Bayerische Staatsforsten http://www.baysf.de/ de-de Bayerische Staatsforsten Tue, 31 Jan 2023 18:31:07 +0100 Tue, 31 Jan 2023 18:31:07 +0100 news-2917 Mon, 30 Jan 2023 17:35:59 +0100 Erhaltungsmaßnahmen an den Westerharter Weihern starten https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/erhaltungsmassnahmen-an-den-westerharter-weihern-starten.html <![CDATA[

30. Januar 2023, Ottobeuren – An den Westerharter Weihern im Staatswalddistrikt Buxheim beginnen heute die Arbeiten zum langfristigen Schutz und Erhalt der Weiher. Ziel ist es, die ökologisch wertvollen Gewässer in ihrem natürlichen Zustand zu erhalten, in Teilen naturschutzfachlich weiter aufzuwerten und den vielen an Binnengewässer gebundene Tier- und Pflanzenarten langfristig einen sicheren und begehrten Lebensraum zu geben. Die Maßnahmen wurden in einem gemeinsamen Ortstermin zwischen den Bayerischen Staatsforsten als Grundbesitzer, dem Bezirksfischereiverein Memmingen e.V., der Unteren Naturschutzbehörde und dem Wasserwirtschaftsamt vorab abgestimmt.

Der Bezirksfischereiverein Memmingen e.V. hat als Pächter der Weiher an den seit vielen Jahrzehnten bestehenden Dämmen und den Ablassmönchen erhebliche Schäden festgestellt. Im Herbst 2022 wurde deshalb notgedrungen der untere Weiher abgefischt und die Fische in den oberen Weiher umgesetzt. In einem ersten Schritt wird nun voraussichtlich im Februar 2023 der über die Jahre aufgelaufene Faulschlamm, der dem Fischbestand und der Gewässerpflege schadet, abgeschoben und seitlich auf Niveau des Weiherspiegels abgelagert. Auf diesen Flächen sollen sich Pflanzengesellschaften der Ufer- und Flachwasserzone wie Rohrkolben, Schilfrohr und Schwertlilien und entwickeln und die bereits bestehenden Schilfröhrichte zwischen den beiden Weihern ergänzen.

Der Forstbetrieb Ottobeuren der Bayerischen Staatsforsten beabsichtigt in einem zweiten Schritt, die beiden Dämme der Weiher zu ertüchtigen. Die diesbezüglichen Planungen sind angelaufen. Bei Vorliegen der einschlägigen Genehmigungen der Wasserrechtsbehörde und der Unteren Naturschutzbehörde könnte die Dammsanierung im Herbst 2023 in enger Zusammenarbeit mit dem Bezirksfischereiverein Memmingen durchgeführt werden. „Als Fischereiverein sind wir erfahren und geübt - wir lassen die Weiher nacheinander ab und bergen die Fische, die wir schonend umsetzen. Nachdem die Entschlammung erfolgt ist und die Dämme durch den Forstbetrieb saniert sind, können die Weiher wieder ‚zur Ruhe‘ kommen und sich für viele Jahrzehnte wieder ungestört weiterentwickeln“, so Manfred Wiblishauser, 1. Vorsitzender des Bezirksfischereivereins Memmingen e.V.

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news-2915 Mon, 30 Jan 2023 10:00:00 +0100 Spannende Baustelle zum halben Preis https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/regionalmaerkte-2023-1.html <![CDATA[

Liebe Besucherinnen und Besucher,

an unserem Baumwipfelpfad werden ab Montag, den 30. Januar für mehrere Wochen wichtige Wartungsarbeiten durchgeführt. In dieser Zeit ist der Pfad nur teilweise begehbar, der Turm kann uneingeschränkt genutzt werden.

Für die Dauer der Baustelle werden die Eintrittspreise um 50% reduziert.

 

 

Bitte beachten Sie dabei unsere aktuellen Öffnungszeiten:
Einlass: Donnerstag bis Sonntag von 10:00 bis 15:00 Uhr.
In den Faschingsferien haben wir täglich für Sie geöffnet.

 

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news-2916 Fri, 27 Jan 2023 15:22:27 +0100 Ausstellung Holzbau.Architektur zu Gast bei den Bayerischen Staatsforsten https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ausstellung-holzbauarchitektur-zu-gast-bei-den-bayerischen-staatsforsten.html Architekten-Führungen durch das „Haus auf Stelzen“ an 4 Terminen <![CDATA[

Die Wanderausstellung „HOLZBAU.ARCHITEKTUR – Entwerfen, Konstruieren und Bauen mit Holz“ ist zu Gast in Regensburg. Vom 31.01 bis 10.02 können sich Interessierte in der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten AöR (Tillystraße 2 93053 Regensburg) zum Bauen mit Holz informieren. Gezeigt wird eine Auswahl von Gebäuden, die in den vergangenen beiden Jahren entstanden sind und so den aktuellen Stand der Technik und das Potenzial des Holzbaus darstellen.

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 8:00 – 15:30, freitags von 8 – 13.
Eintritt frei, Anmeldung nicht erforderlich

Ein markantes Holzbauprojekt steht gleich neben der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten, das „Haus auf Stelzen“ (www.holzbau-in-bayern.de). Das mehrgeschossige Wohngebäude sticht wegen seiner markanten schwarzglänzenden Yaki-Sugi-Holzfassade ins Auge. Die Verwendung des regionalen und nachhaltigen Werkstoffs Holz, die innerstädtische Nachverdichtung und die Mehrfachnutzung der Fläche (Tiefgarage, Wohnhaus, Dachgarten) machen das Gebäude nicht nur optisch zu einem zukunftsweisenden Bauwerk.

Ergänzend zur Ausstellung bieten die Bayerischen Staatsforsten Führungen durch das Haus auf Stelzen an folgenden Terminen an:

  • 31.01.   10 Uhr
  • 03.02.   11 Uhr
  • 07.02.   15 Uhr
  • 08.02.   10 Uhr

Treffpunkt für die Besichtigungen ist vor dem Haus auf Stelzen, Tillystraße 4, 93053 Regensburg

 

 

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news-2914 Tue, 24 Jan 2023 15:01:15 +0100 Lärche heiß begehrt bei der Versteigerung in Litzendorf https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/laerche-heiss-begehrt-bei-der-versteigerung-in-litzendorf.html <![CDATA[

19. Januar 2023 Regensburg - Nach der zweijährigen Corona bedingten Pause (zwischenzeitliche Umstellung auf eine Submission) konnte die traditionelle Nadelwertholz-Versteigerung im Pfarrsaal von Litzendorf wieder in Präsenz am 17. Januar 2023 stattfinden. Das Interesse der Kunden aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland und weiteren Branchenvertretern war erfreulicherweise wieder groß, daher war der Versteigerungssaal sehr gut besucht.


Insgesamt zehn staatliche Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten (BaySF) haben im Vorfeld ihre Werthölzer auf den zwei zentralen Lagerplätzen in Strullendorf und Weibersbrunn präsentiert. Das Angebot der BaySF war mit rd. 1.220 Festmetern etwas geringer als im letzten Jahr.


Nach einer kurzen Anlaufzeit entwickelte sich zwischen der Stammkundschaft eine lebhafte und intensive Versteigerungsatmosphäre. Besonders einige hochwertige Lärchenblöcher waren heftig umworben. Die anwesenden Firmen honorierten das durchweg sehr gute Qualitätsniveau der Hölzer durch entsprechende Gebote und es konnten nahezu alle aufgerufenen Lose zugeschlagen werden.
Der Durchschnittspreis über alle Baumarten lag mit 283 €/fm deutlich über dem Ergebnis der letzten Versteigerung aus dem Jahr 2020 (245 €/fm). Damit wurde wiederholt eines der besten Ergebnisse in der Veranstaltungshistorie erreicht.


Das Höchstgebot der Versteigerung erzielte ein Lärchen-Blochholz (15,36 fm) aus dem Forstbetrieb Hammelburg mit 870 €/fm. Die Lärche war insgesamt mit einem Durchschnittserlös von 466 €/fm das Zugpferd der Versteigerung und übertraf den Wert der letzten Jahre deutlich (Submission 2022 - 414 €/fm / Versteigerung 2020 – 369 €/fm). Weitere Spitzenerlöse von 860 €/fm und 800 €/ fm sind ein Beleg für die ausgezeichnete Qualität der aufgelegten Lärchen-Stämme. Die Kiefer erfreute sich ebenso einer stabilen Nachfrage, genau wie die Douglasie. Der Durchschnittserlös der Douglasie lag weiter bei beachtlichen 270 €/fm. Bei der Fichte war jedoch ein spürbarer Rückgang der Erlöse zu verzeichnen.


Aus dem teilnehmenden Bieterkreis haben letztlich 16 Firmen einen Zuschlag für ihre Gebote erhalten (2020: 15). Die Bayerischen Staatsforsten sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden und bedanken sich bei allen Kunden für das große Interesse und das engagierte Mitbieten bei der Versteigerung.

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news-2913 Mon, 23 Jan 2023 18:14:00 +0100 Regionalmärkte 2023 https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/regionalmaerkte-2023.html <![CDATA[

Liebe Besucherinnen und Besucher,

sie stehen fest: Die neuen Termine für unsere Regionalmärkte 2023!

Am Sonntag, den 30. Juli und am Sonntag, den 01. Oktober laden wir herzlich zum Regionalmarkt am Fuße unseres Baumwipfelpfads ein. Von 10:00 bis 18:00 Uhr gibt es dann wieder viele hausgemachte Spezialitäten & Leckereien und spannende Einblicke in das Handwerk unserer Aussteller - direkt aus dem Herzen Frankens.

Sie möchten Aussteller sein, oder kennen jemanden, der beim Regionalmarkt nicht fehlen darf? Dann gerne direkt bei uns via E-Mail an info-baumwipfelpfad@baysf.de oder per Telefon 09553-98980103 melden.

PS: Der Markt findet auf dem Gelände des Baumwipfelpfads Steigerwald statt. Der Eintritt zum Gelände ist frei. Für den Besuch des Pfades gelten reduzierte Eintrittspreise.

Weitere Details folgen.

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news-2912 Mon, 23 Jan 2023 16:45:00 +0100 Forstarbeiten im Freisinger Wieswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstarbeiten-im-freisinger-wieswald-1.html <![CDATA[

20. Januar 2023 Freising – Ab nächster Woche finden im Bereich des Wieswaldes, das ist der Waldbereich zwischen Wieskirche und der Haindlfinger Straße, notwendige Forstarbeiten statt. Damit werden die wegen schlechtem Wetter im vergangenen Frühjahr abgebrochenen Holzerntemaßnahmen fortgesetzt bzw. nachgeholt. Mit dieser routinemäßigen Entnahme zahlreicher älterer Fichten wird der Waldumbau zu einem klimatoleranten Mischwald fortgesetzt und dabei die nachwachsende Waldgeneration und schon vorhandene Mischbaumarten gefördert.


Die Arbeiten werden im Norden des Gebiets begonnen und werden sukzessive bis zum Stadtrand ausgedehnt. Insgesamt sind dafür zunächst drei Wochen eingeplant. Die betroffenen Waldteile werden während der Fällungsarbeiten für Waldbesucher gesperrt. Die Sperrungen werden nicht durchgängig sein und erfolgen entsprechend des Arbeitsfortschritts.


Wir bitten alle Waldbesucher, die Sperrungen zu ihrer eigenen Sicherheit zu beachten. Da witterungsbedingt mit vorübergehenden, stärkeren Verschmutzungen der Wege zu rechnen ist, bittet der Forstbetrieb Freising, nach Möglichkeit bei Waldbesuchen auf benachbarte Waldgebiete auszuweichen.

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news-2911 Fri, 20 Jan 2023 15:06:24 +0100 Baumfällarbeiten im Auwald zwischen Vöhringen und Senden: Wasserwirtschaft und Staatsforsten schaffen Sicherheit https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/baumfaellarbeiten-im-auwald-zwischen-voehringen-und-senden-wasserwirtschaft-und-staatsforsten-schaffen-sicherheit.html <![CDATA[

19. Januar 2023 Weißenhorn/Donauwörth – Im Auwald zwischen Vöhringen und Senden müssen in den nächsten Wochen zahlreiche Bäume entlang viel begangener Wege und Pfade gefällt werden. Wanderer und Radfahrer können die Wege im Auwald sonst nicht mehr gefahrlos benutzen: „Ein winziger Pilz hat über die letzten Jahre immer mehr Eschen befallen. Sie werden brüchig und können jederzeit umstürzen, da neben dem Holz auch die Wurzeln stark geschädigt sind: Dies bedeutet Lebensgefahr für Waldbesucher. Wir müssen hier dringend in den nächsten Wochen wieder Sicherheit entlang der Wege schaffen und die Gefahrenbäume fällen“, sind sich Gunther Wölfle vom Wasserwirtschaftsamt Donauwörth und Martin Eggert vom Staatsforstbetrieb Weißenhorn einig. Wasserwirtschaftsamt und Staatsforsten setzen die Pflegemaßnahmen gemeinsam um.


Ganz gezielt werden geschädigte Bäume vor allem entlang der Wege und entlang von wasserwirtschaftlichen Einrichtungen, wie Hochwasserschutzdämmen, entnommen.


Die Belange des Naturschutzes werden umfassend berücksichtigt: „Unsere Auwälder sind naturschutzfachlich hochwertig. Daher arbeiten wir dort besonders umsichtig und beschränken uns auf notwendige Verkehrssicherungsmaßnahmen im Einklang mit dem Hochwasser- und Trinkwasserschutz“, verdeutlicht Gunther Wölfle. Forstbetriebsleiter Eggert ergänzt, dass die Arbeiten im Winter durchgeführt werden, weil derzeit keine Brut- und Aufzuchtzeit ist und Waldbesucher weniger gestört werden. Auch bleibe ein guter Teil des starken Kronenholzes im Wald liegen, da es einen hohen ökologischen Wert für viele Arten wie Vögel, Insekten und Pilze hat.


Auch die Sicherheit bei den Arbeiten wird großgeschrieben, daher kommen vor allem leistungsfähige Spezialmaschinen zum Einsatz: „Die Baumfällungen selbst sind nicht ungefährlich, da ständig brüchiges Holz herunterfallen kann. Anstatt ungeschützt mit der Motorsäge zu arbeiten, sitzt der Forstwirt bei der Maschine in einer sicheren Kabine. So können wir die Gefährdung für die Waldarbeiter deutlich verringern“, erläutert Revierförster Wilfried Sommer, der die Durchführung vor Ort koordiniert. So könne schonend und gleichzeitig sicher gearbeitet werden.


Das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth und der Staatsforstbetrieb Weißenhorn bitten die Waldbesucher für notwendige Wegesperrungen in den nächsten Wochen um Verständnis. Die Absperrungen müssen unbedingt beachtet werden, da im Fallbereich der brüchigen Bäume Lebensgefahr besteht. Die Wege werden nach Abschluss der Arbeiten wieder in einen einwandfreien Zustand versetzt. Ende Februar bis Anfang März sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

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news-2909 Fri, 20 Jan 2023 11:47:03 +0100 Maschinen für Specht und Co https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/maschinen-fuer-specht-und-co.html <![CDATA[

20.01.2023, Sonthofen - Forstmaschinen helfen im Wald in vielen Bereichen. Ohne moderne Forsttechnik kommt man bei der Ernte des wertvollen Rohstoffes Holz heutzutage nicht mehr aus. Neben der Bereitstellung von Holz, helfen Förster mit moderner Forsttechnik aber auch der Natur auf die Sprünge. So genannte Harvester sind Maschinen, die an einem Teleskoparm ein Säge- und Entastungsaggregat angebaut haben und damit normalerweise den Wald pflegen. Jetzt war im Revier Kürnach-Nord des Forstbetriebs Sonthofen so ein Harvester auch für den Artenschutz unterwegs.

„In einem mittelalten, relativ strukturarmen Buchenbestand hat die Maschine sogenannte „Hochstümpfe“ erstellt“, erklärt Revierleiter Markus Pfleghardt. Er pflegt den Staatswald in der nördlichen Kürnach. Der Harvester kann mit seinem Aggregat weit nach oben greifen und ist so in der Lage, einen mittelstarken Baum von 40 cm Durchmesser oder mehr auf einer Höhe von fünf bis sechs Metern zu kappen. Mitten im Wald wäre das ansonsten nur händisch mit spezieller Baumklettertechnik möglich, was aber sehr gefährlich ist. „Durch die Baumkappung entsteht ein hoher Strunk aus frischem Holz, der nun sehr langsam abstirbt und über Jahrzehnte zerfällt. Die abgeschnittenen Baumteile verbleiben als liegendes Totholz im Waldbestand“, so Förster Pfleghardt weiter.

„Die Struktur unserer Wälder hat sich zwar die letzten Jahrzehnte stetig verbessert und wir haben am Forstbetrieb Sonthofen mittlerweile 33 Festmeter Totholz pro Hektar. Zum Teil fehlt es aber an stehendem Totholz, speziell bei Laubbäumen, die nicht vom Borkenkäfer befallen werden. Lassen wir die Natur alleine machen, entstehen diese Strukturen erst in sehr langen Zeiträumen. Wenn wir Wald bewirtschaften, können wir diesen Prozess aber auch aktiv beschleunigen“, zeigt Jann Oetting Leiter des Forstbetriebs einen Vorteil der Waldbewirtschaftung auf. „Diese Hochstümpfe sind ein Beitrag zum Erhalt und zur Verbesserung der Artenvielfalt. Spechte und viele andere Vögel, Fledermäuse, Insekten und Pilze finden hier Nahrung und Unterschlupf.“ Die aktuelle Maßnahme von Förster Markus Pfleghardt soll auch besonders dem Weißrückenspecht dienen, dessen Vorkommen im Kürnacher Wald am Rande der Alpen eine Besonderheit darstellt. „Der Specht ist eine Charakterart totholzreicher Mischwaldgebiete. Sein Vorkommen zeigt die hohe Qualität unserer naturnahen Waldbewirtschaftung auf!“, ist sich Oetting sicher und fügt hinzu: „Naturschutz und Waldbewirtschaftung gehen bei uns Hand in Hand – auch mit und durch den Einsatz moderner Forsttechnik.“

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news-2908 Tue, 17 Jan 2023 11:55:04 +0100 Raritäten in den Bayerischen Saalforsten https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/raritaeten-in-den-bayerischen-saalforsten.html <![CDATA[

18. Januar 2023, St. Martin - Kartierungen im Forstbetrieb St. Martin/Bayerische Saalforste weisen den Naturpark Weißbach als Hot Spot vom Aussterben bedrohter Schmetterlings- und  Heuschreckenarten aus: In einer im Jahr 2022 durchgeführten Kartierung wurden allein auf vier ausgewählten rund 20 Hektar umfassenden Flächen im Revier „Falleck“ der Bayerischen Saalforste 60 Tagfalterarten und 21 Heuschreckenarten nachgewiesen. Sowohl die Artenzahl, als auch die Vorkommen vieler stark gefährdeter Arten weisen diese Flächen der Bayerischen Saalforste als absolute „Hot Spot“ Bereiche des Naturschutzes im Land Salzburg aus.

Eine kleine Sensation gelang dem Leiter der Kartierungsarbeiten Dr. Christian Stettmer,  mit dem Fund und Nachweis, dass der Segelfalter in dem untersuchten Gebiet nicht nur vorkommt, sondern sich dort auch fortpflanzt. Die Art ist im ganzen Bundesland Salzburg vom Aussterben bedroht und im Salzburger Becken und Alpenvorland wohl bereits vollständig verschwunden. Der Segelfalter ist nicht nur durch seine Seltenheit, sondern auch durch die elegante und farbenprächtige Erscheinung ein Juwel unter den heimischen Tagfaltern.

Auch der Nachweis des Augsburger Bären, einer äußerst seltenen Nachtfalterart, unterstreicht eindrucksvoll den außerordentlichen Wert der untersuchten Flächen. Der Augsburger Bär ist mit einer Spannweite von bis acht Zentimetern der größte und auch einer der schönsten Vertreter aus der Nachtfalterfamilie der Bärenspinner. Er ist extrem selten und obwohl die Art in Augsburg und Umgebung schon lange ausgestorben ist, wurde der deutsche Name beibehalten.

Aus den Ergebnissen des durchgeführten Forschungsprojekts wurden für alle vier Gebiete Pflegeempfehlungen abgeleitet, die das langfristige Überleben der hier vorkommenden Raritäten sichern sollen. Darüber hinaus wird von den Bayerischen Saalforsten zusammen mit dem Naturpark Weißbach sogar darüber nachgedacht, Arten wie dem Schwarzen Apollo, der früher im Gebiet vorkam, wieder ein Comeback zu ermöglichen. Mit den Ergebnissen der Kartierungen hat sich erwiesen, dass der Naturpark Weißbach zurecht einen Schmetterling im Logo führt.

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news-2907 Tue, 17 Jan 2023 11:49:17 +0100 Exkursion in den Jura-Naturwald bei Hartenstein https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/exkursion-in-den-jura-naturwald-bei-hartenstein.html <![CDATA[

Winterliche Führung von AELF und BaySF geben einen Einblick in die neue Schutzkategorie Naturwald  

An einem kalten Sonntagmorgen treffen sich in der Gemeinde Hartenstein am westlichsten Rand des Forstbetriebs Schnaittenbach rund 20 Interessierte, die mehr über „Naturwälder in Bayern“ im Allgemeinen und den Naturwald „Hartensteiner Oberberge“ im Speziellen erfahren wollen. Eingeladen zu der Exkursion hat das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Roth-Weißenburg zusammen mit dem Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten. Bei dem zweistündigen Spaziergang durch den 31 ha großen Naturwald der Jurahänge wurde rund um das Thema Waldnaturschutz viel erzählt und diskutiert.

Seit 2020 gibt es die sogenannten „Naturwälder“, zusätzlich zu den bereits vorhandenen Naturschutzkategorien, wie Nationalparks oder Naturschutzgebieten. Diese Flächen sind gesetzlich nach Art. 12a des Waldgesetzes für Bayern geschützt und sollen sich natürlich entwickeln. Vorzugsweise werden die Waldflächen auf Grund ihres Alters, der Baumartenzusammensetzung oder ihrer Seltenheit ausgewählt. Als Naturwälder kommen somit naturnahe Wälder mit besonderer Bedeutung für die Biodiversität in Betracht. 58.000 Hektar sind bereits in Bayern rechtsverbindlich ausgewiesen. Die Bayerischen Staatsforsten betreuen die Naturwälder eigenverantwortlich.

Alle Naturwälder sind im Bayernatlas abrufbar.

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news-2906 Fri, 13 Jan 2023 14:15:46 +0100 Ohne Moos nix los – im Streitmoos bei Bad Wiessee https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ohne-moos-nix-los-im-streitmoos-bei-bad-wiessee.html <![CDATA[

13. Januar 2023, Schliersee - Die neuen Azubis unseres Forstbetriebes Schliersee haben kräftig angepackt und bei der Entbuschung des Streitmoos geholfen. Die Feuchtwiesen dort sind sehr wertvoll für die dort lebenden besonderen Tier- und Pflanzenarten. Damit der Lebensraum nicht durch schwere Maschinen geschädigt wird, haben die Azubis in Handarbeit gemäht.

Das Streitmoos ist mit 1200 Metern eines der höchst gelegenen Niedermoore im Tegernseer Tal. Über Jahrhunderte wurde es als Streuwiese landwirtschaftlich genutzt. Seit 2019 kümmert sich der Forstbetrieb darum, dass das Moor erhalten bleibt. Gefördert wird die Naturschutzaktion durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Holzkirchen.

Im Bairischen bezeichnet „Moos“ ein Niedermoor. Diese Art der Moore bildet sich beispielsweise aus verlandeten Seen – ein Niedermoor braucht immer einen gewissen Grundwasserzulauf (im Gegensatz zu Hochmooren, die sich über dem Grundwasserspiegel aufbauen und aus Regenwasser speisen).

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news-2905 Fri, 23 Dec 2022 09:50:08 +0100 Forstbetrieb Nordhalben: Vorzeitige Bescherung für das Kinderturnen des VFB Kulmbach https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstbetrieb-nordhalben-vorzeitige-bescherung-fuer-das-kinderturnen-des-vfb-kulmbach.html <![CDATA[

22. Dezember 2022, Kulmbach/Nordhalben - Eine vorzeitige Bescherung gab es am Donnerstag vor Weihnachten für die Turnleiterin des Kinderturnens des VFB Kulmbach, Nicole Müller. Vom Erlös der Weihnachtstombola, die auf der Weihnachtsfeier des Forstbetriebs Nordhalben durchgeführt wurde, gab es aus den Händen von Forstbetriebsleiter Daniel Kraus und dem Revierleiter Jonas Duscher als Vertreter des Personalrats einen Spendenscheck in Höhe von 600 Euro.

„Nachdem wir unsere Weihnachtsfeier immer in einem anderen Revier unseres Forstbetriebs abhalten, ist es uns wichtig, dass vom Erlös unserer Tombola, an der alle unsere Mitarbeiter auf Spendenbasis teilnehmen, auch eine soziale Einrichtung in dieser Region profitiert. Uns ist es ebenfalls wichtig, dass wir damit kleinere Projekte wie das von Frau Müller unterstützen können“ erklärten Kraus und Duscher.

Turnleiterin Nicole Müller, die das Kinderturnen beim VFB Kulmbach seit kurzem leitet, freute sich sehr über die gelungene Weihnachtsüberraschung und versicherte auch gleich, dass sie schon wisse, wie sie das Geld für neue Turn- und Sportgeräte für die Kinder verwenden kann.

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news-2904 Fri, 23 Dec 2022 09:44:15 +0100 Knapp 9 Hektar Naturwald am Hausstein https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/knapp-9-hektar-naturwald-am-hausstein.html <![CDATA[

Gemeinsame Presseinformation des AELF Deggendorf-Straubing und des Forstbetrieb Bodenmais 

22. Dezember 2022, Deggendorf/Rusel - Ein beliebter Nachmittagsspaziergang für alle Naturliebhaber im Deggendorfer Umland ist die „Haussteinrunde“. Der Hausstein ist ein gut 900 m hoher Berg und relativ leicht auf angenehmen Wegen vom Ruselparkplatz aus zu erreichen. Vom Gipfel oder vom „Königsstein“, einer Felsnase mit einer Granitsäule als Erinnerung an einen Besuch von König Ludwig I. im Bayerwald, genießt man bei schönem Wetter eine grandiose Aussicht ins Land, bei Föhn bis an die schneebedeckten Alpen.

Dem geübten Naturbeobachter sticht aber nicht nur die fantastische Aussicht ins Auge. Auch der Wald um den Hausstein ist besonders schön anzuschauen, bis zu 200 Jahre alte Buchen, Tannen und Fichten mit dicken Stämmen prägen das Waldbild. Viel Totholz liegt herum und die knorrigen Altbäume lassen den Wald magisch wirken.

Besonders mystisch präsentierte sich der Wald an einem nebeligen Dezembertag, als Jürgen Völkl, Forstbetriebsleiter vom Forstbetrieb Bodenmais der Bayerischen Staatsforsten AöR (BaySF), und Klaus Stögbauer, Bereichsleiter Forsten vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Deggendorf-Straubing (AELF DEG-SR) vor Ort waren, um über die Besonderheit dieses Waldes zu informieren.

„Wir stehen hier in einem etwa 9 Hektar großem Naturwald“ erklärt Klaus Stögbauer, „hier findet kein menschlicher Eingriff statt – die Natur wird hier sich selbst überlassen, quasi eine Art Mini-Nationalpark“. Der Naturwald ist eine neue Schutzkategorie im Waldnaturschutz mit dem Hauptziel von Erhalt und Förderung der Artenvielfalt. Im Nachgang des Volksbegehrens „Rettet die Bienen“ wurde festgelegt, dass zehn Prozent der Staatswaldflächen als „grünes Netzwerk“ stillgelegt werden. Dafür wurde im Bayerischen Waldgesetz der neue Artikel 12 a geschaffen. Somit gibt es in Bayern über 80.000 Hektar stillgelegte Wälder, die flächenwirksam über das ganze Land verteilt sind. Insgesamt ist ihre Fläche mehr als zehn Mal so groß wie der Chiemsee. Die Flächengrößen der einzelnen Naturwälder reichen von 0,3 Hektar (1/2 Fußballfeld) bis zu 400 Hektar am Stück.

„Der Bereich um den Hausstein bot sich besonders gut als Naturwald an, da es sich um einen alten Wald mit naturnaher Baumartenzusammensetzung handelt,“ so Jürgen Völkl, „vor allem die alten Buchen und Tannen mit ihren vielen Höhlen und abgestorbenen Ästen werden von Spechten, Fledermäusen und vielerlei Insekten besiedelt. Außerdem liegt er nahe am Naturwaldreservat Rusler Wald und kann somit als Trittstein für verschiedene Tier und Pflanzenarten dienen.“

Die Naturwälder sollen für die Gesellschaft weiterhin erlebbar bleiben und der Erholung dienen. Außerdem bieten die Naturwälder eine Grundlage zur Erforschung der Frage, wie sich der Wald ohne Einfluss des Menschen im Klimawandel verändert. Viele der Naturwälder stehen daher unter intensiver wissenschaftlicher Beobachtung und Betreuung.

Eingriffe gibt es in Naturwäldern nur, wenn Schädlingsbekämpfung zum Erhalt des Waldbestandes nötig ist oder durch absterbende Bäume am Wanderweg Gefahr für Leib und Leben der Waldbesucher besteht. 

Neben den Naturwäldern gilt im Bayerischen Staatswald das Motto „Schützen und Nutzen“. Holzernte- und Naturschutzmaßnahmen werden im Zug der naturnahen Waldwirtschaft der BaySF auf einer Fläche durchgeführt. Die Naturwälder werden somit zum Teil eines großen Waldnaturschutzgefüges in Bayern.

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news-2903 Thu, 22 Dec 2022 15:16:13 +0100 168 Jahre Einsatz für Wald und Natur https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/168-jahre-einsatz-fuer-wald-und-natur.html <![CDATA[

22. Dezember 2022, Fichtelberg – Nach insgesamt 168 Jahren Dienst beim Forst verabschiedete der Forstbetrieb Fichtelberg vier langjährige Mitarbeiter in den Ruhestand.

Gut 100.000 kleine Tannen- und Buchenpflanzen im Fichtelgebirgswald ausgebracht, fast 50.000 fm Holz geerntet – hinter diesen nüchternen Zahlen steht ein langes Berufsleben als Forstwirt. 50 Jahre lang kümmerte sich Georg Scherm aus Ahornberg als Forstwirt bei den Bayerischen Staatsforsten um „seinen“ Wald. Jetzt geht er gemeinsam mit seinen Arbeitskollegen Peter Buchbinder aus Mehlmeisel, Rainer Traßl aus Warmensteinach und Helmar Peckmann aus Weidenberg in den Ruhestand.

„Sie werden eine Lücke hinterlassen“; verabschiedete Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg die langjährigen Mitarbeiter. „Mit Ihnen verlieren wir nicht nur vier hochgeschätzte Kollegen, sondern auch viel Erfahrung im Umgang mit Wald und Holz.“ Gleichzeitig konnte der Betriebsleiter versprechen, dass junge Forstwirte die Mannschaft am Forstbetrieb wieder ergänzen werden: „Wir wollen auch zukünftig interessante, gut bezahlte Arbeitsplätze in der Region bieten und stellen weiterhin junge Forstwirte ein.“

Ihrem dienstältesten Kollegen Georg Scherm machten die Mitarbeiter des Forstbetriebs ein besonderes Geschenk: sie konstruierten eine transportable Sitzgelegenheit für den Platz an der Sonne, die sogenannte „Rentnerbank“.

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news-2902 Thu, 22 Dec 2022 15:05:35 +0100 Christbaum aus dem Staatswald für Schulkinder der Wilhelm-Busch-Schule https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/christbaum-aus-dem-staatswald-fuer-schulkinder-der-wilhelm-busch-schule.html <![CDATA[

22. Dezember 2022, Weißenhorn – Ein schmucker Christbaum in der Schule lässt Kinderaugen strahlen – doch im Wald vor lauter Bäumen den schönsten Baum auszusuchen, kann herausfordernd sein: Das erlebten vor einigen Tagen im winterlichen Staatswald Drittklässler der Wilhelm-Busch-Schule aus Illertissen:
In Begleitung des Staatswaldförsters Wilfried Sommer sowie ihrer Lehrerinnen Frau Preininger und Frau Marcoux durften die Kinder in Sachen Christbaum selbst Hand anlegen: „Alle Kinder haben aus ihrer Sicht die schönsten Bäume gefunden und diese mit rotem Papierband markiert. Als dann aber eine gemeinsame Entscheidung für die zwei schönsten Christbäume fallen musste, war bei den Kindern natürlich Überzeugungskraft gefragt“, schmunzelte Konrektorin Preininger. Die Schülerinnen und Schüler nahmen dann stolz zwei Weißtannen als Weihnachtsschmuck mit in die Schule.

Bei der Gelegenheit konnte Förster Sommer den interessierten Kindern auch gleich den Unterschied zwischen Fichte und Tanne beibringen: „Die Eselsbrücke für den wichtigsten und leicht spürbaren Unterschied bei den Nadeln lautet: Fichte sticht – Tanne nicht.“, fasste Fachmann Sommer zusammen. Das passt auch in den Lehrplan, denn die Kinder behandeln das Thema Wald gerade im Unterricht. Neben den zwei Christbäumen bekamen die Kinder auch noch zwei Stammscheiben der gefällten Bäume mit in die Schule: „Auf den Stammscheiben könnt Ihr die Jahrringe zählen und wisst damit das Alter der Bäume“, riet Christoph Kohler, der als stellvertretender Leiter des Forstbetriebs Weißenhorn auch bei der Christbaumsuche mithalf. Schaute man nach den zwei Stunden in die zufriedenen Gesichter der Kinder, dann muss es ein schöner vorweihnachtlicher Ausflug in den Wald gewesen sein.

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news-2900 Thu, 22 Dec 2022 14:44:55 +0100 Forstleute auf Skiern https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstleute-auf-skiern.html Forstlicher Biathlon in Fichtelberg <![CDATA[

Der traditionelle forstliche Biathlon findet am Freitag, 20. Januar 2023 in Fichtelberg/Neubau statt. Veranstalter ist der Bayerische Verein für Forstlichen Skilauf. Details zur Anmeldung, zum Programm und zu den Wettkampfbedingungen sind auf der Webseite des Vereins zu finden. 

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news-2901 Thu, 22 Dec 2022 14:44:09 +0100 Das Christkindl kam fürs Rote Kreuz https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/das-christkindl-kam-fuers-rote-kreuz.html Spendenaktion des Forstbetriebs am Bodenmaiser Weihnachtsmarkt bringt 1.111,11 EUR für die BRK-Bereitschaft Bodenmais  <![CDATA[

22. Dezember 2022, Bodenmais - Ein bisserl Schnee, weihnachtliche Düfte, viele Lichter, adventliche Stimmung und ein vielfältiges Schmankerl-Angebot der einzelnen Gruppierungen und Vereine, in den mit Schmuckreisig, Sternen und Lichtern geschmückten Hütten - auf dem Bodenmaiser Marktplatz hatte der Forstbetrieb Bodenmais nach der Corona-bedingten Pause die Buden und Stände wieder mit Tannengrün und Christbäumchen ausgestattet. Am Nachmittag boten die Azubi dann hölzerne Kunstwaren und Basteleien an, die sie in der Lehrlingswerkstatt Oberlohwies selbst angefertigt hatten.

„Ich wollte vor ca. 2 Wochen eine Einteilung für die Standbetreuung machen,“ erzählt Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl, „aber das hat der Ausbildungsleiter Paul Hilgart mit seinen Mannen schon selbst organisiert – prima!“ Als der Chef es sich am Samstag nicht nehmen ließ, gemeinsam mit Franz Thoma, dem ehemaligen Stv. Forstbetriebsleiter von Bodenmais und aktuell Büroleiter von BaySF-Vorstand Manfred Kröninger, den Markt zu besuchen, konnte Paul Hilgart berichten: „Gestern Abend waren wir vor acht Uhr ausverkauft, und heut schaut´s auch ganz gut aus!“

Der Erlös aus dem Verkauf geht an die BRK-Bereitschaft Bodenmais – bekanntermaßen „die professionellen ehrenamtlichen Helfer“ des Roten Kreuzes. Dazu Bereitschafts-Chef André Soboczenski: „Die Einsätze werden immer mehr, bei manchen Veranstaltungen sollen gleich zwei oder gar drei Sanitätstrupps vor Ort sein, und alle müssen eine adäquate Ausrüstung dabeihaben – für uns heißt das, wir brauchen zusätzliche Sanitätsdienst-Bereitschafts-Rücksäcke – das sind die großen grellfarbigen Backpacks, in denen das komplette Notfall-Material eingepacklt ist – und da müssen wir jetzt aufstocken!“

Das Christkindl kam dann an der Lehrlingswerkstatt Oberlohwies: André Soboczenski, Stefan Pledl und ihre Kollegin Irmgard Reindl konnten einen Scheck über 1.111,11 EUR für die Mit-Finanzierung des Rucksack-Projekts entgegennehmen.

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news-2899 Thu, 22 Dec 2022 13:22:00 +0100 Laubaus Förster geht in den Ruhestand; Franz Obermayer prägte den Bergwald nachhaltig https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/laubaus-foerster-geht-in-den-ruhestand-franz-obermayer-praegte-den-bergwald-nachhaltig.html <![CDATA[

22. Dezember 2022, Ruhpolding - Die Bayerischen Staatsforsten zeigen sich dankbar für die hervorragende Arbeit von Franz Obermayer in den vergangenen Jahren. Er hatte sich als Ausbilder für Jungförsterinnen und Jungförster ein großes Netzwerk in der Forstbranche aufgebaut und durch seine vorbildlich gestalteten Wälder überbetrieblich Anerkennung erlangt. Vollkommen verdient erhielt Franz Obermayer die in Försterkreisen begehrte Karl-Geyer-Medaille für seine Verdienst und vorbildliche Arbeit im Wald.

Viele Exkursionen führten in sein Revier, um sich die Zusammenhänge in der Bergwalddynamik von Ihm erklären zu lassen.

Es war Obermayer immer klar, dass vor allem auch angepasst Wildbestände unerlässlich zum Aufwachsen eines stabilen Bergmischwaldes sind. Gerade Jungtannen finden sich zahlreich in seinem Revier.

Forstbetriebsleiter Joachim Keßler und das gesamte Team des Forstbetriebs Ruhpolding bedankten sich im Rahmen einer kleinen Feierstunde für seine Arbeit und wünschten Ihm und seiner Familie alles Gute für die Zukunft.

Franz Obermayer geht zum Ende Dezember in Ruhestand. Seine Nachfolge im Staatswaldrevier Laubau mit Standort in Ruhpolding wird derzeit geklärt.

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news-2898 Wed, 21 Dec 2022 10:50:54 +0100 Holzparkplatz am Königsträßchen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/holzparkplatz-am-koenigstraesschen.html <![CDATA[

21. Dezember 2022, Wertach / Rettenberg – Normalerweise ist der Wanderparkplatz „Großer Wald“ der zwischen Wertach und Kranzegg in der Urlaubszeit und an den Wochenenden gut mit Autos von Urlaubs- und Tagesgästen belegt. In den letzten Tagen haben hier aber auch zahlreiche Holzstämme Platz gefunden. Das hat einen besonderen Grund.

„Der Herbst ist bei uns am Forstbetrieb Sonthofen die Haupteinschlagszeit für frisches Holz“ erläutert Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting. Ab September sind die Bäume außer Saft. Das bedeutet, dass das Wachstum zurückgeht und sie weniger Wasser aus dem Boden aufnehmen und am Stamm nach oben transportieren. Deshalb sitzt die Rinde fester am Stamm und es kommt bei der Holzernte zu weniger Beschädigungen an den verbleibenden Bäumen. Zudem haben die Holzstämme einen geringeren Feuchtegehalt als im Sommer, was für die Weiterverarbeitung von Vorteil ist. „Da aber irgendwann der Winter mit viel Schnee kommt, schauen wir, dass wir unseren Holzeinschlag zum Großteil bis Weihnachten über die Bühne bringen. Wir haben deshalb die letzten Wochen Gas gegeben und verstärkt Holz geerntet.“, so Oetting weiter.

So auch im Großen Wald zwischen Grünten und Wertacher Hörnle. Rund 2300 Festmeter Fichtenholz wurden hier von Oktober bis Mitte Dezember eingeschlagen. „Das ist rund ein Viertel meiner Jahresmenge im gesamten Revier“ erklärt der für dieses und weitere Waldgebiete zuständige Förster Rainer Ruf. „Wiederum ein Viertel dieser Holzmenge hat ein lokaler Forstunternehmer mit Seilbahnbringung im Steilgelände aufgearbeitet. Die Hauptholzmenge haben unsere Forstwirte gefällt, entastet und zu Verkaufssortimenten eingeschnitten. An die Waldstraße kam dieses Holz mit dem Rückezug des örtlichen Unternehmers“ ergänzt Revierförster Ruf.

Die konzentrierte Holzernte in kurzer Zeit hat zur Folge, dass der Holztransport in die Sägewerke kaum hinterherkommt. Der Fachmann spricht vom Waldlageraufbau. Das ist in Waldgebieten, die den ganzen Winter zugänglich sind, kein Problem. In den Herbst- und Wintermonaten bleibt das eingeschlagene Holz frisch, Farbveränderungen und Befall durch holzschädigende Insekten treten nicht auf. Bis ins Frühjahr sollte das Holz aber im Sägewerk sein und verarbeitet werden.

Im Großen Wald ist das jedoch anders: Die Kessellage zwischen Grünten und Wertacher Hörnle ist oft von Dezember bis Anfang Mai zugeschneit, die Forstwege nicht befahrbar. Deshalb wurde ein Teil des eingeschlagenen Holzes mit den Schneefällen der letzten Tage aus dem Großen Wald rausgefahren und am Wanderparkplatz am Königsträßchen zwischengelagert. Gerade bei den qualitativ besseren Holzsortimenten rentiert sich dieser Mehraufwand. Das Risiko einer Holzentwertung vor Abfuhrmöglichkeit im Frühjahr ist einfach zu groß. Am Wanderparkplatz ist das Holz den ganzen Winter zugänglich und es kann in die Sägewerke geliefert werden. Von Vorteil ist auch, dass der Parkplatz Eigentum der Bayerischen Staatsforsten ist und kein Fremdgrund in Anspruch genommen wird. „Aber keine Sorge: Es bleiben für die Winterwanderer ausreichend Parkmöglichkeiten und gleichzeitig läuft unser Kerngeschäft Holzbereitstellung weiter. Der Wanderparkplatz wird auch regelmäßig schneegeräumt und das zwischengelagerte Holz kommt nach und nach weg“ versichert Revierförster Rainer Ruf und Jann Oetting freut sich: „Wir sind Weltmeister im Spagat: Erholung und Holzversorgung ermöglichen wir auf der gleichen Fläche.“

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news-2897 Wed, 21 Dec 2022 10:24:59 +0100 Grüne Grüße aus dem Staatswald: Christbaumspende des Forstbetriebes Rothenkirchen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/gruene-gruesse-aus-dem-staatswald-christbaumspende-des-forstbetriebes-rothenkirchen.html <![CDATA[

21. Dezember 2022, Rothenkirchen - Auch in diesem Jahr unterstützt der Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten in der Vorweihnachtszeit wieder soziale und kommunale Einrichtungen mit Christbäumen und Schmuckreisig.

Das Forstrevier Tettau setzt dabei seine Tradition fort, das Betreuungszentrum Stockheim der Tagespflege Baierlein mit frischem Adventsgrün zu versorgen. Selbst in den beiden vergangenen Weihnachtszeiten gehörte es auch unter schwierigen Bedingungen zum festen vorweihnachlichen Ritual, Seniorinnen, Senioren und Pflegeteam mit „grünen Grüßen“ aus dem heimischen Wald eine Freude zu machen.

Und so hat es sich trotz großer Arbeitsbelastung aufgrund der anhaltenden Borkenkäferschäden das Revierteam um Revierleiter Christian Goldammer auch in diesem Jahr nicht nehmen lassen, dem Betreuungszentrum zwei Christbäume und reichlich Tannenzweige vorbeizubringen. Inzwischen ist es in Stockheim Tradition, beim gemeinsamen Basteln von Adventskranz und Weihnachtsschmuck alte Erinnerungen wieder aufleben zu lassen, die oft mit einer Kindheit und Jugend im Frankenwald verbunden sind.

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news-2896 Fri, 16 Dec 2022 11:49:10 +0100 Submission: Premium-Hölzer versteigert https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/submission-premium-hoelzer-versteigert.html Wertholz erneut stark nachgefragt <![CDATA[

Im Rahmen der 27. Nadelwertholzsubmission haben die Bayerischen Staatsforsten auf dem Lagerplatz in Himmelkron erlesene Nadelwerthölzer zum Verkauf angeboten. Beteiligt waren diesmal die staatlichen Forstbetriebe Burglengenfeld, Fichtelberg, Flossenbürg, Forchheim, Nordhalben, Pegnitz, Roding, Schnaittenbach, Selb, Waldsassen und die Betriebsgemeinschaft Coburg/Rothenkirchen.

Erfreulicherweise hat sich die Zahl der Bieter leicht auf insgesamt 17 Bieter aus Deutschland und dem benachbarten Österreich erhöht. Dies spiegelt die weiterhin hohe Nachfrage nach den qualitativ besten Hölzern wider. Dass jeder Bieter auch noch einen Zuschlag für Wertholz erhalten hat, erfreut Sebastian Klinghardt, Kundenbetreuer der Bayerischen Staatsforsten und Mitorganisator der Submission ganz Besonderes. „Die angebotenen Hölzer sind absolute Premiumware und ihre Qualität wird in der höchsten Wertschöpfung und Verarbeitung durch die Kunden honoriert“, so Klinghardt. „Musikinstrumente und Furniere, aber auch Schreinerware, werden nun aus diesen nachhaltigen Hölzern gefertigt.“

Die starke Nachfrage an hochwertigem Holz spiegelte sich auch dieses Jahr in insgesamt sehr guten Preisen wider. Mit einem Durchschnittspreis von 235 €/fm lag das Preisniveau insgesamt 14 €/fm über dem des Vorjahres. Für 141 Lose gab es diesmal leider kein Gebot. Eine weitere enorme Preis-steigerung hatte das Lärchenholz zu verzeichnen (Ø+30 €/fm). Mit rund 384 €/fm Durchschnittspreis liegt das Preisniveau hier rund 150 €/fm über den anderen Baumarten.

Download: Ergebnisse der Submission

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news-2895 Thu, 15 Dec 2022 16:56:19 +0100 "WWW", die Wilde-Weihnachts-Wurst für die Tafeln in Hammelburg und Gemünden https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/www-die-wilde-weihnachts-wurst-fuer-die-tafeln-in-hammelburg-und-gemuenden.html <![CDATA[

15. Dezember 2022, Hammelburg/Gemünden – Nicht das „World-Wide-Web“ ist hier gemeint, sondern die nun schon traditionelle Wildwurstspende aus feinstem Wildbret aus der Region, welches der Forstbetrieb Hammelburg bei einem seiner Wildbrethandelspartner hat veredeln lassen und es nun zum Weihnachtsfest den Tafeln aus Hammelburg und Gemünden spendet.

„Wir freuen uns, dass wir auch in diesem Jahr wieder eine Spendenaktion für die Tafeln in Hammelburg und Gemünden möglich machen konnten“, so beginnt Daniel Zippert, Forstbetriebsleiter in Hammelburg die Übergabe der Wildwurst an die Tafeln der Städte Hammelburg und Gemünden am Main.

Im Rahmen einer Weihnachtsaktion hat der Forstbetrieb Hammelburg wieder Wildschweine, die hier in der Rhön erlegt worden sind zu Wildwurst verarbeiten lassen. In den letzten beiden Jahren hatte die Coronasituation bei den Tafeln für Probleme gesorgt genügend Spenden zu bekommen. Hier sind durch den Krieg in der Ukraine, die steigenden Kosten und die damit verbundene Inflation die Tafeln vielerorts mit zu wenigen Lebensmittelspenden für die vielen Bedürftigen konfrontiert.

Die Wildschweine wurden im Raum Neuwirtshaus erlegt und gleich im Anschluss an die Jagd direkt den Wildfleischfachverarbeiter „Wild Frank, Kulinna‘s Wildspezialitäten“ in Würzburg, einem unserer Handelspartner, übergeben und dort veredelt. 200 Gläser Wildwurst und 100 Salamis wurden jeweils zur Hälfte an die Tafeln gespendet und werden vor Weihnachten noch in Hammelburg und Gemünden ausgegeben. Der Forstbetrieb wünscht den Menschen mit dieser kleinen Geste einen guten Appetit und allen ein frohes und gesundes Weihnachtsfest.

Die Vertreter der Tafeln, Frau Luise Smolik aus Hammelburg und Herr Armin Stichel für Gemünden bedankten sich für die Spende und freuen sich, dass erneut Wildfleisch durch die Bayerischen Staatsforsten den Tafeln zur Verfügung gestellt wird. „Eine schöne Geste des Forstbetriebs Hammelburg“ findet Frau Smolik und beendet die Übergabe der Spende.

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news-2894 Tue, 13 Dec 2022 13:39:21 +0100 Moorbirken pflanzen im Waldkindergarten https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/moorbirken-pflanzen-im-waldkindergarten.html <![CDATA[

13. Dezember 2022, Buchenberg – Am Waldkindergarten in Buchenberg wurden mit Hilfe der Kindergartenkinder und des Forstbetriebs Sonthofen junge Bäume gepflanzt.

Schon im Frühjahr hatte der Leiter des Waldkindergartens Buchenberg Matthias Jörg die Idee, in dem Bereich des Waldkindergartens junge Bäume zu pflanzen: „Durch die Sonneneinstrahlung wird es im Sommer oft sehr warm an unserem Sammelkreis, neue Bäume könnten uns dort in Zukunft Schatten spenden.“ Der Wald, in dem der Waldkindergarten liegt, wird von den Bayerischen Staatsforsten gepflegt. Deshalb wendete Jörg sich mit seinem Vorschlag an den zuständigen Förster Florian Zeller. Dieser sagte sofort seine Unterstützung zu und kümmerte sich um die Beschaffung der passenden Pflanzen. „Am besten geeignet für diese Aufgabe ist ein Laubbaum. Denn der spendet im Sommer Schatten und lässt im Winter die wärmenden Sonnenstrahlen durch. Allerdings kommen mit den moorigen Bodenverhältnissen, die an dem Kindergartengelände anzutreffen sind, nur sehr wenige Baumarten zurecht. So fiel die Entscheidung auf die Moorbirke – übrigens der Baum des Jahres 2023.“, erklärt der Waldfachmann Florian Zeller. „Zusammen mit den Kindern sind wir unserer Zeit voraus…“ so Zeller schmunzelnd weiter.

Ende November war es dann so weit. Förster Florian Zeller besuchte zusammen mit dem Forstwirt Daniel Rist die Kindergartenkinder. Unter fachmännischer Anleitung von Waldarbeiter Daniel Rist konnten die Kinder helfen, die Pflanzlöcher zu graben und anschließend die jungen Bäume dort hineinzusetzen. Das vorsichtige Verfüllen der Löcher mit lockerem Erdmaterial bereitete den Kindern am meisten Spaß. Jetzt sind die mithelfenden Kinder alle gespannt, ob sich ihr Einsatz auszahlt und die Bäumchen im Frühjahr auch austreiben. „Im Moment sind die Bäume noch recht klein aber wir werden uns um sie kümmern, damit wir in einigen Jahren einen angenehmen Schatten von diesen erhalten“, so Matthias Jörg vom Waldkindergarten.

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news-2893 Wed, 07 Dec 2022 14:05:27 +0100 Forstwirtschaftsmeister aus Sonthofen schneidet mit Bestnote ab https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstwirtschaftsmeister-aus-sonthofen-schneidet-mit-bestnote-ab.html <![CDATA[

7. Dezember 2022, Sonthofen – „Matthias Weiler ist der Beste seines Fachs!“, freut sich Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting. „Er hat bayernweit die beste Forstwirtschaftsmeister-Abschlussprüfung abgelegt, wir sind sehr stolz auf ihn und seine Leistung!“

Ein Jahr lang hat Matthias Weiler aus Bolsterlang die Arbeit als Forstwirt bei den Bayerischen Staatsforsten unterbrochen, um den Meisterkurs zu belegen. 17 Aspiranten sind zur Abschlussprüfung des Lehrgangs angetreten, nur zehn haben die Prüfung bestanden. Matthias Weiler hat bayernweit die beste Abschlussprüfung abgelegt und gehört zu damit den Top-Absolventen in den Agrar-Berufen, die von Staatsministerin Michaela Kaniber im Februar 2023 zu einer Gesprächsrunde eingeladen sind.

Die Bayerischen Staatsforsten in Sonthofen sind sehr stolz auf ihren neuen Forstwirtschaftsmeister, der jetzt die Ausbildung der Forstwirt-Azubis in Theorie und Praxis am Forstbetrieb Sonthofen übernimmt. Der bisherige Ausbilder Forstwirtschaftsmeister Ebert ist an seinen Heimatforstbetrieb Weißenhorn zurückgekehrt. Er hatte die Waldarbeiterausbildung am Forstbetrieb Sonthofen die letzten fünf Jahre geleitet. Bei ihm ist Matthias Weiler noch vor wenigen Jahren in die Lehre gegangen.

Der Forstbetrieb Sonthofen bildet seit 2017 Lehrlinge aus: Pro Jahr zwei bis drei Waldarbeiter, aber auch im Büro gibt es eine Lehrstelle für Kaufleute für Büromanagement. „Junge Menschen mit einer guten Berufsausbildung haben extrem gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Bei uns bekommen sie beides: Eine gute Ausbildung und gute Chancen!“, ist sich Forstbetriebsleiter Jann Oetting sicher.

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news-2892 Mon, 05 Dec 2022 12:05:04 +0100 Aufforst-Aktion der Nürnberger Mountainbiker im Reichswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/aufforst-aktion-der-nuernberger-mountainbiker-im-reichswald.html <![CDATA[

05. Dezember 2022, Nürnberg - Gut zwei Dutzend Mountainbikerinnen und Mountainbiker haben sich am zweiten Adventssamstag an einer Aufforst-Aktion im Nürnberger Reichswald beteiligt. Rund um den Schmausenbuck pflanzten sie 500 junge Weißtannen ein. Das Projekt fand zum zweiten Mal statt.

Der Artikel dazu ist hier zu nachzulesen.

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news-2891 Fri, 02 Dec 2022 16:30:53 +0100 Dem Wild auf der Spur: Interview mit Forstbetriebsleiter Thomas Zanker https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/dem-wild-auf-der-spur-interview-mit-forstbetriebsleiter-thomas-zanker.html <![CDATA[

2. Dezember 2022, St. Martin - Der Kitzbüheler Anzeiger hat einen Artikel zum Thema Rotwildfütterung- und management und Lenkungsmaßnahmen von Freizeitbesuchenden geschrieben. Im Vorfeld wurde dazu Forstbetriebsleiter Thomas Zanker interviewt. Sie können den Artikel hier nachlesen.

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Forstbetrieb St. Martin, Bayer. Saalforste
news-2889 Wed, 30 Nov 2022 18:03:38 +0100 Forstbetrieb Weißenhorn schafft Sicherheit bei Baumfällarbeiten https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstbetrieb-weissenhorn-schafft-sicherheit-bei-baumfaellarbeiten.html <![CDATA[

30. November 2022, Weißenhorn – Entlang des Radweges zwischen Ingstetten und Deisenhausen, vor allem im Bereich des Waldrandes bei den „Glaserhofäckern“, führt der Forstbetrieb Weißenhorn eine Sicherungsmaßnahme durch: „Der Klimawandel setzt dem südexponierten Waldrand seit einigen Jahren immer mehr zu: Nicht mehr alle Bäume sind standsicher und es ist sehr viel gefährliches Totholz in den Kronen: Das kann schnell lebensgefährlich für Wanderer und Radfahrer werden, die den Weg entlang des Waldrandes nutzen“, zeigt sich der zuständige Förster Johannes Reisacher besorgt. Der Forstbetrieb Weißenhorn wird daher die gefährlichen Bäume in den nächsten Wochen fällen und damit wieder mehr Sicherheit für die Waldbesucher herstellen.

Auch die Ökologie kommt bei der Pflegemaßnahme nicht zu kurz: „Durch die Auslichtung im Waldrand stellen wir einen naturnäheren Zustand her: Es werden kleine Buchten angelegt, um den waldrandtypischen Sträuchern wieder mehr Licht zu geben. Ziel ist ein gestufter und strukturreicher Aufbau des Waldrandes, damit mehr Arten profitieren als bisher“, so Förster Reisacher. Wo keine Gefahr unmittelbar am Waldweg besteht, hat Reisacher auch sogenannte Biotopbäume markiert: Diese Bäume mit Spechthöhlen, Pilzkonsolen oder sonstigen wertvollen Biotopmerkmalen bleiben bei der Waldpflege dauerhaft stehen und werden nicht gefällt, denn sie werden von verschiedenen Vogelarten, Insekten und Fledermäusen als Wohnraum gebraucht.

Dieses umsichtige Pflegekonzept wird auch im angrenzenden Waldbestand umgesetzt: Hier werden einerseits vorhandene Alteichen und Lärchen gefördert. Neben den Altbäumen liegt der Fokus aber insbesondere auf der nächsten Waldgeneration, die bisher im Schatten des dichten Waldes steht: Die gemischte Verjüngung aus klimatoleranten Baumarten wie Bergahorn, Weißtanne und Buche benötigt dringend Licht zum Wachsen. „Gerade Mischwälder mit mindestens vier verschiedenen Baumarten sind am besten geeignet, um den Staatswald in der Region für künftige Klimaextreme zu wappnen“, weiß Christoph Kohler, stellvertretender Leiter der Forstbetriebs Weißenhorn. Mehr Licht im Wald wird damit auch der Verjüngung helfen. Der Forstbetrieb bittet für die vorübergehenden Wegesperrungen im Zuge der notwendigen Baumfällungen um Verständnis. Der Radweg und die angrenzenden Waldwege werden baldmöglichst in sicherem Zustand wieder freigegeben

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news-2888 Wed, 30 Nov 2022 15:44:04 +0100 Junge Bäume für den Kürnacher Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/junge-baeume-fuer-den-kuernacher-wald.html <![CDATA[

30. November 2022, Sonthofen/Eschach – Die Herbstpflanzung im Kürnacher Wald ist abgeschlossen. Knapp 7.000 junge Bäume wurden für den Wald der Zukunft gepflanzt. „Eine Mammutaufgabe, die unsere Forstwirte jedes Jahr mit Bravour meistern“, findet Jann Oetting, Leiter des Forstbetriebs Sonthofen.

„Beim Abladen der schier nicht enden wollenden Menge an kleinen Bäumen erschreckt man sich zunächst“ stellt Revierleiter Simon Lipp fest. Er pflegt den Staatswald in der südlichen Kürnach und ist unter anderem für die Pflanzung in diesem Herbst verantwortlich: Knapp 7.000 Lärchen, Tannen und Laubbäume werden allein im Forstrevier Kürnach-Süd des Forstbetriebs Sonthofen gepflanzt.

Eine verantwortungsvolle Aufgabe, schließlich sollen die kleinen Bäume in Zukunft den Wald von Morgen prägen. Deshalb gibt es bei den Pflanzen von der Anlieferung bis zur Pflanzung so einiges zu beachten: Schon beim Abladen auf dem Einschlagsplatz, dort werden die Bäumchen gelagert bevor sie in den Boden kommen, werden die Pflanzen auf die Beschaffenheit der Wurzeln, der Knospen und auf ihren Gesundheitszustand überprüft. Nur gute Ware darf in den Boden gesetzt werden, da die kleinen Bäume noch mit vielen Gefahren zu kämpfen haben werden. Widrigkeiten wie Hitze, Trockenheit, Schnee und Wildverbiss machen den Bäumchen bis sie richtig angewachsen sind, in den ersten Jahren zu schaffen.

Bei der Pflanzung werden schadhafte Pflanzen sofort aussortiert. Die Pflanze darf nicht zu tief, aber auch nicht zu hoch in den Boden gesetzt werden, da sonst der Wurzelballen schnell austrocknen kann. Die Wurzeln dürfen nicht zu lang sein und müssen durch einen Wurzelschnitt mit einer sauberen Schere eingekürzt werden. Findet der Wurzelschnitt nicht statt, wachsen die überlangen Wurzeln im Pflanzloch zum Teil kreisförmig weiter und der Baum kann nicht stabil aufwachsen. Das Pflanzwerkzeug wird auf die Beschaffenheit des Bodens und die Beschaffenheit der Baumwurzel speziell ausgewählt. Diese Anpassungen stellen einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Kultur dar.

Nach der Pflanzung werden die Bäume in den nächsten Jahren intensiv durch Förster und Waldarbeiter betreut. Vom Ausmähen, sprich dem Befreien der Pflanzen von Brombeeren und Farn bis zum Schutz vor Verbiss durch Rehe oder Rotwild reichen die Arbeiten.

Ein Ziel des Forstbetriebs Sonthofen ist es, dass die Pflanzen möglichst ohne Schutz wachsen können. „Dies kann nur durch eine intensive Jagd gelingen“, ist Revierleiter Lipp überzeugt. Dann wird sich auch die Arbeit, die in den vielen Tausend Pflanzen steckt, bezahlt machen. „Und nebenbei bekommen wir ein gesundes, schmackhaftes Nahrungsmittel von vorher glücklich lebenden Tieren“, freut sich Förster Simon Lipp.

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news-2887 Tue, 29 Nov 2022 16:22:50 +0100 Eichen für den Wald der Zukunft https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/eichen-fuer-den-wald-der-zukunft.html Forstbetrieb Fichtelberg macht die Wälder fit für den Klimawandel <![CDATA[

28. November 2022 Fichtelberg. – Den Fichten in unserer Region setzen die steigenden Temperaturen und die zunehmende Trockenheit stark zu. Mit dem Anpflanzen von mehr als 100.000 klimaresistenten Pflanzen in diesem Herbst bereitet der Forstbetrieb Fichtelberg die Wälder auf die Folgen des Klimawandels vor.

Knirschend gräbt sich der Pflanzspaten von Alexander Schirbel in den Waldboden. Der angehende Forstwirt bei den Bayerischen Staatsforsten pflanzt mit seinen Kollegen auf einer lichten Waldfläche am Fuß des Ochsenkopfs kleine Eichenpflanzen. In den Spalt, den das Pflanzwerkzeug geöffnet hat, schwingt er behutsam die Wurzeln des Setzlings. Weitere Einstiche mit dem Pflanzspaten beidseits der Pflanze drücken das Erdreich an die Wurzel an und verschließen das Pflanzloch. Schon sucht Alexander Schirbel den nächsten, geeigneten Pflanzenstandort im Abstand von gut zwei Schritt. Knirschend drückt er den Pflanzspaten in den Boden und öffnete das nächste Pflanzloch.

Mit seinen Kollegen beim Forstbetrieb Fichtelberg pflanzt er so in diesem Herbst insgesamt gut 100.000 Setzlinge - neben Buchen und Tannen auch viele Eichen, Linden, Esskastanien und weitere Baumarten. Noch vor wenigen Jahren wäre im Fichtelgebirge niemand auf die Idee gekommen, solche wärmebedürftigen Arten hier zu pflanzen.

„Wir pflanzen viele Baumarten, die im Moment hier nur selten oder gar nicht vorkommen“, bestätigt Winfried Pfahler. Er ist der Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg und zuständig für den Staatswald im südlichen und westlichen Fichtelgebirge. „Damit reagieren wir auf den sich abzeichnenden Klimawandel. Spätestens seit dem Jahr 2017 zeigt uns der zunehmende Borkenkäfer-Befall an den Fichten wohin die Reise geht: in eine trockenere und wärmere Zukunft. Was im ersten Moment nach angenehm-sommerlichen Klima klingt, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als echte Gefahr. Für die Natur, für den Wald und damit auch für uns Menschen. Denn die Fichte als Hauptbaumart unserer Region droht unter diesen Bedingungen abzusterben. Kahlflächen, wie im Frankenwald oder im Thüringer Wald, könnten die Folge sein. Mit allen negativen Auswirkungen, wie z.B. Erosion, Beeinträchtigung des Trinkwassers, Verlust des Lebensraums für viele Waldtiere. Und auch Erholung und Tourismus würden unter dem Verlust des Waldes leiden.“

Dem kommen die Förster zuvor: Als „Felsen in der Brandung“ pflanzen sie klimatolerante Baumarten zu den Fichten hinzu, also Bäume, die an trockeneres und wärmeres Klima angepasst sind, wie es heute z.B. am Untermain oder im Spessart herrscht. „Das machen wir im Fichtelgebirge zum Glück schon seit vielen Jahren“, bestätigt Pfahler. „Wo immer es geht, haben wir Tannen und Buchen angepflanzt. Wer in den Herbsttagen in unseren Wäldern unterwegs war, hat sicherlich gesehen, dass vielerorts unter und zwischen den dunklen Fichten buntes Buchenlaub herausleuchtet. Jetzt kommen auch Eichen, Linden und andere Mischbaumarten hinzu. Dadurch werden wir in der nächsten Waldgeneration noch vielfältigere Wälder haben, die widerstandsfähig sind gegen die Folgen des Klimawandels. Das ist aufwändig und mühsam. Aber auch notwendig. Denn wir tragen heute die entscheidende Verantwortung für die Umwelt unserer Kinder und Enkel“, so Pfahler.

Alexander Schirbel hat mittlerweile den kleinen Vorrat an Eichen-Setzlingen, den er auf die Fläche gebracht hatte, eingepflanzt. Zufrieden schaut er zurück. Wieder hat er durch seine Arbeit ein kleines Waldstück fit gemacht für die Zukunft.

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news-2886 Mon, 28 Nov 2022 12:24:53 +0100 Walderlebnistag in Hilpoltstein https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/walderlebnistag-in-hilpoltstein-1.html <![CDATA[

28. November 2022, Allersberg - Nach zwei Jahren coronabedingter Zwangspause konnte dieses Jahr endlich wieder der Walderlebnistag für die dritten Klassen der zwei Grundschulen Hilpoltstein und Meckenhausen stattfinden. 20 Jahre lang wurde der Tag von Herbert Meyer, Revierleiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Bereich des Forstreviers Georgensgmünd organisiert. Herr Meyer ist 2021 in den Ruhestand getreten, somit übernahm seine Nachfolgerin Iris Lang zusammen mit ihrem Kollegen Alexander Riedmaier erstmals diese Aufgabe. Am 9. November 2022 kamen fünf Schulklassen mit insgesamt 124 Kindern, 6 Lehrkräften sowie 19 Eltern als Stationsbetreuer in den Wald des Forstbetriebes Allersberg der Bayerischen Staatsforsten bei Altenhofen/Hilpoltstein.

Angefangen haben die Waldjugendspiele in der früheren Forstverwaltung für ein bis zwei Schulen pro Jahr, bei denen das gesamte Forstamtspersonal zum Einsatz kam. Im Jahr 2000 wurde die Veranstaltung vom damaligen Revierleiter Herbert Meyer neu konzipiert: Von den Förstern Iris Lang und Alexander Riedmaier des AELF Forstrevieres Georgensgmünd werden im Wald auf einem Rundweg von drei Kilometer Länge zehn Stationen aufgebaut, die am Veranstaltungstag von je zwei bis vier Eltern betreut werden. An diesen Stationen werden Aufgaben, wie Pfundiges Sägespiel, Baumstammweitwurf, Wilde Tiere, Baumartenkenntnis und vieles mehr, von den Kindern gelöst, damit Punkte gesammelt und in einem Laufzettel erfasst.

Von Anfang an dabei war der Forstwirtschaftsmeister Anton Schneck meist zusammen mit einem Auszubildenden im Beruf Forstwirt des Forstbetriebes Allersberg der Bayerischen Staatsforsten. An der „Willkommensstation“ zeigt und erklärt der erfahrene Forstwirtschaftsmeister gebräuchliche Waldarbeiterwerkzeuge und führt sie praktisch vor. Hier ist von den Kindern viel Aufmerksamkeit gefordert, da sie an einer der Stationen dieses frisch erworbene Wissen unter Beweis stellen müssen, um Punkte sammeln zu können.

Anschließend werden Gruppen aus vier bis sechs Schülerinnen und Schülern gebildet, die selbstständig die einzelnen Stationen anlaufen, um dort die Aufgaben zu lösen.

Zum Schluss erfolgt aber keine Reihung der Gruppen nach Punktzahl wie bei den regulären Waldjugendspielen. Jeder Schüler erhält eine Urkunde mit der erreichten Gruppenpunktzahl und ist somit erfolgreicher Teilnehmer des Walderlebnistagparcours.

Am Ende des Rundweges wird wieder die „Willkommensstation“ erreicht. Dort hat der Azubi der Bayerischen Staatsforsten mehrere Feuerstellen vorbereitet, an denen die Kinder Stockbrotteig, zubereitet von den Eltern, an Haselnussstecken rösten. Der BAYSF-Forstwirtschaftsmeister Anton Schneck fertigt derweilen mit der Motorsäge Skulpturen aus Lärchenholz an. Es entstehen Pilze, Igel, Eichhörnchen, Wildschweine und was sonst Herrn Schneck noch alles in den Sinn kommt. Zum Abschluss darf sich jede Klasse eines der Objekte aussuchen und an die Schule mitnehmen zur Erinnerung an diesen erlebnisreichen Tag.

Walderlebnistage in dieser Form werden von den Schülerinnen und Schülern, den Lehrkörpern und Eltern begeistert aufgenommen und auch von der Presse ausführlich gewürdigt.

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news-2885 Mon, 28 Nov 2022 12:14:16 +0100 Naturwälder im Landkreis Neumarkt i.d.OPf. https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/naturwaelder-im-landkreis-neumarkt-idopf.html Pressemitteilung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Amberg-Neumarkt i.d.OPf. <![CDATA[

28. November 2022, Grafenbucher Forst Am 24.11.2022 trafen sich der Leiter des Forstbetrieb Allersberg, Harald Schiller, der vor Ort zuständige Revierleiter des Forstbetriebs, Michael Ludwig, sowie der Bereichsleiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Amberg-Neumarkt, Forstdirektor Horst Dieter Fuhrmann, im Grafenbucher Forst, um die Bedeutung der Naturwälder für die Biodiversität in den Wäldern vorzustellen. Naturwälder werden sich selbst überlassen. Einerseits soll dadurch die Biodiversität erhalten und verbessert werden, für die Gesellschaft wird „Urwald“ erlebbar und im Klimawandel gibt es Referenzflächen, was passiert, wenn keine steuernden Eingriffe erfolgen. Die Flächen werden durch die Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft intensiv erforscht.

In Bayern sind rd. 58.000 Hektar als Naturwälder nach dem Bayerischen Waldgesetz ausgewiesen. Fuhrmann betont, das ist mehr Wald als im gesamten Landkreis Neumarkt mit seinen rd. 40.000 Hektar.

Der kleine Flecken im Grafenbucher Forst mit seinen eindrucksvollen Felsformationen und den uralten Bäumen ist eine Seltenheit so Ludwig. Dieser Trittstein – so werden die kleineren Naturwälder bezeichnet, von denen ein dichtes Netz die Wälder Bayerns durchzieht – dient vielen Arten als wichtiger Lebensraum. Die alten Buchen mit ihren vielen Höhlen und abgestorbenen Ästen werden von Spechten, Fledermäusen und vielen Insekten besiedelt. Als Besonderheit sind hier die sogenannten Horstbäume zu sehen. Diese gibt es nicht nur im Naturwald, sondern auch im bewirtschafteten Wald. Horstbäume dienen Großvögeln wie Habicht, Bussard, Milan aber auch dem Schwarzstorch als Nestbäume. Auch dieses Jahr hatte der seltene Schwarzstorch ganz in der Nähe wieder auf einem der Bäume sein Nest.

Schiller betont, dass diese Vogelarten im Umfeld ihrer Horstbäume vom Beginn der Brut bis zum flügge Werden der Jungvögel keinesfalls gestört werden dürfen. Der Forstbetrieb nimmt darauf Rücksicht, indem in dieser Zeit im weiteren Umkreis keine forstlichen Maßnahmen stattfinden. Die Horstbäume sind ohnehin tabu.

Die Lage der Naturwälder kann jeder Interessiert im Internet im BayernAtlas finden.

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news-2884 Wed, 23 Nov 2022 10:55:53 +0100 Neue Bänke für die Grundschule Tettau https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neue-baenke-fuer-die-grundschule-tettau.html <![CDATA[

23.November 2022, Rothenkirchen - Zwei neue Bänke für den Pausenhof wurden als gemeinsame Spende des örtlichen Forstreviers und der beiden Grössauer „Holzkünstler“ Gerhard Deuerling und Sonja Kaim der Grundschule Tettau übergeben.

Holz aus dem heimischen Wald ist für die Tettauer Kinder inzwischen ein vertrautes Baumaterial. Die Bayerischen Staatsforsten haben im nahen Staatswald ein „Grünes Klassenzimmer“ für die Schule eingerichtet, das bei gutem Wetter gerne für einen „naturnahen“ Unterricht genutzt wird.

Und so zögerte Revierleiter Christian Goldammer auch jetzt nicht lange, als er von Holzbänken des Pausenhofes erfuhr, die nach Jahren morsch geworden waren. Das Holz stellte der Forstbetrieb Rothenkirchen zur Verfügung und zum Einsatz kamen „Spezialist“ Gerhard Deuerling mit seiner Assistentin Sonja Kaim. Dem früher hier im Forstrevier Tettau tätigen Forstwirt Deuerling, von seinen Bewunderern „Lola“ genannt, macht in Sachen Holzbau niemand etwas vor. Gemeinsam mit seiner Nachbarin Sonja Kaim aus Grössau stattet er seit Jahren öffentliche Plätze in seiner Heimatgemeinde und Rastplätze im Staatswald mit Holzmobiliar von Bank und Stuhl über Sitzgruppen bis hin zu Brunnentrögen aus. Und so war es ihm (gemäß seinem persönlichen Universalgruß „Habe die Ehre“) jetzt eine echte Ehre, auch für die Grundschule Tettau tätig zu werden.

Schulleiterin Birgid Weiß und die Kinder freuten sich sehr über die Initiative und bedankten sich für die massive hölzerne Unterstützung für ihre Schule.

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news-2883 Wed, 23 Nov 2022 10:27:07 +0100 Ein Christbaum für Berlin aus dem Forstbetrieb Fichtelberg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ein-christbaum-fuer-berlin-aus-dem-forstbetrieb-fichtelberg.html <![CDATA[

23. November 2022, Fichtelberg – In der Bayerischen Landesvertretung in Berlin leuchtet heuer wieder ein Christbaum aus dem Staatswald des Fichtelgebirges. Damit unterstützen die Bayerischen Staatsforsten zugleich ein Schulprojekt in Kenia.

„So ein schöner Baum!“- Bernhard Kraus ist ganz begeistert. Er ist Förster bei den Bayerischen Staatsforsten und am Forstbetrieb Fichtelberg zuständig für den Staatswald vom Silberhaus bis hinauf zum Nusshardt. Und er ist Spezialist für schöne Christbäume. Dafür hat er einfach den richtigen Blick. Jedes Jahr muss er erst überzeugt werden, wieder eine „seiner“ Tannen für die traditionelle Christbaumaktion zu „opfern“. Und jedes Jahr verspricht ihm sein Chef, dass es diesmal der letzte Christbaum aus seinem Revier sei.

In diesem Jahr fündig geworden ist Bernhard Kraus beim Zinnschützweiher oberhalb von Tröstau, einem idyllisch gelegenen Stauteich aus dem Mittelalter. Dort hatte sein Vorgänger vor vielen Jahren eine Gruppe von kleinen Tannen pflanzen lassen. Aus diesen Bäumchen sind mittlerweile ansehnliche Bäume in Christbaumgröße herangewachsen – mit gleichmäßigen Ästen und feiner, satt-grüner Benadelung. Dafür sorgten nicht zuletzt die alten Bäume rundum, die die Christbaum-Kandidaten vor zuviel Sonne, Schnee und Wind beschützten und ihnen ein ungestörtes Wachstum ermöglichten. Jetzt aber muss ausgelichtet werden, damit die übrigen Bäume genug Platz zum Weiterwachsen haben.

Gut acht Meter ist die ausgewählte Tanne hoch - wie geschaffen für einen Weihnachtsbaum. Die Reise für den Baum geht heuer nach Berlin an die Bayerische Landesvertretung. Dort in der „Bayerischen Botschaft“ soll er für Weihnachtsstimmung sorgen und ein bisschen auch für das Fichtelgebirge werben.

Die traditionelle Christbaumaktion hat auch einen caritativen Hintergrund: Udo Benker-Wienands vom Verein „Leben und Lernen in Kenia“ wirbt damit für ein Schulprojekt in Afrika. Kinder der Luitpold-Schule in Selb gestalteten mit Unterstützung von Rosenthal und dem Porzellanikon in Selb Christbaumanhänger - natürlich aus Porzellan. Damit wird der Baum in den nächsten Tagen geschmückt.

Zu hoffen bleibt, dass die Tanne aus dem Fichtelgebirge die Politiker in Berlin inspiriert und mit ihrer weihnachtlichen Ausstrahlung zu guten Entscheidungen bringt.

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news-2882 Tue, 22 Nov 2022 10:24:52 +0100 Rücksicht auf Wildtiere: Wildschutzgebiet auf der Königsheide hilft Auerhühnern https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ruecksicht-auf-wildtiere-wildschutzgebiet-auf-der-koenigsheide-hilft-auerhuehnern.html <![CDATA[

23. November 2022 Goldkronach – Informationstafeln auf der Königsheide weisen jetzt auf das Wildschutzgebiet hin. Dort besteht im Winter und Frühjahr ein Wegegebot. Darüber informierten das Landratsamt Bayreuth und der Forstbetrieb Fichtelberg.

Ein grauer Wintertag. Eisig pfeift der Wind über die Königsheide, den Waldrücken am Westrand des Fichtelgebirges zwischen Goldkronach und Warmensteinach. Immer wieder prasseln Schnee- und Regenschauer auf den Wald nieder. Unter eine tiefbeastete Fichte hat sich eine Auerhenne zurückgezogen und wartet auf besseres Wetter.

Auerhühner sind die größten bei uns heimischen Hühnervögel. In unseren Wäldern sind sie sehr selten geworden. Bayernweit kommen nur noch wenige Tiere im Fichtelgebirge, im Bayerischen Wald sowie im Alpenraum vor. Sie sind deshalb auf der „Roten Liste“ der vom Aussterben bedrohten Arten verzeichnet und stehen unter strengem gesetzlichen Schutz. Auerhühner brauchen lichte, beerkrautreiche Waldflächen. Und Ruhe. Viel Ruhe! Denn jede Störung zwingt das Tier, sein geschütztes Versteck aufzugeben und davonzufliegen. Das kostet gerade jetzt im Winter viel Energie. Und davon kann der Vogel nicht allzu viel als „Winterspeck“ speichern. Denn sonst wäre er zu schwer und könnte nicht mehr fliegen.

„Häufige Störungen sind lebensgefährlich für die Auerhühner“ bestätigt Peter Schöffel, Mitarbeiter bei den Bayerischen Staatsforsten. Er ist als Förster zuständig für die Königsheide. „Wenn die Auerhühner oft gestört werden, sterben sie an Unterernährung und am Stress.“ Um den Vögeln ein ruhiges Rückzugsgebiet zu schaffen, hat das Landratsamt Bayreuth für einen Teil der Königsheide zwischen Goldkronach und Warmensteinach ein Wildschutzgebiet ausgewiesen. Von Dezember bis Juni jeden Jahres besteht dort ein Wegegebot. In diesem Zeitraum dürfen sich Besucher nur auf Forststraßen und markierten Wanderwegen oder Loipen bewegen. 

Gemeinsam mit Birgit Elitzer-Böhner und Stefan Weigl vom Landratsamt Bayreuth bespricht Peter Schöffel die Hinweistafeln. „Wir bitten alle Besucher der Königsheide auf den Wegen zu bleiben und Hunde an der Leine zu führen“, so der Förster. „Sie helfen damit im Winter den Tieren des Waldes.“

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news-2881 Mon, 21 Nov 2022 17:39:49 +0100 Forstbetrieb Allersberg & Falkner schaffen Nistmöglichkeiten für Eulen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstbetrieb-allersberg-falkner-schaffen-nistmoeglichkeiten-fuer-eulen.html <![CDATA[

16. November 2022; Heideck - Vor vielen Jahren gab es kaum ein Dorf ohne mindestens ein Paar der gut taubengroßen Eulen mit dem herzförmigen, weißen Schleier im Gesicht. Sie brüteten in Scheunen, auf Dachböden oder im Kirchturm. Auch auf Feldern und Wiesen hatten sich Schleiereulen in hohlen Bäumen oder im Dachgebälk von Ställen und Hallen eingenistet.

Heute ist die Schleiereule bei uns sehr rar geworden. Von den zehn heimischen Eulenarten hat es die Schleiereule mitunter am schwersten. Der Bestand von etwa 1.300 bis 1.700 Brutpaaren in Bayern hat dieser eleganten Eule einen Platz auf der Roten Liste als gefährdete Art verschafft und ihr Bestand bricht weiter zusammen. Neben der Intensivierung der Landwirtschaft, der Verwendung von Giften gegen Nagetiere und der mäusesicheren Lagerung von Getreide in Silos, ist der Mangel an Brutplätzen ein wichtiger Grund für den Rückgang der Schleiereulen.

Um diesen lautlosen Vögeln mehr Nistmöglichkeiten zu verschaffen, haben sich Dr. Janine Brunner und Bastian Link aus Hilpoltstein mit Bauplänen an die Auszubildenden des Forstbetriebes Allersberg gewandt. Bei deren Ausbilder, dem Forstwirtschaftsmeister Thomas Beyerlein, rannten die Falknerin und der Falkner offene Türen ein. „Unsere Forstwirtslehrlinge müssen bis zum Ende ihrer Ausbildung auch Holzkonstruktionen rein nach Plan fertigen können, ohne diese vorher schon einmal gesehen, geschweige denn zusammengebaut zu haben“, so Beyerlein. „Und wenn wir dabei noch etwas Gutes für den Artenschutz beitragen können, freut uns das umso mehr“, fügt Harald Schiller, der Leiter des Forstbetriebes.

Dank der Initiative von Dr. Janine Brunner und Bastian Link und der sofortigen Unterstützung des Forstbetriebes Allersberg wurden bereits mehrere Brutkästen für die speziellen Anforderungen der Schleiereulen gebaut. Diese werden im Laufe der nächsten Monate in diversen Hütten, Lagerhallen und Unterständen des Forstbetriebes platziert. So wie hier bei der Ausbildungswerkstatt „Waldhaus“ bei Heideck, wo der erste Brutkasten angebracht wurde. „Auch am Medizinischen Pferdezentrum Stephansmühle in Hilpoltstein wird ein Eulenbrutplatz eingerichtet“, ergänzt die Tierärztin Dr. Brunner.

Als nächstes Projekt sollen die Turmfalken bei der Brut unterstützt werden. Auch dafür haben die Auszubildenden des Forstbetriebes erste Brutkastenexemplare gefertigt. „Aktuell sind wir auf der Suche nach geeigneten Standorten für die Kleinfalken-Kästen“, erklärt Bastian Link. Nun heißt es Daumen drücken, dass die eine oder andere Bruthilfe bereits im kommenden Frühjahr angenommen wird.

 

Quellen:

  • Bayerisches Landesamt für Umwelt
  • LBV - Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V.
  • Bund Naturschutz in Bayern
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news-2880 Fri, 18 Nov 2022 08:42:17 +0100 Neue Brunnen im Eschacher Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neue-brunnen-im-eschacher-wald.html <![CDATA[

17. November 2022 - Sonthofen/Eschach – Sie waren in die Jahre gekommen und wurden jetzt fachmännisch ausgetauscht: Zwei neue Brunnen im Eschacher Staatswald.

Der Zahn der Zeit nagte an den Brunnen an der Jägerhütte und auch am sogenannten Fürstenbrunnen. Sie verloren Wasser und wiesen einige Faulstellen auf. Dem ehemaligen Forstwirt am Forstbetrieb Sonthofen, Ferdinand Bär war der Zustand der Brunnen ein Dorn im Auge. Obwohl bereits im Ruhestand, ist er immer noch mit „seinem“ Eschacher Wald verbunden. Im Sommer kam er auf Revierleiter Simon Lipp mit der Idee die Brunnen auszuwechseln zu. Der Förster pflegt den Staatswald in der südlichen Kürnach und freut sich über so viel Engagement. Er war sofort Feuer und Flamme für den Vorschlag.

Bald darauf machten sich die Forstwirte Albert Wegmann und Ferdl Bär, in ihrer Freizeit an die Arbeit. Bevor die eigentliche Brunnenbauarbeiten beginnen konnten, musste zunächst eine passende Fichte ausgewählt und gefällt werden. Nicht jeder Baum eignet sich zum Brunnenbau. Möglichst engjährig und nicht verdreht sollte er gewachsen sein, damit der Brunnen nicht einreißt.

Nach der fachmännischen Bearbeitung wurden die Brunnen schnell mit Wasser befüllt, damit das Holz feucht bleibt und sich keine kleinen Haarrisse bilden. So kann der Brunnen das Wasser über viele Jahre halten. Zusätzlich wurden Brunnenbänder kreisförmig in die Stirnseiten der Stämme eingeschlagen. Diese vermindern die Spannung im Holzkörper und verhindern ein Aufplatzen.

Vor allem der Fürstenbrunnen an einer kleinen Lichtung im Eschacher Wald kann eine lange Geschichte vorweisen. So soll ein fürstäbtlicher Reiter seinem Herrn in Kempten das für seine Heilkräfte bekannte Quellwasser überbracht haben. Aus dieser Historie rührt auch der Name Fürstenbrunnen. „Die Brunnen gehören durch ihre Geschichte einfach zum Eschacher Wald. Selbstverständlich kümmern wir uns auch in Zukunft um die Brunnen, damit sie möglichst lange erhalten bleiben“, so Förster Simon Lipp.

Bei dem Brunnenwasser handelt es sich nicht um Trinkwasser, da die Quellen nicht regelmäßig auf ihre Wasserqualität untersucht werden.

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news-2879 Thu, 10 Nov 2022 12:13:25 +0100 1.000 Heimatbaum-Patenschaften für Teilnehmer der Umfrage "Heimatspiegel" https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/1000-heimatbaum-patenschaften-fuer-teilnehmer-der-umfrage-heimatspiegel.html Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten <![CDATA[

10. November 2022, Neufahrn bei Schäftlarn - „Wir pflanzen Zukunft! Bäume und Wälder sind fester Teil unserer bayerischen Heimat. Die heutige Pflanzaktion verdanken wir Bayerns Bürgerinnen und Bürgern: Über 5.800 Fragebögen sind bei der bayernweiten Umfrage ‚Heimatspiegel Bayern 2022‘ eingegangen, die wir als Teil des ‚Zukunftsdialog Heimat.Bayern‘ in diesem Frühjahr durchgeführt haben. Die ersten 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten je eine Baumpatenschaft als Dankeschön fürs Mitmachen. In kürzester Zeit waren die Patenschaften vergeben. Bayerns Bürgerinnen und Bürger sind sich unserer Verantwortung für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst und wollen aktiv mitwirken“, freut sich Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei der Pflanzung der ersten von 500 Tannen im Revier Baierbrunn gemeinsam mit Forstministerin Michaela Kaniber und dem Vorstandsvorsitzenden der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer. „Tannen sind regelrechte Heimatbäume: Sie sind seit der Eiszeit bei uns ansässig und noch dazu trockenheits- und sturmresistent. So leisten wir mit unserer Aktion auch einen kleinen Beitrag zum klimaresistenten Waldumbau. Vielen Dank an alle, die sich für den Klimaschutz und unsere Heimat Bayern einsetzen“, betonte Füracker.

Kaniber ergänzte: „Ich freue mich über diese Aktion, denn sie verbindet in wunderbarer Weise Dinge, die einfach zusammengehören: Heimat, Zukunft und unsere Wälder. Gerade in unserer heutigen Zeit steht der Wald vor großen Herausforderungen. Stürme, Trockenheit und Borkenkäfer nehmen aufgrund des Klimawandels immer mehr zu und hinterlassen leider unverkennbare Spuren in unseren Wäldern. Deshalb müssen wir gemeinsam nach allen Kräften anpacken, um unsere Wälder in stabile Zukunftswälder umzugestalten. Für mich als bayerische Forstministerin ist hier jeder Baum ein echter Gewinn. Denn der Wald ist unverzichtbarer Teil unserer bayerischen Kulturlandschaft, er ist Bayerns Klimaschützer Nummer 1 und damit ein entscheidender Baustein für eine lebenswerte Zukunft unserer Kinder.“

Neumeyer betonte: „Ein stabiler Wald - die Grüne Lunge Münchens - muss auch für die nächsten Generationen erhalten bleiben – dabei hilft jeder neue klimastabile Baum. Durch Initiativen, wie die von Heimatminister Albert Füracker, beschleunigen wir den Waldumbau und lenken den Blick auf die vielfältigen Funktionen wie Erholung, Klima- und Naturschutz sowie Holzproduktion, die unsere Wälder den Bürgerinnen und Bürgern bieten. Die fichtendominierten Wälder nicht nur in und um München müssen dringend umgebaut werden. Entscheidend dafür ist ein kluger Mix an Baumarten, die dem Klimawandel – also höheren Temperaturen, mehr Trockenheit, weniger Niederschlägen – standhalten. Dabei setzen wir auf heimische Baumarten, wie beispielsweise die heute gepflanzten Tannen mit ihren tiefen Wurzeln sowie Buchen oder Eichen.“

Vom 16. März bis 31. Mai 2022 fand im Rahmen des „Zukunftsdialog Heimat.Bayern“ die große bayernweite Bürgerumfrage „Heimatspiegel Bayern 2022“ statt. Für die ersten 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer pflanzt das Heimatministerium in Kooperation mit den Bayerischen Staatsforsten je einen Baum. Alle Baumpatinnen und -paten haben hierzu eine eigene Urkunde erhalten. 500 Bäume wurden bereits im Garatshausener Wald am Westufer des Starnberger Sees gepflanzt. Jetzt kommen weitere 500 Bäume im Revier Baierbrunn bei Neufahrn (Schäftlarn) dazu. Die Bürgerinnen und Bürger haben sich bei der Umfrage stark beteiligt und viele konstruktive Vorschläge zu heimat- und zukunftsrelevanten Themen eingereicht. Die Ergebnisse des Heimatspiegels 2022 werden derzeit ausgewertet und noch in diesem Jahr vorgestellt.

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news-2878 Thu, 10 Nov 2022 09:54:13 +0100 Achtung Geschwindigkeitsmessung! Blitzeraktion der Polizei sorgt für Sicherheit https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/achtung-geschwindigkeitsmessung-blitzeraktion-der-polizei-sorgt-fuer-sicherheit.html <![CDATA[

10. November 2022, Ebrach - Wie jedes Jahr im Herbst finden auf dem Gebiet der Bayerischen Staatsforsten größere Drückjagden statt.

Drückjagden sind Jagden vor allem auf Wildarten wie Rehe und Wildschweine, bei denen Treiber und Hunde langsam das Wild aus ihrer Deckung in Bewegung bringen. Bewegungsjagden sind ein wichtiger Pfeiler des Waldbaus der Bayerischen Staatsforsten, da diese es ermöglichen, das Wild möglichst effektiv und schonend zu bejagen. Innerhalb weniger Stunden werden so über 50% der jährlichen Strecke, also der erlegten Tiere, erlegt. Aus wildbiologischer Sicht bringt das den Vorteil, dass die Tiere nur sehr kurze Zeit beunruhigt werden und anschließend wieder ihre Ruhe haben.

