Bayerische Staatsforsten http://www.baysf.de/ de-de Bayerische Staatsforsten Wed, 25 May 2022 14:48:16 +0200 Wed, 25 May 2022 14:48:16 +0200 news-2746 Tue, 24 May 2022 14:32:37 +0200 TV-Tipp: Bayern – Land der Gams https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/tv-tipp-bayern-land-der-gams.html 24. Mai 2022, Bad Tölz - Der BR hat ein Jahr lang Wildbiologinnen, Jäger und Förster in den Bergen begleitet, um die unterschiedlichen Stimmen zur Gamsjagd einzufangen. Der Beitrag läuft als Wiederholung am 26. Mai im BR (zuletzt im Januar bei arte).

Christine Miller vom Verein Wildes Bayern klagt im Film den überhöhten Abschuss der Gämsen in den Staatsforsten an. Rudolf Plochmann, Leiter des Forstbetriebes Bad Tölz, möchte einen gesunden Wald mit Wild. Und die Wildbiologin Wibke Peters erforscht die Lebensraumansprüche der Gams mit Hilfe der Satellitentelemetrie. Dafür müssen Gämsen gefangen und mit Sendern ausgestattet werden. Im Gebirge, bei Wind und Wetter – keine leichte Aufgabe. Dank der tatkräftigen Unterstützung unseres Berufsjägers Karl Hörmann gelingt der Fang aber.

Die Dokumentation nimmt den Zuschauer mit in eine zu allen Jahreszeiten zauberhafte Bergwelt. Sie zeigt das Leben der Gämsen, von ihren Kindergärten im Sommer bis zu den halsbrecherischen Brunftkämpfen im Winter, wenn die starken Böcke ihre Konkurrenten in atemberaubender Geschwindigkeit die Bergflanken rauf und runter jagen.

Jetzt schon in der Mediathek zu sehen oder am 26. Mai um 18:45 Uhr im BR-Fernsehen.

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news-2745 Mon, 23 May 2022 14:59:24 +0200 Jagdzeit auf Rehwild beginnt – frisches Wildbret aus dem Staatswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/jagdzeit-auf-rehwild-beginnt-frisches-wildbret-aus-dem-staatswald.html 20. Mai 2022, Burglengenfeld – Am 1. Mai begann die neue Jagd-Saison auf Rehwild. Damit hat der Forstbetrieb Burglengenfeld seinen Direktverkauf von Wildfleisch aus den eigenen Wäldern wieder aufgenommen. Nachdem die ersten erlegten Rehe abgehangen und aufbereitet waren, begann der Verkauf am Forstbetriebssitz in Burglengenfeld in der zweiten Mai-Woche.

Öffnungszeiten Wildbret-Verkauf:
Dienstag von 14.00 bis 16.00 Uhr 
Donnerstag & Freitag von 10.00 bis 12.00 Uhr
nicht an Feier- und Brückentagen

Wie bisher ist das wohlschmeckende Fleisch von Rehwild, Schwarzwild (Wildschwein) und Rotwild (Hirsch) küchenfertig portioniert als gefrorene Ware erhältlich. Auf Wunsch sind auch ganze Stücke frisch in der Decke zu haben. Sämtliche Produkte stammen aus den eigenen staatlichen Wäldern und sind nachhaltig.

Mit jährlich gut 2.000 Stück „Schalenwild“ – gemeint sind die Paarhufer Reh, Hirsch und Wildschwein – aus seinen 21 Staatsjagdrevieren erzeugt der Forstbetrieb Burglengenfeld der Bayerischen Staatsforsten ein hochwertiges Lebensmittel. „Unser Wild lebt selbstbestimmt in der freien Natur. Es ernährt sich artgerecht von vielfältigen Kräutern, Gräsern und Samen und kann seinen natürlichen Bewegungsdrang uneingeschränkt ausleben. Es wird tierschutzgerecht und seit heuer ausschließlich mit bleifreier Munition erlegt und dann von einer Metzgerei in Burglengenfeld in unserem Auftrag professionell weiterverarbeitet. All das ist die Grundlage für den guten Geschmack und die hohe Qualität unseres Wildbrets. Mehr Regionalität und natürliche Fleischqualität geht nicht“ so Forstbetriebsleiter Mages, der Wildbret auch gerne selbst verzehrt.

Schmackhafte Wildrezepte: www.baysf.de/rezepte
 

Jagen für den Klimawald von morgen

Die Jagd liefert aber nicht nur ein hervorragendes Lebensmittel, sondern unterstützt den dringend notwendigen Umbau der bayerischen Wälder: „Vor dem Hintergrund des sich verschärfenden Klimawandels wird der notwendige Waldumbau immer wichtiger und dringender“ erklärt Forstbetriebsleiter Hans Mages. „Damit hierfür ausreichend viele und vor allem verschiedene junge Bäumchen heranwachsen können, müssen die  Schalenwildbestände durch die Jagd ihrem Lebensraum angepasst werden.“ Denn nur wenn der Wildbestand im Wald nicht zu hoch ist, können sich genug gepflanzte oder natürlich angesamte Bäumchen weitgehend uneingeschränkt entwickeln und einen gesunden neuen Wald bilden. Die jungen Triebe der Bäume sind nämlich eine begehrte Nahrung für unsere heimischen Wildarten, vor allem für das häufig und flächendeckend vorkommende Reh. „Wild zu essen ist also wohl die angenehmste Art, dem Wald im Klimawandel zu helfen“ schmunzelt Mages.

Der neue Wald, der im Forstbetrieb Burglengenfeld sowie im gesamten bayerischen Staatswald heranwächst, entsteht zu drei Vierteln aus Naturverjüngung. „Zudem pflanzen wir in unserem Forstbetrieb jährlich im Frühjahr und Herbst den „Klimawald der Zukunft“ – pro Jahr mehr als 100 Hektar, das entspricht einem Quadratkilometer oder ungefähr 150 Fußballfeldern. Und zwar ganz regulär gemäß unserer Forstbetriebsplanung, aber auch zusätzlich im Rahmen des 30-Millionen-Bäume-Programms der Bayerischen Staatsregierung“ so Mages weiter. Dazu werden planmäßig Neukulturen begründet, durch Stürme oder Borkenkäfer entstandene Schadflächen wieder bepflanzt und auch Naturverjüngungen mit klimatoleranten Baumarten ergänzt. Das sind vor allem Buchen, Tannen, Eichen und Douglasien, aber auch seltenere Edellaubbäume wie zum Beispiel Kirschen, Ahornarten, Ulmen und Elsbeeren.

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Forstbetrieb Burglengenfeld
news-2744 Mon, 23 May 2022 08:40:00 +0200 Bayerische Radoffensive: Wiedereröffnung der "Eisenstraße" im Landkreis Erlangen-Höchstadt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/bayerische-radoffensive-wiedereroeffnung-der-eisenstrasse-im-landkreis-erlangen-hoechstadt-durch-staatsminister-joachim-herrmann.html 23. Mai 2022, Nürnberg / Erlangen - Nach sechs Wochen Bauzeit ist heute die Eisenstraße im Rahmen eines kleinen Festaktes für den Verkehr freigegeben worden. Sie ist das erste fertiggestellte Ausbauprojekt im Rahmen der Radoffensive der Staatsregierung. Das Projekt wurde mit 323.000 Euro durch das Verkehrsministerium gefördert.

Sehr erfreut zeigten sich Staatsminister Joachim Herrmann, Landrat Alexander Tritthart, die beiden Bürgermeister der angrenzenden Gemeinden Buckenhof und Uttenreuth, Astrid Kaiser und Frederic Ruth, sowie Reinhardt Neft, Vorstand der Bayerischen Staatsforsten über den Ausbau der Eisenstraße bei Erlangen zur ganzjährig radverkehrstauglichen Forststraße. Die Eisenstraße ist damit das erste fertiggestellte Ausbauprojekt im Rahmen der Radoffensive der Staatsregierung: „Die Gelder des Freistaats sind hervorragend eingesetzt worden, um die historische Eisenstraße für Radler auszubauen", betont der zuständige Verkehrsminister Christian Bernreiter, dessen Ministerium das Projekt mit 323.000 Euro gefördert hat.

„Damit haben wir für das östliche Umland Erlangens eine landschaftlich reizvolle, autofreie und vor allem sichere Radverbindung, die ganzjährig genutzt werden kann. Das stärkt den Ruf des Landkreises Erlangen-Höchstadt und Erlangens als eine attraktive Radl-Region," so Staatsminister Joachim Herrmann, in dessen Heimatwahlkreis das Projekt umgesetzt wurde und der das Projekt tatkräftig unterstützte.

Auch Landrat Alexander Tritthart und die Bürgermeister der Gemeinden Buckenhof und Uttenreuth setzen sich bereits seit Jahren für den fahrradgerechten Ausbau der Eisenstraße ein. In den Fokus gelangte die Maßnahme auch durch die von Esther Schuck initiierte Petition, die von 800 Bürgerinnen und Bürgern unterstützt wurde. Dank der Förderung konnten die Bayerischen Staatsforsten jetzt den Weg für Radlerinnen und Radler auf Vordermann bringen. Denn die Eisenstraße hat für den Radverkehr im östlichen Landkreis Erlangen-Höchstadt im Bereich der Gemeinden Buckenhof, Spardorf und Uttenreuth sowie weiter Richtung Osten bis Dormitz und Eckental eine bedeutende Verbindungsfunktion.

„Es ist alles nach Plan gelaufen und so können wir den rund sechs Kilometer lange Weg pünktlich zum Beginn der diesjährigen Radl-Hochsaison für den Verkehr freigeben", so Reinhardt Neft, Vorstand der Bayerischen Staatsforsten.

Anstelle von Asphalt wurde eine Mischung von Hartgestein-Splitt und Edelbrechsand als Fahrbahnbelag genutzt. Der Nürnberger Forstbetriebsleiter Johannes Wurm, in dessen Zuständigkeitsbereich die Forststraße liegt, erklärt: „Diese Bauweise soll in Trockenphasen Staubbildung, in nassen Perioden das Schlämmen verhindern. Durch die Verwendung des neuartigen Wegebaumaterials können die verschiedenen Nutzungsansprüche an den Wald und seine Wege sehr gut vereinbart werden“. So kann eine Versiegelung des Weges wie bei Asphaltieren verhindert werden – auch die Entwässerung des Radweges wird erheblich verbessert. Gleichzeitig gehen die Verantwortlichen von einer deutlichen Verbesserung des Fahrkomforts für Radfahrer aus. Zu guter Letzt kann die radfahrerfreundliche Forststraße weiterhin sehr kostengünstig durch die Bayerischen Staatsforsten instandgehalten werden. Der Radwegeausbau wird mithilfe der Förderung des Verkehrsministeriums voll von den Staatsforsten durchgeführt. Lediglich die Mehrkosten der Instandhaltung teilen sich der Landkreis, die Gemeinden Buckenhof und Uttenreuth sowie die Bayerischen Staatsforsten.

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news-2743 Wed, 18 May 2022 13:46:25 +0200 Stänicher Zwergentreff am Forstrevier Unterebersbach https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/staenicher-zwergentreff-am-forstrevier-unterebersbach.html 11. Mai 2022 Unterebersbach - Im Forstrevier Unterebersbach des Forstbetriebes Bad Brückenauder Bayerischen Staatsforsten fand eine Führung für den Kindergarten „Stänicher Zwergentreff“ aus Steinach a.d.S. statt. 23 Kinder, sowie die Erzieherinnen Simone Hartmann und Jule Nöth trafen sich am Vormittag mit Revierleiter André Schönfeldt, Forstwirt Bastian Freibott und Forstwirt-Azubi Leonard Ziegler in der Waldabteilung „Steinberg“. Unterstützung erhielt das Staatsforsten-Team dabei von Lydia Schönfeldt, die als studierte Forstingenieurin, zertifizierte Waldpädagogin und ausgebildete Erzieherin, ihrem Ehemann zur Hand ging.

Nach einer kurzen Begrüßung ging es auch schon direkt in einen 120-jährigen Buchen-Fichten-Kiefern-Bestand, wo es für die kleinen Waldentdecker weit abseits aller Wege viel zu bestaunen gab. Bei einem Waldmemory mussten sich die Kinder typische Dinge des Waldes wie Fichten- und Kiefernzapfen, Bucheckern, Konsolenpilze, Spechthöhlen, Fichtenblüten, Moos, Fichtenrinde mit Borkenkäfern und vom Rotwild geschälte Kiefernäste merken und diese selbstständig im Wald ausfindig machen. Nach dieser ersten anstrengenden Aufgabe hatten sich die Kinder eine ausgiebige Brotzeit redlich verdient.

Nach der Pause ging es noch tiefer in den Wald und die Kinder stießen auf vom Wind geworfene Kiefern, an denen das Rotwild die sogenannte Spiegelrinde abgeschält hatte. Besonderes Highlight waren zwei Abwurfstangen vom Hirsch, die die Kinder fanden und voller Stolz präsentierten. Die Kinder wurden von ihren Erzieherinnen im Vorfeld schon sehr gut auf die Führung vorbereitet und so musste Revierleiter Schönfeldt viele Fragen zum Rothirsch, seiner Lebensweise und den vielen anderen Tieren im Wald wie Reh, Wildschwein und Wolf beantworten. Zum Abschluss wurde eine Wildschweinsuhle besichtigt, an der sich die Kinder einen Waldschatz suchen durften. Dabei handelt es sich um eine Kleinigkeit aus dem Wald, wie einen Zapfen, einen Stein, oder einen besonders geformten Ast, die die Kinder mit nach Hause nehmen konnten, um sich an den Tag im Wald zu erinnern.

Nach gut drei Stunden gab es für jedes Kind zur Verabschiedung noch eine rote BaySF-Kappe. Revierleiter Schönfeldt dankte den Kindern und ihren Betreuerinnen für den Besuch und bot an sich im nächsten Jahr wieder im Wald um Steinach zu treffen, um weitere spannende Waldabenteuer zu erleben. Bevor es in einer kleinen Wanderung zu den bereits wartenden Elterntaxis ging, bedankte sich auch Erzieherin Simone Hartmann für die tolle Waldführung und überreichte mit Ihren Kindern an Revierleiter Schönfeldt und Forstwirt Freibott einen liebevoll gestalteten Bocksbeutel.

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news-2742 Thu, 12 May 2022 12:55:14 +0200 "Warum ist da immer noch die Maschine im Wald unterwegs?" https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/warum-ist-da-immer-noch-die-maschine-im-wald-unterwegs.html 12. Mai 2022, Ebrach - "Warum ist da immer noch die Maschine im Wald unterwegs?", das fragt sich der aufmerksame Waldbesucher, Wanderer oder Radfahrer. Der Forst sagt doch immer, das passiert alles im Winter?

Wie die Betriebsleiterin Barbara Ernwein mitteilt, verschleppen sich durch den milden und nassen Winter einige Arbeiten jetzt in die trockene Zeit. Die reguläre Waldnutzung findet in den Staatswäldern des Forstbetriebs Ebrach in den Herbst- und Wintermonaten statt. Planmäßig starteten sowohl die eigenen Waldarbeiter wie auch Unternehmer mit Maschinen im Herbst mit dem Holzeinschlag.

Idealerweise erfolgt das Holzrücken in den Wintermonaten am besten bei starkem Frost, um Bodenschäden zu minimieren. Allerdings war in diesem Winter die Wetterlage mit nur wenigen Frosttagen gesegnet. Immer wieder mussten vor allem Maschineneinsätze pausieren, da eine pflegliche Befahrung des Waldbodens nicht mehr möglich war. Einige Einsätze wurden dann auch komplett abgesagt, da sie nicht mehr realistisch umzusetzen waren. Dass dann im April nochmal Nassschnee kommt und nach dem Sturm Ende Februar/März weitere verstreut liegende Fichten als mögliche Ausbreitungsquelle für den Borkenkäfer dazu kommen, macht es nicht besser.

Der Forstbetrieb Ebrach möchte Schäden am Baumbestand und Boden weitestgehend vermeiden, denn der Wald und damit auch der Waldboden ist die Wirtschaftsgrundlage eines jeden Forstbetriebes und soll als solcher auch für nachfolgende Generationen erhalten bleiben.

Zusehends kommt jetzt bei der trockenen Frühjahrswitterung Holz, das im Januar eingeschlagen wurde, an die Forststraße. Geduld brauchen hier nicht nur Forstbetrieb und Unternehmer. Auch die Kunden warten auf ihr Holz und die Wanderer auf viele Kilometer begehbare Wanderwege. Die Pflege der Forststraßen ist parallel in vollem Gange. So können auch die Radler bei schönstem Maiwetter durch den frischgrünen Steigerwald fahren.

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news-2741 Tue, 10 May 2022 11:41:41 +0200 Benefizveranstaltung Waldführung mit dem Spessartbund e.V. https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldfuehrungen-fuer-die-ukraine-forstbetrieb-rothenbuch-und-spessartbund-organisieren-benefizveranstaltung.html Mai 2022, Rothenbuch/Aschaffenburg - Der Forstbetrieb Rothenbuch veranstaltet in Kooperation mit dem „Spessartbund e.V. 1913“ am 15. Mai 2022 eine Solidaritätsaktion für die Ukraine: Es werden verschiedene Wald- und Kinderführungen angeboten, der Erlös wird an die Organisation „Ärzte ohne Grenzen e.V.“ gespendet.

Um die Opfer des Kriegs gegen die Ukraine zu unterstützen und humanitäre Hilfe zu leisten, veranstalten der Forstbetrieb Rothenbuch und der Spessartbund eine Solidaritätsaktion. Gegen eine Mindestspende von 20 Euro können die Teilnehmer*innen eine Waldführung besuchen. Die Führungen behandeln unter anderem die Themen Naturschutz, nachhaltige Waldbewirtschaftung und der Wald im Klimawandel. Die Touren starten jeweils um 12:00, 14:00 und 16:00 Uhr im Bereich des Wanderparkplatzes „Steintor“ zwischen Rothenbuch und Weibersbrunn. Für unsere kleinsten Waldbesucher werden speziell zwei Kinderführungen angeboten, diese sind selbstverständlich kostenlos. Der Spendenerlös geht an die Organisation „Ärzte ohne Grenzen e.V.“, die ungeachtet der Gefahrensituation im Krisengebiet vor Ort die medizinische Versorgung unterstützt und mit mobilen Krankenstationen humanitäre Direkthilfe leistet. Die verbindlichen Anmeldungen zu der Veranstaltung nimmt ausschließlich der Spessartbund entgegen. Interessenten können sich per E-Mail geschaeftsstelle@spessartbund.de oder telefonisch zu den üblichen Geschäftszeiten anmelden: 06021-15224

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news-2740 Tue, 10 May 2022 11:07:01 +0200 Försterwechsel am Forstrevier Buchenberg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/foersterwechsel-am-forstrevier-buchenberg.html Sonthofen, 9. Mai 2022 – Das Forstrevier Buchenberg hat einen neuen Leiter. Florian Zeller hat das Revier der Bayerischen Staatsforsten (BaySF), das dem Forstbetrieb Sonthofen zugeordnet ist, zum 01. April 2022 übernommen. Sein Vorgänger, der langjährige Revierleiter Markus König, wurde zum 01. April 2022 in den Ruhestand verabschiedet.

Das Forstrevier Buchenberg hat eine Größe von ca. 1.200 ha und erstreckt sich von Haldenwang bis nach Hellengerst. Die zwei Hauptwaldgebiete sind das Kronholz bei Haldenwang und der Wirlinger Wald bei Buchenberg. Mit ökologischen Besonderheiten ist das Revier reichlich ausgestattet: Es umfasst mehrere Moor- und Naturschutzflächen, unter anderem auch das Naturwaldreservat Schönleitenmoos.

Der Revierteil im Wirlinger Wald ist stark geprägt durch den Orkan Sabine, der im Februar 2020 flächig Altbestände umgeworfen hat. Es lagen nach diesem Sturm mehrere tausend Festmeter Holz am Boden. Durch die aufgerissenen Bestände hatte der Borkenkäfer leichtes Spiel und befiel einige der Fichten, die den Sturm überstanden hatten. Forstbetriebsleiter Jann Oetting: „Markus König hat durch den Sturm kurz vor seinem Ruhestand ungeplant eine große Aufgabe übernehmen müssen. Durch sein Engagement konnte der Windwurf sehr zügig aufgearbeitet werden und das Holz wurde aus dem Wald gefahren, bevor sich der Borkenkäfer darin exponentiell vermehren konnte.“ Florian Zeller ergänzt: „Glücklicherweise sind die Freiflächen flott mit standortgerechten Baumarten wiederaufgeforstet worden. Für mich ist es in den nächsten Jahren eine große Aufgabe, diese jungen Bäume so zu fördern, dass bald wieder ein geschlossener Wald auf diesen Arealen entsteht. Da kommt viel Arbeit auf mich zu, wenn ich z.B. an die notwendige Jagd denke oder die Begleitwuchsregulierung.“

Für die Verjüngung des Waldes ist eine intensive Jagd nötig, um zu hohen Wildverbiss bei den Mischbaumarten zu verhindern. Dort wird Florian Zeller durch seinen Rauhaardackel Orla unterstützt.

Auch in den anderen Revierteilen steht die Waldverjüngung mit standortgerechten Baumarten im Vordergrund. Revierleiter Zeller möchte dort so gut es geht die natürliche Verjüngung der vorhandenen Baumarten nutzen, um einen artenreichen Mischwald mit Fichte, Tanne, Buche, Bergahorn und weiteren Baumarten zu erreichen. „Leider ist dies nicht immer möglich, da entweder die Altbäume zur Verjüngung fehlen oder eine zu starke Verunkrautung es den Bäumen nicht ermöglicht sich anzusamen. Dann müssen aktiv junge Bäume gepflanzt werden,“ legt Forstbetriebsleiter Oetting dar. Ein spezielles Augenmerk liegt auch auf dem Erhalt der Hochmoore und den Moorwäldern im Revier.

Florian Zeller stammt aus Börwang und hat bereits Erfahrung als Revierleiter. Er studierte an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und absolvierte danach seinen Anwärterdienst am Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten in Erding und bei den Bayerischen Staatsforsten am Forstbetrieb Hammelburg. Nach erfolgreich abgelegter Anwärterprüfung übernahm er für zwei Jahre eine Reviervertretung am Forstbetrieb Hammelburg und konnte dort Erfahrung in der Bewirtschaftung von Eichen- und Buchenwäldern sammeln.

„Ich freue mich den Wald in meiner Heimat bewirtschaften zu können und ich will die ausgezeichnete Arbeit von Markus König fortsetzen, um den Staatswald um Buchenberg und Haldenwang für die Zukunft fit zu machen“ versichert Florian Zeller zum Abschluss.

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news-2739 Tue, 10 May 2022 09:53:15 +0200 Forstministerin rät zur Wachsamkeit: Borkenkäfer schwärmen aus! https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstministerin-michaela-kaniber-raet-bayerns-waldbesitzern-zur-wachsamkeit-borkenkaefer-schwaermen-aus.html 10. Mai 2022, Pressemitteilung des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten - In Bayerns Wäldern beginnt in diesen Tagen der Hauptschwärmflug der Borkenkäfer. Forstministerin Michaela Kaniber erwartet auch heuer wieder eine bayernweit sehr hohe Gefahr durch den Waldschädling.

„Im letzten Jahr war die Ausbreitung des Borkenkäfers zum Glück nicht so dramatisch, dennoch dürfen sich die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer nicht in falscher Sicherheit wiegen. Wir müssen die Borkenkäfer weiterhin konsequent bekämpfen. Nur so können wir effektiv verhindern, dass es zu einer Massenausbreitung kommt und ganze Wälder absterben. Wir bitten daher alle Waldbesitzer: Gehen Sie raus in Ihre Wälder und kontrollieren Sie diese ab sofort regelmäßig auf frischen Käferbefall.“

Nach Aussage der Ministerin ist für eine erfolgreiche Bekämpfung die frühzeitige Suche nach Bohrmehl besonders wichtig. Dieses rieselt bei Brutbeginn als rotbraunes Pulver am Stamm herunter und sammelt sich an Rindenschuppen, am Stammfuß und auf der Vegetation im Umfeld befallener Bäume. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den Bereichen, die bereits im Vorjahr betroffen waren sowie noch nicht aufgearbeitetem Sturmholz. Hier finden die Käfer ideale Brutmöglichkeiten vor und können sich massenhaft vermehren.

Wird frischer Befall festgestellt, heißt es daher schnell sein: Diese Bäume müssen konsequent aufgearbeitet und abgefahren oder mit einem Abstand von 500 Metern zum Wald gelagert werden. Ministerin Kaniber empfiehlt daher, geeignete Lagerflächen für das anfallende Käferholz frühzeitig zu planen und freizuhalten. Um Borkenkäferbefall leichter erkennen zu können, hat die Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) die Praxishilfe Buchdrucker und Kupferstecher – Befall erkennen entwickelt und vor kurzem veröffentlicht.

Diese Broschüre bietet reichlich Anschauungsmaterial und entsprechende Handlungsempfehlungen zum Bekämpfen des Käfers. Durch das handliche Format kann sie leicht mit in den Wald genommen werden. Die Bayerische Forstverwaltung unterstützt die Waldbesitzer auch in diesem Jahr mit einer finanziellen Förderung bei der Aufarbeitung von Borkenkäferholz.

Informationen hierzu erhalten Interessierte unter www.waldbesitzer-portal.bayern.de/foerderung oder beim zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Dort ist auch die Praxishilfe der LWF kostenfrei erhältlich.

Umfangreiche Informationen rund um das aktuelle Borkenkäfergeschehen sind auch unter www.borkenkaefer.org zu finden.

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news-2738 Mon, 09 May 2022 16:38:36 +0200 Neuausweisung des Naturwaldreservats „Köchelwälder“ im Murnauer Moos https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neuausweisung-naturwaldreservates-koechelwaelder-im-murnauer-moos.html Staatsministerin Kaniber zu Besuch am Forstbetrieb Oberammergau

09. Mai 2022, Murnau - Am 6. Mai 2022 stellte Forstministerin Michaela Kaniber das 130 ha große Naturwaldreservat (NWR) „Köchelwälder im Murnauer Moos“ offiziell unter den Schutz des Waldgesetztes. Es handelt sich dabei um einzigartige Waldinseln mitten im größten Alpenrandmoor Mitteleuropas. Nicht nur naturschutzfachlich besonders wertvoll. Das neue Naturwaldreservat ist auch deshalb einmalig, weil es mit dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen, dem Markt Murnau, dem Bund Naturschutz und den BaySF erstmalig ein Zusammenschluss von vier kommunalen, verbandlichen und staatlichen Waldbesitzern/Waldbewirtschaftern ist, der gemeinsam Flächen für ein neues Naturwaldreservat bereitstellt.

Im Forstbetrieb Oberammergau gibt es mit der Neuausweisung damit nun 7 Naturwaldreservate. Zusammen mit den seit 2021 ausgewiesenen sog. Naturwaldflächen  kann der Forstbetrieb Oberammergau über 11.000 ha vorweisen, die der natürlichen Entwicklung überlassen sind und in denen keine Bewirtschaftung und Holznutzung mehr stattfinden, damit sie zu einen Urwald von morgen werden können.

Seit 1978 wurden 167 Naturwaldreservate (NRW) mit einer Fläche von 7.700 ha ausgewiesen. Weitere Informationen zu den. Naturwaldreservaten in Bayern finden Sie auf der Website der Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft unter www.naturwaldreservate.de,

 

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news-2737 Mon, 09 May 2022 08:43:42 +0200 Einladung zur Waldführung im Revier Hundelshausen mit Revierleiterin Petra Diener https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/einladung-zur-waldfuehrung-im-revier-hundelshausen-mit-revierleiterin-petra-diener.html 09. Mai 2022, Ebrach - Waldführung im Revier Hundelshausen mit Revierleiterin Petra Diener

Termin: Freitag, 13.05.2022

Uhrzeit: 16.00 Uhr

Treffpunkt: Wald-Parkplatz bei Neuhof/Gemeinde Michelau

Die Waldführung findet bei jedem Wetter statt, weshalb wetterfeste Kleidung und stabiles Schuhwerk empfohlen wird. Es wird gebeten, die aktuell bestehenden Hygienebestimmungen wie Einhalten eines Abstands von 1,5 Metern zu beachten. Zur Erfassung der Teilnehmerdaten bitten wir um Anmeldung beim Forstbetrieb Ebrach per Telefon 09553-98970 oder per Mail an info-ebrach@baysf.de.

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Forstbetrieb Ebrach
news-2736 Fri, 06 May 2022 10:20:50 +0200 Zukunftsprojekt „Der neue Frankenwald“ – Forstministerin startet Wiederbewaldung https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/zukunftsprojekt-der-neue-frankenwald-forstministerin-startet-wiederbewaldung.html 06. Mai 2022, Pressemitteilung des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten - Im Frankenwald sind in den vergangenen Jahren große Waldflächen dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen, die prägenden Fichtenwälder der Region vielerorts verschwunden. Mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen will Forstministerin Michaela Kaniber nun die Wiederbewaldung der Kahlflächen vorantreiben. Dazu hat sie am Donnerstag bei Pressig im Landkreis Kronach das Zukunftsprojekt „Der neue Frankenwald“ gestartet.

„Der neue Frankenwald wird ein völlig anderes Gesicht haben als der alte – ein weitaus bunteres und vielfältigeres; eines, das von stabilen und klimafesten Mischwäldern geprägt ist“, sagte die Ministerin. Damit werde der Frankenwald künftig ein echter Klimawald sein – ein Wald, der auf Dauer dem Klimawandel standhält und der damit auch künftig CO2 binden und das Klima schützen kann. Michaela Kaniber: „Der Aufbau zukunftsfähiger Wälder ist für die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer eine riesige Herausforderung. Die Staatsregierung wird sie dabei nach Kräften unterstützen.“

Das Zukunftsprojekt steht laut Kaniber auf mehreren Säulen: auf einem für den Frankenwald maßgeschneiderten neuen Bewaldungskonzept, auf einer nochmals verbesserten finanziellen Unterstützung und auf der Bereitstellung von zusätzlichem forstlichen Fachpersonal. Unter anderem werden die beiden hauptbetroffenen Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Coburg-Kulmbach und Bayreuth-Münchberg durch sieben junge, tatkräftige Revierförster und eineinhalb Stellen für die Förderabwicklung im Büro unterstützt. Gleichzeitig werden die Fördermöglichkeiten für die Wiederbewaldung erweitert und verbessert.

Für die Instandsetzung geschädigter Forstwege beträgt der Förderhöchstsatz im Projektgebiet grundsätzlich 90 Prozent der förderfähigen Kosten. Auch werden den Waldbesitzern einfache und praxisgerechte Lösungen für die rasche Aufforstung der Kahlflächen an die Hand gegeben. Dafür hat die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft gemeinsam mit einer Expertengruppe verschiedene Varianten entwickelt, die in zwei neu angelegten Wiederbewaldungsparcours anschaulich vorgestellt werden.

Zu einem Zukunftskonzept gehört aber auch, dass man Neues wagt und ausprobiert. Deswegen kündigte Kaniber zwei innovative Forschungsprojekte an: Zum einen wird die Technische Universität München gemeinsam mit einem jungen Start-up erproben, ob die Saat von Pionierpflanzen und Waldbäumen mit Drohnen eine praktikable Lösung für die Steillagen des Frankenwalds wäre. Zum anderen wird die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf auf den Freiflächen geeignete und sparsame Bewässerungstechniken für Forstkulturen testen. Denn gerade auf den flachgründigen Böden des Frankenwalds sind Trockenheit und Hitze eine große Bedrohung für die jungen Bäumchen.

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news-2735 Thu, 05 May 2022 16:05:55 +0200 Ruine Bramberg - Neue Aussichtsplattform lässt weit blicken https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ruine-bramberg-neue-aussichtsplattform-laesst-weit-blicken.html 05. Mai 2022, Bad Königshofen - Auch der TV Main Franken hat einen Fernseh-Beitrag über die Eröffnung der frisch sanierten Burgruine Bramberg gemacht.

Der Landkreis Haßberge ist um einen Leuchtturm reicher. Als solchen bezeichnet Landrat Wilhelm Schneider die neue Aussichtsplattform an der Ruine Bramberg. Von dort können Besucherinnen und Besucher nun bei entsprechender Fernsicht rundum in die Rhön, den Thüringer Wald, den Frankenwald oder das Fichtelgebirge blicken.

Hier geht's zum Beitrag.

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Forstbetrieb Bad Königshofen i. Grabfeld
news-2734 Wed, 04 May 2022 17:24:58 +0200 Jagdsaison beginnt - Bayerische Staatsforsten jagen jetzt bleifrei https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/jagdsaison-beginnt-bayerische-staatsforsten-jagen-jetzt-bleifrei.html 04. Mai 2022, Fichtelberg - Seit Beginn der neuen Jagdsaison wird bei den Bayerischen Staatsforsten nur noch mit bleifreier Munition gejagt. Das entlastet die Umwelt und damit Tier und Mensch von dem giftigen Schwermetall Blei.

Eigentlich schaut sie ganz normal aus, die Patrone für ein Jagdgewehr, die Winfried Pfahler in der Hand hält. Kaliber 7,62 mm, messingfarbene Hülse, kupferfarbenes Geschoss mit einer silbernen Spitze. Und doch präsentiert hier der Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg eine Entwicklung, die mit einer Jahrhunderte alten Tradition bricht. Denn diese Patrone ist bleifrei. Seit urdenklichen Zeiten waren die Geschosse für Jagdgewehre hauptsächlich aus Blei gefertigt. Das Metall ist schwer und nimmt dadurch viel Bewegungsenergie mit. Zugleich ist Blei auch weich und verformbar, so dass sich das Geschoss beim Auftreffen im Ziel aufpilzt und das getroffene Tier schnell und tierschutzgerecht tötet.

Und warum jetzt ohne Blei?

„Weil Blei als Schwermetall giftig ist und nichts verloren hat in der Umwelt und in unserer Nahrung“ stellt Winfried Pfahler heraus. „Tiere, die im Wald die Überreste von erlegtem Wild fressen, können dabei bleihaltige Geschossreste aufnehmen. Das Metall reichert sich nach und nach im Körper an und führt zu einer schleichenden Vergiftung. Greifvögel reagieren darauf besonders sensibel. Wildfleisch das zum menschlichen Verzehr verwendet wird, wurde auch bisher schon gründlich untersucht. Alle Teile, die mit Bleisplittern belastet sein könnten, wurden großzügig ausgeschnitten. Deshalb Bestand für die Käufer von Wildbret auch bisher keine Gefahr. Regelmäßige Hygiene-Untersuchungen des Wildbrets haben dies immer wieder bestätigt. Trotzdem gehen wir hier auf „Nummer sicher“. Bleifreie Munition ist also gut für Mensch, Tier und Umwelt.“

Die Bayerischen Staatsforsten gehen hier mit gutem Beispiel voran und verwenden generell im Staatswald keine bleihaltige Munition mehr – bisher haben das viele Förster und Jäger schon freiwillig so praktiziert. Das erspart der Umwelt in Bayern eine jährliche Belastung mit vielen hundert Kilogramm des giftigen Schwermetalls.

In den neuartigen Geschossen wird das Blei durch umweltverträgliche Metalle wie z.B. Kupferlegierungen, Zinn oder Zink ersetzt. Deren Konstruktion ist deutlich aufwändiger, als bei bleihaltigen Geschossen. Mittlerweile sind die bleifreien Alternativen aber technisch ausgereift und ebenso wirksam wie bleihaltige Geschosse. Dies bestätigen auch Untersuchungen des Bundeslandwirtschaftsministeriums und verschiedener Versuchsanstalten.

Vor wenigen Tagen hat die neue Jagdsaison begonnen. „Unser Ziel bei der Jagd ist es, die Wildbestände so zu regulieren, dass ausreichend Mischbaumarten in den Fichtelgebirgswäldern aufwachsen“ so Winfried Pfahler. „Dies ist gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels wichtig.“

Das Fleisch des erlegten Wildes – hauptsächlich Reh- und Rotwild - bietet der Forstbetrieb Fichtelberg ab sofort wieder zum Verkauf an, sowohl in ganzen Stücken, als auch küchenfertig vorbereitet für Braten oder als Wildburger. Für alle Wildbretkunden hat Winfried Pfahler eine erfreuliche Nachricht: „Entgegen dem allgemeinen Trend halten wir unsere Preise stabil.“

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news-2733 Tue, 03 May 2022 16:06:46 +0200 Neuer Förster im Revier Schönderling https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neuer-foerster-im-revier-schoenderling.html 03.Mai 2022 – Hammelburg / Schönderling – Seit 01.04.2022 ist mit Kai Fischer ein neuer Förster im Revier Schönderling am Forstbetrieb Hammelburg angekommen. Der bisherige kommissarische Revierleiter Florian Zeller wechselte in seine Heimat an das Revier Buchenberg am Forstbetrieb Sonthofen.

Der 32-jährige Rhöner Kai Fischer stammt aus Unterebersbach. Er war vorher als forstlicher Gutachter und Forstingenieur für Naturschutz bei der Bundesanstalt für Immobilien AöR zuletzt am Bundesforstamt Reussenberg beschäftigt.

Kai Fischer übernimmt für die nächsten eineinhalb bis zwei Jahre die Vertretung über die Leitung des Reviers Schönderling für die sich in Elternzeit befindende Revierleiterin Jennifer Süß. Er freut sich nun auf seine neue Aufgabe bei den Bayerischen Staatsforsten. Als zentrale Aufgabe sieht er die von ihm bewirtschafteten Wälder für den Klimawandel vorzubereiten. Dies bedeutet in erster Linie gemischte Bestände zu begründen oder die Waldbestände so zu pflegen, dass sie aus mindestens 4 Baumarten bestehen. Die Auswahl und Einbringung geeigneter Mischbaumarten stellt unter dem Einfluss der allgegenwärtigen Buche und den naturschutzfachlichen Natura 2000-Rahmenbedingungen eine sehr herausfordernde Aufgabe dar. In diesem Zusammenhang ist ein angepasster Wildbestand für Kai Fischer ein Schlüssel zum Erfolg. Als engagierter Jagdhelfer unterstützt ihn hierbei seine 3-jährige polnische Bracke „Albi“. Großen Wert legt er auch auf einen guten Kontakt zur Bevölkerung, die traditionell ein besonders Verhältnis zum Leiter dieses Reviers pflegt. Sein Vorgänger Florian Zeller hat ihm zu Beginn seiner Tätigkeit noch viele wertvolle Tipps für seine neuen Aufgaben im Revier Schönderling mitgeben können.

Seinen Sitz hat der neue Revierleiter in der Forstdienststelle zwischen Neuwirtshaus und Schwärzelbach in der Forststraße 1, 97797 Wartmannsroth.

Bei Florian Zeller bedankt sich die Betriebsleitung für die vergangenen zwei Jahre in denen Herr Zeller das Revier Schönderling sehr gut geführt hat und wünscht ihm in seinem heimatlichen Revier Buchenberg im Bereich des Forstbetriebs Sonthofen alles Gute.

 

 

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news-2732 Mon, 02 May 2022 17:47:39 +0200 Neue Jagd-Saison beginnt im Forstbetrieb Freising – Frisches Wildbret aus dem Staatswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neue-jagd-saison-beginnt-im-forstbetrieb-freising-frisches-wildbret-aus-dem-staatswald.html 02. Mai 2022, Freising - Am 1. Mai startete die neue Jagd-Saison für Rehwild. Damit kann der Forstbetrieb Freising seinen Direktverkauf von frischem Wildfleisch aus den eigenen Wäldern in Kürze wieder aufnehmen.

Nachdem die ersten erlegten Rehe abgehangen und aufbereitet sind, beginnt der Verkauf am 11. Mai am Sitz des Forstbetriebs in Freising, Domberg 1.

Öffnungszeiten:

• Mittwoch von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
• Freitag von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr
• sowie nach telefonischer Vereinbarung (08161/48020).

Im Sortiment sind Frischfleisch von Reh- und Schwarzwild, ab Juni vom Rotwild, Würste, Schinken sowie Grillwaren, wie z.B. marinierte Steaks oder gefrorene Wildburger. Wildfleisch ist außerdem ganzjährig auch als gefrorene Ware erhältlich. Sämtliche Produkte stammen aus den eigenen staatlichen Wäldern und sind nachhaltig. Mit jährlich rund 1500 Stück Schalenwild aus den Staatsjagdrevieren erzeugt der Forstbetrieb Freising der Bayerischen Staatsforsten ein hochwertiges Lebensmittel. „Unser Wild lebt bis zu seiner Erlegung selbstbestimmt in der freien Natur. Es ernährt sich artgerecht von vielfältigen Kräutern, Gräsern und Samen und kann seinen natürlichen Bewegungsdrang uneingeschränkt ausleben. Dies ist die Grundlage für den guten Geschmack und die hochwertige Qualität des Wildbrets. Mehr Regionalität und natürliche Fleischqualität geht nicht,“ so Forstbetriebsleiter Dr. Alfred Fuchs, der Wildbret auch gerne selbst verzehrt.

Jagen für den Klimawald von morgen

Die Jagd liefert aber nicht nur ein hervorragendes Lebensmittel, sondern unterstützt den dringend notwendigen Umbau der bayerischen Wälder: „Vor dem Hintergrund des sich verschärfenden Klimawandels gewinnt der erforderliche Waldumbau zunehmend an Bedeutung“, erklärt Forstbetriebsleiter Dr. Fuchs. „Damit hierfür ausreichend und vor allem verschiedene junge Bäumchen heranwachsen können, ist ein effektives Jagdmanagement mit an den Lebensraum angepassten Schalenwildbeständen notwendig.“

Durch einen an den Wald angepassten Wildbestand können sich gepflanzte oder natürlich angesamte Bäume weitgehend uneingeschränkt entwickeln und einen gesunden Wald bilden. Denn die jungen Triebe der Bäume sind eine begehrte Nahrung für unsere heimischen Wildarten, wie zum Beispiel das Reh. Der neue Wald, der im Forstbetrieb Freising sowie im gesamten bayerischen Staatswald wächst, entsteht zu drei Vierteln aus Naturverjüngung. „Zudem pflanzen wir verstärkt den Klimawald der Zukunft. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen der regulären Frühjahrs- bzw. Herbstpflanzungen sowie des 30-Millionen-Bäume-Programms der Bayerischen Staatsregierung“. Dazu werden Neukulturen begründet, Schadflächen wieder bepflanzt und auch Naturverjüngungen mit klimatoleranten Baumarten ergänzt. Hierbei sind insbesondere Eichen und Tannen sowie z. B. Kirschen, Elsbeeren, Douglasien, oder Esskastanien vorgesehen

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news-2731 Mon, 02 May 2022 17:07:42 +0200 Diesjährige Jagd-Saison beginnt: Grundlage für den Klimawald von morgen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/diesjaehrige-jagd-saison-beginnt-grundlage-fuer-den-klimawald-von-morgen.html 02. Mai 2022, Bad Brückenau, Bad Königshofen & Hammelburg - Am 1. Mai startet die neue Jagd-Saison für Rehwild. Rehwild ist die kleinste und häufigste Hirschart unserer Breiten. Rehe leben in jedem Revier, bevorzugen Wald-Feld-Landschaften, sind aber selbst im Hochgebirge bis zur Baumgrenze heimisch.

„Vor dem Hintergrund des sich verschärfenden Klimawandels gewinnt der erforderliche Waldumbau zunehmend an Bedeutung“, sind sich die Forstbetriebsleiter Daniel Zippert, Dr. Michael Kutscher und Heiko Stölzner einig. „Damit hierfür ausreichend und vor allem verschiedene junge Bäumchen heranwachsen können, ist ein effektives Jagdmanagement mit an den Lebensraum angepassten Schalenwildbeständen notwendig“, gibt Hr. Zippert zu bedenken. Durch einen an den Wald angepassten Wildbestand können sich gepflanzte oder natürlich angesamte Bäume weitgehend uneingeschränkt entwickeln und einen gesunden Wald bilden. Denn die jungen Triebe der Bäume sind eine begehrte Nahrung für unsere heimischen Wildarten, wie zum Beispiel das Reh.

Kein Klimawald ohne angepasste Wildbestände

Der neue Wald, der in den oben genannten Forstbetrieben sowie im gesamten bayerischen Staatswald wächst, entsteht zu drei Vierteln aus Naturverjüngung. „Zudem pflanzen wir verstärkt den Klimawald der Zukunft. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen der regulären Frühjahrs- und Herbstpflanzungen sowie des 30-Millionen-Bäume-Programms der Bayerischen Staatsregierung“, so Stölzner weiter. Dazu werden Neukulturen begründet, Schadflächen wieder bepflanzt und Naturverjüngungen mit klimatoleranten Baumarten ergänzt. Hierbei sind insbesondere Eichen und Tannen sowie Kirschen, Elsbeeren und Douglasien, Esskastanien und Roteichen vorgesehen.

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news-2730 Fri, 29 Apr 2022 15:39:59 +0200 Sperrung wegen Windwurfaufarbeitung in der Nonner Au https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/sperrung-wegen-windwurfaufarbeitung-in-der-nonner-au.html Bad Reichenhall - Piding Mai 2022 – Zur Aufarbeitung von Windwurf muss ab Montag, 02. Mai 2022 für etwa 10 Tage die Forststraße zwischen dem Gabler Hof in Nonn und dem Campingplatz Staufenbrücke in Piding gesperrt werden. Die Bayerischen Staatsforsten werden die vom Sturm geschädigten Flächen wieder in einen stabilen gemischten Wald umwandeln.

„Die am ersten Februarwochenende unterhalb des Vorderstaufens vom Wind geworfenen Bäume werden mit Hilfe eines Seilkrans aufgearbeitet“, erläutert der neue BaySF-Förster aus Bad Reichenhall Roman Prielmeier. Dazu muss das große Kippmastgerät in den kommenden Tagen auf, die von Waldbesuchern gern genutzte, Forststraße gestellt werden.

Deswegen muss die Forststraße für etwa 10 Tage komplett gesperrt werden. Leider gibt es für den Zeitraum der Aufräumarbeiten keine Umleitung. Die Bayerischen Staatsforsten bitten daher alle Waldbesucher, die Absperrungen zu befolgen. „Im Umgriff der Seilkrananlage besteht ein sehr großes Verletzungsrisiko“, erklärt Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller. Die Bayerischen Staatsforsten bitten um Verständnis für die notwendige Wegesperrung. Dem Sturm fielen überwiegend Fichten zum Opfer, daher muss die Aufarbeitung noch vor dem baldigen Schwärmflug der Borkenkäfer erfolgen. Andernfalls müsste mit zusätzlichen Schäden gerechnet werden.

 

 

 

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news-2729 Fri, 29 Apr 2022 15:28:02 +0200 Neue Jagd-Saison beginnt am Forstbetrieb St. Martin mit einer Informationsveranstaltung für die Mitjäger https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neue-jagd-saison-beginnt-am-forstbetrieb-st-martin-mit-einer-informationsveranstaltung-fuer-die-mitjaeger.html Jagd als Grundlage für den Klimawald von morgen St. Martin, 28. April 2022 – Am 1. Mai startet die neue Jagd-Saison für Rehwild. Rehwild ist die kleinste und häufigste Hirschart unserer Breiten. Rehe leben in jedem Revier, bevorzugen Wald-Feld-Landschaften, sind aber selbst im Hochgebirge bis zur Baumgrenze heimisch. Auch einjähriges Rotwild kann ab dem ersten Mai bejagt werden.

„Vor dem Hintergrund des sich verschärfenden Klimawandels gewinnt der erforderliche Waldumbau zunehmend an Bedeutung“, erklärte Forstbetriebsleiter Thomas Zanker zusammen mit Revierleiter Simon Richter rund 50 sogenannten „Jagderlaubnisnehmern“, durchwegs private Mitjäger aus der Region anlässlich einer Informationsveranstaltung in der letzten Aprilwoche am Forstbetrieb. „Damit hierfür ausreichend und vor allem verschiedene junge Bäumchen heranwachsen können, ist ein effektives Jagdmanagement mit an den Lebensraum angepassten Schalenwildbeständen notwendig.“

Am Forstbetrieb St. Martin jagen auf der Gesamtregiejagdfläche von rund 15.300 Hektar die eingewiesenem Jagderlaubnisnehmer  auf je 100 bis 200 Hektar pro Jäger mit. Diese Mitjäger werden immer wichtiger für das forstbetriebliche Jagdmanagement. So wurden z. B.  im vergangenen Jagdjahr 2021 rund 2/3 der erlegten Rehe und rund die Hälfte des erlegten Rotwildes sowie der Gämsen durch Jagderlaubnisnehmer erlegt  - die verbleibende Schalenwildstrecke überwiegend durch das eigene Forstbetriebspersonal sowie geführte Jagdgäste. Insgesamt wurden im Jagdjahr 2021 in der Regiejagd des Forstbetriebs rund 650 Stück Rehe, Rotwild und Gämsen erlegt. Durch einen an den Wald angepassten Wildbestand können sich gepflanzte oder natürlich angesamte Bäume weitgehend uneingeschränkt entwickeln und einen gesunden Wald bilden. Denn die jungen Triebe der Bäume sind eine begehrte Nahrung für unsere heimischen Wildarten, wie zum Beispiel das Reh.

Der neue Wald, der im Forstbetrieb St. Martin sowie im gesamten bayerischen Staatswald wächst, entsteht zu drei Vierteln aus Naturverjüngung. „Zudem pflanzen wir verstärkt den Klimawald der Zukunft“, so Zanker weiter. Dazu werden Neukulturen begründet, Schadflächen wieder bepflanzt und Naturverjüngungen mit klimatoleranten Baumarten ergänzt. Die wichtigsten Baumarten sind hierbei am Forstbetrieb Buche, Tanne und Lärche.

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news-2728 Wed, 27 Apr 2022 13:27:04 +0200 Douglasienpflanzung im Allgäuer Staatswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/douglasienpflanzung-im-allgaeuer-staatswald.html 27. April 2022, Sonthofen - Seit Anfang April sind die Forstwirtinnen und Forstwirte des Sonthofener Staatsforstbetriebes schwerpunktmäßig mit der Pflanzung von jungen Waldbäumen beschäftigt. Neben den bekannten heimischen Baumarten wird auch eine besondere Art, die Douglasie, in bemessenem Umfang verwendet.

Forstbetriebsleiter Jann Oetting erklärt: „In Zeiten des Klimawandels ist es für uns Forstleute eine herausfordernde Aufgabe, die richtige Wahl der Baumarten für einen stabilen, gesunden Zukunftswald zu treffen. Wir sehen oft erst nach Jahrzehnten, was richtig oder falsch war. Die Bayerischen Staatsforsten haben sich zum Ziel gesetzt, bis in die mittleren Berglagen mindestens vier Baumarten durch natürliche Ansamung, Saat und Pflanzung gemischt in der Fläche nachzuziehen. Dabei gewinnt auch die Einbindung von Baumarten zunehmend an Bedeutung, die wärmere Temperaturen vertragen. So versuchen wir das Risiko zu streuen.“

Hierbei setzen die Sonthofener Staatsforsten in den tieferen Lagen bis rund 900 m auf die Gastbaumart Douglasie. Diese Baumart stammt aus dem Westen Nordamerikas, hat dort eine ausgedehnte Verbreitung und wird seit mehr als 150 Jahren in Bayern verwendet. Sie ist die am häufigsten vorkommende exotische Baumart, entsprechende Anbauerfahrungen sind seit fast zwei Jahrhunderten vorhanden. Ihr Anteil im Bayerischen Staatswald beträgt derzeit 0,8 % aller vorkommenden Baumarten, langfristig soll sie einen Anteil von 3% einnehmen.

„Wir sehen die Einbindung der Douglasie in unser Baumartenspektrum als Baustein beim Umbau von Fichtenwälder in gemischtere und stabilere Wälder, die an den Klimawandel angepasster werden,“ erklärt Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting. „Diese Baumart hat aufgrund ihres tiefgreifenden Herzwurzelsystems eine hohe Stabilität. Sie kommt mit Wärme und Trockenheit besser zurecht als Fichte und Tanne und hat derzeit bei uns wenig bekannte Schädlinge. Zudem ist ihr Holz ähnlich gut wie das der Lärche verwendbar, gerade im Außenbereich,“ ergänzt Oetting.

Aber alles mit Maß und Ziel. Der Anteil der Douglasie am diesjährigen Pflanzprogramm der Sonthofener Staatsforsten liegt bei knapp 5%. Auch die Planungen für die nächsten Jahre sind in dieser Größenordnung. Zudem wird sie nur kleinflächig in der Mischung zu den heimischen Baumarten eingebracht.

Für Revierförster Rainer Ruf ist die Pflanzung von Douglasien in seinem Zuständigkeitsbereich Neuland: „Jetzt bin ich schon über 30 Jahre hier im Allgäu als Förster tätig und wir pflanzen dieses Frühjahr erstmals einige Hundert Douglasien in meinem Revier.“ Da dieses Revier auf überwiegender Fläche über 1000 Meter Höhe liegt, wurde bisher keine Douglasien im Revier gepflanzt. Die aktuellen waldbaulichen Planungen sehen jetzt angesichts des Klimawandels vor, in den tieferen Waldorten zwischen Immenstadt und Missen die Douglasie in geringem Umfang zu beteiligen.

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news-2727 Tue, 26 Apr 2022 16:28:12 +0200 Hochwildhegegemeinschaft Bayerischer Wald vertraut auf seine neue „alte“ Vorstandschaft https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/hochwildhegegemeinschaft-bayerischer-wald-vertraut-auf-seine-neue-alte-vorstandschaft.html April 2022 Eppenschlag - Zwischen Arber und Dreisessel zieht das Rotwild auf fast 55.000 ha seine Fährten – hier sind der Nationalpark Bayerischer Wald, die beiden Forstbetriebe Bodenmais und Neureichenau der Bayerischen Staatsforsten sowie 34 private Jagdreviere in der Hochwildhegegemeinschaft Bayerischer Wald organisiert.

Nach zweijähriger coronabedingter Zwangspause konnte wieder eine Versammlung der Hochwildhegegemeinschaft Bayerischer Wald abgehalten werden. Als Ehrengäste durften der Bezirksvorsitzende im BJV für Niederbayern Axel Kuttner, Regierungsjagdberater Hans Parhofer, Regierungsamtsrat Franz Stöbich als Vertreter der unteren Jagdbehörde des LRA Freyung-Grafenau sowie Jagdberater Sepp Miedl aus dem Landkreis Regen begrüßt werden.

In der Versammlung waren zahlreiche Revierinhaber von privaten Hochwildrevieren, die beiden Forstbetriebe Bodenmais und Neureichenau und der Nationalpark Bayer. Wald vertreten.Neben der Abstimmung der Abschussplanung 2022/2023 standen auch Neuwahlen auf der Tagesordnung.

Herr Kuttner und Herr Parhofer übernahmen dankenswerterweise die Wahlleitung. Da die Versammlung offensichtlich mit der „alten“ Vorstandschaft zufrieden war, gab keine weiteren Vorschläge, so dass die bisherigen Amtsinhaber – Markus Wirsich als Hegegemeinschaftsleiter, Jürgen Völkl als stellvertretender Hegegemeinschaftsleiter und Manfred Hofmeister als Schriftführer – jeweils einstimmig wiedergewählt wurden. Die Gewählten nahmen die Wahl an und bedankten sich bei den Revierinhabern für das gewährte Vertrauen.

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news-2726 Tue, 26 Apr 2022 11:53:09 +0200 Ehrenamtliche im Einsatz für den Schutzwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ehrenamtliche-im-einsatz-fuer-den-schutzwald-das-bergwaldprojekt-ev-beim-forstbetrieb-schliersee.html 26. April 2022, Schliersee - In den Wochen vom 24. April bis 14. Mai 2022 ist das Bergwaldprojekt e.V. erneut beim Forstbetrieb Schliersee und in der zweiten Woche zum zweiten Mal in Holzkirchen mit der Bergwald Offensive des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Holzkirchen im Einsatz. Insgesamt fast 90 freiwillige Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland werden in dieser Zeit in den Wäldern des Forstbetriebs und im Privat- und Kommunalwald verschiedene Naturschutz-Arbeiten durchführen und das Ökosystem Bergwald näher kennenlernen.

An der dritten Woche am Schliersee nehmen junge Erwachsene im Rahmen eines alternativen Seminars während ihres Freiwilligen Ökologischen Jahrs teil. Ziele des Einsatzes sind, die ökologische Situation am Projektstandort zu verbessern und die Teilnehmenden auch über die Wochen hinaus für einen schonenden Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen zu sensibilisieren.

Unter der Anleitung von Dominik Kopf, Henning Rothe und Karolin Prott vom Bergwaldprojekt e.V. und unter der Regie des Revierleiters Christian Lischka vom Forstbetrieb Schliersee sowie des Revierleiters Peter Lechner und des Bergwaldoffensivemanagers Franz Jäger vom AELF Holzkirchen werden die Freiwilligen im Schutzwald rund um Bayrischzell verschiedene Arbeiten durchführen. So werden sie die zur Betreuung der Schutzwälder benötigte Infrastruktur pflegen, Hochsitze zur Unterstützung der Jagd bauen, Maßnahmen zur Biotopverbesserung umsetzen, junge standortheimische Bäume pflanzen und Pflegemaßnahmen zugunsten stabiler Bergmischwälder durchführen.

Ein wichtiges Anliegen der Projektwochen ist es, die Bedeutung der Schutzwälder zu vermitteln und erlebbar zu machen. Neben der praktischen Arbeit ist deswegen u. a. auch, wie in jeder Einsatzwoche des Bergwaldprojekts, eine Exkursion pro Woche vorgesehen. Untergebracht sind die Gruppen in Unterkünften mit Mehrbettzimmern. Eigene Köchinnen und Köche kümmern sich mit ökologisch erzeugter, vegetarischer und möglichst regionaler und saisonaler Vollwertkost um die Verpflegung der Freiwilligen.

Finanziell unterstützt wird die Woche der Bergwaldprojekt-Waldschule von der Postcode Lotterie mit ca. 6.000 Euro. Katja Diemer, Head of Charities bei der Deutschen Postcode Lotterie: „Wir freuen uns, dass wir dank unserer zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Waldschule für die biologische Vielfalt am Schliersee und an vielen anderen Standorten mit insgesamt 181.650 Euro auf zwei Jahre verteilt unterstützen können. Zusammen mit dem Bergwaldprojekt e.V. setzen wir uns so wirkungsvoll und nachhaltig für Mensch und Natur ein – das ist unser #PostcodeEffekt.“

Korbinian Wolf, Bereichsleiter Forsten des AELF Holzkirchen, erläutert: „Durch den Klimawandel hat sich die Bedeutung nochmals erhöht, den Bergwald intensiv und zeitaufwendig zu pflegen. Dies gilt für den Staatswald ebenso wie für den Privat- und Körperschaftswald“.

Jörg Meyer, Leiter des Forstbetriebs Schliersee, über den Einsatz: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen aktiv den Bergwald, seine wichtigen Schutzfunktionen und seine Artenvielfalt kennen und leisten in den abwechslungsreichen Wochen einen persönlichen Beitrag zu dessen Erhalt auch für kommende Generationen.“

Karolin Prott vom Bergwaldprojekt e.V. fügt noch hinzu: „In den Einsatzwochen spüren die Teilnehmenden ihre eigene Selbstwirksamkeit in der Klimakrise. Das ist ein positives Gefühl und macht Lust auf mehr. Viele fahren nach Hause und stellen zumindest Teilbereiche ihres Alltags um, handeln z.B. ressourcenschonender. Damit beteiligen sie sich am gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Entwicklung.“

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news-2725 Tue, 26 Apr 2022 11:32:12 +0200 O'pflanzt is: Die BayWa und die Bayerischen Staatsforsten pflanzen für die Zukunft https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/opflanzt-is-die-bayerischen-staatsforsten-und-die-baywa-pflanzen-fuer-die-zukunft.html 27. April 2022, Wasserburg a. Inn - O'pflanzt is! Das Ökosystem Wald kennenlernen, erleben und stärken: Darum geht es in unserem gemeinsamen Projekt "O'pflanzt ist!" mit der BayWa-Stiftung.

Letzte Woche war Startschuss für die Aktion. Die ersten 11 Kinder durften neue Bäumchen pflanzen, ihre Sinne im Wald erproben und die Waldtiere näher kennenlernen. Unsere Beschäftigten vom Forstbetrieb Wasserburg a. Inn und die Waldpädagogin Catherine Kiechle zeigten dabei der jungen Generation, wie wichtig der Wald für unser Leben ist.

Bei der Aktion sollen insgesamt 100.000 neue Bäume in den nächsten 3 Jahren auf Flächen mit Sturm- und Borkenkäferschäden gepflanzt werden – für mehr Artenvielfalt und beständige Wälder. Und weil doppelt besser hält, nimmt die BayWa jede Spende mal zwei.

Jeder Baum zählt.

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news-2724 Mon, 25 Apr 2022 15:20:21 +0200 Tag des Baumes: Ministerpräsident & Forstministerin rücken Wald in den Fokus https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/tag-des-baumes-ministerpraesident-forstministerin-ruecken-wald-in-den-fokus.html 25. April, München - Zum 70. Jubiläum des „Tag des Baumes“ haben Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Forstministerin Michaela Kaniber und die Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) in Bayern, MdL Tanja Schorer-Dremel gemeinsam eine Buche und weitere klimastabile Zukunftsbäume gepflanzt.

„Bayern ist Waldland Nr. 1. Wald hat eine hohe Bedeutung für Ökologie, Freizeit und die bayerische Seele. Bäume zu pflanzen und zu nutzen ist nachhaltiger Klimaschutz. Wälder sind wichtige CO2-Speicher. Der Freistaat investiert viel, um den Wald an Klimaveränderungen anzupassen“, so Ministerpräsident Dr. Markus Söder. Auch für Forstministerin Kaniber ist die bundesweite Pflanzaktion der SDW ein wichtiges Zeichen für die Zukunft: „Mit der heutigen Pflanzung wollen wir den Wald wieder ein stückweit mehr in den Fokus unserer Gesellschaft rücken. Denn die bayerischen Wälder sind unsere grüne Lunge, sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz und machen unsere Heimat lebenswert.“

Gerade im Klimawandel zeigt sich, wie wichtig arten- und strukturreiche Mischwälder sind. Genau aus diesem Grund wurden neben der Buche, dem Baum des Jahres 2022, mit Eiche und Hainbuche auch weitere entscheidende Stützen im Klimawandel in den Lehr- und Versuchswald Grub gesetzt. Die Staatsregierung unterstützt die bayerischen Waldbesitzer seit Jahrzehnten aktiv beim Aufbau klimastabiler Mischwälder mit finanziellen Mitteln, gemeinwohlorientierter Beratung und Forschung zu zukunftsfähigen Baumarten.

„Allein im vergangenen Jahr haben unsere privaten und kommunalen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer rund 13 Millionen klimastabile Zukunftsbäume gepflanzt. Im Rahmen der forstlichen Förderprogramme haben wir mit rund 93 Millionen Euro erneut eine Rekordsumme ausbezahlt, von der andere Bundesländer nur träumen können. Und auch in diesem Jahr stellen wir wieder ausreichend Mittel in vergleichbarem Umfang für den Aufbau klimastabiler Zukunftswälder bereit“, so Kaniber.

Mehr Infos dazu gibt es unter www.försterfinder.de und www.waldbesitzer-portal.bayern.de/foerderung. Zudem beraten die Försterinnen und Förster der Bayerischen Forstverwaltung die Waldbesitzer in allen Fragen des Waldumbaus gerne neutral und kostenlos.

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news-2723 Mon, 25 Apr 2022 13:47:24 +0200 Quer-Beitrag zum Thema Holzdiebstahl https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/quer-zum-thema-holzdiebstahl.html 25. April, Bad Königshofen - Quer drehte Anfang April zum Thema Holzdiebstahl im Forstbetrieb Bad Königshofen. Im Beitrag erklärt Forstbetriebsleiter Heiko Stölzner, welche Strategie die BaySF fährt, um dem entgegenzuwirken.

Dass frisch geschlagenes Holz sich nicht als Brennholz eignet, scheint manchen nicht bewusst zu sein. In Wirklichkeit muss Holz je nach Lagerbedingungen mehrere Monate bis zu drei Jahre trocknen, bevor es als Brennmaterial eingesetzt werden kann. 

Forstbetriebsleiter Heiko Stölzner erklärt Quer, wieso sie vor Ort GPS-Tracker einsetzen, um geschlagenes Holz zu schützen. Außerdem haben alle Beschäftigten ein Auge auf LKWs und Autos, die Holz geladen haben.

Mehr dazu im Quer-Beitrag: Holzdiebstahl : Professionelle Holzdiebe plündern im Wald (br.de).

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Forstbetrieb Bad Königshofen i. Grabfeld
news-2720 Mon, 25 Apr 2022 11:25:00 +0200 Traumhafte Aussichten über die Haßberge https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/traumhafte-aussichten-ueber-die-hassberge.html 25. April 2022, Bad Königshofen - In Zusammenarbeit mit dem Naturpark Haßberge haben die Bayerischen Staatsforsten die Errichtung einer Aussichtsplattform im Turmhaus der historischen Burgruine Bramberg sowie umfassende Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Finanziert wurde dieses Projekt über Mittel der besonderen Gemeinwohlleistungen des Freistaates Bayern sowie der Bayerischen Staatsforsten selbst. Am 22.04.2022 ist sie feierlich eröffnet worden.

Der Gründungszeitpunkt der in der Nähe von Ebern, mitten in den Haßbergen, gelegenen Burg lässt sich aus heutiger Sicht nicht mehr genau rekonstruieren. Laut historischen Quellen wird dieser aber um das 11. Jahrhundert datiert. Bereits 1168 wurde die Burg jedoch auf Befehl Kaiser Friedrichs I. wegen Raubrittertums der damaligen Bewohner geschliffen und sollte nie wieder aufgebaut werden. Dennoch begann Mitte des 13. Jahrhunderts erneut der Ausbau. Dieser zog sich über die folgenden Jahrhunderte hin, bis sie im Jahre 1525 während des deutschen Bauernkrieges erneut stark beschädigt und schließlich 1560 dem Verfall überlassen wurde.

Die Ruine befindet sich im Besitz des Freistaates Bayern und ist von Staatswald umgeben. Daher wurde sie in jüngerer Zeit durch das Bayerische Forstamt Ebern vor dem weiteren Verfall bewahrt. Im Zuge der Forstreform 2004 wurde diese Aufgabe den Bayerischen Staatsforsten, Forstbetrieb Bad Königshofen, übertragen. Diese führten bereits in vorangegangenen Jahren verschiedene Maßnahmen zum Erhalt der Ruine durch.

Um die Landschaft des Deutschen Burgenwinkels erlebbarer zu machen, wurden 2020 erste Überlegungen vom damaligen Geschäftsführer des Naturparks Haßberge, Herrn Winfried Seufert, dem zuständigen Landrat, Wilhelm Schneider sowie Mitarbeitern des Forstbetriebs Bad Königshofen der Bayerischen Staatsforsten hinsichtlich der Errichtung einer Aussichtsplattform angestoßen. Durch den großen Einsatz von MdL Steffen Vogel und Landrat Wilhelm Schneider konnten Anfang Februar 2021 schließlich Mittel des Freistaates Bayerns in Höhe von rd. 120.000 Euro für diesen Zweck gewonnen werden. Diese Mittel wurden den Bayerischen Staatsforsten, welche sich mit ca. 10 % an dem Bau- und Sanierungsvorhaben beteiligten, vom zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schweinfurt aufgrund dieser besonderen Gemeinwohlleistungen zur Verfügung gestellt. Forstbetriebsleiter Heiko Stölzner sowie die zuständigen Revierleiter Joachim Haala und Sven Kaps begannen daraufhin mit der komplizierten Planung und Umsetzung des einmaligen Projekts. Tatkräftig wurden sie dabei von den Architekten der Bayerischen Staatsforsten aus Regensburg, Lisa Schex und Thomas Feigl, unterstützt und beraten.

Nach Rücksprache mit sämtlich beteiligten Akteuren und Einholung aller notwendigen Genehmigungen, wurde im Herbst 2021 mit den Baumaßnahmen durch die lokal ansässigen Firmen Metallbau Kirchner und Kirchner Bau begonnen. Neben dem spektakulären Einbau der elf Meter langen Spindeltreppe sowie der Aussichtsplattform im Torhaus der Ruine wurden auch alte Vandalismusschäden fachmännisch repariert sowie das mittelalterliche Mauerwerk saniert und somit die Verkehrssicherheit wieder hergestellt. Das gesamte Vorhaben wurde bauarchäologisch durch Dr. Zeune begleitet und Anfang 2022 planmäßig abgeschlossen. Zukünftig wird die Aussichtsplattform durch den Naturpark Haßberge und die Bayerischen Staatsforsten gemeinsam unterhalten und gepflegt.

Besucher können nun auf der Aussichtsplattform, welche sich auf den Höhenzug der Haßberge auf rund 500 Metern ü.NN befindet, einen weitreichenden Blick auf die Umgebung der Haßberge, aber auch bis zum Steigerwald, Fichtelgebirge, Thüringer Wald und Rhön genießen sowie viele interessante Informationen über den Naturpark Haßberge erlangen.

Forstbetriebsleiter Stölzner zeigt sich äußerst zufrieden über den Projektverlauf und bedankt sich für die gute Zusammenarbeit bei allen beteiligten Akteuren, die eine schnelle Umsetzung ermöglichten. Aus Sicht aller Beteiligten ist die Aussichtsplattform eine klare Aufwertung für die Region Haßberge und ein Gewinn für die Bewohner sowie Gäste aus nah und fern.

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news-2722 Fri, 22 Apr 2022 14:29:18 +0200 Neue Baumarten für den Sulzschneider Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neue-baumarten-fuer-den-sulzschneider-wald.html Klimatolerante Baumarten sollen dem Klimawandel trotzen April 2022, Sulzschneider Wald/Sonthofen - Die Frühjahrspflanzungen am Forstbetrieb Sonthofen sind bereits in vollem Gange. Förster, Waldarbeiter und Unternehmer ergänzen die staatlichen Wälder rund um den Auerberg um zahlreiche neue Bäume. Neben alten Bekannten wie Tanne oder Schwarzerle sind auch einige Raritäten unter den rund achttausend Bäumen, die dieses Frühjahr im Revier Sulzschneider Wald gepflanzt werden. 

Die Baumartenwahl und ihre Mischung sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Waldes. In jedem Waldbestand der Bayerischen Staatsforsten werden deshalb nach Möglichkeit mindestens vier Baumarten künftig vielfältige, gemischte und gestufte Wälder bilden. Heimische Baumarten wie die Schwarzerle, die Fichte oder die Tanne machen den Löwenanteil unter den neu gepflanzten Baumarten aus. Wo es vom Standort her passt, werden diese mit weiteren, bisher in der Region selteneren Baumarten wie Eiche und Douglasie ergänzt. „Wir pflanzen verschiedenste Baumarten, die nicht nur dem Klimawandel standhalten sollen, sondern auch eine Vielfalt an Lebensräumen bilden“, erklärt Forstbetriebsleiter Jann Oetting. Allein auf eine einzelne Baumart zu setzen, wäre ihm angesichts der Klimaveränderungen zu gefährlich. Es gibt im Klimawandel unberechenbare Aspekte. Neben Trockenperioden können auch Schädlinge quasi wie aus dem Nichts heraus problematisch werden. „Die Mischung ist entscheidend. Wenn in unseren Beständen eine Baumart ausfällt, übernehmen die anderen Baumarten“, so Oetting.

Welche Baumarten in welchem Waldgebiet gepflanzt werden, ist stark vom Standort und den vorhandenen Bäumen abhängig. Ziel der Staatsforsten ist es jedoch, auch seltenere heimische Laubbaumarten einzubringen, wie zum Beispiel die Eiche: Sie eignet sich besonders für die Stabilisierung der Wälder. Die Eiche, hat ein intensives Wurzelwachstum und kann daher auf instabilen Böden bestehen. „Das Problem bei der Eiche ist, dass sie leicht von Nassschnee niedergedrückt und gebrochen werden kann. Das liegt daran, dass sie ihr trockenes Laub erst sehr spät verliert. Das ist im südlichen Alpenvorland eine Gefahr, wir pflanzen die Eiche daher hauptsächlich zur Anreicherung und als zukünftige Samenbäume“ erklärt Oetting. Anders ist das bei der Tanne, von denen im Sulzscheider Wald heuer fast siebentausend Stück gepflanzt werden: „Mit ihrer Pfahlwurzel ist sie als Nadelbaumart der Fichte im Klimawandel überlegen. Sie ist nicht nur stabiler bei Stürmen, sondern kann auch Wasservorräte in größeren Tiefen erreichen,“ so Oetting.

Mit dem bisherigen Verlauf der Pflanzungen in diesem Frühjahr ist er sehr zufrieden: „Wir sind absolut im Plan, jedoch macht uns das Wetter sorgen.“ Damit die Pflanzen gut anwachsen, wünscht er sich für die nächsten Wochen, was außer Försterinnen und Förster niemand haben will: Ein nasses und kühles Frühjahr.

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news-2721 Fri, 22 Apr 2022 09:22:00 +0200 7 Gipfel Bayerns: Diesmal mit dem Forstbetrieb Selb https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/7-gipfel-bayerns-diesmal-mit-dem-forstbetrieb-selb.html 23. April 2022, Selb - Der BR drehte den Sommer über eine mehrteilige Filmreihe über die "7 Gipfel Bayerns". Über die Sendung mit der Zugspitze berichteten wir schon, diesmal ist der Schneeberg im Forstbetrieb Selb an der Reihe. Revierleiter Stefan Oettle führt das Filmteam durch sein Gebiet und zeigt die Besonderheiten des Waldes.

An der Grenze zwischen Bayern, Sachsen, Thüringen und Tschechien liegt inmitten des hufeisenförmig angeordneten Fichtelgebirges der Schneeberg. Er ist mit 1.051 Metern Oberfrankens höchster Gipfel, unverkennbar wegen des wuchtigen Antennenturms aus Zeiten des Kalten Krieges. Aus dem Grün des Fichtelgebirges ragen imposante Felstürme hervor – die verwitterten Relikte des früheren Vulkangebirges. Wegen seiner geologischen Besonderheit bestimmte lange der Bergbau das Leben am Schneeberg, neben Granit wurden Eisen, Gold, Zinn und Silber, aber auch Bergkristall und sogar Uran abgebaut.

Auf den Gipfel führte bis in die 1930er-Jahre ein Wegenetz, dann begann die Zeit als "verbotener Berg“. Die US-Army baute am Gipfel eine Abhöranlage mit dem Zweck, den Ostblock auszuhorchen. Mit der Ankunft der Bundeswehr bekam der Gipfel seine unverwechselbare Landmarke: den wuchtigen Abhörturm. Heute ist der Schneeberg vor allem ein Berg der Ruhe für Mensch, Tier und Pflanzen.

Der Film nähert sich dem Schneeberg über die Menschen, die deren Einzigartigkeiten besonders gut kennen: Förster Stefan Oettle aus dem Forstbetrieb Selb wünscht sich anstelle der Fichtenmonokultur in seinem Traumrevier den naturnahen Bergmischwald zurück; Olga Hirschmann führt den Filmautor Florian Huber tief hinein in die Unterwelt des Schneebergs, in seine Keller und vergessenen Stollen.

In der BR-Mediathek kann man die ganze Folge anschauen.

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news-2719 Thu, 14 Apr 2022 15:19:52 +0200 Baumvielfalt im Staatswald: Klimatolerante Baumarten sollen dem Klimawandel trotzen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/baumvielfalt-im-staatswald-klimatolerante-baumarten-sollen-dem-klimawandel-trotzen.html 14. April 2022, Ottobeuren - In diesen Tagen laufen die Frühjahrspflanzungen im Forstbetrieb Ottobeuren auf Hochtouren. Försterinnen und Förster, Forstwirtinnen und Forstwirte ergänzen die staatlichen Wälder im Allgäu um zahlreiche neue Bäume. Neben alten Bekannten wie Tanne, Lärche oder Buche sind auch einige Raritäten unten den rund 70.000 Bäumen, die in diesem Frühjahr gepflanzt werden.  

Die Baumartenwahl und ihre Mischung sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Waldes. In jedem Waldbestand der Bayerischen Staatsforsten werden deshalb nach Möglichkeit mindestens vier Baumarten künftig vielfältige, gemischte und gestufte Wälder bilden. Heimische Baumarten wie Buche, Lärche, Bergahorn oder Tanne machen den Löwenanteil unter den neu gepflanzten Baumarten aus. Wo es vom Standort her passt, werden diese mit heimischen und bisher selteneren Baumarten wie Elsbeere, Flatterulme oder Vogelkirsche ergänzt. „Wir pflanzen knapp 20 verschiedene Baumarten, die nicht nur dem Klimawandel standhalten sollen, sondern auch eine Vielfalt an Lebensräumen bilden“, erklärt Forstbetriebsleiter Dr. Hermann S. Walter. Allein auf eine einzelne Baumart zu setzen, wäre ihm angesichts der Klimaveränderungen zu gefährlich. Es gibt im Klimawandel unberechenbare Aspekte. Neben Trockenperioden können auch Schädlinge quasi wie aus dem Nichts heraus problematisch werden. „Die Mischung ist entscheidend. Wenn in unseren Beständen eine Baumart ausfällt, übernehmen die anderen Baumarten“, so Walter.

Welche Baumarten in welchem Waldgebiet gepflanzt werden, ist stark vom Standort und den vorhandenen Bäumen abhängig. Ziel der Staatsforsten ist es jedoch, auch seltenere heimische Laubbaumarten einzubringen wie zum Beispiel die Flatterulme: Sie eignet sich besonders für die Stabilisierung der Wälder auf nassen Standorten. Die Flatterulme hat ein intensives Wurzelwachstum, ein wertvolles Holz und eignet sich damit als Ersatz für die Esche, die stark unter dem Eschentriebsterben (ein eingeschleppter Pilz aus Südostasien) leidet und deshalb am Forstbetrieb nicht mehr gepflanzt wird. „Auf besonders trockenen Standorten setzen wir auf Baumarten wie den Spitzahorn oder auch die Elsbeere, die mit dem Klimawandel gut zurechtkommen“, so Walter. Gleiches gelte für die Tanne, von denen der Forstbetrieb Ottobeuren im laufenden Geschäftsjahr mehr als 20.000 Stück pflanzen wird: „Mit ihrer Pfahlwurzel ist sie als Nadelbaumart der Fichte im Klimawandel überlegen. Sie ist nicht nur stabiler bei Stürmen, sondern kann auch Wasservorräte in größeren Tiefen erreichen,“ so Walter.

Mit dem bisherigen Verlauf der Pflanzungen in diesem Frühjahr ist er sehr zufrieden: „Wir sind im Plan, die ergiebigen Niederschläge der letzten beiden Wochen waren nach dem sehr trockenen März goldwert.“ Damit die Pflanzen gut anwachsen, wünscht er sich für die nächsten Wochen, was außer Försterinnen und Förster niemand haben will: Ein nasses und kühles Frühjahr.

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news-2718 Thu, 14 Apr 2022 11:50:51 +0200 Einschalten: 7 Gipfel Bayerns - Die Zugspitze https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/einschalten-7-gipfel-bayerns-die-zugspitze.html 14. April 2022, Oberammergau - Der BR drehte den Sommer über eine mehrteilige Filmreihe über die "7 Gipfel Bayerns". Da durfte die Zugspitze mitsamt dem Forstbetrieb Oberammergau nicht fehlen!

Sie sind Bayerns natürliche Wahrzeichen, weithin sichtbare Landmarken und symbolträchtige Orte: Die höchsten Berge der sieben bayerischen Regierungsbezirke stehen im Mittelpunkt des dokumentarischen Mehrteilers "7 Gipfel Bayerns": Die Hochfrottspitze in Schwaben, die Dammersfeldkuppe in Unterfranken und der Schneeberg in Oberfranken, Großer und Kleiner Arber in Niederbayern bzw. der Oberpfalz, der Hesselberg in Mittelfranken sowie die Zugspitze in Oberbayern.  

Dort führt Revierleiter Wolfgang Striegel aus dem Forstbetrieb Oberammergau die Zuschauer durch sattgrüne Wiesen, in denen sich das Leben tummelt. Und er erklärt, warum man solche Lebensräume vor der Verbuschung bewahren sollte. Den Waldumbau zum Schutze des Auerhuhns erklärt Revierleiter Striegel auch: "Das Auerhuhn ist ein bisschen behäbiger, es ist auch um einiges größer und kein ganz so schneidiger Flieger wie der Habicht, deshalb braucht das Auerhuhn ein bisschen mehr Platz." 

Mit diesen Worten wünschen wir ein schönes und behäbiges Osterwochenende und empfehlen am Ostermontag, den 18.04.2022, um 20.15 Uhr im BR zu "Die Zugspitze" einzuschalten. Den Beitrag gibt es auch schon vorab in der BR-Mediathek anzusehen.

 

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news-2717 Fri, 08 Apr 2022 14:49:27 +0200 Walderlebnispfad im Höglwald eröffnet https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/walderlebnispfad-im-hoeglwald-eroeffnet.html 08. April 2022, Landsberg a. Lech - Bei Augsburg gibt es ein neues Ausflugsziel speziell für Kinder: Der Walderlebnispfad im Höglwald.

Hier können die kleinen und großen Besucherinnen und Besucher viele Waldtiere, aber auch die Auswirkungen des Klimawandels entdecken. An der Waldklimastation werden schon seit 2010 Umwelteinflüsse registriert, der CO2-Messturm misst die Kohlenstoffdioxidwerte in der Luft. 

Das Gemeinschaftsprojekt der Gemeinde Ried, der Bayerischen Forstverwaltung, dem Landesamt für Ernährung, Landwirtschaft und Forst und den Bayerischen Staatsforsten wurde am 26. März 2022 feierlich eröffnet. Augsburg TV hat hierzu einen schönen Beitrag gefilmt. Mit dabei: Unsere stellvertretende Forstbetriebsleiterin Sarah Becker aus dem Forstbetrieb Landsberg a. Lech.

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news-2716 Wed, 06 Apr 2022 14:46:11 +0200 Kürnacher Fledermäuse https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/kuernacher-fledermaeuse.html 06. April 2022, Sonthofen - Dem einen oder anderen Wanderer, der die Kürnacher Reviere des Forstbetriebs Sonthofen durchstreift, fallen an den Waldwegen kleine „Kasten-Grüppchen“ an den Bäumen auf.

Azubis des Forstbetriebs Sonthofen haben sie letzten Herbst aufgehängt, unter fachkundiger Anleitung von Andreas Walter von der Fachstelle Waldnaturschutz vom AELF Krumbach-Mindelheim. „Es handelt sich hier nicht um ordinäre Vogel-Nistkästen, die ebenfalls, meist vereinzelt und älteren Baujahrs die Wege säumen. Diese Kastengruppen bestehen aus jeweils vier Kästen, und zwar drei Fledermauskästen und einem Meisen-Nistkasten. Und das hat einen besonderen Hintergrund“, weiß Revierleiter Markus Pfleghardt, der den Staatswald in der nördlichen Kürnach pflegt.

Die Reviere Kürnach Nord und Kürnach Süd der Bayerischen Staatsforsten decken über 90% des FFH-Gebietes Kürnacher Wald ab. Gemäß FFH-Richtlinie, Anhang II, ist die Bechsteinfledermaus ein Tier mit besonderem Schutzstatus. Die nur etwa fünf Centimeter große Fledermaus hat einen Verbreitungsschwerpunkt in Süddeutschland, allerdings überwiegend nördlich der Donau. Sie ist langlebig (bis 20 Jahre alt) hat aber eine niedrige Vermehrungsrate, denn die Weibchen gebären nur ein Junges. Als ortstreue, reine Waldfledermaus bewohnt sie bevorzugt strukturreiche Mischwälder und gilt als ein Indikator für den ökologischen Zustand des Waldes.

„Wir haben Hinweise für das Vorkommen der Bechsteinfledermaus auch bei uns in der Kürnach. Mit dem Aufhängen von insgesamt 40 Kastengruppen im Kürnacher Staatswald wird ein Monitoringprogramm gestartet, welches der Abschätzung des vorhandenen Bestandes und seiner Entwicklung dienen soll“, so Förster Marus Pfleghardt.

Damit sich nicht gleich Waldvögel – insbesondere die frechen Meisen - einnisten, wird ein „Ablenkkasten“ als Nisthilfe für die Meisenarten angeboten. In der Hoffnung, dass die Vögel die unmittelbar daneben hängenden Fledermauskästen unbehelligt lassen. Die Kästen werden neben den Wegen angebracht, um das Monitoring einfach zu gestalten und andere Waldtiere dabei wenig zu stören. Im April beziehen mehrere Weibchen der Bechsteinfledermaus sogenannte „Wochenstuben“, oft zehn bis 20 Stück. Förster Markus Pfleghardt hofft, dass dafür die aufgehängten Fledermauskästen angenommen werden, was unter Umständen eine gewisse Gewöhnungszeit benötigt. Denn in diesen Kästen lassen sich die Fledermäuse leichter nachweisen als in ihren üblichen Wohnorten wie beispielsweise Baumhöhlen, die es ja zahlreich in der Kürnach gibt. Während die Weibchen die Wochenstubengemeinschaften bilden, leben die Männchen in dieser Zeit solitär. Ab Juni wird ein Junges geboren und im Spätsommer lösen sich die Wochenstubengemeinschaften wieder auf. Überwintert wird also nicht in diesen Kästen, sondern in Höhlen und Höhlenbäumen, Stollen und Kellern. Die Kontrolle der Monitoringkästen erfolgt daher im Juli, dann sind die Jungen halb so groß wie die Mütter.

Wie alle Fledermäuse jagt auch die Bechstein-Fledermaus in der Dämmerung oder nachts. Sie ernährt sich von Insekten, die sie im langsamen Flug von Baumstämmen, vom Laub der Büsche und Bäume oder vom Boden fängt. „Für ihren Schutz ist die Erhaltung stabiler Habitat-Verhältnisse und strukturreicher Wälder durch eine langfristige, naturnahe Waldbewirtschaftung wichtig. Diese Aufgaben erfüllen die Beschäftigten des Forstbetriebs Sonthofen nach bestem Wissen und Gewissen, versorgen dabei die Region mit dem wertvollen, nachwachsenden Rohstoff Holz und pflegen einen Wald, in dem sich die Bevölkerung wunderbar erholen kann“, ergänzt Pfleghardts Chef Jann Oetting, der stolz auf seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist.

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news-2715 Wed, 06 Apr 2022 09:18:24 +0200 Frankenschau-Beitrag: Maßnahmen gegen Holzdiebstahl https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/frankenschau-beitrag-massnahmen-gegen-holzdiebstahl.html 06. April, Bad Königshofen - Die Frankenschau war im Forstbetrieb Bad Königshofen zu Gast, um sich einen Eindruck vom Holzdiebstahl zu machen.

Forstbetriebsleiter Heiko Stölzner erklärt im Beitrag, warum GPS-Tracker zum Einsatz kommen und welche weiteren Vorsichtsmaßnahmen der Forstbetrieb trifft, um es Dieben schwer zu machen. Auch Revierleiter Gerhard Stein war als Interviewpartner mit dabei. Er hat ein wachsames Auge auf die Baumbestände und alle Personen und Fahrzeuge, die sich durch den Forst bewegen.

Hier geht's zum Frankenschau-Beitrag: Staatsforsten wappnen sich gegen Holzdiebe.

 

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news-2714 Tue, 05 Apr 2022 16:30:51 +0200 Tests für den Wald der Zukunft: Forstbetrieb Fichtelberg erprobt neue Tannen-Herkunft https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/tests-fuer-den-wald-der-zukunft-forstbetrieb-fichtelberg-erprobt-neue-tannen-herkunft.html 06. April 2022, Fichtelberg – Tannenpflanzen mit rumänischer Herkunft testet der Forstbetrieb Fichtelberg im Rahmen eines Praxisanbauversuchs. Damit wird festgestellt, ob die ursprünglich an trocken-warmes Klima angepassten Tannen auch im Fichtelgebirge wachsen. Wenn sie sich bewähren, könnte diese Herkunft zukünftig in den Wäldern des Fichtelgebirges beigemischt werden, um ihre Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel zu erhöhen.

Fachmännisch begutachtet Förster Horst Lochner einen kleinen Nadelbaum. Genauer: eine Weißtanne.  Äußerlich unterscheidet dieser sich nicht von den anderen Tannen in seinem Revier am Forstbetrieb Fichtelberg, sogar die Art ist die gleiche. Und doch ist dieser Baum anders als die „normalen“ Tannen – und ebenso knapp eintausend weitere Pflänzchen in der näheren Umgebung. Sie haben als Samenkorn schon eine weite Reise hinter sich gebracht, bevor sie in Oberfranken das Licht der Welt erblickt haben. Denn die Mutterbäume dieser Tannenpflanzen stehen in Rumänien, genauer im Fagaras-Gebirge bei Avrig. Dort herrscht Mittelmeer-Klima mit Temperaturen, die im Jahresdurchschnitt ca. 4 bis 5 Grad über den hiesigen Verhältnissen liegen. Die Niederschlagsmenge liegt mit ca. 600 mm bei der Hälfte im Vergleich zum Fichtelgebirge.

„Die Bayerischen Staatsforsten testen hier die Bedürfnisse einer Baumart, von der wir uns erhoffen, dass sie auf Grund ihrer Genetik mit den Klimabedingungen zurechtkommt, die vielleicht in 50 oder 100 Jahren im Fichtelgebirge herrschen.“ erklärt Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg. „Die Prognosen deuten an, dass der Klimawandel zu wärmeren und trockeneren Verhältnissen führen wird. Und an genau diese Bedingungen haben sich die Tannen in ihrer rumänischen Heimat seit Jahrtausenden angepasst.“

Auf drei Flächen im westlichen Fichtelgebirge - bei Goldkronach am Abhang der Königsheide, oberhalb von Warmensteinach und hier bei Fichtelberg - wurden drei Versuchsflächen mit jeweils knapp 1.000 Pflanzen der rumänischen Tannenherkunft angelegt und gegen Wildverbiss umzäunt. Die Versuchsflächen werden regelmäßig untersucht, um Erkenntnisse über das Wuchsverhalten der Pflanzen zu gewinnen.

Dieser Praxisanbauversuch liefert wichtige Erkenntnisse, wie ein klimatoleranter, stabiler Mischwald zukünftig zusammengesetzt sein kann. Schon seit vielen Jahren reichern die Förster den Wald mit zukunftsfähigen Baumarten an, die Wärme und Trockenheit besser ertragen. Neben Tannen und Buchen werden im Wald der Zukunft sicher auch Eichen, Linden und Douglasien vertreten sein. Der Fichtenanteil wird im Vergleich zu heute deutlich abnehmen. „Der Wald der Zukunft wird ein deutlich anderes Bild zeigen, als heute. Neben der natürlichen Verjüngung der Bäume pflanzen wir jährlich im Bereich des Forstbetriebs Fichtelberg ca. 100.000 Pflanzen und schaffen damit 40 bis 50 Hektar Mischwald. Das entspricht der Fläche von mehr als 70 Fußballfeldern.“ so Winfried Pfahler. „Denn ein gemischter Wald ist die beste Antwort auf den Klimawandel. So machen wir den Wald fit für die Zukunft.“

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news-2713 Tue, 05 Apr 2022 15:45:23 +0200 Forstbetrieb Weißenhorn zieht Bilanz zum abgelaufenen Jagdjahr https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstbetrieb-weissenhorn-zieht-bilanz-zum-abgelaufenen-jagdjahr.html 5. April 2022, Weißenhorn - Anders als ein Kalenderjahr endet ein Jagdjahr erst Ende März. Daher hat der Forstbetrieb Weißenhorn jetzt Bilanz zum abgelaufenen Jagdjahr gezogen und einige Neuerungen für die neue Jagdsaison angekündigt.

Mehr als 500 Wildschweine erlegt

Im vergangenen Jagdjahr waren die Jägerinnen und Jäger im Staatswald aus Sicht von Jagd- und Forstbetriebsleiter Martin Eggert recht erfolgreich: Beim Rehwild wurden die amtlich vorgegebenen Abschusspläne gut erfüllt. Dies ist wichtig, damit die Wälder erfolgreich mit Mischbaumarten gegen den Klimawandel gewappnet werden können: Rehe sind nämlich Feinschmecker und ernähren sich am liebsten von Knospen und Trieben besonders selten vorkommender Bäumchen.   

