Mit Holz heizen

Wie geht eigentlich Holz hacken?

Selbst ist der Mann und selbst ist die Frau:
Mit fertig gespaltenem Holz einheizen ist dir nicht genug? Du brauchst mehr Action und Selbstverwirklichung für deinen Schweden-, Kamin- oder Kachelofen?
Dann nichts wie ran ans Holz hacken! itnessstudio, Boot Camp und Selbstfindungskurs adé.

Doch natürlich gibt es Einiges zu beachten, um nicht einfach nur drauf los zu ackern sondern sicher und effizient vorzugehen. Wir haben hier unsere Tipps und Tricks zum Holz hacken für dich zusammengetragen:

Man nehme eine Spaltaxt mit ca. 2500 Gramm, also verhältnismäßig schwer, damit man eine starke Auftreffwucht erzielt. Die Spaltaxt hat einen längeren Stiel als normale Äxte. Dieser ist auch etwas grader, da man die Spaltaxt beidseitig verwendet: Einmal mit der Schneide, aber überwiegend mit der Rückseite, dem sogenannten Blatt oder Haus. Außer der Spaltaxt, die man hauptsächlich für Fichtenholz zur Hand nimmt, gibt es auch den Spalthammer. Dieser ist keilförmiger, Hartholz ist damit leichter zu spalten, als Nadelholz. Zum Spalten braucht man Keile. Früher hat man dazu Eisenkeile mit Holzeinsatz genutzt. Der Holzeinsatz minimiert allerdings die Auftreffwucht minimiert, weil das Holz eine abfedernde Wirkung hat. Direkte Eisenkeile sind aufgrund der höheren Unfallgefahr verboten. Durch diese kann es z.B. vermehrt zum Splittern des Holzes kommen. Deshalb gibt es mittlerweile Alukeile. Die Auftreffwucht auf einen Alukeil ist deutlich besser, als auf den Eisenkeil mit Holzeinsatz.

Die Ausrüstung ist damit geklärt, nun zum Spalten selbst:

Zunächst wirft man einen Blick auf den zu spaltenden Stamm. Hier lassen sich meistens von der Mitte nach außen zur Rinde verlaufende Risse erkennen. Der Stamm soll möglichst mittig durch den Kern - und zwar genau entlang dieses Risses - gespalten werden. Da dies das Spalten erleichtert. Den Keil setzt man Stammrand dort an, wo der zuvor gesuchte Riss hin verläuft. Obacht: Nicht den Keil schräg auf den Riss sitzen, sondern direkt senkrecht darüber. Nun den Keil leicht festklopfen, sodass er bereits gut festsitzt. Dann geht es los: Mit kräftigen Schlägen den Keil in das Holz schlagen. Und nach zwei bis drei Schlägen kontrollieren, ob der Riss nun auch tatsächlich durch den Kern verläuft – wenn er richtig sitzt, wird weitergeschlagen. Je nach Ofenart, wird nun die Scheitgröße hergestellt. Je kleiner das Holzscheit ist, desto schneller trocknet es. Fertig ist dein selbstgehacktes Brennholz!

Zu viel Theorie?

Dann hier lang:

In Unserem BaySF-Tutorial zeigen wir dir wie die Praxis aussieht!

Damit steht dem Heizen mit Holz in den kalten Wintermonaten nichts mehr im Weg! Oder? In unserer aktuellen Themenreihe „Heizen mit Holz“ gibt's bis Januar noch mehr Interessantes!

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