Die Jagden sind notwendig, um den Waldumbau hin zu klimatoleranten Mischbaumwäldern voranzubringen. Auch die von der afrikanischen Schweinepest ausgehende Gefahr für unsere Hausschweine motiviert, die Jagden effektiv auszuführen.

Der Schmerber Förster Jonathan Schäfer: „Bei unseren Drückjagden kommen weitjagende Stöberhunde zum Einsatz. Sie sollen den Jägern Rehe und Wildschweine zutreiben.“ Leider macht weder Wild noch Hund halt vor öffentlichen Straßen. Dadurch kommt es zu einer überdurchschnittlichen Häufung von Wildquerungen in den Waldgebieten. Um diese Gefahr für Leib und Leben der Verkehrsteilnehmer und der Hunde zu verringern, werden sogenannte Geschwindigkeitstrichter aufgestellt. Darin wird die Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h begrenzt und die Verkehrsteilnehmer werden zusätzlich mit einem Schild „Achtung Treibjagd“ gewarnt“.

„In der Vergangenheit wurden diese Schilder oft nicht beachtet. Das Risiko für meine Mitmenschen und unsere Hunde ist mir zu groß, deshalb handeln wir jetzt“, so Revierleiter Schäfer.

Im Schulterschluss mit der Verkehrspolizei Bamberg werden im November und Dezember bei einigen dieser Jagden deshalb Radarfallen zur Überwachung der Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit installiert.  

Die Bayerischen Staatsforsten wenden sich nochmal mit der dringlichen Bitte an alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer, entsprechende Geschwindigkeitsbegrenzung ernst zu nehmen. Dabei geht es nicht darum jemanden in die Pfanne zu hauen - die Sicherheit aller Beteiligten steht im Vordergrund.

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news-2877 Wed, 09 Nov 2022 10:30:00 +0100 Wir säen und ernten – für einen stabilen Zukunftswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wir-saeen-und-ernten-fuer-einen-stabilen-zukunftswald.html <![CDATA[

09. November 2022, Mantel – Im Manteler Wald herrscht derzeit ein reges Treiben. Gefühlt an jeder Ecke begegnen einem Harvester, Rückefahrzeuge und Waldarbeiter. Die einen sorgen für klimaresistenten Baumnachwuchs, die anderen ernten geschädigte alte Bäume. Der Klimawandel ist längst bei uns angekommen, was sich heuer im Wald mit der trockenen Witterung besonders bemerkbar macht.

In der Waldabteilung „Hohlbachloh“ säen die Forstwirte Eicheln in die vorbereiteten Flächen. Im vergangenen Jahr wurden bereits die Saatflächen durch Auflichtung des Altbestands vorbereitet, um Licht für den neuen Baumnachwuchs zu schaffen. Im Spätsommer wurden Zäune gebaut, die die begehrten Eicheln vor dem allzu großen Appetit der Wildschweine schützen sollen. „Um ein bestmögliches Ankeimen des Eichennachwuchses zu gewährleisten, brauchen diese Anschluss an den Mineralboden, was durch die dicke Beerkrautschicht natürlicherweise oft nicht möglich ist“, so Förster und Revierleiter Robert Werner. Der Waldboden muss daher vorbereitet werden. Mit einer Anbaufräse am Schlepper, bei dem der Mineral- mit dem Oberboden vermischt wird, wird ein optimales Saatbeet geschaffen. Wie vor hundert Jahren säen die Forstwirte des Forstbetriebs Schnaittenbach dann die Eicheln per Hand aus, die dann anschließend in den Mineralboden eingearbeitet werden. Die Eiche gilt als besonders trockentolerante Baumart und soll in den nächsten Jahrzehnte bis Jahrhunderte hier wachsen und die Wälder mitprägen.

Hohlbachloh – gleiche Waldabteilung, komplett andere Örtlichkeit. In den Randbereichen, des im Kern liegenden Moorgebiets, heult die Säge am Harvesteraggregat. Reinhard Arnold, Fahrer des staatsforsteigenen Kettenharvesters, fällt geschickt Kiefern und Fichten aus der mannshohen Verjüngung. Dabei tastet er sich auf einer dicken Reisigmatratze, die den Boden vor Verdichtung schonen soll, vorsichtig voran, um nicht plötzlich in einer unerwarteten Nassstelle einzusinken. Der aus Naturschutzgründen besonders geschützte Innenbereich des Moors, wird dabei nicht angetastet. „Wenn es in den Randbereichen zu nass wird, hören wir sofort auf“, versichert Forstwirtschaftsmeister Martin Dollhopf, der als Einsatzleiter im engen Austausch mit den Maschinenführern und dem Förster steht. Manch Leser oder Spaziergänger wird sich fragen, warum der ganze Aufwand?

„Gerade in den letzten Jahren starben viele flachwurzelnde Fichten aufgrund von Trockenheit und darauffolgenden Borkenkäferbefall, besonders auf sonst wassergesättigten Standorten, ab. Die Fichte wird vorrangig entnommen, um einer Massenvermehrung des Borkenkäfers entgegenzuwirken und den moortypischen Baumarten wie Kiefer, der seltenen Moorkiefer (Spirke) und der Moorbirke das Aufwachsen zu ermöglichen“, erklärt Revierleiter Werner. „Gleichzeitig werden durch den Eingriff partiell lichte Waldstrukturen geschaffen, die einem besonders schützenswerten Vogel, dem Ziegenmelker, zugutekommen, von denen als typischen Moorrandbewohner und Bodenbrüter nur noch einzelne Exemplare existieren.“ So kann selbst der Trockenheit etwas Gutes abgewonnen werden: Ansonsten nicht befahrbare Waldteile können heuer gepflegt werden. Die Bestände rund um den Moorlehrpfad bis hin zum Waldspielplatz und dem Rollstuhlwanderweg sollen so fit für die Zukunft gemacht werden. Dieses enge Zeitfenster gilt es durch rasche und bodenschonende Aufarbeitung und Rückung mittels Harvester und Forwarder zu nutzen.

Erholungssuchende werden gebeten, sich an die Hinweisschilder und Absperrungen zu halten und auf Alternativrouten auszuweichen.

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news-2876 Tue, 08 Nov 2022 16:22:34 +0100 Virtual Reality beim Forst: Forstbetrieb Fichtelberg trainiert Holzernte am Computer https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/virtual-reality-beim-forst-forstbetrieb-fichtelberg-trainiert-holzernte-am-computer.html <![CDATA[

08. November 2022, Fichtelberg – Die Bayerischen Staatsforsten erproben neue Methoden bei der Ausbildung angehender Forstwirte: ein Training in virtueller Umgebung. Ausgerüstet mit einer sogenannten VR-Brille und Sensoren an der Motorsäge können die Azubis gefahrlos üben, Bäume zu fällen. Hinter dem virtuellen Baumfällen steckt viel mehr, als nur ein nettes Erlebnis. Es schult die Beschäftigten und sensibilisiert für die Gefahren bei der Holzernte.

Adrian Thoma steht im Wald – an sich für ihn als Forstwirt-Azubi bei den Bayerischen Staatsforsten nicht ungewöhnlich. Aber dieser Wald ist anders. Ein Mischwald aus Buchen und Fichten. Raschelnde Blätter und abgebrochene Äste liegen am Boden. Auf einer Lichtung steht ein Pickup, dessen Ladefläche mit allerhand Holzfällungswerkzeug gefüllt ist. Von dort holt sich Adrian die Ausrüstungsgegenstände, die er braucht: eine Motorsäge, eine Axt, einen Fällkeil, eine signalfarbene Jacke, um gut gesehen zu werden. Ausrüstung komplett? Mit einem Tastendruck nimmt er die Geräte auf und trägt sie mit einem weiteren Tastendruck zu seinem Einsatzort.
Mit einem Tastendruck?

Die ganze Szene spielt sich in einer Computersimulation ab. Und Adrian Thoma steht mittendrin in dieser virtuellen Welt. Statt seines Schutzhelms trägt er eine sogenannte VR-Brille auf dem Kopf. Kleine Bildschirme in dem helmartigen Gerät vermitteln ihm ein räumliches Bild des simulierten Waldes, in dem er sich frei bewegen und überall hin umschauen kann. Kopfhörer geben ihm dazu den passenden akustischen Eindruck. Sensoren erfassen seine Kopfbewegungen, alle Handgriffe, die Position der Motorsäge. Es entsteht ein verblüffend realistisches Abbild des Arbeitsumfelds. So realistisch, dass Adrian nach wenigen Augenblicken glaubt, tatsächlich im Wald zu stehen. Ganz automatisch wendet er sich um, wenn er den Arbeitsbereich überblickt. Wie selbstverständlich blickt er nach unten und räumt virtuelle Äste aus dem Weg, die ihn bei der sicheren Bewegung durch den Wald stören. Dabei steht er in Wirklichkeit auf dem Fliesenboden in der Ausbildungswerkstatt des Forstbetriebs Fichtelberg. Trocken, warm und ohne Gefahren.

Als Trainer unterstützt ihn Sebastian Großmann, Sicherheitsingenieur bei den Bayerischen Staatsforsten. Gemeinsam mit der Bayerischen Landesunfallkasse entwickelte Großmann das innovative, bisher deutschlandweit einmalige Simulationsprogramm.  In die Übungen kann er verschiedene Szenarien einbauen: Umgang mit Totholz, Sicherheitsfälltechnik, Einsatz einer Seilwinde. Auf einem Monitor sieht er, was der Auszubildende in der VR-Brille vor seinen Augen hat.

„Ziel beim Training ist es, die Gefahrenwahrnehmung zu schulen“, so Großmann. „Wir geben dabei den Azubis die Möglichkeit gefahrlos sichere Arbeitsabläufe zu üben. Dabei können und sollen sie durchaus auch Fehler machen, um daraus zu lernen. Natürlich ersetzt das Training in der virtuellen Realität nicht die Ausbildung in der Wirklichkeit, im Wald, am Baum, mit der richtigen Motorsäge. Aber wir ergänzen damit die Übungsmöglichkeiten. Und die neue Methode macht den jungen Leuten viel Spaß.“

Konzentriert setzt Adrian Thoma die Motorsäge am virtuellen Baum an, schneidet den Fallkerb ein. Kontrollblick über den Gefahrenbereich. „Obacht – Baum fällt!“. Die Säge wird zum Fällschnitt angesetzt, im Kopfhörer ist das Hochdrehen des Motors zu hören.  Der Fällkeil bringt den Baum schließlich zu Fall.

Übungsende.

Adrian Thoma nimmt die Videobrille ab. Obwohl es nur eine Computersimulation war, ist er sichtlich etwas erschöpft. Denn ganz automatisch hat er sich dabei ebenso konzentriert wie bei einer wirklichen Baumfällung.

Das Computerprogramm wertet den Simulationslauf aus und erlaubt sofortige Rückmeldung: Alle Sicherheitsvorschriften beachtet? War der Ablauf in Ordnung? Sebastian Großmann ist mit der Leistung zufrieden. „Für einen Azubi im ersten Lehrjahr ein gutes Ergebnis“ lobt er den Jungforstwirt.

Zukünftig soll mit der VR-Brille auch ein Auffrischungstraining für erfahrene Forstwirte angeboten werden. Ebenso sollen mit ihr die Führungskräfte der Bayerischen Staatsforsten für die Gefahren bei der Holzernte sensibilisiert werden.

„Sicherheit am Arbeitsplatz entwickelt sich ständig weiter“, verdeutlicht Sebastian Großmann. „Und das Training mit den Methoden der virtuellen Realität wird dabei zunehmend an Bedeutung gewinnen.“

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news-2875 Fri, 04 Nov 2022 14:34:26 +0100 Freiwillige pflanzen im Kemptner Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/freiwillige-pflanzen-im-kemptner-wald.html <![CDATA[

4. November 2022, Sonthofen - Am Ende sind es 1003 Weißtannen, die im Voranbau in den sich auflichtenden Fichtenaltbestand im Kemptner Wald gepflanzt wurden. Die Weißtanne erhöht die Resilienz, also die Widerstandsfähigkeit des Waldes gegen die Folgen des Klimawandels wie z.B. Stürme und Trockenheit. Rund 50 Freiwillige und Aktive des Vereins Bergwaldprojekt haben den Weg zu den Bayerischen Staatsforsten an diesem feuchten Samstag gefunden.

Kern der Gruppe sind Schüler und Schülerinnen des Hildegardis-Gymnasiums Kempten mitsamt Eltern, Lehrer und Lehrerinnen. Die Schule ist Teil des Projekts Klimaschule Bayern und Klimaschutz ist ein Wahlfach an der Kemptner Schule. Der Pflanztag ist quasi Unterricht. Den haben auch die übrigen freiwilligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Wald. Denn sie schätzen neben der Pflanzarbeit auch die Erläuterungen zu Funktionen und Problemen des Waldes, die sie hier noch nebenbei mitbekommen sei es als Ergänzung zu Infos aus den Medien oder als nützliche Hinweise für Kleinprivatwaldbesitzer erklärt Peter Naumann vom Bergwaldprojekt e.V. Das Pflanzgut wurde durch die Unterstützung der Allgäuer Überlandwerke (AÜW) finanziert. So war der Pflanztag, als Kooperation zwischen den Bayrischen Staatsforsten mit Revierleiter Sebastian Neubauer und dem organisierenden Bergwaldprojekt ein lehrreicher Tag für Jung und Alt und ein kleiner Gewinn für die weitere naturnahe Waldentwicklung im Kemptner Wald.

Förster Sebastian Neubauer: „Wir pflanzen dieses Jahr 13.600 junge Bäumchen in meinem Revier Kempter Wald, da sind die 1.000 gepflanzten Bäumchen durch die Freiwilligen ein willkommener Beitrag. Wichtig ist neben der Pflanzung von Mischbaumarten aber auch die aktive Pflege derselben, sowie der Schutz vor dem Verbiss durch Reh und Rotwild.“ Darum werden sich dann die Profis von den Bayerischen Staatsforsten kümmern.

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news-2874 Fri, 04 Nov 2022 14:24:34 +0100 Grünes Netzwerk in Bayern nun vollständig: https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/gruenes-netzwerk-in-bayern-nun-vollstaendig.html <![CDATA[

Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Forstministerin
Michaela Kaniber weisen drei neue Naturwälder aus

Pressemitteilung des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

(4. November 2022) Nürnberg – Das landesweite Netzwerk wilder Waldnatur ist nun komplett. Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Forstministerin Michaela Kaniber haben dazu heute im Nürnberger Reichswald drei neue Waldgebiete in Bayern zu Naturwäldern erklärt: die Feuchtwälder im Nürnberger Reichswald (317 Hektar), die Laubwälder an den Rodachhängen bei Nordhalben in Oberfranken (177 Hektar) und die Auwälder an der Unteren Iller zwischen Neu-Ulm und Illertissen (516 Hektar). Damit stehen nun in Bayern insgesamt rund 83.000 Hektar ökologisch besonders wertvolle Wälder unter dauerhaftem Schutz. Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Bayern ist Waldland Nummer eins. Der Wald liegt uns besonders am Herzen. Der Reichswald ist das Naherholungsgebiet und die grüne Lunge Nürnbergs. Wir wollen unsere Wälder erhalten, schützen und nutzen. Den Herausforderungen des Klimawandels begegnen wir mit Ausbau von Windkraft und Holzbau als natürlichem CO2-Speicher. Mit der Ausweisung von Naturwäldern entsteht ein Teppich vieler ‚kleiner Nationalparks‘ über ganz Bayern, die wir ganz der Natur überlassen - für Ruhe und Erholung.“

Forstministerin Michaela Kaniber ergänzte: „Unsere Naturwälder sind Hotspots der Artenvielfalt. Sie sollen sich künftig frei und ungestört entwickeln und allen Bürgerinnen und Bürgern als Orte der Erholung offenstehen. Hier können wir alle unsere wunderschöne heimische Natur bewundern und hautnah erleben. In unseren staatlichen Wäldern wirtschaften wir seit jeher nach dem Motto ,Schützen und Nutzen‘. Die Naturwälder ergänzen sozusagen als ,Sahnehäubchen der Biodiversität‘ diese ökologisch herausragende Bewirtschaftung. Sie zeigen, wie viel mit sorgsamer Pflege erreicht werden kann und sind ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie verantwortungsvoll die Bayerischen Staatsforsten in den vergangenen Jahren gewirtschaftet haben.“

Weitere Informationen zu den Naturwäldern in Bayern finden sich im Internet unter: www.naturwald.bayern.de. Die flächenscharfe Abgrenzung des grünen Netzwerks können sie im Bayern Atlas einsehen: https://v.bayern.de/wG33M.

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news-2873 Fri, 04 Nov 2022 08:44:28 +0100 Tourismusverband Ostbayern und Bayerische Staatsforsten „15 Jahre Hand in Hand!“ https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/tourismusverband-ostbayern-und-bayerische-staatsforsten-15-jahre-hand-in-hand.html Goldsteig-Rastplatz „Klausenstein“ am Drei-Landkreiseck eingeweiht <![CDATA[

Bodenmais/Klausenstein 02. Novemeber 2022 - Der Goldsteig, Deutschlands längster Top Trail, neuhochdeutsch für „Prädikats-Fernwanderweg, führt in zwei Wegevarianten über 600 Kilometer durch den Oberpfälzer Wald und den Bayerischen Wald. Er durchquert neben fünf Naturparken und dem Nationalpark Bayerischer Wald aufgrund der Waldbesitzverteilung auch die Wälder von sieben Bayerischen Staatsforstbetrieben. Das ist seit Anbeginn vor nunmehr 15 Jahren Grund genug für eine gedeihliche Zusammenarbeit zwischen Forst und Tourismus. 

Uwe Stanke, Wegemanager für den Goldsteig bei der Ostbayern Tourismusmarketing führt dazu aus: „15 Jahre Goldsteig – ich habe mir gedacht, da sollten wir auch ein sichtbares Zeichen setzen, und so kam ich auf die Idee, wir d.h., wir Touristiker und die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) könnten doch am Drei-Landkreiseck Deggendorf, Regen und Straubing-Bogen am Goldsteig einen Rastplatz für die Wanderer einrichten. Jürgen Völkl, der Betriebsleiter vom Forstbetrieb Bodenmais, hat mein Anliegen sofort aufgenommen und deswegen haben wir jetzt den neuen Goldsteig-Rastplatz „Klausenstein“ eingeweiht – mit einer Skulpturensäule, einer Infotafel und natürlich einer bequemen Sitzgruppe.“

Die Skulptur mit den Logos vom Goldsteig und den BaySF sowie dem Auerhahn vom Naturpark Bayerischer Wald hat der passionierte Kettensägen-Schnitzer, Forstwirtschaftsmeister Walter Oswald, geschaffen, die Infotafel stammt vom TV Ostbayern, und die Sitzgruppe wurde von der Lehrlingswerkstatt am Forstbetrieb Bodenmais unter der Leitung von Forstwirtschaftsmeister Paul Hilgart gebaut.

Jürgen Völkl ergänzt: „Zwischen dem Hirschenstein und dem Rauhen Kulm ist ein wunderbarer neuer Pausenplatz für unsere Goldsteig-Wanderer entstanden. Ich freue mich, dass Bernhard Krempl, der stellvertretende Landrat von Straubing-Bogen, die Begrüßung der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der angrenzenden Gemeinden Achslach, Bernried und Schwarzach sowie eine Reihe anderer Gäste vorgenommen hat, und dass Diakon Sepp Schlecht aus Bodenmais die Weihe des Rastplatzes durchgeführt hat. Und alle freuen sich, wenn sich die Wanderer hier ausruhen können!“

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news-2872 Wed, 02 Nov 2022 11:12:29 +0100 Eichelsaat im Frankenwald - eine Hoffnungsbaumart im Klimawandel https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/eichelsaat-im-frankenwald-eine-hoffnungsbuamart-im-klimawandel.html <![CDATA[

Um nach den Borkenkäferjahren den Frankenwald der Zukunft maximal klimastabil und vielseitig zu gestalten, müssen Forstleute und Waldbesitzer so viele Baumarten wie möglich beteiligen. Die Bayerischen Staatsforsten gehen dabei jetzt ganz neue Wege: Selbst in den höchsten und rauesten Lagen werden Eicheln gesät.

Die Eiche spielte in den vergangenen Jahrhunderten so gut wie keine Rolle im Frankenwald. Dabei hatte die Natur das früher einmal ganz anders vorgesehen. „Alte Rodungsberichte aus der Urbarmachung des Frankenwaldes erwähnen im Naturwald auch die Eiche“, sagt Peter Hagemann, Forstbetriebsleiter in Rothenkirchen. „Das war allerdings vor rund 1000 Jahren und wir wissen, dass das Klima damals etwa so warm war wie heute.“ Danach seien die Temperaturen deutlich gefallen und speziell in den zurückliegenden drei bis vier Jahrhunderten sei es für die wärmeliebende Eiche ganz einfach zu kalt gewesen. „Das hat sich mit der menschengemachten Klimaerwärmung deutlich geändert“, so Hagemann weiter. „Wir trauen der Eiche in Zukunft eine wichtige Rolle im Frankenwald zu.“ Leider seien die flachgründigen und steinigen Böden im Frankenwald aber alles andere als ein ideales Pflanzsubstrat. „Gerade bei der Eiche ist es wichtig, dass sie tief genug in´s Erdreich kommt, damit sie ungestört ihre Pfahlwurzel ausbilden kann.“ Einmal verankert, sei sie dann allerdings eine ideale Baumart für den Bodenschutz.

Um eine ungestörte Wurzelentwicklung der Eichen zu gewährleisten, greift der Forstbetrieb Rothenkirchen jetzt zu einem eigentlich bewährten forstlichen Mittel: Der Eichel-Saat. Mit Kleinschleppern gezogene Saatmaschinen legen Eicheln flach in den Waldboden, die im gleichen Arbeitsgang mit Erdreich abgedeckt werden. So einigermaßen sicher vor Mäusen und Vögeln, sollen die Eicheln bis zum kommenden Frühjahr keimen und zu gut bewurzelten Eichenpflanzen heranwachsen.

Weil dieses anderswo lang erprobte Verfahren im Frankenwald Neuland ist, werden dafür aktuell unterschiedliche technische Mittel getestet und die Versuche von forstlichen Praktikern begleitet. Vierzig Forstleute der Bayerischen Staatsforsten und aus dem benachbarten Thüringen trafen sich dazu jetzt im oberen Frankenwald zu einer gemeinsamen Fortbildung. In der Staatswaldabteilung „Kobach“ auf rund 700 Meter über Meereshöhe am Rennsteig begutachteten sie, wie auf gezäunten Versuchsflächen Traubeneichen, Stieleichen und Roteichen mit verschiedenen Maschinen auf einer Borkenkäferfläche in den Frankenwaldboden eingebracht wurden. „Ein Wettlauf mit dem Gras, das sich ohne den Schirm der Althölzer auf diesen Flächen in kürzester Zeit ausbreitet“, sagt Forstbetriebsleiter Hagemann. Die Forstleute sind deshalb froh, dass es in diesem Jahr zufällig ausreichend Eicheln für die Saat gibt, die der Pflanzgartenstützpunkt Bindlach der Bayerischen Staatsforsten im Spessart und in Sachsen erntet. Denn ganz wichtig ist, wie überall bei der Wahl des richtigen Pflanzgutes in der Forstwirtschaft, die geeignete Herkunft für die jeweilige Klimazone und Höhenlage.

Erste Ergebnisse der Saat-Versuche? „Erstmal sind wir froh, dass die Saat bei diesen schwierigen Verhältnissen überhaupt klappt“, sagt Hagemann. Die vorgestellten Techniken funktionierten, leider könne man aber nicht anstelle der Kleinschlepper auch auf Zugpferde für die Saatmaschinen zurückgreifen, wie sie in anderen Wäldern ebenfalls zum Einsatz kommen. „Das ist bei dem hohen Steinanteil der Böden, den geneigten Hängen und dem bereits vorhandenen Graswuchs einfach zu schwer für tierische Helfer.“ Und jetzt heiße es zunächst erstmal: Abwarten. „Jetzt gilt es für die Eicheln und die kleinen Eichenpflanzen, erstmal mit Mäusen, dem Frankenwaldwinter und der Gras-Konkurrenz fertig zu werden. Im Frühjahr sehen wir weiter.“ Kein leichter Weg zum gemischten Zukunftswald.

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news-2870 Wed, 02 Nov 2022 08:45:00 +0100 Methusaleme im Wald: Besonders dicke Altbäume https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/methusaleme-im-wald-besonders-dicke-altbaeume.html <![CDATA[

2. November 2022, Sonthofen - Im bayerischen Staatswald bleiben besonders dicke Bäume generell stehen. Festgelegt ist diese Regelung im Naturschutzkonzept der Bayerischen Staatsforsten. Detaillierter wird sie in den regionalisierten Naturschutzkonzepten der jeweiligen Forstbetriebe beschrieben, so auch im Naturschutzkonzept des Forstbetriebs Sonthofen:

Dort werden Bäume als „Methusalem“ bezeichnet, wenn sie einen Brusthöhendurchmessser - das ist der Durchmesser in 1,3 m Höhe – von über 100 cm bei Fichte, Tanne und Eiche erreichen. Diese Bäume werden in der Regel grundsätzlich nicht genutzt und reichern die Strukturen im Wald bis oft weit nach ihrem Lebensende an. Ausnahmen gibt es bei Bäumen, die Verkehrswege oder Gebäude gefährden.

Förster Jörg Tarne, der den Wald im Revier Oberstaufen-Lindau pflegt, stellt ein Beispiel für einen solchen Methusalem vor: „In meinem Revier gibt es eine sehr starke Alttanne: Diese Tanne hat einen BHD von derzeit ca. 180 cm. Vor sieben Jahren wurde der BHD ein ca. 167 cm ermittelt. So sehen wir, dass diese Tanne immer noch einen beträchtlichen Zuwachs hat. Das Alter dieser Tanne schätze ich auf ungefähr 200 bis 300 Jahre.“ Um das genaue Alter zu erfahren, müsste dieser Baum entweder gefällt werden oder mit einem Zuwachsbohrer angebohrt werden. Dabei wird ein kleiner Bohrkern entnommen und anhand der Jahrringe das Alter ermittelt. Dazu sollte aber der Kern annähernd getroffen werden, was bei dicken Bäumen besonders schwer ist. Nach der Probenentnahme wird das Bohrloch wieder verschlossen.

Ein weiteres Beispiel in seinem Staatswald-Revier ist eine Douglasie in der Region Lindau mit einem BHD von 120 cm und einem geschätzten Alter von 100 bis 120 Jahren. Douglasien wurden am Bodensee in mehreren Wellen gepflanzt. Die ersten Pflanzungen in Deutschland wurden im Jahr 1831 getätigt. Die bisher höchste Douglasie und damit auch der höchste Baum Deutschlands, steht im Stadtwald von Freiburg und erreicht knapp 67 m. Sie wurde 1913 als Versuch von Förstern gepflanzt.

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news-2871 Tue, 01 Nov 2022 08:49:00 +0100 Überzeugter Waldbauer: Übergabe des Staatswaldrevieres Bamberg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ueberzeugter-waldbauer-uebergabe-des-staatswaldrevieres-bamberg.html <![CDATA[

1. November 2022, Bamberg - Es sind nüchterne Zahlen, mit denen die aktuelle Forstinventur die Veränderungen der letzten zehn Jahre für das Revier Bamberg kennzeichnet. Zunahme des Laubholzanteils um 6%. Erhöhung des Eichenanteils auf nun 31%. Steigerung der Naturverjüngungsfläche von 232 ha auf 734 ha.

Aber eben diese Zahlen bringen die enorme Leistung des nun scheidenden Leiters des Forstreviers Bamberg, Berthold Schultheiß, prägnant zum Ausdruck. Schultheiß hat entscheidende Veränderungen in nur einem Jahrzehnt realisiert, die für viele Jahrzehnte wirken und die vielleicht erst in einigen Jahrzehnten wirklich gewürdigt werden können.

Fichten und Kiefern starben in den zu heißen und zu trockenen Extremjahren 2019, 2020 und 2022 reihenweise ab. Dies hat die existentielle Notwendigkeit der Klimavorsorge im Wald allzu deutlich gemacht, unter den vielfach absterbenden Altbäumen frühzeitig eine klimaresiliente Verjüngung mit einer hohen Eichen- Tannen und Buchenbeteiligung einzuleiten und zu sichern. Und diese Verjüngung ist nun auf großer Fläche realisiert, da der geborene Lichtenfelser Förster waldangepasste Rehwildbestände als wesentlichen Schlüssel erkannt hat, die von der Natur geschenkten jungen Bäume zu sichern.

„Es geht auf die Substanz unserer Wälder, wenn von unten kein neuer junger Wald nachwachsen kann, weil sich keine Naturverjüngung einstellt oder die ankommende Naturverjüngung durch zu viele Rehe abgebissen wird“, zeigt sich Schultheiß überzeugt. Mit dieser Überzeugung, dass sich der Wald üppig natürlich verjüngen kann, wenn der Verbiss nicht zu hoch ist, und mit entsprechender jagdlicher Konsequenz hat er den Grundstein gelegt für die vielen hundert Hektar Mischbestände mit hitze- und trockenheitsresilienten Eichen, Buchen und Tannen.

Es war Schultheiß eine Herzensangelegenheit, für zukunftsfähige Wälder seiner Heimat einzutreten. Bereits in den ersten 27 Berufsjahren nach seinem Studium überzeugte er in seiner damaligen Funktion als Mitarbeiter der Forstverwaltung über 2000 private Waldbesitzer, mehr als 250 Rechtler und 14 Kommunen, dass die Nadelreinbestände umgebaut werden müssen in laubbaumreiche Mischbestände. Zusätzlich förderte er damals 60 ha Neukulturen, die mit 100 km Zaun gegen Verbiss geschützt werden mussten und erschloss viele Wälder erstmals durch den Bau von Waldwegen.

Im Rahmen der forstlichen Bildungsarbeit begeisterte er mehr als 8000 Schüler und Schülerinnen von den verborgenen Welten im Wald. Für den Wald im Landkreis Bamberg engagierte er sich darüber hinaus als Luftbeobachter bei Waldbrandgefahr, als Mitglied im Naturschutz- und Jagdbeirat und als forstlicher Berater der Waldbesitzervereinigung Steigerwald.

Schließlich reizte ihn aber vor 10 Jahren doch noch eine neue Herausforderung. 2012 verließ Schultheiß die Bayerische Forstverwaltung und wechselte zu den Bayerischen Staatsforsten, um die Verantwortung für die Staatswälder um Bamberg zu übernehmen.

Und er hat den Schritt nicht bereut, hat er doch 10 Jahre lang viele seiner Ideen direkt umsetzen können. Und an neuen Ideen war Schultheiß nie verlegen. An seine Kreativität, seine Umsicht und seine Fähigkeit andere zu begeistern, erinnern 37 neue Feuchtbiotope, gut gepflegte Waldwege, der Walderlebnispfad im Bruderwald, ein neuer Waldkindergarten im Birkacher Wald, der Mountainbike-Parcours im Michelsberger Wald oder die neu ausgewiesenen Naturwälder.

Positiv blickt Schultheiß zurück auf seine Arbeit für die Gesellschaft. Besonders geholfen haben ihm dabei seine „Selbstwerber“. Sie haben beim Gewinnen ihres Brennholzes maßgeblich dazu beigetragen, in vielen hundert Hektar der jungen Mischbestände die klimaresilienten Laubbäume zu fördern. Nachhaltig konnte Schultheiß auch den weiteren Bedarf von etwa 400 Haushalten mit dem CO2-neutralem Brennholz decken, und hochwertige Bau- und Schreinerholzsortimente bereitstellen.

Schultheiß war es auch ein großes Anliegen, die vielen sonstigen Wünsche an den Wald zu erfüllen, wie die der acht Kindergärten nach Waldflächen für ihre Waldtage oder die der Kerwa-Burschen nach einem schönen Kerwasbaum. Und freundliche Fragen von Waldbesuchern hat er im Wald auch immer gerne beantwortet.

Nicht vermissen wird er dagegen die stetig steigenden Verkehrssicherungspflichten in der Nähe von Gebäuden, öffentlichen Straßen oder Parkplätzen. Mit Freude legt er auch seine Aufgaben als Waldpolizist in andere Hände - bei der permanenten Müllentsorgung im Wald oder dem illegalen Befahren von Forststraßen. Und an die vielen bösen Blicke, die ihm zugeworfen wurden, als er selbst die Forstwege befahren musste, sehnt er sich künftig sicher nicht zurück.

So übergibt der Waldbauer aus Überzeugung zum ersten November die ihm anvertrauten Wälder nun mit gemischten Gefühlen an seinen Nachfolger Jonas Gürsching mit dem Wunsch, dass es seinem Nachfolger weiterhin gelingen möge, die Bedürfnisse der Gesellschaft an den Wald mit dem forstlichen Prinzip der Nachhaltigkeit in Einklang zu halten.

Das Dienstzimmer des Reviers Bamberg wird künftig im Rathaus von Stegaurach eingerichtet. Die Sprechstunde findet dort jeweils donnerstags von 16-18 Uhr statt. Herr Gürsching ist per E-Mail erreichbar unter: Jonas.Guersching@baysf.de.

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news-2869 Mon, 31 Oct 2022 11:23:58 +0100 Ein Wagen vom Forst für den Waldkindergarten https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ein-wagen-vom-forst-fuer-den-waldkindergarten.html <![CDATA[

1. November 2022, Reit im Winkl - Seit September gibt es in Reit im Winkl einen Waldkindergarten. Bis der dafür von der Gemeinde bestellte Waldkindergartenwagen eintrifft, wurde von den Bayerischen Staatsforsten ein für die Ausbildung der zukünftigen Forstwirte gebräuchlicher Bauwagen zur Verfügung gestellt. Bürgermeister Matthias Schlechter und die Waldkindergärtnerinnen bedankten sich jetzt bei Joachim Keßler, dem Leiter des Forstbetriebs Ruhpolding, und beim Ausbilder Sepp Wolf dafür sowie beim Grundstücksbesitzer Naturwärme Reit im Winkl, vertreten durch Geschäftsführer Andreas Heigenhauser, für deren großzügige Gesten.

Unser Bild zeigt zusammen mit den Waldkindergartenkindern stehend von links Forstbetriebsleiter Joachim Keßler, Bürgermeister Matthias Schlechter, Kindergärtnerin Geli Frohwieser und Naturwärme-Geschäftsführer Andreas Heigenhauser, knieend Ausbilder Sepp Wolf und Kindergärtnerin Veronika Wimmer.

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news-2868 Mon, 31 Oct 2022 11:18:47 +0100 Neuer Rathausbrunnen für Reit im Winkl https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neuer-rathausbrunnen-fuer-reit-im-winkl.html <![CDATA[

31. Oktober 2022, Reit im Winkl - Ein beliebtes Fotoobjekt in Reit im Winkl ist der historische Rathausbrunnen mit dem Bronze-Holzknecht obendrauf, der seit 1923 an diesem Platz steht. Nachdem der zuletzt 2013 aufgestellte Trog in die Jahre gekommen war, war heuer wieder ein neuer fällig. Und mit großzügiger Unterstützung durch die Bayerischen Staatsforsten konnte das verwirklicht werden.

Bürgermeister Matthias Schlechter nahm dies jetzt zum Anlass, den neuen Brunnen vorzustellen und sich bei den Vertretern des Forstbetriebs Ruhpolding für das Entgegenkommen zu bedanken. Er erinnerte an die Kontaktaufnahme mit dem Forst und die daraufhin erfolgte Spende der Tanne und das fachmännische Präparieren derselben für den schönen Brunnen.

„Die Tanne ist unser Lieblingsbaum in der heimischen Bergwelt und wir sind stolz darauf, dass eine solche diesen schönen und viel begangenen Platz gefunden hat“, sagte Joachim Keßler, der Leiter des Forstbetriebs Ruhpolding.

Zum Bearbeiten des Baums habe sich die reger Truppe um Ausbilder Sepp Wolf zum Ende ihrer Lehrzeit der Ausbildung zum Forstwirt angeboten und dies bestens verrichtet. Wesentlich mitgewirkt dabei hat auch der damalige Auszubildende und inzwischen als Forstwirt beschäftigte Reit im Winkler Simon Mayer.

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news-2867 Fri, 28 Oct 2022 16:35:00 +0200 Holzeinschlag im Schutzgebiet - ja und nein https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/holzeinschlag-im-schutzgebiet-ja-und-nein.html <![CDATA[

Bodenmais/Kleiner Arbersee Oktober 2022 - „Da stimmt doch was nicht!“ – das wird sich so mancher Wanderer denken, der sich vom Kleinen Arbersee Richtung Süden zum „Luchsplatzl“ oder Kleinen Arber auf den Weg macht. Warum? An den Wanderwegen stehen Schilder „Naturschutzgebiet“ und überall hört man Maschinen werkeln – einen Harvester, Holzfäller, einen Rückezug, ja sogar einen Seilkran! Um genau dieses „Rätsel“ zu lösen, trafen sich der Bereichsleiter Forst vom Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten (AELF) Cham, Dr. Arthur Bauer, und sein zuständiger Revierleiter Martin Hupf mit dem Bodenmaiser Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl und Forstwirtschaftsmeister Mario Hutterer, Einsatzleiter für die laufenden Maßnahme und dem BaySf-Trainee Simon Maier.

Arthur Bauer erklärt das Ganze: „Im Staatswald nördlich vom Kleinen Arbersee gibt es zwei Schutzgebiete, nämlich das  „Naturschutzgebiet (NSG) Sollbach“ im Westen und das „Naturwaldreservat (NWR) Seeloch“ im Osten. Dazwischen liegt ein bis zu 600 m breiter Streifen „normaler“ Wald. Das ist der eine Grund für die Holzerntemaßnahme – dieser Wald ist bis zu 180 Jahre alt und besteht rund zur Hälfte aus Fichten, ist aber sehr gut gemischt mit Buchen und Tannen. Und es hat sich unter dem Altholz schon auf großen Teilflächen Naturverjüngung eingefunden, die allerdings unter dem Schirm der alten Bäume nur sehr langsam wächst. Deshalb hat die „Forsteinrichtung“, so heißt die Betriebsplanung bei den Staatsforsten, vorgesehen, dass in den nächsten Jahren rund die Hälfte der Altbäume geerntet werden sollen, um einem jungen, gemischten und klimastabilen Zukunftswald zu schaffen. Selbstverständlich liefern die alten Bäume dabei wertvolles Holz für regionale Sägewerke!“

Jürgen Völkl ergänzt: „der zweite Grund ist der Borkenkäfer, der uns auch in unseren naturnahen Wäldern zu schaffen macht, und dem ist es „Wurscht“, ob „Normal-Wald“ oder Naturschutzgebiet oder Naturwaldreservat – den müssen alle bekämpfen! Der Forstbetrieb hat dazu in Absprache mit dem AELF und den Naturschutzbehörden ein dreistufiges Konzept entwickelt:  

Stufe 1: wenn die befallenen Bäume mit der üblichen Technik erreichbar sind, werden sie gefällt, aufgearbeitet, verkauft und schnellstmöglich aus dem Wald abgefahren.

Stufe 2: ist das nicht möglich, werden die Borkenkäferbäume gefällt und entrindet, das Holz verbleibt dann als sog. „Totholz“ im Wald.

Stufe 3: wenn es wegen dem steilen und schwierigen Gelände und aus Gründen der Arbeitssicherheit nicht möglich ist, die Hölzer aufzuarbeiten, dann müssen wir in den „sauren Apfel beißen“ und die Bäume stehen lassen – auch beim besten Willen können wir wegen dem Borkenkäfer nicht die Gesundheit oder gar das Leben unserer Mitarbeiter gefährden!“

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news-2866 Fri, 28 Oct 2022 16:06:59 +0200 Revierleiterwechsel in den Revieren Bergen und Kaisheim https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/revierleiterwechsel-in-den-revieren-bergen-und-kaisheim.html <![CDATA[

28. Oktober 2022, Kaisheim - Im Oktober gab es am Forstbetrieb Kaisheim Personalwechsel. 

Revier Bergen:

Um seiner Lebensgefährtin näher zu sein, wechselte der bisherige Revierleiter Tim Brommer an den Nachbarbetrieb Landsberg. Zum 1. Oktober übernahm Matthias Gerthofer das Revier Bergen. Matthias Gerthofer wuchs in Dinkelscherben auf. Nach der Forstwirtslehre und einer Tätigkeit als Forstwirt am Forstbetrieb Zusmarshausen bzw. am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Augsburg entschied er sich zu einem Studium in Weihenstephan. Nach erfolgreichem Abschluss und bestandener Staatsprüfung bewarb er 2021 sich bei den Bayerischen Staatsforsten, wo er bereits an mehreren Betrieben erkrankte Revierleiter vertrat, zuletzt in Unterfranken.

Das Büro des Reviers Bergen wurde mit dem Wechsel in die Poststraße 5 in 86643 Rennerts-hofen/Stepperg verlegt.

Revier Kaisheim:

Der langjährige Leiter des Reviers Kaisheim, Karl-Heinz Mannsbart, wechselte zum 1. Oktober an das Revier Thierhaupten. Bis zur Revierneuorganisation im Jahr 2007 hatte er bereits Teile dieses Reviers betreut. Der Leiter des Forstbetriebs Kaisheim, Helmut Weixler, dankte Karl-Heinz Mannsbart für seinen hohen Einsatz im Waldumbau hin zu einem gemischten und naturnahen Wald, insbesondere bei den nach einem Sturm 2013 kahlliegenden Flächen.

Nachfolger von Herrn Mannsbart wird Philipp Fluhr. Dieser war nach erfolgreichem Studium in Weihenstephan und bestandener Staatsprüfung mehrere Jahre bei den Forstbetriebsgemeinschaften Günzburg bzw. Augsburg West tätig. Im Sommer 2021 wechselte er zu den Bayerischen Staatsforsten. Nach einer Tätigkeit an der Zentrale in Regensburg im Bereich Naturschutz übernimmt Philipp Fluhr nun sein erstes Revier. Das Büro des Reviers Kaisheim bleibt unverändert.

„Der Forstbetrieb Kaisheim verjüngt sich durch die neuen Mitarbeiter weiter und wir können mit hochmotivierten und tatkräftigen jungen Mitarbeitern unseren Waldumbau hin zu einem stabilen und wuchskräftigen Mischwald weiter vorantreiben“, so Betriebsleiter Helmut Weixler.

Bei beiden Revieren bleiben die Mobilfunknummern und die wöchentlichen Sprechzeiten am Donnerstagvormittag bestehen.

 

 

 

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news-2865 Thu, 27 Oct 2022 17:03:17 +0200 Brennholz aus dem Wald? nano hat nachgefragt! https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/brennholz-aus-dem-wald-nano-hat-nachgefragt.html <![CDATA[

Die Nachfrage nach Brennholz steigt, das merkt auch der Forstbetrieb Wasserburg. Doch welche Optionen habe ich, um an Brennholz zu gelangen und was ist im Wald nicht erlaubt? Und was macht energetisch überhaupt Sinn?

nano hat nachgefragt, Forstbetriebsleiter Heinz Utschig hat geantwortet! Ab Minute 15 geht's los.

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Forstbetrieb Wasserburg a. Inn
news-2864 Thu, 27 Oct 2022 14:58:34 +0200 Beseitigung der Gefahr durch einen instabilen Felsblock am Pletzgraben in der Gemeinde Schönau am Königssee https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/beseitigung-der-gefahr-durch-einen-instabilen-felsblock-am-pletzgraben-in-der-gemeinde-schoenau-am-koenigssee.html <![CDATA[

Königssee 27. Oktober 2022 – Spätfolgen der Extremniederschläge aus dem Juli 2021 zwingen die Gemeinde Schönau am Königssee und die Bayerischen Staatsforsten zum Handeln. Es gilt den Pletzgraben für künftige Hochwasser freizuhalten und weitere Schäden durch einen sich langsam bewegenden Felsblock abzuwenden.

Seit der Hochwasserkatastrophe im Juli letzten Jahres bewegt sich ein ca. 3.000 Tonnen schwerer Felsblock mit einer geschätzten Seitenlänge von 10 m aus dem Staatswald in Richtung Seestraße. Während des Hochwassers wurde er unterspült und ist seitdem instabil. Der Felsblock liegt am Rande des Staatswaldes und lehnt sich über den im Eigentum der Gemeinde Schönau am Königssee befindlichen Pletzgraben. Bedroht ist auch ein privates Grundstück. Obwohl er dort seit dem Starkregenereignis auf einem kleineren Felsblock aufliegt, bewegt er sich kontinuierlich weiter.

Zwischen beiden Felsen fließt der Pletzgraben hindurch. Es besteht aktuell die Gefahr einer Tiefenerosion unter dem abgekippten Felsen. Der Durchflussquerschnitt ist laut dem beauftragten Geologen Dr. Stefan Kellerbauer für die im Projekt Ausbau Pletzgraben vorgesehene Abflussmenge von 1 m³ pro Sekunde ausreichend. Bei Starkniederschlägen müssen aber bis zu 12 m³ pro Sekunde abfließen können. Dies ist nicht möglich, sodass bei einem Starkregenereignis mit einem unkontrollierten Überlauf des Grabens oder mit folgenschweren Bewegungen des Felsblocks zu rechnen ist.

Seit Oktober 2021 werden die Felsbewegungen auf Anordnung der Gemeinde Schönau am Königssee vom Ingenieur Martin Wagner aus Marktschellenberg in Zusammenarbeit mit dem Geologen Dr. Kellerbauer beobachtet.

Als dauerhafte Lösung wurde den Bayerischen Staatsforsten empfohlen, den Felsblock durch Abtragung zu entfernen. Nur so kann die latente und immer wiederkehrende Gefährdung dauerhaft beseitigt werden.

Der Bürgermeister der Gemeinde Schönau am Königssee Hannes Rasp sieht ebenfalls keine Möglichkeiten zum Erhalt des Felsblocks an dieser Stelle. „Bei einem erneuten Starkregen kann nicht ausgeschlossen werden, dass der vom Felsblock teilweise versperrte Pletzgraben über seine Ufer geht und die Siedlung am Königssee erneut überschwemmt,“ warnt der Bürgermeister. „Diese Gefahr kann den Bürgern der Gemeinde nicht zugemutet werden“ so Rasp.

„Die Bayerischen Staatsforsten werden zeitnah den problematischen Felsblock abtragen lassen, um weitere Gefahren zu vermeiden“ betont auch  Dr. Daniel Müller, Leiter des Forstbetriebs Berchtesgaden. Die Abtragung des Felsblocks wird vom Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Traunstein im Rahmen der vorhandenen Hochwassermittel des Bundes finanziell gefördert.

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news-2863 Wed, 26 Oct 2022 16:02:19 +0200 Heizen mit Holz? ZDF-Drehscheibe hat nachgefragt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/heizen-mit-holz-zdf-drehscheibe-hat-nachgefragt.html <![CDATA[

Die Nachfrage nach Brennholz steigt, das merkt auch der Forstbetrieb Bad Königshofen. Doch welche Optionen habe ich, um an Brennholz zu gelangen und was ist nicht erlaubt?

Die ZDF-Drehscheibe hat nachgefragt, Forstbetriebsleiter Heiko Stölzner hat geantwortet!

 

 

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Forstbetrieb Bad Königshofen i. Grabfeld
news-2862 Tue, 25 Oct 2022 16:51:35 +0200 Wald-Erlebnistour statt Turnhalle https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wald-erlebnistour-statt-turnhalle.html <![CDATA[

Kulmbach 21. Oktober 2022 - Am Freitag war ein besonderer Tag für die Turnkinder des VFB-Kulmbach – sie durften sich gemeinsam mit dem Förster der Bayerischen Staatsforsten auf eine Expedition durch die heimischen Wälder begeben!

In Wetterfester Kleidung trafen sich Eltern und Kinder gemeinsam mit den Übungsleiterinnen Petra Merkel, Bärbel Pongratz und Celina Pongratz des Kinderturnens in einem Waldstück nahe Kulmbach um einen Waldspaziergang der besonderen Art zu unternehmen. Revierleiter Jonas Duscher hatte im Wald unter dem Motto Sehen-Fühlen-Entdecken viele verschiedene Aufgaben vorbereitet, die von den Kindern mit viel Eifer gemeistert wurden.

Zum Abschluss durfte jede Familie noch Bäume pflanzen, um die heimischen Wälder nachhaltig zu erhalten und zu schützen. So wurden gemeinsam über 100 klimatolerante Bäumchen gepflanzt und geschützt.

Alle Teilnehmer, ob Jung oder Alt waren begeistert von dem abwechslungsreichen Programm und wer weiß, vielleicht gibt es ja bald wieder eine Wiederholung.

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news-2861 Mon, 24 Oct 2022 13:13:52 +0200 Bessere Information für Waldbesucher in Allersberg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/bessere-information-fuer-waldbesucher-absperrbanner-fuer-allersberg.html <![CDATA[

24. Oktober 2022, Rothenkirchen – Die Bayerischen Staatsforsten statten ihre Forstbetriebe bayernweit mit über 500 zusätzlichen Bannern aus – diese sorgen für Sicherheit auf den Waldwegen und informieren Menschen vor Ort über Maßnahmen der Waldpflege.

„Unser Ziel ist es, die Öffentlichkeit vor Ort im Wald über unsere Arbeit zu informieren, um so Verständnis für erforderliche Absperrungen zu schaffen“, sagt Peter Hagemann, Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten am Forstbetrieb Rothenkirchen. „Das Interesse der Bevölkerung am Wald als Natur- und Erholungsraum ist vor allem in den letzten beiden Jahren stark gestiegen. Oft wollen die Bürgerinnen und Bürger auch mehr über unsere Arbeit erfahren. Mit den personalisierten Absperrbannern zur Waldpflege haben wir darauf reagiert“, führt Hagemann weiter aus.

Zwei Beschäftigte leihen ihr Gesicht für mehr Sicherheit

Die Absperrbanner gibt es in zwei Ausführungen – jeweils mit dem Porträt einer Försterin und eines Forstwirts von den Bayerischen Staatsforsten. Sie verleihen der Botschaft ein Gesicht. Denn immer noch sehen sich Forstleute bei Absperrmaßnahmen wenig verständnisvollen Waldbesuchern gegenüber.
Die Gesichter zeigen: Wir sind Menschen, die mit großer Motivation am Klimawald der Zukunft arbeiten und gleichzeitig auf die Sicherheit der Waldbesucher achten. Wir sperren den Weg, um euch zu schützen.

Die gezielte Waldpflege ist ein entscheidender Faktor für die artenreichen und stabilen Klimawälder der Zukunft. Damit die Bäume ein stabiles Wurzelwerk und eine vitale Krone ausbilden können, muss man ihnen genug Wuchsraum geben. Das bedeutet, dass benachbarte und in Konkurrenz stehende Bäume dafür entnommen werden. Hierbei werden auch gezielt klimastabile und seltene Baumarten gefördert. Eine möglichst risikoarme und klimatolerante Baumartenmischung wird so geschaffen und erhalten. Durch die Pflegeeingriffe wird auch bewusst die Struktur der Wälder gefördert - also große, kleine, dicke und dünne Bäume nebeneinander. Das erhöht vor allem die Stabilität gegenüber Stürmen.

„Hier in Nordbayern haben wir darüber hinaus aktuell noch weitere Herausforderungen“, so Hagemann weiter. „Nach mehreren Jahren mit außergewöhnlicher Sommerdürre kämpfen hier alle Waldbesitzer mit dem Borkenkäfer. Überall muss dabei mit Holzeinschlägen an wechselnden Orten schnell und konsequent gehandelt werden. Gerade hierbei muss immer die Sicherheit an erster Stelle stehen.“ Im Staatswald sei deshalb in diesen Tagen neben der Information die Funktion der Banner als Absperrung besonders wichtig. „Die Wegesperrungen gilt es unbedingt zu beachten. Denn während Bäume gefällt werden und Forstmaschinen im Wald arbeiten, besteht für Erholungssuchende absolute Lebensgefahr! Auch nach dem Ende der täglichen Arbeit dürfen abgesperrte Bereiche nicht betreten werden. Es kann vorkommen, dass sich noch in den Kronen hängende Äste lösen und zu gefährlichen Geschossen werden.“ Die Forstleute des Forstbetriebes Rothenkirchen bitten deshalb um das Verständnis und die Solidarität der Bevölkerung.

Weitere Informationen über die Aufgaben der Bayerischen Staatsforsten finden Sie unter: Klimawald | Bayerische Staatsforsten (baysf.de).

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news-2860 Mon, 24 Oct 2022 10:44:45 +0200 Forstlicher Zuwachs bei den Bayerischen Staatsforsten - Forstbetrieb Allersberg bekommt junge Verstärkung https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstlicher-zuwachs-bei-den-bayerischen-staatsforsten-forstbetrieb-allersberg-bekommt-junge-verstaerkung.html <![CDATA[

Allersberg 24. Oktober 2022 - In Zeiten des voranschreitenden Klimawandels wird es immer wichtiger den Bayerischen Staatswald fit für die Zukunft zu machen. Egal ob Trockenheit, Borkenkäfer, Pflanzung oder Holzernte: Die Forstbranche braucht dringend mehr Personal, um Wälder nachhaltig zu bewirtschaften!

Deswegen sind der Forstbetriebsleiter Harald Schiller, der Servicestellenleiter Johannes Lang und der Forstwirtschaftsmeister Thomas Beyerlein sehr froh, die zwei neuen Auszubildenden für den Beruf des Forstwirtes im Forstbetrieb Allersberg begrüßen zu dürfen.

„Die Bayerischen Staatsforsten schaffen mit dem Beruf des Forstwirts wichtige Stellen, die essentiell für die Bewirtschaftung des Waldes von Morgen sind“, sagt Harald Schiller, der sich sehr über die neuen Gesichter freut.

Dieses Jahr bilden die Bayerischen Staatsforsten 77 junge Frauen und Männer, an 26 Standorten in ganz Bayern aus. Nach der dreijährigen Lehrzeit sind die Übernahmechancen ausgesprochen gut.

Sebastian Blomeier (16) aus Berg bei Neumarkt und Sebastian Weißbeck (16) aus Eysölden, konnten im Auswahlgespräch überzeugen und machen nun ihre Ausbildung zum Forstwirt im Forstbetrieb Allersberg. Jedes Jahr werden zwei bis vier Forstwirtinnen und Forstwirte von Forstwirtschaftsmeister Thomas Beyerlein betreut. „Während der Lehrzeit sind die Aspiranten für die praktische Lehre am Waldhaus untergebracht und besuchen die Berufsschule in Neunburg vorm Wald. An Lehrgängen nehmen sie im Ausbildungszentrum Nürnberg-Buchenbühl teil“, so Thomas Beyerlein.

Zudem haben sich einige Studierende dazu entschieden, ihr Praktikum im Forstbetrieb Allersberg zu machen. Aktuell sind insgesamt sechs Praktikanten, vier davon von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, zwei von der Technischen Universität München, im Betrieb. „Die Bayerischen Staatsforsten geben ihnen die Möglichkeit, zahlreiche Einblicke in den Forstberuf zu bekommen und sich umfassend im Betrieb einzubringen“, erläutert Johannes Lang. Egal ob im Revierdienst, bei den Forstwirten oder im Leitungsdienst, es gibt vielerlei Bereiche die es zu entdecken gilt. „So wird theoretisch gelerntes Wissen, plötzlich praktisch“, berichtet der Praktikant Lukas Dorsch.

Die Bayerischen Staatsforsten bilden nicht nur in klassischen Forstberufen aus, sondern auch im IT- und  Kaufmännischen-Bereich. Sie sind damit einer der größten forstlichen Ausbilder Deutschlands.

 

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news-2859 Mon, 24 Oct 2022 09:00:00 +0200 Vom Steigerwaldparcours über die Bärenbahn zum Zisterzienserkicker https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/vom-steigerwaldparcours-ueber-die-baerenbahn-zum-zisterzienserkicker.html <![CDATA[

Die Gewinnerin des Ideenwettbewerbs zur neuen Kugelpfadstation am Baumwipfelpfad steht fest!

Ebrach, 24. Oktober 2022 – Vom Steigerwaldparcours über die Bärenbahn bis zum Zisterzienserkicker – über zwanzig Vorschläge sind von jungen, kreativen Köpfen beim Baumwipfelpfad in Ebrach für die neue Kugelpfadstation eingegangen. Gewonnen hat Elena Köhler aus Altenschönbach mit ihrer Idee zum Steigerwaldparcours. Ihr Vorschlag wird 2023 Realität, wenn die Schreinerei der JVA Ebrach die Station baut und auf dem Gelände des Baumwipfelpfads installiert – Namensplakette inklusive.

Seit 2021 gibt es den Kugelpfad, dessen erste Stationen nach den Entwürfen des Baumwipfelpfads in Kooperation mit der JVA Ebrach und der Lebenshilfe Schweinfurt entstanden sind: Kinder (und natürlich auch Erwachsene) können dort eine Buchenholzkugel mit ca. 5cm Durchmesser, versehen mit dem bekannten Wipfellogo und für 2,00 € am Kiosk zu erwerben, oder ihre eigene Kugel, auf die Reise durch unterschiedliche Stationen schicken.

Eine neue Station soll im kommenden Jahr anlässlich des 7. Geburtstages des Baumwipfelpfads dazu kommen. „Wir hatten noch keine Idee, wie die neue Station aussehen sollte und dachten, wir setzen einfach das um, was die Kinder uns vorschlagen.“, erläutert Sandra Fischer, Leiterin des Baumwipfelpfads in Ebrach das Konzept des Ideenwettbewerbs. Von Mai an reichten Kinder und Jugendliche ihre ganz eigenen Vorstellungen des Kugelpfads beim Baumwipfelpfad ein.  

„Wir haben mit unserer Kampagne zum Ideenwettbewerb viele Kinder via Plakatwerbung, Social Media, Pressemitteilungen und natürlich mit Aushängen vor Ort am Baumwipfelpfad erreicht.“ Das Engagement hat sich gelohnt, denn bis zum Einsendeschluss am 16. September sind über zwanzig schöne Vorschläge für die neue Kugelpfadstation eingegangen: „Eine Idee schöner und kreativer als die andere. Deswegen ist uns, beziehungsweise der Jury, die Entscheidung auch nicht leichtgefallen“, so Fischer weiter. Neben Daniel Vinzens, 1. Bürgermeister des Marktes Ebrach, und Holger Friedrich der JVA Ebrach, zuständig für die Technische Umsetzung, komplettiert Barbara Ernwein, als Vertreterin der Bayerischen Staatsforsten und Erfinderin des Kugelpfads hier in Ebrach das Komitee.

In der Tat wurde das geplante Jury-Urteil vom 30. September um einige Tage nach hinten verschoben: „Wir konnten uns einfach nicht entscheiden. Drei Vorschläge hatten es uns besonders angetan: Der Steigerwaldparcours von Elena, die Karussellstation von Kilian (7 Jahre) und die Baumwipfelbahn von Sarah (8 Jahre). Daneben gab es eine Art Tischkicker, dem Garten des Zisterzienserklosters hier in Ebrach nachempfunden, und spannende Stationen zu Landwirtschaft, Brotbackverfahren, Bärenspuren, Seilbahnen und vielem Mehr.

„Letztlich haben wir uns für Elenas Idee als Gewinnervorschlag entschieden, die Bewerbung war einfach überzeugend und die Idee zum Steigerwaldparcours schlichtweg gut umsetzbar“, erzählt Barbara Ernwein. Die Umsetzbarkeit war dabei kein unwesentliches Kriterium: „Wir achteten besonders auf Kreativität, Eigenleistung und die Machbarkeit – bei einigen Vorschlägen wurde deutlich, dass auch Mama und Papa sehr viel Spaß bei der Ideenfindung hatten, andere Ideen wiederum waren zwar sehr überzeugend, aber aufgrund der feinmotorischen Elemente zu spezifisch und für eine Umsetzung bis zu unserem Geburtstag am 19. März einfach zu zeitkritisch und kompliziert. Unsere Kugelpfadstationen befinden sich im Freien und sind damit der Witterung ausgesetzt, die einzelnen Elemente müssen also auch wetterbeständig sein.“, erklärt Ernwein weiter.

Auf einer DIN A4 Seite hat Elena ihren Vorschlag zur neuen Kugelpfadstation klar gezeichnet und beschrieben: Los geht es in den Wipfeln der Bäume, danach rollt die Kugel durch die Berge des Steigerwalds, wird dann mit einer Art Pendel aus einer Kuhle wieder herausgeschubst und landet nach einem kaskadenförmigen Treppenabstieg im Ziel.

„Elena darf sich jetzt freuen. Zum einen wird natürlich ihr Gewinnervorschlag umgesetzt, zum anderen ziert eine Plakette mit dem Namen der Erfinderin die Station. Außerdem gibt es für den ersten Platz ein Familienticket, ein Kinderüberraschungspaket, sowie selbstverständlich unendlichen Ruhm und Ehre“, weiß Sandra Fischer verschmitzt.

Zweit- und Drittplatziere gehen ebenfalls nicht leer aus: Kilian Marquardt gewinnt mit seiner Karussellstation den zweiten Platz, Sarah Ziegler mit ihrer Wipfelbahn  den dritten Platz – und damit je ein weiteres Familienticket im Wert von 25,00 € plus Kinderüberraschungspaket.

Die feierliche Einweihung der neuen Kugelpfadstation mit Preisverleihung findet am 19.03.2023 im Rahmen eines offiziellen Pressetermins statt. Alle Gewinnerinnen und Gewinner und natürlich auch die Kids, deren Idee dieses Mal leider nicht gewonnen hat, sind herzlich eingeladen, mit uns die neue Station zu bespielen! Und wer weiß, vielleicht finden sich in Zukunft Elemente des ein oder anderen Vorschlags wieder in einer neuen Kugelbahn.“, freut sich das Team des Baumwipfelpfads auf die Zukunft.

Bei Fragen zum Baumwipfelpfad und dem Kugelpfad steht das Team des Baumwipfelpfads Steigerwald unter 09553-98 980-102 gerne zur Verfügung.


Die Pressemitteilung zum Download gibt es hier.

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news-2858 Fri, 21 Oct 2022 14:22:03 +0200 Moorrenaturierung im Kempter Wald im "Tiefergrabenmoos" https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/moorrenaturierung-im-kempter-wald-im-tiefergrabenmoos.html <![CDATA[

Betzigau, 21. Oktober 2022 - nach mehr als zwei Jahren Planungsphase konnte im November 2021 die Renaturierung des Tiefergrabenmoores im Kempter Wald erfolgreich abgeschlossen werden. Innerhalb der vergangenen Vegetationsperiode konnten bereits sichtbare Erfolge verzeichnet werden. Das ca. 37 Hektar große Waldmoor westlich des Durachursprungs liegt inmitten der ursprünglichen Moorlandschaft des Kempter Waldes und ist eines der zahlreichen Hochmoore des Staatsforstbetriebs Sonthofen. Das Projekt ist ein weiterer Trittstein bei den Renaturierungsarbeiten auf mehreren hundert Hektar Moorwäldern der Bayerischen Staatsforsten im Kempter Wald.

„Vereinfacht kann gesagt werden, dass Moore überall dort entstehen, wo es zu viel Wasser im Boden gibt“, erklärt Förster Sebastian Neubauer. Er pflegt den Staatswald im Kempter Wald. Die permanente Wassersättigung im Boden verhindert durch Luftabschluss die Zersetzung von organischem Material wie etwa Pflanzenresten. Über die Jahrhunderte entsteht so langsam neuer Torf. „Wir Moorexperten unterscheiden dabei grundsätzlich zwischen drei Moortypen: Von Nieder- und Übergangsmoore wird gesprochen, wenn die Torfmächtigkeit mindestens 30cm beträgt und das Torfwachstum noch von Grund- oder Quellwasser beeinflusst ist. Wächst der Torfkörper über den Grundwasserspiegel hinaus und wird nur noch vom Regenwasser gespeist, entstehen die sehr nährstoffarmen Hochmoore. Da die meisten Nährstoffe noch in den unverrotteten pflanzlichen Überresten gebunden sind, herrscht auf Moorstandorten immer auch Nährstoffmangel. Hochmoore zählen zu den extremsten Lebensräumen in Mitteleuropa. Sie sind geprägt von ständigem Wasserüberschuss und extremer Nährstoffarmut“, erläutert Förster Sebastian Neubauer.

Nur echte Spezialisten unter den Pflanzen können diesen außergewöhnlichen Standort erfolgreich besiedeln. Der Charakterbaum der Hochmoore ist die Spirke oder auch Moorkiefer. Diese lichtbedürftige und gegenüber anderen Bäumen konkurrenzschwache Baumart ist in der Lage, den nassen und sauren Torfboden zu erschließen und zusammen mit der Fichte die typischen Moorwälder zu bilden. Im Tiefengrabenmoor kommen zahlreiche weitere Spezialisten vor: Beispielsweise der Sonnentau, der als „fleischfressende Pflanze“ den Nähstoffmangel durch das Fangen und Zersetzen von Insekten kompensiert. Oder auch die auf Moore spezialisierten Rausch- und Moosbeeren, beides Verwandte der Heidelbeere. Die Blätter von Rausch- und Moosbeeren dienen wiederum als Nahrungsgrundlage für Raupen seltener Schmetterlinge, wie etwa des Hochmoorgelblings.

Die Moore im Alpenvorland wurden seit Jahrhunderten vom Meschen entwässert, um neue Wald- und Weidestandorte zu gewinnen. Ab Anfang der 1920er Jahre wurden deutschlandweit im industriellen Maßstab ganze Moorlandschaften entwässert und der Torf als Brennstoff genutzt, weil Energie und Lebensmittel so teuer waren. Auch die Moore im Kempter Wald blieben davon nicht verschont. So wurde der namensgebende „Tiefegraben“ bis zu drei Meter tief durch den Torf getrieben. Besonders an den Rändern der großen Hochmoore wurde Torf gestochen. Auch die Übergangsmoore, wo Fichte von Natur aus waldbildend ist, wurden oft mit Gräben entwässert.

Förster Sebastian Neubauer weiter: „Bei der Renaturierung von Mooren steht deshalb der Verschluss der wasserführenden Gräben mit Holzbrettern und Torf und damit die Wiedervernässung an oberster Stelle. Für den Verschluss des Hauptgrabens waren 19 Stammholz-armierte Dammbauwerke mit ca. 12 Meter Breite nötig. Die flacheren Seitengräben wurden mit insgesamt 125 Dämmen aus Holzbrettern und Torf abgedichtet.“

Die umfangreichen Planungsarbeiten wurden von einem renommierten Planungsbüro mit Hilfe moderner Geoinformationssysteme und zahlreicher Geländebegänge durchgeführt. Die Dammbauarbeiten auf diesen hochsensiblen Standorten wurden von extra Moorbaggern und Dumpern einer Spezialfirma durchgeführt. Ziel ist es, das abfließende Regenwasser so lange wie möglich in dem Moorkörper zu halten. Auf diese Weise soll eine fortschreitende Mineralisierung des Torfs verhindert und das weitere Wachstum des lebenden Moores ermöglicht werden. Nach gut einem Jahr konnten bereits erfreuliche Veränderungen an der Vegetation im direkten Umfeld der Dammbauwerke gemacht werden. Die im Staubereich der Gräben entstandenen offenen Wasserflächen werden nun zunehmend von Torfmoosen besiedelt und werden sukzessive zuwachsen und so den Rückhalt des Regenwassers noch begünstigen.

Jann Oetting, Leiter des Forsbetriebs Sonthofen gibt einen Ausblick: „In den nächsten Jahren werden wir noch zahlreiche Renaturierungsprojekte im Kempter Wald realisieren. Unser Ziel steht fest: Bis 2030 sollen die Hochmoore der Bayerischen Staatsforsten wiedervernässt sein. Für uns ist die Pflege und Renaturierung unserer Moore ein wichtiger Teil der integrativen Waldbewirtschaftung. Wir Forstleute gewährleisten so durch Schützen und Nutzen auf derselben Fläche den Erhalt und die Entstehung und Pflege von arten- und strukturreichen Wäldern.“

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news-2857 Fri, 21 Oct 2022 12:02:53 +0200 TV-Beitrag: Wildschweine zerstören Gärten https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/tv-beitrag-wildschweine-zerstoeren-gaerten.html <![CDATA[

22. Oktober 2022, Nürnberg - Im Nürnberger Stadtteil Zerzabelshof kommen Wildschweine immer weiter in die Stadt. Die Tiere wühlen sich durch etliche Vorgärten. Die Anwohner haben sich nun zusammengeschlossen und einen Bauzaun aufgestellt. 

Neben den Zäunen wünschen sie sich aber vor allem eine langfristige Lösung. So einfach ist das in dem bewohnten Stadtteil nicht. Das Video gibt es in der BR-Mediathek zu sehen.

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Forstbetrieb Nürnberg
news-2856 Fri, 21 Oct 2022 10:16:42 +0200 Herbstspaziergang durch den Reichswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/herbstspaziergang-durch-den-reichswald.html <![CDATA[

21. Oktober 2022, Nürnberg - Der Waldumbau hin zu klimatoleranten Mischwäldern macht sich im Reichswald bemerkbar: Wer in diesen Tagen durch den durch den Wald bei Nürnberg spaziert, den erwartet ein Meer aus bunten Laubblättern.

Die Frankenschau hat Forstbetriebsleiter Johannes Wurm bei einem Herbstspaziergang begleitet. Warum Laubblätter überhaupt bunt werden und welcher Baum am kräftigsten leuchtet, das erfahren Sie im Beitrag.

Zu sehen in der BR-Mediathek.

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news-2855 Thu, 20 Oct 2022 16:23:16 +0200 Ulrich Mergner erhält höchsten ungarischen Waldpreis – Ebracher Bewirtschaftungskonzept ist wegweisend in Europa https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ulrich-mergner-erhaelt-hoechsten-ungarischen-waldpreis-ebracher-bewirtschaftungskonzept-ist-wegweisend-in-europa.html <![CDATA[

20. Oktober 2022, Ebrach – Als Anerkennung für seine langjährige Zusammenarbeit mit ungarischen Forstleuten und die Entwicklung des europaweit vorbildlichen Ebracher Naturschutzkonzepts wurde der ehemalige Leiter des Forstbetriebs Ebrach mit dem „Pro Silva Hungariae Award“ ausgezeichnet. Es handelt sich um die höchste Wald-Auszeichnung Ungarns. Der bereits 2020 an Mergner verliehene Preis konnte cornoabedingt erst am 4. Oktober 2022 bei einer Feier in Ungarn überreicht werden. Mergner ist der erste ausländische Träger, der mit dem Preis ausgezeichnet wurde. Zusammen mit seiner Frau Ellen Schindler war er zur Preisverleihung nach Budapest eingeladen worden.

Sándor Szentpéteri, Hauptabteilungsleiter am ungarischen Agrarministerium in Budapest, überreichte die Auszeichnung in Vertretung des ungarischen Landwirtschaftsministers Dr. István Nagy. In seiner Laudatio begründete Szentpéteri die Verleihung mit dem Einsatz von Mergner für die Entwicklung der ungarischen Forstwirtschaft.

Mergner habe in den vergangenen fünfzehn Jahren am Forstbetrieb Ebrach die naturnahe Forstwirtschaft hin zu einer Natur integrierenden Waldbewirtschaftung weiterentwickelt. Diese erfülle neben einer sich selbst erhaltenden und wertschöpfenden Waldbewirtschaftung auch naturschutzfachliche Anforderungen und beinhaltet dafür praktikable Methoden.

Seit 2007 habe Mergner für rund 700 ungarische Förster Exkursionen nach Ebrach organisiert. Auch mit Vorträgen an der Universität Sopron habe Mergner die Grundprinzipien der Dauerwaldwirtschaft an die Praxis vermittelt und für die Akzeptanz des Naturschutzes in der Waldbewirtschaftung geworben. „Der Name Ulrich Mergner ist bereits dauerhaft mit der aufstrebenden ungarischen Dauerwaldbewirtschaftung verbunden“, schloss Szentpéteri.

Mergner bedankte sich mit einem Vortrag und einer Lesung aus seinem Buch „Das Trittsteinkonzept – Naturschutz-integrative Waldbewirtschaftung schützt die Vielfalt der Waldarten“. Das auch für Laien interessante Buch über die Waldökologie wurde ins Ungarische übersetzt und anlässlich der Preisverleihung erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Forstbetriebsleiterin Barbara Ernwein freute sich über die Anerkennung ihres Vorgängers: „Die Preisverleihung unterstreicht, wie sehr das in den Ebracher Wäldern entwickelte und praktizierte Naturschutzkonzept Europa weite Beachtung findet.“ Ernwein versicherte, Ebrach bleibe auch unter ihrer Leitung eine gute Adresse für Naturschutz-integrative Waldbewirtschaftung. Es zeige, dass die Nutzung von Holz, unseres umweltfreundlichsten Rohstoffes, mit dem Schutz der Artenvielfalt in den Wäldern vereinbar sei. Voraussetzung dafür seien intelligente Konzepte und engagierte MitarbeiterInnen. „Den fachlichen Austausch mit den ungarischen ForstkollegInnen werden wir auch künftig nach Kräften unterstützen“, so die Forstbetriebsleiterin. Die Vorstände der Bayerischen Staatsforsten, Herr Martin Neumeyer und Herr Reinhardt Neft, hatten bereits 2020 zur Preisverleihung gratuliert.

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news-2854 Thu, 20 Oct 2022 14:43:33 +0200 Bessere Information für Waldbesucher dank Absperrbannern in Ruhpolding https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/mehr-als-nur-ein-absperrbanner-fuer-forstbetriebe-bessere-information-fuer-waldbesucher.html <![CDATA[

18. Oktober 2022, Ruhpolding – Die Bayerischen Staatsforsten statten ihre Einsatztrupps im Wald mit modernen Bannern aus – diese sorgen für Sicherheit auf den Waldwegen und informieren Menschen vor Ort über Maßnahmen der Waldpflege.

„Unser Ziel ist es, die Öffentlichkeit vor Ort im Wald über unsere Arbeit zu informieren, um so Verständnis für erforderliche Absperrungen zu schaffen“, sagt Joachim Keßler Forstbetriebsleiter/in der Bayerischen Staatsforsten am Forstbetrieb Ruhpolding. „Das Interesse der Bevölkerung am Wald als Natur- und Erholungsraum ist vor allem in den letzten beiden Jahren stark gestiegen. Oft wollen die Bürgerinnen und Bürger auch mehr über unsere Arbeit erfahren. Mit den personalisierten Absperrbannern zur Waldpflege haben wir darauf reagiert“, führt Keßler weiter aus.

Die Absperrbanner gibt es in zwei Ausführungen – jeweils mit dem Porträt einer Försterin und eines Forstwirts von den Bayerischen Staatsforsten. Sie verleihen der Botschaft ein Gesicht. Denn immer noch sehen sich Forstleute bei Absperrmaßnahmen wenig verständnisvollen Waldbesuchern gegenüber.
Die Gesichter zeigen: Wir sind Menschen, die mit großer Motivation am Klimawald der Zukunft arbeiten und gleichzeitig auf die Sicherheit der Waldbesucher achten. Wir sperren den Weg, um euch zu schützen.

Die gezielte Waldpflege ist ein entscheidender Faktor für die artenreichen und stabilen Klimawälder der Zukunft. Damit die Bäume ein stabiles Wurzelwerk und eine vitale Krone ausbilden können, muss man ihnen genug Wuchsraum geben. Das bedeutet, dass benachbarte und in Konkurrenz stehende Bäume dafür entnommen werden. Hierbei werden auch gezielt klimastabile und seltene Baumarten gefördert. Eine möglichst risikoarme und klimatolerante Baumartenmischung wird so geschaffen und erhalten. Durch die Pflegeeingriffe wird auch bewusst die Struktur der Wälder gefördert - also große, kleine, dicke und dünne Bäume nebeneinander. Das erhöht vor allem die Stabilität gegenüber Stürmen.

„Im Forstbetrieb Ruhpolding werden rund 95.000 Kubikmeter Holz nachhaltig genutzt und der Gesellschaft bereitgestellt. Der wertvolle Rohstoff - Holz aus Bayern - wird somit in der Region nachhaltig gewonnen. Mit der Verwendung von heimischem Holz leisten Kunden sowie Bürgerinnen und Bürger einen echten Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz.

Die Banner dienen aber nicht nur der Information, viel wichtiger ist Ihre Funktion als Absperrung. „Die Wegesperrungen gilt es unbedingt zu beachten. Denn während Bäume gefällt werden und Forstmaschinen im Wald arbeiten, besteht für Erholungssuchende absolute Lebensgefahr! Auch nach dem Ende der täglichen Arbeit dürfen abgesperrte Bereiche nicht betreten werden. Es kann vorkommen, dass sich noch in den Kronen hängende Äste lösen und zu gefährlichen Geschossen werden“, appelliert Forstbetriebsleiter Keßler an die Bevölkerung.

Weitere Informationen über die Aufgaben der Bayerischen Staatsforsten finden Sie unter: Klimawald | Bayerische Staatsforsten.

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Forstbetrieb Ruhpolding
news-2853 Thu, 20 Oct 2022 08:11:44 +0200 Wilder Genuss https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wilder-genuss-1.html Wildbretverkauf auf dem Ökomarkt Roggenburg <![CDATA[

Nach zwei Jahren coronabedingter Zwangspause war der Forstbetrieb Weißenhorn Ende September wieder auf dem u.a. von der örtlichen BN-Kreisgruppe organisierten „Ökomarkt“ im Kloster Roggenburg vertreten. Auf dem Markt bieten regionale Aussteller ihre Ware rund um die Themenfelder Wohnen, Essen und Energie an: Im Mittelpunkt stehen an diesem Markttag Bio-Produkte aus der Region. Dazu passt das regionale Wildbret aus dem Forstbetrieb Weißenhorn ganz perfekt, was sich auch an guten Verkäufen trotz schlechtem Wetter zeigte: Neben frischer Wildbratwurst in der Semmel konnte auch Frischfleisch sowie Dosenwurst und Rauchfleisch vom Reh und Wildschwein gekauft werden.

Forstbetriebsleiter Martin Eggert zeigte sich sehr zufrieden: „Die BaySF müssen in der Region ein Gesicht haben, vernetzt sein und Vertrauen in ihr Wirken im Wald genießen. Dazu trägt auch unsere Wildbretdirektvermarktung viel bei. Es macht mich stolz, dass ein großes Forstbetriebsteam an einem Samstag mit viel Motivation und Herzblut unsere tollen Produkte an Mann und Frau bringt. Wir konnten viele neue Kunden begeistern und für weitere Einkäufe an unserem regulären Verkaufsstandort gewinnen. Ein herzliches Dankeschön an alle beteiligten Kolleginnen und Kollegen für ihr Engagement!“

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Forstbetrieb Weißenhorn Nachrichten
news-2852 Mon, 17 Oct 2022 09:01:44 +0200 Bessere Information für Waldbesucher dank Absperrbannern in Ebrach https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/bessere-information-fuer-waldbesucher-dank-absperrbannern-in-ebrach.html <![CDATA[

17. Oktober 2022, Ebrach - Die Bayerischen Staatsforsten statten ihre Forstbetriebe bayernweit mit über 500 zusätzlichen Bannern aus – diese sorgen für Sicherheit auf den Waldwegen und informieren Menschen vor Ort über Maßnahmen der Waldpflege.

„Unser Ziel ist es, die Öffentlichkeit vor Ort im Wald über unsere Arbeit zu informieren, um so Verständnis für erforderliche Absperrungen zu schaffen“, sagt Barbara Ernwein, Forstbetriebsleiterin der Bayerischen Staatsforsten am Forstbetrieb Ebrach. „Das Interesse der Bevölkerung am Wald als Natur- und Erholungsraum ist stark gestiegen. Gerade jetzt bei schönster Herbstfärbung zum Pilze sammeln. Oft wollen die Bürgerinnen und Bürger auch mehr über unsere Arbeit erfahren. Mit den personalisierten Absperrbannern zur Waldpflege haben wir darauf reagiert“, führt Barbara Ernwein weiter aus.

Zwei Beschäftigte leihen ihr Gesicht für mehr Sicherheit

Die Absperrbanner gibt es in zwei Ausführungen – jeweils mit dem Porträt einer Försterin und eines Forstwirts von den Bayerischen Staatsforsten. Sie verleihen der Botschaft ein Gesicht. Denn immer noch sehen sich Forstleute bei Absperrmaßnahmen wenig verständnisvollen Waldbesuchern gegenüber.
Die Gesichter zeigen: Wir sind Menschen, die mit großer Motivation am Klimawald der Zukunft arbeiten und gleichzeitig auf die Sicherheit der Waldbesucher achten. Wir sperren den Weg, um euch zu schützen.

Die gezielte Waldpflege ist ein entscheidender Faktor für die artenreichen und stabilen Klimawälder der Zukunft. Damit die Bäume ein stabiles Wurzelwerk und eine vitale Krone ausbilden können, muss man ihnen genug Wuchsraum geben. Das bedeutet, dass benachbarte und in Konkurrenz stehende Bäume dafür entnommen werden. Hierbei werden auch gezielt klimastabile und seltene Baumarten gefördert. Eine möglichst risikoarme und klimatolerante Baumartenmischung wird so geschaffen und erhalten. Durch die Pflegeeingriffe wird auch bewusst die Struktur der Wälder gefördert - also große, kleine, dicke und dünne Bäume nebeneinander. Das erhöht vor allem die Stabilität gegenüber Stürmen.

Im Forstbetrieb Ebrach wachsen jährlich etwa 140.000 Kubikmeter Holz nach, rund 90.000 Kubikmeter werden nachhaltig genutzt und der Gesellschaft bereitgestellt. Der wertvolle Rohstoff - Holz aus Bayern - wird somit in der Region nachhaltig gewonnen. Mit der Verwendung von heimischem Holz leisten Kunden sowie Bürgerinnen und Bürger einen echten Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz.

Die Banner dienen aber nicht nur der Information, viel wichtiger ist Ihre Funktion als Absperrung. „Die Wegesperrungen gilt es unbedingt zu beachten. Denn während Bäume gefällt werden und Forstmaschinen im Wald arbeiten, besteht für Erholungssuchende absolute Lebensgefahr! Auch nach dem Ende der täglichen Arbeit dürfen abgesperrte Bereiche nicht betreten werden. Es kann vorkommen, dass sich noch in den Kronen hängende Äste lösen und zu gefährlichen Geschossen werden“, appelliert Forstbetriebsleiterin Ernwein an die Bevölkerung.

Da immer nur in Teilflächen gearbeitet wird, bittet der Forstbetrieb in umliegenden Flächen das Farbenspiel und die Erholung zu genießen. 

Weitere Informationen über die Aufgaben der Bayerischen Staatsforsten finden Sie unter: www.baysf.de/klimawald.

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news-2851 Fri, 14 Oct 2022 11:00:00 +0200 Geschäftsjahr 2022: Staatsforsten ziehen Bilanz https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/geschaeftsjahr-2022-staatsforsten-zurueck-in-gewinnzone-niedrigste-borkenkaeferzahlen-seit-5-jahren-klimawaldfonds-fuer-die-zukunft-aufgesetzt.html <![CDATA[

Staatsforsten zurück in Gewinnzone / Niedrigste Borkenkäferzahlen seit 5 Jahren / Klimawaldfonds für die Zukunft aufgesetzt

Die Bayerischen Staatsforsten haben für das Geschäftsjahr 2022 (1.7.2021 – 30.6.2022) eine positive Bilanz gezogen. Vor dem Hintergrund großer gesellschaftlicher Herausforderungen wie dem Klimawandel und der Energiekrise schreibt das Unternehmen wieder schwarze Zahlen. Und auch die Borkenkäferschäden sind auf dem niedrigsten Stand seit fünf Jahren. Für die Zukunft soll der neu gegründete Klimawaldfonds das Unternehmen auf neue Krisen vorbereiten.

Ausführliche Informationen finden Sie hier: www.baysf.de/bilanz2022

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news-2850 Thu, 13 Oct 2022 13:59:09 +0200 Im Naturwald bei Bodenmais https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/im-naturwald-bei-bodenmais.html <![CDATA[

13. Oktober 2022, Bodenmais - Wie ein Wald aussieht, der ganz der Natur überlassen wird, kann in den beiden Landkreisen Regen und Freyung-Grafenau nicht nur im Nationalpark Bayerischer Wald, sondern auch auf 128 Naturwaldflächen beobachtet werden. Eine davon befindet sich bei Bodenmais.

Zahlreiche dicke und dünne, kleine und große Fichtenstämme strecken sich in Richtung Himmel, man hört einen Bach plätschern. Rundum ist es dunkelgrün. Vor allem Fichten, wachsen hier als natürlicher Fichten-Hochlagenwald im Gemeindegebiet von Bodenmais, auf circa 1.100 Meter Höhe. Die Sonne lugt an diesem Morgen nur an wenigen Fleckchen durch das dichte Nadeldach. „Der Naturwald ist eine völlig neue Schutzkategorie", sagt Bereichsleiter Forsten Christoph Salzmann vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Regen zuständig für die Landkreise Regen und Freyung-Grafenau. Gemeinsam mit Markus Würstl, dem stellvertretenden Leiter des Forstbetriebes Bodenmais der Bayerischen Staatsforsten, informieren sie im Naturwald Grübel über dieses neue Instrument, mit dem der Waldnaturschutz gestärkt werden soll.

Naturwälder sind Waldflächen, die ganz der Natur überlassen werden, ähnlich wie in den beiden bayerischen Nationalparken, nur flächenwirksam auf ganz Bayern verteilt. Entstanden im Nachgang des Volksbegehrens „Rettet die Bienen" wurde ein neuer Artikel im Bayerischen Waldgesetzes ergänzt. Artikel 12 a besagt, dass auf zehn Prozent der Staatswaldflächen ein grünes Netzwerk aus Naturwäldern einzurichten ist.

Im gesamten Freistaat sind das rund 79.000 Hektar Wald, bislang wurden 58.000 Hektar ausgewiesen, demnach fehlen noch 20.000 Hektar. Im Bereich des AELF Regen gibt es inzwischen rund 953 Hektar Naturwaldflächen im Staatsforst, rund 670 Hektar im Landkreis Regen und 280 Hektar im Landkreis Freyung-Grafenau. Die Flächengröße reicht von 0,3 Hektar (halbes Fußballfeld) bis zu 400 Hektar. Eine der 128 der naturüberlassenen Waldflächen ist die rund 56 Hektar große Fläche mit dem Namen Grübel bei Bodenmais.

„Auf diesen Flächen finden keine regulären forstlichen Eingriffe mehr statt –“, sagt Forstrat Salzmann. Eine Ausnahme davon ist allerdings, wenn die Fällung und Entnahme der Schädlingsbekämpfung und somit dem Erhalt des Waldgebiets oder der Gefahrenabwehr für Leib und Leben entlang von Wanderwegen dienen. „Ist eine Fichte vom Borkenkäfer befallen wird diese gefällt und mit einem speziellen Verfahren schlitzförmig entrindet, sodass die Fichte trotz Borkenkäferbefall auf der Fläche bleiben kann, keinen Brutraum für Borkenkäfer bietet und somit keine Gefahr für den benachbarten Wirtschaftswald ausgeht.“, ergänzt Würstl. Große Ausnahme bildet das Wildtiermanagement, denn nicht zu jagen, würde bewirken, dass nicht mehr die ganze, vorhandene Artenvielfalt an Pflanzen nachwachse. Ansonsten bleiben die Flächen der Natur überlassen.

Drei große Ziele sind mit der Ausweisung zu Naturwaldflächen verbunden, wie Würstl und Salzmann erläutern. Hauptziel ist der Erhalt und die Förderung der Artenvielfalt. Weiter soll der Naturwald für die Gesellschaft weiterhin erlebbar bleiben. Dazu sollten Waldbesucher auf den Wegen bleiben und respektvoll und vorsichtig mit der Natur umgehen. Als drittes Ziel werden Flächen bereitgestellt, auf denen langfristig beobachtet wird, wie sich der Wald im Klimawandel ohne Einfluss des Menschen verhält. Was sich ändert, oder was eben nicht. Welche Pflanzen mit dem Klimawandel zurechtkommen und welche nicht.

Die Naturwälder sind Teil eines großen Gefüges im Wald. Die Devise der Waldbewirtschaftung in Bayern ist schon seit Jahrzehnten „Schützen und Nutzen“. „Das Bayerische Waldgesetz sagt, dass der Wald, der landeskulturelle, wirtschaftliche, soziale und ökologische Aufgaben zu erfüllen hat nachhaltig zu bewirtschaften ist. Das wird am Forstbetrieb Bodenmais schon seit Jahrzehnten gelebt“, so Würstl. Die naturnahe kleinflächige Bewirtschaftung der Bayerischen Staatsforsten sorgt dafür, dass sich Naturwälder und bewirtschaftete Waldflächen nicht groß unterscheiden und ein kleinflächiges Mosaik entsteht. Das soll auch weiterhin so bleiben.

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news-2847 Fri, 07 Oct 2022 11:38:30 +0200 Neues Ausbildungsjahr in Ebrach gestartet https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neues-ausbildungsjahr-am-forstbetrieb-gestartet.html <![CDATA[

7. Oktober 2022, Ebrach - Drei junge Steigerwälder haben am 1. September ihre Ausbildung zum Forstwirt beim Forstbetrieb Ebrach begonnen. Mit ihnen starteten weitere gut 70 Azubis ins 1. Lehrjahr an inzwischen 25 Ausbildungsbetrieben der Bayerischen Staatsforsten über den Freistaat verteilt.

Ausbildungsmeister Frank Binder und die Azubis aus dem 2. und 3. Lehrjahr begrüßten die Neuankömmlinge in Hummelmarter. Dort befindet sich neben der Forstdienststelle auch die Ausbildungswerkstatt des Forstbetriebes.

Gut gerüstet mit funktionaler und gut zu erkennender Kleidung ausgestattet geht es jetzt in den Wald und auf die Schulbank. Von der Pflanzung über Pflegearbeiten bis zur Holzernte, das Kennenlernen der Bäume und Sträucher bis zum Bau einer Sitzgruppe für den Wald u.v.m. stehen auf dem Lehrplan für die nächsten 3 Jahre.

Die Liebe zum Wald und zur Natur bringen die „Neuen“ schon von zu Hause mit. Der Opa hat den Enkel von klein auf mit raus in den Wald genommen, manche haben eigenen Wald oder zumindest beim Brennholz mitgeholfen. Bei einem Berufsorientierungspraktikum vorab haben alle einen Einblick in die Arbeit und Gemeinschaft im Wald bekommen. Frank Binder hat ihre Begeisterung erlebt und festgestellt, dass sie zupacken können. Ebenso konnten sie bei den Auswahlgesprächen überzeugen.

Betriebsleiterin Barbara Ernwein freut sich über die neuen Mitarbeiter und kann auch für 2023 drei Ausbildungsplätze anbieten. Anfragen und Bewerbungen an den Forstbetrieb Ebrach unter 09553-98970 oder unter www.baysf.de/karriere. Bewerbungsschluss ist der 11.11.2022.

Auch konnten nach ihrer guten Abschlussprüfung beide Absolventen des 3. Lehrjahres zum 1.9. fest übernommen werden und verstärken die Waldarbeiterschaft am Forstbetrieb Ebrach. Die Mannschaft hat die jungen Kollegen kameradschaftlich begrüßt und aufgenommen. Wir wünschen allen im Wald unfallfreies Arbeiten.

