Bayerische Staatsforsten http://www.baysf.de/ de-de Bayerische Staatsforsten Sun, 05 Jul 2020 11:11:25 +0200 Sun, 05 Jul 2020 11:11:25 +0200 news-2281 Thu, 02 Jul 2020 15:55:35 +0200 Wohnraum für den Habichtskauz http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2281&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4db6b8d8a8de30c446ee93631ea08c2f Forstbetrieb Fichtelberg baut und montiert Nisthöhlen für Nachtvögel (01.07.2020) Fichtelberg. – Der Forstbetrieb Fichtelberg schafft mit  weiteren Großnistkästen Nistmöglichkeiten für Eulenvögel im Fichtelgebirge - aktuell im Steinachtal bei Weidenberg. Damit unterstützen die Bayerischen Staatsforsten die Wiedereinbürgerung vom Habichtskauz.

„Simon, zieh an“. Schwer ächzt Forst-Azubi Julian Brandner, der gut gesichert auf einer Leiter in sechs Meter Höhe an einer Buche steht und gemeinsam mit seinen Kollegen Simon Franz, Christian Schneider und ihrem Ausbilder Korbinian Scherm vom Forstbetrieb Fichtelberg mit einem Flaschenzug einen fast 20 kg schweren Kasten nach oben hievt. Zusammengezimmert haben die Nisthöhle die Auszubildenden des Forstbetriebs. Dort drin sollen sich zukünftig Habichtskäuze wohlfühlen.

Die knapp 60 cm große Eulen-Art war in Mitteleuropa fast ausgestorben. Das natürliche Verbreitungsgebiet dieser Nachtgreifvögel reichte ursprünglich von den Wäldern hier quer durch den eurasischen Kontinent bis an den Pazifik im fernen Osten. Durch Veränderung der Umwelt, aber auch durch Bejagung wurden die Habichtskauzbestände im vergangenen Jahrhundert stark dezimiert. Vor einigen Jahren startete deshalb der Verein für Naturschutz und Landschaftspflege  (VLAB e.V.) - ein Wiederansiedelungsprojekt. Dafür betreibt der Naturschutzverband im Steinwald und im Fichtelgebirge mehrere Auswilderungsvolieren, aus denen alljährlich nachgezüchtete, junge Habichtskäuze in die Freiheit entlassen werden. Langfristiges Ziel ist es, wieder eine lebensfähige Population dieser Eulen-Art in Nordostbayern zu begründen.

„Die Bayerischen Staatsforsten unterstützen das Projekt gerne“ versichert Peter Schöffel, Förster im Revier Weidenberg und begeisterter Naturschützer. „Wir bauen für die Habichtskäuze Nisthöhlen und montieren sie an geeigneten Stellen. Aber auch unsere Waldbewirtschaftung hin zu lichten Mischwäldern kommt den Tieren zu gute. Abgebrochene Baumstümpfe lassen wir regelmäßig stehen oder stellen sie sogar her, indem wir die Baumkronen in drei bis sechs Meter Höhe kappen. Wir schaffen Lichtungen mit einem vielfältigem Angebot an Blütenpflanzen, die von Bienen und Insekten genutzt werden und auch dem Habichtskauz als Jagdgebiet dienen.“

Im bodennahen Flug versuchen die Nachtvögel Mäuse und anderes Kleingetier zu fangen. Deshalb ist heute der Straßenverkehr eine ernsthafte Bedrohung für die Tiere.

„Aktuell montieren wir zehn dieser Nisthilfen im Bereich des Steinachtales am Westrand des Fichtelgebirges“ erklärt Peter Schöffel. „Zusammen mit den in den letzten Jahren gebauten Nistkästen bieten wir jetzt fast 50 solche künstlichen Baumhöhlen im westlichen und südlichen Fichtelgebirge.“

Aber nicht nur dem Habichtskauz hilft die Aktion. Auch andere Arten nutzen die Kästen. So werden regelmäßig Waldkauz-Bruten in den Nisthöhlen festgestellt. Ebenso fühlen sich Baummarder in den Kästen zuhause.

Mittlerweile ist die Nisthöhle an ihrem Platz hoch oben in der Baumkrone, gut festgezurrt mit Spanngurten, so dass der Baum nicht beschädigt wird. Jetzt haben die Vögel dort freien An- und Abflug zu ihrer neuen Wohnstätte. Und eine schöne Aussicht über das Steinachtal. Peter Schöffel ist zufrieden: „Ein guter Platz – wenn ich Habichtskauz wäre, würde ich hier einziehen.“

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news-2280 Thu, 02 Jul 2020 11:42:35 +0200 "Viele Gesichter, ein Wald" - der neue BaySF-Film http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2280&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4eaf0fb203c1032638cd7381e4f7f00b 02. Juli 2020, Regensburg - Wie beschreibt man ein Unternehmen wie die Bayerischen Staatsforsten in 180 Sekunden? Wir haben es versucht. Nein, keine Geschichte, sondern mit kurzen Blicken auf Mensch und Natur. Und zum Schluss fügt sich das Mosaik zu einem Bild: WIR ALLE sind die Bayerischen Staatsforsten.

Ein Film zum 15-jährigen Jubiläum der Bayerischen Staatsforsten - Reinschauen lohnt sich!

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news-2279 Thu, 02 Jul 2020 11:35:50 +0200 BR24-Beitrag: "Nürnberger Reichswald - Angriffe auf Waldarbeiter" http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2279&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a1688b8564ec69fed307992f50a5d4f2 02. Juli 2020, Regensburg - In einem kurzen TV-Beitrag berichtet der Bayerische Rundfunk über aktuelle Begegnung zwischen Nürnberger Waldarbeitern mit Spaziergängerinnen und Spaziergängern:

"Nürnberger Waldarbeiter klagen derzeit über massive Anfeindungen. Ein Förster sagte dem BR, er müsse einmal pro Woche mit der Polizei drohen. Spaziergänger beschweren sich über Staubwolken und ihrer Ansicht nach zu viele gefällte Bäume." - so der BR

Den Beitrag sehen Sie hier in der BR-Mediathek.

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news-2278 Wed, 01 Jul 2020 10:42:25 +0200 Borkenkäfer-Newsticker der Bayerischen Staatsforsten: Juni 2020 Regensburg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2278&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4d0784ec59c3625cabb4fa3896f31a14 Vergleichsweise mehr Niederschläge und keine Temperaturrekorde:
Im Juni wieder rückläufige Borkenkäferzahlen im bayerischen Staatswald

01. Juli 2020 – Gute Nachrichten aus dem Staatswald: Zum zweiten Mal in Folge sinken die käferbedingten Schadholzmengen im Vergleich zum Vorjahr. Nachdem bereits im Mai 2020 weniger Borkenkäferholzmengen als im Mai 2019 verbucht wurden, liegen auch die Juni-Zahlen unter denen des Vorjahres. Die Borkenkäfersuche und -aufarbeitung bleibt aber zentrale Aufgabe, um den Wald bestmöglich zu schützen. Denn Ende Juni stiegen die Temperaturen und vor allem in den besonders gefährdeten Gebieten im Norden und Osten Bayerns schwärmten große Mengen der gefährlichen Käfer aus.

Juni 2020 – Aktuelle Situation und Zahlen

Die Borkenkäferzahlen sind im Vergleich zum letzten Jahr gesunken. Und anders als im Mai liegen die Zahlen sogar unter dem 5-Jahres-Durchschnittswert. Dennoch heißt es, weiter konsequentes Borkenkäfermanagement betreiben und nicht unvorsichtig werden:

·        Gebuchte Käferholzmenge Juni 2020: rund 42.000 fm

·        Gebuchte Käferholzmenge Juni 2019: rund 103.000 fm

·        Gebuchte Durchschnitts-Käferholzmenge Juni der letzten 5 Jahre: rund 64.000 fm

Auch kumuliert sind die Werte für Mai/Juni 2020 mit 121.000 fm im Vergleich zum selben Zeitraum des Jahres 2019 mit 192.000 fm (-37 Prozent) gesunken.

Interpretation

„Der verhältnismäßig kalte und nasse Juni hat uns bisher in die Karten gespielt. Das hat die Entwicklung der Borkenkäfer etwas gebremst und die Abwehrkraft der Fichten gestärkt“, so ein Sprecher der Bayerischen Staatsforsten. Der Regen hat für die Försterinnen und Förster aber auch eine Kehrseite: „Je nasser es ist, desto schwerer fällt es auch, vom Borkenkäfer befallene Bäume zu finden“, so der Sprecher weiter. Denn wenn es nass ist, wird das Bohrmehl der Käfer, das sich bei Trockenheit gut sichtbar am Stamm ablagert, einfach abgewaschen und die Borkenkäfer-Sucher können nichts finden. Deswegen muss die Aufmerksamkeit bei der Borkenkäfersuche und die Geschwindigkeit bei der Abfuhr des Holzes aus dem Wald hoch bleiben. „Nur, wenn wir so konsequent wie bisher weiterarbeiten, schaffen wir es, den Wald bestmöglich zu schützen und zu erhalten.“

Hintergrund / Wissenswerte

Als „Borkenkäfer-Hotspots“ kristallisieren sich momentan Nordbayern – und hier besonders der Frankenwald – sowie der Bayerische Wald heraus. Hier gibt es hohe Fangzahlen in den Borkenkäferfallen. Um die Beschäftigten in diesen Regionen vor Ort bei der Käfersuche zu unterstützen, helfen Forstwirte aus anderen Staatsforstbetrieben in diesen Regionen, damit Käferbäume schnellstmöglich gefunden und aus dem Wald gebracht werden können.

Im Süden und Südwesten ist es hinsichtlich des Borkenkäfers verhältnismäßig ruhig. „Im Südwesten werden gerade die letzten Schäden des Februarsturms Sabine aufgearbeitet. Durch eine wahrhafte Energie-Leistung ist es den Mitarbeitern dort gelungen, das Sturmholz aus dem Wald zu bringen und so den Käfern kein neues Brutmaterial zu bieten“, so der Sprecher weiter.

Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten. Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre ist mit dem Höhepunkt der Borkenkäferwelle bis Mitte August zu rechnen. Wenn es bis dahin weiter ausreichend Niederschläge gibt, könnte die Borkenkäfersaison 2020 im Staatswald im Vergleich zum letzten Jahr etwas glimpflicher ausfallen.

Hier können Sie den ersten Newsticker nachlesen: Borkenkäfer-Newsticker Mai 2020

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news-2277 Wed, 01 Jul 2020 07:04:21 +0200 Personalwechsel in Neuhütten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2277&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=47b7fe431fcf7e5384ac813ed40279aa 1. Juli 2020, Heigenbrücken - Zum 1. Juli verlässt unsere Revierleiterin Franziska Partenhauser (auf dem Bild rechts) das Staatswaldrevier Neuhütten. Sie bleibt bei den Bayerischen Staatsforsten jedoch erhalten, wechselt aber aus privaten Gründen an ein Staatswaldrevier im Landkreis Bad Kissingen. Forstbetriebsleiter Joachim Keßler bedankte sich ausdrücklich für die hervorragende Arbeit und ihr Engagement im Nordspessart. Ihr Nachfolger im Revier wird Konrad König (im Bild links). Der 34 jährige Forstingenieur ist nun zuständig für rund 1.800 Hektar Staatswald zwischen Neuhütten und Rechtenbach (Lkr. Main-Spessart).

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news-2276 Mon, 29 Jun 2020 07:09:17 +0200 Beitrag zum Erhalt von Bergwald und alpiner Landschaft http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2276&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=86fe0003a0affd4c47ce3a6564445f70 Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

Kaniber besichtigt Wald-Weide-Neuordnung auf Mordaualm

26. Juni 2020, Ramsau, Lkr. Berchtesgadener Land – Um die Verjüngung des Bergwalds zu beschleunigen und dadurch seine Schutzfunktion zu verbessern, haben sich auf der Mordaualm im Lattengebirge Bergbauern und Staatsforsten auf eine Weiderechtsbereinigung geeinigt: Aus rund 300 Hektar Bergwald wird das Almvieh herausgenommen.

Es weidet künftig auf rund drei Hektar zusätzlichen Lichtweideflächen, die von den Staatsforsten zur Verfügung gestellt wurden. Nach den Worten von Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber, die sich am Freitag vor Ort über die Neuordnung informierte, ist die gütliche Einigung ein Gewinn für die ganze Gesellschaft. „Von der Neuordnung profitieren nicht nur der Bergwald und die Almbauern, sondern die ganze Gesellschaft. Denn damit wird auch die alpine Kulturlandschaft in dieser Region erhalten“, sagte Kaniber. Die fairen Verhandlungen zwischen dem Forstbetrieb und den Almbauern hätten gezeigt, dass dabei alle an einem Strang ziehen. „Unsere Almbauern sind hier sehr kompromissbereit, auch wenn es um ihre althergebrachten Rechte geht“, sagte die Ministerin.

Die traditionsreiche Mordaualm befindet sich, wie viele der oberbayerischen Almen, auf Staatsgrund. Die Almbauern verfügen hier über teilweise Jahrhunderte alte Weiderechte auf Lichtweiden und in Wäldern. Eine Weiderechtsbereinigung ist nur auf freiwilliger Basis möglich. Die Almbauern verzichten auf ihr Weiderecht im Wald und erhalten dafür zusätzliche Lichtweideflächen für das Weidevieh. So wird die Schutzfunktion des Bergwaldes verbessert und die Bewirtschaftung der Almbetriebe gesichert. Der charakteristische Wechsel von Wäldern und Lichtweiden bleibt so er-halten. Viele der oberbayerischen Almen wurden nach diesem Beispiel bereits bereinigt.

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news-2274 Fri, 26 Jun 2020 10:56:30 +0200 Bayerische Staatsforsten mit neuem Finanzchef http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2274&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=45bf1acdad993c46b6e7affceb2c5097 Pressemitteilung des StMELF (26. Juni 2020) München - Manfred Kröninger wird Finanzvorstand der Bayerischen Staatsforsten. Das hat der Aufsichtsrat des Unternehmens in München beschlossen. Wie die Vorsitzende des Gremiums, Forstministerin Michaela Kaniber mitteilte, übernimmt mit Kröninger ein langjähriger Kenner der Forst- und Holzbranche die Finanzverantwortung im größten deutschen Forstbetrieb. Er wird ab 1. August das bisherige Führungsduo um den Vorstandvorsitzenden Martin Neumeyer und Reinhardt Neft verstärken.

Nach Aussage der Ministerin fällt die Berufung Kröningers in wirtschaftlich schwierige Zeiten für das Unternehmen: „Wir stehen vor gewaltigen Herausforderungen – und das in einer außerordentlich angespannten Marktsituation“. Insbesondere der forcierte Umbau der Staatswälder hin zu Klimawäldern, die wachsenden Bedürfnisse der Gesellschaft nach Artenvielfalt bei gleichzeitig nachhaltiger Holznutzung und der Umgang mit klimabedingten Waldschäden bedeuten in Summe einen immensen Aufgabenzuwachs. Zugleich belasten die Holzmarktkrise und die Auswirkungen der Corona-Pandemie die Finanzen des Unternehmens erheblich.

Manfred Kröninger ist studierter Forstingenieur und ausgewiesener Finanzexperte. Der 54-Jährige war von 2005 – 2010 bereits als Teilbereichsleiter für Finanzen, Rechnungswesen und Steuern für das Unternehmen tätig und leitet derzeit das Haushaltsreferat des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Kröninger wird künftig die Bereiche „Finanzen-Controlling-Einkauf“, „Informations- und Kommunikationstechnik“ sowie die Interne Revision der Bayerischen Staatsforsten verantworten.

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news-2275 Fri, 26 Jun 2020 08:35:00 +0200 Brunnen sucht Namen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2275&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d5af87f3f16111e2309c7ff44863bf96 Forstbetrieb übergibt neuen Brunnen am Walderlebnispfad Bischofsgrün (24.06.2020) Bischofsgrün. – Einen neuen Brunnen hat der Forstbetrieb Fichtelberg am Walderlebnispfad Bischofsgrün der Öffentlichkeit übergeben. Für den Wasserspender wird noch ein Name gesucht.

Fröhlich plätschert am Walderlebnispfad oberhalb von Bischofsgrün das Wasser in einen neuen Granitbrunnen hinein. Hier hat der Forstbetrieb Fichtelberg mit Unterstützung durch das Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten in Bayreuth eine neue Attraktion geschaffen. Aus heimischem Granit wurde ein Brunnen errichtet, der Fichtelgebirgsverein stattete den Platz mit einer Bank aus, zum Ausruhen und Verweilen. Jetzt wurde die Einrichtung offiziell übergeben.

Werner Schmidt, der örtlich zuständige Förster und wichtiger Ideengeber für den Walderlebnispfad freute sich über die Neuerung: „Gerade in diesem Jahr entdecken die Menschen ihre Heimat neu und kommen zum Wandern ins Fichtelgebirge. Hier können sie sich erfrischen und rasten.“

Darüber hinaus wurde von den Bayerischen Staatsforsten die Stationen am Walderlebnispfad überholt und neue Attraktionen eingebaut. So wurde die Jagdstation mit neuen Tiersilhouetten ausgestattet, die Stempel für die Tierspuren erneuert und der Sickerversuch wieder instandgesetzt. „Wir bieten hier ein tolles Freizeit- und Erholungsangebot für die örtliche Bevölkerung und Gäste in der Region“, so der Förster.

Michael Schreier, Bürgermeister von Bischofsgrün, dankte Werner Schmidt für sein Engagement als Ideengeber und „Motor“ des Walderlebnispfades. „Wasser ist immer ein Anziehungspunkt für Groß und Klein und hier können es die Besucher erleben“, so das Gemeindeoberhaupt. Zugleich dankte er dem Forst für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung, gerade auch bei kommunalen Projekten.

Gesucht wird noch ein passender Name für den Brunnen. Anregungen dafür nehmen die Gemeinde Bischofsgrün, die Touristinfo in Bischofsgrün und Förster Werner Schmidt gerne entgegen. Aus den eingereichten Vorschlägen wird Mitte September ein Name ausgewählt, der Ideengeber wird mit einem kleinen Preis belohnt.

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news-2273 Wed, 24 Jun 2020 08:22:51 +0200 Forstbetrieb Ebrach: Waldführungen mit Försterin und Förster starten wieder http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2273&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=138026d94fc0e8c8dd3329d685046c60

Die wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Waldführungen mit den Försterinnen und Förstern des Forstbetriebs werden wieder aufgenommen.

Wegen der aktuellen Hygienestandards werden Interessenten gebeten, sich per Email (info-ebrach@baysf.de) oder per Telephon (09553 9897-0) anzumelden, damit die Kontaktdaten erhoben werden können. Zudem bitten wir, bei den Waldbegängen den Mindestabstand von 1,50 Metern zu beachten sowie einen Mund-Nasenschutz bereit zu halten. Personen mit Erkrankungen bitten wir auf eine Teilnahme zu verzichten.

Mit den Führungen informieren die Försterinnen und Förster über das Naturschutz-integrative Waldbewirtschaftungskonzept, welches der Forstbetrieb Ebrach seit Jahren praktiziert. Es handelt sich um ein optimiertes Konzept, das sowohl die Belange des Natur- und Artenschutzes, der Erholungsfunktion des Waldes wie auch die Interessen der Holzverarbeiter in der Region berücksichtigt. Auch Themen wie die bisherigen und neu ausgewiesenen Naturwaldflächen, die Auswirkung der Klimaveränderung, die Maßnahmen zur Erhaltung der Wälder mit ihren vielfältigen Leistungen und die Möglichkeiten von Forst- und Holzwirtschaft bei der CO2-Speicherung werden angesprochen.

Die nächste Führung findet bereits am kommenden Samstag im Revier Schmerb statt. Treffpunkt: 16.00 Uhr am Forsthaus Schmerb.

Programm 2020:

DatumTagUhrzeitTreffpunktFührung durch
März29.03. (So.)15 UhrOberschwarzach-Mutzenroth, KircheRegina Bertram
0175 / 5812492
Mai15.05. (Fr.)16 UhrWeilersbachtal Infopavillon Pfad der Artenvielfalt, ObersteinbachPetra Diener
0175 / 2236745
Juni05.06. (Fr.)16 UhrInfopavillon Waldeingang Hahn, Burgebrach (mit Rad)Julian Schendel
0175 / 2236752
Juni27.06. (Sa.)16 UhrForsthaus Schmerb 1Andreas Balling
0175 / 2236746
Juli17.07. (Fr.)15 UhrBöhlgrund-Parkplatz bei Eschenau

Ellen Koller
0160 / 8987387

Juli24.07. (Fr.)14 UhrMarswald-SpielplatzTobias Friedmann
0160 / 4846291
August07.08. (Fr.)16 UhrRöthenparkplatz StStr. 2258 oberhalb FabrikschleichachBurkhard Rischen
0175 / 5812493
September11.09. (Fr.)16 UhrForsthaus Winkelhof 3Fabian Löchner
0151 / 16215311
Oktober18.10. (So.)15 UhrTurnhalle SchlüsselfeldAndreas Friedel
0160 / 8831124

Das Programm finden Sie auch nochmals in dem PDF-Download rechts.

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news-2272 Tue, 23 Jun 2020 11:34:50 +0200 „Der Wald in Hammelburg blüht auf“! http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2272&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=192be2f03bcfd46445726e54e5e4b8f0 23. Juni 2020, Schwärzelbach/Hammelburg - Seit nunmehr 2 Jahren ermöglicht das Sonderprogramm Naturschutz "Der Wald blüht auf" den bayerischen Staatsforsten umfangreiche Finanzierungen von Naturschutzprojekten verschiedenster Art. Die Bayerischen Staatsforsten erhalten hierbei zweckgebundene Fördergelder im Rahmen der besonderen Gemeinwohlleistungen für naturschutzfachliche Maßnahmen vom Freistaat Bayern, Forstverwaltung.

"Der Neuwirtshauser Forst" war seit jeher ein naturschutzfachliches Juwel. "Durch das Sonderprogramm Naturschutz ist es nun jedoch möglich, naturschutzfachliche Maßnahmen auf unbürokratische Weise zu realisieren", freut sich der Revierleiter des Reviers Schwärzelbach, Thomas Fikar.

Im ersten Jahr stand insbesondere die Neuanlage von Blühwiesen im Mittelpunkt des Geschehens. Das Ziel, die Verbesserung des Biotops Wiese als Nahrungsangebot von Pollen und Nektar für etliche Insektenarten sowie Schmetterlinge, Bienen, Hummeln und Käfer wurde auf einer etwa 0,5 Hektar großen Fläche umgesetzt. Die Wiese wird seitdem einem jährlichen Pflegeschnitt unterzogen und bei Bedarf gewässert. Diese Pflegemaßnahmen übernimmt für die Staatsforsten ein Landwirt aus der unmittelbaren Nähe.

Auch die auf der Blühwiese befindlichen Wildäpfelbäume können nun im Rahmen des Sonderprogramms in der Ruhephase des Baumes professionell zurückgeschnitten bzw. ausgelichtet werden. Thomas Fikar freut sich, dass er für diese Arbeit mit dem Neuwirtshauser Lothar Bold einen echten Profi im Umgang mit Streuobst gewinnen konnte.

Um das Wohlempfinden von Insekten weiter zu optimieren, konnte mit Geldern aus dem Sonderprogramm die Spezialanfertigung eines Insektenhotels in Auftrag gegeben werden. Die Lebenshilfe Hammelburg nahm sich dieser Aufgabe an. So wurde für die für unsere Umwelt so immens wichtigen Insekten eine weitere Heimat geschaffen.

Einen weiteren Schwerpunkt legten die bayerischen Staatsforsten im Zuge des Sonderprogramms Naturschutz auf die aktive Schaffung von stehendem Totholz. Hierzu werden im Zuge regulärer maschineller Holzerntemaßnahmen Bäume mit einem Mindestbrusthöhendurchmesser von mehr als 35cm auf einer Höhe von 3 - 6 Meter mit einem Harvester geköpft. Durch das maschinelle Köpfen der Stämme wird der Prozess des Absterbens des Baumes beschleunigt. Somit wird aktiv stehendes Totholz mit morschem Holz oder Höhlen geschaffen. Exakt diesen Wohn- und Lebensraum benötigen z.B. Vögel, Käfer, Pilze oder Fledermäuse, welcher durch stetige Zersetzung für viele Jahre ein Zuhause bietet.

Neben all diesen überschaubaren Maßnahmen ermöglicht das Sonderprogramm Naturschutz den Staatsforsten aber auch kostspielige Maßnahmen, die ohne das Sonderprogramm nur schwer zu realisieren wären.

So entstand im vergangenen Winter durch das gezielte "auf den Stock" setzen einer etwa 200 Meter langen Reihe von bis zu 12 Meter hohen Gehölzen eine naturschutzfachliche hoch wertvolle Wallhecke im Feuerbachmoor. Hierbei wird das anfallende Schnittmaterial zu einem Wall aufgeschichtet und bietet somit Vögeln und anderen Tieren Schutz und Nahrung, (hauptsächlich Heckenbrüter, wie Amsel, Meisen, Gimpel, Neuntöter, Grünfink), Kleinsäuger (Nagetiere, Hasenartige und Fledermäuse) und Insekten. Mit der Durchführung dieser körperlich äußerst schweißtreibenden Arbeit konnte mit dem Forstunternehmer Max Koch aus Burgsinn ein Stammunternehmer des Forstbetriebs Hammelburg betraut werden.

Neben all den bisher erwähnten fliegenden Bewohnern des Neuwirtshauser Forstes kann der etwa 4.500 Hektar große Waldkomplex allerdings auch mit etlichen dem Wasser zugewandten Lebewesen aufwarten. Dies liegt maßgeblich an den unzähligen künstlich geschaffenen Feuchtbiotopen. Es waren hauptsächlich die mittlerweile pensionierten Forstleute Rainer Betz und Arnulf Schöberl, die ihren Revieren damit einen unverwechselbaren Stempel aufdrückten. Sie schufen damit Laichgewässer für Grasfrosch, Erdkröte und viele weitere Amphibien. Mit Hilfe des Sonderprogramms Naturschutz wurden nun im Revier Schwärzelbach, die ersten der teils seit 50 Jahren bestehenden Biotope grundlegend saniert und Instand gesetzt. Die Instandsetzungen dienen als Artenschutzmaßnahme für den Schwarzstorch, sowie für die Ansiedlung des Eisvogels. Zudem ist die Sicherung des Vorkommens der Krebsschere und die Schaffung von Jagdgebieten für Fledermäuse ein Ziel dieser Maßnahmen. Für die diffizilen Erdarbeiten wurde mit dem Baggerbetrieb Oliver Fell ein Spezialist für solche Arbeiten gefunden.

Thomas Fikars ganzer Stolz ist allerdings ein ganz besonderes Projekt. Im Zuge eines separaten Förderprojektes wurde im Röderwald eine etwa 40 Jahre alte komplette Teichgruppe saniert. Die zum Teil eingewachsenen und zugeschlammten Teiche waren kaum noch zu erkennen. Um sie herum verdunkelten unzählige Fichten die Wasseroberfläche und ließen den Sonnenstrahlen keine Chance durchzudringen. Schnell war klar, um diese Teiche zu retten musste man "klotzen" statt "kleckern". So verschwanden im vergangenen Sommer bei sengender Hitze die Fichten rund um die Teiche und ließen diese regelrecht aufatmen. Im vergangenen Winter rückte dann die Firma Stolz mit einem Langarmbagger an, befreite die Teiche von Schlick, Schlamm und sonstigem Unrat der sich in 40 Jahren darin angesammelt hatte und setze Buntsandsteinblöcke zu Türmen auf in denen wärmeliebende Lebewesen ein Zuhause finden werden. In der vergangenen Woche pflanzten dann Forstwirte des Forstbetriebs Hammelburg an jener Stelle, wo ehemals Fichten das Wasser verdunkelten neben Sträuchern und Hecken auch Vogelkirchen und Vogelbeeren, um diese ohnehin schon naturschutzfachlich hoch wertvolle Fläche noch weiter aufzuwerten.

Als Höhepunkt dieser Maßnahme konnte eine alte Sitzgruppe an der Brunnenwegquellfassung aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt werden und lädt nun den erschöpften Wanderer zu einer erholsamen Rast ein. Für diesen kreativen Kraftakt in der Umsetzung bedankt sich der Forstbetrieb herzlich beim Garten- und Landschaftbau Vogt aus Gemünden.

Für Revierleiter Thomas Fikar ist das Sonderprogramm Naturschutz ein Glücksfall. So ermöglicht es den bayerischen Staatsforsten doch den Staatswald auch in wirtschaftlich schweren Zeiten naturschutzfachlich noch intensiver aufzuwerten. Dass dies dann auch noch alles mit Unternehmern aus der Region geschehen kann, freut ihn besonders.

Letztlich schaffen Bürger im Bürgerwald etwas für Bürger!

 

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news-2271 Mon, 22 Jun 2020 14:08:14 +0200 Der Wald im Klimawandel – der lange Weg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2271&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=26750acd256c01c06ac17ec2eb1df40b Der Wald ist ein faszinierendes Ökosystem mit vielfältigen ökologischen Aufgaben. Er ist Lebensraum unterschiedlichster Tier- und Pflanzenarten, er produziert die Luft zum Atmen, er reinigt das Wasser und nicht zuletzt bindet er Kohlenstoff in einem nachhaltig und vielfältig nutzbaren Rohstoff - das Holz. Um den Wald mit seinen ökologischen Funktionen gegen den Klimawandel zu wappnen, bedarf es unserer Hilfe. 

24. Juni 2020, Weißenhorn - Die Sommer 2018 und 2019 waren überdurchschnittlich trocken und warm. Auch das Frühjahr 2020 zählt lt. dem deutschen Wetterdienst zu den niederschlagsärmsten seit Aufzeichnung der Wetterdaten im Jahr 1881. Für die Waldbäume bedeutet das Stress, für die Schädlinge dagegen sind das gute Vermehrungsbedingungen. Insbesondere die an kühlere klimatische Bedingungen angepasste Fichte hat es schwer in solchen Zeiten. Diese Baumart ist in den bayerischen Wäldern historisch bedingt weit verbreitet, auch auf den Flächen des Forstbetriebes Weißenhorn ist die Fichte die häufigste Nadelbaumart.

Um die Folgen der Klimaveränderung für den Wald abzufedern, haben die Bayerischen Staatsforsten das Ziel, einen stabilen und klimatoleranten Mischwald zu schaffen. Ein wichtiger Baustein bildet Verjüngung des Waldes als Grundlage für nächste Waldgeneration. Auf den Flächen des Forstbetriebes verjüngt sich der Wald überwiegend natürlich - durch vorhandene Altbäume oder durch Hähersaat. Um in der Zukunft auf allen Flächen eine Baumartenvielfalt zu erhalten, ist es dennoch wichtig, die natürliche Verjüngung mit klimatoleranten Baumarten für den Klimawald der Zukunft zu ergänzen.

Am Forstbetrieb Weißenhorn werden jedes Jahr rund 30 Hektar neu gepflanzt, insbesondere Laubbäume, aber auch Tanne und Douglasie. So wurden auch in diesem Frühjahr in allen Revieren des Forstbetriebs wieder Neukulturen begründet, Schadflächen wieder bepflanzt, lückige Verjüngungen oder auch Waldränder mit klimatoleranten Baumarten ergänzt und aufgewertet.

Ein weiterer Baustein ist die stabilisierende Pflege von Waldbeständen nach waldbaulichen Konzepten. Hier werden die Mischbaumarten erhalten und Einzelbäume gefördert. Die Ernte von starken Bäumen gibt den jungen Bäumen das Licht, welches sie für ihr Wachstum brauchen. "Ohne ergänzende Pflanzung, die Pflege, das Licht und auch die Jagd hätten es wichtige klimastabile Mischbaumarten schwer bzw. würden im Wald der Zukunft ganz fehlen.", so Linda Madl, Betriebsleiterin des Forstbetriebes Weißenhorn.

Mit der Baumartenvielfalt steigt auch die Attraktivität der Wälder für Insekten, Vögel, Pilze, Flechten und weitere Tier- und Pflanzenarten, die auf spezifische Baumarten und Waldgesellschaften angewiesen sind. Neben dem Schutz von Biotopbäumen und Totholz ist die Vielfalt in der Verjüngung und die Pflege des heranwachsenden Waldes ein wichtiger Bestandteil für die Sicherung der Artenvielfalt in den Wäldern.

So entsteht ein junger Wald aus klimatoleranten Bäumen, der der Atmosphäre durch seinen hohen Holzzuwachs viel Kohlenstoff entzieht. Durchschnittlich bindet der Bayerische Staatswald durch das Wachstum der Bäume knapp elf Tonnen CO2 pro Hektar und Jahr. Mit der natürlichen Zersetzung des Holzes am Ende des Baumlebens wird das CO2 wieder in die Atmosphäre entlassen. Durch die nachhaltige Nutzung von heimischen Holz und der längerfristigen Verwendung bspw. im Hausbau oder für Möbel kann das gespeicherte CO2 für lange Zeit der Atmosphäre entzogen werden. So lässt sich pro Kubikmeter Holz rund eine Tonne CO2 speichern - oft über viele Jahrzehnte.

Auf unserer Homepage finden Sie weitere Informationen zu den Bayerischen Staatsforsten, dem Forstbetrieb Weißenhorn und zum Thema Naturschutz, Waldumbau und den Leistungen unserer Wälder.

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news-2270 Mon, 22 Jun 2020 13:50:35 +0200 Der Wald blüht auf – ein Zuhause für Insekten, Vögel und Co. http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2270&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b6926d91ec10c9dbbc1d2980641e05f6 Der Forstbetrieb Weißenhorn hat in den vergangenen Jahren verschiedene Maßnahmen für die Verbesserung der natürlichen Lebensräume von Insekten, Vögeln und Co. durchgeführt. Im Juni zeigen sich die Waldwiesen Wald in voller Blüte. 

22. Juni 2020, Weißenhorn - Ein Spaziergang durch den Wald lohnt immer, denn es gibt immer etwas zu entdecken - und derzeit bietet sich im Staatswald noch ein weiterer Blickfang. Die Wildwiesen blühen. Hier tummeln sich bei gutem Wetter unzählige Bienen, Schmetterlinge, Käfer und sonstige Insektenarten. Der Forstbetrieb Weißenhorn der Bayerischen Staatsforsten hat in den vergangenen zwei Jahren eine Vielzahl an Blühwiesen auf Waldlichtungen und ehemaligen Holzlagerplätzen angelegt. So sind insgesamt mehr als sieben Hektar Blütenpracht entstanden, die Insekten und anderen Tieren des Waldes Nahrung und Lebensraum bieten. Auch dieses Jahr wurden weitere Flächen angelegt.

Ausgebracht wird ausschließlich zertifiziertes Saatgut regional natürlich vorkommender Pflanzenarten, wie beispielsweise Knoblauchsrauke, Schlangenknöterich, schwarze Königskerze und Mädesüß. Insgesamt sind über 80 krautartige Pflanzen im Saatgut vertreten. Die unterschiedlichen Pflanzenarten blühen zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Jahr, sodass sie den Insekten den ganzen Sommer über als Nahrungsquelle zur Verfügung stehen.

Auffallend sind auch einige Laubbäume im Wald oder am Waldrand, die in etwa fünf Meter Höhe "geköpft" wurden. Das Kronenmaterial liegt unweit der Stämme. Manchmal mussten Bäume in Wegenähe aufgrund der Verkehrssicherungspflicht zurückgenommen werden, oft wurden aber Bäume inmitten von strukturarmen Waldbeständen geköpft, um die Biotopvielfalt zu erhöhen. Auf den Flächen des Forstbetriebs Weißenhorn sind es mittlerweile über 150 solcher Hochstümpfe.

Mit der sogenannten Hochköpfung wird aktiv angehendes Totholz geschaffen, welches im Zuge der natürlichen Zersetzung von verschiedensten Arten besiedelt werden kann. Gerade stehendes Totholz ist ökologisch gesehen sehr wertvoll, denn es bietet vielen höhlenbrütenden Vogelarten und Kleinsäugern in sicherer Höhe eine geschützte Behausung. Auch zahlreiche Insekten verschiedenster Arten finden hier einen Lebensraum.

Das Projekt "Der Wald blüht auf" wurde ins Leben gerufen, um in den Staatswäldern das Angebot an Blühflächen und an Totholz als Lebensraum für die heimischen Insekten zu steigern. Ziel ist die Entwicklung, Begründung und Pflege von Blühflächen, blühenden Waldinnensäumen, Hecken und wertvollen Offenlandflächen. Damit wird ein rasches und tatsächlich sichtbares, attraktives Zeichen für die Biodiversität in und um den Staatswald in Bayern gesetzt. Durch Biotop- und Artenschutz im Wald sollen die natürlichen Lebensräume und die genetischen Ressourcen erhalten und verbessert werden. Die Maßnahmen werden im Rahmen eines Waldnaturschutzprogramms vom Freistaat Bayern gefördert. Auf unserer Homepage finden Sie weitere Informationen zu den Bayerischen Staatsforsten, dem Forstbetrieb Weißenhorn und zum Naturschutzprogramm der Bayerischen Staatsforsten "Der Wald blüht auf".

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news-2269 Thu, 18 Jun 2020 15:49:50 +0200 Großvögel im Wald am Obermain http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2269&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b1a32c8bc27732d57975cdfd29a4c4f6 18. Juni 2020, Rothenkirchen - Der Wald ist in der Diskussion um den Klimawandel seit einiger Zeit immer wieder im Fokus. Besonders am Obermain machen die vergangenen Hitzesommer allen Baumarten zu schaffen und bringen die Waldbesitzer an den Rand der Verzweiflung. Die Bedeutung der Waldgebiete in der Region für den Natur- und Artenschutz ist dabei meist eher ein Randthema. Der Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten weist jetzt auf die Situation speziell der Großvögel im Wald hin.

Große Vögel sind von Natur aus nicht besonders häufig. Sie stehen meist am Ende der Nahrungskette und brauchen zur Futtersuche und Jungenaufzucht überwiegend große Jagd- und Brutreviere. Diese seien in den oberfränkischen Waldgebieten zum Glück noch ausreichend vorhanden, sagen die Förster. Und die Bemühungen um den Artenschutz in den letzten Jahren seien inzwischen sehr erfolgreich: „Wenn man vor zwei, drei Jahrzehnten flüchtig einen großen Greifvogel kreisen sah, war das eigentlich immer ein Mäusebussard“, sagt Forstbetriebsleiter Peter Hagemann. Jetzt müsse man da schon genauer hinsehen. „Wespenbussard und Rotmilan brüten regelmäßig bei uns, auch der Kolkrabe ist zunehmend häufig am Himmel zu sehen.“ Auch an den Nahrungsquellen großer Wildvögel, wie den eher versteckt liegenden Waldtümpeln, habe sich das Bild positiv verändert. „Früher flog dort einmal ein Graureiher auf. Jetzt sind auch Silberreiher und Schwarzstorch immer häufiger zu Gast“, so Hagemann. Im westlichen Landkreis habe er an einem größeren Schilfteich in diesem Frühjahr erstmals zwei Rohrweihen-Paare beobachtet, die inzwischen mit ihrer Brut beschäftigt seien. „Eine weitere Großvogelart, die im Staatswald hoffentlich erfolgreich ihre Jungen aufzieht.“

Stolz sei man nach Aussage der Förster auch auf die inzwischen ständige Anwesenheit von Schwarzstorch und Uhu in den Forstrevieren am Obermain. Während der Schwarzstorch bereits seit einigen Jahren mit mindestens zwei Brutpaaren im Landkreis bekannt war, konnte der Uhu nach mehreren Beobachtungen erst im vergangenen Jahr im Forstrevier Weismain mit einer erfolgreichen Brut bestätigt werden. Die größte heimische Eule nutzte dabei den verlassenen Horst eines anderen Großvogels.

Genau wie Höhlenbäume genießen solche Horstbäume bei den Bayerischen Staatsforsten einen ganz besonderen Schutz. In der Brutzeit herrscht in einem Umkreis von mindestens 300 Metern rund um den Horststandort ein Verbot sämtlicher Arbeiten. Zusätzlich wird auch im Winterhalbjahr in einem Abstand bis 50 Metern kein Baum genutzt. Leider kommt es aufgrund der aktuellen Waldschäden auch einmal zu natürlichen Beschädigungen der Horste. Meistens helfen sich die Vögel dann selbst mit einem Neubau. Voraussetzung: Der Lebensraum insgesamt passt. Und das scheint in den Wäldern am Obermain immer noch der Fall zu sein.  

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news-2268 Thu, 18 Jun 2020 13:42:39 +0200 Kaniber pflanzt Robinie, den „Baum des Jahres" http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2268&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8386b3e90c3ab85bfcc0b7734ae50f0e 18. Juni 2020, Bad Reichenhall – Gemeinsam mit den Schülern der örtlichen Mittelschule und Oberbürgermeister Christoph Lung hat Forstministerin Michaela Kaniber am Donnerstag im Karlspark in Bad Reichenhall eine Robinie gepflanzt. Die Robinie ist heuer der „Baum des Jahres“. „Es ist mir ein Herzensanliegen, der jungen Generation den unschätzbaren Wert unserer Bäume und Wälder zu vermitteln. Gerade in Zeiten des Klimawandels sind sie als ,grüne Lunge‘ für die Menschen und die Umwelt unverzichtbar“, sagte Kaniber. Denn Bäume erzeugten beim Wachsen den lebensnotwendigen Sauerstoff, indem sie der Luft das schädliche Treibhausgas Kohlenstoffdioxid entziehen und den Kohlenstoff langfristig in ihrem Holz speichern.

Die Robinie (Robinia pseudoacacia), auch Scheinakazie genannt, ist gerade in Zeiten des Klimawandels eine viel versprechende Baumart. Sie ist besonders widerstandsfähig gegenüber Hitze und Trockenheit. Ihr Holz ist zudem zäh und witterungsbeständig und damit bestens für die Verwendung im Außenbereich, etwa für Spielplatzgeräte, geeignet. Die Blüten der Robinie sind eine begehrte Bienenweide, der sogenannte Akazienhonig ist eine Delikatesse. Auch als Stadtbaum trägt die Robinie vielerorts zur Lebensqualität bei. Außerdem kommt sie mit Salz, Luftschadstoffen und schwierigen Bodenverhältnissen gut zurecht. Ihre enorme Wuchskraft kann mancherorts, bedrohlich werden, zum Beispiel für Magerrasen. An solchen Standorten sollte sie besser nicht gepflanzt werden.

Die Robinie ist mittlerweile der 32. „Baum des Jahres“, der jährlich von der gleichnamigen Stiftung ausgerufen wird.

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news-2267 Thu, 18 Jun 2020 09:30:30 +0200 Neues im Weltwald Freising - der Asien-Garten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2267&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=077cd779c6957f6907f2d4211aacb565 18. Juni 2020, Freising - Die drei Gärten der Kontinente laden zu einer Reise ein, durch die Heimatländer der Weltwald-Bäume in Amerika, Europa und Asien. Und zwar im Weltwald Freising der Bayerischen Staatsforsten.

In diesem Jahr wurde als dritter der Asien-Garten fertiggestellt. Ganz nah an einem keinen Weiher ist damit ein Platz entstanden, der die Besucher durch den Zauber ostasiatischer Architektur und Gartenkunst in Ihren Bann zieht. Eine Wiese und Felsblöcke am Wasser bieten Raum zum Pause machen, Entspannen und Genießen.

Von der zentralen Pagode aus öffnet sich der Blick nach Osten und Westen in ein Wiesentälchen. Dem entsprechend wird das farblich auffallenden Gebäude von ferner gelegenen Standpunkten als Blickfang wahrgenommen. Die Mitte des Gartens kann durch zwei Zugänge erreicht werden, einmal indem man das Mondtor durchschreitet, einmal indem man die rote Brücke überquert.

Die Dachform der Pagode mag an chinesische Bauten erinnern. In Anlehnung an die japanische Zen-Tradition ist der Innenraum jedoch vollkommen schmucklos und leer gehalten. Ein idealer Ort zur Meditation.  

Hier erfahren Sie mehr zum Weltwald Freising!

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news-2266 Wed, 17 Jun 2020 14:13:00 +0200 Stellungnahme: Pilotprojekt für Verbesserungen der Lebensbedingungen von Stein- und Seeadler http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2266&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cf72dfd95ca4ec6b03470cb54fe4f245 Regensburg, 17. Juni 2020 – Aufgrund zahlreicher Nachfragen und Berichterstattung zum Pilotprojekt für Verbesserungen der Lebensbedingungen von Bartgeier, Steinadler und Seeadler teilen die Bayerischen Staatsforsten mit:

Selbstverständlich bleibt es bei der jagdpolitischen Ausrichtung der Bayerischen Staatsforsten, dass das wertvolle auf der Jagd gewonnene Wildbret bestmöglich als hochwertiges Nahrungsmittel verwendet wird.

Das gezielte Belassen von Wildtierteilen und Aufbrüchen im räumlich begrenzten Projektgebiet orientiert sich an der Schutzbedürftigkeit der Arten Bartgeier, Steinadler und Seeadler sowie dem Nahrungsbedürfnis/-angebot. Zur Umsetzung des Projektes wird es keine erhöhten Abschüsse geben, sondern es ist lediglich daran gedacht, beispielsweise Fallwild (mit Ausnahme von Schwarzwild) verstärkt im Lebensraum dieser Großvogelarten als nutzbare Nahrungsquelle zu belassen. Zudem ist daran gedacht, verstärkt die Reste von zerwirktem Wild wieder in die Reviere an für die schutzbedürftigen Vogelarten gut erreichbare Plätze zu verbringen. Voraussetzung dafür ist die Verwendung bleifreier Munition.

Ferner ist eine lange Übergangszeit vorgesehen: In einem ersten Schritt soll jetzt mit den betroffenen Forstbetrieben und dem LBV unter Einbindung erfahrener Jäger die Kulisse für das Pilotprojekt einvernehmlich erarbeitet werden. Voraussichtlich im nächsten Jagdjahr 2021/22 könnte dann mit der Umsetzung des Projektes vor Ort begonnen werden. Nach Start des Projektes wird es auch noch eine angemessene Übergangsfrist zum Verbrauch vorhandener Restbestände bleihaltiger Jagdmunition geben.

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news-2265 Wed, 17 Jun 2020 12:10:21 +0200 Pilze im Bamberger Land – ein „Appetizer“ http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2265&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b0e56502252bff71a6c65d93c667539e Eröffnung der Dauerausstellung über giftige, essbare und markante Pilze an der Raidelhütte am Stiefenberg am 25.06.2020

17. Juni 2020, Baunach - Alois Wagner aus Breitengüßbach ist fasziniert von der Welt der Pilze. Sein Leben lang hat er sich mit den vielen verschiedenen Pilzarten seiner Heimat intensiv beschäftigt, kennt die Pilzwelt im Bamberger Land wie kein anderer.

Einige seiner Pilzfotografien wurden nun von den Bayerischen Staatsforsten auf insgesamt vier Hinweistafeln abgedruckt - essbare, giftige und solche von "markantem" Aussehen.

Zu Eröffnung der Tafeln laden wir herzlich ein. Herr Alois Wagner wird dabei Hinweise zur Welt der Pilze im Bamberger Land geben - zu Saprophyten, Symbionten oder Parasiten- und zu den Verwechslungsgefahren von Speisepilzen mit tödlich giftigen Arten. Auch ist er nicht verlegen an spannenden Geschichten über ästhetische oder übel riechende Pilze und kennt feine Rezepte, Steinpilz und Co schmackhaft zuzubereiten.

Die Tafeln sollen dazu anregen, sich näher mit dem Reich der Pilze und dem reichen Pilzvorkommen in den Mischwäldern rund um den Stiefenberg zu befassen. Sie ergänzen dabei an der Raidelhütte den dortigen Baumlehrpfad des Hassbergvereins Lauter https://www.gemeinde-lauter.de/media/2633/infobroschuere_baumlehrpfad_hb.pdf

Wir treffen uns am 25.06.2020 um 10:45 Uhr am Wanderparkplatz bei Godelhof (vgl. nachstehende Karte). Bitte melden Sie sich kurz an, ob Sie daran teilnehmen wollen.

Stephan Keilholz
Forstbetriebsleiter

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news-2264 Wed, 17 Jun 2020 11:54:27 +0200 Neues Zuhause für zwei Sperlingskäuze http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2264&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=178e95ebbd3ac531c6e6fc800dfa98f2 Im Staatswalddistrikt Semberg wurden am 16.06.2020 zwei Sperlingskäuzewieder ausgewildert.

16. Juni 2020, Oberhaid - Zwei verletzte Sperlingskäuze, die von der Greifvogelpflegestation Stettfeld und der Greifvogelhilfe Würzburg gesund gepflegt worden sind, wurden am 16.06.2020 im Staatswalddistrikt Semberg, am Sandhof bei Oberhaid wieder in die Freiheit entlassen.

Vom Leiter der Greifvogelpflegestation Stettfeld, Günther Gabold, und Vogelkundler Thomas Stahl wurde dafür ein vielfältig strukturierter Mischwald ausgewählt, reich an Totholz und Höhlenbäumen.

Dort waren in der Vergangenheit schon mehrfach von Martin Wölker, dem Vorsitzender Kreisgruppe Bamberg im Landesbund für Vogelschutz, die typischen Rufe der kleinsten deutschen Eule bestätigt worden.

Während sich der eine kleine Kauz erst noch eine Weile in seinem Auswilderungskasten versteckte, zog es der andere vor, seinen Pfleger, Harald Dellert aus Würzburg, so schnell wie möglich zu verlassen. Ohne zu zögern genoss er seine wiedererlangten Flugkünste in der Freiheit des Sembergs.

Die Bayerischen Staatsforsten freuen sich über die neuen Mitbewohner und hoffen, dass sie sich am Semberg wohl fühlen und sich auch mit dem rauen Leben in der Wildnis schnell wieder zurechtfinden.

 

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news-2263 Wed, 10 Jun 2020 16:33:33 +0200 Leuchtturmprojekt beim Artenschutz für Großvögel http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2263&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d463b824342edda47942d3b44392874f Umstellung auf bleifreie Munition soll Lebengrundlage für Stein- und Seeadler sowie Bartgeier deutlich verbessern

14. Juni 2020, Regensburg – Um die Population von Stein- und Seeadlern sowie Bartgeiern in Bayern zu erhöhen und ihre Lebensgrundlage zu verbessern, ergreifen die Bayerischen Staatsforsten und der LBV in einem groß angelegten gemeinsamen Projekt Maßnahmen für diese bisher in Bayern seltenen großen Vogelarten. Durch die Nutzung bleifreier Munition beim Abschuss von Rot-, Reh- und Gamswild und einem verstärkten Belassen der geschossenen nicht verwertbaren Tiere als zusätzliche Nahrungsquelle vor Ort sollen so die Zahlen der großen Greifvögel in Bayern stabilisiert und nach Möglichkeit in den nächsten Jahren erhöht werden.

Wild als Nahrungsgrundlage für Greifvögel essentiell

Alle drei Greifvogelarten sind auf den Verzehr von totem Wild angewiesen. „Wild oder Wildteile, die bewusst nach der Jagd im Gelände verbleiben, wären daher eine willkommene, zusätzliche Nahrungsquelle im Brutgeschehen von Steinadlern und Bartgeiern. Beim Seeadler würde zugängliches Wild den Jungadlern durch die ersten Lebensjahre helfen, da diese noch wenig Jagderfahrung haben“, so LBV-Chef Norbert Schäffer. „Die Chancen auf eine Etablierung aller drei Vogelarten in Bayern würde sich dadurch deutlich erhöhen“, so Schäffer weiter.

Staatsforsten-Chef Martin Neumeyer: „Grundvoraussetzung für das Verfüttern von geschossenem Wild an Geier und Adler ist, dass diese mit bleifreier Jagdmunition erlegt werden, um keine Vergiftungen bei den Vögeln zu riskieren. Deswegen werden wir in mit dem LBV vereinbarten Gebieten ab sofort grundsätzlich auf bleihaltige Munition verzichten und Wild ganz oder teilweise auf der Fläche belassen.“ Für Restbestände bleihaltiger Munition wird eine Übergangsfrist von einem Jahr eingeräumt. Mit dieser Munition erlegtes Wild und Wildteile müssen so behandelt werden, dass die Vögel keinen Zugriff darauf haben.

Eine Vielzahl von Insekten und Kleinvögeln profitiert ebenfalls von verbleibenden Kadavern. Das Ausbringen von Wildkörpern ist somit auch ein wichtiger Beitrag zur Steigerung der Biodiversität.

Gebiete in fast allen Regierungsbezirken Bayerns

Die genauen Gebiete für das Projekt werden in einem ersten Schritt gemeinsam von LBV und Bayerischen Staatsforsten festgelegt. Beim Steinadler werden alle Forstbetriebe im Alpenraum beteiligt sein. Beim Seeadler werden nach derzeitigem Kenntnisstand Teilflächen in Mittelfranken (Forstbetriebe Allersberg und Rothenburg ob der Tauber), in Oberfranken (Forstbetriebe Forchheim und Pegnitz), in der Oberpfalz (Forstbetriebe Burglengenfeld, Flossenbürg, Roding, Schnaittenbach, Waldsassen) und in Oberbayern (Forstbetriebe Ruhpolding und Wasserburg am Inn) erfasst sein. Durch die verpflichtende Verwendung bleifreier Munition soll zusätzlich auch der Bartgeier im Alpenraum in den Forstbetrieben Berchtesgaden, Sonthofen und St. Martin (Österreich) geschützt werden.

Hintergrund: Derzeitiges Vorkommen und Population der drei Greifvogelarten

Das Steinadlervorkommen in den bayerischen Alpen ist der nördlichste Ausläufer der Steinadlerpopulation im Alpenraum. Obwohl derzeit alle Brutreviere besetzt sind, ist bei der bayerischen Steinadlerpopulation ein unterdurchschnittlicher Bruterfolg festzustellen. Die Population ist daher auf Zuzug aus den Zentralalpen angewiesen.

Der Bartgeier hat mit einer ersten Brut in den Lechtaler Alpen 2019 erstmals in den Nordalpen und im Grenzgebiet zwischen Bayern und Tirol gebrütet. Die Schwerpunkte der Bartgeierverbreitung sind bisher die westlichen Alpen.

Der Seeadler hat sich in den letzten Jahren in der nördlichen Oberpfalz und in Teilen Ober- und Mittelfrankens etabliert. Bruten sind noch im südöstlichen Oberbayern (Innauen und Delta der Tiroler Ache) bekannt.

Hier erfahren Sie mehr zu im Wald brütenden Großvogelarten!

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news-2262 Wed, 10 Jun 2020 14:56:18 +0200 Bayerische Jägerprüfung startet wieder http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2262&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4a0cca9467094f3a47f842b12371cf30 Pressemitteilung des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

10. Juni 2020, München - Die bayerische Jägerprüfung und der Unterricht an den Jagdschulen kann nach dem Aussetzen aufgrund der Corona-Pandemie nun wieder aufgenommen werden. Das hat Forstministerin Michaela Kaniber in München bekanntgegeben. Vor der Wiederaufnahme der staatlichen Prüfung wurde ein spezielles Hygienekonzept entwickelt und mit dem Gesundheitsministerium abgestimmt. Nach den Worten der Ministerin ist die Wiederaufnahme auch angesichts der aktuellen Herausforderungen wichtig: "Wir brauchen die Unterstützung gut ausgebildeter Jägerinnen und Jäger, um die Wälder fit für den Klimawandel zu machen und um eine nachhaltige Reduktion des Schwarzwilds erfolgreich zu bewältigen."

In Bayern gibt es rund 70.000 Jägerinnen und Jäger. Normalerweise legen jährlich über 2.000 Frauen und Männer die staatliche Jägerprüfung ab, die auch über Bayerns Grenzen hinweg hohes Ansehen genießt. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten in den letzten Monaten über 700 Jungjägeranwärterinnen und -anwärter die Prüfung nicht antreten. Sie sollen nun baldmöglichst ihre Prüfungen nachholen können. Die Zentrale Jäger- und Falkner-Prüfungsbehörde wurde beauftragt, noch im Juli Nachholtermine für die abgesagten Prüfungen anzubieten.

Nähere Informationen zur staatlichen Jägerprüfung finden sich unter www.wildtierportal.bayern.de.

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news-2260 Mon, 08 Jun 2020 08:11:23 +0200 Forstliches Gutachten: Forstministerin und Verbände vereinbaren Weiterentwicklung http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2260&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9fcaa6e6f904e0a392cbe217228cb52c Pressemitteilung des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

05. Juni 2020, München – Es ist ein Beispiel gelungener Kooperation: Dank intensiver und partnerschaftlicher Zusammenarbeit ist es Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber und den Spitzen von Waldbesitzerverband, Jagdverband, Bauernverband und den Familienbetrieben Land und Forst gelungen, das System der „Forstlichen Gutachten zur Situation der Waldverjüngung“ weiterzuentwickeln und zu verbessern. Die Beteiligten sind sich mit der Ministerin einig: „Wir haben das Forstliche Gutachten in Bayern als ein unverzichtbares Monitoring- und Steuerungsinstrument für ein ausgewogenes Wald-Wild-Verhältnis gestärkt“ Das Ergebnis ist laut Kaniber ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass sich in Zeiten des Klimawandels alle Beteiligten ihrer besonderen Verantwortung für den Aufbau stabiler Zukunftswälder bewusst sind.

Im Einzelnen wird es bei den Forstlichen Gutachten, die turnusmäßig im kommenden Jahr wieder anstehen, folgende Änderungen geben:

· Die sogenannten „Revierweisen Aussagen“ werden für mehr Jagdreviere erstellt. Damit werden Bereiche, in denen das Wald-Wild-Verhältnis noch nicht passt, genauer untersucht.

· Das Wachstum und die Anteile der verschiedenen Baumarten unter dem Einfluss der Wildtiere werden neu dargestellt und dadurch die Entwicklung der Pflanzen besser beurteilt.

· Die waldbauliche Situation vor Ort wird deutlicher abgebildet.

· Die Qualitätssicherung wird ausgeweitet.

Waldbesitzer und Jäger können sich beim nächsten Forstlichen Gutachten, beispielsweise wieder durch die Teilnahme an Waldbegängen oder bei der Aufnahme der jungen Bäume bei der Erstellung der Gutachten einbringen.

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news-2259 Mon, 08 Jun 2020 07:52:31 +0200 Hubert Weikhart ist der neue Förster in Pyrbaum http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2259&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3725c60d27907ee49b44f6adc3ea0901 08. Juni 2020, Pyrbaum - Seit März ist Hubert Weikhart der neue Förster der Bayerischen Staatsforsten im Revier Pyrbaum am Forstbetrieb Allersberg. Er übernimmt die Nachfolge von Michael Schafferhans, der nach 7 Jahren in das Revier Etzenricht an seinen Heimatforstbetrieb Schnaittenbach gewechselt ist. Weikhart ist damit für rund 2.200 ha Staatswald rund um Pyrbaum zuständig, die sich auf zwei große Waldgebiete verteilen: Den Östlichen Pyrbaumer Forst Richtung Neumarkt und den Südlichen Pyrbaumer Forst Richtung Allersberg. Die Wälder im Revier bestehen vornehmlich aus Kiefern und Fichten. Laubbäume, vor allem Eichen und Buchen sind noch in der Minderheit, ihr Anteil ist in den vergangenen Jahren aber gewachsen und wird im Rahmen des Waldumbaus hin zu stabilen und naturnahen Mischwäldern weiter zunehmen.

Der Waldumbau vor einem sich beschleunigenden Klimawandel ist eine große Aufgabe,der ich mich aber gerne stelle," so der neue Revierleiter Hubert Weikhart. "Ich übernehme ein abwechslungsreiches Revier in dem schon viel in den Waldumbau investiert wurde. Das macht den Start deutlich einfacher" so Weikhart weiter. Eine Besonderheit im Revier Pyrbaum sind auch die zahlreichen Naturschutzobjekte." Mein Vorgänger hat viele tolle Naturschutzmaßnahmen durchgeführt und hinterlässt große Fußspuren. Diesen eingeschlagenen Weg möchte ich auf jeden Fall weitergehen", blickt Weikhart in die Zukunft. Zudem hat der "Neue" schon vielfältige Erfahrungen im Wald sammeln können. Er wechselte 2018 von der Forstverwaltung zu den Bayerischen Staatsforsten. Im Juni 2019 kam er für Michael Schafferhans, der als frischgebackener Vater in Elternzeit ging, als Vertretung nach Pyrbaum und blieb dort "hängen".

Hubert Weikhart stammt aus einer langjährigen Försterfamilie und übt den Forstberuf nun schon in 5.Generation aus. Nach dem Studium der Forstwirtschaft in Göttingen mit Praxissemester im Spessart und der Anwärterzeit an der Forstschule in Lohr am Main durchlief Hubert Weikhart mehrere Stationen bei der Bayerischen Forstverwaltung, bevor er zu den Bayerischen Staatsforsten wechselte. Zunächst wurde er zur Revierunterstützung am Forstbetrieb Zusmarshausen eingesetzt, bis er im Sommer 2019 nach Pyrbaum abgeordnet wurde. Dort verliebte er sich nicht nur in das Revier, sondern fand auch seine Lebenspartnerin. "Es tut gut endlich angekommen zu sein und sesshaft zu werden", freut sich Weikhart auf eine langfristige Amtszeit.

Harald Schiller, der kommissarische Leiter des Forstbetriebs Allersberg, begrüßt Herrn Hubert Weikhart herzlich und wünscht ihm alles Gute für das neue Revier! "Ich kenne Herrn Weikhart ja nun schon seit letztem Sommer. Er ist ein Vollblutförster, der voll und ganz in seinem Beruf aufgeht. Obwohl er in das Revier Pyrbaum im Juni 2019 zunächst nur als vorübergehende Vertretung ohne längerfristige Perspektive geschickt wurde, stürzte er sich von Anfang an in die Arbeit, als wäre es sein eigenes Revier. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem jungen und trotzdem schon so erfahrenen Kollegen", freut sich Schiller.

"Die Aufgaben werden auch nicht ausgehen", so Schiller. "Neben Waldumbau und Naturschutzarbeit steht vordringlich die Beseitigung der letzten Schäden des Februarorkans Sabine an, der das Revier Pyrbaum hart getroffen hatte. Durch die Nässe im Februar kamen wir erst in den letzten Wochen in die Waldbestände. Die Böden waren vorher nicht zu befahren, ohne große Schäden zu riskieren. Jetzt müssen die geworfenen und gebrochenen Bäume aber schnellstens raus, da sich seit Mitte April der Borkenkäfer in ihnen eingenistet hat. Und den wollen wir mit dem Holz aus dem Wald raus bekommen, bevor er wieder ausfliegt und gesunde Bäume befällt."

Weiter erklärt der Forstbetriebsleiter: "Um Schäden am Waldboden zu minimieren, werden auf die Räder der Forstmaschinen sogenannte Bänder aufgezogen, um die Aufstandsfläche zu vergrößern und damit den Bodendruck zu verringern. Was für den Waldboden gut ist, wirkt sich leider verheerend auf die Forstwege aus. Nach Abschluss der Schadensaufarbeitung wird daher zunächst eine der Hauptaufgaben von Herrn Weikhart sein, diese Schäden an den ramponierten Wegen zu beseitigen. Im ganzen Revier sind die Wege zu pflegen, damit Sie den Waldbesuchern wieder im vollen Umfang zur Erholung offen stehen", stellt Herr Schiller in Aussicht.

Sie erreichen Hubert Weikhart, auch bei Interesse an Brennholz, wie folgt:

Hubert Weikhart
Revierleiter Pyrbaum
Forstbetrieb Allersberg
Telefon: +49 162 1933 905
E-Mail: hubert.weikhart2@baysf.de

Sprechzeit nach Vereinbarung

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news-2258 Mon, 08 Jun 2020 07:31:00 +0200 Dem Schwarzstorch geht es im Staatswald gut! http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2258&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=77ad72efeacc6045d7545bec92190882 05. Juni 2020, Sonthofen - "Derzeit sitzen insgesamt dreizehn junge Schwarzstörche in ihren Nestern in Wäldern des Forstbetriebs", berichtet Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting stolz. "Das ist super! Bei uns greifen Wälder, Moore, Feuchtwiesen und zahlreiche kleine Bäche ineinander und bieten ideale Lebensbedingungen für diese seltenen Vögel. Die naturnahe Bewirtschaftung der Waldbestände und die hohe Anzahl geeigneter Altholzstrukturen ermöglichen dem Schwarzstorch genügend Rückzugsmöglichkeiten und Ruhe für eine erfolgreiche Brut", so Oetting weiter.

Auch die errichteten Kunsthorste im Staatswald sind bereits von den Schwarzstörchen bewohnt. Zum Beispiel im Kempter Wald, wo der Horst zum wiederholten Male erfolgreich belegt wurde. Harald Farkaschovsky von der AG Schwarzstorchschutz Allgäu vom LBV erklärt, dass es sich bei den ausgesuchten Kunsthorstbäumen meist um sehr alte, hohe Bäume handelt. Sie liegen in ruhigen und abgelegenen Waldbereichen und weisen günstige Anflugmöglichkeiten für den Waldstorch auf. "Im Staatswald des Forstbetriebs Sonthofen findet man solche Lebensräume dank der naturnahen Waldbewirtschaftung", freut sich Farkaschovsky.

Dieses Jahr sind vier Brutpaare mit insgesamt dreizehn Jungtieren im Forstbetrieb Sonthofen beheimatet. "Die integrative Waldbewirtschaftung, bei der Schützen und Nützen auf gleicher Fläche erfolgt und die erfolgreiche vertrauliche Zusammenarbeit mit der AG Schwarzstorchschutz Allgäu tragen so erfolgreich zum Artenschutz bei", ist Oetting überzeugt.

Nochmal Harald Farkaschovsky: "Es bleibt zu hoffen, dass alle Jungen flügge werden und ihren gefahrenvollen Zug in den Süden antreten können. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die seit Jahren sehr gute Zusammenarbeit und Ihre Rücksichtnahme an den Schwarzstorch-Brutplätzen. Ohne die Unterstützung der Förster wäre dieser Bruterfolg nicht möglich!"

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news-2257 Thu, 04 Jun 2020 10:08:59 +0200 Auszeichnung für das Projekt „Der Wald blüht auf“ http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2257&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=92c20cf7689e70974389a438fab251dd Preisverleihung an den Forstbetrieb Oberammergau durch Frau Staatsministerin Michaela Kaniber im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt

04. Juni 2020, Oberammergau - Ziel der UN-Dekade Biologische Vielfalt in Deutschland ist es, möglichst viele Menschen für den Schutz und den Erhalt der Biodiversität zu begeistern. Am Ende des Jahrzehnts sollen mehr Menschen die Bedeutung von biologischer Vielfalt erkennen und wissen, wie sie sich selbst bei deren Erhalt einbringen können. Gerade der bayerische Staatswald ist durch einen hohen Grad an Biodiversität gekennzeichnet. Ein hoher Strukturreichtum sorgt dort dafür, dass Pflanzen und Tiere in all ihrer Vielfalt wachsen und leben können.

Zusätzlich setzen sich die Bayerischen Staatsforsten mit gezielten Projekten für den Natur- und Tierschutz im Staatswald ein. Mehr als drei Millionen Euro haben die Bayerischen Staatsforsten, unterstützt vom Freistaat Bayern, dafür eingesetzt.

„Als größter Flächenbesitzer im Landkreis Garmisch-Partenkirchen hat der Forstbetrieb Oberammergau eine hohe Verantwortung für den Erhalt der Biodiversität. Ungefähr zwei Drittel der Waldflächen des Forstbetriebs sind mit Schutzkategorien, wie beispielsweise Naturschutzgebieten, belegt. Hier können wir einen besonders wirksamen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leisten“, so der Leiter des Forstbetriebs Oberammergau, Nikolaus Stöger. Insbesondere wurde in die Anlage und Pflege von wertvollen Offenlandflächen investiert. „Dadurch erhalten und fördern wir besonders wertvolle Lebensräume und die Artenvielfalt unserer heimischen Insekten“, so Nikolaus Stöger weiter. Aber nicht nur Insekten stehen im Fokus des Projekts. Auch Biotopbäume und Totholz verbleiben im Wald und schaffen so Struktur und dienen als „Wohnungen“ für Vögel, Insekten und Pilze.

Stellvertretend für die Bemühungen zum Artenerhalt wurde nun das Projekt „Der Wald blüht auf“ in Grafenaschau als offizielles Projekt der „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet.

Im Zuge des Projekts wurde an einer Kreuzung mit mehreren Wanderwegen eine artenreiche „Bienenweide“ mit heimischem Saatgut angelegt. Grundschüler aus Grafenaschau errichteten unter Aufsicht einer Lehrerin ein „Insektenhotel“ und in direkter Nachbarschaft unterhalten Imker zahlreiche Bienenstände. Zudem wurden Hecken angelegt, seltene Baumarten freigestellt und alte, regionalen Obstsorten nachgezüchtet und so vor dem Aussterben bewahrt.

Ziel des Projekts ist es, vor Ort Insektenlebensräume zu verbessern, zu sichern und neu zu schaffen. Neben diesen wertvollen Lebensräumen ist die Information und Einbindung der Bevölkerung ein weiteres Kernziel - Frei nach dem Credo: „Nur was man kennt und versteht, wird man auch schützen und erhalten“.

Überreicht wurde die Auszeichnung durch die bayerische Forstministerin Michaela Kaniber an den Leiter des Forstbetriebs Oberammergau, Herrn Nikolaus Stöger. Ihr Dank für das Zustandekommen dieses vorbildlichen Gemeinschaftsprojekts galt nicht nur der Initiative der Bayrischen Staatsforsten, sondern insbesondere auch Herrn Landrat Anton Speer, sowie Herrn Bürgermeister Hubert Mangold für deren Unterstützung, sowie dem Imkerverein Murnau für das Aufstellen der Bienenkästen und den Schülern der Grundschule Grafenaschau für den Bau des Insektenhotels.

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news-2256 Thu, 04 Jun 2020 09:15:18 +0200 Baumsicherungsarbeiten an der Klosterthalstraße http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2256&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1cd27f5015dc3cfd835fc8f64e56a593 04. Juni 2020, Kelheim/Stausacker - Der Forstbetrieb Kelheim wird in der kommenden Woche Baumsicherungsarbeiten entlang der Klosterthalstraße durchführen. Durch die Trockenheit der vergangenen Wochen sind etliche Buchen, Eschen, Eichen und Ulmen teilweise abgestorben und könnten zur Gefahr für den Besucherverkehr werden. "Wir werden die akut gefährlichen Kronenteile von einem Hubsteiger aus zurückschneiden und dadurch die Gefahr von herabfallenden Ästen so weit wie möglich beseitigen" erklärt Sabine Bichlmaier, Leiterin des Forstbetriebs Kelheim. Sowohl die Stadt Kelheim, als auch das Wasserwirtschaftsamt, auf deren angrenzenden Flächen ebenfalls absterbende Bäume stehen, schließen sich der Maßnahme des Forstbetriebs Kelheim an und beseitigen Gefahrenstellen auf ihren Grundstücken. Zustimmung findet die zwingend notwendige Verkehrssicherungsmaßnahme auch bei der unteren Forstbehörde. Die Beseitigung der Gefahrenquellen soll zeitnah erfolgen, betont Michael Wolf vom AELF Abensberg.

Bei einem Ortstermin überzeugte sich auch Wolfgang Lorenz von der höheren Naturschutzbehörde an der Regierung von Niederbayern von der Notwendigkeit der Maßnahme. "Natürlich ist der Sommer während der Brut und- Aufzuchtzeit kein günstiger Zeitpunkt für diese Arbeit", so der Naturschutzexperte, andererseits erfordere aber die Gefährdung der Straße und ihrer Nutzer ein schnelles Handeln. Ein Fledermausexperte wird die Bäume vor dem Einsatz noch begutachten, damit die geltenden natur- und artenschutzrechtlichen Vorgaben eingehalten und bei der Arbeit größtmögliche Rücksicht auf die vorhandene Tierwelt genommen werden. Um Störungen und Beeinträchtigungen für die Natur so gering wie möglich zu halten, wurde vereinbart, dass alle Möglichkeiten zur Minimierung ausgeschöpft und die Maßnahmen auf das zwingend erforderliche Maß zur Herstellung der Verkehrssicherheit beschränkt werden.

Nachdem die Klosterthalstraße innerhalb des erst in diesem Jahr ausgewiesenen Nationalen Naturmonuments liegt, haben sich der Forstbetrieb und die Regierung von Niederbayern darüber hinaus ab dem Herbst auf eine enge Abstimmung aller weiteren Sicherungsmaßnahmen innerhalb des Schutzgebiets verständigt.

Die Stadt Kelheim hat die Klosterthalstraße ab sofort bis zur Beendigung der Baumsicherungsarbeiten für den Verkehr gesperrt. Der Wanderroute von der Befreiungshalle kommend ist bis zur Zillenanlegestelle gegenüber des Klosters Weltenburg begehbar.

Anlieger und Besucher werden um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen gebeten.

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news-2255 Wed, 03 Jun 2020 14:24:35 +0200 Besondere Blütenpracht am Auerberg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2255&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5803705659b36c8c453a1c976fa23432 03. Juni 2020, Forchheim - Die neu angelegte Blumenwiese an der Maria Hilf Kapelle "Heidebrünnel" bei Weilersbach bietet Insekten reiche Nahrung und ist gerade jetzt ein besonders farbenprächtiges Ausflugsziel.

Es summt und brummt eindrucksvoll hinter der "Heidebrünnel" - Kapelle oberhalb von Weilersbach. Eine außergewöhnliche Vielfalt an bunten Blumen bietet Insekten Nahrung im Überfluss und ist für Betrachter momentan eine besondere Augenweide.
Die Wiese ist eine von 35 neu angelegten Blütenflächen des Forstbetriebs Forchheim, die 2018 im Rahmen des Naturschutzprogramms der Bayerischen Staatsforsten "Der Wald blüht auf" auf 5 Hektar neu angelegt werden konnten.

"Ich freue mich, dass uns Finanzmittel von über 15 Tausend Euro allein für das besondere regionale Saatgut zur Verfügung gestellt wurden, um so mit regionalen Wildblumen einen Beitrag gegen das Insektensterben leisten zu können", freut sich Forstbetriebsleiter Stephan Keilholz über die Möglichkeit auf Sonderflächen des Forstbetriebs, die Artenvielfalt zu fördern. Damit dankte Stephan Keilholz Forstdirektor Michael Kreppel für die umfassende Förderung des Naturschutzprogramms durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bamberg. Auch Michael Kreppel zeigte sich sehr zufrieden mit der Verwendung der eingesetzten Fördermittel und wies auf die lange Blühphase der Wiese hin durch die unterschiedlichen Blühzeitpunkte der eingesäten Blütenpflanzen.

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news-2254 Wed, 03 Jun 2020 09:56:38 +0200 Startschuss für das Traineeprogramm bei den Bayerischen Staatsforsten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2254&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a90f32683f079631d79d7a8441c07931 · Vier Nachwuchskräfte profitieren vom neuen Traineeprogramm der Bayerischen    Staatsforsten.
· Bewährte Ausbildung mit neuem Konzept.
· Erster Ausbildungsabschnitt hat am 02. Juni 2020 begonnen.

03. Juni 2020, Regensburg - Den forstlichen Masterabschluss haben sie in der Tasche, jetzt geht es an die Praxis! Mit besten Noten haben die neuen Trainees der Bayerischen Staatsforsten bereits an der Universität gezeigt was sie können. Das neue Traineeprogramm soll sie nun startklar machen, für die Arbeit im und am Wald.

Die Ausbildung von Försterinnen und Förstern ist nach dem Studium noch lange nicht abgeschlossen. Wer im bayerischen Staatswald arbeiten möchte, musste bisher noch einen Vorbereitungsdienst, das Referendariat, absolvieren, das bei zukünftigen Forstbetriebsleiterinnen und -betriebsleitern über zwei Jahre in Anspruch genommen hat. Eine Übernahmegarantie nach dieser zusätzlichen Ausbildungszeit gab es bislang aber nicht. Doch jetzt gehen die Bayerischen Staatsforsten neue Wege: Vier BaySF-Trainees werden gemeinsam mit den Referendarinnen und Referendaren der Bayerischen Forstverwaltung den Vorbereitungslehrgang absolvieren und nach bestandener Abschlussprüfung unbefristet bei den Bayerischen Staatsforsten übernommen.

„Wir freuen uns, dass wir den jungen Kolleginnen und Kollegen diese Sicherheit bieten können. Sie können sich so ganz auf ihre Ausbildung konzentrieren, ohne sich um die Zeit nach dem Traineeprogramm sorgen zu müssen“, betont Christoph Baudisch, Teilbereichsleiter für Personalentwicklung, Aus- und Fortbildung bei den Bayerischen Staatsforsten. Die neuen Trainees wurden bereits mit gebührendem Sicherheitsabstand und unter Beachtung aller Hygienemaßnahmen zur Corona-Prävention vom Vorstand der Bayerischen Staatsforsten im Unternehmen herzlich begrüßt und konnten die BaySF-Zentrale in Regensburg kennenlernen.

„Die jungen Kolleginnen und Kollegen werden bei uns von Anfang an voll eingebunden! Mit ihren Mentorinnen und Mentoren haben sie bei uns immer einen Ansprechpartner, der sie mit Rat und Tat unterstützt“, erklärt Petra Bauer, Leiterin des Bereichs Personal der Bayerischen Staatsforsten. „Vom Startschuss bis zur Abschlussprüfung! Und nach der Prüfung freuen wir uns, dass wir unseren Nachwuchskräften spannende, verantwortungsvolle Aufgaben bieten können!“

Der Referendarslehrgang hat am 02. Juni 2020 an der bayerischen Forstschule in Lohr am Main in Unterfranken begonnen. Weitere Ausbildungsabschnitte in ganz Bayern werden in den nächsten zwei Jahren folgen. 2022 steht dann die Abschlussprüfung an. Bis dahin werden die BaySF-Trainees noch viel erleben und einiges dazulernen! Die Bayerischen Staatsforsten wünschen ihnen viel Spaß bei den neuen Aufgaben und viel Erfolg bei der Ausbildung!

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news-2252 Tue, 02 Jun 2020 12:28:39 +0200 Bayerische Staatsforsten öffnen Nasslager für private und kommunale Waldbesitzer http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2252&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=63cc825b898b7714a7e25d11e5f3d909 Gemeinsame Presseerklärung der Bayerischen Staatsforsten, des Bayerischen Waldbesitzerverbands, des Bayerischen Bauernverbands und der Familienbetriebe Land und Forst Bayern

Regensburg / München, 2.6.2020 – Zur Entschärfung der angespannten Situation auf dem Holzmarkt aktivieren die Bayerischen Staatsforsten ihre bestehenden Nasslagerplätze auch für andere Waldbesitzerinnen und -besitzer. „Durch Dürre, Hitze, Sturmschäden und dem daraus resultierenden starken Borkenkäferbefall ist der Holzmarkt derzeit schwer gestört. Deshalb bieten wir auch anderen Waldbesitzenden die Möglichkeit, ihr wertvolles Holz bei uns werterhaltend zu lagern“, so Martin Neumeyer, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten. Um den Wald auch für zukünftige Generationen zu schützen und zu bewahren, müssen durch Sturm geschädigte und vom Borkenkäfer befallene Fichten schnellstmöglich aus dem Wald transportiert werden, damit gesunde Bäume nicht befallen werden. Allerdings können Waldbesitzer ihr Holz durch das Überangebot und Corona-bedingte Abfuhrschwierigkeiten nur schwer an Sägewerke absetzen – oder lediglich zu einem sehr geringen Preis. „Für private Waldbesitzer geht es um die nackte Existenz. Sie leben davon, fair für ihr Holz bezahlt zu werden“, so Josef Ziegler, Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbands. „Die Einlagerung in die Nasslager der Bayerischen Staatsforsten gibt uns eine Handlungsalternative, um in dieser Krise zu überleben.“

Ein Nasslager ist ein Aufbewahrungsort für eingeschlagenes Nutzholz, bei dem die Baumstämme zum Zwecke der Konservierung künstlich beregnet werden. So können diese über mehrere Monate bis hin zu drei Jahren werterhaltend konserviert werden. „Die Bayerischen Staatsforsten haben in den letzten Jahren eine umfangreiche Nasslager-Infrastruktur aufgebaut. Sie gehören zu unserer Strategie, den Wald bestmöglich vor den Folgen des Klimawandels zu schützen und gleichzeitig unseren tollen Wertstoff Holz nicht zu Dumping-Preisen verkaufen zu müssen“, so Staatsforsten-Chef Neumeyer.

Josef Wutz, Waldpräsident des Bayerischen Bauernverbandes appelliert an die Waldbesitzer, im Waldschutz nicht nachzulassen und die Förderung zur insektizidfreien Borkenkäferbekämpfung für die Verbringung des Schadholzes aus dem Wald auf geeignete Lagerplätze in Anspruch zu nehmen. Insgesamt gibt es im Bayerischen Staatswald 21 Nasslager, die von den Bayerischen Staatsforsten betrieben werden, davon sind insgesamt neun aufgrund der aktuellen Situation aktiviert. Bayernweit verfügen die Bayerischen Staatsforsten über eine Gesamtlagerkapazität von 1,8 Mio. Festmetern, davon 1,4 Millionen eigene Nasslager, die in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden soll.

Details für die Einlagerung können Waldbesitzerinnen und -besitzer beim Bayerischen Waldbesitzerverband oder im Fachbereich Holz der Bayerischen Staatsforsten erfragen:

https://www.bayer-waldbesitzerverband.de/home.html

https://www.baysf.de/de/ueber-uns/kontakt.html

Grundsätzlich werden keine Einzellagerungen von Waldbesitzern mit geringen Mengen zugelassen, sondern nur gebündelte Maßnahmen z.B. über eine Waldbesitzervereinigung. Zudem konzentriert sich die Einlagerung aufgrund der Schadholzsituation auf den Süden und Osten Bayerns. Eine Einlagerung kann nur in den bereits von den Bayerischen Staatsforsten aktivierten Nasslagern erfolgen.

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news-2249 Mon, 01 Jun 2020 09:05:00 +0200 Borkenkäfer-Newsticker der Bayerischen Staatsforsten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2249&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5a871da11edfb6a5864424c2d5611373 Aktuelle Informationen und Daten direkt aus dem bayerischen Staatswald

01. Juni 2020, Regensburg Ab sofort liefern die Bayerischen Staatsforsten zum Anfang jeden Monats die aktuellen Borkenkäferzahlen sowie Informationen zur augenblicklichen Lage des Bayerischen Staatswaldes. Dadurch soll transparent und zeitnah über dessen Zustand informiert werden.

Mai 2020 – Aktuelle Situation und Zahlen

Gegenwärtig herrscht wie auch schon in den Jahren 2018 und 2019 eine angespannte Waldschutzsituation im Staatswald. Beispielsweise ist ein verstärktes Auftreten von Borkenkäfern an Fichten zu beobachten. Dies hat vor allem mit der lang anhaltenden Trockenheit der letzten beiden Jahre und den Folgen des Klimawandels zu tun, die wir alle spüren können.

Die aktuellen Zahlen bewegen sich momentan auf niedrigerem Niveau als im letzten Jahr, sind im Vergleich zum 5-Jahresdurchschnitt (jeweils Werte im Mai) aber deutlich erhöht:

Gebuchte Käferholzmenge Mai 2020: 79.000.fm
Gebuchte Käferholzmenge Mai 2019: 89.000 fm
Gebuchte Durchschnitts-Käferholzmenge Mai der letzten 5 Jahre: 67.000 fm

Interpretation

Bei der Schwärmaktivität ist der Borkenkäfer in diesem Jahr etwa 1-2 Wochen früher dran als im letzten Jahr, die Intensität war allerdings in vielen Bereichen nicht so ausgeprägt. Ursachen dafür sind die zuerst doch hohen Temperaturen und die Trockenheit des Frühjahrs, die das Ausschwärmen der Borkenkäfer begünstigt haben. Stärkere Niederschläge im Mai sowie niedrigere Temperaturen im abgelaufenen „Wonnemonat“ haben bis jetzt den Befall gesunder Bäume durch den Borkenkäfer in diesem Jahr gebremst.

Hintergrund / Wissenswertes

Auch wenn die Werte etwas niedriger als die Zahlen des letzten Jahres sind, suchen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten stetig nach neuen Käferholzbäumen, die sie bei Befall markieren und schnellstmöglich aus dem Wald transportieren. Digitales Arbeiten erhöht dabei die Effizienz und Geschwindigkeit der Käferholzaufarbeitung, z. B. mit einer eigenen Borkenkäfer-App. Unterstützt werden die Beschäftigten auch von zahlreichen Helfern – unter ihnen auch Forststudierende –, die extra für die Borkenkäfersuche eingestellt worden sind. Gleichzeitig werden unter Hochdruck die noch liegenden Sturmholzschäden des Februarorkans Sabine beseitigt, damit der Borkenkäfer sich nicht in diesen Stämmen vermehren und von dort ausfliegen kann.

Den Bayerischen Staatsforsten ist es in den Jahren 2018 und 2019 mit einem personellen und finanziellen Kraftakt gelungen, eine Massenvermehrung des Borkenkäfers im Staatswald zu verhindern. Mit dem enormen Aufwand von jährlich mehr als 200.000 Suchstunden in über 1.000 Suchbezirken und über 10 Millionen Euro Kosten für Borkenkäfersuche jährlich sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Staatsforsten dem Käfer zu Leibe gerückt.

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news-2251 Fri, 29 May 2020 15:15:18 +0200 Blühflächen im Sulzschneider Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2251&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0fb990cf9397ac4d6f0707ff2182cdbe 29. Mai 2020, Steinbach - Seit zwei Jahren ist der Insektenschutz in aller Munde. Zurecht, wie man auch am Forstbetrieb Sonthofen findet. „Bei den Bayerischen Staatsforsten haben wir ein Konzept erarbeitet, um auf unseren Flächen dem Rückgang in der Insektenwelt entgegenzuwirken“, berichtet Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting.

Dabei wird mittel- und langfristig ein Flächennetz mit heimischen Blühpflanzen aufgebaut, um den Bestand der Insekten wieder zu erhöhen und um den genetischen Austausch zu gewährleisten. Diese sogenannten Trittsteine sollen dann in allen Revieren des Bayerischen Staatswaldes dazu beitragen, das Insektensterben aufzuhalten. Wer sich über Wildbienen und Wildwespen informieren will, wird bald feststellen, dass sich ein Universum von Arten auftut, wo Hummeln wie Bienen aussehen, es Wespen gibt, die man nie als Wespe erkennen würde und allerlei merkwürdige Exemplare. Außerdem gibt eine Vielzahl an heimischen Schmetterlingen und Käfern. All diese Arten haben unterschiedliche Ansprüche und Entwicklungen. In den acht Revieren des Forstbetriebs Sonthofen wurden überall die ersten Flächen angelegt. Sie werden jetzt gepflegt und wo nötig ergänzt.

Förster Jürgen Sander hat im Sulzschneider Wald einige Flächen angelegt: „Dabei war aller Anfang schwer. Wir sind doch Förster und keine Gärtner! Zuerst mussten Flächen gefunden werden, auf denen genügen Licht vorhanden ist und die nicht in absehbarer Zeit vom angrenzenden Baumbestand beschattet werden“, erinnert er sich. Mit Hilfe von Experten wurden die Samenmischungen zusammengestellt, die zum Standort passen und Allgäuer Bauern, die das nötige Wissen und die nötige Ausrüstung mitbringen, haben die Arbeiten im Auftrag durchgeführt. Bei der Samenauswahl wurde auf eine sinnvolle Blühfolge übers Jahr geachtet, so dass Nektar und Pollen möglichst ganzjährig für verschiedene Insektenarten vorhanden ist.

„Die Flächen im Sulzschneider Wald sind gut gelungen!“ freut sich Revierleiter Jürgen Sander. „Ich habe sie vorletztes Jahr vorbereitet und letztes Jahr angesät. Es zeigen sich erfreulicher Weise die ersten Erfolge und wir sind neugierig auf die weitere Entwicklung. Wir bleiben auf jeden Fall dran!“

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news-2250 Fri, 29 May 2020 15:06:35 +0200 5.000 Hektar Naturwälder für Bayern http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2250&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=68dac09ba1b305e83e0917371773b9c3 Pressemitteilung des Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

29. Mai 2020, München – Forstministerin Michaela Kaniber will vier größere staatliche Waldgebiete Bayerns als Naturwälder ausweisen und da-mit dauerhaft unter Schutz stellen: drei ökologisch besonders wertvolle Buchen-Mischwälder im Steigerwald, auf der Fränkischen Platte bei Würzburg und der Frankenalb bei Kelheim sowie weite Teile der Isar-Auwälder zwischen München und Landshut, insgesamt fast 5.000 Hektar. Sie werden ab sofort nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt.

Kaniber: „Wir geben diese ganz besonderen, urtümlichen Wälder der Natur zurück, damit sie sich frei und ungestört entwickeln können.“ Die neuen Nturwälder sind Teil eines bayernweiten Netzwerks, das die Ministerin in den bayerischen Staatswäl-dern einrichten will. Vergangenen Herbst hatte Kaniber dazu in einem ersten Schritt bereits angekündigt, 960 Hektar Auwald bei Neuburg a. d. Donau als Naturwald unter den Schutz des Bayerischen Waldgesetzes zu stellen.

Der große ökologische Wert und die einzigartige biologische Vielfalt in den künftigen Naturwäldern sind der Ministerin zufolge ganz maßgeblich auch der vorausschauenden und schonenden Waldbewirtschaftung durch die Bayerischen Staatsforsten zu verdanken. „Jetzt aber wollen wir in diesen außergewöhnlichen Wäldern noch einen Schritt weitergehen,“ so Kaniber: „Wir lassen sie zu wilden Wäldern werden und damit auch zur Heimat für seltene Pflanzen und Tiere, die auf größere unberührte Flächen angewiesen sind.“ Das Betreten der Wälder bleibt laut Kaniber weiter erlaubt, sie er-munterte sogar, künftig geplante Bildungsangebote intensiv zu nutzen: „Wir wollen die wilde Waldnatur, die fantastische Artenvielfalt und das ständige Werden und Vergehen für alle Bürgerinnen und Bürger erlebbar machen.“

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news-2248 Mon, 25 May 2020 16:17:02 +0200 Wie beeinflusst der Wolf das Schalenwild? http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2248&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=eb6023a7eb35261aeb935b1336d8af17 Kaniber startet Forschungsprojekt im Veldensteiner Forst

München, 24. Mai 2020 - Seit einigen Jahren streift der Wolf wieder durch Bayerns Wälder, vor allem in Nord- und Ostbayern. Neben Landwirten und Weidehaltern bereitet das auch vielen Jägerinnen und Jägern Sorgen. Forstministerin Michaela Kaniber hat deshalb ein neues Forschungsprojekt dazu gestartet: "Wir brauchen gerade im Bereich der Jagd weitere Untersuchungen. Wir möchten besser verstehen, wie sich die Anwesenheit des Wolfs auf das Verhalten und die Lebensraumnutzung von Hirsch, Reh und Wildschwein auswirkt", sagte Kaniber in München.

Wissenschaftler der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) untersuchen diese Aspekte nun im Veldensteiner Forst (Lkr. Bayreuth). Dort lebt das aktuell einzige bayerische Wolfsrudel mit einem bestätigten Nachwuchs. Mit Hilfe von Wildkameras werden dort die Bewegungen der Wölfe und des Schalenwilds systematisch erfasst und unter-sucht. Das Forschungsprojekt soll erstmals wichtige Erkenntnisse für die Beziehung von Wolf und Schalenwild in ganz Bayern liefern. Es findet in Kooperation mit den Bayerischen Staatsforsten und unter Einbindung der regionalen Wolfsbeauftragten sowie des obersten Jagdbeirats statt.

Neben dem Rudel im Veldensteiner Forst existieren in Bayern auch Nachweise von Wölfen in der Region entlang der Böhmischen Grenze, auf den beiden Truppenübungsplätzen Grafenwöhr und Hohenfels in der Oberpfalz sowie zuletzt auch in der Bayerischen Rhön.

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news-2247 Fri, 22 May 2020 14:41:08 +0200 Der Forstbetrieb Kelheim investiert in die Zukunft http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2247&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e607be40e9ac075ebb58b7bd0261ddfa Kelheim, 22.05.2020 - In diesen Tagen schließt der Forstbetrieb Kelheim der Bayerischen Staatsforsten seine Frühjahrskulturen ab. Auch in diesem Jahr wurden über den ganzen Forstbetrieb hinweg etwa 13.800 Setzlinge der verschiedensten Baumarten gepflanzt. Bei den ausgebrachten Bäumchen, handelt es sich vorwiegend um Laubbaumarten, wie beispielsweise Buchen, Eichen oder auch Wildkirschen.

„Durch die gezielte Einbringung von Laubbaumarten in die Wälder des Forstbetriebs Kelheim wollen wir einen gesunden, laubholzreichen und stabilen Mischwald begründen“, sagt die Leiterin des Forstbetriebs Kelheim Sabine Bichlmaier. Dies müsse getan werden, um die Wälder fit für den Klimawandel zu machen, damit der Wald auch noch für die kommenden Generationen erhalten werden könne, begründet Bichlmaier die Notwendigkeit von Anpflanzungen im Staatswald.

Wälder mit mehreren Baumarten begeistern aufgrund ihrer Ästhetik nicht nur Erholungssuchende, sondern sind mit ihrer Strukturvielfalt auch ein wichtiger Schatz für die Artenvielfalt. Wie das Volksbegehren zum Artenschutz gezeigt habe, spiele der Schutz der Biodiversität für die Bevölkerung eine wichtige Rolle, weshalb der Forstbetrieb Kelheim laut Bichlmaier die in der Vergangenheit zum Schutz der Artenvielfalt ergriffenen Maßnahmen auch weiterhin mit aller Entschlossenheit forcieren werde.

Seltene heimische Baumarten liegen dem Forstbetrieb ebenfalls besonders am Herzen. So wurden beispielsweise im Revier Berching Elsbeeren gepflanzt, um deren Fortbestand im Jura zu sichern.

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news-2246 Fri, 22 May 2020 09:54:04 +0200 Bayerische Staatsforsten schaffen neuen Lebensraum für Insekten, Spechte und Fledermäuse http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2246&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=190fe68e22b158cc3d451408fff71394 22. Mai – Internationaler Tag der biologischen Vielfalt

Regensburg, 21. Mai 2020 – Wo bayerischer Staatswald ist, da herrscht auch Biodiversität. Denn die vielen unterschiedlichen Strukturen im Wald sorgen dafür, dass Pflanzen und Tiere in all ihrer Vielfalt wachsen und leben können. Zusätzlich setzen sich die Bayerischen Staatsforsten mit gezielten Projekten für den Natur- und Tierschutz im Staatswald ein:

In vielen staatlichen Forstrevieren und damit über ganz Bayern verteilt, sind in den vergangenen zwei Jahren Blühflächen in der Größe von rund 265 Fußballfeldern entstanden, um neuen Lebensraum für Insekten zu schaffen. Auch die Pflege von Feuchtbiotopen, Offenlandflächen und die Anlage von sogenannten Hochstümpfen wurde in den letzten beiden Jahren forciert. Mehr als drei Millionen Euro haben die Bayerischen Staatsforsten, unterstützt vom Freistaat Bayern, dafür eingesetzt.

Die arten- und strukturreichen Wälder in Bayern schaffen bereits heute einen Ausgleich zu Defiziten, wie sie vielerorts etwa durch die Versiegelung von Flächen entstehen. Die Wälder tragen so zum Erhalt der Biodiversität bei. Im Rahmen des Programms „Der Wald blüht auf“, das vom Staatministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gefördert wird, wurden zudem gezielt neue Lebensräume für Insekten geschaffen. „Als größter Flächenbesitzer in Bayern haben wir Verantwortung für den Erhalt der Biodiversität. Und durch die Anstrengungen unserer Försterinnen und Förster können wir so einen wirksamen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leisten“, so der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer.

1.000 Blühflächen und 5.000 Bäume als Wohnungen für Vögel, Insekten und Pilze

Allein in den Jahren 2018 und 2019 wurden knapp 1.000 neue Blühflächen angelegt. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bringen bayernweit regionales Saatgut mit einheimischen Wildpflanzenarten aus. Dadurch erhalten und fördern wir besondere Lebensräume und die Artenvielfalt unserer heimischen Insekten“, so Neumeyer weiter. Aber nicht nur die Insekten stehen im Fokus des Projekts: Neben der Pflege von wertvollen freien Flächen im Wald, um sie als besonderen Lebensraum zu erhalten, haben die Bayerischen Staatsforsten knapp 5.000 Bäume „geköpft“. Diese sogenannten Hochstümpfe schaffen Struktur im Wald und dienen als Wohnungen für Vögel, Insekten und Pilze.

2020 im Zeichen der Feuchtbiotope

Neben der Fortführung dieser Projekte steht 2020 die Anlage und Pflege von Feuchtbiotopen zum Schutz der dort heimischen Amphibien- und Reptilienarten im Fokus. Bei der Neuanlage von Feuchtbiotopen wird besonders darauf geachtet, dass unterschiedliche Wassertiefen und möglichst lange, geschwungene Uferzonen geschaffen werden. Strukturelemente wie beispielsweise Stein- oder Totholzhaufen, die als Versteck-, Besonnungs- oder Überwinterungsplätze für Amphibien und Reptilien dienen, werden im Umfeld der Feuchtbiotope neu angelegt oder gepflegt, so dass für möglichst viele Arten Nischen geschaffen werden.

Seit 2001 wird der 22. Mai als Internationaler Tag der biologischen Vielfalt gefeiert. Er erinnert an den 22. Mai 1992, an dem der Text des Übereinkommens über die biologische Vielfalt offiziell angenommen wurde. Der Tag der biologischen Vielfalt trägt dazu bei, die pflanzliche und tierische Vielfalt in unseren Wäldern einmal mehr ins Bewusstsein zu rufen und zu deren Erhaltung als auch Förderung beizutragen. Ein Anliegen, das die Bayerischen Staatsforsten tagtäglich in die Tat umsetzen und mit ihren Projekten proaktiv voranbringen.

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news-2245 Tue, 19 May 2020 10:38:15 +0200 20. Mai – Weltbienentag: Schwärmen für den Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2245&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4f470dddaba4fb530fa915c57aee6c12 19. Mai 2020, Regensburg – Sie gehören zu den Fleißigsten im Wald und wohl kaum jemand ist ihnen noch nicht begegnet – den Bienen in unseren bayerischen Staatswäldern. Mittlerweile ist der Wald sogar mancherorts zur wichtigsten Nektar- und Pollenquelle für Bienen geworden. Aber auch der Forst profitiert von mehr Bienen. Denn die Honig- und Wildbienen bestäuben die dort vorherrschenden Blütenpflanzen. Und das ist wichtig: Rund 90 % aller Pflanzen sind auf Fremdbestäubung angewiesen. Eine optimale Bestäubung gewährleistet eine bessere Qualität von Früchten und Samen, eine höhere genetische Vielfalt und eine größere Biodiversität des Lebensraumes.

Die Bayerischen Staatsforsten und die drei großen Bayerischen Imkerverbände – Landesverband Bayerischer Imker e.V., Verband Bayerischer Bienenzüchter und Bayerische Imkervereinigung – setzen sich deshalb gemeinsam für die Bienen in Bayern ein. Zum Beispiel indem in den Wäldern und Flächen im bayerischen Staatswald mehr Lebensräume für Bienen geschaffen werden. Auch der Waldumbau hin zu Mischwäldern trägt dazu bei, mehr Lebensraum für Wild- und Honigbiene zu generieren. In den strukturreichen Wäldern und Waldrändern gibt es ein vielfältiges Nahrungsangebot bis weit in den Sommer hinein, wenn anderorts nur noch wenig blüht. Zudem wurde der Austausch zwischen Förstern und Imkern gestärkt. Ergänzend stellen alle staatlichen Forstbetriebe in Bayern für Hobbyimker und -imkerinnen als auch für Imkervereine kostenfrei Flächen für das Aufstellen von Bienenvölkern zur Verfügung. Dazu müssen Hobbyimker nur bei Ihrem zuständigen Forstbetrieb anfragen.

Auch Wildbienen profitieren

Während Honigbienen ausnahmslos in Bienenstöcken leben und dort Völker mit bis zu 50.000 Individuen bilden, stellen Wildbienen meist als Einsiedler sehr unterschiedliche Ansprüche an ihre Nistplätze. Etwa die Hälfte der bekannten Wildbienenarten nistet sogar unter der Erde und nutzt dazu häufig von anderen Insekten gebaute Gänge als Bruthöhle. Sogar leere Schneckenhäuser oder Pflanzenstängel sind beliebte Lebensräume – und besonders gerne auch morsches Holz, sogenanntes Biotopholz, wie es in den heimischen Wäldern seit vielen Jahren verstärkt von den Försterinnen und Förstern der Bayerischen Staatsforsten angereichert wird. In künftigen Planungen der Forstbetriebe und den regionalen Naturschutzkonzepten werden die Ansprüche der Bienen noch stärker als bisher berücksichtigt und so die positiven Auswirkungen von Bienen auf unseren Wald verstärkt.