Auch die Zahl der geschossenen Wildschweine kann sich sehen lassen: Nach 369 Stück Schwarzwild im Vorjahr kamen heuer rund 550 Wildschweine in den Staatsjagdrevieren zur Strecke – die zweithöchste Jagdstrecke überhaupt seit 2005. Nur im Jahr 2019 wurden mit 615 schon einmal mehr Wildschweine erlegt. „Wir verzeichnen beim Schwarzwild über die letzten Jahre mit gewissen Schwankungen eine insgesamt deutlich steigende Jagdstrecke: Wir erlegen zwar deutlich mehr Sauen als noch vor 10 Jahren, doch auch der Grundbestand ist weiter angestiegen“, fasste Forstbetriebsleiter Martin Eggert die Entwicklung zusammen. „Wir müssen hier weiter am Ball bleiben und den Schwarzwildbestand dauerhaft absenken: Einerseits brauchen unsere Jagdnachbarn und Landwirte Hilfe, weil sie im Feld unter Schwarzwildschäden leiden. Gleichzeitig steht die Afrikanische Schweinepest vor der Tür, die sich bei ausgedünnten Wildschweinbeständen nicht mehr so rasant verbreiten kann.“ Daher wird der Forstbetrieb verstärkt auf sogenannte Drückjagden mit vielen Jägern setzen, die bei Wildschweinen besonders viel Erfolg versprechen.

Mehr als 200 private Jägerinnen und Jäger jagen im Forstbetrieb Weißenhorn

Für die im Forstbetrieb Weißenhorn tätigen Försterinnen und Förster ist die Jagdausübung Bestandteil des Berufs und eine wichtige Dienstaufgabe: Die Jagd muss den Wildbestand regulieren und eine gute Entwicklung der Wälder und der Waldverjüngung ermöglichen. Das schaffen die Försterinnen und Förster auf der großen Fläche aber natürlich nicht allein: Forstbetriebsleiter Eggert bindet daher in jedem Jahr mehr als 200 private Jägerinnen und Jäger ein, die in ihrer Freizeit sogenannte Pirschbezirke im Staatswald bejagen oder die Drückjagden des Forstbetriebs unterstützen. Private Jägerinnen und Jäger aus der Region erlegen den Großteil des Wildes, das nach den Abschussplänen geschossen werden muss. Für die wichtige Unterstützung bei der Jagd ist der Forstbetrieb seinen Jägern sehr dankbar.

Interessant ist, dass die Nachfrage nach Jagdmöglichkeiten seit Jahren steigt. Besonders stark ist der Anstieg seit der Corona-Zeit. Jagdleiter Eggert: „Die Zahl der Jagdscheinabsolventen ist in der Corona-Zeit weiter angestiegen. Jagdscheinkurse und unsere Pirschbezirke sind gefragter denn je. Vielleicht weil die Sehnsucht nach einem intensiven Erleben der Natur in dieser Zeit besonders groß war und ist. Wir versuchen, möglichst viele Jägerinnen und Jäger einzubinden, können aber mittlerweile die Nachfrage gar nicht mehr komplett bedienen.“ 

Ausblick: Zukünftig nur noch bleifreie Jagdmunition für mehr Umweltschutz

Die Zeiten ändern sich, und mit ihnen die Jagd. Eine Neuerung ist Forstmann Eggert besonders wichtig: „Wir werden ab dem 1. April 2022 nur noch bleifreie Jagdmunition in unseren Staatsjagden zulassen. Bisher wurde von einigen Jägern noch konventionelle Bleimunition verwendet, die aber Risiken für den Umwelt- und Artenschutz aufweist. Das werden wir ändern.“

Wie Eggert erläutert, nutzen verschiedene schützenwerte Greifvögel verendete Wildtiere und Aas, das Munitionsreste enthalten kann, als Nahrung. Beispielsweise der Seeadler, der Wappenvogel der Bundesrepublik Deutschland, der entlang der Donau immer wieder auch in den Landkreisen Günzburg und Neu-Ulm gesichtet wird. In der Vergangenheit wurden bei verendeten Greifvögeln immer wieder Bleivergiftungen nachgewiesen, die mit Bleimunition im Zusammenhang stehen können.

„Ich möchte hier keinen Seeadler mit Bleivergiftung erleben und dazu möchten wir in den Staatsforstrevieren mit der Umstellung auf bleifreie Munition unseren Teil beitragen. Schließlich gibt es mittlerweile reichlich praxisbewährte und tierschutzgerechte Alternativen zu der alten Bleimunition“, unterstrich Eggert, der selbst bereits seit 2013 ausschließlich bleifreie Munition bei der Jagd verwendet.

Wildfleisch weiterhin in Weißenhorn erhältlich   

Der bekannte Wildverkauf am Forstbetriebssitz in der Reichenbacher Straße 28 in Weißenhorn wird auch zukünftig fortgeführt. Dort sind küchenfertig zerlegtes Wild aus der Region, Wildspezialitäten und weitere Schmankerl im kleinen Wildladen erhältlich. Eggert freut sich über die gute Nachfrage nach dem hochwertigen Wildfleisch. Derzeit sei man in der sogenannten „Schonzeit“ zwar fast ausverkauft, aber mit der neuen Jagdsaison sei ab Mai wieder frisches Wildfleisch auch von Rehen für die Kundinnen und Kunden verfügbar.

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news-2712 Tue, 05 Apr 2022 09:28:33 +0200 Neuer Förster im Revier Ahornberg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neuer-foerster-im-revier-ahornberg.html 05. April 2022, Fichtelberg - Für das Forstrevier Ahornberg ist seit 01.04.2022 ein neuer Förster zuständig. Christoph Mende vertritt in den nächsten Monaten die Försterin Miriam Lang.

Manchmal geht es schneller als erwartet. Vor nicht einmal einem Jahr konnte Forstbetriebsleiter Winfried Pfahler Miriam Lang als neue Försterin im Revier Ahornberg vorstellen. Seit 01.04.2022 wird sie jetzt von Christoph Mende für voraussichtlich ein Jahr vertreten.

„Die Bayerischen Staatsforsten sind ein sehr mitarbeiterfreundlicher Arbeitgeber“ erklärt Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg, zu dem das Revier Ahornberg organisatorisch gehört. „Als Frau Lang den Wunsch nach einer Auszeit geäußert hat, haben wir deshalb zugestimmt. Denn wir wollen unserer Mitarbeiterin natürlich die Chance geben, sich für ihre persönliche Weiterentwicklung ein wenig Zeit zu nehmen. Mit Christoph Mende haben wir einen kompetenten Vertreter gefunden, der während der Abwesenheit von Frau Lang das Revier betreuen wird.“

Christoph Mende war vorher bei einer oberfränkischen Stadt tätig und kümmerte sich dort unter anderem um den Kommunalwald. Mit seinem Wachtelhund Friedel streift er ab sofort durch die Wälder des Reviers Ahornberg, die sich von Mehlmeisel bis nach Ahornberg erstrecken. Sein Büro hat Christoph Mende am Forstbetrieb in Fichtelberg. Dort ist er ab sofort unter der Telefon-Nummer 0 92 72 / 90 99-13 bzw. mobil unter 0151- 23 57 09 70 erreichbar.

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news-2711 Tue, 05 Apr 2022 09:15:12 +0200 Borkenkäfer-Suche am Forstbetrieb Sonthofen beginnt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/borkenkaefer-suche-am-forstbetrieb-sonthofen-beginnt.html 05. April 2022, Sonthofen – Vor einigen Tagen starteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten mit der Suche nach dem Forstschädling Nr. 1 – dem Borkenkäfer. Doch anders als in den Vorjahren ist die Ausgangslage deutlich positiver: „Auch wenn der März deutlich zu warm und zu trocken war, sorgte die vergleichsweise kühle und nasse Witterung des Winters und des vergangenen Jahres dafür, dass die Ausgangspopulation niedriger und die Abwehr der Fichten gestärkt wurde“, so Forstbetriebsleiter Jann Oetting aus Sonthofen.

Der Borkenkäfer sitzt in den Startlöchern: „Wenn nach der kurzen winterlichen Unterbrechung jetzt dann die Nächte frostfrei bleiben und sich die Temperaturen konstant über ca. 16 Grad bewegen, könnten die Borkenkäfer ausschwärmen“, so Forstbetriebsleiter Jann Oetting. Derzeit laufen noch entscheidende Vorbereitungen für die bevorstehende Käfersaison. Es werden die letzten Bäume gesucht und entfernt, in denen Käfer überwintert haben. Außerdem wird akribisch nach Bäumen gefahndet, die bei den Stürmen im Februar geworfen wurden. Diese müssen schnell aus dem Wald, da sie Brutstätten für den Käfer werden können.

Sobald dann die ersten Käfer schwärmen, starten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten mit der Spurensuche. Hinweise auf die Schädlinge sind z.B. braunes Bohrmehl, das sich am Stamm durch das Einbohren der Käfer sammelt, abfallende Rinde oder sich verfärbende Nadeln.

Auch wenn die Ausgangspopulation kleiner als in den letzten Jahren ist, werden die Mitarbeiter des Forstbetrieb Sonthofen auch 2022 weiter nach neuen Käferbäumen suchen, sie bei Befall markieren, aufarbeiten und schnellstmöglich aus dem Wald transportieren. „Wir dürfen uns keine Unachtsamkeit erlauben. Kommt eine längere warme und trockene Periode, kann sich die grundsätzlich positive Situation schnell drehen“, so Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting. Neben eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden auch externe Helferinnen und Helfer eingestellt, die nach diesen Borkenkäferbäumen suchen. „Die Helfer werden von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geschult und ausgerüstet – bspw. mit einer eigens entwickelten Borkenkäfer-App für Smartphones“, erklärt Oetting. Mit der App können befallene Bäume in Echtzeit aufgenommen und in digitalen Karten markiert werden. So sind alle miteinander vernetzt und damit immer auf dem gleichen Kenntnisstand, vom Förster über die Waldarbeiter bis zum Forstbetrieb.

„Aufgrund der besseren Ausgangslage und der geplanten kontinuierlichen Aufarbeitung rechnen wir 2022 mit niedrigeren Schadzahlen als in den letzten Jahren – sofern auch das Wetter mitspielt“, ist Jann Oetting zuversichtlich. 

Den Bayerischen Staatsforsten ist es in den Trockenjahren mit einem personellen und finanziellen Kraftakt in ganz Bayern gelungen, eine massenhafte Vermehrung des Borkenkäfers im Staatswald zu verhindern. Mit dem enormen Aufwand von jährlich mehr als 200.000 Suchstunden in über 1.000 Suchbezirken und über 10 Millionen Euro Kosten für die Borkenkäfersuche jährlich sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten dem Käfer erfolgreich zu Leibe gerückt.

 

Hintergrund: Der Borkenkäfer

Zeiten: Erste Exemplare schwärmen bei warmem Wetter ab April aus. Durch den Klimawandel (warmes Frühjahr, warmer Herbst) verlängert sich in vielen Jahren die Zeit, in der die Käfer aktiv sein können. Schaffen sie dadurch sogar eine dritte Generation im Jahr, steigen die Schäden deutlich an.

Vorgehen: Borkenkäferarten sind normalerweise sogenannte "sekundäre" Schädlinge. Sie befallen kränkelnde und absterbende Bäume, meist Fichten. Sind die Bedingungen für die Käfer aber günstig, können sie sich massenhaft vermehren und auch vollkommen gesunde Fichten befallen. Die Käfer bohren sich durch die Baumrinde, legen dort Fraßgänge an, in denen sie Larven ablegen. So zerstören sie wichtiges Gewebe, der Baum trocknet aus und stirbt.

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news-2710 Fri, 01 Apr 2022 11:43:13 +0200 Die (Baum-)welt zu Gast im Kranzberger Forst https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/die-baum-welt-zu-gast-im-kranzberger-forst.html 01. April 2022, Freising - Tulpenbäume, Libanonzedern und japanische Schirmtannen: Im Weltwald bei Freising liegen den Besucherinnen und Besuchern Bäume aus allen Ecken der Welt zu Füßen. Max Schmidt vom Bayerischen Rundfunk hat sich das mal genauer angesehen, begleitet von unserem Revierleiter Herbert Rudolf.

Auf einer Fläche von rund hundert Hektar steht im Kranzberger Forst eine Sammlung von Bäumen aus aller Welt, das Bayerische Landesarboretum. Seit den ersten Pflanzungen 1987 sind heute bereits über 300 Baum- und Straucharten vertreten, mehr als doppelt soviel sollen es einmal sein. Max Schmidt von der BR-Sendung Freizeit hat sich bei seinem Spaziergang von Revierleiter Herbert Rudolf fachlich begleiten lassen. 

Ab sofort in der Mediathek unter freizeit: Schmidt Max und das große Sprießen | ARD Mediathek.
Wer am Wochenende noch die Welt der Bäume entdecken will – hier gibt es alle Infos: www.weltwald.de

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news-2709 Wed, 30 Mar 2022 16:08:54 +0200 Der Bechsteinfledermaus im Forstbetrieb Bad Königshofen auf der Spur https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/der-bechsteinfledermaus-im-forstbetrieb-bad-koenigshofen-auf-der-spur.html 30. März 2022, Bad Königshofen - Forstexpertinnen und -experten der Fachstelle Waldnaturschutz am AELF Kitzingen-Würzburg installieren „Wohnungen“ für Fledermäuse im Staatswald des Forstbetriebes Bad Königshofen als Teil des Projekts Natura 2000.

Das knapp 1.600ha große Flora-Fauna-Habitat (FFH) „Bundorfer Wald und Quellbäche der Baunach“ ist Bestandteil des EU-weiten ökologischen Netzes NATURA 2000 zur Erhaltung gefährdeter oder typischer Lebensräume und Arten. Mit Inkrafttreten der Bayerischen Natura-2000-Verordnung wurde für den Bundorfer Wald im Forstbetrieb Bad Königshofen zusätzlich die Bechsteinfledermaus als neues europäisches Schutzgut aufgenommen.

Die in Mitteleuropa selten gewordene Bechsteinfledermaus hat in Deutschland einen Verbreitungsschwerpunkt. Hierzu zählen auch die großflächigen Laubwaldgebiete Nordbayerns, weshalb Bayern eine besondere Verantwortung für die Erhaltung dieser Art zukommt. Als typische Waldfledermaus bevorzugt sie ältere, strukturreiche Laub- und Laubmischwälder, vorzugsweise mit Eichen und Buchen und einem hohen Angebot an Quartieren in Baumhöhlen.

Die Bedeutung des weitgehend geschlossenen Waldareals liegt in den großflächigen, älteren Laubwäldern. Neben der natürlicherweise dominierenden Buche sind vielfach alte Eichen vorhanden, welche durch eine Vielzahl von Biotopbaumstrukturen wie Höhlen, Risse und abstehende Rindenpartien den Fledermäusen als Tagesquartiere dienen.

Die Waldflächen des FFH-Gebietes befinden sich fast vollständig in staatlicher Hand und werden vom Forstbetrieb Bad Königshofen der Bayerischen Staatsforsten nachhaltig bewirtschaftet. Forstbetriebsleiter Heiko Stölzner kennt seine ökologisch wertvollen Laubwälder und betont die hohe Bedeutung des Arten- und Biotopschutzes. Die Bayerischen Staatsforsten verfolgen hierbei einen integrativen Ansatz, welcher auf gleicher Fläche Belange der naturnahen Waldbewirtschaftung und des Naturschutzes im selben Maße berücksichtigt. Das speziell für seinen Forstbetrieb zugeschnittene regionale Naturschutzkonzept, welches über die Homepage des Forstbetriebes einsehbar ist, gibt hierzu konkrete Handlungsanweisungen, so zum Beispiel den Schutz alter Wälder und Biotopbäume sowie die Schaffung frostfreier Überwinterungsmöglichkeiten in alten Felsenkellern.

Im Rahmen der Managementplanung von FFH-Gebieten werden die Erhaltungszustände der Schutzgüter in diesen erhoben und dann ggf. notwendige Erhaltungsmaßnahmen abgeleitet. Um Kenntnis über die Größe und den Gesundheitszustand der Fledermauspopulation zu erlangen, werden Ende März von Mitarbeitern der Fachstelle Waldnaturschutz 120 spezielle Fledermauskästen auf rund 40 Plätzen möglichst flächendeckend im Bundorfer Wald ausbracht. Die neu aufgehängten Kästen werden künftig jährlich auf Bewohner kontrolliert und im Winter gereinigt.

Der Forstbetrieb Bad Königshofen und die Fachstelle Waldnaturschutz des AELF Kitzingen-Würzburg hoffen auf eine rasche Besiedelung der ausgebrachten Kästen von den in Bälde aus dem Winterquartier eintreffenden Fledermäusen und erwarten mit Spannung die ersten Kontrollergebnisse in diesem Sommer.

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news-2708 Tue, 29 Mar 2022 15:08:25 +0200 Wald für morgen: Praxisanbauversuch zum Klimawandel in Fichtelberg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wald-fuer-morgen-praxisanbauversuch-zum-klimawandel-in-fichtelberg.html 29. März 2022, Fichtelberg - Angesichts des zu erwartenden Klimawandels ist es eine wichtige Aufgabe für die Bayerischen Staatsforsten, die Wälder fit und stabil zu machen für zukünftige, klimatische Verhältnisse.

Dazu werden speziell im Fichtelgebirge seit vielen Jahren die Waldbestände gezielt mit heimischer Tanne und Buche angereichert, sei es durch Naturverjüngung oder Pflanzung. Aber auch für hiesige Verhältnisse ungewohnte Baumarten werden in größerem Stil angepflanzt, wie z.B. Eichen, Linden oder Esskastanien. Versuchsweise werden jetzt auf kleiner Fläche Tannen aus Rumänien erprobt. Dort ist das Klima deutlich wärmer und trockner und könnte den Verhältnissen entsprechen, wie sie hier vielleicht in 50 oder 100 Jahren herrschen. Der Praxisanbauversuch soll zeigen, wie sich die rumänischen Baum-Herkünfte auf Fichtelgebirgsstandorten unter der hiesigen klimatischen Situation entwickeln.

Gemeinsam mit Pressevertreterinnen und -vertretern wollen wir zum Start des Versuchs eine der Pflanzflächen besuchen und das Thema vertiefen.

Treffpunkt:
Donnerstag, 31.03.2022 um 14:00 Uhr am Wanderparkplatz Grünstein (https://goo.gl/maps/QTKnLLACycYd51gQ6, zwischen Oberwarmensteinach und Fichtelberg ca. 500m westlich von Fichtelberg - Hinweisschild "Themenweg Biene und Wald")
Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung empfohlen, Dauer ca. 60 - 90 Minuten

Von dort aus fahren wir über gut ausgebaute Forststraßen zur Versuchsfläche. Kurzer Fußweg erforderlich.

Bitte geben Sie uns bis 31.03.2022 - 10 Uhr über Ihre Teilnahme Bescheid.
Für Rückfragen steht der Forstbetrieb Fichtelberg gerne bereit.

 

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news-2707 Fri, 25 Mar 2022 13:59:57 +0100 Forstministerin Kaniber startet Ausbildungsoffensive für Forstwirte https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/nachwuchsgewinnung-forstministerin-michaela-kaniber-startet-ausbildungsoffensive-fuer-forstwirte.html Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

25. März 2022, München – Die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) starten im Rahmen des Zukunftsprojekts „Forstbetrieb 2030“ eine Ausbildungsoffensive für Waldarbeiterinnen und Waldarbeiter. Ziel der BaySF ist es, die Anzahl der Lehrstellen bis 2027 kontinuierlich von derzeit 60 auf jährlich 100 Auszubildende zu erhöhen. Das hat die Aufsichtsratsvorsitzende des Unternehmens, Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber, im Anschluss an die gestrige Sitzung des Gremiums bekanntgegeben: „Unsere Forstwirtinnen und Forstwirte leisten täglich Großartiges bei der Gestaltung des Klimawalds von morgen in Bayern. Damit wir unseren Klimaschützer Nr. 1 auch künftig in besten Händen wissen, brauchen wir dringend eine neue Generation an bestens ausgebildetem Personal. Nur so können wir auch in Zukunft wichtige Themen wie Waldumbau, Waldpflege und Waldschutz vor Ort im Wald effektiv angehen“.

Denn der Ministerin zufolge scheiden bei den Staatsforsten in den nächsten Jahren zahlreiche Waldarbeiter altersbedingt aus. Diese Stellen gilt es nun mit jungen, qualifizierten Nachwuchskräften wiederzubesetzen. Dazu werden neben einem Ausbau der Kapazitäten an den bestehenden Ausbildungsbetrieben auch weitere Forstbetriebe in die Forstwirtsausbildung einsteigen.

Während der dreijährigen Lehrzeit lernen die Auszubildenden nicht nur den professionellen Umgang mit der Motorsäge, sondern auch das komplexe Ökosystem Wald und seine nachhaltige Bewirtschaftung intensiv kennen. Hierzu gehört neben dem Pflanzen klimastabiler junger Bäumchen für den Zukunftswald zum Beispiel auch der Einsatz modernster digitaler Forsttechnik. Auch der Waldnaturschutz spielt eine wichtige Rolle. So lernen die jungen Forstwirtinnen und Forstwirte zum Beispiel, wie wertvolle Biotope gepflegt und aufgewertet werden können. Rund drei Viertel der jungen Nachwuchskräfte wollen die BaySF nach der dreijährigen Ausbildung in eine Festanstellung übernehmen. Aber auch für die übrigen Absolventen bestehen hervorragende Perspektiven, denn bei privaten Forstbetrieben und Forstunternehmen ist der Bedarf an gut ausgebildeten Fachpersonal ebenfalls sehr groß.

Weitere Informationen zur Ausbildungsoffensive der BaySF, zu Ausbildungsbetrieben oder dem Berufsbild des Forstwirts finden Sie unter www.baysf.de/karriere und auf YouTube unter www.youtube.com/FORSTWIRTEIMEINSATZ

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news-2706 Fri, 25 Mar 2022 08:18:31 +0100 Die Vermessung der Welt: Ein Relikt der europäischen Wissenschaft im Kürnacher Forst https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/die-vermessung-der-welt-ein-relikt-der-europaeischen-wissenschaft-im-kuehnacher-forst.html 23. März 2022, Sonthofen - Die Überreste eines europäischen Großprojekts finden sich noch heute im Kürnacher Staatswald: Die sogenannte Europäische Gradmessung aus dem Jahr 1867. Wie groß ist die Erde und welche Form hat sie? Diese Fragen stellte sich die Menschheit lange Zeit. Um die Größe und Figur der Erde genau zu bestimmen, wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die „Europäische Gradmessung“ unter Führung des preußischen Generalleutnants Johann Jacob Baeyer ins Leben gerufen. 16 europäische Staaten schlossen sich 1867 mit dem Ziel zusammen, über Dreiecks- und Winkelmessungen die Größe und Form der Erdkugel herzuleiten. Wissenschaftler aus ganz Europa legten ein Dreiecksnetz von Skandinavien bis Sizilien an und arbeiteten in dieser Messungskampagne erstmals zusammen.

Ein zentraler Ausgangspunkt der Gradmessung findet sich auf dem Berg Änger im Kürnacher Staatswald. Ein Pfeiler aus Beton samt Inschrift ist der letzte verbliebene Zeuge der Erdvermessung im Revier von Förster Simon Lipp. Er pflegt den südlichen Teil des Kürnacher Staatswalds. „Die Errichtung des Pfeilers und die Vermessung in dem von Gräben und Schluchten überzogenen Kürnacher Wald muss die Menschen damals vor so einige Schwierigkeiten gestellt haben“, ist sich Förster Lipp sicher.

Die Zeit hat Ihre Spuren an dem Gradmessungspfahl hinterlassen. Der mit Moosen, Flechten und Rissen überzogene Pfeiler aus den Jahren 1864 bis 1877 fällt nur den wenigsten Waldbesucherinnen und -besuchern auf. Versteckt hinter alten Bäumen fristet er seit knapp 150 Jahren ein stilles Dasein und ist schon nahezu mit seiner Umgebung verschmolzen.

„Der Wald ist eine Kulturlandschaft: Überall finden sich Spuren, so zum Beispiel die des europäischen Großprojekts der Vermessung. Übrigens ein besonderes Zeichen der frühen friedlichen Zusammenarbeit in Europa. Seit Jahrhunderten wird der Wald bei uns bewirtschaftet und gepflegt und wir Menschen finden neben dem wichtigen Rohstoff Holz auch Ruhe und Natur. Es gibt für Wälder kein besseres Konzept als unsere naturnahe Forstwirtschaft! Und nebenbei bleiben Denkmäler wie der Kürnacher Vermessungspfeiler erhalten“, ist sich Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting sicher.

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news-2705 Thu, 24 Mar 2022 11:45:13 +0100 Wanderfalken-News aus dem Forstbetrieb Schliersee https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wanderfalken-news-aus-dem-forstbetrieb-schliersee.html 24. März 2022, Schliersee - Der Schutz des Wanderfalken ist uns ein besonderes Anliegen. Während der Brutzeit ergeben sich daher für Kletterinnen und Kletterer am Leonhardstein andere Routen.

Liebe Naturfreundinnen und -freunde, liebe Kletterinnen und Kletterer, unser Wanderfalkenpaar brütet auch heuer wieder am Leonhardstein. Das freut uns natürlich sehr. Es gibt allerdings eine Neuerung im Brutgeschehen: Das Brutpaar ist von der Westwand in die Südostwand umgezogen. In ihrem ursprünglichen Nest brütet heuer ein Kolkrabenpaar.

Wie ihr sicher wisst, sind Wanderfalken sehr selten in Bayern, der Bestand erholt sich aber nach und nach. Trotzdem benötigt der Wanderfalke besonderen Schutz vor Störungen durch den Menschen.

Was bedeutet das konkret?

Wanderfalken sind sehr störanfällig. Deshalb sind alle Kletterrouten östlich der Flora-Bohra-Route aufgrund der Brutaktivität der Wanderfalken von 01.03. – 31.07. gesperrt. Das heißt: Gesperrt ist der Bereich von der Route Quaxi bis zur Route Kuschelrock. Nicht betroffen sind die Mehrseillängenrouten wie z.B. Flohra Bohra an den Platten links davon. Auch die Sportklettersektoren mit einer Seillänge an der "Welle" und "Calimero" sind frei. Allerdings solltet ihr auch in den nicht gesperrten Wandbereichen unnötigen Lärm vermeiden.

Ihr findet dazu eine genaue Beschilderung am Leonhardstein. Wir bitten euch daher: haltet euch an diese freiwillige Vereinbarung, um eine behördliche Sperrung der Kletterrouten zu verhindern.

Wenn ihr mehr über den Wanderfalken erfahren möchtet, dann klickt hier auf die Seite des Landesbundes für Vogelschutz (LBV):

Wanderfalken-Schutz in Bayern - LBV - Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Noch ein wichtiger Hinweis zum Anlegen neuer Routen: Das Einbohren von neuen Routen und Erweiterungen im Bereich Leonhardstein ohne Zustimmung des Forstbetriebs Schliersee ist untersagt! Sollten also Bohrarbeiten – auch auf anderen Staatswaldflächen - geplant sein, müsst ihr im Vorfeld mit uns Kontakt aufnehmen und abklären, ob das genehmigt werden kann. Ansonsten riskiert ihr, dass die Routen von euch oder auf eure Kosten wieder entfernt werden müssen.

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news-2704 Thu, 24 Mar 2022 10:42:37 +0100 Praxisanbauversuch der rumänischen Weißtanne startet https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/praxisanbauversuch-der-rumaenischen-weisstanne-startet.html 24. März 2022, Rothenbuch - Der Forstbetrieb Rothenbuch pflanzt zum ersten Mal die rumänische Weißtanne. In einem Praxisanbauversuch soll die Baumart auf ihr klimatolerantes Potenzial hin getestet werden - in den realsten Bedingungen überhaupt: auf einem Hektar Staatswald.

Am Samstag, 19.03., hat sich die Bayerische Staatsministerin Judith Gerlach (MdL) Zeit genommen, den Forstbetrieb Rothenbuch bei der Pflanzung des ersten Praxisanbauversuches mit rumänischen Weißtannen im Spessart zu unterstützen. Dieser soll zeigen, ob heimische Baumarten aus Herkünften anderer Länder mit dem heutigen und dem prognostizierten Klima in Bayern besser zurechtkommen. Der Forstbetrieb Rothenbuch freut sich, dafür einen Hektar im Staatswald zur Verfügung stellen zu können. Den Start der Praxisanbauversuche im Spessart hat Ministerin Judith Gerlach nun gerne begleitet. Sie pflanzte die ersten Weißtannen aus den rumänischen Karpaten im Schollbrunner Forst. Auf dieser Kalamitätsfläche werden 3.000 dieser Bäumen gepflanzt. Das Pflanzgut stammt aus einer rumänischen Samenplantage und wurde in Bindlach angesät. Nun wird sich zeigen, ob die rumänischen Herkünfte im Spessart erfolgreich sein werden.

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news-2703 Thu, 24 Mar 2022 09:25:48 +0100 Baumvielfalt für den Staatswald am Forstbetrieb Schliersee https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/baumvielfalt-fuer-den-staatswald-am-forstbetrieb-schliersee-klimatolerante-baumarten-sollen-dem-klimawandel-trotzen.html 24. März 2022, Schliersee - In diesen Tagen starten die Frühjahrspflanzungen im Forstbetrieb Schliersee. Försterinnen und Förster sowie Forstwirtinnen und Forstwirte ergänzen die staatlichen Wälder in den Regionen Hofolding, Schliersee, Tegernsee, Inntal und Rott am Inn um zahlreiche junge Bäume. Neben alten Bekannten wie Tanne oder Eiche sind auch einige Raritäten unter den rund 63.000 Bäumen, die in diesem Frühjahr gepflanzt werden.  

Die Baumartenwahl und ihre Mischung sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Waldes. In den Waldbeständen der Bayerischen Staatsforsten werden deshalb nach Möglichkeit mindestens vier Baumarten künftig vielfältige, gemischte und gestufte Wälder bilden. Heimische Baumarten wie die Tanne, die Eiche oder die Lärche machen den Löwenanteil unter den neu gepflanzten Baumarten aus. Wo es vom Standort her passt, werden diese auch mit heimischen oder bisher selteneren Baumarten wie Eibe oder Flatterulme ergänzt. „Wir pflanzen über zehn verschiedene Baumarten, die nicht nur dem Klimawandel standhalten sollen, sondern auch eine Vielfalt an Lebensräumen bilden“, erklärt Forstbetriebsleiter Jörg Meyer. Allein auf eine einzelne Baumart zu setzen, wäre ihm angesichts der Klimaveränderungen zu riskant. Es gibt im Klimawandel nämlich unberechenbare Aspekte. Neben Trockenperioden können auch Waldschädlinge quasi wie aus dem Nichts heraus problematisch werden. „Die Mischung ist entscheidend. Wenn in unseren Beständen eine Baumart ausfällt, können die anderen Baumarten übernehmen“, so Jörg Meyer.

Welche Baumarten in welchem Waldgebiet gepflanzt werden, ist stark vom Standort und den vorhandenen Bäumen abhängig. Ziel der Staatsforsten ist es jedoch, auch seltenere heimische Baumarten einzubringen, wie zum Beispiel die Eibe: Sie ist schattenertragend und hat keine hohen Ansprüche an den Boden, in dem sie wurzelt. Aufgrund ihres harten und zugleich elastischen Holzes ist die Eibe ideal für den Bogenbau geeignet. Das Interesse an der Eibe war deshalb v. a. im Mittelalter sehr hoch, was eine starke Übernutzung zur Folge hatte. Heutzutage versucht man die Eibe wieder vermehrt einzubringen. Sie erhöht den Artenreichtum in unseren Wäldern und bietet einer Vielzahl von Insekten ein Zuhause. 

Nahezu alles an der Eibe ist stark giftig: Die Nadeln, die Rinde, ja sogar das Holz. Einzig der leuchtend pinkfarbene Fruchtmantel um den ebenfalls giftigen Kern ist essbar und ernährt viele verschiedene Tierarten.

Besondere Unterstützung soll auch die Baumart Tanne erfahren, von der der Forstbetrieb Schliersee im laufenden Geschäftsjahr mehr als 40.000 Stück pflanzen wird: „Mit ihrer Pfahlwurzel ist sie als Nadelbaumart der Fichte im Klimawandel überlegen. Sie ist nicht nur stabiler bei Stürmen, sondern kann auch Wasservorräte in größeren Tiefen erreichen,“ so Jörg Meyer.

In den Gebirgswäldern setzt der Forstbetrieb auf einen stabilen Bergmischwald aus Fichte, Tanne, Buche und weiteren Laubbäumen.

Mit dem bisherigen Verlauf der Pflanzungen in diesem Frühjahr sind er und die Revierleiter zufrieden: „Wir liegen gut im Plan. Allerdings würden die empfindlichen Jungbäume jetzt mehr Regen brauchen “ Damit die Pflanzen gut anwachsen können, wünschen sie sich für die nächsten Wochen, was außer Försterinnen und Förster kaum jemand haben will: Ein nasses und kühles Frühjahr.

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news-2702 Wed, 23 Mar 2022 15:56:34 +0100 Schonzeit im Staatswald: Erst ab Anfang Mai gibt es wieder Wildbret beim Forstbetrieb Fichtelberg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/schonzeit-im-staatswald-erst-ab-anfang-mai-gibt-es-wieder-wildbret-beim-forstbetrieb-fichtelberg.html 23. März 2022, Fichtelberg – Wegen der jetzigen Schonzeit auf Reh und Hirsch verkauft der Forstbetrieb Fichtelberg im Moment kein Fleisch. Erst ab Mai ist wieder frisches Wildbret im Angebot.

Was Reh und Hirsch vermutlich genießen, ist für Feinschmecker eher enttäuschend: Schonzeit für’s Wild. Wolfgang Kneidl, bei den Bayerischen Staatsforsten zuständig für den Wildbretverkauf am Forstbetrieb Fichtelberg, steht vor leeren Kühlschränken. Kein Rehbraten, kein Hirschrücken, keine Filets, keine Wildburger – nichts!

„Wild ist ein Saison-Produkt“ erklärt der gelernte Metzgermeister. „Nur während der Jagdzeit gibt’s regelmäßig Nachschub an frischem Fleisch. Und auch dann können wir nur verkaufen, wenn die Jäger im Staatswald des Forstbetriebs Fichtelberg Jagderfolg haben. Was nicht immer der Fall ist.“

Generell bietet der Forstbetrieb nur Wildbret aus der Region an. Die Tiere sind hier im Fichtelgebirge aufgewachsen, konnten sich nach Belieben von den Wildkräutern und Gräsern des Waldes ernähren. Dieses Fleisch ist bei Genießern in weitem Umkreis stark nachgefragt.

Zwischen Ende Januar und Anfang Mai herrscht Jagdruhe auf Reh und Hirsch. Deshalb gehen spätestens jetzt im März die Vorräte zur Neige.

„Ab Anfang Mai bieten wir wieder Fleisch von Reh und Rotwild an, ebenso auch die bekannten und beliebten Wildburger“ verspricht Wolfgang Kneidl. „Am Besten informieren Sie sich vorher telefonisch unter 0 92 72- 90 99-0 über unser Angebot. Dann steht einem leckeren Sonntagsbraten vom heimischen Wild oder einer „wilden“ Grillparty nichts mehr im Weg.“

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news-2701 Tue, 22 Mar 2022 16:15:16 +0100 Staatswald auf gutem Weg zum Klimawald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/staatswald-auf-gutem-weg-zum-klimawald-1.html Nachhaltigkeitsparameter durch Forstinventur überprüft - mehr Laubwald, mehr alte Bestände, mehr Biodiversität -

Mehr Laubbäume, mehr Lebensraum für Tiere und Pflanzen, aber auch gestiegene Schäden durch den Klimawandel sind die Ergebnisse der diesjährigen Waldinventur am Forstbetrieb Forchheim. Alle zehn Jahre findet diese große Inventur im Staatswald statt. Die Auswertung der 4.149 Stichpunkte zeigt die Veränderungen in jüngster Zeit auf und bildet die Basis für die Planungen der forstlichen Maßnahmen in den nächsten 10 Jahre im Zuge der sogenannten Forsteinrichtung.

Für Peter Grumann, den zuständigen Revierleiter des nördlichen Markwaldes, bestätigen die Zahlen eine Zunahme der Baumartenvielfalt in seinem Gebiet. Die ehemaligen Kiefernreinbestände sind auf großer Fläche ergänzt mit Buchen und Eichen. Insgesamt sind so mittlerweile 38% der Waldfläche am Forstbetrieb mit jungen Bäumen, insbesondere Laubbäumen angereichert worden. „Der Startschuss für den Waldumbau ist bereits in den 1980er Jahren mit dem Reichswaldunterbauprogramm gelegt worden. Diesen Waldumbau führen wir fort und versuchen noch weitere Baumarten einzubringen.“, erläutert Förster Peter Grumann. „Ziel der Bayerischen Staatsforsten ist auf allen Waldflächen ein Mischwald aus mindestens vier verschiedenen Baumarten, um gegen die Risiken des Klimawandels breit aufgestellt zu sein.“

Eine Schlüsselrolle im künftigen Waldaufbau kommt dabei der Eiche zu. Die Eiche besitzt unter den heimischen Baumarten eine der besten Prognosen im Klimawandel, da sie Stürmen zu trotzen und hohe Temperaturen und lange Trockenperioden zu überdauern vermag und gleichzeitig Lebensraum für viele Insektenarten bietet. In den Wäldern des Forstbetriebs Forchheim hat der Anteil der Eiche deutlich zugenommen. „Wir sehen im Forstbetrieb Forchheim eine erfreuliche Zunahme des Eichenanteils in den vergangenen 10 Jahren. Der Betrieb hat konsequent darauf Wert gelegt, die Eiche zu fördern. Mit angepassten Rehwildbeständen ist es gelungen, flächig die Eiche zu sichern. So ist besonders beeindruckend, dass fast ein Viertel der Waldverjüngung aus Eiche besteht - ein Spitzenwert unter bayerischen Betrieben“, stellt der verantwortliche Leiter der
Forsteinrichtung und Inventur, Alexander Schnell, klar und ergänzt: „Ein guter Anfang ist gemacht. Nun versuchen wir durch unsere Planungen und das Engagement der Förster vor Ort, den Wald so weiterzuentwickeln und zu pflegen, dass der Klimawald den Herausforderungen der Zukunft gewachsen ist.“

Schäden durch den Klimawandel spiegeln sich bereits in den Ergebnissen aus den letzten 10 Jahren wider. Jeder zwanzigste Nadelbaum ist in dieser Zeit am Forstbetrieb abgestorben. Besonders betroffen ist dabei die Fichte. Allein von Juli 2019 bis Juni 2020 sind mehr als 100.000 m³ durch Massenvermehrungen der Borkenkäfer abgestorben. Aber auch Laubbaumarten, wie die Buche, wurden in den vergangenen Jahren von
Schäden durch die Trockenheit nicht verschont. Ein Teil der abgestorbenen Laubbäume wurde dabei im Wald belassen. Damit hat sich die Menge an sogenanntem „Totholz“ in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdoppelt - zum Vorteil von Insekten, Vögeln und Pilzen, die von dem zusätzlichen Lebensraum und Nahrungsangebot deutlich profitieren.

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news-2700 Tue, 22 Mar 2022 16:06:21 +0100 Schutzwaldpreis Helvetia 2022 mit heimischen Preisträgern https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/schutzwaldpreis-helvetia-2022-mit-heimischen-preistraegern.html Bei der 15. Verleihung des Schutzwaldpreises Helvetia sind Projekte aus Bayern, Graubünden und Tirol als Preisträger:innen geehrt worden. Tirol punktete gleich in zwei Kategorien beim Schutzwaldpreis Helvetia. Sowohl der Medienpreis Print als auch die Auszeichnung als Schutzwaldpate gingen mit Anton Mattle an Tiroler:innen.

Am 18. März wurde in Innsbruck der 15. Schutzwaldpreis Helvetia durch die Arbeitsgemeinschaft Alpenländischer Forstvereine (ARGE) verliehen. Jedes Jahr werden Projekte ausgezeichnet, die zur Bewirtschaftung und Funktionserhaltung des Schutzwaldes sowie zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts zwischen Mensch und Natur im Alpenraum beitragen.

Helvetia ist der Erhalt des Schutzwaldes bereits seit Jahren ein Anliegen: „Wälder sind mit ihrem hohen CO2-Speicherpotenzial und Schutzwälder insbesondere mit ihrem Beitrag zur Prävention von Elementarschäden wie Lawinen, Murenabgänge und Erdrutsche ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz“, sagt Dr. Kaspar Hartmann, Vorstand Schaden-Unfall bei Helvetia. „Es ist uns eine Ehre, den Schutzwaldpreis auch in diesem Jahr zu unterstützen. Wir gratulieren allen Preisträgerinnen und Preisträgern und hoffen, dass Schutzwälder als ‚grüne Lebensversicherung‘ im öffentlichen Bewusstsein weiterwachsen.“

Dieses Jahr fand die Verleihung coronabedingt erstmalig hybrid statt. Die Preisträger, politische Vertreter der Regionen, die Jury und die Vertreter der ARGE-Forstvereine nahmen vor Ort teil. Durch die Online-Übertragung konnten auch die Mitgliedsvereine der Regionen live dabei sein. Es wurden Medienpreise in den Kategorien Print und Film verliehen, außerdem wurde der Sonderpreis der Jury vergeben und der Schutzwaldpate gekürt.

"Es ist eine große Freude, heuer wieder alpine Waldakteur:innen und Expert:innen bei dieser einzigartigen Veranstaltung zusammenbringen zu können, um auf unsere Schutzwälder aufmerksam zu machen", sagt Andreas Wildauer, Vizepräsident der ARGE Alpenländischer Forstvereine. "Wir gratulieren allen Preisträger:innen und bedanken uns bei unserem Sponsor Helvetia, der uns und den Schutzwald so großartig unterstützt und diesem wichtigen Thema zu einem größeren Publikum verhilft."

Medienpreise Print und Film

Die Medienpreise zeichnen bedeutende Beiträge, die zum öffentlichen Verständnis von Schutzwäldern und den Herausforderungen durch den Klimawandel beitragen, aus. Der Medienpreis Print ging an Tirol – Rebecca Sandbichler, Anna Maria Huber und Ramona Waldner vom Innsbrucker Magazin "20er" überzeugten mit ihrem Artikel "Schütz der Wald uns noch?". Er macht mit ausführlichen Recherchen und Erfahrungsberichten auf die Herausforderungen in Tirol aufmerksam. Landeshauptmannstellvertreter Geisler freut sich diesen Preis übergeben zu dürfen: „Die Frage „Schützt der Wald uns noch“ ist sehr treffend gestellt. Noch schützt der Wald uns, wenn wir mit offenen Augen durch die Gegend blicken. Dieser Beitrag ist etwas ganz Besonderes, damit die breite Bevölkerung erreicht wird. Das hilft für die Akzeptanz, wenn wir in der Politik Geld in die Hand nehmen, um das zu schützen“.

Gabriele Mooser vom Bayerischen Rundfunk wurde für ihre Dokumentation "Bergwald unter Druck" aus dem Jahr 2021 mit dem Medienpreis Film gekürt. In ihrer Dokumentation erzählen Betroffene aus Bayern über den Wandel des Waldes und wie sie diesen erleben. Reinhardt Neft, Vorstand der Bayerischen Staatsforsten ist es eine Ehre den Gewinnerpreis zu überreichen: „Es nehmen die Herausforderungen zu und der Druck wird immer stärker. Die Geschwindigkeit überrascht uns enorm.“

Sonderpreis der Jury

Die Jury verlieh den Sonderpreis dieses Jahr an Stefanie Hablützel aus Graubünden. Die Schweizer Journalistin berichtet seit Jahren für Radio SRF und die Zeitschrift „Beobachter“. Im Rahmen ihrer Arbeit hat sie vielfältige Print-, Film- und Audio-Beiträge über Schutz- und Bergwälder veröffentlicht. Die Verleihung wird vom Präsidenten von Graubünden Wald, Walter Krättli, mit Freude übernommen: „Wie Frau Halblützel sagt, wir Waldleute sind nicht die besten Kommunikatoren! Das Problem ist, den Laien und der Politik verständlich zu machen. Insbesondere sind wir Bündner Waldleute dankbar um die Arbeit von Frau Hablützel“.

Schutzwaldpate

Ein Höhepunkt der Veranstaltung ist die Verleihung des Schutzwaldpaten. In dieser Kategorie wird eine Person ausgezeichnet, die ihr Leben in den Dienst der nachhaltigen Forstwirtschaft gestellt hat. Dieses Jahr wurde Anton Mattle, ehemaliger und langjähriger Bürgermeister von Galtür, geehrt. Mattle setzt sich seit Jahrzehnten für die Erhaltung und Verbesserung des Schutzwaldes im Alpenraum ein. "Wir haben uns mit der besonderen Lage der Gemeinde verantwortungsvoll befasst und kennen die elementare Schutzwirkung des Waldes", betont Anton Mattle. „Das Bewahren des Schutzwaldes ist ein zentrales Thema unserer Arbeit, das ich über Jahrzehnte betreuen darf und das zu meinem Herzensprojekt geworden ist.“ Für Josef Schmiedhofer, Präsidenten der ARGE Alpenländischer Forstvereine ist die Auszeichnung des ehemaligen Jury-Mitgliedes eine Herzensangelegenheit: „Ich glaube die Situation im Jahr 2005 hat Anton Mattle sehr geprägt. Bei ihm sieht man, es kommt von Herzen. Daher finde ich es ganz wichtig, dass er jetzt als Schutzwaldpate ausgesucht wurde.“ Anton Mattle nimmt den Preis mit Dank entgegen: „Einen herzlichen Dank für die Nominierung. Der Pate des Schutzwaldes ist eine große Verantwortung. Der Wald braucht nicht jährlich, sondern täglich unsere Aufmerksamkeit. Das werde ich auch in Zukunft nicht müde zu betonen.“

Schutzwaldpreis Helvetia – die Gewinner auf einen Blick

  • Kategorie PRINT-Medienpreis:
    Anna Maria Huber & Rebecca Sandbichler: Schützt der Wald uns noch? In: 20er, Tirol
     
  • Kategorie FILM-Medienpreis:
    BR-Fernsehen: Bergwald unter Druck – Vorschlag: Bayerischer Forstverein, Bayern
     
  • Kategorie Sonderpreis der Jury:
    Stefanie Hablützel – vielfältige Print- & Film (Audio)-Beiträge über Schutz- & Bergwälder über mehrere Jahre, Schweiz
  • Kategorie Schutzwaldpate:
    Anton Mattle – für seine langjährige, konsequente und unermüdliche Arbeit für den Schutzwald in Tirol
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news-2699 Tue, 22 Mar 2022 15:55:42 +0100 Pflanzzeit im Wald: Klimatolerante Baumarten sollen dem Klimawandel trotzen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/pflanzzeit-im-wald-klimatolerante-baumarten-sollen-dem-klimawandel-trotzen.html Bäumchen wechsel dich

In diesen Tagen starten die Frühjahrspflanzungen im Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten. Försterinnen und Förster, Forstwirtinnen und Forstwirte ergänzen die Baumvielfalt in den staatlichen Wälder der Region um mehr Baumarten. Neben alten Bekannten wie Tanne oder Buche sind auch einige Raritäten unter den rund 150.000 Bäumen, die in diesem Geschäftsjahr in rund 4000 Arbeitsstunden gepflanzt wurden oder in den kommenden Wochen noch ausgebracht werden. 

Die Baumartenwahl und ihre Mischung sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Staatswaldes. Da im Bereich des Forstbetriebs Schnaittenbach noch Nadelbaum dominierte Wälder vorherrschen wird kräftig gepflanzt. Nach dem Herbst ist dazu der Frühling die beste Jahreszeit. Ziel ist es in jedem Waldbestand mindestens vier Baumarten zu etablieren. Die zukünftigen Wälder sollen vielfältig, gemischt und gestuft sein, um dem Klimawandel bestmöglich zu trotzen. Das Klimarisiko soll so auf möglichst viele Baumschultern verteilt werden.

Heimische Baumarten wie Buche, Eiche oder Tanne machen den Löwenanteil unter den neu gepflanzten Baumarten aus. Wo es vom Standort her passt, werden diese mit heimischen und bisher selteneren Baumarten wie Elsbeere, Spitzahorn oder Vogelkirsche ergänzt. „Wir pflanzen rund 18 verschiedene Baumarten, die nicht nur dem Klimawandel standhalten sollen, sondern auch eine Vielfalt an Lebensräumen bilden“, erklärt Forstbetriebsleiter Philipp Bahnmüller. Allein auf eine einzelne Baumart zu setzen, wäre ihm angesichts der Klimaveränderungen zu gefährlich. Es gibt im Klimawandel unberechenbare Aspekte, da neben Trockenperioden auch Schädlinge problematisch werden. „Die Mischung ist entscheidend. Wenn in unseren Beständen eine Baumart ausfällt, übernehmen die anderen“, so Förster Bahnmüller weiter.

Welche Baumarten in welchem Waldgebiet gepflanzt werden, ist stark vom Standort abhängig. Ziel der Staatsforsten ist es dabei auch seltenere heimische Laubbaumarten einzubringen, wie zum Beispiel die Elsbeere: Die sich besonders für die Stabilisierung der Wälder eignet. Die Elsbeere liebt Wärme und hat ein intensives Wurzelwachstum. „Die Elsbeere ist eine Baumart eigentlich wie gemacht für den Klimawandel, nur kommt sie bei uns von Natur aus noch zu wenig vor, weshalb wir ihr bildlich gesprochen unter die Arme greifen“, so der Forstbetriebsleiter. Gleiches gilt für die Tanne, von denen der Forstbetrieb Schnaittenbach im laufenden Geschäftsjahr mehr als 28.000 Stück pflanzen wird: „Mit ihrer Pfahlwurzel ist sie als Nadelbaumart der Fichte im Klimawandel überlegen. Sie ist nicht nur stabiler bei Stürmen, sondern kann auch Wasservorräte in größeren Tiefen erreichen und sie kommt bei uns auch natürlich vor,“ so Bahnmüller.

Zusätzlich zur Pflanzung wurde auf trockenen und nährstoffarmen Standorten durch ein spezielles Programm zur Bodenverwundung die natürliche Verjüngung der heimischen Kiefer eingeleitet. Die Baumart ist durch ihre Angepasstheit an diese Sonderstandorte gegenüber anderen Bäumen im Vorteil.  Dieses Verfahren wurde auf knapp 100 Hektar angewandt, worauf der Betriebsleiter besonders stolz ist.

Mit dem bisherigen Verlauf der Pflanzungen in diesem Frühjahr ist er sehr zufrieden: „Wir sind absolut im Plan, bisher spielt das Wetter mit.“ Damit die Pflanzen gut anwachsen, wünscht er sich für die nächsten Wochen, was außer Försterinnen und Förster niemand haben will: Ein nasses und kühles Frühjahr.

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news-2698 Mon, 21 Mar 2022 15:46:59 +0100 Frühlingsblumen in den Bergen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/fruehlingsblumen-in-den-bergen.html 21. März 2022, Sonthofen - In diesen Tagen zeigen sich nach der Schneeschmelze die ersten Frühlingsboten. Im Allgäu finden sich flächig im Bergwald Märzenbecher und auf vielen Alpflächen Krokusse. Neben Huflattich, Seidelbast, Frühlingsenzian und Schlüsselblumen sind beide erstgenannten Arten inzwischen leider relativ selten geworden und stehen als gefährdete Arten auf der roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten. Während Märzenbecher bei passendem Standort in ganz Bayern vorkommen, sind Krokusse nur am Alpenrand zu finden.

Beide Arten blühen unmittelbar nach der Schneeschmelze. Bei passender Bewirtschaftung der Flächen kommen beide Arten oft massenhaft vor. Dabei bevorzugen die Märzenbecher feuchte Böden und kommen natürlich in Flussauen, Feuchtwiesen und feuchten Laubwäldern oder lichten Bergwäldern vor. Die Krokusse lieben im Frühjahr feuchte Böden, die im Herbst möglichst trocken sind. Auf keinen Fall mögen sie Staunässe, aber auch nicht zu leichte Böden.

Sie sind die ersten Pflanzen, die mit ihren Blättern und Blüten erscheinen. Das ist auch die Zeit, in der am meisten Licht auf den Boden fällt, weil die Bäume noch keine Blätter ausgebildet haben. Und die Insekten, vor allem die Bienen stürzen sich geradezu auf die Blüten, weil andere Blüten noch Mangelware sind. „Als Frühlingsgeophyten nutzen sie die konkurrenzlose Zeit nach Schneeabgang. Nach der Blüte ziehen sich diese Pflanzen wieder in die Knollen in der Erde zurück, um dann erst im nächsten Frühjahr wieder zu erscheinen“, weiß Förster Jörg Tarne, der den Staatswald rund um den Prodel pflegt. Der Prodel ist überregional bekannt für seine schönen Krokusalpflächen.

Sonthofens Forstbetriebsleiter Chef Jann Oetting ergänzt: „Die beiden Frühlingsboten Märzenbecher und Krokus kommen bei uns ganz verbreitet vor. Sicherlich profitieren sie sehr von unseren naturnahen Wäldern und unserer extensiven Alpbewirtschaftungsweise. Für uns Förster sind das die Frühlingsboten und wir freuen uns jedes Jahr über die überwältigende Blumenpracht so unmittelbar während und nach der Schneeschmelze!“

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news-2697 Fri, 18 Mar 2022 11:53:23 +0100 Preise für Werteichen der Bayerischen Staatsforsten bei der „Submission Arnstein“ gehen durch die Decke! https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/preise-fuer-werteichen-der-bayerischen-staatsforsten-bei-der-submission-arnstein-gehen-durch-die-decke.html Die Eichen der Bayerischen Staatsforsten wurden auf der „Arnsteiner“ Submission bei um 4% vergrößerter Angebotsmenge um 57 % höher als im Vorjahr beboten. Verkaufsbericht über die Eichen- und Buntlaubholz-Submission der Bayerischen Staatsforsten (BaySF)
am 16./17. März 2022
Ebrach/Arnstein

Am 16./17. März 2022 führten die Bayerischen Staatsforsten ihre traditionelle „Eichen- und Buntlaubholz-Submission Arnstein“ dieser Saison durch. Auf vier Lagerplätzen in Unterfranken wurden 1.177 Lose (Vorjahr: 1.048) mit 1.715 fm (Vorjahr: 1.636 fm) Laubwertholz aus den Wäldern der Bayerischen Staatsforsten angeboten.

Das Angebot der 10 (9) beteiligten Forstbetriebe (Allersberg, Arnstein, Rothenburg, Bad Königshofen, Ebrach, Forchheim, Kelheim, Bad Brückenau, Hammelburg, Rothenbuch) Bestand aus 1.672 (1.617) fm Eiche und 36 (19) fm sonstigem Laubholz. An der Submission beteiligten sich insgesamt 37 (34) Firmen. Acht Gebote kamen aus dem europäischen Ausland, davon sechs aus Frankreich. Stark vertreten war die bewährte Stammkundschaft aus der Furnierbranche, gefolgt von Fassholz-, Sägewerkskunden und dem Holzhandel. Nur ein Bieter erhielt keinen Zuschlag.

Von den angebotenen 1.672 fm Eiche blieben lediglich 5 fm ohne Gebot. Alle bebotenen Stämme wurden dem 1.Gebot zugeschlagen.

Die „Braut“ der Submission kam dieses Mal aus dem Spessart. Der hochklassige Eichenstamm (3,83 fm) aus dem Forstbetrieb Rothenbuch erzielte ein Gebot von 3.142.- Euro/fm bzw. 12.034 Euro für den kompletten Stamm.

Das gesamte Eichenwertholz erlöste im Durchschnitt 1.133 €/fm und liegt damit 57 % über dem Durchschnittspreis des Vorjahres.

Die einzelnen Stärkeklassen erbrachten bei der Eiche folgende Erlöse:

Stärkeklasse 3b 4 5 6 7 8+

€/fm

 

759 882 1.044 1.239 1.492 1.278
€/fm Vorjahr 566 576 639 755 905 1.079

Bei den nur in geringen Mengen angebotenen Bunthölzern konnten folgende Durchschnittspreise in €/fm erzielt werden (Vorjahreswerte in Klammern):

Baumart Ø-Preis fm
Bergahorn 288 (553) 2 (3)
Elsbeere 277 (459) 2 (6)
Esche 304 (233) 25 (9)
Kirsche 313 (238) 3 (1)
Roteiche 291 1
Hainbuche 261 1
Linde 131 1
Roßkastanie 124 1

Die Verkäuferseite ist mit dem Ergebnis der Submission äußerst zufrieden und bedankt sich bei allen Kunden für ihr Interesse und die abgegebenen Gebote.

Hubert Weikhart
Kundenbetreuer Laubsägeholz, Wertholz, Export
Marktplatz 2
96157 Ebrach
Email: hubert.weikhart@baysf.de

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news-2696 Wed, 16 Mar 2022 14:42:00 +0100 Brennholz – heiß begehrt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/brennholz-heiss-begehrt-1.html 15.03.2022, Sonthofen - Heizen mit Holz ist nicht nur wirtschaftlich, sondern vor allem umweltfreundlich. Und nach der Arbeit im Wald gibt es als Belohnung die gemütliche Wärme eines Kamin– oder Kachelofens als Teil eines besonderen Lebensgefühls. Ist das Verheizen von Brennholz überhaupt noch zeitgemäß? „Auf jeden Fall!“, ist Revierleiter Simon Lipp überzeugt. Er ist für einen Teil des Staatswalds in der Kürnach zuständig. Lipp weiter: „Viele Länder stellen Teile ihres Waldes unter Totalschutz und wirtschaften auf den anderen Flächen umso intensiver.“ Die Bayerischen Staatsforsten gehen einen anderen Weg. Im Bayerischen Staatswald gilt das Prinzip der nachhaltigen, naturnahen Forstwirtschaft. Dafür arbeiten viele starke Hände - unter anderem auch die der Brennholzkunden. Grundsätzlich gilt: Es wird nicht mehr Holz eingeschlagen als nachwächst. Wo früher große, gleichförmige Bestände standen, sollen in naher Zukunft stabile, gemischte Wälder wachsen. In Zeiten des Klimawandels ist ein starker, gesunder Wald die beste Abwehr vor drohenden Schäden und gleichzeitig ein Garant für eine nachhaltige Holzversorgung. „Eben auch von Brennholz“, freut sich Staatswald-Revierleiter Lipp, der aber nicht alles Holz als Brennholz verkaufen kann, was im Wald ist. Denn Holz und auch Brennholz ist ein begehrter Rohstoff. Grenzen setzt das Naturschutzkonzept des Forstbetriebs Sonthofen: Demnach müssen ambitionierte Totholzmengen im Wald bleiben – „aus Artenschutz- und Biodiversitätsgründen“, wie Forstbetriebsleiter Jann Oetting erläutert. „Aber jeder Ster Brennholz, der im Wald anfällt, ist ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz: Denn damit werden fossile Brennstoffe eingespart. So kann jeder mit gutem Gewissen einen Beitrag zur CO2-Reduzierung leisten…“, so Oetting weiter. Wer im Wald arbeiten will, muss zuerst einen „Motorsägenkurs“ absolvieren. Dort lernt er die Grundzüge im Umgang mit der Motorsäge, die damit verbundenen Gefahren und die verlangten Umweltstandards kennen.

„Wie man an Brennholz kommt und welche Arten es gibt, Brennholz selbst zu machen, das erklären einem gerne die Försterin oder der Förster vor Ort. Denn deren Aufgabe ist es, eine Balance zu finden zwischen den zwei Naturschutzzielen Totholzanreicherung und Brennholznutzung“ fasst Förster Lipp zusammen. Außerdem weist er auf den Internetlink hin, unter dem man Kontakt mit einem Revierleiter für Brennholzlose aufnehmen kann: https://www.baysf.de/de/wald-bewirtschaften/holzverkauf/brennholz/anfragen.html

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news-2694 Tue, 15 Mar 2022 10:49:52 +0100 Was macht man im März? Klar: Die Märzenbecherwanderung in der „Soos“! https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/was-macht-man-im-maerz-klar-die-maerzenbecherwanderung-in-der-soos.html 12. März 2022, Rednitzhembach - Traditionell fand auch in diesem Jahr wieder eine geführte Wanderung in das bedeutendste Märzenbechervorkommen im Landkreis Roth statt. In altbewährter Art und Weise lud der Bund Naturschutz mit der Kreisgruppe Roth zu der Veranstaltung ein. Der zuständige Revierleiter Hubert Riedel vom Forstbetrieb Allersberg, Forstrevier Roth führte die ca. 60 Naturfreunde in die „Schwander Soos“ bei Rednitzhembach.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Bund Naturschutz ging es voller Vorfreude los, in Richtung des ca. 2km entfernt gelegenen Märzenbechervorkommens. Zum Einstieg erläuterte der Förster kurz ein paar Zahlen zum Wald in Bayern und zur Organisation der Bayerischen Staatsforsten.

Auf halber Strecke machte die Gruppe nochmals halt. An einer imposanten Flatterulme erläuterte Hubert Riedel die Strategie und Notwendigkeit des Waldumbaus in einen klimastabilen Mischwald. Nach angeregter Diskussion ging es dann aber auch rasch weiter zu dem eigentlichen Ziel der Wanderung, dem Märzenbecherwald in der „Schwander Soos“.

Trotz der anhaltend nächtlichen Minusgrade konnten die Waldbesucher dort auf einer Fläche von mehreren Hektaren bereits Mitte März ein weißes Meer aus Blüten der Frühlingsknotenblume, wie der Märzenbecher auch genannt wird, bestaunen.

Nach weiteren Fragen und Erläuterungen zu dem Thema und noch mehr Eindrücken zu diesem besonderen Naturschauspiel, ging die informative und abwechslungsreiche Wanderung zu Ende.

Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

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news-2693 Mon, 14 Mar 2022 16:45:48 +0100 17.863 Tage beim Forst – „das ist wirklich genug!“ https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/17863-tage-beim-forst-das-ist-wirklich-genug.html Forstwirtschaftsmeister Hermann Perl in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet 14. März 2022, Bodenmais/Bärndorf - „Am 01. Oktober 1973 hab ich als Lehrbua beim Haumeister Michael Dannecker im Revier Gumpenreit vom Forstamtmann Joachim Schramm angefangen“, erinnert sich Hermann Perl, „drei Jahre Lehrzeit, dann Waldarbeiter, 1978/79 war ich dann als W15 bei der Bundeswehr. Im Jahr 1982 hab ich den Meisterkurs an der Waldarbeitsschule Nürnberg-Buchenbühl besucht und bin ab 01.04.1983 beim damaligen Forstamt Freyung zum Forstwirtschaftsmeister bestellt worden“.

Eine lange Zeit, mit vielen Auf´s und Ab´s – die wohl einschneidendste Änderung war 2005 die Bayerische Forstreform – das Forstamt Freyung wurde wie die anderen Forstämter aufgelöst, der Staatswald und mit ihm alle Waldarbeiter kamen zum neu geschaffenen Forstbetrieb Bodenmais. Es änderte sich nicht nur der „Firmensitz“, auch die Arbeit wurde anders: War Hermann Perl bisher in Freyung hauptsächlich mit der Lehrlingsausbildung beschäftigt, hieß es nun im „neuen“ Job, Unternehmer und Harvester betreuen, und die Revierleiter bei der Bestandsvorbereitung, der Borkenkäfersuche und anderen Arbeiten zu unterstützen.

„Vor allem in den letzten Jahren hat sich der Hermann zum Spezialisten für die Borkenkäfersuche im Hochlagenwald rund um den Arber entwickelt. Die nachfolgende Organisation und Betreuung der Aufarbeitung macht er mit viel Herzblut“, sagt sein Chef, Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl, „ich lasse ihn daher mit einem weinenden und einem lachenden Auge gehen – weinend, weil wohl keiner wie er den Hochwald am Arber wie seine Westentasche kennt, aber auch lachend, weil er nach über 48 Jahren Arbeit beim Forst den Ruhestand mehr als verdient hat!“

„Und langweilig wird’s mir sicher nicht“, sagt Hermann Perl selber, „ich habe ja meine Familie, und genug Hobbys – mein Hirschgatter, Theaterspielen, Jagdhornblasen und natürlich die Jagd!“

Grund genug für seine Kolleginnen und Kollegen, dem passionierten Jäger zum Abschied einen Gutschein für eine Gamsjagd zu schenken – Waidmannsheil!

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Forstbetrieb Bodenmais
news-2692 Mon, 14 Mar 2022 11:40:52 +0100 Der radverkehrsfreundliche Waldweg im Landkreis Erlangen-Höchstadt kommt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/der-radverkehrsfreundliche-waldweg-im-landkreis-erlangen-hoechstadt-kommt.html Der Ausbau der Eisenstraße zum radverkehrsfreundlichen Waldweg im Landkreis Erlangen-Höchstadt kann schon bald beginnen. Der entsprechende Förderbescheid hat vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr grünes Licht bekommen. Die Fertigstellung ist pünktlich zur Radlsaison im Mai geplant. 14. März 2022, Nürnberg - Sehr erfreut sind Landrat Alexander Tritthart, die beiden Bürgermeister der angrenzenden Gemeinden Buckenhof und Uttenreuth, Astrid Kaiser und Frederic Ruth, sowie der Leiter des Forstbetriebs Nürnberg der Bayerischen Staatsforsten, Johannes Wurm, über die kräftige Förderung zum Ausbau der Eisenstraße bei Erlangen zum radverkehrsfreundlichen Waldweg. Einen entsprechenden Förderbescheid hat das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr Anfang Februar den Bayerischen Staatsforsten übergeben. "Die rund 323.000 Euro des Freistaats sind hervorragend investiert, um die historische Eisenstraße für Radlerinnen und Radler auszubauen", betonen die Beteiligten. "Damit haben wir für den östlichen Teil des Landkreises eine landschaftlich reizvolle, autofreie und vor allem sichere Radverbindung, die ganzjährig genutzt werden kann. Das stärkt den Ruf des Landkreises Erlangen-Höchstadt und seiner Gemeinden als eine attraktive Rad-Region."

Der Landrat und die Bürgermeister der Gemeinden Buckenhof und Uttenreuth setzen sich bereits seit Jahren für den fahrradgerechten Ausbau der Eisenstraße ein. Tatkräftige Unterstützung erfuhr das Projekt ebenfalls von Bayerns Innenminister Herrmann. Dank der Förderung können die Staatsforsten jetzt den Weg für Radlerinnen und Radler auf Vordermann bringen. Denn die Eisenstraße habe für den Radverkehr im östlichen Landkreis Erlangen-Höchstadt im Bereich der Gemeinden Buckenhof, Spardorf und Uttenreuth sowie weiter Richtung Osten bis Dormitz und Eckental eine bedeutende Verbindungsfunktion. Wieder in den Fokus gelangte die Maßnahme auch durch die von Uttenreutherin Esther Schuck initiierte Petition, die von 800 Bürgerinnen und Bürgern unterstützt wurde.

Laut Forstbetrieb Nürnberg starten die Ausbauarbeiten voraussichtlich nächste Woche. "Wenn alles nach Plan läuft, wird der rund sechs Kilometer lange Weg pünktlich zum Beginn der diesjährigen Radl-Hochsaison im Mai fertig", so Johannes Wurm, Leiter des Forstbetriebs Nürnberg.

Anstelle von Asphalt werde eine Mischung von Hartgestein-Splitt und Edelbrechsand als Fahrbahnbelag genutzt. Diese Bauweise soll in Trockenphasen Staubbildung, in nassen Perioden das Schlämmen verhindern. Durch die Verwendung des neuartigen Wegebaumaterials können die verschiedenen Nutzungsansprüche sehr gut vereinbart werden: So kann eine Versiegelung des Weges wie bei Asphaltieren verhindert werden – auch die Entwässerung des Radweges wird erheblich verbessert. Gleichzeitig gehen die Verantwortlichen von einer deutlichen Verbesserung des Fahrkomforts für Radfahrerinnen und Radfahrer aus. Zu guter Letzt kann die radfahrerfreundliche Forststraße weiterhin sehr kostengünstig durch die Bayerischen Staatsforsten instandgehalten werden. Der Radwegeausbau wird mithilfe des staatlichen Zuschusses voll von den Staatsforsten getragen. Lediglich die Mehrkosten der Instandhaltung teilen sich der Landkreis, die Gemeinden Buckenhof und Uttenreuth sowie die Bayerischen Staatsforsten.

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news-2691 Fri, 11 Mar 2022 12:07:15 +0100 Mit der Motorsäge gegen steigende Heizkosten https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/mit-der-motorsaege-gegen-steigende-heizkosten.html Der Forstbetrieb Fichtelberg bietet in diesem Jahr wieder Lehrgänge für Brennholz-Selbstwerber und -Selbstwerberinnen zum sicheren Umgang mit der Motorsäge an. 11. März 2022, Fichtelberg - Die Preise für Heizöl und Erdgas kennen im Moment nur eine Richtung: steil nach oben. Manch einer überlegt jetzt, seine Heizung auf Holz umzurüsten oder zumindest mehr mit dem Kachelofen zu heizen, um damit Öl oder Gas zu sparen. Holz ist nach wie vor ein preisgünstiges Heizmaterial und bringt heimelige und ökologisch nachhaltige Wärme ins Haus.

„Wir registrieren gerade eine hohe Nachfrage nach Brennholz“ bestätigt Winfried Pfahler, Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg. „Angesichts der explodierenden Energie-Preise ist das auch nicht verwunderlich.“ Der Fichtelberger Forst-Chef weißt aber auch darauf hin, dass die Brennholz­gewinnung mit Gefahren verbunden ist: „Jeder, der im Wald mit der Motorsäge arbeitet, muss eine Grundausbildung an dem wirksamen, aber auch gefährlichen Arbeitsgerät absolviert haben. Seit einigen Jahren ist der Motorsägen­führerschein für alle Brennholz-Selbstwerber und -Selbstwerberinnen im Staatswald Pflicht. Dies schreibt auch die internationale Waldzertifizierungs­organisation PEFC vor, nach deren strengen Standards wir die bayerischen Staatswälder bewirtschaften.“

Deshalb bieten die Bayerischen Staatsforsten spezielle Motorsägenkurse an, bei denen die Brennholz-Selbstwerbenden den sicheren Umgang mit der Motorsäge trainieren. Forst-Beschäftigte, die teilweise schon seit Jahrzehnten mit der Motorsäge im Wald arbeiten, vermitteln dabei aus ihrer langjährigen Erfahrung viele Tipps und Tricks im Umgang mit Axt und Säge. 

Der Lehrgang am Forstbetrieb in Fichtelberg gliedert sich in zwei Teile: Am ersten Tag – Freitagabend – findet ein vierstündiger Theorie-Unterricht statt. Hier stellen die Ausbildenden Wichtiges und Interessantes rund um die Themen Motorsäge und Sägetechnik vor und beantworten natürlich auch alle Fragen.

Der zweite Tag – jeweils am Samstag – ist für die Praxis reserviert. Jetzt sind die künftigen Motorsägen-Profis selbst an der Reihe. Nacheinander dürfen sie ihr theoretisches Wissen, dass sie am Vorabend erworben haben, in der Praxis erproben und unter Anleitung üben.

Alle Teilnehmenden erhalten schriftliche Lehrgangsunterlagen, eine Signalweste und bei erfolgreichem Abschluss ein Zertifikat, den „Motorsägenführerschein“. Und auch für das leibliche Wohl wird gesorgt: Brotzeit und Getränk stehen für die angehenden Holzfäller und Holzfällerinnen im Wald bereit. Die Teilnahmegebühr für die Schulung beträgt 120,- €. Die Kurse sind offen für alle Brennholzinteressierten ab 16 Jahren mit Grunderfahrung im Umgang mit der Motorsäge.

Aber nicht nur die richtige Handhabung des Werkzeugs ist wichtig, auch eine vollständige Schutzausrüstung beugt Unfällen vor. Für die Teilnahme an der Motorsägenschulung ist es daher notwendig, neben der eigenen Motorsäge auch geeignete Schutzkleidung mitzubringen. Diese umfasst Helm mit Gehörschutz und Klappvisier, Handschuhe, Schnittschutzhose sowie geeignetes Sicherheitsschuhwerk.

Interessierte können sich unter der Telefonnummer 0 92 72 / 90 99 0 am Forstbetrieb Fichtelberg für einen der Kurse anmelden.

Die Kurse finden am 22./23.04.2022 und am 07./08.10.2022 im Bereich Fichtelberg statt.

Den genauen Treffpunkt und die Anfangszeit erfahren Sie bei der Anmeldung.

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news-2690 Fri, 11 Mar 2022 09:44:05 +0100 Aus München: Kaniber und Aiwanger fordern heimische Kreislaufwirtschaft https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/aus-muenchen-kaniber-und-aiwanger-fordern-heimische-kreislaufwirtschaft.html Angesichts des Ukraine-Kriegs werden die Stimmen nach nachwachsenden Rohstoffen aus heimischer Produktion lauter. Laut der Pressemitteilung des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten diskutierten Forstministerin Kaniber und Wirtschaftsminister Aiwanger nun in einem Expertenrat erste Ziele. 11. März 2022, München - „Angesichts der Ukraine-Rohstoffkrise zeigt sich die Bedeutung der Bioökonomie mehr denn je“, so Wirtschaftsminister Aiwanger. Mit Blick sowohl auf den Klimawandel als auch auf den schrecklichen Krieg in der Ukraine sehen beide Minister dringenden Handlungsbedarf. „Wir erleben, welche Abhängigkeiten wir in Europa im Energiesektor haben. Unsere auf fossilen Rohstoffen basierende Wirtschaft schrittweise zu einer nachhaltigen, biobasierten Kreislaufwirtschaftsweise umzubauen, ist eine riesige Aufgabe. Hier können unsere Landwirte mit innovativen Ideen einen Beitrag leisten“, so Landwirtschaftsministerin Kaniber. Schon jetzt würden biogene Ressourcen bereits fossile, mineralische oder metallische Rohstoffe ersetzen, wie die beiden Minister erläuterten. Bei dieser Entwicklung spiele der Sachverständigenrat für Bioökonomie eine bedeutende Rolle. Unter dem Begriff Bioökonomie versteht man nachhaltiges Wirtschaften auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Dabei ist die nachhaltige Produktion biogener Rohstoffe durch Land- und Forstwirtschaft ein wesentlicher Pfeiler der Bioökonomie.

Wie die beiden Minister feststellten, sind die Themen im Bereich Bioökonomie aktueller und die Expertise des Sachverständigenrates gefragter denn je: Von drohenden Flächenstilllegungen in Landwirtschaft und Wäldern über mehr ökologischer Produktion landwirtschaftlicher Rohstoffe bis hin zu einer möglichen Nutzungskonkurrenz land- und forstwirtschaftlicher Biomasse. Dabei sind sich Ministerin Kaniber und der Sachverständigenrat einig, dass die Forderung von weiteren Stilllegungen von Wäldern unbegründet sei. „Bayern hat durch die Ausweisung der Naturwälder das waldgesetzliche 10-Prozent Ziel an nutzungsfreien Staatswäldern bereits erreicht und damit ein grünes Netzwerk an geschützten Hotspots der Artenvielfalt geschaffen“, so Kaniber. Weiter hob sie hervor, dass die Forstverwaltung jetzt schon Privatwaldbesitzern Förderprogramme auf Rekordniveau für eine nachhaltige und integrative Waldbewirtschaftung anbietet. Zusätzlich komme noch die Holzbauinitiative und das Aktionsprogramm „Klimahäuser für Bayern“ dazu, die Akzente für die nachhaltige Nutzung des klimafreundlichen Rohstoffs Holz schaffen.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie unter: Michaela Kaniber und Hubert Aiwanger: „Wir brauchen eine Transformation der fossil getragenen Wirtschaft hin zu einer erneuerbaren Kreislaufwirtschaft“ - StMELF (bayern.de)

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news-2688 Thu, 10 Mar 2022 10:21:26 +0100 Obersalzberg: Waldarbeiten mit Verkehrssicherung & viel Einsatz des Baustellenleiters https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldarbeiten-am-obersalzberg-mit-strassensperrung-und-viel-einsatz-des-baustellenleiters.html Am Obersalzberg werden die Wälder verjüngt. Dabei kommt es ab 14. März zu einer erneuten Straßensperrung. 10. März 2022, Berchtesgaden - Entlang der B319 östlich des Kreisels am Obersalzberg wurde von den Bayerischen Staatsforsten eine Maßnahme zur Verkehrssicherung mit angrenzender Stabilisierung und Verjüngung des die Straße begleitenden Waldes durchgeführt. Die notwendige Vollsperrung der B319 in diesem Bereich vom 28. Februar bis zum 08. März 2022 wurde zeitlich so gelegt, dass möglichst wenig Beeinträchtigungen entstehen. Insbesondere wurde auf den RVO-Schulbus Rücksicht genommen. Mit großem Geschick und hohem Einsatz regelte der erfahrene Forstwirschaftsmeister Franz Leitner die Baustelle. Dabei waren Arbeitszeiten von 05:30 bis 17:00 Uhr keine Seltenheit. „Durch die optimale Steuerung aller an dieser Maßnahme beteiligten Personen konnte Franz Leitner die notwendigen Arbeiten in kurzer Zeit sehr erfolgreich umsetzen“, lobt der örtliche Forstbetriebsleiter Daniel Müller. Positiv war auch das Verständnis der Anwohner. Insbesondere die gute Zusammenarbeit mit dem Hotel Kempinski zeigte, dass es kaum Probleme bei der Zufahrt zur deren Baustelle gab.

Nach Vorbereitung durch den Förster Frank Rothhaar, BaySF-Revierleiter im Revier Berchtesgaden Ost, wurde die straßennahen Staatswälder auf etwa acht Hektar gepflegt und verjüngt. Vor allem die vergleichsweise seltenen Baumarten Ulme, Linde und Bergahorn wurden durch die Entnahme von so genannten „Bedrängern“ gefördert. Zusätzlich wurde den jungen Bäumen mehr Licht gewährt, so dass sich ein gut gemischter Wald aus vielen Laubbäumen, Fichte und Tanne entwickeln kann. In Summe wurden im Rahmen dieser etwa alle 10 Jahre wiederkehrend geplanten Maßnahme ca. 700 Festmeter Holz, davon etwa 40 Prozent Esche und Buche sowie 60 Prozent Fichte, geerntet.

Ab kommenden Montag, den 14. März, muss noch bis voraussichtlich zum 01. April die Hinteregger Straße gesperrt werden, um eine weitere Pflege- und Verjüngungsmaßnahme durchzuführen. Hier wird ein mobiler Seilkran auf der Straße positioniert, um an insgesamt vier Seiltrassen die darunterliegenden Hänge zu pflegen.

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news-2687 Thu, 10 Mar 2022 09:52:36 +0100 Staatswald auf gutem Weg zum Klimawald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/staatswald-auf-gutem-weg-zum-klimawald.html Nachhaltigkeitsparameter durch Forstinventur überprüft: Mehr Laubwald, mehr alte Bestände, mehr Biodiversität. 10. März 2022, Forchheim - Alle 10 Jahre erfolgt im Staatswald eine umfassende Waldinventur zur Kontrolle der Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung. Aufgenommen werden u.a. die vorhandenen Baumarten, deren Alter, Vorrat, Schichtung und Schäden, die aufwachsende Verjüngung und vorhandene Biotopstrukturen. So können Kriterien zur Nachhaltigkeit, zur Biodiversität und zur Klimastabilität qualifiziert überprüft werden. 2021 fand die Forstinventur am Forstbetrieb Forchheim statt. Die immense Menge der an 4.149 Inventurpunkten gewonnenen Daten garantiert dabei eine sehr hohe statistische Genauigkeit, bestätigt der Leiter der Forsteinrichtung für Nordbayern, Alexander Schnell.

"Die Bestände sind insgesamt älter und laubholzreicher geworden und weisen eine deutlich höhere Biodiversität auf", zieht Alexander Schnell ein positives Fazit der Waldentwicklung am Forstbetrieb Forchheim in den vergangenen 10 Jahre. Auch der Leiter des Forstbetriebs Forchheim, Stephan Keilholz, ist über die Ergebnisse sehr erfreut: „Die Inventur bestätigt uns, dass wir beim Umbau der Staatswälder hin zu klimaresilienteren Beständen in den vergangenen 10 Jahren ein gutes Stück vorangekommen sind“. Die Inventur bildet die Grundlage für die mittelfristige Forstbetriebsplanung der nächsten 10 Jahre – für die anstehenden Pflanzungen, die notwendigen weiteren Pflegemaßnahmen und die nachhaltigen Nutzungsmöglichkeiten des nachwachsenden Rohstoffs Holz.

Die Teilnahme an der Vorstellung der Inventurergebnisse für Pressevertreter ist an zwei Orten möglich: 

- 10:00 Uhr am Mitwoch, 16.03.2022 beim Waldeingang Bruderwald -

Der Leiter der Forsteinrichtung für Nordbayern, Alexander Schnell, der Leiter des Forstreviers Bamberg, Berthold Schultheiß und der Leiter des Forstbetriebs Forchheim, Stephan Keilholz stellen die Inventurergebnisse im Detail im Bruderwald Bamberg vor am Mittwoch, dem 16.03.2022. Der Treffpunkt ist um 10:00 Uhr am Waldeingang zum Bruderwald hinter dem Klinikum Bamberg. Wir freuen uns, wenn Sie daran teilnehmen.

- 14:00 Uhr am Mitwoch, 16.03.2022 beim Wanderparkplatz Rote Marter -

Der Leiter der Forsteinrichtung für Nordbayern, Alexander Schnell, der Leiter des Forstreviers Forchheim, Peter Grumann, und der Leiter des Forstbetriebs Forchheim, Stephan Keilholz, stellen die Inventurergebnisse im Detail im Markwald vor am Mittwoch, dem 16.03.2022. Der Treffpunkt ist um 14:00 Uhr am Wanderparkplatz Rote Marter – an der Kreisstraße zwischen Baiersdorf und Röttenbach, ca. 1,5 km östlich von Röttenbach. Wir freuen uns, wenn Sie daran teilnehmen.

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news-2686 Thu, 10 Mar 2022 09:06:43 +0100 Hölzerne Edelsteine aus heimischen Wäldern https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/hoelzerne-edelsteine-aus-heimischen-waeldern.html Der Forstbetrieb Kaisheim erzielt ein hervorragendes Ergebnis auf der Submission Bopfingen. 10. März 2022, Kaisheim - Bei der 27. Wertholzversteigerung in Bopfingen beteiligten sich wieder zahlreiche Anbieter mit insgesamt 28 verschiedenen Baumarten. Neben den üblichen Kassenschlagern wie Eiche, Lärche, Douglasie und Ahorn befanden sich auch Raritäten wie der Blauglockenbaum, Lebensbaum und Gleditschie. Insgesamt wurden 2.556 Festmeter hochwertiges Laub- und Nadelholz erfolgreich verkauft. Die diesjährige Braut der Submission war ein Eichenstamm im Wert von 6.000 Euro.

Der Forstbetrieb Kaisheim bot dieses Jahr insgesamt 117 Festmeter Eichen, Lärchen, Eschen, Kiefern und auch Seltenheiten wie Kirsche und Elsbeere an. Die dafür ausgesuchten Stämme sind sehr hochwertige Bäume, die Generationen von Försterinnen und Förstern lange Zeit gehegt und gepflegt hatten. Entsprechend ihrer besonderen Qualität werden sie z.B. zu Furnieren verarbeitet oder als Fenster-, Möbel-, als Drechslerholz oder zum Bau von Holzfässern verwendet. Mit einem Durchschnittspreis von 560 €/Festmeter erzielte der Forstbetrieb damit eines der besten Ergebnisse der letzten zehn Jahre.

„Bei einigen Stämmen und Baumarten waren wir uns nicht sicher, ob sie heuer gut nachgefragt werden. Aber das Ergebnis spricht für sich! Wir sind sehr stolz und bedanken uns bei unseren Försterinnen und Förstern und natürlich auch bei unseren Forstwirtinnen und Forstwirten. Ihr habt das super gemacht!“, so der stellvertretende Betriebsleiter Leonhard Huber bei der diesjährigen gemeinsamen Besichtigung des Submissionsplatzes.

Insbesondere die Betriebs-Braut, eine Eiche, konnte mit einem Gesamtpreis von über 4.700 € überraschen. Aber auch bei den Lärchen, der Kirsche und der Elsbeere waren unsere Stämme - innerhalb der jeweiligen Baumart - die teuersten der ganzen Submission.

Ein solches Ergebnis bestärkt das Team des Forstbetriebes auch weiterhin bei der naturnahen Waldbewirtschaftung darauf zu achten, dass die „hölzernen Edelsteine“ auch nächstes Jahr wieder ihren Weg zur hochwertigsten Holzverwendung finden.

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news-2685 Wed, 09 Mar 2022 17:31:50 +0100 Baumvielfalt für den Staatswald: Klimatolerante Baumarten sollen dem Klimawandel trotzen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/baumvielfalt-fuer-den-staatswald-klimatolerante-baumarten-sollen-dem-klimawandel-trotzen.html In diesen Tagen starten die Frühjahrspflanzungen im Forstbetrieb Burglengenfeld. Mit eigenen Forstwirtinnen und Forstwirten und unterstützt durch Unternehmerinnen und Unternehmer reichert der Forstbetrieb die staatlichen Wälder zwischen Regensburg und Amberg mit zahlreichen neuen Bäumen an. Neben alten Bekannten wie Buche, Tanne oder Eiche sind auch einige Raritäten unten den rund 200.000 Bäumen, die in diesem Frühjahr gepflanzt werden. 09. März 2022, Burglengenfeld - Die Baumartenwahl und ihre Mischung sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Waldes. In jedem Waldbestand der Bayerischen Staatsforsten werden deshalb nach Möglichkeit mindestens vier Baumarten künftig vielfältige, gemischte und strukturreiche Wälder bilden. „Beim Waldumbau haben wir im Forstbetrieb Burglengenfeld noch viel Arbeit vor uns, denn die Altbestände bestehen aus historischen Gründen zu etwa 90 % aus den Nadelbaumarten Kiefer und Fichte“, erläutert Forstbetriebsleiter Hans Mages. Pro Jahr beträgt die Pflanzfläche des Forstbetriebs daher über 100 Hektar, das sind ungefähr 150 Fußballfelder. Heimische Baumarten wie Buche, Eiche oder Tanne machen den Löwenanteil unter den neu gepflanzten Baumarten aus. Darüber hinaus werden Douglasie und Roteiche gepflanzt, aus Nordamerika stammende Gastbaumarten, die sich bei uns seit langem bewährt haben. Wo es vom Standort her passt, bringen die Forstleute zudem heimische und bisher seltenere Baumarten wie Elsbeere, Berg- und Spitzahorn, Flatterulme oder Vogelkirsche in die Wälder ein. „Wir pflanzen rund 15 verschiedene Baumarten, die nicht nur dem Klimawandel standhalten sollen, sondern auch eine Vielfalt an Lebensräumen bilden“, erklärt Mages. Allein auf eine einzelne Baumart zu setzen, wäre ihm angesichts der Klimaveränderungen zu riskant. Es gibt im Klimawandel unberechenbare Aspekte. Neben Trockenperioden können auch Schädlinge wie aus dem Nichts problematisch werden. „Die Mischung ist entscheidend. Wenn in den künftigen Wäldern eine Baumart ausfällt, übernehmen die anderen Baumarten“, so Mages. 

Welche Baumarten in welchem Waldgebiet gepflanzt werden, ist stark vom Standort, also von den Bodenverhältnissen und den klimatischen Bedingungen abhängig. Ziel der Staatsforsten ist es, die gesamte Palette geeigneter Baumarten zu nutzen und vor allem auch seltenere heimische Laubbaumarten einzubringen, wie zum Beispiel die Elsbeere: Sie eignet sich gut für die Stabilisierung der Wälder. Die Elsbeere liebt Wärme, hat ein intensives Wurzelwachstum und kommt deshalb sogar mit schwierigen Tonböden zurecht. „Die Elsbeere ist als Baumart eigentlich wie gemacht für den Klimawandel. Sie kommt bei uns vor allem auf den Kalkstandorten von Natur aus vor, ist aber recht selten. Wir greifen ihr in Form von Pflanzung und Waldpflege unter die Arme. So gewinnen wir in sogenannten Mastjahren das Saatgut unserer Altbäume und lassen daraus in den beiden Pflanzgärten der Bayerischen Staatsforsten Forstpflanzen anziehen, die wir dann wieder bei uns auspflanzen“, berichtet Mages. Damit sei garantiert, dass die Pflanzen mit den Umweltbedingungen bei uns zurechtkommen. Ähnliches gilt für die Tanne, von denen der Forstbetrieb Burglengenfeld im laufenden Geschäftsjahr rund 45.000 Stück pflanzt: „Mit ihrer Pfahlwurzel ist sie als Nadelbaumart der Fichte im Klimawandel überlegen. Sie ist nicht nur stabiler bei Stürmen, sondern kann auch Wasservorräte in tieferen Bodenschichten erreichen,“ so der Forstbetriebsleiter. 

Mit dem Start der Pflanzungen in diesem Frühjahr ist er sehr zufrieden: „Wir sind absolut im Plan, das Wetter spielt mit, die Böden sind gut wasserversorgt.“ Damit die Pflanzen gut anwachsen, wünscht er sich für die nächsten Wochen, was außer Försterinnen und Förstern kaum jemand haben will: Ein eher feuchtes und kühles Frühjahr. ]]>
Forstbetrieb Burglengenfeld
news-2684 Tue, 08 Mar 2022 16:33:39 +0100 Pflanzsaison im Staatswald startet: Klimatolerante Baumarten sollen dem Klimawandel trotzen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/pflanzsaison-im-staatswald-startet-klimatolerante-baumarten-sollen-dem-klimawandel-trotzen.html 07. März 2022, Weißenhorn - Die Baumartenwahl und ihre Mischung sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Waldes. Extreme Wetterereignisse, wie die Stürme Vivian und Wiebke oder auch Sommerstürme im Jahr 2021 haben in unserer Region gezeigt, dass reine Fichtenwälder leicht verwundbar und nicht ausreichend stabil sind, um dem Klimawandel und seinen Folgen standzuhalten. In jedem Waldbestand der Bayerischen Staatsforsten werden deshalb nach Möglichkeit mindestens vier Baumarten künftig vielfältige, gemischte und gestufte Wälder bilden. Heimische Baumarten wie die Buche, die Eiche oder die Tanne machen den Löwenanteil unter den neu gepflanzten Baumarten aus. Wo der Standort geeignet ist, werden diese mit heimischen und bisher selteneren Baumarten wie Elsbeere, Spitzahorn oder Flatterulme ergänzt. Hinzu kommen bewährte weitere Arten, wie die ursprünglich aus Nordamerika stammende Douglasie. „Wir pflanzen mehr als 15 verschiedene Baumarten, die nicht nur dem Klimawandel besser standhalten sollen, sondern auch eine Vielfalt an Lebensräumen bilden“, erklärt Forstbetriebsleiter Martin Eggert.

Allein auf eine einzelne Baumart zu setzen, wäre ihm angesichts der Klimaveränderungen zu gefährlich. Es gibt im Klimawandel unberechenbare Aspekte. Neben Trockenperioden können auch Schädlinge quasi wie aus dem Nichts heraus problematisch werden. Das zeigt zum Beispiel das seit einigen Jahren in den Auwäldern der Region auftretende Eschentriebsterben, eine neue Pilzkrankheit, die befallene Eschen ganz oder teilweise zum Absterben bringt. „Der Wald ist ein hochkomplexes Ökosystem, das sich ständig verändert. Daher müssen wir für die Zukunft auf Mischung setzen. Wenn in unseren Wäldern eine Baumart ausfällt, übernehmen die anderen Baumarten“, so Eggert.

Welche Baumarten in welchem Waldgebiet gepflanzt werden, ist stark vom Standort und den vorhandenen Bäumen abhängig. Ziel der Staatsforsten ist es jedoch, auch seltenere heimische Laubbaumarten einzubringen, wie zum Beispiel die Wildbirne: Seit den 1990er Jahren des letzten Jahrhunderts können Waldbesucher im Roggenburger Forst diese Rarität entlang der Waldwege sehen. Zehntausende Wildbirnen wurden seinerzeit nach den großen Sturmwürfen gezielt angepflanzt, um die Biodiversität der ehemals reinen Fichtenwälder zu erhöhen. „Die Wildbirnen haben wir nicht gepflanzt, um das Holz später zu verwerten – hier geht es um den ökologischen Zustand der Wälder: Die Bäume sind eine wichtige ökologische Beimischung und wertvolle Ergänzung. Wir wollen eben auch seltene Baumarten für die Zukunft sichern. Bisher können wir mit der Entwicklung sehr zufrieden sein“, so Forstmann Eggert.