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news-2844 Thu, 06 Oct 2022 10:00:00 +0200 Es röhrt wieder im Steigerwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/es-roehrt-wieder-im-steigerwald.html <![CDATA[

Neuer Hirsch bereichert das Wildgehege am Baumwipfelpfad

Ebrach, 06. Oktober 2022Das rotbraune Fell glänzt in der Sonne. Neben den Ohren erhebt sich ein mächtiges Geweih in den Himmel. Ein Röhren dringt durch den Steigerwald. Vor den Besucherinnen und Besuchern steht der Neue! Gemeint ist der, bisher noch namenlose, 3-jährige Rothirsch – der neuste Zuwachs im Wildgehege am Turm des Baumwipfelpfads in Ebrach.

Gerade noch pünktlich zur Brunft ist der neue Hirsch im Steigerwald angekommen. Seit Anfang Oktober bereichert er das Areal am Baumwipfelpfad in Ebrach – ganz zur Freude von Frieda, der stattlichen Hirschkuh, und den beiden anderen Alttieren, die bereits im Jahre 2020 in das Wildgehege einzogen. Der junge Hirsch, der damals gemeinsam mit den Damen nach Ebrach kam, war im Frühjahr 2021 nach einem Gewittersturm, bei dem umgeworfene Bäume den Zaun niederdrückten, entlaufen. Immerhin hatte er zuvor noch für Nachwuchs gesorgt: Im Frühsommer 2021 wurden ein weibliches und ein männliches Hirschkalb im Gehege am Fuße des Turms geboren.

Hirsche werden bis zu 18 Jahre alt, 1,50 Meter hoch, bis zu 2,10 Meter lang und können ein Gewicht von 250 kg erreichen. Davon ist der Neuling noch ein bisschen entfernt. Mit seinen 3 Jahren gilt er noch als Junghirsch, hat aber bereits ein sehr imposantes Geweih. Alle zugekauften Tiere stammen aus einem renommierten Gatter aus dem Spessart.

Das kleine Rotwildrudel kann am Baumwipfelpfad in seiner natürlichen Umgebung beim Grasen, Entspannen und Röhren beobachtet werden. Durch eine Futterrutsche können die Tiere sogar gefüttert werden, Futterpäckchen gibt es am Automaten zu kaufen. Das Mitbringen von eigenem Futter ist zum Schutz der edlen Hirsche verboten.

Insgesamt leben nun sechs Tiere im Rotwildgehege. „Wenn die Brunft erfolgreich ist,“ so hofft das Team vom Baumwipfelpfad „dann werden im Frühsommer 2023 vier Jungtiere erwartet.“


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news-2843 Tue, 04 Oct 2022 16:21:46 +0200 Neuer Revierleiter im Forstrevier Thierhaupten https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neuer-revierleiter-im-forstrevier-thierhaupten.html <![CDATA[

4. Oktober 2022, Kaisheim - Zum 1. Oktober beendete der langjährige Leiter des Forstreviers Thierhaupten, Karl Leitmeir, seinen aktiven Dienst. Der Leiter des Forstbetriebs Kaisheim der Bayerischen Staatsforsten, Helmut Weixler, dankte ihm für sein erfolgreiches Schaffen und seinen hohen Einsatz für den Waldumbau hin zu einem gemischten und naturnahen Wald.

Zusammen mit dem Team des Forstbetriebs konnten zu seiner Verabschiedung zahlreiche Naturverjüngungen aus Buche, Fichte, Tanne, Douglasie und Ahorn besichtigt werden. „Karl Leitmeir hat unser Ziel, die früheren, fast reinen Fichtenbestände in einen zukunftsfähigen Mischwald umzubauen auf vielen Flächen erreicht und dies weitgehend ohne aufwändige Pflanzungen. Dafür danke ich ihm ganz herzlich. Er hat seinem Nachfolger und unserer Gesellschaft damit ein wohlbestalltes Haus hinterlassen.“

Nachfolger von Karl Leitmeir wird Karl-Heinz Mannsbart. Dieser hatte bereits große Teile des Reviers Thierhaupten von 1990 bis zur Revierneuorganisation im Jahr 2007 betreut und leitete seither das Forstrevier Kaisheim. „Karl-Heinz Mannsbart ist ein erfahrener Revierleiter und kennt einen Großteil des Reviers bereits sehr gut. Zudem wohnt er in Thierhaupten. Dies dürfte die Einarbeitung ins „neue“ Revier und die Fortführung der erfolgreichen Arbeiten im Waldumbau deutlich erleichtern!“ so Helmut Weixler.

Das Büro des Revier Thierhaupten wird mit dem Wechsel in die Neukirchenerstraße 5 in Thierhaupten verlegt. Die Mobilfunknummer und die wöchentlichen Sprechzeiten (Donnerstagvormittag) des Reviers bleiben unverändert.

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Forstbetrieb Kaisheim
news-2842 Tue, 04 Oct 2022 16:06:24 +0200 Mit bangem Blick in den Ruhestand: Wechsel in der Leitung des Forstreviers Leesten https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/mit-bangem-blick-in-den-ruhestand-wechsel-in-der-leitung-des-forstreviers-leesten.html <![CDATA[

4. Oktober 2022, Forchheim - 28 Jahre lang waren sie ihm anvertraut, die Wälder am Stammberg, Geisberg und im Eichwald. In den Ruhestand geht der Leestener Förster Gerhard Rühling nun zum 01. Oktober 2022 mit sehr gemischten Gefühlen.

Ja, er ist stolz auf das in dieser Zeit Erreichte. Viele Waldbestände wurden in seiner Zuständigkeit in laubbbaumreiche Mischbestände umgebaut. Der Wald wurde vielfältiger, bietet Lebensräume für unterschiedlichste Tier- und Pflanzenarten. Selbst die scheue Wildkatze ist zurückgekehrt auf den Geisberg und schätzt die große Strukturvielfalt aus totholzreichen Altbeständen, kaum durchdringbaren Dickungen und versteckten Waldwiesen.

Damit könnte Gerhard Rühling sehr zufrieden in den Ruhestand gehen. Doch die Sorge um den ihm so lange anvertrauten Wald treibt ihn um. Solche Schäden im Wald, wie er sie seit kurzem erlebt, hatte er, der Försterssohn, seit seiner Kindheit in der Oberpfalz nicht beobachtet. Borkenkäfer hatten sicher auch schon früher reichlich Appetit brachten so einzelne Fichtenbestände zum Absterben. Die Orkane Wiebke und Kyrill hatten auch schon 1990 und 2007 die Wälder rund um den Geisbergsender schwer geschädigt. Aber mit der Dimension der aktuellen Kalamitäten über alle Baumarten hinweg sind diese früheren Schäden nicht zu vergleichen.

Die Auswirkungen des Klimawandels, der Hitze und extremen Trockenperioden sind bereits unübersehbar. Doch Rühling fragt sich, wohin das in den kommenden Jahren noch führen soll. „Ich habe da ein ganz ungutes Gefühl, wenn ich die absterbenden und bereits abgestorbenen Altbuchen sehe. Dabei fürchte ich, dass wir viele Schäden durch die extreme Sommertrockenheit noch gar nicht erkennen. Was bedeuten diese gerade einmal hundert Liter Regen pro Quadratmeter in diesem Jahr zwischen Mai und August für die Wasserleitungen in den Altbäumen, für die Wurzelzerreißungen oder für die Anfälligkeit gegenüber Insekten oder Pilzen?“, rätselt Rühling.

Diese Fragen überlagern im Moment das Gefühl, doch vieles erreicht oder angestoßen zu haben. Dabei wird vieles im Wald noch lange an Rühling erinnern. Da sind die gut gepflegten Waldwege, die ausgewiesenen Naturwälder. Da sind die vielen gefassten Quellen Otto-, Lindig- oder Denzleins-Brunnen, die er mit Ehrenamtlichen instandgesetzt hat, oder die Waldfeste am ehemaligen Waldhaus Geisberg. Und da ist v.a. auf riesiger Fläche unter den Altbäumen eine neue Waldgeneration aus Naturverjüngung mit den unterschiedlichsten Bäumchen, die er mit seinen Jagdgästen gegen zu hohen Verbiss schützte, indem er den Rehwildbestand auf einem waldverträglichen Niveau halten konnte. Auch die vielen Holzofenbesitzer und Sägewerksbetreiber werden sich gerne an ihren fleißigen und gut organisierten Förster erinnern, der ihnen im Rahmen der Nachhaltigkeit den begehrten nachwachsenden Ökorohstoff Holz jeweils bedarfsgerecht und zeitnah zur Verfügung stellte.

So übergibt der Förster aus Leidenschaft zum 01.10. die ihm über 28 Jahre anvertrauten Wälder nun mit gemischten Gefühlen. Den Abschied erleichtert ihm die Zuversicht, dass ihm mit Sebastian Feulner, den er noch umfassend einarbeiten konnte, ein junger Kollege nachfolgt, der sich mit ebenso viel Herzblut bereits intensiv in seinen neuen Verantwortungsbereich eingearbeitet hat – in die FFH-Managementpläne, die Belange der Reiter am Stammberg, die traditionellen Kerwasbäume oder die angedachten Konzepte, die zahllosen „wilden“ Mountainbiker in geregelte Bahnen zu lenken.

Da Sebastian Feulner sein Büro bei sich zu Hause in Oberngrub 11, 91332 Heiligenstadt einrichten kann, wird das Revier Leesten künftig in „Oberngrub“ umbenannt.

Sebastian Feulner ist unter Tel. +49 9198 38 599 80 oder per E-Mail Sebastian.Feulner@baysf.de erreichbar. Die Sprechstunde des Forstreviers findet in Oberngrub jeweils donnerstags von 16-18 Uhr statt.

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news-2846 Tue, 04 Oct 2022 10:00:00 +0200 Update: Ideenwettbewerb https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/update-ideenwettbewerb.html <![CDATA[

Update zum Ideenwettbewerb

Am 16. September war Einsendeschluss für unseren Ideenwettbewerb für die neue Kugelbahn. Wir haben viele schöne Vorschläge bekommen, zwischen denen wir uns kaum entscheiden können. Deswegen zermatert sich die Jury auch schon seit Tagen das Gehirn, an wen der erste Preis gehen soll.

Da die Entscheidungsfindung also etwas schwieriger wird als gedacht, verzögert sich die Bekanntgabe des Gewinners bzw. der Gewinnerin.

Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden, sobald die Jury entschieden hat.

 

 

 

Photo by Lucas George Wendt via Unsplash

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news-2812 Sun, 02 Oct 2022 10:00:00 +0200 3. Regionalmarkt am 02. Oktober 2022 https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/3-regionalmarkt-am-02-oktober-2022.html <![CDATA[

Schlemmern, Schlendern und Genießen im Wald bei Ebrach

Liebe Besucherinnen und Besucher,

merken Sie sich jetzt schon den nächsten Termin für unseren dritten, großen Regionalmarkt vor:
02. Oktober 2022!

Über 40 Aussteller haben sich angemeldet und präsentieren uns ihre hausgemachten Spezialitäten & Leckereien und gewähren uns spannende Einblicke in ihr Handwerk aus dem Herzen Frankens!
Aus der Region für die Region.
Von vegan bis Burger,
von fein bis rustikal,
von Tradition bis Moderne,
von Bier bis Kaffeespezialitäten,
von Kinderspielzeug bis Design,
von Korbflechter bis Aufsitzrasenmäher.


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news-2841 Fri, 30 Sep 2022 14:21:51 +0200 Jugendfeuerwehrübung im Salzforst https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/jugendfeuerwehruebung-im-salzforst.html <![CDATA[

30. September 2022, Steinach an der Saale – Spannend wurde es für die 16 Jugendlichen der FF Steinach a.d.S., als sie im Rahmen einer 20h-Übung am Sonntag, den 18.09.2022 um 00:30 Uhr mit ihrem LF8 und dem MZF in den Salzforst ins Forstrevier Unterebersbach der Bayerischen Staatsforsten AöR ausrückten.

Das fiktive Einsatzszenario besagte, dass an der tief im Wald gelegenen Jagdhütte „Karlshütte“ Jugendliche gegrillt und dabei etwas über den Durst getrunken hatten. Dabei verloren zwei der drei Jugendlichen bei völliger Dunkelheit die Orientierung und galten seit dem als vermisst. Um die vermissten Personen zu finden wurde das Gebiet rund um die Karlshütte systematisch von mit Taschenlampen ausgerüsteten Suchtrupps großräumig durchkämmt. Als Orientierungspunkt wurde am Weiher unterhalb der Hütte ein Lichtmast aufgebaut.

Nach 45 Minuten wurden die vermissten Jugendlichen gefunden und konnten dem Rettungsdienst übergeben werden. Nach dem Abbau konnte die Übung nach gut 1,5 Stunden von den beiden Jugendwarten Philipp Kirchner und Christopher Freibott als beendet erklärt werden.

Freibott bedankte sich bei Revierleiter André Schönfeldt für die erneute Möglichkeit an der Karlshütte zu üben und beide Parteien sind sich sicher, dass dies nicht die letzte gemeinsame Übung im Salzforst war.

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Forstbetrieb Bad Brückenau
news-2840 Fri, 30 Sep 2022 12:30:42 +0200 Tannen-Saatguternte im Kürnacher Staatswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/tannen-saatguternte-im-kuernacher-staatswald.html <![CDATA[

30. September 2022, Sonthofen - Ein besonderes Produkt wurde diese Tage im Staatswaldrevier Kürnach-Nord des Forstbetriebs Sonthofen geerntet: Tannenzapfen. Und zwar nicht die in der Mundart auch so bezeichneten Zapfen der Fichte (Picea abies), welche am Zweig hängen und als Ganzes abfallen. Sondern die Zapfen der Weißtanne (Abies alba), welche stehend in der Krone dieser Bäume wachsen und nach der Reife auf dem Baum zerfallen. Daher gibt es nur ein kurzes Zeitfenster im September, in dem die Weißtannenzapfen geerntet werden können.

„Und wozu das Ganze?“, fragt Förster Markus Pfleghardt, der in der Kürnach den nördlichen Teil des Staatswaldes pflegt - und klärt gleich auf: „Um Saatgut zu gewinnen und daraus wieder kleine Bäumchen zu ziehen. Denn wir benötigen viele kleine Baumsetzlinge, um den Waldumbau voranzutreiben. So werden aus Reinbeständen gemischte Wälder aus Fichte, Buche, Weißtanne, Bergahorn und weiteren Arten. Damit diese kleinen Bäumchen sich an ihrem künftigen Bestimmungsort auch wohlfühlen, ist es wichtig, dass sie aus der Region kommen. In der Förstersprache bezeichnet man dies als Herkunftsgebiete.“ Für die Weißtanne ist Deutschland in 12 Herkunftsgebiete unterteilt. Ein Gebiet besitzt annähernd einheitliches Klima und ähnliche Böden.

Weißtannensaatgut unterliegt den Bestimmungen des Forstvermehrungsgutrechts (FoVG). Nur Weißtannenbestände, die überdurchschnittliche Eigenschaften hinsichtlich Qualität und Gesundheitszustand aufweisen, werden zur Beerntung von den zuständigen Behörden zugelassen. Diese Erntebestände eines Herkunftsgebiets verfügen über ähnliche genetische Merkmale und Wuchsformen.

Die kleinen Tannen, die später zum Beispiel im Kürnacher Staatswald gepflanzt werden, müssen aus Samen dieses Herkunftsgebietes gezogen sein. So wird sichergestellt, dass die jungen Pflanzen mit den hiesigen Bedingungen gut zurechtkommen und optimal angepasst sind, um auch in 100 Jahren noch einen stabilen Wald zu bilden. Diese Herkunftssicherheit wird mit einem sogenannten „Stammzertifikat“ amtlicherseits bestätigt. Das Revier Kürnach-Nord besitzt in der Abteilung „Im Zirkel“ einen zugelassenen Weißtannen-Erntebestand.

Dieser wurde nun von einer Firma durch zwei Zapfenpflücker beerntet. 20 Bäume – das ist die Mindestanzahl, um genetische Vielfalt zu gewährleisten - wurden von den Baumkletterern mit Seilklettertechnik erstiegen und die Zapfen händisch aus der Krone gepflückt. Rund 800 kg Tannenzapfen wurden so gewonnen. Diese Zapfen werden anschließend von einer Saatgutfirma zunächst luftgetrocknet, reifen in dieser Zeit nach und beginnen zu zerfallen. Das Schuppen-Samengemisch wird dann in einer Mühle zerkleinert und anschließend weiter getrocknet. Das Saatgut der Weißtanne kann wegen des hohen Wassergehaltes nur vier bis fünf Jahre bis zur Aussaat gelagert werden. Pro Kilogramm reinen Saatguts lassen sich ca. 3.000 bis 4.000 Sämlinge ziehen. „Tannen werden in der Regel als drei- bis fünfjährige Pflanzen von den Baumschulen ausgeliefert und von unseren Waldarbeiterkollegen am neuen Bestimmungsort eingepflanzt. Diese herkunftsgesicherte Produktionskette gewährleistet, dass im Staats- wie auch im Privatwald des Allgäus nur Pflanzen mit bester genetischer Qualität und Anpassung ausgepflanzt werden“, freut sich Förster Markus Pfleghardt.

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news-2839 Thu, 29 Sep 2022 10:01:20 +0200 Neuer Forstbetriebsleiter in Nordhalben https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neuer-forstbetriebsleiter-in-nordhalben.html Daniel Kraus übernimmt Staatsforstbetrieb von Fritz Maier <![CDATA[

Nach einer rund 37 Jahre dauernden forstlichen Laufbahn verabschiedet sich zum 1. Oktober 2022 Forstbetriebsleiter Fritz Maier in den Ruhestand. Im Rahmen einer feierlichen Übergabe auf der Festung Rosenberg in Kronach wurde die Forstbetriebsleitung an den Forstwissenschaftler Daniel Kraus übergeben.

Seit der Gründung der Bayerischen Staatsforsten im Jahr 2005 hat Fritz Maier den Frankenwald geprägt. Während seiner langjährigen Arbeit hat er und sein Team die Wälder vorausschauend auf die Herausforderungen im Klimawandel vorbereitet und die fichtendominierten Wälder mit Mischbaumarten angereichert. In den vergangenen Jahren hat Herr Maier seine Fähigkeiten vor allem im Waldschutzmanagement im Kampf gegen den Borkenkäfer bewiesen. „Die Auswirkungen des Klimawandels sind im Frankenwald besonders spürbar. Herrn Maier und seinem Team am Forstbetrieb ist es zu verdanken, dass sich der Borkenkäfer im Frankenwald nicht unkontrolliert ausgebreitet hat. Hier wurde in einem enormen Kraftakt Großes geleistet. Im Namen des Unternehmens danke ich Ihnen für Ihren Einsatz“, betont Reinhardt Neft, Vorstand der Bayerischen Staatsforsten. „Wir sind froh, dass unter der Leitung von Herrn Maier bereits nennenswerte Flächen des Frankenwaldes frühzeitig umgebaut und mit Mischbaumarten angereichert wurden“, führt Vorstand Neft weiter aus.

Nach einem betriebswirtschaftlichen und forstwissenschaftlichen Studium sowie dem anschließenden Referendariat begann Maier 1985 seine forstliche Laufbahn an der damaligen Oberforstdirektion München, wo er sich mit Forstrechtsangelegenheiten beschäftigte. Nach Stationen am Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Leitungsfunktionen an den damaligen Forstämtern Stadtsteinach und Bad Steben und der Tätigkeit an der Forstdirektion Oberfranken, kam Maier 2005 als Forstbetriebsleiter zu den Bayerischen Staatsforsten. „Ich schaue mit großer Dankbarkeit zurück auf meine Försterzeit. Mich hat immer begeistert, dass ich in dem für Menschen und Natur so wichtigen, sich ständig wandelnden Arbeits- und Lebens-raum Wald tätig sein und mit so vielen interessanten, engagierten Menschen zusammen-arbeiten durfte. Und immer haben wir nach dem Motto gehandelt: Wir arbeiten nicht nur für uns, für unsere Wälder und alle Tier- und Pflanzenarten, sondern für alle Bürger und Bürgerinnen dieser Region und vor allem für künftige Generationen und deren Wohlergehen“, betonte Maier bei seiner Verabschiedung. Herr Maier wird dem Wald auch in Zukunft eng verbunden bleiben. Besonders freut er sich aber auch auf gemeinsame Ausflüge und Reisen mit seiner Frau.

Mit Daniel Kraus haben die Bayerischen Staatsforsten einen idealen Nachfolger gefunden, betonte Vorstand Reinhardt Neft: „Herr Kraus bringt aufgrund zahlreicher Stationen im Ausland wertvolle internationale Erfahrungen mit. In seiner Zeit am Forstbetrieb Neureichenau hat Kraus zusätzlich wichtige Aufgaben im Waldschutzmanagement wahrgenommen, die er in seinem neuen Aufgabenfeld mit Sicherheit gewinnbringend einbringen wird.“

Daniel Kraus (46 Jahre) ist in Unterfranken aufgewachsen. Nach dem Studium der Forstwissenschaften in Freiburg sammelte er bei verschiedenen internationalen Stationen umfassende Erfahrungen in der Waldbrandbekämpfung und als forstlicher Berater im Bereich Waldbautraining. 2019 kam Kraus zu den Bayerischen Staatsforsten. Zunächst war er zur Mitarbeit im Leitungsdienst am Forstbetrieb Rothenburg, anschließend im Bereich Holz der Zentrale. Seit Ende 2020 war Kraus Stellvertretender Forstbetriebsleiter in Neureichenau. Wenn er zum 1. Oktober offiziell die Leitung des Forstbetriebs Nordhalben übernimmt, erwarten ihn herausfordernde Aufgaben: „Ich habe großen Respekt vor der Arbeit meines Vorgängers und möchte deshalb vor allem die gute Arbeit fortsetzen: Das ist einerseits das hohe waldbauliche Engagement, durch das die Weichen für einen zukunftsfähigen Frankenwald gestellt werden. Andererseits ist es mir sehr wichtig, dass sich die Menschen im Team weiterhin wohl fühlen und ihre Arbeit gerne machen, trotz der hohen Belastung durch die Borkenkäferentwicklung.“ Kraus war in den vergangenen Wochen bereits mehrfach tageweise an seiner neuen Wirkungsstätte. Dabei konnte er das Team des Forstbetriebs kennen lernen und sich einen wertvollen Überblick verschaffen.

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news-2838 Wed, 28 Sep 2022 14:06:46 +0200 Forstwirtschaftsmeister Paul Hilgart erhält "Grünen Engel" https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstwirtschaftsmeister-paul-hilgart-erhaelt-gruenen-engel.html <![CDATA[

28. September 2022, Bodenmais/München - Aus Anlass des "Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit 2011" wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz erstmalig die Auszeichnung "Grüner Engel " vergeben. Die Auszeichnung besteht aus einer Urkunde und einer Ehrennadel. Die spezielle Ehrung erfolgt für vorbildliche Leistungen und langjähriges, nachhaltiges, ehrenamtliches Engagement im Umweltbereich.

Schon fast 20 Jahre länger, nämlich seit 1993, kümmert sich Ausbildungsmeister Paul Hilgart um die Lehrlingsausbildung im Betrieb Bodenmais – eine verantwortungsvolle Aufgabe, die er mit Herz und Hand wahrnimmt. Zur Ausbildung der Lehrlinge gehört auch die Anfertigung diverser Holzkonstruktionen.

Parallel dazu arbeitet der Forstbetrieb Bodenmais bzw. schon früher das Forstamt Bodenmais schon viele Jahre in mannigfacher Weise mit der Unteren Naturschutzbehörde am LRA Regen zusammen, z.B. bei verschiedenen Artenhilfsprojekten. Was lag da näher, als dass Paul Hilgart schon vor über 10 Jahren begann, im Zuge der Ausbildung und in enger Abstimmung mit der Naturschutzbehörde passgenaue Nistkästen für Dohlen, Wasseramseln und Fledermäuse zu bauen.

Diese vertrauensvolle Zusammenarbeit war dann Anlass für die Untere Naturschutzbehörde, Paul Hilgart heuer von der für den "Grünen Engel " vorzuschlagen –  und das Umweltministerium nahm diesen Vorschlag auch an. Dazu Staatsminister Thorsten Glauber:

„Lieber Herr Hilgart, in Ihrer Lehrlingswerkstatt erstellen Sie seit über 10 Jahren jeden Winter zahlreiche Nistkästen - Hornissen profitieren von Ihrer Arbeit ebenso wie der Habichtskauz, der Gartenschläfer oder der seltene Baumläufer.
Sie beschäftigen sich intensiv mit den Ansprüchen der Arten. Ihre große Fachkenntnis bringen Sie an vielen Stellen ein, bei der Ausbildung, bei Verbesserungsvorschlägen oder ganz praktisch beim Aufhängen der Kästen.
Ihre Auszubildenden lernen bei Ihnen nicht nur Wissen, Können und Fertigkeiten. Sie begeistern und sensibilisieren die jungen Menschen für unsere Natur und Umwelt und legen damit den Grundstein für Verantwortungsdenken.
Für Ihr Engagement, das weit über die berufliche Arbeit hinausgeht, sagen wir heute danke mit einem Grünen Engel. Meinen Glückwunsch!“

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news-2837 Tue, 27 Sep 2022 11:45:41 +0200 Eichelsammel-Aktion im Spessart https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/eichelsammel-aktion-im-spessart.html <![CDATA[

Der Forstbetrieb Rothenbuch ist auf der Suche nach eifrigen Händen für die Eichelsammelaktion im Spessart!

Helfen Sie mit das lebendige Kulturerbe zu bewahren und den Spessart zu einem klimastabilen Wald zu entwickeln. Denn das Saatgut ist die Grundlage für viele neue Bäume in den Bayerischen Staatsforsten.

Die Ausstellung der Sammelerlaubnisscheine und die Einweisung für Sammler/innen findet am 4. Oktober um 8:30 Uhr statt. 

Treffpunkte zur Einweisung sind:

  • Rothenbuch, Weibersbrunn, Mespelbrunn, Waldaschaff am Parkplatz „Alter Sportplatz“ Rothenbuch
  • Altenbuch, Schollbrunn, Dammbach, Breitenbrunn und allen im Süden des Forstbetriebes liegenden Gemeinden an der Einfahrt „Eichhöhstraße“/Hackschnitzellagerplatz
  • Bischbrunn am Sportplatz in Bischbrunn
  • Rechtenbach und Neuhütten am Bauhof der Gemeinde Rechtenbach

Am Tag der Einweisung brauchen wir einen ausgefüllten Zettel (formlos) mit Ihrem Vor- und Nachnamen, Adresse, IBAN und Telefonnummer.

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Forstbetrieb Rothenbuch
news-2845 Wed, 21 Sep 2022 10:00:00 +0200 1 Millionen Marke geknackt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/1-millionen-marke-geknackt.html <![CDATA[

Die kleine Heidi ist die 1-Millionste Besucherin am Baumwipfelpfad Steigerwald

Ebrach, 21. September 2022 – Familie Gress wusste schon, dass gestern ein besonderer Tag war, schließlich war es der erste Geburtstag von Töchterchen Heidi. Welche Überraschung sie dann aber beim gemeinsamen Familienausflug erleben durfte, übertraf alle Erwartungen. Am 20.09.22 machten sich Papa Alexander und Mama Theresa mit der kleinen Heidi auf den Weg nach Ebrach, um auf dem dortigen Baumwipfelpfad zu flanieren, Wald und Aussicht zu genießen und im kleinen Kreise den ersten Geburtstag zu feiern. An der Kasse wurden die drei bereits von einer kleinen Delegation prominenter Gratulanten erwartet: Bambergs Landrat Johann Kalb, Ebrachs Bürgermeister Daniel Vinzens und die Leiterin des Baumwipfelpfad Ebrach, Sandra Fischer, nahmen die kleine Heidi als die 1-Millionste Besucherin am Baumwipfelpfad Steigerwald in Empfang.

Eine Woche nach dem Ende der bayerischen Sommerferien gibt es in Ebrach etwas zu feiern:  Der Baumwipfelpfad Steigerwald begrüßt mit Familie Gress seinen 1-Millionsten Besucher. Nach der Eröffnung im März 2016 verzeichnet der Baumwipfelpfad jährlich hohe Besucherzahlen, doch der 1-Millionste Besucher war längst überfällig: „Unter normalen Umständen, ohne Pandemie, hätten wir die 1-Millionen Marke sicher schon vor ein bis zwei Jahren geknackt. Jetzt ist es eben der Sommer vor unserem 7. Geburtstag geworden, und wir freuen uns sehr, die kleine Heidi zur glücklichen 1-Millionsten Besucherin küren zu dürfen“, erklärt Sandra Fischer, Leiterin des Baumwipfelpfads in Ebrach.

Anhand der dokumentierten Besucherzahlen konnte das Team des Baumwipfelpfads den Zeitraum für den anstehenden Besucherrekord gut anvisieren. „Wir standen schon seit ein paar Wochen gut vorbereitet in den Startlöchern, um unseren Rekordbesucher würdig zu empfangen.“

So ist es wenig verwunderlich, dass auch Landrat Johann Kalb (seit 1. Mai 2014 im Amt als Landrat des Landkreises Bamberg) rechtzeitig an Ort und Stelle war: „Der Baumwipfelpfad ist ein Besuchermagnet und ein beliebtes Ausflugsziel bei unseren Bürgerinnen und Bürgern wie auch bei Touristen und Wochenendausflüglern. Das zeigen auch die nach dem Wegfall der Corona-Auflagen stetig steigenden Besucherzahlen. Heute die 1-Millionste Besucherin ehren zu dürfen, unterstreicht die Bedeutung und Wichtigkeit des Baumwipfelpfads für die Region und den Landkreis.“, so Kalb.

Natürlich darf sich Heidi mit ihrer Familie über ein paar ganz besondere Geschenke freuen. Für das glückliches Händchen, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein, ist die Familie nun stolze Besitzerin einer Familienjahreskarte, passenden T-Shirts vom Baumwipfelpfad, einem Wildkochbuch, Leckereinen aus der Region und ganz besonders wichtig: einem Kuscheltier-Löwen, dem Wappentier Bambergs, persönlich überreicht von Landrat Johann Kalb. „Wir wollten eigentlich schon längst mal wieder vorbeikommen und haben uns heute spontan entschieden Heidis Geburtstag hier zu verbringen. Dabei den Besucherrekord zu knacken ist eine super Sache. Und mit der Jahreskarte werden wir wohl Dauergast am Pfad sein“, freut sich der junge Familienvater.

Bei Fragen zum Programm und rund um den Pfad steht das Team des Baumwipfelpfads Steigerwald unter 09553-98 980-102 gerne zur Verfügung.


Sie wollen mehr wissen? Dann hier entlang.

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news-2836 Fri, 16 Sep 2022 09:40:00 +0200 Wiener Wissenschaftler besuchen Nasslager der Bayerischen Staatsforsten https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wiener-wissenschaftler-besuchen-baysf-nasslager-im-woid.html <![CDATA[

Exkursion zu den Nasslagern im Forstbetrieb Neureichenau und Bodenmais

16. September 2022, Bodenmais/Neureichenau - „Seit rund 15 Jahren betreiben wir in der BaySF mehrere Nasslager, unter anderem im Forstbetrieb Neureichenau die Lager „Stanglhäng“ in Mauth und „Schwarzenthal“ in Haidmühle, sowie im Forstbetrieb Bodenmais das Lager „Aumühle“ in Kollnburg,“ sagt Alfons Schwarzfischer vom Bereich „H“ (wie Holz) der Zentrale in Regensburg, „und weil wir in dieser Welt ja nicht die einzigen sind, die so was tun, ist der Kontakt mit der BOKU – der Universität für Bodenkultur in Wien – entstanden. Im Rahmen der angewandten Forschung wird dort aktuell ein Nasslagerkonzept für den Privat- und Kommunalwald in Vorarlberg entwickelt.“

Forschung ist das eine, Praxis ist das andere – gesagt, getan, insgesamt vier Wissenschaftler und Praktiker aus Österreich machten sich auf in den „Woid“, nämlich nach Neureichenau und Bodenmais. Privatdozent Dipl.Ing. Dr. Peter Rauch und Dr.Ing. Christoph Kogler von der BOKU, Unternehmensberater Dipl.Ing. Dr. Herbert Kohlross, und Dipl.Ing (FH) Andreas Hofbauer vom Waldverband Oberösterreich ließen sich einen Tag von Sonja Kreuzer und Alfons Schwarzfischer und den jeweiligen Nasslager-Beauftragten der Forstbetriebe Franz Gibis und Mario Hutterer die Lager zeigen. Zunächst wurden die Lager „Stanglhäng“ und „Schwarzenthal“ im Forstbetrieb Neureichenau besichtigt, dann ging es noch nach Bodenmais  ins Lager „Aumühle“.

 „Aumühle“ birgt noch eine Besonderheit: gemeinsam mit der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) und der BayWa läuft hier seit diesem Jahr das Projekt „SMART Rundholz-Nasslager“. Dazu Lagerbeauftragter Mario Hutterer: „Wir haben hier 5 Polter eingelagert, an denen mit Hilfe diverser Mess- und Steuerinstrumente eine „smarte“ = „schlaue“ Pumpen- und Beregnungssteuerung erprobt und erforscht werden soll. Wir versuchen herauszufinden, wie viel bzw. eigentlich wie wenig Wasser wir brauchen, um das eingelagerte Holz ohne Qualitätsverluste zu konservieren – jeder Liter Wasser kostet ja schließlich Geld in Form von Pumpenleistung.

Sonja Kreuzer von der Zentrale ergänzt: „Das Projekt erforscht Ressourcen und Energieeinsparung bei Anwender-freundlicher und mobiler Steuerung. Erste Erkenntnisse zeigen schon, dass eine Nachtabschaltung in der Bewässerung und größere Pausen im Beregnungszyklus möglich sind. Genaueres wollen wir gemeinsam mit der LWF noch herausfinden!“

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news-2835 Thu, 15 Sep 2022 12:02:32 +0200 Zwei kommen, einer geht – im Forstbetrieb Bodenmais dreht sich das "Lehrlings-Karussell" https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/zwei-kommen-einer-geht-im-forstbetrieb-bodenmais-dreht-sich-das-lehrlings-karussell.html <![CDATA[

16. September 2022, Bodenmais - Seit 1993 kümmert sich Ausbildungsmeister Paul Hilgart um die Lehrlingsausbildung. Angefangen hat er 1993 am damaligen Forstamt Bodenmais, seit 2006 ist er der Ausbilder am Forstbetrieb Bodenmais. Gut 50 Lehrlinge haben bei ihm in dieser Zeit gelernt. Und das „Lehrlings-Karussell“? Ganz einfach: im Juli hat einer „ausgelernt“, und zum ersten September hat für zwei neue Lehrlinge die berufliche Zukunft begonnen.

Ausbildungsmeister Paul Hilgart, Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl, sein Stellvertreter Markus Würstl, Servicestellenleiter Karlheinz Fuchs und Personalratsvorsitzender Mario Hutterer haben dazu in der Lehrwerkstatt Oberlohwies eine kleine Feierstunde ausgerichtet – „eine kombinierte Freisprechung und Begrüßung“, sagt der Forstbetriebsleiter.

„Freigesprochen“ wurde Florian Weinberger (18); der Rinchnacher hat vor zwei Jahren seine Ausbildung begonnen, und aufgrund seiner sehr guten Leistungen konnte seine Lehrzeit auf 2 Jahre verkürzt werden. Und mit seiner Prüfung hat er bestätigt, dass diese Entscheidung richtig war – Jahrgangsbester in der Berufsschule, und bayernweit ein Platz im vorderen Drittel bei der Forstwirt-Prüfung. „Und jetzt“, sagt Florian, „arbeite ich mit meinen neuen Rottenkollegen am schönsten Arbeitsplatz der Welt – nämlich im Wald!“

Die „Neuen“ wurden herzlich begrüßt: „Wir freuen uns, jungen Menschen einen Weg in eine spannende berufliche Aufgabe bieten zu können. Wir schaffen und besetzen hier wichtige Arbeitsplätze und realisieren eine hohe Wertschöpfung auch abseits der Ballungszentren! Für das Unternehmen Bayerische Staatsforsten sind die „Neuen“ eine wichtige Investition in die Zukunft des Unternehmens“, bekräftigt Forst-Chef Völkl und wünscht den Azubis einen guten Start ins Berufsleben.

Die „Neuen“ Maximilian Mader und Andreas Wolf stammen beide aus dem Vorderen Bayerischen Wald:  Maximilian Mader (16) kommt aus Achslach im Lkr. Regen und hat schon im Wald der Familie Erfahrungen gesammelt. Das hat ihn veranlasst, unbedingt „Holzhauer“ werden zu wollen.

Andreas Wolf (27), geboren in Außernzell, Landkreis Deggendorf, und inzwischen in den Landkreis Regen umgesiedelt, ist ein „Spätberufener“: nach etlichen Jahren als gelernter Industriemechaniker in einem großen Sägewerk reifte in ihm der Entschluss, den Forstwirtsberuf zu ergreifen. Voller Begeisterung sagt er: „Nach allem, was ich bisher schon erlebt habe, ist und wird dies mein Traumberuf!“

Bei den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) ist die Lehrlingsausbildung ein wichtiges Thema: In diesem Jahr wurde 77 Auszubildenden an 26 Forstbetrieben eine Ausbildungsstelle angeboten. Das Angebot soll in den kommenden Jahren bis auf 100 Ausbildungsplätze erweitert werden, um auch künftig über eine ausreichende Anzahl an gut qualifizierten Arbeitskräften im Wald zu verfügen.

Weitere Informationen zum Ausbildungsberuf Forstwirt/in finden Sie unter www.baysf.de.

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news-2834 Wed, 14 Sep 2022 13:53:55 +0200 Mittelalterfest nach getaner Arbeit: 900 Jahre Wildburg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/900-jahre-wildburg-sicherungsmassnahmen-vom-forstbetrieb-bad-koenigshofen.html <![CDATA[

15. September 2022, Bad Königshofen - Der Forstbetrieb Bad Königshofen war zum Mittelalterfest und 900-jährigem Jubiläum der Wildburg am Badesee Sulzfeld eingeladen. Aber warum durfte Forstbetriebsleiter Heiko Stölzner da sogar das Bierfass anstechen?

Der Forstbetrieb hatte die Burg jüngst mit Sicherungsmaßnahmen in Höhe von 100.000 Euro in Schuss gebracht. Das Geld dafür stellte der Freistaat aus einem Sondertopf bereit. Die Gemeinde, der Bauhof und die Bayerischen Staatsforsten arbeiteten dabei laut Heiko Stölzner sehr gut zusammen. 

Am Wochenende wurde die Wildburg dann Schauplatz eines mittelalterlichen Treibens - die Besucherinnen und Besucher kriegen hier von den Arbeiten nicht mehr viel mit, genau das ist aber auch der Sinn dahinter. Stattdessen wurde in Kettenhemden gekämpft, das Lager eingerichtet und der Musik gelauscht.

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news-2833 Tue, 13 Sep 2022 14:16:07 +0200 Freiwillige packen beim Bergwaldprojekt im Naturpark Weißbach an https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/natur-und-waldpflege-beim-bergwaldprojekt-vom-oeav-im-naturpark-weissbach.html <![CDATA[

15. September 2022, Saalforsten - Durch die vom Österreichischen Alpenverein organisierten Bergwaldprojekte erhalten Freiwillige eine Woche lang die Möglichkeit gemeinsam mit Fachleuten verschiedene Maßnahmen umzusetzen, welche die Naturnähe, Stabilität und Vitalität des Bergwaldes verbessern.

Das Bergwaldprojekt verfolgt vier Ziele:

  • konkrete Probleme im Bergwald durch praktische Arbeit beheben
  • die Öffentlichkeit durch breite Berichterstattung für die jeweilige Problematik sensibilisieren
  • zu den Partnern und Betroffenen (z.B. Forstbehörden, Landwirtschaftbetreibende, GrundbesitzerInnen, Jägerschaft) ein positives Verhältnis aufbauen und das gegenseitige Verständnis fördern
  • den TeilnehmerInnen eine praktische Erfahrung und einen tieferen Einblick in die ökologischen Zusammenhänge ermöglichen

Aber warum ist das wichtig?

Wälder haben verschiedenste und äußerst wichtige Funktionen – Schutzwald etwa hält Felsstürze oder Muren von den Orten im Tal fern. Er ist wichtig für die Trinkwasserversorgung und bietet Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Veränderte Klimabedingungen und zunehmende Extremwetterereignisse belasten die Wälder zusätzlich, weshalb eine nachhaltige Pflege und Bewirtschaftung notwendig ist.

Bayerische Staatsforste und der Naturpark in Weißbach

Das Bergwaldprojektwoche in Weißbach startete am 28. August und endete am 3. September. Acht freiwillige HelferInnen, darunter 3 Frauen und 5 Männer, waren vor Ort, um mitanzupacken und praktische Waldarbeit kennenzulernen. Dabei wurde etwa am Grasenberg auf einer artenreichen Fläche die alles überwuchernde Waldrebe zurückgeschnitten, eine andere Aufgabe war das Schwenden einer ökologisch besonders wertvollen Offenlandfläche. Die weiteren Tage wurden damit verbracht Waldverjüngung von verdämmendem Schlagabraum zu befreien, oder Schälschutzmittel an junge Baumstämme zu streichen, um diese vor Beschädigung durch Rotwild zu schützen.

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news-2832 Tue, 13 Sep 2022 11:50:52 +0200 Holzernte zur Waldpflege bei Haldenwang https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/holzernte-zur-waldpflege-bei-haldenwang.html <![CDATA[

14. September 2022, Sonthofen – In den letzten Wochen ist eine Pflegemaßnahme im Staatswald bei Haldenwang abgelaufen. Ein Harvester hat Bäume geerntet, um den Wald zu durchforsten und klimastabile Baumarten zu begünstigen.

Ein dumpfes Brummen ist zu hören, während der Förster Florian Zeller die Forststraße entlang geht. Kurze Zeit später fährt ein Forwarder aus einer Rückegasse auf den Waldweg. Er hat Baumstämme im Wald eingesammelt und wird sie jetzt an der Forststraße auf einen Holzpolter legen. „Das ist die letzte Fuhre. Er hat jetzt das gesamte geerntete Holz an die Forststraße transportiert. Damit ist diese Holzerntemaßnahme abgeschlossen“, sagt Zeller.

Im August war viel Betrieb im Kronholz, das zu den Bayerischen Staatsforsten in Sonthofen gehört. Ein Harvester – das ist eine Forstmaschine, die einen Baum fällen, entasten und ablängen kann, hat dort zuerst von Käfer befallene Fichten entnommen und dann in zwei Waldabteilungen den Wald gepflegt. „Zum Glück gab es hier nicht viele vom Borkenkäfer befallene Fichten. Durch die regelmäßigen Niederschläge im Allgäu greifen die natürlichen Schutzmechanismen der Bäume und der Borkenkäfer hat nicht so ein leichtes Spiel wie zum Beispiel in weiten Teilen Nordbayerns. Trotzdem müssen auch wir immer auf der Hut sein und befallene Bäume so schnell wie möglich aus dem Wald schaffen“, erklärt Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting.

Mit der Durchforstung wird den verbleibenden Bäumen Freiraum in der Krone gegeben. Die umliegenden Bäume können diesen nutzen, um ihre Krone zu vergrößern. Dadurch steigen die Vitalität und Stabilität der Einzelbäume, sowie die des gesamten Bestandes. Förster Florian Zeller merkt an: „Durch die gezielte Entnahme von einzelnen Bäumen können wir auch Mischbaumarten wie Tanne, Ahorn und Buche fördern.“ Doch nicht nur die alten Bäume profitieren durch die Holzernte: Auch auf den Waldboden fällt durch die Lücken mehr Licht und die nächste Waldgeneration, die sich dort angesamt hat, kann nun kräftiger heranwachsen. „Auf der ganzen Fläche verteilt haben wir in kleinen Baumgruppen gezielt das Kronendach aufgelockert und dadurch sogenannte Femel angelegt. Dort werden in diesem Herbst unter die alten Fichten dann junge Tannen gepflanzt. Die Tanne hat eine tief in den Boden reichende Pfahlwurzel und ist damit viel widerstandsfähiger gegenüber Trockenheit und Stürmen wie die Fichte“, weiß Revierleiter Florian Zeller.

Im Zuge der Holzernte wurden auch einige Eschen entlang der Staatsstraße in der Börwanger Wiege aus Verkehrssicherungsgründen gefällt. „Die Eschen waren durch das Eschentriebsterben stark geschwächt und stellten eine Gefahr für den Verkehr auf der Straße da. Die Straßenmeisterei vom staatlichen Bauamt hat für die Fällarbeiten die Straße immer wieder kurzzeitig gesperrt, um keine Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Für diese hervorragende Zusammenarbeit möchten wir uns noch einmal bedanken“, sagt der für den Einsatz zuständige Forstwirtschaftsmeister Gerhard Briechle.

„Insgesamt ist die gesamte Maßnahme erfolgreich abgelaufen“, resümiert Florian Zeller. Nur ein Ärgernis ist leider immer wieder aufgetreten: Einige Waldbesucher haben sich nicht an die Absperrungen an den Forstwegen gehalten und sind trotzdem durch den Gefahrenbereich gelaufen. „Die Absperrungen dienen der Sicherheit von allen. In diesen gesperrten Bereichen finden lebensgefährliche Baumfällarbeiten statt und es bewegen sich unübersichtliche Forstmaschinen. Wir bitten deshalb alle Erholungssuchenden, sich auch der eigenen Sicherheit wegen an die Wegeabsperrungen zu halten“, ermahnt Forstbetriebsleiter Jann Oetting.

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news-2831 Tue, 13 Sep 2022 08:22:22 +0200 Brennholzdieb im Staatswald auf frischer Tat ertappt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/brennholzdieb-im-staatswald-auf-frischer-tat-ertappt.html <![CDATA[

Weißenhorn, 12.09.2022 – Einen Holzdieb auf frischer Tat ertappt haben in der letzten Woche Waldarbeiter des Forstbetriebs Weißenhorn.

Der Mann hatte im Staatswald bei Autenried Buchenholz im Wert von mehreren 100 Euro kleingesägt und auf einen PKW-Anhänger aufgeladen. Als er von den Waldarbeitern angesprochen wurde, konnte er keinen Brennholz-Erlaubnisschein vorweisen. Er fuhr mit seinem Auto und dem Brennholz weg; durch das Kennzeichen und Fotos konnte die Polizei den Holzdieb aber schnell ermitteln.

Der Forstbetrieb Weißenhorn hatte umgehend Anzeige erstattet. „Wir zeigen jeden Holzdieb an. Das sind wir insbesondere auch unseren vielen ehrlichen Holzkunden im Staatswald schuldig, die einen Erlaubnisschein beantragen und ihr Holz vollständig bezahlen“, betont Martin Eggert, der Leiter des Staatsforstbetriebs Weißenhorn. Laut Eggert spüre man zurzeit eine sehr hohe Nachfrage nach Brennholz, die wahrscheinlich in direktem Zusammenhang mit den stark gestiegenen Energiepreisen bei Gas und Strom stehe.

„Wir tun unser Bestes, um die örtliche Bevölkerung mit Brennholz zu versorgen. Die Mengen, die wir nachhaltig zur Verfügung stellen können, sind naturgemäß begrenzt: Deswegen verteilen wir unser Brennholz möglichst gerecht.“ Dies bedeute, dass Kunden in diesem Jahr Mengen nur im üblichen Rahmen bekommen. Wünsche nach deutlichen Mehrmengen muss der Forstbetrieb eine Absage erteilen – schließlich soll das zur Verfügung stehende Brennholz in möglichst vielen Öfen für Wärme und Behaglichkeit sorgen.

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news-2830 Mon, 12 Sep 2022 17:38:26 +0200 Forstministerin besucht das Steigerwald-Zentrum https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstministerin-besucht-das-steigerwald-zentrum.html Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft & Forsten <![CDATA[

13. September 2022, Handthal, Lkr. Schweinfurth – Beliebtes Ausflugsziel, moderner Tagungsort und grünes Klassenzimmer – auf das Steigerwald-Zentrum in Unterfranken treffen viele Beschreibungen zu. Vor allem ist es aber eines: Eine echte Erfolgsgeschichte für die Waldpädagogik! Davon überzeugte sich Forstministerin Michaela Kaniber am Montag bei einem gemeinsamen Rundgang mit dem Vorsitzenden des Trägervereins, Landrat Florian Töpper.

Der Ministerin zufolge ist die Waldpädagogik gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig: „Wir müssen der Gesellschaft vermitteln, welches Multitalent unser Wald ist und wie wir ihn fit für die Zukunft machen können. Der Waldumbau ist eine unverzichtbare Aufgabe für alle Generationen. Denn der Wald mit seinen vielfältigen Funktionen ist für uns alle unersetzlich. Unsere Wälder sind nicht nur Kohlenstoffspeicher und Hotspots der Artenvielfalt, sie produzieren auch nachhaltig den klimafreundlichen Rohstoff Holz.“

Die Ministerin machte sich zudem an der Waldklimastation des Steigerwald-Zentrums ein Bild über die Auswirkungen des trockenen Sommers. In Franken hat der Sommer zu einer besonders starken Austrocknung der Waldböden geführt. Unter dem Wassermangel leiden neben Kiefern und Fichten vor allem auch ältere Buchen. Das Thema Klimawandel und Antworten, wie damit umgegangen werden kann – etwa durch den Waldumbau –, gibt das Steigerwald-Zentrum auf dem „Wald-Klima-Pfad“ sowie in seinen abwechslungsreichen Angeboten für Schulklassen, Fachpublikum und für alle mit Interesse am Wald. Das 2014 eröffnete Steigerwald-Zentrum zählt jährlich über 23.500 Besucherinnen und Besucher. Es bietet ihnen, neben erlebnisreichen Waldführungen, auch eine Dauerausstellung zum Wald und seiner nachhaltigen Bewirtschaftung sowie spannende Wechselausstellungen.

Ein Überblick über die vielfältigen Angebote ist unter www.steigerwald-zentrum.de zu finden.

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news-2829 Mon, 12 Sep 2022 16:29:36 +0200 Neuer Naturlehrpfad bei Wertach eröffnet https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neuer-naturlehrpfad-bei-wertach-eroeffnet.html <![CDATA[

12. September 2022, Sonthofen - Am Wochenende eröffnete im Forstbetrieb Sonthofen ein Naturlehrpfad. Nicht ohne Grund: Die Besucherinnen und Besucher der Alpe Reuterwanne hatten letzten Sommer viele Fragen über die Jagd-, Forst- und Alpwirtschaft.

Was ist der Unterschied zwischen einem Reh und einem Hirsch oder warum wird beim Viehscheid das Kranzrind überhaupt mit einen Kranz geschmückt? Damit Touristen und auch alle anderen Menschen, die viel in der Natur draußen unterwegs sind, künftig mehr über die Allgäuer Kultur und Landschaft erfahren können, wurde in Wertach der „Naturlehrpfad Reuterwanne“ eröffnet. Er führt entlang der vier Jahreszeiten und ist verständlich und bildhaft für Kinder aufbereitet.

Allgäu TV war bei der feierlichen Eröffnung dabei.

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news-2828 Fri, 09 Sep 2022 13:18:33 +0200 Deutsche Waldtage am Forstbetrieb Bad Königshofen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/deutsche-waldtage-am-forstbetrieb-bad-koenigshofen.html <![CDATA[

Wald - Jagd - Waldentwicklung - Klimawandel

Eine Veranstaltung rund um das Thema Wald und Waldentwicklung. Optionale Wildbret-Verköstigung im Anschluss.

09. September 2022, Bad Königshofen - Während der Rundtour werden die Themenfelder Wald, Waldentwicklung bzw. Waldumbau, Jagd und Naturschutz im Wald vor dem Hintergrund von Dürre und Klimawandel beleuchtet. Die Kooperations-Veranstaltung wird von Heiko Stölzner (Forstbetriebsleiter Bad Königshofen, BaySF), Manfred Husslein (Fachkraft Untere Naturschutzbehörde, Landkreis Haßberge) und Katja Winter (Rangerin Naturpark Haßberge) geführt. Wir freuen uns über reges Interesse an diesen hochbrisanten Themen. Die Anmeldung ist bis spätestens 16.09. vorzunehmen.

Im Anschluss an die Führung werden ab 18 Uhr Wildbret-Variationen direkt vor Ort zur Verköstigung angeboten. Gegen einen Unkosten-Beitrag von 5 € p. P. für u. a. Wild-Bratwürste (Reh, Schwarzwild) und Schwarzwild-Schinken inklusive Getränke sind Interessierte herzlich eingeladen, im konstruktiven Austausch die Thematik weiter zu vertiefen bzw. beim gemütlichen Beisammensein den Abend einzuläuten.

Termin: Sa, 17.09.2022 - 15 bis 18 Uhr; Wegstrecke: ca. 5 km.

Treffpunkt: Parkplatz „Struthügel“ im Bundorfer Forst Nähe Birnfeld. Koordinaten: Lat. 50.212119387791994  Long. 10.44310563273547

Bitte selbstverständlich an passendes Schuhwerk und wetterangepasste Kleidung denken. Weitere Informationen finden Sie unter www.naturpark-hassberge.de/veranstaltungen.

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news-2825 Fri, 09 Sep 2022 11:13:00 +0200 Deutsche Waldtage auch in Passau! https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/deutsche-waldtage-auch-in-passau.html <![CDATA[

Biologische Vielfalt erleben!

Pressemitteilung vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Passau

09. September 2022, Passau - Unter dem Motto "Biologische Vielfalt erleben!" laden die Bayerischen Staatsforsten (BaySF), der Bereich Forsten des AELF Passaus, die Fachstelle Waldnaturschutz Niederbayern und der bayerische Forstverein in die Wälder um Passau ein. Alle Menschen, denen der Wald am Herzen liegt, können diesen besuchen und mit Waldakteuren ins Gespräch kommen. Die Besucher und Besucherinnen erwartet dabei ein buntes Programm von Exkursionen bis Fachvorträgen. Dabei stehen Informationen und der Dialog über die „Biologische Vielfalt im Ökosystem Wald“ sowie der Schutz der Biodiversität und somit auch der verschiedenen Funktionen und Leistungen des Waldes im Mittelpunkt.

Es finden folgende Veranstaltungen statt:

  • 16.09.2022 14 bis ca. 17 Uhr; Neuburger Wald – Eichen Tradition und Moderne; Verschiedene Verfahren, Eichenwälder zu erhalten und neu zu begründen; Treffpunkt am Gasthaus Kreuzhuber in Dommelstadl, Passauer Str. 36, 94127 Neuburg; Im Anschluss Möglichkeit zur Einkehr im Gasthaus Kreuzhuber.
  • 17.09.2022 10 bis ca. 17 Uhr (Selbstverpflegung!); Ganztägige Fachtagung „Eichenreiche Wälder“; Vormittags Vorträge Prof. Manfred Schölch, ANW (angefragt), Dr. Sebastian Höllerl, BaySF, Daniel Kraus, Gudula Lermer, Forstbetreib Neureichenau; Nachmittags Exkursion in Bestände aller Lebensstadien der Eichengesellschaften des Neuburger Waldes; Treffpunkt: Schloss Neuburg, Am Burgberg 5, 94127 Neuburg am Inn; Landkreissaal.
  • 17.09.2022 9 bis 14 Uhr; Artenvielfalt entdecken – eine Ökorallye durch den Wald!; Parkplatz am Vorderschloß Ortenburg; Von da den Wegweisern folgen; Rundgang für Familien, Interessierte und Waldbesitzende im Bereich des Waldlehrpfades mit verschiedensten Schätzen der Biodiversität und einer kleinen Bastelstation für "Fledermaus-Wohnungen".
  • 18.09.2022 10 bis 12 Uhr; Spaziergang in einem Naturwaldreservat mit Fachinformationen der Forstverwaltung und Bayerischen Staatsforsten; Treffpunkt: Gasthaus Kreuzhuber in Dommelstadl, Passauer Str. 36, 94127 Neuburg; nach dem Waldbegang mittags besteht die Möglichkeit zur Einkehr im Gasthaus.

Allgemeine Hinweise: Für die Exkursionen und den Waldlehrpfad ist festes Schuhwerk empfehlenswert. Bei der Vortragsreihe am 17.09 bitten wir um eine verbindliche Anmeldung bis 15.09 an gudula.lermer@baysf.de.

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news-2826 Thu, 08 Sep 2022 07:53:00 +0200 „Der Maurer, der zum Holzhauer wurde!“ – über 36 Jahre beim Forst https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/der-maurer-der-zum-holzhauer-wurde-ueber-36-jahre-beim-forst.html <![CDATA[

Forstwirt Günther Schreder vom Forstbetrieb Bodenmais wurde in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet

08. September 2022, Bodenmais/Rabenstein - „Als junger Mensch mit qualifiziertem Hauptschulabschluss,“ sagt der gebürtige Rabensteiner Günther Schreder und lächelt, „wollte ich was anderes werden wie mein Vater – der war nämlich Holzhauer im Revier Ludwigsthal II beim Forstamt Zwiesel. Also habe ich 1973 bis 1976 Maurer gelernt! Kaum ausgelernt, ham´ s mich gleich zum Barras geholt – das war so interessant, dass ich mich gleich für vier Jahre verpflichtet hab“.

Anschließend hat der dann sechs Jahre lang gemauert – bis im Jahr 1986 das Forstamt Zwiesel sog. „§ 40-er“ gesucht hat, also Leute, die als Quereinsteiger aus anderen Berufen zum Forst gehen wollten. Damit ist er quasi doch in die Fußstapfen seines Vaters getreten, hat im Forstamt Zwiesel in der Forstdienststelle Ludwigsthal I angefangen, 1990 seine Forstwirtprüfung nach § 40 Bundesbildungsgesetz (BBiG) abgelegt und als Holzhauer gearbeitet.

Als dann 1997 der Nationalpark Bayerischer Wald mit den Flächen des Forstamts Zwiesel erweitert wurde, hat es ihn dort nicht gehalten. „Ohne mich,“ sagt Günther Schreder, „ich wollte einfach Holzhauer bleiben. Also bin ich zum Forstamt Bodenmais gewechselt, zunächst an die Forstdienststelle Langdorf, dann nach Rabenstein – in die Wälder vor meiner Haustür“.

Auch hier sollte er nicht wirklich zur Ruhe kommen – 2002 wurden die Forstämter Deggendorf und Viechtach aufgelöst und deren Flächen nach Bodenmais, Landau a. d. Isar und Regen eingegliedert. Günther Schreder kam mit dem Rabensteiner Revier nach Regen. Aber wieder nur kurz: als wohl einschneidendste Änderung kam 2005 die Bayerische Forstreform – das Forstamt Bodenmais wurde wie die anderen Forstämter aufgelöst, der Staatswald und mit ihm alle Waldarbeiter kamen zum neu geschaffenen Forstbetrieb Bodenmais.

Günther Schreder blieb zunächst im Revier Rabenstein, später wurden die Reviere umstrukturiert, und er landete schließlich wieder im Revier Langdorf. „Und jetzt ist Schluss mit der ewigen Umzieherei!“ sagt „sein“ Revierleiter Ludwig Haydn, „er geht jetzt nach über 36 Jahren in den in den wohlverdienten Ruhestand!“ Und sein Chef Jürgen Völkl fügt hinzu, „mit einem lachenden und einem weinendem Auge, es sind dann genau 13.297 Tage, an denen der Günther bei uns war, er war einer von den ganz zuverlässigen, da gab es nie ein Nein – wir werden ihn vermissen!“

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news-2824 Mon, 05 Sep 2022 15:14:57 +0200 Startschuss für 5 neue Forstwirtslehrlinge am Standort Ruhpolding https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/startschuss-fuer-5-neue-forstwirtslehrlinge-am-standort-ruhpolding.html <![CDATA[

05. September 2022, Ruhpolding - Zum 1. September starten fünf neue Auszubildende zum Beruf des Forstwirts ihre Lehre am Forstbetrieb Ruhpolding.

Bei einem Einführungstreffen hieß Forstbetriebsleiter Joachim Keßler die neuen Azubis herzlich willkommen und gratulierte Ihnen zur Wahl des Lehrberufs. Denn, so Keßler, die Ausbildung zum Forstwirt ist sehr spannend und vielseitig: Im Ausbildungsrahmenplan stehen Themen wie Naturschutz, Pflanzung und Pflege der Wälder, aber auch Holzbe- und verarbeitung sowie die Holzernte und Maschinenhandhabung.

Der überwiegende Teil der Ausbildung findet in den Chiemgauer Wäldern statt. Ausbilder der fünf jungen Männer aus der Region ist Forstwirtschaftsmeister Josef Wolf, der sich bereits ein interessantes Programm für die erste Zeit überlegt hat. Die angehenden Waldarbeiter werden je nach Ausbildungsinhalt in den unterschiedlichsten Waldbereichen des Forstbetriebs zwischen Inzell und Aschau eingesetzt werden. Ausbildungsstützbpunkt und Werkstatt ist die Laubau.

Insgesamt absolvieren nun 12 Lehrlinge die Ausbildung zum Forstwirt am Forstbetrieb Ruhpolding. In diesem Jahr konnte bereits wieder ein junger Kollege dauerhaft am Forstbetrieb übernommen werden.

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news-2823 Mon, 05 Sep 2022 13:19:46 +0200 Erste Schritte der Nachwuchs-Forstwirte: Forstbetrieb Fichtelberg begrüßt drei neue Forstwirt-Azubis https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/erste-schritte-der-nachwuchs-forstwirte-forstbetrieb-fichtelberg-begruesst-drei-neue-forstwirt-azubis.html <![CDATA[

5. September 2022, Fichtelberg – Drei junge Männer haben Anfang September ihre Ausbildung zum Forstwirt beim Forstbetrieb Fichtelberg begonnen. Insgesamt bilden die Bayerischen Staatsforsten am Standort Fichtelberg jetzt acht Nachwuchs-Forstwirte aus.

Die Schnittschutzstiefel schnüren, die orange-grüne Arbeitsjacke der Bayerischen Staatsforsten überziehen und los geht’s. Auf in den Wald. Auf in die Ausbildung. Für Adrian Thoma aus Erbendorf, Marcel Kausler aus Kastl und Nicolas Lehner aus Kirchenpingarten begann vor wenigen Tagen die Ausbildung in ihrem neuen Traumberuf. Die drei jungen Männer zog es schon immer hinaus in den Wald. Deshalb bewarben sie sich im vergangenen Jahr um einen Ausbildungsplatz zum Forstwirt beim Forstbetrieb Fichtelberg. Und es hat geklappt.

„Wir freuen uns, dass wir auch heuer wieder angehende Forstwirte bei uns aufnehmen und ausbilden können“ erklärt Winfried Pfahler, Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg. „Dies ist ein wichtiger Teil unseres Engagements für die Region. So stellen wir nachhaltig eine qualifizierte Bewirtschaftung des Waldes sicher und erhalten gleichzeitig attraktive Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten im ländlichen Raum.“

Für die jungen Männer steht für die nächste Zeit nicht nur Holzfällung am Ausbildungsplan. Von ihren erfahrenen Ausbildern lernen sie das ganze Spektrum der vielfältigen Tätigkeiten eines Forstwirts kennen, wie z.B. Pflanzung junger Bäume, Naturschutz, Bau von Erholungs­einrichtungen.

„Unser bewährtes Ausbilder-Team wird die Azubis mit viel Fingerspitzengefühl an ihre zukünftigen Aufgaben heranführen“ ist sich Winfried Pfahler sicher. „Das werden bestimmt gute Mitarbeiter. Und ihre Berufsaussichten später sind gut.“

Bayernweit stellen die Bayerischen Staatsforsten in diesem Jahr 77 junge Menschen ein, die eine Berufsausbildung zum Forstwirt absolvieren. Trotz aller Mechanisierung im Forst hat der Beruf des Forstwirts eine aussichtsreiche Zukunft. Denn für die vielfältigen Aufgaben rund um den Wald werden weiterhin gut ausgebildete Fachkräfte gebraucht. 

„Auch nächstes Jahr bieten wir am Forstbetrieb Fichtelberg wieder Ausbildungsplätze für Nachwuchs-Forstwirte an“, so Winfried Pfahler. „Interessenten können sich ab Herbst im Internet unter www.baysf.de bewerben“.

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news-2822 Fri, 02 Sep 2022 12:57:35 +0200 Neue Ausbildungsstätte für den forstlichen Nachwuchs https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neue-ausbildungsstaette-fuer-den-forstlichen-nachwuchs.html <![CDATA[

Der Forstbetrieb Forchheim beginnt zum 01.09.2022 am Sandhof bei Oberhaid mit der Ausbildung junger Forstwirte.

1. September 2022, Forchheim - Mit dem Papa oder Opa waren sie schon immer gerne im Wald zum Arbeiten. Zum 1. September 2022 hat sich nun ihr Traum von einer Ausbildung im Wald erfüllt für die ersten vier Auszubildenden am Forstbetrieb Forchheim, Ferdinand Batz, Sebastian Behringer, Daniel Drummer und Hannes Dörrzapf.

„Wir brauchen Euch dringend!“ – so wurden die Auszubildenden fast wortgleich von den forstlichen Vertretern begrüßt, die zum Ausbildungsstart an die Betriebshütte am Sandhof bei Oberhaid gekommen waren.

Erfreut, dass die ersten vier Ausbildungsplätze sehr nachgefragt waren, begrüßte der Leiter des Forstbetriebs Forchheim Stephan Keilholz den forstlichen Nachwuchs. „Wir hoffen, durch die Ausbildung viele junge engagierte Forstwirte und Forstwirtinnen aus der Region langfristig für unser Team gewinnen zu können. Für die vielfältigen und anspruchsvollen Arbeiten im Wald benötigen wir gut ausgebildete Facharbeitskräfte. Sie garantieren die notwendige hohe Qualität der Waldarbeit beim Pflanzen, beim Pflegen der Waldbestände, bei der gefährlichen Holzernte oder der schwierigen Suche nach den Borkenkäfern“, unterstrich Keilholz den aktuellen dringenden Bedarf an forstlichem Nachwuchs. Er bedankte sich insbesondere bei den Vertretern der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten aus Regensburg, Gertraud Neugebauer und Lukas Weidl, dass die für die Ausbildung benötigten stattlichen Investitionsmittel von weit über 150.000 € zur Verfügung gestellt werden konnten.

Der Teilbereichsleiter Personalentwicklung der Bayerischen Staatsforsten, Lukas Weidl unterstrich in seiner kurzen Begrüßung die Notwendigkeit und den Umfang der Ausbildungsoffensive der Bayerischen Staatsforsten. „In diesem Jahr wurde 77 Auszubildenden an 26 Forstbetrieben eine Ausbildungsstelle angeboten. Das Angebot soll in den kommenden Jahren bis auf 100 Ausbildungsplätze erweitert werden, um auch künftig über eine ausreichende Anzahl an gut qualifizierten Arbeitskräften im Wald zu verfügen.“

„Vielen Dank, dass Ihr den Forst unterstützt, gerade jetzt im deutlich spürbaren Klimawandel“, dankte auch Oberhaids Bürgermeister Carsten Joneitis den Auszubildenden herzlich für ihre Berufswahl.

Auch die erste Vorsitzende der Waldbesitzervereinigung Bamberg, Angelika Morgenroth, freute sich sehr über die neue Ausbildungsstätte im Landkreis Bamberg und unterstrich den wachsenden Bedarf an forstlichem Nachwuchs. „Gerade in der jetzigen Situation geschwächter Wälder, die fit für den Klimawandel gemacht werden müssen, brauchen wir wahnsinnig viele Leute im Wald.“

Die dringende Notwendigkeit, junge Menschen für die Waldarbeit zu gewinnen, unterstrich auch der Abteilungsleiter am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bamberg, Forstdirektor Gregor Schießl. „Den Wäldern geht es schlecht. Wir brauchen auch in den von Sturm, Trockenheit und Borkenkäfern geschädigten Privat- und Körperschaftswäldern dringend viele weitere Arbeitskräfte“.

Der Personalratsvorsitzende am Forstbetrieb, Markus Imhof, gratulierte schließlich den Auszubildenden für Ihre Berufswahl. „Ihr habt Euch einen schönen und vielseitigen Beruf ausgewählt. Ich wünsche Euch viel Freude im Wald und stets unfallfreies Arbeiten.“

Und dies war auch das Stichwort für den Ausbildungsleiter, Forstwirtschaftmeister Michael Fuchs, der seine ersten Auszubildenden bereits am Begrüßungstag in die Sicherheitsvorschriften und den Umgang mit der Motorsäge so umfassend einwies, dass jeder von ihnen bereits am Ende des ersten Tages eine Baumscheibe sicher abschneiden konnte.

So wird wohl schon bald der Auszubildende Hannes Dörrzapf zu Hause den Wunsch seines Vaters erfüllen können, dass künftig die eigenen Motorsägenketten endlich scharf geschliffen werden.

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news-2821 Fri, 02 Sep 2022 08:47:43 +0200 Tatkräftiger Einsatz für die Schachten https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/tatkraeftiger-einsatz-fuer-die-schachten.html <![CDATA[

Internationales Workcamp zur Schachtenpflege in der Arberregion

Gemeinsame Presseinformation - Naturpark Oberer Bayerischer Wald, Naturpark Bayerischer Wald, Bayerische Staatsforsten/Forstbetrieb Bodenmais

1. September 2022, Bodenmais/Großer Arber - Die Schachten sind nahezu die einzigen Freiflächen in der Arberregion. Sie bieten wunderbare Ausblicke auf den Bayerischen Wald, aber vor allem leisten sie einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt rund um den Arber. Damit dies so bleibt, sind zurzeit neun Freiwillige aus der ganzen Welt tatkräftig im Einsatz. Aus Japan, Mexiko, Italien, Tschechien und Deutschland sind die jungen Leute dafür angereist, natürlich verbinden sie das Workcamp mit einer Reise durch Deutschland und Europa. So kamen sie allesamt mit der Bahn nach Gumpenried, wo ihnen vom Forstbetrieb Bodenmais der Bayerischen Staatsforsten das „Alte Forsthaus“ in ganz abgeschiedener Lage als Unterkunft zur Verfügung gestellt wurde.

Aber gleich am ersten Tag hieß es: Arbeitshandschuhe anziehen, Handsäge, Astschere in die Hand und los gings – die Schachten von jungen Fichtenaufwuchs zu befreien. Denn im Laufe der Zeit nehmen die Fichten immer größeren Raum ein, die Schachten verbuschen oder bewalden sich neu. Der naturschutzfachlich und kulturhistorisch bedeutsame Offenlandcharakter der Schachten ginge so verloren. Deshalb ist der Erhalt der Schachten den beiden Gebietsbetreuern für die Arberregion, Anette Lafaire vom Naturpark Oberer Bayerischer Wald in Cham, und Johannes Matt vom Naturpark Bayerischer Wald in Zwiesel, ein besonderes Anliegen. „Auch die Heidelbeere würde sich ohne Beweidung und regulierenden Eingriff total breit machen und Arten wie den Ungarischen Enzian oder Arnika verdrängen“, erläutert Anette Lafaire. Und Johannes Matt ergänzt: „Nebenbei profitiert das Auerhuhn, das offene, strukturreiche Lebensräume bevorzugt, enorm von dieser Maßnahme“.

Anlass für das Workcamp war zudem das 500-jährige Bestehen der Bodenmaiser Weidewirtschaft. Denn das Recht, die Bodenmaiser Schachten im Staatswald zu beweiden, geht genau bis auf das Jahr 1522 zurück. Ludwig Fritz, Vorstand der Bodenmaiser Weiderechtler, deren Tiere auf den Schachten weiden dürfen, war alle Tage mit dabei. Fritz war sichtlich beeindruckt, mit welcher Tatkraft und Ausdauer die Freiwilligen arbeiteten und wie viel geschafft wurde. „Zwar pflegen wir unsere Schachten regelmäßig, aber so viel in so kurzer Zeit schaffen wir nicht. Die Kühe werden es den Freiwilligen mit großen „Muhen“ danken“, so Ludwig Fritz. Andererseits konnten die Freiwilligen so die örtliche Bevölkerung und Kultur näher kennen lernen.

Große Hilfe und auch „neue“ Arbeit bekamen die Freiwilligen durch Forstwirtschaftsmeister Paul Hilgart und den Lehrlingen vom Forstbetrieb Bodenmais, die mit der Motorsäge größere Fichten fällten. Die Freiwilligen räumten das Astmaterial zur Seite, damit neuer, frischer Grasbewuchs dem Weidevieh zur Verfügung steht.

Jürgen Völkl, Forstbetriebsleiter in Bodenmais: „ Ich freue mich, dass der Verein für „Internationale Begegnung in Gemeinschaftsdiensten e.V.“ die Idee der beiden Gebietsbetreuer für die Arberregion aufgegriffen und das Workcamp organisiert hat. Gerne unterstützt deshalb der Forstbetrieb Bodenmais die Maßnahmen mit der Hütte als Unterkunft und unserem Meister und den Lehrlingen als Helfer!“

Vor Ort haben Anette Lafaire und Johannes Matt die konkreten Abläufe geplant und die Freiwilligen betreut. Die Naturschutzmaßnahme wurde finanziert vom Naturpark Oberer Bayerischer Wald und der Höheren Naturschutzbehörde Niederbayern aus Mitteln des Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz.

Die Freiwilligen waren sich allesamt einig: „Wir haben hier eine wunderbare Zeit in der besonderen Natur der Arberregion samt sinnvoller Betätigung für den Naturschutz verbracht zu haben. Und wir haben neue Kontakte und Freundschaften über irgendwelche Ländergrenzen hinweg geknüpft, die bestimmt über das Workcamp hinaus weiter bestehen!“

Abschließend meinte Ludwig Fritz:  “Vor allem den tatkräftigen Einsatz der jungen Leute und dessen positive Wirkung wird man noch lange auf den Schachten erkennen können und wertschätzen“.

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news-2820 Thu, 01 Sep 2022 07:56:00 +0200 Schwierige Borkenkäferbekämpfung mit dem Hubschrauber am Rauschberg bei den BaySF https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/schwierige-borkenkaeferbekaempfung-mit-dem-hubschrauber-am-rauschberg-bei-den-bayerischen-staatsforsten.html <![CDATA[

Teamleistung in schwierigem Gelände. Die Bayerischen Staatsforsten bekämpfen den Borkenkäfer zwischen Inzell und Schneizlreuth mit Sachverstand und Technik. Vorausgegangen war eine schwierige Entscheidung, wie die Käferbekämpfung im Steilgelände erfolgen soll.

1. September 2022, Berchtesgaden/Rauschberg/Schneizlreuth - Infolge der großen Schneebrüche im Januar 2019 und den darauffolgenden heißen und vergleichsweise trockenen Sommern vermehrten sich die Borkenkäfer insbesondere am Rauschberg stark. Bekämpft werden die Borkenkäfer am Forstbetrieb Berchtesgaden Insektizid frei. In Schutzwaldlagen ist die Handentrindung befallener Fichten die bevorzugte Methode, um die Borkenkäfer an ihrer weiteren Vermehrung zu hindern. Das dabei in den Steihängen verbleibende Holz bietet Nischen, Schutz sowie Nährstoffe für die nächste Baumgeneration und stärkt letztendlich als Humus den Wasserrückhalt auf der Fläche.

Anfang August wurde vom Revierleiter Peter Pasquay im östlichen Schutzwald des Rauschberges, gegenüber dem Gletschergarten, ein größeres frisch befallenes Käfernest mit etwa 60 befallenen Altbäumen gemeldet, das im Zuge der regelmäßigen Borkenkäferkontrolle gefunden wurde. Im Gegensatz zu einigen Käferbäumen, die aus Gründen der Arbeitssicherheit weder gefällt, noch entrindet werden konnten, war bei dem in der elektronischen Karte mit Nummer 2028 gekennzeichneten Borkenkäferbefall eine Bekämpfung möglich.

Bedauerlicher Weise trifft inzwischen der Fach- und Arbeitskräftemangel auch die Forstwirtschaft in Bayern. Da für die aktuelle Arbeitsspitze zu wenig Waldarbeiter zur Verfügung standen, schied die Handentrindung dieser 60 Bäume aus. Forstwirtschaftsmeister Wolfgang Krämer prüfte, ob die Bäume mit der Seilbahn, einem kleinen Schlepper über alte Forstwege, oder mit dem Hubschrauber an einen Forstweg gebracht werden können. Dabei zeigte sich, dass die Käferbäume nur mit Hilfe eines Hubschraubers aus dem Wald gebracht werden konnten.

Nach Zusage einer Hubschrauberfirma, das Käferholz mit einem Eurocopter AS 350 B3+ zu fliegen, fällten Forstwirtschaftsmeister Stefan Hallweger und die Forstwirte Anton Pertl und Stefan Mayer die vom Käfer befallenen Bäume. Die Stämme wurden jeweils so vorbereitet, dass die maximale Tragkraft des Hubschraubers von einer Tonne bestmöglich ausgenutzt werden konnte. Binnen Tagesfrist wurden so etwa 130 fm befallenes Käferholz zum nächstmöglichen Ablageplatz geflogen. Dort wurde das Holz mit einem Baggerprozessor fertig entastet bzw. abgelängt. Als letzter Schritt wurde das sägefähige Holz zügig ins naheliegende Sägewerk gefahren.

„Respekt und Anerkennung den Profis!“ lobte Forstbetriebsleiter Daniel Müller alle Beteiligten, die sich dieser besonders anspruchsvollen und gefährlichen Borkenkäferbekämpfung gestellt haben. Dank gebührt auch dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Traunstein, die die Maßnahme mit 27 € je Festmeter gefördert haben (bei Gesamtkosten von mehr als 110 € je Festmeter).

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news-2818 Tue, 30 Aug 2022 15:17:28 +0200 Freiwilligeneinsatz des Alpenvereins bei den Bayerischen Staatsforsten https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/freiwilligeneinsatz-des-alpenvereins-bei-den-bayerischen-staatsforsten-1.html <![CDATA[

In der Woche vom 22. bis 26. August hat der Deutsche Alpenverein wieder die Bayerischen Staatsforsten am Forstbetrieb Sonthofen mit einer Projektwoche unterstützt: Zehn freiwillige Helferinnen und Helfer hatten sich Zeit genommen, um notwendige Arbeiten im Hintersteiner Tal durchzuführen.

30. August 2022, Sonthofen/Bad Hindelang - „Schon seit Jahren besteht zwischen den Bayerischen Staatsforsten und dem Deutschen Alpenverein eine Kooperation. Jährlich werden in diesem Rahmen rund 20 Projektwochen zum Arbeitseinsatz von Freiwilligen im Staatswald angeboten“, erläutert Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting. Der DAV vermittelt die Freiwilligen, die dann in den Projektwochen vom Fachpersonal der Staatsforsten bei den Arbeiten im Wald betreut und angeleitet werden. Besonders freut es Jann Oetting, dass sich eine Gemeinschaft einer evangelischen Freikirche nun zum dritten Mal seit 2020 an den Alpenverein gewandt hatte, um wieder im Hintersteiner Tal aktiv werden zu können. Aller guten Dinge sind drei! Der Wunsch der Gruppe, den Bergwald im Hintersteiner Tal durch aktive Mithilfe zu schützen und somit zu erhalten, hält nach wie vor an. Dass sie hierbei durch den Austausch mit Förster, Berufsjäger und Forstwirten auch Interessantes über den Bergwald lernen können, begeistert die Teilnehmer zusätzlich.

Der zuständige Revierleiter Rainer Ruf und Berufsjäger Josef Günster waren mit der erbrachten Leistung der überwiegend jungen Erwachsenen sehr zufrieden. Wichtige Arbeiten wurden mit den sehr motivierten Helferinnen und Helfern in dieser Woche erledigt. Zur Anleitung und Mitarbeit bei der Gruppe bekam Josef Günster Unterstützung von den Forstwirten Hermann Karg, Florian Karg, Hannes Braunsch und Luca Cammann.

So galt es, zwischen Bruck und Hinterstein einige Hundert Weißtannen und Fichten auf einer Borkenkäferschadensfläche zu pflanzen. Auf einer anderen Fläche wurden junge Weißtannen und Fichten von bedrängenden Buchen freigeschnitten, damit diese nicht untergehen. Laubholz samt sich in diesem Gebiet natürlich an und entwickelt sich gut. Nadelbäume müssen gepflanzt und gefördert werden, damit wieder ein gemischter, intakter Schutzwald heranwachsen kann.

Zudem half die Gruppe tatkräftig beim Instandsetzen von Begangsteigen und dem Bau von Jagdeinrichtungen mit. Sogar bei der Fällung und Hubschrauberbringung von Käferbäumen in der Nähe der Schwarzenberghütte konnten die Freiwilligen die Forstwirte unterstützen, indem sie die Absperrung des Wanderweges übernahmen.

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Aktionswoche wurden die Zusammenhänge im Bergwald und die Sinnhaftigkeit der verschiedenen durchgeführten Arbeiten gerade auch durch den Austausch mit den Fachleuten klar. Gerne werden sie im kommenden Jahr die Bayerischen Staatsforsten wieder unterstützen. „Es kann keinen funktionierenden Bergwald geben, ohne dass forstliche und jagdliche Maßnahmen ineinanderfließen“, ergänzte abschließend der Chef der Bayerischen Staatsforsten in Sonthofen Jann Oetting, der sehr dankbar für das Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie seiner Mitarbeiter ist.

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news-2817 Fri, 26 Aug 2022 12:13:18 +0200 Dürre bedroht Frankenwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/duerre-bedroht-frankenwald.html Allianz gegen den Borkenkäfer im Einsatz <![CDATA[

Die traditionell von Fichten geprägten Wälder im Frankenwald leiden massiv unter der anhaltenden Dürre. Seit Jahren regnet es in der nordostbayerischen Region viel zu wenig, nun hat sich die Lage dramatisch zugespitzt. Die Forstleute kämpfen verzweifelt gegen den Borkenkäfer – und haben nun eine bayernweit einmalige Allianz gegen den Käfer geschmiedet. 

Während die Borkenkäferschäden im restlichen Bayern deutlich sinken, spitzt sich die Lage im Frankenwald in diesen Wochen zu. Seit etwa Mitte Mai breitet sich der Forstschädling aus und erfordert von den drei staatlichen Forstbetrieben Coburg, Rothenkirchen und Nordhalben höchste Aufmerksamkeit. Mangelnder Niederschlag hat die Fichten in der Region so sehr geschwächt, dass sie nun eine leichte Beute für den Käfer sind. „Wir haben alle verfügbaren Leute im Einsatz, um die Ausbreitung des Käfers zu verhindern,“ beschreibt der Leiter des Forstbetriebs Nordhalben, Fritz Maier, die Lage. „Wir stehen aber einer Massenvermehrung des Borkenkäfers gegenüber, wie es sie seit Menschengedenken noch nicht gegeben hat.“

Allein in den letzten eineinhalb Jahren summiert sich die Menge an Käferholz im Frankenwald auf 500.000 Kubikmeter. Ein Fußballfeld wäre damit 70 Meter hoch mit Holz bedeckt, die Menge entspricht etwa 10 Prozent der Holzmenge, die in einem Jahr im gesamten bayerischen Staatswald geerntet wird. Um noch Schlimmeres zu verhindern, hat Maier zusammen mit seinem beiden Betriebsleiterkollegen Peter Hagemann vom Forstbetrieb Rothenkirchen und Alfred Schrenker vom Forstbetrieb Coburg Hilfe angefordert.

Bündnis gegen den Käfer

Ziel ist es, so viel Unterstützung wie möglich aus anderen Forstbetrieben der Bayerischen Staatsforsten in den Frankenwald zu bringen. Das betrifft in erster Linie die Nachbarforstbetriebe, aber auch weiter entfernte Betriebe. Um den Einsatz von Waldarbeitern und Forstmaschinen möglichst effizient zu gestalten, wird die Käferbekämpfung ebenso in der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten koordiniert wie die Abordnung von Kolleginnen und Kollegen aus anderen Teilen Bayerns. „Die Solidarität ist groß, alle helfen mit,“ sagt Alfred Schrenker. „Wir haben Waldarbeiter aus der Alpenregion im Einsatz, die mit anpacken. Forstwirt-Azubis helfen bei der Käfersuche, Försterinnen und Förster aus anderen Forstbetrieben koordinieren vor Ort die Einsätze,“ so Schrenker. Aktuell findet im Frankenwald einer der größten Forstmaschineneinsätze in der Geschichte der Bayerischen Staatsforsten statt. „Zahlreiche Forstunternehmer haben ihre Maschinen spontan in den Frankenwald verlegt und helfen mit, den Käfer zu bekämpfen,“ sagt Schrenker.

Wald schützen – und umbauen

Aufgeben ist für die Försterinnen und Förster im Frankenwald keine Option: „Wir kämpfen um jeden Quadratmeter Wald,“ sagt Peter Hagemann, der den Forstbetrieb Rothenkirchen leitet. „Wir werden die Wälder, die seit Generationen von Forstleuten gepflegt werden, nicht einfach so dem Käfer überlassen.“ Erschwert wird der Einsatz durch die nach wie vor hohen Temperaturen und den fehlenden Regen. Wegen seiner geographischen Lage inmitten von Bergen ist der Frankenwald schon immer eine eher niederschlagsarme Region. In diesem Jahr liegt die Regenmenge nochmal um mehr als 40 Prozent unter dem langjährigen Mittelwert. Je länger der Regen ausbleibt, desto schwieriger wird die Käferbekämpfung und desto mehr werden die Schäden im Wald sichtbar.

Klar ist aber auch: Der Frankenwald wird sich verändern. Daran arbeitet nicht nur der Borkenkäfer, sondern auch die Forstleute. Der Waldumbau ist auch im Nordosten Bayern in vollen Gang. Gemischte Wälder werden im Lauf der Jahre die Fichtenbestände ersetzen und dem „grünen Dach Europas“, wie der Frankenwald auch genannt wird, eine waldreiche Zukunft sichern.

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news-2819 Thu, 25 Aug 2022 10:53:00 +0200 Charakterbaum mit Problemen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/charakterbaum-mit-problemen.html <![CDATA[

Auch die starke Buche hat Probleme mit der Trockenheit. Sie werden älter, sie werden dicker und sie werden mehr. Buchen sind die prägende Charakterbaumart im Steigerwald, sie haben hier fast optimale Voraussetzungen. Ob das auch im Klimawandel so bleibt, muss sich zeigen. Auch den Buchen setzt die aktuelle Trockenheit stark zu: Försterin Barbara Ernwein setzt auf Vielfalt.

25. August 2022, Ebrach - Buchen sind imposante Bäume. Bis zu 45 Meter hoch und 500 Jahre alt können sie werden. Angesichts dieser Zahl könnte man Buchen im Alter von 150 Jahren noch fast als „jugendlich“ bezeichnen. Bereits in diesem Alter haben sie einen Stammdurchmesser von einem Meter und mehr. Seit einem Vierteljahrhundert steigt der Buchenanteil im Steigerwald und mit ihm der Anteil der für die Artenvielfalt wichtigen alten und dicken Buchen. „Alt sind Buchen vielleicht ab etwa 200 Jahren. Von diesen haben wir im Steigerwald so viele wie vielleicht seit 50 Jahren nicht mehr,“ beschreibt die Leiterin des Staatsforstbetriebs in Ebrach, Barbara Ernwein, die Entwicklung. Für sie ist diese Entwicklung nicht überraschend, sondern die logische Konsequenz der langjährigen Arbeit: „Wir fördern und schützen gezielt dicke und für den Naturschutz wichtige Bäume im gesamten Steigerwald.“ Die Erfolge der langjährigen Waldpflege sind im gesamten Steigerwald sichtbar und auch mit Zahlen belegbar: Bei der Inventur 2010 hatte man am Forstbetrieb Ebrach gegenüber der vorangegangenen Inventur mehr als eine Verdoppelung des Vorrats bei Buchen über 60 cm Durchmesser festgestellt. Im Zeitraum von 2010 bis 2017 haben diese dicken Buchen um weitere 20% zugenommen.“

Breite Schulter, kräftige Ellbogen

Mutter Natur hat die Buche, Baum des Jahres 2022, mit guten Voraussetzungen an den Start geschickt. „Die Bäume wachsen leicht einen halben Meter pro Jahr in die Höhe und werden bis zu einem Zentimeter stärker im Jahr, wenn sie ausreichend Licht und Platz haben“, erklärt die Försterin, die für knapp 17.000 Hektar Wald in der Region zuständig ist.

Zudem hat die Buche eine Reihe von positiven Eigenschaften, über die sich Forstleute und Holzverarbeiter in der Region gleichermaßen freuen. Ihr Holz ist hart, dank seiner homogenen Struktur ist es gut zu verarbeiten und wegen seiner hohen Druckfestigkeit wird es oft für Fußböden und Treppen, aber auch für Möbel, Türen und Furniere verwendet. Resthölzer und schlechtere Sortimente ergeben hervorragendes Brennholz und ersetzen fossile Energieträger.

Bei allen Vorzügen, die Buchen haben, eins sind sie nicht: freundliche Nachbarn. „Wenn sie den Platz, den sie brauchen, nicht haben, nehmen sie ihn sich und verdrängen andere Baumarten“, so Ernwein. Das macht es für die Försterinnen und Förster in Region nicht ganz einfach, die angestrebte Baumartenvielfalt in die hiesigen Wälder zu bringen, um den Wald gegen die Auswirkungen des Klimawandels zu wappnen. Trotzdem ist es ein wichtiges waldbauliches Ziel: „Mehr Baumarten auf einer Fläche bedeutet mehr Vielfalt, so entstehen unterschiedliche Lebensräume und somit mehr Biodiversität,“ beschreibt Försterin Ernwein. „Wenn wir den Wald nicht weiter pflegen würden und aktiv andere Baumarten einbringen, gäbe es im Steigerwald in 100 oder 150 Jahren nurmehr nahezu reine Buchenwälder. Für die Artenvielfalt wäre das kontraproduktiv. „Angesichts des Klimawandels ist es keinesfalls ratsam, nur auf eine Baumart zu setzen. Wir sehen jetzt schon, das einzelne Baumarten wegen der Klimaveränderung oder Schädlingen große Probleme bekommen. Da ist eine Mischung zur Risikostreuung unabdingbar“, so Ernwein.

Trockenheit schädigt Buchen

Die letzten Jahre haben nicht nur im Steigerwald gezeigt, dass die Buche bei aller Durchsetzungskraft längere Trockenphasen weniger gut verträgt als gedacht. Der Klimawandel nimmt gerade richtig Fahrt auf. Auch in Unterfranken registrieren die Forstleute zahlreiche geschädigte oder tote Buchen. Abgestorbene Kronen, fehlendes Laub: „Buchen allen Alters macht der Klimawandel zu schaffen. Trotz ihrer tiefen Wurzeln erreicht die Buche oft kein Wasser mehr“, erklärt Ernwein. Die Folgen sind Schäden, die oft zum Absterben des Baumes führen. „Die Buchenschäden treten überall auf, wo es wärmer und trockener wird. Aktuelle Studien zeigen, dass es dabei keine Rolle spielt, ob die Wälder bewirtschaftet werden oder nicht. Entscheidend sind auch im Steigerwald der Standort mit den Rahmenbedingungen Temperatur und Niederschlag,“ so Ernwein, die aber auch davor warnt, die Buche abzuschreiben. Das Ziel, so betont sie, heißt Vielfalt. „Die Buche ist fester Bestandteil dieser Vielfalt, ohne sie wird es schwierig.“ Dass die Buche die Belastung durch den Klimawandel aber allein trägt, dürfte sie überfordern – trotz breiter Schultern und kräftigen Ellbogen.