Der Weltbienentag wird seit 2018 am 20. Mai gefeiert. An diesem Tag wurde 1734 der Pionier der modernen Imkerei Anton Janša geboren.

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news-2244 Mon, 18 May 2020 16:16:36 +0200 "Halali" auf dem Grill: Die Jagdzeit hat begonnen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2244&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5b14932f4656a7cf282d6b253efcad8f 15. Mai 2020, Fichtelberg – Seit Beginn der Jagdzeit bieten Jäger und Förster wieder frisches Wildbret aus der Region an. So auch die Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten wie der Forstbetrieb Fichtelberg. Dort gibt es jetzt besondere Angebote für’s Grillen.

Die Jagdzeit auf Reh und Hirsch hat wieder begonnen. Was die Tiere im Wald vermutlich weniger freut, ist für die Liebhaber von Wild auf dem Teller ein freudiges Ereignis. Denn damit besteht wieder die Möglichkeit, Wildbret aus der Region direkt beim Jäger zu kaufen. Oder auch beim Forstbetrieb in Fichtelberg. Dort wurde der Zugang zum Verkaufsraum so gestaltet, dass Wildbret-Käufer auch in Corona-Zeiten ohne Bedenken einkaufen können. Ein separater Eingang mit Glocke ermöglicht den ungestörten Zugang zum Verkaufsraum.

Gerade jetzt im Sommer bietet es sich an, Wildbret auf den Grill zu legen. Wolfgang Kneidl, Mitarbeiter beim Forstbetrieb Fichtelberg und Metzgermeister empfiehlt dafür die neu im Sortiment aufgenommenen Wildburger: „Fleischküchla, Fleischpflanzerl, Hamburger Patties – egal, wie man sie nennt: sie sind super lecker und außerdem gesund. Denn wir verwenden dazu nur reines Rehfleisch, ohne Zugabe von Schweinefleisch oder Speck.“

Die Zubereitung am Grill beschreibt der Wildbret-Fachmann ganz einfach: „Packung auf, gefrorene Patties auf den vorgeheizten Grill, von jeder Seite ca. 4 Minuten braten, fertig. Je nach Geschmack noch mit einer Scheibe Käse belegen, die kurz auf dem Grill anschmelzen darf. Das Ganze nach Belieben mit Salat, Tomate, Gurke, Zwiebel und verschiedenen Soßen garnieren, mit einem Klecks Preiselbeer­marmelade abrunden und fertig ist der feine Wildburger.“

Aber auch Keulensteaks, Rehrückenmedaillons oder Hirschfilet eignen sich hervorragend zum Grillen. Wildfleisch ist nicht nur wohlschmeckend, sondern auch sehr gesund und fettarm, enthält wenig Cholesterin, dafür wichtige Nährstoffe. Das liegt an der artgerechten Lebensweise der Wildtiere, die sich viel bewegen und fressen, was die Natur zu bieten hat – kein künstliches Futter, keine Antibiotika, keine Medikamente.

Bei der Jagd geht es aber nicht nur um die Bereitstellung von Wildbret. Verantwortungs­volle Jagd trägt dazu bei, ein Gleichgewicht zwischen Wald und Wild herzustellen und dauerhaft zu erhalten. Das ist wichtig für den Waldumbau hin zu Mischwäldern und eine nachhaltige Waldwirtschaft. Nur mit angepassten Wildbeständen wird es uns gelingen, die Herausforderungen des Klimawandels zu meistern und natürliche, stabile Mischwälder nachzuziehen.

Und wenn das auch noch zu einer leckeren und gesunden Mahlzeit führt, ist das nicht nur für den Wald gut, sondern auch für den Wildbret-Genießer!

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news-2243 Mon, 18 May 2020 10:39:51 +0200 Fertigstellung einer neuen Wetterschutzhütte in Sailaufer Forst http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2243&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4c697e8536fdb57011d3389024b03f81 18. Mai 2020, Heigenbrücken - Am sogenannten Streitplatz zwischen Sailauf und Heigenbrücken im Staatswald steht nun eine weitere Wandererhütte. In den vergangenen Wochen hat die Zimmerei Kunkel, Waldaschaff das rund 20.000 Euro teure Projekt, querfinanziert aus Mittel des Freistaats Bayern, Forstverwaltung umgesetzt.

Die Hütte entstand auf Initiative von Herrn Bürgermeister Michael Dümig aus Sailauf (auf dem Bild rechts). Dümig und der zuständige Forstbetriebsleiter, Joachim Keßler liessen es sich trotz Abstandgebot nicht nehmen die frisch erstellte Hütte zu inspizieren und freuen sich: „Ein echter Hingucker am Streitplatz!“ Die Hütte werte die Naherholung im Wald rund um Sailauf weiter auf, so Keßler weiter.

Der Holzbau aus Nadelholz bietet Wandernden oder auch Radfahrerinnen und Radfahrern an einem bekannten Wegekreuz im Nordspessart nun die Möglichkeit zu Rasten oder sich bei Schlechtwetter unterzustellen. Die Hütte wird mit einer Sitzgruppe und einer Informationstafel ausgestattet. Das Modell lehnt sich an die vom Naturpark vorgegebene Baureihe von Schutzhütten an, die überall im Naturpark Spessart entstehen sollen. Ein offizielles Eröffnungsfest wird noch nachgeholt, so der Bürgermeister Dümig.

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news-2242 Mon, 18 May 2020 10:28:30 +0200 Frost im Forst: Auffällige Frostschäden an Buchenblättern im Fichtelgebirge http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2242&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a122a4123e043612f943f8a325a2cf08 15. Mai 2020, Fichtelberg – In weiten Teilen der Wälder des Fichtelgebirges sind in den letzten kalten Nächten die frisch ausgetriebenen Buchenblätter erfroren. Der Forstbetrieb Fichtelberg kann allerdings Entwarnung geben: die Bäume sind meist in der Lage, den Schaden zu überstehen.

Braun und vertrocknet hängen die Buchenblätter von den Zweigen herab. Wo in der letzten Woche noch saftig-grüne Blätter sprießten, hängen jetzt an vielen Stellen im Fichtelgebirge nur noch abgestorbene Blätter an den Bäumen. Die drei „Eisheiligen“ Pankratius, Servatius und die kalte Sophie haben in den letzten Tagen zugeschlagen und mit stellenweise bis zu -6°C die frisch ausgetriebenen Blätter der Waldbäume geschädigt.

Werner Schmidt, Förster bei den Bayerischen Staatsforsten, blickt ein wenig betrübt auf das braun verfärbte Laub der Bäume am Ochsenkopf. „Gerade jetzt so kurz nach dem Laubaustrieb sind die Blätter sehr frostempfindlich. Da genügt eine einzige leichte Frostnacht und das Blatt ist erfroren.“ Aber zugleich kann er Entwarnung geben: „Die meisten Bäume haben genug Reserven und können noch einmal Blätter bilden.“ Dieser sogenannte „Johannistrieb“ ermöglicht es, dass im weiteren Jahreslauf die Buchen wieder grün werden und ohne größeren Schaden weiterwachsen werden. Solche Frostschäden an den Blättern kommen örtlich immer wieder einmal vor. Meist ohne schwerwiegende Folgen für die Natur.

Anders sieht es leider bei den Blüten der Buchen aus. „In den letzten Wochen zeigten sich hier am Ochsenkopf oder gegenüber auf der Westseite des Schneebergs an vielen Bäumen reichlich Blütenknospen“, so Förster Schmidt. „Die sind wohl größtenteils erfroren. Das heißt, im Herbst werden kaum Bucheckern von den Bäumen fallen. Die natürliche Verjüngung der Buchen wird also in diesem Jahr leider ausfallen. Aber auch damit wird die Natur fertig,“ beruhigt der Forstexperte. „Die nächste Buchenblüte kommt bestimmt.“

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news-2241 Thu, 14 May 2020 13:35:55 +0200 Erfolgreichstes Jagdjahr: Rekordstrecke bei Schwarzwild - Klimawald erfordert effektive Jagd http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2241&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4770ba260cc6e52a2fcdc3ed276970c4 07. Mai 2020, Regensburg – Die Bayerischen Staatsforsten haben bei der Schwarzwildjagd ein Rekordergebnis erzielt. Im zurückliegenden Jagdjahr (1. April 2019 – 31. März 2020) konnten die Beschäftigten der Bayerischen Staatsforsten zusammen mit privaten Jägern 15.520 Wildschweine erlegen. Verglichen mit der bisherigen Rekordstrecke von 13.717 Stück Schwarzwild aus dem Jagdjahr 2017/18 konnte der Abschuss um 13 Prozent gesteigert werden. Im Vergleich zur vergangenen Jagdsaison 2018/19 mit 9.452 Wildschweinen stieg die Zahl der Tiere sogar um 64 Prozent an.

„Diese Rekordzahl in den bayerischen Staatswäldern ist eine beachtliche Gemeinschaftsleistung unserer Beschäftigten und unserer privaten Jagdgäste. Wir brauchen eine effektive Jagd, damit unser junger Zukunftswald eine Chance hat und damit der Waldumbau, also die Umwandlung nicht standortgemäßer Nadelholzreinbestände in widerstandsfähige Mischwälder, gelingt“, so ein Sprecher der Bayerischen Staatsforsten. „Rausgerissene junge Pflanzen bzw. Wildschwein-bedingte Schäden an sorgfältig gepflanzten Eichenkulturen beeinträchtigen nicht nur den Waldumbau, sondern sie verursachen auch zusätzlich hohe Kosten“, so der Sprecher weiter. Ein weiterer Grund für die konsequente Bejagung ist die aus Osteuropa herannahende Afrikanische Schweinepest (ASP), denn die Jagd auf Schwarzwild ist ein unverzichtbarer Baustein zur Seuchenprävention.

Dass die Rekordstrecke zustande gekommen ist, ist kein Zufall, sondern Ergebnis einer durchdachten Jagdstrategie. „Vor allem der Ausbau der Bewegungsjagden, die Intensivierung der Einzeljagd und der Einsatz von Nachtsichttechnik erweisen sich als wichtige Maßnahmen, die dieses Rekordergebnis möglich gemacht haben“, so der Sprecher abschließend.

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news-2240 Thu, 14 May 2020 13:27:06 +0200 Feines Wildbret aus dem Staatswald – Frischfleischsaison hat begonnen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2240&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=43d1983b12b456a822a98d197f798ae9 13. Mai 2020, Freising – Mit dem Beginn der Jagdsaison in Bayern gibt es am Forstbetrieb Frei-sing wieder frisches Wildfleisch. Ab sofort kann am Forstbetrieb Freising feines Wildbret vom Reh und vom Wildschwein auch portionsweise als vakuumiertes Frischfleisch gekauft werden. Außerdem umfasst das Angebot auch Wurstwaren, die daraus hergestellt wurden. Sämtliche Produkte stammen aus den eigenen staatlichen Wäldern und werden nachhaltig erzeugt.

Öffnungszeiten:

Mittwoch von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Freitag von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr
sowie nach telefonischer Vereinbarung (08161/48020)

Wegen der aktuellen Kontaktbeschränkungen bitten wir am Forstbetrieb zu klingeln, das Wildfleisch wird dann am Fenster neben dem Eingang verkauft. Mögliche Ansteckungsrisiken sind damit praktisch ausgeschlossen.

Mit jährlich rund 1.500 Stück Schalenwild aus den Staatsjagdrevieren erzeugt der Forstbetrieb Freising der Bayerischen Staatsforsten ein hochwertiges Lebensmittel. Die Qualität von Wildfleisch wird allseits gelobt und ist nicht zuletzt wegen seines vorzüglichen Geschmacks eine hervorragende Ergänzung des Speiseplans. Es eignet sich sehr gut zum Grillen und ist daher auch außerhalb der Winterzeit eine Bereicherung. Das Fleisch ist fettarm, eisen- und vitaminreich. Die hochwertige und abwechslungsreiche Nahrung des Wildes macht das Fleisch sehr aromatisch.

Unser Wildbret ist gesund und unbehandelt und stammt von heimischen, in ihrem natürlichen Lebensraum aufgewachsenen Tieren. Tierschutzgerecht erlegt, wird das Wild nach modernsten Hygienestandards zu Wildbret verarbeitet, um höchste Qualität zu garantieren. So ist zum Beispiel sichergestellt, dass jedes einzelne Stück Wild auf seinen Becquerel-Gehalt untersucht wird und die Strahlenbelastung unterhalb des zulässigen Grenzwerts liegt.

Wild lebt und ernährt sich in der freien Natur. Daher hat Wildfleisch einen hohen Anteil an Vitaminen und Mineralien sowie einen geringen Fettgehalt. Wild kann ebenso vielseitig zubereitet werden, wie andere Fleischsorten. Ob als traditionelles Wildragout, als feiner Braten, Steak oder Grillgut, Wildbret ist ein schmackhaftes und gesundes Lebensmittel. Mehr Natur geht nicht.

Ohne Jagd, kein natürlicher Wald

Bei der Jagd steht heute nicht mehr allein die Nahrungsbeschaffung im Vordergrund, sondern vielmehr soll ein Gleichgewicht zwischen Wald und Wild geschaffen und dauerhaft er-halten werden. Das ist zentral für eine naturnahe und nachhaltige Waldwirtschaft. Denn nur mit angepassten Wildbeständen sind natürliche, stabile und klimatolerante Mischwälder möglich. Wenn dabei noch eine herzhafte und köstliche Mahlzeit herausspringt, wird nicht nur dem Wald, sondern auch dem Kunden selbst etwas Gutes getan!

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news-2239 Thu, 14 May 2020 13:06:13 +0200 Neues Biotopholz für die Wälder um die Befreiungshalle http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2239&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6fc26c56346508459730e66a9b8bb696 Waldschutz und Waldnaturschutz Hand in Hand

12. Mai 2020, Kelheim – Gelbbauchunke, Großes Mausohr und Grauspecht: Geht es nach den Kelheimer Försterinnen und Förstern, dann werden noch in diesem Frühjahr die Grundlagen für neue Lebensräume rund um die Befreiungshalle gelegt. Ausgangspunkt dafür war ein Orkan.

Winterstürme sind bei Förstern gefürchtete Naturereignisse. Die vom Sturm betroffenen Fichten sind im Frühjahr oft eine Brutstätte für den Waldschädling Nummer eins, den Borkenkäfer. Deshalb waren auch die Sorgen im Kelheimer Staatsforstbetrieb groß, als im Februar dieses Jahres Orkan Sabine zahlreiche Fichten umgeworfen oder gebrochen hat. Nun hat Bernhard Daffner vom Forstbetrieb Kelheim die Pläne für die Aufarbeitung vorgestellt. Er macht aus der Not eine Tugend, indem er Waldschutz und Waldnaturschutz vereint.

„Der Borkenkäfer beschäftigt uns Waldbesitzer schon seit mehreren Jahren“, erklärt Daffner, stellvertretender Leiter des Forstbetriebs. „Die Trockenheit und Hitze der letzten beiden Jahre hat den Bäumen zugesetzt. Dazu kommt, dass der Orkan Sabine auf vielen Waldflächen Fichten geschädigt hat. Diese geschwächten Bäume sind für den Borkenkäfer besonders interessant.“ In den letzten Wochen waren daher die Forstwirte des Forstbetriebs unermüdlich im Einsatz, um befallene Bäume zu suchen und zu markieren.

Die Zeit drängt, die Bäume müssen entfernt werden, bevor sich der Borkenkäfer ausbreiten kann. Nach Rücksprache mit den zuständigen Behörden fangen die Forstwirte in den nächsten Tagen mit der Aufarbeitung der befallenen Fichten rund um die Befreiungshalle an. „Für diese Fläche haben wir uns in Zusammenarbeit mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Abensberg etwas Besonderes einfallen lassen. Wir werden das Holz vollständig in den Beständen belassen und von Hand entrinden,“ so Daffner. „Damit reichern wir Biotopholz an, das als Lebensraum und Brutstätte für zahlreiche Arten dient“, erklärt er. Wo es für Waldbesucher gefahrlos möglich ist, wollen die Kelheimer Försterinnen und Förster sogar die aufgeklappten Wurzelteller stehen lassen und so zusätzliche Struktur und Habitatmöglichkeiten, zum Beispiel für die Gelbbauchunke, schaffen.

Das Entrinden per Hand ist ein sehr aufwendiges Verfahren und wird vom Freistaat Bayern gefördert. Es hat den Vorteil, dass eine sehr waldschonende Arbeit möglich ist. „Zum Glück haben wir noch ein paar alte Hasen unter unseren Waldarbeitern, die wissen, wie man das Schäleisen richtig und kräfteschonend einsetzt. Da können sich die jüngeren noch den einen oder anderen Kniff abschauen,“ sagt Daffner schmunzelnd. „So lernen die Jungen von den Alten und es profitiert die Natur.“

Hinweis für alle Waldbesucherinnen und -besucher: Für die Zeit der Arbeiten werden einzelne Wegeabschnitte aus Sicherheitsgründen gesperrt. Der Forstbetrieb bittet alle Naturfreunde und Wanderer um Verständnis für diese kurzfristige Einschränkung.

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news-2238 Tue, 12 May 2020 15:10:50 +0200 Wildes Grillen – gesund und frisch auf den Tisch http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2238&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=633e91b2a03277bffa1a8e8beecde659 22. April 2020, Heigenbrücken - WILD vom GRILL! Was gibt es Besseres als die Grillsaison mit einem Stück regionalem Fleisch einzuläuten: Frisches Wild mit Beginn der Jagdzeit ab Mai.

Die aktuelle Lage und die bereits sommerlichen Temperaturen laden zum Grillen im eigenen Garten ein. Neben den Klassikern aus Hauschwein und Rind stellt auch Wildfleisch eine unterschätzte Alternative auf dem Grill dar. Auch aus Wild lassen sich Steaks, Bratwurst und Co herstellen. Die weitverbreitete Zurückhaltung bei der Zubereitung von Wildprodukten außerhalb der Weihnachtszeit ist unbegründet, so Forstbetriebsleiter Joachim Keßler vom Forstbetrieb Heigenbrücken: „Die Zubereitung von Wild ist weniger aufwendig als gedacht und sehr lecker!“ So lässt sich Wildschwein genauso grillen wie Hausschwein und Reh-/ Rotwild vergleichsweise wie ein Rindersteak.

Der Zugang zu Wildfleisch ist in der Regel unkompliziert. Es gibt verschiedene Wege um einen regionalen Anbieter / Produzent ausfindig zu machen. Sowohl ortsansässige Forstbetriebe, als auch private Jäger bieten ihre Produkte an. Der Internetauftritt der Bayerischen Staatsforsten sowie der des Bayerischen Jagdverbandes verfügen über eine Liste regionaler Anbieter und schlagen sogar Rezeptideen vor. Die Verfügbarkeit von Wild ist saisonabhängig und richtet sich hierbei nach den Jagdzeiten der jeweiligen Wildarten. Traditionell beginnt die Jagdzeit in Bayern mit dem 1.Mai. Ab Anfang Mai ist somit wieder mit einem großen Angebot zu rechnen.

Hier finden Sie unsere BaySF-Wildbretrezepte!

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news-2237 Mon, 11 May 2020 10:06:25 +0200 Ein Nasslager zum Schutz des Waldes vor dem Borkenkäfer http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2237&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1aa93344094d46b7c5c3405e2991d63d 11. Mai 2020, Weißenhorn - Der Sturm Sabine führte in der Region zu großen Mengen an Schadholz. Am Forstbetrieb Weißenhorn sind diese weitestgehend aufgearbeitet. Um der Ausbreitung des Borkenkäfers entgegenzuwirken, wird ein Teil des Schadholzes in einem Nasslager im Donauwald bei Leipheim zwischengelagert. Stürme, Schnee, die letztjährige Trockenheit und die Borkenkäfer haben in jüngerer Vergangenheit in Bayern, Deutschland und ganz Europa mehrere Millionen Kubikmetern Schadholz verursacht. Die Aufarbeitung stellt die Waldbesitzer und auch die Sägewerke vor große Herausforderungen. Dem Forstbetrieb Weißenhorn hat der Sturm Sabine und die folgenden Frühjahrsstürme insgesamt rund 40.000 Kubikmeter Schadholz gebracht – überwiegend Fichte. Genau dieses Fichten-Schadholz bietet Brutmaterial für den Borkenkäfer und damit die Basis für seine exponentielle Vermehrung. „Nach dem Sturm ist vor dem Käfer.“, betonte Christoph Kohler, stellvertretender Betriebsleiter am Forstbetrieb Weißenhorn, „Saubere Waldwirtschaft ist hier der einzige Weg, den Käfer soweit wie möglich in den Griff zu bekommen.“

Saubere Waldwirtschaft bedeutet, dass alles potentiell als Brutmaterial geeignete Fichtenholz, aus dem Wald gebracht werden muss, bevor der Käfer sich entwickeln und zum Befall weiterer, noch gesunder Bäume ausfliegen kann. Denn die durch Trockenheit oder Sturm geschwächten Bäume sind nicht mehr in der Lage einen Borkenkäferbefall durch Harzbildung abzuwehren. Weiterhin bieten im Wald liegende Wipfel oder Stämme optimale Bruträume für den Käfer. Ein Buchdruckerweibchen legt pro Eiablage bis zu 60 Eier, deren Entwicklung zum fertigen Käfer knapp 6 Wochen dauert. So können aus einem Borkenkäferweibchen im Laufe eines Jahres bis zu 100.000 Nachkommen entstehen.

Bereits jetzt, Anfang Mai, läßt sich anhand von braunem Bohrmehl erkennen, dass sich Altkäfer an einigen Hölzern eingebohrt haben, um Ihre Eier abzulegen. Zum Schutz des Waldes ist daher ein möglichst schnelle und vollständige Aufarbeitung und Abfuhr des Holzes aus dem Wald erforderlich. In den fichtendominierten Wäldern des Forstbetriebes, wie dem Roggenburger Forst, hat der Kampf gegen den Borkenkäfer und damit der Erhalt des gewohnten Waldbildes, eine besondere Bedeutung.

Große Schadholzmengen bringen die Sägewerke oft an ihre Aufnahmegrenzen. In der Folge können die Hölzer nicht immer schnell genug aus dem Wald gefahren werden, um ein Ausfliegen der Käfer zu verhindern. Um dem Käfer in solchen Krisenzeiten dennoch möglichst wirksam und ohne Einsatz von Insektiziden entgegen treten zu können, hat der Forstbetrieb in der vergangenen Woche das Nasslager bei Leipheim in Betrieb genommen.

„Hier können insgesamt bis zu 70.000 Kubikmeter Stammholz eingelagert werden. Diese werden in Reihen gestapelt und anschließend mit Wasser beregnet. Das Verfahren ermöglicht eine Zwischenlagerung des Holzes, bei der unter Erhalt der Holzqualität ein Ausfliegen des Borkenkäfers verhindert werden kann.“, erläutert die zuständige Revierleiterin Johanna Gierth. Das Prinzip der Nasslagerung beruht auf dem Ausschluss von Sauerstoff durch die Bewässerung des Holzes. Holzzerstörende Pilze und Insekten finden hier keinen Lebensraum.

In Leipheim wird überwiegend das Holz aus dem Forstbetrieb Weißenhorn eingelagert. Kurze Transportwege ermöglichen einen schnellen Abtransport des Holzes aus dem Wald. Das Holz bleibt zudem in der Region und steht später den regionalen Sägern zur Verfügung.

Das Nasslager bei Leipheim ist Teil des bayernweiten Netzes von Nasslagern mit einer Gesamtkapazität von über 1,4 Millionen Kubikmeter Holz. Ziel der Bayerischen Staatsforsten ist eine Kapazität von rund 2 Millionen Kubikmeter Lagerkapazität im Jahr 2020. Dieses Netz dient der Risikovorsorge, um im Schadensfall Holz für einen bestimmten Zeitraum lagern zu können und damit den Holzmarkt zu entlasten.

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news-2236 Fri, 08 May 2020 12:52:38 +0200 Baumwipfelpfad Steigerwald ab 11. Mai wieder geöffnet http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2236&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=99fc2bc36f1f58956ba37c7aa09bcd3f 10. Mai 2020, Ebrach – Das Warten hat ein Ende: Ab morgen können Besucherinnen und Besucher endlich wieder den Steigerwald in luftiger Höhe genießen! Denn der Baumwipfelpfad Steigerwald in Ebrach öffnet am Montag, 11. Mai 2020, nach achtwöchiger Unterbrechung als eine der ersten Einrichtungen dieser Art wieder seine Pforten. Selbstverständlich mit angepasstem Besucherkonzept und umfangreichen Hygienemaßnahmen für einen unbeschwerten Besuch.

Damit macht das Umweltbildungsangebot der Bayerischen Staatsforsten es auch in dieser außergewöhnlichen Zeit möglich, Natur und Wald auf eine ganz besondere Art zu erleben und bietet insbesondere für Familien, nach den Wochen der Ausgangsbeschränkungen, ein Ausflugsziel mit Mehrwert. Dazu noch zu einem idealen Zeitpunkt: „Der Wald erstrahlt gerade in frischem Grün und unsere zahlreichen am Pfad lebenden Tiere freuen sich sicher darüber, wenn wieder Kinder mit ihren Eltern über den Pfad laufen“, so Barbara Ernwein, Leiterin des Baumwipfelpfades erwartungsfroh.

Dass der Wald eine positive Wirkung auf die mentale und körperliche Gesundheit hat, ist seit Langem bekannt und durch zahlreiche Studien belegt. Allein schon der Anblick des jetzt frischen Grüns tut gut – und der kann sich auch sehen lassen: Auf insgesamt 1.150m Pfad, geschlängelt durch alle Etagen des Waldes und auf dem 42 Meter hohen Aussichtssturm, können die Besucherinnen und Besucher den Steigerwald genießen. Dabei sollte man auch wissen, dass Bäume sogenannte Terpene und ätherische Öle abgeben, die nicht nur frisch, würzig und angenehm riechen, sondern auch heilsam für die Bronchien sind. Das liegt an der Fähigkeit ätherischer Öle, Bakterien, Keime und sogar Viren zu bekämpfen. „Frische Waldluft ist natürlich kein Schutz gegen das Corona-Virus, aber schaden wird sie auf keinen Fall“, so Ernwein weiter.

Neben der sensationellen Aussicht und der positiven Wirkung des Steigerwalds bieten Infotafeln und die kostenfreie „Wipfel-App“, Informationen zum Thema Wald für kleine und große Wissbegierige. Brütende Vögel, das Rotwildgehege und auch die schönen Waldspielplätze sind ein kurzweiliger Zeitvertreib und bringen Spaß für die ganze Familie.

All das kann also ab dem 11. Mai wieder erlebt werden. Nur das Streichelgehege muss vorerst geschlossen bleiben. „Schritt für Schritt werden dann auch wieder einzelne Veranstaltungen stattfinden. So z.B. Führungen in kleinen Gruppen oder die Falknervorführung auf dem Turm“, erklärt Ernwein zuversichtlich. Alle aktuellen Informationen finden Interessierte auf der Webseite www.baumwipfelpfadsteigerwald.de.

Der Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Besucherinnen und Besucher hat bei der Öffnung oberste Priorität. Maßnahmen wie die Limitierung der Besucheranzahl je Stunde, Abstandsregelungen und Desinfektionsmöglichkeiten sollen dazu beitragen, dass alle Gäste ihren Aufenthalt auf dem Baumwipfelpfad bedenkenlos und in vollen Zügen genießen können. Um unnötige Wartezeiten zu vermeiden, können gerne vorab per Mail oder telefonisch individuelle Besuchszeiten vereinbart werden. „Wir haben ein neues Besucherkonzept auf die Beine gestellt, um für unsere Gäste einen angenehmen Aufenthalt zu gestalten“, so Ernwein weiter. „Ein organisatorischer Mehraufwand, jedoch sind wir alle sehr froh, wieder Besuch empfangen zu dürfen!“

In den kommenden Wochen hat der Pfad deshalb sogar länger geöffnet! So können Interessierte Montag bis Mittwoch von 9 – 18 Uhr, Donnerstag und Freitag von 9 – 19 Uhr und am Wochenende von 9 – 20 Uhr auf den Pfad. Kassenschluss und letzter Einlass ist jeweils 1 Stunde zuvor.  

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news-2235 Fri, 08 May 2020 11:59:42 +0200 Neue Waldränder an BAB 3: „Der Wald blüht auf“ http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2235&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a95aa609aecd3310750eaeba7207681c 08. Mai 2020, Forchheim - Im Rahmen des Naturschutzprogramms „der Wald blüht auf“ konnten die Bayerischen Staatsforsten, Forstbetrieb Forchheim - Forstrevier Erlangen, über 10.000 € in neue Blühflächen an der BAB 3 investieren.

Der Autobahnerweiterung mussten auf einigen Kilometer Länge auch Waldsäume weichen. Die entstandenen Freiflächen nutzten jetzt die Bayerischen Staatsforsten, um aus der Not eine Tugend zu machen. Die entstandenen Fehlstellen im Staatswald wurden in diesem Frühjahr mit einer großen Zahl reich blühender Sträucher ergänzt.

Wollige und gewöhnliche Schneebälle, Roter Hartriegel, Kornelkirschen, Pfaffenhütchen und 500 Apfel- und Birnbäume sollen als diverser Waldmantel neue Lebensräume für Insekten, Vögel und Reptilien bilden. Die unterschiedlichen Blühzeitpunkte der Sträucher und Bäume sollen auch Bienen Nahrung vom Frühjahr bis zum Herbst bieten.

Bis der neue Waldrand in voller Pracht erblüht, bedarf es noch einiger Jahre des Aufwuchses und auch der Pflege. In der Hoffnung, dass die Pflanzen die heuer bereits wieder ausgeprägte Trockenheit überstehen werden, laden wir herzlich dazu ein, den neuen Waldrand in der Mönau bei einem Spaziergang zu erkunden. Dazu empfehlen wir einen kurzen Rundweg (4,5 km) ab dem Wanderparkplatz „Kosbacher Altar“, nahe dem keltischen Grabhügelzwischen Dechsendorf und Kosbach. Der Rundweg ist zwar nicht ausgeschildert. Aber mit ein wenig Entdeckergeist sind der Blühstreifen an der Autobahn und viele weitere spannende Orte in der Mönau leicht zu erkunden – wie auf dem Kartenausschnitt dargestellt. Gerne zeigt der zuständige Leiter des Forstreviers Erlangen vor Ort die durchgeführten Maßnahmen und stellt den Rundweg vor.

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news-2234 Thu, 07 May 2020 15:57:32 +0200 Neubau des Aussichtspunktes im Kempter Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2234&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=03e65e838d600ea703cb767ef83e5fbd 07. Mai 2020, Betzigau – Bereits vor über 10 Jahren wurde im Kempter Wald mit Hilfe von Soldaten der Bundeswehr ein Aussichtspunkt errichtet, welcher sich großer Beliebtheit bei den Waldbesuchern erfreut. Da die Holzkonstruktion im Laufe der Jahre stark unter der Witterung gelitten hatte, wurde der gesamte Aussichtspunkt von Waldarbeitern des Forstbetriebs Sonthofen im Herbst 2019 erneuert und die Blickachse in Richtung Alpen wieder geöffnet. Aber dann kam Sturm Sabine, der im Kempter Wald großen Schaden anrichtete.

„Da wir mittlerweile gut vorangeschritten sind mit der Aufarbeitung der Sturm Sabine-Schäden, wollen wir eine Ausflugsempfehlung aussprechen“, freut sich Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting über den Arbeitsfortschritt. „Der Aussichtspunkt liegt mit ca. 930 m an einem der höchsten Punkte im Kempter Wald und bietet einen ganz besonderen Blick auf die Oberbayrischen und Ostallgäuer Alpen“, berichtet Sebastian Neubauer, der das Staatsforstrevier Kempter Wald leitet. Finanziell gefördert wurde das Projekt durch das zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kempten welches dankenswerter Weise Gelder aus dem Bereich der besonderen Gemeinwohlleistungen bereitstellte.

Die handwerklichen Arbeiten wurden von drei engagierten Waldarbeitern des Forstbetriebs Sonthofen von den Bayerischen Staatsforsten übernommen. Revierleiter Neubauer erläutert: „Beim Neubau war uns wichtig, dass sich die Konstruktion gut in das Landschaftsbild einfügt und möglichst viel Material direkt aus dem Kempter Wald Verwendung findet. So haben wir uns für handgeschälte Stangen aus Fichte entschieden“. Der Aussichtspunkt befindet sich direkt neben der Forststraße in der Waldabteilung Knollerhag und steht das ganze Jahr allen Waldbesucher zur freien Verfügung.    

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news-2233 Mon, 04 May 2020 14:35:38 +0200 Waldpflegemaßnahmen in der Unteren Wagensass http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2233&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bd418897716e829c5c89ba6e5aca46b2 30. April 2020, Sulzbach-Rosenberg - Die Waldarbeiten im Staatswald östlich der B 85 (gegenüber Bereitschaftspolizei) die aus Gründen des Waldschutzes durchgeführten wurden, sind schon beendet. Durch die Waldarbeiter des Forstbetriebs Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten wurden hier vor allem Fichten schonend gefällt und im Anschluss aus dem Wald herausgebracht. Aktuell liegen die Stämme noch am Forstweg, um von dort abtransportiert zu werden. Im Anschluss erfolgte eine Waldpflege, bei der die jungen Laubbäume, die unter den alten Fichten bereits in den Startlöchern standen, gefördert wurden. Der zuständige Staatsförster Julian Sauter freut sich sichtlich darüber, dass die Maßnahme aus Rücksicht auf die Amphibien aber auch die vorkommenden Vogelarten so zügig und schonend abgeschlossen werden konnte: „Es lief für Mensch und Tier reibungslos!“

Die Maßnahme war zum einen damit begründet, dass die meisten Fichten in diesem Waldstück von Borkenkäfern befallen waren und mit den gestiegenen Temperaturen die umliegenden Bäume und Wälder gefährdet hätte, wenn die Bäume nicht gefällt worden wären. Zum anderen wurde durch die Entnahme der Fichten der Lichteinfall gesteigert. Damit kann sich das vorhandene Feuchtbiotop im Frühjahr schneller erwärmen und begünstigt so die Entwicklung des Laichs der vorkommenden Frösche, Kröten und Molche. Aus diesem Grund hat auch die Kreisgruppe Amberg-Sulzbach des Bund Naturschutzes, der die Amphibienzäune zur Bundestraße betreut, die Erntemaßnahme ausdrücklich begrüßt. Förster Sauter konnte bereits wieder Amphibien ausmachen: „Molche lassen sich wieder beobachten und auch ein Entenpaar hat ganz unbeeindruckt von unseren Arbeiten mit dem Brüten begonnen.“

Durch die Auflockerung des Waldes um das Feuchtbiotop herum wird sich dort die Lebenssituation für Amphibien und andere wasserliebenden Arten verbessern. Zudem planen die Bayerischen Staatsforsten im kommenden Herbst neben der schon angekündigten Beseitigung des Bodenschlamms auch noch Überwinterungsquartiere zu errichten. Dazu werden aus abgestorbenem Laubholz so genannte Totholzhaufen aufgeschichtet in denen Frösche, Kröten und auch Reptilien die kalte Jahreszeit überstehen können.

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news-2253 Wed, 29 Apr 2020 08:14:00 +0200 Kaniber bittet um Rücksicht in Wald und Flur http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2253&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a8b41616c6b1d3fe2f5809afe8bb9798 29. Mai 2020,München – Nach den Einschränkungen der vergangenen Wochen lockt es jetzt zu Pfingsten viele Menschen in die bayerischen Berge, an die Seen oder einfach nur raus in die Natur. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber appelliert dabei, auf die Natur, die Tiere und die Belange der Land- und Forstwirte Rücksicht zu nehmen. „Es ist sehr erfreulich, wenn viele jetzt den Wert und die Schätze unserer Heimat erkunden und genießen. Sie sollten aber nicht nur aufeinander achten, sondern auch daran denken, dass die Schönheit der Kulturlandschaft auch durch viel Arbeit unserer Bäuerinnen und Bauern gepflegt und erhalten wird“, sagte Kaniber in München. Die Menschen sollten daher in ihrer Freizeit auf den Wegen bleiben, Wegesperrungen unbedingt beachten, den nötigen Abstand zu den Weidetieren auf Almen und Alpen einhalten und die Hunde an der Leine führen.

In den nächsten Wochen werden nach den Worten der Ministerin die Wiesen und Weiden gemäht, um Winterfutter für die Tiere zu ernten. „Wenn dann nach einem Picknick Müll oder andere Gegenstände liegen ge-lassen werden, erschwert das nicht nur die Arbeit der Bauern, es macht das Futter auch unbrauchbar und kann sogar die Gesundheit der Tiere gefährden“, warnte Kaniber. Ob Spaziergänger, Wanderer, Radler oder Mountainbiker – wenn alle etwas mehr Rücksicht auf die Bedürfnisse der Natur, der Tiere und der Landwirte nehmen würden, profitierten alle davon.

Neben Sportverbänden und land- und forstwirtschaftlichen Organisationen, informieren die Fachzentren für Alm-/Alpwirtschaft an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Holzkirchen und Kempten über das richtige Verhalten in der Natur. Weitere Informationen gibt es unter

www.stmelf.bayern.de/berglandwirtschaft

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news-2232 Tue, 28 Apr 2020 10:46:48 +0200 Forstlicher Nachwuchs pflanzt junge Bäume http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2232&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4348d9373a3c4876b43da9f8568e4fde 27. April 2020, Sonthofen - Die Forstwirtauszubildenden der Bayerischen Staatsforsten sind derzeit schwerpunktmäßig mit der Pflanzung von jungen Waldbäumen beschäftigt. Der Leiter des Forstbetriebs Sonthofen Jann Oetting freut sich: "Unser Nachwuchs kümmert sich um den Nachwuchs im Wald."

Wenn jemand den Beruf des Forstwirtes oder der Forstwirtin bei den Bayerischen Staatsforsten erlernt, gehört neben der professionellen Holzernte auch die Pflanzung von jungen Bäumen zu den wesentlichen Ausbildungsinhalten. Deshalb sind die Auszubildenden in diesen Wochen in den verschiedensten Waldgebieten des Forstbetriebes Sonthofen vom Sulzschneider Wald bis Lindau und von der Kürnach bis Oberstdorf unterwegs. Unter Anleitung des Ausbildungsmeister Andreas Ebert und erfahrener Forstwirte erlernen sie, wie fachmännisch gepflanzt wird.

Hierbei kommt es zunächst darauf an, die Qualität der von Baumschulen gelieferten Jungbäume zu beurteilen. Sind die Pflanzen gesund? Haben sie einen stabilen Spross und ist das Wurzelwerk ausreichend groß und gut ausgebildet? Passt das alles, wird bei jeder Pflanze ein sogenannter Wurzelschnitt vorgenommen. Abstehende Fadenwurzel und waagerecht wachsende Wurzeln werden mit der Schere eingekürzt. Bei der Pflanzung ist es wichtig, dass mit einem Hohlspaten oder einer Haue ein ausreichend tiefes Loch gegraben wird, so dass die Wurzel sauber mit Waldboden überdeckt werden können und nicht gestaucht werden. Eine Wurzel, die beim Pflanzen umgebogen wird, wächst nie mehr nach unten weiter und gibt dem größer werdenden Baum keinen Halt. Die saubere fachmännische Pflanzung ist die Grundlage für einen gesunden und stabilen Baumbestand.

In der Nähe von Immenstadt im sogenannten Großholz haben jetzt zwei Auszubildende und ein Forstwirt Bergahorne und Fichten gepflanzt. Der zuständige Revierförster Rainer Ruf erläutert: "Wir haben uns hier auf dieser mit Brombeere zugewucherten Fläche für die Pflanzung dieser zwei Baumarten entschieden. Eine natürliche Ansamung von jungen Bäumen ist bei diesem Krautbewuchs nicht mehr zu erwarten. Bergahorn und Fichte sind in der Lage, in ein paar Jahren über die Konkurrenzvegetation hinauszuwachsen. Da hier im Großholz neben der Pflanzfläche bereits junge Buchen, Weißtannen, weitere Bergahorne und Fichten und sogar ein paar Eichen wachsen, sind wir zuversichtlich, dass hier ein gemischter, stabiler Wald entsteht."

Forstbetriebsleiter Jann Oetting ergänzt: "In Zeiten des Klimawandels ist es für uns Forstleute eine herausfordernde Aufgabe, die richtige Wahl der Baumarten für einen stabilen, gesunden Zukunftswald zu treffen. Wir sehen oft erst nach Jahrzehnten, was richtig oder falsch war. Die Bayerischen Staatsforsten haben sich zum Ziel gesetzt, bis in die mittleren Berglagen mindestens vier Baumarten durch natürliche Ansamung, Saat und Pflanzung gemischt in der Fläche nachzuziehen. So versuchen wir das Risiko zu streuen. Wir gehen davon aus, dass im Allgäu in einem gemischten Wald auch die Fichte in der nächsten Waldgeneration eine Zukunft hat."

Bis Ende April heißt es für Auszubildenden und Forstwirte beim Forstbetreib Sonthofen dranbleiben mit der Pflanzung. Bis dahin werden sie mehrere Tausend Fichten, Weißtannen, Buchen, Bergahorne, aber auch Kirschen, Erlen, Flatterulmen und Douglasien in den Waldboden gebracht haben.

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news-2231 Mon, 27 Apr 2020 14:35:13 +0200 Altes Borkenkäferholz in den bayerischen Staatswäldern http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2231&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9f9882fd18ef79d1ae7b7b9a749c3521

 

Gemeinsame Pressemitteilung des Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regen und dem Forstbetrieb Bodenmais der Bayerischen Staatsforsten

27. April 2020, Regen - Mit der anhaltenden Trockenheit, die dritte ausgeprägte und lange Frühjahrstrockenheit in Folge seit 2018, verschärft sich die Borkenkäfergefahr in den Wäldern. „Alle Weichen sind derzeit auf ein katastrophales Jahr gestellt“, so der Bereichsleiter Forsten Stefan Schaffner vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Regen.

Alle Rahmenbedingungen, mit denen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer zu Recht kommen müssen, um mit einer sauberen Forstwirtschaft den Käfer in Schach zu halten, haben ins Negative gedreht. Es ist viel zu trocken und dank eines heißen Ostern hatte der Käfer erneut einen frühen Start ins Jahr. Auf die von Schadholz aus 2018 und 2019 übersättigten Rundholzmärkten kommen noch die Corona-Pandemie bedingten wirtschaftlichen Schleifspuren hinzu. Wichtige Absatzmärkte brechen für die Sägewerke weg, benötigte Arbeitskräfte bleiben wegen geschlossener Grenzen weg. Das Rundholz fließt kaum mehr ab und droht für lange Zeit im Wald liegen zu bleiben.

Schlechte Rundholzqualitäten mit Trocknungsrissen, Bock- und Holzwespenbefallslöchern, wie es bei bereits im Sommer und Herbst 2019 befallenen Käferbäumen zu beobachten ist, stürzen im Preis regelrecht ab. Die Aufarbeitung, um derartiges Stammholz zu verkaufen, lohnt wirtschaftlich nicht mehr. „Derzeit sind diese Qualitäten im Brennholz am besten aufgehoben – oder als Totholz im Wald, wenn von ihnen keine Käfergefahr mehr ausgeht“, Bereichsleiter Schaffner mahnt aber gleichzeitig zur Vorsicht und Umsicht, gilt es doch,  jeden Befall so früh wie möglich zu erkennen und fachgerecht die befallenen Bäume  mitsamt der Käferbrut und den Altkäfern aus dem Wald zu schaffen.

Intensiv die Fichtenbestände auf Bohrmehl kontrollieren

Die Försterinnen und Förster bitten daher alle Waldbesitzenden, ihre Bestände zu kontrollieren und sich als Nachbarinnen und Nachbarn auf Käferbefall gegenseitig aufmerksam zu machen und sich beim Kampf gegen den Käfer zu unterstützen.

Und trotzdem kam es in den letzten Jahren auch immer wieder zu größeren Käferlöchern, sei es in noch zu wenig erschlossenen Waldgebieten, die schwer kontrolliert werden können, aufgrund zu später Reaktion oder weil in den Schwärmhochphasen einfach die verfügbaren Kräfte im Holzeinschlag und Holzrückung nicht mehr schnell genug hinterherkamen. Hier finden sich oft Käferbäume mit keiner oder fast keiner Rinde mehr, aus denen alle Käfer ausgeflogen sind. Aus Waldschutzgründen wäre es nicht mehr notwendig, diese zu entfernen. Werden sie als Brennholz gebraucht, sollten diese bei motormanueller Fällung als letzte im Hieb gefällt werden. „Sie können aber auch im Waldbestand als Totholz stehen gelassen werden, wenn sie später ohne Gefährdung für andere zusammenbrechen können“. An öffentlichen Straßen, in der Nähe zu Gebäuden oder auch zu Wanderwegen und Forstwegen sollten sie aber umgeschnitten und liegend belassen werden“. Auch aus Arbeitssicherheitsgründen sollte hinterfragt werden, ob alte Käferbäume motormanuell gefällt werden müssen. Eine seilwindenunterstütze Fällungstechnik oder gar ein Harvester ist hier oft unumgänglich, um derartige Bäume sicher zu Fall zu bringen.

Genau hinsehen, im Zweifel Försterinnen und Förster hinzuziehen und bei Bedarf sichtbar mit einem „B“ wie „Borkenkäfer-bedingter Biotopbaum“ markieren

Die Förster empfehlen aber, genau hinzusehen, ob ein Käferbaum wirklich alt ist und seine Aufarbeitung aus Waldschutzgründen sinnlos ist. Käferbäume aus der zweiten oder dritten Schwärmwelle, die im Sommer bis Herbst befallen werden und an denen Rinde im unteren Stammdrittel noch fest am Stamm haftet, bieten den Käfern noch bis ins nächste Frühjahr einen wertvollen Überwinterungsplatz, obwohl die roten Nadeln bereits weitgehend abgefallen sind.

Wer Zweifel hat, ob ein Käferbaum stehen gelassen werden kann, sollte eine Fachkraft zu Rate ziehen. Sinnvoll kann es auch sein, diese Bäume sichtbar mit z.B. einem roten „B“ zu markieren, damit klar ist: Dieser Baum wurde nicht übersehen oder beim Aufräumen eines Käferlochs vergessen, diese Bäume wurden zwar zu spät erkannt oder konnten nicht schnell genug aufgearbeitet werden, können nun aber im Waldbestand verbleiben und nützen als Totholz = „Borkenkäfer-bedingte Biotopbäume“ auch der künftigen Walderneuerung.

Der Appell der Försterinnen und Förster lautet aber: In den nächsten 8 bis 12 Wochen so viel Käfererstbefall wie möglich finden, aufarbeiten und so weit wie möglich raus aus dem Wald oder mit einem zugelassenen Insektizid behandeln. Da das Holz kaum mehr rechtzeitig in die Sägewerke abgefahren werden kann, kommt der Zwischenlagerung auf Wiesen oder sonstigen Flächen, die weit von den nächsten Fichtenwäldern liegen, viel Bedeutung zu. Der Bereich Forsten ruft hier alle Grundstückseigentümer auf, sich geeignete Flächen zur waldschutzwirksamen Lagerung gegenseitig zur Verfügung zu stellen. „Alte Käferholzfichten sollten die Ausnahme bleiben, um die Totholzvorräte in unseren Wäldern anzuheben“, wünscht sich Schaffner. Diese Strategie verfolgt auch Jürgen Völkl, Forstbetriebsleiter des Forstbetriebs Bodenmais der Bayerischen Staatsforsten in den staatlichen Wäldern. Alte Käferfichten, deren Aufarbeitung aber keinen Sinn mehr macht, werden nun konsequent und sichtbar mit einem „B“ wie Biotop markiert, um zu zeigen, hier ist nichts mehr veranlasst. „Wir wollen, dass Käfertotholz die Ausnahme bleibt und daher freuen wir uns auch über jeden Hinweis unserer Waldnachbarn auf Frischbefall. Mit den roten Markierungen sind wir aber auch transparent für unsere Waldnachbarn“, so Forstbetriebsleiter Völkl, „selbstverständlich kontrollieren wir im Frühjahr unsere Waldbestände rund um die Käferlöcher, Schadflächen und Käferbäume aus der letzten Saison schnell, intensiv und genau nach Frischbefall!“

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news-2230 Fri, 24 Apr 2020 14:05:32 +0200 Bayerische Staatsforsten pflegen die Forstwege: Wichtig für Bewirtschaftung und Erholung http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2230&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=13f570a4a87e9d8240db78046a45dbd7 24. April 2020, Nordhalben - Wer seinen Spaziergang mit der Familie oder seine Mountain-Bike Tour derzeit in den Staatswäldern um Nordhalben macht, trifft vielleicht auf ein ungewöhnliches Gerät. Ein grüner Bagger der Bayerischen Staatsforsten mit einem speziellen Löffel bearbeitet die bergseitigen Gräben an den Forstwegen. Diese Wege im Wald sind Voraussetzung für eine naturnahe Bewirtschaftung und sie dienen Erholungssuchenden als Wanderweg oder Fahrradstrecke.

Die Buchen zeigen ihr erstes zartgrünes Laub, die Sonne scheint nahezu ununterbrochen vom Himmel und im Wald bei Nordhalben fährt ein dunkelgrüner Bagger mit einer sonderbaren Schaufel. Harald Köhler, der Fahrer dieser Spezialmaschine, steuert mit viel Fingerspitzgefühl das große Gerät und bearbeitet damit die bergseitigen Gräben an den Forstwegen. Der Grabenbagger ist eine von vielen Spezialmaschinen des Bereichs Forsttechnik der Bayerischen Staatsforsten, der in der Oberpfalz seinen Sitz hat. Langsam rollt der Bagger nach vorne und seine Grabenschaufel wird Meter um Meter gefüllt mit Steinen und Erde, die in den vergangenen Jahren durch Frost, Wind und Regen vom angrenzenden Hang in den Wegegraben gerollt sind. Vorsichtig wird das Material an einer geeigneten Stelle außerhalb des Grabens wieder abgelegt.

„Jetzt, wo es so trocken ist in unseren Wäldern, ist der richtige Zeitpunkt für diese Wegepflege“ betont Revierleiter Christof Mörtlbauer. „Die Gräben führen kein Wasser, sondern sind staubtrocken. Sollte irgendwo doch noch etwas Wasser im Graben stehen wird dieser Bereich nicht bearbeitet. Deshalb gibt es keine Gefahr für Amphibien wie z.B. den Feuersalamander oder die Erdkröte. Die können unsere Gräben aber gerne nutzen, wenn es wieder geregnet hat und sie hier vorübergehend Unterschlupf finden“.   „Wir bearbeiten unsere Gräben nur abschnittsweise und kommen erst in mehreren Jahren wieder an die selbe Stelle“ ergänzt Revierleiter Mörtlbauer.

Die Forstwege ermöglichen den Waldarbeitern und Förstern an ihren Arbeitsort zu kommen. Auf ihnen wird der nachwachsende Rohstoff Holz mit Lkw zu den regionalen Sägewerken transportiert und die Brennholzselbstwerber fahren ihren Vorrat für den Kachelofen auf diesen Wegen nach Hause. Und nicht nur in Corona-Zeiten erholen sich die Menschen im Wald beim Wandern oder Fahrradfahren auf diesen Wegen.

„Die Unterhaltungsarbeiten an unseren Forstwegen sind notwendig, damit bei stärkeren Regenfällen die Wege nicht in Mitleidenschaft gezogen und durch den Wasserabfluss unbrauchbar gemacht werden. Über funktionierende Gräben wird das oberflächlich ablaufende Regenwasser unschädlich in Waldbestände unterhalb der Forstwege abgeleitet, wo es in aller Ruhe versickern kann“ betont Forstbetriebsleiter Fritz Maier. Außerdem legt der Bagger an geeigneten Stellen bei den Durchlässen kleine Wasserrückhaltebecken an, indem er zwei bis drei Schaufeln Erde zusätzlich entnimmt. Hier kann bei Regen das Wasser lange stehen bleiben, langsam versickern und so als periodischer Lebensraum für Amphibien dienen.

„Für die Grabenpflege ist die Trockenheit ideal. Wir wünschen uns aber Regen, Regen und nochmal Regen für unseren Frankenwald, wenn wir in wenigen Tagen fertig sind mit dieser Arbeit“ so Betriebsleiter Fritz Maier.  

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news-2229 Fri, 24 Apr 2020 11:03:22 +0200 Alte Christbäume sorgen im Forstbetrieb Schnaittenbach für Zandernachwuchs http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2229&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bce1cdbe26750cc8f21a49ac9b80ef7a Bio-Christbäume bekommen im Dießfurther Freizeitsee ein zweites Leben als Unterwassernistplatz für Zanderfische

24. April 2020, Schnaittenbach - Zu Beginn des neuen Jahres haben sich der Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten und der Fischereiverband Oberpfalz e. V. (FVO) auf eine Fortsetzung der Fischereipacht für die beiden kleineren der insgesamt drei Seen geeinigt. Auf jeden Fall bis 2029 ist der FVO dort nun wieder für die Fischerei verantwortlich. Im neuen Pachtvertrag haben sich Staatsforsten und der FVO darauf geeinigt, dass die beiden Seen nachhaltig und ökologisch hin zu Vorzeigegewässern entwickeln werden sollen.

Das Pachtgewässer wird aus diesem Grund extensiv bewirtschaftet, so soll etwa das Aufwachsen der Satzfische ohne Fütterung erreicht werden. Nun wurde die Vereinbarung zum ersten Mal mit Leben erfüllt: Im April wurden in den mittleren der drei Dießfurter Seen insgesamt 20 Bio-Weihnachtsbäume als Zander- und Barschnester eingebracht, die zuvor vom Dießfurter Fischereiaufseher-Obmann Bernhard Würf gesammelt wurden. Zu mehreren in Bündeln geschnürt sowie als Einzelbäume wurden die Tannenbäume mit Hanfseilen zusammengebunden, mit Steinen beschwert und anschließend an verschiedenen Stellen in rund 4-5 m Tiefe versenkt. Durch Bojen markiert, lassen sich die Nester auch später im Jahr wiederfinden und ermöglichen somit eine Kontrolle des Laicherfolges.

Da die Baggerseen noch jung sind und durch den flächigen Sandabbau insgesamt relativ strukturarm, werden die Bäume dauerhaft im Wasser belassen, um die Strukturvielfalt zu erhöhen. Zudem können sie zahlreichen Fischen als Unterschlupf dienen und Schutz vor den Kormoranen bieten. Das Einbringen der Nester und Strukturbäume ist nur eine von mehreren Maßnahmen als Teil der extensiven Nutzung, die an den Verbandsgewässern „Dießfurter Seenlandschaft“ vom FVO aus geplant sind. Befischt werden dürfen die Verbandsgewässer nur von Mitgliedern des Fischereiverbandes Oberpfalz e. V. und seiner angeschlossenen Vereine. Erlaubnisscheine sind über die jeweiligen Vereinsvorstände sowie direkt über die Geschäftsstelle zu beziehen.

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news-2228 Wed, 22 Apr 2020 10:03:25 +0200 Wildschweine: Rekordstrecke im Staatsforstbetrieb Schnaittenbach http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2228&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cae0bf03fd4b59a9e174136599e9dba9 Im vergangenen Jahr wurden 416 Wildschweine erlegt, Nahezu Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr, Absolutes Rekordergebnis

22. April 2020, Schnaittenbach – Kurz bevor am 1. Mai die neue Jagdsaison mit der Jagd auf den Rehbock beginnt, zieht der Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten Bilanz des vergangenen Jagdjahres.

Im zurückliegenden Jagdjahr (1. April 2019 – 31. März 2020) haben die Förster der Bayerischen Staatsforsten zusammen mit privaten Jägern ein herausragendes Ergebnis erzielt. Allein auf dem Gebiet des Forstbetriebs konnten 416 Wildschweine erlegt werden. Dies ist mit Abstand der höchste Abschuss seit Gründung der Bayerischen Staatsforsten und damit des Forstbetriebs Schnaittenbach im Jahr 2005. Im Vergleich zum Vorjahr konnte die Strecke, also die Anzahl der erlegten Tiere, nahezu verdoppelt werden von 235 auf 416 Wildschweine. Im Vergleich zu den Anfängen ist die Steigerung noch eindrücklicher: Im Jahr 2005 wurden „nur“ 97 Wildschweine erlegt, die Steigerung seitdem beträgt damit unglaubliche 430 Prozent (siehe untenstehende Grafik).

Dies ist sehr erfreulich, da die Jagd auf Schwarzwild, wie Jäger Wildschweine nennen, anspruchsvoll ist und die Tiere zunehmend Schäden in der Land- und Forstwirtschaft anrichten. Zudem breitet sich die Afrikanische Schweinepest (ASP) weiter aus. Einige Seuchenherde (Polen, Belgien, Slowakei, Ungarn) liegen in unmittelbarer Nähe zu Deutschland. Das Risiko der Einschleppung nach Deutschland steigt somit und die nachhaltige Verringerung des Wildschweinbestands ist ein wichtiger Beitrag der ASP-Seuchenprävention. Geringe Wildschweindichten sind daher einer von mehreren Faktoren, um eine weitere Ausweitung der Krankheit zu verhindern.

Philipp Bahnmüller, der Leiter des Forstbetriebs Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten, freut sich über den außerordentlichen Jagderfolg: „Mit der Steigerung der Abschüsse leisten die Bayerischen Staatsforsten einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der Wildschweinpopulation in der Region.“ Ihm ist zudem wichtig zu betonen, dass ohne den hohen Einsatz und das große Engagement der eigenen, aber auch der privaten Jäger solch ein Rekordergebnis nicht möglich gewesen wäre.

Bei der Jagd auf Wildschweine spielt die Bewegungsjagd, deren Anteil in den vergangenen Jahren im Forstbetrieb ausgebaut wurde, eine immer wichtigere Rolle. Bei insgesamt neun solcher Jagden konnte der Forstbetrieb Schnaittenbach von Oktober bis Dezember 2019 allein 58 Wildschweine erlegen.

Bei einer Drückjagd beunruhigen Durchgeher und Hundeführer mit speziell ausgebildeten, meist kurzläufigen Hunden das Wild, scheuchen es aus seinem Versteck, wie etwa Dickungen, und bringen es in Bewegung. Ganz bewusst wird Wild nicht gezielt getrieben oder gehetzt, um es nicht unnötig in Stress zu versetzen. Die Schützen werden über die bejagte Fläche verteilt, postiert auf erhöhten Drückjagständen, und können das vorbeiwechselnde Wild erlegen. Drückjagden sind ein immer wichtigeres jagdliches Instrument, um unabhängig von der Witterung die steigende Population der Schwarzkittel in den Griff zu bekommen.

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news-2227 Tue, 21 Apr 2020 15:42:54 +0200 Vorsicht im Wald - hohe Waldbrandgefahr http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2227&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=770722d32e6624b6714edeb8af56da7d Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

21. April 2020, München - Mit der bislang ungewöhnlich warmen und trockenen Witterung im April nimmt die Waldbrandgefahr in weiten Teilen Bayerns stark zu. Darauf hat Forstministerin Michaela Kaniber hingewiesen. Besonders hoch ist derzeit die Gefahr in weiten Teilen Nordbayerns, die im Laufe der Woche weiter zunehmen wird. In den Landkreisen Aschaffenburg, Miltenberg, Main-Spessart, Bad Kissingen, Roth, Neumarkt in der Oberpfalz, Nürnberger Land und Rhön-Grabfeld wird schon jetzt zeitweilig die höchste Gefahrenstufe 5 erreicht. Auch in der südlichen Hälfte Bayerns verschärft sich die Lage. Aus diesen Gründen wurden in einigen Regierungsbezirken bereits Luftbeobachtungen zur Überwachung der Gefahrenlage angeordnet.

Trockene Nadelstreu und am Boden herumliegende Zweige sind leicht entzündlich. Ein Funke oder eine achtlos weggeworfene Zigarette können ausreichen, um einen folgenschweren Brand auszulösen. Die Ministerin rät deshalb Waldbesuchern, in Waldnähe auf Grillen und offenes Feuer zu verzichten und im Wald das bis Ende Oktober geltende Rauchverbot unbedingt einzuhalten. Ein nicht zu unterschätzendes Risiko sind ebenfalls Fahrzeuge mit heißem Katalysator: Schon im Eigeninteresse sollte man keinesfalls auf leicht entzündbarem Untergrund parken. Waldbesitzern wird empfohlen, beim Aufarbeiten von Borkenkäferschäden anfallendes Holz, Reisig oder Kronenmaterial nicht zu verbrennen, sondern aus dem Wald abzutransportieren oder zu hacken. Besonders waldbrandgefährdet sind lichte Kiefernbestände und stark frequentierte Wälder in Ballungsgebieten. Eine Entspannung der Gefahrensituation wird erst nach ergiebigen Regenfällen und sinkenden Temperaturen erwartet.

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news-2226 Fri, 17 Apr 2020 12:15:05 +0200 Treuer Fischadler kommt seit 2008 immer wieder zurück http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2226&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9d0caec27232a1dde7ea96dd97cc2edb Ein im Hessenreuther Wald geborenes Fischadler-Männchen kommt seit zwölf Jahren zurück in die Region, Paar hat heuer bereits mit der Eiablage begonnen

17.04.2020, Hessenreuther Wald – "6 MU" so heißt das Fischadler Männchen, dass 2008 im Hessenreuther Wald geboren und dort auch beringt wurde. Also vor zwölf Jahren. Fischadler waren damals noch seltener als sie es heute noch sind und eine Beringung war etwas ganz Besonderes. Aus diesem Grund war dazu extra ein Vorstand der Bayerischen Staatsforsten aus Regensburg angereist und auch die Presse berichtete ausführlich. Der Fischadler der damals seine Namen 6 MU bekommen hat, ganz links auf dem Foto in den Händen des immer noch aktiven Staatswaldförsters Hans Frisch, kehrt seitdem immer wieder in unsere Region zurück. So auch in diesem Jahr: Ein aktuelles Foto aufgenommen von einer Tierbeobachtungskamera der Bayerischen Staatsforsten zeigt ihn kurz vor Ostern in einem Nest in der Waldnaabauen, also unweit vom Hessenreuther Wald. Dorthin kehrt er seit 2011 jedes Frühjahr von seinem Winterquartier wahrscheinlich in Afrika zurück. Seit dieser Zeit hat Fischadler 6 MU mit drei unterschiedlichen Weibchen insgesamt 14 Jungvögel erfolgreich großgezogen. Seit 2017 bildet er mit dem gleichen Weibchen ein Paar und das wahrscheinlich auch in diesem Jahr erfolgreich, zumindest Eier sind schon da.

Die Etablierung und Ausbreitung von seltenen Großvögeln wie dem Fischadler, ist aus Sicht der Bayerischen Staatsforsten ein Beleg für das erfolgreiche Nebeneinander von Nutzen und Schützen. Bei der Bewirtschaftung des Staatswalds achten die Försterinnen und Förster der Bayerischen Staatsforsten auf die so genannten Horstbäume. Sie werden markiert und bei der Bewirtschaftung in einer Horstschutzzone entsprechend berücksichtigt. Neben solchen Ruhezonen wird vielerorts der Lebensraum aktiv gestaltet, zudem werden auch Nisthilfen angebracht.

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news-2225 Fri, 17 Apr 2020 10:45:50 +0200 Forstbetrieb Ebrach gibt Ausflugtipps: Corona-Zeit für Erholung im Wald nutzen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2225&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=92f1872d50e19c3139973e1b6cb5e060 17. April 2020, Ebrach - Nachdem die Ausgangsbeschränkungen weiterhin aufrechterhalten und die Schulenüber die Osterferien hinaus weitgehend geschlossen bleiben, bieten sich Spaziergänge und Wanderungen im näheren Wohnumfeld an. „Der Wald lässt Corona vergessen. Hier kann man auf andere Gedanken kommen“, meint Ulrich Mergner, Leiter des Forstbetriebs Ebrach.

Seit vielen Jahren haben die Bayerischen Staatsforsten eine Vielzahl von Attraktionen für Waldbesucherinnen und Waldbesucher geschaffen, die phantastische Ausflugsziele für die kommenden Tage bieten. „Das frische Grün des Frühlingswaldes, der Gesang der Waldvögel und die gute Waldluft sind Balsam für die Seele“, meint Revierleiterin Regina Bertram. Sie ist für das Revier zwischen Ebrach und Oberschwarzach verantwortlich. Bereits seit Tagen würden viele Bürgerinnen und Bürger die Wälder für einen Spaziergang oder eine Wanderung nutzen. Dadurch werde das Immunsystem gestärkt und bei Einhalten der Sicherheitsabstände sei ein Ansteckungsrisiko gering.

„Im Wald ist viel Platz“, meint Mergner. Kinder könnten sich mal wieder nach Herzenslustaustoben. Allerdings müssen auch im Wald die derzeit gültigen Verhaltensvorschriften zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Virus streng eingehalten werden, stellt der Forstbetrieb klar. Themenpfade wie der Pfad der Artenvielfalt oder Waldorte zur Entspannung wie der neu gestaltete Dreiherrnbrunnen laden Waldliebhabende genauso ein wie junge Familien mit Kindern.

Beginn und Verlauf der Wege ist auf eigenen Informationstafeln am Beginn des Weges mit der Aufschrift: „Corona-Ausflugs-Tipp“ gekennzeichnet. In der rechts abgebildeten Übersichtskarte sind die Nummern der Ausflugsziele rot eingezeichnet.

Nachfolgend eine Auswahl:

1. Handthalgrund bei Ebrach: Vom Parkplatz beim Informationspavillon entlang der Weiher bis zu einem Waldtrittstein und über den derzeit gesperrten Baumwipfelpfad wieder zurück. Deutlich ist an den Weihern die Arbeit fleißiger Biber zu sehen. Frische Holzpolter sind Zeichen für den umweltfreundlichen Rohstoff Holz. 3,5 km, für Kinderwagen geeignet

2. Methusalempfad: Gegenüber des Parkplatzes am Baumwipfelpfad an dicken Buchen und Ahornen vorbei bis zu den Talwiesen. Von dort über einen baumartenreichen Steig zurück zum Ausgangspunkt. 1,5 Km

3. Stollburg bei Handthal: Vom Parkplatz am Ortsausgang des Dorfes über Forstwege bis zur Burgruine. Weiter Blick über das Frankenland. Rückweg über den Weinsteiger-Informationspfad und die leider geschlossene Gaststube Stollberg. 3,5 km

4. Dreiherrnbrunnen bei Ebrach: Vom Parkplatz am Naturwaldreservat Brunnstube (ca. 500 m von Ebrach Richtung Untersteinbach) entlang des Talgrunds bis zu den drei gefassten Quellen. Gedichte laden zu Nachdenken und Holzliegen zum Blick in das frische Grün der Bäume ein. 1,5 km, für Kinderwagen geeignet

5. Totholzpfad am Zabelstein: Vom Parkplatz Zabelstein auf der Teerstraße bis zur Burgruine. An der Nordseite beginnt der Totholzlehrpfad, der zum Eselsbrunnen und an einem dicken Feldahorn vorbei wieder zurück zur Ruine führt. 5 km

6. Pfad der Artenvielfalt: Parkmöglichkeit 500 Meter entfernt vom Dorf Obersteinbach. Auf Forstweg an mehreren Informationsstationen vorbei bis zum Naturwaldreservat Kleinengelein mit der mit 50 m höchsten Buche Frankens. Weiter auf dem Forstweg vorbei an einer Kletterwand, einem Labyrinth bis zum romantischen Abstieg in das Weilersbachtal. Kurz vorher: Seilbahn und auf halbem Weg
zum Ausgangspunkt liegende Kletterbäume. 6 km, für geländegängige Kinderwagen geeignet

7. Böhlgrund und Knetzberge: Vom Parkplatz am Ortsausgang von Zell a.E. den
Böhlgrundweg bis zum ersten Forstweg, der rechts abzweigt. Auf diesem Forstweg oder dem östlich davon gelegenen alten Schwärz-Schluchtweg hinauf bis zu den Knetzbergen. Der Böhlgrund ist ein Blütenmeer aus Bärlauch und andere Frühlingswaldblumen. Auf dem großen und kleinen Knetzberg gibt es Informationstafeln über die historische Geschichte dieser Orte. Zurück über den Hollacherberg
nach Zell a.E. 6 km

8. Wotansbornquelle: Von Fabrikschleichach aus auf der öffentlichen Straße zwei
Kilometer Richtung Hundelshausen. Vom kleinen Parkplatz aus durch einen urtümlichen
Wald (Trittsteinfläche) bis zur Quelle. 700 m

9. Walderlebnispfad Grabengrund: Vom westlichen Ortseingang Schlüsselfeld unter der Autobahn hindurch nach Süden. An acht Stationen bietet der Erlebnisweg Spiel und Spaß für Kinder sowie Erholung und Entspannung für Erwachsene. In angenehmer Waldatmosphäre locken Klanghölzer, Barfuß-Fühlpfad, Tierweitsprung, Balancierschlange, Biotopbaum, Meditationsplatz und Aussichtsplattform im Feuchtbiotop. 2,5 km, Kinderwagengerecht

10. Friedleinsbrunnen: Von Dankenfeld nach Südosten, zunächst über die Flur, dann durch den Wald bis in ein idyllisches Wiesenthal. Ein kleiner Teich und die Ruhe des Tales laden zum Verweilen ein. 2,5 km

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news-2224 Fri, 17 Apr 2020 10:34:48 +0200 Der Wald kämpft mit den Auswirkungen des Klimawandels http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2224&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d38bc28b390b12dff45a00f55d6d258e 17. April 2020, Rothenkirchen - Auch am Obermain leiden Fichten und Kiefern unter der extremen Trockenheit der vergangenen Hitzesommer. Förster und Waldbesitzer haben alle Hände voll zu tun, Borkenkäferholz aufzuarbeiten und neue – klimastabile – Baumarten zu pflanzen. In den Laubwaldgebieten am Jurarand sieht es besser aus. Doch auch hier gibt es viel zu tun.

Veronika Thiel ist seit gut einem Jahr Försterin bei den Bayerischen Staatsforsten und leitet seit dem vergangenen Herbst das Forstrevier Klosterlangheim. Sie erlebt gerade die ganze Bandbreite ihres Berufes. Im Revierteil „Trieber Forst“ laufen fast ununterbrochen die Holzerntemaschinen um Käfer- und Sturmschäden aufzuarbeiten und das Schadholz schnell aus dem Wald zu bringen. In den Walddistrikten „Buchrangen“ und „Spendweg“ südlich von Klosterlangheim dominieren großflächig naturnahe Laubwälder mit ganz anderen Arbeitsschwerpunkten. So wie hier stellt sich Försterin Thiel den „Zukunftswald“ vor: „Buchenwälder mit vielen Edellaubhölzern und Eichen sind auf diesem Waldstandort die natürliche Waldgesellschaft. Sie können am besten dem Klimawandel trotzen.“ Was allerdings nicht heiße, dass hier die forstliche Welt in Ordnung ist. „Auch einzelne Buchen und Eichen sterben ab, Eschen und Erlen kämpfen mit neuen, aggressiven Holzpilzen.“ Entsprechend groß sei der Aufwand, an den Straßenrändern und den zahlreichen Schwerpunkten der Walderholung tote und absterbende Bäume zu beseitigen. „Auf der weit überwiegenden Fläche ist das Totholz aber eine Bereicherung für den Naturhaushalt“, so Thiel. „Das belassen wir für die Höhlenbrüter und die Insektenfauna. Spechte, Hohltauben, Fledermäuse und Wildbienen freuen sich über neue Wohnungen.“

In Sachen Naturschutz gebe es in diesem stabilen System kaum etwas künstlich zu verbessern. Wohl aber an der Vernetzung der wertvollen Biotope nach außen: Im Rahmen des Naturschutzsonderprogramms „Der Wald blüht auf“ der Bayerischen Staatsforsten hat Veronika Thiel und ihre Reviermannschaft an Weg- und Waldrändern zahlreiche Apfelbäume und Hunderte Wildsträucher gepflanzt. Dadurch soll eine Verbindung zur Feldflur und der offenen Landschaft geschaffen werden.

Einer ihrer Lieblingsplätze im Forstrevier ist für Veronika Thiel die Streuobstwiese am Ostrand des „Spendwegs“. Hier hat ihr Vorgänger Gerd Barnickel auf rund drei Hektar eine Streuobstwiese begründet, die zusammen mit einigen Hecken und Feuchtbiotopen ein buntes Mosaik an Biotopstrukturen für Tiere und Pflanzen sowohl aus dem Wald als auch dem Offenland bietet. Was kann man hier noch verbessern? – Die Försterin lacht: „Hier haben wir im letzten Herbst einige junge Siebenschläfer aus einem Waldschadensgebiet in Sachsen ausgewildert. Die zusätzlichen Kornelkirschen mit ihren frühen Blüten und süßen Früchten, die wir jetzt am Waldrand gepflanzt haben, werden bestimmt nicht nur den Bienen und Vögeln schmecken.“

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news-2223 Fri, 17 Apr 2020 10:11:55 +0200 Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2223&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=02a0049d160400a55f9ce6de8393fd44 17. April 2020, Wasserburg - Die ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Frühlings treiben die Menschen voll Vorfreude in den Garten. Endlich ist die Zeit zum „Garteln“ gekommen. Doch wie kann das gelingen, wenn Baumärkte und Gartencenter geschlossen sind?

Ein dekorativer und nachhaltiger Bestandteil der Gartengestaltung sind regionale Hackschnitzel. So kam der Forstbetrieb Wasserburg kurzfristig auf die Idee, die aus Fichte und Kiefer hergestellten Hackschnitzel der örtlichen Bevölkerung anzubieten. Aus Industrieholz wurden hochwertige Hackschnitzen produziert, welche an zwei zentralen Stellen im Ebersberger Forst - gut ausgeschildert an den öffentlichen Staatsstraßen - zu einem fairen Preis angeboten werden. Das Angebot wird aktuell gleichermaßen von Jung und Alt aus der Region dankbar angenommen und im Vorgarten oder im Hochbeet verwendet. „Das ist eine super Sache, ein hochwertiges, regionales Produkt zur Verschönerung im Garten verwenden zu können“ merkt ein zufriedener Kunde aus der Gemeinde Forstinning an. Auch Sebastian Klinghardt der Stellvertretende Forstbetriebsleiter des Forstbetriebs Wasserburg ist mit dem Beginn der innovativen Absatzmöglichkeit sehr zufrieden: „Es ist schön, dass die lokale Bevölkerung das neue Angebot umgehend angenommen hat und wir so mit unserem nachhaltigen Produkt die Menschen in diesen schwierigen Zeiten positiv unterstützen können.“  

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news-2222 Thu, 16 Apr 2020 09:06:32 +0200 Artenvielfalt im Klimawandel http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2222&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cf75550e9305c827046b4ee70f4afa74 Der Forstbetrieb Waldsassen arbeitet am Klimawald von morgen

16. April 2020, Waldsassen - Der Forstbetrieb trägt Verantwortung für eine Gesamtfläche von rund 23.000 Hektar. Die Bewahrung des Staatswaldes für die kommenden Generationen und die Sicherung seiner vielfältigen Leistungen für die Gesellschaft hat für die Bayerischen Staatsforsten oberste Priorität. Dazu zählt auch, den Wald auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten und ihn für die Zukunft fit zu machen.

Ziel der Bayerischen Staatsforsten ist es, einen stabilen und klimatoleranten Mischwald zu schaffen, der durch eine hohe Kohlenstoffbindung auch dazu beiträgt, die Folgen des Klimawandels abzufedern. „Bei unseren aufeinander abgestimmten Waldbauprogrammen achten wir stets darauf, dass der Gesamtnutzen aller Waldfunktionen optimiert wird. Ein wichtiges Element hierfür ist die Berücksichtigung und Förderung von Baumarten, die ein warmtrockenes Klima gut vertragen“, so Forstbetriebsleiter Norbert Zintl.

Die Bayerischen Staatsforsten tragen dabei eine umfassende Verantwortung für vielfältige Lebensräume und den Erhalt der Biodiversität. Heimische Tierarten wie z.B. die Haselmaus und eine Vielzahl von Insekten sind Teil dieser Lebensräume und profitieren von der anspruchsvollen Pflege und Bewirtschaftung der hochwertigen Ökosysteme. Für die Realisierung der Baumartenvielfalt unter Berücksichtigung des Klimawandels und der standörtlichen Gegebenheiten müssen fehlende Baumarten aktiv gepflanzt werden.

Derzeit werden im Rahmen der Frühjahrspflanzung in allen Revieren des Forstbetriebs wieder Neukulturen begründet, Schadflächen wiederbepflanzt, lückige Verjüngungen oder auch Waldränder mit klimatoleranten Baumarten ergänzt und aufgewertet.

Beispielhaft kann hier ein aktuelles Projekt im Revier Pullenreuth genannt werden, wo die Waldarbeiter unter der fachkundigen Anleitung des Försters Wolfgang Schödel einen ökologisch besonders interessanten Übergangsbereich zur Feldflur mit Esskastanien, diversen Wildobstarten und auch verschiedenen Straucharten - wie z.B. Schlehe oder Gemeiner Schneeball - anreichern.

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news-2221 Tue, 14 Apr 2020 15:24:59 +0200 Forstbetrieb Oberammergau spendet Schutzanzüge an das Krankenhaus Schongau http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2221&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=aa3f6c7787907830cb02e909f3c4fe37 08. April 2020, Schongau - Am Forstbetrieb Oberammergau waren ca. 40 Ganzkörper-Schutzanzüge eingelagert, die noch zu Zeiten der Forstverwaltung als Schutzkleidung für den Insektizideinsatz gegen Borkenkäfer beschafft worden waren.

Der Forstbetrieb Oberammergau arbeitet nunmehr seit mehr als 15 Jahren „giftfrei“, die Schutzanzüge waren nach einer Überprüfung noch brauchbar. Als kleinen Beitrag zur Bekämpfung der Corona-Krise hat sie der Forstbetrieb nun an das Krankenhaus Schongau gespendet. Chefarzt Dr. Platz zeigte sich bei der Übergabe der Anzüge hoch erfreut und bedankte sich in Gegenwart der örtlichen Presse ausdrücklich für das Engagement des Forstbetriebs. Seinen Dank hat er mit der Hoffnung verbunden, dass das Beispiel des Forstbetriebs auch andere Firmen dazu anregt, sich an der gesamtgesellschaftlichen Aufgabe zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu beteiligen.

Inzwischen seien aus Spenden bereits etliche Atemschutzmasken eingegangen; komplette Schutzanzüge aber bislang noch nicht. Die dringend benötigte Schutzkleidung wurde nach der Übergabe sofort auf die Intensivstation gebracht.

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news-2220 Tue, 14 Apr 2020 10:11:31 +0200 Klimaschutz beginnt im Wald: Forstbetrieb Bodenmais arbeitet am Klimawald von morgen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2220&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ca97259f6296cd97ea48f1671243a32e 14. April 2020, Bodenmais - Frühjahrszeit – Pflanzzeit im Wald: obwohl der „neue“ Wald, der im Forstbetrieb Bodenmais sowie im gesamten bayerischen Staatswald wächst, zu drei Vierteln aus Naturverjüngung entsteht, macht es trotzdem Sinn, die vorhandene Baumartenpalette mit klimatoleranten Baumarten für den Klimawald der Zukunft zu ergänzen.

Als Beispiel sei aktuell das Revier Saldenburg genannt: Es ist das südlichste und damit das vom Klima am deutlichsten bevorzugte Revier des Forstbetriebs Bodenmais. Revierleiter Ulrich Matschke, seit 22 Jahren vor Ort und aktuell in seinem letzten Dienstjahr, beobachtet schon seit Jahren, dass im Revier immer wieder junge Esskastanien aufwachsen – aus sogenannter „Hähersaat“ – das sind vom Eichelhäher als Wintervorrat versteckte und dann aber nicht wiedergefundene Früchte, Eicheln oder hier Kastanien, die dann zu wachsen beginnen. Mutterbäume sind einige 80-100-jährige Esskastanien am ehemaligen alten Gutshof Saldenburg.

„Wenn die schon so gut wachsen, und auch noch wegen ihrer Klimatoleranz unsere naturnahen Wälder aus Fichte, Tanne und Buche prima ergänzen,“ dachte sich Ulrich Matschke, „dann sollten wir das nicht nur dem Häher überlassen...“.

Gesagt, getan – wie überall sind auch im Revier Saldenburg alte Fichten dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen, und an drei Stellen eignen sich die Flächen vom Standort gut für die Esskastanien. Also wurden in Absprache mit dem Chef Pflanzen bestellt, und die Azubi-Truppe des Forstbetriebs unter Leitung von FWM Paul Hilgart hat auch gleich drei Zäune gebaut – besondere Baumarten bedürfen auch bei uns eines besonderen Schutzes!

„So kann hier der Betrieb gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen – die Azubi lernen Zaunbau und Pflanzung, und es entsteht ein junger Wald aus klimatoleranten Bäumen, der der Atmosphäre durch seinen hohen Holzzuwachs am meisten CO2 entzieht. Ein alter, stillgelegter Wald speichert weniger CO2 und gibt in der Zerfallsphase das gespeicherte CO2 sogar teilweise wieder ab“, so Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl.

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news-2219 Tue, 14 Apr 2020 08:54:18 +0200 Wildunfälle vermeiden! http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2219&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4bda24567ebf5b0b6033bfdc34b193d2 14. April 2020, Rothenkirchen - Mit steigenden Temperaturen nehmen in der Natur auch wieder die Aktivitäten der Wildtiere zu. Dadurch steigt leider die Anzahl der Wildunfälle. Der Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten rät deshalb zu besonderer Vorsicht vor allem auf den Straßen in Waldgebieten.

Besonders in den frühen Morgenstunden und zu den Dämmerungszeiten seien die Wildtiere bevorzugt unterwegs, sagt Samuel Merz, Forstrevierleiter in Weismain. Doch auch mitten in der Nacht könne es im Straßenverkehr zu folgenreichen Begegnungen mit Wildtieren kommen. Von Hase, Fuchs, Dachs und Reh bis zu ganzen Wildschweinrotten. "Da hilft nur eines: Im Wald immer vorsorglich runter mit der Geschwindigkeit! Eine geringere Fahrgeschwindigkeit senkt das Wildunfallrisiko deutlich." Die Folgen einer Kollision mit Wildtieren erlebt Förster Merz hautnah. Er wird von der Polizei zu jedem Wildunfall im Staatswald bei Weismain gerufen. "Zum Glück kommt es nur relativ selten zu Personenschäden, aber die Schäden an den Fahrzeugen sind oft erheblich." Wesentlich schlimmer geht ein Wildunfall allerdings für das angefahrene Tier aus. Wenn es nicht sofort verendet, wird es meistens so schlimm verletzt, dass es getötet werden muss. Dazu ist bei Wild grundsätzlich der jeweilige Jagdausübungsberechtigte verpflichtet. "Das ist eine traurige, aber unerlässliche Pflicht, das ist gelebter Tierschutz des Jägers", sagt Samuel Merz. Doch nicht selten werden die Tiere verletzt und flüchten in den schützenden Wald. Um dann das verletzte und leidende Tier zu finden, werden extra für diesen Zweck ausgebildete Jagdhunde eingesetzt. Als Jagdhundeführer weiß Merz auch, wie schwierig es oft ist, dieser Verantwortung nachzukommen. "Wenn der Unfallort nicht deutlich markiert ist, ist eine Nachsuche mit dem Hund erheblich erschwert." Auch fehlen oft Hinweise dazu, in welche Richtung das Tier geflüchtet ist, ob es allein war oder ob möglicherweise noch Jungtiere dabei waren. "Alles wichtige Angaben, die dem Unfalltier ein langes Leiden ersparen können." Der Förster ruft deshalb dazu auf, der Polizei alle Umstände des Wildunfalles detailliert mitzuteilen, obwohl er weiß, wie schwierig es ist, in dieser Ausnahmesituation den Unfallhergang exakt wiederzugeben. Die Polizei, die aus gesetzlichen und versicherungsrechtlichen Gründen in jedem Fall zu informieren ist, gibt diese Angaben dann an den zuständigen Jäger weiter.

Wildunfälle von vorneherein weitgehend zu verhindern und damit Leid für Mensch und Tier, sowie Sachschäden zu vermeiden, ist eines der Ziele, die sich Samuel Merz nicht nur für sein Forstrevier vorgenommen hat. Als ehrenamtlicher Leiter der Hegegemeinschaft "Oberes Maintal" möchte er ausgehend von den Unfallschwerpunkten im Staatswald beispielhaft mit einem Projekt beginnen, bei dem der Forstbetrieb Rothenkirchen bereits im Frankenwald erste Erfolge verzeichnet hat. In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Jagdverband, der Polizei und der Jagdbehörde war es dort gelungen, mit kombinierten Schutzvorkehrungen die Anzahl der Wildunfälle an einigen besonders unfallträchtigen Strecken deutlich zu senken. Samuel Merz hofft, die Erkenntnisse daraus auch im Landkreis Lichtenfels zum Wohle des Tierschutzes anwenden zu können.

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news-2218 Sat, 11 Apr 2020 09:29:04 +0200 Spessarteiche auf dem Weg zum UNESCO-Weltkulturerbe http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2218&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1c0f1b7928a64be5a181e7fbf039bd28 Hohe Auszeichnung für eine über 200 Jahre alte Tradition: Das Sammeln und Säen von Eicheln, die dann zu mächtigen Eichen heranwachsen, ist auf dem Weg zum UNSECO-Weltkulturerbe. Dies teilten die Bayerischen Staatsforsten mit Sitz in Regensburg mit.

Immer wieder wenn es eine Eichenmast gibt, ziehen hunderte Familien und Kinder durch die Wälder des Spessart und sammeln körbeweise die auf den Boden gefallenen Eicheln auf. Die Förster im Spessart legen damit fachmännisch neue Eichenkulturen an. Im Laufe der Jahrzehnte wachsen daraus die mächtigen Bäume in Deutschland, die sogenannten Spessarteichen. Die Eichenwälder und die mächtigen Eichen sind seit Generationen das Markenzeichen und der Stolz des Spessart. Die Spessarteichen zeichnen eine so hohe Qualität aus, dass sie weltweit etwa für die Herstellung wertvoller Möbel, Bodenbeläge oder Weinfässer geschätzt werden. Die Eichen im Spessart genügen höchsten Qualitätsanforderungen.

„Wir sind sehr stolz, dass die jahrhundertealte gemeinsame Kultur der Eichensaat und Eichenwirtschaft von Bürgern und Förstern im Spessart jetzt in das Verzeichnis des Immateriellen UNESCO-Kulturerbes auf Landesebene aufgenommen worden ist“, so ein Sprecher der Bayerischen Staatsforsten.

Nach Angaben der Staatsforsten sind die Eichen auch ein wichtiger Hotspot des Naturschutzes und der Artenvielfalt im Wald. „Zahllose Insektenarten, Käfer und Vögel siedeln sich an den Eichen an. So seltene Arten wie etwa der Hirschkäfer oder der Mittelspecht sind in den Eichen zu Hause“, so der Staatsforstensprecher. Die langsam wachsende Eiche bedarf dabei laufender Pflege durch Förster, weil sie sich sonst gegen schneller wachsende Baumarten wie die Buche nicht durchsetzen könnte. „Ohne die Arbeit der Förster gibt es keine Eichen im Spessart“ so der Staatsforstensprecher.

Vor der Aufnahme in das Verzeichnis zum UNESCO-Kulturerbe hatte auch schon die Bundesrepublik Deutschland die Kulturarbeit der Eichenwirtschaft gewürdigt: Die Rückseite der früheren silbernen 50-Pfennig-Münze zeigt eine Kulturfrau beim Pflanzen einer kleinen Eiche. Bis heute pflegen die Forstbetriebe der Staatsforsten im Spessart die Tradition der Kulturfrauen, die Eicheln sammeln oder durch Pflanzungen Eichenkulturen anlegen. „Es ist auf dem Weg zum Weltkulturerbe ein wichtiges Kriterium, dass es nicht nur eine Tradition der sogenannten Kulturfrauen gibt, sondern dass diese Tradition bis in die heutige Zeit gelebt wird“, so der Staatsforstensprecher. Er wies darauf hin, dass 2018 das letzte Eichenmastjahr war. „Aus vielen tausend gesammelten Eicheln haben unsere Förster dann im letzten Jahr neue Eichenkulturen angelegt.“

Grundlage für die Entscheidung für die Aufnahme der Eichensaat und Eichenwirtschaft im Spessart in das Landesverzeichnis für das Immaterielle UNESCO-Weltkulturerbe war das Gutachten eines unabhängigen Expertengremiums, das alle in Bayern eingereichten Anträge auf Basis der Kriterien des UNESCO-Übereinkommens fachlich bewertet hat. Nach Eintragung in die Landesliste wird die Eintragung in die Bundesliste und die weltweite Liste des Immateriellen UNESCO-Weltkulturerbes angestrebt, so der Staatsforstensprecher.

Der Staatsforstensprecher bedankt sich zugleich für die breite politische und fachliche Unterstützung für die Aufnahme der Eichensaat und Eichenwirtschaft in das UNESCO-Kulturerbe. Neben der Bayerischen Forstverwaltung haben besonders die aus dem Spessart stammende Staatsministerin für Digitales Judith Gerlach und der langjährige Landtagsabgeordnete Peter Winter die Bewerbung aktiv unterstützt.

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news-2217 Thu, 09 Apr 2020 15:52:44 +0200 Sturmschäden rund um Buchenberg und Kempter Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2217&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b8cccea41d67b97c6ad118899667cef4 09. April 2020, Buchenberg - Die Frühjahrstürme Sabine am 10.02.2020 und Bianca eine Woche später haben im gesamten Allgäu Schäden verursacht. Im Forstbetrieb Sonthofen der Bayerische Staatsforsten sind fast 80.000 Festmeter auf 18.000 ha Waldfläche angefallen. Das ist fast der gesamte Jahreseinschlag des Forstbetriebes.

„Besonders Sabine hat im Kempter Wald und im Wirlinger Wald zugeschlagen. Alleine bei mir im Revier liegen schätzungsweise 20.000 fm Fichte. Mit unserer eigenen Forsttechnik, einem T 50 Raupenharvester und einem Radharvester Log Set, haben wir in den letzten vier Wochen schon über die Hälfte des Schadholzes aufgearbeitet. Voraussichtlich werden wir bis Anfang Mai die Aufarbeitung abschließen können“, berichtet Revierleiter Markus König, der den Staatswald in diesem Bereich pflegt. Und Forstwirtschaftsmeister Gerhard Briechle, der die Aufräumarbeiten der Forsttechnik im Wirlinger Wald koordiniert, ergänzt: „Für Sie, liebe Wanderer und Radfahrer, hat das leider mit Unannehmlichkeiten zu tun. Die Wege sind durch die Bändertechnik unserer Rückmaschinen zeitweise in einem schlechten Zustand. Die breiten Raupen benötigen wir, um den Bodendruck auf den Rückegassen zu reduzieren und Schäden im Wald dadurch vermeiden.“

Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting erklärt: „Obwohl wir aufgrund der Borkenkäfergefahr unter enormen Zeitdruck stehen, haben wir uns entschieden, über die Osterfeiertage für Sie die Arbeiten komplett einzustellen. Zudem werden die Wege soweit instandgesetzt, dass Sie ungefährdet Ihrer Erholung nachgehen können. Aber ab Osterdienstag, den 14.04.20, werden wir in einem großen Kraftakt die riesen Mengen an aufgearbeitete Sturmholz in unser eigenes Nasslager transportieren. Somit verhindern wir ein Behandeln der Hölzer mit Insektiziden gegen den Borkenkäfer. Das ist Teil unseres biologischen Waldschutzes.“

Dazu wird ab Osterdienstag die Abfuhr zwischen sechs und 20 Uhr mit zehn Trailern, das sind Holzlastzüge, konzentriert durchgeführt. Nochmal Forstwirtschaftsmeister Gerhard Briechle: „Vermeiden Sie bitte zu dieser Zeit den Westteil des Wirlinger Waldes. Wir werden die Route der Trailer sperren. Bitte respektieren Sie die Sperrung, das dient vor allem Ihrer Sicherheit und die Arbeiten dem Waldschutz – denn der Borkenkäfer hat leider kein Corona!“

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news-2216 Mon, 06 Apr 2020 13:53:27 +0200 Die Kraft der Samen: Bayerische Staatsforsten säen Weißtannen für den Zukunftswald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2216&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=946e6a0674f719043baa4335118a7951 06. April 2020, Nordhalben - Der Frankenwald ist von den Waldschäden der letzten beiden Jahre besonders betroffen. Tausende von abgestorbenen Fichten mussten gefällt werden, Lücken im Wald sind entstanden. Die Fichten kommen alleine nicht mehr mit der Klimaveränderung zurecht. Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten haben jetzt eine alte, aber bewährte Art der Waldverjüngung wieder angewendet. Die Verjüngung der Weißtanne mit Hilfe der Saat. Jetzt im Frühjahr werden Samen der Tanne von Hand in den vorbereiteten Waldboden gesät, damit daraus im Laufe der Jahrzehnte mächtige Alttannen und stabile Zukunftswälder werden.

Ein sonniger Aprilmorgen in einem Wald bei Nordhalben. Zwei Forstwirt-Azubi der Bayerischen Staatsforsten sind mit ungewöhnlichen Arbeitsgeräten in einem älteren Fichtenbestand unterwegs. Lorenz Schönmüller entfernt mit seinem Eisenrechen Äste und Nadeln zwischen den alten Bäumen. Meter für Meter wird dann in langen Reihen der Waldboden aufgelockert, damit die Erde vorbereitet ist für die nachfolgende Saat. Sein Kollege Kevin Bröcker hat Tausende von Tannensamen in einer Flasche mitgebracht. Von da rieseln sie in seine Hand, mit der er die Samen in die vorbereiteten Reihen streut. Anschließend werden die wertvollen Samen etwas mit Erde bedeckt, damit sie nicht austrocknen, sondern möglichst schnell keimen und anwachsen können. Forstwirtschafts-meister Matthias Lindig ist zufrieden mit der fachkundigen Arbeit seiner Auszubildenden.

„Weil reine Fichtenwälder im Zuge der deutlichen Klimaveränderung auch im Frankenwald keine Zukunft haben, werden sie durch baumartenreiche Mischwälder ersetzt. Die Weißtannen, die jetzt unter dem Schutz der Altbäume gesät werden, bilden künftig zusammen mit Buchen und Bergahorn sowie Fichten und Douglasien einen Wald aus mehr als vier Baumarten, der größere Chancen hat mit den veränderten Umwelt-bedingungen zurecht zu kommen“ erläutert Forstbetriebsleiter Fritz Maier bei einem Besuch auf der Saatfläche. Aus den Tannensamen sollen junge Tannenpflänzchen werden, die ihre Wurzeln ungestört entwickeln und so zu stabilen Bäumen heranwachsen können. „Es grenzt jedes Mal wieder an ein Wunder, wenn man sich vorstellt, dass aus so einem kleinen Tannensamen ein riesiger Baum mit Höhen über 40 m und einem Stamm-Durchmesser von über einem Meter sowie einem Alter von über 200 Jahren werden kann“ freut sich Forstbetriebsleiter Fritz Maier.

Der Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten setzt seit vielen Jahren auf gemischte Wälder aus mehreren Baumarten. „Baumarten wie Eiche, Lärche oder Douglasie werden meist gepflanzt, während Buche, Fichte, Ahorn, Birke oder Vogelbeere oft durch natürliche Ansamung aus den vorhandenen Altbäumen dazu kommen“. Auch die im Frankenwald heimische Weißtanne verjüngt sich über ihre Samen sehr schön natürlich, wenn noch genügend Altbäume in einem Wald stehen und die Jagd waldfreundlich ausgeübt wird. Insgesamt werden in diesem Jahr 140.000 junge Bäumchen in den neun Forstrevieren des Forstbetriebs Nordhalben gepflanzt und zusätzlich 60 kg Weißtannensaatgut gesät.  

„Die Arbeit unserer Auszubildenden, Forstwirte und Revierleiter sichert die Erhaltung des Waldes auch für die Zukunft. Und damit auch die unverzichtbaren Waldfunktionen als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, als Kohlenstoffspeicher, als Erholungsraum für alle Menschen, als Spender für sauberes Trinkwasser, als Lieferant für den nachhaltigen Rohstoff Holz und auch als sicherer Arbeitsplatz“ betont Forstbetriebsleiter Fritz Maier, bevor es weiter geht zur nächsten Saatfläche.  

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news-2215 Mon, 06 Apr 2020 10:52:52 +0200 Die Waldschnepfen sind zurück http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2215&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2510c29c33eac213a076465be9707b71 06. April 2020, Rothenkirchen - Der Volksmund nennt sie scherzhaft den „Vogel mit dem langen Gesicht“. Die Jäger verbinden ihre Rückkehr im Frühling in Reimform mit den Fastensonntagen. Die Waldschnepfe kümmert das nicht:
Sie ist inzwischen aus ihrem Winterquartier zurück. Oder sie war gar nicht erst fort. Wie der Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten jetzt mitteilt, kommt das im Frankenwald und am Obermain immer häufiger vor.

"Reminiscere - Putzt die Gewehre!
Okuli - Da kommen Sie!
Laetare - Das ist das Wahre!
Judika - Sind sie auch noch da.
Palmarum - Lirum, Larum.
Quasimodogeniti - Halt, Jäger, halt! Jetzt brüten sie!"

Diesen „Lernspruch“ mit den lateinischen Bezeichnungen der Sonntage rund um das Osterfest kennen heute noch die meisten Jäger. Obwohl er aus sehr alter Zeit stammt, als die Jagd auf die Waldschnepfe im Frühjahr noch erlaubt war. Bei diesem sogenannten „Schnepfenstrich“ wurden die Schnepfenhähne auf ihrem abendlichen „Balz- und Suchflug“ erbeutet. Noch heute sind die typischen Balzgeräusche, das „Quorren“ und das „Puitzen“, jedem Jäger vertraut. Auch wenn die Frühjahrsjagd auf die Waldschnepfe inzwischen nicht mehr erlaubt ist, verbindet er doch damit den Beginn des Jagdjahres. Pünktlich beobachten die Förster im Staatswald des Frankenwaldes und am Obermain auch in diesem Jahr die Rückkehr der Schnepfen aus ihren Überwinterungsquartieren rund um das Mittelmeer. Verändert hat sich nach ihren Beobachtungen allerdings in den letzten Jahren der Anteil der „Lagerschnepfen“. Das sind in der Jägersprache diejenigen Tiere, die hier bei uns anstatt im Süden überwintern. Deren Anzahl nimmt – wie bei einigen anderen Vogelarten auch – im Zuge der Klimaerwärmung deutlich zu. Die milden, schneearmen Winter bieten gute Lebensbedingungen – auch ohne den risikoreichen Vogelzug in Kauf nehmen zu müssen.

Anders als viele ihrer Verwandten wie die Bekassine oder der Große Brachvogel ist die Waldschnepfe ein typischer Waldvogel. Damit haben Waldbesitzer und Förster eine besondere Verantwortung für den Schutz ihres Lebensraumes. Das sind vor allem Bruch- und Auwälder, wo sie im feuchten Grund mit ihrem langen Spezialschnabel nach Würmern und Insekten als Nahrung sucht. Solche Biotope mit geeigneter Bestockung aus Laubhölzern seien bei den Bayerischen Staatsforsten bereits seit Jahren als Sonderstandort großflächig für den Naturschutz aus der forstlichen Nutzung genommen worden, heißt es vom Forstbetrieb weiter. Im Zuge des Waldumbaus und der Schaffung klimastabiler Wälder würden auch immer mehr bisher von Fichten bestockte Tallagen in naturnahe Mischwälder umgewandelt. Damit entstehen zusätzliche wertvolle Lebensräume. Auch für die heimische Waldschnepfe.

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news-2214 Fri, 03 Apr 2020 16:41:40 +0200 Junge Wälder für die Zukunft http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2214&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0dab429f9e52b17eb96a1b0ea2dfe2fa Bayerische Staatsforsten pflanzen Eichen bei Stadtsteinach

03. April 2020 Stadtsteinach/Nordhalben - Der Anstieg zum Frankenwald, die „Fränkische Linie“, ist von den Waldschäden der letzten beiden Jahre besonders betroffen. Tausende von abgestorbenen Fichten mussten gefällt werden, Lücken im Wald sind entstanden. Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten pflanzen jetzt im Frühjahr junge Wälder für die Zukunft.

