Aufbrechen (d. h. das Ausnehmen) und Zerwirken (d. h. das Zerlegen in küchenfertige Teile) von Wild steht den Studierenden eine nach EU-Richtlinien zertifizierte Wildkammer zur Verfügung. Zusätzlich können die Studierenden bei der Organisation und Durchführung von Drückjagden mitwirken und an Drückjagden und Sammelansitzen teilnehmen. Spezielle Seminare, z.B. zur Wildschweinbejagung oder zur richtigen Standortwahl von Hochsitzen vervollständigen das Programm.

Die Bayerischen Staatsforsten unterstützen die HSWT bei der Ausbildung, indem die Studierenden theoretisch gelerntes Wissen in die Praxis umsetzen können. Die Zusammenarbeit ist ein wichtiger Beitrag, um den forstakademischen Nachwuchs für seine künftigen Aufgaben zu qualifizieren.

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news-1973 Fri, 05 Jul 2019 09:57:24 +0200 Waldschutz in der Marzoller Au durch Reaktivierung des Trockenlagers http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1973&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=77db1aa0df40c9be4a297ae4b7d57000 (Juni 2019) – Berchtesgadener Land – Die Bayerischen Staatsforsten reaktivieren altes Trockenlager in der Marzoller Au, um fängisches Käferholz aus kritischen Waldorten sicher zwischenzulagern.

Durch die extrem hohen Schneemengen des vergangenen Winters entstand in den Wäldern des Berchtesgadener Landes ein enormer Schneebruchschaden. In den Bayerischen Alpen liegt der Schadensschwerpunkt in unserer Region zwischen dem Zinnkopf bei Siegsdorf und dem Zinken in Berchtesgaden. Hunderttausende Bäume hielten der Schneelast nicht mehr Stand und brachen. Besonders betroffen ist das Nadelholz, denn durch die langen auch im Winter benadelten Kronen lastet auf ihnen viel mehr Schnee als auf den winterkahlen Laubbäumen.

Die Bayerischen Staatsforsten arbeitet nun mit allen Kräften daran, das gebrochene Holz so schnell als möglich aufzuarbeiten. „Primäres Ziel ist die Borkenkäferbekämpfung. Dabei sollen aber möglichst viele der beschädigten Bäume, die noch ausreichend vital sind, stehen bleiben“, erklärt der Berchtesgadener Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller.

Das Belassen der Bäume im Wald ist jedoch nicht immer möglich. Denn besondere Vorsicht ist bei der Fichte geboten. Durch die derzeit warme Witterung konnte sich der Borkenkäfer in den vergangenen Wochen sehr gut entwickeln. „Viele Käfer haben sich bereits zur Vermehrung in die abgebrochenen Gipfel und Bäume eingebohrt“ berichtet Forstwirtschaftsmeister Franz Leitner.

Um nun eine Massenvermehrung des Borkenkäfers zu vermeiden, ist es unbedingt notwendig das Fichtenholz rasch aus dem Nadelwald zu bringen, anderenfalls müssten Insektizide eingesetzt werden. Aufgrund der enormen Mengen können die Sägewerke das Holz aber nicht schnell genug ins Werk fahren. „Die einzige Lösung sind daher Lagerplätze, wie zum Beispiel das Trockenlager in der Marzoller Au bei Bad Reichenhall, das nach 2008 jetzt erstmals wieder für eine bemessene Zeit reaktiviert wurde“, erläutert Dr. Müller.

 Bereits im Folgejahr des Orkans Kyrill im Jahre 2007 konnte durch die befristete Auslagerung von Fichtenholz großer Schaden von den heimischen Wäldern abgehalten werden. Sorge um die Marzoller Au müsse man aber nicht haben. „Der Laubwald bietet dem auf die Fichte spezialisierten Käfer keine weitere Vermehrungsgrundlage“, erklärt der Forstbetriebsleiter. Waldbesucher können weiterhin die Artenvielfalt unserer heimischen Wälder genießen, werden jedoch eindringlich gebeten die Polter auf keinen Fall zu besteigen.

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news-1972 Thu, 04 Jul 2019 14:43:15 +0200 Sommer am Baumwipfelpfad http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1972&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3e2fba5343025790b01d4ae3cbaa4228 Ebrach (03.07.2019) – Den Sommer und Wald mit allen Sinnen genießen, dies kann man zum Beispiel am Baumwipfelpfad Steigerwald.  

Der Kreisjugendchor Bamberg freut sich auf einen sommerlichen Konzertabend am 13. Juli 2019 auf dem Baumwipfelpfad Steigerwald. Die rund 30 Sängerinnen und Sänger des FSB-Leistungschores reisen beschwingt mit einem bunten Repertoire im Gepäck nach Ebrach.

Vor beeindruckender Kulisse präsentieren die jungen Sänger unter der Leitung von Wolfgang Reh ein abwechslungsreiches Konzertprogramm mit akustischen sowie optischen Höhepunkten. Die Zuhörer dürfen sich unter anderem auf bekannte Melodien aus Filmen und Musicals, aber auch auf deutsches Volksliedgut freuen. Bei schlechtem Wetter findet das Konzert in der ehemaligen Abteikirche Ebrach statt. Der Eintritt zum Baumwipfelpfad mit Konzertbesuch beträgt 20 € (für Kinder 10 €). Konzertbeginn ist um 18.30 Uhr.  

Am darauffolgenden Wochenende erwartet Sie das Weinfest mit dem Motto „Wald-Wild-Wein“. Am Nachmittag sorgen kurzweilige Spiele und am Samstag ab 18 Uhr Musik mit der Country Band Steve Morgen bzw. Sonntag ab 17 Uhr mit den Jazzcolors für Unterhaltung. Lassen Sie sich Wein und Wild schmecken!  

In den bayerischen Sommerferien ist für die daheimgebliebenen mit verschiedenen Führungsangeboten, Ferienprogramm und anderen Abendveranstaltungen ein vielfältiges Urlaubsangebot im Gepäck. Weitere Informationen auf der Homepage www.baumwipfelpfadsteigerwald.de

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news-1971 Thu, 04 Jul 2019 11:23:04 +0200 Forstbetrieb Heigenbrücken spendiert Grillgut für Forstreferendare http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1971&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0b2ce0eadda6f55cb6b07c39ad41cb9e Pressemitteilung der Bayerischen Forstschule Lohr am Main

Bei Temperaturen von deutlich über 30 Grad absolvierten 28 Forstreferendare die Große Forstliche Staatsprüfung an der Forstschule in Lohr sowie in verschiedenen Wäldern Unter- und Mittelfrankens. Der Abschluss der knapp zweiwöchigen Prüfungszeit und damit auch des Referendariats wurde aber nicht nur mit kühlem Bier gefeiert. Der Forstbetrieb Heigenbrücken hatte ganz besonderes Grillgut spendiert.

Waldbau und Forsttechnik, Klimawandel und Naturschutz, diese und viele weitere Themen waren heuer Gegenstand der Staatsprüfung, der sich zum Abschluss des zweijährigen Referendariats die angehenden Führungskräfte wieder stellen mussten. Nach dem anstrengenden Endspurt fand eine mittlerweile schon traditionelle Feier an der Forstschule in Lohr am Main statt, die vom Jahrgang der kürzlich eingestellten neuen Forstreferendare organisiert wurde.

Neben gutem fränkischen Bier erfreuten sich die Gäste diesmal auch an besonders hochwertigem Wildfleisch: Der verlockende Geruch der über Holzkohle brutzelnden Wildbratwürste und Wild-burger machte die Anspannung der zurückliegenden Tage schnell vergessen.

„Wir hätten uns natürlich auch über „normales“ Grillfleisch gefreut. Aber Wildbret vom Grill, also Fleisch von Rehwild und Wildschwein aus dem Staatswald, passt einfach besonders gut an diesem Tag!“ strahlen Pia Schmid und Robert Radtke, Jahrgangssprecher der Prüflinge: „Unsere Wälder bringen eben nicht nur Holz hervor, sondern auch nachhaltig gewonnene Lebensmittel. An einem Tag wie heute ein doppelter Genuss!“

Robert Staufer, Leiter der Bayerischen Forst- und Technikerschule, genießt ebenfalls einen der saftigen Wildburger. Er weist noch auf einen anderen Aspekt hin: „Die großzügige Spende der Kollegen von den Bayerischen Staatsforsten ist ein schöner Beleg für die gute Kooperation von Forstverwaltung und Staatsforsten. Diese zeigt sich ja auch in der Ausbildung unserer Referendare, die wichtige Abschnitte ihres Vorbereitungsdienstes bei den Bayerischen Staatsforsten absolvieren.“

Joachim Keßler, Leiter des Forstbetriebs Heigenbrücken, machte das „Wald-Barbecue“ schnell und unkompliziert möglich: „Die Anfrage der neuen Referendare hat mich sehr gefreut. Und ich erinnere mich noch gut an meine eigene Staatsprüfung – da hätte ich danach auch gerne in eine schmackhafte Wildbratwurt gebissen!“, meint er schmunzelnd. Keßler verweist auch auf die hohe Qualität des Fleisches: „Unser Metzger macht mit seinen Würsten und dem Burger-Fleisch einen tollen Job. Aber schon das Ausgangsprodukt, das Wildfleisch von Reh, Rothirsch oder Wildschwein, schmeckt nicht nur gut, sondern ist wegen vieler Vitamine und Mineralien und wegen des geringen Fettgehalts sogar besonders gesund.“ Auch hinsichtlich Tierwohl und Regionalität könne Wildbret voll und ganz überzeugen.

 Eine gute Nachricht für alle Feinschmecker der Region wurde aus diesem Anlass als Pressemitteilung von den neuen Referendaren über die Lokalzeitung verbreitet: Um Wildbret vom Grill, als Ragout oder Braten genießen zu können, muss man nicht die Große Forstliche Staatsprüfung absolvieren – der Forstbetrieb Heigenbrücken vermarktet das Wildbret aus seinen Revieren an jedermann bereits küchenfertig zubereitet und portioniert.

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Wald im Spessart Wald im Spessart Newsticker Startseite Forstbetrieb Heigenbrücken Nachrichten
news-1970 Wed, 03 Jul 2019 14:46:01 +0200 Trockenlagerplatz im Forstbetrieb Heigenbrücken erweitert http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1970&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6a1e50b027419d8fd3e4932663fbd385 Die anhaltende Hitze und Trockenheit hat auch im Spessart dazu geführt, dass sich der Borkenkäfer ausgebreitet hat. Das heiße und trockene Wetter in diesem Jahr schwächt die Fichten, die sich wegen ihres flachen Wurzelsystems nicht mehr ausreichend mit Wasser versorgen können. Solche Bäume werden zu leichten Opfern für den Borkenkäfer. Massenhaft befällt der Forstschädling die Bäume, unterbindet ihre Nährstoffversorgung und bringt die Bäume so zum Absterben.

Für die Förster im Spessart ist dann Eile angesagt, denn es bleiben nur wenige Wochen, bis der Borkenkäfer seine Eier unter der Rinde der Fichten abgelegt hat, der Nachwuchs mit dem Schwärmflug beginnt und weitere Fichten befallen werden. „Befallene Fichten müssen schnellstmöglich gefällt und in ausreichende Entfernung von gesunden Fichten gebracht werden“, erklärt der Heigenbrückener Forstbetriebsleiter Joachim Keßler. „Deshalb haben wir nun den Holzlagerplatz bei den „Sieben Wegen“ erweitert, auf dem wir befallene Bäume in sicherer Entfernung lagern können.“ Für rund 5000 Kubikmeter Holz ist dort künftig Platz. Das ist nach Keßlers Worten nötig, weil zurzeit die Sägewerke ausgelastet sind und kein frisches Holz mehr abnehmen.

Um Zeit zu sparen, haben die Bayerischen sogar eine eigene App entwickelt, auf der vom Käfer befallene Fichten eingetragen werden: „Das vereinfacht den Prozess und beschleunigt so die Aufarbeitung“, so Keßler. Die App hat jeder Mitarbeiter der Staatsforsten auf seinem Diensthandy.

Die Prognose für die Fichte ist angesichts des Klimawandels nicht besonders rosig: „Wir rechnen damit, dass die Baumart auf weiten Flächen in Bayern keine Zukunftschance hat“, sagt der Heigenbrückener Forstchef. „Deshalb sind wir seit vielen Jahren dabei, zukunftsfähige Mischwälder aufzubauen, die nicht nur dem Klimawandel gewachsen sind, sondern die auch in Zukunft sicherstellen, dass der Bevölkerung ausreichend Holz zur Verfügung stehen wird.“

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news-1969 Wed, 03 Jul 2019 09:57:25 +0200 Dem Schwarzstorch geht es im Allgäu gut http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1969&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4951ee8f699c5369e42741a1f146d75e 02.07.2019, Sonthofen – Die Bayerischen Staatsforsten Sonthofen führten zusammen mit der AG Schwarzstorchschutz Allgäu im Landesbund für Vogelschutz (LBV) eine Beringungsaktion für junge Schwarzstörche im Allgäu durch. „Bei unserer Beringungsaktion im Forstbetrieb Sonthofen konnten wir erfolgreich junge Waldstörche beringen. Die Aktion wurde wie immer höchst professionell von Carsten Rohde durchgeführt. Innerhalb von 20 bis 25 Minuten pro Horst hatten alle Jungstörche ihren Ring bekommen“, berichtet Harald Farkaschovsky von der AG Schwarzstorchschutz. Die Beringung soll Aufschluss geben über Zugverhalten, die Wahl der Winterquartiere und das Ansiedlungsverhalten der Schwarzstörche. 

„Derzeit sitzen insgesamt sieben junge Schwarzstörche in ihren Nestern in Wäldern des Forstbetriebs Sonthofen“, ist Forstbetriebsleiter Jann Oetting stolz. „Bei uns greifen Wälder, Moore, Feuchtwiesen und zahlreiche kleine Bäche ineinander und bieten ideale Lebensbedingungen für diese seltenen Vögel. Die naturnahe Bewirtschaftung der Waldbestände und die hohe Anzahl geeigneter Altholzstrukturen ermöglichen dem Schwarzstorch genügend Rückzugsmöglichkeiten und Ruhe für eine erfolgreiche Brut“, so Oetting weiter.

Im Rahmen eines gemeinsamen Projekts wurden Kunsthorste im Staatswald errichtet, die bereits von den Schwarzstörchen bewohnt sind. Zum Beispiel in der Kürnach, wo der Horst zum wiederholten Male erfolgreich belegt wurde. Harald Farkaschovsky erklärt, dass es sich bei den ausgesuchten Kunsthorstbäumen meist um sehr alte, hohe Bäume handelt. Sie liegen in ruhigen und abgelegenen Waldbereichen und weisen günstige Anflugmöglichkeiten für den Waldstorch auf. „Im Staatswald des Forstbetriebs Sonthofen findet man solche Lebensräume dank der naturnahen Waldbewirtschaftung“, freut sich Farkaschovsky.

Dieses Jahr sind fünf Brutpaare mit insgesamt acht Jungtieren im Forstbetrieb Sonthofen beheimatet. „Die integrative Waldbewirtschaftung, bei der Schützen und Nützen auf gleicher Fläche erfolgt und die erfolgreiche vertrauliche Zusammenarbeit mit der AG Schwarzstorchschutz Allgäu tragen so erfolgreich zum Artenschutz bei“, ist Oetting überzeugt.

Nochmal Harald Farkaschovsky: „Es bleibt zu hoffen, dass alle Jungen flügge werden und ihren gefahrenvollen Zug in den Süden antreten können. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die seit Jahren sehr gute Zusammenarbeit und Ihre Rücksichtnahme an den Schwarzstorch-Brutplätzen. Ohne die Unterstützung der Förster wäre dieser Bruterfolg nicht möglich!“

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news-1967 Mon, 01 Jul 2019 14:27:35 +0200 Nistplätze von Schwarzstorch und Co. erkennen und schützen leicht gemacht http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1967&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=dc0a571692e79c444efbc8a2daa20a60 LBV und Bayerische Staatsforsten stellen Broschüre „Großvogelhorste im Wald“ vor

Hilpoltstein/Regensburg, 01.07.19 – Nur was man kennt, kann man schützen. Das gilt besonders für im Wald brütende Großvogelarten, wie Schwarzstorch, Habicht und Rotmilan. Die imposanten Federtiere sind Meister des Versteckens, da sie ihre Horste fast unsichtbar im dichten Kronendach verbergen. Eine neue Broschüre von LBV und Bayerischen Staatsforsten zeigt nun, wie Förster und Vogelschützer den scheuen Waldbewohnern auf die Spur kommen können – und wie darüber hinaus Waldbesucher helfen können. 

Sie haben eine imposante Größe, brüten gerne im Wald und mögen es ruhig. Die Rede ist von Großvögeln mit Flügelspannweiten von etwa 60 Zentimetern, wie der Baumfalke, bis deutlich über zwei Metern, wie etwa der Seeadler. Rund 20 Großvogelarten, die Horste bauen und nutzen, gibt es in Bayern. „Vor allem während der Brutzeit ab etwa März reagieren die Großvögel sehr empfindlich auf Störungen“, sagt Dr. Norbert Schäffer, LBV-Vorsitzender. „Die Bewirtschaftung von Wäldern im Rahmen der Holzernte, aber auch verschiedene Freizeitaktivitäten von Waldbesuchern können die Vögel so stark beunruhigen, dass sie den Horstbau abbrechen oder sogar ihre Brut verlassen und ihr Revier dauerhaft aufgeben“, so Schäffer weiter.

Damit es nicht soweit kommt, hat der LBV zusammen mit den Bayerischen Staatsforsten eine Broschüre erstellt. „Der naturnah bewirtschaftete Wald ist wichtiger Lebensraum für Großvögel, viele Arten haben sich in den Staatswäldern in den letzten Jahren wieder angesiedelt und Populationen erholt. Unsere gemeinsame Broschüre soll diesen positiven Trend unterstützen, als Entscheidungshilfe für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch für Waldbesucher, um damit Horste zu erkennen und diese dann auch zu schützen“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer. Entdecken Waldbesucher einen Horstbaum, sollten sie sich ruhig entfernen und anschließend den Waldbesitzer sowie die zuständigen Behörden informieren. Befindet sich der Brutbaum im Staatswald, so wird er durch die Försterinnen und Förster markiert und bei der Bewirtschaftung in einer Horstschutzzone entsprechend berücksichtigt. Keinesfalls sollte der Standort öffentlich gemacht werden.

Für Horstbäume im Staatswald stellen die zuständigen Försterinnen und Förster in ihren Planungen sicher, dass die Vögel ihren Nachwuchs möglichst ungestört großziehen können. Martin Neumeyer erklärt: „Wichtige Biotop- und Horstbäume werden von uns erhalten und nicht gefällt. Die Waldpflegemaßnahmen richten wir zeitlich und räumlich so aus, dass die Vögel während der Brutzeit möglichst wenig gestört werden.  

Weitere Informationen zur Broschüre und eine Download-Möglichkeit finden Sie hier. Sie können die Broschüre hier bestellen.

DOWNLOAD Pressebilder:

Präsentation der Broschüre im Nürnberger Reichswald unter einem (dieses Jahr nicht bewohnten) Habichtshorst: Download Bild

LVB-Vorsitzender Dr. Norbert Schäffer (li) und der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten Martin Neumeyer stellen die Broschüre "Großvogelhorste" im Nürnberger Reichswald vor: Download Bild

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news-1966 Mon, 01 Jul 2019 00:00:00 +0200 Forstbetrieb Weißenhorn unter neuer Führung http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1966&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=44c168ea78375ab0dd511c11d1bfafdd Linda Madl übernimmt Leitung, Volker Fiedler geht in Ruhestand Generationswechsel am Forstbetrieb Weißenhorn: Linda Madl übernimmt zum heutigen 1. Juli die Verantwortung für die rund 14.500 ha Staatswald. Sie folgt damit auf Volker Fiedler, der sich nach rund 41 Jahren im Forstdienst in den Ruhestand verabschiedet.

Ein verdienter Forstmann geht, eine hochqualifizierte Nachfolgerin kommt. So fasste der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, den Wechsel in der Betriebsleitung des Forstbetriebs Weißenhorn zusammen. „Unter waldbaulich nicht einfachen Voraussetzungen haben Sie Großes geleistet“, lobte Neumeyer den scheidenden Forstbetriebsleiter Volker Fiedler. „Gerade der Roggenburger Forst und die Auwälder an Iller und Donau bergen ja so manche Herausforderung.“ Der Waldumbau, so Neumeyer weiter, habe in Weißenhorn unter Fiedlers Federführung enorme Fortschritte gemacht: „Ich bin mir sicher, dass Ihre Nachfolgerin die hervorragende Arbeit fortsetzen wird.“

Die 39jährige gebürtige Berlinerin Linda Madl hat an der technischen Universität Dresden Forstwissenschaft studiert. Nach dem Referendariat begann sie ihren Werdegang 2008 bei den Bayerischen Staatsforsten in der Internen Revision. In den Jahren 2009 und 2010 war sie zur Unterstützung des Leitungsdienstes am Forstbetrieb Waldsassen, 2012 bei der Forsteinrichtung des Forstbetriebs Kelheim. Seit 2017 war Linda Madl stellvertretende Forstbetriebsleiterin in Wasserburg am Inn. „Ich übernehme einen gut aufgestellten Forstbetrieb mit einem hoch qualifizierten und engagierten Team. Darauf freue ich mich sehr“, so Madl. Sie werde sich den waldbaulichen Herausforderungen im Forstbetrieb weiterhin stellen und die gute Zusammenarbeit mit Ämtern, Behörden, Jägern und natürlich auch den Bürgerinnen und Bürgern der Region fortführen, kündigte Linda Madl an.

Mit Volker Fiedler nimmt ein verdienter Forstmann seinen Abschied – mit einem lachenden und einem weinenden Auge, wie er sagte. „Ich bin nach all der Zeit sehr verwachsen mit dem Betrieb und den Menschen. Aber ich freue mich auch darauf, nun mehr Zeit für Familie und Hobbies zu haben,“ so Fiedler. Er dankte vor allem seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern „für das große Engagement über all die Jahre.“ Seine forstliche Laufbahn begann der gebürtige Oberfranke im Forstamt Kronach, später wechselte er zur Oberforstdirektion Bayreuth. Anfang der neunziger Jahre unterstützte Fiedler als Sachgebietsleiter an der Forstdirektion im sächsischen Chemnitz die Weiterentwicklung des dortigen Forstwesens, bis er 1994 zum Forstamtsleiter in Weißenhorn ernannt wurde und schließlich 2005 die Leitung des Forstbetriebs Weißenhorn der neu gegründeten Bayerischen Staatsforsten übernahm. Fiedler wird dem Forstbetrieb als Jäger verbunden bleiben. 

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news-1965 Thu, 27 Jun 2019 10:32:30 +0200 Borkenkäfer-Gefahr: Kaniber weitet Gegenmaßnahmen aus http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1965&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=abc73c05191ebe018057a4f2a60dea22 Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

(27. Juni 2019) München – Forstministerin Michaela Kaniber hat die Mittel zur Bekämpfung des Borkenkäfers noch einmal deutlich erhöht. Waldbesitzer erhalten ab sofort bis zu zwölf Euro pro Kubikmeter Holz, wenn sie befallene Bäume rasch fällen und aus dem Wald transportieren. Bislang betrugen die Zuschüsse fünf Euro pro Kubikmeter. „Wir müssen alle Register ziehen, um dem Käfer Brutraum für die weitere Vermehrung zu entziehen“, sagte Kaniber. Denn heuer sei nahezu bayernweit eine besonders starke Vermehrung und Ausbreitung der Käfer festzustellen.

Weil die Wälder vielerorts durch Trockenheit und Stürme geschwächt sind, befürchtet die Ministerin bei anhaltend sommerlicher Witterung ein Absterben ganzer Wälder. „Die Bekämpfung des Borkenkäfers und der Erhalt unserer Wälder liegt im Interesse der gesamten Gesellschaft“, sagte Kaniber. Deshalb unterstütze die Staatsregierung die Waldbesitzer bei dieser riesigen Herausforderung mit allen Kräften. Mit der Anhebung der Zuschüsse will Kaniber in Zeiten drastisch fallender Holzpreise und steigender Holzernte-Kosten noch stärkere Anreize für eine rasche und effektive Käferbekämpfung schaffen. Die Ministerin hatte wegen der drohenden Käfer-Gefahr bereits im vergangenen Jahr ein umfangreiches Maßnahmenpaket für die Waldbesitzer aufgelegt und vor einigen Wochen nochmals ausgeweitet: Es reicht von finanziellen Anreizen über Fachberatung bis hin zu personeller und organisatorischer Unterstützung.

Damit die Waldbesitzer tagesaktuell über die Bedrohungslage in ihrer Region informiert sind, wird nach Auskunft der Ministerin das Borkenkäfer-Monitoring der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) laufend aktualisiert. Es kann unter www.borkenkaefer.org abgerufen werden. Weitergehende Informationen erhalten Waldbesitzer bei ihrem zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten – bei der Suche hilft der „Försterfinder“ unter http://www.waldbesitzer-portal.bayern.de.

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news-1964 Wed, 26 Jun 2019 15:10:29 +0200 Vorsicht in den Wäldern: Hohe Waldbrandgefahr http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1964&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ab44534cd6f009a8c3247712e29b7862 Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

 

(26. Juni 2019) München – Ungewöhnlich hohe Temperaturen und sehr geringe Niederschläge lassen die Waldbrandgefahr in Bayern stark ansteigen. Vor allem in Nordbayern herrscht bereits eine hohe Waldbrandgefahr, die im Laufe der Woche weiter zunimmt. In den Landkreisen Erlangen-Höchstadt, Main-Spessart, Schwandorf und Wunsiedel wurde bereits am Mittwoch sogar die höchste Waldbrandgefahrenstufe fünf erreicht. Auch in der südlichen Hälfte Bayerns verschärft sich die Lage. In diesem Zusammenhang rät Forstministerin Michaela Kaniber Waldbesuchern, das bis Ende Oktober geltende Rauchverbot im Wald unbedingt einzuhalten. Die Ministerin appelliert auch Freizeitaktivitäten, wie Grillen oder offene Feuer zu machen, in Waldnähe zu unterlassen.

Trockene Nadel- und Laubstreu sowie am Boden herumliegende Zweige sind leicht entzündlich. Ein Funke oder eine achtlos weggeworfene Zigarette können ausreichen, um einen folgenschweren Brand auszulösen. Ein nicht zu unterschätzendes Risiko sind auch Fahrzeuge mit heißem Katalysator: Schon im Eigeninteresse sollte man keinesfalls auf leicht entzündbarem Untergrund parken. Waldbesitzern wird empfohlen, beim Aufarbeiten von Borkenkäferschäden anfallendes Holz, Reisig oder Kronenmaterial nicht zu verbrennen, sondern aus dem Wald abzutransportieren oder zu hacken.

Gefährdet sind vor allem lichte Kiefernbestände und von der Bevölkerung stark besuchte Wälder in Ballungsgebieten. Stärkere Regenfälle und sinkende Temperaturen sind notwendig, um die Situation zu entschärfen.

Mehr Infos zu den aktuellen Gefahrenstufen und einzelnen Regionen gibt es hier

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news-1963 Wed, 26 Jun 2019 08:36:58 +0200 Wildbrücke wird nicht nur von Wild genutzt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1963&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0c80185f7f9594f29577836f29c84b27 (20.03.2019) – Neuwirtshaus-Oberthulba – Seit 7 Jahren gibt es die Wildbrücke über die A7 im Neuwirtshauser Forst in der Nähe von Oberthulba, die die Wildlebensräume östlich und westlich der A7 wieder miteinander vernetzt. Leider wird die Wildbrücke nicht nur von Wild, sondern in letzter Zeit auch vermehrt von Waldbesuchern und Freizeitsportlern genutzt. Um die Waldbesucher von der Wildbrücke fernzuhalten, haben die Bayerischen Staatsforsten und die Autobahndirektion Nordbayern, Dienststelle Würzburg, zwei Infotafeln aufgestellt, auf denen über die Wildbrücke informiert und darum gebeten wird, das Bauwerk nicht zu nutzen.

Angeregt durch Georg Stürzenberger, ehem. Vorsitzender der Kreisgruppe Hammelburg des Bayerischen Jagdverbandes, hat der Forstbetrieb Hammelburg gemeinsam mit der Autobahndirektion Nordbayern die Idee aufgegriffen, Waldbesuchern und Freizeitsportlern Mithilfe zweier Infotafeln, die im Zulauf zur Wildbrücke je östlich und westlich der A7 aufgestellt wurden, von der Nutzung der Wildbrücke als Querung höflich abzuraten. „Die Wildbrücke ist, wie der Name schon sagt, nur den Wildtieren vorbehalten“ so Daniel Zippert, Leiter des Forstbetriebs Hammelburg. „Leider wird die Brücke vermehrt durch Waldbesucher und vor allem Mountainbiker genutzt, was nicht sein soll“ ergänzt Herr Reichelt von der Autobahndirektion Nordbayern die Ausführungen. „200 Meter südlich der Wildbrücke steht eine Waldweg-Überführung für Kraftfahrzeuge und Waldbesucher jeglicher Art zur Verfügung. Es ist wichtig, dass die Wildbrücke nicht von Menschen genutzt wird, damit die Wildtiere hier ungestört ihrem Wanderverhalten nachgehen können.“

Daher formulieren die Beteiligten die gemeinsame Bitte, dass die Wildbrücke bitte denen überlassen wird, für die sie notwendigerweise errichtet wurde: für unsere Tierwelt. Ein Betreten der Wildbrücke würde die Tiere unnötig verschrecken und so die Tierwanderungen auf der Brücke verringern.

Zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Bayern hat der Ministerrat 2008 die so genannte „Bayerische Biodiversitätsstrategie“ beschlossen, deren Ziel es unter anderem ist, die ökologische Durchlässigkeit von Wanderbarrieren zu erhöhen. Untersuchungen und das Monitoring der Autobahndirektion Nordbayern haben gezeigt, dass die Wildbrücke ihre Funktion als Lebensraumverbinder gut erfüllt. Die "ökologische Wirkung" der Brücke wird in den Jahren 1, 3, 5, 10 und 15 nach deren Baufertigstellung untersucht. So nutzen neben den großen Schalenwildarten, wie Rothirsch, Wildschwein und Reh, auch zahlreiche andere Arten, wie z.B. Fuchs und Hase die Brücke (über 6.585 Querungen von März 2013 bis April 2016). Neben den großen Tieren, stellt die Brücke aber auch für kleinere Lebewesen, wie Laufkäfer oder Reptilien und Amphibien die einzige Möglichkeit dar, die Autobahn zu überqueren.

Daneben erfüllt die Wildbrücke auch die Funktion, Wildunfälle zu verhindern. Die Wildtiere werden entlang der Wildzäune zur Brücke geleitet und haben dort die Möglichkeit auf die andere Seite der Autobahn zu gelangen ohne die Fahrbahn zu betreten.

Laut dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gibt es in Deutschland derzeit 109 Wildbrücken über Autobahnen und Bundesstraßen, davon haben 36 eine nutzbare Breite von mehr als 50 Metern. Weitere 8 Grünbrücken sind gerade im Bau. (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU); Meldung Naturschutz/Biologische Vielfalt, 2018)

Im Zuständigkeitsbereich der Autobahndirektion Nordbayern wurden bereits fünf Grünbrücken errichtet, drei weitere befinden sich in Planung. Die Kosten einer Grünbrücke betragen je nach Breite zwischen zwei und fünf Millionen Euro und werden an Autobahnen vom Bund getragen.

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news-1961 Fri, 21 Jun 2019 15:29:07 +0200 Fichten für die Meisterschaft der Waldarbeiter http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1961&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=551c60a72779481457a780af3f884072 Staatsforsten stellen Rundholz bereit Ab 21. Juni finden in Schwarzenbach a. Wald die ersten oberfränkischen Waldarbeitermeisterschaften statt. Das notwendige Fichtenstammholz für die verschiedenen Disziplinen des Wettbewerbs hat Revierleiterin Daphne Weihrich vom Forstrevier Wolfersgrün der Bayerischen Staatsforsten mit ihren Waldarbeitern vorbereitet. Die Bayerischen Staatsforsten haben das Holz gespendet.

Die Waldarbeiter sind ein zentrales Element für einen naturnah wirtschaftenden Forstbetrieb. Ihre abwechslungsreiche Tätigkeit erfordert viele Fähigkeiten. Insbesondere die präzise Arbeit bei der Fällung von Bäumen und dem Umgang mit der Motorsäge kann beim bevorstehenden Wettbewerb von den Zuschauern bewundert werden. 

Der Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten unterstützt die ersten Oberfränkischen Waldarbeitermeisterschaften in Schwarzenbach a. Wald mit der Spende der Baumstämme für die Wettbewerbe. „Wir wissen, wie anspruchsvoll und abwechslungsreich die Arbeit unserer Waldarbeiter ist. Über 70 Waldarbeiter in den Frankenwald-Forstbetrieben Nordhalben und Rothenkirchen leisten täglich hervorragende Arbeit für den naturnahen, artenreichen und für die Zukunft klimatoleranten Staatswald“ so Forstbetriebsleiter Fritz Maier.

Die Waldarbeiter Berthold Kremer, Alfred Klinger, Thomas Gremer (alle Wolfersgrün) und Roland Truch (Nordhalben) haben die Stämme für die Waldarbeitermeisterschaft professionell gefällt, entastet und für die Wettbewerbe vorbereitet. Andreas Wunder aus Nordhalben hat mit seinem Forstspezialschlepper die Stämme an die Forststraße gerückt, von wo sie zum Festgelände transportiert wurden.

„Gerne unterstützen wir die Veranstalter mit 42 Fichtenstämmen. Wir wollen damit auch auf diesen interessanten Ausbildungsberuf hinweisen, für den wir jedes Jahr drei Auszubildende einstellen“ betonte Fritz Maier.

Auf dem Gelände in Schwarzenbach a. Wald werden deshalb auch Auszubildende der Bayerischen Staatsforsten an einem Stand über ihre Ausbildung informieren, ihre handwerklichen Fähigkeiten zeigen und Fragen von interessierten Schülern oder Eltern beantworten.

„Der Wald braucht gut ausgebildete Waldarbeiter, die zusammen mit den Förstern und Forstunternehmern die vielfältigen Funktionen des Waldes mit perfektem Handwerk sichern. Die Waldarbeitermeisterschaften sind ein spannendes Event und lassen den Blick in einen interessanten, vielfältigen Beruf zu“, so Forstbetriebsleiter Fritz Maier.

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news-1960 Fri, 21 Jun 2019 15:12:50 +0200 Forstrevier Wolfersgrün mit neuer Leiterin http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1960&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1f6ecd4e3c5e8eb7c03fe3ede2aa45f2 Daphne Weihrich folgt Günter Beetz Im Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten übergibt der bisherige Revierleiter Günter Beetz die Leitung des Forstrevieres Wolfersgrün an seine Nachfolgerin Daphne Weihrich. Das 1.750 ha große Staatswaldrevier zwischen Wolfersgrün und Geroldsgrün mit dem Thiemitz-, Lamitz- und Langenautal zeichnet sich durch seine wuchskräftigen Fichten-, Buchen- und Bergahornwälder aus, die zunehmend mit Tannen, Douglasie, Spitzahorn und weiteren Laubbaumarten angereichert werden. Ein „Traumrevier“, in dem sich Schwarzstorch, Biber und gelegentlich der Luchs genauso wohl fühlen wie Wanderer, die das Revier auf den abwechslungsreichen Wegen kennen lernen. An der Max-Marien-Quelle können die Besucher das Heilwasser genießen, das durch die umgebenden Wälder in seiner Qualität geschützt wird. 

Bei einem gemeinsamen Waldbegang im Lamitztal hat Forstbetriebsleiter Fritz Maier die Übergabe der Revierleitung von Günter Beetz an die neue Revierleiterin Daphne Weihrich vorgenommen.

Der bisherige Revierleiter Günter Beetz, der aus Wolfersgrün im Landkreis Kronach stammt und auch heute noch dort wohnt, hat über 35 Jahre die Wälder des Forstreviers Wolfersgrün zusammen mit seinen Waldarbeitern und den Forstunternehmern aus der Region gepflegt und den Umbau zu klimastabilen, naturnahen Mischwäldern vorangetrieben. Dort, wo früher reine Fichtenbestände gewachsen sind, finden sich heute Tannen, Fichten, Douglasien, Buchen, Bergahorn, Erlen und viele weiter Baumarten für den Wald der Zukunft. Der unter seiner Leitung sanierte Floßteich im Lamitztal gehört ebenso wie die Humboldthöhle und die Max-Marien-Quelle zu den vielen Höhepunkten im Revier Wolfersgrün. 

Daphne Weihrich, die neue Revierleiterin, stammt aus Dürrenwaid im Landkreis Hof und ist ebenso eng mit dem Frankenwald verwurzelt, wie ihr Vorgänger. Nach ihrem Studium und Ihrer Ausbildung bei der Bayerischen Forstverwaltung und den Bayerischen Staatsforsten hat sie in mehreren Stationen, wie z.B. bei der Forsttechnik der BaySF und am Forstbetrieb Bad Königshofen in Unterfranken berufliche Erfahrung gesammelt und sich dann auf ihr Wunschrevier Wolfersgrün beworben.

Seit Anfang April konnten Günter Beetz und Daphne Weihrich die Übergabe des Reviers gemeinsam durchführen. Die Bayerischen Staatsforsten legen großen Wert auf die Einarbeitung neuer Mitarbeiter durch ihre Vorgänger. Dadurch können die örtlichen Kenntnisse, die bisherigen Erfahrungen und das große Wissen der Vorgänger in direktem Kontakt an die Nachfolger weitergegeben werden.

Die offizielle Verabschiedung von Revierleiter Günter Beetz fand bereits im Mai durch Forstbetriebsleiter Fritz Maier sowie die Kollegen, Waldarbeiter und Forstunternehmer statt. Fritz Maier dankte noch einmal Revierleiter Günter Beetz und übergab das Forstrevier Wolfersgrün in die Hände der neuen Revierleiterin Daphne Weihrich.

„Wir legen heute das Wohl des Forstreviers Wolfersgrün und aller seiner pflanzlichen und tierischen Bewohner in Ihre Hände. Wir sind überzeugt, dass Sie ebenso wie Günter Beetz den Staatswald im Forstrevier Wolfersgrün mit großer Fachkenntnis, hohem beruflichen Engagement und Liebe zum Wald und sowie Freude an seinen Bewohnern und Besuchern über viele Jahre pflegen und beschützen werden.“ betonte Betriebsleiter Fritz Maier.

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Forstbetrieb Nordhalben Nachrichten
news-1959 Fri, 21 Jun 2019 15:06:00 +0200 Hohenlindener Pfadfinder renovieren Waldlehrpfad im Ebersberger Forst http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1959&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ea7e9838cff05d4416e56c1fcdddece5 Vom 23. bis 26. Mai 2019 fand die 72 Stunden Aktion statt, an der sich auch die Hohenlindener Pfadfinder beteiligt haben. Die 72 Stunden Aktion war eine Sozialaktion des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) und seiner Verbände. In 72 Stunden wurden dabei in ganz Deutschland Projekte umgesetzt, die die „Welt ein Stückchen besser machen“ sollten.

Die Hohenlindener Pfadfinder, 35 Kinder und Jugendliche und 12 Leiter, schlugen dafür am Donnerstag um 17 Uhr ihre Zelte im Ebersberger Forst nahe der Gaststätte „Sauschütt“ auf. Dort verbrachten sie die nächsten 72 Stunden damit, den Waldlehrpfad instand zu setzten und teilweise zu erneuern. Am Freitagmorgen ging es richtig los. Mitarbeiter der Bayrischen Staatsforsten gaben den Pfadfinderinnen und Pfadfindern eine Einführung und erklärten ihnen bei einer gemeinsamen Begehung des Waldlehrpfads, was es so alles zu tun gäbe. Danach wurde angepackt und jeder, ob kleine oder groß, hat geholfen, wo er nur konnte. Unter anderem wurden die Schilder des Walderlebnispfades abgeschliffen und neu gestrichen, die Informationstafeln gereinigt, ein Tisch und eine Bank beim Feuchtbiotop gebaut, das Areal um den Fledermaus-Pavillon gereinigt und aufgekiest, die Sprunggrube neu mit Sand befüllt, Müll eingesammelt, die Richtungsschilder frei geschnitten, das Hörrohr und die Sichtrohre erneuert, der Barfußpfad freigeschnitten und erneuert, der Pfad und Aussichtspunkt um das Rotwildgehege gesäubert und ein Insektenhotel gebaut. Abends nach getaner Arbeit erholten sich die Kinder und Jugendlichen zusammen mit ihren Leitern am Lagerfeuer, wo noch gespielt und gesungen wurde. Am Sonntagnachmittag wurden die Kinder und Jugendlichen nach und nach von ihren Eltern abgeholt. Einige waren sichtlich stolz auf das, was sie in den letzten Tagen geschafft hatten und so manch einer wird in den nächsten Tagen einen Ausflug zum Walderlebnispfad machen, um seinen Eltern zu zeigen, wie schön es dort nun ist. Alles in allem war es eine tolle Aktion, die den Teilnehmern viel Spaß gemacht hat und an der sich in Zukunft alle Besucher des Waldlehrpfades erfreuen können.

Die Hohenlindener Pfadfinder möchten sich v.a. noch bei den Bayrischen Staatsforsten aus Wasserburg bedanken, ohne deren Kooperation die Aktion nicht möglich gewesen wäre. Die Unterstützung bei der Planung und Durchführung sowie die Bereitstellung von Material und Werkzeug haben maßgeblich zum Gelingen beigetragen. Auch möchten sich die Pfadfinder bei der Sparkasse Wasserburg für die finanzielle Spende, bei der Gaststätte „Sauschütt“ für die zwei gestifteten Mittagessen und bei der Brauerei „Wildbräu Grafing“ für die Getränkespende bedanken.

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Forstbetrieb Wasserburg a. Inn Nachrichten
news-1958 Tue, 18 Jun 2019 15:18:49 +0200 Die Burgruine Schönrain, ein schöner Platz im Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1958&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=aba696dcbd96a57846d1360c48d476f8 Bayerischen Staatsforsten schicken den Waldbesucher mit dem neuen Magazin „Wald erleben“ auf eine Entdeckungsreise durch den ganzen Staatswald und auch in der Region gibt es vieles zu den Themen Waldnutzung, Naturschutz, Erholung und Kultur zu entdecken

Die schönsten Aussichten, die lauschigsten Plätze und sonnendurchflutete Lichtungen: Wer sollte unsere bayerischen Wälder besser kennen als unsere Förster? Und genau die haben nun ein schön illustriertes und reich bebildertes Magazin herausgegeben, das nichts weniger ist als ein Erlebnisführer zu den Schönheiten vor unserer Haustür. Das neue Magazin „Wald erleben“ der Bayerischen Staatsforsten zeigt dem Leser zwar nicht, wo Fuchs und Hase sich „Gute Nacht“ sagen, aber sonst ist praktisch alles enthalten, was man sich als Ausflügler oder Naturfreund wünscht: Die schönsten Wanderwege, eine kleine Anleitung zum Schwammerlsuchen, ein paar Gymnastikübungen speziell für den Wald bis hin zur Vogelkunde sind enthalten. Mit Liebe zum Detail, Illustrationen und vielen Informationen rund um den Wald in Spessart, Rhön und dem restlichen Bayern, möchten die Bayerischen Staatsforsten den Blickwinkel für den nächsten Waldspaziergang erweitern und auch Anregungen geben, was rund um den Wald geboten ist. Und auch der Spessart ist in diesem Magazin prominent mit der Burgruine Schönrain vertreten.

Mit dem Erlebnismagazin „Wald erleben“ wird jeder Waldbesuch zu einer Entdeckungsreise. Von Pilzen und Insekten am Waldboden bis hinauf zu den Baumkronen haben die Bayerischen Staatsforsten versucht, ihren „Alleskönner Wald“ in 20 Kapiteln zu porträtieren.

Das Magazin „Wald erleben“ kann über die Internetseite der Bayerischen Staatsforsten kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden: www.baysf.de/publikationen

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Forstbetrieb Hammelburg Nachrichten
news-1957 Tue, 18 Jun 2019 09:38:55 +0200 Rudolf Zwicknagl neuer Forstbetriebsleiter in Roding http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1957&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fa53caa8d96301fa7fb2560cb94dc5c5 Hubert Meier verabschiedet sich in den Ruhestand Der Forstbetrieb Roding bekommt einen neuen Leiter. Der 47jährige Rudolf Zwicknagl wird ab 1. Juli die Verantwortung für gut 21.000 ha Staatswald rund um Roding übernehmen. Für seinen Vorgänger Hubert Meier geht nach mehr als dreißig Jahren „in seinem Traumberuf“ seine forstliche Laufbahn zu Ende. 

Für den einen ist es eine Heimkehr, der andere hat in Roding im Lauf der Zeit eine neue Heimat gefunden. Rudolf Zwicknagl ist ganz in der Nähe von Roding geboren und wohnt mit seiner Familie bei Cham. Der gebürtige Niederbayer Hubert Meier dagegen hat Roding nach mehr als drei Jahrzehnten eine Heimat gefunden, die er schätzen und lieben gelernt hat.

Rudolf Zwicknagl wurde 1971 nur wenige Kilometer von Roding entfernt in Rötz geboren. Nach dem Studium der Forstwissenschaft begann sein forstlicher Werdegang Ende der neunziger Jahre an den damaligen Forstämtern Burglengenfeld und Selb und der Forstdirektion Schwaben. Nach zwei Jahr an der Forstdirektion Oberfranken-Mittelfranken wechselte er 2004 an das Forstministerium in München und schließlich 2005 zu den neu gegründeten Bayerischen Staatsforsten nach Regensburg, wo er die Leitung der Unternehmensentwicklung übernahm. Ab 2013 leitete er den Staatsforstbetrieb in Heigenbrücken, seit 2016 den Forstbetrieb Schnaittenbach.

Die Rückkehr in die Wälder seiner Heimat ist für Zwicknagl eine Herzensangelegenheit. „Ich kenne und mag Land und Leute, die Wälder und der Menschenschlag sind mir vertraut. Für mich ist es eine Heimkehr, auf die ich mich mit ganzem Herzen freue,“ so Zwicknagl. Er danke ausdrücklich seinem Vorgänger Hubert Meier: „Sie haben waldbaulich ganze Arbeit geleitestet. Mit diesen Voraussetzungen können wir trotz Klimawandel optimistisch in die Zukunft blicken“, so Zwicknagl. 

Hubert Meier war seit mehr dreißig Jahren in der Region in leitenden Positionen tätig. Der 1955 im niederbayerischen Mallersdorf geborene Meier hat in der Oberpfalz, wie er selbst sagt, „eine zweite Heimat gefunden.“ Nach einigen Jahren bei den Forstämtern Kelheim und Mitterfels und der Oberforstdirektion Regensburg kam er 1987 als stellvertretender Leiter an das Forstamt Roding, 1993 wurde er dessen Leiter. Mit der Gründung der Bayerischen Staatsforsten übernahm Meier schließlich 2005 den Forstbetrieb Roding. „Für mich ist es eine Freude zu sehen, wie sich die Wälder entwickeln. Die vielen Eichen, Buchen und Tannen, die wir in den vergangenen 30 Jahren für den Waldumbau gepflanzt haben, prägen heute große Bestände im Forstbetrieb.“ Meier wird dem Forstbetrieb als Jäger in einem Pirschbezirk im Staatswald und Pächter eines Fischweihers erhalten und verbunden bleiben.

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news-1956 Fri, 14 Jun 2019 12:18:33 +0200 Aus dem Hörsaal in den Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1956&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c7e332b2ed875e46844770769bb0025e Bayerische Staatsforsten und Hochschule Weihenstephan-Triesdorf bieten duales Forststudium an

14. Juni 2019 - Die Ausbildung junger Försterinnen und Förster kann nicht nur im Hörsaal stattfinden, da sind sich Dr. Eric Veulliet, Präsident der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) und Reinhardt Neft, Personalvorstand der Bayerischen Staatsforsten, einig. Praxisnahe Veranstaltungen und Exkursionen im Staatswald stehen deshalb schon lange auf dem Stundenplan der Forststudierenden an der HSWT in Freising. Nun wird die Kooperation zwischen Hochschule und Bayerischen Staatsforsten um ein besonderes Element erweitert: das duale Studium Forstingenieurwesen.

Im Oktober beginnt das neue Programm, in dem die Bayerischen Staatsforsten gemeinsam mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf Forststudierenden die Möglichkeit bieten, in ihren vorlesungsfreien Zeiten Praxiserfahrung im größten Forstunternehmen Deutschlands zu sammeln. „Von der schweren Arbeit im Wald bis zum komplexen Management eines Forstbetriebs - die jungen Leute bekommen Einblicke in alle unsere Arbeitsfelder und lernen bayernweit die örtlichen Besonderheiten der Forstwirtschaft von den Alpen bis in die Rhön kennen.“ betont Neft. Das duale Studium verknüpft so die erlernte Theorie mit der erlebten Praxis.

„Wir merken laufend, wie wichtig die praktische Ausbildung für die Studierenden ist“, betont Petra Bauer, Leiterin des Bereichs Personal bei den Bayerischen Staatsforsten. „Wer neben der Theorie auch in der Praxis fit ist, tut sich mit dem Einstieg in die forstliche Arbeitswelt leichter. Hierbei wollen wir die Studierenden von nun an noch stärker fördern.“

Auch die finanzielle Unterstützung der dual Studierenden ist Teil des Konzeptes. 550,- € monatliche Vergütung zahlen die Bayerischen Staatsforsten sowohl während der Praxis- als auch während der Vorlesungsphasen. Außerdem werden die Studierenden bei ihrer jagdlichen Ausbildung von den Bayerischen Staatsforsten unterstützt.

Die Bewerbung um einen Platz im dualen Bachelorstudium Forstingenieurwesen bei den Bayerischen Staatsforsten ist für Forststudierende im zweiten Semester möglich. Der Einstieg in das duale Programm an der Fakultät Wald und Forstwirtschaft der HSWT erfolgt dann im dritten Semester. Weitere Details werden auf der Homepage der Bayerischen Staatsforsten (www.baysf.de/karriere) bekanntgegeben.

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news-1955 Thu, 13 Jun 2019 15:20:20 +0200 Freiwilliger Einsatz für einen naturnahen Wald: Das Bergwaldprojekt mit knapp 40 Ehrenamtlichen in Heigenbrücken im Spessart http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1955&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0cb6b783cc3558d56d3fb0441a3d78b8 Würzburg / Heigenbrücken, 13.06.2019 

Vom 16. bis 29. Juni 2019 ist das Bergwaldprojekt e.V. mit zahlreichen ehrenamtlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Deutschland zum zweiten Mal im Forstbetrieb Heigenbrücken des Unternehmens Bayerische Staatsforsten im Spessart im Einsatz. Die Freiwilligen werden in den beiden Projektwochen verschiedene Arbeiten durchführen und das Ökosystem Wald näher kennenlernen. Die zweite Woche findet im Rahmen der Bergwaldprojekt Waldschule in Kooperation mit der Franz-Oberthür-Schule aus Würzburg mit jugendlichen Geflüchteten statt. Ziele des Einsatzes sind, die ökologische Situation am Projektstandort zu verbessern und die Teilnehmenden auch über die Projektwoche hinaus für eine nachhaltige Lebensweise zu sensibilisieren.  

Unter der Anleitung von Projektförsterin Pauline Zenetti und Projektförster Hendrik von Riewel vom Bergwaldprojekt e.V. und unter der Regie der Revierleiterinnen und Revierleiter Franziska Partenhauser, Christina Heinzelmann und Albert Englert vom Forstbetrieb Heigenbrücken werden die Ehrenamtlichen Fichten- und Kiefern-Naturverjüngung zugunsten der Erle aus wald- und gewässerökologischen Gründen entnehmen und die Ufervegetation (Bäume und Büsche) um einen Waldweiher zur Verbesserung der Biotopqualität auflichten. Außerdem steht Jungwuchspflege in einer Eichenkultur auf dem Programm. Die berühmte Zucht der Spessarteichen ist in den „Jugendjahren“ der Eiche sehr pflegeintensiv. Die Eiche wird zudem aufgrund ihrer Wuchseigenschaften als wichtiges Element im von Klimaextremen gestressten Wald von Morgen gesehen.  

Neben der praktischen Tätigkeit ist in der Woche auch ein Exkursionsnachmittag vorgesehen. Dieser dient dazu, die vielfältigen Zusammenhänge in der Natur, die Belastungen der Ökosysteme und die Abhängigkeit des Menschen von den natürlichen Lebensgrundlagen deutlich zu machen.  

Ein wichtiges Anliegen des Arbeitseinsatzes ist es, den Gedanken der Nachhaltigkeit auf verschiedenen Ebenen zu vermitteln: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen aktiv die wichtigen Funktionen des Waldes und seine Artenvielfalt kennen und leisten in dieser abwechslungsreichen Woche einen persönlichen Beitrag zu dessen Erhalt auch für kommende Generationen. Das ist nachhaltig auf verschiedenen Ebene und auch uns von den Bayerischen Staatsforsten ein wichtiges Anliegen“, sagt Joachim Keßler, Forstbetriebsleiter des BaySF-Forstbetriebs Heigenbrücken. Pauline Zenetti vom Bergwaldprojekt e.V. fügt hinzu: „Indem sich die Ehrenamtlichen aktiv für ihre Umgebung engagieren, entwickeln sie oftmals auch neue Beziehungen zum Wald und zur Natur. Die Erfahrungen aus den Projektwochen bestärken die Teilnehmenden darin, auch den eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. Sie tragen somit zum dringend notwendigen gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Entwicklung bei.“  

Bergwaldprojekt e.V.  

Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg organisiert deutschlandweit Freiwilligen-Wochen mit jährlich ca. 2.500 Teilnehmenden. 2019 finden 117 Projektwochen an 51 verschiedenen Standorten statt, 15 dieser Einsatzwochen im Rahmen der Bergwaldprojekt Waldschule in Kooperation mit Bildungseinrichtungen. Ziele der Arbeitseinsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden. Anmeldungen zu den Projektwochen unter bergwaldprojekt.de.  

 

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Wald im Spessart Wald im Spessart Newsticker Startseite Forstbetrieb Heigenbrücken Nachrichten
news-1954 Thu, 13 Jun 2019 14:42:21 +0200 Ganz schön Taff, die Wald-AG http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1954&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=dd2b0dc69d409a28799763641ed0876d Kirchenlamitz - Sieben Schüler aus den Klassen 5,6,und 8 der Grund-und Mittelschule Kirchenlamitz erforschten im Schulwald die brisante Entwicklung der Borkenkäfer im Mai 2019. „Talente finden und fördern“, kurz „TAFF“, bezeichnet das Anliegen der Mittelschulen in Bayern, ihre Schüler stark zu machen für den Beruf, im Wissen und als Person.

An einem Nachmittag zeigte der Revierleiter Kilian Stöcker den Schülern die Lebensweise, seine Schäden und die Folgen des Borkenkäfers im Wald. Sie sammelten Rinden-und Käfermaterial, welches am zweiten Nachmittag unter dem Mikroskop angeschaut wurde. Um ihre Erkenntnisse auch weitergeben zu können, fertigten sie aussagekräftige Plakate mit eigenen Fotos von sich entwickelnden oder schlüpfenden Larven. Die Wald-AG unter der Leitung von Rektor Martin Bergmann erstellte in der Pausenhalle ihrer Schule eine hervorragende Ausstellung ihrer Forschertätigkeit. Jetzt geben die Borkenkäferexperten gerne Antworten auf die Fragen ihrer Mitschüler. Ganz schön taff, die Wald-AG.

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Selb Nachrichten
news-1953 Thu, 13 Jun 2019 14:34:51 +0200 Forstbetrieb Fichtelberg rüstet sich gegen die Borkenkäfe http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1953&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1c3a3a0c3c34b4cf7e827c6224fa96c9 Bischofsgrün – Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten kämpfen in ganz Bayern zurzeit gegen eine Borkenkäferinvasion. So auch im Fichtelgebirge, wo auf Grund der klimatischen Bedingungen die Lage noch verhältnismäßig günstig erscheint.

Betroffen schaut Förster Hubertus Schmidt auf rot verfärbte Fichtenzweige. Einer der größten Bäume seines Reviers ist tot. Sicherlich mehr als 200 Jahre lebte die Fichte hier im oberen Maintal zwischen Bischofsgrün und Bad Berneck, wuchs zu einem wahren Giganten heran, fast 50 m hoch und gut 80 cm stark. Hat die Errichtung der Eisenbahnstrecke nach Bischofsgrün erlebt, auf der schwer schnaufende Dampfloks Menschen und Güter ins Fichtelgebirge transportierten. Hat noch die Pferdekutschen-Zeit mitgemacht, auch den Bau der heutigen B303, die eine der Hauptachsen des Verkehrs im Fichtelgebirge wurde. Und jetzt haben Borkenkäfer den Baum in wenigen Tagen zum Absterben gebracht.

Gemeinsam mit Hubertus Schmidt suchen derzeit alle Mitarbeiter des Forstbetriebs Fichtelberg nach den sogenannten Käferbäumen, also Fichten, die von Borkenkäfern befallen sind. „Das hat für uns jetzt höchste Priorität“ verdeutlicht der Förster. „Denn dort lauert eine echte Bedrohung für unseren Wald.“ Bereits hundert Exemplare dieser millimetergroßen Käfer können eine stattliche Fichte zum Absterben bringen. Sie bohren sich im Bereich des Wipfels in die Rinde ein, unterbrechen die Wasserversorgung des Baumes und legen Brutgänge für die nächste Generation an Käfern an. Normalerweise haben die Bäume natürliche Abwehr­möglich­keiten gegen die lebensbedrohlichen Eindringlinge. Die sich einbohrenden Käfer werden mit Baumharz überschüttet und verklebt. Viele Bäume sind aber nach dem Jahrhundert­sommer 2018 so geschwächt, dass die Borkenkäfer diese Barriere heuer oft überwinden können.

Der Käfer-Nachwuchs braucht für seine Entwicklung unter der Baumrinde nur sechs Wochen. Dann fliegen die Jungkäfer aus und suchen sich neue, möglichst geschwächte Fichten, in denen sie für die nächste Generation an Borkenkäfern sorgen. Jeder Altkäfer kann bis zu hundert Nachkommen haben, von denen jeder in der nächsten Generation wieder bis zu hundert neue Käfer erzeugt. Unter günstigen Voraussetzungen können so über den Sommer hinweg vier Generationen mit Millionen Borkenkäfern entstehen – eine echte Bedrohung für den Wald.

„Unser Ziel ist es, in kürzester Zeit möglichst viele frisch befallene Käferbäume zu finden, zu fällen und aus dem Wald abzutransportieren, bevor die nächste Generation ausfliegt“ beschreibt Hubertus Schmidt die Strategie gegen den Schädling. Dazu sind alle Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten mit Smartphones ausgestattet, auf denen eine spezielle App läuft. Die Forstmitarbeiter erfassen damit die gefundenen Käferbäume per GPS und melden sie an eine zentrale Datenbank. Anschließend werden mit diesen Informationen Forstwirte und Holzerntemaschinen punktgenau und schnell zu den vom Borkenkäfer befallenen Fichten geführt, um sie unschädlich zu machen.

„Wir verzichten im Bereich des Forstbetriebs Fichtelberg seit mehr als zehn Jahren vollständig auf den Einsatz von Insektiziden. Und das soll auch so bleiben.“ verspricht Hubertus Schmidt. „Stattdessen nutzen wir alle anderen Möglichkeiten, um eine weitere Ausbreitung der Borkenkäfer zu verhindern: befallene Bäume transportieren wir schnellstmöglich aus dem Wald zu großen, aufnahmefähigen Sägewerken. Oder wir bringen sie auf einen Lagerplatz bei Goldkronach, in dessen Umgebung keine Fichten stehen, so dass die ausfliegenden Borkenkäfer keinen Schaden anrichten können. Eine weitere Möglichkeit, ist die Entrindung der Baumstämme im Wald. Auch dabei werden die Käfer unschädlich gemacht.“

Mitarbeiter des Forstbetriebs unterstützen derzeit auswärts in noch stärker vom Borkenkäfer bedrohten Gebieten, z.B. im Frankenwald oder bei Eichstätt. So auch Hubert Schmidt, der in den letzten Wochen die Förster im oberen Frankenwald unterstützte. Von dort brachte er die Erkenntnis mit, dass auf Grund der klimatischen Bedingungen die Situation im Fichtelgebirge noch vergleichsweise günstig ist. „Trotzdem müssen wir jetzt auf der Hut sein, damit der Borkenkäfer im Fichtelgebirge nicht überhandnimmt und wir die für den Wald bedrohliche Situation im Griff behalten“. 

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Forstbetrieb Fichtelberg Nachrichten
news-1952 Thu, 13 Jun 2019 13:31:20 +0200 Stille Wälder: Naturfriedhof für Mittenwald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1952&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5815e9067b80b82f5bf19d6dc17572f8 Der erste Naturfriedhof im Bayerischen Alpenraum wird im Bereich des Unteren Kranzberges in Mittenwald entstehen. Die Bayerischen Staatsforsten und der Markt Mittenwald haben dazueine entsprechende Vereinbarung geschlossen. Die ersten Beisetzungen sollen nach Möglichkeit ab dem Jahr 2020 stattfinden.

Die letzte Ruhe in der Natur: Immer mehr Menschen wünschen sich nach dem Tod eine Ruhestätte im Grünen. Künftig wird genau das in Mittenwald möglich sein. Am Unteren Kranzberg, im Staatswald zwischen dem Schloss Kranzbach und dem Schloss Elmau mit Blick auf das Wettersteinmassiv, wird schon bald ein Naturfriedhof entstehen. Der erste im ganzen Alpenraum, wie der Bürgermeister des Marktes Mittenwald Adolf Hornsteiner betont: „Wir freuen uns, dass der Markt Mittenwald Vorreiter für die Region ist. Die ausgewählte Fläche am Unteren Kranzberg ist ein absolutes Idyll“.

Die Kooperationsvereinbarung hat der Markt Mittenwald mit den Bayerischen Staatsforsten geschlossen, diese werden den Naturfriedhof unter der Bezeichnung „Stiller Wald Mittenwald“betreiben. Der Markt Mittenwald und die Bayerischen Staatsforsten werden nun die planungs- und genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen für den Naturfriedhof schaffen. Für den Vertreter derStaatsforsten, Reinhard Strobl, ist der Naturfriedhof in Mittenwald der Startschuss für weitere Projekte:„Wir folgen hier einem Trend, der sich in den letzten Jahren verstärkt hat. Immer mehr Menschen wünschen sich, dass ihre sterblichen Reste in der Natur beigesetzt werden. Diese Möglichkeit soll es bald an weiteren Orten in Bayern geben“.

In den Naturfriedhöfen der Bayerischen Staatsforsten wird die Asche Verstorbener in biologisch abbaubaren Urnen aus heimischem Holz beigesetzt. Die Waldflächen bleiben in ihrer Natürlichkeit erhalten, die Grabpflege übernimmt die Natur. Grabschmuck oder Grabsteine sind nicht vorgesehen.

In Mittenwald wird die naturbelassene Naturfriedhofsfläche mit zwei kleinen Parkplätzen sowie zwei Andachtsplätzen und Ruhebänken ausgestattet. Diese stehen den Angehörigen ebenso wie allen anderen Waldbesuchern ganzjährig während der Öffnungszeiten zur Verfügung.

Weitere Informationen zu den Naturfriedhöfen der Bayerischen Staatsforsten werden demnächst im Internet unter www.stillewaelder.de angeboten.

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Newsticker Startseite Nachrichten
news-1951 Wed, 12 Jun 2019 15:54:40 +0200 Kindergarten führt Waldwoche durch http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1951&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=683fc32fb1f834e66e09fdffdd29f7dd 12.06.2019, Senkele - Im Senkele wundern sich Fuchs und Hase über ein ungewohnt munteres, buntes Treiben: Die integrative Kindertagesstätte St. Ulrich aus Seeg führte im Revier Sulzschneider Wald eine Waldwoche durch. Die Bayerischen Staatsforsten stellten dafür eine Fläche zur Verfügung und der zuständige Revierleiter Jürgen Sander erklärte den drei bis fünf Jahre alten Kindern die Zusammenhänge zwischen Waldpflege, Natur  und Naturschutz.

Der Forstbetrieb Sonthofen, zu dessen Verantwortungsbereich die Flächen gehören, hat im Vorfeld die Flächen begutachtet und mögliche Gefahren wie gefährliches Totholz oder dürre Äste beseitigt. Revierleiter Jürgen Sander stellt fest: „Die Sicherheit der Menschen, insbesondere der kleinen Erdbewohner hat im Forstbetrieb Sonthofen bei solchen Aktionen oberste Priorität.“  

Obwohl das Wetter nicht sonderlich mitspielte, nahmen die Kinder den neuen „Spielplatz“ schnell in Beschlag. Angeleitet von den Erzieherinnen und dem Erzieher schwärmten sie in den abgegrenzten Bereichen aus. Es wurde gesammelt, untersucht, gefragt und gespielt. Nochmal Förster Jürgen Sander: „Es ist erstaunlich, wie schnell sich die Kinder in der ungewohnten Umgebung zurechtfinden. Vieles wird entdeckt und ihre Kreativität beim Spiel ohne vorgefertigtes Spielzeug ist immer wieder erstaunlich.“ Nebenbei lernen die Kinder, wie sie sich im Wald richtig verhalten und was sie sein lassen sollten. Auch an den Förster wurden viele Fragen gestellt. Viele Kinder waren der Meinung, ein Förster würde überwiegen für Wild und Jagd zuständig sein. „Das die Hauptaufgaben der Forstleute die Waldpflege, die Holzerzeugung und das Naturmanagen ist, war für viele der Kleinen neu. Auf die Frage, was man zum Beispiel alles aus Holz machen kann, kamen dann aber viele Antworten. Und sie erfuhren, wie wichtig das Holz und der Wald für die Menschen ist“, freut sich Förster Jürgen Sander. „Die Bayerischen Staatsforsten freuen sich über das Engagement der Kita Seeg und hoffen, dass die Kinder die Begeisterung für Wald, Natur und Holznutzung als Beitrag für einen aktiven Naturschutz mit Nachhause nehmen!"

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Forstbetrieb Sonthofen
news-1950 Tue, 11 Jun 2019 15:55:42 +0200 Neues "Platzerl" unter der Bildeiche http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1950&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6a01bfd7ed5d1b768ba67a7906c51ae7 Die Waldarbeiter des Revieres Unterebersbach, vom Forstbetrieb Bad Brückenau der Bayerischen Staatsforsten AöR haben an der Bildeiche im Revier einen Tisch mit zwei Bänken aufgestellt. Die Bildeiche liegt zentral im Revier am Eckertspfad an einem wichtigen Knotenpunkt verschiedener Forstwege, wo sich auch die Wanderwege „Fränkischer Marienweg“, „Schweinfurter-Haus-Weg“ sowie ein Radweg kreuzen. Das Holz dafür stammt von einer massiven Rhöneiche, die den Frühjahrsstürmen zum Opfer fiel. Die Waldarbeiter des Revieres haben den Stamm aufgearbeitet, das Holz eingeschnitten und bearbeitet sowie anschließend verschraubt. Mit ihrem dauerhaften Holz wird die Sitzgelegenheit zukünftig Wanderern, Spaziergängern und Erholungssuchenden über Jahre hinweg als Rastplatz dienen können.  

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Bad Brückenau Nachrichten
news-1949 Tue, 11 Jun 2019 13:50:13 +0200 Junge Wildkatzen im Salzforst- großer Erfolg für Artenschutz der Bayerischen Staatsforsten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1949&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ff32d63f65d45a84d6a55892e09575e9 Die Wildkatze auf dem Vormarsch in den Revieren der Bayerischen Staatsforsten AöR im Salzforst/ Rhön-Grabfeld.

Salzforst - Revierleiterin Miriam Langenbucher/ Revier Burgwallbach war sehr erfreut, aber nicht wirklich überrascht, als am Wochenende einer ihrer Jäger im Lissbachgrund bei Burgwallbach jungen Wildkatzen begegnet ist. "Wir achten bei der Waldpflege sehr auf Strukturen und Diversität im Wald. Das mögen die Wildkatzen sehr und wir bekommen sie immer öfter zu Gesicht." Junge Wildkatzen in der Kinderstube zu beobachten, ist aber eine Seltenheit.

Wie einige Bilder und Videos der zwei ca. 6 Wochen alten Kätzchen zeigen, hat sich die Wildkatzenfamilie einen Fichtenstumpf als Wohnzimmer ausgesucht. Försterin Langenbucher hat den Stumpf, der erst vor wenigen Monaten bei Sturm Eberhard durch eine zerbrochene starke Fichte entstanden ist, beim immer noch andauernden Aufräumen im Wald, bewusst stehen gelassen. "Solche Biotophölzer nutzen vielen Arten, von Wildbienen über Fledermäuse und Spechte bis hin zur Wildkatze. Daher erhalten wir sie möglichst für die Natur, anstatt Hackschnitzel daraus zu machen."

Die Bemühungen der Bayerischen Staatsforsten zeigen ihre Wirkung: Auch im benachbarten Revier Steinach bei Revierleiterin Marina Bosdorf konnte ein Jäger ein Video von jungen Wildkatzen aufnehmen. Aufgrund der Entfernung der Beobachtungspunkte zueinander, ist klar, dass es sich um unterschiedliche Würfe handelt. „Wir beobachten seit einiger Zeit im Revier zunehmend Wildkatzen, wenn diese sich auch noch in unseren Waldstrukturen wohlfühlen und vermehren, könnte es nicht besser laufen“, freut sich auch Revierleiterin Marina Bosdorf.

Der Wald ähnelt derzeit einer Kinderstube. Auch der Schwarzstorch ist im Bereich der drei Salzforstreviere immer wieder zu beobachten. Revierleiter André Schönfeldt aus dem Revier Unterebersbach beobachtet regelmäßig adulte Schwarzstörche bei der Balz. „Wenn die Störche ihre Flugkünste zeigen und andauernd mit ihren Schnäbeln klappern, weiß ich, dass die Schwarzstörche auch in diesem Jahr wieder den Weg zu uns gefunden haben“, erzählt er begeistert. Auch er bemüht sich um attraktive Strukturen im Wald für den Horstbau der Störche. Bislang ist der Horst verborgen, aber die Schwarzstörche sind auch heuer emsig mit Nahrungsflügen in der aktuellen Brutphase beschäftigt.

Während der Setz – und Brutzeiten sollten die Tiere möglichst ungestört der Aufzucht ihrer Jungen nachgehen können, deshalb sollte der Wald auf den Forstwegen begangen und Hunde an der Leine geführt werden. Auch Rehwild, Rotwild und Schwarzwild hat frisch gesetzte Jungtiere und benötigt entsprechend Ruhe. Wenn Jungtiere gesichtet werden, sollte man sich ruhig verhalten und Distanz wahren.

Miriam Langenbucher ist zufrieden, denn: "Diese kleinen Erfolge über drei Salzforstreviere und damit rund 6.000 ha Staatswald hinweg, bestätigen uns, dass wirksamer Naturschutz und naturnahe Forstwirtschaft keine Gegensätze sind."

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Newsticker Startseite Forstbetrieb Bad Brückenau Nachrichten
news-1948 Tue, 11 Jun 2019 08:19:43 +0200 Grünes Klassenzimmer übergeben http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1948&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2dbed8d217b37a945e6406f4b2fba4d3 Lernen in freier Natur. Verständnis für Wald und Umwelt bereits in der Grundschule wecken. Das ist die Absicht des „Grünen Klassenzimmers“, das die Bayerischen Staatsforsten interessierten Schulen anbieten. Als erste im Landkreis Lichtenfels machte die Rother Grundschule Lichtenfels im Leuchsental von diesem Angebot Gebrauch. Kinder, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und interessierte Ehrengäste zeigten sich bei der Übergabe im Langheimer Wald begeistert vom „Lernort Natur“.

Die Grundlage für diese Zusammenarbeit hatte bereits im vergangenen Herbst der inzwischen verstorbene Klosterlangheimer Forstrevierleiter Gerd Barnickel gelegt, berichtete Schulleiterin Yvonne Kern. Er habe eine neu errichtete Forsthütte mit Umgriff, die von der Schule zu Fuß zu erreichen ist, dafür angeboten. Das Thema habe sie dann zusammen mit Forstbetriebsleiter Peter Hagemann im April erfolgreich wieder aufnehmen können. Beide seien sich schnell einig gewesen, dass nur wenige Dinge noch abzusprechen und zu ergänzen gewesen seien, so dass bereits jetzt die Eröffnung stattfinden konnte. Sie sei sich sicher, dass die Kinder durch diese Einrichtung eine ganz besondere Beziehung zum Wald aufbauen könnten, sagte die Rektorin.

Alle Schulkinder kamen dazu von Roth aus zum neuen „Waldklassenzimmer“ gewandert und hatten Waldlieder und Gedichte dabei, bei deren Vortrag auch die Ehrengäste aktiv mit einbezogen wurden. Sogar die „Schulhymne“ hatte passend zum Termin eine eigene Waldstrophe bekommen. Landrat Christian Meißner konnte die Begeisterung der Kinder nach eigenen Worten gut nachvollziehen und dankte den Beteiligten des Forstbetriebes Rothenkirchen für diese erste Umsetzung der Idee des „Grünen Klassenzimmers“ im Staatsforst des Landkreises. Dem schloss sich Schulamtsdirektorin Stefanie Mayr-Leidnecker vom Schulamt Lichtenfels an, die die Initiative der Rother Schule und ihrer Rektorin Kern lobte und sich mehr solche Kooperationen wünschte. Bürgermeister Andreas Hügerich freute sich über diese spezielle Art der Umweltbildung, die genau zu den aktuellen Herausforderungen unserer Gesellschaft passe, und sagte die Unterstützung der Stadt Lichtenfels auch für weitere Projekte zu.

Aktive Hilfestellung bei allen Umwelt- und Waldthemen im Unterricht bot abschließend Forstbetriebsleiter Hagemann, der von den Kindern mit einem gemalten „Fingerbaum“ überrascht wurde, den Rother Schülerinnen und Schülern an. Das gelte für Führungen und Informationen durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten genauso wie für Material aus dem Wald. Als erste Anregung für ein gemeinsames dauerhaftes Schulprojekt übergab er den Kindern drei Nistkästen aus der Werkstatt der Rothenkirchener Forstwirt-Azubis. Die Nisthilfen wurden kurzerhand sofort aufgehängt und sollen in Zukunft vom „Waldklassenzimmer“ aus beobachtet werden.

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Forstbetrieb Rothenkirchen Nachrichten
news-1982 Tue, 11 Jun 2019 07:44:00 +0200 Forstbetrieb Allersberg ehrt langjährigen Mitarbeiter http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1982&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=93707d845847c0653ade8972f7a6cd59 Michael Wils zum 40jährigen Arbeitsjubiläum Bei der Personalversammlung des Forstbetriebes Allersberg in Möning am 21.05.2019 gratulierten der Personalratsvorsitzende, Stefan Herzog, und der kommissarische Forstbetriebsleiter, Harald Schiller,  Michael Wils zum 40jährigen Arbeitsjubiläum und wünschten ihm alles Gute auf dem weiteren Lebensweg. Mit der Überreichung der Jubiläumsurkunde des Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales übermittelten Sie ihm auch den Dank der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten in Regensburg und die persönlichen Glückwünsche von Frau Staatsministerin Kerstin Schreyer.

Der 1959 in der Stadt Glindow in Brandenburg geborene Michael Wils begann seine berufliche Laufbahn zunächst ab 1975 bei einer Apparatebaufirma. Nach dem Wehrdienst zog es ihn aber in die heimischen Wälder.1980 wurde er vom Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb Belzig als Forstarbeiter eingestellt. Dort absolvierte er die Ausbildung zum Forstfacharbeiter, die er 1989 erfolgreich mit dem Prüfungszeugnis abschloss. 1990 kam Wils nach Bayern, wo er vom früheren Forstamt Gunzenhausen eingestellt wurde.

Mit der Forstreform im Jahre 2005 wurde er in das neu gegründete Unternehmen Bayeri-sche Staatsforsten übernommen. Ab da gehörte Wils zum Forstbetrieb Allersberg. Schwerpunktmäßig blieb er aber weiterhin in seinem Stammrevier Gunzenhausen eingesetzt, dem er so nun schon 29 Jahre die Treue halten konnte.

Da die schwere Arbeit im und für den Wald über viele Jahrzehnte hinweg gesundheitlich ihre Spuren hinterlassen hat, befindet sich Miachel Wils mittlerweile im Altersteilzeitblockmodell. Mir der Freistellungsphase in Sichtweite kann er sich daher schon jetzt auf den wohlverdienten Ruhestand und auf mehr Zeit für sein Lieblingshobby, dem Angeln, freuen.

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Forstbetrieb Allersberg Nachrichten
news-1946 Fri, 07 Jun 2019 08:00:41 +0200 Ein Urgestein tritt ab http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1946&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7e953e22d37e9e0877c89122baff11f7 Forstbetrieb Fichtelberg verabschiedet Klaus Schmidt in den Ruhestand (06.06.2019) Fichtelberg. – Nach über 43 Jahren Dienstzeit in Fichtelberg ging Klaus Schmidt, stellvertretender Teamleiter am Forstbetrieb Fichtelberg, Ende April in den Ruhestand.

Anlässlich einer Personalversammlung würdigte Winfried Pfahler, Leiter des Forstbetriebs, die zahlreichen Verdienste von Klaus Schmidt und verabschiedete ihn mit den besten Wünschen für den nun kommenden Lebensabschnitt aus dem Kreis der Kolleginnen und Kollegen.

In sämtlichen Jagdangelegenheiten war Klaus Schmidt stets ein geschätzter und gefragter Kollege, dessen Meinung Gewicht hatte. Nicht zuletzt durch seine schriftstellerische Tätigkeit in Fachzeitschriften und durch viele Vorträge ist er weit über die Grenzen des Forstbetriebs hinaus bekannt. Auch die Direktvermarktung von Wildbret bei den Bayerischen Staatsforsten in Fichtelberg habe er entscheidend mitgeprägt und sich hierbei bleibende Verdienste erworben, so der Leiter des Forstbetriebs.

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Forstbetrieb Fichtelberg Nachrichten
news-1945 Fri, 07 Jun 2019 07:35:20 +0200 Holzbänke für Wanderer http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1945&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=051d0dc058a092a36c80d43ce9dd6b2a Staatsforsten errichten Ruhebänke in Schwabach Die „Brünst“, Wald im Eigentum der Stadt Schwabach und die Maisenlach, Fläche der Bayerische Staatsforsten, sind die Erholungswälder für die Schwabacher Bürger. Als Vorsitzender der „Arbeitsgemeinschaft 60plus“ der Schwabacher SPD ergriff Herr Runau die Initiative, Spaziergänge und Wanderungen in der Maisenlach auch für ältere Mitbürger noch attraktiver zu gestalten. Er schlug dem zuständigen Revierleiter der Bayerischen Staatsforsten Hubert Riedel vor, Sitzbänke aufzustellen. Damit lässt sich leichter eine Verschnaufpause einlegen, sitzend die Natur genießen oder komfortabler Brotzeit machen. 

Gerne griff der Forstbetrieb Allersberg diese Idee auf und ging ans Werk: Hubert Riedel suchte die besten Standorte aus. Die Bänke fertigte und stellte die mudra aus Nürnberg auf. Die mudra – Alternative Jugend- und Drogenhilfe e.V. (https://www.mudra-online.de/wald-und-holz.html) – bietet unter anderem für ehemalige Drogenkonsument_innen und Substituierte Arbeitsprojekte zur beruflichen Rehabilitation an. Speziell der Bereich Wald & Holz existiert seit 1985 und ist daher das älteste der Arbeitsprojekte der mudra.

Das Holz - Fichte und Lärche - für die Bänke wiederum bezieht die mudra vom Forstbetrieb Nürnberg der Bayerischen Staatsforsten. Das Spezielle dieser Art der Bänke sind ihre metallfreien Verbindungen. Zusammen mit der Tatsache, dass das Holz auch chemisch unbehandelt bleibt, könnten die Bänke nach einer hoffentlich langen Nutzungsdauer an Ort und Stelle verrotten und so in den Stoffkreislauf der Natur zurückgehen. 

Insgesamt wurden zehn Ruhebänke aufgestellt. Vier in der Maisenlach und weitere sechs am Heidenberg, einem ebenfalls beliebten Ausflugsziel der Schwabacher. Die Kosten pro Bank betrugen inklusive Aufstellen rund 400 €. 

Da so ein Projekt über die normale vorbildliche Waldbewirtschaftung hinausgeht, wurde im Zuge der besonderen Gemeinwohlleistungen auch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth mit ins Boot geholt. Insgesamt beliefen sich die Aufwendungen für die Bänke auf rund 4.000 €. Der Forstbetrieb Allersberg erhält dafür eine Förderung von 90 % vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth. 

Neben der Zurverfügungstellung der Standorte für die Bänke sorgen die Bayerischen Staatsforsten künftig auf eigene Kosten für die Pflege der Bänke und die Verkehrssicherung. 

Insgesamt stellen die Bänke auch ein vorbildliches soziales und ökologisches Projekt dar. Auch sind sie ein gutes Beispiel einer gelungenen Zusammenarbeit zwischen Vertretern der Bürgerschaft, einer Sozialen Initiative, der Forstverwaltung und den Bayerischen Staatsforsten.

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Forstbetriebe Nachrichten
news-1944 Fri, 07 Jun 2019 07:30:14 +0200 Forstbetrieb Allersberg ehrt seinen Mitarbeiter http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1944&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e3e5d9447e470ee5a2c39c48d0b18fc9 Michael Wils feiert 40jähriges Arbeitsjubiläum Bei der Personalversammlung des Forstbetriebes Allersberg in Möning am 21.05.2019 gratulierten der Personalratsvorsitzende, Stefan Herzog, und der kommissarische Forstbetriebsleiter, Harald Schiller, Herrn Michael Wils zum 40jährigen Arbeitsjubiläum und wünschten ihm alles Gute auf dem weiteren Lebensweg. Mit der Überreichung der Jubiläumsurkunde des Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales übermittelten Sie ihm auch den Dank der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten in Regensburg und die persönlichen Glückwünsche von Frau Staatsministerin Kerstin Schreyer.

Der 1959 in der Stadt Glindow in Brandenburg geborene Herr Michael Wils begann seine berufliche Laufbahn zunächst ab 1975 bei einer Apparatebaufirma. Nach dem Wehrdienst zog es ihn aber in die heimischen Wälder.1980 wurde er vom Staatlichen Forstwirtschaftsbetrieb Belzig als Forstarbeiter eingestellt. Dort absolvierte er die Ausbildung zum Forstfacharbeiter, die er 1989 erfolgreich mit dem Prüfungszeugnis abschloss. 1990 kam Herr Wils nach Bayern, wo er vom früheren Forstamt Gunzenhausen eingestellt wurde.

Mit der Forstreform im Jahre 2005 wurde er in das neu gegründete Unternehmen Bayeri-sche Staatsforsten übernommen. Ab da gehörte Herr Wils zum Forstbetrieb Allersberg. Schwerpunktmäßig blieb er aber weiterhin in seinem Stammrevier Gunzenhausen eingesetzt, dem er so nun schon 29 Jahre die Treue halten konnte.

Da die schwere Arbeit im und für den Wald über viele Jahrzehnte hinweg gesundheitlich ihre Spuren hinterlassen hat, befindet sich Herr Wils mittlerweile im Altersteilzeitblockmodell. Mir der Freistellungsphase in Sichtweite kann sich Herr Wils daher schon jetzt auf den wohlverdienten Ruhestand und auf mehr Zeit für sein Lieblingshobby, dem Angeln, freuen.

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Forstbetriebe Nachrichten
news-1943 Fri, 07 Jun 2019 07:25:31 +0200 Wald als Müllkippe? http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1943&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3e0a80701d42710af8b97b319fe911bc 6.6.2019, Kempten – Manchmal glaubt Förster Hans Mayr, er arbeitet nicht im Wald, sondern auf der Müllkippe: Denn an seinen Arbeitsplatz im Kürnacher Staatswald hat er schon alles gefunden, was eigentlich in die Müllentsorgung gehört. Der Revierleiter des Forstbetriebs Sonthofen macht sich Sorgen, denn die unsortierte Gratisentsorgung im Wald nimmt zu – und die Allgemeinheit muss zahlen…

Gern besuchte Tatorte sind zum einen Parkplätze und Haltebuchten entlang der Staatsstraße durchs Kürnachtal, aber auch die unmittelbaren Anschlusswege in den Wald selber. Förster Mayr findet dann über Nacht plötzlich Tüten mit allerlei leckerem Inhalt: Verpackungsmaterial aus Kunststoff und Papier, Glas, ausgeleerte Aschenbecher, benutzte Babywindeln „Grundsätzlich ist alles möglich vom Joghurtbecher über Autoreifen bis zum Kühlschrank“, so Mayr. 

Bei Füchsen unwiderstehlich: Tüten mit Überbleibseln der letzten Grillparty. Die Tiere werden ganz wild beim Geruch von Essensresten und zerfetzen förmlich die Verpackung. Der Wind besorgt dann den Rest... Ähnliches passiert, wenn der Mulcher der Straßenmeisterei die Wegeränder pflegt. Ein im hohen Gras versteckter Müllsack ist für den Maschinenführer nicht erkennbar. Nochmal Förster Mayr: „Es macht dann nur kurz fluuuppp und Plastikschnitzel regnen herab…“ 

Noch mehr ärgert sich der Staatswaldförster, wenn größere Mengen Müll entsorgt werden nach dem Motto: „Ab ins Loch und fertig! Aus den Augen aus dem Sinn!“. Beispielhaft ein steiles Tobel außerhalb des Wiggensbacher Ortsteiles Adelegg: „Hier hat ein Zeitgenosse Abbruchmaterial bestehend aus nagelgespickten, fauligen Brettern, garniert mit einer asbesthaltigen Eternitscherbe und einer undefinierbaren, sahneähnlichen Soße ins Tobel geschoben. Etwa 30 Meter unterhalb eine Quelle, die ihr Wasser in die Kürnach schickt…“, so Förster Mayr. Zuständig für die Abfallbeseitigung ist in solchen Fällen die Kommune. „Wir rufen in den jeweiligen, betroffenen Gemeinden an und weisen auf die illegale Abfallentsorgung hin. Die Gemeinde ist dann dafür zuständig. Und wir hoffen, dass wir mal einen Täter direkt erwischen. Das freut dann die Kommune und wird sicher richtig teuer für den Delinquenten!“, beschreibt Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting das weitere Vorgehen seiner Mitarbeiter. Mayr und Oetting hoffen, dass die sehr guten Entsorgungsangebote des Landkreises von allen wahrgenommen werden. Nochmals Sonthofens Forstbetriebsleiter Oetting: „Gründe für diese rücksichtslosen Aktionen kann ich keine erkennen. Dafür ein sehr hohes Risiko, doch mal erwischt zu werden...!“ 

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Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
news-1941 Wed, 05 Jun 2019 15:50:10 +0200 Kein Besucher auf dem Holzweg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1941&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a9bedd98c392fc7d8e313fd7488718b0 Holz- und Energietag des Landkreis Roth Unter dem Motto „Informieren und beraten lassen“ gab es kürzlich den „Holz- und Energietag des Landkreises Roth 2019“. Ort dieser alle drei Jahre stattfindenden Regionalmesse war wieder traditionell das Betriebsgelände des Biomassehofes Rohm in Hofstetten bei Roth.

Über 50 Aussteller aus dem Landkreis und der Region stellten ihre Produkte und Dienstleistungen rund um die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Holz und die Themen Energieeffizienz, erneuerbare Energien sowie Elektromobilität vor. Mittlerweile war dies die sechste Veranstaltung unter diesem Motto.

Zum ersten Mal dagegen war auch der Forstbetrieb Allersberg mit einem Stand vertreten. Passend zum Motto informierte der BaySF-Stand über Brennholz aus dem Staatswald, sichere Brennholzgewinnung und Ergonomie bei der Arbeit mit der Motorsäge. Ein zweiter Informationsschwerpunkt lag auf den verschiedenen Ausbildungs- und Arbeitsplatzmöglichkeiten bei den Bayerischen Staatsforsten.

Trotz des kalten Wetters war die Messe mit 5.000 Gästen gut besucht und auch am Stand der BaySF fanden sich zahlreiche und interessierte Besucher ein.

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Forstbetrieb Allersberg Nachrichten
news-1940 Wed, 05 Jun 2019 09:18:52 +0200 „Wald erleben“ http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1940&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=072e3ba32e0be40a63d8b8cb26f9e580 Neues Magazin der Bayerischen Staatsforsten Die Bayerischen Staatsforsten stellen mit dem neuen Magazin „Wald erleben“ viele Hinweise zur Verfügung auf wunderschöne Aussichten, lauschige Plätze und mögliche Aktivitäten im Wald. Das reich illustrierte Magazin über den Bayerischen Staatswald lädt als Erlebnisführer zu den Schönheiten vor unserer Haustür ein. Es enthält dabei Hinweise auf die schönsten Wanderwege und Kulturdenkmäler ebenso, wie eine kurze Anleitung zum Schwammerlsuchen oder eine erste Einführung zur Waldpflanzen- und Vogelkunde.

Mit Liebe zum Detail, Illustrationen und Informationen wollen die Bayerischen Staatsforsten so den Blickwinkel für den nächsten Waldspaziergang erweitern und Anregungen geben, den Wald und seine verborgenen Schönheiten zu entdecken. Das Magazin kann heruntergeladen oder in Einzelexemplaren kostenfrei bestellt werden unter www.baysf.de/publikationen .

Für den Bereich Bamberg-Erlangen-Forchheim ist u.a. der Hinweis auf den 2013 eröffneten Walderlebnispfad im Bruderwald (www.erlebe-bruderwald. de) gegeben, an dem der Wald für alle Altersgruppen über Spiele erlebbar ist. Bei Interesse stellen wir Ihnen die Möglichkeiten, den Walderlebnispfad im Bruderwald spielerisch zu erleben, ab Juli gerne auch persönlich vor.

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Forstbetrieb Forchheim Nachrichten
news-1939 Wed, 05 Jun 2019 09:10:46 +0200 Neues Magazin der Staatsforsten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1939&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5bfed7b4dc8400a7093c39ceff0e96c2 Wo der Wald am schönsten ist. Bayerischen Staatsforsten schicken den Waldbesucher mit dem neuen Magazin „Wald erleben“ auf eine Entdeckungsreise durch den ganzen Staatswald und auch im Allgäu gibt es viel zu entdecken

Ottobeuren - Die schönsten Aussichten, die lauschigsten Plätze und sonnendurchflutete Lichtungen: Wer sollte unsere bayerischen Wälder besser kennen als unsere Förster? Und genau die haben nun ein schön illustriertes und reich bebildertes Magazin herausgegeben, das nichts weniger ist als ein Erlebnisführer zu den Schönheiten vor unserer Haustür. Das neue Magazin „Wald erleben“ der Bayerischen Staatsforsten zeigt dem Leser zwar nicht, wo Fuchs und Hase sich „Gute Nacht“ sagen, aber sonst ist praktisch alles enthalten, was man sich als Ausflügler oder Naturfreund wünscht: Die schönsten Wanderwege, eine kleine Anleitung zum Schwammerlsuchen, ein paar Gymnastikübungen speziell für den Wald bis hin zur Vogelkunde sind enthalten. Mit Liebe zum Detail, Illustrationen und vielen Informationen rund um den Wald in Bayern möchten die Bayerischen Staatsforsten den Blickwinkel für den nächsten Waldspaziergang erweitern und auch Anregungen geben, was rund um den Wald geboten ist.

Mit dem Erlebnismagazin „Wald erleben“ wird jeder Waldbesuch zu einer Entdeckungsreise. Von Pilzen und Insekten am Waldboden bis hinauf zu den Baumkronen haben die Bayerischen Staatsforsten versucht, ihren „Alleskönner Wald“ in 20 Kapiteln zu porträtieren.

Das Magazin „Wald erleben“ kann über die Internetseite der Bayerischen Staatsforsten kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden: www.baysf.de/publikationen

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Forstbetrieb Ottobeuren Nachrichten
news-1936 Mon, 03 Jun 2019 08:12:44 +0200 Wo der Wald am schönsten ist http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1936&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=44c572c45d39e31fe239698816f1bddd Die Bayerischen Staatsforsten schicken den Waldbesucher mit dem neuen Magazin „Wald erleben“ auf eine Entdeckungsreise durch den ganzen Staatswald und auch in der Region gibt es viel zu entdecken

29.05.2019, Sonthofen Die schönsten Aussichten, die lauschigsten Plätze und sonnendurchflutete Lichtungen: Wer sollte unsere bayerischen Wälder besser kennen als unsere Förster? Und genau die haben nun ein schön illustriertes und reich bebildertes Magazin herausgegeben, das nichts weniger ist als ein Erlebnisführer zu den Schönheiten vor unserer Haustür. Das neue Magazin „Wald erleben“ der Bayerischen Staatsforsten zeigt dem Leser zwar nicht, wo Fuchs und Hase sich „Gute Nacht“ sagen, aber sonst ist praktisch alles enthalten, was man sich als Ausflügler oder Naturfreund wünscht: Die schönsten Wanderwege, eine kleine Anleitung zum Schwammerlsuchen, ein paar Gymnastikübungen speziell für den Wald bis hin zur Vogelkunde sind enthalten. Mit Liebe zum Detail, Illustrationen und vielen Informationen rund um den Wald im Allgäu und Bayern möchten die Bayerischen Staatsforsten den Blickwinkel für den nächsten Waldspaziergang erweitern und auch Anregungen geben, was rund um den Wald geboten ist.

Mit dem Erlebnismagazin „Wald erleben“ wird jeder Waldbesuch zu einer Entdeckungsreise. Von Pilzen und Insekten am Waldboden bis hinauf zu den Baumkronen haben die Bayerischen Staatsforsten versucht, ihren „Alleskönner Wald“ in 20 Kapiteln zu porträtieren.

Das Magazin „Wald erleben“ kann über die Internetseite der Bayerischen Staatsforsten kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden.

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Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
news-1935 Wed, 29 May 2019 09:58:00 +0200 Lernen von den Profis http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1935&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e2221db751cc4747f1fec52836c7ffb3 Forstbetrieb Fichtelberg bietet spannendes Training für örtliche Feuerwehr

(29.05.2019) Fichtelberg. – Für Feuerwehrleute aus Fichtelberg veranstaltete der Forstbetrieb Fichtelberg ein Training am Spannungssimulator. Dort kann gefahrlos die richtige Arbeitstechnik für das Beseitigen von umgebrochenen Bäumen nach Stürmen geübt werden.

Eine Sturmnacht im Wald. Bäume brechen um und blockieren die Straßen. Die Feuerwehr rückt aus, um die Hindernisse zu beseitigen. Ungeduldig wartende Autofahrer hupen. Jetzt muss es schnell gehen… Muss es tatsächlich schnell gehen? Auf Kosten der Sicherheit und Gesundheit der Einsatzkräfte?

„Heute hat keiner mehr Zeit“ berichtet Kreisbrandmeister Johannes Geisler, der mit seinen Feuerwehrkameraden aus Fichtelberg zum Ausbildungsstützpunkt der Bayerischen Staatsforsten in Fleckl gekommen war. „Da wird geschimpft und gehupt, jeder denkt nur noch an sich.“ berichtet der Helfer in der Not von seinen Erfahrungen an solchen Einsatzstellen. Dabei ist ruhiges, umsichtiges Arbeiten in dieser Situation lebenswichtig. Die Baumstämme sind oft gebogen und stehen unter hoher Spannung. Dann verklemmt sich bei falscher Arbeitstechnik im besten Fall die Säge im Holz. Im schlechtesten Fall platzt der gespannte Baumstamm beim Ansägen explosionsartig auf und verletzt den Motorsägenführer und umstehende Unbeteiligte.

Für die Feuerwehr Fichtelberg organisierte der Forstbetrieb Fichtelberg eine Trainingsmöglichkeit am Spannungssimulator. Das ist ein Gerät, das mit Hydraulikzylindern einen Baumstamm in jeder beliebigen Richtung unter Spannung setzen kann und der unter diesen Umständen gut geschützt ein gefahrloses Üben mit der Motorsäge erlaubt. Mit Korbinian Scherm, Forstwirtschaftsmeister bei den Bayerischen Staatsforsten, bewährter Ausbilder und selbst Feuerwehrmann stand ein erfahrener Profi als Trainer zur Verfügung.

Kommandant Michael Schmelzer und 20 aktive Feuerwehrkameraden aus Fichtelberg und Umgebung ließen sich die richtige Schnittführung und sichere Arbeitstechnik zeigen und erklären. Jeder Teilnehmer konnte anschließend selbst mit der Motorsäge Stämme durchtrennen, die in verschiedene Richtungen gespannt waren. „Schaut Euch die Stämme in aller Ruhe an und analysiert die Spannungsverhältnisse, bevor Ihr die Säge ansetzt“ schärfte Korbinian Scherm den Feuerwehrfrauen und –männern ein. Mit eindrucksvollem Krachen platzten die gespannten Stämme auf und entluden ihre Energie, ohne den Sägenführer in Gefahr zu bringen.

„Wir sind oft auf die Unterstützung durch unsere Feuerwehr angewiesen, sei es bei Waldbränden, nach Sturmwürfen oder Schneebruch.“ betont Martin Hertel, der stellvertretende Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg bei der Abschlussbesprechung. „Deshalb unterstützen wir unsere Feuerwehr gerne mit diesem Angebot. Gleichzeitig möchten wir Ihnen damit auch für die stets gute Zusammenarbeit danken.“  

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Forstbetrieb Fichtelberg Nachrichten
news-1934 Wed, 29 May 2019 08:15:28 +0200 Einblicke in Wald und Natur - Waldführung im Ebersberger Forst http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1934&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ce3b6693fcad89f1a6d8a8b9e51fe1b4 Wasserburg, Mai 2019

Unter dem Motto „Wunderbarer Wald“ bietet der Forstbetrieb Wasserburg im westlichen Teil des Ebersberger Forstes am 04. Juni 2019 eine Waldführung zu den Themen Naturschutz und Waldumbau an.

Forstwirtschaft und Naturschutz - passt das zusammen? Diese und viele weitere rund um die Waldbewirtschaftung möchte Herr Richter, Revierleiter des Forstrevieres Ingelsberg im Ebersberger Forst, gerne auf einer kleinen Exkursion in seinem Forstrevier beantworten. „Wir wollen unseren Waldbesuchern zeigen, wie die Bayerischen Staatsforsten Naturschutz und Waldbewirtschaftung zusammenbringen“ so Richter. Vorgestellt werden unter anderen Themen wie Artenschutz, Biotopbäume sowie Waldumbau.

Treffpunkt ist am Dienstag, den 04. Juni 2019 um 17:00 Uhr am Waldspielplatz Pöring (Busparkplatz) zwischen Wolfesing und Pöring. Die Veranstaltung dauert voraussichtlich 90 min und beinhaltet einen kurzen Fußmarsch. Geeignetes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung wird empfohlen. Die Führung findet auch bei schlechtem Wetter statt, nur bei Gewitter oder Sturm entfällt der Termin. 

Weitere Informationen zu den Bayerischen Staatsforsten, zum Forstbetrieb Wasserburg sowie zum Thema Naturschutz und Totholz finden Sie unter:

http://www.baysf.dehttp://www.baysf.de/de/ueber-uns/standorte/forstbetriebe/wasserburg-a-inn.html

https://www.baysf.de/de/wald-schuetzen/naturschutz.html

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.

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Forstbetrieb Wasserburg a. Inn Nachrichten
news-1933 Tue, 28 May 2019 14:59:14 +0200 Im Fichtelgebirgswald rackern für Afrika http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1933&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=672df2519517fb375dd566ff2b82b712 Schüler arbeitet für Hilfsprojekt beim Forstbetrieb Fichtelberg Im Rahmen eines Praktikantenprojekts besuchte ein Schüler der Sigmund-Wann-Realschule den Forstbetrieb Fichtelberg und bekam dort Einblick in das Berufsbild „Forstwirt“. Zugleich unterstützt er damit ein Hilfsprojekt in Afrika.

Im Wald arbeiten, statt Schulbank drücken – das stand in der vergangenen Woche für Florian Völkl aus Mehlmeisel am Lehrplan. Der junge Mann besucht die Sigmund-Wann-Realschule in Wunsiedel. Dort absolvieren die Schüler einen sozialen Tag. „Dabei schnuppern sie in die Arbeitswelt und erhalten wichtige Impulse für ihre spätere Berufswahl.“ erklärte Beratungslehrer Kay Tauscher den Hintergrund für die Aktion. „Mit der Praktikumsvergütung und weiteren Spenden unterstützen wir ein Hilfsprojekt in Afrika.“

Florian Völkl hatte sich den Forstbetrieb in Fichtelberg als Praktikumsstelle ausgewählt. Bei Ewald Vogel war er dort in besten Händen. „Praktikanten sind bei uns immer willkommen“ versprach der Ausbilder. „Wir bieten interessierten Schülerinnen und Schülern regelmäßig einen Einblick in das Berufsleben und zeigen ihnen unsere Arbeit.“

Gemeinsam den Auszubildenden des Forstbetriebs kletterte Florian Völkl im Wald am Ochsenkopf über Felsen und umgebrochene Baumstämme. Dabei legten sie Schneisen im Wald an und markierten vom Borkenkäfer befallene Bäume, die später gefällt werden und Platz machen für neue Bäume – eine anstrengende, aber auch lehrreicher Tag für Florian und zugleich eine tolle Hilfsaktion für Bedürftige in Afrika.

