13. Juli 2026 Pegnitz – Frischer Wind und viel Engagement für den Wald der Zukunft: Mit Susanne Lorke und Silke Böttger haben zum 1. Juli zwei junge Forstexpertinnen die Leitung wichtiger Reviere im Forstbetrieb Pegnitz der Bayerischen Staatsforsten übernommen. Beide stehen für eine moderne, nachhaltige Waldbewirtschaftung und bringen zugleich viel Begeisterung für ihren Beruf mit.

 

Susanne Lorke (24) übernimmt die Leitung des Forstreviers Hufeisen Nord mit rund 2.300 Hektar Waldfläche. Die gebürtige Oberfränkin studierte Forstwissenschaften an der Technischen Universität Dresden in Tharandt und absolvierte anschließend ihren Vorbereitungsdienst in Unterfranken. Seit Februar unterstützte sie bereits den Forstbetrieb Pegnitz.

 

„Der Waldumbau ist eine spannende und wichtige Aufgabe“, sagt Lorke. Neben der Holzernteplanung gehören die Jagd, die Anlage von Feuchtbiotopen sowie die Pflege der Waldwege zu ihren Tätigkeiten. Besonders am Herzen liegt ihr die Entwicklung klimastabiler Mischwälder. „Verschiedene Baumarten einzubringen und den Wald fit für den Klimawandel zu machen, ist eine Aufgabe mit großer Verantwortung. Gleichzeitig sieht man die Ergebnisse der eigenen Arbeit über viele Jahre hinweg.“

 

Auch Silke Böttger (25) hat zum 1. Juli die Leitung des Forstreviers Bayreuth übernommen. Das rund 2.078 Hektar große Revier umfasst mehrere Waldflächen im Umfeld der Stadt Bayreuth, darunter die Hohe Warte und wie Wälder um das Schloss Fantasie in Eckersdorf. Nach ihrem Studium in Weihenstephan und dem gemeinsamen Vorbereitungsdienst mit Susanne Lorke startet sie nun ihre erste Revierleitung.

 

Während die Aufgaben in beiden Revieren ähnlich sind, steht im stadtnahen Bayreuther Revier die Verkehrssicherung stärker im Fokus. „Durch die Nähe zur Stadt und die hohe Besucherzahl haben wir viele Berührungspunkte mit Erholungssuchenden und Verkehrsteilnehmern“, erklärt Böttger. Besonders schätzt sie die Zusammenarbeit mit den erfahrenen Forstwirten vor Ort: „Von ihrem Wissen und ihrer langjährigen Erfahrung profitiere ich jeden Tag.“

 

Beide Revierleiterinnen eint die Freude an der Arbeit in und mit der Natur. Gleichzeitig verstehen sie ihre Aufgabe als aktiven Beitrag zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel. Dabei setzen sie auf Teamarbeit, fachlichen Austausch und eine enge Zusammenarbeit mit den Beschäftigten des Forstbetriebs.

 

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit Frau Lorke und Frau Böttger zwei engagierte und hervorragend ausgebildete Forstleute für unsere Reviere gewinnen konnten“, betont der Forstbetriebsleiter Frank Pirner. „Sie bringen Fachwissen, Motivation und neue Perspektiven mit und tragen dazu bei, unsere Wälder nachhaltig für kommende Generationen zu entwickeln.“

 

Der Forstbetrieb Pegnitz bewirtschaftet mit seinen neun Revieren zwischen Egloffstein, Plech, Bayreuth und Oberbibrach rund 18.900 Hektar Staatswald. Insgesamt sind dort 43 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Mit nun drei Revierleiterinnen zeigt sich auch im Forstwesen ein deutlicher Wandel: Der Beruf wird zunehmend weiblicher – und vielfältiger.

Zwei neue Revierleiterinnen fangen im Forstbetrieb Pegnitz an

Staffelstabübergabe am Forstbetrieb Pegnitz: Karin Eckert-Hetzel übergibt das Forstrevier Bayreuth an Silke Böttger und Susanne Lorke übernimmt das Revier Hufeisen Nord von Jeremias Pfiffner, der nach Zusmarshausen wechselt (v.li.). Forstbetriebsleiter Frank Pirner freut sich über die reibungslose Übergabe der Forstreviere und heißt die neuen Kolleginnen herzlich willkommen. Foto: Sebastian Bäumler, BaySF