Ein Harvester und ein Rückezug bei der Holzernte im Wald.

Bodenschonende Holzerntemaschinen im Einsatz im Wirlinger Wald – moderne Technik schützt empfindliche Waldböden. Foto: Florian Zeller, BaySF

09. Juni 2026, Buchenberg – Im Wirlinger Wald hat der Forstbetrieb Sonthofen der Bayerischen Staatsforsten in den vergangenen Wochen eine wichtige Erstdurchforstung in jungen Waldbeständen durchgeführt. Die betroffenen Flächen sind in den neunziger Jahren nach Windwurfereignissen wiederbewaldet worden und werden nun gezielt gepflegt, um ihre Entwicklung langfristig zu sichern.

 

Bei der Durchforstung werden einzelne Bäume entnommen, damit die verbleibenden sogenannten Zukunftsbäume mehr Licht, Platz und Nährstoffe erhalten. Dadurch verbessert sich die Stabilität der Bestände gegenüber Sturmereignissen und Trockenperioden deutlich. Gleichzeitig wird die Entwicklung klimastabiler Mischwälder aktiv gefördert.

 

„Ein wichtiger Bestandteil dieser Maßnahme ist die gezielte Förderung von Mischbaumarten“, erklärt Förster Florian Zeller, der den Staatswald im Wirlinger Wald betreut. „So stellen wir bereits heute die Weichen für die Baumartenzusammensetzung der Zukunft.“

 

Besonderes Augenmerk lag bei den Arbeiten auf dem Schutz des Waldbodens. Zum Einsatz kamen ein kompakter Harvester sowie ein leichter Rückezug, beide ausgestattet mit Raupenlaufwerken. Diese Technik reduziert durch eine größere Aufstandsfläche den Bodendruck und verhindert eine schädliche Verdichtung.

 

„Gerade im Wirlinger Wald ist das entscheidend“, betont Jann Oetting, Leiter des Forstbetriebs Sonthofen. „Aufgrund der vielen Moorflächen und feuchten Standorte legen wir hier großen Wert auf bodenschonendes Arbeiten.“

 

Der Forstbetrieb zeigt sich mit dem Verlauf der Maßnahme sehr zufrieden. Moderne Technik und naturnahe Waldbewirtschaftung ermöglichen es, Eingriffe effizient und zugleich umweltverträglich umzusetzen. Damit wird der Wirlinger Wald nachhaltig gepflegt und gezielt auf die Anforderungen des Klimawandels vorbereitet.