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news-2816 Fri, 19 Aug 2022 11:25:32 +0200 Fichten fällen für den Klimawald – am Haibachmühlbach entsteht ein zukunftsfähiger Auwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/fichten-faellen-fuer-den-klimawald-am-haibachmuehlbach-entsteht-ein-zukunftsfaehiger-auwald-1.html Bürgermeister, Gemeinderäte und Fachbehörden besuchen das Projekt „Renaturierung Bayerwaldbäche“ <![CDATA[

18. August 2022 Bodenmais/Haibachmühle - Eine Fachexkursion führte die Teilnehmer an den  Haibachmühlbach im Revier von Mathias Knippel vom Forstbetrieb Bodenmais Bayerische Staatsforsten AöR (BaySF). Ein sogenannter “Gebirgsharvester“ vom Typ „Highlander“ ist gerade in Aktion. Die Spezialmaschine kann die steilen Einhänge zum Bach bewältigen. Unterstützt wird sie von Beifällern, als Forstwirten, die Bäume außerhalb der Kranreichweite der Maschine fällen. Mit seiner zusätzlichen Seilwinde am Kran zieht der Highlander dann diese Bäume zur weiteren Aufarbeitung heran. Warum der ganze Aufwand?

Projektleiter Ernst Lohberger von der Fachstelle Waldnaturschutz Niederbayern erklärt die Hintergründe: „Die Bachsysteme des Bayerwaldes stellen die wichtigsten ökologischen Verbindungsachsen zwischen dem warmen Donautal und den kühlen Quellgebieten in den höchsten Lagen des Waldgebirges dar. Sie beherbergen nicht nur eine artenreiche Flora und Fauna, sondern haben für viele Tier- und Pflanzenarten eine zentrale Bedeutung als Wanderkorridore. Zu den typischen Bewohnern gehören etwa Kammmolch, Gelbbauchunke und Grubenlaufkäfer, der attraktive Eisenhut und die hochgradig gefährdete Flussperlmuschel. Viele Auen sind jedoch heute infolge von früheren Fichtenaufforstungen nicht mehr durchgängig.“

Wolfgang Kreuzer vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Regen ergänzt: „Wie viele andere Bachsysteme in der Region befindet sich auch der Haibachmühlbach in einem FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat, EU-Richtlinie „Natura 2000“). Die hierfür eigens erstellten Managementpläne haben dabei einen großen Handlungsbedarf festgestellt und geben entsprechende Empfehlungen zur Verbesserung des Erhaltungszustandes. Darauf aufbauend hat die Fachstelle Waldnaturschutz Niederbayern bereits 2021 das Projekt „Revitalisierung Bayerwaldbäche“ ins Leben gerufen und gemeinsam mit dem Forstbetrieb Bodenmais der Fachstelle Waldnaturschutz und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regen ein passendes Maßnahmenpaket entwickelt“.

„Wir als größter Grundstücksanlieger am Haibachmühlbach unterstützen mit dieser Aktion das Projekt Bayerwaldbäche nach Kräften“, sagt Jürgen Völkl, Leiter am BaySF Forstbetrieb Bodenmais . „wir starten nun am Haibachmühlbach die Umsetzung. Als Erstes heißt das, der Bachlauf wird – zunächst im Staatswald – „entfichtet“.

Das weitere Vorgehen erläutert Richard Parzefall von der Fachstelle Naturschutz: „Leitbild der Umsetzung ist ein naturnaher Wald in der Bachaue und an den Taleinhängen, mit ökologisch zur Aue passenden, klimatoleranten Baumarten. Diese sollen die durch Sturm und Borkenkäferbefall gefährdeten Fichtenbestände nach und nach ablösen. Am urigen, mäandrierenden Haibachmühlbach wird so wieder eine lebendige Aue entstehen, die einerseits aus blütenreichen Staudenfluren, mit so seltenen Arten wie Straußfarn und Bachnelkenwurz, andererseits aus den am Ufer noch vorhandenen Auenbaumarten wie Schwarzerle, Traubenkirsche, Birke und Weide besteht. Auf die zahlreichen Quellbäche legen wir dabei besonderes Augenmerk.Mit zunehmender Entfernung vom Fließgewässer setzen wir dann auf Bergahorn, Bergulme, Tannen und Besonderheiten wie Winterlinde, Spitzahorn und Vogelkirsche. In den tief eingekerbten Tälchen der Bachhänge entsteht so ein neuer Schluchtwald. In vielen Bereichen sind diese Baumarten schon in der Waldverjüngung vorhanden und haben nur darauf gewartet, mehr Licht abzubekommen, um richtig loswachsen zu können“.

Abschließend Ernst Lohberger: „Der neu aufwachsende Auwald kommt besonders dem scheuen Haselhuhn zugute, das am Haibachmühlbach inzwischen zaghafte Besiedlungsversuche unternommen hat. Die neu aufwachsenden Erlen und Weiden im Uferbereich bieten Deckung und Nahrung. Von der Zurücknahme der Fichten profitiert wiederum die Flussperlmuschel. Besonders wertvolle Strukturen wie Biotopbäume und älteres Totholz dienen Spechten, Fledermäusen und vielen Insektenarten als Brut- und Aufzuchtstätte. Sie bleiben ebenso erhalten wie die vielen „Talwächter“, das sind tief beastete, bizarre Uralt-Fichten. Stark sumpfige Bereiche mit Quellen und kleinen Niedermooren mit seltenen und gefährdeten Pflanzenarten bleiben offen. Hier entscheidet die Natur über die weitere Entwicklung. Alle diese Strukturen geben als echte Kleinode dem umgebenden Wald sein „ökologisches Gesicht“ und erhöhen nebenbei die Artenvielfalt beträchtlich. Alles in Allem entsteht hier der stabile, multifunktionale, klimagerechte Auwald der Zukunft!“

Foto von links nach rechts:  Martin Behringer, Bürgermeister Thurmansbang, 
Ernst Lohberger, Fachstelle Waldnaturschutz, Mathias Knippel, Revierleiter Klingenbrunn, Richard Parzefall, Fachstelle Waldnaturschutz,  Jürgen Völkl, Forstbetriebsleiter Bodenmais, Tobias Nienhaus, Naturschutzfachreferent LRA Freyung Grafenau, Karl Schneck, Gemeinderat Schönberg, Max König, Bürgermeister Saldenburg, Wolfgang Kreuzer, Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Regen. 

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news-2814 Fri, 19 Aug 2022 11:14:59 +0200 Herbststimmung im Wald: Trockenstress bei Bäumen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/herbststimmung-im-wald-trockenstress-bei-baeumen.html <![CDATA[

19. August 2022, Kaisheim - „Wer am Wochenende durch den Wald gewandert ist, dem wird aufgefallen sein, dass die Wege bereits jetzt von abgefallenem Laub bedeckt sind wie im Spätherbst. Ein Blick in die Baumkronen von Laubbäumen bestätigte diesen herbstlichen Eindruck“, so der Leiter des Forstbetriebs Kaisheim der Bayerischen Staatsforsten, Helmut Weixler. Durch die unzureichenden Niederschläge können viele Bäume ihre Wasserversorgung nicht aufrechterhalten und werfen ihr Laub ab. So kommt es zu der vorgezogenen Herbstfärbung bzw. zum Laubfall. Dies betrifft vor allem Laubhölzer, die Laub mit wenig Verdunstungsschutz haben wie z. B. Ahorn, Birke und Buche.  

Vor dem Abwerfen des Laubs zieht der Baum wichtige Nährstoffe aus dem Blatt ab, was die Herbstfärbung auslöst, und speichert sie für den Laubaustrieb im Frühjahr. „Wir beobachten aber zunehmend, dass bereits grüne Blätter abfallen. Dies ist ein klares Zeichen für eine dramatische Notreaktion: der Baum musste aufgrund des akuten Wassermangels die Blätter sofort loswerden und hatte keine Zeit für den Nährstoffabzug. Die noch im Blatt befindlichen Nährstoffe gingen ihm damit verloren und fehlen für den Austrieb im Frühjahr.“ so Helmut Weixler weiter.

An sonnenzugewandten Stellen ist die Strauchschicht im Wald verdorrt wie man es eigentlich nur aus südlichen Ländern kennt. Dort ist die Situation im wörtlichsten Sinne brandgefährlich. Wir appellieren daher an Waldbesucher, rauchen oder den Umgang mit offenem Feuer in Waldnähe zu unterlassen.

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news-2811 Thu, 18 Aug 2022 11:45:15 +0200 Bodenmais: Ein Erlebnis-Nachmittag an der Ödwies - das Achslacher Ferienprogramm https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/bodenmais-ein-erlebnis-nachmittag-an-der-oedwies-das-achslacher-ferienprogramm.html <![CDATA[

August 2022, Achslach - Groß war der Andrang beim ersten Termin des diesjährigen Ferienprogramms. Jedes Jahr organisieren die beiden Jugendbeauftragten Matthias Oischinger und Franziska Dendl zusammen mit den Ortsvereinen verschiedene Aktionen. Besonders freuten sich die beiden, dass in diesem Jahr Andrea Dachs als Privatperson einen Programmpunkt beisteuerte. Die zertifizierte Yoga- und Kinderyogalehrerin plante einen Kinderyoga-Nachmittag unter freiem Himmel – am liebsten im Wald. Da die Jugendbeauftragte Franziska Dendl bei den Bayerischen Staatsforsten als Revierleiterin arbeitet, war der Kontakt schnell und unkompliziert hergestellt. Nahe dem ehemaligen Forsthaus Ödwies war schnell ein passendes Waldstück gefunden. Wer auf den Wiesen und im Wald rund ums alte Forsthaus schon unterwegs war, kennt den besonderen Zauber dieses Ortes.

Doch die Aktion startete nicht erst im Wald. Die angemeldeten zwölf Kinder wurden dankenswerterweise mit zwei Fahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehr Achslach zur Ödwies gebracht. Das allein war schon ein Erlebnis. Oben angekommen richtete sich jedes Kind mit einer Matte auf dem Waldboden ein. Nach dem Yogagruß „Namasté“ wurde jedes Körperteil durch eine Schüttelübung gelockert. Dazu durften die Kinder nacheinander trommeln. Neben der rein körperlichen Aktion spielt die Atmung beim Yoga eine große Rolle. Passend zum Ambiente wurde die „Holzhacker-Atmung“ geübt: dazu wird mit dem richtigen Atmen ein imaginäres Stück Holz gespalten…

Im Anschluss ging es um verschiedene Yogastellungen, die alle einen Waldbezug haben. Traditioneller Weise orientiert sich Yoga an der Natur. So kamen Stellungen wie der Baum, Luchs, Wolf, Hase, Bär oder Schmetterling zustande, die die Kinder unter Anleitung selbst ausprobierten. Selbst der „Hochsitz“ kann in der Körpersprache des Yogas ausgedrückt werden.

Um zur Ruhe zu kommen, integrierte Andrea Dachs immer wieder Entspannungsübungen mit Hilfe von Klangspiel und Regenmacher. Für die kindliche Entwicklung entsteht durch Yoga viel Positives: Bewegung, Anspannung, Entspannung und bewusste Atmung bilden ein Gegengewicht zu den oft digitalen Einflüssen, denen unsere Kinder ausgesetzt sind. Spielerisch lässt Andrea Dachs Mantras einfließen wie „Ich bin mutig!“, „Ich bin stark!“ oder „Ich bin so wie ich bin!“. Gute Glaubenssätze für ein gutes Selbstbewusstsein. Auf die Frage, was für Andrea Dachs am diesem Nachmittag besonders schön war, kommt die schlichte Antwort: „Kinder sind einfach Yoga. Man muss nicht viel erklären. Es gibt keine Berührungsängste“. Sie habe schon oft bemerkt, wie leicht Kindern Yoga fällt und wie gut sie Gelerntes in den Alltag integrieren würden.

Nach den Yogaübungen durften die Kinder ein Waldmandala legen mit allen Materialien, die sie selbst finden. In völliger Eigenständigkeit gab es bei dieser Gruppenaktion kein „Richtig“ und auch kein „Falsch“.

Zum Abschluss spendierten die Jugendbeauftragten ein Eis – was gibt’s denn Schöneres für alle, als sich das in der Nachmittagssonne in herrlicher Waldumgebung schmecken zu lassen!

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news-2810 Wed, 17 Aug 2022 16:12:06 +0200 TV-Beitrag: Endlich wieder Seeadler im Auwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/tv-beitrag-endlich-wieder-seeadler-im-auwald.html <![CDATA[

17. August 2022, Weißenhorn - Dank der guten Zusammenarbeit zwischen Naturschützern und Behörden sowie einigen Schutzmaßnahmen (Betretungsverbot, keine Waldarbeiten, keine Bleimunition) haben nach mehr als 100 Jahren wieder Seeadler im Auwald im Landkreis Dillingen gebrütet.

2005 gab es laut dem Bayerischen Brutatlas nur fünf Paare. Dieses Jahr sind es bereits 25.

Das Adler-Paar im Auwald hat zwei Junge großgezogen. Der Seeadler-Nachwuchs sucht sich bald woanders ein eigenes Revier.

In der BR-Mediathek zu sehen.

 

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news-2827 Fri, 12 Aug 2022 12:51:00 +0200 Großes Gams-Monitoring in den Alpen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/grosses-gams-monitoring-in-den-alpen.html <![CDATA[

Regensburg, August 2022 – Im Sommer 2021 starteten die Bayerischen Staatsforsten ein großangelegtes Gams-Monitoring, um die derzeitige Situation und die Entwicklung der Population im bayerischen Alpenraum künftig noch besser beurteilen zu können. Das Monitoring ist als langfristiges Projekt angelegt, alle sieben Gebirgsforstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten nehmen an den wissenschaftlich begleiteten Erhebungen teil. Bereits in der Vergangenheit haben einige Gebirgsforstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten selbstständige Zählungen der Gamsbestände vorgenommen, welche nach einer erfolgreichen Pilotphase vereinheitlicht wurden. Ziel ist es, die Bestände über die Zeit zu dokumentieren, um zu sehen, wie es um das Symboltier der Alpen steht und wie sie sich entwickeln. Mit den ersten aussagekräftigen Ergebnissen wird 2026 gerechnet. Im Vergleich zu den ersten Zählungen 2020 wurden im vergangenen Jahr bereits 1.888 Gämse gezählt – ein Plus von 228. Die diesjährigen Zählergebnisse werden nach dem Zusammentragen im Herbst bekanntgegeben.

Unter anderem beobachten und zählen fachkundige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Forstbetriebe in den Sommermonaten an rund 100 Beobachtungspunkten im gesamten bayerischen Alpenraum die Gämsen: „Uns ist es wichtig fundiert und wissenschaftlich abgesichert zu wissen, wie es unseren Gämsen geht. Daran beteiligen wir uns bei dieser Symbolart gerne“, so Reinhardt Neft, Vorstand der Bayerischen Staatsforsten. Das Projekt ist langfristig angelegt: „Die Bayerischen Staatsforsten führen das Gams-Projekt seit letztem Jahr kontinuierlich in den Sommermonaten durch, um die Entwicklung der Population langfristig zu dokumentieren“, so Neft weiter.

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom Schweizer Wildbiologen Dr. Flurin Filli. „Die wissenschaftliche Begleitung ist uns sehr wichtig. Wir wissen, dass das Thema Gams emotional und kontrovers diskutiert wird. Wir wollen durch das wissenschaftlich begleitete Monitoring unserem Auftrag der verantwortungsvollen Bejagung gerecht werden“, verdeutlicht Neft.

Unter Federführung der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft engagieren sich die Staatsforsten mit ihren Forstbetrieben zusätzlich für das groß angelegte Projekt „Integrales Schalenwildmanagement“. Neben der Bereitstellung von zwei Projektgebieten erheben die Staatsforsten zahlreiche Daten, um beispielsweise den Vitalitätszustand des Gamsbestandes zu monitoren. „Auch das von Forstministerin Michaela Kaniber im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Projekt zur Landschaftsgenetik der Gams in Bayern werden die Bayerischen Staatsforsten bestmöglich unterstützen“, bekräftigt Neft.

Seit Jahrtausenden hat die Gams in den bayerischen Alpen ihren Lebensraum. Und seit über 270 Jahren tragen Förster, Försterinnen und Berufsjäger die Verantwortung für einen großen Teil der bayerischen Alpen. Verantwortung für die Pflege und Erhaltung der Bergwälder sowie für das Gamswild und seinen Lebensraum gehen damit schon seit vielen Generationen eng Hand in Hand. Die Jagd dient hier insbesondere dazu, die vielfältigen Nutz- und Schutzfunktionen für die Gesellschaft zu gewährleisten. Heute ist über die Hälfte der alpinen Flächen im Freistaat den Bayerischen Staatsforsten zur Bewirtschaftung übertragen. Der verantwortungsvolle Umgang mit der faszinierenden Wildart Gamswild ist für die Bayerischen Staatsforsten Auftrag und Anliegen zugleich.

Hintergrundinformationen

Egal ob „Gämse“, „Gemse“, „Gamswild“ oder „Krickelwild“ – hinter all diesen Namen steckt ein Tier: die Gams. Zu finden ist sie vor allem im Alpenraum und in den europäischen Hochgebirgen. Weit verbreitet ist das Gamswild auch im bayerischen Alpenraum - auf den Flächen der Bayerischen Staatsforsten. Dank ihres gut entwickelten Seh- und Geruchssinns können sie Feinde bereits frühzeitig wahrnehmen und aufgrund ihres exzellenten Kletterkönnens flink ausweichen.

Die Weibchen werden Geiß genannt. Sie und die Jungtiere leben in Rudelverbänden mit bis zu 30 und mehr Tieren, Gamsböcke dagegen sind die meiste Zeit im Jahr Einzelgänger. Die Gams erreicht ein Stockmaß von ca. 85 cm und eine Rumpflänge von ca. 110-140 cm. Geißen werden bis zu 20 Jahre alt, Böcke bis zu 15 Jahre.

Aussehen und Merkmale

Die Tiere wechseln ihr Fell (»Decke«) zweimal im Jahr, wobei das Sommerkleid deutlich kürzer und heller als die dunkle Winterdecke ist. Vom Maul (»Äser«) bis zum Ohr (»Lauscher«) verläuft beidseitig ein schwarzer Streifen, »Zügel« genannt, und auch der im Sommer sichtbare Aalstrich am Rücken, die Läufe und die Bauchseiten sind dunkel bis schwarz gefärbt.

Dank ihrer spreizbaren Hufe (»Schalen«) ist die Gams wie gemacht für große und weite Sprünge am Berg, talwärts schafft sie Sprints mit Geschwindigkeiten von bis zu 45 km/h! Beide Geschlechter tragen Hörner, sogenannte Krucken. Diese sind typischerweise im oberen Bereich nach hinten gebogen (»gehakelt«) und können bis zu 25 cm lang werden. Mittels der jährlichen Wachstumsschübe lässt sich das Alter der Gams bestimmen.

Lebensraum & Vorkommen

In den bayerischen Alpen ist die Gams daheim. Man kann sie in den felsigen Regionen oberhalb der Waldgrenze, aber auch im oberen Waldgürtel antreffen. Im Sommer zieht sie sich auf bis zu 2.500 m in die Matten- und Latschenkiefernregionen zurück. Ihre Ausbreitung erstreckt sich über den gesamten europäischen Alpenraum.

Ernährung

Nahrung findet die Gams vor allem auf weitläufigen Almen und Matten, wo sie gleichzeitig ein weites Sichtfeld auf mögliche Bedrohungen hat. Tagsüber ruht sie im Bereich der Baumgrenze oder in noch höheren Lagen, die ihr als »Rückzugsräume« dienen. Gräser, Kräuter, Moose, Flechten, Kiefernnadeln und junge Waldbäume bzw. deren Knospen zählen zum Nahrungsspektrum der Gams. Sie gehört zu den Wiederkäuern.

Fortpflanzung

Die Brunft findet in den Wintermonaten, je nach Region von Ende Oktober bis Mitte Dezember, statt. Dabei liefern sich die Böcke in dieser Zeit heftige Verfolgungsjagden, die zum Teil im Schnee stattfinden.

Nach einer Tragzeit von ca. 6,5 Monaten wird das Jungtier (»Kitz«) geboren. Die »Setzzeit« (die Zeit, in der die Jungen geboren werden) erstreckt sich in der Regel von Mai bis Juni. Besonders interessant: Bereits wenige Stunden nach der Geburt kann das Kleine seiner Mutter selbst in schwieriges Gelände folgen!

Weitere Informationen

https://www.gams-erleben.de/

https://www.wildtierportal.bayern.de/wildtiere_bayern/085402/index.php

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news-2809 Mon, 08 Aug 2022 15:15:29 +0200 Naturschutz auf steilen Bergmahdern im Naturpark Weißbach https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/naturschutz-auf-steilen-bergmahdern-im-naturpark-weissbach.html <![CDATA[

09. August 2022, St. Martin - Die Bayerischen Saalforste erhalten auf ihren Flächen im Naturpark Weißbach die Artenvielfalt auf Bergmahdern durch eine Kooperation mit dem Österreichischen Alpenverein – Sektion Leogang – und dem Naturpark Weißbach. Seltene Insekten und Pflanzen und auch die Gemeinschaft der freiwilligen Helfer profitieren.

Seit den 1960er Jahren wurden die steilen Bergmahdern im Hinterthal im Naturpark Weißbach nicht mehr gemäht. Sie drohten mit Bäumen zuzuwachsen. Ein blumen- und insektenreiches Kleinod wird nunmehr im fünften Jahr durch Mähen von freiwilligen Helfern erhalten. Erwachsene und Jugendliche konnten die körperlich schwere und anstrengende Mäh- und Rechenarbeit auf den steilen Bergmahdern erfahren und so auch ihre Gemeinschaft stärken. Forstbetriebsleiter Thomas Zanker und Revierleiter Christoph Dinger freuen sich zusammen mit den Freiwilligen des ÖAV Leogang über die sichtbaren Erfolge dieser Biotoppflege.

Mit dem Projekt „Mahd einmahdiger Wiesen im Naturpark Weißbach bei Lofer“, welches vom Alpenverein Leogang gemeinsam mit dem Naturpark Weißbach auf Flächen der Bayerischen Saalforste umgesetzt wird, wird deren Erhalt gesichert. Dieses Engagement wurde im Januar 2018 mit dem österreichischen Naturschutzpreis "Die Brennnessel – Naturschutz is ka gmahde Wies'n" ausgezeichnet.

Rund 20 Freiwillige mähten und rechten in der ersten Augustwoche 2022 bei sommerlichem Wetter. Die Erfolge auf diesen stets einmal im Jahr gemähten steilen Berghängen wurden nun im Jahr 2022 mittels einer Expertenkartierung von seltenen Schmetterlingen sichtbar gemacht. Die Bergmahder sind voll mit seltenen Insekten und Pflanzen. So wurde z.B. der Thymian-Ameisenbläuling, der Komma-Dickkopffalter sowie die Alpine Gebirgsschrecke nachgewiesen.

Ersterer ist im Land Salzburg eine Art der Vorwarnliste, im Salzburger Alpenvorland ist die Art bereits ausgestorben. In Bayern ist sie als stark gefährdet geführt (s.a. https://www.hausdernatur.at/de/thymian-ameisenblaeuling-phengaris-arion.html). Der Dickkopffalter ist für das Land Salzburg im Alpenvorland bereits in der Kategorie stark gefährdet aufgeführt. Die Alpine Gebirgsschrecke ist ein europäischer Endemit, der nur mit großen Verbreitungslücken von den Pyrenäen über die Alpen und einige zentraleuropäische Gebirge bis in die Karpaten vorkommt.

Nicht umsonst prangt auf dem Logo des Naturparks Weissbach ein Schmetterling. Die enge Verzahnung von Waldlebensräumen, die von den Bayerischen Saalforsten naturnah bewirtschaftet werden und Bergmahdern sowie Almen, die durch diese Aktion und viele fleissige Bergbauern erhalten werden, bieten eine Artenvielfalt auch an Schmetterlingen, die ihresgleichen sucht.

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news-2808 Fri, 05 Aug 2022 14:46:05 +0200 Neureichenau feiert seine frischgebackenen Forstwirte: Gute Zukunftsaussichten für den Wald in der Region https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neureichenau-feiert-seine-frischgebackenen-forstwirte-gute-zukunftsaussichten-fuer-den-wald-in-der-region.html <![CDATA[

06. August 2022, Neureichenau - Wer den Wald für morgen erfolgreich gestalten will, braucht guten Nachwuchs. Deshalb spielt die Berufsausbildung bei den Bayerischen Staatsforsten eine wichtige Rolle. Forstwirtschaftsmeister Christian Gibis, Personalratsvorsitzender Leonhard Lorenz und die Betriebsleiterin des Forstbetriebs Neureichenau, Gudula Lermer, konnten Luca Friedberger, Tobias Billinger und Samuel Wittmann zur erfolgreich bestandenen Forstwirtprüfung gratulieren. Für den Ausbilder Christian Gibis sind es die ersten seiner Schützlinge, die er bis zur Prüfung geführt hat. Seine Freude ist groß, sie machen ihm alle Ehre!

Die jungen Leute haben sich den Anforderungen gestellt, die der schöne, aber zugleich anstrengende Beruf mit sich bringt und technisch wie theoretisch viel gelernt. Sie haben in der Lehrzeit bei Wind und Wetter, bei Hitze und Trockenheit, draußen im Team gearbeitet – keiner arbeitet für sich allein. Alle am Forstbetrieb freuen sich über die exzellenten Prüfungsergebnisse und feierten die guten Ergebnisse gemeinsam am Dreisesselberg mit einem „Reindlessen“.

Die Ausbildung zum Forstwirt bzw. zur Forstwirtin dauert i.d.R. drei Jahre und findet überwiegend am Ausbildungsbetrieb statt. Die Bayerischen Staatsforsten bieten an 16 weiteren Forstbetrieben in ganz Bayern die Ausbildung zum Forstwirt an.

Weitere Informationen zu den Themen Ausbildung und Arbeiten bei den Bayerischen Staatsforsten finden Sie auf der Internetseite des Unternehmens: www.baysf.de/de/ueber-uns/jobs-karriere.html

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news-2807 Thu, 04 Aug 2022 16:23:19 +0200 Forstbetrieb Schliersee: Verein Wildes Bayern zunehmend unseriös https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstbetrieb-schliersee-verein-wildes-bayern-zunehmend-unserioes.html <![CDATA[

4. August 2022, Regensburg – Inhalt und Wortwahl der heutigen Pressemitteilung von Wildes Bayern e. V. sind wieder einmal „komplett irreführend und unseriös“. Fakt ist: In den letzten 10 Jahren betrug am Forstbetrieb Schliersee der im Durchschnitt realisierte Gamsabschuss jährlich 438 Gämsen. 2021 war von der unteren Jagdbehörde am Landratsamt Miesbach der Abschuss von 505 Gämsen freigegeben. 2022 sind es jetzt neu 550, die auf Vorschlag des Forstbetriebs Schliersee von der Jagdbehörde genehmigt wurden. Vor diesem Hintergrund jetzt von einem angeblichen „Schlachtfest“ zu sprechen, ist komplett irreführend und hat nichts mehr mit einer seriösen Diskussion zu tun, so der Schlierseer Forstbetriebsleiter Jörg Meyer. „Der Verein Wildes Bayern disqualifiziert sich mit solchen Meldungen als ernstzunehmender Gesprächspartner selbst. Leider versucht der Verein Wildes Bayern zum wiederholten Mal, durch unseriöse Behauptungen Aufmerksamkeit zu erreichen“, so Meyer.

Zum Hintergrund des von der unteren Jagdbehörde am Landratsamt Miesbach festgelegten Gamsabschusses erläutert der Forstbetriebsleiter, dass eine entsprechende Wildregulierung erforderlich ist, damit der junge Bergwald nicht zu stark verbissen wird, sondern aufwachsen kann. Die Jagdbehörde hat einer maßvollen Erhöhung des Gamsabschusses im Jahr 2022 auch deshalb zugestimmt, weil das jüngste Forstliche Gutachten des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten einen zu hohen Verbiss festgestellt und zum Schutz des Bergwaldes eine Erhöhung des Abschusses gefordert hat. Der Forstbetriebsleiter weist zudem darauf hin, dass in einem groß angelegten Forschungsprojekt mit internationalen Wissenschaftlern erste Ergebnisse für die Bereiche Karwendel und Chiemgau zeigen, dass die Gamsbestände im dortigen Bereich der Bayerischen Alpen stabil und gesichert sind. "Diese Fakten haben den Verein Wildes Bayern dennoch nicht abgehalten, Aktionen gegen die Hochgebirgsforstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten zu starten."

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news-2806 Thu, 04 Aug 2022 13:36:48 +0200 Wechsel im Forstrevier Wallenfels https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wechsel-im-forstrevier-wallenfels.html Das Revier Wallenfels im Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten bekommt einen neuen Leiter. Felix Kruhme übernimmt das Forstrevier von Alexander Schmitt. <![CDATA[

Nordhalben/Wallenfels 04. August 2022 - Das Forstrevier Wallenfels der Bayerischen Staatsforsten bekommt einen neuen Leiter. Felix Kruhme (28) löst Alexander Schmitt ab, der das Revier in den vergangenen beiden Jahren leitete und jetzt an den Forstbetrieb Bad Brückenau in die Rhön wechselt. Die offizielle Verabschiedung mit Kollegen, Waldarbeitern, Jägern und Forstunternehmern war bereits im Juli. Seine Jahre in Wallenfels waren für Alexander Schmitt durch viele Corona-
Einschränkungen gekennzeichnet. Ausfallende Veranstaltungen und ein gebremstes Vereins- und Sportleben machten die Eingewöhnung schwieriger. Trotzdem ist es ihm
gelungen ein verlässliches Netzwerk mit Kommunen, Jägern, Erholungssuchenden, Brennholzkunden, Sägewerken, Forstunternehmern und Jägern aufzubauen, das in dieser auch für den Wald schwierigen Zeit geholfen hat. „Der Schutz des Waldes vor dem Borkenkäfer und der weitere Waldumbau waren meine Hauptaufgaben. Zusammen mit den Waldarbeitern und den Partnern konnten wir beim Waldschutz, der Waldverjüngung, der Wegepflege und der Werbung für den wunderbaren und nachwachsenden Rohstoff Holz vieles erreichen. Ich übergebe das Revier mit einem guten Gefühl und freue mich auf meine neue, berufliche Herausforderung in Unterfranken“ so Alexander Schmitt.


Als Ort für die symbolische Übergabe des Forstreviers wählte Fritz Maier, Leiter des Forstbetriebs Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten, den Staatswald zwischen Rieblich und Schlegelshaid. Dieser Waldbereich zeichnet sich durch laubholzreiche, wuchskräftige Wälder aus vielen verschiedenen Baumarten mit reichlich Naturverjüngung von Buche, Tanne, Fichte, Douglasie, Lärche und zahlreichen weiteren Baumarten aus.


Fritz Maier stellte bei der Übergabe fest, dass das 1.780 ha große Staatswaldrevier mit Waldflächen in drei Landkreisen durch die Arbeit der bisherigen Förster, Waldarbeiter und Forstunternehmer gut auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet ist. „Bereits in den 1980er Jahren haben unsere Vorgänger baumartenreiche Mischwälder angelegt und spätestens nach den großen Stürmen Wiebke und Vivian 1990 den Waldumbau massiv vorangetrieben. Das kommt uns heute zugute, weil wir mit zunehmender Trockenheit und Hitze massive Borkenkäferschäden an der Fichte erleiden, aber überall bereits junge, gemischte Wälder heranwachsen“ so Fritz Maier. Zahlreiche, aus ehemaligen Fischteichen entstandene Feuchtbiotope, brütende Schwarzstörche, heimliche Wildkatzen und weitere seltene Tier- und Pflanzenarten wie der seltene Tannenstachelbart – eine Pilz-Urwaldreliktart an alten Tannen – sind das Ergebnis einer naturnahen, auf Biodiversität achtenden Waldbewirtschaftung und machen das Forstrevier Wallenfels so vielfältig. Wanderer und Fahrradfahrer erholen sich in den Wäldern zwischen Langenautal und Presseck. Und die Gäste der Erlebnisflößerei in Wallenfels gleiten auf der Wilden Rodach am Staatswald vorbei.


Diese Vielfalt macht für Felix Kruhme den Reiz seines neuen Forstreviers aus. Der junge Förster stammt aus Bad Berneck im Fichtelgebirge. Nach seinem Studium in Göttingen und der Ausbildung bei der Bayerischen Forstverwaltung und den Bayerischen Staatsforsten hat er sich für eine berufliche Zukunft in Oberfranken entschieden. „Die Wälder im Forstrevier Wallenfels haben ein riesiges Potential für naturnahe Waldbewirtschaftung, Naturschutz und Erholung. Diese Möglichkeiten in die Tat umzusetzen, darauf freue ich mich“ so Felix Kruhme. Einen weiteren Trekkingplatz für den Frankenwald, der im Revier Wallenfels bei Presseck kurz vor der Eröffnung steht, hat Felix Kruhme schon im Vorfeld geplant und bauen lassen. „Wichtig sind mir aber auch alle Menschen; mit denen ich zu tun haben werde. Ich bin gespannt auf viele interessante Kontakte und gemeinsame Aktionen für unseren Frankenwald und seine Bewohner“ stellte Felix Kruhme abschließend fest.

 

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news-2805 Thu, 04 Aug 2022 13:16:11 +0200 Mit Förstern im Staatswald zum Thema Mischwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/mit-foerstern-im-staatswald-zum-thema-mischwald.html <![CDATA[

Berchtesgadener Land – Ramsau - Am 12. August 2022 bieten die Bayerischen Staatsforsten eine kleine geführte Wanderung im Zauberwald an. Der Zauberwald liegt im Bereich der Gemeinde Ramsau im Nordosten vom Hintersee. Treffpunkt ist um 13:00 Uhr an der Abzweigung der Alte Hinterseer Str. von der Triebenbachstraße. Bis etwa 15:30 Uhr können sich interessierte Bürger insbesondere über die naturnahe Waldbewirtschaftung der BaySF mit dem Ziel dauerhafter Mischwälder informieren.

Die Wälder im Berchtesgadener Land wurden in den letzten Jahrhunderten von den Bedürfnissen der Salinenwirtschaft geprägt. Um die Sudpfannen dauerhaft optimal mit Brennholz zu versorgen, wurde daher die im Bergmischwald heimische Fichte zu Lasten der Baumart Buche gefördert. Die, insbesondere während der Hofjagdzeit, überhöhten Wildbestände ließen den Anteil der Tanne in den heimischen Bergmischwäldern deutlich sinken. Um die Staatswälder wieder fit für die Zukunft zu machen, arbeiten die Bayerischen Staatsforsten seit Jahrzehnten mit großer Kraft an einem Waldumbau.

Der zuständige Revierleiter von Berchtesgaden West, Herr Vinzenz Bader, wird gemeinsam mit dem Leiter des Forstbetriebs Berchtesgaden, Dr. Daniel Müller, an zahlreichen Beispielen erläutern, wie die Förderung der Mischbaumarten in unterschiedlichen Situationen erfolgt.

„In Zeiten, in denen der Klimawandel immer spürbarer wird, steigt das Interesse der Bürgerinnen und Bürger am Staatswald“ berichtet Daniel Müller. Daher will der Berchtesgadener Forstbetriebsleiter mit diesem Waldbegang im Zauberwald die Reihe öffentlicher Waldbegänge fortsetzen. Zwischen dem Waginger See und dem Königssee finden jährlich zwei Veranstaltungen unter dem Motto „Mit Förstern im Staatswald“ statt. Die nächste forstliche Wanderung soll mit dem Förster von Hammer, Herrn Martin Lang, nördlich von Inzell stattfinden. Der genaue Termin wird rechtzeitig im kommenden Frühjahr angekündigt.

 

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news-2804 Wed, 03 Aug 2022 14:34:39 +0200 Dr. Daniel Trappmann ist neuer Förster im Revier St. Martin der Bayerischen Saalforste https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/dr-daniel-trappmann-ist-neuer-foerster-im-revier-st-martin-der-bayerischen-saalforste.html <![CDATA[

03. August 2022, St. Martin - Zum 19.09.2022 übernimmt Daniel Trappmann das Forstrevier St. Martin der Bayerischen Saalforste/Forstbetrieb St. Martin. Der bisherige Revierleiter, Georg Poppel, ist mit Ende Juli 2022 in den Ruhestand gegangen.

Daniel Trappmann ist nun der Ansprechpartner für 4.645 Hektar Gesamtfläche, davon 2.589 Hektar Waldfläche mit einem jährlichen Holzeinschlag von rund 5000 Festmetern. Das Revier betreut große Flächen im Schiedergraben zwischen Leoganger und Loferer Steinbergen sowie ausgedehnte Waldflächen rund um den Hirschbichl, Hundshorn und den Auerweißbach südlich der Reiter Steinberge.

Daniel Trappmann ist ab 19.09.2022 über Mobiltelefon, 0664-2438774, beziehungsweise Daniel.Trappmann@baysf.de zu erreichen.

Der neue Reviereiter ist im Chiemgau aufgewachsen. Forstlich war der 38-Jährige nach seinem Studium in Freising/Weihenstephan zunächst an der BOKU Wien und an der Uni Bern tätig, wo er zum Thema Steinschlag und Schutzwald promovierte. Im Jahr 2021 wurde er als Förster bei den Bayerischen Staatsforsten eingestellt und kommt nach ersten Einsatzorten in Allersberg und Ruhpolding nun als Revierleiter nach St. Martin.

Forstbetriebsleiter Thomas Zanker von den Saalforsten bedankte sich im Rahmen einer Feierstunde bei Georg Poppel für seine 15-jährige erfolgreiche Tätigkeit im Revier St. Martin und wünschte ihm alles Gute im Ruhestand.

Nachfolger Daniel Trappmann wünschte Zanker einen guten Start und eine glückliche Hand als neuer Revierleiter in St. Martin.

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news-2803 Wed, 03 Aug 2022 12:40:27 +0200 Fichtelberg: „Wer barfuß geht, den drückt kein Schuh“ - Forstbetrieb eröffnet Barfußpfad am Fichtelsee https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/fichtelberg-wer-barfuss-geht-den-drueckt-kein-schuh-forstbetrieb-eroeffnet-barfusspfad-am-fichtelsee.html <![CDATA[

Juli 2022, Fichtelberg – Am Fichtelsee entstand eine in Oberfranken einmalige Attraktion: der Barfuß-Sinnes-Pfad, ein schattiger Weg, der zu Sinneserfahrungen einlädt und spielerisch Wissen über Wald und Natur vermittelt. Träger der Baumaßnahme war der Forstbetrieb Fichtelberg.

Balancierbalken im Wald, ein begehbarer Wassergraben, „Musikinstrumente“ aus Stein und Holz, Fühlfelder mit Oberflächen aus verschiedenen Naturmaterialien, „Kreativsteine“ zum Bauen und Konstruieren, ein Stachelbaum zum Herumklettern. Was auf den ersten Blick den Eindruck eines Spielplatzes erwecken mag, hat bei genauerem Hinsehen durchaus einen tieferen Sinn. Denn die Elemente sind neben anderen Stationen Teil des neuen Barfuß-Sinnes-Pfades am Fichtelsee.  Dort können Besucher auf einem 1,5 km langen schattigen Weg unter Bäumen ganz spielerisch Sinneserfahrungen machen und die Natur mit allen Sinnen erleben. Gleichzeitig erfahren sie an 18 Stationen Interessantes und Wissenswertes über Wald, Natur und Umwelt. Und das, wenn sie wollen, auch ohne Schuhe.

Pünktlich zum Beginn der Sommerferien konnte Winfried Pfahler, Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg, die neue Attraktion an diesem beliebten Ausflugsziel eröffnen. „Hier ist ein Projekt entstanden, das Strahlkraft über Fichtelberg hinaus hat.“ lobte Winfried Pfahler das Gemeinschaftsprojekt. Bei Planung und Bau mitgewirkt hatten neben den Mitarbeitern des Forstbetriebs vor allem eine kleine Gruppe von Freiwilligen aus der Gemeinde, die mit viel Phantasie und kreativen Ideen das Projekt vorangebracht haben. Treibende Kraft dabei war Bernhard Kraus, zweiter Bürgermeister der Gemeinde Fichtelberg und Mitarbeiter bei den Bayerischen Staatsforsten. Unterstützt wurde der Bau durch Sponsoren aus der Region und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bayreuth-Münchberg, das die Maßnahme als besondere Gemeinwohlleistung finanziell förderte.

Sebastian Voit, Bürgermeister von Fichtelberg freute sich natürlich riesig über die tatkräftige Unterstützung aus der Region für die Freizeiteinrichtung in seiner Gemeinde. „Mein Part ist es, allen Danke zu sagen, die sich hier eingebracht haben.“ Zugleich lobte er den Forstbetrieb Fichtelberg als wichtigen, verlässlichen Partner der Gemeinde.

Gemeinsam mit den weiteren Gästen der Eröffnungsfeier und Kindern des Kindergartens und der Grundschule Fichtelberg sowie weiteren Gästen eröffneten Winfried Pfahler, Sebastian Voit und Bernhard Kraus den Barfußpfad mit einem Rundgang – natürlich dem Anlass entsprechend ohne Schuhe und Strümpfe. 

Der Pfad beginnt am Parkplatz Fichtelsee gegenüber der Zufahrt zum Campingplatz. Er ist ganztägig geöffnet, die Benutzung ist kostenlos.

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news-2802 Tue, 02 Aug 2022 16:14:37 +0200 BaySF-Jagdschützen melden sich erfolgreich zurück https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/baysf-jagdschuetzen-melden-sich-erfolgreich-zurueck.html <![CDATA[

03. August 2022, Bodenmais - Nach zwei Jahren Zwangspause haben sich die „BaySF-Jagdschützen“ auf der Bayerischen Meisterschaft im jagdlichen Schießen in Amerdingen mit dem 2. Platz eindrucksvoll zurückgemeldet.

Team BaySF-1 mit Christoph Benkert, Christian Fuhrmann, Henning Denstorf, Sebastian Duschner und Daniel Zippert konnten an den Erfolg von 2019 anknüpfen und wurden Vize-Meister in der Mannschaftswertung.

Team BaySF-2 mit Arno Bletzinger, Manuel Lind, Markus Würstl und Jürgen Völkl schlugen sich ebenfalls wacker und erreichten Platz 6.

„Auch heuer waren wir knapp dran – mit nur 17 Punkten Rückstand auf das siegreiche Team Unterfranken 1“, so  Christian Fuhrmann, selber Einzelsieger in der Seniorenklasse „und in der Gästeklasse haben die Kollegen die Plätze 2, 3, 6 und 7 belegt.“

„Zumal wir keine versierten Wettkampfschützen sind und überwiegend mit unseren normalen Jagdwaffen geschossen haben“, ergänzt Sebastian Duschner, Revierleiter in Rothenbuch und bester Mannschaftsschütze im Team BaySF-1. Und Jürgen Völkl, Forstbetriebsleiter in Bodenmais setzt noch eins drauf: „mit 9 Schützen haben wir dieses Jahr mehr als 10 % der 82 Teilnehmer und ein Viertel der angetretenen acht Mannschaften gestellt – mit uns muss man rechnen!“

Hintergrund

Das jagdliche Schießen ist eine Kombination aus Büchsen- und Flintenschießen. Insgesamt müssen 20 Schuss Kugel abgegeben und 30 Wurftauben beschossen werden.

Büchsendisziplinen

  • 5 Schüsse auf die Rehbockscheibe auf 100 m, Anschlag stehend angestrichen
  • 5 Schüsse auf die Scheibe „Stehender Überläufer“ auf 100 m, Anschlag stehend freihändig
  • 5 Schüsse auf die Fuchsscheibe auf 100 m, Anschlag liegend freihändig
  • 5 Schüsse auf den laufenden Keiler auf 50 m, Anschlag stehend freihändig

Flintendisziplinen

  • 15 Traptauben
  • 15 Skeettauben mit Doubletten auf Stand 2, 6 und 7

In der Wertung des Büchsenschießens sind je Schütze (1 Ring = 1 Punkt) 200 Punkte möglich, in der Wertung des Flintenschießen je Schütze (1 Wurftaube = 5 Punkte) 150 Punkte. Danach kann eine Mannschaft im kombinierten Büchsen-/Flintenschießen viermal 350 = 1.400 Punkte, ein Einzelschütze kann insgesamt 350 Punkte erreichen.

Eine Mannschaft im kombinierten Schießen besteht aus bis zu 6 Schützen, von denen die 4 besten Schützen für das Mannschaftsergebnis gewertet werden.

Seit 2010 existiert eine BaySF-Mannschaft der Jagdschützen. Bereits in den Vorjahren konnte sich das Schützen-Team mehrfach erfolgreich in der Mannschaftswertung platzieren, so z.B. mit dem Sieg 2016, mehreren 3. und 2. Plätzen, so auch im Jahr 2019. Und seit 2017 haben sie es auch geschafft, eine 2. Mannschaft auf die Beine zu stellen.

Mitglieder gesucht

Die BaySF-Mannschaft würde sich übrigens über kollegiale Verstärkung sehr freuen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an eines der genannten Mannschaftsmitglieder!

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News Forstbetrieb Sonthofen Forstbetrieb Rothenbuch Forstbetrieb Oberammergau Forstbetrieb Kelheim Forstbetrieb Hammelburg Forstbetrieb Bodenmais
news-2801 Tue, 02 Aug 2022 14:28:29 +0200 TV-Beitrag: Der Alpenflachbärlapp im Klimawandel https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/tv-beitrag-der-alpenflachbaerlapp-im-klimawandel.html <![CDATA[

02. August 2022, Flossenbürg - Der Alpenflachbärlapp ist unscheinbar, aber vom Aussterben bedroht. Grund genug, sich für seinen Erhalt ins Zeug zu legen. Der Forstbetrieb Flossenbürg machte sich auf den Weg, um der gefährdeten Pflanzenarten bessere Überlebensbedingungen zu verschaffen. Der BR begleitete ihn dabei.

Unser TV-Tipp aus der BR-Mediathek.

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Forstbetrieb Flossenbürg
news-2800 Tue, 02 Aug 2022 13:37:22 +0200 Waldführung: Baumartenvielfalt im Steigerwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldfuehrung-baumartenvielfalt-im-steigerwald.html <![CDATA[

Waldführung mit Revierleiter Florian Engelhardt, Revier Oberschwarzach

Termin: Freitag, 12.08.2022

Uhrzeit: 15.00 Uhr

Treffpunkt: Parkplatz Klinik am Steigerwald bei Mutzenroth

Thema: Baumartenvielfalt im Steigerwald

Die Waldführung findet bei jedem Wetter statt, weshalb wetterfeste Kleidung und stabiles Schuhwerk empfohlen wird. Es wird gebeten, die aktuell bestehenden Hygienebestimmungen wie Einhalten eines Abstands von 1,5 Metern zu beachten. Zur Erfassung der Teilnehmerdaten bitten wir um Anmeldung beim Forstbetrieb Ebrach, Tel. 09553-98970, info-ebrach@baysf.de

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Forstbetrieb Ebrach
news-2799 Tue, 02 Aug 2022 13:18:49 +0200 104 Nachwuchskräfte für stabile Wälder https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/104-nachwuchskraefte-fuer-stabile-waelder.html Pressemitteilung der Bayerischen Waldbauernschule <![CDATA[

30. Juli 2022, Kelheim - „Als gut ausgebildete Forstwirtinnen und Forstwirte werden Sie dringend benötigt, denn der Wald ist systemrelevant. Holz kann einen Beitrag zur heimischen Energieversorgung leisten, ist ein absolut klimafreundlicher Baustoff und gleichzeitig ist der Wald ein wertvoller Erholungsort sowie Hort der Biodiversität“, betonte Ministerialrat Friedrich Nebl vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten bei der Freisprechungsfeier für die Absolventinnen und Absolventen der Forstwirtsprüfung 2022 an der Bayerischen Waldbauernschule in Kelheim.

Im Rahmen einer Feierstunde nahmen drei frischgebackene Forstwirtinnen und 101 Forstwirte ihre Abschlusszeugnisse und ihre Forstwirt-Urkunden entgegen. Die Nachwuchskräfte aus ganz Bayern hatten sich einer anspruchsvollen Abschlussprüfung gestellt: Nach den schriftlichen Prüfungsteilen mussten sie in der Praxisprüfung ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Neben dem klassischen Prüfungsfach Holzernte waren Aufgabenstellungen zur Pflege eines jungen Eichenbestandes zu bewältigen und ein Hochsitz musste gebaut werden. Auch die Artenkenntnis wurde abgefragt.

Schulleiter Peter Hummel konnte zur Feier zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Der Landrat des Landkreises Kelheim, Martin Neumeyer und der erste Bürgermeister der Stadt Kelheim, Christian Schweiger gratulierten den Absolventen herzlich und wünschten viel Glück für den neuen Lebensabschnitt. Auch Lukas Weidl von der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten (BaySF) sprach zu den Festgästen. Er betonte die hohe gesellschaftliche Bedeutung von nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und gratulierten den jungen Waldfachkräften zu ihrem erfolgreichen Abschluss. Die Bayerische Waldkönigin Antonia Hegele, die selbst Forstwirtschaftsmeisterin ist, ermunterte die jungen Forstwirtinnen und Forstwirte selbstbewusst ihren Beruf auszuüben. Für die Waldpflege werden Profis gebraucht.  Der Waldpräsident des Bayerischen Bauernverbands, Josef Wutz, vertrat den Privatwald und wünschte den Absolventen einen guten Start im schönsten Arbeitsplatz der Welt, dem Wald.

Die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten Preise, die von Firmen, der Berufsgenossenschaft, dem Forstministerium und den Bayerischen Staatsforsten gestiftet wurden.

Prüfungsbeste 2022:

  • 1. Platz:         Gabriel Neuner, Forstbetrieb München (BaySF)
  • 2. Platz:         Hannes Rittweger, Forstbetrieb Bad Königshofen (BaySF)
  • 3. Platz:         Louis Hämmerle, Forstbetrieb Ottobeuren (BaySF)

Dreizehn Teilnehmer erreichten einen Einserschnitt.

Peter Hummel dankte allen Prüferinnen und Prüfern, die für einen reibungslosen Ablauf der Prüfung gesorgt hatten und dem Team der Waldbauernschule für die Vorbereitung der Feierstunde. Für einen klangvollen musikalischen Rahmen sorgte das Försterensemble „Paris Quadriphonia“.

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news-2798 Mon, 01 Aug 2022 13:37:45 +0200 Staatswald liefert Rohstoff für klimafreundlichen modernen Holzbau https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/staatswald-liefert-rohstoff-fuer-klimafreundlichen-modernen-holzbau.html Architekturkreis Regensburg informiert sich über naturnahe Forstwirtschaft <![CDATA[

29. Juli 2022, Burglengenfeld – Ganz klimaschonend per Fahrrad erkundete der Architekturkreis Regensburg in Kooperation mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und dem Evangelischen Bildungswerk Regensburg kürzlich den zum Forstbetrieb Burglengenfeld gehörenden Schwaighauser Forst. Die Teilnehmer wollten mehr über die naturnahe Bewirtschaftung des Staatswaldes und die Bereitstellung des Baustoffs Holz erfahren. Forstbetriebsleiter Hans Mages führte die interessierten Teilnehmer und konnte viele Fragen rund um Wald, Forstwirtschaft und Holz beantworten. So war zu hören, dass der Forstbetrieb rund 140.000 fm Holz, vor allem Kiefer und Fichte, pro Jahr einschlägt und vorwiegend an Sägewerke in der Region liefert. Grundlage für diese nachhaltige Nutzung ist ein detaillierter Forstwirtschaftsplan; Übernutzung ist damit ausgeschlossen. Mages konnte den Teilnehmern anschaulich zeigen, dass die Hauptaufgabe der Forstleute die Schaffung stabiler Mischwälder ist, die mit dem künftigen Klima besser zurechtkommen als die heute oft noch vorhandenen Monokulturen aus Nadelbäumen. „Bei diesem Waldumbau haben wir im Forstbetrieb Burglengenfeld noch viel Arbeit vor uns, denn unsere Altbestände bestehen aus historischen Gründen zu etwa 90 % aus Kiefer und Fichte“ erläuterte Mages. In jedem Waldbestand der Bayerischen Staatsforsten sollen nach Möglichkeit mindestens vier Baumarten künftig vielfältige, gemischte und strukturreiche Wälder bilden. Pro Jahr beträgt die Pflanzfläche des Forstbetriebs über 100 Hektar, das sind ungefähr 150 Fußballfelder. Heimische Baumarten wie Buche, Eiche oder Tanne machen den Löwenanteil unter den neu gepflanzten Baumarten aus. Hinzu kommen bisher seltene heimische Baumarten wie Elsbeere, Berg- und Spitzahorn, Flatterulme oder Vogelkirsche. Beteiligt werden aber auch bewährte Gastbaumarten wie etwa die aus Nordamerika stammende Douglasie. Besichtigen konnten die Teilnehmer schließlich aber auch gut gedeihende Atlaszedern. Wissenschaftlich begleitete Praxisanbauversuche mit solchen „neuen“, als besonders klimatolerant geltenden Baumarten werden von den Forstleuten angelegt, um möglichst rasch Kenntnisse und Erfahrungen zu gewinnen. Denn angesichts des sich offensichtlich beschleunigenden Klimawandels drängt die Zeit.

Die Forstleute haben bei ihrer Arbeit mit zahlreichen Widrigkeiten zu kämpfen: Zu üppig wachsende Begleitvegetation wie z. B. die Brombeere muss zurückgenommen werden, weil die kleinen Forstpflanzen sonst untergehen. Insekten wie der große braune Rüsselkäfer fressen die Rinde junger Nadelbäumchen und können diese damit zum Absterben bringen. Und schließlich können zu hohe Rehwildbestände den Erfolg des Waldumbaus zunichtemachen, weil dann der zu starke Verbiss die Jungpflanzen stark schädigt und im Wachstum zurückwirft. Die Anpassung des Wildbestandes an den Lebensraum Wald durch die Jagd ist daher eine Grundvoraussetzung, um den Klimawald für die künftigen Generationen schaffen zu können. „Auch Nicht-Jäger können da etwas tun – die angenehmste Art dem Wald und den Forstleuten zu helfen, ist Wild zu essen“ erklärt Mages mit einem Augenzwinkern und verteilt dabei ein Informationsblatt mit den Öffnungszeiten und Preisen des Wildbretverkaufs am Forstbetrieb Burglengenfeld.

Anschließend radelten die 16 Teilnehmer nach Regensburg zurück, wo sie das Haus auf Stelzen, einen Holzbau der Bayerischen Staatsforsten besichtigten und von Lisa Schex, Architektin bei den Staatsforsten eine ausführliche Führung durch das Gebäude geboten bekamen. Lange wurde dann noch auf dem begrünten Dach mit Susanne Wamsler, Landschaftsarchitektin bei FreiRaum Architekten Regensburg und Lisa Schex über die neuen Erkenntnisse aus der hoch interessanten und informativen Exkursion diskutiert.

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news-2797 Fri, 22 Jul 2022 15:24:58 +0200 Waldjugend schwitzt für das Auerwild https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldjugend-schwitzt-fuer-das-auerwild.html <![CDATA[

23. Juli 2022, Selb/Meierhof – Am Wochenende waren die Jugendlichen der Deutschen Waldjugend Eschenbach zu Besuch am Schneeberg. Zusammen mit ihren Betreuern und unter Anleitung des Revierleiters Stefan Oettle führten sie Biotoppflegemaßnahmen in den Hochlagen des Schneebergs durch.

Der Arbeitseinsatz galt vor allem dem Auerwild. Das Ziel war, Fichten wegzuschneiden und dadurch die Heidelbeere zu fördern. Die Heidelbeere ist eine wichtige Nahrungspflanze für das Auerhuhn. Darüber hinaus gab es auch viel anderes zu entdecken:

Ob Waldeidechse oder Kreuzotter, ein Besuch der Drei Brüder, Rudolfstein und Backöfele, es waren Tage, die den Jugendlichen noch lange in Erinnerung bleiben werden. „Ein freiwilliger und ehrenamtlicher Einsatz zum Wohle von Wald und Natur ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich!“ äußert sich Revierleiter Stefan Oettle anerkennend und freut sich schon auf ein Wiedersehen vielleicht im nächsten Jahr.

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news-2796 Fri, 22 Jul 2022 15:15:35 +0200 "Baum ab" für den Naturschutz: Moorrenaturierung bei Karches https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/baum-ab-fuer-den-naturschutz-moorrenaturierung-bei-karches.html <![CDATA[

22. Juli 2022, Fichtelberg – Auf beiden Seiten entlang der B303 zwischen Bischofsgrün und Fichtelberg versetzen die Bayerischen Staatsforsten ehemals entwässerte Moorflächen wieder in einen naturnahen Zustand. Dadurch entstehen in diesem Bereich wieder großflächig lebende Moore, die Kohlenstoffdioxid binden und damit zum Klimaschutz beitragen.

Eine besondere Holzerntemaßnahme des Forstbetriebs Fichtelberg startet gerade bei in der Nähe von Fichtelberg. Auf beiden Seiten der B303 zwischen dem Waldrasthaus Karches und der Einmündung der Kreisstraße BT 4 nach Neubau werden ehemalige Moorflächen auf ca. 50 ha renaturiert – das entspricht der Fläche von ungefähr 70 Fußballfeldern. Hierzu wird ein großer Teil der Fichten auf den Flächen geerntet und anschließend die Entwässerungsgräben verschlossen.

„Moore speichern deutlich mehr an Kohlenstoffdioxid aus der Luft als dies Bäume und Wald jemals könnten“, erklärt Werner Schmidt, Mitarbeiter des Forstbetriebs Fichtelberg und als Förster für den Wald hier am Ochsenkopf zuständig. „Der Schutz intakter Moore, wie zum Beispiel das Fichtelseemoor, ist für die Bayerischen Staatsforsten eine wichtige Aufgabe. Als aktive Klimaschutz­maß­nahme renaturieren wir darüber hinaus noch vorhandene, jedoch entwässerte Moorflächen im Staatswald.“

Neben dem wichtigen Klimaschutz bewirken Moore auch, dass bei Starkregen mögliche Hochwasserspitzen gebrochen werden, indem sie das Wasser wie ein Schwamm aufsaugen und erst verzögert wieder abgeben. Gleichzeitig sind sie wichtige Lebensräume für andernorts seltene Tiere und Pflanzen, wie Sonnentau, Kreuzotter und Auerhuhn.

Der erste Schritt bei der Renaturierung ist die Holzernte. Die besonders durstigen Fichten müssen zum Wohle des Moores weichen, denn jeder einzelne Baum benötigt bis zu 300 Liter Wasser am Tag. Dieses Wasser steht den Torfmoosen dann nicht mehr für ihr Überleben und Wachstum zur Verfügung. Und Torfmoose sind die wichtigsten Bausteine eines intakten Moors. So trägt bereits die Holzernte zur Verbesserung des Moorkörpers bei.

Außerdem schafft die Baumfällung den notwendigen Platz, um die alten Entwässerungsgräben zuschütten und kleine Dämme anlegen zu können. So wird das Wasser möglichst lange auf der Fläche gehalten und das Wachstum der Torfmoose weiter begünstigen.

„Für Moore ist das Regenwasser der „Motor“, der das Wachstum der Torfmoose am Laufen hält“, so Werner Schmidt. „So ein intaktes Moor wächst unendlich langsam in die Höhe, ungefähr einen Zentimeter pro Jahrzehnt.“ Fließt jedoch mit Streusalz kontaminiertes Wasser - z.B. von der Kreissstraße BT4 - ungehindert in die Fläche wird dieses Wachstum gestört, teilweise sterben die typischen Moorpflanzen auch ab. „Salzwasser ist also Gift für das Moor.“

Deswegen wird im Bereich der BT4 ein Auffang-Graben angelegt und zusätzlich eine Spundwand installiert, um das salzhaltige Wasser vom Winterdienst auf der Straße aus dem wertvollen Moorkörper draußen zu halten. Hierzu wurden bereits die Bäume unmittelbar neben der Straße gefällt.

In den kommenden Wochen wird sich das Landschaftsbild hier im Sattel zwischen Ochsenkopf und Schneeberg deutlich verändern. Zugunsten der Moore, zugunsten der Natur, zugunsten des Klimas.

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news-2795 Fri, 22 Jul 2022 15:03:28 +0200 Forstbesuch aus Bulgarien am Forstbetrieb Weißenhorn https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstbesuch-aus-bulgarien-am-forstbetrieb-weissenhorn.html <![CDATA[

22. Juli 2022, Weißenhorn - Bei hochsommerlichen Temperaturen waren 30 Försterinnen und Förster aus Bulgarien am Forstbetrieb Weißenhorn zu Gast. Der Besuch im nordschwäbischen Staatswald bei Senden war Teil einer Bayernreise mit verschiedenen Stationen, unter anderem dem Besuch der internationalen Branchenmesse „Interforst“ in München.

Begrüßt wurden die internationalen Gäste vom stellvertretenden Betriebsleiter des Forstbetriebs Weißenhorn, Christoph Kohler, mit Informationen zu den Bayerischen Staatsforsten und dem Forstbetrieb Weißenhorn. Die fachkundigen Gäste, darunter Vertreter aus dem bulgarischen Forstministerium und drei Leiter von bulgarischen Staatsforstbetrieben, interessierten sich vor allem für das bayerische „4-Baum-Konzept“. Diese Konzeption sieht vor, in Zeiten des Klimawandels mehr Mischwälder anzupflanzen und berücksichtigt dabei auch Naturschutzaspekte: „Wir wollen, dass jeder Waldbestand künftig aus mindestens 4 verschiedenen Baumarten besteht, um den Klimawandelrisiken zu begegnen“, erklärten der zuständige Revierleiter, Wilfried Sommer und Forstanwärter Richard Kral.

Nicht fehlen durften Informationen zum Borkenkäfer, der im fichtenreichen Schwaben eine große Rolle spielt. Dazu stellte Herr Sommer anhand von einigen befallenen Käferbäumen das Borkenkäfermanagement der Bayerischen Staatsforsten inklusive der eigens dazu entwickelten GIS-gestützten Smartphone-App vor. Die Erfassung und die Aufarbeitung von befallenen Bäumen „funktioniert in Bayern sehr schnell“, merkten mehrere der bulgarischen Gäste anerkennend an.

Als nächste Station besuchte die Gruppe unter Leitung von Dr. Martin Borisov, einem Forstwissenschaftler und Unternehmer aus Günzburg mit bulgarischen Wurzeln, die Forstbetriebsgemeinschaft Neu-Ulm, um sich über die Privatwaldwaldbewirtschaftung zu informieren, bevor die Bayernreise auf der Interforst in München ausklang.

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news-2794 Thu, 21 Jul 2022 13:34:21 +0200 Sonthofen: Vorbereitungen zur Holzernte laufen auf Hochtouren https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/sonthofen-vorbereitungen-zur-holzernte-laufen-auf-hochtouren.html <![CDATA[

21. Juli 2022, Eschach/Sonthofen – Neben der Suche und Aufarbeitung von Borkenkäferholz beschäftigt die Förster am Forstbetrieb Sonthofen momentan ein anderes wichtiges Thema: Das Vorbereiten der Waldbestände zur Holzernte im Herbst und Winter steht an.

Rund um den Eschacher Weiher fallen dem Waldbesucher rote Schrägstriche an einigen Bäumen auf: Hier waren keine „Sprayer“ unterwegs, die den Waldbestand verschandelt haben, sondern Förster Simon Lipp. Mit roter Sprühfarbe wurden Bäume gekennzeichnet, die dem Wald entnommen werden sollen. „Wir nennen das Auszeichnen“, so Simon Lipp. Er pflegt den Staatswald in der südlichen Kürnach.

Neben den zu erntenden Bäumen werden je nach Steilheit des Geländes auch Trassen für Seilkrananlagen und Gassen für Harvester und Rückezug markiert. Nur auf diesen Gassen darf eine Befahrung des Waldbodens erfolgen, um den restlichen Boden zu schonen. Beim Auszeichen beachten die Förster des Forstbetriebes Sonthofen auch naturschutzfachliche Belange. So werden besonders erhaltenswerte Bäume aufgrund von Spechthöhlen, Pilzkonsolen oder ihrer starken Dimension mit einer gelben Wellenlinie markiert. Diese Biotop- oder Methusalembäume dürfen stehen bleiben und natürlich in einigen Jahrzehnten zerfallen. „Das Prinzip Schützen und Nutzen auf gleicher Fläche wird bei den Bayerischen Staatsforsten gelebt“, so Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting.

Die Holzernte verfolgt verschiedene Ziele: Zum einen wird der nächsten Baumgeneration durch die Entnahme der über ihr stehenden Altbäume geholfen. Im Schutz der „Alten“ konnten die kleinen Bäumchen gut aufwachsen, doch nun brauchen sie mehr Licht, Nährstoffe und Wasser, um weiterwachsen zu können. Zum anderen wird durch die Ernte der Bäume ein nachwachsender, hochwertiger Rohstoff für Möbel, Fenster und Holzhäuser bereitgestellt. All diese Holzprodukte binden über Jahrzehnte CO2, denn pro Kubikmeter verbautem Holz wird ca. eine Tonne Kohlenstoff gebunden. „Eine faszinierende Leistung der Natur, direkt vor unserer Haustüre“, findet Revierleiter Simon Lipp.

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news-2793 Tue, 19 Jul 2022 16:06:24 +0200 Höchste Gefahrenstufe erreicht: Forstministerin Kaniber warnt vor Waldbränden https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/hoechste-gefahrenstufe-erreicht-forstministerin-kaniber-warnt-vor-waldbraenden-in-bayer.html <![CDATA[

Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

19. Juli 2022, München – Das hochsommerliche Wetter sorgt für akute Waldbrandgefahr in Bayern: Der fünfstufige Gefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes weist seit heute für weite Teile Bayerns die höchste Stufe aus. Forstministerin Michaela Kaniber appelliert deshalb eindringlich an alle Waldbesucher, größtmögliche Vorsicht walten zu lassen und sich unbedingt an das von Anfang März bis Ende Oktober geltende Rauchverbot im Wald zu halten: „Die aktuelle Hitzewelle und die herrschende Trockenheit sorgen dafür, dass die Waldböden vielerorts mit vertrockneten, leicht entzündlichen Blättern, Zweigen und Nadeln bedeckt sind. Schon eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe reicht aus, um einen folgenschweren Waldbrand auszulösen. Es geht um unsere grüne Lunge, die wir alle schützen wollen.“

Selbst das Parken auf trockenem Gras ist wegen der heißen Fahrzeug-Katalysatoren gefährlich: Schon im Eigeninteresse sollte man keinesfalls auf leicht entzündlichem Untergrund parken. Zudem bittet die Ministerin Bayerns die Waldbesitzer dringend darum, bei Waldarbeiten anfallendes Holz, Reisig oder Kronenmaterial keinesfalls zu verbrennen, sondern aus dem Wald abzutransportieren oder zu hacken. Eine Entspannung der Situation wird erst nach stärkeren Regenfällen und bei deutlich sinkenden Temperaturen erwartet.

 

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news-2792 Tue, 19 Jul 2022 16:02:21 +0200 Gesundheitscheck für Bayerns Wälder – Wichtige Datensammlung für den Aufbau klimastabiler Wälder https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/gesundheitscheck-fuer-bayerns-waelder-wichtige-datensammlung-fuer-den-aufbau-klimastabiler-waelder.html <![CDATA[

Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

18. Juli 2022, München – Ab Mitte Juli begutachten Försterinnen und Förster der bayerischen Forstverwaltung wieder den Gesundheitszustand der Wälder im Freistaat. Das hat Forstministerin Michaela Kaniber heute in München mitgeteilt: „Unsere Wälder sind Bayerns Klimaschützer Nummer eins, leiden aber gleichzeitig selbst massiv unter den Folgen des Klimawandels. Klimastabile Wälder aufzubauen und zu erhalten hat für uns oberste Priorität. Deshalb müssen wir wissen, wie es aktuell um den Wald in Bayern bestellt ist.“

Ausgerüstet mit Fernglas und forstlichen Messgeräten kontrollieren 25 speziell geschulte Fachleute an 449 gleichmäßig über Bayern verteilten Inventurpunkten Laub und Nadeln von insgesamt rund 11.500 Waldbäumen. Zusätzlich werden Schäden erfasst, die beispielsweise durch Insekten, Pilze, Sturm oder Hagel entstanden sind. Ein besonderes Augenmerk liegt auch dieses Jahr auf den Kiefernwäldern in Mittelfranken und der Baumart Eiche, weshalb die Förster für diese Baumarten zusätzliche Inventurpunkte aufgenommen haben. Darüber hinaus beschäftigen sich die Forscher mit der Frage, wie sich die Trockenheit der letzten Jahre auf die Wälder in Bayern und die einzelnen Baumarten ausgewirkt hat. Die Außenaufnahmen dauern bis in den August hinein. Anschließend wertet die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) in Freising die erhobenen Daten aus. Die Ergebnisse werden bereits im Herbst dem Bayerischen Landtag vorgestellt und im Internet veröffentlicht.

Die jährliche Waldzustandserhebung wird schon seit 1983 durgeführt und ist Bestandteil des bundesweiten langfristigen forstlichen Umweltmonitorings. Neben Aussagen zum Gesundheitszustand unserer Wälder liefern die Ergebnisse aus den Aufnahmen wichtige Hinweise, etwa zum Anbaurisiko bestimmter Baumarten in Zeiten des Klimawandels oder zur Verbreitung von Schädlingen.

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news-2791 Fri, 15 Jul 2022 12:08:18 +0200 Mistelbefall an der Weißtanne https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/mistelbefall-an-der-weisstanne.html <![CDATA[

15. Juli 2022, Sonthofen - Ist der Mistelbefall an Weißtannen für die Bäume schädlich oder ist die Mistel nur eine Bereicherung zur weihnachtlichen Dekoration? Wer im Westallgäu aufmerksam durch den Wald geht, wird regelmäßig Misteln an den Weißtannen entdecken.

Viele Menschen kennen die Mistel hauptsächlich als weihnachtliche Dekoration. „In den Wäldern und Obstgärten breiten sich die Misteln in Folge der Klimaerwärmung immer mehr aus. Eigentlich muss man von drei Unterarten der Mistel sprechen. Eine Unterart lebt auf Kiefern, die nächste auf Laub- und Obstbäumen und die dritte auf Weißtannen. Die Unterart auf Weißtannen ist nur auf die Tanne spezialisiert und befällt keine anderen Bäume“, weiß Förster Jörg Tarne, der den Staatswald im Westallgäu pflegt.

Alle Unterarten leben als Halbschmarotzer auf ihren Wirtsbäumen. Die Misteln betreiben zwar wie andere Pflanzen auch selbst Photosynthese, brauchen aber den Halt und Wasser sowie Nährstoffe der Wirtspflanze. Gesunde Bäume werden durch die Misteln kaum geschädigt. Anders schaut dies bei Vorschädigungen aus, so verstärkt die Mistel bei Wassermangel den Trockenstress der Bäume, da sie ihre Spaltöffnungen später schließt und damit mehr Wasser des Baumes verdunstet.

Die klebrigen Früchte bleiben leicht am Vogelschnabel kleben und werden von diesen dann an Bäumen abgestreift oder mit dem Vogelkot ausgeschieden. So verbreitet sich die Mistel auch über größere Distanzen. Früher waren die Früchte Basis für einen Leim, der vor allem für die Vogeljagd verwendet wurde. Auch in der Mythologie spielte die Mistel eine große Rolle und wird heute noch gerne verwendet. Sie ist beispielsweise in vielen Ländern ein Fruchtbarkeitssymbol.

Eigentlich sterben die befallenen Bäume nicht unmittelbar an diesem Halbschmarotzer. Aber leider kann Mistelbefall bei der Tanne den Befall von verschiedenen Tannenborkenkäfern begünstigen und somit indirekt zum Absterben der Tannen führen. Je älter die Bäume sind umso gefährdeter sind sie. Nochmal Staatsforst-Revierleiter Jörg Tarne: „Wir beobachten gerade eine erhöhte Dynamik im Rahmen des Klimawandels, behalten die Situation im Auge und haben auch schon die Waldforscher der Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft eingeschaltet. Ergebnisse stehen aber noch aus.“

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news-2790 Thu, 14 Jul 2022 11:00:00 +0200 2. Regionalmarkt am 31. Juli 2022 https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/2-regionalmarkt-am-31-juli-2022.html Schlemmern, Schlendern und Genießen <![CDATA[

Kulinarik und Design

Beim zweiten Regionalmarkt am Baumwipfelpfad Steigerwald bieten mehr als 40 Aussteller Handwerkskunst und Leckereien aus Franken.

Ebrach, 14. Juli 2022 – Aus der Region, für die Region – nach diesem Motto und dem großem Erfolg im Vorjahr bieten mehr als 40 Aussteller am 31. Juli 2022 Handwerksstücke und kulinarische Köstlichkeiten. „Der Regionalmarkt ist ein echtes Highlight für unsere Region. Ganz besonders freut es uns, dass sich wieder so viele unterschiedliche Aussteller angemeldet haben, von denen jeder ein buntes Stück Franken präsentiert.“, freut sich Sandra Fischer, Leiterin des Baumwipfelpfads in Ebrach.

Tatsächlich warten die Aussteller mit den verschiedensten Produkten auf: Von vegan bis Burger, von fein bis rustikal, von Tradition bis Moderne, von Bier bis Kaffeespezialitäten, von Kinderspielzeug bis Design und vom Korbflechter bis zum Aufsitzrasenmäher. „Beim Regionalmarkt können unsere Besucherinnen und Besucher entspannt durch die Stände schlendern, schlemmen und unser Franken auf seine schönste Weise kennenlernen“, fasst Fischer zusammen.


Kreativ sein am Pfad
Kids und Teens, die sich bei all der Handwerks- und Kochkunst inspiriert fühlen, haben vielleicht eine zündende Idee, wie die neue Kugelpfadstation aussehen könnte: „Der Ideenwettbewerb für unseren Kugelpfad läuft noch. Ein paar schöne Vorschläge haben wir schon bekommen und sind gespannt, was noch kommt.“, freut sich Fischer.

 

Der Regionalmarkt im Detail
Der Markt findet am Sonntag, den 31. Juli von 10:00 bis 19:00 Uhr auf dem gesamten Gelände des Baumwipfelpfads statt. Der Eintritt zum Gelände ist frei und für den Besuch des Pfads gelten reduzierte Eintrittspreise.


Anfahrt:
Waldrandparkplatz Radstein bei 96157 Ebrach, an B22, kostenfreie Parkplätze sind vorhanden. Außerdem fährt die Freizeitlinie VGN 990 von Bamberg aus bis zum Parkplatz Baumwipfelpfad.

Die Aussteller in der Übersicht

Bei Fragen zum Programm, rund um den Pfad oder zum Ideenwettbewerb steht das Team des Baumwipfelpfads Steigerwald unter 09553-98 980-102 gerne zur Verfügung.

 

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news-2789 Wed, 13 Jul 2022 14:37:50 +0200 Waldwegepflege im Kronholz bei Haldenwang https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldwegepflege-im-kronholz-bei-haldenwang.html <![CDATA[

12. Juli 2022, Sonthofen – Um die Wege im Wald gut in Schuss zu halten, müssen sie regelmäßig gepflegt werden. Dafür wurden im letzten halben Jahr mehrere Maßnahmen im Staatswald bei Haldenwang durchgeführt.

Einige Spaziergänger und Radfahrer haben sich bereits gewundert, als sie im Wald bei der Börwanger Wiege unterwegs waren: „Jetzt ist auf die ebenen Forststraßen Schotter aufgebracht worden, vorher konnte ich viel besser wandern oder Rad fahren. Warum muss das sein?“ Der zuständige Revierförster Florian Zeller, der den Staatswald in diesem Bereich pflegt, klärt auf: „Einige der Forstwege wurden vergangenen Winter durch Holzerntemaßnahmen und die anschließende Holzabfuhr stark beansprucht. Es sind kleinere Schäden am Wegekörper aufgetreten. Um diese auszubessern, mussten wir Material auf die Wege auftragen. Die aufgebrachte Gesteinsgröße beträgt ungefähr 22 Millimeter, bei gröberem Material würde es für Radfahrer schwieriger und unangenehmer werden.“ Das aufgezogene Planiematerial dient vor allem dazu, die sogenannte Verschleißschicht der Forstwege wiederherzurichten. Diese schützt die Tragschicht des eigentlichen Wegekörpers, der die Lasten aufnimmt.

Mit der Zeit rollen die Steine durch den Verkehr auf die Seiten des Forstweges, Fahrspuren werden sichtbar und es entstehen Schlaglöcher, die nach Regen zu Pfützen werden. Um dies zu verhindern, ist der Einsatz eines Wegepflegegerätes notwendig Dieses Gerät wird an einen Traktor angebaut und ähnelt einem Planierschild. Bei der Überfahrt wird das Wegepflegegerät so eingestellt, dass das nach außen gefahrene feine Kies vom Bankett aus wieder in die Wegemitte gezogen wird. Dabei wird der Weg auch leicht profiliert. So bleibt das für die Wasserableitung notwendige Dachprofil erhalten. In den Wäldern des Forstbetriebes Sonthofen wird das Wegepflegegerät drei bis viermal pro Jahr eingesetzt.

Auch die Seitenstreifen im Staatswalddistrikt Kronholz wurden bearbeitet. Ein Mulcher hat dort das hohe Gras, Brombeeren und kleine Bäumchen abschnittsweise entfernt. Werden die Sträucher und Bäume auf dem Seitenstreifen nicht gemulcht, wachsen diese langsam in Richtung des Weges. Die Wege wären dauernd beschattet und könnten nicht mehr austrocknen. Wasser im Weg beeinträchtigt die Wegestabilität. Als Folge entstünden schnell wieder Fahrspuren und Schlaglöcher. Die Maßnahmen müssen regelmäßig durchgeführt werden, sonst sind die Wege bald für Radfahrer, Wanderer, die Waldpflege und Bewirtschaftung nicht mehr nutzbar.

„Insgesamt investiert der Forstbetrieb Sonthofen über 600.000 Euro pro Jahr in den Wegeunterhalt, damit unsere schönen Waldwege in Schuss bleiben“, resümiert der Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting.

 

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news-2788 Wed, 13 Jul 2022 14:12:28 +0200 Alpenvereins-Freiwillige pflegen und schützen im Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/alpenvereins-freiwillige-pflegen-und-schuetzen-im-wald.html <![CDATA[

13. Juli 2022, St. Martin - Freiwillige Bergwaldbegeisterte des Deutschen Alpenvereins pflegen und schützen eine Woche lang im Bergwald der Bayerischen Saalforste und leisten wertvolle naturschutzfachliche Arbeit.

Sieben Freiwillige des Deutschen Alpenvereins verbringen eine Arbeitswoche am Forstbetrieb St. Martin/Bayerische Saalforste. Untergebracht sind sie auf einer gemütlichen Jagdhütte im Revier St. Martin des Forstbetriebs, deren Revierleiter Georg Poppel die Bergwaldbegeisterten aus ganz Deutschland betreut. Das Auffinden von Eibenverjüngung, die Pflege der jungen Bäumchen sowie deren Schutz ist ein naturschutzfachliches Highlight für die Gruppe in einem Waldteil im westlichen Teil der Leoganger Steinberge. Die Baumartenwahl und ihre Mischung sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit und Stabilität des Waldes. In jedem Waldbestand der Bayerischen Staatsforsten sollen deshalb künftig nach Möglichkeit mindestens vier Baumarten vielfältige, gemischte und gestufte Wälder bilden - dazu gehört auch die eher seltene Baumart Eibe.

Im Laufe der Woche steht noch das Schwenden einer ehemals beweideten Almfläche auf dem Programm um deren Offenlandcharakter inmitten der umgebenden Saalforstwälder zu erhalten.

Als kleines Dankeschön für die naturschutzfachlich wertvolle Arbeitswoche im Saalforst gibt es eine vom Forstbetrieb spendierte Brotzeit für die Alpenvereinsfreiwilligen.

Hintergrund:

Die Projektwochen in Zusammenarbeit mit Freiwilligen des Deutschen Alpenvereins, die von dort aus organisiert werden, finden schon seit vielen Jahren statt. Pro Jahr finden meist 2 bis drei Projektwochen am Forstbetrieb St. Martin statt.

Die bayerischen Saalforste dienten jahrhundertelang der Versorgung der Salinen in Bad Reichenhall mit Brennholz. Schon im Mittelalter bezogen die Bayern Holz aus dem Pinzgau. In der Salinenkonvention von 1829, dem ältesten noch gültigen Staatsvertrag Europas, wurde Bayern als Grundeigentümer der Saalforste im Pinzgau zwischen Leogang und Unken festgeschrieben. Rund 18.500 ha Grund, wovon etwa 12.000 Hektar Wald sind, werden vom Forstbetriebssitz in St. Martin mit fünf Forstrevieren bewirtschaftet. Die Saalforste beschäftigen etwa 30 Mitarbeiter.

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news-2787 Wed, 13 Jul 2022 12:09:48 +0200 Auszeichnung und Übergabe im Grünen Klassenzimmer in Zeil am Main https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/auszeichnung-und-uebergabe-im-gruenen-klassenzimmer-in-zeil-am-main.html <![CDATA[

13. Juli 2022, Bad Königshofen - Gemeinsame Pressemitteilung des Naturparks Haßberge e. V. und des Forstbetriebes Bad Königshofen

SchülerInnen der Mittelschule übernehmen Verantwortung für Wald-Natur

Mehr als vierzig SchülerInnen samt LehrerInnen begleitete Naturpark-Rangerin Katja Winter vergangene Woche in den Wald des Forstbetriebes Bad Königshofen der Bayerischen Staatsforsten am Setzbach bei Zeil am Main. Die 6. Klasse der Mittelschule Zeil-Sand unter der Leitung von Bettina Kunkel führte an diesem Schultag die SchülerInnen der 5. Klasse ein, sich im kommenden Schuljahr um den Wald-Erlebnispfad und das Grüne Klassenzimmer zu kümmern.

Sie selbst hatten in den vergangenen Monaten mit Frau Kunkel und Frau Winter zahlreiche Unterrichtsstunden im Wald verbracht, dort viel gelernt und den Wald-Erlebnispfad im Forstrevier Zeil am Main beaufsichtigt. Für dieses Engagement bekamen die SchülerInnen der 6. Klasse daher eine Urkunde als „Mini-Wald-Ranger“ überreicht. Zuvor besprachen sich SchülerInnen und LehrerInnen zum sogenannten „Wald-Ehren-Codex“, der in diesem Schuljahr von den SchülerInnen und der Rangerin zum Schutz des Waldes und zum besseren Miteinander zusammengestellt wurde. Laut Wald-Ehren-Codex gehört es zum Selbstverständnis eines Waldbesuchers, leise, aufmerksam und achtsam durch den Wald zu laufen. So stört man die Waldtiere weniger in ihrem „Wohnzimmer“ – und hat selbst auch die Chance, dass ein oder andere Wildtier beobachten zu können.

Die Mini-Wald-Ranger wissen auch Bescheid über die Gefahren, die durch Müll wie Plastik, Glasscherben oder Zigarettenstummel entstehen können. Daran sterben Tiere und schlimmstenfalls gerät dadurch der Wald in Brand. Wie wichtig es ist, das Bachwasser sauber zu halten, das konnten die SchülerInnen am Tag selbst mit den faszinierenden entdeckten Wassertieren erfahren. Nach dem Motto „Wir helfen uns gegenseitig, denn im Team ist Vieles leichter!“ stellten jeweils zwei SchülerInnen der 6. Klasse anschließend der übernehmenden 5. Klasse die abwechslungsreichen Stationen des Wald-Erlebnispfades vor. Welche Spiele kann man vor Ort machen? Was entdeckt man vielleicht erst auf den zweiten Blick und worauf ist bei der Pfadpflege zu achten? All das und noch viel mehr füllte diesen besonderen Schulvormittag im Wald.

Vom Mini-Wald-Ranger zum Junior Ranger

Der Naturpark Haßberge bietet diesjährig erstmals die Möglichkeit für Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren, an einem bundesweiten kostenfreien Bildungsprogramm namens „Junior Ranger“ teilzunehmen. Junior Ranger sind Botschafter der wertvollsten Landschaften Deutschlands – in diesem Fall für den Naturpark Haßberge. Sie treffen sich regelmäßig und über einen längeren Zeitraum - vorwiegend in der Natur. Sie führen Projekte durch, lösen Aufgaben, erleben Abenteuer, Spiel und Spaß und lernen dabei den Naturpark Haßberge in seiner Vielfalt kennen. Das Angebot soll im Herbst starten – der Bewerbungsprozess läuft jetzt. Bei Interesse finden Sie alle zentralen Informationen auf der Website des Naturpark Haßberge unter www.naturpark-hassberge.de                       

Autorin: Katja Winter

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news-2786 Mon, 11 Jul 2022 16:45:29 +0200 TV-Bericht: Frankenschau über Moor-Renaturierung im Forstbetrieb Selb https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/tv-bericht-die-frankenschau-zu-mooren-im-forstbetrieb-selb.html <![CDATA[

11. Juli 2022, Selb - Die Frankenschau schaute sich jüngst die Renaturierung der Moore im Forstbetrieb Selb näher an. Heraus kam ein spannender Einblick über den Vorgänger des Waldes und einen Vorreiter in Sachen CO2-Speicherung.

Moore sind weltweit von elementarer Bedeutung, wenn es darum geht den Klimawandel zu bremsen. Denn Moore speichern viel CO2 und verhindern so, dass das Gas in die Atmosphäre gelangt und die Klimaerwärmung fortschreitet. Im Fichtelgebirge versucht man aktuell Moore, die einst trockengelegt wurden, wieder zu reaktivieren.

In der BR-Mediathek: Frankenschau - Hilfe für Schmetterlinge | Moore im Fichtelgebirge | Meisterschaft der Cheerleader

 

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news-2785 Mon, 11 Jul 2022 16:26:11 +0200 Langfristige Forstbetriebsplanung bei den Bayerischen Saalforsten https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/langfristige-forstbetriebsplanung-bei-den-bayerischen-saalforsten.html <![CDATA[

08. Juli 2022, St. Martin – Alle zehn Jahre werden im Forstbetrieb St. Martin die Weichen für die Wälder zwischen Unken und Leogang neu gestellt. Wie ist der Status Quo? Was hat sich gut entwickelt, wo müssen die Forstleute nachsteuern? Diese und noch viele andere Fragen haben sich die Forstexperten bei einem mehrtägigen Waldbegang zusammen mit Forstbetriebsleiter Thomas Zanker gestellt – und auch schon erste Antworten gefunden.

Im Jahr 2022 findet bei den Saalforsten, Forstbetrieb St. Martin, die langfristige Forstbetriebsplanung (sog. „Forsteinrichtung“) statt. Der Startschuss dafür war in den vergangenen Tagen der sog. „Grundlagenbegang“, in dem unter Beteiligung des  Vorstandsvorsitzenden der Bayerischen Staatsforsten (BaySF), Martin Neumeyer sowie drei Aufsichtsräten des Unternehmens Beispielbestände in den Forstrevieren besichtigt wurden. Dort wurden für die nächsten 10 Jahre die Holzentnahmesätze, die Verjüngungsziele sowie das waldbauliche und naturschutzfachliche Vorgehen festgelegt.

Naturschutz ist fester Teil der Forstplanung

Gekoppelt an die Forsteinrichtung wird auch die Weiterentwicklung des forstbetrieblichen Naturschutzkonzeptes sein, da sich viele Lebensräume seltener Arten inmitten der Saalforste befinden. Große Teile des Forstbetriebs sind von einem Netzwerk von Schutzgebieten durchzogen, wie z. B. 3.360 Hektar Natura2000/FFH und SPA-Gebiete, 742 Hektar Naturwaldreservate und 2494 Hektar Naturschutzgebiete.

In den nächsten zehn Jahren soll z. B. die zusätzliche Anlage von Feuchtbiotopen, der Erhalt und die Förderung der vier Raufusshuhnarten Auer-, Birk-, Hasel- und Schneehuhn sowie das Management von artenreichen Offenlandbiotopen im Verbund mit den Saalforstwäldern eine wichtige naturschutzfachliche Rolle spielen.

Waldumbau trägt Früchte

Forstbetriebsleiter Thomas Zanker freut sich: „Wir sind dem Ziel, baumartenreiche, gemischte und gut strukturierte Wälder in naturnaher Bewirtschaftung zu etablieren seit der letzten Forsteinrichtung im Jahr 2012 ein weiteres Stück näher gekommen“. Bereits im Jahr 2021 wurde eine Stichprobeninventur auf insgesamt 3834 Punkten der Gesamtfläche der Saalforste von rund 18500 Hektar mit folgenden Ergebnissen durchgeführt:

  • Seit der letzten Forsteinrichtung vor 10 Jahren hat der Forstbetrieb St. Martin durchschnittlich jährlich rund 41.400 Erntefestmeter Holz genutzt. Auffällig war in dieser Zeit ein hoher Anteil von 44 % der gesamten Nutzungsmenge, der durch Ereignisse wie Sturm, Schneebruch und Insektenschäden verursacht wurde. Der Holzvorrat ist trotz der Nutzungen auf 3.465.000 Erntefestmeter Holz gestiegen, das sind durchschnittlich 311 Erntefestmeter je Hektar. Am vorratsreichsten sind mit durchwegs über 350 Erntefestmeter Vorrat je Hektar die Unkener Forstreviere, gefolgt vom Revier Leogang. Die kalkalpinen Reviere Falleck, und St.Martin haben mit rund 230 Erntefestmeter je Hektar die geringsten Holzvorräte des Forstbetriebs.
  • Die Baumartenverteilung des seit dem Mittelalter zugunsten der Nadelhölzer bewirtschafteten Forstbetriebs – bestimmt jahrhundertelang für die Saline in Bad Reichenhall - besteht gemäß der neuen Inventur aus 65 % Fichte, 8 % Tanne, 10 % Lärche, 2 % Kiefer sowie mit 9 % Buche und 6 % Edel- und sonstigem Laubholz. Die Erhöhung der Mischbaumarten in Zeiten des Klimawandels in den fichtendominierten Wäldern spielt eine zunehmend wichtige Rolle. So wurden in den letzten 10 Jahren vor allemLärche, Buche und Tanne gepflanzt. Der Wald verjüngte sich zusätzlich im großen Umgang auch natürlich.
  • Um die Mischbaumarten möglichst unverbissen zu etablieren, war und ist das Jagdmanagement sehr wichtig. Beim Rehwild wurden die Abschüsse aus diesem Grund kontinuierlich gesteigert, beim Rotwild und beim Gamswild lag die Jagdstrecke auf einem überwiegend konstanten Niveau. Nicht zuletzt aufgrund der jagdlichen Bemühungen ist nunmehr bezogen auf die gesamte Holzbodenfläche auf 35 % der Fläche (Voraus)Verjüngung vorhanden. Die Inventur vor 10 Jahren wies noch 29% (Voraus)Verjüngung aus.
  • Der Verbiss hat in den letzten 10 Jahren deutlich abgenommen. An Fichte und Lärche ist nun kaum mehr Verbiss festzustellen. Die Tanne sollte mit einer Verbissbelastung von 10 % in vielen Bereichen der Saalforste ohne weitere Schutzmaßnahmen zu etablieren sein. Ungünstig ist der Verbiss bei den Laubbäumen. Hier sind weitere jagdliche Bemühungen notwendig.
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news-2784 Fri, 08 Jul 2022 18:25:35 +0200 Forstbetrieb Nordhalben erhält erneut das Nachhaltigkeits-Zertifikat PEFC https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstbetrieb-nordhalben-erhaelt-erneut-das-nachhaltigkeits-zertifikat-pefc.html <![CDATA[

09. Juli 2022, Nordhalben - Der Forstbetrieb Nordhalben erhält nach intensiver Prüfung erneut das Nachhaltigkeits-Zertifikat PEFC.

