Das Team der Pilzschule Bamberg und des Forstbetriebs Forchheim freute sich über das große Interesse an der Pilzausstellung. Foto: Bayerische Staatsforsten, Forstbetrieb Forchheim
Bamberg/Bruderwald – Die Pilzausstellung der Pilzschule Bamberg und des Forstbetriebs Forchheim der Bayerischen Staatsforsten stieß am vergangenen Sonntag auf große Resonanz. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, auf der Walderlebniswiese im Bruderwald die faszinierende Welt der heimischen Pilze kennenzulernen.
Mehr als 180 Pilzarten wurden präsentiert und sorgten den ganzen Tag über für reges Interesse. Die Ausstellung zeigte eindrucksvoll die Vielfalt der heimischen Pilzflora und machte deutlich, welche wichtige Rolle Pilze im Ökosystem Wald spielen.
Neben bekannten Speisepilzen wie Steinpilz und Fichtenreizker konnten die Gäste auch seltene Arten entdecken. Besondere Aufmerksamkeit zog der Beschleierte Zwitterling auf sich, ein seltener Pilzparasit, der auf alten Fruchtkörpern von Schwärztäublingen wächst. Auch der seltene Knollige Schleierritterling gehörte zu den Highlights der Ausstellung.
Ein wichtiger Schwerpunkt lag auf der Aufklärung über Giftpilze. Besonders der Grüne Knollenblätterpilz, einer der gefährlichsten Giftpilze Europas, wurde ausführlich vorgestellt. Die Ausstellung sensibilisierte Besucherinnen und Besucher für die Bedeutung einer sicheren Pilzbestimmung und die möglichen Risiken beim Sammeln.
Die Pilzsachverständigen der Pilzschule Bamberg standen während der gesamten Veranstaltung für Fragen zur Verfügung. Sie informierten über Speise- und Giftpilze, erklärten ökologische Zusammenhänge und gaben wertvolle Tipps für das sichere Sammeln und Bestimmen von Pilzen.
Auch die Bayerischen Staatsforsten nutzten die Veranstaltung, um über die Aufgaben und Ziele einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung zu informieren. So verband die Ausstellung Naturerlebnis, Umweltbildung und Wissensvermittlung auf anschauliche Weise.
Ein besonderes Highlight war die beliebte Riechstation. Hier konnten die Besucherinnen und Besucher die überraschende Vielfalt von Pilzgerüchen entdecken. Während einige Arten nach Anis, Brotgewürz oder Knoblauch dufteten, sorgten andere mit Gerüchen nach Kohl oder Leuchtgas für Erstaunen.
Die Veranstalter ziehen ein durchweg positives Fazit. Die große Resonanz und die vielen interessierten Gespräche zeigen, wie groß das Interesse an den heimischen Wäldern und ihrer Artenvielfalt ist. Die Pilzschule Bamberg und der Forstbetrieb Forchheim bedanken sich bei allen Helferinnen und Helfern sowie den zahlreichen Gästen für die gelungene Veranstaltung.