30. Oktober 2026, Schliersee – Das Eschentriebsterben hat in den vergangenen Jahren große Teile der Eschenbestände in Bayern geschädigt. Auch im Grünholz in Rosenheim zwischen Panoramakreuzung und Mangfall sind zahlreiche Eschen von der Krankheit betroffen. Um die Sicherheit von Waldbesuchern und angrenzenden Grundstücken zu gewährleisten, führt der Forstbetrieb Schliersee der Bayerischen Staatsforsten im November eine Verkehrssicherungsmaßnahme durch.

 

Ausgelöst wird das Eschentriebsterben durch das Pilzpathogen „Falsches Weißes Stängelbecherchen“. Die Erkrankung führt zu schweren Schäden an Eschen jeden Alters und kann langfristig zum Absterben der Bäume führen. Von den geschädigten Bäumen geht eine erhebliche Gefahr aus: Äste können unvermittelt abbrechen und herabstürzen, zusätzlich wird die Standsicherheit häufig durch holzzersetzende Pilze beeinträchtigt.

 

Die geplanten Fällungen konzentrieren sich auf den Südrand des Grünholzes. Dort sollen ein Trampelpfad sowie angrenzende landwirtschaftliche Flächen vor möglichen Gefährdungen geschützt werden. Während der Arbeiten kann es auf dem Kiesweg zwischen Mießbacher Straße und Mangfalldamm zeitweise zu Behinderungen und Sperrungen kommen. Der Forstbetrieb Schliersee bittet hierfür um Verständnis.

 

Die Maßnahme wurde im Vorfeld mit der zuständigen Naturschutzbehörde am Landratsamt Rosenheim abgestimmt. Ziel ist es, akute Gefahren zu beseitigen und gleichzeitig die langfristige Entwicklung des Waldes aktiv zu begleiten.

 

Derzeit wird untersucht, ob einzelne Eschen natürliche Resistenzen gegen das Eschentriebsterben entwickeln können. Unabhängig davon bleiben die betroffenen Flächen jedoch Wald. Nach und nach werden die ausfallenden Eschen durch andere standortgerechte Baumarten ersetzt oder ergänzt. In den feuchteren Auwaldstandorten des Grünholzes eignen sich dafür beispielsweise Eiche, Bergahorn, Ulme, Kirsche, Schwarzpappel oder Linde. Wo nötig, unterstützen die Bayerischen Staatsforsten die natürliche Entwicklung durch gezielte Pflanzungen.

Wurzel faul an einer Esche

Vom Eschentriebsterben geschädigte Eschen im Grünholz bei Rosenheim werden aus Sicherheitsgründen entfernt, um Wege und angrenzende Flächen zu sichern. Foto: Bayerische Staatsforsten