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Forstbetrieb Fichtelberg Nachrichten
news-1932 Wed, 22 May 2019 15:39:29 +0200 AUSGEZEICHNET – URBANE WÄLDER RHEIN/RUHR SIND DEUTSCHLANDS WALDGEBIET 2019 http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1932&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=da3a6073445738dbb5152220e5683ffe Am Dienstag, 21.05.2019, wurde der Titel „Waldgebiet des Jahres“ für das Jahr 2019 an „Urbane Wälder Rhein/Ruhr verliehen. Für den Bund Deutscher Forstleute (BDF), der diese Auszeichnung alljährlich vergibt, ist es vorbildlich, wie die Forstleute es dort schaffen, nachhaltig und ökologisch zu wirtschaften und es in besonderer Weise gelingt, den starken Erholungsdruck mit dem Naturschutz und der forstlichen Nutzung in Einklang zu bringen.

Im letzten Jahr wurde bereits zum achten Mal ein Waldgebiet des Jahres gekürt und vom BDF ausgerufen. Der Meulenwald als Waldgebiet 2012, der Solling in 2013, der Schönbuch in 2014, der Grunewald 2015, der Küstenwald Usedom 2016, der Frankenwald 2017 und der Wermsdorfer Wald in 2018 wurden medial mit großer Resonanz aufgenommen und stoßen besonders in der Region auf großes Interesse. Bürger und Bürgerinnen, Forstleute, Politik und zahlreiche Partner des Waldes feiern die Auszeichnung eines vorbildlichen und in allen Bereichen nachhaltig bewirtschafteten Ökosystems.

Deutschlands Waldgebiet des Jahres 2019, die Urbanen Wälder Rhein/Ruhr, wurde am Dienstag in Schwerte ausgezeichnet. Das mit über 130.000 ha sehr große Waldgebiet präsentiert in der Region nur einen Waldanteil von etwa 18 Prozent. Der Wald spielt aber gerade in den urbanen Zentren eine sehr große Rolle. Viele Menschen nehmen Anteil an ihm. Er bedeutet Klimaschutz und macht die Städte erst lebenswert.

Der BDF-Bundesvorsitzende Ulrich Dohle überreichte vor zahlreichen Gästen aus Politik und Gesellschaft sowie Vertretern der Bürgerinnen und Bürgern aus NRW den Preis stellvertretend für alle Forstleute an Hubert Kaiser, Landesforstchef von NRW, der auf der Veranstaltung die Ministerin Heinen-Esser vertrat.

„Wir gratulieren den Gewinnern ganz herzlich. Sie leisten eine hervorragende Arbeit“, so Ulrich Dohle, Bundesvorsitzender des BDF. „Die Forstleute von Rhein und Ruhr bewirtschaften „ihren“ Waldnaturnah und verantwortungsvoll und sorgen mit zahlreichen Partnern für den nachhaltigen Schutz, eine sorgfältige Pflege und ermöglichen so die vielfältige Nutzung“, so Dohle weiter. „Besonders bemerkenswert ist die große soziale Kompetenz der Kollegen und Kolleginnen, die in städtischen Wäldern notwendig ist.“

Für Ulrich Dohle ist vor allem der Ausgleich der unterschiedlichsten Ansprüche der Waldinteressierten von besonderer Bedeutung. Hier leisteten die Förster und Försterinnen tagtäglich Konfliktmanagement.

In der Diskussion wurde wiederholt auch die Rolle des Waldes als Klimaschützer betont und dass der Wald gerade selbst sehr stark unter den Auswirkungen des Klimawandels zu leiden hat und an die Grenzen der Belastbarkeit kommt. Teilweise lösen sich einige Waldflächen durch Dürre und Borkenkäfer auf. Große Anstrengungen sind notwendig, diese Flächen wieder mit neuen Bäumen zu bepflanzen. Insgesamt ist es eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, das Klima und damit auch den Wald zu schützen. Die Forstleute leisten dabei unermüdlich ihren Teil.

Die ursprünglich für den 21. März – dem Internationalen Tag der Wälder - geplante Auszeichnungsveranstaltung musste aufgrund von großen Sturmschäden im Wald verschoben werden. Die Forstleute wollten sich lieber um den ihnen anvertrauten Wald kümmern, als zu feiern.

Zusätzlich wurde in verschiedenen Diskussionsrunden die Rolle der Urbanen Wälder Rhein/Ruhr für die Menschen (Erholung, Gesundheit), den Naturschutz aber auch als Wirtschaftsort diskutiert. Dabei wurde klar, dass die Wälder unterschiedlichste Funktionen erfüllen sollen und dies bei entsprechendem Engagement und guter Kommunikation auch klappt. Ausreichend Forstpersonal vorausgesetzt. Abgerundet wurde die feierliche Zeremonie noch durch die Übergabe des Staffelstabes von Andreas Padberg, Leiter des Forstbezirks Leipzig, und Repräsentant des letztjährigen Waldgebiet des Jahres.

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Nachrichten
news-1931 Wed, 22 May 2019 09:44:52 +0200 Gemeinschaftsprojekt für Artenvielfalt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1931&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=53e1f8a330e47528839e8b73f02dd993 Ein besonderes Projekt zur Artenvielfalt im Rahmen des BaySF-Programms „Der Wald blüht auf“ wurde im Forstbetrieb Oberammergau, Revier Grafenaschau fertig gestellt. Gemeinsam mit der Gemeinde Schwaigen, dem AELF Weilheim und dem Imkerverein Murnau nahm sich die BaySF dem Thema Insekten und Artenvielfalt an.

Nahe Grafenaschau am sog. „Fuchsloch“, wurde ein kleines Reich für die Insekten geschaffen. Auf einer Fläche von ca. 3.300 Quadratmetern entstanden artenreiche Blumenwiesen, die mit insektenfreundlichen Sträuchern und Wildobstbäumen ergänzt wurden. Diese bieten neben den vorkommenden Insekten auch Nahrung für Bienenvölker. Zur Information der Waldbesucher über Insekten, insbesondere über die Biene wurde ein Pavillon errichtet.

Auf der „Grafenwiese“ westlich von Grafenaschau wurde eine Randbepflanzung aus 43 sehr alten Obstbäumen wieder freigestellt. Die Lücken im alten Streuobstbaumbestand werden in den nächsten Jahren mit alten Obstsorten wieder geschlossen, die von der BaySF extra nachgezogen werden.

Anlässlich der Eröffnung fand am 19.05.2019 ein großes Einweihungsfest statt. Nach dem Feierlichen Gottesdienst und den Festreden am neuen „Insektenpavillon“ rundete ein Grillfest die Eröffnung ab. Unter anderem wurde Grillfleisch von heimischem Hirsch angeboten, welches sehr gut angenommen wurde. Die Kooperationspartner LBV, Bund Naturschutz, Zugspitzregion und der Kreisverband für Gartenbau und Landschaftspflege informierten mit Infoständen darüber, was jeder einzelne der über 250 Besucher auch Zuhause gegen den Insektenschwund tun kann.

 

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news-1930 Wed, 22 May 2019 08:07:24 +0200 Im Bergwald ist zwölf Uhr http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1930&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b0216a66491952fbe04aa26c1ec6c05b 21.05.2019, Sonthofen – „Vom Fichten- zum Bergmischwald“. Unter diesem Motto fand ein Waldbegang bei Martinszell im Oberdorfer Wald des Forstbetriebes Sonthofen statt. Eingeladen waren der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und der Bund Naturschutzes (BN) der Kreisgruppen Kempten-Oberallgäu. Gekommen sind 20 Naturliebhaberinnen und –liebhaber, die von Förster Hubert Heinl von den Bayerischen Staatsforsten und von Andreas Fisel, Förster am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten geführt wurden. Die beiden Förster schilderten den Teilnehmern die unterschiedlichen Wege und auch Schwierigkeiten, die es im Staatswald und Privatwald gibt, um aus Fichtenreinbeständen Bergmischwälder zu formen. 

Im vergangenen Jahr waren die Umweltbedingungen für den Wald in ganz Deutschland ausgesprochen schwierig. Die Schäden im Wald waren so groß wie nie. Stürme, Dürre, Waldbrände und Borkenkäfer haben fast 30 Millionen Festmeter Schadholz verursacht. Revierleiter Hubert Heinl, der den Oberdorfer Wald pflegt, beschreibt die dramatische Situation: „Nach bisherigen Schätzungen sind fast 300 Millionen Jungpflanzen vertrocknet. Ca. 50 Prozent der in den vergangenen drei Jahren gepflanzten Bäume sind in Deutschland abgestorben. Der Borkenkäfer hat zudem 300.000 Hektar Wald geschädigt. Große Kahlflächen von mehreren 1.000 ha am Stück verändern die Bilder von Landschaften.“

Dagegen zeigt sich das Allgäu noch wie eine grüne Insel. Die Herausforderungen sind bewältigbar – wenn sie konsequent angegangen werden. Hubert Heinl zeigt stolz auf die Tannennaturverjüngung und erklärt ihre wichtige Funktion: „Die Tanne ist eine sehr stabile Baumart, die mit ihrer tiefreichenden Pfahlwurzel auch dann noch an Wasser kommt, wenn die Fichte schon am Verdursten ist! Deshalb muss die Tanne in der kommenden Waldgeneration spürbar vertreten sein“. Die Exkursionsteilnehmerinnen und –teilnehmer zeigten sich sichtlich beeindruckt von der vielfältigen Naturverjüngung im Oberdorfer Wald.

Alle waren sich einig, dass die Aufgaben, welche auf die Waldbesitzer im Allgäu warten, riesig sind und sofort angegangen werden müssen. „Für den Waldumbau zu klimastabilen Wäldern ist es nicht fünf vor zwölf, sondern es ist zwölf Uhr“, so die Einschätzung der Förster Hubert Heinl und Andreas Fisel.

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news-1929 Tue, 21 May 2019 14:23:30 +0200 „Wilder Grill-Genuss“ für Jedermann http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1929&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=42e3a4ac7f9f72af858482b5ece6b0ba Nicht nur Weihnachten ist die Zeit für gesundes, leckeres Wildfleisch. Auch für den Sommer eignet sich das Fleisch, reich an Omega 3-Fettsäuren für das Grillvergnügen. Am Forstbetrieb Heigenbrücken konnten sich die Mitglieder des Landtages Thorsten Schwab und Martina Fehlner, die auch gleichzeitig Beiratsmitglied der Bayerischen Staatsforsten ist, von der hervorragenden Qualität und Geschmack der Wildfleisch-Grillprodukte überzeugen.  

An dem Grillnachmittag tischte Rudi Stenger, der Kooperationspartner bei der Wildbretvermarktung, verschiedenste Spezialitäten von Schwarzwild, Hirsch und Reh auf. Die Gäste konnten sich ein Bild von den neuen Verkaufsräumlichkeiten machen und gleich beste Ware vom Grill kosten.

Und wie es scheint hat es allen vorzüglich gemundet – über das sehr positive Feedback zur Veranstaltung freuten sich Vorstand Reinhardt Neft und Forstbetriebsleiter Joachim Keßler. 

Sie wollen auch ihre Geschmacksknospen mit gesundem, leckerem Wildgrillfleisch aus der Region verwöhnen? Kein Problem – schauen Sie nach einfach nach einer Wildbretverkaufsstelle auch in Ihrer Region und keine Angst vor der Zubereitung. Denn wie Sie das Wildfleisch am besten zubereiten verrät unser eigenes Wildkochbuch:  

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Wald im Spessart Wald im Spessart Newsticker Startseite Forstbetrieb Heigenbrücken Nachrichten
news-1928 Mon, 20 May 2019 14:07:28 +0200 Nachwuchs bei den Käuzen Sehr erfolgreicher Beginn des Kauz-Projektes am Arber http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1928&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ebc5f923c47b0886c89ac604c79d73fd Bodenmais. Im vergangenen Herbst wurden vom Naturpark Bayerischer Wald und dem Forstbetrieb Bodenmais der Bayerischen Staatsforsten Nistkästen für den Wald- und Habichtskauz gebaut. Dann hieß es abzuwarten, ob die Kästen dieses Jahr im Frühjahr auch angenommen werden. „Von den zehn im Staatswald aufgehängten Nistkästen waren gleich acht Stück von Waldkäuzen besetzt“, freut sich Gebietsbetreuer für die Arberregion, Johannes Matt und ergänzt: „Auch wenn der Habichtskauz am Arber noch nicht nachgewiesen werden konnte, hat der Waldkauz wunderbar von dieser Naturschutzmaßnahme profitiert“.

Zusammen mit den Revierleitern der Staatsforsten und Freiwilligen konnte Johannes Matt die Brut und den Ausflug von insgesamt 22 jungen Waldkäuzen in den Nistkästen beobachten. Auch das gute Mäusejahr sorgte für ausreichend Nahrung bei den Käuzen. Daher wieder im Herbst ist bereits geplant – unter der Aufsicht von Forstwirtschaftsmeister und Lehrlingsausbilder Paul Hilgart – zehn weitere Nistkästen für den Habichtskauz aufzuhängen. „Dieser Erfolg weist unter anderem auch auf die naturnahe Bewirtschaftung der Staatswälder hin. Denn auch in natürlichen Höhlenbäumen und Totholz brüten die Käuze. Der Forstbetrieb Bodenmais wird auch künftig sehr gerne das Projekt unterstützen“, fügt der Leiter des Forstbetriebs Jürgen Völkl hinzu.

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Forstbetrieb Bodenmais Nachrichten
news-1927 Mon, 20 May 2019 13:22:16 +0200 Zwischen Osser und Arber - Internationaler Informationsaustausch zum Luchs http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1927&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=30cf58abf68c279bd384aff4646c00f5 Dem Informationsaustausch mit ihren bayerischen Kollegen war der Besuch von rund 20 tschechischen Jägern, Förstern und Biologen gewidmet. Im Zentrum der Tagesexkursion durch die grenznahen Wälder zwischen Arnbruck, Lam und Zwiesel stand eine der attraktivsten Wildtierarten der Region: der Luchs. Ziel der tschechischen Delegation war es, einen Eindruck zu gewinnen, welche Rolle der Luchs angesichts der bestehenden jagd- und forstwirtschaftlichen Nutzungsinteressen spielt und welche Möglichkeiten für einen konstruktiven Umgang mit dem Thema Luchs und Reh gefunden werden können.

Die Aufmerksamkeit für diese eigentlich unauffällig unter uns lebende Katzenart schoss in die Höhe als im Jahr 2015 vier abgeschnittene Luchsvorderbeine im Lamer Winkel gefunden wurden. Das verschaffte der Gegend traurige Berühmtheit, und das weit über Bayern hinaus. Inzwischen ist nach umfangreichen polizeilichen Ermittlungen Anklage gegen einen Jäger aus Lohberg erhoben worden. Ausgang ungewiss. Für die tschechischen Besucher, die illegale Tötungen von Luchsen in ihrem Land nur allzu gut kennen, war es von Interesse, welche Maßnahmen zur Ergreifung des ermittelten Täters geführt haben. „Wir setzen große Hoffnung in unsere polizeiliche Ermittlungseinheit für Artenschutzkriminalität“, sagt Anežka Pavlíková vom tschechischen Umweltministerium und ergänzt: „Es ist ein gemeinsames Anliegen von uns und den Kollegen in Bayern, die illegalen Tötungen zu reduzieren.“

Erfassung des Luchsbestands auf 13.000 Quadratkilometern - einmalig in Europa Durch das länderübergreifende Luchs-Monitoring, das mit über 13.000 Quadratkilometern eine riesige Fläche abdeckt, lasse sich nicht nur die Gesamtanzahl recht genau ermitteln, sondern auch der Verbleib von ab- und durchwandernden Luchsen gut nachverfolgen. Davon ist Sybille Wölfl, verantwortlich für das Luchs-Monitoring auf bayerischer Seite, überzeugt. „Sollte ein Luchs, der sich hier sesshaft gemacht hat, wieder plötzlich verschwinden, bekommen wir das sehr schnell mit“, sagt sie. „Der grenzüberschreitende Austausch über die erfassten Luchse funktioniert gut und schnell“, ergänzt Elisa Belotti, die für den Nationalpark Sumava das Luchs-Monitoring koordiniert. Einige ihrer 2 Helfer hat sie heute mitgebracht. Sie betreuen Reviere im Landschaftsschutzgebiet, das den Sumava- Nationalpark umgibt und gaben wertvolle Hinweise für erfolgversprechende Fotofallenstandorte. Es sei sehr viel akribische Arbeit, die zahlreichen Luchsbilder zu vergleichen, die auf so großer Fläche gewonnen würden. „Viele Luchsbilder bedeuten aber nicht automatisch viele Luchse. Vor diesem Trugschluss muss man sich hüten“, warnt die Expertin.

Leicht positiver Trend in der Luchspopulation

Die länderübergreifende Luchspopulation hat sich inzwischen von ihren Verlusten erholt. Die aktuell ermittelte Gesamtzahl der böhmisch-bayerisch-österreichischen Population beläuft sich auf mindestens 110 erwachsene und halbwüchsige Luchse. Die LuchsforscherInnen auf beiden Seiten der Grenze sprechen von einem leicht positiven Trend. „Ja, es sind mehr Luchse als noch vor drei oder vier Jahren“, bestätigt Sybille Wölfl, „wenngleich wir nach wie vor schwarze Löcher definieren können, wo uns immer wieder Luchse verschollen gehen.“

Obwohl sich auch der lokale Luchsbestand zwischen Osser und Arber stabilisiert hat, ist die Gegend immer noch nicht zur Ruhe gekommen. Das scheint jedoch weniger mit den Luchsen zu tun haben als mit den Menschen. „Die Beschwerden, dass es wegen dem Luchs keine Rehe mehr im Lamer Winkel gäbe, sind an den Haaren herbeigezogen“, meint Klaus Neuberger, dessen Revier eines der Exkursionsziele in Lam ist. Er ist davon überzeugt, dass die Waldstruktur und das Äsungsangebot für Rehe über ihre Anzahl entscheide. Der Luchs spiele zwar auch eine Rolle, aber die sei vergleichsweise gering. „Die geforderten Abschusszahlen können die Jäger der Hegegemeinschaft Lamer Winkel leicht erfüllen“, fügt er hinzu. „Das wird mir immer wieder von Jägern vertraulich mitgeteilt.“

Auf die vielen anderen auf das Reh einwirkenden Faktoren macht Konrad Silberbauer aufmerksam. „Bei den Rehen haben wir so viele Verluste, schon allein die verkehrstoten Rehe oder der Mähtod bei jungen Rehkitzen. Und dann die Beunruhigung durch Freizeitaktivitäten zu Dämmerungs- und Nachtzeiten. Da freut es mich natürlich überhaupt nicht, dass hier auch noch der Luchs jagt und Rehe frisst“, meint Konrad Silberbauer. „Aber ich muss nun mal mit dem Luchs leben.“ In seinem rund 900 Hektar großen Revier bei Arnbruck ist der Luchs regelmäßig zu Besuch, denn es ist bester Luchslebensraum: steile Felsbereiche für Tageslager sowie zahlreiche Grenzlinien durch Verjüngungsflächen, Dickungen undWaldränder, die auch dem Reh guten Lebensraum bieten. Durch die Größe seines Reviers verteile sich der Einfluss des Luchses einigermaßen. „Das ist natürlich bei kleinen Eigenjagden oder auch bei kleinen Gemeinschaftsjagdrevieren anders. Da sitzt alle paar HundertMeter ein Jäger, und jeder will zum Schuss kommen. Der Jagddruck, der dabei aufs Reh erzeugt wird, ist enorm“, weiß er.

Luchs und Reh

Für die dritte und letzte Station des deutsch-tschechischen Erfahrungsaustauschs ging es in das Staatsjagdrevier von Revierleiter Sebastian Hofmann. Sein an der Arberostflanke gelegenes Revier ist Teil des Wohngebiets der Luchsin Hope. „Seit Ende 2013 hält sie sich zwischen Bayerisch-Eisenstein, 3 Zwiesel und Bodenmais auf“, erläutert Markus Schwaiger, Organisator der Exkursion und Mitarbeiter im Luchsprojekt. „Hier entstand eine Lücke, die Hope geschlossen hat.“ Einige Monate zuvor wurde bei Bodenmais eine mit Schrot erschossene, trächtige Luchsin aufgefunden. „Das war die vorherige Territoriumsbesitzerin“, berichtet Schwaiger. Revierleiter Hofmann freut sich über die Luchs in Hope und ihren Nachwuchs, der 2016 und 2017 nachgewiesen werden konnte. Ein Nachweis für 2018 stehe noch aus. „Doch diesen Februar hat mein Hund per Zufall einen jungen Luchs auf einen Baum gescheucht. Das müsste eigentlich ein Junges von ihr gewesen sein“, meint Hofmann. Dass sein Revier guten Luchslebensraum zur Verfügung stellt, darin sind sich Hofmann und Schwaiger einig. „Und auch Rehe hat es genug“, sagt Hofmann. „Mein Abschuss-Soll könnte ich sogar übererfüllen. In bestimmten talwärts gelegenen Waldbereichen jage ich schwerpunktmäßig, um die Tannenverjüngung auf einen guten Weg zu bringen.“ Schließlich seien forstwirtschaftliche Ziele zu erreichen. Hofmann weiß aber auch, dass eine Luchsin ihren Nachwuchs umso besser versorgen kann, je mehr Rehe es gibt. „In den Hochlagen, wo ich waldbaulich kaum Probleme habe, halte ich mich zurück. Was ich an Rehen nicht erlege, kann die Luchsin und ihre Jungen fressen“, betont er.

Wie man den Einfluss des Luchses auf die Rehwildpopulation auf staatlichen und privaten Flächen noch stärker berücksichtigen kann, wird Thema vieler weiterer Gespräche sein. Für die tschechischen Besucher war die Exkursion in drei Reviere mit so unterschiedlichen jagd- und forstwirtschaftlichen Zielsetzungen jedenfalls sehr aufschlussreich, bekräftigte Pavel Bečka, der als Dolmetscher an diesem Tag Höchstleistung vollbrachte.

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Forstbetrieb Bodenmais Nachrichten
news-1926 Thu, 16 May 2019 10:43:09 +0200 Down Under im Naturpark Westliche Wälder http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1926&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=243f724c66f4bb64febb4145855c7ad0 Forstwirt Peter Rieger, vom Forstbetrieb Zusmarshausen traute seinen Augen nicht, als er mit seinem Kollegen auf Borkenkäfersuche war. Ein Känguru mitten auf der Forststraße – das war ihm noch nie widerfahren. Geistesgegenwärtig nahm er sein Smartphone, um das Ereignis auf der Kamera festzuhalten. Kaum war das Foto geschossen, war das Tier schon im angrenzenden Staatswald entschwunden. Recherchen der Lokalzeitung haben ergeben, dass das Känguru aus einer privaten Haltung stammt und auf den Namen „Knicksy“ hört. Ende April war es aus seinem Gatter ausgebüxt. Da es sich nur sporadisch zeigt, gestaltet sich das Einfangen sehr schwierig und „Knicksy“ genießt seither die neu gewonnene Freiheit. Als Pflanzenfresser, der auch schwer verdauliche Kost verträgt, findet es in den Wäldern ausreichend Nahrung.

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Forstbetrieb Zusmarshausen Nachrichten
news-1925 Thu, 16 May 2019 10:01:11 +0200 Für jedes Bike ein neuer Baum http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1925&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c35bf47760b5662ad9f2bc2e72b3f2a0 Am 30. Oktober 2018 tobte der Sturm „Vaia“ u. a. auch im Bereich von Schwangau im Ostallgäu. Der Orkan erreichte Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h und zerstörte in einem Waldgebiet des Reviers Steingaden den Wald auf rund acht Hektar. Derlei Naturgewalten hielten selbst sturmfeste Tannen und Buchen nicht mehr stand. Da der Winter bevorstand wurde unmittelbar mit der Aufarbeitung der entwurzelten und abgebrochenen Bäume begonnen. Im Frühjahr entschloss man sich, die am schlimmsten betroffenen Teilflächen mit rd. 5.500 Setzlingen wiederaufzuforsten.

Die Firma Multicycle (www.multicycle.de) als bayernweiter Vertriebspartner des Bike-Herstellers „Cube“ hat den Forstbetrieb Oberammergau im Rahmen ihrer Aktion „Jedes Bike ein Baum“ unter Vermittlung durch den Verein „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e. V.“ (www.sdw.de) unterstützt und finanzierte einen bedeutenden Teil des Pflanzenankaufs. Das Prinzip: Pro Bike wird der Kauf und die Pflanzung eines Baumes finanziert. Am 09. Mai 2018 erfolgte eine Vor-Ort-Besichtigung der Pflanzflächen, die zwischen Schwangau und Füssen am sog. „Königssträßle“ liegen. Alle Beteiligten konnten sich von der gelungenen Pflanzung von u. a. Lärchen, Tannen, Buchen, Vogelkirschen überzeugen und dass der vierstellige Betrag sehr gut in den künftigen Mischwald investiert wurde. Der Forstbetrieb Oberammergau bedankt sich ausdrücklich bei der SDW und der Fa. Multicycle für die Unterstützung.

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Forstbetrieb Oberammergau Nachrichten
news-1922 Wed, 15 May 2019 11:29:27 +0200 Denkmal-Pflege im Neuwirtshauser Forst http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1922&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d339d185252034ca2e5dc955b053cea0 "Suter"-Gedenkstein saniert (14.05.2019) – Hammelburg-Neuwirtshaus – Im artenreichen große Waldkomplex Neuwirtshauser Forst finden nicht nur allerlei Vögel, Tiere und Pflanzen eine Heimat. Auf seinen annähernd 4.500 Hektar bietet er auch vielen Mythen und Geschichten ein zu Hause. Das Willkommhaus oder das Jägervereinshaus blicken auf eine lange Historie zurück und würden – so sie denn sprechen könnten – sicherlich eine Menge spannender Geschichten erzählen können, die sich in ihren Mauern zugetragen haben. Oftmals haben aber auch die kleinen Bildstöcke, Gedenksteine und steinernen Überbleibsel vergangener Zeiten Geschichten zu erzählen, die ohne sie vergessen würden.

Dem Erhalt einem dieser Gedenksteine hat sich nun das Kohlemeiler-Team sowie die Wandergruppe aus Neuwirtshaus und Schwärzelbach angenommen. Mit viel Aufwand und Liebe für das Detail wurde in der vergangenen Woche das sogenannte Suter-Denkmal im Revier Schwärzelbach saniert. Nach einer gründlichen Reinigung wurde nun der seit vielen Jahren unter einer dicken Schicht aus Moos, Flechten und Laub versteckte Gedenkstein wieder sichtbar gemacht. Der frisch gekieste Zugang strahlt den Wanderer nun schon von weitem an und lädt zu einem Abstecher und einer Rast auf der neu errichteten Bank ein. Der 70 Jahre alte Schriftzug wird in den kommenden Tagen noch restauriert und erinnert somit wieder jedermann an den Oberforstwart Hans Suter aus Neuwirtshaus, der der Überlieferung nach in diesem Bereich im Jahre 1949 einen „Dienstunfall bei der Ausübung des Forst- und Jagdschutzes“ erlitt, an dessen Folgen er alten Aufzeichnungen zufolge verstarb.

Revierleiter Thomas Fikar, der die Idee zu diesem Projekt hatte, freut sich über das große Engagement der rüstigen Senioren. Die Bayerischen Staatsforsten kommen ihrer Verpflichtung der Denkmalpflege im Staatswald nach und freuen sich sehr über jedes ehrenamtliche Engagement der Bevölkerung“, ergänzt Daniel Zippert Forstbetriebsleiter am Forstbetrieb in Hammelburg. „Es freut uns sehr, dass die schon seit Jahren gut gepflegte Zusammenarbeit zwischen dem Forstbetrieb Hammelburg und dem Kohlemeiler-Team um Peter Schühler und Theo Busch sich auch in einem solchen Projekt wieder spiegelt. Wir bedanken uns im Namen der Bayerischen Staatsforsten bei dem Kohlemeilerteam und den Wandergruppen für die geleistete Arbeit“. Staatswald ist Bürgerwald heißt es immer. Letztlich muss dieser Bürgerwald all seinen Funktionen heute mehr denn je gerecht werden, wenn er dabei etwas Unterstützung durch die Bürger selbst erfährt ist dies mehr als erfreulich und lobenswert.

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Forstbetrieb Hammelburg Nachrichten
news-1921 Mon, 13 May 2019 17:29:31 +0200 Traditionelle Tannensaat http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1921&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=274d78e7acc6e8b316128f3e07b56bc9 1 PS für die Zukunft der Wälder Im Öttinger Forst nahe Unteremmerting werden derzeit Tannen ausgesät. Als Mischbaumart soll die Tanne in fichtendominierte Waldteile eingebracht werden und den Wald fit für den Klimawandel machen. Gesät wird durch einen Spezialisten. Er hat dabei Unterstützung durch einen Mitarbeiter, mit einer besonderen Vorliebe für Karotten, dem Belgischen Kaltblut „Donny“.

An einem warmen Frühlingstag scheint die Sonne durch das Kronendach der Fichten im Öttinger Forst. Neben dem emsigen Gezwitscher der Vögel hört man die ruhigen Kommandos von Robert Schmidt, Saatspezialist aus Sachsen. Er und sein Belgisches Kaltblut „Donny“ manövrieren sich durch die engstehenden Fichten. Hinter ihnen verläuft eine Spur, eine kleine Furche im Waldboden gefüllt mit Tannensamen.

Die Bayerischen Staatsforsten haben das erklärte Ziel den Wald vorbildlich, nachhaltig und naturnah zu bewirtschaften. Für die Bewirtschaftung des Staatswaldes im Öttinger und Burghauser Forst ist der Forstbetrieb Wasserburg zuständig.

Wie viele Wälder in Oberbayern sind auch diese Waldkomplexe historisch bedingt durch hohe Fichtenanteile geprägt. Diese Wälder litten in der Vergangenheit stark unter Schäden durch den Borkenkäfer, durch Stürme und Trockenheit. In Zeiten des Klimawandels ist es eines der herausfordernden Ziele, die Wälder fit für die Zukunft zu machen.

Klimaempfindliche nadelholzdominierte Waldbestände werden in klimastabile buchen- und mischbaumartenreiche Wälder umgebaut. In diesem Waldumbau spielt die Tanne eine entscheidende Rolle. Sie ist eine wichtige Mischbaumart zur Stabilisierung der Wälder.

Dafür bietet neben der Pflanzung von jungen Bäumen auch die Saat eine Möglichkeit. Revierleiter Andreas Jakob greift schon länger bewusst auf die traditionelle Saat mit dem Pferd zurück. „Als Schattbaumart kann die Tanne optimal unter Fichtenaltbeständen ausgesät werden“, erklärt Dr. Heinz Utschig, Leiter des Forstbetriebes Wasserburg.

Schmidt betont, dass die Saat nach der Naturverjüngung die natürlichste Verjüngungsmethode ist. „Durch die Saat wird eine Vielzahl von Individuen mit einer hohen genetischer Breite und anpassungsfähigen Eigenschaften im Wald beteiligt. Die Natur entscheidet, welcher Sämling sich durchsetzt und am besten an den Standort angepasst ist. Außerdem kann sich die Wurzel natürlich entwickeln. Was den Baum sehr stabil macht“, betont Schmidt. So entsteht ein stabiler Wald, der die Anforderungen der nachfolgenden Generationen erfüllen soll. Das Saatgut für die Tannensaat wird von den Bayerischen Staatsforsten selbst in anerkannten Saatgutbeständen gewonnen und in den unternehmenseigenen Pflanzgärten und Samenklengen aufbereitet.

„Donny“ muss sich bei der Arbeit stark konzentrieren und genau auf die präzisen Anweisungen hören. „Als Motivation helfen am besten Karotten“, so Schmidt. Bis ein Pferd zur Saat eingesetzt werden kann, vergeht einige Zeit. Im Alter von zwei Jahren beginnt Schmidt mit der Ausbildung seiner Tiere. Diese dauert insgesamt drei Jahre. Dabei lernt das Pferd die verschiedenen Kommandos und wird an das Ziehen der Saatmaschine gewöhnt. Erst wenn Pferdeführer und Pferd aufeinander eingespielt sind, wird der Kaltblüter in der Praxis eingesetzt.

Schmidt hat als echter Tüftler eine speziell für die Pferdesaat geeignete Maschine entwickelt. Die Tannensamen befinden sich oben in einem Behälter, unten öffnen zwei Scheiben den Waldboden zu einer schmalen Furche. In dieses Saatbeet fallen die Samen und sind damit vor Wind und Austrocknung geschützt. Donny und Robert Schmidt werden bald fertig im Öttinger Forst. Der Saaterfolg hängt dann von der Witterung der nächsten Wochen ab. Bei passender Bodenfeuchte entwickeln sich aus den Saatkörnern viele kleine Keimlinge, die auch „Tannensterne“ genannt werden.

Der Öttinger und Burghauser Forst sind nicht nur Holzlieferant, sondern auch wertvoll für das Trinkwasser, wirksamer Luftfilter, beliebte Erholungsstätte sowie Lebensraum für eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt. Das Gebiet stellt ein wichtiges Rückzuggebiet für eine Vielzahl von Arten dar.

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Forstbetrieb Wasserburg a. Inn Nachrichten
news-1920 Mon, 13 May 2019 08:44:56 +0200 Waldbaden auf dem Baumwipfelpfad Steigerwald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1920&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2446dc90a1ed5ff166c1970bace8a814 Aufgrund der guten Resonanz aus dem letzten Jahr gibt es auch heuer wieder die Möglichkeit in exklusiver Ruhe unter der Obhut unserer erhabenen Turmbuche Ihrem Körper und Geist freien Lauf zu lassen. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

Tauchen Sie mit Karin Heininger, ärztlich geprüfte Yoga-Lehrerin in die Stille des Waldes ein und genießen das gesunde Waldklima. Sanfte Yoga-Übungen, Meditation und Wahrnehmungsübungen und der Ausblick auf den Steigerwald lassen Sie das Jetzt erfassen. Lassen Sie den Alltag hinter sich. Werden Sie eins mit Mutter Natur.

Bereits Hildegard von Bingen war sich im 12. Jahrhundert um die Heilkraft des Waldes bewusst und empfahl: Geh einfach ins Grün des Waldes und du wirst Heilung erfahren, allein indem du dort bist und atmest. Spüren Sei dem nach. Am 15. Mai und 07. Juli 2019. Treffpunkt um 18 Uhr am Eingang des Pfades. Dauer ca. 1 ½ Stunden. Die Kosten für die Teilnahme liegen bei 16 € pro Person. Bitte melden Sie sich an unter 09553 - 9898 0102 oder info-baumwipfelpfad@baysf.de.

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Baumwipfelpfad Steigerwald Newsticker Startseite Baumwipfelpfad Steigerwald Nachrichten
news-1919 Fri, 10 May 2019 14:10:13 +0200 Waldkonzert im Weltwald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1919&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4e5b26a233ce18b781e86c7d61066f0e (10. Mai) Freising – Zum dritten Mal feierten heuer zahlreiche Waldbesucher am 09. Mai den Europa-Tag im Weltwald. Dabei verzauberten die Musikanten der Freisinger Musikschule 3klang e.V. den Frühlingsabend mit vielfältigen Klangerlebnissen. Alphornbläser, die Saxo-phon-Formation Airsound sowie eine Blechbläsergruppe spielten im Wechsel. Die Sprach- und Gesangskünstlerin Tanja Froidl zog das Publikum mit einem flandrischen Waldmärchen in ihren Bann. Obwohl zwischendurch dunkle Wolken aufzogen und Regentropfen mit sich brachten, verbreitete die Tanzgruppe Gökkusagi, davon unbeeindruckt, gute Laune, Rhyth-mus und die Lust zum Mitklatschen. Schließlich lag das Rot der Abendsonne auf den Kronen der nahe stehenden, alten Douglasien. So fand das Waldkonzert im Europa-Garten mit der „Ode an die Freude“ unter den Farben des Regenbogens einen unvergesslichen Abschluss.

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Weltwald Freising Forstbetrieb Freising Nachrichten
news-1918 Fri, 10 May 2019 14:04:33 +0200 Den Wirlinger Wald entdecken http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1918&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e2d77c6118d9a2f52fcf563fef90eb2a 10.05.2019, Kempten – „Besonders groß ist er nicht, der Wirlinger Wald. Der Staatswaldanteil beträgt knappe 600 Hektar. Das ist nur knapp ein Drittel meines Reviers. Aber hier gilt: klein und fein!“, findet Revierleiter Markus König, der den Wirlinger Wald pflegt und stolz auf ihn ist. Deshalb empfiehlt er ihn auch für einen Waldspaziergang: Das Waldgebiet bei Buchenberg ist sehr gut erschlossen. Fast alle Wege stellen keinen großen Anspruch an die Geländegängigkeit der Besucher. Er ist ideal für Familienwanderungen - auch mit Kinderwagen.

Gleich am Waldeingang, vom Ort Bechen kommend, befindet sich ein großzügiger Parkplatz. Er wurde 2018 erweitert, um ausreichend Stellplätze zu bieten. Eine Schautafel empfängt die Besucher und erklärt verschiedene Wanderroutenvorschläge. Hier beginnt der Bodenlehrpfad von 1,6 km Länge. Er verläuft auf den Endmoränen des Illergletschers. An zehn verschiedenen, schön gestalteten Stationen lernen Interessierte verschiedene Themen kennen. Beispielsweise über Gesteine, Böden und deren Entstehung oder unsere sensiblen Moore. Teilweise können sogar verschiedene Versuche zum jeweiligen Thema durchgeführt werden. Staatswald-Revierleiter Markus König: „Hier kann fühlbar Verständnis dafür entstehen, welch ein empfindliches Gebilde die verschiedenen Böden darstellen. Sie sind es wert, dass wir, egal ob in Land- oder Forstwirtschaft, behutsam mit ihnen umgehen.“

Wandert man auf dem Hauptweg „Wirlinger Waldstrasse“ weiter nach Westen, gelangt man nach einem knappen Kilometer zur nach ihrem Erbauer genannten „Heinrich Bickel Hütte“. Ursprünglich als Lagerraum genutzt, wurde sie vor einigen Jahren durch eine neue Hütte ersetzt. Diese hat nun die Funktion eines kleinen Informationszentrums und beherbergt mehrere Schautafeln zu Themen wie Waldbäume, Klimawandel, das Nachhaltigkeitsprinzip in der Forstwirtschaft sowie den Nutzen von Totholz für die unterschiedlichste Flora und Fauna.

Vor verschiedenen Bäumen rund um die Hütte sind Klapptafeln angebracht, die durch einen kleinen Hinweis auf die jeweilige Baumart schließen lassen. Wer sich nicht sicher ist, kann die Tafeln aufklappen und nachschauen, ob seine Ansprache richtig war. Vor allem Schulklassen finden das toll. Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting sagt dazu: „Ein Baum, den man zu allen Jahreszeiten in seinen verschiedenen Erscheinungsformen draußen sehen und auch begreifen kann, bleibt besser im Gedächtnis, als eine noch so naturgetreue Darstellung in einem Lehrbuch.“ Vor der Hütte laden eine Bank unter einer Kastanie zum Verweilen oder Brotzeitmachen ein. Bei schlechtem Wetter bietet die kleine Hütte Gelegenheit zu trockener Rast.

Wandert man nun von der Bickelhütte weiter nach Südosten, so führt der Weg direkt zum Rohrbachtobel. Nochmal Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting: „Der Tobel ist bereits seit 1959 als Naturschutzgebiet ausgewiesen und damit eines unserer ältesten Naturschutzgebiete.“ Der Weg durch dieses Naturschutzgebiet beginnt direkt an der Unterstandhütte in der Waldabteilung „Spießeck“. Dort kann man sich an einer weiteren Schautafel über die Besonderheiten der speziellen Tier– und Pflanzenwelten informieren. „Stellvertretend für die seltene Flora finde ich hier die Eibe, den Frauenschuh oder auch den Türkenbund. Bei der Fauna den Alpensalamander, den Eisvogel und die Wasseramsel, um nur einige zu nennen“, zählt Förster Markus König auf. Er warnt aber auch: „Dieser Steig nur etwas für etwas geübte Wanderer mit entsprechendem Schuhwerk und Erfahrung im Gelände. Bei Nässe ist hier Vorsicht geboten, denn die Gefahr des Ausrutschens ist dann besonders groß.“ Auch kommt es durchaus vor, dass nach Starkregen Ausspülungen oder Rutschungen entstanden sind.

Aber egal bei welchem Wetter man durch das Tobel wandert, es lohnt sich. „Man taucht in eine ganz besondere, urwüchsige Landschaft ein. Durch ihre Ursprünglichkeit mit ihren alten Baumriesen zieht sie jeden Naturfreund in ihren Bann. Nicht zuletzt wegen eines kleinen Wasserfalls, fast am Ende des Weges. In seiner Hufeisenform dürfte er einmalig sein“, preist Revierleiter Markus König sein Kleinod an und ergänzt: „Man sieht, es ist im Wirlinger Wald für jeden, der sich gerne in der Natur aufhält, etwas geboten und es heiß nicht umsonst `Herzlich willkommen bei den Bayerischen Staatsforsten`“

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Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
news-1916 Wed, 08 May 2019 12:54:42 +0200 Werbung für den Forstwirt-Beruf http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1916&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c514a82907b7c79ecfce45ebafee83cd Wie schon im vergangenen Jahr war der Forstbetrieb Rothenkirchen auf dem Frühjahrsmart in Küps mit einem Stand vertreten. Der aktuell erste Azubi-Jahrgang des Forstbetriebs Rothenkirchen informierte auf dem Frühjahrsmarkt in Küps über die BaySF und die Forstwirtausbildung. Die Marktgemeinde Küps im südlichen Landkreis Kronach liegt zentral im Forstbetriebsbereich und damit auch zentral im „Ausbildungscluster“ Coburg-Rothenkirchen-Nordhalben. Entsprechend groß war die Resonanz der zahlreichen Besucher, die sich trotz der kühlen Witterung für die Informationen und die praktischen Vorführungen der jungen Leute interessierten.

Verstärkt wurde die Ausbildungsrotte in diesem Jahr durch Forstwirt Klaus Schmidt aus Weismain, nach dessen Vorgaben vor Ort Herzen aus massivem Eichenholz herausgearbeitet und nach Wunsch beschriftet wurden. Die Nachfrage war derart groß, dass der gelernte Schreiner noch eine Auftragsliste mitnahm, da der komplette Markttag trotz geschickter und fleißiger Hände nicht für alle Wünsche ausreichte. Der Erlös kommt einer sozialen Einrichtung des Marktes Küps zugute.

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Forstbetrieb Rothenkirchen Nachrichten
news-1915 Tue, 07 May 2019 13:06:44 +0200 Köhlerfest im Spessart http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1915&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=211c5bd15395fc9b023f09e4373c83fe Am Samstag, 4. Mai, fand im Forstbetrieb Rothenbuch das Wald- und Köhlerfest statt. Trotz des kalten und nassen Wetters kamen rund 450 Besucherinnen und Besucher in den Rohrbrunner Forst. Das Festgelände war entweder mit einem Shuttlebus von einem der umliegenden Wanderparkplätze oder mit einer der geführten Wanderungen zu erreichen. Hauptattraktion war natürlich der Kohlemeiler, darüber hinaus haben verschiedene Holzkunden der Bayerischen Staatsforsten ihre Buchenholzprodukte vorgestellt. Kollegen der Forstverwaltung organisierten das Kinderprogramm und erklärten mit einer „Klimaleiter“ die Auswirkungen des Klimawandels.

Staatsministerin Judith Gerlach dankte in ihrer Rede den Kolleginnen und Kollegen für ihr Engagement für den Wald und für die Organisation des Festes. Gastrednerin Dr. Susanne Winter vom WWF ging in ihrem Vortrag auf den zunehmenden Nutzungsdruck auf die verbliebenen primären Urwälder, v.a. in Afrika und Südamerika, ein.

Bei leckerem Wildburger und Wildschweinbratwürsten oder bei Kaffee und Kuchen ließen es sich unsere Gäste bei Blasmusik und später bei Bigbandklängen gut gehen! Fazit: Trotz Wintertag im Mai, die Spessarter können feiern und lassen sich die gute Laune nicht verderben. Ein rundum gelungenes Fest!

Der Bayerische Rundfunk hat über den Aufbau der Kohlemeilers berichtet. Der Beitrag ist in der Mediathek des BR verfügbar, Beginn ist bei Minute 19:23.

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Wald im Spessart Wald im Spessart Newsticker Startseite Forstbetrieb Rothenbuch Nachrichten
news-1914 Fri, 03 May 2019 13:20:18 +0200 Aus Wald mach Kunst! http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1914&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=01bf92ae244779434fecd5aa6c2a08f5 Eine Woche lang arbeiteten Kunststudenten der Universität Darmstadt in den Wäldern des Nordspessarts. Ziel des Seminars war es, mit Naturmaterialien kreativ zu Gestalten. Die Studentinnen und Studenten setzten so über mehrere Tage hinweg sehr unterschiedliche Projekte um. Die Bayerischen Staatsforsten stellten zu diesem Projekt den Raum – quasi die „Künstlerwerkstatt“ und wenn man so will auch die „Werkstoffe“. Entstanden sind bei der Aktion sehr eindrucksvolle Landart-Objekte. Davon überzeugten sich bei einem Rundgang der örtlich zuständige Revierleiter Thomas Hefter und Forstbetriebsleiter Joachim Keßler. 

Der Wald um die Wiesbütt mit seinem daran anschließenden Moor ist tatsächlich ein besonderer Ort  - nicht nur naturschutzfachlich, sondern anscheinend auch für Kreativität und freie Gedanken …

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Wald im Spessart Wald im Spessart Newsticker Startseite Forstbetrieb Heigenbrücken Nachrichten
news-1913 Thu, 02 May 2019 14:47:13 +0200 Den Borkenkäfer in die Falle gelockt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1913&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8cb065e189ad20bf6d4ae4b6b3c15ad6 Sonthofen, 02.05.2019 – Seit Anfang April werden bayernweit an ca. 130 Standorten Fichtenborkenkäfer in Fallen gefangen. „Nein, das ist kein verspäteter Aprilscherz“, erklärt Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting. „Auch der Forstbetrieb Sonthofen ist an diesem Borkenkäfer–Monitoring beteiligt.“

Bei den Sonthofener Staatsforsten sind im Sulzschneider Wald, Gunzesrieder Tal und im Großen Wald sogenannte Pheromonfallen installiert, um den Schwärmflug von Kupferstecher und Buchdrucker zu erfassen. „Das sind schwarze Fangkästen mit innenliegenden Lockstoffködern“, erläutert Revierförster Rainer Ruf. „Die artspezifischen Pheromone locken in den einen Fallen den etwa 1,5 bis 3 mm kleinen Kupferstecher und in den anderen Fallen den etwa 5 bis 6 mm großen Buchdrucker an.“ In der Natur werden diese Pheromone von fängischen Brutmaterial – geschwächte, gebrochene oder vom Wind geworfene Fichten sowie von den Käfern selbst verbreitet.

Förster Ruf ist für den Großen Wald zwischen Wertacher Hörnle und Grünten zuständig und leert wie seine Kollegen die Fallen in der Schwärmzeit wöchentlich. Dies ist normalerweise von Anfang April bis Ende September. Bis vor kurzem lag im Großen Wald aber noch so viel Schnee, dass die Fallenstandorte nicht zugänglich waren. Da die Borkenkäfer überwiegend im Boden überwintern, können sie vor Schneeabgang auch nicht schwärmen. Sie brauchen auch mindestens 16 Grad Lufttemperatur um aktiv zu werden. Seit letzter Woche sind die Borkenkäferfallen „hinterm Grünten“ ausgebracht, nun kann das Monitoring auch hier beginnen.

„Die Fangergebnisse werden an die LWF und die örtlich zuständigen Ämter für Landwirtschaft und Forsten (ÄELF), bei uns in Immenstadt und Kaufbeuren, weitergeleitet. Die LWF wertet die Daten aus und veröffentlicht sie“, beschreibt Forstbetriebsleiter Oetting den Prozess.

„Das erfasste Schwärmverhalten und die Gefährdungseinschätzung liefern uns Förstern und den Waldbesitzern wertvolle Informationen im Jahresverlauf“ erklärt Rainer Ruf. „Wir wissen dann, wann eine intensive Borkenkäferkontrolle und gezielte Bekämpfung durchzuführen ist.“ Interessierte Waldbesitzer können sich unter www.borkenkaefer.org informieren.

Eine Neuerung gibt es dieses Jahr beim Borkenkäfer Monitoring: Es wurden zusätzliche Fallen ausgebracht, die in den nächsten Wochen bis Ende Mai den Nordischen Fichtenborkenkäfer (Ips duplicatus) anlocken sollen. Er ist ein Borkenkäfer des borealen Nadelwaldes Nordeuropas und Nordasiens, tritt aber zunehmend auch in Mitteleuropa auf. Es ist nicht auszuschließen, dass der Nordische Fichtenborkenkäfer auch in Bayern an Bedeutung gewinnen wird. Deshalb soll über das Käfermonitoring festgestellt werden, wo diese Art in Bayern tatsächlich vorkommt. Jann Oetting und seine Revierförster hoffen, dass der Neue ums Allgäu einen Bogen macht und hier die Fallen leer bleiben.

Die Abteilung Waldschutz der bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) beschäftigt sich u.a. mit der Diagnose, Früherkennung und Prävention von Forstschädlingen. Zur Einschätzung einer Massenvermehrung der beiden forstlich wichtigen Borkenkäferarten Buchdrucker und Kupferstecher wird seit 2004 in ganz Bayern ein Borkenkäfer Monitoring durchgeführt. Die Bayerischen Staatsforsten unterstützen dieses Projekt, indem sie Waldflächen und Personal zur Verfügung stellen. Die örtlich zuständigen Revierförster erheben die Daten.

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news-1912 Mon, 29 Apr 2019 17:26:42 +0200 Klettern für den Storch http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1912&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e0b3abf16839884c2bf7d20a0fdf4c17 (29.04.2019) – Hammelburg/Aura im Sinngrund – Hoch hinaus ging es diese Woche für drei Forstwirte der Bayerischen Staatsforsten. Heiko Preisendörfer, Manuel Lind und Anton Lotter sind Mitglieder eines überregional eingesetzten Baumkletter-Teams. Sie haben eine hoch qualifizierte Zusatzausbildung: Für Spezialeinsätze klettern sie am Seil und mit Steigeisen hoch hinein in Baumkronen. In oft über 30 m Höhe führen sie u.a. mit Motorsägen gefährliche Arbeiten aus. Ihr Einsatzgebiete sind Spezialbaumfällungen, Verkehrssicherung, Pflücken von Zapfen zur Saatgutgewinung oder wie diese Woche im Revier Aura des Forstbetriebes Hammelburg ein ganz spezielles Naturschutzprojekt.

Revierleiter Michael Schlegel lässt derzeit Nisthilfen für den Schwarzstorch in Form von Holzplattformen in Eichenkronen anbringen. Die seltene Vogelart kommt in den Wäldern von Spessart und Rhön mit wenigen Brutpaaren vor. Das Naturschutzkonzept des Forstbetriebes Hammelburg sieht die Unterstützung dieser seltenen Tierart u.a. durch Biotopverbesserung vor. Dies ist in der Vergangenheit durch die Anlage von zahlreichen kleinen Tümpeln und dem Aussetzen von kleinen Fischen als Nahrungsgrundlage geschehen.

Mit dem Anbringen der Kunsthorste erhofft sich Förster Schlegel die Wiederansiedelung zumindest eines Brutpaares im Staatswald. Laut ornithologischer Statistiken werden bis zu 50% dieser Nisthilfen angenommen. Bis in die 90-er Jahre gab es diesen seltenen Waldvogel im Staatsforst Aura. Vereinzelt lässt er sich auch schon wieder als „Durchzügler“ oder auf Nahrungssuche hier beobachten. Die Ausgangsituation ist gut, da es regelmäßige Bruterfolge im angrenzenden Hessen gibt. Mit den „optimierten Lebensbedingungen“ könnte eine Wiederansiedelung gelingen. Dieses Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Forstverwaltung über zusätzliche Haushaltsmittel, den sogenannten „besonderen Gemeinwohlleistungen“ ko-finanziert.

„Als Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten sehen wir den Natur- und Artenschutz über unseren integrativen Ansatz von „Nützen und Schützen“ als ständige alltägliche Aufgabe“, so Schlegel.

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news-1942 Mon, 29 Apr 2019 17:16:00 +0200 Waldbrand im Revier Hersbruck http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1942&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9b653d82c65817a267111412364cc558 Am späten Nachmittag des Ostermontag brannte es im Staatswald am Klosterberg bei Hersbruck. Als der zuständige Revierleiter Michael Ludwig über den Brand informiert wurde, war dieses erste Feuer bereits von den Einsatzkräften unter Kontrolle gebracht und gelöscht worden. Nachdem die Löschfahrzeuge abgerückt waren, wurde ein weiterer Brandherd im benachbarten Stiftungswald entdeckt und die Feuerwehr erneut alarmiert. Im Gegensatz zur ersten Brandfläche von 2.000 m² hatte sich hier das Feuer auf 10.000 m² ausgebreitet. Mit Hilfe der örtlichen Landwirte konnte eine kontinuierliche Wasserversorgung für die Löscharbeiten sicher gestellt werden. Gegen 01:30 Uhr war der Brand vollständig unter Kontrolle.

Der zuständige Revierförster der Bayrischen Staatsforsten Michael Ludwig, sowie der Förster der Forstbetriebsgemeinschaft Nürnberger Land Siegfried Huber unterstützten die Einsatzkräfte, welche wegen der starken Rauchentwicklung mit Atemschutz-Technik agieren mussten, durch ihre Ortskenntnis. Am nächsten Morgen wurden mit Hilfe einer Wärmebildkamera verbleibende Glutnester lokalisiert und mit großen Mengen Wasser abgelöscht. Die beiden zuständigen Förster bedanken sich bei allen beteiligten Einsatzkräften für das schnelle und professionelle Eingreifen!

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Forstbetrieb Allersberg Nachrichten
news-1911 Mon, 29 Apr 2019 16:47:39 +0200 Große Waldbrandübung im Salzforst http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1911&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=897925cd340f000af65792eb2f207535 Am Samstag, 27.04.2019 fand in den Revieren Unterebersbach und Burgwallbach eine große Waldbrandübung mit über 175 Einsatzkräften von 16 Feuerwehren statt.

Punkt elf Uhr Samstagvormittag ertönen die Sirenen im Waldort Burgwallbach. Die dörfliche Ruhe wird durch Hektik ersetzt – die örtliche Feuerwehr rückt aus, darunter auch Forstwirt Rainer Balling. Was ist passiert? Der Funk meldet Waldbrand im Revier Burgwallbach, dem Arbeitsplatz des Forstwirts. Es herrscht Nervosität, sind in den letzten Wochen doch nahezu täglich Meldungen über Waldbrände in Franken zu lesen gewesen. Die Wehr rückt zur „Einsatzzentrale“ an der Salzforststraße aus – hier stellt sich der Funkruf als Übung heraus. Innerhalb von 25 Minuten rücken 16 Feuerwehren der Umgebung an. Am Ende des Tages waren 176 Einsatzkräfte von 16 Feuerwehren am Übungseinsatz beteiligt.

Kreisbrandrat Stefan Schmöger leitet das Szenario – ein Waldbrand im Revier Burgwallbach, der sich durch das Unterholz frisst und mit den örtlich verfügbaren Mitteln gelöscht werden muss. Die Planung für dieses Szenario läuft bereits seit Sommer 2018, die Umsetzung erfolgt jetzt im Frühjahr 2019, auch im Hinblick auf die aktuellen Witterungsprognosen. Die Übung ist eine Vorübung zu einer großen Katastrophenübung in zwei Jahren. Kreisbrandmeister Bernd Abert hatte sich diesbezüglich mit Revierleiterin Miriam Langenbucher in Verbindung gesetzt – bald war die Idee einer revierübergreifenden Waldbrandübung geboren.

Gruppen – und Zugführer sammeln sich zur kurzen Lagebesprechung. Die Einsatzkräfte verteilen sich – zum Löschen am Brandort, aber auch zu mehreren Wasserentnahmestellen, um die Wasserversorgung mit allen technischen Mitteln zur Verfügung zu stellen. Das ist im Wald oft gar nicht so einfach – es fehlt oft an Wasserentnahmestellen oder diese sind weit entfernt, Steigungen müssen überwunden werden oder es fehlt an der Zugänglichkeit. Schlauchleitungen und Pendelverkehr sind die heute gewählten Lösungsansätze. Die Feuerwehr Burgwallbach mit Forstwirt Rainer Balling beispielsweise hat ihren Einsatz an der simulierten Wasserentnahmestelle im Revier Unterebersbach, von Revierleiter André Schönfeldt. Ein Faltbehälter mit 10.000 Liter Fassungsvermögen dient hier als „Teich“. Der real vorhandene Teich mit Fischbesatz wäre im Ernstfall ebenso schnell leer, wie die Simulation – können doch innerhalb einer Minute 600 Liter Wasser zum Löschen entnommen werden. Die Übung wird zeigen, dass die 2,5 km lange Schlauchleitung bis zum Brandort gerade einmal knapp mit der Wassermenge gefüllt und tatsächlich nur kurz gelöscht werden konnte.

Zusätzlich zu der Schlauchleitung wird direkt am Brandherd durch die Feuerwehr Salz und Schönau ebenfalls ein Faltbehälter aufgestellt – hier mündet die Schlauchleitung. Zudem wird über Pendelverkehr von 9 Tanklöschzügen der Feuerwehren Bad Neustadt, Schmalwasser, Lebenhan und Co.  mit bis zu 2.500 Litern Fassungsvermögen Wasser aus Entnahmestellen der angrenzenden Orte angeliefert. Neben den Feuerwehren sind auch die Polizei, das THW, das Bayerische Rote Kreuz und die Bergwacht beteiligt, um ebenfalls Erkenntnisse gewinnen zu können. Zudem die örtlich zuständigen Revierleiter Andre Schönfeldt (Revier Unterebersbach) und Miriam Langenbucher (Revier Burgwallbach), sowie für die Leitung Servicestellenleiter Theo Escherich. Zwei Bürgermeister von angrenzenden Waldgemeinden sowie die Presse und ein Mitarbeiter des Landratsamts nehmen ebenfalls an der Rundfahrt zu den verschiedenen Einsatzpunkten teil. Kreisbrandrat Stefan Schmöger erläutert jeweils die Gegebenheiten vor Ort.

Ein Lob erfolgt an den Forst auch wegen der guten Befahrbarkeit der Forstwege – Grundvoraussetzung für Wasserbereitstellung und Rettungskette.   Was passiert, wenn während der Übung ein Ernstfall eintritt? Dann beendet Notfallcodewort „Eisbär“ die Übung. Und so abwegig ist das leider aktuell auch nicht – gleich zwei Funksprüche melden Rauchentwicklung Richtung Kreuzberg und bei Burgwallbach. Zum Glück handelt es sich um Situationen, die schnell unter Kontrolle gebracht werden können. Die Feuerwehren bedienen sich seit Jahren gerade bei Waldbränden des Know-How der örtlichen Bergwacht. Diese verfügt über mehrere Drohnen, teilweise mit Wärmebildkamera und kann den Wehren daher auch wertvollen Informationen aus der Luft liefern. Die hohe Auflösung und der ruhige Drohnenflug erlauben gestochen scharfe Videos – ca. 20 Minuten kann die Drohne Bilder liefern und nachts sogar mit Hochleistungslampen die Szenerie ausleuchten. Danach muss erst einmal wieder der Akku gewechselt werden. Die Zeit erlaubt leider keinen Drohnenflug. Um die Borkenkäfersituation von oben zu betrachten, wird kurz über den effizienten Einsatz seitens forstlicher Fachschaft nachgedacht.

Wenig authentisch zum Übungsszenario öffnet der Himmel gegen Ende der Übung seine Schleusen und liefert den langersehnten Regen. Die Teilnehmer nehmen es gelassen. Im Anschluss an die Rundfahrt zeigen sich die Vertreter der verschiedenen Fachschaften und die Bürgermeister beeindruckt. In den nächsten Wochen soll nach interner Manöverkritik der Feuerwehren, dann auch ein Austausch mit den anderen Fachschaften erfolgen, um im Ernstfall optimale Ergebnisse bei der Waldbrandbekämpfung erzielen zu können. Die Erkenntnisse für den Forst in der immer trockener und wärmer werdenden Rhön werden mit Sicherheit von Bedeutung sein. Und unser Forstwirt? Rainer Balling hängt die Feuerwehruniform in den Spind – der Salzforst ist erst einmal gerettet.

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Forstbetrieb Bad Brückenau Nachrichten
news-1910 Mon, 29 Apr 2019 10:41:02 +0200 Erneuerter Forstweg wieder befahrbar http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1910&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3a7188b112e6f47fde86a9b5cb81ea3d Nachdem die Asphaltdecke des Forstweges hinauf zur Weikertswiese immer löchriger wurde, hat sich der Forstbetrieb Heigenbrücken der Bayerischen Staatsforsten entschieden, den Weg zu "entsiegeln" und den Asphalt rückzubauen. Dazu hat der Forstbetrieb auf rund 600 Metern Länge die Schwarzdecke abgetragen. Im Anschluss wurde mittels Grader und Walze ein neuer - einfacher zu pflegender - sandwassegebundener Schotterweg angelegt. Die Bauarbeiten dauerten 8 Tage und kosteten 15.000 Euro. Seit Anfang April kann der Weg nun wieder für Anlieger befahren werden.

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Wald im Spessart Wald im Spessart Newsticker Startseite Forstbetrieb Heigenbrücken Nachrichten
news-1909 Thu, 25 Apr 2019 15:51:35 +0200 Sternwanderung für die Nachhaltigkeit http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1909&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=399ec428502355f83b1aee46befc1948 Wald- und Köhlerfest im Spessart  

Zusammen mit dem Spessartbund organisiert der Forstbetrieb Rothenbuch eine Sternwanderung und das Wald- und Köhlerfest im Herzen des Spessarts. Es soll den Menschen die Sinnhaftigkeit der Nutzung von heimischen Hölzern näherbringen und vor allem neben den ökologischen Aspekten auch die stofflich nutzbaren Vorzüge der Buche in den Fokus stellen.

Als Schirmherrin des Wald- und Köhlerfestes konnte die Staatsministerin für Digitalisierung Judith Gerlach gewonnen werden. Den Festvortrag wird Frau Dr. Susanne Winter vom WWF halten und über ein Aufforstungsprojekt in der Demokratischen Republik Kongo berichten.

Das Wald- und Köhlerfest beginnt am 4. Mai 2019 um 10:30 Uhr an der Bühlhütte im Rohrbrunner Forst. An diesem Samstag wird der Meiler geöffnet und die Holzkohle verkauft. Zudem werden die Bayerischen Staatsforsten und einige Laubholzkunden Produkte aus nachhaltig produziertem Buchenholz einer breiten Öffentlichkeit in festlichem Rahmen präsentieren. Die Entzündung des Kohlemeiler erfolgte bereits am 23. April.

Alle weiteren Informationen entnehmen Sie dem PDF-Download. 

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Forstbetrieb Rothenbuch Nachrichten
news-1908 Thu, 25 Apr 2019 09:30:24 +0200 Stabwechsel im Forstrevier Kalteck http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1908&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=689bf36b22696cd1d873d92b5a78e056 Franziska Dendl löst Hubert Schmid ab

Achslach/Bodenmais. Zum Monatsende April ist es soweit: Revierleiter Hubert Schmid geht in die langersehnte Freistellungsphase der Altersteilzeit und übergibt die Leitung seines Forstreviers Kalteck an Franziska Dendl. „Das ist definitiv eines der schönsten Reviere im Vorderen Bayerischen Wald“, sagt Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl, „die Waldflächen erstrecken sich von St.Englmar im Westen über den Hirschenstein bis zum Rauhen Kulm nördlich von Bernried. Und im ganzen Revier gibt es wunderschöne Bergmischwälder mit reichlich Naturverjüngung und jede Menge alte und junge Tannen“.

Seit der Forstrevierreform im Jahr 2007 hat Hubert Schmid, der vorher viele Jahre bis zur Auflösung seines dortigen Reviers im Forstamt Schnaittenbach beschäftigt war, den Wald im Sinne seiner Vorgänger naturnah bewirtschaftet.

Franziska Dendl wird voller Stolz in seine Fußstapfen treten. „Kalteck ist mein Traumrevier“, sagt die junge Forstingenieurin, die sich nach einigen „Lehr- und Wanderjahren“ in Bayern und der ganzen Welt mit ihrer Familie im Gemeindegebiet Achslach ein Haus gekauft hat und jetzt quasi „im Revier“ wohnt.

Achslachs Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner ließ es sich nicht nehmen, „den Alten“ zu verabschieden und „die Neue“ herzlich zu begrüßen. „Ich freue mich, dass das Revier Kalteck, das schon immer seinen Namen vom zugehörigen Achslacher Ortsteil hat, nahtlos neu besetzt wird, und weiterhin sein Büro in unserem Feuerwehrhaus neben unserer Tourist-Info hat. Und ich freue mich noch mehr, dass ab Mai „der Forst“ in unserer Gemeinde jünger und weiblicher wird!“

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Forstbetrieb Bodenmais Nachrichten
news-1907 Tue, 23 Apr 2019 12:48:35 +0200 Mit Försterin und Förster unterwegs im Steigerwald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1907&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f1f406ae78b77b94b3419648141b293d Die Bayerischen Staatsforsten informieren vor Ort

Nach der guten Resonanz auf die letztjährigen Waldbegänge, laden auch dieses Jahr die Försterinnen und Förster des Forstbetriebs Ebrach zu einer Information vor Ort ein. Die Teilnehmer können sich aus erster Hand über die nachhaltige und schonende Bewirtschaftung der Staatswälder im Steigerwald informieren. Die Veranstaltungen finden von April – Oktober abwechselnd in allen Forstrevieren des Forstbetriebs Ebrach statt. Die Waldführungen finden bei jedem Wetter statt, weshalb wetterfeste Kleidung und gutes Schuhwerk empfohlen werden.

Das Programm finden Sie in dem PDF-Download rechts.

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Baumwipfelpfad Steigerwald Newsticker Startseite Forstbetrieb Ebrach Nachrichten
news-1905 Wed, 17 Apr 2019 10:02:46 +0200 Hölzerne Waldohreule ziert den Seehaussteig http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1905&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a7c03dedd2f7c0e160d9d5f67ea0efd6 (17.04.2019) Tröstau – Am Wanderweg von der Vordorfermühle zum Seehaus steht seit kurzem eine aus einem Baumstamm geschnitzte Eule. Förster Bernhard Kraus vom Forstbetrieb Fichtelberg informiert über die Hintergründe.

Manch einem späten Wanderer, der in der Dämmerung auf dem Steig von der Vordorfermühle zum Seehaus unterwegs ist, mag der Schreck in die Glieder fahren. Im Dunkeln nur schemenhaft erkennbar, steht neben dem Weg eine riesenhafte Eule. Aber sie kann weder mit den Flügeln schlagen, noch ihren Ruf erschallen lassen. Denn sie ist aus einem massiven Fichtenstamm geschnitzt. Urheber der Figur ist Karl Purucker, künstlerisch veranlagter Landwirt aus Leupoldsdorf. Als Brennholz hat ihm der hier zuständige Förster Bernhard Kraus einen sogenannter Zwiesel angewiesen, also einen Stamm, der vor vielen Jahren vom Schnee abgebrochen wurde und der dann mit zwei Spitzen weitergewachsen ist. Mit seinem Blick für Formen in der Natur erkannte Karl Purucker, dass in diesem Stamm eine Waldohreule versteckt war – sie musste nur noch herausgearbeitet werden. „Der Natur muss man ihren Freiraum lassen, darf sie nicht zu irgendetwas zwingen“, beschreibt der Urheber der Figur seine Grundeinstellung. Mit seinem Vorschlag, das Kunstwerk im Wald aufzustellen, stieß er bei Bernhard Kraus sofort auf offene Ohren. Als Mitarbeiter bei den Bayerischen Staatsforsten betreut er den Wald rund um Nußhardt, Seehaus und Platte. „Ich kann mir entlang dieses schönen Wanderweges noch mehr Kunstwerke vorstellen“, so der kreative Förster. „Vielleicht entsteht hier beim Weg zum Seehaus im Laufe der Zeit ein Kunststeig.“

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news-1904 Wed, 17 Apr 2019 08:51:50 +0200 Frühjahrsputz im Staatswald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1904&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=50a6606bcf589bcbda1be0d0aae5f8d2 (Kaspeltshub 13. April 2019) – Kaspeltshub.

Bauschutt, Alteisen, Flaschen, Essensreste und jede Menge Plastikmüll. Das war die Ausbeute einer Müllsammelaktion der Bayerischen Staatsforsten im Staatswalddistrikt Rosshaupt zwischen Kaspeltshub und Hofing am vergangenen Samstag.

„Müll in der Natur ist nicht nur eine Verunstaltung unseres schönen Landschaftsbildes, sondern birgt auch enorme Gefahren“, so Revierförster Michael Simmeth. Unter anderem können unachtsam weggeworfene Lebensmittel Überträger für Seuchen sein, wie beispielsweise die Afrikanische Schweinepest. Auch eine liegen gelassene Glasflasche kann zum Auslöser für einen Waldbrand werden, vor allem bei solch momentan zu erlebenden trockenen Witterungsverhältnissen.

Aus diesem Grund trafen sich am Samstagvormittag 13 engagierte Naturliebhaber, Jagdgäste der Bayerischen Staatsforsten, örtliche Fischwirte und Reitfreunde um ihren geliebten Wald vom Müll zu befreien. Unter der Leitung von Michael Simmeth wurde der Staatswald zwischen Kaspeltshub und Hofing sowie die angrenzenden Straßengräben auf einem Teilstück der Kreisstraße Bruck-Teublitz nach Müll abgesucht.

Zur Überraschung der Sammler konnte innerhalb kurzer Zeit ein kompletter Anhänger mit Müll gefüllt werden. Das Unverständnis für solches Verhalten war bei allen Beteiligten groß. Umso größer war die Freude, dass nun der Erholungsraum, das Jagdrevier oder der Arbeitsplatz wieder vom Müll befreit ist. 

Nach getaner Arbeit konnte man sich bei einer kleinen Brotzeit über die gesammelten „Schätze“ in gemütlicher Atmosphäre unterhalten. Förster Simmeth bedankte sich zum Schluss bei allen freiwilligen Helfern für das Engagement und hofft, dass der Wald in seinem Zuständigkeitsbereich zumindest eine Zeit lang sauber bleibt.   

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news-1903 Tue, 16 Apr 2019 11:27:49 +0200 Arbeitssicherheits-Zertifikat OHRIS erneut an Staatsforsten vergeben http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1903&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e0113f810439f25e62d007816a6e905b Unternehmensziel „Gesundheit“

Die Arbeit im Wald gehört zu den gefährlichsten Tätigkeiten überhaupt. Allen Vorkehrungen zum Trotz gibt es immer wieder schwere und sogar tödliche Unfälle bei der Holzernte. Für das größte deutsche Forstunternehmen, die Bayerischen Staatsforsten, war das vor zehn Jahren der Grund, das vom Freistaat Bayern und der Wirtschaft entwickelte Arbeits- und Gesundheits-Managementsystem OHRIS (Occupational Health- and Risk-Managementsystem) einzuführen. Nach einer turnusmäßigen Systemprüfung durch das Gewerbeaufsichtsamt an der Regierung der Oberpfalz wurde das Zertifikat erneut anerkannt.

Regensburg, 16. April 2019 - Bei der Übergabe des neuen Zertifikats durch Regierungspräsident Axel Bartelt sagte der Vorstand der Bayerischen Staatsforsten, Reinhardt Neft, dass die Zahl der schweren Arbeitsunfälle seit einigen Jahren kontinuierlich sinke und im letzten Geschäftsjahr sogar einen Tiefststand erreicht habe: „Diese Entwicklung ist sehr erfreulich“, so Neft, sie dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass jeder Arbeitsunfall einer zu viel sei. Zudem gehe der Arbeits- und Gesundheitsschutz über die Waldarbeit hinaus: „Die vielfältigen Anforderungen und Aufgaben bei der Bewirtschaftung des Staatswaldes“, so Neft „können dauerhaft nur durch motivierte, gesunde und leistungsfähige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfüllt werden.“ Das OHRIS-Zertifikat sei ein hervorragendes Instrument dafür, weil es den Arbeitsschutz konsequent in alle Betriebsabläufe der zertifizierten Unternehmen einführt und umsetzt.

Regierungspräsident Axel Bartelt gratulierte zur vierten erfolgreichen Rezertifizierung. „Mitarbeiter sind die wertvollste Ressource eines jeden Unternehmens. Sie optimal zu fördern, zu motivieren aber sie insbesondere auch am Arbeitsplatz vor Unfällen zu schützen und ihre Gesundheit zu erhalten, muss eines der obersten Ziele der Unternehmensleitung sein“, so der Regierungspräsident. „Der Vorstand der Bayerischen Staatsforsten hat dies frühzeitig erkannt und sich für die Einführung eines wirksamen Arbeitsschutzmanagementsystems entschieden. Mit Ihren vielfältigen, wohlüberlegten Maßnahmen sind Sie sehr erfolgreich auf dem richtigen Weg.“

Die Bayerischen Staatsforsten haben im Rahmen ihrer Strategie „Null Unfälle“ große Anstrengungen unternommen, um die Arbeitssicherheit ihrer Beschäftigten zu gewährleisten. Neben der Ausstattung mit hochwertiger Schutzausrüstung gehören zu dieser Strategie z. B. auch der Test und Einsatz innovativer Techniken zur Unfallvermeidung, wie der Einsatz von Funkfällkeilen. Durch die Verwendung von Sonderkraftstoff bei der Arbeit mit der Motorsäge konnte seit 2014 der Verbrauch von ca. 22.000 Litern krebserregendem Benzol vermieden werden. Dies kommt sowohl der Gesundheit der Waldarbeiter als auch der Umwelt zu Gute.

Das aktuelle Zertifikat für die Bayerischen Staatsforsten hat eine Laufzeit bis 2021. Seit Bestehen von OHRIS im Jahr 1998 haben über 370 bayerische Unternehmen mit insgesamt mehr als 187.000 Beschäftigten ein Arbeitsschutzmanagementsystem auf der Grundlage von OHRIS eingeführt und dadurch ihren Arbeitsschutz und die Anlagensicherheit weiter verbessert. Für die Oberpfalz werden die Zertifizierungen durch das Gewerbeaufsichtsamt an der Regierung der Oberpfalz durchgeführt.

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news-1902 Mon, 15 Apr 2019 13:18:02 +0200 Vorsicht Waldbesitzer: Borkenkäfer schwärmt aus http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1902&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=81486f6211f2ae36a8c8be17845849ce Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

(15. April 2019) München – Vor dem in den kommenden Tagen bevorstehenden Schwärmflug der Borkenkäfer hat Forstministerin Michaela Kaniber an die Waldbesitzer appelliert, ihre Wälder konsequent auf Befall zu kontrollieren. „Wir stellen uns heuer auf ein sehr kritisches Jahr mit hohem Borkenkäferbefall ein, deswegen ist die sorgsame und rechtzeitige Kontrolle besonders wichtig“, sagte die Ministerin. Vor allem nach dem vergangenen Trockenjahr haben die Käfer in hoher Zahl überwintert und finden in den vielen Schadhölzern aus Sturmwürfen und Schneebrüchen nun ideale Brutmöglichkeiten.

Frischer Käferbefall ist am braunen Bohrmehl gut zu erkennen, das sich auf Rindenschuppen oder auf der Bodenvegetation ansammelt. Deutliches Anzeichen für älteren Befall sei eine sich ablösende Rinde. Benachbarte Bäume sollten hier unbedingt auf frischen Befall mitkontrolliert werden. Angesichts der großen Herausforderung und der Bedeutung stabiler Wälder für die ganze Gesellschaft stehe der Freistaat den rund 700.000 Waldbesitzern unterstützend zur Seite. Dazu habe sie das bewährte Maßnahmenpaket aus dem vergangenen Jahr erneut aufgelegt und erweitert.

Die sogenannte „saubere Waldwirtschaft“ ist laut Kaniber die einzig wirksame Methode, um eine Massenvermehrung zu verhindern. Dazu müssen befallene Stämme rasch aufgearbeitet und dann entrindet oder mindestens 500 Meter aus dem Wald transportiert werden. Zudem sei es ratsam, die Baumkronen zu häckseln, um dem Käfer Brutmaterial zu entziehen. Auch bisher nicht aufgearbeitetes Schadholz ist für die Käfer ideales Brutmaterial und sollte zügig entfernt werden. Beratung und Unterstützung bieten die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Mehr Infos und einen Überblick über die Gefährdungslage gibt es unter www.borkenkaefer.org.

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news-1901 Fri, 12 Apr 2019 09:56:41 +0200 Forstbetrieb Fichtelberg rüstet Personal mit Sicherheitsfunk aus http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1901&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2b900fbe593837bbbdbdccc7e5780037 (12.04.2019) Fichtelberg – Die Forstwirte der Bayerischen Staatsforsten sind ab sofort mit neuartigen Digitalfunkgeräten ausgestattet, um auch in unübersichtlichem Gelände eine zuverlässige Kommunikation und schnelle Hilfeleistung sicher zu stellen.

„Harald, hörst Du mich?“ quäkt es aus dem Lautsprechermikrofon, das an der Jacke von Forstwirt Harald Benker hängt. Sein Teamkollege Florian Lichtblau braucht ihn dringend zur Unterstützung bei einer schwierigen Baumfällung, gut 100 Meter entfernt. Die beiden fällen Bäume hier im Staatswald an der Hohen Mätze beim Silberhaus. Früher hätte sich der Kollege auf den Weg gemacht, hätte dabei das Arbeitsfeld durchquert und den Sicherheitsabstand von mindestens zwei Baumlängen zum Arbeitskameraden unterschritten. Ein sehr gefährlicher Weg, weil sich beide in dem unübersichtlichen Gelände zwischen den jungen Fichtenbäumchen nicht rechtzeitig sehen können. Dabei besteht immer die Gefahr, dass der unvermittelt erscheinende Kollege von einem fallenden Baum getroffen wird.

Früher! Denn seit diesem Jahr sind alle Forstwirte des Forstbetriebs Fichtelberg mit modernen Digitalfunkgeräten ausgestattet. Jetzt können sie untereinander ihre Position weitergeben, den lebenswichtigen Sicherheitsabstand gewährleisten und stehen dennoch immer in Verbindung. Auch bei Unfällen können die Forstwirte unabhängig von Funklöchern im Mobilfunknetz kommunizieren und Hilfe herbei lotsen. „Die Sicherheit unserer Mitarbeiter ist uns wichtig!“ bekräftigt Winfried Pfahler. Als Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg trägt er die Verantwortung für gut 70 Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten. „Um Unfälle zu vermeiden und im Ernstfall schnellstmöglich Hilfe vor Ort zu haben, investieren wir in diese moderne Technik und erweitern damit die persönliche Sicherheitsausrüstung unserer Forstwirte.“

Das handygroße Funkgerät trägt Harald Benker rücklings am Werkzeuggürtel. Das mit einem Spiralkabel verbundene Lautsprechermikrofon ist vorne am Kragen der Arbeitsjacke angeklemmt. Gut 1 km weit reicht normalerweise die Funkverbindung, über Täler hinweg oft auch noch weiter. Die Forstwirte kommunizieren in einem internen, verschlüsselten Funkkreis, so dass Störungen durch andere Funknutzer weitgehend ausgeschlossen sind.

Der besondere Clou des Gerätes ist die sogenannte „Totmannschaltung“, ein echter Lebensretter: Wenn der Forstwirt ohnmächtig wird und zu Boden fällt, alarmiert das Gerät nach 30 Sekunden automatisch über Funk die in der Umgebung arbeitenden Kollegen. Früher konnten mehrere Minuten vergehen, bevor die anderen Forstwirte bemerkten, dass etwas nicht in Ordnung war, dass der Kollege dringend Hilfe benötigt. Jetzt führt sie der schrille, unüberhörbare Warnton in kürzester Zeit zum Verletzten.

Und was ist, wenn sich die Forstmitarbeiter in der Mittagspause mal hinlegen und ausruhen? Geht dann auch der Alarm los? Harald Benker grinst: „Da wissen wir schon, was wir machen müssen!“

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news-1900 Thu, 11 Apr 2019 16:15:40 +0200 Froschparadies im Sägertal http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1900&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c16d707f743083151a674086a303fca7 Linderhof, 11. April 2019 - Bei der Wegepflege oder beim Wegeneubau steht oft ein Bagger zur Verfügung, der mit ganz wenig Aufwand sehr viel für die heimischen Amphibien tun kann. Hubert Tischer, Revierleiter bei den Bayerische Staatsforsten in Linderhof erläutert, wie ein damit ausgehobener kleiner Tümpel schnell zum Anziehungspunkt für die heimischen Frösche und Kröten werden, wenn die Voraussetzungen stimmen:

  • Ein fließendes Gewässer muss zu Überwinterung der Frösche in unmittelbarer Nähe sein
  • Das Biotop muss sich im Sommer gut erwärmen; nur dann werden die Kaulquappen auch zu Fröschen
  • Beschattende Bäume besser zurückschneiden
  • Der Grundbesatz an Fröschen stellt sich ganz von selber ein; einmal eingesetzt, kehren die Frösche immer wieder in ihr Geburtsgewässer zurück
  • Wichtig ist auch ein den ganzen Sommer anhaltender, schwacher Wasserzulauf

Wenn alles passt, wie hier im Sägertal, sind fast mehr Froschlaich und Frösche im Teich als Wasser!

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Forstbetrieb Oberammergau Nachrichten
news-1899 Wed, 10 Apr 2019 09:33:37 +0200 Baumwipfelpfad Steigerwald: Zweite Platz des ADAC Tourismuspreis Bayern 2019 http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1899&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fd2df2c10e1c13b9d2a0413e383e9413 Ebrach, April 2019 - Der Baumwipfelpfad Steigerwald ist der Zweitplatzierte des ADAC Tourismuspreis Bayern 2019. Unter den insgesamt 19 Bewerbern kamen sechs in die Endausscheidung, wobei sich der Baumwipfelpfad Steigerwald den zweiten Platz sichern konnte.

Der Pfad bietet den Besuchern einen einzigartigen Blick auf den Steigerwald. Im Rahmen der feierlichen Preisvergabe in Ebrach übergab Herbert Behlert, Vorsitzender des ADAC Nordbayern e.V. zusammen mit Barbara Radomski, Geschäftsführerin der BAYERN TOURISMUS Marketing GmbH die Urkunde an Reinhard Strobel, Bereichsleiter Immobilien Bayerische Staatsforsten sowie Barbara Ernwein, Leiterin des Baumwipfelpfad Steigerwald.

Herbert Behlert hebt hervor: „Der Baumwipfelpfad Steigerwald ist ein innovatives und auf Nachhaltigkeit ausgelegtes Projekt, welches Natur, Bewegung und Erlebnis verbindet und somit eine Attraktion für Groß und Klein bietet. Als innovatives Leuchtturmprojekt liefert der Baumwipfelpfad einen wertvollen Beitrag zur touristischen Angebotsvielfalt in Bayern.“

Den Wald von oben betrachten

Inmitten des Steigerwalds befindet sich der im Jahr 2016 in Betrieb genommene und aus beeindruckenden 1430 Kubikmetern heimischen Hölzern und 80 Tonnen Stahl bestehende Pfad. Der Pfad steht dabei ganz unter dem Motto der Nachhaltigkeit, so ist das verwendete Holz zu einem Großteil unbehandelt und stammt aus Bayern.

Meist in den Baumkronen verlaufend, bietet der über einen Kilometer lange Pfad durch verschiedene Perspektivwechsel neue und einzigartige Einblicke rund um den Lebensraum Wald. Um auch jüngeren Generationen das Thema Wald und Forstwirtschaft näher zu bringen, besteht das Bildungskonzept des Baumwipfelpfads aus einer Kombination von Informationstafeln sowie einer kostenfreien App für Smartphones und vermittelt so interessante Informationen rund um den zweitgrößten Laubwald Deutschlands. Die Wipfel-App mit interaktiven Elementen wie Quizfragen, Spielen und Augmented Reality ermöglicht generationenübergreifende und vielseitige wie spannende Zugänge zum Thema Wald, nachhaltige Nutzung und Naturschutz. Speziell für Kinder gibt es auf dem Pfad immer wieder Spielstationen, die zusammen mit den zwei Spielplätzen und einem Streichelgehege bei den Kleinen gar nicht erst Langeweile aufkommen lassen.

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news-1898 Tue, 09 Apr 2019 14:28:08 +0200 Borkenkäfersuche im Spessart http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1898&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6158d5a9f3a0bfeac646c92d29c68654 Mit den steigenden Temperaturen wird auch der Forstschädling Nr 1, der Borkenkäfer, wieder aktive. Deshalb durchsuchen die Förster der Bayerischen Staatsforsten die Nadelholzflächen im Staatswald. Geschädigte und vom Borkenkäfer befallene Bäume müssen entnommen werden, um eine weitere Verbreitung der schädigenden Insekten zu verhindern.

In diesem Fall ist leider eine sehr stattliche Fichte mit rund 8 Kubikmetern und über 30 Metern Höhe östlich von Wiesen betroffen, wie der angehende Förster Benjamin Löffler feststellen musste. Die Fichte wird in Kürze gefällt und zeitnah aus dem Wald verbracht, um dem Käfer keinen Brutraum zu bieten.

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news-1897 Thu, 04 Apr 2019 13:25:17 +0200 Holz und Papier grüner einkaufen: PEFC Deutschland veröffentlicht Ratgeber http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1897&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=53ca53471a27581f677884fe8592d1ef Ob Ausschreibung von Holzbauprojekten oder der Einkauf von Büro- und Hygienepapieren: Der Einfluss von Beschaffern auf einen nachhaltigen Umgang mit der Ressource Holz ist groß / PEFC Deutschland fordert Beschaffer auf, den rechtlichen Rahmen zur nachhaltigen Beschaffung auszunutzen

Stuttgart, 04.04.2019: Kommunen und öffentliche Einrichtungen können mit einem verantwor­tungsvollen Einkauf von Holz- und Papierprodukten einen wertvollen Beitrag leisten, die Wälder unserer Erde zu erhalten. Der neue PEFC-Ratgeber „Holz und Papier grüner beschaffen“ zeigt auf, wie in der Beschaffungspraxis ganz konkret die nachhaltige Nutzung unserer Wälder unterstützt werden kann.

Neben Hintergrundinformationen zur Waldzertifizierung enthält die neue Broschüre wichtige formale Tipps zu Ausschreibungen sowie Best-Practice-Beispiele aus deutschen Kommunen. Diese Informationen sollen dabei helfen, zertifizierte Holz- und Papierprodukte bei der Erstellung der eigenen Beschaffungspolitik besser zu berücksichtigen und die Lieferung des korrekten Materials zu überprüfen.

Dirk Teegelbekkers, Geschäftsführer von PEFC Deutschland, appelliert an die Städte und Gemeinden: „Mit dieser Broschüre geben wir Kommunen einen hilfreichen Leitfaden für die Berücksichtigung nach­haltiger Holz- und Papierprodukten an die Hand. Um mit einer nachhaltigen Beschaffungspolitik jedoch eine echte Unterstützung nachhaltiger Waldbewirtschaftung auf der Fläche zu erzielen, müssen die diesbezüg­lichen Ausschreibungen juristisch hieb- und stichfest sein. Zudem muss die vorgelagerte Produktkette lückenlos zertifiziert sein. Die Beschaffungsstellen dürfen sich dabei nicht mit beliebigen Zertifikaten von Vorlieferanten zufrieden geben. Sie müssen vielmehr darauf bestehen, dass ein gültiges Zertifikat des unmittelbaren Lieferanten vorgelegt wird und der Zertifizierungsstatus auf den Liefer­dokumenten ausgewiesen ist“.

Im Februar 2019 hat das Umweltbundesamt eine Aktualisierung des „Rechtsgutachtens umweltfreundliche öffentliche Beschaffung“ publiziert. Ziel dieser Überarbeitung ist es, die im Rahmen der Gesetzesnovelle 2016/2017 (Vergaberechtsmodernisierungsgesetz/-verordnung und Unterschwellenvergabeordnung) eingeführten Änderungen zu berücksichtigen. Im Gutachten wird deutlich darauf hingewiesen, dass „der Berücksichtigung von qualitativen, sozialen, umweltbezogenen und/oder innovativen Aspekten in der öffentlichen Beschaffung […] der Rang von Grundsätzen“ zukomme. „Der rechtliche Rahmen wird im UBA-Rechtsgutachten bereits seit 2008 intensiv beleuchtet und zeigt ganz klar die Richtung auf: Beschaffer dürfen umweltbezogene Aspekte berücksichtigen. Wir fordern, dass zuständige Beschaffer diesen Rahmen auch ausnutzen und konkret handeln: Eine Erstellung oder Anpassung von Beschaffungsrichtlinien mit der Forderung nach Produkten aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung wären die ersten Schritte, die dem Thema „Green Procurement“ in der eigenen Kommune großen Schwung geben würden“, so Teegelbekkers.  

Die PEFC-Beschafferbroschüre kann kostenfrei unter info@pefc.de bestellt werden und hier heruntergeladen werden: www.pefc.de/beschafferbroschuere.  

Weitere Informationen zur Aktualisierung des Rechtsgutachtens umweltfreundliche öffentliche Beschaffung (Februar 2019) durch das Umweltbundesamt:   www.umweltbundesamt.de/publikationen/rechtsgutachten-umweltfreundliche-offentliche    

Bildmaterial: pefcdeutschland.sharefile.com/d-s6af042f91fb48108.

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Nachrichten
news-1896 Thu, 04 Apr 2019 11:00:36 +0200 Was braucht unser Auerwild? http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1896&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=72e8f31c70fc030e13240a6a7b08822f 04.04.2019, Sonthofen – Das Auerhuhn ist ein ganz besonderer Vogel: Kälte und Schnee machen ihm nichts aus. Und er wird im Laufe seines Lebens vom Fleischfresser zum Vegetarier. „In großen Bereichen unserer Wälder fühlt sich das Auerwild sehr wohl. Das liegt sicher an der umsichtigen Waldpflege meiner Mitarbeiter“, ist sich Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting sicher. Vor allem im Winter aber lauern Gefahren, mit denen Europas größter Hühnervogel nur schwer umgehen kann.  

Eigentlich ist das Auerhuhn, das wegen seiner befiederten Füße zu den Raufußhühnern zählt, gut an den Winter angepasst. Es lebt überwiegend von Nadeln der Kiefer, Tanne und Fichte und manchmal auch von Laubbaumknospen. Die Nadeln sind aber sehr energiearm und schwer aufzuschließen. Wir Menschen müssten bei solcher Kost verhungern.  

„Beim Auerwild ist das anders: Es hat einen bis 1,8 Meter langen Blinddarm. Beim Menschen ist der nur sechs bis acht Zentimeter lang“, weiß Berufsjäger Ludwig Weiß, der sich im Großen Wald im Forstbetrieb Sonthofen um die Waldtiere kümmert. „Der lange Blinddarm funktioniert ähnlich wie der Pansen der Wiederkäuer. Er muss viel Nahrung aufnehmen, die darin über Nacht verdaut wird. Das Auerhuhn übernachtet auf Schlafbäumen oder, bei großer Kälte wie das Alpenschneehuhn in Schneehöhlen oder –mulden.

Für das Überleben entscheidend ist im Winter und während der Brut- und Aufzuchtzeit im Frühjahr und Frühsommer die Ruhe. Denn mit der kargen Nahrung können die Energiereserven nicht wieder aufgefüllt werden, wenn die Vögel zu häufig flüchten müssen. Das führt dann zum Tot oder einem Ausfall des Brutgeschäfts.“ Eine große Bedrohung stellt für die Raufußhühner die zahlenmäßig stark zunehmenden Schneeschuhwanderer oder Skitourengeher dar, wenn sie abseits von Pisten oder Wanderwegen laufen. Eine Lenkung der Menschenströme ist daher für die gesamte Tierwelt der Berge sehr wichtig.  

„Im Großen Wald westlich von Wertach findet das scheue Auerwild noch genügen Ruhe und durch den naturnahen Waldbau der Bayerischen Staatsforsten auch den passenden Lebensraum“, freut sich der dort zuständige Berufsjäger Ludwig Weiß. Im Sommer ernährt sich das Auerwild vor allem von Heidelbeeren und –Heidelbeerblättern. Nur die Küken benötigen, wie die meisten Vogelarten, tierisches Eiweiß in Form von Insekten.

„Wichtig sind vor allem lichte und stufige Bestände mit alten und jungen Bäumen auf der gleichen Fläche.Durch die Holznutzung kommt Licht auf den Boden, damit Beerensträucher wachsen. Und durch die Wärme des Sonnenlichts fühlen sich Ameisen und Küken wohl. Dafür sorgen mit Ihrer Arbeit unsere Waldarbeiter, Forstunternehmer und Revierleiter“ beschreibt abschließend der Leiter des Forstbetriebs Sonthofen Jann Oetting die Anstrengungen seiner Mitarbeiter.

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news-1895 Thu, 04 Apr 2019 10:39:34 +0200 Waldhaus Einsiedel eröffnet Biergarten-Saison http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1895&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e50c904fe6a66b58ad0bd57f5754eb1b Arnstein, 4. April 2019 - Am 12. April startet der Biergarten „Waldhaus Einsiedel“, der mitten im Gramschatzer Wald liegt unter der neuen Leitung von Familie Schloßareck in die neue Saison. Aus diesem Grund wurde der Spielplatz in Zusammenarbeit von Arnsteiner Brauerei und dem Forstbetrieb Arnstein neu gestaltet. Das Foto zeigt den neuen Pächter zusammen mit unseren Mitarbeitern, dem Holzrücker und einem Mitarbeiter der Brauerei bei den abschließenden Arbeiten am Spielplatz.

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news-1894 Thu, 04 Apr 2019 10:32:20 +0200 Märzenbecher-Wanderung in der Soos http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1894&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4a1425ab27b46f57f390bb965dc2b87e Allersberg, 4. April 2019 - Letzten Samstag, am 30.03.2019, konnte Hubert Riedel, Leiter des Forstrevieres Roth der Bayerischen Staatsforsten, rund 50 Naturfreunde an der Schleuse Leerstetten des Rhein-Main-Donau-Kanals begrüßen. Wie jedes Jahr veranstaltet das Revier Roth vom Forstbetrieb Allersberg zusammen mit dem Bund Naturschutz (Ortsgruppe Schwanstetten) eine geführte Wanderung in den Märzenbecherbestand im Staatswalddistrikt Soos bei Rednitzhembach. Bei bestem Wetter und guter Laune ging es von dort aus los, in das ca. 2 km entfernt gelegene Märzenbechervorkommen.

Auf halber Strecke wurde an einer ca. 10-jährigen Buchensaatfläche der Waldumbau vor dem Hintergrund des Klimawandels diskutiert. Nach etlichen Fragen und einer sehr fruchtbaren Diskussion ging es weiter in Richtung dem eigentlichen Ziel der Wanderung. Dort angekommen konnten die Waldbesucher die Märzenbecher bestaunen. Auf einer Fläche von mehreren Hektar zeigt sich ein Blütenmeer dieser Frühlingsknotenblume, wie die Märzenbecher ebenfalls genannt werden.

Nach vielen Fragen rund um das Thema Wald und noch mehr Eindrücken von diesem Naturschauspiel, ging diese abwechslungsreiche und informative Wanderung zu Ende. Bis zum Wiedersehen im nächsten Jahr.

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Forstbetrieb Allersberg Nachrichten
news-1893 Thu, 04 Apr 2019 10:11:54 +0200 Forsthaus Nordhalben - Tag der Offenen Tür http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1893&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9b08cd9133f307181ac5e4e821232738 Rothenkirchen, 4. April 2019 - Das Forsthaus in Nordhalben geht seiner neuen Bestimmung entgegen: Wenn es nach den Bayerischen Staatsforsten geht, sollen bereits im Frühsommer die ersten Feriengäste einziehen. Ein Projekt, an dem viele mitgearbeitet haben und das sich jetzt zum ersten Mal präsentieren soll.

„Innen sind wir jetzt auch soweit fertig“, sagt Inka Ott. Die Innenarchitektin aus Geroldsgrün hat mit zahlreichen Firmen aus der Region seit dem vergangenen Sommer dem Forsthaus ein neues Gesicht verliehen. Ganz neu allerdings nicht. Die historische Substanz bleibt erhalten und wurde liebevoll zu vier Ferienwohnungen in gehobener Ausstattung nach modernen Ansprüchen ergänzt. Und das mit regionalen, „erdverbundenen“ Materialien: Wo immer möglich, kamen Holz, Glas und Schiefer zum Einsatz. „Denn der Rahmen war vorgegeben“, so die Innenarchitektin weiter. Nach dem Wohnkonzept „Drinnen bei uns“ -  entwickelt vom Regionalmanagement, Naturpark Frankenwald und Frankenwald Tourismus -  sollte nämlich ein Vorzeigeprojekt für touristisches Wohnen im Landkreis Kronach entstehen. Für Ferienwohnungen nach diesem Konzept werden vom Landkreis Zuschüsse nach dem Förderprogramm „Landaufschwung“ gezahlt.

„Heimische Materialien, heimische Firmen – das passt perfekt zum Nachhaltigkeitsgedanken der Bayerischen Staatsforsten“, sagt Peter Hagemann vom Forstbetrieb Rothenkirchen. Deshalb sei man von der Anfrage des Kronacher Landrats Klaus Löffler auch gleich begeistert gewesen und habe im Jahr des „Waldgebietes 2017“ als Beitrag zur touristischen Entwicklung des Frankenwaldes den entsprechenden Umbau beschlossen. Hagemann: „Ich denke, das ist eine gute Investition in die Zukunft.“

Nordhalbens Bürgermeister Michael Pöhnlein freut sich, dass der Forstbetrieb Rothenkirchen und seine Partner am kommenden Sonntag alle Interessenten zu einem „Tag der offenen Tür“ einladen. Ferienwohnungsvermieter könnten sich dabei genauso über das Förderprogramm des Landkreises informieren wie potentielle Betreiber des Forsthauses Nordhalben als mögliche Pächter der Anlage, so Pöhnlein. Als Repräsentant der „Biodiversitätsgemeinde Nordhalben“ ist er darüber hinaus natürlich auch an der Gestaltung des Forsthausgartens interessiert. Dieser soll im Lauf des Jahres noch im Sinne eines weiteren Zukunftsprojektes, dem „Marktplatz der biologischen Vielfalt“,  möglichst naturnah gestaltet werden.

Der „Tag der offenen Tür“ am Forsthaus Nordhalben, Fichteraweg 48, findet statt am Sonntag, 07.April von 10.00 bis 13.00 Uhr.

 

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Forstbetrieb Rothenkirchen Nachrichten
news-1892 Mon, 01 Apr 2019 16:53:30 +0200 Girl’s Day der Bayerischen Staatsforsten begeistert die Schülerinnen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1892&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f64cda31ca30995cb7bc6cc88472287d (Berchtesgaden) Beim Girl’s Day der Bayerischen Staatsforsten haben fünf Mädchen den Forstbetrieb Berchtesgaden besucht und verschiedene Berufe rund um unseren heimischen Wald kennengelernt. Die Mädchen aus Berchtesgaden, Bayerisch Gmain und Piding konnten bei den anfallenden Arbeiten fleißig mithelfen und haben spannende Neuigkeiten über die Wildtiere erfahren.  

Am Betriebsgebäude der Bayerischen Staatsforsten startete der Tag für die fünf Mädchen mit einer Hausführung. Hier begrüßte sie das gesamte Büroteam und gab den Mädchen erste Einblicke hinter die Kulissen eines Forstbetriebes. „Denn die Arbeiten rund ums Holz finden nicht nur draußen im Wald statt, sondern auch drinnen am Computer“, erklärt Holzsachbearbeiterin Birgit Hell.

Nach einer gemeinsamen Stärkung ging es los in den Wald. Dort traf die Gruppe den Revierjagdmeister Hubert Reiter. Er erklärte den Mädchen die Aufgaben und Werkzeuge eines Berufsjägers. Mit Freude halfen sie dem Jäger dabei alle Futterstellen im Wintergatter zu bestücken. Auch am Waldrand des Wintergatters gab es viel zu entdecken. Die Mädchen bestaunten mit Neugier die gefundenen Abwurfstangen vom Rotwild oder das Präparat eines Murmeltieres.

Nach dem Mittagessen lernten die Mädels die Arbeiten rund ums Holz kennen. Mit rotem Markierungsband gerüstet konnten sie sich selbst als Försterinnen versuchen und bestimmen, welchem Baum im Wald demnächst geholfen werden soll. In Teamarbeit und mit Begeisterung markierten die Mädchen die sogenannten Entnahmebäume und berieten sich rege über ihre Auswahl. „Schließlich ist die Wahl der Entnahmebäume wichtig, um den Wald nachhaltig zu bewirtschaften“, erklärt die Schülerin Eva Unterrainer.