In den vergangenen Tagen untersuchte ein externer Förster die Staatswälder des Forstbetriebes Nordhalben. Der Diplomforstwirt Heinrich Förster prüfte zahlreiche Unterlagen, besichtigte Maßnahmen in den Wäldern und befragte Waldarbeiter beim Einsatz gegen den Borkenkäfer. Als unabhängiger Gutachter kontrollierte Heinrich Förster die Einhaltung der geltenden PEFC-Standards, einer weltweit anerkannten Wald-Zertifizierung.

Der Forstbetrieb Nordhalben mit Staatswald in den Landkreisen Bayreuth, Hof, Kronach und Kulmbach wurde zufällig ausgewählt. Aus einem Pool aller nach PEFC-zertifizierten Forstbetriebe werden jährlich 30 bis 60 Stichproben gezogen – Wälder von Privatbesitzern, von Gemeinden oder vom Freistaat Bayern. Darunter sind immer vier von 41 Staatsforstbetrieben.

Heinrich Förster begutachtete zusammen mit Forstbetriebsleiter Fritz Maier zwei Tage lang den Staatswald. 12 einzelne Waldbestände hatte er dafür ausgesucht. „Ich möchte erkennen, was und wie hier gearbeitet wird und ob die PEFC-Kriterien erfüllt werden.“ so der Forstsachverständige. Dafür wurden PEFC-Kriterien geprüft.

Ein nachhaltiger Bewirtschaftungsplan, eine angemessene Waldpflege, Vorschriften zur Unfallverhütung, die Waldverjüngung im Wesentlichen ohne Verbiss sowie die biologische Vielfalt mit gemischten Wäldern und der Schutz von Biotopen waren Teil der Prüfung. Die Möglichkeit zur betrieblichen Mitwirkung und die Qualifikation des eigenen Mitarbeiterstamms wurden ebenso begutachtet wie die Gewährleistung des freien Betretungsrechts zur Erholung im Wald.

Das Fazit des Sachverständigen: Dem Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten kann in allen zutreffenden Bereichen vorbildliche PEFC-Konformität bestätigt werden. Betriebsleiter Fritz Maier findet es gut, dass ein unabhängiger Gutachter die Arbeit im Staatswald beurteilt. „Das Zertifikat stellt der Arbeit im Staatswald ein gutes Zeugnis aus, bestätigt die hohe Qualifikation unserer Mitarbeiter und gibt den Holzkunden, Jagdgästen, Naturliebhabern und Erholungssuchenden die Sicherheit, dass wir ökologisch, sozial und ökonomisch nachhaltig arbeiten“.

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news-2783 Thu, 07 Jul 2022 15:08:41 +0200 Unwetterschäden an Verbindungsstraße im Kempter Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/unwetterschaeden-an-gemeindeverbindungsstrasse-im-kempter-wald.html <![CDATA[

06. Juli 2022, Sonthofen – In der vergangenen Woche haben einige heftige Gewitter mit Starkregen rund um den Kempter Wald zu Schäden an den Forststraßen geführt. Leider wurde dabei auch die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Betzigau und Görisried an einer Stelle stark beschädigt. Die Durchfahrt durch den Kempter Wald auf der Gemeindestraße ist daher aktuell nicht möglich.

„Der hohe Niederschlag in der letzten Woche hat den alten Steindurchlass unter der Gemeindestraße so stark beschädigt, dass die Böschung auf einer Seite der Straße abrutscht und sich ein Loch in der Fahrbahn aufgetan hat“, erläutert Förster Sebastian Neubauer, der im Kempter Wald nicht nur den Staatswald pflegt, sondern auch für die Sicherheit vieler Straßen darin zuständig ist.

Aktuell ist die Durchfahrt auf der Gemeindeverbindungsstraße ab der Betzigauer Waldkapelle bis zum „Blockhäusle“ nicht möglich. Radfahrer und Fußgänger können den gesperrten Abschnitt über die nördlich gelegene private Forststraße Richtung Beilstein umgehen. Alle anderen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die Gemeindestraße nicht für die Durchfahrt zu nutzen.

Die Anfahrt zur Mehlblock Alpe durch den Kempter Wald ist von Kempten aus im Moment nicht möglich. Die Zufahrt bis zum gesperrten Abschnitt ist gewährleistet. Auch die Wanderparkplätze stehen nach wie vor allen Besuchern zu Verfügung. Die Reparatur des beschädigten Straßenabschnitts wird voraussichtlich erst Ende Juli 2022 abgeschlossen werden können. Nochmal Revierleiter Sebastian Neubauer: „Bis zum 30.07.2022 ist die Gemeindeverbindungsstraße Betzigau - Görisried offiziell gesperrt, aber wir organisieren die Ausbesserungsarbeiten und bitten bis zur Aufhebung der Sperrung um Ihr Verständnis“.

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news-2782 Thu, 07 Jul 2022 15:01:29 +0200 Neues Kreuz am Untersberger Knieschnaggler Steig https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neues-kreuz-am-untersberger-knieschnaggler-steig.html <![CDATA[

08. Juli 2022, Berchtesgaden - Die Bayerischen Staatsforsten haben am Alpensteig, der von der Nierentalstraße südlich vom Hallthurm zur Zehnkaser-Alm führt, ein Jahrzehnte altes Kreuz renoviert.

Im vergangenen Jahr meldete ein Wanderer, dass das eiserne Wegekreuz am „Knieschnaggler“, wie der Alpensteig von den Einheimischen genannt wird, durch vermutlich Vandalismus zerstört wurde. Wolfgang Krämer, Alpinsport begeisterter Forstwirtschaftsmeister der BaySF, kümmerte sich umgehend um die Bergung der noch vorhandenen Einzelteile, um weiteren Schaden für das Wegekreuz abzuwenden. Leider konnte nicht in Erfahrung gebracht werden, wann und von wem das Kreuz ursprünglich aufgestellt wurde.

„Die Bayerischen Staatsforsten fühlten sich in der Verantwortung, das unzähligen Bergsteigern vertraute Wegekreuz wieder aufzustellen“ betont Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller. Erfreulicher Weise übernahm Hubert Weber, ein kompetenter Kunstschlosser aus Bischofswiesen, die Renovierung. Einen besonderen Dank hat sich Hubert Weber nicht nur mit der beeindruckenden handwerklichen Leistung verdient, sondern auch mit der Bereitschaft, die Kosten der aufwendigen Renovierung mit den Bayerischen Staatsforsten zu teilen.

Nachdem das renovierte Kreuz von Wolfgang Krämer und Hubert Weber gemeinsam aufgestellt wurde, können sich die Bergsteiger nun wieder hoffentlich lange daran erfreuen.

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news-2781 Thu, 07 Jul 2022 14:30:53 +0200 Waldbauexkursion am Forstbetrieb St. Martin https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldbauexkursion-am-forstbetrieb-st-martin.html <![CDATA[

07. Juli 2022, St. Martin - Am 29. Juni stand im Forstbetrieb St. Martin eine Waldbauexkursion mit Prof. Seidl von der TU München und gut 20 Studierenden an.

Es entstanden sehr spannende und angeregte Diskussionen in vorrats- und tannenreichen Waldbeständen bezüglich der angestrebten Vorratshaltung. Auch das forstbetriebliche Auerwildmanagement wurde von Forstbetriebsleiter Thomas Zanker und Revierleiter Stefan Spreng (Revier Unken II) vorgestellt. In ehemals schneegebrochenen Beständen stellte sich heraus, dass diese nun recht stabil und strukturreich weiterwachsen.

Ein Gruppenbild an der historischen Muckklause rundete den Tag ab.

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news-2780 Fri, 01 Jul 2022 12:52:42 +0200 „Bayerns Schutzwälder brauchen unsere Hilfe" https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/bayerns-schutzwaelder-brauchen-unsere-hilfe.html Lebenswerk von Dr. Georg Meister gewürdigt <![CDATA[

Fortministerin Michaela Kaniber hat an der „Weißwand" zwischen Inzell und Ramsau die Bedeutung der bayerischen Schutzwälder herausgestellt und einen wichtigen Visionär und Wegbereiter der Schutzwaldsanierung, den im Frühjahr 2022 verstorbenen Dr. Georg Meister, gewürdigt. Schon früher erkannte dieser die Notwendigkeit einer erfolgreichen Sanierung und Pflege der Schutzwälder, nach dem Motto „Vorbeugen ist besser und billiger als Heilen". „Unsere Bergwälder sind ein unverzichtbarer Baustein beim Schutz vor Naturgefahren. Denn sie schützen nicht nur lokal vor Muren oder Lawinen, sondern bei Hochwasser auch weit ins Alpenvorland hinaus", so die Ministerin.

Aus diesem Grund investiert die Staatsregierung schon seit Jahrzehnten massiv in Pflege, Erhalt und – wo nötig – auch in die Sanierung der Bergwälder. Und das mit Erfolg: Seit dem Start der Schutzwaldsanierung 1986 wurden rund 95 Millionen Euro und etwa 13 Millionen Bäumchen in meist unwirtliches Gelände gepflanzt. Die „Weißwand" ist eines der ältesten Sanierungs-Projekte Bayerns und eine Erfolgsgeschichte, wie Ministerin Kaniber betonte: „Wir sehen hier, wie erfolgreiche Sanierungsarbeit aussehen kann. Alle Beteiligten arbeiten Hand in Hand und auch die jagdlichen Verhältnisse passen. Nur so kann es funktionieren." Denn nur mit einem ausgewogenen Wald-Wild-Verhältnis können sich die Bergwälder nachhaltig mit zukunftsfähigen Baumarten verjüngen. Die Ministerin appellierte an alle Beteiligten, sich als Partner zu verstehen und sich weiter gemeinsam für den Erhalt des Bergwalds einzusetzen.

Ein Forstmann, der nicht nur den Nationalpark Berchtesgaden in seinen Grundzügen mit plante, sondern auch wegweisend für die heutigen Erfolge in der Schutzwaldsanierung verantwortlich ist, war der ehemalige Leiter des Forstamtes Bad Reichenhall, Dr. Georg Meister. Zu seinen Ehren hat Ministerin Kaniber heute einen der Haupterschließungswege in der Weißwand offiziell zum „Dr.-Georg-Meister-Weg" ernannt und eine Gedenktafel enthüllt.

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news-2778 Fri, 01 Jul 2022 10:34:22 +0200 Freier Eintritt ins Planschbecken: Feuchtbiotop am Niedersonthofener See https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/freier-eintritt-ins-planschbecken-feuchtbiotop-am-niedersonthofener-see.html <![CDATA[

01. Juli 2022, Sonthofen - Wenn es heiß ist, suchen nicht nur Menschen Abkühlung im Wasser: Auch unsere Amphibien brauchen dann dringend das kühle Nass. Was für uns Menschen eine angenehme Freizeitbeschäftigung sein kann, ist für Frösche, Kröten und Molche überlebensnotwendig.

Vor wenigen Jahren hat der Artenrückgang bei den Insekten für Schlagzeilen gesorgt und sogar zu einem erfolgreichen Volksbegehren geführt. Obwohl der Artenrückgang vor allem im Offenland stattfindet, stellen sich die Bayerischen Staatsforsten im Wald der Verantwortung für den Erhalt der Vielfalt: Regelmäßig werden Maßnahmen zur Lebensraumverbesserung für Schmetterlinge, Wildbienen und andere Insekten von den Bayerischen Staatsforsten umgesetzt, wie beispielsweise die Anlage von Blühflächen, Hecken oder Wildobstpflanzungen oder die Pflege von wertvollen Orchideenstandorten.

Leider wurde für viele überraschend auch ein starker Rückgang des Amphibienbestandes festgestellt. Grund ist wie bei den Insekten vor allem der Verlust an guten Lebensräumen. Nicht so beim Forstbetrieb Sonthofen von den Bayerischen Staatsforsten: Hier werden schon seit einigen Jahren die Lebensbedingungen für Amphibien verbessert. Beispielsweise im Oberdorfer Wald beim Niedersonthofener See, der vom Förster Hubert Heinl gepflegt wird. War es vor vielen Jahren noch Usus, die nassen Bereiche unserer Wälder mittels Gräben zu entwässern, so wurden diese Entwässerungsgräben mittlerweile abschnittsweise verschlossen. Es entstanden so kleine Feuchtflächen, was auch den Waldbäumen in Trockenphasen hilft. Zusätzlich wurden aber noch größere Feuchtbiotope angelegt.

Dabei ist es wichtig, sich die richtigen Flächen rauszusuchen: „Nicht alle feuchten Mulden sind grundsätzlich für die Anlage von Feuchtbiotopen geeignet. Gerade wenn seltene Pflanzen hier vorkommen, belassen wir den Ursprungszustand“ weiß Forstbetriebsleiter Jann Oetting. Wichtig ist auch, dass gerade in trockenen Frühjahren immer genügend Wasser zufließt, um ein Austrocknen der Wasserflächen zu verhindern. „Die Amphibien laichen in den Flachwasserbereichen. Sinkt der Wasserspiegel zu stark, liegt der Laich im Trockenen und stirbt ab. Wir hätten genau das Gegenteil von dem erreicht, was unser Ziel ist“, ergänzt Revierleiter Hubert Heinl. „In die Feuchtbiotope dürfen auch keine Fische kommen, diese würden den Laich der Amphibien fressen“.

Gebaut werden die Feuchtbiotope mit Maschinen, die notwendigen Erdbewegungen werden mit einem Raupenbagger durchgeführt. Vermitteln die frisch angelegten Feuchtbiotope noch den Eindruck von groben Eingriffen im Gelände, so ist meistens schon im nächsten Jahr alles gut bewachsen und von den erhofften Mietern dicht bewohnt. „Und im Sommer geht es da zu, wie in einem großen Planschbecken“, freuen sich die Förster Heinl und Oetting.

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news-2777 Mon, 27 Jun 2022 12:54:01 +0200 TV-Bericht: Hubschrauber fliegt Schadholz aus Hintersteiner Tal https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/tv-bericht-hubschrauber-fliegt-schadholz-aus-hintersteiner-tal.html <![CDATA[

28. Juni 2022, Sonthofen - Der Forstbetrieb Sonthofen erstreckt sich vom Alpenvorland zwischen Kempten und Füssen bis zu den Allgäuer Hochalpen. Rund 5.500 der 18.000 ha Gesamtfläche sind als Schutzwald ausgewiesen, die Siedlungen und Straßen vor Lawinen, Überschwemmungen und Steinschlag schützen.

Damit das so bleibt, müssen vom Borkenkäfer befallene Bäume im Schutzwald möglichst schnell aufbereitet werden. So wie aktuell: Durch die hohen Temperaturen bereits Mitte Mai hatte es der Schädling im Wald leicht. Aufgrund der frühzeitigen Hitze konnte sich der Käfer zahlreich vermehren und leicht ausbreiten. 

Die Aufbereitung in Steillagen und schwindligen Höhen ist aber keine leichte Aufgabe. Der Forstbetrieb Sonthofen nutzt deshalb einen Lastenhubschrauber, um betroffene Bäume schnellstmöglich aus dem Wald zu holen. 
 

Allgäu-TV hat sich das Ganze im Bad Hindelanger Ortsteil Hinterstein genauer angeschaut. Das Video über den Hubschrauber-Einsatz gibt es hier zu sehen.

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news-2776 Mon, 27 Jun 2022 10:54:50 +0200 Freiwilliger Einsatz für einen naturnahen Wald: Das Bergwaldprojekt in Heigenbrücken https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/freiwilliger-einsatz-fuer-einen-naturnahen-wald-das-bergwaldprojekt-in-heigenbruecken.html <![CDATA[

27. Juni 2022, Heigenbrücken - Vom 26. Juni bis 16. Juli 2022 ist das Bergwaldprojekt e.V. mit zahlreichen ehrenamtlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zum dritten Mal im Forstbetrieb Heigenbrücken des Unternehmens Bayerische Staatsforsten im Spessart im Einsatz. Die Freiwilligen werden in den drei Projektwochen verschiedene Arbeiten durchführen und das Ökosystem Wald näher kennenlernen. Die erste Woche findet im Rahmen der Bergwaldprojekt-Waldschule in Kooperation mit der Franz-Oberthür-Schule aus Würzburg mit jugendlichen Geflüchteten statt, die eine Berufsintegrationsklasse besuchen, die anderen beiden Einsätze sind Freiwilligen-Wochen mit Erwachsenen aus ganz Deutschland. Ziele des Einsatzes sind, die ökologische Situation am Projektstandort zu verbessern und die Teilnehmenden auch über die Projektwochen hinaus für eine nachhaltige Lebensweise zu sensibilisieren.

Unter der Anleitung von Pauline Zenetti, Sophie Hartmann und Simon Karrer vom Bergwaldprojekt e.V. und unter der Regie der Revierleiterinnen und Revierleiter Christian Ihl, Christina Heinzelmann, Albert Englert und Forstwirtschaftsmeister Lukas Küber vom Forstbetrieb Heigenbrücken werden die Ehrenamtlichen eine Gewässerfreistellung zur Verbesserung der Biotopqualität und eine Kulturpflege durchführen, indem sie Tannen und Kirschen und an anderer Stelle Esskastanien freistellen und somit diese Baumarten fördern. Außerdem steht eine Biotoppflege auf naturschutzfachlich interessanten Flächen an.

Neben der praktischen Tätigkeit ist wie in jeder Einsatzwoche des Bergwaldprojekts auch je ein Exkursionsnachmittag vorgesehen, um mehr über den Einsatzort zu erfahren und die vielfältigen Zusammenhänge in der Natur, die Belastungen der Ökosysteme und die Abhängigkeit des Menschen von den natürlichen Lebensgrundlagen deutlich zu machen. Untergebracht ist die Gruppe auf einem Zeltplatz in eigenen Zelten. Eigene Köche kümmern sich mit ökologisch erzeugter, vegetarischer und möglichst regionaler und saisonaler Vollwertkost um die Verpflegung der Freiwilligen.

Finanziell unterstützt wird die Woche der Bergwaldprojekt-Waldschule von der Postcode Lotterie mit ca. 6.000 Euro. Katja Diemer, Head of Charities bei der Deutschen Postcode Lotterie: „Wir freuen uns, dass wir dank unserer zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Waldschule für die biologische Vielfalt im Spessart und an vielen anderen Standorten mit insgesamt 181.650 Euro auf zwei Jahre verteilt unterstützen können. Zusammen mit dem Bergwaldprojekt e.V. setzen wir uns so wirkungsvoll und nachhaltig für Mensch und Natur ein – das ist unser #PostcodeEffekt.“

Ein wichtiges Anliegen des Arbeitseinsatzes ist es, den Gedanken der Nachhaltigkeit zu vermitteln: „Die Teilnehmenden lernen aktiv die wichtigen Funktionen des Waldes und seine Artenvielfalt kennen und leisten in dieser abwechslungsreichen Woche einen persönlichen Beitrag zu dessen Erhalt auch für kommende Generationen. Das ist nachhaltig auf verschiedenen Ebenen und auch uns von den Bayerischen Staatsforsten ein wichtiges Anliegen“, sagt Maurice Schwarz, Forstbetriebsleiter des BaySF-Forstbetriebs Heigenbrücken. Pauline Zenetti vom Bergwaldprojekt e.V. fügt hinzu: „Indem sich die Ehrenamtlichen aktiv für ihre Umgebung engagieren, entwickeln sie oftmals auch neue Beziehungen zum Wald und zur Natur. Die Erfahrungen aus den Projektwochen bestärken die Teilnehmenden darin, auch den eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. Sie tragen somit zum dringend notwendigen gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Entwicklung bei.“

Bergwaldprojekt e.V.

Das Bergwaldprojekt wird dieses Jahr mit seinen Freiwilligen-Einsatzwochen allein in Deutschland ca. 4.000 Menschen in die Natur bringen. 2022 finden 161 Projektwochen an 81 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland statt, 25 davon werden im Rahmen der Bergwaldprojekt-Waldschule in Kooperation mit Bildungseinrichtungen durchgeführt. Ziele der Arbeitseinsätze sind der Schutz und die Wiederherstellung der Ökosysteme, den Teilnehmenden die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit zu einem naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Weitere Informationen unter www.bergwaldprojekt.de.

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news-2775 Mon, 27 Jun 2022 08:31:17 +0200 Stabübergabe beim Staatsforstbetrieb Ruhpolding https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/stabuebergabe-beim-staatsforstbetrieb-ruhpolding.html Joachim Keßler folgt auf Paul Höglmüller <![CDATA[

Nach einer fast 45 Jahre dauernden forstlichen Laufbahn verabschiedete sich am heutigen Freitag Forstbetriebsleiter Paul Höglmüller in den Ruhestand. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde mit dem Forstwissenschaftler Joachim Keßler ein kompetenter Nachfolger vorgestellt. 

Eine forstliche Institution geht in Ruhestand. Wenn sich Paul Höglmüller in wenigen Tagen in den Ruhestand verabschiedet, geht eine fast 45-jährige Forstlaufbahn zu Ende. Eine Laufbahn, die sich sehen lassen kann, wie Manfred Kröninger, Vorstand der Bayerischen Staatsforsten, bei der Verabschiedung betonte: „Paul Höglmüller verkörpert den Försterberuf wie nur wenige andere. Für den Forstbetrieb Ruhpolding war er ein Glückfall, ein starker und glaubwürdiger Anwalt des Bergwaldes, weil er die Leidenschaft für den Waldbau mit einer besonderen Liebe für die Bergwälder der Region vereint,“ so Kröninger. „Im Namen des Unternehmens danke ich Herrn Höglmüller für seinen Einsatz, die Fachkompetenz und sein Fingerspitzengefühl bei der Bewirtschaftung der Wälder.“

Nach Studium an der LMU München und anschließendem Referendariat begann Höglmüller seine forstliche Laufbahn beim damaligen Forstamt Garmisch-Partenkirchen, wo er bei der Sanierung der wertvollen Schutz- und Bergwälder eingesetzt war. Mitte der 1980er Jahre wechselte er in seine Heimat an das Forstamt Marquartstein, dessen stellvertretende Leitung er bald darauf übernahm. Mit Gründung der Bayerischen Staatsforsten im Jahr 2005 wurde Höglmüller zum Leiter des neugegründeten Forstbetriebs Ruhpolding ernannt: eine Stelle, die, wie er selbst sagt, wie für ihn geschaffen war: „Damit ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen,“ so Höglmüller. „Ich wollte immer Förster werden, dem Hochgebirge mit seinen Wäldern, seiner Flora und Fauna gilt meine große Leidenschaft.“ Dass er für dieses spezielle Ökosystem Verantwortung übernehmen durfte und es mitgestalten konnte, erfüllt ihn mit großer Dankbarkeit: „Man muss sich bewusst sein, dass einem für einen gewissen Zeitraum eine Fläche anvertraut ist. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Daraus das Beste zu machen war für mich eine Verpflichtung, aber vor allem war es mir eine Freude,“ so Höglmüller, der sich nun darauf freut, etwas mehr Zeit für seine Familie und seinen Bauernhof zu haben.

Mit Joachim Keßler haben die Bayerischen Staatsforsten einen idealen Nachfolger gefunden, betonte Vorstand Manfred Kröninger. „Joachim Keßler bringt nicht nur dieselbe Begeisterung für die Bergwälder mit. Er hat auch das nötige Fachwissen und die Fähigkeit, Menschen für seine Ideen zu gewinnen. Dazu kommt, dass er als Kommunikationsexperte die Fähigkeit hat, forstliche Themen verständlich zu vermitteln.“

Keßler ist in der Oberpfalz aufgewachsen. Nach dem Studium der Forstwissenschaft in Freiburg kam er 2005 zu den Bayerischen Staatsforsten, wo er fünf Jahre in der Unternehmenskommunikation die Außendarstellung des Unternehmens prägte. 2010 wechselte Keßler als stellvertretender Forstbetriebsleiter nach Wasserburg, von 2016 bis 2020 war er Leiter des Spessart-Forstbetriebs in Heigenbrücken. Seither leitete er den Zentralen Einkauf der Bayerischen Staatsforsten. Wenn er zum 1. Juli offiziell die Leitung des Forstbetriebs Ruhpolding übernimmt, erwartet ihn die ganze Vielfalt forstlicher Aufgaben: „Die Bergwälder in und um Ruhpolding zu bewirtschaften heißt für mich, Forstwirtschaft und Tourismus, Naturschutz und Jagd unter einen Hut zu bekommen,“ so Keßler. „Diese unterschiedlichen Ansprüche an den Wald gilt es, bestmöglich zu moderieren und auszugleichen.“ Dazu will er schnellstmöglich das Gespräch mit den regionalen Interessensgruppen suchen. „Miteinander reden schafft Vertrauen und Verständnis füreinander. Wenn man dann auch noch zusammenarbeitet, kann man seine Ziele gemeinsam erreichen.“ Als Unterstützung weiß Keßler seine Kolleginnen und Kollegen vom Forstbetrieb hinter sich: „Mit meinem gut ausgebildeten und engagierten Forstbetriebsteam im Rücken gehe ich die neuen Aufgaben mit Optimismus an“, sagte Keßler.

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news-2774 Fri, 24 Jun 2022 15:38:17 +0200 Freier Kopf beim Studieren: Deutschlandstipendium für Studierende des Forstingenieurwesens https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/freier-kopf-beim-studieren-deutschlandstipendium-fuer-studierende-des-forstingenieurwesens.html <![CDATA[

27. Juni 2022, Haag an der Amper - Jedes Jahr fördern wir vier Studierende des Bachelor-Studiengangs Forstingenieurwesen mit monatlich 150 Euro. Der Bund zahlt nochmal 150 Euro drauf. Das Stipendium gilt ein Jahr lang, danach wird neu ausgewählt. Dabei zählen zur einen Hälfte die Noten, zur anderen Hälfte das soziale Engagement und der persönliche Background.

Durch die kleine Finanzspritze sollen sich die Stipendiatinnen und Stipendiaten voll auf ihr Studium konzentrieren können ohne nebenbei Geld verdienen zu müssen. Wir hoffen auch, dass dadurch mehr Zeit für soziales oder politisches Engagement bleibt.

Die feierliche Übergabe der Stipendienurkunden fand dieses Jahr am 21. Juni in Haag an der Amper statt. In einem geschmückten Saal saßen die Vertreter von Stiftungen, Unternehmen und Privatpersonen mit ihren Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Professorinnen und Professoren zusammen, lernten sich kennen, sprachen über Zukunftspläne und diskutierten politische Themen.

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news-2773 Wed, 22 Jun 2022 16:12:16 +0200 Mit dem Hubschrauber auf Borkenkäferfang https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/mit-dem-hubschrauber-auf-borkenkaeferfang.html <![CDATA[

22. Juni 2022, Hinterstein – Durch die bereits seit Mitte Mai hohen Temperaturen konnte auch der Borkenkäfer frühzeitig schwärmen. Noch gut getarnt unter der Rinde, zeigt sich jetzt dem geschulten Auge nach und nach, was er derzeit in unseren Wäldern so treibt.

Bereits letzten Sommer sind vermehrt Fichten, oft nesterweise im Bergwald im südlichen Oberallgäu, durch Borkenkäferbefall abgestorben. Da er vor zwei Jahren überall aufgrund von Windwürfen Brutmaterial fand, konnte sich der Borkenkäfer – bei uns vor allem der sogenannte Buchdrucker – stark vermehren. „Auch dieses Jahr gehen wir davon aus, dass mit Käferbefall in ähnlichem Umfang wie letztes Jahr gerechnet werden muss“, erklärt Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting. „Um den Schaden möglichst begrenzt zu halten, hilft nur die intensive Kontrolle unserer Wälder. Bereits bevor die Nadeln rot werden und die Rinde abzufallen beginnt, wird nach Einbohrlöchern und Bohrmehl Ausschau gehalten. Die befallenen Fichten müssen wir dann so schnell wie möglich aufarbeiten und aus dem Wald bringen, bevor der Käfernachwuchs noch größere Schäden anrichtet. Das ist immer ein Wettlauf mit der Zeit“, so Oetting weiter.

Im Gebirge wird die Arbeit aufgrund der oft steilen Hänge und der großen Entfernungen zu Forstwegen sehr schwierig. In Lagen, die mit dem Schlepper nicht befahrbar sind, werden deshalb normalerweise mobile Seilkräne zur Holzbringung eingesetzt. Da der Borkenkäfer aber oft in kleineren Nestern verstreut am Hang auftritt, ist dann ein Seilkraneinsatz nicht wirtschaftlich. Hier hilft dann nur noch der Hubschrauber, der das eingeschlagene Holz ins Tal bringt. Als Alternative bleibt nur die Entrindung der gefällten Stämme von Hand mit dem Schäleisen oder einem Anbaugerät an die Motorsäge vor Ort. Dies ist sehr zeitaufwendig und hat den Nachteil, dass die Borkenkäferbrut nur dann abstirbt, solange sie im Larvenstadium, dem sogenannten weißen Stadium, ist. Altkäfer und bereits ausgebildete Jungkäfer überleben und befallen weitere Bäume. Meistens sind alle Entwicklungsstadien in einem befallenen Baum vertreten und somit ist die Handentrindung weniger effektiv.

„Da unsere Forstwirte in letzter Zeit bei Kontrollgängen im Hintersteiner Tal auch einige Käfernester in unzugänglichen Lagen gefunden haben, läuft jetzt die Aufarbeitung und Hubschrauberbringung“, erläutert Revierförster Rainer Ruf. „Zum Glück ist diese nicht ungefährliche Arbeit am Steilhang bereits seit mehreren Jahren zwischen unseren Forstwirten und einer regelmäßig im Allgäu eingesetzten Helikopterfirma eingespielt“, so Ruf weiter. „Unsere Forstwirte fällen und entasten die Bäume und längen sie zu Transportstücken von maximal einer Tonne ab. Beim Fliegen unterstützen sie die Mannschaft der Hubschrauberfirma am Hang und Abladeplatz. Ein gut eingespieltes Team und ein versierter Pilot sind das A und O bei dieser Arbeit, die nur absoluten Profis vorbehalten ist.“

Dieses Aufarbeitungsverfahren mit Hubschrauberbringung ist zwar mit Kosten von über 100 € pro Festmeter sehr teuer. Aber letztendlich verhindert jede rechtzeitig aufgearbeitete Fichte, dass noch mehr gesunde Bäume befallen werden und sowohl der Schaden für den Waldbesitzer, als auch der gesellschaftlich Schaden - wenn Schutzwälder befallen werden – nicht noch größer wird.

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news-2771 Tue, 21 Jun 2022 08:18:25 +0200 Ottobeuren: Praxisanbauversuche – Neue Baumartenherkünfte für den Staatswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ottobeuren-praxisanbauversuche-neue-baumartenherkuenfte-fuer-den-staatswald.html <![CDATA[

20. Juni 2022, Ottobeuren - Der Forstbetrieb Ottobeuren setzt beim Waldbau im Klimawandel auch auf heimische bekannte Baumarten spezieller Herkünfte wie die rumänische Weißtanne. Deren genetisches Potenzial lässt eine bessere Anpassung an Trockenheit und Wärme erwarten. Die Eignung für bayerische Standorte soll mit Praxisanbauversuchen getestet werden.

Im Rahmen eines Praxisanbauversuchs haben Waldarbeiter des Forstbetriebs Ottobeuren im vergangenen Herbst rund 5.000 Weißtannensetzlinge rumänischer Herkunft gepflanzt. Die wertvollen Pflanzen stammen aus dem Pflanzgarten der Bayerischen Staatsforsten in Laufen und bilden nun die Grundlage für den rund zwei Hektar großen Praxisanbauversuch im Schönegger Forst bei Oberschönegg. „Es handelt sich ganz klar um die Art Abies alba, also um die allseits bekannte Weißtanne“, so der zuständige Revierförster Reinhard Mahr. Einziger Unterschied zur heimischen Weißtanne ist deren Herkunft: Die rumänische Weißtanne stammt aus der Region des rumänischen Karpatenbogens und besitzt ähnlich stabilisierende Eigenschaften wie die heimische Weißtanne. Dazu zählt ein tiefreichendes Wurzelwerk, mithilfe dessen die Weißtanne deutlich tiefere Bodenschichten erschließen kann als beispielsweise die Fichte. Dies macht sie weniger anfällig für Trockenheit und Windwurf.  „Die rumänische Vertreterin der Weißtanne könnte dank ihres breiteren genetischen Potenzials besser für das Klima gerüstet sein, welches in den nächsten Jahrzehnten in Bayern erwartet wird“, so Dr. Hermann S. Walter, Leiter des Forstbetriebs Ottobeuren der Bayerischen Staatsforsten. Die Weißtanne wächst schon lange bei uns. Während der Eiszeit zog sich die Baumart jedoch nach Südosteuropa zurück und wanderte nur sehr langsam wieder nach Westen. Diese Wanderung führte zu einem sogenannten „genetischen Flaschenhalseffekt“ und somit zu einer genetischen Verarmung bei unserer heutigen heimischen Weißtanne. Die rumänische Weißtanne jedoch hat ihre genetische Vielfalt vor Ort behalten. Dadurch lässt sie eine bessere Trocken- und Wärmeresistenz erwarten und zählt zu den Hoffnungsträgern beim Waldbau im Klimawandel. Mit dem Praxisanbauversuch soll nun getestet werden, ob die rumänische Weißtanne ihre vielversprechenden Eigenschaften auch in der Praxis zeigt. „Belastbare Ergebnisse werden uns aber erst in einigen Jahren vorliegen“, so der Forstbetriebsleiter.

Praxisanbauversuche sind genau geplante und streng überwachte Versuchspflanzungen, mithilfe derer die Bayerischen Staatsforsten rasche Erkenntnisse über alternative Baumarten und Herkünfte in der Praxis erlangen wollen.

 

Der Forstbetrieb Ottobeuren

Der Forstbetrieb Ottobeuren ist einer von 41 Forstbetrieben der Bayerischen Staatsforsten und bewirtschaftet mit rund 50 Beschäftigten den Staatswald von der Schotterriedel-landschaft über das Vorallgäu in die bewegte Allgäuer Jungmoränenlandschaft hinein. Nährstoffreiche Böden und reichlich Niederschläge erlauben den Bäumen herausragende Wuchsleistungen. Fichtendominierte Wälder werden sukzessive in standortgerechte Mischwälder mit Tanne, Buche und Edellaubbäumen umgebaut. Der Forstbetrieb setzt dabei auf eine naturnahe Forstwirtschaft mit einzelstammweiser Nutzung ohne Kahlschlag, erhöht den Totholzvorrat als elementares Strukturmerkmal für mehr Artenvielfalt im Wald, schützt dauerhaft Biotopbäume, setzt konsequent auf die natürliche Verjüngung unserer Wälder und schafft Raum für Erholungssuchende.

Mehr Informationen unter www.baysf.de/ottobeuren

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news-2770 Mon, 20 Jun 2022 17:34:38 +0200 Rettungsübung im Forstbetrieb Bad Brückenau https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/rettungsuebung-im-forstbetrieb-bad-brueckenau.html <![CDATA[

20. Juni 2022, Bad Brückenau – „B 2 PERSON“ lautete das Einsatzstichwort, als die Freiwillige Feuerwehr Steinach am Samstag, den 18.06.2022, zu einer Einsatzübung in das Forstrevier Unterebersbach der Bayerischen Staatsforsten ausrückte.

Am Rettungstreffpunkt NES-1033 „Bushaltestelle Unterebersbach“ wurden die Einsatzkräfte von Forstwirt Bastian Freibott in Empfang genommen, der selbst aktiver Feuerwehrmann in Steinach ist und von dem die Idee für diese Übung stammt. Nach kurzer Schilderung der Gefahrenlage (Brandentstehung bei Umbauarbeiten in einem der ehemaligen Munitionsbunker im Revier mit einer vermissten Person) führte Freibott zusammen mit Gruppenführer Christian Kuhn die Feuerwehr an das Übungsobjekt bei Unterebersbach.

Beim Eintreffen am Einsatzort konnte bereits eine starke Rauchentwicklung festgestellt werden. Auf der Anfahrt rüsteten sich bereits Atemschutzgeräteträger aus, um in das Brandobjekt vorzudringen, die vermisste Person zu retten und den Brand bekämpfen zu können. Besondere Schwierigkeiten gab es in der unterirdischen Anlage durch schwere Panzertüren, die gesichert werden mussten, verwinkelte Gänge, sowie herumliegendes Gefahrgut und das alles unter erheblicher Sichtbeeinträchtigung! Darüber hinaus machte die schwer erreichbare Lage im Wald ein Vordringen in das Übungsobjekt nicht gerade leicht. Einige Minuten nach Eintreffen am Einsatzort konnte die vermisste Person an den Rettungsdienst übergeben und „Feuer aus“ gemeldet werden.

Nach Rückbau der Ausrüstung und Lüftung der Bunkeranlage mittels Überdruckbelüfter konnte die Übung nach ca. einer Stunde beendet werden. Revierleiter André Schönfeldt, selber aktiver Feuerwehrmann in Unterebersbach, dankte den Einsatzkräften für ihr Engagement und bot an das Übungsobjekt auch weiterhin für Übungen zur Verfügung zu stellen. „Als Feuerwehrmann und Förster ist es mir eine Herzensangelegenheit die Feuerwehren der Region bei Übungen in den staatlichen Wäldern zu unterstützen. Neben den Munitionsbunkern gibt es noch mehrere Jagd- bzw. Diensthütten, verschiedene Gewässer sowie Offenlandflächen und natürlich jede Menge Wald im Revier.

Übungsszenarien lassen sich für jede Feuerwehr erarbeiten, egal wie groß oder klein Wehr und Ausrüstung sind“. „Gerade in Zeiten des Klimawandels werden Hitzesommer und Waldbrände auch bei uns zunehmen, weshalb ich nur jede Feuerwehr ermutigen kann rechtzeitig mit der Übung solcher Szenarien zu beginnen“, so Schönfeldt weiter. „Die Feuerwehr Steinach hat es vorgemacht. Sollten auch andere Feuerwehren Interesse an einer Übung im Wald meines Zuständigkeitsbereiches haben, können sie sich gerne bei mir melden“. Das 2000 ha große Forstrevier Unterebersbach grenzt an zahlreiche Ortschaften der Gemeinden Hohenroth, Niederlauer, Bad Bocklet sowie Münnerstadt an.

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news-2769 Mon, 20 Jun 2022 17:26:25 +0200 Seltene Schmetterlinge fliegen im Roggenburger Forst https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/seltene-schmetterlinge-fliegen-im-roggenburger-forst.html <![CDATA[

20. Juni 2022, Weißenhorn – Der Flug des Gelbringfalters ist charakteristisch: Der auf den ersten Blick unscheinbare Schmetterling „zackelt“ entlang von breiten, grasreichen Waldsäumen in Bodennähe und in Sträuchern umher. Erst aus der Nähe zeigt der Falter seine namensgebenden gelben Ringe auf den Unterseiten der Flügel, die von weißen Bändern umgeben sind.

So unscheinbar der Gelbringfalter wirken mag, so rar und selten ist er. Für Fachleute ist der Gelbringfalter ein absolutes Highlight, deutschlandweit gibt es ihn nur noch in Bayern und Baden-Württemberg, und das nur an einigen wenigen Standorten. Die Rote Liste weist den Gelbringfalter als „stark gefährdet“ aus, die FFH-Richtlinie führt ihn im Anhang IV, was einen strengen europäischen Schutzstatus bedeutet: Kein ganz gewöhnlicher Schmetterling.

Daher war die Freude bei den verantwortlichen Förstern des Forstbetriebs Weißenhorn der Bayerischen Staatsforsten und bei den Fachleuten der Höheren Naturschutzbehörde an der Regierung von Schwaben groß: Bei einem gemeinsamen Begang der Experten im Staatswald waren zahlreiche, vitale Exemplare des raren Schmetterlings zu beobachten. Im großen Staatswald-Gebiet „Roggenburger Forst“ im östlichen Landkreis Neu-Ulm fühlt sich die Falter-Rarität offensichtlich sehr wohl: „Ich hatte angesichts der Seltenheit der Art nicht mit so vielen Sichtungen bei unserem heutigen Begang gerechnet, das ist wirklich toll. Aber natürlich machen wir einiges für den Gelbringfalter bei unserer Waldarbeit: Wir schaffen breite, besonnte und krautreiche Waldinnenränder, die der Schmetterling bestens annimmt, wie man sieht“, freut sich der verantwortliche Leiter des Forstbetriebs Weißenhorn, Martin Eggert.

Eine systematische Kartierung der Schmetterlinge, die in diesem Gebiet vor einigen Jahren schon einmal erfolgte und seinerzeit ein stabiles Vorkommen aufzeigte, ist derzeit wieder in Vorbereitung. Die von der Höheren Naturschutzbehörde an der Regierung von Schwaben finanzierte Kartierung wird der Sachverständige Dr. Matthias Dolek durchführen, der ein renommierter Schmetterlingskenner ist: „Bei den Aufnahmen schaue ich mir mehr als 50 Waldorte in diesem Gebiet ganz genau an und erfasse die vorkommenden Schmetterlingsarten. Das Wetter muss dafür stimmen, warm, sonnig und nicht zu windig. Jetzt, Mitte Juni ist es optimal.“ Dann seien die Gelbringfalter-Männchen sehr aktiv, da sie auf der Suche nach den etwas später schlüpfenden Weibchen sind. Laut dem Experten profitiert der Gelbringfalter im Roggenburger Forst von den lichten, breiten Waldinnensäumen und dem Graswuchs auf den besonderen, schwer durchwurzelbaren Waldstandorten. Diese Mixtur sagt dem Falter zu; er braucht die grasigen Bereiche, in die er seine Eier ablegt. Die Weibchen setzen sich dazu kurz hin und lassen die Eier einfach fallen. „Ganz entscheidend für eine gute Entwicklung der Eier ist die Feuchtigkeit im Graswuchs auf dem Waldboden: Bleibt das Ei oben im Gras hängen, an einer direkt besonnten Stelle, dann stirbt es in weniger als einer halben Stunde ab. Aber hier passt offensichtlich vieles gut zusammen, wie uns die zahlreichen Gelbringfalter zeigen.“, zeigt sich der Schmetterlingskenner zufrieden.

Forstbetriebsleiter Eggert will auch zukünftig den Wald schmetterlingsfreundlich gestalten: „Auch wenn man den Eindruck haben kann, dass der Wald immer gleich aussieht: Tatsächlich verändert er sich sehr dynamisch und wächst schnell. Wir müssen deswegen aufpassen, dass die Waldinnenränder nicht zuwachsen, was dem Gelbringfalter sehr schaden würde. Entlang der Wege und Schneisen fördern wir gezielt Säume und Graswuchs, dafür muss dann auch der ein oder andere Baum weichen. Auch Sträucher müssen mit Mulchgeräten regelmäßig zurückgestutzt werden, was aufwändig ist. Zum Glück fördert der Freistaat Bayern über die Bayerische Forstverwaltung diese wichtigen Pflegemaßnahmen, so dass wir sie auch gut umsetzen können“.

Es schaut also gut aus für den raren Gelbringfalter in den Staatswäldern des östlichen Landkreises Neu-Ulm. Nun gilt es, die Ergebnisse der systematischen Bestandserfassungen im Roggenburger Staatswald abzuwarten. Die Experten sind sich einig – man darf optimistisch in die Zukunft schauen.

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news-2768 Fri, 17 Jun 2022 10:09:34 +0200 Hohe Waldbrandgefahr in Bayern https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/hohe-waldbrandgefahr-in-bayern.html Forstministerin Michaela Kaniber mahnt zur Vorsicht <![CDATA[

(16. Juni 2022) München – Die Waldbrandgefahr in Bayern ist erneut angestiegen: In weiten Teilen des Freistaats wird am Wochenende die zweithöchste Warnstufe vier erreicht. In Franken sowie in der Oberpfalz herrscht teilweise sogar die fünfte und damit höchste Gefahrenstufe. Forstministerin Michaela Kaniber appelliert deshalb eindringlich an alle Waldbesucher, sich unbedingt an das geltende Rauchverbot im Wald zu halten und bei Freizeitaktivitäten sehr aufmerksam zu sein: „In Bayerns Wäldern gilt jetzt äußerste Vorsicht! Die Böden sind vielerorts mit trockenen, leicht entzündlichen, Blättern, Zweigen und Nadeln bedeckt. Da kann schon ein Funke oder eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe ausreichen, um unbeabsichtigt einen folgenschweren Brand auszulösen“.

Auch das Risiko von Fahrzeugen mit heißen Katalysatoren ist hoch: Schon im Eigeninteresse sollte man keinesfalls auf leicht entzündbarem Untergrund parken. Die Ministerin empfiehlt zudem allen Waldbesitzern dringend, bei Waldarbeiten anfallendes Holz, Reisig oder Kronenmaterial nicht zu verbrennen, sondern abzutransportieren oder zu hacken. Besonders brandgefährdet sind lichte Kiefern- und Fichtenbestände, sonnige Südhanglagen sowie stark frequentierte Wälder in den Ausflugsgebieten. Eine Entspannung der Gefahrensituation wird erst nach ergiebigen Regenfällen erwartet.

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news-2767 Fri, 17 Jun 2022 09:02:37 +0200 Trubel genießen oder Stille erfahren https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/trubel-geniessen-oder-stille-erfahren-1.html Baumwipfelpfad Steigerwald stellt Programm vor <![CDATA[

Ebrach, 15. Juni 2022 – Wer denkt, man könne auf dem Baumwipfelpfad  in Ebrach „nur“ über den Wipfeln der Bäume flanieren und die Aussicht vom 42 Meter hohen Turm genießen, der hat weit gefehlt: Passend zum Sommer stellt der Baumwipfelpfad Steigerwald sein neues Veranstaltungsprogramm vor – von Führungen im Mondschein, über sportliche Events wie Yoga und Halbmarathon, bis zur Dorfheldentour und dem Familienwochenende für Groß und Klein ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Die Highlights:

Das nächste große Event findet bereits Ende Juni statt. Dann markiert das attraktive Ausflugsziel den höchsten Punkt der Strecke des Panorama- Baumwipfel-Laufs. Alle Laufstrecken starten am 25. Juni

in Oberschwarzach. Die Routen des 12 km-Laufs und des Halbmarathons führen als Höhepunkt über den Pfad und bis hinauf zum Turm! „Für die naturbegeisterten Läufer ist das jedes Mal ein erhebendes Gefühl und ein Erlebnis der besonderen Art.“, verspricht Sandra Fischer, Leiterin des Baumwipfelpfads in Ebrach. Aus Sicherheitsgründen wird der Pfad für Besucher bereits ab 16:30 Uhr geschlossen, letzter Einlass 15:30 Uhr. Weitere Informationen unter: panorama-baumwipfel-lauf.de

Eine Woche später steht dann das nächste Highlight vor der Tür: Am Freitag, den 1. Juli 2022  gastiert die Dorfheldentour 2022 am Baumwipfelpfad. Ebrach markiert somit die sechste von insgesamt zehn Stationen, bei der  sich ausgewählte Ortschaften, von Unterfranken bis Niederbayern, der Dorfwette von TV Oberfranken und der Bayernwerk Netzwerk GmbH stellen. Dazu verwandelt sich der Festplatz am Baumwipfelpfad in die Bühne, auf der der Ebracher Bürgermeister Daniel Vinzens ab 09:00 Uhr die Dorfwette für sich und seine Bürgerinnen und Bürgern erhält. Insgesamt fünf Stunden haben die Ebracher dann Zeit, die Wette, die eigens auf sie zugeschnitten wurde, zu erfüllen und sich 3.000,00 € Siegprämie zu sichern. „Wir sind schon sehr gespannt, welche Aufgabe sich TVO und bayernwerk für die Ebracher ausgedacht haben und freuen uns, dass wir Teil der Dorfheldentour 2022 sind.", erklärt Sandra Fischer, Leiterin des Baumwipfelpfads Steigerwald und wünscht allen Teilnehmenden viel Spaß und Erfolg.

Doch die Dorfheldentour ist nicht der einzige Höhepunkt an diesem Wochenende: „Vom 2. bis 3. Juli laden wir zum Familienwochenende ein. Unsere Besucher dürfen sich über ganztags reduzierte Eintrittspreise zum Pfad freuen. „Auf unserem Gelände bieten wir unseren Besuchern das ganze Wochenende ein spannendes und lustiges Programm von tollen Outdoorspielen für alle Altersgruppen bis hin zum Bogenschießparcours für Besucher ab 12 Jahren. Am Sonntag können wir uns vom Zauberer Matzelli verzaubern lassen und sogar mit einer waschechten Zirkusartistin ein paar Zirkuslektionen einstudieren!“ freut sich Sandra Fischer, Leiterin des Baumwipfelpfads in Ebrach. 

Am Freitag, den 5. August ist weniger Trubel als Ruhe angesagt: Beim Pfadyoga mit der ärztlich geprüften Yogalehrerin und Mentaltrainerin Karin Heiniger können Yogabegeisterte umgeben vom wunderschönen Steigerwald dem Geist ein Pause gönnen – mit sanften Asanas (Körperübungen), Meditation und Achtsamkeits- übungen. 

Wiederkehrende Attraktionen und Themenführungen

Neben den ausgewählten Highlights bietet das beliebte Ausflugsziel im Steigerwald wiederkehrende Attraktionen. „Ab Mitte Juni gibt es insgesamt noch fünf Termine, an denen wir den Pfad erst nach 21:30 Uhr schließen. Mit den verlängerten Öffnungszeiten lassen sich die warmen Sommertage gemütlich ausklingen. Und wer möchte, kann mit den beliebten Picknickkörben aus unserer Gastronomie den Sonnenuntergang bei Speis und Trank genießen.“, informiert Fischer (Vorbestellung erwünscht).

„Für alle Nachteulen und Romantiker haben wir noch ein besonderes Schmankerl: An den kommenden Vollmondnächten am 13. Juli und 12. August lässt sich der Pfad bei Mondenschein erkunden, Führung inklusive.“ Wer auf Spontanität setzt und nicht gerne im Voraus plant, der profitiert von den regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen. „In ungefähr eineinhalb Stunden erfahren unsere Besucherinnen und Besucher bei unseren öffentlichen Pfadführungen alles Wichtige zum Pfad, dem Steigerwald, seinen Tieren sowie der Arbeit unserer Försterinnen und Förster.“ Die Teilnahme ist ganz unkompliziert: Treffpunkt ist samstags um 14:30 Uhr an der Kasse, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich, zusätzlich zum Eintritt sind 4,00 € für die Führung zu entrichten.

Eine richtige Hoch Zeit genießen

Seit Juni ist der Baumwipfelpfad Ebrach offiziell gewidmeter Trauort. An jährlich einigen wenigen mit dem Standesamt in Ebrach festgelegten Terminen können Heiratswillige sich auf dem Baumwipfelpfad das Ja-Wort in luftiger Höhe geben. Erstmals wird dies für Kurzentschlossene bereits im Sommer 2022 möglich sein.

„Der Baumwipfelpfad an sich schafft schon viele unvergessliche Momente, aber was kann noch unvergessener sein als die eigene Heirat auf unserem Pfad?“, freut sich Sandra Fischer. Für Interessierte gilt, wer zuerst kommt, der heiratet zuerst – das heißt, schnell sein lohnt sich: Um sich einen der begehrten Termine zu sichern, können Brautpaare sich telefonisch über das Infotelefon des Baumwipfelpfads oder direkt über das Standesamt Ebrach zu den konkreten Terminen, Preisen, Zusatzleistungen und weiteren Rahmenbedingungen informieren und anmelden. 

  • Standesamt Ebrach: Ansprechpartnerin Eva Götz, Rathausplatz 2, 96157 Ebrach, 09553/922018
  • Baumwipfelpfad Infotelefon: 09553/98980102

Kreativ sein am Pfad

Noch immer läuft der Wettbewerb für die kreativste Idee: Alle Kids und Teens können sich vor Ort Inspiration für ihren Kugelpfadvorschlag holen: „Ein paar schöne Vorschläge haben wir schon bekommen und sind gespannt, was noch kommt.“, freut sich Fischer. Neben Ruhm und Ehre gibt es tolle Preise zu gewinnen: Der glückliche Gewinner darf sich auf die Umsetzung seiner Idee freuen. Einsendeschluss ist der 16. September 2022, alle Ideen, egal ob als PDF, Brief, Videobotschaft oder Bastelei sind herzlich willkommen und können per E- Mail an info-baumwipfelpfad@baysf.de, per Post, oder vor Ort in einen von zwei Briefkästen (am Pfad und am Verwaltungsgebäude) abgegeben werden: Baumwipfelpfad Ebrach, Radstein 2, 96157 Ebrach.

Das Veranstaltungsprogramm auf einen Blick

  • jeden Samstag, ab 14:30 Uhr: Öffentliche Führung
  • 9.7., 23.7., 6.8., 20.8.. 3.9.: Längere Öffnungszeiten bis 21:30 Uhr
  • 25. Juni: Panorama-Baumwipfel-Lauf
  • 1. Juli: Dorfheldentour 2022
  • 2. & 3. Juli: Familienwochenende
  • 31. Juli: Regionalmarkt
  • 13. Juli: Mondscheinführung
  • 05. August: Yoga auf dem Pfad
  • 12. August: Mondscheinführung
  • 16. September: Einsendeschluss Ideenwettbewerb
  • 02. Oktober: Regionalmarkt
  • 31. Oktober: Halloween Special

Bei Fragen zum Programm, rund um den Pfad oder zum Ideenwettbewerb steht das Team des Baumwipfelpfads Steigerwald unter 09553-98 980-102 gerne zur Verfügung.

Das Programm zum Download

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Baumwipfelpfad Steigerwald Newsticker Startseite Baumwipfelpfad Steigerwald Nachrichten
news-2765 Fri, 17 Jun 2022 08:17:42 +0200 Baumfällungen entlang des Innuferweges https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/baumfaellungen-entlang-des-innuferweges.html Maßnahme für die Verkehrssicherung <![CDATA[

In der Woche von 20. Juni bis 24. Juni 2022 führt der Forstbetrieb Neureichenau der Bayerischen Staatsforsten einen dringend notwendigen Verkehrssicherungshieb entlang des Inns durch. Bei der Maßnahme werden vor allem Eschen gefällt, die am sogenannten Eschentriebsterben erkrankt sind. Diese teils mächtigen Bäume stellen für alle Spaziergänger und Radfahrer am Innuferweg ein hohes Risiko dar. Äste und ganze Kronenteile sterben ab, Wurzelteile und Stamminneres verfaulen mehr oder weniger schnell, die Bäume können plötzlich brechen oder umstürzen.

Mitarbeiter des Forstbetriebs haben in den letzten Wochen Baum für Baum kontrolliert und alle gefährlichen Bäume – nicht nur Eschen – markiert. „Wir sind wie alle Waldbesitzer in Bayern dazu verpflichtet, unsere Waldbestände entlang von Straßen oder Bahnlinien mit den zuständigen Stellen jährlich zu kontrollieren und die nötige Sicherheit zu gewährleisten. Dies gilt auch für den stark frequentierten Innuferweg.“ erklärt Lermer. Das bei der aktuellen Maßnahme anfallende Holz wird überwiegend in der Fläche als wertvolles Totholz belassen. Für die Öffentlichkeit wird es eine Woche lang zu kurzfristigen Behinderungen und Sperrungen kommen. Wir bitten dafür um Verständnis!

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Forstbetrieb Neureichenau Nachrichten
news-2766 Wed, 15 Jun 2022 08:49:00 +0200 Startschuss für neues Erholungskonzept https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/startschuss-fuer-neues-erholungskonzept.html Zusammenarbeit für die Region <![CDATA[

Die Bayerischen Staatsforsten fördern im Rahmen ihrer Unternehmensphilosophie die Erholungsnutzung in den staatlichen Wäldern. Dabei gilt es die verschiedenen Ansprüche auf den gleichen Flächen und Wegen abzustimmen. Die Forstbetriebe haben deshalb regionale Erholungskonzepte für ihre Zuständigkeitsbereiche erarbeitet. Das Nutzungsverhalten der Waldbesucher hat sich in den vergangenen Jahren verändert, coronabedingt ist der Besucherdruck auf Wald und Natur erheblich gestiegen. Diverse Angebote von Firmen und Privatpersonen rund um Gesundheit im Wald, Touren-Apps, Mountainbikegruppen usw. wirken sich unmittelbar auf die Wälder und alle Besucher aus. Daher überarbeitet der Forstbetrieb Neureichenau das bestehende Erholungskonzept aus dem Jahr 2007 und wird die bereits bestehenden Einrichtungen darstellen und diese um neue und geplante Vorhaben erweitern.

Die Partner vor Ort, Gemeinden, Wald-, Wandervereine und insbesondere Bayerische Forstverwaltung sowie Naturschutzbehörde sind als wichtige Partner in die Überarbeitung einbezogen. Das Regionale Erholungskonzepte soll helfen, Konfliktfelder zu entschärfen, Infrastrukturangebote zu verbessern oder zu schaffen. Zudem ist es ein notwendiger Baustein für die Förderung der Erholungsangebote im Staatswald mittels der sog. „Besonderen Gemeinwohlleistungen“. Im Gebiet der Gemeinde Neuburg am Inn erarbeiten Waldverein und Gemeinde zusammen mit dem Forstbetrieb Neureichenau beispielhaft das Angebot an Wanderund Radwegen sowie Parkplätzen. “Ursprünglich sind alle Forstwege hauptsächlich für die Bewirtschaftung des Waldes gebaut worden, um den Rohstoff Holz produzieren zu können und die Waldgebiete für den Transport zu erschließen. Für Erholungsuchende sind die Wege willkommene Einrichtungen, versehen mit Park- und Rastplätzen. So können viele Menschen dank oder trotz der Bewirtschaftung die erholsame Wirkung des Waldes erleben und genießen“. Natürlich kann es bei der Bewirtschaftung der Wälder auch gelegentlich zu Einschränkungen des Erholungsbetriebes kommen. Neben speziellen Wander- und Radwegen, Loipen, Waldlehr- und Erlebnispfaden, Parkplätzen werden Trekkingplätze und Rastplätze angeboten. Spezielle Erholungsbereiche, wie z.B. der Ludwig-Winneberger-Hain (das „Arboretum“ im Gemeindegebiet Neuburg am Inn), Dreisesselberg, Almberg, Haidel, das renovierte Mauritzhaus und natürlich 18.000 ha Staatswald sowie ein ausgedehntes Forstwegenetz bieten in den Landkreisen Freyung-Grafenau und Passau und im Stadtgebiet Passau viel Raum für Freizeit und Erholung. Wald als naturnaher Lebensraum ist von überragender Bedeutung für die Erholung der Menschen. Der Münchner Mikrobiologe und Hygieniker Prof. Eyer soll 1962 festgestellt haben, dass „Waldbesuchen Werte zugemessen werden können, die den Inhalt halber Apotheken zu kompensieren vermögen.“ Der Forstbetrieb Neureichenau wünscht allen Waldbesuchern viel Freude und gute Erholung in den Staatswäldern unserer Region.

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news-2763 Tue, 14 Jun 2022 13:25:36 +0200 Erste Trainees der Bayerischen Staatsforsten beenden erfolgreich Traineeprogramm https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/erste-trainees-der-bayerischen-staatsforsten-beenden-erfolgreich-traineeprogramm.html <![CDATA[

Mit Bravour bestanden! Ende Mai 2022 haben die ersten Trainees der Bayerischen Staatsforsten ihr Traineeprogramm erfolgreich abgeschlossen. Zwei intensive und spannende Jahre liegen hinter den frisch gebackenen Absolvent:innen, die sich ab jetzt „Staatlich geprüfter Forstassessor“ bzw. „Staatlich geprüfte Forstassessorin“ nennen dürfen.

Während des Traineeprogramms durchlaufen die Teilnehmer:innen mehrere Ausbildungsabschnitte sowohl bei der Bayerischen Forstverwaltung als auch bei den Bayerischen Staatsforsten. Dabei wechseln sich Praxis- und Theoriephasen ab. Und genau das bewerten die Absolvent:innen rückblickend als sehr positiv. „Durch die Kombination von theoretischen Lehrgängen und der Möglichkeit, das Gelernte direkt in den Praxisphasen bei der Forstverwaltung und den Bayerischen Staatsforsten umsetzen zu können, bereitet einen das Traineeprogramm sehr gut auf das spätere Berufsleben vor“, sagt Frauke Holland.  Auch für Antonius Haane birgt die Mischung aus Theorie und Praxis einen großen Vorteil im Hinblick auf das Berufsleben: „Als Trainee bei der BaySF habe ich, besonders durch die verschiedenen Ausbildungsabschnitte, die Vielseitigkeit der Forstwirtschaft in Bayern kennengelernt.“

Bei aller fachlichen Ausbildung ist aber auch wichtig, dass die Trainees von Beginn an Teil der BaySF-Familie sind. Thiemo Steuer hat dies während der Traineezeit kennen und schätzen gelernt: „Im Traineeprogramm bei der BaySF lernte ich viele nette Kollegen und Freunde kennen. Die ausbildungsbegleitende Integration in das Unternehmen macht viel Freude.“  Und auch Dr. Roman Koster kann dies nur bestätigen: „Als Trainee bei der BaySF fühlte ich mich von Anfang an als Teil des Unternehmens.“

Seit 01.06.2022 sind die vier Trainees nun in einem unbefristeten Angestelltenverhältnis bei den BaySF beschäftigt und starten gleich an vier unserer Forstbetriebe als Unterstützung der Forstbetriebsleitung voll durch. Wir freuen uns mit den neuen Kolleg:innen über die bestandene Prüfung und wünschen einen guten Start!

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news-2762 Mon, 13 Jun 2022 15:58:32 +0200 Fichtelberg: „Fichte sticht, Tanne nicht“ - Waldführung für Ministranten aus Wunsiedel https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/fichtelberg-fichte-sticht-tanne-nicht-waldfuehrung-fuer-ministranten-aus-wunsiedel.html <![CDATA[

10. Juni 2022, Fichtelberg – 30 Teilnehmer:innen eines Zeltlagers konnten für eine Woche intensiv den Wald bei den Bayerischen Staatsforsten erleben und die Natur abseits des normalen Alltags genießen. Als Höhepunkt der Tage erforschten die Teilnehmer bei einer gemeinsamen Exkursion mit Förstern den Fichtelgebirgswald.

„Ich habe heute ganz viel Neues über den Wald erfahren“ freute sich eine der Ministrantinnen der katholischen Kirchengemeinde Wunsiedel nach einer Waldführung der Bayerischen Staatsforsten. „Und dass wir so viel selber machen durften, war richtig cool.“

30 Kinder und jungen Erwachsenen veranstalteten mit einigen Betreuern unter der Leitung von Andreas Büttner von der Katholischen Pfarrei Wunsiedel ein Zeltlager. Auf einer idyllischen Lichtung mit Blockhütte im Staatswald bei Ahornberg hatten sie ihr Camp aufgeschlagen. Gemeinsam mit den angehenden Förstern Tanja Schäfer, Jane Lorenz, Lukas Baden und Maximilian Koch durften sie einen Vormittag lang den Wald mit den Forstfachleuten erleben.

Dabei lernten die Teilnehmer spielerisch einige Baumarten mit ihren Früchten kennen und wie man diese unterscheiden kann. So gibt es zum Beispiel bei den Nadeln der Baumarten Fichte und Tanne den Merksatz „Fichte sticht, Tanne nicht!“. Die Förster zeigten den Gruppen auch, was ihre täglichen Aufgaben im Wald sind: hierbei spielt der Umbau der Fichten-Reinbeständen, die nur aus einer einzigen Baumart bestehen, in klimastabile und zukunftssichere Mischwälder mit Buchen, Tannen, Douglasien und andere Baumarten eine große Rolle. „Wenn ein Schädling wie zum Beispiel der Borkenkäfer auftaucht, der auf die Fichte spezialisiert ist, kann es passieren, dass er in einem Reinbestand alle Bäume vernichtet und wir dann keinen Wald mehr haben. In einem Mischwald werden zwar auch ein paar Bäume absterben, aber durch die vielen anderen Baumarten, bleibt uns der Wald als solcher erhalten!“, erklärte Maximilian Koch den jungen Zuhörern.

Aber natürlich gibt es im Wald nicht nur Bäume. Auch verschiedene Tiere, die im Wald leben und die Spuren, die sie dort hinterlassen, entdeckten die Kinder. Verschiedene Trittsiegel gab es zu bestaunen und sogar ein Hirschgeweih.

Alle Exkursionsteilnehmer waren begeistert, was es im Wald alles zu entdecken und zu lernen gibt. Auch die selbstgebastelten Namensschilder aus Birke und die Holzstifte aus heimischer Linde, die als kleine „Giveaways“ vorbereitet wurden, kamen bei allen Teilnehmern super an.

„Nächstes Jahr werden wir uns wieder bei den Bayerischen Staatsforsten melden“, sagte Andreas Büttner, der Leiter der Zeltlager-Gruppe zum Abschluss. „So eine Waldführung rundet das Naturerlebnis richtig schön ab.“

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news-2761 Mon, 13 Jun 2022 11:00:00 +0200 Traut ihr euch? Heiraten auf dem Baumwipfelpfad https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/traut-ihr-euch-heiraten-auf-dem-baumwipfelpfad.html <![CDATA[

Baumwipfelpfad ist offiziell gewidmeter Trauort!

Ebrach, 13. Juni - Die Liste der beliebtesten Hochzeitslocations wird bislang angeführt von Burgen und Schlössern, Meer und weißem Sandstrand.
Seit Juni 2022 sorgt künftig auch der Baumwipfelpfad Steigerwald in Ebrach für unvergessliche Hochzeitsmomente in luftiger Höhe. Als offiziell gewidmeter Trauort bietet der Baumwipfelpfad damit ab dem siebten Jahr nach seiner Eröffnung ein weiteres Highlight für seine Besucherinnen und Besucher. An ausgewählten und vorab mit dem Standesamt in Ebrach festgelegten Terminen können Heiratswillige sich auf dem Pfad das Ja-Wort geben – Zusatzleistungen wie Sektempfang und Catering sind optional über die Gastronomie am Baumwipfelpfad buchbar.

Der Baumwipfelpfad hat Einiges zu bieten: Vom Pfaderlebnis an sich, über Themenführungen, Yoga auf dem Turm, Familienveranstaltungen, Regionalmärkte bis hin zu Geburtstagspartys für Kinder, wächst das Angebot rund um den Pfad stetig an.

Baumwipfelpfad ist offiziell gewidmeter Trauort

Seit Juni 2022 wartet das beliebte Ausflugsziel in Ebrach nun mit einem weiteren Highlight für unvergessliche Momente auf: Heiraten auf dem Baumwipfelpfad.

„Wir freuen uns, dass wir seit Juni 2022 als offizieller Ort für standesamtliche Trauungen eingetragen sind. Der Baumwipfelpfad an sich schafft schon viele unvergessliche Momente, aber was kann noch unvergessener sein als die eigene Heirat auf unserem Pfad?“ freut sich Sandra Fischer, Leiterin des Baumwipfelpfads in Ebrach. An jährlich einigen wenigen mit dem Standesamt in Ebrach festgelegten Terminen können Heiratswillige sich auf dem Baumwipfelpfad das Ja-Wort in luftiger Höhe geben. Erstmals wird dies für Kurzentschlossene bereits im Sommer 2022 möglich sein.

Die Trauung findet auf der unteren Turmplattform im Schutze der ausladenden Krone der ehrwürdigen Turmbuche statt. Der 42-Meter hohe Turm bietet dabei im Anschluss an die Zeremonie nicht nur eine wunderschöne Aussicht und die perfekte Fotolocation, sondern auch genügend Platz für jede Menge Gäste.

„Geheiratet wird freitags gegen 12 Uhr oder samstags gegen 10 Uhr. Der Turm bleibt während der Trauung für die Öffentlichkeit gesperrt, bei Bedarf bietet unser Gastronomiebetrieb auch Sekt, Häppchen und Co“, so Sandra Fischer über das neue Angebot am Pfad.

Ja, wir wollen!

Für Interessierte gilt, wer zuerst kommt, der heiratet zuerst – das heißt, schnell sein lohnt sich. Um sich einen der begehrten Termine zu sichern, können Brautpaare sich telefonisch über das Infotelefon des Baumwipfelpfads oder direkt über das Standesamt Ebrach zu den konkreten Terminen, Preisen, Zusatzleistungen und weiteren Rahmenbedingungen informieren und anmelden.

  • Standesamt Ebrach: Ansprechpartnerin Eva Götz, Rathausplatz 2, 96157 Ebrach, 09553/922018
  • Baumwipfelpfad Infotelefon: 09553/98980102

 

Hochzeitstermine 2022

Die Termine für 2022 folgen in Kürze hier.

 

Presseinformation

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news-2764 Mon, 13 Jun 2022 11:00:00 +0200 Trubel genießen oder Stille erfahren https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/trubel-geniessen-oder-stille-erfahren.html <![CDATA[

Der Baumwipfelpfad Steigerwald bietet für die Sommermonate ein buntes Veranstaltungsprogramm.

Ebrach, 15. Juni 2022 – Wer denkt, man könne auf dem Baumwipfelpfad in Ebrach „nur“ über den Wipfeln der Bäume flanieren und die Aussicht vom 42 Meter hohen Turm genießen, der hat weit gefehlt: Passend zum Sommer stellt der Baumwipfelpfad Steigerwald sein neues Veranstaltungsprogramm vor – von Führungen im Mondschein, über sportliche Events wie Yoga und Halbmarathon, bis zur Dorfheldentour und dem Familienwochenende für Groß und Klein ist für jeden Geschmack etwas dabei.

 

Die Highlights

Das nächste große Event findet bereits Ende Juni statt. Dann markiert das attraktive Ausflugsziel den höchsten Punkt der Strecke des Panorama-Baumwipfel-Laufs. Alle Laufstrecken starten am 25. Juni

in Oberschwarzach. Die Routen des 12 km-Laufs und des Halbmarathons führen als Höhepunkt über den Pfad und bis hinauf zum Turm! „Für die naturbegeisterten Läufer ist das jedes Mal ein erhebendes Gefühl und ein Erlebnis der besonderen Art.“, verspricht Sandra Fischer, Leiterin des Baumwipfelpfads in Ebrach.  Aus Sicherheitsgründen wird der Pfad für Besucher bereits ab 16:30 Uhr geschlossen, letzter Einlass 15:30 Uhr. Weitere Informationen unter: panorama-baumwipfel-lauf.de

Eine Woche später steht dann das nächste Highlight vor der Tür: Am Freitag, den 1. Juli 2022 gastiert die Dorfheldentour 2022 am Baumwipfelpfad. Ebrach markiert somit die sechste von insgesamt zehn Stationen, bei der sich ausgewählte Ortschaften, von Unterfranken bis Niederbayern, der Dorfwette von TV Oberfranken und der Bayernwerk Netzwerk GmbH stellen. Dazu verwandelt sich der Festplatz am Baumwipfelpfad in die Bühne, auf der der Ebracher Bürgermeister Daniel Vinzens ab 09:00 Uhr die Dorfwette für sich und seine Bürgerinnen und Bürgern erhält. Insgesamt fünf Stunden haben die Ebracher dann Zeit, die Wette, die eigens auf sie zugeschnitten wurde, zu erfüllen und sich 3.000,00 € Siegprämie zu sichern. „Wir sind schon sehr gespannt, welche Aufgabe sich TVO und bayernwerk für die Ebracher ausgedacht haben und freuen uns, dass wir Teil der Dorfheldentour 2022 sind.", erklärt Sandra Fischer, Leiterin des Baumwipfelpfads Steigerwald und wünscht allen Teilnehmenden viel Spaß und Erfolg.

Doch die Dorfheldentour ist nicht der einzige Höhepunkt an diesem Wochenende:  „Vom 2. bis 3. Juli laden wir zum Familienwochenende ein. Unsere Besucher dürfen sich über ganztags reduzierte Eintrittspreise zum Pfad freuen. „Auf unserem Gelände bieten wir unseren Besuchern das ganze Wochenende ein spannendes und lustiges Programm von tollen Outdoorspielen für alle Altersgruppen bis hin zum Bogenschießparcours für Besucher ab 12 Jahren. Am Sonntag können wir uns vom Zauberer Matzelli verzaubern lassen und sogar mit einer waschechten Zirkusartistin ein paar Zirkuslektionen einstudieren!“ freut sich Sandra Fischer, Leiterin des Baumwipfelpfads in Ebrach.

Am Freitag, den 5. August ist weniger Trubel als Ruhe angesagt: Beim Pfadyoga mit der ärztlich geprüften Yogalehrerin und Mentaltrainerin Karin Heiniger können Yogabegeisterte umgeben vom wunderschönen Steigerwald dem Geist ein Pause gönnen – mit sanften Asanas (Körperübungen), Meditation und Achtsamkeits-übungen.

 

Wiederkehrende Attraktionen und Themenführungen

Neben den ausgewählten Highlights bietet das beliebte Ausflugsziel im Steigerwald wiederkehrende Attraktionen. „Ab Mitte Juni gibt es insgesamt noch fünf Termine, an denen wir den Pfad erst nach 21:30 Uhr schließen. Mit den verlängerten Öffnungszeiten lassen sich die warmen Sommertage gemütlich ausklingen. Und wer möchte, kann mit den beliebten Picknickkörben aus unserer Gastronomie den Sonnenuntergang bei Speis und Trank genießen.“, informiert Fischer (Vorbestellung erwünscht).

„Für alle Nachteulen und Romantiker haben wir noch ein besonderes Schmankerl: An den kommenden Vollmondnächten am 13. Juli und 12. August lässt sich der Pfad bei Mondenschein erkunden, Führung inklusive.“

Wer auf Spontanität setzt und nicht gerne im Voraus plant, der profitiert von den regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen. „In ungefähr eineinhalb Stunden erfahren unsere Besucherinnen und Besucher bei unseren öffentlichen Pfadführungen alles Wichtige zum Pfad, dem Steigerwald, seinen Tieren sowie der Arbeit unserer Försterinnen und Förster.“ Die Teilnahme ist ganz unkompliziert: Treffpunkt ist samstags um 14:30 Uhr an der Kasse, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich, zusätzlich zum Eintritt sind 4,00 € für die Führung zu entrichten.

 

Eine richtige Hoch Zeit genießen

Seit Juni ist der Baumwipfelpfad Ebrach offiziell gewidmeter Trauort. An jährlich einigen wenigen mit dem Standesamt in Ebrach festgelegten Terminen können Heiratswillige sich auf dem Baumwipfelpfad das Ja-Wort in luftiger Höhe geben. Erstmals wird dies für Kurzentschlossene bereits im Sommer 2022 möglich sein. „Der Baumwipfelpfad an sich schafft schon viele unvergessliche Momente, aber was kann noch unvergessener sein als die eigene Heirat auf unserem Pfad?“, freut sich Sandra Fischer.

Für Interessierte gilt, wer zuerst kommt, der heiratet zuerst – das heißt, schnell sein lohnt sich: Um sich einen der begehrten Termine zu sichern, können Brautpaare sich telefonisch über das Infotelefon des Baumwipfelpfads oder direkt über das Standesamt Ebrach zu den konkreten Terminen, Preisen, Zusatzleistungen und weiteren Rahmenbedingungen informieren und anmelden.

  • Standesamt Ebrach: Ansprechpartnerin Eva Götz, Rathausplatz 2, 96157 Ebrach, 09553/922018
  • Baumwipfelpfad Infotelefon: 09553/98980102

 

Kreativ sein am Pfad

Noch immer läuft der Wettbewerb für die kreativste Idee: Alle Kids und Teens können sich vor Ort Inspiration für ihren Kugelpfadvorschlag holen: „Ein paar schöne Vorschläge haben wir schon bekommen und sind gespannt, was noch kommt.“, freut sich Fischer. Neben Ruhm und Ehre gibt es tolle Preise zu gewinnen: Der glückliche Gewinner darf sich auf die Umsetzung seiner Idee freuen. Einsendeschluss ist der 16. September 2022, alle Ideen, egal ob als PDF, Brief, Videobotschaft oder Bastelei sind herzlich willkommen und können per E-Mail an info-baumwipfelpfad@baysf.de, per Post, oder vor Ort in einen von zwei Briefkästen (am Pfad und am Verwaltungsgebäude) abgegeben werden: Baumwipfelpfad Ebrach, Radstein 2, 96157 Ebrach.

 

Das Veranstaltungsprogramm auf einen Blick

  • jeden Samstag, ab 14:30 Uhr: Öffentliche Führung
  • 09.07., 23.07., 06.08., 20.08.. 03.09.: Längere Öffnungszeiten bis 21:30 Uhr
  • 25. Juni: Panorama-Baumwipfel-Lauf
  • 1. Juli: Dorfheldentour 2022
  • 2. & 3. Juli: Familienwochenende
  • 31. Juli: Regionalmarkt
  • 13. Juli: Mondscheinführung
  • 05. August: Yoga auf dem Pfad
  • 12. August: Mondscheinführung
  • 16. September: Einsendeschluss Ideenwettbewerb
  • 02. Oktober: Regionalmarkt
  • 31. Oktober: Halloween Special

 

Bei Fragen zum Programm, rund um den Pfad oder zum Ideenwettbewerb steht das Team des Baumwipfelpfads Steigerwald unter 09553-98 980-102 gerne zur Verfügung.

 

Presseinformation

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news-2760 Fri, 10 Jun 2022 11:39:00 +0200 Die Dorfheldentour 2022 kommt nach Ebrach! https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/die-dorfheldentour-2022-kommt-nach-ebrach.html <![CDATA[

Der Festplatz des Baumwipfelpfads wird zur Bühne

Am Freitag, den 1. Juli 2022 gastiert die Dorfheldentour 2022 am Baumwipfelpfad. Ebrach markiert somit die sechste von insgesamt zehn Stationen, bei der sich ausgewählte Ortschaften, von Niederbayern bis zur Oberpfalz, der Dorfwette von TVO und der Bayernwerk Netzwerk GmbH stellen. Dazu verwandelt sich der Festplatz am Baumwipfelpfad in die Bühne, auf der der Ebracher Bürgermeister Daniel Vinzens ab 09:00 Uhr die Dorfwette für sich und seine Bürgerinnen und Bürgern erhält. Insgesamt fünf Stunden haben die Ebracher dann Zeit, die Wette, die eigens auf sie zugeschnitten wurde, zu erfüllen und sich 3.000,00 € Siegprämie zu sichern. "Wir sind schon sehr gespannt, welche Aufgabe sich TVO und bayernwerk für die Ebracher ausgedacht haben und freuen uns, dass wir Teil der Dorfheldentour 2022 sind.", erklärt Sandra Fischer, Leiterin des Baumwipfelpfads Steigerwald und wünscht allen Teilnehmenden viel Spaß und Erfolg.

Weitere Informationen zur Dorfenheldentour 2022 sowie die Fernsehshows zu den einzelnen Wetten gibt es hier.

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news-2756 Wed, 08 Jun 2022 11:00:40 +0200 Berchtesgaden: Bürgermeister Weber besichtigt Wehranlage Hallthurm https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/berchtesgaden-buergermeister-weber-besichtigt-wehranlage-hallthurm.html <![CDATA[

Die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) führen dieses Jahr umfangreiche Sicherungsmaßnahmen an der denkmalgeschützten Wehranlage Hallthurm durch.

08. Juni 2022. Berchtesgadener Land/Bischofswiesen - Die im Jahr 1194 erstmals urkundlich erwähnte Passbefestigung Hallthurm wird aktuell von den Bayerischen Staatsforsten, als Vertreter des Grundstückseigentümers, für Baukosten von rund 160.000 € (netto) auf einer Länge von 140 Metern gesichert.

Der Bürgermeister der Gemeinde Bischofswiesen, Thomas Weber, überzeugte sich bei einem Ortstermin vom aktuellen Stand der Maßnahme. „Ich bin begeistert und dankbar, dass ein so bedeutendes Bauwerk unserer Geschichte durch die BaySF für die Zukunft gesichert wird“, freute sich Weber über die Umsetzung der Maßnahme.

„Wir liegen sehr gut im Bauzeitenplan und werden die Arbeiten planmäßig bis zum Herbst dieses Jahres fertigstellen“ berichtet Franz Graßl, der als Teamleiter Büro am Forstbetreib Berchtesgaden für die Baumaßnahme zuständig ist.

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news-2755 Thu, 02 Jun 2022 15:15:07 +0200 Selb: Hoher Besuch und Abschied im Staatsforst https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/selb-hoher-besuch-und-abschied-im-staatsforst.html <![CDATA[

30. Mai 2022, Selb – Hohen Besuch hatten die Beschäftigten des Forstbetriebs Selb. In seiner Eigenschaft als Beiratsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten besuchte MdL Martin Schöffel die Personalversammlung des Forstbetriebs. Eingeladen hatte ihn der Personalrat, um mit ihm aktuelle Themen rund um den Wald zu erörtern. Natürlich hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter viele Fragen und Anregungen. So wurden die Themen Waldumbau im Klimawandel, Windenergie im Staatswald, Altersteilzeit, Ausbildung und Jagd diskutiert. Natürlich spielte auch die stabile Aufstellung der Bayerischen Staatsforsten in der Zukunft eine große Rolle. Schöffel lobte das Engagement der vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kampf gegen den Borkenkäfer und beim Waldumbau und versprach seine Unterstützung bei der Pflege des Waldes. Gerade im Hinblick auf den Klimawandel sei es wichtig, den Wald zu bewirtschaften und nicht stillzulegen, denn nur ein bewirtschafteter Wald könne durch die Holzverwendung CO2 binden.

Im Rahmen der Personalversammlung wurden auch die beiden Forstwirte Ottmar Klaubert und Axel Hofmann nach über 40-jähriger Arbeitszeit in den Ruhestand verabschiedet. Beide haben in ihrer Berufszeit viel zum Waldumbau in der Region beigetragen und können auf ereignisreiche Zeiten im Wald zurückblicken.

Natürlich kam auch das leibliche Wohl beim anschließenden Betriebsfest nicht zu kurz. Metzgermeister Andreas Beck servierte Wildspezialitäten vom Grill, so dass das Produkt aus den Revieren des Forstbetriebs beste Verwendung fand.

 

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news-2753 Thu, 02 Jun 2022 12:00:19 +0200 Azubis schaffen Lebensräume https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/azubis-schaffen-lebensraeume.html <![CDATA[

03. Juni 2022, Neureichenau - Wer den Wald für morgen erfolgreich gestalten will, braucht guten Nachwuchs. Deshalb werden auch am Forstbetrieb Neureichenau Forstwirtinnen und Forstwirte ausgebildet. Was Tim Haas, Julian Penzenstadler und Patrick Reidl den Studierenden der Studiengänge Forstwissenschaften, Umweltwissenschaften und Geographie der Uni Freiburg vorführten, war dennoch alles andere als Standard.

Mit ruhiger Hand setzt Tim Haas die Motorsäge an und führt einen ungewöhnlichen Schnitt in ungewöhnlicher Höhe an einer schlanken Buche. Wieder und wieder setzt er an, gibt die Säge an Julian Penzenstadler weiter, der gezielt weiter in die Buche schneidet, bis ein rechteckiger Hohlraum entstanden ist. Patrick Reidl verschließt mit einem vorher abgetrennten Teil die Höhle wieder und befestigt den „Deckel“ mit Holzdübeln. Dann bekommt der „Deckel“ noch ein Einflugloch verpasst. Die drei arbeiten konzentriert und flink zusammen, haben exakte Pläne für mehrere der eigenartigen Schnittführungen. Ihr Ausbilder Christian Gibis erklärt, worum es hier geht: es werden Lebensräume künstlich geschaffen, die ansonsten erst nach langer Zeit von selbst entstehen und somit vielen Arten nicht zur Verfügung stehen.

Die Besucher aus Freiburg staunen nicht schlecht, haben zahlreiche Fragen an die jungen Forstwirte. „Warum habt Ihr Euch für diesen Beruf entschieden?“ „Weil ich gern in der Natur arbeite, weil ich Verantwortung für den Wald übernehmen möchte,“ waren die überzeugenden Antworten.

Zuvor stellten Daniel Kraus und Gudula Lermer den Besuchern die Grundlagen eines Forstbetriebs der Bayerischen Staatsforsten vor, das Spannungsfeld, in dem die Forstleute arbeiten zwischen Anforderungen der Erholungssuchenden, des Naturschutzes, der Holzmarktes und nicht zuletzt der Jagd.

Welche Herausforderung es bisweilen ist, sowohl die empfindlichen Lebensgemeinschaften auf Nassböden – hier einem Moor – als auch erfolgreiches Management der Borkenkäferangriffe zu betreiben, wurde zur Abrundung der kleinen Exkursion gezeigt und intensiv diskutiert.

Die Gruppe aus Freiburg konnte ein gelungenes Erschließungsprojekt sehen. Bei der Neuanlage eines Rückeweges hatte sich Revierleiter Thomas Malzer Gedanken gemacht, wie gerade im Klimawandel der empfindliche Wasserhaushalt im Waldboden erhalten werden kann. Das Wasser muss zwar aus jedem Wegekörper schnell abfließen, soll aber möglichst in der Waldfläche gehalten werden. Das erfordert exakte Vorbereitung durch den Förster und viel Gespür für das Gelände. Es war ein interessanter Vormittag mit lebhaften Diskussionen bei bestem Waldwetter, nämlich Dauerregen. Nass bis auf die Haut erklären Janna Wambsganß und Petr Pechacek, dass sie nächstes Jahr wieder mit Studierenden in den Forstbetrieb Neureichenau kommen wollen

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news-2752 Thu, 02 Jun 2022 11:05:47 +0200 Sonthofen: Ein neuer Durchlass für den Geißtobelbach https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/sonthofen-ein-neuer-durchlass-fuer-den-geisstobelbach.html <![CDATA[

03. Juni 2022, Sonthofen - Nach vielen Jahrzehnten hatte er ausgedient: Ein rund acht Meter langer Betondurchlass, der den Geißtobelbach im Revier Kürnach-Nord des Forstbetriebs Sonthofen unter der Forststraße hindurchführt, bevor er in die namensgebende Kürnach mündet. Nun haben ihn die Bayerischen Staatsforsten erneuert.

In der wasser- und grabenreichen Kürnach sind Brückenbauwerke und Durchlässe ein elementarer Bestandteil des forstlichen Wegenetzes. Sie sind Knotenpunkte, an denen sich Waldstraße und Wasserstraße kreuzen und den Nutzerinnen und Nutzern beider Wege einen sicheren und freien Durchgang ermöglichen. Die Waldstraße dient dabei hauptsächlich den Menschen, die mit vielfältigen Ansprüchen den Wald besuchen. Deren Ansprüchen muss ein solches Bauwerk gerecht werden. Der Forstbetrieb möchte den nachwachsenden, ökologischen Rohstoff Holz aus dem Wald abfahren und zu dessen Bewirtschaftung in den Wald gelangen. Hier muss der Durchlass in erster Linie statische Anforderungen erfüllen, um die auftretenden Lasten sicher tragen zu können. Waldbesucher, die sich im Wald erholen wollen, nutzen die Forststraßen meist mit dem Fahrrad oder als Wanderweg. Sie benötigen eine einigermaßen feine Straßenoberfläche und zu ihrer Absturzsicherung ein Geländer über dem Bachbett.

„Aber auch die Nutzer der Wasserstraße benötigen freie Bahn: Die Durchgängigkeit für kleine Fische und die zahlreichen Kleinstlebewesen im Gewässer wird durch möglichst geringes Gefälle und die Einbindung des Bauwerks in die Bachsohle erreicht“, erklärt Förster Markus Pfleghardt, der den Staatswald in der nördlichen Kürnach pflegt. „Am Auslauf wird zusätzlich mit Wasserbausteinen ein sogenannter Sohlgurt erstellt, der die Innenkante des Bauwerks überragt, so dass sich hier das Wasser staut und Bachkiesel und Geschiebeteile anlanden: So entsteht ein natürliches Bachbett im Durchlass.“

Das ganze Bauwerk wird zusätzlich an den Uferböschungen mit heimischen Wasserbausteinen abgesichert und hydraulisch möglichst günstig in den Bachverlauf eingebunden, so dass der Bach auch beim nächsten Hochwasser immer noch den Weg durch den Durchlass findet und nicht daneben in die Uferböschung gräbt oder das Bachbett verlässt. „So versucht der Forstbetrieb Sonthofen auch beim forstlichen Wegebau, die Eingriffe in die Natur möglichst gering zu halten und alle Interessen und Ansprüche gleichzeitig zu erfüllen“, freut sich Förster Markus Pfleghardt über seine Arbeit.

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news-2751 Thu, 02 Jun 2022 10:44:10 +0200 Ebrach: Inventur im Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ebrach-inventur-im-wald.html <![CDATA[

02. Juni 2022, Ebrach - Die Staatswälder des Forstbetriebs Ebrach werden derzeit im Zuge der Inventur auf ihre stehende Biomasse, Totholzanteil und weitere Parameter untersucht. Diese Waldinventur ist ein wichtiger Schritt der Forsteinrichtung zur Planung der nächsten 10 Jahre.

Der Forstbetrieb Ebrach verantwortet rund 17.000 ha Staatswald. Über die gesamte Fläche wird der Wald an sogenannten Inventurpunkten vermessen. Diese Punkte wurden bereits in den 80er Jahren festgelegt und werden zur Vergleichbarkeit für jede folgende Messung verwendet. An jedem dieser Punkte ist ein Magnet vergraben und inzwischen sind sie mit den GPS-Koordinaten eingemessen, sodass die Punkte leicht wieder aufgefunden werden.

Für den Forstbetrieb Ebrach sind das ca. 4.500 Punkte, an denen der Wald vermessen wird. Damit beschreibt jeder Punkt ein Gebiet von vier Hektar, in den Naturwaldreservaten sogar nur ein bzw. zwei Hektar. Um jeden Punkt werden im Kreis bis zu 12,62 Meter Radius, das entspricht etwa 500 m², verschiedene Parameter wie die Baumart, Anzahl, Durchmesser und Höhe, Totholz, Biotopbäume oder die Waldverjüngung aufgenommen. Die Stichproben mit nur 2% Abweichung ergeben ein belastbares Bild der Vorräte und des Gesamtzustandes des Waldes.

Die Aufnahme hat Anfang Mai begonnen und wird noch bis Oktober andauern, dabei werden sechs Beschäftigte die einzelnen Punkte aufsuchen und die Messungen vornehmen. Die Auswertungen der Aufnahmen werden dann wichtige Grundlage für die Planungen der nächsten 10 Jahre. Die sich im Jahr 2023 anschließende sogenannte Forsteinrichtung wird für die folgenden Jahre die Rahmenvorgabe aller Maßnahmen im Wald sein. Naturschutzaspekte, mögliche Ergänzungspflanzungen werden hier neben den Pflegemaßnahmen gleichwertig berücksichtigt. Durch die Aufnahme von Totholz und Biotopbäumen liegt auch ein guter Indikator für die naturnahe Waldbewirtschaftung vor.

Mit großem Interesse nutzten die Ebracher Försterinnen und Förster die Möglichkeit, bei der Messung auch mal über die Schulter zu schauen und erwarteten gespannt die Ergebnisse.

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news-2750 Wed, 01 Jun 2022 15:33:54 +0200 Kindergartenkinder erobern den Autenrieder Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/kindergarten-kinder-erobern-den-autenrieder-wald.html <![CDATA[

25. Mai 2022, Autenried – Spannende Tage verbrachten in den letzten zwei Wochen 44 Kinder des Kindergartens St. Franziskus – Beuren im Autenrieder Staatswald. Auf Initiative des Kindergartenteams verbrachten die Kinder die Tage rund um die „Krautgartenhütte“ im abenteuerlichen Wald. „Regenkleidung und Brotzeit genügen – im Wald gibt es für Kinder immer neue Eindrücke und spannende Dinge zu entdecken“, weiß Revierleiterin Johanna Gierth vom Forstbetrieb Weißenhorn.

