22. Januar 2026, Allersberg – Die Personal- und Betriebsversammlung des Forstbetriebs Allersberg der Bayerischen Staatsforsten fand Anfang Dezember 2025 im festlich und forstlich-weihnachtlich geschmückten Pfister-Stadl in Schwarzach statt. Der Personalratsvorsitzende Stefan Herzog begrüßte zu Beginn die 52 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der diesjährigen Versammlung.
Als Gastreferent informierte Alois Keller, stellvertretender Regionalleiter der IG BAU in Bayern, über den aktuellen Stand der Tarifverhandlungen. Der gelernte Forstwirt vertritt die Interessen der Beschäftigten gegenüber der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL). In seinem Vortrag ging Keller auf zentrale Forderungen, bestehende Herausforderungen sowie bereits erzielte Erfolge ein. Dazu zählt unter anderem die Möglichkeit, Teile der Jahressonderzahlung in zusätzliche Urlaubstage umzuwandeln. Zudem sprach er sich für eine umfassende Angleichung der Entgeltordnung aus, um eine transparente und nachvollziehbare Eingruppierungsstruktur zu schaffen.
Forstbetriebsleiter Harald Schiller hieß die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forstbetriebs Allersberg herzlich willkommen. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung standen insbesondere die Beschäftigten selbst. Neben neuen Kolleginnen und Kollegen sowie den Auszubildenden Johannes Leipold aus Großenseebach, Noah Pfitzinger aus Thalmässing und Veit Scharrer aus Reichenschwand, hatte Herr Schiller die Freude und Ehre, langjährigen und verdienten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen ausdrücklichen Dank und seine Anerkennung auszusprechen, sie in den Ruhestand zu verabschieden und mehrere Dienstjubiläen zu würdigen. Herr Schiller machte deutlich, dass Dienstjubiläen, Ruhestandsverabschiedungen und betriebsinterne Wechsel die derzeit hohe Dynamik innerhalb der Belegschaft verdeutlichen. Diese Veränderungen führen zu einer erhöhten Belastung einzelner Arbeitsbereiche und machen künftig eine Neuverteilung von Aufgaben im Forstbetrieb Allersberg erforderlich.
Ehrungen
Unter dem Applaus der Kolleginnen und Kollegen überreichte Forstbetriebsleiter Harald Schiller Herrn Michael Sturm anlässlich seines 40-jährigen Dienstjubiläums die Ehrenurkunde des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales, unterzeichnet von Staatsministerin Ulrike Scharf. Herr Sturm beging sein Dienstjubiläum bereits am 1. September dieses Jahres. Zum Ende seiner dreijährigen Ausbildung legte er an der Waldarbeiterschule Goldberg erfolgreich die Abschlussprüfung zum Forstwirt ab und trat in den Dienst der Bayerischen Staatsforstverwaltung am Forstbetrieb Neumarkt ein. Bis auf seinen einjährigen Grundwehrdienst in Amberg war er dort durchgängig als Forstwirt tätig und wurde zum 1. Juli 2005 von den Bayerischen Staatsforsten übernommen. Durch zahlreiche Fort- und Weiterbildungen verbreiterte Herr Sturm kontinuierlich sein Fachwissen. Seit 2017 ist er im Bereich der Waldinventuren im Rahmen der langfristigen Forstbetriebsplanung an verschiedenen Forstbetrieben eingesetzt und gehört dem Forstinventurteam Süd der Bayerischen Staatsforsten an. Zudem wirkte er 2016 am internen Entwicklungsprojekt „Wege‑Informations‑und‑Management‑System“ mit. Zuletzt unterstützte Herr Sturm den Forstbetrieb Heigenbrücken bei der Bekämpfung des Borkenkäfers.
Ebenfalls geehrt wurde Frau Carmen Mederer anlässlich ihres 25-jährigen Dienstjubiläums im öffentlichen Dienst. Nach ihrer Ausbildung zur Bankkauffrau bei der Deutschen Bank war sie zunächst 15 Jahre bei der Sparkasse Neumarkt-Parsberg tätig. Im Jahr 2015 wechselte sie zum Forstbetrieb Allersberg der Bayerischen Staatsforsten, wo sie seither die Finanzbuchhaltung verantwortet. Darüber hinaus ist sie die „Chefin“ des Fuhrparks am Forstbetrieb und engagiert sich als Brandschutzbeauftragte. Als stellvertretende Teamleiterin nimmt Frau Mederer eine tragende Rolle im Team ein und unterstützt die Leitung mit großer fachlicher Kompetenz und Engagement. Die Ehrungsurkunde des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales, unterzeichnet von Staatsministerin Ulrike Scharf überreichte mit Dank und Anerkennung ebenfalls Forstbetriebsleiter Harald Schiller.
