11. September 2026, Unterebersbach – Das 3. Wildfest in Unterebersbach hat einmal mehr eindrucksvoll gezeigt, wie vielseitig und lebendig das Thema Wald und Wild sein kann. Eine Kooperation aus der örtlichen Feuerwehr, den ansässigen Jagdgenossen, der Gastronomie Benno Schneider und den beiden Staatsforstbetrieben Bad Brückenau und Bad Königshofen sowie weiteren Partnern stellten ein abwechslungsreiches Fest rund um das Thema Wald und Wild sowie regionaler Wertschöpfung auf die Beine.

 

Die sehr zahlreichen Besucherinnen und Besucher konnten dabei nicht nur hochwertiges heimisches Wildbret vom Rot-, Reh- und Schwarzwild genießen, sondern auch einen direkten Einblick in die Arbeit rund um den Wald gewinnen. Die Bayerischen Staatsforsten präsentierten ihren Auftrag, ihre Aufgaben und ihre Bedeutung für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung sowie den notwendigen Waldumbau im Klimawandel in der hiesigen Region. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der der beiden Forstbetriebe Bad Brückenau und Bad Königshofen informierten die Besucher über die Zusammenhänge von Wald und Jagd sowie über die Verwertung und Vermarktung von Wildbret. Dabei wurde deutlich: Ein gesunder, klimastabiler, zukunftsfähiger Wald, verantwortungsvolle Jagd und die Nutzung regionaler Produkte insbesondere Wildbret gehören eng zusammen.

 

Für besondere Spannung sorgte das spektakuläre STIHL TIMBERSPORTS®-Programm. Mit Kraft, Präzision und beeindruckender Technik zeigte ein Timbersport-Athlet, was in der professionellen Klasse möglich ist. STIHL TIMBERSPORTS® gilt als Königsklasse des Sportholzfällens und verbindet traditionelle Waldarbeit mit modernem Leistungssport. Die Besucher konnten sogar selbst die Disziplinen einmal ausprobieren und es wurden auch einige Talente entdeckt, die zu einem Probetraining eingeladen wurden.

 

Ganz besondere Höhepunkte waren auch die Auftritte und Vorführungen von Waldarbeitsweltmeister Marco Trabert. Der Forstwirtschaftsmeister des Forstbetriebes Bad Königshofen ist international für seine Leistungen weit bekannt. Bereits im März 2026 hatte Trabert einen neuen Weltrekord im Entasten mit 13,33 Sekunden aufgestellt. 

In Unterebersbach legte Trabert nun noch einmal nach: Mit einer Zeit von 12,25 Sekunden und null Fehlern sorgte er für einen neuen inoffiziellen Weltrekord im Entasten und damit für einen der spektakulärsten Momente des diesjährigen Wildfestes. Die Zuschauer erlebten dabei hautnah, mit welcher Geschwindigkeit, Präzision und Routine professionelle Waldarbeiter ihr Handwerk beherrschen und zu was Spitzenathleten in der Lage sind.

 

Neben dem sportlichen Programm blieb aber auch Zeit für Begegnung, Austausch, Musik und Tanz sowie wilde Kulinarik. Das Wildfest brachte Menschen aus Forst, Jagd, Gastronomie, Politik aus der Region zusammen und machte deutlich, welches Potenzial in einer starken Zusammenarbeit vor Ort steckt.

 

Auch die neue Landrätin des Landkreises Rhön-Grabfeld, Sonja Rahm, besuchte das Wildfest und überzeugte sich persönlich von der gelungenen Verbindung von Forst, Jägerschaft und Gastronomie. In ihrem anschließenden Beitrag hob sie insbesondere die Regionalität und Nachhaltigkeit, die Wildbretvermarktung und -verwertung sowie das Miteinander und Zusammenspiel der verschiedenen Akteure hervor.

 

Das 3. Wildfest in Unterebersbach war damit weit mehr als ein Fest rund ums Wild: Es war eine eindrucksvolle Bühne für heimische Wildspezialitäten, moderne Waldarbeit und spektakulären Sport – und zugleich ein starkes Zeichen für regionale Zusammenarbeit und Wertschöpfung sowie gelebte Verbundenheit mit dem Wald und Wild.

Marco Trabert mit Kollegen beim Wildfest Unterebersbach

Forstwirtschaftsmeister Marco Trabert (li., hier bei der Standbetreuung mit Kollegen), gelang es auf dem Wildfest seinen eigenen, aktuellen Weltrekord im Entasten zu unterbieten. Foto: Heiko Stölzner, BaySF