Bei Stadtsteinach werden 20.000 Eichen zusammen mit Tannen, Buchen, Lärchen und weiteren Baumarten den gemischten Wald für die nächsten Jahrzehnte bilden. Ein sonniger Frühlingsmorgen an einem steilen Hang zwischen Stadtsteinach und Vogtendorf. Michael Meyer und Jonas Pleßgott, zwei Forstwirt-Azubi der Bayerischen Staatsforsten, arbeiten sich Schritt für Schritt von unten nach oben. In der einen Hand das Pflanzgerät und in der anderen Hand die jungen Pflanzen in einem Transportsack, so steigen sie von Pflanzstelle zu Pflanzstelle. In festgelegten Abständen pflanzen sie Eichen auf einer Freifläche im Wald, die so groß ist wie ein Fußballplatz.

Die Pflanzhaue gräbt sich mit Schwung tief in den Boden und öffnet einen breiten Spalt, in den die kleinen Eichen vorsichtig eingebracht werden. Alle Wurzeln müssen nach unten schauen, damit sie bestens wachsen und später den großen Bäumen genug Halt geben können. Zum Abschluss wird der Pflanzspalt mit einem zweiten, benachbarten Hieb in den Bodenseitlich wieder zugedrückt. Die Eiche steht sicher und kann anwachsen. Forstwirtschaftsmeister Ewald Vogel ist zufrieden mit der fachkundigen Arbeit seiner Auszubildenden, die das dritte Lehrjahr absolvieren.

Die Trockenheit und der Borkenkäferbefall haben die alten Fichten, die vorher hiergewachsen sind, zum Absterben gebracht. „Unser Forstrevier Stadtsteinach war ein Schadensschwerpunkt in den letzten Jahren“ erläutert Forstbetriebsleiter Fritz Maier, der die Pflanzaktion zusammen mit Revierleiterin Maike Adam begutachtet. „Weil die Fichtenwälder im Zuge der deutlichen Klimaveränderung am Frankenwaldrand keine Zukunft haben, werden sie durch laubholzreiche Mischwälder ersetzt. Die Traubeneichen, die jetzt gepflanzt werden, kennen das künftige Weinbauklima bereits aus Unterfranken und werden mit den geringeren Niederschlägen und den höheren Temperaturen besser zurechtkommen“.

Der Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten setzt seit vielen Jahren aufgemischte Wälder aus mehreren Baumarten. „Mindestens vier verschiedene Baumarten in jedem Waldbestand sind unser Anspruch“ so Forstbetriebsleiter Fritz Maier. „Baumarten die noch selten sind bei uns, werden - so wie jetzt die Eichen - gepflanzt. Weitere Baumarten wie Tanne, Buche, Lärche, Ahorn, Birke oder Vogelbeere kommen oft durchnatürliche Ansamung aus den vorhandenen Altbäumen dazu“.

Insgesamt werden in diesem Jahr 140.000 junge Bäumchen in den 9 Forstrevieren des Forstbetriebs Nordhalben gepflanzt und zusätzlich 60 kg Weißtannensaatgut gesät. „Die Arbeit unserer Auszubildenden, Forstwirte und Revierleiter sichert die Erhaltung des Waldes auch für die Zukunft. Und damit auch die unverzichtbaren Waldfunktionen als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, als Kohlenstoffspeicher, als Erholungsraum für alle Menschen, als Spender für sauberes Trinkwasser, als Lieferant für den nachhaltigen Rohstoff Holz und auch als sicherer Arbeitsplatz“ betont Forstbetriebsleiter Fritz Maier zum Abschluss der Pflanzaktion.

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news-2213 Fri, 03 Apr 2020 16:34:59 +0200 Von Steinhaufen, Wellenlinien und Baumstümpfen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2213&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b03dac8d0647b44db7ba135f3514b95d Ausgleichsmaßnahmen für Eidechsen und Fledermäuse entstehen entlang des neuen Gewerbegebietes Weberschlag bei Weiherhammer

02. April 2020, Weiherhammer - So manch einer mag sich bei seinem Spaziergang in den Kiefernwäldern um das Gewerbegebiet Weberschlag in der Nähe von Weiherhammer oder auch nur beim Vorbeifahren gefragt haben, was da seit Jahresbeginn vor sich geht. Neben der von Weitem erkennbaren Rodungsfläche an der Umgehungsstraße NEW21 wurden jetzt auch noch in den angrenzenden Gemeinde- und Staatswaldbeständen Waldränder aufgelichtet, Bäume mit undefinierbaren Zeichen markiert, Stein- und Sandhaufen am Wegrand errichtet und manche Bäume wurden nur halb abgeschnitten.

Was wie ein Anflug an überschwänglichen Frühlingsgefühlen von Förstern scheint, sind in Wirklichkeit Artenschutzmaßnahmen, als Ausgleich für das entstehende Gewerbegebiet. Der Erweiterung des Gewerbegebiets Weberschlag ging eine artenschutzrechtliche Prüfung gemäß dem Bundesnaturschutzgesetz voraus. Das von der Gemeinde Weiherhammer beauftragte Ingenieurbüro Bernhard Moos aus Auerbach erfasste dabei aufgrund der sandigen Böden und heideähnlichen Säume der lichten Kiefernwälder, vor allem besonders licht- und wärmeliebende Arten, wie etwa die Zauneidechse, Vögel wir den Baumpieper und die Turteltaube sowie Fledermäuse.

Als Ausgleichsmaßnahme, sollen nun die angrenzenden Waldränder so gestaltet werden, dass diese ähnlich lichte Strukturen wie der ehemalige Ausgangsbestand aufweisen, um einen vergleichbaren Lebensraum zu schaffen, der möglichst von diesen Arten wiederbesiedelt wird. Als ideale Flächen erwiesen sich neben den gemeindeeigenen Wäldern, betreut durch Försterin Andrea Sauer, die direkt angrenzenden Staatswaldflächen des Reviers Mantel, zugehörig zum Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten. Der für das Revier Mantel zuständige Revierleiter Robert Werner bereitete den Waldbestand für seine spätere Aufgabe als „Zufluchtsort“ für die geschützten Arten vor.

So wurde durch Zurücknahme von einzelnen Bäumen der Waldrand buchtig gestaltet, um möglichst viel Licht ins Bestandesinnere zu lassen. Einzelne abgesetzte großkronige Biotopbäume wurden stehen gelassen und mit weißer Wellenlinie markiert. Diese sollen als Vogelwarte für den Baumpieper dienen, der eine Kombination aus Offenland und Baumschicht bevorzugt. Einzelne Baumgruppen wurden so hoch wie möglich gekappt (sog. Hochstümpfe) um als künftige Biotopstämme mit ihren Faulstellen und/2Rindentaschen z. B. dem Specht, der Hohltaube und Fledermäusen als Quartier zu dienen. Weiterhin werden Vogelbrut- und Fledermauskästen aufgehängt.

Für die seltener werdende Zauneidechse wurden, in enger Zusammenarbeit mit dem Bauhof Weiherhammer, Habitatelemente aus Holz-, Stein- und Sandhaufen angelegt. Diese sollen der streng geschützten Art im Sommer als Sonnenplatz und im Winter als Rückzugsort dienen. Solche Kleinbiotope entstehen durch die Gemeinde Weiherhammer zudem direkt auf der Rodungsfläche.Förster Robert Werner freut sich über die gute Zusammenarbeit aller Akteure: „Gemeinsam haben wir vor dem Hintergrund eines zunehmend Arten- und Lebensraumschwund, Rückzugsräume für bedrohte Arten zu geschaffen.“ Sein Fazit: „Alles in allem eine gelungene Sache!“ Und auch Bürgermeister Biller bedankt sich bei den Bayerischen Staatsforsten, Frau Sauer und dem gemeindlichen Bauhof für die hervorragende Umsetzung der Maßnahmen sowie Herrn Moos für die Baubegleitung.

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news-2212 Thu, 02 Apr 2020 10:50:10 +0200 Borkenkäfer: Sturmschäden zügig aufarbeiten Trotz Ausgangsbeschränkungen sind Waldarbeiten zulässig http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2212&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=947aa460f0b24a5c3ec02f22784bc7a9 Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

01. April 2020, München – Auch in der derzeit von der Coronavirus-Pandemie dominierten Situation können und sollten die notwendigen Wald-arbeiten durchgeführt werden. Darauf hat Forstministerin Michaela Kaniber hingewiesen. „Um künftige Schäden in unseren Wäldern durch den Borkenkäfer möglichst gering zu halten, sollten Bayerns Waldbesitzer für eine rasche Aufarbeitung frisch geschädigter Fichten sorgen, wie sie etwa durch Sturmtief Sabine im Februar entstanden sind“, sagte Kaniber. Denn aufgrund der Trockenheit und Dürre der vergangenen zwei Jahre und der hohen Ausgangspopulation aus dem Vorjahr sei heuer wieder mit einem starken Borkenkäferbefall zu rechnen. Zudem müssten sich alle Beteiligten gemein-sam darum bemühen, ausreichend Lagerkapazitäten für ein hohes Käfer-holzaufkommen in den kommenden Monaten zu schaffen. „Ich bitte besonders die Waldbesitzervereinigungen, verstärkt Sammellagerplätze für Ihre Mitglieder zu organisieren, um bei stockender Abnahme der Sägewerke Holz zwischenlagern zu können. Finanzielle und beratende Hilfe vom Staat gibt es dazu bereits. Die Landkreise und Kommunen bitte ich um ihre planungsrechtliche und organisatorische Unterstützung in dieser für unsere Waldbesitzer sehr schwierigen Zeit“, sagte die Ministerin.

Bei den Waldarbeiten müssen allerdings nicht nur die notwendigen Vorschriften zur Arbeitssicherheit, sondern auch die des Infektionsschutzes beachtet werden. Danach sollten die Kontakte zu anderen Menschen auf ein Minimum reduziert werden. Der Abstand zu anderen muss mindestens 1,5 Meter betragen. Waldarbeit ist gefährlich. Aus Sicherheitsgründen ist daher die Alleinarbeit mit der Motorsäge im Wald unzulässig. Im Interesse aller sind die Waldbesitzer angehalten, nur mit sicheren Techniken wie Forstseilwinde, Harvester und geschultem Personal zu arbeiten. Die regelmäßige Befallskontrolle ist dagegen alleine möglich und für eine rechtzeitige Bekämpfung unerlässlich. Denn die Massenvermehrung von Borkenkäfern von 2führt zu erheblichen Schäden. Bäume, unter deren Rinde die Käfer überwintert haben, sowie frisches Brutmaterial müssen nach der Aufarbeitung am besten unmittelbar abgefahren, entrindet, gehackt oder mit einem Mindestabstand von etwa 500 m zum nächsten Fichtenbestand gelagert werden.

Die bayerischen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer erhalten in diesem Jahr eine bisher nie dagewesene finanzielle Unterstützung bei der Beseitigung von Waldschäden und beim Waldumbau. So werde die insektizidfreie Borkenkäferbekämpfung mit bis zu zwölf Euro je Festmeter und im Schutzwald mit bis zu 30 Euro je Festmeter unterstützt. Auch die Fördersätze von Wiederaufforstungen nach Borkenkäferschäden und Pflanzungen für den Waldumbau sind seit Februar mehr als verdoppelt worden.

Hier finden Sie online aktuelle Infos zur Borkenkäfergefahr.
Tipps zur Arbeitssicherheit bei der Waldarbeit finden sich unter www.svlfg.de/forst und im Waldbesitzerportal Bayern.
Einzelheiten zur waldbaulichen Förderung und den Fördervoraussetzungen sind im Waldbesitzerportal unter www.waldbesitzerportal.bayern.de/foerderung zu finden.

Zur aktuellen Situation der der Landund Forstwirtschaft in Zusammenhang mit dem Coronavirus gibt es auf der Homepage des Landwirtschaftsministeriums Antworten auf häufig gestellte Fragen.

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news-2211 Wed, 01 Apr 2020 15:13:00 +0200 Waldpflegemaßnahmen in der Unteren Wagensass http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2211&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4283f8e9b553971e64db713a65e93859 01. April 2020, Sulzbach-Rosenberg – In den nächsten Tagen werden im Staatswald östlich der B 85 (gegenüber Bereitschaftspolizei) aus Gründen des Waldschutzes Bäume gefällt. Durch den Forstbetrieb Schnaittenbach werden hier vor allem Fichten entfernt.Notwendig wird die Maßnahme, weil der Standort für die Fichte nicht besonders geeignet ist. Dies liegt an dem dort immer wieder vorkommenden Wasserrückstau, der dazu führt, dass die Wurzeln häufig unter Wasser stehen. Und Fichten mögen keine „nassen Füße“.

Der Eingriff muss jetzt erfolgen, bevor es wärmer wird, da die meisten Fichten in diesem Waldstück von Borkenkäfern befallen sind. Bei steigenden Temperaturen beginnt nämlich die Schwärmphase des Borkenkäfers. Das bedeutet, dass er sich auf den Weg macht, um sich in angrenzenden Fichten einzunisten. Er bohrt sich dafür in die Stämme der Bäume ein und bringt diese damit zum Absterben. Dies möchte Julian Sauter, der für den Staatswald in der Wagensass zuständige Förster aber unbedingt verhindern: „Mit dem Einschlag der befallenen Fichten wollen wir eine weitere Ausbreitung des Borkenkäfers verhindern. Die Maßnahme dient ausschließlich dem Waldschutz und der Walderhaltung!“ Mit dem Bau eines Verkehrsübungsplatzes habe diese Maßnahme nichts zu tun betont der Förster weiter.

Zum richtigen Zeitpunkt für den Waldschutz aber leider zu einem etwas ungünstigen Zeitpunkt für die Amphibien findet diese Maßnahme statt. Die Amphibien sind nämlich gerade auf Wanderschaft auch in einen dort angelegten Teich. Parallel zur B 85 wurde daher ein Rückhaltezaun errichtet an dem aktuell die wandernden Kröten abgesammelt werden. Darauf wird bei der Holzerntemaßnahme aber besonders Rücksicht genommen weshalb keine größeren Schäden zu befürchten sind. Und langfristig profitieren Frösche, Kröten und Molche von der Entnahme der Bäume. Die dicht am Rand des Teichs stehenden Fichten beschatten ihn stark was dazu führt, dass sich bis ins Frühjahr hinein eine Eisschicht halten kann. Zudem fallen viele Pflanzenteile ins Wasser und bilden ein dicke Faulschlammschicht am Boden. Das hat laut Herrn Zahn von der Kreisgruppe Amberg-Sulzbach des BUND Naturschutz dazu geführt, dass in den vergangenen Jahren dort kein Laich oder Kaulquappen beobachtet werden konnten und auch am Rückhaltezaun ging die Zahl der eingesammelten Kröten laufend zurück. Zuletzt waren es 22 Tiere pro Sammelsaison. Das bedeutet, in diesem Waldstück überwintern nicht sehr viele Amphibien./2Dass sich das in Zukunft wieder ändert ist die Chance aber groß. Da der Bestand um das Teichumfeld aufgelockert wird und später im Jahr die Beseitigung des Bodenschlamms vorgesehen ist, verbessert sich mittelfristig auch die Lebenssituation für die Amphibien. Die Kreisgruppe Amberg-Sulzbach des BN, der die Amphibienzäune betreut, akzeptiert und unterstützt daher ausdrücklich den Eingriff zu diesem Zeitpunkt. Und auch die Untere Naturschutzbehörde beim Landratsamt Amberg-Sulzbach wurde informiert und erhob gegen die Maßnahme keine Einwendungen.

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news-2210 Mon, 30 Mar 2020 09:45:22 +0200 Holzernte- und Pflegemaßnahmen an der Weltenburger Enge standen im Einklang mit den geltenden Naturschutzvorschriften http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2210&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=719bfc08d782eb3bb8e1fac8db2ea1a1 Forstbetrieb Kelheim verzichtet auf weitere Holzerntemaßnahmen an Weltenburger Enge bis zum Inkrafttreten einer neuen Naturschutzverordnung / Abtransport des Holzes aus dem Bestand erst nach Ortstermin mit Verbänden und Öffentlichkeit  

Kelheim, 30. März 2020 – Die Höhere Naturschutzbehörde an der Regierung von Niederbayern hat nach einem ausführlichen Ortstermin die Holzernte- und Pflegemaßnahmen im Bereich der Naturschutzgebiete an der Weltenburger Enge als rechtmäßig und als keinen Verstoß gegen geltende Naturschutzverordnungen eingestuft. Zum gleichen Ergebnis kommt eine noch laufende unabhängige wissenschaftliche Begutachtung unter Vorsitz des Experten für Waldökosystemdynamik Professor Dr. Rupert Seidl von der Technischen Universität München. Zugleich verzichtet der Forstbetrieb Kelheim bis zum Inkrafttreten einer neuen Naturschutzverordnung freiwillig auf weitere Holzerntemaßnahmen an der Weltenburger Enge. Davon unberührt sind allerdings unaufschiebbare Maßnahmen wie etwa Waldschutzmaßnahmen, nötige Verkehrssicherung oder die Borkenkäferbekämpfung.

Die Regierung von Niederbayern bestätigt zudem, dass nach rechtlichen Vorgaben der Rückung und des Abtransportes des Holzes aus dem Wald nichts entgegensteht. Allerdings kann der vom Forstbetrieb zugesagte Ortstermin an der Weltenburger Enge für Verbände und die interessierte Öffentlichkeit, bei dem die durchgeführten Holzernte- und Pflegemaßnahmen gezeigt und erläutert werden sollen, wegen der geltenden Ausgangsbeschränkungen durch die Corona-Krise derzeit noch nicht stattfinden. Daher bleibt das im Bestand befindliche Laubholz bis zur Durchführung des Ortstermins im Wald. In den nächsten Tagen wird lediglich das an der Forststraße gelagerte Holz abgefahren.

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news-2209 Fri, 27 Mar 2020 14:46:13 +0100 Rückkehr der Schwarzstörche http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2209&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=11c7c7b242ddae3cf2b56c236889abb5 Erste Schwarzstorchrückkehrer im Hessenreuther Wald; rechtzeitig davor wurden vier neue Nisthilfen gebaut; der scheue Bruder des Weißstorchs ist in den großen, geschlossenen Staatswäldern Nordostbayerns wieder vermehrt zu beobachten

27. März 2020, Schnaittenbach - Der Schwarzstorch ist einer unserer größten heimischen Waldvögel. Mit einer Spannweite von 180 cm segelt er über die Wälder, in denen er bevorzugt ungestörte Bereiche mit alten Bäumen und fischreichen Bächen und Tümpeln besiedelt. Auf Altbäumen in geeigneter Lage baut er seine Naturhorste. Zusätzlich wird er in vielen Bereichen Bayerns mit dem Bau von künstlichen Nistplattformen unterstützt. Auch im Hessenreuther Wald haben ihm die Förster eine Kinderstube für den Nachwuchs eingerichtet.

Pünktlich zur Wiederkehr der Schwarzstörche nach Bayern haben die Bayerischen Staatsforsten dort vier neue Nisthilfen für diesen typischen Waldvogel errichtet. Der Bau von künstlichen Nestern ist aus zwei Gründen sinnvoll: Zum einen kann durch die stabile Konstruktion verhindert werden, dass ältere Nester, die bis zu 200 kg wiegen können, abstürzen und die Jungvögel dadurch umkommen. Zum anderen werden die Vögel in Bereiche gelenkt, in denen sie weitestgehend ungestört und abseits von Wanderwegen brüten können. Schwarzstörche sind sehr störungsempfindlich und brüten deshalb vor allem im Zentrum großer Waldgebiete. Von den 150 bis 160 bekannten bayerischen haben zwei bis drei Paare ihre Heimat im Hessenreuther Wald gefunden.

Beim Bau der Nisthilfen wurden die Staatsförster des Forstbetriebs Schnaittenbach von einem Spezialisten unterstützt, der genau weiß worauf es beim Horstbau ankommt und was die Schwarzstörche mögen. Der Schwarzstorchexperte und Seilkletterer Carsten Rohde baut die Horste in rund 15-20 m Höhe. Der zuständige Revierleiter Hans Frisch freut sich darüber, dass der Schwarzstorch sich im Hessenreuther Wald wieder verstärkt heimisch fühlt: „Das Zurückkommen des Schwarzstorchs ist ein sichtbarer Beleg für die nachhaltige und naturnahe Forstwirtschaft der Bayerischen Staatsforsten“.

Schwarzstorch – Eine Erfolgsgeschichte in Nordostbayern

In den vergangenen 20 Jahren hat der scheue Waldbewohner in einigen Teilen Bayerns wieder Einzug gehalten. Besonders in den Nordostbayern ist der Schwarzstorch heute glücklicherweise wieder heimisch. Da den Vögeln heute nicht mehr nachgestellt wird und sich in vielen Bereichen die Lebensbedingungen verbesserten (Wasserqualität in Fließgewässern, Anlage von Nahrungstümpeln)konnte der Brutbestand kontinuierlich anwachsen.

Dennoch ist der Schwarzstorch immer noch ein sehr seltener Brutvogel, dessen Anwesenheit eine besondere Rücksicht verlangt. Nach der Rückkehr aus den afrikanischen Winterquartieren im März darf er in der Balz-, Brut- und Aufzuchtzeit an den bekannten Horststandorten nicht gestört werden. Mehr zum Schwarzstorch und anderen Großvogelarten im Wald finden Sie auf unserer Vogelschutzseite.

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news-2208 Fri, 27 Mar 2020 14:19:39 +0100 Sturmschäden rund um Lindau http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2208&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9a1e4caf7dc785ec68e12817a4868de4 27. März 2020, Lindau - “Die Stürme der vergangenen Wochen haben im Wald rund um Lindau leider deutliche Spuren hinterlassen. Im Wald der Bayerischen Staatsforsten traf es im , Bereich Lindau besonders einen Streifen von Schönau bis Mollenberg“, berichtet Förster Jörg Tarne, der die Wälder dort pflegt.

Insbesondere der orkanartige Sturm „Sabine“, aber auch „Bianca“ haben Bäume geworfen oder gebrochen. Der Waldlehrpfad im Tannholz (Schönbühl) wurde stark beschädigt. Unmittelbar nach Sabine musste Förster Tarne auch den Trimm-Dich-Pfad sperren. „Wie wichtig und richtig diese Entscheidung war, hat sich durch die nachfolgenden Stürme gezeigt. So entstanden die größten Schäden am Trimm-Dich-Pfad beim Sturm Bianca“, weiß Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting, zu dessen Verantwortungsbereich der Lindauer Staatswald gehört. „Dabei wurden auch Stationen des Pfades erheblich beschädigt. Deshalb eine Bitte an alle Waldbesucher: Nehmen Sie Sperrungen ernst und handeln Sie bei Waldbesuchen vor allem nach Stürmen mit Vorsicht, bleiben auf den Wegen und klettern nicht auf Holzpolter.“

Die Windwürfe werden in nächster Zeit aufgearbeitet. Die Behebung der Schäden an den Erholungseirichtungen werden noch etwas länger dauern. Aber die Stadt Lindau und der Forstbetrieb Sonthofen der Bayerischen Staatsforsten bemühen sich um baldige Reparaturen.

Die Sturmereignisse haben zudem gezeigt, wie schlecht der Zustand der Eschen ist. Viele Eschen sind umgefallen, ob am Waldrand oder auch mitten im Wald. Denn das Eschentriebsterben führt neben den sichtbaren Schäden in der Baumkrone auch zur Fäule an den Wurzeln. So können Eschen bei relativ geringer Belastung umfallen. Wie stark die Wurzeln verfault sind, ist am stehenden Baum äußerst schwierig zu beurteilen. Bei manchen Bäumen sind die Schäden mehr in der Belaubung, bei anderen mehr an den Wurzeln. „Aber eine kleine Hoffnung gibt es für diese wichtige Baumart: Derzeit werden resistente Eschen getestet und auch in der Naturverjüngung zeigen sich ca. zwei Prozent als resistent gegen den Pilz. Die werden sich mittelfristig durchsetzen“, hofft Revierleiter Jörg Tarne.

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news-2207 Fri, 27 Mar 2020 10:58:22 +0100 Pflanzsaison im Wald hat begonnen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2207&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e664be4b6065ca80c24c9df16404f230 Forstbetrieb Fichtelberg pflanzt den Wald der Zukunft

27. März 2020, Fichtelberg – Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten beginnen jetzt im Frühjahr mit der Pflanzsaison im Fichtelgebirgswald. Auch bei verändertem Klima sichern die jungen Tanne-, Buchen, Lärchen und Douglasienpflanzen in Zukunft die Gesundheit des Waldes.

Ein klarer, kalter Morgen am Höhenrücken oberhalb des Weißmaintales. Christian Schneider stapft schwerbeladen durch den Wald. Kisten mit kleinen Baumschul-Pflanzen schleppt er, dazu ein Pflanzeisen und Markierungsstäbe. Der Forstwirt-Azubi hat heute gemeinsam mit seinen Kollegen eine wichtige Aufgabe. Er unterstützt den Wald im Fichtelgebirge, fit zu werden für den Klimawandel. Dazu pflanzt er kleine Tannenbäumchen unter den Schirm der alten Fichten, die hier überwiegend wachsen. Die jungen Tannen werden mit dem zukünftigen Klima zurechtkommen, das vermutlich für die Baumart Fichte zu heiß und zu trocken ist. Knirschend gräbt sich das Pflanzgerät in den noch leicht gefrorenen Boden. Mit einer Drehbewegung sticht Christian Schneider einen Erdpfropfen aus. Dort hinein kommt der Wurzelballen einer jungen Tannenpflanze. Mit krümeliger Erde abdecken, leicht andrücken – fertig. Nächste Pflanze.

Dazu Winfried Pfahler, als Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg verantwortlich für den Staatswald im südlichen und westlichen Fichtelgebirge: „In den letzten beiden Hitzesommern hat sich gezeigt, dass die Tannen mit Wärme und Trockenheit besser zurechtkommen, als die bei uns weit verbreitete Fichte. Das ist allerdings keine neue Erkenntnis. Schon seit vielen Jahren reichern wir ganz gezielt die Wälder mit Mischbaumarten an. Davon können Sie sich im Fichtelgebirge an vielen Stellen selbst ein Bild machen, wie z.B. um den Ochsenkopf, im Maintal, im Steinachtal oder an der Kösseine. Aus ehemals dunklen Fichtenforsten sind mittlerweile vielfältige Mischwälder geworden. Unser Ziel ist es, dass in jedem Waldbestand mindestens vier verschiedene Baumarten wachsen.“

In diesem Jahr pflanzt der Forstbetrieb Fichtelberg 55 Hektar neuen Mischwald, der fit ist für den Klimawandel. Das entspricht einer Fläche von etwa 80 Fußballfeldern. Dazu setzen die Waldarbeiter und Förster gut 100.000 Zukunftsbäumchen, hauptsächlich Tannen, aber auch Buchen, Lärchen und Douglasien. In den nächsten fünf Jahren pflanzen die Bayerischen Staatsforsten im Rahmen des 30-Millionen-Bäume-Programms zusätzliche Bäume in Wäldern, die von Trockenheit und Schädlingen, Sturm und Schnee besonders bedroht sind. Dabei setzen die Förster hauptsächlich auf heimische Baumarten. Aber es werden auch neue Arten wie z.B. Atlaszeder oder Baumhasel getestet, die heute natürlicherweise in Regionen mit dem Klima vorkommen, das uns zukünftig erwartet.

„Im Wald denken wir grundsätzlich heute schon an Morgen“ beschreibt Winfried Pfahler die Strategie der Förster. „…eigentlich schon an Übermorgen. Denn bis die Tannen, die wir heute pflanzen, richtig groß sind, vergehen mindestens 80 bis 100 Jahre. Über diesen Mischwald werden sich unsere Urenkel freuen.“

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news-2206 Fri, 27 Mar 2020 09:27:34 +0100 Wildkatzen am Rennsteig http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2206&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8706c58a2186dee87d2bc63960658a7b 26. März 2020, Rothenkirchen - Die Europäische Wildkatze, eine über viele Jahrzehnte in der Region nicht mehr nachgewiesene Wildtierart, hat jetzt mit den höheren Lagen der Rennsteigregion endgültig den gesamten Frankenwald als Lebensraum zurückerobert. Das zeigt die Auswertung eines "Wildkatzenmonitorings", dessen Ergebnisse jetzt der Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten vorgestellt hat.

Seit etwa zehn Jahren lagen Berichte über mutmaßliche Beobachtungen vor, bevor die Wildkatze im Jahr 2014 im Frankenwald erstmals auch genetisch zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte. In den Folgejahren etablierte sich eine größere Population im Staatswald der Forstbetriebe Nordhalben und Rothenkirchen im Bereich des Rodachtales und der Ködeltalsperre. Nachweise aus den höheren Lagen blieben aber zunächst aus, was die Experten aber nicht weiter verwunderte. Bevorzugt doch die Wildkatze in erster Linie laubholzreiche Mischwälder in den wärmeren Lagen der Mittelgebirge.

Den Forstleuten des Forstbetriebes Rothenkirchen ließ das zuletzt aber keine Ruhe. Hatte sich doch das Landschaftsbild im Zuge des beschleunigten Waldumbaus im Staatswald immer mehr in Richtung gemischter Wälder verschoben. Hinzu kamen mildere Winter und höhere Temperaturen im Zuge des Klimawandels. Um eine weitere Ausbreitung der scheuen Wildkatze nachweisen zu können, führten deshalb die Bayerischen Staatsforsten im vergangenen Jahr in den beiden Forstrevieren Tettau und Rennsteig ein "Wildkatzenmonitoring" durch, gefördert mit Mitteln des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kulmbach. Mit Hilfe von Wildkameras und Haarproben, die an Baldrian-Lockstöcken gewonnen wurden, konnten an zwei Stellen im Waldgebiet zwischen Kleintettau und Steinbach am Wald, sowie nördlich von Steinbach und westlich von Lauenstein Wildkatzen bestätigt werden.

Die Förster sind sicher, dass sich damit die fast schon einmal ausgestorbene Wildkatze endgültig wieder im gesamten Frankenwald zu Hause fühlt. Mit der Schaffung weiterer abwechslungsreicher Biotop-Strukturen, dem Belassen von viel Alt- und Totholz und der Einbringung zahlreicher Mischbaumarten im Zuge des Waldumbaus wird ihr Lebensraum hier auch auf Dauer attraktiv bleiben. Vielleicht machen es der Wildkatze ja weitere seltene Tierarten nach und kehren "auf leisen Pfoten" in den Frankenwald zurück.

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news-2205 Thu, 26 Mar 2020 07:44:44 +0100 Die Schwarzstörche sind wieder da http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2205&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9bd3d2fb51e1feb2515ee20a0fbe6191 26. März 2020, Rothenkirchen - Pünktlich zum Frühlingsanfang sind die Schwarzstörche an den Obermain zurückgekehrt. Das teilte der Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten mit. Grundlage sind die ersten Wildkamera-Bilder dieses Jahres, die den scheuen Waldvogel bei der Nahrungssuche zeigen.

Anders als der Weißstorch ist der Schwarzstorch ein echter „Kulturflüchter“: Er bevorzugt als Lebensraum ungestörte, naturnahe Waldgebiete. Hier horstet er auf alten Bäumen und geht vor allem in sauberen Waldbächen auf die Jagd nach Kleintieren. Nach Auskunft der Förster sind Schwarzstörche seit 2014 wieder im Staatswald des Landkreises als Brutvögel heimisch, regelmäßig bei Weismain und nördlich von Buch am Forst, wo jetzt auch das erste Bild dieses Jahres entstand. Den aktuellen Horstbaum kennen die Experten hier allerdings nicht mehr, nachdem vor zwei Jahren der alte Horst bei einem Sturm im Winter abgestürzt war. Neben den vermehrten Stürmen hat der Schwarzstorch auch unter anderen Folgen des Klimawandels zu leiden: In den Hitzesommern fallen nicht nur Horstbäume dem Borkenkäfer zum Opfer, auch die Nahrungsbäche trocknen teilweise aus. Dann dauert es oft mehrere Jahre, bis sich dort wieder Futtertiere für die Störche einfinden.

Noch scheint es dem stolzen Vogel aber in den Wäldern am Obermain zu gefallen. Und die Forstleute tun – gerade in Zeiten des Klimawandels – mit einem beschleunigten Waldumbau weiter alles dafür, dass er hier auch in Zukunft seine Heimat behält.  

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news-2204 Wed, 25 Mar 2020 13:41:24 +0100 Mit Försterin und Förster unterwegs im Steigerwald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2204&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=965de2286d6cdd13a6dbd1610f6cf463 Die Bayerischen Staatsforsten informieren vor Ort

25. März 2020, Ebrach - Nach der guten Resonanz auf die letztjährigen Waldbesichtigungen, laden auch dieses Jahr die Försterinnen und Förster des Forstbetriebs Ebrach zu einer Information vor Ort ein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich aus erster Hand über die nachhaltige und schonende Bewirtschaftung der Staatswälder im Steigerwald informieren.

Die Veranstaltungen finden von April bis Oktober abwechselnd in allen Forstrevieren des Forstbetriebs Ebrach statt. Die Waldführungen finden bei jedem Wetter statt, weshalb wetterfeste Kleidung und stabiles Schuhwerk empfohlen werden.

 

 !DAS PROGRAMM ENTFÄLLT CORONA-BEDINGT BIS AUF WEITERES!

=> Hier gibt's Programm und jeweiligen Lageplan zum Herunterladen!

Unser Programm 2020 im Überblick:

März
29.03. (So) - ENTFÄLLT 
-
15 Uhr Oberschwarzach-Mutzenroth, Kirche
Regina Bertram 0175 / 5812492

Mai
15.05. (Fr.)

16 Uhr Weilersbachtal Infopavillon
Pfad der Artenvielfalt, Obersteinbach
Petra Diener 0175 / 2236745

Juni
05.06. (Fr.)

16 Uhr Infopavillon Waldeingang
Hahn, Burgebrach (mit Rad)
Julian Schendel 0175 / 2236752

Juni
27.06. (Sa.)

16 Uhr Forsthaus Schmerb 1
Andreas Balling 0175 / 2236746

Juli
17.07. (Fr.)

15 Uhr Böhlgrund-Parkplatz bei Eschenau
Ellen Koller 0160 / 8987387

Juli
24.07. (Fr.)

14 Uhr Marswald-Spielplatz
Tobias Friedmann 0160 / 8987386

August
07.08. (Fr.)

16 Uhr Röthenparkplatz Str. 2258
oberhalb Fabrikschleichach
Burkhard Rischen 0175 / 5812493

September
11.09. (Fr.)

16 Uhr Forsthaus Winkelhof 3
Fabian Löchner 0151 / 16215311

Oktober
18.10. (So.)

15 Uhr Turnhalle Schlüsselfeld
Andreas Friedel 0160 / 8831124

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news-2203 Wed, 25 Mar 2020 11:15:08 +0100 Corona und Jagd http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2203&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1e6e6ccd442854cc7511a8747e1e0702 Hinweis des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten 

25. März 2020, München - Die Ausgangsbeschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie stellt auch die Jägerinnen und Jäger vor viele Probleme und Fragen.
Aktuelle Antworten und Informationen zu den Auswirkungen von Corona auf die Jagd sind auch im Wildtierportal unter www.wildtierportal.bayern.de/corona zu finden.

Die Seite wird laufend der Lage angepasst und überarbeitet.

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news-2202 Wed, 25 Mar 2020 09:37:06 +0100 Aufräumen nach den Frühjahrsstürmen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2202&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8f3cac498e3feb058bc5353b87730224 25. März 2020, Kaisheim - Im Frühjahr tobten sich mehrere Stürme in unseren Wäldern aus. Der Forstbetrieb Kaisheim der bayerischen Staatsforsten kam insgesamt glimpflich davon. Durch die feuchten Bodenverhältnisse gestalten sich die Aufräumarbeiten aber schwierig.

Die Februarstürme Sabine, Tomris und Bianca sorgten für zahlreiche, einzeln geworfene oder gebrochene Bäume in unseren Wäldern. Nach ersten Schätzungen kam der Forstbetrieb Kaisheim mit ca. 15.000 Kubikmeter Sturmholz glimpflich davon. Dies entspricht knapp 12 Prozent des nachhaltigen jährlichen Einschlags.

Der ausbleibende Frost und die feuchte Winterwitterung erschweren die Aufarbeitung des Sturmholzes enorm. „Grundsätzlich versuchen wir die Holzernte bei solch feuchten Bodenverhältnissen zu vermeiden, doch in der aktuellen Situation haben wir leider keine andere Wahl. Wegen des drohenden Borkenkäferbefalls muss das Sturmholz jetzt aus dem Wald.“ so Helmut Weixler, Leiter des Forstbetriebs Kaisheim.

„Zum Schutz des Waldbodens dürfen bei uns Rückefahrzeuge nur auf sogenannten Rückegassen fahren. Damit wird flächiges Befahren unterbunden, aber die Fahrbewegungen auf diese Rückegassen konzentriert. Um auch auf durchnässten Böden die Rückegassen zu schonen, fordern wir von unseren Unternehmern, Rückefahrzeuge mit Moorbändern auszurüsten. Diese verbinden zwei Achsen und sorgen durch eine stark vergrößerte Auflagefläche für weniger Bodendruck und damit für eine deutlich geringere Bodenverdichtung. Nachteilig ist dabei allerdings, dass damit Forststraßen stark verschmutzen. Dies lässt sich aber erheblich leichter beheben als beschädigte oder zerstörte Rückegassen,“ erläutert Helmut Weixler.

„Die Aufarbeitung des Sturmholzes und der wegen der Nässe noch im Wald liegenden Stämme duldet nun keinen Aufschub mehr! Wir müssen das Holz jetzt dringend aus dem Wald bringen. Durch die vielen verstreut liegenden Einzelwürfe sind davon fast alle Wälder betroffen. Wir bitten alle Waldbesucher um Verständnis für die notwendigen Wegesperrungen und die absehbaren Verschmutzungen unserer Forststraßen. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Wege gereinigt und - falls notwendig - repariert.“

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news-2201 Tue, 24 Mar 2020 15:00:47 +0100 „Alter Falter“: Schwammspinner setzt Wäldern und Gemeinden zu http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2201&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1b0e313f5567831c4bd3d9b43c3ffb70 Forstbetrieb Arnstein steht an der Seite verschiedener Gemeinden bei der Eingrenzung möglicher Beeinträchtigungen durch den Schwammspinner

24. März 2020, Arnstein - Nicht nur die Trockenheit der zurückliegenden Jahre und der Borkenkäfer machen den Wäldern auf der Fränkischen Platte im Bereich des Forstbetriebs Arnstein zu schaffen. Auch ein vermehrtes Auftreten eines Falters – dem Schwammspinner – setzt den Wäldern und sogar angrenzenden Gemeinden und Ihren Bürgerinnen und Bürgern zu.

Das in enger Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung und der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft durchgeführte Monitoring des Schwammspinners hat für verschiedene Staatswaldbereiche des Forstbetriebs Arnstein erhöhte Gelegedichten des Insekts ergeben. In einigen Fällen soll nun zum Schutz des betroffenen Waldgebiets eine Behandlung mit einem Pflanzenschutzmittel erfolgen.

Aus den Erfahrungen des zurückliegenden Jahres hat der der Forstbetrieb entschieden, Gemeinden mit waldnahen Siedlungsbereichen aktiv in den Umgang mit dem Schwammspinner einzubinden. In einem Gemeindeteil kam es 2019 in Folge der Abwanderungen von unzähligen Schwammspinnerraupen aus dem Wald in die angrenzenden Gärten zu erheblichen Beeinträchtigungen der betroffenen Anlieger.

Ziel des Forstbetriebs ist es, gemeinsam mit den für den Schutz Ihrer Bürgerinnen und Bürger verantwortlichen Gemeinden vorausschauend derartigen Folgen eines Schwammspinnerbefalls in Siedlungsnähe vorzubeugen. Hierzu hat der Forstbetrieb bereits weit vor dem Schlupf der Schwammspinnerraupen betroffene Gemeinden über den festgestellten Schwammspinnerbefall, geplante Behandlungen mit einem Pflanzenschutzmittel sowie weitergehende Möglichkeiten zur Abwehr der Raupen informiert.

Der Forstbetrieb steht an der Seite der betroffenen Gemeinden und hat wo nötig personelle, logistische und organisatorische Unterstützung bei notwendigen Abwehrmaßnahmen zugesagt.

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news-2200 Tue, 24 Mar 2020 09:54:42 +0100 Sturmholz-Aufarbeitung: Nach dem Sturm ist vor dem Sturm http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2200&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=77f36a50b044d93607fd9bf26c42072a 23. März 2020, Sonthofen - Die Stürme Sabine und Bianca liegen nun schon einige Wochen zurück. Die Gefahr durch herabfallende Äste und umstürzende Bäume in den Wäldern des Forstbetriebs Sonthofen ist allerdings noch stets gegeben. „Daher sollten Sie sich auch jetzt nicht abseits der Wege im Wald aufhalten, auch wenn die Wege derzeit wegen der Aufarbeitung der Sturmschäden mancherorts stark befahren oder verschmutzt sind. Wir bemühen uns die vom Sturm geworfenen Bäume schnellstmöglich aufzuarbeiten und aus dem Wald zu fahren, um dem Borkenkäfer keine Chance zu geben“, versichert Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting.

Mit der Aufarbeitung der Schäden haben die Staatsforsten unverzüglich begonnen. Denn der Borkenkäfer wartet nicht. Sturmschadenshölzer sind für ihn ideale Brutvoraussetzungen für den Start einer Massenvermehrung. Einer der Schadensschwerpunkte im Forstbetrieb liegt diesmal im Wirlinger Wald. Die Sturmböen haben dort auf einer Fläche von 300 Hektar ca. 15.000 fm Schadholz verursacht.

Bei der Aufarbeitung von Windwurfschäden gelten dabei dieselben Vorgaben wie bei regulären Holzeinschlägen: Die Durchführung der Maßnahme muss so erfolgen, dass der Waldboden geschont wird. Die Forstmaschinen dürfen ausschließlich auf den Rückegassen fahren.

Staatsforsten-Betriebsleiter Jann Oetting betont: „Insbesondere die Einhaltung der Vorgaben zur Unfallvermeidung müssen zwingend eingehalten werden. Jeder Unfall ist einer zu viel!“. Die Umsetzung dieser Vorgaben ist im Normalbetrieb Alltagsroutine für Förster, Forstwirte und Unternehmer. „Bei Sturmschäden aber bedarf es situationsangepasster Lösungen“, so Revierleiter Markus König. „Hier im Wirlinger Wald haben wir zur Aufarbeitung der Sturmwürfe zwei BaySF-eigene Harvester angefordert. Diese fahren auf den vorhandenen markierten Rückegassen, schneiden zugeworfene Wege frei und arbeiten das oftmals unter Spannung stehende Holz gefahrlos auf.“, erklärt Markus König. Diese Verfahren bringen es mit sich, dass die Wege oftmals mit Schlamm und Reisig verschmutzt werden. „Sobald die Aufarbeitung abgeschlossen ist, werden die Wege wiederinstandgesetzt und von Schmutz und Ästen befreit. Allein schon um die Holzabfuhr gewährleisten zu können, aber natürlich auch um den Waldbesuchern einen problem- und gefahrlosen Waldspaziergang zu ermöglichen“, so König.

Die großen Sturmschäden bringen auch mit sich, dass große und zahlreiche Holzpolter entlang der Forststraßen entstehen. Nochmals Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting: „Für diese Holzpolter gilt absolutes Betretungsverbot. Es können sich Stämme lösen und nochmals einige Zentimeter verrutschen oder gar herabzufallen. Das ist ausreichend, um sich einen Fuß oder eine Hand einzuquetschen und im schlimmsten Fall erschlagen zu werden. Auch herrscht auf dem Holz Rutschgefahr, was zum Abstürzen führen kann. Sie werden mancherorts einen sehr schlechten Wegezustand vorfinden – aber ich versichere Ihnen, dass wir alle Kapazitäten daransetzen, den vom Sturm gebeutelten Wirlinger Wald wieder in einen schönen, klimastabilen Wald zu überführen“.

Aus den anfälligen Fichtenwäldern sollen stabile Mischwälder aus Fichte, Weißtanne, Buche und Bergahorn werden. Auch dieses Jahr werden wieder zahlreiche Baumarten eingebracht, wie Schwarzerle, Douglasie oder Bergahorn, um so einen klimastabilen Mischwald zu schaffen. Der Wirlinger Wald von morgen wird ein anderes Bild zeigen wie der Wirlinger Wald von heute.

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news-2199 Sat, 21 Mar 2020 17:18:55 +0100 Winterbilanz für die bayerischen Staatswälder http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2199&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=89fd43c2902754d2ebc990aa0c173c79
  • Sturmschäden begrenzt, Bodenfeuchte wieder erholt / Für Überleben der Wälder Bodenfeuchte wichtiger als Temperaturen
  • Gute Chancen für rückläufige Borkenkäferentwicklung bei ausreichender Feuchtigkeit im Frühjahr und Sommer
  • Holzvorräte im bayerischen Staatswald haben durch Trockenheit und Schäden der letzten Jahre nicht gelitten / Professionelle Borkenkäferbekämpfung mit insgesamt fast 225.000 Suchstunden und 10,4 Mio. Euro Kosten dafür verantwortlich  
  • Regensburg, 21. März 2020 – Der Winter war in den bayerischen Wäldern von einer nasskalten Witterung und kräftigen Stürmen gekennzeichnet. Bei Sturm Sabine am 9./10. Februar sind die bayerischen Staatswälder an vielen Orten gerade noch mit einem blauen Auge davongekommen. Der Sturm und seine Folgen waren nicht vergleichbar mit Sturmereignissen wie Kyrill 2008 und Niklas 2015. „Wir haben insgesamt Glück gehabt“, so Martin Neumeyer, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten. Bei den Bayerischen Staatsforsten sind durch Sabine rund 600.000 Festmeter (fm) Sturmholz verteilt von Schwaben über Ober- bis Niederbayern angefallen. Davon sind rund 20 Prozent Bruchholz. Die Stämme werden jetzt sukzessive in unseren Wäldern aufgearbeitet. „Wir fangen die Folgen von Sabine in der planmäßigen Produktion und dem regulären Holzverkauf auf“, so Neumeyer weiter.

    Auch wenn ein klassischer Winter mit geschlossener Schneedecke weitgehend ausgefallen ist – das feuchtkalte Wetter im Winter 2019/2020 tat dem Wald gut. Der von zwei Rekordsommern ausgetrocknete Waldboden hat sich durch kräftige Niederschläge in den vergangenen Wochen erholt. Die Bodenfeuchte in den Wäldern im Oberboden bis 25 cm ist überall in Bayern wieder gegeben. Im Gesamtboden bis etwa 2 m verbesserte sich die Bodenfeuchte zumindest deutlich. Zum Frühlingsbeginn am 20. März ist nur noch in kleineren Teilen Niederbayerns und einzelnen Gebieten in Mittelfranken und der Oberpfalz eine kritische Bodenfeuchte zu verzeichnen.

    Es kommt jetzt alles auf die weitere Wetterentwicklung, insbesondere auf ausreichend Regen im Frühjahr und Sommer, an. Davon ist dann auch die Borkenkäferentwicklung abhängig. „Ausreichend Bodenfeuchte ist wichtiger als ein paar Grad wärmer oder kälter“, so der Staatsforsten-Chef. Die Wasserversorgung in den nächsten Wochen und Monaten sei essentiell für die Gesunderhaltung der Bäume. „Haben wir ausreichend Feuchtigkeit bis Sommer, dann haben wir nach den nasskalten Wintermonaten eine gute Chance, dass die Borkenkäferentwicklung in Bayern im Vergleich zu den Vorjahren nicht weiter ansteigt. Unsere Wälder hätten jetzt zur Erholung ein Jahr der Konsolidierung dringend nötig“, so Neumeyer weiter.

    Die Holzvorräte im bayerischen Staatswald haben durch die Trockenjahre nicht gelitten. „Wir haben im bayerischen Staatswald stabile bis steigende Vorräte. Verantwortlich dafür ist die konsequente, aber auch sehr personalintensive und kostenaufwendige Borkenkäferbekämpfung der Bayerischen Staatsforsten mit insgesamt fast 225.000 Suchstunden und 10,4 Mio. Euro Kosten allein im Kalenderjahr 2019“, sagt Staatsforsten-Chef Neumeyer und ergänzt: „Für uns gilt das Motto: Kein Quadratmeter Wald wird aufgegeben. Es wird jeder Borkenkäferschaden schnell aufgearbeitet“. Durch die Klimawald-Initiative von Ministerpräsident Söder werden die Bayerischen Staatsforsten zudem auf geschädigten Flächen 30 Millionen Bäume in den nächsten fünf Jahren nachpflanzen. „Demgegenüber müssen unsere Nachbarn in Tschechien, Hessen, Thüringen und Sachsen, aber auch waldreiche Länder wie Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen leider zum Teil erhebliche Vorratsverluste in ihren Wäldern hinnehmen“, so Neumeyer.

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    news-2198 Thu, 19 Mar 2020 16:12:58 +0100 Gefährliche Wanderung für Erdkröten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2198&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f40d363fe86ddb64fd0b2951a085bb59 Nach der lan­gen Kälteperiode des Winters sit­zen die Erdkröten und andere Amphibien wieder in den Startlöchern, um sich bei frühlingshaften Temperaturen auf den Weg zu ihren Laichgewässern zu machen. Am vergangenen Donnerstagnachmittag wurde daher der Krötenzaun am Hackschnitzelplatz nahe Premich an der ST 2267 wieder aufgebaut.

    Der BUND Naturschutz (BN) bekam auch heuer reichlich Unterstützung von den Bayerische Staatsforsten  - Forstbetrieb Bad Brückenau. Forstwirtschaftsmeister Egon Fuss und seine Azubis vom ersten bis dritten Lehrjahr bauten einen etwa 100 m langen Amphibienzaun auf. Außerdem wurden in regelmäßigen Abständen Fangeimer ebenerdig eingegraben.

    Ziel ist es, die Amphibien bei ihrer Laichwanderung an kritischen Stellen, wie z.B. Straßen, zu schützen. Beim Versuch das vermeintliche Hindernis zu umgehen, landen sie dann im Fangeimer. Die tägliche Kontrolle und Leerung der Eimer ist wichtig, bei starker Wanderaktivität sogar mehrmals am Tag.

    Die Tiere werden auf der gegenüberliegenden Straßenseite, nach der Zählung und Bestimmung von Art sowie Geschlecht, wieder frei gelassen.

    Im letzten Jahr wurden 1.058 Kröten in der Zuwanderung gezählt und leider auch 84 überfahren. Erdkröten sind die Ortstreuesten unter den Amphibien. Sie finden immer wieder den Weg zu dem Gewässer, in dem sie selbst ihre Eier und Larvenzeit erlebt haben.

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    Forstbetrieb Bad Brückenau Nachrichten
    news-2197 Wed, 18 Mar 2020 15:42:23 +0100 Wildschwein-Meldesystem ein großer Erfolg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2197&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=49501f8547512eb98f16cf99aca6512b 18. März 2020, Sulzschneid - Seit Mai 2017 ist das Meldesystem “Bürgerplattform Wildtiere in Bayern (WilTiB)“ im südlichen Landkreis Ostallgäu auf Initiative des Staatsjagdrevieres Sulzschneider Wald der Bayerischen Staatsforsten installiert worden. Alle Beteiligten, die einen Zugriff zum Meldesystem haben, können Wildschäden durch Wildschweine auf der Feldflur, auf Äckern und im Wald, Abschüsse und Beobachtungen von Schwarzwild zeitnah melden.

    „Der Arbeitskreis umfasst vierzig Jagdreviere im Ostallgäu sowie im Landkreis Weilheim-Schongau. Von den Gemeinden Lengenwang im Westen bis Burggen im Osten. Von Roßhaupten im Süden bis Marktoberdorf im Norden“, freut sich Berufsjäger Wolfgang Schweiger, der für die Bayerischen Staatsforsten die Plattform maßgeblich organisiert hat. Schweiger erklärt: „Als Melder sind Jäger, Jagdpächter, Landwirte, Jagdvorstände und Förster beteiligt. Die Meldungen werden in digitale Karten eingetragen und können zeitscharf von allen Beteiligten eingesehen werden. Dieses System dient der besseren Zusammenarbeit unter den Jagdrevieren und der Optimierung der Bejagung, was letztendlich zur Vermeidung und Minimierung der Wildschäden auf den Grünlandflächen und den Maisäckern führen soll und wird.“

    „Dem nicht berechenbaren und unsteten Auftreten der Wildschweinrotten ist nur durch eine zeitnahe und gezielte Information zwischen den Revieren und über Reviergrenzen hinweg zu begegnen. Auch in Bezug auf die in Osteuropa grassierende Afrikanische Schweinepest ist eine enge Zusammenarbeit unter den Revieren wünschenswert und notwendig“, zeigt sich Schweigers Chef, Forstbetriebsleiter Jann Oetting überzeugt. „Das funktioniert mit unseren Nachbarn sehr gut. Bedauerlicherweise gibt es aber auch einige Jagdreviere, die sich aus mir unerklärlichen Gründen an diesem Meldesystem nicht beteiligen.“  

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    news-2196 Wed, 18 Mar 2020 15:34:35 +0100 Wald- und Bodenschutz genießt im Staatswald oberste Priorität http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2196&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=112899899902f7f947b6ef09f13543ea Erschwerte Bedingungen bei der Waldbewirtschaftung aufgrund des Klimawandels

    16. März 2020, Hammelburg - Aufgrund des Klimawandels treffen dieses Frühjahr mehrere Faktoren gleichzeitig zusammen, die die Waldbesitzer vor große Herausforderungen stellen. Um sowohl dem Wald- als auch dem Bodenschutz im Zuge der gesetzlichen Vorgaben der vorbildlichen Waldbewirtschaftung im Staatswald nachzukommen, hat der Forstbetrieb Hammelburg der Bayerischen Staatsforsten eine Vielzahl an Vorgaben zum Maschineneinsatz im Wald festgelegt, welche einen günstigen Boden- und Wegezustand gewährleisten soll.

    Durch die frühlingshaften Temperaturen der nächsten Tage von über 15 Grad Celsius ist mit einem ungewöhnlich frühen Schwärmflug des Borkenkäfers und damit einhergehenden Waldschutzproblemen zu rechnen. Erschwerend kommt hinzu, dass der Winterorkan Sabine vom 11.2.2020 mehrere Tausend Festmeter Borkenkäferbrutraum hinterlassen hat. Dieses Brutmaterial ist flächig und weit verstreut über den gesamten Forstbetriebsbereich von rd. 16.000 ha angefallen und muss nun aufwändig aufgearbeitet und möglichst schnell aus den Beständen heraustransportiert werden.

    Um den gesetzlichen Vorgaben der vorbildlichen Bewirtschaftung nachzukommen, stellte der Forstbetrieb Hammelburg in den letzten Wochen aufgrund des intensiven Regens die Befahrung der Staatswälder durch Forstmaschinen mehr oder weniger ein. Wegen der fehlenden Frostperioden konnten die regulär durchgeführten Laubholzeinschläge des Winters somit nicht vollständig gerückt werden.

    Um den Borkenkäfer bestmöglich in Schach zu halten und die Entwertung der Laubholzeinschläge zu minimieren müssen nun in kurzer Zeit große Holzmengen durch die Rückeunternehmer bewegt werden. Der Forstbetrieb hat deshalb die ausgesprochenen Beschränkungen gelockert und wird sie voraussichtlich in den nächsten Tagen weiter aufheben können.

    Um nach wie vor den größtmöglichen Bodenschutz unter den erschwerten, feuchten Bedingungen zu gewährleisten, gelten für den Einsatz von Harvestern und Rückezügen bestimmte Voraussetzungen. Die Befahrung erfolgt ausschließlich auf den markierten Rückegassen. Zunächst sind die am besten abgetrockneten Standorte zu bearbeiten. Weiter gilt, dass nur Forstmaschinen mit mindestens sechs oder mehr Reifen eingesetzt werden dürfen. Zudem darf die Reifenbreite 600 Millimeter nicht unterschreiten. Aufgrund der hohen Bodenfeuchte im Wald sind die Maschinenführer außerdem angewiesen sogenannte Bogiebänder einzusetzen. Sie verursachen für den Forstbetrieb Mehrkosten, gewährleisten aber durch die flächigere Verteilung des Maschinengewichts die größtmögliche Bodenschonung. Sollte es trotz aller Vorkehrungen zu substantiellen Beeinträchtigung des Waldbodens durch Forstmaschinen kommen, ist die Maßnahme umgehend einzustellen.

    Trotz dieser Maßnahmen wird es in den nächsten Wochen vor allem auf den Lkw-fahrbaren Forstwegen z.B. durch Verdrückungen und Schlamm zu zeitweisen Beeinträchtigungen für Waldbesucher kommen. Nach Abschluss der Rückung und Abfuhr des Holzes wird der ursprüngliche Wegezustand sobald wie möglich wiederhergestellt.

    Um sowohl dem Waldschutz als auch dem Bodenschutz im Zuge der gesetzlichen Vorgaben der vorbildlichen Waldbewirtschaftung im Staatswald nachzukommen, hat der Forstbetrieb Hammelburg der Bayerischen Staatsforsten eine Vielzahl an Vorgaben zum Maschineneinsatz im Wald festgelegt, die unter anderem auch den guten Boden- und Wegezustand gewährleisten sollen.    

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    news-2194 Wed, 18 Mar 2020 11:34:42 +0100 Werteichen der Bayerischen Staatsforsten so gefragt wie noch nie! http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2194&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d585fede5e0eec49fa4d0df4ab870d29 Neuer Rekord bei der „Eichensubmission Arnstein“!

    Die Eichen der Bayerischen Staatsforsten wurden auf der „Arnsteiner“Submission bei um 8% vergrößertem Angebot mit einem neuen Rekordpreis10% höher als im Vorjahr beboten.

    Am 17. März 2020 führten die Bayerischen Staatsforsten ihre traditionelle „Eichen und Buntlaubholz-Submission Arnstein“ dieser Saison durch. Auf vier Lagerplätzen in Unterfranken wurden 1.546 Lose (Vorjahr: 1.512) mit 2.239 Festmeter (fm) (Vorjahr: 2.101 fm) Laubwertholz aus den Wäldern der Bayerischen Staatsforstenangeboten. Das Angebot der 11 (9) beteiligten Forstbetriebe der BaySF bestand aus 2.199(2.032) fm Eiche und 40 (69) fm sonstigem Laubholz. An der Submission beteiligten sich insgesamt 29 (18) Firmen. Zwei Gebote wurden allerdings vor Beginn der Submission wegen den aktuell nicht abschätzbaren Auswirkungen der Corona-Krise wieder storniert. Neun Gebote kamen aus dem Ausland, davon fünf aus Frankreich. Stark vertreten war die bewährte Stammkundschaft aus der Furnierbranche, gefolgt von Fassholz-, Sägewerkskunden und Holzhändlern. Alle Bieter erzielten einen Zuschlag.

    Von den angebotenen 2.199 fm Eiche blieben lediglich 34 (177) fm (1,5%) ohne Gebot. Alle bebotenen Stämme wurden dem ersten Gebot zugeschlagen. Den Spitzenpreis der Submission erreichte wieder einmal ein hochklassiger Eichenstamm aus dem Wuchsgebiet Spessart (3,47 fm) des Forstbetriebs Rothenbuch mit 2.546.- Euro/fm bzw. 8.835 Euro für den kompletten Stamm. Das gesamte Eichenwertholz erlöste im Durchschnitt 707 (643) €/fm und liegt damit 10% über dem Durchschnittspreis des Vorjahres. Die einzelnen Stärkeklassen erbrachten bei der Eiche folgende Erlöse:Siehe Grafik 1.

    Bei den nur in geringen Mengen angebotenen Bunthölzern konnten folgende Durchschnittspreise in €/fm erzielt werden (Vorjahreswerte in Klammern): Siehe Grafik 2.

    Die Verkäuferseite ist mit dem Ergebnis der Submission äußerst zufrieden und bedankt sich bei allen Kunden für ihr Interesse und die abgegebenen Gebote.

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    news-2193 Wed, 18 Mar 2020 08:59:35 +0100 ASP: Kaniber verstärkt Prävention - Staatsforsten melden Rekordstrecke im Staatswald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2193&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c090272ce0053ecb31024464f42a3ce5 Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

    18. März 2020, München - Angesichts der aus Osteuropa herannahenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) baut Forstministerin Michaela Kaniber die jagdlichen Präventivmaßnahmen in Bayern aus. "Diese für Menschen ungefährliche Tierseuche ist von Deutschland nur noch wenige Kilometer entfernt. Deshalb ist vorbeugender Schutz wichtiger denn je. Mit dem neuen Maßnahmenpaket gebe ich den bayerischen Jägerinnen und Jägern noch effizientere Mittel zur Bejagung der Wildschweinbestände an die Hand", sagte die Ministerin. Vom Schwarzwild geht ein hohes Risiko aus, denn es ist Hauptüberträger dieser Tierkrankheit. Deshalb sei in Bayern die Reduktion der stetig steigenden Wildschweinpopulation ein unverzichtbares Gebot. Laut Kaniber hätte ein Ausbruch der Seuche schwerwiegende Folgen für das Tierwohl und die Landwirtschaft.

    Vor allem der Einsatz von Nachtsichttechnik und die Fangjagd sind für die Jäger nun deutlich unbürokratischer möglich. Der Ministerin zufolge lässt sich mit damit mehr Sicherheit und Tierschutz bei der Jagd auf Sauen erreichen. Darüber hinaus sei die intensive Zusammenarbeit von Jägern, Grundeigentümern und Förstern elementarer Bestandteil des Maßnahmenpakets. So sollen erfolgreiche Ansätze wie revierübergreifende Bewegungsjagden oder die Anlage von Bejagungsschneisen nun noch häufiger verfolgt werden. Zur Unterstützung der Beteiligten wird das Wildtierportal Bayern im Internet fortlaufend zur Schwarzwild-Thematik aktualisiert und dient damit als umfassende Informationsplattform.

    In den staatlichen Wäldern kommen die Bayerischen Staatsforsten ihrem Auftrag zur Reduzierung des Schwarzwilds erfolgreich nach. Nach Angaben Kanibers sind dort in der noch bis Ende März laufenden Jagdsaison 2019/2020 bereits rund 14.800 Wildschweine erlegt worden. Die Rekordstrecke aus der Jagdsaison 2017/2018 ist damit bereits übertroffen worden. Die Strecken in den nicht-staatlichen Wäldern werden erst nach Ende des Jagdjahres (31. März) ermittelt.

    Weitere Informationen zu Wildschweinen, dem neuen Maßnahmenpaket und der ASP in Bayern gibt es online im Wildtierportal Bayern.

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    news-2192 Mon, 16 Mar 2020 15:52:57 +0100 Sicherheit an erster Stelle: Baumfällungen im Steinachtal http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2192&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ae56a7b7599a620954a494382ef5ad27 Im Steinachtal bei Stadtsteinach muss der Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten zur Zeit abgestorbene sowie kranke Fichten, Buchen und Eschen fällen lassen. Trockenheit, Borkenkäfer und Pilzbefall haben diese Bäume so stark geschädigt, dass herabfallende dürre Äste oder abgestorbene Bäume Wanderer sowie Rad- und Autofahrer auf der Gemeindeverbindungsstraße im Steinachtal gefährden könnten. Die Straße muss deshalb zeitweise gesperrt werden. Der Erholungsverkehr ist durch die Arbeiten nur eingeschränkt möglich.

    16. März 2020, Stadtsteinach/Nordhalben - Die Wälder im Bereich von Stadtsteinach haben in den vergangenen beiden Jahren besonders unter der Trockenheit und dem Befall durch Borkenkäfer gelitten. Von dieser Entwicklung ist auch das idyllische Steinachtal bei Stadtsteinach nicht verschont geblieben. Auf beiden Seiten dieses Tals gibt es durch die Trockenheit und durch Borkenkäferbefall abgestorbene Fichten sowie Buchen, deren Baumkronen z.T. dürre Äste aufweisen. Eine zusätzliche Gefahr stellen Eschen dar, die durch das Eschentriebsterben stark geschädigt wurden oder schon abgestorben sind.

    "Die Schäden an unseren Waldbäumen stellen v.a. im Steinachtal eine große Herausforderung für uns dar" betont Forstbetriebsleiter Fritz Maier. "Wir müssen die Sicherheit entlang der Gemeindeverbindungsstraße ebenso berücksichtigen wie die Naturschutzanliegen im europäischen Flora-Fauna-Habitat Schutzgebiet Steinachtal und im Naturwaldreservat Kühberg". Es werden Fichten, Eschen und Buchen gefällt, die eine Gefahr für die Nutzer der Straße darstellen könnten. "Wegen der dürren Baumkronen an den Laubbäumen wird die Fällung überwiegend mit Harvester durchgeführt, damit die Arbeitssicherheit für unsere Waldarbeiter gewährleistet werden kann und sie nicht durch herabfallende Dürräste gefährdet werden " so Betriebsleiter Fritz Maier.

    "Im Flora-Fauna-Habitat Schutzgebiet Steinachtal sind naturnahe Abläufe besonders wichtig. Wir werden deshalb einige Laubbäume nicht komplett fällen, sondern Baumstümpfe stehen lassen, die in Zukunft als Lebensraum für Spechte, Pilze und Käfer zur Verfügung stehen. Außerdem wird ein Teil der gefällten Stämme und Äste als liegendes Totholz einen Beitrag zum Naturschutz im Steinachtal leisten", erläutert Forstbetriebsleiter Fritz Maier.

    Nach Abschluss der notwendigen Fällungsmaßnahmen werden die Steinachtalstraße und die Wanderwege wieder instandgesetzt.

    Der Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten bittet die Besucher und Anwohner des Steinachtals um Verständnis für die notwendigen Maßnahmen.

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    news-2191 Mon, 16 Mar 2020 08:34:46 +0100 „Viele Hände – Schnelles Ende“: Aufräumarbeiten im Wald sind im vollem Gang http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2191&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1e24cce147edb0d40b593df5f4c497fe Nach dem Sturm Sabine und der Borkenkäferkalamität des letzten Sommers läuft die Aufarbeitung der Schadholzmengen in den Wäldern der Bayerischen Staatsforsten im Passauer Umfeld bereits auf Hochtouren.

    16. März 2020, Neureichenau/Passau -  Seit 2 Wochen geht es früh morgens für über 40 Forstwirte der Bayerischen Staatsforsten raus in die Staatswälder rund um Passau. Die von den Stürmen geworfenen Bäume und die Reste der Käferbäume des letzten Jahres müssen gesucht, markiert und in der App „ZE Insekt“ erfasst werden. Parallel dazu startet die Aufarbeitung der geschädigten Hölzer, um besonders die für den Borkenkäfer anfälligen Fichten so schnell wie möglich aus dem Wald und in die Sägewerke zu bringen bevor der erste große Schwärmflug der Käfer einsetzt. „Wir sind von den Stürmen dieses Jahr zwar mit einem blauen Auge davongekommen, aber der übers ganze Revier stark verstreute Windwurf macht uns diese Aufgabe nicht leicht – wir müssen also Gas geben um rechtzeitig fertig zu sein“, so Korbinian Häuslschmid, der stellvertretende Betriebsleiter des Forstbetriebes Neureichenau.  

    Deshalb kommt auch aus anderen Forstbetrieben der Bayerischen Staatsforsten Unterstützung: Die Forstwirt-Azubis aus Ruhpolding und eine Mannschaft aus dem Forstbetrieb Flössenbürg helfen seit 14 Tagen mit, die geschädigten Bäume zu finden und für die Aufarbeitung zu erfassen. Diese betriebsübergreifende Hilfe zeigt bereits nach wenigen Tagen Wirkung „Dank der Unterstützung und dem hoch engagierten Einsatz unserer eigenen Mannschaft werden wir bereits nächste Woche die Reviere komplett flächig durchsucht haben. Derzeit arbeiten schon 8 Unternehmer das Holz auf, nächste Woche kommen nochmal 5 weitere dazu. Wir sind also auf einem guten Weg“ resümiert Korbinian Häuslschmid. Den Azubis aus Ruhpolding hat es im fernen Niederbayern jedenfalls gut gefallen: „Wir wurden vom Forstbetrieb toll aufgenommen. Der Einsatz war gut vorbereitet und die Unterkunft und die Verpflegung waren Spitze. Wenn wieder Not am Mann ist, kommen wir gerne wieder.“

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    news-2188 Thu, 12 Mar 2020 10:47:57 +0100 Bäume pflanzen gegen den Klimawandel http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2188&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=459ddb5bf04c7496c70a01cc3c851969  Rund 25 Erwachsene und 15 Kinder haben am vergangen Samstag im Staatswald nahe dem Wanderparkplatz Echterspfahl den Wald der Zukunft gepflanzt.

    12. März 2020, Rothenbuch - Auf Einladung des Forstbetriebes Rothenbuch konnte der Spessartbund mehr als zwei Duzend Freiwillige gewinnen, die in einer Gemeinschaftsaktion zwischen Forstbetrieb und Bevölkerung dem Klimawandel und seinen Auswirkungen tatkräftig entgegenwirkten. Unter dem Motto, “Wir schaffen den Klimawald“, durfte Groß und Klein klimatolerante Baumarten pflanzen. Die zu bearbeitende Fläche wurde im vergangen Trockensommer vom Fichtenborkenkäfer kahlgefressen. Das geschädigte Holz wurde vom Forstbetrieb geerntet und verkauft. Was nun übrig blieb war knapp ein Hektar unverjüngter Waldboden. „Es gilt neue Waldbestände zu begründen die den zunehmenden Klimaveränderungen stand halten“, so Forstbetriebsleiter Florian Vogel, der mit 5 Mann des Forstbetriebes Rothenbuch die Pflanzung organisierte!

    Hoch motiviert schritten die freiwilligen Helfer zur Tat. Ausgerüstet mit Spaten und anderem Pflanzgerät mussten ca. 2.000 Pflanzlöcher ausgehoben werden, um sorgfältig die Bäumchen der Zukunft einzusetzen. Zur Auswahl standen Vogelkirsche, Flatterulme, Baumhasel, Spitzahorn und natürlich die Traubeneiche. „All diese Baumarten zeigen hohe Klimatoleranz und werden die zu erwartenden Wetterextreme, mit der die Klimaveränderung einhergeht, besser überstehen, als die nun deutschlandweit ausfallende Fichte!“, erklärte Vogel. Nach einer kräftigenden Gulaschsuppe und Kaffee und Kuchen zu Mittag, fand nach knapp 6 Stunden eifrigen Pflanzens die Aktion ein erfolgreiches Ende. Alle Bäumchen waren im Boden und Groß und Klein konnten mit einigem Stolz auf das Geschaffene blicken.

    Voller Anerkennung resümierte Heike Buberl-Zimmermann, Geschäftsführerin des Spessartbundes: „Für unsere Mitglieder war das eine klasse Sache! Nicht nur dass wir hier etwas für die Zukunft unsers Spessarts geschaffen haben, auch unser Gemeinschaftsgefühl wird durch Aktionen wie diese gestärkt!“.  

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    news-2187 Thu, 12 Mar 2020 07:54:54 +0100 TV-Tipp: "Eine Försterin bekämpft den Windwurf" http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2187&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7294c37460dbe35e46f9fd087d8fe3e7 12. März 2020, Regensburg - Wind und Wetter haben in den bayerischen Staatswäldern Schadflächen hinterlassen. Zu diesem Thema hat der Bayerische Rundfunk unsere Försterin Christina Bösl in ihrem neuen Revier am Forstbetrieb Flossenbürg mit der Kamera begleitet. Den entstanden Fernsehbeitrag finden Sie nun in der Mediathek des Bayerischen Rundfunk (bis 07. März 2021).

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    news-2186 Thu, 12 Mar 2020 07:34:26 +0100 Revierleiter Josef Rieken geht in den Ruhestand http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2186&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=dc0f608e7f853b358b50854a9968c5a8 Vierzig Jahre lang arbeitete er erfolgreich am klimastabilen Mischwald

    12. März 2020, Bad Neustadt - Ursprünglich stammt Josef Rieken aus dem Emsland im hohen Norden. Und wenn man sich mit ihm unterhält, hört man das auch heute noch. Die meiste Zeit seines bisherigen Lebens hat er aber im Raum Bad Neustadt verbracht und sich dabei mit Herzblut um die dortigen Staatswälder gekümmert. Bereits 1980 übernahm er das damalige Forstrevier Lebenhan – in heutiger Ausformung das Revier Bad Neustadt. Was heute in aller Munde ist – der rasche Waldumbau zu klimastabilen Mischwäldern – das hat er damals schon vor vierzig Jahren konsequent angepackt. Allein von 1980 bis 1990 hat er zusammen mit seinen Forstwirten Nadelholzbestände in der Größe von 140 Fußballfeldern in Mischwälder umgebaut.

    Nachdem er so lange in der Region tätig war, konnte er wie kaum ein anderer nachhaltig daran arbeiten, die Wälder fit für den Klimawandel zu machen. Im Rahmen seiner naturnahen Waldbewirtschaftung lagen ihm dabei Edellaubhölzer und vor allem die Eiche immer am Herzen. Auf großer Fläche gelang es ihm, die klimatolerante Eiche in der nachfolgenden Waldgeneration einzubringen.

    Solch ein anspruchsvoller Waldbau kann nur im Zusammenspiel mit einer professionellen Jagd gelingen. Und auch hier hat Josef Rieken beeindruckendes vorzuweisen. Er ist nicht nur seit 30 Jahren Mitglied im Jägerprüfungsausschuss von Unterfranken und langjähriges Mitglied im Jagdbeirat. Insbesondere im Jagdhundewesen ist er äußerst engagiert. Er ist Bundesvorsitzender des Deutschen Brackenvereins, Mitglied im Präsidium des Jagdgebrauchshundeverbandes und langjähriger Hundeprüfer. Und viele weitere Fähigkeiten waren in Riekens langer Tätigkeit gefragt. So hat er zahlreiche Feuchtbiotope und Wildäsungsflächen anlegen lassen. Darüber hinaus hat er die Sanierung des historischen Schweinberghauses und den Neubau der Kieshügelhütte und des Betriebsgebäudes in Bad Neustadt begleitet. Zeitweise war er als Stellvertreter des Betriebsleiters tätig.

    Sein Wissen hat er nie für sich behalten, sondern immer gerne geteilt. Wohl kaum einer in Bayern hat mehr Praktikanten und angehende Revierförster ausgebildet als Josef Rieken. So ist es auch kein Wunder, dass sein Nachfolger, Sebastian Fohl auch von ihm ausgebildet wurde. Der dreiunddreißigjährige stammt aus Rheinland-Pfalz und hat in Erfurt Forstwirtschaft studiert. Seine sogenannte Anwärterzeit hat er im Revier Bad Neustadt bei Rieken absolviert.

    Mit Josef Rieken geht ein echter Waldläufer in den Ruhestand. Er hat aber keine Angst, dass es ihm im langweilig werden wird. So wird er weiter im Jagdhundewesen tätig sein und auch den Forstbetrieb weiter bei Bedarf mit Rat und Tat unterstützen. Darüber hinaus hat er auch ausreichend nicht-forstliche Hobbies und ist in der Kommunalpolitik sehr aktiv.

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    news-2184 Tue, 10 Mar 2020 16:00:00 +0100 Forstbetrieb Bad Königshofen unter neuer Leitung http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2184&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8a79200c6ff7b73cfeb030ea2e239bf8 Heiko Stölzner folgt auf Dr. Sebastian Höllerl

    10. März 2020, Bad Königshofen - Der bisherige Leiter des Forstbetriebs Bad Königshofen, Dr. Sebastian Höllerl, hat die Leitung des Forstbetriebs abgegeben und wechselt an die Unternehmenszentrale nach Regensburg. Sein Nachfolger heißt Heiko Stölzner. Der gebürtige Thüringer war bis Anfang des Jahres als stellvertretender Forstbetriebsleiter in Nürnberg tätig.

    Die Amtsgeschäfte hat Stölzner bereits im Januar übernommen. Im Rahmen einer kleinen Feier wurde er nun offiziell begrüßt und sein Vorgänger verabschiedet. Der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, ging in seiner Rede auch auf die aktuellen Rahmenbedingungen ein: „Wir durchleben in der ganzen Forstbranche gerade sehr schwierige Zeiten. Der Klimawandel ist eine Herausforderung, für die wir gut ausgebildete Fachleute brauchen.“ Mit Heiko Stölzner, so Neumeyer weiter, habe man den bestmöglichen Nachfolger für Dr. Höllerl gefunden. „Sie sind der richtige Mann am richtigen Ort“. Gleichzeitig dankte Neumeyer dem Vorgänger Dr. Höllerl für die hervorragende Arbeit, die er am Forstbetrieb Bad Königshofen geleistet hat. Höllerl wird den Staatsforsten als Teilbereichsleiter Waldbau in der Zentrale in Regensburg erhalten bleiben und seine „Arbeit zum Wohle des Waldes fortsetzen“, so Neumeyer.

    Für Stölzner geht nach eigenen Worten ein Traum in Erfüllung. „Als Förster wünscht man sich einen so baumartenreichen Betrieb wie Bad Königshofen.“ Das sei eine recht gute Ausgangsbasis für die Anpassung der Wälder an den Klimawandel. Trotzdem bleibe viel zu tun. „Die letzten beiden Jahre haben gezeigt, dass der Klimawandel wohl schneller und heftiger kommt als gedacht. Wir müssen die Ärmel hochkrempeln und alles tun, um den Wald daran anzupassen.“ Mit einem tatkräftigen Team an seiner Seite sei ihm davor aber nicht bange: „Wir schaffen das!“ Stölzner dankte zudem seinem Vorgänger Dr. Höllerl für die gute Arbeit in den beiden vergangenen Jahren: „Ich bin hier sehr freundlich aufgenommen worden und habe einen Betrieb vorgefunden, der dank meines Vorgängers sehr gut aufgestellt ist. Diese Arbeit will ich fortführen“.

    Für Dr. Sebastian Höllerl gingen im Januar wie geplant zwei Jahre als Forstbetriebsleiter zu Ende. Höllerl war bis Anfang 2018 stellvertretender Referatsleiter am Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Der gebürtige Unterfranke und Sohn eines Forstoberrats wurde dann für zwei Jahre nach Bad Königshofen abgeordnet. Nach seinem Wechsel in die Unternehmenszentrale der Staatsforsten in Regensburg wird Höllerl den Umbau des Staatswaldes in ganz Bayern vorantreiben.  

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    news-2185 Tue, 10 Mar 2020 09:55:16 +0100 Naturwaldreservat Gerhartstein bei den Bayerischen Saalforsten etabliert http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2185&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e488e2cf8936c7506acd1885ded2d6f5 10. März 2020, St. Martin b. Lofer - Die Bayerischen Saalforste haben das Waldgebiet „Gerhartstein“ mit 317,81 Hektar neu als Naturwaldreservat ausgewiesen und verstärken damit ihre naturschutzfachliche Arbeit in der Region. Eine Vereinbarung mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus, regelt die wissenschaftliche Betreuung und Dokumentation.

    Neben dem Naturwaldreservat Mitterkaser am Dießbach wird nun ein zweites großes Naturwaldreservat im nördlichen Gemeindegebiet Weissbach bei Lofer durch den Forstbetrieb St. Martin etabliert. Ziele im Naturwaldreservat Gerhartstein sind die natürliche Dynamik der Waldgesellschaften zuzulassen, diese zu beobachten und langfristig zu dokumentieren. Hieraus sollen auch Strategien für den naturnahen Waldbau und zur Erhaltung oder Erhöhung der Biodiversität in bewirtschafteten Wäldern abgeleitet werden.

    Forstbetriebsleiter Thomas Zanker bietet am 20. Juni 2020 für den Alpenverein Lofer und Waldinteressierte eine mehrstündige Wanderung durch die Waldflächen des Naturwaldreservates an (Treffpunkt 7.30 h am Forstbetrieb in St. Martin) und freut sich über die neue Schutzgebietsausweisung: „Die Waldflächen am Gerhartstein sind bereits jetzt ein Kleinod, in dem eindrucksvolle naturnahe Fichten-Lärchenhochwälder mit ihren seltenen Pflanzen- und Tierarten vorkommen. Mit dem Nutzungsverzicht auf dem über 300 Hektar großen Plateau in rund 1500 m über Seehöhe unterstreichen wir unsere anerkannte forstbetriebliche Naturschutzarbeit.“ Kernaufgabe des Forstbetriebs ist die naturnahe Waldbewirtschaftung, die unter Integration von Naturschutzanliegen passiert. Beiliegende Übersicht zeigt eindrucksvoll, dass große Teile des Forstbetriebs naturschutzfachlich bedeutsam sind und auch diversen Schutzkategorien unterliegt:

    Gebiete in den Saalforsten (Gesamtfläche des Forstbetriebs 18.500 Hektar) mit gesetzlichem Schutzstatus – zum Teil überlappen sich die Flächen: 

    Schutzzgebietskategorie

    ha

    Naturparke (NP)

    2172,4

    FFH-Gebiete

    2316,1

    Reine SPA-Gebiete

    76,9

    SPA-Gebiete, zugleich Wild-Europaschutzgebiete

    935,2

    Naturschutzgebiete (NSG)

    2486,1

    Landschaftsschutzgebiete (LSG)

    2809,5

    Flächige Naturdenkmale

    427,4

    Geschützte Landschaftsteile

    4,1

    Sa.

    11227,7

     

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    news-2182 Mon, 09 Mar 2020 12:59:43 +0100 Waldpflege im Bereich der Gemeinde Weiherhammer http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2182&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4abae3fc9146aeba990ac22902cdbf94 Bayerische Staatsforsten fördern den nachwachsenden Wald; Zugang zum Naherholungsbereich des Siedlungsgebiets Weiherhammer eingeschränkt weiter möglich, bitte Wegesperrungen beachten

    09. März 2020, Schnaittenbach – Die Vorbereitungen für die heute beginnende Waldpflege im so genannten Dürren Schlag laufen schon länger und sind deutlich sichtbar: Rote und weiße Striche an den Bäumen zeigen an wie die Bayerischen Staatsforsten den Wald im Bereich der Gemeinde Weihammer – westlich an das Wohngebiet „Bildbaum“ anschließend – pflegen werden. Förster nennen das eine Durchforstung. Konkret bedeutet das, dass die rot markierten Bäume entnommen werden, zudem werden vom Borkenkäfer geschädigte und abgestorbene Bäume gefällt und Verkehrssicherungsmaßnahmen durchgeführt. In dem von der der Staatsstraße 2166, der NEW 21 und der Gemeindeverbindungsstraße in Richtung Röthenbach umfassten Wald kommt dafür ein sogenannter Harvester zum Einsatz. Diese Forstmaschinen entnehmen die Bäume für den verbleibenden Wald sehr schonend und bewegen sich nur auf so genannten Rückegassen, die mit weißen Strichen markiert sind. So wird sichergestellt, dass weit über 80% des Waldbodens nicht befahren wird.

    Aus Sicherheitsgründen müssen während der laufenden Arbeiten zeitweise Waldwege und auch beliebte Erdwege und Trampelpfade gesperrt werden. Die Bayerischen Staatsforsten möchten aber auch während der Waldpflege sicherstellen, dass der Wald zur Naherholung genutzt werden kann. Es werden daher nicht alle Wege für die komplette Einsatzdauer gesperrt, sondern nur die jeweils betroffenen Teilbereiche. Um die Dauer der Maßnahme und damit deren Auswirkungen auf die Erholung zu verkürzen laufen die Arbeiten zudem im Schichtbetrieb, beginnen also immer schon in den Morgenstunden und können bis in den späten Abend hinein andauern. Daher ist es ganz wichtig, zu jeder Tageszeit die Absperrungen zur eigenen Sicherheit einzuhalten.

    Forstliche Arbeiten in Siedlungsnähe stellen immer eine gewisse Herausforderung für alle beteiligten dar. Der Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten bittet daher eindringlich darum, die Wegesperrungen zur eigenen Sicherheit unbedingt zu beachten! Bitte auch nicht auf Schleichwegen durch den Wald zu den Maschinen gehen und auch nicht das gestapelte Holz so genannte Holzpolter begehen oder hinaufklettern.

    Es lässt sich nicht ausschließen, dass der Einsatz der Forstmaschinen und Holz-LKWs die Wege beeinträchtigt werden. Die Schäden werden aber nach Abschluss der Waldpflegearbeiten und der Holzabfuhr wieder in den ursprünglichen Zustand gebracht.

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    news-2181 Thu, 05 Mar 2020 13:38:56 +0100 Großes Interesse an Premium-Hölzern http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2181&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=369941a15c3997f366278950306d1d12 05. März 2020, Kaisheim - Bei der inzwischen 25. Wertholzsubmission in Bopfingen wurden die schönsten Stämme verschiedenster Baumarten aus bayerischen und baden-württembergischen Wäldern versteigert. Auch der Forstbetrieb Kaisheim der Bayerischen Staatsforsten hat seine wertvollsten Stämme zur Auktion gebracht und war mit dem Ergebnis zufrieden. Vor allem Eichenholz ist weiterhin sehr gefragt.

    Wie bei einer Kunstauktion, bei der die schönsten und besten Werke unter den Hammer kommen, werden bei einer Wertholzsubmission die edelsten Stämme versteigert, sozusagen die Crème de la Crème der Hölzer. Joachim Schmäing, Revierleiter im Forstrevier Finningen des Kaisheimer Forstbetriebs, hat bereits im November damit begonnen besonders schöne Eichen für diese Submission auszusuchen. "Es ist jedes Jahr wieder etwas Besonderes für mich, solche Stämme auszuwählen. Da sieht man die Früchte seiner Arbeit und die der zahlreichen Förstergenerationen davor."

    Grundlage dieser Eichenbestände ist eine bereits lange andauernde Tradition der konsequenten Eichenpflege in Schwaben. Auf manchen Flächen, währt diese vermutlich bereits seit circa 6.000 Jahren. Um diese Tradition fortzuführen und die für den Klimawandel besonders gut geeignete Baumart weiter zu fördern, müssen Eichenbestände aktiv verjüngt werden. Dafür wurden im Forstrevier Finningen in den letzten Monaten einige Eichen geerntet. Denn laut Joachim Schmäing ist durch die üppige Eichelmast im letzten Jahr der Waldboden mit so zahlreichen jungen Eichen übersät wie lange nicht mehr. Doch ohne Licht keine Eichen, da diese Baumart vor allem in der Jugend besonders lichtbedürftig ist und bei zu langer Beschattung von anderen Baumarten wie der Buche verdrängt wird. Indem die Alteichen geerntet werden, bekommt die Baumjugend nun das nötige Licht, um eine neue klimastabile Baumgeneration zu bilden.

    Unter dem vom Forstbetrieb Kaisheim angebotenen Submissionsholz waren neben Eichen auch mehrere Eschen und Lärchen. Doch mit durchschnittlich 640 € pro Festmeter war die Eiche auch dieses Jahr wieder das Zugpferd für den Forstbetrieb. Die angebotenen Stämme wurden von zahlreichen Kunden beboten und gehen jetzt beispielsweise zur Eichenfassherstellung nach Frankreich oder werden in Deutschland zu hochwertigen Furnieren oder Tischlerplatten verarbeitet. "Wir freuen uns, dass die Kaisheimer Hölzer eine hochwertige Verwendung finden und als Möbel oder Weinfässer noch lange Zeit vielen Leuten Freude bereiten werden" so Georg Dischner, Holzvertriebsleiter in Kaisheim.

    Und da das Holz nicht nur ein besonders beliebter, sondern auch nachwachsender Rohstoff ist, können die Förster ihre schönsten Stämme auch nächstes Jahr wieder zur Versteigerung nach Bopfingen bringen. Es wird nämlich immer nur so viel geerntet, wie auch nachhaltig wieder nachwächst.

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    news-2180 Thu, 05 Mar 2020 13:25:00 +0100 Neues Forschungsprojekt zur Wildkatze http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2180&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f9b1f0ce758168f8d0342060d3dd4037 05. März 2020, München – Die Europäische Wildkatze erobert Bayerns Wälder schon seit einigen Jahren langsam wieder zurück. In einem Forschungsprojekt soll nun die Lebensraumnutzung des scheuen Tiers noch genauer erforscht werden. Das hat Forstministerin Michaela Kaniber mitgeteilt. „Es erfüllt mich mit Stolz, dass die Wildkatze wieder vermehrt in Bayern vorkommt, denn mit dem Schutz dieser seltenen Tierart wird auch ein Teil unserer bayerischen Heimat erhalten! Wir möchten nun herausfinden, ob die Wildkatze nicht nur den Wald, sondern auch das Offenland als Lebensraum nutzt“, sagte Kaniber in München. Das Projekt läuft in den Landkreisen Rhön-Grabfeld, Haßberge und Schweinfurt. Es wird vom Forstministerium mit rund 18.000 Euro gefördert. Die Ergebnisse aus diesem Modellgebiet sollen auf die Gesamtfläche Bayerns übertragen werden. Ergebnisse des Forschungsprojekts werden bis Ende des Jahres erwartet.

    Zurzeit leben schätzungsweise wieder 700 Wildkatzen in Bayern, Tendenz steigend. Die Ministerin betonte, dass dies auch ein Verdienst der verantwortungsvollen Arbeit von Waldbesitzern und Förstern sei, die wertvolle Lebens- und Rückzugsräume für seltene und scheue Tierarten schaffen. Um von einem Waldgebiet ins nächste zu wandern, nutzen Wildkatzen auch das strukturreiche Offenland. Ob sie auch außerhalb des Waldes leben können, soll nun mithilfe eines bereits in Waldgebieten erfolgreich eingesetzten „Lockstock-Monitorings“ erforscht werden. Dabei werden Wildkatzen durch eine Baldrianessenz während ihrer Paarungszeit im Frühjahr angelockt. An speziell präparierten Stöcken reiben sich die Katzen und hinterlassen dort ihre Haare. Diese werden im Genlabor des Bayerischen Amts für Waldgenetik untersucht und können einzelnen Individuen zugeordnet werden. Weitere Informationen zur Wildkatze in Bayern gibt es online im Wildtierportal Bayern www.wildkatze.bayern.de.

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    news-2179 Thu, 05 Mar 2020 09:10:12 +0100 Luchsmanagement in Bayern http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2179&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=27b813581ebe1cb9d0e4b91fab460c3b Bestandszahlen für 2019 zeigen leichte Zunahme

    02. März 2020, Augsburg - Für das Monitoringjahr von Mai 2018 bis April 2019 wurden in Bayern 60 selbständige Luchse sowie 26 Jungtiere nachgewiesen. Ein Großteil dieser Tiere ist grenzüberschreitend im Dreiländereck Deutschland/Tschechien/Österreich unterwegs. Überwiegend in Bayern leben davon 49 Luchse einschließlich 17 Jungtiere. Ein wichtiger Gradmesser für den Zustand der Population sind die Weibchen mit Nachwuchs: Das sind im zurückliegenden Monitoringjahr elf Weibchen und somit gut ein Drittel der festgestellten selbständigen Luchse. Nach vielen Jahren der Stagnation ist eine leichte Zunahme und Ausbreitung des Bestandes erkennbar.

    Das Luchsvorkommen in Ostbayern ist eine von drei Populationen deutschlandweit. Trotz der leicht positiven Entwicklung bleiben Luchse stark gefährdet. Als Risikofaktoren sind auch illegale Nachstellungen und Wildunfälle im Straßenverkehr zu nennen.

    Um ein Gesamtbild der Verbreitung über die Ländergrenzen hinweg zu erhalten, starteten Deutschland, Tschechien und Österreich 2017 das Projekt 3Lynx innerhalb des EU-Förderprogramms Interreg Central-Europe mit elf Projektpartnern. Ein Monitoringsystem mit Wildkameras wurde auf einer Fläche von 13.000 km² aufgebaut. Um Doppelzählungen zu verhindern und Wanderungen grenzüberschreitend zu erfassen, werden die gewonnenen Daten von Wissenschaftlern aller Projektpartner gemeinsam ausgewertet. lm ersten Beobachtungsjahr (Mai 2017 bis April 2018) wurden zwischen Regensburg, Linz, Freistadt, Budweis, Pilsen und Bayreuth insgesamt 107 Luchse gezählt, darunter 32 Luchsweibchen mit 62 Jungtieren.

    Für ein effektives Luchsmanagement sind Abstimmungen über die Staatsgrenzen hinweg notwendig. Eine länderübergreifende Schutzstrategie soll dazu beitragen, die Lebensraumsituation für die Tiere zu verbessern und illegale Nachstellungen weiter zu reduzieren.

    Weitere Informationen finden Sie beim Bayerischen Landesamt für Umwelt und bei Interreg Central Europe.

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    news-2178 Thu, 05 Mar 2020 07:36:25 +0100 Wälder und Holz für die Zukunft http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2178&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ac57caab2ce6a557b6cfe3b4c88e9b20 Podiumsdiskussion in Kronach

    04. März 2020, Kronach/Nordhalben - Das Klimabündnis Kronach, der Lions Club Kronach und der Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten veranstalteten Ende Februar in der ehemaligen Synagoge in Kronach eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema „Wälder und Holz für die Zukunft im Frankenwald“. Dr. Michael Schmidt vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kulmbach entführte einleitend die Teilnehmer in der voll besetzten Synagoge auf eine virtuelle Reise des Frankenwaldes und seiner Bäume in das Jahr 2100. Mit diesem Ausblick wurden Risiken, Möglichkeiten und Chancen für den Frankenwald und die Region diskutiert.

    Der Frankenwald mit seinem außergewöhnlich hohen Fichtenanteil leidet besonders unter der Trockenheit der letzten Jahre und den ständig steigenden Temperaturen. Staats-, Privat- und Kommunalwald sind gleichermaßen betroffen und müssen sich auf eine deutliche Änderung der Waldzusammensetzung einstellen. Diese Situation und die Klimaprognosen nahm das Klimabündnis Kronach zum Anlass, um zusammen mit dem Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten und dem Lions Club Kronach die Bevölkerung zu informieren.

    Wie der Frankenwald im Jahre 2100 aussehen könnte und was die Politiker, Unternehmer, Waldbesitzer und Bürger in dieser Region an Gegenmaßnahmen und Anpassungs-strategien anwenden können, wurde von Vertretern der Bayerischen Staatsforsten, der Holzindustrie, der privaten Waldbesitzer, der Bayerischen Forstverwaltung und des Vereins „Unser Frankenwald“ auf dem Podium und mit rd. 80 interessierten Zuhören diskutiert.

    Dr. Michael Schmidt, Behördenleiter am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kulmbach, nahm in einem Impulsvortrag alle Zuhörer mit auf eine Reise in die Zukunft. An Hand aktuellster Prognosen für das Klima und Waldentwicklung im Frankenwald zeigte er auf, dass wir uns schon heute mit dem Frankenwald in einem Waldklima wie im Jahr 2000 in Würzburg befinden. Im Jahr 2100 wären wir mit dem Wald dort angekommen, wo heute Südfrankreich klimatisch und waldökologisch bereits ist.

    „Die Fichte alleine hat im Frankenwald keine Zukunft, in jedem Wald sollten mindestens vier verschiedene Baumarten stehen“ so Forstbetriebsleiter Fritz Maier von den Bayerischen Staatsforsten. Rotbuche, Eiche, Hainbuche, Feldahorn, Vogelkirsche und Wildbirne wurden zusammen mit Douglasie und Weißtanne als geeignete heimische Baumarten genannt, die - von wissenschaftlicher Forschung begleitet - mit Baumarten anderer Regionen wie Baumhasel oder Atlaszeder ergänzt werden könnten.  

    Georg Lindig von der Waldbesitzervereinigung Rennsteig e.V. zeigte auf, dass für den privaten Waldbesitzer der Holzpreis passen muss. Momentan lege jeder private Waldbesitzer Geld drauf.

    Fritz Maier und Dr. Michael Schmidt forderten alle Entscheidungsträger auf, bei künftigen Baumaßnahmen den Holzbau verstärkt zu berücksichtigen und innovative Holzbauten in Auftrag zu geben. Dies sei ein Beitrag zur Vermeidung von klimaschädlichem CO², weil jeder Festmeter Holz Kohlenstoff bindet und damit rd. eine Tonne CO² der Atmosphäre so lange entzieht, wie das Holz als Baustoff genutzt und nicht verbrannt wird. Gleichzeitig müsse man die Einsparung von fossilen Energieträgern berücksichtigen, die bei der Herstellung von Beton oder Stahl anfallen würden.

    Für die Sägeindustrie wies Reinhardt Müller-Gei darauf hin, dass Nadelholzsägewerke nicht einfach auf Laubholz als Rohstoff umstellen könnten. Dass es mit Laubholz aber auch im Baubereich gute Beispiele gibt, zeigte der Hinweis auf das Freizeitzentrum in Steinbach am Wald, das mit Buchenbrettschichtholz gebaut wurde.

    Fragen aus dem Publikum nach thermischen Verwertung von Holz als Alternative zu Öl und Gas, Vorschläge zu regelmäßigen Zusammenkünften der Beteiligten mit regionaler Verantwortung sowie Anregungen zum verstärkten Bauen mit Holz in der Region machten deutlich, dass es eine große Bereitschaft zu Veränderungen und Anpassungen unter Nutzung der Möglichkeiten der Region gibt.

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    news-2177 Wed, 04 Mar 2020 15:07:00 +0100 Wasserfontänen zum Werterhalt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2177&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=48b0c6bcf9ef456c76d0f37070c114bc 27. Februar 2020, Öslau - Die Waldbesitzer erfahren sehr schwere Zeiten für den Wirtschaftswald. Temperaturerhöhung und Klimaextreme verändern zunehmend die Waldstrukturen. Wir über 150 Mio. Festmeter Rohholz des Brotbaumes Fichte müssen europaweit verwertet werden. Die wirtschaftlichen Verluste sind für alle Waldbesitzerarten jetzt schon enorm.

    Deshalb bedarf es in der Forstwirtschaft neue Strategien. Einen dieser neuen Ansätze haben die Bayerischen Staatsforsten am 27. Februar 2020 am Nasslager Öslau Vertretern aus Fachbehörden und Politik vorgestellt. Mit der Nasslagerung von Fichtenholz kann der nachhaltige Rohstoff in seiner Qualität weitestgehend erhalten bleiben. Leider lässt die Wahrnehmung dieser nötigen neuen Strategien häufig zu wünschen übrig.

    Im gesellschaftspolitischen Interesse informierten Herr Norbert Remler, Bereichsleiter Holz, Logistik und technische Produktion gemeinsam mit dem Betriebsleiter von Coburg Albert Schrenker sowie dem Nasslagerbeauftragten Norbert Seitz über sich bietende Chancen der Werterhaltung durch Nasslagerung, beginnend bei schlanken Genehmigungsverfahren, über Aufbau und Betrieb eines Nasslagers bis hin zum Holzverkauf.

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    news-2176 Wed, 04 Mar 2020 13:26:46 +0100 !!!ABGESAGT!!! Internationaler Tag des Waldes !!!ABGESAGT!!! http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2176&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=34b84debfc6d7c35776c3d319e75093e !!! Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung wegen des Corona-Virus abgesagt wurde !!!

     

    Forst und Holz informieren über Wald, Klima und Kohlenstoffspeicherung

    04. März 2020, Ebrach - Seit 1971 haben die Vereinten Nationen (FAO) den Tag des Frühlingsanfangs als InternationalenTag des Waldes ausgerufen. Anlass war die globale Waldvernichtung, auf welchebereits damals aufmerksam gemacht werden sollte.

    Heute sind zwei weitere Themen hoch aktuell:

    1. Wälder und die aus Holz gewonnenen Produkte können als Kohlenstoffspeichereinen Beitrag zum Klimaschutz leisten

    2. Gleichzeitig leiden die Wälder unter der zunehmenden Klimaerwärmung


    Beide Themen stehen im Mittelpunkt der Informationsveranstaltung des Forstbetriebs Ebrach, die gemeinsam mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schweinfurt (AELF), dem Steigerwald-Zentrum und regionalen Holzverarbeitern für die interessierte Öffentlichkeit angeboten wird.

    Das erwartet die Besucher der Veranstaltung:

    - Informationen darüber, wie Wald und Holz Kohlenstoff speichern und damit einen Betrag zum Klimaschutz leisten
    - Informationen, wie stark die Wälder im Steigerwald durch den Klimawandel bedroht sind und wie darauf reagiert wird

    Die Informationsveranstaltung findet am Freitag, 20.03.2020 ab 14.00 Uhr statt, einen Tag vor dem Internationalen Tag des Waldes.

