22. Oktober 2026, Ebrach – Im Forstbetrieb Ebrach der Bayerischen Staatsforsten läuft derzeit die Ernte von hochwertigem Saatgut heimischer Baumarten. Die Samen bilden die Grundlage für die Wälder von morgen und leisten einen wichtigen Beitrag zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel.

 

Besonders im Fokus stehen die seltenen Baumarten Elsbeere und Speierling. Beide gelten als klimaresilient und sollen künftig eine noch größere Rolle beim Aufbau stabiler Mischwälder spielen. Die beernteten Bäume zeichnen sich durch hohe Vitalität, gute Wuchsleistungen und eine besondere Anpassungsfähigkeit aus. Dadurch besitzt ihr Saatgut einen hohen Wert für die Forstwirtschaft und die Waldentwicklung.

 

Die Ernte erfolgt mit speziellen Netzen, die unter den Baumkronen ausgelegt werden. Die reifen Früchte fallen in die Netze und werden anschließend gesammelt. In einem weiteren Arbeitsschritt werden die Samen vom Fruchtfleisch getrennt, gereinigt und für die spätere Anzucht junger Bäume eingelagert.

 

Hinter jedem Kilogramm Saatgut steckt dabei viel Fachwissen, Erfahrung und Handarbeit. Das gewonnene Saatgut trägt dazu bei, dass auch kommende Generationen auf stabile, artenreiche und klimaangepasste Wälder bauen können.

 

Neben Elsbeere und Speierling gewinnt der Forstbetrieb Ebrach regelmäßig auch Saatgut aus ausgewiesenen Buchen- und Eichen-Saatgutbeständen im Staatswald. Die Ernte erfolgt unter strengen Qualitätsanforderungen und stellt sicher, dass hochwertiges Vermehrungsgut für die Zukunft der Wälder zur Verfügung steht.

 

Die Saatguternte ist damit ein wichtiger Baustein des Waldumbaus und der langfristigen Klimaanpassung der Wälder in Bayern.

Speierling Früchte in der Hand eines Försters

Die Früchte des Speierlings werden im Forstbetrieb Ebrach zur Saatgutgewinnung geerntet und bilden die Grundlage für widerstandsfähige Wälder von morgen. Foto: Bayerische Staatsforsten, Forstbetrieb Ebrach