In der ersten Woche ging es um die Tiere des Waldes: Die Försterin zeigte den Kindern einen echten Fuchsbau und vermittelte viel Neues rund um die Tiere im Wald. In der zweiten Woche drehte sich alles um Bäume, Pflanzen und Holz aus den Wäldern: Forstwirtschaftsmeister Matthias Lachenmayer zeigte den Kindern, wie bei der Pflege des Waldes ein Baum sicher gefällt wird und was man dafür für Werkzeug benötigt. In der Krone des gefällten Nadelbaums sammelten einige Kinder Zapfen und die Jahrringe wurden gezählt, um das Alter des Baumes zu bestimmen. Die begeisterten Kinder gingen nach diesen „Waldwochen“ mit vielen neuen Eindrücken rund um den Wald und seine Bewohner zufrieden nach Hause.

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news-2759 Wed, 01 Jun 2022 11:39:00 +0200 Ideenwettbewerb https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ideenwettbewerb-kugelpfad.html <![CDATA[

Wir suchen kreative Ideen für die neue Kugelpfadstation am Baumwipfelpfad!

Ebrach, 09. Mai 2022 – Stolz umschließt Lotte die etwas mehr als tischtennisballgroße Buchenholzkugel in ihrer Hand. Eben hat sie den hölzernen Spielball für zwei Euro am Kiosk erworben, ihr Bruder Carl hat wie immer seine eigene Kugel dabei. Lotte marschiert zielstrebig zum Kugelpfad, schiebt die Kugel durch die Öffnung und beobachtet, wie sie langsam an Fahrt gewinnt, vom Start an der Stollburg immer schneller wird, den Mischwald passiert und bei den Fischteichen im Handthalgrund Halt macht. Von dort geht es auf zur vierten Station, dem Flippertisch, wo Carl bereits auf Lotte und ihre Kugel wartet.

Lotte und Carl sind mehrmals im Monat hier am Fuße des Baumwipfelpfads in Ebrach zu finden. Der Kugelpfad liegt auf der beliebten Wanderroute, die den Baumwipfelpfad mit dem Steigerwald Zentrum verbindet und durch den wunderschönen Ebracher Buchenwald führt.

Insgesamt sieben Stationen beinhaltet der Kugelpfad aktuell. Eine Neue soll anlässlich des siebten Geburtstages des Baumwipfelpfads im nächsten Jahr dazukommen. Aber wie soll die neue Station des Kugelpfads aussehen? Diese Frage richtet das Team um Sandra Fischer vom Baumwipfelpfad Ebrach jetzt an kreative Kids wie Lotte und Carl: In einem Ideenwettbewerb können Kinder und Jugendliche bis achtzehn Jahren ihre ganz eigenen Vorstellungen des Kugelpfads einreichen und neben der Umsetzung ihrer Idee, Namensplakette inklusive, weitere, hochwertige Preise gewinnen. Einsendeschluss für kreative Vorschläge ist der 16. September 2022.

 

Der Baumwipfelpfad – ein bunter Blumenstrauß an Attraktionen

Im Laufe der Jahre sind rund um den Baumwipfelpfad immer neue Attraktionen hinzugekommen: Neben dem Pfaderlebnis an sich, ist von Vollmond- und weiteren spannenden Themenführungen sowie Fotokursen auf dem Turm, bis hin zu Regional- und Weihnachtsmärkten entlang des Pfads oder Yoga über den Wipfeln der Bäume viel geboten.

Seit 2021 gibt es außerdem den Kugelpfad, der in Kooperation mit der JVA Ebrach, den Bayerischen Staatsforsten und der Lebenshilfe Schweinfurt entstanden ist: Kinder (und natürlich auch Erwachsene) können dort eine Buchenholzkugel mit ca. 5cm Durchmesser, versehen mit dem bekannten Wipfellogo, auf die Reise durch unterschiedliche Stationen schicken.

 

Der Ideenwettbewerb

„Unser Kugelpfad wird sehr gut angenommen und konnte bislang, auch aufgrund der hervorragenden Zusammenarbeit mit unseren Partnern kontinuierlich erweitert werden. Anlässlich unseres siebten Baumwipfelpfad-Geburtstages soll nun eine achte Station dazu kommen. Und da haben wir uns gedacht, wir setzen einfach das um, was die Kids uns vorschlagen“, so Sandra Fischer, Leiterin des Baumwipfelpfads. 

Im Rahmen eines Ideenwettbewerbs können Kids und Teens bis achtzehn Jahren ab sofort ihre Ideen für den Kugelpfad einreichen. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt – nur technisch umsetzen lassen, muss sich die Idee. Auch das Einreichungsformat ist flexibel: „Wir freuen uns über Einsendungen aller Art. Ganz egal ob Brief, Videobotschaft, Zeichnung, Bild, PDF oder etwas Gebasteltes – alle Ideen können ganz einfach in einem unserer Briefkästen vor Ort, per Post oder E-Mail abgegeben werden“, erklärt Fischer weiter.

 

Die Jury

Der Einsendeschluss ist der 16. September, direkt nach den Sommerferien. Danach werden die Vorschläge von einer Fachjury gesichtet und bewertet. Neben Daniel Vinzens, 1. Bürgermeister des Marktes Ebrach, und Holger Friedrich der JVA Ebrach, zuständig für die Technische Umsetzung, komplettiert Barbara Ernwein, als Vertreterin der Bayerischen Staatsforsten und Erfinderin des Kugelpfads hier in Ebrach das Komitee.

„Es ist schön zu sehen, wie gut der Kugelpfad angenommen wird. Wir sind 2021 mit den ersten Stationen gestartet und konnten den Pfad im Laufe der Zeit um weitere spannende Stationen erweitern. Als Jurymitglied bin ich jetzt natürlich auf die neuen Vorschläge gespannt“, so Barbara Ernwein, Leiterin des Forstbetriebs Ebrach.

 

Ruhm, Ehre und eine Plakette für den glücklichen Gewinner

Am 30. September soll die Entscheidung der Jury und damit der erste Kugelkönig oder die erste Kugelkönigin feststehen. „Der glückliche Gewinner darf sich freuen. Zum einen wird natürlich der Gewinnervorschlag umgesetzt, zum anderen ziert eine Plakette mit dem Namen des Erfinders oder eben der Erfinderin die Station. Außerdem gibt es für den ersten Platz ein Familienticket, ein Kinderüberraschungspaket (BaySF-Turnbeutel mit Wipfelchecker-Heft, Bleistift und Kugel), sowie selbstverständlich unendlichen Ruhm und Ehre“, weiß Sandra Fischer verschmitzt. Zweit- und Drittplatziere gehen ebenfalls nicht leer aus: Verlost werden ein weiteres Familienticket im Wert von 25,00 € plus Kinderüberraschungspaket und ein Original Baumwipfelpfad-T-Shirt.

 

Der Ideenwettbewerb auf einen Blick

Startschuss für den Wettbewerb ist der 09. Mai, Einsendeschluss der 16. September 2022. Alle Ideen, egal ob als PDF, Brief, Videobotschaft oder Bastelei sind herzlich willkommen und können per E-Mail an info-baumwipfelpfad@baysf.de, per Post, oder vor Ort in einen von zwei Briefkästen (am Pfad und am Verwaltungsgebäude) abgegeben werden: Baumwipfelpfad Ebrach, Radstein 2, 96157 Ebrach. Die feierliche Einweihung der neuen Kugelpfadstation findet am 19.03.2023 im Rahmen eines offiziellen Pressetermins statt.

Bei Fragen steht das Team des Baumwipfelpfads Steigerwald unter 09553-98 980-102 gerne zur Verfügung.

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news-2749 Mon, 30 May 2022 17:17:28 +0200 Junge Forstwirte übernehmen Verantwortung für historische Kleinode https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/junge-forstwirte-uebernehmen-verantwortung-fuer-historisch-kleinode.html <![CDATA[

30. Mai 2022, Neureichenau - Wer den Wald für morgen erfolgreich gestalten will, braucht guten Nachwuchs. Deshalb bilden wir am Forstbetrieb Neureichenau junge Forstwirte aus, die Verantwortung für die Natur und den Wald übernehmen wollen.

Im Mauther Forst nahmen sich die jungen Leute zusammen mit ihren Ausbildern Christian Gibis und Dietmar Fehrer einem unscheinbaren Kulturdenkmal von 1950 an, dem sogenannten "Rutschmannbrunnen". Der Brunnen war fast schon verfallen und dick bemoost. Er wurde gereinigt, wieder aufgebaut, mit einem von den Azubis gefertigten hölzernen Trog versehen und lädt jetzt Wanderer zum Verweilen und auf einen frischen Schluck Wasser ein.

Danke, das habt ihr gut gemacht!

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news-2748 Fri, 27 May 2022 09:47:40 +0200 Wald der Zukunft – Vielfalt ist gefragt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wald-der-zukunft-vielfalt-ist-gefragt.html <![CDATA[

27. Mai 2022, Kelheim - Bei sonnigem Wetter trafen sich letzten Freitag Mitglieder des CSU-Ortsverbandes mit der Leiterin des Forstbetriebes Kelheim zu einem informativen Waldspaziergang im Hienheimer Forst.

„Sicher ist, der Klimawandel ist bei uns angekommen. Unsicher ist, welches Klima uns in der Zukunft tatsächlich erwartet und wie unser Waldökosystem mit den Veränderungen umgehen wird“, führt Sabine Bichlmaier, Leiterin des Forstbetriebes Kelheim, gleich zu Beginn aus. Damit der Wald der Zukunft für unsere Nachfolgegenerationen die vielseitigen Funktionen wahrnehmen kann, setzt der Forstbetrieb schon seit langem auf Vielfalt: „Wir brauchen arten- und strukturreiche, klimaresiliente Wälder mit überwiegend standortheimischen Baumarten“, erklärt die Forstchefin. „Mindestens vier Hauptbaumarten in jedem Waldbestand ist unser Ziel.“

Besondere Bedeutung haben beim Baumartenpotpourri die Tanne und die Eiche. „Aber auch die Douglasie beweist sich als robust in Zeiten des Klimawandels“, erklärt Bichlmaier. Dreh- und Angelpunkt, um diese anspruchsvolle Aufgabe zu meistern, ist die Jagd. „Nur ein angepasster Wildbestand ermöglicht es, den Baumartenmix zu realisieren.

Unsere Wälder spielen eine bedeutende Rolle als Kohlenstoffspeicher. Flächenstilllegungen wurden von den CSU-Mitgliedern kritisch bewertet. Verbautes Holz bindet über Jahrzehnte Kohlenstoff und naturnah bewirtschaftete Wälder liefern diesen wertvollen Rohstoff auf regionaler Ebene nachhaltig. Sogar der fürchterliche Ukrainekrieg und die damit entfachte Thematik der Selbstversorgung fand bei den Diskussionen Berücksichtigung: Lieber im eigenen Land in naturnah wirtschafteten Wälder Holz produzieren, als aus dem Ausland Holz aus kahlgeschlagenen Urwäldern zu importieren, war das Credo der Lokalpolitikerinnen und Lokalpolitiker. Insgesamt zeigte sich an dem Tag das hohe Interesse am Wald und den aktuellen Themen.

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news-2747 Fri, 27 May 2022 09:18:22 +0200 Traum in Weiß – Exkursion im Naturwald Böhlgrund https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/traum-in-weiss-exkursion-im-naturwald-boehlgrund.html <![CDATA[

27. Mai 2022, Ebrach - Im Rahmenprogramm zur Ausstellung „Wildnis entdecken - Aldo Leopold und die Folgen“ im Steigerwald-Zentrum fand am 21. Mai für Naturbegeisterte eine Exkursion im Böhlgrund statt. Anfang 2020 hat die Bayerische Staatsregierung hier mit dem Naturwald „Knetzberge-Böhlgrund“ eines der größten Waldschutzgebiete für Buchenwälder in Bayern ausgewiesen. Seit Beendigung der Bewirtschaftung ist dieses Gebiet auf dem Weg zur Wildnis.

An drei ausgewählten Beispielen konnten die Exkursionsteilnehmer einen kleinen Einblick in die reiche Vielfalt dieses 849 Hektar großen Naturwaldes gewinnen. Am Nordhang dominieren rund um den Schlangenweg schattige Buchenwälder das Waldbild. Im Talgrund zeigen sich an den Prallhängen des Böhlbaches spektakuläre Hangabbrüche mit umgekippten Bäumen. Riesige weiße Teppiche bildet der blühende Bärlauch. Auf dem Großen Knetzberg sind die Spuren keltischer Besiedlung erlebbar. Am Südwesthang verdeutlichen erhebliche Trockenschäden an Altbuchen die Wirkungen des Klimawandels. „Toll, diese besonderen und vielfältigen Einblicke in den Wald hier vor Ort zu bekommen! Wirklich ein wunderschönes Walderlebnis.“ so eine Teilnehmerin der Führung. 

Die Ausweisung der Naturwälder verfolgt drei Ziele: Sie leisten einen Beitrag zum Erhalt und zur Verbesserung der Biodiversität, machen Wildnis für die Bürger erlebbar und dienen der Waldforschung zu den Folgen des Klimawandels.

In diesem Jahr beginnen das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schweinfurt und der Forstbetrieb Ebrach mit der Erarbeitung eines sogenannten Naturwaldentwicklungskonzeptes für „Knetzberge-Böhlgrund“. Lokale Behörden, Kommunen und Verbände werden in diesen Arbeitsprozess mit eingebunden.

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news-2746 Tue, 24 May 2022 14:32:37 +0200 TV-Tipp: Bayern – Land der Gams https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/tv-tipp-bayern-land-der-gams.html <![CDATA[

24. Mai 2022, Bad Tölz - Der BR hat ein Jahr lang Wildbiologinnen, Jäger und Förster in den Bergen begleitet, um die unterschiedlichen Stimmen zur Gamsjagd einzufangen. Der Beitrag läuft als Wiederholung am 26. Mai im BR (zuletzt im Januar bei arte).

Christine Miller vom Verein Wildes Bayern klagt im Film den überhöhten Abschuss der Gämsen in den Staatsforsten an. Rudolf Plochmann, Leiter des Forstbetriebes Bad Tölz, möchte einen gesunden Wald mit Wild. Und die Wildbiologin Wibke Peters erforscht die Lebensraumansprüche der Gams mit Hilfe der Satellitentelemetrie. Dafür müssen Gämsen gefangen und mit Sendern ausgestattet werden. Im Gebirge, bei Wind und Wetter – keine leichte Aufgabe. Dank der tatkräftigen Unterstützung unseres Berufsjägers Karl Hörmann gelingt der Fang aber.

Die Dokumentation nimmt den Zuschauer mit in eine zu allen Jahreszeiten zauberhafte Bergwelt. Sie zeigt das Leben der Gämsen, von ihren Kindergärten im Sommer bis zu den halsbrecherischen Brunftkämpfen im Winter, wenn die starken Böcke ihre Konkurrenten in atemberaubender Geschwindigkeit die Bergflanken rauf und runter jagen.

Jetzt schon in der Mediathek zu sehen oder am 26. Mai um 18:45 Uhr im BR-Fernsehen.

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news-2745 Mon, 23 May 2022 14:59:24 +0200 Jagdzeit auf Rehwild beginnt – frisches Wildbret aus dem Staatswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/jagdzeit-auf-rehwild-beginnt-frisches-wildbret-aus-dem-staatswald.html <![CDATA[

20. Mai 2022, Burglengenfeld – Am 1. Mai begann die neue Jagd-Saison auf Rehwild. Damit hat der Forstbetrieb Burglengenfeld seinen Direktverkauf von Wildfleisch aus den eigenen Wäldern wieder aufgenommen. Nachdem die ersten erlegten Rehe abgehangen und aufbereitet waren, begann der Verkauf am Forstbetriebssitz in Burglengenfeld in der zweiten Mai-Woche.

Öffnungszeiten Wildbret-Verkauf:
Dienstag von 14.00 bis 16.00 Uhr 
Donnerstag & Freitag von 10.00 bis 12.00 Uhr
nicht an Feier- und Brückentagen

Wie bisher ist das wohlschmeckende Fleisch von Rehwild, Schwarzwild (Wildschwein) und Rotwild (Hirsch) küchenfertig portioniert als gefrorene Ware erhältlich. Auf Wunsch sind auch ganze Stücke frisch in der Decke zu haben. Sämtliche Produkte stammen aus den eigenen staatlichen Wäldern und sind nachhaltig.

Mit jährlich gut 2.000 Stück „Schalenwild“ – gemeint sind die Paarhufer Reh, Hirsch und Wildschwein – aus seinen 21 Staatsjagdrevieren erzeugt der Forstbetrieb Burglengenfeld der Bayerischen Staatsforsten ein hochwertiges Lebensmittel. „Unser Wild lebt selbstbestimmt in der freien Natur. Es ernährt sich artgerecht von vielfältigen Kräutern, Gräsern und Samen und kann seinen natürlichen Bewegungsdrang uneingeschränkt ausleben. Es wird tierschutzgerecht und seit heuer ausschließlich mit bleifreier Munition erlegt und dann von einer Metzgerei in Burglengenfeld in unserem Auftrag professionell weiterverarbeitet. All das ist die Grundlage für den guten Geschmack und die hohe Qualität unseres Wildbrets. Mehr Regionalität und natürliche Fleischqualität geht nicht“ so Forstbetriebsleiter Mages, der Wildbret auch gerne selbst verzehrt.

Schmackhafte Wildrezepte: www.baysf.de/rezepte
 

Jagen für den Klimawald von morgen

Die Jagd liefert aber nicht nur ein hervorragendes Lebensmittel, sondern unterstützt den dringend notwendigen Umbau der bayerischen Wälder: „Vor dem Hintergrund des sich verschärfenden Klimawandels wird der notwendige Waldumbau immer wichtiger und dringender“ erklärt Forstbetriebsleiter Hans Mages. „Damit hierfür ausreichend viele und vor allem verschiedene junge Bäumchen heranwachsen können, müssen die  Schalenwildbestände durch die Jagd ihrem Lebensraum angepasst werden.“ Denn nur wenn der Wildbestand im Wald nicht zu hoch ist, können sich genug gepflanzte oder natürlich angesamte Bäumchen weitgehend uneingeschränkt entwickeln und einen gesunden neuen Wald bilden. Die jungen Triebe der Bäume sind nämlich eine begehrte Nahrung für unsere heimischen Wildarten, vor allem für das häufig und flächendeckend vorkommende Reh. „Wild zu essen ist also wohl die angenehmste Art, dem Wald im Klimawandel zu helfen“ schmunzelt Mages.

Der neue Wald, der im Forstbetrieb Burglengenfeld sowie im gesamten bayerischen Staatswald heranwächst, entsteht zu drei Vierteln aus Naturverjüngung. „Zudem pflanzen wir in unserem Forstbetrieb jährlich im Frühjahr und Herbst den „Klimawald der Zukunft“ – pro Jahr mehr als 100 Hektar, das entspricht einem Quadratkilometer oder ungefähr 150 Fußballfeldern. Und zwar ganz regulär gemäß unserer Forstbetriebsplanung, aber auch zusätzlich im Rahmen des 30-Millionen-Bäume-Programms der Bayerischen Staatsregierung“ so Mages weiter. Dazu werden planmäßig Neukulturen begründet, durch Stürme oder Borkenkäfer entstandene Schadflächen wieder bepflanzt und auch Naturverjüngungen mit klimatoleranten Baumarten ergänzt. Das sind vor allem Buchen, Tannen, Eichen und Douglasien, aber auch seltenere Edellaubbäume wie zum Beispiel Kirschen, Ahornarten, Ulmen und Elsbeeren.

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Forstbetrieb Burglengenfeld
news-2744 Mon, 23 May 2022 08:40:00 +0200 Bayerische Radoffensive: Wiedereröffnung der "Eisenstraße" im Landkreis Erlangen-Höchstadt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/bayerische-radoffensive-wiedereroeffnung-der-eisenstrasse-im-landkreis-erlangen-hoechstadt-durch-staatsminister-joachim-herrmann.html <![CDATA[

23. Mai 2022, Nürnberg / Erlangen - Nach sechs Wochen Bauzeit ist heute die Eisenstraße im Rahmen eines kleinen Festaktes für den Verkehr freigegeben worden. Sie ist das erste fertiggestellte Ausbauprojekt im Rahmen der Radoffensive der Staatsregierung. Das Projekt wurde mit 323.000 Euro durch das Verkehrsministerium gefördert.

Sehr erfreut zeigten sich Staatsminister Joachim Herrmann, Landrat Alexander Tritthart, die beiden Bürgermeister der angrenzenden Gemeinden Buckenhof und Uttenreuth, Astrid Kaiser und Frederic Ruth, sowie Reinhardt Neft, Vorstand der Bayerischen Staatsforsten über den Ausbau der Eisenstraße bei Erlangen zur ganzjährig radverkehrstauglichen Forststraße. Die Eisenstraße ist damit das erste fertiggestellte Ausbauprojekt im Rahmen der Radoffensive der Staatsregierung: „Die Gelder des Freistaats sind hervorragend eingesetzt worden, um die historische Eisenstraße für Radler auszubauen", betont der zuständige Verkehrsminister Christian Bernreiter, dessen Ministerium das Projekt mit 323.000 Euro gefördert hat.

„Damit haben wir für das östliche Umland Erlangens eine landschaftlich reizvolle, autofreie und vor allem sichere Radverbindung, die ganzjährig genutzt werden kann. Das stärkt den Ruf des Landkreises Erlangen-Höchstadt und Erlangens als eine attraktive Radl-Region," so Staatsminister Joachim Herrmann, in dessen Heimatwahlkreis das Projekt umgesetzt wurde und der das Projekt tatkräftig unterstützte.

Auch Landrat Alexander Tritthart und die Bürgermeister der Gemeinden Buckenhof und Uttenreuth setzen sich bereits seit Jahren für den fahrradgerechten Ausbau der Eisenstraße ein. In den Fokus gelangte die Maßnahme auch durch die von Esther Schuck initiierte Petition, die von 800 Bürgerinnen und Bürgern unterstützt wurde. Dank der Förderung konnten die Bayerischen Staatsforsten jetzt den Weg für Radlerinnen und Radler auf Vordermann bringen. Denn die Eisenstraße hat für den Radverkehr im östlichen Landkreis Erlangen-Höchstadt im Bereich der Gemeinden Buckenhof, Spardorf und Uttenreuth sowie weiter Richtung Osten bis Dormitz und Eckental eine bedeutende Verbindungsfunktion.

„Es ist alles nach Plan gelaufen und so können wir den rund sechs Kilometer lange Weg pünktlich zum Beginn der diesjährigen Radl-Hochsaison für den Verkehr freigeben", so Reinhardt Neft, Vorstand der Bayerischen Staatsforsten.

Anstelle von Asphalt wurde eine Mischung von Hartgestein-Splitt und Edelbrechsand als Fahrbahnbelag genutzt. Der Nürnberger Forstbetriebsleiter Johannes Wurm, in dessen Zuständigkeitsbereich die Forststraße liegt, erklärt: „Diese Bauweise soll in Trockenphasen Staubbildung, in nassen Perioden das Schlämmen verhindern. Durch die Verwendung des neuartigen Wegebaumaterials können die verschiedenen Nutzungsansprüche an den Wald und seine Wege sehr gut vereinbart werden“. So kann eine Versiegelung des Weges wie bei Asphaltieren verhindert werden – auch die Entwässerung des Radweges wird erheblich verbessert. Gleichzeitig gehen die Verantwortlichen von einer deutlichen Verbesserung des Fahrkomforts für Radfahrer aus. Zu guter Letzt kann die radfahrerfreundliche Forststraße weiterhin sehr kostengünstig durch die Bayerischen Staatsforsten instandgehalten werden. Der Radwegeausbau wird mithilfe der Förderung des Verkehrsministeriums voll von den Staatsforsten durchgeführt. Lediglich die Mehrkosten der Instandhaltung teilen sich der Landkreis, die Gemeinden Buckenhof und Uttenreuth sowie die Bayerischen Staatsforsten.

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news-2743 Wed, 18 May 2022 13:46:25 +0200 Stänicher Zwergentreff am Forstrevier Unterebersbach https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/staenicher-zwergentreff-am-forstrevier-unterebersbach.html <![CDATA[

11. Mai 2022 Unterebersbach - Im Forstrevier Unterebersbach des Forstbetriebes Bad Brückenauder Bayerischen Staatsforsten fand eine Führung für den Kindergarten „Stänicher Zwergentreff“ aus Steinach a.d.S. statt. 23 Kinder, sowie die Erzieherinnen Simone Hartmann und Jule Nöth trafen sich am Vormittag mit Revierleiter André Schönfeldt, Forstwirt Bastian Freibott und Forstwirt-Azubi Leonard Ziegler in der Waldabteilung „Steinberg“. Unterstützung erhielt das Staatsforsten-Team dabei von Lydia Schönfeldt, die als studierte Forstingenieurin, zertifizierte Waldpädagogin und ausgebildete Erzieherin, ihrem Ehemann zur Hand ging.

Nach einer kurzen Begrüßung ging es auch schon direkt in einen 120-jährigen Buchen-Fichten-Kiefern-Bestand, wo es für die kleinen Waldentdecker weit abseits aller Wege viel zu bestaunen gab. Bei einem Waldmemory mussten sich die Kinder typische Dinge des Waldes wie Fichten- und Kiefernzapfen, Bucheckern, Konsolenpilze, Spechthöhlen, Fichtenblüten, Moos, Fichtenrinde mit Borkenkäfern und vom Rotwild geschälte Kiefernäste merken und diese selbstständig im Wald ausfindig machen. Nach dieser ersten anstrengenden Aufgabe hatten sich die Kinder eine ausgiebige Brotzeit redlich verdient.

Nach der Pause ging es noch tiefer in den Wald und die Kinder stießen auf vom Wind geworfene Kiefern, an denen das Rotwild die sogenannte Spiegelrinde abgeschält hatte. Besonderes Highlight waren zwei Abwurfstangen vom Hirsch, die die Kinder fanden und voller Stolz präsentierten. Die Kinder wurden von ihren Erzieherinnen im Vorfeld schon sehr gut auf die Führung vorbereitet und so musste Revierleiter Schönfeldt viele Fragen zum Rothirsch, seiner Lebensweise und den vielen anderen Tieren im Wald wie Reh, Wildschwein und Wolf beantworten. Zum Abschluss wurde eine Wildschweinsuhle besichtigt, an der sich die Kinder einen Waldschatz suchen durften. Dabei handelt es sich um eine Kleinigkeit aus dem Wald, wie einen Zapfen, einen Stein, oder einen besonders geformten Ast, die die Kinder mit nach Hause nehmen konnten, um sich an den Tag im Wald zu erinnern.

Nach gut drei Stunden gab es für jedes Kind zur Verabschiedung noch eine rote BaySF-Kappe. Revierleiter Schönfeldt dankte den Kindern und ihren Betreuerinnen für den Besuch und bot an sich im nächsten Jahr wieder im Wald um Steinach zu treffen, um weitere spannende Waldabenteuer zu erleben. Bevor es in einer kleinen Wanderung zu den bereits wartenden Elterntaxis ging, bedankte sich auch Erzieherin Simone Hartmann für die tolle Waldführung und überreichte mit Ihren Kindern an Revierleiter Schönfeldt und Forstwirt Freibott einen liebevoll gestalteten Bocksbeutel.

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news-2742 Thu, 12 May 2022 12:55:14 +0200 "Warum ist da immer noch die Maschine im Wald unterwegs?" https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/warum-ist-da-immer-noch-die-maschine-im-wald-unterwegs.html <![CDATA[

12. Mai 2022, Ebrach - "Warum ist da immer noch die Maschine im Wald unterwegs?", das fragt sich der aufmerksame Waldbesucher, Wanderer oder Radfahrer. Der Forst sagt doch immer, das passiert alles im Winter?

Wie die Betriebsleiterin Barbara Ernwein mitteilt, verschleppen sich durch den milden und nassen Winter einige Arbeiten jetzt in die trockene Zeit. Die reguläre Waldnutzung findet in den Staatswäldern des Forstbetriebs Ebrach in den Herbst- und Wintermonaten statt. Planmäßig starteten sowohl die eigenen Waldarbeiter wie auch Unternehmer mit Maschinen im Herbst mit dem Holzeinschlag.

Idealerweise erfolgt das Holzrücken in den Wintermonaten am besten bei starkem Frost, um Bodenschäden zu minimieren. Allerdings war in diesem Winter die Wetterlage mit nur wenigen Frosttagen gesegnet. Immer wieder mussten vor allem Maschineneinsätze pausieren, da eine pflegliche Befahrung des Waldbodens nicht mehr möglich war. Einige Einsätze wurden dann auch komplett abgesagt, da sie nicht mehr realistisch umzusetzen waren. Dass dann im April nochmal Nassschnee kommt und nach dem Sturm Ende Februar/März weitere verstreut liegende Fichten als mögliche Ausbreitungsquelle für den Borkenkäfer dazu kommen, macht es nicht besser.

Der Forstbetrieb Ebrach möchte Schäden am Baumbestand und Boden weitestgehend vermeiden, denn der Wald und damit auch der Waldboden ist die Wirtschaftsgrundlage eines jeden Forstbetriebes und soll als solcher auch für nachfolgende Generationen erhalten bleiben.

Zusehends kommt jetzt bei der trockenen Frühjahrswitterung Holz, das im Januar eingeschlagen wurde, an die Forststraße. Geduld brauchen hier nicht nur Forstbetrieb und Unternehmer. Auch die Kunden warten auf ihr Holz und die Wanderer auf viele Kilometer begehbare Wanderwege. Die Pflege der Forststraßen ist parallel in vollem Gange. So können auch die Radler bei schönstem Maiwetter durch den frischgrünen Steigerwald fahren.

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news-2741 Tue, 10 May 2022 11:41:41 +0200 Benefizveranstaltung Waldführung mit dem Spessartbund e.V. https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldfuehrungen-fuer-die-ukraine-forstbetrieb-rothenbuch-und-spessartbund-organisieren-benefizveranstaltung.html <![CDATA[

Mai 2022, Rothenbuch/Aschaffenburg - Der Forstbetrieb Rothenbuch veranstaltet in Kooperation mit dem „Spessartbund e.V. 1913“ am 15. Mai 2022 eine Solidaritätsaktion für die Ukraine: Es werden verschiedene Wald- und Kinderführungen angeboten, der Erlös wird an die Organisation „Ärzte ohne Grenzen e.V.“ gespendet.

Um die Opfer des Kriegs gegen die Ukraine zu unterstützen und humanitäre Hilfe zu leisten, veranstalten der Forstbetrieb Rothenbuch und der Spessartbund eine Solidaritätsaktion. Gegen eine Mindestspende von 20 Euro können die Teilnehmer*innen eine Waldführung besuchen. Die Führungen behandeln unter anderem die Themen Naturschutz, nachhaltige Waldbewirtschaftung und der Wald im Klimawandel. Die Touren starten jeweils um 12:00, 14:00 und 16:00 Uhr im Bereich des Wanderparkplatzes „Steintor“ zwischen Rothenbuch und Weibersbrunn. Für unsere kleinsten Waldbesucher werden speziell zwei Kinderführungen angeboten, diese sind selbstverständlich kostenlos. Der Spendenerlös geht an die Organisation „Ärzte ohne Grenzen e.V.“, die ungeachtet der Gefahrensituation im Krisengebiet vor Ort die medizinische Versorgung unterstützt und mit mobilen Krankenstationen humanitäre Direkthilfe leistet. Die verbindlichen Anmeldungen zu der Veranstaltung nimmt ausschließlich der Spessartbund entgegen. Interessenten können sich per E-Mail geschaeftsstelle@spessartbund.de oder telefonisch zu den üblichen Geschäftszeiten anmelden: 06021-15224

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news-2740 Tue, 10 May 2022 11:07:01 +0200 Försterwechsel am Forstrevier Buchenberg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/foersterwechsel-am-forstrevier-buchenberg.html <![CDATA[

Sonthofen, 9. Mai 2022 – Das Forstrevier Buchenberg hat einen neuen Leiter. Florian Zeller hat das Revier der Bayerischen Staatsforsten (BaySF), das dem Forstbetrieb Sonthofen zugeordnet ist, zum 01. April 2022 übernommen. Sein Vorgänger, der langjährige Revierleiter Markus König, wurde zum 01. April 2022 in den Ruhestand verabschiedet.

Das Forstrevier Buchenberg hat eine Größe von ca. 1.200 ha und erstreckt sich von Haldenwang bis nach Hellengerst. Die zwei Hauptwaldgebiete sind das Kronholz bei Haldenwang und der Wirlinger Wald bei Buchenberg. Mit ökologischen Besonderheiten ist das Revier reichlich ausgestattet: Es umfasst mehrere Moor- und Naturschutzflächen, unter anderem auch das Naturwaldreservat Schönleitenmoos.

Der Revierteil im Wirlinger Wald ist stark geprägt durch den Orkan Sabine, der im Februar 2020 flächig Altbestände umgeworfen hat. Es lagen nach diesem Sturm mehrere tausend Festmeter Holz am Boden. Durch die aufgerissenen Bestände hatte der Borkenkäfer leichtes Spiel und befiel einige der Fichten, die den Sturm überstanden hatten. Forstbetriebsleiter Jann Oetting: „Markus König hat durch den Sturm kurz vor seinem Ruhestand ungeplant eine große Aufgabe übernehmen müssen. Durch sein Engagement konnte der Windwurf sehr zügig aufgearbeitet werden und das Holz wurde aus dem Wald gefahren, bevor sich der Borkenkäfer darin exponentiell vermehren konnte.“ Florian Zeller ergänzt: „Glücklicherweise sind die Freiflächen flott mit standortgerechten Baumarten wiederaufgeforstet worden. Für mich ist es in den nächsten Jahren eine große Aufgabe, diese jungen Bäume so zu fördern, dass bald wieder ein geschlossener Wald auf diesen Arealen entsteht. Da kommt viel Arbeit auf mich zu, wenn ich z.B. an die notwendige Jagd denke oder die Begleitwuchsregulierung.“

Für die Verjüngung des Waldes ist eine intensive Jagd nötig, um zu hohen Wildverbiss bei den Mischbaumarten zu verhindern. Dort wird Florian Zeller durch seinen Rauhaardackel Orla unterstützt.

Auch in den anderen Revierteilen steht die Waldverjüngung mit standortgerechten Baumarten im Vordergrund. Revierleiter Zeller möchte dort so gut es geht die natürliche Verjüngung der vorhandenen Baumarten nutzen, um einen artenreichen Mischwald mit Fichte, Tanne, Buche, Bergahorn und weiteren Baumarten zu erreichen. „Leider ist dies nicht immer möglich, da entweder die Altbäume zur Verjüngung fehlen oder eine zu starke Verunkrautung es den Bäumen nicht ermöglicht sich anzusamen. Dann müssen aktiv junge Bäume gepflanzt werden,“ legt Forstbetriebsleiter Oetting dar. Ein spezielles Augenmerk liegt auch auf dem Erhalt der Hochmoore und den Moorwäldern im Revier.

Florian Zeller stammt aus Börwang und hat bereits Erfahrung als Revierleiter. Er studierte an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und absolvierte danach seinen Anwärterdienst am Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten in Erding und bei den Bayerischen Staatsforsten am Forstbetrieb Hammelburg. Nach erfolgreich abgelegter Anwärterprüfung übernahm er für zwei Jahre eine Reviervertretung am Forstbetrieb Hammelburg und konnte dort Erfahrung in der Bewirtschaftung von Eichen- und Buchenwäldern sammeln.

„Ich freue mich den Wald in meiner Heimat bewirtschaften zu können und ich will die ausgezeichnete Arbeit von Markus König fortsetzen, um den Staatswald um Buchenberg und Haldenwang für die Zukunft fit zu machen“ versichert Florian Zeller zum Abschluss.

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news-2739 Tue, 10 May 2022 09:53:15 +0200 Forstministerin rät zur Wachsamkeit: Borkenkäfer schwärmen aus! https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstministerin-michaela-kaniber-raet-bayerns-waldbesitzern-zur-wachsamkeit-borkenkaefer-schwaermen-aus.html <![CDATA[

10. Mai 2022, Pressemitteilung des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten - In Bayerns Wäldern beginnt in diesen Tagen der Hauptschwärmflug der Borkenkäfer. Forstministerin Michaela Kaniber erwartet auch heuer wieder eine bayernweit sehr hohe Gefahr durch den Waldschädling.

„Im letzten Jahr war die Ausbreitung des Borkenkäfers zum Glück nicht so dramatisch, dennoch dürfen sich die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer nicht in falscher Sicherheit wiegen. Wir müssen die Borkenkäfer weiterhin konsequent bekämpfen. Nur so können wir effektiv verhindern, dass es zu einer Massenausbreitung kommt und ganze Wälder absterben. Wir bitten daher alle Waldbesitzer: Gehen Sie raus in Ihre Wälder und kontrollieren Sie diese ab sofort regelmäßig auf frischen Käferbefall.“

Nach Aussage der Ministerin ist für eine erfolgreiche Bekämpfung die frühzeitige Suche nach Bohrmehl besonders wichtig. Dieses rieselt bei Brutbeginn als rotbraunes Pulver am Stamm herunter und sammelt sich an Rindenschuppen, am Stammfuß und auf der Vegetation im Umfeld befallener Bäume. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den Bereichen, die bereits im Vorjahr betroffen waren sowie noch nicht aufgearbeitetem Sturmholz. Hier finden die Käfer ideale Brutmöglichkeiten vor und können sich massenhaft vermehren.

Wird frischer Befall festgestellt, heißt es daher schnell sein: Diese Bäume müssen konsequent aufgearbeitet und abgefahren oder mit einem Abstand von 500 Metern zum Wald gelagert werden. Ministerin Kaniber empfiehlt daher, geeignete Lagerflächen für das anfallende Käferholz frühzeitig zu planen und freizuhalten. Um Borkenkäferbefall leichter erkennen zu können, hat die Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) die Praxishilfe Buchdrucker und Kupferstecher – Befall erkennen entwickelt und vor kurzem veröffentlicht.

Diese Broschüre bietet reichlich Anschauungsmaterial und entsprechende Handlungsempfehlungen zum Bekämpfen des Käfers. Durch das handliche Format kann sie leicht mit in den Wald genommen werden. Die Bayerische Forstverwaltung unterstützt die Waldbesitzer auch in diesem Jahr mit einer finanziellen Förderung bei der Aufarbeitung von Borkenkäferholz.

Informationen hierzu erhalten Interessierte unter www.waldbesitzer-portal.bayern.de/foerderung oder beim zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Dort ist auch die Praxishilfe der LWF kostenfrei erhältlich.

Umfangreiche Informationen rund um das aktuelle Borkenkäfergeschehen sind auch unter www.borkenkaefer.org zu finden.

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news-2738 Mon, 09 May 2022 16:38:36 +0200 Neuausweisung des Naturwaldreservats „Köchelwälder“ im Murnauer Moos https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neuausweisung-naturwaldreservates-koechelwaelder-im-murnauer-moos.html <![CDATA[

Staatsministerin Kaniber zu Besuch am Forstbetrieb Oberammergau

09. Mai 2022, Murnau - Am 6. Mai 2022 stellte Forstministerin Michaela Kaniber das 130 ha große Naturwaldreservat (NWR) „Köchelwälder im Murnauer Moos“ offiziell unter den Schutz des Waldgesetztes. Es handelt sich dabei um einzigartige Waldinseln mitten im größten Alpenrandmoor Mitteleuropas. Nicht nur naturschutzfachlich besonders wertvoll. Das neue Naturwaldreservat ist auch deshalb einmalig, weil es mit dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen, dem Markt Murnau, dem Bund Naturschutz und den BaySF erstmalig ein Zusammenschluss von vier kommunalen, verbandlichen und staatlichen Waldbesitzern/Waldbewirtschaftern ist, der gemeinsam Flächen für ein neues Naturwaldreservat bereitstellt.

Im Forstbetrieb Oberammergau gibt es mit der Neuausweisung damit nun 7 Naturwaldreservate. Zusammen mit den seit 2021 ausgewiesenen sog. Naturwaldflächen  kann der Forstbetrieb Oberammergau über 11.000 ha vorweisen, die der natürlichen Entwicklung überlassen sind und in denen keine Bewirtschaftung und Holznutzung mehr stattfinden, damit sie zu einen Urwald von morgen werden können.

Seit 1978 wurden 167 Naturwaldreservate (NRW) mit einer Fläche von 7.700 ha ausgewiesen. Weitere Informationen zu den. Naturwaldreservaten in Bayern finden Sie auf der Website der Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft unter www.naturwaldreservate.de,

 

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news-2737 Mon, 09 May 2022 08:43:42 +0200 Einladung zur Waldführung im Revier Hundelshausen mit Revierleiterin Petra Diener https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/einladung-zur-waldfuehrung-im-revier-hundelshausen-mit-revierleiterin-petra-diener.html <![CDATA[

09. Mai 2022, Ebrach - Waldführung im Revier Hundelshausen mit Revierleiterin Petra Diener

Termin: Freitag, 13.05.2022

Uhrzeit: 16.00 Uhr

Treffpunkt: Wald-Parkplatz bei Neuhof/Gemeinde Michelau

Die Waldführung findet bei jedem Wetter statt, weshalb wetterfeste Kleidung und stabiles Schuhwerk empfohlen wird. Es wird gebeten, die aktuell bestehenden Hygienebestimmungen wie Einhalten eines Abstands von 1,5 Metern zu beachten. Zur Erfassung der Teilnehmerdaten bitten wir um Anmeldung beim Forstbetrieb Ebrach per Telefon 09553-98970 oder per Mail an info-ebrach@baysf.de.

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Forstbetrieb Ebrach
news-2736 Fri, 06 May 2022 10:20:50 +0200 Zukunftsprojekt „Der neue Frankenwald“ – Forstministerin startet Wiederbewaldung https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/zukunftsprojekt-der-neue-frankenwald-forstministerin-startet-wiederbewaldung.html <![CDATA[

06. Mai 2022, Pressemitteilung des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten - Im Frankenwald sind in den vergangenen Jahren große Waldflächen dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen, die prägenden Fichtenwälder der Region vielerorts verschwunden. Mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen will Forstministerin Michaela Kaniber nun die Wiederbewaldung der Kahlflächen vorantreiben. Dazu hat sie am Donnerstag bei Pressig im Landkreis Kronach das Zukunftsprojekt „Der neue Frankenwald“ gestartet.

„Der neue Frankenwald wird ein völlig anderes Gesicht haben als der alte – ein weitaus bunteres und vielfältigeres; eines, das von stabilen und klimafesten Mischwäldern geprägt ist“, sagte die Ministerin. Damit werde der Frankenwald künftig ein echter Klimawald sein – ein Wald, der auf Dauer dem Klimawandel standhält und der damit auch künftig CO2 binden und das Klima schützen kann. Michaela Kaniber: „Der Aufbau zukunftsfähiger Wälder ist für die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer eine riesige Herausforderung. Die Staatsregierung wird sie dabei nach Kräften unterstützen.“

Das Zukunftsprojekt steht laut Kaniber auf mehreren Säulen: auf einem für den Frankenwald maßgeschneiderten neuen Bewaldungskonzept, auf einer nochmals verbesserten finanziellen Unterstützung und auf der Bereitstellung von zusätzlichem forstlichen Fachpersonal. Unter anderem werden die beiden hauptbetroffenen Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Coburg-Kulmbach und Bayreuth-Münchberg durch sieben junge, tatkräftige Revierförster und eineinhalb Stellen für die Förderabwicklung im Büro unterstützt. Gleichzeitig werden die Fördermöglichkeiten für die Wiederbewaldung erweitert und verbessert.

Für die Instandsetzung geschädigter Forstwege beträgt der Förderhöchstsatz im Projektgebiet grundsätzlich 90 Prozent der förderfähigen Kosten. Auch werden den Waldbesitzern einfache und praxisgerechte Lösungen für die rasche Aufforstung der Kahlflächen an die Hand gegeben. Dafür hat die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft gemeinsam mit einer Expertengruppe verschiedene Varianten entwickelt, die in zwei neu angelegten Wiederbewaldungsparcours anschaulich vorgestellt werden.

Zu einem Zukunftskonzept gehört aber auch, dass man Neues wagt und ausprobiert. Deswegen kündigte Kaniber zwei innovative Forschungsprojekte an: Zum einen wird die Technische Universität München gemeinsam mit einem jungen Start-up erproben, ob die Saat von Pionierpflanzen und Waldbäumen mit Drohnen eine praktikable Lösung für die Steillagen des Frankenwalds wäre. Zum anderen wird die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf auf den Freiflächen geeignete und sparsame Bewässerungstechniken für Forstkulturen testen. Denn gerade auf den flachgründigen Böden des Frankenwalds sind Trockenheit und Hitze eine große Bedrohung für die jungen Bäumchen.

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news-2735 Thu, 05 May 2022 16:05:55 +0200 Ruine Bramberg - Neue Aussichtsplattform lässt weit blicken https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ruine-bramberg-neue-aussichtsplattform-laesst-weit-blicken.html <![CDATA[

05. Mai 2022, Bad Königshofen - Auch der TV Main Franken hat einen Fernseh-Beitrag über die Eröffnung der frisch sanierten Burgruine Bramberg gemacht.

Der Landkreis Haßberge ist um einen Leuchtturm reicher. Als solchen bezeichnet Landrat Wilhelm Schneider die neue Aussichtsplattform an der Ruine Bramberg. Von dort können Besucherinnen und Besucher nun bei entsprechender Fernsicht rundum in die Rhön, den Thüringer Wald, den Frankenwald oder das Fichtelgebirge blicken.

Hier geht's zum Beitrag.

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Forstbetrieb Bad Königshofen i. Grabfeld
news-2734 Wed, 04 May 2022 17:24:58 +0200 Jagdsaison beginnt - Bayerische Staatsforsten jagen jetzt bleifrei https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/jagdsaison-beginnt-bayerische-staatsforsten-jagen-jetzt-bleifrei.html <![CDATA[

04. Mai 2022, Fichtelberg - Seit Beginn der neuen Jagdsaison wird bei den Bayerischen Staatsforsten nur noch mit bleifreier Munition gejagt. Das entlastet die Umwelt und damit Tier und Mensch von dem giftigen Schwermetall Blei.

Eigentlich schaut sie ganz normal aus, die Patrone für ein Jagdgewehr, die Winfried Pfahler in der Hand hält. Kaliber 7,62 mm, messingfarbene Hülse, kupferfarbenes Geschoss mit einer silbernen Spitze. Und doch präsentiert hier der Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg eine Entwicklung, die mit einer Jahrhunderte alten Tradition bricht. Denn diese Patrone ist bleifrei. Seit urdenklichen Zeiten waren die Geschosse für Jagdgewehre hauptsächlich aus Blei gefertigt. Das Metall ist schwer und nimmt dadurch viel Bewegungsenergie mit. Zugleich ist Blei auch weich und verformbar, so dass sich das Geschoss beim Auftreffen im Ziel aufpilzt und das getroffene Tier schnell und tierschutzgerecht tötet.

Und warum jetzt ohne Blei?

„Weil Blei als Schwermetall giftig ist und nichts verloren hat in der Umwelt und in unserer Nahrung“ stellt Winfried Pfahler heraus. „Tiere, die im Wald die Überreste von erlegtem Wild fressen, können dabei bleihaltige Geschossreste aufnehmen. Das Metall reichert sich nach und nach im Körper an und führt zu einer schleichenden Vergiftung. Greifvögel reagieren darauf besonders sensibel. Wildfleisch das zum menschlichen Verzehr verwendet wird, wurde auch bisher schon gründlich untersucht. Alle Teile, die mit Bleisplittern belastet sein könnten, wurden großzügig ausgeschnitten. Deshalb Bestand für die Käufer von Wildbret auch bisher keine Gefahr. Regelmäßige Hygiene-Untersuchungen des Wildbrets haben dies immer wieder bestätigt. Trotzdem gehen wir hier auf „Nummer sicher“. Bleifreie Munition ist also gut für Mensch, Tier und Umwelt.“

Die Bayerischen Staatsforsten gehen hier mit gutem Beispiel voran und verwenden generell im Staatswald keine bleihaltige Munition mehr – bisher haben das viele Förster und Jäger schon freiwillig so praktiziert. Das erspart der Umwelt in Bayern eine jährliche Belastung mit vielen hundert Kilogramm des giftigen Schwermetalls.

In den neuartigen Geschossen wird das Blei durch umweltverträgliche Metalle wie z.B. Kupferlegierungen, Zinn oder Zink ersetzt. Deren Konstruktion ist deutlich aufwändiger, als bei bleihaltigen Geschossen. Mittlerweile sind die bleifreien Alternativen aber technisch ausgereift und ebenso wirksam wie bleihaltige Geschosse. Dies bestätigen auch Untersuchungen des Bundeslandwirtschaftsministeriums und verschiedener Versuchsanstalten.

Vor wenigen Tagen hat die neue Jagdsaison begonnen. „Unser Ziel bei der Jagd ist es, die Wildbestände so zu regulieren, dass ausreichend Mischbaumarten in den Fichtelgebirgswäldern aufwachsen“ so Winfried Pfahler. „Dies ist gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels wichtig.“

Das Fleisch des erlegten Wildes – hauptsächlich Reh- und Rotwild - bietet der Forstbetrieb Fichtelberg ab sofort wieder zum Verkauf an, sowohl in ganzen Stücken, als auch küchenfertig vorbereitet für Braten oder als Wildburger. Für alle Wildbretkunden hat Winfried Pfahler eine erfreuliche Nachricht: „Entgegen dem allgemeinen Trend halten wir unsere Preise stabil.“

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news-2733 Tue, 03 May 2022 16:06:46 +0200 Neuer Förster im Revier Schönderling https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neuer-foerster-im-revier-schoenderling.html <![CDATA[

03.Mai 2022 – Hammelburg / Schönderling – Seit 01.04.2022 ist mit Kai Fischer ein neuer Förster im Revier Schönderling am Forstbetrieb Hammelburg angekommen. Der bisherige kommissarische Revierleiter Florian Zeller wechselte in seine Heimat an das Revier Buchenberg am Forstbetrieb Sonthofen.

Der 32-jährige Rhöner Kai Fischer stammt aus Unterebersbach. Er war vorher als forstlicher Gutachter und Forstingenieur für Naturschutz bei der Bundesanstalt für Immobilien AöR zuletzt am Bundesforstamt Reussenberg beschäftigt.

Kai Fischer übernimmt für die nächsten eineinhalb bis zwei Jahre die Vertretung über die Leitung des Reviers Schönderling für die sich in Elternzeit befindende Revierleiterin Jennifer Süß. Er freut sich nun auf seine neue Aufgabe bei den Bayerischen Staatsforsten. Als zentrale Aufgabe sieht er die von ihm bewirtschafteten Wälder für den Klimawandel vorzubereiten. Dies bedeutet in erster Linie gemischte Bestände zu begründen oder die Waldbestände so zu pflegen, dass sie aus mindestens 4 Baumarten bestehen. Die Auswahl und Einbringung geeigneter Mischbaumarten stellt unter dem Einfluss der allgegenwärtigen Buche und den naturschutzfachlichen Natura 2000-Rahmenbedingungen eine sehr herausfordernde Aufgabe dar. In diesem Zusammenhang ist ein angepasster Wildbestand für Kai Fischer ein Schlüssel zum Erfolg. Als engagierter Jagdhelfer unterstützt ihn hierbei seine 3-jährige polnische Bracke „Albi“. Großen Wert legt er auch auf einen guten Kontakt zur Bevölkerung, die traditionell ein besonders Verhältnis zum Leiter dieses Reviers pflegt. Sein Vorgänger Florian Zeller hat ihm zu Beginn seiner Tätigkeit noch viele wertvolle Tipps für seine neuen Aufgaben im Revier Schönderling mitgeben können.

Seinen Sitz hat der neue Revierleiter in der Forstdienststelle zwischen Neuwirtshaus und Schwärzelbach in der Forststraße 1, 97797 Wartmannsroth.

Bei Florian Zeller bedankt sich die Betriebsleitung für die vergangenen zwei Jahre in denen Herr Zeller das Revier Schönderling sehr gut geführt hat und wünscht ihm in seinem heimatlichen Revier Buchenberg im Bereich des Forstbetriebs Sonthofen alles Gute.

 

 

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news-2732 Mon, 02 May 2022 17:47:39 +0200 Neue Jagd-Saison beginnt im Forstbetrieb Freising – Frisches Wildbret aus dem Staatswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neue-jagd-saison-beginnt-im-forstbetrieb-freising-frisches-wildbret-aus-dem-staatswald.html <![CDATA[

02. Mai 2022, Freising - Am 1. Mai startete die neue Jagd-Saison für Rehwild. Damit kann der Forstbetrieb Freising seinen Direktverkauf von frischem Wildfleisch aus den eigenen Wäldern in Kürze wieder aufnehmen.

Nachdem die ersten erlegten Rehe abgehangen und aufbereitet sind, beginnt der Verkauf am 11. Mai am Sitz des Forstbetriebs in Freising, Domberg 1.

Öffnungszeiten:

• Mittwoch von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
• Freitag von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr
• sowie nach telefonischer Vereinbarung (08161/48020).

Im Sortiment sind Frischfleisch von Reh- und Schwarzwild, ab Juni vom Rotwild, Würste, Schinken sowie Grillwaren, wie z.B. marinierte Steaks oder gefrorene Wildburger. Wildfleisch ist außerdem ganzjährig auch als gefrorene Ware erhältlich. Sämtliche Produkte stammen aus den eigenen staatlichen Wäldern und sind nachhaltig. Mit jährlich rund 1500 Stück Schalenwild aus den Staatsjagdrevieren erzeugt der Forstbetrieb Freising der Bayerischen Staatsforsten ein hochwertiges Lebensmittel. „Unser Wild lebt bis zu seiner Erlegung selbstbestimmt in der freien Natur. Es ernährt sich artgerecht von vielfältigen Kräutern, Gräsern und Samen und kann seinen natürlichen Bewegungsdrang uneingeschränkt ausleben. Dies ist die Grundlage für den guten Geschmack und die hochwertige Qualität des Wildbrets. Mehr Regionalität und natürliche Fleischqualität geht nicht,“ so Forstbetriebsleiter Dr. Alfred Fuchs, der Wildbret auch gerne selbst verzehrt.

Jagen für den Klimawald von morgen

Die Jagd liefert aber nicht nur ein hervorragendes Lebensmittel, sondern unterstützt den dringend notwendigen Umbau der bayerischen Wälder: „Vor dem Hintergrund des sich verschärfenden Klimawandels gewinnt der erforderliche Waldumbau zunehmend an Bedeutung“, erklärt Forstbetriebsleiter Dr. Fuchs. „Damit hierfür ausreichend und vor allem verschiedene junge Bäumchen heranwachsen können, ist ein effektives Jagdmanagement mit an den Lebensraum angepassten Schalenwildbeständen notwendig.“

Durch einen an den Wald angepassten Wildbestand können sich gepflanzte oder natürlich angesamte Bäume weitgehend uneingeschränkt entwickeln und einen gesunden Wald bilden. Denn die jungen Triebe der Bäume sind eine begehrte Nahrung für unsere heimischen Wildarten, wie zum Beispiel das Reh. Der neue Wald, der im Forstbetrieb Freising sowie im gesamten bayerischen Staatswald wächst, entsteht zu drei Vierteln aus Naturverjüngung. „Zudem pflanzen wir verstärkt den Klimawald der Zukunft. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen der regulären Frühjahrs- bzw. Herbstpflanzungen sowie des 30-Millionen-Bäume-Programms der Bayerischen Staatsregierung“. Dazu werden Neukulturen begründet, Schadflächen wieder bepflanzt und auch Naturverjüngungen mit klimatoleranten Baumarten ergänzt. Hierbei sind insbesondere Eichen und Tannen sowie z. B. Kirschen, Elsbeeren, Douglasien, oder Esskastanien vorgesehen

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news-2731 Mon, 02 May 2022 17:07:42 +0200 Diesjährige Jagd-Saison beginnt: Grundlage für den Klimawald von morgen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/diesjaehrige-jagd-saison-beginnt-grundlage-fuer-den-klimawald-von-morgen.html <![CDATA[

02. Mai 2022, Bad Brückenau, Bad Königshofen & Hammelburg - Am 1. Mai startet die neue Jagd-Saison für Rehwild. Rehwild ist die kleinste und häufigste Hirschart unserer Breiten. Rehe leben in jedem Revier, bevorzugen Wald-Feld-Landschaften, sind aber selbst im Hochgebirge bis zur Baumgrenze heimisch.

„Vor dem Hintergrund des sich verschärfenden Klimawandels gewinnt der erforderliche Waldumbau zunehmend an Bedeutung“, sind sich die Forstbetriebsleiter Daniel Zippert, Dr. Michael Kutscher und Heiko Stölzner einig. „Damit hierfür ausreichend und vor allem verschiedene junge Bäumchen heranwachsen können, ist ein effektives Jagdmanagement mit an den Lebensraum angepassten Schalenwildbeständen notwendig“, gibt Hr. Zippert zu bedenken. Durch einen an den Wald angepassten Wildbestand können sich gepflanzte oder natürlich angesamte Bäume weitgehend uneingeschränkt entwickeln und einen gesunden Wald bilden. Denn die jungen Triebe der Bäume sind eine begehrte Nahrung für unsere heimischen Wildarten, wie zum Beispiel das Reh.

Kein Klimawald ohne angepasste Wildbestände

Der neue Wald, der in den oben genannten Forstbetrieben sowie im gesamten bayerischen Staatswald wächst, entsteht zu drei Vierteln aus Naturverjüngung. „Zudem pflanzen wir verstärkt den Klimawald der Zukunft. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen der regulären Frühjahrs- und Herbstpflanzungen sowie des 30-Millionen-Bäume-Programms der Bayerischen Staatsregierung“, so Stölzner weiter. Dazu werden Neukulturen begründet, Schadflächen wieder bepflanzt und Naturverjüngungen mit klimatoleranten Baumarten ergänzt. Hierbei sind insbesondere Eichen und Tannen sowie Kirschen, Elsbeeren und Douglasien, Esskastanien und Roteichen vorgesehen.

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news-2730 Fri, 29 Apr 2022 15:39:59 +0200 Sperrung wegen Windwurfaufarbeitung in der Nonner Au https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/sperrung-wegen-windwurfaufarbeitung-in-der-nonner-au.html <![CDATA[

Bad Reichenhall - Piding Mai 2022 – Zur Aufarbeitung von Windwurf muss ab Montag, 02. Mai 2022 für etwa 10 Tage die Forststraße zwischen dem Gabler Hof in Nonn und dem Campingplatz Staufenbrücke in Piding gesperrt werden. Die Bayerischen Staatsforsten werden die vom Sturm geschädigten Flächen wieder in einen stabilen gemischten Wald umwandeln.

„Die am ersten Februarwochenende unterhalb des Vorderstaufens vom Wind geworfenen Bäume werden mit Hilfe eines Seilkrans aufgearbeitet“, erläutert der neue BaySF-Förster aus Bad Reichenhall Roman Prielmeier. Dazu muss das große Kippmastgerät in den kommenden Tagen auf, die von Waldbesuchern gern genutzte, Forststraße gestellt werden.

Deswegen muss die Forststraße für etwa 10 Tage komplett gesperrt werden. Leider gibt es für den Zeitraum der Aufräumarbeiten keine Umleitung. Die Bayerischen Staatsforsten bitten daher alle Waldbesucher, die Absperrungen zu befolgen. „Im Umgriff der Seilkrananlage besteht ein sehr großes Verletzungsrisiko“, erklärt Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller. Die Bayerischen Staatsforsten bitten um Verständnis für die notwendige Wegesperrung. Dem Sturm fielen überwiegend Fichten zum Opfer, daher muss die Aufarbeitung noch vor dem baldigen Schwärmflug der Borkenkäfer erfolgen. Andernfalls müsste mit zusätzlichen Schäden gerechnet werden.

 

 

 

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news-2729 Fri, 29 Apr 2022 15:28:02 +0200 Neue Jagd-Saison beginnt am Forstbetrieb St. Martin mit einer Informationsveranstaltung für die Mitjäger https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neue-jagd-saison-beginnt-am-forstbetrieb-st-martin-mit-einer-informationsveranstaltung-fuer-die-mitjaeger.html Jagd als Grundlage für den Klimawald von morgen <![CDATA[

St. Martin, 28. April 2022 – Am 1. Mai startet die neue Jagd-Saison für Rehwild. Rehwild ist die kleinste und häufigste Hirschart unserer Breiten. Rehe leben in jedem Revier, bevorzugen Wald-Feld-Landschaften, sind aber selbst im Hochgebirge bis zur Baumgrenze heimisch. Auch einjähriges Rotwild kann ab dem ersten Mai bejagt werden.

„Vor dem Hintergrund des sich verschärfenden Klimawandels gewinnt der erforderliche Waldumbau zunehmend an Bedeutung“, erklärte Forstbetriebsleiter Thomas Zanker zusammen mit Revierleiter Simon Richter rund 50 sogenannten „Jagderlaubnisnehmern“, durchwegs private Mitjäger aus der Region anlässlich einer Informationsveranstaltung in der letzten Aprilwoche am Forstbetrieb. „Damit hierfür ausreichend und vor allem verschiedene junge Bäumchen heranwachsen können, ist ein effektives Jagdmanagement mit an den Lebensraum angepassten Schalenwildbeständen notwendig.“

Am Forstbetrieb St. Martin jagen auf der Gesamtregiejagdfläche von rund 15.300 Hektar die eingewiesenem Jagderlaubnisnehmer  auf je 100 bis 200 Hektar pro Jäger mit. Diese Mitjäger werden immer wichtiger für das forstbetriebliche Jagdmanagement. So wurden z. B.  im vergangenen Jagdjahr 2021 rund 2/3 der erlegten Rehe und rund die Hälfte des erlegten Rotwildes sowie der Gämsen durch Jagderlaubnisnehmer erlegt  - die verbleibende Schalenwildstrecke überwiegend durch das eigene Forstbetriebspersonal sowie geführte Jagdgäste. Insgesamt wurden im Jagdjahr 2021 in der Regiejagd des Forstbetriebs rund 650 Stück Rehe, Rotwild und Gämsen erlegt. Durch einen an den Wald angepassten Wildbestand können sich gepflanzte oder natürlich angesamte Bäume weitgehend uneingeschränkt entwickeln und einen gesunden Wald bilden. Denn die jungen Triebe der Bäume sind eine begehrte Nahrung für unsere heimischen Wildarten, wie zum Beispiel das Reh.

Der neue Wald, der im Forstbetrieb St. Martin sowie im gesamten bayerischen Staatswald wächst, entsteht zu drei Vierteln aus Naturverjüngung. „Zudem pflanzen wir verstärkt den Klimawald der Zukunft“, so Zanker weiter. Dazu werden Neukulturen begründet, Schadflächen wieder bepflanzt und Naturverjüngungen mit klimatoleranten Baumarten ergänzt. Die wichtigsten Baumarten sind hierbei am Forstbetrieb Buche, Tanne und Lärche.

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news-2728 Wed, 27 Apr 2022 13:27:04 +0200 Douglasienpflanzung im Allgäuer Staatswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/douglasienpflanzung-im-allgaeuer-staatswald.html <![CDATA[

27. April 2022, Sonthofen - Seit Anfang April sind die Forstwirtinnen und Forstwirte des Sonthofener Staatsforstbetriebes schwerpunktmäßig mit der Pflanzung von jungen Waldbäumen beschäftigt. Neben den bekannten heimischen Baumarten wird auch eine besondere Art, die Douglasie, in bemessenem Umfang verwendet.

Forstbetriebsleiter Jann Oetting erklärt: „In Zeiten des Klimawandels ist es für uns Forstleute eine herausfordernde Aufgabe, die richtige Wahl der Baumarten für einen stabilen, gesunden Zukunftswald zu treffen. Wir sehen oft erst nach Jahrzehnten, was richtig oder falsch war. Die Bayerischen Staatsforsten haben sich zum Ziel gesetzt, bis in die mittleren Berglagen mindestens vier Baumarten durch natürliche Ansamung, Saat und Pflanzung gemischt in der Fläche nachzuziehen. Dabei gewinnt auch die Einbindung von Baumarten zunehmend an Bedeutung, die wärmere Temperaturen vertragen. So versuchen wir das Risiko zu streuen.“

Hierbei setzen die Sonthofener Staatsforsten in den tieferen Lagen bis rund 900 m auf die Gastbaumart Douglasie. Diese Baumart stammt aus dem Westen Nordamerikas, hat dort eine ausgedehnte Verbreitung und wird seit mehr als 150 Jahren in Bayern verwendet. Sie ist die am häufigsten vorkommende exotische Baumart, entsprechende Anbauerfahrungen sind seit fast zwei Jahrhunderten vorhanden. Ihr Anteil im Bayerischen Staatswald beträgt derzeit 0,8 % aller vorkommenden Baumarten, langfristig soll sie einen Anteil von 3% einnehmen.

„Wir sehen die Einbindung der Douglasie in unser Baumartenspektrum als Baustein beim Umbau von Fichtenwälder in gemischtere und stabilere Wälder, die an den Klimawandel angepasster werden,“ erklärt Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting. „Diese Baumart hat aufgrund ihres tiefgreifenden Herzwurzelsystems eine hohe Stabilität. Sie kommt mit Wärme und Trockenheit besser zurecht als Fichte und Tanne und hat derzeit bei uns wenig bekannte Schädlinge. Zudem ist ihr Holz ähnlich gut wie das der Lärche verwendbar, gerade im Außenbereich,“ ergänzt Oetting.

Aber alles mit Maß und Ziel. Der Anteil der Douglasie am diesjährigen Pflanzprogramm der Sonthofener Staatsforsten liegt bei knapp 5%. Auch die Planungen für die nächsten Jahre sind in dieser Größenordnung. Zudem wird sie nur kleinflächig in der Mischung zu den heimischen Baumarten eingebracht.

Für Revierförster Rainer Ruf ist die Pflanzung von Douglasien in seinem Zuständigkeitsbereich Neuland: „Jetzt bin ich schon über 30 Jahre hier im Allgäu als Förster tätig und wir pflanzen dieses Frühjahr erstmals einige Hundert Douglasien in meinem Revier.“ Da dieses Revier auf überwiegender Fläche über 1000 Meter Höhe liegt, wurde bisher keine Douglasien im Revier gepflanzt. Die aktuellen waldbaulichen Planungen sehen jetzt angesichts des Klimawandels vor, in den tieferen Waldorten zwischen Immenstadt und Missen die Douglasie in geringem Umfang zu beteiligen.

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news-2727 Tue, 26 Apr 2022 16:28:12 +0200 Hochwildhegegemeinschaft Bayerischer Wald vertraut auf seine neue „alte“ Vorstandschaft https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/hochwildhegegemeinschaft-bayerischer-wald-vertraut-auf-seine-neue-alte-vorstandschaft.html <![CDATA[

April 2022 Eppenschlag - Zwischen Arber und Dreisessel zieht das Rotwild auf fast 55.000 ha seine Fährten – hier sind der Nationalpark Bayerischer Wald, die beiden Forstbetriebe Bodenmais und Neureichenau der Bayerischen Staatsforsten sowie 34 private Jagdreviere in der Hochwildhegegemeinschaft Bayerischer Wald organisiert.

Nach zweijähriger coronabedingter Zwangspause konnte wieder eine Versammlung der Hochwildhegegemeinschaft Bayerischer Wald abgehalten werden. Als Ehrengäste durften der Bezirksvorsitzende im BJV für Niederbayern Axel Kuttner, Regierungsjagdberater Hans Parhofer, Regierungsamtsrat Franz Stöbich als Vertreter der unteren Jagdbehörde des LRA Freyung-Grafenau sowie Jagdberater Sepp Miedl aus dem Landkreis Regen begrüßt werden.

In der Versammlung waren zahlreiche Revierinhaber von privaten Hochwildrevieren, die beiden Forstbetriebe Bodenmais und Neureichenau und der Nationalpark Bayer. Wald vertreten.Neben der Abstimmung der Abschussplanung 2022/2023 standen auch Neuwahlen auf der Tagesordnung.

Herr Kuttner und Herr Parhofer übernahmen dankenswerterweise die Wahlleitung. Da die Versammlung offensichtlich mit der „alten“ Vorstandschaft zufrieden war, gab keine weiteren Vorschläge, so dass die bisherigen Amtsinhaber – Markus Wirsich als Hegegemeinschaftsleiter, Jürgen Völkl als stellvertretender Hegegemeinschaftsleiter und Manfred Hofmeister als Schriftführer – jeweils einstimmig wiedergewählt wurden. Die Gewählten nahmen die Wahl an und bedankten sich bei den Revierinhabern für das gewährte Vertrauen.

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news-2726 Tue, 26 Apr 2022 11:53:09 +0200 Ehrenamtliche im Einsatz für den Schutzwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ehrenamtliche-im-einsatz-fuer-den-schutzwald-das-bergwaldprojekt-ev-beim-forstbetrieb-schliersee.html <![CDATA[

26. April 2022, Schliersee - In den Wochen vom 24. April bis 14. Mai 2022 ist das Bergwaldprojekt e.V. erneut beim Forstbetrieb Schliersee und in der zweiten Woche zum zweiten Mal in Holzkirchen mit der Bergwald Offensive des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Holzkirchen im Einsatz. Insgesamt fast 90 freiwillige Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland werden in dieser Zeit in den Wäldern des Forstbetriebs und im Privat- und Kommunalwald verschiedene Naturschutz-Arbeiten durchführen und das Ökosystem Bergwald näher kennenlernen.

An der dritten Woche am Schliersee nehmen junge Erwachsene im Rahmen eines alternativen Seminars während ihres Freiwilligen Ökologischen Jahrs teil. Ziele des Einsatzes sind, die ökologische Situation am Projektstandort zu verbessern und die Teilnehmenden auch über die Wochen hinaus für einen schonenden Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen zu sensibilisieren.

Unter der Anleitung von Dominik Kopf, Henning Rothe und Karolin Prott vom Bergwaldprojekt e.V. und unter der Regie des Revierleiters Christian Lischka vom Forstbetrieb Schliersee sowie des Revierleiters Peter Lechner und des Bergwaldoffensivemanagers Franz Jäger vom AELF Holzkirchen werden die Freiwilligen im Schutzwald rund um Bayrischzell verschiedene Arbeiten durchführen. So werden sie die zur Betreuung der Schutzwälder benötigte Infrastruktur pflegen, Hochsitze zur Unterstützung der Jagd bauen, Maßnahmen zur Biotopverbesserung umsetzen, junge standortheimische Bäume pflanzen und Pflegemaßnahmen zugunsten stabiler Bergmischwälder durchführen.

Ein wichtiges Anliegen der Projektwochen ist es, die Bedeutung der Schutzwälder zu vermitteln und erlebbar zu machen. Neben der praktischen Arbeit ist deswegen u. a. auch, wie in jeder Einsatzwoche des Bergwaldprojekts, eine Exkursion pro Woche vorgesehen. Untergebracht sind die Gruppen in Unterkünften mit Mehrbettzimmern. Eigene Köchinnen und Köche kümmern sich mit ökologisch erzeugter, vegetarischer und möglichst regionaler und saisonaler Vollwertkost um die Verpflegung der Freiwilligen.

Finanziell unterstützt wird die Woche der Bergwaldprojekt-Waldschule von der Postcode Lotterie mit ca. 6.000 Euro. Katja Diemer, Head of Charities bei der Deutschen Postcode Lotterie: „Wir freuen uns, dass wir dank unserer zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Waldschule für die biologische Vielfalt am Schliersee und an vielen anderen Standorten mit insgesamt 181.650 Euro auf zwei Jahre verteilt unterstützen können. Zusammen mit dem Bergwaldprojekt e.V. setzen wir uns so wirkungsvoll und nachhaltig für Mensch und Natur ein – das ist unser #PostcodeEffekt.“

Korbinian Wolf, Bereichsleiter Forsten des AELF Holzkirchen, erläutert: „Durch den Klimawandel hat sich die Bedeutung nochmals erhöht, den Bergwald intensiv und zeitaufwendig zu pflegen. Dies gilt für den Staatswald ebenso wie für den Privat- und Körperschaftswald“.

Jörg Meyer, Leiter des Forstbetriebs Schliersee, über den Einsatz: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen aktiv den Bergwald, seine wichtigen Schutzfunktionen und seine Artenvielfalt kennen und leisten in den abwechslungsreichen Wochen einen persönlichen Beitrag zu dessen Erhalt auch für kommende Generationen.“

Karolin Prott vom Bergwaldprojekt e.V. fügt noch hinzu: „In den Einsatzwochen spüren die Teilnehmenden ihre eigene Selbstwirksamkeit in der Klimakrise. Das ist ein positives Gefühl und macht Lust auf mehr. Viele fahren nach Hause und stellen zumindest Teilbereiche ihres Alltags um, handeln z.B. ressourcenschonender. Damit beteiligen sie sich am gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Entwicklung.“

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news-2725 Tue, 26 Apr 2022 11:32:12 +0200 O'pflanzt is: Die BayWa und die Bayerischen Staatsforsten pflanzen für die Zukunft https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/opflanzt-is-die-bayerischen-staatsforsten-und-die-baywa-pflanzen-fuer-die-zukunft.html <![CDATA[

27. April 2022, Wasserburg a. Inn - O'pflanzt is! Das Ökosystem Wald kennenlernen, erleben und stärken: Darum geht es in unserem gemeinsamen Projekt "O'pflanzt ist!" mit der BayWa-Stiftung.

Letzte Woche war Startschuss für die Aktion. Die ersten 11 Kinder durften neue Bäumchen pflanzen, ihre Sinne im Wald erproben und die Waldtiere näher kennenlernen. Unsere Beschäftigten vom Forstbetrieb Wasserburg a. Inn und die Waldpädagogin Catherine Kiechle zeigten dabei der jungen Generation, wie wichtig der Wald für unser Leben ist.

Bei der Aktion sollen insgesamt 100.000 neue Bäume in den nächsten 3 Jahren auf Flächen mit Sturm- und Borkenkäferschäden gepflanzt werden – für mehr Artenvielfalt und beständige Wälder. Und weil doppelt besser hält, nimmt die BayWa jede Spende mal zwei.

Jeder Baum zählt.

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news-2724 Mon, 25 Apr 2022 15:20:21 +0200 Tag des Baumes: Ministerpräsident & Forstministerin rücken Wald in den Fokus https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/tag-des-baumes-ministerpraesident-forstministerin-ruecken-wald-in-den-fokus.html <![CDATA[

25. April, München - Zum 70. Jubiläum des „Tag des Baumes“ haben Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Forstministerin Michaela Kaniber und die Vorsitzende der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) in Bayern, MdL Tanja Schorer-Dremel gemeinsam eine Buche und weitere klimastabile Zukunftsbäume gepflanzt.

„Bayern ist Waldland Nr. 1. Wald hat eine hohe Bedeutung für Ökologie, Freizeit und die bayerische Seele. Bäume zu pflanzen und zu nutzen ist nachhaltiger Klimaschutz. Wälder sind wichtige CO2-Speicher. Der Freistaat investiert viel, um den Wald an Klimaveränderungen anzupassen“, so Ministerpräsident Dr. Markus Söder. Auch für Forstministerin Kaniber ist die bundesweite Pflanzaktion der SDW ein wichtiges Zeichen für die Zukunft: „Mit der heutigen Pflanzung wollen wir den Wald wieder ein stückweit mehr in den Fokus unserer Gesellschaft rücken. Denn die bayerischen Wälder sind unsere grüne Lunge, sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Klimaschutz und machen unsere Heimat lebenswert.“

Gerade im Klimawandel zeigt sich, wie wichtig arten- und strukturreiche Mischwälder sind. Genau aus diesem Grund wurden neben der Buche, dem Baum des Jahres 2022, mit Eiche und Hainbuche auch weitere entscheidende Stützen im Klimawandel in den Lehr- und Versuchswald Grub gesetzt. Die Staatsregierung unterstützt die bayerischen Waldbesitzer seit Jahrzehnten aktiv beim Aufbau klimastabiler Mischwälder mit finanziellen Mitteln, gemeinwohlorientierter Beratung und Forschung zu zukunftsfähigen Baumarten.

„Allein im vergangenen Jahr haben unsere privaten und kommunalen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer rund 13 Millionen klimastabile Zukunftsbäume gepflanzt. Im Rahmen der forstlichen Förderprogramme haben wir mit rund 93 Millionen Euro erneut eine Rekordsumme ausbezahlt, von der andere Bundesländer nur träumen können. Und auch in diesem Jahr stellen wir wieder ausreichend Mittel in vergleichbarem Umfang für den Aufbau klimastabiler Zukunftswälder bereit“, so Kaniber.

Mehr Infos dazu gibt es unter www.försterfinder.de und www.waldbesitzer-portal.bayern.de/foerderung. Zudem beraten die Försterinnen und Förster der Bayerischen Forstverwaltung die Waldbesitzer in allen Fragen des Waldumbaus gerne neutral und kostenlos.

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news-2723 Mon, 25 Apr 2022 13:47:24 +0200 Quer-Beitrag zum Thema Holzdiebstahl https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/quer-zum-thema-holzdiebstahl.html <![CDATA[

25. April, Bad Königshofen - Quer drehte Anfang April zum Thema Holzdiebstahl im Forstbetrieb Bad Königshofen. Im Beitrag erklärt Forstbetriebsleiter Heiko Stölzner, welche Strategie die BaySF fährt, um dem entgegenzuwirken.

Dass frisch geschlagenes Holz sich nicht als Brennholz eignet, scheint manchen nicht bewusst zu sein. In Wirklichkeit muss Holz je nach Lagerbedingungen mehrere Monate bis zu drei Jahre trocknen, bevor es als Brennmaterial eingesetzt werden kann. 

Forstbetriebsleiter Heiko Stölzner erklärt Quer, wieso sie vor Ort GPS-Tracker einsetzen, um geschlagenes Holz zu schützen. Außerdem haben alle Beschäftigten ein Auge auf LKWs und Autos, die Holz geladen haben.

Mehr dazu im Quer-Beitrag: Holzdiebstahl : Professionelle Holzdiebe plündern im Wald (br.de).

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news-2720 Mon, 25 Apr 2022 11:25:00 +0200 Traumhafte Aussichten über die Haßberge https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/traumhafte-aussichten-ueber-die-hassberge.html <![CDATA[

25. April 2022, Bad Königshofen - In Zusammenarbeit mit dem Naturpark Haßberge haben die Bayerischen Staatsforsten die Errichtung einer Aussichtsplattform im Turmhaus der historischen Burgruine Bramberg sowie umfassende Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Finanziert wurde dieses Projekt über Mittel der besonderen Gemeinwohlleistungen des Freistaates Bayern sowie der Bayerischen Staatsforsten selbst. Am 22.04.2022 ist sie feierlich eröffnet worden.

Der Gründungszeitpunkt der in der Nähe von Ebern, mitten in den Haßbergen, gelegenen Burg lässt sich aus heutiger Sicht nicht mehr genau rekonstruieren. Laut historischen Quellen wird dieser aber um das 11. Jahrhundert datiert. Bereits 1168 wurde die Burg jedoch auf Befehl Kaiser Friedrichs I. wegen Raubrittertums der damaligen Bewohner geschliffen und sollte nie wieder aufgebaut werden. Dennoch begann Mitte des 13. Jahrhunderts erneut der Ausbau. Dieser zog sich über die folgenden Jahrhunderte hin, bis sie im Jahre 1525 während des deutschen Bauernkrieges erneut stark beschädigt und schließlich 1560 dem Verfall überlassen wurde.

Die Ruine befindet sich im Besitz des Freistaates Bayern und ist von Staatswald umgeben. Daher wurde sie in jüngerer Zeit durch das Bayerische Forstamt Ebern vor dem weiteren Verfall bewahrt. Im Zuge der Forstreform 2004 wurde diese Aufgabe den Bayerischen Staatsforsten, Forstbetrieb Bad Königshofen, übertragen. Diese führten bereits in vorangegangenen Jahren verschiedene Maßnahmen zum Erhalt der Ruine durch.

Um die Landschaft des Deutschen Burgenwinkels erlebbarer zu machen, wurden 2020 erste Überlegungen vom damaligen Geschäftsführer des Naturparks Haßberge, Herrn Winfried Seufert, dem zuständigen Landrat, Wilhelm Schneider sowie Mitarbeitern des Forstbetriebs Bad Königshofen der Bayerischen Staatsforsten hinsichtlich der Errichtung einer Aussichtsplattform angestoßen. Durch den großen Einsatz von MdL Steffen Vogel und Landrat Wilhelm Schneider konnten Anfang Februar 2021 schließlich Mittel des Freistaates Bayerns in Höhe von rd. 120.000 Euro für diesen Zweck gewonnen werden. Diese Mittel wurden den Bayerischen Staatsforsten, welche sich mit ca. 10 % an dem Bau- und Sanierungsvorhaben beteiligten, vom zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schweinfurt aufgrund dieser besonderen Gemeinwohlleistungen zur Verfügung gestellt. Forstbetriebsleiter Heiko Stölzner sowie die zuständigen Revierleiter Joachim Haala und Sven Kaps begannen daraufhin mit der komplizierten Planung und Umsetzung des einmaligen Projekts. Tatkräftig wurden sie dabei von den Architekten der Bayerischen Staatsforsten aus Regensburg, Lisa Schex und Thomas Feigl, unterstützt und beraten.

Nach Rücksprache mit sämtlich beteiligten Akteuren und Einholung aller notwendigen Genehmigungen, wurde im Herbst 2021 mit den Baumaßnahmen durch die lokal ansässigen Firmen Metallbau Kirchner und Kirchner Bau begonnen. Neben dem spektakulären Einbau der elf Meter langen Spindeltreppe sowie der Aussichtsplattform im Torhaus der Ruine wurden auch alte Vandalismusschäden fachmännisch repariert sowie das mittelalterliche Mauerwerk saniert und somit die Verkehrssicherheit wieder hergestellt. Das gesamte Vorhaben wurde bauarchäologisch durch Dr. Zeune begleitet und Anfang 2022 planmäßig abgeschlossen. Zukünftig wird die Aussichtsplattform durch den Naturpark Haßberge und die Bayerischen Staatsforsten gemeinsam unterhalten und gepflegt.

Besucher können nun auf der Aussichtsplattform, welche sich auf den Höhenzug der Haßberge auf rund 500 Metern ü.NN befindet, einen weitreichenden Blick auf die Umgebung der Haßberge, aber auch bis zum Steigerwald, Fichtelgebirge, Thüringer Wald und Rhön genießen sowie viele interessante Informationen über den Naturpark Haßberge erlangen.

Forstbetriebsleiter Stölzner zeigt sich äußerst zufrieden über den Projektverlauf und bedankt sich für die gute Zusammenarbeit bei allen beteiligten Akteuren, die eine schnelle Umsetzung ermöglichten. Aus Sicht aller Beteiligten ist die Aussichtsplattform eine klare Aufwertung für die Region Haßberge und ein Gewinn für die Bewohner sowie Gäste aus nah und fern.

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news-2722 Fri, 22 Apr 2022 14:29:18 +0200 Neue Baumarten für den Sulzschneider Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neue-baumarten-fuer-den-sulzschneider-wald.html Klimatolerante Baumarten sollen dem Klimawandel trotzen <![CDATA[

April 2022, Sulzschneider Wald/Sonthofen - Die Frühjahrspflanzungen am Forstbetrieb Sonthofen sind bereits in vollem Gange. Förster, Waldarbeiter und Unternehmer ergänzen die staatlichen Wälder rund um den Auerberg um zahlreiche neue Bäume. Neben alten Bekannten wie Tanne oder Schwarzerle sind auch einige Raritäten unter den rund achttausend Bäumen, die dieses Frühjahr im Revier Sulzschneider Wald gepflanzt werden. 

Die Baumartenwahl und ihre Mischung sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Waldes. In jedem Waldbestand der Bayerischen Staatsforsten werden deshalb nach Möglichkeit mindestens vier Baumarten künftig vielfältige, gemischte und gestufte Wälder bilden. Heimische Baumarten wie die Schwarzerle, die Fichte oder die Tanne machen den Löwenanteil unter den neu gepflanzten Baumarten aus. Wo es vom Standort her passt, werden diese mit weiteren, bisher in der Region selteneren Baumarten wie Eiche und Douglasie ergänzt. „Wir pflanzen verschiedenste Baumarten, die nicht nur dem Klimawandel standhalten sollen, sondern auch eine Vielfalt an Lebensräumen bilden“, erklärt Forstbetriebsleiter Jann Oetting. Allein auf eine einzelne Baumart zu setzen, wäre ihm angesichts der Klimaveränderungen zu gefährlich. Es gibt im Klimawandel unberechenbare Aspekte. Neben Trockenperioden können auch Schädlinge quasi wie aus dem Nichts heraus problematisch werden. „Die Mischung ist entscheidend. Wenn in unseren Beständen eine Baumart ausfällt, übernehmen die anderen Baumarten“, so Oetting.

Welche Baumarten in welchem Waldgebiet gepflanzt werden, ist stark vom Standort und den vorhandenen Bäumen abhängig. Ziel der Staatsforsten ist es jedoch, auch seltenere heimische Laubbaumarten einzubringen, wie zum Beispiel die Eiche: Sie eignet sich besonders für die Stabilisierung der Wälder. Die Eiche, hat ein intensives Wurzelwachstum und kann daher auf instabilen Böden bestehen. „Das Problem bei der Eiche ist, dass sie leicht von Nassschnee niedergedrückt und gebrochen werden kann. Das liegt daran, dass sie ihr trockenes Laub erst sehr spät verliert. Das ist im südlichen Alpenvorland eine Gefahr, wir pflanzen die Eiche daher hauptsächlich zur Anreicherung und als zukünftige Samenbäume“ erklärt Oetting. Anders ist das bei der Tanne, von denen im Sulzscheider Wald heuer fast siebentausend Stück gepflanzt werden: „Mit ihrer Pfahlwurzel ist sie als Nadelbaumart der Fichte im Klimawandel überlegen. Sie ist nicht nur stabiler bei Stürmen, sondern kann auch Wasservorräte in größeren Tiefen erreichen,“ so Oetting.

Mit dem bisherigen Verlauf der Pflanzungen in diesem Frühjahr ist er sehr zufrieden: „Wir sind absolut im Plan, jedoch macht uns das Wetter sorgen.“ Damit die Pflanzen gut anwachsen, wünscht er sich für die nächsten Wochen, was außer Försterinnen und Förster niemand haben will: Ein nasses und kühles Frühjahr.

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news-2721 Fri, 22 Apr 2022 09:22:00 +0200 7 Gipfel Bayerns: Diesmal mit dem Forstbetrieb Selb https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/7-gipfel-bayerns-diesmal-mit-dem-forstbetrieb-selb.html <![CDATA[

23. April 2022, Selb - Der BR drehte den Sommer über eine mehrteilige Filmreihe über die "7 Gipfel Bayerns". Über die Sendung mit der Zugspitze berichteten wir schon, diesmal ist der Schneeberg im Forstbetrieb Selb an der Reihe. Revierleiter Stefan Oettle führt das Filmteam durch sein Gebiet und zeigt die Besonderheiten des Waldes.

An der Grenze zwischen Bayern, Sachsen, Thüringen und Tschechien liegt inmitten des hufeisenförmig angeordneten Fichtelgebirges der Schneeberg. Er ist mit 1.051 Metern Oberfrankens höchster Gipfel, unverkennbar wegen des wuchtigen Antennenturms aus Zeiten des Kalten Krieges. Aus dem Grün des Fichtelgebirges ragen imposante Felstürme hervor – die verwitterten Relikte des früheren Vulkangebirges. Wegen seiner geologischen Besonderheit bestimmte lange der Bergbau das Leben am Schneeberg, neben Granit wurden Eisen, Gold, Zinn und Silber, aber auch Bergkristall und sogar Uran abgebaut.

Auf den Gipfel führte bis in die 1930er-Jahre ein Wegenetz, dann begann die Zeit als "verbotener Berg“. Die US-Army baute am Gipfel eine Abhöranlage mit dem Zweck, den Ostblock auszuhorchen. Mit der Ankunft der Bundeswehr bekam der Gipfel seine unverwechselbare Landmarke: den wuchtigen Abhörturm. Heute ist der Schneeberg vor allem ein Berg der Ruhe für Mensch, Tier und Pflanzen.

Der Film nähert sich dem Schneeberg über die Menschen, die deren Einzigartigkeiten besonders gut kennen: Förster Stefan Oettle aus dem Forstbetrieb Selb wünscht sich anstelle der Fichtenmonokultur in seinem Traumrevier den naturnahen Bergmischwald zurück; Olga Hirschmann führt den Filmautor Florian Huber tief hinein in die Unterwelt des Schneebergs, in seine Keller und vergessenen Stollen.

In der BR-Mediathek kann man die ganze Folge anschauen.

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news-2719 Thu, 14 Apr 2022 15:19:52 +0200 Baumvielfalt im Staatswald: Klimatolerante Baumarten sollen dem Klimawandel trotzen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/baumvielfalt-im-staatswald-klimatolerante-baumarten-sollen-dem-klimawandel-trotzen.html <![CDATA[

14. April 2022, Ottobeuren - In diesen Tagen laufen die Frühjahrspflanzungen im Forstbetrieb Ottobeuren auf Hochtouren. Försterinnen und Förster, Forstwirtinnen und Forstwirte ergänzen die staatlichen Wälder im Allgäu um zahlreiche neue Bäume. Neben alten Bekannten wie Tanne, Lärche oder Buche sind auch einige Raritäten unten den rund 70.000 Bäumen, die in diesem Frühjahr gepflanzt werden.  

Die Baumartenwahl und ihre Mischung sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Waldes. In jedem Waldbestand der Bayerischen Staatsforsten werden deshalb nach Möglichkeit mindestens vier Baumarten künftig vielfältige, gemischte und gestufte Wälder bilden. Heimische Baumarten wie Buche, Lärche, Bergahorn oder Tanne machen den Löwenanteil unter den neu gepflanzten Baumarten aus. Wo es vom Standort her passt, werden diese mit heimischen und bisher selteneren Baumarten wie Elsbeere, Flatterulme oder Vogelkirsche ergänzt. „Wir pflanzen knapp 20 verschiedene Baumarten, die nicht nur dem Klimawandel standhalten sollen, sondern auch eine Vielfalt an Lebensräumen bilden“, erklärt Forstbetriebsleiter Dr. Hermann S. Walter. Allein auf eine einzelne Baumart zu setzen, wäre ihm angesichts der Klimaveränderungen zu gefährlich. Es gibt im Klimawandel unberechenbare Aspekte. Neben Trockenperioden können auch Schädlinge quasi wie aus dem Nichts heraus problematisch werden. „Die Mischung ist entscheidend. Wenn in unseren Beständen eine Baumart ausfällt, übernehmen die anderen Baumarten“, so Walter.

Welche Baumarten in welchem Waldgebiet gepflanzt werden, ist stark vom Standort und den vorhandenen Bäumen abhängig. Ziel der Staatsforsten ist es jedoch, auch seltenere heimische Laubbaumarten einzubringen wie zum Beispiel die Flatterulme: Sie eignet sich besonders für die Stabilisierung der Wälder auf nassen Standorten. Die Flatterulme hat ein intensives Wurzelwachstum, ein wertvolles Holz und eignet sich damit als Ersatz für die Esche, die stark unter dem Eschentriebsterben (ein eingeschleppter Pilz aus Südostasien) leidet und deshalb am Forstbetrieb nicht mehr gepflanzt wird. „Auf besonders trockenen Standorten setzen wir auf Baumarten wie den Spitzahorn oder auch die Elsbeere, die mit dem Klimawandel gut zurechtkommen“, so Walter. Gleiches gelte für die Tanne, von denen der Forstbetrieb Ottobeuren im laufenden Geschäftsjahr mehr als 20.000 Stück pflanzen wird: „Mit ihrer Pfahlwurzel ist sie als Nadelbaumart der Fichte im Klimawandel überlegen. Sie ist nicht nur stabiler bei Stürmen, sondern kann auch Wasservorräte in größeren Tiefen erreichen,“ so Walter.