    Ergänzend dazu bietet der Revierleiter des Gemeindewaldes Oberschwarzach am Sonntag, 22.03.2020 um 14.00 Uhr an, einen aktiven Beitrag zum „klimastabilen Zukunftswald“ zu leisten und junge Bäume zu pflanzen.

    Informationen im Wald:

    Konkret wird an drei Stationen in der Nähe von Handthal über folgende Themen informiert:

    1. Die Kohlenstoffspeicherung von Wald und Holz
    2. Das Marteloskop Steinkreuz – ein internationaler Simulations- und Demonstrationswald
    3. Der Umgang der Försterin / des Försters mit dem Klimawandel

    Organisatorische Hinweise:

    Freitag, 20.03.2020:
    Um 14.00 Uhr und zu jeder halben Stunde besteht die Möglichkeit eines VW-Bus-Shuttles vom Parkplatz in Handthal unterhalb des Steigerwald-Zentrums zum Waldort. Es ist auch möglich, zu Fuß zu laufen (ca. 2 km ab Steigerwald-Zentrum, der Weg ist ausgeschildert). Es besteht eine Verpflegungsstation mit Getränken und Wildprodukten. Zusätzliche Informationen gibt es im Steigerwald-Zentrum. Informationsmöglichkeit besteht bis 18.00 Uhr. Anmeldung ist nicht erforderlich.

    Sonntag, 22.03.2020:
    14.00 Uhr Steigerwald-Zentrum, Pflanzaktion mit dem Förster, Dauer ca. 2 Stunden, Anmeldung ist erforderlich per Telefon oder E-Mail: 09382 - 31998-0 oder info@steigerwald-zentrum.de

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    news-2175 Wed, 04 Mar 2020 08:00:43 +0100 Wir schaffen den Zukunftswald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2175&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a1d788a6acf88d303e7c9564d18d7561 Gemeinsame Pflanzaktion des Forstbetriebs Coburg und der CSU-Landvolk- und Kreistagsfraktion Coburg gegen den Klimawandel.

    15. Februar 2020, Hassenberg - Auf Anfrage der CSU-Landvolk- und Kreistagsfraktion Coburg organisierte der Forstbetrieb Coburg eine größere Pflanzaktion im Revier Hassenberg. Landrat Sebastian Straubel , stellvertretender Landrat Rainer Mattern sowie zahlreiche Kreistagsmitglieder folgten interessiert den Ausführungen des Forstbetriebs zu den Themen Klimawandel, Baumartenwahl, energetische Verwendung von Holz, Holzbau und effektiver Borkenkäferbekämpfung. Mit dem Mut zu Veränderungen und einem engagierten, aktiven Handeln wird es dem Forstbetrieb der Bayerischen Staatsforsten gelingen den Klimawald zu schaffen.

    Im Rahmen der Pflanzaktion wurden Spitzahorn und Linden gruppenweise auf einer Fläche eingebracht ,die ehemals mit Fichten bestockt war. Diese fiel im trockenen Sommer 2019 dem Borkenkäfer zum Opfer. Eichen und auch Kirschen waren bereits vorab gepflanzt worden. Nach der Begründung des Zukunftswaldes mit mindestens vier Baumarten stärkten sich alle Beteiligten mit Coburger Bratwürsten.

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    news-2173 Wed, 04 Mar 2020 07:48:06 +0100 Neue Heimat für Piepmätze http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2173&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=09af32f7455fbe08f0067a98eca1d5c9 Forstbetrieb Fichtelberg unterstützt Forschungsprojekt der Universität Bayreuth mit Vogelnistkästen

    03. März 2020, Fichtelberg - Bei einem Forschungsprojekt der Universität Bayreuth wird das Brutverhalten von Meisenarten analysiert. Dazu bauten die Auszubildenden des Forstbetriebs Fichtelberg hölzerne Nistkästen.

    "Tsi-da ... tsi-da" zwitschert die Kohlmeise ganz aufgeregt und flattert von Ast zu Ast. In ihrem Revier in der Nähe vom Seehaus hat sie eine Veränderung bemerkt. Ein Nistkasten hängt dort an einem Baum. Ganz aus Fichtenholz, mit einem gut 3 cm großen Flugloch lädt er die Piepmätze ein, hier im Frühjahr ihr Nest zu bauen und den Vogelnachwuchs großzuziehen. Beobachtet werden sie dabei vom Ornitholgen Robert Pfeifer und dem angehenden Geoökologen Lucas Fäth. Letzterer erforscht im Rahmen seines Studiums an der Universität Bayreuth die Nester der Singvögel. An Standorten in Bayreuth und im hohen Fichtelgebirge analysiert er die Zusammensetzung des Nistmaterials, die Nestgröße und die Wärmeisolation, die das eingetragene Moos den Jungvögeln bietet.

    Die Bayerischen Staatsforsten unterstützen das Forschungsprojekt, stellen dafür Waldflächen im Fichtelgebirge zur Verfügung und liefern 20 standardisierte Nistkästen. Diese wurden von den Auszubildenden des Forstbetriebs Fichtelberg hergestellt. "Für unsere Azubi ist Holzbearbeitung ein wichtiger Teil des Lehrplans", erklärt der Ausbilder Korbinian Scherm den Einsatz der angehenden Forstwirte für die Vogelwelt. "Deshalb haben wir den Auftrag gerne angenommen und in den letzten Tagen bei Regenwetter in unserer Werkstatt die Meisenkästen nach den vorgegebenen Plänen der Universität Bayreuth zusammengebaut."

    Wenn jetzt in den nächsten Tagen die Temperaturen steigen, kommen sicherlich auch bei den Meisen Frühlingsgefühle auf. Im Dienste von Forschung und Wissenschaft stehen dann dem Vogelnachwuchs die neuen Nistkästen zur Verfügung.

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    news-2171 Wed, 04 Mar 2020 07:30:48 +0100 Manfred Weber - Ein (Berufs-)Leben für den Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2171&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9af00df46cd5ea3b3971d94f7fb68cf9 03. März 2020, Kaisheim - Nach über 30 Jahren als Leiter des Staatswaldreviers Bergen ging Manfred Weber Ende Februar in den Ruhestand. Sein Nachfolger seit 1. März ist Tim Brommer.

    Nach dem Studium der Forstwirtschaft an der Fachhochschule Weihenstephan und bestandener Staatsprüfung begann Manfred Weber seine Försterlaufbahn im Revier Neuburg II. Im Jahr 1989 wechselte er in das Staatswaldrevier Bergen des Forstamts Neuburg, das er seither bewirtschaftet.  

    Während einer eindrucksvollen und abwechslungsreichen Waldführung zu seinem Abschied war es offensichtlich, dass Manfred Webers Begeisterung für den Wald auch nach vielen Jahren nicht abhandengekommen ist. Früh begann er mit einer sorgsamen Waldpflege und dem Waldumbau auf Mischwälder. Heute zeigt sich dies an hervorragend verjüngten Wäldern mit zahlreichen verschiedenen, auch seltenen Baumarten.

    Der Leiter des Forstbetriebes Kaisheim, Helmut Weixler, würdigte die Verdienste von Manfred Weber: „Wir können hier im Wald leicht erkennen, mit wieviel Herzblut und Engagement du dich um unsere Wälder gekümmert hast. Neben dem wirtschaftlichen Erfolg kam auch nicht der Naturschutz zu kurz! Neben deiner Tätigkeit als Waldbauer hast du als Ausbilder zahlreiche junge Förster fürs Berufsleben vorbereitet und in ihnen das Feuer für diesen schönen Beruf geweckt. Wir danken dir für dein großes Engagement und deine erfolgreiche Arbeit! Als Andenken an dein hiesiges Wirken werden wir einen Forstweg 'Weberweg' nennen.“

    Manfred Weber hinterlässt seinem Nachfolger Tim Brommer vorbildlich gepflegte und auch naturschutzfachlich wertvolle Wälder.

    Seit 1. März hat Tim Brommer die Verantwortung im Forstrevier Bergen. Tim Brommer ist gebürtiger Münchner und absolvierte im Herbst letzten Jahres die Forstinspektorenprüfung. „Bergen ist ein abwechslungsreiches und sehr interessantes Revier und ich freue mich schon auf meine neuen Aufgaben“ so Tim Brommer bei der Verabschiedung von Manfred Weber.  

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    news-2172 Wed, 04 Mar 2020 07:29:15 +0100 Märzenbecherwanderung in der Soos http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2172&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=76dbe8ec4acfffb4e530265a8a02a869 29. Februar 2020, Rednitzhembach - Wie jedes Jahr fand auch heuer wieder eine geführte Wanderung in das größte Märzenbechervorkommen im Landkreis Roth statt. In altbewährter Art und Weise lud der Bund Naturschutz mit der Kreisgruppe Roth zu der Veranstaltung ein. Der Revierleiter Hubert Riedel vom Forstrevier Roth führte die ca. 40 Personen umfassende Gruppe.

    Aufgrund der warmen Temperaturen im Februar kamen die Märzenbecher so früh wie noch nie. Deshalb musste der Termin der Wanderung heuer um fast vier Wochen nach vorne verlegt werden. Dennoch fanden sich wieder über 40 Naturfreunde an der Schleuse in Leerstetten ein. Nach einer kurzen Begrüßung durch Richard Radle vom Bund Naturschutz ging es voller Vorfreude los, in Richtung des ca. 2km entfernt gelegenen Märzenbechervorkommens.

    Auf halber Strecke machte die Gruppe kurz Station. An einer 6 Jahre alten Buchensaatfläche erläuterte der Förster Hubert Riedel die Strategie des Waldumbaus von reiner Fichte in einen klimastabilen Mischwald. Nach angeregter Diskussion ging es dann aber auch rasch weiter zu dem eigentlichen Ziel der Wanderung. Hier konnten die Waldbesucher auf einer Fläche von mehreren Hektaren ein weißes Meer aus Blüten der Frühlingsknotenblume, wie der Märzenbecher auch genannt wird, bestaunen.

    Nach weiteren Fragen und Erläuterungen zu dem Thema und noch mehr Eindrücken zu diesem besonderen Naturschauspiel, ging die informative und abwechslungsreiche Wanderung zu Ende.

    Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

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    news-2170 Mon, 02 Mar 2020 13:31:45 +0100 Neumeyer: "Naturschutz im Gebiet der Weltenburger Enge muss auf jeden Fall gewährleistet sein" http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2170&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=557606acb830b98384144b54890d0cee Umstrittene Fällungen sollen unter wissenschaftlicher Begleitung untersucht werden / Staatsforsten ordnen Fällungsstopp im Bereich der Weltenburger Enge an

    02. März 2020, Regensburg – Zu Berichten über Fällaktionen im Bereich der Weltenburger Enge im Landkreis Kelheim erklärt der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten Martin Neumeyer, dass der Naturschutz in diesem wertvollen Gebiet auf jeden Fall gewährleistet sein muss. Der Staatsforstenchef ordnete mit sofortiger Wirkung einen vollständigen Holzerntestopp für das betroffene Gebiet an. Die jetzt kritisierte Holzernte im Bereich der Weltenburger Enge wurde von Dezember 2019 bis Februar dieses Jahres durchgeführt und ist zwischenzeitlich abgeschlossen.

    Zugleich verfügte der Staatsforstenchef eine Untersuchung der kritisierten Holzernte, die wissenschaftlich begleitet werden soll. „Hier müssen alle offenen Fragen geklärt werden, wie z.B. ob die Holzernte naturverträglich und maßvoll durchgeführt worden ist“, so Neumeyer. „Auf der einen Seite gibt es massive Vorwürfe, auf der anderen Seite gibt es eine entschiedene Verteidigung der Maßnahmen durch den verantwortlichen Forstbetrieb Kelheim. Deshalb sollen die Fällungen gemeinsam von den Staatsforsten, den Naturschutzbehörden, der Forstverwaltung und unter wissenschaftlicher Begleitung untersucht und bewertet werden“, so der Staatsforstenchef. Bereits in der vergangenen Woche hat in einem Ortstermin das für die Forstaufsicht zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Abensberg die Fällungen begutachtet und erklärt, dass „beide Maßnahmen vollständig der guten fachlichen Praxis“ entsprechen sowie „keinerlei Anhaltspunkte gefunden wurden, die die genannten Vorwürfe stützen.“

    Die Holzernte fand nicht in dem von Ministerpräsident Dr. Markus Söder vor kurzem ins Leben gerufenen ersten Nationalen Naturmonument in Bayern, sondern in benachbarten Naturschutzgebieten statt. Die beiden Naturschutzgebiete „Weltenburger Enge“ sowie „Hirschberg und Altmühlleiten“ gehören zu den ältesten Naturschutzgebieten in der Region. „Diese wertvollen Naturschutzgebiete liegen uns als Staatsforsten und den verantwortlichen Förstern vor Ort seit Generationen besonders am Herzen. Deshalb muss auch dieser Einzelfall untersucht werden. Wir haben sichergestellt, dass für den Zeitraumder Untersuchung die gefällten Bäume unverändert am Boden bleiben, um sich ein objektiveres Bildmachen zu können“, so der Staatsforstenchef.

    Zugleich wirbt der Staatsforstenchef neben dem jetzt zu untersuchenden Einzelfall um Vertrauen in dieArbeit der Förster: „Die Pflege des Waldes einschließlich einer nachhaltigen Holznutzung,Baumpflanzungen, die Jagd und die Pflege von Wegen für Freizeit und Erholung werden seitJahrzehnten von staatlichen Förstern fachmännisch betreut und gemanagt. So wie der Wald heute istund wie er zu Recht von allen geliebt wird, ist er das Werk der Natur und von Generationenverantwortungsbewusster Förster.“

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    news-2168 Mon, 02 Mar 2020 08:16:06 +0100 Holzeinschlag im Waldgebiet Schenkentanne bei Oberdürrbach http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2168&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8901fd3f25a3154ed19822b44d0c19cf 02. März 2020, Arnstein - Der Gesundheitszustand der Bäume im Staatswald zwischen Oberdürrbach und Veitshöchheim ist aufgrund der Trockenheit in den letzten beiden Sommern leider besorgniserregend. Insbesondere die Baumarten Fichte und Kiefer sind hiervon betroffen.

    Um den Wald mit all seinen Funktionen zu erhalten und die Sicherheit der sich hier regelmäßig erholenden Waldbesucher zu gewährleisten, findet ab dem 09.03.2020 ein Holzeinschlag statt.

    Ziel ist es hierbei, Bäume die die Sicherheit gefährden, zu fällen. Zudem soll der Befall durch Insekten wie z.B. Borkenkäfern eingedämmt werden.
    Wo notwendig werden Nachpflanzungen mit klimastabilen Mischbaumarten angelegt.Auch auf den Naturschutz wird Rücksicht genommen. So werden Biotopbäume gekennzeichnet und erhalten und ökologisch wertvolles Totholz auf der Fläche angereichert.
    Da das Fällen der dürren Bäume sehr gefährlich ist, wird die Maßnahme durch eine spezielle Forstmaschine durchgeführt.

    Wir bitten die Bevölkerung um Verständnis, dass mit Beeinträchtigungen der Erholung zu rechnen ist. Störungen werden nur solange wie unbedingt nötig aufrechterhalten. Nach Abschluss der Maßnahme werden die Wege wiederhergerichtet.

    Der Forstbetrieb Arnstein bittet darum, die gesperrten Bereiche nicht zu betreten und die Warnhinweise zu beachten.

    Bei Fragen können Sie sich gerne an den Forstbetrieb Arnstein der Bayerischen Staatsforsten wenden.

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    news-2167 Fri, 28 Feb 2020 11:23:33 +0100 Pflanzaktion „Klimawald“ des Forstbetriebs Rothenbuch und dem Spessartbund http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2167&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5a5dcce9e0b8b459e66b7908d8b65f6d 27. Februar 2020, Rothenbuch - Der Forstbetrieb Rothenbuch lädt gemeinsam mit dem Spessartbund alle Mitglieder, Interessierten und Familien zur Baumpflanzaktion "Klimawald" am 07. März 2020, 9:00 Uhr ein.
    Unbedingt mitzubringen sind wetterfeste Kleidung und stabiles Schuhwerk, sowie Handschuhe. Der Treffpunkt befindet sich am Wanderparkplatz Forsthaus Echterspfahl, An der Staatstraße 2312, 63879 Weibersbrunn. Gepflanzt wird bis alle Pflänzchen im Boden sind! Für Verpflegung und Getränke ist gesorgt.

    Gepflanzt werden klimatolerante Baumarten, die auch bei wenig Niederschlägen und Sommertrockenheit gut wachsen und damit Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre binden. Besonders wichtig ist dabei, dass auch deren Holz für vielfältige Zwecke nutzbar ist, um eine Wiederfreisetzung des Kohlenstoffdioxids beim Verrotten des Holzes möglichst lange hinauszuzögern. Nur so kann eine dauerhafte Kohlenstoffdioxidsenke geschaffen werden, denn Holznutzung ist aktiver Klimaschutz.

    Neben der im Spessart heimischen Traubeneiche, werden auch neue Baumarten mit üppiger Bienenweide gepflanzt.

    Ursprünglich war die Aktion für den 29. Februar geplant, musste aber wegen der Wetterprognose (Regen und Sturm) verschoben werden.

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    news-2169 Fri, 28 Feb 2020 08:14:00 +0100 Forstrevier Etzenricht mit neuem Förster http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2169&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4a0f62568acd2e736b6fba805135fc65 Michael Schafferhans folgt auf Peter Roland nach

    28. Februar 2020, Schnaittenbach - Seit Februar ist Michael Schafferhans der neue Förster im Revier Etzenricht am Forstbetrieb Schnaittenbach. Der gebürtige Amberger übernimmt die Nachfolge von Peter Roland, der das Revier 13 Jahren betreute und nun in den verdienten Ruhestand verabschiedet wurde. Schafferhans ist damit für rund 2.400 ha Oberpfälzer Staatswald zuständig, die sich auf drei große Waldgebiete verteilen: Ganz im Osten zwischen Vilseck und Feihung gelegen der Forstloher Wald, zwischen Schnaittenbach und Kohlberg die sogenannten Kohlberger Höhen und im Nordwesten der Etzenrichter Wald. Die Wälder im Revier bestehen vornehmlich aus Kiefern und Fichten. Laubbäume, vor allem Eichen und Buchen sind noch in der Minderheit ihr Anteil ist in den vergangenen Jahren aber gewachsen und wird im Rahmen des Waldumbaus hin zu stabilen und stabilen Mischwäldern weiter zunehmen."

    Der Waldumbau vor einem sich beschleunigenden Klimawandel ist eine große Aufgabe, der ich mich aber gerne stelle," so der neue Revierleiter Michael Schafferhans. "Ich übernehme ein gut gepflegtes Revier in dem schon viel in den Waldumbau investiert wurde. Das macht den Start deutlich einfacher" so Schafferhans weiter. Zudem hat der "Neue" schon umfassende Erfahrungen im Wald sammeln können, da er die letzten sieben Jahre das Revier Pyrbaum am Forstbetrieb Allersberg leitete.

    Davor hat er den üblichen Werdegang eines bayerischen Försters absolviert: Nach dem Studium der Forstwirtschaft in Weihenstephan und der Anwärterzeit an der Forstschule in Lohr am Main war Herr Schafferhans zunächst im Frankenwald als Reviervertretung im Privatwald eingesetzt worden, bevor er zu den Bayerischen Staatsforsten wechselte. Nach Stationen an den Forstbetrieben München und Berchtesgaden wurde er zunächst an die Zentrale in Regensburg berufen, wo er in der Unternehmenskommunikation mitarbeitete, bevor er an den Forstbetrieb Allersberg und nun den Forstbetrieb Schnaittenbach wechselte. Zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter ist er damit in die Heimat zurückgekehrt. "Die Wanderjahre sind nun hoffentlich vorbei." Freut sich Schafferhans bei seinem Dienstantritt.

    Er löst Peter Roland ab, der nach 13 Jahren als Leiter des Reviers Etzenricht und nach fast 30 Jahren als Förster im Staatsdienst in den verdienten Ruhestand geht. Er hat mit viel Wissen, Erfahrungen und Umsicht während seiner Zeit im Revier Etzenricht die Wälder geprägt und seinen forstlichen Fußabdruck hinterlassen.

    Er war zudem wegen seiner ruhigen, kameradschaftlichen und ausgeglichenen Art im Forstbetrieb sehr geschätzt. Bei der Verabschiedung und gleichzeitigen Begrüßung bedankte sich Philipp Bahnmüller, der Leiter des Forstbetriebs Schnaittenbach, bei Herrn Roland für seine geleistete Arbeit und wünschte ihm Gesundheit und weiterhin Tatendrang für den Ruhestand. Herrn Schafferhans begrüßte er herzlich und wünschte ihm alles Gute für das neue Revier! "Ich kenne Herrn Schafferhans von einer gemeinsamen Zeit in der Regensburger Zentrale der Bayerischen Staatsforsten und bin gespannt auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit dem jungen und zugleich erfahrenen Kollegen", freut sich Bahnmüller.

    Sie erreichen Michael Schafferhans, auch bei Interesse an Brennholz, wie folgt:


    Michael Schafferhans
    Revierleiter Etzenricht
    BAYERISCHE STAATSFORSTEN AöR – Forstbetrieb Schnaittenbach
    Telefon: +49 9622 7197282
    E-Mail: michael.schafferhans@baysf.de
    Sprechzeit immer montags von 13.00 bis 14.00 Uhr.

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    news-2166 Wed, 26 Feb 2020 10:18:50 +0100 Marco Trabert – Weltmeister der Waldarbeit http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2166&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=157ddc50bd12c1fbbf5a88fce01b50da 26. Februar 2020, Bad Königshofen - Marco Trabert, Forstwirtschaftsmeister im Forstbetrieb Bad Königshofen, ist der amtierende Weltmeister und auch Deutscher Meister der Waldarbeit.

    Der Bayerische Rundfunk berichtete am 24.Februar 2020 in seiner Sendung "Heimat der Rekorde" über Marco Trabert aus Hausen in der Rhön. Im Beitrag werden die verschiedenen Disziplinen der professionellen Wettkämpfe gezeigt. 2018 holte sich Marco Trabert im norwegischen Lillehammer zum ersten Mal den Weltmeistertitel in der Gesamtwertung aller fünf Disziplinen dieser Waldarbeiter-Weltmeisterschaften. Bisher war es seine 6. Teilnahme an den Welttitelspielen. Um dabei ganz vorn mitspielen zu können, ist jede Menge Training, Fleiß, Geschick, Ausdauer und natürlich auch das Quäntchen Glück erforderlich. Nicht zu unterschätzen ist auch die Unterstützung seiner Familie bei dieser zeitraubenden Tätigkeit.

    2014 konnte sich Marco Trabert bereits einen Weltmeistertitel sichern, es war der mit der Mannschaft. 2012 triumphierte er in der Einzeldisziplin Kombinationsschnitt. In der Gesamtwertung aber konnte er sich bislang bei Weltmeisterschaften nur über die Bronzemedaille 2016 freuen.

    Die Teilnahme an der nächsten Waldarbeiter-Weltmeisterschaft in Serbien in diesem Jahr ist für den amtierenden Weltmeister Marco Trabert aus Hausen bereits gebucht. Im internen Kaderausscheid konnte es sich wieder erfolgreich durchsetzen. In Serbien wird er versuchen, seinen Titel zu verteidigen. Dabei wünschen wir ihm viel Glück und Erfolg.

    Im Forstbetrieb Bad Königshofen leitet Marco Trabert als Forstwirtschaftsmeister hauptsächlich die Unternehmereinsätze in der Holzernte im nördlichen Bereich des Betriebes, unterstützt aber auch die Revierleitungen bei einer nachhaltigen und vorbildlichen Waldbewirtschaftung.

    Der Beitrag "Der Weltmeister der Waldarbeit" ist in der BR-Mediathek noch bis 09. Januar 2021 abrufbar.

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    news-2165 Tue, 25 Feb 2020 08:40:12 +0100 Forstbetrieb Bad Brückenau lernt einem Baum das Fliegen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2165&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=59a7a1d4ed3c04f5bb862d15fcb54f49 Verkehrssicherungseinsatz in Riedenberg

    25. Februar 2020, Bad Brückenau - Das Orkantief "Sabine" bescherte dem Forstbetrieb Bad Brückenau zwar keine nennenswerten Schäden im Wald, aber an einem sehr steilen Hang oberhalb von Riedenberg ein Verkehrssicherungsproblem. Eine ca. 30 m hohe Esche mit einem Umfang von 2,5 Metern und zwei Stämmen, begann ihre Standfestigkeit zu verlieren und neigte sich Richtung Bebauung. Daraufhin wurden vom Forstbetrieb mehrere Begänge mit diversen Fachfirmen und Baumsteigern absolviert, mit dem Ergebnis, dass unter den gegebenen Rahmenbedingungen dieser Baum mit herkömmlicher Standardtechnik nicht zu fällen ist.

    Deshalb entschloss sich der Forstbetrieb nach eingehender Beratung mit der Gemeinde dazu, dieses Verkehrssicherungsproblem mit Hilfe eines Hubschraubers zu lösen. Dank der sehr wohlwollenden Unterstützung durch die Gemeinde war binnen kürzester Zeit ein Masterplan erarbeitet, der am Einsatztag in die Tat umgesetzt wurde. Am Mittwochnachmittag kam der Hubschrauber und das dazugehörige Spezialteam um den Baum häppchenweise abzutragen. Trotz starker Böen und wechselnden Wetterbedingungen konnte der Einsatz wie geplant abgearbeitet werden. Wo alte Bäume weichen, entstehen Lichtschächte für die in den Startlöchern stehende Verjüngung. Diese wird zukünftig die entstandene Lücke ausfüllen und die ehemaligen Funktionen der alten Esche übernehmen.

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    news-2164 Mon, 24 Feb 2020 17:15:44 +0100 Beiratsvorsitzender MdL Martin Schöffel besucht Forstbetrieb Nordhalben http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2164&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=55cb9a674f835aee1bc2f0829b57e4d8 24. Februar 2020, Nordhalben - Der Vorsitzende des Beirats der Bayerischen Staatsforsten, MdL Martin Schöffel, hat die aktuell schwierige Lage in der Forstwirtschaft zum Anlass genommen für einen informellen Besuch am Forstbetrieb Nordhalben. Bei dem Gespräch mit Forstbetriebsleiter Fritz Maier und Stellvertreter Gerhard Müller wurden die Herausforderungen für den Staatswald und die Bayerischen Staatsforsten aus dem Klimawandel ebenso thematisiert wie die schwierige Holzmarktlage und der große, fachkundige Einsatz der Beschäftigten für den Staatswald.

    Am Forstbetrieb Nordhalben informierte sich bei einem persönlichen Besuch der Vorsitzende des Beirats der Bayerischen Staatsforsten, MdL Martin Schöffel, über die aktuelle Waldschutz-Situation nach den Trockenjahren 2018 und 2019 sowie nach den aktuellen Stürmen im Februar 2020. Der Beirat der Bayerischen Staatsforsten besteht aus 22 Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Verbänden. Er berät den Aufsichtsrat und vermittelt gesellschaftliche Anliegen.

    Forstbetriebsleiter Fritz Maier und Stellvertreter Gerhard Müller konnten berichten, dass die aktuellen Stürme im Staatswald des Forstbetriebs weniger Schäden angerichtet haben als befürchtet. "Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen und werden die geringen Sturmholzmengen im Rahmen unserer sowieso geplanten Jahresmengenaufarbeiten und zu den Holzkunden bringen" so Betriebsleiter Fritz Maier. Die nach Frostnächten wegen abfallender Rinde neu entdeckten Fichten mit Borkenkäferbefall werden zügig aufgearbeitet und baldmöglich aus dem Wald abtransportiert.

    Gerhard Müller berichtete über zwei große Holzlagerplätze außerhalb des Waldes in den Landkreisen Kulmbach und Hof, auf denen der Forstbetrieb Borkenkäferfichten gelagert hat. Diese Zwischenlagerung durch die Bayerischen Staatsforsten entlastete im vergangenen Jahr den Holzmarkt. Jetzt fließt das Holz zu Sägewerken in der Region ab und die Lagerplätze leeren sich.

    In Kürze werden die Waldarbeiter des Forstbetriebs mit der Pflanzung von Buchen, Eichen, Linden, Hainbuchen, Tannen und Douglasien sowie selteneren Baumarten wie Spitzahorn, Wildbirne oder Elsbeere neue, gemischte Wälder der Zukunft anlegen, die mit der erwarteten Erwärmung und Trockenheit besser zurecht kommen als die jetzigen, fichtengeprägten Wälder im Forstbetrieb. Insgesamt 47 ha Klimawald werden in diesem Geschäftsjahr am Forstbetrieb Nordhalben neu gesät und gepflanzt.

    Beiratsvorsitzender MdL Martin Schöffel bedankte sich abschließend für den großen Einsatz der Beschäftigten der BaySF und stellte fest: "Die Zeiten für die Forstwirtschaft sind herausfordernd. Trotzdem können wir mit unserem nachwachsenden, hervorragenden Rohstoff Holz aus gemischten Wäldern optimistisch in die Zukunft schauen".

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    news-2163 Fri, 21 Feb 2020 14:48:45 +0100 Teamwork bei der Brautsuche http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2163&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a6446c298d989e866b72a7e4c451450e Wie kommt die "Braut" (der teuerste Stamm) zur Wertholzversteigerung?

    21. Februar 2020, Waging - Bei der diesjährigen Südostbayern Submission in Waging erzielte eine Eiche der Bayerischen Staatsforsten aus dem Forstbetrieb Berchtesgaden den höchsten Preis. Für diese "Braut" wurde insgesamt 2.892 € bezahlt. Bevor z. B. Schreiner, Instrumentenbauer oder Furnierhersteller für die edlen Hölzer ihre Angebote abgeben, müssen die wertvollen Stämme erst einmal gefunden werden. Dazu ist Erfahrungswissen und Leidenschaft notwendig.

    Der Bad Reichenhaller BaySF-Förster Hubert Graßl, der bereits seit vielen Jahren mit Gespür und Umsicht besondere Stämme für die Wertholzversteigerung bereitstellt, war mit seinem Team in diesem Jahr besonders erfolgreich. Es gilt aus dem jährlichen Einschlag die besten Stämme auszusuchen. Die dem Wald und der Heimat besonders verbundenen Forstwirte Martin Koch und Matthias Unterrainer fanden bereits im Herbst in der Pidinger Au eine Eiche mit geschwächter Vitalität. Noch wussten sie nicht, dass dieser Baum im Februar von einem Karlsruher Furnierwerk zur "Braut" auserkoren würde. Nach forstlicher Zustimmung von Hubert Graßl wurde der Baum behutsam gefällt und für die Submission vorbereitet.

    BaySF-Försterin Petra Demmel sorgte dafür, dass die künftige "Braut" zusammen mit Tannen und Fichten vom Lattengebirge und Lärchen aus Freilassing nach Waging gefahren wurden. "Es ist schön, wenn die gute Zusammenarbeit von Profis im Wald belohnt wird" freut sich der Forstbetriebsleiter Daniel Müller, der darauf bedacht ist, dass nie zu viele Bäume gefällt werden.

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    news-2162 Fri, 21 Feb 2020 13:06:43 +0100 Rekord-Erlös wird in Klimawald investiert http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2162&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3a5d9c7004da555e4062c837980e850d 21. Februar 2020, Landsberg a. Lech - Eine im Westerholz geerntete Eiche erzielte einen Rekorderlös bei der diesjährigen Wertholz-Versteigerung in St. Heinrich am Starnberger See: Für den einzelnen Baumstamm wurden 1.450 Euro bezahlt. Der Forstbetrieb Landsberg der Bayerischen Staatsforsten investiert den Gewinn in den klimastabilen Wald der Zukunft und pflanzt 1.000 junge Eichen und Linden.

    Von Schongau bis Aichach, von Kaufbeuren bis zum Ammersee erstrecken sich die vom Forstbetrieb Landsberg bewirtschafteten Wälder in Staatsbesitz: Auf 15.000 ha Fläche werden jährlich über 130.000 Kubikmeter Holz geerntet. Der größte Teil entfällt auf Massenware für die Herstellung von Brettern und Papier. 20 Kubikmeter Holz jedoch wurden heuer als erlesene Ware bei der Oberland-Wertholzsubmission zur Versteigerung angeboten: Neben besonders dicken Eichen auch seltene Vogelkirschen.

    Den höchsten Preis erzielte eine 4,8 Meter lange und 78 cm durchmessende Eiche aus dem Westerholz: Ein unterfränkischer Furnierhersteller zahlte 1.450 Euro für den Stamm. "Der Wald und die Forstwirtschaft machen gerade schwere Zeiten durch." erläutert Forstbetriebsleiter Robert Bocksberger. "Stürme, Trockenheit und Borkenkäfer verursachen große Mengen Schadholz, weshalb die Holzpreise stark gesunken sind. Auf der anderen Seite stehen wir in Zeiten der Klimakrise vor der Herausforderung, den klimastabilen Wald der Zukunft zu gestalten. Aber Bäume zu pflanzen kostet viel Geld!"

    Der Erlös für die alte Eiche kommt dem Forstbetrieb in dieser Situation gelegen. Klaus Wehr, Revierleiter in Moorenweis und damit der für das Westerholz zuständige Förster, plant für das Frühjahr die Pflanzung kleiner Eichen und Linden: "Das von uns verwendete hochqualitative Pflanzgut, die sorgfältige Pflanzung und der Schutz der Pflanzen vor Wildverbiss sind nicht ganz billig." Die nachhaltige Ernte starken Holzes leistet somit einen wichtigen Beitrag, dass auch in Zukunft Eichen im Westerholz stehen: Als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, als wertvolles Produkt einer naturnahen Waldwirtschaft und als klimastabile Zukunftsbäume, die mit Trockenheit und steigenden Temperaturen gut zurechtkommen. 

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    news-2161 Thu, 20 Feb 2020 15:53:35 +0100 Beste Preise für bestes Holz http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2161&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b5ed78d5a7b2fb147a52301c67d877f7 Forstbetrieb Wasserburg: Sehr gute Ergebnisse bei der Wertholzsubmission Otting/Waging am See, 14. Februar 2020 – Mit großer Spannung erwarteten private Waldbesitzer, Vertreter der Forstverwaltung und der Bayerischen Staatsforsten die Präsentation der Ergebnisse der diesjährigen Wertholzsubmission Süd-Ost Bayern in Otting. Schnell zeigt sich, die Menge des angebotenen Wertholzes waren zwar geringer als im Vorjahr, die Preise sind jedoch auf einem Rekordniveau.

    299 wertvolle Holzstämme aus den Wäldern der Waldbesitzervereinigungen Traunstein und Lauf-Berchtesgaden sowie aus den Forstbetrieben Ruhpolding, Berchtesgaden, Freising und Wasserburg wurden an der diesjährigen Submission per Höchstgebot verkauft. Besonders hohe Preise erzielten heuer Lärchen-, Eichen und Bergahornstämme. Die diesjährige Braut (der teuerste Stamm einer Submission) war eine Eiche aus dem Forstbetrieb Berchtesgaden. Der 70 cm starke Eichenstamm erlöste insgesamt 2.892 €. Käufer ist ein Funierhersteller aus Baden-Württemberg, spezialisiert auf edle Anwendungen im Innenausbau und Automobilbereich. Das zunehmende Interesse von Funierherstellern an der Submission bestätigt das hochwertige Angebot und wirkt sich deutlich auf die Preise aus. „Die Funierhersteller haben immer den dicksten Geldbeutel dabei“ so Remigius Hammerl, Moderator der Ergebnispräsentation.

    Von den hohen Verkaufspreisen ist man auch am Forstbetrieb Wasserburg sehr erfreut. „Überraschend ist vor allem die Roteiche und auch unsere Lärchen gingen sehr gut weg“ berichtete Sebastian Klinghardt, stellv. Forstbetriebsleiter. So kam jeweils der teuerste Stamm der Baumart Kirsche, Roteiche und Douglasie aus den Wäldern um Wasserburg „Also die teuerste Kirsche kam aus Anzing“ stellt Anton Würfel, Revierförster aus Anzing voller Stolz fest.

    „Die gute Nachfrage nach hochwertigem Holz zu hohen Preisen ist Balsam für die derzeit vielfach geplagten Waldbesitzer“ so Hammerl. Waldbesitzer können seit Längerem für Fichte-Standartware aufgrund von Borkenkäfer, Schneebruch und Sturmschäden nur geringe Einnahmen erzielen. Die deutliche Preisdifferenz von Submissionsholz zur Standartware zeigt: Es lohnt sich in die Pflege des Waldes und in die Begründung von Mischbestände zu investieren.

    Hinweis:
    Die Südostbayern Submission wird seit 2007 von der Waldbesitzervereinigung (WBV) Traunstein, der WBV Laufen – Berchtesgaden, dem Forstbetrieb Ruhpolding (BaySF) und dem Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Traunstein veranstaltet.

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    news-2160 Thu, 20 Feb 2020 14:21:00 +0100 Kaniber startet Runden Tisch für ihre Holzbau-Initiative http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2160&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0a100c9b601fab2a472621e79e90fdda Pressemitteilung des StMELF (20. Februar 2020) München – Staatsministerin Michaela Kaniber hat sich zum Ziel gesetzt, dass Bayern beim Bauen mit Holz die Spitzenstellung einnimmt. „Dazu müssen wir den Holzbau so in die Fläche bringen, dass er selbstverständlich wird. Dazu muss es zum Standard werden, dass bezahlbare Wohnhäuser, Bürogebäude, Vereinsheime, Kitas und mehr aus Holz gebaut sind“, sagte Kaniber. Um dieses Ziel zu erreichen, hat sie einen Runden Tisch mit Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden einberufen, der am Donnerstag zum ersten Mal im Forstministerium zusammentrat.
    Kaniber verwies dabei auf die zentrale Rolle von Holz beim Klimaschutz: „Heimisches Holz ist der umweltfreundlichste aller Baustoffe – und zudem ein ausgesprochen wirkungsvoller Klimaspeicher“, sagte sie. Jeder einzelne Kubikmeter Holz entziehe der Atmosphäre während seines Wachstums eine Tonne Kohlendioxid, das dann in Holzhäusern für Jahrzehnte gespeichert ist. Deshalb sei dringend erforderlich, wirksame Akzente für mehr Bauen mit Holz zu setzen. Schließlich stehe der Rohstoff in mehr als ausrei-chender Menge zur Verfügung, Bayern sei Waldland Nummer eins in Deutschland. Kaniber: „Wir können unsere Wälder dauerhaft mit gutem Gewissen nutzen, auch in Zeiten des Klimawandels. Denn jedes Einfamilienhaus, das aus bayerischem Holz gebaut wird, ist schon nach 40 Sekunden wieder nachgewachsen. Ökologischer und nachhaltiger geht es nicht.“
    Von den Teilnehmern des Runden Tisches erhofft sich die Ministerin einen intensiven Dialog und den Mut, über neue Wege und Weichenstellungen nachzudenken: „Wir brauchen pragmatische, innovative und zukunftsfähige Lösungen, die den Holzbau auf die Fläche und in unsere Städte bringen“, so Kaniber. Gerade in Ballungsräumen sieht die Ministerin dank der hervorragenden Material- und Fertigungseigenschaften von Holz noch riesige Potenziale. Der Runde Tisch soll in den nächsten Monaten unter anderem klären, wie Anreize für klimafreundliches Bauen gesetzt, die Vorbildfunktion des öffentlichen Baus gestärkt und Forschung und Öffentlichkeitsarbeit verbessert werden können. Dazu werden mehrere Arbeitsgruppen gebildet. Erste Ergebnisse erwartet Kaniber bis Sommer dieses Jahres.

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    news-2159 Wed, 19 Feb 2020 16:53:12 +0100 Bannwald bei Ottobeuren http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2159&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cd9969c55ae1b0bfaa5861a8b09f52f0 Forstbetrieb beseitigt geschädigte Bäume nach Orkan Sabine

    19. Februar 2020, Ottobeuren - Der Forstbetrieb Ottobeuren beseitigt im Bannwald bei Ottobeuren aktuell die Sturmschäden des Orkans Sabine. Geworfene Fichten im Bestand müssen aufgrund der Borkenkäfergefahr aufgearbeitet, hängende Bäume aus Sicherheitsgründen gefällt und Wanderwege im beliebten Naherholungsgebiet freigeschnitten werden.

    Der Orkan hat konsequente Auslese gehalten. Insbesondere vorgeschädigte und disponierte Bäume sind der Gewalt des Sturms zum Opfer gefallen: "Ob schlecht bewurzelte Bäume auf nassen oder verdichteten Standorten, strukturelle Schwächen durch Baumhöhlen, Zwiesel, Fäulen oder Pilze: Die Natur kennt kein Erbarmen", so Forstbetriebsleiter Dr. Hermann S. Walter. Während gebrochenes oder geworfenes Laubholz im Sinne des Waldnaturschutzes auch als wertvolles Strukturelement belassen werden kann, gelte es, sämtliches brutraumtaugliches Nadelholz aus Gründen der Borkenkäfervorsorge nun rechtzeitig aufzuarbeiten. "Im Zuge der Aufräumarbeiten werden wir auch stark geschädigte Eschen an den Wanderwegen entnehmen, um etwaigen Unfällen vorzubeugen", ergänzt der zuständige Revierleiter Tobias Kraus. Das Eschentriebsterben wird durch einen aus Asien eingeschleppten hoch aggressiven Pilz ausgelöst.

    Der Forstbetrieb Ottobeuren bittet die Erholungssuchenden für die kurzfristigen Einschränkungen während der anstehenden Arbeiten um Verständnis: Im Interesse der eigenen Sicherheit dürfen die gesperrten Wege und Waldbestände während der Arbeiten nicht betreten werden. Die Warnhinweise sind zum eigenen Schutz stets zu beachten. Etwaige Schäden an den Wegen im Bannwald werden zeitnah nach Abschluss der Holzerntemaßnahme wieder in Stand gesetzt.

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    news-2158 Wed, 19 Feb 2020 09:33:16 +0100 Der Radlsommer kann kommen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2158&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9b32dd1d7addc68980600e3a8615a024 Gefährliche Eschen am Donauradweg gefällt

    19. Februar 2020, Weißenhorn - Die Esche ist im Donauwald zwischen Weissingen und Leipheim eine der häufigsten Baumarten. Aufgrund einer Krankheit, dem Eschentriebsterben, sterben derzeit viele Eschen ab. Um die Gefahr für Waldbesucher zu reduzieren, mussten im Donauwald etliche Eschen gefällt werden. Die Baumkronen werden als ökologisch wertvolles Totholz im Wald belassen.

    Viele Eschen sind durch eine Pilzerkrankung, dem Eschentriebsterben, befallen, die zu einem Absterben der Bäume führt. In dessen Folge werden auch die Wurzeln zerstört, sodass die betroffenen Bäume zum Teil unkontrolliert umfallen. Auch waren einige Bäume innerlich faul und damit nicht mehr bruchsicher. Das gefährdet Radfahrer und Fußgänger, sodass der Forstbetrieb Weißenhorn die potenziell gefährlichen Eschen entlang des Weissinger Sträßchens fällen musste. Der Sturm Sabine hat an vielen Stellen gezeigt, wie schnell solche kranken Eschen umfallen können.

    "Da entlang des Radweges auffällig viele Eschen betroffen waren, musste eine entsprechend hohe Anzahl Bäume gefällt werden.", so die zuständige Revierleiterin Johanna Gierth. "Insbesondere in einem so stark durch Besucher frequentiertem Gebiet wie dem Donauwald, müssen wir die Risiken für die Besucher durch die absterbenden Eschen gut im Blick behalten. Hier hat die Sicherheit der Waldbesucher Vorrang."

    Die teils mächtigen Äste und Baumkronen der Eschen säumen nun den Donauradweg zwischen Weissingen und Leipheim. Was auf den ersten Blick etwas unordentlich aussehen mag, stellt bei genauerem Hinsehen einen vielfältigen Lebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten dar.

    Das Belassen von Totholz im Wald ist Teil des Naturschutzkonzeptes der Bayerischen Staatsforsten. Dieses hat zum Ziel, Totholz der Baumarten, die zur natürlichen Waldgesellschaft gehören, anzureichern. Viele Waldarten sind vom Vorkommen von Alt- und Totholz abhängig. Auch liegendes Totholz und Reisighaufen sind Teil des Ökosystems Wald. In den verschiedenen Zersetzungsstadien bieten sie vielen Vögeln, Kleintieren, Insekten und Pilzen eine wichtige Lebensgrundlage - als Wohnraum und als Nahrungsgrundlage. Die Anreicherung von Totholz ist damit ein Baustein von vielen, um die Artenvielfalt im Wald zu erhöhen und das Vorkommen einiger Arten langfristig zu sichern.

    Sobald das Wetter passt, wird der Weg wieder gerichtet. Winterschäden sowie Schäden, die durch die Verkehrssicherungsmaßnahme oder den Sturm Sabine entstanden sind, werden beseitigt. "Dann ist der Donauradweg bereit für die neue Radl-Saison.", so Revierleiterin Gierth.

    Weitere Informationen zum Thema Naturschutz finden Sie im Naturschutzkonzept der Bayerischen Staatsforsten

     

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    news-2157 Wed, 19 Feb 2020 07:58:13 +0100 Lebensraum für Kreuzotter und Feuersalamander http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2157&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=728f9e99b60521b9a9ad63aba2313fd8 Forstbetrieb Fichtelberg schafft Verbindungskorridor für wärmeliebende Arten

    19. Februar 2020, Warmensteinach - In den sonst dichten Wäldern im Steinachtal zwischen Weidenberg und Warmensteinach schaffen die Bayerischen Staatsforsten optimale Lebensbedingungen für wärmeliebende Arten. Eine ehemalige Stromleitungstrasse wird so hergerichtet, dass sie von Kreuzotter, Feuersalamander und anderen Tierarten als Lebensraum und Wanderkorridor genutzt werden kann.

    "Julian, gib Gas!", ruft Forstwirt Ewald Vogel seinem jungen Kollegen zu, der gut 30 Meter entfernt eine kleine motorgetriebene Winde bedient. Julian Brandner, Forstwirt-Azubi beim Forstbetrieb Fichtelberg zieht mit dem Hilfsmittel das dicke Bündel aus abgesägten kleinen Fichten und Buchen von der Freifläche an den Bestandsrand. Die Bäumchen und Zweige hatte Forstwirtschaftsmeister Manfred Schwanitz vorher mit der Motorsäge gefällt und dadurch die Schneise erweitert. Die drei arbeiten an einer neu geschaffenen Naturschutzfläche des Forstbetriebs Fichtelberg. Hier im Steinachtal bei Neuwerk verlief früher eine Hochspannungsleitung vom Talgrund den Hang hinauf und dann weiter nach Rügersberg. Die Stromleitung selbst wurde schon vor Jahrzehnten abgebaut, die Leitungstrasse war über die Jahre weitgehend mit Fichten und Buchen dicht zugewachsen.

    Jetzt schaffen die Forstmitarbeiter einen geeigneten Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten, die warme und sonnige Bedingungen brauchen. "Wir denken bei dieser Fläche an Kreuzotter und Feuersalamander." erklärt Manfred Schwanitz die Aktion. "Aber auch die vielfältige Insektenwelt wollen wir fördern, die wiederum den Vögeln als Nahrung dient."

    Das neugeschaffene Biotop umfasst eine Fläche von gut einem Hektar, das entspricht der Größe von fast zwei Fußballfeldern. Ein buchtiger Saum bildet einen sanften Übergang zum angrenzenden Hochwald. Die am Rand der Fläche zusammengezogenen Bündel aus abgeschnittenen Bäumchen dienen zukünftig als Nist- und Schlafplatz für allerlei tierische Waldbewohner. Auf der Freifläche wächst teilweise schon jetzt ein dichter Teppich aus Heidel- und Preiselbeersträuchern. Auch Besenheide und Ginster sollen sich hier in Zukunft weiter ausbreiten.

    Die Baumfällung wird noch im Februar abgeschlossen, um nicht im Frühjahr die Vogelbrut zu stören. Das war eine Auflage der Naturschutzbehörde, mit der die Maßnahme im Vorfeld intensiv abgestimmt wurde. Auch in den kommenden Jahren werden die Mitarbeiter des Forstbetriebs die Fläche regelmäßig pflegen, um diesen besonderen Lebensraum im Steinachtal zu erhalten.

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    news-2156 Fri, 14 Feb 2020 09:46:39 +0100 Kaniber startet Millionen-Programm für klimafeste Wälder http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2156&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7e4901ff2b3a61768032745d52145615 Pressemitteilung des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

    14. Februar 2020, München - Mit einem millionenschweren Förderprogramm will Staatsministerin Michaela Kaniber den Aufbau klimafester und artenreicher Wälder im Freistaat vorantreiben. Die Ministerin hat dazu die Zuschüsse für private Waldbesitzer und Kommunen, die zukunftsfähige Mischwälder pflanzen, pflegen und erhalten, nahezu verdoppelt: Der Freistaat übernimmt damit künftig bis zu 90 Prozent der entstehenden Kosten. "Unsere Wälder leiden sehr unter dem Klimawandel. Wir müssen sie stärken und für die Zukunft rüsten, damit wir sie für unsere Kinder und Enkel erhalten können", sagte Kaniber in München. Weil klimafeste Zukunftswälder allen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommen, lasse der Freistaat die Waldbesitzer bei dieser Riesenaufgabe nicht allein.

    Bis zu 80 Millionen Euro, davon rund 30 Millionen Euro Bundesmittel, will die Ministerin allein heuer bereitstellen. Sie erwartet sich davon kräftigen Rückenwind für den Umbau labiler Nadelwälder und eine rasche Wiederbewaldung der durch Stürme, Dürre oder Schädlinge entstandenen Kahlflächen. Besondere Herausforderung sind laut Kaniber die in Bayern oft geringen Besitzgrößen: 56 Prozent der Wälder - rund 1,5 Millionen Hektar - sind auf 700.000 private Waldbesitzer verteilt. 12 Prozent der Wälder gehören den Kommunen, 30 Prozent dem Staat und zwei Prozent dem Bund.

    Der Ministerin zufolge ist der Wald nicht nur Betroffener des Klimawandels, sondern auch wichtiger Teil der Lösung. Wälder seien als Klimaspeicher von unschätzbarem Wert. "Wenn Bäume wachsen, entziehen sie der Atmosphäre Kohlendioxid und speichern es als Kohlenstoff im Holz - allein in Bayern rund 27 Millionen Tonnen pro Jahr", so Kaniber. Weil aber sterbende Bäume das Klimagas wieder freisetzen, sei es entscheidend, die Wälder auf Dauer intakt, stabil und vital zu halten. Dafür brauche es Baumarten, die dem Klima der Zukunft standhalten können. Zudem seien die Waldbesitzer gut beraten, in ihren Wäldern künftig auf drei oder mehr unterschiedliche Baumarten zu setzen - um klimabedingte Risiken zu streuen. Weil es hier an Erfahrung oft fehlt, hat die Ministerin jetzt von einer Arbeitsgruppe aus Wissenschaftlern und Praktikern Leitlinien für die Praxis erarbeiten lassen. Sie zeigen Chancen und Risiken für bereits etablierte sowie alternative Baumarten und sollen die Auswahl geeigneter Baumarten für stabile Zukunftswälder erleichtern.

    Die Leitlinien werden laut Kaniber im Zuge neuer Erkenntnisse und Erfahrungen aus Wissenschaft und Praxis stetig weiterentwickelt. Sie sind ein Gemeinschaftsprojekt des Forstministeriums mit der TU München, der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, der Universität Bayreuth, der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, dem Bayerischen Amt für Waldgenetik sowie Fachleuten der Forstverwaltung und der Bayerischen Staatsforsten.

    Das neue Förderprogramm sowie die Leitlinien "Baumarten für den Klimawald" finden sich im Internet unter

    www.waldbesitzer-portal.bayern.de/foerderung
    www.waldbesitzer-portal.bayern.de/klimawald-baumarten

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    news-2155 Thu, 13 Feb 2020 14:40:25 +0100 Lebensgefahr im Wald – die Folgen des Sturmtiefs Sabine http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2155&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a4a507170403dabac0210c28cec003ed 13. Februar 2020, Weißenhorn - Das Sturmtief Sabine hinterlässt in den Wäldern des Forstbetriebes Weißenhorn seine Spuren. Die Bayerischen Staatsforsten warnen aufgrund der aktuellen Sturmschäden vor dem Betreten des Waldes. Es herrscht mancherorts Lebensgefahr wegen umfallender Bäume oder herabfallender Baumteile und Äste.

    Noch sind nicht alle Waldwege wieder passierbar. Viele sind durch Bäume oder Äste blockiert. Die Mitarbeiter des Forstbetriebes Weißenhorn arbeiten daran, die Wege frei zu schneiden und damit auch die Möglichkeit zu erhalten, den Schaden in den Wäldern abzuschätzen. "Wir bemühen uns die Hauptwege im Wald freizuräumen und die größten Gefahren zeitnah zu beseitigen", so Linda Madl, Forstbetriebsleiterin des Forstbetriebs Weißenhorn.

    Um Unfälle zu vermeiden sollten Spaziergänger vor allem die Bereiche mit Windwürfen und -brüchen unbedingt meiden. Auch bei einzelnen schräg hängenden Bäumen besteht Lebensgefahr! Vorgeschädigte Bäume könnten bereits bei leichtem Wind umfallen. Gleiches gilt für angebrochene oder lose Äste.

    Sind die Wege frei, beginnt das Aufräumen der Schäden im Waldbestand. Hier ist vor allem die schnelle Aufarbeitung von geschädigten Fichten und abgebrochenen Fichtenkronen von Bedeutung. Diese bieten dem Borkenkäfer im Sommer ideales Brutmaterial. Um eine massive Vermehrung der Borkenkäfer zu verhindern, muss daher das Holz möglichst rasch aus dem Wald gebracht werden. Die Arbeiten können zu kurzfristigen Sperrungen der Waldwege führen. Der Forstbetrieb bittet hier um Verständnis.

    Hier finden Sie weitere Informationen zum Forstbetrieb Weißenhorn und zum Thema Sturm bzw. Borkenkäfer.

     

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    news-2154 Wed, 12 Feb 2020 07:00:40 +0100 Sturmschäden im Wald: Forstbetrieb rät dringend von Waldbesuchen ab http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2154&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cb17b5c6d87089f76e4ffbdcf89f31df 11. Februar 2020, Ottobeuren -  Im Bereich des Forstbetriebes Ottobeuren der Bayerischen Staatsforsten hat Orkan Sabine zahlreiche Bäume entwurzelt oder gebrochen. Verbreitet sind die Forstwege durch querliegende Bäume blockiert. Der Schaden lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht belastbar quantifizieren.

    Der Forstbetrieb rät dringend von Waldbesuchen ab: Vorgeschädigte Bäume können bereits bei leichtem Wind umfallen. Gleiches gilt für angebrochene oder lose hängende Äste oder Wipfel, die unvermittelt herunterfallen können. „Wir warnen eindringlich davor, die Gefahrenlage zu unterschätzen. Im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit: Bleiben Sie dem Wald fern!“, so Forstbetriebsleiter Dr. Hermann S. Walter.

    Sobald es die Wetterlage zulässt, werden zunächst die Hauptwege freigeschnitten. Die verstreut liegenden Hölzer gilt es anschließend rasch aufzuarbeiten. Wenn der Borkenkäfer im April ausfliegt, bietet das vom Sturm geworfene Holz dem Käfer optimalen Brutraum. Das Holz muss daher rechtzeitig aufgearbeitet und aus dem Wald gebracht werden, um einer möglichen Borkenkäferkalamität vorzubeugen. Bei der anstehenden Sturmholzaufarbeitung im gesamten Betriebsbereich bittet der Forstbetrieb Ottobeuren um Verständnis für die im Rahmen der Aufräumarbeiten erforderlichen kurzfristigen Straßen- und Wegesperrungen.

    Der Forstbetrieb Ottobeuren ist einer von 41 Forstbetrieben der Bayerischen Staatsforsten und bewirtschaftet mit rund 50 Beschäftigten den Staatswald von der Schotterriedellandschaft über das Vorallgäu in die bewegte Allgäuer Jungmoränenlandschaft hinein. Nährstoffreiche Böden und reichlich Niederschläge erlauben den Bäumen herausragende Wuchsleistungen. Fichtendominierte Wälder werden sukzessive in standortgerechte Mischwälder mit Tanne, Buche und Edellaubbäumen umgebaut. Der Forstbetrieb setzt dabei auf eine naturnahe Forstwirtschaft mit einzelstammweiser Nutzung ohne Kahlschlag, erhöht den Totholzvorrat als elementares Strukturmerkmal für mehr Artenvielfalt im Wald, schützt dauerhaft Biotopbäume, setzt konsequent auf die natürliche Verjüngung unserer Wälder und schafft Raum für Erholungssuchende. Mehr Informationen auf der Website des Forstbetrieb Ottobeuren.

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    news-2153 Wed, 12 Feb 2020 06:56:31 +0100 Die stürmische „Sabine“ und ihre Folgen im Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2153&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=90806b334475ce05311864c9ba4122de Orkan verursacht nur geringe Schäden im Forstbetrieb Fichtelberg

    10. Februar 2020, Fichtelberg – Einigermaßen glimpflich ist der Wald im Fichtelgebirge davongekommen, als am Montag früh das Orkantief „Sabine“ über die Region hinwegfegte. Lediglich einzelne Bäume konnten dem Wind nicht widerstehen und wurden ausgewurzelt und umgeworfen.

    Umgestürzte oder abgebrochene Bäume, blockierte Straßen und Wege – das waren im Fichtelgebirge zum Glück die Ausnahmen in der Folge des Sturmtiefs „Sabine“. Erleichtert kann Winfried Pfahler, Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg, Entwarnung geben: „Manche Forststraßen und Wanderwege sind wegen umgestürzter Bäume noch nicht passierbar. Soweit wir jetzt sehen, sind aber keine größeren Schäden in unseren Wäldern entstanden“ resümiert der Forstchef von Fichtelberg und in dieser Funktion zuständig für den Staatswald im westlichen und südlichen Fichtelgebirge. „Unsere Mitarbeiter sind im Moment unterwegs, verschaffen sich ein Bild vor Ort und räumen die Wege wieder frei.“

    Dem Wald ist zugutegekommen, dass die Bäume wegen des außergewöhnlich milden Winters nicht von Schnee und Eis bedeckt waren. Dadurch konnte sie der Sturm nicht so leicht aus dem Gleichgewicht bringen und umwerfen.

    Von Waldspaziergängen rät der Forstbetriebsleiter in den nächsten Tagen eher ab. Von den teilweise vom Sturm angeschoben, labilen Bäumen und angebrochenen Ästen geht besonders bei Wind eine erhebliche Gefahr aus. Unvermittelt können sie herabstürzen und die Spaziergänger in Gefahr bringen. Winfried Pfahler: „Wir bitten um Verständnis, wenn in nächster Zeit Forstwege und Wandersteige nicht benutzt werden können. Aber wir arbeiten daran, dass Sie in wenigen Tagen wieder sicher im Wald unterwegs sein können.“

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    news-2152 Tue, 11 Feb 2020 10:29:39 +0100 Forstbetrieb Nordhalben: Soziales Engagement http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2152&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=631a82f3b43599becf3ca00d02cc917e 11. Februar 2020, Nordhalben - Zum „Nikolausmarkt“ in Nordhalben im vergangenen Dezember haben viele Kolleginnen und Kollegen Weihnachtsgeschenke gebastelt oder Holzkunstwerke hergestellt. Auf dem großen BaySF-Stand fanden diese Kunstwerke und Geschenke reißenden Absatz. Der Forstbetrieb und die Kolleginnen und Kollegen aus dem Büro konnten deshalb am 10. Februar zwei großzügige Spenden an soziale Projekte mit ehrenamtlich tätigen Helfern übergeben:

    • Förderverein Naturerlebnisbad Nordhalben (Alle Kinder sollen schwimmen lernen! Außerdem können unsere Beschäftigten im Naturerlebnisbad in Nordhalben etwas für Ihre eigene Gesundheit tun – im Sinne des Betrieblichen Gesundheitsmanagements)

    • Wünschewagen-Franken (mit diesem Wünschewagen kann sterbenskranken Menschen ein letzter, sehnlicher Wunsch erfüllt werden, wie z.B. ein letztes Mal nach Hause zur Familie, ein letztes Mal an einen bestimmten Aussichtspunkt…). Infos unter:  www.wuenschewagen-franken.de
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    news-2151 Mon, 10 Feb 2020 11:20:25 +0100 Sturmtief Sabine: Wälder und Bäume meiden! http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2151&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=34a617d9161f19423c6229046ba21fa1 Pressemitteilung des Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

    10. Februar 2020, München – Wegen Sturmtief Sabine ruft Forstministerin Michaela Kaniber die Bevölkerung auf, alle Wälder und Bäume wo immer es geht zu meiden. „Bei den aktuellen Windstärken können selbst stabil verwurzelte Bäume unvermittelt umfallen oder große Äste verlieren. Gehen oder fahren Sie nicht durch Wälder und halten Sie sich nicht unter Bäumen auf!“, sagte die Ministerin.Laut den Meteorologen soll bis einschließlich Dienstag das stürmische Wetter mit Orkanböen in Bayern anhalten. Starker bis stürmischer Wind ist auch danach noch zu erwarten. Das Ministerium empfiehlt, auch nach Abklingen der Stürme auf Waldbesuche einige Tage zu verzichten, weil die von Bäumen ausgehende Gefahr nach Stürmen dieser Stärke länger anhält.

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    news-2150 Fri, 07 Feb 2020 13:12:46 +0100 Borkenkäfer gefährdet Naturschutzgebiet http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2150&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=479c26c4fb1a33b41291a2139684856f Zwingend notwendiger Bau eines Rückeweges im Naturschutzgebiet Salzberg

    05. Februar 2020, Neuendorf/Hammelburg – Die vergangenen zwei viel zu trockenen Jahre haben zu einer Massenvermehrung bei dem Borkenkäfer an der Fichte geführt. Auch der Staatswald im Salzberg, ein Naturschutzgebiet mit sehr viel Fichten zwischen Hofstetten und Steinbach ist seitdem stark betroffen. Nun ist der Käferbefall auch in die nicht erreichbaren Lagen direkt am Steilhang oberhalb des Mains vorgedrungen, was den Bau eines neuen Rückeweges unumgänglich macht.

    Im Naturschutzgebiet Salzberg zwischen Hofstetten und Steinbach, in dem sich früher eine – inzwischen erloschene Graureiherkolonie befand – hat der zuständige Forstbetrieb Hammelburg mit den Folgen des Klimawandels zu kämpfen. Nachdem dort bereits in den vergangenen beiden Trockenjahren in den vorherrschenden Fichtenbeständen massive Borkenkäferschäden aufgetreten sind, hat der Baumschädling nunmehr die unerschlossenen Hangbereiche befallen. Da in den kommenden Jahren ein noch stärkerer Befall zu befürchten ist, droht sich dort der gesamte Fichtenbestand aufzulösen, so dass eine große Kahlfläche im ausgewiesenen Schutzwald entstünde. Dem kann nur mit dem Fällen und Abtransport des befallenen Holzes begegnet werden. Da jedoch kein Weg zu den aktuell etwa 100-150 betroffenen Bäumen führt, wurde jetzt vom Forstbetrieb Hammelburg die Genehmigung zum Bau eines Rückeweges bei der Höheren Naturschutzbehörde an der Regierung von Unterfranken beantragt. Diese ist zuständig für derartige Befreiungen von der Naturschutzgebietsverordnung. Um gemeinsam die Problematik zu diskutieren, fand zusammen mit Vertretern des Amtes für Landwirtschaft und Forsten, dem Landratsamt Karlstadt, der Höheren Naturschutzbehörde und dem Forstbetrieb ein vor Ort Termin statt, bei dem sämtliche Möglichkeiten diskutiert worden sind. Dabei kam man übereinstimmend zu der Überzeugung, dass es keine realistischen Alternativen zu dem Neubau eines Rückeweges gibt, sodass die Höhere Naturschutzbehörde die Ausnahmegenehmigung erteilt hat.

    In dem Bescheid der Höheren Naturschutzbehörde wurde auch das starke öffentliche Interesse betont, um noch viel weitergehende Schäden – auch an den angrenzenden Privatwäldern – verhindern zu können. Die Eingriffe sollen dabei so schonend wie möglich erfolgen, was sich auch in diversen Auflagen der Behörde niederschlägt. Daniel Zippert (Forstbetriebsleiter) und Axel Scholz (Revierleiter), die beiden zuständigen Vertreter der Bayerischen Staatsforsten versichern, dass es wirklich zwingend notwendig ist diesen Weg zu bauen um sowohl den Borkenkäfer zu bekämpfen als auch die Straßenverkehrssicherung der MSP11 dauerhaft zu gewährleisten. „Wir werden die Eingriffe im Naturschutzgebiet so gering wie möglich halten“ so Daniel Zippert „und es ist uns bewusst, dass wir uns hier in einem Spannungsfeld bewegen, aber es gibt hier wirklich keine Alternative, wenn wir die gesetzlichen Vorgaben des Waldgesetzes und die Straßensicherung gewährleisten wollen. Zippert und Scholz bitten für die Maßnahme und auch die Einschränkungen bei der Straßenbenutzung während der Bauzeit um das Verständnis der Bevölkerung.

    Während der ca. 2- bis 3-wöchigen Arbeiten (Trassenaufhieb, Baggerarbeiten, Einschlag und Abtransport der Käferfichten) kommt es ab dem 6. Februar 2020 auf der Kreisstraße MSP 11 zwischen Hofstetten und Steinbach durch zeitweise Straßensperrungen immer wieder zu Behinderungen.

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    news-2149 Thu, 06 Feb 2020 08:35:19 +0100 Schwedische Förster besuchen bayerische Wälder in Simbach http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2149&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=185ee72decb299f439ea9a1a2caeeec4 Schweden haben großes Interesse am erfolgreichen Borkenkäfermanagement der Bayerischen

    05. Februar 2020, Wasserburg/Simbach -  Eine hochrangig besetzte Delegation der schwedischen Forstverwaltung „Skogsstyrelsen“ besuchte den Forstbetrieb Wasserburg der Bayerischen Staatsforsten, um sich über die Bekämpfung des Borkenkäfers zu informieren. Vor allem die selbst entwickelte App „ZE-Insekt“ und ein klimaangepasster Waldumbau standen dabei im Mittelpunkt. Auch Schweden wird zukünftig bedingt durch den Klimawandel vermehrt mit Borkenkäfer zu kämpfen haben. Darauf wollen die Skandinavier vorbereitet sein und holten sich daher Handlungsempfehlungen von ihren bayerischen Kollegen.

    Grund für dieses länderübergreifende Zusammentreffen war eine Anfrage seitens des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, vertreten durch Ralf Petercord. Das waldreiche Schweden wird in jüngster Zeit deutlich stärker von Borkenkäferplagen heimgesucht als bisher. Die ca. 4mm großen Insekten bohren sich vorzugsweise in die Rinde von Fichten ein. Der befallene Baum versucht sich noch durch Harzbildung zu retten, in trockenen und warmen Jahren führt er allerdings einen aussichtlosen Kampf. Umso dringlicher ist dort der Handlungsbedarf.

    „Die frühzeitige Suche nach befallenen Fichten und die rasche Aufarbeitung sind die wichtigsten Aspekte eines wirkungsvollen Borkenkäfermanagements“, erklärte Forstbetriebsleiter Heinz Utschig den schwedischen Kollegen. In wenigen Wochen wird am Forstbetrieb Wasserburg bereits mit der Suche nach befallen Bäumen begonnen. Eine Mannschaft von 80 Personen sucht hierbei 20.000 ha in vier Tagen ab. In Zukunft könnten hier z.B. auch Drohnen unterstützen, deren Einsatz derzeit jedoch nur eingeschränkt sinnvoll ist. „Wenn die Drohne eine befallene Fichte erkennt, ist es meist schon zu spät“ sagte Petercord. Um eine schnelle Aufarbeitung zu ermöglichen setzen die Bayerischen Staatsforsten die eigens entwickelte Smartphone-App „ZE-Insekt“ ein. GPS-Koordinaten, Anzahl befallener Bäume sowie das Entwicklungsstadium des Borkenkäfers werden darin erfasst. Diese Informationen stehen tagesaktuell dem Forstbetrieb zur Verfügung und beschleunigen die Koordination des eingesetzten Personals. Eine Bagatellgrenze gibt es hierbei nicht: „Wir arbeiten jeden vom Borkenkäfer befallenen Baum auf“ bekräftigte Martin Klinger, Revierleiter in Simbach.

    Die Bekämpfung erfolgt nicht nur akut an geschädigten Bäumen, sondern auch längerfristig durch einen gezielten Waldumbau. So werden bereits seit den achtziger Jahren vor allem Buchen, Tannen und Douglasien unter Fichten gepflanzt. Die Bestände werden dadurch stabiler gegenüber Stürmen und Trockenheit. Sollte dennoch ein Schadereignis auftreten und die Altbäume absterben, ist bereits eine neue Generation an Waldbäumen vorhanden. „Ziel einer effektiven Bekämpfung ist die Vermeidung von großen Kahlflächen“ sagte Utschig.

    Das Borkenkäfermanagement des Forstbetriebes Wasserburg traf auf großes Interesse. Mit vielen Ideen und einem guten Gefühl wieder „Herr der Lage“ werden zu können traten die schwedischen Forstleute die Heimreise an. „Heute war ein Tag der Hoffnung“ mit diesem Satz fasste Herman Sundqvist, Leiter der Schwedischen Forstverwaltung, den Tag treffend zusammen.  

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    news-2148 Mon, 03 Feb 2020 13:30:53 +0100 Die Bayerischen Staatsforsten und die Forstverwaltung wünschen gute Erholung http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2148&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a6ef50e63850b8bf569f25eaec329c99 Neue Sitzgruppen laden zum Wandern und Verweilen im Wald ein

    03. Februar 2020, Ebern/Stöckach/Oberelsbach - Was gibt es schöneres, als einen Waldspaziergang an der frischen Luft und dazu vielleicht noch eine Rast mit einer kleinen Brotzeit? In einem gemeinschaftlichen Projekt haben Bayerische Staatsforsten und die Bayerische Forstverwaltung dafür gesorgt, dass diese Rast nun an einigen Stellen in den Hassbergen und im Landkreis Rhön-Grabfeld auf nagelneuen Sitzgruppen stattfinden kann. Hier gibt es auch einen Tisch für die Brotzeit und falls die Wintersonne einmal schwächelt und ein paar Regentropfen fallen, auch ein Dach über dem Kopf.

    Eine der Sitzgruppen findet sich in der Nähe von Reutersbrunn am Wanderparkplatz Schafwiese bei der Zufahrt zur alten Schießanlage. Eine andere am Waldeingang in der Nähe von Stöckach. Gleich drei Sitzgruppen wurden im Revier Stockheim aufgestellt: eine im Distrikt Heidelberg, eine im Distrikt Höhn und eine in der Nähe von Oberelsbach direkt am Waldlehrpfad am Gangolfsberg.

    Finanziert wurden die Sitzgruppen im Rahmen der „besonderen Gemeinwohlleistungen“ von der Bayerischen Forstverwaltung. Aufgestellt wurden Sie dann vom Forstbetrieb Bad Königshofen der Bayerischen Staatsforsten. Beide Organisationen wünschen gute Erholung.

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    Bauen mit Holz Forstbetrieb Bad Königshofen i. Grabfeld Nachrichten
    news-2147 Thu, 30 Jan 2020 17:32:17 +0100 Echte Wintersportler… http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2147&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b352c9bfaa420f906ea2dcb7cbf3529c 30.01.2020, Sonthofen - ...nennt Förster Johann Elmar Mayr vom Forstbetrieb Sonthofen die Schneeflöhe. Derzeit kann man ihnen massenhaft in seinem Staatswaldrevier im Kürnacher Wald und anderswo begegnen. 

    Regelmäßig verlassen Schneeflöhe bei Temperaturen um den Gefrierpunkt die Bodenstreu im Wald und wechseln an vielen Stellen zu zigtausenden auf die Schneeoberfläche. Sie erschließen so neue Nahrungsgebiete: Algen, die im Schnee wachsen. Förster Johann Mayr: „Sie nutzen besonders gerne Fahr- oder Trittspuren als Schneeautobahnen und wirken dann auf den ersten Blick wie eine Wolke aus Rußpartikeln.“

    Rückt man ihnen mit den Augen auf den Pelz, bemerkt man erst die kleinen Tierchen, die gerade mal knapp zwei Millimeter Länge erreichen. Sehr lebendig geht es da zu! „Apropos Pelz, – Schneeflöhe begeben sich nackt auf ihre Winterwanderschaft und frieren trotzdem nicht. Sie genehmigen sich nämlich einen kräftigen Schluck Frostschutzmittel, das sie speziell aus ihrer Algennahrung herstellen“, weiß der Staatsforsten-Revierleiter zu berichten „Mutter Natur hat sie also bestens für Winterausflüge ausgestattet!“

    Was die sportliche Leistung angeht – sie springen ohne Mühe aus dem Stand das 50-fache ihrer Körpergröße! Die Sprungkraft ist übrigens das einzige, was sie mit den blutsaugenden Flöhen gemeinsam haben, die wir Menschen und unsere Haustiere so fürchten. „Schneeflöhe dagegen gehören zu den Abermillionen kleinen unterirdischen Helfern, die ganz unspektakulär im Wald Pflanzenrückstände zu fruchtbarem Humus umarbeiten. Auf dem Schnee sehen wir sie jetzt sozusagen schwarz auf weiß“, freut sich der Förster vom Staatsforstenbetrieb Sonthofen.

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    Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
    news-2146 Thu, 30 Jan 2020 14:28:43 +0100 Wildfütterung „Schattenwald“ ab 7. Februar geöffnet http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2146&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e3ceaa0da16416bcb0cf86b3b21aaf15 Die Bayerischen Staatsforsten laden auch heuer wieder die örtliche Bevölkerung und alle Feriengäste zum Besuch einer Rotwildfütterung ein. Die Schaufütterung des Forstbetriebs Oberammergau im „Schattenwald“ bei Graswang öffnet heuer am Freitag, den 7. Februar. Unter fachkundiger Anleitung eines Berufsjägers können große und vor allem kleine Besucher Wissenswertes zur Tierart Rotwild und zum Fütterungsbetrieb erfahren und natürlich eine Menge Rotwild in freier Natur beobachten, wenn es in der Dämmerung an die Fütterung kommt.

    Die Fütterung im ca. 35 ha großen Wintergatter, die in der Winterzeit 80 Stück Rotwild aufnimmt, wird eine Stunde vor Dunkelheit geöffnet. Beginn der Fütterung ist momentan etwa um 17:00 Uhr. Die Fütterung einschließlich der Erläuterungen dauert ca. 1 Stunde.

    Das Wintergatter „Schattenwald“ bei Graswang ist ab 7. Februar bis Mitte März jeweils Freitags, Samstags und Sonntags geöffnet, in den bayerischen Faschingsferien täglich. Der Fußweg zur Wildfütterung ist ab Graswang, Parkplatz „Schattenwaldweg“ beschildert und dauert ca. 15 Minuten. Der Eintrittspreis beträgt für Kinder ab 6 Jahren 1,- € und für Erwachsene 3,- €. Kinder bis 5 Jahre sind frei. Hunde dürfen zur Schaufütterung leider nicht mitgebracht werden.

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    Forstbetrieb Oberammergau Nachrichten
    news-2144 Tue, 28 Jan 2020 17:05:31 +0100 Grundschule Bodenwöhr erkundet Holzvollernter http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2144&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=25f5e8ad67edbc6e73989c6a348319c4 Forsttechnik der Bayerischen Staatsforsten zeigen Harvester Auf Einladung des Leiters der Forsttechnik in Bodenwöhr besuchte die Grundschule Bodenwöhr einen Harvesterhieb am Schlossberg direkt am Hammersee. Die Kinder freuten sich über den Ausflug und lernten interessante Dinge über den Wald und dessen Bewirtschaftung kennen. Die großen und dennoch sehr pfleglichen modernen Holzerntemaschinen der ForsttechnikBaySF waren natürlich das Highlight. Die Schüler konnten aus sicherem Abstand die Holzernte mit Forsttechnik - dem Kettenharvester mit Stehendentnahme - zusehen. Auch der Rückezug konnte bei der Arbeit beobachtet werden.

    Die Grundschüler hatten einen abwechslungsreichen Vormittag, bekamen Einblicke in die Arbeit der Waldbewirtschaftung und konnten sich ein Bild von der pfleglichen und nachhaltigen Forstwirtschaft im bayerischen Staatswald machen.

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    news-2143 Tue, 28 Jan 2020 16:56:31 +0100 Klimaschutz beginnt im Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2143&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ad0e47218948ef8661c9100431234b17 Forstbetrieb Hammelburg arbeitet am Klimawald von morgen (22.01.2020) – Neuwirtshaus/Hammelburg – Durch die Umwandlung nicht standortgemäßer Nadelholzreinbestände in widerstandsfähige Mischwälder und einer gezielten Waldbewirtschaftung für mehr Mischung, Struktur und Stabilität, sichert der Forstbetrieb Hammelburg die Zukunft des bayerischen Staatswaldes. Das ist wichtig, denn der Wald hat eine herausragende Bedeutung in Zeiten des Klimawandels.

    CO2 ist die Hauptursache des gegenwärtigen Klimawandels. Ein gesunder, wachsender Wald dagegen ist der beste CO2-Speicher, den es gibt. Deshalb ist es oberstes Ziel der Bayerischen Staatsforsten, die bayerischen Staatswälder gesund zu erhalten. Es wird dafür gesorgt, dass junger Wald nachwächst. Der junge, nachwachsende Wald entzieht der Atmosphäre durch seinen hohen Holzzuwachs am meisten CO2. Ein alter, stillgelegter Wald speichert weniger CO2 und gibt in der Zerfallsphase das gespeicherte CO2 sogar teilweise wieder ab.

    Der neue Wald, der im Forstbetrieb Hammelburg sowie im gesamten bayerischen Staatswald wächst, entsteht zu drei Vierteln aus Naturverjüngung. Zudem wird verstärkt der Klimawald der Zukunft auch gepflanzt. Vor allem in Wäldern, die von Trockenheit, Borkenkäfern und Sturm besonders geschädigt werden im Moment Schwerpunkte gesetzt. Dazu werden Schadflächen mit klimatoleranten Baumarten bepflanzt. Hierbei sind insbesondere Eichen und Tannen sowie Douglasien, Esskastanien und Roteichen vorgesehen.

    Im Forstbetrieb Hammelburg haben die außergewöhnlich warmen und trockenen Jahre 2018 und 2019 auch ihre Spuren hinterlassen. An vielen Stellen ist vor allem die Fichte aufgrund von Borkenkäferschäden ausgefallen, aber auch einzelne Sturmereignisse haben bestehenden Fichtenwald zerstört. In den letzten beiden Jahren hatte der Forstbetrieb Hammelburg deswegen jeweils 10-mal so viel Fichtenschadholz wie im Durchschnitt der vorhergehenden Jahre. Oftmals befindet sich bereits Verjüngung unter dem Kronendach der Altbäume. Allerdings gibt es auch immer wieder Kahlflächen, die nun Zug um Zug wiederbestockt werden müssen.

    In Hammelburg hat man sich entschlossen die Kahlflächen vor allem mit Eichen zu bepflanzen. Die Eiche ist in Unterfranken die heimische Baumart, die am besten mit dem zukünftigen Klima zurecht kommen wird. Als Lichtbaumartbenötigt sie aber in der Jugendphase sehr viel Licht, damit sie sich gegenüber anderen Baumarten gut behaupten kann. Gerade schwierige Standortverhältnisse wie sie z.B. im Bereich des Neuwirtshauser Forstes oft vorkommen sind für die Eiche mit ihrer tiefgehenden und starken Pfahlwurzel besser geeignet als für andere Baumarten. Ausserdem verfügt der Forstbetrieb nach dem Eichen-Mastjahr 2018 über ausreichend Pflanzmaterial, das man in der unternehmenseigenen Baumschule in Bayreuth letztes Jahr hat nachziehen lassen.

    Besonders froh ist man in Hammelburg über die hohe Akzeptanz der Waldwirtschaftung die im weit überwiegenden Teil der Bevölkerung vorhanden ist, wie z.B. beim Kohlenmeilerteam aus Neuwirtshaus. Der gemeinnützige Verein hat sich spontan angeboten mit einer Pflanzaktion die Idee des Klimawaldes zu unterstützen. Ausgestattet mit Pflanzwerkzeugen des Forstbetriebes und unterstützt von Forstwirt xy haben zehn Mitglieder des Kohlenmeilerteams rd. 2.000 Eichen auf einer ca. 0,3 Hektar großen Kahlfläche gepflanzt. Am Ende gab es eine vom Forstbetrieb gesponserte Brotzeit und Getränke.

    Klimawald bedeutet nicht nur einen Umbau der bestehenden Wälder sondern beinhaltet zudem eine sinnvolle Holznutzung und -verwendung, sowohl beim Bau als auch beim Thema Wärme. Holz ist ein heimischer, nachwachsender Rohstoff, der CO2 vermeidet, während andere Baustoffe im Produktionsprozess CO2 produzieren. Vor allem Holzbau ist Klimaschutz und Klimaspeicher durch CO2-Bindung.

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    news-2142 Tue, 28 Jan 2020 16:51:48 +0100 Grüne Wichtel pflanzen den Klimawald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2142&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=37dbc8f1614a8f504925c228c4eaf45b Waldkindergarten Frammersbach auf Exkursion (26.01.2020) – Frammersbach – Die Kindergruppe Grüne Wichtel der Garten- und Blumenfreunde, unter Leitung von Julia Mill und Meike Nonnenmacher, lud am vergangenem Sonntag zu einer Waldexkursion bei den Bayerischen Staatsforsten ein. Die Führung fand unter Leitung des Forstbetriebsleiters von Hammelburg Daniel Zippert, sowie des in Frammersbach ansässigen Revierleiters Jochen Raue, und Pascal Büttner, der zurzeit als Referendar am Forstbetrieb Hammelburg arbeitet, statt.

    Am vergangenen Sonntag trafen sich die Grünen Wichtel zu einer Familienführung der Bayerischen Staatsforsten (BaySF) im Revier Frammersbach. Themen der Führung waren neben der Zukunftsfähigkeit unserer heimischen Wälder auch, wie der Natur- und Artenschutz auf holzwirtschaftlich genutzten Flächen funktioniert und was die BaySF darüber hinaus noch leistet. Um auch die kleineren Teilnehmer zu fesseln, wurden Spiele zum Thema Wald mit eingebaut.

    In den letzten Jahren haben Schadereignisse wie Sturm, Trockenheit aber auch Insektenkalamitäten aufgrund des Klimawandels stark zugenommen. Um diese Risiken zu minimieren, setzen die BaySF auf einen vielfältigen, stabilen Wald mit mindestens vier verschiedenen, zukunftsfähigen Baumarten. Es gilt zukunftsfähige, klimastabile Bäume für unsere heimischen Wälder zu pflanzen, und die Wälder für die vorhergesagte Klimaerwärmung zu wappnen. Hierzu werden z.T. auch „Fremdländer“ (z.B. Kalabrische Tanne, Esskastanie und Douglasie) eingebracht. Bei den heimischen Baumarten, insbesondere der Buche, ist die natürliche Verjüngung durch Ansamung das Ziel.

    Zum Thema Naturschutz führte die Exkursion durch einen Klasse 1 Erwartungswald. Hier liegt nach dem Naturschutzkonzept der BaySF ein naturnaher alter Buchen-Wald vor, der mit der nächsten Forsteinrichtung, die in ca.  fünf bis sechs Jahren erfolgt, komplett aus der Nutzung genommen wird. Ein wirtschaftlicher Verlust, der aber auf großer Fläche als ein Verbundsystem für seltene Insekten, Pilze und Tiere dient, und deshalb gerne in Kauf genommen wird und das Teil der Naturschutzstrategie der Bayerischen Staatsforsten ist. Dabei wird aber auch auf der Restfläche der Staatswälder dem Naturschutz eine große Bedeutung zugemessen. In einem integrativen Ansatz, der Ökologie, Ökonomie und Soziales auf ganzer Fläche vereint, wird auch hier u.a. Totholz und Biotopbäume gezielt belassen.

    Für die erwachsenen Teilnehmer wurden spannende Themen erläutert und auch die jüngeren Teilnehmer konnten sich in den Wald einfühlen. Den Unterschied zwischen Tanne und Fichte kennen nun alle, denn „Die Fichte sticht, die Tanne nicht!“ prägt sich schnell ein. Wie sich die „Haut“ von verschiedenen Bäumen anfühlt durften die Kinder selbst mit verbundenen Augen erfahren.

    Zum Ende des Waldspaziergangs wurden noch Tannen gepflanzt. Damit leisteten die „Grünen Wichtl“ einen aktiven Beitrag für den Klimawald Die Tannen, die nahe am Forstweg gepflanzt worden sind, können nun jederzeit beim Wachsen beobachtet werden.

    Zum Ende der Exkursion verweilten die Teilnehmer bei geselliger Runde am Feuer im Frammersbacher Kräutergarten und verarbeiteten die vielen neu gewonnenen Eindrücke.

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    news-2141 Mon, 27 Jan 2020 15:27:26 +0100 Übungsszenario zum Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest am Forstbetrieb Rothenbuch http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2141&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b9e71b988a3bd21491d1f8df06e0166e 25. Januar 2020, Rothenbuch – Am Forstbetrieb Rothenbuch wurde vergangenen Freitag der Ernstfall eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) geübt. Gemeinsam mit den zuständigen Veterinär- und Landratsämtern Aschaffenburg, Main-Spessart und Miltenberg wurden die notwendigen Abläufe in der Theorie erläutert und vor Ort demonstriert. Durch die speziell ausgerüsteten Mitarbeiter des Veterinäramtes Miltenberg wurde ein fiktiv mit dem ASP-Virus infizierter Frischling beprobt und geborgen.

    Die Spezialausrüstung der Bergeteams besteht aus einem PKW-Anhänger, der mit vielfältigen Utensilien, vom Klappspaten, Bergeschlitten bis hin zu verschiedenen Desinfektions- und Hygienematerialien ausgerüstet ist.

    Im Fall eines infizierten Wildschweins wird zunächst die Umgebung nach weiteren verendeten Tieren abgesucht. Wegen des hohen Fiebers werden infizierte Wildschweine insbesondere Wasserläufe und Suhlen aufsuchen. Dort verenden sie innerhalb kürzester Zeit. Die Suche konzentriert sich daher auf kühlere wassernahe Bereiche und Dickungen. Werden verendete Wildschweine gefunden müssen diese umgehend geborgen werden, um die Ansteckung weiterer Schweine durch hochinfektiöse Körperflüssigkeiten zu vermeiden. Die anschließende Entsorgung erfolgt in Tierkörperbeseitigungsanlagen. Bei der Bergung selbst sind zunächst umfangreiche Hygieneschutzmaßnahmen notwendig, damit der Virus nicht durch die Bergeteams selbst vertragen wird. Dazu zählen Hygieneanzüge, Schutzhandschuhe und Gummistiefel. Außerdem muss noch am Fundort eine Tupferprobe von bluthaltiger Flüssigkeit vom potentiell erkrankten Tier genommen werden. Der Kadaver wird dann sicher verpackt und abtransportiert und der Fundort umfangreich desinfiziert.

    Vorgeführt wurde ein solcher Bergeeinsatz durch Mitarbeiterinnen des Veterinäramtes Miltenberg mit Hilfe eines zuvor im Rohrbrunner Wald platzierten (gesunden) Frischlings. Aus den Landkreisen waren neben den Amtstierärzten auch die zuständigen Sachbearbeiter der Landratsämter anwesend. Vom Forstbetrieb Rothenbuch nahmen die Waldarbeiter, Revierleiter und der Leitungsdienst einschließlich der mit jagdlichen Themen beschäftigten Büromitarbeiter/innen an der Übung teil.

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    news-2140 Fri, 24 Jan 2020 11:01:55 +0100 „Film ab“ beim Forst http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2140&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ba5376ae481df8d6a84ceaffc639f52e Youtube-Serie über Azubis beim Forstbetrieb Fichtelberg

    24. Januar 2020, Fichtelberg – Zwei angehende Forstwirte beim Forstbetrieb Fichtelberg sind Teil der Youtube-Serie „Forstwirte im Einsatz“, die die ersten Schritte ihrer Ausbildung filmisch begleitet. Mit dabei sind noch weitere Forst-Azubis aus dem Allgäu und aus Rheinland-Pfalz.

    Kamera läuft! – Und Action! Jonas Fischer aus Kirchenlamitz und Vince-Robin Zirkel aus Hausen bei Forchheim machen die Motorsäge startklar. Nichts Ungewöhnliches für zwei Auszubildende bei den Bayerischen Staatsforsten, die Forstwirt werden wollen. Bei den beiden laufen allerdings Filmkameras mit und erfassen alles, was sich in ihrem Sichtfeld ereignet. Und da ereignet sich viel! Interessantes, lustiges und auch alltägliches. Die beiden jungen Männer sind Teil eines Filmprojekts, bei dem der Werdegang von angehenden Forstwirten über ein ganzes Jahr in fast allen Lebenslagen dokumentiert wird. Im Wald, bei Lehrgängen, in der Kantine, ja selbst im Schlafzimmer sind die Kameras mit dabei und zeichnen ein authentisches Bild von den Erlebnissen der jungen Leute beim Forst. Neben Jonas und Vince werden dazu noch Azubis am Forstbetrieb Sonthofen und in Rheinland-Pfalz gefilmt.  Die meisten Aufnahmen stammen von Action-Kameras, kleinen robusten Geräten, die die Jungforstwirte auf den Helm montieren oder am Körper tragen. Ab und zu besucht sie auch ein professionelles Filmteam, das sie mit weiteren Aufnahmen unterstützt. Die Profis übernehmen auch Schnitt und Vertonung der Aufnahmen und stellen die Video-Clips ins Internet.

    Wie kommt die Filmerei beim Ausbilder Korbinian Scherm an? Er ist Forstwirtschaftsmeister beim Forstbetrieb Fichtelberg und kümmert sich um die jungen Kollegen. Für ihn ist die Kamera kein Problem – im Gegenteil. „Unserem ganzen Ausbildungsteam macht die Aktion einen Riesenspaß, das bringt jede Menge Abwechslung in den Alltag. Die Videoclips geben actionreich und witzig Einblick in das Berufsbild Forstwirt. Und sie zeigen, dass es bei unserer Ausbildung nicht immer ganz ernst zugeht.“

    Was waren denn bisher die Höhepunkte? Die beiden „Kameramänner“ überlegen nur kurz: „…als Dein Bett im Internat der Berufsschule vor laufender Kamera durchgebrochen ist.“ neckt Jonas seinen Kollegen Vince. Der kontert sofort:“…oder als Du auf der Bierbank eingeschlafen und runtergefallen bist. Das war auch gut!“

    Wöchentlich filmen die Azubis ein bis zwei Stunden, was dann schnell und abwechslungsreich geschnitten und mit entsprechender Musik vertont wird. So entstehen fünf bis zehn Minuten lange Videoclips, die im Internet bei Youtube unter dem Titel „Forstwirte im Einsatz“ zu finden sind. Die ersten Folgen sind schon fertig. Mal sehen, was Jonas und Vince in den nächsten Wochen noch so alles erleben.

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    news-2139 Thu, 23 Jan 2020 13:35:15 +0100 Verspätetes Christkind für Alessia aus Hemau http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2139&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7430b767caa9b6db50ad677a6dcb8123 Forstbetrieb Kelheim spendet Erlös des Weihnachtsmarktes

    23. Januar 2020, Kelheim - Mit dem Erlös des Weihnachtsmarktes unterstützt der Forstbetrieb Kelheim der Bayerischen Staatsforsten traditionell unverschuldet in Not geratene Personen aus der Region Kelheim. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten am Weihnachtsmarkt ohne Zeitanrechnung, also rein für den guten Zweck. Ich bin immer wieder erfreut über das große Engagement der Forstbetriebstruppe“ erklärt Sabine Bichlmaier, Leiterin des Forstbetriebs Kelheim.

    In diesem Jahr wurde mit dem Erlös von 2.000 Euro der achtjährigen Alessia aus Hemau ein verspätetes Weihnachtsgeschenk bereitet. Wegen einer Krebserkrankung musste sich Alessia bereits kurz nach der Geburt einer Chemotherapie unterziehen. Heute ist Alessia Gott sei Dank tumorfrei, aber kämpft noch mit den Nachwirkungen der Chemotherapie. Mit Hilfe einer tiergestützten Therapie könnten Alessias Beschwerden gelindert werden. Leider ist diese dringend benötigte Therapie sehr kostspielig und wird nicht von der Krankenkasse übernommen. Mit dem Erlös des Weihnachtsmarktes will der Forstbetrieb Kelheim die tapferen Alessia unterstützen und ihr so die Therapie ermöglichen.

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    news-2138 Wed, 22 Jan 2020 08:08:20 +0100 Artenschutz für Adler im Lattengebirge http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2138&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b891e0340c60dcc1fbb976e2eee818a3  22. Januar 2020, Berchtesgaden – Berufsjäger bei den Bayerischen Staatsforsten kümmern sich um das Wohlergehen der Wildtiere. Deutlich wird das an den zahlreichen Winterfütterungen für das Rotwild. Der Revierjagdmeister Hubert Reiter und seine Berufsjägerkollegen kümmern sich aber auch mit großem Engagement um die seltenen und geschützten Steinadler.

    Im Winter ist die Nahrungssuche für viele Tierarten in den Hochlagen der Alpen mit einem erhöhten Energieaufwand verbunden. Jetzt stellt sich die Frage, ob die Tiere Not leiden und auf die Hilfe des Menschen angewiesen sind? Nur in sehr langen und extremen Wintern kann von einer echten Notzeit gesprochen werden, da die Wildtiere bestens an die Lebensbedingungen im Gebirge angepasst sind. „Jedoch kann die Unterstützung von besonders geschützten Arten, wie dem Steinadler, dabei helfen eine gesunde und stabile Population zu erhalten“, freut sich Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller über die gelungene Naturschutzmaßnahme.

    Es liegt in der Natur des Steinadlers, dass er sich neben Gamskitzen, Füchsen, Hasen und Vögeln auch von Aas ernährt. Daher bietet es sich an, dass man verunfalltes Wild oder den Aufbruch, d. h. die Innereien von erlegten Tieren, dem Adler zur Verfügung stellt. Zu beachten ist, dass nur gesundes und bleifrei geschossene Tiere verfüttert werden dürfen. Auch z. B. Rabenvögel, Dachse und Insekten freuen sich über die einfache Mahlzeit an einem sogenannten Luderplatz. Die Bayerischen Staatsforsten bitten daher um Verständnis, wenn abseits der Wanderwege eine solche Futterstelle gefunden wird.  

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    news-2137 Tue, 21 Jan 2020 16:00:09 +0100 Bayerische Staatsforsten feiern Jahrestag der Holzhauer http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2137&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fde411a3ceacb22070891449100622d9 21. Januar 2020, Berchtesgadener Land – Bei der traditionellen Feier des Jahrtags der Holzhauer bedankten sich die Bayerischen Staatsforsten mit einem feierlichen Vinzenziamt bei allen Beschäftigten und Partnern und bitten für ein unfallfreies neues Jahr.

    Am 18.01.2020 lud Pfarrer Josef Zierl gewohnt sympathisch und herzlich in der Stiftskirche Berchtesgaden zur Heiligen Messe zu Ehren des Namenstages des heiligen St. Vinzenz, dem Schutzpatron der Holzhauer. Durch die Feier des Jahrhunderte alten Vinzenziamtes wird die Wertschätzung gegenüber den im und mit dem Wald arbeitenden Menschen zum Ausdruck gebracht werden.

    Bei den aktuell sehr milden Wetterbedingungen kann man sich kaum noch vorstellen, dass vor genau einem Jahr großen Mengen an Neuschnee das Berchtesgadener Land und den Chiemgau in Atem gehalten haben. Erst lange nachdem die vom Einsturz bedrohten Gebäude gesichert waren, wurden nach der Schneeschmelze die historisch großen Schäden sichtbar, die durch Schneebruch im heimischen Wald entstanden waren.

    Zur anschließenden Feier des Jahrtags der Holzhauer luden die Bayerischen Staatsforsten alle Beschäftigten sowie alle mit dem Staatsforst direkt verbundenen Partner in die Gaststätte Neuhaus zum Frühschoppen ein. Bei den gewohnt schönen Klängen der „Kadoffe Musi“ aus Maria Gern feierten die aktiven Staatsforstler mit ehemaligen Beschäftigten, Forstunternehmern, Holzkunden, Kollegen aus dem Nationalpark sowie Vertretern der Kommunalpolitik und des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

    Nach der gewohnt humorvollen Begrüßung durch den Personalratsvorsitzenden Franz Leitner dankte Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller allen Beschäftigten, Unternehmern und Holzkunden für die großartigen Leistungen, die beim Aufräumen der Schneebruchschäden vollbracht wurden. „Ich bin stolz darauf, was die Kolleginnen und Kollegen gemeinsam mit den Partnern unter sehr schwierigen und gefährlichen Bedingungen die im letzten Jahr erreicht haben.“ schwärmt Müller.

    Mit der bereits begonnenen Verjüngung in den geschädigten Waldbeständen wird der aktuelle Waldumbau hin zu noch mehr klimastabilen Mischwäldern beschleunigt. Dies erfordert auch die fortschreitende Klimaerwärmung. „Auch wenn es unglaublich mühsam war, wird uns auf großer Fläche ein positiver „Neuanfang“ gelingen,“ tröstet Müller die erschöpften Beschäftigten des Forstbetriebes Berchtesgaden. Der zweite Marktbürgermeister von Berchtesgaden, Bartl Mittner, lobte in seinem Grußwort die Leistungen der Bayerischen Staatsforsten, ökologische und ökonomische Belange erfolgreich zu vereinen.  

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    news-2135 Thu, 16 Jan 2020 15:31:12 +0100 Bayerische Staatsforsten planen Neuausrichtung der Waldgaststätte Hohenlindener Sauschütt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2135&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=06b723b8ff4535925470db2f816a17e9 WILDBRÄU zieht sich aktuell zurück

    16. Januar 2020, Wasserburg - Seit längerer Zeit wird über die Zukunft der Waldgaststätte Hohenlindener Sauschütt spekuliert. Die langjährigen Wirtsleute haben den Gaststättenbetrieb zum 31.12.2019 eingestellt. Zum selben Zeitpunkt endet auch das langfristige Pachtverhältnis zwischen der Brauerei Wildbräu Grafing und den Bayerischen Staatsforsten. Damit kann über die komplette Neuausrichtung der Waldgaststätte beraten werden. Die Brauerei Wildbräu begleitet die von den Bayerischen Staatsforsten in Angriff genommene Neuausrichtung positiv und zieht sich aktuell aus dem Betrieb der Sauschütt zurück.

    Dies ermöglicht nun eine Neuausrichtung des beliebten Ausflugsziels, das die Bayerischen Staatsforsten erhalten wollen. Jetzt gilt es für den Forstbetrieb ein zukunftsfähiges Konzept für die Waldgaststätte Hohenlindener Sauschütt zu entwickeln.

    Die Gaststätte wurde seit 1956 in dem charakteristischen Gebäude betrieben. Seit 1984 war die Gaststätte an die Brauerei Wildbräu verpachtet. Mit viel Herzblut sorgte bereits der 2015 verstorbene Bräu von Grafing, Max Josef Schlederer, dafür, dass der Betrieb trotz Konjunkturflauten, Wirtswechsel, verregneten Sommern und anderen Unannehmlichkeiten dauerhaft aufrechterhalten blieb. Der junge Bräu von Grafing, Gregor Max Schlederer (29): „Mit der Sauschütt bin ich groß geworden. Dass die Wildbräu-Tradition dort nun endet, fällt uns allen schwer.“ Heinz Utschig, Leiter des zuständiges Forstbetriebs Wasserburg, bedankt sich ausdrücklich bei der Brauerei Wildbräu und der Familie Schlederer für ihr 36-jähriges Engagement: „Mit dem Rückzug der Brauerei Wildbräu endet eine Ära.“

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    news-2134 Thu, 16 Jan 2020 10:10:17 +0100 Nürnberger Reichswald im Fokus http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2134&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=405f6ff8a7f7b32903e9aa674a226346 ARTE berichtet über Forstwirtschaft

    Hitze und Trockenheit macht den Wäldern in Bayern schwer zu schaffen. Auch im Nürnberger Reichswald, der grünen Lunge der Frankenmetropole, sind die Schäden vielerorts zu sehen. Der Fernsehsender ARTE hat den zuständigen Förster Johannes Wurm, Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten in Nürnberg, zu seinem Konzept für die Erhaltung des Waldes befragt. Der Beitrag ist in der Mediathek des Senders zu sehen:

    "Re: Bäume im Klima-Stress. 
    Wie sieht der Wald der Zukunft aus?"

