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Winterquartier für Fledermäuse

Winterquartier für Fledermäuse

Der Forstbetrieb Arnstein hat von Juli bis November 2008 im Revier Kist ein Winterquartier für Fledermäuse gebaut. Das Projekt wurde im Rahmen der besonderen Gemeinwohlleistungen vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Würzburg gefördert. 

Bei der Maßnahme wurde ein ehemaliger Munitionsbunker der US-Streitkräfte als Winterquartier für die vorhandene Fledermauspopulation umgebaut.  

Dazu verputzte man im Inneren die glatten, betonierten Seitenwände des Bunkers mit Rauputz. An den Decken wurden Hohlblocksteine befestigt und an den Seiten und Pfeilern Haltemöglichkeiten für die Fledermäuse geschaffen. Die vorhandenen seitlichen Entwässerungsschächte mussten geschlossen werden, um eine möglichst hohe gleichmäßige Luftfeuchtigkeit zu erhalten. Der Boden wurde schließlich mit Mineralbeton ca. 30 - 50 cm hoch überschüttet und mit mehreren tausend Litern Wasser durchtränkt. In die Außentore schnitt man Einflugschlitze. Zuletzt waren die Außentore und Lüftungsschächte von innen abzudichten und zu isolieren.

Die Maßnahme wurde durch das AELF Würzburg und die Fledermausforschungsgruppe der Universität Würzburg angestoßen. Begleitet haben sie die Universität Würzburg (Herr Melber) und die Universität Zürich (Herr Kerth). 

Bereits im ersten Winter nach der Maßnahme bezogen die ersten Fledermäuse den Bunker. Im zweiten Jahr beobachtete man, dass ihn bereits Langohr-Fledermäuse als Winterquartier nutzten. Inzwischen wird der Bunker regelmäßig und gut genutzt, 2015 neben Langohren auch von der Bechsteinfledermaus.