Mit dem bisherigen Verlauf der Pflanzungen in diesem Frühjahr ist er sehr zufrieden: „Wir sind im Plan, die ergiebigen Niederschläge der letzten beiden Wochen waren nach dem sehr trockenen März goldwert.“ Damit die Pflanzen gut anwachsen, wünscht er sich für die nächsten Wochen, was außer Försterinnen und Förster niemand haben will: Ein nasses und kühles Frühjahr.

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news-2718 Thu, 14 Apr 2022 11:50:51 +0200 Einschalten: 7 Gipfel Bayerns - Die Zugspitze https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/einschalten-7-gipfel-bayerns-die-zugspitze.html <![CDATA[

14. April 2022, Oberammergau - Der BR drehte den Sommer über eine mehrteilige Filmreihe über die "7 Gipfel Bayerns". Da durfte die Zugspitze mitsamt dem Forstbetrieb Oberammergau nicht fehlen!

Sie sind Bayerns natürliche Wahrzeichen, weithin sichtbare Landmarken und symbolträchtige Orte: Die höchsten Berge der sieben bayerischen Regierungsbezirke stehen im Mittelpunkt des dokumentarischen Mehrteilers "7 Gipfel Bayerns": Die Hochfrottspitze in Schwaben, die Dammersfeldkuppe in Unterfranken und der Schneeberg in Oberfranken, Großer und Kleiner Arber in Niederbayern bzw. der Oberpfalz, der Hesselberg in Mittelfranken sowie die Zugspitze in Oberbayern.  

Dort führt Revierleiter Wolfgang Striegel aus dem Forstbetrieb Oberammergau die Zuschauer durch sattgrüne Wiesen, in denen sich das Leben tummelt. Und er erklärt, warum man solche Lebensräume vor der Verbuschung bewahren sollte. Den Waldumbau zum Schutze des Auerhuhns erklärt Revierleiter Striegel auch: "Das Auerhuhn ist ein bisschen behäbiger, es ist auch um einiges größer und kein ganz so schneidiger Flieger wie der Habicht, deshalb braucht das Auerhuhn ein bisschen mehr Platz." 

Mit diesen Worten wünschen wir ein schönes und behäbiges Osterwochenende und empfehlen am Ostermontag, den 18.04.2022, um 20.15 Uhr im BR zu "Die Zugspitze" einzuschalten. Den Beitrag gibt es auch schon vorab in der BR-Mediathek anzusehen.

 

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news-2717 Fri, 08 Apr 2022 14:49:27 +0200 Walderlebnispfad im Höglwald eröffnet https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/walderlebnispfad-im-hoeglwald-eroeffnet.html <![CDATA[

08. April 2022, Landsberg a. Lech - Bei Augsburg gibt es ein neues Ausflugsziel speziell für Kinder: Der Walderlebnispfad im Höglwald.

Hier können die kleinen und großen Besucherinnen und Besucher viele Waldtiere, aber auch die Auswirkungen des Klimawandels entdecken. An der Waldklimastation werden schon seit 2010 Umwelteinflüsse registriert, der CO2-Messturm misst die Kohlenstoffdioxidwerte in der Luft. 

Das Gemeinschaftsprojekt der Gemeinde Ried, der Bayerischen Forstverwaltung, dem Landesamt für Ernährung, Landwirtschaft und Forst und den Bayerischen Staatsforsten wurde am 26. März 2022 feierlich eröffnet. Augsburg TV hat hierzu einen schönen Beitrag gefilmt. Mit dabei: Unsere stellvertretende Forstbetriebsleiterin Sarah Becker aus dem Forstbetrieb Landsberg a. Lech.

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news-2716 Wed, 06 Apr 2022 14:46:11 +0200 Kürnacher Fledermäuse https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/kuernacher-fledermaeuse.html <![CDATA[

06. April 2022, Sonthofen - Dem einen oder anderen Wanderer, der die Kürnacher Reviere des Forstbetriebs Sonthofen durchstreift, fallen an den Waldwegen kleine „Kasten-Grüppchen“ an den Bäumen auf.

Azubis des Forstbetriebs Sonthofen haben sie letzten Herbst aufgehängt, unter fachkundiger Anleitung von Andreas Walter von der Fachstelle Waldnaturschutz vom AELF Krumbach-Mindelheim. „Es handelt sich hier nicht um ordinäre Vogel-Nistkästen, die ebenfalls, meist vereinzelt und älteren Baujahrs die Wege säumen. Diese Kastengruppen bestehen aus jeweils vier Kästen, und zwar drei Fledermauskästen und einem Meisen-Nistkasten. Und das hat einen besonderen Hintergrund“, weiß Revierleiter Markus Pfleghardt, der den Staatswald in der nördlichen Kürnach pflegt.

Die Reviere Kürnach Nord und Kürnach Süd der Bayerischen Staatsforsten decken über 90% des FFH-Gebietes Kürnacher Wald ab. Gemäß FFH-Richtlinie, Anhang II, ist die Bechsteinfledermaus ein Tier mit besonderem Schutzstatus. Die nur etwa fünf Centimeter große Fledermaus hat einen Verbreitungsschwerpunkt in Süddeutschland, allerdings überwiegend nördlich der Donau. Sie ist langlebig (bis 20 Jahre alt) hat aber eine niedrige Vermehrungsrate, denn die Weibchen gebären nur ein Junges. Als ortstreue, reine Waldfledermaus bewohnt sie bevorzugt strukturreiche Mischwälder und gilt als ein Indikator für den ökologischen Zustand des Waldes.

„Wir haben Hinweise für das Vorkommen der Bechsteinfledermaus auch bei uns in der Kürnach. Mit dem Aufhängen von insgesamt 40 Kastengruppen im Kürnacher Staatswald wird ein Monitoringprogramm gestartet, welches der Abschätzung des vorhandenen Bestandes und seiner Entwicklung dienen soll“, so Förster Marus Pfleghardt.

Damit sich nicht gleich Waldvögel – insbesondere die frechen Meisen - einnisten, wird ein „Ablenkkasten“ als Nisthilfe für die Meisenarten angeboten. In der Hoffnung, dass die Vögel die unmittelbar daneben hängenden Fledermauskästen unbehelligt lassen. Die Kästen werden neben den Wegen angebracht, um das Monitoring einfach zu gestalten und andere Waldtiere dabei wenig zu stören. Im April beziehen mehrere Weibchen der Bechsteinfledermaus sogenannte „Wochenstuben“, oft zehn bis 20 Stück. Förster Markus Pfleghardt hofft, dass dafür die aufgehängten Fledermauskästen angenommen werden, was unter Umständen eine gewisse Gewöhnungszeit benötigt. Denn in diesen Kästen lassen sich die Fledermäuse leichter nachweisen als in ihren üblichen Wohnorten wie beispielsweise Baumhöhlen, die es ja zahlreich in der Kürnach gibt. Während die Weibchen die Wochenstubengemeinschaften bilden, leben die Männchen in dieser Zeit solitär. Ab Juni wird ein Junges geboren und im Spätsommer lösen sich die Wochenstubengemeinschaften wieder auf. Überwintert wird also nicht in diesen Kästen, sondern in Höhlen und Höhlenbäumen, Stollen und Kellern. Die Kontrolle der Monitoringkästen erfolgt daher im Juli, dann sind die Jungen halb so groß wie die Mütter.

Wie alle Fledermäuse jagt auch die Bechstein-Fledermaus in der Dämmerung oder nachts. Sie ernährt sich von Insekten, die sie im langsamen Flug von Baumstämmen, vom Laub der Büsche und Bäume oder vom Boden fängt. „Für ihren Schutz ist die Erhaltung stabiler Habitat-Verhältnisse und strukturreicher Wälder durch eine langfristige, naturnahe Waldbewirtschaftung wichtig. Diese Aufgaben erfüllen die Beschäftigten des Forstbetriebs Sonthofen nach bestem Wissen und Gewissen, versorgen dabei die Region mit dem wertvollen, nachwachsenden Rohstoff Holz und pflegen einen Wald, in dem sich die Bevölkerung wunderbar erholen kann“, ergänzt Pfleghardts Chef Jann Oetting, der stolz auf seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist.

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news-2715 Wed, 06 Apr 2022 09:18:24 +0200 Frankenschau-Beitrag: Maßnahmen gegen Holzdiebstahl https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/frankenschau-beitrag-massnahmen-gegen-holzdiebstahl.html <![CDATA[

06. April, Bad Königshofen - Die Frankenschau war im Forstbetrieb Bad Königshofen zu Gast, um sich einen Eindruck vom Holzdiebstahl zu machen.

Forstbetriebsleiter Heiko Stölzner erklärt im Beitrag, warum GPS-Tracker zum Einsatz kommen und welche weiteren Vorsichtsmaßnahmen der Forstbetrieb trifft, um es Dieben schwer zu machen. Auch Revierleiter Gerhard Stein war als Interviewpartner mit dabei. Er hat ein wachsames Auge auf die Baumbestände und alle Personen und Fahrzeuge, die sich durch den Forst bewegen.

Hier geht's zum Frankenschau-Beitrag: Staatsforsten wappnen sich gegen Holzdiebe.

 

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Forstbetrieb Bad Königshofen i. Grabfeld
news-2714 Tue, 05 Apr 2022 16:30:51 +0200 Tests für den Wald der Zukunft: Forstbetrieb Fichtelberg erprobt neue Tannen-Herkunft https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/tests-fuer-den-wald-der-zukunft-forstbetrieb-fichtelberg-erprobt-neue-tannen-herkunft.html <![CDATA[

06. April 2022, Fichtelberg – Tannenpflanzen mit rumänischer Herkunft testet der Forstbetrieb Fichtelberg im Rahmen eines Praxisanbauversuchs. Damit wird festgestellt, ob die ursprünglich an trocken-warmes Klima angepassten Tannen auch im Fichtelgebirge wachsen. Wenn sie sich bewähren, könnte diese Herkunft zukünftig in den Wäldern des Fichtelgebirges beigemischt werden, um ihre Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel zu erhöhen.

Fachmännisch begutachtet Förster Horst Lochner einen kleinen Nadelbaum. Genauer: eine Weißtanne.  Äußerlich unterscheidet dieser sich nicht von den anderen Tannen in seinem Revier am Forstbetrieb Fichtelberg, sogar die Art ist die gleiche. Und doch ist dieser Baum anders als die „normalen“ Tannen – und ebenso knapp eintausend weitere Pflänzchen in der näheren Umgebung. Sie haben als Samenkorn schon eine weite Reise hinter sich gebracht, bevor sie in Oberfranken das Licht der Welt erblickt haben. Denn die Mutterbäume dieser Tannenpflanzen stehen in Rumänien, genauer im Fagaras-Gebirge bei Avrig. Dort herrscht Mittelmeer-Klima mit Temperaturen, die im Jahresdurchschnitt ca. 4 bis 5 Grad über den hiesigen Verhältnissen liegen. Die Niederschlagsmenge liegt mit ca. 600 mm bei der Hälfte im Vergleich zum Fichtelgebirge.

„Die Bayerischen Staatsforsten testen hier die Bedürfnisse einer Baumart, von der wir uns erhoffen, dass sie auf Grund ihrer Genetik mit den Klimabedingungen zurechtkommt, die vielleicht in 50 oder 100 Jahren im Fichtelgebirge herrschen.“ erklärt Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg. „Die Prognosen deuten an, dass der Klimawandel zu wärmeren und trockeneren Verhältnissen führen wird. Und an genau diese Bedingungen haben sich die Tannen in ihrer rumänischen Heimat seit Jahrtausenden angepasst.“

Auf drei Flächen im westlichen Fichtelgebirge - bei Goldkronach am Abhang der Königsheide, oberhalb von Warmensteinach und hier bei Fichtelberg - wurden drei Versuchsflächen mit jeweils knapp 1.000 Pflanzen der rumänischen Tannenherkunft angelegt und gegen Wildverbiss umzäunt. Die Versuchsflächen werden regelmäßig untersucht, um Erkenntnisse über das Wuchsverhalten der Pflanzen zu gewinnen.

Dieser Praxisanbauversuch liefert wichtige Erkenntnisse, wie ein klimatoleranter, stabiler Mischwald zukünftig zusammengesetzt sein kann. Schon seit vielen Jahren reichern die Förster den Wald mit zukunftsfähigen Baumarten an, die Wärme und Trockenheit besser ertragen. Neben Tannen und Buchen werden im Wald der Zukunft sicher auch Eichen, Linden und Douglasien vertreten sein. Der Fichtenanteil wird im Vergleich zu heute deutlich abnehmen. „Der Wald der Zukunft wird ein deutlich anderes Bild zeigen, als heute. Neben der natürlichen Verjüngung der Bäume pflanzen wir jährlich im Bereich des Forstbetriebs Fichtelberg ca. 100.000 Pflanzen und schaffen damit 40 bis 50 Hektar Mischwald. Das entspricht der Fläche von mehr als 70 Fußballfeldern.“ so Winfried Pfahler. „Denn ein gemischter Wald ist die beste Antwort auf den Klimawandel. So machen wir den Wald fit für die Zukunft.“

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news-2713 Tue, 05 Apr 2022 15:45:23 +0200 Forstbetrieb Weißenhorn zieht Bilanz zum abgelaufenen Jagdjahr https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstbetrieb-weissenhorn-zieht-bilanz-zum-abgelaufenen-jagdjahr.html <![CDATA[

5. April 2022, Weißenhorn - Anders als ein Kalenderjahr endet ein Jagdjahr erst Ende März. Daher hat der Forstbetrieb Weißenhorn jetzt Bilanz zum abgelaufenen Jagdjahr gezogen und einige Neuerungen für die neue Jagdsaison angekündigt.

Mehr als 500 Wildschweine erlegt

Im vergangenen Jagdjahr waren die Jägerinnen und Jäger im Staatswald aus Sicht von Jagd- und Forstbetriebsleiter Martin Eggert recht erfolgreich: Beim Rehwild wurden die amtlich vorgegebenen Abschusspläne gut erfüllt. Dies ist wichtig, damit die Wälder erfolgreich mit Mischbaumarten gegen den Klimawandel gewappnet werden können: Rehe sind nämlich Feinschmecker und ernähren sich am liebsten von Knospen und Trieben besonders selten vorkommender Bäumchen.   

Auch die Zahl der geschossenen Wildschweine kann sich sehen lassen: Nach 369 Stück Schwarzwild im Vorjahr kamen heuer rund 550 Wildschweine in den Staatsjagdrevieren zur Strecke – die zweithöchste Jagdstrecke überhaupt seit 2005. Nur im Jahr 2019 wurden mit 615 schon einmal mehr Wildschweine erlegt. „Wir verzeichnen beim Schwarzwild über die letzten Jahre mit gewissen Schwankungen eine insgesamt deutlich steigende Jagdstrecke: Wir erlegen zwar deutlich mehr Sauen als noch vor 10 Jahren, doch auch der Grundbestand ist weiter angestiegen“, fasste Forstbetriebsleiter Martin Eggert die Entwicklung zusammen. „Wir müssen hier weiter am Ball bleiben und den Schwarzwildbestand dauerhaft absenken: Einerseits brauchen unsere Jagdnachbarn und Landwirte Hilfe, weil sie im Feld unter Schwarzwildschäden leiden. Gleichzeitig steht die Afrikanische Schweinepest vor der Tür, die sich bei ausgedünnten Wildschweinbeständen nicht mehr so rasant verbreiten kann.“ Daher wird der Forstbetrieb verstärkt auf sogenannte Drückjagden mit vielen Jägern setzen, die bei Wildschweinen besonders viel Erfolg versprechen.

Mehr als 200 private Jägerinnen und Jäger jagen im Forstbetrieb Weißenhorn

Für die im Forstbetrieb Weißenhorn tätigen Försterinnen und Förster ist die Jagdausübung Bestandteil des Berufs und eine wichtige Dienstaufgabe: Die Jagd muss den Wildbestand regulieren und eine gute Entwicklung der Wälder und der Waldverjüngung ermöglichen. Das schaffen die Försterinnen und Förster auf der großen Fläche aber natürlich nicht allein: Forstbetriebsleiter Eggert bindet daher in jedem Jahr mehr als 200 private Jägerinnen und Jäger ein, die in ihrer Freizeit sogenannte Pirschbezirke im Staatswald bejagen oder die Drückjagden des Forstbetriebs unterstützen. Private Jägerinnen und Jäger aus der Region erlegen den Großteil des Wildes, das nach den Abschussplänen geschossen werden muss. Für die wichtige Unterstützung bei der Jagd ist der Forstbetrieb seinen Jägern sehr dankbar.

Interessant ist, dass die Nachfrage nach Jagdmöglichkeiten seit Jahren steigt. Besonders stark ist der Anstieg seit der Corona-Zeit. Jagdleiter Eggert: „Die Zahl der Jagdscheinabsolventen ist in der Corona-Zeit weiter angestiegen. Jagdscheinkurse und unsere Pirschbezirke sind gefragter denn je. Vielleicht weil die Sehnsucht nach einem intensiven Erleben der Natur in dieser Zeit besonders groß war und ist. Wir versuchen, möglichst viele Jägerinnen und Jäger einzubinden, können aber mittlerweile die Nachfrage gar nicht mehr komplett bedienen.“ 

Ausblick: Zukünftig nur noch bleifreie Jagdmunition für mehr Umweltschutz

Die Zeiten ändern sich, und mit ihnen die Jagd. Eine Neuerung ist Forstmann Eggert besonders wichtig: „Wir werden ab dem 1. April 2022 nur noch bleifreie Jagdmunition in unseren Staatsjagden zulassen. Bisher wurde von einigen Jägern noch konventionelle Bleimunition verwendet, die aber Risiken für den Umwelt- und Artenschutz aufweist. Das werden wir ändern.“

Wie Eggert erläutert, nutzen verschiedene schützenwerte Greifvögel verendete Wildtiere und Aas, das Munitionsreste enthalten kann, als Nahrung. Beispielsweise der Seeadler, der Wappenvogel der Bundesrepublik Deutschland, der entlang der Donau immer wieder auch in den Landkreisen Günzburg und Neu-Ulm gesichtet wird. In der Vergangenheit wurden bei verendeten Greifvögeln immer wieder Bleivergiftungen nachgewiesen, die mit Bleimunition im Zusammenhang stehen können.

„Ich möchte hier keinen Seeadler mit Bleivergiftung erleben und dazu möchten wir in den Staatsforstrevieren mit der Umstellung auf bleifreie Munition unseren Teil beitragen. Schließlich gibt es mittlerweile reichlich praxisbewährte und tierschutzgerechte Alternativen zu der alten Bleimunition“, unterstrich Eggert, der selbst bereits seit 2013 ausschließlich bleifreie Munition bei der Jagd verwendet.

Wildfleisch weiterhin in Weißenhorn erhältlich   

Der bekannte Wildverkauf am Forstbetriebssitz in der Reichenbacher Straße 28 in Weißenhorn wird auch zukünftig fortgeführt. Dort sind küchenfertig zerlegtes Wild aus der Region, Wildspezialitäten und weitere Schmankerl im kleinen Wildladen erhältlich. Eggert freut sich über die gute Nachfrage nach dem hochwertigen Wildfleisch. Derzeit sei man in der sogenannten „Schonzeit“ zwar fast ausverkauft, aber mit der neuen Jagdsaison sei ab Mai wieder frisches Wildfleisch auch von Rehen für die Kundinnen und Kunden verfügbar.

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news-2712 Tue, 05 Apr 2022 09:28:33 +0200 Neuer Förster im Revier Ahornberg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neuer-foerster-im-revier-ahornberg.html <![CDATA[

05. April 2022, Fichtelberg - Für das Forstrevier Ahornberg ist seit 01.04.2022 ein neuer Förster zuständig. Christoph Mende vertritt in den nächsten Monaten die Försterin Miriam Lang.

Manchmal geht es schneller als erwartet. Vor nicht einmal einem Jahr konnte Forstbetriebsleiter Winfried Pfahler Miriam Lang als neue Försterin im Revier Ahornberg vorstellen. Seit 01.04.2022 wird sie jetzt von Christoph Mende für voraussichtlich ein Jahr vertreten.

„Die Bayerischen Staatsforsten sind ein sehr mitarbeiterfreundlicher Arbeitgeber“ erklärt Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg, zu dem das Revier Ahornberg organisatorisch gehört. „Als Frau Lang den Wunsch nach einer Auszeit geäußert hat, haben wir deshalb zugestimmt. Denn wir wollen unserer Mitarbeiterin natürlich die Chance geben, sich für ihre persönliche Weiterentwicklung ein wenig Zeit zu nehmen. Mit Christoph Mende haben wir einen kompetenten Vertreter gefunden, der während der Abwesenheit von Frau Lang das Revier betreuen wird.“

Christoph Mende war vorher bei einer oberfränkischen Stadt tätig und kümmerte sich dort unter anderem um den Kommunalwald. Mit seinem Wachtelhund Friedel streift er ab sofort durch die Wälder des Reviers Ahornberg, die sich von Mehlmeisel bis nach Ahornberg erstrecken. Sein Büro hat Christoph Mende am Forstbetrieb in Fichtelberg. Dort ist er ab sofort unter der Telefon-Nummer 0 92 72 / 90 99-13 bzw. mobil unter 0151- 23 57 09 70 erreichbar.

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news-2711 Tue, 05 Apr 2022 09:15:12 +0200 Borkenkäfer-Suche am Forstbetrieb Sonthofen beginnt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/borkenkaefer-suche-am-forstbetrieb-sonthofen-beginnt.html <![CDATA[

05. April 2022, Sonthofen – Vor einigen Tagen starteten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten mit der Suche nach dem Forstschädling Nr. 1 – dem Borkenkäfer. Doch anders als in den Vorjahren ist die Ausgangslage deutlich positiver: „Auch wenn der März deutlich zu warm und zu trocken war, sorgte die vergleichsweise kühle und nasse Witterung des Winters und des vergangenen Jahres dafür, dass die Ausgangspopulation niedriger und die Abwehr der Fichten gestärkt wurde“, so Forstbetriebsleiter Jann Oetting aus Sonthofen.

Der Borkenkäfer sitzt in den Startlöchern: „Wenn nach der kurzen winterlichen Unterbrechung jetzt dann die Nächte frostfrei bleiben und sich die Temperaturen konstant über ca. 16 Grad bewegen, könnten die Borkenkäfer ausschwärmen“, so Forstbetriebsleiter Jann Oetting. Derzeit laufen noch entscheidende Vorbereitungen für die bevorstehende Käfersaison. Es werden die letzten Bäume gesucht und entfernt, in denen Käfer überwintert haben. Außerdem wird akribisch nach Bäumen gefahndet, die bei den Stürmen im Februar geworfen wurden. Diese müssen schnell aus dem Wald, da sie Brutstätten für den Käfer werden können.

Sobald dann die ersten Käfer schwärmen, starten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten mit der Spurensuche. Hinweise auf die Schädlinge sind z.B. braunes Bohrmehl, das sich am Stamm durch das Einbohren der Käfer sammelt, abfallende Rinde oder sich verfärbende Nadeln.

Auch wenn die Ausgangspopulation kleiner als in den letzten Jahren ist, werden die Mitarbeiter des Forstbetrieb Sonthofen auch 2022 weiter nach neuen Käferbäumen suchen, sie bei Befall markieren, aufarbeiten und schnellstmöglich aus dem Wald transportieren. „Wir dürfen uns keine Unachtsamkeit erlauben. Kommt eine längere warme und trockene Periode, kann sich die grundsätzlich positive Situation schnell drehen“, so Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting. Neben eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern werden auch externe Helferinnen und Helfer eingestellt, die nach diesen Borkenkäferbäumen suchen. „Die Helfer werden von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geschult und ausgerüstet – bspw. mit einer eigens entwickelten Borkenkäfer-App für Smartphones“, erklärt Oetting. Mit der App können befallene Bäume in Echtzeit aufgenommen und in digitalen Karten markiert werden. So sind alle miteinander vernetzt und damit immer auf dem gleichen Kenntnisstand, vom Förster über die Waldarbeiter bis zum Forstbetrieb.

„Aufgrund der besseren Ausgangslage und der geplanten kontinuierlichen Aufarbeitung rechnen wir 2022 mit niedrigeren Schadzahlen als in den letzten Jahren – sofern auch das Wetter mitspielt“, ist Jann Oetting zuversichtlich. 

Den Bayerischen Staatsforsten ist es in den Trockenjahren mit einem personellen und finanziellen Kraftakt in ganz Bayern gelungen, eine massenhafte Vermehrung des Borkenkäfers im Staatswald zu verhindern. Mit dem enormen Aufwand von jährlich mehr als 200.000 Suchstunden in über 1.000 Suchbezirken und über 10 Millionen Euro Kosten für die Borkenkäfersuche jährlich sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten dem Käfer erfolgreich zu Leibe gerückt.

 

Hintergrund: Der Borkenkäfer

Zeiten: Erste Exemplare schwärmen bei warmem Wetter ab April aus. Durch den Klimawandel (warmes Frühjahr, warmer Herbst) verlängert sich in vielen Jahren die Zeit, in der die Käfer aktiv sein können. Schaffen sie dadurch sogar eine dritte Generation im Jahr, steigen die Schäden deutlich an.

Vorgehen: Borkenkäferarten sind normalerweise sogenannte "sekundäre" Schädlinge. Sie befallen kränkelnde und absterbende Bäume, meist Fichten. Sind die Bedingungen für die Käfer aber günstig, können sie sich massenhaft vermehren und auch vollkommen gesunde Fichten befallen. Die Käfer bohren sich durch die Baumrinde, legen dort Fraßgänge an, in denen sie Larven ablegen. So zerstören sie wichtiges Gewebe, der Baum trocknet aus und stirbt.

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news-2710 Fri, 01 Apr 2022 11:43:13 +0200 Die (Baum-)welt zu Gast im Kranzberger Forst https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/die-baum-welt-zu-gast-im-kranzberger-forst.html <![CDATA[

01. April 2022, Freising - Tulpenbäume, Libanonzedern und japanische Schirmtannen: Im Weltwald bei Freising liegen den Besucherinnen und Besuchern Bäume aus allen Ecken der Welt zu Füßen. Max Schmidt vom Bayerischen Rundfunk hat sich das mal genauer angesehen, begleitet von unserem Revierleiter Herbert Rudolf.

Auf einer Fläche von rund hundert Hektar steht im Kranzberger Forst eine Sammlung von Bäumen aus aller Welt, das Bayerische Landesarboretum. Seit den ersten Pflanzungen 1987 sind heute bereits über 300 Baum- und Straucharten vertreten, mehr als doppelt soviel sollen es einmal sein. Max Schmidt von der BR-Sendung Freizeit hat sich bei seinem Spaziergang von Revierleiter Herbert Rudolf fachlich begleiten lassen. 

Ab sofort in der Mediathek unter freizeit: Schmidt Max und das große Sprießen | ARD Mediathek.
Wer am Wochenende noch die Welt der Bäume entdecken will – hier gibt es alle Infos: www.weltwald.de

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news-2709 Wed, 30 Mar 2022 16:08:54 +0200 Der Bechsteinfledermaus im Forstbetrieb Bad Königshofen auf der Spur https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/der-bechsteinfledermaus-im-forstbetrieb-bad-koenigshofen-auf-der-spur.html <![CDATA[

30. März 2022, Bad Königshofen - Forstexpertinnen und -experten der Fachstelle Waldnaturschutz am AELF Kitzingen-Würzburg installieren „Wohnungen“ für Fledermäuse im Staatswald des Forstbetriebes Bad Königshofen als Teil des Projekts Natura 2000.

Das knapp 1.600ha große Flora-Fauna-Habitat (FFH) „Bundorfer Wald und Quellbäche der Baunach“ ist Bestandteil des EU-weiten ökologischen Netzes NATURA 2000 zur Erhaltung gefährdeter oder typischer Lebensräume und Arten. Mit Inkrafttreten der Bayerischen Natura-2000-Verordnung wurde für den Bundorfer Wald im Forstbetrieb Bad Königshofen zusätzlich die Bechsteinfledermaus als neues europäisches Schutzgut aufgenommen.

Die in Mitteleuropa selten gewordene Bechsteinfledermaus hat in Deutschland einen Verbreitungsschwerpunkt. Hierzu zählen auch die großflächigen Laubwaldgebiete Nordbayerns, weshalb Bayern eine besondere Verantwortung für die Erhaltung dieser Art zukommt. Als typische Waldfledermaus bevorzugt sie ältere, strukturreiche Laub- und Laubmischwälder, vorzugsweise mit Eichen und Buchen und einem hohen Angebot an Quartieren in Baumhöhlen.

Die Bedeutung des weitgehend geschlossenen Waldareals liegt in den großflächigen, älteren Laubwäldern. Neben der natürlicherweise dominierenden Buche sind vielfach alte Eichen vorhanden, welche durch eine Vielzahl von Biotopbaumstrukturen wie Höhlen, Risse und abstehende Rindenpartien den Fledermäusen als Tagesquartiere dienen.

Die Waldflächen des FFH-Gebietes befinden sich fast vollständig in staatlicher Hand und werden vom Forstbetrieb Bad Königshofen der Bayerischen Staatsforsten nachhaltig bewirtschaftet. Forstbetriebsleiter Heiko Stölzner kennt seine ökologisch wertvollen Laubwälder und betont die hohe Bedeutung des Arten- und Biotopschutzes. Die Bayerischen Staatsforsten verfolgen hierbei einen integrativen Ansatz, welcher auf gleicher Fläche Belange der naturnahen Waldbewirtschaftung und des Naturschutzes im selben Maße berücksichtigt. Das speziell für seinen Forstbetrieb zugeschnittene regionale Naturschutzkonzept, welches über die Homepage des Forstbetriebes einsehbar ist, gibt hierzu konkrete Handlungsanweisungen, so zum Beispiel den Schutz alter Wälder und Biotopbäume sowie die Schaffung frostfreier Überwinterungsmöglichkeiten in alten Felsenkellern.

Im Rahmen der Managementplanung von FFH-Gebieten werden die Erhaltungszustände der Schutzgüter in diesen erhoben und dann ggf. notwendige Erhaltungsmaßnahmen abgeleitet. Um Kenntnis über die Größe und den Gesundheitszustand der Fledermauspopulation zu erlangen, werden Ende März von Mitarbeitern der Fachstelle Waldnaturschutz 120 spezielle Fledermauskästen auf rund 40 Plätzen möglichst flächendeckend im Bundorfer Wald ausbracht. Die neu aufgehängten Kästen werden künftig jährlich auf Bewohner kontrolliert und im Winter gereinigt.

Der Forstbetrieb Bad Königshofen und die Fachstelle Waldnaturschutz des AELF Kitzingen-Würzburg hoffen auf eine rasche Besiedelung der ausgebrachten Kästen von den in Bälde aus dem Winterquartier eintreffenden Fledermäusen und erwarten mit Spannung die ersten Kontrollergebnisse in diesem Sommer.

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news-2708 Tue, 29 Mar 2022 15:08:25 +0200 Wald für morgen: Praxisanbauversuch zum Klimawandel in Fichtelberg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wald-fuer-morgen-praxisanbauversuch-zum-klimawandel-in-fichtelberg.html <![CDATA[

29. März 2022, Fichtelberg - Angesichts des zu erwartenden Klimawandels ist es eine wichtige Aufgabe für die Bayerischen Staatsforsten, die Wälder fit und stabil zu machen für zukünftige, klimatische Verhältnisse.

Dazu werden speziell im Fichtelgebirge seit vielen Jahren die Waldbestände gezielt mit heimischer Tanne und Buche angereichert, sei es durch Naturverjüngung oder Pflanzung. Aber auch für hiesige Verhältnisse ungewohnte Baumarten werden in größerem Stil angepflanzt, wie z.B. Eichen, Linden oder Esskastanien. Versuchsweise werden jetzt auf kleiner Fläche Tannen aus Rumänien erprobt. Dort ist das Klima deutlich wärmer und trockner und könnte den Verhältnissen entsprechen, wie sie hier vielleicht in 50 oder 100 Jahren herrschen. Der Praxisanbauversuch soll zeigen, wie sich die rumänischen Baum-Herkünfte auf Fichtelgebirgsstandorten unter der hiesigen klimatischen Situation entwickeln.

Gemeinsam mit Pressevertreterinnen und -vertretern wollen wir zum Start des Versuchs eine der Pflanzflächen besuchen und das Thema vertiefen.

Treffpunkt:
Donnerstag, 31.03.2022 um 14:00 Uhr am Wanderparkplatz Grünstein (https://goo.gl/maps/QTKnLLACycYd51gQ6, zwischen Oberwarmensteinach und Fichtelberg ca. 500m westlich von Fichtelberg - Hinweisschild "Themenweg Biene und Wald")
Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung empfohlen, Dauer ca. 60 - 90 Minuten

Von dort aus fahren wir über gut ausgebaute Forststraßen zur Versuchsfläche. Kurzer Fußweg erforderlich.

Bitte geben Sie uns bis 31.03.2022 - 10 Uhr über Ihre Teilnahme Bescheid.
Für Rückfragen steht der Forstbetrieb Fichtelberg gerne bereit.

 

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news-2707 Fri, 25 Mar 2022 13:59:57 +0100 Forstministerin Kaniber startet Ausbildungsoffensive für Forstwirte https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/nachwuchsgewinnung-forstministerin-michaela-kaniber-startet-ausbildungsoffensive-fuer-forstwirte.html <![CDATA[

Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

25. März 2022, München – Die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) starten im Rahmen des Zukunftsprojekts „Forstbetrieb 2030“ eine Ausbildungsoffensive für Waldarbeiterinnen und Waldarbeiter. Ziel der BaySF ist es, die Anzahl der Lehrstellen bis 2027 kontinuierlich von derzeit 60 auf jährlich 100 Auszubildende zu erhöhen. Das hat die Aufsichtsratsvorsitzende des Unternehmens, Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber, im Anschluss an die gestrige Sitzung des Gremiums bekanntgegeben: „Unsere Forstwirtinnen und Forstwirte leisten täglich Großartiges bei der Gestaltung des Klimawalds von morgen in Bayern. Damit wir unseren Klimaschützer Nr. 1 auch künftig in besten Händen wissen, brauchen wir dringend eine neue Generation an bestens ausgebildetem Personal. Nur so können wir auch in Zukunft wichtige Themen wie Waldumbau, Waldpflege und Waldschutz vor Ort im Wald effektiv angehen“.

Denn der Ministerin zufolge scheiden bei den Staatsforsten in den nächsten Jahren zahlreiche Waldarbeiter altersbedingt aus. Diese Stellen gilt es nun mit jungen, qualifizierten Nachwuchskräften wiederzubesetzen. Dazu werden neben einem Ausbau der Kapazitäten an den bestehenden Ausbildungsbetrieben auch weitere Forstbetriebe in die Forstwirtsausbildung einsteigen.

Während der dreijährigen Lehrzeit lernen die Auszubildenden nicht nur den professionellen Umgang mit der Motorsäge, sondern auch das komplexe Ökosystem Wald und seine nachhaltige Bewirtschaftung intensiv kennen. Hierzu gehört neben dem Pflanzen klimastabiler junger Bäumchen für den Zukunftswald zum Beispiel auch der Einsatz modernster digitaler Forsttechnik. Auch der Waldnaturschutz spielt eine wichtige Rolle. So lernen die jungen Forstwirtinnen und Forstwirte zum Beispiel, wie wertvolle Biotope gepflegt und aufgewertet werden können. Rund drei Viertel der jungen Nachwuchskräfte wollen die BaySF nach der dreijährigen Ausbildung in eine Festanstellung übernehmen. Aber auch für die übrigen Absolventen bestehen hervorragende Perspektiven, denn bei privaten Forstbetrieben und Forstunternehmen ist der Bedarf an gut ausgebildeten Fachpersonal ebenfalls sehr groß.

Weitere Informationen zur Ausbildungsoffensive der BaySF, zu Ausbildungsbetrieben oder dem Berufsbild des Forstwirts finden Sie unter www.baysf.de/karriere und auf YouTube unter www.youtube.com/FORSTWIRTEIMEINSATZ

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news-2706 Fri, 25 Mar 2022 08:18:31 +0100 Die Vermessung der Welt: Ein Relikt der europäischen Wissenschaft im Kürnacher Forst https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/die-vermessung-der-welt-ein-relikt-der-europaeischen-wissenschaft-im-kuehnacher-forst.html <![CDATA[

23. März 2022, Sonthofen - Die Überreste eines europäischen Großprojekts finden sich noch heute im Kürnacher Staatswald: Die sogenannte Europäische Gradmessung aus dem Jahr 1867. Wie groß ist die Erde und welche Form hat sie? Diese Fragen stellte sich die Menschheit lange Zeit. Um die Größe und Figur der Erde genau zu bestimmen, wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die „Europäische Gradmessung“ unter Führung des preußischen Generalleutnants Johann Jacob Baeyer ins Leben gerufen. 16 europäische Staaten schlossen sich 1867 mit dem Ziel zusammen, über Dreiecks- und Winkelmessungen die Größe und Form der Erdkugel herzuleiten. Wissenschaftler aus ganz Europa legten ein Dreiecksnetz von Skandinavien bis Sizilien an und arbeiteten in dieser Messungskampagne erstmals zusammen.

Ein zentraler Ausgangspunkt der Gradmessung findet sich auf dem Berg Änger im Kürnacher Staatswald. Ein Pfeiler aus Beton samt Inschrift ist der letzte verbliebene Zeuge der Erdvermessung im Revier von Förster Simon Lipp. Er pflegt den südlichen Teil des Kürnacher Staatswalds. „Die Errichtung des Pfeilers und die Vermessung in dem von Gräben und Schluchten überzogenen Kürnacher Wald muss die Menschen damals vor so einige Schwierigkeiten gestellt haben“, ist sich Förster Lipp sicher.

Die Zeit hat Ihre Spuren an dem Gradmessungspfahl hinterlassen. Der mit Moosen, Flechten und Rissen überzogene Pfeiler aus den Jahren 1864 bis 1877 fällt nur den wenigsten Waldbesucherinnen und -besuchern auf. Versteckt hinter alten Bäumen fristet er seit knapp 150 Jahren ein stilles Dasein und ist schon nahezu mit seiner Umgebung verschmolzen.

„Der Wald ist eine Kulturlandschaft: Überall finden sich Spuren, so zum Beispiel die des europäischen Großprojekts der Vermessung. Übrigens ein besonderes Zeichen der frühen friedlichen Zusammenarbeit in Europa. Seit Jahrhunderten wird der Wald bei uns bewirtschaftet und gepflegt und wir Menschen finden neben dem wichtigen Rohstoff Holz auch Ruhe und Natur. Es gibt für Wälder kein besseres Konzept als unsere naturnahe Forstwirtschaft! Und nebenbei bleiben Denkmäler wie der Kürnacher Vermessungspfeiler erhalten“, ist sich Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting sicher.

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news-2705 Thu, 24 Mar 2022 11:45:13 +0100 Wanderfalken-News aus dem Forstbetrieb Schliersee https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wanderfalken-news-aus-dem-forstbetrieb-schliersee.html <![CDATA[

24. März 2022, Schliersee - Der Schutz des Wanderfalken ist uns ein besonderes Anliegen. Während der Brutzeit ergeben sich daher für Kletterinnen und Kletterer am Leonhardstein andere Routen.

Liebe Naturfreundinnen und -freunde, liebe Kletterinnen und Kletterer, unser Wanderfalkenpaar brütet auch heuer wieder am Leonhardstein. Das freut uns natürlich sehr. Es gibt allerdings eine Neuerung im Brutgeschehen: Das Brutpaar ist von der Westwand in die Südostwand umgezogen. In ihrem ursprünglichen Nest brütet heuer ein Kolkrabenpaar.

Wie ihr sicher wisst, sind Wanderfalken sehr selten in Bayern, der Bestand erholt sich aber nach und nach. Trotzdem benötigt der Wanderfalke besonderen Schutz vor Störungen durch den Menschen.

Was bedeutet das konkret?

Wanderfalken sind sehr störanfällig. Deshalb sind alle Kletterrouten östlich der Flora-Bohra-Route aufgrund der Brutaktivität der Wanderfalken von 01.03. – 31.07. gesperrt. Das heißt: Gesperrt ist der Bereich von der Route Quaxi bis zur Route Kuschelrock. Nicht betroffen sind die Mehrseillängenrouten wie z.B. Flohra Bohra an den Platten links davon. Auch die Sportklettersektoren mit einer Seillänge an der "Welle" und "Calimero" sind frei. Allerdings solltet ihr auch in den nicht gesperrten Wandbereichen unnötigen Lärm vermeiden.

Ihr findet dazu eine genaue Beschilderung am Leonhardstein. Wir bitten euch daher: haltet euch an diese freiwillige Vereinbarung, um eine behördliche Sperrung der Kletterrouten zu verhindern.

Wenn ihr mehr über den Wanderfalken erfahren möchtet, dann klickt hier auf die Seite des Landesbundes für Vogelschutz (LBV):

Wanderfalken-Schutz in Bayern - LBV - Gemeinsam Bayerns Natur schützen

Noch ein wichtiger Hinweis zum Anlegen neuer Routen: Das Einbohren von neuen Routen und Erweiterungen im Bereich Leonhardstein ohne Zustimmung des Forstbetriebs Schliersee ist untersagt! Sollten also Bohrarbeiten – auch auf anderen Staatswaldflächen - geplant sein, müsst ihr im Vorfeld mit uns Kontakt aufnehmen und abklären, ob das genehmigt werden kann. Ansonsten riskiert ihr, dass die Routen von euch oder auf eure Kosten wieder entfernt werden müssen.

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news-2704 Thu, 24 Mar 2022 10:42:37 +0100 Praxisanbauversuch der rumänischen Weißtanne startet https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/praxisanbauversuch-der-rumaenischen-weisstanne-startet.html <![CDATA[

24. März 2022, Rothenbuch - Der Forstbetrieb Rothenbuch pflanzt zum ersten Mal die rumänische Weißtanne. In einem Praxisanbauversuch soll die Baumart auf ihr klimatolerantes Potenzial hin getestet werden - in den realsten Bedingungen überhaupt: auf einem Hektar Staatswald.

Am Samstag, 19.03., hat sich die Bayerische Staatsministerin Judith Gerlach (MdL) Zeit genommen, den Forstbetrieb Rothenbuch bei der Pflanzung des ersten Praxisanbauversuches mit rumänischen Weißtannen im Spessart zu unterstützen. Dieser soll zeigen, ob heimische Baumarten aus Herkünften anderer Länder mit dem heutigen und dem prognostizierten Klima in Bayern besser zurechtkommen. Der Forstbetrieb Rothenbuch freut sich, dafür einen Hektar im Staatswald zur Verfügung stellen zu können. Den Start der Praxisanbauversuche im Spessart hat Ministerin Judith Gerlach nun gerne begleitet. Sie pflanzte die ersten Weißtannen aus den rumänischen Karpaten im Schollbrunner Forst. Auf dieser Kalamitätsfläche werden 3.000 dieser Bäumen gepflanzt. Das Pflanzgut stammt aus einer rumänischen Samenplantage und wurde in Bindlach angesät. Nun wird sich zeigen, ob die rumänischen Herkünfte im Spessart erfolgreich sein werden.

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news-2703 Thu, 24 Mar 2022 09:25:48 +0100 Baumvielfalt für den Staatswald am Forstbetrieb Schliersee https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/baumvielfalt-fuer-den-staatswald-am-forstbetrieb-schliersee-klimatolerante-baumarten-sollen-dem-klimawandel-trotzen.html <![CDATA[

24. März 2022, Schliersee - In diesen Tagen starten die Frühjahrspflanzungen im Forstbetrieb Schliersee. Försterinnen und Förster sowie Forstwirtinnen und Forstwirte ergänzen die staatlichen Wälder in den Regionen Hofolding, Schliersee, Tegernsee, Inntal und Rott am Inn um zahlreiche junge Bäume. Neben alten Bekannten wie Tanne oder Eiche sind auch einige Raritäten unter den rund 63.000 Bäumen, die in diesem Frühjahr gepflanzt werden.  

Die Baumartenwahl und ihre Mischung sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Waldes. In den Waldbeständen der Bayerischen Staatsforsten werden deshalb nach Möglichkeit mindestens vier Baumarten künftig vielfältige, gemischte und gestufte Wälder bilden. Heimische Baumarten wie die Tanne, die Eiche oder die Lärche machen den Löwenanteil unter den neu gepflanzten Baumarten aus. Wo es vom Standort her passt, werden diese auch mit heimischen oder bisher selteneren Baumarten wie Eibe oder Flatterulme ergänzt. „Wir pflanzen über zehn verschiedene Baumarten, die nicht nur dem Klimawandel standhalten sollen, sondern auch eine Vielfalt an Lebensräumen bilden“, erklärt Forstbetriebsleiter Jörg Meyer. Allein auf eine einzelne Baumart zu setzen, wäre ihm angesichts der Klimaveränderungen zu riskant. Es gibt im Klimawandel nämlich unberechenbare Aspekte. Neben Trockenperioden können auch Waldschädlinge quasi wie aus dem Nichts heraus problematisch werden. „Die Mischung ist entscheidend. Wenn in unseren Beständen eine Baumart ausfällt, können die anderen Baumarten übernehmen“, so Jörg Meyer.

Welche Baumarten in welchem Waldgebiet gepflanzt werden, ist stark vom Standort und den vorhandenen Bäumen abhängig. Ziel der Staatsforsten ist es jedoch, auch seltenere heimische Baumarten einzubringen, wie zum Beispiel die Eibe: Sie ist schattenertragend und hat keine hohen Ansprüche an den Boden, in dem sie wurzelt. Aufgrund ihres harten und zugleich elastischen Holzes ist die Eibe ideal für den Bogenbau geeignet. Das Interesse an der Eibe war deshalb v. a. im Mittelalter sehr hoch, was eine starke Übernutzung zur Folge hatte. Heutzutage versucht man die Eibe wieder vermehrt einzubringen. Sie erhöht den Artenreichtum in unseren Wäldern und bietet einer Vielzahl von Insekten ein Zuhause. 

Nahezu alles an der Eibe ist stark giftig: Die Nadeln, die Rinde, ja sogar das Holz. Einzig der leuchtend pinkfarbene Fruchtmantel um den ebenfalls giftigen Kern ist essbar und ernährt viele verschiedene Tierarten.

Besondere Unterstützung soll auch die Baumart Tanne erfahren, von der der Forstbetrieb Schliersee im laufenden Geschäftsjahr mehr als 40.000 Stück pflanzen wird: „Mit ihrer Pfahlwurzel ist sie als Nadelbaumart der Fichte im Klimawandel überlegen. Sie ist nicht nur stabiler bei Stürmen, sondern kann auch Wasservorräte in größeren Tiefen erreichen,“ so Jörg Meyer.

In den Gebirgswäldern setzt der Forstbetrieb auf einen stabilen Bergmischwald aus Fichte, Tanne, Buche und weiteren Laubbäumen.

Mit dem bisherigen Verlauf der Pflanzungen in diesem Frühjahr sind er und die Revierleiter zufrieden: „Wir liegen gut im Plan. Allerdings würden die empfindlichen Jungbäume jetzt mehr Regen brauchen “ Damit die Pflanzen gut anwachsen können, wünschen sie sich für die nächsten Wochen, was außer Försterinnen und Förster kaum jemand haben will: Ein nasses und kühles Frühjahr.

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news-2702 Wed, 23 Mar 2022 15:56:34 +0100 Schonzeit im Staatswald: Erst ab Anfang Mai gibt es wieder Wildbret beim Forstbetrieb Fichtelberg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/schonzeit-im-staatswald-erst-ab-anfang-mai-gibt-es-wieder-wildbret-beim-forstbetrieb-fichtelberg.html <![CDATA[

23. März 2022, Fichtelberg – Wegen der jetzigen Schonzeit auf Reh und Hirsch verkauft der Forstbetrieb Fichtelberg im Moment kein Fleisch. Erst ab Mai ist wieder frisches Wildbret im Angebot.

Was Reh und Hirsch vermutlich genießen, ist für Feinschmecker eher enttäuschend: Schonzeit für’s Wild. Wolfgang Kneidl, bei den Bayerischen Staatsforsten zuständig für den Wildbretverkauf am Forstbetrieb Fichtelberg, steht vor leeren Kühlschränken. Kein Rehbraten, kein Hirschrücken, keine Filets, keine Wildburger – nichts!

„Wild ist ein Saison-Produkt“ erklärt der gelernte Metzgermeister. „Nur während der Jagdzeit gibt’s regelmäßig Nachschub an frischem Fleisch. Und auch dann können wir nur verkaufen, wenn die Jäger im Staatswald des Forstbetriebs Fichtelberg Jagderfolg haben. Was nicht immer der Fall ist.“

Generell bietet der Forstbetrieb nur Wildbret aus der Region an. Die Tiere sind hier im Fichtelgebirge aufgewachsen, konnten sich nach Belieben von den Wildkräutern und Gräsern des Waldes ernähren. Dieses Fleisch ist bei Genießern in weitem Umkreis stark nachgefragt.

Zwischen Ende Januar und Anfang Mai herrscht Jagdruhe auf Reh und Hirsch. Deshalb gehen spätestens jetzt im März die Vorräte zur Neige.

„Ab Anfang Mai bieten wir wieder Fleisch von Reh und Rotwild an, ebenso auch die bekannten und beliebten Wildburger“ verspricht Wolfgang Kneidl. „Am Besten informieren Sie sich vorher telefonisch unter 0 92 72- 90 99-0 über unser Angebot. Dann steht einem leckeren Sonntagsbraten vom heimischen Wild oder einer „wilden“ Grillparty nichts mehr im Weg.“

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news-2701 Tue, 22 Mar 2022 16:15:16 +0100 Staatswald auf gutem Weg zum Klimawald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/staatswald-auf-gutem-weg-zum-klimawald-1.html <![CDATA[

Nachhaltigkeitsparameter durch Forstinventur überprüft - mehr Laubwald, mehr alte Bestände, mehr Biodiversität -

Mehr Laubbäume, mehr Lebensraum für Tiere und Pflanzen, aber auch gestiegene Schäden durch den Klimawandel sind die Ergebnisse der diesjährigen Waldinventur am Forstbetrieb Forchheim. Alle zehn Jahre findet diese große Inventur im Staatswald statt. Die Auswertung der 4.149 Stichpunkte zeigt die Veränderungen in jüngster Zeit auf und bildet die Basis für die Planungen der forstlichen Maßnahmen in den nächsten 10 Jahre im Zuge der sogenannten Forsteinrichtung.

Für Peter Grumann, den zuständigen Revierleiter des nördlichen Markwaldes, bestätigen die Zahlen eine Zunahme der Baumartenvielfalt in seinem Gebiet. Die ehemaligen Kiefernreinbestände sind auf großer Fläche ergänzt mit Buchen und Eichen. Insgesamt sind so mittlerweile 38% der Waldfläche am Forstbetrieb mit jungen Bäumen, insbesondere Laubbäumen angereichert worden. „Der Startschuss für den Waldumbau ist bereits in den 1980er Jahren mit dem Reichswaldunterbauprogramm gelegt worden. Diesen Waldumbau führen wir fort und versuchen noch weitere Baumarten einzubringen.“, erläutert Förster Peter Grumann. „Ziel der Bayerischen Staatsforsten ist auf allen Waldflächen ein Mischwald aus mindestens vier verschiedenen Baumarten, um gegen die Risiken des Klimawandels breit aufgestellt zu sein.“

Eine Schlüsselrolle im künftigen Waldaufbau kommt dabei der Eiche zu. Die Eiche besitzt unter den heimischen Baumarten eine der besten Prognosen im Klimawandel, da sie Stürmen zu trotzen und hohe Temperaturen und lange Trockenperioden zu überdauern vermag und gleichzeitig Lebensraum für viele Insektenarten bietet. In den Wäldern des Forstbetriebs Forchheim hat der Anteil der Eiche deutlich zugenommen. „Wir sehen im Forstbetrieb Forchheim eine erfreuliche Zunahme des Eichenanteils in den vergangenen 10 Jahren. Der Betrieb hat konsequent darauf Wert gelegt, die Eiche zu fördern. Mit angepassten Rehwildbeständen ist es gelungen, flächig die Eiche zu sichern. So ist besonders beeindruckend, dass fast ein Viertel der Waldverjüngung aus Eiche besteht - ein Spitzenwert unter bayerischen Betrieben“, stellt der verantwortliche Leiter der
Forsteinrichtung und Inventur, Alexander Schnell, klar und ergänzt: „Ein guter Anfang ist gemacht. Nun versuchen wir durch unsere Planungen und das Engagement der Förster vor Ort, den Wald so weiterzuentwickeln und zu pflegen, dass der Klimawald den Herausforderungen der Zukunft gewachsen ist.“

Schäden durch den Klimawandel spiegeln sich bereits in den Ergebnissen aus den letzten 10 Jahren wider. Jeder zwanzigste Nadelbaum ist in dieser Zeit am Forstbetrieb abgestorben. Besonders betroffen ist dabei die Fichte. Allein von Juli 2019 bis Juni 2020 sind mehr als 100.000 m³ durch Massenvermehrungen der Borkenkäfer abgestorben. Aber auch Laubbaumarten, wie die Buche, wurden in den vergangenen Jahren von
Schäden durch die Trockenheit nicht verschont. Ein Teil der abgestorbenen Laubbäume wurde dabei im Wald belassen. Damit hat sich die Menge an sogenanntem „Totholz“ in den vergangenen zehn Jahren nahezu verdoppelt - zum Vorteil von Insekten, Vögeln und Pilzen, die von dem zusätzlichen Lebensraum und Nahrungsangebot deutlich profitieren.

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news-2700 Tue, 22 Mar 2022 16:06:21 +0100 Schutzwaldpreis Helvetia 2022 mit heimischen Preisträgern https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/schutzwaldpreis-helvetia-2022-mit-heimischen-preistraegern.html <![CDATA[

Bei der 15. Verleihung des Schutzwaldpreises Helvetia sind Projekte aus Bayern, Graubünden und Tirol als Preisträger:innen geehrt worden. Tirol punktete gleich in zwei Kategorien beim Schutzwaldpreis Helvetia. Sowohl der Medienpreis Print als auch die Auszeichnung als Schutzwaldpate gingen mit Anton Mattle an Tiroler:innen.

Am 18. März wurde in Innsbruck der 15. Schutzwaldpreis Helvetia durch die Arbeitsgemeinschaft Alpenländischer Forstvereine (ARGE) verliehen. Jedes Jahr werden Projekte ausgezeichnet, die zur Bewirtschaftung und Funktionserhaltung des Schutzwaldes sowie zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts zwischen Mensch und Natur im Alpenraum beitragen.

Helvetia ist der Erhalt des Schutzwaldes bereits seit Jahren ein Anliegen: „Wälder sind mit ihrem hohen CO2-Speicherpotenzial und Schutzwälder insbesondere mit ihrem Beitrag zur Prävention von Elementarschäden wie Lawinen, Murenabgänge und Erdrutsche ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz“, sagt Dr. Kaspar Hartmann, Vorstand Schaden-Unfall bei Helvetia. „Es ist uns eine Ehre, den Schutzwaldpreis auch in diesem Jahr zu unterstützen. Wir gratulieren allen Preisträgerinnen und Preisträgern und hoffen, dass Schutzwälder als ‚grüne Lebensversicherung‘ im öffentlichen Bewusstsein weiterwachsen.“

Dieses Jahr fand die Verleihung coronabedingt erstmalig hybrid statt. Die Preisträger, politische Vertreter der Regionen, die Jury und die Vertreter der ARGE-Forstvereine nahmen vor Ort teil. Durch die Online-Übertragung konnten auch die Mitgliedsvereine der Regionen live dabei sein. Es wurden Medienpreise in den Kategorien Print und Film verliehen, außerdem wurde der Sonderpreis der Jury vergeben und der Schutzwaldpate gekürt.

"Es ist eine große Freude, heuer wieder alpine Waldakteur:innen und Expert:innen bei dieser einzigartigen Veranstaltung zusammenbringen zu können, um auf unsere Schutzwälder aufmerksam zu machen", sagt Andreas Wildauer, Vizepräsident der ARGE Alpenländischer Forstvereine. "Wir gratulieren allen Preisträger:innen und bedanken uns bei unserem Sponsor Helvetia, der uns und den Schutzwald so großartig unterstützt und diesem wichtigen Thema zu einem größeren Publikum verhilft."

Medienpreise Print und Film

Die Medienpreise zeichnen bedeutende Beiträge, die zum öffentlichen Verständnis von Schutzwäldern und den Herausforderungen durch den Klimawandel beitragen, aus. Der Medienpreis Print ging an Tirol – Rebecca Sandbichler, Anna Maria Huber und Ramona Waldner vom Innsbrucker Magazin "20er" überzeugten mit ihrem Artikel "Schütz der Wald uns noch?". Er macht mit ausführlichen Recherchen und Erfahrungsberichten auf die Herausforderungen in Tirol aufmerksam. Landeshauptmannstellvertreter Geisler freut sich diesen Preis übergeben zu dürfen: „Die Frage „Schützt der Wald uns noch“ ist sehr treffend gestellt. Noch schützt der Wald uns, wenn wir mit offenen Augen durch die Gegend blicken. Dieser Beitrag ist etwas ganz Besonderes, damit die breite Bevölkerung erreicht wird. Das hilft für die Akzeptanz, wenn wir in der Politik Geld in die Hand nehmen, um das zu schützen“.

Gabriele Mooser vom Bayerischen Rundfunk wurde für ihre Dokumentation "Bergwald unter Druck" aus dem Jahr 2021 mit dem Medienpreis Film gekürt. In ihrer Dokumentation erzählen Betroffene aus Bayern über den Wandel des Waldes und wie sie diesen erleben. Reinhardt Neft, Vorstand der Bayerischen Staatsforsten ist es eine Ehre den Gewinnerpreis zu überreichen: „Es nehmen die Herausforderungen zu und der Druck wird immer stärker. Die Geschwindigkeit überrascht uns enorm.“

Sonderpreis der Jury

Die Jury verlieh den Sonderpreis dieses Jahr an Stefanie Hablützel aus Graubünden. Die Schweizer Journalistin berichtet seit Jahren für Radio SRF und die Zeitschrift „Beobachter“. Im Rahmen ihrer Arbeit hat sie vielfältige Print-, Film- und Audio-Beiträge über Schutz- und Bergwälder veröffentlicht. Die Verleihung wird vom Präsidenten von Graubünden Wald, Walter Krättli, mit Freude übernommen: „Wie Frau Halblützel sagt, wir Waldleute sind nicht die besten Kommunikatoren! Das Problem ist, den Laien und der Politik verständlich zu machen. Insbesondere sind wir Bündner Waldleute dankbar um die Arbeit von Frau Hablützel“.

Schutzwaldpate

Ein Höhepunkt der Veranstaltung ist die Verleihung des Schutzwaldpaten. In dieser Kategorie wird eine Person ausgezeichnet, die ihr Leben in den Dienst der nachhaltigen Forstwirtschaft gestellt hat. Dieses Jahr wurde Anton Mattle, ehemaliger und langjähriger Bürgermeister von Galtür, geehrt. Mattle setzt sich seit Jahrzehnten für die Erhaltung und Verbesserung des Schutzwaldes im Alpenraum ein. "Wir haben uns mit der besonderen Lage der Gemeinde verantwortungsvoll befasst und kennen die elementare Schutzwirkung des Waldes", betont Anton Mattle. „Das Bewahren des Schutzwaldes ist ein zentrales Thema unserer Arbeit, das ich über Jahrzehnte betreuen darf und das zu meinem Herzensprojekt geworden ist.“ Für Josef Schmiedhofer, Präsidenten der ARGE Alpenländischer Forstvereine ist die Auszeichnung des ehemaligen Jury-Mitgliedes eine Herzensangelegenheit: „Ich glaube die Situation im Jahr 2005 hat Anton Mattle sehr geprägt. Bei ihm sieht man, es kommt von Herzen. Daher finde ich es ganz wichtig, dass er jetzt als Schutzwaldpate ausgesucht wurde.“ Anton Mattle nimmt den Preis mit Dank entgegen: „Einen herzlichen Dank für die Nominierung. Der Pate des Schutzwaldes ist eine große Verantwortung. Der Wald braucht nicht jährlich, sondern täglich unsere Aufmerksamkeit. Das werde ich auch in Zukunft nicht müde zu betonen.“

Schutzwaldpreis Helvetia – die Gewinner auf einen Blick

  • Kategorie PRINT-Medienpreis:
    Anna Maria Huber & Rebecca Sandbichler: Schützt der Wald uns noch? In: 20er, Tirol
     
  • Kategorie FILM-Medienpreis:
    BR-Fernsehen: Bergwald unter Druck – Vorschlag: Bayerischer Forstverein, Bayern
     
  • Kategorie Sonderpreis der Jury:
    Stefanie Hablützel – vielfältige Print- & Film (Audio)-Beiträge über Schutz- & Bergwälder über mehrere Jahre, Schweiz
  • Kategorie Schutzwaldpate:
    Anton Mattle – für seine langjährige, konsequente und unermüdliche Arbeit für den Schutzwald in Tirol
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news-2699 Tue, 22 Mar 2022 15:55:42 +0100 Pflanzzeit im Wald: Klimatolerante Baumarten sollen dem Klimawandel trotzen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/pflanzzeit-im-wald-klimatolerante-baumarten-sollen-dem-klimawandel-trotzen.html <![CDATA[

Bäumchen wechsel dich

In diesen Tagen starten die Frühjahrspflanzungen im Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten. Försterinnen und Förster, Forstwirtinnen und Forstwirte ergänzen die Baumvielfalt in den staatlichen Wälder der Region um mehr Baumarten. Neben alten Bekannten wie Tanne oder Buche sind auch einige Raritäten unter den rund 150.000 Bäumen, die in diesem Geschäftsjahr in rund 4000 Arbeitsstunden gepflanzt wurden oder in den kommenden Wochen noch ausgebracht werden. 

Die Baumartenwahl und ihre Mischung sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Staatswaldes. Da im Bereich des Forstbetriebs Schnaittenbach noch Nadelbaum dominierte Wälder vorherrschen wird kräftig gepflanzt. Nach dem Herbst ist dazu der Frühling die beste Jahreszeit. Ziel ist es in jedem Waldbestand mindestens vier Baumarten zu etablieren. Die zukünftigen Wälder sollen vielfältig, gemischt und gestuft sein, um dem Klimawandel bestmöglich zu trotzen. Das Klimarisiko soll so auf möglichst viele Baumschultern verteilt werden.

Heimische Baumarten wie Buche, Eiche oder Tanne machen den Löwenanteil unter den neu gepflanzten Baumarten aus. Wo es vom Standort her passt, werden diese mit heimischen und bisher selteneren Baumarten wie Elsbeere, Spitzahorn oder Vogelkirsche ergänzt. „Wir pflanzen rund 18 verschiedene Baumarten, die nicht nur dem Klimawandel standhalten sollen, sondern auch eine Vielfalt an Lebensräumen bilden“, erklärt Forstbetriebsleiter Philipp Bahnmüller. Allein auf eine einzelne Baumart zu setzen, wäre ihm angesichts der Klimaveränderungen zu gefährlich. Es gibt im Klimawandel unberechenbare Aspekte, da neben Trockenperioden auch Schädlinge problematisch werden. „Die Mischung ist entscheidend. Wenn in unseren Beständen eine Baumart ausfällt, übernehmen die anderen“, so Förster Bahnmüller weiter.

Welche Baumarten in welchem Waldgebiet gepflanzt werden, ist stark vom Standort abhängig. Ziel der Staatsforsten ist es dabei auch seltenere heimische Laubbaumarten einzubringen, wie zum Beispiel die Elsbeere: Die sich besonders für die Stabilisierung der Wälder eignet. Die Elsbeere liebt Wärme und hat ein intensives Wurzelwachstum. „Die Elsbeere ist eine Baumart eigentlich wie gemacht für den Klimawandel, nur kommt sie bei uns von Natur aus noch zu wenig vor, weshalb wir ihr bildlich gesprochen unter die Arme greifen“, so der Forstbetriebsleiter. Gleiches gilt für die Tanne, von denen der Forstbetrieb Schnaittenbach im laufenden Geschäftsjahr mehr als 28.000 Stück pflanzen wird: „Mit ihrer Pfahlwurzel ist sie als Nadelbaumart der Fichte im Klimawandel überlegen. Sie ist nicht nur stabiler bei Stürmen, sondern kann auch Wasservorräte in größeren Tiefen erreichen und sie kommt bei uns auch natürlich vor,“ so Bahnmüller.

Zusätzlich zur Pflanzung wurde auf trockenen und nährstoffarmen Standorten durch ein spezielles Programm zur Bodenverwundung die natürliche Verjüngung der heimischen Kiefer eingeleitet. Die Baumart ist durch ihre Angepasstheit an diese Sonderstandorte gegenüber anderen Bäumen im Vorteil.  Dieses Verfahren wurde auf knapp 100 Hektar angewandt, worauf der Betriebsleiter besonders stolz ist.

Mit dem bisherigen Verlauf der Pflanzungen in diesem Frühjahr ist er sehr zufrieden: „Wir sind absolut im Plan, bisher spielt das Wetter mit.“ Damit die Pflanzen gut anwachsen, wünscht er sich für die nächsten Wochen, was außer Försterinnen und Förster niemand haben will: Ein nasses und kühles Frühjahr.

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news-2698 Mon, 21 Mar 2022 15:46:59 +0100 Frühlingsblumen in den Bergen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/fruehlingsblumen-in-den-bergen.html <![CDATA[

21. März 2022, Sonthofen - In diesen Tagen zeigen sich nach der Schneeschmelze die ersten Frühlingsboten. Im Allgäu finden sich flächig im Bergwald Märzenbecher und auf vielen Alpflächen Krokusse. Neben Huflattich, Seidelbast, Frühlingsenzian und Schlüsselblumen sind beide erstgenannten Arten inzwischen leider relativ selten geworden und stehen als gefährdete Arten auf der roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten. Während Märzenbecher bei passendem Standort in ganz Bayern vorkommen, sind Krokusse nur am Alpenrand zu finden.

Beide Arten blühen unmittelbar nach der Schneeschmelze. Bei passender Bewirtschaftung der Flächen kommen beide Arten oft massenhaft vor. Dabei bevorzugen die Märzenbecher feuchte Böden und kommen natürlich in Flussauen, Feuchtwiesen und feuchten Laubwäldern oder lichten Bergwäldern vor. Die Krokusse lieben im Frühjahr feuchte Böden, die im Herbst möglichst trocken sind. Auf keinen Fall mögen sie Staunässe, aber auch nicht zu leichte Böden.

Sie sind die ersten Pflanzen, die mit ihren Blättern und Blüten erscheinen. Das ist auch die Zeit, in der am meisten Licht auf den Boden fällt, weil die Bäume noch keine Blätter ausgebildet haben. Und die Insekten, vor allem die Bienen stürzen sich geradezu auf die Blüten, weil andere Blüten noch Mangelware sind. „Als Frühlingsgeophyten nutzen sie die konkurrenzlose Zeit nach Schneeabgang. Nach der Blüte ziehen sich diese Pflanzen wieder in die Knollen in der Erde zurück, um dann erst im nächsten Frühjahr wieder zu erscheinen“, weiß Förster Jörg Tarne, der den Staatswald rund um den Prodel pflegt. Der Prodel ist überregional bekannt für seine schönen Krokusalpflächen.

Sonthofens Forstbetriebsleiter Chef Jann Oetting ergänzt: „Die beiden Frühlingsboten Märzenbecher und Krokus kommen bei uns ganz verbreitet vor. Sicherlich profitieren sie sehr von unseren naturnahen Wäldern und unserer extensiven Alpbewirtschaftungsweise. Für uns Förster sind das die Frühlingsboten und wir freuen uns jedes Jahr über die überwältigende Blumenpracht so unmittelbar während und nach der Schneeschmelze!“

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news-2697 Fri, 18 Mar 2022 11:53:23 +0100 Preise für Werteichen der Bayerischen Staatsforsten bei der „Submission Arnstein“ gehen durch die Decke! https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/preise-fuer-werteichen-der-bayerischen-staatsforsten-bei-der-submission-arnstein-gehen-durch-die-decke.html Die Eichen der Bayerischen Staatsforsten wurden auf der „Arnsteiner“ Submission bei um 4% vergrößerter Angebotsmenge um 57 % höher als im Vorjahr beboten. <![CDATA[

Verkaufsbericht über die Eichen- und Buntlaubholz-Submission der Bayerischen Staatsforsten (BaySF)
am 16./17. März 2022
Ebrach/Arnstein

Am 16./17. März 2022 führten die Bayerischen Staatsforsten ihre traditionelle „Eichen- und Buntlaubholz-Submission Arnstein“ dieser Saison durch. Auf vier Lagerplätzen in Unterfranken wurden 1.177 Lose (Vorjahr: 1.048) mit 1.715 fm (Vorjahr: 1.636 fm) Laubwertholz aus den Wäldern der Bayerischen Staatsforsten angeboten.

Das Angebot der 10 (9) beteiligten Forstbetriebe (Allersberg, Arnstein, Rothenburg, Bad Königshofen, Ebrach, Forchheim, Kelheim, Bad Brückenau, Hammelburg, Rothenbuch) Bestand aus 1.672 (1.617) fm Eiche und 36 (19) fm sonstigem Laubholz. An der Submission beteiligten sich insgesamt 37 (34) Firmen. Acht Gebote kamen aus dem europäischen Ausland, davon sechs aus Frankreich. Stark vertreten war die bewährte Stammkundschaft aus der Furnierbranche, gefolgt von Fassholz-, Sägewerkskunden und dem Holzhandel. Nur ein Bieter erhielt keinen Zuschlag.

Von den angebotenen 1.672 fm Eiche blieben lediglich 5 fm ohne Gebot. Alle bebotenen Stämme wurden dem 1.Gebot zugeschlagen.

Die „Braut“ der Submission kam dieses Mal aus dem Spessart. Der hochklassige Eichenstamm (3,83 fm) aus dem Forstbetrieb Rothenbuch erzielte ein Gebot von 3.142.- Euro/fm bzw. 12.034 Euro für den kompletten Stamm.

Das gesamte Eichenwertholz erlöste im Durchschnitt 1.133 €/fm und liegt damit 57 % über dem Durchschnittspreis des Vorjahres.

Die einzelnen Stärkeklassen erbrachten bei der Eiche folgende Erlöse:

Stärkeklasse 3b 4 5 6 7 8+

€/fm

 

759 882 1.044 1.239 1.492 1.278
€/fm Vorjahr 566 576 639 755 905 1.079

Bei den nur in geringen Mengen angebotenen Bunthölzern konnten folgende Durchschnittspreise in €/fm erzielt werden (Vorjahreswerte in Klammern):

Baumart Ø-Preis fm
Bergahorn 288 (553) 2 (3)
Elsbeere 277 (459) 2 (6)
Esche 304 (233) 25 (9)
Kirsche 313 (238) 3 (1)
Roteiche 291 1
Hainbuche 261 1
Linde 131 1
Roßkastanie 124 1

Die Verkäuferseite ist mit dem Ergebnis der Submission äußerst zufrieden und bedankt sich bei allen Kunden für ihr Interesse und die abgegebenen Gebote.

Hubert Weikhart
Kundenbetreuer Laubsägeholz, Wertholz, Export
Marktplatz 2
96157 Ebrach
Email: hubert.weikhart@baysf.de

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news-2696 Wed, 16 Mar 2022 14:42:00 +0100 Brennholz – heiß begehrt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/brennholz-heiss-begehrt-1.html 15.03.2022, Sonthofen - Heizen mit Holz ist nicht nur wirtschaftlich, sondern vor allem umweltfreundlich. Und nach der Arbeit im Wald gibt es als Belohnung die gemütliche Wärme eines Kamin– oder Kachelofens als Teil eines besonderen Lebensgefühls. <![CDATA[

Ist das Verheizen von Brennholz überhaupt noch zeitgemäß? „Auf jeden Fall!“, ist Revierleiter Simon Lipp überzeugt. Er ist für einen Teil des Staatswalds in der Kürnach zuständig. Lipp weiter: „Viele Länder stellen Teile ihres Waldes unter Totalschutz und wirtschaften auf den anderen Flächen umso intensiver.“ Die Bayerischen Staatsforsten gehen einen anderen Weg. Im Bayerischen Staatswald gilt das Prinzip der nachhaltigen, naturnahen Forstwirtschaft. Dafür arbeiten viele starke Hände - unter anderem auch die der Brennholzkunden. Grundsätzlich gilt: Es wird nicht mehr Holz eingeschlagen als nachwächst. Wo früher große, gleichförmige Bestände standen, sollen in naher Zukunft stabile, gemischte Wälder wachsen. In Zeiten des Klimawandels ist ein starker, gesunder Wald die beste Abwehr vor drohenden Schäden und gleichzeitig ein Garant für eine nachhaltige Holzversorgung. „Eben auch von Brennholz“, freut sich Staatswald-Revierleiter Lipp, der aber nicht alles Holz als Brennholz verkaufen kann, was im Wald ist. Denn Holz und auch Brennholz ist ein begehrter Rohstoff. Grenzen setzt das Naturschutzkonzept des Forstbetriebs Sonthofen: Demnach müssen ambitionierte Totholzmengen im Wald bleiben – „aus Artenschutz- und Biodiversitätsgründen“, wie Forstbetriebsleiter Jann Oetting erläutert. „Aber jeder Ster Brennholz, der im Wald anfällt, ist ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz: Denn damit werden fossile Brennstoffe eingespart. So kann jeder mit gutem Gewissen einen Beitrag zur CO2-Reduzierung leisten…“, so Oetting weiter. Wer im Wald arbeiten will, muss zuerst einen „Motorsägenkurs“ absolvieren. Dort lernt er die Grundzüge im Umgang mit der Motorsäge, die damit verbundenen Gefahren und die verlangten Umweltstandards kennen.

„Wie man an Brennholz kommt und welche Arten es gibt, Brennholz selbst zu machen, das erklären einem gerne die Försterin oder der Förster vor Ort. Denn deren Aufgabe ist es, eine Balance zu finden zwischen den zwei Naturschutzzielen Totholzanreicherung und Brennholznutzung“ fasst Förster Lipp zusammen. Außerdem weist er auf den Internetlink hin, unter dem man Kontakt mit einem Revierleiter für Brennholzlose aufnehmen kann: https://www.baysf.de/de/wald-bewirtschaften/holzverkauf/brennholz/anfragen.html

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news-2694 Tue, 15 Mar 2022 10:49:52 +0100 Was macht man im März? Klar: Die Märzenbecherwanderung in der „Soos“! https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/was-macht-man-im-maerz-klar-die-maerzenbecherwanderung-in-der-soos.html <![CDATA[

12. März 2022, Rednitzhembach - Traditionell fand auch in diesem Jahr wieder eine geführte Wanderung in das bedeutendste Märzenbechervorkommen im Landkreis Roth statt. In altbewährter Art und Weise lud der Bund Naturschutz mit der Kreisgruppe Roth zu der Veranstaltung ein. Der zuständige Revierleiter Hubert Riedel vom Forstbetrieb Allersberg, Forstrevier Roth führte die ca. 60 Naturfreunde in die „Schwander Soos“ bei Rednitzhembach.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Bund Naturschutz ging es voller Vorfreude los, in Richtung des ca. 2km entfernt gelegenen Märzenbechervorkommens. Zum Einstieg erläuterte der Förster kurz ein paar Zahlen zum Wald in Bayern und zur Organisation der Bayerischen Staatsforsten.

Auf halber Strecke machte die Gruppe nochmals halt. An einer imposanten Flatterulme erläuterte Hubert Riedel die Strategie und Notwendigkeit des Waldumbaus in einen klimastabilen Mischwald. Nach angeregter Diskussion ging es dann aber auch rasch weiter zu dem eigentlichen Ziel der Wanderung, dem Märzenbecherwald in der „Schwander Soos“.

Trotz der anhaltend nächtlichen Minusgrade konnten die Waldbesucher dort auf einer Fläche von mehreren Hektaren bereits Mitte März ein weißes Meer aus Blüten der Frühlingsknotenblume, wie der Märzenbecher auch genannt wird, bestaunen.

Nach weiteren Fragen und Erläuterungen zu dem Thema und noch mehr Eindrücken zu diesem besonderen Naturschauspiel, ging die informative und abwechslungsreiche Wanderung zu Ende.

Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

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news-2693 Mon, 14 Mar 2022 16:45:48 +0100 17.863 Tage beim Forst – „das ist wirklich genug!“ https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/17863-tage-beim-forst-das-ist-wirklich-genug.html Forstwirtschaftsmeister Hermann Perl in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet <![CDATA[

14. März 2022, Bodenmais/Bärndorf - „Am 01. Oktober 1973 hab ich als Lehrbua beim Haumeister Michael Dannecker im Revier Gumpenreit vom Forstamtmann Joachim Schramm angefangen“, erinnert sich Hermann Perl, „drei Jahre Lehrzeit, dann Waldarbeiter, 1978/79 war ich dann als W15 bei der Bundeswehr. Im Jahr 1982 hab ich den Meisterkurs an der Waldarbeitsschule Nürnberg-Buchenbühl besucht und bin ab 01.04.1983 beim damaligen Forstamt Freyung zum Forstwirtschaftsmeister bestellt worden“.

Eine lange Zeit, mit vielen Auf´s und Ab´s – die wohl einschneidendste Änderung war 2005 die Bayerische Forstreform – das Forstamt Freyung wurde wie die anderen Forstämter aufgelöst, der Staatswald und mit ihm alle Waldarbeiter kamen zum neu geschaffenen Forstbetrieb Bodenmais. Es änderte sich nicht nur der „Firmensitz“, auch die Arbeit wurde anders: War Hermann Perl bisher in Freyung hauptsächlich mit der Lehrlingsausbildung beschäftigt, hieß es nun im „neuen“ Job, Unternehmer und Harvester betreuen, und die Revierleiter bei der Bestandsvorbereitung, der Borkenkäfersuche und anderen Arbeiten zu unterstützen.

„Vor allem in den letzten Jahren hat sich der Hermann zum Spezialisten für die Borkenkäfersuche im Hochlagenwald rund um den Arber entwickelt. Die nachfolgende Organisation und Betreuung der Aufarbeitung macht er mit viel Herzblut“, sagt sein Chef, Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl, „ich lasse ihn daher mit einem weinenden und einem lachenden Auge gehen – weinend, weil wohl keiner wie er den Hochwald am Arber wie seine Westentasche kennt, aber auch lachend, weil er nach über 48 Jahren Arbeit beim Forst den Ruhestand mehr als verdient hat!“

„Und langweilig wird’s mir sicher nicht“, sagt Hermann Perl selber, „ich habe ja meine Familie, und genug Hobbys – mein Hirschgatter, Theaterspielen, Jagdhornblasen und natürlich die Jagd!“

Grund genug für seine Kolleginnen und Kollegen, dem passionierten Jäger zum Abschied einen Gutschein für eine Gamsjagd zu schenken – Waidmannsheil!

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Forstbetrieb Bodenmais
news-2692 Mon, 14 Mar 2022 11:40:52 +0100 Der radverkehrsfreundliche Waldweg im Landkreis Erlangen-Höchstadt kommt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/der-radverkehrsfreundliche-waldweg-im-landkreis-erlangen-hoechstadt-kommt.html Der Ausbau der Eisenstraße zum radverkehrsfreundlichen Waldweg im Landkreis Erlangen-Höchstadt kann schon bald beginnen. Der entsprechende Förderbescheid hat vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr grünes Licht bekommen. Die Fertigstellung ist pünktlich zur Radlsaison im Mai geplant. <![CDATA[

14. März 2022, Nürnberg - Sehr erfreut sind Landrat Alexander Tritthart, die beiden Bürgermeister der angrenzenden Gemeinden Buckenhof und Uttenreuth, Astrid Kaiser und Frederic Ruth, sowie der Leiter des Forstbetriebs Nürnberg der Bayerischen Staatsforsten, Johannes Wurm, über die kräftige Förderung zum Ausbau der Eisenstraße bei Erlangen zum radverkehrsfreundlichen Waldweg. Einen entsprechenden Förderbescheid hat das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr Anfang Februar den Bayerischen Staatsforsten übergeben. "Die rund 323.000 Euro des Freistaats sind hervorragend investiert, um die historische Eisenstraße für Radlerinnen und Radler auszubauen", betonen die Beteiligten. "Damit haben wir für den östlichen Teil des Landkreises eine landschaftlich reizvolle, autofreie und vor allem sichere Radverbindung, die ganzjährig genutzt werden kann. Das stärkt den Ruf des Landkreises Erlangen-Höchstadt und seiner Gemeinden als eine attraktive Rad-Region."

Der Landrat und die Bürgermeister der Gemeinden Buckenhof und Uttenreuth setzen sich bereits seit Jahren für den fahrradgerechten Ausbau der Eisenstraße ein. Tatkräftige Unterstützung erfuhr das Projekt ebenfalls von Bayerns Innenminister Herrmann. Dank der Förderung können die Staatsforsten jetzt den Weg für Radlerinnen und Radler auf Vordermann bringen. Denn die Eisenstraße habe für den Radverkehr im östlichen Landkreis Erlangen-Höchstadt im Bereich der Gemeinden Buckenhof, Spardorf und Uttenreuth sowie weiter Richtung Osten bis Dormitz und Eckental eine bedeutende Verbindungsfunktion. Wieder in den Fokus gelangte die Maßnahme auch durch die von Uttenreutherin Esther Schuck initiierte Petition, die von 800 Bürgerinnen und Bürgern unterstützt wurde.

Laut Forstbetrieb Nürnberg starten die Ausbauarbeiten voraussichtlich nächste Woche. "Wenn alles nach Plan läuft, wird der rund sechs Kilometer lange Weg pünktlich zum Beginn der diesjährigen Radl-Hochsaison im Mai fertig", so Johannes Wurm, Leiter des Forstbetriebs Nürnberg.

Anstelle von Asphalt werde eine Mischung von Hartgestein-Splitt und Edelbrechsand als Fahrbahnbelag genutzt. Diese Bauweise soll in Trockenphasen Staubbildung, in nassen Perioden das Schlämmen verhindern. Durch die Verwendung des neuartigen Wegebaumaterials können die verschiedenen Nutzungsansprüche sehr gut vereinbart werden: So kann eine Versiegelung des Weges wie bei Asphaltieren verhindert werden – auch die Entwässerung des Radweges wird erheblich verbessert. Gleichzeitig gehen die Verantwortlichen von einer deutlichen Verbesserung des Fahrkomforts für Radfahrerinnen und Radfahrer aus. Zu guter Letzt kann die radfahrerfreundliche Forststraße weiterhin sehr kostengünstig durch die Bayerischen Staatsforsten instandgehalten werden. Der Radwegeausbau wird mithilfe des staatlichen Zuschusses voll von den Staatsforsten getragen. Lediglich die Mehrkosten der Instandhaltung teilen sich der Landkreis, die Gemeinden Buckenhof und Uttenreuth sowie die Bayerischen Staatsforsten.

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news-2691 Fri, 11 Mar 2022 12:07:15 +0100 Mit der Motorsäge gegen steigende Heizkosten https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/mit-der-motorsaege-gegen-steigende-heizkosten.html Der Forstbetrieb Fichtelberg bietet in diesem Jahr wieder Lehrgänge für Brennholz-Selbstwerber und -Selbstwerberinnen zum sicheren Umgang mit der Motorsäge an. <![CDATA[

11. März 2022, Fichtelberg - Die Preise für Heizöl und Erdgas kennen im Moment nur eine Richtung: steil nach oben. Manch einer überlegt jetzt, seine Heizung auf Holz umzurüsten oder zumindest mehr mit dem Kachelofen zu heizen, um damit Öl oder Gas zu sparen. Holz ist nach wie vor ein preisgünstiges Heizmaterial und bringt heimelige und ökologisch nachhaltige Wärme ins Haus.

„Wir registrieren gerade eine hohe Nachfrage nach Brennholz“ bestätigt Winfried Pfahler, Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg. „Angesichts der explodierenden Energie-Preise ist das auch nicht verwunderlich.“ Der Fichtelberger Forst-Chef weißt aber auch darauf hin, dass die Brennholz­gewinnung mit Gefahren verbunden ist: „Jeder, der im Wald mit der Motorsäge arbeitet, muss eine Grundausbildung an dem wirksamen, aber auch gefährlichen Arbeitsgerät absolviert haben. Seit einigen Jahren ist der Motorsägen­führerschein für alle Brennholz-Selbstwerber und -Selbstwerberinnen im Staatswald Pflicht. Dies schreibt auch die internationale Waldzertifizierungs­organisation PEFC vor, nach deren strengen Standards wir die bayerischen Staatswälder bewirtschaften.“

Deshalb bieten die Bayerischen Staatsforsten spezielle Motorsägenkurse an, bei denen die Brennholz-Selbstwerbenden den sicheren Umgang mit der Motorsäge trainieren. Forst-Beschäftigte, die teilweise schon seit Jahrzehnten mit der Motorsäge im Wald arbeiten, vermitteln dabei aus ihrer langjährigen Erfahrung viele Tipps und Tricks im Umgang mit Axt und Säge. 

Der Lehrgang am Forstbetrieb in Fichtelberg gliedert sich in zwei Teile: Am ersten Tag – Freitagabend – findet ein vierstündiger Theorie-Unterricht statt. Hier stellen die Ausbildenden Wichtiges und Interessantes rund um die Themen Motorsäge und Sägetechnik vor und beantworten natürlich auch alle Fragen.

Der zweite Tag – jeweils am Samstag – ist für die Praxis reserviert. Jetzt sind die künftigen Motorsägen-Profis selbst an der Reihe. Nacheinander dürfen sie ihr theoretisches Wissen, dass sie am Vorabend erworben haben, in der Praxis erproben und unter Anleitung üben.

Alle Teilnehmenden erhalten schriftliche Lehrgangsunterlagen, eine Signalweste und bei erfolgreichem Abschluss ein Zertifikat, den „Motorsägenführerschein“. Und auch für das leibliche Wohl wird gesorgt: Brotzeit und Getränk stehen für die angehenden Holzfäller und Holzfällerinnen im Wald bereit. Die Teilnahmegebühr für die Schulung beträgt 120,- €. Die Kurse sind offen für alle Brennholzinteressierten ab 16 Jahren mit Grunderfahrung im Umgang mit der Motorsäge.

Aber nicht nur die richtige Handhabung des Werkzeugs ist wichtig, auch eine vollständige Schutzausrüstung beugt Unfällen vor. Für die Teilnahme an der Motorsägenschulung ist es daher notwendig, neben der eigenen Motorsäge auch geeignete Schutzkleidung mitzubringen. Diese umfasst Helm mit Gehörschutz und Klappvisier, Handschuhe, Schnittschutzhose sowie geeignetes Sicherheitsschuhwerk.

Interessierte können sich unter der Telefonnummer 0 92 72 / 90 99 0 am Forstbetrieb Fichtelberg für einen der Kurse anmelden.

Die Kurse finden am 22./23.04.2022 und am 07./08.10.2022 im Bereich Fichtelberg statt.

Den genauen Treffpunkt und die Anfangszeit erfahren Sie bei der Anmeldung.

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news-2690 Fri, 11 Mar 2022 09:44:05 +0100 Aus München: Kaniber und Aiwanger fordern heimische Kreislaufwirtschaft https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/aus-muenchen-kaniber-und-aiwanger-fordern-heimische-kreislaufwirtschaft.html Angesichts des Ukraine-Kriegs werden die Stimmen nach nachwachsenden Rohstoffen aus heimischer Produktion lauter. Laut der Pressemitteilung des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten diskutierten Forstministerin Kaniber und Wirtschaftsminister Aiwanger nun in einem Expertenrat erste Ziele. <![CDATA[

11. März 2022, München - „Angesichts der Ukraine-Rohstoffkrise zeigt sich die Bedeutung der Bioökonomie mehr denn je“, so Wirtschaftsminister Aiwanger. Mit Blick sowohl auf den Klimawandel als auch auf den schrecklichen Krieg in der Ukraine sehen beide Minister dringenden Handlungsbedarf. „Wir erleben, welche Abhängigkeiten wir in Europa im Energiesektor haben. Unsere auf fossilen Rohstoffen basierende Wirtschaft schrittweise zu einer nachhaltigen, biobasierten Kreislaufwirtschaftsweise umzubauen, ist eine riesige Aufgabe. Hier können unsere Landwirte mit innovativen Ideen einen Beitrag leisten“, so Landwirtschaftsministerin Kaniber. Schon jetzt würden biogene Ressourcen bereits fossile, mineralische oder metallische Rohstoffe ersetzen, wie die beiden Minister erläuterten. Bei dieser Entwicklung spiele der Sachverständigenrat für Bioökonomie eine bedeutende Rolle. Unter dem Begriff Bioökonomie versteht man nachhaltiges Wirtschaften auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Dabei ist die nachhaltige Produktion biogener Rohstoffe durch Land- und Forstwirtschaft ein wesentlicher Pfeiler der Bioökonomie.

Wie die beiden Minister feststellten, sind die Themen im Bereich Bioökonomie aktueller und die Expertise des Sachverständigenrates gefragter denn je: Von drohenden Flächenstilllegungen in Landwirtschaft und Wäldern über mehr ökologischer Produktion landwirtschaftlicher Rohstoffe bis hin zu einer möglichen Nutzungskonkurrenz land- und forstwirtschaftlicher Biomasse. Dabei sind sich Ministerin Kaniber und der Sachverständigenrat einig, dass die Forderung von weiteren Stilllegungen von Wäldern unbegründet sei. „Bayern hat durch die Ausweisung der Naturwälder das waldgesetzliche 10-Prozent Ziel an nutzungsfreien Staatswäldern bereits erreicht und damit ein grünes Netzwerk an geschützten Hotspots der Artenvielfalt geschaffen“, so Kaniber. Weiter hob sie hervor, dass die Forstverwaltung jetzt schon Privatwaldbesitzern Förderprogramme auf Rekordniveau für eine nachhaltige und integrative Waldbewirtschaftung anbietet. Zusätzlich komme noch die Holzbauinitiative und das Aktionsprogramm „Klimahäuser für Bayern“ dazu, die Akzente für die nachhaltige Nutzung des klimafreundlichen Rohstoffs Holz schaffen.

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie unter: Michaela Kaniber und Hubert Aiwanger: „Wir brauchen eine Transformation der fossil getragenen Wirtschaft hin zu einer erneuerbaren Kreislaufwirtschaft“ - StMELF (bayern.de)

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news-2688 Thu, 10 Mar 2022 10:21:26 +0100 Obersalzberg: Waldarbeiten mit Verkehrssicherung & viel Einsatz des Baustellenleiters https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldarbeiten-am-obersalzberg-mit-strassensperrung-und-viel-einsatz-des-baustellenleiters.html Am Obersalzberg werden die Wälder verjüngt. Dabei kommt es ab 14. März zu einer erneuten Straßensperrung. <![CDATA[

10. März 2022, Berchtesgaden - Entlang der B319 östlich des Kreisels am Obersalzberg wurde von den Bayerischen Staatsforsten eine Maßnahme zur Verkehrssicherung mit angrenzender Stabilisierung und Verjüngung des die Straße begleitenden Waldes durchgeführt. Die notwendige Vollsperrung der B319 in diesem Bereich vom 28. Februar bis zum 08. März 2022 wurde zeitlich so gelegt, dass möglichst wenig Beeinträchtigungen entstehen. Insbesondere wurde auf den RVO-Schulbus Rücksicht genommen. Mit großem Geschick und hohem Einsatz regelte der erfahrene Forstwirschaftsmeister Franz Leitner die Baustelle. Dabei waren Arbeitszeiten von 05:30 bis 17:00 Uhr keine Seltenheit. „Durch die optimale Steuerung aller an dieser Maßnahme beteiligten Personen konnte Franz Leitner die notwendigen Arbeiten in kurzer Zeit sehr erfolgreich umsetzen“, lobt der örtliche Forstbetriebsleiter Daniel Müller. Positiv war auch das Verständnis der Anwohner. Insbesondere die gute Zusammenarbeit mit dem Hotel Kempinski zeigte, dass es kaum Probleme bei der Zufahrt zur deren Baustelle gab.