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    news-2133 Wed, 15 Jan 2020 15:07:00 +0100 Erfolgreiche Rettungsübung am Forstbetrieb Landsberg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2133&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bc61f9579e1e4777313a8c7ce0d7a867 15. Januar 2020, Landsberg - Waldarbeit ist gefährlich: Nicht nur, dass Tätigkeiten wie die Holzernte besonders gefahrenträchtig sind. Im Zweifelsfall kann es auch lange dauern, bis Hilfe zum Unfallort gelangt. Um im Ernstfall eine optimal funktionierende Rettungskette zur Verfügung zu haben, fand am Forstbetrieb Landsberg eine Rettungsübung statt. Dank rascher Notfallmeldung und gekonntem Heranführen des Rettungswagens vom Bayerischen Roten Kreuz trafen die Helfer nach 27 Minuten am abgelegenen Unfallort ein.

    Forstbetriebsleiter Robert Bocksberger, der sich vor Ort ein Bild von der Übung machte: „Natürlich ist unser vorrangiges Ziel, Unfälle gänzlich zu vermeiden. Aber wenn es doch zu einem Unglück kommt ist es gut zu wissen, dass Hilfe in kürzest möglicher Zeit eintrifft!“  

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    news-2132 Tue, 14 Jan 2020 15:26:44 +0100 BaySF-Trainee-Programm startet 2020 http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2132&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=80a68e1ae3c8804b465d132fd8e28c90 Bayerische Staatsforsten bieten ab Juni 2020 eine eigene Ausbildung für Försterinnen und Förster nach dem Master-Abschluss an
    • Trainee-Programm ist Alternative zum staatlichen Referendariat
    • Übernahmegarantie der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei erfolgreicher Abschlussprüfung
    • Bewerbungen bis 14. Februar 2020 möglich

    14. Januar 2020, Regensburg - Der Ausbildungsweg von Försterinnen und Förstern ist lang und verlangt den Nachwuchskräften einiges ab. Zunächst absolvieren sie ein mehrjähriges forstliches Studium an einer Hochschule oder Universität. Angehende Revierförsterinnen und -förster benötigen für die Ausübung des Berufs einen Bachelorabschluss. Strebt man eine Leitungsposition an, ist ein forstlicher Master Voraussetzung. Für die Absolventen, die im Anschluss im staatlichen Bereich arbeiten wollen, ist zusätzlich eine weitere Qualifizierung erforderlich: Zukünftige Forstbetriebsleitungen und Führungskräfte haben mit dem forstlichen Referendariat noch einmal zwei anspruchsvolle Jahre und ein Staatsexamen vor sich, bislang jedoch ohne Garantie auf eine Übernahme nach dem Referendariat.

    An diesem Punkt gehen die Bayerischen Staatsforsten nun einen neuen Weg. Um den hochqualifizierten zukünftigen forstlichen Führungskräften nach dem Studium eine verlässliche Perspektive zu bieten, führen die Bayerischen Staatsforsten zum Juni 2020 ihr neues, zweijähriges Trainee-Programm ein. Die Trainees sind in dieser Zeit bereits Beschäftigte der Bayerischen Staatsforsten und durchlaufen eine umfassende Ausbildung mit verschiedenen Abschnitten wie im bisherigen Referendariat. Sie werden in dieser Zeit von den Bayerischen Staatsforsten intensiv gefördert und in ihrer Ausbildung mit Rat und Tat von einem Mentor oder einer Mentorin unterstützt. Bei bestandener Abschlussprüfung dürfen sich die Trainees auf interessante, verantwortungsvolle Tätigkeiten freuen. Sie werden unbefristet in den öffentlichen Dienst bei den Bayerischen Staatsforsten übernommen.

    „Uns ist es wichtig, dass unsere Nachwuchskräfte vielfältige Blickwinkel kennenlernen und einen forstlichen Rundumblick erleben. Darum findet die Ausbildung weiterhin in bewährter Weise gemeinsam mit der Bayerischen Forstverwaltung statt“, erklärt Reinhardt Neft, Personalvorstand der Bayerischen Staatsforsten. „Wir haben unser neues Konzept gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der
    Forstverwaltung erarbeitet und freuen uns sehr, neue Wege bei unserer Kooperation in der
    forstakademischen Ausbildung zu gehen!“

    Die erste Ausbildungsphase wird für die Trainees im Sommer dieses Jahres an der Bayerischen
    Forstschule in Lohr am Main stattfinden. Bayernweit folgen dann weitere Ausbildungsabschnitte bei der
    Bayerischen Forstverwaltung und den Bayerischen Staatsforsten, bevor nach zwei Jahren die
    Abschlussprüfung ansteht. Bestehen die Trainees diese, sind sie berechtigt, die Berufsbezeichnung
    „staatlich geprüfte Forstassessorin“ beziehungsweise „staatlich geprüfter Forstassessor“ zu führen – und
    steigen direkt bei den Bayerischen Staatsforsten ein.

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    news-2131 Tue, 14 Jan 2020 07:44:56 +0100 Schneeflöckchen, Weißröckchen, wann kommst Du geschneit…? http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2131&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=86eb0221a25f59f1f1ec4b04164bbaf6 13. Januar 2020, Sonthofen - …, heißt es in einem alten Kinderlied. Diese Frage stellen sich auch viele Waldbesitzer. Vor allem in von Fichten dominierten Regionen. Denn die mittelfristige Wetterprognose bis Ende Januar rechnet in unserer Gegend nicht mit nennenswerten Niederschlägen. Auch die Temperaturen liegen im Wintermonat Januar weit über dem Durchschnitt. „Das dürfte ein weiteres Zeichen für den fortschreitenden Klimawandel sein, der sich auch im Wald stark bemerkbar macht“, glaubt Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting.

    Markus König, Revierleiter am Forstbetrieb Sonthofen erklärt die negativen Auswirkungen im Wald: „Vor allem für manche Nadelbäume wird es gefährlich, wenn die schützende Schneedecke ausbleibt: Im Gegensatz zu den im Winter blattlosen Laubbäumen verdunsten die immergrünen Pflanzen das ganze Jahr über ihre Nadeln Wasser. Deshalb sind sie auf ein Minimum an verfügbarem Wasser angewiesen. Eine Schneeauflage verhindert, dass der Boden durchfriert und das vorhandene Wasser steht den Bäumen somit zur Verfügung. Wenn die Schneeisolation fehlt und der Boden tief durchfriert, wird es vor allem für den Baumnachwuchs schwierig.“

    Im Extremfall führt dies zur Frosttrocknis. Nochmal Markus König: „Wenn die Sonne scheint, öffnen die Bäume ihre Verdunstungsklappen – wir Förster nennen sie die Lentizellen. Aber aus der gefrorenen Erde kann die Sonne kein flüssiges Wasser mehr in die Krone pumpen. Die Bäume vertrocknen einfach in der Folge“.

    Ohne Schnee, der im Frühjahr langsam wegtaut und in den Boden eindringt, werden auch die Wasserspeicher nicht ausreichend gefüllt. Die Humusbildung leidet, die wichtig für die Versorgung der Bäume mit Wasser und Nährstoffen ist. Schnee, der spät im Jahr kommt, verdunstet wegen der dann schon kräftigen Sonne zu einem größeren Teil. Das Wasser versickert also nicht und steht den Pflanzen nicht zur Verfügung. Das alles hat Auswirkungen auf die Wasserversorgung im kommenden Jahr, wenn die Vegetationsperiode beginnt. Denn wegen des Trockenstresses werden die Bäume weitaus anfälliger für den Borkenkäfer. Forstbetriebsleiter Jann Oetting: „Bisher waren die begrenzenden Faktoren für Baumwachstum während der Vegetationsperioden Wärme und Licht. Es gibt Studien, die davon ausgehen, dass es zukünftig der Zeitraum sein wird, in dem die Bäume Wasser aufnehmen können. Leider konnte im vergangenen Sommer auch beobachtet werden, dass nicht nur immergrüne Bäume leiden, sondern dass sogar Laubbäume wie die Buche unter Trockenstress litten. Das ist ein deutliches Alarmsignal!“

    Was also tun, um den Wald und seine lebensnotwendigen Funktionen weiter zu erhalten?

    Nochmal Jann Oetting: „Wir wollen einen Klimawald schaffen!  Bei den Bayerischen Staatsforsten begründen wir durch Waldumbau Waldbestände, die durch Pflanzenwahl, Standortsbeachtung und hohem Mischungsanteil - mindestens vier Baumarten auf der Fläche - den Widrigkeiten des Klimas etwas entgegensetzen können.“ Dabei werden zusätzlich zu den geplanten Pflanzungen Baumarten eingebracht, die als klimaresistent gelten können. Das heißt aber auch, dass sich wohl das Bild von unseren Wäldern wandeln wird. Speziell die Fichte ist als Flachwurzler besonders anfällig gegen Trockenheit und wird wohl in absehbarer Zeit auf vielen Standorten durch andere Baumarten ergänzt oder sogar ersetzt werden müssen.

    Beim Nadelholz sind Tanne, Douglasie, Lärche und Kiefer eine gute Wahl, während bei den Laubbaumarten bei uns Linden, Eichen und auch der Bergahorn mit Trockenheit besser zurechtkommen. Revierleiter Markus König sagt, warum: „Diese Baumarten sind im Gegensatz zur Fichte keine Flachwurzler, sondern bilden ein tiefer in den Boden reichendes Wurzelwerk aus. Sie erschließen so Wasser aus tieferen Erdschichten. Zudem sind sie durch dieses Wurzelwerk besser im Boden verankert, sodass wir davon ausgehen, dass sie auch gegen die zunehmenden Sturmereignisse besser gewappnet sind.“  

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    news-2130 Mon, 23 Dec 2019 07:39:00 +0100 Hilfe für die Helfer http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2130&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=93c7e7e71493b60bcdfb85d112605ecb Spendenaktion des Forstbetriebs am Bodenmaiser Weihnachtsmarkt bringt 1.017 Euro für die Helfer vor Ort

    23. Dezember 2019, Bodenmais - Ein bisserl Schnee. weihnachtliche Düfte, viele Lichter, adventliche Stimmung und ein vielfältiges Schmankerl-Angebot der einzelnen Gruppierungen und Vereine, in den mit Schmuckreisig, Sternen und Lichtern geschmückten Hütten - auf dem Bodenmaiser Marktplatz hatte der Forstbetrieb Bodenmais heuer zum fünften Mal die Buden und Stände mit Tannengrün ausgestattet. Nachmittag boten sie dann holzgefertigte Kunstwaren und Basteleien der Lehrlingswerkstatt an.

    Bürgermeister Joachim Haller und der neue Tourismus-Chef Marco Felgenhauer ließen es sich nicht nehmen, noch vor der offiziellen Begrüßung als die ersten Besucher am Stand des Forstbetriebs vorbeizuschauen. Marco Felgenhauer wurde dann auch gleich von Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl mit einer BaySF-Wintermütze ausgestattet.

    Der Erlös aus dem Verkauf geht an die Helfer vor Ort (HvO) Bodenmais – bekanntermaßen „die professionellen ehrenamtlichen Ersthelfer“ des Roten Kreuzes: Sie sind gut ausgebildete Ersthelfer aus der Nachbarschaft - die Helfer vor Ort. Ihre Aufgabe ist es, im Ernstfall die therapiefreie Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes oder Rettungsdienstes zu überbrücken. Damit übernehmen die Helfer vor Ort, die ausschließlich ehrenamtlich arbeiten und sich ausschließlich über Spenden finanzieren, eine wichtige Funktion in der Rettungskette.

    HvO-Chef Stefan Pledl und sein Kollege André Soboczenski konnten dann an der Lehrlingswerkstatt Oberlohwies einen Scheck über 1.017 Euro für die Mit-Finanzierung der Arbeit der HvO Bodenmais entgegennehmen.

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    news-2129 Fri, 20 Dec 2019 13:49:14 +0100 Erfolgreiche Bilanz der Drückjagden im Staatsforstbetrieb Schnaittenbach http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2129&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=39cbda352efc07834b630fce0d0a198d An insgesamt neun Jagdtagen konnten in fünf Staatswaldrevieren 56 Wildschweine erlegt werden


    20. Dezember 2019, Schnaittenbach – Neben Einzeljagd, Ansitzjagd und Pirsch sind so genannte Drückjagden eine effektive Methode zur Regulierung des Wildbestandes im Allgemeinen und des Schwarzwildbestandes im speziellen. Bei einer Drückjagd beunruhigen Durchgeher und Hundeführer mit speziell ausgebildeten, meist kurzläufigen Hunden das Wild, scheuchen es aus seinem Versteck, wie etwa Dickungen, und bringen es in Bewegung. Ganz bewusst wird Wild nicht gezielt getrieben oder gehetzt, um es nicht unnötig in Stress zu versetzen. Die Schützen werden über die bejagte Fläche verteilt, postiert auf erhöhten Drückjagständen, und können das vorbeiwechselnde Wild erlegen.


    Insgesamt neun solcher Jagden hat der Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten von Oktober bis Dezember diesen Jahres organisiert. Die Drückjagden mit rund 70-90 beteiligten Jägern müssen exakt organisiert sein und reibungslos ablaufen. „Jeder Schritt ist genau geplant, von der Einteilung zu Beginn der Jagd, über das Anstellen der Schützen im Wald bis hin zur Bergung und Verwertung des Wildbrets“ sagt der Leiter des Forstbetriebs Schnaittenbach, Philipp Bahnmüller, und spricht seinen Förstern ein großes Lob aus: "Die Kolleginnen und Kollegen meistern diese wichtige Aufgabe bravourös“. Und dies trotz strenger und zunehmender Sicherheitsvorschriften. „Da gibt es manche schlaflose Nacht im Vorfeld, denn die Verantwortung ist groß“, ergänzt Bahnmüller. Bei den Drückjagden des Forstbetriebs wird Sicherheit und Tierschutz großgeschrieben, aus diesem Grund wurden nur erfahrene Schützen mit einem Nachweis darüber, dass sie Schüsse auf bewegtes Wild erfolgreich geübt haben, eingeladen.


    Drückjagden sind ein immer wichtigeres jagdliches Instrument, um unabhängig von der Witterung die Abschusspläne zu erfüllen und um die steigende Population der Schwarzkittel in den Griff zu bekommen. Denn nächtelange Ansitze alleine führen meist nicht zum gewünschten Erfolg. Im Forstbetrieb Schnaittenbach konnten zu den bis dato nur bei der Einzeljagd erlegten 263 Wildschweine zusätzlich 58 weitere Wildschweine bei den Drückjagden erlegt werden, bis jetzt also insgesamt 321. Im gesamten vergangenen Jagdjahr 2018/19 waren es insgesamt 234 Wildsauen, wovon 61 auf Drückjagden erlegt wurden. Zum Vergleich: Im gesamten Staatswald in Bayern wurden im Rekord-Jagdjahr 2017/18 allein 13.717 Wildschweine erlegt, vor zehn Jahren im Jagdjahr 2007/08 waren es noch 8.035.

    Bejagt werden neben dem Schwarzwild auch weiteres so genanntes Schalenwild wie Reh- und Rotwild.
    Denn angepasste Schalenwildbestände sind die Voraussetzung für den im Klimawandel zwingend
    erforderlichen Waldumbau hin zum stabilen, arten- und strukturreichen Klimawald. Gibt es zu viel Wild,
    werden mehr junge Bäume verbissen und können nicht aufwachsen, um den Wald der Zukunft zu
    bilden. Ohne Jagd gibt es damit keine vielfältige Verjüngung der Wälder und auch keinen Klimawald. Ziel
    sind daher waldangepasste Wildbestände, um eine natürliche Verjüngung der standortgemäßen
    Baumarten ohne Schutzmaßnahmen wie Zäune zu erreichen. Bei den Drückjagden im Forstbetrieb
    Schnaittenbach konnten in diesem Jahr insgesamt 28 Stück Rotwild und 123 Rehe erlegt werden.

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    news-2128 Fri, 20 Dec 2019 11:57:18 +0100 Staatsforsten spenden für St. Leonhard http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2128&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4f359d8d9415eaa9f34e16eb93d904fe 1500 Euro für Sozialpädagogisches Zentrum in Regensburg (Regensburg, 20. Dezember) – Schöne Traditionen soll man pflegen, vor allem, wenn sie einem guten Zweck dienen. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten in Regensburg ist es seit Jahren gute Tradition, dass die Belegschaft und der Vorstand der Bayerischen Staatsforsten einmal im Jahr eine gemeinnützige Organisation in Regensburg finanziell unterstützen. Dabei werden die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufgebrachten Mittel vom Unternehmen verdoppelt. So sind 1.500 € zusammengekommen, die in diesem Jahr dem Sozialpädagogischen Zentrum St. Leonhard zu Gute kommen.

    Das Zentrum ist eine soziale Regensburger Institution mit einer Geschichte von fast 150 Jahren deren Ziel es ist, Kindern mit einem schwierigen Familienhintergrund eine fördernde Entwicklung in Zusammenhang mit einem gesunden sozialen Umfeld zu bieten.

    Bei der Übergabe des Schecks betonte der Vorstand der Bayerischen Staatsforsten, Reinhardt Neft, dass Kinder das größte Kapital sind, das unsere Gesellschaft hat. „Wir müssen alles tun, um ihnen einen guten Start ins Leben zu ermöglichen.“ Deshalb freue es ihn auch persönlich, dass in diesem Jahr eine Institution unterstützt wird, die sich genau das als Ziel setzt.

    Der Vertreter des örtlichen Personalrats, Michael Brieglmeier, schloss sich den Worten von Neft an. „Die Spende ist ein Beitrag für die weitere Arbeit des Sozialpädagogischen Zentrums und kommt damit direkt den Kindern und Familien zugute, die Unterstützung brauchen. Besser kann man Geld nicht einsetzen.“

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    news-2127 Fri, 20 Dec 2019 07:28:58 +0100 Frühjahrsputz für heimische Vögel bereits zu Weihnachten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2127&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bf81514e4a6d0798ccf56db4803809b7 20. Dezember 2019 , Schrobenhausen – Der Landesbund für Vogelschutz und die Bayerischen Staatsforsten kümmern sich gemeinsam um Nisthilfen im Hagenauer Forst. Ralf Meggle, der sich in der Kreisgruppe Aichach-Friedberg des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) engagiert, hat in den vergangenen Tagen zahlreiche Nistkästen im Staatsforst des Forstbetriebs Kaisheim gereinigt. Der Forstbetrieb unterstützt das ehrenamtliche Engagement gerne mit Hilfe einer jährlichen Materialspende und stellt die naturnah bewirtschafteten Waldflächen zur Verfügung.

    Dass Förster und Vogelschützer hier einmal mehr an einem Strang ziehen, freut nicht nur die heimischen Singvögel. „Aktiver Natur- und Artenschutz ist ein wichtiger Baustein unserer täglichen Arbeit. Deshalb ist es eine tolle Sache, dass wir zusätzlich zur stetig steigenden Zahl natürlicher Nist- und Höhlenbäume die Brutmöglichkeiten für heimische Vogelarten durch die Nisthilfen des LBV gezielt ergänzen können“, erklärt Georg Dischner, stellvertretender Leiter am Forstbetrieb Kaisheim.

    Doch warum müssen Nistkästen eigentlich gereinigt werden? Die Vögel wollen das alte Nest einerseits im neuen Jahr nicht mehr nutzen, können es aber andererseits auch nicht selbst entfernen. Sie setzen in solchen Fällen einfach ein neues Nest auf das alte oben drauf. Das dann erhöhte Nest sorgt dafür, dass die natürlichen Feinde wie Marder oder Raubvögel leichter nach Eiern oder Küken greifen können. Außerdem sammeln sich im Laufe der Zeit in alten Nestern zahlreiche Parasiten wie Milben und Flöhe oder die Nester sind durch Hornissenwaben vollständig zugebaut. Durch das Reinigen der Nisthilfen wird also die erneute Belegung im neuen Jahr deutlich gefördert und die darin nistenden Vögel gesund erhalten. Der vorzeitige Frühjahrsputz der Vogelbehausungen findet meist im Winter statt, wenn die Temperaturen sich dem Gefrierpunkt nähern.  

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    news-2126 Thu, 19 Dec 2019 13:05:32 +0100 Die notwendige Jagd http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2126&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e4ec523b95de73573798836c35431b4f 19. Dezember 2019, Sonthofen – „Der Mensch geht schon auf die Jagd, seit er aufrecht gehen kann – vielleicht sogar schon davor. Gejagt hat er dabei meist die wildlebenden Paarhufer. Der Jäger nennt sie Schalenwild, bei uns sind dies die Wiederkäuer Rot-, Reh- und Gamswild sowie die Wildschweine als Allesfresser“, zählt Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting auf. Dass deren Bejagung zur Regulierung der Bestände in Mitteleuropa die beste Wahl ist, darüber besteht bei allen seriösen Fachleuten kein Zweifel. „Die Folge der Nichtbejagung wäre heutzutage eine starke Vermehrung, wie sie ja teilweise sogar trotz Bejagung passiert. Populationsentwicklungen verlaufen in der Natur bildlich gesagt stets in Kurven. Es gibt also keinen ewigen Aufschwung“, weiß der Sonthofener Forstmann.

    „Die Natur kennt als Regulationsmechanismen mehrere Wildkrankheiten, die seuchenartig auftreten können“, beschreibt Oettings Mitarbeiter, Berufsjäger Ludwig Weiß die Folgen von sehr hohen Tierdichten. Er betreut das Staatsjagdrevier „Großer Wald“ des Forstbetriebs Sonthofen. Nochmal Berufsjäger Weiß: „Es so weit kommen zu lassen, würde zu extremen Schäden in Wald und Flur führen. So würden wohl alle bisherigen Bemühungen zum Waldumbau zunichtegemacht. Große Raubtiere in einer solchen Anzahl, dass diese die pflanzenfressenden Tierarten ausreichend natürlich regulieren, sind in unserer heutigen Kulturlandschaft mit all den Ansprüchen unserer Gesellschaft aus vielen Gründen nicht möglich“.

    In Zeiten von dramatischem Artensterben und Lebensraumverlust gibt es aber auch einige Tierarten, die in den letzten Jahren mehr wurden: Vor allem so genannte Kulturfolger wie Fuchs, Schwarzwild und Reh haben zugenommen. Aber auch das sehr intelligente Rotwild stellt die Jägerinnen und Jäger in fast allen Regionen Deutschlands, so auch im Allgäu, vor große Herausforderungen. „Es entzieht sich geschickt den Nachstellungen der Jäger. Denn es lernt schnell, wo es gefährlich ist. Es hat etwas von einem Katz-und-Maus-Spiel, bei dem man sich gegenseitig misst: Das Wild setzt den technischen Hilfsmitteln des Jägers wie Gewehr und Zielfernrohr seine weitaus besseren Sinne wie Gehör, Geruch und eine meist bessere Ortskenntnis entgegen“, beschreibt Staatsforsten-Berufsjäger Ludwig Weiß die Herausforderungen bei einem Teil seiner Aufgaben.

    „Die Aufgaben, die sich uns bei der Jagd stellen, lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Das Wild kennt ja keine Jagdreviergrenzen. Ich bin sehr froh, dass wir im Oberallgäu sehr gut mit den privaten Jägern zusammenarbeiten. Letztlich haben wir meist ganz ähnliche Ziele!“, freut sich Forstbetriebsleiter Jann Oetting. „Das Schöne an der Jagd ist, dass wir dem Wald helfen, sich zu verjüngen und klimastabil zu werden. Es sind sehr reizvolle Herausforderungen auf der Jagd und am Ende haben wir ein wunderbares, gesundes Lebensmittel von Tieren, die natürlich und gut gelebt haben.“

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    news-2125 Thu, 19 Dec 2019 08:56:06 +0100 Rekordverdächtige Strecke beim Schwarzwild http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2125&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ca68a2666f297af6abdb225b13ab920b 19. Dezember 2019, Spessart/Rhön - Binnen einer Woche wurden in mehreren Revieren des Forstbetriebs Hammelburg bei Gesellschaftsjagden circa 300 Wildschweine erlegt.

    Ein imposantes Bild bot sich den Jägerinnen und Jägern in den Revieren Langenprozelten und Ruppertshütten, als diese sich nach der Bewegungsjagd am dritten Novembersamstag wieder trafen. Alleine an diesem einen Tag wurden insgesamt 105 Wildschweine erlegt.
    An drei weiteren Gesellschaftsjagden vom 22. bis 29. November ging es ähnlich erfolgreich zu. In Summe wurden in den Revieren Aura, Mittelsinn, Neuwirtshaus und Schwärzelbach weitere 195 Stück Schwarzwild erlegt. Die starke und großflächige Beunruhigung durch die Bewegungsjagd wurde gleichzeitig für die Bejagung von Reh- und Rotwild genutzt, um die bei diesen beiden Wildarten vorhandenen Abschussplanvorgaben zu erfüllen. Um den Jagddruck insgesamt zu senken, kann somit im Forstbetrieb im Sommer eine vierwöchige Jagdpause eingelegt werden.

    Aufgrund der der letztjährigen Eichel-Mast in Verbindung mit einem relativ milden Winter bot sich den Wildschweinen in den vergangenen Monaten eine ideale Lebensgrundlage, die sie für eine sehr starke Vermehrung nutzten. Schwarzwild kann unter guten Bedingungen mehrmals im Jahr Nachwuchs bekommen. Ein Zeichen für die hohe Wildschweindichte zeigte sich bereits in den letzten Wochen auf den landwirtschaftlichen Flächen, die an die Wälder des Forstbetriebes Hammelburg angrenzen. Äcker und Wiesen wurden von den Sauen umgewühlt, so dass immer wieder wirtschaftliche Schäden bei den betroffenen Landwirten entstanden.

    Aber auch für das Schwarzwild selber ist eine hohe Populationsdichte auf begrenzter Fläche von Nachteil. Die einzelnen Tiere sind somit anfälliger für den Befall von Seuchen und Krankheiten. Gerade in Zeiten, in denen sich die Afrikanische Schweinepest (kurz ASP) immer stärker vor allem in den östlichen Nachbarstaaten Polen und Tschechien ausbreitet, sind geringer Wildschweindichten in Deutschland einer von mehreren Faktoren, um eine weitere Ausweitung der Krankheit zu verhindern.
    Durch die erfolgreiche Bejagung des Schwarzwildes in den Spessart- und Rhönbereichen  konnte der Forstbetrieb Hammelburg seinen jagdlichen, landeskulturellen und gesellschaftspolitischen Verpflichtungen in besonders erfolgreicher Weise nachkommen.

    Ein kleines Schmankerl: Aufgrund der hohen Erlegungszahlen sinken möglicherweise zur Weihnachtszeit die Wildbretpreise für Schwarzwildes bei Wildbrethändlern und Metzgereien.

    Der Forstbetrieb Hammelburg bewirtschaftet mit seinen 52 Beschäftigten rd. 15.800 ha Wald in 9 Forstrevieren in den Landkreisen Bad Kissingen und Main-Spessart. Jährlich werden rd. 109.000 m3 Holz geerntet und rd. 21 Hektar (das entspricht ca. 30 Fussballfeldern) Wald neu angepflanzt. Neben dem Hauptprodukt Bauholz werden ca. 35 % als Brenn- Industrie- und Rechtholz genutzt. Alle forstbetrieblichen Arbeiten basieren auf der Idee der nachhaltigen und naturnahen Forstwirtschaft. Sie ermöglicht das Miteinander von Holznutzung, Naturschutz und Erholung in einem integrativen Ansatz. Neben ca. 580 km Forstwegen, die auch als Rad- und Wanderwege sehr gut geeignet sind, findet man in unseren Wäldern zahlreiche Erholungs- und Naturschutzschwerpunkte. Wir laden Sie recht herzlich zu einem interessanten und abwechslungsreichen Besuch in unseren Wäldern ein.

    Kontaktdaten finden Sie auf der Seite des Forstbetrieb Hammelburg.

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    news-2124 Wed, 18 Dec 2019 11:49:13 +0100 Staatsforst lässt mit geschnitzten Holz-Kerzen ein Licht leuchten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2124&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7ecb288f4067364e4947655edb944fa8 Arnold Ludwig und der Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten spenden Erlös aus Jagdverkauf und Weihnachtsaktion dem Heilpädagogischen Zentrum Irchenrieth

    Irchenrieth, 16.12.2019 – Nur mit der Motorsäge schnitzt Arnold Ludwig, Inventurleiter bei den Bayerischen Staatsforsten, aus Birkenholzstämmen aus dem Staatswald des Forstbetriebs Schnaittenbach übergroße schöne Kerzen, die als weihnachtliche Dekorationen sehr hohen Anklang finden und stark nachgefragt werden. Den Erlös aus dem Verkauf an viele Kolleginnen und Kollegen bis nach Regensburg spendet Ludwig zusammen mit dem Forstbetrieb Schnaittenbach dem Heilpädagogischen Zentrum Irchenrieth. Dazu kommen im diesen Jahr die Einnahmen aus dem Verkauf an Jäger während fünf großer Jagden im Hessenreuther Wald im vergangenen Herbst. So sind insgesamt 1.300 € zusammengekommen, die nun der Arbeit für die Menschen mit Behinderung im HPZ zu Gute kommen sollen. Dem Leiter des Forstbetriebs Schnaittenbach, Philipp Bahnmüller, ist es dabei wichtig zu betonen, dass die Spende vor allem auf dem besonderen Engagement von Ludwig Arnold beruht, der in seiner Freizeit nicht nur die Holzkerzen selbst schnitzt, sondern auch den Verkauf auf den Drückjagden zusammen mit seiner Familie betreut und organisiert.

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    news-2123 Tue, 17 Dec 2019 15:47:28 +0100 Antrag zum immateriellen Kulturerbe gestellt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2123&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bf4bd970fe03461190e2dbfb54fd784c Eichenwirtschaft im Spessart 13. Dezember 2019, Rothenbuch – Die "Eichensaat- und Eichenwirtschaft im Spessart" könnte bald als Immaterielles Kulturerbe der UNESCO (IKE), Eingang in das bayerische Landesverzeichnis des lebendigen Kulturgutes finden. Um den besonderen Schutzstatus für eine jahrhundertealte und dennoch lebendige Tradition zu erlangen, wurde am vergangen Freitag der eingereichte Antrag der Presse und Öffentlichkeit präsentiert. Der Antrag wurde vom Forstbetrieb Rothenbuch und den örtlichen Saatfrauen aus Rothenbuch und Umgebung initiiert und wird Judith Gerlach, MdL, unterstützt, die in einer kurzen Ansprache die Bedeutung der Eiche und den Erhalt regionaler Identitäten hervorhob. Gemeinsam mit Herrn Dr. Thomas Büttner, der für die fachliche Begleitung des Antrags verantwortlich war, wurden zunächst im Forstbetriebssitz in Rothenbuch, die Ziele und der Ablauf der Antragsstellung vom Forstbetriebsleiter Herrn Florian Vogel präsentiert. Beim anschließenden Pressegespräch wurde nicht nur die kulturelle Leistung bei der Eichennachzucht erläutert, sondern auch auf die Eiche als klimastabile Baumart verwiesen. In Zeiten des Klimawandels ist sie eine der wichtigsten heimischen Baumarten für den Klimawald.

    Mit einer möglichen Verleihung des begehrten IKE-Siegels, durch eine Expertenkommission des bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat, könnte die Eichentradition im Spessart die Anerkennung erhalten, die sie als identitätsstiftendes Element der Natur- und Kulturlandschaft im Spessart verdient.

    Bei winterlichem Wetter wurde eine Eichensaatfläche aus dem Jahr 2018, gemeinsam vor Ort besichtigt und die Arbeitsschritte einer Eichensaat erklärt. Vom Sammeln bis zum Säen ist die örtliche Bevölkerung miteingebunden. Bei der letztjährigen Eichensaat- und Sammelaktion im Forstbetrieb Rothenbuch waren rund 500 Personen beteiligt. Als lebendige Tradition soll die Eichensaat und Eichenwirtschaft erhalten und gleichzeitig fortentwickelt werden. Vor Ort unterstrichen Frau Gerlach und die Saatfrauen die Bedeutung der Baumart Eiche und das Wissen um deren besondere Bewirtschaftung und Nachzucht für die Region Hochspessart.

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    news-2121 Tue, 10 Dec 2019 15:24:17 +0100 Bayerische Staatsforsten öffnen das Taubenbachtal http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2121&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bb5cde4a76d232792c8d7d459529b493 Dringend notwendige Verkehrssicherungsmaßnahme steht kurz bevor  

    10. Dezember 2019, Rieden - Der Klimawandel macht einzelnen Baumarten schwer zu schaffen. Dazu zählt die Esche. Pilze und Insekten haben derzeit ideale Entwicklungsbedingungen. Der Pilz das „Falsche weiße Stengelbecherchen“ lässt die Eschen von den Trieben her absterben. Die Folge sind Totastbildung und damit eine Gefährdung durch herabstürzende Kronen- und Astteile.

    Die geschwächten Bäume werden zudem durch den Pilz „Hallimasch“ von unten her angepackt, die Wurzeln sterben ab, die Eschen stürzen haltlos um. Diese Gefährdungen sind klassisch im Taubenbachtal zwischen dem Forsthaus Taubenbach und der Ortschaft Hirschwald zu sehen. Revierleiter Hubert Hecht hat deswegen neben der öffentlichen Taubenbachtalstraße einen Verkehrssicherungshieb vorgesehen. Spaziergänger, Radler und Autofahrer sollen sich auch langfristig sicher durch das Taubenbachtal bewegen können. Dazu werden in Kürze noch vor Weihnachten mittels einem Harvester alle Eschen mit gravierenden Schäden entnommen. Wegen der Gefährlichkeit der Maßnahme kann nur eine Aufarbeitung mit der Maschine in Frage kommen. Zudem muss die Straße ein paar Tage für den Verkehr gesperrt werden. Ein entsprechender Antrag ist bei der Gemeinde Rieden gestellt.

    Da die Maßnahme in Teilen flächige Auswirkungen haben wird, hat Hecht mit Forstbetriebsleiter Thomas Verron angedacht, das Taubenbachtal wie in früheren Zeiten wieder zu entstocken und frei zu machen. Ab Frühjahr 2020 sollen dann die freigelegten Flächen als Wiesenblühflächen neu angelegt werden. So entsteht wie bereits auf Teilflächen vorhanden wieder auf einem längeren Abschnitt ein offenes Wiesentälchen. Dieses belebt auch aus Naturschutzsicht wertvoll das Landschaftsbild des großen Waldkomplexes Hirschwald. Hecht hat dazu auch den Schulterschluss mit der Unteren Naturschutzbehörde gesucht. Für die Herstellung der Blühwiesen soll der Fördertopf der besonderen Gemeinwohlleistungen angezapft werden. Der ist für diese Maßnahme in Händen des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. So wird im Verbund verschiedener Organisationen und Ämter ein naturnäherer Bereich im Naturpark Hirschwald wiederhergestellt.  

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    news-2120 Mon, 09 Dec 2019 13:47:10 +0100 Weihnachtsfreude am Forstbetrieb Berchtesgaden http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2120&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3e46e5ada066223eb7de6eb12a9eb12c 09. Dezember 2019, Berchtesgaden – Zum 18. mal findet diesen Freitag der traditionelle Weihnachtsmarkt am Staatsforstbetrieb Berchtesgaden statt. Erstmalig mit Wildbret von einer Rarität in der Alpenregion.

    „Fleißige Hände sind seit einigen Wochen tätig“, lobt Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller das Team der Jäger und Forstarbeiter, damit die Stammkundschaft des Weihnachtsmarkts der Bayerischen Staatsforsten auch heuer wieder mit zufriedenen Gesichtern nachhause gehen kann. Wie gewohnt wird regionales Fleisch von Reh, Hirsch und Gams für einen gesunden und schmackhaften Festtagsbraten angeboten. Die diesjährigen Besucher erwartet jedoch eine kleine Besonderheit. Vor kurzem gelang es dem Revierleiter Thomas Klein in der Region Petting ein Wildschwein zu erlegen. Um das delikate Fleisch des sogenannten Schwarzwildes verzehren zu können müssen besonders anspruchsvolle Hygienevorschriften eingehalten werden. Die Ergebnisse von Trichinenschau und Radiocäsiummessung waren aber völlig unbedenklich, sodass auf dem diesjährigen Weihnachtsmarkt eine limitierte Menge Wildschweinfleisch zu haben ist. Wie üblich gibt es das küchenfertige Wild nicht nur vakuumiert sondern auch knochenfrei und schockgefrostet in der betriebseigenen Wildboutique.

    Weihnachtsfreude und Waldpflege in einem: Traditionell kommen die 150 Bio-Christbäume aus Pflegemaßnahmen der naturnahen und nachhaltigen Forstwirtschaft. Alle Weißtannen und Fichten stammen aus Wäldern in denen reichlich Naturverjüngung vorhanden ist. Über die Entnahme der Christbäume freuen sich daher nicht nur die weihnachtlich gestimmten Menschen, sondern auch die im Wald verbleibenden Bäume, die nun besser gedeihen können.

    Wie in den vergangenen Jahren werden die beliebten, in liebevoller Handarbeit gefertigten Holzschnitzereien vom Waginger Forstwirt Max Poschner angeboten. Hinzu kommen Misteln, Daxen und Grabbäumchen für eine besinnliche Weihnachtsdekoration. Passend zur Jahreszeit werden für das leibliche Wohl Glühwein, Punsch und frische Wildbratwürste zubereitet.Der Weihnachtsmarkt findet am 13. Dezember von 13.00 Uhr – 16.00 Uhr auf dem Gelände der Bayerischen Staatsforsten, Am Brandholz 2 ½ in Berchtesgaden statt.

    Auf Ihr kommen freut sich der Forstbetrieb Berchtesgaden!

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    news-2119 Thu, 05 Dec 2019 16:36:38 +0100 Nadelwertholzsubmission Fichtelberg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2119&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a722f7e690f4efc34aa3787c65fe1a86 „Fichte ist was wert!“– Käufer honorieren Qualität

    05. Dezember 2019, Fichtelberg - Bei der 24. Nadelwertholz-Submission wurden wieder ausgesuchte Nadelwerthölzer aus den staatlichen Forstbetrieben Burglengenfeld, Fichtelberg, Flossenbürg, Forchheim, Nordhalben, Pegnitz, Schnaittenbach, Selb, Waldsassen und der Betriebsgemeinschaft Coburg/Rothenkirchen auf dem bekannten Lagerplatz in Himmelkron zum Verkauf präsentiert.

    Die Angebotsmenge lag mit rd. 828 Festmeter über dem Vorjahresniveau. Aus den Forstbetrieben wurden bei den einzelnen Baumarten folgende Positionen bereitgestellt:

     

    327 fm        Fichten-Blochhölzer in 263 Losen
    290 fm        Kiefern-Blochhölzer in 362 Losen
    152 fm        Lärchen-Blochhölzer in 177 Losen
    58 fm          Douglasien-Blochhölzer in 41 Losen
    1 fm           Tannen-Blochhölzer in 1 Los

    Dieses Jahr umfasste der Bieterkreis 17 Interessenten aus Deutschland und dem benachbarten Österreich und war damit etwas geringer als im letzten Jahr (21). Die beworbenen Hölzer konnten insgesamt zu sehr guten Preisen zugeschlagen werden, wobei erfreulicherweise nur 20 Lose (16 fm; 2%) ohne Gebot blieben.

    Der Durchschnittserlös über alle Baumarten sank im Vergleich zum Topniveau des Vorjahres leicht um 8 €/fm auf sehr gute 208 €/fm. Vor allem die Lärche verzeichnete sowohl im Angebot als auch im Durchschnittspreis einen leichten Rückgang. Eine positive Preisentwicklung zeigte sich bei der Baumart Douglasie.

    Die „Braut“ aus dem Staatswald kam dieses Jahr aus dem Forstbetrieb Selb, bemerkenswerterweise in der Baumart Fichte. Das 65 cm starke Fichtenbloch erzielte mit 536 €/fm das höchste Gebot. Käufer war ein Furnierholzkunde aus Österreich.

    Die Durchschnittserlöse bei Fichte lagen insgesamt auf Vorjahresniveau. Kiefer, Lärche und Tanne lagen leicht unter den letztjährigen Durchschnittserlösen, Douglasie lag sowohl bei der Angebotsmenge als auch beim Erlös deutlich über dem Vorjahr.

    Die Verkäuferseite ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden und bedankt sich bei allen Kunden für das große Interesse und die zahlreichen Gebote.

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    news-2118 Thu, 05 Dec 2019 16:26:38 +0100 Frisches Wildbret am Rödentaler Weihnachtsmarkt in der Domäne Öslau http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2118&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=97fc2fec8ea896c623a4dd407cbe8168 05. Dezember 2019, Coburg - Wie bereits die Jahre zuvor verkauften die Bayerischen Staatsforsten feines Wildbret frisch von der Strecke am Rödentaler Weihnachtsmarkt. Durch die Mithilfe und das Engagement zahlreicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forstbetriebs Coburg wurden hochwertige Lebensmittel vom Reh und Wildschwein angeboten.

    Das Wildpret stammte von Wildtieren aus einem unbelasteten und natürlichen Lebensraum der Umgebung. Der Renner war der klassische Rehrücken, aber auch die Varianten Gulasch, Schäufele und dicke Rippe vom Wildschwein fanden Absatz. Die Werbung für heimisches Wildbret mit geringen ökologischen Fußabdruck hätte nicht besser sein können. Das idyllische Ambiente der Öslauer Domäne lockte am ersten Adventswochenende zahlreiche Besucher an und auch der Topf mit echtem Jägertee am Verkaufsstand des Forstbetriebes Coburg musste des Öfteren neu befüllt werden.

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    news-2117 Thu, 05 Dec 2019 16:21:00 +0100 Medauschule und Forstbetrieb Coburg pflanzen Eichen und Tannen im Einberger Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2117&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=dd2be2ca3d8caa9d33a3634a3f37fc98 05. Dezember 2019, Coburg - Ca. 150 Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte der Medauschule aus Coburg pflanzten einen ganzen Nachmittag ca. 1500 junge Bäume für ein besseres Klima. Unter der fachkundigen Anleitung zahlreicher BaySF- Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden liebevoll Tannen und Eichen auf einer Freifläche ausgebracht.

    „Make the forest great again!“(macht den Wald wieder groß!) war der treffende Kommentar einer Schülerin. Aufrütteln, aktiv werden, nicht nur demonstrieren, Zeichen setzen, nachdenken , ökologisch engagieren - das waren die Leitgedanken für einen gelungenen Nachmittag. Die Pflanzaktion ist integriert in die Bemühungen des Forstbetriebes im Rahmen des Klimawandels den Wald umzubauen und Freiflächen wieder aufzuforsten. So wurden im Zeitrahmen 2000-2019 ca. 500ha mit überwiegend Laubgehölzen in Bestockung gebracht.

    Alle BaySF- Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter freuten sich über das große Engagement der Schüler und Lehrkräfte und belohnten die Akteure mit Coburger Bratwürsten vom Rost am Schwedenfeuer.

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    news-2116 Thu, 05 Dec 2019 15:24:34 +0100 Eröffnung des Wildbretverkaufs Allersberg: „Mehr Bio geht nicht!“ http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2116&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2f0916900a33ce2d4f268dde3b27e954 05. Dezember 2019, Allersberg – Lautstark mit Jagdhornsignalen startete der Wildbretdirektverkauf des Forstbetriebes Allersberg in der Kolpingstraße 7 am Freitagabend. Bei leicht frostigen Temperaturen konnten sich Besucher und geladene Gäste an Schwedenfeuern aufwärmen und mit Wildbratwürsten, raffiniert gegrillten Wildfleischhäppchen und Glühwein stärken.

    „Wir befriedigen die Grundbedürfnisse der Menschen nach Wohnraum, Wärme – und jetzt auch hochwertigen Lebensmitteln“, freute sich Forstbetriebsleiter Harald Schiller von den Bayerischen Staatsforsten bei dieser feierlichen Eröffnung der Wildbretverkaufsstelle am Forstbetrieb Allersberg. Neben Bau- und Brennholz vermarktet der Forstbetrieb fortan kundenfreundlich zerlegte, in den Revieren Brunnau und Pyrbaum rund um Allersberg geschossene Wildschwein- und Rehwildprodukte. Partner ist dabei „Burmanns Hofladen“ im Rother Stadtteil Pfaffenhofen.

    „1.300 Rehe und 200 Wildschweine werden jährlich in den Staatswaldungen des Forstbetriebes Allersberg erlegt. Aktuell wird nur rund ein Viertel dieses heimischen Wildes von Privatpersonen, Gaststätten und Metzgereien in der Region abgenommen. Das wollen wir ändern,“ so Schiller optimistisch. „Nun werden Ragout oder Braten direkt auf dem Teller und Steaks auf dem Grill landen,“ fügte der Forstexperte hinzu. Wer Anregungen braucht, wie Wild zubereitet werden kann, dem verrate das Team der Bayerischen Staatsforsten um Andrea Gutiérrez und Marion Behrends gerne ihre Tipps. Außerdem gibt’s das passende Kochbuch für Wildfleisch zum Kaufen dazu.

    Der Kammersteiner Landtagsabgeordnete Volker Bauer (CSU) freute sich, dass er die Staatsforsten bei einem Besuch der bestehenden Verkaufsstelle in Kipfenberg gemeinsam mit dem Allersberger Ersten Bürgermeister Daniel Horndasch von Beginn an begleiten konnte, das Konzept auch am Standort Allersberg umzusetzen. Bedauernd merkte der Vorsitzende des Bayerischen Jagdverbandes in Mittelfranken an, dass heute die Zusammenhänge zwischen gelingendem Waldumbau, Jagd und Wildbret immer weniger bekannt seien. „Zum Gelingen der Waldverjüngung brauchen wir die Jagd, die private und die im Staatswald“, lobte Bauer die zahlreich anwesenden Jäger. Dort wo die Strecke nicht verwertet werde, ist Jagd nicht waidmännisch. "Dabei geht mehr Bio gar nicht", war der CSU-Landtagsabgeordnete überzeugt. Denn Wildbret entstehe ohne Tierleid. "Im Falle regionaler Vermarktung sogar klimakorrekt, weil ohne lange Transportwege“ fügte der Parlamentarier hinzu.

    Ins gleiche Horn stieß Daniel Horndasch. Im Gegenmodell "zum XXL-Ausmaß überregionalen Fleisch- und Tierhandels" erkannte er „einen Ansatz, der sehr gut ins Konzept der Regionalität passt, wie wir es in Allersberg mit Bauernmarkt und einem Ausbau der Hofläden verfolgen.“ Horndasch sah in der Einweihung „den Auftakt für etwas, was von den Bürgerinnen und Bürgern hoffentlich gut angenommen und lange währen wird.“

    Welcher Vorteil den Allersberger Bürgern durch die Wildbretverkaufsstelle entsteht, zeigte Pfarrerin Martina Strauß humorvoll auf. „Hätte es damals schon eine Verkaufsstelle gegeben, Vater Isaak wäre leichter an sein Wild gekommen, Betrug und Familienstreit hätte vermieden werden können", nahm sie Bezug auf eine Bibelstelle. Ihr katholischer Amtskollege Pfarrer Peter Wenzel erkannte in der Verkaufsstelle einen „ökologischen Fingerzeig“ und einen „Beitrag zu mehr Lebensqualität in Allersberg“. 

    Die neue Verkaufstheke befindet sich im Forstbetriebssitz in der Kolpingstraße 7 in Allersberg. Jeweils dienstags von 10 bis 12 Uhr und donnerstags von 14 bis 16 Uhr kann dort das küchenfertig portionierte und tiefgekühlte Fleisch von Reh und Wildschwein erworben werden.

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    news-2115 Wed, 04 Dec 2019 15:37:49 +0100 Neuer Förster im Staatsforstrevier Kettnitzmühle http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2115&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7837c82c956ac8897559d79cb1122156 Simon Schmidt folgt auf Leonhard Hartinger

    04. Dezember 2019, Schnaittenbach – Das Staatswaldrevier Kettnitzmühle hat einen neuen Förster. Seit dem Spätsommer hat der junge Revierleiter Simon Schmidt die Nachfolge von Leonhard Hartinger angetreten und ist damit für gut 2.600 Hektar oberpfälzischen Staatswald zuständig. Der 26-jährige Wolfringer kehrt nach seinem Forststudium an der Hochschule Weihenstephan und einigen Forst-Stationen in Bayern wieder in die alte Heimat zurück. „Nach nicht einmal einem Jahr bei den Staatsforsten direkt ein eigens Revier zu bekommen und dann auch noch vor der eigenen Haustür, das ist wirklich klasse“, freut sich Förster Schmidt über seine neue Wirkungsstätte. Erfahrungen in der Revierarbeit konnte er bereits seit Jahresbeginn als Vertretung im südlichsten Teil des Staatsforstbetriebs Schnaittenbach im Revier Freudenberg sammeln.

    Die Begeisterung für den Wald und die Forstwirtschaft wurden Schmidt aber bereits in die Wiege gelegt, da die Familie selber Waldbesitzer ist. Diese Begeisterung mündete in dem bereits erwähnten Forststudium und im Anschluss in die Anwärterprüfung für den Staatsdienst an der Forstschule in Lohr am Main. „Ich freue mich sehr auf die vielfältigen und verantwortungsvollen Aufgaben im neuen Revier“, erklärt Schmidt, wobei er nicht verschweigt, dass mit dem Klimawandel und damit einhergehende höhere Temperaturen sowie geringere Niederschlägen die Herausforderungen wüchsen. Seine Antwort auf den Klimawandel ist der Waldumbau: „Bereits seit vielen Jahren wird der Wald des Reviers zu stabilen und vielfältigen Mischwäldern umgebaut. Die Erfolge sind vielerorts sichtbar und Ansporn diesen Waldumbau fortzusetzen“, so Schmidt weiter.

    Sein Revier Kettnitzmühle erstreckt sich von Ost nach West grob von Schnaittenbach bis über Pfreimd hinaus sowie von Kemnath im Süden bis Neudorf im Norden. Besonders abwechslungsreich, so findet Schmidt sind die kiefernreichen Wälder entlang der B14 bei Holzhammer und die wachstumsstarken Fichten-, Buchen-, Tannenwälder am Buchberg, und bei Oberpfreimd. Die Kiefer ist mit einem Anteil von über 60 % die häufigste Baumart gefolgt von der Fichte mit knapp 20 %. Das Laubholz, vor allem aus Eiche und Buche bestehend, ist noch in der Minderheit, im Rahmen des Waldumbaus werden aber die Anteile der Laubbäume zunehmen. Die Kernaufgaben des Försters ist vor allem die Pflege und Nutzung des Waldes und damit auch die Ernte des regionalen und ökologischen Wertstoff Holz. „Für die Holzernte aber auch bei größeren Jagden kann es vorkommen, dass wir Forstwege sperren müssen. Zur eigenen Sicherheit kann ich nur an jeden appellieren, sich an die Absperrungen zu halten“, weist Simon Schmidt eindrücklich hin.

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    news-2114 Tue, 03 Dec 2019 16:38:19 +0100 Weihnachtswerkstatt: Forst-Auszubildende basteln Weihnachtsschmuck http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2114&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5f35d66ced8479b03f3b1496aba37a87 04. Dezember 2019, Fichtelberg – Auszubildende des Forstbetriebs Fichtelberg erstellen rustikalen Weihnachtsschmuck aus heimischem Holz, der am kommenden Wochenende am Weihnachtsmarkt in Warmensteinach präsentiert wird.

    Behutsam sägt Jonas Fischer mit der Kettensäge aus der massiven Dougalsienholz-Baumscheibe einen Stern. Noch ein letztes, vorsichtiges Schaben mit der langsam laufenden Sägekette, um Unebenheiten zu glätten. Passt – gut! Gemeinsam mit seinen Azubi-Kollegen hat Jonas den Auftrag, weihnachtliche Schmuckstücke zu basteln. Von Berufswegen sollen es keine filigranen Strohsterne oder Glaskugeln werden, sondern Sterne und Baumfiguren aus massivem Holz. Denn Jonas lernt Forstwirt bei den Bayerischen Staatsforsten. Und jetzt in der Weihnachtszeit üben die jungen Männer den Umgang mit dem Werkstoff Holz. Mit Kettensäge, Schleifmaschine und einer ganzen Menge Fachwissen, das sie von ihrem Ausbilder vermittelt bekommen.

    „Die Winterzeit nutzen wir jetzt, um unsere Auszubildenden in Holzbearbeitung zu trainieren“ erklärt Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg den ungewöhnlichen Auftrag für seine Mitarbeiter. „Und wenn dabei auch noch was Schönes für das Weihnachtsfest entsteht, dann ist das umso besser.“

    Sterne sägen die Azubis aus dicken Stammscheiben, dazu Baumfiguren aus Douglasien- und Fichtenholz. Und Vogelfutter-Häuschen, fertig und als Bausatz zum selbst zusammenschrauben. Alles aus massivem Holz und ideal geeignet als weihnachtlicher Schmuck draußen vor der Haustüre.

    „Beim Weihnachtsmarkt in Warmensteinach am kommenden Wochenende zeigen unsere jungen Mitarbeiter ihr Können und stellen vor den Augen der Besucher ihre kleinen Kunstwerke her. Interessierte können sich „ihren“ Stern oder „ihren“ Baum gleich mitnehmen. Ebenso bieten wir wieder Wildbret aus der Region an“ lädt Winfried Pfahler zu der Veranstaltung ein. „Und danach gibt es Holzschmuck und Wildbret natürlich wie immer am Forstbetrieb in Fichtelberg.

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    news-2111 Tue, 03 Dec 2019 15:26:42 +0100 Forstbetrieb Burglengenfeld sichert Dietldorfer Straße http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2111&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5f7842f7e616bfd11056edd955592d70 Dringend notwendige Verkehrssicherungsmaßnahme durchgeführt

    03. Dezember 2019, Burglengenfeld - Drei Wochen lang war die Dietldorfer Straße wegen dringend notwendiger Verkehrssicherungsarbeiten am begleitenden Waldbestand zumindest tagsüber für den Verkehr gesperrt. Die Maßnahmen sind nun  beendet. Forstbetriebsleiter Thomas Verron machte sich von den umfassenden Arbeiten ein Bild. Viele am Stammfuß rotfaule Fichten und infolge Pilzbefalls absterbende Eschen drohten zunehmend auf die Straße zu fallen und den laufenden Verkehr zu gefährden. Deswegen bat auch die Stadt Burglengenfeld den Forstbetrieb bereits im letzten Jahr, die Maßnahme als dringlich einzustufen und umzusetzen. Der dringliche Handlungsbedarf wurde bei der laufenden Hiebsmaßnahme sichtbar deutlich. Harvesterunternehmer Matthias Haneder erklärte nach dem Absägen mancher Fichten: „Ein Wunder, dass da bislang noch nichts passiert ist“. Oftmals war nur noch ein schmaler gesunder Splintring um den faulen Baumkern zu sehen, der für die Stabilität sorgen musste.

    Revierleiter Albert Lautenschlager inspizierte daher die stehenbleibenden Randbäume sehr genau und kam zu der Erkenntnis, mehr Bäume als zunächst geplant entfernen zu müssen. Gleiches galt für den jüngeren Eschenbestand im S-Kurvenbereich unterhalb des Eichelgartens. Fäulepilze lassen hier die Eschen von den Trieben her absterben und geben auch Bodenpilzen die Chance, in den Stammfuß der schwächelnden Bäume einzudringen und diese zu destabilisieren. So fielen bei der Erntemaßnahme einige Bäume ohne Wurzelstabilität einfach gleich mit um. Für den Verkehrsteilnehmer bietet sich so auf den ersten Blick ein zunächst ungewohntes Bild. „Doch neben einer jetzt ungefährdeten Befahrung wird die Dietldorfer Straße über den größeren Lichtraum besser abtrocknen und damit vor allem im Winter auch hinsichtlich Glatteis sicherer“, so Verron. Den Bayerischen Staatsforsten ist das die Ausstockung Wert. Schließlich geht es um aller Sicherheit. Im nächsten Frühjahr schon wird sich der partiell entstandene Randstreifen wieder vollends mit Blühpflanzen, Kräutern und Sträuchern begrünen und für natürliche Vielfalt, auch dann für Insekten und Vögel sorgen.

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    news-2109 Tue, 03 Dec 2019 13:35:00 +0100 Führungswechsel am Forstbetrieb Burglengenfeld http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2109&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=de1725dec261feee4515209ed470faa6 Hans Mages tritt Nachfolge von Thomas Verron an

    03. Dezember 2019, Burglengenfeld - Nach mehr als 40 Jahren im Forstdienst verabschiedet sich der Leiter des Staatsforstbetriebs in Burglengenfeld, Thomas Verron, Anfang Dezember in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Hans Mages – ein Waldbau-Fachmann – der bisher in der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten in Regensburg tätig war.

    Eine forstliche Institution geht in Ruhestand. Thomas Verron hatte den Forstbetrieb Burglengenfeld seit Gründung der Bayerischen Staatsforsten im Jahr 2005 geleitet und „maßgeblich geprägt“, wie Vorstand Reinhardt Neft bei der Verabschiedung sagt. „Sie haben die Ihnen anvertrauten Wälder mit Sachverstand, Herzblut und viel Engagement bewirtschaftet. Sie können mit Stolz auf ein Vierteljahrhundert Waldumbau zurückblicken,“ so Neft. „Ihr Nachfolger übernimmt einen hervorragend aufgestellten Forstbetrieb mit einem engagierten Team."

    Der Nachfolger von Verron ist Hans Mages, bisher Leiter des Teilbereichs Waldbau an der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten. Für den 49jährigen studierten Forstwissenschaftler geht nach eigener Aussage ein Traum in Erfüllung: „Ich freue mich sehr, dass ich nun einen Forstbetrieb leiten darf und mein Wissen in der Praxis umsetzen kann. Dabei reizt mich zum einen die naturräumliche Vielfalt des Forstbetriebs, zum anderen liegt mir die Baumart Kiefer, die große Waldflächen prägt, besonders am Herzen.“ Wie man solche Bestände bewirtschaftet und zukunftsfähig macht, weiß der Waldbau-Fachmann und Mitverfasser der „Kiefernrichtlinie der Bayerischen Staatsforsten“ so gut wie nur wenige andere in Bayern. Mages übernimmt den Forstbetrieb in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld: „Die Lage am Holzmarkt erfordert ökonomisches Fingerspitzengefühl. Wir werden aber nicht am Waldbau sparen, die Natur hat Priorität,“ so Mages.

    Als seine Hauptaufgabe sieht er die Fortsetzung des Waldumbaus: „Um unsere Wälder an die Klimaveränderungen anzupassen und langfristig zu erhalten, müssen wir den Anteil an Mischbaumarten weiter deutlich erhöhen.“ Sein Vorgänger Thomas Verron habe dabei hervorragende Arbeit geleistet, die es fortzuführen gelte. „Der Forstbetrieb Burglengenfeld ist der Staatsforstbetrieb mit der größten Fläche an Neukulturen. Das ist waldbaulich wie jagdlich eine ebenso ambitionierte wie reizvolle Aufgabe.“

    Thomas Verron bedankte sich bei seinem Team, das ihn hervorragend unterstützt hat: „Dass ich heute auch mit etwas Stolz auf die letzten 25 Jahre zurückblicken kann, verdanke ich auch den Kolleginnen und Kollegen am Forstbetrieb.“ Die vielen bunten Flecken mit Herbstlaub im nadelholzgeprägten Forstbetrieb zeigen gerade im Herbst, dass sich die Arbeit gelohnt hat. „Waldbau beginnt mit der Jagd und erfolgreicher Waldumbau kann nur bei einem ausgewogenen Wildbestand gelingen,“ so Verron, der dem Forstbetrieb auch künftig erhalten bleibt: „Ich werde weiter hier zur Jagd gehen und dazu beitragen, dass in meinem Pirschbezirk ausreichend junge Bäume mit möglichst wenig Verbiss wachsen können.“

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    news-2110 Tue, 03 Dec 2019 08:14:43 +0100 Nikolaus im Weltwald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2110&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e532ca3a04ca491e961acba0be3fb77f 03. Dezember 2019, Freising – Der Forstbetrieb Freising mit dem Förderverein Weltwald & Erlebnispfad Freising e.V. veranstalten einen besonderen Nachmittag in der Vorweihnachtszeit, der interessant für große und kleine Waldbesucher ist. Am Zentralpavillon im Weltwald, nahe bei der Waldkirche St. Clemens kommt auch dieses Jahr der Nikolaus in Begleitung des Krampus und verteilt Geschenke an die Kleinen. Ebenso erwartet die Besucher ein kleiner Markt mit weihnachtlichen Holzkunstwerken, exotischen Nadelbaumzweigen und duftendem Kinderpunsch (Bitte eigene Trinkbecher mitbringen!). Sämtliche Artikel sind kostenlos, allerdings würde sich der Förderverein über Geldspenden freuen.

    Neben den zahlreichen Mitgliedern und Helfern des Fördervereins haben sich heuer besonders die Schüler der Klasse 9a der Paul-Gerhardt-Mittelschule Freising mit ihrer Lehrerin, Frau Jessica Püschel für ein gutes Gelingen der Veranstaltung eingesetzt.

    Termin: Freitag, 06.12.2019, 15.00 - 16.00 Uhr

    Veranstaltungsort: Weltwald, Zentralpavillon

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    news-2108 Mon, 02 Dec 2019 11:46:15 +0100 BaySF unterstützen die Berchtesgadener Tafel mit Wild aus der Region http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2108&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bb56b52baccb18686105e5fc296334bd 02. Dezember 2019, Berchtesgaden – Mit einer Spende von insgesamt 60 Portionen Wildfleisch unterstützten die Bayerischen Staatsforsten die soziale Arbeit der Berchtesgadener Tafel. Kurz nach dem jüngsten Besuch der Staatsministerin in der Wildboutique überreichte die Sachbearbeiterin Jagd & Fischerei Peggy Troppenz die Rehsteaks an den 1. Vorsitzenden des Vereins Manfred Weber.

    Die Steaks stammen von Rehen aus den heimischen Wäldern und wurden von einem Metzgermeister küchenfertig vorbereitet. Alles in allem sind es 15 kg Wild, die in der Vorweihnachtszeit an die Kunden der Tafel ausgegeben werden sollen. Das ist genug für etwa 60 der 350 bei der Tafel registrierten Kunden. Um eine hohe Qualität der Rehsteaks zu gewährleisten, wurden sie schockgefrostet übergeben. Damit ist eine Haltbarkeit bis weit in das nächste Jahr hinein garantiert.

    Den Bayerischen Staatsforsten ist es ein Anliegen das soziale Engagement der Berchtesgadener Tafel zu fördern. So kommt das Wildfleisch Menschen zugute, denen das Nötigste fehlt. Die Lebensmittelausgabe durch den Verein erfolgt jeden Samstag ab 12:30 Uhr im Berchtesgadener Rathaus.  

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    news-2107 Mon, 02 Dec 2019 10:28:42 +0100 Schutzgebiet für Pilze http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2107&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=beb7677e945539c56a709886cf16aabb 02. Dezember 2019, Arnstein - Am 22. November fand am Forstbetrieb Arnstein der Bayerischen Staatsforsten eine Preisverleihungder Bayerischen Gesellschaft für Mykologie e.V. statt. Der Forstbetrieb Arnstein wurde gemeinsammit den Pilzfreunden Mainfranken mit der Preisverleihung für sein vorbildliches Engagement beimSchutz der Pilze und für besonderes Engagement in der Öffentlichkeitsarbeit geehrt.

    Das etwa einen Hektar große Pilzschutzgebiet wurde den Pilzfreunden Mainfranken von denBayerischen Staatsforsten zur Verfügung gestellt. Regelmäßig wird hier das Pilzvorkommen erfasst.Ziel ist, die Entwicklung von Pilzgesellschaften in naturnah bewirtschafteten Laubmischwäldernlangfristig zu dokumentieren. Dafür wurden vom Forstbetrieb Arnstein Stämme verschiedenerBaumarten in das Gebiet verbracht, um Wachstums- und Entwicklungsprozesse der Pilze auch anunterschiedlichen Totholzvorkommen beobachten zu können. Die gewonnenen Erkenntnisse werdendem Forstbetrieb zur Verfügung gestellt und tragen dazu bei, die Naturschutzarbeitweiterzuentwickeln. Zudem soll das Wissen über Pilze aber auch über die verschiedenenZusammenhänge im Ökosystem Wald und einer naturnahen Waldbewirtschaftung an interessierteDritte weitergegeben werden.

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    news-2106 Mon, 02 Dec 2019 09:04:00 +0100 Altenauer Weihnachtsmarkt: Spenden für den guten Zweck erzielt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2106&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=41ddf4f32034cc4acaaf651805338acc 02. Dezember 2019, Altenau - Auch heuer hat der Forstbetrieb Oberammergau wieder den Altenauer Weihnachtsmarkt unterstützt. Mit Holz- und Rinden aus dem Oberammergauer Forstbetrieb wurden von den fleißigen Damen des Altenauer Frauenbunds weihnachtliche Gestecke und Dekorationen gestaltet, die auf dem Altenauer Weihnachtsmarkt für einen guten Zweck verkauft wurden. Der Erlös von knapp 500 Euro kommt heuer der Renovierung einer kleinen Feldkapelle in der Altenauer Feldflur zugute. 

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    news-2105 Mon, 02 Dec 2019 08:15:55 +0100 Neugestaltung des Freizeit- und Tourismuszentrums Steinbach am Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2105&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5ef0d664d6702aafecee9fd0a2374e83 02. Dezember 2019, Steinbach - Ende September wurde das Freizeit- und Tourismuszentrum der Gemeinde Steinbach am Wald nach der Generalsanierung offiziell eröffnet. Für das kommende Jahr ist die umfangreiche Gestaltung der Außenanlagen vorgesehen, fachlich begleitet von der Bayerischen Forstverwaltung und den Bayerischen Staatsforsten. Aber auch ganz praktisch musste jetzt vor dem nahen Winter schon einmal Hand angelegt werden.

    Unweit des „B 85-Kreisels“ in Steinbach verläuft der Rennsteigwanderweg in Sichtweite des neu geschaffenen Zentrums. Genau hier fiel im Sommer ein angrenzendes kleines Fichtenwäldchen der Gemeinde dem Borkenkäfer zum Opfer. Förster Martin Körlin vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kulmbach hatte spontan die Idee, wenigstens die Baumstümpfe noch für die weitere Konzeption zu retten. Und gab dem Harvester den klaren Auftrag, jeden befallenen Baum in rund vier Metern Höhe zu kappen.

    Die verbliebenen Stammanläufe sollen dann, zu Skulpturen verarbeitet, als künftige „Wegweiser“ zu den Außenanlagen des Zentrums dienen. Wichtig dafür ist aber im nächsten Schritt ein erster Schutz des Holzes vor dem Frankenwaldwinter. Dazu rückte jetzt der zweite Ausbildungsjahrgang des Forstbetriebs Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten an. In Handarbeit wurden die Stämme von Ausbildungsmeister Matthias Lindig und seinen Azubis Konstantin Hofmann und Lorenz Schönmüller einzeln entrindet und oben schräg nachgeschnitten um ein Schutzdach gegen Schnee und Regen anbringen zu können. Jetzt stehen die Stümpfe hell leuchtend am Ortseingang und können – gut geschützt - auf ihre künstlerische Gestaltung im kommenden Jahr warten.  

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    news-2122 Sun, 01 Dec 2019 15:04:00 +0100 Alle Jahre wieder – ein Weihnachtsbaum für das Bayerische Staatsministerium http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2122&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=aef4d514e9fe81b9c46fe44295da74fc Auch in diesem Jahr machte sich Christian Kaul vom Bayerischen Waldbesitzerverband auf die Suche nach einem passenden Weihnachtsbaum für das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in München.

    Schnell stand für Christian Kaul fest, dass es ein Baum aus Niederbayern werden sollte, genauer ein Baum aus der Christbaumkultur des Forstbetriebs Kelheim der Bayerischen Staatsforsten. Die Suche unterstütz hat Revierleiter Henning Denstorf vom Forstrevier Teugn. Am 21. November 2019 fiel dann die gemeinsame Wahl auf eine 7,80 m lange und etwa 15 Jahre alte Nordmanntanne. Christian Kaul übernahm persönlich am selben Tag die Fällung des schön gewachsenen Klassikers unter den Weihnachtsbäumen, welcher anschließend mit Hilfe eines Teleskopladers sicher auf einen Transportanhänger geladen wurde.

    Ziel des Transportes war der Schmuckhof des Ministeriums. Dort angekommen wurde für einen sicheren Stand der Nordmanntanne das untere Ende des Stammes mit der Motorsäge bearbeitet. Anschließend konnte der Baum durch einen Stapler in das vorgesehene Loch gehoben werden. Festlich geschmückt wurde der Weihnachtsbaum in den darauffolgenden Tagen.

    Die offizielle Übergabe an Staatsministerin Michaela Kaniber fand schließlich am 26. November 2019 durch Forstbetriebsleiterin Sabine Bichlmaier im Schmuckhof in München statt. 

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    Forstbetrieb Kelheim
    news-2112 Fri, 29 Nov 2019 16:36:00 +0100 Besondere Bäume im Forstbetrieb Sonthofen: Die Linde http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2112&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fd788313ef45ebeccd8cb715820d83bf 27.11.2019, Kempten – „Der Forstbetrieb Sonthofen hat den schönsten Baum der Kürnach!“…findet Förster Johann-Elmar Mayr, wenn er auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz im Staatswald an der imposanten Winterlinde in Oberkürnach vorbeifährt. Von Wiggensbach kommend, markiert sie die Einmündung der Gemeindeverbindungsstraße in die Staatsstraße durchs Kürnachtal. Die Linde baut sich hier förmlich inmitten der kleinen Ortschaft Oberkürnach im Forsthof des Forstbetriebes Sonthofen auf. 

    Wie lange dieser markante Baum schon an diesem kleinen Verkehrsknotenpunkt steht, weiß niemand. Sind es 150 oder 250 Jahre oder noch mehr? „Vielleicht stammt sie aus dem Jahr 1871 und wurde anlässlich der Gründung des deutschen Kaiserreiches gepflanzt“, spekuliert Förster Mayr. Dann wäre sie sozusagen gerade dem Jugendalter entwachsen, denn Linden gehören in Deutschland zu den Baumarten, die das höchste Alter erreichen. Nochmal der Staatswald-Förster: „300 Jahre kommen sie, 300 Jahre stehen sie und 300 Jahre vergehen sie, sagt der Volksmund.“

    Sie dienten früher in den Ortschaften häufig als Versammlungsort, wo Menschen tanzten, aber auch Gerichte tagten. Wirtschaftliche Bedeutung erlangten sie als Lieferant von Lindenblütentee und Bindebast und als Holz für Schnitzereien. Leider werden diese Produkte in der heutigen Zeit billig importiert. Linden haben dadurch an Bedeutung verloren. Nach wie vor ist sie für Bienen eine sehr ergiebige Nahrungsquelle und für Insekten allgemein ein wahres Paradies! „Aber warum fehlen dann diese stattlichen Bäume heutzutage?“, fragt sich Revierleiter Mayr und liefert auch gleich eine mögliche Erklärung: „Unsere Gesellschaft gilt als besonders reinlich. Insbesondere stattliche, altehrwürdige Bäume werfen Äste, Blüten und Blätter ab. Das Saubermachen von Plätzen und Dachrinnen kostet Zeit und die ist heute Mangelware. Der klebrige Zuckersaft von Insekten schlägt sich zu allem Übel auch noch auf dem wertvollen Autoblech nieder. Deshalb werden Linden gerne beseitigt.“

    Nicht so bei der Linde in Oberkürnach! Abgesehen davon, dass speziell ausgebildete Baumpfleger in den vergangenen Jahren bereits zweimal den Baum kontrolliert und trockene Äste entfernt haben, wächst der Baum absolut frei. „Er steht da wie zu Urgroßelternzeiten mit seiner vitalen Krone – 28 Meter hoch, 540 Zentimeter Umfang, an der dicksten Stelle misst er gut zwei Meter“, freut sich Förster Mayr.

    In der rissigen Borke haben sich Tüpfelfarne, zahlreiche Moos- und noch mehr Flechtenarten angesiedelt, sogar Miniaturfichten und eine Heckenkirsche finden sich in feuchten Astkehlen.

    „Der Baum ist ein Schmuckstück und eine Rarität. Er verdient unseren Schutz! Von uns aus könnte die Naturschutzbehörde am Landratsamt ihn gerne zum Naturdenkmal erklären“, denkt Förster Mayr in die Zukunft.

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    news-2098 Fri, 29 Nov 2019 14:10:00 +0100 Bayerischen Staatsforsten pflanzen Klimawald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2098&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6728303623805e8b51c5273b1c93213d 29. November 2019, Geroldsgrün/Wolfersgrün - Auszubildende und Forstwirte pflanzen im Staatswald des Forstbetriebs Nordhalben derBayerischen Staatsforsten im Herbst und Frühjahr zusätzlich 8 Hektar Klimawald. Im Rahmen desauf 5 Jahre angelegten 30-Millionen Bäume Programms der Bayerischen Staatsregierung für denStaatswald werden Waldflächen, die durch Trockenheit und Borkenkäfer geschädigt waren, mitBaumarten wieder aufgeforstet, die besser mit der Klimaveränderung zurechtkommen.

    Die zu trockenen und zu warmen Jahre 2018 und 2019 haben im Frankenwald deutliche Spuren im Wald hinterlassen. Zehntausende von vertrockneten oder vom Borkenkäfer befallenen Fichtenmussten allein im Staatswald des Forstbetriebs Nordhalben gefällt und zu den Sägewerken oder auf Lagerplätze außerhalb des Waldes transportiert werden. Diese Schäden am Wald sind Folgeder rasanten Klimaerwärmung. Ein wesentlicher Grund ist die Zunahme des klimaschädlichen Kohlendioxids CO2, das bei der Verbrennung von Kohle, Gas und Erdöl entsteht.

    Bäume nehmen CO2 über ihre Nadeln und Blätter auf, speichern den Kohlenstoff im Holz undgeben den Sauerstoff wieder an die Umwelt ab. Unsere Wälder entziehen der Atmosphäre CO2und bremsen somit den CO2-Anstieg. Die Bayerische Staatsregierung hat deshalb beschlossen, dassim Staatswald in den nächsten fünf Jahren jeweils 1 Million Bäume zusätzlich gepflanzt werden.Diese Bäume sind als aktive Kohlenstoffsenke ein Beitrag zur Verringerung der Klimaerwärmung.

    Im Forstrevier Wolfersgrün verwirklicht Revierleiterin Daphne Weihrich den Umbau desfichtengeprägten Frankenwaldes zum Klimawald mit der Pflanzung von Eichen und Linden auf einer Borkenkäfer-Schadfläche. „Wegen der Klimaerwärmung wird die Eiche auch im Frankenwaldein wichtiger Bestandteil der künftigen Mischwälder, die mit höheren Temperaturen und weniger Regen v.a. im Frühjahr und Sommer zurechtkommen müssen. Zusammen mit den Buchen, Tannen, Fichten und Douglasien auf den benachbarten Flächen entsteht hier ein Wald der Zukunft“ so Revierleiterin Daphne Weihrich.Der neue Eichenwald der Zukunft wird vier Auszubildenden der Bayerischen Staatsforsten unter Betreuung von Forstwirtschaftsmeister Matthias Lindig gepflanzt. Die künftigen Forstwirte bringen die Eichen und Linden sorgfältig in das jeweilige Pflanzloch, damit die Bäume optimal wachsen und einen stabilen, widerstandsfähigen Wald der Zukunft bilden können.

    Der Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten pflanzt in diesem Herbst und im nächsten Frühjahr zusätzlich ca. 30.000 Bäume auf rd. 8 Hektar Fläche als Maßnahme gegen den Klimawandel. Forstbetriebsleiter Fritz Maier erläutert: „Diese 8 Hektar Klimawald werden zusätzlich zu 42 Hektar normalem Waldumbau gepflanzt, auf denen wir in diesem Jahr den Staatswald auf die Zukunft vorbereiten. Baumarten wie Eiche, Linde, Buche, Spitzahorn, Feldahorn aber auch seltenere Arten wie Elsbeere und Wildbirne werden unser Spektrum der vorhandenen Laubbäume vergrößern. Dazu kommen natürlich Nadelbaumarten wie Tanne, Douglasie und Lärche sowie als Versuch auf Kleinflächen z.B. Hemlocktannen, die unsere Fichten und Kiefern ergänzen".

    Ralph König, vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Münchberg, begrüßt diese Maßnahme. „Der konsequente Umbau des Staatswaldes zum Klimawald ist als Zukunftsvorsorge sehr wichtig. Diese zusätzlichen Pflanzmaßnahmen werden deshalb als besondere Leistungen für die Gesellschaft finanziell vom Freistaat Bayern gefördert".

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    news-2104 Fri, 29 Nov 2019 13:00:14 +0100 Fichtelgebirsgtanne geht auf die Reise http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2104&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f4a2033ce866cf013481d7b6a4448728 Forstbetrieb Fichtelberg spendet Christbaum für Weimar

    29. November 2019, Fichtelberg – Eine Tanne aus dem Fichtelgebirge schmückt jetzt in der Weihnachtszeit die Stadt Weimar. Gespendet wurde der Christbaum von den Bayerischen Staatsforsten, den Porzellan-Anhänger am Baum stiftete die Firma Rosenthal und das Porzellanikum in Selb. Schüler der Luitpold-Schule in Selb gestalteten den Christbaum-Schmuck.

    Gut 20 Jahre hat die Tanne gebraucht, um zu ihrer jetzigen Größe heranzuwachsen. Hier am Westhang des Schneeberg-Rückens sind die klimatischen Verhältnisse eher rau, ist der Boden eher karg. Deshalb hat sie sich gemeinsam mit benachbarten Bäumchen langsam, aber gleichmäßig entwickelt, hat Jahr für Jahr neue Zweige angesetzt und ist schließlich zu einer richtigen Vorzeigetanne geworden - genau richtig, um an einem prominenten Ort Werbung für das Fichtelgebirge zu machen.

    „Der passt – den nehmen wir!“ Förster Bernhard Kraus vom Forstbetrieb Fichtelberg lässt die Säge ansetzen, nachdem die kleine Gruppe von Christbaumsuchern den Baum entdeckt und für gut befunden hat. Unterstützt wird Kraus von Udo Benker-Wienands, dem „Vater“ der Aktion, Christian Kreipe, dem ehem. Geschäftsführer des Naturparks sowie von den Auszubildenden des Forstbetriebs. Mit vereinten Kräften wird der Baum bis zum nächsten Forstweg gebracht, dort vorsichtig verpackt und auf ein bereitstehendes Fahrzeug verladen.

    Alljährlich spenden die Bayerischen Staatsforsten gemeinsam mit der Firma Rosenthal und dem Porzellanikum in Selb einen Christbaum, geschmückt mit Porzellan-Anhängern, die von Kindern der Luitpold-Grundschule in Selb hergestellt werden. Der Christbaumschmuck wird nach Weihnachten verkauft, der Erlös kommt dem gemeinnützigen Verein „Leben und Lernen in Kenia e.V.“ zugute, der damit die Ausbildung von Kindern in dem ostafrikanischen Land unterstützt.

    Die „gemeinnützigen Christbäume“ dieser Aktion standen schon an vielen prominenten Orten, wie z.B. im Bundestag in Berlin, beim Bundespräsidenten, im Landtag in München, im EU-Parlament in Straßburg, an der Schlosskirche in Wittenberg oder in der Deutschen Botschaft in Prag. In diesem Jahr steht die Tanne aus dem Fichtelgebirge ab jetzt in Weimar vor dem neu eröffneten Bauhausmuseum und verbreitet weihnachtliche Stimmung.

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    news-2103 Fri, 29 Nov 2019 12:50:41 +0100 Weismainer Grundschule pflanzt Zukunftswald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2103&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=91766b42346f8289fc913a30900e549a 29. November 2019, Rothenkirchen - Anstelle von „Fridays for Future“ hieß es in dieser Woche für die Abt Knauer-Grundschule in Weismain: „Montag bis Donnerstag für den Zukunftswald“. Alle 160 Schülerinnen und Schüler pflanzten mit an einer neuen Waldgeneration. Und ließen sich dabei auch nicht durch Wind und Wetter abhalten.

    Die gemeinsame Idee für die Pflanzaktion kam von Rektorin Heike Witzgall und dem Leiter der Weismainer Umweltstation Michael Stromer. Wo ist ein Projekt zur Nachhaltigkeit besser umzusetzen als beim Waldumbau? Der neue Leiter des Forstreviers Weismain der Bayerischen Staatsforsten Samuel Merz war sofort begeistert. „Der Wald der Zukunft geht uns alle an. Die Kinder von heute brauchen auch morgen einen stabilen Wald.“  Deshalb seien nach den Borkenkäferschäden der beiden letzten Jahre das Tempo der Laubholzpflanzungen im Staatswald noch einmal erhöht und dafür gezielt zusätzliche Mittel von der Staatsregierung bereitgestellt worden.

    „Klimaneutral“ wurde dann auch der Ablauf der Pflanzaktion gestaltet: Die nahegelegene Waldabteilung „Fürstenweg“ konnte auch von den Kleinsten gut zu Fuß erreicht werden. Hier warteten Förster Samuel Merz und Forstwirt Ludwig Wollner an vier Tagen auf jeweils zwei Klassen der Weismainer Grundschule mit Pflanzwerkzeug und reichlich Eichenpflanzen. Zusätzlich begleitet wurden die kleinen Pflanzerinnen und Pflanzer neben ihren Lehrkräften von Michael Stromer und Christian Luplow von der Umweltstation. Und alle waren mit Feuereifer bei der Sache und ließen sich - genau wie die Profis – nicht vom wechselhaften Wetter abschrecken. Nach vier Vormittagen standen genau 160 neue Eichen fest im Waldboden und für die Zukunft bereit.

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    news-2101 Thu, 28 Nov 2019 15:37:47 +0100 Schlammschlacht am Schneeberg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2101&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b048888dd685d82f1d3902c117d47f9a 28. November 2019, Meierhof - Was aussieht, als hätte sich ein Bagger im Wald verfahren, ist eine am Fuße des Schneebergs durchgeführte Moorrenaturierung. Das circa 5 Hektar große Moor liegt im Revier Meierhof, Forstbetrieb Selb. Es ist eines von vielen Mooren, das die Bayerischen Staatsforsten bis 2030 auf ihren Flächen renaturieren wollen. Mit dem Bagger werden alte Entwässerungsgräben wieder verschlossen. So bleibt mehr Wasser wesentlich länger in der Moorfläche. Starkregenereignisse werden abgepuffert, weil das Moor Wasser aufnimmt und nur langsam wieder abgibt. Zudem binden Moore große Mengen CO. Für viele heimische Tier- und Pflanzenarten ist das Moor Lebensraum, z.B. für den Schwarzstorch oder den fleischfressenden Sonnentau.

    Moore nehmen im Fichtelgebirge eine große Fläche ein, deshalb kommt den Forstleuten hier eine große Verantwortung für diesen Lebensraumtyp zu. Die Renaturierung der Moore wird vom Amt für Ernährung; Landwirtschaft und Forsten finanziell gefördert. „Intakte Moore leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Das Moor im Ahorngarten ist ein weiterer Mosaikstein unter den zahlreichen Biotopen am Schneeberg“, freut sich Revierleiter Stefan Oettle über die gelungene Maßnahme.

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    news-2100 Thu, 28 Nov 2019 12:47:45 +0100 „Möbel mit Geschichte“ ausgezeichnet http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2100&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ab71798de8bbc879de0eac80b7b83544 Pressemitteilung des Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

    28. November 2019 München – Der heimische Werkstoff Holz bietet vielfältige gestalterische Möglichkeiten. Das zeigt der Schreinerwettbewerb "Holz aus Bayern", den das Forstministerium jedes Jahr gemeinsam mit dem Fachverband Schreinerhandwerk Bayern (FSH Bayern) durchführt. Er stand heuer unter dem Motto „Möbel mit Geschichte“. Auf der Messe „Heim + Handwerk“ in München wurden gestern elf besonders innovative Möbelstücke ausgezeichnet. Die Schreiner hatten ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und originelle wie funktionale Möbel aus verschiedensten heimischen Holzarten eingereicht – von der Standuhr aus dem Holz eines entwurzelten Apfelbaums bis hin zum modernen Tisch aus 300 Jahre alten Eichenbalken einer Getreidescheune. Alle präsentierten Möbelstücke erzählen eine eigene Geschichte.

    Ein Preisgeld von je 1.000 Euro erhielten Michael Steinberger aus Kienberg (Lkr. Traunstein), Richard Siegler aus Hahnbach (Lkr. Amberg-Sulzbach) und die Schreiner Katharina Walser und Alexander Zech der Justizvollzugsanstalt Stadelheim (München). Eine Belobigung und 500 Euro bekamen Stefan Opperer aus Rohrdorf (Lkr. Rosenheim) und Pirim Pokorny und Valerius Hust aus Erkheim (Lkr. Unterallgäu). Ausgezeichnet wurden auch Christine Buchner und Harald Tremmel aus Velden (Lkr. Landshut), Benjamin Rödl aus Speinshart (Lkr. Neustadt an der Waldnaab), Gottfried Stettmer aus Kollnburg (Lkr. Regen), Johannes Schönwälder aus Zorneding (Lkr. Ebersberg), Stefan Dosch aus Kaltenberg (Lkr. Landsberg am Lech) und Maximilian Schmid aus Fahrenzhausen (Lkr. Freising). Die prämierten Möbelstücke sind noch bis 1. Dezember auf der „Heim + Handwerk“ bei der „Sonderschau Holz aus Bayern“ in Halle A2, Stand 34F auf dem Münchner Messegelände ausgestellt.

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    news-2099 Thu, 28 Nov 2019 11:43:14 +0100 „Beim Christbaum auf heimische Herkunft achten“ Kaniber eröffnete bayerische Verkaufssaison http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2099&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=acbd967cf0451680e444b5e3b887c451 Kaniber eröffnete bayerische Verkaufssaison. Pressemitteilung des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

    28. November 2019, Markt Indersdorf, Lkr. Dachau – Rechtzeitig vor dem ersten Adventswochenende hat Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber die Verbraucher aufgerufen, beim Christbaumkauf auf die Herkunft aus Bayern zu achten. Gemeinsam mit der ersten bayerischen Christbaumkönigin Andrea Meier eröffnete die Ministerin am Donnerstag in Markt Indersdorf offiziell die bayerische Christbaumsaison. „Nicht nur die hohe Qualität ist ein starkes Argument für den Kauf eines heimischen Baums. Ein Christbaum aus Bayern stärkt auch die regionale Wirtschaft und vermeidet umweltbelastende Ferntransporte quer durch Europa“, sagte Kaniber.

    Heimische Bäume sind leicht zu erkennen: Die Banderole mit dem stilisierten Weihnachtsbaum und der Aufschrift „Bayerischer Christbaum“ des Vereins Bayerische Christbaumanbauer garantiert die Herkunft und die Frische des Baums. Darüber hinaus gibt es seit diesem Jahr Bäume mit dem Siegel „Geprüfte Qualität – Bayern“ (GQ) erhältlich. Das GQ-Siegel garantiert neben Herkunft und Frische zusätzlich strenge Produktionsstandards. So haben die GQ-Anbauer die Bäume frühestens ab dem 10. November geschnitten und sie die letzten drei Jahre nicht mit Pflanzenschutzmitteln behandelt.

    Im Freistaat werden jedes Jahr rund vier Millionen Christbäume verkauft, die meisten stammen aus eigens angelegten Kulturen. Mehr als Dreiviertel der verkauften Bäume stammen mittlerweile aus Bayern. Mit Abstand am beliebteste ist die Nordmanntanne, gefolgt von der Blaufichte. Die Qualität und Preise bewegen sich auf dem Niveau des Vorjahrs: Der Meter Nordmanntanne liegt zwischen 18 und 25 Euro.

    Informationen rund um den bayerischen Christbaum und eine digitale Karte mit Anbaubetrieben aus der Region gibt es im Internet unter www.bayerische-christbaumanbauer.de/anbieter. Mehr zum GQ-Siegel und eine Liste der Anbieter finden Sie unter www.gq-bayern.de (Produkte und Hersteller).

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    news-2097 Thu, 28 Nov 2019 08:07:19 +0100 Forstbetrieb Allersberg ehrt seinen Mitarbeiter Herrn Jürgen Rummer zum 40-jährigen Arbeitsjubiläum http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2097&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=dcd82deaf5c670f1a183f140108a4e14 28. November 2019, Allersberg - Bei der Personalversammlung des Forstbetriebes Allersberg in Möning am 22.11.2019 gratulierten der Personalratsvorsitzende, Stefan Herzog, und der kommissarische Forstbetriebsleiter, Harald Schiller, Herrn Jürgen Rummer zum 40jährigen Arbeitsjubiläum und wünschten ihm alles Gute auf dem weiteren Lebensweg. Mit der Überreichung der Jubiläumsurkunde des Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales übermittelten Sie ihm auch den Dank der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten in Regensburg und die persönlichen Glückwünsche von Frau Staatsministerin Kerstin Schreyer.

    Gleich nach der Schule zog es den 1964 in Allersberg geborenen Herrn Jürgen Rummer in die heimischen Wälder. Dort begann er zum 01. September 1979 seine berufliche Laufbahn am Bayerischen Forstamt Allersberg mit der dreijährigen Berufsausbildung zum Forstwirt. Mit den Abschlussprüfungen an der damaligen Waldarbeitsschule in Buchenbühl beendete er am 16./17. September 1982 als einer der Besten in Bayern seine Ausbildung. Bereits am nächsten Tag, am 18.09.1982, nahm er die Arbeit als Forstwirt in seinem Stammrevier, der damaligen Forstdienststelle Pyrbaum II des Forstamtes Allersberg, auf.
    Mit der Forstreform im Jahre 2005 wurde Herr Rummer in das neu gegründete Unternehmen Bayerische Staatsforsten übernommen. Ab da gehörte er zum Forstbetrieb Allersberg. Schwerpunktmäßig blieb er weiterhin in seinem Stammrevier Pyrbaum und in den Staatswaldungen rund um Allersberg eingesetzt.

    Seinem Arbeitgeber so lückenlos über 40 Jahre die Treue zu halten, ist in der heute schnelllebigen Zeit mehr als bemerkenswert.

    In jungen Jahren war Herr Rummer ein aktiver Fußballer, wozu es neben Können großen Teamgeist braucht. Auch geht er gerne und erfolgreich „in die Schwammerl“, was seine Naturverbundenheit und Liebe zum Wald zeigt. Diese beiden Eigenschaften zeichnen ihn auch in seiner Arbeit aus: Herr Rummer ist ein verantwortungsvoller und zuverlässiger Vorarbeiter in seiner Waldarbeiterrotte. Er setzt sich bei der Brennholzselbstwerbung ein, war im Personalrat vertreten, war Ausbilder bei den Forstwirtslehrlingen am Forstamt und engagiert sich bei der Ausbildung von Praktikanten. Seine hohe Fachkompetenz und seine menschliche Aufgeschlossenheit machen ihn zu einem von allen sehr geschätzten Arbeitskollegen und Mitarbeiter.

    Betriebsleitung, Personalrat und Kolleginnen und Kollegen wünschten Herrn Jürgen Rummer daher mit einem Geschenkkorb alles erdenklich Gute, ein gesundes Leben und weiter ein unfallfreies Arbeiten.

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    news-2113 Wed, 27 Nov 2019 16:40:00 +0100 Oh Tannenbaum, Oh Tannenbaum …. http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2113&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=067dbef674d8dbcf7ea891ba4d0f77f9 So beginnt der Text eines der wohl bekanntesten deutschen Weihnachtslieder.

    Zwei „Tannenbäume“, genauer gesagt, zwei Weißtannen (Abies Alba), aus dem Revier Schöllkrippen des Forstbetriebs Heigenbrücken traten am Donnerstag ihre Reise nach Brüssel bzw. Berlin an. Rechtzeitig zum 1. Advent sollen die ca. 12 m und 8 m großen Bäume am Standort der Bayerischen Vertretungen in diesen Städten mit ihrer prächtigen Erscheinung für weihnachtliche Stimmung und Freude sorgen.

    Die technisch aufwendigen Fällungen führte Forstwirtschaftsmeister Lukas Küber mit seinen Auszubildenden in Zusammenarbeit mit dem Holzrücker Michael Denk durch. Es war professionelle Maßarbeit gefragt, denn kein Ast durfte abbrechen, damit die Weihnachtsbäume keinen Schaden nahmen. Die Tannen wurden am Verladetag mit einer speziellen Folie umwickelt und mit Spanngurten fixiert. Sorgsam auf die LKW’s zum Transport verladen starteten die Bäume ihre Reise dann am Vormittag in Richtung Belgien bzw. in die Landeshauptstadt. Die Übergabe vor Ort erfolgt in einem feierlichen Rahmen durch Vertreter der Bayerischen Staatsforsten, AöR.

    Revierleiter Rudi Schlenke hofft, dass möglichst viele Menschen vor Ort die Weihnachtsbäume erleben können und einen Moment der Besinnung und Freude empfinden. Die ausgewählten Tannen stehen auch als Symbol für unsere heimischen Wälder, denen im Zeichen des Klimawandels eine herausragende Bedeutung zukommt. Die Weißtanne ist eine Baumart, die mit den sich ändernden klimatischen Verhältnissen gut zurechtkommt und daher zukünftig eine größere Rolle in einem klimaresistenten Wald spielen wird. 

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    Forstbetrieb Heigenbrücken Nachrichten
    news-2096 Wed, 27 Nov 2019 09:09:47 +0100 Kammersteiner Waldmarkt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2096&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5be08e7e62d41022c005244afb831143 Der besondere Markt in Franken – und wir waren dabei!

    23. November 2019, Kammerstein - Der Kammersteiner Waldmarkt ist ein ganz besonderer und in seiner Art einzigartiger Markt in Franken. Ein Markttag, an dem sich alles um Wald, Winter und Weihnachten dreht. Von Bedeutung sind beim Kammersteiner Waldmarkt verschiedenste Waldprodukte aus dem Heidenberg bei Kammerstein und den angrenzenden Wäldern. Seinen Ursprung hat der Markt tief im Staatswalddistrikt des Heidenbergs. Hier fand er die ersten Male statt bis der große Erfolg eine Verlegung nach Kammerstein erforderlich machte.

    Auch dieses Jahr zog der Waldmarkt wieder massenhaft Besucher an. Insgesamt 80 Stände boten heuer wieder Ihre Produkte an. Alles regional und aus dem nächsten Umfeld der Marktgemeinde Kammerstein. Das umfangreiche Angebot umfasst u. a. Tannen- und Fichtenzweige, Christbäume, Mistelzweige, Brennholz, Hackstöcke, Holzleitern, Geschenkartikel aus Holz, Windlichter, Adventskränze und Kerzenschmuck u.v.m.

    Zusammen mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth war der Forstbetrieb Allersberg mit seinem Revierleiter Hubert Riedel aus dem Revier Roth auch dieses Jahr an prominenter Stelle mit einem Infostand vertreten. Wieder einmal zeigten die vielen Gespräche, dass das Interesse am Wald in Zeiten des Klimawandels sehr groß ist. Viele Waldbesitzer aber auch zahlreiche Nicht-Waldbesitzer aus der nahen Metropolregion Nürnberg wollten wissen, wie in der aktuell schwierigen Lage mit dem Wald umzugehen ist.

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    Forstbetrieb Allersberg Nachrichten
    news-2095 Wed, 27 Nov 2019 08:55:53 +0100 Wildschweinjagd im Daitinger Forst und Wildpretverkauf am Forstbetrieb Kaisheim http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2095&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=06b48ca0733f6dbab9378e82ea464281 27. November 2019, Kaisheim - Im Staatsjagdrevier Daitinger Forst wird kommenden Samstag auf Wildschweine gejagt. „Die scharfe Bejagung von Schwarzwild ist uns ein wichtiges Anliegen. Nach der letztjährigen Buchen- und Eichenmast hat sich das Schwarzwild heuer stark vermehrt. Wegen der Afrikanischen Schweinepest wollen wir den Bestand deutlich senken und niedrig halten.“, so Helmut Weixler, Betriebsleiter des Forstbetriebs Kaisheim.

    „Ab Dezember vermarkten wir das Wildpret von Reh- und Schwarzwild aus unseren heimischen Wäldern nun auch küchenfertig zerlegt sowie Wildwürste direkt an Verbraucher.“ erläutert Helmut Weixler.
    Das Wild wird fachgerecht durch Metzger Stefan Knoblich in seinem Betrieb in Gunzenheim zerlegt, in haushaltsübliche Portionen eingeteilt, vakuumiert und tiefgefroren. „Wildfleisch ist eine wichtige Bereicherung der regionalen Küche, da es reich an Mineralstoffen und arm an Cholesterin ist. Zudem enthält es wenig Fett.“ sagt Stefan Knoblich.

    „Unser Wild lebt bis zu seiner tierschutzgerechten Erlegung in der freien Natur. Es ernährt sich artgerecht von vielfältigen Kräutern, Gräsern, Samen, … und kann seinen natürlichen Bewegungsdrang ausleben. Dies ist die Grundlage für den guten Geschmack und die naturbelassene Qualität des Wildprets. Mehr Regionalität und natürliche Fleischqualität geht nicht mehr,“ so Weixler, der Wildpret auch als Grillfleisch im Sommer schätzt.

    Verkaufsstart ist am 7. Dezember in der neuen Wildverkaufsstelle am Forstbetrieb, Hauptstraße 20, in 86687 Kaisheim.
    Die Öffnungszeiten sind dann jeweils von Montag bis Donnerstag von 9:30 Uhr bis 16 Uhr und Freitag von 9:30 Uhr bis 13 Uhr.
    Interessierte und Gourmets sind herzlich eingeladen, bei der Eröffnung die ersten Köstlichkeiten zu probieren.

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    Jagd Forstbetrieb Kaisheim Kaisheim
    news-2094 Tue, 26 Nov 2019 09:56:32 +0100 Siebenschläfer ausgewildert http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2094&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=58c3d00612338b3d8d6f7d57f03e7825 24. November 2019, Rothenkirchen - Die gemischten, laubholzreichen Wälder am Obermain bieten nicht nur den Menschen Heimat und Lebensraum. Sie sind auch Rückzugsort für viele seltene Pflanzen und Tiere. Das Staatswaldrevier Klosterlangheim hat in dieser Hinsicht jetzt noch einmal Zuwachs erhalten: Sechs junge Siebenschläfer wurden im Walddistrikt „Spendweg“ am Anstieg zum Jura ausgewildert und damit – wie der Wald - unter die Obhut der neuen Försterin Veronika Thiel gestellt.

    Siebenschläfer gehören zur Familie der nachtaktiven Bilche. Mit ihren Kletterfertigkeiten und ihrer Lebensweise sind sie sozusagen die Nachtausgabe des Eichhörnchens. Anders als bei diesen gehen allerdings geeignete Lebensräume für die Nager überall zurück. Revierleiterin Thiel zögerte deshalb überhaupt nicht, als die Anfrage nach einer geeigneten Heimstatt für die kleinen Bilche kam. Die Siebenschläferpopulation in ihrem Forstrevier ist zwar gesichert: Viel Laubholz in allen Altersstufen mit zahlreichen Baumhöhlen, fruchttragende Bäume und Sträucher mit reichlich Nüssen und Samen im Herbst bilden hier optimale Biotope. „Aber eine gewisse Blutauffrischung kann sicher nicht schaden. Und wir können sicher sein, dass die Voraussetzungen für ein gutes Gelingen der Aktion gegeben sind“, so Veronika Thiel.

    Darauf sind die sechs kleinen Siebenschläfer nach den ersten dramatischen Monaten ihres Lebens auch angewiesen: Im Sommer war ihr Nest bei einem Borkenkäfereinschlag in der Nähe von Leipzig unfreiwillig zerstört worden. Vier der sechs Jungtiere wurden dabei schwer verletzt. Ein Waldarbeiter nahm sich ihrer an und vermittelte sie an Carola Hebentanz aus Wickendorf im Frankenwald, die große Erfahrung mit der Rettung und Aufzucht von jungen Wildtieren hat und schon zahlreichen Igeln und Eichhörnchen das Leben retten konnte. Ihr gelang es dann auch wirklich, „in Handarbeit“ alle sechs Jungtiere erfolgreich groß zu ziehen. Ein Wettlauf mit der Zeit: Nur ein gesunder, ausreichend mit Fettvorräten ausgestatteter Siebenschläfer kann den extrem langen Winterschlaf von bis zu sieben Monaten überleben. Und Carola Hebentanz´ Einsatz hat sich gelohnt. Sechs kleine graue Kobolde mit ausreichend Winterspeck standen rechtzeitig zur Auswilderung bereit. Dass einem von ihnen nach der Genesung leider ein Beinchen fehlte, war dann das kleinere Problem. Der heimatliche sächsische Wald kam nach den extremen Borkenkäferschäden nicht mehr in Frage. So erging dann nach Vermittlung und Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörden in Kronach und Lichtenfels die Bitte nach einer neuen Heimat an den Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten.