Was mit den markierten Bäumen genau passiert, das konnte ihnen Forstwirtschaftsmeister Stefan Hallweger und das Team der Forsttechnik eindrucksvoll zeigen. Bei dem Besuch eines Seilkranes beobachteten die Mädchen aus sicherer Entfernung wie ein Baum gefällt und aufgearbeitet wird. Als Highlight dieser Station konnten sich ein paar Neugierige in das Führerhaus des Seilkrans hineinsetzen und die Technik bestaunen. V

Viel zu schnell war der Tag dann schon wieder vorbei und alle waren sich einig, dass sie gerne noch länger geblieben wären.

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Nachrichten
news-1891 Fri, 29 Mar 2019 10:39:25 +0100 Altes Gemäuer am Glasmacherweg freigelegt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1891&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c8de49d3c6a9c7449e7c1f925e28a06a 29.03.2019, Kempten - Am sogenannten Glasmacherweg, der als Wanderweg von Unterkürnach bis Wengen durch den Kürnacher Wald und die Adelegg zieht, hat der Forstbetrieb Sonthofen die Grundmauern eines aufgelassenen Bauernhofes wieder gut sichtbar freigelegt.  

Das frühere Forstamt Kürnach kaufte bereits in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts die Flächen rund um den Bauernhof. 1960 kehrten die letzten Bewohner des Gehöftes „Daumiller/Kling“ der Alpfläche Wolfsberg den Rücken. Später teilte das Anwesen das Schicksal zahlreicher anderer Kleinbauernhöfe in der Adelegg: Es wurde mit Fichte aufgeforstet. Übriggeblieben ist eine sog. „Wüstung“, wie solche aufgelassene Hofstellen und ehemaligen Siedlungen bezeichnet werden.  

„In den vergangenen Jahrzehnten hat sich der Wald die frühere Hofstelle schon fast wieder zurückgeholt“, berichtet Revierleiter Hans Mayr, der das Gebiet am Wolfsberg für die Bayerischen Staatsforsten in Sonthofen betreut. Ein spannender, geschichtsträchtiger Ort, der nicht so einfach untergehen sollte! Erzählt er doch von der Besiedlung der ehemaligen Glasmacherregion des Fürststiftes Kempten vor gut 300 Jahren. Damals wurden Arbeitskräfte und Versorgungsgüter für die Glashütten im Tal benötigt. Die Menschen durften kleine Höfe bewirtschaften und sie durften nur kleine Flächen roden. Denn der Wald lieferte den wertvollen Rohstoff Holz bzw. die Holzkohle und Pottasche für die Glaserei. Dann kam das Ende der Glasmacherkunst vor etwa 120 Jahren und damit auch der schleichende Niedergang für die abgelegenen, unrentablen Höfe.  

Auf alten Karten aus dem 19. Jahrhundert sind sie noch vorhanden. Heute sind sie bis auf wenige alle wieder zu Wald geworden. Wer genauer hinschaut, entdeckt hin und wieder noch Spuren von Menschen, die sich über Generationen hinweg eine bescheidene Existenz im Wald aufgebaut hatten: Sei es eine einfache Erdgrube mit ein paar Ziegeln oder ein unscheinbares Stück Mauerfundament mitten im Wald. Die auffälligsten Zeugen einer alten Hofstelle sind alte Hoflinden, die als markante Baumgestalten noch heute den neuen Wald auflockern. Manche von ihnen mögen mehr als 200 Jahre alt sein. Die Hofstelle „Daumiller/Kling“ gehört wohl zu den am besten erhalten gebliebenen Wüstungen in der Adelegg. Deutlich heben sich noch die Fundamente des Stalles und des Wohngebäudes voneinander ab. Selbst der geflieste Dielenboden ist jetzt wieder erkennbar.  

In den vergangenen Jahren hat Förster Hans Mayr den Wald um die „Wüstung“ zurückgenommen und dort für mehr Sonne für die Hoflinde gesorgt. Ein prächtiger Holunder – wohl auch noch aus der „guten alten Zeit“ und sogar Johannisbeeren aus dem Bauerngarten sind erhalten geblieben. „Der Charme vom Dornröschenschloss wird schließlich in ein paar Jahren perfekt, wenn die Heckenrosen erblühen“, schwärmt Förster Mayr. Im Rahmen des Blühflächenprogramms der Bayerischen Staatsforsten hat er diese in etwas Abstand um das stille Gemäuer pflanzen lassen. Das Blühflächenprogramm wird vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gefördert. Für die Insekten des Waldes bestimmt auch ein Treffpunkt zum Weitersagen…  

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Forstbetrieb Sonthofen
news-1889 Thu, 28 Mar 2019 14:48:22 +0100 99 Bayerische Bäume fürs NAWAREUM http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1889&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e14f7c032abfea6817ca0127ce769e6f Bayerische Staatsforsten spenden Baumstämme für den Neubau des NAWAREUM in Straubing. Ein Stück Bayerischer Wald heißt die Besucherinnen und Besucher zukünftig im Eingangsbereich des NAWAREUM willkommen. Rund 100 naturbelassene Baumstämme aus dem Staatsforstbetrieb Bodenmais wurden von den Bayerischen Staatsforsten für den neuen Erlebnis- und Informationsort zu Nachwachsenden Rohstoffen und Regenerativer Energie kostenlos zur Verfügung gestellt. Seit Mitte März zieren sie die Südfassade des Holzbaus und vermitteln dem Besucher den Eindruck, als wandle er durch eine Waldlichtung.

„Wir sind stolz, dass wir im wahrsten Sinne des Wortes dazu beitragen konnten, den Wald in die Stadt zu holen“, freut sich die Forstbetriebsleiterin der Bayerischen Staatsforsten vom Forstbetrieb Neureichenau, Gudula Lermer, bei der offiziellen Übergabe der Baumstämme. „Der Klimawandel ist für den Wald und die Forstwirtschaft die Herausforderung der kommenden Jahre und Jahrzehnte. Wir unterstützen daher sehr gerne den Ansatz des NAWAREUM über nachhaltigen Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen zu informieren und zu beraten.“

Klimaschutz durch Regionalität
Dass hier auf heimisches Holz gesetzt wurde, war selbstverständlich. „Ein Haus, das den Klimaschutz behandelt, sollte entsprechend klima- und umweltfreundlich agieren. So war es uns wichtig, dass die Rundhölzer aus nachhaltig bewirtschafteten, regionalen Wäldern stammen und beim Transport kurze Wege eingehalten worden sind“, so Dr. Bernhard Widmann, Leiter des Technologie- und Förderzentrums (TFZ), dem das NAWAREUM angegliedert ist.

„Mit den Bayerischen Staatsforsten haben wir einen zuverlässigen Partner, der uns glücklicherweise die Stämme kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Das freut uns sehr“, so Widmann weiter.

Welchen hohen Stellenwert der Rohstoff Holz im NAWAREUM hat, wird nicht nur anhand der Baumstämme deutlich. Der Neubau, der unter der Projektleitung des Staatlichen Bauamts Passau errichtet wird, ist auf einem Untergeschoss aus Stahlbeton weitgehend in Holz konstruiert. Am Beispiel des NAWAREUM wird gezeigt, wie es gelingen kann, die hohen Anforderungen an ein Museum mit den Standards eines Passivhauses zu vereinbaren. Das Gebäude setzt dadurch selbst Maßstäbe im Holzbau.

Auch bei der Energieversorgung des Hauses werden innovative Wege beschritten. Der Energiebedarf wird weitgehend über regenerative Energieträger gedeckt. Zum Einsatz kommen hier vor allem Solarthermie, Photovoltaik sowie eine Geothermieanlage mit rund 40 Erdwärmesonden, die verbunden mit einer Wärmepumpenanlage für die nötige Heizenergie und Prozesskälte sorgen. Es besteht zudem ein Anschluss an das vorhandene Biomasseheizwerk des TFZ.

Insgesamt schreiten die Bauarbeiten am NAWAREUM gut voran. Mit der Errichtung der Baumstämme an der Südfassade ist ein weiterer wichtiger Meilenstein bis zur Eröffnung im Winter 2020 getan.

Die Finanzierung der Baumaßnahme mit Gesamtkosten in Höhe von 25 Mio. Euro tragen das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gemeinsam.

Die Pressemitteilung und Bilder finden Sie online unter: www.tfz.bayern.de/service/presse unter den Punkt „Pressemitteilung des NAWAREUM“

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news-1890 Thu, 28 Mar 2019 12:32:00 +0100 Die Pest der Forstwirtschaft http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1890&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=780aa08d5849d35fcc0c1d5b16cf4866 Borkenkäfersaison beginnt in Kürze Der Wald lebt. Viele Insektenarten fühlen sich wohl im heimischen Wald. Nicht alle zur Freude der Forstwirtschaft, wenn es um Borkenkäfer geht. Was kommt auf uns zu? Was ist zu tun?

Der Wald ist voller Insekten. Es brummt, es knistert es raschelt an vielen Stellen in den Beständen der Bayerischen Staatsforsten. Insekten existieren in und auf der Erde, an und in den Bäumen, an den Blättern und Nadel unserer Wälder.

Viele Insekten leben versteckt wie der sehr seltene Juchtenkäfer, andere sehr auffällig wie unsere heimische Waldameise. Auch der Borkenkäfer gehört zur Lebensgemeinschaft Wald.

Nach größeren Windwurfereignissen oder in Trockenjahren kann er aber zum Problem werden. Seine Neigung zur Massenvermehrung führt in vielen Fällen zu großen Problemen in der Forstwirtschaft. Die Vermehrung findet unter der Rinde statt, zerstört den Saftfluss der Bäume und führt zu schnellem Tod. Buchdrucker und Kupferstecher, die ihren Namen nach den Frassbildern unter der Rinde erhalten haben, sind die „Pest der Forstwirtschaft“.

Millionen von Kubikmetern befallener Fichtenstämme überschwemmen den Holzmarkt und lassen die Preise fallen. Die betriebswirtschaftlichen Schäden sind enorm. Betroffen sind staatliche Wälder ebenso wie der Kleinprivatwaldbesitzer für den der Wald neben dem Brennholzlieferant auch die Sparbüchse für schlechtere Zeiten oder Investitionen sein kann.

Guter Rat ist teuer. Seit Jahrzehnten arbeiten die Förster an der Generationenaufgabe, einen gemischten Wald aufzubauen und die dominierenden, reinen Nadelholzbestände zurückzudrängen.

Es müssen Laubhölzer gepflanzt, Kulturen gepflegt und das Schalenwild wie Reh- und Rotwild auf ein naturverträgliches Maß reduziert werden. Die Aufwendungen sind enorm.

Auch in diesem Jahr befürchten die Bayerischen Staatsforsten eine starke Vermehrung des Borkenkäfers. Mit steigenden Temperaturen im Frühjahr, werden sich neue Generationen auf die Suche nach geeigneten Wirtsbäumen machen. Ab einer bestimmten Dichte werden auch gesunde, vitale Bäume nicht verschont bleiben. Herabfallende Rinde, Bohrmehl an der Rinde und rote Baumkronen sind deutliche Zeichen auf einen starken Befall.

Jetzt muss schnell gehandelt werden. Förster und Forstwirte werden die befallenen Bäume auffinden und markieren. Anschließend müssen Mann und Maschine die Bäume fällen und einer Verwertung zuführen. Ansonsten droht eine Massenvermehrung. Aus einem Paar Borkenkäfer werden in 3 Generationen schnell hunderte wenn nicht tausende neuer Plagegeister.

Die Gründe der „Braunen Pest“ sind vielfältig. Monokulturen, Windwürfe, Schneebrüche und auch die Klimaerwärmung tragen ihren Teil dazu bei, dass die Fichte in weiten Teilen Bayerns auf dem Rückzug ist.

Auch das Waldbild im Fichtelgebirge wird sich in den kommenden Jahrzehnten stark verändern. Die Bayerischen Staatsforsten streben mittelfristig einen Laubholzanteil von 20 – 25% an. Daneben werden klimarestente Baumarten wie Douglasien oder Eichen das Baumartenspektrum erhöhen. Tannen und Kiefern sollen für mehr Stabilität sorgen. Ob das alles reicht wird die Zukunft zeigen. Man wird sich anpassen müssen.

Die Fichte wird ihrer Schlüsselstellung als Brotbaum sicher noch eine ganze Weile behalten. Das Ende bleibt offen. Für Palmen wird es aber noch nicht reichen.

Hoffen wir, dass es noch lange brummt, knistert und raschelt in unseren Wäldern in denen auch der Borkenkäfer seinen angestammten Platz finden kann.

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Forstbetrieb Selb Nachrichten
news-1888 Wed, 27 Mar 2019 12:50:23 +0100 Forstwirt-Azubis bauen Krötenzaun http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1888&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a9802a4c0ec12ddf12ec61e970dbd992 Bad Brückenau, 27. März 2019 - Nach der lan­gen Kälteperiode des Winters sit­zen die Erdkröten und andere Amphibien wieder in den Startlöchern, um sich bei frühlingshaften Temperaturen auf den Weg zu ihren Laichgewässern zu machen. Am vergangenen Freitagvormittag wurde daher der Krötenzaun am Hackschnitzelplatz nahe Premich, wie alle Jahre wieder, aufgebaut.

Herr Antlitz (BUND Naturschutz) bekam heuer reichlich Unterstützung von den Bayerische Staatsforsten Forstbetrieb Bad Brückenau. Forstwirtschaftsmeister Egon Fuss und seine Azubis vom 1. und 2. Lehrjahr, sowie Praktikant Leonard Ziegler, bauten einen etwa 100m langen Amphibienzaun entlang der St 2267 auf. Außerdem wurden in regelmäßigen Abständen Fangeimer ebenerdig eingegraben.

Ziel ist es, die Amphibien bei ihrer Laichwanderung an kritischen Stellen, wie z.B. Straßen, zu schützen. Beim Versuch das vermeintliche Hindernis zu umgehen, landen sie dann im Fangeimer. Die tägliche Kontrolle und Leerung der Eimer ist notwendig, bei starker Wanderaktivität sogar mehrmals am Tag.

Die Tiere werden auf der gegenüberliegenden Straßenseite, nach der Zählung und Bestimmung von Art sowie Geschlecht, wieder frei gelassen. Die Steinacher Revierleiterin Marina Bosdorf und Forstwirtschaftsmeister Egon Fuß mit seinen Auszubildenden unterstützen gerne bei dieser Naturschutzmaßnahme und freuen sich über die gute Kooperation.

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Naturschutz Forstbetrieb Bad Brückenau Nachrichten
news-1887 Wed, 27 Mar 2019 11:00:07 +0100 Ausflug: Kindergarten St. Konrad im Wald mit den Waldgeistern http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1887&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5ed18e7956f37f1b8602129f7100a2f5 Bad Brückenau, 27. März 2019 - Der Kindergarten St. Konrad aus Bad Neustadt besuchte bei einer Waldführung das Revier Burgwallbach mit Revierleiterin Miriam Langenbucher.  

Die morgendliche Begrüßungsrunde des Kindergartens St. Konrad mit Revierleiterin Miriam Langenbucher fällt am Freitag früh noch etwas verhalten aus, ist der Ablauf des Waldtages ja noch unbekannt und überraschend.

Die meisten Kinder sind mit einem Elternteil gekommen. Außerdem ist noch Erzieherin Franziska Jungklaus mit einer Praktikantin dabei. Initiiert wurde die Waldführung durch Elternbeirätin Magdalena Heßelbach, deren Vater als Forstwirt im Revier Burgwallbach (Bayerischen Staatsforsten AöR), den entsprechenden Bezug zum Wald hat.

Nach einer Runde Gegenstände aus dem Wald in Fühlsäckchen ertasten, tauen die Kinder auf. Die mutigsten trauen sich jetzt auch zu Jagdhündin Mara, die die Revierleiterin täglich begleitet. Mara findet den quirligen Haufen Kinder sehr spannend und verharrt gelegentlich im größten Trubel seelenruhig, um immer den interessantesten Punkt aus zu spähen und dann den Kindertrupp zu begleiten.

Die Kinder sollen nun versuchen, ganz ruhig im Gänsemarsch durch den Wald zu laufen, denn „wenn ihr ganz ruhig seid und die Augen offenhaltet, dann sehen wir vielleicht auch ein Wildtier“, so Revierleiterin Miriam Langenbucher.

Bald ertönen die ersten Rufe und Gekicher – ein Wildtier wäre schon längst geflüchtet – aber zum Glück wurden im Wald von der Revierleiterin Präparate versteckt und so staunen die Kinder über große Geweihe und kleine Gehörne, über weiches Fuchsfell und die dichte Unterwolle des Bibers. 

Der nicht alltägliche Spielplatz Wald wird erobert und so rennen die Kinder aufgeregt zur nächsten Station. Eigentlich sollte hier der Zapfenwurf-König ermittelt werden. Zuvor herrscht aber derartige Begeisterung über das große Tau für die Ziellinie, dass kurzerhand ein kleiner „Tausendfüßer“ über die Wiese stiefelt. Nicht ganz ohne Gepurzel über die Wiese und Zwischeinlage zur Bacherkundung, findet das Tau schließlich die Ursprungsbestimmung als Ziellinie zum Zapfenwurf. Mit dem Anreiz zum anschließenden Frühstück darf jedes Kind drei Zapfen werfen und da die Würfe so gut sind, darf eigentlich jedes Kind zum Zapfenweitwurfsieger gekrönt werden.

Am Hexenbrünnle im Lißbachtal findet dann die Rast statt – Brote und Getränke werden ausgepackt und hungrig verzehrt. Highlight ist aber das frische Quellwasser direkt aus dem Brunnen, dass Eltern und Kinder gleichermaßen begeistert.

Die Kindergartenkinder sind so in das Spiel im Wald vertieft, dass Eltern und Erzieher beschließen, nur noch eine kleine Aktion zum Abschluss durch zu führen.

Schon stehen alle vor einer Tupperdose mit undefinierbarem Inhalt. Um das Hexenbrünnle herum sind zwei Waldgeister in das Holz geschnitzt und nun dürfen die Kinder ihre eigenen Waldgeister mit Salzteig basteln, die sie bei ihrem Waldbesuch immer begleiten sollen. Die zwei Jungs schnappen sich einen Batzen Teig und beginnen Münder und Augen mit dem Teig an den umstehenden Bäumen zu formen. Auch die Kindergartenkinder sind schwer damit beschäftigt, die Waldgeister mit Blättern und Bucheckern zu verzieren. Ein paar Kinder fordern sogar noch einmal Teignachschlag und am Ende blitzen einige Waldgeister an den Bäumen hervor. Stolz werden sie präsentiert und viele Kinder wollen sie am Wochenende mit Geschwistern und Eltern wieder besuchen.  

Zum Abschluss gibt es noch Kappen von den Staatsforsten und die „Waldfibel“. Als Dank erhält Revierleiterin Miriam Langenbucher von Franziska Jungklaus noch ein Baumbild von den Kindern. Auf die Frage, ob der Vormittag den Kindern gefallen hat, ertönt ein kräftiges „Ja“ und schon geht es weiter zum Waldspielplatz…eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen!

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Forstbetrieb Bad Brückenau Nachrichten
news-1886 Tue, 26 Mar 2019 09:23:15 +0100 Neuer Förster im Forstrevier Weismain: Samuel Merz http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1886&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9174c7b1170a1bafeb56f6949c88a562 Rothenkirchen, 26. März 2019 - In Weismain gibt es einen neuen Förster. Seit Februar leitet der 25 jährige Samuel Merz das Forstrevier Weismain der Bayerischen Staatsforsten. Sein Start ins Berufsleben fällt in eine schwierige Situation für die Wälder am Obermain.

Samuel Merz stammt aus einer natur- und jagdverbundenen Familie aus Baden-Württemberg. Geboren in Freiburg im Breisgau, sammelte er bereits während seines Forstwirtschaftsstudiums an der Forstschule Rottenburg erste berufliche Erfahrungen bei verschiedenen Forstunternehmen und im Wildtiermanagement im Nationalpark Schwarzwald. In Bayern leistete er seine einjährige Zeit als Forstanwärter im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Nördlingen und im Forstbetrieb Ruhpolding ab, bevor er sich mit der Übernahme der Revierleitung in Weismain ganz bewusst für die Arbeit im Staatswald und den Forstbetrieb Rothenkirchen entschied.

Das Revier mit einer zusammenhängenden Fläche von rund 1.650 Hektar Größe liegt östlich von Weismain im Obermainhügelland und am Jurarand und weist als Hauptbaumarten Fichten und Kiefern auf. Und genau hier beginnen die aktuellen Schwierigkeiten: Beide Baumarten sind die Hauptbetroffenen des Klimawandels und speziell des Trockenjahrs 2018. Damit wird Samuel Merz sofort in das sprichwörtliche „kalte Wasser“ geworfen: Die schnelle Aufarbeitung von Borkenkäferbäumen und Sturmschäden ist bereits weitgehend abgeschlossen, jetzt steht die laufende Suche nach weiteren Käferschäden auf dem Programm.

Daneben läuft bereits die Planung für die weitere Waldverjüngung. Buchen, Eichen und Edellaubhölzer müssen auch in den nächsten Jahren als wichtige Mischbaumarten genauso gepflanzt werden wie Tannen, Douglasien und Lärchen. Nur so kann das Ziel eines gemischten, klimastabilen Zukunftswaldes erreicht werden, eine große Verantwortung gleich für mehrere Generationen.

Der begeisterte Waldbauer und Jäger Samuel Merz freut sich auf diese große Herausforderung. Allein ist er bei seiner Aufgabe nicht: Die erfahrene „Reviermannschaft“ um Vorarbeiter Baptist Fischer aus Baiersdorf, gleichzeitig Personalratsvorsitzender im Forstbetrieb Rothenkirchen und Gesamtvertrauensperson der Bayerischen Staatsforsten, steht ihm mit Rat und Tat zur Seite. Und dann sind da natürlich noch Wachtelhündin „Aika“ und Jagdterrierhündin „Eibe“, die sich schon sehr auf die neue Jagdsaison freuen.

Erreichbar ist Förster Merz in seinem Büro Hutzelbrunnen 6 in Weismain oder telefonisch unter 09575 2989829.

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Forstbetrieb Rothenkirchen Nachrichten
news-1885 Mon, 25 Mar 2019 13:40:08 +0100 Mit Fotonachweis: Luchs bei den Bayerischen Staatsforsten gesichtet http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1885&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ca675831f27aa196a27d74669e9029ad 25.03.2019, Sonthofen – In einem Bergrevier des Forstbetriebs Sonthofen ist ein Fotonachweis für den Luchs gelungen. Das im Allgäu bisher sehr seltene und äußerst scheue Tier scheint sich wohl zu fühlen: „Auf unserer Fotofalle präsentiert er sich mit seinen typischen Pinselohren, seinem schönen Fellmuster und seinem Stummelschwanz: Sonst hätte ich ihn fast mit dem Allgäuer Schneeleoparden verwechselt!“, freut sich Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting.  

„150 Jahre waren die Luchse aus unseren Wäldern verschwunden, jetzt sind einzelne Exemplare wieder da. Dass er sich gerade diesen Revierteil ausgesucht hat, wundert mich nicht“, meint Oetting weiter. „Auf den sonnigen Südseiten steht im Winter gerne das Wild und so kann er dort Beute machen.“ Luchse sind vor allem in der Dämmerung und nachts unterwegs. Sie haben große Reviere: Ein Kuder ca. 200 bis 300 Quadratkilometer, die Kätzin kleinere in einer Größenordnung von 50 bis 150 Quadratkilometer. „Ein kleines Revier eines Weibchens entspricht von der Größenordnung her einem schönen Allgäuer Bergtal“, verdeutlicht Oetting. Entfernungen von mehreren Kilometern sind kein Problem für sie, trotzdem sind sie bei weitem nicht so mobil wie Wölfe.

Ihre Stärken sind Lautlosigkeit, scharfe Augen und ein extrem feines Gehör: Luchsaugen reagieren sechsmal so empfindlich auf Licht wie Menschenaugen und das Rascheln einer Maus hört er auf 70 Meter Entfernung. Nicht umsonst heißt es bei Menschen, die nachts gut sehen „sie haben Luchsaugen“.

Bei der Jagd setzt der Luchs vor allem auf den Überraschungseffekt: Entweder sitzt er auf einer Warte und springt seine vorbeiziehende Beute an, oder er schleicht sich bis auf etwa 15 bis 20 Meter an sie ran, um sie dann nach kurzem Sprint anzuspringen. Seine Hauptnahrung sind Rehe. „Immer wieder freut es mich zu sehen, wie naturnah unsere Wälder sind! Vom Luchs über Reh und Schwarzstorch bis hin zum Birk- und Auerwild fühlen sich ganz viele Tierarten bei uns wohl – das liegt an unserer naturnahen Waldwirtschaft“, ist Sonthofens Forstbetriebsleiter Oetting überzeugt.

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news-1884 Thu, 21 Mar 2019 15:25:15 +0100 Herzfichte fällt Borkenkäfern zum Opfer http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1884&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=31030419ec913d2242e9b3e3244c1fb8 Forchheim, 21. März 2018 - Die mächtige "Herzfichte" im Mäusgraben, am Auerberg zwischen Reuth und Weilersbach, ist das jüngste und prominenteste Opfer der Borkenkäfer. Obwohl das altehrwürdige Prachtexemplar einer Fichte, mit einem Herz am Stamm weit über 40m hoch ist, konnte sie den unzähligen "Buchdruckern"und "Kupferstechern" jetzt keinen Widerstand mehr entgegensetzen. Die Fichte wurde von den winzigen Käfern wie bereits viele Artgenossen vor ihr zum Absterben gebracht.

Die Käferkalamität grassiert jetzt seit August 2018. Die besonders ausgeprägte Trockenheit von März bis November vergangenen Jahres mit lediglich 260 Liter Niederschlag pro Quadratmeter und die viel zu hohe Durchschnittstemperatur von 10,8 Grad Celsius (1,6 Grad über dem langjährigen Mittel) haben die Entwicklung der Käfer beschleunigt und zugleich die Waldbäume sehr geschwächt.

So sind durch Borkenkäfer, Dürre und Stürme am Forstbetrieb seit Sommer vergangenen Jahres bereits über 30.000 m3 Schadholz angefallen. Ein Ende der Kalamität ist derzeit noch nicht absehbar. Der weitere Schadensverlauf wird vom Wetter in den kommenden Wochen abhängen. Nur ein kühles und regnerisches Frühjahr kann ein weiteres deutliches Ansteigen der Käfergefahr noch abmildern.

"Momentan werden am Auerberg etwa 2.000 Festmeter Käferholz aufgearbeitet, ein bisher nicht gekanntes Ausmaß. Ich bin froh, dass unter den meisten Altbeständen wenigstens eine stabile Mischung aus jungen Eichen, Buchen, Esskastanien, Douglasien, Lärchen nachwächst, die mit Stürmen, hohen Temperaturen und Trockenheit besser zurechtkommen als die jetzt absterbenden Fichten.", sieht der Leiter des Forstbetriebs Forchheim, Stephan Keilholz, wenigstens in der kommenden Waldgeneration einen kleinen Trost.

Der Forstbetrieb bittet in den kommenden Wochen am Auerberg um Verständnis, wenn bei der Aufarbeitung der befallenen Stämme die Wege zeitweise gesperrt und durch die Holzrückung in Mitleidenschaft gezogen werden. Nach Abfuhr des Käferholzes werden die Wege so rasch wie möglich wieder instandgesetzt.

Fichten werden in den kommenden Mischbeständen kaum mehr beteiligt, da es für sie bei der prognostizierten Klimaerwärmung zu heiß, zu trocken und zu stürmisch wird. So hängt das Herz der Forchheimer Förster künftig nicht mehr an Fichten, sondern an klimatoleranteren Herz-Eichen, Herz-Tannen oder Herz-Buchen.

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Forstbetrieb Forchheim Nachrichten
news-1883 Thu, 21 Mar 2019 09:26:20 +0100 Frühling im Wald - Die Natur erwacht http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1883&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e6c746bcee2c4c3e3d3806887b317031 21.03.2019, Sulzschneid - Nachdem der Winter am Wochenende hoffentlich zum letzten Mal seine kalte Schulter gezeigt hat, scheint es so zu sein, dass allmählich der Frühling Einkehr hält. Während im Wald Huflattich, Seidelbast und Schlüsselblumen noch zögern, blühen auf großen Flächen wieder die Märzenbecher.  Diese schönen Glöckchen sind in freier Natur inzwischen relativ selten geworden und stehen als gefährdete Art auf der roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten.  

„Großes Schneeglöckchen“, erklärt Revierleiter Jürgen Sander, der den Staatswald im Sulzschneider Wald pflegt, „so heißt der Märzenbecher in manchen Gegenden. Er gehört zu den Frühlingsgeophyten, die unter Laubbäumen die Zeitspanne ausnützen, wo die Bäume noch unbelaubt sind und den Waldboden noch nicht abdunkeln. Nach der Samenreife ziehen sich diese Pflanzen wieder in die Knollen in die Erde zurück, um dann im nächsten Frühjahr vor dem Austreiben der Bäume wieder zu erscheinen.“

Die Pflanzen brauchen feuchte Böden und kommen natürlich in Flussauen, Feuchtwiesen und feuchten Laubwäldern vor. Im Sulzschneider Staatswald gibt es großflächige Vorkommen im Bereich der „Schmutter“, wo sich, meist unter Erlenbeständen, ein herrliches Bild zeigt. Für viele der jetzt „wachwerdenden“ Insekten bieten diese Blüten, neben den Baumweiden, die ersten wichtigen Nahrungsquellen. Angesichts des starken Rückgangs bei vielen Insektenarten erhalten diese frühen Nahrungsquellen immer größere Bedeutung.  

Wenn dann die Frühjahrsgeophyten verwelkt sind, geht es bei den Bayerischen Staatsforsten aber weiter. Mit dem Programm „Der Wald blüht auf“ werden im Staatswald vermehrt Flächen geschaffen, auf denen bewusst Zeichen für die Biodiversität der Bienen und anderer Insekten gesetzt werden. So wurden schon im Herbst vergangene Jahres im Sulzschneider Wald zwei besonnte Flächen für die Kultivierung mehrjähriger Blühpflanzen vorbereitet, die jetzt im Frühjahr mit regionalem Saatgut angesät werden.

Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting, in dessen Verantwortungsbereich der Sulzschneider Wald fällt, weist darauf hin, dass das Blühflächen-Programm vom Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten gefördert und fachlich begleitet wird. „Für fachliche Hinweise sind wir immer offen, damit wir einen möglichst großen Anwuchserfolg erreichen“, so Sonthofens Staatsforsten-Chef.

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Naturschutz Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
news-1882 Thu, 21 Mar 2019 08:45:09 +0100 Spende des Forstbetriebs Nordhalben auf Dorffest überreicht http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1882&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ce9bb9140b2daf44c8a0797ca0f87dc7 Nordhalben, März 2019 - Auf große Resonanz stieß das „Nordhalbener Dorffest“, welches die Marktgemeinde Nordhalben für seine ehrenamtlich tätigen Bürger und Neubürger in der Nordwaldhalle ausrichtete. Man habe sich Gedanken gemacht, so Bgm. Pöhnlein, wie sich die Gemeinde bei der Bevölkerung für das große Bürgerengagement im Markt Nordhalben bedankt. 

Einen steifen Ehrungsabend, bei dem man bestimmt jemand vergisst, wollte man nicht durchführen, stattdessen in lockerer Atmosphäre ein Dorffest zu sozialen Preisen für seine Bürger abhalten, so Bgm. Pöhnlein in seiner Begrüßung.  

Der Besucherandrang bestätige die Entscheidung des Gemeinderates. Eröffnet wurde das Dorffest von den Kindern des Kindergartens und der Grundschule Nordhalben. Tanz- und Gesangseinlagen u.a. „Nordhalben Lied“ erfreute das Publikum. Von den Kindern wurde auch der aufgestellte Indoor-Spielplatz ausgiebig genutzt.  

Mit jazzigen Tönen stellte das „Duo Neuwerth“, seit 1997 in Nordhalben heimisch, sein musikalisches Können unter Beweis.  

Eindrucksvoll die Darbietungen der „Musikantenkinder“ unter der Leitung von Frau Dorothea Dietrich, die auch das gesamte Musik-Programm des Abends organisiert hatte. Die Musikkapelle Nordhalben und der ATSV-Spielmannszug bestätigten bei ihren Musikstücken ihr hohes Niveau.

In den kurzen Umbauphasen wurde auf Leinwand das ehrenamtliche Bürgerengagement z.B. bei Arbeitseinsätzen am Schloßberg, der Sanierung der Räume und Einrichtungen des heutigen Nordwaldmarktes oder beim Abbruch eines Leerstandes und Schaffung der Roseninsel, gezeigt. Ebenso die „Standortwerbung“, welche zugezogene Bürger für den Markt Nordhalben ehrenamtlich geschaffen haben.

Beim Auftritt der „Schloßberg-Musikanten“ wurde der Film „Historischer Festzug“ anlässlich der 850 Jahr-Feier des Marktes Nordhalben im Jahr 2004 gezeigt. Viele Erinnerungen wurden hier bei den Besuchern wach. Fazit: Eine rundherum gelungene Veranstaltung, die in dieser Form nicht die letzte gewesen sein sollte.

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Forstbetrieb Nordhalben Nachrichten
news-1881 Tue, 19 Mar 2019 10:47:44 +0100 Rettungshunde - Spezialisten im Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1881&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2e8dfcaeca70b80187e313baef6b79d9 Ein Samstagnachmittag am Waldrand von Burgwallbach – mehrere Fahrzeuge kommen angefahren, Personen steigen aus und man kann vereinzelt Hundegebell aus den Kofferräumen hören. Was auf den ersten Blick eine Gassirunde im Wald sein könnte, stellt sich spätestens nach Eintreffen eines Einsatzfahrzeugs des Bayerischen Roten Kreuzes als wöchentliches Training der Rettungshundestaffel Rhön-Grabfeld heraus.

An diesem Wochenende wird im Revier Burgwallbach geübt – einem Staatswaldrevier des Forstbetriebs Bad Brückenau. Revierleiterin Miriam Langenbucher darf heute endlich auch Bekanntschaft mit den ehrenamtlichen Hundeführern machen, die in regelmäßigen Abständen im Wald für Ihre Einsätze üben.

In der Rettungshundestaffel Rhön-Grabfeld engagieren sich sowohl aktive Hundeführer als auch erfahrene Helfer. Vier geprüfte Hunde sind im Einsatz und 17 Hunde befinden sich in der Ausbildung. Die Prüfung gilt für zwei Jahre und muss dann wiederholt werden – nur geprüfte Hunde dürfen an Polizeieinsätzen teilnehmen. An diesem Wochenende simulieren vier Hundeführerinnen und zwei Hundeführer bzw. Einsatzleiter den Ernstfall und Prüfungssituationen.

Als erstes starten Hündin Kanji mit Hundeführerin Verena Ferrari. Sie simuliert einen sogenannten Verweistest: Der Hund muss eine verunfallte Person finden und deren Position seinem Hundeführer anzeigen. Entweder der Hund läuft von der gefundenen Person zurück zu seinem Hundeführer und motiviert ihn ihm zu folgen oder er trägt ein sogenanntes „Bringsel“ an seiner Halsung und nimmt dieses ins Maul, um zu zeigen, dass er jemanden gefunden hat. In diesem Fall zeigt sich die dritte Variante – Kanji findet das „Opfer“ Maria Waibl und bellt so lange, bis das Frauchen zu ihr gelaufen ist und der verletzten Person helfen kann. Kanji absolviert diese Übung mit Bravour und wird im Anschluss ausgiebig gelobt und bestärkt.

In der Hundestaffel gibt es zwei Kategorien an Rettungshunden, erläutert Hundeführerin Alexandra Klinger:

  • Die sogenannten Flächensuchhunde arbeiten eine zugewiesene Parzelle durch. Dabei geht der Hundeführer mit dem Suchhund und mindestens einem Helfer, der auch als Einweiser mit Karte fungiert, durch die Fläche. Die Suche ist dabei eher unspezifisch – sobald der Hund eine beliebige verletzte Person findet, schlägt er an.
  • Mantrailing-Hunde wiederum sind darauf trainiert, eine spezifische Suche nach der Spur einer bestimmten Person durch zu führen. Der Hund bekommt hierzu einen Gegenstand der vermissten Person, der nur deren Geruch besitzen darf, um die Witterung auf zu nehmen. Klassischer Einsatzbereich sind Vermisstenfälle.

In der Einsatzroutine kann es sinnvoll sein, je nachdem wie die Ausgangssituation ist, beide Hundekategorien nacheinander ein zu setzen, um deren jeweiligen Vorteile optimal zu nutzen.

Die Rettungshundestaffel arbeitet aktuell mit geprüften Flächensuchhunden und weitet jetzt ihre Kompetenz auch in Sachen Mantrailing aus. Drei Hundebesitzer der Staffel widmen sich momentan diesem neuen Aufgabenbereich.

Im Notfall arbeiten im näheren Einzugsbereich bis zu 5 BRK Staffeln zusammen, u.a. Bad Kissingen, Schweinfurt (sowie Johanniter Unfallhilfe und Arbeiter Samariter Bund) und Haßberge. Im ILS-Bereich Schweinfurt werden nur Staffeln von BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) alarmiert, keine Privatstaffeln.

„Ungefähr 90 % aller Einsätze finden nachts statt, manchmal aber auch tagsüber. Da der Großteil berufstätig ist oder auch durch Urlaub/ Krankheit, etc. nicht alle Hundeführer oder auch Hunde einsatzbereit sind, ist die Kooperation der Staffeln untereinander enorm wichtig“, erläutert Einsatzleiter Thomas Klett.

Im vergangenen Jahr hat die Rettungshundestaffel rund 25 Einsätze, neben ihrem Haupteinsatzgebiet Rhön – Grabfeld, auch in den Landkreisen Würzburg, Haßberge, Coburg und Bad Kissingen begleitet. Unterstützt wird die Rettungshundestaffel als Einsatzgruppe des Roten Kreuzes über den Kreisverband u.a. mit Ausbildungsgeräten für die Hunde, neue Helme für die Hundeführer oder benötigte Geräte für das ausgemusterte, ehemalige Sanitätsfahrzeug, dass nun der Hundestaffel entsprechend modifiziert als Fahrzeug dient.

Das hohe Engagement und die Einsatzbereitschaft der Teams zeigt sich auch beim Training, das nahezu wöchentlich im Wechsel in bis zu 12 Suchgebieten stattfindet. Die Suchgebiete sollen dabei eine möglichst große Bandbreite an unterschiedlichen Umgebungen (Wiese, Wald, Stadt, etc.) abbilden, wie es im realen Einsatz auch der Fall sein könnte. Heute eben auch im Staatswald. In der Regel werden die Suchgebiete einmal im Quartal zu Übungszwecken aufgesucht. „Die Zusammenarbeit läuft hier hervorragend, ich bekomme immer rechtzeitig eine Anfrage von Thomas Klett und kann so die Übungen der Hundestaffel sehr gut mit unseren Belangen der Staatswaldbewirtschaftung in Einklang bringen. Außerdem unterstützen wir sehr gerne diese anspruchsvolle Tätigkeit, kann Sie doch auch jedem im Forst arbeitenden Arbeitnehmer oder auch den Waldbesuchern möglicherweise einmal das Leben retten“, freut sich Revierleiterin Miriam Langenbucher.  

Zwischenzeitlich zeigt Kanji, die kurz vor der Prüfung steht, ihre Fähigkeiten beim Gehorsamkeitstest – sie absolviert einen freien Parcours, bei dem sie unterschiedliche Befehle von Ihrer Hundeführerin ausführen muss. Hier zeigt sich, wie eng der Hund kooperiert und ob er auch bei Ablenkung durch andere Hunde oder Situationen diese Zusammenarbeit aufrechterhält. Die Übung klappt gut und es geht weiter zur nächsten Station.

Thomas Klett und Miriam Langenbucher setzen sich etwas verdeckt im Wald auf eine Isomatte und dann darf zuerst Flächensuchhund Hailey mit Hundeführerin Alexandra Klinger und danach Joker mit Hundeführerin Maria Waibl das Gelernte zeigen. Dazu wird der Hund geschickt und läuft in Bögen die Waldparzelle durch, um das „Opfer“ zu finden. Richard Wagner fungiert bei dieser Übung als Navigationsystem für den Hundeführer, um im richtigen Bereich zu suchen. Hailey findet innerhalb kurzer Zeit die beiden „Verletzten“ Thomas Klett und Miriam Langenbucher. Bei dem sicherlich nicht leichten Terrain und zahlreichen Wildfährten, sowie dem sich ständig verschlechternden Wetter an diesem Samstag, zeigen die Hunde Bestleistung.

Im Gespräch mit Maria Waibl und Ida Storch zeigt sich, dass die Hunde der Rettungshundestaffel viele Gemeinsamkeiten mit den vierbeinigen Jagdhelfern und Nachsuchenspezialisten in Wald und Forst haben. Die Themen Gehorsamkeit, die wichtige enge Zusammenarbeit mit dem Hundeführer und die anstrengende Fährtenarbeit, trotz Verleitungen durch andere Gerüche und teilweise mehrerer Stunden alter Spuren, eint diese auf den ersten Blick so unterschiedlichen Einsatzbereiche und zeigt, welche hervorragenden Leistungen ein eingespieltes Team erbringen kann.

Beeindruckt vom Erlebten und um einige Eindrücke reicher, verabschiedet sich die Revierleiterin und bekräftigt ihren Wunsch, auch in Zukunft diese Kooperation aufrecht zu erhalten.

Informationen zur Rettungshundestaffel Rhön-Grabfeld.

Informationen zu den Bayerischen Staatsforsten finden sich unter: www.baysf.de 

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Forstbetrieb Bad Brückenau Nachrichten
news-1880 Tue, 19 Mar 2019 10:17:46 +0100 Forstbetrieb Selb stellt Weißenstädter Maibaum http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1880&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=219ad39b98976c9a01f6cd764315e99c Weißenstadt, März 2019 - 124 – 47 – 27 sind die Traummaße des neuen Weißenstädter Maibaums. Bereits im Winter wurde der Baum gefällt, dann ist er außer Saft, das bedeutet, dass das Holz weniger reißt und länger haltbar ist. Mit 124 Jahren, 47cm Stockdurchmesser und 27m Länge hat der Baum ein Volumen von 2,4 m³ oder 2,4 Festmeter, wie es der Forstmann nennt und ist damit ein ganz schönes Kaliber.

Lange hatte der Winter den Maibaum im Griff und so langsam wird es höchste Zeit für die umfangreichen Vorbereitungen, damit er für die kommenden drei Jahre den Marktplatz von Weißenstadt wieder zieren kann. Es ist schon beinahe Tradition, dass der Stamm für den Maibaum aus dem Revier Meierhof des Forstbetriebes Selb kommt.

Das Schmücken und Aufstellen des Maibaums übernimmt schon seit über 30 Jahren der Trachtenverein Weißenstadt. Natürlich wird der Baum bis zum ersten Mai gut versteckt.

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Forstbetrieb Selb Nachrichten
news-1878 Thu, 14 Mar 2019 13:13:54 +0100 Werteichen der Bayerischen Staatsforsten preislich auf Vorjahresniveau stabil http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1878&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1ddfcefd4b363a96356778b2b4f36882 Die Eichen der Bayerischen Staatsforsten wurden auf der „Arnsteiner“Submission bei um zwei Dittel erhöhtem Angebot im Durchschnitt exakt zu Vorjahrespreisen bewertet.

Am 13. März 2019 führten die Bayerischen Staatsforsten ihre traditionelle Eichen und Buntlaubholz-Submission dieser Saison durch. Auf vier Lagerplätzen in Unterfranken wurden 1.512 Lose (Vorjahr: 923) mit 2.101 fm (Vorjahr: 1.303 fm) Laubwertholz aus den Wäldern der Bayerischen Staatsforsten angeboten.

Das Angebot der 9 (9) beteiligten Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten bestand aus 2.032 (1.271) fm Eiche und 69 (32) fm sonstigem Laubholz. An der Submission beteiligten sich insgesamt 18 (25) Firmen. Stark vertreten war insbesondere die bewährte Stammkundschaft aus der Furnierbranche, gefolgt von etwa gleich vielen Fassholz-, Sägewerkskunden und Holzhändlern. Alle Bieter erzielten einen Zuschlag.

Von den angebotenen 2.032 fm Eiche blieben 177 (8) fm (9%) überwiegend qualitätsbedingt ohne Gebot oder unter dem Mindestgebot von 100 €/fm und erhielten daher keinen Zuschlag. Alle übrigen bebotenen Stämme wurden dem 1.Gebot zugeschlagen. Den Spitzenpreis der Submission erreichte dieses Mal ein hochklassiger Eichenstamm aus dem Wuchsgebiet Südliche Frankenalb (3,03 fm) des Forstbetriebs Kelheim mit 1.950.- Euro/fm bzw. 5.908 Euro für den kompletten Stamm .Das gesamte Eichenwertholz erlöste im Durchschnitt 643 (643) €/fm und hat damit exakt den Durchschnittspreis des Vorjahres gehalten.

Zu den detaillierten Ergebissen.

Die Verkäuferseite ist mit dem Ergebnis der Submission sehr zufrieden und bedanktsich bei allen Bietern.

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news-1879 Wed, 13 Mar 2019 13:22:00 +0100 Reinhardt Neft neuer EUSTAFOR-Präsident http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1879&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2080e828b0bfaca253f3eafde1c2de9c Regensburg, 13. März 2019 - Bei der EUSTAFOR-Generalversammlung am gestrigen Dienstag wurde Bayerische Staatsforsten-Vorstand Reinhardt Neft zum neuen Präsidenten der Organisation der Europäischen Staatsforsten gewählt. Die EUSTAFOR ist die Dachorganisation der europäischen Staatsforstbetriebe.

Neft nannte als eines der wichtigsten Ziele für die kommenden Jahre, die Kommunikation auf nationaler und internationaler Ebene zu intensivieren. „Wir müssen die Öffentlichkeit von der nachhaltigen Forstwirtschaft überzeugen. Ökonomie, Ökologie und soziale Aspekte werden in unserem Ansatz der Waldbewirtschaftung gleichermaßen berücksichtigt“, so Neft. Den Wissenstransfer zwischen den fast 25 EUSTAFOR-Mitgliedern bezeichnete er als eine der großen Stärken der Organisation. Dieses Know-how stehe dann auch anderen Stakeholdern und Entscheidern zur Verfügung. Neft betonte, dass die bei der Generalversammlung beschlossene neue EUSTAFOR-Strategie dazu beitragen werde, die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder als wichtigen Baustein im Kampf gegen den Klimawandel zu stärken.

Seinem Vorgänger, dem Präsidenten von Sveaskog Per-Olof Wedin, dankte Neft für die hervorragende Arbeit für die nachhaltige Forstwirtschaft in Europa in den letzten vier Jahren. Wedin wird die EUSTAFOR auch künftig mit Rat und Tat unterstützen.

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news-1877 Tue, 12 Mar 2019 17:01:14 +0100 Mit Nachbarschaftshilfe in den Klimawandel http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1877&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e0b8b71c7b04e313598b3b289ecf9278 Staatsforsten forcieren Douglasien-, Tannen- und Eicheneinbringung (Pittersberg 12. März 2019) – Pittersberg. Frühjahr ist Hauptpflanzzeit. Aus dem schneereichen Winter heraus präsentieren sich gute Pflanz- und Anwuchsbedingungen. Der Waldboden ist gut durchfeuchtet. Deshalb nutzen die Bayerischen Staatsforsten derzeit alle Möglichkeiten der Neuanpflanzung. Es bleibt nur ein kurzes Zeitfenster von rund sechs Wochen bis zum Blattaustrieb. Mit aller Macht bringen derzeit 35 Waldfacharbeiter der Bayerischen Staatsforsten den Baumnachwuchs aus Tannen, Douglasien, Eichen und Buchen in den Boden. Dabei bekommen die 20 Forstwirte aus dem Forstbetrieb Burglengenfeld unterstützende Hilfe in nahezu gleicher Stärke aus den Nachbarbetrieben Flossenbürg und Schnaittenbach. Nur so kann das riesige Pflanzvolumen rechtzeitig in den Boden kommen. Servicestellenleiter Harald Hölzl hat die Pflanzplanung mit seinen Nachbarkollegen so abgesprochen. Da sich die Bayerischen Staatsforsten derzeit im Holzeinschlag stark zurückhalten haben die Nachbarbetriebe Luft für diese Unterstützung.

In diesem Frühjahr gilt es, die noch feuchte Zeit schnellstens zu nutzen. „Deswegen sind momentan alle Mann an Deck und pflanzen in einer Mammutaktion“, lobt Forstbetriebsleiter Thomas Verron den vollen Einsatz seiner Leute. Er begrüßte an der östlichen Landkreisgrenze bei Pittersberg in einer Eichenpflanzung im Lambertsberg die neu angekommenen Nachbarschaftshelfer. Je nach Pflanzengröße pflanzt jeder Forstprofi etwa 30 bis 60 Pflanzen pro Stunde. In dieser Frühjahrssaison müssen rund 200.000 Pflanzen in den Waldboden kommen. Aber nicht nur Quantität, sondern auch Qualität zählt beim Pflanzen. Schließlich muss die Wurzel gut anwachsen und sich vor allem für einen später festen Stand in die Tiefe orientieren. Douglasien werden mit Ballencontainer als Starthilfe gesetzt. Dieses aus Nordamerika stammende Nadelholz kann in gewissem Umfang aufgrund ihrer größeren Klimatoleranz die Fichte ersetzen. Alle anderen Nadelhölzer stellen sich aus Naturverjüngung ein.

Die genannten Baumarten sollen die widerstandsfähigsten für den eingeläuteten Klimawandel sein. Spürbar ist dieser an den bereits erlebten länger anhaltenden warmen Trockenphasen. Ein kräftiger Regenguss zum Angießen der frisch gesetzten Pflänzchen tut daher gerade jetzt bitter Not. Dann ist nicht alle Mühe umsonst gewesen.

Der ehemalige Brotbaum des Waldbesitzes, die Fichte, verabschiedet sich zunehmend aus dem hier eher sehr niederschlagsarmen Raum. Die dürstende Fichte wird zudem leicht schwächelnd vom Borkenkäfer angepackt. Deutliche Weiser sind die rotbraun werdenden Kronen. Was tun, um diese Verluste auszugleichen? Die einzige Chance wird in der Vorausschau auf die klimatischen Veränderungen gesehen. Hierfür entwickelten Wissenschaftler Baumarteneignungsprofile. Dabei stellen sich Buche, Eiche, Tanne und Douglasie als die für unseren Raum passensten Baumarten heraus. Für sie werden die Wuchsbedingungen im Zuge des Klimawandels eher noch besser werden. Trockenheitsliebende Edellaubhölzer wie die Elsbeere oder der Spitzahorn stehen da nicht weit nach. Auch auf die trockenheitstolerante Kiefer soll nicht verzichtet werden. Grund genug für die Bayerischen Staatsforsten, sich in der neuen Waldgeneration auf diese Baumartenmischung zu konzentrieren.

Dabei prägend sind vor allem die Laubhölzer der von Natur aus in der Region vorherrschenden Waldgesellschaften. Der Ursprung ist in einer länger andauernden Zwischenphase durch menschliche Einflüsse wie die Eisenindustrie und das Streurechen verändert worden. Heute weist ein klarer Weg zurück zur Natur. „Vorausschauend haben wir Forstleute bereits seit über 30 Jahren durch permanente Laubholzpflanzung in die vorwiegend reinen Nadelholzwälder entsprechende Zukunftsvorsorge betrieben. Dies kann der Waldbesucher aller Orten erleben“, so Verron.

Mit der Pflanzung allein ist es aber oftmals nicht getan. Für die Laubholzinvestition ist bei der verbissempfindlichen Eiche Zaunschutz notwendig. Der Wildbestand ist trotz aller Schwierigkeiten und Diskussionen im Einwirkungsbereich der Bayerischen Staatsforsten den waldbaulichen Bedingungen angepasst. Dennoch picken sich Rehe als Nahrungsselektierer die schmackhaften Tannen und Buchen heraus. Um Einzelschutz an deren Terminalknospe mit Clips oder streichbarem Verbissschutzmittel auf rehwildvergrämender Schafsfettbasis kommt man deswegen manchmal nicht herum. Die Douglasie wird zur Gehörnbildung im Frühjahr äußerst gerne vom Rehbock verfegt und schwer geschädigt. Ein mehrjähriger Fegeschutz ist von daher unverzichtbar. Revierleiter Alexander Krause muss deshalb seine Kulturflächen über Jahre im Auge behalten. „Mit Büschl pelzen allein, ist’s in Richtung Waldumbau Klimawandel nicht getan“, so sein Fazit. „Da muss dann auch der Jagdpächter mitspielen.“

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news-1876 Fri, 08 Mar 2019 13:26:56 +0100 Spessart: Spende für Kindergarten "Kunterbunt" http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1876&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=459fc916899c7ee2492ad7aa4a92dc3b Der Forstbetrieb Heigenbrücken der Bayerischen Staatsforsten beteiligte sich im Dezember mit einem Stand an dem Schnitzereien mit der Motorsäge und Wildspezialitäten bei der traditionellen Hüttenweihnacht in Wiesen. Der Erlös vom Werkauf des Wildbrets und der Schnitzereien hat einen Erlös von 500 Euro erbracht, der Forstbetrieb nun an den Kindergarten Kunterbunt in Wiesen gespendet hat.

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news-1875 Mon, 04 Mar 2019 10:35:36 +0100 Kaniber verleiht zehnten Bayerischen Holzbaupreis http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1875&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cd46f49f2d83d087b1d6af196ffe16ec München, 4. März 2019 - Sechs herausragende Holzbauten hat Forstministerin Michaela Kaniber am Donnerstag in München mit dem Bayerischen Holzbaupreis ausgezeichnet. „Das Bauen mit Holz hat Zukunft, das zeigen die Preisträger eindrucksvoll. Der ökologische Baustoff Holz mit seinen hervorragenden Eigenschaften ist bei Architekten und Bauherren beliebt wie nie zuvor“, sagte die Ministerin.

Jeweils 1.500 Euro erhielten die vier Sieger-Projekte: der Neubau eines Kindergartens in Neustadt an der Donau (Lkr. Kelheim), ein Einfamilienhaus in Herrsching (Lkr. Starnberg), ein Architekturbüro als Garagenaufstockung in Königsbrunn (Lkr. Augsburg) sowie ein Gemeinschaftsprojekt in Garmisch-Partenkirchen, das alpenländisches Bauen modern interpretiert. Sonderpreise in Höhe von je 1.000 Euro erhielten ein temporärer Eingangs- und Ausstellungspavillon für die Alte Pinakothek in München sowie der Neubau einer Kirche mit außergewöhnlicher Formensprache in Holzkirchen (Lkr. Miesbach). Sieben weitere der insgesamt 193 eingereichten Projekte erhielten eine Anerkennung.

Bei der Preisverleihung verwies die Ministerin auf die herausragende Ökobilanz des Baustoffs Holz und seine vielfältigen Einsatzbereiche, gerade im urbanen Bauen. Ein Kubikmeter Holz entziehe der Atmosphäre beim Wachsen im Wald eine Tonne Kohlendioxid und spare durch Substitution anderer Baustoffe weitere Treibhausgase ein. Die Digitalisierung werde zudem dem Bauen mit Holz weitere Türen öffnen, da sie die Herstellung individueller Bauteile wirtschaftlicher ermögliche.

Der Holzbaupreis wird seit 1978 alle vier Jahre vergeben. Er ist ein Gemeinschaftsprojekt des Forstministeriums, des Landesbeirats Holz Bayern und proHolz Bayern, unterstützt durch die Bayerische Architektenkammer und die Bayerische Ingenieurekammer-Bau. Dokumentationen und Infos zum aktuellen Wettbewerb und den Preisträgern gibt es unter www.forst.bayern.de/Holzbaupreis2018.

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news-1874 Fri, 01 Mar 2019 08:40:02 +0100 Freizeitmesse Nürnberg: Wildkatze wirbt für Frankenwald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1874&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cafcf2159873b321cc54c9f416cf8b0a Rothenkirchen, 1. März 2019 - Auch in diesem Jahr wirbt wieder die Wildkatze für den Naturraum Frankenwald. Auf der Freizeitmesse in Nürnberg ist sie im wahrsten Sinne des Wortes der „Hingucker“ auf dem Stand des Frankenwaldtourismus.

Seit dem „Waldgebietsjahr 2017“ stellt der Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten auf Einladung des Tourismusverbandes den Messebesuchern die Waldlandschaft des Frankenwaldes als Rückzugsraum für Mensch und Tier vor. Ein Zusammenschnitt zahlreicher im Staatswald mit der Wildkamera eingefangener Naturszenen zeigt die Artenvielfalt der heimischen Wälder. Unter dem Titel „Szenen aus dem Wildkatzenwald“ können hier neben Reh-, Schwarz- und Rotwild auch Fuchs, Baummarder, Eichhörnchen und Waschbär genauso auf dem Bildschirm beobachtet werden wie die heimlichen Rückkehrer Schwarzstorch und Wildkatze.

Dazu gibt es Informationen zu allem, was den Frankenwald interessant und liebenswert macht: Als Lebensraum besonderer Tiere und Pflanzen, als Wohlfühl-Ort für Erholung und Entspannung und als Heimat zum Leben und Arbeiten. Bis zum kommenden Sonntag können sich rund 100.000 Messebesucher von alldem einen lebendigen Eindruck verschaffen.

Zum Video: Artenvielfalt im Frankenwald

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news-1873 Wed, 27 Feb 2019 08:51:21 +0100 Schutz der Fledermaus im Spessart http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1873&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=98b5114d5a7672a0e8b8cc31f84c9b71 Eigentlich begann es letztes Jahr mit einem Zufall: Der damalige Pächter der Kahrhütte im Staatsforstrevier Hain hatte an einem Fenster eine eingeklemmte Fledermaus entdeckt. So kam man auf den Gedanken, das kellerartige Erdgeschoss der Hütte als Fledermaus-Behausung zu nutzen. Revierförster Reinhard Zietsch vom Heigenbrückener Staatsforstbetrieb und die beiden Fledermaus-Fachberater für Kreis und Stadt Aschaffenburg, Thomas Bormann und Erich Sauer, haben die Idee zusammen in die Tat umgesetzt. Im vergangenen Sommer wurden spezielle Steine eingebaut, in die sich die Tiere reinhängen können. „Die Spalten in den Steinen sind unterschiedlich groß, damit möglichst viele verschiedene Fledermausarten angelockt werden können“, so der Heigenbrückener Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten Joachim Keßler.

Zusätzlich haben Waldarbeiter des Forstbetriebs Flugschneisen freigelegt, damit die Fledermäuse die Hütte gut anfliegen können. Bis es soweit ist, kann es aber noch dauern: „Meistens dauert es einige Jahre, bis Fledermäuse neue Behausungen annehmen“, so Thomas Bormann. Die Voraussetzungen rund um die Kahrhütte sind aber sehr gut, wie der Fledermausexperte betont. Es gibt eine Reihe von Jagdbiotopen wie den nahe gelegenen Kahrsee mit einer Vielzahl von Insekten – und mindestens zehn Fledermausarten, deren Rufe die Fledermausexperten im vergangenen Jahr aufgezeichnet haben.

Weitere Maßnahmen zum Schutz der Nachtsegler hat Keßler bereits in Planung: „Wir werden an einigen Stellen Feldermauskästen aufhängen und Lebensräume für die Tiere schaffen.“ Förster Zietsch wird übrigens für die Aktion ausgezeichnet: Er erhält vom Landratsamt Aschaffenburg eine Urkunde und eine Plakette für seine Leistungen beim Fledermausschutz.

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news-1870 Mon, 25 Feb 2019 14:28:48 +0100 „Lebensversicherung“ Schutzwald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1870&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=db9deb3a0e5672198731002abf7dece0 Regierung von Oberbayern verlängert Schonzeitaufhebungsverordnung: Schutz besonders sensibler Bergwälder gegen Verbiss möglich / Schutzwald ist im Klimawandel beste Lebensversicherung für die Menschen im Gebirge

Der ausklingende Winter hat beeindruckend gezeigt, dass der Schutzwald für die Menschen im Gebirge eine essentielle und nicht selten lebenswichtige Aufgabe hat. Intakte Schutzwälder schützen vor Lawinen, Muren sowie Überschwemmungen und machen das Leben in den Alpen oftmals erst möglich. Sie sind mit ein Grund, warum die enormen Schneehöhen dieses Winters nicht mehr Schaden angerichtet haben. Diese Gefahren für Leib und Leben, aber auch die Infrastruktur in den Bergen, nehmen mit dem Klimawandel zu. Die Verlängerung der Schonzeitaufhebungsverordnung durch die Regierung von Oberbayern hilft die jungen Schutzwälder vor Verbiss zu schützen.

München/Regensburg 25.2.2019 – Große Flächen unserer Bergwälder in den Alpen sind Schutzwälder. Wo sie ihre Schutzaufgaben nicht mehr zuverlässig leisten können, werden im Auftrag des Freistaats Bayern Schutzwaldsanierungsprojekte durchgeführt. Umgesetzt werden diese von den Bayerischen Staatsforsten in enger Kooperation mit der Forstverwaltung. „Wir greifen dem Schutzwald unter die Arme und leisten damit Hilfe zur Selbsthilfe, damit sich wieder ein stabiler Bergwald entwickeln kann“, beschreibt der Staatsforstenchef Martin Neumeyer die gemeinsamen Anstrengungen von Bayerischen Staatsforsten und Bayerischer Forstverwaltung für den Schutzwald.

So wurden auf den rund 10.000 Hektar Schutzwald in den bayerischen Alpen von Garmisch bis Berchtesgaden seit Bestehen der Schutzwaldsanierung im Jahr 1986 über 13 Millionen junge Laub- und Nadelbäumchen gepflanzt. Dafür investierte der Freistaat mehr als 85 Millionen Euro, weitere 20 Millionen Euro haben die Bayerischen Staatsforsten seit 2005 für vorbeugende Pflegemaßnahmen im Schutzwald erhalten. Bis sich die nächste Baumgeneration etabliert hat, werden kleine, dreibeinige Holzbauwerke errichtet, die Schneebewegungen reduzieren und das Heranwachsen junger Bäume im Hochgebirge ermöglichen. Neumeyer: „Es ist viel umweltschonender wenn intakte Bergwälder statt große Betonbauten die Bewohner und Besucher des Alpenraums vor Lawinen schützen.“

„Damit die jungen Waldbäume aufwachsen können, müssen wir sie aber auch vor dem Verbiss durch Wildtiere schützen“, so der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten weiter. Durch die neue Schonzeitaufhebungsverordnung, die seit dem 22. Februar bis zum Jahr 2024 gilt, können in den Schutzwaldsanierungsgebieten auch künftig außerhalb der regulären Jagdzeiten Reh-, Rot- und Gamswild geschossen werden. Dabei werden die Bayerischen Staatsforsten wie bisher mit großem Verantwortungsbewusstsein vorgehen. Fachlich gut qualifizierte Jäger nehmen dabei besondere Rücksicht auf seltene Tierarten wie das Auerhuhn und den Steinadler.

Neu ist, dass dabei künftig nur mehr bleifreie Munition eingesetzt wird. Die Jäger halten sich auch strikt an den Muttertierschutz, der tragende und führende Muttertiere vom Abschuss ausnimmt. Wichtig ist zudem, dass der getätigte Abschuss in den Schutzwaldsanierungsgebieten auf den von den Landratsämtern festgelegten Abschussplan angerechnet wird – zusätzliches Wild wird daher nicht erlegt.

„Die Weiterführung der Schonzeitaufhebungsverordnung ist ein wichtiges Signal für die Menschen, die im Gebirge leben und für den Wald, der in Zeiten des Klimawandels besonderen Herausforderungen trotzen muss. Ich möchte mich ganz herzlich bei der Regierung von Oberbayern für die gute Zusammenarbeit, bei Verbänden wie dem Bund Naturschutz für die Unterstützung und bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer Gebirgsforstbetriebe bedanken. Nur dank der guten Zusammenarbeit kann die Schonzeitaufhebungsverordnung weitergeführt werden.“

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news-1871 Mon, 25 Feb 2019 14:22:00 +0100 Vegetationsgutachten: Mit Statistiken zum Wald von Morgen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1871&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=08ede1577d798b9b1b52785e580aea59 22.02.2019, Sonthofen – Aktuell werden die Ergebnisse der Vegetationsgutachten überall diskutiert und von vielen kommentiert. Das Gutachten wird von der Forstbehörde für alle Waldbesitzarten, also auch für den Staatswald angefertigt. „Wir können mit dem Vegetationsgutachten in der jetzigen Form sehr gut leben. Es ist ein statistisch abgesichertes Verfahren, welches von den Förstern der Forstverwaltung stets korrekt durchgeführt wird. Meine Revierleiter und Berufsjäger sind bei allen Außenaufnahmen mit dabei. Die Ergebnisse unterstützen unsere Arbeit als Waldbewirtschafter und zeigen, dass wir in die richtige Richtung arbeiten“, bewertet Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting das Verfahren.  

„Für mich als Revierleiter sind insbesondere die Zeitreihen ganz wichtige Entscheidungshilfen und ergänzen unser eigenes, jährlich durchgeführtes Traktverfahren optimal“, ergänzt Förster Hubert Heinl seinen Chef. Nochmal Oetting: „Entscheidend ist aber letztendlich das, was aus den Ergebnissen des Vegetationsgutachtens gemacht wird: Die Zahlen dienen als Grundlage für die Erstellung der dreijährigen Abschusspläne beim Rehwild.“  

In einer Region wie im Oberallgäu, in der mit Rehen, Rotwild und Gemsen drei im Wald lebende Schalenwildarten vorkommen, darf der Verbissschaden nicht nur auf Rehe als Verursacher reduziert werden. „Dem Bergwald hilft es nur, wenn neben einer intensiven Reh- und Gemsbejagung auch die Rotwildbestände nicht zu hoch sind. Bisher waren sich Jäger und Förster im Oberallgäu einig, dass Reh- und Gemswild zugunsten des Rotwildes intensiv bejagt werden muss. Das soll auch so bleiben, wenn die gemeinsamen Erfolge nicht gefährdet werden sollen“, beschreibt Forstbetriebsleiter Jann Oetting die Situation.  

In den Wäldern des Forstbetriebs Sonthofen ist die Verjüngung von Fichte, Buche und Bergahorn mittlerweile ohne Probleme möglich. Bei der unverzichtbaren Weißtanne sind aber weiterhin große jagdliche Anstrengungen notwendig. Hier ist der Verbiss teilweise noch zu hoch. „Speziell im Staatswald im Balderschwanger Tal haben wir durch eine intensive Jagd geschafft, einen hohen Anteil Weißtanne in der Verjüngung zu sichern. Aber wo aus verschiedenen Gründen zu hohe Wildbestände da sind, reicht es nicht, nur eine Wildart intensiv zu bejagen“, beschreibt Hubert Heinl die Situation für das größte zusammenhängende Staatsjagdrevier des Forstbetriebs Sonthofen. Forstbetriebsleiter Jann Oetting gibt zu: „Wir haben noch Bereiche, in denen wir nahezu jede Weißtanne mit einem hohen finanziellen Aufwand gegen Verbiss schützen müssen. Denn ohne Schutz hätte diese Baumart dort überhaupt keine Chance!“  

Völlig unstrittig ist für die Staatwaldförster, dass die Oberallgäuer Wälder seit den neunziger Jahren bunter geworden sind. Der Laubholzanteil ist wesentlich gestiegen, reine Fichtenwälder gibt es nahezu nicht mehr. Das ist nicht nur für die dauerhafte Sicherung der Schutzwälder wichtig, auch für das Wild sind diese Wälder wesentlich attraktiver, als reine Fichtenwälder. Nochmal Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting: „Das war eine grandiose Leistung der Jäger und Waldbesitzer! So kommt es, dass in unseren Wäldern heute das Wild bessere Lebensbedingungen vorfindet, als noch vor 30 Jahren. Vereinfacht gesagt, führt mehr Vielfalt im Wald zu mehr Wild und damit auch zur Notwendigkeit, mehr zu jagen! Wie viele Reh, Gems oder Rotwild es tatsächlich bei uns gibt, kann ich nicht sicher sagen. Aber die Jagdzahlen des Forstbetriebs zeigen, dass die Höhe unserer Abschusspläne stetig angepasst werden muss.“

Und Förster Hubert Heinl weiß: „Wenn ich schon nicht weiß, wie hoch genau der Rehwildbestand ist, dann muss mir der Wald zeigen, ob die Jagd ausreicht. Letztendlich ist entscheidend, dass genügend Weißtannen wachsen können. Dann ist die Höhe richtig angesetzt“. Die Statistiken und das Vegetationsgutachten zeigen dafür den Praktikern die Richtung auf.

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news-1869 Thu, 21 Feb 2019 09:48:46 +0100 Regionale Vermarkter besuchen neu gebaute Wildkammer in Kipfenberg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1869&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8c3d5da89d467f1a86c04dfbe0d6699b Direktvermarkter aus dem Landkreis Eichstätt informieren sich über Verarbeitung und Verkauf von Wildbret durch die Bayerischen Staatsforstbetriebes Kipfenberg

Im Rahmen ihrer Jahreshauptversammlung informierte sich der Verein „Köstliches vom Lande“ über die neueröffnete Wildkammer des Staatsforstbetriebes Kipfenberg. Forstbetriebsleiter Rudolf Habereder und sein Stellvertreter Ernst Geyer begrüßten über 20 regionale Direktvermarkter sowie die Organisatorin Sabine Biberger vom Landwirtschaftsamt Ingolstadt.

„Der professionelle Verkauf von Wildfleisch an den Endverbraucher ist ein Trend in ganz Bayern“, berichtet Habereder. Die neue Wildkammer wirbt mit dem Motto „Wildes Kochen“ und wird in Kipfenberg und Umgebung sehr gut angenommen. Für die Jäger gibt es im Außenbereich eine Anlieferungsstelle, die sie rund um die Uhr nutzen können. „Früher gab es nur ganze Tiere zu kaufen, das war nicht verbraucherfreundlich“, informiert Ernst Geyer.

Heute bietet die Wildkammer fertig verpackte Fleischportionen sowie Schinken und Wurstwaren zum Verkauf. Wildfleisch erfüllt viele Verbraucherwünsche: Die Tiere leben in Freiheit in der Natur, das Fleisch ist hochwertig und fettarm. Wildbret ist ein regionales uns saisonales Produkt: Die Jagdsaison beginnt im Mai und endet im Dezember. Über die richtige Zubereitung gibt es Rezepte und Informationen beim Einkauf in der Wildkammer Kipfenberg.

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Forstbetrieb Kipfenberg Nachrichten
news-1868 Wed, 20 Feb 2019 16:10:16 +0100 Länderübergreifender Forstbiathlon in Buchenberg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1868&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a24e991ccf5fbe0ee000791046f013da 19.02.2019, Kempten - 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kämpfen bei den Forstmeisterschaften in Buchenberg um den Sieg: Rund 170 Waldbesitzer, Mitarbeiter der Forstämter und der Forst- und Holzbranche haben sich letzten Samstag zum Forstbiathlon getroffen. Im Allgäu bietet sich dabei an, was sonst schon geografisch nicht so einfach ist: die Forstbiathleten zweier Bundesländer im Wettkampf unter einen Hut zu bringen.

Die Wettkämpfe wurden auf der Loipe am Eschacher Weiher bei Buchenberg ausgetragen. Wie jedes Mal war sie von den bayerischen Organisatoren und der Marktgemeinde Buchenberg bestens präpariert worden.

Bereits am Vorabend hatte der Markt Buchenberg die Sportler in den Saal des Landhauses Sommerau zum Empfang eingeladen. Bürgermeister Toni Barth, die Präsidenten der beiden Landes-Forstsportvereine Markus Blaschke und Martin Strittmatter, sowie der Leiter des Forstbetriebs Sonthofen von den Bayerischen Staatsforsten, Jann Oetting begrüßten die Teilnehmer in ihren Ansprachen in Buchenberg. Alle Redner hoben das Verbindende einer solchen länderübergreifenden Veranstaltung hervor.

Zum Wettkampftag zeigten sich die Wetterbedingungen mit Schneeregen und kräftigem Wind als echte Prüfung. Nun ist die Forstbranche nicht dafür bekannt, dass sie sich von schwierigen Wetterverhältnissen beeindrucken lässt. So konnte der Wettkampf mit motivierten Teilnehmern unter regulären Bedingungen durchgeführt werden. Die kurz vor dem Start noch nachgepflegte 2,4 km lange Loipe wurde von den Damen zwei- und den Herren dreimal durchlaufen. Dazwischen musste jeder an bereitgestellten Laserwaffen seine Schießfertigkeit unter Beweis stellen.

Weil die Leistungen am Schießstand jedoch bei einigen Teilnehmern durchwachsen waren, kannte sich mancher am Ende des Wettkampfs recht gut in der Strafrunde aus. Den schwierigen Bedingungen zum Trotz sah man im Zieleinlauf ausschließlich zufriedene Gesichter bei Teilnehmern, Zuschauern und den Veranstaltern.

Die tagesschnellsten Damen des Biathlons waren in der klassischen Technik Maria-Luzia Geißler vom Landkreis Tuttlingen und in der freien Technik Anna Wahls vom Alb-Donau-Kreis. Bei den Herren konnte sich in der klassischen Technik Vinzenz Bader von der Mannschaft „vom Allgäu bis ins Oberland“ und in der freien Technik Joachim Herr vom Forum Weißtanne durchsetzen.

Im Landhaus Sommerau in Buchenberg wurden bei der anschließenden Siegerehrung die Erstplatzierten durch Bernhard Dingler, Forstamtsleiter in Leutkirch, Bürgermeister Barth und Forstbetriebsleiter Jann Oetting ausgezeichnet. Am Ende gab es den Gesichtern nach zu urteilen, sowohl bei den Startern als auch bei den Organisatoren nur Siegerinnen und Sieger.

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Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
news-1867 Tue, 19 Feb 2019 07:54:46 +0100 Zirben zu sehr guten Preisen versteigert http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1867&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b8e34b3351585300803d18d1274006b1 St. Martin bei Lofer, 19.02.2019 - Die Bayerischen Saalforste haben rund 30 Festmeter Zirben, die in den Hochlagen vom Sturm VAIA geworfen wurden, auf der Südostbayern-Submission zu hervorragenden Preisen verkauft.

Auf dem Wertholzplatz der 22. Südostbayern – Submission am 04.02.2019 war die Zirbe des Forstbetriebs St. Martin der Verkaufsschlager. Ihr sehr aromatisch duftendes Holz ist vor allem als Möbel- und Schnitzholz heiß begehrt. Der Forstbetrieb Sankt Martin der Bayerischen Saalforsten lieferte die seltene Ware, die ein Sturm in den Hochlagen des Betriebs entwurzelt hatte. Der Durchschnittspreis der 27 Festmeter lag bei beachtlichen 443 €/Festmeter, das Höchstgebot sogar bei sensationellen 940 €/Festmeter.  

In diesem Jahr konnten sich die Veranstalter - der Forstbetrieb Ruhpolding der Bayerischen Staatsforsten AöR, die Waldbesitzervereinigungen Traunstein und Laufen-Berchtesgaden und das Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Traunstein - über einen sehr gut bestückten Submissionsplatz in Waging am See freuen. Mit über 500 Stämmen und einer Gesamtmenge von 485 Festmetern lag das Angebot an hochwertigem Laub- und Nadelholz fünfzig Prozent über dem langjährigen Mittel.

Es wurden von 31 verschiedenen Kunden Gebote auf das perfekt aufbereitete Holz auf dem Submissionsplatz abgegeben. Auch Raritäten wie Linde, Scheinzypresse, Kirsche, Vogelbeere und Birne wurden wieder in geringem Umfang angeboten und fanden ihre Käufer. Bemerkenswert ist das Ergebnis eines schwachen Eibenstammes, der den höchsten Festmeter-Preis der diesjährigen Versteigerung mit 1370 € erzielte.

Das Durchschnittsergebnis über alle Baumarten von 320 €/Festmeter lag zwar unter dem des Vorjahres (373 €/Festmeter), die Veranstalter zeigten sich dennoch zufrieden. Dank der großen Angebotsmenge konnte der Gesamtumsatz auf über 150.000 € gesteigert werden.

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Forstbetrieb St. Martin, Bayer. Saalforste Nachrichten
news-1866 Wed, 13 Feb 2019 09:22:18 +0100 Funk im Forst – Ein Mehr an Sicherheit in der Holzernte http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1866&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=51ba105e36d29aa5c93443a9baa4ad39 12. Februar 2019 – Heigenbrücken Sicherheit geht vor – der Forstbetrieb Heigenbrücken stattet seine Waldarbeiter mit Funkgeräten aus.

Nach einer umfangreichen Schulung durch Forstwirtschaftsmeister Lukas Küber bekam jeder der Forstwirt ein neues Funkgerät als Teil seiner persönlichen Schutzausrüstung. Küber erklärt in seiner Einführung: „Die Naturnahe Waldbewirtschaftung und der Waldumbau stellen uns vor neue Herausforderungen. Durch die vielen verschiedenen Baumarten und das unterschiedliche Alter der Bäume sehen wir uns gegenseitig bei der Holzernte immer schlechter und das Absprechen untereinander wird schwieriger.“

Der nun erfolgten, bayernweiten Einführung gingen umfangreiche, interne Versuche voraus. Alles in enger Abstimmung mit dem Personalrat. Der Leiter des Forstbetriebs Heigenbrücken, Joachim Keßler weiß: „Unsere Mitarbeiter sind eine tragende Säule des Unternehmens. Bei allen Vorhaben, die der Sicherheit dienen, binden wir die Mitarbeiter immer mit ein!“ Denn was bringe die beste Ausstattung, wenn sie niemand benützt?

Die neu eingeführten Funkgeräte verbessern die Kommunikation der Waldarbeiter enorm. Sie ermöglichen eine Verständigung untereinander ohne den Gefahrenbereich eines Anderen zu betreten. Der größte Vorteil der Geräte ist jedoch die verbesserte Sicherheit bei der Holzernte. Im Notfall kann eine unverzügliche Rettung eingeleitet werden. Die Funkgeräte erkennen Unfälle über eine spezielle Funktion, die sogenannte „Totmannschaltung“: Diese Funktion ist einfach, aber effektiv. Während der normalen Arbeit bleibt die Schaltung inaktiv. Gerät der Waldarbeiter über einen längeren in eine Schräglage, löst das Funkgerät automatisch einen schrillen unüberhörbaren Warnton aus, der alle umliegenden Waldarbeiter alarmiert. Der Ton wechselt mit einer automatischen Sendefunktion, sodass man den Verunfallten auch hören kann, ohne dass er die Sprechtaste drückt.

Dieses Plus an Sicherheit läßt sich der Betrieb einiges kosten. So beträgt der Preis für ein Funkgerät mit dazugehörigen Mikrophon und die darauf abgestimmte Gürteltasche mehrere hundert Euro. Der Betrieb hat alle 19 Waldarbeiter damit ausgestattet.

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Wald im Spessart Wald im Spessart Newsticker Startseite Forstbetrieb Heigenbrücken Nachrichten
news-1865 Fri, 08 Feb 2019 12:03:12 +0100 Innovative Technologie in der Arbeitssicherheit im bayerischen Staatswald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1865&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7a417b6077cb4fba0c245dbbbbd4ad8b (30.01.2019) – Hammelburg -- Waldarbeit ist auch im 21. Jahrhundert noch eine der gefährlichsten Tätigkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Selbst größte Forstmaschinen sind nach wie vor auf die Zuarbeit von Waldarbeitern angewiesen.

Daher setzen sich die Bayerischen Staatsforsten intensiv mit dem Thema Arbeitssicherheit in der Holzernte auseinander. Neben der Einführung einer Funkausrüstung für die Forstwirte im Jahr 2018, wird nun an der Entwicklung von (funk-) ferngesteuerten Fällkeilen geforscht. Der wichtigste Vorteil dieser Geräte ist, dass die Waldarbeiter den zu fällenden Baum aus sicherer Entfernung (außerhalb vom Gefahrenbereich unter der Baumkrone) zu Boden bringen können. Weiterhin kann mit diesen Geräten sehr viel Hubkraft erzeugt werden (sie entwickeln eine Hubkraft von bis zu 25 Tonnen), was den Forstwirten die Arbeit deutlich erleichtert und das sehr anstrengende „Keilen“ mit der schweren Axt und manchmal zahlreichen, schweißtreibenden Schlägen, ersetzt.

Zu diesem Thema fand am 30. Januar 2019 ein Workshop mit fünf beteiligten unterfränkischen Forstbetrieben unter Leitung des Teams Technische Produktion der Betriebszentrale aus Regensburg am Forstbetrieb Hammelburg statt.

Elf Forstwirte und Forstwirtschaftsmeister haben die ferngesteuerten Fällkeile in den letzten drei Monaten intensiv getestet und auf ihre Praxistauglichkeit untersucht. Dabei wurde von allen Testern der große Gewinn an Sicherheit sowie die ergonomische Erleichterung bei der Baumfällung gelobt. Die insgesamt 20 Keile werden jetzt an andere Staatsforstbetriebe weitergegeben, um auch in anderen Regionen Bayerns Eindrücke zu dieser Technologie sammeln zu können. Für die Betriebe Hammelburg, Bad Brückenau, Bad Königshofen, Heigenbrücken und Rothenbuch steht jedoch jetzt schon fest, dass ferngesteuerte Fällkeile in Zukunft die Waldarbeit viel sicherer und weniger körperlich fordernd machen.  

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Forstbetrieb Hammelburg Nachrichten
news-1864 Thu, 07 Feb 2019 09:37:40 +0100 PEFC-Waldhauptstadt 2019: Wernigerode erhält Staffelstab von Heidelberg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1864&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=108a8e66e41134247598759ae3b5aa25 Stuttgart / Wernigerode, 07.02.2019: Geglückte Staffelstabübergabe der PEFC-Waldhauptstadt 2018, Heidelberg, an den neuen Titelträger im Jahr 2019, Wernigerode. Heidelberg hat am 05.02.2019 damit offiziell den Titel "Waldhauptstadt" an die 2019er PEFC-Waldhauptstadt Wernigerode weitergereicht. Eine Heidelberger Delegation in Person von Florian Haensel und Thorsten Stephan vom Landschafts- und Forstamt Heidelberg waren dazu eigens nach Wernigerode gereist. Im Gepäck hatte Florian Haensel neben guten Wünschen auch einen echten Staffelstab aus Buchenholz, den er an Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert überreichte. Im Nachgang übergab Prof. Dr. Andreas W. Bitter, Vorsitzender von PEFC Deutschland, in Wernigerodes Wald am Schlosshotel die Urkunde "PEFC-Waldhauptstadt 2019".

Die im Jahr 2011 ins Leben gerufene Auszeichnung "PEFC-Waldhauptstadt" thematisiert unter anderem die besondere Verbindung zwischen Wald und Gesellschaft. Prof. Dr. Andreas W. Bitter, PEFC-Vorsitzender, sagte: „Wald war immer schon wichtig für eine ganz Reihe zusätzlicher Leistungen wie Bodenschutz, Naturschutz, Artenschutz und Erholung. Diese Leistungen werden seitens der Gesellschaft immer weiter angenommen. Multifunktionale Forstwirtschaft und die Ansprüche der Gesellschaft an den Wald müssen zu einem erfolgreichen Kompromiss zusammengeführt werden. Wernigerode ist dabei ein sehr vorbildliches Beispiel.“

Oberbürgermeister Peter Gaffert dankte zunächst dem Gremium für die Vergabe des Titels „PEFC-Waldhauptstadt 2019“ an die Stadt Wernigerode. „Damit wird Wernigerodes langanhaltendes, lang-jähriges Engagement anerkannt. Der Wald hat an gesellschaftlicher Bedeutung gewonnen. Als Erholungs¬wald spielt er eine ganz besondere Rolle in Wernigerode und in der Harzregion. Der Wald ist unabhängig von der Jahreszeit immer ein attraktives touristisches Ziel und ist neben einer schönen Stadt immer ein wichtiges Pfand“, so Gaffert. Er verwies weiterhin auf die Vielzahl von Veranstaltungen, die im Rahmen der Waldhauptstadt in diesem Jahr in Wernigerode stattfinden werden.

Waldhauptstadt 2019 – und los geht’s

Mit der Titelübergabe fällt der Startschuss für das Aktionsjahr „Wernigerode ist Waldhauptstadt 2019“. Im Laufe des Jahres sind viele verschiedene Projekte geplant, so zum Beispiel Pflanzungen von jungen Flatter-Ulmen und Fichten mit verschiedenen Grundschulen und Kindergartengruppen anlässlich des „Baumes des Jahres 2019“, eine Übernachtung im Wald im Rahmen des Ferienpasses und Aktionsangebote in den zertifizierten Waldfuchs-Kitas. Zudem stiftet PEFC neben dem Titel tausend Forstpflanzen, die beim Aktionstag „Waldwandel mit PEFC“ von Bürgerinnen und Bürgern sowie Schülern der Stadt Wernigerode gepflanzt werden sollen.

Hintergrundinformationen zum Wettbewerb „PEFC-Waldhauptstadt“

Im Rahmen des Wettbewerbs konnten Städte und Gemeinden, die sich in besonderer Form für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung engagieren sowie auf eine langjährige Bewirtschaftung ihrer Wälder nach den PEFC-Standards zurückblicken können, ihre Bewerbung zur PEFC-Waldhauptstadt einreichen. Dem Aufruf folgten insgesamt fünf Städte und Gemeinden aus ganz Deutschland, die neben der PEFC-Zertifizierung des Gemeindewaldes eine Vielzahl an weiteren Aktivitäten zum Thema Nachhaltigkeit vorstellten. Die Jury, die aus den Mitgliedern von PEFC Deutschland e.V. bestand und sich somit unter anderem aus Vertretern des Waldbesitzes, der Holzwirtschaft sowie Umweltverbänden und Gewerkschaften zusammensetzte, wählte Wernigerode auf Platz 1. In den vergangenen Jahren wurden folgende Städte und Gemeinden ausgezeichnet: Heidelberg (2018), Brilon im Sauerland / Nordrhein-Westfalen (2017), Ilmenau / Thüringen (2015), Freiberg / Sachsen (2013), Rottenburg am Neckar / Baden-Württemberg (2012) und Augsburg (2011).  

Kontakt für Anfragen zur Waldhauptstadt Wernigerode:
Winnie Zagrodnik
Pressestelle Stadt Wernigerode
Marktplatz 1
38855 Wernigerode
Tel. 03943-654105
E-Mail: winnie.zagrodnik@wernigerode.de
www.wernigerode.de

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Nachrichten
news-1863 Thu, 31 Jan 2019 13:14:06 +0100 Verkehrssicherung entlang Kreisstraße im Forstbetrieb Ottobeuren http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1863&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e6209b0aa7fe752d4786f4eecc800903 Baum ab für die Sicherheit

Ottobeuren, 31. Januar 2019 – Der Forstbetrieb Ottobeuren wird voraussichtlich nächste Woche entlang der Kreisstraße MN 21 zwischen Rothenstein und Au eine Verkehrssicherungsmaßnahme durchführen. Aufgrund der für die Sicherstellung der Verkehrssicherheit notwendigen Baumfällarbeiten muss die Straße immer wieder kurzzeitig für den öffentlichen Verkehr gesperrt werden.

Der Waldbestand entlang der Straße ist stark geschädigt: die jüngsten starken Schneefälle führten vielfach zu Wipfelbruch, weitere Fichten sind durch Rotfäule oder Borkenkäfer geschädigt. Die Standfestigkeit der zahlreich vorhandenen Eschen ist durch das Eschentriebsterben (ein hoch aggressiver Pilz aus Asien) stark beeinträchtigt.

Auf der betroffenen Fläche finden sich in Teilen bereits junge Bäume, die Restfläche wird nach Abschluss der Sicherungsmaßnahme wieder mit standortgerechten Baumarten aufgeforstet.  Der Forstbetrieb Ottobeuren bittet für die kurzfristigen Einschränkungen beim Verkehr um Verständnis.

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Forstbetrieb Ottobeuren Nachrichten
news-1862 Wed, 30 Jan 2019 16:46:18 +0100 Seltenes Bruch-Moos „Meesia triquetra“ im Forstbetrieb Oberammergau entdeckt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1862&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=05d406dcc7921a2e59d21c3091472844 Oberammergau, 30. Januar 2019 - Bei der Bearbeitung des Naturschutzkonzepts für den Forstbetrieb Oberammergau hat sich kürzlich herausgestellt, dass ein Bestand des seltenen, eiszeitreliktischen Mooses „Meesia triquetra“ (Dreizeiliges Bruchmoos) im Ettaler Weidmoos auf Flächen des Forstbetriebs Oberammergau liegt.

Der ehemals wohl bundesweit größte Bestand dieses seltenen Mooses wurde zwar beim Pfingst-Hochwasser 1999 weitgehend überschlickt, ist aber seither wieder in Regeneration begriffen. Der Wuchsort auf einer Streuwiese wird schon seit vielen Jahren von örtlichen Landwirten ohne Nährstoffeintrag, Entwässerung oder Beweidung vorbildlich gepflegt, was auf den hochwasserbedingt noch etwas nährstoffreichen Standorten auch sehr wichtig für den Erhalt dieser vom Aussterben bedrohten Moos-Rarität ist.

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Naturschutz Forstbetrieb Oberammergau Nachrichten
news-1861 Tue, 29 Jan 2019 11:56:40 +0100 Bayerische Staatsforsten und Bayerischer Jagdverband helfen gemeinsam dem heimischen Rotwild http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1861&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ab42ecb02972ec37fd49cfacdd0b55fe (Januar 2019) – Berchtesgadener Land – Hand in Hand kümmern sich Forstbetriebsleiter, Revierjagdmeister und Förster der Bayerischen Staatsforsten mit Vertretern des Bayerischen Jagdverbands um die sichere Überwinterung des Rotwildes.  

Die Lawinengefahr war inzwischen wieder gering, als in Melleck die Heuballen geschultert wurden. Hans Niederberger, Leiter der Hochwild-Hegegemeinschaft Berchtesgaden und Ehrenvorsitzender der Kreisgruppe Berchtesgadener Land meldete am Vortag seinem Stellvertreter, Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller, dass in einem Bereich, den er selbst mitbejagt, vier Stück Rotwild unterhalb der Sellarnalpe im Schnee feststecken. „Mit einem Hubschrauber müsse Heu auf den Berg geflogen werden“ forderte Niederberger. Da ein Hubschrauber das Wild und die geschützten Raufußhühner in eine kraftzehrende Flucht jagen würde, sollte versucht werden, das Rotwild mit duftendem Heu ins Tal an die Fütterung zu locken.

Schon 24 Stunden nach dem Hilferuf brachen Niederberger und Müller gemeinsam mit dem zuständigen BaySF-Förster Peter Pasquay, dem Revierjagdmeister Hubert Reiter und dem ehemaligen Revierjäger Otto Heitzmann auf. Mit Tourenski bzw. mit Schneeschuhen ging es in schwierigstes Gelände, um eine sogenannte „Futterschleppe“ aus hochwertigem Heu zu legen. Über Nassschnee-Lawinen und von Schnee gebrochenen bzw. von Staublawinen geworfenen Bäumen wurde eine Kette von kleinen Heu-Häufchen verteilt.

Folgt das Rotwild diesen Leckerbissen, findet es sich am Ende an der Fütterung von Hans Niederberger wieder. Wie an der Fährtenlage erkennbar war, hatten die Hirschen schon nach zwei Tagen den halben Weg ins Tal geschafft. „Ein toller Erfolg für Wild und Wald“ lobte der Hegeringleiter und dankte den Vertretern der Bayerischen Staatsforsten für die vorbildhafte gemeinsame Aktion.

Dr. Georg Holzhey, der örtliche Jagderlaubnisnehmer, unterstützte die Hilfsaktion unter anderem mit einer Brotzeit für die fleißigen Jäger. Jetzt bleibt zu hoffen, dass sich das Wild nicht durch Tourengeher verschrecken lässt und auf den durch Lawinenabgänge freigelegten Grasflächen verbleibt und dort junge keine jungen Bäumchen verbeißt.

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Forstbetrieb Berchtesgaden Nachrichten
news-1860 Mon, 28 Jan 2019 15:55:48 +0100 Holz aus dem Kürnachtal sorgt in Tokyo für guten Ton http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1860&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2df0f971272733f93778fa0b76ca231d 28. Januar 2019, Kempten - Warenströme laufen heute global. Deshalb verwundert es auch nicht so sehr, wenn ein Teil des im Allgäu gewachsenen Holzes weite Reisen in die Welt unternimmt. Dass aber besonders wertvolles Holz aus dem Forstbetrieb Sonthofen der Bayerischen Staatsforsten als sogenanntes Tonholz beim Bau einer Orgel in Tokyo eine gewichtige Rolle spielt, klingt schon außergewöhnlich!  

Tonholz muss ganz spezielle Eigenschaften aufweisen und wird zum Bau von Musikinstrumenten verwendet. Von kleinen Flöten und Blasinstrumenten über Streich- und Zupfinstrumente bis zum Orgelbau reicht die Anwendungsskala. „Fichtenholz spielt die dominierende Rolle, doch bei Leibe nicht aus jedem Fichtenbaum lassen sich später zarte Töne entlocken“, erklärt Hans Mayr von den Bayerischen Staatsforsten. Er ist Förster des Reviers Kürnach Nord am Forstbetriebes Sonthofen. In seinem Revier hatte er den richtigen Riecher: Die gut 120-jährigen Fichten auf etwa 900 Meter Höhe sind sehr gleichmäßig in windruhiger Lage aufgewachsen. Das wiederum klingt wie Musik in den Ohren von echten Holzkennern. Denn solches Holz verzieht sich kaum, schwindet nicht, schwingt perfekt und leitet deshalb wunderbar Töne weiter.  

Zum Riecher des Forstmannes kommt das passende Gehör von Hermann Weber, Orgelbauer aus Engerazried bei Leutkirch. Er prüft die Stämme bereits im Wald. Wenn sie die Klopfprüfung bestehen, haben sie gute Chancen, in seinem Betrieb verarbeitet zu werden und dann in einem Orchestersaal oder einer Kirche aufspielen zu dürfen. Hermann Weber sieht sich nicht zum ersten Mal im Kürnacher Wald um. Schon seit vielen Jahren ist er zur Stelle, wenn er vom Förster einen Tipp bekommt. „Hermann Weber ist ein Holzfeinschmecker“, meint Förster Mayr mit großer Achtung. Gleichzeitig freut er sich, dass er aus seinem Revier auch solche ausgefallenen Käuferwünsche erfüllen kann.  

Über Monaten hinweg hat Hermann Weber seine Schätze aus dem Kürnacher Staatswald zu einer etwa vier Tonnen schweren Orgel veredelt, einem wahren, mechanischen Wunder aus Holz. In Kisten verpackt kommt es nun per Luftfracht nach Tokyo: Für die deutsche Kirchengemeinde setzt Hermann Weber sein Werk in der dortigen Kirche wieder zusammen. „Jede Orgel hat ihren ganz eigenen, einmaligen Klangcharakter“, schwärmt Hermann Weber. Und Staatswald-Förster Mayr freut sich: „Schön zu wissen, dass im fernen Tokyo ein feiner Ton aus Allgäuer Orgelpfeifen klingt!“

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Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
news-1859 Fri, 25 Jan 2019 12:50:32 +0100 Forstbetrieb Waldsassen unter neuer Leitung http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1859&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f71962c3d0212eaec35d391fa0a8f81d Norbert Zintl folgt auf Gerhard Schneider Führungswechsel am Staatsforstbetrieb Waldsassen: Nach 26 Jahren in leitenden Positionen im Forstdienst und fast 40 Jahren als Förster geht der Leiter des Forstbetriebs Waldsassen der Bayerischen Staatsforsten, Gerhard Schneider, Anfang Februar in Ruhestand. Sein Nachfolger ist der 56jährige Norbert Zintl. Er wird künftig die Verantwortung für die 23.000 ha Staatswald in seinem Zuständigkeitsbereich übernehmen.

Im Rahmen einer kleinen Feierstunde betonte Vorstand Reinhardt Neft die Leistungen von Gerhard Schneider: „Sie haben die Wälder in Ihrem Forstbetrieb mit viel Sachverstand und Herzblut bewirtschaftet. Dafür sind wir Ihnen zu Dank verpflichtet“, so Neft. Verantwortung für einen Forstbetrieb bedeute aber nicht nur, sich um den Wald zu kümmern, sondern auch die Menschen mit einzubeziehen. „Das ist Ihnen vorbildlich gelungen“, so Neft. Norbert Zintl könne sich auf einen bestens aufgestellten Forstbetrieb mit einem kompetenten und motivierten Team freuen.

Der gebürtige Mittelfranke Gerhard Schneider hat in München Forstwissenschaften studiert und war seit 1980 im Staatsdienst tätig. Über Stationen an der damaligen Oberforstdirektion Regensburg und als Leitungskraft am Forstamt Dinkelsbühl kam Schneider als Leiter des damaligen Forstamts nach Mitterteich. Nach der Zusammenlegung der Forstämter Mitterteich und Waldsassen übernahm er die Leitung des neuen Forstamts Waldsassen und nach der Forstreform im Jahr 2005 den neu gegründeten Forstbetrieb Waldsassen.

Für Gerhard Schneider, so betonte er bei der Feier, gehe seine forstliche Zeit ohne Wehmut zu Ende: „Zusammen haben wir in bewegten Zeiten viel für den Wald erreicht. Insofern gehe ich mit einem guten Gefühl und dem Wissen, dass der Forstbetrieb bei meinem Nachfolger in guten Händen ist.“

Norbert Zintl betritt mit der neuen Aufgabe vertrautes Terrain. Nach dem Studium der Forstwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München war er als Forstreferendar in Waldsassen tätig, von 2005 – 2009 war er stellvertretender Forstbetriebsleiter in Waldsassen: „Ich bin nicht nur mit den Wäldern der Region vertraut, sondern kenne auch die Kolleginnen und Kollegen am Forstbetrieb.“ Auf die neue Herausforderung freut er sich: „Es war immer ein Traum, einen Forstbetrieb zu leiten. Umso mehr freut es mich, dass es nun in meiner Heimat geklappt hat.“ Ziel sei es für ihn, die hervorragende Arbeit von Gerhard Schneider fortzuführen. Die Herausforderungen für die Zukunft seien die durch Stürme und Borkenkäfer bedingten erhöhten Schäden im Wald und der demographische Wandel: „In den nächsten Jahren werden eine Reihe weiterer qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ruhestand gehen. Diese gilt es adäquat zu ersetzen, um den Wald auch weiterhin zum Wohle von Mensch und Natur zu bewirtschaften.“

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Forstbetrieb Waldsassen Nachrichten
news-1858 Fri, 25 Jan 2019 11:34:12 +0100 Bayerische Staatsforsten übernehmen Verantwortung gegenüber heimischem Schalenwild http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1858&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=15e9ef2cf22ecf310f6d91936d673d53 Rotwild wird im Hochgebirge flächendeckend gefüttert; Forstbetriebe entscheiden selbstständig über notwendige Fütterung von heimischem Schalenwild

Regensburg, 23.1.2019 – Die Bayerischen Staatsforsten sind sich Ihrer Verantwortung während dieser außergewöhnlichen winterlichen Wetterlage gegenüber den heimischen Schalenwildbeständen bewusst. Insbesondere das Rotwild wird deshalb gefüttert. Durch Besiedelung und Verkehrswege sind die natürlichen winterlichen Rückzugsgebiete des Rotwilds nicht mehr zugänglich. Daher werden aktuell alle bestehenden 60 Fütterungen in den bayerischen Alpen vom Allgäu bis nach Berchtesgaden durch unsere Forstbetriebe trotz der enormen Schneehöhen betrieben und täglich mit Erhaltungsfutter beschickt. Darunter sind 27 Wintergatter und 33 offene Fütterungen.

Dies geschieht stellenweise unter enorm hohen Aufwand. Viele der Fütterungen sind etwa nur noch mit Schneeschuhen oder Tourenski erreichbar und oft nur durch sehr lange Anmärsche. Dazu muss stellenweise das Futter auf dem Rücken geschnallt auf Kraxen zu den Fütterungen gebracht werden. Rund 50 Berufsjäger und Förster sind allein in unseren Hochgebirgs-Forstbetrieben täglich mit dem Unterhalt der Fütterungen beschäftigt. Dafür wurde bereits im Sommer ausreichend artgerechtes Futter, meist Heusilage, eingelagert. Unsere Berufsjäger leisten dieser Tage enormes für die geschätzten 3300 Hirsche, Hirschkühe und Hirschkälber im Gebirgsstaatswald.

Grundsätzlich sind unsere heimischen Schalenwildarten von Natur aus auf die entbehrungsreiche Zeit im Winter gut angepasst. Sie haben sich im Sommer und Herbst Feistreserven aufgebaut von denen sie zehren können und gegen die Kälte sind sie mit ihrem Fell gut geschützt. Der gesamte Stoffwechsel und Energieverbrauch ist während der kalten Monate zudem erheblich reduziert, ebenso die Nahrungsaufnahme. Sie sind daher in der Lage, auch mit größeren Schneehöhen zurecht zu kommen. Insbesondere wenn sie nicht gezwungen werden, durch Stress und erzwungene Fluchtaktivitäten zusätzlich Energie zu verbrauchen.

Die außergewöhnlich großen Schneemengen wie sie Anfang Januar gefallen sind, stellen aber auch die Schalenwildarten, neben den Hirschen etwa das Rehwild vor besondere Herausforderungen. Daher haben die Bayerischen Staatsforsten entschieden, über Spuren im Schnee entdecktes Schalenwild auch abseits der bestehenden Fütterungen mit Erhaltungsfutter zu versorgen.

