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Vernetzung von Auelebensräumen

Vernetzung von Auelebensräumen

Im Revier Böbing des Forstbetriebs Oberammergau wurde 2009 und 2010 ein Projekt zur Vernetzung, Regeneration und Renaturierung von Lebensräumen im flussnahen Auenbereich durchgeführt. In enger Zusammenarbeit mit der Fischergilde e.V., dem Wasserwirtschaftsamt Weilheim, dem Landesfischereiverband, dem WWF Deutschland und dem AELF Weilheim wurden zwei Baggerweiher mit einem Ammeraltwasser verbunden. In einem nächsten Schritt fanden im Herbst 2010 die teilweise Entlandung des Altwassers sowie die Erhöhung und Abdichtung des Auslaufs statt. Damit wurden Still- und Altwässer wieder an die Ammer angebunden und durchgängig gemacht. Die Weiher und das Altwasser liegen in der Ammerschlucht ca. 800 Meter östlich des Ammerknies am sog. Schnalzwehr.

Durch das Projekt wurden das Ammersystem für typische, z.T. stark gefährdete Ammerfische wie Äsche, Barbe, Elritze, Huchen und Rutte ökologisch stark aufgewertet und der Lebensraum bzw. die Lebensbedingungen von vielen weiteren Tier- und Pflanzenarten erheblich verbessert.

Ende 2011 stellte man in gleichem Zusammenhang die ökologische Durchgängigkeit im Mündungsbereich des Kohlgrabens, einem Nebenbach der Ammer, wieder her. Den Gesamtaufwand von über 20.000 Euro teilten sich die Bayerischen Staatsforsten, WWF, Wasserwirtschaftamt und das AELF Weilheim (Förderung als Besondere Gemeinwohlleistung).