Forstbetrieb St. Martin, 02.11.2026 - Ein wichtiger Erfolg für den Wald der Zukunft: Der Forstbetrieb St. Martin konnte mit ausgelegten Netzen unter ausgewählten Altbuchen Buchensaatgut gewinnen. Aus zwei Beerntungsbeständen wurden die Bucheckern sogar mit einer Lastdrohne eines örtlichen Start-Ups herausgeflogen.

 

Insgesamt sind 236 Kilogramm Bucheckern zusammengekommen. Diese Bucheckern werden nun im Pflanzgarten der Bayer. Staatsforsten im oberbayerischen Laufen angesät und zu jungen Buchen herangezogen. Sie sind die Basis für baumartenreich gemischte und klimaresiliente Wälder. Die ganze Beerntung lief unter rechtlicher Begleitung der österreichischen Forstbehörden.

 


Forstbetriebsleiter Thomas Zanker und seine Förster blicken der Buchennachzucht mit Vorfreude, aber auch mit professioneller Spannung entgegen. Der vergangene Hitze- und Trockensommer stellt eine besondere Herausforderung dar. Vor allem die Lagerfähigkeit des Saatguts aber auch der Keimerfolg wird sich in den kommenden Monaten zeigen.

Rechnet man vorsichtig optimistisch mit einer durchschnittlichen Ausbeute von rund 500 vitalen Pflanzen pro Kilogramm Saatgut, ergibt sich eine beachtliche Prognose: Voraussichtlich können rund 120.000 junge Buchen aus dieser Ernte gezogen und ab dem Jahr 2028 an den Forstbetrieb ausgeliefert werden.

 


Die Buche gilt als klimaelastische und wichtige Baumart im heimischen Ökosystem. Mit dem gewonnenen Saatgut wird sichergestellt, dass auch in Zukunft genügend forstliches Vermehrungsgut zur Verfügung steht, um die Wälder fit für den Klimawandel zu machen. Die Auslieferung der gezogenen Jungpflanzen wird einen entscheidenden Beitrag zur Stärkung der bisher nadelholzdominierten Saalforstwälder leisten.

Saatguternte Buche

Geerntet wurden insgesamt rund 200 kg Buchensaatgut, dieses wurde mit einer Lastendrohne ins Tal geflogen. Bild: Bayerische Staatsforsten AöR.