Dies geschieht auf Basis der Erfahrungen und des Wissens unserer gut ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort. Die Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten entscheiden über die Notwendigkeit in eigener Regie. In dieser weiter andauernden Extremsituation gilt darüber hinaus weiterhin, dass kein Schalenwild bejagt wird.

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Nachrichten
news-1857 Fri, 25 Jan 2019 07:59:46 +0100 Bundeswehr zu Besuch im Forstbetrieb Bodenmais http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1857&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=eabbb9cedc76d8c7c788921ed0fa5c59 Bodenmais, 25. Januar 2019 - Die SanSff Eins Kümmersbruck Zg SanUstg Regen (zu „deutsch“: Sanitätsstaffel Einsatz Kümmersbruck, Zug Sanitätsdienstliche Unterstützung Regen) ist in der Bayerwald-Kaserne Regen untergebracht. Die Sanitätssoldatinnen und -soldaten machen hier zum einen Sanitätsausbildung, zum anderen unterstützen sie die Regener Grenadiere bei ihren Einsätzen im In- und Ausland.

Um dem Namen „Bayerwald“ auch gerecht zu werden, nutzte die Staffel die Tatsache, dass einer ihrer Soldaten der Sohn des Ausbildungsmeisters am Forstbetrieb Bodenmais ist, zu einem Informationstag „Forst“.

Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl und Ausbildungsmeister Hilgart ließen es sich deshalb nicht nehmen, in der Lehrlingswerkstatt Oberlohwies den Soldatinnen und Soldaten zunächst die Bayerischen Staatsforsten ganz allgemein und dann den Forstbetrieb Bodenmais mit all seinen Besonderheiten vorzustellen. Nach der Theorie und intensivem Gedankenaustausch folgte dann nach einer zünftigen Brotzeit in der Lehrwerkstatt die Praxis: Forstwirtschaftsmeister Hilgart hatte einen Übungsparcour aufgebaut, wo jeder die erworbenen Grundkenntnisse aus der Theorie in die Praxis umsetzen konnte.

Hilgart erläuterte zunächst die Funktion der persönlichen Schutzausrüstung und die Sicherheitseinrichtungen der Motorsäge bei der Waldarbeit. Dann demonstrierte er Fäll -und Entastungstechniken an schwächeren Bäumen. Als „Highlight“ durften die Teilnehmer anschließend ihr erworbenes Wissen selbst anwenden und Schneideübungen mit der Motorsäge durchführen.

Erst am späten Nachmittag endete das Treffen – Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl: „Für die Soldatinnen und Soldaten das war ein richtig cooler Tag! Und für uns die Möglichkeit, den Forstbetrieb mal ganz „woanders“ darzustellen. Wenn sie dürfen, begrüßen wir sie gerne mal wieder!“  

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Forstbetrieb Bodenmais Nachrichten
news-1856 Mon, 21 Jan 2019 14:48:39 +0100 Forstbetrieb Selb informiert Schüler im Fichtelgebirge http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1856&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1cfe03858828dc9523ebb5f1dac5d00a Wunsiedel, Januar 2019 -  Der letzte Schultag vor den Weihnachtsferien stand am Luisenburg-Gymnasium Wunsiedel unter dem Motto „students4students“. Dabei konnten sich die Abiturientinnen und Abiturienten über zukünftige Berufe und Studienmöglichkeiten bei ehemaligen Absolventen des Gymnasiums informieren.

Zum ersten Mal waren auch die Bayerischen Staatsforsten mit vertreten. Revierleiter Matthias Fuchs vom Forstbetrieb Selb informierte über das „Unternehmen Wald“ und dessen vielfältige Berufsbilder. Hierbei fanden die Berufe mit Nachhaltigkeitsgedanken eine sehr große Nachfrage.

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Forstbetrieb Selb Nachrichten
news-1855 Fri, 18 Jan 2019 10:38:00 +0100 Vorstand Neft übergibt in Coburg "Grünes Klassenzimmer" http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1855&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2b6e2508fde903ad3903d8434c1572a6 Coburg, Januar2018 - Endlich war es soweit. Mitte November 2018 begrüßte der Forstbetrieb Coburg die Schulleitungen der Realschule Co II sowie die der Schaumbergschule zur Übergabe eines "Grünen Klassenzimmers".

Auf rustikale Eichenbänke lauschten zahlreiche Schüler den Ausführungen des Vorstandes der Bayerischen Staatsforsten Herrn Neft und dem Schulleiter der Co II Herrn Klaus Reisenweber. Digitalisierung ist heute zwar ein sehr wichtiges Thema bei der Bildung, der Bezug zur Natur und das Verständnis für ökologische Zusammenhänge sind aber ebenso wichtig, gerade in Zeiten drastischer Klimaveränderungen.

Mit dem "Grünen Klassenzimmer" haben die Schüler nunmehr die Möglichkeit, den Unterricht an der frischen Luft erleben zu können. Weiteren Sitzmöglichkeiten und der Pflanzung von Streuobst sollte nichts im Wege stehen betonten Vorstand und Betriebsleiter.

Die Einweihung wurde musikalisch von Lehrern, Schülern und Altlandrat Michael Busch (nunmehr MdL) mit dem Rockklassiker "Hymn" von Barclay James Harvest professionell umrahmt.

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Forstbetrieb Coburg (Forst- und Domänenamt) Nachrichten
news-1854 Thu, 17 Jan 2019 16:43:34 +0100 Gute Ergebnisse bei der Versteigerung in Litzendorf http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1854&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=71a577ef74fa4c70de4b2a467df015c1 Lärche bleibt ein Erfolgsgarant – stabiles Preisniveau im Wertholzsegment

Waldsassen, 17. Januar 2019 - Zum diesjährigen Versteigerungstermin am 16. Januar 2019 im Pfarrsaal von Litzendorf fanden sich wieder viele Interessenten aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland ein.

Insgesamt 7 staatliche Forstbetriebe haben im Vorfeld ihre Werthölzer auf den zwei zentralen Lager-plätzen in Strullendorf und Weibersbrunn präsentiert. Das Angebot der Bayerischen Staatsforsten war mit rd. 1.100 Festmetern etwas größer als im letzten Jahr, wobei insbesondere die Lärchen- und Kiefernmengen von den Betrieben deutlich erhöht wurden.

Neben der bekannten Stammkundschaft beteiligten sich auch einige Neukunden rege an der Versteigerung. Nach einer zögerlichen Anfangsphase entwickelte sich eine lebhafte und intensive Versteigerungsatmosphäre. Besonders einige hochwertige Lärchenblöcher waren heftig umworben. Die anwesenden Firmen honorierten das durchweg sehr gute Qualitätsniveau der Hölzer durch entsprechende Gebote und es konnten nahezu alle aufgerufenen Lose zugeschlagen werden.

Der Durchschnittspreis über alle Baumarten lag mit 222 €/fm knapp über dem Ergebnis des Vorjahres (220 €/fm). Damit konnte erneut eines der besten Ergebnisse in der Veranstaltungshistorie erreicht werden.

Das Höchstgebot der Versteigerung erzielte ein Lärchen-Los mit 2 Blöchern (3,63 fm) aus dem Forstbetrieb Ebrach mit 1.000 €/fm. Weitere Spitzenerlöse bis 675 €/fm und ein Mittel von 336 €/fm sind ein Beleg für die ausgezeichnete Qualität der aufgelegten Lärchen-Stämme. Die Kiefer erfreute sich einer guten Nachfrage, war allerdings mit einem Durchschnittserlös von 166 €/fm unter dem Vorjahresniveau. Das Interesse an Douglasie stieg im Vergleich zum Vorjahr wieder an und spiegelt sich auch in den Erlösen wider.

Wie schon in den letzten Jahren war das Versteigerungslokal sehr gut besucht. Aus dem teilnehmenden Bieterkreis haben letztlich 17 Firmen einen Zuschlag für ihre Gebote erhalten (2018: 16).

Die Verkäuferseite ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden und bedankt sich bei allen Kunden für das große Interesse und das engagierte Mitbieten bei der Versteigerung.

Die Ergebnisse im Überblick

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Nachrichten
news-1853 Thu, 17 Jan 2019 13:09:27 +0100 Bayerische Staatsforsten statten Forstwirte mit Sicherheitsfunk aus http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1853&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5f9797bddb2668bf77d8257ec80d1cb1 (Vilshofen 17.01.2019) – Winterzeit ist Holzerntezeit. Diese zählt zu den gefährlichsten Arbeiten für die Forstwirte. Um Unfälle zu vermeiden und im Ernstfall schnellste Hilfe vor Ort zu haben, ist den Bayerischen Staatsforsten nichts zu wenig, um die Sicherheit des eigenen Personals zu garantieren.

Deswegen werden technische Neuerungen sofort getestet und als Verbesserung umgehend in die persönliche Schutzausrüstung aufgenommen. So wurden die 21 Burglengenfelder Forstwirte rechtzeitig zur Holzeinschlagssaison mit neuen Mobilfunkgeräten ausgestattet. Die handygroßen Funkgeräte werden rücklings am Werkzeuggürtel getragen, eine mit Spiralkabel verbundene Sprecheinrichtung am Kragen der Arbeitsjacke fixiert.

Die auf digitalem und analogem Netz laufenden Geräte erlauben im Wald eine Verbindung der Rottenkameraden im laufenden Hieb bis zu 1000 Metern. Der Clou ist eine sogenannte „Totmannschaltung“, die einen Verunfallten sofort meldet. Bei einer dauernden Schräglage von unter 30 Grad Neigung des Verletzten alarmiert das System mittels eines unüberhörbar schrillen Tons nach 50 Sekunden sämtliche im Funkbereich arbeitenden Kollegen. Die Sprechfunktaste ist in diesem Fall geöffnet, sodass der Verletzte notfalls noch ohne Armeinsatz sprechen kann.

Sämtliche Waldfacharbeiter wurden am Ausbildungszentrum der Bayerischen Staatsforsten in Vilshofen durch den forstbetrieblichen Sicherheitsbeauftragten und Ausbildungsmeister Michael Fischer und Servicestellenleiter Harald Hölzl in die Handhabung der neuen Geräte eingeführt.

Forstbetriebsleiter Thomas Verron konnte sich tags darauf im laufenden Hieb in der Staatswaldabteilung Hoher Felsen im Hirschwald bereits vom Einsatz der neuen Funkausstattung überzeugen. Bei einem Großeinsatz mit mehreren Waldarbeitern im Arbeitsfeld ist ein Sicherheitsabstand zwischen diesen von mindestens zwei Baumlängen, also mindestens 60 Metern einzuhalten. In einem unübersichtlichen Gelände wie diesem mit teilweise flächiger übermannshoher Vorausverjüngung können die Forstwirte untereinander ihre Position weitergeben und so diesen Sicherheitsabstand zusätzlich zur vorgeschriebenen Arbeitsfeldaufteilung gewährleisten. Zudem kann ein Rottenkamerad umstandslos ohne weitere Gehzeiten bei hängengebliebenen Bäumen oder sonstigen Problemen Unterstützung bei seinen Kollegen anfordern.

Im kombinierten Einsatz mit Maschinen ist eine laufende abstimmende Kommunikation möglich. Ein interner digitaler Funkkreis verhindert Außenstörungen durch andere externe Funknutzer. Das Umschalten auf ein analoges Netz erweitert die Kommunikationsmöglichkeiten mit anderen Mobilfunknutzern. Die neue Technik bringt nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch durch ihre enorme Reichweite mehr Flexibilität bei der Arbeit. Für die Bayerischen Staatsforsten Grund genug, ihr Sicherheitssystem mit dieser Technik zu erweitern.

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Forstbetrieb Burglengenfeld Nachrichten
news-1852 Thu, 17 Jan 2019 12:58:18 +0100 Bäume und nasser Schnee – eine gefährliche Mischung http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1852&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a15bffdf56f9af658e63e44e7f6f26a8 Kempten, 17. Januar 2019 – „Ich stehe seit etwa 20 Minuten an der Börwanger Wiege an einen sicheren Platz, um die Lage vor Ort einschätzen zu können“, berichte Förster Markus König. Er pflegt den Staatswald des Forstbetriebs Sonthofen rund um Buchenberg und Haldenwang. Vor genau einer Woche hat ihn die Straßenmeisterei Kempten darüber informiert, dass wegen der Gefahr durch die unter der Schneelast umstürzenden Bäume die Staatsstraße 2055 voll gesperrt wurde. Die Feuerwehr hatte zuerst versucht, die Straße frei zu schneiden. Aber dann wurden die Arbeiten wegen akuter Gefährdung der Einsatzkräfte eingestellt.  

„Wenn ich die seitdem zusätzlich über die Fahrbahn gestürzten Bäume sehe, war dies die einzig richtige Entscheidung! Zu diesem Zeitpunkt wäre es für niemanden zumutbar gewesen, die Straße frei zu halten. Außerdem hätte sich dadurch die Gefahrenlage ja auch nicht entschärft“, findet der Staatswaldrevierleiter. Was ihn allerdings verwundert und auch zornig macht, ist folgendes: Innerhalb von nur 20 Minuten versuchen fünf Autos an ihm vorbei zu fahren - obwohl er mit eingeschalteter Warnblinkanlage und zusätzlichem Blinklicht an der Heckklappe auf der Straße steht. Fakt ist, dass diese Autofahrer zu diesem Zeitpunkt bereits zwei Sperrschilder und zwei Sperrbaken missachtet und umfahren haben. „Nicht selten kommen erstaunte Fragen, warum denn gesperrt sei und ob man nicht weiterfahren könne? Da komme ich dann schon ins Grübeln“, berichtet Markus König weiter.  

König grübelt weiter: Warum werden wohl in kurzem Abstand zwei offizielle Sperrungen aufgestellt? Doch sicher nicht, um jemanden zu ärgern, oder ihn zu einem Umweg zu zwingen. Sondern um zu verhindern, dass sich jemand in eine – manchmal lebensbedrohende - Gefahr begibt. Nicht selten muss er sich anhören „Sie stehen ja auch da“. Das ist richtig. „Aber es gibt eben Menschen, die sich in solchen Situationen ein Bild der Lage machen müssen. Um entscheiden zu können, wie und wann Maßnahmen getroffen werden können, um die Gefahr möglichst zeitnah zu beseitigen“, erklärt Staatsforsten-Revierleiter König. „Es würde ja wohl auch niemand auf den Gedanken kommen, in ein brennendes Haus zu laufen, nur weil die Feuerwehr auch drin ist und löscht oder anderweitig Hilfe leistet…“.  

Anscheinend werden Bäume, die bereits bis zur Belastungsgrenze gebogen sind, anders als Brände oder Hochwasser nicht als Gefährdung wahrgenommen. Ebenso herrscht oft Unverständnis dafür, dass Straßen nicht sofort wieder freigemacht werden. „Hier denkt wohl niemand an die Gefährdung der Menschen, die diese Freischneidearbeiten verrichten und die auch gesund nach Hause kommen wollen. Menschenleben sollten wichtiger sein, als ein Umweg, egal wie lange diese sein mag“, findet Markus König. Er deutet auf einen Schnee- und Blechhaufen unter Baumkronen: „Was durch Ignoranz und Selbstüberschätzung passieren kann, zeigt das hier!“. Kaum noch erkennbar ist ein Auto zu sehen, dessen Fahrer die Sperrungen missachtet hat und von einem umstürzenden Baum getroffen wurde. Nochmal König: „Gott sei Dank haben hier wohl alle Schutzengel zusammengehalten, denn es ist fast nicht vorstellbar, dass es bei diesem Unfall keine Personenschäden gab. Ob die Versicherung für den Sachschaden aufkommt?“  

Wie ein Mantra wiederholt der Staatswaldrevierleiter seine Bitte: „Nehmen Sie solche Sperrungen nicht auf die leichte Schulter. Ein kleiner Umweg kann helfen, großes Unglück zu vermeiden. Passen Sie gut auf sich auf!“

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Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
news-1851 Thu, 17 Jan 2019 10:29:15 +0100 Mit Schaufeln, Teamwork und Ketten für das Rotwild http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1851&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=256beb837943a45bd6eff9b4b072baf6 (Januar 2019) – Berchtesgadener Land – Unter widrigsten Wetterbedingungen kämpfen sich Berufsjäger und Förster der Bayerischen Staatsforsten durch den Schnee, um die Fütterung des Rotwildes zu gewährleisten.

Spätestens mit der Erklärung zum Katastrophenfall wird es offensichtlich. So viel Schnee in so kurzer Zeit hat es schon lange nicht mehr im Berchtesgadener Land gegeben. Während zahllose Helfer, unterstützt von Bundeswehr, Feuerwehren und technischem Hilfswerk versuchen den Schneemassen auf Straßen und Dächern Herr zu werden, machen sich Berufsjäger Max Schmid und Förster Christian Lischka vom Forstbetrieb Berchtesgaden der Bayerischen Staatsforsten auf dem Weg zum Wintergatter Pfaffenthal.

Aufgrund der Zersiedelung und Verbauung der Auelandschaft durch den Menschen ist das Rotwild gezwungen in seinen Sommereinständen zu überwintern. Hier wird es über den Winter mit Heu, Rüben und Grassilage versorgt, bis die Vegetation wieder genug Nahrung bietet. Aufgrund der derzeitigen klimatischen Situation stellt sich diese Versorgung jedoch als extrem schwierig heraus. Der Weg zum Wintergatter ist mit meterhohem Schnee bedeckt, abgebrochene Bäume liegen quer und immer wieder ist das Knarzen und Brechen von Ästen und Gipfeln durch den Wald zu hören.

Es kommt auch in anderen Wintern vor, dass die Straße zugeschneit ist und im Normalfall würde sich Berufsjäger Max Schmid mit den Skiern auf den Weg machen. Doch dies ist derzeit aufgrund der Gefahrenlage unmöglich. Das Wild verbraucht zum Glück derzeit nur wenig Energie. Es steht in der Regel windgeschützt beisammen und hat den Stoffwechsel auf ein Minimum heruntergefahren. „Es ist Ehrensache, dass unser Rotwild täglich gefüttert wird,“ sind sich Max und Christian mit allen anderen Revierjägern am Forstbetrieb Berchtesgaden einig. Von Tag zu Tag wird der Zugang kräftezehrender und Besserung ist nicht in Sicht.

Um das Wild zu schonen hat der Forstbetrieb Berchtesgaden zu Beginn der Schneefälle bereits die Jagd eingestellt. Jede Beunruhigung würde bei diesen Schneelagen dem Wild unnötig viel Energie rauben. Mit einem Viking Kettenfahrzeug machen sich die beiden auf den Weg um dem Rotwild das Heu in die Futterraufen zu legen. Mehrmals bleiben sie jedoch mit dem Kettenfahrzeug stecken. Nur mit vereinten Kräften schaffen Sie es, das Fahrzeug wieder freizuschaufeln um weiterzufahren. Doch auch dieses Mal kommen Sie nicht sonderlich weit. Eine unter der Schneelast zusammengebrochene Fichte versperrt beiden den Weg.

Um diese zu entfernen müssen abermals die Schaufeln und eine Motorsäge ran. Alleine wäre dies nicht zu schaffen. Doch die Zusammenarbeit von Förster und Jäger zahlt sich aus. Gerade als die beiden die Fütterungen erreichen, erblicken Sie schon die nächste Überraschung. Die Futterraufen liegen unter tiefem Schnee begraben und müssen wie der Eingang zum Futterstadl erst freigelegt werden. Notdürftig wird das Heu erstmal auf den Schnee gelegt. Auch bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt eine schweißtreibende Angelegenheit.

Bei diesen Witterungen wird auch die Ausrüstung strapaziert. Ein Kettenlaufwerk des Viking hat sich gelöst und muss notdürftig repariert werden. „Die Zusammenarbeit zwischen Jäger und Förster klappt bei uns hervorragend,“ schwärmt Forstbetriebsleiter Dr. Müller und fährt fort: „Leider bekommt die Bevölkerung die große Leistung zum Wohle unseres Wildes nur am Rande oder überhaupt nicht mit“. Denn der Fütterungsbetrieb findet im Wald statt, fernab der öffentlichen Wahrnehmung.

Christian Lischka und Max Schmid stört das nicht. Sie haben eine Berufung für den Wald und für das Wild. Sie packen an, Hand in Hand. Ausruhen können sich beide noch nicht. Denn Sie müssen täglich wiederkommen zum Gatter. Und auf der Heimfahrt ist der Weg bereits wieder zur Hälfte zugeschneit…

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Forstbetrieb Berchtesgaden Nachrichten
news-1850 Wed, 16 Jan 2019 13:18:46 +0100 Bayerische Staatsforsten unterstützen ehrenamtliche „Helfer vor Ort“ in Nordhalben http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1850&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a324130e3494707efce4a7e8760d3f0a Nordhalben, 16. Januar 2018 - Der Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten unterstützt die „Helfer vor Ort“ mit Erlösen aus dem Nikolausmarkt. Forstbetriebsleiter Fritz Maier übergab in Anwesenheit von Bürgermeister Michael Pöhnlein eine Spende an Reinhard Wendel, um diese wertvolle ehrenamtliche Leistung der „Helfer vor Ort“ zu würdigen und die Anschaffung von Material und Ausrüstungsgegenständen zu unterstützen.

Die Mitarbeiter des Forstbetriebs Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten haben auf einem großen Stand am Nikolausmarkt im Dezember Wildbret aus den naturnahen Staatswäldern, Wildkochbücher und selbst hergestellte Produkte sowie Kunstwerke aus Holz verkauft. Der Erlös wurde für soziale Zwecke in der Region zugesagt. Die ehrenamtlichen „Helfer vor Ort“ erhielten nun als erste Organisation eine Spende in Höhe von 850.-€ für die notwendige Anschaffung von Material und Ausrüstungsgegenständen.

Die „Helfer vor Ort“ werden in Notfällen gleichzeitig mit den Rettungskräften durch die Rettungsleitstellen informiert. Da sie keine größeren Anfahrtstrecken zurücklegen müssen, sind sie sehr schnell bei den hilfsbedürftigen Personen und können die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte für fachkundige Hilfe nutzen. Über 80 Hilfseinsätze pro Jahr werden im Raum Nordhalben geleistet.

In der Vergangenheit haben sowohl Mitarbeiter am Forstbetriebssitz als auch Bürgermeister Michael Pöhnlein persönlich und viele Bürger und Besucher Nordhalbens auf diesem Weg schnelle Hilfe erhalten.

Forstbetriebsleiter Fritz Maier dankte in Anwesenheit von Bürgermeister Michael Pöhnlein den ehrenamtlichen Kräften und überreichte die finanzielle Unterstützung an Herrn Reinhard Wendel, der vor seiner Rente selbst im Rettungsdienst tätig war. „Wir leben und arbeiten gerne im Frankenwald und engagieren uns für die Zukunft des Frankenwaldes und seiner Bewohner“, betonte Betriebsleiter Fritz Maier. „Hoffentlich benötigen wir die „Helfer vor Ort“ in Zukunft möglichst gar nicht. Wenn doch, wissen wir uns aber in guten Händen.“

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Forstbetrieb Nordhalben Nachrichten
news-1849 Wed, 16 Jan 2019 10:42:18 +0100 Forstbetrieb Fichtelberg sägt Loipen und Wanderwege vom Schneebruch frei http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1849&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a23c7adab36cc31680d1e1ae77a70d9a Freie Bahn für Langläufer und Winterwanderer

(15.01.2019) Fichtelberg – Nach den Baumbrüchen durch die starken Schneefälle der vergangenen Tage waren viele Loipen und Wanderwege durch herabgefallene Äste und umgestürzte Bäume blockiert. Mitarbeiter des Forstbetriebs sägten die am meisten begangenen Wege jetzt wieder kurzfristig frei.

Spuren im Wald hat das Wetter mit seinen starken Schneefällen in der vergangenen Woche hinterlassen: viele Äste und Baumspitzen haben unter der Schneelast nachgegeben und sind abgebrochen. Teilweise hat der schwere Schnee ganze Bäume ausgewurzelt. Dadurch waren viele Wege blockiert oder nur sehr beschwerlich zu begehen. Unverzüglich nach dem Schneebruch begannen die Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten, die wichtigsten Wanderwege und Langlaufloipen frei zu räumen.

Dazu Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg: „Für den Tourismus in der Region sind die Loipen, die fast ausschließlich im Staatswald verlaufen, ein wichtiges Aushängeschild. Deshalb unterstützen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten die Pflege und den Unterhalt dieser Einrichtungen. Und selbstverständlich sorgen wir in solchen Situationen zusammen mit dem Zweckverband und den Wintersportvereinen dafür, dass nach solchen Schadereignissen die Wanderer und Langläufern möglichst schnell wieder ungestört im Wald unterwegs sein können.“

Mit Pistenraupen und Loipenspurgeräten bahnten sich die Forstmitarbeiter ihren Weg durch den tief verschneiten Winterwald und beseitigten Äste und Baumstämme, die die Wege blockierten.

Rechtzeitig vor dem Beginn der Winterwandertage am Ochsenkopf heißt es jetzt wieder „Freie Bahn für Langläufer und Wanderer“

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Forstbetrieb Fichtelberg Nachrichten
news-1848 Wed, 16 Jan 2019 10:34:17 +0100 Forstbetrieb Berchtesgaden: Sperrung bei Oberteisendorf wegen Waldpflege im Stecher http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1848&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9669e5e1f4cf060a4def868d03121dfb Oberteisendorf, 16. Januar 2019 – Die Bayerischen Staatsforsten wollen den beliebten Wald im sogenannten „Stecher“ verjüngen. Dabei müssen Wald und Wege zur Sicherheit der Waldbesucher gesperrt werden.

BaySF-Förster Thomas Klein bittet um Verständnis, dass wegen Holzerntearbeiten die Forststraße und der Verschönerungsweg im Stecher im Zeitraum vom 21.1.2019 bis zum 15.2.2019 gesperrt wird. In diesen 4 Wochen werden mit Hilfe eines Seilkranes Bäume entnommen, um der zahlreich vorhandenen Tannen-, Buchen- und Fichtenverjüngung zum Weiterwachsen mehr Licht zu schaffen.

Die Sperrung betrifft den Staatswaldanteil von Moosen bis zur Straße Oberteisendorf-Schlossried: Die Bayerischen Staatsforsten bitten alle Waldbesucher dringend, die Sperrungen zu befolgen. Bei der Holzernte verlaufen Stahlseile über den Wanderweg und die Forststraße, ein Betreten der Wege ist lebensgefährlich.

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Forstbetrieb Berchtesgaden Nachrichten
news-1847 Mon, 14 Jan 2019 15:44:53 +0100 Bayerische Staatsforsten feiern Jahrtag der Holzhauer http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1847&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1628620b1b9e8e3d64c8bb2674a0b41d (Januar 2019) – Berchtesgadener Land – Bei der traditionellen Feier des Jahrtags der Holzhauer bedankten sich die Bayerischen Staatsforsten mit einem feierlichen Vinzenziamt bei allen Beschäftigten und Partnern und bitten für ein unfallfreies neues Jahr.

Am 12.01.2019 lud Pfarrer Josef Zierl gewohnt sympathisch und herzlich in der Stiftskirche Berchtesgaden zur Heiligen Messe zu Ehren des Namenstages des heiligen St. Vinzenz, dem Schutzpatron der Holzhauer. Bei hochwinterlichen Wetterbedingungen hielt Peter Renoth, bis 2018 Stellvertretender Betriebsleiter des Forstbetrieb Berchtesgaden, in dem passend geschmückten Altarraum die Lesung. Mit ihrer theologisch hochkarätigen Predigt fesselte Ordensschwester Dr. Ilse Weiffen die zahlreichen Gottesdienstbesucher. Die großen Mengen an Neuschnee außerhalb der Kirche geben einen guten Eindruck davon, wie schwierig und gefährlich die Arbeit der Holzknechte war und trotz aller moderner Technik noch immer ist. Durch die Feier des Jahrhunderte alten Vinzenziamtes soll die Wertschätzung gegenüber den Forstarbeitern zum Ausdruck gebracht werden.

Zur anschließenden Feier des Jahrtags der Holzhauer luden die Bayerischen Staatsforsten alle Beschäftigten sowie alle mit dem Staatsforst direkt verbundenen Partner in die Gaststätte Neuhaus zum Frühschoppen ein. Bei den gewohnt schönen Klängen der „Kadoffe Musi“ aus Maria Gern feierten die aktiven Staatsforstler mit ehemaligen Beschäftigten, Forstunternehmern, Holzkunden, Kollegen aus dem Nationalpark sowie Vertretern der Kommunalpolitik, der Ämter und des Jagdverbands. Leider waren aufgrund der schwierigen Schnee- und Straßenverhältnisse dieses Jahr viele Gäste verhindert, so dass die Feier in etwas kleinerer Runde stattfand.

Nach der humorvollen Begrüßung durch den Personalratsvorsitzenden Franz Leitner dankte Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller allen Beschäftigten, die aktuell in Hilfs- und Rettungseinsätzen tätig sind sowie den Forstwirten des Forstbetriebes Berchtesgaden für ihre umsichtige und professionelle Arbeit und verwies auf die Bedeutung von Arbeitssicherheit: „Nachhaltig wirtschaften umfasst auch Sicherheit und Gesundheit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den Erfolg einer nachhaltigen und naturnahen Waldbewirtschaftung erst ermöglichen.“

Der 2. Marktbürgermeister von Berchtesgaden, Bartl Mittner, lobte in seinem Grußwort die Leistungen der Bayerischen Staatsforsten, ökologische und ökonomische Belange erfolgreich zu vereinen.

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Forstbetrieb Berchtesgaden Nachrichten
news-1845 Fri, 11 Jan 2019 13:30:00 +0100 Der Wald von Morgen - Neue Ausstellung der Bayerischen Staatsforsten eröffnet http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1845&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1c1548d2a568aa5cb5871d648dc2815b Staatsministerin Kaniber eröffnet „Wertewald“-Ausstellung der Bayerischen Staatsforsten; Ausstellung stellt zukünftige Bewirtschaftungsstrategien für den bayerischen Staatswald vor; im Anschluss soll die Wanderausstellung durch Bayern touren  

München 11.01.2019; Am heutigen Freitag eröffnete Forstministerin Michaela Kaniber im Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten die neu konzipierte Ausstellung „Wertewald“ der Bayerischen Staatsforsten. Nach Aussage der Ministerin behandelt die Ausstellung wichtige Fragen wie etwa die Zukunft des Staatswaldes im Klimawandel. Den Staatsforsten komme dabei aufgrund der großen Staatswaldflächen in Bayern eine besondere Verantwortung zu, so Ministerin Kaniber. Im Rahmen der Ausstellungseröffnung betonte Staatsforstenchef Neumeyer wie wichtig es ist, den Menschen in Bayern die zukünftige Bewirtschaftung des Staatwaldes vorzustellen und näher zu bringen: „Der „Wertewald“ soll der Bevölkerung einen umfassenden Eindruck von den Herausforderungen und der Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung der Bayerischen Staatsforsten vermitteln und Verständnis für unsere Aufgaben schaffen.“  

Inwiefern sich die Bayerischen Staatsforsten für zukünftige Herausforderungen wie etwa dem Klimawandel wappnen, können die Besucher bis zum 18. Januar 2019 erfahren. In einem illustrativen Stil zeigen insgesamt neun Ausstellungs-Bäume die Werte der Staatsforsten und die Strategie für die nächsten zehn Jahre – etwa in den Bereichen Personal, Klimawandel, Digitalisierung und demographischer Wandel. Das Besondere an dem Nachhaltigkeitskonzept „Wertewald“ ist, dass sich rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Erstellung beteiligt haben. Ausführliche Informationen über die Nachhaltigkeitsstrategie der Bayerischen Staatsforsten können auf www.baysf.de/wertewald abgerufen werden.  

Die Ausstellung der Bayerischen Staatsforsten findet im Veranstaltungssaal des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in der Ludwigstraße 2 in München statt. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 8:00 bis 19:00 Uhr und Samstag bzw. Sonntag von 10:00 bis 18:00 Uhr.

Mehr Informationen zur Ausstellung sowie die Möglichkeit die Ausstellung zu buchen, finden Interessierte unter www.baysf.de/wanderausstellung.

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Nachrichten
news-1846 Fri, 11 Jan 2019 13:22:44 +0100 Ehrungen im Frankenwald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1846&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ea6644f211f7e86485f432a8ec92fb65 Rothenkirchen, 11. Januar 2019 - Im Frankenwald stehen seit Jahren alle Signale auf Veränderung. Besonders der Wald braucht in Zeiten des beschleunigten Klimawandels jede helfende Hand. Unter diesem Zeichen standen die Ehrungen zahlreicher lang gedienter Mitarbeiter zum Jahreswechsel im Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten.

„Effektiver Waldumbau funktioniert nur mit Einsatz und Sachkenntnis“, betonte Forstbetriebsleiter Peter Hagemann bei einer Personalversammlung im Bürgerhaus in Nurn. Gerade der zurückliegende Hitzesommer mit massivem Borkenkäferangriff habe gezeigt, wie wichtig eine aktive und frühzeitige Vorbereitung besonders der anfälligen Fichtenbestände sei. „Mit unseren planmäßigen Tannen-, Douglasien- und Laubholzvoranbauten, die wir seit Jahren gepflanzt haben, sind wir deutlich besser aufgestellt als früher.“ Bei plötzlichen Käfer- oder Sturmereignissen müsse man nicht mehr der Entwicklung „hinterherlaufen“ und im Nachhinein auf Kahlflächen aufwändige und nicht immer befriedigende Kulturen anlegen. Um die vielfältigen aktuellen Anforderungen an den Wald nachhaltig sicher zu stellen, könne die Zukunft des Frankenwaldes nur im artenreichen Mischwald liegen, so Hagemann. „Und den gibt es nicht umsonst.“

Umso mehr freue es ihn, dass die Bayerischen Staatsforsten mit der Aufnahme der Forstwirtausbildung in Rothenkirchen ein deutliches Zeichen dafür gesetzt haben, die Bewirtschaftung des Staatswaldes mit hoch qualifiziertem Personal langfristig fortzuführen. „Aktuell bilden wir sechs junge Leute aus der Region für die Region aus.“ Weitere Zugänge seien in jedem Ausbildungsjahr geplant, um mittelfristig den Nachwuchs auch in den Forstbetrieben Coburg und Nordhalben sicher zu stellen. „Und zum Glück ist hier bei uns das Interesse an diesem Zukunftsberuf  ungebrochen.“ Großen Anteil hätten daran die zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Forstbetriebe, die in der Region fest verwurzelt seien. Stellvertretend dafür konnten Forstbetriebsleiter Hagemann und Servicestellenleiter Stefan Wittenberg gleich mehrere Dienst- und Arbeitsjubilare ehren.

Für 40 Jahre im Staatsforst geehrt wurden die Forstwirte Michael Franz aus Nurn und Josef Schuberth aus Birnbaum. Beide „lernten“ ihren Beruf 1978 bis 1981 im damaligen Forstamt Nordhalben und kamen nach Zwischenstationen in den Forstämtern Wunsiedel bzw. Rothenkirchen und wieder Nordhalben 2005 an den Forstbetrieb Rothenkirchen. „Spätberufen“ war dagegen Rainer Lehnhardt aus Wilhelmsthal, der erst nach Lehre und Tätigkeit als Dachdecker und dann zwölf Jahren Bundeswehr den Weg zur Forstwirtausbildung 1989 bis 1991 fand. Er kam nach Auflösung des damaligen Forstamts Kronach bereits 1996 an das Forstamt Rothenkirchen und dann 2005 an den Forstbetrieb und wurde damit für 40 Jahre im öffentlichen Dienst geehrt.

25 Jahre „im Forst“ ist Forstrevierleiter Dirk Siepe vom Forstrevier Lichtenfels, der seine forstlichen Wurzeln in Nordrhein-Westfalen hat. Der gebürtige Sauerländer durchlief nach Studium in Göttingen seine Ausbildung bei der Landesforstverwaltung NRW, bevor er 1994 als Anwärter an das Forstamt Kronach kam, wo er in mehreren Revieren in Zeyern und Steinberg im Privat- und Staatswald tätig war. Danach folgten Dienstjahre im Forstamt Lichtenfels in den Staatswaldrevieren Maineck und Lichtenfels-Nord und seit 2005 die Leitung des Forstreviers Lichtenfels der Bayerischen Staatsforsten. Echte „Frankenwaldgewächse“ sind die Forstwirte Martin Dressel aus Effelter, jetzt in Marktrodach, Patrick Drößler aus Haßlach bei Teuschnitz und Thomas Kestel aus Lahm. Alle drei wurden 1993 bis 1996 zum Forstwirt ausgebildet. Dressel und Kestel im damaligen Forstamt Kronach, wo sie dann im Revier Wilhelmsthal eingesetzt waren. Drößler im Forstamt Rothenkirchen mit anschließendem Einsatz im Revier Rothenkirchen.

Nach 47 Jahren im forstlichen Dienst verabschiedet wurde Karl Tischer aus Reuth. Er erlernte seinen Beruf 1971 bis 1974 im ersten Jahrgang der damals in Bayern neu eingeführten dreijährigen Forstwirt-Lehre im Forstamt Lichtenfels. Aus der väterlichen Landwirtschaft kommend, galt seine ganze Hingabe immer der Arbeit in der Natur, die er langjährig als Vorarbeiter in der Revieren Trieb und Klosterlangheim erfolgreich gestalten konnte. Nach 2005 erweiterte sich sein Einsatzgebiet im Forstbetrieb Rothenkirchen zunehmend auch auf den Frankenwald, wo er seine Erfahrung immer auch an die jüngeren Kollegen weitergeben konnte. Mit der Ehrung von Karl Tischer als „Forstwirt der ersten Stunde“ ließe sich hin zur Wiederaufnahme der Ausbildung im Forstbetrieb Rothenkirchen ein erfolgreicher Bogen schlagen, stellte Personalratsvorsitzender Baptist Fischer bei der Veranstaltung in Nurn abschließend fest. Er freue sich über die Kontinuität des Forstberufes in der Region, mit der die wichtigste Grundlage für die Zukunft des Waldes gelegt sei.

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Forstbetrieb Rothenkirchen Nachrichten
news-1844 Fri, 11 Jan 2019 08:50:54 +0100 Schneechaos in Bayern: Weiße Gefahr im Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1844&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ff1b99b5a8d1feac698862cc32b3c5a6 Ergiebige Schneefälle können zu Schneebruch an Bäumen führen: Äste, Baumteile und ganze Bäume können unter der Schneelast ab- oder zusammenbrechen, Bayerische Staatsforsten warnen vor Waldbesuchen; Gefahr für Leib und Leben

Regensburg, 11. Januar 2019 – Die Bayerischen Staatsforsten warnen auf Grund der aktuellen Wetterlage vor unberechenbarer Schneebruchgefahr im Wald und an Waldrändern.

Die immer noch andauernden heftigen Schneefälle legen eine schwere Last auf Bayerns Wälder – vor allem im Süden und Südosten – entsteht dadurch eine hohe, lebensbedrohliche Schneebruchgefahr. „Derzeit herrscht eine weiße Gefahr im Wald. Bäume können unmittelbar und ohne Vorwarnung unter der Schneelast umkippen oder zusammenbrechen“ so der Sprecher der Bayerischen Staatsforsten Philipp Bahnmüller. Selbst gesunde und stabile Bäumen können dem hohen Schneegewicht in den Kronen oft nicht standhalten. Das Risiko von herunterfallenden Ästen oder Baumkronen bzw. sogar das Umkippen von ganzen Bäumen ist hoch. Und selbst kleine Äste können schwerwiegende Verletzungen hervorrufen, wenn diese aus großer Höhe auf Menschen auftreffen. Wegen der großen Gefahr für Leib und Leben haben die Bayerischen Staatsforsten in den betroffenen Gebieten die Arbeit im Wald eingestellt und selbst die Försterinnen und Förster des Waldunternehmens vermeiden Waldbegänge.

Am höchsten ist das Risiko im Bereich der Alpen, am Alpenrand sowie in den östlichen Mittelgebirgen vor allem im Bayerischen Wald. Gerade in Hochlagen besteht zudem akute Lawinengefahr. Diese können auch durch sportliche Aktivitäten ausgelöst werden.

Die Bayerischen Staatsforsten raten daher dringend vom Betreten der Wälder und Waldränder ab und bitten darum sportliche Aktivitäten in den durch die heftigen Schneefälle besonders betroffenen Gebieten bis auf weiteres zu unterlassen. Freizeitaktivitäten sollten in den kommenden Tagen nicht im Wald stattfinden.

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Nachrichten
news-1843 Thu, 10 Jan 2019 16:24:11 +0100 Ruhe für Wildtiere überlebenswichtig http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1843&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=768fd1f855110be0a6a9b1601a608819 10. Januar 2019, Sonthofen – Bei extremen Wetterlagen müssen Jäger prüfen, ob sie Hegemaßnahmen für Wildtiere ergreifen. „Wie es im Jagdgesetz so schön heißt, hat die Hege die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepassten artenreichen und gesunden Wildbestandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen zum Ziel. Das Landratsamt Oberallgäu hat uns gebeten, entsprechende Hegemaßnahmen zu ergreifen“, erläutert Sonthofen Staatsforsten-Chef Jann Oetting.

Arno Bletzinger, Berufsjäger bei den Bayerischen Staatsforsten am Forstbetrieb Sonthofen, ist dieser Tage mit Tourenski und Kraxe in seinem Zuständigkeitsbereich unterwegs. Bei Schneehöhen von weit über einem Meter ist eine Fortbewegung in den Wäldern des Forstbetriebs Sonthofen anders nicht mehr möglich. Er schnallt Heuballen auf die Kraxe und verteilt diese auf seinen Tourenskiern. Hirsch, Reh, Gems und Hase haben so die Möglichkeit, etwas Nahrung aufzunehmen bis sich die Wetterlage wieder normalisiert. Bei diesem Unternehmen ist jedoch auch größte Vorsicht geboten, denn die extrem hohe Schneelast auf den Bäumen in Verbindung mit starkem Sturm führt zu vielen umstürzenden Bäumen. Sein Schweißhund Baldur begleitet ihn dabei und passt natürlich auch gut auf sein Herrchen auf…  

Die Wildtiere können sich evolutionsbedingt sehr gut auf solche extremen Schneelagen einstellen. Die aktuelle Schneelage war vor der Klimaerwärmung der letzten Jahrzehnte ja eher die Regel als die Ausnahme. Es gäbe keine Hirsche, Rehe und Gemsen mehr, könnten diese nicht mit solchen Schneelagen umgehen. Nochmal Forstbetriebsleiter Oetting: „Die Hauptstrategie dieser Wildtiere ist dabei ein sehr stark reduzierter Stoffwechsel mit entsprechend stark reduziertem Nahrungsbedarf. Die Wildtiere lassen sich erst einmal einschneien und bewegen sich so wenig wie möglich. Das entscheidendste ist derzeit also die Ruhe für die Wildtiere“. Im Ruhezustand können die Wildtiere die Temperatur ihrer Gliedmaßen bis in den einstelligen Bereich fallen lassen. Auch das Volumen des Pansens ist im Winter viel kleiner als sonst. Insgesamt reduziert sich der Stoffwechsel dabei auf bis zu 20% des normalen Verbrauchs. Diese Strategie kann aber nur funktionieren, wenn das Wild nicht durch Skifahrer und Schneeschuhwanderer abseits der Hauptwege aufgeschreckt und so plötzlich aus der Winterruhe gerissen wird. Auch deshalb deponiert Berufsjäger Arno Bletzinger sein Heu in unmittelbar Nähe der Hauptwege, die er mit seinen Tourenskiern und Schweißhund Baldur abläuft.

„Wichtig dabei ist: Nur der Revierinhaber kann vor Ort entscheiden, ob und welche Hegemaßnahmen in seinem Revier notwendig sind. Und sie müssen so durchgeführt werden, dass eine ordnungsgemäße land- und forstwirtschaftliche Nutzung nicht beeinträchtigt und insbesondere Wildschäden vermieden werden. Das ist die andere Seite, die wir immer bedenken müssen!“, schließt Forstbetriebsleiter Oetting den rechtlichen Überblick ab.

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Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
news-1842 Thu, 10 Jan 2019 09:29:20 +0100 Forstbetrieb Weißenhorn unterstützt „Wärmestube“ http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1842&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f1e75b50ec6ce6a5625f15bbae36ebec Weißenhorn, Januar 2019 - Bereits seit Jahren unterstützt der Forstbetrieb Weißenhorn die sogenannte „Wärmestube“ des Deutschen Roten Kreuzes in Ulm. Die Einrichtung ist Tagesstätte und Übernachtungsheim für Bedürftige. Die Kolleginnen und Kollegen in Weißenhorn unterstützen diese mehrmals im Jahr mit Wildfleisch. So auch an den kalten Tagen zwischen den Jahren, als drei Teams bestehend aus Mitarbeitern und Ehemaligen des Forstbetriebs Weißenhorn in der Wärmestube für 50 Gäste feinen Rehrücken zubereiteten und servierten.

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Forstbetrieb Weißenhorn Nachrichten
news-1841 Mon, 07 Jan 2019 17:12:00 +0100 Gefahr von Schneebruch: Forstbetrieb Ottobeuren warnt vor Betreten des Staatswaldes http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1841&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c1985a8b6022b01b1cc4d180316fce44 Ottobeuren, 07.01.2019 – Im Staatswald herrscht durch die aktuelle Wetterlage verbreitet akute Schneebruchgefahr. „Die Bäume ächzen unter dem Druck der nassen und schweren Schneemassen“, so Forstbetriebsleiter Dr. Hermann S. Walter. Vielfach habe es bereits Schneebruch gegeben. Durch den prognostizierten neuen Schneefall droht sich die Situation noch weiter zu verschärfen: Auch starke Äste und ganze Wipfel können unverhofft und ohne Vorwarnung herabbrechen. Daher rät der Forstbetrieb dringend vom Betreten der Wälder ab. Das Betreten der Staatswälder erfolgt grundsätzlich auf eigene Gefahr.

Der Forstbetrieb bittet um Verständnis, dass die Staatswälder auf absehbare Zeit nicht zugänglich sein werden: Aufgrund der vielerorts durch geworfene Bäume blockierten Wege kann bis auf Weiteres auch keine Schneeräumung erfolgen.

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Forstbetrieb Ottobeuren Nachrichten
news-1840 Fri, 21 Dec 2018 13:48:45 +0100 FB Bodenmais ehrt Arbeitsjubilare http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1840&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=69c1165d7985def29d6887aaf2ccb779 Zusammen 130 Jahre im Wald gearbeitet Bodenmais. Im Rahmen der Personalversammlung des Forstbetriebs ließen dessen Personalratsvorsitzender Markus Fischer und Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl das Jahr 2018 nochmal Revue passieren: das trockenste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hat den Betrieb mit Käferholz auf Trab gehalten, mit Franz Thoma hat ein neuer Stellvertretender Forstbetriebsleiter seinen Dienst angetreten, und im September wurden zwei neue Lehrlinge eingestellt.

Und vier Arbeitsjubilare wurden für insgesamt 130 Jahre Waldarbeit ausgezeichnet – für zweimal 25 Jahre und zweimal 40 Jahre:

Robert Grimm, hat 1993 am ehem. Forstamt Regen im Revier Bischofsmais als Azubi begonnen. Sein Weg führte ihn dann über die FoÄ Deggendorf und Mitterfels an den Forstbetrieb Bodenmais. Seit einigen Jahren arbeitet er im Inventurtrupp der Forsteinrichtung, d.h., er ist fast das ganze Jahr immer in einem anderen Forstbetrieb unterwegs, um Daten für die Betriebsplanung zu erheben.

Manfred Schröder ist ein „echter Waidler“ aus Bayerisch Eisenstein; gelernt hat er im alten FoA Bodenmais, und er hat seit Anbeginn dem Revier Regenhütte die Treue gehalten.

Karl-Heinz Schmid aus Rabenstein/Zwiesel hat 1978 seine Lehre als Automechaniker begonnen und kam 1986 als Quereinsteiger zum Forstamt Bodenmais, seitdem ist er Forstwirt in den Revieren Rabenstein und Regenhütte.

Robert Braml kommt aus Saldenburg, hat 1977 am Forstamt Freyung seine Lehre als Forstwirt begonnen und hat auch nach Gründung der BaySF im Revier Saldenburg, gleichermaßen seit „ewigen Zeiten“, „daheim“ weitergearbeitet.

"Auf die vier kann ich mich immer verlassen", sagt Forstbetriebsleiter Völkl über die Jubilare. Eine Ehrenurkunde des Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales, unterzeichnet von Staatsministerin Kerstin Schreyer, und natürlich eine Flasche BaySF-Wein begleiten dann die vier in den Feierabend.

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Forstbetrieb Bodenmais Nachrichten
news-1839 Fri, 21 Dec 2018 08:14:13 +0100 Auf der Pirsch nach Hirsch http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1839&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bc78084c8f2947d40ed661f4eaea18d0 Wildfütterungen „Almhütte“ und „Schattenwald“ öffnen nach Weihnachten Den König der Berge hautnah erleben: Diese Möglichkeit bietet sich allen interessierten Gästen beim Besuch unserer Schaufütterungen. Nach den Weihnachtsfeiertagen lädt der Forstbetrieb Oberammergau herzlich dazu ein, unter fachkundigen Erläuterungen eines Berufsjägers Einblicke in den Fütterungsbetrieb zu erhalten. Die imposante Wildart gibt ein majestätisches Bild ab und lässt sich an den Fütterungen in großer Stückzahl auf kurze Entfernung beobachten. Ein unvergessliches Erlebnis für Jung und Alt!

Im 45 ha großen Wintergatter „Almhütte“ bei Garmisch-Partenkirchen leben in den Wintermonaten rund 85 Tiere. Das Gatter öffnet ab dem 26. Dezember bis Ende Februar jeden Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonntag zwischen 16:00 und 17:00 Uhr. Der Fußweg zur Wildfütterung ist ab dem Wanderparkplatz „Maximilianshöhe“ bei Garmisch beschildert und dauert ca. 10 Minuten.  

Das 35 ha große Wintergatter „Schattenwald“ im Graswangtal beherbergt im Winter rd. 90 Tiere und ist zwischen 27. Dezember und 15. März jeweils am Freitag, Samstag und Sonntag geöffnet, in den bayerischen Schulferien täglich. Beginn der Fütterung ist im Dezember und Januar um 16:00 Uhr, im Februar und März um 17:00. Der Fußweg zur Wildfütterung ist ab Graswang, Parkplatz „Schattenwald“ beschildert und dauert ca. 15 Minuten. 

Der Eintrittspreis beträgt für Kinder ab 6 Jahren 1,- € und für Erwachsene 3,- €.  Kinder bis 5 Jahre sind frei. Hunde dürfen zur Schaufütterung nicht mitgebracht werden.

Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Website unter www.Baysf.de/Oberammergau oder bei unseren Berufsjägern Willi Erhardt (Tel. 0173-8633820) und Gerhard Schwaninger (Tel. 0173-3938241).

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Forstbetrieb Oberammergau Nachrichten
news-1838 Thu, 20 Dec 2018 13:22:09 +0100 Gewinne der Landesgartenschau übergeben http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1838&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1c031834437f815fc07165716c633ae1 Forstbetrieb Arnstein übergibt Weihnachtsbäume an Gewinner des Quiz bei der Landesgartenschau

Rimpar-Gramschatz, 20.12.2018 – Der Forstbetrieb Arnstein der Bayerischen Staatsforsten hat am Mittwoch nachmittag am Waldhaus Einsiedel im Gramschatzer Wald Weihnachtsbäume übergeben, die bei der Landesgartenschau gewonnen wurden.

Auf der Landesgartenschau in Würzburg hat der Forstbetrieb Arnstein der Bayerischen Staatsforsten an drei Wochenenden über Klimawandel und Waldumbau, Naturschutz und Erholung sowie Holznutzung informiert. Hauptattraktion des Info-Standes war das Quiz, bei dem die Besucher Begriffe rund um den Wald erfühlen und erraten sollten.

Über 1000 interessierte Besucher haben bei dem Quiz mitgemacht und viele tolle Preise gewonnen. Jetzt wurden die letzten Hauptgewinne am Waldhaus Einsiedel im Gramschatzer Wald übergeben: frisch geschlagene Weihnachtsbäume aus den heimischen Wäldern.

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Forstbetrieb Arnstein Nachrichten
news-1837 Thu, 20 Dec 2018 11:32:09 +0100 Christbäume der Bayerischen Vertretung in Brüssel und Berlin kommen aus dem Forstbetrieb Wasserburg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1837&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=95b4b1c48a744ce3ebaefe63882120fd Wasserburg, Dezember 2018 - Zwei Weißtannen aus dem Forstbetrieb Wasserburg schmücken in diesem Jahr die Bayerischen Vertretungen in Brüssel und Berlin. Beide Bäume stammen aus dem Großhaager Forst nahe Maithenbeth, im Landkreis Mühldorf am Inn. 

Bereits Ende November wurden die beiden Tannen vorsichtig gefällt und sicher verpackt in einem nach Brüssel und Berlin gebracht. Die Tannen haben eine Größe von rund 10 m. Damit an den Tannen beim Fällen und beim Transport kein Schaden entsteht haben Waldarbeiter, Harvesterfahrer und Fuhrunternehmer eng zusammengearbeitet. Die Tannen wurden vorsichtig gefällt, in ein Fließ eingeschnürt und anschließend in den LKW verladen. Beide Bäume sind gut an ihrem neuen Standort angekommen und repräsentieren dort prachtvoll geschmückt ein Stück unserer Region.

Die Bayerischen Staatsforsten haben das erklärte Ziel den Wald vorbildlich, nachhaltig und naturnah zu bewirtschaften. Für die Bewirtschaftung des Großhaager Forstes ist der Forstbetrieb Wasserburg zuständig. In Zeiten des Klimawandels ist es eines der herausfordernden Ziele, die Wälder fit für die Zukunft zu machen. Klimaempfindliche nadelholzdominierte Waldbestände werden in klimastabile buchen- und mischbaumartenreiche Wälder umgebaut. In diesem Waldumbau spielt die Tanne eine entscheidende Rolle. Sie ist eine wichtige Mischbaumart zur Stabilisierung der Wälder.

Im Großhaager Forst gibt es zahlreiche Alttannen, die sich teilweise natürlich verjüngen. Weiterhin wird Tanne durch Pflanzung und waldbauliche Pflege stark gefördert. Daher gibt es mittlerweile auf vielen Flächen Jungtannen, die den Wald der Zukunft mitgestalten. In einer solchen, vor etwa 40 Jahren gepflanzten Fläche wurden die beiden Tannen ausgewählt. Sie stammen aus einer Pflegemaßnahme.

Der Großhaager Forst ist nicht nur Holzlieferant, sondern auch wertvoll für das Trinkwasser, wirksamer Luftfilter, beliebte Erholungsstätte sowie Lebensraum für eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt. Er ist zusammen mit Teilen des Ebersberger Forstes ein international geschütztes Flora-Fauna-Habitat (FFH). Dieses FFH-Gebiet „Ebersberger und Großhaager Forst“ ist unter anderem ausgezeichnet durch naturnahe Feuchtwaldkomplexe, Toteislöcher und Vernässungen im Großhaager Forst und durch das einzig bekannte Fortpflanzungsgebiet der Bechsteinfledermaus in Südostbayern im Bereich des Ebersberger Forstes. Das Gebiet stellt ein wichtiges Rückzuggebiet für eine Vielzahl von Arten dar.

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Forstbetrieb Wasserburg a. Inn Nachrichten
news-1836 Thu, 20 Dec 2018 10:12:51 +0100 Weihnachten mit den Hirschen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1836&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=90fb8278191af460e0fd33993bb73cf0 Weihnachtsfütterung im Rotwild-Wintergatter Spitzingsee Schliersee, 19. Dezember 2018 - Weihnachten erleben mit den Hirschen am Spitzingsee – dazu lädt der Forstbetrieb Schliersee der Bayerischen Staatsforsten Jung und Alt ganz herzlich am Sonntag, den 23. Dezember 2018, um 15 Uhr ein. Das weihnachtliche Naturerlebnis mit unseren Wildtieren findet an der Rotwild-Schaufütterung an der Valepper Straße südlich des Spitzingsees statt. Die Gäste können den Jäger beim Ausbringen des Wildfutters beobachten. Danach wird er ihnen das Rotwild und weitere Wildtiere in unseren Wäldern erklären.

Als Weihnachtsgeschenk dürfen die Kinder gerne „Futterleckerli“ für die Tiere mitbringen, die unter einen Christbaum gelegt werden – z. B. kleine Mengen an Kastanien, Eicheln oder Gelberüben. Das mitgebrachte Futter wird dann in den nächsten Tagen von unserem Berufsjäger an das Rotwild verfüttert.

Treffpunkt ist um 15 Uhr am Eingangstor zur Schaufütterung, etwa 20 Gehminuten von der Schranke am Spitzingsee in Richtung Blecksteinhaus/Forsthaus Valepp entfernt. Gegen 17 Uhr endet die Weihnachtsfütterung. Zum Aufwärmen gibt es Kinderpunsch und Christstollen.

Der Forstbetrieb Schliersee freut sich auf alle Besucherinnen und Besucher und heißt ganz besonders Kinder und Familien willkommen, mehr über das faszinierende Rotwild zu erfahren und die Tiere aus nächster Nähe zu erleben.

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Forstbetrieb Schliersee Nachrichten
news-1835 Thu, 20 Dec 2018 10:06:45 +0100 Berufsschüler ersägen 3010 € für Aktion Sternstunden http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1835&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d016ba8ca72fa43ea3c48bf965e02f1c Roding, 20. Dezember 2018 - Zu einem schönen Erfolg wurde der Verkauf von Holzscheiben der Berufsschule Neunburg vorm Wald zugunsten der Aktion Sternstunden des Bayer. Rundfunks. Mehr als 300 Holzschnitzereien haben 90 Auszubildende aus drei Abschlussklassen auszubildender Forstwirte im Praxisunterricht mit der Motorsäge gefertigt. Wir sind mit der Produktion kaum noch hinterher gekommen, die Leute haben uns die Stammscheiben mit dem sternförmigen Ausschnitt förmlich aus den Händen gerissen, so Armin Wild, der Initiator an der Schule. Unsere Auszubildenden haben den Umgang mit der Motorsäge gelernt und gleichzeitig konnten wir noch was Gutes für hilfsbedürftige Kinder tun, eine schönere Win-win-Situation gibt es nicht, so Wild.  

Das Geheimnis, welchen Spendenbetrag die Berufsschule auf das Konto der aus Rundfunk und Fernsehen bekannten Aktion Sternstunden überweisen kann, durften Forstwirtsauszubildende der Bayerische Staatsforsten lüften und das aus gutem Grund. Denn ohne die Bayerische Staatsforsten wäre der Erfolg nicht möglich gewesen. Nicht nur viele Auszubildende des größten forstlichen Ausbildungsbetriebes haben mitgeholfen, überdies hat der hiesige BaySF-Forstbetrieb Roding der Berufsschule das für die Aktion notwendige Fichtenholz kostenlos überlassen. So kann der Reinerlös unserer Schulaktion in Höhe von sage und schreibe 3010€ zu 100% ohne jeden Abzug an die Aktion Sternstunden weitergegeben werden. Die Berufsschule bedankt sich bei allen Spendern!

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Forstbetrieb Roding Nachrichten
news-1834 Wed, 19 Dec 2018 15:52:35 +0100 Artenschutzmaßnahme im Staatswald: Moorkiefern und Strauchbirken im Schorenmoos und Reicholzrieder Moos gepflanzt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1834&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7c1756dc417853648fc5881295953ffb 19.12.2018, Schorenmoos bei Käsers und Reicholzrieder Moos - Unter kundiger Anleitung durch Fachkräfte der Bayerischen Staatsforsten haben rund 40 Schülerinnen und Schüler des Hildegardis Gymnasium Kempten als aktiven Beitrag zum Klima- und Umweltschutz im Reicholzrieder Moos 500 Moorkiefern, auch genannt Spirken (Pinus mugo ssp. rotundata) gepflanzt. Waldarbeiter der Bayerischen Staatsforsten pflanzten zusätzlich im Schorenmoos 50 Strauchbirken (Betula humilis) in enger Abstimmung mit der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF).

Die Aufrechte Moorkiefer oder Spirke (Pinus rotundata) kommt weltweit nur in Mitteleuropa vor und hat speziell im Allgäu einen Verbreitungsschwerpunkt. Sie wächst als einzige heimische Baumart auch in Hochmooren zu echten Wäldern heran. Die Strauchbirke (Betula humilis) ist hingegen eine bis zu mannshohe Zwergstrauchart der versumpften Kältesteppe, die mit dem wärmer werdenden Klima auf nasse Randbereiche von Hochmooren und auf Übergangsmoore zurückgedrängt wurde. Entwässerung, Torfabbau und Moorkultivierung führten in der Vergangenheit zu einem Bestandesrückgang in Mitteleuropa. Das Vorkommen der Strauchbirke in der Nähe des Schorenmooses ist über die Artenschutzkartierung belegt. Als Eiszeitreliktart ist dies ein weiterer wertvoller Hinweis auf eine ungebrochene Biotoptradition im Schorenmoos seit Ende letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren.

„Wir haben hier im Forstbetrieb Ottobeuren eine besondere Verantwortung für den Erhalt dieser seltenen Baumarten“, so Dr. Hermann S. Walter, Leiter des Forstbetriebs. Als sich die Gelegenheit bot, autochthone Strauchbirken aus dem Voralpenraum zu erhalten, habe man mit beiden Händen zugegriffen: Die Nachzucht der Strauchbirke erfolgte durch das Amt für Saat- und Pflanzenzucht Teisendorf in Kooperation mit Sebastian Werner, einem privaten Moorliebhaber aus dem Raum Starnberg. Moorspezialist Dr. Stefan Müller-Kroehling von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) war bei der nicht einfachen Auswahl der richtigen Standorte behilflich. Das sehr konkurrenzschwache Kleingehölz kann sich nur in einem Bereich natürlicherweise gegen den Schatten größerer Gehölzkonkurrenz behaupten, wo es für diese zu nass ist, sie selbst aber dennoch noch Wurzeln schlagen kann. Wird ein zu trockener Standort gewählt, ist regelmäßiger Pflegeeinsatz mit dem Freischneider vorprogrammiert. Müller-Kroehling und Forstbetriebsleiter Walter sind sich einig, dass man speziell in Mooren möglichst auf naturnahe Ökosysteme abziele, bei denen der Wasserhaushalt die Konkurrenz regelt.

Müller-Kroehling freut sich über die Artenschutzmaßnahme des Forstbetriebs: „Im Zusammenhang mit der Hochmoorrenaturierung im Schorenmoos konnten bereits einige sehr seltene und vor allem auch hochmoortypische Arten in dem weitgehend bewaldeten Moor nachgewiesen werden. Die Pflanzung der Strauchbirke ist ein weiterer kleiner Baustein für die schonende Renaturierung und behutsame Optimierung des Schorenmooses.“

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Forstbetrieb Ottobeuren Nachrichten
news-1833 Wed, 19 Dec 2018 15:44:42 +0100 Wernigerode ist die PEFC-Waldhauptstadt 2019 http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1833&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=35e01707b1fe98aa3816e7a00f324f2d Pressemitteilung PEFC Deutschland Stuttgart, 18.12.2018. Wernigerode im Harz ist die PEFC-Waldhauptstadt 2019. Mit dem Gewinn der Wahl konnte sich die Stadt in Sachsen-Anhalt gegen vier weitere hochkarätige Mitbewerber durchsetzen und wird den Titel „PEFC-Waldhauptstadt“ ein Jahr lang zur Bekanntmachung der zahlreichen Aktivitäten rund um das Thema nachhaltige Waldbewirtschaftung aktiv einsetzen. Den zweiten Platz im Wettbewerb sicherte sich die Gemeinde Breuberg in Hessen, auf Platz Drei folgte Weißenburg in Bayern.

Mit rund 2.000 Hektar gehört Wernigerode zu den Kommunen in Deutschland mit dem größten Waldanteil und der Stadtwald ist bereits seit 2001 PEFC-zertifiziert. 2017 hat die Stadt für das besondere Engagement für Erholungssuchende zusätzlich die Auszeichnung „PEFC-Erholungswald“ erhalten.

Wernigerode überzeugte die Jury im Besonderen durch die Anstrengungen, im touristisch stark frequentierten Stadtwald rund um das Wernigeröder Schloss einen Ausgleich zwischen forstwirtschaftlichen Anforderungen, Erholung sowie Natur- und Denkmalschutz herzustellen. Darüber hinaus hat sich die Stadt in den vergangenen Jahren zum Gastgeberort Nr. 1 für forstfachliche und forstpolitische Veranstaltungen etabliert. Zudem legt die Stadt großen Wert auf eine nachhaltige Beschaffung von Holz- und Papierprodukten, indem sie bspw. das stadteigene Büromaterial mit PEFC-Siegel einkauft.

2019 wird Wernigerode den Titel PEFC-Waldhauptstadt mit einem abwechslungsreichen Veranstaltungskonzept feiern. Öffentlichkeitswirksam wird beispielsweise im April, anlässlich des Internationalen Tag des Baumes, die Flatter-Ulme als Baum des Jahres gepflanzt. Diese Aktion wird genutzt, um über das Engagement Wernigerodes für den eigenen Stadtwald zu informieren. Im August findet der Familienerlebnistag „Wald“ des Wildparks Christianental statt. Im September wird es anlässlich des Wernigeröder Umweltmarkts viele Aktionen zum Thema Wald geben.

„Wald ist viel mehr als Holznutzung, das wird in Wernigerode anschaulich deutlich. Erholung, Sport, Naturschutz, Denkmalpflege – die Anforderungen an unseren Wald sind vielfältig. Ein Beispiel ist der Wald um unser Schloss in Wernigerode. Als Stadtwald wird er für die Holzproduktion genutzt. Als „ehemaliger fürstlicher Tiergarten“ ist er ein denkmalgeschützter Park, hier ist früher schon die Fürstenfamilie gelustwandelt, und es wurden Tiere gehalten. Heute laufen viele Menschen, Einheimische

wie Touristinnen und Touristen, durch den Wald. Auf dem Weg zum Schloss, zur Erholung, für das Naturerlebnis. Darüber hinaus sind dort Jogger, Mountainbiker, Walker, Geocacher etc. unterwegs. Der Harz und insbesondere Wernigerode sind touristisch stark frequentiert – unsere Stadt zählt jährlich ca. 2,0 Mio. Tagesbesucher und 1,3 Mio. Übernachtungen – entsprechend groß ist der Besucherdruck auf den Wald. Wir haben dieser Tatsache Rechnung getragen, indem wir unseren Stadtwald im vergangenen Jahr als PEFC-Erholungswald zertifizieren haben lassen. Wir kümmern uns also in besonderem Maße um attraktive Wege und Pfade, eine gute Infrastruktur und Beschilderung, um Öffentlichkeitsarbeit und Konfliktmanagement“, erläutert Oberbürgermeister Peter Gaffert. „Wir sind sehr stolz darauf, nun als Waldhauptstadt ein Jahr lang diese Themenvielfalt noch viel besser in die Öffentlichkeit bringen zu können.“

Wernigerode profitiert von der Ernennung zur PEFC-Waldhauptstadt nun auf vielfältige Weise. Als Preis erhält die Stadt von PEFC Deutschland 1.000 Forstpflanzen zur Pflanzung im Stadtwald. Zudem unterstützt PEFC Deutschland Wernigerode bei Aktivitäten zur Bekanntmachung des Titels mit einem Betrag von 3.000€. In den nächsten Wochen wird die offizielle Urkundenübergabe an die Waldhauptstadt Wernigerode erfolgen.

 

Hintergrundinformationen zum Wettbewerb „PEFC-Waldhauptstadt“:

Im Rahmen des Wettbewerbs konnten Städte und Gemeinden, die sich in besonderer Form für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung engagieren sowie auf eine langjährige Bewirtschaftung ihrer Wälder nach den PEFC-Standards zurückblicken können, ihre Bewerbung zur PEFC-Waldhauptstadt einreichen. Dem Aufruf folgten insgesamt fünf Städte und Gemeinden aus ganz Deutschland, die neben der PEFC-Zertifizierung des Gemeindewaldes eine Vielzahl an weiteren Aktivitäten zum Thema Nachhaltigkeit vorstellten. Die Jury, die aus den Mitgliedern von PEFC Deutschland e.V. bestand und sich somit unter anderem aus Vertretern des Waldbesitzes, der Holzwirtschaft sowie Umweltverbänden und Gewerkschaften zusammensetzte, wählte Wernigerode auf Platz 1. In den vergangenen Jahren wurden folgende Städte und Gemeinden ausgezeichnet: Heidelberg (2018), Brilon im Sauerland / Nordrhein-Westfalen (2017), Ilmenau / Thüringen (2015), Freiberg / Sachsen (2013), Rottenburg am Neckar / Baden-Württemberg (2012) und Augsburg (2011).

 Kontakt für Anfragen zur Waldhauptstadt Wernigerode:

Winnie Zagrodnik, Pressestelle Stadt Wernigerode
Marktplatz 1

38855 Wernigerod
Tel. 03943-654105

E-Mail: winnie.zagrodnik@wernigerode.de 

Web www.wernigerode.de 

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Nachrichten
news-1832 Wed, 19 Dec 2018 08:35:01 +0100 Bio-Christbäume nicht nur bei Staatsministerin Michaela Kaniber beliebt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1832&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0f077b6c1dba3c012dbcb4bba0ef6f7c Berchtesgaden, 19. Dezember 2018 - Der Weihnachtsmarkt der Bayerischen Staatsforsten lockte auch dieses Jahr zahlreiche Besucher

Bereits zum 17. Mal öffnete der Forstbetrieb Berchtesgaden der Bayerischen Staatsforsten seine Türen, um mit den Besuchern des Weihnachtsmarktes die „stade Zeit“ einzuläuten.  

Traditionell wurden wieder Christbäume aus den heimischen und nachhaltig bewirtschafteten Staatswäldern verkauft. Dennoch waren die Bio-Weihnachtsbäume dieses Jahr etwas Besonderes. „Denn einer dieser Bäume aus dem Revier Bad Reichenhall steht seit Anfang Dezember, bei unserer Forstministerin Michaela Kaniber, im Staatsministerium“ erklärt Forstwirtschaftsmeister Stefan Hallweger von den bayerischen Staatsforsten stolz.  

Nach dem Aussuchen des schönsten Weihnachtsbaumes für Zuhause, konnte man sich bei einem Glühwein und einer Wildbratwurst wieder aufwärmen. Denn die Berufsjäger des Forstbetriebes grillten erstmalig für die Gäste des Weihnachtsmarktes.  

Ein weiteres Highlight für die Besucher war der Verkauf des regionalen und schockgefrosteten Wildbrets, der zum ersten Mal in der neuen Wildboutique des Betriebes stattfand. Auch der rege Verkaufsandrang der Vortage tat der Nachfrage des Wildfleisches am Weihnachtsmarkt keinen Abbruch. Ob küchenfertiges Bratenfleisch, Gulasch, Wildschinken oder –salami, das Wildfleisch kam bei Jung und Alt gut an.  

Nach Herzenslust konnten auch Tannendaxer und Mistelzweige durchstöbert werden. Ob als Dekoration für die Haustüre oder zur Verschönerung der Wohnräume, das frische Grün inspirierte die Besucher. Auch die handgefertigten Motorsägenschnitzereien waren als Dekoration oder Geschenk für den Heiligen Abend beliebt. Doch nicht nur die Besucher waren sichtlich begeistert von dem vielfältigen Angebot. Auch Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller stellte zufrieden fest: „Der Weihnachtsmarkt war auch dieses Jahr wieder sehr gut besucht und ein voller Erfolg.“

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Forstbetrieb Berchtesgaden Nachrichten
news-1831 Wed, 19 Dec 2018 08:29:24 +0100 Nachwuchs bei Sonthofener Staatsforsten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1831&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cd1ef533065899431e9259813e8094af Sonthofen, 18.12.2018 – Im Rahmen der turnusgemäßen Personal- und Betriebsversammlung konnte Betriebsleiter Jann Oetting neue Mitarbeiter in seinem Team begrüßen. Durch die Einstellung von jungen Forstwirten und Auszubildenden verjüngt sich die Mannschaft deutlich.  

Zweimal im Jahr trifft sich die Belegschaft des Forstbetriebes Sonthofen zur Personal- und Betriebsversammlung. Die rund 50 Forstwirte, Forstwirtschaftsmeister, Berufsjäger, Förster und Büroangestellte arbeiten am Betriebssitz in Sonthofen oder in den acht Revieren von Oberstdorf bis zum Allgäuer Tor bzw. von Lindau bis zum Auerberg. Sie betreuen und bewirtschaften rund 18.000 ha Staatswald und Offenland in dieser Region.  

Bei der diesjährigen Herbstversammlung berichtete zunächst Personalratsvorsitzender Gerhard Briechle über die Aktivitäten der örtlichen Personalvertretung. Betriebsleiter Jann Oetting und sein Stellvertreter Tobias Ochs nutzten die Gelegenheit über das aktuelle Betriebsgeschehen zu referieren und gaben einen Ausblick auf die anstehenden Arbeiten im nächsten halben Jahr. Die Rahmenbedingungen für die Forstbranche sind derzeit äußerst schwierig. Große Schadholzmengen durch Borkenkäfer und Sturmschäden in ganz Mitteleuropa belasten den Holzmarkt. Die Bayerischen Staatsforsten reduzieren deshalb bayernweit Ihren Holzeinschlag im laufenden Geschäftsjahr deutlich. Dies wirkt sich entsprechend negativ auf das Betriebsergebnis aus. Auch der Forstbetrieb Sonthofen wird seinen Einschlag um ca. 15.000 Festmeter reduzieren, das entspricht 15%.  

Erfreulicheres gibt es zum Personal zu berichten. So kann Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting drei neue Forstwirte in seinem Team begrüßen. Jonas Echle, Jonas Wechs und Simon Willer haben diesen Sommer am Nachbarbetrieb Ottobeuren erfolgreich Ihre Ausbildung zum Forstwirt abgeschlossen und arbeiten seit September am Forstbetrieb Sonthofen. Ganz besonders freuen sich Oetting und Personalratsvorsitzender Briechle, dass der Forstbetrieb seit September 2017 selbst wieder Forstwirte ausbilden kann. Vier junge Burschen sind im ersten und zweiten Ausbildungsjahr, auch nächstes Jahr stehen drei Ausbildungsplätze zur Verfügung. Zudem hat der Betrieb seit September eine Auszubildende zur Kauffrau für Büromanagement. Jann Oetting: „Man sieht, dass bei uns die Verjüngung nicht nur im Wald, sondern auch beim Personal funktioniert.“

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Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
news-1830 Tue, 18 Dec 2018 14:16:56 +0100 Das Weihnachtsbaum-Abenteuer http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1830&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ef470dfec96ffcad0573ff1a2c1100a8 Noch knapp 3 Wochen bis zum Weihnachtsfest und noch immer kein Weihnachtsbaum im Katholischen Kindergarten in Schöllkrippen!

Diesem Problem nahmen sich junge Naturforscher an und zogen, bewaffnet mit Bollerwagen, Säge, Kinderpunsch und belegten Broten, in den Spessart. Es galt den schönsten Weihnachtsbaum im Wald zu finden und diesen im Kindergarten aufzustellen. Gesagt getan.

Jeder potentielle Baum wurde genau unter die Lupe genommen. Schließlich musste er allen Kindern gefallen. Auf der Suche begegneten ihnen einigen Tieren, so sahen sie 2 Rehe im Unterholz und hörten den größten Singvogel des Waldes, den Kolkraben.

Der passende Weihnachtsbaum war bald gefunden. Gemeinsam wurde gesägt und der Baum mit vereinten Kräften auf den nächsten Waldweg gebracht. Gestärkt und mit guter Laune ging es jetzt zurück zum Kindergarten, wo der Weihnachtsbaum gemeinsam mit den Mittagskindern aufgestellt und geschmückt wurde.

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Wald im Spessart Wald im Spessart Newsticker Startseite Forstbetrieb Heigenbrücken Nachrichten
news-1829 Mon, 17 Dec 2018 10:15:44 +0100 Naturnahe Arbeit im Staatswald als Beruf und Berufung http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1829&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5e5fd96f6a7be623fc1030437337bc3e Ehrung bei den Bayerischen Staatsforsten für zwei verdiente Forstwirte

Nordhalben, 12. Dezember 2018 – Auf der Betriebsversammlung des Forstbetriebs Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten feierten zwei Mitarbeiter ein 40-jähriges Arbeitsjubiläum. Für ihre ausgezeichnete naturnahe Arbeit im Staatswald über jeweils vier Jahrzehnte dankten Forstbetriebsleiter Fritz Maier, Servicestellenleiter Roland Knöpfle und Personalratsvorsitzender Thomas Jährig den Jubilaren Herbert Förtsch und Thomas Wiedel. Mit der Jahresbilanz 2018 waren Mitarbeiter und Betriebsleitung zufrieden.

Bei der Betriebsversammlung des Forstbetriebs Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten wurden zwei Mitarbeiter für Ihre langjährige Tätigkeit im Staatswald geehrt. Herbert Förtsch aus Roßlach-Wilhelmsthal (Landkreis Kronach) und Thomas Wiedel aus Schwarzenbach a. Wald (Landkreis Hof) sind seit 40 Jahren als Forstwirte im Staatswald tätig.

Herbert Förtsch ist ein echter Sohn des Frankenwaldes. Er ist aufgewachsen in Roßlach-Wilhelmsthal und bis heute seinem Wohnort und dem Frankenwald treu geblieben. 1978 begann er seine Ausbildung zum Forstwirt am Forstamt Kronach. Schon sein Vater war Haumeister im Staatswald und in den ersten Wochen der Lehrzeit auch der Ausbilder seines Sohnes. Herbert Förtsch konnte schon in jungen Jahren erfahren, dass der Beruf des Forstwirts anstrengend aber auch sehr befriedigend ist. Die enge Verbindung zum Wald, zu Tieren und zur Natur war eine Triebfeder, diesen Beruf zu ergreifen und als Berufung zu leben.

Thomas Wiedel aus Schwarzenbach a. Wald hat ebenfalls eine intensive familiäre Beziehung zum Forstwirtberuf und zum Wald. Geboren in der „Hinteren Schnaid“ in Wallenfels als Sohn eines Forstwirts konnte auch er durch seinen Vater schon in jungen Jahren die Mühen aber auch die vielen positiven Seiten des Forstwirt-Berufs erfahren. Er absolvierte seine Ausbildung am damaligen Forstamt Bad Steben. Heute ist er für den Staatswald des Forstbetriebs in vier Landkreisen tätig und lebt das breite Berufsbild mit Aufgaben zur Waldpflege, Pflanzung, Jagd, Naturschutz und Erholung mit großem Engagement.

„Nutzen und Schützen“ ist die Aufgabe des Forstbetriebs Nordhalben, der sich von der Grenze Thüringens im Norden bis zur Stadt Bayreuth im Süden erstreckt. Durch eine naturnahe Waldbewirtschaftung soll eine möglichst hohe Artenvielfalt erzielt und der Wald auf veränderte klimatische Bedingungen vorbereitet werden. In ihrer langen Dienstzugehörigkeit waren die Aufgaben im Staatswald den zwei Jubilaren nicht nur Beruf, sondern gleichzeitig Berufung zu einem Dienst am Wald und der Gesellschaft.

Der Waldumbau durch Pflege von Kulturen, Nutzung von Holz und Pflanzung klimaresistenter und standortsgerechter Baumarten wurde und wird durch die Jubilare mit großem, persönlichen Engagement und vielen Ideen sowie Verbesserungsvorschlägen umgesetzt. Die Kenntnisse dieser langjährigen Mitarbeiter sind für den Forstbetrieb äußerst wertvoll. Die körperlich anspruchsvolle, qualitativ hochwertige Arbeit der Jubilare und ihr wertvoller Einsatz für eine naturnahe Waldbewirtschaftung wurden vo nForstbetriebsleiter Fritz Maier gewürdigt.

Grund zur Dankbarkeit und Zufriedenheit hatte Forstbetriebsleiter Fritz Maier auch bei der Bilanz des Jahres 2018. Der Forstbetrieb Nordhalben hat auf 41 Hektar mit mehreren zehntausend jungen Pflanzen wertvolle Mischbaumarten wie Tanne, Eiche, Buche und Ahorn gepflanzt, die zusammen mit der reichhaltigen Naturverjüngung aus Samen der vorhandenen Bäume den Mischwald der Zukunft ergeben. Auf einer Fläche von 570 ha wurden junge Waldbestände von den Forstwirten gepflegt und zu gemischten, stabilen, gesunden Wäldern geformt. Rd. 100.000 Kubikmeter Holz wurden nachhaltig geerntet und den Sägewerken und Holzverarbeitern in der Region als Rohstoff geliefert. Als Reaktion auf die große Hitze und Trockenheit im Sommer 2018 war die Holznutzung um rd. 20% reduziert worden, weil mit größeren Borkenkäfer-Schäden gerechnet werden musste. Trotzdem konnte der Bedarf der Bevölkerung an Brennholz und Energieholz befriedigt werden.

Zahlreiche Naturschutzmaßnahmen zugunsten der Wildkatze, des Schwarzstorchs und weiterer seltener Tier- und Pflanzenarten wurden realisiert. So konnten mehrere ehemalige Fischteiche in naturnahe Biotope umgebaut werden. Durch Entfernung der künstlichen Wasserzu- und -abläufe an den Teichen wurde auch wieder durchgängige Fließgewässer hergestellt und damit ein großer Beitrag zur Naturschutzfunktion der Gewässer im Staatswald geleistet. Auch hier waren die Kenntnisse und die hochwertigen Arbeiten der Forstwirte sehr wertvoll.

Die Sturm- und Borkenkäfer-Schäden im benachbarten Ausland und in anderen Bundesländern haben schon im vergangenen Jahr die Nachfrage nach weiterem Holz gebremst. Trotzdem konnte der Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten das Jahr 2018 noch mit einem zufriedenstellenden wirtschaftlichen Ergebnis abschließen. Angesichts der Trockenheit und Hitze im vergangenen Sommer und der zu erwartenden Borkenkäfer-Schäden im Jahr 2019 ist der Blick in die Zukunft aber von Sorgenfalten begleitet.

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Forstbetrieb Nordhalben Nachrichten
news-1828 Mon, 17 Dec 2018 10:05:07 +0100 Forstbetrieb Arnstein übergibt Weihnachtsbäume http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1828&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=eb9f61773fef10f3adbb9a19c44359a0

Forstbetrieb spendet Weihnachtsbäume an das Frh Moritz von Hutten`sches Pfründnerspital in Arnstein

Arnstein, 12.12.2018 – Der Forstbetrieb Arnstein der Bayerischen Staatsforsten hat dem Frh Moritz von Hutten`sches Pfründnerspital in Arnstein Weihnachtsbäume gespendet.

Der Forstbetriebsleiter Christoph Riegert hat an das Team des Alten- und Pflegeheims in Arnstein, vertreten durch Frau Jonjic, Frau Rumpel und Frau Rottmann, mehrere Nordmannstannen übergeben. Die Tannen aus der Nähe von Arnstein wurden ganz frisch vom Forstwirt Thomas Köhler geschlagen und angeliefert.

Nordmannstannen stammen ursprünglich aus dem Kaukasus und wurden vor einigen Jahren auf einer kleinen Fläche extra für die Gewinnung von Weihnachtsbäumen gepflanzt.

Die Bayerischen Staatsforsten freuen sich, dass Ihre Bäume jetzt die Kapelle und Aufenthaltsräume im Pfründerspital schmücken und alle Bewohner, Mitarbeiter und Besucher sich auf Weihnachten einstimmen können.

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Forstbetrieb Arnstein Nachrichten
news-1827 Fri, 14 Dec 2018 10:17:09 +0100 Neue Fledermausheimat in altem Bunker http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1827&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7268549207230c8e49212dd07004f892 Bayerischen Staatsforsten bauen ehemaligen Bundeswehrbunker zu Fledermausquartier um

Waldmünchen, 11.12.2018 – Der Forstbetrieb Roding der Bayerischen Staatsforsten hat im zum Revier Geigant gehörenden Aster Wald, Abteilung Straßberg, einen ehemaligen Munitionsbunker der Bundeswehr in ein attraktives Fledermausquartier umgebaut. Das Fledermaus-Projekt wurde im Rahmen der besonderen Gemeinwohlleistungen vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Cham gefördert.

Um den Bunker für die verschiedenen Fledermausarten attraktiv zu machen haben die Staatsforsten die glatten, betonierten Innenwände des Bunkers rau überputzt, um so den Fledermäusen Halt zu geben. An den Decken wurden zudem spezielle Hohlblocksteine befestigt, um den Fledermäusen Höhlenstrukturen für ihren Winterschlaf anzubieten. Fledermäuse brauchen, um sich wohl zu fühlen eine hohe Luftfeuchtigkeit, daher haben die Bayerischen Staatsforsten den Bunker zusätzlich mit einigen tausend Liter Wasser geflutet. Darüber hinaus wurden in die Außentüre Einflugschlitze geschnitten, um ausreichend Einlasspforten zu schaffen. Im Umfeld wurden ergänzend Fledermaus-Kästen als attraktive Tagquartiere angebracht.

Da sich der aufgelassene Bunker, der Ende der 1990er Jahre an die damalige Staatsforstverwaltung übergeben wurde, nicht nur als Fledermausquartier eignet, sondern auch verschiedenen Kriechtieren ein sicheres Winterquartier bietet, wurde vor der Außentür eine Rampe als Kletterhilfe angelegt. Im Innenbereich wurden mit Hilfe von Steinen zusätzlich Hohlräume als Unterschlupf für die Kriechtiere geschaffen.

„Der Umbau des Bunkers zu solch einem Artenschutzprojekt ist Bestandteil unserer naturnahen Forstwirtschaft. Solche wichtigen Artenschutzmaßnahmen sind Bestandteil unseres Regionalen Naturschutzkonzepts“, so der der stellvertretende Leiter des Forstbetriebs, Philipp Bahnmüller. Im Regionalen Naturschutzkonzept werden die Naturschutzziele der Bayerischen Staatsforsten in konkrete Handlungen und Maßnahmen umgesetzt und so regionale Besonderheiten des Naturschutzes herausgearbeitet.   Mehr zum regionalen Naturschutzkonzept des Forstbetriebs Roding finden Sie hier:

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Forstbetrieb Roding Nachrichten
news-1826 Wed, 12 Dec 2018 15:56:12 +0100 Forstbetrieb Bodenmais auf dem Weihnachtsmarkt der Vereine http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1826&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=59303a34ba91cee2d4931b8440670f20 Weihnachtliche Düfte, viele Lichter, adventliche Stimmung und ein vielfältiges Schmankerl-Angebot der einzelnen Gruppierungen und Vereine, in den mit Schmuckreisig, Sternen und Lichtern geschmückten Hütten - auf dem Bodenmaiser Marktplatz hatte der Forstbetrieb Bodenmais heuer zum vierten Mal die Buden und Stände mit Tannengrün ausgestattet. Nachmittag boten sie dann holzgefertigte Kunstwaren und Basteleien der Lehrlingswerkstatt an.

Der Erlös aus dem Verkauf (808,70 EUR) geht an die Familie des Unfallopfers am Kalteck vom Sommer 2018, wo bekanntermaßen ein Familienvater durch einen Raser zu Tode kam. Sein Sohn wurde schwer verletzt und ihm steht noch eine lange Reha-Phase bevor, ehe man von einer Genesung sprechen kann. Der Staatswald am Kalteck, Gde. Achslach, liegt zu beiden Seiten des Unfallortes, und so lässt sich eine Verbindung zwischen Unfallort und Hilfe leicht erklären.

Bürgermeister Joachim Haller und Tourismus-Chef Bernhard Mosandl ließen es sich nicht nehmen, unmittelbar nach der offiziellen Begrüßung als die ersten Besucher am Stand des Forstbetriebs vorbeizuschauen. Sie wurden dann auch gleich von Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl mit einer BaySF-Wintermütze ausgestattet.

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Forstbetrieb Bodenmais Nachrichten
news-1825 Wed, 12 Dec 2018 15:08:51 +0100 Weihnachtsfreude und Waldpflege am Forstbetrieb Berchtesgaden http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1825&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8800d1fec8bbab5d5a71e21d6960fa4c – Berchtesgaden – Heiße Grillwürste und „schockgefrostetes“ Wildbret beim Weihnachtsmarkt am Forstbetrieb Berchtesgaden. Erstmalig werfen Berufsjäger der Bayerischen Staatsforsten ihren Grill in der Winterzeit an.

Tradition und Wandel prägen den 17. Weihnachtsmarkt am Forstbetrieb Berchtesgaden. Wie immer sind gesundes und schmackhaftes Fleisch von Reh, Hirsch und Gams sowie feine Salami und Schinken vom Wild aus der Region für die Region zu haben. Doch seit der Eröffnung der werktäglich geöffneten Wildboutique durch Staatsministerin Michaela Kaniber im Juni dieses Jahres gibt es das küchenfertige Wild nicht nur vakuumiert sondern auch Knochenfrei und schockgefrostet, um die hervorragende Qualität und Frische zu erhalten. Beim Schockfrosten werden die Eiskristalle kleiner, als wenn das frische Fleisch im heimischen Tiefkühlschrank eingefroren wird. „So verliert das schockgefrostete Bratenstück beim Auftauen deutlich weniger Fleischsaft als das normal eingefrorene“ schwärmt die Berchtesgadener Jagdsachbearbeiterin Peggy Troppenz, von den Bayerischen Staatsforsten.

Weihnachtsfreude und Waldpflege in einem: Traditionell stammen die 250 jungen Fichten und Tannen aus Pflegemaßnahmen der naturnahen nachhaltigen Forstwirtschaft. Wie der Christbaum der Bayerischen Forstministerin Michaela Kaniber am Münchner Staatsministerium (wir berichteten) wurden alle diesjährigen Christbäume im Forstrevier Bad Reichenhall bei Anthaupten geschlagen. Dort ist  reichlich Naturverjüngung vorhanden. Über die Entnahme der Christbäume freuen sich nicht nur die weihnachtlich gestimmten Menschen, sondern auch die im Wald bleibenden Bäume, die sich nun besser entwickeln können.

Eine weitere Besonderheit sind die von dem Waginger Forstwirt Max Poschner in liebevoller Handarbeit angefertigten Holzschnitzereien. Hinzu kommen Misteln, sowie Daxen und Grabbäumchen. Mit Glühwein, Punsch und frischen Wildbratwürsten passen zur Jahreszeit.

Der Weihnachtsmarkt findet am 14. Dezember ab 13.00 Uhr auf dem Gelände der Bayerischen Staatsforsten, Am Brandholz 2 ½ in Berchtesgaden statt.

 

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Forstbetrieb Berchtesgaden Nachrichten
news-1824 Tue, 11 Dec 2018 14:57:05 +0100 Neuer Chef für den Nürnberger Reichswald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1824&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=77a582896e22441911391569540aba97 Roland Blank geht nach 13 erfolgreichen Jahren in den Ruhestand Stabwechsel am Forstbetrieb Nürnberg: Künftig wird der 42jährige Johannes Wurm für den Reichswald verantwortlich zeichnen. Wurm kündigte an, die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers fortzusetzen und den notwendigen Waldumbau voranzutreiben.

Nach mehr als 35 Dienstjahren hat der Vorstand der Bayerischen Staatsforsten, Reinhardt Neft, den bisherigen Leiter des Forstbetriebs Nürnberg, Roland Blank, im Rahmen einer kleinen Feierstunde in den Ruhestand verabschiedet. „Sie haben nicht nur den dringend notwendigen Waldumbau deutlich vorangebracht, sondern auch im Bereich Naturschutz Großes geleistet. Sie übergeben Ihrem Nachfolger einen bestens aufgestellten Forstbetrieb“, so Neft.

Blank hatte den Forstbetrieb nach der Forstreform 2005 übernommen, also in nicht ganz einfachen Zeiten. Es galt nicht nur, den Wald zu bewirtschaften, sondern auch Vertrauen in die Arbeit der Staatsförster zurückzugewinnen. Geholfen hat ihm dabei sein Grundsatz „Der Wald ist für die Menschen da!“ Das gelte vor allem rund um eine Großstadt wie Nürnberg, so Blank bei seiner Verabschiedung. „Moderne Forstwirtschaft muss versuchen, die manchmal widersprüchlichen Anforderungen an den Wald auszugleichen. Die Menschen müssen verstehen, was wir tun und warum wir es tun.“ Nur so könne Forstwirtschaft die notwendige Gesellschaftliche Akzeptanz erfahren.

Ein besonderes Anliegen war mir auch die naturnahe Bewirtschaftung und der Waldumbau. Im Hinblick auf den Klimawandel hat Blank den notwendigen Waldwechsel massiv vorangetrieben: In etwa der Hälfte des Reichswaldes gibt es bereits vielfältige, arten- und strukturreiche Wälder, vor allem Laubhölzer wurden dafür aktiv eingebracht. „Der anderen Hälfte“, so Blank augenzwinkernd, „darf sich ab nächster Woche mein Nachfolger annehmen“.

Dieser Nachfolger ist der 42jährige Forstwissenschaftler Johannes Wurm. Von ihm sagt Vorstand Neft, dass er der richtige Mann an der richtigen Stelle sei: „Sie haben die fachliche und menschliche Qualität, die Nürnberger Staatswälder weiter aufzuwerten und die hervorragende Arbeit Ihres Vorgängers fortzuführen.“  Der gebürtige Oberpfälzer Johannes Wurm studierte an der Technischen Universität München und in Yale (USA) Forstwissenschaft. An der TU München war er anschließend einige Jahre als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig. 2011 wechselte er zu den Bayerischen Staatsforsten und arbeitete dort in der Internen Revision und als Mitarbeiter im Vorstandsbüro. 2014 wurde er zu EUSTAFOR, dem Zusammenschluss der Europäischen Staatsforstbetriebe, in Brüssel abgeordnet. 2017 war er bereits ein dreiviertel Jahr stellvertretender Forstbetriebsleiter in Waldsassen. „Ich werde mein Bestes geben, um die erfolgreiche Arbeit von Roland Blank fortzuführen“, so Johannes Wurm bei der Amtseinführung. „Wir werden die Wälder rund um Nürnberg auch künftig zum Wohle von Mensch und Natur bewirtschaften. Vor allem gilt es, den Waldumbau fortzuführen.“ Gerade in Metropolregionen wie Nürnberg sei es nicht immer ganz einfach, den Dreiklang aus Bewirtschaftung, Naturschutz und Erholungsfunktion zu realisieren. Wurm versprach einen konstruktiven Dialog mit allen, denen das Wohl des Nürnberger Staatswaldes am Herzen liege: „Wir haben dasselbe Ziel“, so Wurm. 

Weitere Informationen zum Forstbetrieb Nürnberg finden Sie hier: www.baysf.de/nuernberg

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Forstbetrieb Nürnberg Nachrichten
news-1823 Tue, 11 Dec 2018 09:05:45 +0100 Raus aus der Schule - rein in den Wald! http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1823&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e60422cc446747c5d944ff2924c8a288 Grünes Klassenzimmer eröffnet Für einige Schüler dürfte das - wenigstens manchmal - ein Traum sein. Für die Schülerinnen und Schüler der Achental-Realschule und der Grund- und Mittelschule Niedernfels kann dieser Wunsch in Erfüllung gehen.

Die Bayerischen Staatsforsten stellen den beiden Schulen ein sogenanntes „Grünes Klassenzimmer" im zur Achental-Realschule angrenzenden Wald zur Verfügung. Am Aggbichl können Klassen einen Unterricht der anderen Art erleben: raus aus dem Klassenzimmer, rein in den Wald.

Herrn Höglmüller als Leiter vom Forstbetrieb der Bayerischen Staatsforsten in Ruhpolding ist es ein Wunsch, den Kindern wieder mehr die Bedeutung des heimischen Waldes näher zu bringen, sei dies in der Bedeutung als Lieferant von Baumaterial, als Filter zur Reinigung des Grundwassers oder auch nur als Heizmaterial für den Ofen. Der Wald ist zudem als Ort der Erholung und Rückzugmöglichkeit von den allgegenwärtigen digitalen Medien von unschätzbarer Bedeutung.

Marquartstein mit seinen vier Schulen biete sich dabei besonders an, dieses Anliegen voranzubringen. Dabei versprach Herr Höglmüller, dass die Grundschule und das Landschulheim ebenfalls ein eigenes „Grünes Klassenzimmer" erhalten werden.

Bei der Einweihung am 15.11.2018 durfte als erste Klasse von der Achental-Realschule die Klasse 6d zusammen mit der Klassleitung Frau Krahmer das „Grüne Klassenzimmer“ in Beschlag nehmen. Dabei stand aber kein Unterricht auf dem Plan. Die Schülerinnen und Schüler sollten einfach fürs Erste nur die Atmosphäre und eine Brotzeit genießen. Dafür vielen Dank an die Bayerischen Staatsforsten.

Nach dem Unterricht steht es selbstverständlich auch den Bürgerinnen und Bürgern von Marquartstein frei, dieses „Klassenzimmer" mit seinen Sitzmöglichkeiten zu nutzen. Die Verantwortlichen vom Forstbetrieb, aber auch der Bürgermeister, Herr Scheck, appellierten dabei an alle, sich umweltbewusst und mit Respekt gegenüber der Natur zu verhalten.

Text: Stephan Breitrainer

 

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Forstbetrieb Ruhpolding Nachrichten
news-1822 Mon, 10 Dec 2018 17:13:37 +0100 Bayerische Staatsforsten, Stadt Rieneck und private Jägerschaft erlegen 154 Schwarzkittel in 2 Tagen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1822&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cefe0965b993539d7ccbc006b3048cd4 Ruppertshütten – Langenprozelten, 10. Dezember 2018 -- Bewegungsjagden auf Schalenwild sind für die Bayerischen Staatsforsten wichtiger Bestandteil des Jagdkonzeptes. Am Forstbetrieb Hammelburg finden im jeden Herbst und Winter rd. 15 großräumige Bewegungsjagden statt. Zwei sehr erfolgreiche Jagden wurden am 24. und 26. November in den Revieren östlich des Sinderbachtals durchgeführt.

Anlässlich zweier großräumiger, revierübergreifender Bewegungsjagden wurden an zwei Jagdtagen im Raum Langenprozelten und Ruppertshütten insgesamt 154 Wildschweine sowie 19 Rehe erlegt.

Am Samstag, den 24.11. jagten die Bayerischen Staatsforsten in den Revieren Ruppertsütten und Langenprozelten. Dabei rückten rund 130 Jäger mit 50 Hunden aus, um auf einer Fläche von ca. 1.200 Hektar (was in etwa 1.500 Fußballfeldern entspricht) den Schwarzkitteln zu Leibe zu rücken. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Am Ende des Tages konnten 73 Wildschweine und 5 Rehe erlegt werden.

Am darauffolgenden Montag wurde dann das direkt angrenzende Waldgebiet im Langenprozeltener Forst bejagt. Hier beteiligten sich das Staatsjagdrevier Langenprozelten, die Stadt Rieneck, das Genossenschaftsjagdrevier Schaippach sowie das Genossenschaftsjagdrevier Langenprozelten. Auch an diesem Jagdtag war Diana den Waidmännern wohl gesonnen. Am Abend lagen insgesamt 84 Wildschweine und 13 Rehe auf der Strecke.

Damit leistete die örtliche Jägerschaft zusammen mit den Bayerischen Staatsforsten einen wichtigen Beitrag zur Verringerung der überhöhten Wildschweinpopulation und den damit einhergehenden Herausforderungen, wie z.B. Wildschäden in angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen oder der Ausbreitung von Krankheiten. Vor allem im Hinblick auf die afrikanischen Schweinepest, die in Europa auf dem Vormarsch ist, aber Deutschland noch nicht erreicht hat, ist die Reduktion der Schwarzwildbestände ein Mittel zur Prävention.

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Forstbetrieb Hammelburg Nachrichten
news-1821 Mon, 10 Dec 2018 12:05:24 +0100 Holzernte am Buchberg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1821&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=21a6728cc934124ac1cddebae6971fd7 Buchberg, 03.12.2018 – Der Forstbetrieb Allersberg verfolgt am Buchberg, oberhalb des gleichnamigen Ortsteiles der Gemeinde Sengenthal, mit der Ernte des ökologisch vorteilhaften und nachwachsenden Rohstoffes Holz zwei Hauptziele: die Steuerung des Waldaufbaues und seiner Zusammensetzung („Waldbau“) und die Verkehrssicherung zur Gefahrenabwehr. Dabei lässt sich eine vorübergehende Beeinträchtigung für den Waldbesuch nicht vermeiden. Bei der ganzen Maßnahme wird auch streng nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit gehandelt, das heißt, die Bayerischen Staatsforsten ernten nicht mehr Holz als nachwächst.  

Waldbau - Viele und starke Laubbäume prägen den Zukunftswald am Buchberg

Entsprechend den Vorgaben des Waldgesetzes und den Waldbaugrundsätzen der Bayerischen Staatsforsten orientiert sich der Waldaufbau an den Baumarten der natürlichen Waldgesellschaft. Für den Buchberg bedeutet dies, dass der Forstbetrieb an den Standort angepasste Laubholzmischbestände anstrebt mit hohen Anteilen aus Buche und Edellaubhölzern, wie Esche, Ahorn, Linde und der seltenen Ulme, unter der Beteiligung von Fichte, Tanne und Lärche in begrenztem Umfang.

