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Naturwaldreservat Riesloch

Der grünblättrige Schwefelkopf ist einer von vielen holzzersetzenden Pilzen im Naturwaldreservat | Foto: M. Blaschke

Das Naturwaldreservat Riesloch ist Teil des FFH- (Fauna-Flora-Habitat) und Vogelschutzgebiets „Großer und Kleiner Arber" im Landkreis Regen. Es befindet sich im Staatswald und wird durch den Forstbetrieb Bodenmais der Bayerischen Staatsforsten betreut. Die 48 Hektar große Fläche wurde im Jahr 1989 als Naturwaldreservat ausgewiesen.

STANDORT  

Das Naturwaldreservat liegt nordöstlich von Bodenmais am Arbersüdhang in einer Höhenlage zwischen 775 und 1035 m. Die Fläche wird von einer Schlucht in Ost-West-Richtung durchzogen, durch die der Riesbach fließt. Er bildet an den Rieslochfällen den größten Wasserfall des Bayerischen Waldes. Zwischen den Gneisfelsen haben sich nach der Eiszeit sandige bis lehmige Böden gebildet.

WALDGESELLSCHAFTEN DES NATURWALDRESERVATS  

Die Wälder des Reservats gehören hauptsächlich der hochmontanen Form des „Bergland-Hainsimsen-Buchenwalds" an. Der Dreiklang aus Fichte, Tanne und Buche zieht sich durch das gesamte Reservat. Als Besonderheit sind auf kleinen Flächen in Bachnähe Anklänge an den „Hochstauden-Bergahorn-Buchenwald" zu finden. Diese Schluchtwaldgesellschaft wird durch Arten wie Großblättrige Weide, Alpen-Milchlattich und Platanen-Hahnenfuß geprägt und ist im Bayerischen Wald sehr selten.

ÖKOLOGISCHE BESONDERHEITEN

In der Krautschicht sind verschiedene Farne wie Rippenfarn und Breitblättriger Dornfarn vorhanden. Zypressenschlafmoos, Bruchblattmoos und Dreilappiges Peitschenmoos sind einige der vielen Moosarten, die im Reservat wachsen. Das reiche Angebot an Totholz bietet dem Dreizehenspecht wertvollen Lebensraum. Dieser Vogel ernährt sich von Insekten, die in den abgestorbenen Nadelbäumen leben. Auch Habicht, Winter- und Sommergoldhähnchen, Zaunkönig und viele weitere Vogelarten sind im Reservat heimisch. 

WALDENTWICKLUNG  

In regelmäßigen Abständen finden forstliche Inventuren in dem Reservat statt. Dabei soll die Entwicklung des Holzvorrats, des für viele Tier- und Pilzarten wichtigen Totholzes und der Verjüngung von Bäumen und Sträuchern untersucht werden. Der bei der letzten Inventur im Jahr 2006 ermittelte durchschnittliche Holzvorrat beträgt 448 Festmeter pro Hektar. Im Reservat dominiert die Fichte mit einem Anteil von über 50 Prozent. Die zweithäufigste Baumart ist die Buche. Die durchschnittliche Totholzmenge belief sich im Jahr 2006 auf beachtliche 62 Festmeter pro Hektar. 

SO FINDEN SIE HIN   

Vom Bahnhof Bodenmais geht es in den Rieslochweg in Richtung Rieslochfälle. Nach etwa einem Kilometer befindet sich rechts ein Parkplatz, von dem aus man parallel zum Riesbach nach etwa 500 m das Naturwaldreservat erreicht.  

Nähere Informationen finden Sie in der Randspalte!

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