Daher werden im Jahr 2022 weitere Mischbaumarten in die Wälder ausgepflanzt. Ob die bisher nur selten vertretene heimische Elsbeere, die wegen ihres intensiven Wurzelwerks gut mit den schwierigen Böden klarkommt, oder die heimische Weißtanne, von denen der Forstbetrieb Weißenhorn im laufenden Geschäftsjahr allein mehr als 15.000 Stück pflanzen wird: „Mit ihrer Pfahlwurzel ist die Weißtanne als Nadelbaumart der Fichte im Klimawandel überlegen. Sie ist nicht nur stabiler bei Stürmen, sondern kann auch Wasservorräte in größeren Tiefen erreichen. Das ist in trockenen Sommern existenziell.“

Die Pflanzungen starten in diesen Tagen: „Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, bisher spielt das Wetter auch einigermaßen mit.“ Damit die Pflanzen aber gut anwachsen, wünscht er sich für die nächsten Wochen, was außer Försterinnen und Förster niemand haben will: Ein nasses und kühles Frühjahr.

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news-2683 Wed, 02 Mar 2022 11:23:05 +0100 Baumartenvielfalt für den Staatswald am Forstbetrieb Bad Königshofen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/baumartenvielfalt-fuer-den-staatswald-am-forstbetrieb-bad-koenigshofen.html In diesen Tagen starten die Frühjahrspflanzungen im Forstbetrieb Bad Königshofen. Förster und Forstwirte ergänzen die staatlichen Wälder in der Region Rhön-Haßberge um zahlreiche neue Bäume. Neben alten Bekannten wie Tanne oder Eiche sind auch einige Raritäten unter den rund 200.000 Bäumen, die in diesem Frühjahr gepflanzt werden. Die Baumartenwahl und ihre Mischung sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des klimatoleranten Waldes. In jedem Waldbestand der Bayerischen Staatsforsten werden deshalb nach Möglichkeit mindestens vier Baumarten künftig vielfältige, gemischte, stabile, klimatolerante und gestufte Wälder bilden. Heimische Baumarten wie die Buche, die Eiche oder die Tanne machen den Löwenanteil unter den neu gepflanzten Bäumen aus. Wo es vom Standort her passt, werden diese mit heimischen und bisher selteneren Baumarten wie Elsbeere, Spitzahorn oder Flatterulme ergänzt. „Wir pflanzen über 20 verschiedene Baumarten, die nicht nur dem Klimawandel standhalten sollen, sondern auch eine Vielfalt an Lebensräumen bilden“, erklärt Forstbetriebsleiter Heiko Stölzner. Allein auf eine einzelne Baumart zu setzen, wäre ihm angesichts der Klimaveränderungen zu riskant. Es gibt im Klimawandel unberechenbare Aspekte. Neben Trockenperioden können auch Schädlinge quasi wie aus dem Nichts heraus problematisch werden. „Die Mischung ist entscheidend. Wenn in unseren Beständen eine Baumart ausfällt, übernehmen die anderen Baumarten“, so Stölzner.

Welche Baumarten in welchem Waldgebiet gepflanzt werden, ist stark vom Standort und den vorhandenen Bäumen abhängig. Ziel der Bayerischen Staatsforsten ist es jedoch, auch seltenere heimische Laubbaumarten einzubringen, wie zum Beispiel die Elsbeere: Sie eignet sich besonders für die Diversifizierung und Stabilisierung der hiesigen Wälder. Die Elsbeere liebt Wärme, hat ein intensives Wurzelwachstum und kommt deshalb sogar mit schwierigen Tonböden zurecht. „Die Elsbeere ist eine Baumart eigentlich wie gemacht für den Klimawandel, nur kommt sie bei uns von Natur aus noch zu selten vor, weshalb wir ihr in Form von Pflanzung und Waldpflege unter die Arme greifen“, so Stölzner. Gleiches gilt für die Weißtanne, von welcher der Forstbetrieb Bad Königshofen im laufenden Geschäftsjahr mehr als 23.000 Stück pflanzen wird: „Mit ihrer Pfahlwurzel ist sie als Nadelbaumart der Fichte im Klimawandel überlegen. Sie ist nicht nur stabiler bei Stürmen, sondern kann auch Wasservorräte in größeren Tiefen erschließen,“ so Stölzner.

Mit dem bisherigen Verlauf der Pflanzungen in diesem Frühjahr ist er sehr zufrieden: „Wir sind absolut im Soll, bisher spielt das Wetter mit.“ Damit die Pflanzen gut anwachsen, wünscht er sich für die nächsten Wochen, was außer Försterinnen und Förstern niemand haben will: Ein nasses und kühles Frühjahr.

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news-2682 Tue, 01 Mar 2022 10:32:59 +0100 „Schmierhütte“ im Bundorfer Forst renoviert – Ehemaliger Wohnort eines „Pechlers“ https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/schmierhuette-im-bundorfer-forst-renoviert-ehemaliger-wohnort-eines-pechlers.html 28. Feburar 2022 Bundorf - Die „Schmierhütte“ im Bundorfer Forst liegt an der Staatsstraße zwischen Bundorf und Birnfeld nicht weit entfernt von der dort durchfließenden Baunach. In einer gemeinsamen Aktion des Staatsforstbetriebs Bad Königshofen, dem Naturpark Haßberge und Norbert Schmucker, dem „Kümmerer“ des Naturparks, wurde die Wanderhütte renoviert. Auch das Umfeld wurde neu gestaltet: Büsche und Wildwuchs wurden entfernt. Infotafeln weisen den Wanderer, Radfahrer oder Pilzsammler auf die Geschichte der „Schmierhütte“, sowie die Pflanzen- und Tierwelt und den Nutzen des Waldes hin. Die Kosten werden durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und durch Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, vertreten durch das AELF Bad Neustad im Rahmen von besonderen Gemeinwohlleistungen (bGWL) in Höhe von rund 10.000 EURO gefördert.

Die „Schmierhütte“ hatte in der Vergangenheit eine ganz andere historische Bedeutung, erklärte Landrat Wilhelm Schneider in seiner Ansprache. Nach Erzählungen von Rudolf Reinhard aus Bundorf, geboren im Jahr 1934, stand an dieser Stelle ursprünglich ein kleines Steinhaus mit nur zwei kleinen Räumen. Darin wohnte ein Mann, der von allen nur „Schmierlui“ genannt wurde. Er war vermutlich ein „Pechler“ oder „Harzer“. Die „Pechler“ pachteten ein Stück Wald mit Nadelbäumen und gewannen dort Harz. Dafür ritzten sie schräge Kerben in die Stämme. Durch das sogenannte „Anhauen“ im Sommer trat dann das Harz aus den Kerben, den „Harzlachen“ aus und lief in ein Auffanggefäß. Das gesammelte Harz wurde in Pechhütten geläutert (gereinigt) und zu Siedepech verkocht. Das schwarze, teerartige Material wurde hauptsächlich als Schmier- und Dichtungsmittel zum Abdichten von Bierfässern oder als Wagenschmiere benutzt.

Nach Verfall dieses historischen Gebäudes wurde in den 1970er Jahren an gleicher Stelle eine Schutzhütte für Wanderer errichtet, welche heute noch diesen historischen Namen trägt. Sie liegt inmitten eines zusammenhängenden Waldgebiets mit hohem ökologischen Wert. Der gesamte Bundorfer Forst ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Noch vorhandene alte Laubwälder im Wechsel mit feuchten Wiesentälern bieten einen wertvollen Lebensraum für eine Vielzahl geschützter Tiere und Pflanzen. Hier findet man zum Beispiel noch den Schwarzstorch, die Wildkatze oder den Dunklen Wiesenkopf-Ameisenbläuling, einen Schmetterling, sowie die Sibirische Schwertlilie und verschiedene Orchideen.

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news-2681 Fri, 25 Feb 2022 11:27:39 +0100 Baumvielfalt für den Steigerwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/baumvielfalt-fuer-den-steigerwald.html Forstbetrieb Ebrach setzt auf Tanne, Eiche und Elsbeere In diesen Tagen starten die Frühjahrspflanzungen im Forstbetrieb Ebrach. Försterinnen und Förster, Forstwirtinnen und Forstwirte ergänzen die Wälder um zahlreiche neue Bäume. Neben alten Bekannten wie Tanne oder Eiche sind auch einige Raritäten unter den mehr als 100.000 Pflanzen der diesjährigen Pflanzsaison.

Die Baumartenwahl und ihre Mischung sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Waldes. In jedem Waldbestand werden mindestens vier Baumarten vielfältige, gemischte und gestufte Wälder bilden. Heimische Baumarten wie die Tanne, die Eiche oder die Elsbeere machen den Löwenanteil unter den neu gepflanzten Baumarten aus. Wo es vom Standort her passt, werden diese mit Speierling, Ahorn oder Vogelkirsche ergänzt. „Wir pflanzen fast 20 verschiedene Baumarten, die nicht nur dem Klimawandel standhalten sollen, sondern auch eine Vielfalt an Lebensräumen bilden“, sagt Forstbetriebsleiterin Barbara Ernwein. Allein auf eine einzelne Baumart zu setzen, wäre ihr angesichts der Klimaveränderungen zu gefährlich. „Wenn in unserem Konzept eine Baumart ausfällt, was im Klimawandel durchaus passieren kann, übernehmen die anderen Baumarten“, so Ernwein.

Seit fast einem Jahr ist sie verantwortlich für die Staatswälder rund um Ebrach – und weiß um die Aufgabe. „Die Wälder rund um Ebrach sind besonders wertvoll“, sagt Ernwein. „Generationen von Försterinnen und Förstern haben sie zu dem gemacht, was sie heute sind.“ Ihre Aufgabe ist es, diese Wälder auf eine unsichere Zukunft vorzubereiten. „Wir haben in den letzten Jahren gesehen, dass nicht nur die Fichten, sondern auch die Buchen an zahlreichen Standorten Probleme mit Trockenheit und Hitze hatten. Deshalb setzen wir auf einen Baumartenmix – zusammen mit der natürlich verjüngten Hauptbaumart Buche.“

In diesem Mix sind alte Bekannte wie die Tanne oder die Eiche selbstverständlich mit enthalten. Die Försterinnen und Förster möchten aber auch seltene heimische Laubbaumarten einbringen, wie zum Beispiel die Elsbeere: Sie eignet sich besonders für die Stabilisierung der Wälder. Die Elsbeere liebt Wärme, kommt gut mit Spätfrost zurecht und hat ein intensives Wurzelwachstum. „Die Elsbeere ist eine Baumart eigentlich wie gemacht für den Klimawandel, nur kommt sie bei uns von Natur aus noch zu wenig vor, weshalb wir ihr in Form von Pflanzung und Waldpflege unter die Arme greifen.“ Gleiches gilt für die Tanne, von der die Waldarbeiterinnen und Waldarbeiter in diesem Jahr gut 45.000 Exemplare pflanzen: „Mit ihrer Pfahlwurzel ist sie als Nadelbaumart der Fichte im Klimawandel überlegen. Sie ist nicht nur stabiler bei Stürmen, sondern kann auch Wasservorräte in größeren Tiefen erreichen“, so die Betriebsleiterin.

Mit dem bisherigen Verlauf der Pflanzungen ist Barbara Ernwein sehr zufrieden: „Wir sind absolut im Plan, bisher spielt das Wetter mit.“ Damit die Pflanzen gut anwachsen, wünscht sie sich für die nächsten Wochen, was außer Försterinnen und Förster niemand haben will: Ein nasses und kühles Frühjahr.

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news-2680 Thu, 24 Feb 2022 11:27:41 +0100 Ein neuer Revierleiter im Revier Monheim https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ein-neuer-revierleiter-im-revier-monheim.html Seit 14. Februar ist Raffael Döring der neue Revierleiter der Forstdienststelle Monheim der Bayerischen Staatsforsten. Nach dem Studium der Forstwirtschaft an der Hochschule Weihenstephan Triesdorf und bestandener Staatsprüfung geht es nun für Raffael Döring an die praktische Arbeit als Förster. Entsprechend optimistisch und zielstrebig widmet sich Raffael Döring der neuen Aufgabe: „Ich will aktiv den Wald in Monheim und Umgebung für die zukünftigen Generationen gestalten und fit machen für die kommenden Herausforderungen.“. Seine weltweit gewonnenen Erfahrungen in verschiedensten Bereichen, wie auch seine Liebe zum Wald und zur Natur, will er in die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder einfließen lassen: „Auf die Arbeit im Wald und den Kontakt mit den Menschen freue ich mich schon sehr.“

Das Revier Monheim ist ca. 1700 ha groß und zeichnet sich durch eine große Vielfalt an Böden und Baumarten aus. Neben Fichte, Kiefer und Lärche sind fast alle Laubholzarten im Revier vertreten. Seine große Aufgabe in den kommenden Jahren wird der Umbau zu einem klimastabilen Wald sein.

Raffael Döring bezieht seinen Reviersitz in der Georgenstraße 54 in 86687 Kaisheim/Hafenreut. Dort ist er telefonisch unter der Telefonnummer 09099/966125 oder persönlich in seiner Sprechstunde jeden Donnerstag von 8 – 12 Uhr zu erreichen.

 

BAYERISCHE STAATSFORSTEN AöR
Forstbetrieb Kaisheim Kontakt:
Hauptstrasse 20
86687 Kaisheim
Telefon: 09099 – 96 98 -0
Telefax: 09099 – 96 98- 16
E-Mail: info-kaisheim@baysf.de
ViSdPG: Helmut Weixler

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news-2679 Thu, 24 Feb 2022 07:45:14 +0100 Purzelbaum im Forst https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/purzelbaum-im-forst.html 23. Februar 2022 Fichtelberg – Nur geringe Schäden haben die Stürme der vergangenen Tage im Fichtelgebirgswald angerichtet. Nach erster Bilanz des Forstbetriebs Fichtelberg wurden ca. 7.000 Bäume entwurzelt. Schmerzlich ist der Verlust einer historischen Linde bei Sophienthal, die vom Sturm umgerissen wurde. Eigentlich ist Gerhard Schirbel ein erfahrener und besonnener Mensch. Den 55 jährigen wirft so leicht nichts aus der Bahn. Seit vielen Jahren arbeitet er als Förster bei den Bayerischen Staatsforsten und betreut das Revier Sophienthal am Eingang des Fichtelgebirges. Jetzt steht er betroffen an einem seiner Lieblingsbäume. Hier auf einer Waldlichtung oberhalb des Steinachtals steht das letzte Haus einer ehemaligen Siedlung namens Neuhaus. Neben dem Haus stand seit sicherlich mehr als zweihundert Jahren eine mächtige, alte Linde. Mit einem über 1 m starkem Stamm. Mit einer weit ausladenden Krone. Und mit einer Bank, die rund um den Baum herum montiert war und den Besuchern einen idyllischen Platz zum Verweilen bot. Sie stand da! Denn die Stürme am vergangenen Wochenende haben den altehrwürdigen Baum zu Fall gebracht. Jetzt liegt der starke Stamm am Boden, umgeben von zersplitterten Ästen.

„Die Wurzeln haben den Orkanen der letzten Tage nicht mehr standgehalten“ stellt Gerhard Schirbel fest. „Und das nach so vielen Jahren, in denen unzählige Stürme dem Baum nichts anhaben konnte. Wahrscheinlich waren die Faserwurzeln durch die trockenen Sommer der vergangenen Jahre vorgeschädigt.“ Viele Begebenheiten fallen ihm zu diesem Baum ein. Auf der Bank, die rund um den Baum montiert war, saß er gerne und ließ den Blick hinunter ins Tal schweifen. Einheimische erinnern sich vielleicht noch an das alljährliche Neuhaus-Fest. Hier wurde getanzt, gelacht, gefeiert – alles im Schatten der Linde. Und jetzt ist das alles vorbei.

Die Linde von Neuhaus war bei Weitem nicht der einzige Baum, der von den Sturmböen umgerissen wurde. Im Staatswald des Forstbetriebs Fichtelberg, der den westlichen und südlichen Teil des Fichtelgebirges betreut, fielen der Orkan-Serie der vergangenen Tage nach ersten Schätzungen 6.000 bis 7.000 Bäume – hauptsächlich Fichten - zum Opfer. „Das ist weniger als die Menge, die wir normalerweise in einem Monat einschlagen“, wie Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs betont. „Aber es ist ärgerlich und wirbelt uns den Betrieb durcheinander. Zum Glück wurde niemand verletzt und es entstanden auch nur geringe Sachschäden. In den nächsten Wochen werden wir die Sturmschäden im Wald erfassen und das Holz aus dem Wald abtransportieren, bevor es zur Brutstätte für Borkenkäfer wird. So lange bitten wir auch um Verständnis, wenn teilweise Wanderwege durch umgestürzte Bäume blockiert sind. Aber wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Schäden zu beseitigen.“

Und was passiert mit der Linde? Die wird voraussichtlich von einer Holzschnitzerin aus der Region in ein Kunstwerk verwandelt und lebt in dieser Form fort. „Am bisherigen Platz der Linde pflanzen wir im kommenden Jahr wieder einen Baum“ verspricht Gerhard Schirbel. „Mit Bank und einer schönen Aussicht auf die Waldlichtung bei Neuhaus.“

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news-2678 Wed, 23 Feb 2022 09:34:01 +0100 Frischer Wind in der BaySF mit 23 neuen Förstern und Försterinnen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/frischer-wind-in-der-baysf-mit-23-neuen-foerstern-und-foersterinnen.html Der Staatswald in Bayern braucht viele engagierte und gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter! Wir freuen uns daher sehr, dass 23 Förster und Försterinnen, so viele wie noch nie, vor allem für die Arbeit im Revier eingestellt werden konnten. Jedes Jahr beenden Forstingenieure und Forstingenieurinnen ihre zusätzliche Ausbildung bei den Bayerischen Staatsforsten und der Bayerischen Forstverwaltung mit der Laufbahnprüfung für die forstliche 3. Qualifikationsebene. Auch im Januar 2022 wurden daher wieder viele Vorstellungsgespräche geführt, um neue Kollegen und Kolleginnen für den Revierdienst bei der BaySF gewinnen zu können. Neben einem selbstverständlich unbefristeten Arbeitsverhältnis mit den Leistungen und Sicherheiten eines öffentlichen Arbeitgebers konnten wir interessante Einsatzgebiete und -tätigkeiten über ganz Bayern verteilt anbieten. 23 Förster und Försterinnen werden im Februar und März die Arbeit bei der BaySF beginnen, so viele wie noch nie.

Wir wünschen den neuen Kollegen und Kolleginnen einen guten Start im Unternehmen!

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news-2677 Wed, 23 Feb 2022 07:59:44 +0100 Wunderbarer Werkstoff Holz: Schindeln im Allgäu aus Tradition https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wunderbarer-werkstoff-holz-schindeln-im-allgaeu-aus-tradition.html 22. Februar 2022 Sonthofen – Das Bauen und Verkleiden von Fassaden mit Holz hat im Allgäu eine lange Tradition und erlangt seit einigen Jahren wieder zunehmend an Bedeutung. „Jeder verbauter Kubikmeter Holz tut unserem Wald und Klima gut, insbesondere wenn es sich um heimisches Holz aus dem Allgäu handelt“ erklärt der Leiter des Forstbetriebs Sonthofen Bayerische Staatsforsten Jann Oetting. „Verbautes Holz dient als Kohlenstoffspeicher und die derzeit gute Nachfrage nach dem Baustoff Holz stärkt die Bewirtschaftung der Allgäuer Wälder.“

Nicht nur das Bauen aus und mit Holz, sondern auch die Fassadengestaltung mit diesem Werkstoff ist im Allgäu häufig anzutreffen. Ob traditionell oder modern, unbehandelt oder behandelt, farbig, längs oder quer, aus Fichte oder Lärche: Mittlerweile sieht man gerade bei neuen Gebäuden allerhand. Eine althergebrachte Methode Fassaden wetterfest zu machen, das Schindeln, wird seit Jahrhunderten in unserer Region praktiziert und erlebt derzeit eine Renaissance.

Werden heute oftmals Schindeln aus Lärchen- oder gar Zedernholz verwendet, kam früher fast ausschließlich heimische Fichte oder auch Weißtanne für die Wetterseite zum Einsatz. Schindeln werden in der Regel gespalten, nicht gesägt und sind über Jahrzehnte haltbar. Deshalb müssen die zum Schindelmachen geeignete Baumstämme besondere Eigenschaften aufweisen: Möglichst astfrei und feinjährig, frei von Reaktionsholz, auch „Buchs“ genannt, nicht drehwüchsig und spaltbar. Gerade die Spaltbarkeit der Stämme ist entscheidend für die Verwendung als Schindelholz und die lässt sich erst nach der Fällung des Baumes feststellen. Der schönste Stamm hilft nichts, wenn er sich nicht spalten lässt.

Die Feinjährigkeit oder auch Feinringigkeit ist wichtig für die Witterungsbeständigkeit und Haltbarkeit der Schindeln. Ein Baum bildet jedes Jahr im Zuge seines Dickenwachstums einen Jahresring aus weichem Frühholz und hartem Spätholz. Die Breite des Frühholzes variiert, die Breite des Spätholzes bleibt gleich. Das bedeutet bei Nadelbäumen, je schmaler der Jahresring, umso härter und beständiger das Holz. Ob ein Baum pro Jahr mehr oder weniger Speck ansetzt, hängt wiederum von einer Reihe von Faktoren ab. Die Witterung in der Wachstumszeit, die Höhenlage, die Bodenbeschaffenheit, der Dichtstand und das Alter der Bäume beeinflussen deren Wachstum.

Ein guter Schindelmacher muss nicht nur das traditionelle Handwerk beherrschen, sondern auch ein Gespür für die Auswahl geeigneter Baumstämme haben. Jann Oetting freut sich, dass es am Forstbetrieb Sonthofen noch Waldarbeiter gibt, die dieses Können und Wissen haben. So wurden die Fichtenschindeln an der Fassade des Forstbetriebsgebäudes in Sonthofen vor einigen Jahren aus eigenem Holz von eigenen Waldarbeitern hergestellt und angebracht.

Auch einer der Sonthofener Revierförster hat sich mit seiner Familie bewusst für unbehandelte Schindeln aus heimischer Fichte für die Verkleidung ihres Holzhauses entschieden. Bei einem Holzeinschlag einer an den Staatswald angrenzenden Genossenschaft konnte er geeignete Schindelbäume kaufen und von einem jungen Schindelmacher aus Bad Oberdorf die Schindeln herstellen lassen. Der auch im Haus wohnende Sohn ist Zimmerer und so war es dem Bauherrn sogar möglich, beim Schindeln selbst mit Hand anzulegen.

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news-2676 Tue, 22 Feb 2022 17:03:02 +0100 „Nur geringe Schäden in Bayerns Wäldern durch Orkantiefs“ https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/nur-geringe-schaeden-in-bayerns-waeldern-durch-orkantiefs-forstministerin-michaela-kaniber-mahnt-zur-achtsamkeit.html Forstministerin Michaela Kaniber mahnt zur Achtsamkeit 22. Februar 2022 München - Die Orkantiefs der vergangenen Tage haben in Bayerns Wäldern insgesamt keine schwerwiegenden Schäden angerichtet. Das hat Forstministerin Michaela Kaniber nach einer ersten Schadensbilanz in München mitgeteilt. Bayernweit wurden überwiegend einzelne Bäume und kleinere Gruppen umgeworfen. Lediglich in den Wäldern der Hochlagen und der Mittelgebirge haben die Stürme deutlichere Spuren hinterlassen – schwerpunktmäßig im Nordosten Bayerns in den Landkreisen Hof, Wunsiedel, Tirschenreuth, Kronach und teilweise im Landkreis Rhön-Grabfeld. Insgesamt ist die bayernweit durch den Sturm angefallene Holzmenge gering, sodass keine Störungen auf dem bayerischen Holzmarkt zu erwarten sind.

Auch in den nächsten Tagen soll es windig bleiben. Kaniber warnt deshalb auch weiterhin dringend vor dem Betreten der Wälder: „Es herrscht noch immer Lebensgefahr im Wald, denn es können jederzeit Äste abbrechen oder ganze Bäume umfallen!“ Auch für die anstehenden Aufräumarbeiten nach dem Abklingen der Stürme ruft die Ministerin zu äußerster Vorsicht auf. „Die Aufarbeitung von Sturmholz ist sehr gefährlich und sollte immer professionell begleitet werden“, so Kaniber. Häufig sei der unterstützende Einsatz von Holzerntemaschinen die sicherste Arbeitsweise. Professionelle Beratung und Hilfe finden die Waldbesitzer bei den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie bei den forstlichen Zusammenschlüssen.
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news-2675 Fri, 18 Feb 2022 10:12:40 +0100 Sturm über Bayern https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/sturm-ueber-bayern.html Warnung: Wälder nicht betreten Regensburg, 18. Februar 2022 – „Die Bayerischen Staatsforsten warnen davor, die Wälder während und nach dem Sturm zu betreten“, so ein Sprecher der Bayerischen Staatsforsten.

Die Gefahr endet nicht, wenn der Wind nachlässt: Zahlreiche Bäume sind auch durch die Trockenheit der letzten Jahre vorgeschädigt. „Es kann durch die vergangenen Dürrejahre dazu kommen, dass Äste – häufiger als sonst – brechen bzw. Bäume umstürzen. Angebrochene Bäume können auch Tage nach dem Sturm umfallen oder Äste herabfallen“, so der Sprecher weiter. „Bisher sind keine größeren Sturmwürfe aufgetreten.

Unsere Spezialisten werden sich Anfang kommender Woche einen Überblick in den Staatswäldern verschaffen. Wir bitten die Bevölkerung, Vorsicht walten zulassen und zunächst von Waldspaziergängen abzusehen“, so der Sprecher abschließend. 

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news-2674 Thu, 17 Feb 2022 16:06:29 +0100 Mit Förstern im Staatswald zum Thema Eibe und Esche https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/mit-foerstern-im-staatswald-zum-thema-eibe-und-esche.html Berchtesgadener Land – Bad Reichenhall   Am 25. Februar 2022 bieten die Bayerischen Staatsforsten eine kleine geführte Wanderung im Kirchholz an. Zwischen Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain sollen von 13:30 Uhr bis etwa 16:00 Uhr interessierte Bürgerinnen und Bürger insbesondere über die Förderung der dortigen Eiben und die Probleme mit dem Eschentriebsterben informiert werden.

Rund um Bad Reichenhall befindet sich eines der bedeutendsten Vorkommen der sehr seltenen Baumart Eibe in Bayern. Die Bayerischen Staatsforsten sind sich der damit verbundenen Verantwortung bewusst und haben im vergangenen Jahr begonnen, mehr als tausend Exemplare davon zu erfassen. Ab März sollen einzelne Eiben so gefördert werden, dass sie sich in Zukunft noch besser entwickeln können. Der zuständige Förster von Bad Reichenhall, Herr Roman Prielmeier, wird gemeinsam mit dem Leiter des Forstbetriebs Berchtesgaden, Dr. Daniel Müller, an zahlreichen Beispielen erläutern, wie die Förderung der Eiben im Einzelnen erfolgt.

Dem aufmerksamen Waldbesucher fallen im Kirchholz auch die vielen kranken Eschen auf. Daher wollen die Bayerischen Staatsforsten gerne Fragen zum Eschentriebsterben und den damit verbundenen Folgen beantworten. Startpunkt der Führung der Waldrand vom Kirchholz am Waldweg in Bad Reichenhall.

„Ich freue mich, dass immer mehr Bürgerinnen und Bürger Interesse am Staatswald zeigen“ berichtet Daniel Müller. Daher will der Berchtesgadener Forstbetriebsleiter mit diesem Waldbegang im Kirchholz eine neue Tradition begründen. Zwischen dem Waginger See und dem Königssee sollen jährlich drei Veranstaltungen unter dem Motto „Mit Förstern im Staatswald“ angeboten werden. Die nächste forstliche Wanderung soll mit dem Förster von Berchtesgaden West, Herrn Vinzenz Bader, im so genannten Zauberwald zwischen Ramsau und dem Hintersee stattfinden. Der genaue Termin wird rechtzeitig im Frühsommer angekündigt.

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news-2673 Wed, 16 Feb 2022 16:33:43 +0100 Forstbetrieb Ebrach: Waldführungen mit Försterinnen und Förster starten wieder https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstbetrieb-ebrach-waldfuehrungen-mit-foersterin-und-foerster-starten-wieder.html 14. Februar 2022 Ebrach - Nicht nur Glück mit dem Wetter hatten 25 interessierte Waldbesucherinnen bei einer Führung durch drei Bestände des Forstbetriebs Ebrach.

Große Resonanz hatte bereits die erste Einladung zum Försterspaziergang des Forstbetriebs Ebrach der Bayerischen Staatsforsten. Das Thema Waldbewirtschaftung und Klimawandel wurde in den letzten Jahren aus gutem Grund immer präsenter in den Medien. Das merkte man auch an den spezifischen Fragen der Teilnehmerinnen, die ins tiefe forstliche Fachwissen gingen.

Drei unterschiedliche Waldbilder, die doch alle den gleichen Hintergrund haben. Wie können wir heute für den Wald der Zukunft sorgen?Der Forstbetrieb Ebrach kann hier aus Sicht anderer Regionen aus dem Vollen schöpfen. Üppige Naturverjüngung dank angepasster Wildbestände und seit Jahren ergänzende Pflanzungen mit klimatoleranten Baumarten.

Eine kurze Einführung durch die Betriebsleiterin Barbara Ernwein und eine Verdeutlichung der Entwicklung der klimatischen Rahmenbedingungen im Steigerwald, die Marika Lieret (Forstanwärterin) mit Daten der Waldklimastation Ebrach erläuterte. An allen Exkursionspunkten wurde deutlich, dass der Blick der Förster immer auch in die ferne Zukunft gerichtet ist. Die gezielte Entnahme einzelner Bäume um heute Licht und Platz für den Wald von morgen zu schaffen. Dabei sollen alle Waldfunktionen möglichst im Gleichgewicht bleiben. Ein täglicher Balanceakt der örtlichen Revierleiter Julian Schendel und Florian Engelhardt, die große Zustimmung der Besucher für Ihre Arbeit erhielten. „Können wir auch mithelfen bei einer Pflanzung?“ Diese Frage aus dem Besucherkreis spiegelt die Begeisterung für den Wald und unsere Arbeit wieder. Danke dafür!

Jetzt startet die Holzernte am letzten Exkursionspunkt. Die Forstwirte sind eingewiesen und setzen die Planungen des Försters in die Tat um, so dass Fichten, die im Steigerwald keine Zukunft mehr haben im Herbst durch Elsbeeren und Speierlinge ersetzt werden.

Weitere Führungen zu verschiedenen Themen in den kommenden Monaten sind bereits geplant. Die nächste am 25. März im Revier Winkelhof „Auf den Spuren des Bibers“. Infos dazu gerne telefonisch unter +49 (9553) 9897-0 oder per Mail an info-ebrach@baysf.de

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news-2672 Fri, 11 Feb 2022 13:07:13 +0100 Holzernte in der Unteren Wagensass https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/holzernte-in-der-unteren-wagensass.html Mit modernen Holzerntemaschinen ernten die Bayerischen Staatsforsten Holz und bauen den Wald in der Unteren Wagensass um Februar 2022 Schnaittenbach - Ab Mitte Februar plant der Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten im Revier Sulzbach Bäume in der Unteren Wagensass zu fällen. Betroffen sind dabei die Waldflächen südlich der Krötenseeschule und südlich des Waisenhauses.      Die Holzerntemaßnahmen dienen der Stabilisierung des Baumbestandes und der Verkehrssicherung. Vor allem im Bereich der Wanderwege soll Käferholz und dürres Holz entnommen werden, damit der Wald weiterhin sicher zur Erholung genutzt werden kann.                                                    
Abseits der Wege geht es vorrangig um den Erhalt der vorkommenden Mischbaumarten wie z. B. Stiel- und Roteiche, sowie Weißtanne und Buche. Diese sind anders als die vorherrschende Fichte wichtig für den Klimawald. Daher werden bei der Holzernte vor allem Fichten entnommen, um den Mischbaumarten Platz zu machen. So soll ein stabiler Mischwald aus möglichst vielen Baumarten entstehen.                                                 
Fichten haben in der Oberpfalz mit dem zunehmenden Klimawandel und den damit einhergehenden höheren Temperaturen sowie geringeren Niederschlägen schwer zu kämpfen und werden häufig Opfer des Borkenkäfers. Dies zeigt sich in der Unteren Wagensass deutlich an etlichen sogenannten Käferlöchern, also Kahlstellen im Wald auf den vormals Fichten wuchsen. Deswegen setzt man bei den Bayerischen Staatsforsten auf gemischte Wälder in denen die Fichte nicht mehr den Großteil der Baumarten ausmacht. Damit wird das Risiko von großflächigem Borkenkäferbefall vermindert und die Gefahren für den Waldbestand minimiert. „Auf diese Weise nutzen wir den naturnahen und klimaneutralen Wertstoff Holz für Möbel und den Hausbau und machen den Wald gleichzeitig fit für die Zukunft“, erklärt der Leiter des Forstreviers Sulzbach, Julian Sauter, die Holzerntemaßnahme.                                                                                                                                                                            
Ebenso bieten gemischte Wälder mit Kiefer, Tanne, Buche, Eiche und Lärche deutlich mehr Lebensraum für Waldtiere vor allem für Vögel und Insekten. Dazu tragen auch sogenanntes Totholz, also Teile von Bäumen die ganz bewusst im Wald belassen werden, und Hochstümpfe bei. Mit diesen Maßnahmen nimmt die Artenvielfalt in der Unteren Wagensass zukünftig zu.                                                                                                      
Um sicher zu arbeiten und den Waldboden zu schonen, kommt bei der Holzernte ein sogenannter Kettenharvester zum Einsatz. Durch die große Auflagefläche des Kettenlaufwerkes verursacht er weniger Schäden am Waldboden. Zudem ist ein Harvester deutlich schonender für die verbleibenden Bäume als beispielsweise die händische Holzernte.                                                                                                                                 
Die Bereiche in denen Bäume gefällt werden, werden vom Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten im Vorfeld großräumig mit Schildern und Sperrungen abgegrenzt und sind schon von weitem zu erkennen. Da teilweise im Bereich der Wege Holz gefällt wird, bittet der Forstbetrieb die Besucher die Absperrungen ernst zu nehmen und die Bereiche der Holzfällung nicht zu betreten. Es besteht Unfall- und Lebensgefahr. Förster Sauter ist die Sicherheit sehr wichtig und appelliert an die Vernunft der Waldbesucherinnen und Waldbesucher: „Bitte beachten Sie die Absperrungen und betreten Sie während der laufenden Holzernte nicht die gesperrten Bestände!“
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news-2671 Fri, 11 Feb 2022 12:38:46 +0100 Rekordergebnis beim Wertholzverkauf: Die „Braut“ kommt aus den Wäldern des Forstbetriebes Landsberg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/rekordergebnis-beim-wertholzverkauf-die-braut-kommt-aus-den-waeldern-des-forstbetriebes-landsberg.html 7. Februar 2022 – Bei der Oberland-Wertholzsubmission hat ein Stammstück aus dem Forstbetrieb Landsberg – Revier Wessobrunn mit über 20.000 Euro den Spitzenerlös eingebracht. Die Waldbesitzervereinigung Holzkirchen organisiert alljährlich für die Waldbesitzer im Pfaffenwinkel eine Submission von wertvollen Holzstämmen. Zahlreiche Waldbesitzer, Waldbesitzervereinigungen, kommunale und staatliche Forstbetriebe haben 650 Festmeter an den Lagerplatz in St. Heinrich am Starnberger See geliefert. Auf der Suche nach hochwertigen Hölzern haben sich über 70 holzverarbeitende Betriebe mit Ihren Geboten beteiligt. Zum Verkauf kommen dabei Stammstücke, die durch ihre Stärke und geringen Fehlern, zur Weiterverarbeitung als Möbel, Furnier oder im Innen- und Außenbereich geeignet sind. Der wertvollste Stamm wird als die „Braut“ der Versteigerung bezeichnet.

Den größten Anteil der angebotenen Menge stellt dabei die Eiche mit 190 Festmeter, gefolgt vom Bergahorn mit 120 Festmeter. Die Veranstalter sind mit dem Durchschnittspreis für die hochwertigen Hölzer von 427 Euro pro Festmeter sehr zufrieden. Die guten Preise und die rege Nachfrage belegen die hohe Wertschätzung für Holz im Innenausbau und als Möbel beim Endkunden. Auch für die Waldbesitzer und Förster sind sie das Ergebnis jahrzehntelanger Pflege ihrer Wälder.

Für den Forstbetrieb Landsberg der Bayerischen Staatsforsten war das Ergebnis besonders erfreulich: Die „Braut“ kommt aus dem Revier Wessobrunn. Der fehlerfreie Bergahornstamm mit einer durchgehenden Riegelmaserung wurde für über 20.000 Euro verkauft. Mit ca. vier Meter Länge und über 60 cm Durchmesser ein relativ kurzes, aber starkes Stammstück. Auch die „Zweitlänge“, das Stammstück oberhalb des Erdstammes, erbrachte noch einen Erlös von über 1.750 Euro.  Der enorme Wert ergibt sich durch die Maserung, die den ganzen Stamm durchzieht. Bei einem „Riegel“ wachsen die Holzfasern wellenförmig und erzeugen bei der Verarbeitung ein sehr begehrtes und schönes Muster. Häufig ist diese Holzeigenschaften z.B. bei Geigenböden – sprich der Geigenrückseite aus Ahornholz – zu sehen. Der Stamm wurde von einem Furnierwerk aus Unterfranken gekauft, der daraus millimeterdünne Furniere schneidet und eine große Menge des beliebten Holzmuster erzeugen kann. Auf verschiedene Holzplatten geleimt findet das Furnier als Möbelstück oder hochwertige Paneele seinen Weg in die Wohnungen.

Die wertvolle Maserung ist zum Bedauern der Waldbesitzer nur bei ca. 2-4 Prozent der Ahornstämme zu finden, zudem selten in einer so intensiven Ausprägung. Der Stamm ist mit einem Preis von fast 17.000 Euro pro Festmeter einer der wertvollsten, die in Bayern je verkauft wurden.

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news-2670 Fri, 11 Feb 2022 10:46:06 +0100 Verkehrssicherung und Waldpflegemaßnahmen entlang des Obergerner Wegs https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/verkehrssicherung-und-waldpflegemassnahmen-entlang-des-obergerner-wegs.html Berchtesgaden / Maria Gern - Ab 14. Februar 2022 Zweiwöchige Teilsperrung des Obergerner Wegs zwischen Vorder- und Obergern werktäglich von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr.

„Sicherheit geht vor!“ nach diesem Motto wollen die Bayerischen Staatsforsten Verkehrsteilnehmer auf dem Weg von und nach Obergern vor Schäden bewahren und Licht für einen stabilen Wald in der Zukunft schaffen. Im Vordergrund der Waldpflegearbeiten steht die Herstellung der Verkehrssicherheit der Bestände entlang der Gemeindestraße. Fast alle Eschen in diesem Bereich sind vom Eschentriebsterben befallen und stellen eine ernstzunehmende Gefahr dar. Vor allem die durch Pilze verursachten Wurzelschäden sind problematisch, da geschwächte Eschen spontan und unvorhergesehen umfallen können. Auch von herabfallenden Ästen geht eine Gefahr aus. Deswegen findet hier eine umfassende Verkehrssicherung statt. Um die Straße bei größeren Schneefällen von umgebogenen Bäumen zu befreien, müssen zusätzliche Bäume entlang der Böschung gefällt werden.

Die Arbeiten werden am 14.01.2021 beginnen und dauern etwa zwei Wochen an. Zwischen 8:00 Uhr und 17:00 Uhr ist täglich mit Verkehrsbehinderung und Wartezeiten zu rechnen. Leider gibt es für diese Strecke keine Umleitung. Die Bayerischen Staatsforsten bittet alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Sperrungen. Nach der Maßnahme soll in diesem Bereich wieder für die kommende Jahre Ruhe einkehren.

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news-2669 Thu, 10 Feb 2022 14:14:40 +0100 Gemeinsam für das Auerhuhn https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/gemeinsam-fuer-das-auerhuhn.html Neues Besucherlenkungskonzept am Arber wird umgesetzt 09. Feburar 2022 Regen/Zwiesel/Bodenmais/Landau a.d.Isar – Rau, schneereich und unwirtlich ist das Klima am Arber. Doch eine Tierart liebt diese Bedingungen – das Auerhuhn. Damit das Auerhuhn diese rauen Bedingungen überlebt, hat es sich im Laufe der Evolution perfekt an seinen teils unwirtlichen Lebensraum angepasst. Doch nun dringt der Mensch bei seiner Freizeitgestaltung immer weiter in den Lebensraum des Auerhuhns vor und drängt es so immer weiter zurück. Um den Lebensraum des Auerhuhns am Arber zu sichern, haben der Naturpark Bayerischer Wald und die Fachstelle Waldnaturschutz Niederbayern gemeinsam mit den örtlichen Behörden und Forstbetrieben ein neues Konzept zur Besucherlenkung entwickelt: Neue, große Hinweisbanner in unmittelbarer Nähe der Parkplätze über den Wanderwegen machen die Besucher optisch darauf aufmerksam, dass sie jetzt ein sensibles Gebiet betreten.

Anfang Februar wurden die ersten Banner im Gebiet angebracht. Verstärkt wird diese Wirkung durch aus Holz geschnitzte Auerhähne, die bereits am Parkplatz die Besucher auf das Auerhuhn und seinen Lebensraum aufmerksam machen; geschnitzt wurden diese vom Forstwirtschaftsmeister Heinz Schütz. Auf den nebenstehenden Infotafeln finden die Wintersportler weiterführende Erläuterungen zum Auerwildschutzgebiet und Hinweise für naturverträgliche Routen und Verhalten.

Beobachtungen der jüngeren Vergangenheit zeigen eine besorgniserregende Zunahme verschiedenster Aktivitäten und Veranstaltungen vor allem im Bereich des Abenteuer-Tourismus. Schneeschuh- und Tourenski-Wanderungen abseits von markierten und offiziell aus-gewiesenen Wanderwegen, auch nachts mit Fackeln und anderen Leuchtmitteln sind nur einige Beispiele für einen zunehmenden Abenteuer-Tourismus im Gebiet. Aufgrund der eingeschränkten Möglichkeiten der Freizeitgestaltung im Zusammenhang mit den Corona-Maßnahmen hat sich die Situation im Arbergebiet weiter verschärft. Das Thema Besucher-ansturm und Abenteuer-Tourismus ist somit aktueller denn je.

„Das Auerhuhn kann sich zwar an eine gewisse regelmäßige und einschätzbare Frequentierung durch den Menschen anpassen, so dass eine funktionierende Besucherlenkung elementar wichtig ist“ erklärt Johannes Matt, Gebietsbetreuer für die Arberregion vom Naturpark Bayerischer Wald. „Das Problem stellen jedoch Personen dar, die die markierten Wege verlassen und mitten im Kernlebensraum des scheuen Waldvogels gehen“ ergänzt Tobias Schropp von der Fachstelle Waldnaturschutz Niederbayern. Dadurch wird das sehr störungsempfindliche Auerhuhn großflächig beunruhigt. Auerhühner merken sich diese Stör- und Gefahrenstellen und meiden diese dauerhaft. Ihr Lebensraum schrumpft also weiter. Störungen haben aber auch direkten und gefährlichen Einfluss auf das Leben der Auerhühner im Winter: Werden Auerhühner plötzlich aufgeschreckt, benötigen sie für die Flucht viel Energie, die ihnen am Ende des Winters bei der Balz und Fortpflanzung fehlt. Oder schlimmer noch, die geschwächten Auerhühner überleben den harten Winter gar nicht, weil sie durch den massiven Energieverlust verhungern.

Im Rahmen des 2021 ins Leben gerufenen Besucherlenkungsprojektes Auerhuhn lebt Zukunft am Arber versuchen der Naturpark Bayerischer Wald gemeinsam mit den örtlichen Behörden, Forstbetrieben und vielen weiteren beteiligten Akteuren durch eine neue Beschilderung und Hinweisbanner an den Hauptzugangsorten in das Auerwildschutzgebiet Arber auf die Problematik des Quereinlaufens hinzuweisen. „Ziel des Projekts ist die Lebensraumsicherung des Auerhuhns am Arber“, sagt Jürgen Völkl vom Forstbetrieb Bodenmais der Bayerischen Staatsforsten. Forstrat Christoph Salzmann vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regen ergänzt: „Nur wenn alle Beteiligten vor Ort an einem Strang ziehen, hat das Auerhuhn im Bayerischem Wald auch in Zukunft einen Raum zum Leben.“

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news-2668 Thu, 10 Feb 2022 13:48:33 +0100 Forstbetrieb Bad Brückenau legt Feuchtbiotope an https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstbetrieb-bad-brueckenau-legt-feuchtbiotope-an.html 09. Fbruar 2022 Bad Brückenau / Unterebersbach – Im Forstrevier Unterebersbach des Forstbetriebes Bad Brückenau der Bayerischen Staatsforsten wurden zwei neue Feuchtbiotope als gezielte Waldnaturschutzmaßnahme für die Verbesserung der natürlichen Lebensräume von Insekten, Amphibien, Reptilien, Vögeln und Co. angelegt. Die Maßnahme ist Teil des Naturschutz-Programms „Der Wald blüht auf“ der Bayerischen Staatsforsten AöR und wird vom Freistaat Bayern gefördert.

Bei der Anlage der Feuchtbiotope durch einen Kettenbagger wird versucht möglichst viele Strukturen und somit unterschiedliche Lebensräume zu schaffen. So sind eine buchtige Uferführung, ein Wechsel von Flach- und Tiefwasserzonen, Lesestein- und Totholzhaufen, sandige und humushaltige Uferbereiche, sonnige und schattige Zonen, sowie Tümpel mit und ohne Insel erprobte Standards um möglichst vielen Arten ein neues Habitat zu bieten. Auf eine künstliche Begrünung wird bewusst verzichtet, um auch hier der Natur und der natürlichen Sukzession freien Lauf zu lassen. Für Waldbesucher kann so ein frisch gebaggerter Tümpel daher zuerst etwas befremdlich wirken, aber bereits nach wenigen Jahren ist das Feuchtbiotop kaum wieder zu erkennen und voller Leben.

In den letzten beiden Jahren konnten über das Naturschutzprogramm bereits vier Feuchtbiotope im Revier Unterebersbach angelegt werden und weitere werden in den kommenden Jahren folgen, ist sich Revierleiter André Schönfeldt sicher. „Mein persönliches Highlight ist es die im Revier heimischen Schwarzstörche an den neuen Tümpeln zu sehen, da mir dies die Bestätigung gibt mit den Naturschutzmaßnahmen im Revier auf einem guten Weg zu sein“.

 

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news-2667 Fri, 04 Feb 2022 12:56:55 +0100 Freiraum für den Zukunftswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/freiraum-fuer-den-zukunftswald.html Forstbetrieb Fichtelberg bereitet Waldstück bei Frankenreuth für den Klimawandel vor. 03.Feburar 2022 Fichtelberg – Für einen stabilen, klimatoleranten Mischwald entstand bei Frankenreuth zwischen Brand und Kulmain eine Waldlichtung. Dort hinein lassen die Bayerischen Staatsforsten im Herbst Eichen und Linden pflanzen. Die beiden Baumarten werden mit dem künftigen Klima besser zurechtkommen, als die bisher vorherrschenden Fichten.

Im Wald an der Kreisstraße von Frankenreuth nach Hermannsreuth schimmert am sogenannten Ahornberg eine neu entstandene Lichtung durch die Bäume. Auf einer Fläche, die knapp drei Fußballfeldern entspricht, ließen die Bayerischen Staatsforsten nahezu alle Fichten fällen. Nur ein lockerer Schirm aus Kiefern und Lärchen blieb stehen. Wurde hier großflächig Raubbau am Wald betrieben, um schnell Geld zu machen?

„Genau das Gegenteil ist der Fall!“ versichert Miriam Lang, Mitarbeiterin beim Forstbetrieb Fichtelberg und zuständig für das Revier Ahornberg. „Wir investieren hier in die Zukunft unserer Wälder.“ Auf der Fläche werden voraussichtlich im nächsten Herbst kleine Eichen- und Lindenbäumchen gepflanzt. Von diesen Baumarten erwartet die Försterin, dass sie an dieser Stelle auch in hundert Jahren noch geeignete Wuchsbedingungen vorfinden. „Wir befürchten, dass das Klima im nächsten Jahrhundert deutlich wärmer und wahrscheinlich auch trockener wird. Damit kommen die bei uns weit verbreiteten Fichten nicht gut zurecht. Deshalb pflanzen wir heute schon den Wald von Morgen mit den dann geeigneten Baumarten.“

Den Platz und das Vorgehen wählte die junge Försterin mit Bedacht aus: „Der Boden ist mäßig trocken, leicht lehmig und nicht zu nährstoffreich. Hier wachsen die Eichen voraussichtlich gut und kräftig. Der lichte Schirm aus einzelnen Kiefern und Lärchen lässt genug Licht für den Baumnachwuchs durch. Zugleich schützt er aber die jungen Pflanzen vor einem Zuviel an Sonne. Und die Alt-Kiefern und -Lärchen werden auch noch Samen abwerfen. Dadurch wird die Eichenkultur mit weiteren Baumarten angereichert.“

Verteilt über die Fläche stehen einzelne, in 4-5 m Höhe gekappte Baumstümpfe. Darauf – so der Plan – können sich Greifvögel auf der Jagd nach Mäusen niederlassen, Totholz-bewohnende Insekten bohren sich ein, Spechte legen ihre Nisthöhlen an.

Die Maßnahme ist Teil des Klimawaldkonzepts, das die Bayerischen Staatsforsten im Staatswald umsetzen. Mit aktivem Waldumbau hin zu stabilen, an den jeweiligen Standort angepassten Baumarten sichern die Förster den Wald und begegnen dem Klimawandel. Neben dem lokal Bewährten werden auch innovative Baumarten erprobt, wie z.B. Edelkastanien, Schwarznuss-Bäumen oder so wie hier Eichen am Rand ihres bisherigen Verbreitungsgebiets.

„Wir machen den Wald fit für die Zukunft“ verspricht Miriam Lang. „Damit auch nachfolgende Generationen ihre Freude an unseren Wäldern haben."

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news-2666 Fri, 04 Feb 2022 09:20:44 +0100 Totes Holz schaffte neues Leben im Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/totes-holz-schaffte-neues-leben-im-wald.html 02. Februar 2022 Weißenhorn - Ein Förster sorgt sich um seine Bäume, die gut wachsen und gedeihen sollen. Das sieht eigentlich auch Revierförster Johannes Reisacher so, der den südlichen Roggenburger Forst der Bayerischen Staatsforsten in Weißenhorn betreut. Und doch hat er in den letzten Wochen über 30 Bäume im Staatswald von einer Holzerntemaschine in mehreren Metern Höhe kappen lassen. Ohne Krone entsteht ein Totholz-Stamm – warum macht ein Förster so etwas? „In unseren Wäldern gibt es natürlicherweise nur wenig stehendes Totholz, das aber ein sehr wichtiger Lebensraum ist: Rund ein Viertel aller Pilz- und Käferarten braucht Totholz als Lebensraum, auch seltene Spechte und Fledermäuse sind darauf angewiesen“, erläutert Reisacher. „Daher schaffen wir mit der Hochköpfung von Bäumen ganz gezielt diese wertvollen Lebensräume.“

Dass die Biotopgestaltung schnelle Erfolge zeigt, hat Johannes Reisacher schon oft beobachtet. „Die Spechte merken sofort, wenn ein Baum abstirbt und sie dort mit dem Wohnungsbau beginnen können. Spechtabschläge und -höhlen sind in den Hochstümpfen schon nach ein oder zwei Jahren zu sehen. Auch Rindenquartiere für Fledermäuse finden sich schnell an den Stämmen, dazu noch andere Biotopmerkmale wie Pilzkonsolen.“ Dem Forstmann zufolge werden nur stärkere Bäume zu Hochstümpfen entwickelt, die mindestens 35 cm Brusthöhendurchmesser haben. Schließlich sollen die Quartiere von Specht & Co auch Jahrzehnte lang genutzt werden können. Die gekappten Hölzer müssen mindestens 3 Meter hoch sein, besser sind bis zu sechs Meter. Der Freistaat Bayern fördert die Anlage und damit den Artenschutz im Staatswald.

Die Biotophölzer werden übrigens nicht einfach zufällig angelegt: Förster Reisacher strebt eine trittsteinartige Verteilung der Hochstümpfe über das ganze fast 2000 Fußballfelder große Revier an: Ziel ist eine gute Vernetzung der Habitate, damit auch Arten wie seltene Käfer, die nicht kilometerweit laufen oder fliegen können, profitieren. Förster Reisacher ist zufrieden: „Diese Naturschutzmaßnahme können wir sehr gut mit unserer nachhaltigen Waldbewirtschaftung kombinieren, Artenschutz und Forstwirtschaft gehen hier Hand in Hand. In den nächsten Jahren werden sicher noch einige Dutzend weitere Biotophölzer dazukommen.“      

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news-2665 Tue, 01 Feb 2022 17:26:23 +0100 Die Natur ruht sich aus https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/die-natur-ruht-sich-aus.html 01.02.2022, Sonthofen – „Wenn Schnee im Allgäu fällt, legt sich eine ganz eigene Ruhe und Schönheit über die Landschaft. Gerade bei frischem Schneefall ist dies besonders intensiv zu spüren. Keine Bewegung ist zu sehen, nichts zu hören, alles versinkt unter einer dicken, weißen und sehr beruhigenden Schneewatte“, freut sich Berufsjäger Arno Bletzinger von den Bayerischen Staatsforsten. Die Fortbewegung im tiefen Schnee wird beschwerlich, für die Tiere wie für den Menschen. Es kommt zu einer starken Entschleunigung des Lebens.

Die sonst so umtriebigen Vögel sitzen in aller Ruhe zu putzigen kleinen, aber dicken Bällchen aufgeplustert in den eingeschneiten Ästen. Von der anderen Tierwelt ist wenig zu sehen. Mit Glück vielleicht ein Hase oder Reh in ihrem ebenso dick aufgeplusterten Winterfell. Auch sie bewegen sich so wenig wie möglich. Deshalb sind meist nur vereinzelte, geheimnisvolle Spuren im Schnee zu finden.

Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting ergänzt seinen Berufsjäger: „Diese winterliche Ruhe bietet dem stressgeplagten, modernen Menschen eine starke Entschleunigung und intensive Erholung und an Sonnentagen auch viel Licht in der dunklen Jahreszeit. Viele Menschen zieht es im Winter hinaus ins Freie, in die Landschaft. Gerne kommen jetzt Skier oder Schneeschuhe zum Einsatz und es reizt, auf den verschneiten, unberührten Flächen seine Spur zu ziehen. Aber Vorsicht: Sie sind nicht allein!“ Die Versuchung, ausgezeichnete Wege und Pfade zu verlassen, ist im Winter besonders groß.

Leider ist die Störung der Natur beim Verlassen der Wege im Winter aber auch besonders gravierend. Denn die Natur überwintert in einem komplexen Gleichgewicht, das zu dieser Jahreszeit besonders sensibel und störungsanfällig ist. Berufsjäger Arno Bletzinger weiß: „Die meisten Tier- und Pflanzenarten haben im Winter in einen allumfassenden, tiefgreifenden Ruhemodus geschaltet. Dieser Ruhemodus, der die Natur für uns Menschen attraktiv machen kann, ist für die Natur jedoch ein blanker Überlebensmodus. Nicht nur das pflanzliche Leben ist auf ein Minimum reduziert. Auch die wenigen noch sichtbaren und vielen unsichtbaren Tiere sind für ihr Überleben darauf angewiesen, Ruhe zu halten und möglichst wenig Energie zu verbrauchen, um mit dem stark eingeschränkten Nahrungsangebot überwintern zu können. Deshalb ist es gerade im Winter besonders wichtig, dass der Mensch seine ausgetretenen Wege und Pfade nicht verlässt. Denn die Tiere kennen die üblichen Wege der Menschen und können sich so an sie gewöhnen.“ Worauf sie sich nicht einstellen können, sind ungewohnte Bewegungsmuster: Plötzliches, unerwartetes Auftauchen des Menschen in den winterlichen Rückzugsgebieten, abseits der üblichen Wege.

Nochmal Forstbetriebsleiter Jann Oetting: „Deshalb haben wir Menschen auch in unserer Freizeit und mit der durch Schneeschuhe oder Tourenski gewonnenen Bewegungsfreiheit eine große Verantwortung. Nicht nur unsere Mitmenschen, sondern auch die Tiere und Pflanzen freuen sich über tief verschneite, unverspurte und unberührte Naturlandschaften.“

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news-2664 Tue, 01 Feb 2022 17:21:12 +0100 Eschentriebsterben erfordert zusätzliche Verkehrssicherungsmaßnahmen im Bannwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/eschentriebsterben-erfordert-zusaetzliche-verkehrssicherungsmassnahmen-im-bannwald.html (01.02.2022) – Ottobeuren  Die Bayerischen Staatsforsten führen aktuell eine kombinierte Holzernte- und Verkehrssicherungsmaßnahme im Bannwald durch. Ziel ist zum einen Licht zu schaffen für die nächste Waldgeneration. Zum anderen werden gezielt geschädigte Eschen gefällt, die vom sogenannten Eschentriebsterben (ein importierter Pilz aus Asien) betroffen sind und aufgrund der vom Erreger verursachten Schäden an Wurzeln, Stamm und Ästen ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die Waldbesucher darstellen.

Diese Bäume wurden vorab vom Revierleiter ausgezeichnet. Die bislang gefällten Bäume zeigen, dass die Schädigung der Eschen weiter vorangeschritten ist als erwartet. Vielfach sind neben den namensgebenden Triebschäden auch Stammfuß und Wurzeln von dem Pilz stark geschädigt. Nicht nur sind völlig unvermittelte Astabbrüche zu erwarten, auch ganze Bäume drohen unvermittelt umzustürzen, weil die Wurzeln keinen Halt mehr bieten. Gerade oberhalb des Hotels St. Ulrich und entlang und über den Wanderwegen müssen daher zusätzliche Eschen aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Forstbetriebsleiter Dr. Hermann S. Walter: „Ich verstehe, dass die Fällung nicht bei allen Waldbesuchern auf ungeteilte Begeisterung stoßen wird. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Die Fällung dient der Sicherheit von Waldbesuchern und Anwohnern.“ Vielfach harrt unter den Eschen bereits die nächste Waldgeneration in Form von Fichten, Buchen und Bergahorn aus und wartet auf mehr Licht. Wo nötig werden die Waldarbeiter offene Stellen im Herbst mit weiteren Mischbaumarten wie der Flatterulme auspflanzen, die versprechen, auch mit einem wärmeren Klima zurecht zu kommen.

Aus Sicherheitsgründen müssen für die Fällungen einzelne Waldwege und die angrenzenden Waldflächen jeweils kurzzeitig gesperrt werden. Der Forstbetrieb bittet die Waldbesucher, die Sperrungen im Interesse der eigenen Sicherheit strikt zu beachten und bittet um Verständnis für die Holzernte und Sicherungsarbeiten. Die Wege werden nach Abschluss der Arbeiten wieder instandgesetzt.

Der Forstbetrieb Ottobeuren

Der Forstbetrieb Ottobeuren ist einer von 41 Forstbetrieben der Bayerischen Staatsforsten und bewirtschaftet mit rund 50 Beschäftigten den Staatswald von der Schotterriedel-landschaft über das Vorallgäu in die bewegte Allgäuer Jungmoränenlandschaft hinein. Nährstoffreiche Böden und reichlich Niederschläge erlauben den Bäumen herausragende Wuchsleistungen. Fichtendominierte Wälder werden sukzessive in standortgerechte Mischwälder mit Tanne, Buche und Edellaubbäumen umgebaut. Der Forstbetrieb setzt dabei auf eine naturnahe Forstwirtschaft mit einzelstammweiser Nutzung ohne Kahlschlag, erhöht den Totholzvorrat als elementares Strukturmerkmal für mehr Artenvielfalt im Wald, schützt dauerhaft Biotopbäume, setzt konsequent auf die natürliche Verjüngung unserer Wälder und schafft Raum für Erholungssuchende.

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news-2663 Mon, 31 Jan 2022 11:23:08 +0100 Jetzt BaySF-Trainee 2022 werden! https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/traineeprogramm-bei-den-bayerischen-staatsforsten-jetzt-bewerben.html Traineeprogramm bei den Bayerischen Staatsforsten – jetzt bewerben! Seit 2020 bieten die Bayerischen Staatsforsten für Masterabsolventinnen und -absolventen forstlicher Studiengänge ein zweijähriges Traineeprogramm an. Dabei werden unsere Trainees umfassend auf die Tätigkeit in der 4. Qualifikationsebene Forst in unserem Unternehmen vorbereitet. Während dieser Zeit durchlaufen die Trainees gemeinsam mit den Forstreferendarinnen und -referendaren der Bayerischen Forstverwaltung Fachlehrgänge und Praxisabschnitte an Organisationseinheiten der Bayerischen Staatsforsten und der Bayerischen Forstverwaltung. Den Abschluss des Traineeprogramms bildet eine Prüfung.

Unsere ersten Trainees stehen nun kurz vor der abschließenden Prüfung. Wir wollten von ihnen wissen, welche Erfahrungen sie in ihrer Zeit als Trainee bei den BaySF gemacht haben.

Hier ein paar Statements dazu:

„Durch das Traineeprogramm der Bayerischen Staatsforsten konnte ich mein Wissen über die bayerischen Wälder weiter vertiefen und gleichzeitig die Abläufe im Unternehmen kennenlernen. Von Anfang an wurde man als Teil des Unternehmens gesehen und gefördert.“
Frauke Holland, Trainee

„Als Trainee der BaySF ist man Teil des Teams – von Anfang an. Ich wurde direkt in alle Prozesse eingebunden – als Teil des Teams lernte ich das Unternehmen und seine Aufgaben umfassend kennen. Der Blick über den Tellerrand, zum Beispiel beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, ist ein riesiger Vorteil des Traineeprogramms der BaySF.“
Dr. Roman Koster, Trainee

„Das Trainee Programm der Bayerischen Staatsforsten war für mich nach dem Master genau das Richtige, um mich auf meine berufliche Zukunft vorzubereiten.“
Antonius Haane, Trainee

„Nach 2 Jahren stehen wir kurz vor der großen forstlichen Staatsprüfung. Das Traineeprogramm der Bayerischen Staatsforsten kann ich den Absolvent*innen forstlicher Studiengänge wärmstens empfehlen.“
Thiemo Steuer, Trainee

Neugierig geworden auf unserer Traineeprogramm? Dann Informier Dich jetzt hier auf unserer Homepage! Gerne stehen wir auch persönlich für Fragen zur Verfügung.

Oder weißt Du schon genau, dass Du als Trainee Teil der Bayerischen Staatsforsten sein möchtest? Dann einfach online bewerben! Unsere aktuelle Ausschreibung findest Du unter „Offene Stellen“. Bewerbungsschluss ist der 12.02.2022.

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news-2662 Thu, 27 Jan 2022 14:09:23 +0100 Werthölzer werden ihrem Namen gerecht! https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/werthoelzer-werden-ihrem-namen-gerecht.html Neue Rekordmarke bei der Nadelholz-Submission in Litzendorf 20. Januar 2022 Regensburg - Aufgrund der Corona-Pandemie wurde heuer der traditionelle Nadelwertholz-Versteigerungstermin Litzendorf am 18. Januar 2022 zum Gesundheitsschutz aller Beteiligten zum zweiten Mal in Folge als Submission durchgeführt. Rekordverdächtig: Insgesamt 27 Bieter aus dem In- und Ausland rangen um die besten Werthölzer Nordbayerns. Nicht nur die Teilnehmerzahl, sondern auch die Ergebnisse übertrumpften erneut die vorangegangenen Jahre.

Insgesamt neun staatliche Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten (BaySF) hatten im Vorfeld ihre Werthölzer auf den zwei zentralen Lagerplätzen in Strullendorf und Weibersbrunn präsentiert. Das Angebot der BaySF war mit rd. 1.300 Festmetern deutlich höher als im letzten Jahr.

Der Durchschnittspreis über alle Baumarten übersteigt mit 287 €/fm den Vorjahreswert um mehr als 20 €/fm. Alle angebotenen Lose erhielten einen Zuschlag. Damit konnte wiederholt eines der besten Ergebnisse in der Veranstaltungshistorie erreicht werden.

Über das Höchstgebot von 600 €/fm erfreute sich dieses Jahr nicht nur ein Stamm. Stattdessen gibt es heuer ein sogenanntes „Brautpaar“. Ein Oberfränkischer Bieter überbot seine Konkurrenten bei einer Lärche aus dem Forstbetrieb Forchheim und einer Lärche aus dem Forstbetrieb Bad Brückenau.

Die Lärche war insgesamt mit einem Durchschnittserlös von 414 €/fm der Verkaufsschlager der Submission und übertraf den Vorjahreswert (396 €/fm) deutlich. Ebenso durfte sich die angebotene Kiefer einer steigenden Nachfrage erfreuen. Mit durchschnittlich 190 €/fm liegt auch hier das Ergebnis über den Vorjahreswerten von 182 €/fm. Besonders erwähnenswert ist der Preissprung bei der Baumart Douglasie. Mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 339 €/fm wurden die Vorjahresergebnisse um mehr als 60 €/fm überboten. Beim Fichtenwertholz stieg die angebotene Menge heuer auf über 100 fm an und erzielte durchschnittlich einen Preis von 261 €/fm. Abschließend wurden auf der diesjährigen Submission auch eine Tanne und eine Strobe angeboten. Beide Stämme fanden zu guten Preisen einen Abnehmer.

Aus dem teilnehmenden Bieterkreis haben letztlich 21 Firmen einen Zuschlag für ihre Gebote erhalten (2021: 16). Sechs teilnehmende Firmen blieben ohne Zuschlag.Grundsätzlich soll an der Angebotsform der Versteigerung festgehalten werden, in der guten Hoffnung diese im nächsten Jahr wieder in altbewährter Weise durchführen zu können. Die Verkäuferseite ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden und bedankt sich bei allen Kunden für das große Interesse.

Das Gesamtergebnis der Nadelwertholzversteigerung kann der nachfolgenden Zusammenstellung entnommen werden:

 

Ergebnisse der Nadelwertholz-Submission Litzendorf 18.01.2022

(in Klammern die Werte des Vorjahres)

Baumart

Mengenangebot

Zuschlag

kein Zuschlag

Erlös in Euro/fm

fm

Lose

fm

Lose

fm

Lose

min

max

Ø

Fichte

119,21

10

119,21

10

--

--

100

368

261

(1,10)

(1)

(1,10)

(1)

--

--

(200)

(200)

(200)

Kiefer

600,02

49

600,02

49

--

--

100

231

190

(617,48)

(51)

(617,48)

(51)

--

--

(144)

(240)

(182)

Lärche

394,25

50

394,25

50

--

--

106

600

414

(385,73)

(60)

(385,73)

(60)

--

--

(255)

(800)

(396)

Douglasie

203,65

23

203,65

23

--

--

100

528

339

(45,21)

(5)

(45,21)

(5)

--

--

(176)

(320)

(273)

Strobe

2,21

1

2,21

1

--

--

111

302

302

(1,57)

(1)

(1,57)

(1)

--

--

(141)

(141)

(141)

Tanne

3,15

1

3,15

1

--

--

120

135

135

(0)

(0)

(0)

(0)

--

--

(0)

(0)

(0)

Gesamt

1.322,49

134

1.322,49

134

--

--

100

600

287

(1.051,09)

(118)

(1.051,09)

(118)

--

--

(141)

(800)

(264)

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news-2661 Mon, 24 Jan 2022 14:20:18 +0100 BN und Forstbetrieb pflegen Flachmoor https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/bn-und-forstbetrieb-pflegen-flachmoor.html 21. Januar 2022, Tennenloher Forst - Der BUND Naturschutz, Kreisgruppe Erlangen und der Forstbetrieb Nürnberg pflegen mit ehrenamtlichen Kräften ein Flachmoor südlich des Geyersberges im Naturschutzgebiet Tennenloher Forst (Landkreis Erlangen-Höchstadt). Am Freitag, 21.1.2022 fand eine größere Pflegemaßnahme statt, etliche Helfer:innen hatten sich dazu eingefunden.                                                                                                                                                                                                                                                                
„Wir haben das kleine Moor seit Mitte der 1990er Jahre im Blick. In den letzten Jahren ist es leider immer stärker zugewachsen. Die klimawandel-bedingte Trockenheit hat zur Senkung des Grundwasserspiegels geführt und nun holen sich Weiden, Birken und Kiefern die Fläche zurück. Damit wir den seltenen Verkannten Wasserschlauch, eine fleischfressende und sehr schön blühende Pflanze und viele andere gefährdete Arten erhalten können, müssen wir für mehr Sonneneinstrahlung sorgen und Gehölze entnehmen“, so Rainer Hartmann, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Erlangen.                                                                                                                                                                                                                                   
Johannes Wurm betont: „Wir freuen uns über die Unterstützung durch den BUND Naturschutz Erlangen. Naturschutz ist uns im Staatsforst ein großes Anliegen. Die flache Mulde wurde Anfang der 1990er Jahre durch das damalige Forstamt Erlangen zusammen mit der US-Armee angelegt. Das Biotop wurde wiederholt durch uns gepflegt - zuletzt 2017. Nun stand wieder eine Pflege an, die mit viel Sachverstand, Fingerspitzengefühl und Engagement durch die Kreisgruppe des BN umgesetzt wurde. Ich möchte mich daher sehr herzlich, für die hervorragende Kooperation und den tatkräftigen Einsatz bedanken!“                                                                                                                                                                                          
„Solche Feuchtlebensräume auf Dünensand sind im Gebiet der Sandachse Franken sehr selten geworden, überall wurde der Sand abgebaut oder Mulden verfüllt. Solche Heiden und Moore, beherbergen spezielle Arten wie die Große Moosjungfer, eine gefährdete Libellenart, den Wasserschlauch und verschiedene Torfmoose“, so Tom Konopka, Betreuer des Projektes.
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news-2660 Mon, 24 Jan 2022 09:06:25 +0100 Borkenkäfer-Bilanz 2021: Niedrigste Schadmengen seit sechs Jahren https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/borkenkaefer-bilanz-2021-niedrigste-schadmengen-seit-sechs-jahren-ausreichende-niederschlaege-kuehlere-durchschnittstemperaturen-und-konsequente-aufarbeitung-sorgen-fuer-ruecklaeufige-borkenkaeferzahlen-im-bayerischen-staatswald.html Ausreichende Niederschläge, kühlere Durchschnittstemperaturen und konsequente Aufarbeitung sorgen für rückläufige Borkenkäferzahlen im bayerischen Staatswald

Regensburg, 23. Januar 2022 – Gute Nachrichten aus dem Staatswald: „Im Kalenderjahr 2021 gab es mit rund 710.000 Festmetern (fm) die geringsten Borkenkäfermengen seit sechs Jahren“, so ein Sprecher der Bayerischen Staatsforsten. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Wert um 35 Prozent, im Vergleich zum Hitzejahr 2019 sogar um mehr als die Hälfte (-54 Prozent).

 

 

Die Zahlen (auf Tausender gerundet):

2021

710.000 Festmeter

2020

1.088.000 Festmeter

2019

1.534.000 Festmeter

2018

1.046.000 Festmeter

2017

1.174.000 Festmeter

2016

814.000 Festmeter

6-Jahres-Durchschnitt

1.061.000 Festmeter

 

„Ein vergleichsweise kühles und nasses Wetter sorgte dafür, dass die Entwicklung der Borkenkäfer gebremst und die Abwehrkraft der Fichten gestärkt wurde. Hinzu kommt die kontinuierliche und schnelle Aufarbeitung der Schäden – das sind die drei wesentlichen Gründe, warum wir 2021 weniger Borkenkäferschäden hatten als in den Jahren davor“, fasst der Staatsforsten-Sprecher die Ursachen für die geringeren Schäden zusammen.

Die Borkenkäferzahlen für den gesamten Staatswald sind insgesamt rückläufig. Allerdings gab es in Bayern ein deutliches Nord-Süd-Gefälle. Während in der Mitte und im Süden Bayerns die Borkenkäferschäden durch zahlreiche Niederschläge und der dadurch gestiegenen Abwehrkraft der Bäume weit hinter den Vorjahren zurückblieben, ist der Frankenwald durch ungleiche Niederschlagsverteilung, wärmere Temperaturen und hohe Ausgangspopulationen der „bayerische Borkenkäferhotspot“.

 

Prognose

Auch wenn die Werte 2021 niedriger als die Zahlen der letzten Jahre sind, werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten auch 2022 stetig nach neuen Käferholzbäumen suchen, sie bei Befall markieren und schnellstmöglich aus dem Wald transportieren. „Aufgrund der geringeren Schäden und der geplanten kontinuierlichen Aufarbeitung in den bayerischen Staatswäldern rechnen wir auch 2022 mit deutlich niedrigeren Schadzahlen als in den letzten Jahren – sofern auch das Wetter mitspielt“, so der Sprecher zuversichtlich. 

 

Hintergrund / Wissenswertes

Den Bayerischen Staatsforsten ist es in den letzten Jahren mit einem personellen und finanziellen Kraftakt gelungen, eine Massenvermehrung des Borkenkäfers im Staatswald zu verhindern. Mit dem enormen Aufwand von jährlich mehr als 200.000 Suchstunden in über 1.000 Suchbezirken und über 10 Millionen Euro Kosten für Borkenkäfersuche jährlich sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Staatsforsten dem Käfer zu Leibe gerückt.

Während in vielen Teilen Deutschlands und Europas die Nadelholzvorräte in den Wäldern durch die Folgen von Stürmen, Trockenheit, Hitze und Schädlinge abgenommen haben, sind diese im Bayerischen Staatswald stabil und in einigen Landesteilen sogar leicht steigend. „Unsere Anstrengungen beim Waldschutz der letzten Jahre zeigen Wirkung. In den bayerischen Staatswäldern gibt es weiterhin ausreichend Nadelholz, um die hohe Nachfrage bedienen zu können“, teilte der Staatsforsten-Sprecher abschließend mit. Zudem werden die Schadflächen mit klimatoleranten Baumarten angereichert, um den Wald der Zukunft für den Klimawandel zu rüsten.

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news-2659 Fri, 21 Jan 2022 14:08:19 +0100 Forstbetrieb Ebrach: Waldführungen mit Försterinnen und Förster starten wieder https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstbetrieb-ebrach-waldfuehrungen-mit-foersterinnen-und-foerster-starten-wieder.html 21. Januar 2022 – Ebrach   Die beliebten Waldführungen mit den Försterinnen und Förstern des Forstbetriebs der Bayerischen Staatsforsten können auch heuer wieder stattfinden.

Mit den Führungen informieren die Försterinnen und Förster über das Naturschutz-integrative Waldbewirtschaftungskonzept, welches der Forstbetrieb Ebrach seit Jahren praktiziert. Es handelt sich um ein optimiertes Konzept, das sowohl die Belange des Natur- und Artenschutzes, der Erholungsfunktion des Waldes wie auch die Interessen der Holzverarbeiter in der Region berücksichtigt. Auch Themen wie die bisherigen und neu ausgewiesenen Naturwaldflächen, die Auswirkung der Klimaveränderung, die Maßnahmen zur Erhaltung der Wälder mit ihren vielfältigen Leistungen und die Möglichkeiten von Forst- und Holzwirtschaft bei der CO2-Speicherung werden angesprochen.

Start ist in diesem Jahr schon am 4. Februar: Welchen Baum sucht der Förster für die Holzernte aus und warum?

Interessenten werden gebeten, sich per Email (info-ebrach@baysf.de) oder telefonisch (09553 9897-0) anzumelden. Es gilt aktuell die 2G-Regel (geimpft oder genesen). Zudem bitten wir, bei den Waldbegängen den Mindestabstand von 1,50 Metern zu beachten sowie eine FFP2-Maske bereit zu halten. Personen mit Erkrankungen bitten wir auf eine Teilnahme zu verzichten.

Die erste Führung findet am Freitag, 4. Februar 2022 rund um Ebrach in den Revieren Winkelhof und Oberschwarzach statt. Beginn ist um 14 Uhr und Ende ca. 16 Uhr. Festes Schuhwerk, angepasste Kleidung und eigener PKW sind erforderlich. Der Treffpunkt wird bei Anmeldung bekannt gegeben.

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news-2658 Fri, 21 Jan 2022 13:03:52 +0100 „Ich würde es immer wieder tun“ – 40 Jahre Waldarbeit https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ich-wuerde-es-immer-wieder-tun-40-jahre-waldarbeit.html 21. Januar 2022, Sonthofen – Kajetan Weixler ist sich sicher: „Ich würde es immer wieder tun und kann jedem den Beruf empfehlen!“. Vor nunmehr 40 Jahren hat Kajetan Weixler sich für den Wald als Arbeitsplatz entschieden.

Nach Abschluss einer Schreinerausbildung überwog die Liebe zum Wald und der Arbeit an der frischen Luft. Darum hat sich Kajetan Weixler beim damaligen Forstamt Kempten im Mai 1982 als Waldarbeiter beworben. 1986 legte er die Prüfung zum Forstwirt ab und erlangte sogar das Leistungsabzeichen in Gold für die beste Prüfung des Jahrganges.

Seither war Kajetan Weixler in den Staatswäldern im Oberallgäu als Forstwirt und Vorarbeiter zur Stelle, wenn es Holz zu ernten, junge Bäume zu pflanzen, Jungbestände zu pflegen oder sonstige Arbeiten zu erledigen gab. Mit großer Leidenschaft hat er sich auch bei der Ausbildung von jungen Forstwirten engagiert und konnte hier sein umfangreiches Fachwissen und manche praktischen Tricks an die Auszubildenden weitergeben. „Kajetan Weixler wurde im Laufe der Zeit quasi der berufliche Vater vieler junger Waldarbeiter“, schmunzelt Jann Oetting Leiter des Forstbetriebs Sonthofen und fährt fort: „Sein großes Talent konnte er in der Ausbildung ausgesprochen gut einsetzen. Sie werden uns fehlen!“. Weixler bedankt sich und blickt zurück: „Bei der Waldarbeit gab es sehr viele gute Entwicklungen, vor allem bei der Sicherheit und Technik! Ohne die könnten wir nicht nach so langer Zeit immer noch mit Freude im Wald arbeiten“.

Nach 40 Jahren läuft nun seine aktive Zeit bei den Bayerischen Staatsforsten aus und beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Forstbetriebsleiter Jann Oetting und Servicestellenleiter Wolfgang Lerner bedanken sich mit einem Geschenkkorb für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Für den Ruhestand wünschen ihm alle Kolleginnen und Kollegen der Bayerischen Staatsforsten Sonthofen noch viele gesunde Jahre mit Zeit für seine vielfältigen Hobbies.

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news-2657 Thu, 20 Jan 2022 09:00:39 +0100 Holzerntemaßnahmen im Bannwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/holerntemassnahmen-im-bannwald.html 19. Januar Ottobeuren -  Die Bayerischen Staatsforsten führen ab Donnerstag, den 20.1.2022 eine kombinierte Holzernte- und Verkehrssicherungsmaßnahme im Bannwald durch. Durch die selektive Entnahme von Altbäumen erhält die nachwachsende, junge Baumgeneration mehr Licht zum Wachsen. Stabile Bäume und Mischbaumarten werden gezielt gefördert. Ziel ist, die Baumartenmischung und Struktur und damit die Bestandsstabilität weiter zu erhöhen und damit die dauerwaldartigen Strukturen im Bannwald zu stärken. Entlang der Wege entnehmen die Waldarbeiter zusätzlich Bäume, die eine Gefährdung der Verkehrssicherheit darstellen.

Aus Sicherheitsgründen müssen zu diesem Zweck einzelne Waldwege und die angrenzenden Waldflächen jeweils kurzzeitig gesperrt werden. Der Forstbetrieb bittet die Waldbesucher, die Sperrungen im Interesse der eigenen Sicherheit strikt zu beachten und bittet um Verständnis für die Waldpflege-Arbeiten. Die Wege werden nach Ende der Arbeiten wieder instandgesetzt.

 

Der Forstbetrieb Ottobeuren

Der Forstbetrieb Ottobeuren ist einer von 41 Forstbetrieben der Bayerischen Staatsforsten und bewirtschaftet mit rund 50 Beschäftigten den Staatswald von der Schotterriedel-landschaft über das Vorallgäu in die bewegte Allgäuer Jungmoränenlandschaft hinein. Nährstoffreichen Böden und reichlich Niederschläge erlauben den Bäumen herausragende Wuchsleistungen. Fichtendominierte Wälder werden sukzessive in standortgerechte Mischwälder mit Tanne, Buche und Edellaubbäumen umgebaut. Der Forstbetrieb setzt dabei auf eine naturnahe Forstwirtschaft mit einzelstammweiser Nutzung ohne Kahlschlag, erhöht den Totholzvorrat als elementares Strukturmerkmal für mehr Artenvielfalt im Wald, schützt dauerhaft Biotopbäume, setzt konsequent auf die natürliche Verjüngung unserer Wälder und schafft Raum für Erholungssuchende.

Mehr Informationen unter www.baysf.de/ottobeuren

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news-2656 Tue, 18 Jan 2022 16:00:48 +0100 Ein Christbaum aus dem Staatswald - Nachhaltiger als im Baumarkt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ein-christbaum-aus-dem-staatswald-nachhaltiger-als-im-baumarkt.html 18. Dezember 2021 Allersberg - Rund 29 Millionen Weihnachtsbäume stehen in diesem Jahr in deutschen Haushalten. Dabei bildet die Nordmanntanne mit fast 80% Marktanteil den absoluten Spitzenreiter. Noch bis in die 50er und 60er Jahre hinein galt die Fichte als der Deutschen liebster Christbaum, bis sie in den 70er Jahren von der Blaufichte und zu Beginn der 80er Jahre durch die bis heute beliebte Nordmanntanne abgelöst wurde.

Am größten ist die Nachfrage nach Christbäumen an Straßenverkäufen, in Gartencentern und in Baumärkten. Leider kommen die dort verkauften Christbäume nicht selten aus riesigen Plantagen, sind mit verschiedensten Pestiziden und Herbiziden belastet und werden über weite Strecken transportiert, sodass sie zum Weihnachtsfest schon seit Wochen nicht mehr frisch sind.

Erfreulicherweise gibt es aber anscheinend ein Umdenken. Vielleicht gerade durch die Corona-Pandemie haben die Menschen das „Baumselberschlagen“, sei es beim regionalen Weihnachtsbaum-Erzeugenden oder im nahegelegenen Forstrevier (wieder) für sich entdeckt. So auch die Teilnehmenden des alljährlichen Christbaumschlagens im sogenannten „Kessel“, einem größeren Staatswaldkomplex zwischen Leerstetten und Sperberslohe. Organisiert wird es von der Ortsgruppe Schwanstetten des Bund Naturschutzes in Zusammenarbeit mit dem Forstbetrieb Allersberg der Bayerischen Staatsforsten. Der zuständige Revierförster Hubert Riedel begleitet das Christbaumschlagen bereits seit vielen Jahren, doch auch in diesem Jahr muss er wie bereits 2020 in seiner Ansprache auf ein strenges Corona-Hygienekonzept hinweisen. Coronabedingt konnte leider auch heuer der gemütliche Teil im Anschluss mit Stockbrot für die Kinder und Glühwein für die Erwachsenen nicht stattfinden. Unterstützt wird er dabei nun schon zum dritten Mal von seinem Chef, dem Forstbetriebsleiter Harald Schiller, sowie zum ersten Mal von Andreas Dutz einem Studierenden im Praxissemester.

Die Bäume im „Kessel“ kommen aus keiner Plantage, sie mussten noch nicht einmal gepflanzt werden, sondern sie stammen alle aus Naturverjüngung. Nach einem Sturm haben sich die Fichten und Kiefern dort selbst angesamt. Im Prinzip ist das was die Christbaumsuchenden mit ihren Sägen und Äxten machen nichts anderes als eine Durchforstung, nur ohne Maschinen, aber dafür mit umso mehr Spaß. Diese „Weihnachtsdurchforstung“ hilft dem Wald auch gleichzeitig. Dadurch, dass ausschließlich Nadelbäume entnommen werden, haben Laubbäume eine Chance sich gegen die sonst übermächtige Fichtenkonkurrenz durchzusetzen und sich am hoffentlich klimastabileren Wald der Zukunft zu beteiligen.

Die Veranstaltenden wagen sich in diesem Jahr an ein Experiment heran. Die Bäume werden nicht wie bisher in herkömmlichen Kunststoffnetzen verpackt, sondern in Netzen aus 100% Baumwolle, voll kompostierbar. Das Baumwollgarn wird dabei nach dem Spinnen hydrophobiert, d.h. es wird dadurch wasserabweisend. Das so gewonnene Garn ist sogar durch Öko-Tex® Standard 1000 zertifiziert. Das Christbaumselberschlagen im Staatswald bei Schwanstetten ist also nicht nur regional und biologisch, sondern nun auch ohne unnötigen Plastikmüll beim Christbaumauspacken zu Hause.

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news-2655 Mon, 17 Jan 2022 08:35:41 +0100 Survival bei den Bayerischen Staatsforsten im Frankenwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/survival-bei-den-bayerischen-staatsforsten-im-frankenwald.html Januar 2022 Rothenkirchen  - Im Wald Erholung für Körper und Geist zu finden, ist ein uraltes Thema, das gerade in den letzten Monaten wieder besonders in den Vordergrund gerückt ist. Die Bandbreite reicht dabei vom Sonntagsspaziergang mit Picknick über das organisierte Wandererlebnis bis hin zum individuellen Extremsport. Dass zu all diesen Themen der Frankenwald mit seiner Ausdehnung und seiner Ursprünglichkeit geradezu prädestiniert ist, zeigt das bestehende reichhaltige Angebot an zertifizierten Wanderwegen, dem Trekkingplatz-Netz oder den Kursen zum „Waldbaden“.

 
Einer, der in Sachen Walderleben immer wieder überörtlich Entwicklungen aufgreift und dabei auch Neuland betritt, ist Christian Goldammer, Förster und Revierleiter im Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten. In seinem Forstrevier Tettau ging – als Angebot für Individualtouristen - 2019 der erste Trekkingplatz im Frankenwald an den Start. Der Beginn einer echten Erfolgsgeschichte, die sich in den kommenden Jahren immer weiter fortschreiben wird. Viele dieser Ideen haben ihren Ursprung im „Waldgebiet des Jahres“-Jahr 2017, als der Frankenwald diesen Titel selbstbewusst nutzte, um das Interesse vieler Naturfreunde auf sich zu ziehen, die ein Waldgebiet in seiner ursprünglichen Form erleben möchten.                                                                                                              

In diese Richtung geht auch eines von Christian Goldammers neuen Projekten: Den Frankenwald im Zuge eines Survivalkurses als „(Über-)Lebensgrundlage“ nutzen. Veranstalter Uli Pelzeter aus Rothenburg ob der Tauber nutzte die Chance, in einem ruhigen Winkel des Staatsforstes einen Drei-Tages-Kurs für das „Leben in der Wildnis“ anzubieten. Auf dem Programm stand das Kennenlernen von Überlebensstrategien wie der Bau einer Notunterkunft aus Waldmaterial, Feuermachen ohne Feuerzeug oder Nahrungs- und Wassergewinnung aus der Natur. Dazu kam die Vermittlung von Kenntnissen über Karte und Kompass, Tourplanung und Materialkunde, die der zertifizierte Wildnisführer Pelzeter bei eigenen Touren in Asien, Südamerika und Skandinavien selbst erprobt und angewandt hat. 


Wer jetzt glaubt, dass sich nur echte Naturburschen für das Überlebenstraining interessiert haben: Die ersten „Surviver“ im Frankenwald hießen Nora, Paula, Justine und Maria. Die vier Studentinnen wohnen gemeinsam in einer WG und haben jetzt auch gemeinsam ihr Waldabenteuer bestanden: Zwei Nächte in der selbst gebauten Waldhütte, Essen und Trinken aus dem Wald und weitere Herausforderungen haben ihnen weder die Stimmung noch den Frankenwald verleidet. Im Gegenteil haben sie ihn als Schutz und Lebensgrundlage kennen und schätzen gelernt. Im kommenden Sommerhalbjahr wollen Christian Goldammer und Uli Pelzeter die Zusammenarbeit von Bayerischen Staatsforsten und Erlebnistouristik mit mehreren Drei-Tages-Kursen und einem Vier-Tages-Kurs für Eltern mit Kindern fortsetzen. Auch gemeinsame Aktionen mit dem Frankenwaldtourismus sind geplant.
 

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news-2654 Wed, 05 Jan 2022 09:45:19 +0100 Waldpflegemaßnahmen und Verkehrssicherung in der Nonner Au https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldpflegemassnahmen-und-verkehrssicherung-in-der-nonner-au.html 05. Januar 2022, Bad Reichenhall - Piding - Vollsperrung der Forststraße und des die Saalach begleitenden Wanderweges zwischen dem Gabler Hof in Nonn und dem Campingplatz Staufenbrücke in Piding. Um die Freizeitnutzung der Nonner Au möglichst wenig zu beeinträchtigen, wählten die Bayerischen Staatsforsten Forstbetrieb Berchtesgaden einen möglichst günstigen Zeitraum für die Waldpflege und die Sicherungsmaßnahmen entlang der Wege.

 
Im Vordergrund der Waldpflegearbeiten steht die Förderung einer seltenen und stark gefährdeten Baumart, der Eibe. Viele kennen diese Baumart aus Gärten oder Parks. Im Wald kommt die Eibe inzwischen nur noch selten vor, da sie im Mittelalter stark dezimiert wurde und die Jungpflanzen vom Wild sehr stark verbissen werden. Am Forstbetrieb Berchtesgaden soll die Eibe nun gezielt gefördert werden. Dazu müssen andere Bäume gefällt werden. „Die Eibe hat naturschutzfachlich einen sehr hohen Wert und wir wollen sie für einen artenreicheren Wald fördern“, erläutert der neue BaySF-Förster aus Bad Reichenhall Roman Prielmeier. Neben den Eiben finden sich an den Hängen der Nonner Au weitere Baumarten, wie z.B. Fichten, Lärchen, Kirschen, Linden, Ahorne, Eschen und Buchen. Je seltener eine Baumart ist, desto stärker wird sie gefördert. So kommt mehr Licht für die Eibe und für alle anderen Bäume in den Wald. Insbesondere die jungen Bäumchen nutzen das Licht für ihr Wachstum. Auch die Tiere im Wald profitieren davon, da nun mehr Nahrung am Boden wächst und sie durch zusätzliche Verjüngung mehr Versteckmöglichkeiten haben.


Es werden auch Eschen entlang der Wege gefällt. Bei diesen Entnahmen steht vor allem die Sicherheit der Waldbesucher im Vordergrund. Nahezu alle Eschen sind vom Eschentriebsterben befallen und stellen entlang der Wege eine ernstzunehmende Gefahr dar. Nicht nur von den absterbenden Ästen, die herunterfallen können, geht eine Gefahr aus. Vor allem die durch Pilze verursachten Wurzelschäden sind problematisch, da geschwächte Eschen leicht umfallen können. Deswegen findet hier eine umfassende Verkehrssicherung statt.


Die Arbeiten sollen am 10.01.2021 beginnen und werden etwa zwei Wochen dauern. Leider gibt es für den Zeitraum der Pflegearbeiten keine kleinräumige Umleitung. Deswegen muss der Bereich bis voraussichtlich 21.01.2022 komplett gesperrt werden (siehe Karte). Die Bayerischen Staatsforsten bitten alle Waldbesucher, die Absperrungen zu befolgen. „Die Waldarbeit ist sehr gefährlich“, erklärt Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller. „Nicht nur für die Forstwirte selbst, sondern gerade für diejenigen, die sich unbefugt im Bereich der Fäll- und Rückearbeiten aufhalten. Unser Ziel ist Unfälle zu vermeiden und dafür werden unsere Mitarbeiter auch geschult“ so Müller weiter. Nach der Waldpflege und der Verkehrssicherung soll in diesem Bereich wieder für die nächsten Jahre Ruhe einkehren. Die Bayerischen Staatsforsten bitten um Verständnis für die notwendige Wegesperrung.
 

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news-2653 Thu, 23 Dec 2021 11:36:33 +0100 Christbaumaktion 2021 im Naturpark Ammergebirge https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/christbaumaktion-2021-im-naturpark-ammergebirge.html 18. Dezember 2021 Linderhof - Rechtzeitig vor Weihnachten am 17. Dezember hatte eine gemeinsame Christbaumaktion des Naturparks „Ammergauer Alpen“ und des Forstbetriebs Oberammergau Bayerische Staatsforsten unweit von Linderhof Premiere – mitten im Naturpark Ammergebirge.

Die Ranger des Naturparks Ammergebirge betreuten auf einer Fläche des Forstbetriebs eine Christbaumaktion, bei der etwa 50 Personen sich eine kleine Fichte mitnehmen konnten. Viele waren mit der ganzen Familie zu einem gemeinsamen Ausflug aufgebrochen und haben mit viel Freude eine Baum ausgesucht und geschnitten. Die Aktion bot auch Gelegenheit zu erklären, warum die jungen Fichtenbäumchen an dieser Stelle entfernt werden sollen. Es war eine gute Möglichkeit, auf die Pflege zuwachsender Streuwiesen und auf deren Bedeutung für die Artenvielfalt im Wald durch Freiflächen hinzuweisen.