Neben der Mischung sind Bäume mit einer langen und breiten Krone die Voraussetzung für einen stabilen und gesunden Wald. Um dies zu erreichen ist der Wald von Jugend an regelmäßig wiederkehrend und nicht zu stark zu durchforsten. Dabei werden die Bäume der erwünschten Mischung gefördert, indem man die schärfsten Konkurrenten in ihrer Nachbarschaft nach und nach entnimmt.

In reifen, älteren Waldteilen werden durch die Entnahme von Altbäumen Lücken geschaffen, um eine natürliche Waldverjüngung einzuleiten. Denn erst diese verstärkte Lichtgabe auf den Waldboden ermöglicht, dass junge Keimlinge aus den Samen der Altbäume hochwachsen können und nicht gleich wieder aus Lichtmangel vergehen. Hier am Buchberg sieht man diese Entwicklung besonders schön an den zahlreichen jungen Ahornen, Buchen und Eschen.  

Einsatz einer Spezialmaschine für eine schonende Ernte im steilen Gelände

An den steilen Hängen des Buchberges lässt sich das Holz nicht mit normalen Forstmaschinen, wie Forwardern oder Rückeschleppern aus dem Wald ziehen. Durchgeführt werden diese schwierigen Baumfällarbeiten daher mit Hilfe einer speziellen Maschine, einem sogenannten Seilbagger, der vom Weg aus mittels Seilwinde die Bäume aus dem Hang zieht. Zusätzliche Schneisen, die normalerweise im Abstand von 30 Metern in den Wald gelegt werden, sind nicht nötig. Die für derartige Einsätze spezialisierte Firma des Unternehmers Jonas Stielper aus Gößweinstein, ist jetzt seit knapp einer Woche mit seinen Leuten aktiv und zieht mit seinem 25-Tonnen-Bagger Baum für Baum steil bergauf.  

Sicheres Wandern am Buchberg

Manche Bäume werden aufgrund von Krankheiten oder ihres Alters gefährlich. Es drohen starke Äste abzubrechen oder ganze Bäume umzufallen. Entlang der Forst- und Wanderwege insbesondere im Bereich des bekannten „Fuchssteiges“ werden alle kritischen und gefahrenträchtigen Stämme zum Schutz der Waldbesucher entfernt.  

Biotopbäume und Totholz – Hotspots des Naturschutzes

Zentrales Ziel des Naturschutzes bei den Bayerischen Staatsforsten ist es, die natürlichen Lebensräume, vor allem der an den Wald gebundenen Tier- und Pflanzenarten, zu erhalten und zu verbessern. Abgesehen von den unvermeidbaren Maßnahmen zur Verkehrssicherung verbleiben daher Biotopbäume, besondere Altbäume und Totholz (abgestorbene Bäume noch stehend oder schon liegend) bis zu ihrem natürlichen Zerfall im Bestand. Biotopbäume sind zum Beispiel Bäume mit natürlichen Faul- oder Spechthöhlen, Horsten größerer Vögel oder zahlreichen Baumpilzen. Gerade diese Bäume dienen einer Vielzahl heimischer Tier- und Pflanzenarten als Lebensraum, insbesondere vielen seltenen Käferarten, Vögeln und Fledermäusen. Der Forstbetrieb bittet alle Waldbesucher um Verständnis, dass dieses „unordentliche Erscheinungsbild“ eine wichtige Naturschutzmaßnahme darstellt.  

Kurzfristige Behinderungen für Naturliebhaber, Waldbesucher und Wanderer

Um die mit den Arbeiten zwangsläufig verbundenen Beeinträchtigungen am sehr beliebten Buchberg möglichst gering zu halten, wurden die Arbeiten gezielt in die eher „besucherarme Schmuddelzeit“ Ende November bis kurz vor Weihnachten gelegt. Da Gefährdungen ausgeschlossen werden müssen, können Sperrungen der Wege und Hiebsflächen für den Besucherverkehr nicht vermieden werden. Diese Absperrungen sind durch Bänder und entsprechende Hinweisschilder kenntlich gemacht. Der Forstbetrieb bittet, diese unbedingt zu beachten, da bei einem Betreten der Arbeitsbereiche Lebensgefahr durch umstürzende Bäume und herabfallende Äste besteht. Durch den Transport des Holzes können – je nach Witterung – auch Schäden an den Wegen entstehen. Nach Abschluss aller Arbeiten werden diese durch den Forstbetrieb wieder behoben und die Wege in einen einwandfreien Zustand gebracht. Für diese mit den Holzerntearbeiten zwangsläufig verbundenen Beeinträchtigungen bittet der Forstbetrieb um Verständnis.

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Forstbetrieb Allersberg Nachrichten
news-1820 Mon, 10 Dec 2018 11:59:10 +0100 Forstbetrieb Allersberg verabschiedet langjährige Mitarbeiter http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1820&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=63568b3ea20a417f05054b9e293f1a40 Allersberg/Möning 23.11.2018 – Drei verdiente Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten sind bei der Personalversammlung des Forstbetriebs Allersberg in Möning verabschiedet worden. Der Personalratsvorsitzende, Stefan Herzog, und der kommissarische Forstbetriebsleiter, Harald Schiller, dankten Rosemarie Fiegl, Anton Berschneider und Karl Bussinger für ihre langjährige Mitarbeit.  

Anton Berschneider tritt in die Fußstapfen seines Vaters

Im Forstrevier Grafenbuch des früheren Forstamtes Hersbruck trat der in Ballertshofen 1955 geborene Anton Berschneider in die Fußstapfen seines Vaters und begann 1970 seine Ausbildung zum Waldfacharbeiter. Diese endete mit Ablegen der Waldfacharbeiterprüfung im Februar 1974. Im Zuge der Gebietsreform wechselte Berschneider mit seinem Stammrevier an das Forstamt Neumarkt. Mit der Forstreform im Jahre 2005 wurde er in das neu gegründete Unternehmen Bayerischen Staatsforsten übernommen. Bis zum Eintritt in den Ruhestand zum 01.11.2018 arbeitete er 48 Jahre im und für den Wald seiner Region.  

Karl Bussinger – einen Schmid zieht es in den Forst

Der in Mitteleschenbach 1955 geborene Karl Bussinger erlernte zunächst ab 1970 den Beruf des Schmiedes.1973 legte er die Gesellenprüfung ab und arbeitete zunächst weiter in seinem Lehrberuf. Dann zog es ihn zum Forst. Am 01.11.1987 wurde er vom früheren Forstamt Gunzenhausen eingestellt. 1991 legte er erfolgreich die Prüfung zum Waldfacharbeiter ab. Auch er kam mit der Forstreform 2005 zum Forstbetrieb Allersberg. Nach 31 Jahren Arbeit für den Wald in seinem Stammrevier Mitteleschenbach verabschiedet sich nun auch Karl Bussinger zum 01.12.2018 in den Ruhestand.  

Harald Schiller betonte, dass der Forstbetrieb mit Anton Berschneider und Karl Bussinger zwei sehr zuverlässige, fleißige und gewissenhafte Mitarbeiter verliert. Beide arbeiteten sehr selbständig, waren immer einsatzbereit, auch am Wochenende, und waren durch Ihre lange Erfahrung und gute Ortskenntnis große Stützen in ihren Revieren.  

Rosemarie Fiegl - ein guter Geist verlässt das Forstgebäude in Allersberg

Die Dritte im Bunde der Pensionisten ist die 1952 geborene Rosemarie Fiegl. Frau Fiegl war ab 1991 zunächst als Urlaubsvertretung und ab 1994 als Teilzeitkraft am Forstamt Allersberg beschäftigt. Auch sie wechselte mit der Forstreform 2005 zu den Bayerischen Staatsforsten. Frau Fiegl sorgte als Reinigungskraft mit hoher Selbstständigkeit, Zuverlässigkeit und großer Umsicht für ein hervorragendes Arbeitsumfeld und Wohlfühlklima am Forstbetriebsgebäude in Allersberg. Mit ihrem grünen Daumen waren auch Garten und Obstbäume bestens gepflegt, die Mitarbeiter im Hause mit Obst versorgt und blühten die Zimmerpflanzen auf. Schiller hob hervor, dass Frau Fiegl mit ihrem Eintritt in den Ruhestand zum 01.07.2018 eine große Lücke hinterlässt und der gute Geist im Forstbetriebsgebäude fehlt.  

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Forstbetrieb Allersberg Nachrichten
news-1819 Fri, 07 Dec 2018 14:11:38 +0100 Nadelwertholzsubmission Fichtelberg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1819&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=af380cc1086c499b5553cae989e89354 Qualität im Angebot – Zugpferd war die Lärche (06. Dezember 2018) – Fichtelberg Bei der 23. Nadelwertholz-Submission wurden wieder ausgesuchte Nadelwerthölzer aus den staatlichen Forstbetrieben Burglengenfeld, Fichtelberg, Flossenbürg, Forchheim, Nordhalben, Pegnitz, Selb, Waldsassen und der Betriebsgemeinschaft Coburg/Rothenkirchen auf dem bekannten Lagerplatz in Himmelkron zum Verkauf präsentiert.
Die Angebotsmenge lag mit rd. 756 Festmetern etwa auf Vorjahresniveau. Aus den Forstbetrieben wurden bei den einzelnen Baumarten folgende Positionen bereitgestellt:

  • 283 fm Fichten-Blochhölzer in 234 Losen
  • 244 fm Kiefern-Blochhölzer in 282 Losen
  • 200 fm Lärchen-Blochhölzer in 230 Losen
  • 20 fm Douglasien-Blochhölzer in 13 Losen
  • 9 fm Tannen-Blochhölzer in 8 Losen

Der Bieterkreis war mit 21 Interessenten aus Deutschland und Österreich deutlich größer als im letzten Jahr (15). Die beworbenen Hölzer konnten in summa zu sehr guten Preisen zugeschlagen werden, wobei erfreulicherweise nur 10 Lose (2%) ohne Gebot blieben.
Der Durchschnittserlös über alle Baumarten stieg gegenüber dem Vorjahr um 29 €/fm auf 216 €/fm. Im Wesentlichen begründet sich das sehr gute Gesamtergebnis durch das höhere Lärchenangebot.
Das höchste Gebot erzielte ein 60 cm starkes Lärchenbloch aus der Betriebsgemeinschaft Coburg/Rothenkirchen, das mit 674 €/fm der teuerste Stamm aus dem Staatswald war. Bemerkenswert waren auch die 570 €/fm für eine Lärche aus dem Forstbetrieb Forchheim. Beide Stämme gingen an einen Furnierkunden nach Unterfranken.
Bei den Durchschnittserlösen der einzelnen Baumarten zeigten sich Fichte, Kiefer und Tanne leicht verbessert, während die Lärche bei einem deutlich größeren Angebot etwas schwächer tendierte. Douglasienblöcher gaben im Vergleich zu den Vorjahren deutlich nach.
Die Verkäuferseite ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden und bedankt sich bei allen Kunden für das große Interesse und die zahlreichen Gebote.

Die Ergebnisse im Detail können Sie rechts herunterladen.

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Forstbetrieb Fichtelberg Nachrichten
news-1818 Wed, 05 Dec 2018 08:23:52 +0100 Christbaum für den Bundestag http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1818&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d8894e7d898b985cd4af551820d33f9e Tanne aus Oberammergau für Berlin Im Rahmen einer kleinen Feier wurde der im Forstrevier Altenau des Forstbetriebs Oberammergau geschlagene Weißtannen-Christbaum für den Deutschen Bundestag vom Naturpark Ammergauer Alpen übergeben. Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth nahm von der Naturparkkordinatorin Nina Helmschrott, die in Begleitung einer Oberammergauer Schulklasse den 6 m hohen Baum nach Berlin brachte, den mit selbstgebasteltem Schmuck geschmückten Christbaum entgegen und bedankte sich herzlich für den Baum aus dem Naturpark Ammergauer Alpen.

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Forstbetrieb Oberammergau Nachrichten
news-1817 Mon, 03 Dec 2018 16:11:04 +0100 Bayerische Staatsforsten spenden Christbaum an Staatsministerium http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1817&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f7d3950c2a42cbff6a0f57a4a95313e0 – München, Berchtesgadener Land – Die Bayerische Forstministerin Michaela Kaniber freut sich über den gespendeten Christbaum der Bayerischen Staatsforsten vom Forstbetrieb Berchtesgaden.

Im Eingangsbereich des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erfreuen sich nun Beschäftigte und Besucher des „hohen Hauses“ über einen Christbaum aus der Heimat von Forstministerin Michaela Kaniber. Der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten Martin Neumeyer übergab den Christbaum, der auch aus seinem Heimatrevier Bad Reichenhall stammt, feierlich. Angeregt hatte diese heimatliche Geste der Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes Josef Ziegler, der mit der amtierenden Bayerischen Waldkönigin Johanna Gierl anreiste. „Ich freue mich unglaublich über diesen wunderschönen Christbaum, der mich in der vorweihnachtlichen Zeit täglich an die Bayerischen Staatsforsten und das Berchtesgadener Land erinnern“ zeigte sich Staatsministerin Michaela Kaniber gerührt. Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller bedauerte, dass die Forstministerin auf Grund ihres übervollen Terminkalenders am 14. Dezember nicht zum traditionellen Weihnachtsmarkt am Forstbetrieb Berchtesgaden kommen kann.

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Forstbetrieb Berchtesgaden Nachrichten
news-1816 Mon, 03 Dec 2018 16:06:05 +0100 Wildschweinen kräftig zu Leibe gerückt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1816&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=123d24e7f76f8f6cd123d99b62ff8d8b Bayerische Staatsforsten halten erfolgreiche Drückjagd ab  03.12.2018 Wolfsegg. „Sau tot“, mit diesem Jagdsignal verbliesen die Jagd- und Parforcehornbläser die am Voradventsamstag äußerst erfolgreiche Jagdstrecke. Bei der alljährlich revierübergreifend stattfindenden Drückjagd im Schwaighauser Staatsforst konnte Jagdleiter Thomas Verron einen neuen Streckenrekord vermelden. 30 Schwarzkittel und 24 Rehe lagen sauber erlegt und aufgebrochen auf der mit Fichtenreisig ausgeschmückten Strecke. Dem Vernehmen nach gelang es auch ansitzenden privaten Nachbarjägern zusätzlich 7 Stücke Schwarzwild auf die Schwarte zu legen. Mit diesem unerwartet erfolgreichen gemeinsamen Streich haben die Bayerischen Staatsforsten dazu beigetragen, die umliegenden Landwirte und Jagdpächter kräftig im Schadenspotential zu entlasten.

Verron begrüßte nahe Wolfsegg rund 80 Schützen und Hundeführer, darunter eine durchaus stattliche Zahl an weiblichen Gästen, und schwor sie auf die Jagd ein. Er wies auf die bei einer Gesellschaftsjagd grundlegenden Sicherheitsregeln und die Streckenfreigabe hin. Logistisch bestens von Drückjagdplanerin und Revierleiterin Petra Weber durchorganisiert rückten die Jägerinnen und Jäger zu ihrer Sicherheit orange gekleidet in Anstellergruppen aus. Das hügelige Gelände bietet auf den Sitzplätzen hervorragende Sicherheitsbedingungen. Die Teilnehmer waren weit überwiegend private Jagderlaubnisnehmer und Bedienstete der Bayerischen Staatsforsten.

In den letzten Jahren waren manche Drückjagdergebnisse im Schwaighauser Forst enttäuschend. Deshalb setzte Verron Forstreferendar Robert Radtke an, in einem betriebsinternen Drückjagdvergleich herauszufinden, welches die erfolgsversprechenden Grundbedingungen für eine Drückjagd sind. Neben der Zahl und Mischung von Groß und Klein an jagenden Hunden scheint die Schützendichte pro Flächeneinheit entscheidend. Forstanwärterin Laura Marsiske, den Sommer über in Ausbildung bei Revierleiterin Weber, verfeinerte im Rahmen einer Projektarbeit das Drückjagdkonzept und ließ an speziell ausgewählten Plätzen neue Drückjagdsitze errichten. Alle waren gespannt auf das Ergebnis dieses Praxistests.

 Bis 12.00 Uhr hallten vor allem während des Hundeeinsatzes eine ganze Zahl von Schüssen durch den Forst. Die Hunde hatten die Sauen aufgespürt und die Rotten gesprengt. Am Ende zählten zufriedene Gesichter die im Wald gelegte Strecke. Drücker, Hunde und Schützen hatten ganze Arbeit geleistet. Forstbetriebsleiter Verron zog vor dem Streckenerfolg seinen Hut und verteilte die Erlegerbrüche. Der erste Waidmannsdank galt den beiden Organisatorinnen Weber und Marsiske. Das neue Konzept war voll aufgegangen. Wie wichtig ist es zudem, gemeinsam zuvor im Schießkino am Bockenberg die Schießfertigkeiten zu trainieren. Denn das Schwarzwildproblem ist noch lange nicht gelöst. Mit der enormen Strecke war man noch eine ganze Zeitlang beschäftigt. Galt es doch – wie generell bei den Bayerischen Staatsforsten Standard - von jeder Sau eine Muskelfleischprobe zur Radioaktivitätsmessung sowie eine Blutprobe für einen Schweinepestcheck zu entnehmen sowie die Stücke wildbrethygienisch sauber für die Verwertung vorzubereiten. Beim anschließenden Schüsseltreiben in der Bergwirtschaft Kumpfmüller wurde so manche Sau noch einmal erlegt, dabei die nasse Jagdkleidung von diesem buchstäblichen Sauwettertag getrocknet.

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Forstbetrieb Burglengenfeld Nachrichten
news-1815 Mon, 03 Dec 2018 15:58:58 +0100 Rothenkirchener Floßteich mit neuem Steg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1815&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=002dc0882b0b14c355de82533b11d19e Azubis des Forstbetriebs zeigen handwerkliches Geschick Der historische Floßteich am Landleitenbach nördlich von Rothenkirchen ist ein besonderer Anziehungspunkt für Wanderer und Erholungssuchende. Die Wasserfläche mit vielfältiger Ufervegetation stellt gleichzeitig einen wichtigen Schwerpunkt des Naturschutzes dar. Deshalb ist die  vor Jahren wiederhergestellte Stauanlage ein beliebtes Ausflugsziel im Staatswald, das der Marktgemeinde Pressig besonders am Herzen liegt. Revierleiter Alexander Kelle vom Forstrevier Rothenkirchen hatte darum auch gleich ein offenes Ohr für die Bitte von Bürgermeister Hans Pietz, die sichere Begehbarkeit des Staudammes wieder herzustellen. Dazu wurde die „Ausbildungsrotte“ des Forstbetriebes rund um Forstwirtschaftsmeister Klaus Weiß aktiviert: Aus heimischem Lärchenholz, das auch im Freien über lange Zeit haltbar und stabil bleibt, entstand als Ersatz für einen früheren Steg eine sichere Brücke über den Auslauf des Teiches und damit ein Zugang zum Damm. Die jungen Forstleute Randy Geyer, Max Mantel, Paul Schröder und Julian Schubert lernten bei der Aktion nicht nur die Kunst professioneller und sicherer Holzverbindungen, sie befreiten auch gleich den Damm von Aufwuchs, so dass die Benutzung als Weg wieder gewährleistet ist.

Bürgermeister Hans Pietz zeigte sich begeistert vom Einsatz der „Rothenkirchener Ausbildungsrotte“ und dankte dem Forstbetrieb für die Unterstützung der Bayerischen Staatsforsten.

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Forstbetrieb Rothenkirchen Nachrichten
news-1814 Thu, 29 Nov 2018 15:56:33 +0100 Wildbret aus dem Staatswald – Direktverkauf startet am Forstbetrieb Heigenbrücken http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1814&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=36d9dc9feaede84bd4d83e826d303f1f 29. November 2018 – Heigenbrücken - Der Forstbetrieb Heigenbrücken der Bayerischen Staatsforsten vermarktet ab sofort eigenes Wildbret aus dem heimischen Staatswald. Das Wildbret stammt aus den Jagden des Forstbetriebes und wird an dessen Sitz in der Lindenallee 31 in Heigenbrücken jeden Donnerstag von 13 – 17 Uhr verkauft.

Der Forstbetrieb Heigenbrücken der Bayerischen Staatsforsten bewirtschaftet 16.000 Hektar Staatswaldfläche im bayerischen Nordspessart. Der Spessart ist Lebensraum für eine Vielzahl von Wildtieren. Um das Heranwachsen der nächsten Waldgeneration zu ermöglichen, bejagt der Forstbetrieb die Wildarten Reh-, Rot-, und Schwarzwild. War das Fleisch der Tiere bisher nur für „Eingeweihte“ und wildkundige Personen erhältlich, steigt der Forstbetrieb diesen Donnerstag in die Direktvermarktung von küchenfertig portioniertem und vakuumiertem Wildbret ein.

Das hat für den Endverbraucher viele Vorzüge. Neben den bekannten Pluspunkten des Wildfleisches wie Natürlichkeit in der Erzeugung, hoher Eiweißgehalt und Freiheit von Medikamentenrückständen, ergeben sich für den Kunden ganz praktische Vorteile. Anstatt große Mengen kaufen und das Wild mühsam, wie der Waidmann sagt, „aus der Decke schlagen“ zu müssen, kann der Käufer jetzt kleinere Portionen direkt am Forstbetrieb für die Küche zuhause erstehen. Im Zuge der Zurückbesinnung auf regionale Produkte kann das Wildbret ebenfalls punkten: Es wächst in der freien Natur im Spessart auf, wird dort erlegt, küchenfertig verpackt und verkauft. „Von so kurzen Wegen können Andere nur träumen!“ freut sich Forstbetriebsleiter Joachim Keßler mit seinem Team, das schon ganz gespannt auf den Verkaufsstart ist.

Der Forstbetrieb sorgt weiterhin für einen hygienisch einwandfreien Genuss. Nach dem Erlegen wird das Wild sofort ausgenommen und in den betriebseigenen Kühlraum gebracht. Jedes Stück Wild bekommt eine eindeutige Nummer zugewiesen. Mit dieser Nummer kann der Kunde den Weg des Wildes bis zum Erleger zurückverfolgen. 

Die Ware ist gekühlt und tiefgefroren erhältlich. Der Verkauf an der Lindenallee 31 in Heigenbrücken bei Frau Corinna Adler ist immer donnerstags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Nur Barzahlung möglich.

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Wald im Spessart Forstbetrieb Heigenbrücken Nachrichten
news-1813 Wed, 28 Nov 2018 15:58:20 +0100 Christbaum am Münchner Marienplatz aus dem Forstbetrieb Oberammergau http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1813&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9eaac77f0942f8bf442d2ed9ac4e53e2 (München, 27.11.2018) - Der Christbaum auf dem Christkindlmarkt auf dem Münchner Marienplatz kommt heuer aus dem Forstbetriebs Oberammergau. Geliefert hat ihn heuer die Gemeinde Farchant, die in Zusammenarbeit mit den örtlichen Dorfvereinen und dem Forstbetrieb Oberammergau für die alljährliche Baumspende an die Landeshauptstadt München sorgte.

Gefällt und gespendet wurde die 26 m und über 140 Jahre alte Fichte am Fuß Estergebirges im Forstrevier Farchant. Bei Fällung und Transport hatte Forstwirtschaftsmeister Josef Schmid die Regie.

Bei der Eröffnung des Christkindlmarktes am 27.11.18 wurde er Baum nach einer Ansprache des Münchner Oberbürgermeisters Dieter Reiter und des Farchanter Bürgermeisters Martin Wohlketzetter erstmals feierlich beleuchtet. Die Resonanz der Münchnerinnen und Münchner zum heurigen Baum war – wie OB Reiter bemerkte -  durchwegs positiv.

Ein schönes Beispiel für eine gelungene Zusammenarbeit der Gemeinde Farchant, der Zugspitzregion und des Forstbetriebs und eine gute Werbung für die gesamte Region. Weiterführende Infos unter https://www.muenchen.de/veranstaltungen/event/15626.html

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Forstbetrieb Oberammergau Nachrichten
news-1812 Wed, 28 Nov 2018 14:58:44 +0100 Hüttenweihnacht in Wiesen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1812&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=30b7b68262ecaa121bffd69eba101767 Traditionell beteiligt sich der Forstbetrieb Heigenbrücken an der Hüttenweihnacht in Wiesen. Neben „Live-Sägen“ von Holzsternen verkaufen die Kolleginnen und Kollegen Wildspezialitäten wie Wildsalami, Polnische  und Wildbratwürste.

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Wald im Spessart Wald im Spessart Newsticker Startseite Forstbetrieb Heigenbrücken Nachrichten
news-1811 Wed, 28 Nov 2018 11:27:45 +0100 Kiefernholz für Sternstunden http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1811&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7d60e9d586d6c44ca0fa27287c06660d Bad Brückenau, 28. Noveber 2018 - Der Verein „Kinder aus Shitkowitschi – Hilfe nach Tschernobyl e.V.“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kinder der von der Katastrophe in Tschnernobyl betroffenen Region Gomel, durch tatkräftige Hilfe zu unterstützen. So wurden seit Gründung des Vereins im Jahre 1994 bereits 1750 t Hilfsgüter in die Region gebracht und rund 1950 weißrussische Kinder waren seitdem bei 3 bis 4-wöchigen Erholungsaufenthalten in der Region Rhön-Grabfeld bzw. Thüringen. Die Aktivitäten reichen vom Transport unverstrahlter Lebensmittel und medizinisch-technischem Gerät zu Krankenhäusern, Medikamentenlieferungen, Kleiderlieferungen bis zum Bau von Solaranlagen für Kindergärten.

Der Verein ist auf Geld – und Sachspenden angewiesen und hat sich auch dieses Jahr überlegt, welche Aktionen durchgeführt werden können, um Spenden für den ehrenamtlichen Verein generieren zu können.

Bernhard Reupelt, ehemaliger Forstwirt bei den Bayerischen Staatsforsten AöR/ Forstbetrieb Bad Brückenau, hatte bei einem Waldspaziergang im Revier Burgwallbach eine dürre Kiefer entdeckt und nahm Kontakt zur zuständigen Revierleiterin Miriam Langenbucher auf. Nach kurzer Rücksprache war eine Idee zur Spendenakquise geboren. „Gerne unterstützen wir ein derartiges Anliegen und freuen uns, wenn unsere dürre Kiefer indirekt für Sternstunden bei den betroffenen Kindern sorgt“, erklärt Miriam Langenbucher, neue Revierleiterin in Burgwallbach und auch Stefan Zehfuß, erster Vorsitzender des Vereins, ist froh, als er stolz einen Kiefernstern mit BaySf-Logo präsentiert. Die Sterne können auf den Weihnachtsmärkten in Ostheim vom 01./02.12., sowie auf dem Weihnachtsmarkt in Bad Neustadt vom 30.11. bis 16.12.18 erworben werden. Der Erlös kommt direkt den Kindern zu Gute. Der nächste Aufenthalt für immungeschwächte Kinder aus Weißrussland für den Sommer 2019 ist bereits in Planung.   

Informationen zum Verein finden sich unter: www.tschernobylhilfe-wollbach.de, Informationen zu den Bayerischen Staatsforsten finden sich unter: www.baysf.de 

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Forstbetrieb Bad Brückenau Nachrichten
news-1810 Wed, 28 Nov 2018 11:05:00 +0100 4 Pinzgauer Forstunternehmer nach ZÖFU zertifiziert und im Einsatz zur Bewältigung des Sturms Vaia http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1810&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0f812378c0b8c133169a97c7b165999c St. Martin, 28. November 2018 - 4 Forstunternehmer die bei den Bayerischen Saalforsten eingesetzt werden, haben sich mit ihren Rückeschleppern nach dem Gütesiegel „Zertifiziertes Österreichisches Forstunternehmen“ – kurz „ZÖFU“  bei der BFW-Zertifizierungsstelle an der Forstlichen Ausbildungsstätte Traunkirchen zertifizieren lassen. Damit waren sie die ersten vier Rücker in Österreich mit dieser Zertifizierung.

Zertifizierungsverfahren dienen dem Qualitätsmanagement der Bayerischen Staatsforsten. Mit dem Gütezeichen ZÖFU ausgestattete Forstunternehmen entsprechen den Anforderungen von nach PEFC Austria zertifizierten Waldflächen für den Unternehmereinsatz.

Die Zertifizierung bestätigt, dass alle Anforderungen erfüllt werden, die im „BFW-Standard für ökologisch und sozial nachhaltig agierende Forstunternehmen“ zur Sicherstellung von qualitativ hochwertiger Arbeit festgelegt wurden. Ein ZÖFU Forstunternehmer weist sich damit als ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltiges Unternehmen, mit gut ausgebildeten Mitarbeitern und einwandfreier Technik aus.

In Österreich sind unsere Vier jetzt stolze Vorreiter der Forstunternehmer im Rückebereich und können damit ihre vorbildliche Arbeitsqualität für die Vergabe von Leistungen offiziell nachweisen. Ein wenig traurig war Unternehmer Wimmer mit der Zertifikatsnummer Vier: die Vergabe der laufenden  Nummern erfolgte zunächst offenbar nach dem Anfangsbuchstaben im Familiennamen.

Am Forstbetrieb St. Martin sind aktuell alle verfügbaren Einsatzkräfte im Bereich des Revieres Falleck im  Naturpark Weißbach tätig, um die Schäden des Sturm Vaia aufzuräumen.  

Ihr professionelles Können stellen die Rückeunternehmer im kombinierten Einsatz mit den forstbetriebseigenen Waldarbeitern seit Anfang November im Revier Falleck im Naturpark Weißbach unter Beweis. Hier hat der Sturm Vaia im Herbst 2018 rund 8.000 Festmeter Holz geworfen. Der restliche Forstbetriebsbereich ist nur mit wenigen Einzelwürfen von diesem Sturm betroffen, daher fließt das Holz in die bestehenden Holzverträge ab. Bevor der Winter Einzug hält soll so viel wie möglich des Holzes noch aufgearbeitet und in die örtlichen Sägewerke abgefahren werden, um im nächsten Jahr eine Ausbreitung des Borkenkäfers in den Sturmhölzern zu verhindern. Einige tausend Festmeter sind schon abtransportiert worden, da alle verfügbaren Arbeiter und Unternehmer des Forstbetriebs gemeinsam an der Sturmbewältigung arbeiten. Ein besonderes Schmankerl sind rund 30 Festmeter Zirben, die auf der Südost-Bayern-Submission auf den Meistbieter warten. Bis ins Frühjahr 2019 sollen alle Schäden beseitigt werden, dann stehen Pflanzarbeiten zur Wiederaufforstung an.

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Forstbetrieb St. Martin, Bayer. Saalforste Nachrichten
news-1809 Wed, 28 Nov 2018 10:58:28 +0100 Weihnachtsbaum-Casting im Fichtelgebirge http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1809&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=65cfeed149c86cb37030c4890852052f Forstbetrieb Fichtelberg stiftet Christbaum für Deutsche Botschaft in Prag

(27.11.2018) Fichtelberg - Alljährlich schmückt ein Christbaum des Forstbetriebs Fichtelberg einen prominenten Ort. In diesem Jahr steht die Tanne in der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Prag. Dekoriert wird der Baum mit Porzellanschmuck, den deutsche und tschechische Grundschüler hergestellt haben. Der Verein „Leben und Lernen in Kenia“ organisiert die Aktion alljährlich zusammen mit der Firma Rosenthal, dem Porzellanikon in Selb und den Bayerischen Staatsforsten.

Suchend und diskutierend stapfen Gestalten durch den kühlen Fichtel­gebirgs­­wald. Es ist die „Weihnachtsbaum-Jury“ um Revierleiter Bernhard Kraus und Udo Benker-Wienands – Menschen, die alle ein gemeinsames Ziel haben: die schönste Tanne des Fichtelgebirges zu finden, um damit die Deutsche Botschaft in Prag zu schmücken. Im Wald oberhalb des Silberhauses betrachten sie deshalb jeden Baum ganz genau. Ist die Spitze gerade? Sind die Nadeln satt grün? Ist er symmetrisch?

„Genau die ist es!“ ruft Revierleiter Bernhard Kraus plötzlich und zeigt auf eine junge Tanne am Waldrand. Die Jury-Mitglieder wenden sich schlagartig um. Da steht sie, eine prächtige, zehn Meter hohe Weißtanne - wie gemacht, um ein Weihnachtsbaum zu werden. Knapp 25 Jahre im Halbschatten aufgewachsen, hat sie eine besonders schöne Form.

„Wenn wir diese Tanne nehmen, haben wir nicht nur einen tollen Weihnachtsbaum. Wir schaffen auch Platz für die umliegenden Bäume, damit diese in den kommenden Jahren noch besser wachsen können“ stellt Revierleiter Bernhard Kraus fest. Auch Udo Benker-Wienands ist überzeugt: „Der Porzellan-Weihnachts­schmuck, mit dem die Kinder den Baum dekorieren, wird an dieser Tanne hervorragend aussehen!“

Udo Benker-Wienands ist Initiator der Aktion und kommt regelmäßig in der Vorweihnachtszeit nach Fichtelberg, um mit Bernhard Kraus nach Weihnachtsbäumen zu suchen. So fanden sie in den vergangenen Jahren bereits Weihnachtsbäume für den Bayerischen Landtag in München, den Bundestag in Berlin, das EU-Parlament in Straßburg, für den Bischof in Regensburg und die Schlosskirche zu Wittenberg. Die ausgesuchten Tannenbäume spenden jedes Jahr die Bayerischen Staatsforsten.

Was ist der Hintergrund dieser Aktionen? Der Porzellan-Weihnachts­schmuck des „prominenten Tannenbaums“, den die Grundschüler der Luitpoldschule Selb und der Grundschule Hazlow gemeinsam mit der Rosenthal GmbH hergestellt haben, wird nach Weihnachten verkauft. Der Verein „Leben und Lernen in Kenia“ verwendet die Erlöse in Ostafrika für Kinder und deren schulische Bildung.

„Dann soll es diese Tanne sein“ beschließt die Weihnachtsbaum-Jury. Alle Argumente sprechen für diesen Baum - der Casting-Gewinner steht fest. Vorsichtig fällen Waldarbeiter des Forstbetriebs Fichtelberg den Baum, verpacken in gründlich in Netze und laden ihn auf einen Anhänger. So verschnürt tritt die Tanne ihre Reise in die tschechische Landeshauptstadt an. Einen „Fanclub“ hat sie natürlich auch dabei: Bernhard Kraus vom Forstbetrieb Fichtelberg, Udo Benker-Wienands, Vertreter von Rosenthal und Porzellanikon sowie die Schüler aus Selb und Hazlow. Sie alle werden sie in Prag bejubeln, die schöne Tanne aus dem Fichtelgebirge.

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Nachrichten
news-1808 Wed, 28 Nov 2018 10:51:09 +0100 Forstbetrieb Sonthofen stellt Ausgleichsflächen für Center Parcs http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1808&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=71f64da308cf85e1bd3f1e97bc5c017e 27.11.2018, Kempten – Seit einigen Tagen machen die ersten Gäste im „Center Parcs Allgäu“ Urlaub. Der Ferienpark im Urlauer Tann vor den Toren von Leutkirch und wurde innerhalb von zwei Jahren gebaut. Auf dem ehemaligen Munitionsdepot der Bundeswehr sind 1.000 Ferienhäuser mit 5.000 Betten und sogar einem tropischen Schwimmbad aus dem Boden gewachsen. Es gilt als prestigeträchtiges Tourismusprojekt und war zeitweise mit einer Ausdehnung von rund 230 Fußballfeldern die größte Baustelle im Allgäu!  

Dem eigentlichen Bau gingen jahrelange Planungen voraus; schließlich handelt es sich um ein Vorhaben, das wegen Rodungs- und Erschließungsarbeiten großflächig in den Naturhaushalt eingreift. Eine Genehmigung wurde daher nur unter der Auflage der Durchführung von Ausgleichsmaßnahmen erteilt. Bereits im Jahr 2010 begab sich das Management von Center Parcs auf die Suche nach geeigneten Flächen mit Aufwertungspotential.  

Leitgedanke war es, dass die durch das Tourismusprojekt verlorengegangenen natürlichen Ressourcen in allernächster Nähe langfristig mindestens kompensiert werden. Dabei war es gar nicht so einfach, Ausgleichsflächen in entsprechender Größe und Lage zu finden. Ursprünglich war ein Bedarf von insgesamt 60 – 80 Hektar vorgesehen. Für den größten Teil sorgten die Bayerischen Staatsforsten mit dem Forstbetrieb Sonthofen: Allein im Kürnacher Staatswald befinden sich Ausgleichsflächen in einer Größenordnung von 80 Fußballfeldern.  

Revierleiter Hans Mayr vom Forstbetrieb Sonthofen war in das Verfahren um die Ausgleichsflächen eingebunden: „Ein bisschen bin ich heute noch stolz, dass Planungsbüro und Planungsbehörden meine vorgeschlagenen Flächen damals ohne Einschränkungen akzeptiert haben. Es sind jetzt schon ganz besonders artenreiche Waldbestände, die mir immer am Herzen lagen“. Auf rund der Hälfte der Fläche dieser 80 Fußballfelder bzw. 56 Hektar verzichtet der Forstbetrieb künftig vollständig auf eine Nutzung! Auf den Restflächen ist eine Bewirtschaftung jahreszeitlich beschränkt unter Rücksichtnahme auf besondere Biotopbaumgruppen. Auch Waldbesucher sollen die Flächen möglichst meiden, damit sich die Natur ungestört entwickeln kann. An markanten Punkten sind Hinweisschilder aufgestellt, die die Waldbesucherinnen und -besucher lenken.  

Der Kürnacher Wald ist ein beliebtes Refugium für verschiedene Spechtarten. Revierleiter Mayr erinnert sich an fünf Spechtarten, die er dort bereits beobachten konnte. Dazu zählen echte Raritäten wie der Dreizehenspecht und der noch seltenere Weißrückenspecht. Im gleichen Takt wie „Center Parcs“ im Urlauer Tann Gestalt annahm, führten die Bayerischen Staatsforsten im Kürnacher Wald biotopgestaltende Maßnahmen durch: Dichte Nadelwaldpartien wurden aufgelockert und dabei zahlreiche Fichten in einer Höhe von 3 bis 4 Meter geköpft und deren Rinde weitgehend von Forstmaschinen abgetragen. So gab es für den Borkenkäfer keine Chance zur Vermehrung. „Das sind künftig hervorragende Brutbäume für den Dreizehenspecht“, freut sich Revierleiter Mayr.  

Der Weißrückenspecht ist dagegen ein Liebhaber von dürrem Buchenholz. Das Fehlen von Totholz ist ein Grund, dass dieser Specht nahezu in ganz Europa sehr selten ist. Nochmal Förster Mayr: „Vor allem an warmen Südhängen, der bevorzugter Aufenthalt des Weißrückenspechtes, sind deshalb vor zwei Jahren punktuell schwache bis mittelstarke Buchen geringelt worden. Ringeln bedeutet, dass lebende Bäume künstlich zum Absterben gebracht werden, indem Rinde und wasserführendes Holzgewebe mehrere Zentimeter tief ringförmig um den Stammkörper durchtrennt wird. Dadurch entsteht über Jahre hinweg Totholz in allen Zerfallsphasen ähnlich wie in einem Urwald. Für Spechte dienen sie als erstklassige Nahrungs– und Brutbäume.“ Förster Mayr lächelt und freut sich über sein ökologisch sehr wertvolles Staatswaldrevier in der Kürnach.

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Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
news-1807 Wed, 28 Nov 2018 10:40:34 +0100 Kaniber startet bayerische Christbaumsaison http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1807&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b1dcf91fa1011163e65b556a28cbb854 Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

26. November 2018- Unterreit, Lkr. Mühldorf am Inn – Heimische Christbäume erfreuen sich seit einigen Jahren immer größerer Beliebtheit. Darauf hat Forstministerin Michaela Kaniber am Montag beim offiziellen Start der bayerischen Christbaumsaison in Unterreit im Landkreis Mühldorf hingewiesen. Ihren Angaben zufolge entscheidet sich inzwischen mehr als die Hälfte der Verbraucher für einen Baum aus Bayern. Für die Ministerin ist dieser erfreuliche Trend nachvollziehbar, denn viele Vorteile sprechen für einen heimischen Baum: „Nicht nur Frische und hohe Qualität sind schlagkräftige Argumente, ein Christbaum aus Bayern stärkt zudem die regionale Wirtschaft, schafft Arbeitsplätze und hilft, Ferntransporte quer durch Europa zu vermeiden“, sagte Kaniber. Sie empfiehlt den Verbrauchern daher, beim Kauf auf die Banderole mit dem stilisierten Weihnachtsbaum und der Aufschrift „Bayerischer Christbaum“ des Vereins Bayerische Christbaumanbauer zu achten. „Damit werden die Frische des Baums und seine Herkunft garantiert“, so die Ministerin.

Im Freistaat werden pro Jahr rund vier Millionen Christbäume verkauft, die meisten stammen aus eigens dafür angelegten Kulturen. Mit einem Marktanteil von rund zwei Dritteln ist die Nordmanntanne der mit Abstand beliebteste Baum, gefolgt von der Blaufichte. Die Qualität und Preise bewe-gen sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahrs: Der Meter Nordmanntanne liegt zwischen 18 und 25 Euro. Der extreme Trockensommer hat heuer noch keine Auswirkungen auf die Christbaum-Ernte, sie werden Experten zufolge erst in einigen Jahren zu spüren sein, weil die Setzlinge stark gelitten haben.

Informationen rund um den bayerischen Christbaum und eine digitale Karte mit Anbaubetrieben aus der Region gibt es unter www.bayerische-christbaumanbauer.de.

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Nachrichten
news-1806 Wed, 28 Nov 2018 10:31:31 +0100 Forstbetrieb Burglengenfeld beteiligt sich am Burglengenfelder Adventsmarkt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1806&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2c55ef9a4dfafd25c08010d826350e2f Burglengenfeld, 23.11.2018 - Die Bayerischen Staatsforsten starten bayernweit in die Wildbretdirektvermarktung. Frisches Wildbret aus heimischen Wäldern soll in kleineren küchenfertigen Portionen direkt an den Kunden abgegeben werden. Der Forstbetrieb Burglengenfeld startete mit Beginn der laufenden Jagdsaison in das neue Geschäftsmodell. In den Staatswäldern um Burglengenfeld erlegtes Wild kommt nach ein paar notwendigen Tagen des Abhängens in der professionellen Kühlkammer des Forstbetriebs in den EU-zertifizierten Zerlegebetrieb der örtlichen Metzgerei Meindl im Burglengenfelder Gewerbegebiet, in dem es professionell enthäutet, entbeint und in haushaltsübliche Portionen zerlegt wird. Diese werden sofort luftdicht und haltbar vakuumiert eingetütet, gewogen, handelsüblich beschriftet und dann unverzüglich zurück am Forstbetrieb in Gefrierschränken tiefgefroren.  

Vor dem Weihnachtsfest hat Robert Specht als der forstbetriebliche Jagdsachbearbeiter und Wildbretverkäufer seine Gefrierschränke tüchtig vollgeladen, um für einen großen Nachfrage-Run gewappnet zu sein. Der Kunde hat die Wahl zwischen Reh-, Rot- und Schwarzwild. Von diesen sind Rückenfilets, Keulen- und Schulterteile bis hin zu Gulasch im Angebot. Für den nicht so sicheren Wildküchenchef gibt es ein von den Bayerischen Staatsforsten speziell herausgegebenes Wildkochbuch sowie weitere Rezeptideen. Die Wildbretpreise liegen im handelsüblich gewohnten Rahmen.

Am Sonntagnachmittag, den 2. Dezember, beteiligt sich der Forstbetrieb am städtischen Adventsmarkt und hat seine Türen für Interessierte und Wildbretgourmets offen. Zwischen 15.30 und 19.30 Uhr werden bei einem Glas Glühwein für die Kunden neben dem Wildbret auch Christbäume, Tannenzweige und Holzdekorationen verkauft. Forstbetriebsleiter Thomas Verron, sein Stellvertreter Erwin Graf sowie Melanie Lehmeier, Renate Putz und Robert Specht freuen sich auf einen regen Zulauf. Wenn gewünscht, können die moderne Wildkammer ebenso wie der neu gestaltete Verkaufsraum besichtigt werden.

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Forstbetrieb Burglengenfeld Nachrichten
news-1805 Wed, 28 Nov 2018 10:13:44 +0100 „Grünes Klassenzimmer“ von Bayerischen Staatsforsten errichtet http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1805&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a6254a439988966030e880b288db8903 Burglengfenfeld, 28. November 2018 - Bürgermeister der Stadt Burglengenfeld Thomas Gesche, Rektor der Sophie-Scholl-Mittelschule in Burglengenfeld Michael Chwatal und Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten Thomas Verron eröffneten ein „Grünes Klassenzimmer“ im stadtnahen Waldgebiet Raffa am Rande des bekannten Erholungsschwerpunktes „Kunstwaldgarten“ direkt am Jägerhaus. Im gerade noch herbstfarbenen Wald hatte zur Fertigstellung Klassleiter Roland Moser eine stattliche Anzahl von Schülern der Klasse 6 g mitgebracht, die allesamt letzte Hand anlegten. Der örtliche Landtagsabgeordnete Alexander Flierl ließ sich den Auftakt des bayernweiten Projekts der Bayerischen Staatsforsten vor Ort nicht entgehen und unterstützte die waldkundliche Bildungseinrichtung.

Das Grüne Klassenzimmer soll die Waldbesucher und vor allem Kinder aus den nahen Schulen und Vorschulen zu eigenen Gedanken über den Wald und dessen Ansprüche von Seiten der Gesellschaft inspirieren. Es bietet die Möglichkeit, den Unterricht auch mal praxisbezogen in den Wald zu verlagern. Mit dem Slogan “Auch der Wald kann digital“ soll deutlich werden, dass im Wald die Digitalisierung längst Einzug gefunden hat. Jeder Förster der Bayerischen Staatsforsten ist heute mit einem wetterfesten Toughpad oder zumindest Smart-Phone mit integrierten Apps und GPS-angebunden unterwegs. So können sofort Forstkarten geladen und auf diesen beispielsweise Borkenkäferschadbäume ortsgenau sichtbar markiert werden.

Ein überdimensionaler Laptop und zwei überdimensionale Smartphones, alle aus heimischem Holz gefertigt, symbolisieren, dass die digitale Zeit im Wald längst angebrochen ist. Ohne EDV ist moderne Fortwirtschaft kaum mehr möglich. Beim Holzeinschlag mit dem Harvester, bei der Holzaufnahme, bei der Holzabfuhr und beim Holzverkauf unterstützt der „Computer“ Förster und Waldbesitzer. Beim Waldumbau im Zuge des Klimawandels, beim Naturschutz, beim Wasserschutz, beim Arbeitsschutz, bei der Erholung und bei vielem mehr kommen modernste EDV-Programme zum Einsatz. Der Bürger findet manche dieser Informationen im Internet oder auf zahlreichen Smartphone-Apps.

Doch es ist noch viel mehr, was die Besucher und die Kinder bei einem Blick „auf oder durch“ den Laptop oder das Smartphone im Waldgebiet Raffa sehen können. Es gilt sich nur darauf ein- und seiner Phantasie freien Lauf zu lassen. Der Blickwinkel hängt vom jeweiligen Auge des Betrachters ab. Nachwachsende Buchenverjüngung, starke Lärchen und Fichten, ältere Eichen und Buchen, Totholz oder eine Feinerschließungsgasse, das alles zeigt der Blick durch die „Displays“. Über die zeitliche Schiene, das heißt den wiederkehrenden Blick in gewissem zeitlichen Abstand, kann die im Wald laufende Wuchsdynamik nachvollzogen werden. So sind live der Waldumbau in den Bayerischen Staatsforsten, der Naturschutz im Zusammenhang mit Totholz und Starkholz, das Wirtschaften und auf der anderen Seite Ruhe und Erholung mitzuerleben. Vergänglichkeit, neues Entstehen und vieles mehr werden sichtbar. Durch eine Veränderung des eigenen Blickwinkels entstehen laufend neue Bilder. Wie im echten Leben, jeder darf es anders sehen und auch interpretieren. Das Hintergrundbild von Laptop und Smartphone ändert sich im permanenten Wechsel.

Die Gestaltungsidee wurde von Verron und im Detail von seinem Stellvertreter Erwin Graf geboren. Als neue Revierleiterin im Erholungsraum Raffa unterstützte Lea Franz ihr erstes Projekt vor Ort. Forstwirtschafts- und Ausbildungsmeister Michael Fischer setzte mit seinen Forstwirtlehrlingen die Idee in die filigranen Holzarbeiten um. Die Bayerischen Staatsforsten wünschen allen Besuchern und Lernenden viel Spaß und Freude im Grünen Klassenzimmer. Zahlreiche Interessierte mögen auf dem Rundweg des Kunstwaldgartens einen Blick in oder durch die Bildschirme werfen. Insbesondere Schüler sollen damit dem Wald näherkommen, ihn verstehen und schätzen lernen. Für eine Nachhaltigkeit des Waldes ist nicht nur dessen eigene Verjüngung, sondern auch das langfristige Interesse und die Verbundenheit der nachwachsenden Menschengeneration an und mit ihm entscheidend.

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Forstbetrieb Burglengenfeld Nachrichten
news-1804 Wed, 28 Nov 2018 10:06:01 +0100 Bayerischen Staatsforsten spendet Christbaum an das Sozialtherapeutische Zentrum Hallthurm http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1804&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=281eac94620d78a85f2382f3dbd288c6 Bischofswiesen, 28. November 2018 – Am vergangenen Wochenende öffnete in Bischofswiesen zum zweiten Mal der Wald-Weihnachtsmarkt des sozialtherapeutischen Zentrums Hallthurm seine Pforten. Der Forstbetrieb Berchtesgaden der Bayerischen Staatsforsten unterstützt die Veranstaltung, deren Erlöse bedürftigen Menschen die Wiedereingliederung in das Berufsleben ermöglichen sollen, mit einem schönen Weihnachtsbaum. Die etwa 6 Meter hohe Fichte stammt aus dem Revier von BaySF-Förster Christian Lischka und wuchs direkt vor der Haustüre, am Fuße des Untersbergmassivs.

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Forstbetrieb Berchtesgaden Nachrichten
news-1803 Mon, 26 Nov 2018 10:15:05 +0100 Naturpark Ammergauer Alpen: Christbaum für deutschen Bundestag aus dem FB Oberammergau http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1803&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6f7ec737f83545564248d2429e1435c3 Oberammergau, 26. November 2018 - Dieses Jahr kommt der Christbaum für den Deutschen Bundestag aus dem Naturpark Ammergauer Alpen, und zwar aus dem Forstrevier Altenau des Forstbetriebs Oberammergau. Fachkundig ausgewählt wurde der 6 m–Christbaum aus dem Gipfelbereich einer 15 m hohen Weißtanne am 23.11. durch den Garmisch-Partenkirchener Landrat Anton Speer und Naturpark-Koordinatorin Nina Helmschrott.

Die Fällung übernahmen die Forstwirtschaftsmeister Matthias Kremenetzky und Josef Schmid vom Forstbetrieb Oberammergau. Nach seilwindenunterstützter Fällung und Rückung wurde der Baum fachgerecht verladen. Nach dem Transport nach Berlin am 26.11. wird der schön gewachsene Baum im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestags aufgestellt. Eine Schulklasse aus Oberammergau begleitet den Christbaum, wird ihn mit selbstgemachtem Baumschmuck verzieren und die Übergabezeremonie an Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth musikalisch gestalten. Eine schöne Werbung für den Naturpark Ammergauer Alpen und den Forstbetrieb Oberammergau.

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Forstbetrieb Oberammergau Nachrichten
news-1802 Mon, 26 Nov 2018 09:08:03 +0100 Neue Feuchtbiotope im Forstrevier Tettau http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1802&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a1d0fc2f3f5052e5a1edcfa8abc5b79f Rothenkirchen, 26. November 2018 - Seit 2014 läuft im Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten ein großes Projekt zur Schaffung neuer Feuchtbiotope im Staatswald. Gefördert werden die Maßnahmen im Rahmen der „Besonderen Gemeinwohlleistungen im Staatswald“(BGWL) durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kulmbach. Herausragend ist dabei das Engagement von Revierleiter Christian Goldammer, in dessen Forstrevier Tettau allein inzwischen rund 3,5 Kilometer Bachläufe im Wald von Fichtenverjüngung freigestellt und 45 Feuchtbiotope geschaffen wurden.

Forstbetriebsleiter Peter Hagemann: „Dabei weist uns der Schwarzstorch den Weg“. Besonders die Quellen und oberen Bachläufe in den Hochlagen des Frankenwaldes seien nämlich durch Schadstoffeinträge aus der Luft über Jahrzehnte derart versauert gewesen, dass keine Nahrung für den Schwarzstorch mehr darin leben konnte. Erst seit etwa zehn Jahren seien Fischarten wie Bachforelle, Mühlkoppe und Bachneunauge auch in die Oberläufe zurückgekehrt, ein Zeichen, dass die Lebensbedingungen für die gesamte „Schwarzstorch-Nahrungskette“ sich deutlich verbessert hätten.

Die Bachfreistellungen und künstlich geschaffene Tümpel und Kleinteiche im Wald sollen ganzen Lebensgemeinschaften, die andernorts bedroht oder gefährdet sind, eine dauerhafte Heimstatt bieten. Dazu gehören neben den genannten Fischarten auch Berg- und Teichmolch sowie der gerade hier im Raum Tettau vorkommende Fadenmolch, eine bayernweit äußerst seltene Art. Neben Gras- und Wasserfrosch und Erdkröte ist auch noch der seltene Moorfrosch, ebenfalls eine Rarität im Raum Tettau, besonders im Fokus des Waldnaturschutzes im Staatswald. Auch Wasseramsel und Eisvogel und viele bachbegleitende Pflanzenarten profitieren bereits jetzt von dem groß angelegten Lebensraumprojekt.

In den letzten Jahren sind den Förstern über den Naturschutz hinaus noch weitere positive Funktionen der Feuchtflächen aufgefallen: Bei hohen Niederschlagsmengen wirken sie als Regenrückhaltebecken und in Trockenzeiten wie dem zurückliegenden Hitzesommer als Rückzugsraum und Wasserreservoir für Wildtiere, wenn die Bachläufe bereits versiegt waren.

Ein Großteil der Arbeiten wird von ortsansässigen Firmen durchgeführt. Dazu zählen in erster Linie Baggerarbeiten und die Beseitigung von Fichtenverjüngung, die auch in den kommenden Jahren als Pflegemaßnahmen notwendig wird. Bisher wurden über 100.000,- Euro in die Arbeiten investiert. Zuletzt entstanden seit vergangenem Sommer neun neue Feuchtbiotope, über 700 Laufmeter Bachlauf wurden von beschattender Fichte freigestellt. Forstrevierleiter Christian Goldammer: „Unser Ziel ist eine Vernetzung dieser wertvollen Lebensräume zu einem umfangreichen Biotopverbund“. Jährlich beobachte man neue Tier- und Pflanzenarten, die entweder zurückkehrten oder sich neu ansiedelten. Es bleibt spannend.

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Forstbetrieb Rothenkirchen Nachrichten
news-1801 Fri, 23 Nov 2018 13:01:18 +0100 Frischer Glanz für alte Juwelen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1801&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=669b946e29f76a72b98eca29024330e7 (22. November 2018) – Kirchenlamitz, Die Bayerischen Staatsforsten entbuschen die Steinbrüche am Epprechtstein.  

Wertvolle Lebensräume im Gipfelbereich bilden die aufgelassenen und z.T. wassergefüllten Granitsteinbrüche. Wo früher Arbeiter mit viel Lärm und Dynamit Granitblöcke zerteilten, erobert sich die Natur ohne menschliche Eingriffe die Abbauflächen zurück. Die Fichte verjüngt sich sehr stark und innerhalb weniger Jahre sind die offenen Flächen zugewachsen. Für viele Tier- und Pflanzenarten, die auf Licht und Wärme angewiesen sind, wäre dies das Aus.  

Grasfrösche nutzen hier die offenen Wasserflächen als Laichgewässer, seltene Flechtenarten und Bärlappe haben ihren Lebensraum auf den Abraumhalden. Für die seltene Kreuzotter gibt es Sonnenplätze in Trockenmauern, wo sich die Wärme speichern kann. Viele Blütenpflanzen, Insekten und Vögel, alle möglichen Arten von Lebewesen, die an die Qualität der Granitbiotope angepasst sind, haben in den alten Brüchen ihren Lebensraum  

Das aktuelle Naturschutzkonzept des Forstbetriebes Selb soll dieser natürlichen Sukzession mit Maßnahmen entgegenwirken, die den Erhalt der unterschiedlichen Lebensräume garantieren. Mit einfachen, aber wirkungsvollen Eingriffen werden die Fichten aus den Granitsteinbrüchen abgeschnitten. Licht und Sonne erwärmt die Umgebung. Nebenbei erfreut sich auch der Wanderer an den wunderbaren Ausblicken auf die Granitsteinbrüche, die durch die Wegnahme der Fichten wieder entstehen. Das Projekt wurde mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Münchberg abgestimmt und gefördert als besondere Gemeinwohlleistung des Freistaates Bayern.

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Forstbetrieb Selb Nachrichten
news-1800 Fri, 23 Nov 2018 07:54:30 +0100 WALDGEBIET DES JAHRES 2019 – URBANE WÄLDER RHEIN / RUHR http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1800&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=dc1dda3686fbef6f49730ec67fc5cb59 Pressemitteilung Bund Deutscher Forstleute

Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) – die Vertretung aller Forstleute in Deutschland – verleiht den Titel „Waldgebiet des Jahres“ im Jahr 2019 an die Urbanen Wälder Rhein / Ruhr. Der Bundesvorstand des BDF wählte diese Wälder, weil sie in der Metropolregion eine überaus wichtige Rolle spielen und urbane Wälder in der Zukunft noch essentieller werden. Darüber hinaus gelingt es hier in besonderer Weise, die forstliche Nutzung in Einklang mit dem Naturschutz und der Erholungsnutzung zu bringen. Der BDF will mit der Auszeichnung vor allem auch den vor Ort tätigen Forstleuten danken, deren Tätigkeit ein überaus hohes Maß an sozialer Kompetenz, Dialogbereitschaft und Toleranz erfordert. In den Wälder von Rhein und Ruhr handelt es sich nicht um einen in sich geschlossenen Waldkomplex, sondern um einen Kulturraum mit vielfältigen, häufig eher kleinflächigen Wäldern, die von einer Vielfalt an Funktionen, Standorten, Eigentümern, Nutzern und Interessierten gekennzeichnet sind.

Die Auszeichnung „Waldgebiet des Jahres“ erhalten vorbildlich und in allen Bereichen nachhaltig bewirtschaftete Ökosysteme. Für das Jahr 2019 wird der Titel bereits zum achten Mal vergeben. Zuletzt durften sich der Wermsdorfer Wald (2018), der Frankenwald (2017), der Grunewald in Berlin (2015) und der Küstenwald Usedom (2016) „Waldgebiet des Jahres“ nennen. Nicht nur für die Forstleute, sondern auch für die Freunde und Partner des Waldes sowie die Politik und BürgerInnen der Region ist eine solche Auszeichnung Grund zur Freude, da sie regional wie überregional auf großes Interesse stößt.

Heute können sich die Urbanen Wälder Rhein / Ruhr, als erstes Waldgebiet in Nordrhein-Westfalen, über den Titel für das Jahr 2019 freuen. Die Urbanen Wälder der Metropolregion sind dabei eine echte Besonderheit, die sie unverwechselbar und zur Rarität machen. Der „Ballungsraum Rhein/Ruhr“ ist geprägt durch ein Netz von 24 Großstädten mit jeweils über 100.000 Einwohnern und insgesamt 10,6 Millionen Einwohnern. Es ist die größte Städteregion Deutschlands und die fünftgrößte Europas.

Bei den urbanen Wäldern Rhein/Ruhr handelt es sich nicht um einen in sich geschlossenen Waldkomplex, sondern um einen intensiv genutzten Kulturraum mit vielfältigen, häufig eher kleinflächigen Wäldern, die von einer Vielfalt an Funktionen, Standorten, Eigentümern, Nutzern und Interessierten gekennzeichnet sind. Durch die Lage im Ballungsraum sind die Waldflächen immer nah an den Menschen gelegen. Sie sind beliebter Erholungsraum für die urbane Bevölkerung, was zu einer hohen emotionalen Bindung der Menschen an den Wald führt und damit eine hohe soziale Verantwortung der Waldeigentümer, Bewirtschafter und auch der Stadtplaner bedingt. Hier wird die ganze Palette forstlicher Aufgabenfelder im Alltag der Forstleute abgerufen. Gleichzeitig ist der Wald wichtigster Rückzugsraum für den Naturschutz, was eine immense Verantwortung bedeutet.

Die Auszeichnung gilt daher nicht nur dem Wald selbst, sondern insbesondere der erfolgreichen Arbeit der Forstleute und Waldeigentümer vor Ort und ihrer ausgewogenen Erfüllung aller gesellschaftlichen Ansprüche an den Wald sowie einer zukunftsweisenden Vernetzung mit zahlreichen Partnern für einen lebendigen Wald. „Wir gratulieren den Gewinnern ganz herzlich. Sie leisten eine hervorragende Arbeit“, so Ulrich Dohle, Bundesvorsitzender des BDF. „Die Forstleute von Rhein und Ruhr bewirtschaften „ihren“ Wald naturnah und verantwortungsvoll und sorgen mit zahlreichen Partnern für den nachhaltigen Schutz, eine sorgfältige Pflege und ermöglichen so die vielfältige Nutzung“, so Dohle weiter. „Besonders bemerkenswert ist die große soziale Kompetenz der KollegInnen, die in städtischen Wäldern notwendig ist.“

Der Leiter des Regionalforstamts Ruhrgebiet, Reinhart Hassel, ist stolz auf die Ehrung: „Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung und sehen darin unsere Arbeit hier in der Region bestätigt. In der öffentlichen Wahrnehmung wird hier Waldbewirtschaftung oftmals als Frevel an der Natur empfunden. Freizeit- und Erholungsnutzung, Umweltbildung und Naturschutz treten in der Wertschätzung der Menschen an erste Stelle. Die Pflege des Waldes, die Verkehrssicherung und die Bedeutung des Wertstoffes Holz für die nordrhein-westfälische Wirtschaft und für das Einkommen der Waldbesitzer im Privatwaldland Nordrhein-Westfalen erfordern aber regelmäßige Eingriffe im Wald. Forstliche Bewirtschafter in den Urbanen Wäldern Rhein / Ruhr müssen daher neben ihrem forstfachlichen Können auch über besondere soziale Kompetenzen verfügen, wenn sie diesen Spagat zwischen allen geforderten Waldfunktionen meistern und in dieser Region erfolgreich agieren wollen. Zukünftig werden wir durch den Klimawandel noch mehr gefordert. Einen Vorgeschmack lieferte dieses Jahr mit massiven Borkenkäferschäden, die sich wohl auch im nächsten Jahr noch fortsetzen.“

Die feierliche und öffentliche Übergabe des Titels findet im März des nächsten Jahres statt. Das ganze Jahr 2019 wird dann der Wald mit zahlreichen Veranstaltungen von den verschiedenen Partnern und Akteuren gefeiert. Informationen und Bilder zum Waldgebiet des Jahres 2019: www.waldgebiet-des-jahres.de 

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Nachrichten
news-1799 Thu, 22 Nov 2018 15:58:10 +0100 5. ZWFH-Forum Stadtwälder – Urban Forestry http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1799&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6f3b4cb70db77a2099caf5eeeb815f7d Vorstellung verschieden bewirtschafteter und geführter Stadtwälder

Kurzreferate und Diskussionen geben Einblicke in Stadtwälder als bedeutenden Rückzugsort für frei lebende Tiere und wild wachsende Pflanzen in verschieden bewirtschafteter und geführter Weise.  

Referenten:

  • Professor Dr. Josef H. Reichholf, Zoologe, Ökologe und Buchautor
  • Forstbetriebsleiter Wilhelm Seerieder vom Forstbetrieb München der Bayerischen Staatsforsten AöR
  • Forstbetriebsleiter Stephan Keilholz vom Forstbetrieb Forchheim der Bayerischen Staatsforsten AöR
  • Amtsleiter Jürgen Kircher der Forstverwaltung Stadt Augsburg
  • Michael Degle, Gärtenabteilung der Bayerischen Schlösserverwaltung Schloss Nymphenburg

Wann?
Dienstag, 4. Dezember 2018
13:15 Uhr bis 17:00 Uhr

Wo?
Hanskarl-Goettling-Saal
Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF)
Hans-Carl-von-Carlowitz-Platz 1
85354 Freising

Eintritt frei / eine Anmeldung ist nicht erforderlich

Programm
forstzentrum.de/index.php/de/veranstaltungskalender-2/493 

Moderation
Olaf Schmidt, Präsident der LWF  

Die Bevölkerung wächst, die Dichte der Bauten und der darin lebenden Menschen nehmen zu. Voraussichtlich 70% der bayerischen Bevölkerung werden im Jahr 2050 in Städten leben.  Damit steigt auch der Druck auf die stadtnahen Erholungsräume. „Im Vordergrund steht beim städtischen Grün – neben ästhetischen Aspekten – besonders, die Lebensqualität in den Städten zu sichern“, so Olaf Schmidt, Präsident der LWF, der als derzeitiger Leiter des Zentrums Wald-Forst-Holz Weihenstephan im 4. ZWFH-Forum „Stadtwälder – Urban Forestry“ bereits den ersten Teil zu diesem Thema moderierte. Dabei wurde aus verschiedenen wissenschaftlichen Blickwinkeln das Thema beleuchtet und diskutiert. 

In diesem 5. ZWFH-Forum am 4. Dezember wird mit Beispielen aus der Praxis, zu diesem Thema abschließend gezeigt,  wie verschieden bewirtschaftete und geführte Wälder  zur Lebensqualität in den Städten beitragen.

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Nachrichten
news-1798 Thu, 22 Nov 2018 15:47:07 +0100 Ehemaliger Forstamtsleiter Dr. Meister ist hoch erfreut über die positive Entwicklung des Schutzwaldes in der Weißwand http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1798&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=524907605ed77211b25a651c596274af Berchtesgadener Land, 22. November 2018 – Nach seiner gefeierten Ausstellungseröffnung im Haus der Berge besuchte Dr. Meister mit Kollegen der Bayerischen Staatsforsten die Weißwand. Der ehemalige Forstamtsleiter von Bad Reichenhall war positiv beeindruckt, wie gut sich der Schutzwald oberhalb der Deutschen Alpenstraße weiterentwickelt hat.

An mehreren inzwischen stattlichen jungen Bäumen zeigte Dr. Georg Meister dem jetzt zuständigen BaySF-Förster Christian Lischka, wie klein sie noch waren, als er 1994 mit 65 Jahren in den Ruhestand versetzt wurde. In den vergangenen 24 Jahren hat sich das international bekannte Sanierungsgebiet Weißwand, sein „Meisterstück“ sehr positiv weiterentwickelt. Auch die Rückschläge durch Sturm- und Borkenkäferschäden nach dem Orkan Kyrill konnten überwunden werden. Entscheidend waren die jagdlichen Impulse, die Dr. Meister in den 80er Jahren setzte. Erst infolge einer waldverträglichen Bejagung von Gams-, Reh- und Rotwild konnten wieder junge Bäumchen wachsen.

Auf Grund der Steilheit des Geländes und der darunterliegenden Deutschen Alpenstraße werden alle Bäume gebraucht, um die Menschen vor Steinschlag und Lawinen zu schützen. Zusätzlich wurden in Kooperation mit der Wasserwirtschaft- und Straßenbauverwaltung die Lawinenrinnen technisch verbaut. „Es ist phantastisch, wie viele Bäume inzwischen genau da wachsen, wo früher die Lawinen die B 305 bedrohten“ schwärmt Dr. Meister. „Ohne Ihre Pionierleistung wäre die Sicherheit der Straßenbenutzer so nicht möglich!“ erwiderte Dr. Meisters Nach-nachfolger Dr. Daniel Müller von den Bayerischen Staatsforsten.

Aufgeschreckt von einem Todesopfer durch Steinschlag initiierte der heute 89jährige Dr. Meister die wegweisende Schutzwaldsanierung. Mit seiner jetzigen Inspektion reiht er sich in eine große und häufig hochrangige Gruppe ein, die den Erfolg in der Weißwand besichtigten. Neben vielen in- und ausländischen Forstexperten prüften auch alle bisherigen Bayerischen Forstminister die Maßnahmen vor Ort.

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Forstbetrieb Berchtesgaden Nachrichten
news-1797 Thu, 22 Nov 2018 15:41:26 +0100 Revierleiter Robert Werner übergibt an Franz Schuhbauer http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1797&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a82f17a93d70caf835a2a7e51a7df4ad Wechsel im Forstrevier Ensdorf Burglengenfeld 22. November 2018 - Revierleiter Robert Werner, seit über sechs Jahren für die Wälder der Bayerischen Staatsforsten im Revier Ensdorf zuständig, wechselt Ende November an das Revier Kaltenbrunn des Nachbarbetriebs Schnaittenbach. Grund des Wechsels ist der Umzug in den Heimatraum seiner Ehefrau, an dem sich die Werners gerade ein Eigenheim ausbauen. Seit Anfang November ist Franz Schuhbauer als neuer Revierleiter zur Übergabe und Einarbeitung aufgezogen. Der gebürtige Brucker startete nach seiner Staatsprüfung im letzten Jahr bei den Bayerischen Staatsforsten am Forstbetrieb Roding, um dort bei Reviervertretungen mitzuhelfen. Für ihn ein Glücksfall, dass er als noch junger Forstingenieur das ausgeschriebene Revier Ensdorf ergattern konnte und so weiterhin zumindest für einige Jahre in seinem erweiterten Heimatraum bleiben wird.

Forstbetriebsleiter Thomas Verron beglückwünschte Franz Schuhbauer zu seiner neuen Aufgabe und hieß ihn im Forstbetriebsteam herzlich willkommen. „Es tut gut, immer mehr jüngere im Team zu haben. Der bereits laufende Generationenwechsel bringt für die Bayerischen Staatsforsten neuen Wind“. Um im forstlichen Jargon zu bleiben, die Verjüngung ist bereits aufgelaufen, von den zehn Revieren sind bereits vier mit jüngsten Nachwuchskräften besetzt.

Der Dienstsitz des Reviers Ensdorf befindet sich nach wie vor im sog. Vilstalzentrum in Vilshofen, Riedener Straße 7. Hier ist Franz Schuhbauer unter gleichbleibender Tel.-Nr. 09474-952112 und zu seinen Sprechzeiten donnerstags von 15-17 Uhr zu erreichen.

Das Revier erstreckt sich mit seinen Staatswalddistrikten über die Landkreisgrenzen Amberg-Sulzbach und Schwandorf von Eichlhof über Ensdorf / Leidersdorf bis nach Kreith und Fronberg.

Der scheidende Revierleiter Robert Werner war ein Glücksfall für den Forstbetrieb. Seine stets positive Grundeinstellung brachte er erfrischend ins Team ein. Nicht umsonst ziert sein Konterfei auch das Cover des Nachwuchsflyers der Bayerischen Staatsforsten.

Verron dankte Werner für seine nachhaltig hervorragende Arbeit im Revier. Seine Spuren werden sichtbar bleiben. Für die Zukunft wünschte das Team ihm alles Gute und viel Erfolg im neuen Revier. Damit sein Strahlen weiterhin unverbogen und in voller Energie leuchtet, überreichte Verron dem leidenschaftlichen Jäger eine wieder aufladbare Taschenlampe, die ihm immer Lichtblicke auf seinem weiteren Weg zeigen soll.

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Forstbetrieb Burglengenfeld Nachrichten
news-1796 Thu, 22 Nov 2018 09:46:24 +0100 Eröffnung des barrierefreien Wanderweges am Seniorenzentrum Pyrbaum http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1796&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8186e1a386564fb0bcdd912bb190e84b Pyrbaum, 22. Noveber 2018 - Auf Initiative des Fördervereins „PYR-einander“ mit dessen Vorsitzendem Friedrich Riesch hat der Forstbetrieb Allersberg der Bayerischen Staatsforsten zusammen mit der Gemeinde Pyrbaum einen barrierefreien Rundweg im Bereich des Seniorenzentrums Pyrbaum angelegt. Die Idee war es, den Senioren zu ermöglichen, auch weiterhin die Natur und den Wald rund um ihr Domizil genießen zu können.  

Dieser Bitte um Unterstützung beim Bau eines entsprechenden Wanderweges durch den Verein „PYR-einander“ ist der Forstbetrieb Allersberg gerne nachgekommen. Hand in Hand mit der Gemeinde Pyrbaum entstand so ein neuer Weg, der selbstverständlich nicht nur den Bewohnern des Seniorenheims, sondern allen Pyrbaumern zugutekommt.  

Ausschreibung und Angebotserteilung fanden durch den zuständigen BaySF-Förster Michael Schafferhans in enger Absprache mit dem Marktbaumeister der Gemeinde, Herrn Josef Erntl, statt. Die Bauarbeiten wurden von der Firma Donhauser Erd- und Wegebau durchgeführt. Die Bauleitung erfolgte ebenfalls in engem Kontakt zwischen Revierleiter Michael Schafferhans und Marktbaumeister Josef Erntl.  

Der Forstbetrieb Allersberg erhält für den geleisteten Anteil an dem Weg eine Förderung im Zuge der besonderen Gemeinwohlleistungen vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Neumarkt. So ist der Weg mit einer Länge von 830 Metern, davon 440 Meter auf Staatsforstgrund, ein hervorragendes Beispiel einer gelungenen Zusammenarbeit zwischen Kommune, Forstverwaltung und Bayerischen Staatsforsten.

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Forstbetrieb Allersberg Nachrichten
news-1795 Wed, 21 Nov 2018 11:03:36 +0100 Sanierung des Forsthauses Oehrberg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1795&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7289089ff6a7c85b6860e4349917ef5b „Es kehrt wieder Leben ein“! Nach Jahren des Leerstandes hat der Forstbetrieb Hammelburg die ehemalige Forstdienststelle in Oehrberg aufwendig saniert.

(21.11.2018) --Burkardroth – Oehrberg -- Dem aufmerksamen Betrachter wird es nicht entgangen sein. Seit Anfang des Jahres haben umfangreiche Sanierungsarbeiten rund um das altehrwürdige Forsthaus in Oehrberg stattgefunden. Diese finden aktuell ihren Abschluss. Neue Bewohner hat das 1926 erbaute Gebäude auch schon gefunden.

Nach Jahren des Leerstandes und nahezu 10 Jahren Vermietung kehrt das Forsthaus in Oehrberg wieder zu seiner ursprünglichen Bestimmung zurück. Mit der Forstreform im Jahre 2005 änderte sich die forstliche Landschaft in Bayern fundamental. Die Gründung der Bayerischen Staatsforsten und die damit verbundene Umstrukturierung der Reviere ließen das Forsthaus in Oehrberg in einen forstlichen Dornröschenschlaf fallen. Da mit dem Reviersitz in Schönderling und den beiden Reviersitzen in Neuwirtshaus geeignete Standorte für die Reviere im Neuwirtshauser Forst gefunden waren, wurde das Oehrberger Forsthaus an Dritte vermietet. Dieser Umstand bewahrte das Forsthaus wohl vor dem endgültigen Verfall. Der damalige Mieter kümmerte sich redlich um das Anwesen. Nun verhalf eine günstige Fügung dem Forsthaus zu neuem Glanz.

Im Herbst 2017 trat das Ehepaar Fikar ihren forstlichen Revierdienst in der bayerischen Rhön an. Thomas Fikar beförstert seitdem das Revier Schwärzelbach im Neuwirtshauser Forst am Forstbetrieb Hammelburg, seine Frau Johanna leitet die Geschicke in den Staatswäldern rund um die Kurstadt Bad Kissingen am Forstbetrieb Bad Brückenau. Das verwaiste Forsthaus in Oehrberg lag somit strategisch günstig und wurde dadurch der neue Reviersitz des Forstreviers Schwärzelbach.

Für Forstdirektor Gunter Hahner schloss sich somit ein Kreis als er kurz vor seiner Pensionierung im Herbst 2017 noch die Sanierung des Forsthauses in Oehrberg in Auftrag geben konnte, das er selbst zu Beginn seiner forstlichen Laufbahn für etliche Jahre bewohnte. In diesen Tagen war es dann soweit und Familie Fikar konnte samt Tochter und Jagdhündin Cora in das frisch sanierte Forsthaus einziehen.

Das Alter des Gebäudes und der lange Leerstand sind an dem altem Forsthaus nicht spurlos vorüber gegangen. Von außen zieren nun ein neues Dach und ein neuer Farbton das Gebäude. Von innen musste das Forsthaus komplett entkernt und neu verputzt werden, wobei der Zuschnitt der Räume nicht verändert wurde. Die Böden wurden erneuert und eine Pelletheizung ersetzt nun die alten Ölöfen. Der Forstbetrieb Hammelburg ließ sämtliche Arbeiten von Unternehmen aus der Umgebung durchführen und investierte einen sechsstelligen Betrag in die Sanierung. .Die Arbeiten zogen sich zwar etwas hin – aber: „Gut Ding will eben Weile haben!“.

Der Neuanlage des Außenbereichs widmeten sich die passionierten Forstleute selbst. Eine gezielte Holzerntemaßnahme im vergangenen Winter ließ das alte Forsthaus förmlich aufatmen und in den Genuss von mehr Sonne und Wärme kommen. Hecken- und Baumschnitt der üppig vorhandenen Obst- & Nussbäume lassen nun auch die von einem kapitalen 18-Ender beherrschte Front des Hauses wieder in voller Pracht erscheinen. Zur Eröffnung des Oehrbachtaler Erlebniswanderweges im vergangenen Juli schuf Familie Fikar für den erschöpften Besucher eine Sitzecke am Wegesrand. Ein Bienenhotel sowie die zugehörige Blühwiese, ein kleines Biotop und Brutkästen lassen nun auch für die heimische Flora und Fauna ein zu Hause entstehen.

Es kehrt wieder Leben ein am Eingang des Oehrbachtals …

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Forstbetrieb Hammelburg Nachrichten
news-1794 Wed, 21 Nov 2018 10:56:04 +0100 Rettungsübung: Bergwacht rettet verunfallten Waldarbeiter http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1794&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b02b9f1840c77fa33955ba2d04ce2b4b Gemeinsame Übung der Bayerischen Staatsforsten und der Bergwacht Inzell am Sulzberg bei Hammer.

Berchtesgadener Land, Chiemgau, 21. November 2018 – Am Sulzberg simulierte ein Waldarbeiter des Forstbetriebes Berchtesgaden einen Holzernteunfall auf einer schwer zugänglichen Windwurffläche. Um das Szenario möglichst realistisch zu gestalten wurden die Forstwirte im Vorfeld nicht über die Übung informiert. So lag die erste Herausforderung zunächst darin, dass die Forstwirte den Unfall des Kollegen zeitnah bemerken.

Bei der Übung reagierten die drei unverletzten Waldarbeiter vorbildlich, indem unmittelbar mit der Erstversorgung begonnen und die Rettungsleitstelle informiert wurde. Um eine schnellstmögliche Bergung des Unfallopfers zu gewährleisten, blieb ein Forstwirt bei der verunfallten Person. Ein weiterer Kollege fuhr zum vereinbarten Rettungstreffpunkt, um die Bergwacht zum Unfallort zu lotsen.

Die Bergwacht Inzell traf 31 Minuten nach Absetzen des Notrufes am Unfallort ein und begann unverzüglich mit der Versorgung des Verunglückten. Weitere 23 Minuten vergingen bis der verletzte Forstwirt durch kompetente Kräfte der Bergwacht unterstützt von fleißigen Händen der Bayerischen Staatsforsten geborgen war. Die Bergung fand mit Hilfe eines Vakuum-Bergesackes statt, der gemeinsam zum Rettungswagen getragen wurde. In Ernstfällen kann der Verletzte im Bergesack auch durch einen Helikopter transportiert werden.

Es zeigte sich, dass die Forstwirte alle Punkte der Rettungskette verinnerlicht hatten und auch unter Stress souverän abrufen können. Die Bergwacht schätzt die Rettungszeit von 54 Minuten als realitätsnah ein und betont die Wichtigkeit der Rettungstreffpunkte. Dr. Daniel Müller von den Bayerischen Staatsforsten lobte die Bergwacht und zeigte sich mit der Leistung aller Beteiligten an der Rettungsübung sehr zufrieden. Der Inzeller Bergwacht versprach er eine Spende, damit „im Notfall das tolle Team auch gut ausgerüstet ist“.

Auch Wanderer und Sportler können sich, am besten vorab, im Internet (https://www.baysf.de/de/wald-erkunden/rettungstreffpunkte.html) oder mit der kostenfreien App „Rettungstreffpunkte Bayern“ über nahegelegene Rettungspunkte informieren, um im Ernstfall sicher und schnell ihren Standort an die Rettungsleitstelle weiterzugeben

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Forstbetrieb Berchtesgaden Nachrichten
news-1793 Wed, 21 Nov 2018 10:46:33 +0100 Baumfällung am König-Max-Weg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1793&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=873935b15d179d6f9c644f629719b165 Ramsau, 21. November 2018 – Auf Grund schwerwiegender Krankheits- und Zerfallsmerkmale, wie flächig abplatzende Rinde, Holzfäule, Pilz- und Insektenbefall sowie großer Risse im Holz, mussten zum Schutz von Wanderern im Bereich des König-Max-Weges oberhalb Luegeck drei alte Buchen sowie eine Esche gefällt werden.

Im Rahmen der regelmäßig durchgeführten Kontrollgänge wurden diese wesentlichen Sicherheitsrisiken festgestellt. Da die Bayerischen Staatsforsten für die Sicherheit der Erholungssuchenden an diesem Weg verantwortlich sind, ordnete der zuständige Förster Christian Lischka schweren Herzens diese Maßnahme an. Der BaySF-Förster erläuterte, dass die Fällung ausschließlich nach intensiver Inaugenscheinnahme und Abwägung geschieht. Bei den betroffenen Bäumen muss in jedem Fall von einer akuten Gefährdung für die Nutzer des vielbegangenen Wanderweges ausgegangen werden.

An den jeweiligen Stellen werden die Bayerischen Staatsforsten im kommenden Jahr neue Buchen pflanzen. Auch in Zukunft wird der Baumbestand am König-Max-Weg einer kontinuierlichen Überprüfung unterzogen werden, was nach situativer Gefährdungsbeurteilung mit dem notwendigen Augenmaß zur weiteren Entnahme einzelner Bäume führen kann. Christian Lischka, der nicht zuletzt gesetzlich zu derartigen Maßnahmen verpflichtet ist, betont, dass den Bayerischen Staatsforsten der Erhalt möglichst vieler der alten Bäume selbstverständlich am Herzen liegt.

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Forstbetrieb Berchtesgaden Nachrichten
news-1792 Tue, 20 Nov 2018 14:18:38 +0100 Weihnachtsbaum für den Brucker Marktplatz http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1792&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d4ac9989b94af03b748acb5e6b1a2109 Roding, 20. November 2018 - Franz Laumer, Revierleiter der Bayerischen Staatsforsten, Forstbetrieb Roding, 1. Bürgermeister Hans Frankl sowie stellvertretender Bauhofleiter Georg Schuhbauer suchten vor einigen Wochen im Staatswald eine geeignete Fichte für den Brucker Marktplatz aus.  

Die stattliche Fichte, mit einer Höhe von rund 20 m, wurde vom gemeindlichen Bauhof gefällt und zum Brucker Marktplatz transportiert. Franz Laumer sowie 1. Bürgermeister Hans Frankl waren der Auffassung, dass dies ein sehr schöner Weihnachtsbaum sei, der auch Mittelpunkt beim kommenden Brucker Weihnachtsmarkt am 08. und 09. Dezember sein wird.  

Der Baum wird in den nächsten Tagen schon zur Adventszeit weihnachtlich geschmückt, so dass er pünktlich zur staden Zeit erstrahlt. Bgm. Frankl bedankte sich bei Herrn Laumer sowie auch beim Leiter der Bayerischen Staatsforsten, Forstbetrieb Roding, Herrn Forstdirektor Hubert Meier recht herzlich für die kostenlose Überlassung des Baumes.

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Forstbetrieb Roding Nachrichten
news-1791 Tue, 20 Nov 2018 07:38:02 +0100 Chinesischer Blauglockenbaum im Lindauer Staatwald entdeckt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1791&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=da2b356b077c238c5425bc2b6116aae3 19.11.2018, Lindau - Der Chinesische Blauglockenbaum (Paulownia tomentosa) hat den Wald in der Umgebung von Lindau erreicht. Der für den dortigen Staatswald zuständige Förster Jörg Tarne hat junge Bäume gefunden, die wahrscheinlich aus Naturverjüngung entstanden sind. Eine Quelle könnten Energieholzplantagen in der Nähe sein.  

Nicht schlecht staunte Förster Jörg Tarne, als er in seinem Revier die Exoten entdeckt hat. „Ich musste zweimal hinschauen, denn eigentlich kommen diese Bäume in Zentralchina vor“, so Jörg Tarne. „Die Bäume sind zwar erst ca. fünf Jahre alt, aber schon bis zu sechs Meter hoch und stehen in einer Verjüngungsgruppe mit Fichten und Buchen zusammen.“  

Der Blauglockenbaum ist eine Baumart, die insbesondere in jungen Jahren sehr schnell wächst. Dazu ist ein mildes Klima notwendig. Dann vermehrt sich diese Baumart schnell. Allerdings vertragen die jungen Bäume keine anhaltenden Fröste. Ohne Fröste kann die natürliche und starke Vermehrung aber zur Verdrängung anderer Baumarten oder Pflanzen führen. Dieser Umstand spricht gegen den Blauglockenbaum.  

Für ihn sprechen die reizvolle blaue Blüte sowie die Holzeigenschaften. Trotz des schnellen Wuchses zählt das Holz zu den Harthölzern mit besonderen Eigenschaften. So ist das Holz sehr leicht, harzfrei, verzieht sich bei der Trocknung nicht und ist schwer entflammbar. Im Handel ist das Holz auch unter der Bezeichnung Kiri-Holz zu finden. Kiri-Holz wird gern zum Bootsbau verwendet, da es kaum Wasser aufnimmt.  

„Ob diese Baumart bei uns im Wald Chancen hat, wird sich erst noch zeigen“, fasst Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting zusammen. Sein Forstbetrieb erstreckt sich bis zum Bodensee und damit auch zu den jungen Blauglockenbäumen. „Wir werden die Entwicklung genau beobachten und notfalls sofort reagieren. Pflanzen, die aus anderen Ökosystemen stammen, haben Vor- und Nachteile, wenn sie zu uns kommen. Da gilt es hinzuschauen und abzuwägen. Aber mit dem Klimawandel und der Globalisierung werden wir zunehmend mit solchen Neophyten zu tun haben, wie Fachleute die Neuankömmlinge nennen.“

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Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
news-1790 Fri, 16 Nov 2018 07:40:32 +0100 Sonne für die Felsen im Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1790&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e02cb56eb669faf4aa3cb628a96b3ac2 Mensch und Natur profitieren von Felsfreistellungen im Steinachtal Warmensteinach, 16. November 2018 - Entlang des Hühnleinswegs zwischen Warmensteinach und Sophienthal ließ der Forstbetrieb Fichtelberg in der vergangenen Woche die Felsen vom dichten Fichten- und Buchenaufwuchs freistellen. Jetzt bieten sie Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen sowie eindrucksvolle Anblicke für Naturfreunde.

Wie ein Bergsteiger mit Klettergurt und Bergseil turnt Matthias Opitz an den teilweise überhängenden Felsen am Hühnleinsweg. Aber nicht zum Spaß ist der schwindelfreie Forstunternehmer aus Sophienthal hier unterwegs, oberhalb des beliebten Wanderweg, der auf halber Höhe entlang der Westseite des Steinachtales verläuft. Mit der Motorsäge entfernt er dicht aufgewachsenen Fichten- und Buchenpflanzen. Die kleinen Bäumchen schirmen das wärmende Sonnenlicht von den Phyllit-Felsen ab, halten das schiefrige Gestein kühl und schattig. Das hat Folgen: Reptilien, Insekten und andere Krabbeltiere suchen hier vergeblich nach warmen Plätzen, um sich zu sonnen. Seltene Pflanzenarten wie die Schwefel­flechte, bekommen zu wenig Licht zum Wachsen. Wanderer bemerken die Felsen kaum unter dem dichten Aufwuchs von Bäumen.

Aber das wird jetzt anders, wie Peter Schöffel, Leiter des Forstreviers Weidenberg, beschreibt: „Hier können wir mit wenig Aufwand etwas Gutes tun für Mensch und Natur. Indem wir den Aufwuchs von den Felsen entfernen, kann das Sonnenlicht bis zum Grund vordringen und das Gestein erwärmen. Davon profitieren Tiere und Pflanzen gleichermaßen. Und auch das Landschaftsbild wird abwechslungsreicher.“ Die Maßnahme steht im Einklang mit dem Naturschutzkonzept der Bayerischen Staatsforsten und wird als besondere Gemeinwohlleistung durch das Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten in Bayreuth gefördert.

Vom Ergebnis der Aktion ist Förster Peter Schöffel begeistert: „Dank dieser Maßnahme ist der Natur geholfen und der Weg mit seinen Ausblicken ein Hochgenuss für jeden Wanderer und Naturfreund.“  

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Naturschutz Forstbetrieb Fichtelberg Nachrichten
news-1789 Tue, 13 Nov 2018 15:39:00 +0100 „Mensch – Stadt – Land – Ressourcen: Wie wollen wir in Zukunft leben?“ http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1789&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1e8d33e4f7c2e34df73c70d467e08c2a Auftakt zur Reihe „Charta für Holz 2.0 im Dialog“ am 11. Dezember 2018 in Berlin

Pressemitteilung Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR)

„Wie wollen wir in Zukunft leben?“ Ausgehend von dieser zentralen Frage beschäftigt sich am 11. Dezember 2018 die Auftaktveranstaltung zur Reihe „Charta für Holz 2.0 im Dialog“ in Berlin mit aktuellen Herausforderungen und Trends im Bausektor. Im Spannungsfeld zwischen steigendem Bedarf an Wohnraum, öffentlichen Gebäuden und Industrie- und Gewerbebauten auf der einen Seite, sowie Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit auf der anderen lädt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Kooperation mit dem Deutschen Städtetag, dem Deutschen Landkreistag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund zum Dialog ein.

Gemeinsam Lösungen entwickeln

Vertreter aus Kommunen, Multiplikatoren und Planer aus dem Bau- und Klimaschutzbereich sowie Nachhaltigkeits- und CSR-Beauftragte aus öffentlichen Verwaltungen, Industrie, Gewerbe oder Wohnungsbaugesellschaften sind eingeladen, mitzudiskutieren und Lösungsansätze für die dringenden Fragen des zukunftsfähigen Bauens zu entwickeln.

Diskutiert werden die zentralen Fragen u.a. in einer Podiumsdiskussion und drei verschiedenen Workshops: Wie können wir sicherstellen, dass Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Lebensqualität bei zunehmender Bautätigkeit nicht auf der Strecke bleiben? Wie können Trends wie „Urban Mining“ zu mehr Ressourceneffizienz beitragen? Welche Rolle spielt der Baustoff Holz in diesem Zusammenhang? Welche Fragen bewegen die Kommunen, Industrie und Gewerbe beim Bauen mit Holz? Und wie können sie Entwicklungen erkennen und zu Lösungen beitragen?

Die Initiatoren rufen Interessenten aus den relevanten Bereichen dazu auf, sich im Rahmen der Dialogveranstaltung am 11. Dezember 2018 aktiv in den Charta-Prozess einzubringen. Informationen zum Programm sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden sich hier.

Hintergrund

Die „Charta für Holz 2.0“ bildet den Rahmen für einen umfangreichen Dialogprozess, in dessen Fokus der Beitrag von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft zur Unterstützung internationaler, europäischer und nationaler politischer Strategien und Programme in den Bereichen Klimaschutz, Stärkung der ländlichen Räume sowie Ressourcenschutz steht. Über 100 Experten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ermitteln Handlungsbedarf und bringen Maßnahmen auf den Weg, um den Beitrag nachhaltiger Holzverwendung zur Erreichung der Klimaschutzziele zu stärken. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. ist als Projektträger des BMEL für die Betreuung des Charta-Prozesses eingesetzt.

www.charta-fuer-holz.de 

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Nachrichten
news-1788 Sat, 10 Nov 2018 10:36:00 +0100 Motorsägenkunst für einen guten Zweck http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1788&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=deb930729d19deb961cda80f922bdae8 Pressemitteilung Berufsschule Neunburg

Roding, 10. November 2018 - Die Berufsschüler der Berufsschule Neunburg vorm Wald lassen ihre Motorsägen in diesen Tagen für einen guten Zweck aufheulen. Die angehenden Forstwirte gestalten Stammscheiben, die zur vorweihnachtlichen Dekoration vor oder im Haus aufgestellt werden können.

Der Forstbetrieb Roding der Bayerische Staatsforsten unterstützt das Vorhaben gerne und überlässt das notwendige Holz kostenlos. Der Erlös wird ohne jeden Abzug der bekannten „Aktion Sternstunden“ des Bayer. Rundfunks zur Verfügung gestellt. An der Berufsschule an der Amberger Straße können die Kunstwerke ab sofort gegen eine Spende von 10,00€ je Stück abgeholt werden.

Nach Auskunft der Schule ist eine „Selbstbedienung‘“ bei der Abholung der vor dem Schulgebäude platzierten Motorsägenschnitzereien jederzeit möglich. Die Spenden sollten dann – sofern kein Schulpersonal angetroffen wird - im Briefkasten am Haupteingang eingeworfen werden. Die Abgabe erfolgt solange Vorrat reicht. Eine Spendenquittung stellt die Schule nicht aus.

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Forstbetrieb Roding Nachrichten
news-1787 Fri, 09 Nov 2018 07:42:42 +0100 Das Grüne Klassenzimmer im Forstbetrieb Burglengenfeld http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1787&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b7d5ac401dd518289625e78a30f37e09 Burglengenfeld, 09. November 2018 - Bürgermeister der Stadt Burglengenfeld Thomas Gesche, Rektor der Sophie-Scholl-Mittelschule in Burglengenfeld Michael Chwatal und Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten Thomas Verron eröffneten ein „Grünes Klassenzimmer“ im stadtnahen Waldgebiet Raffa am Rande des bekannten Erholungsschwerpunktes „Kunstwaldgarten“ direkt am Jägerhaus. Im noch herbstfarbenen Wald hatte zur Fertigstellung Klassleiter Roland Moser eine stattliche Anzahl von Schülern der Klasse 6 g mitgebracht, die allesamt letzte Hand anlegten.

Das Grüne Klassenzimmer soll die Waldbesucher und vor allem Kinder aus den nahen Schulen und Vorschulen zu eigenen Gedanken über den Wald und dessen Ansprüche von Seiten der Gesellschaft inspirieren. Es bietet die Möglichkeit, den Unterricht auch mal praxisbezogen in den Wald zu verlagern. Mit dem Slogan “Auch der Wald kann digital“ soll deutlich werden, dass im Wald die Digitalisierung längst Einzug gefunden hat. Jeder Förster der Bayerischen Staatsforsten ist heute mit einem wetterfesten Toughpad oder zumindest Smart-Phone mit integrierten Apps und GPS-angebunden unterwegs. So können sofort Forstkarten geladen und auf diesen beispielsweise Borkenkäferschadbäume ortsgenau sichtbar markiert werden.

Ein überdimensionaler Laptop und zwei überdimensionale Smartphones, alle aus heimischem Holz gefertigt, symbolisieren, dass die digitale Zeit im Wald längst angebrochen ist. Ohne EDV ist moderne Fortwirtschaft kaum mehr möglich. Beim Holzeinschlag mit dem Harvester, bei der Holzaufnahme, bei der Holzabfuhr und beim Holzverkauf unterstützt der „Computer“ Förster und Waldbesitzer. Beim Waldumbau im Zuge des Klimawandels, beim Naturschutz, beim Wasserschutz, beim Arbeitsschutz, bei der Erholung und bei vielem mehr kommen modernste EDV-Programme zum Einsatz. Der Bürger findet manche dieser Informationen im Internet oder auf zahlreichen Smartphone-Apps.

Doch es ist noch viel mehr, was die Besucher und die Kinder bei einem Blick „auf oder durch“ den Laptop oder das Smartphone im Waldgebiet Raffa sehen können. Es gilt sich nur darauf ein- und seiner Phantasie freien Lauf zu lassen. Der Blickwinkel hängt vom jeweiligen Auge des Betrachters ab. Nachwachsende Buchenverjüngung, starke Lärchen und Fichten, ältere Eichen und Buchen, Totholz oder eine Feinerschließungsgasse, das alles zeigt der Blick durch die „Displays“. Über die zeitliche Schiene, das heißt den wiederkehrenden Blick in gewissem zeitlichen Abstand, kann die im Wald laufende Wuchsdynamik nachvollzogen werden. So sind live der Waldumbau in den Bayerischen Staatsforsten, der Naturschutz im Zusammenhang mit Totholz und Starkholz, das Wirtschaften und auf der anderen Seite Ruhe und Erholung mitzuerleben. Vergänglichkeit, neues Entstehen und vieles mehr werden sichtbar. Durch eine Veränderung des eigenen Blickwinkels entstehen laufend neue Bilder. Wie im echten Leben, jeder darf es anders sehen und auch interpretieren. Das Hintergrundbild von Laptop und Smartphone ändert sich im permanenten Wechsel.

Die Gestaltungsidee wurde von Verron und im Detail von seinem Stellvertreter Erwin Graf geboren. Als neue Revierleiterin im Erholungsraum Raffa unterstützte Lea Franz ihr erstes Projekt vor Ort. Forstwirtschafts- und Ausbildungsmeister Michael Fischer setzte mit seinen Forstwirtlehrlingen die Idee in die filigranen Holzarbeiten um. Die Bayerischen Staatsforsten wünschen allen Besuchern und Lernenden viel Spaß und Freude im Grünen Klassenzimmer. Zahlreiche Interessierte mögen auf dem Rundweg des Kunstwaldgartens einen Blick in oder durch die Bildschirme werfen. Insbesondere Schüler sollen damit dem Wald näherkommen, ihn verstehen und schätzen lernen. Für eine Nachhaltigkeit des Waldes ist nicht nur dessen eigene Verjüngung, sondern auch das langfristige Interesse und die Verbundenheit der nachwachsenden Menschengeneration an und mit ihm entscheidend.

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Forstbetrieb Burglengenfeld Nachrichten
news-1786 Thu, 08 Nov 2018 08:35:37 +0100 Junge Bäume im grünen Klassenzimmer http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1786&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=91477a75a7f8cba7c9c01733d624bae0 Auf den Spuren von „Gerda Johanna Werner“ im Schulwald Kirchenlamitz

Selb, 8. November 2018 - Im dichten Frühnebel eines Novembertages tauschten 21 Schüler(-innen) der Grund-und Mittelschule Kirchenlamitz frohgelaunt ihr warmes Klassenzimmer mit dem grünen Klassenzimmer im Schulwald. An der Lamitzquelle sollten 50 Weißtannen und 4 Eichen gepflanzt werden, die dankenswerterweise die staatsforsteigene Baumschule in Bayreuth stiftete.  Einleitend zeigte Revierleiter Kilian Stöcker das Bild des 50 Pfennigstückes, wo Gerda Johanna Werner gebückt eine Eiche in den Händen hält. Gemäß diesem Vorbild von 1949 wurden von den Schülern(-innen) die jungen Bäumchen mit unterschiedlichen Werkzeugen an einer Wegekreuzung eingepflanzt.

Nach der Beantwortung der drei W-Fragen, wo pflanzen, welche Baumarten, wie groß die Abstände zueinander begannen die Schüler ihre Arbeit.

Neben jeder Container-Pflanze steckte ein Holzstab mit den Namen der Schüler, damit jeder seine Pflanze wiederfinden kann und Verantwortung seiner Arbeit übernimmt. Die empfindlichen Eichen  durften die Mädchen pflanzen. Sie wurden in die vier Ecken des 1000m² großen Areals platziert, die Tannen im 3m Abstand gleichmäßig verteilt.

Im anschließenden Rundgang besuchte man die nahe Lamitzquelle, aus der kein Tropfen Wasser mehr kam. Natürlich war das neue Borkenkäfer-App ein wichtiges Thema der jungen Waldbesucher. Die Unterschiede von einem Fichten-oder Tannenweihnachtsbaum zeigte der Förster zum Abschluss des gelungenen Klassenausfluges in den Schulwald.

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Naturschutz Forstbetrieb Selb Nachrichten
news-1785 Wed, 07 Nov 2018 11:59:54 +0100 Radeln wo der Biber nagt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1785&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b09e8764513db1b1356406c4d39c920b Selb, 07. November 2018 - Der Forstbetrieb Selb baut ein neues Radwegestück entlang des Hendelhammer Stausees im NSG Wellertal.

Nach zweiwöchiger Bauzeit wird Radeln inmitten traumhafter Baumkulissen, entlang naturbelassener Strukturen und nahe am Gewässer möglich. Mit etwas Glück kann der Biber im See beobachtet werden.  

Dank staatlicher Förderung in Form besonderer Gemeinwohlleistungen der Forstverwaltung und einem Eigenanteil der Bayerischen Staatsforsten, konnte das etwa 1 km lange Teilstück des Egerradwegs noch vor der Winterpause umgesetzt werden. Dem Radler eröffnen sich durch diesen Radweg wunderbare Sichtbeziehungen in die heimische Natur und auf den naturnahen Stausee im NSG Wellertal.

Neben seltenen Vogelarten wie dem Eisvogel und dem Seeadler hat hier der Biber ein neues Zuhause gefunden. Zahlreiche Fraßspuren im Uferbereich deuten auf seine Aktivitäten hin.

