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Naturnahe und rücksichtsvolle Waldbewirtschaftung im Zentrum

Forstminister Helmut Brunner in Bodenmais

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Forstminister Helmut Brunner bei Veröffentlichung des Regionalen Naturschutzkonzeptes des Forstbetriebs Bodenmais.

-    Schwerpunkt liegt auf Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt

-   Regionale Naturschutzkonzepte auf lokale Besonderheiten zugeschnitten

-   Auf Brut- und Aufzuchtzeiten sowie Horst- und Höhlenbäume wird besondere Rücksicht genommen

Bodenmais, 31. Oktober 2014 – Das Regionale Naturschutzkonzept des Forstbetriebs Bodenmais wurde heute unter Beisein von Forstminister Helmut Brunner im Hirschsteiner Wald, Gemeinde Schwarzach, vorgestellt. Der Schwerpunkt der naturschutzfachlichen Arbeit des Forstbetriebs liegt auf der Erhaltung und Förderung der Artenvielfalt bei Maßnahmen der Waldbewirtschaftung sowie dem Verzicht auf Pestiziden bei der Waldwirtschaft.

Regionales Naturschutzkonzept des Forstbetriebs Bodenmais

Der Forstbetrieb Bodenmais bewirtschaftet rund 17.000 ha Wald im vorderen und inneren Bayerischen Wald sowie in der ostbayerischen Donauniederung. Die wichtigsten Inhalte des Regionalen Naturschutzkonzeptes:

Waldpflege, Holzernte und Waldschutz

  • Bei der Waldpflege und Holzernte nimmt der Forstbetrieb Bodenmais auf Brut- und Aufzuchtzeiten seltener und sensibler Arten sowie auf Horst- und Höhlenbäume besondere Rücksicht
  • Das einzelstammweise Vorgehen hat Vorrang – Ausnahme ist das notwendige schnelle Vorgehen in Fichtenbeständen auf labilen Standorten
  • Pionierbaumarten (z.B. Weide, Aspe, Vogelbeere, Erle, Birke) und Sträucher sind als Nahrungs- und Bruthabitat für Vögel und Insekten bedeutsam und werden bei der Jungwuchspflege grundsätzlich belassen
  • Eine Anreicherung von Totholz der gesellschaftstypischen Baumart wird angestrebt, reizvolle Einzelbäume und Baumgruppen werden belassen
  • Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wird auf das absolut notwendige Maß bei Sondersituationen beschränkt (z. B. Bekämpfung von Neophyten)

Naturverjüngung

  • Wo immer es möglich ist, wird mit Naturverjüngung gearbeitet
  • Nadelreinbestände werden in strukturierte und artenreichere Mischbestände umgebaut
  • Gemäß den Waldbaugrundsätzen der Bayerischen Staatsforsten werden genetisch geeignete Altbestände aus standortgemäßen Baumarten vorrangig mittels langfristiger kleinflächiger Verfahren natürlich verjüngt – so geben sie ihre genetische Vielfalt an die nachfolgende Waldgeneration weiter
  • Bei künstlicher Verjüngung wird, unter Beachtung der Herkunftsempfehlungen für forstliches Vermehrungsgut, ausschließlich standortangepasstes Saat- und Pflanzgut überprüfbarer Herkunft verwendet, soweit es am Markt verfügbar ist  

Naturschutz bei den Bayerischen Staatsforsten

Der Naturschutz ist in das Gesamtkonzept der naturnahen Waldbewirtschaftung der Bayerischen Staatsforsten fest eingebettet. Für den bayerischen Staatswald wurde deshalb ein integratives Naturschutzkonzept erstellt, das detaillierte Aussagen zum Natur- und Artenschutz trifft. Zentrales Ziel des Naturschutzes bei den Bayerischen Staatsforsten ist es, die natürlichen Lebensräume, vor allem der an den Wald gebundenen Tier- und Pflanzenarten, zu erhalten und zu verbessern.

Aufgrund der regionalen Gegebenheiten wurde festgelegt, dass jeder Forstbetrieb - über die bayernweit gültigen Regelungen hinaus - ein eigenes, für seine Region maßgeschneidertes Regionales Naturschutzkonzept entwickelt. Diese regionalen Naturschutzkonzepte setzen die Vorgaben aus dem bayernweit gültigen Naturschutzkonzept in konkrete Handlungsanweisungen auf Forstbetriebsebene um. Sie ermöglichen es den Forstbetrieben, bestimmte lokale Besonderheiten des Naturschutzes herauszuarbeiten und daraus konkrete Maßnahmen zum Wohle der Natur und des Artenschutzes zu entwickeln.  

Das Regionale Naturschutzkonzept des Forstbetriebs Bodenmais finden Sie unter http://www.baysf.de/de/ueber-uns/standorte/forstbetriebe/bodenmais.html

Die Regionalen Naturschutzkonzepte der einzelnen Forstbetriebe: http://www.baysf.de/de/wald-schuetzen/naturschutz.html

Beitrag DonauTV