    Forstrevierleiterin Veronika Thiel hofft, dass damit die kurze Odyssee der kleinen Bilche ein gutes Ende gefunden hat. Denn sie hat ihnen einen ganz besonderen Platz in ihrem Revier ausgesucht: „Genau hier sind viele ideale Strukturen miteinander vernetzt. Alte, höhlenreiche Laubbäume, ein gestufter, artenreicher Waldrand und die Streuobstwiese, die mein Vorgänger Gerd Barnickel angelegt hat.“ Carola Hebentanz und Veronika Thiel haben den Abschied gut vorbereitet: Speziell angebrachte Nistkästen dienen als erste Unterkünfte, Äpfel und Maiskolben als Leckerbissen für den Übergang zur Selbständigkeit. Dann wartet die neue Heimat. Beide Frauen sind sich sicher, dass die Siebenschläfer ihren ganz persönlichen „Zukunftswald“ in Klosterlangheim gefunden haben.  

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    news-2093 Mon, 25 Nov 2019 16:24:46 +0100 Feines Wildbret aus dem Staatswald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2093&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8fee5faeacf2e4aa78d1c0518599a82c Direktverkauf in Freising 21. November 2019, Freising – Mit jährlich rund 1.500 Stück Schalenwild aus den Staatsjagdrevieren erzeugt der Forstbetrieb Freising der Bayerischen Staatsforsten ein hochwertiges Lebensmittel. Die Qualität von Wildfleisch wird allseits gelobt und ist nicht zuletzt wegen seines vorzüglichen Geschmacks eine hervorragende Ergänzung des Speiseplans.

    Unser Wildbret ist gesund und unbehandelt und stammt von heimischen, in ihrem natürlichen Lebensraum aufgewachsenen Tieren. Tierschutzgerecht erlegt, wird das Wild nach modernsten Hygienestandards zu Wildbret verarbeitet, um höchste Qualität zu garantieren. So ist zum Beispiel sichergestellt, dass jedes einzelne Stück Wild auf seinen Becquerel-Gehalt untersucht wird und die Strahlenbelastung unterhalb des zulässigen Grenzwerts liegt.

    Wild lebt und ernährt sich in der freien Natur. Daher hat Wildfleisch einen hohen Anteil an Vitaminen und Mineralien sowie einen geringen Fettgehalt. Wild kann ebenso vielseitig zubereitet werden, wie andere Fleischsorten. Ob als traditionelles Wildragout, als feiner Braten, Steak oder Grillgut, Wildbret ist ein schmackhaftes und gesundes Lebensmittel. Mehr Natur geht nicht.

    Rehe und Rotwild sind reine Pflanzenfresser, die sich von verschiedensten Gräsern und Kräutern, aber auch jungen Baumknospen und Trieben ernähren. Das Fleisch ist fettarm, eisen- und vitaminreich. Die hochwertige und abwechslungsreiche Nahrung des Wildes macht das Fleisch sehr aromatisch. Es wird traditionell gegart und kommt als Braten, Ragout oder Gulasch auf den Tisch. Das Einlegen oder Marinieren des zarten Fleisches ist nicht grundsätzlich notwendig.

    Schwarzwild ist die Stammform unseres Hausschweins und deutschlandweit verbreitet. Wildschweine nehmen sowohl pflanzliche als auch tierische Nahrung zu sich, darunter Wurzeln, Früchte und Insekten. Wildschweinfleisch ist magerer als das Fleisch vom Hausschwein. Das Fleisch ist dunkelrot und sehr aromatisch. Rücken, Keule und Filets eignen sich hervorragend als Braten, Medaillons oder Steak auf dem Grill.

    Ohne Jagd, kein natürlicher Wald

    Bei der Jagd steht heute nicht mehr allein die Nahrungsbeschaffung im Vordergrund, sondern vielmehr soll ein Gleichgewicht zwischen Wald und Wild geschaffen und dauerhaft erhalten werden. Das ist zentral für eine naturnahe und nachhaltige Waldwirtschaft. Denn nur mit angepassten Wildbeständen sind natürliche, stabile und klimatolerante Mischwälder möglich. Wenn dabei noch eine herzhafte und köstliche Mahlzeit herausspringt, wird nicht nur dem Wald, sondern auch dem Kunden selbst etwas Gutes getan!

    Bislang gelangte das erlegte Wild in den Wildhandel und über die regionale Gastronomie zum Verbraucher. Mit dem Beginn der Direktvermarktung am Forstbetrieb (Adresse: Domberg 1, Freising) ist es ab dem 29. November möglich, das feine Wildbret auch portionsweise als vakuumiertes Frischfleisch oder in gefrorenem Zustand zu kaufen. Angeboten werden Reh, Rotwild (Hirsch) und Schwarzwild (Wildschwein). Außerdem umfasst das Angebot auch Wurstwaren, die daraus hergestellt wurden. Sämtliche Produkte stammen aus den eigenen staatlichen Wäldern und werden nachhaltig erzeugt.

    Öffnungszeiten:

    • Mittwoch von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
    • Freitag von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr
    • sowie nach telefonischer Vereinbarung (08161/48020)
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    news-2091 Fri, 22 Nov 2019 11:33:29 +0100 Schwerer Arbeitsunfall im Ausbildungszentrum - Eine Rettungsübung http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2091&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5507daa8bdcc3a98e0334de201e6ffd0 Bayerische Staatsforsten führen großangelegte Rettungsübung durch

    21. November 2019, Vilshofen - Forstwirtschaftsmeister und Sicherheitsbeauftragter der Bayerischen Staatsforsten Michael Fischer steht mit Betriebsleiter Thomas Verron und Servicestellenleiter Harald Hölzl verdeckt auf Beobachtungsposten neben dem Ausbildungs- und Revierzentrum in Vilshofen. Plötzlich hören sie laute Schmerzensschreie vom Dachboden des Vilstalzentrums.

    Revierleiter Jürgen Färber, der im Gebäude unterhalb mit seinen Kollegen gerade seine Sprechstunden für betriebliche Kunden abhält, realisiert als Erster, dass etwas passiert sein muss. Als er zum Hilferufer ins Halbdunkel aufsteigt, schlägt sein Puls hoch. Der Verletzte ist von BRK-Helferin Ines Voithberger so gut geschminkt, dass er sofort an einen echten Notfall denkt. Wie alle Beteiligten, weiß nichts von einer Übung. Schließlich soll diese so realitätsnah ablaufen wie möglich. Färber ist glücklicherweise in seiner Zivildienstzeit als Ersthelfer ausgebildet worden. Perfekt bringt er die pulsierende Armblutung zum Stillstand. Der Verletzte war beim Leuchtstoffröhrenwechsel von der Leiter gefallen, hatte sich Splitter der zu Boden gefallenen Röhrenteile in den Arm gerammt, zudem offenbar schwere Rückenverletzungen zugezogen. Weitere zu Hilfe eilende Kollegen unterstützten mit Handy-Taschenlampe und Verbandsmaterial. Hubert Hecht setzte den Notruf an die Rettungsleitstelle ab und eilte dann zum Rettungstreffpunkt beim Feuerwehrhaus Vilshofen, um die Rettungskräfte aufzunehmen und zum Unfallort zu lotsen. Forstwirtschaftsmeister Martin Lehmeier hält die Übungsabfolge akribisch nach Uhrzeit und Ablaufschritten protokollarisch fest. Zudem waren Kameras verdeckt aufgestellt, um den Ablauf festzuhalten. „Learning by Doing“ ist da der Hintersinn.

    Fischer hatte in die von ihm organisierte Rettungsübung die Feuerwehren Vilshofen und Rieden, das BRK Maxhütte-Haidhof und die Bergwacht Schönsee samt Krisen-Interventionsteam mit einbezogen. Kurz nach der Erstversorgung des Verletzten heulten gegen 15.30 Uhr die Sirenen. Für die Wehren ein noch ungünstiger Zeitpunkt, da die meisten Aktiven noch im Berufsalltag stecken. So dauerte es eine kleine Weile, bis die Wehren zur technischen Unterstützung anrückten. In Vilshofen sprang ein Einsatzfahrzeug wegen Batteriedefekts nicht an, in Rieden fehlte der entsprechende Fahrzeugführer. Also auch für die Wehren ein Live-Erleben. Das BRK rückte mit Notärztin Désirée Decking-Ott, Rettungssanitäter Dominik Lehner und mehreren Helfern an, versorgte den Verletzten professionell und bereitete ihn für die schwierige Bergung vor. Die übernahm die Bergwacht. In einem luftgepolsterten Bergesack wurde der Rückenverletzte quasi eingeschweißt stabil über Leitern mit Hilfe vieler Wehrmännerhände abgeseilt und dann in den Rettungswagen zum Abtransport gehievt. Für alle Fälle hatten die Wehrleute in der Dämmerung auf der benachbarten Rinderweide einen Hubschraubernotlandeplatz ausgeleuchtet.

    Am Ende wurden in der Lehrlingswerkstatt miteinander nochmals die Abläufe und eventuelle erlebte Handicaps besprochen. Es läuft nicht immer auf Anhieb alles perfekt rund. Das ist auch gut so, denn nur aus Fehlern lernt man. Insgesamt waren alle Beteiligten mit dem Ablauf der Rettungskette zufrieden und stolz auf die gemeinschaftliche Aktion und reibungslose Zusammenarbeit. Die muss im Notfall Menschenleben retten. Maximilian Klingseisen fühlte sich als Verletzter jedenfalls bestens versorgt und in professionellen Händen. Nur Jürgen Färber benötigte nach seinem anfänglichen Schrecken kurz die Hilfe des Interventionsteams.

    Die Bayerischen Staatsforsten bedankten sich bei allen Helfenden mit einer abschließenden Brotzeit. „Im Notfall ist auf alle einfach Verlass“, so Betriebsleiter Verron. Schließlich müssen die Bayerischen Staatsforsten üben, um ihrem Ohris-Sicherheitsstandard und dem Zertifikat nachzukommen.

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    news-2090 Wed, 20 Nov 2019 14:34:53 +0100 Baumhalter schafft Licht für den Wald von morgen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2090&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=00cce7b9d61493e9f4ae9f3563b7076e 19. November 2019, Schrobenhausen – Ein für die Waldverjüngung besonders schonendes Holzernteverfahren nutzt der Forstbetrieb Kaisheim der Bayerischen Staatsforsten im Gröber Forst nahe Schrobenhausen.

    In den kommenden beiden Wochen werden dabei reife Fichten und Kiefern geerntet, um zwingend notwendiges Licht für das Wachstum junger Bäume zu schaffen, die unter den Altbäumen bereits auf ihre Chance warten. Gerade Kiefern und Fichten haben es in Reinbeständen immer schwerer, mit den steigenden Temperaturen und langanhaltenden Trockenperioden aufgrund des Klimawandels umzugehen.

    Um für die Zukunft klimaangepasste Wälder zu schaffen, setzen die Bayerischen Staatsforsten deshalb auf strukturreiche Mischbestände. Mindestens vier Baumarten sollen es sein, die das Waldbild im Gröber Forst prägen. Denn Mischbestände sind widerstandsfähiger gegen sich ändernde Umwelteinflüsse und minimieren das Risiko, dass beim Ausfall einzelner Baumarten gleich ganze Bestände betroffen wären. „Wir haben hier die tolle Ausgangssituation, dass bereits üppige Verjüngung aus zahlreichen Baumarten vorhanden ist. Diese Chance für einen klimastabilen Zukunftswald wollen wir nutzen“, erklärt Wolfgang Haller, der sich als Revierleiter um die Staatswälder rund um Schrobenhausen kümmert. Denn dort, wo aktuell ein Teil der Altbäume entnommen wird, warten bereits junge Tannen, Buchen, Fichten, Bergahorn, Kiefern und Eichen auf genügend Licht um die kommende Waldgeneration zu bilden.

    Um bei der Fällung der Altbäume Schäden an der Baumjugend zu vermeiden, kommt ein sogenannter Baumhalter zum Einsatz. Bei diesem Verfahren werden die Bäume während der Fällung von der Maschine gehalten und können anschließend aus der Waldverjüngung herausgehoben werden. Durch das Ablegen und Entasten in der Rückegasse werden so Schäden an der wertvollen Waldverjüngung verhindert, die durch herkömmliche Holzerntemethoden unvermeidbar gewesen wären. „Nach Abschluss der Holzernte können die Waldwege wieder für einen Waldspaziergang genutzt werden. Bis dahin bitten wir jedoch aus Sicherheitsgründen darum, die ausgebrachten Warnhinweise zu beachten und die abgesperrten Bereiche nicht zu betreten“, wirbt Georg Dischner, stellvertretender Forstbetriebsleiter in Kaisheim um Verständnis.

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    news-2089 Wed, 20 Nov 2019 14:18:33 +0100 Christbaum aus dem Fichtelgebirge für Weimar http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2089&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f87dd1246fe43ecab1edff352791a9f7 Sehr geehrte Damen und Herren,

    wie schon in den vergangenen Jahren macht sich auch zu diesem Weihnachtsfest ein Christbaum aus dem Fichtelgebirge auf dem Weg, um an prominenter Stelle Weihnachtsfreude zu verbreiten und für die Region zu werben. Nach Christbäumen z.B. für den Deutschen Bundestag, den Bundespräsidenten, den Bayerischen Landtag, das EU-Parlament, die deutsche Botschaft in Prag oder die Schlosskirche in Wittenberg schmückt heuer eine Tanne aus dem Fichtelgebirge die Stadt Weimar. Vor dem neu eröffneten Bauhausmuseum und quasi unter den Augen von Goethe und Schiller steht in der Weihnachtszeit eine prachtvolle Tanne aus dem Fichtelgebirge und erfreut die Menschen.

    Geschmückt wird sie mit Porzellan-Anhängern, geschaffen von Schülern der Luitpold-Schule in Selb in Zusammenarbeit mit der Firma Rosenthal und dem Porzellanikon. Passend zum Bauhausjubiläum in diesem Jahr sind die Anhänger auch in den klassischen Bauhaus-Formen und –Farben. Der Erlös aus dem Verkauf der Anhänger geht an ein Schulprojekt in Afrika.

    Der Christbaum wird wie all die Jahre von den Bayerischen Staatsforsten gespendet. Das Suchen und Fällen erfolgt am Montag, den 25.11.2019, anschließend wird er nach Weimar transportiert und aufgestellt. Am 28.11.2019 dekorieren Kinder der Luitpold-Schule den Christbaum in Weimar mit dem Weihnachtsschmuck aus dem Fichtelgebirge.

    Hiermit laden wir Sie sehr herzlich ein, beim Suchen und Finden, bei der Fällung und beim Verpacken des Baumes im Wald dabei zu sein.

    Treffpunkt ist am Montag, 25.11.2019 um 10:00 Uhr am Seehausparkplatz an der B303 zwischen den Ausfahrten nach Neubau und nach Fichtelberg.

    Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an den Forstbetrieb Fichtelberg

    Ende der Veranstaltung ca. 12:00 Uhr.

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    news-2088 Wed, 20 Nov 2019 14:07:32 +0100 STMELF zu Besuch beim Nasslagerplatz in Öslau http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2088&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=384a481c77d5ed70506bfa790285caeb Dr. Ohrner vom STMELF besucht gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des AELF Coburg den Nasslagerplatz

    20. November 2019, Coburg - Eingehende Informationen zur Geschichte des Nasslagerplatzes in Öslau erhielten Vertreterinnen und Vertreter der Forstverwaltung von Forstbetriebsleiter Albert Schrenker. Dr. Ohrner vom STMELF , in seiner Funktion für die Rechtsaufsicht zuständig, nutzte die Gelegenheit anlässlich einer Teambesprechung den Lagerplatz zu besichtigen. Dabei wurden neben den Genehmigungsverfahren, dem Dialogverfahren mit den beteiligten Behörden wie Wasserwirtschaftsamt und Landratsamt ,den  Ausgleichsmaßnahmen und logistischen Herausforderungen bis hin zum wasserrechtlichen Qualitäts- und Quantitätsmonitoring alle Bereiche angesprochen.

    Die mit den Nasslagern verfolgten Strategien der Bayerischen Staatsforsten waren Diskussionspunkt auch im Hinblick auf den Privatwald und den hiermit verbundenen Herausforderungen. Das gute Verhältnis zwischen den Verwaltungsmitarbeitern und dem Forstbetrieb Coburg wurde abschließend betont. Nicht zuletzt deshalb freute es den Betriebsleiter ganz besonders, ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forst-und Domänenamtes am Nasslagerplatz informieren zu dürfen.

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    news-2087 Wed, 20 Nov 2019 13:51:10 +0100 Glashütte im Birklesgrund restauriert http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2087&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=725d5ded8b4debd20bc66bec5f0af0b5 20. November 2019, Heigenbrücken - Die Bayerischen Staatsforsten unterstützen die Restauration des historischen Grundrisses der Glashütten im Birklergrund. In den vergangenen Wochen setzte die Firma Büdel, Habichtsthal die Nachbildung der Grundrisse wieder in Stand.

    Bereits vor 40 Jahren wurden die ursprünglichen Umrisse wiederentdeckt, dokumentiert und grundlegend erneuert. Durch das jahrzehntelange Einwirken der Witterung auf die damals angelegten Schaufundamente, mussten diese nun wieder in Stand gesetzt werden. Dank der engagierten, heimatverbundenen Maurer Konrad und Thomas Büdel konnte das Projekt in die Praxis umgesetzt werden, wodurch das kulturhistorische Denkmal wieder der Öffentlichkeit zugänglich ist. Erläuterungstafeln erklären den Betrieb der historischen Hütte am Standort.

    Die Birklesgrund-Glashütte liegt an einem Kulturweg rund zwei Kilometer westlich von Habichtsthal. Teilfinanziert wurde dieses Projekt von der Bayerischen Forstverwaltung.    

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    news-2086 Wed, 20 Nov 2019 13:39:57 +0100 Bruno Wasser nimmt gebündeltes Wissen mit http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2086&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9b684878965215dc4382df8d0919f822 Langjähriger Büroleiter des Forstbetriebs geht in den Ruhestand

    18. November 2019, Burglengenfeld 45 Jahre in Diensten der Forstverwaltung und der Bayerischen Staatsforsten sind für den Teamleiter des Forstbetriebsbüros Bruno Wasser genug. Deshalb hat er bereits vor Jahren einen Antrag auf Altersteilzeit gestellt, deren aktive Dienstphase jetzt zu Ende geht. So verabschiedete er sich heute von der Forstbetriebsbelegschaft mit strahlendem Gesicht und einer zünftigen Henkersmahlzeit. Kann er doch in einer wirtschaftlich sehr unruhigen Phase der Bayerischen Staatsforsten noch rechtzeitig seinen Hut nehmen.

    Als Burglengenfelder Urgestein nimmt er sehr viel lokales Wissen und viele Hintergründe aus der Region mit. Auch aus seiner langjährigen Zeit als Registrator der (Ober)Forstdirektion Regensburg kann er sich noch sehr detailliert an jahrzehntelang zurückliegende Vorgänge erinnern. Forstbetriebsleiter Thomas Verron bedauert es, dass sich somit eine echte Wissenslücke auftut. „Mit vielen Beispielen aus vergangenen vergleichbaren Fällen konnten Sie dem Forstbetrieb aus manchen schwierigen Situationen heraushelfen oder schief laufende Wege geraderücken", skizzierte er die Vorzüge Wassers. „Gleichzeitig hielten Sie als ruhender Pol etwaig hektische Aktivitäten des Personals aus und sorgten für ein ruhiges Fahrwasser im Betriebsbüro. Bleiben wird Ihr systematischer Ordnungssinn und damit die Ihrerseits gelebte klare Ablagestruktur".

    Wasser schlug nach dem Realschulabschluss die Berufslaufbahn des mittleren Forstverwaltungsdienstes ein, war nach einem knappen Jahr am damaligen Forstamt Landshut über 25 Jahre an der Mittelbehörde in Regensburg beschäftigt, um mit der Forstreform 2005 an seinen Heimat- und Ausbildungsbetrieb Burglengenfeld zurückzukehren. Dort übernahm er im Mai 2010 als Nachfolger von Josef Dobler die Teamleiterstelle.

    Mitarbeitende, Kolleginnen und Kollegen als auch Führungskräfte bedankten sich bei Bruno Wasser für seine herausragenden Leistungen, sein angenehmes Wesen und seine stete Hilfsbereitschaft, sich auftuende Lücken zu schließen, und wünschten ihm einen wunderschönen verdienten Ruhestand mit viel Gesundheit. Als Andenken gab es die obligatorische forstlich gezimmerte Ruheständlerbank sowie einen Burglengenfelder Gutschein für handwerkliche Tätigkeiten des Hobbymineralogen.

    Nachfolgerin auf dem Teamleiterposten wird Melanie Lehmeier, bislang Wassers Stellvertreterin.  

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    news-2085 Wed, 20 Nov 2019 13:29:19 +0100 20 Jahre PEFC International: Kein Grund, sich auszuruhen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2085&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=44ca2de71bd25bf70f7da7ae24a47ac4 In der „PEFC-Wiege“ Würzburg, wo vor 20 Jahren erstmals das PEFC-Logo der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, trafen sich Repräsentanten aus 51 PEFC-Nationen vom 11. bis 15.11.2019 zur internationalen PEFC-Week. Sie berieten über die zukünftigen Herausforderungen nachhaltiger Waldbewirtschaftung und Holzverwendung. Im „Stakeholder Dialogue“ diskutierten dann 200 Gäste mit Vertretern aus Waldbesitz, Naturschutz sowie Industrie und Handel geeignete Rezepte, um die Zertifizierung „aus der Nische zum Mainstream“ zu führen.

    15. November 2019, Stuttgart/Würzburg - Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, sprach in ihrer Gratulationsbotschaft zum 20. PEFC-Jubiläum von einer „sehr beeindruckenden Entwicklungsgeschichte“. Dennoch blickte die „Forest Certification Week“ nur kurz auf das Erreichte: Über alle Kontinente hinweg wurden binnen 20 Jahren rund 312 Millionen Hektar Wald nach PEFC zertifiziert, bei denen eine nachhaltige Waldbewirtschaftung sichergestellt ist. Seit dem 30. Juni 1999 wuchs die globale PEFC-Familie mit den in dieser Woche frisch aufgenommenen Mitgliedern Ukraine und Guyana auf nun 53 Mitglieder an.

    „Global betrachtet sind erst rund zehn Prozent der Waldfläche durch Zertifizierungsstandards geschützt“, gab Ben Gunneberg, Generalsekretär von PEFC International, zu bedenken. Der Klimawandel, das Bevölkerungswachstum und der Artenschwund ließen PEFC keine Zeit, sich auf den verdienten Lorbeeren auszuruhen, so Gunneberg.

    Dies sahen die Delegierten aus der ganzen Welt in ihren Würzburger Beratungen und Diskussionen genauso. Obwohl die Nachfrage nach PEFC-zertifizierten Produkten in den vergangenen Jahren stetig gestiegen ist, hat die Zertifizierung nachhaltiger Waldbewirtschaftung sowie nachhaltiger Holz- und Papierprodukte den Sprung aus der Nische hin zum massenhaft nachgefragten Gut noch nicht geschafft.

    Ausgangspunkt: Klimaschutzeffekte als Megathema

    Nach geeigneten Sprungfedern suchte der „PEFC-Stakeholder Dialogue“ am 14.11.2019 auf der Festung Marienberg. Der Klimaschutz durch Walderhalt und Holzverwendung sei der kommunikative Hebel, führte Peter Latham, Vorstandsvorsitzender von PEFC International, in die Diskussion ein. Allerdings müsse sich die zertifizierte Forst- und Holzwirtschaft stärker als bislang als „Teil der Lösung“ positionieren. Auf Mitteleuropa bezogen, bedeute dies auch, die Aufforstungsleistungen ins rechte Licht zu rücken, die die PEFC-Waldbesitzer im Zuge des aktuellen „Waldsterben 2.0“ vollbringen, merkte Prof. Dr. Andreas W. Bitter an, Vorsitzender von PEFC Deutschland. Ein „Klimahelden-Image“ sei ein zentrales Ziel, aber es komme nicht von selbst, mahnte Ben Gunneberg. Schließlich würden aktuell 47 Prozent der Menschen das Fällen von Bäumen generell ablehnen, bei den sogenannten „Millennials“ (geboren in den frühen 1980ern bis zu den späten 1990er Jahren) seien es sogar 57 Prozent.

    Im ersten von drei Themenblöcken ging es dann um die Erwartungen der Unternehmensseite an die Nachhaltigkeitszertifizierung. Zu Wort kamen Wendelin von Gravenreuth, Manager Global Forest Investments, MEAG / Asset Manager der Munich Re Group, Mikhail Tarasov, Global Forestry Manager bei IKEA und Vesa Junnikkala, Sustainability Director der Metsä Board Corporation. Im Ergebnis nutzen sie die Zertifizierung zur Risikobeurteilung und -vermeidung sowie als Marketinginstrument, sehen sich aber nicht in der aktiven Rolle, selbst zur Verbreitung und zum Reputationsgewinn der Zertifizierungssysteme beizutragen. Gerade dies aber hätte dem Wunsch der PEFC-Delegierten entsprochen – geäußert über das digitale Konferenz-Tool „slido“ per Smartphone.

    Die Konformitätsbewertung und Wirkungsanalyse der Nachhaltigkeitszertifizierung stand im Mittelpunkt des zweiten Blockes. Denn ähnlich wie das Commitment der Industrie ist der Nachweis effizienter und effektiver Arbeit für das Vertrauen der Verbraucher elementar. Die Vorträge und Diskussionsbeiträge machten anschaulich, dass es unterschiedliche Bewertungsmaßstäbe gibt (z. B. orientiert an den 17 Sustainable Development Goals / SDGs der UN) und ein regionaler Ansatz den größten Aufschluss verspricht. Den Fragen des Publikums stellten sich Julia Young, World Wide Fund for Nature (WWF), Steve Germishuizen, South African Forestry Assurance Scheme, und Sven-Erik Hammar, LRF Schweden und CEPF.

    Den Bezugsrahmen Wald, Forstwirtschaft und Landschaft diskutierten abschließend Jerg Hilt, Forstkammer Baden-Württemberg, Tom Martin, American Forest Foundation, und Sachin Raj Jain vom indischen Network for Certification and Conservation of Forests. In den Mittelpunkt der Zertifizierungsbetrachtung rückte hier ein land- und landschaftsbezogener Ansatz (landscape approach). Indem PEFC die Herausforderungen der Waldbewirtschaftung auf regionaler Ebene berücksichtigt, könne sich das System über die Forstwirtschaft hinaus als Partner und Unterstützer von Landbesitzern profilieren und in der Fläche international weiterverbreiten.

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    news-2076 Fri, 15 Nov 2019 15:00:00 +0100 Alte Bäume digital erleben: Neue Spessart-App führt zu alten Baumriesen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2076&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5ffefe8d60e39836a10f5ba8dc30e496 Neue Spessart-App führt zu alten Baumriesen. 11. November 2019, Heigenbrücken - Alte Bäume, Ausflugstipps und Wanderrouten: Die Bayerischen Staatsforsten haben eine neue App vorgestellt, die den Spessart und seine Attraktionen für Einheimische und Touristen besser erschließen soll. Unter www.wald-im-spessart.de finden alle Waldinteressierten zahlreiche Informationen über die Wälder des Spessart. Erste Nutzerin der App war die bayerische Digitalministerin Judith Gerlach.

    Bei der Vorstellung der neuen App im Nordspessart zeigte sich Staatministerin Gerlach begeistert von dem neuen Angebot: „Die Digitalisierung bietet einen echten Mehrwert, selbst im Wald. Die Bayerischen Staatsforsten zeigen eindrucksvoll, wie digitale Technik dem Menschen die Natur näher bringen und so auch zum Schutz der Natur eingesetzt werden kann. So geht man achtsamer durch die Natur und mit ihr um. Die App ist ein echtes Update für den Spessart. Ich bin überzeugt davon, dass die neue Anwendung zum Naturverständnis einer breiten Öffentlichkeit beiträgt“.

    Staatsforsten-Vorstand Reinhardt Neft betonte, dass diese Plattform Vorbildcharakter für andere Waldregionen haben kann. „Unsere bayerischen Wälder im Allgemeinen und der Spessart im Besonderen sind voller Naturschönheiten. Diese wollen wir zeigen und die Menschen dazu animieren, den Wald als Erholungsraum zu nutzen.“ Neft dankte dem Freistaat Bayern und der Bayerischen Forstverwaltung für die Förderung des Projektes.

    Zur Realisierung der neuen Spessart-App haben Expertinnen und Experten in den letzten Monaten alle dicken und bemerkenswerten Bäume in 25 Staatswaldrevieren des Spessarts kartiert und digital verortet. Herausgekommen ist eine Übersichtskarte mit mehr als 600 „Charakterbäumen“. Besonders bemerkenswerte Bäume werden in der App genauer beschrieben. Zum Start bietet die Anwendung fünf Wanderrouten an, um einige der Highlights im Spessart selbst erwandern zu können. Unterwegs können über die App Informationen zu speziellen Stationen abgerufen werden. Um die Anwendung nutzen zu können, reicht ein internetfähiges Smartphone oder Tablet. Auch zuhause auf dem PC können sich Interessierte schon mal einen ersten Überblick verschaffen. In den kommenden Monaten werden die Inhalte der App laufend weiterentwickelt und angereichert.

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    news-2084 Fri, 15 Nov 2019 14:49:29 +0100 Raffinierte Ausbreitungsstrategien der Natur http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2084&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bcfb75d63beab7d1dd0e23dbd53b26ae 13.11.2019 Kempten - Meist gar nicht viel beachtet haben die Bäume nach einer eher unspektakulären Blüte den Sommer über ihre Früchte entwickelt. Nun gelangen sie im Herbst und Frühwinter zur Reife, fallen ab, fliegen davon oder lassen sich vom Wasser treiben. Im kommenden Jahr werden die Samen austreiben und als Keimling den Grundstein für eine neue Waldgeneration begründen – so sie nicht gefressen werden. 

    Bekannt und auffällig sind im deutschen Wald die Früchte der Eiche, der Buche oder auch der Kastanie. „Diese Früchte haben eines gemeinsam: Sie sind relativ schwer. Am Beispiel der Eiche wollen wir den Verjüngungsgang dieser schwerfruchtigen Baumarten erklären“, so Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting.

    Revierleiter Markus König, der den Wirlinger Staatswald pflegt, kennt einen alten Spruch aus der Forstwirtschaft: „Wie vermehrt sich die Eiche? Die Eichel macht plumps! Das klingt etwas komisch, ist jedoch eine exakte Beschreibung des Vorgangs. Deshalb nennt man auch Samen, die vom Baum abfallen und hörbar auf dem Boden auftreffen ´Aufschlag`“. Damit käme der Baum im wahrsten Sinne nicht weit, weil sein Migrationsfaktor d.h. die Fähigkeit zur räumlichen Ausbreitung der Art stark erschwert. Nochmal Markus König: „Aber die Natur findet – wie immer – einen ganz tollen Weg: Die Eiche kompensiert ihr Handicap und lässt für sich arbeiten!“

    Ihre Samen, die Eicheln, werden von vielen Tieren als Nahrung aufgenommen. So z.B. auch von den Vogelarten Eichel- und Tannenhäher. Um den Winter zu überstehen, bevorraten sich diese und verstecken einen Teil ihrer Beute. Obwohl die Vögel ein erstaunlich gutes Gedächtnis haben - sie erinnern sich an 80 Prozent ihrer Nahrungsdepots – finden sie doch einen Teil der Früchte nicht mehr. Diese sind durch das Vergraben wie eingepflanzt, kommen vor Frost geschützt über die kalte Jahreszeit und finden so im Frühjahr in ihrem Versteck meist optimale Voraussetzungen, um zu keinem. Förster sprechen von der „Hähersaat“ oder der „Versteckausbreitung“.

    So trägt der gefiederte Waldbauer dazu bei, dass ein stabiler, artenreicher Mischwald entstehen kann. Manche Früchte werden über 1 km weit vertragen. Somit ist auch der genetische Austausch gesichert.

    „Im Gegensatz dazu gibt es auch eine Vielzahl von Bäumen, deren Früchte so konzipiert sind, dass sie beim Abfallen vom Baum durch den Wind möglichst weit verbreitet werden können. Die aerodynamischen Formen, die sich hier entwickelt haben, sind mehr als vielfältig. Flügel z.B. am Samen der Fichte, Birke oder Erle, Propeller beim Ahorn oder Linde, Schirmchen bei manchen Weidenarten um nur einige zu nennen. Wir Förster sprechen dann vom ´Anflug`, wenn diese Samen den Boden berühren, was sanft und lautlos geschieht“, ergänzt Forstbetriebsleiter Jann Oetting.

    Die Stelle, wo die Samen auftreffen, bieten zwar in vielen Fällen passende Gegebenheiten, um aus einer Frucht einen Keimling entstehen zu lassen. Das heißt aber noch lange nicht, dass das junge Pflänzchen die Bedingungen findet, die es braucht, um weiter wachsen zu können. Staatswald-Förster Markus König: „Deshalb setzt die Natur hier auf ein bewährtes Prinzip: Masse. Wo unzählige Samen produziert werden, genügt es, wenn nur ein geringer Prozentsatz überlebt, um die jeweilige Art zu verjüngen und zu erhalten.“

    So konnten auf manchen Standorten bis zu 1,5 Millionen Fichtenkeimlinge je Hektar nachgewiesen werden. Die Zahl der übrig gebliebenen Individuen, wenn der Wald einmal 100 Jahr alt ist, verdeutlicht das Prinzip sehr anschaulich: Je nach Baumart nur noch zwischen 150 und 80.

    Jann Oetting fasst zusammen: „Mit diesen raffinierten Methoden gelingt den Bäumen, die ihren Standort ja nicht verlassen können, eine Verbreitung über teils große Entfernungen. Das wiederum kommt der Entstehung der Artenvielfalt im Wald zu Gute.“

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    Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
    news-2083 Fri, 15 Nov 2019 14:42:17 +0100 Bayerische Staatsforsten sichern Dietldorfer Straße http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2083&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7f2b1370106fe288f14d40eb99c2fd64 Dringend nötige Verkehrssicherungsmaßnahme Burglengenfeld, 14.11.2019. Die dritte Woche schon ist die Dietldorfer Straße wegen dringend notwendiger Verkehrssicherungsarbeiten am begleitenden Waldbestand zumindest tagsüber für den Verkehr gesperrt. Die Maßnahme wird in Kürze beendet sein. Forstbetriebsleiter Thomas Verron machte sich von den umfassenden Arbeiten ein Bild. Viele am Stammfuß rotfaule Fichten und infolge Pilzbefalls absterbende Eschen drohten zunehmend auf die Straße zu fallen und den laufenden Verkehr zu gefährden. Deswegen bat auch die Stadt Burglengenfeld den Forstbetrieb bereits im letzten Jahr, die Maßnahme als dringlich einzustufen und umzusetzen. Der dringliche Handlungsbedarf wurde bei der laufenden Hiebsmaßnahme sichtbar deutlich. Harvesterunternehmer Matthias Haneder erklärte nach dem Absägen mancher Fichten: „Ein Wunder, dass da bislang noch nichts passiert ist“. Oftmals war nur noch ein schmaler gesunder Splintring um den faulen Baumkern zu sehen, der für die Stabilität sorgen musste.

    Revierleiter Albert Lautenschlager inspizierte daher die stehenbleibenden Randbäume sehr genau und kam zu der Erkenntnis, mehr Bäume als zunächst geplant entfernen zu müssen. Gleiches galt für den jüngeren Eschenbestand im S-Kurvenbereich unterhalb des Eichelgartens. Fäulepilze lassen hier die Eschen von den Trieben her absterben und geben auch Bodenpilzen die Chance, in den Stammfuß der schwächelnden Bäume einzudringen und diese zu destabilisieren. So fielen bei der Erntemaßnahme einige Bäume ohne Wurzelstabilität einfach gleich mit um. Für den Verkehrsteilnehmer bietet sich so auf den ersten Blick ein zunächst ungewohntes Bild. „Doch neben einer jetzt ungefährdeten Befahrung wird die Dietldorfer Straße über den größeren Lichtraum besser abtrocknen und damit vor allem im Winter auch hinsichtlich Glatteis sicherer“, so Verron. Den Bayerischen Staatsforsten ist das die Ausstockung Wert. Schließlich geht es um aller Sicherheit. Im nächsten Frühjahr schon wird sich der partiell entstandene Randstreifen wieder vollends mit Blühpflanzen, Kräutern und Sträuchern begrünen und für natürliche Vielfalt, auch dann für Insekten und Vögel sorgen.

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    Forstbetrieb Burglengenfeld Nachrichten
    news-2082 Fri, 15 Nov 2019 14:38:56 +0100 Wald wird zum Laufsteg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2082&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=82c15ca165cf0a5ae03387601ad2f8e2 Forstwirtschaft präsentiert ihre schönsten Hölzer bei Himmelkron (15.11.2019) Fichtelberg. – Nicht die angehenden Topmodels von Heidi Klum sorgen im Himmelkroner Forst für zahlreiche Besucher, sondern die Juwelen der nordbayerischen Wälder. Auch dieses Jahr wieder präsentieren zehn Betriebe der Bayerischen Staatsforsten und private Waldbesitzer aus der Region ihre schönsten Bäume auf dem Wertholzlagerplatz bei Himmelkron. Für eine Wertholzsubmission, eine schriftliche Versteigerung, können sie dort besichtigt werden. Aus ganz Europa reisen dazu Holzkäufer an, um auf die heimischen Stämme ein Angebot abzugeben.

    Andächtig steht Förster Hermann Kießling vor der über 30 Meter hohen Lärche. Mehrere Tage durchstreifte der Förster sein Revier Nagel im östlichen Fichtelgebirge. Dabei war er auf der Suche nach geeigneten Bäumen für die Wertholzsubmission im Dezember. Und hier ist er fündig geworden.

    Er steht vor einer prächtigen, alten Lärche, die ihre herbstlich gelben Zweige weit in die Nachbarschaft ausstreckt. Rückblickend erzählt er, wie ihm der besondere Baum schon zu Beginn seiner Dienstzeit im Revier Nagel vor mehr als 30 Jahren ins Auge gefallen sei. Bereits seine Vorgänger haben immer wieder ihre schützende Hand über diesen Baum gehalten und ihn gepflegt. Und auch er führte diese Arbeit fort. Doch wie ein Landwirt seine Ernte einfährt und für die Mühen des Jahres belohnt wird, kommt auch im Wald der Tag, zu ernten was frühere und heutige Generationen gemeinsam erarbeitet haben.

    „Da freut es mich besonders, wenn ich einen solchen Baum auf die Submission bringen kann“, sagt Kießling, als er die Lärche markiert. Denn zu dieser Versteigerung kommen nur die Schönsten der Schönen.

    Dessen sind sich auch die Holzkäufer bewusst und reisen deshalb aus ganz Europa an. Seit Mitte November können sie die Lärche aus Nagel und zahlreiche andere Bäume aus Nordbayern am Holzlagerplatz in Himmelkron besichtigen. Unter den Interessenten finden sich Schreinereien, Säge- und Funierwerke. Jeder auf der Suche nach den Stämmen, die seinen Bedürfnissen und Qualitätsansprüchen entsprechen.

    Immer wieder besuchen auch Tonholzhändler den Wertholzplatz auf der Suche nach Holz zum Bau von Geigen und anderen Streichinstrumenten. Ihr besonderes Augenmerk liegt auf der Fichte aus den heimischen Mittelgebirgen. Bedingt durch das raue Klima und die oftmals ärmeren Böden bildet sie enge, gleichmäßige Jahrringe aus. Diese Eigenschaft ist gerade im Geigenbau gefragt. Denn das engringige Holz ermöglicht dem Instrumentenbauer eine stabile und gleichzeitig dünne Geigendecke zu bauen.

    Ob nun ein Geigenbauer seine Bäume zum Erklingen bringt oder ein Schreiner einer jungen Familie mit seinem Holz eine neue Küche einrichtet, ist für Förster Hermann Kießling letztendlich nicht so entscheidend. Ihm ist wichtig, dass die Bäume, in die er und seine Vorgänger so viel Herzblut gesteckt haben, Wertschätzung finden und eine langes, zweites Leben als nachhaltig verwendetes Produkt genießen. Und natürlich wäre es ein kleines Schmankerl, wenn die „Braut“, der am höchsten bebotene Stamm bei der Submission in diesem Jahr seine Lärche wäre.

    Interessierte Besucher und potentielle Käufer laden die Bayerischen Staatsforsten recht herzlich auf den Wertholzlagerplatz an der B303 westlich von Himmelkron ein. Bis Anfang Dezember können dort die Stämme besichtigt und beboten werden. Auf der Homepage der Bayerischen Staatsforsten www.baysf.de steht unter Holzverkauf die aktuelle Liste der angebotenen Stämme zum Download bereit.

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    news-2081 Wed, 13 Nov 2019 13:46:40 +0100 Klima macht den Wäldern stark zu schaffen - Kaniber forciert die Förderung für den Zukunftswald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2081&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a5cffebf974b0f920919fdbe119ba558 Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung Landwirtschaft und Forsten

    13. November 2019, München – Die Wälder im Freistaat müssen noch stärker umgebaut werden. Denn sie leiden zunehmend unter den Auswirkungen des Klimawandels. Das hat Forstministerin Michaela Kaniber am Mittwoch bei ihrem Bericht zur Situation der Wälder im Bayerischen Landtag deutlich gemacht. „Die vergangenen Trockenjahre schlagen vielfach erst jetzt voll durch und verschärfen die Lage vielerorts drastisch“, sagte die Ministerin. Vor allem der Borkenkäfer und die Trockenheit, aber auch Sturm und Schneebruch schädigen zunehmend die Gesundheit der Wälder.

    Laut Kaniber rechnen Experten heuer mit rund zehn Millionen Festmeter Schadholz. Angesichts dieser großen Herausforderung forciere der Freistaat seine Anstrengungen zum Waldumbau. „Um schneller voranzukommen, haben wir allein im Vergleich zum Vorjahr die Mittel für die Förderung klimastabiler Wälder um 30 Prozent auf 38 Millionen Euro gesteigert“, sagte die Ministerin. Im kommenden Jahr sollen die Förderanreize noch einmal verstärkt werden. Das Ziel ist 200.000 Hektar Nadelwälder so rasch wie möglich in Mischwälder umzubauen.

    Vor allem im Osten und Nordosten Bayerns hat der Fichtenborkenkäfer schwere Schäden verursacht. In ganz Bayern beträgt die aktuelle Käferholzmenge rund 4,5 Millionen Festmeter. Auch Kiefern und Buchen hat die Trockenheit stark geschädigt, besonders in Mittel- und Unterfranken. Von den Hauptbaumarten in Bayern geht es der Tanne noch am besten – sie bleibt eine wichtige Stütze für den stabilen Klimawald.

    Die diesjährige Waldzustandserhebung bestätigt, welch großen Druck der Klimawandel mittlerweile auf die Vitalität der Wälder ausübt. Gegenüber 2018 stieg der mittlere Nadel- bzw. Blattverlust aller Baumarten um rund vier Prozentpunkte auf knapp 25 Prozent, den höchsten Wert seit über 20 Jahren. Im von Hitze und Trockenheit besonders betroffenen Nordbayern sind die Schäden noch größer. Hier liegen die Verluste bis zu zehn Prozentpunkte über dem kühleren und niederschlagsreicheren Südbayern.

    Weitere detaillierte Informationen zum Zustand der bayerischen Wälder und zur aktuellen Erhebung gibt es im Internet unter www.forst.bayern.de/Waldzustand2019.

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    news-2080 Wed, 13 Nov 2019 13:02:02 +0100 Zwei mal 40 Jahre für den Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2080&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bce2182e5b32a882e4c532d4d658d6d5 Forstbetrieb Fichtelberg ehrt langjährige Mitarbeiter

    13. November 2019, Fichtelberg – Für langjährige Dienstzeit konnte der Forstbetrieb Fichtelberg zwei Forstwirte auszeichnen. Harald Benker und Wilhelm Herrmann arbeiten seit 40 Jahren beim Forst. 40 Jahre beim Forst zu arbeiten, das bedeutet für Harald Benker aus Furthammer und Wilhelm Herrmann aus Neubau mindestens 80.000 Kubikmeter Holz geerntet zu haben. Dies entspricht der Ladung von 3.500 Langholz-Transport-Lkw - eine Autoschlange, die vom Fichtelgebirge bis fast nach Nürnberg reicht. Gleichzeitig haben die beiden ungefähr 200.000 kleine Bäumchen gepflanzt und dabei neuen Mischwald auf einer Fläche von ca. 60 ha gepflanzt – entsprechend fast 100 Fußballfeldern. Und noch viel mehr haben die beiden für Wald und Natur geleistet, zum Beispiel Biotope gepflegt, Forststraßen gebaut, Borkenkäfer gesucht, Wandersteige angelegt und unterhalten.

    Dafür dankte Winfried Pfahler, Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg den beiden Forstwirten. „Sie waren stets zuverlässige Mitarbeiter und haben Ihrem Beruf alle Ehre gemacht. Dies bestätigen auch Ihre Kollegen.“ Im Namen der Bayerischen Staatforsten überreichte der Betriebsleiter eine Ehrenurkunde des Bayerischen Arbeitsministeriums.

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    Forstbetrieb Fichtelberg Fichtelberg Nachrichten
    news-2079 Wed, 13 Nov 2019 09:08:18 +0100 Pflanz-Aktion für den Zukunftswald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2079&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=939c7cdcb21e272fb3070d66304fe04e Freiwillige greifen dem Auwald in der Oberwöhr unter die Arme

    12. November 2019, Schliersee – Die Parents4Future-Gruppe Rosenheim und der Forstbetrieb Schliersee haben in der vergangenen Woche eine Baumpflanzaktion in der Oberwöhr nahe des Mangfallkanals durchgeführt. 15 fleißige Teilnehmer, v. a. Kinder und Jugendliche, haben gemeinsam Wildobstbäume gepflanzt, um die ökologische Vielfalt in diesem stadtnahen Waldgebiet zu erhöhen. Wildapfel, Wildbirne und Vogelkirsche sollen künftig Nahrung und Lebensraum für viele Tierarten bieten. Besonders wertvoll sind diese Baumarten mit ihren schönen Blüten und schmackhaften Früchten für Insekten und Vögel.

    Förster Felix Hermann und zwei Waldarbeiter des Forstbetriebs Schliersee, Johann Stöger und Rudolf Simmerl, begleiteten die Aktion. „Die jungen Leute haben kräftig angepackt und einen schönen freiwilligen Beitrag für den Wald der Zukunft in der Stadt Rosenheim geleistet“, freute sich Herr Hermann über den tollen Einsatz der Parents4Future-Gruppe.

    Auf der Pflanzfläche wurden im Winter 2019 aus dringenden Verkehrssicherungs­gründen Baumfällungen durchgeführt. Sie waren nötig geworden, weil viele Eschen-Bäume am sogenannten Eschentriebsterben erkrankt waren. Die kranken Bäume drohten umzustürzen oder mit herabfallenden Ästen Passanten zu gefährden. Große Bereiche des Waldbestandes werden sich nun über eine natürliche Verjüngung rasch wieder begrünen. Zusätzlich sollen die nun gepflanzten Bäume dafür sorgen, dass die Spuren der Holzernte schon bald nicht mehr zu erkennen sind.

    Neben der Baumpflanzung haben die Teilnehmer von den Forstleuten vieles über die Arbeit der Förster, über Baumarten, Holznutzung und die großen Herausforderungen unserer Wälder in Zeiten des Klimawandels erfahren. Der Forstbetrieb Schliersee bedankt sich für das Engagement der Baumpflanzerinnen und –pflanzer, die sich selbst vom nassen und kalten Wetter nicht abschrecken ließen.

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    news-2078 Wed, 13 Nov 2019 09:00:35 +0100 Weg mit dem alten Zaun http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2078&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d32fc9997f84ca6b72a01747ce4694a7 Freiwillige Helfer verbessern den Lebensraum des Auerwilds

    12. November 2019, Schliersee – Freiwillige Helferinnen  und Helfer haben am vergangenen Samstag in einer Gemeinschaftsaktion einen nicht mehr benötigten Forstzaun im Natura-2000-Vogelschutzgebiet Mangfallgebirge abgebaut. Die „Umweltbaustelle“ am Hausberg bei Bayrischzell war organisiert von Engelbert Holzner, Berufsjäger am Forstbetrieb Schliersee und Florian Bossert, dem Natura-2000-Gebietsbetreuer im Mangfall­gebirge.

    Holzner und Bossert freuten sich sehr über den fleißigen Einsatz der acht freiwilligen Helfenden von der Alpenverein-Sektion Turner Alpenkränzchen. „Sie haben einen wichtigen Beitrag geleistet, den Lebensraum des seltenen Auerwilds zu verbessern“, bedankten sich die Organisatoren bei der Vorsitzenden der Sektion, Christa Hornreich und allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

    Kollisionen mit Zäunen stellen eine häufige Todesursache für Raufußhühner wie das Auerwild dar. Auch andere Wildtiere können sich an herumliegendem Zaungeflecht verletzen. Darum sollten alte Zäune, die ursprünglich für das Aufwachsen der jungen Waldbäume errichtet wurden, auch rechtzeitig wieder abgebaut werden, wenn sie nicht mehr gebraucht werden.

    Der Abbau des Zauns war harte Arbeit für die Alpenvereins-Gruppe. Doch trotz Schneefalls und kalter Temperaturen zeigten sich sowohl die Teilnehmenden als auch die beiden Betreuer mehr als zufrieden nach erfolgreichem Abschluss der „Umweltbaustelle“.

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    news-2077 Wed, 13 Nov 2019 08:54:35 +0100 Natur-Lernen im Waldarbeiter-Schutzwagen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2077&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=820715a5cadc9cf5fdecdc5040744dba Vorweihnachtliches Geschenk des Forstbetriebs Schliersee an die Montessori- Schule Dietramszell

    12. November 2019, Schliersee – Der Forstbetrieb Schliersee der Bayerischen Staatsforsten hat den Schülerinnen und Schülern der Montessori Schule Dietramszell einen Schutzwagen zur Verfügung gestellt. Bei der Übergabe wurde der ehemalige Waldarbeiter-Schutzwagen von den „Kids“ freudig in Empfang genommen.

    Der Wagen steht jetzt auf dem Gelände des sogenannten Erdkinderhauses im Priental. Dieser Platz ist der außerschulische Lernort der Montessori Schule Dietramszell für die 7. und 8. Jahrgangsstufe. Hier lernen die Kinder "beim Leben fürs Leben“: Sich selbst und ihre Tiere versorgen; Bau von Hühner- und Entenställen; Pflanzen anzubauen zur Gewinnung wertvoller Lebensmittel; Buchhaltung in Form eines Haushaltsbuches; Strom- und Wasserverbrauch ausrechnen und vieles mehr. Der Schutzwagen soll nun eine Art Klassenzimmer für alle Naturbelange werden. Bücher über Bäume und Pflanzen und heimische Wildtiere finden dort ihren Platz - ein Rückzugsraum zum Schmökern und Natur beobachten mit und ohne Fernglas.

    Jan-Otto Hake, Josef Stadler und Thorsten Mitter vom Forstbetrieb Schliersee der Bayerischen Staatsforsten übergaben den Schutzwagen an die Schule. Sie sind sich sicher, dass der Wagen einem sehr guten Zweck dienen wird. „Schließlich werden die Kinder im und um den Wagen herum viel über unsere Natur lernen und erleben. Und die Schule hat uns zugesichert, dass das Thema Wald dabei eine wichtige Rolle spielen wird“, zwinkerten die beiden Forstleute den Schülern zu.  

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    Forstbetrieb Schliersee Nachrichten
    news-2075 Thu, 07 Nov 2019 07:21:22 +0100 Neue Försterin und erfahrene Forstwirte im Revier Klosterlangheim http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2075&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=89adcf041cc565652bca01baec3a9252 07. November 2019, Rothenkirchen - In Klosterlangheim gibt es eine neue Försterin. Seit September leitet die 26-jährige Veronika Thiel das Forstrevier Klosterlangheim der Bayerischen Staatsforsten. Damit folgt sie dem langjährigen Revierleiter Gerd Barnickel nach, der im März in seinem letzten Dienstjahr ganz plötzlich verstarb.

    Veronika Thiel ist in München geboren und im südlichen Landkreis München aufgewachsen. Ihr Wunsch, möglichst viel draußen in der Natur zu arbeiten, führte sie zum Forstingenieur-Studium an der Fachhochschule Weihenstephan. Spätestens nach ihrem Praxissemester im Forstbetrieb Heigenbrücken im Spessart stand dann ihr konkretes Berufsziel fest: Försterin bei den Bayerischen Staatsforsten. „Praxisorientiertes Arbeiten, die Möglichkeit mich im Wald selbst zu verwirklichen und nicht zuletzt die Jagd haben mich ganz für eine Tätigkeit im Staatswald eingenommen“, sagt Veronika Thiel. Auch ihre einjährige Anwärterzeit führte sie wieder in den Spessart. „Dabei ist mir die Laubwaldbewirtschaftung richtig ans Herz gewachsen. Darum bin ich hier im Revier Klosterlangheim genau richtig gelandet.“

    Das laubholzreichste Revier des Forstbetriebes Rothenkirchen mit seinen drei Forstdistrikten „Langheimer Wald“, „Buchrangen“ und „Spendweg“ mit einer Fläche von rund 1.660 Hektar Größe liegt im Obermainhügelland und am Jurarand südlich und nördlich von Klosterlangheim. Die Arbeit von Veronika Thiel steht aktuell ganz im Zeichen der Aufarbeitung von Borkenkäferholz. In den laubholzgeprägten Beständen am Jurarand haben die Bäume unter den letzten Trockenjahren nicht so sichtbar gelitten. Die Fichten in ihrem Revier scheinen dagegen nach und nach endgültig dem Klimawandel zum Opfer zu fallen. In der Folge müssen viele Buchen, Eichen und Edellaubhölzer als wichtige Mischbaumarten genauso gepflanzt werden wie Tannen, Douglasien und Lärchen. Nur mit möglichst vielen Baumarten kann das Ziel eines gemischten, klimastabilen Zukunftswaldes erreicht werden. Eine große Verantwortung gleich für mehrere Generationen.

    Die begeisterte Försterin freut sich auf diese große Herausforderung. Allein ist sie mit ihrer Aufgabe nicht: Die erfahrene „Reviermannschaft“ um Vorarbeiter Stefan Sager aus Trieb und den Forstwirten Johann Ruß aus Roth und Marcus Schulz aus Lichtenfels steht ihr mit Rat und Tat zur Seite.

    Erreichbar ist Försterin Veronika Thiel in ihrem Büro Hutzelbrunnen 6 in Weismain oder telefonisch unter 09575 2989790.

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    Forstbetrieb Rothenbuch
    news-2074 Tue, 05 Nov 2019 13:37:24 +0100 Kinder pflanzen Esskastanien http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2074&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e87c1a5dbf0e74c064222050563112ba Waldumbau und Umweltbildung in der Laubenhaid bei Schwabach Am 17.Oktober machte die „Waldschule“ der BayWa-Stiftung Station bei den Bayerischen Staatsforsten am Forstbetrieb Allersberg. Bei der BayWa-Stiftung können sich Grundschulen und Sonderpädagogische Förderzentren bewerben. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, bei Ausflügen Kindern den heimischen Wald spielerisch näher zu bringen. Für den aktiven Klimaschutz pflanzt jedes Kind seinen eigenen Baum.

    Diesem wichtigen Anliegen bot der Förster Hubert Riedel, Leiter des Revieres Roth der Bayerischen Staatsforsten, sofort sehr gerne seine Unterstützung an. So kamen letzte Woche 17 Kinder der Hans-Peter-Ruf-Schule der Lebenshilfe Schwabach voller Tatendrang in den Staatswald „Laubenhaid“ bei Schwabach. Geführt von der Waldpädagogin Katharina Brändlein und unterstützt von Sarah Pfister von der BayWa-Stiftung erlebten die Schüler bei einer spannenden Wanderung verschiedene Aktivitäten zum Thema Wald. Unter anderem Stand der Bau eines „Vogelnests“ aus Ästen und Zweigen auf dem Programm.

    Den Höhepunkt bildete schließlich das Baumpflanzen. An einer Stelle, an der der Borkenkäfer etliche Bäume zum Absterben gebracht hatte, durften die Kinder 20 Esskastanien pflanzen. Die Schüler können „ihren“ Baum später mit der Familie besuchen und erleben, wie er wächst und gedeiht.

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    Forstbetrieb Allersberg Nachrichten
    news-2073 Tue, 05 Nov 2019 07:31:54 +0100 Schulkalender zeigt Tiere im Gebirge Ministerin Kaniber stellt Jubiläumsausgabe 2020 vor http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2073&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=99463b206212a0b029f1c325045a7248 Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

    4. November 2019, München – Der beliebte Schulkalender „Wald, Wild und Wasser“ erscheint im kommenden Jahr zum 30. Mal. Forstministerin  Michaela Kaniber präsentierte als Schirmherrin gemeinsam mit dem Vize-Präsidenten des Bayerischen Jagdverbands, Thomas Schreder, und dem Geschäftsführer des Landesfischereiverbands Bayern, Dr. Sebastian Hanfland, am Montag die Jubiläumsausgabe. „Der Kalender ist mittlerweile eine Institution in bayerischen Klassenzimmern und begeistert seit Jahrzehnten Grundschülerinnen und Grundschüler der dritten und vierten Klassen für unsere heimische Tierwelt“, sagte die Ministerin in München.

    Der Jubiläumskalender 2020 steht unter dem Motto „Lebensraum Gebirge“, in dem Rot- und Gamswild ebenso heimisch sind wie Steinadler, Schneehasen und Bachforellen. Beeindruckende Fotos, anschaulich geschriebene Texte und Mit-Mach-Aktionen lassen die Wildtiere und Fische des Gebirges in den Klassenzimmern lebendig werden. „Mit dem Kalender wollen wir bei den bayerischen Schulkindern das Verständnis für unsere Natur stärken“, so Kaniber.

    Alle dritten und vierten Grundschulklassen in Bayern erhalten den Kalender kostenlos. Gefördert wird die Verteilung aus Mitteln der Jagd- und Fischereiabgabe. Andere Interessenten können den Schulkalender bei der BJV-Service GmbH, Hohenlindner Str. 12, 85622 Feldkirchen (Telefon: 089-99023422, Fax: 089-99023435) bestellen.

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    Nachrichten
    news-2072 Thu, 31 Oct 2019 11:46:10 +0100 Der „Mühlgraben“ – Forstbetrieb Bodenmais und AELF Straubing renovieren kulturträchtiges Denkmal http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2072&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e06a0abdb2223c6e9884b5bc4ec382fa 31. Oktober 2019, Bodenmais/Grandsberg - Vor fast 300 Jahren (1720) wurde der Mühlgraben angelegt, um die kurfürstliche Mühle in der Gemeinde Schwarzach sicher mit Wasser versorgen zu können. Für heutige Verhältnisse fast unglaublich – die Handwerker haben damals ein technisches Meisterwerk vollbracht: sie haben nämlich den natürlichen Wasserverlauf am Grandsberg so verändert, dass der Graben mehrere Bäche überquert hat und von der Ödwies rund um den Bergstock des Hirschenstein herum zur Schwarzacher Mühle fließt. Parallel zum Mühlgraben läuft der Mühlgrabenweg, einer der beliebtesten malerischen Wanderwege durch die naturnahen Wälder zwischen Grandsberg und Hirschenstein.

    Natürlich nagt der Zahn der Zeit auch an solchen Grabensystemen in der Natur. So hatte schon Anfang der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts der Leiter des damaligen Forstamts Mitterfels, Forstdirektor Helmut Fritsch, den Mühlgraben auf knapp 6 km renovieren und in Stand setzen lassen. Ein großer Verdienst, denn dadurch konnte das bedeutsame historisch-technische Denkmal erhalten werden. Jetzt wieder, ca. 30 Jahre später, waren erneut Reparatur-Maßnahmen, wie Sicherung, Austausch der Holzschwellen, Beseitigung von Ausspülungen etc. notwendig, um den Mühlgraben als kulturhistorisches Bauwerk zu erhalten.

    Die Sanierung hat die Bayerische Staatsforsten AöR durch den Forstbetrieb Bodenmais als örtlich zuständigen Bewirtschafter der Staatswaldflächen durchgeführt. Die Lehrlingswerkstatt des Forstbetriebs Bodenmais mit ihrem Leiter Forstwirtschaftsmeister Paul Hilgart hat dazu die Aufsteller für die Informationsschilder gefertigt. Im Rahmen von Besonderen Gemeinwohlleistungen hat der Freistaat Bayern – Bayerische Forstverwaltung – für die Maßnahme einen Zuschuss von 90% gewährt.

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    Forstbetrieb Bodenmais Bodenmais
    news-2071 Wed, 30 Oct 2019 15:52:32 +0100 Hieb am Ferchenbach zur Verringerung der Wildholz-Gefahr für Garmisch-Partenkirchen angelaufen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2071&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7c7e28aae6b0d2db26fef8d3f822da59 30. Oktober 2019, Garmisch-Partenkirchen - Den meisten Bürgern aus Garmisch-Partenkirchen wird es noch gut im Gedächtnis sein, das örtliche Hochwasser im Juni letzten Jahres. Ein örtliches Gewitter hatte innerhalb kürzester Zeit den Oberlauf der Partnach und besonders den Ferchenbach zu reißenden Flüssen gemacht. Das größte Problem stellte bei diesem extremen Hochwasser nicht allein die Wassermenge, sondern besonders das im Ferchenbach vorhandene Wildholz dar. Kurz nach dem Ereignis entbrannte eine Debatte darüber, wer denn für die entsprechende Pflege des Ferchenbachs, sprich die Wildholzbeseitigung, zuständig sei. Da es sich beim Ferchenbach um ein sog. Gewässer dritter Ordnung handelt, ist rein rechtlich für die Wildholzbeseitigung zunächst die Gemeinde zuständig.

    Aber auch das Wasserwirtschaftsamt und die Bayerischen Staatsforsten als Vertreter des Grundstückseigentümers sehen hier ihre Verantwortung und bringen sich im Rahmen ihrer Aufgaben und Möglichkeiten mit ein. So unterstützt das Wasserwirtschaftsamt Weilheim die Marktgemeinde bei der Planung und dem Bau geeigneter Schutzbauten. Der Forstbetrieb Oberammergau unternimmt gezielte Holzerntemaßnahmen, um das Wildholzpotential am Ferchenbach so gering wie möglich zu halten. Geplant sind dabei zunächst drei Hiebsmaßnahmen entlang des Ufers.

    „Wir werden versuchen mit zwei Seilkraneinsätzen von oben und einem Seilkraneinsatz von unten entlang des Ufers ein bis zwei Baumlängen vom Altbestand zu entnehmen. Das Ganze soll entsprechend dem Gelände buchtig erfolgen um verschiedene Lichtstellungen für die nachwachsende Verjüngung zu ermöglichen. So kann wieder ein junger Mischwald aufwachsen der das Ufer weiterhin vor Oberflächenerosion schützen kann“, so Wolfgang Striegel der zuständige Revierleiter. Der erste Seilkraneinsatz hat letzte Woche begonnen. Die schwierigen Wetterverhältnisse sowie der instabile Boden verlangen den Arbeitern einiges ab. Obwohl bei den Aktionen viel Holz anfällt, werden die Maßnahmen insgesamt die Kosten nicht abdecken können. Wolfgang Striegel: „Es geht hier eben nicht um eine reguläre Hiebsmaßnahme, sondern um den Hochwasserschutz. Da muss eben jede Partei ihren Beitrag leisten.“ Bleibt zu hoffen, dass nach den verschiedenen Maßnahmen die der Markt Garmisch-Partenkirchen, das Wasserwirtschaftsamt Weilheim und der Forstbetrieb Oberammergau zusammen erarbeitet haben, der Ort von einem derartigen Hochwasser wie im Juni 2018 verschont bleibt. 

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    Forstbetrieb Oberammergau Nachrichten
    news-2070 Wed, 30 Oct 2019 15:18:33 +0100 Pflanzen für den Wald von morgen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2070&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b9f65232f2d493a5a904d619370fcbbc Forstbetrieb Fichtelberg pflanzt mit Politikern Bäume für die Zukunft

    29.10.2019, Weidenberg – Zu einem Waldbegang im Staatswald des Fichtelgebirges besuchte Heidrun Piwernetz, Regierungspräsidentin von Oberfranken gemeinsam mit den Landtagsabgeordneten Gudrun Brendel-Fischer, Martin Schöffel und Tim Pargent die vielfältigen, strukturreichen Mischwälder des Steinachtals. Aus erster Hand informierten sie sich über den Waldumbau bei den Bayerischen Staatsforsten hin zu klimastabilen Beständen.

    Aus mindestens vier Baumarten soll er bestehen, der Zukunftswald, wie ihn die Bayerischen Staatsforsten planen. Mindestens vier Baumarten pro Bestand, wohlgemerkt. Bayernweit gibt es im Staatswald bereits heute rund 50 verschiedene Baumarten – Tendenz steigend. Der Trend geht seit vielen Jahren in Richtung Laubbäume und Vielfalt.

    Das Umdenken – weg von der Monokultur, hin zu gemischten Wäldern - hat bereits vor Jahrzehnten eingesetzt. Solange arbeiten die Förster bereits erfolgreich daran, die Baumartenvielfalt zu erhöhen. Der Anteil der Fichte sinkt seit vielen Jahren, zahlreiche andere Baumarten profitieren davon.

    „Die Mischung macht’s“, erklärte der Fichtelberger Forstbetriebsleiter Winfried Pfahler: „Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist es, einen gemischten, gesunden und klimastabilen Wald zu begründen. Dafür pflanzen wir jährlich viele Tausend Buchen, Tannen, Lärchen und Douglasien. Damit ergänzen wir die natürliche Waldverjüngung – hauptsächlich kleine Fichten- und Buchenpflanzen, die uns die Natur ganz ohne unser Zutun schenkt.“

    In diesem Jahr entstehen so im Bereich des Forstbetriebs Fichtelberg 35 ha neuer Mischwald, der fit ist für den Klimawandel. Das entspricht einer Fläche von etwa 50 Fußballfeldern. Gut 70.000 Zukunftsbäumchen pflanzen die Fichtelberger Waldarbeiter und Förster im ihrem Bereich, dem westlichen und südlichen Fichtelgebirge.

    Heute wurden sie dabei unterstützt von Politikern aus der Region: Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz und die Landtagsabgeordneten Gudrun Brendel-Fischer, Martin Schöffel und Tim Pargent überzeugten sich vor Ort von den Leistungen der Förster beim Waldumbau hin zu einem zukunftsfähigen, gemischten Wald. Und sie konnten aktiv mithelfen und pflanzten am Fuß der Königsheide bei Weidenberg kleine Tannenbäume.

    „Wir sind überzeugt,“ so Winfried Pfahler, „dass unsere gemischten Wälder auch in 50 und in 100 Jahren noch gedeihen, die Bevölkerung mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz versorgen, Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen bieten und uns zur Erholung einladen.“

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    Forstbetrieb Fichtelberg Fichtelberg Nachrichten
    news-2069 Tue, 29 Oct 2019 16:48:15 +0100 1.000 Bäume für Weiden http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2069&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0a67acbb0ff3e4fd8b379e9a95a4db10 Baumpflanzaktion der Sparda-Bank Ostbayern Weiden - 29. Oktober 2019. Für jedes neue Mitglied der Genossenschaft pflanzt die Sparda-Bank Ostbayern einen Baum in der Region. Dieses Versprechen gilt auch in diesem Jahr. In Kooperation mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. werden insgesamt 1.000 Tannen im Forstrevier Weiden der Bayerischen Staatsforsten, fachmännisch in die Erde gebracht. Die Protagonisten der Aktion konnten nun das Ergebnis der Pflanzung bewundern. 

    Die Partner der Weidener Pflanzung Tanja Hochholzer, Leiterin der Sparda-Bank-Filiale in Weiden, Forstbetriebsleiter Phillip Bahnmüller der Bayerischen Staatsforsten am Forstbetrieb Schnaittenbach mit Team und Landesgeschäftsführer der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Bayern e.V., Simon Tangerding, trafen sich während der Pflanzung vor Ort. “Ziel der örtlichen Pflanzung ist, die vorhandenen Waldbestände sinnvoll zu unterbauen”, so Tanja Hochholzer. „Seit einigen Jahren engagieren wir uns mit unseren Baumpflanzungen für den Naturschutz und freuen uns, dass wir dabei in diesem Jahr die Marke von 50.000 Bäumen für Ostbayern überschreiten werden“, erklärte Hochholzer weiter. Die nadelholzreichen Bestände werden so artenreich verjüngt und können sich frühzeitig an die Veränderungen des Klimawandels anpassen“, so Philip Bahnmüller.

    Der Wald des Forstreviers Schnaittenbach wurde ausgewählt, um den teilweise durch Fichten dominierten Wald vielschichtiger und artenreicher zu gestalten und so fit zu machen für den Klimawandel. Aus einer Fast-Monokultur wird so ein gesunder Mischwald erwachsen. Die momentan dominierende Fichte hat auf diesem Standort kaum eine realistische Chance im Klimawandel. Darum fiel die Wahl unter anderem bewusst auf die Tanne: Sie ist wichtig für den Waldbau und kann lange Zeit im Schatten wachsen, um dann Lücken zu schließen. Als Tiefwurzler übersteht sie auch Stürme gut und bieten vielen Tieren einen Lebensraum „Damit ist sie der perfekte Baum für dieses Projekt“, so Simon Tangerding.


    „Fichten wachsen eigentlich in Mittelgebirgen und mögen kühlere Temperaturen, Tannen dagegen kommen aus tieferen Lagen und sind immer schon an wärmere Temperaturen gewöhnt. Zudem ist ein Mischwald insgesamt stabiler und wird nicht so leicht von Schädlingen befallen wie Wälder mit einer Baumart“, erklärte Bahnmüller.

    Die Sparda-Bank Ostbayern, die zu 100 Prozent ein klimaneutrales Unternehmen ist, führt bereits seit 2012 Baumpflanzaktionen in ihrer Region durch. Die Mittel für die Pflanzungen stammen dabei aus dem Gewinnsparverein der Sparda-Bank Ostbayern e.V. „Wir wollen aktiv für Nachhaltigkeit und Umweltschutz in Ostbayern eintreten. Mit unserer Baumpflanzaktion lösen wir unser Versprechen gegenüber unseren Mitgliedern ein und engagieren uns für die Region“, so Tanja Hochholzer.

    Ansprechpartner vor Ort:
    Simon Tangerding
    Schutzgemeinschaft Deutscher Wald - LV Bayern e.V.
    Mobil 0176 5886 7279
    Simon.tangerding@sdwbayern.de

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    Forstbetrieb Schnaittenbach
    news-2068 Tue, 29 Oct 2019 14:37:07 +0100 Dr. Michael Kutscher neuer Forstbetriebsleiter in Bad Brückenau http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2068&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=42667959f110b70510a6f6b15d101132 Stabübergabe: Wolfram Zeller verabschiedet sich in den Ruhestand Nach fast 40 Jahren im Forstdienst verabschiedet sich der Leiter des Staatsforstbetriebs in Bad Brückenau, Wolfram Zeller, in den Ruhestand. Zeller hat den Betrieb seit Gründung der Bayerischen Staatsforsten im Jahr 2005 geleitet. Sein Nachfolger steht auch schon fest: Dr. Michael Kutscher wird seinen Dienst am 1. November 2019 antreten.

    (Bad Brückenau, 29.10.2019) Wenn sich Wolfram Zeller Ende Oktober in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet, „geht eine forstliche Ära zu Ende“, wie der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, bei der Verabschiedung betonte. „Sie haben in dieser Zeit den Staatswald in der Rhön mit viel Leidenschaft und als passionierter Waldgestalter bewirtschaftet. Dafür sind die Bayerischen Staatsforsten, aber auch die Menschen in der Region, Ihnen zu Dank verpflichtet“, so Neumeyer.

    Seine erste Stelle hatte Zeller 1982 der damaligen Oberforstdirektion Würzburg angetreten. 1989 folgte der Wechsel an das Forstamt Gräfendorf, wo er die Stelle des Stellvertretenden Forstamtsleiters übernahm. 1991 bekam Zeller die Leitung des Forstamtes Münnerstadt übertragen. Zeller wurde neun Jahre später Abteilungsleiter an der Forstdirektion Unterfranken und schließlich 2005 Leiter des Forstbetriebs Bad Brückenau bei den neu gegründeten Bayerischen Staatsforsten.

    Für Zellers Nachfolger, Dr. Michael Kutscher, geht mit der Forstbetriebsleitung ein Traum in Erfüllung. „Mir gefällt die Region, ich mag die Leute hier, und waldbaulich ist das einer der schönsten Betriebe, die ich mir vorstellen kann.“ Die Verbindung von Waldbewirtschaftung und Naturschutz auf engstem Raum sei eine wunderbare Herausforderung: „Den Wald zu nutzen und ihn gleichzeitig zu schützen entspricht genau meiner Idee einer modernen Forstwirtschaft“.

    Kutscher wurde 1976 in Amberg geboren und studierte an der Technischen Universität München in Freising-Weihenstephan Forstwissenschaften. Nach Stationen an der Forstdirektion Oberbayern-Schwaben und der Waldbauernschule in Goldberg wechselte er 2007 als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die TU München. Ab 2010 war Kutscher im Leitungsdienst des Forstbetriebs Nürnberg tätig, seit 2015 als stellvertretender Forstbetriebsleiter. 2017 übernahm Kutscher die Leitung der Forsttechnik BaySF in Bodenwöhr. Kutscher dankte in seiner Antrittsrede seinem Vorgänger für die geleistete Arbeit: „Dank Ihres Engagements kann ich einen sehr baumartenreichen, vielfältigen und interessanten Betrieb übernehmen, der Waldumbau in der Rhön war Ihnen ein großes Anliegen“, so Kutscher. „Diesen Weg gilt es konsequent weiter zu beschreiten.“

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    news-2067 Mon, 28 Oct 2019 14:09:50 +0100 Ministerpräsident Dr. Söder und Forstministerin Kaniber pflanzen Klimawald der Zukunft http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2067&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1a9d14100c166db03ca292c8b63deefb Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

    28. Oktober 2019, München – Bäume pflanzen fürs Klima: Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Forstministerin Michaela Kaniber starteten am Montag im Forstenrieder Park bei München das Zukunftsprogramm für Bayerns Wälder. Der Ministerpräsident und die Staatsministerin pflanzten vor allem Laubbäume als Basis eines jungen, klimastabilen Mischwalds. Insgesamt werden in den kommenden fünf Jahren 30 Millionen neue Bäume in den staatlichen Wäldern in Bayern gepflanzt. Die Staatsforsten werden so zu einem klimafesten Zukunftswald umgebaut.

    Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Unsere Wälder sind wichtige Klimaspeicher. Wir bauen die Bayerischen Staatsforsten zu einem Zu-kunftswald um und rüsten sie so für die Folgen des Klimawandels. Bayern pflanzt innerhalb von fünf Jahren 30 Millionen neue Bäume, fördert Mischwälder und investiert in die Renaturierung der Moore. Ein klimafester Wald trägt auch zum Erhalt der Artenvielfalt bei. Das ist aktiver Umweltschutz.“ Forstministerin Michaela Kaniber: „Wir müssen unsere Wälder stärken und für die Zukunft rüsten. Nur dann könnten sie ihre unverzichtbaren Leistungen für den Klimaschutz dauerhaft erbringen.“

    Der fortschreitende Klimawandel ist eine gewaltige Herausforderung, denn vielfach sind die Bäume Belastungen durch Wetterextreme und Schädlingsbefall nicht gewachsen. Weil es dabei auf klimafeste Baumarten an-kommt, wird dort, wo Söder und Kaniber die jungen Bäumchen gepflanzt haben, künftig ein stabiler Mischwald aus Eichen, Tannen, Ahornen und Elsbeeren heranwachsen.

    Im Rahmen des Programms werden die Bayerischen Staatsforsten (BaySF), die den Staatswald in Bayern bewirtschaften, vor allem in Wäldern aktiv, die von Trockenheit, Borkenkäfern und Schädlingen, Sturm und Schnee besonders betroffen sind. Die Schwerpunkte liegen dabei in Unterfranken, Oberfranken, Teilen Mittelfrankens wie Rothenburg und Nürnberg, der nordöstlichen Oberpfalz, den wärmeren Teilen des Bayerischen Walds sowie in den vom Schneebruch geschädigten Bereichen um Berchtesgaden. Bereits bis Ende des kommenden Frühjahrs werden die BaySF so zusätzlich rund 500.000 Bäumchen pflanzen.

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    news-2066 Mon, 28 Oct 2019 09:17:10 +0100 LOWA und Bayerische Staatsforsten pflanzen den Wald der Zukunft http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2066&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=ddd1f3e1f96828c2571c0aa16f58f85f Die Bayerischen Staatsforsten und die Firma LOWA haben gemeinsam eine Windwurffläche mit Bäumen der Zukunft bepflanzt.

    Fischbachau, 22.10.2019 – In einer gemeinsamen Aktion haben 15 Mitarbeiter der Firma LOWA im Wald der Abteilung „Achatswies“ des Forstbetriebs Schliersee rund 550 junge Bäumchen für den Wald der Zukunft gepflanzt. Dies war nötig, da der dort zuvor stehende Fichtenwald durch Borkenkäfer und Windwurf in den letzten Jahren erheblich geschädigt worden ist. Gepflanzt wurden vier verschiedene Baumarten von Buche über Lärche, Eibe bis zur Mehlbeere. Bereits zu einem früheren Zeitpunkt wurden kleine Tannen gepflanzt.  Ziel der Bayerischen Staatsforsten ist es immer mindestens vier Baumarten am zukünftigen Wald zu beteiligen.

    Trotz der schwierigen Bedingungen vor Ort durch viele Blaubeersträucher und Dornen, hatten alle Beteiligte sehr viel Spaß und Freude. Spielte doch das Wetter hervorragend mit und zeigte sich von seiner schönsten herbstlichen Seite.

    Genauso freute sich Revierleiter Rudolf Kornder: „Wir sind immer sehr dankbar, wenn sich Firmen wie LOWA engagieren und uns beim Aufbau des Waldes der Zukunft helfen“.

    So wollen die Bayerischen Staatsforsten den Waldumbau, also die Umwandlung nicht standortgemäßer Nadelholzreinbestände in widerstandsfähige Mischwälder, weiter forcieren und bereits bis 2030 abschließen.

    Klimaresistente Baumarten spielen dabei eine essentielle Rolle. Laut Meyer geht es darum, die bayerischen Staatswälder möglichst schnell fit für den Klimawandel zu machen. 

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    Forstbetrieb Schliersee Nachrichten
    news-2065 Fri, 25 Oct 2019 10:47:37 +0200 Drei neue Azubis im Forstbetrieb Rothenkirchen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2065&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=12cc4214a68f77daea52840a8b56ccf4 25. Oktober 2019, Rothenkirchen - Drei neue Auszubildende für den Beruf „Forstwirt“ haben im Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten ihre dreijährige Lehre begonnen. Einer ihrer ersten Einsätze ist gleich Teil eines echten Zukunftsprojektes: Im Rahmen der Initiative „Der Wald blüht auf“ pflanzen sie Apfelbäume im Staatswald. Dabei lernen sie gleich einmal die Reviere des Forstbetriebes kennen.

    „Mit Zukunft hat alles zu tun, was wir im Wald machen“, sagt Oswald Schönmüller, Forstwirt und Ausbildungsbegleiter im Forstbetrieb Rothenkirchen. Er bringt das fachliche Wissen zur Behandlung der Obstbäume, Werkzeugeinsatz und Pflanztechnik in die Aktion ein. Denn auch, wenn das Pflanzen einer immer wieder neuen Waldgeneration für die Forstleute Standard ist: Apfelbäume werden im Wald nicht jeden Tag gepflanzt. Das ist Teil des Blühflächenprogramms der Bayerischen Staatsforsten, mit dem seit 2018 zahlreiche Offenlandflächen mit regionalem Saatgut für die Insektenwelt attraktiv gestaltet wurden. Diese Flächen werden jetzt überall mit blühenden Sträuchern und Bäumen ergänzt. Für die Azubis Kevin Bröcker aus Döhlau, Robin Seitz aus Förtschendorf und Johannes Wörner aus Trieb eine gute Gelegenheit, neben der Pflanztechnik auch gleich zahlreiche „nichtalltägliche“ Baum- und Straucharten und die vielseitigen Aspekte des Waldnaturschutzes kennen zu lernen. Und natürlich die Vielseitigkeit des Fortbetriebes Rothenkirchen: Gerade hatte man sich an die flachgründigen, steinreichen Tonschieferböden des Frankenwaldes im Forstrevier Ködel gewöhnt, ging es weiter im dichtgelagerten roten Feuerletten-Tonboden im Revier Weismain. Jeder Waldboden zeigte dabei seinen ihm eigenen Charakter, nur eines haben jetzt alle gemeinsam: Sie sind immer noch viel zu trocken. Aber da wurde dann von den jungen Forstleuten sogar mit der Gießkanne nachgeholfen. Es soll ja schließlich gelingen, das Zukunftsprojekt. 

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    Forstbetrieb Rothenkirchen Rothenkirchen Nachrichten
    news-2064 Fri, 25 Oct 2019 10:41:35 +0200 Dr. Michael Schmidt wird neuer Behördenleiter in Kulmbach http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2064&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=110ae1fc5a7800b133aa938cf942521d Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

    25. Oktober 2019, München - Dr. Michael Schmidt wird neuer Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kulmbach. Das hat Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber entschieden. Der 42-jährige Forstdirektor tritt am 1. November 2019 die Nachfolge des Leitenden Landwirtschaftsdirektors Guido Winter an, der seit 1. April 2019 das Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) in Kulmbach leitet. Schmidt, der bisher stellvertretender Behördenleiter in Krumbach war, bleibt auch weiterhin Leiter des Bereichs Forsten.

    Der gebürtige Oberfranke studierte Forstwissenschaften an der Technischen Universität München (TUM). Nach der Referendarzeit und Staatsprüfung im Jahr 2005 war er zunächst an der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft tätig, bevor er im April 2006 an den Lehrstuhl für Holzkunde und Holztechnik an der TUM wechselte. Ab Dezember 2010 leitete Dr. Schmidt eine Abteilung am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kulmbach. Im November 2011 kam er an das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Ab Februar 2017 war Dr. Schmidt in der Staatskanzlei tätig, bevor er im Februar 2019 die Leitung des Bereichs Forsten und zugleich die stellvertretende Behördenleitung am Amt in Kulmbach übernahm.

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    news-2063 Thu, 24 Oct 2019 11:56:39 +0200 Sicherheit für Mountainbiker und Wanderer http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2063&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=214b840c4328826dd56b394c4ac5e007 Entflechtung des Wanderweges und der Mountainbike-Abfahrt am Kösseine-Gipfel

    24. Oktober 2019, Tröstau – Aus Sicherheitsgründen sperrt der Forstbetrieb Fichtelberg für Mountainbiker den oberen, knapp 80 m langen Abschnitt des steilen Wandersteigs vom Kösseinehaus hinunter Richtung Tröstau.

    Steil schlängelt sich der schmale Pfad über unendlich viele Treppen-Stufen und Felsen die letzten Meter hinauf. Hinauf zum Gipfel der Kösseine. Hinauf zum Kösseinehaus, das dem ermatteten Touristen Rast und Stärkung bietet. Den Blick auf den Boden gerichtet, um einen sichern Tritt zu haben, erklimmen hier die Wanderer die letzten Höhenmeter bis zum Aussichtspunkt am Gipfel. Oder dem kühlen Getränk im Berghaus.

    Der kurze, aber steile und sehr blockige Felsensteig ist eine beliebte und stark begangene Abkürzung für die Wanderer, die den direkten Weg zum Gipfel wählen und die Fahrstraße vermeiden wollen. Attraktiv ist er neuerdings wohl auch für Mountainbiker, die ab dem Kösseine-Haus mit ihrem Sportgerät den Steig in Richtung Tal hinunterfahren. Immer mehr Wanderer berichten in letzter Zeit von Beinahe-Unfällen. Urplötzlich stünden sie, so die Beschwerden, den in wilden Sprüngen bergab fahrenden Radfahrern gegenüber. Nur durch einen beherzten Sprung zur Seite könnten sich die Fußgänger auf dem schmalen Steig in Sicherheit bringen.

    „Als Vertreter des Grundeigentümers können und wollen wir da jetzt nicht länger zusehen“, so Winfried Pfahler, Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg. „Bevor hier ein schwerer Unfall zwischen Spaziergängern und Mountainbikern passiert, entflechten wir die Nutzung und verdeutlichen, dass speziell dieser Wegeabschnitt zum Radfahren ungeeignet ist.“

    Das Bayerische Naturschutz­gesetz verbietet ausdrücklich das Radfahren auf solchen Wegen sowie quer durch den Wald.  Die Sperrung wurde mit der Höheren Naturschutzbehörde bei der Regierung von Oberfranken, mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Wunsiedel und dem Fichtelgebirgsverein abgestimmt.

    Als Alternative steht den Mountainbikern die Fahrstraße zur Verfügung, über die sie nach ca. 150 m an die Einmündung des Wandersteigs gelangen und so den jetzt gesperrten Abschnitt umfahren können.

    Gemeinsam mit Hermann Kießling, dem zuständigen Förster im Kösseine-Revier und Christian Kreipe, Referent für Wanderwege beim Fichtelgebirgsverein, stellte Winfried Pfahler die Sperrung am vergangenen Mittwoch der Öffentlichkeit vor: „Wir müssen dort, wo es ständig zu Konflikten kommt, die verschiedenen Nutzungsinteressen entflechten und ein vernünftiges Miteinander statt Konfrontation gewährleisten. Es geht uns dabei überhaupt nicht darum, die Bergradler von der Kösseine zu verdrängen. Betroffen von der Sperrung ist nur der 80 m lange, gefahrenträchtige Abschnitt des Wandersteigs ab dem Kösseinehaus bis dorthin, wo er wieder in die Forststraße einmündet. Alle anderen geeigneten Forststraßen und Wege stehen weiterhin zur verantwortungsbewußten Nutzung zur Verfügung.“

    An der Kösseine, dem „Hausberg“ für viele Städte und Gemeinden im Umland entwickelte sich in den letzten Jahren eine regelrechte Biker-Szene, deren Anhänger als Feierabend- oder Wochenend-Tour mit dem Fahrrad die Kösseine erklimmen.

    „Um die Abfahrt für Mountainbiker abwechslungsreich zu gestalten, denken wir zur Zeit über alternative Strecken im Kösseinegebiet nach“, deutet Winfried Pfahler an, bittet aber gleichzeitig um Verständnis: „Wanderer, Radfahrer, Jäger, Naturschützer – alle haben berechtigte, aber oft auch konkurrierende Interessen in der freien Natur. Die Bayerischen Staatsforsten müssen auf ihren Flächen diese vielseitigen Belange ausgewogen berücksichtigen. Dabei sind wir immer gesprächsbereit und unterstützen nach Möglichkeit die Entwicklung von sinnvollen Freizeit- und Tourismus-Projekten in der Region.“

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    Forstbetrieb Fichtelberg Fichtelberg Nachrichten
    news-2062 Thu, 24 Oct 2019 11:45:24 +0200 Gemeinsamer Naturschutztag am Forstbetrieb Heigenbrücken http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2062&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6140cb5196c40b7c07afa6c71bcfde13 24. Oktober 2019, Heigenbrücken - Unter dem Motto „gemeinsam für die Artenvielfalt“ haben Anfang Oktober alle 20 Forstwirte und die acht Auszubildenden des Forstbetriebs Heigenbrücken für einen gemeinsamen Arbeitseinsatz zum Sonderprogramm Naturschutz der BaySF gesorgt. Mit vereinten Kräften wurde die Blühflache “Heigenbrücker Heide” von verdämmenden Büschen und Bäumen freigestellt. Mit Motorsägen und Astscheren trotze man dem regnerischen Wetter und leistete einen Betrag zum Erhalt und zum Schutz seltener Arten auf dem im Nordspessart einzigartigen Sonderstandort.

    Unter der Anleitung von Revierleiter Albert Englert (Heigenbrücken I) konnte auf der Stromleitungstrasse im Osten von Heigenbrücken eine Blühfläche von über vier Hektar binnen eines Tages zu neuem Leben erweckt werden. In den vergangenen Jahren sind Birken und Ginster so stark gewachsen, dass die Gefahr bestand, dass die Heide im Schatten zurückgedrängt wird. Mit diesem Eingriff konnte der Erhalt der naturschutzfachlich wertvollen Fläche sichergestellt werden. Auch die vorhandenen Trockenmauern wurden wieder freigelegt. „Zwar stellt die Maßnahme einen künstlichen Eingriff dar, allerdings können wir so einen wertvollen Beitrag für mehr Biodiversität leisten“, so Revierleiter Englert. Von dieser Maßnahme profitieren vor allem viele Insekten Arten wie die Ödlandschrecke oder Amphibien wie die Zauneidechse.

    Der Erhalt solcher wertvollen Flächen ist auch für den Freistaat Bayern von großer Bedeutung, sodass der Arbeitseinsatz mit finanziellen Mitteln aus den sog. bGWL-Mitteln unterstützt wird.

    Nach getaner Arbeit stärkte sich das Team noch gemeinsam mit dem traditionellen Spessarter Lakefleisch und blickte auf die erfolgreiche Arbeit zurück. Forstbetriebsleiter Joachim Keßler war am Ende des Tages stolz auf das Gemeinschaftsprojekts seines ganzen Teams: „Ich freue mich nun schon auf den nächsten Spätsommer und die volle Blütenpracht der Heide“.  

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    Wald im Spessart Wald im Spessart Newsticker Startseite Forstbetrieb Heigenbrücken Nachrichten
    news-2061 Thu, 24 Oct 2019 11:02:24 +0200 Forstprofis helfen im Kindergarten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2061&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b772376b0574487b9ee66ca88aaca9e4 24. Oktober 2019, Hammelburg/Aura im Sinngrunnd – Einer bitte der Kindergartenleitung des Kindergartens Aura im Sinngrund kamen die Mitarbeiter des Forstbetriebs Hammelburg gerne nach. Ging es doch darum einen alten Nussbaum im Garten des Kindergartens wieder „verkehrssicher“ zu machen, damit von herunterfallenden Ästen keine Gefahr mehr für die darunter spielenden Kinder ausgeht.

    Als die Eltern am vergangenen Freitagmittag ihre Kinder aus dem Kindergarten in Aura i.S. holten, staunten sie nicht schlecht: Zwei bunt gekleidete Männer mit zum Teil seltsamer Kopfbedeckung waren dort im Garten zu sehen.

    Schnell stellte sich heraus, dass es zwei Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten vom Forstbetrieb Hammelburg in Warnkleidung und Schutzausrüstung waren. Förster Michael Schlegel und sein Mitarbeiter Helmut Schüssler schnitten den mittlerweile viel zu groß gewordenen Nussbaum im Spielhof des Kindergartens zurück.

    Ein alter Baum ist etwas „Wunderbares“, findet Förster Schlegel. Er spendet Schatten, Sauerstoff und bindet Kohlendioxid. Außerdem könnten die Kinder die Nüsse aufsammeln und mit den Blättern spielen und basteln. Er kann jedoch auch zum Problem werden, wenn er Fenster zu wächst, tote Äste aus der Krone fallen, man dem Laub nicht mehr Herr wird oder dieses die Dachrinne verstopft, was dann hier mittlerweile der Fall war.

    Die Kindergartenleitung kam schon vor einem halben Jahr auf Förster Schlegel zu, was man denn mit dem Nussbaum machen könnte. Am liebsten würde man ihn ganz „weghauen“, um sämtliche Probleme auf einmal zu lösen. Schlegel, dessen Sohn Max diesen Kindergarten besucht, fand dieses Ansinnen jedoch nicht so gut und schaute sich die „Baustelle“ mal an. Daraufhin kam er zum Entschluss, der Baum muss nur stark zurückgeschnitten werden und kann somit erhalten werden. Nach Rücksprache mit Forstbetriebsleiter Daniel Zippert, gab es „grünes Licht“ für einen professionellen Baumschnitt durch Forstwirt Helmut Schüssler. Er ist passionierter Hobbygärtner und hat für solche Sachen geradezu einen „grünen Daumen“. „Ein Termin im Herbst wäre wichtig, da der Baum dann den Schnitt am besten vertrage und im nächsten Jahr wieder schön austreibt“, so Schüssler. Nach eineinhalb Stunden Arbeit mit der Säge unter begeisterten Kinderaugen war dann das Aufräumen des ganzen Astwerkes angesagt. Zum Glück gab es da Unterstützung mit Schlepper und Kranwagen von Max‘ Onkel und am frühen Nachmittag war alles erledigt. Somit kann der Nussbaum spätestens im nächsten Frühjahr seine Schutz- und Nutzfunktion wieder voll entfalten.

    Die Kindergartenleitung bedankt sich bei den Bayerischen Staatsforsten und allen Beteiligten für diese tolle Aktion!

    Der Forstbetrieb Hammelburg bewirtschaftet mit seinen 46 Beschäftigten rd. 15.800 ha Wald in 9 Forstrevieren in den Landkreisen Bad Kissingen und Main-Spessart. Jährlich werden rd. 109.000 m3 Holz geerntet und rd. 21 Hektar (das entspricht ca. 30 Fußballfeldern) Wald neu angepflanzt. Neben dem Hauptprodukt Bauholz werden ca. 35 % als Brenn-, Industrie- und Rechtholz genutzt. Alle forstbetrieblichen Arbeiten basieren auf der Idee der nachhaltigen und naturnahen Forstwirtschaft. Sie ermöglicht das Miteinander von Holznutzung, Naturschutz und Erholung in einem integrativen Ansatz. Neben ca. 580 km Forstwegen, die auch als Rad- und Wanderwege sehr gut geeignet sind, findet man in unseren Wäldern zahlreiche Erholungs- und Naturschutzschwerpunkte.

    Wir laden Sie recht herzlich zu einem interessanten und abwechslungsreichen Besuch in unseren Wäldern ein. Kontaktdaten finden Sie im Internet unter www.baysf.de/hammelburg.

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    news-2060 Tue, 22 Oct 2019 14:51:50 +0200 Weitere Unterstützung für die Käuze http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2060&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2da96193b8162ab43c3e5d3df085a3ac Naturpark Bayerischer Wald und Forstbetrieb Bodenmais der Bayerischen Staatsforsten führen das Projekt „Habichtskauz“ weiter

    22. Okober 2019, Bodenmais - Typisches Herbstwetter am Arber: Sechs Grad, Nebel, Wind mit Böen, Regen. Trotz widriger Wetterbedingungen haben die Auszubildenden des Forstbetriebs Bodenmais der Bayerischen Staatsforsten, unter der Aufsicht von Forstwirtschaftsmeister Paul Hilgart zusammen mit dem Gebietsbetreuer für die Arberregion, Johannes Matt, weitere zehn Nistkästen für Käuze aufgehängt.

    Johannes Matt, Gebietsbetreuer für die Arberregion, hat das Projekt gestartet und koordiniert. Er berichtet: „In diesem Jahr waren von den zehn im Staatswald aufgehängten Nistkästen gleich acht Stück von Waldkäuzen besetzt. Zwar konnte der Habichtskauz am Arber noch nicht nachgewiesen werden, aber so profitiert immerhin der Waldkauz von diesem Projekt!“

    Insgesamt hängen nun zwanzig Nistkästen, welche unter der Leitung von Forstwirtschaftsmeister Paul Hilgart von den Lehrlingen des Forstbetriebs Bodenmais angefertigt wurden. Hierbei hat man auf die langjährigen Erfahrungen der Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava zurückgegriffen. Anschließend haben die Revierförster und der Gebietsbetreuer geeignete Waldbestände und Habitatbäume ausgewählt, bevor es an das aufwändige Aufhängen der Nistkästen ging.

    „Der Forstbetrieb Bodenmais ist einer von 25 Ausbildungsbetrieben der BaySF. Er bildet jedes Jahr zwei Lehrlinge zu Forstwirten aus“, erläuterte Jürgen Völkl, Forstbetriebsleiter und fügte hinzu: „Mit diesem Projekt leisten die Lehrlinge einen Beitrag zum Naturschutz und gleichzeitig führen wir die enge und gute Zusammenarbeit mit dem Naturpark fort.“

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    news-2054 Tue, 22 Oct 2019 10:01:02 +0200 Künftige Holzbauspezialisten zu Besuch im Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2054&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9e4dc2c90152cf9912b4d3b755ca0672 22. Oktober 2019, Wies bei Steingaden - „Stabile Mischwälder und Bauen mit Holz sind aktiver Umweltschutz“. Das ist die einhellige Meinung von Siegfried Völkl vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und Bernd Wachsmann, Leiter des Forstreviers Steingaden am Forstbetrieb Oberammergau der Bayerischen Staatsforsten. Zu Beginn des berufsbegleitenden Studiengangs „Fachingenieur Holzbau“ besuchten Architekten, Bauingenieure und Zimmerermeister mit Prof. Dr. Colling von der Hochschule Augsburg am 30.09.2019 den Staatswald zwischen Steingaden und Wildsteig, um einen Eindruck von der naturgemäßen Forstwirtschaft in Bayern am Beispiel der Bayerischen Staatsforsten (BaySF) zu bekommen.

    „Wichtigstes Grundprinzip unserer Bewirtschaftung ist die Nachhaltigkeit“ so Wachsmann. „Dieser Begriff steht vor allem dafür, nicht mehr Holz zu ernten, als nachwächst. Jedoch steht Nachhaltigkeit im Wald für weit mehr, so z. B. für die nachhaltige Bereitstellung von sauberem Trinkwasser oder der Schutz vor Lawinen und Erosion im Bergwald.“ Wachsmann ergänzte: „Das unabhängige PEFC-Zertifikat garantiert auch für unsere Holzprodukte, dass wichtige Nachhaltigkeitsregeln eingehalten werden.“

    Die künftigen Holzbauspezialisten machten zwischen Fichten, Buchen, Tannen und Ahorne eine „Waldrunde“ auf sog. Rückegassen, der Feinerschließung der Wälder. Nur auf diesen dürfen Maschinen mit bodenschonenden Breitreifen das Holz an die LKW-fahrbare Forststraße bringen. Auf die Frage eines studierenden Zimmerers, ob denn bei dem Ziel, Mischbestände zu etablieren, noch genügend und v. a. gutes Bauholz heranwachsen kann, erklärten die beiden Forstmänner, dass künftig neben der bewährten Fichte vermehrt gleichwertiges Tannenholz in den Verkauf kommen werde, das zwar etwas in Vergessenheit geraten war aber eine ebenso lange Bauholztradition besitzt wie die Fichte. Wichtig, so Wachsmann, seien frühzeitige Pflegeeingriffe in den gemischten Jungbeständen, um später gute Holzqualitäten ernten zu können. Zum Abschluss stellten Völkl und Wachsmann gegenüber den künftigen Holzhausplanern und –bauern klar: „Der nachhaltig bewirtschaftete Wald bindet ständig CO2 im Holz.  Mit der Verwendung im Bausektor stellt unser einheimisches Holzes auf lange Sicht einen starker CO2-Speicher in den Bauwerken dar.“

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    Forstbetrieb Oberammergau
    news-2053 Fri, 18 Oct 2019 14:54:30 +0200 Exotische Raritäten im Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2053&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=621ef005423c389e04109d54726ab3de 18.10.2019, Sonthofen - In Zeiten des Klimawandels, der Trockenheit und ihren Folgen machen sich Waldbesitzer zunehmend Gedanken über Baumarten aus anderen Ländern unserer Erde. Mit einigen Arten gibt es schon teils Jahrzehnte und sogar Jahrhunderte alte Erfahrungen. Eine echte Rarität in bayerischen Wäldern ist dabei der Mammutbaum. Bei den Bayerischen Staatsforsten im Forstbetrieb Sonthofen wachsen in der Umgebung von Lindau mehrere Exemplare.

