06.08.2026, Roßhaupten/Sonthofen - Zur gezielten Vorbereitung auf die bevorstehenden Qualifikationsprüfungen führten die Bayerischen Staatsforsten in Zusammenarbeit mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Krumbach-Mindelheim am 29. und 30. Juli eine zweitägige Prüfungssimulation für Forstanwärterinnen und Forstanwärter durch. Insgesamt nahmen 34 angehende Försterinnen und Förster an der Veranstaltung teil.
Revierleiter Johannes Nachbar vom Forstbetrieb Sonthofen sowie Mathias Burghard vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Krumbach-Mindelheim zeichneten für die Vorbereitung und Durchführung der Simulation verantwortlich. Beide engagieren sich als Jugendvertreter des Bundes Deutscher Forstleute (BDF) Schwaben besonders für die Förderung des forstlichen Nachwuchses.
Austragungsort war das Revier Sulzschneider Wald des Forstbetriebs Sonthofen. Dieses Revier bietet ideale Bedingungen, um die Prüfungssituation möglichst realitätsnah nachzustellen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten dabei ihr Fachwissen unter praxisnahen Bedingungen testen und wertvolle Erfahrungen für die im Herbst anstehenden Prüfungen sammeln.
Die Inhalte der Simulation orientierten sich am forstlichen Alltag. So standen unter anderem Holzsortierung, Baumartenkenntnis, Bodenkunde, Waldbau unter den Herausforderungen des Klimawandels, sowie Naturschutz auf dem Programm. An verschiedenen Stationen wurden die Anwärterinnen und Anwärter mit typischen Fragestellungen und praktischen Aufgaben konfrontiert, wie sie auch in der eigentlichen Prüfung zu erwarten sind.
Jann Oetting, Leiter des Forstbetriebs Sonthofen, betonte die Bedeutung der Veranstaltung für die Ausbildung des forstlichen Nachwuchses: „Die Anforderungen an die Försterinnen und Förster steigen stetig. Neben fundiertem Fachwissen sind heute und in Zukunft insbesondere praktische Handlungskompetenz, sicheres Auftreten und die Fähigkeit gefragt, auf die Herausforderungen des Klimawandels angemessen zu reagieren. Die Prüfungssimulation bietet den Anwärterinnen und Anwärtern eine hervorragende Gelegenheit, sich unter realistischen Bedingungen auf ihre Prüfung vorzubereiten und wertvolle Erfahrungen für ihren weiteren Berufsweg zu sammeln.“
Neben der fachlichen Wissensvermittlung stand daher auch die Vorbereitung auf die besondere Situation einer mündlich-praktischen Prüfung im Mittelpunkt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten direkte Rückmeldung von erfahrenen Forstleuten und konnten ihre Stärken und Entwicklungspotenziale erkennen.
Die Veranstalter zeigten sich erfreut über die hohe Teilnehmerzahl und das große Engagement der Anwärterinnen und Anwärter. Solche Veranstaltungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung qualifizierter unverzichtbarer Nachwuchskräfte für den Umbau der Waldflächen in klimafeste Zukunftswälder, und unterstreichen die Bedeutung einer praxisnahen Ausbildung.