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Naturwaldreservat Halde

Foto: Berthold Lutz

Das 1978 ausgewiesene Naturwaldrservat ist ca. 21,9 ha groß und liegt ca. 1,5 km südlich der Ortschaft Mindelzell.  

Das zum Landschaftsraum der Iller-Lech-Schotterplatten gehörende Mindeltal ist südöstlich Krumbach besonders breit ausgeformt. Die heutige Mindel füllte aber nur noch einen sehr geringen Teil des Talgrundes aus. Das Reservat erstreckt sich auf den Osthang links der Mindel und auf einen schmalen Streifen der Riedelhochfläche nördlich der Ortschaft Winzer, etwa auf der Höhe der Mündung des Flossbaches in die Mindel.  

Die morphologische Unterscheidung in Verebnung und Hangflächen spiegelt sich auch in den unterschiedlichen Standortsverhältnissen und damit im Waldaufbau wider: Die durch Gräben und Rücken zergliederten Hänge werden im Oberhang von der Buche dominiert. Auf den Mittel- und Unterhängen sind Esche, Bergahorn, Bergulme, Eiche, Linde und Birke beigemischt. Esche, Bergahorn und Bergulme sind besonders im Südwestteil, am Unterhang und in den Gräben vertreten. Ein größerer Eichenhorst liegt in der westlichen Reservatmitte. Der Übergang zwischen Hangzone und Plateaulage ist als Steilrand ausgeformt. Im Nordostteil sind die Bestände fichtenreich, im Südwesten ist mehr Lärche beigemischt.  

Als natürlich potenzielle Vegetation sind der Waldmeister-Buchenwald, der Hainsimsen-Buchenwald und der Sommerlinden Bergulmen-Bergahorn-Wald vorhanden.