(30.01.2026) – Ottobeuren Die Bayerischen Staatsforsten führen ab kommenden Montag eine kombinierte Holzernte- und Verkehrssicherungsmaßnahme im Bannwald bei Ottobeuren durch. Durch die Ernte vor allem reifer Fichten erhält die in den Startlöchern stehende nächste Waldgeneration das dringend benötigte Licht zum Wachsen. Zum anderen werden gezielt geschädigte Eschen gefällt, die vom sogenannten Eschentriebsterben (ein importierter Pilz aus Asien) betroffen sind und aufgrund der vom Erreger verursachten Schäden an Wurzeln, Stamm und Ästen ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die Waldbesucher darstellen.
Die zu fällenden Bäume wurden vorab vom zuständigen Revierleiter Tobias Kraus ausgezeichnet. Die Schädigung der Eschen ist teilweise weit vorangeschritten: Vielfach sind neben den namensgebenden Triebschäden auch Stammfuß und Wurzeln von dem Pilz stark geschädigt. Nicht nur sind völlig unvermittelte Astabbrüche zu erwarten, auch ganze Bäume drohen unvermittelt umzustürzen, weil die Wurzeln keinen Halt mehr bieten. Gerade entlang und über den Wanderwegen müssen daher zusätzliche Eschen aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Forstbetriebsleiter Dr. Hermann S. Walter: „Ich verstehe, wenn Waldbesucher über die Hiebsmaßnahme nicht begeistert sind. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Die Fällung dient der Sicherheit von Waldbesuchern.“
Vielfach harrt unter den Eschen bereits die nächste Waldgeneration in Form von Tannen, Ulmen, Eiben, Buchen und Bergahorn aus und wartet auf mehr Licht. „Wo nötig werden unsere Waldarbeiter im Frühjahr offene Stellen mit weiteren Mischbaumarten auspflanzen“, so der zuständige Revierleiter Tobias Kraus. Der Förster freut sich über die gestiegene Baumartenvielfalt: „Je mehr Baumarten desto stabiler wird der Wald.“
Aus Sicherheitsgründen müssen während der Holzernte einzelne Waldwege und die angrenzenden Waldflächen jeweils kurzzeitig gesperrt werden: Schwerpunkt der Hiebsmaßnahme ist der Bereich westlich des in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Hauptkamms. Dieser und der östlich angrenzende Bereich bleiben für die Waldbesucher zugänglich. Der Forstbetrieb bittet alle Waldbesucher, die Sperrungen im Interesse der eigenen Sicherheit strikt zu beachten und bittet um Verständnis für die Holzernte und Sicherungsarbeiten. Die sandwassergebundenen Forstwege werden durch die Holzrückung sicherlich in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Wege werden nach Abschluss der Arbeiten im Laufe des Frühjahrs wieder instandgesetzt.