Alle Beteiligten hatten trotz der grimmigen Kälte Spaß und es ist allen gelungen,  die Bäume (natürlich ohne Netzverpackung) auch irgendwie in oder auf ihren Autos unterzubringen. Viele wollen gern auch nächstes Jahr wieder bei einer solchen Aktion dabei sein. 

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news-2651 Wed, 22 Dec 2021 12:55:14 +0100 Moderne Technik für klimastabilen Zukunftswald im Sulzschneider Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/moderne-technik-fuer-klimastabilen-zukunftswald-im-sulzschneider-wald.html 21. Dezember 2021, Sonthofen/Stötten - am Auerberg im Revier Sulzschneider Wald, das zum Forstbetrieb Sonthofen Bayerische Staatsforsten gehört, war in den vergangenen Wochen eine besondere Technik zu beobachten. Eingesetzt wurde ein kleiner Rückezug, mit extrem geringem Eigengewicht und einem Raupenfahrwerk, den es aktuell in Deutschland nur zweimal gibt. Das Gerät wurde erstmals bei den Bayerischen Staatsforsten eingesetzt. Es ermöglicht eine bodenschonende Bearbeitung der Waldbestände, die aufgrund ihrer Bodenbeschaffenheit bisher nicht maschinell gepflegt werden konnten sowie einen achtsamen Abtransport der Stämme aus dem Wald.


Anfang der 90er Jahre zerstörten starke Stürme große Teile des Sulzschneider Waldes. Im Anschluss an die Aufräumarbeiten wurden diese Flächen mit standortgemäßen Baumarten, wie z.B. der Schwarzerle, neu bepflanzt. Schon damals hatten die verantwortlichen Förster auf eine Mischung unterschiedlichster Baumarten gesetzt mit dem Ziel, einen stabilen und klimafesten Mischwald zu entwickeln. Andere Baumarten wie die Fichte samten sich auf natürlichem Wege an. 


Die jetzt abgeschlossenen Pflegeeingriffe sollen sicherstellen, dass zukünftig die Fichten die standortgemäßen und stabileren Erlen nicht verdrängen und überwachsen. 
Bestände mit besonders empfindlichen Böden, auf denen junge Erlen und Fichten wachsen, gibt es zahlreich im Sulzschneider Wald. Der Untergrund ist häufig weich und moorig. Immer wieder durchziehen kleine Gräben das Gelände. Um hier Waldpflege zu betreiben, müssen die Forstleute besonders sorgfältig vorgehen. Der Boden ist neben den Weltmeeren und Wäldern ein großer Kohlenstoffspeicher. Der Humus im Boden, also der Anteil organischer Substanz, speichert Kohlenstoff, der so der Atmosphäre entzogen wird. Neben dem positiven Effekt auf das Klima hat der Boden auch einen direkten Einfluss auf die unmittelbare Umgebung und die Biodiversität.


Für Johannes Nachbar, der als Revierleiter den Sulzschneider Wald pflegt, war der Einsatz dieser Technik eine Premiere. Er zeigt sich äußerst zufrieden: „Jetzt haben wir die Möglichkeit, auch auf diesen befahrungsempfindlichen Flächen möglichst bodenschonend arbeiten zu können“ erläutert er. „Bisher mussten wir um diese Bereiche einen Bogen machen, da uns solche Geräte noch nicht zur Verfügung standen“, fährt Förster Johannes Nachbar fort. „Der Boden ist unser wertvollstes Kapital. Der Schutz des Bodens als Grundlage für das Waldwachstum ist eine essenzielle Anforderung an eine nachhaltige Forstwirtschaft. Deshalb wollen wir auf solchen Standorten wie im Sulzschneider Wald möglichst bodenschonende Forstmaschinen einsetzen“, erklärt Jann Oetting Leiter des Forstbetriebs Sonthofen. „Im Zuge des Waldumbaus hin zu einem klimafesten Zukunftswald wird es immer wichtiger, angepasste Technik einzusetzen, damit auch solche Flächen zu stabilen, gemischten Beständen heranwachsen können“, begründet Oetting den Einsatz dieser besonderen Technik. 
 

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news-2652 Wed, 22 Dec 2021 09:30:00 +0100 Forstarbeiten im Freisinger Wieswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstarbeiten-im-freisinger-wieswald.html Freising – Derzeit finden im Bereich des Wieswaldes, das ist der Waldbe-reich zwischen Wieskirche und der Haindlfinger Straße, notwendige Forstarbeiten statt. Mit diesen routinemäßigen Pflegemaßnahmen wird der planmäßige Umbau der älteren Fichtenbestände zu einem klimatoleranten Mischwald fortgesetzt und dabei die nachwachsende Waldgeneration und schon vorhandene Mischbaumarten gefördert. Das dabei anfallende, reife Holz ist überwiegend Bauholz, welches in der Region verarbeitet wird. Gleichzeitig wer-den auch wichtige Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit durchgeführt, die den vielen Waldbesuchern zugutekommen.
Die Arbeiten haben im Norden des Gebiets begonnen und werden sukzessive bis zum Stadtrand ausgedehnt. Der Bereich um den Waldfriedhof und den Kreuzweg soll möglichst bis auf die Zeit nach Heilig Dreikönig aufgespart werden. Die betroffenen Waldteile werden während der Fällungsarbeiten für Waldbesucher gesperrt. Die Sperrungen werden nicht durchgängig sein und erfolgen entsprechend des Arbeitsfortschritts.
Wir bitten alle Waldbesucher, die Sperrungen zu ihrer eigenen Sicherheit zu beachten. Da witterungsbedingt mit vorübergehenden, stärkeren Verschmutzungen der Wege zu rechnen ist, bittet der Forstbetrieb, nach Möglichkeit bei Waldbesuchen auf benachbarte Waldgebiete auszuweichen.]]>
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news-2650 Mon, 20 Dec 2021 09:30:35 +0100 Freude im Stockheimer Betreuungszentrum über Weihnachtsgrün https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/freude-im-stockheimer-betreuungszentrum-ueber-weihnachtsgruen.html 17. Dezember 2021, Stockheim - Gerade in schwierigen Zeiten sollten gute Traditionen nicht abreißen. So konnten sich auch in diesem Jahr das Team und vor allem die Kundinnen und Kunden des Stockheimer Betreuungszentrums wieder über Weihnachtsgrün aus dem Staatswald freuen.

Inzwischen ist es schon eine jahrelang eingespielte Partnerschaft, die den Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten mit dem Stockheimer Betreuungszentrum verbindet: In der Vorweihnachtszeit fragt Revierleiter Christian Goldammer bei der Leiterin Elisabeth Baierlein nach, welche Waldprodukte aus dem Forstrevier Tettau zur Weihnachtsstimmung bei allen Beteiligten des Pflegedienstes beitragen könnten. In diesem Jahr fiel die Wahl auf einen vier Meter großen Weihnachtsbaum und reichlich Reisig von Weißtanne, Fichte und Hemlocktanne. Denn gerade die frischen Zweige aus dem Wald dienen einer weiteren guten Tradition: In der Tagespflege werden in der Adventszeit gemeinsam Weihnachtskränze und andere Dekoration gebastelt. Das ist in jedem Jahr ein willkommener Anlass, sich an frühere Weihnachtsbräuche aus dem Frankenwald zu erinnern und eigene Kindheitserlebnisse auszutauschen. Denn alles rund um Weihnachten ist dabei immer untrennbar mit Wald und grünem Nadelholz verbunden.

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news-2649 Mon, 20 Dec 2021 08:59:32 +0100 Wanderparkplatz wird zu Holzlagerplatz https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wanderparkplatz-wird-zu-holzlagerplatz.html 16. Dezember 2021, Wertach / Rettenberg – Normalerweise ist der Wanderparkplatz „Großer Wald“ zwischen Wertach und Kranzegg in der Urlaubszeit und an den Wochenenden gut mit Autos von Urlaubs- und Tagesgästen belegt. In den letzten Wochen haben hier aber auch zahlreiche Holzstämme Platz gefunden. Das hat einen besonderen Grund.

„Der Herbst ist bei uns am Forstbetrieb Sonthofen die Haupteinschlagszeit für frisches Holz“ erläutert Jann Oetting Leiter am Forstbetrieb Sonthofen. Ab September sind die Bäume außer Saft. Das bedeu-tet, dass das Wachstum zurückgeht und sie weniger Wasser aus dem Boden aufnehmen und am Stamm nach oben transportieren. Deshalb sitzt die Rinde fester am Stamm und es kommt bei der Holzernte zu weniger Beschädigungen an den verbleibenden Bäumen. Zudem haben die Holzstämme einen geringeren Feuchtegehalt als im Sommer, was für die Weiterverarbeitung von Vorteil ist. „Da aber irgendwann der Winter mit viel Schnee kommt, schauen wir, dass wir unseren Holzeinschlag zum Großteil bis Weihnachten über die Bühne bringen“, so Oetting weiter.

Dieses Jahr war das Zeitfenster durch die bis Ende September geltende Einschlagsbeschränkung für frisches Fichtenholz zusätzlich verkürzt. Hintergrund der deutschlandweiten Regelung war der enorme Schadholzanfall durch Borkenkäferbefall in vielen Regionen. Zudem waren die Kapazitäten der Holzeinschlagsfirmen durch diese Zwangsnutzungen gebunden. Nochmal Forstbetriebsleiter Oetting: „Wir haben deshalb die letzten Wochen Gas gegeben und verstärkt Holz geerntet.“

So auch im Großen Wald zwischen Grünten und Wertacher Hörnle. Rund 3000 Festmeter Fichtenholz wurden hier von Ende September bis November eingeschlagen. „Das ist rund ein Drittel meiner Jahresmenge im gesamten Revier“ erklärt der für dieses und weitere Waldgebiete zuständige Förster Rainer Ruf. „Gut die Hälfte dieser Holzmenge hat ein örtlicher Forstunternehmer mit Seilbahnbringung im Steilgelände bzw. Harvester und Rückezug im befahrbaren Gelände aufgearbeitet. Die andere Hälfte haben unsere Forstwirte Florian Karg, Hermann Karg, Jonas Wechs und Jonas Echle gefällt, entastet und zu Verkaufssortimenten eingeschnitten. An die Waldstraße kam dieses Holz mit dem Rückezug des örtlichen Unternehmers“ ergänzt Revierleiter Ruf. Unterstützt wurde Rainer Ruf bei der Abwicklung des Holzeinschlages durch Forstwirtschaftsmeister Michael Karg. Denn bei den Staatsforsten kümmert sich der Revierförster um die Holzernte mit den eigenen Waldarbeitern und der Forstwirtschaftsmeister um den Einsatz der Fremdfirmen.

Die konzentrierte Holzernte in kurzer Zeit hat zur Folge, dass der Holztransport in die Sägewerke kaum hinterherkommt. Der Fachmann spricht vom Waldlageraufbau. Das ist in Waldgebieten, die den ganzen Winter zugänglich sind, kein Problem. In den Herbst- und Wintermonaten bleibt das eingeschlagene Holz frisch, Farbveränderungen und Befall durch holzschädigende Insekten treten nicht auf. Bis ins Frühjahr sollte das Holz aber im Sägewerk sein und verarbeitet werden.

Im Großen Wald ist das jedoch anders: Die Kessellage zwischen Grünten und Wertacher Hörnle ist oft von Dezember bis Anfang Mai zugeschneit, die Forstwege nicht befahrbar. Deshalb wurde ein Teil des eingeschlagenen Holzes vor den Schneefällen der letzten Zeit aus dem Großen Wald rausgefahren und am Wanderparkplatz am Königsträßchen zwischengelagert. Gerade bei den qualitativ besseren Holzsortimenten rentiert sich dieser Mehraufwand. Das Risiko einer Holzentwertung vor Abfuhrmöglichkeit im Frühjahr ist einfach zu groß. Am Wanderparkplatz ist das Holz den ganzen Winter zugänglich und es kann in die Sägewerke geliefert werden. Von Vorteil ist auch, dass der Parkplatz Eigentum der Staatsforsten ist und kein Fremdgrund in Anspruch genommen wird. „Aber keine Sorge: Es bleiben für die Winterwanderer ausreichend Parkmöglichkeiten und gleichzeitig läuft unser Kerngeschäft Holzbereitstellung weiter. Der Wanderparkplatz wird auch regelmäßig schneegeräumt und das zwischengelagerte Holz kommt nach und nach weg“ versichert Revierförster Ruf und Jann Oetting freut sich: „Wir sind Weltmeister im Spagat: Erholung und Holzversorgung ermöglichen wir auf der gleichen Fläche.“
 

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news-2648 Fri, 17 Dec 2021 13:06:18 +0100 Zukunftsprojekt „Forstbetrieb 2030“ beschlossen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/zukunftsprojekt-forstbetrieb-2030-beschlossen.html Forstministerin Michaela Kaniber sieht Staatsforsten auf dem richtigen Weg
(17. Dezember 2021) München – Der Aufsichtsrat der Bayerischen Staatsforsten (BaySF) hat die Eckpunkte des Zukunftsprojekts „Forstbetrieb 2030“ beschlossen. Das hat die Aufsichtsratsvorsitzende, Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber, heute bekanntgegeben: „Mit diesem Projekt stellen die Bayerischen Staatsforsten gemeinsam mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Weichen, um sich für die Zukunft als moderner und effizienter Forstbetrieb aufzustellen. Wir brauchen eine schlagkräftige BaySF, um den Staatswald als Klimawald gesund zu erhalten. Das Unternehmen pflegt ihn mit seinen zahlreichen und unverzichtbaren Leistungen für unsere Gesellschaft verantwortungsvoll“, so Kaniber. In das Projekt sind auch die Ergebnisse der Expertenanhörung des Bayerischen Landtags im Oktober eingeflossen.
Für zukunftsweisend hält die Forstministerin, dass künftig ein sogenannter „Klimawaldfonds“ aufgelegt wird. In diesem sollen Rücklagen für Krisenzeiten gebildet werden: „Damit beschreitet das Unternehmen einen neuen Weg, was seine Finanzierung angeht. Und zwar ganz im Sinne der Ankündigung von Ministerpräsident Dr. Markus Söder. Überschüsse der Staatsforsten sollen künftig nicht mehr in die Staatskasse fließen, sondern dazu verwendet werden, die Wälder und auch die Moore als wichtige CO2-Speicher zu erhalten und klimafester zu machen.“
Grundlage für den Aufsichtsratsbeschluss ist ein umfangreiches Strategie- und Maßnahmenpaket, das unter enger Beteiligung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, erarbeitet wurde. Kernelemente sind eine Digitalisierungsoffensive und weitere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, wobei auch künftig die Flächenpräsenz von Förstern und Waldarbeitern sichergestellt wird. Einen Personalabbau wird es im Rahmen des Projekts nicht geben. Vielmehr soll die Arbeitgeberattraktivität des Unternehmens weiter erhöht und in die Ausbildung investiert werden.
Nähere Informationen zum Projekt „Forstbetrieb 2030“ sowie zur geplanten Umsetzung Sie unter www.baysf.de/forstbetrieb2030. ]]>
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news-2647 Tue, 14 Dec 2021 08:40:00 +0100 Außergewöhnliche Dienstjubiläen am Forstbetrieb Hammelburg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/aussergewoehnliche-dienstjubilaeen-am-forstbetrieb-hammelburg.html Reinhard Klein und Ludwig Plobner feiern 50-jährige Dienstjubiläen und werden in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

14. Dezember 2021 – Hammelburg/Mittelsinn – Nach über 50 Dienstjahren verabschieden sich Reinhard Klein aus Fellen und Ludwig Plobner aus Untergeiersnest in den Ruhestand. Daneben werden sie noch für dieses Dienstjubiläum geehrt.

Es ist ein ungewöhnliches Dienstjubiläum. 50 Jahre dürften nur wenige Menschen in ihrem Leben erreichen. Am Forstbetrieb Hammelburg ist dies gleich zwei Personen gelungen. Bereits mit 16 Jahren haben Reinhard Klein und Ludwig Plobner angefangen im Wald zu arbeiten und gehen nun mit 66 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand.

Wehmütig blicken Forstwirtschaftsmeister Reinhard Klein und Forstwirt Ludwig Plobner drein. Eigentlich sollten sie Ende November bei einer Betriebsversammlung geehrt und in einem angemessenen Rahmen verabschiedet werden. Leider hat diese Veranstaltung coronabedingt abgesagt werden müssen. Die Verabschiedung im Kreise aller Kollegen des Forstbetriebes wird aber nachgeholt, sobald es die Coronabedingungen zulassen und die nächste Betriebsversammlung durchgeführt werden kann.

Reinhard Klein hat über 50 Jahre im Raum Mittelsinn/Aura gearbeitet. Sein Arbeitsbeginn war der 01.10.1971 Zunächst als Forstwirt und später als Forstwirtschaftsmeister hat er im Sinngrund bleibende Spuren hinterlassen. So hat er lange Jahre Forstwirte ausgebildet, unzählige Fortbildungen für Kommunen und private Waldbesitzer gehalten, Schulungen an Berufsschulen durchgeführt und sein Wissen hier an viele Menschen, die im Wald arbeiten wollten, weitergegeben. In den letzten Jahren hat er u.a. auch die Brennholzselbstwerber im Raum Mittelsinn betreut und dürfte damit der örtlichen Bevölkerung bestens bekannt sein.

Ludwig Plobner begann ebenfalls am 01.01.1971 am damaligen Forstamt Neuwirtshaus seinen Berufsweg. Herr Plobner hat dabei alle Arbeiten, die ein Waldarbeiter machen muss, durchgeführt. Ob Holzernte mit der Motorsäge, Pflanzung, Pflege von Jungbeständen; Wegeunterhalt, Naturschutzmaßnahmen, Jagd usw.. Auch war er langjähriger Vertreter im örtlichen Personalrat und hat sich als Waldgeschworener um die Grundstücksgrenzen im Neuwirtshauser Forst gekümmert.

Gerade in den letzten beiden Jahren, zeigt sich wie wichtig es ist unsere Wälder mit klimastabilen Baumarten, wie der Eiche, anzureichern und standortswidrige Nadelwälder umzubauen. Hier haben sowohl Klein, als auch Plobner bereits vor Jahrzehnten mit begonnen und aktiv u.a. zahlreiche kleine Eichen und Douglasien gepflanzt.

„Es freut mich immer wieder, wenn wir vor so einem 40-jährigen Eichenwald stehen und Herr Klein/Plobner erzählen uns, wie sie diesen damals gepflanzt oder gesät haben und ihn über all die Jahre danach auch gepflegt haben. Heute sind es bereits stattliche Bäume, die fast jetzt schon über 20m hoch sind“, so Daniel Zippert, Forstbetriebsleiter in Hammelburg.

Daran sieht man, wie langfristig Förster und Forstwirte denken müssen. Denn dies Bäume sind nur „Teenager“. Im Wald wird ein Generationenvertrag in einer nachhaltigen Umsetzung gezeigt. „Die Bäume die wir heute ernten pflanzten unsere Vor-Vorgänger, teilweise bereits vor über 200 Jahren. Die Bäume die Plobner und Klein gepflanzt haben werden wohl ebenfalls zumindest zum Teil in 100-150 Jahren erntereif sein.“ Solange haben die jeweiligen Generationen dafür die Verantwortung, dass auch für die Nachkommen ein stabiler, erlebnisreicher und ertragreicher Wald erhalten bleibt. Dieser integrative, nachhaltige Ansatz der Bayerischen Staatsforsten, Nutzen, Schützen und Erholen auf der gesamten Fläche durchzuführen funktioniert seit Jahrhunderten sehr gut. Und so sollte auch in den nächsten Jahrhunderten sein.

Unsere aktuelle Hauptaufgabe besteht darin, den Wald an die Veränderungen im Klimawandel anzupassen und dafür braucht es Förster und Forstwirte.

Zum Abschied wurde Reinhard Klein und Ludwig Plobner feierlich ein Präsentkorb überreicht. Herr Zippert bedankte sich nochmal ausdrücklich für diese bemerkenswerte Lebensarbeitsleistung und wünscht den beiden Forstkollegen einen gesunden und erholsamen Ruhestand und dass sie dem Wald und den Bayerischen Staatsforsten auch weiterhin verbunden bleiben.

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news-2646 Tue, 14 Dec 2021 08:30:00 +0100 Weihnachtsaktion: Forstbetrieb Hammelburg spendet Wildwurst an die Tafeln in Hammelburg und Gemünden https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/weihnachtsaktion-forstbetrieb-hammelburg-spendet-wildwurst-an-die-tafeln-in-hammelburg-und-gemuenden.html 14. Dezember 2021, Hammelburg/Gemünden – Der Forstbetrieb Hammelburg hat feinstes Wildbret aus der Region verarbeiten lassen und spendet zum Weihnachtsfest den Tafeln aus Hammelburg und Gemünden Salami und Jagdwurst. 

„Das ist das gesündeste Fleisch was es gibt und es kommt hier aus unserer Region“, so beginnt Daniel Zippert, Forstbetriebsleiter in Hammelburg die Übergabe der Wildwurst an die Tafeln der Städte Hammelburg und Gemünden am Main.

Im Rahmen einer Weihnachtsaktion zu Coronazeiten hat der Forstbetrieb Hammelburg darüber nachgedacht, was etwas Gutes wäre. Die Coronasituation führt bei den Tafeln vielerorts zu weniger Lebensmittelspenden und da kam die Idee hier etwas zu tun. Dabei war das Ziel bedürftigen Menschen zu helfen und auch das gesunde und qualitativ hochwertige Wildfleisch etwas zu bewerben. Daraufhin wurde mit den beiden großen Tafeln im Raum Hammelburg und Gemünden, wo die größten Staatswaldteile des Forstbetriebes liegen diese Spende verabredet.

Die Wildschweine und Rehe wurden im Raum Neuwirtshaus erlegt und gleich im Anschluss an die Jagd direkt in der Metzgerei Krebs aus Premich gefahren, dort veredelt und für den Gaumen aufbereitet.

200 Dosen Wildwurst und 100 Salamis wurden jeweils zur Hälfte an die Tafeln abgegeben und werden noch vor Weihnachten ausgegeben.

Der Forstbetrieb wünscht den Menschen mit dieser kleinen Geste einen guten Appetit und allen ein frohes und gesundes Weihnachtsfest.

Die Vertreter der Tafeln, Herr Armin Stichel für Gemünden und Frau Luise Smolik aus Hammelburg bedankten sich für die Spende und freuen sich, dass wieder einmal Wildfleisch den Tafeln zur Verfügung gestellt wird. „Wir sind schon darauf gespannt, wie es unseren Kundinnen und Kunden schmecken wird“.

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news-2645 Mon, 13 Dec 2021 14:44:45 +0100 Die Diamanten Nordbayerns - Qualitätsholz auf hohem Niveau https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/die-diamanten-nordbayerns-qualitaetsholz-auf-hohem-niveau.html 07. Dezember 2021, Fichtelberg Bei der 26. Nadelwertholzsubmission wurden wieder ausgesuchte Nadelwerthölzer aus den staatlichen Forstbetrieben Burglengenfeld, Fichtelberg, Flossenbürg, Nordhalben, Pegnitz, Schnaittenbach, Selb, Waldsassen und der Betriebsgemeinschaft Coburg/Rothenkirchen auf dem Lagerplatz in Himmelkron zum Verkauf präsentiert. Aus den Forstbetrieben wurden 510 fm Fichte, 413 fm Kiefer , 61 fm Lärchen, 89 fm Douglasien und 2 fm Tannen bereitgestellt.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         
Die Organisatoren der Submission freuten sich auch dieses Jahr wieder über einen großen und stabilen Bieterkreis aus Deutschland und ÖSterreich. Für Sören Krekeler, Kundenbetreuer der Bayerischen Staatsforsten und Mitorganisator, ist die Submission etwas ganz Besonderes: „In Himmelkron öffnen wir unsere Schatzkiste und präsentieren unsere Nadelholz-Diamanten. Über Jahrzehnte hinweg haben Förstergenerationen diese Schätze gepflegt.“ Dass aus diesen Bäumen nun hochwertigste Schreinerwaren oder sogar Musikinstrumente entstehen, zeigt die Wertschätzung für das nachhaltige und wertvolle Produkt Holz.                                                                                                                                                                          
Die starke Nachfrage an hochwertigem Holz spiegelte sich auch dieses Jahr in sehr guten Preisen wider. Mit einem Durchschnittspreis von 221 €/fm lag das Preisniveau insgesamt 18 €/fm über dem des Vorjahres. Besonders hervorgehoben hat sich das angebotene Lärchenholz. Mit rund 354 €/fm Durchschnittspreis liegt das Preisniveau hier rund 130 €/fm über den anderen Baumarten. Überraschender Weise handelt es sich beim teuersten Stamm, der sogenannten „Braut“, dieses Jahr nicht um einen Stamm, sondern um ein „Brautpaar“. Das „Brautpaar“, beides Fichten, kommen dieses Jahr aus dem Forstbetrieb Fichtelberg und der Forstbetriebsgemeinschaft Coburg/Rothenkirchen. Die beiden Fichten erlösten je einen Preis von 616 €/fm und treten nun ihre Reise zu einem Säger ins Allgäu an.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                      
Die Verkäuferseite ist mit dem Ergebnis der diesjährigen Wertholzsubmission in Fichtelberg sehr zufrieden und bedankt sich bei allen Kunden für das große Interesse und die zahlreichen Gebote.

Möchten auch Sie einen Blick auf den Submissionsplatz werfen? In der letzten Folge der YouTube Serie „Forstwirte im Einsatz“ können Sie unsere Fichtelberger Azubis begleiten und zusehen, wie die „Diamanten Nordbayerns“ für die Submission vorbereitet werden.

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news-2644 Wed, 08 Dec 2021 16:24:28 +0100 Pro Baby ein Baum: Pflanzaktion im Zerzabelshofer Forst https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/pro-baby-ein-baum-pflanzaktion-im-zerzabelshofer-forst.html 8. Dezember 2021, Nürnberg - 5 248 Bäume – für jedes neugeborene Nürnberger Baby des Jahres 2020 einen – ein Ziel, dass die Stadtspitze gemeinsam mit den Bayerischen Staatsforsten umsetzt. Bereits im Frühjahr 2021 wurden die ersten Flatterulmen und Schwarzerlen im Eibacher Forst gesetzt. Nun werden die restlichen Setzlinge im Zerzabelshofer Forst, nördlich von Fischbach, gepflanzt. Am heutigen Dienstag, 7. Dezember 2021, zeigten Oberbürgermeister Marcus König und Bürgermeister Christian Vogel gemeinsam mit dem Forstbetriebsleiter des Forstbetriebs Nürnberg der Bayerischen Staatsforsten, Johannes Wurm, die neue Fläche im Wald.

„Ich freue mich, dass wir zum ersten Mal pro Nürnberger Baby einen Baum gepflanzt haben. Beides – Babys und Bäume – sind für eine schöne und lebenswerte Welt so wichtig. Deswegen machen wir auch weiter. Im Jahr 2021 werden es wahrscheinlich ein paar mehr neugeborene Nürnbergerinnen und Nürnberger und damit auch mehr Bäume“, sagt Oberbürgermeister Marcus König über die Aktion.

„Wir arbeiten hart daran, dass Nürnberg mehr Bäume und damit mehr Schatten und Frischluft hat. Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum hat im vergangenen Jahr 500 Bäume gepflanzt und kümmert sich das ganze Jahr auch um den Erhalt und Pflege der Bäume, die in der Stadt zu recht eine besondere Stellung einnehmen. Deshalb danke ich auch den Baum- und Wässerpatinnen und -paten für ihre Unterstützung“, betont Bürgermeister Christian Vogel.
Maxim Leon Leinweber wurde im Dezember 2020 geboren und hat sich mit seinen Eltern stellvertretend für alle neugeborenen Nürnberger Babys „seinen“ Baum angeschaut. Maxim Leons Mutter Natalia Ivanova war begeistert: „Wir werden sicher wieder herkommen und uns anschauen, wie die Bäume größer und größer werden.“

Das Pflanzen der Setzlinge ist Teil der Strategie der Bayerischen Staatsforsten für klimastabile Mischwälder. Auf der Fläche nördlich von Fischbach kommen deshalb nun Anfang Dezember mehr als 2 500 Laubbäume hinzu: 660 Vogelkirschen, 330 Spitzahorn, 330 Flatterulmen, 660 Bergahorn, 400 Hainbuchen und 200 Winterlinden. „Oberflächlichen Bodenfrost halten die Setzlinge im Winter leicht aus. Wir pflanzen sogar lieber im Herbst, weil die Setzlinge dann über den Winter bereits beginnen, sich an ihrem neunen Standort zu etablieren und neue Wurzeln auszubilden, bevor sie im Frühling austreiben,“ erklärt Forstbetriebsleiter Wurm.

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news-2643 Tue, 07 Dec 2021 16:52:51 +0100 Kleines Waldmoor mit großer Klimaschutzwirkung https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/kleines-waldmoor-mit-grosser-klimaschutzwirkung-1.html 07.Dezember 2021, Sonthofen - Ein dreiviertel Jahr nach den Renaturierungsmaßnahmen im Zinsenhalde-Moor, ziehen die Beteiligten Bilanz: Die Dämme funktionieren, das Moor lebt auf.
Im vergangenen Winter renaturierten die Bayerischen Staatsforsten Forstbetrieb Sonthofen das Zinsenhalde-Moor in der Gemarkung Martinszell im Allgäu. Das in einer Schleife der Iller liegende Moor besteht aus zwei Teilflächen, wobei sich die östliche der beiden weit in den angrenzenden Privatgrund erstreckt. Mehrere Gräben wurden im vergangenen Jahrhundert von Hand in das Moor gegraben, in der östlichen Teilfläche wurde zudem Torf abgebaut.                                                               
Bereits seit 2014 bereitet der Forstbetrieb Sonthofen den Wald Stück für Stück auf die Wiedervernässung vor. So wurden entlang der Torfstichkante höhere Fichten entnommen und somit das Risiko eines Borkenkäferbefalls reduziert. Fachlich wurde die Renaturierung durch die Regierung von Schwaben unterstützt. Es wurden Gräben, die Vegetation und der Moorboden kartiert sowie die Wasserflüsse im Moor analysiert. „Das ist wichtig, um sicherzustellen, dass angrenzende Nachbargrundstücke von einer Wiedervernässung nicht beeinträchtigt werden“, erläutert Jann Oetting, Forstbetriebsleiter in Sonthofen. Neben der Klimaschutzwirkung ist dem Forstbetrieb auch der Artenschutz ein wichtiges Anliegend bei der Moorrenaturierung. „Die Zinsenhalde ist ein typisches Waldmoor mit einer charakteristischen Artenzusammensetzung. Viele denken bei einem Moor an eine offene Fläche mit Wollgras und seltenen Blühpflanzen. Ein gut strukturierter Moorwald ist jedoch ebenso wertvoll“, betont Oetting.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                
Insgesamt 31 Dämme wurden in die Gräben eingebaut, überwiegend verstärkt durch eine innenliegende Holzspundwand. „Für Gräben dieser Größe ist eine Spundwand unerlässlich. Sonst halten die Dammbauwerke dem Wasserdruck langfristig nicht stand“, erklärt Hubert Heinl, der als Revierleiter des Reviers Sonthofen-West auch die Zinsenhalde pflegt. Den Abschluss der Arbeiten bildete die Anpflanzung der auf Moore spezialisierten Baumart Spirke. Der Regen der vergangenen Sommermonate und nun der Schnee hat dem Moor zusätzlich gutgetan. „In gesunden Mooren wird eine große Menge CO2 langfristig gebunden. Das wirkt dem Klimawandel sogar entgegen“, erläutert Oetting. „Hitzesommer wie die der letzten Jahre stellen Moore dagegen vor eine große Herausforderung.“ Damit der Wasserstand dauerhaft dicht unter der Oberfläche gehalten werden kann, wird der Forstbetrieb Sonthofen die Entwicklung im Zinsenhalde-Moor auch weiterhin im Blick behalten. „Die Hochmoore sind bei uns in guten Händen“, ist sich Forstbetriebsleiter Oetting sicher.
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news-2642 Fri, 03 Dec 2021 09:53:52 +0100 Weihnachtsbäume und Wildfleisch am Forstbetrieb Ottobeuren https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/weihnachtsbaeume-und-wildfleisch-am-forstbetrieb-ottobeuren.html 02.Dezember, 2021 Ottobeuren – Der Forstbetrieb Ottobeuren Bayerische Staatsforsten organisiert auch heuer wieder den beliebten Weihnachtsbaumverkauf im Forstbetriebshof. Der Verkauf findet am Freitag, den 17.12.2021, von 11 bis 16 Uhr ausschließlich im Freien statt. 
In den Verkauf kommen Nordmanntannen und Fichten. Während die Nordmanntannen aus Christbaumkulturen des Staatsforstes stammen, werden die Fichten unmittelbar vor dem Verkauf in den Wäldern des Forstbetriebs Ottobeuren geschlagen. Die klassische Fichte erfreute sich in den vergangenen Jahren wieder zunehmender Beliebtheit bei den Kunden: „Offenbar gibt es eine Rückbesinnung auf alte Weihnachtsbräuche“, so Forstbetriebsleiter Dr. Hermann S. Walter. Im Allgäu spielte die Fichte traditionell eine große Rolle. Gerade bei den Förstern ist der Brotbaum Fichte auch als Weihnachtsbaum sehr beliebt: „Wenngleich dünner benadelt als eine Nordmanntanne, verströmen frisch geschlagene Fichten einen ganz besonderen Duft“, so Revierleiter Tobias Kraus. 
Zusätzlich können die Besucher des Weihnachtsbaumverkaufs küchenfertige hochwertige Wildprodukte von Reh- und Schwarzwild erwerben: „In Wald und Wiesen der umliegenden Staatsjagdreviere aufgewachsen und erlegt – „artgerechter geht nicht“, betont Forstbetriebsleiter Walter. „Das Wild kommt ausschließlich aus den regionalen Staatsjagdrevieren des Forstbetriebs Ottobeuren. Der Verbraucher kann sich sicher sein, Fleisch höchster Qualität zu erwerben.“ Das gewonnene Wildfleisch ist eines der gesündesten und naturbelassensten Nahrungsmittel, die es gibt. Zudem sei es besonders wohlschmeckend. 
Frisches Wildbret kann am Forstbetrieb Ottobeuren in der Vorweihnachtszeit zu erweiterten Öffnungszeiten erworben werden: Montag bis Donnerstag (8-16 Uhr) und Freitag (8-14 Uhr). 
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news-2641 Thu, 02 Dec 2021 13:27:10 +0100 Forstlicher Einsatz am Buchberg nahe Schnaittenbach https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstlicher-einsatz-am-buchberg-nahe-schnaittenbach.html 01. Dezember 2021, Schnaittenbach - Die Vorbereitungen für die diese Woche beginnende Waldpflege am Buchberg bei Schnaittenbach laufen schon länger und sind deutlich sichtbar: Rote und weiße Striche an den Bäumen zeigen an was die Bayerischen Staatsforsten im Wald vorhaben. Auf rund 90 ha Waldfläche werden die rot markierten Bäume entnommen, um das Holz zu nutzen und Platz für die nächste Waldgeneration zu schaffen.

Die Ernte von ausgereiften Bäumen, darunter vor allem Fichten, bedeutet in der geplanten Hiebsfläche die sich von Hainstätten bis zum Buchbergparkplatz bzw. der Ortschaft Demenricht im Nordosten erstreckt, nicht das Ende des Waldes. Ganz im Gegenteil: Der Wald bleibt erhalten, er verändert nur sein Aussehen. Die nächste Waldgeneration steht nämlich schon in den Startlöchern. Und diese ist sehr viel arten- und strukturreicher. Neben Fichte, Buche und Kiefer die sich auch im Altbestand finden, haben sich Tannen, Lärchen, Kiefern, Douglasien und auch einige Eichen unter dem Waldschirm etabliert.Da niemand genau weiß, welches Klima uns in Zukunft erwartet, setzt der Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten in dessen Zuständigkeit der Staatswald am Buchberg fällt auf einen Baumartenmix und damit auf mehr Vielfalt für den zukünftigen Wald. So wird das Klimarisiko breiter gestreut bzw. auf unterschiedliche Baumschultern verteilt.

Neben der Vielfalt an Baumarten spielen auch die Belange des Natur- und Artenschutzes bei dem Einsatz eine wichtige Rolle. Alte Bäume etwa mit Baumhöhlen, so genannte Biotopbäume, bleiben grundsätzlich stehen. Ganz gezielt wird auch so genanntes Biotopholz im Wald geschaffen, in dem Kronen von Bäumen abgetrennt werden und nur die stehenden Stämme verbleiben. Davon und von liegendem Holz das im Wald verbleibt, profitieren totholzbewohnende Insekten wie beispielsweise Bock- oder Prachtkäfer. „Eine große Tier- und Artenvielfalt ist uns wichtig,“ kommentiert der zuständige Revierleiter Simon Schmidt diese Maßnahmen die den Wald am Buchberg auch ökologisch aufwerten.

Aufgrund der vielen nachwachsenden Bäumen hat sich Förster Schmidt für eine moderne Holzerntemaschine, den so genannten Harvester, entschieden. „Wir setzen auf den Einsatz eines ganz modernen Harvesters mit sogenannter Baumhaltertechnik, damit schonen wir den nachwachsenden Wald, da die Maschine in der Lage ist die Bäume im Ganzen aus dem Wald zu heben“, sagt Schmidt. Die jungen Buchen, Tannen und Co. würden so nicht durch umfallenden Bäume umgebrochen oder -geknickt.

Das so geerntete Holz ist nicht nur ein hochwertiger Rohstoff etwa für die Möbelindustrie, sondern speichert langfristig das CO2, das es der Luft beim Wachstum entzogen hat. Holznutzung und -verwendung ist damit ein wichtiges Instrument im Kampf gegen den Klimawandel. „Der Wald ist Opfer des Klimawandels und Held im Kampf gegen den Klimawandel zugleich,“ erklärt der Leiter des Forstbetriebs Schnaittenbach Philipp Bahnmüller. „Er leidet unter den höheren Temperaturen und den geringeren Niederschlägen, wird der Wald aber bewirtschaftet und das immer wieder nachwachsende Holz genutzt, wird das darin enthaltene CO2 langfristig gebunden. Die Waldnutzung ist damit ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel,“ so Bahnmüller weiter.

Eines liegt den beiden Forstleuten neben der schonenden Bewirtschaftung des Waldes besonders am Herzen: Die Sicherheit der Menschen. Sie appellieren daher an die Vernunft der Waldbesucherinnen und Waldbesucher des beliebten Naherholungsgebiets am Buchberg: „Bitte beachten Sie die Absperrungen und betreten Sie während der laufenden Holzernte nicht die gesperrten Bestände, zur eigenen Sicherheit!“
Wege die etwa durch die Abfuhr des Holzes in Mitleidenschaft gezogen werden, werden im auslaufenden Winter wieder instandgesetzt.

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news-2640 Wed, 01 Dec 2021 14:51:23 +0100 120 Jahre arbeiten für den Staatswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/120-jahre-arbeiten-fuer-den-staatswald.html 29.November 2021, Sonthofen – Ganze 120 Jahre kommen zusammen, wenn die drei Arbeitsjubiläen vom Forstbetrieb Sonthofen zusammengezählt werden: „Wir gratulieren ganz herzlich unserem Forstwirtschaftsmeister Gerhard Briechle und unseren Forstwirten Georg Mair und Norbert Melder zu ihrem 40-jährigem Arbeitsjubiläum“, dankt Jann Oetting Leiter des Forstbetriebs Sonthofen Bayerische Staatsforsten (BaySF).
Die Waldarbeit ist ausgesprochen vielseitig, insbesondere an einem so großen Forstbetrieb wie bei den BaySF. „Mittlerweile machen die reinen Holzerntetätigkeiten nur noch ca. 30% der Arbeiten aus. Die Pflanzung und Pflege der Wälder, der Umbau zu einem klimastabilen Wald, Einsatzleitungen oder auch Arbeiten im Schutzwald nehmen einen breiten Raum ein und müssen insgesamt als echte Naturschutzarbeiten bezeichnet werden“, ergänzt Wolfgang Lerner, Servicestellenleiter am Forstbetrieb und Vorgesetzter der Waldarbeiter.
Seit 2017 bildet der Forstbetrieb Sonthofen wieder Forstwirte aus. Dazu Wolfgang Lerner: „Wir haben jedes Jahr mehr Bewerberinnen und Bewerber als wir Ausbildungsplätze anbieten können“. Wenn die Prüfungsergebnisse gut sind, stehen auch die Chancen auf eine Übernahme bei den Bayerischen Staatsforsten gut. Dann wartet ein sehr interessantes und vielseitiges Berufsleben auf die jungen Menschen. „Wichtig ist, dass man gerne für und in der Natur arbeitet und offen bleibt für Neues. Dann kann man auch 120 Jahre bei den Bayerischen Staatsforsten arbeiten!“, ist sich Betriebsleiter Jann Oetting sicher und überreicht mit Servicestellenleiter Wolfgang Lerner drei Brotzeitkörbe an die Jubilare Briechle, Melder und Mair.
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news-2639 Mon, 29 Nov 2021 10:01:00 +0100 Weihnachtlicher Tannenduft fürs Klassenzimmer https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/weihnachtlicher-tannenduft-fuers-klassenzimmer.html Schulkinder der Wilhelm-Busch-Schule Illertissen-Weißenhorn schlagen Christbaum bei den Bayerischen Staatsforsten

29. November 2021, Weißenhorn/Illertissen – Die Corona-Regeln und Einschränkungen haben gerade Schulkindern nur wenige Möglichkeiten gelassen, in der Vorweihnachtszeit etwas zu unternehmen. Darum haben sich 2 Schulklassen der Wilhelm-Busch-Schule Illertissen-Weißenhorn auf den Weg in den verschneiten Wald gemacht, um gemeinsam mit dem Förster einen passenden Christbaum für die Schulaula zu suchen. Natürlich erfolgte dieser Ausflug in den Wald eng abgestimmt auf das Corona-Hygienekonzept der Schule und nach vorherigen negativen Tests aller Beteiligten.

Bei schönstem Winterwetter trafen die Klassen 5G und 6H früh morgens bei Förster Wilfried Sommer im Staatswaldbereich „Tannengarten“ bei Illertissen ein. Gemeinsam mit den Klassenlehrern Kathrin Schulz und Tobias Gromer begann die Suche und im Nu hatte jedes Kind seine „schönste“ Tanne für die Schulaula gefunden.

„Wir wollen den Baum absägen“, riefen Vivienne, André, Nick und Pedram, nachdem feststand, auf welchen Baum das Los gefallen ist. Zusammen mit Christoph Kohler vom Forstbetrieb Weißenhorn der Bayerischen Staatsforsten halfen alle vier tatkräftig beim Fällen. „Alle Klassen basteln Christbaumschmuck und helfen beim Schmücken des Baumes“, erläuterte Lehrerin Kathrin Schulz, die diesen Winterwandertag kurzfristig vorgeschlagen hat. Sie ergänzte: „Die Kinder freuen sich in diesen Zeiten umso mehr über etwas Ablenkung und Weihnachtszauber“. Der Staatsforstbetrieb Weißenhorn unterstützt die Wilhelm-Busch Schule daher gerne dabei, den Kindern eine möglichst unbeschwerte Vorweihnachtszeit und etwas Freude zu bereiten. Auch wenn es nur mit einem kostenlosen Christbaum ist.

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news-2637 Mon, 29 Nov 2021 08:59:20 +0100 Auch am Landratsamt Wunsiedel kehrt mit Hilfe des Forstbetriebs Fichtelberg Weihnachtsfreude ein https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/default-80b8e50797.html 26. November 2021, Wunsiedel – Eine Weißtanne vom Schneeberg verbreitet Weihnachtsstimmung am Landratsamt Wunsiedel. Den Baum wählte Peter Berek Landrat von Wunsiedel gemeinsam mit Winfried Pfahler Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg Bayerische Staatsforsten aus.

Eine kleine Abwechslung im Alltag von Landrat Peter Berek: persönlich machte er sich auf die Suche nach dem Christbaum für das Landratsamt. Gemeinsam mit Winfried Pfahler, Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg durchstreifte er die Waldbestände der Bayerischen Staatsforsten unterhalb vom Seehaus auf der Suche nach einem schönen Baum. Und sie wurden fündig: eine gut 5 m hohe Weißtanne, gerade gewachsen und voll benadelt, die zwischen anderen Exemplaren aufgewachsen war und jetzt entnommen werden konnte. Dadurch bekommen die benachbarten Tannen jetzt ausreichend Platz zum Weiterwachsen. Ronald Ledermüller vom Naturpark brachte den Baum fachgerecht mit Handsäge und reiner Muskelkraft zu Boden.

Der schöne Baum strahlt jetzt vor dem Haupteingang des Landratsamts in Wunsiedel und sorgt bei den vorbeieilenden Menschen hoffentlich für einen kleinen Augenblick der Freude.
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news-2636 Fri, 26 Nov 2021 13:32:41 +0100 Zwei Christbäume für Berlin aus dem Forstbetrieb Fichtelberg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/zwei-christbaeume-fuer-berlin.html 29. November 2021, Fichtelberg – Zwei Bäume aus dem Fichtelgebirge schmücken in der Weihnachtszeit die Bayerische Landesvertretung in Berlin. Gefunden und eingeschlagen wurden sie von Mitarbeitern des Forstbetriebs Fichtelberg Bayerische Staatsforsten.

Ein eisig kalter Spätherbst Morgen. Raureif hängt an den Bäumen und Sträuchern. Die Atemluft kondensiert zu kleinen Dampfwölkchen. Männer mit orange-grüner Arbeitskleidung – Azubis beim Forstbetrieb Fichtelberg mit ihrem Ausbilder - stapfen durch den Wald, begleitet von einem Fernsehteam und Journalisten. Hier findet ein „Casting“ statt. Nicht für Deutschlands schönstes Topmodell, sondern für die schönsten Tannen des Fichtelgebirges. Denn diese Bäume sollen in Berlin als Geschenk der Bayerischen Staatsforsten die Landesvertretung des Freistaats Bayern weihnachtlich schmücken. Verziert mit Porzellananhängern, die Schüler aus Selb mit Unterstützung durch das Porzellanikon und der Firma Rosenthal hergestellt haben.

Jeder Baum am Westhang unterhalb des Nußhardt wird kritisch gemustert. Dort sind die Nadeln etwas vergilbt, da ein Ast zu wenig. Ein leichter Knick im Stamm disqualifiziert manche Tanne, ebenso eine Lücke im dichten Nadelkleid.

„Die Tannen hier haben wir vor etwa 25 Jahren gepflanzt“ erklärt Martin Hertel, stellvertretender Leiter des Forstbetriebs die Waldzusammensetzung. „In unseren Wäldern ist die Tanne gemischt mit Buche und Fichte eine wichtige Baumart. Denn sie ist relativ unempfindlich gegenüber Hitze, Trockenheit und Sturm. Gerade angesichts des Klimawandels sehr willkommene Eigenschaften. Damals wurden viele tausend Pflanzen gesetzt. Jetzt ist es Zeit, einzelne zu entfernen, damit die benachbarten Bäume genug Platz zum Weiterwachsen haben.“

Mittlerweile hat die „Christbaum-Jury“ aus Forstmitarbeitern zwei gleichmäßig gewachsene Tannen gefunden. Die eine gut 6 Meter hoch, die andere ungefähr 4 m, satt grün benadelt. Die sollen es werden! Die Kettensäge wird angesetzt und ein Stämmchen nach dem anderen wird gefällt. Von Nachbarbäumen gebremst neigen sich die Tannen langsam und liegen schließlich am Boden. 10 starke Arme der angehenden Forstwirte heben die Bäume nacheinander an. Über eine Schneise tragen sie beide zum nächsten Forstweg. Dort werden sie sorgfältig in  Netze eingeschlagen und verschnürt. Jetzt steht ihrer Abreise nach Berlin nichts mehr im Weg.

Ist es für einen Förster kein Frevel, wenn so schöne Bäume gefällt werden, nur um wenige Tage als Weihnachtsbaum zu dienen? „Nein, eigentlich nicht“ lacht Martin Hertel. „Wir haben damals viele tausend Pflanzen gesetzt. Jetzt ist es Zeit für eine Durchforstung. So schaffen wir den notwendigen Platz zum Weiterwachsen für die direkten Nachbarn unserer Christbäume. Und schließlich machen so schöne Bäume ja auch Werbung für unser Fichtelgebirge.“

 

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news-2638 Thu, 25 Nov 2021 15:29:00 +0100 Gepflegte und gemischte Wälder im Kürnacher Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/gepflegte-und-gemischte-waelder-im-kuernacher-wald.html Vor dem anstehenden Wintereinbruch wurde im Revier Kürnach-Süd des Forstbetriebs Sonthofen auf großer Fläche eine Pflege durchgeführt. Forstwirt-Azubis und ihre Ausbilder fördern die Mischung der Bergwälder.

25. November 2021, Sonthofen/Eschach - Steiles Gelände ist für die Kürnach, den westlich von Kempten gelegenen Höhenzug, prägend. Die Holzernte und Pflege der Wälder dort kann oft nur mit speziellen Seilkrananlagen erfolgen. So wurde im letzten Winter in der Abteilung Langtobel Licht für die aufkommende Waldverjüngung geschaffen. „Auf der Fläche haben sich bereits Weißtanne, Fichte, Buche und Bergahorn verjüngt. Durch die Holzernte bringen wir Licht auf den Boden und fördern die kleinen Pflanzen beim Wachsen“, freut sich Förster Simon Lipp, der den Staatswald in der südlichen Kürnach pflegt.

Doch mit der Holzernte ist die Pflege des Waldes nicht abgeschlossen. Streift man durch das steile Gelände, so erkennt der Fachmann ein Problem: Der Wald über der Verjüngung besteht fast ausschließlich aus Buchen. Diese lassen im Sommer kaum Licht durch ihr dichtes Blätterdach auf den Boden. Kleine Buchen, die mit weniger Licht besser zurechtkommen, konnten sich unter den dichten Kronen gut entwickeln. Die jungen Buchen haben schon einen Größenvorsprung vor den anderen Baumarten, wie zum Beispiel die kleinen Fichten, Tannen und Bergahornen.

Die Folge: „Würden wir nichts tun, so würden sich die Bergwälder in der Kürnach entmischen und wir hätten teilweise reine Buchenwälder. Gerade in Zeiten des Klimawandels müssen wir für die Zukunft auf gemischte Wälder setzen“, erklärt Forstbetriebsleiter Jann Oetting. An diesem Punkt kommen nun die Auszubildenden zum Forstwirt und ihre Ausbilder zum Einsatz. Teilweise sechs Mann waren auf der Fläche mit der Pflege beschäftigt. Wo junge Tannen, Fichten und Bergahorne wachsen, wurden die schon etwas größeren Buchen mit Hilfe von leichten Akkusägen entfernt, um den anderen Baumarten Raum für ihr Wachstum zu geben.

Einen Eindruck der Arbeiten vermittelt die neue Episode Nr. 37 „Forstwirte im Einsatz“ auf Youtube. Luca Camann, Auszubildender am Forstbetrieb Sonthofen erklärt ab Min. 2:36 wie die Pflege in der Kürnach durchgeführt wurde. Reinschauen lohnt sich! 

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news-2635 Wed, 24 Nov 2021 16:28:48 +0100 Holzernte im Tobel: Was für Bäume optimal ist, erschwert erheblich die Fällarbeiten https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/holzernte-im-tobel-was-fuer-baeume-optimal-ist-erschwert-erheblich-die-faellarbeiten.html 18. November 2021, Sonthofen/Eschach - Der Allgäuer nennt sie „Tobel“: Enge, steile, trichterförmige Täler, die im südlichen Oberallgäu auch die Größe einer richtigen Schlucht annehmen können. Im Staatswaldrevier Kürnach Nord sind sie zahlreich. Entlang des namensgebenden Baches reihen sich Tobel an Tobel, viele kleinere und größere Gräben und Bäche, die in die Kürnach entwässern. Sie prägen maßgeblich den unwegsamen Charakter dieser voralpinen Waldlandschaft. Die Waldbäume wachsen dort außergewöhnlich gut: Die Böden sind tiefgründig und gut wasserversorgt. Was für Bäume optimal ist, erschwert erheblich die Holzernte und vor allem die Bringung zur Forststraße.

„Früher, als die Waldarbeit noch ohne maschinelle Unterstützung ablaufen musste, wurde das Gebiet mit Schlittenwegen erschlossen. Im Winter mussten darauf die gefällten Bäume von den Holzern mit Hornerschlitten durch die Tobel nach unten befördert werden. Das war eine extrem harte und gefährliche Arbeit“, weiß Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting.

Revierleiter Markus Pfleghardt, der den Wald in der nördlichen Kürnach pflegt, ergänzt: „Heute ist hier der Seilkran das Mittel der Wahl. Moderne Seilkran-Kippmastanlagen gibt es als Anhänger oder montiert auf einem Trägerfahrzeug, meist ein LkW. Dadurch können sie sehr flexibel über die Forstwege transportiert und umgesetzt werden.“ Eine Grunderschließung mit Waldwegen ist aber auch dafür notwendig – ohne diese ist ein Wald nicht bewirtschaftbar.

Über den Kippmast des Seilkrans wird ein kräftiges Tragseil geführt, welches am Ende der Hiebsfläche verankert wird und das dazwischen, je nach Gelände, über Stützenbäume hochgehalten wird. Es sind Verfahren als Bergauf- und Bergabbringung möglich. Auch horizontal –z.B. bei sehr empfindlichen Moorböden - sind die Anlagen einsatzfähig.

„Natürlich hat eine solch aufwändige Technik höhere Kosten. Richtig angewendet bietet sie aber große Vorteile: Die maschinelle Befahrung über steile Gassen wird vermieden und der Waldboden somit maximal geschont. Bei einer fachgerechten Planung und Ausführung dieser Holzbringungstechnik können auch die verbleibenden Waldbäume den Eingriff ohne größere Schäden überstehen“, so nochmal Forstbetriebsleiter Jann Oetting.

Im Vergleich zu einem hochmechanisierten Einsatz ist hier aber immer noch viel harte und vor allem gefährliche Handarbeit notwendig. „Und es geht auch nicht so schnell. Gerade die Waldbesucher müssen hier sehr viel Verständnis aufbringen, da der Waldweg durch eine solche Anlage meist komplett versperrt ist und eine Wegstrecke deshalb womöglich über Wochen abgeriegelt werden muss: Im Einsatz- und Fällbereich herrscht Lebensgefahr!“, warnt Revierleiter Markus Pfleghardt und fügt hinzu: „Trotz alledem: Für die Bewirtschaftung der Tobelwälder bleibt dies die erste Wahl. Weil sie es wert sind!“

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news-2633 Tue, 23 Nov 2021 12:30:00 +0100 Weihnachtsschmuck aus dem Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/weihnachtsschmuck-aus-dem-wald.html Forst-Auszubildende basteln wieder Weihnachtsdeko

22. November 2021, Fichtelberg – Auch in diesem Jahr basteln die Auszubildenden des Forstbetriebs Fichtelberg Bayerische Staatsforsten wieder den beliebten Weihnachtsschmuck aus heimischem Holz für Haus und Garten. Dieser ist ab sofort am Forstbetrieb erhältlich.

Vorsichtig setzt Alexander Schirbel, Azubi bei den Bayerischen Staatsforsten in Fichtelberg, die Motorsäge an. Ein kurzes Aufkreischen des Motors. Holzspäne fliegen durch die Luft. Mit gekonntem Schnitt zerteilt er das 5 cm starke Brett, das von einem dicken Fichten-Stamm abgeschnitten wurde, in die Form eines Bäumchens. Seine beiden Kollegen Jonas Fischer und Vince-Robin Zirkel glätten anschließend mit Winkelschleifer und Sandpapier die rauen Stellen. Den Rohstoff für ihre kleinen Kunstwerke – Fichten- und Douglasienbäume - haben die angehenden Forstwirte in den letzten Tagen auf den Höhen des Fichtelgebirges gefällt und zu einem örtlichen Sägewerk gebracht. Dort wurden die Stämme zu dicken Bohlen zerteilt, die jetzt zu den wunderschönen Weihnachtssternen und kleinen Bäumchen aus Holz werden.

„Normalerweise bieten wir auf Weihnachtsmärkten in der Region Wildbret von Reh, Hirsch und Wildschwein an. Dort fertigen dann unsere Azubis unter den Augen der interessierten Zuschauer auch diesen Weihnachtsschmuck vor Ort mit der Motorsäge“, so Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg. „Leider ist heuer aber so vieles anders – und Weihnachtsmärkte gibt es nicht. Damit zum Fest wenigstens die Dekoration rund ums Zuhause passt, bieten wir unseren Kunden am Forstbetrieb beim Kauf von Wildbret die beliebten Sterne und Bäume aus Holz mit an. Sie können also bei der Auswahl Ihres Festtagsbratens auch Ihre Weihnachtsdekoration bei uns bekommen“ freut sich Pfahler. „Damit in diesem verrückten Jahr wenigstens das Weihnachtsfest ein bisschen so ist wie immer.“

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news-2634 Tue, 23 Nov 2021 11:22:22 +0100 Weihnachtsverkauf: Christbaum, Weihnachtsbraten und Co. https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/christbaum-weihnachtsbraten-und-co.html 22. November 2021, Kelheim - Der Forstbetrieb Kelheim Bayerische Staatsforsten bietet eine Rundum-Versorgung für das Weihnachtsfest.

Jeder kennt es: Geschenke besorgen, Christbaum kaufen, Festtagsessen planen und die Wohnung dekorieren. Jedes Jahr der gleiche Stress, bis endlich das 24. Türchen des Adventskalenders geöffnet werden kann. Dieses Jahr könnte es aber anders werden. Am Samstag, den 27.11.2021 öffnet der Forstbetrieb Kelheim seine Tore und macht mit seinem Sortiment so manchem Weihnachtsstress ein Ende. Es gibt Christbäume, Schmuckreisig, Mistelzweige und wunderschöne, weihnachtliche Kränze. Alles stammt natürlich aus den Wäldern rund um Kelheim. Auch für die kulinarischen Höhepunkte an den Festtagen hat der Forstbetrieb Leckereien zu bieten. Feiner Wildbraten von Reh und Wildschwein, schmackhafter Wildschinken oder Wildwürste für das Weihnachtsbuffet.  Das heimisches Wild  wird direkt am Betrieb zu küchenfertigen Portionen zerlegt. „Natur Pur“ auf der Weihnachtstafel, das ist doch mal was anderes. Aber da gibt es noch das große andere Thema - Geschenke - jedes Jahr wieder ein Rätsel, was man seinen Liebsten schenkt. Vielleicht gibt es auch hier Hilfe am Forstbetrieb. Am verkaufsoffenen Samstag kann man das ein oder andere außergewöhnliche Geschenk ergattern. Bemalte Rehgwichtl, Wildkochbücher sowie eine Auswahl der Wildwurstspezialitäten, rustikal auf einem Brotzeitbrett verpackt, stehen zum Verkauf bereit.

Geöffnet ist der Verkauf von 9 bis 12 Uhr. Stressfreier geht es wirklich nicht!

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news-2632 Mon, 22 Nov 2021 13:41:20 +0100 Wildbret aus den Bayerischen Staatsforsten - Biologischer geht kaum https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wildbret-aus-den-bayerischen-staatsforsten-biologischer-geht-kaum.html 18. November 2021, Ebrach - Nun geht es neben dem Holzeinschlag auch mit der Jagd am Forstbetrieb Ebrach wieder los. Der Forstbetrieb Ebrach bewirtschaftet den Staatswald im nördlichen Steigerwald. Da große Raubtiere seit langem aus dem Steigerwald verschwunden sind, jedoch insbesondere die breite Palette der Naturverjüngung ungehindert wachsen soll, ist die Bejagung der Rehe wie im mit der Unteren Jagdbehörde abgestimmten Abschussplan notwendig.

Wald vor Wild lautet hier die Devise. Der Steigerwald ist somit auch Herkunftsort hochwertiger kulinarischer Produkte. Besonders das Wildbret aus Reh- und Wildschweinfleisch erfüllt alle Kriterien, die eine gesunde und gute Küche ausmachen. „Wildbret ist das am naturverträglichsten gewonnene Fleisch, das man sich vorstellen kann“, sagt die Ebracher Forstbetriebsleiterin Barbara Ernwein, „biologischer geht es kaum.“ Das dunkle Fleisch, sein intensiver Geschmack ähnelt dem von Rindfleisch, zeichnet sich durch einen hohen Protein- und einen niedrigen Fettgehalt aus. Es ist reich an Mineralstoffen wie Kalium, Kupfer, Phosphor, Eisen und Zink und enthält einen sehr hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren. Außerdem ist es völlig frei von Konservierungs- und Wachstumsstoffen. „Wir garantieren, dass die Tiere im Steigerwald in ihrem natürlichen Lebensraum völlig ohne Zugabe von künstlichem Zusatzfutter, Hormonen oder Antibiotika aufwachsen.“ Auch stellen Barbara Ernwein und ihr Team sicher, dass bei jedem gejagten Tier klar nachvollziehbar ist, wann, wo und von wem es erlegt und anschließend verarbeitet wurde. Durch seine Gewinnung und seinen Verkauf vor Ort in der Region, wodurch auch unnötig lange Transportwege wegfallen, liegt Wildbret zudem ganz im Trend einer bewussten und nachhaltigen Ernährung.

Wer jetzt Appetit auf das Wildbret aus dem Steigerwald bekommen hat, kann sich auf nach Ebrach machen. Während der Jagdsaison im November und Dezember gibt es dort Frischfleisch, außerhalb dieser Zeit wird das ganze Jahr über Tiefkühlware und Spezialitäten wie Salami, geräucherten Schinken, Wildbratwurst, Presssack und Leberwurst, angeboten. Ebenso Burger Patties finden sich im Sortiment!

Neben den gewohnten Verkaufszeiten Dienstag und Donnerstag von 8 – 13 Uhr, gibt es einen Verkaufstag am:

04.12.2021 von 13-16 Uhr
im Hof des Forstbetriebs Ebrach
Marktplatz 2
96157 Ebrach

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news-2631 Thu, 18 Nov 2021 12:32:00 +0100 Bund Naturschutz und die Bayerischen Staatsforsten setzen sich gemeinsam für den Naturschutz ein https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/bund-naturschutz-und-die-bayerischen-staatsforsten-setzen-sich-gemeinsam-fuer-den-naturschutz-ein.html Der Forstbetrieb Berchtesgaden der Bayerischen Staatsforsten (BaySF) lud die Kreisgruppe Traunstein vom Bund Naturschutz zu einer gemeinsamen Naturschutzwanderung in den Eschenforst nordöstlich von Traunstein ein.

18. November 2021, Traunstein – Im Bereich eines naturnahen Waldrands aus alten Eichen trafen sich am Parkplatz des Waldkindergartens Surberg zahlreiche Mitglieder der Kreisgruppe Traunstein vom Bund Naturschutz mit Vertretern der BaySF zu einer Exkursion. Der junge Staatswaldförster Leonhard Hartinger präsentierte auf einem dreistündigen Rundweg um das Ödmoos einen Teil seiner vielfältigen Naturschutzmaßnahmen. Zunächst wurde ein frisch angelegtes Feuchtbiotop besichtigt, in dem künftig zahlreiche Amphibien und Libellen einen neuen Lebensraum finden sollen. Besonders gelobt wurden die vielfältigen Strukturen, die von Herrn Hartinger geschaffen wurden. Im Bereich des neuen Tümpels bietet ein ausgegrabener Wurzelstock sicheren Unterschlupf z. B. für Kaulquappen. Die unterschiedlich flachen Uferbereiche sind teils beschattet oder besonnt, um den Ansprüchen verschiedener Tierarten gerecht zu werden.

Im Randbereich des Ödmooses, kurz hinter dem vor 10 Jahren von Max Poschner geschnitzten Kneitz-Denkmal, erläuterte Beate Rutkowski als Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Traunstein die jahrzehntelange Moorrenaturierung. In mehreren tausend Stunden Arbeit wurde aus einem eintönigen Nadelholzforst ein blühendes Moor mit Sonnentau und Torfmoosen. Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller zeigte sich begeistert über die großartige und sehr erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Förstern und einer Vielzahl von Helfern aus dem Bund Naturschutz.

Am Beispiel einer riesigen Buche wurde das „Methusalem-Konzept“ der Bayerischen Staatsforsten erläutert. Alle Teilnehmer, Forstleute wie Verbandsnaturschützer waren sich einig, dass die stärksten Bäume, wenn keine konkrete Gefahr von ihnen ausgeht, nicht gefällt werden dürfen. Ziel ist die Anreicherung des Waldes mit starken Biotopbäumen und später mit starkem Totholz.

An einem anderen Waldbild wurde die positive Bedeutung der Holznutzung für die Begrenzung der Klimaerwärmung diskutiert. Im Wald wird laufend CO2 gebunden. Die Entnahme von älteren Bäumen steigert nicht nur die Bindung von CO2, da jüngere Bäume stärker wachsen als ältere. Im verbauten Holz wird das CO2 auch dauerhaft gespeichert und kehrt nicht durch Verrottung zurück in die Atmosphäre. Durch die Nutzung des Holzes werden zusätzlich Baustoffe, wie z. B. Zement oder Aluminium ersetzt, bei deren Herstellung sehr viel CO2 in die Luft gelangt. Durch Brennholz werden fossile Brennstoffe wie Öl und Gas gespart.

Abschließend wurde noch auf die Verjüngung des Waldes mit klimatoleranten Baumarten eingegangen. „Leonhard Hartinger hat sich schon in kurzer Zeit besonders verdient gemacht, da er konsequent viele verschiedene Baumarten, wie z. B. Schwarznuss, Flatterulme, Douglasie, Tanne und Eibe pflanzt, fördert und durch eine angepasste Jagd sichert,“ lobt Dr. Müller den sehr engagierten Förster.

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news-2630 Thu, 18 Nov 2021 10:03:00 +0100 Zum Fest einen Baum aus heimischem Anbau https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/zum-fest-einen-baum-aus-heimischem-anbau.html Forstministerin Michaela Kaniber eröffnet die bayerische Christbaumsaison

18. November 2021, Sindersdorf, Lkr. Roth – Zum Start der Christbaumsaison hat Forstministerin Michaela Kaniber zum Kauf eines Baums aus bayerischer Produktion aufgerufen. „Nicht nur die Frische und die hohe Qualität sind starke Argumente für heimische Christbäume. Die Wahl eines Baums aus Bayern stärkt zudem die regionale Wirtschaft, schafft Arbeitsplätze und vermeidet umweltbelastende Ferntransporte quer durch Europa“, sagte die Ministerin bei der offiziellen Saisoneröffnung in Sindersdorf im Landkreis Roth in Mittelfranken. Diese unschlagbaren Vorteile überzeugen ihren Worten zufolge immer mehr Menschen: Mittlerweile entscheiden sich rund 80 Prozent der Verbraucher für einen Baum aus Bayern.
Bäume aus heimischer Produktion sind an der goldroten Banderole des Vereins Bayerische Christbaumanbauer leicht zu erkennen. Sie garantiert die bayerische Herkunft und die Frische des Baums. Darüber hinaus stellt das Siegel „Geprüfte Qualität - Bayern“ weitere strenge Produktionsstandards sicher. Bäume mit diesem Siegel werden frühestens am 10. November geschnitten und die letzten drei Jahre nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt.
Im Freistaat werden jährlich rund vier Millionen Christbäume verkauft, die meisten stammen aus eigens dafür angelegten Kulturen. Die Nordmanntanne ist seit Jahren der mit Abstand beliebteste Baum, gefolgt von der Blaufichte. Die Preise bleiben trotz deutlich gestiegener Herstellungskosten bereits im zehnten Jahr stabil: Der Meter Nordmanntanne liegt zwischen 18 und 25 Euro.
Informationen rund um den bayerischen Christbaum und eine digitale Karte mit Anbaubetrieben aus der Region gibt es im Internet unter www.bayerische-christbaumanbauer.de. Mehr zu Christbäumen mit dem Siegel „Geprüften Qualität Bayern“ und eine Liste der Anbieter finden sich unter www.gq-bayern.de/

 

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news-2629 Fri, 12 Nov 2021 12:28:10 +0100 Waldpflegemaßnahmen unterhalb der Zwieselalm – Vollsperrung des Zwiesel- bzw. „Mulisteigs“ und des „blauen Steigs“ https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldpflegemassnahmen-unterhalb-der-zwieselalm-vollsperrung-des-zwiesel-bzw-mulisteigs-und-des-blauen-steigs.html Vollsperrung des Zwieselsteigs wegen dringlicher Waldpflegemaßnahmen durch die Bayerischen Staatsforsten. Der sogenannte „blaue Steig“ zwischen Bartlmahd und Zwieselalm ist auch von der Sperrung betroffen

12. November 2021, Berchtesgaden/Bad Reichenhall - Die Schneebruchschäden aus dem Januar 2019 wirken sich leider immer noch auf das Berchtesgadener Land aus. Nachdem zunächst die vordringlichen Schadflächen von den Bayerischen Staatsforsten bearbeitet wurden, stehen jetzt die weniger geschädigten Flächen an. Dort konnten sich in den abgebrochenen Fichten die Borkenkäfer vermehren. Unterhalb der Zwieselalm werden aktuell von Borkenkäfern befallene Fichten entnommen, um weitere Schäden zu begrenzen. Gleichzeitig wird dort durch zusätzlich entnommene Bäume die Verjüngung der kommenden Waldgeneration gefördert. Ziel ist ein dauerhafter Bergmischwald aus vitalen Fichten, Tannen und Buchen mit Bergahorn sowie Lärchen, der unsere Heimat bestmöglich vor Hochwässern und Lawinen schützt.

Aufgrund dieser Waldpflegearbeiten müssen aus Sicherheitsgründen der Zwieselsteig (auch Mulisteig genannt) und der sogenannte „blaue Steig“ zwischen Bartlmahd und Zwieselalm bis voraussichtlich 26. November 2021 voll gesperrt werden. Eine großräumige Umleitung wurde anlegt. Allerdings erfordert die Umleitung geländebedingt eine höhere Trittsicherheit (Wegekategorie Rot).

Die Dauer der Sperrung wird so kurz wie möglich gehalten. Wir bitten Sie die Absperrungen zu respektieren, denn in Umgriff der Arbeiten herrscht durch herabfallende Bäume und Äste Lebensgefahr. Eine besonders hohe Gefahr geht von den schnelllaufenden Seilen der Seilbahn aus, die direkt über den Steig gespannt sind. Die Sperrung gilt auch am Wochenende, da der Steig mit Holz blockiert ist. Die Bayerischen Staatsforsten bedankt sich für Ihr Verständnis.

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news-2628 Tue, 09 Nov 2021 15:24:00 +0100 Interregprojekt "Historische Holzbringung" https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/interregprojekt-historische-holzbringung.html 09. Oktober 2021, Oberammergau - Der Forstbetrieb Oberammergau beteiligt sich am Interregprojekt TIR17 „Historische Holznutzung- Transportwege des Holzes im Raum zwischen Saline Hall und Kloster Ettal“, welches die Geschichte der Forstwirtschaft in der Region beforschen und ergänzende wertvolle Daten sammeln will, um diese für die nachfolgende Generationen zu sichern. Der Zeitraum welcher im Rahmen dieses Projektes forstgeschichtlich beleuchtet wird, reicht vom Spätmittelalter bis in das letzte Jahrhundert.

Die Regionen Ammergebirge, Wettersteingebirge und Karwendel blicken aufgrund der topographischen Besonderheiten bzw. deren Holzreichtum auf eine gemeinsame bewegte Forstgeschichte zurück. Durch die landesgeschichtlichen Herausforderungen, den Holzbedarf der Städte München und Innsbruck zu decken und wichtige Einkommensquellen zu sichern, wurden lokal ganz besondere Lösungen für den Holztransport gesucht und technische Innovationen entwickelt. Im Grenzgebiet gibt es noch wenige Zeitzeugen, welche die historische Holznutzung selbst erlebt bzw. von deren Vorfahren sie konkretes Wissens übermittelt bekommen haben. Auch zeugen nur noch wenige Bauwerke von den historischen Transportwegen des Holzes.

Im Bereich des Forstbetriebes Oberammergau ist dabei von besonderer Bedeutung die ehemalige „Bremsbergbahn“ im Revier Grafenaschau, welche von 1924 bis 1933 in Betrieb war (Bild) und die nun forstgeschichtlich aufbereitet und so der Nachwelt erhalten bleibt. Die EU fördert das Projekt mit einem Finanzumfang von 25.000 € zu 75%. 

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Forstbetrieb Oberammergau
news-2627 Mon, 08 Nov 2021 15:09:00 +0100 Mehr Artenvielfalt für einen klimafesten Zukunftswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/mehr-artenvielfalt-fuer-einen-klimafesten-zukunftswald.html 08. November 2021, Sonthofen - Wälder gelten als die Lunge unseres Planeten und nehmen etwa ein Drittel der jährlich vom Menschen ausgestoßenen CO2-Emissionen auf. Doch der Klimawandel macht auch vor ihnen nicht halt. Deshalb hat der Umbau der klimaempfindlichen Reinbestände in widerstandsfähige, stabile und strukturreiche Mischwälder für die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) schon seit Jahren höchste Priorität.

Bei dieser Aufgabe bekamen die BaySF vor kurzem tatkräftige Unterstützung: Eine Gruppe von Mitgliedern des Kreisverbandes Ostallgäu/Kaufbeuren der Ökologisch-Demokratischen Partei ÖDP hatte sich zusammen mit ihrem Bundesvorsitzenden Christian Rechholz aus Nürnberg ins Allgäu zum Treffpunkt Wanderparkplatz Senkele aufgemacht, um 150 Eiben für den Klimawald zu pflanzen. Revierleiter Johannes Nachbar, zu dessen Aufgaben die Pflege des Sulzschneider Staatswalds gehört, empfing die Freiwilligen mit herrlichem Herbstwetter.

„Es ist spannend, unsere tägliche Arbeit politisch Aktiven und allen Interessierten nahezubringen. Damit sie nicht nur in der Theorie Bescheid wissen, sondern auch einen praktischen Bezug bekommen. Es macht mir große Freude, unsere Vorgehensweise zu erläutern und vertieften Einblick zu ermöglichen“, freute sich Förster Johannes Nachbar über die Initiative.

Für die gemeinsame Pflanzaktion war von Staatsforsten und ÖDP die Eibe ganz bewusst ausgewählt worden. Nach kurzer Einführung von Förster Johannes Nachbar wurden die Pflänzchen aus zertifizierten Vermehrungsbetrieben mit viel Elan von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern fachgerecht in den Boden gebracht.

Die Eibe ist eine besondere heimische Nadelbaumart: Sie wird kaum höher als 15-20 Meter, steht meist im Schatten höherer Bäume und kann dank der ausgeprägten Schattentoleranz jahrhundertelang bestehen. Die von einem roten Samenmantel umgebenen Samen werden gern von Vögeln gefressen. Die Eibe kommt natürlicherweise überall in Mitteleuropa vor und gehört zu den ältesten Bäumen unserer Breiten. Ihr zähes Holz wurde im Mittelalter gern für den Bogenbau verwendet, aufgrund ihrer Giftigkeit für Mensch und Weidetier jedoch in der Vergangenheit zunehmend aus den Wäldern entfernt. Auch ihr langsames Wachstum und die Empfindlichkeit gegenüber Wildverbiss trugen zum Verschwinden dieser Baumart bei, da ihre jungen Triebe wie Leckerbissen für das Wild sind, die gegen das Gift in den Nadeln und Trieben unempfindlich sind.

„Ziel der Aktion war es, auf unseren Waldflächen diese besondere Baumart wieder zu beteiligen“ erklärt Jann Oetting, Sonthofens Forstbetriebsleiter, zu dessen Verantwortungsbereich auch das Revier von Johannes Nachbar zählt. „Wirtschaftlich hat die Eibe für uns heute keine Bedeutung, es geht uns vielmehr darum, die Artenvielfalt im Klimawald zu erhöhen und auch den Sinn fürs Besondere nicht zu verlieren. Ökologische Anreicherung nennen wir Forstleute das“, fährt Oetting fort.

Für die Bayerischen Staatsforsten ist das Thema Klimawald nichts Neues. „Bereits in den 80er Jahren haben unsere Vorgänger im Sulzschneider Wald im großen Stil Mischbaumarten wie Weißtanne, Ahorn und Erle eingebracht“ erläutert Oetting und schließt: „Das ist ein Erbe, dass wir voll Engagement und Freude bis heute fortführen“. Deshalb werden jährlich tausende kleiner Bäumchen in den Sulzschneider Wald gepflanzt, um den Waldumbau voranzutreiben.

Helmut Scheel, Vorsitzender des ÖDP Ortsverbandes Füssen/Altlandkreis bedankte sich nach Abschluss der Arbeiten: „Wir haben jetzt einen anderen Einblick in den Wald erhalten, als wenn wir nur durch ihn hindurchspazieren. Sie können sich sicher sein, dass wir in Zukunft anders durch den Wald gehen, als wir es noch gestern taten“. Die ÖDP-Mitglieder versprachen, den Wuchs der Bäume zu begleiten.

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news-2625 Fri, 29 Oct 2021 09:36:00 +0200 Faszination Raufußhühner - Ministerin Michaela Kaniber startet bayernweites Auerhuhn-Monitoring https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/faszination-raufusshuehner-ministerin-michaela-kaniber-startet-bayernweites-auerhuhn-monitoring.html Pressemitteilung vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

29. Oktober 2021, München – Bayern weitet seine Aktivitäten im Bereich des Wildtiermanagements weiter aus. Dazu hat Forstministerin Michaela Kaniber ein bayernweites Monitoring zum Schutz des Auerhuhns gestartet. „Diese imposanten und streng geschützten Waldvögel sind ein Symbol unserer bayerischen Heimat und ihrer Berge, für die wir eine besondere Verantwortung tragen. Schließlich leben bei uns deutschlandweit die meisten dieser scheuen Raufußhühner“, so Kaniber. Und weiter: „Mit unserem neuen Monitoring sorgen wir dafür, dass Veränderungen der Populationen und ihrer Lebensräume rechtzeitig erkannt werden. So können wir bei Bedarf mit geeigneten Maßnahmen gezielt gegensteuern.“ Das Programm startet zunächst im Vogelschutzgebiet „Großer Arber“ im Bayerischen Wald. Ab dem nächsten Jahr werden dann regelmäßig an über 1.000 Inventurpunkten alle Nachweise und Spuren des größten Hühnervogels Europas erfasst und die Eignung seiner Waldlebensräume bewertet.

Bei den Erhebungen, die von der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) koordiniert und gemeinsam mit den Fachstellen Waldnaturschutz in den Regierungsbezirken umgesetzt werden, setzt Kaniber auf den Schulterschluss zahlreicher unterschiedlicher Akteure: „Wir bauen auf eine enge Zusammenarbeit von Waldbesitzern, Fachbehörden, Verbänden und Ehrenamtlichen. Das kommt nicht nur dem Auerwild zugute, sondern stärkt auch das seit vielen Jahren bestehende Netzwerk für den Waldnaturschutz.“

Mehr zum Monitoring-Programm und dem Auerhuhn, das wie kaum eine andere Vogelart stellvertretend für großflächige, lichte, störungsarme und strukturreiche Nadelmischwälder steht, erfahren freiwillige Unterstützer bei speziellen Fortbildungen, die die Landesanstalt im kommenden Jahr anbieten möchte.

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news-2624 Thu, 28 Oct 2021 11:35:00 +0200 Zukunftswald gepflanzt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/zukunftswald-gepflanzt.html Jugendliche pflanzen Bäumchen für künftigen Klimawald

28. Oktober 2021, Burglengenfeld – Im Rahmen einer Waldführung am Walderlebniszentrum Sinzing pflanzten Auszubildende der Jugendwerkstatt Regensburg e.V. junge Elsbeeren für den künftigen Klimawald. In enger Kooperation zwischen dem Forstrevier Beratzhausen der Bayerischen Staatsforsten und dem Walderlebniszentrum Sinzing des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regensburg-Schwandorf konnten Auszubildende zum Schreinerhandwerk, zur Hauswirtschaft und zum Schneiderhandwerk den nachhaltigen Kreislauf des Waldes kennenlernen.

Forstwirtschaftsmeister Albert Köglmeier zeigte den Jugendlichen die Entwicklung des Waldes bis hin zur Fällung eines Baumes. Ausgestattet mit der nötigen Schutzausrüstung legten die Auszubildenden aktiv Hand an. Um den Kreislauf zu schließen pflanzten sie nach der imposanten Baumfällung auf einer vom Borkenkäfer geschädigten Fläche 90 Elsbeeren. Förster Seitz erklärte, dass die kleinen Elsbeeren aus örtlichem Saatgut stammen, das vor einem Jahr im Naabtal von stattlichen Elsbeeren geerntet wurde. Im Pflanzgarten Laufen der Bayerischen Staatsforsten angezogen, können sie nun als einjährige Pflanzen zurück in den Wald gebracht werden. Die Bäume sind wärmeliebend und an den Standort gut angepasst, so dass sie für den Klimawandel sehr gut geeignet sind. Mit Hohlspaten bestückt und unter Anleitung der Forstwirte des Forstbetriebes Burglengenfeld konnten die Pflänzchen vielversprechend und fachmännisch gepflanzt werden. Abschließend wurden sie noch mit Wuchshüllen vor Wildverbiss geschützt.

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news-2623 Thu, 28 Oct 2021 08:43:04 +0200 Moorrenaturierung mit Blick auf die Benediktenwand https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/moorrenaturierung-mit-blick-auf-die-benediktenwand.html 27. Oktober 2021, Bad Tölz – Ein Jahr nach der aufwändigen Renaturierung ziehen die Beteiligten Bilanz: die Arbeiten in den zwei Hochlagenmooren Langmoos und Mähmoos bei Benediktbeuern waren ein voller Erfolg.

Die Renaturierung der beiden mit Latsche bestockten Hochlagenmoore war dem Forstbetrieb Bad Tölz ein wichtiges Anliegen. Über 150 Dämme waren für die optimale Wiedervernässung nötig, um die Vielzahl an Entwässerungsgräben wieder zu verschließen. Für die Arbeiten im dem hochgelegenen Naturschutzprojekt stand nur ein sehr kurzes Zeitfenster zur Verfügung. Auf mehr als 1.000 m über dem Meeresspiegel konnten die Arbeiten erst nach der Vogelbrutsaison begonnen und mussten vor dem ersten Schneefall fertiggestellt werden. Durch großen Einsatz aller Beteiligten konnte die verfügbare Zeit effektiv genutzt und die Renaturierung im Herbst 2020 abgeschlossen werden.

Neben der Klimaschutzwirkung hat der Forstbetrieb bei der Moorrenaturierung den Artenschutz im Fokus. „So weit oben in den Bergen gelegene Moore haben eine sehr komplexe und spezifische Artenzusammensetzung.“, erläutert Robert Krebs, stellvertretender Leiter des Forstbetriebs. Sehr seltene Arten wie die arktische Smaragd-Libelle konnten in den verbliebenen Wasserflächen des Langmooses bereits vor der Renaturierung nachgewiesen werden berichtet Elisabeth Pleyl, vom Zentrum für Umwelt und Kultur in Benediktbeuern, die die Renaturierungsarbeiten fachlich begleitet hat. In den Wasserflächen, die sich hinter mehreren Dammbauwerken bereits gebildet haben wimmelt es von Kaulquappen, Insektenlarven, Amphibien und Libellen. Trotz der früheren Entwässerung konnten sich im Zentrum der Moore Sonnentau, Rosmarinheide und Moosbeere halten. Auch die Rauschbeere, die als einzige Futterpflanze der Raupen des Hochmoorgelblings für den Erhalt der Schmetterlingsart essentiell ist wird sich mit den neuen Bedingungen nun wieder ausbreiten können. In der Vergangenheit wurden Moore oft entwässert, um die Flächen besser nutzen zu können. Häufig gehen in der Folge die seltenen Moorarten verloren. Mit der Wiedervernässung wird diese Entwicklung umgekehrt und das Moor lebt wieder auf.

„In einer frühen Kartierung bayerischer Moorgebiete wurden Lang- und Mähmoos aufgrund ihrer Artenzusammensetzung bereits als „Elitemoore“ bezeichnet. Das war für uns ein zusätzlicher Ansporn.“, erklärt Klaus Kalischko, der für das Revier Benediktbeuern zuständige Revierleiter. Es freue ihn besonders, dass die Renaturierung noch in seiner aktiven Dienstzeit durchgeführt werden konnte, so Kalischko, der das Revier Benediktbeuern seit mehr als 20 Jahren betreut. Trotz der verhältnismäßig geringen Niederschläge in der Vegetationsperiode konnte sich das Moor schon im ersten Jahr nach der Renaturierung sehr gut erholen. „Die Folgen des Klimawandels sind auch hier im Gebirge bereits deutlich zu merken. Daher werden wir die Entwicklung der Moore weiterhin im Blick behalten.“, versichert Krebs.

Mehr zum Thema Moor gibt es auf www.baysf.de/moor

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news-2622 Tue, 26 Oct 2021 09:10:00 +0200 Edelkrebse für den Weißen Main https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/edelkrebse-fuer-den-weissen-main.html Forstbetrieb Fichtelberg der Bayerischen Staatsforsten unterstützt heimische Wassertiere

26. Oktober 2021, Fichtelberg - In Tümpel und Gewässer entlang des Weißen Mains zwischen Bischofsgrün und Röhrenhof hat der Forstbetrieb Fichtelberg vom Aussterben bedrohte Edelkrebse eingesetzt. Damit wird die Artenvielfalt im Fluss erhöht und zugleich das Gewässer sauber und gesund erhalten.

Nur ein leises „Platsch“ ist zu hören, als das erste Krebstier langsam über den Rand der Transportkiste krabbelt und sich in das klare Wasser des Weißen Mains fallen lässt. Fast ein bisschen Angst einflössend kommt es daher mit seinen großen Scheren, den sich ständig bewegenden Fühlern, den Stielaugen und den Spinnenbeinen. Vorher war das Krustentier gemeinsam mit mehr als 1.500 Artgenossen gut befeuchtet in Styropor-Boxen aus Bärnau hierher ins Fichtelgebirge angereist. Dort im Oberpfälzer Wald züchtet Matthias Bäuml seit vielen Jahren in seinen Teichanlagen Edelkrebse – auch Flusskrebse genannt. Und dort haben die Krebstiere, die jetzt im Weißen Main ausgewildert werden, das Licht der Welt bzw. ihr Heimatgewässer erblickt.

„Wir leisten mit dem Aussetzen der Edelkrebse einen kleinen Beitrag zur Vielfalt an Arten im Wasser“ erklärt Hubertus Schmidt die Aktion. Er ist Förster beim Forstbetrieb Fichtelberg und betreut das Maintal zwischen Bischofsgrün und Röhrenhof. Gemeinsam mit Dr. Viktor Schwinger, Fachberater für Fischerei des Bezirks Oberfranken, plante er die Wiederansiedlung der Edelkrebse im Flusssystem des Weißen Mains. „Ursprünglich waren die Krebse in Bächen, Flüssen und Teichen in der Region weit verbreitet. Durch Gewässerverschmutzung und vor allem durch die von amerikanischen Krebsarten eingeschleppten Krebspest, eine Pilzerkrankung, wurden die heimischen Krebsarten fast ausgerottet. Nur in den Oberläufen weniger Gebirgsbäche konnten sich kleine Restvorkommen bis heute halten. Im Zufluss und im Oberlauf des Weißen Mains wollen wir jetzt wieder eine lebensfähige Population begründen.“

Dr. Schwinger ergänzt: „Die Voraussetzungen hier sind gut. Denn Signalkrebs und Kamberkrebs, die Überträger der Krebspest-Erreger, kommen bisher im Main flussaufwärts etwa bis Himmelkron vor. Der Oberlauf des Weißen Mains ist nach unserer Kenntnis frei von der Krankheit.“

Edelkrebse sind Allesfresser und bieten einen großen ökologischen Nutzen. Mit ihren großen Scheren durchwühlen sie den Gewässerboden und ernähren sich von Insekten, Würmern, Pflanzenresten, verwesenden Fischen. Sie sind quasi die Gesundheitspolizei im Gewässer. Jetzt im Herbst sorgen sie dafür, dass das ins Wasser gefallene Laub schneller zersetzt wird.

Im vergangenen Jahr stand der Flusslauf des Weißen Mains besonders im Fokus der Förster. In Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt wurden Baumstämme aus dem Flusslauf entfernt, die bei Hochwasser eventuell Schäden verursacht hätten. Freiwillige Helfer des Bergwaldprojekts säuberten im Sommer Abschnitte des Flusses von allerhand Unrat, der angeschwemmt worden war. Und jetzt tragen die ausgesetzten Edelkrebse dazu bei, die Artenvielfalt zu erhöhen. „Wir freuen uns, dass wir mit den Bayerischen Staatsforsten einen Partner gefunden haben, der sich aktiv für unsere heimischen Edelkrebse einsetzt“, so Dr. Schwinger.

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Münchberg-Bayreuth unterstützt die Maßnahme als besondere Gemeinwohlleistung der Bayerischen Staatsforsten.

Ein Krebstierchen nach dem anderen verschwindet aus der Transportkiste ins Wasser. Zwischen einem und vier Jahre sind die Tiere alt und bis zu 15 cm groß. Hier am Weißen Main und an einigen Tümpeln, die im Besitz der Bayerischen Staatsforsten sind und nicht fischereiwirtschaftlich genutzt werden, finden sie ihre neue Heimat. Im nächsten Frühjahr werden nochmals Edelkrebse ausgesetzt werden. Dann aber Weibchen, die unter ihrem gepanzerten Schwanz hunderte von Eiern tragen. Die Jungtiere, die sich daraus entwickeln, werden später weitere Tümpel und Bäche auf natürlichem Weg besiedeln.

„In den nächsten Jahren werden wir die Entwicklung der Edelkrebspopulation intensiv beobachten“ verspricht Hubert Schmidt. „Ihre Wiederansiedlung liegt mir sehr am Herzen.“

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news-2621 Thu, 21 Oct 2021 16:22:00 +0200 Fluthilfe aus dem Frankenwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/fluthilfe-aus-dem-frankenwald.html Wallenfelser Säger und Bayerische Staatsforsten unterstützen Flutopfer im Ahrtal

21. Oktober 2021, Rothenkirchen - „Der Eindruck, den wir bei der Fahrt durch das Flutgebiet bekommen haben, macht einen sprachlos. Es ist einfach schockierend. Die vielen zerstörten Häuser und die Not der Menschen hinterlassen einen nachdenklichen und bleibenden Eindruck“ so Andy Weiß.

Gemeinsam mit seinem Bruder Florian ist Andy Weiß voll beladen mit Brennholz zu der knapp 6-stündigen Fahrt ins Flutgebiet nach Ahrweiler aufgebrochen. Beide, Andy und Florian Weiß, betreiben mit Ihrem Vater Andreas Weiß ein Sägewerk nahe Wallenfels im Frankenwald. Unterstützt wurde die Aktion noch durch die Fa. Venanz Fischer aus Kronach- Friesen, die einen zusätzlichen LKW für den Holztransport zur Verfügung stellte.

 „Dass jetzt so viele Flutopfer immer noch ohne Strom und Heizung auskommen müssen und der Winter vor der Tür steht, hat uns veranlasst, den Menschen vor Ort irgendwie zu helfen“ so Florian Weiß. Und die Idee wurde schnell in die Tat umgesetzt!

„Als bei uns die Anfrage der Fa. Weiß kam, Brennholz für Flutopfer in Ahrweiler zu spenden, mussten wir nicht lange überlegen und haben spontan knapp 60 Festmeter trockenes Holz bereitgestellt“, so Forstbetriebsleiter Peter Hagemann vom örtlichen Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten. Forstwirtschaftsmeister Alexander Schlee und Servicestellenleiter Stefan Wittenberg organisierten daraufhin schnell und unbürokratisch die Hilfe aus dem Staatswald.

Im Flutgebiet angekommen, wurde das Holz auf einem zentralen Platz in der Ortsmitte von Ahrweiler abgeladen, mit einem Holzsägespaltautomaten auf ofengerechte Stücke geschnitten und gespalten und direkt an die Menschen vergeben, die es so dringend brauchen. Auch über zwei Monate nach der Flut ist die Not in vielen Regionen immer noch groß. In weiten Teilen von Rheinland-Pfalz und Nordrein-Westfalen sind in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli mehr als 100 Liter pro Quadratmeter Niederschlag gefallen, mit verheerenden Folgen für die Menschen vor Ort.