Nach Vorbereitung durch den Förster Frank Rothhaar, BaySF-Revierleiter im Revier Berchtesgaden Ost, wurde die straßennahen Staatswälder auf etwa acht Hektar gepflegt und verjüngt. Vor allem die vergleichsweise seltenen Baumarten Ulme, Linde und Bergahorn wurden durch die Entnahme von so genannten „Bedrängern“ gefördert. Zusätzlich wurde den jungen Bäumen mehr Licht gewährt, so dass sich ein gut gemischter Wald aus vielen Laubbäumen, Fichte und Tanne entwickeln kann. In Summe wurden im Rahmen dieser etwa alle 10 Jahre wiederkehrend geplanten Maßnahme ca. 700 Festmeter Holz, davon etwa 40 Prozent Esche und Buche sowie 60 Prozent Fichte, geerntet.

Ab kommenden Montag, den 14. März, muss noch bis voraussichtlich zum 01. April die Hinteregger Straße gesperrt werden, um eine weitere Pflege- und Verjüngungsmaßnahme durchzuführen. Hier wird ein mobiler Seilkran auf der Straße positioniert, um an insgesamt vier Seiltrassen die darunterliegenden Hänge zu pflegen.

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news-2687 Thu, 10 Mar 2022 09:52:36 +0100 Staatswald auf gutem Weg zum Klimawald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/staatswald-auf-gutem-weg-zum-klimawald.html Nachhaltigkeitsparameter durch Forstinventur überprüft: Mehr Laubwald, mehr alte Bestände, mehr Biodiversität. <![CDATA[

10. März 2022, Forchheim - Alle 10 Jahre erfolgt im Staatswald eine umfassende Waldinventur zur Kontrolle der Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung. Aufgenommen werden u.a. die vorhandenen Baumarten, deren Alter, Vorrat, Schichtung und Schäden, die aufwachsende Verjüngung und vorhandene Biotopstrukturen. So können Kriterien zur Nachhaltigkeit, zur Biodiversität und zur Klimastabilität qualifiziert überprüft werden. 2021 fand die Forstinventur am Forstbetrieb Forchheim statt. Die immense Menge der an 4.149 Inventurpunkten gewonnenen Daten garantiert dabei eine sehr hohe statistische Genauigkeit, bestätigt der Leiter der Forsteinrichtung für Nordbayern, Alexander Schnell.

"Die Bestände sind insgesamt älter und laubholzreicher geworden und weisen eine deutlich höhere Biodiversität auf", zieht Alexander Schnell ein positives Fazit der Waldentwicklung am Forstbetrieb Forchheim in den vergangenen 10 Jahre. Auch der Leiter des Forstbetriebs Forchheim, Stephan Keilholz, ist über die Ergebnisse sehr erfreut: „Die Inventur bestätigt uns, dass wir beim Umbau der Staatswälder hin zu klimaresilienteren Beständen in den vergangenen 10 Jahren ein gutes Stück vorangekommen sind“. Die Inventur bildet die Grundlage für die mittelfristige Forstbetriebsplanung der nächsten 10 Jahre – für die anstehenden Pflanzungen, die notwendigen weiteren Pflegemaßnahmen und die nachhaltigen Nutzungsmöglichkeiten des nachwachsenden Rohstoffs Holz.

Die Teilnahme an der Vorstellung der Inventurergebnisse für Pressevertreter ist an zwei Orten möglich: 

- 10:00 Uhr am Mitwoch, 16.03.2022 beim Waldeingang Bruderwald -

Der Leiter der Forsteinrichtung für Nordbayern, Alexander Schnell, der Leiter des Forstreviers Bamberg, Berthold Schultheiß und der Leiter des Forstbetriebs Forchheim, Stephan Keilholz stellen die Inventurergebnisse im Detail im Bruderwald Bamberg vor am Mittwoch, dem 16.03.2022. Der Treffpunkt ist um 10:00 Uhr am Waldeingang zum Bruderwald hinter dem Klinikum Bamberg. Wir freuen uns, wenn Sie daran teilnehmen.

- 14:00 Uhr am Mitwoch, 16.03.2022 beim Wanderparkplatz Rote Marter -

Der Leiter der Forsteinrichtung für Nordbayern, Alexander Schnell, der Leiter des Forstreviers Forchheim, Peter Grumann, und der Leiter des Forstbetriebs Forchheim, Stephan Keilholz, stellen die Inventurergebnisse im Detail im Markwald vor am Mittwoch, dem 16.03.2022. Der Treffpunkt ist um 14:00 Uhr am Wanderparkplatz Rote Marter – an der Kreisstraße zwischen Baiersdorf und Röttenbach, ca. 1,5 km östlich von Röttenbach. Wir freuen uns, wenn Sie daran teilnehmen.

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news-2686 Thu, 10 Mar 2022 09:06:43 +0100 Hölzerne Edelsteine aus heimischen Wäldern https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/hoelzerne-edelsteine-aus-heimischen-waeldern.html Der Forstbetrieb Kaisheim erzielt ein hervorragendes Ergebnis auf der Submission Bopfingen. <![CDATA[

10. März 2022, Kaisheim - Bei der 27. Wertholzversteigerung in Bopfingen beteiligten sich wieder zahlreiche Anbieter mit insgesamt 28 verschiedenen Baumarten. Neben den üblichen Kassenschlagern wie Eiche, Lärche, Douglasie und Ahorn befanden sich auch Raritäten wie der Blauglockenbaum, Lebensbaum und Gleditschie. Insgesamt wurden 2.556 Festmeter hochwertiges Laub- und Nadelholz erfolgreich verkauft. Die diesjährige Braut der Submission war ein Eichenstamm im Wert von 6.000 Euro.

Der Forstbetrieb Kaisheim bot dieses Jahr insgesamt 117 Festmeter Eichen, Lärchen, Eschen, Kiefern und auch Seltenheiten wie Kirsche und Elsbeere an. Die dafür ausgesuchten Stämme sind sehr hochwertige Bäume, die Generationen von Försterinnen und Förstern lange Zeit gehegt und gepflegt hatten. Entsprechend ihrer besonderen Qualität werden sie z.B. zu Furnieren verarbeitet oder als Fenster-, Möbel-, als Drechslerholz oder zum Bau von Holzfässern verwendet. Mit einem Durchschnittspreis von 560 €/Festmeter erzielte der Forstbetrieb damit eines der besten Ergebnisse der letzten zehn Jahre.

„Bei einigen Stämmen und Baumarten waren wir uns nicht sicher, ob sie heuer gut nachgefragt werden. Aber das Ergebnis spricht für sich! Wir sind sehr stolz und bedanken uns bei unseren Försterinnen und Förstern und natürlich auch bei unseren Forstwirtinnen und Forstwirten. Ihr habt das super gemacht!“, so der stellvertretende Betriebsleiter Leonhard Huber bei der diesjährigen gemeinsamen Besichtigung des Submissionsplatzes.

Insbesondere die Betriebs-Braut, eine Eiche, konnte mit einem Gesamtpreis von über 4.700 € überraschen. Aber auch bei den Lärchen, der Kirsche und der Elsbeere waren unsere Stämme - innerhalb der jeweiligen Baumart - die teuersten der ganzen Submission.

Ein solches Ergebnis bestärkt das Team des Forstbetriebes auch weiterhin bei der naturnahen Waldbewirtschaftung darauf zu achten, dass die „hölzernen Edelsteine“ auch nächstes Jahr wieder ihren Weg zur hochwertigsten Holzverwendung finden.

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news-2685 Wed, 09 Mar 2022 17:31:50 +0100 Baumvielfalt für den Staatswald: Klimatolerante Baumarten sollen dem Klimawandel trotzen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/baumvielfalt-fuer-den-staatswald-klimatolerante-baumarten-sollen-dem-klimawandel-trotzen.html In diesen Tagen starten die Frühjahrspflanzungen im Forstbetrieb Burglengenfeld. Mit eigenen Forstwirtinnen und Forstwirten und unterstützt durch Unternehmerinnen und Unternehmer reichert der Forstbetrieb die staatlichen Wälder zwischen Regensburg und Amberg mit zahlreichen neuen Bäumen an. Neben alten Bekannten wie Buche, Tanne oder Eiche sind auch einige Raritäten unten den rund 200.000 Bäumen, die in diesem Frühjahr gepflanzt werden. <![CDATA[

09. März 2022, Burglengenfeld - Die Baumartenwahl und ihre Mischung sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Waldes. In jedem Waldbestand der Bayerischen Staatsforsten werden deshalb nach Möglichkeit mindestens vier Baumarten künftig vielfältige, gemischte und strukturreiche Wälder bilden. „Beim Waldumbau haben wir im Forstbetrieb Burglengenfeld noch viel Arbeit vor uns, denn die Altbestände bestehen aus historischen Gründen zu etwa 90 % aus den Nadelbaumarten Kiefer und Fichte“, erläutert Forstbetriebsleiter Hans Mages. Pro Jahr beträgt die Pflanzfläche des Forstbetriebs daher über 100 Hektar, das sind ungefähr 150 Fußballfelder. Heimische Baumarten wie Buche, Eiche oder Tanne machen den Löwenanteil unter den neu gepflanzten Baumarten aus. Darüber hinaus werden Douglasie und Roteiche gepflanzt, aus Nordamerika stammende Gastbaumarten, die sich bei uns seit langem bewährt haben. Wo es vom Standort her passt, bringen die Forstleute zudem heimische und bisher seltenere Baumarten wie Elsbeere, Berg- und Spitzahorn, Flatterulme oder Vogelkirsche in die Wälder ein. „Wir pflanzen rund 15 verschiedene Baumarten, die nicht nur dem Klimawandel standhalten sollen, sondern auch eine Vielfalt an Lebensräumen bilden“, erklärt Mages. Allein auf eine einzelne Baumart zu setzen, wäre ihm angesichts der Klimaveränderungen zu riskant. Es gibt im Klimawandel unberechenbare Aspekte. Neben Trockenperioden können auch Schädlinge wie aus dem Nichts problematisch werden. „Die Mischung ist entscheidend. Wenn in den künftigen Wäldern eine Baumart ausfällt, übernehmen die anderen Baumarten“, so Mages. 

Welche Baumarten in welchem Waldgebiet gepflanzt werden, ist stark vom Standort, also von den Bodenverhältnissen und den klimatischen Bedingungen abhängig. Ziel der Staatsforsten ist es, die gesamte Palette geeigneter Baumarten zu nutzen und vor allem auch seltenere heimische Laubbaumarten einzubringen, wie zum Beispiel die Elsbeere: Sie eignet sich gut für die Stabilisierung der Wälder. Die Elsbeere liebt Wärme, hat ein intensives Wurzelwachstum und kommt deshalb sogar mit schwierigen Tonböden zurecht. „Die Elsbeere ist als Baumart eigentlich wie gemacht für den Klimawandel. Sie kommt bei uns vor allem auf den Kalkstandorten von Natur aus vor, ist aber recht selten. Wir greifen ihr in Form von Pflanzung und Waldpflege unter die Arme. So gewinnen wir in sogenannten Mastjahren das Saatgut unserer Altbäume und lassen daraus in den beiden Pflanzgärten der Bayerischen Staatsforsten Forstpflanzen anziehen, die wir dann wieder bei uns auspflanzen“, berichtet Mages. Damit sei garantiert, dass die Pflanzen mit den Umweltbedingungen bei uns zurechtkommen. Ähnliches gilt für die Tanne, von denen der Forstbetrieb Burglengenfeld im laufenden Geschäftsjahr rund 45.000 Stück pflanzt: „Mit ihrer Pfahlwurzel ist sie als Nadelbaumart der Fichte im Klimawandel überlegen. Sie ist nicht nur stabiler bei Stürmen, sondern kann auch Wasservorräte in tieferen Bodenschichten erreichen,“ so der Forstbetriebsleiter. 

Mit dem Start der Pflanzungen in diesem Frühjahr ist er sehr zufrieden: „Wir sind absolut im Plan, das Wetter spielt mit, die Böden sind gut wasserversorgt.“ Damit die Pflanzen gut anwachsen, wünscht er sich für die nächsten Wochen, was außer Försterinnen und Förstern kaum jemand haben will: Ein eher feuchtes und kühles Frühjahr. 

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Forstbetrieb Burglengenfeld
news-2684 Tue, 08 Mar 2022 16:33:39 +0100 Pflanzsaison im Staatswald startet: Klimatolerante Baumarten sollen dem Klimawandel trotzen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/pflanzsaison-im-staatswald-startet-klimatolerante-baumarten-sollen-dem-klimawandel-trotzen.html <![CDATA[

07. März 2022, Weißenhorn - Die Baumartenwahl und ihre Mischung sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Waldes. Extreme Wetterereignisse, wie die Stürme Vivian und Wiebke oder auch Sommerstürme im Jahr 2021 haben in unserer Region gezeigt, dass reine Fichtenwälder leicht verwundbar und nicht ausreichend stabil sind, um dem Klimawandel und seinen Folgen standzuhalten. In jedem Waldbestand der Bayerischen Staatsforsten werden deshalb nach Möglichkeit mindestens vier Baumarten künftig vielfältige, gemischte und gestufte Wälder bilden. Heimische Baumarten wie die Buche, die Eiche oder die Tanne machen den Löwenanteil unter den neu gepflanzten Baumarten aus. Wo der Standort geeignet ist, werden diese mit heimischen und bisher selteneren Baumarten wie Elsbeere, Spitzahorn oder Flatterulme ergänzt. Hinzu kommen bewährte weitere Arten, wie die ursprünglich aus Nordamerika stammende Douglasie. „Wir pflanzen mehr als 15 verschiedene Baumarten, die nicht nur dem Klimawandel besser standhalten sollen, sondern auch eine Vielfalt an Lebensräumen bilden“, erklärt Forstbetriebsleiter Martin Eggert.

Allein auf eine einzelne Baumart zu setzen, wäre ihm angesichts der Klimaveränderungen zu gefährlich. Es gibt im Klimawandel unberechenbare Aspekte. Neben Trockenperioden können auch Schädlinge quasi wie aus dem Nichts heraus problematisch werden. Das zeigt zum Beispiel das seit einigen Jahren in den Auwäldern der Region auftretende Eschentriebsterben, eine neue Pilzkrankheit, die befallene Eschen ganz oder teilweise zum Absterben bringt. „Der Wald ist ein hochkomplexes Ökosystem, das sich ständig verändert. Daher müssen wir für die Zukunft auf Mischung setzen. Wenn in unseren Wäldern eine Baumart ausfällt, übernehmen die anderen Baumarten“, so Eggert.

Welche Baumarten in welchem Waldgebiet gepflanzt werden, ist stark vom Standort und den vorhandenen Bäumen abhängig. Ziel der Staatsforsten ist es jedoch, auch seltenere heimische Laubbaumarten einzubringen, wie zum Beispiel die Wildbirne: Seit den 1990er Jahren des letzten Jahrhunderts können Waldbesucher im Roggenburger Forst diese Rarität entlang der Waldwege sehen. Zehntausende Wildbirnen wurden seinerzeit nach den großen Sturmwürfen gezielt angepflanzt, um die Biodiversität der ehemals reinen Fichtenwälder zu erhöhen. „Die Wildbirnen haben wir nicht gepflanzt, um das Holz später zu verwerten – hier geht es um den ökologischen Zustand der Wälder: Die Bäume sind eine wichtige ökologische Beimischung und wertvolle Ergänzung. Wir wollen eben auch seltene Baumarten für die Zukunft sichern. Bisher können wir mit der Entwicklung sehr zufrieden sein“, so Forstmann Eggert.

Daher werden im Jahr 2022 weitere Mischbaumarten in die Wälder ausgepflanzt. Ob die bisher nur selten vertretene heimische Elsbeere, die wegen ihres intensiven Wurzelwerks gut mit den schwierigen Böden klarkommt, oder die heimische Weißtanne, von denen der Forstbetrieb Weißenhorn im laufenden Geschäftsjahr allein mehr als 15.000 Stück pflanzen wird: „Mit ihrer Pfahlwurzel ist die Weißtanne als Nadelbaumart der Fichte im Klimawandel überlegen. Sie ist nicht nur stabiler bei Stürmen, sondern kann auch Wasservorräte in größeren Tiefen erreichen. Das ist in trockenen Sommern existenziell.“

Die Pflanzungen starten in diesen Tagen: „Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, bisher spielt das Wetter auch einigermaßen mit.“ Damit die Pflanzen aber gut anwachsen, wünscht er sich für die nächsten Wochen, was außer Försterinnen und Förster niemand haben will: Ein nasses und kühles Frühjahr.

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news-2683 Wed, 02 Mar 2022 11:23:05 +0100 Baumartenvielfalt für den Staatswald am Forstbetrieb Bad Königshofen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/baumartenvielfalt-fuer-den-staatswald-am-forstbetrieb-bad-koenigshofen.html In diesen Tagen starten die Frühjahrspflanzungen im Forstbetrieb Bad Königshofen. Förster und Forstwirte ergänzen die staatlichen Wälder in der Region Rhön-Haßberge um zahlreiche neue Bäume. Neben alten Bekannten wie Tanne oder Eiche sind auch einige Raritäten unter den rund 200.000 Bäumen, die in diesem Frühjahr gepflanzt werden. <![CDATA[

Die Baumartenwahl und ihre Mischung sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des klimatoleranten Waldes. In jedem Waldbestand der Bayerischen Staatsforsten werden deshalb nach Möglichkeit mindestens vier Baumarten künftig vielfältige, gemischte, stabile, klimatolerante und gestufte Wälder bilden. Heimische Baumarten wie die Buche, die Eiche oder die Tanne machen den Löwenanteil unter den neu gepflanzten Bäumen aus. Wo es vom Standort her passt, werden diese mit heimischen und bisher selteneren Baumarten wie Elsbeere, Spitzahorn oder Flatterulme ergänzt. „Wir pflanzen über 20 verschiedene Baumarten, die nicht nur dem Klimawandel standhalten sollen, sondern auch eine Vielfalt an Lebensräumen bilden“, erklärt Forstbetriebsleiter Heiko Stölzner. Allein auf eine einzelne Baumart zu setzen, wäre ihm angesichts der Klimaveränderungen zu riskant. Es gibt im Klimawandel unberechenbare Aspekte. Neben Trockenperioden können auch Schädlinge quasi wie aus dem Nichts heraus problematisch werden. „Die Mischung ist entscheidend. Wenn in unseren Beständen eine Baumart ausfällt, übernehmen die anderen Baumarten“, so Stölzner.

Welche Baumarten in welchem Waldgebiet gepflanzt werden, ist stark vom Standort und den vorhandenen Bäumen abhängig. Ziel der Bayerischen Staatsforsten ist es jedoch, auch seltenere heimische Laubbaumarten einzubringen, wie zum Beispiel die Elsbeere: Sie eignet sich besonders für die Diversifizierung und Stabilisierung der hiesigen Wälder. Die Elsbeere liebt Wärme, hat ein intensives Wurzelwachstum und kommt deshalb sogar mit schwierigen Tonböden zurecht. „Die Elsbeere ist eine Baumart eigentlich wie gemacht für den Klimawandel, nur kommt sie bei uns von Natur aus noch zu selten vor, weshalb wir ihr in Form von Pflanzung und Waldpflege unter die Arme greifen“, so Stölzner. Gleiches gilt für die Weißtanne, von welcher der Forstbetrieb Bad Königshofen im laufenden Geschäftsjahr mehr als 23.000 Stück pflanzen wird: „Mit ihrer Pfahlwurzel ist sie als Nadelbaumart der Fichte im Klimawandel überlegen. Sie ist nicht nur stabiler bei Stürmen, sondern kann auch Wasservorräte in größeren Tiefen erschließen,“ so Stölzner.

Mit dem bisherigen Verlauf der Pflanzungen in diesem Frühjahr ist er sehr zufrieden: „Wir sind absolut im Soll, bisher spielt das Wetter mit.“ Damit die Pflanzen gut anwachsen, wünscht er sich für die nächsten Wochen, was außer Försterinnen und Förstern niemand haben will: Ein nasses und kühles Frühjahr.

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news-2682 Tue, 01 Mar 2022 10:32:59 +0100 „Schmierhütte“ im Bundorfer Forst renoviert – Ehemaliger Wohnort eines „Pechlers“ https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/schmierhuette-im-bundorfer-forst-renoviert-ehemaliger-wohnort-eines-pechlers.html <![CDATA[

28. Feburar 2022 Bundorf - Die „Schmierhütte“ im Bundorfer Forst liegt an der Staatsstraße zwischen Bundorf und Birnfeld nicht weit entfernt von der dort durchfließenden Baunach. In einer gemeinsamen Aktion des Staatsforstbetriebs Bad Königshofen, dem Naturpark Haßberge und Norbert Schmucker, dem „Kümmerer“ des Naturparks, wurde die Wanderhütte renoviert. Auch das Umfeld wurde neu gestaltet: Büsche und Wildwuchs wurden entfernt. Infotafeln weisen den Wanderer, Radfahrer oder Pilzsammler auf die Geschichte der „Schmierhütte“, sowie die Pflanzen- und Tierwelt und den Nutzen des Waldes hin. Die Kosten werden durch das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und durch Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, vertreten durch das AELF Bad Neustad im Rahmen von besonderen Gemeinwohlleistungen (bGWL) in Höhe von rund 10.000 EURO gefördert.

Die „Schmierhütte“ hatte in der Vergangenheit eine ganz andere historische Bedeutung, erklärte Landrat Wilhelm Schneider in seiner Ansprache. Nach Erzählungen von Rudolf Reinhard aus Bundorf, geboren im Jahr 1934, stand an dieser Stelle ursprünglich ein kleines Steinhaus mit nur zwei kleinen Räumen. Darin wohnte ein Mann, der von allen nur „Schmierlui“ genannt wurde. Er war vermutlich ein „Pechler“ oder „Harzer“. Die „Pechler“ pachteten ein Stück Wald mit Nadelbäumen und gewannen dort Harz. Dafür ritzten sie schräge Kerben in die Stämme. Durch das sogenannte „Anhauen“ im Sommer trat dann das Harz aus den Kerben, den „Harzlachen“ aus und lief in ein Auffanggefäß. Das gesammelte Harz wurde in Pechhütten geläutert (gereinigt) und zu Siedepech verkocht. Das schwarze, teerartige Material wurde hauptsächlich als Schmier- und Dichtungsmittel zum Abdichten von Bierfässern oder als Wagenschmiere benutzt.

Nach Verfall dieses historischen Gebäudes wurde in den 1970er Jahren an gleicher Stelle eine Schutzhütte für Wanderer errichtet, welche heute noch diesen historischen Namen trägt. Sie liegt inmitten eines zusammenhängenden Waldgebiets mit hohem ökologischen Wert. Der gesamte Bundorfer Forst ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Noch vorhandene alte Laubwälder im Wechsel mit feuchten Wiesentälern bieten einen wertvollen Lebensraum für eine Vielzahl geschützter Tiere und Pflanzen. Hier findet man zum Beispiel noch den Schwarzstorch, die Wildkatze oder den Dunklen Wiesenkopf-Ameisenbläuling, einen Schmetterling, sowie die Sibirische Schwertlilie und verschiedene Orchideen.

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news-2681 Fri, 25 Feb 2022 11:27:39 +0100 Baumvielfalt für den Steigerwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/baumvielfalt-fuer-den-steigerwald.html Forstbetrieb Ebrach setzt auf Tanne, Eiche und Elsbeere <![CDATA[

In diesen Tagen starten die Frühjahrspflanzungen im Forstbetrieb Ebrach. Försterinnen und Förster, Forstwirtinnen und Forstwirte ergänzen die Wälder um zahlreiche neue Bäume. Neben alten Bekannten wie Tanne oder Eiche sind auch einige Raritäten unter den mehr als 100.000 Pflanzen der diesjährigen Pflanzsaison.

Die Baumartenwahl und ihre Mischung sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des Waldes. In jedem Waldbestand werden mindestens vier Baumarten vielfältige, gemischte und gestufte Wälder bilden. Heimische Baumarten wie die Tanne, die Eiche oder die Elsbeere machen den Löwenanteil unter den neu gepflanzten Baumarten aus. Wo es vom Standort her passt, werden diese mit Speierling, Ahorn oder Vogelkirsche ergänzt. „Wir pflanzen fast 20 verschiedene Baumarten, die nicht nur dem Klimawandel standhalten sollen, sondern auch eine Vielfalt an Lebensräumen bilden“, sagt Forstbetriebsleiterin Barbara Ernwein. Allein auf eine einzelne Baumart zu setzen, wäre ihr angesichts der Klimaveränderungen zu gefährlich. „Wenn in unserem Konzept eine Baumart ausfällt, was im Klimawandel durchaus passieren kann, übernehmen die anderen Baumarten“, so Ernwein.

Seit fast einem Jahr ist sie verantwortlich für die Staatswälder rund um Ebrach – und weiß um die Aufgabe. „Die Wälder rund um Ebrach sind besonders wertvoll“, sagt Ernwein. „Generationen von Försterinnen und Förstern haben sie zu dem gemacht, was sie heute sind.“ Ihre Aufgabe ist es, diese Wälder auf eine unsichere Zukunft vorzubereiten. „Wir haben in den letzten Jahren gesehen, dass nicht nur die Fichten, sondern auch die Buchen an zahlreichen Standorten Probleme mit Trockenheit und Hitze hatten. Deshalb setzen wir auf einen Baumartenmix – zusammen mit der natürlich verjüngten Hauptbaumart Buche.“

In diesem Mix sind alte Bekannte wie die Tanne oder die Eiche selbstverständlich mit enthalten. Die Försterinnen und Förster möchten aber auch seltene heimische Laubbaumarten einbringen, wie zum Beispiel die Elsbeere: Sie eignet sich besonders für die Stabilisierung der Wälder. Die Elsbeere liebt Wärme, kommt gut mit Spätfrost zurecht und hat ein intensives Wurzelwachstum. „Die Elsbeere ist eine Baumart eigentlich wie gemacht für den Klimawandel, nur kommt sie bei uns von Natur aus noch zu wenig vor, weshalb wir ihr in Form von Pflanzung und Waldpflege unter die Arme greifen.“ Gleiches gilt für die Tanne, von der die Waldarbeiterinnen und Waldarbeiter in diesem Jahr gut 45.000 Exemplare pflanzen: „Mit ihrer Pfahlwurzel ist sie als Nadelbaumart der Fichte im Klimawandel überlegen. Sie ist nicht nur stabiler bei Stürmen, sondern kann auch Wasservorräte in größeren Tiefen erreichen“, so die Betriebsleiterin.

Mit dem bisherigen Verlauf der Pflanzungen ist Barbara Ernwein sehr zufrieden: „Wir sind absolut im Plan, bisher spielt das Wetter mit.“ Damit die Pflanzen gut anwachsen, wünscht sie sich für die nächsten Wochen, was außer Försterinnen und Förster niemand haben will: Ein nasses und kühles Frühjahr.

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news-2680 Thu, 24 Feb 2022 11:27:41 +0100 Ein neuer Revierleiter im Revier Monheim https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ein-neuer-revierleiter-im-revier-monheim.html Seit 14. Februar ist Raffael Döring der neue Revierleiter der Forstdienststelle Monheim der Bayerischen Staatsforsten. <![CDATA[

Nach dem Studium der Forstwirtschaft an der Hochschule Weihenstephan Triesdorf und bestandener Staatsprüfung geht es nun für Raffael Döring an die praktische Arbeit als Förster. Entsprechend optimistisch und zielstrebig widmet sich Raffael Döring der neuen Aufgabe: „Ich will aktiv den Wald in Monheim und Umgebung für die zukünftigen Generationen gestalten und fit machen für die kommenden Herausforderungen.“. Seine weltweit gewonnenen Erfahrungen in verschiedensten Bereichen, wie auch seine Liebe zum Wald und zur Natur, will er in die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder einfließen lassen: „Auf die Arbeit im Wald und den Kontakt mit den Menschen freue ich mich schon sehr.“

Das Revier Monheim ist ca. 1700 ha groß und zeichnet sich durch eine große Vielfalt an Böden und Baumarten aus. Neben Fichte, Kiefer und Lärche sind fast alle Laubholzarten im Revier vertreten. Seine große Aufgabe in den kommenden Jahren wird der Umbau zu einem klimastabilen Wald sein.

Raffael Döring bezieht seinen Reviersitz in der Georgenstraße 54 in 86687 Kaisheim/Hafenreut. Dort ist er telefonisch unter der Telefonnummer 09099/966125 oder persönlich in seiner Sprechstunde jeden Donnerstag von 8 – 12 Uhr zu erreichen.

 

BAYERISCHE STAATSFORSTEN AöR
Forstbetrieb Kaisheim Kontakt:
Hauptstrasse 20
86687 Kaisheim
Telefon: 09099 – 96 98 -0
Telefax: 09099 – 96 98- 16
E-Mail: info-kaisheim@baysf.de
ViSdPG: Helmut Weixler

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news-2679 Thu, 24 Feb 2022 07:45:14 +0100 Purzelbaum im Forst https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/purzelbaum-im-forst.html 23. Februar 2022 Fichtelberg – Nur geringe Schäden haben die Stürme der vergangenen Tage im Fichtelgebirgswald angerichtet. Nach erster Bilanz des Forstbetriebs Fichtelberg wurden ca. 7.000 Bäume entwurzelt. Schmerzlich ist der Verlust einer historischen Linde bei Sophienthal, die vom Sturm umgerissen wurde. <![CDATA[

Eigentlich ist Gerhard Schirbel ein erfahrener und besonnener Mensch. Den 55 jährigen wirft so leicht nichts aus der Bahn. Seit vielen Jahren arbeitet er als Förster bei den Bayerischen Staatsforsten und betreut das Revier Sophienthal am Eingang des Fichtelgebirges. Jetzt steht er betroffen an einem seiner Lieblingsbäume. Hier auf einer Waldlichtung oberhalb des Steinachtals steht das letzte Haus einer ehemaligen Siedlung namens Neuhaus. Neben dem Haus stand seit sicherlich mehr als zweihundert Jahren eine mächtige, alte Linde. Mit einem über 1 m starkem Stamm. Mit einer weit ausladenden Krone. Und mit einer Bank, die rund um den Baum herum montiert war und den Besuchern einen idyllischen Platz zum Verweilen bot. Sie stand da! Denn die Stürme am vergangenen Wochenende haben den altehrwürdigen Baum zu Fall gebracht. Jetzt liegt der starke Stamm am Boden, umgeben von zersplitterten Ästen.

„Die Wurzeln haben den Orkanen der letzten Tage nicht mehr standgehalten“ stellt Gerhard Schirbel fest. „Und das nach so vielen Jahren, in denen unzählige Stürme dem Baum nichts anhaben konnte. Wahrscheinlich waren die Faserwurzeln durch die trockenen Sommer der vergangenen Jahre vorgeschädigt.“ Viele Begebenheiten fallen ihm zu diesem Baum ein. Auf der Bank, die rund um den Baum montiert war, saß er gerne und ließ den Blick hinunter ins Tal schweifen. Einheimische erinnern sich vielleicht noch an das alljährliche Neuhaus-Fest. Hier wurde getanzt, gelacht, gefeiert – alles im Schatten der Linde. Und jetzt ist das alles vorbei.

Die Linde von Neuhaus war bei Weitem nicht der einzige Baum, der von den Sturmböen umgerissen wurde. Im Staatswald des Forstbetriebs Fichtelberg, der den westlichen und südlichen Teil des Fichtelgebirges betreut, fielen der Orkan-Serie der vergangenen Tage nach ersten Schätzungen 6.000 bis 7.000 Bäume – hauptsächlich Fichten - zum Opfer. „Das ist weniger als die Menge, die wir normalerweise in einem Monat einschlagen“, wie Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs betont. „Aber es ist ärgerlich und wirbelt uns den Betrieb durcheinander. Zum Glück wurde niemand verletzt und es entstanden auch nur geringe Sachschäden. In den nächsten Wochen werden wir die Sturmschäden im Wald erfassen und das Holz aus dem Wald abtransportieren, bevor es zur Brutstätte für Borkenkäfer wird. So lange bitten wir auch um Verständnis, wenn teilweise Wanderwege durch umgestürzte Bäume blockiert sind. Aber wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Schäden zu beseitigen.“

Und was passiert mit der Linde? Die wird voraussichtlich von einer Holzschnitzerin aus der Region in ein Kunstwerk verwandelt und lebt in dieser Form fort. „Am bisherigen Platz der Linde pflanzen wir im kommenden Jahr wieder einen Baum“ verspricht Gerhard Schirbel. „Mit Bank und einer schönen Aussicht auf die Waldlichtung bei Neuhaus.“

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news-2678 Wed, 23 Feb 2022 09:34:01 +0100 Frischer Wind in der BaySF mit 23 neuen Förstern und Försterinnen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/frischer-wind-in-der-baysf-mit-23-neuen-foerstern-und-foersterinnen.html Der Staatswald in Bayern braucht viele engagierte und gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter! Wir freuen uns daher sehr, dass 23 Förster und Försterinnen, so viele wie noch nie, vor allem für die Arbeit im Revier eingestellt werden konnten. <![CDATA[

Jedes Jahr beenden Forstingenieure und Forstingenieurinnen ihre zusätzliche Ausbildung bei den Bayerischen Staatsforsten und der Bayerischen Forstverwaltung mit der Laufbahnprüfung für die forstliche 3. Qualifikationsebene. Auch im Januar 2022 wurden daher wieder viele Vorstellungsgespräche geführt, um neue Kollegen und Kolleginnen für den Revierdienst bei der BaySF gewinnen zu können. Neben einem selbstverständlich unbefristeten Arbeitsverhältnis mit den Leistungen und Sicherheiten eines öffentlichen Arbeitgebers konnten wir interessante Einsatzgebiete und -tätigkeiten über ganz Bayern verteilt anbieten. 23 Förster und Försterinnen werden im Februar und März die Arbeit bei der BaySF beginnen, so viele wie noch nie.

Wir wünschen den neuen Kollegen und Kolleginnen einen guten Start im Unternehmen!

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news-2677 Wed, 23 Feb 2022 07:59:44 +0100 Wunderbarer Werkstoff Holz: Schindeln im Allgäu aus Tradition https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wunderbarer-werkstoff-holz-schindeln-im-allgaeu-aus-tradition.html 22. Februar 2022 Sonthofen – Das Bauen und Verkleiden von Fassaden mit Holz hat im Allgäu eine lange Tradition und erlangt seit einigen Jahren wieder zunehmend an Bedeutung. <![CDATA[

„Jeder verbauter Kubikmeter Holz tut unserem Wald und Klima gut, insbesondere wenn es sich um heimisches Holz aus dem Allgäu handelt“ erklärt der Leiter des Forstbetriebs Sonthofen Bayerische Staatsforsten Jann Oetting. „Verbautes Holz dient als Kohlenstoffspeicher und die derzeit gute Nachfrage nach dem Baustoff Holz stärkt die Bewirtschaftung der Allgäuer Wälder.“

Nicht nur das Bauen aus und mit Holz, sondern auch die Fassadengestaltung mit diesem Werkstoff ist im Allgäu häufig anzutreffen. Ob traditionell oder modern, unbehandelt oder behandelt, farbig, längs oder quer, aus Fichte oder Lärche: Mittlerweile sieht man gerade bei neuen Gebäuden allerhand. Eine althergebrachte Methode Fassaden wetterfest zu machen, das Schindeln, wird seit Jahrhunderten in unserer Region praktiziert und erlebt derzeit eine Renaissance.

Werden heute oftmals Schindeln aus Lärchen- oder gar Zedernholz verwendet, kam früher fast ausschließlich heimische Fichte oder auch Weißtanne für die Wetterseite zum Einsatz. Schindeln werden in der Regel gespalten, nicht gesägt und sind über Jahrzehnte haltbar. Deshalb müssen die zum Schindelmachen geeignete Baumstämme besondere Eigenschaften aufweisen: Möglichst astfrei und feinjährig, frei von Reaktionsholz, auch „Buchs“ genannt, nicht drehwüchsig und spaltbar. Gerade die Spaltbarkeit der Stämme ist entscheidend für die Verwendung als Schindelholz und die lässt sich erst nach der Fällung des Baumes feststellen. Der schönste Stamm hilft nichts, wenn er sich nicht spalten lässt.

Die Feinjährigkeit oder auch Feinringigkeit ist wichtig für die Witterungsbeständigkeit und Haltbarkeit der Schindeln. Ein Baum bildet jedes Jahr im Zuge seines Dickenwachstums einen Jahresring aus weichem Frühholz und hartem Spätholz. Die Breite des Frühholzes variiert, die Breite des Spätholzes bleibt gleich. Das bedeutet bei Nadelbäumen, je schmaler der Jahresring, umso härter und beständiger das Holz. Ob ein Baum pro Jahr mehr oder weniger Speck ansetzt, hängt wiederum von einer Reihe von Faktoren ab. Die Witterung in der Wachstumszeit, die Höhenlage, die Bodenbeschaffenheit, der Dichtstand und das Alter der Bäume beeinflussen deren Wachstum.

Ein guter Schindelmacher muss nicht nur das traditionelle Handwerk beherrschen, sondern auch ein Gespür für die Auswahl geeigneter Baumstämme haben. Jann Oetting freut sich, dass es am Forstbetrieb Sonthofen noch Waldarbeiter gibt, die dieses Können und Wissen haben. So wurden die Fichtenschindeln an der Fassade des Forstbetriebsgebäudes in Sonthofen vor einigen Jahren aus eigenem Holz von eigenen Waldarbeitern hergestellt und angebracht.

Auch einer der Sonthofener Revierförster hat sich mit seiner Familie bewusst für unbehandelte Schindeln aus heimischer Fichte für die Verkleidung ihres Holzhauses entschieden. Bei einem Holzeinschlag einer an den Staatswald angrenzenden Genossenschaft konnte er geeignete Schindelbäume kaufen und von einem jungen Schindelmacher aus Bad Oberdorf die Schindeln herstellen lassen. Der auch im Haus wohnende Sohn ist Zimmerer und so war es dem Bauherrn sogar möglich, beim Schindeln selbst mit Hand anzulegen.

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news-2676 Tue, 22 Feb 2022 17:03:02 +0100 „Nur geringe Schäden in Bayerns Wäldern durch Orkantiefs“ https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/nur-geringe-schaeden-in-bayerns-waeldern-durch-orkantiefs-forstministerin-michaela-kaniber-mahnt-zur-achtsamkeit.html Forstministerin Michaela Kaniber mahnt zur Achtsamkeit <![CDATA[

22. Februar 2022 München - Die Orkantiefs der vergangenen Tage haben in Bayerns Wäldern insgesamt keine schwerwiegenden Schäden angerichtet. Das hat Forstministerin Michaela Kaniber nach einer ersten Schadensbilanz in München mitgeteilt. Bayernweit wurden überwiegend einzelne Bäume und kleinere Gruppen umgeworfen. Lediglich in den Wäldern der Hochlagen und der Mittelgebirge haben die Stürme deutlichere Spuren hinterlassen – schwerpunktmäßig im Nordosten Bayerns in den Landkreisen Hof, Wunsiedel, Tirschenreuth, Kronach und teilweise im Landkreis Rhön-Grabfeld. Insgesamt ist die bayernweit durch den Sturm angefallene Holzmenge gering, sodass keine Störungen auf dem bayerischen Holzmarkt zu erwarten sind.

Auch in den nächsten Tagen soll es windig bleiben. Kaniber warnt deshalb auch weiterhin dringend vor dem Betreten der Wälder: „Es herrscht noch immer Lebensgefahr im Wald, denn es können jederzeit Äste abbrechen oder ganze Bäume umfallen!“ Auch für die anstehenden Aufräumarbeiten nach dem Abklingen der Stürme ruft die Ministerin zu äußerster Vorsicht auf. „Die Aufarbeitung von Sturmholz ist sehr gefährlich und sollte immer professionell begleitet werden“, so Kaniber. Häufig sei der unterstützende Einsatz von Holzerntemaschinen die sicherste Arbeitsweise. Professionelle Beratung und Hilfe finden die Waldbesitzer bei den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie bei den forstlichen Zusammenschlüssen.

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news-2675 Fri, 18 Feb 2022 10:12:40 +0100 Sturm über Bayern https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/sturm-ueber-bayern.html Warnung: Wälder nicht betreten <![CDATA[

Regensburg, 18. Februar 2022 – „Die Bayerischen Staatsforsten warnen davor, die Wälder während und nach dem Sturm zu betreten“, so ein Sprecher der Bayerischen Staatsforsten.

Die Gefahr endet nicht, wenn der Wind nachlässt: Zahlreiche Bäume sind auch durch die Trockenheit der letzten Jahre vorgeschädigt. „Es kann durch die vergangenen Dürrejahre dazu kommen, dass Äste – häufiger als sonst – brechen bzw. Bäume umstürzen. Angebrochene Bäume können auch Tage nach dem Sturm umfallen oder Äste herabfallen“, so der Sprecher weiter. „Bisher sind keine größeren Sturmwürfe aufgetreten.

Unsere Spezialisten werden sich Anfang kommender Woche einen Überblick in den Staatswäldern verschaffen. Wir bitten die Bevölkerung, Vorsicht walten zulassen und zunächst von Waldspaziergängen abzusehen“, so der Sprecher abschließend. 

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news-2674 Thu, 17 Feb 2022 16:06:29 +0100 Mit Förstern im Staatswald zum Thema Eibe und Esche https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/mit-foerstern-im-staatswald-zum-thema-eibe-und-esche.html <![CDATA[

Berchtesgadener Land – Bad Reichenhall   Am 25. Februar 2022 bieten die Bayerischen Staatsforsten eine kleine geführte Wanderung im Kirchholz an. Zwischen Bad Reichenhall und Bayerisch Gmain sollen von 13:30 Uhr bis etwa 16:00 Uhr interessierte Bürgerinnen und Bürger insbesondere über die Förderung der dortigen Eiben und die Probleme mit dem Eschentriebsterben informiert werden.

Rund um Bad Reichenhall befindet sich eines der bedeutendsten Vorkommen der sehr seltenen Baumart Eibe in Bayern. Die Bayerischen Staatsforsten sind sich der damit verbundenen Verantwortung bewusst und haben im vergangenen Jahr begonnen, mehr als tausend Exemplare davon zu erfassen. Ab März sollen einzelne Eiben so gefördert werden, dass sie sich in Zukunft noch besser entwickeln können. Der zuständige Förster von Bad Reichenhall, Herr Roman Prielmeier, wird gemeinsam mit dem Leiter des Forstbetriebs Berchtesgaden, Dr. Daniel Müller, an zahlreichen Beispielen erläutern, wie die Förderung der Eiben im Einzelnen erfolgt.

Dem aufmerksamen Waldbesucher fallen im Kirchholz auch die vielen kranken Eschen auf. Daher wollen die Bayerischen Staatsforsten gerne Fragen zum Eschentriebsterben und den damit verbundenen Folgen beantworten. Startpunkt der Führung der Waldrand vom Kirchholz am Waldweg in Bad Reichenhall.

„Ich freue mich, dass immer mehr Bürgerinnen und Bürger Interesse am Staatswald zeigen“ berichtet Daniel Müller. Daher will der Berchtesgadener Forstbetriebsleiter mit diesem Waldbegang im Kirchholz eine neue Tradition begründen. Zwischen dem Waginger See und dem Königssee sollen jährlich drei Veranstaltungen unter dem Motto „Mit Förstern im Staatswald“ angeboten werden. Die nächste forstliche Wanderung soll mit dem Förster von Berchtesgaden West, Herrn Vinzenz Bader, im so genannten Zauberwald zwischen Ramsau und dem Hintersee stattfinden. Der genaue Termin wird rechtzeitig im Frühsommer angekündigt.

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news-2673 Wed, 16 Feb 2022 16:33:43 +0100 Forstbetrieb Ebrach: Waldführungen mit Försterinnen und Förster starten wieder https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstbetrieb-ebrach-waldfuehrungen-mit-foersterin-und-foerster-starten-wieder.html <![CDATA[

14. Februar 2022 Ebrach - Nicht nur Glück mit dem Wetter hatten 25 interessierte Waldbesucherinnen bei einer Führung durch drei Bestände des Forstbetriebs Ebrach.

Große Resonanz hatte bereits die erste Einladung zum Försterspaziergang des Forstbetriebs Ebrach der Bayerischen Staatsforsten. Das Thema Waldbewirtschaftung und Klimawandel wurde in den letzten Jahren aus gutem Grund immer präsenter in den Medien. Das merkte man auch an den spezifischen Fragen der Teilnehmerinnen, die ins tiefe forstliche Fachwissen gingen.

Drei unterschiedliche Waldbilder, die doch alle den gleichen Hintergrund haben. Wie können wir heute für den Wald der Zukunft sorgen?Der Forstbetrieb Ebrach kann hier aus Sicht anderer Regionen aus dem Vollen schöpfen. Üppige Naturverjüngung dank angepasster Wildbestände und seit Jahren ergänzende Pflanzungen mit klimatoleranten Baumarten.

Eine kurze Einführung durch die Betriebsleiterin Barbara Ernwein und eine Verdeutlichung der Entwicklung der klimatischen Rahmenbedingungen im Steigerwald, die Marika Lieret (Forstanwärterin) mit Daten der Waldklimastation Ebrach erläuterte. An allen Exkursionspunkten wurde deutlich, dass der Blick der Förster immer auch in die ferne Zukunft gerichtet ist. Die gezielte Entnahme einzelner Bäume um heute Licht und Platz für den Wald von morgen zu schaffen. Dabei sollen alle Waldfunktionen möglichst im Gleichgewicht bleiben. Ein täglicher Balanceakt der örtlichen Revierleiter Julian Schendel und Florian Engelhardt, die große Zustimmung der Besucher für Ihre Arbeit erhielten. „Können wir auch mithelfen bei einer Pflanzung?“ Diese Frage aus dem Besucherkreis spiegelt die Begeisterung für den Wald und unsere Arbeit wieder. Danke dafür!

Jetzt startet die Holzernte am letzten Exkursionspunkt. Die Forstwirte sind eingewiesen und setzen die Planungen des Försters in die Tat um, so dass Fichten, die im Steigerwald keine Zukunft mehr haben im Herbst durch Elsbeeren und Speierlinge ersetzt werden.

Weitere Führungen zu verschiedenen Themen in den kommenden Monaten sind bereits geplant. Die nächste am 25. März im Revier Winkelhof „Auf den Spuren des Bibers“. Infos dazu gerne telefonisch unter +49 (9553) 9897-0 oder per Mail an info-ebrach@baysf.de

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news-2672 Fri, 11 Feb 2022 13:07:13 +0100 Holzernte in der Unteren Wagensass https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/holzernte-in-der-unteren-wagensass.html Mit modernen Holzerntemaschinen ernten die Bayerischen Staatsforsten Holz und bauen den Wald in der Unteren Wagensass um <![CDATA[

Februar 2022 Schnaittenbach - Ab Mitte Februar plant der Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten im Revier Sulzbach Bäume in der Unteren Wagensass zu fällen. Betroffen sind dabei die Waldflächen südlich der Krötenseeschule und südlich des Waisenhauses.      Die Holzerntemaßnahmen dienen der Stabilisierung des Baumbestandes und der Verkehrssicherung. Vor allem im Bereich der Wanderwege soll Käferholz und dürres Holz entnommen werden, damit der Wald weiterhin sicher zur Erholung genutzt werden kann.                                                    
Abseits der Wege geht es vorrangig um den Erhalt der vorkommenden Mischbaumarten wie z. B. Stiel- und Roteiche, sowie Weißtanne und Buche. Diese sind anders als die vorherrschende Fichte wichtig für den Klimawald. Daher werden bei der Holzernte vor allem Fichten entnommen, um den Mischbaumarten Platz zu machen. So soll ein stabiler Mischwald aus möglichst vielen Baumarten entstehen.                                                 
Fichten haben in der Oberpfalz mit dem zunehmenden Klimawandel und den damit einhergehenden höheren Temperaturen sowie geringeren Niederschlägen schwer zu kämpfen und werden häufig Opfer des Borkenkäfers. Dies zeigt sich in der Unteren Wagensass deutlich an etlichen sogenannten Käferlöchern, also Kahlstellen im Wald auf den vormals Fichten wuchsen. Deswegen setzt man bei den Bayerischen Staatsforsten auf gemischte Wälder in denen die Fichte nicht mehr den Großteil der Baumarten ausmacht. Damit wird das Risiko von großflächigem Borkenkäferbefall vermindert und die Gefahren für den Waldbestand minimiert. „Auf diese Weise nutzen wir den naturnahen und klimaneutralen Wertstoff Holz für Möbel und den Hausbau und machen den Wald gleichzeitig fit für die Zukunft“, erklärt der Leiter des Forstreviers Sulzbach, Julian Sauter, die Holzerntemaßnahme.                                                                                                                                                                            
Ebenso bieten gemischte Wälder mit Kiefer, Tanne, Buche, Eiche und Lärche deutlich mehr Lebensraum für Waldtiere vor allem für Vögel und Insekten. Dazu tragen auch sogenanntes Totholz, also Teile von Bäumen die ganz bewusst im Wald belassen werden, und Hochstümpfe bei. Mit diesen Maßnahmen nimmt die Artenvielfalt in der Unteren Wagensass zukünftig zu.                                                                                                      
Um sicher zu arbeiten und den Waldboden zu schonen, kommt bei der Holzernte ein sogenannter Kettenharvester zum Einsatz. Durch die große Auflagefläche des Kettenlaufwerkes verursacht er weniger Schäden am Waldboden. Zudem ist ein Harvester deutlich schonender für die verbleibenden Bäume als beispielsweise die händische Holzernte.                                                                                                                                 
Die Bereiche in denen Bäume gefällt werden, werden vom Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten im Vorfeld großräumig mit Schildern und Sperrungen abgegrenzt und sind schon von weitem zu erkennen. Da teilweise im Bereich der Wege Holz gefällt wird, bittet der Forstbetrieb die Besucher die Absperrungen ernst zu nehmen und die Bereiche der Holzfällung nicht zu betreten. Es besteht Unfall- und Lebensgefahr. Förster Sauter ist die Sicherheit sehr wichtig und appelliert an die Vernunft der Waldbesucherinnen und Waldbesucher: „Bitte beachten Sie die Absperrungen und betreten Sie während der laufenden Holzernte nicht die gesperrten Bestände!“
 

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news-2671 Fri, 11 Feb 2022 12:38:46 +0100 Rekordergebnis beim Wertholzverkauf: Die „Braut“ kommt aus den Wäldern des Forstbetriebes Landsberg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/rekordergebnis-beim-wertholzverkauf-die-braut-kommt-aus-den-waeldern-des-forstbetriebes-landsberg.html 7. Februar 2022 – Bei der Oberland-Wertholzsubmission hat ein Stammstück aus dem Forstbetrieb Landsberg – Revier Wessobrunn mit über 20.000 Euro den Spitzenerlös eingebracht. <![CDATA[

Die Waldbesitzervereinigung Holzkirchen organisiert alljährlich für die Waldbesitzer im Pfaffenwinkel eine Submission von wertvollen Holzstämmen. Zahlreiche Waldbesitzer, Waldbesitzervereinigungen, kommunale und staatliche Forstbetriebe haben 650 Festmeter an den Lagerplatz in St. Heinrich am Starnberger See geliefert. Auf der Suche nach hochwertigen Hölzern haben sich über 70 holzverarbeitende Betriebe mit Ihren Geboten beteiligt. Zum Verkauf kommen dabei Stammstücke, die durch ihre Stärke und geringen Fehlern, zur Weiterverarbeitung als Möbel, Furnier oder im Innen- und Außenbereich geeignet sind. Der wertvollste Stamm wird als die „Braut“ der Versteigerung bezeichnet.

Den größten Anteil der angebotenen Menge stellt dabei die Eiche mit 190 Festmeter, gefolgt vom Bergahorn mit 120 Festmeter. Die Veranstalter sind mit dem Durchschnittspreis für die hochwertigen Hölzer von 427 Euro pro Festmeter sehr zufrieden. Die guten Preise und die rege Nachfrage belegen die hohe Wertschätzung für Holz im Innenausbau und als Möbel beim Endkunden. Auch für die Waldbesitzer und Förster sind sie das Ergebnis jahrzehntelanger Pflege ihrer Wälder.

Für den Forstbetrieb Landsberg der Bayerischen Staatsforsten war das Ergebnis besonders erfreulich: Die „Braut“ kommt aus dem Revier Wessobrunn. Der fehlerfreie Bergahornstamm mit einer durchgehenden Riegelmaserung wurde für über 20.000 Euro verkauft. Mit ca. vier Meter Länge und über 60 cm Durchmesser ein relativ kurzes, aber starkes Stammstück. Auch die „Zweitlänge“, das Stammstück oberhalb des Erdstammes, erbrachte noch einen Erlös von über 1.750 Euro.  Der enorme Wert ergibt sich durch die Maserung, die den ganzen Stamm durchzieht. Bei einem „Riegel“ wachsen die Holzfasern wellenförmig und erzeugen bei der Verarbeitung ein sehr begehrtes und schönes Muster. Häufig ist diese Holzeigenschaften z.B. bei Geigenböden – sprich der Geigenrückseite aus Ahornholz – zu sehen. Der Stamm wurde von einem Furnierwerk aus Unterfranken gekauft, der daraus millimeterdünne Furniere schneidet und eine große Menge des beliebten Holzmuster erzeugen kann. Auf verschiedene Holzplatten geleimt findet das Furnier als Möbelstück oder hochwertige Paneele seinen Weg in die Wohnungen.

Die wertvolle Maserung ist zum Bedauern der Waldbesitzer nur bei ca. 2-4 Prozent der Ahornstämme zu finden, zudem selten in einer so intensiven Ausprägung. Der Stamm ist mit einem Preis von fast 17.000 Euro pro Festmeter einer der wertvollsten, die in Bayern je verkauft wurden.

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news-2670 Fri, 11 Feb 2022 10:46:06 +0100 Verkehrssicherung und Waldpflegemaßnahmen entlang des Obergerner Wegs https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/verkehrssicherung-und-waldpflegemassnahmen-entlang-des-obergerner-wegs.html <![CDATA[

Berchtesgaden / Maria Gern - Ab 14. Februar 2022 Zweiwöchige Teilsperrung des Obergerner Wegs zwischen Vorder- und Obergern werktäglich von 8:00 Uhr bis 17:00 Uhr.

„Sicherheit geht vor!“ nach diesem Motto wollen die Bayerischen Staatsforsten Verkehrsteilnehmer auf dem Weg von und nach Obergern vor Schäden bewahren und Licht für einen stabilen Wald in der Zukunft schaffen. Im Vordergrund der Waldpflegearbeiten steht die Herstellung der Verkehrssicherheit der Bestände entlang der Gemeindestraße. Fast alle Eschen in diesem Bereich sind vom Eschentriebsterben befallen und stellen eine ernstzunehmende Gefahr dar. Vor allem die durch Pilze verursachten Wurzelschäden sind problematisch, da geschwächte Eschen spontan und unvorhergesehen umfallen können. Auch von herabfallenden Ästen geht eine Gefahr aus. Deswegen findet hier eine umfassende Verkehrssicherung statt. Um die Straße bei größeren Schneefällen von umgebogenen Bäumen zu befreien, müssen zusätzliche Bäume entlang der Böschung gefällt werden.

Die Arbeiten werden am 14.01.2021 beginnen und dauern etwa zwei Wochen an. Zwischen 8:00 Uhr und 17:00 Uhr ist täglich mit Verkehrsbehinderung und Wartezeiten zu rechnen. Leider gibt es für diese Strecke keine Umleitung. Die Bayerischen Staatsforsten bittet alle Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Sperrungen. Nach der Maßnahme soll in diesem Bereich wieder für die kommende Jahre Ruhe einkehren.

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news-2669 Thu, 10 Feb 2022 14:14:40 +0100 Gemeinsam für das Auerhuhn https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/gemeinsam-fuer-das-auerhuhn.html Neues Besucherlenkungskonzept am Arber wird umgesetzt <![CDATA[

09. Feburar 2022 Regen/Zwiesel/Bodenmais/Landau a.d.Isar – Rau, schneereich und unwirtlich ist das Klima am Arber. Doch eine Tierart liebt diese Bedingungen – das Auerhuhn. Damit das Auerhuhn diese rauen Bedingungen überlebt, hat es sich im Laufe der Evolution perfekt an seinen teils unwirtlichen Lebensraum angepasst. Doch nun dringt der Mensch bei seiner Freizeitgestaltung immer weiter in den Lebensraum des Auerhuhns vor und drängt es so immer weiter zurück. Um den Lebensraum des Auerhuhns am Arber zu sichern, haben der Naturpark Bayerischer Wald und die Fachstelle Waldnaturschutz Niederbayern gemeinsam mit den örtlichen Behörden und Forstbetrieben ein neues Konzept zur Besucherlenkung entwickelt: Neue, große Hinweisbanner in unmittelbarer Nähe der Parkplätze über den Wanderwegen machen die Besucher optisch darauf aufmerksam, dass sie jetzt ein sensibles Gebiet betreten.

Anfang Februar wurden die ersten Banner im Gebiet angebracht. Verstärkt wird diese Wirkung durch aus Holz geschnitzte Auerhähne, die bereits am Parkplatz die Besucher auf das Auerhuhn und seinen Lebensraum aufmerksam machen; geschnitzt wurden diese vom Forstwirtschaftsmeister Heinz Schütz. Auf den nebenstehenden Infotafeln finden die Wintersportler weiterführende Erläuterungen zum Auerwildschutzgebiet und Hinweise für naturverträgliche Routen und Verhalten.

Beobachtungen der jüngeren Vergangenheit zeigen eine besorgniserregende Zunahme verschiedenster Aktivitäten und Veranstaltungen vor allem im Bereich des Abenteuer-Tourismus. Schneeschuh- und Tourenski-Wanderungen abseits von markierten und offiziell aus-gewiesenen Wanderwegen, auch nachts mit Fackeln und anderen Leuchtmitteln sind nur einige Beispiele für einen zunehmenden Abenteuer-Tourismus im Gebiet. Aufgrund der eingeschränkten Möglichkeiten der Freizeitgestaltung im Zusammenhang mit den Corona-Maßnahmen hat sich die Situation im Arbergebiet weiter verschärft. Das Thema Besucher-ansturm und Abenteuer-Tourismus ist somit aktueller denn je.

„Das Auerhuhn kann sich zwar an eine gewisse regelmäßige und einschätzbare Frequentierung durch den Menschen anpassen, so dass eine funktionierende Besucherlenkung elementar wichtig ist“ erklärt Johannes Matt, Gebietsbetreuer für die Arberregion vom Naturpark Bayerischer Wald. „Das Problem stellen jedoch Personen dar, die die markierten Wege verlassen und mitten im Kernlebensraum des scheuen Waldvogels gehen“ ergänzt Tobias Schropp von der Fachstelle Waldnaturschutz Niederbayern. Dadurch wird das sehr störungsempfindliche Auerhuhn großflächig beunruhigt. Auerhühner merken sich diese Stör- und Gefahrenstellen und meiden diese dauerhaft. Ihr Lebensraum schrumpft also weiter. Störungen haben aber auch direkten und gefährlichen Einfluss auf das Leben der Auerhühner im Winter: Werden Auerhühner plötzlich aufgeschreckt, benötigen sie für die Flucht viel Energie, die ihnen am Ende des Winters bei der Balz und Fortpflanzung fehlt. Oder schlimmer noch, die geschwächten Auerhühner überleben den harten Winter gar nicht, weil sie durch den massiven Energieverlust verhungern.

Im Rahmen des 2021 ins Leben gerufenen Besucherlenkungsprojektes Auerhuhn lebt Zukunft am Arber versuchen der Naturpark Bayerischer Wald gemeinsam mit den örtlichen Behörden, Forstbetrieben und vielen weiteren beteiligten Akteuren durch eine neue Beschilderung und Hinweisbanner an den Hauptzugangsorten in das Auerwildschutzgebiet Arber auf die Problematik des Quereinlaufens hinzuweisen. „Ziel des Projekts ist die Lebensraumsicherung des Auerhuhns am Arber“, sagt Jürgen Völkl vom Forstbetrieb Bodenmais der Bayerischen Staatsforsten. Forstrat Christoph Salzmann vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Regen ergänzt: „Nur wenn alle Beteiligten vor Ort an einem Strang ziehen, hat das Auerhuhn im Bayerischem Wald auch in Zukunft einen Raum zum Leben.“

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news-2668 Thu, 10 Feb 2022 13:48:33 +0100 Forstbetrieb Bad Brückenau legt Feuchtbiotope an https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstbetrieb-bad-brueckenau-legt-feuchtbiotope-an.html <![CDATA[

09. Fbruar 2022 Bad Brückenau / Unterebersbach – Im Forstrevier Unterebersbach des Forstbetriebes Bad Brückenau der Bayerischen Staatsforsten wurden zwei neue Feuchtbiotope als gezielte Waldnaturschutzmaßnahme für die Verbesserung der natürlichen Lebensräume von Insekten, Amphibien, Reptilien, Vögeln und Co. angelegt. Die Maßnahme ist Teil des Naturschutz-Programms „Der Wald blüht auf“ der Bayerischen Staatsforsten AöR und wird vom Freistaat Bayern gefördert.

Bei der Anlage der Feuchtbiotope durch einen Kettenbagger wird versucht möglichst viele Strukturen und somit unterschiedliche Lebensräume zu schaffen. So sind eine buchtige Uferführung, ein Wechsel von Flach- und Tiefwasserzonen, Lesestein- und Totholzhaufen, sandige und humushaltige Uferbereiche, sonnige und schattige Zonen, sowie Tümpel mit und ohne Insel erprobte Standards um möglichst vielen Arten ein neues Habitat zu bieten. Auf eine künstliche Begrünung wird bewusst verzichtet, um auch hier der Natur und der natürlichen Sukzession freien Lauf zu lassen. Für Waldbesucher kann so ein frisch gebaggerter Tümpel daher zuerst etwas befremdlich wirken, aber bereits nach wenigen Jahren ist das Feuchtbiotop kaum wieder zu erkennen und voller Leben.

In den letzten beiden Jahren konnten über das Naturschutzprogramm bereits vier Feuchtbiotope im Revier Unterebersbach angelegt werden und weitere werden in den kommenden Jahren folgen, ist sich Revierleiter André Schönfeldt sicher. „Mein persönliches Highlight ist es die im Revier heimischen Schwarzstörche an den neuen Tümpeln zu sehen, da mir dies die Bestätigung gibt mit den Naturschutzmaßnahmen im Revier auf einem guten Weg zu sein“.

 

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news-2667 Fri, 04 Feb 2022 12:56:55 +0100 Freiraum für den Zukunftswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/freiraum-fuer-den-zukunftswald.html Forstbetrieb Fichtelberg bereitet Waldstück bei Frankenreuth für den Klimawandel vor. <![CDATA[

03.Feburar 2022 Fichtelberg – Für einen stabilen, klimatoleranten Mischwald entstand bei Frankenreuth zwischen Brand und Kulmain eine Waldlichtung. Dort hinein lassen die Bayerischen Staatsforsten im Herbst Eichen und Linden pflanzen. Die beiden Baumarten werden mit dem künftigen Klima besser zurechtkommen, als die bisher vorherrschenden Fichten.

Im Wald an der Kreisstraße von Frankenreuth nach Hermannsreuth schimmert am sogenannten Ahornberg eine neu entstandene Lichtung durch die Bäume. Auf einer Fläche, die knapp drei Fußballfeldern entspricht, ließen die Bayerischen Staatsforsten nahezu alle Fichten fällen. Nur ein lockerer Schirm aus Kiefern und Lärchen blieb stehen. Wurde hier großflächig Raubbau am Wald betrieben, um schnell Geld zu machen?

„Genau das Gegenteil ist der Fall!“ versichert Miriam Lang, Mitarbeiterin beim Forstbetrieb Fichtelberg und zuständig für das Revier Ahornberg. „Wir investieren hier in die Zukunft unserer Wälder.“ Auf der Fläche werden voraussichtlich im nächsten Herbst kleine Eichen- und Lindenbäumchen gepflanzt. Von diesen Baumarten erwartet die Försterin, dass sie an dieser Stelle auch in hundert Jahren noch geeignete Wuchsbedingungen vorfinden. „Wir befürchten, dass das Klima im nächsten Jahrhundert deutlich wärmer und wahrscheinlich auch trockener wird. Damit kommen die bei uns weit verbreiteten Fichten nicht gut zurecht. Deshalb pflanzen wir heute schon den Wald von Morgen mit den dann geeigneten Baumarten.“

Den Platz und das Vorgehen wählte die junge Försterin mit Bedacht aus: „Der Boden ist mäßig trocken, leicht lehmig und nicht zu nährstoffreich. Hier wachsen die Eichen voraussichtlich gut und kräftig. Der lichte Schirm aus einzelnen Kiefern und Lärchen lässt genug Licht für den Baumnachwuchs durch. Zugleich schützt er aber die jungen Pflanzen vor einem Zuviel an Sonne. Und die Alt-Kiefern und -Lärchen werden auch noch Samen abwerfen. Dadurch wird die Eichenkultur mit weiteren Baumarten angereichert.“

Verteilt über die Fläche stehen einzelne, in 4-5 m Höhe gekappte Baumstümpfe. Darauf – so der Plan – können sich Greifvögel auf der Jagd nach Mäusen niederlassen, Totholz-bewohnende Insekten bohren sich ein, Spechte legen ihre Nisthöhlen an.

Die Maßnahme ist Teil des Klimawaldkonzepts, das die Bayerischen Staatsforsten im Staatswald umsetzen. Mit aktivem Waldumbau hin zu stabilen, an den jeweiligen Standort angepassten Baumarten sichern die Förster den Wald und begegnen dem Klimawandel. Neben dem lokal Bewährten werden auch innovative Baumarten erprobt, wie z.B. Edelkastanien, Schwarznuss-Bäumen oder so wie hier Eichen am Rand ihres bisherigen Verbreitungsgebiets.

„Wir machen den Wald fit für die Zukunft“ verspricht Miriam Lang. „Damit auch nachfolgende Generationen ihre Freude an unseren Wäldern haben."

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news-2666 Fri, 04 Feb 2022 09:20:44 +0100 Totes Holz schaffte neues Leben im Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/totes-holz-schaffte-neues-leben-im-wald.html <![CDATA[

02. Februar 2022 Weißenhorn - Ein Förster sorgt sich um seine Bäume, die gut wachsen und gedeihen sollen. Das sieht eigentlich auch Revierförster Johannes Reisacher so, der den südlichen Roggenburger Forst der Bayerischen Staatsforsten in Weißenhorn betreut. Und doch hat er in den letzten Wochen über 30 Bäume im Staatswald von einer Holzerntemaschine in mehreren Metern Höhe kappen lassen. Ohne Krone entsteht ein Totholz-Stamm – warum macht ein Förster so etwas? „In unseren Wäldern gibt es natürlicherweise nur wenig stehendes Totholz, das aber ein sehr wichtiger Lebensraum ist: Rund ein Viertel aller Pilz- und Käferarten braucht Totholz als Lebensraum, auch seltene Spechte und Fledermäuse sind darauf angewiesen“, erläutert Reisacher. „Daher schaffen wir mit der Hochköpfung von Bäumen ganz gezielt diese wertvollen Lebensräume.“

Dass die Biotopgestaltung schnelle Erfolge zeigt, hat Johannes Reisacher schon oft beobachtet. „Die Spechte merken sofort, wenn ein Baum abstirbt und sie dort mit dem Wohnungsbau beginnen können. Spechtabschläge und -höhlen sind in den Hochstümpfen schon nach ein oder zwei Jahren zu sehen. Auch Rindenquartiere für Fledermäuse finden sich schnell an den Stämmen, dazu noch andere Biotopmerkmale wie Pilzkonsolen.“ Dem Forstmann zufolge werden nur stärkere Bäume zu Hochstümpfen entwickelt, die mindestens 35 cm Brusthöhendurchmesser haben. Schließlich sollen die Quartiere von Specht & Co auch Jahrzehnte lang genutzt werden können. Die gekappten Hölzer müssen mindestens 3 Meter hoch sein, besser sind bis zu sechs Meter. Der Freistaat Bayern fördert die Anlage und damit den Artenschutz im Staatswald.

Die Biotophölzer werden übrigens nicht einfach zufällig angelegt: Förster Reisacher strebt eine trittsteinartige Verteilung der Hochstümpfe über das ganze fast 2000 Fußballfelder große Revier an: Ziel ist eine gute Vernetzung der Habitate, damit auch Arten wie seltene Käfer, die nicht kilometerweit laufen oder fliegen können, profitieren. Förster Reisacher ist zufrieden: „Diese Naturschutzmaßnahme können wir sehr gut mit unserer nachhaltigen Waldbewirtschaftung kombinieren, Artenschutz und Forstwirtschaft gehen hier Hand in Hand. In den nächsten Jahren werden sicher noch einige Dutzend weitere Biotophölzer dazukommen.“      

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news-2665 Tue, 01 Feb 2022 17:26:23 +0100 Die Natur ruht sich aus https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/die-natur-ruht-sich-aus.html <![CDATA[

01.02.2022, Sonthofen – „Wenn Schnee im Allgäu fällt, legt sich eine ganz eigene Ruhe und Schönheit über die Landschaft. Gerade bei frischem Schneefall ist dies besonders intensiv zu spüren. Keine Bewegung ist zu sehen, nichts zu hören, alles versinkt unter einer dicken, weißen und sehr beruhigenden Schneewatte“, freut sich Berufsjäger Arno Bletzinger von den Bayerischen Staatsforsten. Die Fortbewegung im tiefen Schnee wird beschwerlich, für die Tiere wie für den Menschen. Es kommt zu einer starken Entschleunigung des Lebens.

Die sonst so umtriebigen Vögel sitzen in aller Ruhe zu putzigen kleinen, aber dicken Bällchen aufgeplustert in den eingeschneiten Ästen. Von der anderen Tierwelt ist wenig zu sehen. Mit Glück vielleicht ein Hase oder Reh in ihrem ebenso dick aufgeplusterten Winterfell. Auch sie bewegen sich so wenig wie möglich. Deshalb sind meist nur vereinzelte, geheimnisvolle Spuren im Schnee zu finden.

Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting ergänzt seinen Berufsjäger: „Diese winterliche Ruhe bietet dem stressgeplagten, modernen Menschen eine starke Entschleunigung und intensive Erholung und an Sonnentagen auch viel Licht in der dunklen Jahreszeit. Viele Menschen zieht es im Winter hinaus ins Freie, in die Landschaft. Gerne kommen jetzt Skier oder Schneeschuhe zum Einsatz und es reizt, auf den verschneiten, unberührten Flächen seine Spur zu ziehen. Aber Vorsicht: Sie sind nicht allein!“ Die Versuchung, ausgezeichnete Wege und Pfade zu verlassen, ist im Winter besonders groß.

Leider ist die Störung der Natur beim Verlassen der Wege im Winter aber auch besonders gravierend. Denn die Natur überwintert in einem komplexen Gleichgewicht, das zu dieser Jahreszeit besonders sensibel und störungsanfällig ist. Berufsjäger Arno Bletzinger weiß: „Die meisten Tier- und Pflanzenarten haben im Winter in einen allumfassenden, tiefgreifenden Ruhemodus geschaltet. Dieser Ruhemodus, der die Natur für uns Menschen attraktiv machen kann, ist für die Natur jedoch ein blanker Überlebensmodus. Nicht nur das pflanzliche Leben ist auf ein Minimum reduziert. Auch die wenigen noch sichtbaren und vielen unsichtbaren Tiere sind für ihr Überleben darauf angewiesen, Ruhe zu halten und möglichst wenig Energie zu verbrauchen, um mit dem stark eingeschränkten Nahrungsangebot überwintern zu können. Deshalb ist es gerade im Winter besonders wichtig, dass der Mensch seine ausgetretenen Wege und Pfade nicht verlässt. Denn die Tiere kennen die üblichen Wege der Menschen und können sich so an sie gewöhnen.“ Worauf sie sich nicht einstellen können, sind ungewohnte Bewegungsmuster: Plötzliches, unerwartetes Auftauchen des Menschen in den winterlichen Rückzugsgebieten, abseits der üblichen Wege.

Nochmal Forstbetriebsleiter Jann Oetting: „Deshalb haben wir Menschen auch in unserer Freizeit und mit der durch Schneeschuhe oder Tourenski gewonnenen Bewegungsfreiheit eine große Verantwortung. Nicht nur unsere Mitmenschen, sondern auch die Tiere und Pflanzen freuen sich über tief verschneite, unverspurte und unberührte Naturlandschaften.“

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news-2664 Tue, 01 Feb 2022 17:21:12 +0100 Eschentriebsterben erfordert zusätzliche Verkehrssicherungsmaßnahmen im Bannwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/eschentriebsterben-erfordert-zusaetzliche-verkehrssicherungsmassnahmen-im-bannwald.html <![CDATA[

(01.02.2022) – Ottobeuren  Die Bayerischen Staatsforsten führen aktuell eine kombinierte Holzernte- und Verkehrssicherungsmaßnahme im Bannwald durch. Ziel ist zum einen Licht zu schaffen für die nächste Waldgeneration. Zum anderen werden gezielt geschädigte Eschen gefällt, die vom sogenannten Eschentriebsterben (ein importierter Pilz aus Asien) betroffen sind und aufgrund der vom Erreger verursachten Schäden an Wurzeln, Stamm und Ästen ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die Waldbesucher darstellen.

Diese Bäume wurden vorab vom Revierleiter ausgezeichnet. Die bislang gefällten Bäume zeigen, dass die Schädigung der Eschen weiter vorangeschritten ist als erwartet. Vielfach sind neben den namensgebenden Triebschäden auch Stammfuß und Wurzeln von dem Pilz stark geschädigt. Nicht nur sind völlig unvermittelte Astabbrüche zu erwarten, auch ganze Bäume drohen unvermittelt umzustürzen, weil die Wurzeln keinen Halt mehr bieten. Gerade oberhalb des Hotels St. Ulrich und entlang und über den Wanderwegen müssen daher zusätzliche Eschen aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Forstbetriebsleiter Dr. Hermann S. Walter: „Ich verstehe, dass die Fällung nicht bei allen Waldbesuchern auf ungeteilte Begeisterung stoßen wird. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Die Fällung dient der Sicherheit von Waldbesuchern und Anwohnern.“ Vielfach harrt unter den Eschen bereits die nächste Waldgeneration in Form von Fichten, Buchen und Bergahorn aus und wartet auf mehr Licht. Wo nötig werden die Waldarbeiter offene Stellen im Herbst mit weiteren Mischbaumarten wie der Flatterulme auspflanzen, die versprechen, auch mit einem wärmeren Klima zurecht zu kommen.

Aus Sicherheitsgründen müssen für die Fällungen einzelne Waldwege und die angrenzenden Waldflächen jeweils kurzzeitig gesperrt werden. Der Forstbetrieb bittet die Waldbesucher, die Sperrungen im Interesse der eigenen Sicherheit strikt zu beachten und bittet um Verständnis für die Holzernte und Sicherungsarbeiten. Die Wege werden nach Abschluss der Arbeiten wieder instandgesetzt.

Der Forstbetrieb Ottobeuren

Der Forstbetrieb Ottobeuren ist einer von 41 Forstbetrieben der Bayerischen Staatsforsten und bewirtschaftet mit rund 50 Beschäftigten den Staatswald von der Schotterriedel-landschaft über das Vorallgäu in die bewegte Allgäuer Jungmoränenlandschaft hinein. Nährstoffreiche Böden und reichlich Niederschläge erlauben den Bäumen herausragende Wuchsleistungen. Fichtendominierte Wälder werden sukzessive in standortgerechte Mischwälder mit Tanne, Buche und Edellaubbäumen umgebaut. Der Forstbetrieb setzt dabei auf eine naturnahe Forstwirtschaft mit einzelstammweiser Nutzung ohne Kahlschlag, erhöht den Totholzvorrat als elementares Strukturmerkmal für mehr Artenvielfalt im Wald, schützt dauerhaft Biotopbäume, setzt konsequent auf die natürliche Verjüngung unserer Wälder und schafft Raum für Erholungssuchende.

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news-2663 Mon, 31 Jan 2022 11:23:08 +0100 Jetzt BaySF-Trainee 2022 werden! https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/traineeprogramm-bei-den-bayerischen-staatsforsten-jetzt-bewerben.html Traineeprogramm bei den Bayerischen Staatsforsten – jetzt bewerben! <![CDATA[

Seit 2020 bieten die Bayerischen Staatsforsten für Masterabsolventinnen und -absolventen forstlicher Studiengänge ein zweijähriges Traineeprogramm an. Dabei werden unsere Trainees umfassend auf die Tätigkeit in der 4. Qualifikationsebene Forst in unserem Unternehmen vorbereitet. Während dieser Zeit durchlaufen die Trainees gemeinsam mit den Forstreferendarinnen und -referendaren der Bayerischen Forstverwaltung Fachlehrgänge und Praxisabschnitte an Organisationseinheiten der Bayerischen Staatsforsten und der Bayerischen Forstverwaltung. Den Abschluss des Traineeprogramms bildet eine Prüfung.

Unsere ersten Trainees stehen nun kurz vor der abschließenden Prüfung. Wir wollten von ihnen wissen, welche Erfahrungen sie in ihrer Zeit als Trainee bei den BaySF gemacht haben.

Hier ein paar Statements dazu:

„Durch das Traineeprogramm der Bayerischen Staatsforsten konnte ich mein Wissen über die bayerischen Wälder weiter vertiefen und gleichzeitig die Abläufe im Unternehmen kennenlernen. Von Anfang an wurde man als Teil des Unternehmens gesehen und gefördert.“
Frauke Holland, Trainee

„Als Trainee der BaySF ist man Teil des Teams – von Anfang an. Ich wurde direkt in alle Prozesse eingebunden – als Teil des Teams lernte ich das Unternehmen und seine Aufgaben umfassend kennen. Der Blick über den Tellerrand, zum Beispiel beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, ist ein riesiger Vorteil des Traineeprogramms der BaySF.“
Dr. Roman Koster, Trainee

„Das Trainee Programm der Bayerischen Staatsforsten war für mich nach dem Master genau das Richtige, um mich auf meine berufliche Zukunft vorzubereiten.“
Antonius Haane, Trainee

„Nach 2 Jahren stehen wir kurz vor der großen forstlichen Staatsprüfung. Das Traineeprogramm der Bayerischen Staatsforsten kann ich den Absolvent*innen forstlicher Studiengänge wärmstens empfehlen.“
Thiemo Steuer, Trainee

Neugierig geworden auf unserer Traineeprogramm? Dann Informier Dich jetzt hier auf unserer Homepage! Gerne stehen wir auch persönlich für Fragen zur Verfügung.

Oder weißt Du schon genau, dass Du als Trainee Teil der Bayerischen Staatsforsten sein möchtest? Dann einfach online bewerben! Unsere aktuelle Ausschreibung findest Du unter „Offene Stellen“. Bewerbungsschluss ist der 12.02.2022.

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news-2662 Thu, 27 Jan 2022 14:09:23 +0100 Werthölzer werden ihrem Namen gerecht! https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/werthoelzer-werden-ihrem-namen-gerecht.html Neue Rekordmarke bei der Nadelholz-Submission in Litzendorf <![CDATA[

20. Januar 2022 Regensburg - Aufgrund der Corona-Pandemie wurde heuer der traditionelle Nadelwertholz-Versteigerungstermin Litzendorf am 18. Januar 2022 zum Gesundheitsschutz aller Beteiligten zum zweiten Mal in Folge als Submission durchgeführt. Rekordverdächtig: Insgesamt 27 Bieter aus dem In- und Ausland rangen um die besten Werthölzer Nordbayerns. Nicht nur die Teilnehmerzahl, sondern auch die Ergebnisse übertrumpften erneut die vorangegangenen Jahre.

Insgesamt neun staatliche Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten (BaySF) hatten im Vorfeld ihre Werthölzer auf den zwei zentralen Lagerplätzen in Strullendorf und Weibersbrunn präsentiert. Das Angebot der BaySF war mit rd. 1.300 Festmetern deutlich höher als im letzten Jahr.

Der Durchschnittspreis über alle Baumarten übersteigt mit 287 €/fm den Vorjahreswert um mehr als 20 €/fm. Alle angebotenen Lose erhielten einen Zuschlag. Damit konnte wiederholt eines der besten Ergebnisse in der Veranstaltungshistorie erreicht werden.

Über das Höchstgebot von 600 €/fm erfreute sich dieses Jahr nicht nur ein Stamm. Stattdessen gibt es heuer ein sogenanntes „Brautpaar“. Ein Oberfränkischer Bieter überbot seine Konkurrenten bei einer Lärche aus dem Forstbetrieb Forchheim und einer Lärche aus dem Forstbetrieb Bad Brückenau.

Die Lärche war insgesamt mit einem Durchschnittserlös von 414 €/fm der Verkaufsschlager der Submission und übertraf den Vorjahreswert (396 €/fm) deutlich. Ebenso durfte sich die angebotene Kiefer einer steigenden Nachfrage erfreuen. Mit durchschnittlich 190 €/fm liegt auch hier das Ergebnis über den Vorjahreswerten von 182 €/fm. Besonders erwähnenswert ist der Preissprung bei der Baumart Douglasie. Mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 339 €/fm wurden die Vorjahresergebnisse um mehr als 60 €/fm überboten. Beim Fichtenwertholz stieg die angebotene Menge heuer auf über 100 fm an und erzielte durchschnittlich einen Preis von 261 €/fm. Abschließend wurden auf der diesjährigen Submission auch eine Tanne und eine Strobe angeboten. Beide Stämme fanden zu guten Preisen einen Abnehmer.

Aus dem teilnehmenden Bieterkreis haben letztlich 21 Firmen einen Zuschlag für ihre Gebote erhalten (2021: 16). Sechs teilnehmende Firmen blieben ohne Zuschlag.Grundsätzlich soll an der Angebotsform der Versteigerung festgehalten werden, in der guten Hoffnung diese im nächsten Jahr wieder in altbewährter Weise durchführen zu können. Die Verkäuferseite ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden und bedankt sich bei allen Kunden für das große Interesse.

Das Gesamtergebnis der Nadelwertholzversteigerung kann der nachfolgenden Zusammenstellung entnommen werden:

 

Ergebnisse der Nadelwertholz-Submission Litzendorf 18.01.2022

(in Klammern die Werte des Vorjahres)

Baumart

Mengenangebot

Zuschlag

kein Zuschlag

Erlös in Euro/fm

fm

Lose

fm

Lose

fm

Lose

min

max

Ø

Fichte

119,21

10

119,21

10

--

--

100

368

261

(1,10)

(1)

(1,10)

(1)

--

--

(200)

(200)

(200)

Kiefer

600,02

49

600,02

49

--

--

100

231

190

(617,48)

(51)

(617,48)

(51)

--

--

(144)

(240)

(182)

Lärche

394,25

50

394,25

50

--

--

106

600

414

(385,73)

(60)

(385,73)

(60)

--

--

(255)

(800)

(396)

Douglasie

203,65

23

203,65

23

--

--

100

528

339

(45,21)

(5)

(45,21)

(5)

--

--

(176)

(320)

(273)

Strobe

2,21

1

2,21

1

--

--

111

302

302

(1,57)

(1)

(1,57)

(1)

--

--

(141)

(141)

(141)

Tanne

3,15

1

3,15

1

--

--

120

135

135

(0)

(0)

(0)

(0)

--

--

(0)

(0)

(0)

Gesamt

1.322,49

134

1.322,49

134

--

--

100

600

287

(1.051,09)

(118)

(1.051,09)

(118)

--

--

(141)

(800)

(264)

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news-2661 Mon, 24 Jan 2022 14:20:18 +0100 BN und Forstbetrieb pflegen Flachmoor https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/bn-und-forstbetrieb-pflegen-flachmoor.html <![CDATA[

21. Januar 2022, Tennenloher Forst - Der BUND Naturschutz, Kreisgruppe Erlangen und der Forstbetrieb Nürnberg pflegen mit ehrenamtlichen Kräften ein Flachmoor südlich des Geyersberges im Naturschutzgebiet Tennenloher Forst (Landkreis Erlangen-Höchstadt). Am Freitag, 21.1.2022 fand eine größere Pflegemaßnahme statt, etliche Helfer:innen hatten sich dazu eingefunden.                                                                                                                                                                                                                                                                
„Wir haben das kleine Moor seit Mitte der 1990er Jahre im Blick. In den letzten Jahren ist es leider immer stärker zugewachsen. Die klimawandel-bedingte Trockenheit hat zur Senkung des Grundwasserspiegels geführt und nun holen sich Weiden, Birken und Kiefern die Fläche zurück. Damit wir den seltenen Verkannten Wasserschlauch, eine fleischfressende und sehr schön blühende Pflanze und viele andere gefährdete Arten erhalten können, müssen wir für mehr Sonneneinstrahlung sorgen und Gehölze entnehmen“, so Rainer Hartmann, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Erlangen.                                                                                                                                                                                                                                   
Johannes Wurm betont: „Wir freuen uns über die Unterstützung durch den BUND Naturschutz Erlangen. Naturschutz ist uns im Staatsforst ein großes Anliegen. Die flache Mulde wurde Anfang der 1990er Jahre durch das damalige Forstamt Erlangen zusammen mit der US-Armee angelegt. Das Biotop wurde wiederholt durch uns gepflegt - zuletzt 2017. Nun stand wieder eine Pflege an, die mit viel Sachverstand, Fingerspitzengefühl und Engagement durch die Kreisgruppe des BN umgesetzt wurde. Ich möchte mich daher sehr herzlich, für die hervorragende Kooperation und den tatkräftigen Einsatz bedanken!“                                                                                                                                                                                          
„Solche Feuchtlebensräume auf Dünensand sind im Gebiet der Sandachse Franken sehr selten geworden, überall wurde der Sand abgebaut oder Mulden verfüllt. Solche Heiden und Moore, beherbergen spezielle Arten wie die Große Moosjungfer, eine gefährdete Libellenart, den Wasserschlauch und verschiedene Torfmoose“, so Tom Konopka, Betreuer des Projektes.
 

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news-2660 Mon, 24 Jan 2022 09:06:25 +0100 Borkenkäfer-Bilanz 2021: Niedrigste Schadmengen seit sechs Jahren https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/borkenkaefer-bilanz-2021-niedrigste-schadmengen-seit-sechs-jahren-ausreichende-niederschlaege-kuehlere-durchschnittstemperaturen-und-konsequente-aufarbeitung-sorgen-fuer-ruecklaeufige-borkenkaeferzahlen-im-bayerischen-staatswald.html <![CDATA[

Ausreichende Niederschläge, kühlere Durchschnittstemperaturen und konsequente Aufarbeitung sorgen für rückläufige Borkenkäferzahlen im bayerischen Staatswald

Regensburg, 23. Januar 2022 – Gute Nachrichten aus dem Staatswald: „Im Kalenderjahr 2021 gab es mit rund 710.000 Festmetern (fm) die geringsten Borkenkäfermengen seit sechs Jahren“, so ein Sprecher der Bayerischen Staatsforsten. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Wert um 35 Prozent, im Vergleich zum Hitzejahr 2019 sogar um mehr als die Hälfte (-54 Prozent).

 

 

Die Zahlen (auf Tausender gerundet):

2021

710.000 Festmeter

2020

1.088.000 Festmeter

2019

1.534.000 Festmeter

2018

1.046.000 Festmeter

2017

1.174.000 Festmeter

2016

814.000 Festmeter

6-Jahres-Durchschnitt

1.061.000 Festmeter

 

„Ein vergleichsweise kühles und nasses Wetter sorgte dafür, dass die Entwicklung der Borkenkäfer gebremst und die Abwehrkraft der Fichten gestärkt wurde. Hinzu kommt die kontinuierliche und schnelle Aufarbeitung der Schäden – das sind die drei wesentlichen Gründe, warum wir 2021 weniger Borkenkäferschäden hatten als in den Jahren davor“, fasst der Staatsforsten-Sprecher die Ursachen für die geringeren Schäden zusammen.

Die Borkenkäferzahlen für den gesamten Staatswald sind insgesamt rückläufig. Allerdings gab es in Bayern ein deutliches Nord-Süd-Gefälle. Während in der Mitte und im Süden Bayerns die Borkenkäferschäden durch zahlreiche Niederschläge und der dadurch gestiegenen Abwehrkraft der Bäume weit hinter den Vorjahren zurückblieben, ist der Frankenwald durch ungleiche Niederschlagsverteilung, wärmere Temperaturen und hohe Ausgangspopulationen der „bayerische Borkenkäferhotspot“.

 

Prognose

Auch wenn die Werte 2021 niedriger als die Zahlen der letzten Jahre sind, werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten auch 2022 stetig nach neuen Käferholzbäumen suchen, sie bei Befall markieren und schnellstmöglich aus dem Wald transportieren. „Aufgrund der geringeren Schäden und der geplanten kontinuierlichen Aufarbeitung in den bayerischen Staatswäldern rechnen wir auch 2022 mit deutlich niedrigeren Schadzahlen als in den letzten Jahren – sofern auch das Wetter mitspielt“, so der Sprecher zuversichtlich. 

 

Hintergrund / Wissenswertes

Den Bayerischen Staatsforsten ist es in den letzten Jahren mit einem personellen und finanziellen Kraftakt gelungen, eine Massenvermehrung des Borkenkäfers im Staatswald zu verhindern. Mit dem enormen Aufwand von jährlich mehr als 200.000 Suchstunden in über 1.000 Suchbezirken und über 10 Millionen Euro Kosten für Borkenkäfersuche jährlich sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Staatsforsten dem Käfer zu Leibe gerückt.

Während in vielen Teilen Deutschlands und Europas die Nadelholzvorräte in den Wäldern durch die Folgen von Stürmen, Trockenheit, Hitze und Schädlinge abgenommen haben, sind diese im Bayerischen Staatswald stabil und in einigen Landesteilen sogar leicht steigend. „Unsere Anstrengungen beim Waldschutz der letzten Jahre zeigen Wirkung. In den bayerischen Staatswäldern gibt es weiterhin ausreichend Nadelholz, um die hohe Nachfrage bedienen zu können“, teilte der Staatsforsten-Sprecher abschließend mit. Zudem werden die Schadflächen mit klimatoleranten Baumarten angereichert, um den Wald der Zukunft für den Klimawandel zu rüsten.

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news-2659 Fri, 21 Jan 2022 14:08:19 +0100 Forstbetrieb Ebrach: Waldführungen mit Försterinnen und Förster starten wieder https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstbetrieb-ebrach-waldfuehrungen-mit-foersterinnen-und-foerster-starten-wieder.html <![CDATA[

21. Januar 2022 – Ebrach   Die beliebten Waldführungen mit den Försterinnen und Förstern des Forstbetriebs der Bayerischen Staatsforsten können auch heuer wieder stattfinden.

Mit den Führungen informieren die Försterinnen und Förster über das Naturschutz-integrative Waldbewirtschaftungskonzept, welches der Forstbetrieb Ebrach seit Jahren praktiziert. Es