Revierleiter Matthias Fuchs hat in Zusammenarbeit mit der Fa. Eckstein aus Schlottenhof bei Arzberg, die Bauausführung geleitet und durchgeführt. Das Ergebnis spricht für sich. So wurde der bereits vorhandene Grasweg behutsam abgeschoben und eine Sandschicht aufgetragen. Nach der Verdichtung mit einer Walze sollte der Weg jetzt hart genug sein, dem Radler oder dem Spaziergänger einen festen Untergrund zu bieten. Die Bautätigkeit hat der heimischen Tierwelt nicht geschadet. Bei einer Besichtigung vor Ort, hat der Biber den neuen Weg bereits als Transportstrecke für seine Vorratswirtschaft genutzt.

Dem Wunsiedler Landrat Dr. Karl Döhler und dem Selber Bürgermeister Ulrich Pötzsch ist es beim Ortstermin mit Betriebsleiter Michael Grosch deshalb auch nicht schwergefallen, das Radwegeteilstück durch den Wald der Bayerischen Staatsforsten zu eröffnen.

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Forstbetrieb Selb Nachrichten
news-1784 Tue, 06 Nov 2018 14:19:11 +0100 Holz als zentrales Element des Freizeit- und Tourismuszentrums „Am Rennsteig“ http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1784&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cdb7f4b03f8858e239d2280417732291 Rothenkirchen, 06. November 2018 - Forstwirtschaft und Holznutzung sind bis heute zentrale Grundlagen für Wirtschaft und Kultur im Frankenwald. Deshalb soll Holz auch eine zentrale Rolle im Ausstellungsraum des neu gestalteten Freizeit- und Tourismuszentrums „Am Rennsteig“ in Steinbach am Wald spielen. Als Symbole für die wichtigsten Baumarten der Rennsteigregion werden jetzt dicke Stammabschnitte aus dem Staatswald von Mitarbeitern des Forstbetriebes Rothenkirchen dort aufgestellt.

Kettensägenlärm ist eigentlich nichts Ungewöhnliches bei den aktuellen Arbeiten an der umfangreichen Sanierung des Freizeit- und Tourismuszentrums. Diesmal kommt er allerdings aus dem Obergeschoss des weitläufigen Gebäudes. Die Forstwirte Klaus Schmidt und Markus Hampel legen letzte Hand an sechs mächtige Baumstämme: Jeweils ein Exemplar von Fichte, Tanne, Buche, Bergahorn, Kiefer und Douglasie hat der Forstbetrieb bereitgestellt.

Klaus Schmidt, gelernter Schreiner und Experte für Holzbearbeitung, hat die „Erdstämme“ bereits im Wald zugerichtet und ausgehöhlt. „Dabei geht es zum einen um die Gewichtsreduzierung für den Transport in´s Obergeschoss und zum anderen natürlich um die Funktion“, so Schmidt. Sie werden nämlich als „Vitrinenstämme“ dienen, mit denen wichtige Frankenwaldthemen rund um Handwerk, Kunst, Natur und Tourismus attraktiv dargestellt werden sollen.

Bürgermeister Thomas Löffler bedankte sich für diesen ersten Beitrag der Bayerischen Staatsforsten zum Ausstellungskonzept des Zentrums bei den beiden Forstwirten, Revierleiter Sebastian Kauppert und Forstbetriebsleiter Peter Hagemann. Er setze auch bei der Gestaltung der Außenanlagen auf einen Beitrag der Förster, so Löffler. Hier solle als einer der Themenschwerpunkte die Zukunft von Wald und Holz am Rennsteig vorgestellt werden, wozu gerade ein gemeinsames Konzept mit der Bayerischen Forstverwaltung und den Staatsforsten ausgearbeitet werde.

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Forstbetrieb Rothenkirchen Nachrichten
news-1783 Fri, 02 Nov 2018 13:02:14 +0100 Totholz: Mehr als nur totes Holz http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1783&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6cb1f747e4a8da9ca93281f8fefcee12 Betzigau, 02.11.2018 – Kurz vor dem Winter wollen viele Menschen ihren Brennholzvorrat aufstocken und vom Förster einzelne umgefallene oder abgestorbene Bäume kaufen. Das ist gut, weil der nachwachsende Rohstoff Holz in diesem Fall Erdöl oder Gas als Wärmequelle ersetzt. Aber totes und zerfallendes Holz ist auch eine wichtige Lebensgrundlage für unzählige Tiere, Pflanzen und Pilze. Im Zuge der naturnahen und nachhaltigen Bewirtschaftung ihrer Wälder setzen die Bayerischen Staatsforsten deshalb auf ein konsequentes Totholzmanagement. 

„Abgestorbenes und vermoderndes Holz spielt beim Waldnaturschutz eine zentrale Rolle“, erläutert Sebastian Neubauer, Revierleiter im Forstrevier Kempter Wald. Über 20% der im Wald lebenden Vögel und Säugetiere sowie eine Vielzahl an Pilzen und Flechten sind auf Totholz angewiesen. In Mitteleuropa leben rund 1300 Käfer- und 1500 Großpilzarten am und im Totholz, auch zahlreiche sehr seltene Arten. Die Insekten und Pilze, Vögel und Säugetiere sind direkt oder indirekt von den Nischen abhängig, die abgestorbene Bäume bieten. Bei den Vögeln sind besonders die Spechte, einige Meisenarten und die Baumläufer auf Totholz als Nahrungsbiotop und Brutraum angewiesen. Alte Baumhöhlen, sowie lose Rindenteile an toten Bäumen bieten auch unterschiedlichste Versteckmöglichkeiten für Fledermäuse und Säugetiere, wie zum Beispiel dem Siebenschläfer.

„Um der Bedeutung von Totholz in den Wäldern gerecht zu werden, setzen wir bei den Bayerischen Staatsforsten auf ein gezieltes Anreichern der Waldbestände mit stehendem und liegendem Totholz. Unser Ziel ist es, in allen alten und naturnahen Wäldern ab einem Alter von 140 Jahren 40 Kubikmeter Totholz pro Hektar anzureichern. In den jüngeren Wäldern mit einer natürlichen Baumartenzusammensetzung werden ab einem Alter von 100 Jahren immerhin 20 Kubikmeter pro Hektar Totholz angestrebt. Im Forstbetrieb Sonthofen haben wir im Durchschnitt über alle Flächen bereits 25,6 Kubikmeter pro Hektar. Das ist verglichen mit dem bayerischen Durchschnitt von rund 14 Kubikmeter pro Hektar viel“, erläutert Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting. Gleichzeitig versuchen Oettings Mitarbeiter, wo immer möglich auch Brennholz zum Selbermachen zu verkaufen. „Denn heimisches Brennholz zum Heizen ist eine sehr ökologische Energiequelle: Es wächst nach, kommt aus der Nähe und wer einmal Brennholz gemacht hat, geht verantwortlich mit Energie um – er weiß ja, wie anstrengend die Bereitstellung ist“, freut sich Jann Oetting.

„In der Praxis gehen wir in Sachen Totholzmanagement zwei Wege“, erklärt Revierleiter Neubauer. „Zum einen versorgen wir die Bevölkerung mit Brennholz gezielt dort, wo es leicht zu holen oder schon genug Totholz da ist. Zum anderen nutzen wir natürliche Gegebenheiten, um die Wälder mit starkem Totholz von Buche, Tanne, Birke, Bergahorn oder Esche anzureichern: Wir belassen konsequent alte, abgestorbene und kranke Bäume, sowie einzelne, die vom Wind gebrochen oder umgeworfen wurden, bis zum natürlichen Zerfall im Wald. Außerdem belassen wir bei jeder Holzernte Teile der gefällten Bäume, wie beispielsweise starke Kronenäste oder abgebrochene Stammteile im Wald.“ Auf diese Weise schaffen und erhalten die Förster im Staatswald ein flächendeckendes Netz aus Trittsteinen für seltene, auf Totholz spezialisierte Arten. Mit großem Erfolg für die Artenvielfalt im Wald: „Untersuchungen belegen: Egal mit welcher Landschaftsform wir in Deutschland vergleichen – ob Meer und Watt, Flüsse, Landwirtschaft oder städtische Bereiche. Der Wald ist die einzige Landschaftsform, wo seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts die Artenzahl nicht abgenommen, sondern gleichgeblieben und bei uns im Staatswald sogar zugenommen hat. Nützen und Schützen auf der gleichen Fläche – das ist moderne Nachhaltigkeit im Wald“, freuen sich Förster Neubauer und Forstbetriebsleiter Oetting.

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Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
news-1782 Fri, 02 Nov 2018 09:12:44 +0100 Walderlebnistage in Hilpoltstein http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1782&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5d11362a32aa1907b80f1e5894b02ce9 Das Forstrevier Georgensgmünd, AELF Roth, läßt Grundschüler den Wald erkunden.

Allersberg, 2. November 2018 - Die Walderlebnistage für die dritten Klassen der drei Grundschulen Hilpoltstein, Meckenhausen und Georgensgmünd im Bereich des Forstrevieres Georgensgmünd, AELF Roth, fanden dieses Jahr bereits zum 19. Mal statt. An den zwei Terminen, zum 09. und 19. Oktober 2018, kamen jeweils fünf bis sechs Schulklassen mit insgesamt 220 bis 240 Kindern in den Wald des Forstbetriebes Allersberg der Bayerischen Staatsforsten bei Altenhofen/Hilpoltstein.

Angefangen haben die Waldjugendspiele am früherem Forstamt für ein bis zwei Schulen pro Jahr, bei denen das gesamt Forstamtspersonal zum Einsatz kam. Im Jahr 2000 wurde die Veranstaltung neu konzipiert: Vom AELF-Revierleiter Herbert Meyer werden im Wald auf einem Rundweg von drei Kilometer Länge zehn Stationen aufgebaut, die am Veranstaltungstag von je zwei Eltern betreut werden. An diesen Stationen werden Aufgaben, wie Pfundiges Sägespiel, Baumstammweitwurf, Kimspiel, Baumartenkenntnis und vieles mehr, von den Kindern gelöst, damit Punkte gesammelt und in einem Laufzettel erfasst.

Von Anfang an dabei war der Forstwirtschaftsmeister Anton Schneck mit einem Auszubildenden im Beruf Forstwirt des Forstbetriebes Allersberg der Bayerischen Staatsforsten. An der „Willkommensstation“ zeigt und erklärt der erfahrene Forstwirtschaftsmeister gebräuchliche Waldarbeiterwerkzeuge und führt sie praktisch vor. Hier ist von den Kinder viel Aufmerksamkeit gefordert, da sie an einer der Stationen dieses frisch erworbene Wissen unter Beweis stellen müssen, um Punkte sammeln können.

Anschließend werden Gruppen aus vier bis sechs Schülern gebildet, die selbstständig die einzelnen Stationen anlaufen, um dort die Aufgaben zu lösen.

Zum Schluss erfolgt aber keine Reihung der Gruppen nach Punktzahl wie bei den regulären Waldjugendspielen. Jeder Schüler erhält eine Urkunde mit der erreichten Gruppenpunktzahl und ist somit erfolgreicher Teilnehmer des Walderlebnistagparcours.

Am Ende des Rundweges wird wieder die „Willkommensstation“ erreicht. Dort hat der Azubi der Bayerischen Staatsforsten mehrere Feuerstellen vorbereitet, an denen die Kinder Stockbrotteig, zubereitet von den Eltern, an Haselnussstecken rösten. Der BAYSF-Forstwirtschaftsmeister Anton Schneck fertigt derweilen mit der Motorsäge Skulpturen aus Lärchenholz an. Es entstehen Pilze, Igel, Eichhörnchen, Wildschweine und was sonst Herrn Schneck noch alles in den Sinn kommt. Zum Abschluss darf sich jede Klasse eines der Objekte aussuchen und an die Schule mitnehmen zur Erinnerung an diesen erlebnisreichen Tag.

Die dieses Jahr erstmals vom Forstbetrieb Allersberg bereitgestellten Waldbüchlein wurden an die teilnehmenden Schüler verteilt. Die orangeroten BAYSF-Käppis werden an die ersten Schulklassen für Ausflüge und Wandertage ausgegeben.

Walderlebnistage in dieser Form werden von den Schülern, Lehrern und Eltern begeistert aufgenommen und auch von der Presse ausführlich gewürdigt.

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Forstbetrieb Allersberg Nachrichten
news-1781 Wed, 31 Oct 2018 17:31:53 +0100 Ein Arbeitsplatz in den Wipfeln der Bäume http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1781&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=51db8b98d637dcbe0f31930229ecb7c1 Schwindelfreie Forstwirte ernten Fichtenzapfen im Staatswald (31.10.2018) In schwindelerregender Höhe sammeln Forstwirte der Bayerischen Staatsforsten derzeit Fichtenzapfen. Dazu klettern sie in der Nähe von Fichtelberg bis in die Baumspitzen, wo die begehrten Zapfen in rauen Mengen zu finden sind. Nach der starken Fichtenblüte im Frühjahr, lohnt sich die Ernte dieses Jahr besonders. Aus den gewonnenen Samen soll eine neue Baumgeneration entstehen.

Mitten im Wald hängt am Stamm einer starken Fichte ein grünes Seil aus der Baumkrone herunter. Wo kommt es her? Ein Blick nach oben verrät dessen Ursprung: Dort ist es am Klettergeschirr von Peter Buchbinder befestigt. Er ist Forstwirt bei den Bayerischen Staatsforsten und ausgebildeter Zapfenpflücker. Sichtbar als leuchtend oranger Farbklecks, sitzt er inmitten der dunkelgrünen Fichtenkrone und pflückt einen Fichtenzapfen nach dem anderen.

„Ich bin schon als kleiner Junge gerne auf unseren Kirschbaum im Garten ge­klettert“ erzählt er, nachdem er sich mit seiner Kletterausrüstung gekonnt von dem über 30 Meter hohen Baum abgeseilt hat. „Als ich nach meiner Ausbildung zum Forstwirt hörte, dass man sich zum Zapfenpflücker weiterbilden kann und dazu auf Bäume klettern muss, wollte ich das unbedingt machen.“

Ein Glück für Andreas Büchner. Dem Leiter des Pflanzgartens der Bayerischen Staatsforsten in Bindlach verhilft der Zapfenpflücker zu den wertvollen Samen, die sich in den grün-braunen, ungeöffneten Zapfen befinden. „Wir können nicht warten bis die Zapfen von alleine herunterkommen, denn bis dahin sind die Samen längst herausgefallen“ erklärt er. Die Samen braucht Büchner einerseits, um daraus neue Fichtenpflanzen anzuziehen. Andererseits wird ein Teil zur Erhaltung der Gene in einer Samenbank aufbewahrt.

Die Fichtenzapfen aus dem beernteten Waldbestand im Fichtelgebirge sind sehr begehrt. Dieser ist als anerkannter Saatgutbestand amtlich registriert und somit speziell für die Saatguternte ausgewählt. „Die Qualität und Vitalität der Bäume ist hier ausgesprochen gut“ bestätigt Martin Hertel, stellvertretender Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg. „Und das ist genetisch in den Samenkörnern gespeichert.“

Besonders dieses Jahr hoffen die Waldexperten auf eine reiche Ernte. Die intensive Blüte der Fichten machte sich im Frühjahr mit gelben „Pollen-Staubwolken“ bemerkbar, die alles mit einem gelben Schleier überzogen, einschließlich Autolack und Fensterscheiben. Im Wald führte der Blütenstaub zu einer sogenannten Vollmast, d. h. fast alle fruchtbaren Fichten haben dieses Jahr Zapfen mit Samen ausgebildet.

Nachdem der gefüllte „Ernte-Sack“ von Zapfenpflücker Peter Buchbinder auf festem Boden steht, schneidet Andreas Büchner zur Demonstration einen der gepflückten Zapfen entzwei. Zwölf keimfähige Samen befinden sich darin. „Das ist ein gutes Ergebnis“ freut er sich. Knapp eine Tonne Zapfen wollen die Forstwirte in den nächsten Tagen sammeln. Diese enthalten etwa 30 kg reine Samenkörner. Daraus werden schließlich 1,5 Millionen kleine Fichtenpflanzen heranwachsen. Mit den guten Genen aus Fichtelberg.

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Forstbetrieb Fichtelberg Nachrichten
news-1780 Tue, 30 Oct 2018 15:46:53 +0100 Bergwacht Freilassing und Bayerische Staatsforsten bergen Material und Müll aus der Riesendinghöhle am Untersberg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1780&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0791d130482b40ceabbdcf5f15626cff Berchtesgaden, Freilassing, 30. Oktober 2018 – Die Höhlenretter der Bergwacht Freilassing und der BaySF-Forstbetrieb Berchtesgaden beseitigen gemeinsam die Spuren der Rettungsaktion aus dem Jahr 2014. Damals wurde über eine Tonne Material, angefangen von etwa zehn Kilometer langen Bergsteigerseilen, Bohrmaschinen, Rettungstragen, Lebensmittel und Getränkeflaschen bis zu 1100 m tief in den Berg hinab transportiert.

Nach der erfolgreichen Rettung des verletzten Höhlenforschers Johann Westhauser verblieb vieles davon in der Riesendinghöhle. Eine Herausforderung für Rudi Hiebl, Regionalbeauftragter bei der Bergwacht Freilassing für Höhlenrettung im Berchtesgadener Land. Er organisierte gemeinsam mit dem Berchtesgadener Forstwirt Peter Bauer von den Bayerischen Staatsforsten, selbst aktiver Bergwachtler, eine schlagkräftige Mannschaft bestehend aus 13 Freiwilligen. Ein Höhlenretter kam von der Bergwacht Berchtesgaden, zwei aus Freilassing, fünf aus Murnau, vier aus Weilheim und eine Kollegin aus Salzburg.

Freitags nach der Arbeit stieg die Truppe auf den Untersberg hinauf und kam um 19:00 Uhr am Höhleneingang an. „Ich hoffe, wir bringen den Müll komplett heraus und jeder von uns schafft es wieder heil nach oben“, sagte Rudi Hiebl kurz vor dem Einstieg in die Höhle. Der Müll lag vorkonzentriert vom letzten Einsatz in 300 m Tiefe am Boden des großen Höhlenschachts. „Kein Problem“ meint Peter Bauer von den Bayerischen Staatsforsten und installierte eine mobile Motorseilwinde in dem engen Schacht. „Hoffentlich zerreißt kein Sack beim Windeneinsatz, wie es beim letzten Mal passiert war“ so Peter Bauer. Damals kam keiner durch herabfallende Teile zu Schaden. Jeder wusste, dass er zum Zeitpunkt der Bergung im Schachtbereich nichts zu suchen hat.

Am Sonntagabend lagen dann alle 15 Säcke, wohlgeordnet am Ausgang der Höhle. Die Bayerischen Staatsforsten erklärten sich bereit, Material und Müll im Zuge eines am folgenden Montag geplanten Hubschraubereinsatzes ins Tal fliegen zu lassen. "Wir können doch die die tapferen Streiter der Bergwacht, nicht im Regen stehen lassen“ so Dr. Daniel Müller Leiter des Forstbetriebs Berchtesgaden. Gebündelt flogen die Säcke vom Höhleneingang hinab nach Hallturm. Von dort nahm der Helikopter junge Bäumchen hinauf auf den Untersberg um den hoch gelegenen Schutzwald zu sanieren. In mehreren Runden kamen alle Müllsäcke nach unten und wurden von den Waldarbeitern der Bayerischen Staatsforsten in Empfang genommen. Die ganze Aktion lief reibungslos und unfallfrei ab. Zusammen haben die fleißigen Helfer der Bergwacht fast 750 Stunden ihrer Freizeit dieser Aktion gewidmet

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Forstbetrieb Berchtesgaden Nachrichten
news-1779 Mon, 29 Oct 2018 08:14:49 +0100 Bayerische Staatsforsten erneut als familienfreundlich ausgezeichnet http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1779&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=95959d697420f3d134b5ef690614aff7 Zertifikat Beruf & Familie bereits zum dritten Mal an Waldunternehmen verliehen  

Regensburg, 29. Oktober 2018 – Die Bayerischen Staatsforsten sind zum dritten Mal hintereinander für ihre familienbewusste Personalpolitik ausgezeichnet worden. Insgesamt erhielten 84 Arbeitgeber die Auszeichnung.  

Seit 2012 sind die Bayerischen Staatsforsten mit dem Zertifikat berufundfamilie ausgezeichnet. Dieses Zertifikat honoriert die Leistungen des Unternehmens bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Personalvorstand Reinhardt Neft freute sich über die erneute Auszeichnung: „Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist Teil unseres Selbstverständnisses als Unternehmen Bayerische Staatsforsten. Von den familienbewussten Angeboten, wie zum Beispiel flexible Arbeitszeitmodelle, Homeoffice-Lösungen, familienbewusste Führungskultur, Führung in Teilzeit oder Kinderferienbetreuung profitieren alle unserer 2700 Beschäftigten.“  

Personalchefin Petra Bauer versprach, die vorhandenen Angebote auch künftig weiter zu entwickeln: „Wir wollen unseren bereits heute schon sehr hohen Standard nicht nur halten, sondern in enger Abstimmung mit den Beschäftigten stetig besser werden.“ Um den Rahmen hierfür abzustecken, wurde zur Bestätigung des Zertifikats eine Zielvereinbarung erarbeitet, die beispielsweise bei der Weiterentwicklung der Arbeitszeitflexibilität, der Arbeitsorganisation oder der Mitarbeiterführung konkrete Impulse für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie setzt.  

Voraussetzung für das drei Jahre gültige Zertifikat ist die Auditierung durch berufundfamilie, die als Managementinstrument der nachhaltigen Verbesserung einer familien- und lebensphasenbewussten Personalpolitik dient.    

Seit 1998 wurden über 1.700 Arbeitgeber mit dem Zertifikat zum audit ausgezeichnet. Die berufundfamilie Service GmbH besitzt die europaweite Lizenz für das audit. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey trägt die Schirmherrschaft für das audit, das von den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft – BDA, BDI, DIHK und ZDH – empfohlen wird: www.berufundfamilie.de. 

Weitere Informationen zum Thema Beruf & Familie bei den Bayerischen Staatsforsten: http://www.baysf.de/berufundfamilie.

Unser Film "Bayerische Staatsforsten: Beruf, Familie und Freizeit im Einklang" https://www.youtube.com/watch?v=WbuLNRvmCno

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Nachrichten
news-1778 Mon, 29 Oct 2018 07:35:56 +0100 Wellness für die Auerhühner http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1778&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c1f5621c6646b8ea02163cc14013f7fb Sonthofen, 29. Oktober 2018 - Die Wälder der Bayerischen Staatsforsten im südlichen Oberallgäu sind Lebensraum für die sehr seltene Vogelart Auerhuhn. Das Auerhuhn ist eine Charakterart der borealen Nadelwälder. In Deutschland sind die Alpen das größte zusammenhängende Verbreitungsgebiet.  

„Die Bayerischen Staatsforsten sind sich ihrer Verantwortung für diese seltene Tierart bewusst. Wir haben unsere waldbaulichen Behandlungskonzepte angepasst, um die Auerhuhnlebensräume zu erhalten. Ein Schlüsselfaktor ist Ruhe. Das heißt, wir führen keine Arbeiten während der Brut- und Aufzuchtzeit der Tiere durch. Daneben gibt es spezielle Pflegemaßnahmen zum Erhalt und zur Verbesserung der Lebensräume. So wollen wir dieser Tierart ihren Lebensraum erhalten oder sogar verbessern und hoffentlich das weitere Überleben garantieren“, beschreibt Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting das umfangreiche Maßnahmenpaket.  

Im ersten Schritt hat der Forstbetrieb Sonthofen in den vergangenen Jahren im Staatswald erhoben, wo sich die Vögel bevorzugt aufhalten. Gleichzeitig wurde erfasst, welche speziellen forstlichen Maßnahmen notwendig und sinnvoll sind. Im zweiten Schritt wurde dieses Jahr begonnen, in den Kerngebieten Pflegemaßnahmen umzusetzen. Ein zusätzliches Monitoring soll die Wirksamkeit der Arbeiten überprüfen. Finanziell gefördert werden all diese Naturschutzmaßnahmen im Rahmen der „besonderen Gemeinwohlleitungen“ durch Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten.  

„Wir wissen wie der optimale Lebensraum für unsere Auerhühner aussieht. Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt durch unsere hochqualifizierten Forstwirte und speziell geschulte Unternehmer. Ich bin mir sicher, dass es uns mit der Umsetzung der erarbeiteten Maßnahmen gelingt, den Auerhühnern im Staatswald auch in Zukunft sehr gute Lebensbedingungen zu bieten“, schätzt Revierleiter Hubert Heinl die Erfolgsaussichten ein, „Gerade mit unserem neuen Waldbaukonzept für das Hochgebirge behandeln wir unsere Bergwälder bereits bei unserer täglichen Arbeit ganz im Sinne der Auerhühner“.

Damit Störungen durch Freizeitnutzer weniger werden, arbeitet der Forstbetrieb Sonthofen eng mit dem Naturpark Nagelfluhkette zusammen. Im Rahmen des Projektes „Dein Freiraum - mein Lebensraum“ wurden unproblematische Schneeschuh –und Skitourenrouten erfasst und im Gelände beschildert. Gleiches gilt für die Beschilderung der sehr störungsempfindlichen Wald-Wildschongebiete. „Die Akzeptanz durch Freizeitnutzer ist hoch. In zahlreichen Überwinterungslebensräumen haben wir die sehr problematischen Störungen stark reduzieren können“, freut sich Hubert Heinl über das Verständnis der Waldbesucher.  

Besonders problematisch sind Störungen während der Mauserzeit der Tiere, also die Zeit des Gefiederwechsels. „Es gibt Menschen, die durchkämmen systematisch die Bereiche, wo sich vor allem die Hähne aufhalten und suchen nach Federn. Diese Störungen sind deswegen so schlimm, weil die Vögel durch den Federwechsel in ihren Flugfähigkeiten eingeschränkt sind. Sie werden dann leichter Beute Fuchs, Habicht oder Steinadler. Dieses Stören der Vögel ist auch einer der Gründe für den Bestandsrückgang“, schätzt Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting die Situation ein. „Dabei ist das rücksichtslose Sammeln der Federn Wilderei nach dem bayerischen Jagdgesetzt“.  

Das Auerhuhn hat neben den Bayerischen Alpen noch größere Verbreitungsgebiete im Schwarzwald und im Bayerischen Wald. Der Lebensraum ist vor allem der nadelholzdominierte Wald der Hochlagen unterhalb der Waldgrenze. Die wichtigste Nahrung im Winter stellen die Nadeln und Knospen der Nadelbäume, insbesondere der Weißtanne dar, im Sommer Gräser und Kräuter bevorzugt die der Heidelbeere. Die Küken benötigen in den ersten Lebenswochen Insekten zum Überleben. Nasses kaltes Wetter im Mai und Juni vermindern die Überlebenschancen der jungen Vögel dramatisch. Menschliche Störungen sind neben dem Klimawandel und der Veränderung im Lebensraum mit einer der Hauptgründe für den Rückgang dieser Tierart.

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Naturschutz Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
news-1777 Thu, 25 Oct 2018 08:17:13 +0200 Rapsöl statt Diesel: Klima- und Ressourcenschutz im Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1777&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8ddf38c921c0a86cc63439d70cc0f028 Weltpremiere: Holz-Vollernter mit Biokraftstoff besteht Härtetest

Ebersberger Forst, 25.10.2018. Wirtschaftsstaatsminister Franz Josef Pschierer und der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, ziehen nach zweieinhalb Jahren intensiver Forschung ein positives Resümee: „Eine moderne Holzerntemaschine kann selbst unter den harten Einsatzbedingungen im Wald erfolgreich mit umweltfreundlichem Rapsölkraftstoff betrieben werden“, fasst Pschierer zufrieden zusammen. Durch den Verzicht auf konventionellen Dieselkraftstoff sei die Spezialmaschine eine echte Innovation, die Klima, Boden und Gewässer schone, so der Minister weiter. In einem vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie finanzierten und vom Technologie- und Förderzentrum Straubing (TFZ) geführten Verbundprojekt wurde ein Harvester der Bayerischen Staatsforsten für die Nutzung von Rapsölkraftstoff umgerüstet und im regulären Praxiseinsatz erprobt.

Beteiligt am Innovationsprojekt „Rapster“, so der Kurztitel des Forschungsvorhabens, waren neben den Bayerischen Staatsforsten und dem TFZ, das John Deere European Technology Innovation Center, John Deere Forestry sowie Donauwald Forstmaschinen. Ziele des Forschungsprojektes, dessen Ergebnisse heute im Ebersberger Forst vorgestellt wurden, sind unter anderem ein verbesserter Klimaschutz durch Senkung von Treibhausgas-Emissionen sowie ein umfangreicher Schutz von Böden und Gewässern.

„Ökologisch und gleichzeitig ökonomisch zu arbeiten, das ist Kern der Philosophie der Bayerischen Staatsforsten. Neue, innovative Verfahren und moderne Technik sind Teil dieser Strategie. Wir werden daher die erfolgreich getestete Maschine voller Überzeugung weiterhin im Regelbetrieb einsetzen“, erläuterte Staatsforsten-Chef Martin Neumeyer. Die eigens umgebaute Maschine arbeitete in den Tests nicht nur problemlos und ohne Produktivitätsverluste, der verwendete Biokraftstoff sparte innerhalb eines Jahres auch rund 100 Tonnen Treibhausgas-Emissionen ein. Rapsölkraftstoff nach DIN 51605 ist schnell biologisch abbaubar sowie nicht wassergefährdend, was gerade im Wald, wo sich oft Wasserschutzgebiete finden, von großem Vorteil ist. Aus Sicht des Staatsforsten-Chefs ist die unkomplizierte, umweltfreundliche Betankung der erprobten Maschine im Wald ein großes Plus, das einen vorbeugenden Boden- und Gewässerschutz mit sich bringe – ganz im Sinne der Nachhaltigkeit in den Bayerischen Staatswäldern.  

Technische Herausforderungen

Eine spezielle Herausforderung war, den störungsfreien Betrieb der Maschine auch bei sehr tiefen Temperaturen zu gewährleisten. Beheizbare Kraftstoffleitungen, vom Tank bis zum Motor, lösten das Problem. Des Weiteren wurde auch die Software des Motorsteuergeräts angepasst. Der 350 Liter fassende Kraftstofftank wurde modifiziert, so dass eine Teilmenge mit Hilfe der Standheizung erwärmt wird. So ausgerüstet war selbst ein Betrieb im Winter jenseits von –15 °C zuverlässig möglich. Dabei lagen die Emissionswerte, die während der Praxiserprobung mehrmals vom TFZ im realen Forsteinsatz geprüft wurden, stets im grünen Bereich. Bei allen Messungen wurden die gesetzlich geforderten Prüfstandsgrenzwerte der Abgasstufe IV eingehalten und deutlich unterschritten. „Rapsölkraftstoff hat gegenüber Diesel das Potential, die Treibhausgasemissionen um bis zu 80 Prozent zu senken. Der Einsatz dieses heimischen Produkts kann dazu beitragen, unsere energie- und klimapolitischen Ziele zu erreichen“, betont Pschierer.

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Naturschutz Nachrichten
news-1776 Thu, 25 Oct 2018 08:11:14 +0200 Nur ein Waldweg, aber ein sensibles Multitalent http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1776&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f0615f0c7572f7c5a91307f4ff523995 Kempten, 25. Oktober 2018 - Die meisten Menschen die ihn nutzen, nehmen ihn wahrscheinlich gar nicht bewusst wahr: Weil er eben einfach da ist, der Waldweg bzw. die Forststraße. „Dabei ist die Walderschließung eine großartige Leistung der Förstergenerationen der letzten 100 Jahre. Mit sehr großem Aufwand und viel Knowhow wurde das geschaffen, was heute selbstverständlich genutzt wird“, schildert Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting. Über 460 Kilometer Forstwege gibt es in seinem Forstbetrieb.  

Meist soll ein Forstweg mit einem Kinderwagen oder einem Fahrrad genauso befahrbar sein, wie mit einen 40-Tonnen-LKW, der Holz aus dem Wald holt. „Bereits bei der Planung, später auch bei der Umsetzung wird der Waldweg so trassiert und ausgebaut, dass er den großen Ansprüchen unserer Gesellschaft gerecht werden kann“, so Oetting weiter.  

Auch das Wegenetz im Wald muss mit der Zeit gehen, da die Ansprüche an eine Erschließung, zum Beispiel in Bezug auf die Nutzungszeiten deutlich höher geworden sind. „So wird heute – bis auf wenige Ausnahmen – eine ganzjährige Befahrbarkeit einer Forsttrasse vorausgesetzt. Das steigert den Aufwand für den Wegeunterhalt merklich. Denn bei allen Ansprüchen ist so ein Waldweg ein empfindliches Sensibelchen“, weiß Revierleiter Markus König. „Immer noch gilt: Niederschläge sind die Hauptursache für Wegeschäden. Also wenn das Wasser nicht kontrolliert abfließen kann. So ist es meine Aufgabe, ständig dafür zu sorgen, dass das Dachprofil, die leichte Wölbung des Weges, die Gräben und die Böschungen in regelmäßigen Abständen einer Pflege unterzogen werden.“ Markus König ist unter anderem für den Staatswald im Wirlinger Wald zuständig. Die Wegepflege wird hauptsächlich von drei verschiedenen Maschinen durchgeführt. Jede für sich ist ein Spezialgerät.  

Revierleiter Markus König erklärt: „Da ist zuerst das sogenannte R2-Gerät. Es handelt sich um eine Art Hobel, angebaut an einen Schlepper. Er trägt den Bewuchs, der vom Rand in den Weg hineinwächst, ab und verfrachtet gleichzeitig den feinen Kies, der durch das Befahren des Weges an die Seiten verlagert wurde, wieder in die Fahrspur. Dabei wird auch das für den Wasserabfluss notwendige Profil wieder hergestellt. Bis zu fünf Mal jährlich setze ich das Gerät ein.“  

Eine weitere Maschine ist der Mulcher. Meist ein Unimog oder Traktor, der mit einem Mulchkopf ausgerüstet ist. Er hält seitlich der Wege auf ein bis zwei Metern die aufwachsende Vegetation kurz. Schäden an der Flora und Fauna auf der Wegeböschung werden größtenteils dadurch vermieden, dass diese Maschine erst relativ spät im Jahr und nur alle paar Jahre zum Einsatz kommt. Wenn der Mulcher seine Arbeit getan hat, folgt der Grabenbagger. Er nimmt mit einem Speziallöffel alles heraus, was nicht in den Graben gehört. So setzt er den Graben wieder instand, damit der Wasserzug wieder gewährleistet ist. Auch diese Pflege findet nur alle paar Jahre statt. Wenn der Weg zu tiefe Fahrspuren hat, dass das R2-Gerät nicht ausreicht, muss der Förster Schotter aufbringen lassen. Wichtig dabei ist immer, dass die Wegewölbung bestehen bleibt, damit das Wasser links und rechts auf die Böschung ablaufen kann.  

Nochmal Markus König „Das alles mag sehr aufwändig klingen. Es ist aber langfristig gesehen günstiger, als eine Instandsetzung mit hohen Material- und Maschinenkosten. Zudem erreichen wir, dass die Waldwege das ganze Jahr über für alle Benutzer in einem verkehrssicheren Zustand gehalten werden“. Und sein Chef Jann Oetting ergänzt: „Der gute Wegezustand ist nicht kostenlos: So wenden wir im Forstbetrieb Sonthofen über 800.000 Euro jährlich für die Wege im Staatswald auf – aber ich finde, das sieht man auch am guten Zustand!“

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Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
news-1775 Tue, 23 Oct 2018 12:56:36 +0200 Hoher Besuch im „Haus-Forstbetrieb“ http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1775&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d6a59ffc0cc683c80df1fc6f289b7434 Staatsminister und Aufsichtsratsvorsitzender a.D. Helmut Brunner zu Gast in Bodenmais  

Bodenmais, 23. Oktober 2018 - Seit 1981 führt er den elterlichen Hof mit rund 45 ha eigenen Wald, seit 1994 saß er im Bayerischen Landtag, davon 5 Jahre als Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft und Forsten und „Vater“ der bayerischen Forstreform, und schließlich war er seit 2008 Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, und damit auch kraft Amtes Aufsichtsratsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten AöR – Helmut Brunner ist nicht nur weithin bekannt, er bleib auch immer in seiner niederbayerischen Heimat verwurzelt.  

Und deshalb ließ er es sich auch nicht nehmen, am Ende seines Berufslebens – als Minister hat er ja am 21.März 2018 aufgehört, sein Abgeordnetenmandat endet am 5. November – seinem „Haus-Forstbetrieb“ Bodenmais einen Abschiedsbesuch abzustatten.  

„Von mir zu Hause zum Forstbetrieb Bodenmais sind es Luftlinie genau 10 km“, so Helmut Brunner, und Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl kann dazu bestätigen, „und genau so nah war Herr Brunner immer am Forstbetrieb, am Wald und an den Menschen, die hier und in ganz Bayern im Wald arbeiten!“  

Im Rahmen einer Teambesprechung am Forstbetrieb nutzten die anwesenden Förster und Forstwirte die Gelegenheit ausgiebig, um mit Brunner sehr offen und freimütig ihre Ansichten über die Forstpolitik auszutauschen. Dabei ging es unter anderen um die Situation beim Holzpreis, der aktuell sehr stark unter den Sturmereignissen und Borkenkäferkalamitäten in ganz Europa leidet, aber auch um die Nachwuchsgewinnung in den Forstbetrieben. Der Forstbetrieb Bodenmais ist seit 2006 Ausbildungsbetrieb für die Forstwirte in der Region, viele junge Menschen haben die Ausbildung durchlaufen, gottseidank gibt es hier immer noch viele gute Interessenten für diesen schönen Beruf. Nicht einfach ist es dann nach der Prüfung, weil häufig nur Arbeitsplätze in den Nachbarbetrieben zur Verfügung standen. Das hielt wegen der großen Entfernung zum Heimatort dann doch den einen oder anderen davon ab, beim „Forst“ zu bleiben, um sich stattdessen was Anderes zu suchen. Hier sprach sich Brunner dafür aus, es allen Forstbetrieben zu ermöglichen, selbst und lokal für den eigenen Bedarf auszubilden.  

Nach intensivem Gedankenaustausch endete das Treffen dann bei einer zünftigen Brotzeit in der Lehrwerkstatt Oberlohwies des Forstbetriebs Bodenmais.

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Forstbetrieb Bodenmais Nachrichten
news-1774 Mon, 22 Oct 2018 11:39:58 +0200 Bayerische Wälder sind unverzichtbare Lebensgrundlage http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1774&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d2a06c9a5eebefa3d1c98e1a145d3711 Ballungsräume stellen Wald und Forstwirtschaft vor besondere Herausforderungen

Pressemitteilung Zentrum Wald Forst Holz Weihenstephan

Wald und Forstwirtschaft in Ballungsräumen – Welten treffen aufeinander! Früher extrem strapaziert für den Rohstoffbedarf der Städte. Heute flächenmäßig relativ stabil, „Grüne Lunge“ der Städte und Garant für hohe Lebensqualität. Und morgen? Diese Frage diskutierten Vertreter des Kommunal- und des Forstsektors mit rund 150 Teilnehmern am Waldtag Bayern am 18. Oktober 2018 in Nürnberg.

Der Urknall der forstlichen Nachhaltigkeit

Bereits der Tagungsort war Programm: In Nürnberg führte vor 650 Jahren der Ratsherr Peter Stromer als „Tannensäer von Nürnberg“ die erste systematische Aufforstung durch. Aus der mittelalterlichen Holzknappheit heraus begründete er damit nicht nur den heutigen Reichswald sondern auch die moderne Forstwirtschaft. Dr. Joachim Hamberger, Vorstand des Vereins für Nachhaltigkeit, bezeichnet „diese kulturelle Leistung als den Urknall der forstlichen Nachhaltigkeit“. Der Gedanke der ressourcenerhaltenden Nutzung lebt bis heute in der Forstwirtschaft weiter und ist dort fest verankert. In modernen Zeiten setzen die Ausweisung zum Bannwald und der Umbau in naturnahe Mischwälder Maßstäbe, weit über Nürnberg hinaus.

Früher Energielieferant – heute Erholungsraum

In seiner Festrede stellt Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly die Bedeutung des Waldes für die Bürger heraus: „Nürnberg ist eine der am dichtesten besiedelten Städte in Deutschland. Es gibt wenige Grünflächen. Der Kontrast zwischen der Besiedelungsenge und dem bis an die Gärten heranreichenden Reichswald könnte nicht größer sein. Für Freizeit und Erholung besitzt der Wald eine herausragende Bedeutung. Der Reichswald ist für uns ein wahrer Schatz.“

Wachstum und Flächenreserve

Nürnberg wächst. Wirtschaft, Verkehr und Wohnraum benötigen immer mehr Flächen. Seit der Bannwaldausweisung 1979/80 müssen gerodete Flächen um Nürnberg flächengleich an den Bannwald wieder aufgeforstet werden. „Das erhält zwar die Fläche des Reichswaldes, zahlreiche Funktionen wie Lebensraum für Tiere und Pflanzen, Luftreinhaltung und Klimaschutz können jedoch junge Wälder erst nach Jahrzenten leisten“ gibt Dr. Peter Pröbstle, Bereichsleiter Forsten am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu bedenken. „Und nur ein großer intakter Wald kann seine Bedeutung für Biodiversität, Freizeit und Erholung, Trinkwassergewinnung, und vieles weiteres leisten.“ Bei der Stadtplanung wünscht sich Pröbstle, dass wirklich flächensparende Alternativen entwickelt werden. Und dass die Empfehlungen der Abstände zum Wald bei der Bebauung eingehalten werden.

Wald ist Wirtschaftsraum

„Neben der sozialen und ökologischen Funktion haben Wälder große wirtschaftliche Bedeutung als eine der wichtigsten Quellen natürlicher Ressourcen“ so Maly. Besonders in Ballungsräumen führt die Bewirtschaftung häufig zu Konflikten. Georg Förster, Bürgermeister der Gemeinde Buckenhof berichtet: „Die Bürger sind stocksauer, wenn Holz aufgeladen und mit einem 40-Tonner im Wald abgeholt wird“ Als Bürgermeister hält er dagegen, denn für ihn ist Holz ein unverzichtbarer, nachhaltig bereitgestellter „Öko-Rohstoff“, der als CO2-Speicher zudem für den Klimaschutz eine wichtige Rolle spielt. Förster berichtet auch: „Mountainbiker befahren gerne die felsigen Bereiche. Da fehlt der Respekt vor der Natur!“ Als Biotope für seltene Arten reagieren Felsbereiche besonders sensibel auf Störungen.

Roland Blank, Fortbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten ist für die Bewirtschaftung des gesamten Nürnberger Reichswaldes zuständig. Er weiß wie wichtig die Holznutzung auch für den Wald selber ist: „Vor 40 Jahren haben die Förster die ersten Laubbäume unter die Kiefern gepflanzt. Der Waldumbau hin zu Mischwäldern ist Voraussetzung für die Zukunft eines gesunden Waldes im Klimawandel. Alte Kiefern müssen wir fällen, damit junge Laubbäume ausreichend Licht zum Wachsen erhalten.“

Naturschutz durch Bewirtschaftung

Durch die Arbeit der Förster ist der Reichswald erst zu dem heutigen Naturjuwel geworden. Spechte, Greifvögel, Fledermäuse und seltene Arten wie der Ziegenmelker finden hier einen Lebensraum. „Der Reichswald ist fast vollständig als Vogelschutzgebiet ausgewiesen“ betont Dr. Klaus Köppel, Leiter des Umweltamts Nürnberg. „Das verdeutlicht seine Bedeutung als Schutzgebiet von europäischem Rang. In den letzten Jahren waren Eingriffe in die Natur erheblich, aber es gibt viele vorbildliche Lösungen, die gemeinsam mit Verbänden und Forstleuten im Wald umgesetzt werden“.

Holzbauweise ist Beitrag zum Klimaschutz

Wolf Opitsch, Architekt und Sachgebietsleiter im Referat für Stadtplanung und Bauordnung der Landeshauptstadt München gab seine Erfahrungen mit der modernen Holzbauweise im kommunalen Bereich wider: „Die Leute, die im Holzbau einziehen, lieben das. Sie wollen nichts anderes. Für die Bewohner ist es wirklich etwas Besonderes im Holzbau zu leben.“ Mittlerweile ist selbst der mehrgeschossige Holzbau kein Problem, im Gegenteil bietet der Holzbau Vorteile: „Es geht schneller, ist energetisch günstiger, der Wohlfühlfaktor ist höher und natürlich ist der Klimaschutz durch den CO2-Speicher Holz ein wichtiges Kriterium. Gegenüber der mineralischen Bauweise können bis zu 60 Prozent der klimaschädlichen Emissionen substituiert werden“ so Optitsch.

Multifunktionalität und Öffentlichkeitsarbeit

Der Wald leistet viel, das hat der Waldtag Bayern verdeutlicht. Die Forstwirtschaft in Bayern bewegt sich auf einem hohen Niveau und ist sich der Multifunktionalität von Wald bewusst.

Als Ergebnis des Waldtags Bayern 2018 kann festgehalten werden, dass die Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Forstsektor bereits vielerorts gut funktioniert. Manche Waldbesucher bringen geringe Akzeptanz für die Waldbewirtschaftung und Holzbereitstellung auf. Das führt immer wieder zu Diskussionen, bei denen die Komplexität des Ökosystems Wald erklärt werden muss. Aufklärung über die Arbeit im Wald im direkten Dialog mit den Bürgern sowie ausgeprägte Öffentlichkeitsarbeit bieten hier gute Chancen die Akzeptanz zu erhöhen.

Gemeinsame Botschaft der Bayerischen Forstwirtschaft

Am Waldtag Bayern präsentierten die Vertreter der Bayerischen Forstwirtschaft (VBF) – ein Zusammenschluss 21 forstlicher Vereine und Verbände zusammen mit der Staatsregierung – ihre gemeinsame Botschaft. Darin gehen die VBF speziell auf die Problematik von Wald und Forstwirtschaft in Ballungsräumen ein. Sie fordern unter anderem die Kommunen auf, mehr Holzbauprojekte auf den Weg zu bringen, finanziellen Mehraufwand für Erholungsfunktion und Sicherstellung der Biodiversität auszugleichen und die Akzeptanz für die Bewirtschaftung zu erhöhen. Sie ermutigen alle, die mit dem Wald zu tun haben, miteinander in den Dialog zu treten.

Weitere Informationen:

www.waldtag-bayern.de

Flyer

Kurzfassung Vorstäge

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Naturschutz Nachrichten
news-1773 Mon, 22 Oct 2018 11:28:34 +0200 KlosterManufaktur sammelt Eicheln für den Wald der Zukunft http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1773&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=680c3edc1a25e747279d3dc194954d49 Am Forstbetrieb Bad Königshofen entstehen Eichensaatflächen: mit Hilfe der Dominikus-Ringeisen-Werkstätte Maria Bildhausen.   

Bad königshofen, 22. Oktober 2018 - Heuer ist ein außergewöhnliches Jahr für den Wald – und zwar in jeder Hinsicht. Einerseits machen die extreme Trockenheit und Schädlinge wie der Borkenkäfer den Bäumen schwer zu schaffen. Wir sind nicht kurz vor dem Klimawandel, sondern mitten drin. Andererseits fruktifizieren viele Baumarten in diesem Jahr so stark wie schon lange nicht mehr. So auch die Eiche: Eine Eichelmast wie heuer ist selten – manchmal muss man bis zu zehn Jahre darauf warten.  

Nachdem die Eiche eine Baumart ist, die mit dem Klimawandel besser zurechtkommt als viele andere Baumarten, wollen die Bayerischen Staatsforsten die Mast ausnützen und heuer möglichst viele Eichenkulturen anlegen: so auch der Forstbetrieb Bad Königshofen.  

Unterstützt wird der Forstbetrieb Bad Königshofen hierbei von der Einrichtung Maria Bildhausen, eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Diese werden in den nächsten Tagen die Eicheln für die Kulturen sammeln.  

Bei bestem Wetter trafen sich heute Dr. Sebastian Höllerl, Leiter des Forstbetriebs Bad Königshofen, Josef Rieken, Revierleiter im Bildhauser Forst, Matthias Erlwein, Leiter der Klostermanufaktur, sowie einige Betreuer und deren Klienten, die sich sichtlich auf ihren neuen Auftrag freuten. Es war fast wie bei Aschenputtel: „Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen: Josef Rieken erläuterte den fleißigen Sammlern, welche Eicheln in den Eimer dürfen und welche nicht. Nämlich die Eicheln, die beschädigt oder von einem Käfer, dem sogenannten „Eichelbohrer“ angebohrt worden sind. Die Sammler waren schnell Feuer und Flamme. „Die sammel ich alle!“, rief einer und deutete mit einer weit ausladenden Handbewegung auf den gesamten Eichenbestand, den Förster Rieken ausgesucht hatte. Dr. Höllerl erläuterte den Betreuern, dass es wichtig ist, im festgelegten Sammelgebiet zu bleiben. Hier ist das Saatgut geprüft und hat eine gute genetische Vielfalt.  

Matthias Erlwein, Einrichtungsleiter der Werkstatt freut sich über die Kooperation: „Unsere Klienten freuen sich über abwechslungsreiche Arbeitsangebote. Und wenn wir dabei noch etwas für den Wald der Zukunft tun können, dann freut uns das gleich doppelt.“  

Auch Forstbetriebsleiter Dr. Sebastian Höllerl ist begeistert von der Aktion: „Ich bin immer wieder fasziniert, wie begeisterungsfähig Menschen mit Behinderung sind und mit welchem Eifer sie bei der Sache sind. Das wird ein ganz besonderer Wald werden!“

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Naturschutz Forstbetrieb Bad Königshofen i. Grabfeld Nachrichten
news-1772 Mon, 22 Oct 2018 10:13:21 +0200 Es tut sich was an der Bayrischen Schanz http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1772&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=65a39d74b23b13b5f3cab49cd022438a Grünes Klassenzimmer und Blühwiese neu angelegt. (18.10.2018) – Hammelburg/Bayrische Schanz – An der Bayrischen Schanz nördlich von Ruppertshütten haben die Bayerischen Staatsforsten ein Klassenzimmer im Wald errichtet. Zusammen mit der Bayerischen Forstverwaltung und den umliegenden Schulen soll dieses grüne Klassenzimmer vor allem der Waldpädagogik dienen. Daneben wurde im Rahmen des Sonderprogramms „Der Wald blüht auf“ eine Blühfläche im Wald angelegt.

Grünes Klassenzimmer

„Hier sollen die Kinder in der frischen Luft vor allem möglichst viel über den Wald und alles was darin passiert lernen: Natürlich sind auch alle anderen Themen möglich und gerne auch ältere Waldbesucher eingeladen, das grüne Klassenzimmer zu nutzen. Bekanntlich lernt man ja nie aus“ so Daniel Zippert, Leiter des Forstbetriebs Hammelburg mit einem Augenzwinkern. Auch kann man an diesem Ort sicher gut entspannen und die Eindrücke in der Natur genießen. Jochen Raue, Revierleiter in Frammersbach, war für den Bau zuständig. „Wir haben versucht ein möglichst schönes Plätzchen zu finden und nur Baustoffe aus der Nähe verwendet. Die Sockel der Bänke sind aus heimischen Buntsandstein, das verwendete Holz für die Bänke ist aus einer stattlichen Eiche, die hier keine 500 Meter entfernt herangewachsen ist.“

Frisch gestärkt mit leckerer Bratwurst und Pommes von der Bayerischen Schanz kommen die Schüler der Offenen Ganztagesschule Modoclub von der Leo-Weismantel-Schule aus Karlstadt in das grüne Klassenzimmer. Sie sind die erste Klasse, die auf den Eichenbänken und Hockern Platz nimmt. Katja Sander, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Karlstadt erklärt den Jugendlichen von der 5.-8. Klasse die Zusammenhänge zwischen Wald, Naturschutz und nachhaltiger Nutzung. Nutzen und Schützen auf der gesamten Waldfläche lautet dabei die Devise. Gleich im Anschluss geht es aber von der Theorie raus aus dem Klassenzimmer rein in die Waldbestände, wo mit Spielen und Rätseln praktisch das eben gelernte Wissen angewendet und weiter vertieft wird. Hierbei kann man den Kindern den Spaß am spielerischen Lernen in der Natur sehr gut ansehen.

„Ich gehe gerne in den Wald, weil man da Eicheln und Nüsse findet und manchmal auch Tiere sieht“, so erklärt die 12 jährige Elaha ihre Motivation für die Natur. „Mir gefällt die Ruhe und dass man auch Tiere und den Wind in den Bäumen hören kann“ so der 13 jährige Sandro. „ Wir machen immer wieder gerne Projekte mit Natur und Schöpfung, um so den Schülern die Verantwortung für ihre Umwelt näherzubringen, und auch gezielt Impulse für eine Freizeitgestaltung ohne Computer und Handy zu setzen“ so sind sich auch die pädagogische Leiterin Karin Höhn und Projektleiter Uwe Breitenbach einig.

„Wir hoffen, dass das grüne Klassenzimmer reichlich genutzt wird und gerne auch durch die Schüler weiterentwickelt werden kann. Da sind wir für jeden Verbesserungsvorschlag unserer Nutzer offen“ so Zippert weiter.

Das Grüne Klassenzimmer liegt direkt neben dem 500 Meter langen Rollstuhlrundwanderweg, der an der Bayrischen Schanz startet.

Blühflächen

Im Rahmen der besonderen Gemeinwohlleistungen (bGWL) hat der Freistaat Bayern (Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt um in den Staatswäldern in ganz Bayern das Angebot an Blühflächen für Insekten zu erhöhen. Alle Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten haben den Auftrag Blühflächen anzulegen.

Das Ziel ist es einen Beitrag gegen das Insektensterben in unserer Landschaft zu leisten. In ganz Bayern wurden bisher rd. 130 Hektar (ha) verteilt auf über 500 Einzelflächen angelegt. Weitere 15 ha sind für Herbstsaaten vorbereitet. Insgesamt wurden drei Tonnen heimischen Saatgutes, sogenanntes „Regiosaatgut“, mit zahlreichen heimischen Wildpflanzen beschafft. Zusätzlich werden noch 15 ha Waldsäume und Streuobstwiesen angelegt und 25 ha wertvoller Offenlandflächen gepflegt.

Am Forstbetrieb Hammelburg sind 11 Flächen mit insgesamt 2,1 Hektar ha Fläche angelegt und rd. 1,7 ha Feuchtwiesen gepflegt worden. Eine Blühfläche wurde rund 700 Meter westlich der Bayrischen Schanz angelegt.

Weitere Naturschutzmaßnahmen in diesem Sonderprogramm Naturschutz sind die Anlage von Biotopholztrittsteinen, wo sogenannte Hochstümpfe (=Bäume, die in einer Höhe von 3-6m geköpft werden) künstlich erzeugt werden. Auch das wurde hier in der Nähe der Schanz verwirklicht. Ferner werden noch die Pflege von Flechten-Kiefern-Wäldern und eine Erfassung der Methusalem-Eichen im Spessart in diesem Sonderprogramm gefördert. Alle Maßnahmen dieses Sonderprogramms sollen noch im Herbst dieses Jahres abgeschlossen werden.

Weitere Informationen zu dem Sonderprogramm „Der Wald blüht auf“ finden Sie unter: http://www.baysf.de/de/magazin/der-wald-blueht-auf.html 

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Naturschutz Forstbetrieb Hammelburg Nachrichten
news-1769 Fri, 19 Oct 2018 09:55:48 +0200 Staatsforsten realisieren Königstraum http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1769&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2dfc079f79c00eee03f07b8cc1065038 Beliebtes Ausflugsziel steht Besuchern wieder offen Regensburg / Garmisch-Partenkirchen, 19. Oktober 2018 - Die prominent am Wank oberhalb von Garmisch-Partenkirchen gelegene Tannenhütte öffnet ab sofort ihre Pforten. Die bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebte Gamshütte, die zuvor an der Stelle stand, wurde bei einem Brand vor drei Jahren zerstört. Noch während der Landesausstellung im Kloster Ettal realisieren die Bayerischen Staatsforsten damit einen alten Traum König Ludwigs II. Der neue Name verweist nicht nur auf das beim Bau verwendete Holz, sondern auf ein ebenso ambitioniertes wie zukunftsweisendes Waldbauvorhaben der Bayerischen Staatsforsten.

Wer in diesen goldenen Herbsttagen von der Tannenhütte auf Garmisch-Partenkirchen, die Zugspitze und die umliegenden Bergwälder blickt, der versteht, warum schon König Ludwig II. sich an eben dieser Stelle sein Königshaus anstelle des später verwirklichten Standorts am Schachen erträumte. Ebenso klar wird, warum die Bayerischen Staatsforsten die bei einem Brand vor drei Jahren zerstörte „Gamshütte“ unbedingt neu aufbauen wollten. „Die Stelle ist wie geschaffen für eine Berghütte“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Waldunternhmens, Martin Neumeyer, bei der Einweihung. „Bei Neubau waren uns drei Dinge wichtig: Zum einen sollte sich die Hütte in die herrliche Berglandschaft einfügen. Zum anderen wollten wir eine ebenso moderne wie klare Architektur. Und zum dritten musste die Tannenhütte selbstverständlich aus dem nachhaltigen Rohstoff Holz erbaut werden“, sagte Neumeyer.

Die Tanne, so Neumeyer, sei dafür bestens geeignet, ist sie doch eine Baumart mit hervorragenden Eigenschaften. Nicht nur ist ihr Holz bestens als Baumaterial geeignet und wurde daher in der Bergregion traditionell gerne verwendet. Sie ist die vielleicht wichtigste Baumart im Bergmisch- und Schutzwald, ihre Bedeutung vor dem Hintergrund von Klimawandels mit verstärktem Starkregen und längeren Trockenphasen und Borkenkäferkalamitäten soll deutlich steigen. Ihr Anteil, so planen es die Bayerischen Staatsforsten im Rahmen ihrer Tannenoffensive, soll deshalb bayernweit verdreifacht werden und damit auch am Wank auf über 10 % ansteigen.

Besonders stolz ist man bei den Bayerischen Staatsforsten, dass für den Bau der Hütte praktisch ausschließlich heimisches Holz aus dem südbayerischen Raum verwendet wurde, insgesamt rund 260 m3. Die Hütte soll eine Brücke zwischen Tradition und Moderne schlagen und dabei mit ihrer Blockbauweise die traditionelle alpenländische Bauweise aufgreifen und in die Gegenwart transferieren.

Martin Neumeyer bedankte sich ausdrücklich bei allen Beteiligten, die zum Gelingen des Projekts beigetragen haben – darunter auch das Pächterehepaar Anna und Andreas Hertle, die sich auf ein sonniges Wochenende und die ersten Gäste in der Tannenhütte freuen.

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Forstbetrieb Oberammergau Nachrichten
news-1765 Thu, 18 Oct 2018 11:21:00 +0200 Klimawandel bedroht Wälder in Bayern http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1765&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3066e51dee019bc20f7e556f56af4d5b
  • Trotz Jahrhundertsommer Borkenkäfer in Bayern im Griff
  • Freistaat Bayern verzichtet auf Gewinnausschüttung: Starkes Signal für Nachhaltigkeit im Wald
  • Klimawandel-Vorsorge: Staatsforsten investieren in Mischwälder
  • Regensburg/München, 18.10.2018 – Stürme, Hitze, Trockenheit und Käfer: Das Geschäftsjahr 2018 (1.7.2017-30.6.2018) der Bayerischen Staatsforsten war geprägt von widrigen Umständen, die nicht nur dem Wald zugesetzt haben, sondern auch den Förstern große Sorgen bereiten. Den Bayerischen Staatsforsten als größtem Waldbesitzer Bayerns ist es mit einem personellen und finanziellen Kraftakt vorerst gelungen, eine Massenvermehrung des Borkenkäfers im Staatswald zu verhindern. Der Eigentümer Freistaat Bayern verzichtet in diesem Jahr auf eine Ausschüttung des Gewinns. Dies ist ein starkes Signal für die Nachhaltigkeit im Wald.

    Detaillierte Informationen, Pressebilder und Daten finden Sie auf:
    www.baysf.de/bilanz2018

    Weitere Informationen zum Geschäftsjahr 2018:
    www.baysf.de/jahresbericht2018

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    Nachrichten
    news-1768 Thu, 18 Oct 2018 10:32:20 +0200 Holzeinschlag im Dienst der Wissenschaft http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1768&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2e40ece7f9727ebd8f9e0d2a91bb4f64 Wertach, 18.10.2018 – Im Staatswaldgebiet Großer Wald läuft derzeit ein Holzeinschlag durch Forstwirte des Forstbetriebes Sonthofen. Dies wäre nichts Besonderes, wenn es sich hier nicht um einen Forschungsbestand der Waldklimastation handeln würde.

    Auf Beschluss des Bayerischen Landtages betreibt die Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft seit fast 30 Jahren Waldklimastationen in typischen Waldregionen Bayerns. An derzeit 19 Stationen werden über ganz Bayern verteilt die wechselnden Umwelteinflüsse der Witterung oder von Luftschadstoffen auf die physikalischen, chemischen und biologischen Lebensabläufe im Wald beobachtet, dokumentiert und bewertet.

    Eine dieser Waldklimastationen liegt im Staatswaldrevier Großer Wald ca. 4 km südwestlich von Wertach. Auf ca. 1200 m Höhe werden meteorologische Daten erhoben, Niederschlags- und Bodenwasserproben genommen. Direkt daneben ist ein Fichtenaltholz als Forschungsbestand ausgewiesen: Hier sind alle Bäume vermessen und ihr Wachstumsverhalten wird untersucht.

    Der Forschungsbestand soll aber auch ganz regulär forstlich bewirtschaftet werden. Dies bedeutet, dass in regelmäßigen Abständen Bäume entnommen werden und Holz geerntet wird. „Vor 12 Jahren haben wir diesen Fichtenbestand das letzte Mal durchforstet. Deshalb steht jetzt aktuell wieder eine Hiebsmaßnahme an“, erläutert der örtlich zuständige Revierförster Rainer Ruf. „Diesmal werden die Bäume in kleinen Gruppen entnommen, damit danach Weißtannen und Buchen gepflanzt werden können. Langfristig soll aus dem Fichtenwald ein Bergmischwald entstehen.“

    Im Zuge des Holzeinschlages werden auch im Forschungsbestand Bäume entnommen. Bei 10 ausgewählten Bäumen werden je 4 Stammscheiben aus definierten Höhen herausgesägt und der Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft für wissenschaftliche Auswertungen zur Verfügung gestellt. Eine Mitarbeiterin berichtet: „Beim Dickenwachstum legen Bäume Jahresringe an, die in Abhängigkeit der Witterung breiter oder schmäler sein können. Wir sehen anhand der Jahresringbreiten Auswirkungen der Umwelteinflüsse auf den Waldbestand. So hat sich zum Beispiel bei der Auswertung von Baumscheiben einer anderen Waldklimastation das Trockenjahr 1976 mit sehr geringem Zuwachs niedergeschlagen. Ich bin gespannt, ob das hier auch der Fall ist.“

    Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting freut sich über die gute Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung: „Die Bayerischen Staatsforsten stellen Waldflächen für wissenschaftliche Untersuchungen zur Verfügung und unterstützen wie in diesem Fall deren Mitarbeiter. Im Gegenzug können wir auf die wissenschaftlichen Auswertungen zugreifen und Rückschlüsse für die forstliche Praxis ziehen. Das ist ganz wichtig für unsere tägliche Arbeit!“

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    Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
    news-1767 Wed, 17 Oct 2018 16:25:46 +0200 Goldener Oktober bei den Bayerischen Staatsforsten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1767&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=adf84e33ff8cc8b8a428644946e97d86 Staatswälder derzeit eine Augenweide Burglengenfeld, 16. Oktober 2018 - Unter strahlend blauem Himmel zeigen sich derzeit die attraktivsten Waldbilder im Jahresverlauf. Der goldene Oktober verdient seinen Namen wirklich zurecht. Verschiedenste Laubhölzer präsentieren sich in ihren baumartentypischen gelben, rötlichen bis braunen Kleidern. Schon von weitem erkennt das geübte Auge die gelbfarbenen Birken oder Ahörner oder die rotgefärbten Vogelbeeren und die gerade jetzt vom Gelben ins Rote wechselnden Buchen und gelb-braunen Eichen. Den eigentlichen Goldton bringen dann die Lärchen, als einzig blätterverlierender Nadelbaum ins Gesamtbild. Infolge der Sommertrockenheit und des anhaltend schönen Wetters präsentieren sich derzeit sämtliche Farbtöne kompakt.

    Farbenpracht herrscht gerade dort, wo der Forstmann und Waldbesitzer auf eine reichhaltige Laubholzbeteiligung gesetzt hat. Bekanntermaßen ist der Mischwald gegen Sturm- und Borkenkäfergefahren stabiler, im Zuge des Klimawandels die langfristig einzige Waldalternative mit Überlebenschance. Das Unternehmen Bayerische Staatsforsten hat sich die Zukunftsfürsorge als eines der wichtigsten Unternehmensziele auf ihre Fahnen geschrieben. Konsequent wird der Waldumbau über vermehrte Laubholzeinbringung fortgesetzt. Da darf auch das Dunkelgrün der Tanne nicht fehlen. Diese bereits seit mehreren Jahren laufenden Anstrengungen sind gerade jetzt im Herbst überall im Staatswald und entlang der Autostraßen weithin sichtbar und prägen das farbenfrohe Bild.

    Besonderer Wert wird bei den Bayerischen Staatsforsten auf den Aufbau stabilisierender Waldränder gelegt. Diese tragen nicht nur zu einem konstanten Waldinnenklima bei, der austrocknende Wind wird am Außenrand abgehalten, was in diesem Trockenjahr besonders wichtig war, sie schützen auch den Hochwald dahinter vor Sturmschäden. Gleichzeitig bietet die Vielfalt an Sträuchern und niedrigen Feldgehölzen wie Weiden, Vogelkirschen, Wildobst und Feldahörnern in der Blühtezeit ein Eldorado für Bienen, Schmetterlinge und allerlei sonstige Insekten. Nicht umsonst sind die Waldrandgebüsche nicht nur wegen der reichen Nahrungsgrundlage damit ein perfekter Vogelbrutraum.

    Die Bayerischen Staatsforsten starteten in diesem Jahr zur Unterstützung der Insekten- und damit Vogelvielfalt gezielt das Programm „Der Wald blüht auf“. „Nicht nur die vorhandenen, jetzt wunderbar farbenprächtig sichtbaren Waldränder werden gepflegt, auch mehr als 5 Hektar Wiesenblühflächen innerhalb der Forstbetriebsfläche wurden neu angelegt“, so Forstbetriebsleiter Thomas Verron. Auf einer Reihe von ausgewiesenen Wanderwegen mit vielfältigen und interessanten Zielen kann man derzeit den Wald durchstreifen und in seiner vollen Farbenpracht genießen. „Der Herbstwald lädt in diesem Jahr besonders zu ausgedehnten Wanderungen ein. Gerne zeigen die Bayerischen Staatsforsten bei dieser Gelegenheit auch, wie gut sie den Staatswald für die Allgemeinheit bewirtschaften, erhalten und zur Verfügung stellen“, so Verron.

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    Forstbetrieb Burglengenfeld Nachrichten
    news-1766 Wed, 17 Oct 2018 16:16:06 +0200 Behinderte Menschen der KlosterManufaktur sammeln Eicheln für den Wald der Zukunft http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1766&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=29b6f45e7ec6c54a9f2a716f01cbf405 Am Forstbetrieb Bad Königshofen entstehen Eichensaatflächen: mit Hilfe der Dominikus-Ringeisen-Werkstätte Maria Bildhausen.    

    Bad Königshofen, 17.10.2018 - Heuer ist ein außergewöhnliches Jahr für den Wald – und zwar in jeder Hinsicht. Einerseits machen die extreme Trockenheit und Schädlinge wie der Borkenkäfer den Bäumen schwer zu schaffen. Wir sind nicht kurz vor dem Klimawandel, sondern mitten drin. Andererseits fruktifizieren viele Baumarten in diesem Jahr so stark wie schon lange nicht mehr. So auch die Eiche: Eine Eichelmast wie heuer ist selten – manchmal muss man bis zu zehn Jahre darauf warten.  

    Nachdem die Eiche eine Baumart ist, die mit dem Klimawandel besser zurechtkommt als viele andere Baumarten, wollen die Bayerischen Staatsforsten die Mast ausnützen und heuer möglichst viele Eichenkulturen anlegen: so auch der Forstbetrieb Bad Königshofen.  

    Unterstützt wird der Forstbetrieb Bad Königshofen hierbei von der Einrichtung Maria Bildhausen. Die Menschen mit Behinderung werden in den nächsten Tagen die Eicheln für die Kulturen sammeln. Matthias Erlwein, Einrichtungsleiter der Werkstatt freut sich über die Kooperation: „Unsere Klienten freuen sich über abwechslungsreiche Arbeitsangebote. Und wenn wir dabei noch etwas für den Wald der Zukunft tun können, dann freut uns das gleich doppelt.“  

    Auch Forstbetriebsleiter Dr. Sebastian Höllerl ist begeistert von der Aktion: „Ich bin immer wieder fasziniert, wie begeisterungsfähig behinderte Menschen sind und mit welchem Eifer sie bei der Sache sind. Das wird ein ganz besonderer Wald werden!“      

    Wir laden Sie ein zum Auftakt der Sammelaktion am kommenden Freitag, 19.10.’18 um 11:00 Uhr.

    Treffpunkt ist der Parkplatz am Torbogen Kloster Maria Bildhausen.  

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    Naturschutz Forstbetrieb Bad Königshofen i. Grabfeld Nachrichten
    news-1764 Wed, 17 Oct 2018 09:03:55 +0200 Parkplatz Hohenbogen gesperrt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1764&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=066fd3bed9fe58254354f416dae9fe76 Wegen Erweiterungsarbeiten muss der beliebte Wanderparkplatz ab sofort bis voraussichtlich Anfang Dezember geschlossen werden

    Roding, 17. Oktober 2018 - Bei solch herrlichen Herbsttagen wie aktuell, ist der Hohenbogen ein sehr beliebtes Ausflugziel vor allem Wanderer steigen gerne auf den ehemaligen Horchposten im Vorderen Bayerischen Wald. Dies belastet die bestehende Infrastruktur zunehmend, daher haben sich die Bayerischen Staatsforsten mit den anliegenden Gemeinden darauf geeinigt, den stark genutzten Wanderparkplatz „Hohenbogen“ an der Schranke Neuweg auszubauen.

    Die Umbaumaßnahmen die ab sofort beginnen werden, umfassen auch Bankettarbeiten an der angrenzenden Straße. Dies wird in der Umbauphase zu Parkproblemen führen, da keine Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Der Parkplatz an der Forstdiensthütte steht leider nur begrenzt zur Verfügung, da dieser ausschließlich für Gäste der Forstdiensthütte reserviert ist.

    Die Arbeiten die ab sofort beginnen, werden bis voraussichtlich Anfang Dezember andauern. Wir bitten alle Besucher des Hohenbogens um Verständnis für die bevorstehenden Umbauarbeiten.

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    Forstbetrieb Roding Nachrichten
    news-1763 Mon, 15 Oct 2018 13:45:44 +0200 Aus dem Hörsaal in die Praxis http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1763&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c373cd7a969db1cf28f25bdac94221d8 Raus aus dem Hörsaal, rein in die Praxis – so oder so ähnlich könnte das Motto von insgesamt 14 Studierenden der Forstwirtschaft aus den Fachhochschulen Rottenburg, Göttingen, Erfurt und Eberswalde bei Berlin lauten, die von August bis Ende September ein Praktikum bei den Bayerischen Staatsforsten im Forstbetrieb Rothenbuch absolvieren.

    Aufgeteilt in drei Gruppen lernen die Studierenden, darunter auch erfreulich viele Frauen, für jeweils drei Wochen den Spessart und seine Eichen kennen. „Wir bieten dieses Praktikum zum ersten Mal an. Bei der Pflege junger Eichenkulturen können die Studierenden selbst handanlegen und so praxisnah erfahren, wie solche Maßnahmen ablaufen und welche besonderen Bedürfnisse die Baumart Eiche hat“, berichtet Forstbetriebsleiter Florian Vogel. Dass die mächtigen Eichen, für die der Spessart weit über den Freistaat hinaus bekannt ist, hier einen so hohen Anteil am Waldbild ausmachen, ist der Arbeit vieler Generationen von Förstern und Waldarbeitern zu verdanken. „Nur durch die stetige Pflege hat die Eiche eine Chance, gegen die eigentlich konkurrenzstarke Buche zu bestehen. Die Eiche ist sehr lichtbedürftig, die Buche dagegen wächst auch gut im Schatten und dunkelt die Eichen im Laufe der Zeit aus“, erklärt Forstmann Vogel. Ohne Eingriff des Menschen würde der Spessart nicht nur sein „Markenzeichen“ verlieren, sondern auch ökologisch wertvolle Habitate einbüßen. Die umfangstarken Bäume sind unter anderem Lebensraum für Hirschkäfer, Eremit sowie verschiedene Specht- und Fledermausarten. Dementsprechend sind die Studierenden nicht nur in den jungen Eichenkulturen im Einsatz, sondern erfahren auch auf Exkursionen allerhand über den Naturschutz in den Bayerischen Staatsforsten.

    Beeindruckt zeigten sich die Forststudenten nicht nur von der urigen Steinknuckeiche, sondern auch von der Abteilung „Weißer Stein“ bei Weibersbrunn, deren Eichen bereits 1796 gesät wurden und damit zu den ältesten aus Saat entstandenen Beständen Bayerns zählen. Neben der Kulturpflege sind die Praktikantinnen und Praktikanten auch in der Fichte unterwegs, um den Befall durch Borkenkäfer rechtzeitig feststellen zu können – betroffene Bäume müssen schnellstmöglich entfernt werden, um eine Ausbreitung des Käfers und damit ein weiteres Absterben der Fichtenbestände zu verhindern.

    Mit dem Ausrupfen des Indischen Springkrautes in sensiblen bachbegleitenden Wäldern leisten die Studierenden einen wichtigen Beitrag für den Arten- und Naturschutz. Das Indische Springkraut ist ein sogenannter Neophyt, also eine ursprünglich nicht heimische Pflanze, die sich invasiv ausbreitet und die heimische Flora verdrängt. Betreut werden die angehenden Forstleute von Revierleiter Gabriel Posner (Revier Weibersbrunn) und dem Forstwirt Arno Fertig. „Das Praktikum ist für uns eine gute Gelegenheit, Einblick in die Arbeit der Bayerischen Staatsforsten zu geben. Dabei kann ich auch gut meine Tätigkeit als Revierleiter vorstellen – wir sind ja auch ein potentieller Arbeitgeber für Nachwuchskräfte“, so Gabriel Posner.

    Ihren Feierabend verbringen die jungen Leute an ihrer Unterkunft im Wildfanghaus im Wald bei Lichtenau. Da es dort kein fließendes Wasser gibt, können die Praktikanten in der Turnhalle des TSV Rothenbuch duschen. Neben Grillabenden am Lagerfeuer haben die Studierenden auch die Gelegenheit, jagdliche Erfahrung zu sammeln. „Dabei konnten die Studierenden auch schon Strecke machen“, freut sich Betriebsleiter Florian Vogel.

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    news-1762 Mon, 15 Oct 2018 11:17:33 +0200 Post für den Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1762&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9d6219bc25ebcba8977a5370a7b04f76 Mitarbeiter der Deutschen Post AG pflanzen Bäume im Forstbetrieb Fichtelberg Fichtelberg, 12. Oktober 2018 – Vergangenen Dienstag pflanzten Mitarbeiter der Deutschen Post AG kleine Weißtannen im Staatswald nahe Fichtelberg. Anlass war der Global Volunteer Day, mit dem die Deutsche Post im Rahmen ihres GoGreen-Programms einen Schritt in Richtung Klimaneutralität gehen will.

    Gelb zeichnet sich das hell erleuchtete Laub der einzelnen Buchen an diesem Herbstmorgen von den grünen Nadeln der Fichten ab. Mitten im Staatswald bei Fichtelberg stoßen zehn Mitarbeiter der Deutschen Post ihre Pflanzwerkzeuge in den Waldboden und setzen voller Tatendrang eine Weißtanne nach der anderen unter die alten Fichten.

    „Mal etwas ganz Anderes als im Alltag machen“, das motivierte Margit Rieger bei der Pflanzaktion mitzumachen. Während die Mitarbeiter der Deutsche Post AG sonst am Schreibtisch oder in der Kundenberatung ihre Arbeit verrichten, ist im Wald körperlicher, schweißtreibender Einsatz verlangt.

    Bis zum Jahr 2050 will die Deutsche Post AG den CO2-Ausstoß bis zur CO2-Neutralität senken. „Als Logistikunternehmen ein ambitioniertes Ziel“ zitiert Dagmar Neudecker die Absichten des GoGreen-Programms der Deutsche Post AG. Der Global Volunteer Day eigne sich bestens, ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen. Zusammen mit Horst Lochner und Martin Hertel, Mitarbeiter bei den Bayerischen Staatsforsten, organisierte Deutsche Post-Vertriebsmanager Bernd Bauer deshalb die Pflanzaktion am Forstbetrieb Fichtelberg.

    Nachdem die letzte Weißtanne gepflanzt ist, wischen sich die fleißigen Helfer zufrieden den Schweiß von der Stirn. Wie die kleinen Tannen wachsen und sich in den kommenden Jahren entwickeln, davon wollen sich die Post-Mitarbeiter in den nächsten Jahren bei Spaziergängen im Fichtelgebirgswald überzeugen.

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    Naturschutz Forstbetrieb Fichtelberg Nachrichten
    news-1761 Fri, 12 Oct 2018 14:18:18 +0200 „Schwedenhütte“ im Pyrbaumer Forst wiedereröffnet http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1761&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c0938615c32b7640edbfce05b7836c4b Allersberg, 12. Oktober 2018 - Schon seit Mitte der 1970er Jahre steht die „Schwedenhütte“ den Waldbesuchern inmitten des südlichen Pyrbaumer Forstes als Ruheplatz zur Verfügung. In den letzten Jahren hat sich der Zustand der Hütte und der umgebenden Lichtung zunehmend verschlechtert, starke Verunkrautung auf der Lichtung sowie eine kühl-feuchte Atmosphäre im inneren machten die Schwedenhütte zum Verweilen unattraktiv. 2017 wurde daher der Entschluss gefasst, dies zu ändern, und die erforderlichen Anträge gestellt.

    Die Neugestaltung der Umgebung und Renovierung der Hütte wurden im Rahmen einer „besonderen Gemeinwohlleistung“ (bGwl) durchgeführt. Im April 2018 wurde mit den Arbeiten begonnen: Mit einem Bagger wurden oberflächlicher Bewuchs und alte Stöcke entfernt, Schotter aufgebracht und die Hütte auf ihren neuen Standort etwas weiter hinten versetzt. Um bequemen Zugang zu ermöglichen, wurde im Graben ein Durchlass verlegt.

    Die Texte auf den Infotafeln stützen sich auf Informationen des Forstbetriebs Allersberg der Bayerischen Staatsforsten, Informationen von aktiven bzw. bereits pensionierten Forstwirten des Forstbetriebs sowie Auskünften des Landesamtes für Denkmalpflege.

    Im Laufe des Sommers tauschte die „Azubi-Forstwirtrotte“ des Forstbetriebs Allersberg noch die maroden Bretter der Hütte aus und baute die neue Sitzgruppe auf der Lichtung. Mit dem Aufstellen der Infotafeln war die Umgestaltung schließlich abgeschlossen – die „Schwedenhütte“ ist nun wieder ein Ort zum Entspannen und Natur genießen.

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    Forstbetrieb Allersberg Nachrichten
    news-1760 Fri, 12 Oct 2018 08:48:26 +0200 Alte Bäume im Spessart http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1760&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=39ac5fd190190aa29c51fa912ad0096c Revierleiterwissen fließt in Erhebung ein Im Rahmen des „Sonderprogramms Naturschutz“ werden zurzeit BaySF-weit zahlreiche Blühwiesen angelegt und Bäume hochgeköpft. Ein weiterer Teil des Sonderprogramms ist das Projekt „Methusalem-Eichen“ das exklusiv im Spessart durchgeführt wird.

    „Im Spessart gibt es unzählige alte Baumindividuen“, erzählt Joachim Keßler, Forstbetriebsleiter in Heigenbrücken, „diese einzigartigen Exemplare wollen wir erlebbar machen.“ Der externe Forstsachverständige Paul Gerlach übernimmt in einem ersten Schritt die Kartierung der alten Baumriesen in den 26 Spessart-Staatswaldrevieren. „Ziel ist es nicht, flächig alle Methusaleme zur erfassen“, berichtet Herr Keßler weiter, „das würde viel zu lange dauern. Herr Gerlach soll sich auf die wirklich markanten Bäume beschränken, die beispielsweise durch einen besonderen Namen oder eine außergewöhnliche Geschichte bekannt sind.“

    Parallel zur Kartierung werden die digitalen Möglichkeiten ausgelotet, um die besonderen Methusalembäume der Bevölkerung zugänglich zu machen. Denkbar wäre beispielsweise die Entwicklung einer App. Dazu erfasst der Forstsachverständige Gerlach bereits jetzt GPS-Koordinaten, mit denen später jeder Interessierte zu den Bäumen hinfindet. Außerdem misst er den Durchmesser der Bäume und hält Besonderheiten fest.

    „Es handelt sich bei den erfassten Bäumen hauptsächlich um dicke Eichen und Buchen. Davon gibt es am Spessart am meisten“, berichtet der Sachverständige Gerlach. Paul Gerlach ist bei seiner Arbeit ganz von den örtlichen Kenntnissen der Revierförster abhängig. „Die kennen den Wald in ihrem Revier schließlich am besten und wissen wo die alten Bäume stehen“, meint er.

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    news-1759 Thu, 11 Oct 2018 13:51:40 +0200 Jungwaldpflege – eine Investition in die Zukunft! http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1759&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b60dc70a70037f8f08d2e5e653283da2 11.10.2018, Kempten - Jeder Waldbesitzer sollte weit in die Zukunft denken. Für die Flächen des Staatswaldes gibt es „Bestockungsziele“, wie der Fachmann die Zusammensetzung des zukünftigen Waldes nennt. Damit wird festgelegt, aus welchen Baumarten der Wald von morgen bestehen soll. Bei Naturverjüngung wird versucht, dieses Ziel auch durch eine Pflege des Jungwaldes zu erreichen. So wollen die Förster einen stabilen, gemischten Mischwald erhalten, der gewappnet ist für die Anforderungen, die die Zukunft bringen wird.  

    „In der Vergangenheit war man da öfters einseitig unterwegs und setzte nur auf eine Baumart, zum Beispiel die Fichte oder die Buche. Heute wollen wir nicht eine, sondern mindestens vier Baumarten im Waldbestand haben“, weiß Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting zu berichten. „Am Besten hat´s die Forstpartie – der Wald der wächst auch ohne sie“, so Oetting weiter. Aber eben nicht unbedingt so, wie es für die Menschen in einer dichtbesiedelten Gegend wie das Allgäu gut ist. „Beispielsweise im Schutzwald wollen wir ganz bewusst die Mischung aus Nadel- und Laubhölzern schaffen, damit es im Winter einen ungleichmäßigen Schneedeckenaufbau gibt, der Lawinen besser verhindert und der im Sommer mehr Wasser speichert.“  

    Kaum ein Waldbesitzer würde sich regelmäßig um seinen Wald kümmern, ohne die Aussicht, dass er, seine Kinder oder Enkel jemals einen Nutzen erzielen könnten. Weil er so weit in die Zukunft denken muss, ist er gut beraten, das Risiko, das die Auswahl der Baumarten mit sich bringt und das sich durch den anbahnenden Klimawandel noch verstärkt, auf verschiedene Baumarten zu streuen. „Es ist wie beim Aktienhandel: Wer auf eine Aktie setzt, investiert sein Geld mit einem deutlich höheren Risiko, als wenn er auf mehrere setzt“, vergleicht Forstbetriebsleiter Oetting.  

    Revierleiter Winfried Fischer, der für den südlichen Teil des Kürnacher Staatswalds zuständig ist, erklärt dabei seine Aufgabe: „Förster und Waldarbeiter entscheiden bei einer Höhe von drei bis zehn Metern, welche Baumarten auf einer Fläche wachsen sollen. Habe ich mich für eine Mischung aus mindestens drei, besser vier Baumarten entschieden, werden einzelne Individuen gefördert, indem ihnen ausrechend Platz zum Wachsen geschaffen wird. Im Schnitt wähle ich ca. 150 Bäume pro Hektar aus, die so gefördert werden.“ Dies geschieht am Forstbetrieb Sonthofen jedes Jahr auf ca. 125 ha. „So stellen wir sicher, dass im Staatswald ein stabiler, gut strukturierter Mischwald unter Berücksichtigung ökologischer Gesichtspunkte heranwächst, der hoffentlich auch gut für den Klimawandel gerüstet sein wird“, so nochmal Revierleiter Winfried Fischer.

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    news-1758 Wed, 10 Oct 2018 11:44:36 +0200 Pilotseminar Forsteinrichtung im Forstbetrieb Bodenmais http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1758&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=48b4deb5c42f24368cf6f7de2e44327f Bodenmais, 10. Oktober 2018 - Am 9. Oktober fand im Forstbetrieb Bodenmais ein Pilot-Seminar zu "Aktuelle Entwicklungen und Strategien bei Forsteinrichtung und Waldbau" statt.

    Das Seminar wurde erstmals bei den Bayerischen Staatsforsten durchgeführt. Dabei wurden am Forstbetrieb Bodenmais ausgewählte Bestände des Grundlagenbegangs der Forsteinrichtung den benachbarten Forstbetrieben Roding und Neureichenau vorgestellt, regionale Vergleiche und Trends aufgezeigt und die Umsetzung der Waldbau-Konzepte vermittelt.

    Das Seminar wurde unter der Leitung von Josef Mitterreiter/Forsteinrichtung Süd, Michael Hollersbacher/Waldbauspezialist Süd und Jürgen Völkl/FB Bodenmais durchgeführt. Die Revierleiter Mathias Knippel, Sebastian Hofmann, Till Clos und Hugo Schmid haben mit einer perfekten Vorbereitung der Vorzeigebestände einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen.

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    Forstbetrieb Bodenmais Nachrichten
    news-1757 Wed, 10 Oct 2018 11:07:10 +0200 Waldspaziergang im Bruderwald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1757&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c07ec80c6dd29fb56d157a103d135399 Forchheim, 10. Oktober 2018 - Das Forstrevier Bamberg der Bayerischen Staatsforsten lädt am Freitag, den 19.10.2018 von 15:00 – ca. 17:30 Uhr ein zu einem Waldspaziergang in den Bruderwald. Dabei werden der derzeitige Waldaufbau sowie die die waldbaulichen Ziele vorgestellt.

    Die Wanderung führt auch durch eine Besonderheit, das Naturwaldreservat Wolfsruhe, in dem seit 1978 auf knapp 50 ha die natürliche Waldentwicklung ohne forstliche Eingriffe beobachtet werden kann.

    Treffpunkt ist am 19.10.2018 um 15.00 Uhr der kleine Waldparkplatz am Ende des Bierkrugwegs in 96049 Bamberg-Bug. Die Wanderung dauert etwa 2-3 Stunden. Es wird festes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung empfohlen.

    Auf zahlreiche interessierte Teilnehmer und einen anregenden Gedankenaustausch freut sich der zuständige Förster vor Ort, Berthold Schultheiß.

    Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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    news-1756 Wed, 10 Oct 2018 09:58:34 +0200 Landesausstellung: Gutbesuchte Exkursion im Revier Altenau http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1756&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=766c5876b0fd1f2e978af6fd457181b5 Technik im Wald - Moderne Forstwirtschaft im Gebirge

    Oberammergau, 10. Oktober 2018 - Am Freitag, 28.09.2018 fand als Rahmenprogramm der Landesausstellung Ettal eine Exkursion des  Forstbetriebs Oberammergau zum Thema „Technik im Wald - Moderne Forstwirtschaft im Gebirge“ im Forstrevier Altenau statt.

    Der Waldbegang stieß auf das rege Interesse von 26 Teilnehmern und war damit die bisher bestbesuchte forstfachliche Veranstaltung während der Landesausstellung. Am „Gsimseck“ konnten die Teilnehmer zwei Seilkräne bei der Holzernte im Bergwald bei laufender Holzabfuhr aus dem Hieb erleben. Ein waldbauliches Rahmenprogramm zur Erläuterung der Ziele der Bergwaldbewirtschaftung und der besonderen Rolle der Baumart Weißtanne rundete die gelungene Veranstaltung ab.

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    Forstbetrieb Oberammergau Nachrichten
    news-1755 Tue, 09 Oct 2018 10:13:10 +0200 Hessischer Bläsercorps besucht Bayerische Staatsforsten am Forstbetrieb Berchtesgaden http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1755&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e678250ec1eb1f87df4126df3f32a8f6 Berchtesgaden, 9. Oktober 2018 – Nach fachlichem Austausch strebend besuchten die Jagdhornbläser des Kreisjagdvereins "Hubertus" Fritzlar - Homberg die Bayerischen Staatsforsten. Revierjäger Max Schmid zeigte ihnen sein Jagdrevier am Kehlstein und erläuterte die differenzierte Jagdstrategie: „Wir kümmern uns um das Wohl des Waldes und des Wildes“ betont der BaySF-Berufsjäger. Dort, wo die Bergwälder für den Schutz von Menschen und Infrastruktur besonders wichtig sind, wird am intensivsten gejagt. Auf anderen Flächen steht dafür die Ruhe des Wildes im Vordergrund. Die musikalischen Jäger aus Hessen zeigten sich beeindruckt von der Schönheit der Bergwelt im Berchtesgadener Land, aber auch mit den damit verbundenen jagdlichen Herausforderungen.

    Größte Anerkennung fand die Wildbret-Direktvermarktung am Forstbetrieb Berchtesgaden. „Von dem edlen Ambiente, in dem das hochwertige Wildfleisch und die köstlichen Wildknacker angeboten werden, können wir in Hessen noch lernen!“ lobte der Leiter des Bläsercorps Roland Baumunk. Zum Dank erklangen die Jagdhörner im Garten des Forstbetriebs Berchtesgaden, bevor der Bus mit drei Kühlboxen voll Gamsfleisch in die Hessische Heimat aufbrach.

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    Forstbetrieb Berchtesgaden Nachrichten
    news-1753 Mon, 08 Oct 2018 14:31:02 +0200 Nachwuchs im Forst: Vier neue Azubis am Forstbetrieb Ottobeuren http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1753&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=84060d3c55eeda3edcf6e8d8facd75cb Ottobeuren, 08. Oktober 2018 - Am Forstbetrieb Ottobeuren der Bayerischen Staatsforsten starten vier junge Männer ihre Berufsausbildung zum Forstwirt. Forstbetriebsleiter Dr. Hermann S. Walter und der erfahrene Ausbildungsmeister Leonhard Mayr begrüßten die neuen Auszubildenden herzlich an ihrem ersten Tag am Forstbetrieb und wünschten einen guten Start ins Berufsleben.

    Kilian Perzl, Raphael Fries, Thomas Haneberg und Stefan Maurus lernen in den nächsten drei Jahren alles, was es rund um Wald, Forst, Holz und Waldnaturschutz zu erfahren gibt. Der Forstbetrieb bildet mit den Azubis im zweiten und dritten Lehrjahr insgesamt sechs Nachwuchskräfte aus.

    "Wir bieten am Ausbildungsstandort in Obergünzburg attraktive Ausbildungsmöglichkeiten für angehende Forstwirte", erläutert Walter. Mit der neuen Lehrlingswerkstätte im Forsthaus Obergünzburg und dem ebenfalls neuen Schlechtwetterarbeitsplatz im nahegelegenen Staatswalddistrikt Schottenwald haben die Bayerischen Staatsforsten in den letzten Jahren erheblich in optimale Ausbildungsbedingungen investiert.

    Der Forstbetrieb Ottobeuren bewirtschaftet 12 000 Hektar Staatswald vor allem im Unter- und Ostallgäu und beschäftigt rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wegen der vielfältigen und abwechslungsreichen Aufgaben bei der Pflege und Bewirtschaftung des Waldes werden auch weiterhin gut ausgebildete Fachkräfte gebraucht.

    „Die Berufschancen bei den Bayerischen Staatsforsten sind aufgrund des gegebenen Bedarfs in den nächsten Jahren an Waldfacharbeitern gut“, betont Walter. Besonders für naturliebende Absolventen der Mittelschule biete der Forstwirtsberuf eine spannende Perspektive.

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    Forstbetrieb Ottobeuren Nachrichten
    news-1754 Mon, 08 Oct 2018 09:50:00 +0200 Internationale Waldpflege am Forstbetrieb Schliersee http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1754&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=129af1749c9625d55841cd43b5f5e0a3 Schliersee, 8. Oktober 2018 – Kürzlich fand die bereits 6. Auflage des Internationalen Jugendworkcamps in der Nicklheimer Filze statt. Organisiert von der Gemeinde Raubling werden hier von Studierenden aus aller Welt auf den Flächen der Bayerischen Staatsforsten verschiedene Arbeiten durchgeführt, wie zum Beispiel das Instandhalten von Wanderwegen, die Rücknahme von invasiven Arten wie indisches Springkraut oder Goldrute sowie verschiedene Pflanz- und Dammbauarbeiten. Dieses Jahr beteiligte sich auch der Forstbetrieb Schliersee mit der Organisation eines Projekttages: der Pflege junger Wälder.

    Weißrussland, Italien, Türkei, Japan, Ukraine, Mexiko, Spanien, Algerien und Deutschland: Es war ein bunter Haufen, der sich zum diesjährigen „Filz`n-Workcamp“ in Nicklheim zusammenfand. Die 16 jungen Leute zwischen 18 und 25 Jahren erhalten für ihren Arbeitseinsatz keinen Lohn, allerdings freie Unterkunft und Verpflegung. Die Arbeiten werden zum großen Teil rund um die Moorstation in Nicklheim durchgeführt, welche vom Forstbetrieb Schliersee an die Gemeinde Raubling verpachtet ist. Da von den Studierenden in der Vergangenheit immer wieder Fragen zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Staatswälder aufkamen, entschloss man sich, einen gemeinsamen Aktionstag zu gestalten.

    Nach einer kurzen Begrüßung stellte der stellvertretende Forstbetriebsleiter Stephan Breit die Bayerischen Staatsforsten und speziell den Fortbetrieb Schliersee mit all seinen Aufgabenbereichen vor. Großes Interesse zeigten die Studierenden vor allem bei den Themen Naturschutz, Waldumbau und nachhaltige Holznutzung.

    Die Folgen des Klimawandels waren für die jungen Leute in den von Windwurf und Borkenkäfer geprägten, fichtendominierten Wäldern rund um Nicklheim unübersehbar. Umso leichter war der Einstieg in das eigentliche Thema des Projekttages, denn der Grundstein für einen stabilen, robusten und klimatoleranten Wald muss bereits in den Kinderschuhen gelegt werden. Durch möglichst viele Mischbaumarten wie Eiche, Tanne und Edellaubholz entstehen die reich strukturierten Mischwälder von morgen. Allerdings sind häufig eben genau diese Mischbaumarten der wuchskräftigen Fichte unterlegen und deswegen muss ihnen geholfen werden. Also zog die bunte Schar mit Farbbändern und Handsägen los, um aktiv den Waldumbau zu gestalten. Auf den Moorstandorten rund um die Nicklheimer Moorstation galt die Pflege vor allem der Kiefer und der Birke, die zulasten der Fichte begünstigt wurden.

    Die Bayerischen Staatsforsten sind mit einer Fläche von rund 805.000 Hektar und mit etwa 2.800 Beschäftigten das größte deutsche Forstunternehmen. Die Bayerischen Staatsforsten bewirtschaften den gesamten bayerischen Staatswald. Und das nach klaren Vorgaben: Natur bewahren. Profitabilität sichern. Dem Menschen dienen. Nachhaltige, naturnahe Forstwirtschaft, so wie sie bei den Bayerischen Staatsforsten gelebt wird, wird allen gerecht: den Menschen, die im Wald arbeiten oder sich erholen wollen, der Gesellschaft, die den nachwachsenden, umweltfreundlichen Rohstoff Holz zunehmend nachfragt, und den Tieren und Pflanzen, für die der Wald wertvollen Lebensraum bietet.

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    Naturschutz Forstbetrieb Schliersee Nachrichten
    news-1752 Fri, 05 Oct 2018 09:55:01 +0200 Deutscher Alpenverein und Bayerische Staatsforsten setzen sich gemeinsam für den Schutzwald von morgen ein http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1752&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f1061bc850efea0f5292b17a993e3029 Ramsau, 5. Oktober 2018 – Im Rahmen einer Aktionswoche des Deutschen Alpenvereins (DAV) waren sechs freiwillige Helfer bei den Bayerischen Staatsforsten im Revier Berchtesgaden-West zu Gast. Die teils bis aus Berlin angereisten Teilnehmer leisteten wertvolle Unterstützung für die Schaffung von artenreichen und klimatoleranten Bergmischwäldern im Rahmen der Schutzwaldsanierung.

    Bei dem einwöchigen Arbeitseinsatz wurden Windwurfflächen im südlichen Lattengebirge mit jungen Lärchen und Tannen mühevoll wiederaufgeforstet. Damit die jungen Bäumchen nicht dem Äser des Wildes zum Opfer fallen, halfen die fleißigen Alpenvereinsmitglieder mit, Hochsitze zu bauen.

    Fachgerecht und mit großem Einsatz wurde die Gruppe von Forstwirt Josef Holzner und Berufsjäger Max Schmid angeleitet. BaySF-Förster Christian Lischka lobte die Teamleistung und dankte allen beteiligten.

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    Naturschutz Forstbetrieb Berchtesgaden Nachrichten
    news-1751 Fri, 05 Oct 2018 09:22:01 +0200 Birkwildbiotop-Pflege in Kooperation von den Bayerischen Staatsforsten und dem Landesbund für Vogelschutz http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1751&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2c6b06c36cc8c5b70095ae7912f02ee5 Bad Reichenhall, 5. Oktober 2018 – In traditionell guter Zusammenarbeit zwischen den Bayerischen Staatsforsten und dem Landesbund für Vogelschutz, LBV-Kreisgruppe Berchtesgadener Land, wurden am Hochschlegl Biotope für das Birkwild gepflegt.

    Im Rahmen der diesjährigen Naturschutzaktion wurden die bereits vor zwei Jahren gemeinsam angelegten Flächen gepflegt und stellenweise erweitert. Jochen Goldmann aus Bad Reichenhall freute sich gemeinsam mit seinem LBV-Team, dass die Pflegeflächen der Vorjahre von den Raufußhühnern so positiv angenommen wurden. Dass sich die Birkhühner dort wohl fühlen, zeigten die frisch abgefressenen Beersträucher.

    Unter fachkundiger Leitung des BaySF-Försters für Bad Reichenhall, Hubert Graßl, wurde auch die Besucherlenkung optimiert. Damit insbesondere die Jungvögel von Bergwanderern und Skibergsteigern nicht gestört werden, wurde die Beschilderung des gemeinsam mit dem Alpenverein, DAV-Sektion Bad Reichenhall, erarbeiteten Projekts „Natürlich auf Tour“ am Hochschlegel komplettiert (siehe Foto). Die Predigtstuhlbahn unterstützte die Naturschutzaktion mit Freifahrten und Brotzeit für die fleißigen Helfer.

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    Naturschutz Forstbetrieb Berchtesgaden Nachrichten
    news-1750 Thu, 04 Oct 2018 16:52:21 +0200 „Der Wald blüht auf“ http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1750&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0ae1fd14a7eeacbab4805fb38a6de081 Der Forstbetrieb Allersberg schafft Flächen für Insekten, Fledermäuse und Vögel Heideck/Waldhaus, Oktober 2018 - Der Forstbetrieb Allersberg hat heuer zahlreiche Blühflächen und sogenannte Hochstümpfe als gezielte Waldnaturschutzmaßnahme für die Verbesserung der natürlichen Lebensräume – unter anderem für Insekten, Fledermäuse und Vögel - geschaffen. Im Rahmen des Naturschutz-Programms "Der Wald blüht auf" der Bayerischen Staatsforsten wurden Blühwiesen für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten angelegt.  

    Regionales Saatgut  

    Dazu hat der Forstbetrieb heuer auf über 40 Flächen mit insgesamt 42.000 Quadratme-tern Blühflächen mit regionalem Saatgut angelegt. Der Schwerpunkt lag auf ein- und mehrjährigen Wildpflanzen. Ziel war vor allem die Artenanreicherung von vorhandenen Wildwiesen und sonnigen Wegrändern. Bis sich eine stabile, blütenreiche Wiese dauerhaft etabliert hat, benötigt sie in der Regel mehrere Jahre. "Wir verzichten im Staatswald auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Dünger. Umso mehr freuen wir uns, dass sich die ersten Blühflächen bereits gut entwickelt haben", erklärt Alfons Herzog, Leiter des Revieres Hilpoltstein und Hausherr des Waldhauses. In dessen unmittelbarer Umgebung lassen sich einige dieser neu angelegten, artenreichen Wiesen besichtigen, die sich trotz des trockenen Sommers gut entwickelt haben.    

