Liegende Esche im Wald neben einem Wanderweg

Liegende Esche neben dem Waldweg. Durch das Eschentriebsterben sind scheinbar gesunde Bäume bruchgefährdet. 

Verkehrssicherung, Waldpflege und Waldverjüngung am Höglwörther See 

Zum Schutz der zahlreichen Waldbesucherinnen und Waldbesucher am Höglwörther See müssen die Bayerischen Staatsforsten entlang des Wanderweges dringend notwendige Verkehrssicherungsmaßnahmen durchführen. Vom 13. bis spätestens 30. Januar besteht auf Grund von Fällarbeiten in den abgesperrten Bereichen akute Lebensgefahr. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Anger wird der Gefahrenbereich entlang des Uferweges daher gut sichtbar abgesperrt. Anwohner sowie Waldbesucher werden um Verständnis für die notwendige Sicherungsmaßnahme gebeten.

Der Staatswald entlang des Höglwörther Sees ist ein beliebtes Erholungsgebiet. Seit Jahrzehnten wird er vorrangig unter Berücksichtigung der Waldästhetik und der Erholungsfunktion bewirtschaftet. Um den Erholungssuchenden ein möglichst sicheres Walderlebnis zu ermöglichen, finden jährlich Kontrollen entlang des Uferweges statt. Dabei wird geprüft, ob Bäume ein Gefahrenpotenzial darstellen.

Bei der letzten Besichtigung stellten ein externer Sachverständiger und der BaySF- Förster Johann Huber mehrere Gefahrenquellen fest. Nach Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts Berchtesgadener Land und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein werden im Rahmen der Verkehrssicherung mehrere von dem Eschentriebsterben befallene Eschen entfernt. Zusätzlich werden im Gefahrenbereich des Wanderwegs durch Fäulnis geschwächte Fichten und Buchen sowie weitere Bäume mit stark verminderter Vitalität entnommen. Es müssen ebenfalls Bäume mit instabilem Zwieseln, sowie starke Bäume, die sich über den Uferweg neigen, entfernt werden. 

Welche akute Lebensgefahr von geschädigten Bäumen ausgehen kann, verdeutlicht ein Vorfall aus dem Jahr 2025: Eine etwa 20 Meter abseits des Weges stehende Esche stürzte ohne äußere Windeinwirkung spontan um. Diese „Unglücks-Esche“ fiel nur wenige Stunden vor dem dort stattfindenden Triathlon über den Höglwörther Uferweg (siehe Abbildung). Äußerlich waren lediglich geringe Anzeichen des Eschentriebsterbens erkennbar; die eigentliche Gefahr ging von einer Wurzelfäule aus, die oberirdisch nicht feststellbar war. „Gott sei Dank wurde kein Teilnehmer oder Zuschauer des Triathlons erschlagen“ freut sich Förster Johann Huber noch heute zurecht! 

Parallel zu der Verkehrssicherung werden im genannten Zeitraum auf den Staatswaldflächen auch eine reguläre Waldpflege und Maßnahmen zur Waldverjüngung durchgeführt. In den vergangenen Jahren hat sich entlang des Höglwörther Sees großflächig Naturverjüngung eingestellt. Um der nächsten Waldgeneration ausreichend Licht zu verschaffen und einen stabilen, strukturreichen Waldbestand zu fördern, ist die Entnahme von stärkeren Bäumen notwendig.

Die Bayerischen Staatsforsten bitten um strikte Beachtung der abschnittsweisen Sperrungen entlang des Höglwörther Uferwegs und danken für das Verständnis für die mit der Sperrung verbundenen Unannehmlichkeiten.