    „Schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Riesenmammutbäume, die auf lateinisch Sequoiadendron giganteum heißen, aus Amerika importiert und in Mitteleuropa gepflanzt. Bevorzugt wurde die Art in Parkanlagen milder Klimaregionen angebaut, so auch rund um den Bodensee“, weiß Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting zu berichten. Das natürliche Verbreitungsgebiet ist die Sierra Nevada in Kalifornien. Dort gibt es trockene Sommer und schneereiche Winter. Gleichzeitig benötigt die Baumart aber auch genügend Wasser im Sommer und gut durchlüftete Böden. „Das zusammen mit einer starken Gefährdung durch Verbiss und Frosttrocknis, also Frost ohne Schnee, macht die großflächigere Einbringung schwierig“, so Oetting weiter.

    Mammutbäume können mit 2000 bis 3000 Jahren ein hohes Alter erreichen und Höhen um die 80 Meter. Um diese Maße zu erreichen, müssen die Exemplare in Mitteleuropa aber wohl noch 1000 Jahre wachsen. Revierleiter Jörg Tarne, der den Staatswald rund um Lindau pflegt, erzählt: „Die ersten Pflanzungen in unserer Region erfolgten um 1865 auf der Insel Mainau. Weitere folgten dann im Stadtgebiet Lindau.“ Bei den älteren Exemplaren zeigen sich teilweise Trockenschäden des letzten Sommers, die bisher aber nur zu Kronenverlichtungen geführt haben. Förster Jörg Tarne schmunzelt: „Auf unsere jüngeren Exemplare im Wald habe ich ein besonderes Auge. Ich bin sehr gespannt, wie sie sich die nächsten zweitausend Jahre entwickeln werden“.

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    news-2050 Fri, 18 Oct 2019 10:30:00 +0200 Bilanz 2019: Klimawandel kostet Bayerische Staatsforsten 80 Millionen Euro http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2050&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=77886f6b695c09e9f7f94935a98a8990
  • Schäden an so vielen Baumarten wie noch nie: neben Fichten vor allem auch Buchen und Kiefern betroffen

  • Gesunderhaltung des Waldes hat höchste Priorität: Kein Quadratmeter Staatswald wird aufgegeben

  • 5 Jahre früher fertig als geplant: Waldumbau wird forciert

  • Der Klimawandel ist im bayerischen Staatswald angekommen. Stürme, Hitze, Trockenheit, Schneebruch und Käfer haben das abgelaufene Geschäftsjahr 2019 (1.7.2018-30.6.2019) bestimmt und zu zahlreichen Schadereignissen geführt. Dabei waren so viele Baumarten wie noch nie betroffen. Als wichtigstes Ziel galt daher das schnelle Aufarbeiten und aus dem Wald bringen der Schadhölzer, um den umliegenden Wald gesund zu erhalten. Dies konnten die Bayerischen Staatsforsten unter großer Anstrengung und gezielten Investitionen bewältigen. Die extrem hohe Schadholzmenge in ganz Europa belastete den bereits aus den Vorjahren angespannten Holzmarkt noch weiter und wirkte sich zusätzlich auf die Bilanz aus.

    Ausführliche Informationen finden Sie hier: www.baysf.de/bilanz2019 

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    news-2052 Wed, 16 Oct 2019 16:36:00 +0200 Kaniber verleiht 15 Staatspreise an vorbildliche Waldbesitzer http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2052&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d2224042b4a9ddda6f642a5a21b285e7 Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

     

    16. Oktober 2019, München – Für die vorbildliche Bewirtschaftung ihrer Wälder hat Forstministerin Michaela Kaniber 14 private und kommunale Waldbesitzer sowie einen forstwirtschaftlichen Zusammenschluss mit Staatspreisen ausgezeichnet. „Mit diesem Preis möchte ich Ihnen für Ihr langjähriges Engagement für den Wald und damit auch für die Menschen in Bayern danken“, sagte Kaniber beim Festakt in der Münchner Residenz. 

    Die Preisträger hätten sich seit Jahrzehnten vorbildlich für den Aufbau naturnaher und strukturreicher Mischwälder verdient gemacht, so die Ministerin.

    Die Auszeichnung wird seit 1997 alle zwei Jahre vergeben. Die Preis-träger wurden aus 63 Kandidaten von einer Fachjury ausgewählt. Der Preis ist mit einer Staatsmedaille und einem Preisgeld von je 1.000 Euro dotiert.

    Die Preisverleihung stand dieses Jahr unter dem Motto »nachhaltig.vielfältig«. „Sie tragen mit ihrer Waldbewirtschaftung wesentlich dazu bei, den Artenreichtum in unserem Land zu fördern und zu erhalten. Mit einer verantwortungsvollen Pflege und Nutzung der Waldbestände schaffen sie vielfältige Lebensräume für zahlreiche waldtypische Arten“, sagte Kani-ber. Die Preisträger stellen sich den Worten der Ministerin zufolge den großen Herausforderungen, die der Klimawandel für den Wald mit sich bringt. Dabei steht die Bayerische Staatsregierung den privaten und kommunalen Waldbesitzern bei den Herausforderungen des Klimawandels als verlässlicher Partner mit umfangreichen Förderprogrammen.

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    news-2051 Tue, 15 Oct 2019 14:47:04 +0200 Walderlebnistag in Hilpoltstein http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2051&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=9e72b063179577c6b837c1c3facd4c45 Das Forstrevier Georgensgmünd, AELF Roth, läßt Grundschüler den Wald erkunden

    15. Oktober 2019, Hilpoltstein - Die Walderlebnistage für die dritten Klassen der zwei Grundschulen Hilpoltstein und Meckenhausen konnten heuer Jubiläum feiern. Bereits zum 20. Mal fanden sie im Bereich des Forstrevieres Georgensgmünd des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth statt. Am 11. Oktober 2019 kamen fünf Schulklassen mit insgesamt 122 Kindern, fünf Lehrkräften, zwei Lehramtsanwärterinnen sowie 26 Eltern als Stationsbetreuende in den Wald des Forstbetriebes Allersberg der Bayerischen Staatsforsten bei Altenhofen/Hilpoltstein.

    Angefangen haben die Waldjugendspiele in der früheren Forstverwaltung für ein bis zwei Schulen pro Jahr, bei denen das gesamt Forstamtspersonal zum Einsatz kam. Im Jahr 2000 wurde die Veranstaltung neu konzipiert: Vom AELF-Revierleiter Herbert Meyer werden im Wald auf einem Rundweg von drei Kilometer Länge zehn Stationen aufgebaut, die am Veranstaltungstag von je zwei bis vier Eltern betreut werden. An diesen Stationen werden Aufgaben, wie "Pfundiges Sägespiel", "Baumstammweitwurf", "Wilde Tiere", "Baumartenkenntnis" und Vieles mehr, von den Kindern gelöst, damit Punkte gesammelt und in einem Laufzettel erfasst.

    Von Anfang an dabei war der Forstwirtschaftsmeister Anton Schneck mit einem Forstwirt-Auszubildenden des Forstbetriebes Allersberg der Bayerischen Staatsforsten. An der „Willkommensstation“ zeigt und erklärt der erfahrene Forstwirtschaftsmeister gebräuchliche Waldarbeiterwerkzeuge und führt sie praktisch vor. Hier ist von den Kindern viel Aufmerksamkeit gefordert, da sie an einer der Stationen dieses frisch erworbene Wissen unter Beweis stellen müssen, um Punkte sammeln zu können. Anschließend werden Gruppen aus vier bis sechs Schülern gebildet, die selbstständig die einzelnen Stationen anlaufen, um dort die Aufgaben zu lösen.
    Zum Schluss erfolgt aber keine Reihung der Gruppen nach Punktzahl wie bei den regulären Waldjugendspielen. Jeder Schüler erhält eine Urkunde mit der erreichten Gruppenpunktzahl und ist somit erfolgreicher Teilnehmender des Walderlebnistagparcours.

    Am Ende des Rundweges wird wieder die „Willkommensstation“ erreicht. Dort hat der Azubi der Bayerischen Staatsforsten mehrere Feuerstellen vorbereitet, an denen die Kinder Stockbrotteig, zubereitet von den Eltern, an Haselnussstecken rösten. Der BAYSF-Forstwirtschaftsmeister Anton Schneck fertigt derweilen mit der Motorsäge Skulpturen aus Lärchenholz an. Es entstehen Pilze, Igel, Eichhörnchen, Wildschweine und was sonst Herrn Schneck noch alles in den Sinn kommt.
    Zum Abschluss darf sich jede Klasse eines der Objekte aussuchen und an die Schule mitnehmen zur Erinnerung an diesen erlebnisreichen Tag.

    Walderlebnistage in dieser Form werden von den Schülerinnen und Schülern, dem Lehrpersonal und den Eltern begeistert aufgenommen und auch von der Presse ausführlich gewürdigt.

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    news-2261 Tue, 15 Oct 2019 08:24:00 +0200 Walderlebnistag in Hilpoltstein http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2261&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7b3f83b9e647bba1c24b3ca6f0ce211f Das Forstrevier Georgensgmünd, AELF Roth, lässt Grundschüler den Wald erkunden.

    15. Oktober 2019, Georgensgmünd - Die Walderlebnistage für die dritten Klassen der zwei Grundschulen Hilpoltstein und Meckenhausen konnten heuer Jubiläum feiern. Bereits zum 20. Mal fanden sie im Bereich des Forstrevieres Georgensgmünd des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth statt. Am 11. Oktober 2019 kamen fünf Schulklassen mit insgesamt 122 Kindern, 5 Lehrkräften, 2 Lehramtsanwärterinnen sowie 26 Eltern als Stationsbetreuer in den Wald des Forstbetriebes Allersberg der Bayerischen Staatsforsten bei Altenhofen/Hilpoltstein.

    Angefangen haben die Waldjugendspiele in der frühere Forstverwaltung für ein bis zwei Schulen pro Jahr, bei denen das gesamt Forstamtspersonal zum Einsatz kam. Im Jahr 2000 wurde die Veranstaltung neu konzipiert: Vom AELF-Revierleiter Herbert Meyer werden im Wald auf einem Rundweg von drei Kilometer Länge zehn Stationen aufgebaut, die am Veranstaltungstag von je zwei bis vier Eltern betreut werden. An diesen Stationen werden Aufgaben, wie Pfundiges Sägespiel, Baumstammweitwurf, Wilde Tiere, Baumartenkenntnis und vieles mehr, von den Kindern gelöst, damit Punkte gesammelt und in einem Laufzettel erfasst.

    Von Anfang an dabei war der Forstwirtschaftsmeister Anton Schneck mit einem Auszubildenden im Beruf Forstwirt des Forstbetriebes Allersberg der Bayerischen Staatsforsten. An der "Willkommensstation" zeigt und erklärt der erfahrene Forstwirtschaftsmeister gebräuchliche Waldarbeiterwerkzeuge und führt sie praktisch vor. Hier ist von den Kindern viel Aufmerksamkeit gefordert, da sie an einer der Stationen dieses frisch erworbene Wissen unter Beweis stellen müssen, um Punkte sammeln zu können.

    Anschließend werden Gruppen aus vier bis sechs Schülern gebildet, die selbstständig die einzelnen Stationen anlaufen, um dort die Aufgaben zu lösen.

    Zum Schluss erfolgt aber keine Reihung der Gruppen nach Punktzahl wie bei den regulären Waldjugendspielen. Jeder Schüler erhält eine Urkunde mit der erreichten Gruppenpunktzahl und ist somit erfolgreicher Teilnehmer des Walderlebnistagparcours.

    Am Ende des Rundweges wird wieder die "Willkommensstation" erreicht. Dort hat der Azubi der Bayerischen Staatsforsten mehrere Feuerstellen vorbereitet, an denen die Kinder Stockbrotteig, zubereitet von den Eltern, an Haselnussstecken rösten. Der BaySF-Forstwirtschaftsmeister Anton Schneck fertigt derweilen mit der Motorsäge Skulpturen aus Lärchenholz an. Es entstehen Pilze, Igel, Eichhörnchen, Wildschweine und was sonst Herrn Schneck noch alles in den Sinn kommt. Zum Abschluss darf sich jede Klasse eines der Objekte aussuchen und an die Schule mitnehmen zur Erinnerung an diesen erlebnisreichen Tag.

    Walderlebnistage in dieser Form werden von den Schülern, Lehrern und Eltern begeistert aufgenommen und auch von der Presse ausführlich gewürdigt.

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    Forstbetrieb Allersberg Hilpoltstein Nachrichten
    news-2045 Sat, 12 Oct 2019 04:02:00 +0200 Unser Klimawald von morgen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2045&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=0e0b55b9718d564e1483363099e95aaf 65 neue Auszubildende im Waldunternehmen. Auch die Buchen leiden unter der Trockenheit, Waldumbau zum Klimawald: gemischt, strukturiert und artenreich

    Presseinformation des Forstbetriebs Schnaittenbach

    12. Oktober 2019, Schnaittenbach -Die Trockenheit der vergangenen zwei Sommer macht nicht vor der Oberpfalz halt und auch nicht vor der wichtigsten Laubbaumart in Bayern, der Buche. War bislang vor allem die Fichte anfällig gegenüber langanhaltenden Trockenperioden so weisen nun auch Laubbaumarten, allen voran die Buche, zunehmend Dürreschäden auf. Im nördlichsten Teil des Forstbetriebs Schnaittenbach im Hessenreuther Wald verloren seit Juni vor allem alte Buchen massiv an Blättern und starben in der Folgezeit ganz ab. Der Forstbetrieb hat sich daher entschieden die geschädigten und abgestorbenen Buchen nun zu ernten und das aus mehreren Gründen: Entlang der häufigen Wanderwege und Langlaufloipen zum Schutz der Waldbesucher, die durch herabstürzende dürre Äst ernsthaft verletzt werden könnten, um der nachwachsenden Baumgeneration Platz und Licht zur Entfaltung zu geben und natürlich auch, um das hochwertige Holz der Buchen zu nutzen bevor dieses durch die sogenannte Weißfäule unverwertbar wird.

    Der Klimawald von morgen steht schon in den Startlöchern
    Das Absterben der Altbuchen bedeutet im Hessenreuther Wald aber nicht das Ende des Waldes. Die nächste Waldgeneration steht schon bereit. Da niemand genau weiß, welches Klima uns in Zukunft erwartet, setzt der Forstbetrieb in der Verjüngung auf einen Baumartenmix und damit auf mehr Vielfalt. So sollen künftig den Klimawald neben der Buche, die Fichte, die Tanne, die Douglasie und auch die Lärche bilden. Dabei werden nur die Baumarten gepflanzt, die sich nicht natürlich einstellen, wie etwa die Tanne. Bereits in den letzten Jahren wurden allein im Hessenreuther Wald 14.000 junge Tannen gepflanzt. Auch werden konkurrenzschwächere Baumarten wie die Lärche durch händische Pflegemaßnahmen gefördert, damit diese nicht verdrängt werden. So wird das Klimarisiko breiter gestreut bzw. auf unterschiedliche Baumschultern verteilt wird.

    Moderne Technik schützt Wald und Mensch
    Holzernte von geschädigten Laubbäumen stellt den Forstbetrieb vor besondere Herausforderungen, denn sie ist gefährlich. Dürre Äste können aus den Kronen brechen und die Waldarbeiter verletzten, aus diesem Grund hat sich der zuständige Revierleiter Hans Frisch für eine moderne Holzerntemaschine, den so genannten Harvester, entschieden. „Wir setzen auf den Einsatz eines ganz modernen Harvesters mit sogenannter Baumhaltertechnik, damit schonen wir unsere Waldarbeiter und auch den nachwachsenden Wald, da die Maschine in der Lage ist die Bäume im Ganzen aus dem Wald zu heben,/2erklärt der Hessenreuther Staatsförster. Die jungen Buchen, Tannen, Eichen und Lärchen würden so nicht durch umfallenden Bäume umgebrochen oder -geknickt.

    Das so geerntete Holz ist nicht nur ein hochwertiger Rohstoff etwa für die Möbelindustrie, sondern speichert langfristig das CO2, das es der Luft beim Wachstum entzogen hat. Holznutzung und -verwendung ist damit ein wichtiges Instrument im Kampf gegen den Klimawandel. „Der Wald ist Opfer des Klimawandels und Held im Kampf gegen den Klimawandel zugleich,“ erklärt Bahnmüller. „Er leidet unter den höheren Temperaturen und den geringeren Niederschlägen, wird der Wald aber bewirtschaftet und das immer wieder nachwachsende Holz genutzt, wird das darin enthaltene CO2 langfristig gebunden. Die Waldnutzung ist damit ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel,“ so der Betriebsleiter weiter.

    Tier- und Artenschutz wichtiger Aspekt im Klimawald
    Beim Waldumbau schaut der Forstbetrieb Schnaittenbach aber nicht nur auf die nächste Baumgeneration, sondern auch die Belange des Natur- und Artenschutzes spielen eine bedeutende Rolle. Alte Buche, mit Baumhöhlen für höhlenbrütende Vogelarten wie den Schwarzspecht oder auch für die Haselmaus, so genannte Biotopbäume bleiben grundsätzlich stehen. Ganze Gruppen von absterbenden Buchen, die keine Gefahr für Waldbesucher oder Waldarbeiter darstellen, verbleiben ebenfalls als Biotopholz im Wald. Sie werden totholzbewohnenden Insekten wie beispielsweise Bock- oder Prachtkäfer als Lebensraum dienen. Bei Biotopbäumen die eine Gefahr für Erholungssuchende darstellen versucht der Forstbetrieb nur die Krone abzuschneiden, um so das Gefahrenpotenzial auszuschalten. „Eine große Tier- und Artenvielfalt ist uns wichtig,“ hebt der Leiter des Forstbetriebs Schnaittenbach, Philipp Bahnmüller, hervor. „Wir möchten wo mögliche alle Biotopbäume erhalten, die Harvestertechnik ermöglicht uns, nur die Krone zu fällen und den Stamm stehen zu lassen. So wird niemand gefährdet und die Baumhöhlen bleiben erhalten,“ erklärt Förster Bahnmüller weiter.

    Hintergrundinfos Hessenreuther Wald
    Im Hessenreuther Wald bewirtschaften die Bayerischen Staatsforsten rund 4000 ha Staatswald, davon sind gut 1000 ha Buchen- und Buchenmischwälder. In „Normaljahren“ werden auf dieser Fläche rund 20 000 m3 Holz nachhaltig geerntet, 2000 m3 davon sind Buchenholz. Die Hälfte des Buchenholzes geht dabei zu Kunden in der Möbelindustrie und damit in eine hochwertige und andauernde Verwendung. Der Rest wird als Industrie- und Brennholz verwertet. Aktuell sind von unseren 1000 ha Buchenbeständen ungefähr 200 ha massiv und weitere 200 ha nennenswert geschädigt.

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    News Nachrichten
    news-2049 Fri, 11 Oct 2019 12:47:16 +0200 Auf Spurensuche im Augsburger Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2049&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=977b73d986b87023a99b46ebc410e1cf 11.10.2019, Sulzschneider Wald - Im Revier Sulzschneider Wald vom Forstbetrieb Sonthofen gibt es eine Waldabteilung mit dem Namen „Augsburger Wald“. Woher diese Bezeichnung kommt, war bis vor kurzem unbekannt. Der Heimatforscher Pfarrer Thomas Pfundner, der sich seit vielen Jahren mit historischen Grenzsteinen befasst und auch schon ein Standardwerk zu historischen Grenzsteinen in Bayerisch Schwaben verfasst hat, brachte Licht ins Dunkle:  

    In den 1540er Jahren trat in Augsburg zunehmend Holzmangel auf. Darum versuchte die freie Reichsstadt Augsburg Wald zu erwerben, dessen Holz gut nach Augsburg zu transportieren war. Der nahegelegene Lech mit seiner in der Blüte stehenden Flößerei machte deshalb auch die Waldungen um Sulzschneid attraktiv. So findet sich im Stadtarchiv Augsburg eine Urkunde vom 20. Juni 1541 über den Verkauf eines „Sulzschneider Waldes“ von Sulzschneider Bauern an die freie Reichsstadt Augsburg. Im Jahr 1768 fiel dieser Besitz an das Hochstift Augsburg und nach der Säkularisation an den Freistaat Bayern. In den Jahren 1808 bis 1868 wurde dann eine sehr enge Grenzmarkierung mit 138 Grenzsteinen angelegt.  

    Pfarrer Pfundner nahm Kontakt mit dem Lokalhistoriker Dr. Thomas Kehle aus Sulzschneid auf, der sich mit den Bayerischen Staatsforsten als verantwortliche Waldbesitzer in Verbindung setzte. So trafen sich an einem Samstag Pfarrer Pfundner, Dr. Thomas Kehle, Ortssprecher Roland Müller, Waldrechtler Konrad Jocham und Förster Jürgen Sander und brachen zu einer Exkursion in die Vergangenheit auf. Mit Hilfe des GPS der Bayerischen Staatsforsten und der historischen Karte aus dem 19. Jahrhundert wurden über 30 Steine aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert aufgefunden, vermessen und kartiert. Es stellte sich heraus, dass die im 19. und 20. Jahrhundert gesetzten Steine noch exakt den nordöstlichen Grenzverlauf der Abteilung „Augsburger Wald“ bilden.  

    Förster Jürgen Sander berichtet: „Teilweise fanden sich im Umfeld der aktuellen Grenzpunkte mehrere Steine verschiedenen Alters zusammen mit unbehauenen Natur-Sandsteinen. Einige Steine tragen die Bezeichnung K.W. für Königlicher Wald, andere ein Kreuz als Grenzzeichen. Wichtig für mich ist es, den Standort der Steine zu kennen, damit ich auf sie aufpassen kann"Während der Freilegung der alten Steine konnte Pfarrer Pfundner den interessierten Teilnehmern noch viele Einzelheiten vermitteln. Mit einer zünftigen Brotzeit vor der Schmutterhütte ging der interessante Tag zu Ende.

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    Forstbetrieb Sonthofen
    news-2048 Fri, 11 Oct 2019 11:48:06 +0200 Rettungsübung mit Bergwacht http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2048&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=acc7d3ac8d18603d1a6bc3f1c7ad45e9 Im Revier Hersbruck wurde der Ernstfall geprobt. In der Übung sollte sich der Waldarbeiter Klaus Ertel in einem schwer zugänglichen Hang stark verletzt haben. Bei der Alarmierung der Rettungsleitstelle wurde ziemlich schnell deutlich, dass für die Bergung des Verletzten das Hinzuziehen der Bergwacht nötig sei. Diese war vorbildlich schnell am vermeintlichen Unfallort und versorgte den Verletzten. Unter Zuhilfenahme eines Rettungssackes und einer speziellen Trage konnte Klaus Ertel aus dem Hang geborgen werden. Der für die Sicherheitsbelange am Forstbetrieb Allersberg zuständige Forstwirtschaftsmeister Anton Schneck zeigte sich über den Verlauf der Übung sehr zufrieden.

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    Forstbetrieb Allersberg
    news-2047 Fri, 11 Oct 2019 11:43:01 +0200 Hersbrucker Ausbildungsbörse http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2047&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=b17ef619afc38165623416f75a2298f7 Die Bayerischen Staatsforsten informierten am 27. September auf der 5. Hersbrucker Ausbildungsbörse über die Ausbildungsmöglichkeiten im Unternehmen. Dabei standen der für Ausbildung am Forstbetrieb Allerberg zuständige Forstwirtschaftsmeister Thomas Beierlein, der Auszubildende Aurelio Stampfer und der für das Revier Hersbruck verantwortliche Förster Michael Ludwig den Fragen der interessierten Schüler und Schülerinnen Rede und Antwort. Des Weiteren konnten die Besucher an einem Entastungssimulator die ergonomischen Schnitttechniken beim Entasten eines Baumes schon einmal üben.

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    Forstbetrieb Allersberg
    news-2046 Fri, 11 Oct 2019 10:35:12 +0200 Unser Klimawald von morgen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2046&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f3b94e80db3fba0c2b30f2b70c334173 Wälder der Zukunft sind gemischt, strukturiert und artenreich Hessenreuth, Oktober 2019 – Auch die Buchen leiden unter der Trockenheit: Die Trockenheit der vergangenen zwei Sommer macht nicht vor der Oberpfalz halt und auch nicht vor der wichtigsten Laubbaumart in Bayern, der Buche. War bislang vor allem die Fichte anfällig gegenüber langanhaltenden Trockenperioden so weisen nun auch Laubbaumarten, allen voran die Buche, zunehmend Dürreschäden auf. Im nördlichsten Teil des Forstbetriebs Schnaittenbach im Hessenreuther Wald verloren seit Juni vor allem alte Buchen massiv an Blättern und starben in der Folgezeit ganz ab. Der Forstbetrieb hat sich daher entschieden die geschädigten und abgestorbenen Buchen nun zu ernten und das aus mehreren Gründen: Entlang der häufigen Wanderwege und Langlaufloipen zum Schutz der Waldbesucher, die durch herabstürzende dürre Äst ernsthaft verletzt werden könnten, um der nachwachsenden Baumgeneration Platz und Licht zur Entfaltung zu geben und natürlich auch, um das hochwertige Holz der Buchen zu nutzen bevor dieses durch die sogenannte Weißfäule unverwertbar wird.

    Der Klimawald von morgen steht schon in den Startlöchern
    Das Absterben der Altbuchen bedeutet im Hessenreuther Wald aber nicht das Ende des Waldes. Die nächste Waldgeneration steht schon bereit. Da niemand genau weiß, welches Klima uns in Zukunft erwartet, setzt der Forstbetrieb in der Verjüngung auf einen Baumartenmix und damit auf mehr Vielfalt. So sollen künftig den Klimawald neben der Buche, die Fichte, die Tanne, die Douglasie und auch die Lärche bilden. Dabei werden nur die Baumarten gepflanzt, die sich nicht natürlich einstellen, wie etwa die Tanne. Bereits in den letzten Jahren wurden allein im Hessenreuther Wald 14.000 junge Tannen gepflanzt. Auch werden konkurrenzschwächere Baumarten wie die Lärche durch händische Pflegemaßnahmen gefördert, damit diese nicht verdrängt werden. So wird das Klimarisiko breiter gestreut bzw. auf unterschiedliche Baumschultern verteilt wird.

    Moderne Technik schützt Wald und Mensch
    Holzernte von geschädigten Laubbäumen stellt den Forstbetrieb vor besondere Herausforderungen, denn sie ist gefährlich. Dürre Äste können aus den Kronen brechen und die Waldarbeiter verletzten, aus diesem Grund hat sich der zuständige Revierleiter Hans Frisch für eine moderne Holzerntemaschine, den so genannten Harvester, entschieden. „Wir setzen auf den Einsatz eines ganz modernen Harvesters mit sogenannter Baumhaltertechnik, damit schonen wir unsere Waldarbeiter und auch den nachwachsenden Wald, da die Maschine in der Lage ist die Bäume im Ganzen aus dem Wald zu heben, erklärt der Hessenreuther Staatsförster. Die jungen Buchen, Tannen, Eichen und Lärchen würden so nicht durch umfallenden Bäume umgebrochen oder -geknickt.

    Das so geerntete Holz ist nicht nur ein hochwertiger Rohstoff etwa für die Möbelindustrie, sondern speichert langfristig das CO2, das es der Luft beim Wachstum entzogen hat. Holznutzung und -verwendung ist damit ein wichtiges Instrument im Kampf gegen den Klimawandel. „Der Wald ist Opfer des Klimawandels und Held im Kampf gegen den Klimawandel zugleich,“ erklärt Bahnmüller. „Er leidet unter den höheren Temperaturen und den geringeren Niederschlägen, wird der Wald aber bewirtschaftet und das immer wieder nachwachsende Holz genutzt, wird das darin enthaltene CO2 langfristig gebunden. Die Waldnutzung ist damit ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel,“ so der Betriebsleiter weiter.

    Tier- und Artenschutz wichtiger Aspekt im Klimawald
    Beim Waldumbau schaut der Forstbetrieb Schnaittenbach aber nicht nur auf die nächste Baumgeneration, sondern auch die Belange des Natur- und Artenschutzes spielen eine bedeutende Rolle. Alte Buche, mit Baumhöhlen für höhlenbrütende Vogelarten wie den Schwarzspecht oder auch für die Haselmaus, so genannte Biotopbäume bleiben grundsätzlich stehen. Ganze Gruppen von absterbenden Buchen, die keine Gefahr für Waldbesucher oder Waldarbeiter darstellen, verbleiben ebenfalls als Biotopholz im Wald. Sie werden totholzbewohnenden Insekten wie beispielsweise Bock- oder Prachtkäfer als Lebensraum dienen. Bei Biotopbäumen die eine Gefahr für Erholungssuchende darstellen versucht der Forstbetrieb nur die Krone abzuschneiden, um so das Gefahrenpotenzial auszuschalten. „Eine große Tier- und Artenvielfalt ist uns wichtig,“ hebt der Leiter des Forstbetriebs Schnaittenbach, Philipp Bahnmüller, hervor. „Wir möchten wo mögliche alle Biotopbäume erhalten, die Harvestertechnik ermöglicht uns, nur die Krone zu fällen und den Stamm stehen zu lassen. So wird niemand gefährdet und die Baumhöhlen bleiben erhalten,“ erklärt Förster Bahnmüller weiter.

    Hintergrundinfos
    Hessenreuther Wald Im Hessenreuther Wald bewirtschaften die Bayerischen Staatsforsten rund 4000 ha Staatswald, davon sind gut 1000 ha Buchen- und Buchenmischwälder. In „Normaljahren“ werden auf dieser Fläche rund 20 000 m3 Holz nachhaltig geerntet, 2000 m3 davon sind Buchenholz. Die Hälfte des Buchenholzes geht dabei zu Kunden in der Möbelindustrie und damit in eine hochwertige und andauernde Verwendung. Der Rest wird als Industrie- und Brennholz verwertet. Aktuell sind von unseren 1000 ha Buchenbeständen ungefähr 200 ha massiv und weitere 200 ha nennenswert geschädigt.

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    Forstbetrieb Schnaittenbach Nachrichten
    news-2042 Tue, 08 Oct 2019 13:56:16 +0200 Raffiniertes Holz schafft neue Möglichkeiten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2042&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=20309c7739d61c1facc1edb2b9cb0499 Pressemitteilung Cluster Forst und Holz in Bayern

    Freising, 08. Oktober 2019
    • Holz ist ein wertvoller Rohstoff für die Bioökonomie
    • Fachveranstaltung in Straubing zeigt technische Möglichkeiten zum chemischen Aufschluss und Chancen für die industrielle Umsetzung in Bayern

    Angesichts der derzeitigen Situation unserer durch Klimawandel und Folgeschäden gestressten
    Wälder und dem damit verbundenen ungeplant hohen Holzanfall stellt sich die Frage: Wie lassen
    sich große Holzmengen effizient und wertschöpfend nutzen?

    Ein derzeit international hochaktuelles Anwendungsfeld verspricht die „holzbasierte Bioökonomie“.
    Holz kann in Bioraffinerien in unterschiedliche Bestandteile zerlegt werden, welche als Ausgangsstoffe
    für neue Produkte oder als Ersatz für bisher verwendete Rohstoffe verwendet werden können.

    Auf der Fachveranstaltung „Holz in der Bioökonomie = Bioraffinerie!?“, die am 24.10.2019 ab
    17:00 Uhr in der Sennebogen Akademie in Straubing stattfindet, geben Experten aus Wissenschaft
    und Wirtschaft spannende Einblicke in eine neue Wertschöpfungskette für den „alten“ Rohstoff.

    Bioökonomie ist eine auf natürlichen Ressourcen basierende und an natürlichen Stoffkreisläufen
    orientierte Wirtschaftsweise. Die nachhaltige Nutzung nachwachsender Rohstoffe ist dabei ein
    wichtiger Teilaspekt. Holz kann hier eine bedeutende Rolle einnehmen und fossile Rohstoffen wie
    Erdöl ersetzen. Holz ist mengenmäßig der bedeutendste nachwachsende Rohstoff und bietet nach
    chemischem Aufschluss bereits heute eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten. Cellulose für
    die Textilindustrie, Ethanol als Kraftstoff sowie Vanillin und Süßstoff für die Lebensmittelindustrie
    sind eine Auswahl daraus. Doch die möglichen Anwendungen sind noch lange nicht ausgereizt.
    Unternehmen und Forschungseinrichtungen arbeiten stetig an Verfahren, mit denen sich die Verarbeitungs- und Verwendungsmöglichkeiten von Holz weiter optimieren lassen.

    Auf der Veranstaltung in Straubing sprechen Vertreter des Bayerischen Sachverständigenrats für
    Bioökonomie sowie Wissenschaftler und Businessexperten aus Bayern, Österreich und Finnland.
    Moderiert wird der Abend von Clustersprecher Prof. Hubert Röder von der Hochschule Straubing.
    Die Cluster-Initiative Forst und Holz in Bayern hat den Erfahrungsaustausch in Kooperation mit
    dem BioCampus Straubing und weiteren Partnern organisiert. Das Bayerische Wirtschafts- und
    Landwirtschaftsministerium unterstützen finanziell und ideell.

    Die Anmeldung zu der kostenlosen Veranstaltung ist bis zum 14. Oktober 2019 möglich. Weitere
    Informationen unter: www.cluster-forstholzbayern.de

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    Holzbau News Nachrichten
    news-2041 Tue, 08 Oct 2019 12:56:01 +0200 Neues Tourismusobjekt im Frankenwald: Das "Forsthaus Nordhalben" http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2041&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=03fdf5534f3c8c31bd715c06b8adf762 Nach knapp einjähriger Renovierungszeit steht das „Forsthaus Nordhalben“ ab sofort dem Tourismus im Frankenwald und der Werbung für die Region zur Verfügung. Die Grundlagen dafür: Eine gute Idee, ein gelungenes Konzept, ein passendes Förderprogramm und viele Partner vor Ort.

    Der Anstoß, das leerstehende Forsthaus für den Fremdenverkehr zu nutzen, kam vom Kronacher Landrat Klaus Löffler im Jahr 2017. Im Rahmen des Einrichtungskonzeptes des Landkreises für hochwertige touristische Unterkünfte wurde nach einem Beispielobjekt für weitere künftige Projekte gesucht. Entsprechende Fördermittel aus dem Programm „Land(auf)schwung“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft standen über das Regionalmanagement des Landratsamtes zur Verfügung. Die Bayerischen Staatsforsten als Eigentümer ließen sich im Jahr des „Waldgebietes des Jahres“ nicht lange bitten und erkannten die Chance für die Entwicklung der Region: Der Forstbetrieb Rothenkirchen beauftragte die Geroldsgrüner Innenarchitektin Inka Ott mit der Planung und der Schaffung von vier eigenständigen Ferienwohnungen in dem über einhundert Jahre alten Gebäude. Forstbetriebsleiter Peter Hagemann: „Inka Otts Konzept mit Verwendung natürlicher frankenwaldtypischer Materialien und dem Einsatz ausschließlich örtlicher Handwerksbetriebe passte genau zu unserer Philosophie der Nachhaltigkeit“. Über 250.000 Euro wurden in den Umbau investiert, der im Sommer abgeschlossen wurde. Bereits im Frühjahr fand ein „Tag der offenen Tür“ statt, der von vielen Nordhalbener Bürgern und gleichzeitig auch von Interessenten als künftige Betreiber des Tourismusobjektes für einen Einblick genutzt wurde. Inzwischen ist das Ergebnis der Renovierung auch im Faltblatt „Frankenwald. Drinnen. Bei uns.“ des Frankenwald Tourismuscenters ausführlich zu sehen. Damit sollen weitere Hauseigentümer für das Einrichtungskonzept geworben werden. Als leistungsfähigen Partner konnten die Bayerischen Staatsforsten jetzt einen ebenfalls heimischen Gastronomiebetrieb gewinnen: Ab September stellt „Wagners Hotel“ in Steinwiesen die Ferienwohnungen im Forsthaus für alle bereit, die Ruhe und Erholung im Frankenwald suchen. Inhaber Christoph Wagner: „Eine ideale Ergänzung unseres breitgefächerten Angebotes.“ Und ein weiteres touristisches Aushängeschild für die Region.

    >>> Hier finden Sie weitere Informationen zum Einrichtungskonzept des Forsthaus Nordhalben.

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    News Rothenkirchen Nachrichten
    news-2040 Mon, 07 Oct 2019 11:48:13 +0200 Bäume der Zukunft: Kaniber setzt Spatenstich für Arboretum http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2040&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=761ccb4e754107a724b9970912c7c19f Kaniber setzt Spatenstich für Arboretum. Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten:

    4. Oktober 2019, Kulmbach – Forstministerin Michaela Kaniber pflanzte heute den ersten Baum des neuen Versuchspflanzgartens, dem Arboretum, im Stadtwald von Kulmbach. Im Rahmen der Initiative Zukunftswald entsteht in Oberfranken damit das erste Klima-Arboretum in Bayern. Die zahlreichen klimastabilen Bäume sollen Aufschluss darüber geben, ob diese Arten in der Region angebaut werden können. „Es ist wichtig, auf regionaler Ebene Erfahrungen zu sammeln, wie die verschiedenen Baumarten wachsen und wie sie mit den sich ändernden Klimabedingungen zurecht-kommen“, sagte die Ministerin bei der Pflanzaktion. So könnten Waldbesitzern zukünftig bestmöglich beraten werden, welche Bäume für ihre Wälder am besten geeignet sind. Neben Informationen zur Eignung verschiedener Baumarten soll das Arboretum auch als attraktives Anschauungsobjekt für Waldbesitzer und Besucher dienen.

    Zur regionalen Anpassung der Wälder an den Klimawandel hat die Bayerische Forstverwaltung bereits 2015 das Sonderprogramm „Initiative Zukunftswald“ (IZW) ins Leben gerufen. Gemeinsam mit den Waldbesitzern vor Ort verstärkt die Bayerische Forstverwaltung in jeweils zweijährigen Projekten den Waldumbau in räumlich abgegrenzten Gebieten. Dort soll auch die Öffentlichkeitsarbeit ausgebaut werden. In den letzten fünf Jahren haben die Förster mit rund 1.500 Waldbesitzern in 120 Projektgebieten über 2.300 Hektar Wald zukunftsfähig gestaltet. Dabei haben sie auch viele Bürgerinnen und Bürgern über Waldumbau informiert. Der Freistaat Bayern hat seit 2015 rund 2,4 Millionen Euro in diese Projekte investiert.

    Mehr Infos und eine Auflistung der teilnehmenden Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten gibt es unter: www.zukunftswald.bayern.de

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    Nachhaltigkeit News Nachrichten
    news-2038 Mon, 07 Oct 2019 09:53:14 +0200 Ausbildung zum Forstwirt: Ein Beruf mit Zukunft http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2038&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f2c22875e2b7b1e057c34621a4059c4a 04.10.2019, Waltenhofen – Seit drei Jahren bilden die Bayerischen Staatsforsten am Forstbetrieb Sonthofen Fachkräfte für die Arbeiten im Wald aus. Früher arbeiteten „Holzhauer“, „Holzknechte“ oder „Holzar“ im Wald. Wie der Name schon sagt, bestand deren wesentliche Arbeit aus der Holzhauerei. Denn Holz wurde immer schon für viele Zwecke benötigt und musste geerntet und herausgeschafft werden. Aber die Arbeiten und Arbeitsschwerpunkte im Wald haben sich stark gewandelt.

    „Die moderne Gesellschaft stellt vielfältige Ansprüche an den Wald: Er ist Holzlieferant, Lebensraum für viele Lebewesen, die zum Teil sehr selten sind oder nur noch im Wald vorkommen. Ebenso ist der Wald Rückzugsort für Menschen, die dort unterschiedliche Formen der Erholung suchen und im aktuellen Klimawandel spielt er auch eine wichtige Rolle. Dafür brauchen wir Fachleute“, erklärt Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting.

    Um diesen vielen Ansprüchen gerecht zu werden, braucht die heutige Forstwirtschaft Fachkräfte, die umfassende Kenntnisse im Bereich der Forsttechnik und Holzernte, aber auch im Bereich der Natur- und Landschaftsschutz haben. „Dazu bilden die Bayerischen Staatsforsten am Ausbildungsstützpunkt in Waltenhofen Forstwirte und mittlerweile auch eine Forstwirtin aus. Die Ausbildung dauert drei Jahre und setzt mindestens einen qualifizierten Hauptschulabschluss voraus“, berichtet Wolfgang Lerner, der am Forstbetrieb Ansprechpartner für die Waldarbeiter ist und auch deren Ausbildung koordiniert. Und Forstwirtschaftsmeister Andreas Ebert ergänzt: „Unter meiner Anleitung lernen die Auszubildenden alle Arbeiten im Wald kennen. Von der Pflanzung bis zur Holzernte, vom Bau eines Brunnens oder eines Insektenhotels bis zur Anlage von Blühflächen gibt es jede erdenkliche Aufgabe.“

    Der Aufenthalt unter freiem Himmel ist selbstverständlich, auch wenn die Sonne einmal nicht lacht. Die Azubis werden von den Bayerischen Staatsforsten mit Schutzkleidung, Schutzhelm, Funk, Mobiltelefon und modernster Technik ausgerüstet. Unfallverhütung steht bei allen Tätigkeiten an erster Stelle!

    „Wer die Ausbildung erfolgreich beendet, ist ein gesuchter Mitarbeiter oder eine gesuchte Mitarbeiterin in einem attraktiven, zukunftsfähigen Beruf. Sei es in der Forstwirtschaft und in ähnlichen Aufgabenfeldern“, freut sich Ausbildungs-Meister Andreas Ebert. Es besteht auch die Möglichkeit der beruflichen Weiterentwicklung zum Forstwirtschaftsmeister oder Forsttechniker.

    Im September 2019 haben vier Auszubildende am Forstbetrieb Sonthofen begonnen. Kurz vor Beginn der Ausbildung stand ein Nachmittag zum gegenseitigen Kennenlernen der Azubis und deren Eltern sowie der Verantwortlichen und Ansprechpartner für die Ausbildung auf dem Programm. Neben den Forstwirten wird am Forstbetrieb Sonthofen derzeit auch eine Kauffrau für Büromanagement ausgebildet.

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    Forstbetrieb Sonthofen
    news-2037 Wed, 02 Oct 2019 14:51:04 +0200 Nachwuchs bei den Bayerischen Staatsforsten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2037&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6569207c16f1cad6efca07ea58dc8425 Forstbetrieb begrüßt die neuen Lehrlinge in Allersberg.

    Allersberg, 18. September 2019 - Im Forstbetrieb Allersberg hat Anfang September für zwei neue Auszubildende bei den Bayerischen Staatsforsten die berufliche Zukunft in ihrem Traumberuf begonnen. Markus Beier aus Feucht und Luca Hofbeck aus Hilpoltstein hatten sich bei der Auswahl Ende letzten Jahres durchgesetzt und eine Ausbildungsstelle zum Forstwirt am Forstbetrieb Allersberg ergattert. 

    Kommissarischer Forstbetriebsleiter Harald Schiller, der Servicestellenleiter Johannes Lang, der Ausbildungsmeister Thomas Beyerlein und der Personalratsvorsitzende Stefan Herzog begrüßten die neuen Auszubildenden herzlich zum Start ihrer dreijährigen Ausbildung am Forstbetriebssitz in Allersberg.   „Natürlich ist auch für die Bayerischen Staatsforsten der demografische Wandel ein wichtiges Thema. Wir freuen uns daher umso mehr, jungen Menschen den Einstieg in eine spannende berufliche Zukunft bieten zu können. Wir schaffen und besetzten hier wichtige Arbeitsplätze. Für die Bayerischen Staatsforsten sind die jungen Kollegen eine wertvolle Investition in die Zukunft des Unternehmens“, bekräftigt Harald Schiller und wünscht den Lehrlingen einen guten Start ins Berufsleben. 

    Zusammen mit den Azubis im zweiten und dritten Ausbildungsjahr ist der erfahrene Forstwirtschaftsmeister Thomas Beyerlein für insgesamt fünf Forstwirtslehrlinge verantwortlich. Da er mittlerweile seit 16 Jahren angehende Fortwirte ausbildet, kann er sehr viel Erfahrung einbringen. Alle drei seiner Absolventen des Prüfungsjahrgangs 2019 konnten ihre Ausbildung diesen Sommer so erfolgreich beenden, dass sie fest bei Bayerischen Staatsforsten als Forstwirte übernommen wurden.   Die Aussichten auf eine spätere Übernahme ins Arbeitsleben der grünen Branche sind insgesamt derzeit auch sehr gut. Ob Stürme, Trockenheit oder Borkenkäfer – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten leisten mit einem enormen Arbeitsaufwand alles erdenklich mögliche, um den bayerischen Staatswald an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen und den notwendigen Waldumbau hin zum widerstandsfähigen Klimawald von morgen voranzutreiben. 
    Um diese Herausforderungen meistern zu können, ist gerade qualifiziertes Personal die wichtigste Voraussetzung.   Markus Beier und Luca Hofbeck wurden zunächst am zentralen Ausbildungsstützpunkt in Nürnberg-Buchenbühl mit leuchtend orangeroter Sicherheitskleidung ausgestattet. So wird durch Logo und Schriftzug gleich die Zugehörigkeit zum Arbeitgeber Bayerische Staatsforsten sichtbar. Ab Ende September beginnt der blockweise Berufsschulunterricht an der Außenstelle Neunburg v.W. des Beruflichen Schulzentrums Oscar-von-Miller Schwandorf. Neben dem praktischen Können sind im künftigen Berufsleben auch viele theoretische Anforderungen wichtig.   Der Forstbetrieb Allersberg ist einer von 22 Ausbildungsbetrieben der Bayerischen Staatsforsten, weshalb der Einzugsbereich für Lehrlingsaspiranten entsprechend groß ist. Zwei bis drei Lehrlingsstellen werden jährlich im Dezember nach einem Auswahlgespräch vergeben. Die hohe Zahl der Nachfrage zeigt, dass ein Arbeitsplatz im Wald an der frischen Luft interessant und begehrt ist.   Bei den Bayerischen Staatsforsten ist die Lehrlingsausbildung ein wichtiges Thema: Zum 2. September haben 65 Lehrlinge in unterschiedlichen Berufen angefangen, davon 61 Forstwirte und 4 Auszubildende für die Berufe „Kaufleute für Büromanagement“, „Mechatroniker“ und „Fachinformatiker Systemintegration“. Die Bayerischen Staatsforsten sind damit einer der größten forstlichen Ausbilder in Deutschland.

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    Forstbetrieb Allersberg
    news-2036 Wed, 02 Oct 2019 13:31:44 +0200 Ungewohntes Flugobjekt im Josephstal http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2036&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1e8d0c1fa42f9b9e9614701e9070834b Die Bayerischen Staatsforsten unterstützen Waldbrandübung.

    Schnaittenbach, 1. Oktober 2019 - Im Gebiet des Truppenübungsplatzes Grafenwöhr drehte die Feuerwehrschule Würzburg am gestrigen Dienstag einen Lehrfilm über die Brandbekämpfung im Wald. Unterstützt wurde sie dabei von einem Polizeihubschrauber, der Wasser aus dem nördlichen der drei Dießfurther Seen für die Übung aufnimmt – direkt aus der Luft. 

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    Forstbetrieb Schnaittenbach Nachrichten
    news-2035 Tue, 01 Oct 2019 07:58:45 +0200 Startschuss für’s Duale Studium http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2035&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=73ec0ea2385dbcd173366b4891ca49c2 Fünf Forststudierende der Hochschule Weihenstephan‐Triesdorf profitieren ab sofort von Praxisphasen bei den Bayerischen Staatsforsten. Fünf Forststudierende der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf profitieren ab sofort von Praxisphasen bei den Bayersichen Staatsforsten  

    Regensburg, 1. Oktober 2019 - Der Arbeitsplatz von Försterinnen und Förstern ist trotz aller moderner Neuerungen zu großen Teilen noch immer der Wald. So verwundert es nicht, dass die Studierenden des Bachelorstudiengangs Forstingenieurwesen der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf die neue Kooperation zwischen Hochschule und Bayerischen Staatsforsten mit Blick auf ihre berufliche Zukunft begeistert aufgenommen haben.

    Fünf Studierende des dritten Semesters profitieren ab sofort von dem neuen Angebot eines Dualen Forststudiums bei den Bayerischen Staatsforsten. Neben den theoretischen Studienzeiten an der Hochschule verbringen sie von jetzt an ihre vorlesungsfreien Zeiten an Forstbetrieben der Bayerischen Staatsforsten und lernen so bereits jetzt die Aufgaben ihrer späteren Kolleginnen und Kollegen unmittelbar kennen.

    „Uns ist es wichtig, dass unser forstlicher Nachwuchs schon früh die Möglichkeit hat, einen vertieften Einblick in unsere Arbeit zu bekommen“, erklärt Reinhardt Neft, Vorstand der Bayerischen Staatsforsten. „Eine gute Ausbildung unserer zukünftigen Försterinnen und Förster an der Hochschule hat große Bedeutung für die Zukunft unserer Wälder. Erfahrungen im praktischen Betrieb stellen zusätzlich eine Bereicherung für die Studierenden dar.“

    Bis zum Abschluss ihres Studiums verbringen die dual Studierenden immer wieder Phasen an verschiedenen Stationen bei den Bayerischen Staatsforsten. Sie lernen dort das Tagesgeschäft von Försterinnen und Förstern, aber auch von Waldarbeitern, Einsatzleitern, Forstbetriebsleitung sowie Spezialistinnen und Spezialisten an Sonderbetrieben und an der Zentrale kennen.

    Los geht es gleich mit der praktischen Arbeit im Wald. Im Rahmen ihres „Praxisprojekts Forstbetrieb“ arbeiten die Studierenden mehrere Wochen mit den Waldarbeitern der Bayerischen Staatsforsten gemeinsam in der Pflanzung sowie der Waldpflege und erleben hautnah alle Aspekte dieser Tätigkeiten.

    Bis zu ihrem Bachelorabschluss werden die Absolventinnen und Absolventen des dualen Studiums einen Überblick über das gesamte Unternehmen erhalten und starten gut vorbereitet in die Arbeitswelt.

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    Personal News Newsticker Startseite Nachrichten
    news-2034 Fri, 27 Sep 2019 13:03:55 +0200 Königlicher Platz beim Prinzenfelsen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2034&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6da20035401dfb31cd47a60e373a0682 (27.09.2019) Nagel. – Am Fuß des Prinzenfelsen zwischen Silberhaus und Nagel erneuerte der Forstbetrieb Fichtelberg die Sitzgruppe, damit hier Wanderer und Radfahrer wieder bequem rasten und die Natur genießen können.

    Mächtig in’s Zeug gelegt haben sich Hubert Schinner und Jörg Trassl, Mitarbeiter bei den Bayerischen Staatsforsten, haben dicke Holzbohlen aus dauerhaftem Lärchenholz ausgewählt und daraus einen massiven Tisch und zwei Bänke gezimmert. Seit kurzem steht die Sitzgruppe jetzt an einem königlichen Platz: unter den Prinzenfelsen, den beiden Felsentürmen aus Granit, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Ludwig und Leopold, den beiden Prinzen aus dem Hause Wittelsbach benannt wurden.

    „Hier am Höhenweg zwischen Silberhaus und der Hohen Mätze lässt es sich bei einer Herbstwanderung im goldenen Oktober gut aushalten“, stellte Winfried Pfahler, Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg beim Probesitzen fest. „Und auch Radfahrer, die auf dem Brückenradweg von Bayern hinüber nach Böhmen das Fichtelgebirge überqueren, sind herzlich eingeladen, hier zu rasten.“

    Die Maßnahme wurde als besondere Gemeinwohlleistung gefördert vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Münchberg.

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    Forstbetrieb Fichtelberg Fichtelberg
    news-2033 Fri, 27 Sep 2019 09:36:00 +0200 Klima – Wald – Naturschutz http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2033&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=80ae11ed98194a69dcbbeb19fbb5c815 Die Folgen des Klimawandels führen zu neuen Herausforderungen in der Waldbewirtschaftung und im Naturschutz. Die Folgen des Klimawandels führen zu neuen Herausforderungen in der Waldbewirtschaftung und im Naturschutz  

    Regensburg / Arnstein, 27. September 2019 – Heute findet der Naturschutztag der Bayerischen Staatsforsten statt, dieses Mal im Gramschatzer Wald des Forstbetriebs Arnstein. Rund 100 Experten und Interessierte treffen sich in diesem großen Waldgebiet vor den Toren Würzburgs. In Fachvorträgen und einer Exkursion werden die drängenden Fragen zum Spannungsfeld Klimawandel, Wald und Naturschutz vor Ort diskutiert. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Strategien der Waldbewirtschaftung die Belange des Klima- und Naturschutzes bestmöglich berücksichtigen.  

    Klimawald braucht nachhaltiges Management

    Wenn die Bayerischen Staatsforsten zu ihrem siebten Naturschutztag laden, steht erneut eine naturschutzfachlich spannende Region im Mittelpunkt des Interesses. Der Forstbetrieb Arnstein hat als laubholz- und eichenreichster Betrieb der Bayerischen Staatsforsten mit seinen naturnahen Laubmischwäldern große Verantwortung für den Natur- und Artenschutz in Unterfranken. Hirschkäfer, Wildkatze, Mittelspecht, Halsbandschnäpper und eine Vielzahl von Fledermausarten haben hier ebenso ihren Lebensraum wie seltene Pilz- und Pflanzenarten wie z.B. der Diptam. Zugleich liegen die Wälder in der mit am stärksten vom Klimawandel betroffenen Region Bayerns. Insbesondere in den Wäldern rund um Würzburg zeigt sich dies aktuell in spürbaren Absterbe-Erscheinungen vieler Buchen.  

    Vorstand Reinhardt Neft betonte: „Gerade in solchen Regionen braucht es eine vorausschauende Pflege der Wälder um Ihre Klimastabilität zu erhalten. Die baumartenreichen Verjüngungen und die Bemühungen um die klimastabile Baumart Eiche am Forstbetrieb Arnstein sind hierfür das beste Beispiel“.

    Klimawandel erfordert integrative, dynamische Naturschutzstrategien

    Auch der Natur- und Artenschutz wird durch die klimabedingten Veränderungen des Ökosystems vor große Herausforderungen gestellt. Rasche Veränderungen der Ökosysteme stellen statische Ansätze in Frage und erfordern Maßnahmen zum Walderhalt. Vor diesem Hintergrund gewinnen integrative und dynamische Naturschutzstrategien, wie die regionalen Naturschutzkonzepte der Bayerischen Staatsforsten, und der Erhalt des Ökosystemverbunds durch Trittsteine natürlicher Waldentwicklung zunehmend an Bedeutung.  

    Naturschutz, Forstwirtschaft und Erholung im klimastabilen Mischwald vereint

    „Der Forstbetrieb Arnstein beweist in seiner täglichen Arbeit, dass es in naturnahen, klimastabilen Mischwäldern mit einem klugen Naturschutzkonzept gelingen kann, Naturschutz, Forstwirtschaft und die Erholungsfunktion in den Wäldern zu vereinen“, fasst Forstbetriebsleiter Christoph Riegert die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seines Forstbetriebs zusammen. „Unsere bewirtschafteten Wälder sichern eine hohe Kohlenstoffbindung im Wald und mindern CO2-Emissionen durch die nachhaltige Nutzung des nachwachsenden Rohstoffs Holz. Mit unserem neuen Naturschutzkonzept erhalten wir weiterhin strukturreiche, vernetzte Lebensräume für zahlreiche Arten und fördern die Biodiversität in einem sich wandelnden Ökosystem Wald.“  

    Weitere Informationen zum Forstbetrieb Arnstein und zum neuen Naturschutzkonzept des Forstbetriebs finden Sie hier: www.baysf.de/arnstein  

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    Klimawandel Newsticker Startseite Forstbetrieb Arnstein Nachrichten
    news-2032 Thu, 26 Sep 2019 09:32:21 +0200 „Weichenstellung für den Erhalt unserer Wälder“ http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2032&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6858dda874edcb6d5b74514e6e66c1f9 Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten:

    (25. September 2019) Berlin – Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber hat die Ergebnisse des Nationalen Waldgipfels in Berlin begrüßt: „Der Bund hat heute wichtige Weichen gestellt, um unsere Wälder in Deutschland zu erhalten und für die Zukunft zu rüsten“, sagte Kaniber bei der Veranstaltung in Berlin.


    Bundesagrarministerin Julia Klöckner will den Ländern in den kommenden vier Jahren insgesamt fast 550 Millionen Euro Bundesmittel zur Verfügung zu stellen, vor allem um Schadflächen wieder zu bewalden und klimafeste Mischwälder auszubauen. Davon werden voraussichtlich mehr als 100 Millionen Euro nach Bayern fließen.

    „Der Erhalt unserer Wälder ist eine riesige Herausforderung, die wir nur gemeinsam stemmen können. Bayern investiert im Haushaltsjahr 2020 mit über 40 Millionen Euro bereits erhebliche Landesmittel in die Schadensbewältigung und den klimafesten Umbau der Wälder. Die in Aussicht gestellten Bundesmittel ermöglichen uns zusätzliche Spielräume, unsere Wälder im Interesse der gesamten Gesellschaft auf Dauer zu erhalten“, sagte Kaniber. Das sei auch ein unverzichtbarer Beitrag zum Klimaschutz, denn: „Bewirtschaftete Wälder sind der wichtigste Klimaspeicher, den wir haben. Jeder einzelne Kubikmeter Holz entzieht der Atmosphäre während seines Wachstums eine Tonne Kohlendioxid, das dann in Häusern und Möbeln für Jahrzehnte gespeichert ist. Umso wichtiger ist es, die Verwendung von Holz voranzubringen.“

     

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    Nachrichten
    news-2031 Wed, 25 Sep 2019 16:52:35 +0200 Historische Grenzsteine in neuem Glanz http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2031&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=e3b17767a88d2d94f388f966fb8ff3a1 25.09.2019, Kempten - An die Zeit der Fürstäbte erinnern im Raum Kempten hauptsächlich die imposante Residenz in Kempten mit der Basilika Sankt Lorenz. Dazu noch die Orangerie im Hofgarten und das Kornhaus. Doch es gibt auch Kleinode, die irgendwo ganz im Verborgenen schlummern. Im Revier Kürnach-Nord des Forstbetriebs Sonthofen haben die ehemaligen Grundherren ihre Spuren in Form von zwei Barock-Grenzsteinen hinterlassen. Oder waren es Bildstöcke? Oder beides? Sie geben Rätsel auf, denn Dokumente oder Jahreszahlen auf den Steinen existieren nicht. 

    „Sicher ist, dass sie das Wappen des Bernhard von Buseck tragen, Mitglied eines hessischen Adelsgeschlechtes. Am fürstäbtlichen Hof des Stiftes Kempten hatte er das Amt des Kammerpräsidenten inne, was heute einem Finanzminister entspricht. Buseck dürfte also die Grundankäufe abgewickelt haben, die aus dem Jahre 1761 dokumentiert sind und die Steine dürften also aus derselben Zeit stammen“, erklärt Revierleiter Johann Mayr, der für die Bayerischen Staatsforsten das Revier betreut. Die Grenzsteine waren dem Verfall preisgegeben: Sie sind aus dem örtlich vorhandenen Sandstein gehauen, der leider nicht besonders witterungsresistent ist.

    Leider sind die Reliefs in den Kassetten nicht mehr erhalten. Über ihnen ist das Auge Gottes oder das Auge der Weisheit zu erkennen.  Möglich wäre, dass beide Steine sogar eine Doppelfunktion als Grenzstein und Bildstock ausübten. Einer davon führte im Wald direkt am Kürnachufer ein unbeachtetes, fast schon verträumtes Dasein. Der andere war an einer Wegeinmündung in die Staatsstraße vor einigen Jahren umgekippt. Revierleiter Hans Mayr regte unter Einbeziehung der Kreisheimatpflege eine Restaurierung der Steine an. „Streng genommen haben die Bayerischen Staatsforsten ja mit der Pflege des Waldes das Erbe der Fürstäbte angetreten. Wir stehen zu unserer Verantwortung und lassen diese geerbten Kulturgüter nicht sang-und klanglos untergehen!“, freut sich Förster Mayr.

    Heute befindet sich ein kopierter Stein, geschützt mit einem Blechdach, an der ursprünglichen Stelle direkt am Kürnachufer nur etwa 400 Meter östlich von Unterkürnach. Das Original hat restauriert im Innenraum der Marienkapelle in Unterkürnach ein neues Zuhause gefunden.

    Der andere Stein bewacht den Wanderparkplatz Petersberg nahe des Hotels Hofgut Kürnach. Schon in den 60er Jahren musste er wegen des Straßenausbaus durch das Kürnachtal von seinem ursprünglichen Standort entfernt werden. Finanziert wurden die Restaurierungen sowohl mit Mitteln der besonderen Gemeinwohlleistungen des Freistaats, als auch mit Mitteln der Bayerischen Staatsforsten.

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    Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
    news-2030 Fri, 20 Sep 2019 13:46:46 +0200 Fernsehbeitrag über den Spessart http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2030&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=296d28c48630ca7e9119d37920529d3a Der Bayerische Rundfunk hat in seiner Sendung „Zwischen Spessart und Karwendel“ über die Kartierung von Methusalem-Bäumen im Spessart berichtet. Die dabei erfassten Daten werden in die "Spessart-App" einfließen, die derzeit programmiert wird. Mehr dazu demnächst unter www.wald-im-spessart.de .

    Sie können den Beitrag in der Mediathek des BR ansehen.

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    Wald im Spessart Wald im Spessart Newsticker Startseite Forstbetrieb Heigenbrücken Nachrichten
    news-2029 Thu, 19 Sep 2019 09:41:41 +0200 Natur und Erholung kein Widerspruch http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2029&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fa284b3ad3d7591a4c3cc0ef55236091 Gemeinsame Pressemitteilung des Landratsamtes Neustadt an der Waldnaab und der Bayerischen Staatsforsten 

    (19. September 2019) Nachdem die Nutzung der Baggerseen im Josefstal, im Volksmund besser bekannt als „Freizeitsee Dießfurt“, in den vergangenen Tagen medial stark diskutiert wurde, machte sich Landrat Andreas Meier am gestrigen Mittwoch gemeinsam mit dem neuen Leiter des zuständigen Forstbetriebs Schnaittenbach, Philipp Bahnmüller, erneut persönlich ein Bild von den von den Bayerischen Staatsforsten aktuell durchgeführten Maßnahmen.

    Diese haben laut Bahnmüller zum einem zum Ziel, den ungeregelten Zufahrtsverkehr mit Autos, Quads und Motorrädern direkt an das Seeufer einzuschränken. Dies sei nötig geworden, da gerade an schönen Wochenenden viele mit Ihren Autos direkt ans Wasser gefahren sind und dort sogar Rennen und Fahrübungen durchgeführt worden seien. Mit allen unangenehmen Folgen wie etwa großen Feiern und Vermüllung. Die neuen Erdwälle seien deshalb notwendig geworden, da bisherige Schranken und Zäune zerstört oder als Feuerholz herhalten mussten, wie es der beim Zaun am Besucherparkplatz am Mittleren See der Fall war.

    Zum anderen wurde seitens der Staatsforsten die westliche Uferlinie des nördlichsten und größten des drei Seen gestaltet, in dem kleine Buchten und Flachwasserzonen angelegt wurden, um die Wiederbesiedlung des Sees sicherzustellen. „Im See kann selbstverständlich weiter gebadet werden und auch der Parkplatz am Mittleren See kann weiterhin genutzt werden. Durch unsere Maßnahmen schränken wir die Erholungsnutzung überhaupt nicht ein, der See wird vielmehr attraktiver für Mensch und Natur.“, so Philipp Bahnmüller.

    Für Landrat Andreas Meier steht trotz der zum Teil durchaus nachvollziehbaren Maßnahmen der Staatsforsten eine gemeinsame Entwicklung dieses Areals weiterhin an oberster Stelle. „Wir arbeiten nach wie vor mit vielen Partnern an einem Konzept der schonenden freizeitlichen Nutzung der drei Seen mit genügend Raum für Erholung und Natur. Mensch und Natur dürfen hier nicht in Konkurrenz stehen, sondern wir müssen Ökologie und Freizeitnutzung in einem schlüssigen Konzept unter einen Hut bringen.“, so der Landrat. Dabei bestehe der Landkreis darauf, dass Zusagen und auch in der damaligen Genehmigung des Kiesabbaus festgehaltene Auflagen nach wie vor Bestand haben und eingehalten werden müssen.

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    Forstbetrieb Schnaittenbach Nachrichten
    news-2028 Wed, 18 Sep 2019 17:00:16 +0200 Es ist Hirschbrunftzeit http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2028&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=efc5be25ed352f9508d21db2a4fd0900 18.09.2019, Sonthofen - Für das Rotwild und die Jäger ist jetzt die aufregendste Zeit des Jahres angebrochen: Beim Rotwild, weil Hochzeit, also Brunftzeit ist. Für die Jäger, weil jetzt das Rotwild besonders gut zu sehen ist. Von Mitte September bis Mitte Oktober versammeln sich Hirschkühe und ihr Nachwuchs – der Jäger spricht von „Kahlwild“ - und die Hirsche auf traditionellen Brunftplätzen.  

    Die Hirsche haben den Sommer in so genannten Feisthirschrudeln verbracht und möglichst viel Fettreserven angelegt. „Wir haben Bereiche oberhalb der Baumgrenze, wo wir das Rotwild bewusst nicht bejagen. Dort hat es monatelang seine Ruhe und kann ohne größere Schäden Gras und Bergkräuter fressen.“ erklärt der Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting. „Aber jetzt haben sich diese Hirschrudel oberhalb der Baumgrenze aufgelöst und die Hirsche sind flapsig formuliert auf Brautschau – dann beginnt für unsere Jagdnachbarn und uns eine spannende Zeit“. Berufsjäger Ludwig Weiß ergänzt: „Die Brunft ist für die Hirsche sehr anstrengend. Sie fressen in dieser Zeit fast nichts und grenzen ihr Kahlwildrudel lautstark und oft auch handfest gegen Konkurrenten ab. In vielen Tälern kann man sogar tagsüber die Hirsche schreien hören“. Wer derzeit also mit offenen Ohren durch die Allgäuer Bergwelt wandert, wird mit einiger Wahrscheinlichkeit die Rotwildbrunft hören können.

    Für die Jäger heißt es jetzt möglichst jede Dämmerungsphase zu nutzen, um zu beobachten und zu jagen. Im Staatswald gilt es nun, die erhöhte Aktivität des Rotwildes zu nutzen, um abseits der Brunftplätze auch weibliches Wild und Jungtiere zu erlegen. Denn der am Zustand der Waldverjüngung orientierte Abschuss muss erreicht werden, damit der Wald und vor allem die Verbiss-empfindliche Tanne wachsen kann. „Dies ist in jedem Revier, egal ob Staats- oder Privatjagd, eine anspruchsvolle Aufgabe, denn das Rotwild ist sehr lernfähig und schlau. Aber eben eine für den Wald notwendige Aufgabe. Für uns ist es wichtig, die Zuwachsträger, also das weibliche Rotwild zu erlegen – sonst wächst der Rotwildbestand schnell auf einen für den Wald zu hohen Stand an“, fasst Oetting die Situation im Staatswald zusammen.

    Nach gut acht Monaten nach der Brunft werden im drauf folgenden Jahr Ende Mai bis Ende Juni die Kälber gesetzt, während sich die Hirsche in der Geweihwachstumsphase und auch danach zu Feisthirschrudeln sammeln.

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    news-2027 Tue, 17 Sep 2019 08:18:25 +0200 Für den Klimawald von Morgen: Naturpark-Team des Naturparks Ammergauer Alpen pflegt Moor im FB Oberammergau http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2027&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=aabddba520eb2318001f26ac19054be8 (Altenau, 10.09.2019) -   Das „Team Ammertal“, eine Freiwilligen-Projektgruppe des Naturparks „Ammergauer Alpen“ , hat im Revier Altenau des Forstbetriebs Oberammergau ein neues Naturschutzprojekt umgesetzt. Es wurde im sog. „Bachet“ gearbeitet, einem im zuwachsen begriffenen Kalkflachmoor (ca. 1,5 ha) zwischen Schwabenkopf und Oberalm am Nordabhang des Klammspitzzuges. Dieses Flachmoor ist Quellgebiets des Klausenbaches und war bis zur Aufgabe der Altenauer Alm als sommerliche Pferdeweide genutzt. Die Altenauer Almweide wurde vor ca. 15 Jahren aufgegeben, was zum allmählichen Zuwachsen des Bachets führte.

    Mit Hilfe der 9 freiwilligen Helfer konnte in Handarbeit der beschattende Fichtenaufwuchs auf einem Teilabschnitt entfernt und aus dem Moor gebracht werden. Wärme und Sonne sind im Moor sehr wichtig, um den wärmeliebenden Insekten und Moorpflanzen wieder Licht und Platz zu geben. Diese Schwendarbeiten erfolgen nur partiell und werden vermutlich in einigen Jahren wiederholt werden müssen. Wer bei einem im Oktober anstehenden neuen Teilabschnitt im „Bachet“ bei der Moorpflege mitmachen möchte, kann sich gerne über den Naturpark „Ammergauer Alpen" anmelden. Werkzeug und Brotzeit werden gestellt, für fachliche Anleitung ist gesorgt, die Teilnahme ist kostenlos.

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    Forstbetrieb Oberammergau
    news-2025 Mon, 09 Sep 2019 17:02:07 +0200 Kleinod Waltenhofer Moos http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2025&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=cbd52c126e0b8bc18fd7bd04f3516544 Lebensraum für Biber, Vögel, Insekten und Co. 09.09.2019, Waltenhofen - Obwohl es eines der größten zusammenhängenden Niedermoore im Allgäu ist, liegt es unauffällig südlich von Kempten im Gebiet der Gemeinde Waltenhofen: Das „Waltenhofer Moos“ wurde bereits 1984 mit einer Gesamtgröße von ca. 70 ha zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. „Ziel von uns ist es, diese besondere Landschaft für eine ganz spezielle Flora und Fauna zu erhalten. Denn beide sind an solche leider selten gewordenen Lebensräume bzw. Feuchtgebiete gebunden“, erläutert Förster Markus König, der sich um einen großen Teil der Flächen kümmert. 

    „Als Vertreter selten gewordener, hier heimischer Vogelarten sei der Sumpfrohrsänger oder die Rohrammer genannt. Bei den Insekten findet man verschiedenste Libellenarten. Auch viele Schmetterlinge wie die echte Rarität, den Braunen Feuerfalter“, freut sich Revierleiter König. Mitten in diesem wertvollen Gebiet liegt mit einer Fläche von insgesamt 22,6 ha der Staatswalddistrikt „Waltenhofer Moos“. Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting, zu dessen Forstbetrieb die Flächen gehören, ergänzt: „Wir haben fast das gesamte Gebiet, das zu 75% mit Moorbirke und 25% mit Fichte bewachsen und als Spirkenfilz-Moorwald kartiert ist, in Hiebsruhe gestellt. Das heißt, es finden keine Pflegemaßnahmen mehr statt und es entsteht Wildnis. Der Umgriff wird von unseren Partnern wie dem LBV gepflegt, die in unmittelbarer Nachbarschaft zehn Hektar Streuwiesen erworben und acht weitere gepachtet haben.“

    Aber auch einem anderen Gast scheinen die Flächen sehr gut zu gefallen: Dem Biber.

    Seit einiger Zeit hat er sich fest etabliert und scheint sich mit seiner Familie sehr wohl zu fühlen. Er geht mit großem Eifer seiner natürlichen Tätigkeit nach: Er baut Dämme und staut das Wasser an. Dadurch schafft er einen sehr strukturierten Lebensraum, von dem Insekten, Amphibien und seltene Pflanzen profitieren. „Wo, wenn nicht hier sollte der Biber wieder zuhause sein dürfen?“ fragt sich Förster Markus König.

    Aber es gibt auch Probleme: Wenn beispielsweise durch den Anstau der Entwässerungsgräben die Zufahrten zu den nebenliegenden Grünflächen durchfeuchtet werden und mindestens temporär nicht mehr passierbar sind. Der Staatsforsten-Revierleiter hat deshalb an einem markanten Punkt einen einfachen Wasserstandspegel angebracht. Damit kann festgestellt werden, bis zu welchem Niveau das Wasser steigen darf und ob auch die Felder selbst von einer Vernässung betroffen sind. Diese Maßnahme wurde vor Ort mit der Biberbeauftragten des Landratsamts Oberallgäu besprochen. So kann beobachtet werden, ob Maßnahmen zur Regulierung notwendig sind oder nicht.

    „Vorstellbar sind viele Maßnahmen. Zum Beispiel eine Verrohrung des Damms. Die sorgt dafür, dass der Biber eine Wasserfläche nicht weiter als bis zum festgelegten Niveau anstauen kann.

    Allerdings sind die Tiere schlau und versuchen instinktiv das Loch zu stopfen“, so König weiter. In Fall Waltenhofer Moos – glauben zumindest beide Förster - prallen nicht harte Fronten gegensätzlicher Interessen aufeinander. Nochmal Forstbetriebsleiter Jann Oetting: „Es gibt flankierend ein Angebot an Entschädigungen von den Naturschutzbehörden. Wir hoffen deshalb, dass es ein friedliches Nebeneinander geben wird. Das ist für alle Beteiligten meist ohnehin das Beste.“

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    Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
    news-2024 Mon, 09 Sep 2019 11:56:32 +0200 DAV-Aktion Schutzwald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2024&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=09e258302f8a2823c83b02fc326ccad2 (09.09.2019) St. Martin - Mitte August fand am Forstbetrieb St. Martin, wie schon in den letzten Jahren, eine Schutzwald Aktion des Deutschen Alpenvereins (DAV) statt. Neun Teilnehmer investierten 350 Arbeitsstunden, um von der Hundalmhütte aus mehrere Aktionen im Bergwald durchzuführen. Die örtlichen Waldarbeiter standen ihnen dabei mit Rat und Tat zur Seite.    

    Zum Schutz der selten gewordenen Eiben suchten die DAVler ca. 5.000 Exemplare im Bergwald auf. Ihr Ziel war es, den Bäumen zu helfen, damit sie zu großen, vitalen Exemplaren heranwachsen können, denn die Begleitvegetation drohte sie zu erdrücken.  Die Teilnehmer befreiten die Eiben deshalb von der verdämmender Vegetation. Um die Bäume auch zukünftig wieder zu finden, wurden sie dauerhaft markiert und gegen Verbiss geschützt.  

    Insbesondere die Wege durch den Bergwald lagen den Alpinisten schwer am Herzen. Mit vereinten Kräften wurden mehrere hundert Laufmeter im Bereich Wildental von den DAVlern in Stand gesetzt. Die Steige waren im Frühjahr durch Lawinenabgänge teilweise erheblich beschädigt worden.  

    Die DAVler leisteten auch einen Beitrag zum Artenschutz auf Almflächen. An der sogenannten „Trisselstein Hütte“ und umgebender Almfläche wurden Instandsetzungs- und Schwendmaßnahmen durchgeführt. Beim Schwenden befreiten die Sportler die Almflächen von Begleitvegetation, um sie als Lebensraum für Offenland liebende Arten zu erhalten.   

    Die Alpinisten unterstützten zudem den örtlichen Revierleiter beim Hochsitzbau. Insgesamt wurden drei Ansitzeinrichtungen um das Hundhorn gebaut. Um die Jagdeinrichtungen erreichen zu können wurden deren Zugänge von den fleißigen Helfen wieder freigeschnitten, um die jagdlichen Bemühungen für einen mischbaumartenreichen Bergwald zu fördern.  

    Der Forstbetrieb St. Martin möchte sich nochmals bei allen Beteiligten des DAV und seinen Waldarbeiter für diese gelungen Aktion bedanken und der Forstbetrieb freut sich schon jetzt auf eine Wiederholung im nächsten Jahr. 

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    Forstbetrieb St. Martin, Bayer. Saalforste
    news-2023 Wed, 04 Sep 2019 15:13:06 +0200 Absterbende Buchen – Kaniber startet Forschungsprojekt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2023&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=16eb73913cfa3c28bd4b4fcb5ff621f8 Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

    (4. September 2019) München – Der Klimawandel lässt vermehrt Buchen in den Wäldern Nordbayerns absterben. Aus diesem Grund hat Forstministerin Michaela Kaniber jetzt ein Forschungsprojekt zu diesem neuen Phänomen veranlasst. „Wir müssen den aktuellen Schäden in Nordbayern auf den Grund gehen. Denn die Buche kommt in den anderen Teilen unseres Landes gut mit den Auswirkungen des Klimawandels zurecht und spielt eine herausragende Rolle beim Umbau unserer Wälder zu klimastabilen Mischwäldern“, sagte Kaniber in München.

    Das kurz „BeechSAT“ genannte Forschungsprojekt der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) wird mit Hilfe verschiedenster Satelliten- und Luftbilder ein Verfahren entwickeln, um abgestorbene Buchen in Bayern automatisch erfassen zu können. Die Forscher werden dann vor allem mittels Boden- und Klimadaten ableiten, welche Faktoren das Absterben der Bäume begünstigen. Die Wissenschaftler erhoffen sich davon dringend notwendige Erkenntnisse, wie Waldbesitzer und Förster betroffene und gesunde Buchenwälder künftig am besten pflegen können.

    Im Fokus der Untersuchungen liegen zwei Gebiete in Unter- und Oberfranken mit einer Gesamtgröße von 17.500 Hektar. Das rund 100.000 Euro teure Projekt der LWF wird zu rund 85 Prozent vom Forstministerium finanziert. Weitere Informationen zum Projekt gibt es auf der Internetseite der LWF.  

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    Nachrichten
    news-2022 Wed, 04 Sep 2019 11:32:13 +0200 Für den Klimawald von morgen: Bayerische Staatsforsten begrüßen neue Auszubildende http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2022&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=19e5b33e3e30be2d4b19c6e3bc6bd936 Bayerische Staatsforsten begrüßen neue Auszubildende. 65 Azubis beginnen im September 2019 ihre Ausbildung im Waldunternehmen   

    • In vier unterschiedlichen Berufen leisten die neuen Azubis ihren Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel
    • Forstwirt-Azubis sind größte Gruppe der neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
    • Begrüßt wurden die aus ganz Bayern angereisten Azubis am traditionellen Azubi-Tag von den Vorständen der Bayerischen Staatsforsten in Regensburg  

    Regensburg, 4. September 2019 – Ob Stürme, Trockenheit oder Borkenkäfer – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten leisten mit einem enormen Arbeitsaufwand alles erdenklich mögliche, um den bayerischen Staatswald an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen und den notwendigen Waldumbau hin zum widerstandsfähigen Klimawald von morgen voranzutreiben. Unterstützung bekommen sie seit dem 2. September von 65 neuen Azubis, die ihre Ausbildung im Waldunternehmen begonnen haben.  

    Neben den Forstwirten, die mit 61 Azubis die deutliche Mehrheit bilden, konnte der Vorstandsvorsitzende Martin Neumeyer beim traditionellen Azubi-Tag am 4.September in Regensburg in diesem Jahr auch vier Auszubildende für die Berufe „Kaufleute für Büromanagement“, „Mechatroniker“ und „Fachinformatiker Systemintegration“ neu im Unternehmen willkommen heißen. Neumeyer begrüßte die jungen Kolleginnen und Kollegen feierlich: „Wir freuen uns, so vielen jungen Menschen den Einstieg in eine spannende berufliche Zukunft bieten zu können.“  

    Personalvorstand Reinhardt Neft betonte die wichtige Aufgabe engagierter und qualifizierter Ausbilderinnen und Ausbilder: „Eine erfolgreiche Ausbildung unserer Nachwuchskräfte gelingt nur mit Mitarbeitern, die dies mit hervorragenden Fachkenntnissen, mit hohem sozialen Engagement, menschlichem Einfühlungsvermögen und bewährter Berufserfahrung tun“, so Neft. Seit Jahren sei die gute Ausbildung junger Menschen bei den Bayerischen Staatsforsten eine wesentliche Säule der Nachwuchsgewinnung im Unternehmen.  

    Natürlich ist auch für die Bayerischen Staatsforsten der demografische Wandel ein wichtiges Thema. Gerade in Zeiten des Klimawandels ist qualifiziertes Personal eine wichtige Voraussetzung, den Herausforderungen, die sich der Forstwirtschaft stellen, begegnen zu können. Für Personalchefin Petra Bauer spielt der Nachwuchs daher eine zentrale Rolle im Unternehmen: „Die jungen Kolleginnen und Kollegen sind für die Bayerischen Staatsforsten eine wertvolle Investition in die Zukunft des Unternehmens.“  

    Mit dem Azubi-Tag, an dem alle neuen Azubis aus ganz Bayern nach Regensburg anreisen, soll das Kennenlernen über Berufsgrenzen hinweg erleichtert und so von Anfang an ein kollegiales Miteinander gefördert werden. „Für ein erfolgreiches Berufsleben ist eine gute Zusammenarbeit unerlässlich“, schloss Frau Bauer und wünschte allen neuen Azubis einen erfolgreichen Start ins Berufsleben.

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    news-2021 Mon, 02 Sep 2019 10:07:27 +0200 Bienen im Wald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2021&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=de6c2ecfc0509b5a34acd4feaa01df32 Es summt und brummt im Wald des Forstrevieres Unterebersbach der Bayerischen Staatsforsten AöR. Grund hierfür sind die Honigbienen des Imkerehepaares Sandra Maria und Klaus Hubertus Spitzl, die die Leidenschaft der Imkerei gemeinsam teilen. Sandra mit sechs und Klaus mit 17 Völkern stehen gegenseitig im konstruktiven Wettbewerb, wenn es darum geht, wer von den beiden den besseren Honig hat. Ein Thema, dass immer wieder neu zu diskutieren ist.

    So ein Bienenvolk besteht immerhin aus einer Königin und bis zu 30.000 Individuen, die über 500 Liter Nektar im Jahr sammeln und im Durchschnitt in Bayern rund 15 kg Honigernte zur Verfügung stellen – wenn alles gut geht. Neben den Kohlehydraten benötigt ein Bienenvolk rund 30 Kilo des eiweißreichen Blütenpollens für die Ernährung des Nachwuchses und zur Versorgung des Volkes.

    Zur Kühlung der Bienenbrut nutzen die Bienen die Verdunstungskälte von ausgebreitetem Wasser, wofür die Arbeiterinnen je nach Standort bis zu 100 Liter Wasser benötigen. Die Stocktemperatur beträgt im Sommer im Bienenvolk dabei rel. konstant 35 °C. Die Bestäubungsleistung der Honigbiene beträgt rund 1000 Blüten pro Tag. Das Sprichwort von der fleißigen Biene scheint also zu stimmen.

    Klaus Spitzl, der schon Bienen hat seitdem er 16 Jahre alt war und derzeit 2. Vorsitzender des Ostheimer Imkervereins ist, hat sich an den Staatsforstbetrieb Bad Brückenau gewandt, da er einen neuen Aufstellplatz für seine Bienen im Wald gesucht hat. „Bei den Bayerischen Staatsforsten legen wir sehr viel Wert auf den Naturschutz vor Ort, weshalb es sehr viele Artenschutzprogramme und biotopverbessernde Maßnahmen in den Revieren gibt“ erklärt André Schönfeldt, der als Revierleiter den Staatswald rund um Unterebersbach im Bereich des Salzforstes betreut. „Deshalb ist das Aufstellen von Bienenvölkern im Staatswald für Hobby- sowie gewerbliche Imkerei unentgeltlich. Neben unserem Naturschutzprogramm „Der Wald blüht auf“ möchten wir auch durch Unterstützung der örtlichen Imker etwas Positives für die Artenvielfalt der Insekten unserer Heimat tun“. Für das Aufstellen bedarf es allerdings der schriftlichen Erlaubnis des örtlichen Forstbetriebes in Form eines unentgeltlichen Nutzungsvertrages.

    Die Forstrevierleiter vor Ort werden bei Interesse zusammen mit den Imkern geeignete Aufstellplätze auswählen, wobei neben den anspruchsvollen Standortansprüchen der Biene auch die weiteren Nutzungsansprüche an den Wald wie Erholung, Jagd und Holzernte eine wichtige Rolle spielen. Interessenten können sich bei fachlichen Fragen sowie zum Einstieg in die Imkerei an die örtlichen Imkervereine oder im Landkreis Rhön-Grabfeld an das Bienenzentrum in Bad Königshofen, sowie bei der Suche nach Aufstellmöglichkeiten an die örtlichen Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten wenden. 

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    news-2019 Tue, 27 Aug 2019 10:43:08 +0200 Ein schöner Platz im Wald zum Verweilen und Genießen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2019&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=18c1512060e287c133d11218304273c2 (27.08.2019) Weidenberg. – Im Bereich Neuhaus oberhalb von Sophienthal hat der Forstbetrieb Fichtelberg am Kreuzungspunkt mehrerer Wanderwege eine neue Ruhebank aufgestellt, die Erholungssuchenden eine Rastmöglichkeit mit Ausblick bietet.

    Lang zieht er sich hin, der Anstieg von Sophienthal den Berg hinauf bis nach Neuhaus. Dort auf der Hochebene steht auf einer Waldlichtung ein einsames Bauernhaus, Überbleibsel einer ehemaligen Siedlung. Schon seit mehr als einem halben Jahrhundert ist das Gebäude nicht mehr bewohnt. Dennoch ist hier Leben. Denn viele Wanderer kommen vorbei auf ihrem Weg aus dem Steinachtal Richtung Gänskopfhütte oder nach Mehlmeisel. Oft sind sie schon ein wenig erschöpft vom Aufstieg und von der Länge des Weges. Da kommt die neue, bequeme Wellness-Liege genau recht, die Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten kürzlich aufgestellt haben.

    „Wir wollen hier die Wanderer zum Verweilen einladen. Und um den traumhaften Blick hinunter ins Tal zu genießen“, schwärmt Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg, als er sich selbst ein Bild von der neuen Erholungseinrichtung machte. Gegenüber vom alten Gebäude in Neuhaus am Rande der Wiese gelegen, bietet sich eine schöne Aussicht ins Steinbach-Tal und weiter Richtung Speichersdorf und in die nördliche Oberpfalz.

    Die Maßnahme wurde als besondere Gemeinwohlleistung gefördert vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bayreuth.

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    news-2018 Mon, 26 Aug 2019 16:12:59 +0200 Joachim Genrich beendet die Försterlaufbahn http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2018&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=135169f1afe1cdeb3c091b047b1a0de9 Langjähriger Revierleiter des Forstreviers Holzheim a. F. geht in Ruhestand

    (Burglengenfeld 26. August 2019) – Burglengenfeld. „Irgendwann hat alles ein Ende, auch wenn man sich mit Arbeit und Arbeitsraum verwachsen fühlt!“ Mit diesen Worten verabschiedete der Burglengenfelder Forstbetriebsleiter Thomas Verron anlässlich einer kleinen Feierstunde Revierleiter Joachim Genrich mit Ablauf August in den Ruhestand. Bis zum letzten Tag kostete Genrich seinen langen forstlichen Berufsweg bei der Bayerischen Staatsforstverwaltung und seit 2005 bei den Bayerischen Staatsforsten aus. Nach fast 42 Dienstjahren, dabei über 40 Jahre im Forstamt bzw. Forstbetrieb Burglengenfeld kann dieser in aller Gelassenheit und rückblickend auf ein reichhaltiges forstliches Leben mit vielen erlebten organisatorischen und fachlichen Änderungen in den Ruhestand treten. Die Nachfolge im Revier hat bereits seit einigen Monaten Lea Franz angetreten, die - frisch eingestellt - gleich mit der Revierleitung in Holzheim a. F. ihre erste feste Stelle bei den Bayerischen Staatsforsten ergatterte. Sie konnte glücklicherweise den reichhaltigen Erfahrungsschatz von Genrich in dieser Übergabephase bestens nutzen.

    Joachim Genrich, als Förstersohn in Schrobenhausen geboren, ging in Hienheim und Regensburg zur Schule, studierte nach Erreichen der Fachholschulreife in Freising-Weihenstephan, schloss als Diplom-Forstingenieur ab und trat im Oktober 1977 als Forstanwärter in den Staatsdienst. Berufliche Stationen waren dabei die damaligen Forstämter Geisenfeld und Murnau. Kurz nach der Forstinspektorenprüfung Ende 1978 startete Genrich seine Forstberufslaufbahn am Forstamt Burglengenfeld. Im September 1981 bekam er in Pirkensee seine erste Revierleitung übertragen. Hier bleib er bis zu seiner Pensionierung aktiv. Infolge seines Eigenheimbaus mit Geschäftszimmer änderte sich lediglich um die Jahrtausendwende der Reviername in Holzheim a. F. Joachim Genrich hatte damit das seltene Glück, sein überwiegendes Försterleben in einer geliebten Dienststelle zu verbringen. Fast vier Jahrzehnte leitete er das Staatswaldrevier Holzheim a. F. mit den Staatswalddistrikten Raffa, Ponholz und ab 2005 im Unternehmen Bayerische Staatsforsten mit Unterem Samsbacher Forst und Vogelsand. Kein Wunder, dass sich dadurch starke Spuren seines Arbeitslebens in den Wäldern des Städtedreiecks wiederfinden. Engagiert in Waldbau und auf allen forstpraktischen Feldern gestaltete er den heutigen Natur- und Erholungsraum am östlichen Jurarand mit. Das Raffa mit dem in seiner Zeit geschaffenen Kunstwaldgarten lag ihm besonders am Herzen. Dabei hatte es ihm vor allem der Waldumbau der großen Kiefernflächen mit Buche, Eiche und Edellaubhölzern in möglichst naturnaher Gestaltung angetan. Hinsichtlich des dafür notwendigen zu regulierenden Wildstandes musste er – noch in einer anderen jagdlichen Generation aufgewachsen - anfangs manchmal über seinen Schatten springen. Dafür hatte er einen ausgezeichneten und verbindenden Draht zur privaten Jägerschaft. Als strenger Revierwächter sorgte er stets für Ordnung vor Ort. Das mussten insbesondere seine vielen Forstrechtler spüren, die jährlich mit ihren Brennholzbezügen zu bedienen waren.  Die zunehmende Digitalisierung und permanent DV-technischen Systemneuerungen lösten bei ihm nicht unbedingt Begeisterungsstürme aus. So kann Genrich zumindest aus dieser Sicht mit einem lachenden Auge Abschied nehmen.

    Verron dankte Genrich für seinen enorm langen Einsatz und das nachhaltige Wirken, vor allem aber für die notwendige Rolle im Team und den immer korrekten und loyalen Umgang untereinander. In den turnusmäßigen Jahresgesprächen hat man immer kollegial bestens zusammengefunden. Für Genrich gab es zum Abschied die von den betrieblichen Lehrlingen handgefertigte Tannenholzruhebank, auf der er sich jetzt lange an sein nachhaltiges berufliches Wirken erinnern soll. Zunächst soll sein Jägerherz mit einem kollegial gesponserten Pensionshirschabschuss im Truppenübungsplatz Hohenfels noch einmal höher schlagen. Alle aus dem Forstbetrieb Burglengenfeld wünschten bei der Überreichung der Ruhestandsurkunde noch viele glückliche und vor allem gesunde Jahre im neuen Lebensabschnitt. Joachim Genrich verabschiedete sich mit einer feinen Brotzeit als Dank an alle Mitstreiter und Unterstützer der vielen Berufsjahre. Er freue sich riesig über den kollegial vermittelten Abschiedshirschen. So könne er mit den ehemaligen verdienten Ruheständlern mithalten, die damals einen solchen am Ende Ihrer Laufbahn noch frei hatten. Seine Jagdleidenschaft werde so schnell nicht enden.  

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    Forstbetrieb Burglengenfeld
    news-2017 Mon, 26 Aug 2019 14:48:12 +0200 Forstwegebau für den Waldumbau http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2017&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=50c689b71415443aeb1d8f915e084004 Sonthofen, 25.08.2019 – Ein neuer Forstweg wird derzeit bei den Bayerischen Staatsforsten im Nördlichen Großen Wald in der Nähe von Wertach gebaut. Eine im Staatswald mittlerweile nicht mehr alltägliche Maßnahme.  

    „Eigentlich sind die Wälder in unserem Zuständigkeitsbereich ausreichend mit Forstwegen erschlossen und lassen sich somit gut pflegen“ erläutert Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting. „Aber gerade in den Gebirgsrevieren gibt es immer noch Ecken, die schlecht zugänglich sind und bisher kaum gepflegt werden konnten. Dort werden im bemessenem Umfang noch neue Forstwege gebaut.“  

    Im Nördlichen Großen Wald gibt es Flächen, die fast ausschließlich mit mittelalten Fichten bestockt sind. Da dort keine Wege vorhanden sind und das Gelände auch nicht mit Seiltrassen erschließbar ist, konnten dringend notwendige Waldpflegemaßnahmen nicht durchgeführt werden. Deshalb ist vor zwei Jahren die Idee geboren, dieses Waldgebiet mit einem Forstweg zu erschließen.  

    „So ein Wegeprojekt will wohl überlegt sein“ erklärt der zuständige Revierförster Rainer Ruf. „Uns ist bewusst, dass ein Eingriff in die Natur erfolgt und Störungen durch spätere Wegenutzungen hervorgerufen werden.“ Deshalb wird bei jedem geplanten Wegebau analysiert, welche Vorteile bei der Waldbewirtschaftung möglichen Nachteilen gegenüberstehen. Überwiegen die Vorteile, wird ein Wegebauprojekt weiterverfolgt. Der nächste entscheidende Schritt ist die naturschutzfachliche Bewertung der Wegebaumaßnahme durch die Untere Naturschutzbehörde. Im konkreten Fall wurde geprüft, ob negative Auswirkungen für vorkommende Tierarten zu erwarten wären und ob auf der geplanten Wegetrasse seltene Pflanzen, insbesondere ein seltener Farn vorkommen. Die Forstbehörde erstellte eine forstfachliche Bewertung und das Wasserwirtschaftsamt eine Begutachtung durch einen Sachverständigen. Da von keiner Seite negative Auswirkungen durch den Wegebau gesehen wurden, konnte das Projekt behördlicherseits genehmigt werden.  

    Seit einigen Tagen wird nun aus dem Plan Realität: Auf der durch Förster Ruf vorgegebenen Linie wird der Wegeverlauf ausgeholzt. Die Trasse ist geländeangepasst und die Schneise nur so breit, wie für den Weg und die spätere Waldpflege unbedingt notwendig. Dann stellt der Bagger das sogenannte Rohplanum her. Wurzelstöcke müssen entfernt werden und das Erdreich für den späteren Weg eingeebnet. Der Schotter kommt direkt aus dem im Revier vorhandenen Steinbruch und der Bagger baut ihn als tragende Schicht ein. Als letzter Schritt wird etwas feinerer Schotter aufgetragen und so eingebaut, dass Oberflächenwasser seitlich ablaufen kann und der Weg beim Allgäuer Regen keinen Schaden nimmt.  

    In ein paar Wochen wird der Weg fertiggestellt sein. Er soll sich über den Winter setzen und verfestigen können. In den nächsten Jahren werden dann die längst fälligen Waldpflegemaßnahmen und der Umbau des Fichtenforstes zu einem stabileren Mischwald in Angriff genommen.  

    „Wenn das Waldgebiet jetzt erschlossen ist, können wir dort auch pflegen, was bisher nicht möglich war. Zum Beispiel den einzelnen Tannen Licht geben. Das ist wichtig, damit diese Mischbaumarten überleben können und wir einen stabileren Wald bekommen“, freut sich Förster Rainer Ruf. Und sein Chef Jann Oetting ergänzt: „Durch die Pflege erreichen wir Struktur, das wiederum gefällt z.B. dem Auerhuhn und der Mensch erhält einen nachwachsenden, klimafreundlichen Rohstoff – Waldpflege hat nur Vorteile!“

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    Forstbetrieb Sonthofen
    news-2016 Mon, 26 Aug 2019 14:02:37 +0200 Neue Funktechnik rettet Leben der Waldarbeiter http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2016&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3a25e75f7e5ef4bf3a37e5e763be9cfb Bad Königshofen/Bramberg: Das schrille und laute Piepen hallt durch den Wald. Die Forstwirte Thomas Seits und Franz Schneidawind zücken ihre schwarzen Funkgeräte aus der Brusttasche ihrer orangen Signaljacke. „Robert, hörst Du mich?“ Stille. „Robert – Hallo? Gib doch Antwort!“ Unweigerlich macht sich sofort ein ungutes Gefühl breit, ein Mix aus Aufregung, Angst und Anspannung. Robert kann seinen Kollegen nicht antworten, er liegt bewusstlos auf dem kühlen Waldboden, ein Ast hat ihn am Rücken getroffen. Die zwei Forstwirte begeben sich auf die Suche nach ihrem Rottenkollegen Robert Hofmann und folgen dem schallenden Warnton durch den Wald.  

    Die leuchtend orange Forstjacke sticht nach kurzer Suche gleich ins Auge, sie haben Robert gefunden. Erleichterung macht sich breit – ihr Kollege war gottseidank nur einer Rettungsübung zum Opfer gefallen. Am Forstbetrieb Bad Königshofen wird jährlich ein Unfall unter realen Bedingungen imitiert, um bei echten Unfällen richtig und schnell reagieren zu können. Die Forstwirte wissen von der kommenden Übung nichts und werden während der laufenden Arbeit überrascht. Dann heißt es trotz aller Aufregung: Konzentration und Üben für den Ernstfall!  

    Seits kümmert sich um den Verletzten, der mittlerweile ansprechbar und stabil ist, während sein Kollege den Notruf absetzt und mit der zuständigen Rettungsleitstelle Schweinfurt den Rettungstreffpunkt vereinbart. Rettungstreffpunkte sind fest installierte Punkte – z.B. an Waldeinfahrten oder markanten Plätzen. Die Rettungskräfte finden ohne Ortskenntnis im Wald nicht selbstständig zum Unfallort. Daher wird der nächste Rettungstreffpunkt gewählt. Hier sammeln sich die Einsatzkräfte und Lotsen, die den Rettungswagen sowie Notarzt sicher möglichst nahe an den Unfallort bringen. Fast 400 Meter über Stock und Stein müssen die zwei Sanitäter heute mitsamt ihrer Ausrüstung vom Weg zu ihrem Patienten laufen.  

    Die Versorgung geschieht zügig und mit tatkräftiger Unterstützung aller Anwesenden. Hofmann geht es gut. Durch die lange Entfernung bis zum nächsten Forstweg gestaltet sich die Bergung allerdings schwierig. Kurzerhand wird der Schlepper des Verunglückten zu Hilfe genommen: auf der Pritsche wird er behutsam und möglichst erschütterungsfrei zum Rettungswagen transportiert. So kann er schon innerhalb einer guten Stunde auf den Weg ins Krankenhaus gebracht werden. „Eine gute Leistung aufgrund der schwierigen Gegebenheiten! Wir haben gut zusammengearbeitet, das ist das A und O.“ sagt Revierleiter Joachim Haala. Auch die Sanitäter des Kreiverbandes Haßberge Zweverink und Stretz haben im Echtbetrieb an der Übung teilgenommen. Sie sind zufrieden. Für sie ist das gleichermaßen eine sehr gute Übung. Der Forstbetrieb bedankt sich für die gute Zusammenarbeit herzlich.  

    Forstarbeiten sind sehr gefährliche Tätigkeiten, daher genießt Sicherheit bei den Bayerischen Staatsforsten oberste Priorität. Gerade wegen der oftmals unzureichenden Abdeckung der Mobilfunknetze wurden jetzt alle Forstwirte mit neuen Funkgeräten ausgestattet. Diese sind mit einer sogenannten „Totmannschaltung“ versehen. Sobald der Bewegungsensor im Funkgerät um mehr als 30° geneigt ist, also der Forstwirt nicht mehr stehen kann, werden die Kollegen automatisch alarmiert. Eine Investition, die sich lohnt, wie diese Rettungsübung gezeigt hat!  

    Die Rettungstreffpunkte sind im Übrigen für jedermann zugänglich und nutzbar. Bei Notfällen im Wald während Brennholzarbeiten, Wandern, Mountainbiken oder sonstigen Aktivitäten können sie sehr hilfreich sein. Karten sind auf den Internetseiten von Bayerischen Staatsforsten oder der Bayerischen Forstverwaltung zu finden. Auch mit der App „Hilfe im Wald“ können die Punkte gefunden werden.

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    Forstbetrieb Bad Königshofen i. Grabfeld
    news-2014 Sat, 24 Aug 2019 08:17:39 +0200 Bayerische Alpen: Gams trotzt dem Winter http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2014&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a74d8aaad47eb957329c901520cce806 Gams trotzt dem Winter Auswertung zeigt: Die regional dramatischen Schneemassen des letzten Winters lassen Winterverluste bei Gämsen nicht ansteigen  

    Systematische Auswertungen der Bayerischen Staatsforsten belegen, dass die Gams in den bayerischen Alpen besser als gedacht über den Winter gekommen ist. Die Zahl der bis August 2019 aufgefundenen auf natürliche Weise gestorbenen Tiere lag sogar leicht niedriger als im Vergleichszeitraum 2018. Das zeigt, dass das Gamswild sich sehr gut an extreme witterungsbedingte Herausforderungen wie im vergangenen Winter anpassen kann und auf den Flächen der Bayerischen Staatsforsten ausreichend Rückzugsräume zur Überwinterung findet.  

