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Renaturierung des Hochmoors Schönramer Filz

Hochmoor Schönramer Filz

Das Hochmoor Schönramer Filz liegt südlich der Gemeinde Petting und gehört zu den größten Hochmooren Südbayerns. Es umfasst eine Fläche von etwas über 500 ha. Der überwiegende Teil der Fläche ist heute mit Beständen aus Fichte, Kiefer, Birke und Aspe sowie einigen anderen Laubhölzern bestockt. Dazwischen finden sich mehrere Hochmoorkerne, die geschützt und in ihrer Entwicklung gefördert werden.

Eine Erschließung und Nutzung des Moores begann ab etwa 1850. Inzwischen ist es durch den Jahrzehnte langen Torfabbau geprägt. Großflächiger Abbau erfolgte bis 1998, dann wurde der Abbau aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt.

Erste Renaturierungsmaßnahmen erfolgten in den 70er Jahren mit der Anstauung des Moorsees. Dabei wurde ein ehemaliger Torfstich im Norden der Fläche angestaut. In den 90er Jahren wurden dann im Rahmen der Moorpflege- und Renaturierungsplanung im Südosten des Moores zahlreiche ehemalige Torfstiche angestaut. Die entstandenen Becken zeigen heute gute Renaturierungsansätze. Ebenfalls findet sich im Südosten der Fläche ein sehr naturnahes Kiefern-Hochmoor welches als Naturschutzgebiet und Naturwaldreservat ausgezeichnet ist.  

An besonderen Arten finden sich die Zwergbirke, das Birkwild, der Schwarzstorch sowie zahlreiche Arten von Moorlibellen.

Für die Zukunft ist vorgesehen, die standortsfremden Fichtenbestände allmählich in Birken-Kiefern-Bestände mit Schwarz-Erlen zu überführen. Auf den Latschenflächen werden andere Baumarten, vor allem die Waldkiefer entnommen. Wiedervernässte Teilflächen, auf denen neues Torfmooswachstum einsetzt, werden komplett freigestellt, um eine ungehinderte Moorentwicklung zu gewährleisten. Mittelfristig ist vorgesehen einen Teil der Becken in den Randbereichen abzuflachen, um die Torfmoosentwicklung zu fördern.

Um den Moorsee gibt es einen Moorerlebnispfad, der gepflegt und zunehmend ausgebaut wird.