Nachwuchs und Fortbildung
Herr Yannik Pohl, ausgebildet am Forstbetrieb Allersberg, schloss aufgrund einer schon bestandenen Lehre als Gartenbauer seine Ausbildung zum Forstwirt bereits nach zwei Jahren erfolgreich ab. Aufgrund seiner hervorragenden Leistungen wurde er zum 1. Januar 2025 an das Bildungszentrum Buchenbühl abgeordnet, wo er die Weiterbildung zum Forstwirtschaftsmeister absolvierte und die Meisterprüfung im September 2025 erfolgreich bestand. Zum 5. November 2025 wurde Herr Pohl fest an das Bildungszentrum versetzt und verstärkt dort künftig das Schulungsteam in der Aus-, Weiter- und Fortbildung im nordbayerischen Raum. Forstbetriebsleiter Harald Schiller wünschte ihm für die neuen Aufgaben viel Erfolg.
Abschiede und Wechsel
Nach 44 Berufsjahren wurde Frau Doris Peetz, langjährige Sekretärin und „gute Seele“ des Forstbetriebs Allersberg, in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Frau Peetz absolvierte nach der Mittleren Reife ihre Ausbildung zur Verwaltungsangestellten und war nach Stationen als Notarangestellte ab 1981 am Staatlichen Forstamt Allersberg und ab 2005 am Forstbetrieb Allersberg tätig. Über Jahrzehnte hinweg prägte sie das Sekretariat und die Registratur des Betriebes mit großem Engagement und hoher Sorgfalt.
Mit großem Bedauern informierte Harald Schiller über den Weggang von Frau Marion Behrends, die Anfang nächsten Jahres in die Nähe ihres Heimatortes an das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Amberg-Neumarkt wechselt. Frau Behrends war nach einer langjährigen Tätigkeit bei der Sparkasse Neumarkt-Parsberg seit 2017 am Forstbetrieb Allersberg beschäftigt und wirkte zuletzt im Bereich Lohn, Jagd und Wildbretvermarktung sowie im „Serviceteam Forstbetriebe“ für die Zentrale der Bayerischen Staatsforsten.
Zum Abschluss der Versammlung verabschiedete Forstbetriebsleiter Harald Schiller den langjährigen Revierleiter Herrn Franz Eitel des Forstreviers Gunzenhausen in den Ruhestand, den dieser nach 42 Dienstjahren zum Jahresende antreten wird. Herr Eitel absolvierte seine forstliche Ausbildung an der Fachhochschule Weihenstephan und leitete ab 1986 die Forstdienststelle Triesdorf. Im Jahr 1993 wurde Herr Eitel in das Revier Absberg versetzt, wo er schon bald als Ausbilder für den forstlichen Nachwuchs verantwortungsvolle Aufgaben ausfüllte. 2005 übernahm er die Leitung des Reviers Gunzenhausen, das er bis heute mit großem Engagement prägte. Harald Schiller dankte ihm für seine fachliche Expertise, insbesondere in der Standortskunde, der Ausbildung junger Forstleute und seinen nachhaltigen Beitrag zur Entwicklung klimaresistenter Wälder.
Allen Geehrten wurde als Dank und Anerkennung ein Geschenkkorb überreicht.
Zukunftsthemen und Digitalisierung
Kolja Zimmermann, seit dem 24. November 2025 Mitarbeiter im Leitungsdienst des Forstbetriebs Allersberg, informierte über die Umsetzungsstrategie der Bayerischen Staatsforsten im Bereich der Windenergie. Im Mittelpunkt standen das „Wind-an-Land-Gesetz“ sowie die Beteiligung der Bayerischen Staatsforsten durch Flächenbereitstellung für kommunale Windenergieprojekte aber auch die eigene Realisierung von Windparks durch das 2023 gegründete Tochterunternehmen „BaySF-Bayern Wind GmbH“. Ziel sei eine bürgernahe, wald- und flächenschonende Umsetzung der Energiewende.
Im weiteren Verlauf berichtete Harald Schiller über die Führungskräftetagung in Bamberg mit Informationen zur laufenden Neuorganisation der Bayerischen Staatsforsten: Zentrale Themen sind aktuell die Digitalisierung von Prozessen im Holzverkauf, im Jagdmanagement, in der Zeitwirtschaft, der elektronischen Rechnungslegung sowie in der Waldplanung.
Andrea Gutierrez Perea, Teamleiterin im Büro des Forstbetriebs, gab dazu einen Ausblick auf geplante Maßnahmen zur Optimierung und Harmonisierung der Büroabläufe.
Zum Schluss dankte Stefan Herzog allen Referentinnen und Referenten sowie der Betriebsleitung und schloss die Versammlung um 13:30 Uhr