Müde, aber zufrieden und mit vielen bleibenden Eindrücken sind dann Florian und Andy Weiß am Abend wieder in ihren Frankenwald heimgekehrt. Die rundum gelungene Aktion zeigt, dass gemeinsame Hilfe und Solidarität auch über Ländergrenzen hinweg gut funktionieren kann.

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news-2620 Thu, 21 Oct 2021 16:06:00 +0200 Kinder pflanzen den Klimawald von morgen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/kinder-pflanzen-den-klimawald-von-morgen.html Bergmischwald im Rahmen der „4-Bäume-Strategie“ der BaySF mit Lärche ergänzt

21. Oktober 2021, Bodenmais/Achslach - Im Vorderen Bayerischen Wald bildet der Bergmischwald aus Buche-Fichte-Tanne die natürliche Bestockung der Höhenlagen bis ca. 900 m NN. Trotz Klimaerwärmung wird dieser Waldtyp auch in Zukunft in den Mittelgebirgen eine wichtige Rolle spielen. Wenn es auch hier wärmer werden wird, bleiben doch weiterhin ausreichende Niederschläge; deshalb werden sich voraussichtlich die Baumarten-Anteile von der aktuell dominierenden, aber „hitzeempfindlichen“ Fichte hin zu den „klimatoleranteren“ Arten Buche und Tanne verschieben – aber der Bergmischwald an sich bleibt erhalten!

Um diese Klimatoleranz zu verstärken, hat sich der Forstbetrieb Bodenmais entschlossen, die drei Baumarten des Bergmischwalds zur Realisierung der „4-Bäume-Strategie“ der Bayerischen Staatsforsten mit einer vierten Baumart ergänzen, in diesem Fall mit der Lärche (sh. Kasten).

Und da es nicht nur um die Zukunft des Waldes geht, sondern auch um die unsere, hatte Revierleiter Sebastian Krippl, Elternzeitvertreter im Bodenmaiser Revier Kalteck, eine zündende Idee: „wenn wir aber eine Pflanzaktion mit dem Kindergarten starten – nach dem Motto Achslacher Kinder pflanzen den Klimawald von morgen!“ Gesagt, getan – die Kindergärtnerinnen Tanja Haslböck und Tanja Kreulinger waren gemeinsam mit der eigentlichen Revierleiterin Franziska Dendl (aktuell eben in Elternzeit) gleich überzeugt: „das wird ein schöner Termin für unsere „Großen“ – nämlich die Vorschulkinder!“ Und auch Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner war sofort mit von der Partie. Forstwirtschaftsmeister Paul Hilgart und Revierleiter Sebastian Krippl hatten eine passende Fläche vorbereitet, und nach einer kurzen Einführung ins Thema ging es los: Paul Hilgart, Sebastian Krippl, Lehrling Vinzenz Wudy und Praktikant Andreas Wolf gruben die Pflanzlöcher und die Kinder setzten dann voller Begeisterung die kleinen Lärchen ein. Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl: „jetzt muss es nur noch die nächsten Tage mal regnen, dann wachsen die Bäumchen prima an!“ und Bürgermeisterin Gaby Wittenzellner ergänzte: “Die Kinder können gar nicht früh genug damit beginnen, die Natur und den Wald kennenzulernen – denn was man kennt, das liebt man – und was man liebt, das schätzt und schützt man! Und mit Sicherheit werden sich die Kinder noch viele Jahre dran erinnern, wie sie heute „ihren“ Lärchenwald gepflanzt haben!“

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news-2619 Wed, 20 Oct 2021 14:36:00 +0200 Baum ab für die Sicherheit: Fällarbeiten entlang der B12 https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/baum-ab-fuer-die-sicherheit-faellarbeiten-entlang-der-b12.html 20. Oktober 2021, Betzigau - Entlang der B12 auf der Höhe Wildpoldsried werden in der Woche vom 25.10.2021 bis 29.10.2021 Baumfällarbeiten stattfinden. Dazu muss die B12 von München herkommend in Richtung Kempten von 8:30 Uhr bis 16:00 Uhr einseitig gesperrt werden. Es kann außerdem zu temporären Vollsperrungen von bis zu 3 Minuten kommen. Eine Umleitung über die Ausfahrt Wildpoldsried wird eingerichtet.  

In dem kleinen Waldstück nahe der Burgruine „Wolkenberg“, welches von den Bayerischen Staatsforsten gepflegt wird, hat der Borkenkäfer einigen Fichten entlang der B12 bei Wildpoldsried stark zugesetzt. Die Bäume sind im Laufe des Sommers durch den Befall des Buchdruckers abgestorben. Um eine weitere Vermehrung des gefräßigen Käfers zu vermeiden und um eine Gefährdung des Straßenverkehrs auszuschließen, müssen die Bäume gefällt und aus dem Wald gebracht werden. Zusätzlich müssen noch zahlreiche vom Eschentriebsterben betroffene Eschen gefällt werden.

Das Eschentriebsterben ist eine Pilzerkrankung, die seit der Jahrtausendwende auftritt und bei den befallenen Bäumen zu Absterbeprozessen an den Trieben und Wurzeln führt. Die erkrankten Bäume sind mit der Zeit nur noch bedingt standfähig und müssen an Straßen aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht gefällt werden. Der vor Ort für die Pflege des Staatswaldes zuständige Förster Sebastian Neubauer bittet die Verzögerungen in der kommenden Woche auf der B12 zu entschuldigen. „Die Baumfällarbeiten sind aus Gründen der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zwingend erforderlich geworden und werden so zügig wie möglich von unserem Team erledigt“, so der Staatsforsten-Revierleiter.

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news-2618 Wed, 20 Oct 2021 14:29:00 +0200 Aufforsten von Sturmschadensflächen im Hintersteiner Tal https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/aufforsten-von-sturmschadensflaechen-im-hintersteiner-tal.html 20. Oktober 2021, Sonthofen – „Fast zwei Jahre ist es jetzt her, dass ein Föhnsturm durchs Hintersteiner Tal zog und große Schäden in unseren Schutzwäldern hinterließ“, erinnert sich Sonthofens Staatsforstbetriebsleiter Jann Oetting. Die Aufräumarbeiten liefen letztes Jahr, heuer war Aufforsten angesagt.

Am Freitag, den 15. November 2019 zog in den Morgenstunden ein heftiger Föhnsturm durchs Hintersteiner Tal und verursachte Schäden schwerpunktmäßig in den Schutzwäldern zwischen der Möslealpe und dem Wanderweg zur Schwarzenberghütte. Der Sturm war so stark, dass neben zahlreichen Fichten auch Weißtannen und Buchen geworfen oder abgebrochen wurden. Insgesamt sind mehrere Tausend Festmeter an Schadholz innerhalb weniger Stunden im Staatswald und angrenzendem Privatwald angefallen. Die hierdurch entstandenen Freiflächen müssen möglichst rasch mit jungen Bäumen bestockt werden, damit sich wieder ein funktionsfähiger Schutzwald entwickeln kann.

Es ist wichtig, auf den Sturmschadensflächen im Schutzwald wieder einen gemischten jungen Wald aufzubringen, der Lawinen, Steinschlag und Erosion verhindert. Erfreulicherweise haben sich bereits auf Teilflächen junge Buchen und Bergahorne von selbst angesamt. In einem funktionsfähigen Schutzwald sollten aber mindesten die Hälfte der Bäume Nadelbäume sein. Deshalb wurde bereits letztes Jahr im Herbst begonnen, Weißtannen und Fichten zu pflanzen. Dieses Jahr im Frühjahr nach Schneeabgang wurden die Pflanzarbeiten fortgesetzt und jetzt in den letzten Tagen abgeschlossen. So sind rund 10.000 junge Bäume in die Sturmschadensflächen der Staatsforsten im Hintersteiner Tal ausgebracht worden. Gepflanzt wurden diese vor allem von den Forstwirten des Forstbetriebes Sonthofen. Unterstützt wurden sie durch Freiwillige im Rahmen von DAV Projektwochen.

„Wir suchen Lücken zwischen der vorhandenen jungen Laubbäumen aus und unsere Waldarbeiter pflanzen dann die Nadelbäume in kleinen Trupps um Stöcke, Wurzelteller, liegende Bäume und kleine Geländeerhebungen“, erläutert Revierförster Rainer Ruf, der den Staatswald im Hintersteiner Tal pflegt. Bei der Aufarbeitung der Schadhölzer im vergangenen Jahr wurden geworfene Weißtannen und Buchen bewusst liegen gelassen. Sie sollen aufwachsenden jungen Bäumen Schutz vor Schneeschub bieten, Lebensraum für Totholzbewohner sein und zur Humusbildung beitragen.

Die Aufforstung dieser Sturmschadensflächen im Schutzwald der Bayerischen Staatsforsten läuft über die Schutzwaldsanierung oder Schutzwaldpflege. Das bedeutet, dass die Kosten der Pflanzungen weitestgehend aus Mitteln für besondere Gemeinwohlleistungen im Staatswald durch die Forstverwaltung finanziert werden. Die Planung und Ausführung vor Ort erfolgt bei dieser und anderen Maßnahmen in enger Absprache zwischen Revierförster Rainer Ruf und dem Kollegen Jochen Kunz von der Fachstelle Schutzwaldmanagement am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten / Immenstadt.

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news-2617 Mon, 18 Oct 2021 11:30:25 +0200 Bayerns Gämse: Neueste Forschungsergebnisse zeigen robuste Gamsbestände https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/erfreuliches-zu-bayerns-gaemsen-neueste-forschungsergebnisse-zeigen-robuste-gamsbestaende.html Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

16. Oktober 2021, München – Die Sorge über zu geringe Gamsbestände ist unbegründet. Darauf weisen neueste wildbiologische Forschungsergebnisse aus zwei Forschungsgebieten im Karwendel und im Chiemgau hin. Alleine dort tummeln sich auf 12.500 Hektar zwischen 1.200 und 1.500 der hervorragenden Kletterkünstler, wie Staatsministerin Michaela Kaniber in München mitteilte: „Die Gams und ihre Lebensräume liegen mir sehr am Herzen. Umso mehr freut es mich, dass die Wissenschaft nun zeigt, dass es unseren bayerischen Gämsen weit besser geht, als manche immer wieder vermutet haben. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Gams in Bayern keineswegs gefährdet ist.“ Dieser Eindruck war zuletzt fälschlicherweise durch die Aufnahme der Gams in die Vorwarnliste der Roten Liste Deutschlands entstanden.

Das von der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft durchgeführte und von international renommierten Wissenschaftlern begleitete Projekt wird gemeinsam mit den Forstbetrieben Bad Tölz und Ruhpolding der Bayerischen Staatsforsten durchgeführt. Mit anerkannten wildbiologischen Methoden, wie GPS-Telemetrie, Fotofallen-Monitoring und genetischen Kot-Analysen, werden umfangreiche Daten über die Gams und andere Schalenwildarten erhoben. So lassen sich jetzt erstmals genaue Aussagen über die Populationsgröße, das Geschlechterverhältnis oder die räumliche Verteilung der Tiere in den beiden Projektgebieten machen. Neben der robusten Populationsgröße sind die enormen Unterschiede bei der räumlichen Verteilung der Tiere bemerkenswert: Bereiche mit sehr vielen Gämsen auf engstem Raum wechseln mit Teilflächen, auf denen sich nur wenige Tiere aufhalten. Ähnlich unterschiedlich ist die Verteilung der Gämsen im jahreszeitlichen Verlauf, wie sich aus den Bewegungsdaten von GPS-besenderten Tieren ermitteln ließ.

Mit diesen Daten ist es nun in Bayern möglich, die Ergebnisse der seit einigen Jahren üblichen „Gamszählungen“ zu vergleichen. So kann erstmals die „Dunkelziffer“ der bei solchen Zählungen nicht erfassten Tiere aufscheinend und damit für die Praxis nutzbar gemacht werden.

Mit diesen Ergebnissen liegt nun der Ministerin zufolge ein belastbares Bild über den Zustand der Gamsbestände in den Projektgebieten vor: „Wir werden jetzt diese neu gewonnenen, wertvollen Daten mit weiteren Informationen wie dem Jagdmanagement, der Verjüngungssituation in den Wäldern oder der Freizeitnutzung verknüpfen. So bekommen wir einen schlüssigen Blick auf das gesamte System und stellen die Diskussion rund um die Gams in Bayern auf eine völlig neue, sachliche Grundlage.“ Kaniber möchte es aber nicht bei einer Untersuchung der Gams in diesen beiden Gebieten belassen. Sie hat bereits ein innovatives Forschungsprojekt initiiert, das weitere Erkenntnisse über den Zustand der Gamsbestände im gesamten bayerischen Alpenbogen liefern wird.

Nähere Informationen zu den aktuellen Ergebnissen des Forschungsprojekts finden Sie unter https://www.lwf.bayern.de/service/presse/285198/index.php.

Allgemeine Informationen zu den wildbiologischen Forschungsprojekten der LWF finden Sie unter
www.lwf.bayern.de/zonierungskonzepte
www.lwf.bayern.de/gamsvorkommen
www.lwf.bayern.de/schalenwildprojekt.

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news-2626 Sun, 17 Oct 2021 14:15:00 +0200 Vielfältige Waldwirtschaft am Heidenberg trotzt Klimawandel https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/vielfaeltige-waldwirtschaft-am-heidenberg-trotzt-klimawandel.html Kein Stochern im Ungewissen: Forsteinrichtung liefert harte Daten für die Bewirtschaftung des Staatswaldes durch den Forstbetrieb Allersberg - auch der Heidenberg ist auf einem guten Weg zum Klimawald

Allersberg, 17. Oktober 2021 - Im Forstbetrieb Allersberg wurde die sog. Forsteinrichtung aktualisiert. Spezialisten aus der Zentrale in Regensburg waren in den letzten zwei Jahren auf den Staatswaldflächen unterwegs und haben jetzt die Weichen für die Zukunft des Waldes neu gestellt. Ihre Hauptaufgabe war es, dafür zu sorgen, dass der Wald nachhaltig genutzt und für den Klimawandel fit gemacht wird.

Vor dem Blick in die Zukunft wird in die Vergangenheit geschaut. Im ersten Jahr waren bereits die Kollegen der Inventur unterwegs und haben die 11 Jahre zuvor schon einmal aufgenommenen Stichprobenpunkte erneut aufgesucht. Über den gesamten Staatswald ist ein Raster aus rund 3.700 Inventurpunkten verteilt, deren Auswertung fundierte Erkenntnisse über den Zustand des Waldes liefern. Daraus lassen sich wichtige Daten wie Baumartenverteilung, Zusammensetzung der Verjüngung, also der noch kleinen nachwachsenden Bäume unter dem Altholzschirm, Altersstruktur, Vorrat, Zuwachs, aber auch naturschutzfachliche Parameter wie Biotopbaumdichte oder Totholzmengen herauslesen.

Die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen. Die Nutzungen der letzten 11 Jahre waren im Heidenberg unter dem Zuwachs. Pro Hektar hat der Vorrat um 10 m³ nutzbares Holz auf 308 m³ zugenommen. Die Entwicklung im Gesamtbetrieb war aber eher von der Trockenheit der letzten Jahre geprägt, die den Zuwachs einbrechen lies. Der Vorrat ging 7 m³ pro Hektar zurück.

Betroffen davon waren aber alleine die „Klimaverlierer“ Fichte und Kiefer, während alle anderen Baumarten v.a. das Laubholz stark zulegen konnten. Der Laubholzvorrat stieg um fast 200.000 m³ an. Der Anteil der Laubhölzer am Vorrat hat damit innerhalb der letzten 11 Jahre um rd. 4 % auf 22 % zugenommen, am Heidenberg sogar um 7 auf 21 %. Damit befindet sich der Forstbetrieb auf einem sehr guten Weg in Richtung klimastabiler Mischwälder.

Auch die Struktur des Waldes hat sich geändert. Vor allem die Laubhölzer wie beispielsweise die Buche sind stärker und älter geworden, was sich auch durch einen deutlichen Anstieg der Biotopbäume und des Totholzes zeigt. Der Totholzanteil, als wichtiger Ökoparameter, hat sich fast verdoppelt. Hier zeigt sich auch der Erfolg des regionalen Naturschutzkonzepts des Forstbetriebs, worin besonders wertvolle Bestände mit quantifizierten Totholzzielen beplant werden.

Die Forsteinrichter, die seit Anfang April 2020 auf den Flächen unterwegs waren, bestanden aus einem Team von acht Förstern die unter der Leitung des Sektionsleiters Tobias Ringel einzelne Reviere begingen und eine Planung für die einzelnen Waldbestände machten. Am Ende des Tages wurden die während den Außenaufnahmen erhobenen Daten in den Computer übertragen und eine exakte Beschreibung der einzelnen Bestände, sowie die in den nächsten 10 Jahren durchzuführenden Maßnahmen erstellt. Daneben wurde die Wirtschaftskarte im Maßstab 1.10.000, die ein täglich genutztes Hilfsmittel für den Revierleiter ist, aktualisiert und z.B. neu entstandene Borkenkäfer-Lücken eingezeichnet.

Im Anschluss an die Inventur 2019 und den Kartierungen 2020 wurden bis Sommer 2021 alle Daten zusammengeführt und ein verbindlicher Forstwirtschaftsplan für die kommenden 10 Jahre erstellt mit Stichtag 01.07.2021. Darin sind für den Forstbetrieb u.a. Höhe des Holzeinschlages, die zu pflegenden Flächen und zu pflanzende Baumarten festgelegt. Der Forstbetrieb setzt dies Zahlen dann jährlich um. Als Reaktion auf den gesunkenen Vorrat in der letzten Periode wurde der jährliche Einschlag von 127.000 m³ der alten Planung auf jetzt 110.000 m³ reduziert. Damit werden nur 6,1 m³ pro Hektar oder 80% des ermittelten Zuwachses von 7,6 genutzt. Holzvorrat wird wiederaufgebaut.

Aufgrund der aufgegangenen Naturverjüngungen, der Saaten und Pflanzungen im letzten Jahrzehnt haben die Jungwuchsflächen zugenommen. Die dort oft vielfältigen Baumartenmischungen gilt es zu erhalten. Sah die alte Planung 257 Hektar Pflege pro Jahr im Jungwuchs vor, sind diese Anstrengungen jetzt auf rd. 350 Hektar zu steigern. Zusätzlich soll die bestehende Verjüngung im nächsten Jahrzehnt durch 425 Hektar Pflanzung ergänzt werden. Um die Vielfalt zu erhöhen sind klimafeste Baumarten vorgesehen. Neben Buche, Eiche, Tanne und Douglasie sollen verstärkt seltene Baumarten zum Zuge kommen, wie zum Beispiel Elsbeere, Flatterulme, Linde, Spitzahorn, Vogelkirsche, Edelkastanie.

Harald Schiller, Leiter des Forstbetriebes Allersberg, fasst die Ergebnisse zusammen: „Die Vielfalt im Forstbetrieb hat zugenommen, der Wald ist naturnäher geworden. Wir waren bisher auf dem richtigen Weg und mit der neuen Planung wird dieser Pfad auch nicht verlassen. Das Ziel der Reise ist ein Klimawald, der auch in Zukunft seine Aufgaben erfüllen kann: Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt, Bereitstellung des nachwachsenden und klimafreundlichen Rohstoffes Holz, Erholungsraum für die Menschen und Schutz vieler Güter wie dem Trinkwasser.“

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news-2615 Wed, 13 Oct 2021 15:31:15 +0200 Bayerns wilde Waldnatur wird digital https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/bayerns-wilde-waldnatur-wird-digital.html Forstministerin Kaniber stellt Naturwald-App und Logo für Naturwälder vor

Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

13. Oktober 2021, Oberhausen, Lkr. Neuburg-Schrobenhausen – Wer Bayerns wilde Waldnatur erleben will, wird ab sofort digital unterstützt. Das hat Staatsministerin Michaela Kaniber heute bei der Vorstellung einer eigens entwickelten Smartphone-App für den Donau-Auwald zwischen Lechmündung und Neuburg an der Donau verkündet: „Unsere bayerischen Naturwälder sind einzigartige Juwelen der Artenvielfalt. Die beeindruckenden Wälder laden zum Genießen und Erholen ein. Mit der neu entwickelten App wollen wir zeigen, dass diese Schätze noch viel mehr bieten, als es vielleicht auf den ersten Blick scheint. Damit laden wir zukünftig Jung und Alt zum Erkunden, Staunen und Lernen ein und gehen einen großen Schritt zu mehr Naturverständnis und Umweltbewusstsein in der Bevölkerung.“

Die von Forstverwaltung und den Bayerischen Staatsforsten gemeinsam entwickelte App kombiniert Highlights der Biodiversität mit spannenden Informationen über die typischen Tiere und Pflanzen des Naturwaldes. So werden zum Beispiel Naturwaldbewohner wie Eisvogel oder Gelbbauchunke näher vorgestellt. Mit Hilfe des eigenen Smartphones wird auf einer der vorgeschlagenen Wanderrouten für Aktive, Familien und Interessierte die ganze Schönheit und Vielfalt der Natur sichtbar.

Der 947 Hektar große Naturwald im Donau-Auwald, ist der erste, der nun über eine Smartphone-App erlebbar ist. In Zukunft wird das Angebot auch auf weitere große Naturwälder des grünen Netzwerks in ganz Bayern ausgedehnt. Die Naturwald-App für den Donau-Auwald können Sie unter www.wald-natur-erleben.de aufrufen oder als Offlineversion kostenlos auf Ihr Smartphone laden. Zusätzlich wird das grüne Netzwerk künftig gut an seinem Logo erkennbar sein, das die Ministerin ebenfalls vorgestellt hat. Es symbolisiert die natürliche Entwicklung der Wälder und wird künftig an den großen Hauptzugängen zu den Naturwäldern zu finden sein.

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news-2614 Wed, 13 Oct 2021 14:59:00 +0200 Forstwirte und Forstwirtinnen (m/w/d) gesucht! https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstwirte-und-forstwirtinnen-m-w-d-gesucht.html Sie haben den Beruf Forstwirt:in erlernt und sind auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? Dann kommen Sie zu den Bayerischen Staatsforsten!

Um dem Klimawandel effektiv begegnen zu können, braucht es qualifiziertes und motiviertes Fachpersonal. Daher suchen die Bayerischen Staatsforsten derzeit Forstwirte und Forstwirtinnen, die bereits die Ausbildung erfolgreich absolviert haben und gerne bei einem der größten forstlichen Arbeitgeber Europas den bayerischen Staatswald aktiv mitgestalten wollen.

 

 

 

Wir bieten aktuell an folgenden Standorten Beschäftigungsmöglichkeiten an:

  • Forstbetrieb Arnstein
  • Forstbetrieb Coburg
  • Forstbetrieb Hammelburg
  • Forstbetrieb Kaisheim
  • Forstbetrieb Landsberg
  • Forstbetrieb Nordhalben
  • Forstbetrieb Schliersee
  • Forstbetrieb Sonthofen
  • Forstbetrieb Weißenhorn

Nähere Informationen zum Stellenangebot finden Sie auf www.baysf.de/karriere in der Ausschreibung unter „Offene Stellen“.
Die Webseiten der einzelnen Standorte gibt es auf www.baysf.de/standorte im Überblick!

Gestalten Sie den Waldumbau aktiv mit uns!

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news-2613 Wed, 13 Oct 2021 14:45:28 +0200 Ein Gewinn für den Naturschutz im Forstrevier Taubenbach https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ein-gewinn-fuer-den-naturschutz-im-forstrevier-taubenbach.html 11. Oktober 2021, Burglengenfeld  – Wo vor zwei Jahren Waldbestände zur Verkehrssicherung eingeschlagen werden mussten zeigt sich das Taubenbachtal heute in einem ganz neuen Gesicht: „Wir haben hier in Abstimmung mit den Forst- und Naturschutzbehörden neue Talwiesen als Blühflächen geschaffen“, erklärt Forstbetriebsleiter Hans Mages. Die absterbenden Eschenbestände waren von einem Pilz befallen und mussten entnommen werden, um Gefahren für Spaziergänger und Radfahrer zu beseitigen.

Die offenen Wiesenflächen sind ein Gewinn für den Naturschutz: Sie bieten optimalen Lebensraum für Insekten, Fledermäuse und viele Vogelarten. „Zusätzlich haben wir für Amphibien Feuchtbiotope angelegt und Wurzelstöcke zu Biotop-Haufen aufgeschichtet, als Lebensraum für Reptilien“, erläutert Revierleiter Hubert Hecht. Zum Waldrand hin wurden Eichen, Flatterulmen und Bergahorn sowie Wildsträuchern gepflanzt. Gefördert wurden diese Maßnahmen durch die Bayerische Forstverwaltung im Rahmen des Sonderprogramms „Der Wald blüht auf“ und als „Klimawald“. Vom Erfolg der Maßnahme überzeugten sich auch Isabel Lautenschlager, Geschäftsführerin des Naturpark Hirschwald, Forstdirektor Horst-Dieter Fuhrmann vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Amberg-Neumarkt und Philipp Roidl von der unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Amberg-Sulzbach.

Neben der naturschutzfachlichen Aufwertung schaffen die beiden offenen Wiesenflächen auch ein attraktives Landschaftsbild für die Erholungssuchenden im Naturpark Hirschwald. Ein weiteres Naturschutzprojekt wurde in Palkering bei Rieden umgesetzt: Die alten Streuobstbestände dort stellen für seltene Pflanzen- und Tierarten einen besonders wertvollen Lebensraum dar.

Eine Leitart ist der bedrohte Wendehals, ein unscheinbarer spechtartiger Vogel. Zur Vitalisierung der alten Obstbäume wurde ein fachmännischer Form- und Entlastungsschnitt durchgeführt, denn Streuobstwiesen sind Elemente der Kulturlandschaft und bedürfen der menschlichen Pflege. Besonders förderlich für die Insektenwelt und damit auch für Fledermäuse und Vögel ist die extensive Beweidung der artenreichen Streuobstwiesen mit Rindern.

 

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news-2612 Wed, 13 Oct 2021 10:43:43 +0200 „WALDUMBAU IM KLIMAWANDEL“ EXKURSION IM STAATSWALDDISTRIKT AUERBERG https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldumbau-im-klimawandel-exkursion-im-staatswalddistrikt-auerberg.html 15.10.2021 von 14.00 bis ca. 17:00 Uhr

In den letzten drei Jahren sind viele Bäume in der Region durch Hitze, Trockenheit und Insekten geschwächt und geschädigt worden. Vor allem zahlreiche Fichten, Kiefern und Buchen sind in dieser Zeit abgestorben und mussten entnommen werden. Viele ehemals von der Fichte oder der Kiefer geprägte Bestände werden bereits seit vielen Jahren in Mischbestände umgebaut. Mit einem Jagdmanagement, das sich daran orientiert, zukunftsfähige Wälder aufzubauen, ist es gelungen, die Naturverjüngung aus Eiche, Buche und Tanne zu sichern. Gerade die Naturverjüngung aus Eiche mit ihren Pfahlwurzeln ist sehr widerstandsfähig gegen Hitze, Trockenheit und Sturm. Zur Erhöhung der Biodiversität wurden zusätzlich
viele junge Esskastanien, Douglasien, Kirschen, Spitzahorn und Tannen gepflanzt und Bucheckern eingesät.

Im Rahmen der Klimawoche Forchheim der Bayerischen Klimaallianz zeigen bei einer Exkursion am Auerberg bei Forchheim der Leiter des Forstreviers Forchheim, Peter Grumann, und Forstbetriebsleiter Stephan Keilholz die Strategie und den Weg der Bayerischen Staatsforsten, im Staatswald vielfältige, gemischte und stabile Waldbestände aus mindestens vier verschiedenen, standortgerechten und klimatoleranten Baumarten aufzubauen, da von Mischwäldern eine höhere Widerstandkraft erwartet wird gegen künftige klimabedingte Risiken.

Dazu ergeht freundliche Einladung. Die Zahl der Teilnehmer:innen ist auf 25 Personen begrenzt. Bitte denken Sie an geeignetes Schuhwerk, und wetterfeste Kleidung! Bitte melden Sie sich telefonisch an unter 09191/72210

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news-2616 Fri, 08 Oct 2021 15:44:00 +0200 Forstrevier Burgebrach unter neuer Leitung https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstrevier-burgebrach-unter-neuer-leitung.html Zurück in die Heimat heißt es für den jungen BaySF-Förster Stefan Weber

08. Oktober 2021, Ebrach - Zum 14. September übernahm Stefan Weber das Revier Burgebrach am Forstbetrieb Ebrach der Bayerischen Staatsforsten. Der gebürtige Burgebracher kehrt somit zurück in den heimischen Steigerwald.

Der 27 Jahre junge Forstingenieur studierte in Freising/Weihenstephan, war zur Anwärterzeit am Forstbetrieb Rothenburg o. d. T. und am Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Schweinfurt. Erfahrungen bringt er außerdem aus seiner 3-jährigen Staatsforst-Revierleitertätigkeit am Forstbetrieb Kelheim mit.

Das Revier Burgebrach ist das nadelholzreichste Revier des Forstbetriebs Ebrach, davon viel Kiefer. Der Laubholzanteil von gut 40 % mit vorrangig Buche bringt die erforderliche Stabilität und Mischung.

Den Waldbestand auch weiterhin für die Zukunft sichern wird die herausfordernde Aufgabe sein, der sich Weber gerne stellt. Damit setzt er die Arbeit seiner Vorgänger fort, die nach den 1990er Jahren beginnend Mischbaumarten hier vor allem Tanne mit auf die Fläche gebracht haben. Unterstützt durch die Jägerschaft gelingt zudem eine flächige Naturverjüngung. Mit geschultem Blick lernt Stefan Weber seine Heimat neu kennen. "Wir streben eine hohe Vielfalt der Waldstruktur und bei der Höhe und Stärke der Baumstämme an", blickt Stefan Weber zuversichtlich in die Zukunft. Das waldbauliche Ziel ist, mit geplanten Eingriffen einen klimastabilen und gesunden Dauerwald zu erreichen.

Viele Rad- und Wanderwege führen durch sein Revier. Ebenso befinden sich auch zwei der insgesamt zehn gerne besuchten Trekkingplätze im Steigerwald. Stefan Weber freut sich auf den Austausch mit den Waldbesuchern.

Das Revier Burgebrach mit 2.000 ha Waldfläche ist eines von neun Revieren des Forstbetriebs Ebrach der Bayerischen Staatsforsten. Dieser erstreckt sich über rund 17.000 ha im nördlichen Steigerwald. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Bayerischen Staatforsten oder des Forstbetriebs Ebrach.

Sie erreichen Stefan Weber, Revier Burgebrach zu den üblichen Bürozeiten unter Telefon 09546-385. Die Brennholzbörse ist noch bis 13. November 2021 zu erreichen, bitte wenden Sie sich direkt an den Forstbetrieb Ebrach 09553-9897-293.

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news-2607 Fri, 08 Oct 2021 10:30:00 +0200 Geschäftsjahr 2021: Holzmarktkrise überwunden / Verlust im vergangenen Geschäftsjahr – Rückkehr in Gewinnzone im laufenden Geschäftsjahr erwartet / Nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holzverwendung sind moderne Klimapolitik / Waldumbau auf Rekordniveau https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/geschaeftsjahr-2021-holzmarktkrise-ueberwunden-verlust-im-vergangenen-geschaeftsjahr-rueckkehr-in-gewinnzone-im-laufenden-geschaeftsjahr-erwartet-nachhaltige-waldbewirtschaftung-und-holzverwendung-sind-moderne-klimapolitik-waldumbau-auf-rekordniveau.html Die Bayerischen Staatsforsten haben auf ihrer Bilanzpressekonferenz in München für das Geschäftsjahr 2021 ein gemischtes Resümee gezogen: Ein deutlich kühleres und nasseres Wetter unterstützte die intensive Käferbekämpfung im Staatswald und sorgte für stark rückläufige Borkenkäferzahlen und vitale Wälder. Auch der Holzpreis zeigt seit Jahresbeginn 2021 nach der schwersten Holzmarktkrise der letzten Jahrzehnte nach oben. Die Auswirkungen der Trockenjahre und der Holzmarktkrise wirken sich aber noch auf das Ergebnis aus und führen zu einem erneuten operativen Verlust – der aber deutlich geringer ausfällt als im vergangenen Geschäftsjahr 2020. Im laufenden Geschäftsjahr 2022 rechnen die Bayerischen Staatsforsten wieder mit einer Rückkehr in die Gewinnzone.

Ausführliche Informationen finden Sie hier: www.baysf.de/bilanz2021

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news-2608 Fri, 08 Oct 2021 10:15:00 +0200 Uni-Mensa goes wild: Wilder Semesterauftakt in der Mensa von Universität Regensburg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/uni-mensa-goes-wild-wilder-semesterauftakt-in-der-mensa-von-universitaet-regensburg.html 08. Oktober, 2021, Kelheim/Regensburg -Wildtage in der Regensburger Uni-Mensa brachten heimisches Wild der Bayerischen Staatsforsten auf den Speiseplan der Studentenschaft.

Am 5. und 7. Oktober konnten sich die Studierenden und Bediensteten, der vom Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz betreuten Universitäten an regionalem, wilden Superfood erfreuen. An den Wildtagen wurden Wildburger und Wildgulasch des Forstbetriebs Kelheim der Bayerischen Staatsforsten serviert. Gemeinsam wurde die Wildaktion ins Leben gerufen, um den Mensagästen den Genuss von heimischen Wildprodukten näher zu bringen.

Heimische Wildprodukte passen optimal in das Konzept des Studentenwerks. Auf dem Speiseplan stehen regional verfügbare Lebensmitteln aus nachvollziehbarer Herkunft. Die Burgerpaddies aus Kelheimer Reh- und Wildschweinfleisch werden vom Kooperationspartner, dem nach „Naturland“-zertifizierten Beerhof in Bernhardswald produziert. Das Rehgulasch wird direkt am Forstbetrieb durch den eigenen Metzger hergestellt.

Gesundes Fleisch von glücklichen Tieren: Auch das bietet Wild! Wildfleisch hat einen geringen Fettgehalt und ist cholesterinarm. Die Tiere haben bis zu ihrem Tod frei und selbstbestimmt gelebt. Ihnen wurden keine Medikamente zugesetzt. Das Fleisch ist durch viel Bewegung und abwechslungsreiche Ernährung mit heimischen Kräutern und Gräsern von Natur aus geschmackvoll. Tierschutzgerecht erlegt, mit kurzen Transportwegen kommt das Wild direkt in die Wildkammer des Forstbetriebs. Regionales, geschmackvolles Superfood – so kann man Wildfleisch definieren!

Doch das wichtigste: Wie kam das Wild bei den Mensagästen an? Etwa ein Viertel der Kundschaft griff zu den Wildgerichten. So gingen 400 Portionen Wildburger sowie 350 Portionen Rehgulasch über die Ladentheke und machten dem Schweinebraten direkte Konkurrenz. „Es ist uns wichtig, dass gerade junge Leute den Genuss von Wildprodukten kennen und schätzen lernen“ so Sabine Bichlmaier, Leiterin des Forstbetriebs Kelheim, die sich über die Kooperation mit dem Studentenwerk freut. „Es war eine gelungene Aktion, die sicherlich wiederholt wird!“

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news-2605 Fri, 01 Oct 2021 10:43:00 +0200 Steig zur Witzgall-Tanne instandgesetzt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/steig-zur-witzgall-tanne-instandgesetzt.html 01. Oktober 2021, Sonthofen - Etwas verborgen steht die heimliche Herrscherin des Kürnachtales im unteren Roßweidtobel. Den Einheimischen ist der größte und älteste Baum des Tales aber wohlbekannt: Die Witzgall-Tanne, benannt nach einem Leiter des ehemaligen Forstamtes Kürnach.

Die Daten auf der Hinweistafel sind schon etwas in die Jahre gekommen. Der riesenhafte Baum dürfte mittlerweile nahezu 50 m hoch sein und ein Stammvolumen von knapp 30 Festmetern besitzen. „Das entspricht einer ganzen LkW-Ladung! Der Baum gibt uns eine Vorstellung davon, was die Weißtanne – übrigens die größte heimische Baumart Deutschlands - an Wuchskraft zu leisten vermag“, zeigt sich Förster Markus Pfleghardt beeindruckt. Er pflegt den nördlichen Teil des Kürnacher Staatswalds. „Bevor die Glasmacher mit ihrem immensen Holzhunger ab dem 17. Jahrhundert große Teile des Gebietes einschlagen ließen, dürften viele Urwaldriesen vom Kaliber einer Witzgall-Tanne und vielleicht auch größere im Tal gestanden haben. Die Weißtanne war hier einst die mit Abstand häufigste Nadelbaumart“, weiß der Revierleiter.

Durch ihr tiefes, sturmfestes Wurzelwerk und ihre Schattentoleranz ist sie eine wichtige Begleiterin von Fichten, Buchen und Ahornen, die entscheidend zu einem stabilen und stufigen Bergmischwald beiträgt. Und zudem kann ihre Wuchsleistung auf den passenden Standorten sogar jene der Fichte übertreffen, wie es das Beispiel Witzgall-Tanne eindrucksvoll belegt.

Der Steig, welcher zur Witzgall-Tanne führt, war in dem feuchten, rutschigen Tobel nicht mehr gut zu begehen. Die Forstwirt-Auszubildenden des Forstbetriebs Sonthofen haben unter der fachkundigen Anleitung von Hilfsausbilder Kajetan Weixler den Steig nun während des Sommers instandgesetzt und mit einigen neuen Trittstufen versehen, so dass er leichter begehbar ist. Dennoch müssen die Bayerischen Staatsforsten darauf hinweisen, dass es sich hier um keinen ausgewiesenen Wanderweg handelt. Beim Begehen des Steiges herrschen die üblichen Waldgefahren vor und es werden keine erweiterten Verkehrssicherungsmaßnahmen vorgenommen.

Nochmal Staatsforsten-Revierleiter Markus Pfleghardt: „Die Tanne benötigt dies ohnehin nicht – sie hat schon einige Jahrhunderte ohne unser Zutun überdauert und wacht hoffentlich noch lange über dem Kürnachtal.“

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news-2604 Fri, 01 Oct 2021 09:26:30 +0200 Ausbildung am schönsten Arbeitsplatz der Welt: Sichere dir jetzt deinen Ausbildungsplatz bei den Bayerischen Staatsforsten! https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ausbildung-am-schoensten-arbeitsplatz-der-welt-sichere-dir-jetzt-deinen-ausbildungsplatz-bei-den-bayerischen-staatsforsten.html Oktober 2021, Regensburg - Noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz als Forstwirt:in oder Kaufmann bzw. Kauffrau für Büromanagement? Die Bayerischen Staatsforsten suchen für den Ausbildungsbeginn 2022 wieder neue Auszubildende!

An derzeit 23 Forstbetrieben bieten die Bayerischen Staatsforsten Ausbildungsplätze für den Beruf Forstwirt:in an. Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet im Wesentlichen am schönsten Arbeitsplatz der Welt statt: in den Bayerischen Staatswäldern! Praxisnahe Lehrgänge an unseren Bildungszentren in Nürnberg und Ruhpolding und Berufsschulunterricht in Neunburg vorm Wald (Landkreis Schwandorf) ergänzen die praktische Ausbildung und liefern das theoretische Know-how. 

Aber nicht nur im Forstbereich suchen wir für 2022 neue Auszubildende, auch im Bereich der Büroberufe bieten wir Ausbildungsmöglichkeiten an! An den Forstbetrieben in Flossenbürg und Oberammergau bieten wir je einen Ausbildungsplatz für den Beruf Kaufmann bzw. Kauffrau für Büromanagement an. Während der dreijährigen Ausbildung lernen unsere Auszubildenden die verschiedenen Bereiche unserer Forstbetriebsbüros kennen und arbeiten vom ersten Tag an aktiv mit.

Lust darauf, bei einem der größten Forstunternehmen ins Berufsleben zu starten und den Wald von morgen mit zu gestalten? Dann schau bei unseren Stellenangebot auf www.baysf.de/karriere vorbei!

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news-2600 Fri, 24 Sep 2021 10:18:31 +0200 Gelagertes Holz wird weiterverarbeitet https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/gelagertes-holz-wird-weiterverarbeitet.html Weltenburger Enge: Im Wald liegendes Holz verbleibt zur Totholzanreicherung in neu ausgewiesenem Naturwald / An der Forststraße gelagertes Holz geht an regionale Holzverwerter

24. September 2021, Kelheim - Der Forstbetrieb Kelheim der Bayerischen Staatsforsten fährt in den kommenden Tagen das seit letztem Jahr an der Forststraße gelagerte Holz im Naturwald Buchenwälder in der südlichen Frankenalb im Bereich der Naturschutzgebiete Hirschberg und Altmühlleiten und Weltenburger Enge ab. Dieses Holz wird in heimischen Betrieben in der Region weiterverarbeitet und dadurch der Gesellschaft als Bau-, Möbel- oder Brennholz zur Verfügung gestellt. Das Vorgehen wurde vorab im Rahmen eines Vor-Ort Termins mit den zuständigen Behördenvertretern und Vertretern der Umweltverbände einvernehmlich abgestimmt.

„Die noch in den Waldbeständen liegenden Stämme verbleiben auf den Flächen des neu ausgewiesenen Naturwaldes. Diese leisten als liegendes Totholz einen wertvollen Beitrag für zahlreiche Pilz- und Insektenarten und steigern die Biodiversität in den bayerischen Staatwäldern“, so Sabine Bichlmaier, Betriebsleiterin am Forstbetrieb in Kelheim.

Auch außerhalb der Naturwälder spielt der Natur- und Artenschutz bei den Bayerischen Staatsforsten eine zentrale Rolle. Durch die nachhaltige und integrative Waldbewirtschaftung, dem „Schützen und Nutzen“ auf derselben Fläche, stellen die Bayerischen Staatsforsten sicher, dass die vielfältigen ökologischen, ökonomischen und sozialen Ansprüche der Bürgerinnen und Bürger an den Wald bestmöglich vereint werden.

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news-2599 Fri, 24 Sep 2021 08:02:11 +0200 Ein ganzer Sack voller Bäume https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ein-ganzer-sack-voller-baeume.html Waldkindergarten Brand pflanzt mit Försterin kleine Tannen (23.09.2021) Brand i.d.Opf. – Zu einer Baumpflanzaktion trafen sich Kinder und Erzieherinnen des Waldkindergartens „Die Goldbacher WurzelZWERGE“ mit Försterin Miriam Lang von den Bayerischen Staatsforsten. Gemeinsam pflanzten sie im Staatswald zwischen Brand und Kulmain kleine Tannenbäume für den Wald von Morgen.

Schwer beladen stapft Försterin Miriam Lang durch den Wald bei Neugrünberg. Einen ganzen Sack voll mit kleinen Tannenbäumchen trägt die junge Frau in der Hand. Ihr Weg führt sie zum Waldkindergarten der „Goldbacher WurzelZWERGE“. Sabine Reindl, die pädagogische Leiterin und ihre Kolleginnen erwarten sie schon. Die Waldkindergarten-Kinder sind ganz gespannt, was heute passiert. Und auch „Waldopa Hans“, die gute Seele des Waldkindergartens, ist dabei. Er ist ein rüstiger Rentner aus Fuhrmannsreuth, der oft mit Rat und Tat - und insbesondere mit seiner Säge bei Arbeiten rund um den Waldkindergarten hilft.

„Jeder von Euch darf heute einen Baum pflanzen“ erklärt Miriam Lang, als sie jedem Kind eine kleine Tannen-Pflanze gibt. „Sucht für Euer Bäumchen eine Stelle, die ihm gefällt. Dort soll es Platz haben zum Wachsen und genug Licht bekommen.“ Alle Kinder schwärmen auf der Fläche um den Waldkindergarten aus und erkunden geeignete Plätze. Dort wird jeweils ein kleines Loch gebuddelt, die Tanne vorsichtig hineingesetzt, mit Erde angefüllt und leicht festgedrückt. Die Kinder machen begeistert mit. Miriam Lang, die Erzieherinnen und Waldopa Hans helfen natürlich ein bisschen dazu. Alle Kinder markieren „ihren“ Baum anschließend mit einem individuell gestalteten Pfahl. Damit können sie ihn immer wiederfinden und beobachten.

„Der direkte Kontakt der Kinder mit der Natur ist uns sehr wichtig.“ beschreibt Sabine Reindl das pädagogische Konzept des Waldkindergartens. „Jedes Kind kann für sich in seinem Umfeld die Natur beobachten und entdecken. Das regt Phantasie und Kreativität an, erzieht aber auch zu Verständnis für die Umwelt und Rücksichtnahme auf andere.“

 „Wie alt sind denn die Bäume?“ will die kleine Rosalie von Miriam Lang wissen „Ungefähr so alt wie Ihr“ lautet die Antwort der Försterin. Das bringt ihr erstaunte Blicke der Kinder ein. „Ab jetzt könnt Ihr immer wieder nachschauen, wer schneller wächst – Ihr oder Euer Baum.“

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news-2598 Thu, 23 Sep 2021 09:40:35 +0200 Wegepflege auf der Lohrer Straße https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wegepflege-auf-der-lohrer-strasse.html Hammelburg/Ruppertshütten – Aufgrund der Vollsperrung der MSP 19 führen die Bayerischen Staatsforsten verstärkte Pflegemaßnahmen auf der Lohrer Straße durch.

Bereits vor der Vollsperrung der MSP 19 im Bereich der Einmündung auf die B26 haben die Bayerischen Staatsforsten die Gemeindeverbindungsstraße „Lohrer Straße“ zwischen dem Klärteich Ruppertshütten und der Katharinenbild-Hütte in Eigeninitiative auf ein erhöhtes Verkehrsaufkommen vorbereitet. Dabei wurden die Wegebankette gemulcht, der Fahrbahnbelag abgezogen und die Schotterschicht neu präpariert.

Durch das deutlich erhöhte Verkehrsaufkommen wird leider der Schotter, der die wichtige Schutzschicht für den eigentlichen Fahrbahnbelag darstellt, verstärkt nach außen getragen. Bei geeigneter Witterung (vor allem nach Regenfällen) müssen deswegen regelmäßig Pflegemaßnahmen stattfinden, die den Schotter wieder in die Fahrspuren bringen. Dies dient dem Schutz und Erhalt des Wegekörpers und keinesfalls einer Behinderung des darüber rollenden Verkehrs, auch wenn es sich auf dem Schotter im ersten Moment sehr ungewohnt fahren lässt. Der Forstbetrieb Hammelburg der Bayerischen Staatsforsten bittet in diesem Zusammenhang die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für diese Maßnahmen und um die Einhaltung der Geschwindigkeitsvorgaben in dem betreffenden Bereich.

Für Rückfragen steht Ihnen gerne das Revier Ruppertshütten zur Verfügung. Ansprechpartner ist Christian Ihl, 0171/3298634 oder christian.ihl@baysf.de

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news-2606 Wed, 22 Sep 2021 09:45:00 +0200 Ausbildung im Staatswald hoch im Kurs https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ausbildung-im-staatswald-hoch-im-kurs.html Forstbetrieb Allersberg begrüßt neue Auszubildende und Praktikanten

Allersberg, 22. September 2021 - Anfang September hat für drei Auszubildende die berufliche Zukunft begonnen.

Zwei der „Neuen“, Bernd Hollstein (16) aus Eisbühl bei Allersberg und Kilian Schauer (19) aus Pegnitz haben sich für die Lehre als Forstwirt entschieden und damit für den schönsten Arbeitsplatz der Welt - den Wald. Bernd Hollstein begeisterten die forstlichen Arbeiten im landwirtschaftlichen Betrieb der Eltern. Die Praktika bei der Forstbetriebsgemeinschaft Roth und bei seinem jetzigen Ausbildungsmeister Thomas Beyerlein festigten endgültig seinen Entschluss den Beruf des Forstwirts zu ergreifen. Auch Kilian Schauer war von klein auf bei der Pflege des familieneigenen Waldgrundstückes dabei. Und ebenso entschied er sich nach einem Praktikum bei den Bayerischen Staatsforsten am Forstbetrieb Pegnitz, seine handwerkliche Veranlagung in einen praxisbezogenen Beruf in der freien Natur einzubringen und sich zum Forstwirt ausbilden zu lassen.

Die Dritte im Bunde, Lea Hermann (16) aus Seligenporten, beginnt bei den Bayerischen Staatsforsten die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. Sie wird das moderne Waldunternehmen mit seinen breit gefächerten Aufgaben aus einem ganz anderen Blickwinkel kennenlernen. Als sehr naturverbundener Mensch hat sie sich durch die gute Atmosphäre am Forstbetrieb und das interessante Arbeitsfeld dazu entschlossen, am Forstbetrieb Allersberg ihre Ausbildung zu beginnen.

Zu ihrer nun bevorstehenden dreijährigen Ausbildung, hießen sie der Forstbetriebsleiter Harald Schiller, die Teamleiterin Andrea Gutiérrez, der Servicestellenleiter Johannes Lang, der Ausbildungsmeister Thomas Beyerlein und der Personalratsvorsitzende Stefan Herzog am Forstbetriebssitz in Allersberg herzlich willkommen.

Gleichzeitig begrüßten sie auch drei Studierende der Forstwirtschaft, die derzeit ihre Praxissemester am Forstbetrieb absolvieren. Spannende Einblicke in den Forstalltag verknüpfen für sie die gelernte Theorie mit der gelebten Praxis. Die Studierenden lernen die Hintergründe der Arbeit in einem der führenden Forstunternehmen Europas kennen und können sich selbst mit Ideen und Projekten einbringen.

Frau Mannaig Bär (22) und Herr Jakob Speigl (20) studieren an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf im 3. Semester. Schwerpunkt in diesem 8-wöchigen Praktikum ist die Mitarbeit bei den Forstwirten von Pflanzung über Pflege bis zur Holzernte neben vielen anderen Aufgaben wie Borkenkäfersuche, Naturschutzarbeiten oder Bau und Reparatur von Hochsitzen und Zäunen.

Herr Andreas Dutz (21) studiert an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg im 5. Semester. Dieses Praktikum dauert fünf Monate und soll die Studierenden schon intensiv auf den künftigen Beruf als Förster oder Försterin vorbereiten.

„Es freut uns sehr, jungen engagierten Menschen den Eintritt in eine spannende berufliche Zukunft bieten zu können. Der demografische Wandel ist auch bei den Bayerischen Staatsforsten ein großes Thema. Die Besetzung der Ausbildungs- und Praktikumsplätze ist daher eine wichtige und wertvolle Investition für die Zukunft des Unternehmens“, bekräftigt Harald Schiller und wünscht den drei Lehrlingen einen guten Start ins Berufsleben und den Studierenden ein erfolgreiches Praktikum.

Zuständig für die Ausbildung der Forstwirte ist der Forstwirtschaftsmeister Thomas Beyerlein, der nun zusammen mit dem zweiten und dritten Ausbildungsjahr für sieben Auszubildende verantwortlich ist. Seit bereits 18 Jahren bildet er die angehenden Forstwirte aus und kann somit auf einen umfangreichen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Die Lehre zur Kauffrau für Büromanagement am Forstbetrieb Allersberg dagegen erfolgt erst zum zweiten Mal. Daher erlebt nicht nur Lea Hermann viel Neues, sondern auch für die Teamleiterin Andrea Gutiérrez ist die Aufgabe als Ausbilderin, auf die sie sich intensiv vorbereitet hat, wieder aufregend und spannend. Überhaupt wird dieser Ausbildungsberuf bei den Bayerischen Staatsforsten erst seit vier Jahren angeboten.

Der Forstbetrieb Allersberg ist einer von 23 Ausbildungsbetrieben für Forstwirte der Bayerischen Staatsforsten. Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet im Wesentlichen in der freien Natur der Bayerischen Staatswälder statt. Praxisnahe Lehrgänge an betriebseigenen Bildungszentren in Nürnberg und Ruhpolding und Berufsschulunterricht in Neunburg vorm Wald (Landkreis Schwandorf) ergänzen die praktische Ausbildung und liefern das theoretische Know-how.

Insgesamt wurden dieses Jahr 69 Azubis eingestellt, neben 61 Forstwirten und Forstwirtinnen auch sechs Auszubildende in den Berufen „Kaufleute für Büromanagement“ und an der Zentrale in Regensburg zwei „Industriekaufleute“. Die Bayerischen Staatsforsten sind damit einer der größten und vielseitigsten forstlichen Ausbilder und Arbeitgeber in Deutschland.

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news-2594 Wed, 22 Sep 2021 07:55:00 +0200 Jagen aus luftiger Höhe https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/jagen-aus-luftiger-hoehe.html Weißenstadt Jagen aus luftiger Höhe war das Motto des diesjährigen Jägertages am Forstbetrieb Selb. Jedes Jahr treffen sich die Jäger des Forstbetriebs, um sich in Sachen Jagd weiterzubilden und die neuesten Informationen zu erhalten. Vom Veterinäramt Wunsiedel berichtete Dr. Ulrich Geipel von den neuesten Entwicklungen bei der Afrikanischen Schweinepest und die Rolle der Jäger im Krisenfall.

Am Objekt konnten die Jäger eine Vorführung des Revierleiters Patrick Lehmann zum Jagen mit dem Klettersitz ansehen. Mit einer aus den USA stammenden Aufstiegsvorrichtung kann der Jäger am Baum in große Höhen gelangen und so das Wild besser erspähen. Das Wild bekommt den Jäger in dieser Höhe auch fast nicht mehr mit. “Ein bisschen Fitness und Schwindelfreiheit ist dafür aber schon erforderlich,“ betonte Patrick Lehmann beim Erklimmen des Baums. Auch eine Sicherheitsschulung ist für die Jägerinnen und Jäger der Bayerischen Staatsforsten erforderlich, um mit diesem Gerät im Staatswald zu jagen.

Schließlich verlieh Forstbetriebsleiter Michael Grosch wieder die Wandertrophäe, das „Selber Wechselwild“ an den erfolgreichsten Jäger. Im vergangenen Jagdjahr erlegte Samuel Grünbichler im Revier Perlenhaus 78 Stück Schalenwild.

Bei Bratwürsten und Bier fand der Abend dann seinen gemütlichen Ausklang und es wurden schon wieder Pläne für den kommenden Jägertag geschmiedet.

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news-2597 Tue, 21 Sep 2021 14:25:00 +0200 Spannende Fragen aus Ostafrika https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/spannende-fragen-aus-ostafrika.html 21. September 2021, Sonthofen – Bei den Bayerischen Staatsforsten tauschten sich gestern Landwirtschaftsexpertinnen aus Ostafrika sowie Wissenschaftler der Humboldt Universität Berlin mit Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting aus. Dabei ging es um das Zusammenwirken von Land-, Forstwirtschaft und Tourismus im Allgäu. Das Projekt “Ländliche Entwicklung und Agrarökologie, Handeln im Globalen Norden für und mit dem Globalen Süden“ wird vom Center for Rural Development Humboldt Universität zu Berlin im Auftrag des Bundes­ministerium für wirtschaftliche Zusammen­arbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt.

Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen betrachten, wie ökologische Landwirtschaft und nachhaltige Initiativen nicht nur zu einer nachhaltigen ländlichen Entwicklung in der Region beitragen, sondern auch, welche Auswirkungen die Handlungen im „Globalen Norden“ auf den „Globalen Süden“ haben. Hierzu wollen die Beteiligten Rahmenbedingungen, Strukturen, Initiativen und Motivationen in vier Regionen verstehen, die im deutschsprachigen Raum durch überdurchschnittlich hohes nachhaltiges Handeln auffallen, darunter das Oberallgäu.

Im Projektteam sind auch Gastwissenschaftler und Gastwissenschaftlerinnen aus Ländern der Afrikanischen Union (AU). Hier im Allgäu sind Caroline Kawira (Ernährungsexpertin) und Amina Maalim (Agroforst-Expertin) tätig. „Beide haben Erfahrungen und Expertise in der Arbeit zu nachhaltiger ländlicher Entwicklung in Ostafrika. Mit ihren sehr interessanten Fragen konnten wir gemeinsam einen Blick auf die Allgäuer Strukturen werfen und durchaus auch spannende Ansätze finden, bei denen ein Weiterdenken lohnt“, freut sich Forstbetriebsleiter Jann Oetting. „Wir arbeiten gemeinsam im Lokalen zu globalen Herausforderungen, die uns alle betreffen“, ergänzt Thomas Beutler von der HU Berlin. Nach einer ausführlichen Diskussionsrunde machten sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf den Weg nach Bad Hindelang, wo sie mit weiteren Experten und Expertinnen sprechen werden.

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news-2593 Tue, 21 Sep 2021 07:52:49 +0200 Klimawandel und Wald: Projekt mit Schulkindern https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/klimawandel-und-wald-projekt-mit-schulkindern.html Angestoßen von der TH Rosenheim beteiligt sich der Forstbetrieb Ruhpolding an einer grenzübergreifenden Aktion zur Wissensbildung bei Grundschulkindern in Bayern und Tirol. Thema: die ökologische und klimatische Schutzfunktion des alpinen Waldes und die nachhaltige Verwendung nachwachsender Ressourcen.

Dabei wurden den Kindern Fichten und Tannen in Containern über Weihnachten mit nach Hause gegeben. Im Frühjahr pflanzten die Grundschüler mit Unterstützung des Maschinenrings auf eine Waldfläche, die sich in Ortsnähe befindet. So können die Schüler „Ihren“ Baum begleiten und auch bei weiteren Projekttagen, zusammen mit den örtlichen Förstern die Pflege und Aufzucht des Baumes (z. B. Verbissschutz), kennenlernen.

Bei dem Projekt soll durch die Beteiligten die grenzübergreifende Problematik des Klimawandels auf den Waldbau und den Waldzustand herausgearbeitet werden, welcher insbesondere in den Alpen maßgebliche Auswirkungen haben wird, strukturelle Veränderungen über die Grenzen hinweg erfordert und für diese, aber v.a. für zukünftige Generationen wesentliche Veränderungen mit sich bringt. Grundlage für die dazu erforderliche Sensibilisierung der Gesellschaft ist die Vermittlung eines Verständnisses für das Material, dessen Möglichkeiten und dessen Herkunft bereits in der schulischen Bildung. 

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news-2596 Mon, 20 Sep 2021 11:36:00 +0200 "Flugzeugabsturz" im Bayerwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/flugzeugabsturz-im-bayerwald.html Bergwacht, Feuerwehr und Rotes Kreuz üben im Staatswald Bodenmais 

20. September 2021, Bodenmais - Der Heugstatt ist ein 1.262 Meter hoher, stiller Berg unweit des bekannteren Großen Arber. Westlich unterhalb des Gipfels liegt die Berghütte Schareben. Dort beginnt der kürzeste Anstieg auf den Heugstatt.

Der Heugstatt markiert die Mitte des Arberkammes, dem höchsten Bergkamm im Bayerischen Wald; die Südseite des Bergmassivs wird vom Forstbetrieb Bodenmais bewirtschaftet. Umgeben von Gras, fast hüfthohen Heidelbeersträuchern und der einzigartigen Wald-Wildnis ist der Alltagsstress hier schnell vergessen.

Ausgerechnet diesen ruhigen Ort hatte sich Korbinian Schweighofer, neuer Chef der Bergwachtbereitschaft Arnbruck, in Absprache mit den lokalen Feuerkommandanten, dem Naturschutz am LRA und Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl für eine „Großübung“ ausgesucht. Nach einem simulierten Flugzeugabsturz in schwierigem Gelände rückten alle aus – gemeinde- und regierungsbezirksübergreifend:

- die Bergwachtbereitschaften Arnbruck, Furth, Lam, Ruhmannsfelden, Viechtach und Zwiesel,

- die frw. Feuerwehren Arnbruck, Asbach, Drachselsried und Oberried, und

- das Rote Kreuz Regen und die Helfer vor Ort (HvO) Arnbruck.

Bergwachtchef Korbinian Schweighofer: „warum genau dieses Szenario für die Übung? – eine internationale Hauptflugroute führt über den Bayerwald, gleich in der Nähe liegt der Flugplatz Arnbruck und letzte Jahr hatten wir in diesem Bereich einen Waldbrand – warum nicht das Ganze kombinieren?“

Gesagt, getan: im Bereitstellungsraum an der Berghütte Schareben trafen sich dann 64 Feuerwehrler und 55 Bergwachtler, um auf dem Heugstatt das brennende Flugzeug zu löschen, und neun Verletzte zu suchen, zu versorgen und zu bergen.

Die „Einsatzbeobachter“, Bürgermeisterin Angelika Leitermann, Arnbruck, Bürgermeister Johannes Vogl, Drachselsried, und Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl war sich schnell einig: „eine logistische Meisterleistung, zumal z.B. das Löschwasser mit einer Tanklöschfahrzeug-Staffel kilometerweit im Einbahnverkehr zu den Faltbehältern an der Einsatzzentrale an der sog. „Marderstraße“ gebracht und von dort über eine Pumpen-Staffel zum Brandort gebracht werden musste; und ebenso schwierig gestaltete sich der die Bergung der Verletzten mit dem Akia und der Gebirgstrage im Steilgelände bergab“.  

Das Ganze dauerte bis in den frühen Abend hinein – am Schluss waren alle müde und gottseidank gesund zufrieden wieder vor Ort. Kreisbrandmeister Heinrich Mühlbauer und die übrigen Führungskräfte zogen eine positive Bilanz: „Insgesamt eine gelungene Maßnahme, die gezeigt hat, dass die Zusammenarbeit der Rettungsdienste Feuerwehr, Bergwacht, Rotes Kreuz funktioniert – und wir sollten da weitermachen, weil es auch immer noch was zu verbessern gibt!“ Korbinian Schweighofer meinte noch, er hätte auch schon eine Idee fürs nächste Jahr, worauf ihm FBL Jürgen Völkl anbot: „Ihr seid auch künftig herzlich willkommen, wir haben hier rund 8.000 Hektar Platz für die nächste Übung!“

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news-2595 Mon, 20 Sep 2021 11:22:00 +0200 Der Natur etwas zurückgeben https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/der-natur-etwas-zurueckgeben.html Freiwillige des Alpenvereins arbeiten für den Berg- und Schutzwald in den Bayerischen Saalforsten

20. September 2021, St. Martin b. Lofer - Die Bayerischen Saalforste/Forstbetrieb St. Martin haben Mitte September 2021 im Rahmen einer Projektwoche in einem der beiden Unkener Reviere mit neun freiwilligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Deutschen Alpenvereins viel Gutes für den Wald getan. Im Sommer 2021 waren bereits zwei weitere Projektwochen und gesamt 14 Freiwillige des Alpenvereins auf Saalforstflächen in den Gemeinden St. Martin und Weißbach b. Lofer tätig.

Begleitet von zwei Forstwirten des Forstbetriebs St. Martin und unter Koordination von Revierleiter Simon Richter fanden sich im September 2021 insgesamt 9 freiwillige Teilnehmer des Deutschen Alpenvereins (DAV) aus Deutschland in Unken ein, um im Berg- und Schutzwald insgesamt 360 Arbeitsstunden zu leisten. Hoch motiviert führten die vier Damen und 5 Herren (der Älteste ist über 80 Jahre alt!) - die Arbeiten durch.

So wurden im Unkener Forstrevier 2000 Lärchen-Ballenpflanzen als Mischbauart gepflanzt, und ca. 500 m Steig neu angelegt, der nun zur Waldbewirtschaftung v.a. der Borkenkäfersuche und Jagd dient. In den ausgedehnten Unkener Waldbereichen sind alte Lichtweideflächen naturschutzfachlich für viele Insekten und seltene Pflanzen sehr wertvoll. Um ein allmähliches Zuwachsen der Flächen hintanzuhalten wurden zwei solcher Flächen geschwendet, gemäht und das Mähgut aus den Flächen herausgezogen. Abwechslungsreich war die Wochenarbeit, weil auch noch drei Hochsitze gebaut und junge Eiben mit Verbissclips geschützt wurden.

Die Projektwochen in St. Martin und Weißbach im Sommer 2021 waren auch noch anderen Arbeiten gewidmet. So der Biotoppflege von Rauhfusshühnern wie dem Birk- und Auerwild, der Schutz seltener Baumarten sowie die Instandhaltung des sog. „Walden-Themenwegs“ im Naturpark Weissbach.

Die Unterbringung der Freiwilligen des DAV erfolgte auf einer forstbetrieblichen Hütte. Gesellige Abende mit selbstgekochten und tagsüber gefundenen Schwammerln sowie ein spendiertes Abschlussessen mit Pinzgauer Schmankerln rundeten die Arbeitseinsätze ab. Hochmotiviert waren sich am Ende der Projektwoche die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig: „Wir wollen auch nächstes Jahr wieder kommen und im Wald helfen - unsere Motivation ist, der Natur etwas zurückzugeben“.

Für Revierleiter Simon Richter aus Unken wie auch den Revierleiterkollegen Georg Poppel und Christoph Dinger aus den Gemeinden St. Martin Weißbach waren die DAV-Freiwilligen im Jahr 2021 wie schon in den Vorjahren eine große Hilfe.  Es konnten vielfältige Arbeiten umgesetzt werden, die dem Wald zu Gute kommen.

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news-2592 Wed, 15 Sep 2021 14:19:30 +0200 Fliegende Edelsteine über den Waldmooren: Forstbetrieb lässt Libellen auf der Königsheide erfassen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/fliegende-edelsteine-ueber-den-waldmooren-forstbetrieb-laesst-libellen-auf-der-koenigsheide-erfassen.html 15. September 2021, Warmensteinach – Auf der Königsheide zwischen Warmensteinach und Goldkronach lässt der Forstbetrieb Fichtelberg weitere Moorflächen renaturieren. Zur Erfolgskontrolle sollen im nächsten Jahr die Libellenarten in diesem Gebiet erfasst und kartiert werden.

Schwrrrrrr – plötzlich steht die große, leuchtend grün-blaue Libelle wie ein Hubschrauber mit leise surrenden Flügeln am Rand des mit dunkelbraunem Moorwasser gefüllten Tümpels. „Eine Blaue Mosaikjungfer“ bestimmt Peter Schöffel die Libellenart. Er ist Förster beim Forstbetrieb Fichtelberg und betreut den Bereich der Königsheide. Hier auf dem Höhenrücken zwischen Warmensteinach und Goldkronach haben die Bayerischen Staatsforsten in den letzten Jahren fast 50 Hektar Moorflächen renaturiert, das entspricht einer Fläche von ca. 75 Fußballfeldern. Dort wurde der dichte Fichtenbewuchs entfernt und die Entwässerungsgräben verschlossen, die vor vielen Jahren durch das Moor gezogen wurden, um es besser nutzen zu können. Jetzt soll nach und nach wieder eine naturnahe Moorlandschaft entstehen - eine Moorlandschaft mit viel Wasser, kleinen Tümpeln und Wasserlöchern, an denen sich neben seltenen Pflanzen und Tieren auch Libellen ansiedeln. Schwrrrrr – in Sekunden ist die Libelle weitergeflogen, patroulliert systematisch ihr Revier ab, hält Ausschau nach Konkurrenten und Beute, um nach kurzer Zeit am gleichen Ort wieder zu erscheinen.

„Libellen flatterten schon vor 300 Millionen Jahren durch die Schachtelhalm-Wälder der Karbon-Zeit, lebten also schon lange vor den Dinosauriern“ so Förster Peter Schöffel. „Als flugfähiges Insekt besiedeln sie naturnahe Gewässer und intakte Moore. Hauptsächlich ernähren sie sich von anderen Insekten. Dabei sind Libellen äußerst geschickte Flieger und erfolgreiche Jäger. Denn sie besitzen zwei Flügelpaare, mit denen sie unabhängig voneinander schlagen können. Deshalb können sie wie ein Hubschrauber in der Luft stehen und sogar rückwärts fliegen. Mit ihren großen Komplex-Augen können sie Farben unter­scheiden und Bewegungen erkennen.“

Im Bereich der sog. Tümpfellohe bereitet der Forst gerade die nächste Moorfläche zur Wiedervernässung vor. Fast 10 Hektar sollen dort in nächster Zeit renaturiert werden. Dazu werden die Fichten entlang der Entwässerungsgräben gefällt. Anschließend verschließt ein Spezial-Bagger systematisch die Gräben. Mit seinem breiten Raupen­fahrwerk kann er sich auf dem wenig tragfähigen Moorboden fortbewegen, ohne unterzugehen. Den Rest macht die Natur: Regen- und Schmelzwasser wird in der Fläche zurückgehalten, es entstehen kleine Tümpel und Teiche, Torfmoos und andere typische Moorpflanzen sprießen wieder, Libellen und Amphibien besiedeln die Fläche.

Aber nicht nur Pflanzen und Tiere profitieren, sondern auch der Mensch. Moore wirken ausgleichend auf den Wasserhaushalt, weil sie sich wie ein Schwamm vollsaugen und das Wasser erst nach und nach wieder abgeben. Damit können sie Starkregen abbremsen und Überschwemmungen abmildern. Und schließlich binden Moore große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid, tragen also zum Klimaschutz bei.

„Im nächsten Jahr wird ein Experte die Libellen-Arten auf der Königsheide kartieren“ berichtet Peter Schöffel. „Bereits vor zehn und vor fünf Jahren haben wir die Arten erfassen lassen, sodass wir anhand der Entwicklung der Libellen-Arten den Erfolg der Wiedervernässung abschätzen können.“

Die Moorrenaturierung wird als besondere Gemeinwohlleistung der Bayerischen Staatsforsten durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bayreuth-Münchberg finanziell gefördert. 

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news-2591 Fri, 10 Sep 2021 08:29:47 +0200 Gefährliche Bäume am Grainauer Hammersbach entfernt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/gefaehrliche-baeume-am-grainauer-hammersbach-entfernt.html In einer Gemeinschaftsaktion der Bayerischen Staatsforsten, des Wasserwirtschaftsamts Weilheim und der Gemeinde Grainau wurden in einer aufwendigen Ausholzaktion gefährliche Bäume an den Einhängen zum Hammersbach unmittelbar am Zuweg zur Höllentalklamm entfernt. Durch die Starkregen der letzten Wochen hatten sich an den geologisch instabilen Partnachschiefer-Einhängen zum Hammersbach Risse gezeigt, die zu kleineren Rutschungen führten. Um eine Gefährdung des vorbei führenden Wanderwegs zur Höllentalklamm und das Abrutschen der aufstockenden Bäume in den Hammersbach zu verhindern, war schnelles Handeln angesagt, um beim nächsten Starkregen die Gefahr einer Verklausung des Gewässers durch abgerutschte Bäume zu verhindern und die Sicherheit der Wanderer nicht zu gewährleisten.

Mit schwerem Gerät und Unterstützung durch die Fachfirma für schwierige Baumfällungen David Frid aus Grainau sowie den Forstbetrieb Bader aus GAP wurden alle nicht mehr standfesten Bäume von den Hängen entfernt und mit Rückeschlepper und Bagger von den Hängen und aus dem Bachbett gezogen. Die Arbeiten waren schwierig, gefährlich, eine absolute Spezialistensache.

Der stellvertretende Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten Oberammergau, Richard Baur, lobt die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Wasserwirtschaftsamt, Gemeinde und Forst. So konnte die aufwendige und für die Holzfäller nicht ungefährliche Aktion dank der Beratung und finanziellen Beteiligung des WWA sowie kurzfristig gestellten Absperrposten des Gemeindebauhofs Grainau binnen weniger Tage organisiert und umgesetzt werden.

Die Maßnahme ist inzwischen abgeschlossen, die temporäre Umleitung für Fußgänger auf den beliebten Wanderweg ins Höllental ist wieder aufgehoben.

Ein Video gibt einen Eindruck von den Arbeiten. 

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news-2590 Wed, 08 Sep 2021 07:55:03 +0200 Versorgungskrise beim Holz vorbei https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/versorgungskrise-beim-holz-vorbei.html Wieder ausreichend Holz auf dem Markt / Staatsforsten wollen sichere und dauerhafte Holzversorgung gewährleisten / Moderater Preisanstieg erwartet / Rückläufige Borkenkäferentwicklung

8. September 2021, Regensburg – Die Lage auf dem Holzmarkt hat sich entspannt. Die Versorgungskrise im Frühjahr und Sommer dieses Jahres mit zu wenig Holz vor allem für das weiterverarbeitende Gewerbe ist vorüber. Aufgrund einer Beruhigung des Absatzmarktes für Schnittholzprodukte gibt es wieder ausreichend Holz für Holzbauer, Schreiner, Zimmerer und für den Bausektor. Die Holzversorgung ist stabil und dauerhaft gewährleistet. „Alle, die gerne mit Holz bauen oder Holz anderweitig verwerten wollen, können mit einer sicheren Holzversorgung rechnen“, so der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten Martin Neumeyer.

Bei den Holzpreisen rechnet Neumeyer mit einer stabilen bis moderat steigenden Preisentwicklung. Die Schnittholzpreise sind in den letzten eineinhalb Jahren stark angestiegen. Derzeit zeichnet sich eine Preisberuhigung ab. Die Rohware aus dem Wald – das Rundholz – ist demgegenüber nur verzögert und geringer im Preis gestiegen. „Deshalb rechne ich beim Rundholz mit stabilen bis moderat steigenden Preisen im nächsten halben Jahr bei einem Niveau von rund 120 Euro bis zu 140 Euro je Festmeter frischem Fichtenholz bei regionalen Unterschieden“, so Neumeyer weiter.

Hierzu trägt nach Einschätzung des Staatsforstenchefs auch bei, dass die Borkenkäferentwicklung im größten Forstbetrieb Deutschlands in diesem Jahr weniger dynamisch ist als ursprünglich erwartet. Laut Neumeyer gibt es in Bayern insgesamt deutlich weniger Borkenkäferholz als in den Vorjahren. „Die Bayerischen Staatsforsten rechnen gegenüber dem Jahr 2020 mit einem weiteren Rückgang beim Borkenkäferholz um rund ein Viertel auf ihren Flächen. Bereits 2020 gab es rund ein Drittel weniger Käferholz als im Trockenjahr 2019“, so Neumeyer weiter.

Die überdurchschnittlich hohen Niederschläge im Frühjahr und Sommer in Bayern haben in vielen Regionen zu einem Auffüllen des Grundwasserspiegels und damit zu einer besseren Wasserversorgung der Baumwurzeln und stärkeren Vitalität der Bäume geführt. Zusätzlich haben die kühlen feuchten Perioden die Entwicklung des Borkenkäfers verzögert. Abgesehen von einzelnen Borkenkäferschwerpunktregionen wie beispielsweise dem Frankenwald mit überdurchschnittlicher Trockenheit in den vergangenen Jahren ist das Schadgeschehen durch den Borkenkäfer in diesem Jahr insgesamt überschaubar.

Die Bayerischen Staatsforsten wollen nach Angaben des Staatsforstenchefs ihr Engagement für die regionale Holzversorgung kleiner und mittlerer Sägewerke in Bayern und des dazugehörigen nachgelagerten Gewerbes wie örtlichen Schreinereien und Holzbauunternehmen weiter stärken. „Wir wollen über unsere 41 Forstbetriebe in ganz Bayern und über unsere regionale Eigenvermarktungsschiene mehr Nadelholz als im abgelaufenen Geschäftsjahr anbieten“, so Staatsforstenchef Neumeyer.

Die Bayerischen Staatsforsten rechnen auch für 2022 mit einer anhaltend hohen Nachfrage nach Holz. Laut Neumeyer wird der nachhaltig produzierte Rohstoff Holz in Bayern als Klimaprodukt zur Vermeidung und Reduzierung von CO2-Emmissionen vor allem im Baugewerbe künftig eine immer größere Rolle spielen.

Die Bayerischen Staatsforsten sind mit einer Fläche von rund 810.000 Hektar der größte Forstbetrieb in Deutschland.

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news-2589 Tue, 07 Sep 2021 08:14:46 +0200 Freiwilligeneinsatz des Alpenvereins bei den Bayerischen Staatsforsten https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/freiwilligeneinsatz-des-alpenvereins-bei-den-bayerischen-staatsforsten.html 06. September 2021, Bad Hindelang - In der Woche vom 23. bis 27. August hat der Deutsche Alpenverein wieder die Bayerischen Staatsforsten am Forstbetrieb Sonthofen mit einer Projektwoche unterstützt: Zehn freiwillige Helferinnen und Helfer hatten sich Zeit genommen, um notwendige Arbeiten im Hintersteiner Tal durchzuführen.

„Schon seit Jahren besteht zwischen den Bayerischen Staatsforsten und dem Deutschen Alpenverein eine Kooperation. Jährlich werden in diesem Rahmen rund 20 Projektwochen zum Arbeitseinsatz von Freiwilligen im Staatswald angeboten werden“, erläutert Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting. Der DAV vermittelt die Freiwilligen, die dann in den Projektwochen vom Fachpersonal der Staatsforsten bei den Arbeiten im Wald betreut und angeleitet werden. Besonders freut es Jann Oetting, dass sich eine Gemeinschaft einer evangelischen Freikirche zum zweiten Mal nach 2020 an den Alpenverein gewandt hatte um wieder im Hintersteiner Tal aktiv werden zu können. Keiner der Teilnehmer wohnt im Alpenraum. Aber jeder hatte den Wunsch, diese wunderschöne Gegend durch aktive Mithilfe zu schützen und somit zu erhalten. Das sie hierbei durch den Austausch mit Förster, Berufsjäger und Forstwirten auch Interessantes über den Bergwald lernen können, begeistert die Teilnehmer zusätzlich.

Der zuständige Revierleiter Rainer Ruf und Berufsjäger Josef Günster waren mit der erbrachten Leistung der überwiegend jungen Erwachsenen sehr zufrieden. Wichtige Arbeiten wurden mit den sehr motivierten Helferinnen und Helfern in dieser Woche erledigt.

Förster Rainer Ruf erläuterte, dass es nach den Windwurfschäden durch den Föhnsturm im November 2019 zwingend notwendig sei, die geräumten Flächen ergänzend zur vorhandenen Buchen- und Bergahornnaturverjüngung mit Weißtannen und Fichten zu bepflanzen um die betroffenen Hänge vor drohender Erosion zu schützen. Darunter versteht der Fachmann ein Abschwemmen der Humusauflage und somit eine dauerhafte, oftmals irreparable Schädigung des Bergwaldes. Dieser könnte dann seine Schutzfunktion vor Lawinen und Steinschlag, sowie die Funktion des Speicherns von Niederschlägen nicht mehr erfüllen. Murenabgänge werden durch eine Bepflanzung und der damit einhergehenden Sicherung des Untergrundes durch die Baumwurzeln verhindert. „Ein intakter Bergwald, gemischt aus Laub- und Nadelbäumen hat zahlreiche, wichtige Funktionen zu erfüllen. Unter anderem auch die Speicherung von CO², welches im Holz der langlebigen Bäume dauerhaft gespeichert wird“, so der erfahrene Förster.

Berufsjäger Josef Günster ergänzte, dass es nicht damit getan sei, die Flächen erneut zu bepflanzen. Vielmehr ist es eine wichtige Aufgabe, die jungen Pflänzchen vor den Wildtieren zu schützen, die die Knospen und Triebe als Nahrung nutzen. „Meine Aufgabe ist es, die Jungpflanzen im wahrsten Sinne des Wortes vor dem Verbiss von Rot-, Gams- und Rehwild zu beschützen“ erklärt Josef Günster den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Aktion. Ständige jagdliche Präsenz auf den Flächen, die auch als Sanierungsgebiet ausgewiesen sind, sei notwendig, um den Wald und somit auch den Lebensraum der Wildtiere zu schützen, so der Berufsjäger weiter. Für ihn ist es deshalb eine Selbstverständlichkeit, sich für angepasste Wildbestände zu engagieren. Ein Engagement, das die Teilnehmer der Aktionswoche teilen: 1.250 junge Bäume, 450 Meter Steige und vier jagdliche Einrichtungen wurden in insgesamt 350 Arbeitsstunden gepflanzt, erhalten oder erschaffen. „Es freut mich, dass sich Menschen – obwohl sie nicht aus der Region stammen oder hier leben – für den Bergwald engagieren. Eine Auffassung und ein Verständnis, das ich zuweilen bei anderen Menschen schmerzlich vermisse!“, so der Berufsjäger.

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Aktionswoche wurden die Zusammenhänge durch die Ausführungen von Rainer Ruf, Josef Günster, sowie der Forstwirte Hermann Karg, Florian Karg und Jonas Echle, die die Steigunterhalt- und Pflanzaktivitäten angeleitet haben, klar. Gerne werden sie im kommenden Jahr die Bayerischen Staatsforsten wieder unterstützen. „Es kann keinen funktionierenden Bergwald geben, ohne dass forstliche und jagdliche Maßnahmen ineinanderfließen“, ergänzte abschließend der Chef der Bayerischen Staatsforsten in Sonthofen Jann Oetting, der sehr dankbar für das Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie seiner Mitarbeiter ist.

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news-2588 Mon, 06 Sep 2021 15:05:44 +0200 Stabwechsel bei den Lehrlingen am Forstbetrieb Bodenmais https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/stabwechsel-bei-den-lehrlingen-am-forstbetrieb-bodenmais.html Freisprechung der „Ausgelernten“, Begrüßung der neuen Azubis

September 2021, Bodenmais - „Seit 1993 habe ich 50 Lehrlinge ausgebildet“, sagt Forstwirtschaftsmeister Paul Hilgart, „und ich freue mich jedes Mal wieder, wenn wir im Rahmen einer kleinen Feierstunde als Ausbildungs-Abschluss die „Ausgelernten“ freisprechen und gleichzeitig – quasi als Stabwechsel mit fliegendem Übergang – vier „Neue“ zu ihrem Ausbildungs-Beginn am Forstbetrieb Bodenmais begrüßen dürfen!“

Die zwei „Ausgelernten“, Tobias Späth und Matthias Kropf, haben sich für die Ausbildung zum Forstwirt entschieden und damit für den schönsten Arbeitsplatz der Welt – den Wald. Tobias Späth (20) kommt aus Rimbach im Lkr. Cham und hat schon im Wald der Familie Erfahrungen gesammelt. Das hat ihn veranlasst, unbedingt „Holzhauer“ werden zu wollen.Matthias Kropf (ebenfalls 20) stammt aus Untergriesbach. Nach dem Abitur wollte er „was Praktisches lernen, dabei in und mit der Natur arbeiten, und selber am Abend sehen, was er tagsüber geleistet hat“.Und „was geleistet“ haben sie beide: unter gut 100 Teilnehmern der Gesellenprüfung an der Bayerischen Waldbauernschule in Kelheim waren sie ganz vorne dabei – Matthias Kropf erreichte mit einem Notenschnitt von 1,3 den 4. Rang, und Tobias Späth ist mit einer sagenhaften Durchschnittsnote von 1,04 Bayerns prüfungsbester Forstwirt 2021.

Ausbilder Forstwirtschaftsmeister Paul Hilgart, Vize-Personalrats-Chef Martin Geiger und Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl gratulierten den beide auf das allerherzlichste. Paul Hilgart: „Meine Herren, Ihr beiden seid quasi die Krönung meiner fast 30 Jahre Ausbilder-Tätigkeit,“ und weiter an die Neuen: „da könnt Ihr Euch gleich ein Beispiel nehmen!“

Die „Neuen“, das sind Leon Fleischmann und Michael Saller aus Bodenmais, Benedikt Schiller aus Kirchdorf i.Wald sowie Vinzenz Wudy aus Zwiesel. Mit den Worten „Wir freuen uns, jungen Menschen einen Weg in eine spannende berufliche Aufgabe bieten zu können. Wir schaffen und besetzen hier wichtige Arbeitsplätze und realisieren eine hohe Wertschöpfung auch abseits der Ballungszentren! Für das Unternehmen Bayerische Staatsforsten sind die „Neuen“ eine wichtige Investition in die Zukunft des Unternehmens“, begrüßte Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl die vier und wünschte ihnen einen guten Start ins Berufsleben.

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news-2587 Thu, 02 Sep 2021 17:03:09 +0200 Neue Azubis für den Fichtelgebirgswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neue-azubis-fuer-den-fichtelgebirgswald.html Forstbetrieb Fichtelberg begrüßt drei junge Forstwirt-Azubi (03.09.2021) Fichtelberg. – Drei junge Männer haben Anfang September ihre Ausbildung zum Forstwirt beim Forstbetrieb Fichtelberg begonnen. Insgesamt bilden die Bayerischen Staatsforsten am Standort Fichtelberg jetzt sieben Nachwuchs-Forstwirte und einen zukünftigen Berufsjäger aus.

Noch ist alles neu für Luis Geyer, Kilian Kastner und Vinzent Schwinger, drei angehende Forstwirte, die Anfang September ihre Ausbildung beim Forstbetrieb Fichtelberg begonnen haben: neue Kollegen, neue Themen, neue Ausbildungsorte, die neue Sicherheitskleidung der Bayerischen Staatsforsten in orange-grün. Zum Einstieg absolvieren die jungen Azubi einen Einführungslehrgang am Forstlichen Bildungszentrum der Bayerischen Staatsforsten in Nürnberg – Buchenbühl - für manchen auch eine neue Erfahrung, für längere Zeit weg von zuhause zu sein.

„Unsere drei Jung-Azubis schaffen das schon!“ ist sich Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg sicher. „Unser bewährtes Ausbilderteam wird sie mit viel Fingerspitzengefühl an ihre zukünftigen Aufgaben heranführen.“

Ab Mitte September geht es dann für die Auszubildenden des Forstbetriebs in Kleingruppen hinaus in den heimatlichen Fichtelgebirgswald. Hier erlernen sie von ihren erfahrenen Ausbildern die vielfältigen Tätigkeiten eines Forstwirts. Nicht nur Holzfällung steht am Ausbildungsplan, auch Pflanzung junger Bäume, Naturschutz, Bau von Erholungs­einrichtungen und vieles mehr.

„Als Forstbetrieb Fichtelberg sind wir ein Teil der Region und nehmen unsere Verantwortung für den Wald, die Umwelt und für die Menschen sehr ernst.“ erklärt Winfried Pfahler. „Deshalb bieten wir hier im ländlichen Raum attraktive Ausbildungsmöglichkeiten für angehende Forstwirte. Dies ist ein wichtiger Teil unseres sozialen Engagements für die Region. Wir investieren dadurch ganz gezielt in neue Mitarbeiter, um die vorbildliche, umfassende und nachhaltige Waldbe­wirt­schaftung mit qualifiziertem Personal langfristig sicherzustellen.“

Bayernweit stellen die Bayerischen Staatsforsten in diesem Jahr 62 junge Menschen ein, die eine Berufsausbildung zum Forstwirt absolvieren. Trotz aller Mechanisierung im Forst hat der Forstwirtsberuf eine Zukunft. Denn für die vielfältigen Aufgaben rund um den Wald werden auch weiterhin gut ausgebildete Fachkräfte gebraucht. 

„Nächstes Jahr bieten wir am Forstbetrieb Fichtelberg ebenfalls wieder Ausbildungsplätze für Nachwuchs-Forstwirte an“ so Winfried Pfahler. „Interessenten können sich im Internet unter www.baysf.de bewerben“.

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news-2586 Thu, 26 Aug 2021 15:01:44 +0200 Azubis treffen BaySF-Vorstand und übergeben „Schwedenfeuer“ https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/azubis-treffen-baysf-vorstand-und-uebergeben-schwedenfeuer.html August 2021, Regensburg/Bodenmais - „Gut ausgebildete Forstwirte sind die Basis unserer Arbeit mit dem Wald und bei einem naturnahen Waldbau mit verschiedenen Baumarten unverzichtbar“, sagt Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl. „Ich freue mich über den Fleiß und die Motivation der Forstwirt-Lehrlinge unseres Forstbetriebs Bodenmais, die über den Winter aus heimischen Kiefern des Reviers Saldenburg 100 Schwedenfeuer angefertigt haben. Das sind der Länge nach eingeschnittene Stammstücke, die ähnlich wie eine Fackel abbrennen und wie ein Lagerfeuer Licht und Wärme liefern. Wir haben sie heute nach Regensburg an die Zentrale der Bayerischen Staatsforsten gebracht. Sie bereichern ab sofort das Angebot des BaySF-WebShops – neben Wildfleisch, Brennholz und weiteren spannenden Produkten wie Kochbücher und Brotzeitbretter aus Holz“, führt Forstbetriebsleiter Völkl weiter aus.

Vorstandsvorsitzender Martin Neumeyer und der Leiter des Bereichs Unternehmenskommunikation, Jan-Paul Schmidt, nahmen sich Zeit für ein ausführliches Gespräch mit den Azubis Florian Kraus, Quirin Vogl und Florian Weinberger sowie ihrem Ausbilder Paul Hilgart und dem stellvertretenden Forstbetriebsleiter Markus Würstl. Hier konnten die Azubis von ihren Erfahrungen in der Ausbildung berichten und im Gegenzug Informationen von „ganz oben“ erhalten. Dazu Azubi Quirin Vogl: „Toll, dass sich der „Oberste Chef“ so viel Zeit für uns genommen hat, um sich unsere Sicht der Dinge direkt anzuhören und mit uns zu diskutieren“!

 

Das Schwedenfeuer - ein echter Hingucker bei jeder Feier - ist ab sofort im Walshop der Bayerischen Staatsforsten verfügbar.

 

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news-2585 Thu, 26 Aug 2021 13:05:31 +0200 Wanderweg durch das Reichholzrieder Moos vorübergehend gesperrt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wanderweg-durch-das-reichholzrieder-moos-voruebergehend-gesperrt.html 26. August 2021, Ottobeuren - Im Reichholzrieder Moos ist der beliebte Verbindungsweg zwischen Reichholzried und Dietmannsried bis voraussichtlich Mitte September gesperrt. Im Rahmen der Aufarbeitung von vom Borkenkäfer befallenem Holz wurde der nach starker Regenfälle der letzten Wochen aufgeweichte Weg erheblich in Mitleidenschaft gezogen. 

Der Forstbetrieb bittet um Verständnis, dass die Strecke aktuell nicht passierbar ist. „Wir wissen um die beliebte Wanderroute und werden den Weg schnellstmöglich wieder instandsetzen“, so Forstbetriebsleiter Dr. Hermann S. Walter.

Die Aufarbeitung der Hölzer war notwendig, um einer größeren Borkenkäferkalamität vorzubeugen.

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news-2583 Mon, 23 Aug 2021 13:16:51 +0200 Kleine Feierstunde im Forstbetrieb Rothenkirchen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/kleine-feierstunde-im-forstbetrieb-rothenkirchen.html Nach drei Jahren Lehrzeit haben die Azubis Konstantin Hofmann und Lorenz Schönmüller sehr erfolgreich Ihre Forstwirt-Prüfung abgelegt. Neben der Betriebsleitung gratulierten auch Ausbilder und der folgende Azubi-Jahrgang. Auf die jungen Forstleute warten wichtige Aufgaben.

23. August 2021, Rothenkirchen - Über 60 Azubis für den Lehrberuf Forstwirt werden jährlich bei den Bayerischen Staatsforsten ausgebildet. Seit 2017 ist auch der Forstbetrieb Rothenkirchen Ausbildungsbetrieb. Hier soll auch für die Nachbarforstbetriebe Coburg und Nordhalben der forstliche Nachwuchs die Arbeit im Staatswald erlernen. Mit vier guten Abschlüssen war im vergangenen Jahr bereits der Vorgängerjahrgang in Rothenkirchen erfolgreich, jetzt konnten Konstantin Hofmann und Lorenz Schönmüller das Ergebnis noch einmal „toppen“: „Beide mit einer Eins vor dem Komma, mehr wird nicht verraten“, so Forstbetriebsleiter Peter Hagemann bei der Zeugnisübergabe. Gleich nach der Gratulation ging sein Dank an den Ausbildungsmeister Matthias Lindig aus Lauenstein und Servicestellenleiter Stefan Wittenberg und ihre Mannschaft: „Sie haben es geschafft, auch während der Corona-Einschränkungen die Ausbildung durchgehend auf höchstem Niveau zu halten. Dazu haben auch viele Kolleginnen und Kollegen beigetragen. Deshalb können wir alle zusammen ein bisschen stolz auf das gute Ergebnis sein.“

Die jungen Forstwirte ermutigte der Forstbetriebsleiter mit Blick auf die aktuellen massiven Borkenkäferschäden für ihre wichtige Aufgabe bei der Rettung der Wälder. Nur mit ausreichend fachkundiger Arbeitskraft seien die verheerenden Folgen des Klimawandels im Wald noch einzudämmen und ein funktionierender Zukunftswald aufzubauen. Hier müsse jede und jeder in den Forstberufen seine effektive Rolle finden. Nach seinen Worten werden allein in diesem Jahr 48 junge Forstwirte von den Bayerischen Staatsforsten in ein dauerhaftes Arbeitsverhältnis übernommen. Konstantin Hofmann wird demnächst heimatnah im Forstbetrieb Nordhalben tätig sein, Lorenz Schönmüller bleibt in Rothenkirchen. „Im September fangen wieder vier junge Leute aus der Region hier ihre Lehre an“, schaut Hagemann in die Zukunft. „Zum Glück ist das Interesse der jungen Generation für die Natur ihrer Heimat bei uns ungebrochen. Das ist die wichtigste Hoffnung, nicht nur für den Wald.“

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news-2584 Fri, 20 Aug 2021 11:14:00 +0200 Kleines Waldmoor mit großer Klimaschutzwirkung https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/kleines-waldmoor-mit-grosser-klimaschutzwirkung.html Ein dreiviertel Jahr nach den Renaturierungsmaßnahmen im Zinsenhalde-Moor ziehen die Beteiligten Bilanz: die Dämme funktionieren, das Moor lebt auf.

