Förster Julian Löhle (links) mit Wachtelhund Carlos und Forstwirtschaftsmeister Andreas Ebert (Foto: BaySF)
04. Februar 2026, Leipheim – Bei der diesjährigen Wertholzsubmission in Leipheim stammt der wertvollste Stamm aus dem Forstbetrieb Weißenhorn. Die außergewöhnlich gleichmäßig gewachsene Eiche mit einem Durchmesser von rund 70 Zentimetern überzeugte bereits bei der Begutachtung durch ihre hervorragende Qualität. Letztlich sicherte sich ein namhafter Furnierhersteller den Zuschlag – für beeindruckende 1.895 Euro pro Festmeter. Damit erzielte der Eichenstamm den höchsten Erlös des gesamten Wettbewerbs.
Entsprechend groß war die Freude bei Förster Julian Löhle und Forstwirtschaftsmeister Andreas Ebert. Beide hatten den späteren Spitzenstamm im Vorfeld gemeinsam ausgewählt und gefällt – eine Aufgabe, die viel Erfahrung, ein geschultes Auge und Fingerspitzengefühl erfordert. „Solche Stücke findet man nicht jedes Jahr“, so einer der beiden Experten. „Umso schöner ist es, wenn sich die Sorgfalt und das jahrzehntelange Wachstum im Wald in einem so herausragenden Ergebnis widerspiegeln.“
Auch in diesem Jahr zog die Mittelschwäbische Laub- und Nadelwertholzsubmission wieder großes Interesse auf sich. Über 40 Furnierhersteller und Sägewerke aus dem gesamten süddeutschen Raum fanden den Weg auf den Lagerplatz an der Donau, um die erlesenen Stämme zu begutachten und ihre Gebote abzugeben.
Die Submission zählt zu den wichtigsten regionalen Marktplätzen für hochwertiges Laub- und Nadelholz. Rund 1.500 Festmeter Wertholz aus Privat-, Kommunal- und Staatswäldern werden jährlich angeboten. Neben Eiche finden sich darunter auch weitere wertvolle Baumarten, die je nach Qualität und Nachfrage beachtliche Preise erzielen können.
Mit dem diesjährigen Spitzenstamm aus Weißenhorn zeigt sich erneut, welches Potenzial in den heimischen Wäldern steckt und wie wichtig nachhaltige, qualitätsorientierte Forstwirtschaft ist – sowohl für den wirtschaftlichen Erfolg als auch für die Wertschätzung des regionalen Rohstoffs Holz.