Schwarzstorch Nachwuchs

Auch für einen erfahrenen Schwarzstorchkenner wie Harald Farkaschovsky ungewöhnlich: Fünf Junge in einem Horst! (Foto: Harald Farkaschovsky)

08. Juli 2025, Sonthofen – Auch im Jahr 2025 konnte in den Staatswäldern der Bayerischen Staatsforsten wieder eine positive Bilanz beim Nachwuchs der Schwarzstörche gezogen werden. Das Team der AG Schwarzstorchschutz Allgäu im Landesbund für Vogelschutz (LBV) unter der Leitung von Herrn Harald Farkaschovsky erfasste in dieser Saison insgesamt fünf Horste mit 17 Jungstörchen im Wald des Forstbetriebs Sonthofen.

 

„Der Schwarzstorch ist gekommen um zu bleiben“, berichtet Forstbetriebsleiter Jann Oetting. Seit mehreren Jahren zeigt die Kurve der Schwarzstorchpopulation in den Staatswalddistrikten des Forstbetriebs Sonthofen nach oben. „Verständlich“, ergänzt Oetting. Denn das wunderschöne Allgäu wirkt nicht nur auf Touristen anziehend. Die eng verzahnte Landschaft aus alten Wäldern, Mooren und Feuchtwiesen bietet Brutpaaren einen attraktiven Lebensraum und lädt ein zum Verweilen. „Der Dank dafür geht an meine Förster, Waldarbeiter und Unternehmer draußen vor Ort“, erläutert Oetting. „Sie sind es, die tagtäglich unsere Wälder naturnah bewirtschaften und gestalten, sodass auch seltene Waldbewohner wie der Schwarzstorch einen Ort haben, an den sie jedes Jahr zurückkehren können.“

 

„Das Konzept geht auf“, berichte Harald Farkaschovsky von der AG Schwarzstorchschutz Allgäu. „Mich persönlich freut es sehr, dass insbesondere die neuen Brutpaare alle Wälder der Bayerischen Staatsforsten gewählt haben und dort erfolgreich ihre Jungen großgezogen haben“. Unter hohem Zeitaufwand konnte Farkaschovsky zusammen mit seinem Team insgesamt fünf besetzte Schwarzstorchhorste mit 17 Jungstörchen in den Staatswalddistrikten des Forstbetriebs Sonthofen bestätigen. Dabei ist er auf ein paar Besonderheiten gestoßen, die auch für einen erfahrenen Artenschützer wie ihn nicht alltäglich sind. Freudestrahlend berichtet er beispielsweise von einem Horst mit fünf Schwarzstorch-Jungen. Alle Jungen konnten beringt werden, um so wichtige Informationen über das Schwarzstorchleben und ihren Wanderungen in die Winterquartiere erheben zu können.

 

Die AG Schwarzstorchschutz Allgäu und der Forstbetrieb Sonthofen blicken auf zwölf Jahre erfolgreicher und vertrauensvoller Zusammenarbeit zurück. Gemeinsam setzten sie in den vergangenen Jahren Projekte zum Wohl der heimischen Waldstörche um. Hier sprechen Oetting und Farkaschovsky aus einem Mund: „Das ist gelebter Artenschutz.“