20. August 2021, Sonthofen - Im vergangenen Winter renaturierte der Forstbetrieb Sonthofen das Zinsenhaldemoor in der Gemarkung Martinszell im Allgäu. Das in einer Schleife der Iller liegende Moor besteht aus zwei Teilflächen wobei sich die östliche der beiden weit in den angrenzenden Privatgrund erstreckt. Mehrere Gräben wurden im vergangenen Jahrhundert von Hand in das Moor gegraben, in der östlichen Teilfläche wurde zudem Torf abgebaut. Bereits seit 2014 bereitet der Forstbetrieb den Wald Stück für Stück auf die Wiedervernässung vor. So wurden bspw. entlang der Torfstichkante höhere Fichten entnommen und somit das Risiko eines Borkenkäferbefalls reduziert. Fachlich wurde die Renaturierung durch die Regierung von Schwaben unterstützt. Es wurden Gräben, die Vegetation und der Moorboden kartiert sowie die Wasserflüsse im Moor analysiert. „Das ist wichtig, um sicherzustellen, dass angrenzende Nachbargrundstücke von einer Wiedervernässung nicht beeinträchtigt werden“, erläutert Jann Oetting, Leiter des Forstbetriebs Sonthofen. Neben der Klimaschutzwirkung ist dem Forstbetrieb auch der Artenschutz ein wichtiges Anliegen bei der Moorrenaturierung. „Die Zinsenhalde ist ein typisches Waldmoor mit einer charakteristischen Artenzusammensetzung. Viele denken bei einem Moor an eine offene Fläche mit Wollgras und seltenen Blühpflanzen. Ein gut strukturierter Moorwald ist jedoch ebenso wertvoll.“, betont Oetting.

Insgesamt 31 Dämme wurden in die Gräben eingebaut, überwiegend verstärkt durch eine innenliegende Holzspundwand. „Für Gräben dieser Größe ist eine Spundwand unerlässlich, sonst halten die Dammbauwerke dem Wasserdruck langfristig nicht stand.“, erklärt Hubert Heinl, Leiter des zuständigen Forstreviers Sonthofen West. Den Abschluss der Arbeiten bildete die Anpflanzung der auf Moore spezialisierten Baumart Spirke. Der Regen der vergangenen Sommermonate hat dem Moor zusätzlich gut getan. „In gesunden Mooren wird eine große Menge CO2 langfristig gebunden, das wirkt dem Klimawandel sogar entgegen.“, erläutert Oetting. „Hitzesommer wie die der letzten Jahre stellen Moore dagegen vor eine große Herausforderung.“ Damit der Wasserstand dauerhaft dicht unter der Oberfläche gehalten werden kann wird der Forstbetrieb Sonthofen die Entwicklung im Zinsenhaldemoor daher auch weiterhin im Blick behalten.

Spannende weitere Informationen zum Thema Moor gibt es in der Mediastory der Bayerischen Staatsforsten.

Einen Film über Moore finden Sie auf unserem YouTube Kanal.

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news-2582 Thu, 19 Aug 2021 08:05:00 +0200 Tausende Eichen gegen den Klimawandel https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/tausende-eichen-gegen-den-klimawandel.html Landrat Dr. Hans Reichhart und Staatsforsten-Chef Martin Neumeyer informieren sich über Stand des Waldumbaus im Landkreis Günzburg

19. August 2021, Weißenhorn - Der Klimawandel ist im Wald angekommen. Dies spüren Waldarbeiter, Försterinnen und Förster bereits seit Jahren, denn sie sind fast jeden Tag in den von Ihnen betreuten Wäldern unterwegs. Da nimmt man Veränderungen und die Probleme der Wälder intensiv wahr. So wie Revierförster Hubert Bonath. Der 60-jährige hat ein feines Näschen für die Staatswälder um Ettenbeuren, für die er seit 2015 verantwortlich ist: „Wenn Bäume im Wald vom Borkenkäfer befallen sind, rieche ich das oft bevor ich den befallenen Baum sehe. Erfreulicherweise war dieser Geruch heuer wegen der guten Wasserversorgung der Fichten seltener wahrzunehmen. Das heißt aber nicht, dass wir beim Umbau der Fichtenbestände zu artenreicheren Mischwäldern eine Verschnaufpause einlegen dürfen – der Waldumbau ist dringlicher denn je.“ 

Mit dieser Einstellung zum Wald und seiner vorausschauenden Pflege ist Hubert Bonath an diesem Donnerstag nicht allein: Hoher Besuch aus dem Landratsamt und aus der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten in Regensburg ist in den kleinen Staatswalddistrikt „Roggenburg“ nahe Ettenbeuren gekommen. Der Landrat des Landkreises Günzburg, Dr. Hans Reichhart, und Staatsforsten-Chef Martin Neumeyer lassen sich dort von Forstbetriebsleiter Martin Eggert und Revierförster Hubert Bonath über den Zustand der Staatswälder, den Klimawandel und den notwendigen Waldumbau informieren. Themen, die politisch ganz oben auf der Tagesordnung stehen, wie Landrat Dr. Reichhart verdeutlicht: „Der Landkreis Günzburg beschäftigt sich seit geraumer Zeit intensiv mit dem Klimawandel, den großen Risiken, die damit verbunden sind und natürlich auch mit den Lösungen. Unseren Wäldern kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, denn die Bäume binden in ihrem Holz große Mengen des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid. Wir müssen daher hier vor Ort unserer Verantwortung gerecht werden und die Wälder im Landkreis, denen Trockenheit, Stürme und der Borkenkäfer zunehmend zusetzen, zu klimastabilen Wäldern umbauen. Ich danke den Fachleuten der Bayerischen Staatsforsten, die dabei deutlich sichtbar und vorbildlich vorangehen.“

Vorstandsvorsitzender Martin Neumeyer kann dazu beeindruckende Zahlen nennen: „Mit unserem 30-Millionen-Bäume-Programm pflanzen die Bayerischen Staatsforsten bis Ende 2024 bayernweit jedes Jahr rund sechs Millionen junge, klimatolerante Bäume in den Staatswäldern. Ich bin dankbar, dass Ministerpräsident Dr. Söder und Forstministerin Kaniber uns dafür gute Rahmenbedingungen geschaffen haben: Das eigens von der Staatsregierung aufgelegte Programm hilft uns dabei, den Waldumbau weiter zu forcieren, weil es uns ermöglicht, noch mehr zu tun und jedes Jahr rd. 1 Million zusätzliche Bäume zu pflanzen.“

Wie konkret diese Pflanzungen im Bereich des Forstbetriebs Weißenhorn umgesetzt werden, erläuterte Forstbetriebsleiter Martin Eggert bei einem kleinen Waldspaziergang. Beispielsweise wurden im Frühjahr 2021 tausende junge Eichen im Rahmen des „30-Millionen-Bäume Programms“ in dem Waldstück gepflanzt. Warum die Wahl gerade auf die Eiche fiel, kann Eggert schlüssig erklären: „Eichen können ein intensives, tief reichendes Wurzelwerk bilden, das sie in Trockenphasen ausreichend mit Wasser aus tieferen Schichten des Bodens versorgt. Die Wurzeln sorgen auch dafür, dass die Eichen stabil stehen bleiben, wenn Stürme und Starkregen benachbarte Fichten umwerfen. Für uns ist die Eiche ein wichtiger Teil der Lösung in Zeiten des Klimawandels.“

Doch das Pflanzen von jungen Bäumen ist nur ein Aspekt des Waldumbaus, wie sich auf dem Waldbegang zeigte. „Den größten Teil des Nachwuchses im Wald erreichen wir mit der natürlichen Verjüngung der Bäume: Wenn der Wildbestand sich in einer tragbaren Größenordnung bewegt, können Bäume sich erfolgreich natürlich ansamen und dann auch hochwachsen. Jeden jungen Baum per Hand zu pflanzen, wäre gar nicht leistbar: Wir reden schon jetzt in unserem Forstbetrieb von mehr als 100.000 gepflanzten jungen Bäumen im Jahr. Dazu kommen mehrere hunderttausend Bäumchen, die sich natürlich ansamen. Nur mit diesem Miteinander von gezielten Pflanzungen und Naturverjüngung schaffen wir den Klimawald“, so Eggert.

Alles in allem läuft der Waldumbau im Forstbetrieb Weißenhorn also auf Hochtouren. Die Wälder werden vielfältiger und artenreicher, gleichzeitig gewinnen sie mehr Stabilität gegenüber den Folgen des Klimawandels. Staatsforsten-Chef Martin Neumeyer bestätigte, dass die Bayerischen Staatsforsten beim Tempo nicht nachlassen werden: Alle umbaudringlichen Fichtenbestände im Staatswald sollen bis zum Jahr 2030 mit Mischbaumarten umgebaut sein.

Gleichzeitig verdeutlichte Neumeyer den Zusammenhang zwischen Waldumbau und Holznutzung auch mit Blick auf den Klimawandel: „Um jungen Zukunftswald nachzuziehen und ausreichend Licht für die jungen Bäumchen zu schaffen, müssen andere Bäume gefällt werden: Dabei ernten wir nachhaltig Holz, aus dem hochwertige Möbel, Dachstühle und ganze Holzhäuser gefertigt werden. Jeder Bauherr, der sein Haus mit nachhaltig erzeugtem regionalen Holz errichtet, leistet einen wichtigen und auch wuchtigen Beitrag zum Schutz unseres Klimas.“   

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news-2580 Wed, 18 Aug 2021 08:35:57 +0200 Tag der Erholung: Gesunde Auszeit im Wald. Forstministerium stärkt Freizeitwert im Staatswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/internationaler-tag-der-erholung-gesunde-auszeit-im-wald-forstministerium-staerkt-freizeitwert-in-staatlichen-waeldern.html 13. August 2021, München – Ob „Waldbaden“, Radfahren, Joggen oder Wandern – Erholung und Entspannung in Bayerns grüner Lunge liegt voll im Trend. Private und öffentliche Waldbesitzer bieten der Bevölkerung hierzu eine hervorragende „Infrastruktur“. Darauf hat das Bayerische Forstministerium zum Internationalen Tag der Erholung am 15. August hingewiesen. Damit das Naturerleben im bayerischen Staatswald für seine Besucher noch intensiver wird, fördert das Forstministerium seit Jahren besondere Maßnahmen zur Verbesserung des Erholungswerts. Allein in den vergangenen zehn Jahren hat der Freistaat dafür Fördermittel in Höhe von rund 34 Millionen Euro an die Bayerischen Staatsforsten ausbezahlt. Mit diesem Geld werden beispielsweise mehr als 9.000 Kilometer Wanderwege, 3.500 Kilometer Radwege und knapp 300 Kilometer Reitwege gepflegt und erhalten.

Mehrtägige Touren durch Spessart, Steigerwald oder Frankenwald werden dank fest eingerichteter Trekkingplätze zu einem ganz besonderen und hautnahen Erlebnis der vielseitigen Flora und Fauna im Wald. Und verschiedene Lehrpfade vermitteln, über ganz Bayern verteilt, den kleinen und großen Waldbesuchern allerlei Wissenswertes zu den Tieren und Pflanzen des Waldes, seinen vielfältigen Schutzfunktionen und den zahlreichen Herausforderungen bei seiner Bewirtschaftung. Erholung pur finden die Besucher bei all diesen Angeboten allein schon durch das bloße Einatmen der frischen und sauberen Waldluft. Es gibt wohl kaum eine gesündere Auszeit vom Alltag als einen ausgiebigen Besuch in Bayerns Wäldern.

Eine Auswahl an Ausflugszielen und weitergehende Informationen zu den Trekkingplätzen finden sich unter:

www.baysf.de/de/wald-erkunden/ausflugsziele-tipps.html

www.trekking-bayern.de/.

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news-2579 Wed, 18 Aug 2021 08:30:16 +0200 Ausgewilderten Habichtskäuzen geht es prächtig https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ausgewilderten-habichtskaeuzen-geht-es-praechtig.html 18. August 2021, Schnaittenbach - Anfang August wurden fünf junge Habichtskäuze aus Frankreich im Rahmen eines Wiederansiedlungsprojekt des VLABs (Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern) im Forstrevier Hessenreuth der Bayerischen Staatsforsten ausgewildert. Dabei werden die seltenen Greifvögel erst eine Zeit in einer Voliere gehalten, damit diese sich eingewöhnen können. Nach vier Wochen sind die Jungkäuze dann reif für die Wildnis und die Voliere wird geöffnet. In den ersten Wochen nach der Auswilderung werden die seltenen Vögel noch gefüttert. Der zuständige Staatswaldförster Hans Frisch bietet den vier weiblichen und einem männlichem Habichtskäuzen bis in den Oktober hinein noch Futter in der Nähe der Voliere an. Damit sollen sie beim Start in das neue, wilde Leben unterstützt werden und in dem Hessenreuther Waldgebiet gehalten werden. Denn die durch eine nachhaltige Forstwirtschaft geprägten Wälder sind der ideale Lebensraum für die scheuen Waldvögel. Normalerweise kommen die Käuze nachts um sich am Futtertisch mit Mäusen einzudecken, aber manchmal ist der Hunger auch tagsüber schon groß. Dabei ist Förster Frisch nun eine ganz besonderer Schnappschuss gelungen. Er zeigt, dass sich die Habichtskäuze im Hessenreuther Wald wohl fühlen.

 

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news-2578 Tue, 17 Aug 2021 14:46:57 +0200 Eichensaat gut aufgegangen – Junge Eichen für den Klimawald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/eichensaat-gut-aufgegangen-junge-eichen-fuer-den-klimawald.html 17. August 2021 - Im vergangenen Herbst hat die Natur im Wald reiche Ernte gebracht, viele Bäume – vor allem Eichen und Buchen – hingen voll mit Samen und Früchten. Besonders viel Eicheln und Bucheckern gab es. Forstleute sprechen dann von einem Mastjahr.

Diese günstige Ausgangslage hat sich Förster Simon Schmidt in seinem zwischen Schnaittenbach und Pfreimd gelegenen Revier Kettnitzmühle der Bayerischen Staatsforsten zu Nutze gemacht und lies im von Kiefern geprägten Neunaigener Forst auf insgesamt 2,5 Hektar eine Tonne Eicheln säen. Nach einem guten halben Jahr zeigen sich nun erste Ergebnisse: Aus den Eicheln sind bereits tausende kleiner Bäumchen gewachsen, schon jetzt bis zu 40 cm hoch.

Um in Wäldern die nur aus einer Baumart bestehen, in diesem Fall Kiefer, Mischbaumarten einzubringen gibt es nur zwei Möglichkeiten: Pflanzen oder Säen. Bei der Eiche bevorzugt Förster Schmidt letzteres: „Wesentlich für eine erfolgreiche Entwicklung stabiler und strukturreicher Eichenbestände ist ein ungestörtes Wurzelwachstum und eine hohe Pflanzendichte. Beides kann man durch die Saat optimal erreichen“. Zum Schutz vor Wildschweinen, die es auf die Eicheln abgesehen haben und Rehe, die sich über die jungen Eichentriebe hermachen würden, wurde die Saatfläche eingezäunt. Rehe würden Abwechslung lieben und daher in dem reinen Kiefernwald am liebsten die Eichen verbeißen, kommentiert Förster Schmidt den noch notwendigen Zaun.

Saat und Zaun sind die beste Voraussetzung damit die kleinen Eichen in seinem Revier zukünftig Teil eines klimastabilen Waldes werden. Und das ist auch gut so, denn mit nur gut einem Prozent Flächenanteil im Forstbetrieb Schnaittenbach zu dem auch Schmidts Revier gehört, ist die wichtige Baumart Eiche noch sehr spärlich vertreten.

Die durch den Klimawandel zunehmende Trockenheit macht es auch in der Oberpfalz notwendig den Wald anzupassen und damit auch mehr Eichen zu säen oder zu pflanzen. Die Klimaprognose für die Eiche ist nämlich sehr positiv, da sie mit den vermehrt auftretenden Trockenperioden wie in den letzten Jahren gut zurechtkommt. Sie wird damit als stabilisierende Mischbaumart für einen naturnahen Wald immer wichtiger. Zudem ist sie eine der ökologisch wichtigsten heimischen Baumarten, da sie durch ihre Langlebigkeit, ihre grobe Rindenstruktur und ihre offene, lichtdurchflutete Krone mehreren hundert Schmetterlingsarten, Käfern und Pilzen einen Lebensraum bietet. Darunter bekannte, aber äußerst seltene Arten wie der Hirschkäfer oder der Eremit.

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news-2581 Tue, 17 Aug 2021 12:04:00 +0200 Russischer Bär im Staatswald gesichtet – naturnahe Waldbewirtschaftung zeigt Erfolge https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/russischer-baer-im-staatswald-gesichtet-naturnahe-waldbewirtschaftung-zeigt-erfolge.html 17. August 2021, Burglengenfeld – Hört sich an wie eine Geschichte aus dem Sommerloch, ist aber wahr: In diesen Wochen ist der Russische Bär, auch Spanische Flagge genannt, im Staatswald des Forstbetriebs Burglengenfeld zu beobachten. Der sehr farbenprächtige, recht seltene Schmetterling gehört zur Familie der Bärenspinner und erreicht eine Flügelspannweite von etwa 5 cm. Seine Vorderflügel sind schwarzblau mit weißgelben Streifen gemustert, die Hinterflügel auffällig leuchtend orangerot und mit einigen dunklen Flecken gezeichnet. Die Schmetterlinge treten von Juli bis September auf und saugen fast ausschließlich an den violetten Blüten des gewöhnlichen Wasserdosts, einer hoch wachsenden Staude, die an feuchten Wald- und Wegrändern vorkommt. Nach der Paarung und Eiablage schlüpfen im September die nachtaktiven Raupen und fressen bis zur Überwinterung an unterschiedlichen Kräutern und Sträuchern. Nach der Winterruhe ernähren sich die Raupen von Sträuchern wie Brombeere und Haselnuss, verpuppen sich im Juni in einem weißgrauen Gespinst an der Erde und schließlich schlüpft im Juli die neue Faltergeneration.

„Wir haben den Eindruck, dass die Population des wärmeliebenden Schmetterlings zunimmt“ sagt Hans Mages, Leiter des Forstbetriebs Burglengenfeld. Dies könne möglicherweise auch mit dem Klimawandel zusammenhängen. Auf jeden Fall fühlen sich die Falter aber in den naturnah bewirtschafteten Wäldern mit ihren vielfältigen Waldsäumen, Wegrändern und Blühflächen, wo reichlich Wasserdost wächst und die frei von Düngung und Pestizideinsatz sind, sichtlich wohl. Die Art ist im Anhang der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie gelistet und steht damit auch im Fokus des europäischen Naturschutzes.

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news-2577 Tue, 17 Aug 2021 09:31:52 +0200 Terminankündigung: BundesWALDWahl am 24.08.2021 https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/terminankuendigung-bundeswaldwahl-am-24082021.html August 2021, Göttingen - Der Deutsche Forstverein e.V. (DFV) veranstaltet gemeinsam mit seiner Nachwuchsorganisation Junges Netzwerk Forst (JNF) die BundesWALDWahl 2021, eine digitale Diskussionsrunde mit den forstpolitischen Sprecher*innen der sechs Bundestagsfraktionen.
Die Veranstaltung findet am Dienstag, 24.08.2021 von 19:00 bis 21:00 Uhr auf dem Webex-Kanal des DFV statt und wird parallel als Facebook Livestream übertragen. Eine Teilnahme ist ohne vorherige Anmeldung möglich.
Zugesagt haben alle sechs wald- und forstpolitischen Sprecher*innen der Bundestagsfraktionen, die Bundestagsabgeordneten Alois Gerig (CDU/CSU), Dirk Wiese (SPD), Peter Felser (AfD), Karlheinz Busen (FDP), Dr. Kirsten Tackmann (Die Linke.) und Harald Ebner (Bündnis 90/Die Grünen). Moderiert wird die Veranstaltung vom Vizepräsidenten des DFV Prof. Dr. Ulrich Schraml und JNF-Bundessprecherin Catharina Hehn.
Die Vertreter*innen der großen Parteien werden die Schwerpunkte ihrer Waldpolitik vorbringen sowie Position beziehen zu Klimawandel, CO2-Prämie, Windenergie im Wald, Jagd, Rohstoffbereitstellung, etc. und sich den kritischen Fragen aus dem Publikum stellen.
Zugang zur Veranstaltung erhalten Sie über diesen Link: https://bit.ly/3jUbMef oder links angezeigten QR-Code. Die Liveübertragung finden Sie auf dem Facebook-Kanal des DFV.

Deutscher Forstverein e. V
Der Deutsche Forstverein (DFV) will gemeinsam mit seinen 11 Länderforstvereinen durch forstpolitische Initiativen, eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit und fachlich fundierte Fort- und Weiterbildungsangebote die Rahmenbedingungen für den Wald und die Forstwirtschaft in Deutschland verbessern. Mit der Erfahrung, dem Interesse und dem Wissen seiner über 6.000 Mitglieder ist der DFV als gemeinnütziger und unabhängiger Verein seit 1899 der erste Ansprechpartner, wenn es um den Wald geht. Vom 18.-22. Mai 2022 wird in Braunschweig die 70. Forstvereinstagung unter dem Motto „Im Land der Löwen – Zeit für Innovation“ stattfinden.

Das Junge Netzwerk Forst im Deutschen Forstverein wurde 2017 anlässlich der Forstvereinstagung in Regensburg gegründet. Mittlerweile sind fast 1.000 junge Forstleute bis 40 Jahre im JNF organisiert.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Lena Schröcker, Geschäftsführerin des Deutschen Forstvereins (DFV), 0551-3796265, info(at)forstverein.de, https://www.forstverein.de 

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news-2576 Mon, 16 Aug 2021 10:58:30 +0200 Schmutzige Hände für Wasseramsel und Edelkrebs: "Bergwaldprojekt" im Forstbetrieb Fichtelberg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/schmutzige-haende-fuer-wasseramsel-und-edelkrebs-forstbetrieb-fichtelberg-saeubert-mit-dem-bergwaldprojekt-den-weissen-main.html Forstbetrieb Fichtelberg säubert mit dem Bergwaldprojekt den Weißen Main

13. August 2021, Bischofsgrün – Freiwillige des Bergwaldprojekts e.V. säubern im Auftrag des Forstbetriebs Fichtelberg den Oberlauf des Weißen Mains von Unrat. Dort soll der Flusslauf naturnah erhalten und revitalisiert werden.

„Ein Autositz, ein Autositz“ jubelt Caroline aus Jena, als sie ein Metallteil mit halb verrotteten Stofffetzen aus dem Fluss zieht. Bis zu den Waden steht die junge Frau im kalten, klaren Wasser und fischt mit den Händen nach all den Sachen, die da nicht hingehören. „Vorhin hatte ich schon eine Radkappe und einen Reifen – langsam könnte ich ein Auto zusammenbauen“ lacht sie. Gemeinsam mit Tom aus Dresden und Florence aus Tübingen säubert sie den Weißen Main zwischen Bischofsgrün und Röhrenhof, der hier durch einen naturnahen Auwald rauscht. Die Aufräumaktion ist Teil einer Freiwilligenwoche, die das Bergwaldprojekt gemeinsam mit dem Forstbetrieb Fichtelberg durchführt. Dazu fanden sich junge und junggebliebene Menschen aus ganz Deutschland im Fichtelgebirge zusammen, um hier gegen Kost und Logis für Natur und Umwelt zu arbeiten. Organisiert hat die Aktion das Bergwaldprojekt e.V., das dafür fachkundige Betreuer zur Verfügung stellt. Und eine eigens engagierte Köchin, die sich darum kümmerte, dass die 18 Teilnehmer, auch bei Kräften bleiben. Untergebracht sind die Teilnehmer in Zelten auf einer Waldlichtung neben einer Forsthütte bei Sophienthal. Moorrenaturierung, Bau eines Wandersteigs und Auerhuhn-Biotoppflege standen bisher für die Freiwilligen auf dem Programm und jetzt eben die Säuberung des Weißen Mains.

„Wir freuen uns sehr über die Unterstützung durch das Bergwaldprojekt“, so Hubertus Schmidt, Förster am Revier Röhrenhof, in dem dieser Abschnitt des Weißen Mains liegt. „Die Aufräumaktion ist Teil einer Revitalisierungsmaßnahme, mit der die Bayerischen Staatsforsten diesen Flusslauf in einem naturnahen und gut belebten Zustand erhalten. In Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt Hof, der Fischereiberatung des Bezirks Oberfranken und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Münchberg-Bayreuth haben wir im Frühjahr aus dem Fluss die Baumstämme entfernt, die den Abfluss gefährden könnten. Jetzt sammeln wir den im Laufe der Jahre angespülten Unrat, der für die Lebewesen im Wasser gefährlich sein kann. Und im nächsten Herbst und Winter werden wir hier heimische Edelkrebse einsetzen, die die Tierwelt bereichern werden.“

Ganz zusammengekommen ist das von Carolin vorhergesagte Auto doch nicht. Ein paar Teile fehlen. Dafür hat sie mit ihren Kollegen jede Menge anderen Müll aus dem Fluss gezogen. Folien, Säcke, Röhren, ein Sack voll Stromisolatoren, Kinderspielsachen – einen ganzen Pkw-Anhänger voll. Profitieren werden davon unter anderem die Wasseramseln, eine seltene Kleinvogelart, die in diesem Flussabschnitt zwischen Glasermühle und Röhrenhof noch häufig vorkommt. Und natürlich die Teilnehmer des Bergwaldprojekts. Denn sie können nach der Einsatzwoche mit dem guten Gefühl heimfahren, mit Gleichgesinnten im Fichtelgebirge Gutes für Natur und Umwelt geleistet zu haben.

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news-2575 Mon, 16 Aug 2021 10:55:37 +0200 Sturmschäden als Chance https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/sturmschaeden-als-chance.html 12. August 2021, Sulzschneid - 2021 ist schon jetzt ein Jahr der Wetterextreme, von denen auch der Sulzschneider Wald nicht verschont bleibt. In der zweiten Julihälfte zogen gleich mehrere, sehr heftige Unwetter über das Allgäu. Am Sonntag, den 25. Juli hinterließen Gewittersturmböen und golfballgroße Hagelkörner in Kombination mit enormen Regenmengen im Raum Roßhaupten eine Schneise der Verwüstung.

Auch die umliegenden Wälder blieben davon nicht verschont. Die Aufarbeitung dieser Sturmschäden beschert den Förstern und Waldarbeitern des Forstbetriebs Sonthofen noch für einige Zeit reichlich Arbeit.

Revierleiter Johannes Nachbar, der den Staatswald im Sulzschneider Wald pflegt, zieht eine erste Bilanz: „Wir gehen momentan von einer Sturmholzmenge von ca. 1000-1500 Kubikmetern allein im Staatswald aus. Allerdings sind Schätzungen bei Sturmereignissen immer schwierig, es wird noch etwas dauern, bis wir den gesamten Schaden beziffern können.“

Oberste Priorität hat für den Förster immer die Sicherheit, sowohl für Spaziergänger und Wanderer, als auch für die Waldarbeiter. Die meisten Waldwege sind mittlerweile wieder begehbar. Derzeit beginnt die Aufarbeitung der geschädigten Bäume mit passendem Gerät. Dies muss mit großer Sorgfalt geschehen, denn durch die hohen Niederschläge der letzten Wochen sind die empfindlichen Böden nur bedingt tragfähig. Daher kommen spezielle Maschinen mit Raupenbändern zum Einsatz. „Der Schutz des Waldbodens als Grundlage für das Waldwachstum ist eine essenzielle Anforderung einer nachhaltigen Forstwirtschaft. Deshalb werden solche bodenschonenden Forstmaschinen eingesetzt. Wir sind auf diese Technik aber auch aus Sicherheitsgründen angewiesen“ berichtet Förster Johannes Nachbar. „Vom Wind verkeilte und angeschobene Bäume stehen unter starker Spannung und können für mit Motorsägen tätige Waldarbeiter zur lebensgefährlichen Falle werden.“

Aber auch das Ziel, den Borkenkäfer erfolgreich zu bekämpfen, darf nicht aus den Augen verloren werden. Zwar hat das kühle und regnerische Wetter der vergangenen Wochen die Vermehrung und den Flug des Schädlings gebremst. Dennoch müssen die Fachleute der Bayerischen Staatsforsten weiter achtsam sein, damit es nicht zu noch mehr Schäden kommt.

„Entscheidend für eine erfolgreiche Borkenkäferbekämpfung ist es, zunächst die einzelnen, übers ganze Revier verteilten Bäume aus dem Wald zu schaffen und erst dann die größeren Flächen in Angriff zu nehmen“ erklärt Jann Oetting, Staatsforsten-Chef in Sonthofen, zu dessen Forstbetrieb auch das Revier Sulzschneider Wald gehört. „Arbeiten wir diese zu spät auf, bieten wir dem Borkenkäfer Brutstätten, aus denen er sich dann im ganzen Wald verteilen kann.“

Revierleiter Johannes Nachbar schätzt, dass die Aufräumarbeiten noch drei bis vier Wochen in Anspruch nehmen werden. Gebrochene Äste und Wipfel hängen zum Teil nicht sichtbar noch in Baumkronen und können jederzeit herunterfallen. Der Forstbetrieb Sonthofen empfiehlt daher, die geschädigten Wälder noch nicht zu betreten und Absperrungen unbedingt zu beachten.

„Nach Abschluss der Aufräumarbeiten werden wir die geschädigten Bereiche mit klimastabilen Baumarten wieder aufforsten“, bestätigt Forstbetriebsleiter Jann Oetting. „Wir wollen die Chance nicht ungenutzt verstreichen lassen: Wir nutzen auch ungeplante Ereignisse, um den Waldumbau hin zu einem klimastabileren Zukunftswald schneller voranzutreiben. Und werden Bäume pflanzen, die bei sich ändernden Klimabedingungen hoffentlich bestehen können“.

 

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news-2574 Mon, 16 Aug 2021 10:52:15 +0200 Neuer Personalrat im Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neuer-personalrat-im-wald.html Mit einem frisch gewählten neuen Personalrat geht der Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten in die kommenden Jahre. Hier warten mit dem Klimawandel und seinen aktuellen dramatischen Folgen für den Wald im Frankenwald und am Obermain große Herausforderungen auf das Forstpersonal.

Der Forstbetrieb Rothenkirchen ist verantwortlich für rund 14.500 Hektar Staatswald mit acht Forstrevieren zwischen der Rennsteigregion im Norden und dem Obermaingebiet im Süden. Von den     Beschäftigten sind 31 Forstwirte und neun Auszubildende, drei Forstwirtschaftsmeister, acht Forstleute in der Revierleitung sowie acht Arbeitskräfte im Büro- und Leitungsdienst, die teilweise auch Aufgaben im Rahmen der Betriebsgemeinschaft mit dem Forstbetrieb Coburg übernehmen. Alle sehen ihre wichtigste Aufgabe darin, dafür zu sorgen, dass alle Leistungen des heimischen Waldes auch in der Zukunft weiter nachhaltig zur Verfügung stehen. Dazu gehören neben dem Waldumbau hin zu klimafesten Mischwäldern auch die verlässliche Versorgung der Gesellschaft mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz und die Sicherung der Schutz- und Erholungsfunktion der Wälder. Alle diese Aufgaben des Waldes erweisen sich im Zuge der Klimaerwärmung als immer wichtiger - und werden doch aktuell auf eine harte Probe gestellt: Nach drei Hitzesommern in Folge leiden besonders die Wälder im nördlichen Franken unter Trockenschäden und Borkenkäferangriffen. Um eine weitere Ausweitung des Schadens zu begrenzen, müssen die geschädigten Bäume umgehend aufgearbeitet und abtransportiert werden. Gleichzeitig muss mit der Pflanzung und Naturverjüngung baumartenreicher Mischwälder dafür gesorgt werden, dass der Boden- und Wasserschutz und der hohe Biotop- und Erholungswert der Wälder für Mensch und Tier dauerhaft gewährleitet wird. Dafür haben die Beschäftigten des Forstbetriebes allein in den zurückliegenden drei Jahren rund 400.000 Festmeter Holz bewegt und fast eine dreiviertel Million neue Bäume gepflanzt. Neben den daraus geschaffenen über 170 Hektar Kulturflächen entstand auf großer Waldfläche gemischte Jungwüchse gezielt aus Naturverjüngung zukunftsgerechter Baumarten wie Buchen, Eichen, Tannen und Edellaubhölzern. Die Forstleute wissen, dass diese Entwicklung insgesamt erst am Anfang steht: Der Kampf gegen den Borkenkäfer hat gerade erst seinen ersten Höhepunkt erreicht und wird sich mit weiteren Hitzesommern fortsetzen. Die Pflanzung neuer Wälder wird weiter intensiviert werden, seit dem vergangenen Jahr ist der Forstbetrieb neben regulär geplanten rund 50 Hektar Kulturfläche jährlich mit zusätzlich über 20 Hektar am Klimawaldprogramm der Bayerischen Staatsregierung beteiligt. Dazu kommt der Schutz und die Pflege des jungen Zukunftswaldes, der mit jedem Jahr eine größere Fläche einnimmt. Personalrat und Beschäftigte sind sich einig: Die Arbeit im Wald und für den Wald in Zeiten des Klimawandels bleibt spannend.

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news-2573 Thu, 12 Aug 2021 10:42:00 +0200 Freiwillige des Bergwaldprojekts sorgen in Balderschwang für mehr Weißtannen im Schutzwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/freiwillige-des-bergwaldprojekts-sorgen-in-balderschwang-fuer-mehr-weisstannen-im-schutzwald.html 12. August 2021, Sonthofen/Würzburg - Vom 15. August bis 4. September ist das Bergwaldprojekt mit mehr als 60 Freiwilligen wieder in den Schutzwäldern im Bereich der Gemeinde Balderschwang aktiv. In Zusammenarbeit mit dem Forstbetrieb Sonthofen des Unternehmens Bayerische Staatsforsten und mit der Fachstelle Schutzwaldmanagement des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten werden von den ehrenamtlichen Helfern Weißtannen gepflanzt, vor Verbiss geschützt und im Bestand gefördert, um ihren Anteil in den Wäldern zu erhöhen. Daneben sensibilisiert der Einsatz die Freiwilligen für eine nachhaltige Lebensweise in ihrem Alltag.

Unter der Anleitung der Fachleute vom Bergwaldprojekt e.V. und unter der Regie der Staatsforsten-Revierleiter Hubert Heinl und Rainer Ruf vom Forstbetrieb Sonthofen sowie Anton Specht von der Fachstelle Schutzwaldmanagement Allgäu des AELF Kempten werden die Freiwilligen in den drei Einsatzwochen auf verschiedenen Flächen Weißtannen und Eiben pflanzen, sowie junge Tannen mit Einzelschutzmaßnahmen gegen Wildverbiss schützen. Zudem wird mit Pflegearbeiten auch in bestehenden Beständen die Weißtanne gefördert. Ziel der Arbeiten ist, auf den Flächen ein für Hochwasser- und Lawinenschutz optimalen Nadelholzanteil – mit möglichst viel Weißtannen - von 60% zu erreichen.

In der zweiten Einsatzwoche sind auch zehn Kinder zwischen acht und zwölf Jahren mit dabei. Während die Erwachsenen im Wald arbeiten, verbringen die Kinder die Woche in der Gruppe mit altersgerechten Angeboten zu Natur- und Nachhaltigkeitsthemen. Betreut von einer Naturpädagogin beschäftigen sich die Kinder beispielsweise mit Fährten und Spuren lesen, Sinneswahrnehmung und dem Kochen und Backen am offenen Feuer.

„Bei ihrer Arbeit im Wald lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Lebensraum Bergwald und dessen wichtige Schutzfunktionen hautnah kennen und leisten mit ihrem Einsatz einen persönlichen Beitrag zu dessen Erhalt. Dabei wird auch der Nachhaltigkeitsgedanke vermittelt, der den Bayerischen Staatsforsten seit jeher ein wichtiges Anliegen ist.“ (Jann Oetting, Leiter des Forstbetriebs Sonthofen)

„Wenn sich Menschen freiwillig arbeitend für den Wald engagieren, intensiviert dies ihre Verbundenheit zur Natur. Die Eindrücke und Erfahrungen aus unseren Projektwochen bestärken sie darin, auch den eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. Sie beteiligen sich damit aktiv am notwendigen Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft.“ (Peter Naumann, Projektleiter Bergwaldprojekt e.V.)

Neben der praktischen Arbeit ist wie bei allen Projektwochen ein gemeinsamer Exkursionsnachmittag vorgesehen, um die vielfältigen Aspekte des Projektgebietes und dessen Bedeutung für Mensch und Natur zu beleuchten. Untergebracht ist die Gruppe in abgelegenen einfachen Hütten. Eigene Köchinnen kümmern sich mit vegetarischer Vollwertkost - mit möglichst regionalen und saisonalen Zutaten - um die Verpflegung der Gruppe.

Bergwaldprojekt e.V.

Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg organisiert deutschlandweit Freiwilligen-Wochen mit jährlich mehr als 3.000 TeilnehmerInnen und über 140 Projektwochen an mehr als 70 Einsatzorten in Deutschland. Schwerpunkte der Arbeiten sind neben Waldumbau und -Pflege auch Biotop- und Artenschutz sowie Moorwiedervernässungen.

Ziele der Arbeitseinsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den TeilnehmerInnen die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden.

HINWEIS AN REDAKTIONEN: Sie sind herzlich eingeladen, sich selbst einen Eindruck von den Arbeiten vor Ort zu machen. Vereinbaren Sie dazu bitte mit dem Projektleiter einen Termin.

Pressekontakt

Forstbetrieb Sonthofen, Bayerische Staatsforsten

Forstbetriebsleiter, Jann Oetting

Telefon: 08321 6637-0

E-Mail: info-sonthofen@baysf.de

Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten (Allgäu)

Fachstelle Schutzwaldmanagement Allgäu, Anton Specht

Tel.:  0831 52613-2032 | mobil: 0170 2212219

E-Mail: poststelle@aelf-ke.bayern.de

Bergwaldprojekt e.V.

Pressesprecher und Projektleiter 1. Woche, Peter Naumann

Tel.: 0831-512 7635 | mobil: 0171 2072265

E-Mail: pn@bergwaldprojekt.de

Bergwaldprojekt e.V.

Projektleiter 2. + 3. Woche, Dominik Kopf

mobil: 0178 3480580

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news-2572 Thu, 12 Aug 2021 07:49:57 +0200 Nachwuchs beim Forst https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/nachwuchs-beim-forst-2.html Forstwirt-Azubi aus Fichtelberg schließen ihre Ausbildung erfolgreich ab

12. August 2021, Fichtelberg – Drei junge Männer beenden am Forstbetrieb Fichtelberg ihre Ausbildung zum Forstwirt mit einer erfolgreichen Abschlussprüfung. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde erhielten sie ihre Zeugnisse.

Julian Brandner aus Arzberg, Simon Franz aus Weidenberg und Christian Schneider aus Waldershof haben es geschafft. Erfolgreich haben sie am Ende ihrer Ausbildung zum Forstwirt bei den Bayerischen Staatsforsten die Abschlussprüfung abgelegt. Julian Brandner war dabei sogar der zweitbeste Kandidat in ganz Bayern. Corona-bedingt fand am Ausbildungszentrum in Kelheim keine feierliche Freisprechungsfeier statt. Stattdessen konnte ihnen Winfried Pfahler, Leiter ihres heimatlichen Forstbetriebs Fichtelberg, die Abschlusszeugnisse und die Prüfungsurkunde überreichen.

„Sie als junge Forstwirte gestalten mit uns den Wald der Zukunft“ verdeutlichte Winfried Pfahler. „Denn mit Ihrer Unterstützung machen wir den Wald fit für den Klimawandel. Dafür brauchen wir auch weiterhin gut ausgebildete Mitarbeiter.

Für den Beruf „Forstwirt/in“ bilden die Bayerischen Staatsforsten an 23 Standorten in ganz Bayern aus. Und eben auch am Forstbetrieb in Fichtelberg. Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet überwiegend am Heimatforstbetrieb statt. Zusätzlich besuchen die Auszubildenden in dieser Zeit überbetriebliche Lehrgänge an den Stützpunkten des Forstlichen Bildungszentrums der Bayerischen Staatsforsten in Nürnberg oder Ruhpolding. Der Berufsschulunterricht findet an der Berufsschule in Neunburg vorm Wald statt.

„Auch zum nächsten Ausbildungsbeginn im September 2022 werden wir wieder Ausbildungsplätze für zukünftige Forstwirte anbieten“ verspricht Winfried Pfahler. „Die ersten Interessenten haben sich schon auf der Karriere Homepage der Bayerischen Staatsforsten informiert.“

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news-2571 Wed, 11 Aug 2021 11:02:58 +0200 Revierleiter Andreas Balling offiziell verabschiedet https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/revierleiter-andreas-balling-offiziell-verabschiedet.html 35 Jahre Einsatz für stabile Wälder – Andreas Balling, Revierleiter Schmerb, tritt in den Ruhestand

11.08.2021, Ebrach - Der langjährige Revierleiter des Forstreviers Schmerb, Andreas Balling, wurde vergangenen Freitag von seinen Kollegen des Forstbetriebs Ebrach verabschiedet. Balling hatte seit 1986 die Verantwortung für die Staatswälder um Schmerb, seine aktive Dienstzeit in Schmerb endet nun nach 35 Jahren.

Nach abgeschlossener Schreinerlehre führten das Forststudium in Weihenstephan und weitere Laufbahnen für den Staatsdienst den jungen Andreas Balling zur Urproduktion des Rohstoffes Holz in die Wälder.

Die Forstbetriebsleiterin Barbara Ernwein dankte Andreas Balling für seine lange Dienstzeit, zuerst bei der Forstverwaltung und mit Gründung der Staatsforsten 2005 dann beim Forstbetrieb Ebrach.

Der Waldnatur- und Artenschutz und die naturgemäße Forstwirtschaft am damaligen Forstamt Ebrach waren mit ein Beweggrund des gebürtigen Würzburgers für seine Bewerbung nach Ebrach. Sein Augenmerk galt ebenso dem Aufbau und der Pflege von stabilen und baumartenreichen Mischwäldern. Mit großem persönlichen Engagement und seiner Fachkenntnis hat er die Waldbilder geprägt und gut entwickelt. Auch mit einigen lokalen Stürmen leidgeplagt setzte Andreas Balling schon früh auf den Waldumbau. Er förderte Mischbaumarten und brachte schon Tanne mit ein. So gibt es auch heute in Zeiten des Klimawandels Optionen für die Zukunft Wald um Schmerb.

Stellvertretend für die Waldarbeiterschaft lobten die örtlichen Personalräte Frank Binder und Edwin Bäuerlein die gute Ausbildung, die neben den Forstwirten auch angehende Förster bei Andreas Balling durchliefen.

Der nahtlose Übergang mit Jonathan Schäfer als neuen Verantwortlichen für das Forstrevier Schmerb ist hier schon gelungen. Mit Schäfer kommt für die Ebracher Forstleute kein Unbekannter. Der gebürtige Spessarter war bereits nach seiner Schulzeit als Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres am Forstbetrieb Ebrach. Umso schöner, dass er Ebrach und sein integratives Bewirtschaftungskonzept in guter Erinnerung behalten hat. Nach seinem Studium an der FH Weihenstephan, der Anwärterzeit an der Forstschule Lohr und Stationen, z.B. beim Revier Schlüsselfeld des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bamberg kehrt er nun zurück in den Steigerwald. Gerade die Vielfalt und einmalige Lage des Reviers, darauf freut er sich am meisten. 

Das Revier Schmerb ist eines von neun am Forstbetrieb Ebrach. 

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news-2567 Mon, 09 Aug 2021 10:21:50 +0200 62 Auszubildende der Bayerischen Staatsforsten schließen erfolgreich ihre Forstwirtsausbildung ab https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/62-auszubildende-der-bayerischen-staatsforsten-schliessen-erfolgreich-ihre-forstwirtsausbildung-ab.html Geschafft! Ende Juli 2021 haben 62 Forstwirtsauszubildende der Bayerischen Staatsforsten in der praktischen Abschlussprüfung an der Bayerischen Waldbauernschule in Kelheim erfolgreich unter Beweis gestellt, was sie während ihrer Ausbildung gelernt haben. 

Traditionell bildet die Freisprechungsfeier, bei der alle erfolgreichen Prüfungsteilnehmerinnen und Prüfungsteilnehmer aus ganz Bayern ihr Zeugnis und Ihren Gesellenbrief erhalten, den festlichen Abschluss der Ausbildung.  Während der Corona-Pandemie ist jedoch die Durchführung einer so großen Feierlichkeit – mittlerweile legen jedes Jahr mehr als 100 Auszubildende zum Forstwirt und zur Forstwirtin die Abschussprüfung ab – leider nicht möglich. So wurden nun stellvertretend für ihre Mit-Absolventen die jeweils drei besten Prüfungsteilnehmer des diesjährigen Jahrgangs sowie von 2020 in einer kleinen Feierstunde an der Bayerischen Waldbauernschule geehrt.

Fünf der sechs Prüfungsbesten haben bei den Bayerischen Staatsforsten den Beruf des Forstwirts gelernt. „Es war eine super Ausbildung am Forstbetrieb Bodenmais, ich habe mich immer wohlgefühlt“, so Tobias Späth, Prüfungsbester 2021 und frischgebackener Forstwirt.

Die Bayerischen Staatsforsten bieten an mittlerweile 23 Standorten in ganz Bayern die Ausbildung zum/zur Forstwirt/in an. „Wir freuen uns, über 60 Auszubildenden pro Jahr die Chance bieten zu können, den Beruf Forstwirt:in erlernen zu können“, freut sich Lukas Weidl, Teilbereichsleiter Personalentwicklung, Aus- und Fortbildung. Und die Chancen für eine Übernahme nach der Ausbildung sind auch gut: ein Großteil der frischgebackenen Forstwirte erhalten nach der Ausbildung einen Anschlussvertrag bei den Bayerischen Staatsforsten.

Herzlichen Glückwunsch an alle Prüfungsabsolventen!

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news-2570 Sat, 07 Aug 2021 14:33:00 +0200 Feuchtbiotope im Staatswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/feuchtbiotope-im-staatswald.html 07. August 2021, Forchheim - Der Bayerische Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, Thorsten Glauber, begutachtet verschiedene Feuchtbiotope im Staatswald „Untere Mark“.

Eine der drei Nachhaltigkeitssäulen der Bayerischen Staatsforsten ist der integrative Natur- und Artenschutz auf der ganzen Staatswaldfläche. Neben der Anreicherung der Waldbestände mit vielen verschiedenen Baumarten oder dem Belassen von Totholz werden Biotopbäume gefördert, Blühwiesen gepflegt oder Feuchtbiotope neu angelegt.

Feuchtbiotope werden in der Unteren Mark bei Forchheim seit 15 Jahren konsequent gefördert. Wie der Leiter des Forstreviers Oesdorf, Erich Daum, erläuterte, erhöht er dort die biologische Gewässervielfalt im Staatswald durch ein ganzes Bündel an Maßnahmen. „In der ganzen Unteren Mark wurden über die vergangenen Jahre immer wieder größere und kleinere Tümpel neu geschaffen, historische Entwässerungsgräben verschlossen und ehemalige Karpfenteiche in naturbelassene Feuchtbiotope umgewandelt.“

Die durchgeführten Maßnahmen demonstrierte er dem Bayerischen Umweltminister, Thorsten Glauber, am heutigen Samstag an verschiedenen Stellen seines Forstreviers. Am Beispiel des ehemaligen Weihers in der Abteilung "Hohe Wurzel“ zeigte er, dass der Eingriff mit einem Bagger vor zwei Jahren kaum mehr erkennbar ist. Die Umgestaltung des einstigen Karpfenteichs in das jetzige Paradies für Libellen und Frösche mit Rohrkolben und Krebsscheren – ohne Einbringung neuer Pflanzen - kann man nur noch erahnen. „Die Natur hat sich diesen Teich ja rasend schnell zurückerobert“, war auch Staatsminister Glauber sichtlich erstaunt.

Der Leiter des Forstbetriebs Forchheim, Stephan Keilholz, unterstrich am Hochwurzelweiher die Bedeutung der Wiedervernässungsmaßnahmen. „In diesem Jahr werden am Forstbetrieb Forchheim mit Fördermitteln der Forstverwaltung neun neue Feuchtbiotope geschaffen, ein überregional bedeutsamer Amphibienteich entschlammt und etliche frühere Entwässerungsgräben im Wald wiederverfüllt. Dabei sollen die Feuchtbiotope so vernetzt werden, dass sich daran gebundene Tierarten wie Amphibien oder Libellen auf der gesamten Staatswaldfläche ausbreiten können. Hier im FFH-Gebiet „Untere Mark“ profitiert davon insbesondere der Kammmolch, die hier besonders geschützte Amphibienart.“

Wie sich eine Verfüllung historisch angelegter Gräben auswirkt, konnte Erich Daum gleich unterhalb des Hochwurzelteiches demonstrieren. Dort wo das Wasser bisher durch den Graben rasch abfloss, strömt es nun breit durch den Eichenbestand. Mit Blick auf den letzten Gewitterregen verspricht Erich Daum mit den Maßnahmen zur Abflussverzögerung nicht nachzulassen: „Auch der Gewittersturm vom vergangenen Donnerstag, bei dem in Wimmelbach einige Keller vollgelaufen sind, hat uns wieder gezeigt, dass wir noch weiter versuchen müssen, das Regenwasser möglichst lange im Staatswald zurückzuhalten.“

Diese Überzeugung teilt auch sein Sohn Johannes, der an diesem Tag mit einigen seiner Forstanwärterkolleg*innen und weiteren Forststudent*innen ein altes Grabensystem in der Abteilung „Neureuth“ mit Wiedehopfhauen und Schaufeln wiederverfüllte. Dies war an diesem Tag Schwerstarbeit, da in dem feuchten Wald Schwärme hungriger Stechfliegen nur mit ausgiebigem Auftragen vom Mückenspray davon abgehalten werden konnten, die jungen Forsteleven nicht vollständig auszusaugen. So dankte auch Staatsminister Glauber besonders den angehenden Försterinnen und Förstern für deren engagierten Einsatz in ihrer Freizeit.

Nach der letzten Station, einem vor fünf Jahren neu ausgebaggerten Feuchtbiotop in der Abteilung „Stegleinschlag“ zeigte sich schließlich Staatsminister Glauber von der Notwendigkeit der durchgeführten Renaturierungsmaßnahmen überzeugt: „Die gezeigten Maßnahmen tragen nicht nur dazu bei, die ökologische Vielfalt im Wald zu erhöhen, sondern dienen zugleich der Grundwasserneubildung und dem vorbeugenden Hochwasserschutz“.

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news-2566 Fri, 06 Aug 2021 11:04:17 +0200 Drei Zorro-Waisen in der Obhut der Bayerischen Staatsforsten https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/drei-zorro-waisen-in-der-obhut-der-bayerischen-staatsforsten.html 06. August 2021, Nordhalben - Die Bayerischen Staatsforsten wildern drei junge, mutterlose Gartenschläfer wieder aus, die im Staatswald von Revierleiter Christof Mörtlbauer gefunden und anschließend mühevoll von Carola Hebentanz gepflegt, betreut und auf ihre Freilassung vorbereitet wurden. In einem speziellen Kasten für Gartenschläfer werden sie ihre neue Heimat im Staatswald zwischen Nordhalben und Geroldsgrün finden.

Schon immer leben Gartenschläfer in Baumhöhlen und in den Hütten der Bayerischen Staatsforsten im Forstbetrieb Nordhalben und lassen sich dort auch nicht stören von Jägern, Forstwirten oder den zuständigen Revierförstern, welche die Hütten ebenfalls gelegentlich nutzen. Gartenschläfer sind Säugetiere, die zur Familie der Bilche gehören. Und trotz ihres Namens leben Gartenschläfer überwiegend im Wald.

Vor wenigen Wochen wurden drei Gartenschläfer-Junge im Umfeld einer Hütte von Revierförster Christof Mörtlbauer entdeckt, die sehr orientierungslos wirkten und ständig Laute (Quieken, Pfeifen) von sich gaben. Alles wies für den geschulten Förster darauf hin, dass diese Jungen ihre Mutter an einen „Räuber“, möglicherweise an einen Fuchs, verloren hatten und somit ohne Führung und Schutz waren.

Glücklicherweise ist Carola Hebentanz aus Wickendorf im Landkreis Kronach spezialisiert auf diesem Gebiet und hat bereits Erfahrung mit der Aufzucht und anschließenden Wiederauswilderung von Gartenschläfern. Daher wandte sich Förster Christof Mörtlbauer umgehend an sie und übergab die drei Waisen in ihre Obhut.

In ständigen Intervallen von 2-3 Stunden mussten nun die Gartenschläfer-Jungen gefüttert und auf Vollzähligkeit hin überprüft werden, da es in den Nächten vermehrt zu „Fluchtversuchen“ kam. Nach fast drei Wochen schlafloser Nächte ist es nun endlich soweit. Carola Hebentanz kann die Jungen zusammen mit Revierleiter Christof Mörtlbauer und Forstanwärter Erik Janhsen wieder in Ihren gewohnten Lebensraum im Staatswald entlassen. Die jungen Gartenschläfer werden mit Hilfe eines extra angefertigten Gartenschläferkastens (= eine Art Nistkasten) in der Nähe jener Hütte, wo sie gefunden wurden, wieder ausgesetzt. Des Weiteren werden sie in den kommenden Wochen noch von Herrn Mörtlbauer gefüttert, welcher in Hüttennähe extra eine kleine Futterstelle eingerichtet hat.

Gartenschläfer sind Allesfresser und ernähren sich vor allem von Insekten, Würmern, Schnecken und Eiern, aber auch Früchten, Samen und Knospen. Es gibt allerdings auch Zeiten, in denen sie überwiegend tierische Kost zu sich nehmen. Der Forstbetrieb Nordhalben hat aus diesem Grund vermehrt Blühflächen angelegt, um ein möglichst optimales Nahrungsangebot zu schaffen. Zusätzlich wurden in den Waldflächen des Forstbetriebs rund 200 Nistkästen für die Gartenschläfer aufgehängt, um Ihnen Brutplätze und Überwinterungsmöglichkeiten zu bieten.

Seinem Aussehen, besonders der schwarzen „Maske“ im Gesicht, verdankt der Gartenschläfer seinen Spitznamen „Zorro“. Er ist nachtaktiv und hält einen ausgedehnten Winterschlaf, von Oktober bis April. Diesen verbringt er bevorzugt in Baumhöhlen und Felsspalten, aber auch in Mauern, Höhlen und Gebäuden. Einmal aufgewacht, beginnt bereits die Paarungszeit, von Mai bis Juli. Etwa 20 Tage darauf werden zwischen 1 bis 9 Junge geboren.

Trotz ihrer guten Anpassungsfähigkeit, sind Gartenschläfer in vielen Ländern bereits ausgestorben oder vom Aussterben bedroht – und auch in Deutschland bereits aus vielen Regionen verschwunden. Die Gründe für diesen Rückgang sind bisher unbekannt. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft den Gartenschläfer als Art der „Vorwarnliste“ ein. In der Roten Liste der Säugetiere Deutschlands ist die Art als stark gefährdet eingestuft.

Aus diesen Gründen ist der Forstbetrieb Nordhalben besonders stolz, diese kleinen Nagetiere in seinen Biotopbäumen mit Naturhöhlen, in Waldhütten und Forsthäusern beherbergen zu dürfen. Denn sie sind ebenfalls ein Aushängeschild für eine naturnahe und v.a. naturverträgliche Forstwirtschaft. Ihr Vorkommen stellt ein Zeichen für einen artgerechten Lebensraum mit einem vielseitigen Nahrungsspektrum dar.

„Der Artenschutz hat hohe Priorität in unseren naturnah bewirtschafteten Staatswäldern. Für mich ist deshalb die Wiederauswilderung unserer drei kleinen „Zorros“ ein besonders schöner Tag in meinem Berufsleben“ stellte Revierleiter Christof Mörtlbauer zum Abschluss fest.

Ansprechpartner zum Thema Gartenschläfer, v.a. deren Schutz, ist in unserer Region Eckardt Kasch, Projektbetreuer „Spurensuche Gartenschläfer“ im Auftrag des BUND Naturschutz in Bayern e.V.

Infos und Kontakte befinden sich im Internet unter: www.gartenschlaefer.de

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news-2565 Thu, 05 Aug 2021 15:36:00 +0200 Bayerische Staatsforsten jagen in Zukunft bleifrei https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/bayerische-staatsforsten-jagen-in-zukunft-bleifrei.html 05. August 2021, Regensburg – Die Bayerischen Staatsforsten werden grundsätzlich ab 1. April 2022 auf der gesamten Staatswaldfläche Bayerns bleifreie Büchsenmunition in der Regiejagd verwenden. Das gilt für alle Beschäftigten, Jagdgäste und Begehungsscheininhaber im bayerischen Staatswald. Die Umstellung ist das Ergebnis der positiven Erfahrungen in ausgewählten Leuchtturmprojekten zum Greifvogelschutz sowie von Förstern und Jägern, die bereits seit Jahren ausschließlich bleifrei jagen.

„Die komplette Umstellung auf bleifreie Munition ist konsequent und ein wichtiges Signal für den Umwelt- und Gesundheitsschutz“, erklärt Forstministerin und Aufsichtsratsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten Michaela Kaniber. „Das Unternehmen wird damit seiner Vorbildfunktion bei der Bejagung der staatlichen Wälder gerecht. Das hilft nicht nur unseren heimischen Greifvögeln, sondern der gesamten Natur“, so die Ministerin weiter.

„Viele Förster und Jäger der Bayerischen Staatsforsten jagen bereits seit Jahren ausschließlich bleifrei“, so Reinhardt Neft, Jagdvorstand der Bayerischen Staatsforsten. „Aus einem groß angelegten Leuchtturmprojekt zum Schutz von See- und Steinadler sowie Bartgeier konnten wir zusätzlich viele positive Erfahrungen sammeln. Eine Umstellung auf die gesamte Staatswaldfläche Bayerns ist daher nur logisch und konsequent“, so Neft weiter. Ein im Jahr 2020 gestartetes Leuchtturmprojekt auf gut einem Drittel der Regiejagdfläche hat das Ziel, die Population der Großgreife in Bayern zu sichern und ihre Lebensgrundlage in deren Verbreitungsgebieten zu verbessern. Ein grundlegender Baustein des Projekts ist die bleifreie Jagd.

In Ausnahmefällen kann an einzelnen Forstbetrieben außerhalb des Leuchtturmprojekt-Gebiets eine Übergangsfrist für die komplette Umstellung auf bleifreie Büchsenmunition bis maximal 31. März 2023 eingeräumt werden.

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news-2564 Thu, 05 Aug 2021 14:48:23 +0200 Brüchige Felsen abgesichert: Verkehrssicherungsmaßnahme beugt Gefahren vor https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/bruechige-felsen-abgesichert-verkehrssicherungsmassnahme-beugt-gefahren-vor.html 05. August 2021, Dürrenwaid – Bei einem Ortstermin mit 1. Bürgermeister Stefan Münch stellte der Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten die kürzlich fertiggstellte, aufwändige Felssicherungsmaßnahme im Ortsbereich von Dürrenwaid vor. Der Stellvertretende Forstbetriebsleiter Gerhard Müller erläuterte, dass sich im Steilhang oberhalb der Staatsstraße und über dem beliebten „12 Apostel-Wanderweg“ große Felsbrocken befinden, die akut absturzgefährdet sind. DasWaldgrundstück gehört dem Freistaat Bayern und wird vom ForstbetriebNordhalben bewirtschaftet. „Wir zogen umgehend Bergsicherungs-Spezialisten zu Rate, die diese zerklüfteten Diabasfelsen genau analysieren sollten. Die Ingenieure stellten für uns ein Konzept auf, mit welchen Maßnahmen die Gefahren abgewendet werden können.“

Schnell wurde klar, dass man die gefährlichen Brocken, die mitten in dem sehr steilen Waldbestand verteilt sind und die zum Teil die Größe eines Kleinwagens haben, nicht beseitigen kann. Daher wurden massive Fangzäune geplant, die der Wucht solcher abrollenden Felsblöcke Stand halten können. Mit der Umsetzung der für Frankenwaldverhältnisse sehr ungewöhnlichen Maßnahmen wurden Spezialfirmen
betraut, die in anderen Regionen laufend solche Bauwerke errichten. „Sehr erfreulich war für uns, dass die Arbeiten sofort begonnen wurden und sehr zügig abgeschlossen werden konnten. Die wochenlange,  halbseitige Sperrung der anliegenden Staatsstraße mit Ampelbetrieb war für die täglich hier fahrenden Menschen sicherlich eine Belastung, aber immerhin schaffte es die Baufirma, die sehr intensiven Arbeiten ohne eine Vollsperrung zu erledigen“, teilte Müller mit. Es mussten massive Bohrfundamente in den Fels zementiert und die Zaunkonstruktion einer Schweizer Spezialfirma daran verankert werden. Es handelt sich um Pfosten und Netze aus hochfesten Spezialstählen, für die entsprechende Prüfzertifikate vorliegen. „Der Aufwand von etwa 100.000 Euro aus dem Budget der Bayerischen Staatsforsten ist hier sicherlich gut investiert, um für die Sicherheit der Menschen auf der Staatsstraße und auf dem 12-Apostel-Wanderweg zu sorgen“, meinte Stellvertretender Forstbetriebsleiter Gerhard Müller.

Er wies außerdem darauf hin, dass im Normalfall gesunde, geschlossene und stabil stehende Waldbestände an Steilhängen das Abrollen von Felsbrocken verhindern können. Deshalb werden oberhalb von Straßen und Ortschaften solche Bestände als sogenannte „Schutzwälder“ bezeichnet. Für ihre Bewirtschaftung gibt es im Waldgesetz eigene Regelungen, die dafür sorgen, dass sie immer gesund und möglichst lückenlos bestehen bleiben. Sie sollen möglichst aus mehreren unterschiedlichen Baumarten bestehen und es sollen sich alte und junge Bäume miteinander auf derselben Fläche durchmischen. Die hier bereits vorhandenen Ahornbäume sind ein idealer Bestandteil solcher Wälder. Im vorliegenden Fall haben aber leider Borkenkäfer und Sturmwürfe die alten Bäume so stark dezimiert, dass die Schutzwirkung jetzt nicht mehr voll gegeben ist. Sie wird sich mit dem weiteren Heranwachsen des schon vorhandenen, jungen Bestandes in einigen Jahren allmählich wieder einstellen.

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news-2569 Thu, 05 Aug 2021 14:16:00 +0200 Großer Bruterfolg: Acht junge Schwarzstörche im Staatswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/grosser-bruterfolg-acht-junge-schwarzstoerche-im-staatswald.html 05. August 2021, Ottobeuren – Förster und Vogelschützer freuen sich über ein erfolgreiches Schwarzstorchjahr: Auf zwei seit Jahren bekannten Schwarzstorchhorsten erproben derzeit acht junge Schwarzstörche ihre Flugkünste.  Das langjährige Kooperationsprojekts zwischen den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) und der AG Schwarzstorchschutz Allgäu im Landesbund für Vogelschutz (LBV) trägt damit heuer zum achten Mal in Folge Früchte. 

Der Bruterfolg kommt nicht von ungefähr. So wurde der seit Jahren erfolgreichste Horst im Staatswald des Forstbetriebs Ottobeuren 2015 durch Orkan Niklas schwer beschädigt. Die AG Schwarzstorchschutz Allgäu errichtete an gleicher Stelle einen Kunsthorst, der bereits im Folgejahr vom Storchenpaar angenommen wurde und seitdem jährliche Bruterfolge erbringt. „Die Störche haben sich heuer prächtig entwickelt“, so Harald Farkaschovsky, Schwarzstorchexperte des LBV. „Dies ist auch notwendig – steht doch die lange und kräftezehrende Reise in die Winterquartiere Westafrikas bevor“.  Farkaschovsky findet bei den Bayerischen Staatsforsten immer ein offenes Ohr für die Belange der Schwarzstörche. „Das Beispiel Schwarzstorch zeigt eindrücklich, dass sich bei Artenschutzprojekten mit konsequentem Schutz von naturschutzfachlich wertvollen Strukturen, schlichter Rücksichtnahme und etwas gutem Willen viel erreichen lässt“, erklärt Dr. Hermann S. Walter, Leiter des Forstbetriebs Ottobeuren. Der scheue Schwarzstorch nutzt die vielen Bäche und Feuchtbiotope im Staatswald als Jagdgebiet und findet in den abgelegenen Staatswäldern die geeigneten Horststandorte – gerne auf Weißtannen oder Waldkiefern. „Meine Sorge, dass der kalte und nasse Mai einen negativen Einfluss auf den Bruterfolg haben könnte, waren erfreulicherweise unbegründet“, so Walter. Der Förster freut sich sehr über den beachtlichen Zuwachs der Schwarzstörche. Zeigt doch gerade der langjährige stetige Bruterfolg im Staatswald, dass die naturnahe Forstwirtschaft den Schwarzstörchen hervorragende Brutvoraussetzungen bietet.

Der Forstbetrieb Ottobeuren

Der Forstbetrieb Ottobeuren ist einer von 41 Forstbetrieben der Bayerischen Staatsforsten und bewirtschaftet mit rund 50 Beschäftigten den Staatswald von der Schotterriedellandschaft über das Vorallgäu in die bewegte Allgäuer Jungmoränenlandschaft hinein. Nährstoffreiche Böden und reichlich Niederschläge erlauben den Bäumen herausragende Wuchsleistungen. Fichtendominierte Wälder werden sukzessive in standortgerechte Mischwälder mit Tanne, Buche und Edellaubbäumen umgebaut. Der Forstbetrieb setzt dabei auf eine naturnahe Forstwirtschaft mit einzelstammweiser Nutzung ohne Kahlschlag, erhöht den Totholzvorrat als elementares Strukturmerkmal für mehr Artenvielfalt im Wald, schützt dauerhaft Biotopbäume, setzt konsequent auf die natürliche Verjüngung unserer Wälder und schafft Raum für Erholungssuchende.

Mehr Informationen unter finden Sie auf der Homepage des Forstbetrieb Ottobeuren.

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news-2568 Thu, 05 Aug 2021 14:06:00 +0200 Nachwuchs im Staatswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/nachwuchs-im-staatswald.html 05. August 2021, Sonthofen – Auch im Jahr 2021 konnte in den Staatswäldern der Bayerischen Staatsforsten wieder eine positive Bilanz beim Nachwuchs der Schwarzstörche gezogen werden. Das Team der AG Schwarzstorchschutz Allgäu im Landesbund für Vogelschutz (LBV) unter der Leitung von Herrn Harald Farkaschovsky erfasste in dieser Saison insgesamt sieben Horste mit 18 Jungstörchen im Wald des Forstbetriebs Sonthofen.

„Der Schwarzstorch ist gekommen um zu bleiben“, berichtet Forstbetriebsleiter Jann Oetting. Seit mehreren Jahren zeigt die Kurve der Schwarzstorchpopulation in den Staatswalddistrikten des Forstbetriebs Sonthofen nach oben. „Verständlich“, ergänzt Oetting. Denn das wunderschöne Allgäu wirkt nicht nur auf Touristen anziehend. Die eng verzahnte Landschaft aus alten Wäldern, Mooren und Feuchtwiesen bietet Brutpaaren einen attraktiven Lebensraum und lädt ein zum Verweilen. „Der Dank dafür geht an meine Förster, Waldarbeiter und Unternehmer draußen vor Ort“, erläutert Oetting. Sie sind es, die tagtäglich unsere Wälder naturnah bewirtschaften und gestalten, sodass auch seltene Waldbewohner wie der Schwarzstorch ein Ort haben, an den sie jedes Jahr zurückkehren können.

„Das Konzept geht auf“, berichte Harald Farkaschovsky von der AG Schwarzstorchschutz Allgäu. „Mich persönlich freut es sehr, dass insbesondere die neuen Brutpaare alle Wälder der Bayerischen Staatsforsten gewählt haben und dort erfolgreich ihre Jungen großgezogen haben“. Unter hohem Zeitaufwand konnte Farkaschovsky zusammen mit seinem Team insgesamt sieben Schwarzstorchhorste mit 18 Jungstörchen in den Staatswalddistrikten des Forstbetriebs Sonthofen bestätigen. Dabei ist er auf ein paar Besonderheiten gestoßen, die auch für einen erfahrenen Artenschützer wie ihn nicht alltäglich sind. Freudestrahlend berichtet er von einem Horst mit einem beringten Partner. Die Auswertung des Ringcodes ergab, dass dieser vor drei Jahren von Carsten Rohde in einem benachbarten Waldstück beringt wurde (wir berichteten). Der junge Vogel ist nun in seine alte Heimat zurückgekehrt und erfreut sich dieses Jahr über drei prächtige Jungstörche.

Die AG Schwarzstorchschutz Allgäu und der Forstbetrieb Sonthofen blicken auf mehrere Jahre erfolgreicher und vertrauensvoller Zusammenarbeit zurück. Gemeinsam setzten sie in den vergangenen Jahren Projekte zum Wohl der heimischen Waldstörche um. Hier sprechen Oetting und Farkaschovsky aus einem Mund: „Das ist gelebter Artenschutz.“

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news-2563 Wed, 04 Aug 2021 15:42:16 +0200 7 Leute, 7 Wochen, 7 (Bundes-)Länder https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/7-leute-7-wochen-7-bundes-laender.html Forstreferendare aus NRW machen Station am Forstbetrieb Bodenmais

04. August 2021, Bodenmais - An das Studium der Forstwissenschaften an einer deutschen Universität schließt sich im Allgemeinen ein 2-jähriges Referendariat in einer Landesforstverwaltung/-Forstbetrieb an.

Die jeweiligen Referendarzahlen und Ausbildungspläne sind dabei natürlich länderspezifisch unterschiedlich – allen gemeinsam ist eine sogenannte „Reisezeit“, also ein Ausbildungsabschnitt, in dem die jungen Leute herumreisen und ihren „forstlichen Horizont“ erweitern – die Organisation erfolgt dabei je nachdem mehr oder weniger durch die Verwaltung oder auf „eigene Faust“.

Bei „Wald und Holz NRW“, also der Landesforstverwaltung Nordrhein-Westfalen gibt es aufgrund der insgesamt traditionell kleinen Referendarzahl eine solche frei organisierte Reisezeit. Und so haben die sieben Referendar/innen des aktuellen Jahrgangs für die sieben Wochen einen Reiseplan für tatsächlich sieben (Bundes-)Länder organisiert – Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen, Brandenburg, Berlin, Niedersachsen und als „Schmankerl“ die Steiermark. Dazu Sprecher Nils Kern: „Dass das „Heimatland“ NRW auch noch eine gewisse Rolle spielt, lassen wir bei den „drei Siebenern“ einfach mal außen vor!“

Eine Station in Bayern war dann der Forstbetrieb Bodenmais: Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl konnte die jungen Leute mit dem Jagdhornsignal „Begrüßung“ willkommen heißen und ihnen zunächst gemeinsam mit dem Stellvertretenden Betriebsleiter Markus Würstl einen Überblick über die Bayerische Staatsforsten AöR (BaySF) und den Forstbetrieb Bodenmais geben.

Anschließend ging es ins Revier Irlmoos: Revierleiter Martin Moll stellte seinen naturnahen Waldbau mit Schwerpunkt Naturverjüngung im Bergmischwald vor.

Der nächste Punkt war dann ein Maschineneinsatz: unter der Einsatzleitung von Forstwirtschaftsmeister Harald Neumann erntet im Revier Rusel ein Starkholz-Harvester vom Typ IMPEX T50 starke Bäume, indem er sie stehend aus der Naturverjüngung heraushebt. Kommentar: „Wow – das ist schon an der Grenze der Physik – aber damit werden die Jungbestände natürlich super schonend behandelt!“

Dritter und letzter Punkt: im Revier Rabenstein zeigte Revierleiter Sebastian Hofmann der Gruppe die letzten verbliebenen autochthonen, bis zu 200 Jahre alten Bergwaldbestände des Inneren Bayerischen Waldes. Und zum Abschluss durfte natürlich ein Besuch auf dem höchsten Gipfel des Bayerwaldes, dem 1.456 m hohen Arber, nicht fehlen – bei strahlendem Sonnenschein. Dazu Sebastian Hofmann: „Ihr müsst eine besondere Reisegruppe sein – denn rund 300 von 365 Tagen zeigt sich der Arber von seiner ungemütlichen Seite, mit Wind, Regen, Frost, Schnee – da habt Ihr richtig Glück gehabt!“

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news-2561 Tue, 03 Aug 2021 09:00:00 +0200 Zweite Gamswildzählung am Staatsforstbetrieb Berchtesgaden https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/zweite-gamswildzaehlung-am-staatsforstbetrieb-berchtesgaden.html 03. August 2021, Berchtesgaden – Die Bayerischen Staatsforsten haben ihr langfristig angelegtes Gamswild-Monitoring im Blockzählverfahren fortgesetzt. Zum zweiten Mal fand am gesamten Forstbetrieb Berchtesgaden eine standardisierte Gamswildzählung statt. Beginnend in der ersten Morgendämmerung wurden gemeinsam mit jagdlich geschulten Begleitern insgesamt 250 Gämsen gezählt.

Die erste Wiederholung des Zählverfahrens war ein großer Erfolg. Bei guten Witterungsbedingungen gingen erfahrene Berufsjäger und Förster des Forstbetriebs Berchtesgaden exakt an die 15 Beobachtungsstellen, von denen aus bereits im Vorjahr 167 Stück Gamswild gezählt wurden. Gemeinsam mit geladenen Gästen der zwei zuständigen Jagdbehörden aus Bad Reichenhall und Traunstein sowie prominenten Vertretern des Bayerischen Jagdverbands wurde das Gelände ab etwa 05:00 Uhr früh mit Ferngläsern bzw. Spektiven nach Gamswild abgesucht. Alle entdeckten Stücke wurde in standardisierte Zählblätter eingetragen.

Fachleute sind sich einig, dass die Höhe des Gamsbestandes in unseren Bergregionen nicht ermittelt werden kann. Das wiederholte Blockzählverfahren erlaubt lediglich den Einblick in einen kleinen Teil des gesamten Gamslebensraums. Und selbst in den einsehbaren Flächen können unmöglich alle vorhandenen Gämsen gezählt werden, da Bergwald und Latschen, aber auch Felsvorsprünge viele Stücke verbergen. Ziel ist die Dokumentation langfristiger Trends der Populationsentwicklung und Erfahrungen über die Raumnutzung des Gamswildes. Kurzfristige Aussagen sind nicht möglich, da die Zählergebnisse von Tag zu Tag schwanken, je nachdem wo sich die Tiere gerade aufhalten. Wind, Hitze oder Regen beeinflussen die Zählergebnisse ebenso wie allen möglichen Störungen, z. B. durch Hubschrauber, Adler oder Bergsteiger.

Gegenüber dem Vorjahr wurden dieses Jahr 83 Gämse mehr gezählt (das sind 50% mehr als 2020). Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Gamsbestand innerhalb eines Jahres in unserer Region um die Hälfte zugenommen hat, betont Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller. „Es ist jedoch ein untrügliches Zeichen dafür, dass im Verantwortungsbereich der Bayerischen Staatsforsten die Gamsbestände nicht rückläufig sind“ freut sich Müller. Dem stimmt auch Hans Berger, Kreisvorsitzender des Bayerischen Jagdverbands aus dem Berchtesgadener Land zu, der 2020 selbst 24 Gämsen zählte und dieses Jahr mit 45 Gämsen am gleichen Zählpunkt sehr positiv überrascht wurde. Er bestätigt: “Manche Gämse haben uns ohne Furcht aus der Nähe neugierig beobachtet. Die Jagd im Bereich der „Schlafenden Hexe“ wurde offensichtlich weiterhin zurückhaltend ausgeübt“.

Anerkennung und Dank sprachen auch andere Gäste der Gamswildzählung dem Team des Forstbetriebs Berchtesgaden aus. Reinhard Kurz-Hörterer von der Unteren Jagdbehörde Traunstein, der den Förster Georg Berger im Revier Inzell begleitete, schwärmte beispielsweise: „Die Teilnahme war für mich sehr aufschlussreich. Herr Berger hat uns bestens geführt, wir hatten reichlich Anblick. Zudem konnte ich von seinem umfassenden Wissen über die Wildart profitieren.“

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news-2559 Fri, 30 Jul 2021 11:39:00 +0200 Erster großer Regionalmarkt am Baumwipfelpfad Steigerwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/erster-grosser-regionalmarkt-am-baumwipfelpfad-steigerwald.html Markttreiben am Fuße des Turms

30. Juli 2021, Ebrach - Der Baumwipfelpfad Steigerwald lädt ein zum Ersten großen Regionalmarkt am 1. August von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr.

Manufakturen, kleine Gastronomiebetriebe und Kunsthandwerker präsentieren unseren Gästen an 30 Ständen regionale Köstlichkeiten und Produkte unter dem Motto „Aus der Region, für die Region!“  Von traditionellem Handwerk wie Korbflechten bis zu Design-Handtaschen aus Holz ist alles dabei. Von vegan bis deftig kann hier geschlemmt werden. Für unsere kleinen Gäste gibt es viele kreative Angebote und natürlich den 2021 neu eröffneten Kugelpfad.

Das Marktgelände beginnt bereits auf Höhe des Restaurants und erstreckt sich bis zum Kiosk am großen Waldspielplatz und dem Festplatz am Fuße des Turms. Zur Feier des Tages ist des Eintritt zum Baumwipfelpfad reduziert und um 15:00 Uhr startet die Falknerei „Pirschart“ wieder ihre Flugshow auf dem Turm.

Der Zutritt zum Regionalmarkt ist kostenlos. Bitte beachten Sie die Hygieneregeln und achten auf Abstand zueinander. Auf dem Marktgelände gilt FFP2-Maskenpflicht

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news-2558 Fri, 30 Jul 2021 09:21:11 +0200 Kultur und Geschichte trifft auf Natur: Der historische Gustav Freytag Brunnen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/kultur-und-geschichte-trifft-auf-natur-der-historische-gustav-freytag-brunnen.html 20. Juli 2021, Coburg - Anlässlich einer Feierstunde mit dem Rotary Club Coburg, Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha und den Bayerischen Staatsforsten (Forstbetrieb Coburg) wurde der restaurierte und historische Gustav Freytag Brunnen am 23. Juli eingeweiht.

Die Geschichte des Brunnens ist eng verbunden mit der Freundschaft des Autors und Journalisten Gustav Freytag mit dem Coburger Herzog Ernst dem Zweiten. Kurzweilig schilderte der ehemalige Direktor der Kunstsammlung der Veste Coburg Klaus Weschenfelder den anwesenden Gästen das bewegte Leben Freytags. Ergänzt wurden die Ausführungen durch den 3. Bürgermeister von Coburg Herrn T. Nowak, der aus den „Coburger Heimatgeschichten“ von Ernst Eckerlein vorlies.

Der Brunnen liegt in einem FFH-Gebiet unterhalb der Veste Coburg auf Staatsforstengrund. Dieser Bereich wird gänzlich der Natur überlassen (Klasse 1-Wald und Erlebniswald). Dennoch erfordern Maßnahmen zur Verkehrssicherung einen hohen Aufwand. Eine Hinweistafel des Forstbetriebs Coburg erläutert diese Zusammenhänge und Aktivitäten.

Die Sitzmöglichkeiten um den historischen Brunnen herum laden unter herrlicher Baumkulisse ein zur Ausruhen und Nachdenken und es darf auch mal mit Sehnsucht an die „alten Zeiten“ zurückerinnert werden.

Informationen zu Gustav Freytag gibt es unter;  www.gustavfreytag.de
Fotos und Videos zur Brunneneinweihung auch unter:  www.np-coburg.de 

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news-2562 Wed, 28 Jul 2021 15:32:00 +0200 Verbandsschweißprüfung im Schwarzacher Hochwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/verbandsschweisspruefung-im-schwarzacher-hochwald.html 28. Juli 2021, Bodenmais - Zum dritten Mal waren sie am Grandsberg im Schwarzacher Hochwald, einem größeren Staatswaldkomplex auf dem Kamm des Vorderen Bayerischen Waldes im Revier Kalteck des Forstbetriebs Bodenmais – die Vorstehhunde vom Jagdgebrauchshundeverein Niederbayern Rottal e.V.

Manfred Graßl, 1.Vorsitzender des Vereins, hatte erneut beim Forstbetrieb Bodenmais angefragt und wie die Jahre zuvor hatte der Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl zugestimmt: „Ich freue mich, dass wir euch Flächen im Revier Kalteck zur Verfügung stellen und auf diese Weise das Jagdhundewesen unterstützen können. Gerne begrüßen wir euch und eure vierbeinigen Jagdfährten hiermit recht herzlich im Forstbetrieb Bodenmais!“

Gesagt, getan – am Freitag wurden mit Unterstützung von Revierleiter Sebastian Krippl die Fährten gelegt – 1.000 bis 1.200 m durch „Dick und Dünn“, 3 Haken,1/4 Liter Schweiß – das führte bei den Fährtenlegern durchaus zu den ersten Schweiß-Ausbrüchen.

Nach einer verregneten Nacht konnte dann am Samstagmorgen Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl die vier Gespanne mit dem Jagdhornsignal „Begrüßung“ willkommen heißen und ihnen „Waidmannsheil und Suchenglück“ wünschen.

Und fast hätte es für alle geklappt – Tagessiegerin wurde die Kleine Münsterländer-Hündin Akela vom Murgbach mit ihrer Führerin Anna Kroner, gefolgt vom Kleinen Münsterländer Ero vom Arberwald mit Hermann Mühlbauer, und Deutsch Drahthaar Ondor vom Grafenwald mit Theo Margeth. Manuel Quadt mit seiner Weimaraner-Hündin Clara von der Grau erhielt leider 3 Abrufe und schied damit aus.

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news-2560 Wed, 28 Jul 2021 12:36:00 +0200 Große Anstrengungen für kleine Bäume https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/grosse-anstrengungen-fuer-kleine-baeume.html 28. Juli 2021, Sonthofen – Im Revier Kürnach-Süd des Forstbetriebs Sonthofen herrscht momentan viel Betrieb. Zahlreiche Arbeiter ziehen mit ihren Freischneidern durch den Wald. Forstbetriebsleiter Jann Oetting gibt Aufschluss: „Die im letzten Herbst gepflanzten Klimawald-Kulturen werden gepflegt“.  

Die gepflanzten Weißtannen und Lärchen im Eschacher und Kürnacher Wald sind erst zwischen 20 und 30 Zentimeter groß und stecken quasi noch in den Kinderschuhen. Aber in einigen Jahrzehnten sollen sie zu stattlichen Bäumen herangewachsen sein – so der Plan. Doch aller Anfang ist schwer und die kleinen Bäume benötigen besondere Unterstützung. Initiiert durch die Bayerische Staatsregierung wurden die Bäume im Rahmen des Projektes „Klimawald“ gepflanzt. Im gesamten Bayerischen Staatswald werden zur Bewältigung des Klimawandels jedes Jahr eine Million Bäume zusätzlich gepflanzt, um den Waldumbau schneller voran zu treiben.

Auch am Forstbetrieb Sonthofen wurden letzten Herbst und in diesem Frühjahr 10 Hektar Klimawald-Kulturen gepflanzt - zusätzlich zum jährlichen Pflanzpensum von knapp 58 Hektar.

„Die Pflanzen wurden von unseren Forstwirten hauptsächlich in von Wind und Schneebruch stark gebeutelten Flächen eingebracht. Auf diesen Flächen herrscht teilweise Freiflächenklima, viel Licht dringt auf den Boden. Dadurch wachsen Brombeeren sowie Farne üppig“, erklärt der zuständige Revierleiter Simon Lipp.

Vor allem die Brombeere macht den jungen Pflanzen zu schaffen. Ein dichter Teppich legt sich mit der Zeit auf die kleinen Pflanzen, drückt sie zu Boden, raubt ihnen Nährstoffe und vor allem Licht. Um die gepflanzten Bäume zu fördern, werden sie punktuell freigeschnitten. So bekommen sie wieder Licht und können gut wachsen.

Eine zeitaufwändige Arbeit, bei der besonders behutsam vorgegangen werden muss, da die kleinen Bäume nur schwer im Dickicht zu erkennen sind. Ohne das Freischneiden gehen die Pflanzen mit der Zeit meist ein und der Waldumbau kann nicht vorangetrieben werden. Aber:  „Unsere jetzigen Anstrengungen werden sich in einigen Jahren auszahlen“, sind sich Forstbetriebsleiter Oetting und Revierleiter Lipp sicher.

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news-2557 Wed, 28 Jul 2021 09:58:26 +0200 Wald erleben und verstehen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wald-erleben-und-verstehen.html Neuer Walderlebnispfad eröffnet Die Bayerischen Staatsforsten und die Bayerische Forstverwaltung haben an der Gaststätte Waldhütte (Gemeinde Eckersdorf) den Walderlebnispfad Waldhütte offiziell der Öffentlichkeit übergeben. Er soll Groß und Klein, Wanderer, Familien, Schulklassen, Kindergruppen und an Wald und Natur Interessierte in den Wald einladen. Der Walderlebnispfad bietet auf 2,5 km Länge Informationen zum Waldverstehen, Attraktionen zum Walderleben, Ruheplätze zum Waldgenießen und Spiele zum Waldentdecken.    

Ein fröhliches Rufen von Schülerinnen und Schülern dringt durch das Blätterdach des Waldes im Forstrevier Waldhütte der Bayerischen Staatsforsten. Das sind die ersten offiziellen Waldführungen mit der Försterin und dem Förster auf dem neuen Walderlebnispfad, der direkt gegenüber der Gaststätte Waldhütte beginnt. Zwei Holzskulpturen der Künstlerin Judith Franke am Eingang zum Walderlebnispfad spannen einen künstlerischen Bogen zwischen dem wunderbaren Rohstoff Holz, Kunstwerken aus Holz, den Menschen sowie Natur und Technik. Die Kunstwerke empfangen auch die Gäste, die zur Eröffnung des Walderlebnispfades gekommen sind.    

Fritz Maier, Leiter des Forstbetriebs Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten und Georg Dumpert, Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bayreuth-Münchberg, können etwa 50 Gäste am Grünen Klassenzimmer begrüßen, die sich im vorgeschriebenen Sicherheitsabstand an diesem Holzpavillon verteilen. „Wir freuen uns, dass wir nach der Sanierung der Gebäude und der Wiedereröffnung der Gaststätte Waldhütte im Jahre 2016 mit dem Walderlebnispfad den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Bayreuth und der Landkreise Bayreuth und Kulmbach einen neuen Anziehungspunkt zur Verfügung stellen können. Unsere Försterinnen Sabine Andersen und Maike Adam haben zusammen mit Büroleiter Egbert Geiger Ideen entwickelt, Konzepte geschrieben und den Walderlebnispfad zusammen mit vielen tollen Handwerksfirmen, Künstlern und Planern gebaut. Ein Gemeinschaftswerk der Bayerischen Staatsforsten und der Bayerischen Forstverwaltung mit vielen kreativen und engagierten Beteiligten“ betont Fritz Maier bei der Eröffnung. „Da es sich um ein Bildungs- und  Erlebnisprojekt für alle Menschen handelt, dessen Planung und Bau über die  eigentlichen Aufgaben der Bayerischen Staatsforsten hinausgeht, fördert die  Bayerische Forstverwaltung die Gesamtkosten von etwa 175.000 EURO mit 90%“  erläutert Georg Dumpert, der unter den Gästen Landrat Florian Wiedemann,  Bürgermeister Andreas Zippel (Stadt Bayreuth) und Manfred Präcklein  (Eckersdorf), Bürgermeister/in Simone Kirschner, Jürgen Weigl (Heinersreuth),  Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer, Martin Schöffel ( Beiratsvorsitzender  der Bayerischen Staatsforsten), Vorstand Reinhardt Neft (Bayerische  Staatsforsten) und Ministerialrat Sören Timm (Staatsministerium Ernährung,  Landwirtschaft und Forsten) herzlich willkommen heißt. 

Auf rund 2,5 km Länge werden an 11 Stationen den Besuchern Informationen zum Waldverstehen, Attraktionen zum Walderleben, Ruheplätze zum Waldgenießen und Spiele zum Waldentdecken zur Verfügung gestellt. Die Stationen „Grünes Klassenzimmer, „Niederseilgarten“, „Wald und Gesundheit“ sowie „Klimawald“ werden im Rahmen der Eröffnung auf kurzen Wanderungen in Augenschein genommen. 

Die Forstliche Bildungsarbeit als wichtige Aufgabe der Bayerischen Forstverwaltung betont Ministerialrat Sören Timm an der Station Wald und Gesundheit. „Vor allem unsere Kinder als die Gestalter der Welt von morgen sollen den Wald als wichtige Lebensgrundlage kennenlernen, gleichermaßen als Lebensraum und als Lieferant des ökologisch vorbildlichen Rohstoffs Holz.  Walderlebnispfade vervollständigen diesen Ansatz auf hervorragende Weise“.   

Martin Schöffel, der Vorsitzende des Beirats der Bayerischen Staatsforsten erläutert vor den geladenen Gästen: “Mir ist wichtig, dass die Bevölkerung mehr erfährt über die Kohlenstoffbindung des bewirtschafteten Waldes, über die Anstrengungen zum Waldschutz und die hohe Artenvielfalt. Im gesamten Staatswald werden deswegen Blühflächen und Biotope angelegt, Totholzbäume und Moore gepflegt, um die Biodiversität zu steigern. Die Bayerischen Staatsforsten setzten sich außerdem mit ihren Revierleiterinnen und Revierleitern tagtäglich für eine nachhaltige Bewirtschaftung ein und unternehmen enorme Anstrengungen, um unsere Wälder für die nächsten Generationen zu erhalten“.

„Der Klimawandel stellt auch unsere Wälder vor neue Herausforderungen“, betont Vorstand Reinhard Neft von den Bayerischen Staatsforsten am Holz-Infopavillon zum Abschluss der Veranstaltung. „Der Wald ist in Bayern in allen Regionen landschaftsprägend und wesentlicher Bestandteil einer nachhaltigen Daseinsfürsorge. Geänderte Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger, die hohe Bedeutung des Natur- und Artenschutzes und die Vorsorge für die Folgen des Klimawandels erfordern gezielte Maßnahmen zur Erhaltung des Waldes mit all seinen Funktionen. Säen, Pflanzen und Pflege klimastabiler Mischwälder, Renaturierung von Mooren und Lebensräumen seltener Arten, Schutz des Waldes vor dem Borkenkäfer, Erhaltung der Wegeinfrastruktur sind nur einige der Aufgaben, die von den Bayerischen Staatsforsten mit ihren Försterinnen und Förstern geleistet werden“.   

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Forstbetrieb Nordhalben Nachrichten
news-2556 Tue, 27 Jul 2021 09:52:26 +0200 Klassenzimmer Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/klassenzimmer-wald.html Gefreeser Grundschüler lernen Waldtiere kennen (26.07.2021) Gefrees. – Grundschüler aus Gefrees erlebten den Wald in vielen Facetten bei einer gemeinsamen Waldführung von Förstern der Bayerischen Staatsforsten – Forstbetrieb Fichtelberg und der Forstverwaltung – Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Bayreuth-Münchberg.

„Das war cool!“ Mehr als 30 Schüler werden diesen Vormittag so schnell nicht vergessen. Die dritten Klassen der Grundschule Gefrees hatten in der letzten Schulwoche die besondere Gelegenheit, den Wald und seine Tiere ganz aus der Nähe zu erleben. Unter fachkundiger Begleitung wanderten die kleinen Naturentdecker zunächst zum Pausenberg bei Gefrees. Dort wartete auf sie dann ein waldpädagogisches Programm zu der heimischen Tierwelt. Nicht trockener Lernstoff, sondern das Erleben der Natur stand am Lehrplan.

„Die Kinder und ich haben uns schon seit Wochen auf die Waldführung gefreut“, verrät Klassenlehrerin Laura Starker. „Die Bäume haben wir bereits im Unterricht behandelt, deshalb sind die Tiere jetzt die perfekte Ergänzung.“

Im Wald schlüpften die Kinder zuerst selbst in die Rolle von typischen Waldbewohnern wie zum Beispiel Reh, Schwarzspecht oder Borkenkäfer, um danach die ökologischen Zusammenhänge zwischen den Arten zu erarbeiten. Bei einer anschließenden Spurensuche wurde deutlich, dass Tiere neben Fährten auch verschiedene andere Arten von Spuren hinterlassen. Zum Abschluss durften alle kreativ ihr Lieblingstier aus Waldmaterialien gestalten.