    Biotopholz-Trittsteine  

    Daneben haben die Förster gezielt stehendes Totholz geschaffen, das naturschutzfachlich besonders wertvoll ist. Dabei handelt es sich um Laub- und Nadelbäume, die in fünf bis sechs Metern Höhe bei Holzerntearbeiten "geköpft" wurden. Sie bieten zeitnah einen gefragten Lebensraum und eine wertvolle Nahrungsquelle für Fledermäuse, Vögel und Pilze.

    "Gerade stärkeres stehendes Stammholz ist von herausragender Bedeutung für den Waldnaturschutz", sagt der kommissarische Forstbetriebsleiter von Allersberg Harald Schiller. "Es bietet Höhlenbrütern, Kleinsäugern und zahllosen Insektenarten einen wertvollen Lebensraum." Der Stamm bleibt unbearbeitet stehen, die Baumkronen bleiben liegen: Im Zuge der natürlichen Zersetzung werde das stehende und liegende Totholz von verschiedensten Arten besiedelt und sei somit ökologisch besonders wertvoll. Wenn der Hochstumpf schließlich nach vielen Jahren zusammenbricht, ist seine Funktion noch lange nicht beendet: Die verschiedenen Zustände, die das Holz bei der Zersetzung durchläuft, bieten für viele rar gewordene Tiere, Pilze oder Moose wertvolle Lebensräume.  

    Das Projekt "Der Wald blüht auf" wird vom Freistaat Bayern gefördert. Im Staatswald werden zahlreiche Blühflächen angelegt, um dem dramatischen Rückgang der Insekten entgegenzuwirken. Bislang wurden bereits 130 Hektar Blühflächen - verteilt auf über 500 Einzelflächen - in 242 Revieren eingesät. Weitere 15 Hektar sind für die Herbstsaaten vorbereitet. Ebenfalls sollen 3.000 Hochstümpfe bis Ende Oktober realisiert sein.

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    Forstbetrieb Allersberg Nachrichten
    news-1749 Thu, 04 Oct 2018 16:48:37 +0200 Grüne Zukunft bei den Bayerischen Staatsforsten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1749&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d31466ea6539798efba257dae78ae772 Forstbetrieb begrüßt die neuen Azubis in Allersberg Allersberg, Oktober 2018 -  Im Forstbetrieb Allersberg hat im September für drei neue Lehrlinge bei den Bayerischen Staatsforsten die berufliche Zukunft begonnen.  

    Zwei der „Neuen“, Maximilian Kirschner (15) aus Thalmässing und Tomas Sauerbrey (16) aus Vorra, haben sich für die Lehre als Forstwirt entschieden und damit für den schönsten Arbeitsplatz der Welt - den Wald. Der Dritte im Bunde, Niko Fischer (16) aus Roth, beginnt als einer der ersten bei den Bayerischen Staatsforsten die Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement und wird das moderne Waldunternehmen mit seinen breit gefächerten Aufgaben aus einem ganz anderem Blickwinkel kennenlernen.  

    Kommissarischer Forstbetriebsleiter Harald Schiller, die Teamleiterin Andrea Gutiérrez-Perea und der Ausbildungsmeister Thomas Beyerlein begrüßten die neuen Auszubildenden herzlich am Forstbetriebssitz in Allersberg. „Wir freuen uns, jungen Menschen einen Weg in eine spannende berufliche Aufgabe bieten zu können. Wir schaffen und besetzten hier wichtige Arbeitsplätze. Für das Unternehmen Bayerischen Staatsforsten sind die jungen Mitarbeiter eine wichtige Investition in die Zukunft“, bekräftigt Harald Schiller und wünscht den Azubis einen guten Start ins Berufsleben. „Beim Personal tut Verjüngung not. Dies ist identisch mit der nachhaltigen Bewirtschaftung des Waldes, auch hier weichen ältere Bäumen den jüngeren. Nachwuchs muss sein, so lautet das Motto“.  

    Zusammen mit den Azubis im zweiten und dritten Ausbildungsjahr ist der erfahrene Forstwirtschaftsmeister Thomas Beyerlein für insgesamt sechs Forstwirtslehrlinge verantwortlich. Zuständig für die Fortwirtsausbildung ist er mittlerweile seit 15 Jahren und kann somit auf einen umfangreichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Die Lehre zum Kaufmann für Büromanagement am Forstbetrieb Allersberg dagegen ist Premiere. Daher ist diese nicht nur für Niko Fischer, sondern auch für die Teamleiterin Andrea Gutiérrez-Perea Neuland, auf die sie sich aber mit Herzblut vorbereitet hat. Zudem gehört Niko Fischer mit zu den ersten Lehrlingen überhaupt in diesem Ausbildungsberuf bei den Bayerischen Staatsforsten, da in diesem Herbst erst der zweite Jahrgang seine Ausbildung aufgenommen hat.  

    Die Aussichten auf eine spätere feste Übernahme ins Arbeitsleben der grünen Branche sind derzeit rosig, sowohl im Wald als auch im Büro. Durch die steigenden Anforderungen im Waldumbau in Richtung Klimawandel werden für Pflanzung, Pflanzenschutz und Pflege dringend Arbeitskräfte gebraucht. Ebenso nehmen Naturschutz-und Erholungsaufgaben einen erweiterten Stellenwert ein. Aber auch durch die ständige Weiterentwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologie sind gut ausgebildete Mitarbeiter für ein modernes Büromanagement immer gesucht.  

    Bei den Bayerischen Staatsforsten ist die Lehrlingsausbildung ein wichtiges Thema: Zum 1. September haben 73 Lehrlinge in unterschiedlichen Berufen angefangen, davon 63 Forstwirte und zehn Bürokaufleute und Revierjäger. Die Bayerischen Staatsforsten sind damit einer der größten forstlichen Ausbilder in Deutschland.

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    Forstbetrieb Allersberg Nachrichten
    news-1748 Thu, 04 Oct 2018 16:29:46 +0200 Wald-Klimaforschung im Frankenwald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1748&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c95e2a097fe1ce1d800e13dc3cc9ea99 Rothenkirchen, 4. Oktober 2018 - „Der saure Regen im Frankenwald ist Geschichte, aber der Waldboden vergisst nicht.“ Auf dieses einfache Fazit von Waldklimaforscher Hans-Peter Dietrich lassen sich die neuesten Erkenntnisse aus der Waldklimastation am Rennsteig zusammenfassen. Die vielfältigen Forschungsergebnisse gehen aber weit darüber hinaus.

    Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft in Freising (LWF) unterhält 19 Waldklimastationen in den wichtigsten Waldlandschaften Bayerns. Einmal im Jahr lädt sie deren Betreuer zu einer Dienstbesprechung mit forstlicher Exkursion ein. Dass die Wahl von Sachgebietsleiter Dietrich in diesem Jahr auf den Frankenwald fiel, geht auf die Auszeichnung „Waldgebiet des Jahres 2017“ zurück. Zusätzliche Aktualität gewann der Besuch der Forstleute aber durch den aktuellen Hitzesommer und die dadurch ausgelöste Borkenkäferkalamität. Natürlich ließ es sich LWF-Präsident Olaf Schmidt, in Tettau aufgewachsen, nicht nehmen, selbst bei der Veranstaltung dabei zu sein. Sein profundes Wissen über die Geschichte seiner Heimat und alles, was dort „kreucht und fleucht“, angereichert durch manche Anekdote aus früheren Frankenwald-Wintern, machte den Tag zu einem Erlebnis für die Teilnehmer.

    Im Jugendwaldheim Lauenstein, von wo aus der Betrieb der Klimastation betreut wird, wurden zunächst nicht nur die Rekorde des Sommers 2018 sondern alle in den vergangenen Jahren gemessenen Klimadaten diskutiert: Die Klimaerwärmung im Jahresdurchschnitt um rund 1,5 Grad und das Ausbleiben von Niederschlägen im Sommerhalbjahr lassen sich anhand der Messreihen deutlich ablesen. Auf den meist flachgründigen Schieferböden im Frankenwald reicht die Bodenfeuchte für wasserbedürftige Baumarten wie die Fichte im Sommer oft nicht mehr aus. Trockenschäden und Borkenkäferbefall sind die Folge. Zudem ist mit häufigeren Hitzesommern zu rechnen. Auch der Sommer 2018 steht bereits in einer Reihe mit den „Jahrhundertsommern“ 2003 und 2015 und übertrifft diese in einigen Ausprägungen sogar noch.

    Aber es gibt auch Positives zu vermelden: Die Einträge von waldschädlichem Schwefel sind seit den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts aus der Luft fast verschwunden und auch der Stickstoffeintrag ist insgesamt zuletzt stark rückläufig. Die Folge ist, dass der seit der Diskussion um das Waldsterben berüchtigte „Saure Regen“ im Frankenwald aufgehört hat. Leider sind nach den Messergebnissen am Rennsteig die Waldböden aber immer noch mit Schwefel und Nitrat belastet, so dass die Entlastung für die Vegetation deutlich langsamer greift. „Immerhin“, so Olaf Schmidt, „sind inzwischen wieder die typischen Bewohner der Frankenwaldbäche wie Bachforelle, Mühlkoppe und Bachneunauge bis in die Oberläufe zurückgekehrt. Das wäre vor 20 oder 30 Jahren wegen der Versauerung noch unmöglich gewesen.“ Die jetzt besser pflanzenverfügbaren Nährstoffe und die fast schwefelfreie Luft würden beste Voraussetzungen für die Einbringung von Tannen, Buchen, Douglasien und Edellaubhölzern bieten und so den dringend notwendigen Waldumbau ermöglichen.

    Breiten Raum nahm die gemeinsame Besichtigung der Waldklimastation im Staatswald am Rennsteig ein. Hier werden an einer Freilandmessstation laufend alle relevanten Klimadaten erhoben, die dann mit den im Labor untersuchten Regen- und Bodenwasserproben zu Forschungsreihen zusammengestellt werden. In einem Fichtenbestand des Forstbetriebes Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten werden zusätzlich alle Ergebnisse zum Zustand des Waldbodens, zum Ernährungs- und Kronenzustand der Bäume, zum Streufall und zur Bodenvegetation über die Jahre zusammengetragen. Forstbetriebsleiter Peter Hagemann und Forstrevierleiter Sebastian Kauppert machten am Beispiel dieses Waldbestandes deutlich, warum die Forschung gerade für den Frankenwald so wichtig ist: Als Folge eines verheerenden Sturmes im Jahr 1958 seien in der Region reine Fichtenbestände auf großer Fläche vorhanden. Diese litten aktuell besonders unter dem Kreislauf aus Trockenheit, Borkenkäfer und Sturm und müssten dringend verjüngt werden. „Da sind wir für jede Bestätigung unserer Arbeit dankbar“, so Hagemann, der das Vier-Baum-Prinzip der Bayerischen Staatsforsten vorstellte, nach dem in jedem Folgebestand mindestens vier verschiedene Baumarten mit größeren Anteilen vorhanden sein müssen. „Solche Mischbestände sind in jeder Hinsicht stabiler und können das Risiko für den Wald unserer Kinder und Enkel deutlich senken.“

    Die besuchte Versuchsfläche im Staatswald stellt das Kernstück der Waldklimastation dar und liegt den Betreuern deshalb besonders am Herzen. Entsprechend groß war auch das abschließende Lob der Experten aus ganz Bayern für die Azubis des Forstbetriebes. Diese hatten zusammen mit Ausbildungsmeister Klaus Weiß den Bestand mit sogenannten „Hordengattern“ geschützt. Diese hölzernen Zaunelemente wurden mit großem Engagement von Hand zusammengebaut und aufgestellt und sollen den Bestand vor unbefugtem Betreten durch Mensch und Tier schützen. Damit die Forschung auch weiter wissenschaftliche Grundlagen für die Zukunft des Frankenwaldes bereitstellen kann.

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    Forstbetrieb Rothenkirchen Nachrichten
    news-1747 Thu, 04 Oct 2018 16:22:06 +0200 Der König des Waldes verkündet röhrend die Hirschbrunft im Herbstwald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1747&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a91da765bdd44b16b19ebd39e1c6e5b9 Sonnenstrahlen einfangen, Wandern gehen, traumhafte Ausblicke über den Steigerwald und Tiere beobachten – Ausflugstipp für schöne Herbsttage

    Ebrach, 04.10.2018 – Kühle Nächte und neblige Morgenstunden künden den Herbst an. Das Laub verfärbt sich bunt und es beginnt für das Rotwild eine wichtige Jahreszeit. Die Zeit der Hirschbrunft. Nun machen sich die Rotwildhirsche laut röhrend bemerkbar.

    Unser Leopold im Gehege am Baumwipfelpfad Steigerwald ist bereits mitten in der Brunft. Und manch ein Besucher mag sich über die unbekannten Töne aus dem Wald hier in Ebrach schon gewundert haben.

    Nachdem das Wetter weiterhin einen schönen Ausflug perfekt macht, kommt doch vorbei und schaut Euch das Schauspiel unseres Leopold an! Die Wanderschuhe eingepackt so könnt ihr den Ausflug mit einer schönen Wanderung wer möchte ergänzen. Zum Beispiel ins Steigerwald-Zentrum in Handthal.

    Wer noch mehr über Rotwild und Co erfahren möchte, kann zusätzlich am Samstag 06.10. um 17.30 Uhr bei der Brunftführung teilnehmen. Anmeldungen an info-baumwipfelpfad@baysf.de

    Weitere Informationen unter www.baumwipfelpfadsteigerwald.de oder auf Facebook: https://www.facebook.com/Baumwipfelpfad.Steigerwald/ 

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    Nachrichten
    news-1746 Thu, 04 Oct 2018 16:14:19 +0200 Waldumbau und Naturschutz in den Kernzonen des Biosphärenreservats Rhön http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1746&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bd2413179fe183bb1722135bc9f1743b Biosphärenreservatsverwaltung, Forstverwaltung und Bayerische Staatsforsten informieren über Holzernte und Naturschutz in den Kernzonen

    Hammelburg, 04. Oktober 2018 - Zahlreiche Besucher sind der Einladung der Biosphärenverwaltung und des Forstbetriebs Hammelburg gefolgt um sich über Maßnahmen in den Kernzonen des Biosphärenreservates zu informieren. Insbesondere die Bewohner der Ortschaft Heckmühle sind gekommen. Hier finden ab diesem Herbst/Winter in Ortsnähe größere Holzernte- und Waldumbaumaßnahmen statt.

    Nach der Begrüßung durch Daniel Zippert, den Leiter des Forstbetriebs Hammelburg, hat Michael Geier, Leiter der bayerischen Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats, kurz das Biosphärenreservat vorgestellt. Danach ging es zu Fuß in die Kernzone wo die Holzernte und die Naturschutzmaßnahmen erläutert worden sind. „Es ist uns bei so einer Maßnahme wichtig, die Bevölkerung vorher zu informieren. Diese Holzernte weicht deutlich von unserer üblichen Bewirtschaftung der Staatswälder ab“, stellt Zippert heraus. „Wir möchten damit vermeiden, dass die Anwohner morgens aufstehen und sich fragen: „Was passiert denn da?“ oder gar verärgert sind und sich ohne Kenntnis der Situation an die Öffentlichkeit wenden.

    Bernhard Zürner, Abteilungsleiter am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten  Bad Neustadt an der Saale, erläuterte, dass alle Maßnahmen in den Kernzonen mit Naturschutzbehörden und Forstverwaltung eng abgestimmt und im Staatswald im Rahmen der mittelfristigen Forstbetriebsplanung für die nächsten 10 Jahre für jeden Waldbestand detailliert festgelegt worden sind.

    „Vorher miteinander Reden und die Leute versuchen zu informieren und mitzunehmen ist sicher sinnvoller als Unzufriedenheit und Ärger zu erzeugen. Wir können Ihnen versichern, das was wir hier tun hat Hand und Fuß und ist wohlüberlegt“.
    [Zippert]

    Thomas Fikar, der örtlich zuständige Revierleiter erklärt kurz wie die Holzernte und Holzabfuhr vorgesehen ist. Es ist beabsichtigt mit Waldarbeitern das Holz einzuschlagen und möglichst zeitnah aus dem Wald zu bringen. „Wir versuchen die Beeinträchtigung für die Waldbesucher und die Anwohner in der Heckmühle durch die Maßnahme so gering wie möglich zu halten. Wir bitten aber um Verständnis, dass in diesem Zeitraum der Feuerberg für die Erholung nicht genutzt werden kann und die Forstwege eventuell, wenn es wieder so einen nassen Winter gibt wie letztes Jahr, durch die Holzabfuhr in Mitleidenschaft gezogen werden könnten“. Falls das so sein sollte, versichert Zippert, werden diese umgehend nach Abschluss der Holzabfuhr wieder in den guten Ausgangszustand zurück versetzt. Aber das kann einige Zeit dauern. Auch hierfür bitte Zippert um Verständnis und Geduld.

    Michael Geier informierte, wie mit den Flächen nach der Holzernte umgegangen wird, über die naturschutzfachliche Zielsetzung und wie diese gemonitort werden, um deren natürliche Entwicklung wissenschaftlich zu begleiten.

    Während der Veranstaltung war auch genug Zeit, die Fragen der Teilnehmer ausführlich zu diskutieren und durch die anwesenden Experten fachkundig zu beantworten.

    Geier, Zippert und Zürner hoffen, dass die Teilnehmer sich nun ausreichend informiert fühlen, boten aber auch an, falls noch Fragen neu auftauchen diese in weiteren persönlichen Gesprächen gerne zu beantworten.

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    Forstbetrieb Hammelburg Nachrichten
    news-1745 Thu, 04 Oct 2018 10:11:02 +0200 Bayerischer Rundfunk dreht im Frankenwald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1745&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d892b71b13ead1da15e3c33c407f2c09 Rothenkirchen, 4. Oktober 2018 - Motorsägen, dann hallende Axthiebe, ein mehrfaches „Achtung – Baum fällt“ der Waldarbeiter, donnerndes Krachen eines umstürzenden Baumes, auf- und abschwellendes Brummen eines Rückeschleppers - Holzernte im Frankenwald. Doch diesmal gesellt sich ein ungewohntes schwirrendes Geräusch dazu. Eine Kamera-Drohne verfolgt das Geschehen aus der Vogelperspektive. Und auch genau wie ein Kolibri bewegt sich die Technik hin und her um dann an besonders günstigen Blickwinkeln schwebend zu verharren: Das Bayerische Fernsehen ist erneut vor Ort um über die Arbeit der Forstleute und Forstunternehmer im Frankenwald zu berichten.

    Seit dem Aktionsjahr zum „Waldgebiet des Jahres 2017“ dokumentiert der BR immer wieder die unterschiedlichen Facetten und die wichtige Rolle der Forstwirtschaft in der Region. Diesmal steht Holzrücker und Forstunternehmer Thomas Stark aus Tschirn und seine enge Zusammenarbeit mit den Forstwirten der Bayerischen Staatsforsten im Fokus der Kamera. Die Forstwirtrotte aus Karlheinz Deuerling, Michael Franz und Robert Pohl bildet im Forstrevier Ködel zusammen mit dem erfahrenen Holzrücker ein eingespieltes Team, „eine Schicksalsgemeinschaft“, wie es Forstbetriebsleiter Peter Hagemann nennt. „Denn bei der gefährlichen Holzernte im Steilhang muss sich einer voll auf den anderen verlassen können.“ Und genau dieses Holzernteverfahren aus Baumfällung durch die Forstwirte mit unmittelbarer Unterstützung durch hochmoderne Rücketechnik steht im Mittelpunkt des BR-Beitrages. Anlass ist eine Exkursion von Forstreferendaren, die im Rahmen ihrer Ausbildung den Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten besuchen um die forstlichen Besonderheiten des Frankenwaldes kennenzulernen. Thomas Stark und das Team des Forstbetriebes nehmen sich viel Zeit um den jungen Forstleuten die speziellen Abläufe der Holzernte im Staatswald näher zu bringen. Und genau hier setzen Reporter Ulrich Detsch und sein Kamerateam an um erneut einen inhalts- und kenntnisreichen Beitrag über den Frankenwald zu produzieren.

    Das Ergebnis ist am Freitag, 05.10.2018 um 19.00 Uhr in „Unser Land“ im BR-Fernsehen oder unter www.br.de/unserland.de zu sehen.

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    Forstbetrieb Rothenkirchen Nachrichten
    news-1744 Tue, 02 Oct 2018 09:01:50 +0200 Grünes Gold aus dem Staatswald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1744&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e9d00371ce9be4a43e5822816ef8df42 02. Oktober 2018, Sonthofen - Nicht nur die Obstbäume biegen sich heuer vor lauter Äpfel und Birnen. Auch die Waldbäume hängen voll mit Früchten. Fichten und Tannen leuchten voller dunkelgrüner Zapfen, die Buchen golden mit Bucheckern. Von einer Vollmast reden die Forstleute. „Die Bäume tragen zwar mittlerweile häufiger Zapfenanhang als früher, aber so eine Vollmast wie heuer haben wir schon länger nicht mehr gehabt“, freut sich Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting. „Insbesondere die vielen Samen der Weißtanne liefern uns kostenlosen Nachwuchs für einen stabilen Bergmischwald der Zukunft“.  

    Nicht nur für die Naturverjüngung ist heuer ein besonders gutes Jahr. Den intensiven Zapfenanhang bei der Weißtanne nutzen die Bayerischen Staatsforsten für die Gewinnung von Weißtannensamen. Die Firma Schlör aus Wertheim sicherte sich vertraglich die Möglichkeit der Beerntung der Weißtannen im Forstbetrieb Sonthofen. Sie ist auf die Erzeugung von hochwertigem Saatgut von Waldbäumen spezialisiert.  

    Dabei ist es nicht so, dass von jeder Weißtanne die Zapfen geerntet werden dürfen. Vielmehr sind nur ausgewählte Waldbestände zur Beerntung zugelassen. Diese Wälder müssen von ihrer Qualität wie auch von ihrer flächenmäßigen Ausdehnung bestimmten Mindestanforderungen entsprechen. Entscheidend ist vor allem, dass die Bäume „autochthon“ sind, wie der Fachmann sagt. Das heißt, die Bäume müssen aus dem jeweiligen Gebiet stammen, wo sie wachsen. Im Forstlichen Saat- und Pflanzgutgesetz ist ganz Deutschland nach Herkunftsgebieten eingeteilt. Dies sind Gebiete mit vergleichbaren Umweltbedingungen, insbesondere vergleichbaren Höhenlagen. „Eine Weißtanne aus dem Flachland ist zwar die gleiche Art wie eine Weißtanne aus dem Hochgebirge, aber bei den komplett anderen Umweltbedingungen im Gebirge hätte der „Flachländer“ große Probleme dauerhaft überleben zu können“, erklärt Revierleiter Hubert Heinl, in dessen Revier die Zapfen geerntet wurden. „Durch dieses strenge Verfahren wird sichergestellt dass letztendlich nur herkunftsgerechte junge Weißtannen für die Pflanzungen wieder verwendet werden“.  

    Weißtannenzapfen werden geerntet, solange sie noch am Baum auf dem Zweig stehen. Dazu klettern Baumkletterer auf die bis zu 40 Meter hohen Weißtannen im zugelassenen Waldgebiet. Dieses Mal pflückten sie die frischen Zapfen in der Abteilung „Schwabenhof“ in Balderschwang. Teilweise bis zu 50 kg Zapfen pro Baum konnten die vier Männer dabei ernten, insgesamt über 1.110 kg.  

    „Die Qualität der Zapfen und der Samen der Weißtannen hier in Balderschwang ist heuer überragend. In vielen Gebieten in Deutschland mussten wir die Zapfenernte vorzeitig abbrechen. Aufgrund der langen Trockenheit war die Qualität zu schlecht. Aber hier ist es anders“, so die Einschätzung eines Mitarbeiters der Firma Schlör.  

    Die Einhaltung der strengen gesetzlichen Vorgaben bei der Saatguternte wird vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten kontrolliert. Amtsförster Robert Proksch überwacht sowohl die Beerntung der Bäume wie auch die vorschriftsgemäße Abholung der Zapfen. Mit dem „Samenbegleitschein“ bestätigte er das korrekte Vorgehen. „Ohne diesen Begleitschein ist das Saatgut wertlos und darf für die Erzeugung von Forstpflanzen nicht verwendet werden“, so Robert Proksch.  

    Wie geht es mit den Weißtannenzapfen weiter? Nach der sachgerechten Aufbereitung der Zapfen erfolgt die Gewinnung der Samen durch die Fachfirma. Dann wird das Saatgut an Pflanzschulen verkauft. Nochmal Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting: „Aus den geernteten 1.110 Kilogramm Zapfen werden ca. 165 Kilogramm keimfähiges Saatgut gewonnen, woraus dann letztendlich ca. eine Millionen junge Weißtannenpflanzen für den Bergmischwald von Morgen gezogen werden.“

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    Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
    news-1743 Mon, 01 Oct 2018 16:50:03 +0200 Markante Baumriesen im Spessart http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1743&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9408d80291d4b1624948c41daaebad76 Starke, alte Bäume erleben: Aktuell findet im Spessart eine Erfassung von sogenannten Methusalembäumen statt. Zum Selbsterfahren sollen diese Bäume der Bevölkerung per App zugänglich gemacht werden.  

    Heigenbrücken, 1.10.2018, Im Alten Testament wird ein Mann namens Methusalem als der älteste Mensch der je gelebt hat bezeichnet. Im Bayerischen Staatswald sind Methusaleme Bäume, die eine gewisse Baumdimension erreicht haben. Solche Bäume werden nicht mehr gefällt und zum Beispiel zu Möbeln oder Dachstühlen weiterverarbeitet, sondern können natürlich alt werden.

    „Im Spessart gibt es unzählige alte Baumindividuen“, erzählt Joachim Keßler, Forstbetriebsleiter in Heigenbrücken, „diese einzigartigen Exemplare wollen wir erlebbar machen.“ Deshalb läuft im Spessart aktuell ein Projekt, in dessen Rahmen alte Bäume kartiert werden. „Die Kartierung übernimmt für uns der Forstsachverständige Paul Gerlach aus Aschaffenburg“, erzählt Keßler weiter, „wir wollen jedoch nicht flächig alle Methusalembäume erfassen, das würde viel zu lange dauern. Herr Gerlach soll sich auf die markanten Bäume beschränken, die beispielsweise durch einen besonderen Namen oder Geschichte bekannt sind, oder durch irgendeinen anderen Superlativ besonders hervorstechen.“

    Parallel zur Kartierung werden die digitalen Möglichkeiten ausgelotet, um die Baumriesen der Bevölkerung zugänglich zu machen. Denkbar wäre beispielsweise eine App zu entwickeln oder eine Webplattform mit responsiven Design, mit der man zu den Bäumen findet. Dazu erfasst der Forstsachverständige Gerlach bereits jetzt GPS-Koordinaten, mit denen später jeder zu den Bäumen hinfindet. Außerdem misst er den Durchmesser der Bäume und hält Besonderheiten fest. Die digitale Umsetzung soll dem Nutzer später aber nicht einfach nur zeigen wo die sehenswerten Bäume stehen, sie soll ihn auch zur Interaktion animieren.

    „Es handelt sich bei den Methusalembäumen hauptsächlich um dicke Eichen und Buchen. Davon gibt es am Spessart am meisten“, berichtet der Sachverständige Gerlach. Er ist bei seiner Arbeit ganz von den örtlichen Kenntnissen der Revierförster abhängig. „Die kennen den Wald in ihrem Revier schließlich am besten und wissen wo die alten Bäume stehen“, meint er. Insgesamt gibt es im Spessart 25 Staatsforstreviere, in denen der Sachverständige gerade die besonders markanten Starkbäumen erfasst.

    Das Projekt „Methusalem-Eichen“ ist Teil eines von der Staatsregierung geförderten „Sonderprogrammes Naturschutz“.

    Den Großteil des Jahres ist der Sachverständige Gerlach mit Forstwirtschaftsplänen, Waldbewertungen und Flurneuordnungen beschäftigt. „Hier im Spessart alte beeindruckende Baumexemplare kennenzulernen und zu kartieren ist eine spannende Abwechslung zur meiner sonstigen Arbeit“, erzählt Gerlach, „wenn diese in Zukunft für alle zugänglich sind, dann ist das, denke ich, eine tolle Sache.“

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    Wald im Spessart Wald im Spessart Newsticker Startseite Naturschutz Forstbetrieb Heigenbrücken Nachrichten
    news-1742 Mon, 01 Oct 2018 16:30:42 +0200 Ein neues Klassenzimmer mitten im Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1742&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=99aa547f34c884cd3f48c2ec8e25e9bd Bayerische Staatsforsten übergeben „Grünes Klassenzimmer“ an die Grundschule Bischofsgrün

    (28.09.2018) Fichtelberg – Am vergangenen Freitag weihte der Forstbetrieb Fichtelberg zusammen mit der Grundschule Bischofsgrün das „Grüne Klassenzimmer“ am Ochsenkopf ein. Oberhalb vom Hügelfelsen, einem beliebten Aussichtspunkt am Ortsrand von Bischofsgrün bereitete der Forstbetrieb einen Lern- und Spielort für die Schüler vor. Ein besonderer Gast war auch dabei.

    Wärmende Sonnenstrahlen durchdringen die Baumkronen. Doch heute ist es nicht wie sonst still im Wald. Ganz deutlich ist Kinderlachen zu hören. Es sind 45 Kinder der Grundschule Bischofsgrün, die sich freuen, dass sie in Zukunft hier im Wald lernen, spielen und entspannen können.  

    „Buuuuuchhaaaaaart“ rufen die Kinder aufgeregt in den Wald. Plötzlich bewegt sich etwas hinter der großen Lärche am Rand der Lichtung, die das Wald-Klassenzimmer beherbergt. Mit langsamen Schritten kommt sie hervor: Buchhart, die Buche. Denn nicht nur Bürgermeister Stephan Unglaub und Forstbetriebsleiter Winfried Pfahler heißen die Kinder im Wald willkommen. Auch Buchhart, - Maskottchen des Grünen Klassenzimmers – begrüßt die jungen Waldbesucher.

    Natürlich wollen die Schülerinnen und Schüler das neue Klassenzimmer und das Umfeld sofort ausprobieren. Sie pausen Baumrinden ab, bauen Elfenhäuser und spielen Wald-Memory. Angeleitet werden die Kinder dabei von Ruth Mattheas, Sachbearbeiterin für Waldpädagogik des AELF Bayreuth, Revierleiter Werner Schmidt und den beiden Praktikanten am Forstbetrieb Fichtelberg Susanne Berger und Lukas Dörfel. „Vor Freude leuchtende Kinderaugen hier im Wald zu erleben, das ist einfach schön“ freut sich Susanne Berger während der Aktivitäten mit den Kindern.

    Die Schulleiterin der Grundschule Bischofsgrün, Yvonne Schobert, war von Beginn an begeistert von der Idee des „Grünen Klassenzimmers“. Deshalb willigte sie ohne Zögern ein, als Kooperationspartner mit dem Forstbetrieb Fichtelberg das „Grüne Klassenzimmer“ zu planen und mit Leben zu füllen. „Es ist so schön geworden. Wir werden Besuche hier so oft es geht in den Unterricht integrieren“ verspricht sie ihren Schülern.

    Gestartet wurde das Projekt am Ochsenkopf im Juni dieses Jahres. Die Mitarbeiter des Forstbetriebs suchten in der Nähe der Schule einen geeigneten Platz, richteten den Zugangsweg, sorgten für Sicherheit vor herabfallenden Ästen, bauten Sitzgelegenheiten aus Hartholz und verfassten einen Leitfaden für das Klassenzimmer im Wald. Diese „Bedienungs­anleitung“ unterstützt die Lehrer mit Anregungen, Tipps und Ideen für Aktivitäten rund um diese Einrichtung. „Wir haben einen Grundstein für das „Grüne Klassenzimmer“ gelegt. Nun liegt es in der Hand der Nutzer, dieses nach ihren individuellen Bedürfnissen zu gestalten“ erklärt Martin Hertel, der stellvertretende Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg. „Dabei unterstützen wir sie auch weiterhin gerne.“

    „Grüne Klassenzimmer“ wird es zukünftig in Bayern öfter geben. Die Bayerischen Staatsforsten haben sich das Ziel gesteckt, Schulen in ganz Bayern diese alternativen Lernorte im Staatswald zu bieten. Damit soll die Möglichkeit geschaffen werden, den Unterricht nach draußen zu verlagern, bei den Kindern Begeisterung für Natur und Umwelt zu wecken, am Objekt zu lernen und Entspannung und Ruhe in der Natur zu finden. Einzige Voraussetzung: Interessierte Schulen oder Kindergärten, die sich in der Nähe zu Staatswaldflächen befinden und Lust auf dieses Kooperationsprojekt haben.

    Die Kinder der Grundschule Bischofsgrün sind jedenfalls begeistert von ihrem neuen Klassenzimmer am Ochsenkopf und haben bereits tatkräftig mit der Gestaltung begonnen. Den nächsten Besuch können sie kaum erwarten.

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    Forstbetrieb Fichtelberg Nachrichten
    news-1741 Mon, 01 Oct 2018 15:53:58 +0200 Mythos Bayern auf Erfolgskurs http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1741&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c386d3a1b22eab5353cd89a633c3eb3b Ende September 100.000 Besuche in der Landesausstellung in Ettal Ettal, 1. Oktober 2018 - Die Bayerische Landesausstellung 2018 „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ ist auf Erfolgskurs: So konnten bereits am heutigen Freitagvormittag Gisela und Wolfgang Schirrmann aus Konstanz von Dr. Margot Hamm, Projektleiterin der Landesausstellung in Ettal, Pater Johannes Bauer OSB, Cellerar des Klosters Ettal, Anton Speer, Landrat von Garmisch-Partenkirchen, Forstdirektor Dr. Stephan Gampe vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Weilheim und Nikolaus Stöger, Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten in Oberammergau, als 100.000ste Besucher begrüßt werden. Die beiden wurden u. a. mit dem Katalog zur Ausstellung und einem Geschenkkorb überrascht.  

    Kulturelles Highlight für Bayern

    Kunstministerin Prof. Dr. med. Marion Kiechle zeigte sich erfreut über die Zwischenbilanz: „Die Bayerischen Landesausstellungen gehören zu den kulturellen Highlights im Freistaat und über die Landesgrenzen hinaus. Ich freue mich sehr, dass die Bayerischen Landesausstellungen so großen Zuspruch erfahren und in Ettal bereits die 100.000sten Besucher begrüßt werden konnten. Der hohe Besucherzuspruch zeigt die Faszination der Menschen für den Mythos Bayern und alles, was ihn ausmacht.“  

    Intensiver Endspurt

    Dr. Richard Loibl, Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte: „Wir läuten in Ettal den Endspurt ein! Fünf Wochen läuft die Landesausstellung noch, rundherum gibt es dazu viele Highlights, ganz wörtlich genommen mit Ettaler Mandl und Zugspitze ganz in der Nähe.“  

    Holzfassfestival lockt im Oktober

    Zum Finale der Landesausstellung erwartet die Gäste am 20. und 21. Oktober das erste Holzfass-Festival. An beiden Tagen präsentieren bayerische Brauer, Winzer und Destillateure ausschließlich Produkte, die im Holzfass gereift sind. Dadurch zeigt sich, dass der Wald und das daraus gewonnene Holz einen wesentlichen Beitrag leisten, außergewöhnliche Getränke hervorzubringen. Im Benediktiner Gwölb gibt es zudem kulinarische Angebote und Live-Musik. Mehr Informationen zum Holzfassfestival unter www.kloster-ettal.de.   

    Aus Bayern, in Bayern, von Bayern, mit Bayern...

    Wie gut die Landesausstellung bei den Besuchern ankommt ist den Stimmen im ausliegenden Buch zu entnehmen: „Eine tolle und beeindruckende Ausstellung! Aus Bayern, in Bayern, von Bayern, mit Bayern, einfach für alle interessant!“, schreiben Alois, Albert, Gisela, Vivian und Lucienne nieder. Antonia und Tatiana aus Kaliningrad schließen sich an: „(...), wir haben einen wundervollen Eindruck von der bayerischen Tradition bekommen, sowohl von der Ausstellung an sich, als auch von den Menschen. Wir sind sehr dankbar und werden wiederkommen. Ein schönes Beispiel davon, wie Tradition und Volkskultur heute für (den) modernen Menschen aktuell und interessant sein kann. Wir wünschen euch viele Besucher aus der ganzen Welt und neue Ideen für die Ausstellungen in der Zukunft. Vielen Dank!“  

    Noch bis 4. November zu sehen

    Die Bayerische Landesausstellung 2018 „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ ist noch bis 4. November 2018 täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr zu sehen. Weitere Informationen rund um die Bayerische Landesausstellung und zum Rahmenprogramm finden Sie auch im Internet unter www.hdbg.de  und www.landesausstellung-ettal.de  

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    Nachrichten
    news-1740 Thu, 27 Sep 2018 15:06:47 +0200 Hand in Hand für den Habichtskauz http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1740&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=97626839f8ab59b78f1dc28a8405fe89 Gemeinschaftsprojekt von Forstbetriebs Bodenmais Naturpark Bayerischer Wald Bodenmais. Auf Anregung des Naturparks Bayerischer Wald haben die Auszubildenden des Forstbetriebes Bodenmais der Bayerischen Staatsforsten – unter der Aufsicht von Forstwirtschaftsmeister und Lehrlingsausbilder Paul Hilgart – zehn Nistkästen für den Habichtskauz gebaut und draußen im Staatswald aufgehängt.

    Hintergrund dafür ist ein Wiederansiedlungsprogramm der Nationalparke Bayerischer Wald und Šumava für den Habichtskauz – mit einer Größe von rund 60 cm und einer Flügelspannweite von bis zu 125 cm die größte Kauzart in Mitteleuropa. Noch im 19. Jahrhundert brütete der Habichtskauz im Bayerischen-, Böhmer- und Oberpfälzer Wald. Der letzte seiner Art in Mitteleuropa wurde um 1926 bei Sušice im Böhmerwald abgeschossen. Erst über dieses Programm wurde diese Art wieder heimisch. Mit dem gemeinsamen Projekt von Naturpark und Forstbetrieb soll der gesicherte Nachweis des Habichtskauzes auch in der angrenzenden Arberregion, die Schaffung von Brutmöglichkeiten und die Unterstützung der Population erbracht werden. Langfristiges Ziel ist es, wieder eine stabile Population in Ostbayern aufzubauen, die im Austausch mit den benachbarten Beständen in Niederösterreich und in Tschechien steht.

    Während die kleineren Kauzarten, wie Sperlings-, Rauhfuß- und Waldkauz, überwiegend Spechthöhlen als Brutstätte auswählen, ist der Habichtskauz auf abgebrochene, höhere Baumstümpfe angewiesen. Sehr gerne nimmt er aber auch künstliche Nisthilfen an. Er bevorzugt Mischwälder mit Buchen, durchsetzt mit freien Flächen, wie Waldwiesen, Kahlflächen oder Sturmwurfflächen, um besser nach seiner Hauptbeute, den Mäusen, suchen zu können.

    Johannes Matt, Gebietsbetreuer für die Arberregion, hat das Projekt gestartet und koordiniert. Zunächst wurden zehn Kästen unter der Leitung von Paul Hilgart von den Lehrlingen des Forstbetriebs Bodenmais angefertigt. Hierbei wurde im engen Austausch auf die langjährigen Erfahrungen des Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava zurück gegriffen. Anschließend haben die Revierförster und der Gebietsbetreuer geeignete Waldbestände und Habitatbäume ausgewählt. Zudem übernahm der Forstbetrieb das nicht gerade einfache Aufhängen der Nistkästen. Je nach Erfolg werden zukünftig weitere Kästen aufgehängt.

    Nun bleibt abzuwarten, ob die Kästen auch gleich angenommen werden. Falls nicht Habichtskäuze die Kästen beziehen, nutzt diese auch gerne der Waldkauz und profitiert von dieser Naturschutzmaßnahme.

    „Der Forstbetrieb Bodenmais ist einer von 25 Ausbildungsbetrieben der BaySF. Er bildet jedes Jahr zwei Lehrlinge zu Forstwirten aus. Die 2,4 Millionen Hektar Wald in Bayern bieten 700.000 Menschen Arbeit, die alle mit Holz zu tun haben, “ erläuterte Völkl. „Und mit dem Vogelschutz unterstützen wir den Naturpark gern.“

    Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne unter
    09922 80 24 80 (Naturpark) oder
    09924 90 40 30 (Forstbetrieb Bodenmais) zur Verfügung.

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    Forstbetrieb Bodenmais Nachrichten
    news-1739 Thu, 27 Sep 2018 14:12:31 +0200 Heute Jagd – Betreten verboten! http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1739&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=79894a844da6f0df594b41b302cfa13b Forstbetrieb Fichtelberg informiert über Wegesperrungen (28.09.2018) – Fichtelberg. In den nächsten Wochen sind im Fichtelgebirge verstärkt Forststraßen und Wanderwege wegen Jagden abgesperrt. Am Samstag, den 06.10.2018 findet eine Jagd am Ochsenkopf statt. Dabei wird zwischen 08.00 und 14:00 Uhr auch die Panoramastraße zwischen Grassemann und Glasermühle gesperrt. Eine Umleitungsstrecke ist ausgeschildert.

    Rot-weiße Absperrbänder mit Aufdruck „Betreten verboten!“ flattern über der Straße, Banner mit Sperrschild und Gefahren-Symbol versperren den Weg, von Lebensgefahr ist zu lesen und von Sicherheitsgründen.

    Werden hier die Wanderer und Pilzsucher ausgesperrt?

    Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg nimmt dazu Stellung: „Selbstverständlich sind bei den Bayerischen Staatsforsten alle Besucher im Wald herzlich willkommen, sofern keine Gefahr droht. Die Sperrungen der Wege erfolgen ausschließlich aus Sicherheitsgründen.“

    Bei sogenannten Drückjagden bringen Treiber und Hunde die Wildtiere in Bewegung und treiben sie aus den Dickungen hinaus, in denen sie sich verstecken. Reh, Hirsch und Wildschwein stürzen aber nicht panisch davon, sondern laufen ruhig ohne große Beunruhigung zum nächsten Versteck. Jäger beobachten das langsam ziehende Wild und erlegen gezielt die zum Abschuss freigegebenen Stücke.

    Im Jagdgebiet sind deshalb frei laufende Hunde unterwegs. Dazu muss verstärkt mit Wildwechsel gerechnet werden. Und für Waldbesucher besteht auch das Risko, von ab­ge­prallten Geschossen oder Splittern getroffen zu werden.

    „Immer wieder tauchen während einer Jagd unvermittelt Pilzsucher oder Spaziergänger im Gefahrenbereich auf“ berichtet Winfried Pfahler. „Da klopft einem dann das Herz vor Schreck! Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn dort ein Stück Wild beschossen wird, während ein Mensch in unmittelbarer Nähe steht“

    Zum Schutz der Erholungssuchenden werden deshalb die bejagten Waldgebiete großräumig für die Zeit der Jagd gesperrt. Grenzen an die Jagdgebiete öffentliche Straßen an, wird durch die Straßenverkehrsbehörde eine Sperrung oder Geschwindigkeitsbegrenzung angeordnet. Autofahrer sollten dort mit Wildwechsel oder unvermittelt auftauchenden Hunden rechnen.

    „Hier geht es um Ihre Sicherheit!“ betont Winfried Pfahler. „Wir bitten deshalb alle Waldbesucher, in ihrem eigenen Interesse diese Sperrungen ohne Ausnahme zu beachten. Wir versprechen, die Beschränkungen so kurz wie möglich zu halten, damit Sie bald wieder nach Herzenslust im Wald wandern, Rad fahren oder Pilze sammeln können.“

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    Forstbetrieb Fichtelberg Nachrichten
    news-1738 Wed, 26 Sep 2018 10:50:31 +0200 Schulwald im Forstbetrieb Ebrach eröffnet http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1738&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=65604659d0cc8295f8a87351a001f741 Im Revier Burgwindheim von Revierleiter Andreas Friedel wurde am vergangenen Montag ein neuer „Schulwald“ eröffnet. 150 Teilnehmer, darunter 120 Kinder, feierten die Einweihung mit vielen kleinen Waldaktionen. Landrat Johann Kalb, Schirmherr des Schulwaldes Schlüsselfeld lobte das große Engagement aller Beteiligten an dem Gemeinschaftsprojekt Schulwald. Die eigens für den Schulwald erweiterte Hütte bietet nun für mehrere Klassen Platz, um auch bei schlechtem Wetter den Wald nutzen zu können. Der Schulwald befindet sich im Staatswald entlang des Walderlebnispfades.

    Um einen solchen Ort zu erschaffen „braucht es engagierte Förster wie Andreas Friedel (BaySF) und Benjamin Göbel (AELF Bamberg), die die Sache mit Fachverstand in die Hand nehmen und den Grundschulen zur Seite stehen“, so Reinhold Hoffmann, Rektor der Volksschule Schlüsselfeld.

    Unterstützt werden die Schulwälder von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, deren Landesverband Bayern die Aktion auch begründet hat. Derzeit gibt es 50 aktive Schulwälder, die in einem „Netzwerk Waldpädagogik Bayern“ zusammengefasst sind.

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    Forstbetrieb Ebrach Nachrichten
    news-1737 Tue, 25 Sep 2018 15:50:31 +0200 Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft besucht den Frankenwald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1737&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=29563104d6a72067d15dcaf525af66cf Chancen und Risiken der Beteiligung von Gastbaumarten unter Berücksichtigung des Klimawandels 

    (25.09.2018) Zeyern – Die Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft unter  Leitung von Prof. Dr. Manfred Schölch veranstaltete ihre Landestagung 2018 im  Frankenwald. Der Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten verfügt  wegen der früheren Anbauversuche im ehemaligen Forstamt Kronach durch die  Forstmeister Degen und Liebhardt über kleinere Waldbestände von Douglasie,  Hemlocktanne, Riesenlebensbaum, Küstentanne und weitere Gastbaumarten. Dies  nahm die Arbeitsgemeinschaft zum Anlass, Chancen und Risiken von  Gastbaumarten unter Berücksichtigung des Klimawandels und deren evtl. künftige  Einbeziehung in eine naturgemäße Waldbewirtschaftung zu diskutieren und  Beispiele im Staatswald zu besichtigen. 

    Prof. Dr. Schölch, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft in  Bayern, begrüßte die Teilnehmer an der Tagung in der Rodachtalhalle in Marktrodach, die  als Startpunkt für die zweitägige Tagung von der Marktgemeinde zur Verfügung gestellt  wurde. Die zurückliegenden sehr trockenen Monate hätten bewiesen, dass das Thema der  Tagung sehr aktuell sei. 

    Nach einem Grußwort durch Bürgermeister Norbert Gräbner führte Forstbetriebsleiter Fritz  Maier die Teilnehmer in die forstlichen Gegebenheiten des Frankenwaldes sowie die  Waldbewirtschaftung der Bayerischen Staatsforsten ein. Mit Getränken und Brezeln frisch gestärkt und fachlich gut vorbereitet ging es anschließend unter Führung von Revierleiter Tassilo Haderlein in das Staatswaldrevier Zeyern.

    An vier Exkursionspunkten wurden während einer längeren Wanderung naturnahe Waldbestände mit Tannen, Buchen, Fichten, einzelnen Douglasien sowie Bergahorn, Vogelbeere und Eiche besichtigt und die Bedeutung gemischter, strukturreicher Waldbestände hervor gehoben. Solche Wälder können die Herausforderungen durch den Klimawandel am besten meistern und alle Waldfunktionen auch in Zukunft sichern. Von  den Teilnehmern wurde festgestellt, dass eine Bejagung des Schalenwildes, die eine  natürliche Verjüngung aller Baumarten ohne größere Schutzmaßnahmen ermöglicht, ein wichtiger Baustein beim Aufbau klimatoleranter Wälder ist.

    Ob die Beteiligung von Gastbaumarten unter Berücksichtigung des Klimawandels Teil  einer naturgemäßen Waldwirtschaft sein kann, wurde an Waldbeständen mit Beteiligung von Douglasie, Hemlocktanne, Riesenlebensbaum und Roteiche intensiv diskutiert, aber nicht abschließend beantwortet. 

    Die besichtigten Gastbaumarten wiesen z.T. beeindruckende Einzelexemplare und gute Wuchsleistungen auf. Aus mehreren wissenschaftlichen Arbeiten (u.a. durch den Ökologisch-Botanischen Garten in Bayreuth) konnte Revierleiter Tassilo Haderlein  wertvolle Daten und Ergebnisse vorstellen. Einen schönen Abschluss fanden die fachliche Waldwanderung und der Meinungsaustausch unter den Teilnehmern an der Kichbühl-Kapelle, die als saniertes  Denkmal der ehemaligen Siedlung heute viele Wanderer zum Nachdenken über die Zukunft und zur stillen Einkehr veranlasst.

    Kontakt
    Fritz Maier
    Bayerische Staatsforsten AöR
    Forstbetrieb Nordhalben
    Tel.: 09267 9140 0
    E-Mail: info-nordhalben@baysf.de
    fritz.maier@baysf.de

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    Forstbetrieb Nordhalben Nachrichten
    news-1736 Tue, 25 Sep 2018 11:02:02 +0200 Sturmschäden durch den Sturm Fabienne http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1736&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=87febd85b75021b44759ff6519fdf494 Tornado im Staatswald bei Ebrach Forstbetrieb Ebrach leitet Maßnahmen zur Sturmschadensbewältigung ein

    Wie ein Tornado hat Sturmtief Fabienne am vergangenen Sonntag eine Schneise durch die Wälder südlich von Ebrach geschlagen und Tausende von Bäumen abgeknickt oder umgeworfen. Bereits am gestrigen Montag hat der Forstbetrieb erste Maßnahmen zur Bewältigung der Schäden auf den Weg gebracht. Die Bevölkerung wird aufgefordert, zum eigenen Schutz die betroffenen Wälder in den nächsten Tagen zu meiden. Die Sturmwurfaufarbeitung wird auf ökologische Ziele Rücksicht nehmen. Das Laubholz wird zur Nachfragedeckung an regionale Sägewerken geliefert.

    Bereits am Sonntagabend sind Mitarbeiter des Forstbetriebs in die Reviere gefahren, um die Sturmschäden zu begutachten. Allerdings waren die wenigsten Wege passierbar. Trotzdem war erkennbar, dass Sturm Fabienne vor allem die Reviere Winkelhof und Burgwindheim im oberen Steigerwald heimgesucht hat. Auch in den angrenzenden Privat- und Gemeindewäldern sind z.T. massive Sturmschäden zu beklagen. Der nördliche Steigerwald ist dagegen weitgehend verschont geblieben.

    Erste Schätzungen: 25.000 Festmeter
    Die ersten Schätzungen über den Holzanfall belaufen sich auf rd. 25.000 Festmeter. Im Gegensatz zu früheren Sturmereignissen, die vor allem die Fichte betroffen haben, entfällt diesmal die Hälfte der Sturmwurfmenge auf Laubbäume. Dabei nimmt die Buche den höchsten Anteil ein. Vor allem auf den tonig-lehmigen Keuperböden wurzelt die Buche oft nicht tief genug und sind bei Sommerstürmen besonders gefährdet. Auch könnte die lange Trockenheit dieses Sommers zur mangelnden Festigkeit der Buchenwurzeln beigetragen haben.

    Regionale Laubholzsäger kaufen Windwurfholz
    Die Betriebsleitung hat unmittelbar nach den Meldungen aus den Revieren erste Maßnahmen angeordnet: Als erstes werden die Waldwege freigeschnitten. Danach ist ein noch genauerer Überblick erforderlich. Es wurde entschieden, dass die besonderen Gefahrenbereiche von ortsansässigen Forstunternehmern mit dem Harvester aufgearbeitet werden. Für die Waldarbeiter des Forstbetriebs wurde eine Sicherheitsschulung durchgeführt, um auf die besondere Gefahrenlage bei der Sturmholzaufarbeitung zu sensibilisieren. Das Laubholz wird qualitätsdifferenziert an die regionalen Laubholzsägewerke verkauft. Glück im Unglück ist, dass der Sturm zu Beginn der Holzeinschlagsaison aufgetreten ist, im Rahmen der ohnehin geplanten Einschlagsmenge (100.000 Festmeter) liegt und auf eine hohe Nachfrage auf dem Laubholzmarkt trifft.

    Tausende von Baumstümpfen bereichern künftig die Waldartenvielfalt
    Der Forstbetrieb wird bei der Aufarbeitung abgebrochene Laubbäume grundsätzlich als Hochstubben stehen lassen. Laubholzstubben mit einer Höhe von 3 – 6 Meter bieten in wenigen Jahren Wohnung und Nahrung für Spechte, Holzkäfer und Pilze. Des Weiteren werden einzelne Laubbäume mit ihren hochragenden Windwurftellern nicht aufgearbeitet. Auch stark gesplittertes Holz verbleibt am Waldort. Die genannten Maßnahmen stellen eine ökologische Bereicherung in unseren Wäldern dar und dienen dem Schutz der Artenvielfalt. Bei allem Schaden für die forstliche Nutzung – dank der extensiven Aufarbeitung bei den Laubbäumen wird die Artenvielfalt von dem Sturmereignis profitieren.

    Kein Liegenlassen wird es bei der Baumart Fichte geben. Beschädigte Fichten müssen zum Schutz benachbarter Wälder vor Borkenkäfergefahr aufgearbeitet werden.

    Erholungswege teilweise gesperrt.
    Weil auch der Bereich zwischen dem Baumwipfelpfad und dem Steigerwald-Zentrum betroffen ist, wurden der Verbindungsweg, der Parkplatz und Grillplatz am Handthalgrundeingang sowie der Fahrweg von Ebrach nach Handthal gesperrt. Generell wird davor gewarnt, in die Sturmwurfgebiete zu wandern. Es können immer noch Äste aus den Baumkronen fallen oder übereinander liegende Bäume in Bewegung kommen. Sturmwurfgebiete im Staatswald sind vor allem die Wälder östlich von Handthal, südlich von Ebrach, bei Winkelhof, Burgwindheim und nördlich von Aschbach und Schlüsselfeld. Nicht betroffen sind die Wälder im nördlichen Steigerwald zwischen Hummelmarter, Fabrikschleichach und Hundelshausen. Beliebte Wanderwege wie der Pfad der Artenvielfalt im Weilersbachtal, der Zabelstein oder der Böhlgrund sind passierbar.

    Bildmaterial und Phototermin

    Bei Interesse an Bildmaterial oder an einem Phototermin vor Ort wird gebeten, mit den Revierleitern der am stärksten betroffenen Reviere Kontakt aufzunehmen:

    Rückfragen zur Pressemitteilung:
    Ulrich Mergner, Forstbetriebsleiter: Handy-Nr.: 0173 8630561, Email: ulrich.mergner@baysf.de

    Revier Burgwindheim:
    Andreas Friedel, Handy-Nr.: 0160/8831124, Email:
    andreas.friedel@baysf.de

    Revier Winkelhof:
    Fabian Löchner, Handy-Nr.: 0151/16215311, Email:
    fabian.loechner@baysf.de

    Revier Oberschwarzach:
    Regina Bertram, Handy-Nr.: 0175/5812492, Email:
    regina.bertram@baysf.de

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    Forstbetrieb Ebrach Nachrichten
    news-1735 Mon, 24 Sep 2018 15:14:25 +0200 Eichelmast im Spessart http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1735&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=553c4a1cc74098d02d5a1c6a6e0aff67 Die Frankenschau hat über die Eichelmast im Spessart berichtet und dabei den Rothenbucher Forstbetriebsleiter Florian Vogel und Förster Hubertus Bernhart interviewt. Den Beitrag können Sie in der Mediathek des Bayerischen Rundfunks ansehen.

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    Wald im Spessart Wald im Spessart Newsticker Startseite Forstbetrieb Rothenbuch Nachrichten
    news-1734 Fri, 21 Sep 2018 10:17:08 +0200 Ruine Bramberg aus dem Dornröschenschlaf erweckt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1734&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5957087ccd2fc2b8f89b43f1a4973255 Gemeinsamer Erfolg von Bayerischen Staatsforsten, Bayerischer Forstverwaltung  und Naturpark Hassberge  

    Bad Königshofen, 21. September 2018 - Bayerischen Staatsforsten haben die Ruine Bramberg in den letzten Jahren sukzessive aus ihrem Dornröschenschlaf erweckt. Vormals völlig eingewachsen und kaum sichtbar wurde sie großzügig freigestellt. Nach anfänglichen einzelnen Gegenstimmen zu den Baumfällarbeiten ist inzwischen der positive Aspekt dieser Maßnahme offenkundig und selbst ehemals große Kritiker sind begeistert. Weithin sichtbar ist die Ruine wieder zu einem markanten und überaus spektakulären Landschaftsmerkmal der Hassberge geworden.  

    Im Hinblick auf die zu erwartenden größeren Besucherzahlen wurden auch umfangreiche Verkehrssicherungsmaßnahmen durchgeführt. Ein Teil davon wurde durch die Bayerische Forstverwaltung als sogenannte „Besondere Gemeinwohlleistungen“ gefördert.  

    Der Naturpark Hassberge hat inzwischen noch dafür gesorgt, dass jeder Besucher sich bei seinem Ausblick von der Ruine bestens orientieren kann. Aufwendige Informationstafeln zeigen an, was bei gutem Wetter in verschiedenen Entfernungen zu sehen ist. Der Landkreis ist Gründungsmitglied des Zweckverbandes Deutscher Burgenwinkel, auf dessen Wander- oder Radwanderrouten die Burgruine auch eine Station ist.  

    Landrat Schneider wird am kommenden Dienstag, 25.09.2018 die abgeschlossenen Maßnahmen gemeinsam mit Vertretern von Bayerischen Staatsforsten, Bayerischer Forstverwaltung und dem Naturpark in Augenschein nehmen. Treffpunkt ist um 13:30 Uhr an der Ruine.

    Weitere Infos: Die Burgruine Bramberg als Ausflugsziel

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    Forstbetrieb Bad Königshofen i. Grabfeld Nachrichten
    news-1733 Thu, 20 Sep 2018 14:04:34 +0200 Sportler und Förster gemeinsam im Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1733&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a2f8517c0ce5fa70366bfadf8389b399 Veranstaltung für Mountainbiker am Forstbetrieb Fichtelberg

    (20.09.18) Warmensteinach. – Unter dem Motto „Wald.Sport.Bewegt“ veranstaltete der Forstbetrieb Fichtelberg eine Mountainbike-Tour rund um den Ochsenkopf. Anlass dazu waren die „Deutschen Waldtage“, eine gemeinschaftliche Aktion von Deutschem Forstwirtschaftsrat und dem Deutschen Olympischen Sportbund.

    Förster, die mit dem Mountainbike den Berg hinauf schnaufen. Sportler, die über Borkenkäfer und Rückegassen sprechen. Das konnte man kürzlich am Ochsenkopf erleben. Zu einer Mountainbike-Tour hatte der Forstbetrieb Fichtelberg Radsportler und Wintersport-Trainer aus der Region eingeladen. Auf breiten Forststraßen und schmalen Single-Trails sollte es um den in der Szene bekannten Hot Spot der Mountainbiker herumführen. Ein großer Spielplatz für Mountainbiker, aber eben auch Arbeitsplatz und Produktionsstätte für die Forstmitarbeiter.

    Florian Manske, Mitarbeiter bei den Bayerischen Staatsforsten und bei dieser Veranstaltung fachkundiger Guide konnte 15 Teilnehmer bei dieser Feierabend-Tour begrüßen. „Uns ist es wichtig, dass Mountainbiker und Förster miteinander reden. Damit schaffen wir Verständnis für die Position und Sichtweise der jeweils anderen Seite.“

    Bei einer lockeren Runde erkundeten die Teilnehmer manchen engen Pfad und versteckten Steig. Dabei konnten im Gespräch viele Vorurteile ausgeräumt werden. Ein Diskussionspunkt war die regelmäßige Pflege der Forststraßen, die viele Radfahrer als störend empfinden. Die Förster konnten dazu aber die Hintergründe und Ziele verständlich machen, nämlich um das Wasser vom Wegekörper abzuleiten. Interessant waren auch die Erklärungen zur Verkehrssicherungspflicht, die sich für die Förster bei allen Arbeiten im Wald ergeben. Umgekehrt wurde der Forstseite die Bedeutung der Freizeit- und Erholungsnutzung als berechtigte, gesellschaftliche Ansprüche an den Wald verdeutlicht, gerade in einer stark vom Tourismus geprägten Region, wie dem Fichtelgebirge. Und letztlich hatten Förster und Mountainbiker Spaß in der Natur und Freude an der Bewegung an der frischen Luft.

    Beide Seiten kamen überein, auch weiterhin im Gespräch zu bleiben und solch eine Veranstaltung bei nächster Gelegenheit zu wiederholen. Zu Gunsten von Wald und Natur, aber auch für das gegenseitige Verständnis.

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    Forstbetrieb Fichtelberg Nachrichten
    news-1732 Wed, 19 Sep 2018 11:00:35 +0200 Mit zarter Hand für den Waldumbau http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1732&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3920b389da6c81c5271a96f760e0f2af 18.09.2018, Kempten - Wer zufällig am Samstagnachmittag an die Ochsentobelhütte im Staatswald der Kürnach kam, wurde Zeuge gar seltsamen Treibens! Da standen Fahrzeuge aus ganz Deutschland bis nach Ostholstein. Das liegt an der Ostseeküste Schleswig Holsteins. Und 15 Damen in Jagdausrüstung waren vertieft in Themen rund um Hirsch, Reh und Sau.  

    Der Forstbetrieb Sonthofen mit Revierjäger Jörg Finze hatte zu einem Damen-Sammelansitz geladen und 15 Jägerinnen waren der Einladung gefolgt. Viehscheid in Gunzesried und ein Besuch im Schießkino mit Betriebsbesichtigung bei einem großen Jagdausrüster in Isny waren das Tagesprogramm für das Wochenende. Abends ging es auf die Jagd.  

    „Jagd ist längst nicht mehr eine Domäne der Männer“, weiß Jann Oetting, Staatsforsten-Chef in Sonthofen. „...und ich gehe sogar noch einen Schritt weiter“, ergänzt Jörg Finze, der Mann in Jagdtarn neben Jann Oetting, „meine Erfahrung ist, dass Frauen besser jagen! Wahrscheinlich sind sie mit mehr Herz dabei“ fügt er mit einem verschmitzten Lachen hinzu und zitiert alte Jagdweisheiten…  

    Tenor der jagenden Gäste aus ganz Deutschland: Das Allgäu hat sich von seiner besten Seite gezeigt und in der Kürnach wächst der Wald!

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    Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
    news-1731 Wed, 19 Sep 2018 10:50:07 +0200 Internationales Workcamp in fränkischen Wäldern http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1731&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f22403bf1f3d75a85724406cdabe1923 Forchheim, 19. September 2018 - 11 junge Frauen und Männer im Alter von 16-23 Jahren unterstützen derzeit den Forstbetrieb Forchheim der Bayerischen Staatsforsten im Rahmen eines Workcamps der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste „ijgd“.

    Für insgesamt drei Wochen helfen Ariella und Martina (aus Italien), Hamza (Frankreich), Furkan (Türkei), Katarina (Serbien), Amanda (Finland), Oswaldo und Cesar (Mexiko), Yurii (Ukraine), Eriko (Japan) und Carolin (Deutschland/Gruppenleiterin) bei verschiedenen Pflegearbeiten im Wald.

    Dabei sammeln sie in den Wäldern um Bamberg und Forchheim Eicheln, um sie anschließend in Nadelwaldbestände einzusäen, pflegen junge Tännchen und Wildbirnen, pflegen Wiesen, bauen Sitzbänke und tauschen sich aus über Deutschland und ihre eigenen, sehr unterschiedlichen kulturellen Wurzeln.

    Am Mittwoch, dem 26.09.18 werden sie in einem Mischbestand kleine Tännchen fördern, indem sie konkurrierende Fichten und Buchen entfernen.

    Gerne stellen wir die jungen Freiwilligen und ihr Engagement vor. Dazu laden wir ein, sie an ihrem ungewohnten temporären Arbeitseinsatz am Mittwoch, den 26.09.2018 bei Birkach (Frensdorf) zu begleiten. Treffpunkt ist um 10:30 Uhr das Feuerwehrhaus in der Ortsmitte „Zum alten Berg“ in 96158 Birkach. Weitere Informationen zu den „ijgd“ finden Sie auf https://www.ijgd.de/.

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    Forstbetrieb Forchheim Nachrichten
    news-1730 Wed, 19 Sep 2018 10:06:39 +0200 Technik im Wald - Moderne Forstwirtschaft im Gebirge http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1730&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ae511b131fa511072f905ada504c24e0 Oberammergau, 19. September 2018 - Am Freitag, 28.09.2018 von 14:00 bis 17:00 Uhr lädt der Forstbetrieb Oberammergau zu einem Waldbegang zum Thema „Technik im Wald - Moderne Forstwirtschaft im Gebirge“ ins Forstrevier Altenau ein.  

    Die Forstwirtschaft im Gebirge wird durch Wetter, Relief und Steigung vor besondere Herausforderungen gestellt. Bei dieser Exkursionen ist es möglich eine Seilkrananlage in Aktion zu erleben und die speziellen Anforderungen an Mensch und Maschine in schwierigem Gelände zu erleben und auch die Notwendigkeit der Bergwaldbewirtschaftung zu thematisieren. Alternative Techniken werden besprochen und durch eindrucksvolle Landschaftsbilder untermalt. Doch das Einschlagen der Bäume ist nur ein Teil der spannenden Aufgaben im Bergwald. Schon in der Tradition der Forstwirtschaft war vor allem die Holzbringung, also der Transport des Holzes ins Tal und an seinen Bestimmungsort, die größte Aufgabe.  

    Die Veranstaltung beginnt um 14:00 Uhr und endet gegen 17:00 Uhr. Treffpunkt ist der Wanderparkplatz Unternogg, direkt neben der Halbammerbrücke. Die Vorführung findet bei jedem Wetter statt, die Besucher werden gebeten, festes Schuhwerk und ggf. regenfeste Kleidung mitzubringen. Besondere Geländegängigkeit ist nicht erforderlich. Ab dem Wanderparkplatz Unternogg/Halbammerbrücke ist ein Fahrdienst mit Kleinbussen organisiert. Zur besseren Planung wird die Anmeldung per Email mit teilnehmender Personenzahl an info-oberammergau@baysf.de oder telefonisch unter 08822-92180 erbeten. Maximal können 30 Personen teilnehmen. Der Eintritt ist frei.

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    Forstbetrieb Oberammergau Nachrichten
    news-1729 Tue, 18 Sep 2018 11:08:39 +0200 Grünes Klassenzimmer in Bad Reichenhall eröffnet http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1729&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=696c80c31daf4c363f664d842cef3392 Berchtesgaden, September 2018 - Oberbürgermeister der Stadt Bad Reichenhall Dr. Herbert Lackner, Forstministerin Michaela Kaniber, Landrat Georg Grabner, Leiter der Mittelschule Bad Reichenhall Christian Schneider, Leiter des Karlsgymnasium Dr. Reinhard Bochter und Leiterin der Maria-Ward-Realschule St. Zeno Ruth Schliebs "drücken wieder die Schulbank". Diesen seltenen Anblick gab es, als Dr. Daniel Müller im Namen von Martin Neumeyer, dem Vorstandsvorsitzenden der Bayerischen Staatsforsten, die Ehrengäste begrüßte.

    Viel Lob fanden die Bänke, Tafel und dekorativen Holztiere, die von Forstwirt-Auszubildenden in der Laubau unter der fachmännischen Leitung von Ausbilder Josef Wolf gefertigt wurden. Staatsministerin Michaela Kaniber appellierte an die Lehrerschaft, die große Bedeutung des Waldes der jungen Generation zu vermitteln. Die feierliche Eröffnung des "Grünen Klassenzimmers" der Bayerischen Staatsforsten in Bad Reichenhall wurde musikalisch umrahmt durch das Bläser-Ensemble des Karlsgymnasiums unter Leitung von Gunter Janoschka.

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    Forstbetrieb Berchtesgaden Nachrichten
    news-1728 Tue, 18 Sep 2018 09:14:43 +0200 Fichtelberg, Finnland und Freising http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1728&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1f3af0f1a2185445b75ed03a57454cb9 Interkulturelle Begegnungen am Forstbetrieb Fichtelberg (17.09.18) Fichtelberg. – Wildtiermanagement und Forstwirtschaft im Fichtelgebirge live erleben: Das war das Motto für finnische und deutsche Studierende, die eine spannende Woche bei den Bayerischen Staatsforsten am Forstbetrieb Fichtelberg verbrachten.

    Welche Wildtiere leben in den Wäldern des Fichtelgebirges? Wie geht man mit diesen um? Welche Gemeinsamkeiten gibt es dabei zwischen Finnland und Deutschland? All diese Fragen standen auf dem Exkursionsprogramm von Studierenden der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) in Freising und der Häme University of Applied Science (HAMK) in Evo/Finnland. Um Antworten auf diese Fragen zu finden, reisten sie alle nach Fichtelberg. Gemeinsam erklommen sie den Gipfel des Ochsenkopfs, besuchten die renaturierten Moorflächen der Königsheide und diskutierten im Wildpark Mehlmeisel über Luchs, Auerhuhn und Co. Dabei standen ihnen Martin Hertel, Werner Schmidt und Peter Schöffel vom Forstbetrieb Fichtelberg mit Rat und Tat zur Seite.

    „Finnen und Deutsche sind gar nicht so verschieden!“ stellten die Studierenden bereits am ersten Tag in einem interkulturellen Workshop mit Gastdozent Michael Schweighöfer fest. In beiden Ländern legt man beispielsweise großen Wert auf Pünktlichkeit und Gewissenhaftigkeit. Die Wildtiere und der Umgang mit ihnen, unterscheiden sich in den beiden Ländern in manchen Belangen hingegen schon. So sucht man in Finnland den allseits bekannten Rothirsch vergeblich. Dafür findet man Bär, Wolf, Weißwedelhirsch oder das Birkhuhn. Letzteres ist im Fichtelgebirge seit Mitte des 20. Jahrhunderts ausgestorben. Überrascht waren die Studierenden, als die finnische Dozentin Monna Alatalo vom Auerhuhn berichtete: „Weil es so viele Auerhühner gibt, ist es in Finnland erlaubt, sie zu bejagen. Und wenn sie jung sind, schmecken sie sogar sehr gut!“ Für die deutschen Studierenden war dies nur schwer vorstellbar. Das Auerhuhn kommt in Deutschland nur noch selten vor. Weil es vom Aussterben bedroht ist, steht es in Deutschland streng unter Schutz. 

    Obwohl die internationalen Teilnehmer tagsüber fachlich viel diskutierten, kamen gesellige Abende nicht zu kurz. Für das leibliche Wohl sorgte dabei der Forstbetrieb Fichtelberg mit Wildragout und Rothirsch-Steaks vom Grill. Auch die Finnen lieferten Anlass für kulinarischen Genuss. Sie brachten eine Kostprobe vom finnischen Weißwedelhirsch zum Probieren mit.

    Organisiert wurde die internationale Hochschul-Exkursion von Dr. Fiona Schönfeld und  Christian Genser von der HSWT in Freising zusammen mit ihren finnischen Kollegen Monna Alatalo und Jouko Lindroos. Vor Ort im Fichtelgebirge bereitete Martin Hertel vom Forstbetrieb Fichtelberg die Veranstaltung vor. „Wir kommen gerne nach Fichtelberg!“ bekräftigte Fiona Schönfeld. „Es ist genau der richtige Ort für eine solche Exkursion!“ Und auch die finnischen Teilnehmer bestätigten: dies war ganz sicher nicht ihr letzter Besuch im Fichtelgebirge.

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    Forstbetrieb Fichtelberg Nachrichten
    news-1727 Tue, 18 Sep 2018 09:03:52 +0200 Kultursicherung im Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1727&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=131ec37ea08ebc64d70a9cf95e64af6b 14.09.2018, Sonthofen - Um den immer noch vorherrschenden heimischen Fichtenwald in Mischwald umzubauen, genügt es nicht einfach nur Mischbaumarten zu pflanzen. Es muss auch gewährleistet werden, dass die Pflanzen im Gras und in Brombeeren nicht untergehen.  

    Durch Borkenkäferbefall und Stürme entstehen viele offene Flächen, wo vorher Wald stand. „Wenn plötzlich viel Licht und Wärme auf den Waldboden kommt, explodiert bei uns Allgäu die Vegetation“, erklärt Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting. „Dann wachsen im Sonnenlicht auf einmal Brombeere und Krautflora, wo vorher junge Tannen im Schatten der Altbäume standen.“ Der sogenannte „Schirm“ eines Bestandes sorgt nicht nur dafür, dass die empfindlichen jungen Triebe der Tanne im Frühjahr vor Spätfrost geschützt sind, sondern verhindert auch das zu starke Aufwachsen der Konkurrenzvegetation. So sorgt normalerweise der Halbschatten der Bäume dafür, dass sich Gras und Brombeere nicht so stark entwickeln können.  

    Jürgen Sander, Revierleiter am Forstbetrieb Sonthofen: „In den Freiflächen, die von den Stürmen und den nachfolgenden Borkenkäferschäden stammen, kommt nun aus Sicht des Försters zu viel Licht in die Flächen. Dadurch werden die kleinen Forstpflanzen von der Konkurrenzvegetation überwachsen und das führt ohne Gegenmaßnahmen sehr häufig zum Absterben der Bäumchen. Um das zu verhindern, müssen die Bäumchen so freigeschnitten werden, dass sie wieder Luft und Licht bekommen.“ Aufgrund der guten Böden und des vielen Regenwassers, wächst diese äußerst dichte Konkurrenzvegetation im Allgäu in einem Frühjahr und Sommer bis zu zwei Meter in die Höhe, wenn sie nicht gemäht wird. Im Winter legt sie sich dann auf die jungen Bäumchen, die nicht schon durch Lichtmangel abgestorben sind.  

    Für diese Konkurrenzregelung, wie der Fachmann diese Arbeit im Wald nennt, verwenden die Waldarbeiter oder Unternehmer des Forstbetriebs den Freischneider, aber auch gerne ganz klassisch die Sense. Nochmal Sonthofens Forstmeister Oetting: „Die hat nämlich den Vorteil, dass insbesondere an heißen, windstillen Tagen unsere Kollegen nicht in der Abgaswolke stehen. Es ist eine anstrengende Arbeit, die volle Konzentration erfordert: Zu schnell sind sonst die jungen Bäumchen abgemäht, die eigentlich geschützt werden sollten. Und es ist eine wichtige Arbeit!“.

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    Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
    news-1726 Fri, 14 Sep 2018 10:51:27 +0200 Der Wald blüht auf: Blühflächen und Hochstümpfe für Insekten Fledermäuse, Vögel und Co. http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1726&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a4c091ed22143bde8a57167dc2b68818 Ottobeuren (14.9.2018) – Der Forstbetrieb Ottobeuren (Bayerische Staatsforsten) hat heuer zahlreiche Blühflächen und sog. Hochstümpfe als gezielte Waldnaturschutzmaßnahme für die Verbesserung der natürlichen Lebensräume von Insekten, Fledermäusen, Vögeln und Co. geschaffen. Im Rahmen des Naturschutz-Programms "Der Wald blüht auf" der Bayerischen Staatsforsten wurden Blühwiesen für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten angelegt. Daneben haben die Förster gezielt stehendes Totholz geschaffen, das naturschutzfachlich besonders wertvoll ist: Laubbäume, die in fünf bis sechs Metern Höhe bei Holzerntearbeiten "geköpft" wurden. Sie bieten zeitnah einen gefragten Lebensraum und eine wertvolle Nahrungsquelle für Fledermäuse, Vögel und Pilze.

    „Gerade stärkeres stehendes Laubstammholz ist von herausragender Bedeutung für den Waldnaturschutz“, sagt Ottobeurens Forstbetriebsleiter Dr. Hermann S. Walter. „Es bietet Höhlenbrütern, Kleinsäugern und zahllosen Insektenarten einen wertvollen Lebensraum". Der Stamm bleibt unbearbeitet stehen, die Baumkronen bleiben liegen: Im Zuge der natürlichen Zersetzung werde das stehende und liegende Totholz von verschiedensten Arten besiedelt und ist somit ökologisch besonders wertvoll. Wenn der geschaffene Hochstumpf schließlich nach vielen Jahren zusammenbricht, ist seine Funktion noch lange nicht beendet: Die verschiedenen Zustände, die das Holz bei der Zersetzung durchläuft, bieten für viele rar gewordene Tiere, Pilze oder Moose wertvolle Lebensräume.

    Königskerze, Klatschmohn, Wiesenflockenblume, Kornblume und Co: Der Forstbetrieb hat heuer auf insgesamt rund 60.000 qm Blühflächen mit regionalem, autochthonem Saatgut angelegt. Der Schwerpunkt lag auf ein- und mehrjährigen Wildpflanzen, die standortsangepasst ausgebracht wurden. Ziel war vor allem die Artenanreicherung von vorhandenen Wildwiesen und sonnigen Wegrändern. Bis sich eine stabile, blütenreiche Wiese dauerhaft etabliert hat, benötigt es in der Regel mehrere Jahre. „Wir verzichten im Staatswald auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Dünger. Umso mehr freuen wir uns, dass sich die ersten Blühflächen bereits gut entwickelt haben“, so Revierleiter Tobias Kraus.

    Um in den Staatswäldern mit Blühflächen und Totholz mehr Lebensraum für Insekten zu schaffen, wurde das Projekt "Der Wald blüht auf" ins Leben gerufen. Es wird gefördert vom Freistaat Bayern. Im Staatswald werden zahlreiche Blühflächen angelegt, um dem dramatischen Rückgang der Insekten entgegenzuwirken: Bislang wurden bereits 130 ha Blühflächen - verteilt auf über 500 Einzelflächen - in 242 Revieren eingesät. Weitere 15 ha sind für Herbstsaaten vorbereitet.

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    Naturschutz Forstbetrieb Ottobeuren Nachrichten
    news-1725 Fri, 14 Sep 2018 10:38:57 +0200 Einigung auf der Schwarzwihrburg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1725&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5a45f1129ddae5fddf2b70f94046f3ce Bayerische Staatsforsten übernehmen Verkehrssicherung, umfangreiche Maßnahmen notwendig, Schwarzenburg Festspiele sind gesichert

    Rötz/Regensburg, 14.9.2018 – Bei einem vor Ort-Treffen auf der Schwarzwihrburg einigten sich die Bayerischen Staatsforsten mit dem ersten Bürgermeister der Stadt Rötz, Ludwig Reger, darauf die Schwarzwihrburg möglichst schnell wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dazu sagten die Staatsforsten zu die Verkehrssicherung auf dem Gebiet der Burgruine zu übernehmen. „Umfassende Maßnahmen an dem Baumbestand auf dem Gelände der Burgruine sind dafür notwendig“, so der Leiter des Bereichs Immobilien bei den Bayerischen Staatsforsten Reinhard Strobl. Es werde notwendig sein Bäume zu fällen und tote Äste aus den Bäumen zu entfernen, die erhalten bleiben sollen, so Strobl weiter. Die Maßnahmen werden zeitnah umgesetzt, bis zur Herstellung eines verkehrssicheren Zustands muss leider auch der Zugang zur Burg gesperrt bleiben. Eventuell wird es aber möglich sein, die Burgruine in Teilschritten wieder zugänglich zu machen.

    „Die Schwarzenburg Festspiele im kommenden Jahr können aber sicher stattfinden“, freut sich der über die Einigung erleichterte Erste Bürgermeister der Stadt Rötz, Ludwig Reger. Um dies auch zukünftig sicherzustellen, übernehmen die Bayerischen Staatsforsten ab sofort die Verkehrssicherung auf dem Gelände der Burgruine. Die dadurch notwendige Fällung von Bäumen hat aus Sicht von Bürgermeister Reger neben der Verkehrssicherung noch einen weiteren Nutzen, der Ausblick von und auf die Burgruine wird sich deutlich verbessern. Bürgermeister Ludwig Reger bedankt sich für das konstruktive Gespräch mit Herrn Strobl und Herrn Bahnmüller von den Bayerischen Staatsforsten: „Mit der gefundenen guten Lösung kommen in Zukunft auf den Verein nur mehr leistbare Aufgaben zu. Ich freue mich für unseren Schwarzwihrbergverein, für unsere Bürgerinnen und Bürger, dass unser Hausberg (Schwarzwihrberg) wie immer wieder bespielt, begangen, kulturell und touristisch genutzt werden kann.“

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    Forstbetrieb Roding Nachrichten
    news-1724 Fri, 14 Sep 2018 09:20:04 +0200 Grüne Zukunft bei den Bayerischen Staatsforsten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1724&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8c6608a98cdeab435f184060143434a0 Waldarbeiternachwuchs im Forstbetrieb Burglengenfeld    

    Vilshofen, 13. September 2018. Die Augen leuchten. Vor fast zwei Wochen haben vier neue Forstwirtlehrlinge bei den Bayerischen Staatsforsten ihren Traumberuf gestartet. Martin Baier aus Schwarzhofen, Moritz Götz aus Hohenfels, Uli Nowak aus Burglengenfeld und Simon Pürzer aus Velburg hatten sich im Auswahltest Ende letzten Jahres durchgesetzt und eine Ausbildungsstelle zum Forstwirt am Forstbetrieb Burglengenfeld ergattert. Forstbetriebsleiter Thomas Verron begrüßte zusammen mit Ausbildungsmeister Michael Fischer die neuen Lehrlinge zum Start ihrer dreijährigen Ausbildung am forstbetrieblichen Ausbildungszentrum in Vilshofen und wünschte eine unfallfreie und interessante Ausbildung. Sie gliedern sich in eine Ausbildungsrotte mit vier weiteren Kollegen aus den Lehrjahren zwei und drei ein.  

    Die Aussichten auf eine spätere feste Übernahme ins Arbeitsleben der grünen Branche sind derzeit rosig. Durch die steigenden Anforderungen im Waldumbau in Richtung Klimawandel werden für Pflanzung, Pflanzenschutz und Pflege dringend Arbeitskräfte gebraucht. Auch der Borkenkäfer fordert bei steigenden Temperaturen und trockener Witterung vermehrt Gegenmaßnahmen. Ebenso nehmen Naturschutz- und Erholungsaufgaben einen erweiterten Stellenwert ein.

    Zunächst wurden die vier erst einmal am zentralen Ausbildungsstützpunkt in Nürnberg-Buchenbühl mit passender leuchtend orangeroter Sicherheitskleidung eingekleidet. So wird durch Logo und Schriftzug gleich die Zugehörigkeit zum Arbeitgeber Bayerische Staatsforsten sichtbar. Ab kommender Woche beginnt die blockweise ablaufende Berufsschulung am beruflichen Schulzentrum Oscar-von-Miller Außenstelle in Neunburg v.W. Neben dem praktischen Können sind im künftigen Berufsleben auch viele theoretische Anforderungen wichtig.  

    Der Forstbetrieb Burglengenfeld ist einer der zentralen Ausbildungsbetriebe der Bayerischen Staatsforsten, weshalb der Einzugsbereich für Lehrlingsaspiranten entsprechend groß ist. Die freien zwei bis vier Lehrlingsstellen werden jährlich im Dezember nach einem Auswahltest mit anschließendem Auswahlgespräch vergeben. Noch zeigt die Zahl der Nachfragen, dass ein Arbeitsplatz im Wald und damit an der frischen Luft interessant und begehrt ist. Verron freut sich über die zahlreichen neuen jungen Gesichter. Nach einer Reihe von Personalabgängen über Ruhestände, Altersteilzeitmodelle und berufliche Veränderungen tut Verjüngung förmlich Not. „Das ist identisch mit der nachhaltigen Bewirtschaftung des Waldes, hier weichen auch ältere für jüngere Bäume. Nachwuchs muss sein, ist da das Motto.“  

    Der Forstbetrieb Burglengenfeld bewirtschaftet gut 20.000 Hektar zwischen Regensburg und Nabburg sowie Kastl und Nittenau mit rund 60 Mitarbeitern. An insgesamt 22 Ausbildungsbetrieben stellen die Bayerischen Staatsforsten bayernweit jährlich - diesmal mit neuer Rekordzahl - 63 junge Nachwuchskräfte ein, die eine dreijährige Ausbildung zum Forstwirt durchlaufen. Wegen der vielfältigen Aufgaben bei der Pflege und Bewirtschaftung des Waldes werden auch weiterhin gut ausgebildete Fachkräfte gebraucht. Die Arbeit des Forstwirts hat sich längst vom reinen Holzhauer zu einem planerisch mitarbeitenden und vielfältig beanspruchten Teamworker gewandelt.

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    Forstbetrieb Burglengenfeld Nachrichten
    news-1723 Thu, 13 Sep 2018 13:43:33 +0200 Borkenkäferbefall am Ochsenkopf http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1723&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2bc4c3f98f52203d6839cdc0cc79bf61 Forstbetrieb Fichtelberg verhindert weitere Ausbreitung des Schädlings. Fichtelberg, 13. September – Auf der Ochsenkopfsüdseite befallen zur Zeit die Borkenkäfer viele Fichten. Der Forstbetrieb Fichtelberg lässt alle geschädigten Bäume fällen, um eine weitere Vermehrung des Insekts zu verhindern.

    Betroffen schaut Winfried Pfahler auf die Fichten mit den vertrockneten rot-braunen Nadeln. Hier oberhalb des Fürstenbrunnens auf der Südseite des Ochsenkopfes steht der Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg vor absterbenden Bäumen. „In Folge des heißen Sommers haben sich die Borkenkäfer vermehrt, wie selten zuvor, und bringen die durch die Trockenheit geschwächte Fichten an vielen Stellen zum Absterben“ stellt der Fichtelberger Forstchef fest.

    Besonders schwierig ist die Situation am Fürstenbrunnen. Ganze Baumgruppen haben die Insekten im unwegsamen Gelände schon befallen. „An dieser Schlüsselstelle haben wir bis zum Ende der Ferienzeit gewartet, um die Wanderer von Fleckl zum Ochsenkopf-Gipfel möglichst wenig zu stören. Aber jetzt sind wir gezwungen, zu handeln, damit wir verhindern, dass sich der Schädling weiter ausbreitet und den Wald vernichtet“, erklärt der Forstbetriebsleiter den aufwändigen Einsatz.

    „Der Rückeweg, auf dem der Wanderweg verläuft, musste dazu stabilisiert werden, damit wir das Schadholz überhaupt aus dem Wald entfernen können. Gleichzeitig werden dabei die absterbenden Bäume beseitigt, die auf den Weg stürzen und die Wanderer gefährden können.“

    „Wir bitten alle Waldbesucher um Verständnis für diese Maßnahme. Nach Abschluss der Holzernte werden wir den Weg wieder instand setzen“ verspricht Winfried Pfahler. „Dann können hier die Wanderer wieder ungestört den Ochsenkopfgipfel erklimmen.“

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    Forstbetrieb Fichtelberg Nachrichten
    news-1722 Thu, 13 Sep 2018 13:28:28 +0200 Abschiedsgruß von der Rossfeldalm für Peter Renoth http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1722&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a5c5802c619bde90d472fca6579a8f4e Berchtesgaden, 13. September 2018 – Der Vorstand der Weidegemeinschaft Rossfeld, Reinhard Brandner vom Karnerlehen in Oberau, hatte für den bereits im Juni 2018 in den Ruhestand gegangenen ehemaligen stellvertretenden Forstbetriebsleiter Peter Renoth noch eine große Überraschung bereit. Er überreichte ihm zu dessen dienstlichen Abschied von der Rossfeldalm eine mit dem Motiv des Almkasers bemalte Spanschachtel, hergestellt von der Berchtesgadener Holzhandwerkerzunft.

    Mit herzlichen Worten bedankte sich Brandner im Namen der Rossfeldalmbauern für die 14jährige vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit. Im Zusammenspiel zwischen der Weidegemeinschaft und den Bayerischen Staatsforsten als Vertreter des Almeigentümers sei es gemeinsam gelungen, die Rossfeldalm zu einer der modernsten Almen zu gestalten.

    Peter Renoth war von dieser Überraschung sehr berührt und gab den Dank ausdrücklich an die Vorstandschaft der Weidegemeinschaft zurück. Bauliche Maßnahmen im Kaser sowie der Anschluss an die öffentliche Trink- und Abwasserleitung und Stromversorgung waren eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg. Die von Renoth angeregte Teilnahme an einem modernen Weideführungskonzept unter der fachlichen Betreuung von Siegfried Steinberger von der Bayer. Landesanstalt für Landwirtschaft in Grub zeigt deutlich ihre positive Wirkung. Die Almweide ist in einem sehr guten Zustand, auch noch im Spätsommer. In vielen Fällen besorgten die Bayerischen Staatsforsten das Material für die Baumaßnahmen. Die Almbauern führten dann die Arbeitsleistungen mit Fleiß und handwerklichem Können durch. Der große Kaser ist somit in einem hervorragenden Zustand.

    Renoth betonte, dass er mit Herzblut auf der Rossfeldalm tätig gewesen sei, nachdem seine Großmutter in den Kriegsjahren Sennerin war. Dadurch sei auch eine emotionale Grundlage vorhanden gewesen. Renoth dankte auch der Sennerin Kathi Obermaier mit ihrem Lebensgefährten Hans Seebacher dafür, dass sie den Almbetrieb mit großer Leidenschaft und sehr sympathisch führen. Immerhin haben die Beiden über 50 Stück Almvieh von ca. 18 Bauern über den Sommer zu betreuen. Er äußerte den Wunsch, dass die beiden noch lange den Almbetrieb auf der Rossfeldalm weiterführen mögen.

    Im Rahmen der kleinen Feierstunde stellte sich auch der seit Juni 2018 bereits tätige Nachfolger von Renoth, Armin Haberl, den Almbauern vor. Armin Haberl hat die dienstlichen Aufgaben von Renoth noch dessen Ruhestandsversetzung übernommen und ist damit unter anderem jetzt auch für die Rossfeldalm zuständig. Die ersten Wünsche wurden bereits besprochen. Haberl sagte einen nahtlosen Übergang zu und betonte, dass er sich auf die Zusammenarbeit mit den Almbauern freue.

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    Forstbetrieb Berchtesgaden Nachrichten
    news-1721 Wed, 12 Sep 2018 15:47:34 +0200 Deutsche Waldtage 2018 http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1721&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c8be6372557821ce436530f68cd1af13 WALD BEWEGT ganz Deutschland Der Countdown läuft: Am kommenden Wochenende laden Forstleute, Waldbesitzer und Sportaktive gemeinsam zu über 200 Veranstaltungen in den Wald ein.

    Berlin 11. September 2018 – Am Wochenende ist es endlich soweit: Erstmals finden vom 13. bis 16. September bundesweit auf Initiative des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft die Deutschen Waldtage statt. Unter dem Motto „WALDBEWEGT“ stehen Sport, Erholung und Gesundheit im Mittelpunkt. Forstleute und Waldbesitzende laden gemeinsam mit dem Sport anlässlich der Deutschen Waldtage 2018 am kommenden Freitag, Samstag und Sonntag in den Wald ein. Die Angebote sind so vielfältig wie der Wald und eigenen sich für Jung und Alt – von Försterwanderungen, über Ausritte, Bogenschießen und Mountainbiken bis hin zum Waldbaden und zum Waldkonzert. Alle Veranstaltungen unter: www.bit.ly/DWT_Regional

    Alle Waldfreunde können an den Deutschen Waldtagen gemeinsam mit Forstleuten, Waldbesitzenden und Sportlerinnen und Sportlern den Wald aktiv erleben, sich sportlich betätigen, sich gegenseitig kennenlernen, Fragen stellen und vieles mehr. Die Kooperationspartner, das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Deutsche Forstwirtschaftsrat (DFWR), sind sich einig: Gemeinsame Aktionen machen Lust auf Sport im Wald. Sie fördern nicht nur die Gesundheit sondern vor allem auch das Verständnis füreinander. So bieten die Deutschen Waldtage 2018 nicht nur Aktion und Information, sondern werben gleichzeitig für gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme unter allen, die den Wald für Freizeitaktivitäten oder beruflich nutzen.

    Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes Alfons Hörmann werden am 14. September im Humboldt-Carree in Berlin den Startschuss für die regionalen Maßnahmen im Rahmen der Deutschen Waldtage 2018 geben. Weitere Infos finden Sie hier: www.deutsche-waldtage.de

    Veranstaltungen im bayerischen Staatswald:

    Mountainbiken mit den Förstern – Wald – Wissen - Wellness
    Im Rahmen einer geführten Mountainbike-Tour geht es mir Förstern aus dem Forstbetrieb Fichtelberg der Bayerischen Staatsforstem auf teils anspruchsvollen Trails rund um und auf den Ochsenkopf.

    Treffpunkt: 14.09.20108 – 16:00 Uhr in Fleckl am Parkplatz der Ochsenkopfseilbahn-Talstation Süd
    Dauer: ca. 2 h
    Teilnahmevoraussetzung: Verkehrssicheres Fahrrad (mit Licht), Helm
    Anmeldung per eMail bei florian.manske@baysf.de 

    Pfad-Yoga "Waldbewegt" 14.9. und 16.9. ab 17:00 Uhr
    Der #Waldbewegt – Körper, Geist und Seele in Einklang bringen Gehen und Yoga – Atme dich frei

    Der Baumwipfelpfad unterstützt dich mit seiner wunderbaren Bauweise, indem er verschiedene Stationen für dich bereit hält … Lausche dem Rauschen der Blätter … Spüre die Sonnenstrahlen auf deiner Haut und atme die frische, reine Waldluft ein … verbunden mit achtsamen, sanften Yogaübungen im Stehen, fließenden Atemübungen, sowie kleinen Wahrnehmungsübungen und einer Meditation.

    Anmeldung unter: info-baumwipfelpfad@baysf.de 
    Treffpunkt: vor den Kassen
    Kosten: 14€ p.P. inkl. Eintritt Baumwipfelpfad
    Dauer: ca.: 1 3/4 Stunden
    www.baumwipfelpfadsteigerwald.de

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    Nachrichten
    news-1720 Tue, 11 Sep 2018 14:27:06 +0200 Öko-Markt in Roggenburg am 17. September 2018 http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1720&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=55b21d0df021ff6ae601ee8194cf975b Weißenhorn, 11. September 2018 - Auf dem Rogg­enburg­er Öko-Markt bi­e­ten seit 20 Jah­r­en regio­na­le Aus­stel­l­er ihre Wa­r­en an. Im Mit­te­lp­unkt ste­hen an di­esem Markt­tag Bio-Pr­o­duk­te aus der Region rund um die Theme­n­fel­der Wohn­en, Essen und En­erg­ie. Daneben wer­den schö­ne und nützl­ic­he Dinge von regio­na­l­en Ha­nd­w­erksb­e­tr­ieben angeboten. Für das le­ibl­ic­he Wohl ist se­lb­s­tver­ständl­ich auch ge­sorgt: Bio-Bau­ern der Umg­eb­ung und regio­na­le Brau­e­re­ien verköstig­en Sie gern.  

    Mit dabei ist auch diesmal wieder der Forstbetrieb Weißenhorn. Wir verkaufen Wildbret und Wildwurst und verwöhnen die Besucher des Öko-Marktes mit Wildbratwurst und Hüttentopf.  

    Von 10 bis 17 Uhr bi­e­tet der ma­l­erisc­he Pr­äl­aten­hof des Kl­osters Rogg­enburg den per­fe­k­t­en Schaupl­atz für das farbe­nfro­he Herb­st­t­r­eiben. Für Kin­der ist ein en­t­sp­rec­he­n­des Ra­hme­npr­ogramm geboten.

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    Forstbetrieb Weißenhorn Nachrichten
    news-1719 Tue, 11 Sep 2018 14:12:32 +0200 Der Wald blüht auf im Fichtelgebirge http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1719&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b8e2f7e409aac84d34afdc408ccc7c6a MdL Martin Schöffel informiert sich über Blühflächenprojekt im Staatswald

    Fichtelberg, 11. September 2018 – Landtagsabgeordneter Martin Schöffel besuchte den Forstbetrieb Fichtelberg und informierte sich vor Ort über das Blühflächenprojekt bei den Bayerischen Staatsforsten.

    Eine stille Waldlichtung bei Fichtelberg: Glatthafer wiegt sich im Wind. Ringelblumen leuchten goldgelb. Bienen summen herum. Eine Laubwanze klettert am Stängel einer Schafgarbe hoch. Ein Taubenschwänzchen, ein Falter, ähnlich einem Kolibri, surrt von Blüte zu Blüte der Taubnesseln und saugt mit seiner langen Zunge den Nektar. „Hier merkt man nichts vom Insektensterben“ kommentierte Martin Schöffel das muntere Treiben auf der bunten Wiese. Der Landtagsabgeordnete besuchte vergangene Woche den Forstbetrieb Fichtelberg, um sich aus erster Hand über das Blühflächenprojekt im Staatswald zu informieren.

    Mit Unterstützung durch den Freistaat Bayern schufen die Bayerischen Staatsforsten bisher in diesem Jahr 130 ha Blühflächen. Das entspricht einer Fläche von gut 170 Fußballfeldern. Allein am Forstbetrieb Fichtelberg entstanden heuer im westlichen und südlichen Fichtelgebirge an 13 Standorten knapp 30.000 m² blütenreiche Wiesenstreifen.

    „Wir wollen damit die Landschaft bereichern und die Artenvielfalt speziell bei den Insekten und Schmetterlingen erhöhen“ erklärt Winfried Pfahler, Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg das Projekt. Daneben legte der Forstbetrieb auf ganzer Fläche Biotopholz-Trittsteine an. Bäume, die in drei bis sechs Meter Höhe gekappt wurden, bleiben dort dauerhaft als Totholz für holzbewohnende Insekten, Spechte und andere Höhlenbrüter stehen.

    „Unser Wald ist Rohstoffquelle, Sparkasse, Sauerstofflieferant, Erholungsmöglichkeit für die Bevölkerung und nicht zuletzt auch Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Da ist das Geld in die Vielfalt gut investiert“ bestätigte Martin Schöffel. Zugleich bedankte er sich bei den Mitarbeitern des Forstes für ihr Engagement bei Pflege und Bewirtschaftung des Waldes.

    „Nach der Premiere in diesem Jahr wollen wir das Projekt auch in Zukunft erfolgreich fortführen“ versprach Winfried Pfahler. „Die Natur wird es uns danken.“

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    Forstbetrieb Fichtelberg Nachrichten
    news-1717 Mon, 10 Sep 2018 08:02:54 +0200 Stürme, Dürre, Schädlinge: Bayerische Wälder und Waldbesitzer vor historischer Herausforderung http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1717&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=886d175b73f49ee5e75e50ee42de9675 Spitzenvertreter der Bayerischen Forstwirtschaft veröffentlichen gemeinsames Positionspapier

    Gemeinsame Erklärung von Bayerischem Waldbesitzerverband, Bayerischem Bauernverband, Familienbetrieben Land- und Forstwirtschaft Bayern, Forstwirtschaftlichen Vereinigungen und Bayerischen Staatsforsten

    Regensburg, 10. September 2018 - Führende Vertreter aus Waldbesitz, Landwirtschaft, Grundeigentümer und Bewirtschafter berieten bei einem Spitzentreffen in Regensburg zur aktuell schwierigen Lage der bayerischen Waldbesitzer. „Die Lage hat sich in den letzten Wochen dramatisch zugespitzt: Hohe Schadholzmengen der jüngsten Stürme, der trockene, heiße Dürresommer 2018 und die stark zugespitzte Borkenkäfersituation treffen die bayerischen Waldbesitzer sehr hart. Dabei geht es auch um Existenzen. In manchen Regionen ist der Holzmarkt unter starkem Druck und es wird schwieriger, Holz zu verkaufen“, so Josef Ziegler, Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbands.   

    Dabei sind die großen Probleme, mit denen sich die bayerischen Waldbauern und Förster konfrontiert sehen, nicht hausgemacht. Die Lage hat sich durch verschiedene Ereignisse in ganz Europa so dramatisch entwickelt: Neben großen Holzmengen, die insbesondere nach dem Januar-Sturm Friederike in Nord- und Ostdeutschland anfielen und jetzt den Holzmarkt auch in Bayern stark belasten, hat der historisch trockene und anhaltend heiße Sommer 2018 dazu geführt, dass auch die Borkenkäferzahlen sich in den letzten Wochen in weiten Teilen Bayerns nach oben entwickelt haben. Besonders schlimm sieht es in Tschechien aus, wo eine großflächige Borkenkäfer-Massenvermehrung im Gang ist. Von dort kommen weitere größere Mengen Käferholz auch auf den bayerischen Markt.  

    Der Import des tschechischen Käferholzes birgt noch eine weitere Gefahr: Die bayerischen Waldbesitzer fürchten, dass eine aggressive und in den tschechischen Fichtenwäldern bereits weit verbreitete invasive Borkenkäferart mit den Holztransporten auch nach Bayern eingeschleppt werden könnte: Der sogenannte „Nordische Fichtenborkenkäfer“ (Ips duplicatus), der in Bayern derzeit noch nicht als Schädling auftritt, hat seit etwa zwei Jahren großen Anteil daran, dass weite Landstriche in Tschechien sprichwörtlich entwaldet werden, wie tschechische Experten ihren bayerischen Kollegen berichten. Ein Alarmsignal für die bayerischen Waldbesitzer und Förster: „Wir befürchten, dass diese aggressive Käferart durch die zahlreichen Holztransporte per Zug und per Lkw, die laufend über die Grenze nach Bayern kommen, in großen Stückzahlen eingeschleppt wird und hier ihre Massenvermehrung fortsetzt. Dies muss mit allen Mitteln verhindert werden, zum Beispiel mit Kontrollen durch die zuständigen Behörden und weitere Maßnahmen“, so der einhellige Tenor der Teilnehmer der Sitzung.  

