Selbst nach dem Fällen brennt der Baumstamm noch. Er wurde vom Blitz getroffen und brannte innen.
07. Juli 2026, Kemnat – Dank eines aufmerksamen Waldbesuchers konnte ein Waldbrand im Staatswald bei Kemnat verhindert werden. Der Besucher bemerkte Rauch im Wald und informierte die zuständigen Stellen.
Zunächst wurde vermutet, dass die Rauchentwicklung durch Nebel entstanden sein könnte. Da der Waldbesucher jedoch auch den Geruch von verbranntem Holz wahrgenommen hatte, wurde die Meldung ernst genommen und umgehend überprüft.
Forstwirte des Forstbetriebs Weißenhorn fanden wenig später die Ursache: Eine Fichte war durch einen Blitzschlag getroffen worden und glimmte bereits von innen. Um eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern, wurde der Baum sofort gefällt.
„Wir haben den qualmenden Baum direkt gefällt, damit die Feuerwehr mit den Löscharbeiten beginnen konnte“, berichtet Forstwirt Thomas Mayer, der als Erster vor Ort war.
Gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Kemnat wurde der Brand schnell unter Kontrolle gebracht. Unterstützung kam auch von einem Landwirt aus der Region, der Wasser zur Einsatzstelle brachte. Dadurch konnten der brennende Baum und der umliegende Waldboden gründlich gewässert werden. So wurde sichergestellt, dass keine Glutnester oder Schwelbrände im Wurzelbereich zurückbleiben.
Försterin Lena Tausch vom Staatsforstrevier Oberrohr weist darauf hin, dass auch bei Regen Waldbrandgefahr bestehen kann: „Dieser Vorfall zeigt eindrucksvoll, dass Blitzschläge Brände auslösen können, selbst wenn die Witterung feucht erscheint. Wir danken dem aufmerksamen Waldbesucher und allen Helferinnen und Helfern für ihren schnellen Einsatz.“
Der Vorfall verdeutlicht, wie wichtig Aufmerksamkeit im Wald ist. Wer Rauch, Feuer oder ungewöhnliche Gerüche bemerkt, sollte dies umgehend melden. So können größere Schäden für Wald, Natur und Tiere verhindert werden.
Verkohlter Baumstumpf nach einem Blitzschlag im Staatswald bei Kemnat – dank schneller Hilfe konnte ein Waldbrand verhindert werden.