Geplant und durchgeführt wurde das Vormittagsprogramm von den Forstanwärtern Noah Argauer und Florian Schulte, die kurz vor ihrer Abschlussprüfung stehen. Wertvolle Tipps bekamen die beiden dabei von den erfahrenen Kollegen Hubertus Schmidt, Mitarbeiter beim Forstbetrieb Fichtelberg und von Ruth Mattheas, Waldpädagogik-Fachkraft beim AELF Bayreuth-Münchberg.

„Waldführungen sind für mich immer eine tolle Abwechslung zum Berufsalltag. Umso gewinnbringender, wenn wir dabei den Kindern eine Freude machen und die jungen Kollegen ausbilden können.“ betont Revierleiter Hubertus Schmidt.

Selbstverständlich wurde auch auf die aktuellen Corona-Regeln geachtet: Morgens hatten sich alle Beteiligten getestet, während der ganzen Veranstaltung wurde stets Abstand gehalten oder Masken getragen.

„Es ist sehr schön, dass wir jetzt wieder in der Waldpädagogik aktiv werden können. Das Ziel der bayerischen Forstverwaltung ist es; allen Grundschülern mindestens einen Waldbesuch zu ermöglichen,“ erklärt Ruth Mattheas, Försterin und Waldpädagogin.

Der Wald als Klassenzimmer bietet unschätzbare Möglichkeiten, Wissen hautnah zu vermitteln. Darin sind sich alle Beteiligten an diesem Tag einig.

Falls auch Sie Interesse an einer Waldführung haben - egal ob mit Ihrer Familie, Schulklasse oder Ihrem Verein – melden Sie sich bitte bei Ruth Mattheas (ruth.mattheas@aelf-bm.bayern.de). Waldführungen zu verschiedensten Themen finden regelmäßig statt, unter anderem am Waldhaus in Mehlmeisel.

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Forstbetrieb Fichtelberg Nachrichten
news-2555 Mon, 26 Jul 2021 07:55:30 +0200 Neue Mieter am Forstbetrieb Sonthofen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neue-mieter-am-forstbetrieb-sonthofen.html 23.07.2021, Sonthofen - Im Forstgarten der Bayerischen Staatsforsten in Sonthofen wurde Wohnraum für neue Mieter geschaffen: Es wird erwartet, dass mehrere Dutzend wohnungsuchende Insekten in den kommenden Monaten in den frisch errichteten Wohnkomplex einziehen werden. Mit dem sogenannten Insektenhotel wollen die Bayerischen Staatsforsten in Sonthofen ein Zeichen gegen das Insektensterben setzen.

„Unser Fokus ist ja eigentlich der Wald und dort ist die Lage erfreulich gut – zumindest im Vergleich zu allen anderen Lebensräumen. Trotzdem fördern wir dort bei möglichst vielen Gelegenheiten die Lebensgrundlagen der Insekten“, erklärt Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting. Überall kann etwas getan werden, auch im Dorf oder in der Stadt. Spätestens seit dem erfolgreichen Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ist die Problematik der breiten Öffentlichkeit bekannt.

„Auf Initiative unserer Mitarbeiter haben wir hier mitten in Sonthofen eine Blühfläche angelegt, die sich sehen lassen kann. Und jetzt haben unsere Lehrlinge auch ein Insektenhotel gebaut und aufgestellt“, so Oetting weiter. Meist mangelt es vielen Insekten nicht an der Nahrungsgrundlage, sondern am Wohnraum. Einem Rückzugsort an dem die kleinen Tierchen ungestört vermehren, entwickeln oder überwintern können. Beispiel Wildbienen: Sie haben keine Bienenbeute, wie man es von der Imkerei her kennt. Viele dieser Arten überwintern als Einzelgänger und nutzen als Rückzugsort alte, ausgeblühte und verdorrte Grashalme, in die sie sich über die Wintermonate einnisten. Gerade diese notwendigen Habitate werden in unserer intensiv genutzten Landschaft immer seltener.

„Unser neu errichtetes Insektenhotel bietet eine Vielzahl unterschiedlichster Strukturen“ erläutert Forstbetriebsleiter Jann Oetting. Das Hotel wurde von den Forstwirten des Forstbetriebs Sonthofen entworfen und gebaut. Es bietet Riss-, Spalten- und Lochquartiere, die verschiedensten Insektenarten das ganze Jahr über als Lebensraum dienen. Nochmal Oetting: „Wenn unsere Wildbret-Kunden zum Wildbretkaufen an den Forstbetrieb kommen, können sie Blühfläche und Hotel begutachten.“ Und mit einem Schmunzeln ergänzt er, „Wenn alles gut läuft, dann haben wir künftig im Forstgarten mehr Verkehr als in der Bahnhofstraße“.

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Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
news-2554 Wed, 21 Jul 2021 17:03:39 +0200 Freiwillige Helfer im Großen Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/freiwillige-helfer-im-grossen-wald.html 19.07.2021, Sonthofen - Zum wiederholten Mal reisten Mitglieder des Deutschen Alpenvereins aus ganz Deutschland zur Aktion Schutzwald in Gebirgsreviere der Bayerischen Staatsforsten vom Allgäu bis nach Berchtesgaden. Eine Gruppe mit sieben Teilnehmern unterstützte dabei Berufsjäger Ludwig Weiß im Revier Sonthofen-Ost zwischen Wertacher Hörnle und Grünten.

In der vergangenen Woche wurden mehrere Hochsitze gebaut und repariert. Die Jagd im Gebirge ist wegen des Geländes weitaus aufwändiger. Neben den oft langen Anmarschzeiten betrifft das sowohl den Bau von Jagdeinrichtungen als auch das Liefern des erlegten Wildes. „Die Regulierung der Wildbestände durch die Jagd ist ein essentieller Bestandteil auf dem Weg zu einem artenreichen und damit stabilen Bergwald“, erklärt Berufsjäger Ludwig Weiß den Teilnehmern. Er ist Berufsjäger der Bayerischen Staatsforsten am Forstbetrieb Sonthofen.

Oft werden bei diesen Aktionswochen auch Bäume gepflanzt oder Steige repariert, die zur Waldpflege notwendig sind. Der Zusammenhang zwischen Hochsitzbau und Schutz des Waldes muss einem Teil der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern also erst nähergebracht werden.

Der Forstbetriebsleiter von Sonthofen, Jann Oetting berichtet: „In dieser Woche lernen die Alpenvereinsmitglieder von unseren Förstern, Berufsjägern und Waldarbeitern sehr viel über die Zusammenhänge im Wald.“

Die Gruppe hat auch ihre Artenkenntnis vertiefen können: So wurden mit Berufsjäger Weiß beim Mähen von Wildwiesen mehrere heimische Orchideenarten bestimmt. Auch zahlreiche andere Blumen wie Arnika und Kuckuckslichtnelke erfreuten die Teilnehmer der Aktionswoche, die am Ende der Woche erschöpft aber mit dem guten Gefühl, dem Wald geholfen zu haben, abreisten.

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Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
news-2553 Tue, 20 Jul 2021 17:12:50 +0200 Alles für die Sicherheit https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/alles-fuer-die-sicherheit.html Forstbetrieb Fichtelberg fällt Bäume entlang der Staatsstraße im Steinachtal

20. Juli 2021, Fichtelberg – Zeitgleich mit den Asphaltierungsarbeiten auf der derzeit gesperrten Staatsstraße zwischen Weidenberg und Warmensteinach beseitigt der Forstbetrieb Fichtelberg verkehrsgefährdende Bäume entlang der Straße. Dadurch sind die Autofahrer auf dieser Strecke zukünftig sicherer unterwegs.

„Kann ich schneiden?“ quäkt es aus dem Funkgerät, das Robert Sieber in der Hand hält. Er ist Forstwirt bei den Bayerischen Staatsforsten und arbeitet in dieser Woche auf der Staatsstraße 2181 zwischen Weidenberg und Warmensteinach. Dort sorgt er gemeinsam mit seinen Kollegen für mehr Verkehrssicherheit im Steinachtal. Sein Gesprächspartner am Funkgerät ist Anton Pscherer. Dessen Holzerntemaschine fällt Bäume im Steilhang oberhalb dieser wichtigen Verbindungsstraße zwischen Weidenberg und Warmensteinach. Vielfach stehen hier Bäume, deren Stämme Faulstellen haben oder angebrochen sind. Bei Sturm oder unter Schneelast könnten die Fichten unverhofft abbrechen und auf die Straße stürzen. Damit stellen sie eine Gefahr für alle Autofahrer dar, die auf der Strecke unterwegs sind.

„Wir haben die Aktion mit dem Staatliche Bauamt abgestimmt, die im Augenblick die Fahrbahn auf dieser Strecke neu asphaltieren und sie deshalb sperren mussten“ erklärt Peter Schöffel, der zuständige Revierleiter beim Forstbetrieb Fichtelberg die Maßnahme. „Mit der zeitgleichen Holzfällung können wir eine zusätzliche Sperrung der vielbefahrenen Straße vermeiden.“

Alle Bäume, die sehr nahe an der Straße stehen oder die eine sichtbare Rindenverletzung haben, hat der Förster vorher mit Farbe markiert. Forstwirte der Bayerischen Staatsforsten unterstützen die Holzerntemaschine. Sie fällen die Bäume mit der Motorsäge, die außerhalb der Reichweite des Harvesterkrans stehen. Dann kann sie die Holzerntemaschine anschließend erreichen. So kann der Harvester die Bäume entasten und in handliche Abschnitte zerteilen. Ein achträdriger Rückezug sammelt die Holzstücke nachfolgend ein und transportiert sie zu einem Lagerplatz abseits der Hauptstraße.

„Du kannst weitermachen!“ antwortet Robert Sieber seinem Kommunikationspartner am Funkgerät, nachdem er sich überzeugt hat, dass sich niemand im Gefahrenbereich aufhält. Ein kurzes Aufheulen der Kettensäge, schon fällt der nächste, potentielle Gefahrenbaum. Auf diese Weise arbeitet sich das Team nach und nach an der Straße entlang. Voraussichtlich Ende dieser Woche ist die Fäll-Aktion abgeschlossen.

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news-2552 Thu, 15 Jul 2021 11:12:00 +0200 Waldspielplatz nun in Hand der Gemeinde https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldspielplatz-nun-in-hand-der-gemeinde.html 15. Juli 2021, Ebrach – Der ca. 3.000 m² große Waldspielplatz am Ortsrand von Ebrach, der am Waldeingang nahe der Felsenkellerstraße und der Wifostraße liegt, wurde am Donnerstag, den 15.07.21 mit Corona-bedingter Verspätung offiziell an die Gemeinde übergeben.

Schon seit den 80er Jahren befand sich auf dem heutigen Gelände der Bayerischen Staatsforsten ein Kinderspielplatz, der allerdings in die Jahre gekommen und restaurationsbedürftig war. Der neue Spielplatz wurde in Kooperation der Bayerischen Staatsforsten und der Marktgemeinde Ebrach bereits 2018 geplant und letztlich im Frühjahr 2020 fertiggestellt. „Hervorzuheben ist bei dem Projekt das Engagement der damaligen Revierleiterin Regina Bertram (Bayerische Staatsforsten) und dem Spielplatz-Ausschuss der Marktgemeinde, bestehend aus Detlef Panzer, Ralf Hofmann, Rainer Weber und Markus Spörlein“, so Betriebsleiterin Barbara Ernwein.

Bürgermeister Daniel Vinzens dankte dem Spielplatz-Ausschuss als Ideengeber und den Bayerischen Staatsforsten für die Umsetzung. Die Herstellungskosten von rund 45.000 Euro wurden durch Fördermittel des Freistaates Bayern mitfinanziert. Im Rahmen der „besonderen Gemeinwohlleistungen“ werden Projekte im bayerischen Staatswald gefördert, die den Erholungswert der Region steigern. Dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bamberg sei an dieser Stelle als zuständige Behörde für die Förderabwicklung gedankt.

Der Waldspielplatz am Lausbühl dient als Ausgangspunkt zahlreicher Wanderwege (z.B. Panoramaweg) und gilt als Treffpunkt für Touristen, aber auch für die Ebracher Familien. Die Besucher können sich auf zahlreiche Spielgeräte wie Schaukel und Spielturm freuen. Besonders beliebt ist sicherlich die Seilbahn. Eine Sitzgarnitur lädt zum Verweilen ein.

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news-2548 Wed, 14 Jul 2021 13:36:27 +0200 Regionalmarkt auf dem Baumwipfelpfad Steigerwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/regionalmarkt-am-steigerwald.html Am 1. August können Sie den Steigerwald erschmecken! Der Regionalmarkt am Baumwipfelpfad Steigerwald bietet den Besucher:innen die ganze Vielfalt kulinarischer Genüsse aus der Region: Obst, Beeren, Wein, Bier, Karpfen und Wild uvm. Die Vielfalt des Steigerwaldes ist auch in kulinarischer Hinsicht ein Erlebnis. Hier finden Sie alle Köstlichkeiten Frankens, in der Region angebaut oder produziert. Dazu bereichern ortsansässige Kunsthandwerker den Markt. 

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Baumwipfelpfads

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news-2547 Tue, 13 Jul 2021 10:19:00 +0200 Holunder: Mehr als Schutz vor Hexen und Blitzschlag https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/holunder-mehr-als-schutz-vor-hexen-und-blitzschlag.html 13. Juli 2021, Sonthofen - Um diese Jahreszeit kann man ihn wieder fast überall an Wegrändern oder auf Lichtungen im Wald blühen sehen: Den Holunder, ein Waldstauch mit vielen Fähigkeiten erlebt eine Renaissance im Allgäu. Als Hecke, Gebüsch, aber auch als kleiner Baum vorkommend, kann er mit einer Größe von bis zu sieben Meter imposante Ausmaße erreichen. Insbesondere, wenn er in voller Blüte steht, ist er eine wahre Augenweide.

Die aus unzähligen Einzelblüten bestehenden Schirmrispen bedecken fast die ganze Pflanze. „Die Blüten bilden eine wertvolle Nahrungsgrundlage für viele Insekten wie Schmetterlinge, Wildbienen und Schwebfliegen und die Beeren bereichern das Nahrungsangebot der Vögel. Am Waldrand ohnehin gerne von uns gesehen, wird er auch bei Pflegemaßnahmen in Kulturen und Jungbeständen wo immer möglich belassen. So fördern wir die Artenvielfalt“, beschreibt Revierleiter Markus König, warum er den Holunder gerne im Wald lässt. König pflegt für den Staatsforsten-Betrieb Sonthofen große Bereiche des Wirlinger Walds.

Man unterscheidet etwa zehn verschiedene Holunderarten. Am bekanntesten ist der „Schwarze Holunder“. Weil er bei der Standortwahl sehr anspruchslos ist, ist er im Allgäu eine der häufigsten Straucharten. Man findet ihn überall: Ob als Erstbesiedler offener Flächen oder im Halbschatten auf feuchten humosen Böden. Letztere liebt er besonders. Der Holunder ist wegen seiner Robustheit ein Überlebenskünstler. Zudem ist er extrem frosthart, hat bei Beschädigungen ein unglaubliches Regenerationsvermögen und treibt immer wieder aus.

Nochmal Förster Markus König: „Seine botanische Bezeichnung ´sambucus nigra` geht wohl auf ein harfenähnliches Instrument aus der Antike zurück. Das wurde aus Holunderholz hergestellt und ´Sambuche` genannt. ´nigra` weist auf die dunkelvioletten, fast schwarzen Beeren hin. Im Mittelalter war der Holunder eine Allrounder-Heilpflanze für kleinere Alltagsbeschwerden. Und weil er fast überall vorkam, wurde er auch als ´Apotheke des kleinen Mannes` bezeichnet. Auch Farbstoff für Haar und Leder konnten mit geringem Aufwand selbst hergestellt werden. Der Holunder wurde sogar so verehrt, dass erzählt wird, dass man beim Vorbeigehen den Hut zog oder einen Knicks machte und es angeblich Unglück brachte, wenn er einfach abgeholzt wurde. Im Hausgarten gepflanzt, schützte er vor Hexen, Feuer und Blitzschlag.“

Lange Zeit in Vergessenheit geraten, findet Holunder heute in vielen Bereichen der Naturheilkunde wieder Beachtung. Staatsforsten-Revierleiter Markus König beobachtet: „Viele Menschen besinnen sich auf traditionelle Heilmethoden und wollen dort, wo es möglich ist, mit Naturheilmitteln auskommen. Hier zeigt sich der Holunder als Multitalent: Fast alle Teile des Holunders können, richtig verwendet, Linderung bei verschiedensten Beschwerden liefern: Tees aus Rinde oder Blütenständen sind ein bewährtes Hausmittel gegen Erkältungen. Tees aus Blättern sollen Blasenleiden, Grippe oder Magenbeschwerden mildern helfen.“ Diese Wirkungen sind erwiesen. Bei schlimmen oder chronischen Beschwerden ersetzen sie aber den Arztbesuch nicht. Auch Holunderöl, gewonnen aus den Samen, findet in Pharmazie und Medizin Anwendung.

Auch in der traditionellen Küche fand und findet Holler Verwendung. Revierleiter Markus König vermutet: „Wahrscheinlich sehe ich deshalb wieder öfters Menschen, die die Blüten oder Beeren im Wald ernten, um die eine oder andere Leckerei zuzubereiten.“ Die Bitte des Försters: „Wie bei allen Pflanzen, die man im Wald sammelt, nur Blätter, Blüten oder Beeren pflücken. Auf keinen Fall ganze Äste abbrechen oder gar den Strauch abschneiden.“

Aus den Blüten werden Sirup gemacht oder Holderküchel gebacken. Aus den Beeren kann man Saft oder Gelee gewinnen und Liköre herstellen. Aber Vorsicht: Die Beeren sind leicht giftig und können Brechreiz hervorrufen. Deshalb sollten sie vor dem Verzehr oder der Weiterverarbeitung unbedingt aufgekocht werden. „Mit ein wenig Kenntnis um die Besonderheiten und Fähigkeiten, sieht man den Holunder nun vielleicht mit etwas anderen Augen und kann verstehen, warum er so geschätzt war. Und als Förster fühl ich mich im dunklen Wald doch gleich sicherer, wenn ich weiß, dass ein Holunder in der Nähe ist, der die Hexen vertreibt …“ schmunzelt Markus König.

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news-2546 Fri, 09 Jul 2021 15:50:00 +0200 Ein Gästebuch für den Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ein-gaestebuch-fuer-den-wald.html 09. Juli 2021, Ebrach - Wo kommt ihr her, was bewegt Euch? Die Attraktivität des Steigerwaldes als Wanderregion, Ausflugs- und Urlaubsziel nimmt weiter zu. Die Menschen kommen in den Steigerwald und nutzen die Möglichkeiten des sanften und naturverträglichen Tourismus, indem sie beispielsweise das Steigerwald-Zentrum, den Baumwipfelpfad oder den Zabelsteinturm besuchen, oder indem sie die Vielzahl an Wandermöglichkeiten, Themenwege und die Trekkingplätze nutzen. Für die Menschen der Region ist der Steigerwald ihre Heimat, sie schätzen diese und erfreuen sich ebenso der vielen Attraktionen, die in den letzten Jahren entstanden sind.

Dabei erlebt jeder Mensch, ob als Erwachsener oder als Kind, den Wald auf seine eigene einzigartige Weise. Manch einer lauscht den Vogelstimmen, Kinder sammeln Stöcke, Waldgenießer mögen Bäume umarmen.

Seid eingeladen und teilt uns mit: Schönes, Kritisches, Poetisches, Besinnliches, Besonderes, Fragen, Erlebtes, Ideen und Vorschläge oder vieles andere mehr können im Waldtagebuch aufgeschrieben werden. Möglicherweise kann der oder die eine gut zeichnen, dichten, fotografieren …!

Försterin Petra Diener im Revier Hundelshausen am Forstbetrieb Ebrach der Bayerischen Staatsforsten war die Ideengeberin für das Projekt Waldtagebuch. Rico Müller und Sandro Urlaub haben Kästen aus Holz zur Aufbewahrung im Rahmen ihrer Ausbildung zum Forstwirt gefertigt und aufgestellt.

Am Pfad der Artenvielfalt in der Gemeinde Rauhenebrach und am Biotopholzlehrpfad bzw. am Steigerwald-Panoramaweg am Zabelstein nähe Hundelshausen ist nun jeder Besucher eingeladen innezuhalten und für sich und andere seine Gedanken aufzuschreiben. Die Initiatoren des Projektes freuen sich über jeden ernstgemeinten Eintrag und wünschen sich, dass sich neue Gedanken, Anregungen und Ideen entwickeln mögen.

Die Waldtagebücher sind seit dem 7. Juli 2021 installiert und wurden mit dem ersten Eintrag durch die Leiterin des Forstbetriebs Ebrach, Frau Barbara Ernwein, die Försterin Frau Petra Diener, sowie die beiden Auszubildenden Rico Müller und Sandro Urlaub der Öffentlichkeit übergeben. Die Holzordner - in einer integrativen Einrichtung hergestellt - haben noch viele leere Papierseiten!

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news-2545 Wed, 07 Jul 2021 08:34:00 +0200 Aufräumen im Wald: Staatsforsten beheben Unwetterschäden um Illertissen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/aufraeumen-im-wald-staatsforsten-beheben-unwetterschaeden-um-illertissen.html 07. Juli 2021, Weißenhorn – Die Unwetter der letzten Tage haben Schäden im Stadtgebiet und in den Wäldern hinterlassen: Starke Windböen und Regen haben Bäume abgebrochen, umgeworfen und ausgespülte Gräben in den Schotterstraßen im Wald hinterlassen. Der örtlich zuständige Revierförster Wilfried Sommer vom Forstbetrieb Weißenhorn hat sich in den letzten Tagen einen Überblick im Wald verschafft: „Am Anfang steht immer eine Bestandsaufnahme der Schäden. Dazu müssen wir uns erst die Wege freischneiden, die häufig von Bäumen blockiert sind. Nun beginnt mit schwerem Gerät das Aufräumen auch abseits der Wege, um wieder Sicherheit herzustellen.“

Der Forstbetrieb Weißenhorn und der Bauhof der Stadt Illertissen weisen Waldbesucher darauf hin, dass die Nutzung von Wald- und Wanderwegen im Stadtgebiet von Illertissen und in umliegenden Wäldern für die Dauer der Arbeiten zeitweise nur eingeschränkt möglich sein wird. Aufgrund der massiven Sturmschäden konnten noch nicht alle Wege frei geräumt werden. Forstmann Sommer schätzt, dass die Aufräumarbeiten noch etwa 2 Wochen in Anspruch nehmen werden: „Die vom Wind verkeilten und angeschobenen Bäume sind sehr gefährlich, denn sie stehen unter Spannung und können auch jetzt noch spontan abbrechen. Gebrochene Äste und Wipfel hängen zum Teil unsichtbar in Baumkronen und können jederzeit herunterfallen. Vernünftig ist es, die geschädigten Wälder erstmal nicht zu betreten und Absperrungen auf jeden Fall zu beachten.“

Der Forstbetrieb Weißenhorn und der städtische Bauhof arbeiten bereits an der Beseitigung der Schäden. Dazu gehört es auch, die zum Teil stark ausgespülten Wege wieder in einen guten, sicheren Zustand zu versetzen. Wie der Forstbetrieb bestätigt, werden nach Abschluss der Sicherungsarbeiten vom Sturm geschädigte Wälder wieder mit klimastabilen Baumarten aufgeforstet: Diese sollen es Stürmen zukünftig deutlich schwerer machen, im Wald Unordnung und Schäden anzurichten.

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news-2544 Mon, 05 Jul 2021 08:24:00 +0200 Wo Rettungshunde des Arbeiter-Samariter-Bundes ausgebildet werden https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wo-rettungshunde-des-arbeiter-samariter-bundes-ausgebildet-werden.html 05. Juli 2021, Sonthofen - „Die Försterinnnen und Förster der Bayerischen Staatsforsten stehen der Arbeit von Rettungshundeteams sehr positiv gegenüber“, versichert Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting. „Deshalb stellen wir auch Trainingsgebiete für Flächensuchhunde zur Verfügung!“ Bei einem Ortstermin im Wirlinger Wald zeigten drei Rettungshundeteams des Arbeiter-Samariter-Bundes – jeweils bestehend aus einem Hund und einer Hundeführerin – ihr Können. Alle sind geprüft und gehen auf Einsätze.

Zunächst demonstrierten die Hundeführerinnen den Gehorsam ihrer Hunde während der Unterordnung. Dieser Gehorsam ist äußerst wichtig, weil der Hund während der Suche ohne Leine den Wald durchstöbern muss und dabei auf Wild treffen könnte. Auf keinen Fall darf sich der Hund zum Jagen verleiten lassen und muss, ähnlich wie bestimmte Jagdhunde, jeder Zeit abrufbar sein.

Bei einer exemplarischen Trainingssuche erhielt der Forstbetriebsleiter von den Hundeführerinnen viele Informationen sowohl über die Einsatztaktik als auch über den Einfluss der Windverhältnisse und der geographischen Gegebenheiten des Geländes auf die Vermisstensuche. Nach dem Fund der versteckten Person verglichen Jann Oetting und die Hundeführerinnen die Arbeit eines Jagdhundes mit der eines Rettungshundes. In beiden Fällen ist viel Zeit und Energie notwendig, um die Hunde auszubilden. 

„Da die Hunde die jeweiligen Übungsgebiete nur ganz selten besuchen dürfen, damit sie sich örtlich nicht erinnern, können wir die Übungen der Rettungshundestaffeln mit unseren betrieblichen und jagdlichen Aufgaben gut vereinen“, ist Forstbetriebsleiter Jann Oetting zuversichtlich. Im echten Einsatz kennen die Hunde das Gelände ja auch nicht. Die Vorführung nutzte Oetting, um die Besonderheiten des Wirlinger Walds mit seiner Vielfalt den Hundeführerinnen aufzuzeigen.
 
Zum Abschluss bedankten sich die Hundeführerinnen ganz herzlich bei den Förstern für die Bereitstellung der Trainingsgebiete im Staatswald. „Dadurch unterstützt der Forstbetrieb Sonthofen ganz maßgeblich die Ausbildung der Rettungshunde!“, so die drei Hundeführerinnen Dr. Susanne Betz, Karin Lang und Silke Hartmann.

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news-2543 Thu, 01 Jul 2021 16:18:34 +0200 Über 46 Jahre im Dienst des Forstes, Margit Neun verlässt den Forstbetrieb Hammelburg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ueber-46-jahre-im-dienst-des-forstes-margit-neun-verlaesst-den-forstbetrieb-hammelburg.html 29. Juni, 2021, Hammelburg – Am 01.11.1974 begann Margit Neun ihre berufliche Laufbahn bei der Bayerischen Staatsforstverwaltung am damaligen Forstamt Gräfendorf. Mit Ablauf des Monats Juni geht Frau Neun nun in den wohlverdienten Ruhestand.

Nach Ihrer Ausbildung zur Bürogehilfin trat die aus Höllrich stammende Margit Neun am 01.11.1974 mit bereits 17 Jahren in die Bayerische Staatsforstverwaltung ein und übernahm dabei eine Aufgabe als „Kanzleiangestellte“ am damaligen Forstamt Gräfendorf. Neben allen Kanzleitätigkeiten, wie Schreibarbeiten, Registratur, Telefondienst usw. wurde Frau Neun dann bald als Holzsachbearbeiterin eingesetzt und war dabei z.B. zuständig für die Fertigung von Holzrechnungen. Im Rahmen der Betriebsleitung und -ausführung des Forstamtes Gräfendorf für die Waldungen der Stiftung Juliusspitales Würzburg und des Adeligen Damenstiftes Waizenbach übernahm sie auch hier weitere Aufgaben. Neben dem Holzverkauf auch die bürotechnische Abwicklung der Jagdangelegenheiten.

Mit der Auflösung des Forstamtes Gräfendorf am 01.01.1995 wurde Frau Neun an das Forstamt Hammelburg versetzt, an welchem sie ihre Tätigkeiten fortführte und schwerpunktmäßig die Holzverkäufe für das Juliusspital und das Damenstift abwickelte. Mit persönlichen Engagement und Liebe füllte sie fortan auch die Stelle der „Hausdame“ aus. Am 01.07.2005 kam es zu einer größeren Reform der Bayerischen Staatsforstverwaltung aus welcher die Bayerischen Staatsforsten als Verwalter der Wälder des Freistaates Bayern hervorgegangen sind. Im Zuge dieser Reform wurde der Forstbetrieb Hammelburg gegründet, an dem Frau Neun weiterhin schwerpunktmäßig für das Juliusspital tätig war. Daneben war sie zuständig für die Jagdbuchhaltung der Bayerischen Staatsforsten und wurde auch im Immobilienbereich eingesetzt.

„Mit Frau Neun geht eine sehr zuverlässige, pflichtbewusste und kompetente Büroangestellte in den Ruhestand“, so Daniel Zippert Leiter des Forstbetriebes Hammelburg. „Wir werden sie sehr vermissen. Auch Horst Kolesch, Geschäftsbereichsleiter Landwirtschaft, Weinbau und Forsten beim Juliusspital Würzburg, ist voll des Lobes über die stets sehr gute Zusammenarbeit mit Frau Neun. „Frau Neun hat in ihrer fast 40-jährigen Tätigkeit für den Forstbetrieb des Juliusspitals immer zu unserer vollsten Zufriedenheit gewirkt. Im Namen des Juliusspitals bedanken wir uns bei Frau Neun für die sehr lange vertrauensvolle und sehr gute Zusammenarbeit und wünschen ihr in ihrem neuen Lebensabschnitt alles Gute.“

Diesem Wunsch schließen sich die Bayerischen Staatsforsten und die gesamte Belegschaft des Forstbetriebs Hammelburg gerne an und wünschen Frau Neun für ihren Ruhestand alles Gute, viel Gesundheit und Glück.

Auf Frau Neun folgt nun Herr Peter Stock aus Hetzlos nach. Der studierte EDV-ler und gelernte Bürokaufmann übernimmt ab dem 01.07.2021 die Tätigkeiten im Bereich des Forstbetriebs Juliusspitals (Abwicklung der Holzverkäufe, Jagd und Bürotätigkeiten) sowie die Kanzleitätigkeiten am Forstbetrieb Hammelburg.Horst Kolesch und Daniel Zippert heißen Herrn Stock im Namen des Juliusspitals Würzburg und der Bayerischen Staatsforsten herzlich Willkommen im Team und freuen sich auf die zukünftige Zusammenarbeit.

 

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news-2542 Thu, 01 Jul 2021 16:11:02 +0200 32.000 zusätzliche Eichen: Staatsforstenchef besucht Klimawaldkulturen am Forstbetrieb Bad Brückenau https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/32000-zusaetzliche-eichen-staatsforstenchef-besucht-klimawaldkulturen-am-forstbetrieb-bad-brueckenau.html 29. Juni 2021, Bad Brückenau – In einer ersten Zwischenbilanz zu neuen Baumpflanzungen im bayerischen Staatswald teilt Martin Neumeyer, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten, bei einem Besuch des Forstbetriebs Bad Brückenau mit, dass fast 400.000 zusätzliche Klimawald-Bäume seit Oktober 2020 zur Bewältigung des Klimawandels in Unterfranken gepflanzt beziehungsweise gesät wurden. Allein der Staatsforstbetrieb Bad Brückenau säte 32.000 zusätzliche Eichen.

Die Bayerischen Staatsforsten pflanzen mit den zusätzlichen neuen Klimawald-Bäumen insgesamt rund 6 Millionen junge Bäume jährlich für den Zukunftswald von morgen – also eine Million Bäume mehr pro Jahr als in ihrem standardmäßig laufenden Waldumbauprogramm. Bis Ende 2024 sollen so insgesamt 30 Millionen neue Bäume im Staatswald gepflanzt werden. Ziel der zusätzlichen Klimawald-Pflanzungen ist es, den Umbau der bayerischen Wälder im Zuge des immer schneller voranschreitenden Klimawandels hin zu klimatoleranten und stabilen Mischwäldern zu beschleunigen. Für die nächste Herbst- und Frühjahrs-Pflanzsaison planen die Staatsförsterinnen und -förster aktuell mit 1,2 Mio. zusätzlichen Klimawald-Bäumen in ganz Bayern.

Starke Eichenmast sorgt für viele junge Eichen im Staatswald – gute Naturverjüngungssituation forciert Waldumbau zusätzlich
Mehr als 80 % der neuen Bäumchen, die in Unterfranken gepflanzt oder gesät wurden, waren Eichen. „Ausschlaggebend für den hohen Eichen-Anteil war eine starke Eichenmast im vergangenen Jahr“, so Martin Neumeyer. Aber auch Douglasien, Tannen, Buchen sowie seltenere Baumarten wie Kirschen wurden im letzten Herbst und Frühjahr verstärkt ausgebracht. „Wir wollen mindestens vier Baumarten auf einer Fläche, um die Vielfalt in den bayerischen Staatswäldern auch für die künftigen Generationen zu erhalten“, so Neumeyer weiter. Aufgrund der neuen Klimawaldkulturen und der z. T. sehr günstigen Naturverjüngungssituation können die Bayerischen Staatsforsten bayernweit zu den bisherigen 7.000 Hektar Waldumbaufläche pro Jahr zusätzlich weitere 1.000 Hektar pro Jahr zu klimastabilen Mischwäldern umbauen.

Das Ziel der Bayerischen Staatsforsten ist, diesen Umbau schneller als bisher geplant abzuschließen: Bis 2030 soll im Bayerischen Staatswald der Waldumbau geschafft sein; mehr als die Hälfte ist bereits erreicht. Jetzt müssen die Staatsforsten in den kommenden Jahren mit Hochdruck noch ca. 85.000 Hektar schaffen. „Dabei hilft uns das Klimawald-Programm von Ministerpräsident Söder und Forstministerin Kaniber sehr“, so der Vorstandsvorsitzende weiter.

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news-2541 Wed, 30 Jun 2021 10:07:00 +0200 Ein (Berufs-)Leben für den Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ein-berufs-leben-fuer-den-wald.html Nach über 30 Jahren als Förster im Neuburger Staatswald geht Stefan Schimmer heute in den Ruhestand. Sein Nachfolger ist Iannis Wittmann.

Kaisheim, 30. Juni 2021 - Nach dem Studium der Forstwirtschaft an der Fachhochschule Weihenstephan und bestandener Staatsprüfung begann Stefan Schimmer seine Försterlaufbahn im Revier Neuburg I. Im Jahr 2004 wechselte er in das Staatswaldrevier Straß, das er seither bewirtschaftete.

Das Revier Straß zeichnet sich durch eine große Vielfalt an Böden und Baumarten aus. Neben Fichte, Kiefer und Lärche sind fast alle Laubholzarten im Revier vertreten. Früh begann Stefan Schimmer mit einer sorgsamen Waldpflege und dem Waldumbau auf Mischwälder. Mittlerweile überwiegt der Laubholzanteil sogar deutlich den des Nadelholzes.

Der Leiter des Forstbetriebes Kaisheim, Helmut Weixler, würdigte die Verdienste von Stefan Schimmer: „Neben deinem waldbaulichen und jagdlichen Engagement für gemischte Wälder kam auch nicht der Naturschutz zu kurz! So wurde jüngst ein großer Teil des Reviers aufgrund seiner hohen naturschutzfachlichen Wertigkeit als Naturwald ausgewiesen. Deine waldbauliche Arbeit wird noch in Generationen zu erkennen und anzuerkennen sein.“

Stefan Schimmer hinterlässt seinem Nachfolger Iannis Wittmann vorbildlich gepflegte und auch ökologisch wertvolle Wälder.

Ab 1. Juli hat Iannis Wittmann die Verantwortung für das Forstrevier Straß. Iannis Wittmann ist gebürtiger Ingolstädter und absolvierte im Herbst letzten Jahres die Forstinspektorenprüfung. Für den jetzt in Neuburg Ansässigen ist das Revier quasi Heimspiel. „Straß ist mein Traumrevier, da es heimatnah, sehr abwechslungsreich und waldbaulich interessant ist. Ich freue mich schon auf meine neuen Aufgaben!“ so Iannis Wittmann bei der Verabschiedung von Stefan Schimmer.

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news-2540 Mon, 28 Jun 2021 11:25:00 +0200 Fischadler-Nachwuchs im Forstbetrieb Burglengenfeld wohlauf https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/fischadler-nachwuchs-im-forstbetrieb-burglengenfeld-wohlauf.html Burglengenfeld, 28. Juni 2021 – Die Oberpfälzer Seenlandschaft ist seit einigen Jahren wieder Heimat des Fischadlers, einer faszinierenden Vogelart, die der Mensch über viele Jahrzehnte vollständig verdrängt hatte. Gegen Ende der Brutzeit, rechtzeitig vor dem Flüggewerden der Jungvögel, machten sich Vertreter der Bayerischen Staatsforsten und der Regierung der Oberpfalz zu einem Brutplatz auf, um den Fischadlernachwuchs zu begutachten und zur späteren Wiedererkennung zu beringen: Wolfgang Nerb von der Höheren Naturschutzbehörde an der Regierung der Oberpfalz und in deren Auftrag Paul Baumann, ausgewiesener Fisch- und Seeadlerexperte, sowie Forstbetriebsleiter Hans Mages mit seinem Revierleiter Michael Simmeth. Unterstützt wurden sie von Baumkletterer Manfred Ferstl vom Forstbetrieb Kelheim. In dem schon seit Jahren bestehenden Horst, errichtet auf einer künstlichen Nisthilfe im Gipfel einer Kiefer, konnten zwei kräftige und durchaus muntere Jungvögel bestätigt und beringt werden.

Während Manfred Ferstl geübt den Stamm hinaufkletterte kreisten bereits beide Altvögel in gebührendem Abstand über ihm und stießen Warnrufe aus – ein klarer Hinweis auf einen besetzten Horst. „Zwei!“ war dann die freudige Nachricht über den Nachwuchs, als der Baumsteiger über den Nestrand schaute. Die Experten waren erleichtert, hatten sie doch wegen der im Mai nass-kalten Witterung bereits befürchtet, der Nachwuchs hätte Schaden genommen. Die beiden Jungvögel hatten gerade noch die richtige Größe, um nacheinander vorsichtig in einem Stoffsack abgeseilt zu werden. Am Boden wurden sie von Paul Baumann und dessen Frau Regina gewogen und wichtige Körpermerkmale gemessen; dann wurden die Vögel an beiden Beinen beringt. So ist sichergestellt, dass die Tiere immer zweifelsfrei identifiziert und zugeordnet werden können. Nachdem die beiden Jungvögel die kurze Prozedur meist stoisch über sich ergehen ließen – nur wenige Male bekam Paul Baumann ein paar nicht wirklich ernsthafte Bisse ab – ging es am Seilzug wieder rasch nach oben zur Baumkrone und ins vertraute Nest. Zügig verließ die zufriedene Gemeinschaft das Terrain und überließ die beiden sicherlich etwas irritierten Jungtiere wieder seinen Eltern.

Wie der Name sagt sind Fischadler auf den Fang von Fischen spezialisiert und zeigen dabei ein eindrucksvolles Jagdverhalten. Rüttelnd über dem Wasser stehend stoßen die Vögel mit den Füßen voraus zu und greifen mit ihren äußerst scharfen und langen Krallen den angepeilten Fisch, tauchen dabei manchmal sogar unter. Zur Überwinterung ziehen die Tiere bis nach Afrika. Durch menschliche Verfolgung und den Einsatz von Pflanzenschutzmittel (DDT) wurde die Art vielerorts in Europa seit den 1950er Jahren praktisch ausgerottet. Umso erfreulicher ist, dass sich die faszinierenden Vögel dank Schutz- und Artenhilfsmaßnahmen mittlerweile wieder angesiedelt haben. Dazu gehört auch das Anbringen künstlicher Nisthilfen, die gerne angenommen werden. Anders als beispielsweise beim Seeadler nisten Fischadler immer ganz oben auf dem Wipfel eines Baumes. Die Oberpfälzer Seenlandschaft sorgt mit ihrem Fischreichtum für eine ideale Nahrungsgrundlage. Vor allem zu Beginn der Brutzeit reagieren Fischadler sehr empfindlich auf Störungen, lassen dann manchmal sogar ihren Nachwuchs im Stich. Um das zu vermeiden gibt es bei den Bayerischen Staatsforsten um jeden bekannten Großvogel-Brutplatz eine sogenannte Horstschutz-Zone, in der während der kritischen Zeit forstlichen Maßnahmen tabu sind und auch die Jagd ruht. Hand in Hand mit dem Artenhilfsprogramm der Höheren Naturschutzbehörde an der Regierung der Oberpfalz sorgt das für die langfristige Sicherung einer überlebensfähigen Fischadler-Population.

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news-2538 Mon, 28 Jun 2021 08:20:53 +0200 Unwetterschäden im Wald - Förster:innen bitten Waldbesucher:innen um Vorsicht https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/unwetterschaeden-im-wald-foerster-bitten-waldbesucherinnen-um-vorsicht.html 25. Juni 2021, Weißenhorn – In den letzten Tagen kam es mehrfach zu starken örtlichen Gewittern und Starkniederschlägen vor allem im südlichen Landkreis Neu-Ulm. Gerade der starke Regen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hat in den Wäldern der Region Schäden verursacht. Der Forstbetrieb Weißenhorn der Bayerischen Staatsforsten teilt mit, dass vereinzelt Bäume entwurzelt oder abgebrochen wurden; großflächige Windwürfe sind glücklicherweise ausgeblieben. Ernste Schäden entstanden allerdings an einigen Forstwegen und -straßen: Durch den vielen Regen verursachte Sturzbäche rissen zum Teil tiefe Gräben und Furchen in die Schotterstraßen. Diese sind nun zum Teil nicht mehr befahrbar und mussten daher örtlich auch gesperrt werden.

Der Forstbetrieb Weißenhorn wird kurzfristig mit der Beseitigung der Schäden beginnen und die Wege wieder in einen guten, sicheren Zustand versetzen. Bis dahin werden die Waldbesucher:innen gebeten, die geschädigten Waldbereiche zu meiden und auch die Absperrungen zu respektieren: Diese wurden angebracht, um die Gesundheit und Sicherheit der Waldbesucher zu schützen.

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news-2537 Thu, 24 Jun 2021 13:59:36 +0200 Lautlose Jäger im Roggenburger Forst: Forschende bestätigen seltene Fledermausarten im Staatswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/lautlose-naechtliche-jaeger-im-roggenburger-forst-forschende-bestaetigen-seltene-fledermausarten-im-staatswald.html 24. Juni 2021, Weißenhorn - Wenn Fledermäuse rufen, dann hört ein Mensch sie eigentlich nicht. Es sei denn, man benutzt einen sogenannten „Fledermaus-Detektor“ – einen Verstärker für die hochfrequenten Rufe der verschiedenen Fledermausarten. Die Rufe stoßen Fledermäuse bei ihren nächtlichen Jagdflügen aus, um Beutetiere wie Schmetterlinge, Käfer und Insekten zu orten. Jede Fledermausart hat einen eigenen, charakteristischen Ruf, an dem Fachleute sie erkennen können. Wahrnehmen kann das menschliche Ohr diese Rufe nur mit dem Detektor, wie Sara Egger weiß, die für ein Lehramtsstudium in Biologie und Chemie an der Universität Ulm eingeschrieben ist. Sie hat im Rahmen einer Studienarbeit im ausgedehnten Staatswaldgebiet „Roggenburger Forst“ Fledermausvorkommen untersucht und ist zu spannenden Ergebnissen gekommen: „Wir haben vor allem in Gewässernähe eine hohe Aktivität von vielen verschiedenen Arten von Fledermäusen festgestellt. Ein Highlight für mich ist die mehrfache Bestätigung der Mopsfledermaus, die auf der Roten Liste steht,“ verrät die Forscherin.

Fachlich unterstützt wurde Sara Egger bei der Konzeption der Arbeit und der Feldaufnahmen von der Biologin Anna Vogeler vom Fledermausschutz Neu-Ulm, die sich ebenfalls von der Vielfalt und Häufigkeit der Fledermausarten im Staatswald begeistert zeigt: „Dass die Lebensraumqualität in diesem Staatswaldgebiet wirklich gut ist, zeigt der mehrfach bestätigte Kleine Abendsegler: Das ist eine hochspezialisierte Fledermausart in alten Laubwäldern, die bisher südlich der Donau nur aus Einzelfunden bekannt war.“

Erfreut über diese Ergebnisse zeigt sich auch Martin Eggert, der Leiter des Forstbetriebs Weißenhorn: „Seit Jahren arbeiten wir bei den Bayerischen Staatsforsten aktiv für den Artenschutz und erhalten gezielt Biotopbäume mit Höhlen, Rissen oder etwa Spaltenquartieren in der Baumrinde: Schließlich sind hier oft Fledermäuse zu Hause, die wir schützen wollen. Die positiven Ergebnisse der Fledermaus-Studie zeigen, dass wir bei Waldpflege und Waldnaturschutz auf dem richtigen Weg sind.“ Laut Eggert setzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forstbetriebs seit vielen Jahren konsequent ein maßgeschneidertes Waldnaturschutzkonzept um, das ganz verschiedene Lebensräume und Arten im Fokus hat. Wichtig ist dabei neben dem Erhalt von Biotopbäumen auch die Pflege und der Erhalt vielfältiger Gewässer und Feuchtbiotope im Staatswald: Diese werden für den Artenschutz regelmäßig von übermäßigem Bewuchs durch Sträucher und Bäume freigestellt, wie Eggert erläutert: „Unsere Gewässer im Wald haben vielfältige ökologische Funktionen. Durch ältere Kartierungen wissen wir, dass an und in ihnen beispielsweise seltene Amphibien- oder Libellenarten leben. Die neue Studie der Uni Ulm zeigt darüber hinaus, wie hoch die Bedeutung auch für ganz unterschiedliche, zum Teil sehr seltene Fledermausarten ist, die in Gewässernähe den Reichtum an Insekten für ihre nächtlichen Jagdflüge nutzen.“

Damit sich die Fledermäuse auch zukünftig wohl im Staatswald fühlen, sollen die Pflege- und Schutzmaßnahmen des Forstbetriebs weiter verstärkt werden. Die neuen Erkenntnisse aus der Forschung sind für die Bayerischen Staatsforsten sehr wertvoll, da die Försterinnen und Förster aktuell das seit Jahren bestehende Naturschutzkonzept des Forstbetriebs Weißenhorn weiterentwickeln und aktualisieren. Forstbetriebsleiter Eggert möchte die erfreulichen Ergebnisse der durchgeführten Studie dabei natürlich einfließen lassen.

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news-2536 Thu, 24 Jun 2021 09:06:38 +0200 Waldumbau braucht langen Atem https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldumbau-braucht-langen-atem.html Landtagsabgeordnete Annette Karl macht sich im Hessenreuther Wald ein Bild vom Waldumbau im Staatswald; Gemischte und strukturreiche Wälder sind die Antwort auf den Klimawandel

22. Juni 2021, Schnaittenbach – Bei angenehmer sommerlicher Witterung besuchte die SPD-Abgeordnete des Bayerischen Landtags, Annette Karl, zusammen mit dem Bürgermeister von Pressath, Bernhard Stangl und dem ehemaligen Abgeordneten, Reinhold Strobl, den Hessenreuther Staatswald, um sich ein Bild vom Stand des Waldumbaus dort zu machen. Die geplante Route führte daher von frisch umgebauten Beständen hin zu bereits gemischten und strukturreichen Hochwäldern. Den Abschluss bildete dann ein besonderes Highlight, das Beobachten eines Fischadlerhorstes. Philipp Bahnmüller, Förster und Leiter des Forstbetriebs Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten, und Hans Frisch, Revierförster im Hessenreuther Wald, freuten sich über den Besuch.

Waldumbau
Was macht einen Wald zu einen „Klimawald“? Was zeichnet einen Wald aus, der den Herausforderungen des Klimawaldes gewachsen ist? Das lässt sich einfach beschreiben: Der Wald muss artenreich, stabil, strukturiert und vor allem gemischt sein. Was sich einfach anhört, ist meist aber nicht ganz so einfach umzusetzen. Und vor allem man braucht einen langen Atem. „Wer mit dem Wald arbeitet braucht Geduld, so viel ist mir heute klargeworden. Waldumbau ist keine Hauruck-Aktion, sondern stetiges Weiterentwickeln und Nachbessern.“ kommentierte die Abgeordnete Annette Karl die Arbeit der Bayerischen Staatsforsten. Denn mit der Pflanzung von Mischbaumarten in so genannte Reinbestände, also Wälder, die von einer Baumart dominiert werden, ist es nicht getan. Ganz im Gegenteil, Staatsförster Hans Frisch erklärte an gepflanzten, jungen Weißtannen, dass nun das Spiel mit dem Licht beginne. Die jungen Bäume bräuchten gerade so viel Licht, dass Sie sich etablieren und wachsen könnten. Würde es aber zu hell, würden sich konkurrierende Brombeeren und Fichten durchsetzen. Fiele zu wenig Licht auf den Waldboden, würden die jungen Tannen im schlimmsten Fall eingehen. Dazu komme der Wildverbiss, gegen den geschützt werden müsste, wenn der Wildbestand zu hoch ist. „Neben einer guten Ausbildung und Erfahrung ist dafür vor allem Fingerspitzengefühl notwendig“, so Förster Frisch.

Ziel: Mindestens vier Baumarten
Entscheidend für den erfolgreichen Waldumbau und die Zukunftsfähigkeit des Waldes für kommende Generationen sei es, die richtigen Baumarten einzusetzen, also Baumarten zu nutzen, die dem Klimawandel mit höheren Temperaturen, weniger Niederschlägen, aber auch verstärkt auftretenden Schädlingen standhalten. Fichten und Kiefern würden aus diesem Grund zukünftig weniger werden, dafür würde es mehr Laubbäume geben.

Das Ziel ist, dass jeder Wald aus mindestens vier Baumarten besteht. Heimische Baumarten wie Tanne, Eiche, Buche, Ahorn aber auch die Douglasie werden daher häufiger werden in Bayerns Wäldern der Zukunft. Diesen Blick in die Zukunft des Waldes ermöglichte ein zweiter Punkt, den die Gruppe besuchte, dort streben in einem lichten Waldteil in unterschiedlichen Größen und Stärken Buche, Ahorn, Lärche, Tanne, Kiefer und Douglasie dem Licht entgegen.

Karl zeigte sich beeindruckt von der bereits seit Jahrzehnten währenden Arbeit von Hans Frisch vor Ort. „Der Hessenreuther Wald ist bei Ihnen und Ihren Kolleginnen und Kollegen wirklich in den besten Händen.“, lobte Karl.

Tier- und Artenschutz wichtiger Aspekt bei der Forstwirtschaft
Am Wegrand stehen von einigen Buchen nur noch die Stämme, die Kronen liegen daneben auf dem Waldboden. Auf die verwunderte Nachfrage erklärte Bahnmüller, dass es sich um eine bewusste Maßnahme handeln würde. Beim Waldumbau schaue der Forstbetrieb nicht nur auf die nächste Baumgeneration, sondern auch auf die Belange des Natur- und Artenschutzes würden eine bedeutende Rolle spielen.

Neben alten Bäumen, etwa mit Baumhöhlen, so genannte Biotopbäume, die grundsätzlich stehen bleiben, werden zusätzlich von bestimmen Bäumen nur die Kronen abgeschnitten. Der verbleibende stehende reine Holzstamm wird zu einem wichtigen Lebensraum für totholzbewohnenden Insekten wie beispielsweise Bock- oder Prachtkäfer. „Eine große Tier- und Artenvielfalt ist uns wichtig,“ hebt der Forstbetriebsleiter Bahnmüller hervor. Den Abschluss des Besuchs von Frau Karl bildet dann auch ein Blick mit dem Spektiv aus sicherer Entfernung auf einen besetzten Fischadlerhorst. Als Leitart zeigt der seltene Greifvogel, dass der Wald und der Lebensraum intakt sind.

Karl bedankte sich für die exzellente Führung und die interessanten Erklärungen und versprach sich im Landtag für mehr Mittel für die Staatsforsten für Klima- und Naturschutz einzusetzen. „Hervorragende Arbeit verdient eine solide finanzielle Basis, davon profitieren vor allem unsere Kinder und Enkel.“

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news-2535 Mon, 21 Jun 2021 15:45:06 +0200 Massiver Schwärmflug: Forstministerin Michaela Kaniber warnt vor Borkenkäfer-Gefahr https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/massiver-schwaermflug-forstministerin-michaela-kaniber-warnt-vor-borkenkaefer-gefahr.html Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

 

17. Juni 2021, München – Aufgrund der hohen Temperaturen der vergangenen Tage schwärmen die Borkenkäfer in Bayerns Wälder jetzt massiv aus. Forstministerin Michaela Kaniber ruft die Waldbesitzer daher auf, ihre Wälder jetzt regelmäßig auf frischen Borkenkäferbefall zu kontrollieren. „Nur wenn die Waldbesitzer rasch und konsequent handeln, haben wir eine Chance, ein weiteres Katastrophenjahr in unseren Wäldern zu verhindern“, so die Ministerin.

Frischer Borkenkäferbefall ist gut am braunen, kaffeepulver-ähnlichen Bohrmehl auf den Rindenschuppen oder den Pflanzen am Boden zu erkennen. Das eingeschlagene Holz muss zügig vor dem Ausfliegen der Käfer aus dem Wald abgefahren oder mit einem Mindestabstand von 500 Metern zum nächsten Fichtenbestand gelagert werden.

Mit Blick auf die derzeitigen Engpässe bei der Versorgung mit Bauholz appelliert Ministerin Kaniber auch an die heimischen Säger, jetzt frisches Käferholz zu fairen Preisen in der Region zu kaufen und so die Versorgung der heimischen Holzindustrie mit wertvollem Bauholz sicherzustellen. Denn entgegen häufiger Annahmen verfügt frisches Käferholz über nahezu identische Eigenschaften wie herkömmliches Schnittholz und ist als Material im Holzbau uneingeschränkt zulässig.

Unterstützung finden die Waldbesitzer bei den Förstern der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, den forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen und im Internet unter www.borkenkaefer.org.

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news-2534 Mon, 21 Jun 2021 15:32:48 +0200 Schwarzstorch zurück am Obermain https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/schwarzstorch-zurueck-am-obermain.html Nach einigen Wochen Warten kann der Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten auch in diesem Jahr wieder die Rückkehr der Schwarzstörche an den Obermain bestätigen: Im Forstrevier Lichtenfels konnte ein Exemplar bei der Nahrungssuche dokumentiert werden.

Etwas nervös waren die Förster schon, als es bis zum Mai keinen Nachweis des Schwarzstorches gab. Die kühle und nasse Witterung im März und April hatte die Rückkehr aus den afrikanischen Winterquartieren offenbar verzögert. Aber jetzt sieht alles gut aus: Im Waldgebiet Gleisenau zwischen Buch am Forst und Ebersdorf ist er an altbekannter Stelle wieder in die Fotofalle getappt. Seit vor einigen Jahren sein Horst in einer Fichte dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen ist, hält der heimliche Waldvogel seinen neuen Brutplatz geheim. Aber nachdem er in jedem Jahr mit zwei Exemplaren auf der Wildkamera nachgewiesen wird und auch bei Balzflügen zu beobachten ist, vermuten die Forstleute durchgehend eine erfolgreiche Jungenaufzucht im Revier. Anders als in den Vorjahren dürfte in diesem Sommer auch das Nahrungsreservoir erstmal gesichert sein: Dank der Niederschläge im Frühjahr führen die Waldbäche wieder ausreichend Wasser und die im Staatswald zusätzlich angelegten Feuchtbiotope sind gut gefüllt.

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news-2533 Mon, 21 Jun 2021 15:17:48 +0200 Afrikanische Schweinepest: Landratsamt, Jägerschaft & Bayerische Staatsforsten übten für den Ernstfall https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/afrikanische-schweinepest-landratsamt-jaegerschaft-und-bayerische-staatsforsten-uebten-fuer-den-ernstfall.html Pressemitteilung des Landratsamts Würzburg: Fallwildsuche im Gramschatzer Wald

Juni 2021, Würzburg - Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in Teilen Deutschlands weiter aus. Das Land Brandenburg vermeldet aktuell mehr als 1000 bestätigte ASP-Fälle bei Wildschweinen. Auch Sachsen hat die ASP bei Wildschweinen festgestellt.

Sie ist eine schwere Virusinfektion, die ausschließlich Haus- und Wildschweine befällt. Es gibt bislang keine Möglichkeit, die Schweine durch eine vorbeugende Impfung zu schützen. Die ASP ist nicht auf den Menschen übertragbar – weder durch den Verzehr von Schweinefleisch, noch über direkten Tierkontakt, sie hat aber eine erhebliche wirtschaftliche Auswirkung durch Tierverluste und Restriktionsmaßnahmen im Falle von Ausbrüchen.

 

Planungen dauerten mehrere Wochen

Um im Ernstfall so schnell wie möglich alle erforderlichen Maßnahmen treffen zu können, fand am 12. Juni 2021 eine ASP-Übung im Gramschatzer Wald statt, die das Veterinäramt am Landratsamt Würzburg geplant und koordiniert hat.

Sollte die Afrikanische Schweinepest den Landkreis Würzburg erreichen, greifen festgelegte Maßnahmen des Rahmenplanes Afrikanische Schweinepest der bayerischen Staatsregierung. Oberste Priorität ist es, die Tierseuche zu tilgen und die Weiterverbreitung der Seuche zu verhindern. Vorrangig werden dafür zwei Ziele bei einem Ausbruch der ASP bei Wildschweinen verfolgt: erstens die Verhinderung der Abwanderung von infizierten Wildschweinen aus dem Ausbruchsgebiet und zweitens die unschädliche Beseitigung aller seuchenverdächtigen Wildschweine.

Geübt wurde an diesem Tag die Fallwildsuche, wie Dr. Otto Erb, Leiter des Veterinäramtes erklärt.

 

Suche mit ortskundigen Expert:innen

„Dabei geht es darum, verendete Kadaver zu finden, um davon Proben zu nehmen, die an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und das Friedrich-​Loeffler-Institut geschickt werden. Die Fallwildsuche im gefährdeten Gebiet ist in dieser Phase der Tierseuche das oberste Gebot“, betont Dr. Erb. Dabei gingen die Organisator:innen von dem Szenario aus, dass im Gramschatzer Wald ein totes, mit der Krankheit infiziertes Wildschwein entdeckt worden ist und nun der Wald nach weiteren Tieren abgesucht werden muss.

Im dicht bewachsenen Wald ist dies keine leichte Aufgabe. Deswegen durchforsteten bei diesem Szenario insgesamt vier Suchtrupps Gebiete des Waldes, die im Vorfeld abgegrenzt worden sind. Die Teams bestanden aus Expert:innen des Veterinäramtes, der Jägerschaft und der Bayerischen Staatsforsten. „Wir setzen hier auf besonders ortskundige Frauen und Männer, die den Wald sehr gut kennen“, so Dr. Erb. Dass sich kranke Wildschweine erfahrungsgemäß in besonders dichte, wasserreiche Stellen zurückziehen, erschwert eine Suche im Ernstfall zusätzlich. Auch das im Vorfeld versteckte Wildschwein wurde an einem schwer zugänglichen Ort im Wald platziert, um eine Übung so realitätsgetreu wie möglich zu gestalten.

 

Auch Feuerwehren waren beteiligt

Die Menschenketten suchten in den Gebieten nach dem Kadaver, um den Bereich im Anschluss abzugrenzen, zu markieren und die Koordinaten an das Bergungsteam zu übermitteln. Dieses Bestand aus Personal des Veterinäramtes Würzburg, das im Nachgang das Wildschwein beprobt, geborgen und die Fundstelle desinfiziert hat. Entsorgt wurde der Kadaver in der Wildtiersammelstelle in Oberpleichfeld, die erst kürzlich eingeweiht worden ist. Mit ihr gibt es nun im Landkreis Würzburg drei solcher Sammelstellen, die zu den vorsorglichen Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung, derzeit vor allem der drohenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) dienen. Für die Dekontamination des Fahrzeugs sorgten die Freiwilligen Feuerwehren Sonderhofen und Erbshausen-Sulzwiesen, die ein mobiles Desinfektionstor nahe der Fundstelle errichtet haben.

 

„Die Corona-Pandemie zeigt erschreckend eindrucksvoll, dass wir für alle Eventualitäten gewappnet sein müssen. Die Übung im Gramschatzer Wald hat uns gelehrt, dass viele Zahnräder bereits richtig gegriffen haben. Dennoch konnten wir dank unserer Expert:innen im Nachgang intensiv besprechen, welche Abläufe wir noch verbessern müssen, um im Ernstfall bestmöglich und vor allem schnell zu reagieren. Ich bedanke mich ausdrücklich beim Veterinäramt, den Jäger:innen und Förster:innen für diese wertvolle Arbeit und den gewonnenen Erkenntnissen, die wir jetzt im Nachgang angehen werden“, fasst Landrat Thomas Eberth die ASP-Übung zusammen.

 

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news-2532 Mon, 21 Jun 2021 13:18:28 +0200 Den Borkenkäfer in die Falle gelockt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/den-borkenkaefer-in-die-falle-gelockt-1.html 21. Juni 2021, Sonthofen – Seit Anfang April werden wieder bayernweit an ca. 130 Standorten Fichtenborkenkäfer in Fallen gefangen. „Nein, das ist kein verspäteter Aprilscherz“, erklärt Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting. „Auch der Forstbetrieb Sonthofen ist an diesem Borkenkäfer–Monitoring beteiligt.“

Bei den Sonthofener Staatsforsten sind im Sulzschneider Wald, Gunzesrieder Tal und im Großen Wald sogenannte Pheromonfallen installiert, um den Schwärmflug von Kupferstecher und Buchdrucker zu erfassen. „Das sind schwarze Fangkästen mit innenliegenden Lockstoffködern“, erläutert Revierförster Rainer Ruf. „Die artspezifischen Pheromone locken in den einen Fallen den etwa 1,5 bis 3 mm kleinen Kupferstecher und in den anderen Fallen den etwa 5 bis 6 mm großen Buchdrucker an.“ In der Natur werden diese Pheromone von den vielen tausend Käfern ausgesendet, die geschwächte, gebrochene oder vom Wind geworfene Fichten befallen und so den Artgenossen den Weg zeigen.

Förster Ruf ist für den Großen Wald zwischen Wertacher Hörnle und Grünten zuständig und leert wie seine Kollegen die Fallen in der Schwärmzeit wöchentlich. Dies ist normalerweise von Anfang April bis Ende September. Bis Anfang Mai lag im Großen Wald aber noch so viel Schnee, dass die Fallenstandorte nicht zugänglich waren. Da die Borkenkäfer überwiegend im Boden überwintern, können sie vor Schneeabgang auch nicht schwärmen. Sie brauchen auch mindestens 16 Grad Lufttemperatur um aktiv zu werden.

„Die Fangergebnisse werden an die Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft (LWF) und die örtlich zuständigen Ämter für Landwirtschaft und Forsten (ÄELF), bei uns in Immenstadt und Kaufbeuren, weitergeleitet. Die LWF wertet die Daten aus und veröffentlicht sie“, beschreibt Forstbetriebsleiter Oetting den Prozess.

Die Abteilung Waldschutz der LWF beschäftigt sich u.a. mit der Diagnose, Früherkennung und Prävention von Forstschädlingen. Zur Einschätzung einer Massenvermehrung der beiden forstlich wichtigen Borkenkäferarten Buchdrucker und Kupferstecher wird seit 2004 in ganz Bayern ein Borkenkäfer Monitoring durchgeführt. Die Bayerischen Staatsforsten unterstützen dieses Projekt neben dem betriebseigenen Monitoring, indem sie Waldflächen, Personal und Informationen zur Verfügung stellen. Die örtlich zuständigen Revierförster erheben die Daten.

„Das erfasste Schwärmverhalten und die Gefährdungseinschätzung liefern uns Förstern und den Waldbesitzern wertvolle Informationen im Jahresverlauf“ erklärt Rainer Ruf. „Wir wissen dann, wann eine intensive Borkenkäferkontrolle und gezielte Bekämpfung durchzuführen ist.“ Interessierte Waldbesitzer können sich unter www.borkenkaefer.org informieren.

Bis Pfingsten waren die Fangzahlen an Borkenkäfern im Großen Wald aufgrund der kühlen Witterung sehr gering. Seit Anfang Juni fliegen die Borkenkäfer an den warmen Tagen intensiv. „Solch hohe Fangzahlen hatten wir in den letzten Jahren hier kaum. Durch die vielen Windwürfe im vergangenen Jahr hat sich der Grundbestand an Borkenkäfern trotz intensiver Aufarbeitung wohl deutlich erhöht“ erläutert Förster Ruf. Das bedeutet für diesen Sommer wachsam bleiben und die Waldbestände regelmäßig auf Käferbefall kontrollieren. Zum Glück gab es im vergangenen Winter sehr wenig Windwurf und Schneebruch, so dass kaum Brutmaterial für die Käfer vorhanden ist. Trotzdem zeigen die Erfahrungen der letzten Jahre, dass nach Windwurfjahren mit verstärktem Stehendbefall durch Borkenkäfer an der Fichte gerechnet werden muss. Um eine Massenvermehrung zu vermeiden, muss dann rasch gehandelt werden. Befallene Bäume müssen dazu zeitnah gefällt und aus dem Wald transportiert werden.

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news-2531 Thu, 17 Jun 2021 11:29:00 +0200 Prüfung für Johanniter Rettungshunde https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/pruefung-fuer-johanniter-rettungshunde.html 17. Juni 2021,Sonthofen - Am vergangenen Wochenende fand nach einer langen Corona-Pause eine Rettungshundeprüfung der Johanniter Unfallhilfe statt. Ein Prüfungsgelände war in der Kürnach westlich von Kempten bei den Bayerischen Staatsforsten. Ein Team besteht immer aus dem Rettungshund und der Hundeführerin oder dem Hundeführer. Insgesamt starteten am Wochenende 13 Teams. Fünf Teams konnten davon das erste Mal oder auch wiederholt die anspruchsvollen Prüfungen erfolgreich absolvieren und sind nun einsatzbereit.

„Auch uns hat Corona teilweise eingeschränkt und wir sind froh, dass neben dem Training nun auch Prüfungen wieder möglich sind und wir allen, wenn wir gebraucht werden, mit tollen Hunden in der Not zur Seite stehen können”, so der Kemptener Staffelleiter German Beinder. “Wir haben uns sehr gefreut, dass wir diese Prüfung – bei fast zu sonnigem Wetter – im Bayerischen Staatsforst ausrichten durften. Mein ganz herzlicher Dank geht an Forstbetriebsleiter Jann Oetting, dass wir den Staatswald für unsere Übungen und Prüfungen so großzügig nutzen dürfen”, so Beinder weiter.

Rettungshund Monty von German Beinder konnte nach der Corona-Pause schon zum vierten Mal seine Einsatztauglichkeit unter Beweis stellen. Die Prüfung muss alle zwei Jahre wiederholt werden. Nina Thierer hat mit ihrer Hündin Emma die erste angetretene Prüfung sofort erfolgreich bestanden. Beide sind ebenfalls ein Team der Kemptener Rettungshundestaffel.

Die Rettungshunde suchen nach vermissten Personen aller Art, etwa verwirrten älteren Menschen oder Kindern, die sich im Wald verlaufen haben. Nur mit gültiger Zertifizierung dürfen die Rettungshundeteams in den Einsatz gehen. In der Fläche ersetzt ein Hund etwa 40 bis 50 Helfende und kann in 20 Minuten bis zu 30.000 Quadratmeter absuchen. Die Ausbildung zum Rettungshund dauert rund zwei Jahre und wird mit der Rettungshundeprüfung abgeschlossen. Die Arbeit der Rettungshundestaffeln erfolgt ehrenamtlich. „Die Hundearbeit fördern wir gerne. Denn auch für uns Försterinnen und Förster sind Hunde wichtige Arbeitskollegen, vor allem auf der Jagd. Deshalb bieten wir den Rettungshundestaffeln für Ihre anspruchsvollen Einsätze bei uns Trainingsgelände an und gratulieren herzlich den erfolgreichen Prüflingen”, so der Sonthofener Forstbetriebsleiter Jann Oetting.

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news-2539 Tue, 15 Jun 2021 10:52:00 +0200 „Wildes burgern“ bei den Staatsforsten https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wildes-burgern-bei-den-staatsforsten.html Forstbetrieb Fichtelberg veröffentlicht neues Kochbuch

Fichtelberg, 15. Juni 2021 – Wildburger des Forstbetriebs Fichtelberg sind ein richtiger Verkaufsschlager. Zur Ergänzung des Angebots verfassten die Mitarbeiter des Forstbetriebs dazu ein neues Kochbuch mit dem Titel „Wildes burgern“.

Fleichpflanzerl, Buletten oder Burgerpatties – ganz gleich wie man die Hackfleisch-Taler nennt, sie sind der Renner, haben längst das Image der Fast-Food-Läden hinter sich gelassen und Einzug in den Haushalt und die etablierte Gastronomie gefunden. Denn sie sind schmackhaft und einfach zubereitet. Seit vergangenem Jahr bietet der Forstbetrieb Fichtelberg „Wildburger“ aus reinem Fleisch von Reh und Rotwild an. „Ohne Schweinefleisch, ohne Bindemittel“ wie Winfried Pfahler, Leiter des Forstbetriebs betont. Bei einer kleinen Bilanz konnte er die stolze Zahl von mehr als 12.000 Wildburgern verkünden, die der Forstbetrieb seit dem vergangenen Jahr hergestellt und verkauft hat. „Unsere Burger sind in aller Munde“ so der Forstbetriebsleiter. „Kein Wunder, Wildbret ist nicht nur wohlschmeckend, sondern auch ein ausgesprochen gesundes und wertvolles Lebensmittel.“

Angespornt von diesem Erfolg sammelten die Mitarbeiter und Freunde des Forstbetriebs ihre persönlichen Lieblingsrezepte, Bauanleitungen und kreative Zusammenstellungen für schmackhafte Burgerkonstruktionen. Mehr als 30 „Baupläne“ sind dabei zusammengekommen. Von der „Kräuterhexe“ ist da zu lesen und vom „Hüftgold“. Ein „Hawaii-Burger“ lädt zum Nachkochen ein, der „Scharfe Wolfi“ lässt heißes vermuten, ein „Kaiserschmarrn-Burger“ lockt Schleckermäuler. Garniert mit Interessantem und Wissenswertem über Wald und Wild, mit einer wissenschaftlichen Theorie des guten Geschmacks, mit Hinweisen zu Tischmanieren und einem Einblick in die ungeahnten Fähigkeiten der Förster entstand ein neues Kochbuch. „Wildes burgern“ ist nun nach „Wildes kochen“ und „Wildes grillen“ das dritte Büchlein mit Rezepten, das es am Forstbetrieb Fichtelberg zu kaufen gibt.

„Das Schöne an den Wildburgern ist, dass damit jedermann mit geringem Aufwand ein leckeres Essen zaubern kann“ verspricht Winfried Pfahler. „Und dafür bietet das neue Kochbuch „Wildes burgern“ viele, kreative Ideen.“

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news-2530 Tue, 15 Jun 2021 08:52:20 +0200 Kinderlachen im Wald: Waldkindergarten aus Brand zieht bei den Bayerischen Staatsforsten ein https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/kinderlachen-im-wald-waldkindergarten-aus-brand-zieht-bei-den-bayerischen-staatsforsten-ein.html 14. Juni 2021, Brand i.d.Opf. – Der Waldkindergarten „Die Goldbacher Wurzelzwerge“ hat ein neues Waldstück zwischen Brand und Kulmain bezogen. Dort finden jetzt 20 Kinder einen spannenden Spiel- und Erlebnisraum unter Bäumen.

Kinderlachen ertönt im Wald. Da wird im Moos gewühlt, da werden Zapfen und Stöcke gesammelt, da wird in einem Sandhaufen gebaggert. Ein großes „Nest“ mit Sitzgelegenheiten unter den Bäumen lädt ein zum Verweilen, zur Brotzeit, zum gemeinsamen Singen und Erzählen. Ein Tipi bietet Schutz vor Regen und Wind. Der kleine Onkel, ein Holzpferd mit Ledersattel wartet darauf gefüttert und im Wald ausgeführt zu werden. Den Mittelpunkt bildet ein Bauwagen.

Dieses kleine Paradies haben Sabine Reindl, die pädagogische Leiterin des Waldkindergartens „Die Goldbacher Wurzelzwerge“ gemeinsam mit vielen Helfern und Unterstützern im Staatswald zwischen Brand und Kulmain geschaffen.

„Da wäre ich auch gerne nochmal Kind!“ gesteht Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg mit glänzenden Augen bei einer kleinen Eröffnungsfeier. „Als Bernhard Reindl, der Vorsitzende des Fördervereins, uns bei der Suche nach einem geeigneten Waldstück angesprochen hat, waren die Bayerischen Staatsforsten sofort bereit, hier dem Waldkindergarten ein geeignetes Waldstück zur Verfügung zu stellen.“

Auch Günter Kopp und Bernhard Schindler, die beiden Bürgermeister der Gemeinden Kulmain und Brand hatten ein offenes Ohr für den Waldkindergarten und unterstützten den Umzug unbürokratisch und über Gemeindegrenzen hinweg.

Ursprünglich gegründet bei Brand, fand der Waldkindergarten hier bei Neugrünberg seine neue Heimat. Und diesmal dauerhaft – das verspricht Winfried Pfahler. Die phantasievollen Einrichtungen haben die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern und den Erzieherinnen selbst geschaffen. „Im freien Spielen können die Kinder ungestört ihren Ideen nachgehen“ erläutert Sabine Reindl das pädagogische Konzept der Einrichtung. „Jedes Kind kann sich seinen eigenen Raum suchen und Entdeckungen in seinem Umfeld machen. Das gebotene „Urspielzeug“ wie Stöcke, Rinde, Zapfen und Moos lässt dabei alle Möglichkeiten offen und regt Phantasie und Kreativität an. Der Wald bietet Freiraum zum Bewegen und Ausruhen, Lachen und Weinen, Tanzen und Träumen, Suchen und Finden.“

Auch die Nachbarn haben die Kinder schon in ihr Herz geschlossen, wie Sabine Reindl berichtet. „Waldoma Gerlinde“, die ein Gehöft in der Nähe bewohnt, freut sich über das quirlige Leben hinter ihrem Haus. „Opa Hans“, der den Kindergarten schon an seinem früheren Standort unterstützt hat, schaut auch hier immer wieder vorbei und hilft mit Säge und Axt, wo immer es nötig ist.

Mit allen Sinnen in der Natur haben die Kinder ab jetzt hier Raum und Zeit zum Spielen. Und zum Kindsein.

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news-2529 Wed, 09 Jun 2021 15:24:17 +0200 Wasserspeicher Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wasserspeicher-wald.html 09.06.2021, Sonthofen - Dieses Frühjahr herrscht keine Wassernot. Die Böden sind gesättigt vom vielen Niederschlag und die Grundwasserspeicher konnten sich weitestgehend auffüllen. Doch wenn die Niederschläge lange ausbleiben, ist die Wasserspeicherleistung der Böden von zentraler Bedeutung für Pflanzenwachstum und Trinkwasserbereitstellung. Die herausragende Leistung des Waldes in diesem Bereich kann am Revier Kürnach-Nord des Forstbetriebs Sonthofen der Bayerischen Staasforsten veranschaulicht werden:

Im Hohentanner Wald, Abteilung Butzenwald, befindet sich ein gut 21 Hektar großes, öffentliches Trinkwasserschutzgebiet, das einen Großteil der Anwesen von Walzlings, einem Ortsteil des Marktes Altusried versorgt. Die Wasserschutzzonen I, II und III schützen abgestuft den näheren Einzugsbereich der beiden Quellfassungen und stellen an die Waldbewirtschaftung und Holzernte erhöhte Anforderungen. Revierleiter Markus Pfleghardt, der den Staatswald hier pflegt, weiß: „Insbesondere was Bodenbeanspruchung oder den Umgang mit Boden gefährdenden Stoffen angeht, haben wir hier noch höhere Auflagen, als im restlichen Wald.“

Doch das Wasserschutzgebiet mit allen seinen Zonen deckt nur den sensibelsten Kernbereich ab. Die Einzugsgebiete sind um ein Vielfaches größer. Forstwirtschaft gehört zu den mit dem Trinkwasserschutz prinzipiell verträglichsten Nutzungsformen der Natur. Im Staatswald des Reviers Kürnach-Nord und dem südlichen Nachbarrevier zeigt sich das auch daran, dass neben dem öffentlichen Wasserschutzgebiet auch zahlreiche Quellen für private Anwesen liegen. Nochmal Förster Markus Pfleghardt: „Allein 16 Gestattungsverträge für Quellfassungen und Wasserleitungen sind in diesem Bereich gelistet!“

Allerdings ist nicht jeder Wald ein guter „Wasserwald“. Ein Wald kann nur dann viel Wasser speichern, wenn tief wurzelnde Bäume und Bodenlebewesen ein weit verzweigtes Hohlraumsystem schaffen, das dem Waldboden die Eigenschaften eines Schwamms verleiht: Er kann Wasser aufsaugen und gefiltert wieder abgeben. Eine entscheidende Rolle spielt dabei auch die Humusform. Dies ist einer der vielen Gründe, die besonders für Mischbestände sprechen.

Gestuft aufgebaute Mischwälder besitzen eine hohe Wasserspeicherkapazität. Neben Fichten wachsen dort vor allem auch die tiefwurzelnden Tannen, Ahorne, Buchen, Linden und Ulmen, die den Boden auflockern und durch ihre milde Laubstreu mächtige, grobporige Humuslagen bilden, in denen viele Regenwürmer leben.

Förster Markus Pfleghardt freut sich: „Solche Wälder können einerseits Hochwasserspitzen dämpfen und auch in längeren Trockenphasen – die wir leider zunehmend erwarten - sind sie andererseits in der Lage, die Bevölkerung aus nah und fern nachhaltig mit ausreichendem und sauber gefiltertem Trinkwasser zu versorgen.“

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news-2528 Wed, 02 Jun 2021 14:43:47 +0200 Ankündigung Waldführung: "Frankens größte Naturwaldfläche" https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ankuendigung-waldfuehrung-frankens-groesste-naturwaldflaeche.html Aufgrund der Ausweisung der neuen Naturwaldfläche „Knetzberge-Böhlgrund“ bietet der Forstbetrieb Ebrach eine Waldführung für alle Interessierten an!

Titel: Frankens größte Naturwaldfläche: Knetzberge-Böhlgrund“
Termin: Samstag, 12. Juni 2021 um 15.00 Uhr

Revier: Zell a. Ebersberg
Treffpunkt: Wotansborn-Parkplatz
Führung durch Revierleiter Tobias Friedmann, Beauftragter für Naturwaldflächen am Forstbetrieb Ebrach

Anmeldung:  info-ebrach@baysf.de oder telefonisch 09553-9897-0
Bitte beachten Sie die aktuellen Corona-Regeln. Bei einer 7-Tage-Inzidenz unter 50 ist kein Testnachweis der Teilnehmer notwendig.

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news-2526 Tue, 01 Jun 2021 09:01:32 +0200 Schlüsselübergabe im Forstrevier Ahornberg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/schluesseluebergabe-im-forstrevier-ahornberg.html Auf Förster Karlheinz Strößner folgt Försterin Miriam Lang

01. Juni 2021, Immenreuth – Nach 32 Jahren im Revier Ahornberg geht Förster Karlheinz Strößner, Revierleiter bei den Bayerischen Staatsforsten, in den Ruhestand. Er hinterlässt ein vorbildlich geführtes Revier seiner Nachfolgerin Miriam Lang, die hier ab sofort als Försterin tätig ist.

Mächtige Fichten, Buchen und Tannen stehen im Wald zwischen Ahornberg und Mehlmeisel. Und reichlich Nachwuchs am Boden. Dazwischen gluckern Bäche, ziehen sich Wanderpfade und Forstwege durch den Wald. Hirsch und Reh sind hier zuhause. Ebenso Eule und Specht. 32 Jahre kümmerte sich Heinz Strößner, der Förster von Ahornberg, um dieses Kleinod. Sorgte gut für seinen Wald, für die Natur, aber auch für seine Mitarbeiter. War kompetenter und geschätzter Ansprechpartner für Holzkäufer aus der Region. Hatte aber ebenso Verständnis für Naturschützer und Erholungssuchende, Sportler und Schwammerer. Jetzt geht er Ende Mai in den Ruhestand.

„Der Wald, den Sie hinterlassen, trägt deutlich Ihre Handschrift – im positiven Sinn. Sie haben ihn vorbildlich bewirtschaftet, gestaltet und geprägt.“ lobte Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg, seinen Mitarbeiter bei einer kleinen Feierstunde. „Zugleich hatten Sie dabei auch immer ein Gespür für die Bedürfnisse Ihrer Mitmenschen, pflegten einen sehr respektvollen und wertschätzenden Umgang mit Ihren Mitarbeitern. Gemeinsam mit Ihrem Team haben Sie den Ihnen anvertrauten Wald vorbildlich geschützt und genutzt. Dafür danke ich Ihnen im Namen der Bayerischen Staatsforsten, aber auch ganz persönlich.“

Symbolisch übergab Karlheinz Strößner die Schlüssel seines Forstreviers an seine Nachfolgerin Miriam Lang. Sie ist ein „Kind des Fichtelgebirges“, wohnt in Nagel, wo schon ihr Großvater als Förster wirkte. Nach ihrer Ausbildung an der Universität in Bayreuth und der Hochschule in Weihenstephan arbeitete sie bisher im Bereich Naturschutz an der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten in Regensburg. Jetzt freut sie sich darauf, als Försterin das Revier Ahornberg zu leiten. Ihr Büro hat Miriam Lang am Forstbetrieb in Fichtelberg. Dort ist sie ab sofort unter der Telefon-Nummer 0 92 72 / 90 99-17 bzw. 0151 / 50 72 62 31 erreichbar.

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news-2525 Mon, 31 May 2021 14:50:10 +0200 Martin Eggert übernimmt Leitung des Forstbetriebs Weißenhorn https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/martin-eggert-uebernimm-leitung-des-forstbetriebs-weissenhorn.html Regensburg/Weißenhorn, 31. Mai 2021 - Der Forstbetrieb Weißenhorn der Bayerischen Staatsforsten hat einen neuen Leiter: Seit Anfang Mai hat Martin Eggert die Verantwortung für rund 14.500 ha Staatswald übernommen. Er folgt auf Linda Madl, die nach rund zwei Jahren am Forstbetrieb zur Leitung eines wichtigen Strategieprojekts zurück in die Zentrale der Bayerischen Staatsforsten nach Regensburg gewechselt ist.

Der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, dankte der scheidenden Leiterin Frau Madl für ihr Engagement in Weißenhorn: „Linda Madl hat nahtlos an die vorausschauende Arbeit ihrer Vorgänger angeknüpft und den dringend nötigen Waldumbau in den fichtenreichen Wäldern des Forstbetriebs erfolgreich weitergeführt, wofür ihr unser besonderer Dank gebührt“, so Neumeyer.

Zugleich freut sich der Vorstandsvorsitzende über die Benennung des Nachfolgers: „Mit Martin Eggert haben wir einen hervorragenden neuen Forstbetriebsleiter gefunden, mit dem ich in den letzten Jahren in der Zentrale unseres Unternehmens intensiv zusammengearbeitet habe. Einerseits verliere ich mit seinem Wechsel nach Weißenhorn einen hervorragenden Büroleiter im Vorstandsbüro. Andererseits gewinnen die Bayerischen Staatsforsten einen souveränen Forstbetriebsleiter. Ich bin überzeugt, dass er als erfahrener Netzwerker mit großem Engagement und fundierter Fachkenntnis Wäldern und Menschen in dieser Region sehr gut tun wird.“

Martin Eggert wurde 1980 in Hamm geboren und wuchs im westfälischen Münster auf. Er studierte Forstwissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Das Referendariat absolvierte er in Bayern und begann 2009 seine berufliche Laufbahn im Forstministerium in München. Nach weiteren Stationen wechselte Eggert 2015 für rund zwei Jahre in die Bayerische Staatskanzlei. In den letzten vier Jahren leitete der Forstmann das Vorstandsbüro in der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten in Regensburg und verantwortete die Unternehmenskommunikation sowie Aufgaben in der Unternehmensentwicklung.

Der Wechsel an die Spitze des Staatsforstbetriebs ist ganz nach dem Wunsch des 40-Jährigen: „Mein Försterherz schlägt für unsere herrlichen Wälder und dafür, vor Ort Verantwortung im Wald zu übernehmen“, so der neue Betriebsleiter. „Der Forstbetrieb Weißenhorn ist aus meiner Sicht ein besonders reizvoller Betrieb: Die Wälder sind vielfältig, ökologisch hochwertig und ertragreich. Das ganze Team am Forstbetrieb arbeitet für unsere Wälder engagiert und Hand in Hand. Diesen Teamgeist braucht es auch, denn die Herausforderungen durch den Klimawandel in den Wäldern sind groß.“

Förster rüsten den Wald für den Klimawandel

Großen Wert legt Martin Eggert darauf, die Wälder in der Region mit klimatoleranten Mischbaumarten für die Zukunft zu stärken und zu sichern: Schließlich leiden die fichtenreichen Wälder in Zeiten des für alle Bürgerinnen und Bürger spürbaren Klimawandels immer wieder unter Sommer-Trockenheit, Sturmschäden und Schadinsekten. Eggert möchte hier an die engagierte Arbeit seiner Vorgänger anknüpfen: „Man sieht den Wäldern an, dass in dieser Region schon früher weitblickende Förster gearbeitet haben, die in Generationen dachten: Es gibt zwar viele alte Fichten, die jungen Waldbestände sind dagegen baumartenreicher mit mehr Weißtanne, Douglasie oder Eiche. Damit haben meine Vorgänger eine solide Grundlage gelegt für einen klimatoleranten Mischwald, an dem wir mit dem gesamten Forstbetriebsteam konsequent weiterarbeiten werden“.

Eggert, der auch passionierter Jäger ist, plant dazu neben der weiteren Steigerung der Baumartenmischung und gezielter Pflege im Wald auch die Fortführung einer konsequenten Bejagung der Staatsjagdreviere: So gelte es beispielsweise dafür zu sorgen, dass der Bestand an Rehen mit den Belangen des Waldes im Einklang ist.

Die Themen Ökologie und Naturschutz faszinieren den neuen Forstbetriebsleiter ebenfalls. Eggert kann von vielen seltenen Tierarten berichten, die in den Staatswäldern um Weißenhorn eine sichere Heimat finden: „Ob Uhu, Schwarzstorch, verschiedene Fledermäuse, seltene Amphibienarten oder auch bedrohte Schmetterlinge, wie der Gelbringfalter: Ich freue mich darauf, mit unseren Partnern in der Region weitere Biotop- und Artenschutzprojekte im Staatswald umzusetzen. Artenschutz ist für mich integraler Teil der Aufgaben der Bayerischen Staatsforsten.“

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news-2524 Wed, 19 May 2021 09:16:00 +0200 Weiterer Sensationsfund: Urwaldrelikt im Allgäu nach 70 Jahren wiederentdeckt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/weiterer-sensationsfund-urwaldrelikt-im-allgaeu-nach-70-jahren-wiederentdeckt.html Sonthofen, 19. Mai 2021 – Ein weiterer Sensationsfund im Wald freut Förster und Naturschützer: Förster Boris Mittermeier, stellvertretender Leiter der Fachstelle Waldnaturschutz Schwaben, findet im Naturwaldreservat Achrain des Staatsforsten-Betriebs Sonthofen den überaus seltenen Rindenschröter (Ceruchus chrysomelinus). Der erste und bisher einzige Fund dieses totholzbewohnenden Käfers im Allgäu stammt aus dem Jahr 1953!

Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting freut sich sehr über den Fund von Boris Mittermeier: „Dass dieser extrem seltene Käfer bei uns gefunden wurde, ist ein Zeichen für die hohe Qualität unseres Naturschutzkonzeptes und die hohe naturschutzfachliche Qualität des Naturwaldreservats Achrain bei Oberstaufen. Naturwaldreservate sind ein integrativer Teil unseres Waldbehandlungskonzepts. Mit unserem betrieblichen Naturschutzkonzept schaffen wir auch außerhalb dieses Reservats die für den Käfer und andere wertvollen Waldarten wichtigen Totholzstrukturen.“

Die bayernweit 166 Naturwaldreservate mit rund 7.500 Hektar sind Teil des grünen Netzwerks Naturwälder und dienen auch der Erforschung der natürlichen Waldentwicklung. Sie werden fachlich von der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft und Experten wie Boris Mittermeier von der Fachstelle Waldnaturschutz der Bayerischen Forstverwaltung betreut.

Die Mitarbeiter der Fachstelle unter der Leitung von Ralf Tischendorf sind für ganz Schwaben Ansprechpartner für Fragen des Waldnaturschutzes, unterstützen bei der Umsetzung des europäischen Schutzgebietsnetzes NATURA 2000 im Wald sowie bei Projekten des Arten- und Biotopschutzes. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Mitarbeit bei der Betreuung von Naturwaldreservaten und den neu geschaffenen Naturwald-Flächen.

Im Naturwaldreservat Achrain bei Oberstaufen hat Förster Boris Mittermeier den Rindenschröter in einem sehr Totholz- und tannenreichen Bergmischwaldbereich mit vielen urwaldartigen Strukturen entdeckt. „So ein Fund ist wie ein kleiner Lottogewinn und zeigt, wie wertvoll Totholz und Biotopbäume für die Artenvielfalt im Wald sind. Für unsere beratende Arbeit mit Privatwaldbesitzern und Kommunen ist es wichtig auf solche Erfolge verweisen zu können. Die Möglichkeiten, die das Vertragsnaturschutzprogramm Wald für Waldbesitzer bietet, gilt es zu nutzen. Gerade dicke abgestorbene Bäume und Bäume mit Spechthöhlen, Pilzen usw. sind im Waldnaturschutz wichtig und werden gefördert. So schaffen wir gemeinsam mit den Bayerischen Staatsforsten und den privaten und kommunalen Waldbesitzern die Voraussetzungen für die Ausbreitung seltener Arten auch in die bewirtschafteten Wälder. “

Und Jann Oetting ergänzt: „Der Fund dieser superseltenen Art zeigt mir, dass der Wald bei uns Förstern in guten Händen ist! Wir lernen von Flächen wie die Naturwaldreservate und integrieren dort beobachtete Strukturen in unsere Waldbewirtschaftung. Am Beispiel Totholz lässt es sich für die Flächen des Forstbetriebs Sonthofen schön zeigen: Unsere Waldinventur hat ergeben, dass alleine in den letzten zehn Jahren die Menge des Totholzes um acht Festmeter auf 33 Festmeter pro Hektar gestiegen ist. Das für Totholzbewohner wie den Rindenschröter besonders wertvolle stärkere Totholz macht davon fast die Hälfte aus. Wir nützen nicht nur den Wald, sondern schützen ihn auch mit allen seinen Waldbewohnern!“

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news-2519 Tue, 18 May 2021 15:37:03 +0200 Wahl zum „Förster des Jahres“ https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wahl-zum-foerster-des-jahres.html Ulrich Mergner nominiert Der bisherige Forstbetriebsleiter im Staatsforstbetrieb Ebrach, Ulrich Mergner, ist für die Wahl zum „Förster des Jahres“ nominiert worden. Mergner hat das sogenannte „Trittsteinkonzept“ einwickelt, für das er aus Fachkreisen viel Zustimmung erhält. Es basiert im Wesentlichen auf der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass viele kleine geschützte Bereiche für den Artenschutz effektiver sind als wenige große.

Mergner hat dieses Konzept zusammen mit seinem Team im Forstbetrieb in den letzten 15 Jahren entwickelt und umgesetzt, rund 200 diese Trittsteine gibt es heute im Forstbetrieb Ebrach.

Die Abstimmung ist online bis 16. Juni möglich.

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news-2521 Tue, 18 May 2021 13:11:00 +0200 Sensationsfund: Alpenwollafter-Wiederfund nach über 150 Jahren https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/sensationsfund-alpenwollafter-wiederfund-nach-ueber-150-jahren.html Sonthofen, 18. Mai 2021 – Ein Sensationsfund auf Flächen des Forstbetriebs Sonthofen freut Förster und Naturschützer: Nach 150 Jahren gelingt der Wiederfund einer verloren geglaubten Falterart! Alfred Karle-Fendt, ein ausgewiesener Insektenspezialist suchte im Auftrag des Rote-Liste-Zentrums des Umweltbundesamtes in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Naturerlebnis alpin (ZNAlp), dem Naturpark Nagelfluhkette und den Bayerischen Staatsforsten gezielt nach dem Falter. Fachleute kennen ihn auch unter dem Namen Eriogaster arbusculae. „Die gefundenen Falter sind seit 150 Jahren die ersten Freilandnachweise dieser Art im deutschen Alpenraum. Alle historischen Nachweise liefen über Raupengespinste,“ freut sich Alfred Karle-Fendt.

Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting ist sehr stolz auf den Nachweis von Karle-Fendt: „Dass dieser extrem seltene Schmetterling bei uns gefunden wurde, ist ein Zeichen für die hohe Qualität unseres Naturschutzkonzeptes! Wir bewirtschaften unsere Alpen und Weideflächen ganz bewusst sehr extensiv und geben unseren Pächtern und Hirten strenge, maßgeschneiderte Beweidungskonzepte vor. Unsere struktur- und zwergstrauchreichen Alpflächen wollen wir in enger Verzahnung von Wald und Offenland erhalten und durch behutsame Bewirtschaftung fördern. Das führt – wie wir mit diesem Artennachweis sehen können - zu einem sehr hohen Artenreichtum und macht die Allgäuer Landschaft einzigartig!“

Besonders wichtig ist nach Karle-Fendt die alpine Bäumchenweide, die als Raupenfutterpflanze dient. „Zu große Beweidungsintensität oder intensives Schwenden gefährden diese hoch angepassten Falter“, so Karle-Fendt.

Das ZNAlp sucht nach typischen Win-Win-Situationen zwischen Naturschutz, Landbewirtschaftung und Tourismus. Der Leiter Ethelbert Babl: „Wir beraten überwiegend Behörden und Kommunen und sind froh, wenn wir dabei auf überzeugende Konzepte aus dem Staatswald verweisen können. So ein Nachweis ist wie ein kleiner Lottogewinn und bestätigt die Arbeit der Förster und Älpler“. Und Henning Werth, Fachkraft für Naturschutz am ZNAlp ergänzt: „Bei dieser Gelegenheit bedanken wir uns beim Forstbetrieb Sonthofen für die gute Zusammenarbeit bei vielen Projekten! Den Nachweis werte ich als große Auszeichnung für das Gebiet der Bayerischen Staatsforsten und des Naturparks. In Zukunft ist mit weiteren spektakulären Funden zu rechnen, man muss nur mit Spezialisten genauer untersuchen. Mit dem gewonnenen Wissen lassen sich maßgeschneiderte Bewirtschaftungskonzepte entwickeln, von denen v.a. auch die Landnutzer profitieren sollten“, so Werth.

Rolf Eberhardt, Leiter des Naturpark Nagelfluhkette, weiß um die große Artenvielfalt auf der Naturparkfläche: „Wir kennen über 1.700 Schmetterlingarten allein im Bereich der Nagelfluhkette und der Allgäuer Hochalpen. Regelmäßig führen wir Projekte durch, die seltene Schmetterlingsarten fördern. Beispielsweise auch zur Lebensraumpflege des Schwarzen Appollofalters auf Flächen des Forstbetriebs Sonthofens. Das Schöne an den Förstern der Bayerischen Staatsforsten ist, dass sie sowohl Wald, als auch Offenland und alle Zwischenformen im Blick haben!“

Jann Oetting freut sich über das Lob und beschreibt die Lebensraumansprüche des Alpenwollafters: „Die Art besiedelt bevorzugt buschige Alpwiesen, Zwergstrauchmatten und feuchte Hänge. Da können wir am Forstbetrieb einiges vorweisen. Der Fund dieser superseltenen Art zeigt mir, dass nicht nur der Wald, sondern auch die Alpen bei uns Förstern in guten Händen sind! Wir nützen nicht nur Wald und Alpe, sondern schützen beide auch mit allen ihren Bewohnern.“

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news-2520 Tue, 18 May 2021 10:48:00 +0200 Der „Neue“ hilft dem Klimawald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/der-neue-hilft-dem-klimawald.html Felix Hermann ist neu im Revier Regenhütte und kümmert sich um die Klimawaldpflanzungen seines Vorgängers

Bodenmais, 18. Mai 2021 - In einer ersten Zwischenbilanz zu neuen Baumpflanzungen im bayerischen Staatswald teilen die Bayerischen Staatsforsten mit, dass über 1,5 Millionen zusätzliche Klimawald-Bäume seit Oktober 2020 zur Bewältigung des Klimawandels gepflanzt und gesät wurden.

Dazu Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl: „Auch als nahezu reiner Naturverjüngungsbetrieb leisten wir im Forstbetrieb Bodenmais unseren – wenn auch ganz bescheidenen – Beitrag! Im letzten Herbst haben wir hier rund sechstausend Bäumchen gepflanzt – Edelkastanien, Eiben, Spitzahorn, Stieleichen und Traubeneichen, und auch etliche Douglasien – abhängig vom jeweils passenden Standort.“

Mancher wird sich fragen: Was macht diese Baumart aus Amerika im Bayerischen Wald? Aber - Douglasien gab es in Mitteleuropa schon vor der Eiszeit, allerdings gingen sie im "Ewigen Eis" verloren. Schon die forstlichen Vorväter wussten dies und haben um die letzte Jahrhundertwende überall im Bayerischen Wald immer wieder kleinere oder größere Douglasien-Gruppen gepflanzt – mit Erfolg, wie die jetzt über 100-jährigen, teils weit über 40 Meter hohen Altbäume neben der Naturverjüngung zeigen. Auch neue Forschungsergebnisse zeigen, dass die Douglasie an geeigneten Standorten als Mischbaumart im künftigen Klimawald eine wichtige Rolle spielen kann und wird.

Die sog. „Forsteinrichtung“, das ist die 10-jährige Planung, für den Forstbetrieb Bodenmais sieht jedenfalls jährlich die Pflanzung von 15 Hektar Douglasien vor, anteilig auch im Revier Regenhütte an der Ostseite des Arbermassivs. Hier hat Revierleiter Till Clos im letzten Herbst unter anderem fachgerecht mehrere hundert Douglasienbäumchen pflanzen lassen, bevor er dann im neuen Jahr zum Nationalpark Bayerischer Wald gewechselt ist.

Nachfolger ist Felix Hermann – der 32-jährige, in Wasserburg geboren, aber seit langem in Grafenau beheimatet, hat nach Schule, Studium und Anwärterzeit bei den BaySF im Zentrum für Energieholz angefangen. Anschließend war er von 2017 bis 2020 als Revierleiter im Revier Rott a. Inn des Forstbetriebs Schliersee tätig. Als dann das Revier Regenhütte neu ausgeschrieben wurde, hat er sich in den Bayerwald „zurückbeworben“, und tritt nun voller Elan in die „Fußstapfen“ von Vorgänger Till Clos.

„Vor allem die ‚Klimawald-Douglasien‘ liegen mir am Herzen“ erklärt Felix Hermann, “sie brauchen einen besonderen Schutz: Rehböcke fegen ihr Gehörn „mit Begeisterung“ an den wohlriechenden, weich benadelten Bäumchen – sehr zum Verdruss meines Waldarbeiter-Teams, und auch von mir! Deshalb schlagen wir links und rechts neben jede Douglasie als sog. ‚Fegeschutz‘ zwei Robinien-Stäbe in den Boden – rau und mit scharfen Ecken vermiesen sie dem Bock den ‚Fegespaß‘!“

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news-2516 Mon, 17 May 2021 10:09:27 +0200 "Stiller Wald" Mittenwald eröffnet https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/stiller-wald-mittenwald-eroeffnet.html Erster Naturfriedhof im Alpenraum mit Blick auf Wetterstein und Zugspitze Regensburg / Mittenwald, 17. Mai 2021 – Am Unteren Kranzberg eröffnen die Bayerischen Staatsforsten in Kooperation mit dem Markt Mittenwald den ersten Naturfriedhof im Alpenraum. Damit greifen die Staatsforsten einen gesellschaftlichen Trend auf, die letzte Ruhe in der Natur zu finden. Weitere Naturfriedhöfe sind bereits in Planung. 

Die Naturfriedhöfe der Bayerischen Staatsforsten werden unter dem Namen Stille Wälder auf attraktiven, naturnahen Standorten im bayerischen Staatswald betrieben. Forstministerin und Aufsichtsratschefin der Bayerischen Staatsforsten Michaela Kaniber: „Seit jeher ist der Wald ein wundervoller Ort der Ruhe und der Kraft. Immer mehr Menschen wünschen sich, an einem solchen Ort inmitten unberührter Natur ihre letzte Ruhe zu finden. Unter dem Dach mächtiger alter Bäume können Hinterbliebene künftig von einem geliebten Menschen Abschied nehmen und im stillen Gedenken innehalten“.

„Dem Wunsch vieler Naturliebhaber, die letzte Ruhe im Wald zu finden, wollen wir aufgreifen“, erläutert der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten Martin Neumeyer. „Dafür werden wir an einigen besonders schön gelegenen Waldorten in Bayern sogenannte Stille Wälder einrichten. In diesen Wäldern findet keine Nutzung statt, sondern nur Maßnahmen der Baumpflege und Verkehrssicherung. Diese Waldflächen stehen wie bisher Bürgerinnen und Bürgern offen. Einen Stillen Wald werden wir immer in enger Kooperation mit der jeweiligen Kommune einrichten“, betont der Staatsforstenchef. Nach dem Stillen Wald Mittenwald, dem ersten Naturfriedhof im Alpenraum überhaupt, sind nach Angaben des Staatsforstenchefs weitere Projekte, unter anderem im mittelfränkischen Markt Schnaittach in der Metropolregion Nürnberg, geplant.

Der Bürgermeister des Marktes Mittenwald, Enrico Corongiu, betont: „Wir freuen uns, dass der Markt Mittenwald Vorreiter für die Region ist. Die Fläche ist ein absolutes Idyll und wird durch das Projekt Stille Wälder aufgewertet und dauerhaft erhalten. Dieser wunderbare Wald in herrlicher Natur wird damit ganzjährig allen Besuchern in besonderer Weise zugänglich gemacht.“ 

Biologisch abbaubare Urnen aus heimischem Holz / Grabpflege durch die Natur
In den Naturfriedhöfen der Bayerischen Staatsforsten wird die Asche Verstorbener in biologisch abbaubaren Urnen aus heimischem Holz beigesetzt. Die Waldflächen bleiben in ihrer Natürlichkeit erhalten, die Grabpflege übernimmt die Natur. Es werden Grabplätze an Bäumen entsprechend den unterschiedlichen Wünschen angeboten (Single & Partner, Familie, Gemeinschaft etc.). Bürger:innen können für 25 oder 50 Jahre das Recht erwerben, an einem Bestattungsbaum beigesetzt zu werden.

Personalisierte Gedenktafeln an den Bestattungsbäumen weisen auf die im Stillen Wald Beigesetzten hin. Grabschmuck und Grabsteine sind nicht vorhanden – die Grabpflege wird durch die Natur übernommen. Zentraler Punkt des Stillen Wald Mittenwald ist ein überdachter Andachtsplatz in Holzbauweise, der architektonisch in Form eines stilisierten Blattes gestaltet ist. Der Andachtsplatz ist für die Verabschiedung vorgesehen. Wege und schmale Pfade erschließen den Naturfriedhof für Besucher. Bestattungen erfolgen durch Bestattungsunternehmen, nicht durch die Bayerischen Staatsforsten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Naturfriedhofs

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news-2602 Thu, 13 May 2021 11:33:00 +0200 Feines Wildbret aus dem Staatswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/feines-wildbret-aus-dem-staatswald-1.html Frischfleischsaison hat begonnen (13. Mai) Freising – Mit dem Beginn der Jagdsaison in Bayern gibt es am Forstbetrieb Frei-sing wieder frisches Wildfleisch. Ab sofort kann am Forstbetrieb (Adresse: Domberg 1, Frei-sing) feines Wildbret vom Reh und vom Wildschwein auch portionsweise als vakuumiertes Frischfleisch gekauft werden. Außerdem umfasst das Angebot auch Wurstwaren, die daraus hergestellt wurden. Sämtliche Produkte stammen aus den eigenen staatlichen Wäldern und werden nachhaltig erzeugt.
  • Öffnungszeiten: Mittwoch von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
  • Freitag von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr
  • sowie nach telefonischer Vereinbarung (08161/48020).

Wegen der aktuellen Kontaktbeschränkungen bitten wir am Forstbetrieb zu klingeln, das Wildfleisch wird dann am Fenster neben dem Eingang verkauft. Mögliche Ansteckungsrisi-ken sind damit praktisch ausgeschlossen.
Mit jährlich rund 1.500 Stück Schalenwild aus den Staatsjagdrevieren erzeugt der Forstbe-trieb Freising der Bayerischen Staatsforsten ein hochwertiges Lebensmittel. Die Qualität von Wildfleisch wird allseits gelobt und ist nicht zuletzt wegen seines vorzüglichen Geschmacks eine hervorragende Ergänzung des Speiseplans. Es eignet sich sehr gut zum Grillen und ist daher auch außerhalb der Winterzeit eine Bereicherung. Das Fleisch ist fettarm, eisen- und vitaminreich. Die hochwertige und abwechslungsreiche Nahrung des Wildes macht das Fleisch sehr aromatisch.
Unser Wildbret ist gesund und unbehandelt und stammt von heimischen, in ihrem natürlichen Lebensraum aufgewachsenen Tieren. Tierschutzgerecht erlegt, wird das Wild nach mo-dernsten Hygienestandards zu Wildbret verarbeitet, um höchste Qualität zu garantieren. So ist zum Beispiel sichergestellt, dass jedes einzelne Stück Wild auf seinen Becquerel-Gehalt untersucht wird und die Strahlenbelastung unterhalb des zulässigen Grenzwerts liegt.
Wild lebt und ernährt sich in der freien Natur. Daher hat Wildfleisch einen hohen Anteil an Vitaminen und Mineralien sowie einen geringen Fettgehalt. Wild kann ebenso vielseitig zube-reitet werden, wie andere Fleischsorten. Ob als traditionelles Wildragout, als feiner Braten, Steak oder Grillgut, Wildbret ist ein schmackhaftes und gesundes Lebensmittel. Mehr Natur geht nicht.
Ohne Jagd, kein natürlicher Wald
Bei der Jagd steht heute nicht mehr allein die Nahrungsbeschaffung im Vordergrund, son-dern vielmehr soll ein Gleichgewicht zwischen Wald und Wild geschaffen und dauerhaft er-halten werden. Das ist zentral für eine naturnahe und nachhaltige Waldwirtschaft. Denn nur mit angepassten Wildbeständen sind natürliche, stabile und klimatolerante Mischwälder möglich. Wenn dabei noch eine herzhafte und köstliche Mahlzeit herausspringt, wird nicht nur dem Wald, sondern auch dem Kunden selbst etwas Gutes getan!

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Forstbetrieb Freising Nachrichten
news-2518 Wed, 12 May 2021 15:06:00 +0200 Tausende zusätzliche Klimabäume für den Wald von morgen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/default-9f4eccfbd1.html Bayerische Staatsforsten geben „Gas“ beim Waldumbau

Schliersee, 12. Mai 2021 - Die Menschen in Bayern lieben den Wald. Ein Spaziergang im Grünen, die aromatische Waldluft inhalieren, die Seele im Schatten der Bäume baumeln lassen – nicht nur in der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie ist der Wald ein beliebter Rückzugs- und Erholungsort für die Bevölkerung.

Der Forstbetrieb Schliersee arbeitet mit Hochdruck daran, dass der Staatswald in der Region auch in Zukunft all seine vielfältigen Aufgaben erfüllen kann. Schließlich werden auch die nächsten Generationen darauf angewiesen sein, dass die Wälder Lebensraum für Tiere und Pflanzen bieten. Dass er für saubere Luft und Trinkwasser sorgt, uns vor Steinschlag und Lawinen schützt. Dass er den klimafreundlichen Wertstoff Holz nachwachsen lässt und uns für unsere Freitzeitaktivitäten zur Verfügung steht.

Selbstverständlich ist das alles nicht, denn der fortschreitende Klimawandel fordert die Wälder in Bayern heraus. Fehlende Niederschläge, heiße Sommer, Sturm- und Schneebruchschäden und der gefräßige Borkenkäfer haben in den vergangenen Jahren bayernweit zu massiven Schäden und vielen abgestorbenen Bäumen geführt. „Deshalb geben wir Gas beim Waldumbau“, erklärt Forstbetriebsleiter Jörg Meyer. „Bislang sind wir hier im Süden Bayerns im Klimawandel zwar noch mit einem blauen Auge davongekommen“, erläutert der Forstbetriebsleiter. Durch die höheren Niederschläge und kühleren Temperaturen im Gebirge und Alpenvorland seien die Waldschäden in seinem Forstbetrieb in den letzten Jahren deutlich geringer ausgefallen als z. B. im viel trockeneren Franken. Trotzdem häuften sich bedingt durch den Klimawandel auch im Süden Borkenkäfervermehrungen, Sturmwürfe und Schäden durch Nassschnee.

„Unsere Waldarbeiter pflanzen viele junge Bäumchen. Kleine Tannen, Lärchen, Buchen, Eichen und Douglasien sollen zu einem gemischten Klimawald von morgen heranwachsen. Denn ein Mischwald ist viel widerstandsfähiger als ein reiner Fichtenforst“, so Meyer. Am besten sei es, wenn die Mischbaumarten sich ganz von Natur aus ansamten. Wo aber Samenbäume fehlen, würde der Forstbetrieb dem Wald durch Pflanzungen unter die Arme greifen.

Im letzten halben Jahr wurden am Forstbetrieb Schliersee fast 60.000 junge Bäume gepflanzt. Darunter sind über 6.000 Pflänzchen, die als sog. Klimawald-Kulturen zusätzlich zum planmäßigen Waldumbauprogramm des Forstbetriebs gesetzt wurden. Dies war möglich, da Ministerpräsident Markus Söder und Forstministerin Michaela Kaniber ein bayernweites Klimawald-Paket geschnürt haben. Dadurch soll der Waldumbau in Bayern noch schneller als bisher geplant abgeschlossen werden. Bis 2030 soll der Großteil des Bayerischen Staatswald „klimafit“ umgebaut sein. In ganz Bayern kamen in den vergangenen sechs Monaten über 1,5 Millionen Waldbäume ins Erdreich, davon mehr als 300.000 in Oberbayern.

Entscheidend für den erfolgreichen Waldumbau und die Zukunftsfähigkeit des Waldes für kommende Generationen sei es, die richtigen Baumarten einzusetzen. Also Baumarten, die dem Klimawandel – höheren Temperaturen, mehr Trockenheit, weniger Niederschlägen, aber auch verstärkt auftretenden Schädlingen – standhalten. Die heimischen Baumarten spielten dabei auch weiterhin die wesentliche Rolle. Es werde allerdings eine Verschiebung in der Baumartenzusammensetzung geben. Nachdem es am Forstbetrieb Schliersee vom Hochgebirge bis hinunter ins Flachland ganz unterschiedliche Standortverhältnisse gibt, müsse für jede Pflanzfläche ganz individuell entschieden werden, welche Baumart sich am besten eignet.

Im Bergwald setze der Forstbetrieb nach wie vor auf die natürliche Waldzusammensetzung des Bergmischwaldes: Fichte, Tanne, Buche, Bergahorn. Wichtig ist Meyer dabei die Tanne. Ihre ausgeprägte Pfahlwurzel erreiche auch tiefergelegene Wasservorräte und gebe ihr Stabilität auch bei stärkerem Wind. Für ein gutes Aufwachsen der kleinen Tannen sei eine zielgerichtete Jagdausübung ausschlaggebend, da sie sehr gerne vom Wild verbissen werde.

„In tieferen Lagen des Forstbetriebs bauen wir auch auf bewährte Baumarten wie Tanne, Buche, Lärche oder Douglasie – aber zusätzlich auf seltenere, bisher nur in geringerem Umfang gepflanzte Baumarten wie Elsbeere, Flatterulme, Schwarzpappel, Esskastanie, Kirsche, Eibe, Feldahorn oder Linde. So werden wir zu einer größeren Vielfalt im Wald kommen. Und gerade die Mischung ist bei einer unsicheren Zukunft die beste Risikoabsicherung. Das Motto lautet also: ‚Wer streut, der rutscht nicht aus‘“, so der Forstmann. Nach Möglichkeit sollten mindestens vier verschiedene Baumarten auf einer Fläche wachsen. Ziel der Klimawald-Kulturen sei es, dass die neue Baumartenzusammensetzung klimatoleranter als bisher werde. Fichten und Kiefern würden in Bayerns Zukunftswäldern langfristig deutlich weniger Anteile haben als heute.

Vorsichtig sind die Bayerischen Staatsforsten beim Ausbringen nicht heimischer Baumarten. „Gastbaumarten“ aus den warm-trockenen Klimazonen, die es auch in Bayern verstärkt geben wird, seien zwar eine Option, müssten aber zunächst in wissenschaftlich begleiteten Praxisanbauversuchen genau getestet werden. „Es dauert mindestens zehn bis zwanzig Jahre, bis wir entscheiden können, ob und wo neue Baumarten wie Atlaszeder, Libanonzeder oder Baumhasel in nennenswerten Stückzahlen ausgebracht werden könnten“, so Meyer.

Forstbetrieb Schliersee

Meyer ist verantwortlich für 34.000 ha Staatswald. Der Forstbetrieb Schliersee teilt sich in zehn Forstreviere auf. Die Waldflächen liegen im Hofoldinger Forst, in der Region Tegernsee-Schliersee, rund um Bayrischzell, im Inntal sowie im Umfeld von Rosenheim und Rott am Inn. Die Förster, Waldarbeiter und Berufsjäger kümmern sich nachhaltig um den Staatswald. Dazu zählt z. B. die Pflege des Waldes, die Pflanzung von Bäumen, die Holzernte, die Durchführung von zahlreichen Naturschutzprojekten, die Ausübung der Jagd und die Pflege des Wegenetzes im Wald.

Letzteres wird auch von vielen Erholungssuchenden intensiv genutzt, vom Spaziergänger bis zum Mountainbiker. Wegen der Reisebeschränkungen auf Grund der Corona-Pandemie wurden manche Wälder des Forstbetriebs an schönen Wochenenden in den letzten Monaten regelrecht überrannt, so beispielsweise am Spitzingsee. Meyer freut sich über die Beliebtheit der Wälder in seinem Zuständigkeitsbereich. Er bittet die Besucher aber, behutsam mit der sensiblen Natur umzugehen: „Der Großteil der Waldgäste macht das prima. Aber trotzdem gibt es immer wieder Ärger. Wäre es nicht selbstverständlich, den Abfall wieder mitzunehmen? Wären Auerwild, Gams und Co. nicht dankbar, wenn ich in der Dämmerung oder gar zu Nachtzeiten nicht mehr im Wald herumspringe? Ganz zu schweigen von wildem Biwakieren auf dem Berggipfel oder Mountainbiken abseits der Wege mitten durch die mühsam bepflanzte Kulturfläche.“ Hier baut Meyer auf Verständnis der Waldbesucher.

Ausblick

Auf Grund des bislang kühlen Frühjahrs 2021 macht sich Meyer Hoffnung, dass sich die Borkenkäfer gebremster als sonst entwickeln werden. Die Förster würden alles geben, die Käfer mit regelmäßiger Suche nach befallenen Fichten und schnellem Fällen der Bäume in Schach zu halten. Gleichzeitig zeigt sich Meyer erfreut, dass die Nachfrage nach heimischem Holz in den letzten Wochen deutlich angezogen habe. Nach vielen Monaten, in denen Holz nur zu geringen Preisen abgesetzt werden konnte, sei dies ein wichtiger Lichtblick für den Forstbetrieb. „Nachhaltig produziertes Holz ist ein Bau- und Wertstoff mit großer Zukunft. Es ist weitgehend CO2-neutral, vielfältig einsetzbar und wächst vor unserer Haustüre“, schwärmt Meyer.

Meyer ist zwar überzeugt, dass der Klimawandel seinen Förstern und Waldarbeitern in der Zukunft noch weitere Sorgen bereiten wird. Er ist aber guter Dinge, dass die aus dem Waldumbau hervorgehenden stabilen und vielfältigen Mischwälder die beste Voraussetzung sind, dass die Menschen in Bayern auch künftig ihren Wald und seine Leistungen in vollen Zügen genießen können.

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news-2514 Tue, 11 May 2021 08:57:04 +0200 Erlen im Wirlinger Wald – Keine gewöhnliche Baumart https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/erlen-im-wirlinger-wald-keine-gewoehnliche-baumart.html 11. Mai 2021, Sonthofen - Nach den Verwüstungen, die die Stürme Sabine und Bianka im vergangenen Jahr im Wirlinger Wald angerichtet haben, ist die Wiederaufforstung der Sturmflächen heuer und wohl auch noch im kommenden Jahr eine der Hauptaufgaben im Revier Buchenberg des Forstbetriebs Sonthofen. „Entgegen des normalen forstlichen Vorgehen, bei dem Kulturflächen durch vorausgehende Hiebsmaßnahmen ziemlich gut geplant werden können, haben sich die Unwetter natürlich nicht an Vorgaben oder waldbauliche Ziele gehalten,“ beschreibt Förster Markus König die Herausforderung im Wirlinger Wald: „So müssen wir Flächen mit unterschiedlichsten, zum Teil extremen standörtlichen Gegebenheiten bei der Baumartenwahl berücksichtigen, damit wir Erfolg bei der Anpflanzung der jungen Bäumchen haben!“

„Frage ich Laien nach Baumarten in unseren Wäldern, bekomme ich im Allgäu meist die Antwort Fichte, Tanne, Buche. Das ist natürlich richtig. Diese drei Baumarten stellen den Großteil heimischen Waldgesellschaft. Aber auch andere Baumarten übernehmen in der Vergesellschaftung mit den Hauptbaumarten eine wichtige Aufgabe“, weiß Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting. „Im Allgäu müssen wir immer auch an Bergahorn und Schwarzerle sowie zukünftig auch an die Douglasie denken.“

Vor allem Sonderstandorte, die ausgesprochen nass sind, vom Grundwasser beeinflusst oder sogar zeitweise überschwemmt werden, sind Extremstandorte aus der Sicht von Bäumen. Hier ist die Schwarzerle oder Roterle, die zur Familie der Birken gehört, die Baumart der Wahl.

Bei so schwierigen Wuchsverhältnissen, ist die Erle anderen Baumarten überlegen und kann auf solchen Böden sogar größere Reinbestände bilden. Der Baum erreicht im Optimalfall eine Höhe von bis zu 25 m und einen Stammdurchmesser, der sich nahe an der Metergrenze bewegen kann.

Über 3000 Erlenbäumchen wurden jetzt Ende April, Anfang Mai im Wirlinger Wald bereits in den Boden gebracht. Später sollen unter dem Erlenkronendach entweder weitere Baumarten gepflanzt werden oder sie samen sich im Idealfall von selbst an. Dabei kommt ihnen eine ganz besondere Eigenschaft der Erle zugute: Sie bildet Wurzelknöllchen, in denen der Stickstoff der Luft gebunden wird. Dieser findet sich auch in den Blättern, so dass nach Laubabfall durch die Zersetzung der Blattmasse eine Verbesserung des Bodens stattfindet, fast wie bei einer Düngung.

Revierleiter Markus König nennt einen weiteren Vorteil: „Zusätzlich wird Konkurrenzvegetation wie die Brombeere, die sich bei uns extrem schnell auf Kahlflächen einstellt, durch das rasche Jugendwachstum der Erle rechtzeitig ausgedunkelt und kann sich nicht etablieren. Der Folgewald wird zudem vor Frost, Wind und Sonne geschützt.“

Wir sehen, dass die Roterle eine Baumart ist, die im Stillen ihre Funktionen ausführt, aber einen nicht unerheblichen Beitrag zum Gedeihen der Bäume beiträgt, die mit ihr zusammen aufwachsen. Da sie selbst nicht sehr alt wird, fällt die Erle dann meist in einem Alter aus, wenn die anderen Baumarten keines Schutzes mehr bedürfen und alleine einen Bestand bilden können.

Seinen Namen hat der Baum übrigens daher, dass sich das frisch geschnittene Holz rötlich verfärbt. Dieser Farbton war bis vor wenigen Jahren sehr beliebt. Daher stammt wohl auch der Name „Deutsches Mahagoni“, der in einer Zeit geprägt wurde, als Tropenhölzer v.a. im Möbelbau noch favorisiert wurden und die Erle wegen ihres niedrigeren Preises als Ersatz verarbeitet wurde. Heute ist der wirtschaftliche Faktor der Baumart - auch wegen seiner geringen statischen Eigenschaften - eher gering. Vor allem Spielzeug wird aufgrund der unproblematischen Bearbeitung gerne aus Erle hergestellt. Bis zum Beginn des 20sten Jahrhunderts wurde aus den Zapfen schwarze Tinte geschaffen und die Rinde zum Gerben verwendet. Von der Baumart Erle stammen auch Ortsnamen wie Erlach, Erlbach oder auch Irlach.

Eine ganz besondere Verwendung fand die Erle im Wasserbau: Ihr Holz ist unter Wasser extrem widerstandsfähig und kann durchaus mit der Eiche verglichen werden. Nochmals Förster Markus König: „So sind die Hälfte der Pfähle, auf denen Venedig steht, aus Erle. Die Erle hat also durchaus ihre Bedeutung. Man muss sie nur ihren Eigenschaften entsprechend verwenden. Und vielleicht kommt ja später mal ein Wasserbaupfahl für die Renovierung in Venedig aus dem Wirlinger Wald…?“

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news-2515 Wed, 05 May 2021 08:22:00 +0200 Glück im Unglück für zwei junge Waldkäuze https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/glueck-im-unglueck-fuer-zwei-junge-waldkaeuze.html Durch das beherzte Eingreifen zweier Forstmänner konnten im Staatswaldrevier Mittelsinn im Nordspessart zwei verunglückte Waldkauzküken gerettet werden.

05. Mai. 2021, Hammelburg - Immer wieder kommt es vor, dass im Wald alte, abgestorbene Bäume durch natürliche Einflüsse auf die Forststraßen fallen. So auch Ende April im Staatsforstrevier Mittelsinn im Nordspessart: Ein alter Fichtenstumpf wurde durch eine Windböe auf den Waldweg geworfen. Als Staatsförster Christian Müller-Wirth und sein Forstdienstanwärter Christoph Kubin die durchaus gängige Situation in Augenschein nahmen, erwartete die beiden Forstmänner eine Überraschung. In dem Baum befand sich eine Höhle, die von drei jungen Waldkauzküken (Strix aluco) bewohnt wurde. Durch den heftigen Aufprall wurde der Brutraum jedoch vollständig zerstört. Eines der drei Küken hat dabei den Sturz leider nicht überlebt. Geht die Bruthöhle von Waldkäuzen verloren, wird der Nachwuchs von den Elterntieren in der Regel nicht mehr versorgt, und die Jungtiere wären ohne Überlebenschance sich selbst überlassen. Nach Rücksprache mit den beiden Vogelexperten Karin und Roland Weber wurden die unverletzten Küken vom jungen engagierten Forstmann Christoph Kubin zur Wildvogelauffangstation Spessartgreife am Hasselberg bei Hasloch gebracht, in der die beiden Käuze nun vom Ehepaar Weber aufgezogen werden. Erst kürzlich kamen zwei Uhu-Waisenkinder deren Mutter auf einer Staatsstraße zwischen Roding und Urspringen (Landkreis Main-Spessart) von einem Jäger tot aufgefunden wurde in die Obhut der beiden Vogelenthusiasten.

Was tun beim Fund von Eulenküken?

Nicht jeder auf dem Boden gefundene Jungvogel ist ohne Überlebenschance. So kommt es häufiger vor, dass junge Eulen und Käuze vor Erreichen ihrer vollständigen Flugfähigkeit das Nest verlassen und sich als sogenannte Ästlinge in der Nähe des Brutraumes aufhalten. Dabei werden die Jungtiere jedoch noch von den Eltern versorgt. Sollte ein Küken bei seinen Spaziergängen auf den Boden fallen, versucht es wieder in Richtung Bruthöhle zu gelangen, und kann mit den scharfen Krallen sogar an der Rinde des Baumes emporklettern. Handelt es sich allerdings bei den Jungeulen jedoch sogenannte Nestlinge und ist das Nest zerstört, werden sie leider von den Eltern aufgegeben. Jedoch in keinem Fall sollte man als Laie versuchen, eigenmächtig die Eulenküken zu füttern oder zu tränken. Bei unsachgemäßer Fütterung kann Nahrung in die Luftröhre des Kükens geraten, was zum Tod des Vogels führen kann. Die Aufzucht sollte daher Experten obliegen.

Neuer Lebensraum für Höhlenbewohner und andere Tiere

Im Staatswald des Forstbetriebs Hammelburg, zu dem das Revier Mittelsinn zählt, werden aktiv neue Lebensräume für Wildtiere geschaffen. Neben einer gezielten Totholzanreicherung oder dem Erhalt von Biotopbäumen und stehendem Totholz auf ganzer Fläche, werden u.a. auch zahlreiche Hochstumpf-Bäume aktiv geschaffen. Hier entstehen gute Habitatstrukturen, vor allem für höhlenbewohnende Vögel, wie Spechte und Eulen, aber auch für Säugetiere wie Haselmaus oder Fledermäusen. Die Bayerischen Staatsforsten und die Forstverwaltung in Bayern fördern diesen aktiven „Wohnungsbau“ aus Mitteln der besonderen Gemeinwohlleistungen.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Bayerischen Staatsforsten und dem Forstbetrieb Hammelburg.

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news-2513 Tue, 04 May 2021 15:35:23 +0200 Michaela Kaniber: „Borkenkäfer jetzt bekämpfen!“ https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/michaela-kaniber-borkenkaefer-jetzt-bekaempfen-vor-schwaermflug-appelliert-die-ministerin-an-waldbesitzer.html Vor Schwärmflug appelliert die Ministerin an Waldbesitzer

02. Mai 2021, München – In den kommenden Tagen beginnt der Schwärmflug der Borkenkäfer. Forstministerin Michaela Kaniber rechnet auch dieses Jahr mit einer starken Ausbreitung des Waldschädlings, der bei massenhafter Ausbreitung ganze Wälder zum Absterben bringen kann. Sie appelliert daher an Bayerns Waldbesitzer: „Wir dürfen mit unseren Anstrengungen bei der Bekämpfung der Borkenkäfer nicht nachlassen. Ich bitte deshalb alle Waldbesitzer dringend darum, ihre Wälder ab sofort konsequent auf Befall zu kontrollieren.“

Besonders wichtig ist es nach Aussage der Ministerin, Bereiche unter die Lupe zu nehmen, die bereits im Vorjahr befallen waren. Benachbarte Bäume sollten hier unbedingt auf frischen Befall mitkontrolliert werden. Diesen erkennt man gut am braunen Bohrmehl, das sich auf Rindenschuppen oder auf der Bodenvegetation ansammelt. Frisches Brutmaterial müsse konsequent aufgearbeitet und abgefahren oder mit einem Abstand von 500 m zum Wald gelagert werden. Zudem empfiehlt Ministerin Kaniber, Lagerkapazitäten für Borkenkäferholz aus dem vergangenen Jahr frühzeitig zu sichern und bei Bedarf weiter auszubauen.

Die Bayerische Forstverwaltung unterstützt die Waldbesitzer auch in diesem Jahr mit konkreten Maßnahmen: Die Aufarbeitung von Borkenkäferholz ohne Einsatz von Insektiziden wird mit bis zu 12 Euro pro Festmeter, im Schutzwald und dessen Gefährdungsbereich sogar mit bis zu 30 Euro pro Festmeter gefördert.

Sorge bereiten der Ministerin die unvermindert hohen Unfallzahlen bei der Waldarbeit: „Die Sicherheit muss im Wald immer an erster Stelle stehen.“ Der Einsatz professioneller Fachkräfte mit zweckmäßiger technischer Ausrüstung, ein geübter Umgang mit der Motorsäge, das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung sowie die Einhaltung der einschlägigen Unfallverhütungs-vorschriften sind Kaniber zufolge Grundvoraussetzung für ein möglichst unfallfreies Arbeiten im Wald.

Umfangreiche Informationen zur aktuellen Borkenkäfergefahr finden Sie unter: www.borkenkaefer.org. Hilfestellungen zur Arbeitssicherheit finden Sie unter www.waldbesitzer-portal.bayern.de/arbeitssicherheit.

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news-2512 Tue, 04 May 2021 15:27:50 +0200 Waldesruh am Wurzbachweiher https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldesruh-am-wurzbachweiher.html Bayerische Staatsforsten bauen neuen Rastplatz für Wanderer und Radfahrer bei Warmensteinach

03. Mai 2021, Warmensteinach – Am Wurzbachweiher bei Warmensteinach errichteten die Auszubildenden des Forstbetriebs Fichtelberg eine neue Ruhebank für Erholungssuchende.

Für den Warmensteinacher Bürgermeister Axel Hermann gibt es angenehme und weniger angenehme Termine. Bei schönem Wetter eine neue Sitzgruppe für Erholungssuchende zu besichtigen, die die Bayerischen Staatsforsten in seinem Gemeindebereich errichtet haben, zählt sicher zu den angenehmen Terminen. An idyllischem Platz beim Wurzbachweiher errichteten die Mitarbeiter des Forstbetriebs Fichtelberg eine Sitzgruppe aus heimischem Douglasienholz und Granit. Jetzt laden hier am Schnittpunkt mehrerer Wandertouren und Radwege Bänke und Tisch ein, zu rasten und die Seele baumeln zu lassen. Mit Blick auf Wald und Wasser, auf die Enten, die den Weiher als Brutplatz nutzen, auf die umhersurrenden Libellen und auf die Fische, die tief unten im Wasser ihre Bahnen ziehen. Ursprünglich diente das Gewässer als Wasserspeicher für die Holztrifft auf der Steinach. Seit einigen Jahren wird hier mit Wasserkraft umweltfreundlicher Strom erzeugt.

„Ihr habt eine tolle Attraktion für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Warmensteinach geschaffen, aber auch für Wanderer und Radfahrer, die in der Region unterwegs sind.“ dankte Bürgermeister Axel Hermann Forstwirtschaftsmeister Korbinian Scherm stellvertretend für das Team der Auszubildenden am Forstbetrieb Fichtelberg, die die Arbeiten ausführten.

Zu erreichen ist die Sitzgruppe von Warmensteinach aus über den Wanderweg Richtung Sophienthal oder von Zainhammer hinauf zur Ruine Wurzstein und weiter dem Wurzbachtal folgend.

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unterstützt den Bau des Rastplatzes als besondere Leistung der Bayerischen Staatsforsten für das Gemeinwohl.

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news-2603 Mon, 03 May 2021 12:53:00 +0200 Neue Jagdsaison beginnt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neue-jagdsaison-beginnt.html Frisches Wildbret aus dem Staatswald (03. Mai) Freising – Am 1. Mai begann die neue Jagdsaison für Rehwild. Damit kann der Forstbetrieb Freising seinen Direktverkauf von frischem Wildfleisch aus den eigenen Wäl-dern in Kürze wieder aufnehmen. Nachdem die ersten erlegten Rehe abgehangen und auf-bereitet sind, beginnt der Verkauf am Mittwoch, den 12. Mai. Am Freitag, den 14. Mai ist ebenfalls geöffnet. Der Verkauf erfolgt am Domberg 1 über das Seitenfenster neben dem Gebäudeeingang.
Öffnungszeiten:
  • Mittwoch von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
  • Freitag von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr
  • sowie nach telefonischer Vereinbarung (08161/48020).

Neu im Sortiment sind Grillwaren, wie z. B. marinierte Steaks, Grillwürstel und gefrorene Wildburger, die wir erstmalig anbieten. Wildschwein und Rehwild ist außerdem auch als ge-frorene Ware erhältlich. Sämtliche Produkte stammen aus den eigenen staatlichen Wäldern und sind nachhaltig. Mit jährlich rund 1.500 Stück Schalenwild aus den Staatsjagdrevieren erzeugt der Forstbetrieb Freising der Bayerischen Staatsforsten ein hochwertiges Lebensmit-tel. Die Qualität von Wildfleisch wird allseits gelobt und ist nicht zuletzt wegen seines vorzüg-lichen Geschmacks eine hervorragende Ergänzung des Speiseplans. Das Fleisch ist fettarm, eisen- und vitaminreich. Die hochwertige und abwechslungsreiche Nahrung des Wildes macht das Fleisch sehr aromatisch.
Unser Wildbret ist gesund und unbehandelt und stammt von heimischen, in ihrem natürlichen Lebensraum aufgewachsenen Tieren. Tierschutzgerecht erlegt, wird das Wild nach mo-dernsten Hygienestandards zu Wildbret verarbeitet, um höchste Qualität zu garantieren. So ist zum Beispiel sichergestellt, dass jedes einzelne Stück Wild auf seinen Becquerel-Gehalt untersucht wird und die Strahlenbelastung unterhalb des zulässigen Grenzwerts liegt.
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Wild lebt und ernährt sich in der freien Natur. Daher hat Wildfleisch einen hohen Anteil an Vitaminen und Mineralien sowie einen geringen Fettgehalt. Wild kann ebenso vielseitig zube-reitet werden, wie andere Fleischsorten. Ob als traditionelles Wildragout, als feiner Braten, Steak oder Grillgut, Wildbret ist ein schmackhaftes und gesundes Lebensmittel. Mehr Natur geht nicht.

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news-2511 Fri, 30 Apr 2021 07:44:23 +0200 Staatsforstbetrieb in Ebrach unter neuer Führung https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/staatsforstbetrieb-in-ebrach-unter-neuer-fuehrung.html Barbara Ernwein übernimmt Leitung von Ulrich Mergner

Regensburg / Ebrach, 29. April 2021 - Der Steigerwald-Forstbetrieb der Bayerischen Staatsforsten bekommt eine neue Leiterin. Am 1. Mai wird Barbara Ernwein die Verantwortung für rund 17.000 ha Wald übernehmen. Sie folgt auf Ulrich Mergner, der im Rahmen des von ihm vor einigen Jahren initiierten „Wissenschaftlichen Symposiums“ verabschiedet wurde.

Staatsforsten-Vorstand Reinhardt Neft lobte Mergner als einen stets wissbegierigen, mutigen und zukunftsgewandten Forstmann: „Mit seiner Arbeit hat er nicht nur den Forstbetrieb Ebrach geprägt, sondern die Waldbewirtschaftung weit über die Grenzen Bayerns hinaus beeinflusst“, so Neft. „Ulrich Mergner hatte immer das Wohl der ihm anvertrauten Wälder im Blick“, sagte Neft. „Mit Barbara Ernwein haben wir eine äußerst fähige Nachfolgerin gefunden, die in der Lage ist, die vielfältigen Herausforderung im Steigerwald zu meistern.“

Barbara Ernwein wurde 1979 im baden-württembergischen Crailsheim geboren und absolvierte ihr Studium an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Nach dem Referendariat in Bayern arbeitete sie zunächst für eine Forstbetriebsgemeinschaft und kam 2013 zu den Bayerischen Staatsforsten. Nach Aufgaben im Controlling und als Kundenbetreuerin Immobilien übernahm sie 2018 als Leiterin des Baumwipfelpfads Steigerwald Führungsverantwortung im Unternehmen. Mit ihrer Familie lebt sie seit drei Jahren in der Nähe von Ebrach und ist mit der Region bereits tief verwurzelt.

Der neuen Aufgabe als Forstbetriebsleiterin blickt sie mit viel Vorfreude entgegen: „Der Steigerwald ist durch die Arbeit von Försterinnen und Förstern zu dem Juwel geworden, das ich hier vorfinde.“ Großen Wert legt Ernwein darauf, naturschutzfachliche Aspekte mit der aktiven Bewirtschaftung zu vereinen. „Das Ebracher Modell der naturnahen Waldbewirtschaftung ist inzwischen Vorbild für Förster:innen in ganz Europa. Ich werde mich um die herausragenden Naturschutzleistungen der Wälder genauso kümmern, wie um die regionale Holzversorgung der Menschen und Sägewerke“, so Ernwein.

Und auch die Erholungsfunktion der Wälder – die gerade in Zeiten der Corona-Pandemie immer stärker in den Fokus rückt – wird ein zentrales Element ihrer Arbeit werden. „Der Wald als Erholungsort ist für mich als Mutter von drei Kindern ganz zentral. Ich werde versuchen, alle Ansprüche der Bürgerinnen und Bürger an den Steigerwald so gut wie möglich gerecht zu werden“, so Ernwein abschließend. Sie dankte ausdrücklich ihrem Vorgänger Ulrich Mergner, der den Steigerwald in den letzten Jahrzehnten wesentlich geprägt und weiterentwickelt hat.

Für Vorgänger Ulrich Mergner endet in diesen Tagen eine mehr als 45jährige forstliche Laufbahn. Er begann sein Forststudium 1975 an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München. Nach verschiedenen Stationen bei der damaligen Staatsforstverwaltung war Mergner ab 1997 an der Forstschule Lohr für die Ausbildung der angehenden Försterinnen und Förster zuständig. 2001 übernahm er die Leitung des Forstamts Lohr, mit Gründung der Bayerischen Staatsforsten im Jahr 2005 wurde er Leiter des Forstbetriebs Ebrach. Eine Reihe von forstlich geprägten Auslandsaufenthalten während des Studiums und zahlreiche Studienreisen, die ihn bis in den Iran und die Ukraine führten, zeigen, dass ihm der Blick über den Tellerrand hinaus wichtig war. Mergner war allein im Forstbetrieb Ebrach an mehr als 70 Forschungsprojekten beteiligt. Das alle zwei Jahre stattfindende Wissenschaftliche Symposium geht auf seine Initiative zurück.

Mergner wird der forstlichen Welt erhalten bleiben, er will sich künftig Projekten widmen, die das Gemeinwohl der Wälder im Fokus haben. Ihn freue es besonders, so Mergner, „dass das Ebracher Trittsteinkonzept ein europaweites Vorzeigeprojekt geworden ist und in zahlreichen internationalen Publikationen als Best Practice-Beispiel für integrative Waldnutzung genannt wird.“ Ausdrücklich dankte Mergner seinen MitarbeiterInnen: „Nur durch ihre konsequente und achtsame Arbeit sei es möglich gewesen, das Naturschutz-integrativen Konzeptes auf so großer Waldfläche umzusetzen.“ Mergner will den Wald künftig aus einer etwas anderen Perspektive, aber nicht weniger intensiv wahrnehmen. 

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news-2510 Tue, 27 Apr 2021 15:15:03 +0200 Seeadler auf Abwegen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/seeadler-auf-abwegen.html Ein junges Seeadlerpaar hat es sich in einem Fischadlerhorst gemütlich gemacht, Bayerische Staatsforsten bauen künstliche Nisthilfen für Seeadler im kommenden Herbst

März 2021 – Seeadler und -adler sind alte Bekannte im Hessenreuther Wald. Den größeren Seeadler beobachtet der im östlichen Teil zustände staatliche Revierleiter Hans Frisch dort seit rund 10 Jahren, vor allem Einzelvögel. Der kleinere Fischadler dagegen brütet seit 2006 im Hessenreuther Wald. Für den Zugvogel wurden dafür in den vergangenen Jahren künstliche Nisthilfen eingerichtet. Dass dies auch für den Seeadler notwendig wird, zeigt eine besondere Entdeckung: Ende März, Anfang April kommen die Fischadler aus Ihren Winterquartieren im südlichen Europa und nördlichen Afrika zurück. Förster Hans Frisch überprüft zu dieser Zeit daher immer die in seinem Revier angelegten künstlichen Nisthilfen. Bei einem seit Jahren besetzten Fischadlerhorstes, konnte er dabei beobachten, dass anstatt Fischadler ein Seeadlerpaar, die künstlich errichtete Nisthilfe bezogen hatte.

Gemeinsam mit dem Großvogelexperten Carsten Rohde konnte vor Ort feststellen, dass es sich bei dem Adlerpaar um ein älteres unebringtes Männchen und um ein beringtes 4-jähriges Weibchen handelt. Das Weibchen wurde am 22.05.2018 bei Ebermannsdorf (Lkr. Amberg) beringt und ist mit ihren vier Jahren noch nicht geschlechtsreif. Mit einer Seeadlerbrut in diesem Jahr ist also noch nicht zurechnen. Zudem ist der Fischadlerhorst für eine Seeadlerbrut nicht gut geeignet. Warum das Seeadlerpaar diesen für Seeadler untypischen Nistplatz dennoch ausgewählt hat, ist unbekannt.

Da nach Ansicht des Experten Rohde zeigt das Verhalten aber, dass im kommenden Jahr mit der ersten Brut dieses Paares zu rechnen ist. Um die Ansiedlung von Seeadlern im Hessenreuther Wald zu unterstützen, werden die Bayerischen Staatsforsten im Herbst daher vier künstliche Seeadlernisthilfen errichten. Damit wird das Ziel verfolgt, die Bruten in Bereiche zu lenken in denen sie weitestgehend ungestört erfolgen können. 

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news-2509 Tue, 27 Apr 2021 15:07:49 +0200 Der nächste Winter kommt bestimmt: Brennholz selber machen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/der-naechste-winter-kommt-bestimmt-brennholz-selber-machen.html Jetzt das Holz für den nächsten Winter machen, Stehendes Holz oder an den Waldweg gerückte Stämme gibt es bei den Bayerischen Staatsforsten

27. April 2021, Schnaittenbach - Draußen wechseln sich seit Tagen Schnee- und Graupelschauer ab. Und nach dem kalten Winter und dem bis lang kalten Frühjahr in dem wir durch Corona gezwungen waren mehr Zeit im Haus zu verbringen machen sich nun die Spätfolgen bemerkbar: Durch das Mehr an Heizen sind die Vorräte an Brennholz geschwunden und müssen wieder aufgestockt werden.

Nachschub gibt es in der Region über den Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten, der Brennholz zum Selbermachen anbietet. Ganz im Stil des Do-it-yourself muss hierzu im Wald kräftig angepackt werden. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Das Kleinschneiden und spalten von Holz, das bereits gefällt und an den Waldweg verbracht wurde, Forstleute sagen rücken dazu. Oder die anspruchsvollere aber auch günstigere Methode, die Selbstwerbung. Dazu müssen mit der Motorsäge die vom Förster ausgewählten Bäume zu Fall gebracht und dann noch kleingeschnitten werden.

Grundsätzlich gilt aber, wer mit der Motorsäge im Wald arbeiten möchte braucht dafür einen Art Führerschein. Über die gefährliche Arbeit im Wald sind wir uns bewusst und gerade deswegen ist der Nachweis über einen besuchten Motorsägen-Lehrgang (die voraussichtlich auch bald wieder angeboten werden können) Pflicht. So können wir davon ausgehen, dass nur geschulte Selbstwerber auf unseren Flächen arbeiten, so der Leiter des Forstbetriebs Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten, Philipp Bahnmüller. Neben der Sicherheit ist die Nachhaltigkeit oberstes Gebot bei der Forstwirtschaft. Es werde immer nur so viel Holz geerntet wie immer wieder nachwächst. So bliebe der Wald auch in Zukunft erhalten, so Forstbetriebsleiter Bahnmüller weiter. Zudem sei Brennholz meist ein Koppelprodukt, aus dem Teil des Baumes aus dem keine Bretter gesägt werden können oder es handelt sich dabei um Holz aus Durchforstungen.

In jedem Revier des Forstbetriebs bieten sich Flächen für Selbstwerber an, wie zum Beispiel im Revier Hessenreuth bei Förster Hans Frisch. Im Hessenreuther Wald gibt es viele junge Buchenbestände, die durch Selbstwerber gepflegt werden können. Um den Zuwachs auf die besten Bäume zu lenken und den Bestand zu stabilisieren müssen sogenannte Bedränger entnommen werden. Die Bedränger-Bäume, wurden zuvor sorgfältig durch den Revierleiter ausgesucht und farblich markiert. Einfacher wäre es wohl die Fläche maschinell bearbeiten zu lassen, doch will man lieber der örtlichen Bevölkerung die Möglichkeit geben, den Wald aktiv mitzugestalten und das Holz zu nutzen, so Revierleiter Hans Frisch. Außerdem ist es schön, sich ab und zu mit den Selbstwerbern auszutauschen und sie noch mehr über verschiedene Zusammenhänge in unseren Wäldern aufzuklären. Und nicht zu vergessen: Die Arbeit im Wald und an der frischen Luft ist anstrengend, macht aber auch große Freude.

Wenn bei Ihnen das Interesse besteht, regionales, nachhaltig gewachsenes Brennholz selbst einzuschlagen, setzen Sie sich gerne mit Revierleiter Hans Frisch telefonisch in Verbindung. Er ist von Montag bis Freitag von 06.30 Uhr bis 07.00 Uhr unter der 09644 297 zu erreichen. Aber auch in anderen Revieren des Forstbetriebs Schnaittenbach können Sie Brennholz erwerben mehr Informationen finden Sie auf der Forstbetriebsseite!

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news-2508 Tue, 27 Apr 2021 08:05:30 +0200 Waldführung am 07. Mai 2021 im Forstbetrieb Ebrach entfällt! https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldfuehrung-am-07-mai-2021-im-forstbetrieb-ebrach-entfaellt.html Die Waldführung am 07. Mai 2021 um 15.00 Uhr am Forstbetrieb Ebrach durch unsere Revierleiterin Frau Petra Diener im Revier Hundelshausen findet nicht statt.

Begründung: 12. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (Corona-Verordnung) der Bayer. Staatsregierung.

Der Forstbetrieb wird den Waldbegang nachholen, sobald wieder Führungen erlaubt sind.

 

Auch die übrigen Waldbegänge aus unserem Programm  „Mit Försterin und Förster unterwegs im Steigerwald“ - stehen unter dem Vorbehalt der Erlaubnis im Zuge weiterer Entscheidungen im Zusammenhang mit künftigen Corona-Regelungen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie direkt beim Forstbetrieb Ebrach!

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news-2507 Mon, 26 Apr 2021 14:56:47 +0200 Bayerische Staatsforsten melden über 1,5 Mio. zusätzliche Klimabäume im vergangenen halben Jahr: https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/bayerische-staatsforsten-melden-ueber-15-mio-zusaetzliche-klimabaeume-im-vergangenen-halben-jahr.html
  • Hauptsächlich Eichen, Tannen und Buchen gepflanzt
  • Vorrang für heimische Baumarten
  • In kommender Pflanzsaison (Herbst 2021 / Frühjahr 2022) 1,2 Mio. zusätzliche Bäume geplant
  • Regensburg, 25 April 2021 – In einer ersten Zwischenbilanz zu neuen Baumpflanzungen im bayerischen Staatswald teilen die Bayerischen Staatsforsten mit, dass über 1,5 Millionen zusätzliche Klimawald-Bäume seit Oktober 2020 zur Bewältigung des Klimawandels gepflanzt und gesät wurden. Für die nächste Herbst- und Frühjahrs-Pflanzsaison planen die Bayerischen Staatsforsten aktuell mit 1,2 Mio. zusätzlichen Klimawald-Bäumen.

    Die Bayerischen Staatsforsten pflanzen mit den zusätzlichen neuen Klimawald-Bäumen insgesamt rund 6 Millionen junge Bäume jährlich für den Zukunftswald von morgen – also eine Million Bäume mehr pro Jahr als in ihrem standardmäßig laufenden Waldumbauprogramm. Bis Ende 2024 sollen so insgesamt 30 Millionen neue Bäume im Staatswald gepflanzt werden. Ziel der zusätzlichen Klimawald-Pflanzungen ist es, den Umbau der bayerischen Wälder im Zuge des immer schneller voranschreitenden Klimawandels hin zu klimatoleranten und stabilen Mischwäldern zu beschleunigen.   

    Starke Eichenmast sorgt für viele junge Eichen im Staatswald – gute Naturverjüngungssituation forciert Waldumbau zusätzlich
    Über die Hälfte der neuen Bäumchen, die gepflanzt oder gesät wurden, waren Eichen. „Ausschlaggebend für den hohen Eichen-Anteil war eine starke Eichenmast im vergangenen Jahr“, so ein Sprecher der Bayerischen Staatsforsten. Aber auch Tannen, Buchen, Douglasien und Lärchen sowie seltenere Baumarten wie Elsbeeren, Kirschen und Esskastanien wurden in den vergangenen Wochen verstärkt gepflanzt. „Diese Baumarten kommen mit Klimawandel, Trockenheit und Insekten deutlich besser zurecht als andere“, so der Sprecher weiter. Aufgrund der neuen Klimawaldkulturen und der z. T. sehr günstigen Naturverjüngungssituation können die Bayerischen Staatsforsten zu den bisherigen 7.000 Hektar Waldumbaufläche pro Jahr zusätzlich weitere 1.000 Hektar pro Jahr zu klimastabilen Mischwäldern umbauen.

    „Unser Ziel ist es, diesen Umbau schneller als bisher geplant abzuschließen: Bis 2030 wollen wir im Bayerischen Staatswald den Waldumbau schaffen. Über die Hälfte ist schon erreicht. Jetzt müssen wir in den kommenden Jahren mit Hochdruck noch ca. 85.000 Hektar schaffen. Dabei hilft uns das Klimawald-Programm von Ministerpräsident Söder und Forstministerin Kaniber sehr“, so der Staatsforstensprecher weiter.   

    Mindestens 4 Bäume auf jeder Fläche als Ziel
    Entscheidend für den erfolgreichen Waldumbau und die Zukunftsfähigkeit des Waldes für kommende Generationen ist es, die richtigen Baumarten einzusetzen, d.h. Baumarten zu nutzen, die dem Klimawandel – also höheren Temperaturen, mehr Trockenheit, weniger Niederschlägen, aber auch verstärkt auftretenden Schädlingen – standhalten. Die heimischen Baumarten bleiben dabei weiterhin die tragende Basis eines klimagerechten Waldbaus. Hier wird es allerdings eine Verschiebung in der Baumartenzusammensetzung geben.

    „Wir müssen auf bewährte Baumarten setzen wie Tanne, Eiche, Douglasie, Buche – aber auch auf seltenere, bisher nur in geringerem Umfang gepflanzte Baumarten wie Elsbeere, Flatterulme, Esskastanie, Kirsche, Eibe, Feldahorn, Sommer-/Winterlinde. Wir werden zu einer größeren Vielfalt im Wald kommen, da gerade die Mischung bei einer unsicheren Zukunft die beste Risikoabsicherung ist. Nach Möglichkeit streben wir mindestens 4 verschiedene Baumarten auf einer Fläche an“, so der Sprecher weiter. Ziel der Klimawald-Kulturen ist es, dass die neue Baumartenzusammensetzung deutlich klimatoleranter ist als die bisherige. Fichten und Kiefern werden in Bayerns Zukunftswäldern langfristig deutlich weniger Anteile haben als heute.

    Vorsichtig sind die Staatsforsten beim Ausbringen nicht heimischer Baumarten. „Gastbaumarten aus den warm-trockenen Klimazonen, die es auch in Bayern verstärkt geben wird, sind eine Option, müssen aber zunächst in wissenschaftlich begleiteten Praxisanbauversuchen genau getestet werden. Es dauert zehn bis zwanzig Jahre, bis wir entscheiden können, ob und wo neue Baumarten wie Atlaszeder, Libanonzeder oder Baumhasel in nennenswerten Stückzahlen ausgebracht werden könnten“, so der Sprecher.

    Klimawandel gezielt begegnen: Die richtigen Baumarten für die jeweilige Region
    Der Klimawandel wirkt sich in Bayern regional unterschiedlich aus. Schon heute zeigt sich, dass die Anzahl der Tage mit einer eingeschränkten Wasserversorgung für die Wälder nördlich der Donau stärker angestiegen ist als südlich der Donau. Trotz der Erwartung, dass es im Allgemeinen wärmer wird, muss weiterhin mit kalten Wintern und Spätfrösten gerechnet werden. Das gilt insbesondere für einige Regionen in Südbayern. Dies muss bei der Baumartenwahl berücksichtigt werden.

    Nordbayern: Borkenkäfer-Schadflächen im Frankenwald und Trockenschäden an Buchen und Kiefern in ganz Franken
    Besonders hart durch Trockenheit, Hitze und Borkenkäfer getroffen hat es in den letzten beiden Jahren den Frankenwald sowie Teile Ober-, Unter- und Mittelfrankens. Um die Schadflächen im Frankenwald aufzuforsten und die dort schwer geschädigten Fichtenbestände umzubauen, wurde hier neben vielen anderen Baumarten ein Schwerpunkt auf Eichen und Tannen gesetzt. Beide Baumarten können durch ihr tiefes Wurzelwerk Feuchtigkeit aus unteren Bodenschichten erschließen.  

    Auch in anderen fränkischen Landesteilen – bspw. im Spessart, der Fränkischen Platte sowie in den Staatswaldgebieten um Forchheim und Pegnitz – haben Trockenheit und Hitze zu Schäden an Fichten, Kiefern und auch Buchen geführt. Neben der Eiche, Tanne und Douglasie werden hier auch seltene heimische Baumarten wie Elsbeere, Kirsche und Edelkastanie Teil der neuen Klimawald-Kulturen sein.  

    Südbayern: Schneebruch-Schäden in Berchtesgaden und Schäden des Sturms Sabine im Allgäu
    In Südbayern wurden die Staatswälder rund um den Forstbetrieb Berchtesgaden am stärksten durch die zusätzlichen Klimawald-Kulturen unterstützt. Auf einer Fläche von insgesamt knapp 30 Hektar haben die Forstwirtinnen und Forstwirte der Bayerischen Staatsforsten in den vergangenen Wochen vor allem Tanne, Buche und Eibe gepflanzt, um den durch einen Wintersturm 2019 geschädigten Bergwäldern zu helfen. Aber auch in den anderen Gebirgsforstbetrieben sowie in den Wäldern rund um München werden Tannen, Buchen, Eichen und seltene, trockenheitstolerante Edellaubhölzer wie Ulme, Sommer- und Winterlinde verstärkt in den Boden eingebracht, um einen stabilen und leistungsfähigen Klimawald zu begründen. In den alpinen Regionen müssen die Försterinnen und Förster noch stärker als in Franken darauf achten, dass es trotz des Klimawandels immer wieder strenge Fröste geben kann. Die klimatoleranten Baumarten müssen auch das aushalten können.

    Im durch den Februarsturm Sabine 2020 schwer getroffenen Forstbetrieb Sonthofen im Allgäu spielen neben den genannten Bäumen zudem auch die Douglasie sowie Eiche und Kirsche eine wichtige Rolle.

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    news-2506 Thu, 22 Apr 2021 14:16:43 +0200 Froschkönig: Forstbetrieb Fichtelberg legt zahlreiche Feuchtbiotope an https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/froschkoenig-forstbetrieb-fichtelberg-legt-zahlreiche-feuchtbiotope-an.html 22. April 2021, Fichtelberg – Verteilt im Fichtelgebirgswald hat der Forstbetrieb Fichtelberg im vergangenen Jahr neue Feuchtbiotope für Amphibien und Libellen geschaffen, die hier Laichplatz und Lebensraum bekommen sollen. Jetzt im Frühjahr zeigen sich schon erste Erfolge.

    Vorsichtig schöpft Bernhard Kraus mit einem Eimer am Rand eines kleinen Tümpels im Wald unterhalb der Platte. Der Förster greift in das Gefäß und hält gut hundert winzig kleine, gerade schlüpfende Kaulquappen in seinen Händen. „Ist das nicht ein kleines Wunder?“ fragt er respektvoll. Hier in dem künstlich angelegten Feuchtbiotop finden Amphibien wie Grasfrosch und Erdkröte geeigneten Laichplatz und sicheren Lebensraum. Einigermaßen sicher jedenfalls. Denn auch Kreuzotter und Schwarzstorch haben die Feuchtbiotope schon gefunden und nutzen sie als Nahrungsquelle.

    Bernhard Kraus interessiert sich schon in seiner Jugend für die glitschigen Wesen. Damals erkundete er rund um seinen Heimatort Fichtelberg die Steinbruchlöcher und erforschte die Entwicklung von Kaulquappen zuhause im Einmachglas. Jetzt als Förster bei den Bayerischen Staatsforsten betreut er die Wälder vom Silberhaus bis hinauf zum Nusshardt. Allein im letzten Jahr hat er in seinem Zuständigkeitsbereich 17 größere und kleinere Feuchtbiotope anlegen lassen. Damit war er im vergangenen Jahr der Förster mit der größten Zahl von neugeschaffenen Tümpeln und deshalb der ungekrönte Froschkönig.

    Im ganzen Bereich des Forstbetriebs Fichtelberg, der den westlichen und südlichen Teil des Fichtelgebirges umfasst, entstanden im letzten Jahr 26 neue Tümpel mit einer Gesamtfläche von knapp 2.000 m². Das ergänzt zusammen mit den schon vorhandenen Feuchtbiotopen und Weiherflächen das dichtes Netz von geeigneten Amphibien-Lebensräumen im Fichtelgebirgswald.

    „Wir legen die Feuchtbiotope gezielt abseits von öffentlichen Straßen an, auf denen die Frösche bei ihren Wanderungen zu den Laichplätzen und später als Frosch in großer Gefahr wären.“ erklärt der Förster. „Die Tümpel haben Flachwasserzonen, in denen sich das Wasser schnell erwärmt, aber auch tiefere Bereiche, die als Rückzugsort und Überwinterungsraum dienen können.“

    In den kommenden Jahren erwartet Bernhard Kraus, dass sich die Ufer der neu ausgebaggerten Tümpel bewachsen und sie damit noch attraktiver für Amphibien werden. Aber bereits jetzt schwimmen teilweise schon Laichballen und –schnüre im Wasser der neuen Lebensräume – ein unerwartet schneller, erster Erfolg.

    Die Anlage der Feuchtbiotope wird als besondere Gemeinwohlleistung der Bayerischen Staatsforsten gefördert von den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bayreuth und Münchberg. 

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    news-2505 Tue, 20 Apr 2021 11:22:20 +0200 Nutzen und Schützen – Im Wald kein Widerspruch https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/nutzen-und-schuetzen-im-wald-kein-wiederspruch.html Sonthofen, 19.04.2021 – Die Bayerischen Staatsforsten haben den Auftrag, den Staatswald allumfassend zu betreuen. Dazu gehört auch, Bäume zu fällen für den nachhaltigen, regionalen Rohstoff Holz. Der Waldnaturschutz spielt dabei eine gleichgroße Rolle. „Nutzen und schützen auf der gleichen Fläche, das ist unser integrativer Ansatz“, erklärt Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting.

    Zur Umsetzung der Waldbau- und Naturschutzziele im bayerischen Staatswald werden die Waldbestände vor jeder geplanten Holznutzung vom zuständigen Revierförster entsprechend begangen und vorbereitet. „Jeder für die Holzernte vorgesehene Baum wird von uns ausgezeichnet, also farblich i.d.R. in Rot markiert“ berichtet Förster Rainer Ruf. „Dabei achten wir besonders auf vorhandene Biotopbäume. Diese wollen wir erhalten und deshalb werden die bei uns mit einer gelben Wellenlinie markiert. Bei der Holzernte werden sie dann nicht versehentlich gefällt oder beschädigt“, so Förster Ruf weiter.

    Biotopbäume sind lebende Bäume mit z.B. Specht- oder Faulhöhlen. Auch hohle oder angemorschte Bäume, solche mit abgebrochenen Kronen oder Zwieseln, lebende Baumstümpfe, teilweise abgestorbene Individuen, auch Bäume mit Pilzbefall oder besiedelt von seltenen Flechten. Diese Bäume haben eine besondere Bedeutung für die biologische Vielfalt und sind ein wertvoller Lebensraum für Käfer, Pilze, Vögel, Fledermäuse oder Flechten. Deshalb sollen sie im Staatswald erhalten und angereichert werden. Angestrebt werden in naturnahen Wäldern ungefähr zehn Biotopbäume je Hektar, im Forstbetrieb Sonthofen sind es bereits elf Stück pro Hektar. Darüber hinaus werden auch alte, sehr dicke Bäume, sogenannte Methusaleme nicht geerntet. Methusalem bei den Staatsforsten wird ein Baum, wenn er z.B. als Fichte oder Weißtanne in Brusthöhe mindestens einen Meter oder als Buche mindestens 80 cm Durchmesser hat. Diese Bäume werden mit zunehmenden Alter bis zum natürlichen Absterben ökologisch immer wertvoller.

    Aber auch abgestorbenes und vermoderndes Holz spielt beim Waldnaturschutz eine sehr wichtige Rolle. Über 20% der im Wald lebenden Vögel und Säugetiere, sowie viele Pilze und Flechten sind auf Totholz angewiesen. Die abgestorbenen Bäume bieten ihnen die notwendige ökologische Nische. Deshalb soll stehendes und liegendes Totholz im Staatswald gezielt belassen und vermehrt werden. Soweit wie möglich verbleibt es auch in bewirtschafteten Beständen im Wald. Ziel ist es je nach Alter und Zusammensetzung der Wälder 20 bis 40 Kubikmeter Totholz je Hektar anzureichern. „Mit durchschnittlich 33 Festmetern je Hektar bzw. über 500.000 Festmetern Totholz im Sonthofener Staatswald bewegen wir uns deutlich über dem bayerischen Durchschnitt“, freut sich Forstbetriebsleiter Jann Oetting.

     

    Den integrativen Weg beim Waldnaturschutz – Nutzen und Schützen auf gleicher Fläche – bei den Bayerischen Staatsforsten findet Revierförster Rainer Ruf gut und praktikabel, auch wenn er manchmal an seine Grenzen stößt. So dürfen die Waldarbeiter bei der Baumfällung nicht durch tote Bäume, die unkontrolliert umfallen können, gefährdet werden. Entweder wird der Gefahrenbereich nicht bearbeitet oder das Totholz muss gefällt werden. Auch an Waldwegen, Parkplätzen, Erholungseinrichtungen und Ähnlichem wird regelmäßig kontrolliert, ob Biotopbäume oder Totholz eine Gefahr für die Waldbesucher sind. Ist dies der Fall, werden sie beseitigt. Ein weiteres Beispiel, bei dem es zwischen Nutzen und Schützen abzuwägen gilt, ist die Borkenkäferbekämpfung und –profilaxe. Vom Borkenkäfer befallene Fichten sterben ab. Lässt man der Sache freien Lauf, würde in kurzer Zeit Totholz angereichert, aber zugleich würde sich der Borkenkäfer vermehren und große Schäden im bewirtschaftetem Wald verursachen. Deshalb gilt es, befallene Bäume rasch zu fällen und zu ernten. Ist der Borkenkäfer bereits ausgeflogen und der Baum abgestorben, kann er auch ohne negative Folgen als Totholz belassen werden.

    „Bei allen kleinen Konfliktfeldern, die lösbar sind, bin ich ein klarer Verfechter des integrativen Waldnaturschutzes im Bayerischen Staatswald“, positioniert sich Forstbetriebsleiter Jann Oetting. „Darüber hinaus haben wir am Forstbetrieb Sonthofen ca. 1.300 Hektar Waldfläche an verschiedenen Waldorten in allen Forstrevieren als Naturwaldflächen ausgewiesen. Das sind naturnahe Wälder mit besonderer Bedeutung für die Biodiversität. Diese Wälder werden nicht bewirtschaftet. Auf Holznutzung wird bewusst verzichtet, damit eine natürliche, vom Mensch unbeeinflusste Waldentwicklung vonstattengehen kann und ökologisch wertvolle Trittsteine erhalten bleiben oder entstehen.“

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    news-2504 Fri, 16 Apr 2021 11:09:02 +0200 Wildlinge für den gemischten Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wildlinge-fuer-den-gemischten-wald.html St. Martin bei Lofer, 16. April 2021 - Die Bayerischen Saalforste pflanzen in diesem Frühjahr rund 30.000 junge Bäumchen in die Wälder zwischen Leogang und Unken. Besonders an die Gebirgs- und Standortbedingungen angepasst, sind ca. fünfjährige Pflanzen – sogenannte Buchenwildlinge -  die in buchenreichen Waldteilen natürlich herangewachsen sind. Sie werden derzeit von Waldarbeitern des Forstbetriebs ausgehoben, damit sie im Laufe der nächsten Tage in Waldteile mit bisher überwiegend Nadelholz verpflanzt werden können.

    In diesem Frühjahr werden die Bayerischen Saalforste rund 30.000 junge Pflanzen in die Bergwälder zwischen Leogang und Unken pflanzen; Lärchen, Tannen, Zirben und Buchen bilden dabei den Schwerpunkt. Die jahrhundertelang von der Fichte dominierten Saalforstwälder werden in Zeiten des Klimawandels in baumartenreiche Wälder für die Zukunft umgebaut. Ziel ist es die Wälder durch mehr Baumarten zu mischen, damit sie den Anforderungen eines heißeren Klimas in der Zukunft gewachsen sind. Die Fichte wird in der Mischung sicherlich weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Das Risiko, die Fichte wegen Hitze und Borkenkäfer zu verlieren wird durch den Klimawandel immer größer, das Zusammenbrechen von Waldteilen wird mit dem Einbringen von Mischbaumarten jedoch vermindert.

    Zwei Waldarbeiter der Saalforste, Andreas Fernsebner und Martin Millinger, sind derzeit mit großer Freude an der Arbeit in den buchendominierten Wäldern um Reith bei Unken unterwegs, um junge Buchenwildlinge zu gewinnen. Die Altbuchen werfen regelmäßig ihre Bucheckern ab und hunderttausende junge Buchen sind im Schatten der Altbäume herangewachsen. Die feuchte Aprilwitterung nutzen die beiden Waldarbeiter aktuell, um rund 13.000 dieser sogenannten Wildlinge aus dem Boden zu ziehen. In einigen Tagen werden sie dann in Waldteile verpflanzt, in denen bisher die Fichte vorherrscht. Dort werden sie ein wichtiges Element für zukunftsfähige, baumartenreich aufgebaute Bergwälder sein.

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    news-2503 Tue, 13 Apr 2021 08:58:00 +0200 Neue Revierleiterin für das Forstrevier Holzheim am Forst https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neue-revierleiterin-fuer-das-forstrevier-holzheim-am-forst.html Katharina Vogl seit 1. April am Forstbetrieb Burglengenfeld

    Burglengenfeld, 13. April 2021 - Nachdem die bisherige Revierleiterin Lea Franz Anfang März an den Forstbetrieb Pegnitz gewechselt hat, ist nun bereits für ihre Nachfolge gesorgt: Am 1. April 2021 hat Katharina Vogl ihren Dienst am Forstbetrieb Burglengenfeld angetreten. Die gebürtige Chamerin war nach ihrer im vergangenen Jahr abgelegten Staatsprüfung zunächst am Forstbetrieb Flossenbürg eingesetzt und ergreift jetzt die Chance, ihre erste feste Revierstelle in der heimatlichen Oberpfalz zu erhalten.   

    Forstbetriebsleiter Hans Mages beglückwünschte Katharina Vogl zu ihrer neuen Aufgabe und hieß sie im Team des Forstbetriebs herzlich willkommen. „Wir sind froh, dass das Revier so rasch wiederbesetzt wurde – denn Arbeit steht mehr als genug an“ so Mages. Er freue sich auch, dass die Wahl wieder auf eine junge Försterin gefallen sei. Zum einen brächten junge Menschen immer auch neue Ideen und Fähigkeiten in ein Team, zum anderen seien mehr Frauen in der immer noch von Männern dominierten forstlichen Arbeitswelt eine Bereicherung. Derzeit werden im Forstbetrieb Burglengenfeld zwei von den zehn Revieren von Försterinnen geleitet, in vier Revieren sind junge Kolleginnen und Kollegen tätig.

    Der Sitz des Reviers Holzheim am Forst befindet sich im Burglengenfelder Forstbetriebsgebäude in der Kallmünzer Straße 1. Hier ist Frau Vogl unter der Tel.-Nr. 09471/7031-25 und zu ihren Sprechzeiten donnerstags von 15-17 Uhr zu erreichen.

    Der Schwerpunkt des Reviers liegt in den größeren Staatswaldflächen bei Burglengenfeld und Teublitz im Landkreis Schwandorf. Gerade bei Erholungssuchenden ist der Staatswalddistrikt „Raffa“ südlich von Burglengenfeld bekannt und beliebt. Mit Flächen z. B. bei Regenstauf erstreckt sich das Revier aber auch in den Landkreis Regensburg.

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    news-2502 Tue, 13 Apr 2021 08:42:00 +0200 Staffelstabübergabe im Forstrevier Sulzschneider Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/staffelstabuebergabe-im-forstrevier-sulzschneider-wald.html Sonthofen, 13. April 2021 – Das Forstrevier Sulzschneider Wald hat einen neuen Leiter. Johannes Nachbar (32) hat das Revier der Bayerischen Staatsforsten (BaySF), das dem Forstbetrieb Sonthofen zugeordnet ist, zum 01. April 2021 übernommen. Sein Vorgänger, der langjährige Revierleiter Jürgen Sander, wurde zum 01. April 2021 in den Ruhestand verabschiedet.

    Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting bedankt sich bei Jürgen Sander im Namen der BaySF für seine fast 40-jährige, engagierte Arbeit und wünscht ihm alles Gute für die neue Lebensphase. Seinen Nachfolger begrüßt Jann Oetting mit den Worten: „Da arbeiten, wo andere Urlaub machen – was will man mehr? Ich heiße Johannes Nachbar beim Forstbetrieb Sonthofen herzlich willkommen! Mein ganzes Team und ich freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm“.

    Das Forstrevier Sulzschneider Wald umfasst eine Größe von ca. 1900 Hektar, erstreckt sich zwischen Marktoberdorf, Roßhaupten und Seeg und weist einige historisch interessante Waldabteilungen wie den „Augsburger Wald“ oder „Lehenhof“ auf. Weitere Besonderheiten sind die zahlreichen Naturschutz- und Moorflächen, blütenreiche Feuchtwiesen sowie das Naturwaldreservat Senkele mit dem dazugehörigen Naturlehrpfad.

    Das Revier ist geprägt durch die Anfangs der 1990iger Jahre aufgetretenen Sturmereignisse „Vivian“ und „Wiebke“ und hat auch unter der Borkenkäferplage der letzten Sommer gelitten. Nochmals Forstbetriebsleiter Jann Oetting: „Jürgen Sander hat das schon in den 1980ern begonnene Projekt, den Sulzschneider Wald mit der stabilen Weißtanne umzubauen, erfolgreich fortgesetzt und mit der Einbringung weiterer klimatoleranter Mischbaumarten bereits große Waldumbauarbeit geleistet. Über hunderttausend junge Bäume wurden allein in den vergangenen zehn Jahren gepflanzt. Auch im Bereich des Naturschutzes hat sich in den vergangenen Jahren in diesem Revier viel bewegt. So wurden zahlreiche Hochmoorflächen renaturiert und viele Blühflächen angelegt, um Raum für Schmetterlinge und Insekten zu schaffen.“

    Als Aufgabe für den neuen Förster sieht der Leiter des Forstbetriebs Sonthofen für den Sulzschneider Wald die Fortsetzung des voranschreitenden Umbaus des Waldes in einen artenreichen Mischwald aus Arten wie Fichten, Tannen, Schwarzerlen und Bergahornen sowie den Erhalt der wertvollen Hochmoore und Moorrandwälder.

    Der neue Revierleiter Johannes Nachbar stammt aus Dösingen im Ostallgäu und bringt bereits Revier- und waldbauliche Erfahrungen mit. Nach dem Studium an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf hat er zunächst als Geschäftsführer bei der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Kaufbeuren Berufserfahrungen gesammelt. Seine Laufbahn bei den BaySF begann er im Forstbetrieb Neureichenau und wechselte anschließend an die Dienststelle Otterfing, die zum Forstbetrieb Schliersee gehört. Jetzt kehrt der neue Sulzschneider Förster zurück in die Heimat an den Dienstsitz des Reviers Sulzschneider Wald in Steinbach, Gemeinde Stötten am Auerberg.

    Johannes Nachbar freut sich auf die neue Herausforderung: „Den von Jürgen Sander begonnenen Umbau der Bestände hin zu klimafesten Zukunftswäldern werde ich mit großem Engagement weiter vorantreiben“.

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    news-2501 Fri, 09 Apr 2021 09:07:27 +0200 Große Bestandsaufnahme für Bayerns Wälder https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/grosse-bestandsaufnahme-fuer-bayerns-waelder.html Forstministerin Michaela Kaniber startet vierte Bundeswaldinventur

    8. April 2021, München – Seit kurzem erheben zwanzig speziell geschulte Försterinnen und Förster der Bayerischen Forstverwaltung bayernweit Daten über den Zustand und die Veränderung der Wälder. Dies geschieht im Rahmen der vierten Bundeswaldinventur. Den Startschuss für diese großflächige Bestandsaufnahme in Bayern gab Forstministerin Michaela Kaniber. „Bayern ist das Land mit der größten Waldfläche in Deutschland. Und damit das so bleibt, bauen wir unsere Entscheidungen auf eine möglichst gute Datenbasis. Alle zehn Jahre sammeln unsere Försterinnen und Förster stichprobenartig Daten über dieses einzigartige Ökosystem. Es ist eine Mammutaufgabe, die nahezu zwei Jahre in Anspruch nimmt. Sie ist aber unglaublich wichtig und wertvoll“, sagte die Ministerin.

    Die Gesellschaft hat vielfältige Ansprüche an das Ökosystem Wald. Anhand der gewonnenen Ergebnisse wird bewertet, ob die Wälder in Bayern sowie in ganz Deutschland ihre Funktion als Lebensraum, Klimaschützer und Rohstofflieferant erfüllen. Die Erhebungen sind gleichzeitig auch Basis für internationale Berichte, wie etwa das Kyoto-Protokoll und die Klimarahmenkonvention. In den kommenden zwei Jahren werden bayernweit rund 100.000 Bäume vermessen. Neben Baumart, Alter und Wachstum der Bäume, werden auch naturschutzrelevante Parameter und das Totholz mit aufgenommen. Daraus können der aktuelle Zustand des Waldes und seine Veränderung seit der letzten Bundeswaldinventur im Jahr 2012 abgeleitet werden. Erstmals werden bei dieser vierten Bundeswaldinventur auch DNA-Proben genommen, um die genetische Vielfalt zu ermitteln. Auch das Thema Digitalisierung spielt eine größere Rolle, so werden versuchsweise moderne Fernerkundungsdaten genutzt.

    Die bundesweite Bestandsaufnahme der Wälder findet alle zehn Jahre unter der Federführung des Bundeslandwirtschaftsministeriums statt. Allein in Bayern werden bei dem Stichprobenverfahren ca. 8.000 Inventurpunkte vermessen. Mit den Ergebnissen der Bundeswaldinventur wird frühestens 2024 gerechnet. Weitere Informationen gibt es unter www.bundeswaldinventur.de.

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    news-2500 Thu, 01 Apr 2021 08:41:00 +0200 Pflanzen für den Klimaschutz https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/pflanzen-fuer-den-klimaschutz.html Kaisheim, 01. April 2021 – Der Forstbetrieb Kaisheim der Bayerischen Staatsforsten wird nach Ostern seine Frühjahrspflanzsaison abschließen. „Alleine in diesem Frühjahr haben wir weit über 100.000 Bäume gepflanzt, um unsere Wälder klimaresistenter zu machen. In erster Linie waren dies Eiche, Edellaubholz, Douglasie und Tanne, die in puncto Klimaveränderung als besonders stabile Baumarten gelten.“ so Helmut Weixler, der Leiter des Forstbetriebs. „So kommen wir jedes Jahr dem Ziel gemischter und stabiler Wälder ein gutes Stück näher!“

    Der Forstbetrieb beteiligte sich dabei auch an dem Projekt „100.000 Bäume für den Landkreis Donau-Ries“. Das Leitungsteam des Forstbetriebs legte hierbei selbst Hand an und pflanzte unter anderem mehrere hochstämmige Apfelbäume auf einer Streuobstwiese bei Hafenreut. Gepfanzt wurden die alten Apfelsorten Gewürzluiken, geflammter Kardinal, Kaiser Alexander und Jakob Fischer.

    Streuobstwiesen wird ein hoher naturschutzfachlicher Wert beigemessen. Insbesondere hochstämmige Obstbäume bieten zahlreichen Insekten und Vögeln einen geeigneten Lebensraum und tragen zusammen mit dem extensiv genutzten Grünland erheblich zur Biodiversität bei.

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    news-2499 Thu, 01 Apr 2021 08:09:00 +0200 Artenschutz durch Spezialisten https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/artenschutz-durch-spezialisten.html Bayerische Staatsforsten sichern Lebensraum für Spechte

    Nordhalben, 01. April 2021 – Eine außergewöhnliche Naturschutzaktion konnten manche Autofahrer in der Woche vor Ostern an der Staatsstraße 2198 zwischen Nordhalben und Geroldsgrün beobachten. Ein Spezialist der Bayerischen Staatsforsten kletterte auf mehrere Bäume entlang der Straße und entfernte mit Motorsäge die absterbenden Baumkronen bis auf einen Stumpf. Damit konnten die Höhlen in den Baumstämmen als Lebensraum für Spechte erhalten und die Verkehrssicherheit trotzdem hergestellt werden.

    An der Staatsstraße 2198 zwischen Nordhalben und Geroldsgrün stehen Ampeln und ein Fahrzeug mit Blinklicht der Straßenmeisterei Kronach. Immer wieder werden die Autofahrer von den Straßenmeistern Marco Förtsch und Wolfgang Lang angehalten, bis die Straße wieder sicher befahren werden kann.

    Die wartenden Autofahrer können aus der Entfernung eine außergewöhnliche Naturschutzaktion miterleben. Forstwirt Joachim Maryniak aus Issigau steigt mit einer speziellen Baum-Kletterausrüstung auf mehrere Bäume. An seinem Gürtel hängt eine leichte Motorsäge. Meter für Meter klettert er gesichert durch Steigeisen an den Füßen und Haltegurte um den Baum bis in die Baumkronen in 15 – 20 m Höhe. Seinen Ruf „Autos Stopp“ geben die Kollegen Udo Hohberger und Siegfried Hagen per Funkgerät an die beiden Straßenmeister weiter, die ihre Ampeln auf Rot schalten. Jetzt kann die Motorsäge gestartet werden. Ast für Ast wird die Baumkrone von oben nach unten eingekürzt. Am Ende bleibt ein 6 – 10 m hoher Baumstumpf, in dem sich die Spechthöhlen befinden.

    Revierleiter Christof Mörtlbauer hatte bei seinem jährlichen Begang entlang der Staatsstraße festgestellt, dass einzelne Bäume Schäden aufweisen und aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden müssen. Mit geschultem Auge hat er dabei entdeckt, dass Buntspecht und Grauspecht in einzelnen Laubbäumen Höhlen angelegt hatten, die Ihnen zur Aufzucht der Jungen dienen sollen. Nach Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde stand der Entschluss der Bayerischen Staatsforsten fest. Diese Bäume werden nicht gefällt, sondern nur soweit eingekürzt, dass ihre dürre Baumkrone keine Gefahr für die Benutzung der Straße darstellt.

    „Ich bin zufrieden, dass wir in einer gemeinsamen, aufwändigen Aktion die Lebensräume der Spechte im Staatswald erhalten und die Sicherheit der Straßennutzer herstellen konnten. Das war eine beispielhafte Zusammenarbeit zwischen den Bayerischen Staatsforsten, der Naturschutzbehörde und dem Staatlichen Bauamt Bamberg, Außenstelle Kronach“, ist das Fazit von Forstbetriebsleiter Fritz Maier nach Abschluss der Aktion. „Mein Dank gilt allen Beteiligten für Ihre gute Arbeit. Sie haben sehr fachmännisch den Schutz der Natur und die Verkehrssicherheit für die Bürger unter einen Hut gebracht“. 

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    news-2498 Wed, 31 Mar 2021 13:10:59 +0200 Waldumbau mit innovativer Technik https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldumbau-mit-innovativer-technik.html Neureichenau, 31. März 2021 - Der Waldumbau ist aktuell in aller Munde, vor allem nachdem die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Wälder in den letzten Jahren auch in der Öffentlichkeit immer stärker wahrgenommen werden. Zwar wird der Waldumbau noch viele Jahrzehnte in Anspruch nehmen, vor allem dort, wo noch junge Bäume gepflanzt werden müssen, doch andererseits ist der Waldumbau in einigen Wäldern schon seit vielen Jahren in vollem Gange und teilweise schon weit fortgeschritten: durch die geduldige Arbeit der Förster und Försterinnen am Forstbetrieb Neureichenau der Bayerischen Staatsforsten beispielsweise ist eine reichhaltige Naturverjüngung unter den alten Bäumen aufgewachsen. Dabei handelt es sich vor allem um junge Tannen und Buchen, aber auch viele Eichen, die als zukünftige Waldgeneration zur Verfügung stehen wo Stürme und Borkenkäfer dem Wald stark zugesetzt haben.

    Doch die Baumartenvielfalt in diesen jungen Wäldern muss von den Forstleuten aktiv erhalten werden, vor allem die jungen Eichen verlieren oft den Konkurrenzkampf mit anderen Baumarten, da sie mehr Licht benötigen. Diese sogenannte Waldpflege ist durch den Klimawandel mittlerweile auf großen Flächen notwendig und kann nicht mehr durch Handarbeit alleine erledigt werden. Der Forstbetrieb Neureichenau hat sich daher vor Kurzem bei den Kollegen im Forstbetrieb Schnaittenbach zu einer Alternative informiert: ein Harvester mit einem sogenannten Kombi-Aggregat unterstützt dort die schwierige Pflege in den schwer durchdringbaren jungen Wäldern. Diese Maschine ist in der Lage auch dünnere Bäumchen zu bündeln, die in Konkurrenz zu selteneren Mischbaumarten stehen, und abzuschneiden. Andere Maschinen können genau das nicht und kommen erst zum Einsatz, wenn es für den Erhalt der Mischung zu spät ist.

    Auf den ersten Blick scheint es paradox, dass eine große Maschine so junge Wälder pflegen soll. Sie hat aber entscheidende Vorteile: sie kann weit in die dichten Baumbestände hineingreifen und gezielt den jungen Mischbaumarten helfen. Zudem versprechen sich die Forstleute von dem Verfahren, dass frühzeitig eine gewisse Ungleichmäßigkeit in die dichten Bestände kommt. Dadurch entsteht die wichtige Waldstruktur, die später dafür sorgt, dass die einzelnen Bäume stabiler und robuster werden. Aus wissenschaftlichen Studien wird auch die Empfehlung abgeleitet, dass mäßige aber frühe Eingriffe zur Konkurrenzregelung wichtig sind, um besser auf kommende Trockenzeiten und Hitzeperioden reagieren zu können. Dadurch unterstützen die Forstleute den Wald in seiner Anpassung an den Klimawandel und sichern die Fortschritte des Waldumbaus.

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    news-2496 Tue, 30 Mar 2021 15:06:45 +0200 Der Osterhase bringt Bretter https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/der-osterhase-bringt-bretter.html Meisenkasten-Aktion der Grundschule und des Forstbetriebs Bodenmais

    Bodenmais, 30. März 2021 - „Alle Kinder der Grundschule bitte in den Pausenhof! – Der Osterhase war da!““ ließ sich Schulleiter Richard Lang von der Grund- und Mittelschule Bodenmais über Lautsprecher vernehmen – und alle bzw. alle, die im aktuellen Wechselunterricht da waren, folgten dem Aufruf.

    Allerdings machte sich dann Erstaunen breit, als im Hof kein Osterhase und keine Eier zu sehen waren, sondern „nur“ Ruth Waas vom Landesbund für Vogelschutz in Begleitung von Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl und Forstwirtschaftsmeister Paul Hilgart mit seiner Lehrlingstruppe vom Forstbetrieb. Und die hatten jede Menge Bretter dabei, allerdings in Form von Bausätzen für Meisenkästen.

    Hintergrund des Ganzen: „Wenn schon voraussichtlich keine Waldjugendspiele sein werden“, so Jürgen Völkl, „dann haben wir uns gedacht, die Lehrlingswerkstatt baut für unsere Schule Bausätze für Meisenkästen, und die bringen wir dann als Oster-Überraschung vorbei!“ Gesagt, getan – Ruth Waas vom Landesbund für Vogelschutz war natürlich auch gerne mit von der Partie; sie erzählte den Kindern einiges über die Kohlmeise, die Blaumeise und diverse andere Gartenvögel – sozusagen den ökologischen Hintergrund für die Meisenkasten-Aktion.

    Jedes Kind konnte sich dann einen Bausatz mitnehmen, die Lehrer*innen nahmen auch für den „Wechsel“-Teil der jeweiligen Klasse die entsprechenden Exemplare mit, und somit haben alle eine Ferienbeschäftigung – sehr zur Freude von Schulleiter Richard Lang und dem ganzen Schulteam.

    „Leider haben wir am Forstbetrieb nicht die Kapazität, um alle Schulen mit Bausätzen zu versorgen, meinte Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl zum Abschluss. Deshalb stellen wir den Bauplan hiermit online zur Verfügung. Wir wüschen Ihnen viel Spaß und viel Erfolg!

     

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