    Der Chef der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, unterstrich, dass der Staatswald sich in diesen Zeiten solidarisch mit den privaten Waldbesitzern zeige. Er erläuterte, dass die Bayerischen Staatsforsten in den letzten Monaten viele Bäume, die nach den Fachplanungen für eine Fällung vorgesehen waren, nicht geerntet haben. „Allein im Sommer 2018 haben wir entschieden, rund 200.000 Festmeter Holz in den Monaten Juli und August nicht einzuschlagen. Dies bedeutet eine markante Minderung des gesamten Holzeinschlags um ein Viertel in den Monaten Juli und August über alle Baumarten im Vergleich zum Vorjahr.“  

    Die Teilnehmer des Spitzentreffens sehen akuten Handlungsbedarf, um die bisher beispiellose Situation und die Gefahren für unsere Wälder zumindest mindern zu können. Sie formulierten folgende Forderungen an die Politik und die zuständigen Behörden:

    • Sofortige Durchführung phytosanitärer Maßnahmen beim Import von Rundholz aus Tschechien; in einem ersten Schritt z. B. Stichproben-Kontrollen bei der Einfuhr: Es muss Klarheit geschaffen werden, ob Züge und LKW mit tschechischem Rundholz auch neue, schädliche Käferarten nach Bayern bringen. Es ist sicherzustellen, dass insb. der Nordische Fichtenborkenkäfer (Ips duplicatus) nicht massiv nach Bayern eingeschleppt wird.
    • Mehr Wettbewerb in der Sägeindustrie: Strukturpolitischer Ausbau bzw. Stärkung der Sägewerkskapazitäten v. a. im ostbayerischen Raum, um die großen Holzmengen verarbeiten zu können und angemessene Holzpreise zu sichern.
    • Umgehender Aufbau von Lagerkapazitäten: Spürbare finanzielle Unterstützung / Förderung leistungsfähiger Nasslager für Privat- und Körperschaftswälder, um Holz qualitätserhaltend einlagern zu können und so dem Borkenkäfer Brutraum zu entziehen. Hierfür erscheint es dringend notwendig, die Förderung anzupassen. Die bei der Genehmigung von Nasslagerplätzen beteiligten Behörden sollten die Waldbesitzer und Forstwirtschaftlichen Zusammenschlüsse wirksam und zeitnah unterstützen, z. B. durch verkürzte Genehmigungsverfahren und Hilfe bei der Suche nach Standorten.
    • Gewährung von Struktur- und Liquiditätshilfen für Waldbesitzer in den nächsten Jahren, in denen große Schadholz-Mengen den bayerischen Holzmarkt stark belasten. Sicherstellung der Liquidität, damit die betroffenen Waldbesitzer weiterhin gegen Borkenkäfer vorgehen und Forstunternehmer bezahlen können, die die Aufarbeitung unterstützen. Für diese Hilfen sollte als erster und schnell umsetzbarer Schritt der Rückgriff auf noch nicht abgerufene Mittel aus den Unterstützungsleistungen nach Sturm „Kolle“ geprüft werden.
    • Steuerliche Erleichterungen: Die bestehenden gesetzlichen Spielräume sind zur Entlastung der betroffenen Waldbesitzer unverzüglich und umfassend auszuschöpfen bzw. in Kraft zu setzen. Dies gilt beispielsweise für die Anhebung der Betriebsausgabenpauschale oder die Gewährung des Viertel-Steuersatzes ab dem ersten Festmeter an für Kalamitätsholz nach § 34b EStG.
    • Solidarität des Staatswaldes: Die Bayerischen Staatsforsten sagen zu, in Solidarität mit dem bayerischen Privatwald die bereits seit Monaten praktizierte deutliche Zurückhaltung beim Einschlag frischen Fichtenstammholzes in den betroffenen Regionen fortzuführen, solange dies aufgrund der Sondersituation notwendig ist. 

    Die Gesprächsteilnehmer appellieren an die Solidarität aller Waldbesitzer und fordern diese auf, den Einschlag frischen Fichtenstammholzes bis auf weiteres deutlich zu reduzieren und der Käfersuche und Aufarbeitung des Kalamitätsholzes höchste Priorität einzuräumen. Nur so sei es möglich, eine weitere Vermehrung des Borkenkäfers effektiv einzudämmen. Die Waldbesitzer appellieren zudem an die Säger, durch eine rasche Abfuhr der Kalamitätshölzer die bayerischen Waldbesitzer bei ihren Waldschutzmaßnahmen zu unterstützen.  

    Frischholz sollte ausschließlich nachfrageorientiert mit entsprechenden Verträgen und Abfuhrgarantie eingeschlagen werden. Dabei erwarten die Waldbesitzer von Sägerseite für bereit gestelltes frisches Fichtenstammholz Vertragskonditionen, die dem Vorkalamitätsniveau entsprechen.

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    news-1716 Fri, 07 Sep 2018 13:07:37 +0200 Methusalem im Staatswald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1716&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=02dbac5a1cca8dbfd8913c248c75d527 Sonthofen, 06.09.2018 – Der Schutz alter oder besonderer Bäume ist ein wichtiger Bestandteil der naturnahen und nachhaltigen Waldbewirtschaftung im Staatswald. Alte, knorrige Bäume mit ihrer zuweilen bizarren Gestalt, sind nicht nur ein Hingucker für Wanderer und Naturgenießer, sondern häufig auch unverzichtbare „Hotspots“ der Artenvielfalt.  

    „Wir Förster von den Bayerischen Staatsforsten setzen auf einen konsequenten Schutz alter und besonderer Bäume. Wir nennen sie in Anspielung auf Noahs Großvater Methusalem Methusalembäume, weil auch er sehr alt geworden ist“, berichtet der im Revier Kempter Wald zuständige Revierleiter Sebastian Neubauer. Bäume wie zum Beispiel Eichen, Tannen oder Fichten, die in Brusthöhe einen Durchmesser von 100 cm erreicht haben, werden in der Regel nicht mehr genutzt. Für die meisten anderen Baumarten gilt ein Brusthöhendurchmesser von 80 cm als Voraussetzung, um bei den Bayerischen Staatsforsten als Methusalem alt zu werden.  

    „Im Revier Kempter Wald des Forstbetriebs Sonthofen gibt es sehr stattliche Weißtannen und alte Buchen, die mit einer gelben Wellenlinie markiert wurden und nun als Methusalem bis zum natürlichen Zerfall sich selbst überlassen werden. Die landschaftsprägenden Weißtannen mit ihren stattlichen Dimensionen im westlichen Kempter Wald sind im Schnitt etwa 150-200 Jahre alt“, erläutert Neubauer. Bei den Methusalemtannen handelt es sich im Wesentlichen um noch gesunde und vitale Bäume, die mit ihren rund 200 Jahren noch nicht einmal die Hälfte ihres maximalen Alters erreicht haben und so wohl noch viele Generationen überdauern werden.  

    „Mit zunehmendem Alter und abnehmender Vitalität der Bäume, nimmt ihre Bedeutung als wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pilze stetig zu. Das Abbrechen von dicken Ästen oder ganzen Kronenteilen, das Eindringen von Pilzen in das Holz, sowie die Anlage von Spechthöhlen machen aus einem alten Baum innerhalb von wenigen Jahren einen wichtigen Trittstein der Artenvielfalt. Genau hier setzt das Konzept des Methusalemschutzes der Bayerischen Staatsforsten an“, ergänzt Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting. Und freut sich über die alten, markanten und stattlichen Bäume seines Forstbetriebs, die so über viele Menschengenerationen erhalten und geschützt werden. „Sie werden hoffentlich so alt wie Noahs Großvater und bereichern am Ende ihres Lebens den Lebensraum Wald mit einem weiteren Biotop für zahlreiche Arten.“

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    Naturschutz Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
    news-1715 Fri, 07 Sep 2018 08:59:35 +0200 Der Wald blüht auf im Forstbetrieb Forchheim http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1715&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2a5b8431b71e7696bfe15e005333acb3 Forchheim, 7. September 2018 - Um in den Bayerischen Staatswäldern das Angebot an Blühflächen für die heimischen Insekten zu steigern, wurde das Projekt „Der Wald blüht auf“ ins Leben gerufen. Dieses Naturschutzprojekt wird gefördert vom Freistaat Bayern (Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) aus Mitteln für besondere Naturschutzleistungen im Staatswald.

    Derzeit sind im Bayerischen Staatswald 130 ha neue Blühflächen - verteilt auf über 500 Einzelflächen - in 242 staatlichen Forstrevieren eingesät mit 3 t Saatgut – von Blütenpflanzen aus den jeweiligen Regionen.

    Nach der lang anhaltenden, sehr starken Trockenheit der letzten Wochen sind die künftigen zusätzlichen 4,5 ha Blühflächen am Forstbetrieb Forchheim nun vorbereitet. Mit der Aussaat wird kommende Woche begonnen.

    Zur Einsaat und Vorstellung des Blühprogramms laden wir Sie herzlich ein am Mittwoch, dem 12.09.2018 um 14:00 Uhr an den „Fürstberg“ im Markwald bei Heroldsbach. Der Treffpunkt ist um 14:00 Uhr der Waldparkplatz bei Thurn, Baiersdorfer Str., 91336 Heroldsbach (Koordinaten 49°41'07.5"; N11°00'35.4"E)

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    Naturschutz Forstbetrieb Forchheim Nachrichten
    news-1714 Fri, 07 Sep 2018 08:39:42 +0200 Neue Lehrlinge am Forstbetrieb Bodenmais http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1714&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=be9b1b8b7c69f15b6fd6b63dc164d343 Forstbetriebsleitung begrüßt die neuen Azubis Bodenmais, 05.09.2018 - Im Forstbetrieb Bodenmais hat im September für zwei neue Lehrlinge die berufliche Zukunft begonnen. Die zwei „Neuen“, Tobias Späth und Michael Wirth, haben sich für die Ausbildung zum Forstwirt entschieden und damit für den schönsten Arbeitsplatz der Welt – den Wald.

    Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl, sein Stellvertreter Franz Thoma und Ausbildungsmeister Paul Hilgart haben die beiden in der Lehrwerkstatt Oberlohwies herzlich begrüßt. „Wir freuen uns, jungen Menschen einen Weg in eine spannende berufliche Aufgabe bieten zu können. Wir schaffen und besetzen hier wichtige Arbeitsplätze und realisieren eine hohe Wertschöpfung auch abseits der Ballungszentren! Für das Unternehmen Bayerische Staatsforsten sind die „Neuen“ eine wichtige Investition in die Zukunft des Unternehmens“, bekräftigt Völkl und wünscht den Azubis einen guten Start ins Berufsleben.

    Im Forstbetrieb selbst kümmert sich Ausbildungsmeister Paul Hilgart um die Lehrlingsausbildung. Angefangen hat er damit 1993 am damaligen Forstamt Bodenmais, seit 2006 ist er der Ausbilder am Forstbetrieb Bodenmais. Jedes Jahr haben hier zwei bis drei Azubis angefangen. Die neuen Lehrlinge profitieren damit von über 25

    Jahren Erfahrung ihres Meisters und vom Können und Wissen der Kollegen aus dem 2. und. 3. Lehrjahr. Die „Neuen“ Tobias Späth und Michael Wirth stammen beide aus der Region. Tobias Späth (17) kommt aus Rimbach im Lkr. Cham und hat schon im Wald der Familie Erfahrungen gesammelt. Das hat ihn veranlasst, unbedingt „Holzhauer“ werden zu wollen.

    Michael Wirth (28) aus Schweinhütt, Lkr. Regen, ist ein „Spätberufener“: nach zwölf Jahren als Bundeswehrsoldat im In- und Auslandseinsatz reifte in ihm der Entschluss, den Forstwirtsberuf zu ergreifen. „Nach allem, was ich bisher schon erlebt habe, ist und wird dies mein Traumberuf!“, sagt Wirth begeistert.

    Bei den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) ist die Lehrlingsausbildung ein wichtiges Thema: zum 01.09.2018 haben in der BaySF 73 Lehrlinge in unterschiedlichen Berufen angefangen, davon 63 Forstwirte und 10 Bürokaufleute und Revierjäger.

    Weitere Informationen zum Ausbildungsberuf „Forstwirt/in“ finden Sie unter www.baysf.de/ausbildung.

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    Forstbetrieb Bodenmais Nachrichten
    news-1713 Thu, 06 Sep 2018 09:30:11 +0200 Ausbildungsrekord bei den Bayerischen Staatsforsten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1713&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e5a77124e799f42321e295308e5818c0 73 Azubis beginnen 2018 Ausbildung im Waldunternehmen  
    • Insgesamt 169 Lehrlinge bei den Bayerischen Staatsforsten beschäftigt
    • Staatsforstbetriebe in ganz Bayern schaffen wichtige Arbeitsplätze und Wertschöpfung im ländlichen Raum
    • In sechs Lehrberufen bieten die Bayerischen Staatsforsten Ausbildungsplätze an  

    Regensburg, 6. September 2018 – Mit einer Rekordzahl an neuen Lehrlingen starten die Bayerischen Staatsforsten in das aktuelle Ausbildungsjahr. 73 neue Kolleginnen und Kollegen werden ihre Ausbildung in unterschiedlichen Berufen durchlaufen und sollen künftig den erfolgreichen Weg des Waldunternehmens mitgestalten. Auf dem Azubi-Tag am 6. September begrüßten Vorstand, Ausbilder und Personalverantwortliche die Azubis in der Unternehmenszentrale der Bayerischen Staatsforsten in Regensburg.   

    Wer bei der Waldarbeit und beim Arbeitgeber Bayerische Staatsforsten als erstes an Förster und Forstwirte denkt, liegt damit grundsätzlich richtig. Allerdings sind die Aufgaben in einem modernen Forstunternehmen viel breiter gefächert. Deshalb bietet der Staatsforstbetrieb in seiner Zentrale und den 41 über ganz Bayern verteilten Forstbetrieben Ausbildungsplätze in insgesamt sechs verschiedenen Berufen an:

    • Forstwirt/in
    • Revierjäger/in
    • Mechatroniker/in
    • Industriekaufmann/frau
    • Fachinformatiker/in Systemintegration
    • Kaufmann/frau für Büromanagement 

    Neben den Forstwirten, die mit 63 Azubis die deutliche Mehrheit bilden, konnte der Vorstandsvorsitzende Martin Neumeyer in diesem Jahr auch zehn Auszubildende für die Berufe „Kaufleute für Büromanagement“ und „Revierjäger“ neu im Unternehmen willkommen heißen. „Die Bayerischen Staatsforsten sind damit einer der größten forstlichen Ausbilder in Deutschland. Wir freuen uns, jungen Menschen, die am Wald interessiert sind, eine berufliche Zukunft rund um das Thema Wald bieten zu können“, so Neumeyer auf dem Azubi-Tag in Regensburg.  

    Personalvorstand Reinhardt Neft betonte, dass eine erfolgreiche Ausbildung nur gelingt, wenn sich qualifizierte und engagierte Ausbilderinnen und Ausbilder während der Lehrzeit für ihre Azubis einsetzen: „Unsere Ausbilder sind Wissensvermittler, Motivator und vieles mehr. Sie bringen für diese Aufgabe viel Engagement, Einfühlungsvermögen und Erfahrung mit“, so Neft.  

    Natürlich ist auch für die Bayerischen Staatsforsten der demografische Wandel ein wichtiges Thema. Für Personalchefin Petra Bauer spielt der Nachwuchs daher eine wichtige Rolle im Unternehmen: „Für die Bayerischen Staatsforsten sind die jungen Kolleginnen und Kollegen eine wichtige Investition in die Zukunft des Unternehmens“, betonte Bauer.  

    Der traditionelle Azubi-Tag an der Unternehmenszentrale ist eine gute Gelegenheit, um sich gegenseitig kennen zu lernen, das kollegiale Miteinander zu fördern und die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu begrüßen. „Für ein erfolgreiches Berufsleben ist eine gute Zusammenarbeit unerlässlich“, schloss Frau Bauer und wünschte allen neuen Azubis einen guten Start ins Berufsleben.  

    Weitere Informationen: http://www.baysf.de/ausbildung

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    news-1710 Mon, 03 Sep 2018 10:02:07 +0200 Bayerische Staatsforsten reduzieren Holzeinschlag deutlich http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1710&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=11247e2f8b39dd4d76b048050972e81f Regensburg, 3. September 2018 – Die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) haben in diesem Sommer den Holzeinschlag in den Staatswäldern des Freistaats um rund 200.000 Festmeter reduziert. Diese Menge entspricht einer Minderung des Holzeinschlags um ein Viertel in den Monaten Juli und August über alle Baumarten im Vergleich zum Vorjahr.

    Den größten Rückgang gab es beim Fichtenholz. Hier haben die Staatsforsten im Sommer überwiegend nur vom Borkenkäfer befallene Fichten aufgearbeitet und geerntet. Nach den Worten des Vorstandsvorsitzenden der Staatsforsten, Martin Neumeyer, ist die Rücknahme des Holzeinschlags eine Reaktion auf die durch Sturm- und Käferholz sehr gut versorgten Holzmärkte in Bayern. „Es macht keinen Sinn, frisches Holz auf einen ohnehin schon gut versorgten Markt zu geben. Mit der Rücknahme des Holzeinschlags wollen die Staatsforsten ihren Teil zur Entspannung und Stabilisierung des Holzmarktes beitragen. Daher haben wir zur Marktentlastung in diesem Juli und August so wenig Holz eingeschlagen, wie noch nie in einem Sommer seit Bestehen der BaySF“, so der Staatsforsten-Chef.

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    Nachrichten
    news-1711 Mon, 03 Sep 2018 09:58:00 +0200 Ferienspielnachmittag im Geiselbacher Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1711&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a8478ac27da5027191a4383f76c175ad Am 30. August zog eine kleine Gruppe Geiselbacher Ferienkinder mit der Familie von Förster Rudi Schlenke, vom Forstbetrieb Heigenbrücken, hinaus in den heimischen Wald. Nach einem lustigen Begrüßungsspiel ging es auf Schleichwegen zu einem großen Fuchsbau. Die Kinder bestaunten die große Bauanlage, die von vielen Fuchs- und Dachsgenerationen angelegt und immer wieder neu bearbeitet wurde. Weiter ging es dann zu einem Holzpolter von Fichtenstämmen, an denen nur noch wenig Rinde, dafür aber umso mehr interessante Muster zu sehen waren. Die Spuren vom Buchdrucker (Borkenkäfer) waren hier deutlich zu erkennen und unter einem Rindenstück entdeckten die Kinder den Käfer und seine verschiedenen Entwicklungsstadien. Förster Schlenke erklärte, dass der Befall mit Borkenkäfern zum Absterben der betroffenen Bäume führt und sie deshalb gefällt und abtransportiert werden müssen,  um die übrigen Nadelbäume zu schützen. Nun hatten sich alle eine Pause verdient und nach der Stärkung mit leckerem Gebäck und kühlen Getränken ging es an einen geheimnisvollen Ort. Die Geräusche waren hier gedämmter und auch den Wind spürte man nicht mehr.

    Die Kinder durchstreiften auf einen schmalen Weg das in U-Form angelegte ehemalige Steinbruch Gelände und jeder musste sich einen kleinen Stein für später mitnehmen. Die Wanderung führte von diesem mystischen Ort bis zu einem markanten Punkt im Wald, an der ein Hochsitz stand. Vom Sitz aus entdeckten die Kinder einige auffällige Stellen, an denen Wildschweine ihre Spuren hinterlassen hatten. Eine matschige Suhle und Bäume mit eingetrockneten Schlammresten (Malbäume), an denen sie sich die Schwarte schubbern wurden in Augenschein genommen. Ein Stück dem Wildwechsel folgend ging es dann wieder auf dem Weg zurück zum Treffpunkt. Unter Anleitung von Frauke Barella wurden zur Erinnerung an die fröhlichen Stunden im Wald lustige Wetterhexen gebastelt, die jedes Kind stolz mit nach Hause nahm.

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    Wald im Spessart Forstbetrieb Heigenbrücken Nachrichten
    news-1712 Mon, 03 Sep 2018 09:51:00 +0200 Fertigstellung des Steinschlag-Schutzzauns am Fuderheuberg in Piding http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1712&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=44822fb0349dde0d7ce1408d128e5d4c Piding, 3. September 2018 – Die im Juli begonnenen Arbeiten zur Errichtung eines  Steinschlagschutzzaunes  am Fuderheuberg oberhalb der Alten Reichenhallerstraße sind nahezu abgeschlossen. Auf einer Länge von 850 m wurde ein vier Meter hoher Steinschlagschutzzaun errichtet. Der Steinschlagschutzzaun sichert ab sofort  die angrenzenden Häuser und den Campingplatz zuverlässig vor herabstürzenden Steinen.

    Der stellvertretende Betriebsleiter Armin Haberl vom Forstbetrieb Berchtesgaden/BaySF zeigte sich mit dem Ergebnissen vor Ort sehr zufrieden. „Die veranschlagten Baukosten von 800.000 € wurden unterschritten und  es mussten nur wenige Bäume gefällt werden“.

    Der stabile Steinschlagschutzzaun verläuft auf weiten Strecken versteckt hinter dem Waldrand. Die Bohrarbeiten zur Verankerung des Zaunes wurden von baumschonend durchgeführt und man findet kaum Verletzungen an den alten Bäumen.

    Bürgermeister Hannes Holzner von der Gemeinde Piding zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden. „Die Reduzierung der Baukosten auf ca. 500.000 € schont die Gemeindekasse“. Die Mitarbeiter der Fa. Berger und Brunner haben sich mit den Anwohner sehr gut abgesprochen und es gab kaum Probleme mit den Anliegern oder mit der Umleitung für Radfahrer und Fußgänger während der Bauzeit.  

    „Das Projekt zeigt, wie gut die Bayerischen Staatsforsten mit der Gemeinde Piding zum Schutz der Bevölkerung zusammenarbeiten“, betont der stellvertretende Leiter des BaySF-Forstbetriebs Berchtesgaden, Armin Haberl. Bürgermeister Holzner stellte fest: „Wir wären glücklich, wenn es immer so gut laufen würde. Weniger Kosten und eine kürzere Bauzeit, das gibt’s leider selten.“

    Im September werden noch zwei kurze Erdwälle zur Komplettierung der Sicherungsmaßnahmen errichtet.

    Das Projekt wurde vom Forstbetrieb Berchtesgaden/BaySF gemeinsam mit der Gemeinde Piding durchgeführt und über die Fachstelle Schutzwaldmanagement vom AELF Rosenheim des Freistaates Bayern finanziell gefördert. 

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    Forstbetrieb Berchtesgaden Nachrichten
    news-1706 Sat, 01 Sep 2018 00:05:00 +0200 Neue Auszubildende beim Forst http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1706&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=086d70190c02471cf288d35e4ac12f45 Forstbetrieb Fichtelberg begrüßt drei junge Forstwirt-Azubi

    Fichtelberg, 1. September 2019 – Am 1. September haben am Forstbetrieb Fichtelberg drei junge Männer ihre Berufsausbildung zum Forstwirt begonnen. Insgesamt bilden die Bayerischen Staatsforsten am Standort Fichtelberg nun sieben Nachwuchs-Forstwirte aus.

    „Als Forstbetrieb Fichtelberg sehen wir uns als Teil der Region und nehmen unsere Verantwortung für den Wald, die Umwelt und auch für die Menschen sehr ernst. Deshalb bieten wir hier im ländlichen Raum attraktive Ausbildungsmöglichkeiten für angehende Forstwirte. Dies ist ein wichtiger Teil unseres sozialen Engagements“ erläuterte Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg bei der Begrüßung der Nachwuchskräfte. „Wir investieren hier ganz gezielt in neue Mitarbeiter und damit in unsere Hauptaufgabe als Unternehmen Bayerische Staatsforsten, nämlich die vorbildliche und nachhaltige Waldbewirtschaftung mit qualifiziertem Personal langfristig sicherzustellen.“  

    Auf ihre Ausbildung zum Forstwirt freuen sich jetzt Julian Brandner aus Arzberg, Simon Franz aus Weidenberg und Christian Schneider aus Waldershof. In den ersten Wochen besuchen die drei einen Einführungslehrgang am Forstlichen Bildungszentrum in Buchenbühl bei Nürnberg. Erfahrene Ausbilder geben ihnen dort eine erste Einweisung in ihren zukünftigen Beruf. Dabei erhalten auch alle die typische orange-grüne Sicherheitskleidung der Bayerischen Staatsforsten. Anschließend geht es hinaus in den heimatlichen Fichtelgebirgswald. Hier üben sie in Kleingruppen die abwechslungsreichen Tätigkeiten eines Forstwirts.

    Bayernweit stellen die Bayerischen Staatsforsten jährlich an 22 Ausbildungsbetrieben junge Menschen ein, die eine dreijährige Berufsausbildung zum Forstwirt absolvieren. Denn trotz aller Mechanisierung im Forst hat der Beruf des Forstwirts eine Zukunft. Für die vielfältigen Aufgaben bei Pflege und Bewirtschaftung des Waldes werden auch weiterhin gut ausgebildete Fachkräfte gebraucht. 

    „Nächstes Jahr bieten wir am Forstbetrieb Fichtelberg ebenfalls wieder Ausbildungsplätze für Nachwuchs-Forstwirte an“ so Winfried Pfahler. „Die ersten Interessenten haben sich jetzt schon bei uns beworben“.

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    Forstbetrieb Fichtelberg Nachrichten
    news-1709 Fri, 31 Aug 2018 13:12:12 +0200 Weiterer Trekkingplatz im Staatswald genehmigt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1709&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bc58f749c8cf547e27b3874c9798368f Angebot für echte Naturgenießer wird ausgeweitet

    Heigenbrücken, August 2018 – Das Landratsamt Aschaffenburg hat den Standort eines weiteren Trekkingplatzes im Wald genehmigt. Der neue Trekkingplatz soll östlich von Schöllkrippen im Staatswald liegen. Der Forstbetrieb Heigenbrücken der Bayerischen Staatsforsten beginnt nun mit der Vorbereitung und Ausstattung der Fläche, ab Frühjahr 2019 kann übernachtet werden.

    Waldtrekkingplätze sind Flächen in freier Natur, auf denen es künftig möglich sein wird, sein Zelt für eine Nacht aufzustellen oder zu biwakieren. Die im Gelände markierte Fläche verfügt lediglich über eine Feuerstelle und eine einfache Toilette. Die Bayerischen Staatsforsten stellen die Fläche und errichten die Infrastruktur, der Spessartbund als Partner organisiert den laufenden Betrieb. Übernachtungen können über die Geschäftsstelle des Spessartbundes gebucht werden. Bis zu fünf Belegungen pro Nacht sind maximal möglich.

    Trekkingplätze sind ein Tourismusangebot für naturverbundene Wanderer, die es einfach lieben. Im übrigen Teil des gesamten Naturparks Spessart ist Campieren in freier Natur untersagt. Die Plätze können nur zu Fuß aufgesucht werden. Eine Zufahrt mit dem Auto ist nicht möglich. Wasser muss vom Wanderer selbst mitgebracht werden.

    Der neue Trekkingplatz vergrößert das Angebot auf nunmehr drei Anlaufpunkte im Spessart. Ein vierter Standort ist derzeit im Landkreis Main-Spessart im Genehmigungsverfahren am Landratsamt. Künftig soll es möglich werden, durch den gesamten Spessart von Trekkingplatz zu Trekkingplatz wandern zu können. Auf den beiden bestehenden Trekkingplätzen rund um Rothenbuch übernachteten letzte Saison bereits über 2.000 Personen. In Regionen wie dem Schwarzwald, dem Steigerwald oder der Eifel besteht bereits so ein Angebot.

    Weitere Informationen zum aktuellen Angebot finden Sie auch unter: www.trekking-bayern.de 

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    Forstbetrieb Heigenbrücken Nachrichten
    news-1708 Fri, 31 Aug 2018 10:15:50 +0200 Archäologische Grabung am Kloster Einsiedel wird an die Öffentlichkeit übergeben http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1708&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0d40fa047b77c0f9d6bfe62439af797c Hammelburg/Ruppertshütten, 31. August 2018 – Seit 2012 wurde, immer wieder auch mit Unterbrechungen, im Wald zwischen Ruppertshütten und Rieneck, am ehemaligen Kloster Einsiedel/Elisabethenzell gegraben. Allerhand Interessantes über die Geschichte im Spessart im Mittelalter konnte so an den Tag gebracht werden. Heute ist die Grabung abgeschlossen und ein kleiner Archäologischer Park mit vielen Infotafeln und rekonstruierten Grundmauern kann der Öffentlichkeit übergeben werden.

    Zahlreiche Ehrengäste sind der Einladung der Bayerischen Staatsforsten zur feierlichen Eröffnung und Übergabe der archäologischen Grabung am Kloster Einsiedel gefolgt. Ca. 19.000 ehrenamtliche Stunden, rd. 200.000 € finanzielle Mittel und zahlreiche weitere Spenden und Sachleistungen wurden im Laufe der Grabung aufgewendet. Dies zeigt, wie groß das Interesse der Bevölkerung an ihrer Geschichte im Spessart ist.

    Um 1220 entstand an der damaligen „Birkenhainer Straße“ (der ersten „Spessartautobahn“), auf Veranlassung der Rienecker Grafen, eine kleine Straßenstation, aus der dann einige Jahre später durch die Prämonstratenser das Kloster Elisabethenzell hervorgegangen ist. Das Kloster mitten im Wald gelegen, blühte dann Jahrzehnte lang auf, bis es 1333 von Ulrich II. von Hanau im Rahmen eines Erbschaftstreites komplett zerstört worden ist. Die Rodungsinsel wurde danach bis etwa 1450 weiter genutzt, bevor ein Jahrhunderte dauernder Verfall, das Kloster mehr und mehr in Vergessenheit geraten lies, bis es nach 1900 komplett vom Wald überwachsen war.

    Auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft Geschichtsverein Ruppertshütten wurden 2012 die ersten Vorerkundungen durchgeführt. Schnell stellte man fest, dass da im Boden mehr ist, als man dachte und eine Kooperation aus Bayerischen Staatsforsten, ARGE Geschichtsverein Ruppertshütten und dem Archäologischen Spessartprojekt war geboren. Das war dann auch der Startschuß für die Grabung.

    Im Laufe der Grabung kamen immer mehr Dinge zu Tage. Wo man zunächst dachte, dass es da nur eine kleine „Einsiedelei“ gab, tauchten zunehmend mehr Gebäude auf. Neben Kirche und Friedhof, wurden auch noch mehrere andere bauliche Anlagen gefunden, die auf ein reges, gesellschaftliches Leben hingedeutet haben.

    Während der 12 Grabungsabschnitte wurden über 1.400 Fundkomplexe gesichert, und rd. 150 Fundobjekte, darunter auch Skelette, restauriert. Es wurden ca. 330 Handzeichnungen und 40 Rollen Diafilm gefertigt.

    All diese Zahlen zeigen, dass es sich um ein herausragendes Projekt gehandelt hat, welches mit viel Enthusiasmus, Engagement und Fleiß durchgeführt worden ist und ein tolles Ergebnis hervorbrachte.

    Der Vorstand der Bayerischen Staatsforsten, Reinhard Neft lobte in seiner Rede den ungeheuren Einsatz der zahlreichen Beteiligten und bedankte sich stellvertretend bei Dr. Ermischer als Vertreter des Archäologischen Spessartprojektes für den Einsatz bei diesem Projekt. Neft machte deutlich, dass für die Bayerischen Staatsforsten Erholung, Naturschutz, Geschichte und Forstwirtschaft keine Gegensätze sind, was auch viele andere Projekte in ganz Bayern zeigten und lud alle Waldbesucher und Geschichtsinteressierten ein, sich davon in den bayerischen Staatswäldern selbst zu überzeugen.

    Im Anschluss an die Eröffnung der Grabung haben die Bayerischen Staatsforsten die Teilnehmer noch zu einem geselligen Beisammensein an der Bayrischen Schanz eingeladen, bei dem Wildspezialitäten aus den Wäldern des Forstbetriebes Hammelburg serviert worden sind.

    Die Grabungsmaßnahme wurde mit Mitteln der besonderen Gemeinwohlleistungen durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gefördert.

    Weitere Informationen zu dem Thema finden Sie unter: www.spessartprojekt.de oder auf bei unseren Denkmal- und Sanierungsprojekten.

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    Wald im Spessart Forstbetrieb Hammelburg Nachrichten
    news-1707 Fri, 31 Aug 2018 09:44:33 +0200 Der Wald blüht auf in Bad Königshofen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1707&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0c390028d8998dcef077a7d15f1add5b Die Bayerischen Staatsforsten haben Blühwiesen für Insekten im Wald angelegt  

    Bad Königshofen, 31. August 2018 - Unter dem Motto „Der Wald blüht auf“ haben die Bayerischen Staatsforsten ein großes Sonderprogramm für den Naturschutz aufgelegt. Bayernweit wurden über 500 Blühflächen angelegt, um einen Beitrag für unsere Insekten zu leisten. Auch der Forstbetrieb Bad Königshofen hat sich hierbei umfangreich beteiligt. Gefördert wird diese Aktion vom Freistaat Bayern – in diesem Fall umgesetzt durch die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bad Neustadt an der Saale und Schweinfurt.  

    Knoblauchrauke, Ruprechtskraut, Blutweiderich und Wiesenpippau…was sich wie die Zutaten für einen Zaubertrank von Miraculix anhört, sind die Bestandteile von regionalen Saatgutmischungen mit angepassten autochtonen (heimischen) Pflanzen. Die Mischungen sind extra auf die jeweiligen Standorte ausgerichtet. 

    Im Forstbetrieb Bad Königshofen sind das ganz unterschiedliche Standorte, da in allen Revieren des Betriebes solche Flächen angelegt wurden. Von der hohen Rhön bis ins Maintal wurden rund zwanzig Blühwiesen angelegt mit einer Größe von insgesamt ca. 20.000 Quadratmetern.  

    Nachdem man am Forstbetrieb im Frühjahr mit großer Freude und Elan die Flächen angelegt hatte, kam allerdings ein banges Warten. Schnell wurde klar, dass es in der Region für solche Saaten eigentlich viel zu wenig geregnet hat. Nicht nur der Wald, auch die Blühflächen hatten große Probleme mit der ungewöhnlichen Trockenheit. Umso größer war die Freude, als sich doch einige Pflanzen durchkämpften. Vor allem die Kornblume konnte sich gut etablieren und bildet nun stellenweise ein blaues Blütenmeer. Im nächsten Jahr werden noch viele weitere Pflanzen aus den über dreißig Arten der Saatgutmischungen blühen.  

    Neben der Anlage von Blühflächen umfasst das Sonderprogramm noch weitere Maßnahmen. So werden bereits bestehende wertvolle Biotope gepflegt, indem sie gemäht oder entbuscht werden. Auch sogenannte „Hochstümpfe“ werden angelegt. Dabei werden Bäume in 3-6 m Höhe gekappt und die Krone daneben gelegt. Beides verbleibt im Waldbestand und sorgt für Totholz, auf das viele seltene Käfer angewiesen sind.

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    Naturschutz Forstbetrieb Bad Königshofen i. Grabfeld Nachrichten
    news-1705 Mon, 27 Aug 2018 14:58:50 +0200 Die Heide blüht wieder im Nürnberger Reichswald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1705&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9c05e7327f1b3b48c3055a09777be4b7 Nürnberg, 27. August 2018 - Der Forstbetrieb Nürnberg hat zusammen mit Mitgliedern des Fränkischen Albvereins eine Naturschutzmaßnahme durchgeführt. Jetzt blüht die Heide wieder im Nürnberger Reichswald. Der Abgeordnete des Bayerischen Landtags und Naturschutzwart des FAV Markus Ganserer hatte die Aktion initiiert. Die Mitglieder des FAV haben mit Gartenscheren, Astscheren, kleinen Sägen und Heppen in Handarbeit die Naturverjüngung aus Kiefern, Birken und Eichen weggeschnitten und von den Heideflächen weggetragen. Jetzt kann die Heide (Calluna vulgaris) wieder ohne Beeinträchtigung der Bäume blühen. Ein Gewinn für die Bienen und alle anderen Insekten.

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    Naturschutz Forstbetrieb Nürnberg Nachrichten
    news-1704 Mon, 27 Aug 2018 09:38:51 +0200 „Flower Power“ im Staatswald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1704&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=11796bae8f3f30147a906ac09d83fa06 Sonderprogramm „Der Wald blüht auf“ wird am Forstbetrieb Hammelburg umgesetzt  

    (23.08.2018) – Hammelburg/Neuwirtshaus – Im Rahmen der besonderen Gemeinwohlleistungen (bGWL) hat der Freistaat Bayern (Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt um in den Staatswäldern in ganz Bayern das Angebot an Blühflächen für Insekten zu erhöhen. Alle Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten haben den Auftrag Blühflächen anzulegen.

    Das Ziel ist es einen Beitrag gegen das Insektensterben in unserer Landschaft zu leisten. In ganz Bayern wurden bisher rd. 130 Hektar (ha) verteilt auf über 500 Einzelflächen in 242 der 370 Forstreviere angelegt. Weitere 15 ha sind für Herbstsaaten vorbereitet. Insgesamt wurden drei Tonnen heimischen Saatgutes, sogenanntes „Regiosaatgut“, mit zahlreichen heimischen Wildpflanzen beschafft. Zusätzlich werden noch 15 ha Waldsäume und Streuobstwiesen angelegt und 25 ha wertvoller Offenlandflächen gepflegt.

    Am Forstbetrieb Hammelburg sind 11 Flächen mit insgesamt 2,1 Hektar ha Fläche angelegt und rd. 1,7 ha Feuchtwiesen gepflegt worden.

    Weitere Naturschutzmaßnahmen in diesem Sonderprogramm Naturschutz sind die Anlage von Biotopholztrittsteinen, wo sogenannte Hochstümpfe (=Bäume, die in einer Höhe von 3-6m geköpft werden) künstlich erzeugt werden, Pflege von Flechten-Kiefern-Wäldern und eine Erfassung der Methusalem-Eichen im Spessart. Biotopholz-Trittsteine sind mittlerweile rd. 400 Stück angelegt, geplant sind 3.000 und bei den Flechten-Kiefern-Wäldern und den Methusalem-Eichen im Spessart, sind die Maßnahmen angelaufen und sollen im Herbst abgeschlossen werden.

    Weitere Informationen zu dem Sonderprogramm „Der Wald blüht auf“ finden Sie unter: http://www.baysf.de/de/magazin/der-wald-blueht-auf.html 

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    Naturschutz Forstbetrieb Hammelburg Nachrichten
    news-1703 Thu, 23 Aug 2018 16:10:04 +0200 Rekordstrecke: Bayerns Jäger erlegen 95 000 Wildschweine http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1703&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ff330bd193621dda85fc09f7754a769f Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

    (23. August 2018) München – Bayerns Jägerinnen und Jäger haben in der vergangenen Jagdsaison mehr als 95 000 Wildschweine erlegt – so viele wie nie zuvor. Zu verdanken ist die „Rekordstrecke“ in erster Linie dem un-ermüdlichen Einsatz der Jäger und ihrer guten Zusammenarbeit mit den Grundeigentümern, wie Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber mitteilte. „Unsere Jäger setzen sich mit großem Engagement für eine Reduktion der überhöhten Wildschweinbestände ein“, so die Ministerin. Das sei ein wichtiger Beitrag, um die negativen Folgen der ständig wachsenden Zahl an Wildschweinen wie Wildunfälle, Flurschäden oder Seuchengefahr einzudämmen. Gerade mit Blick auf die aus Osteuropa herannahende Afrikanische Schweinepest sind laut Kaniber die Anstrengungen der Jäger nicht hoch genug einzuschätzen, denn: „Ein Ausbruch hätte gravierende Folgen für Tiere, Landwirtschaft, Wirtschaft und Jagd.“ Umso wichtiger sei es, alles zu tun, um die Schweinepest von Bayern fernzuhalten. Weil die Wildschweine das Virus übertragen können, ist laut Kaniber eine intensive Bejagung unverzichtbarer Bestandteil einer effizienten Vorsorgestrategie.

    Bereits 2015 hatte das Landwirtschaftsministerium ein Maßnahmenpaket zur Reduktion von Schwarzwild auf den Weg gebracht und so Spielräume für ortsspezifische Lösungen geschaffen – etwa eine verstärkte revierübergreifende Zusammenarbeit bei Bewegungsjagden und bei der Koordination von Kirrungen (Anlockfütterungen), die Verwendung von Nachtsichttechnik, den Einsatz von Saufängen oder die Anlage von Bejagungsschneisen. Seit dem vergangenen Dezember gibt es zudem eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro pro erlegtem Tier. Im Jagdjahr 2016/2017 hatten Bayerns Jägerinnen und Jäger rund 61 000 Wildschweine erlegt.

    Detailinfos gibt es im Internet unter www.wildtierportal.bayern.de.

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    Nachrichten
    news-1702 Wed, 22 Aug 2018 13:47:07 +0200 „Der Wald blüht auf“ – gedeckter Tisch für Wildbiene, Schmetterling und Co. http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1702&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f0c06c5856477264a5e71dec8d03f5b7 Naturschutz-Sonderprojekt der Bayerischen Staatsforsten hilft Insekten und bereichert das Landschaftsbild

    Nordhalben, August 2018 – Bei einem Pressetermin stellen Forstbetriebsleiter Fritz Maier und Revierleiter Christof Mörtlbauer das Naturschutzprojekt „Der Wald blüht auf“ in der Nähe von Nordhalben vor. Um das Angebot von Blühflächen im Staatswald zu steigern, wurde dieses bayernweite Projekt ins Leben gerufen und vom Bayerischen Landtag beschlossen. Es wird von der Bayerischen Forstverwaltung aus Mitteln für besondere Naturschutzleistungen im Staatswald gefördert.

    Die Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten schaffen im Staatswald viele kleine Blühwiesen als neuen Lebensraum für Insekten. Durch diese Trittsteine leistet der Staatsforst einen Beitrag gegen den starken Rückgang der Insekten in unserer Landschaft. Wo Insekten gefördert werden, geht es auch der davon abhängigen Vogelwelt und Arten wie z.B. den Eidechsen besser.

    Die Blühflächen werden mit gebietseigenen Wildblumen und Wildgräsern aus gesicherten Herkünften angesät um die Vielfalt standörtlich angepasster Pflanzen zu erhalten. Eine nachteilige Veränderung der Pflanzenwelt durch züchterisch veränderte Pflanzen, die im Offenland häufig erfolgt, soll im Wald nicht stattfinden.

    Knoblauchsrauke, Schlangenknöterich und Kleine Braunelle sind nur drei von über 30 Arten für halbschattige Blühflächen. Ist der Standort sonniger, wachsen Wilde Möhre, Acker-Witwenblume und Weiße Lichtnelke zusammen mit 27 weiteren blühenden Wildpflanzen.

    Die Blühwiesen sind eingebunden in den naturnahen Staatswald mit gemischten Waldbeständen, verschiedenen Baumarten, sonnigen Bereichen entlang von Wegrändern und Freiflächen. Liegendes und stehendes Totholz sowie Biotopbäume mit Höhlen ergänzen die Hilfe für die Tierwelt.

    Ca. 550 Wildbienenarten gibt es in Deutschland, die verschiedene Nahrungspflanzen und Nistplatzanforderungen haben. Etwa 3/4 der Wildbienenarten nisten im Boden und über 90% sind solitär, also einzeln lebende Insekten mit Brutröhren im Boden oder im Holz. Etwa die Hälfte der deutschen Wildbienenarten steht auf der Liste der gefährdeten Arten. Für sie ist eine enge Verzahnung von Blühflächen oder blühenden Waldinnenrändern und offenen Sandflächen, Rohbodenstandorten oder schütter bewachsenen Böschungenbesonders hilfreich.

    Aber auch Schmetterlinge, Vögel und Reptilien bevölkern die sonnigen Blühflächen. Ehemalige Wildwiesen und frühere Holzlagerplätze entlang von Wegen eignen sich zusammen mit den artenreichen Waldinnenrändern an diesen Flächen als Biotopkomplex. Für den Waldwanderer öffnet sich im Sommer entlang der Wanderwege hin und wieder der Blick auf eine solche Blühfläche, auf der es zum richtigen Zeitpunkt auch in den nächsten Jahren brummt und summt. Eine kleine Rast neben einer solchen Fläche kann zu einem schönen Erlebnis werden.

    Durch die Anlage von Streuobstflächen und die Pflanzung von Wildapfel und Wildbirne an mehreren geeigneten Stellen im Staatswald entsteht insgesamt ein Netz an hochwertigen Lebensräumen für Insekten und weitere Waldbewohner.

    Dieses Projekt wurde von den Abgeordneten des Bayerischen Landtags mit gesonderten Finanzmitteln ausgestattet. Es stärkt den Naturschutz auf der Fläche. Im Bayerischen Staatswald sind in diesem Jahr bereits 500 Einzelflächen mir rd. 130 ha Fläche geschaffen worden.

    Die Anlage der Blühflächen wird von der Bayerischen Forstverwaltung aus den genannten Sondermitteln finanziell als besondere Naturschutzleistung im Staatswald gefördert. Forstbetriebsleiter Fritz Maier dankte dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, vertreten durch Forstoberrätin Brigitta Köhler-Maier, für die enge Zusammenarbeit bei diesem Projekt zugunsten des Naturschutzes im Wald.

    „Unser besonderer Dank gilt auch den Abgeordneten des Bayerischen Landtags, die dieses Naturschutz-Sonderprojekt finanziell möglich gemacht haben und hoffentlich auch in den nächsten Jahren im Sinne einer nachhaltigen Naturschutzarbeit im Staatswald unterstützen. Vielen Dank auch an den Abgeordneten Jürgen Baumgärtner, der mit seinem heutigen Besuch einer solchen Blühfläche diese Naturschutzinitiative unterstützt. Unsere Mitarbeiter des Forstbetriebes haben diese Aufgabe mit viel Können und Engagement in die Tat umgesetzt und damit einen neuen Baustein zu einem erfolgreichen Waldnaturschutz hinzugefügt.“

    Nähere Informationen zu diesem Naturschutzprojekt im Wald finden sie auf der Internetseiteder Bayerischen Staatsforsten: www.baysf.de/de/magazin/der-wald-blueht-auf.html

    Kontakt

    Fritz Maier
    Bayerische Staatsforsten AöR– Forstbetrieb Nordhalben
    Tel.: 09267 9140 0
    E-Mail: info-nordhalben@baysf.de; fritz.maier@baysf.de

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    Naturschutz Forstbetrieb Nordhalben Nachrichten
    news-1701 Tue, 21 Aug 2018 13:20:05 +0200 Volkertskreuz erhält Informationstafel http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1701&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e2f3ba3c6573f48ce05f4c26f749c08e Heigenbrücken, August 2018 – Das sog. Volkertskreuz im Schöllkripper Forst zwischen Kleinkahl und Heinrichsthal hat nun eine eigene Informationstafel erhalten. Die Stellvertretende Landrätin des Landkreises Aschaffenburg, Marianne Krohnen sowie der Ortsgruppenvorsitzende des Spessartbundes in Schöllkrippen Gerhard Stühler enthüllten zusammen mit Forstbetriebsleiter Joachim Keßler und dem örtlich zuständigen Revierleiter Rudolf Schlenke (beide Bayerische Staatsforsten) die neue Tafel.

    Am Standort, gelegen am heutigen Eselsweg, war vor gut 150 Jahren der königliche Forstgehilfe August Volkert von Wilderern erschossen worden. Ein frisch restauriertes Sandsteinkreuz erinnert an die damaligen Ereignisse. Der Ort bietet nun zusammen mit einer kleinen Sitzgruppe aus Lärchenholz eine willkommene Gelegenheit zum Verweilen im Wald.

    Die Informationstafel enthält Erläuterungen zur Tat, historische Aufnahmen und die weitere Geschichte des Kreuzes über die Jahrzehnte. In der Ausführung passt sich die Tafel an die im Naturpark Spessart einheitliche Gestaltung in Form und Material an.

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    Wald im Spessart Forstbetrieb Heigenbrücken Nachrichten
    news-1700 Tue, 21 Aug 2018 09:53:38 +0200 Zahl der Arbeitsunfälle im bayerischen Staatswald auf historischem Tiefstand http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1700&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a8f55807b6953559591d54dedee4868d Regensburg, 21. August 2018 – Waldarbeit ist eine gefährliche und schwere Arbeit. Die Bayerischen Staatsforsten bemühen sich daher seit Jahren intensiv, die mit der Waldarbeit verbundenen Risiken zu minimieren und die im Wald tätigen Forstwirte langfristig gesund zu erhalten.

    Dass sich die Anstrengungen der vergangenen Jahre gelohnt haben, zeigt die Unfallstatistik der Bayerischen Staatsforsten für das Ende Juni 2018 zu Ende gegangene Geschäftsjahr. Insgesamt ereigneten sich im Geschäftsjahr 2018 in den bayerischen Staatswäldern 110 Arbeitsunfälle. Dies ist der geringste Wert seit Gründung der Bayerischen Staatsforsten im Jahr 2005. Insgesamt lag die Zahl der Arbeitsunfälle im Geschäftsjahr 2018 damit etwa 20 % unter dem Durchschnittswert der vergangenen fünf Jahre.

    Diese erfreuliche Entwicklung hat mehrere Gründe: Die Bayerischen Staatsforsten waren und sind Vorreiter bei der Ausstattung ihrer Forstwirte. Die so genannte Persönliche Schutzausrüstung, also sichere und motorsägenfeste Arbeitskleidung, wird laufend weiterentwickelt. So ist Sicherheit und Tragekomfort nach dem aktuellsten technischen Stand gewährleistet. Alle in der Holzernte tätigen Forstwirte werden zudem in Kürze mit hochmodernen Funkgeräten ausgestattet. Die Forstwirte können somit künftig auch bei schwierigen Sichtbedingungen ständigen Kontakt zu ihren Arbeitskollegen halten und werden elektronisch automatisch gewarnt, wenn ein Arbeitskollege außerhalb ihres Sichtfeldes verunglückt. Auf diese Weise kann künftig nach einem Unfall noch schneller reagiert und ggf. rasch Hilfe verständigt werden.

    Zusätzlich arbeiten die Bayerischen Staatsforsten mit ihren Forstwirten kontinuierlich am verhaltensbedingten Unfallschutz. So werden im Vorfeld von Hiebsmaßnahmen Waldflächen intensiv begutachtet und bei erkennbaren Gefahren keine Waldarbeiter, sondern Forstmaschinen zur Holzernte eingesetzt. Wenn die Holzernte dagegen von Waldarbeitern mit der Motorsäge erledigt wird, werden vor Beginn der Einschlagsmaßnahme die besonderen Gefahren intensiv besprochen und notwendige Gegenmaßnahmen festgelegt.

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    Nachrichten
    news-1699 Mon, 20 Aug 2018 16:49:03 +0200 „Der Wald blüht auf“ http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1699&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e4c6ec225587aea932a18fc76b4b3e21 Hinter diesem Slogan verbirgt sich ein Programm des Freistaats Bayern, das im Staatswald – und damit auch im Forstbetrieb Kaisheim der Bayerischen Staatsforsten – die Biodiversität und die Vernetzung von Lebensräumen fördert. Die dadurch landauf – landab entstehenden neuen Blühflächen bieten vielen Insektenarten auch über einen längeren Zeitraum vielfältige Nahrungsquellen.  

    Kaisheim, 20. August 2018 - Auf ca. 50.000 Quadratmetern hat allein der Forstbetrieb Kaisheim seit Mai Blühwiesen angelegt. „Was in der Streuobstwiese jetzt noch braun und kahl aussieht, wird sich nächstes Jahr zu einer artenreichen Wiese entwickeln“ sagt Forstbetriebsleiter Helmut Weixler. „Leider hat uns das trockene Sommerwetter in unserem Zeitplan zurückgeworfen.  

    Die Saatgutmischung aus regional angepassten heimischen Blütenpflanzen mit hohem ökologischem Wert ist so zusammengesetzt, dass im Jahresverlauf stets Blüten unterschiedlicher Arten als Nahrungsquelle für z. B. Bienen und Schmetterlinge zur Verfügung stehen. Diese Saatgutmischung war nicht einfach zu bekommen. Daher muss sie sorgsam verwendet werden. Wir werden sie erst zum optimalen Zeitpunkt aussähen.“  

    Gezielt wählten die Förster Areale für die neuen Blühflächen aus, die bisher hauptsächlich von Gräsern bewachsen waren. Solche Grasflächen sind für Insekten uninteressant. Wo jetzt artenreiche Magerrasen sind, werden diese weiterhin gepflegt und erhalten. Damit werde ein "wichtiger Beitrag gegen den dramatischen Rückgang der Insekten" geleistet.  

    Neben diesen Blühwiesen legen die Förster auch Waldsäume mit blühfreudigen Sträuchern oder Streuobstwiesen an bzw. ergänzen letztere z. B. mit alten, erhaltungswürdigen Apfel- und Birnensorten oder pflanzen seltene Baumarten. Zusätzlich schaffen sie durch den Nutzungsverzicht bei ca. 100 Bäumen und das Abtrennen von deren Baumkrone in ca. fünf Metern Höhe wertvollen Lebensraum für Höhlenbrüter, Pilze und Insekten.  

    Alles in allem seien unsere - als Teil dieser über ganz Bayern verteilten - Maßnahmen "wichtige Mosaiksteine zur Verbesserung der Biodiversität. Die Vorkommen vieler Pflanzen- und Tierarten können durch diese Trittsteine erhalten, vernetzt und wieder verbreitet werden", so Helmut Weixler.  

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    Naturschutz Forstbetrieb Kaisheim Nachrichten
    news-1698 Mon, 20 Aug 2018 15:53:43 +0200 Trachtenverein besucht Bayerische Staatsforsten in Berchtesgaden http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1698&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=098b1d46707d18e669380a759acbc8ae Berchtesgaden, 20. August 2018 - Die Jugendgruppe des Trachtenvereins D´Achentaler in Ramsau wurde am 4./5. August von den Bayerischen Staatsforsten zu ihrem diesjährigen Sommerausflug auf die Anthaupten-Hütte eingeladen.  

    Die 23 Kinder zwischen sechs und 13 Jahren gingen am Samstag bei heißen Temperaturen mit den vier Betreuern zu Fuß vom Wachterl aus zur Anthauptenhütte. Gepäck und Verpflegung wurden schon vorher zu Hütte gebracht.  

    Nach einem lustigen Spiele-Nachmittag im Freien wurde Abends beim Brotzeit machen musiziert und geplattelt. Am Sonntag ging es nach dem Frühstück wieder zu Fuß heimwärts.  

    Der GTEV D´Achentaler bedankt sich nochmals bei den Bayerischen Staatsforsten und Ihren Leiter Dr. Daniel Müller für diese großartige Unterstützung. Dies zeigt auch die Verbundenheit zu unserer Heimat und deren Brauchtum.

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    Forstbetrieb Berchtesgaden Nachrichten
    news-1696 Mon, 20 Aug 2018 15:13:27 +0200 Blühende Waldlandschaften http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1696&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9272d9fb3862da1b88e1a8591a0724d5 Staatsforsten schaffen mit Schutzprogramm neuen Lebensraum für Insekten

    In vielen staatlichen Forstrevieren und damit über ganz Bayern verteilt, sind in den vergangenen Monaten Blühflächen in der Größe von rund 185 Fußballfeldern entstanden, um neuen Lebensraum für Insekten zu schaffen. Mehr als eine Million Euro setzen die Bayerischen Staatsforsten, unterstützt vom Freistaat, dafür ein.

    Regensburg, August 2018 - So unscheinbar klein viele der 30.000 bekannten Insektenarten in Deutschland sind, so enorm ist ihre Funktion in der Natur. Etwa 80 Prozent aller Wild- und Kulturpflanzen werden von ihnen bestäubt. Damit die Insekten diese Aufgabe auch weiterhin erfüllen können, brauchen sie Lebensraum, den sie künftig vermehrt im Staatswald finden können.

    Die arten- und strukturreichen Wälder in Bayern schaffen bereits heute einen Ausgleich zu Defiziten, wie sie vielerorts etwa durch die Versiegelung von Flächen entstehen. Die Wälder tragen so zum Erhalt der Biodiversität bei.

    Damit geben sich die Bayerischen Staatsforsten aber nicht zufrieden. Überall in Bayern haben die Försterinnen und Förster in den letzten Wochen und Monaten neue Blühflächen angelegt. Hinzukommen werden noch Streuobstwiesen, blühende Waldränder und die Pflege bereits vorhandener seltener Offenlandbiotope, um einen möglichst wirksamen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität zu leisten. Im Rahmen des neuen Programms „Der Wald blüht auf“, das vom Staatministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gefördert wird, wurden somit gezielt neue Lebensräume für Insekten geschaffen. „Wir haben als größter Flächenbesitzer in Bayern Verantwortung für den Erhalt der Biodiversität. Diese werden wir noch mehr als bisher schon wahrnehmen“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer.

    Die bisherigen Erfolge des Programms können sich dabei schon sehen lassen:

    Auf über 500 Einzelflächen in 242 Revieren wurden neue Blühflächen mit einer Gesamtfläche von 130 Hektar angelegt. Weitere 15 ha sind für die Aussaat im Herbst bereits vorbereitet.

    Dafür wurde insgesamt über drei Tonnen regionales Saatgut beschafft und eingesät. Bis zum Herbst werden noch 15 ha Streuobstwiesen und blühende Waldsäume entstehen.

    Bereits neun ha wertvoller Offenlandbiotope wurden gepflegt, weitere 16 ha sind bis Herbst vorgesehen.

    Neue Trittsteine der Biodiversität

    Die Blühflächen werden die bereits bestehenden sogenannten Trittsteine ergänzen. Als „Trittsteine“ bezeichnen die Staatsförster die vielen tausend kleinen und größeren Flächen, die aufgrund ihrer Beschaffenheit einer Vielzahl von seltenen Arten bereits heute als Lebensraum dienen und besondere Aufmerksamkeit und Schutz genießen. Neben diesen Sonderflächen trägt aber auch der naturnahe Waldbau der Bayerischen Staatsforsten hin zu mehr Mischwäldern und mehr Baumarten, zur Schaffung neuer Strukturen und Lebensräume bei. Diese naturnahen Wälder bieten vielen Tierarten, besonders Insekten, einen enorm wichtigen Rückzugsort und Lebensraum. „Überall in Bayern werden so neue Hotspots der Biodiversität entstehen“, verspricht Neumeyer.

    Weitere Informationen zur Projekt sind auf der Internetseite der Bayerischen Staatsforsten zu finden:

    www.baysf.de/waldbluehtauf

    www.baysf.de/wildewaelder

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    Naturschutz Nachrichten
    news-1695 Mon, 20 Aug 2018 15:01:48 +0200 PEFC-Prüfung ergab: Staatswald im Nordspessart wird nachhaltig und naturnah bewirtschaftet http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1695&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c46e1a279764f8c672f86ed7cf2063df Der Forstbetrieb Heigenbrücken wurde durch einen unabhängigen Auditor der Waldzertifizierungsorganisation PEFC kontrolliert  

    Heigenbrücken, August 2018 – Zwei Tage kam der unabhängige Gutachter Horst Gleißner in die Staatswälder des Forstbetriebs Heigenbrücken, um sicherzustellen, dass die anerkannten Standards der Waldzertifizierungsorganisation PEFC beachtet und umgesetzt werden. Die Bayerischen Staatsforsten lassen sich freiwillig überprüfen, um das hohe Niveau ihrer Arbeit unter Beweis zu stellen. Der Staatswald wird nach Feststellung der Gutachter nachhaltig und naturnah bewirtschaftet. Es sind keine Abweichungen bezüglich der PEFC-Standards vorhanden.  

    Genau hinschauen

    Früh am Morgen beginnt solch ein Audit. Horst Gleißner verschafft sich im ersten theoretischen Teil anhand von Karten, Plänen und den Ausführungen des Forstbetriebsleiters Joachim Keßler einen genauen Überblick über die forstlichen Verhältnisse vor Ort. Im Anschluss ging es mit dem Auditor in den Wald, denn dieser verrät schnell, wie bei Holzernte und Pflege gewirtschaftet wurde. Der Prüfer sucht daher ausgewählte Waldbestände auf und kontrolliert die vorgegebenen Kriterien wie das Verbot, die Waldbestände flächig mit Forstmaschinen zu befahren (nur auf Rückgassen ist dies erlaubt, um den Waldboden zu schützen), die Sicherheitsausrüstung der Waldarbeiter oder das Verbot von Kahlschlägen.

    Nach Abschluss des Audits fand der Gutachter lobende Worte für den Forstbetrieb Heigenbrücken, denn Abweichungen von den Standards wurden keine festgestellt. Der Auditor ist mehr als zufrieden mit den Gegebenheiten, die er im Forstbetrieb vorfindet: „Beeindruckend sind die mannigfaltigen naturschutzfachlich wertvollen Strukturen im Forstbetrieb, die die Vorgaben der vorbildlichen Bewirtschaftung weit übersteigen.“ Auch der Leiter des Forstbetriebes, Joachim Keßler, ist erfreut: „Als Betriebsleiter findet man es natürlich schön, wenn die geleistete Arbeit aller Mitarbeiter solch eine Bestätigung findet.“ Übrigens: Viele Holz- und Papierprodukte gibt es bereits mit dem PEFC-Label. Verbraucher, die zertifizierte Produkte nachfragen, unterstützen eine nachhaltige Waldwirtschaft, die Verwendung heimischen Holzes und den Schutz des Waldes.

    www.pefc.de

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    Forstbetrieb Heigenbrücken Nachrichten
    news-1694 Mon, 20 Aug 2018 14:40:57 +0200 Nach keltischem Vorbild: Forstwirt Klaus Schmidt bearbeitet Stämme für Zangentor am Staffelberg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1694&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=da2c21186c13c5f06107b50d2e2229ef Bayerische Staatsforsten stellen Holz aus heimischen Wäldern zur Verfügung

    Rothenkirchen, 20. August 2018 - Ein Klopfen unterbricht im 20-Sekunden-Takt das fröhliche Vogelgezwitscher im Geutenreuther Forst. Kraftvolle Schläge sind es, die dumpf auf Holz treffen. Präzise, schwungvoll und beharrlich hämmert Klaus Schmidt mit dem Beil auf den zehn Meter langen Eichenstamm ein. Will er den tatsächlich ganz allein nur mit der Hand zum Balken behauen?  „Ja“, sagt der Forstwirt und beschwichtigt: „Das ist gar nicht so schlimm, wie es aussieht. Man braucht nur einen Willen, zwei Hände, eine Schnur, zwei Äxte und ein bisschen Zeit.“  

    Darum hat er auch seine Arbeitszeit beim Forstbetrieb Rothenkirchen in diesem Sommer verkürzt: Bis zum Herbst will er in seiner Freizeit das Holz, das für die Rekonstruktion des keltischen Zangentores am Staffelberg verbaut wird, von Hand behauen – wie einst die Kelten. Rund 40 Kubikmeter Schnittholz werden das wohl alles in allem sein- Pfosten für den Wall und Brüstungsmaterial, jeweils in unterschiedlichen Längen. Wie viel genau – das wird sich erst im Lauf der Ausgrabungen herausstellen, wenn sich genauer sagen lässt, wie die Konstruktion einmal beschaffen war.  

    Ein ehrgeiziges Projekt, aber: „Das ist eine einmalige Chance, so etwas zu machen,“ findet Schmidt. „Mich hat das schon immer fasziniert, wie die Menschen das früher gemacht haben.“ Seit langem befasst sich der gelernte Schreiner mit alten Handwerkstechniken, „und wenn bei uns vor der Haustür so ein Projekt ins Leben gerufen wird, lasse ich mir das natürlich nicht entgehen!“, betont er.

    „Ein Glücksfall für den Landkreis und das Keltenprojekt“
    Landrat Christian Meißner

    „Ein Glücksfall für den Landkreis und das Keltenprojekt“, freut sich Landrat Christian Meißner gemeinsam mit dem Leiter der archäologischen Grabung, Dr. Markus Schußmann, der die Arbeiten des Forstwirts wissenschaftlich begleitet. Das gilt auch für die Unterstützung seitens der Bayerischen Staatsforsten und des Leiters des Forstbetriebs Rothenkirchen, Peter Hagemann, der wiederum auch Chef von Klaus Schmidt ist.  

    Hagemann begeistert das Engagement seines Mitarbeiters und so hat er dessen Wunsch auf Verkürzung der Arbeitszeit gern entsprochen. Aber mehr noch: „Eine der nachhaltigen Leistungen des Waldes ist die Erhaltung historischer Zivilisationsspuren. Aus dieser Verantwortung heraus stellen die Bayerischen Staatsforsten das Holz für das Keltentor aus den Forstrevieren Klosterlangheim, Lichtenfels und Weismain bereit“, sagt der Leiter des Forstbetriebs. „Das Projekt steht in bestem Sinne für die Werte forstlicher Nachhaltigkeit: die Nutzung nachwachsender Rohstoffe aus der Region und die Verwendung des umweltfreundlichen Rohstoffes Holz.“  

    40 Kubikmeter Holz unter dem Beil  

    „Die meiste Arbeit macht das Grobe“, erklärt Klaus Schmidt und hackt die Rinde mit einem Beil ab: Der voluminöse Stamm liegt eingeklemmt in einer etwas archaisch anmutenden Holzkonstruktion. Die hat der Forstwirt selbst gebaut – nach dem historischem Vorbild versteht sich. Im Winter hat er seinen ersten Balken nach dem Vorbild der Kelten mit einem Dechsel – so heißt das quer zum Stiel geschäftete Beil - Probe behauen.  

    Im August geht es richtig los. Regelmäßig tauscht sich der 50-Jährige mit dem Archäologen Dr. Schußmann aus, besucht Vorträge, wälzt Fachliteratur, recherchiert im Internet, damit seine Arbeit möglichst authentisch ist. „Wenn ich etwas mache, will ich es g’scheit machen“, betont der Weismainer.  

    „Zunächst wird der Stamm lang abgeschnürt und der Querschnitt des Holzes auf der Stirnseite angezeichnet“, erklärt Schmidt. Dafür braucht er Winkel und Lot. So vermessen, werden dann etwa alle 30 Zentimeter Kerben in den Stamm geschlagen. „Das geht mit frischem Eichenholz wesentlich besser als mit älterem“, sagt der Forstwirt und macht sich an die Feinarbeit mit dem Dechsel.  

    Dechsel selbst konstruiert  

    Das Querbeil hat er sich nach Zeichnungen von keltischen Werkzeugen mehr oder weniger selbst gefertigt: Als Stiel wählte er einen Astzweig, den er entsprechend bearbeitete, die Klinge bestellte er im Internet bei einem Schmied, der auf historische Werkzeuge spezialisiert ist. Ein ähnliches wurde bei Ausgrabungen am Staffelberg gefunden, berichtet Grabungsleiter Dr. Schußmann. Er erläutert, dass die Kelten zwar schon Sägen aus Metall fertigten – allerdings nur etwa in der Größe eines Fuchsschwanzes. Nachdem Sägen offenbar noch nicht in der nötigen Größe verfügbar waren, nutzen sie deswegen auch für die Bearbeitung von Stämmen Beile, Äxte und Dechsel.  

    Das brachte dem Archäologen auch Vorteile bezüglich der Haltbarkeit: Während beim Sägen die Oberflächenporen des Holzes aufgerissen werden, so werden sie beim Zubeilen verschlossen, erklärt der Archäologe. Das verhindere, dass Wasser eindringen kann. Somit werde die Lebensdauer des Holzes verlängert. Sehr versiert seien die Kelten nicht nur bei der Bearbeitung, sondern auch bei der Wahl der Hölzer gewesen. Je nach deren Eigenschaften setzten sie sie für unterschiedliche Zwecke ein. Beispielsweise die Eiche für Bauten.  

    Geschickte Handwerker  

    Dr. Schußmann schildert die Kelten als sehr geschickte und kunstfertige Handwerker. Bei ihnen waren die heute noch traditionell geübten Holzverbindungen wie das Blatten und Kämmen, das Nuten und Verzapfen, der Blockbau und die Sicherung der Verbindungen durch Holznägel bekannt und voll entwickelt. Überall dort, wo sich im dauerhaft feuchten Boden unter Luftabschluss entsprechende Zeugnisse erhalten haben – es handelt sich meist um Schwellbalken, Brunnenkästen, Pfostenstümpfe, Brückenbauteile oder umgestürzte Wände – habe man bei Ausgrabungen feststellen können, dass die Holzverbindungen passgenau ausgeführt und die Oberflächen sorgfältig bearbeitet wurden, informiert der Archäologe.  

    Rund 200 verschiedene Werkzeugtypen sind ihm zufolge aus spätkeltischer Zeit belegt. Viele davon (auch solche aus dem Holzhandwerk) wiesen eine Form auf, die sich aufgrund ihrer Funktionalität bis in die frühindustrielle Zeit kaum oder gar nicht verändert hat. Auffallend sei, sagt der Wissenschaftler, dass gerade bei der Axt als dem wichtigsten Zimmermannswerkszeug mit der Tülle an einer Form der Schäftung festgehalten wurde, die sich seit der Bronzezeit kaum verändert hatte. Da sie kaum weniger aufwendig herzustellen ist als eine Schaftlochaxt nach heutigem Muster, könnte dies wirklich an einem sehr stark ausgeprägtem Traditionsbewusstsein in diesem bereits damals sehr alten Handwerk gelegen haben, mutmaßt der Archäologe.  

    Authentisch und anstrengend  

    Klaus Schmidt findet es faszinierend, was die Kelten schon vor mehr als 2000 Jahren wussten. Deswegen will er im Rahmen seiner Arbeiten mehr darüber erfahren und lernen – über sie und über das Handwerk an sich: „Freilich ist das körperlich anstrengend“, sagt er, „aber es macht mir auch viel Freude.“  

    Und er mag es authentisch. Deswegen hatte er sich eigens für die Vorführungen beim Bad Staffelsteiner Altstadtfest Ende Juli auch noch Kleidung nach historischem Vorbild beschafft – die Sandalen ließ er sogar eigens von einem Mailänder Schuhmacher anfertigen, verrät der Forstwirt und beilt beflissen weiter mit dem Dechsel am Stamm. Wie lange er genau brauchen wird für das viele Holz, vermag er noch nicht einzuschätzen. Das sei auch nicht so wichtig, meint er. Sondern, dass die Arbeiten rechtzeitig fertig und gut werden. „Und dass das Werkzeug scharf ist“, fügt Schmidt hinzu, um sich dann wieder ganz dem Bebeilen des Holzes zu widmen.

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    Forstbetrieb Rothenkirchen Nachrichten
    news-1691 Mon, 20 Aug 2018 13:57:42 +0200 Berufsjäger retten Gamsbock, der sich am Untersberg im Weidezaun verfangen hatte http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1691&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=11405d4cdd84dd3484572c8c6ddce6d3 Berchtesgaden, 20. August 2018 - Mit Herz und Verstand befreiten zwei Berufsjäger der Bayerischen Staatsforsten einen Gamsbock, der sich an der Toni Lenz Hütte am Untersberg in einem Weidezaun verfangen hatte.

    Die Wirtin der Toni Lenz Hütte entdeckte morgens das sich wohl beim Äsen in einem Zaun aus Kunststoff-Metallgeflecht verfangene Tier. Offensichtlich hatte sich der kräftige Gamsbock bei seinen Befreiungsversuchen immer stärker in dem Weidezaungeflecht verheddert. Nach dem ersten Befreiungsversuch durch den Wirt, flüchtete der panische Gamsbock mit einem Teil des Zaunes. Doch nicht weit von der Toni Lenz Hütte verfing sich der Zaun im Latschengestrüpp unauflöslich. Unterdessen rief die Wirtin den zuständigen Berufsjäger der Bayerischen Staatsforsten Andreas Pfnür zur Hilfe. Auch die Polizei wurde alarmiert.

    Im Bewusstsein, welche Kräfte ein gefangener Gamsbock entfalten kann, bat Andeas Pfnür seinen Kollegen Max Schmid und dessen Jagdkammeraden Christoph Strobl ihn bei der Rettungsaktion zu unterstützen. Mit einer Decke bewaffnet versuchten die drei Jäger dem Gamsbock die Sicht zu nehmen um ihn zu beruhigen. Erst als das Haupt verdeckt und der zappelnde Gamsbock zu Boden gerungen war, konnten die Berufsjäger das Zaungeflecht Stück für Stück auftrennen.

    Unter staunenden Blicken einer inzwischen vollbesetzten Gastterrasse konnte der wehrhafte 11jährige Gamsbock nach einer etwa fünf minütigen Operation befreit werden. Frohen Mutes suchte der Toni getaufte Gamsbock sofort das Weite. Die Wirtin zeigte ihre Dankbarkeit, indem die Gamsretter im Kreis von lobenden Gästen zu kühlen Getränken eingeladen wurden. „An dieser Tat zeigt sich erneut, was für prächtige Berufsjäger bei den Bayerischen Staatsforsten arbeiten“ schwärmt auch Dr. Daniel Müller, BaySF-Forstbetriebsleiter in Berchtesgaden, über die gelungene Rettungsaktion.

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    Forstbetrieb Berchtesgaden Nachrichten
    news-1689 Mon, 20 Aug 2018 13:34:40 +0200 Der Wald blüht auf http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1689&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=251d23df497ebd6b96723feb4d759ca9 Bayerische Staatsforsten setzen großflächiges Blühprogramm um  

    Burglengenfeld, 16. August 2018 - Trotz Trockenheit haben die Bayerischen Staatsforsten in ihren Wäldern entlang der Wege und auf vielen im Wald eingesprenkelten Ödlandflächen bereits viele Magerrasenblüher stehen, so wurden in einem seitens des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten aufgelegten Blühflächenprogramm gezielt weitere rund fünf Hektar neue Blühflächen im Staatswald des Forstbetriebs Burglengenfeld angelegt. Diese geben Bienen, Hummeln, Schmetterlingen und Käfern über den Blütenpollen reichhaltige Nahrung. Gilt es doch so schnell wie möglich der steigenden Insektenarmut in der Kulturlandschaft zu begegnen. Schließlich hängen am Nahrungsspektrum Insekten die meisten Vogel- und Fledermausarten. Auch benötigen viele Sträucher und vor allem Obstbäume und Gemüsesorten die Insektenwelt zur Bestäubung ihrer Blüten. Ohne Insekten, vor allem Bienen, kein Obst und Gemüse und schon gar kein Lebenselexier Honig. Auf den neu begründeten Blühflächen prägen derzeit blaue Kornblumen und roter Mohn das Bild. Pflanzen, die man nur von Flächen ohne Pestizideinsatz kennt. Da können Waldinseln in der Kulturlandschaft durchaus die Welt retten.  

    Landtagsabgeordneter Alexander Flierl wollte sich selbst einmal in seinem Heimatkreis von der Umsetzung der seitens des Freistaats mit 1,5 Millionen Euro großzügig zur Verfügung gestellten Gelder überzeugen. Zusammen mit Forstbetriebsleiter Thomas Verron begutachtete er auf einer Tagfahrt eine Flächenauswahl. Trotz schwieriger Witterungsbedingungen ließen sich die Initiativen für die mehrjährigen Blühflächen bestens erkennen. Bayernweit sind immerhin derzeit 500 Einzelblühflächen mit insgesamt 130 Hektar angesät. Weitere 15 Hektar sind für die Herbstsaat vorbereitet. Dafür wurden 3 Tonnen spezielles Saatgut erworben. Gleichzeitig werden über das Projekt Biotopholz-Trittsteine initiiert. Ziel ist es, über das Hochköpfen von Starkholzstämmen schneller einen Vorrat an Höhlenbäumen für Vögel und Fledermäuse sowie Totholz für seltene Käfer und Insekten zu erzielen.  

    In mühevoller Kleinarbeit hat Landwirt und Unternehmer Peter Rester die von den Revierleitern als geeignet ausgesuchten Flächen gemulcht und fachgerecht eingesät. Diese waren blütenlose verunkrautete Streifen neben Forstwegen und auf Leitungstrassen oder aufgelassene Wildäsungsflächen. 100 kg regional herkunftsgesichertes Saagut vom Saatgutspezialisten Rieger-Hofmann für trocken-warme und schattig-feuchte Situationen nachgezogen wurden ausgebracht. Die Aussaattermine ab Anfang Juni konnten in die noch feuchteste Jahresphase mit ein paar nachfolgend kontinuierlichen Regengüssen gelegt werden. Die folgende Trockenheit half den eingesäten Trockenrasenblüten sich gegenüber anderer Gräserkonkurrenz durchzusetzen. So war nur auf einer Fläche ein konkurrenzmildernder Schröpfschnitt kürzlich notwendig.  

    Die Sämereien blühen mehrjährig. „Mit der einmaligen Aktion setzen sich die Bayerischen Staatsforsten bayernweit für die Insekten und ihre Nutznießer sowie deren Lebensgrundlagen ein“, so Verron. „Damit leisten wir einen zusätzlichen Beitrag gegen den dramatischen Rückgang der Insekten. Auch dies gehört zur von den Bayerischen Staatsforsten gelebten Nachhaltigkeit.“ Das wird vor allem die Imker im Städtedreieck freuen, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Vereinsjubiläum feiern. Zur Information für Spaziergänger und Waldbesucher setzten Flierl und Verron gemeinsam eine speziell gefertigte Informationstafel.

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    Forstbetrieb Burglengenfeld Nachrichten
    news-1697 Mon, 20 Aug 2018 13:31:00 +0200 Wechsel im Forstrevier Holzheim am Forst http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1697&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=de60ae82877281311c1dcfd281814e4e Revierleiter Joachim Genrich übergibt an Nachfolgerin Lea Franz

    Burglengenfeld 20. August 2018 - Über 40 Jahre im Revier, Grund genug für den Holzheimer Revierleiter Joachim Genrich die Geschicke in jüngere Hände zu übergeben. Nach überstandener längerer Krankheit entschloss sich Genrich, sich für die verbleibenden Monate seines Dienstlebens von der Revierleiteraufgabe entbinden zu lassen und eine betriebliche Sonderaufgabe zu übernehmen. Seit Anfang August ist deshalb Lea Franz neue Revierleiterin der Bayerischen Staatsforsten in Holzheim am Forst. Die gebürtige Bayreutherin startete im Februar nach frisch bestandener Staatsprüfung bei den Bayerischen Staatsforsten am Forstbetrieb Pegnitz, um dann ab Juli das verweiste Revier Holzheim zu vertreten. Sie fühlte sich im Burglengenfelder Forstbetrieb so wohl, dass sie das nach Genrichs Rückzug ausgeschriebene Revier ergattern konnte und so erstmal für einige Jahre hier bleiben wird.

    Forstbetriebsleiter Thomas Verron beglückwünschte Lea Franz zu ihrer neuen Aufgabe und hieß sie im Forstbetriebsteam herzlich willkommen. „Es tut gut, eine weitere Försterin im Team zu haben. Einmal bringt der bereits laufende Generationenwechsel für die Bayerischen Staatsforsten neuen Wind, zum anderen denken Frauen in vertrackten Situationen oftmals einfach anders als die sonst oft reine forstliche Männerwelt und eröffnen neue Auswege“. Derzeit werden im Forstbetrieb Burglengenfeld zwei von den zehn Revieren von Försterinnen geleitet, in vier Revieren ist – um im forstlichen Jargon zu bleiben - die Verjüngung bereits aufgelaufen.

    Der neue Dienstsitz des Reviers Holzheim a. F. befindet sich im Burglengenfelder Forstbetriebsgebäude in der Kallmünzer Straße 1. Hier ist Frau Franz unter der Tel.-Nr. 09471-703125 und zu ihren Sprechzeiten donnerstags von 15-17 Uhr zu erreichen.

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    Forstbetrieb Burglengenfeld Nachrichten
    news-1692 Fri, 17 Aug 2018 14:16:00 +0200 Mountainbiken mit den Förstern – Wald – Wissen - Wellness http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1692&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=37798e0673cd579fa227914fbdf5f535 Im Rahmen einer geführten Mountainbike-Tour geht es auf teils anspruchsvollen Trails rund um und auf den Ochsenkopf.  

    Treffpunkt: 14.09.20108 – 16:00 Uhr in Fleckl am Parkplatz der Ochsenkopfseilbahn-Talstation Süd

    Dauer: ca. 2 h  

    Teilnahmevoraussetzung: Verkehrssicheres Fahrrad (mit Licht), Helm  

    Anmeldung per eMail bis 12.09.2018 bei florian.manske@baysf.de

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    Forstbetrieb Fichtelberg Nachrichten
    news-1693 Thu, 16 Aug 2018 14:25:00 +0200 Kulturgenuss rund um den „Mythos Bayern“ bei frischen 20 Grad http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1693&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=09d4bda1a91e19e7c489358b08c72a92 Eine willkommene Abkühlung im heißen Sommer

    Pressemitteilung Bayerische Landesausstellung 2018

    Garmisch-Partenkirchen, 16. August 2018 - Wissen Sie nicht mehr wohin bei der Hitze? Dann laden wir Sie zu einem Ausstellungsbesuch in unsere klimatisierten Räume im Kloster Ettal ein: Auf 1800 Quadratmetern zeigen wir Ihnen bei angenehmen 20° Grad mit über 250 spannenden Exponaten das, was den „Mythos Bayern“ausmacht.

    In der Bayerischen Landesausstellung 2018 erzählen wir, wie sich die Naturlandschaft Bayerns über Jahrhunderte zu einer Kulturlandschaft verändert hat und diese Landschaft – mit ihren Menschen – zum „Mythos Bayern“ geworden ist, der sich weltweit verbreitet hat und bis heute besteht. Der Freistaat wird im November 1918 ins Leben gerufen. Nachdem zweiten Weltkrieg wird er in Begriff und Lebenswirklichkeit zum demokratischen Baustein des „Mythos Bayern“.

    Das größte Objekt

    Das größte Objekt ist ein keltischer Einbaum. Er ist über 13 Meter lang und wurde 1986 am Westufer der Roseninsel am Starnberger Seeentdeckt. Die Bergung dauerte drei Jahre.

    Das kleinste Objekt

    Das kleinste Objekt ist ein Konvolut aus Nägeln. Sie stammen von Bergschuhen und wurden am Heilbronner Weg gefunden. In Gebrauch waren sie an den Schuhen der Bergsteiger, um die Trittsicherheit auf diesem beliebten Weg zu bewahren. Genau datieren lassen sich die Stücke nicht mehr. Sie sind mindestens 60 Jahre alt, wahrscheinlich aber älter.

    Das älteste Objekt

    Das älteste Objekt ist ebenso der keltische Einbaum. Das Fälldatum wurde auf das Jahr 900 v. Chr. datiert. Damit ist der Baum fast 3.000 Jahre alt.

    Der Pavillon

    Der Pavillon wurde für die Bayerische Landesausstellung errichtet. In ihm werden Ludwigs II. gebaute und ungebaute Träume gezeigt – einv isuelles und auditives Erlebnis. Das Gebäude ist rund und hat eine Höhe von ca. 13,5 Metern, einen Durchmesser von ca. 21 Metern und hat eine Ausstellungsfläche von über 300 m².

    Diese Highlights und noch einiges mehr, können Sie bis zum 4. November im Kloster Ettal bestaunen. Was ist für Sie der Mythos Bayern? Finden Sie es heraus, in der Bayerischen Landesausstellung 2018 im Kloster Ettal!

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    Forstbetrieb Oberammergau Nachrichten
    news-1688 Tue, 14 Aug 2018 13:21:00 +0200 Freiwillige des Deutschen Alpenvereins arbeiteten im Berg- und Schutzwald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1688&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=db11549b75d5a00761380e361c6a29e1 St. Martin, 14. August 2018 - Im Rahmen einer Projektwoche unterstützten vom 6.-10.08.2018 insgesamt sieben Mitglieder des Deutschen Alpenvereins den Forstbetrieb St. Martin im Bergwald. So wurden Begangssteige im Schutzwald freigeschnitten und von Hindernissen geräumt. Ein Hochsitz für die Jagd wurde errichtet und eine zusätzliche Aufgabe war, junge Eibenpflanzen in Naturverjüngung zu suchen, den Standort zu markieren und gegen Wildverbiss zu schützen.

    Begleitet wurden die Freiwilligen von den zwei Waldarbeitern Peter und Anton Fernsebner sowie Revierleiter Georg Poppel.  

    Der Erfolg war groß, ca. 400 Eiben Jungbäumchen wurden gefunden. Untergebracht waren die Freiwilligen in einer schönen vom Forstbetrieb gestellten Jagdhütte mit wunderbarer Aussicht auf die Berg- und Schutzwälder des Forstbetriebs.  

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    Forstbetrieb St. Martin, Bayer. Saalforste Nachrichten
    news-1690 Fri, 10 Aug 2018 13:51:00 +0200 Wasserbau im Hirschgrund http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1690&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=caca79e404f7a303e733a85379650366 Rehau, 10. August 2018 - Die Bayerischen Staatsforsten reparieren momentan zwei undichte Weiher im Rehauer Forst. In der Abteilung Hirschgrund werden dazu mit dem Bagger die beiden Dämme wieder hergerichtet.

    Die Maßnahme ist Teil eines längerfristigen Gesamtprojekts bei der mit Fichten zugewachsene Bachlauf wieder freigestellt wird und die vorhandenen Feuchtflächen aufgewertet werden. Das Quellmoor wurde bereits vor zwei Jahren entbuscht.

    Das Projekt ist Teil des Naturschutzkonzepts des Forstbetriebs und folgt dem bayerischen Weg im Naturschutz, der Schützen und Nutzen auf ganzer Fläche zum Ziel hat. Die Maßnahme wird gefördert vom Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten.

    „Auf diesem Wege können wir unsere wertvollen Feuchtflächen weiter der Nachwelt erhalten“, freut sich Revierleiter Wolf-Christian Liebert. Gerade in Zeiten großer Trockenheit ist es wichtig, das Wasser lange in der Fläche zu halten. Viele Arten wie Grasfrosch, Kreuzotter oder auch der Schwarzstorch sind auf Feuchtflächen im Wald angewiesen.

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    Naturschutz Forstbetrieb Selb Nachrichten
    news-1687 Thu, 09 Aug 2018 15:15:00 +0200 Der Frankenwald blüht auf für Biene, Hummel und Co. http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1687&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=30b168ce93612a8d4e51f53913c1c09a Naturschutz-Sonderprojekt der Bayerischen Staatsforsten hilft Insekten

    Nordhalben, 9. August 2018 - Bei einem Pressetermin stellen Forstbetriebsleiter Fritz Maier und Revierleiter Markus Till das Naturschutzprojekt „Der Wald blüht auf“ in der Nähe von Schwarzenbach a. Wald vor. Um das Angebot von Blühflächen im Staatswald zu steigern, wurde dieses bayernweite Projekt ins Leben gerufen. Es wird von der Bayerischen Forstverwaltung aus Mitteln für besondere Naturschutzleistungen im Staatswald gefördert.

    Die Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten schaffen im Staatswald viele kleine Blühwiesen als neuen Lebensraum für Insekten. Durch diese Trittsteine leistet der Staatsforst einen Beitrag gegen den starken Rückgang der Insekten in unserer Landschaft. Wo Insekten gefördert werden, geht es auch der davon abhängigen Vogelwelt und Arten wie z.B. den Eidechsen besser.

    Die Blühflächen werden mit autochthonen Pflanzenarten angesät um die Vielfalt standörtlich angepasster Pflanzen zu erhalten. Eine nachteilige Veränderung der Pflanzenwelt durch züchterisch veränderte Pflanzen, die im Offenland häufig erfolgt, soll im Wald nicht stattfinden.

    Die Blühwiesen sind eingebunden in den naturnahen Staatswald mit gemischten Waldbeständen, verschiedenen Baumarten, sonnigen Bereichen entlang von Wegrändern und Freiflächen. Liegendes und stehendes Totholz sowie Biotopbäume mit Höhlen ergänzen die Hilfe für die Tierwelt.

    Ca. 550 Wildbienenarten gibt es in Deutschland, die verschiedene Nahrungspflanzen und Nistplatzanforderungen haben. Etwa 3/4 der Wildbienenarten nisten im Boden und über 90% sind solitär, also einzeln lebende Insekten mit Brutröhren im Boden oder im Holz. Etwa die Hälfte der deutschen Wildbienenarten steht auf der Liste der gefährdeten Arten. Für sie ist eine enge Verzahnung von Blühflächen oder blühenden Waldinnenrändern und offenen Sandflächen, Rohbodenstandorten oder schütter bewachsenen Böschungen besonders hilfreich. Aber auch Schmetterlinge, Vögel und Reptilien bevölkern die sonnigen Blühflächen.

    Ehemalige Wildwiesen und frühere Holzlagerplätze entlang von Wegen eignen sich zusammen mit den artenreichen Waldinnenrändern an diesen Flächen als Biotopkomplex. Für den Waldwanderer öffnet sich im Sommer entlang der Wanderwege hin und wieder der Blick auf eine solche Blühfläche, auf der es zum richtigen Zeitpunkt auch in den nächsten Jahren brummt und summt. Eine kleine Rast neben einer solchen Fläche kann zu einem schönen Erlebnis werden.

    Durch die Anlage von Streuobstflächen und die Pflanzung von Wildapfel und Wildbirne an mehreren geeigneten Stellen im Staatswald entsteht insgesamt ein Netz an hochwertigen Lebensräumen für Insekten und weitere Waldbewohner. Dieses Projekt wurde von den Abgeordneten des Bayerischen Landtags mit gesonderten Finanzmitteln ausgestattet. Es stärkt den Naturschutz auf der Fläche. Im Bayerischen Staatswald sollen in diesem Jahr in rd. 300 Revieren solche Blühflächen geschaffen werden.

    Die Anlage der Blühflächen wird von der Bayerischen Forstverwaltung aus den genannten Sondermitteln finanziell als besondere Naturschutzleistung im Staatswald gefördert. Forstbetriebsleiter Fritz Maier dankte Brigitta Köhler-Maier und Ralph König vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten für die enge Zusammenarbeit bei diesem Projekt zugunsten des Naturschutzes im Wald. „Unser besonderer Dank gilt auch den Abgeordneten des Bayerischen Landtags, die dieses Naturschutz-Sonderprojekt finanziell möglich gemacht haben und hoffentlich auch in den nächsten Jahren im Sinne einer nachhaltigen Naturschutzarbeit im Staatswald unterstützen.

    Unsere Mitarbeiter des Forstbetriebes haben diese Aufgabe mit viel Können und Engagement in die Tat umgesetzt und damit einen neuen Baustein zu einem erfolgreichen Waldnaturschutz hinzugefügt.“ Nähere Informationen zu diesem Naturschutzprojekt im Wald finden sie auf der Internetseite der Bayerischen Staatsforsten: www.baysf.de/de/magazin/der-wald-blueht-auf.html 

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    Naturschutz Forstbetrieb Nordhalben Nachrichten
    news-1686 Wed, 08 Aug 2018 14:43:34 +0200 Sicherheit am Pioniersteig am Wachterl http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1686&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5e530f38f8a06f5b303585b455454abf Die Bayerischen Staatsforsten kümmern sich um die Sicherheit am Pioniersteig am Wachterl. Da ein großer Felsblock auf die Deutsche Alpenstraße (B 305) abzurollen droht, muss das staatliche Bauamt Traunstein kurzfristig nicht verschiebbare Sicherungsarbeiten durchführen. Der Pioniersteig vom Wachterl zur Moosen Alm ist daher voraussichtlich bis zum 17. August gesperrt.
    Eine Umgehungsroute ist ausgezeichnet und am Wochenende ist der Steig für Fußgänger nutzbar.

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    Forstbetrieb Berchtesgaden Nachrichten
    news-1685 Wed, 08 Aug 2018 14:39:33 +0200 Bayerischen Staatsforsten sanieren den kaputten Thomas-Eder-Steig http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1685&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=993c15b624f0fa340e03e367e9fb2beb Berchtesgaden, Markt Schellenberg und Ramsau – Die Bayerischen Staatsforsten werden bis Freitag 10.8.2018 am Thomas-Eder-Steig notwendige Reparaturarbeiten durchführen. In schwierigem Gelände werden Mitarbeiter des Forstbetriebes Berchtesgaden kaputte Treppen erneuern und abgerutschte Bereiche sanieren.

    Der Forstbetrieb bittet um Verständnis, dass der Steig während der Bauarbeiten komplett gesperrt werden muss. Die Schellenberger Eishöhle und die Toni Lenz Hütten können in der Zeit nicht über die Untersbergbahn, sondern nur aus dem Tal erreicht werden.

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    Forstbetrieb Berchtesgaden Nachrichten
    news-1684 Wed, 08 Aug 2018 09:06:40 +0200 Jagdhundeausbildung im Spessart http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1684&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=31c77f074dd172235108aad5a99f664e Am 5. August führte die Gruppe Spessart-Nord im Deutschen Teckelklub (DTK) eine Schweißprüfung auf künstlicher Wundfährte durch. Der Forstbetrieb Heigenbrücken stellte im Revier Schöllkrippen die erforderlichen Flächen für die Fährten zur Verfügung. Diese waren am Vortag von Revierleiter und Nachsuchenspezialist Rudi Schlenke angelegt worden. Jede Fährte wurde mit einen viertel Liter Rehwildschweiß auf einer Länge von ca. 1000 bis 1200 m getupft und beinhaltete drei simulierte Wundbetten und drei möglichst rechtwinklige Haken.

    Die schon lange anhaltende Trockenheit und die große Hitze im Tagesverlauf waren zusätzlich sehr schwere Bedingungen für die zu prüfenden Gespanne. Drei Hundeführerinnen, eine sogar extra aus Belgien angereist, stellten sich mit insgesamt vier Rauhhaarteckeln dieser anspruchsvollen Prüfung. Die äußeren Bedingungen im Prüfungsverlauf wurden zunehmend schweißtreibender, so dass man von einer Schweißprüfung in doppelter Bedeutung des Wortes reden konnte. Drei Teckel konnten mit ihren Führerinnen die Aufgaben erfolgreich meistern, ein Team war an diesem Tag den Anforderungen leider nicht gewachsen.

    An der Rodberghütte im Revier Schöllkrippen wurde die Bewertung und Preisverleihung durch die Prüfungsrichter vorgenommen. Diese und die anwesende Korona gratulierten allen Prüfungsteilnehmerinnen und zollten ihnen Anerkennung und Respekt für die bei diesen Bedingungen gezeigten Leistungen. Die DTK-Gruppe Spessart-Nord bedankte sich herzlich bei den Bayerischen Staatsforsten für die Unterstützung zur Förderung des Jagdhundewesens.  

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    news-1683 Tue, 07 Aug 2018 15:30:00 +0200 Der weltbeste Holzfäller kommt aus der Rhön http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1683&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fd9da93603053365d925b981e9edbae8 Marco Trabert aus Hausen gewinnt die Waldarbeiter-WM in Lillehammer (Norwegen) Von 3. bis 5. August fand in Lillehammer (Norwegen) das „World Logging Championship 2018“ statt. Insgesamt waren 27 Nationen am Start: Japan, Schweiz, Frankreich, Spanien, Weißrussland usw… - aus aller Herren Länder kamen die besten Forstwirte zusammen, um sich in fünf Disziplinen zu messen. So auch Marco Trabert, Forstwirtschaftsmeister am Forstbetrieb Bad Königshofen der Bayerischen Staatsforsten. Trabert hat schon 2008, 2010, 2012, 2014 und 2016 an der WM teilgenommen. Seine Ausdauer wurde jetzt endlich belohnt: im sechsten Anlauf konnte er sich den Titel holen. 

    Dabei sah es am Anfang nicht ganz so gut aus. In der ersten Disziplin, dem schnellen Sägekettenwechsel, lief es nicht rund. Der Hausener erreichte 122 Punkte, während sein Norwegischer Konkurrent ganze 140 Punkte einheimste. Beim anschließenden Kombinationsschnitt und dem Präzisionsschnitt lieferte Trabert aber sehr gute Leistungen ab, sodass er seine Siegchancen zumindest wahrte. Auch tags darauf beim Zielfällen brachte Marco Trabert eine weltklassige Leistung. Von 660 möglichen Punkten erzielte er 655. Somit lag er vor seiner Paradedisziplin, dem Entasten, auf Rang 3 mit 5 Punkten hinter dem Erstplatzierten.

    Und Trabert behielt die Nerven: mit 464 Punkten deklassierte er am letzten Tag im Entasten alle anderen, holte sich damit den klaren Einzelsieg in dieser Disziplin und mit 3 Punkten Vorsprung auch die Goldmedaille in der Gesamtwertung.

    In der Mannschaftswertung gewann er zusammen mit seinen Nationalteamkollegen Alexander Genz aus Brandenburg und Martin Schraitle aus Baden-Württemberg die Silbermedaille.

    Im normalen Leben koordiniert Forstwirtschaftsmeister Marco Trabert am Forstbetrieb Bad Königshofen u.a viele Maschineneinsätze. Dies sind zum Teil reguläre Durchforstungen, aber auch spezielle Einsätze wie nach dem Windwurf im Frühjahr oder aktuell bei der Bekämpfung des Borkenkäfers.

    Wie es sich für einen echten Weltmeister gehört, wurde Marco Trabert in seiner Heimat gebührend empfangen: Als er am Dienstag aus Norwegen zurückkehrte, stand ganz Hausen Kopf und feierte seinen Weltmeister.

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    Forstbetrieb Bad Königshofen i. Grabfeld Nachrichten
    news-1682 Tue, 07 Aug 2018 15:06:16 +0200 Waldtag am Forstbetrieb Heigenbrücken http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1682&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ac0abf70fe5696cb525e6ee6ef66e66d Bei hochsommerlichen Temperaturen hat der Spessart-Forstbetrieb in Heigenbrücken zu einem Waldtag in die kühlen und schattigen Wälder im Revier Heigenbrücken II eingeladen. Unter Anleitung von Revierleiterin Christina Heinzelmann konnten die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Wald auf neue und ungewohnte Weise erkunden. So galt es, die verschiedenen Geräusche des Waldes zu erkennen,  Bäume zu ertasten und wiederzufinden, Nadelbäume anhand ihres Geruchs zu unterschieden und im Spiegelgang Bäume aus ungewohnten Perspektiven zu sehen. Einer der Höhepunkte des Nachmittags war ein Abstecher zu den „Riesen“ im Forstrevier: Es waren vier Kinder nötig, um eine mehr als 60 Meter hohe Douglasie zu umschließen.

    Ein erlebnisreicher Nachmittag fand mit einem schönen Stück Land-Art seinen Abschluss: Die Kinder durften aus zuvor gesammelten Naturmaterialien Bilder legen.

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    news-1681 Tue, 07 Aug 2018 08:07:56 +0200 Sonnenplätze für Kreuzotter und Waldeidechse http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1681&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=27f5b336d8d2da9db6d7f9fdb4cfe221 Freiwillige des Bergwaldprojekts pflegen Biotope am Forstbetrieb Fichtelberg Siebzehn Erwachsene arbeiteten im Rahmen des Bergwaldprojektes e.V. eine Woche lang im Fichtelgebirge. Ihr Ziel war es die Lebensstätten für Kreuzotter, Waldeidechse und Co zu verbessern. Egal ob 24 oder 56 Jahre alt - alle wollten etwas Gutes für die Natur bewirken und dem Alltagsstress, dem Medienrummel und dem Lärm der Stadt entfliehen. Wo geht das besser als mitten im Wald?

    Die erste Nacht im Zelt auf einer Waldlichtung bei Sophienthal endete kurz nach Sonnenaufgang. Um 8 Uhr ging es direkt los mit Arbeiten. Hubertus Schmidt, Revierleiter bei den Bayerischen Staatsforsten, begrüßte zusammen mit Forstanwärterin Miriam Lang die Freiwilligengruppe. Beide stellten das Arbeitsprogramm vor:

    „Bei sechs Felsformationen rund um Gefrees dürft ihr diese Woche kleine Fichtenbäumchen weg sägen“ erklärte Miriam Lang. „So kommt mehr Sonne auf die Steine. Das ist wichtig für Insekten und viele andere Waldtiere.“ Bei 30 °C im Schatten legten die fleißigen „Urlauber“ los. In Teamarbeit waren der Steinbruch und der kleine See, der sich über die letzten Jahrzehnte in der Mitte der Felsen gebildet hatte, frei von Fichten, Weiden und Pappeln. „Auf Haufen gestapelt stellen die abgesägten Bäume einen idealen Unterschlupf für Kreuzottern dar“ beschrieb Holger Gemmerl, Projektleiter des Bergwaldprojektes, den Arbeitsauftrag. „Waldeidechsen können sich auf den jetzt freien Felsen wärmen. Zahlreiche Blütenpflanzen – wichtig für Insekten - bekommen nun auch wieder mehr Licht.“

    Auch die Felsformation unterhalb des Wetzsteines bei Bischofsgrün stellten die Teilnehmer frei und bauten einen nicht mehr benötigten Zaun ab. Nach der Arbeit lockte das kühle Nass des Warmensteinacher Schwimmbads, bevor es zurück zum Zeltplatz ging.

    Alle freiwilligen Helfer zogen am Ende der Woche ein positives Fazit: „Durch die Arbeit im Wald konnte man gut wieder zu sich selbst finden und die Zusammenhänge der Natur viel besser begreifen“ so eine Teilnehmerin.

    Nicht nur zur Verbesserung der Lebensräume zahlreicher geschützter Arten im Fichtelgebirge trug diese Projektwoche bei, sondern auch dazu, neue Freundschaften zu knüpfen und Erfahrungen zu sammeln.

    Beim Abschied war eine Teilnehmerin den Tränen nahe. „Ich find