29. Oktober 2026, Nürnberg – Der Forstbetrieb Nürnberg führt seit dieser Woche im Forstrevier Zerzabelshof zwischen dem Tiergarten Nürnberg und der Regensburger Straße eine Waldpflegemaßnahme durch. Ziel der Arbeiten ist die Entwicklung eines stabilen, artenreichen und klimaangepassten Mischwaldes, der auch zukünftigen Generationen erhalten bleibt.
Im Rahmen der Maßnahme werden gezielt einzelne ältere und geschwächte Bäume entnommen, um jüngeren Laubbäumen mehr Licht und Raum für ihre Entwicklung zu geben. Besonders gefördert werden standortgerechte Baumarten, die den Wald widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels machen. Die Arbeiten erfolgen sorgfältig und mit moderner Forsttechnik, um Schäden an der vorhandenen Naturverjüngung möglichst zu vermeiden. Es kommt ein sogenannter Stehendentnahme-Harvester zu Einsatz, der in der Lage ist, umgeschnittene Bäume aus dem Bestand zu heben und auf der Rückegasse aufzuarbeiten.
Hintergrund der Waldpflege sind die zunehmenden Belastungen durch Hitze, Trockenheit, Schadinsekten und Krankheiten, die insbesondere ältere Waldbestände schwächen. Durch die gezielte Förderung junger Bäume schaffen die Bayerischen Staatsforsten wichtige Voraussetzungen für einen vielfältigen und klimastabilen Wald.
Aus Sicherheitsgründen kann es während der Arbeiten vorübergehend zu Wegesperrungen im betroffenen Bereich kommen. Waldbesucherinnen und Waldbesucher werden dringend gebeten, die Sperrungen und Hinweise vor Ort zu beachten. Die Maßnahmen dienen dem Schutz der Erholungssuchenden sowie der eingesetzten Forstkräfte.
Der Forstbetrieb Nürnberg bedankt sich für das Verständnis der Bevölkerung und die Unterstützung bei der nachhaltigen Entwicklung des Waldes im Nürnberger Osten.
Stehendentnahme-Harvester bei der Waldpflege im Revier Zerzabelshof südlich des Tiergartens. Gut zu erkennen der Baumhalter, der den abgeschnittenen Baum hält und ihn gezielt auf die Rückegasse legen kann.
Foto: Sebastian Linstädt, BaySF