    Regensburg, 24. August 2019 - Die Lage im letzten Winter schien dramatisch für die Wildtiere der Alpen: Während so mancher ein Massensterben durch hohe Schneelagen befürchtete, zeigt sich heute, dass die Gams und andere Wildtierarten sehr gut mit den extremen Wetterlagen zurechtgekommen sind. Laut Auswertung gab es sogar einen geringen Rückgang der auf natürliche Weise verstorbenen Gämsen um rund fünf Prozent. Auch bei anderen Wildtierarten wie Rot- und Rehwild sind keine besonderen Auffälligkeiten bei den sog. „Fallwild“-Zahlen zu beobachten. Die verendeten Tiere werden zum Zeitpunkt des Auffindens auf den Abschussplan angerechnet, so dass sich die Anzahl der noch zu erlegenden Tiere entsprechend reduziert.  

    Die BaySF-Erhebungen zeigen, dass an die Lebensräume sehr gut angepasste Wildtiere wie die Gams gut mit den winterlichen Witterungsbedingungen zurechtkommen: Instinktiv wählen sie passende Lebensräume in den unterschiedlichen Jahreszeiten. Einen wichtigen Beitrag leisten ausreichend winterliche Rückzugsräume in den Hochlagen der Alpen, die es den Tieren ermöglichen, zur Ruhe zu kommen. Dass einzelne, vor allem junge oder geschwächte Tiere den Winter nicht überstehen, ist Teil der Natur – die natürliche Auslese ein normaler Prozess. Gesunde und gut konditionierte Tiere kommen normalerweise gut durch den Winter, es sei denn sie werden Opfer eines Lawinenabgangs. Der natürliche Ausleseprozess dient letztlich der Gesunderhaltung und dem langfristigen Überleben der gesamten Wildtierpopulation.  

    Die BaySF-Auswertung stützt erst kürzlich vom Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten veröffentlichte Forschungsergebnisse, die eine stabile und vitale Population des Gamswildes in den Alpen belegen. Auch tägliche Sichtbeobachtungen von Jägern und Förstern der Bayerischen Staatsforsten deuten darauf hin, dass im gesamten bayerischen Alpenraum unverändert viele Gämsen, insbesondere führende Geißen mit Kitzen, unterwegs sind. 

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    news-2026 Thu, 15 Aug 2019 16:01:00 +0200 Waldarbeiten im Heidecker Forst http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2026&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=d935e62a44a27fe1cccfb5b2a3cb5e80 Durchforstung für gesunden Mischwald Im Forstrevier Heideck des Forstbetriebes Allersberg begannen am Dienstag, den 13.08.2019, Holzerntearbeiten im Umfeld des Wanderparkplatz in der Abteilung Herrgott.

    Die Maßnahmen dienen in den älteren Teilen dazu, erntereife Fichten, Tannen und Kiefern zu entnehmen, um der darunter bereits nachwachsenden Mischverjüngung aus Fichte, Tanne und Laubholz genügend Licht zu verschaffen. In den jüngeren Teilen erfolgt eine Durchforstung zur Pflege der verbleibenden Bäume, wobei in erster Linie kranke, beschädigte und qualitativ schlechte Stämme entnommen werden.

    Schließlich werden teilweise noch sogenannte Rückegassen mit einer Breite von 4 m im Abstand von 30 m angelegt, da im Staatswald das eherne Gesetz gilt, dass sich Holzerntemaschinen zur Fällung und zur Rückung – so wird der Transport des Holzes aus dem Wald an die Waldstraße genannt - nur auf Rückegassen oder Rückewegen bewegen dürfen. Dieses Verbot flächiger Befahrung ist der zentrale Grundsatz eines vorsorgenden Bodenschutzes und sorgt dafür, dass rund 85 % des Waldbodens von jeder Befahrung und damit möglicher Beeinträchtigung freigehalten werden kann.

    Das Besondere an dem Einsatz im Heidecker Staatsforst ist, dass der Baggerharvester „Kern T40“ zum Einsatz kommt. Diese Maschine wiegt rund 46 to, ist 3 m breit, hat einen Schwenkbereich von 360°, eine Kranreichweite von 15 m und kann Bäume bis zu einen Durchmesser von 95 cm aufarbeiten. Der „Kern T40“ wurde entwickelt um insbesondere starke Bäume stehend aus vorhandenem Jungwuchs entnehmen zu können. Er ist somit ein ausgesprochener Spezialist, von dem in Bayern nur ca. 10 Maschinen bekannt sind, die auf eine Kranreichweite von 15 m kommen.

    Der „Kern T40“ hat im Unterschied zu anderen Holzerntemaschinen, auch Harvester genannt, zusätzlich zu dem üblichen, wenn auch ungewöhnlich großen Aufarbeitungsaggregat eine Baumhaltezange am Kran. Damit kann er einen Baum, nachdem er ihn mit der Säge im Aggregat vom Stock getrennt hat, aufrecht stehend in die Rückegasse heben und vor sich in die Gasse fällen. Die weitere Aufarbeitung des Stammes kann dann im Sichtbereich des Fahrers vor dem Harvester stattfinden. Die Äste und der Wipfel werden als Reisigmatte in die Gasse eingebaut zum Schutz der Gasse vor Verdrückungen bei der nachfolgenden Befahrung. Das Langholz schiebt die Maschine an sich vorbei und legt es hinter sich ab. Kurzholz wird am Rand der Rückegasse abgelegt. Anschließend wird, wie bei einem Hieb mit Waldarbeitern auch, das Holz mit einem Rückefahrzeug an die Waldstraße transportiert.

    Die Vorteile dieser Holzerntetechnik drücken sich in folgenden vier Punkten aus:

    • Erstens muss sich kein Waldarbeiter der gefährlichen Fällung von Starkholz mit der Motorsäge in unübersichtlicher Verjüngung aussetzen.
    • Zweitens ist der „Kern T40“ derzeit das Nonplusultra hinsichtlich der Schonung vorhandener Verjüngung, also der bereits nachwachsenden Waldgeneration.
    • Drittens kann er neben dem klassischen Einsatz über der Verjüngung auch schwierige Fällungen zum Beispiel entlang von öffentlichen Straßen schnell und sicher durchführen.
    • Viertens ist er in der Lage, Holz hochproduktiv und kostengünstig zu ernten.

    Durch die räumliche Nähe vom Staatswald zum Heidecker Stadtwald wird die Gelegenheit beim Schopf gepackt und die absterbende Kiefer im Stadtwald oberhalb der Bebauung entfernt. Das Ganze wird vom Revierleiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Roth, Herrn Dietmar Schuster, in zeitlicher Absprache mit der Forstbetriebsgemeinschaft Heideck/Schwabach e.V. und den Bayerischen Staatsforsten erledigt.

    Um eine Gefährdung von Waldbesuchern durch die Holzerntearbeiten auszuschließen, müssen Wege und Hiebsflächen teilweise für den Besucherverkehr gesperrt werden. Diese Absperrungen sind durch rot-weiße Bänder und entsprechende Hinweisschilder kenntlich gemacht. Der Forstbetrieb bittet alle Waldbesucher, diese Sperrungen unbedingt zu beachten, da bei einem Betreten der gesperrten Bereiche Lebensgefahr durch umstürzende Bäume und herabfallende Äste besteht.

    Durch die Rückung und die Abfuhr des Holzes können – je nach Witterung – auch Schäden an den Wegen entstehen. Nach Abschluss der Arbeiten werden diese Schäden durch den Forstbetrieb wieder behoben und die Wege wieder in einen einwandfreien Zustand gebracht.

    Für die mit diesen Holzerntearbeiten zwangsläufig verbundenen Beeinträchtigungen für die örtliche Bevölkerung und den Erholungsverkehr bittet der Forstbetrieb um Verständnis. Dienen doch diese Arbeiten letztendlich auch der Sicherheit der Waldbesucher, da entlang der Straßen und Wanderwege Bäume, von denen eine Gefahr für Waldbesucher ausgehen kann, mit entfernt werden. Nach Abschluss der Arbeiten, voraussichtlich Mitte September 2019, können dann alle wieder ihren heimatnahen Erholungswald uneingeschränkt genießen.

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    Forstbetrieb Allersberg Nachrichten
    news-2013 Mon, 12 Aug 2019 08:43:10 +0200 Forschungsprojekt zeigt: Der Gams geht’s gut http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2013&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=732a4f424df585b35b749e695c45f3d7 Ministerin Kaniber will Beobachtungsstationen einrichten Pressemitteilung des Staatsminsteriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

    (11. August 2019) München – In den bayerischen Alpen sind auch heuer wieder zahlreiche Gämsen unterwegs. Erste Ergebnisse eines 2016 gestarteten Forschungsvorhabens deuten auf stabile und vitale Populationen hin, wie Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber in München mitteilte. Um die faszinierenden Tiere für Wanderer und Touristen noch besser erlebbar zu machen, will die Ministerin in den staatlichen Bergwäldern Beobachtungsplattformen einrichten. Die ersten beiden sollen noch im Herbst am Wallberg und an der Benediktenwand eröffnet werden. „Wer sich ruhig verhält und Rücksicht nimmt, kann dann wertvolle Einblicke in das Leben und die tollen Kletterkünste der Gämsen gewinnen“, so Kaniber. An Anschauungsobjekten jedenfalls scheint es nicht zu mangeln: Den Forschern zufolge leben allein im Karwendelgebirge zwischen Vorderriß und Soiernkessel weit mehr als 500 Gämsen.  

    Das Forschungsprojekt wird von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) gemeinsam mit den Forstbetrieben Bad Tölz und Ruhpolding der Bayerischen Staatsforsten durchgeführt und von international anerkannten Wissenschaftlern begleitet. In zwei repräsentativen Modellgebieten an der Kampenwand und im Karwendel erheben die Forscher Daten der drei für den bayerischen Alpenraum typischen Wildarten Reh, Hirsch und Gams – das geschieht neben GPS-Telemetrie, Fotofallen-Monitoring und Wildzählungen auch über genetische Analysen des in Jägerkreisen „Losung“ genannten Kots. Diese neuartige Methode ermöglicht Experten zufolge genauere Aussagen etwa über Populationsgröße, Geschlechterverhältnis und räumliche Verteilung der Tiere.

    Die Daten werden laut Kaniber anschließend mit Informationen zum Jagdmanagement, zur Verjüngungssituation in den Wäldern oder zur Schutzwaldsanierung verknüpft und Jägern und Förstern als Entscheidungshilfe zur Verfügung gestellt. Die Ministerin erwartet sich davon eine Versachlichung der Diskussionen über zu hohe oder zu niedrige Abschusszahlen. Sie hatte das Projekt heuer nochmals erweitert, um auch die Auswirkungen des außergewöhnlich harten Winters erforschen zu lassen. Ergebnisse dazu erwarten die Experten im kommenden Jahr, das Gesamtvorhaben soll 2022 abgeschlossen sein.  

    Detailinformationen zum Forschungsprojekt gibt es im Internet unter  www.lwf.bayern.de/biodiversitaet/wildtiermonitoring_jagd

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    news-2012 Fri, 09 Aug 2019 10:01:00 +0200 Neue Windräder im Staatswald http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2012&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5651cc12c42045e0f43cc3d1c47d259e Staatsforsten kündigen Untersuchungen an Die Bayerischen Staatsforsten werden demnächst neue Untersuchungen und Fachplanungen für neue Windenergieanlagen im Staatswald beauftragen. Dabei werden die geltenden Rahmenbedingungen wie 10 H sowie Naturschutzbestimmungen entsprechend berücksichtigt.

    Die Bayerischen Staatsforsten begrüßen ausdrücklich die von der Staatsregierung beschlossene Stärkung der Windkraft im Staatswald. „Das ist eine große Chance für die Staatsforsten und ein Schub für saubere erneuerbare Energie in Bayern“, so ein Staatsforsten-Sprecher. Im Staatswald bestehe Potenzial, das man mit den neuen Untersuchungen zunächst genau erheben werde. Anschließend werde der Freistaat durch die Staatsforsten über das Ergebnis der Erhebung detailliert informiert.

    Windenergie leistet einen erheblichen Beitrag zu einer regionalen und klimafreundlichen Energieversorgung.

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    news-2011 Thu, 08 Aug 2019 14:56:34 +0200 Naturschutztag der Bayerischen Staatsforsten http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2011&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=69985c6fb0a11e973b7e7695c291923f Die Bayerischen Staatsforsten laden alle Interessierten zum 7. Naturschutztag in den Gramschatzer Wald ein. Dieses große Waldgebiet auf der Fränkischen Platte hat herausragende Bedeutung für Erholung und Naturschutz vor den Toren der Großstadt Würzburg.

    Der Gramschatzer Wald liegt im Herzen des Forstbetriebs Arnstein, der in seinen naturnahen Buchen- und Eichenwäldern über die größte Baumartenvielfalt mit z.B. Kirschen, Ulmen, Elsbeeren oder Speierlingen im Bayerischen Staatswald verfügt. Die extremen Witterungsverläufe der letzten Jahre bestätigen eindrücklich die prognostizierten Folgen des Klimawandels und führen zu neuen Herausforderungen in der Waldbewirtschaftung.

    Die zentrale Aufgabe ist der Erhalt und Aufbau klimastabiler Wälder, die auch künftig die vielfältigen an ihn gerichteten Ansprüche erfüllen und zugleich als naturnahes Ökosystem dem Natur- und Artenschutz dienen. Der Forstbetrieb Arnstein steht täglich vor den vielfältigen Herausforderungen, um diese Ansprüche der Gesellschaft zu erfüllen. Für die Umsetzung bedarf es vieler Partner und Experten. Die drängenden Fragen zum Spannungsfeld Klimawandel, Wald und Naturschutz werden in kurzen Fachvorträgen und einer anschließenden Exkursion, auch aus der Sicht von Partnern der BaySF dargestellt und diskutiert.

    Das Programm und die Anmeldemodalitäten finden Sie im Veranstaltungs-Flyer.

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    news-2010 Mon, 05 Aug 2019 17:28:28 +0200 Kampf dem Käfer http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2010&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c497e86e0ddf5b1831de8acb47e29f89 Forstbetrieb Neureichenau sucht Unterstützung Der Wald ist in Not, Stürme und Trockenheit haben vor allem dem Charakterbaum des Bayerischen Waldes, der Fichte, in den letzten zwei Jahren schwer zugesetzt. Das zweite Trockenjahr in Folge hat nun auch im Bayerischen Wald zu einer Massenvermehrung des Borkenkäfers geführt. Die Folgen sind inzwischen für jedermann ersichtlich: Die kleinen Käfer befallen zu Tausenden die Fichten, vermehren sich unter der Rinde und bringen zahlreiche Fichten innerhalb weniger Wochen zum Absterben. Seit April durchstreifen daher die Forstwirte und Förster der Bayerischen Staatsforsten ihre Reviere und suchen nach den befallenen Fichten.

    Denn nur durch schnelles Finden und Aufarbeiten der befallenen Bäume und einen zügigen Abtransport kann die Ausbreitung des Borkenkäfers eingedämmt werden.

    Schon seit längerem sieht man vermehrt die abgestorbenen braunen Fichtenkronen im Passauer Raum, mittlerweile nimmt jedoch der Borkenkäferbefall auch im Inneren Bayerischen Wald erheblich zu. „Wir sind nun leider am Limit unserer Suchkapazitäten angelangt und freuen uns über jede zusätzliche Unterstützung“ so Korbinian Häuslschmid vom Forstbetrieb Neureichenau. Dafür sucht der Forstbetrieb Neureichenau nun neue Mitarbeiter, die befristet bis Ende Oktober helfen den Wald zu erhalten. Körperliche Fitness, eine gewisse Geländetauglichkeit und ein eigener PKW sind die Vorrausetzungen, Grundkenntnisse über den Wald und die Baumarten von Vorteil. „Wir schulen die Leute vor Ihrem Einsatz und schicken Sie immer mit erfahrenen Waldarbeitern zur Suche. Ins kalte Wasser werfen wir keinen“ betont Häuslschmid. Jeder aus der künftigen Käfer-Task-Force bekommt dafür ein eigenes Smartphone mit der App „ZE Insekt“ gestellt. Damit können die gefundenen Käferbäume vor Ort mit GPS erfasst werden, die Daten werden täglich synchronisiert und erleichtern damit die anschließende Aufarbeitung und den Abtransport der befallenen Hölzer.

    Interessierte können sich ab sofort direkt am Forstbetrieb Neureichenau unter 08583/60866-0 melden. Die detaillierte Stellenanzeige finden Sie auch unter www.baysf.de

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    Forstbetrieb Neureichenau Nachrichten
    news-2009 Mon, 05 Aug 2019 16:43:39 +0200 Neue Feuchtbiotope im Neuwirtshauser Forst http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2009&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3cd9b7b39836d6b5e5c49bf8d3ae147b Lebensraum für viele Arten geschaffen Hammelburg/Neuwirtshaus – Arnulf Schöberl, Revierleiter am Revier Schönderling des Forstbetriebs Hammelburg, hat kurz vor seiner Pensionierung zwei weitere Feuchtbiotope in den Wäldern des Neuwirtshauser Forstes anlegen lassen. Gerade in so trockenen Sommern wie in den letzten beiden Jahren finden die Tiere des Waldes hier Wasser und Abkühlung.

    Arnulf Schöberl ist Stolz auf „seine“ Feuchtbiotope. „Wir legen schon seit vielen Jahren Feuchtbiotope hier im Staatswald an. Es sind rund 150 Feuchtbiotope allein im Revier Schönderling entstanden mit einer Fläche von ca. 25 ha“, das entspricht etwa 30 Fußballfeldern. Und die Anlage hat sich aus Arten- und Biotopschutz sehr gelohnt. Zahlreiche seltene Arten haben sich stabilisiert, bzw. sind wieder aufgetaucht. So wie z.B. der Schwarzstorch, Eisvogel oder auch verschiedene Amphibien und Insekten, wie z.B. der seltene Fadenmolch oder die kleine Binsenjungfer, eine Liebellenart. „Dabei wurde darauf geachtet, dass sie gut verteilt sind um Vernetzungen unter diesen Feuchtbiotopen zu ermöglichen als auch die Biotope in der Größe und Tiefe zu variieren, so dass man für möglichst viele Arten Nieschen schaffen kann, die diese besetzen können“, so Schöberl weiter. Eine echte Erfolgsgeschichte.

    Zum größten Teil wurden Fördergelder der besonderen Gemeinwohlleistungen der Forstverwaltung aber auch Mittel der Naturschutzverbände LBV und BN sowie Naturschutzstiftungen und Ausgleichsgelder vom Landratsamt Bad Kissingen, investiert. Bernhard Zürner, Abteilungsleiter vom AELF Bad Neustadt an der Saale, betont, dass Fördermittel der besonderen Gemeinwohlleistungen für solche Naturschutzprojekte, aber auch für Erholungsprojekte eingesetzt werden. Und auch er freut sich sehr, dass diese Mittel für solche Projekte im Sinne des Arten-und Naturschutzes gut investierte Gelder sind.

    Auch die Vertreter vom Bund Naturschutz, Oswald Türbl, Uwe Zeitler und Franz Zang begrüßen das Engagement des Forstbetriebes für den Naturschutz und freuen sich, dass diese Feuchtbiotope angelegt worden sind und die Bayerischen Staatsforsten hier die Flächen zur Verfügung stellen.

    „Die Hauptaufgabe wird es zukünftig sein, diese Flächen zu pflegen und weitgehend offen zu halten“ so Daniel Zippert, Leiter des Forstbetriebs Hammelburg. „Die Erfolge zeigen uns, dass die Habitate für die Tiere passen. Jetzt müssen wir schauen, dass die Feuchtbiotope auch in dieser attraktiven Qualität erhalten bleiben.“

    Als aktuellste Maßnahmen sind in diesem Frühjahr zwei größere Feuchtbiotope angelegt worden. Alle Beteiligten sind sich einig: Ein tolles und erfolgreiches Naturschutzprojekt…

    Der Forstbetrieb Hammelburg bewirtschaftet mit seinen 46 Beschäftigten rd. 15.800 ha Wald in 9 Forstrevieren in den Landkreisen Bad Kissingen und Main-Spessart. Jährlich werden rd. 109.000 m3 Holz geerntet und rd. 21 Hektar (das entspricht ca. 30 Fußballfeldern) Wald neu angepflanzt.

    Neben dem Hauptprodukt Bauholz werden ca. 35 % als Brenn- Industrie- und Rechtholz genutzt. Alle forstbetrieblichen Arbeiten basieren auf der Idee der nachhaltigen und naturnahen Forstwirtschaft. Sie ermöglicht das Miteinander von Holznutzung, Naturschutz und Erholung in einem integrativen Ansatz. Neben ca. 580 km Forstwegen, die auch als Rad- und Wanderwege sehr gut geeignet sind, findet man in unseren Wäldern zahlreiche Erholungs- und Naturschutzschwerpunkte. Wir laden Sie recht herzlich zu einem interessanten und abwechslungsreichen Besuch in unseren Wäldern ein.

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    Forstbetrieb Hammelburg Nachrichten
    news-2008 Fri, 02 Aug 2019 09:20:23 +0200 Neuer Trekkingplatz Lahnwiese http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2008&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=62f7057dff031b3a1c652fb6da09662d Seit 1. August kann nun mit dem Waldtrekkingplatz an der Lahnwiese eine dritte Naturzeltplatzeinrichtung im Spessart besucht werden. Auf dem einfach gehaltenen Trekkingplatz Lahnwiese zwischen Schöllkrippen und Jakobsthal kann für einen Nacht mit Zelt oder im Biwak mitten im Wald übernachtet werden. An Infrastruktur findet der Besucher lediglich eine gemähte Waldwiese, ein einfaches Herzlhäusl und eine Feuerstelle vor. Trinkwasser ist nicht vor Ort.  

    Weitere Informationen und Buchungsanfragen erfolgen über den Partner der BaySF in diesem Projekt, dem Spessartbund. Über die Erweiterung des Trekkingplatznetzes im Spessart freuten sich vor Ort zahlreiche Interessierte, allen voran der Vorstandssprecher des Spessartbundes, Helmut Schuster, Bürgermeister Pistner aus Schöllkrippen und der BaySF-Forstbetriebsleiter Joachim Keßler aus Heigenbrücken. Finanziert wurde das Projekt aus Mitteln des Freistaats Bayern.  

    Trekking im Wald erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Auf den beiden bestehenden Trekkingplätzen rund um Rothenbuch übernachteten in der Saison 2018 bereits über 2.000 Gäste. Durch die Erweiterung des Netzes mit dem neuen Standort im Nordspessart kann nun eine echte Mehrtagestour angeboten werden. Anschluss an öffentliche Verkehrsmittel erfolgt über die Bahnhöfe Schöllkrippen und Heigenbrücken.  

    Weitere Informationen über: www.trekking-bayern.de

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    Wald im Spessart Wald im Spessart Newsticker Startseite Trekking in Bayern Newsticker Startseite Newsticker Startseite Forstbetrieb Heigenbrücken Nachrichten
    news-2007 Thu, 01 Aug 2019 13:00:56 +0200 Tuesday for nature http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2007&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=31190abc950f7ae5b20fc3dd0342a220 eine Aktion des Arnold Gymnasiums in Zusammenarbeit mit den Bayerischen Staatsforsten


    Nicht zum Demonstrieren sondern vielmehr zum aktiven Handeln trafen sich 15 Schülerinnen und Schüler des Arnold-Gymnasiums aus Neustadt am Dienstag gemeinsam mit Försterin Miriam Janthur und Bernd Lauterbach im „Mönchsholz“ des Staatsforsten Betriebes Coburg. Ziel der Aktion war die Bewusstseinsstärkung der jungen Menschen für negative Umwelteinflüsse auf den Wald ,für den Klimawandel aber auch für kleine Maßnahmen, die dem entgegenwirken können. So wurden zu dicht stehende junge Buchen und Bergahorne mit dem Hohlspaten ausgestochen und auf eine vom Hitzejahr 2018 mit nachfolgendem Borkenkäferbefall entstandene Freifläche eingepflanzt. Gießwasser aus einem naheliegenden Tümpel garantiert den Anwuchserfolg. Unter der Anleitung der Forstleute und der Aufsicht von Frau Nicole Ramsauer genossen die Schüler einen erlebnisreichen Vormittag mit Brotzeit und Getränken. Betriebsleiter Albert Schrenker begleitete die Aktion und bekundete eine weitere Unterstützung des Gymnasiums bei Aktionen in der Natur und für den Klimawald.

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    Forstbetrieb Coburg (Forst- und Domänenamt) Nachrichten
    news-2006 Thu, 01 Aug 2019 12:55:00 +0200 50 Jahre Greifvogelstation in Neuhof http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2006&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4a6ea16200c081f438dcb16b865225a1 1865 wurde die ehemalige Gärtnerei von Schloss Neuhof auf dem Gebiet Neuhof-Goldberg als Kirschberggarten erstmals auf einer Flurkarte erwähnt. Das Areal wechselte mehrmals den Besitzer und ging 1956 mit dem Gut Neuhof in den Besitz des Freistaates Bayern- Forst-und Domänenamt über. Der von einer Ziegelsteinmauer umrahmte und heute in Teilbereichen unter Denkmalschutz stehende Bereich sollte „eingeebnet“ werden, was glücklicherweise vermieden werden konnte. 1969 wurde die Gärtnerei an einen Falknereiverein, infolge an die Aktionsgemeinschaft für Greifvögel- und Eulenschutz und letztendlich 2006 an den Landesbund für Vogelschutz verpachtet. Seit 1989 betreut Ulrich Leicht ehrenamtlich die Greifvogelstation, pflegt und päppelt verletzte Greifvögel auf bevor er diese wieder in die Freiheit entlassen werden.

    Die alte Gärtnerei –eine Immobilie der Bayerischen Staatsforsten- wird somit sinnvoll und zum Wohle der Greifvögel genutzt, ist Sinnbild für ein gelebtes Ehrenamt sowie dem Engagement für einen Naturschutz in der Praxis.

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    Forstbetrieb Coburg (Forst- und Domänenamt) Nachrichten
    news-2005 Wed, 31 Jul 2019 17:36:14 +0200 Naturschutz im Spessart http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2005&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=fc7dc9698c837fa419cf4bbae89e0558 Waldspaziergang mit Staatsministerin Judith Gerlach Staatsministerin Judith Gerlach informierte sich bei einem Besuch im Forstbetrieb Heigenbrücken über die Naturschutzarbeit der Bayerischen Staatsforsten. Forstbetriebsleiter Joachim Keßler und der zuständige Revierleiter Albert Englert zeigten an verschiedenen Flächen im Staatswald, dass gerade im Nordspessart die Förster schon seit vielen Jahren daran arbeiteten, die Vielfalt von Flora und Fauna auszuweiten, indem Offenlandflächen speziell gepflegt werden.

    Auf ehemaligen Wildäckern und verunkrauteten Wiesen wurden vom Forstbetrieb Heigenbrücken heimische Blühpflanzen eingesät. Die besonders angelegten Blühflächen seien dabei eine wichtige Lebensgrundlage für zahlreiche Insektenarten, die wiederum andere Tiere anlocken. Ministerin Gerlach zeigte sich beeindruckt: „Es ist faszinierend, vor Ort zu erleben, wie unsere Förster im Spessart durch vielerlei Maßnahmen mitwirken, Artenvielfalt zu erhalten und weiter auszubauen,“ so Gerlach.

    Die Blühwiesen wurden im Rahmen des Projekts „Der Wald blüht auf“ ins Leben gerufen. Dieses Naturschutzprojekt wird aus Mitteln für besondere Gemeinwohlleistungen im Staatswald vom Freistaat Bayern gefördert. Ein kleiner Imbiss mit Wildbret vom Forstbetrieb Heigenbrücken rundete den Waldspaziergang ab.

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    Wald im Spessart Wald im Spessart Newsticker Startseite Forstbetrieb Heigenbrücken Nachrichten
    news-2004 Tue, 30 Jul 2019 14:44:52 +0200 Keltentor auf dem Altstadtfest Bad Staffelstein http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2004&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=6e0c5ea14ff352b1ddfc1e20b4a07937 Auch in diesem Jahr kamen auf dem Altstadtfest in Bad Staffelstein wieder Dechselbeil und Tüllenaxt zum Einsatz. Mit rekonstruierten Werkzeugen nach original keltischem Vorbild zeigte Klaus Schmidt vom Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten, wie die Kelten vor über 2000 Jahren mächtigen Eichen zu Leibe rückten.

    Klaus Schmidt ist Forstwirt im Forstrevier Weismain und als gelerntem Schreiner gilt sein Interesse auch den historischen Holzbearbeitungstechniken im Wandel der Geschichte. Bereits im vergangenen Jahr hat er beim Altstadtfest praktisch vorgeführt, wie die Kelten aus dicksten Eichenstämmen Pfosten für ihre Wehranlagen herausschlugen. Dazu ließ er sich Originalwerkzeuge nachschmieden und setzte sie unter einfachsten Bedingungen zur Bearbeitung der Stämme ein. Experimentelle Archäologie bis hin zur angenommenen historischen Arbeitskleidung – bei den gegenwärtigen tropischen Temperaturen sicher kein reines Vergnügen.

    In diesem Jahr waren nach den Pfosten und Balken die mächtigen Bohlen für die Brustwehr der keltischen Befestigungsanlage dran, die mit der „Dechsel“, einem Querbeil, aus starken Eichen herausgearbeitet wurden. Dazu gab es wieder Informationen zur Nutzung der Eiche am Obermain als wertvoller Baustoff von der Zeit der Kelten bis heute. Zum praktischen Einsatz kommen die Erfahrungen von Klaus Schmidt, wenn am Staffelberg das frühere Zangentor auf Grundlage der aktuellen Ausgrabungen wieder nachgebaut wird. Dazu werden die Bayerischen Staatsforsten das benötigte Eichenholz zur Verfügung stellen.

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    Forstbetrieb Rothenkirchen Nachrichten
    news-2003 Tue, 30 Jul 2019 13:58:54 +0200 Projekttage Umwelt http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2003&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=3d10fa0c253cd79fc7f0cb447e62013b Müllsammelaktion im Michaelsberger Wald und im Hauptsmoorwald Zum Abschluss des Schuljahres 2018/2019 standen die Projekttage unserer Schule unter dem Motto „Umweltschutz“. Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10 b des ETA Hoffmann Gymnasiums Bamberg wollten sich gemäß dem Slogan „Nicht reden, sondern handeln“ nicht lumpen lassen und sammelten deswegen in Zusammenarbeit mit den Vertretern des Bayerischen Staatsforstes Müll im Michaelsberger Wald und im Hauptsmoorwald. Was die Bevölkerung hier neben den Wegen, aber auch tief im Wald hinterlässt, ist erschreckend und lässt Frage aufkommen, ob solche Umweltferkel mitdenken, wenn sie ihren Müll überall liegen lassen. Von Autoreifen, Fahrradgestellen, Metallschränkchen und einem Gartenstuhl bis hin zu Unmengen Plastikmüll konnte man alles finden, ohne lange suchen zu müssen.

    Die beteiligten Förster und Waldarbeiter bedankten sich für das Engagement der Schülerinnen und Schüler an beiden Tagen mit einer Brotzeit und viel zu trinken, da die Temperaturen im Wald zu nahezu tropisch anmutendem Klima führten.

    Eine vorbildliche Aktion von jungen Menschen, die man als nachahmenswert bezeichnen kann.

    Text: Wolfgang Metzner

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    Forstbetrieb Forchheim Nachrichten
    news-2002 Tue, 30 Jul 2019 13:47:29 +0200 Nach dem Schneebruch ist vor dem Käfer http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2002&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1f82499508fd1feccda1032cbf3b0a15 Aufräumarbeiten in Berchtesgaden (26.07.2019) – Berchtesgadener Land –  Die Bayerischen Staatsforsten bündeln alle Kapazitäten um den Schneebruchschaden am Forstbetrieb Berchtesgaden aufzuräumen und bitten Wanderer und Mountainbiker keine Risiken einzugehen.

    Die starken Schneefälle des vergangenen Winters haben im Berchtesgadener Land den Katastrophenfall ausgelöst. Die Schneemassen bedrohten nicht nur Dächer, sie haben auch im Wald extreme Spuren hinterlassen. In großen Bereichen des Bergwaldes brachen Gipfel oder ganze Bäume unter dem hohen Gewicht zusammen. „Wir rechnen allein am Forstbetrieb Berchtesgaden derzeit mit Schadholzmengen von etwa 155.000 Festmeter Holz, das sind etwa eine Millionen Bäume, die tödlich gebrochen wurden“, so Betriebsleiter Dr. Daniel Müller von den Bayerischen Staatsforsten.

    Seitdem die geschädigten Wälder zugänglich sind versuchen die Bayerischen Staatsforsten mit allen verfügbaren Ressourcen die Schadflächen aufzuräumen. Gerade die höheren Lagen waren bis Mitte Juni schneebedingt noch nicht erreichbar. „Seit Monaten bündeln wir alle zur Verfügung stehenden Kapazitäten um das Holz aus dem Wald zu schaffen“, so Dr. Daniel Müller weiter. Und die Zeit läuft gegen die fleißigen Forstmänner. Die abgebrochenen Gipfel und die noch stehenden Stammreste sind ideale Brutstätte für den Borkenkäfer. „Zum Glück half uns der nasse und kalte Mai, der die Entwicklung der Käfer bremste und die Abwehrkräfte der Fichten etwas förderte. Bei einem warmen und trockenen Frühjahr wie letztes Jahr wäre bereits die erste Käfergeneration ausgeflogen“, ergänzt Förster Johann Huber, der schon fast drei Jahrzehnte lang den Staatswald im Revier Aufham pflegt.

    Die Schäden am Wald und deren Aufarbeitung bergen jedoch auch große Gefahren für Wanderer und Mountainbiker. Im Wald hängen noch immer abgebrochene Gipfel, die unkontrolliert herabfallen können. Auf den Forstwegen stehen zahlreiche Seilbahnen, die das Bruchholz bodenschonend aus dem Wald holen und fahren viele LKW um dem Borkenkäfer den Brutraum zu entziehen. Dr. Daniel Müller wirbt bei den Waldbesuchern um Verständnis für die temporären Sperrungen: „Wir bitten die Absperrungen zu respektieren, es herrscht absolute Lebensgefahr, auch wenn gerade keine Motorsäge zu hören ist“.

    Trotz des riesigen Aufwands, den die Bayerischen Staatsforsten zur Schadensbeseitigung betreiben, konnten bis jetzt erst 30% der Schneebruchschäden aufgearbeitet werden. Auf 11.000 Hektar Waldfläche sind noch etwa 100.000 Festmeter gebrochenes Fichtenholz, in dem sich die Borkenkäfer diesen Sommer ungestört vermehren konnten. „Die Aufräumarbeiten werden bis weit in das kommende Jahr andauern“ lautet die Prognose.

    Vor Ort am Teisenberg zeigt sich Müller beeindruckt von der Einsatzbereitschaft aller BaySF-Beschäftigten und der beteiligten Firmen. Mehrere Forstwirtschaftsmeister aus den Forstbetrieben Neureichenau, Oberammergau und Schliersee helfen fleißigst mit. Ziel ist eine sichere und unfallfreie Schadensbeseitigung sowie eine klimaoptimierte Verjüngung der Schadflächen.

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    Forstbetrieb Berchtesgaden Nachrichten
    news-2001 Tue, 30 Jul 2019 13:38:07 +0200 Besuch auf dem Walderlebnispfad http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2001&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=2c5d72bd5401f4c0c5d41cace3d9d35c Die Verantwortlichen für das Schul- und Bildungswesen mehreren afrikanischen Staaten und Japan haben dem Walderlebnispfad „Erlebe-Bruder-Wald“ einen Besuch abgestattet. Die Besucher zeigten vor allem Interesse an der Konzeption und Gestaltung. Der zuständige Leiter des Forstreviers Bamberg, Berthold Schultheiß, konnte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begeistern, einige Aktivitäten des Walderlebnispfades engagiert selbst auszuprobieren.

    Das Foto zeigt neben den Gästen Revierleiter Berthold Schultheiß (4. von links) und den Betreuer der Gruppe, Oberkirchenrat i.R. Dr. Martin Affolderbach (7. von links).

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    Forstbetrieb Forchheim Nachrichten
    news-2000 Fri, 26 Jul 2019 14:25:00 +0200 Weinfest am Baumwipfelpfad http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=2000&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=7fa353eb2cdbd5530c31204f6f905669 Das Weinfest am Baumwipfelpfad jährte sich heuer zum dritten Mal.  

    Ebrach 24.07.2019 – Bei hervorragendem Wetter konnte man letztes Wochenende das Weinfest am Baumwipfelpfad genießen. Getreu dem Motto  Wald – Wild – Wein bereicherten Köstlichkeiten vom Wild und hervorragende regionale Weine das Weinfest im Steigerwald. Musikalische Beiträge sorgten für gute Stimmung und die Besucher konnten am Fuße des beleuchteten Turmes das Tanzbein schwingen.  

    Am Samstagabend startete auch im Rahmen des Weinfestes die Versteigerung des Filz-Hirschkopfes Leopold. Der Baumwipfelpfad versteigert den gefilzten Hirschkopf mit den originalen Abwurfstangen für einen wohltätigen Zweck. Mehr Infos unter www.baumwipfelpfadsteigerwald.de.

    Bei gutem Essen, toller Aussicht und einem Schoppen Frankenwein kann man auch kommendes Wochenende die Abendstimmung genießen. Live-Musik ist auch geboten. Die Steve Morgen Band entführt sie in eine Zeit der staubigen Country Musik. Lieder der bekannten Outlaws Johnny Cash, Hank Williams, Ernest Tubb und vielen anderen. Auch Songs jüngerer Musiker wie Alan Jackson, Gath Brooks und Josh Turner sorgen für ordentlich Country Feeling.  Beginn am 27.Juli um 18:30 Uhr. Zutritt auf den Baumwipfelpfad bis 20.30 Uhr möglich. Eintrittspreise   12 €/Erw. Weitere Preise und Informationen entnehmen Sie der Homepage.

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    Baumwipfelpfad Steigerwald Newsticker Startseite Baumwipfelpfad Steigerwald Nachrichten
    news-1999 Fri, 26 Jul 2019 07:59:42 +0200 Blütenpracht im Spessart http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1999&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4943946a89bae7e747693965cdc1ebc8 Es blüht tatsächlich: In diesen Tagen blühen besonders viele der ein- und mehrjährigen Blühpflanzen auf den Staatswaldwiesen im Nordspessart. Beispielsweise auf einer ehemaligen Wildwiese östlich von Neuhütten kann man rund 4.000 Quadratmeter Blütenmeer aus Rot, Blau und Gelb entdecken. Die Bayerischen Staatsforsten legen seit letztem Jahr gezielt Blühflächen an, um unseren heimischen Insekten Nahrungsgrundlage und Lebensraum zu bieten. Die Wiesen werden sehr extensiv gepflegt. In den letzten Monaten sind so über 14 solcher zusätzlichen Naturschutzflächen entstanden. Über das Jahr verteilt blühen dort typische Wiesenarten wie Wilde Möhre und Schafgarbe, Hirtentäschl, Hahnenfuß, Laimkraut und co.

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    Wald im Spessart Wald im Spessart Newsticker Startseite Forstbetrieb Heigenbrücken Nachrichten
    news-1998 Thu, 25 Jul 2019 16:30:43 +0200 Eichen sollst Du weichen… http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1998&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=dc0b1d5a02f6e64c4af79f8cd8a4fe6a Bei Gewittern: Weg von Bäumen  25.07.2019, Kempten - Heiße Sommertage mit Hitzegewittern und nachts Wetterleuchten!

    Am gemütlichsten lassen sich diese schaurig-schönen Naturspektakel in den eigenen vier Wänden hinterm Fenster beobachten. Ein Blitzableiter auf dem Dach des Hauses sorgt für größtmögliche Sicherheit. „Unsere Waldbäume müssen auf diesen Komfort verzichten, sie sind schlichtweg selbst der Blitzableiter“, beschreibt Förster Hans Mayr die Situation im Wald, wenn wie zurzeit die Sommergewitter aufziehen. Mayr ist Revierleiter bei den Bayerischen Staatsforsten am Forstbetrieb Sonthofen.

    Für Menschen heißt es bei einem Gewitter raus aus dem Badesee und rein ins Haus oder Auto! Wenigstens aber runter von ausgesetzten Kuppen und schnell in Senken, sich möglichst klein machen und keinen Regenschirm aufspannen! Auch das Sprichwort ´Von den Eichen sollst du weichen, doch die Buchen sollst du suchen!`, ist wissenschaftlich nicht begründet. Staatsforsten-Revierleiter Mayr empfiehlt: „Es gilt uneingeschränkt der Grundsatz weg von allen Bäumen in exponierter Lage!“ Bäume können nicht davonlaufen, sie ragen hoch in den Himmel und sind stets feucht oder gar nass. Nochmal Hans Mayr: „Blitze lieben das und spielen russisches Roulette mit ihren Opfern.“ Sind die Bäume oberflächlich tropfnass, fließt die Blitzenergie im besten Fall weiter in den Boden. Gibt es keinen nassen Weg an der Baumoberfläche, dringt der Blitz tiefer in den Holzkörper ein und setzt schlagartig seine gewaltige Energie frei. Das feuchte Holz im Inneren kocht und explodiert in Sekundenbruchteilen.

    Förster Mayr begegnet solche Bäumen regelmäßig in seinem Kürnacher Staatswaldrevier. „Die Bäume sehen regelrecht zerfetzt aus“, beschreibt er sie. „Holzsplitter liegen sogar bis zu 20 Meter vom Einschlagort entfernt.“ Das Holz ist in solchen Fällen wegen unberechenbarer Risse nicht für Bretter oder Balken brauchbar. Es ranken sich auch seltsame Mythen um Blitzbäume. Eine davon ist Förster Mayr vor einigen Jahren zu Ohren gekommen: „Blitzbäume hätten keinen Brennwert, weil der Blitz dem Baum sämtliche Energie genommen hätte. Naja…“

    Zerstörte Bäume gehören durchaus auch zum Ökosystem Wald und brauchen nicht in jedem Fall entnommen zu werden. Bei Laubbäumen ist die Gefahr sehr gering, dass sich Schädlinge ausbreiten. „Bei der Fichte gilt es, genauer hinzusehen“, empfiehlt Förster Mayr. „Nur wenn sie zahlreiche Risse und große, freiliegende Stammverletzungen aufweisen, trocknen sie sehr schnell ab. Zudem kommt es auf die Jahreszeit an. Es gibt Fälle, da sind sie dann schlechte Brutstätten für Borkenkäfer. Dann lassen wir sie stehen und sie bieten noch über Jahre hinweg hervorragende Biotopbäume für Spechte, Fledermäuse, Insekten und Pilze.“

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    Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
    news-1997 Thu, 25 Jul 2019 16:06:07 +0200 Zertifizierte Nachhaltigkeit http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1997&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=a206f343032a4837f600cac708e0c97f PEFC bestätigt nachhaltige und vorbildliche Bewirtschaftung am Forstbetrieb Hammelburg Jedes Jahr finden in den Wäldern der Bayerischen Staatsforsten vor Ort Audits für das PEFC (engl. Programm for the Endorsement of Forest Certification schemes) Zertifikat statt. Dieses Jahr wurde der Forstbetrieb Hammelburg auditiert. Die renommierten Zertifizierer nehmen dabei den Wald und die Bewirtschaftung genau unter die Lupe und prüfen besonders, ob die Nachhaltigkeitskriterien beachtet werden.

    „PEFC“ der Name des Zertifikats ist ein echter englischer Zungenbrecher. Auf Deutsch kann man es gut mit dem Begriff „Wald-TÜV“ umschreiben. „Produkte mit dem PEFC-Siegel geben dem Verbraucher die Gewissheit, dass die eingesetzten Rohstoffe aus einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung stammen“ so Wilfried Stech, PEFC-Auditor der HW-Zert GmbH (www.hw-zert.de). Zwei Tage lang hat er die Staatswälder des Forstbetriebs Hammelburg bei Gemünden, Mittelsinn und Neuwirtshaus begutachtet, zahlreiche Dokumente und Nachweise kontrolliert, um sicherzustellen, dass die vorgegebenen Standards und Grundsätze des Zertifikates eingehalten werden.

     „Das Ziel unserer Arbeit ist es, bei einer integrativen Vorgehensweise die ökologischen, ökonomischen und sozialen Ansprüche an den Wald bestmöglich zu erfüllen. Dabei wollen wir sicherstellen, dass alle Belange durch unsere Mitarbeiter angemessen berücksichtigt werden, so Daniel Zippert, Leiter des Forstbetriebs Hammelburg. „Und die Ansprüche an den Wald und die Forstwirtschaft, insbesondere im Hinblick auf den Klimawandel, werden immer größer und vielfältiger! Eine Vermittlung dieser Ansprüche unter den verschiedenen Interessengruppen an den Wald (wie z.B. Naturschutz, Wasserschutz, Erholungsverkehr, Brennholzbedarf u.v.m.) durch die Förster, ist dabei zwingend erforderlich“ so Zippert weiter.

    Ein unabhängiger Prüfer, so wie es die PEFC-Auditoren sind, unterstreicht den Anspruch der Bayerischen Staatsforsten seine nachhaltige Waldbewirtschaftung transparent darzustellen. Neben den gesetzlichen Vorgaben werden auch die darüber hinausgehenden strengen Standards und Grundsätze der PEFC-Zertifizierung eingehalten.

    Im Rahmen einer Produktkettenzertifizierung werden aber auch z.B. holzverarbeitende Betriebe (Sägewerke, Schreinereien usw.) kontrolliert. Das PEFC-Logo kommt mittlerweile auf unzählige Erzeugnisse, wie z.B. Dielen, Kanthölzer, aber auch Papiertaschentücher oder sogar Kleidungstücke, die aus Viskosefasern aus Buchenholz hergestellt werden. Weltweit sind bereits mehr als 300 Millionen Hektar Wald, deutschlandweit rd. 7,3 Mio. Hektar nach PEFC zertifiziert. Das sind immerhin ca. zwei Drittel unseres Waldes. PEFC ist die größte Institution zur Sicherstellung und Vermarktung nachhaltiger Waldbewirtschaftung durch ein unabhängiges Zertifizierungssystem.

    Über 60 Einzelmerkmale wie z.B. Erhalt der Gesundheit und Vitalität, der Produktionsfunktion, der biologischen Vielfalt und der Schutzfunktion der Wälder, wurden am Forstbetrieb Hammelburg überprüft. Das Ergebnis war hervorragend, alle PEFC-Kriterien wurden umgesetzt sowie entsprechend sauber dokumentiert und Stech bestätigt: „Die Waldbewirtschaftung durch die Bayerischen Staatsforsten erfolgt vorbildlich und nachhaltig!“

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    Forstbetrieb Hammelburg Nachrichten
    news-1996 Wed, 24 Jul 2019 16:15:22 +0200 40 Jahre im Forst aktiv http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1996&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=5b13032bc96d110927de7fa52300eee2 Langjähriger Waldfacharbeiter des Forstreviers Taubenbach im Hirschwald in Ruhestand

    (Burglengenfeld/Vilshofen 24. Juli 2019) „Nach 40 Jahren treuen Diensten hat er sich ein paar Denkmäler gesetzt“. Mit diesen Worten verabschiedete der Burglengenfelder Forstbetriebsleiter Thomas Verron anlässlich einer Betriebsfeier Gerhard Hollweck. Ruhig, stets loyal und zuverlässig hat er mit großem Können 40 Jahre in den bayerischen Staatswäldern um Amberg, Burglengenfeld und Pielenhofen gewirk. Jetzt am Ende der kurzen inaktiven Phase der Altersteilzeit kann er stolz zurückblickend in den wohlverdienten Ruhestand gehen.

    Hollweck war als zunächst gelernter Zimmermann ein Seiteneinsteiger, der sich aufgrund der fachverwandten Ausbildung sehr schnell in die Forstpartie einfand und in Folge seiner Arbeitseinstellung sich bald als jahrzehntelanger Vorarbeiter qualifizierte. Der Mendorferbucher wurde mit seinem Ruhestand gleichzeitig für 40 Jahre im Wald geehrt. Nach solch langer Zeit kann er auf viele Erinnerungen und bleibende Spuren in Holzernte- und Kulturtätigkeit, Pflege- und Naturschutzarbeiten im Naturpark Hirschwald zurückblicken. Als Zimmermann hat er eine ganze Zahl von Forsthütten saniert und forstbetriebliche Nebengebäude entworfen und aufgebaut. Da hat er sich manch bleibendes Denkmal gesetzt, mit dem er sich bei seinen Kollegen unvergessen macht. Betriebsleitung, Personalrat und Kollegen wünschten Gerhard Hollweck mit einem Geschenkkorb alles erdenklich Gute und ein weiter ereignisreiches, aber stressfreies und gesundes Leben.

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    Forstbetrieb Burglengenfeld Nachrichten
    news-1995 Wed, 24 Jul 2019 14:54:41 +0200 Betrachtungen zu einem mystischen Baum, zu 50 Jahre Vergänglichkeit und zum Leben in Totholz http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1995&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=81ca0a636c0281e055e0fbd5057e1345 Die „Wendelinuseiche“ stand einst am Fuße des Geisbergs zwischen Geisfeld und Melkendorf, ein mystischer Baum zu ihren Lebzeiten, selbst am Boden liegend heute immer noch imposant, selbst nach 50 Jahren der Vergänglichkeit preisgegeben.

    Im greisen Alter von vielleicht 1000 Jahren hatte sie eine Stammhöhe von 23Metern und einen Umfang von stolzen 13 Metern, beinhaltete damit etwa 50m³ Holz. Ein leichter Wind brachte die betagte Eiche schließlich vor 50 Jahren,am 30. Juli 1969 zum Einsturz, vgl. auch: monumentaleeichen.de

    Wir wollen deshalb auf diesen außergewöhnlichen Baum aufmerksam machen. Wir, das sind der betagte Zeitzeuge, Fritz Keilholz, der den Baum noch in seiner belaubten Pracht erlebt hat, Dr. Dieter Heim von der kulturellen Dorfgemeinschaft Geisfeld, der die Geschichte zur Wendelinuseiche aufgezeichnet hat, sowie der zuständige Leiter des Forstreviers Leesten, Gerhard Rühling, und der Leiter des Forstbetriebs Forchheim, Stephan Keilholz. Wir treffen uns dazu am Dienstag, dem 30.07.2019 um 10:00 Uhr am Ortsausgang von Geisfeld in Richtung Melkendorf, am nördlichen Ende der Melkendorfer Straße, 96129 Strullendorf (Geisfeld). Wir laden zu den Betrachtungen rund um diesen außergewöhnlichen Baum herzlich ein und freuen uns auf Ihr Kommen.

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    Forstbetrieb Forchheim Nachrichten
    news-1994 Wed, 24 Jul 2019 14:36:35 +0200 50 Jahre Hubertusbrunnen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1994&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=beb1a247b662f6e6a38cd914b2b0f9fb Zum 50-jährigen Jubiläum des Hubertusbrunnens weist eine Schautafel auf die Geschichte und die Besonderheiten des Brunnens hin. Die Schautafel wird am Samstag, dem 20. Juli 2019 um 14 Uhr der Öffentlichkeit vorgestellt.

    Die Hubertusquelle wurde Anfang der 1960 er Jahre beim Bau des Forstwegs entdeckt, gefasst und am 3. November 1968, dem Hubertustag, eingeweiht. Sie ist dem Schutzheiligen der Jäger und Schützen, dem heiligen Hubertus, gewidmet.

    Beteiligt an Planung und Ausführung der Quellfassung waren das damalige Bayerische Forstamt Bamberg-Ost, der Reit- und Fahrverein Bamberg, die Bürgervereine Gartenstadt und Bamberg-Ost sowie die Privilegierte Schützengesellschaft 1306.

    Die Quelle an dieser Stelle im Hauptsmoorwald ist Ausfluss der Geologie des Keupers, v.a. des 40-50 Meter mächtigen Tonbandes des „Feuerletten“ als Stauschicht. Das Relief des Feuerlettens ist nicht eben, sondern weist kleine Kuppen und Mulden auf. Die Waldabteilung Kessel ist von einer solchen Eintiefung im Feuerletten geprägt. Auf dem Feuerletten lagern Dünensande, Sedimente von Flugsanden nach der letzten Eiszeit. Niederschlagswasser sickert durch die Dünensande, kann durch den Ton des Feuerletten nicht nach unten versickern und tritt dann sehr kalkarm an der Hubertusquelle wieder aus.

    Das Wasser des Hubertusbrunnens wird regelmäßig von Waldbesuchern in kleinen Mengen in Flaschen und Kanister abgefüllt. Insbesondere Aquarienfreunde, Tee- und Kaffeetrinker und sogar Schnapsbrenner schätzen das weiche Wasser der Hubertusquelle mit seinem pH-Wert von etwa 5,8 (ermittelt mit „Einstabmesskette“). Dieser pH - Wert entspricht etwa dem von schadstofffreiem Niederschlagswasser.

    Im Wasser der Hubertusquelle sind insbesondere Eisenoxide gelöst, die aus den Dünensanden ausgewaschen werden und am Beckenboden des Brunnens einen rostbraunen Belag bilden. Nach der Trinkwasserverordnung wäre das saure Wasser nicht als Leitungswasser geeignet, da es Leitungsrohre korrodieren und so schädigen könnte.

    Da das Wasser der Hubertusquelle nicht auf Krankheitserreger untersucht wird, muss zudem darauf hingewiesen werden, dass das Quellwasser „KEIN TRINKWASSER!“ ist.

    Näheres zur Hubertusquelle samt neuer Hinweistafel stellen der Leiter des Forstreviers Strullendorf, Hubert Barth, und der Leiter des Forstbetriebs Forchheim, Stephan Keilholz vor am Samstag, dem 20. Juli 2019.

    Treffpunkt ist um 14:00 Uhr am Hubertusbrunnen. Die PKW parken am Parkplatz an der Staatsstraße von Bamberg nach Geisfeld, etwa 300m nach der Autobahnbrücke auf der rechten Seite in Richtung Geisfeld. Auch einige Reiter/-innen werden hoch zu Ross an der Vorstellung teilnehmen.

     

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    Forchheim Nachrichten
    news-1993 Tue, 23 Jul 2019 16:56:49 +0200 Von A wie Auerwildbiotoppflege bis Z wie Zaunabbau http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1993&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=bbb628335005811715c1b3d4a04a9b0e Schüler der Waldorfschule Gröbenzell im Einsatz am Forstbetrieb Fichtelberg

    (23.07.2019) Bischofsgrün. – Fast 30 Jugendliche der 8. Klasse Waldorfschule in Gröbenzell waren im Rahmen einer Arbeitswoche des Bergwaldprojekts e.V. im Fichtelgebirge im Einsatz. Dabei lernten sie die Reviere Goldkronach und Röhrenhof des Forstbetriebs Fichtelberg kennen. Ziel dieses Forstpraktikums war es, den Schülern die vielfältigen Funktionen des Ökosystems Wald durch verschiedenste Arbeiten näher zu bringen.

    Nach Anreise am Sonntag nachmittag und der ersten Nacht im Zeltlager auf der Auer-Alm in Bischofsgrün konnte die Gruppe bereits am frühen Montagmorgen voller Tatendrang in den Tag starten.

    Hubertus Schmidt und Anton Eichermüller, beide Revierleiter am Forstbetrieb Fichtelberg, sowie die Jungförsterin Johanna Zintl, die die Projektwoche federführend für die Bayerischen Staatsforsten betreute, begrüßten die Schülerinnen und Schüler im Fichtelgebirgswald. Dann ging es auch schon los mit der Arbeit.

    Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg ist ein gemeinnütziger Verein, der bei seinen jährlich ca. 100 Projektwochen an 51 Standorten in ganz Deutschland mehr als 2.000 ehrenamtliche Helfer für Naturschutz- und Tourismus-Maßnahmen im den Wald bringt. Dort erleben die Teilnehmer die dynamischen Abläufe im Wald und vielfältige Aspekte der Ökosysteme. Seit vielen Jahren unterstützt das Bergwaldprojekt den Forstbetrieb Fichtelberg bei Arbeiten rund um Naturschutz und Tourismus.

    Jonathan Schüppel, Projektleiter des Bergwaldprojekts, leitete die Schüler für eine Bachfreistellung an. Kleine Fichtenbäumchen, die zu dicht am Gewässerrand wuchsen, sollten gefällt werden, damit zukünftig mehr Licht auf den Boden am Ufer fällt. Besonders viel Freude bereitete den Teilnehmern das händische Entrinden der zuvor gefällten Bäume entlang des Gewässers. „Da sieht man, was man geleistet hat“ beschreibt eine Teilnehmerin ihre Motivation. Im Zuge dieser Maßnahme konnte zugleich der Lebensraum der Auerhühner verbessert werden, indem auch im weiteren Umfeld zur Förderung der Beerkrautvegetaion kleine Fichten entfernt wurden.

    Im weiteren Verlauf der Woche legten die Freiwilligen einen kleinen Wandersteig entlang der „Wolga“, eines Bachlaufs bei Föllmar frei. Auch „typische“ Forstarbeiten, wie der Abbau eines entbehrlichen Kulturzaunes oder der Schutz kleiner Douglasienpflanzen vor dem Wild standen auf dem Plan.

    Als kleines Dankeschön des Forstbetriebs erwartete die Jugendlichen am Freitag eine Abschlussexkursion in den Wildpark Waldhaus Mehlmeisel. Danach spendierte der Forst Wildbratwürste aus eigener Herstellung für einen gemütlichen Abschiedsabend am Lagerfeuer.

    Alles in allem zogen sowohl Schüler als auch die Lehrer und Betreuer des Bergwaldprojekts nach der arbeitsintensiven Woche eine sehr positive Bilanz. „Anstrengend, viele Mückenstiche, aber eine tolle Erfahrung“, so beschreibt eine Schülerin ihre Woche. Bei der Verabschiedung der Gruppe lobte Forstanwärterin Johanna Zintl die tolle Leistung des Teams: „Ihr habt reichlich Erfahrungen gesammelt, viel gelernt und erlebt in der vergangenen Woche. Und gleichzeitig konntet Ihr viel Gutes bewirken für die Natur.“

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    news-1992 Tue, 23 Jul 2019 16:54:06 +0200 Kreisjugendchor Bamberg in Ebrach http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1992&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=710815e0b7d07b223565fced5e538a6e Ebrach (23.07.2019) – „In’s Wasser fallen lassen“ wolle man das lang geplante Sommerkonzert am 13. Juli aufgrund der unbeständigen Wetterlage nicht. Da waren sich die Veranstalter des Baumwipfelpfades Steigerwald mit dem Kreisjugendchor Bambergeinig. So wurde die Aufführung kurzerhand vom Aussichtsturm im Steigerwald in die ehemalige Klosterkirche verlegt. Belohnt wurde diese Notlösung mit der einzigartigen Akustik des eindrücklichen Kirchenraumes. In einem rund 90-minütigen Programm begeisterte der Leistungschor des FSB das Publikum mit einer Bandbreite an Gospels,Spirituals und weiteren Stücken mit geistlichem Inhalt. Aber auch bekannte Volkslieder und Höhepunkte aus Musical, Film und Pop wurden zum Besten gegeben. Chorleiter Wolfgang Reh und die Sänger begeisterten mit Ihrer Freude am Musizieren und einer herausragenden Leistung. Die Konzertbesucher bedankten sich mit viel Applaus bei den jungen Sängerinnen und Sängern für das abwechslungsreiche Programm. Diese traten im Anschluss wieder den Heimweg an von einem ereignisreichen Ausflug, der bereits am Nachmittag mit dem Erklimmen des Baumwipfelpfades begann.

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    news-1991 Tue, 23 Jul 2019 15:03:47 +0200 Moderne Waldbewirtschaftung bei der Landesgartenschau Wassertrüdingen http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1991&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=f8aabdd962fe504369e292bd262f000a Die kleine mittelfränkische Stadt Wassertrüdingen im Landkreis Ansbach mit etwa 6.000 Einwohnern ist noch bis zum 8. September Gastgeber für die bayerische Landesgartenschau 2019. Eröffnet wurde die Gartenschau am 24. Mai durch den bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder u. A. mit den Worten „Es geht darum, Natur und Stadt – Natur und Kultur miteinander perfekt zu ergänzen“.

    Unter dem Motto „Schätze des Waldes - was für eine Vielfalt!“ ist auch die Bayerische Forstverwaltung mit einem eigenen Ausstellungsbereich beteiligt. Jeweils an den Wochenenden gestalten die mittelfränkischen Ämter für Ernährung Landwirtschaft und Forsten und weitere Partner eigene Schwerpunkthemen, um bei den Besuchern um Akzeptanz für forstliches Handeln im Wald zu werben.

    Am vergangenen Wochenende, dem 13. und 14. Juli, war es dann soweit, die Forstbetriebe Rothenburg o.d.T. und Allersberg mussten ran. Als Motto hatten wir vor Monaten noch die „Moderne Waldbewirtschaftung“ gewählt. Die Truppe setzte sich zusammen aus dem stellvertretenden Forstbetriebsleiter Daniel Engelhard, dem Revierleiter Michel Reingruber und dem Forstwirtschaftsmeister Werner Stadelmann vom Forstbetrieb Rothenburg. Aus Allersberg kamen der kommissarische Forstbetriebsleiter Harald Schiller, Revierleiter Michael Hagenheimer und Forstwirtschaftsmeister Anton Schneck.

    Bis auf das Wetter am Samstag war dann auch alles bestens gemanagt und es lief wie am Schnürchen. Wie gesagt, am Wetter wäre künftig noch zu arbeiten.

    Aufgrund des Regens war der Samstag dann auch eher etwas zäh, der Sonntag dagegen sehr gut besucht. Blauer Himmel und Sonnenschein bei angenehmen, nicht zu heißen Temperaturen ließen zahlreiche Besucher, darunter viele Familien mit Kindern, in die Gartenschau und an unseren Forststand strömen. Zu überhören waren wir ja auch nicht, da unsere beiden Forstwirtschaftsmeister fast den ganzen Tag verschiedenste Figuren mit der Motorsäge schnitzten. Wie immer ein Highlight für viele Gäste. Am Sonntag kamen wir fast in Konkurrenz zum Bläsertag, an dem auf dem gesamten Gartenschaugelände zahlreiche Posaunenchöre und Bläsergruppen ihr Können präsentierten. Forstwirtschaftsmeister Schneck musste daher von Zeit zu Zeit in seinem Tatendrang eingebremst werden.

    Thematisch waren die Tage aber weniger von unserem ursprünglich gesetzten Schwerpunkt der „Modernen Waldbewirtschaftung“ geprägt. Durch die mediale Berichterstattung der letzten Wochen und Monate waren die Besucher besorgt über die verschiedenen Kalamitäten wie Trockenheit, Sturmwurf, Borkenkäfer und andere Schadinsekten. Daher bezog sich ein Großteil der Fragen darauf, wie es denn mit dem Wald weitergehe. Auch viele Waldbesitzer waren darunter und suchten bei uns Rat, mit welchen Baumarten sie denn künftig weiterarbeiten sollten. So kamen viele interessante Gespräche zustande, bei denen wir auch das Handeln der Bayerischen Staatsforsten erklären konnten.

    Bei den Auslagen waren natürlich wieder die Blühmischungspäckchen ein Renner. Bei den Kindern waren die Pixi-Bücher und BaySF-Käppis heiß begehrt. Im Laufe des Tages sah man dann auch immer mehr orange-bemützte Kinder auf dem gesamten Landesgartenschaugelände.

    Insgesamt war die Gemeinschaftsaktion der Forstbetriebe Rothenburg und Allersberg sicherlich eine gute Werbung für die Arbeit der Bayerischen Staatsforsten im Wald.

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    Forstbetrieb Rothenburg ob der Tauber Forstbetrieb Allersberg Nachrichten
    news-1989 Fri, 19 Jul 2019 10:00:00 +0200 Forstbetrieb Schnaittenbach unter neuer Leitung http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1989&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=edbb81c1e7a1735921d6fd7cc0979645 Stabübergabe am Forstbetrieb Schnaittenbach: Der bisherige Leiter der Unternehmenskommunikation der Bayerischen Staatsforsten, Philipp Bahnmüller, übernimmt zum 1. August die Leitung des oberpfälzischen Forstbetriebs. Sein Vorgänger Rudolf Zwicknagl wechselt an den Forstbetrieb Roding.

    „Der Forstbetrieb Schnaittenbach ist auch künftig in guten Händen!“ So fasste der Vorstandsvorsitzende Martin Neumeyer den Wechsel in der Leitung des Forstbetriebs Schnaittenbach zusammen. „Mit Philipp Bahnmüller habe ich in den vergangenen Jahren eng zusammengearbeitet, und so wie er bisher die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit umsichtig und mit Sachverstand koordiniert hat, wird er auch seine neue Aufgabe meistern“, so Neumeyer.

    Eine Aufgabe, die Bahnmüller voller Vorfreude angeht: „Nach einer Reihe von Jahren in der Öffentlichkeitsarbeit freue ich mich sehr auf die vor mir liegende Herausforderung, auf die Menschen und den Wald hier in der Region.“ Er werde versuchen, so Bahnmüller, die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers fortzuführen. „Wir müssen unsere Wälder angesichts des Klimawandels möglichst schnell fit machen für die anstehenden Veränderungen“, so Bahnmüller. „Waldumbau heißt das Gebot der Stunde!“ Dies gelte es nicht nur umzusetzen, sagte Bahnmüller, sondern der Öffentlichkeit auch gut zu erklären. „Nur dann erhält die Forstwirtschaft auch das Ansehen, das sie verdient.“

    Der 41-jährige Philipp Bahnmüller stammt aus dem Rheinland. Nach dem Studium der Forstwissenschaft in Freiburg begann er seine berufliche Laufbahn 2004 bei einer Kommunikationsagentur, die auch die Öffentlichkeitsarbeit des damaligen Holzabsatzfonds betreute. Ab 2007 leitete Bahnmüller die Öffentlichkeitsarbeit des größten deutschen Forstzertifizieres PEFC, nach dessen Kriterien auch der bayerische Staatswald zertifiziert ist. 2010 wechselte er zu den Bayerischen Staatsforsten in die Unternehmenskommunikation, deren Leitung er 2013 übernahm. Von August bis Dezember 2018 war Bahnmüller stellvertretender Forstbetriebsleiter in Roding.

    Vorgänger Rudolf Zwicknagl wurde 1971 in der Nähe von Roding in der Oberpfalz geboren. Nach dem Studium der Forstwissenschaft begann sein forstlicher Werdegang Ende der neunziger Jahre an den damaligen Forstämtern Burglengenfeld und Selb und der Forstdirektion Schwaben. Nach zwei Jahr an der Forstdirektion Oberfranken-Mittelfranken wechselte er 2004 an das Forstministerium in München und schließlich 2005 zu den neu gegründeten Bayerischen Staatsforsten nach Regensburg, wo er die Leitung der Unternehmensentwicklung übernahm. Ab 2013 leitete er den Staatsforstbetrieb in Heigenbrücken, seit 2016 den Forstbetrieb Schnaittenbach. Zum 1. Juli wechselte Zwicknagl in den Nachbarforstbetrieb nach Roding.

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    news-1990 Thu, 18 Jul 2019 15:45:35 +0200 „Der Klimawandel wirkt immer stärker“ http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1990&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=4943a795431dfeb2ff6f4d520a8c167a In einem Interview mit dem Münchner Merkur äußert sich der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten zur Rolle des Waldes in Zeiten des Klimawandels:

    Artikel: Der Klimawandel wirkt immer stärker

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    news-1988 Thu, 18 Jul 2019 14:08:41 +0200 Aus dem Wald auf den Grill http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1988&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=095c8f90947f086e42c4cfb53ede51c0 Neuer Wildbretverkäufer am Forstbetrieb Fichtelberg (17.07.2019) Fichtelberg. – Der Forstbetrieb Fichtelberg erweitert sein Wildbret-Angebot. Neu im Sortiment ist jetzt Grillfleisch von Reh, Hirsch und Wildschwein. Der Impuls dafür kam von Wolfgang Kneidl, einem neuen Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten.

    Vor wenigen Wochen hat sich am Forstbetrieb Fichtelberg ein Wechsel vollzogen. Klaus Schmidt, stellvertretender Teamleiter im Büro, ging in den Ruhestand. Sein Nachfolger ist Wolfgang Kneidl aus Nagel. Er ist gelernter Bürokaufmann und hat bisher unter anderem in seiner Heimatgemeinde eine Metzgerei geführt. „In dieser Kombination ist er für die Stelle als stellvertretender Teamleiter natürlich unsere Traumbesetzung“ verrät Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs in Fichtelberg. „Einerseits kümmert er sich um Lohnabrechnung und Personalfragen unserer Forstwirte. Andererseits organisiert er die Vermarktung unseres Wildbrets. Und da hat er gleich aus seiner beruflichen Erfahrung heraus neue Impulse gesetzt“ schwärmt der Forstchef.

    So bietet der Forstbetrieb Fichtelberg nicht nur die bewährten küchenfertigen Bratenstücke vom Reh, Hirsch und Wildschwein. Neu im Sortiment sind Wildbretportionen für Grill oder Pfanne. „Gerade jetzt im Sommer ist die Nachfrage nach Fleisch zum Grillen groß“ stellt der Metzgermeister und Wildbretfachmann Wolfgang Kneidl fest. „Dafür bieten wir Keulensteaks vom Reh, Wildschweinrücken, Rotwild-Filets und viele andere Teile, die vom Grill einfach lecker sind - alles aus der Region, alles frisch. Und die Zubereitung ist denkbar einfach: je nach persönlichem Geschmack kurz marinieren, würzen und für ein paar Minuten auf den Grill – fertig ist ein schmackhaftes und gesundes Wildgericht.“ Nachstehend finden Sie das Lieblingsgrillrezept von Wolfgang Kneidl.

    Der Wildbretverkauf am Forstbetrieb Fichtelberg ist immer während der normalen Bürozeiten geöffnet, also Montag bis Donnerstag von 8 bis 12 Uhr und von 13 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 14 Uhr.

    Das Angebot richtet sich natürlich nach der Jagdzeit und dem Jagderfolg der Mitarbeiter des Forstbetriebs. Aber ohne Wildbret muss niemand heimgehen. Wolfgang Kneidl verspricht: „Wir haben ganz sicher etwas für Ihre nächste Grillparty.“

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    news-1987 Thu, 18 Jul 2019 13:49:28 +0200 Der Riesenbärenklau http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1987&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=adbe14171b6e3a70eaabc133ca9c335b 18.07.2019, Kempten - Er ist eine imposante Schönheit, der Riesenbärenklau. Um diese Jahreszeit fällt er besonders durch seine riesigen Blüten auf, die einen Durchmesser von bis zu 60 cm erreichen können. Aber er hat einen entscheidenden Nachteil: Er ist giftig. Dies bezieht sich auf sämtliche Pflanzenteile, besonders auf den Saft. 

    „Der russische Gesandte soll Samen vom Riesenbärenklau anlässlich des Wiener Kongresses Fürst Metternich zur Verschönerung seiner Parkanlagen als außergewöhnliches Geschenk überreicht haben“, berichtet Revierleiter Markus König. Er ist Förster im Staatwaldrevier Buchenberg. Das könnte gut sein, denn die Riesenpflanze war ursprünglich nur im Kaukasus beheimatet. Sie hat sich im 19. Jahrhundert rasch in Mitteleuropa ausgebreitet.

    Nochmal Markus König: „Der Doldenblütler kann fast auf jedem Standort angetroffen werden, natürlich auch im Wald. Er gilt heute als unerwünscht, da er in der Lage ist, einheimische Vegetation zu verdrängen. Außerdem führen seine Brennhaare zu ernsten Verletzungen. Bereits bei Berührung können Hautrötungen und Pustelbildungen auftreten, manchmal auch zeitverzögert erst nach Tagen. Betroffene Stellen sollten umgehend mit Wasser und Seife abgewaschen und nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt werden, da dieses die Reaktionen verstärkt. Wer sichergehen will, sucht einen Arzt auf.“

    Bei den Bayerischen Staatsforsten Sonthofen, zu dem auch das Revier Buchenberg von Markus König gehört, ist die Ausbreitung allerdings noch nicht soweit fortgeschritten. „Das ist wegen unseres konsequenten Handelns der vergangenen Jahre, bei dem auch keine Chemie zu Einsatz kommen musste“, freut sich Förster König. „Wir können uns noch mit mechanischen Maßnahmen wie abschneiden behelfen. Wenn es rechtzeitig erfolgt, führt es dazu, dass die Blüten vertrocknen und die Samen nicht zur Reife gelangen.“ Aber er warnt: „Das müssen Fachleute machen, die über entsprechende Werkzeuge und Schutzkleidung verfügen. Weil es nicht möglich ist, alle Pflanzen zu finden und zu beseitigen, gilt eine einfache Regel, um gesundheitliche Schäden zu vermeiden: Finger weg, auch Eigeninitiativen zur Bekämpfung sind nicht zielführend!“

    Bei all den Nachteilen, hat der Bärenklau aber einen Vorteil: Er ist ein Spätblüher. Mit seiner späten Tracht bietet er vielen Insekten spät im Jahr Nahrung. Dann, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind. Und Förster Markus König relativiert: „So hat alles Vor- und Nachteile. In wie vielen Hausgärten, in denen auch kleine Kinder spielen, gibt es Pflanzen, die hochgiftig sind. Aber da redet halt niemand drüber …“

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    Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
    news-1986 Wed, 17 Jul 2019 16:49:50 +0200 Einweihung Sterzer Rundweg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1986&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=acfc59f23f4fbf957d2ad31458d97b74 Der Forstbetrieb Waldsassen weiht am Sonntag, 21.07.2019 mit einem Waldfest den neu gestalteten „Sterzer Rundweg“ als Bestandteil der Erlebniswelt Waldnaabaue ein. Ab 13:00 Uhr beginnt der offizielle Festakt mit ökumenischer Segnung und anschließendem Festbetrieb mit der Blaskapelle Falkenberg. Für die jüngeren Besucher gibt es u.a. Kinderschminken, Baumklettern sowie einen aus Holz gestalteten Abenteuerspielplatz zu erkunden. Für die größeren Besucher gibt es neben anderen Attraktionen einen neu angelegten Bikeparcour.

    Als Beitrag für den Umweltschutz, wird ein eigens durch den Forstbetrieb Waldsassen errichtetes Insektenhotel seinen Namen erhalten und durch Schüler der Grundschule Mitterteich befüllt.

    Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt.

    Download Anfahrtsplan

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    Forstbetrieb Waldsassen Nachrichten
    news-1985 Wed, 17 Jul 2019 14:21:15 +0200 Seeadler-Nachwuchs am Forstbetrieb http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1985&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=8ae2d2c37417ed51e6dd1153e92924c9 Zwei weitere Jungvögel ziehen ihre Kreise Der Forstbetrieb freut sich über den aktuellen Bruterfolg eines Seeadlerpaars im Staatswald. 2019 brüteten dort bereits zum vierten Mal Seeadler, zum dritten Mal erfolgreich. 

    Nachdem 2016 ein Seeadlerpaar hier erstmals einen Horstbaum bezogen und einen Jungvogel erfolgreich aufgezogen hatte, konnten zwei Eier 2017 nicht ausgebrütet werden, vermutlich bedingt durch Störungen durch Passanten während der Brutzeit am Horst. Umso erfreulicher waren die wieder erfolgreichen Bruten im letzten und in diesem Jahr. Seit sich die beinahe erloschenen Populationen in Nord- und Ostdeutschland wieder erholt haben, erfolgt seit der Jahrtausendwende eine Wiederbesiedelung Bayerns. Von diesem größten Greifvogel Deutschlands brüten inzwischen wieder ca. 10 Paare in Bayern.

    Um den Werdegang unserer Schützlinge verfolgen zu können, wurden die Jungvögel heuer von Kathrin Weber im Auftrag des NABU-Vogelschutzzentrums Mössingen gewogen, vermessen und beringt.

    So verständlich die Faszination von diesen prächtigen Vögeln ist, so wichtig ist es, Störungen im Horstumfeld zu vermeiden. Wir wünschen „unseren“ Seeadlern ein langes, unfallfreies und ungestörtes Leben.

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    Waldnaturschutz Forstbetrieb Forchheim Nachrichten
    news-1983 Tue, 16 Jul 2019 07:50:00 +0200 Sitzbänke für die Schwabacher Wanderer in der Maisenlach und am Heidenberg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1983&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=34e1a213cbb78603bf83243b262a4033 Die „Brünst“, Wald im Eigentum der Stadt Schwabach und die Maisenlach, Fläche der Bayerische Staatsforsten, sind die Erholungswälder für die Schwabacher Bürger.

    Als Vorsitzender der „Arbeitsgemeinschaft 60plus“ der Schwabacher SPD ergriff Herr Runau die Initiative, Spaziergänge und Wanderungen in der Maisenlach auch für ältere Mitbürger noch attraktiver zu gestalten. Er schlug dem zuständigen Revierleiter der Bayerischen Staatsforsten Hubert Riedel vor, Sitzbänke aufzustellen. Damit lässt sich leichter eine Verschnaufpause einlegen, sitzend die Natur genießen oder komfortabler Brotzeit machen.

    Gerne griff der Forstbetrieb Allersberg diese Idee auf und ging ans Werk, Hubert Riedel suchte die besten Standorte aus.

    Die Bänke fertigte und stellte die mudra aus Nürnberg auf. Die mudra – Alternative Jugend- und Drogenhilfe e.V. (https://www.mudra-online.de/wald-und-holz.html) – bietet unter anderem für ehemalige Drogenkonsument_innen und Substituierte Arbeitsprojekte zur beruflichen Rehabilitation an. Speziell der Bereich Wald & Holz existiert seit 1985 und ist daher das älteste der Arbeitsprojekte der mudra.

    Das Holz - Fichte und Lärche - für die Bänke wiederum bezieht die mudra vom Forstbetrieb Nürnberg der Bayerischen Staatsforsten. Das Spezielle dieser Art der Bänke sind ihre metallfreien Verbindungen. Zusammen mit der Tatsache, dass das Holz auch chemisch unbehandelt bleibt, könnten die Bänke nach einer hoffentlich langen Nutzungsdauer an Ort und Stelle verrotten und so in den Stoffkreislauf der Natur zurückgehen.

    Insgesamt wurden zehn Ruhebänke aufgestellt. Vier in der Maisenlach und weitere sechs am Heidenberg, einem ebenfalls beliebten Ausflugsziel der Schwabacher. Die Kosten pro Bank betrugen inklusive Aufstellen rund 400 €.

    Da so ein Projekt über die normale vorbildliche Waldbewirtschaftung hinausgeht, wurde im Zuge der besonderen Gemeinwohlleistungen auch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth mit ins Boot geholt. Insgesamt beliefen sich die Aufwendungen für die Bänke auf rund 4.000 €. Der Forstbetrieb Allersberg erhält dafür eine Förderung von 90 % vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth.

    Neben der Zurverfügungstellung der Standorte für die Bänke sorgen die Bayerischen Staatsforsten künftig auf eigene Kosten für die Pflege der Bänke und die Verkehrssicherung.

    Insgesamt stellen die Bänke auch ein vorbildliches soziales und ökologisches Projekt dar. Auch sind sie ein gutes Beispiel einer gelungenen Zusammenarbeit zwischen Vertretern der Bürgerschaft, einer Sozialen Initiative, der Forstverwaltung und den Bayerischen Staatsforsten.

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    Forstbetrieb Allersberg Nachrichten
    news-1981 Fri, 12 Jul 2019 13:21:24 +0200 Der Wald ist aufgeblüht http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1981&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1830b36f0c54bf32dc6660c6bce87f9d Um in den Bayerischen Staatswäldern das Angebot an Blühflächen für heimische Insekten zu steigern, wurde 2018 von den Bayerischen Staatsforsten das Sonderprogramm „Der Wald blüht auf“ auf 130 Hektar ins Leben gerufen. Dieses Naturschutzprojekt wird dabei gefördert vom Freistaat Bayern mit Mitteln für besondere Gemeinwohlleistungen im Staatswald.

    Das Naturschutzprojekt zeigt am Forstbetrieb Forchheim nun erste Erfolge. Von den im letzten Jahr neu angelegten Blühwiesen mit insgesamt ca. 4,5 Hektar profitieren bereits viele Insektenarten.

    Dabei hatten die neuen Blumen 2018 und 2019 mit äußerst widrigen Witterungsbedingungen zu kämpfen. Wegen der langanhaltenden Trockenheit im vergangenen Jahr konnte erst im Herbst ausgesät werden. Die anhaltende Trockenheit auch in diesem Jahr war für manch frisch gekeimte Blütenpflanze an manchen Stellen problematisch.

    Umso erfreulicher ist es, dass trotz der schwierigen Verhältnisse die meisten Blühflächen mit regionalen Arten angereichert werden konnten. Derzeit bietet etwa die Blühfläche auf der Streuobstwiese am Fürstberg im Süden von Heroldsbach nicht nur ein beeindruckendes Bild für das menschliche Auge, sondern dient gleichzeitig als abwechslungsreiche Bienenweide.

    Nicht erst seit dem erfolgreichen Volksbegehren „Rettet die Bienen“ bieten die Bayerischen Staatsforsten übrigens aus Artenschutzgründen Imkerinnen und Imkern die Möglichkeit, ihre Bienenstöcke kostenfrei im Staatswald aufzustellen. Am Fürstberg freute sich so auch der dortige Imker Herbert Saam über die Anreicherung der Blühfläche.

    Wir laden Sie herzlich ein, zur Besichtigung der Blühflächen am Dienstag dem 23.07.2019 um 11.00 Uhr auf den „Fürstberg“ im Markwald bei Heroldsbach zu kommen. Der Treffpunkt ist um 11.00 Uhr der Waldparkplatz bei Thurn, Baiersdorfer Str., 91336 Heroldsbach (Koordinaten 49°41'07.5"N 11°00'35.4"E).

    Bitte teilen Sie uns vorab mit, ob Sie den angebotenen Termin wahrnehmen können (Email). Weitere Informationen zum Naturschutzprojekt „Der Wald blüht auf“ können Sie auch der Internetseite: www.baysf.de/de/magazin/der-wald-blueht-auf.html entnehmen.

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    Forstbetrieb Forchheim
    news-1980 Fri, 12 Jul 2019 13:09:42 +0200 Der Wald blüht auf http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1980&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=de389781035352a567b0c8eb23ce4574 Bayerischen Staatsforsten nehmen Mahd der Streitmöser wieder auf

    Bad Wiessee, 10.07.2019 – „Der Wald blüht auf“: Mit diesem Sonderprogramm wollen die Bayerischen Staatsforsten ihren Beitrag dazu leisten, der heimischen Insektenwelt zu helfen und um so dem in Presse und öffentlicher Diskussion mittlerweile allgegenwärtigen Insektensterben entgegenzuwirken. Dies soll vor allem über eine Steigerung des Angebotes an Blühflächen erfolgen. Die Kosten der verschiedenen Maßnahmen werden durch die Bayerischen Staatsforsten getragen, die ihrerseits vom Freistaat Bayern aus Mitteln für besondere Naturschutzleistungen gefördert werden.

    Bereits im vergangenen Jahr wurden so auch in den Revieren des Forstbetriebs Schliersee neue Blühflächen angelegt, strukturreiche Waldränder gepflanzt sowie eine Streuobstwiese neu begründet. In den Gebirgsbereichen sollte durch Wiederaufnahme der jährlichen Mahd langfristig die Artenvielfalt und so der ökologische Wert bereits vorhandener Waldblößen und Feuchtwiesen gesteigert werden.

    Eine dieser Flächen sind die sogenannten „Streitmöser“ oberhalb von Bad Wiessee. Waren diese in früherer Zeit bei kriegerischen Auseinandersetzungen noch ein Zufluchtsort für die Menschen im Tegernseer Tal, so sind sie heute zu einem Rückzugsort für viele mittlerweile selten gewordene Tier- und Pflanzenarten geworden.

    Die Streitmöser wurden über Jahrzehnte/Jahrhunderte hinweg als Streuwiese genutzt. So wurden sie i.d.R. einmal jährlich gemäht. Das dabei gewonnene Gras bzw. Heu wurde als Einstreu oder Futtermittel genutzt. Unterbleibt diese Mahd, können die Samen der umstehenden Waldbäume keimen und sich zu jungen Bäumchen und Sträuchern entwickeln. Gegenüber den konkurrenzkräftigeren Sträuchern und Bäumen haben die lichtbedürftigeren Blütenpflanzen das Nachsehen und werden mehr und mehr zurückgedrängt. Viele teilweise bunt blühenden Pflanzenarten würden so verschwinden und mit ihnen auch viele auf diese Blütenpflanzen angewiesene Insektenarten wie z.B. Schmetterlinge, Bienen oder Käfer.

    Um das langfristig drohende Zuwachsen der Streuwiese abzuwenden, hat der Forstbetrieb Schliersee nun im Rahmen des Sonderprogramms „Der Wald blüht auf“ im Herbst vergangenen Jahres die Mahd erstmalig wiederaufgenommen. Damit die sensiblen Flächen nicht durch eine Befahrung mit schweren Maschinen geschädigt werden wurde mit Handgeräten gemäht. Das anfallende Mähgut wurde zusammengerecht und von der Fläche abgefahren. Dies ist besonders wichtig, da nur bei Entzug des Mähgutes die für Streuwiesen typischen Pflanzenarten erhalten bleiben bzw. sich langfristig wiedereinstellen können. So wird von Jahr zu Jahr die Anzahl bunt blühende Pflanzenarten in den Streitmösern zunehmen. Die Aussichten stehen gut, dass man hier in ein paar Jahren sogar wieder Orchideenarten wie beispielsweise bestimmte Knabenkräuter bewundern können wird.

    Auf der familienfreundlichen Wanderung „Holzeralm und Koglkopf“ (Detaillierte Wegbeschreibung mit Karte und Höhenprofil finden Sie hier) kommt man nach etwa halber Strecke direkt an den Streitmösern vorbei. Hier ist auch das auf dem Foto zu sehende Hinweisschild aufgestellt, auf dem sich Wanderer über das Sonderprogramm „Der Wald blüht auf“ informieren können.

    Weitere Informationen zum Sonderprogramm bzw. über die Bayerischen Staatsforsten AöR oder zum Forstbetrieb Schliersee finden Sie unter www.baysf.de

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    Forstbetrieb Schliersee Nachrichten
    news-1978 Thu, 11 Jul 2019 14:09:00 +0200 Rede des Vorstandsvorsitzenden Martin Neumeyer anlässlich des heutigen Sommerfestes in Regensburg http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1978&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=24d8d6808437f3d3a5f9dd8b6f3e7823 Begrüßung

    Wir, mein Vorstandskollege Reinhardt Neft und ich, freuen uns, Sie, unsere Geschäftspartner, Kunden und Gäste, heute Abend zum Wilden Grillen begrüßen zu können. Wir freuen uns auf anregende Gespräche, vor allem aber darauf, mit Ihnen zu feiern.

    In der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion um den Klimawandel spielt der Wald eine zentrale Rolle. Zeitungen und digitale Medien landauf, landab zeichnen dabei Gefahren für den deutschen Wald. Und es stimmt: Der Wald ist in Gefahr! Und darauf müssen wir reagieren. Wir müssen alles tun, um den Wald gesund zu erhalten. Oder um mit den Worten unseres Ministerpräsidenten zu sprechen: Der Wald ist unser Erbe. Er ist herausgefordert und bedroht. Ihn zu erhalten ist die wichtigste Aufgabe.

    Denn der Wald ist nicht nur Opfer des Klimawandels, er wird auch gebraucht, um den Klimawandel abzumildern oder gar aufzuhalten. Einerseits wird der Wald durch die Klimaveränderung belastet, durch Hitze, Trockenheit und vermehrte Schädlinge. Andererseits findet im Wald die beste CO2-Speicherung überhaupt statt. Wir dürfen in diesen schwierigen Zeiten daher nicht passiv vor den Herausforderungen des Klimawandels stehen, sondern wir müssen aktiv Wege aufzeigen, Lösungen anbieten und umsetzen. Aus diesem Grund steht der heutige Abend unter der Überschrift „Neue Bäume braucht das Land“.  

    Dem vom Bayerischen Ministerpräsidenten ausgerufenen großen Programm zur Wiederaufforstung können wir da nur beipflichten. Den Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums zufolge werden mehrere Millionen Bäume benötigt, um den Verlust von insgesamt 110.000 Hektar Wald vor allem durch Trocken- und Insektenschäden in Deutschland auszugleichen. Neue Bäume für unser Land, für unseren Staatswald – das ist auch die Devise, nach der die Bayerischen Staatsforsten, besser gesagt die bayerischen Försterinnen und Förster, schon sehr lange handeln.

    Neue Bäume, das bedeutet: mehr Bäume.

    Die Bayerischen Staatsforsten werden deshalb in den nächsten fünf Jahren 30 Millionen neue Bäume pflanzen – 5 Millionen mehr als geplant, also zusätzlich. Von der natürlichen Verjüngung ganz zu schweigen. Wir wollen den Waldumbau hin zu klimatoleranten Mischwäldern noch stärker vorantreiben. Wir leisten in Bayern bei den Staatsforsten damit einen wichtigen Beitrag, um die Waldfläche in Deutschland und in Mitteleuropa zu erhalten und sogar zu erhöhen.  

    „Neue Bäume“, das bedeutet aber auch, dass wir mehr Vielfalt in unseren Wäldern brauchen, wir brauchen neue Baumarten. Dabei ist es nicht entscheidend, ob wir wieder mehr auf alte, fast in Vergessenheit geratene, seltene Baumarten setzen oder auf Baumarten, die aus Regionen stammen, in denen heute schon Klimabedingungen vorherrschen, wie sie für uns prognostiziert werden – beispielsweise die Libanonzeder oder die südosteuropäische Baumhasel, die wir auf der Einladung für den heutigen Abend abgedruckt haben. Entscheidend bei der Auswahl der neuen Baumarten sind allein die Zukunftsperspektiven vor dem Hintergrund des Klimawandels. Also ganz konkret z. B. die Widerstandsfähigkeit gegen steigende Temperaturen und Trockenheit.

    Wenn es um die Zukunft unseres Waldes geht, darf es daher keine Denkverbote geben. Dominik Schwarz, ein junger Kollege aus unserem Bereich Waldbau, wird im Anschluss dazu noch einen kurzen Impulsvortrag geben.  

    Meine sehr geehrten Damen und Herren, um die Zukunft des Waldes zu erhalten und den Schadholzereignissen der letzten Jahre entgegenzuwirken, haben wir als Vorstand der Bayerischen Staatsforsten gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Plan entwickelt, der uns durch diese harten Zeiten führt und uns für die Zukunft wappnet.

    Oberstes Ziel: Der Wald muss gesund erhalten werden, um ihn als Klimaspeicher für unsere Gesellschaft nutzen und unseren Kunden gute gesunde Bäume zu hoffentlich wieder besseren Preisen anbieten zu können. Nachhaltige Holznutzung ist ökologisch und bedeutet langfristige Speicherung von CO2 in Holzprodukten sowie Ersatz für fossile Rohstoffe. Zudem müssen wir die Handlungsmöglichkeit und Reaktionsfähigkeit der Bayerischen Staatsforsten in vollem Umfang erhalten, indem wir den Einschlag auf die reale Vermarktungslage beim Nadelstammholz anpassen.

    Das bedeutet auch, dass der Einschlag von frischem Nadelstammholz weiterhin auf das zwingend notwendige Maß begrenzt wird. Deshalb ist es eine große Hilfe für die Staatsforsten in diesen Zeiten, wenn der Ministerpräsident betont, nicht mehr die Gewinnabführung an den Freistaat steht im Mittelpunkt, sondern die Stärkung der Klimafunktion: Eine schwarze Null genügt. Genau diese schwarze Null ist die Planung des Vorstands der Staatsforsten für das aktuelle Geschäftsjahr, was allerdings durchaus eine Herausforderung ist. Dies ist eine wichtige Botschaft für alle 41 Betriebe der Staatsforsten in Bayern und unsere 2700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!  

    Herausforderungen brauchen Lösungen. Und Lösungen brauchen Innovationen. Deswegen investieren wir auch zukünftig bewusst in unsere Wälder und das Unternehmen. Die Bayerischen Staatsforsten handeln nach dem Credo: Wir sind im höchsten Maße innovationsfreudig! Und wir finden durch neue Ansätze und Wege Lösungen, die uns helfen, gestärkt aus dieser Krise heraus zu gehen.  

    Dazu vier Innovationen, die in diesen Tagen und Wochen neu zur Anwendung kommen:

    1. Die Persönliche Schutzausrüstung unserer Forstwirte haben wir zusammen mit führenden Herstellern neu entwickelt, da es keine vergleichbaren Produkte, die unseren professionellen Ansprüchen genügen, auf dem Markt gab und gibt. Sie können sich von der hohen Qualität unserer Forstwirt-Ausrüstung selbst einen Eindruck machen. Wir haben die komplette Schutzausrüstung, die unsere Waldarbeiterinnen und Waldarbeiter tragen, heute im Foyer für Sie ausgestellt.

    2. In den letzten Monaten haben wir viele Tests mit sogenannten ferngesteuerten Fällkeilen durchgeführt. Also mit Keilen, die unsere Waldarbeiter aus sicherem Abstand nutzen können, um nicht mehr direkt am Baum stehen zu müssen, wenn er fällt. Das ist gerade in der frühen Laubholzernte ein immenser Fortschritt bei der Arbeitssicherheit. Die Unfallgefahr für unsere Waldarbeiter verringert sich so deutlich.

    3. Mit neuen von den Bayerischen Staatsforsten entwickelten und exklusiv für uns gebauten Trailern, die auch von landwirtschaftlichen Zugmaschinen gezogen werden können, wollen wir die Geschwindigkeit weiter erhöhen, mit der Holz aus dem Wald abtransportiert wird. Denn Zeit ist in der aktuellen Situation nicht nur Geld, sondern auch die Lebensversicherung für unseren Wald. Lassen wir Käferbäume auch nur ein paar Tage zu lang im Wald liegen, befallen die Käfer unsere stehenden, vitalen Bäume und bringen sie zum Absterben. Die ersten Trailersysteme werden in diesen Tagen neu ausgeliefert und in wichtigen Brennpunkten eingesetzt.

    4. Wir bauen keine 50 Meter Luftlinie von hier ein neues Holzgebäude. Wir werten damit innerstädtische Flächen auf, indem wir eine reine Parkplatzfläche zu lebenswertem Wohnraum weiterentwickeln und durch die Bauweise auf Ständern gleichzeitig diese Parkmöglichkeiten erhalten. Die nachhaltige Nutzung der begrenzten Ressource Fläche, gerade im städtischen Bereich, ist beispielgebend für viele tausende Parkplätze in ganz Deutschland. Wir bauen ökologisch, klimafreundlich und mit unserem regional verfügbaren Werkstoff Holz 33 neue Wohnungen mit einer Wohnfläche von zusammen über 900 Quadratmetern. 

    Und wir zeigen Ihnen im Rahmen dieses Sommerfestes unsere Wertewald-Ausstellung – das sind wichtige strategische Handlungsfelder der Bayerischen Staatsforsten in den nächsten Jahren. Unzählige neue Ideen und Anregungen stammen von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich an diesem Prozess aktiv beteiligt haben.

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    Newsticker Startseite Nachrichten
    news-1977 Wed, 10 Jul 2019 14:38:49 +0200 Liebesblinde Rehe auf der Straße http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1977&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=1c8b778d422233062816c0d1f1ff8ef7 10.07.2019, Kempten - Bei den Rehen hat jetzt im Juli wieder die Paarungszeit begonnen. Leider führt das jedes Jahr zu vielen Wildunfällen. Für die Fortpflanzung nehmen die eigentlich sehr territorial lebenden Rehe vermehrt Wanderungen auf sich, um geeignete Fortpflanzungspartner zu finden. „Rehe können dabei genauso liebesblind werden wie die meisten anderen Lebewesen und wir Menschen auch“, stellt Arno Bletzinger fest. Er ist Berufsjäger bei den Bayerischen Staatsforsten in der Kürnach. 

    Ohne jede Vorsicht werden jetzt zu jeder Tages- und Nachtzeit die Straßen überquert. Jährlich kommen auf Deutschlands Straßen etwa 200.000 Rehe zu Schaden oder zu Tode. Auch die beteiligten Menschen sind gefährdet: Jedes Jahr werden in Deutschland bis zu 3.000 Menschen bei Wildunfällen verletzt, 500 bis 1.000 davon schwer. Es gibt sogar 10 bis 20 Todesfälle. Entscheidend für den Schaden an Mensch und Auto ist dabei die Geschwindigkeit des Fahrzeugs. Einerseits ist der Reaktions- und Bremsweg bei hoher Geschwindigkeit sehr lang, andererseits ist die Aufprallwucht des Wildkörpers auf das Auto sehr viel höher. Berufsjäger Arno Bletzinger: „Wenn ein Autofahrer bei Tempo 100 bis zum Zusammenstoß noch bis auf 60 km/h runterbremsen kann, beträgt das Aufprallgewicht eines Rehs immer noch fast eine Tonne, bei einem Wildschwein 3,5 Tonnen und bei einem Hirsch sogar fünf Tonnen! Der hochläufige Hirsch trifft dann auch noch eher die Windschutzscheibe als die Stoßstange…“ Schon bei einer Fahrgeschwindigkeit von 80 km/h reduzieren sich Reaktions- und Bremsweg auf 55 Meter. Da braucht es Glück und Geistesgegenwärtigkeit, um nur mit dem Schrecken davonkommen. Jann Oetting, Staatsforsten-Chef in Sonthofen berichtet: „Mit den privaten Jägerinnen und Jägern arbeiten wir gut und eng zusammen: Denn uns allen liegt daran, Wildunfälle und Leid zu vermeiden, beim Mensch und beim Wild. Die Jäger engagieren sich sehr, bringen auch Wildwarnreflektoren an die Leitpfosten an oder versuchen mit anderen Maßnahmen Wildunfälle zu vermeiden.“ 

    Besonders gefährdete Straßenabschnitte werden durch das Verkehrszeichen „Wildwechsel“ gekennzeichnet. Im Allgäu ist das stark befahrene Sträßchen durch das bewaldete Kürnachtal der Bayerischen Staatsforsten zwischen Kempten und Leutkirch Ort zahlreicher Wildunfälle. Nochmal Staatsforsten-Berufsjäger Bletzinger: „Leider lassen sich die wenigsten Autofahrer vom offiziellen Wildwechsel-Verkehrszeichen beeindrucken. Deshalb weisen wir zu den besonders gefährlichen Jahreszeiten mit besonders großen Schildern auf die Gefahr hin – und jetzt ist es wieder soweit!“ und Forstbetriebsleiter Jann Oetting ergänzt: „Wir haben mit der Polizei in Kempten vor einigen Jahren die großen Schilder abgesprochen und aufgestellt. Sie werden immer aufgeklappt, wenn die Reh-Hochzeit ansteht. In der Hoffnung, dass weniger passiert!“  

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    Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
    news-1976 Wed, 10 Jul 2019 07:43:39 +0200 Schneebruch-Aufräumarbeiten auch am Soleleitungsweg zum Wohle des Waldes http://www.baysf.de/index.php?id=87&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1976&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&cHash=c18e491b897366427c14de6b7e48cbbe (Juli 2019) – Berchtesgadener Land – Ab Mittwoch, 10.07.19 muss der Soleleitungsweg zwischen dem Berggasthof Gerstreit und dem Söldenköpfl aufgrund von Schneebruch-Aufräumarbeiten für ca. 14 Tage zeitweise gesperrt werden. Die Wochenenden sind von der Sperrung ausgenommen.

    Der vergangene Winter hat auch in den Wäldern des Berchtesgadener Talkessels seine Spuren hinterlassen. Wie viele andere, wurden auch die Bestände rund um das Schwarzeck in den Gemeinden Ramsau und Bischofswiesen durch die in kurzer Zeit gefallenen, sehr hohen Schneemengen stark geschädigt. Die durch die Schneelast abgebrochenen Baumkronen, stehen gebliebene Baumsäulen und im Ganzen geworfene Fichten haben eine hohe Anziehungskraft auf den Borkenkäfer, dessen Entwicklung trotz der anfangs reichen Niederschläge und teils niedrigen Temperaturen im Frühsommer unbeirrt voranschreitet. Eine Massenvermehrung von Borkenkäfern birgt gravierende Gefahren für den Schutzwald und kann nur durch den Entz