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Die Theresienklause in der Almbachklamm

Theresienklause

Diese herrliche Wanderung im Berchtesgadener Land bietet Ihnen ein abwechslungsreiches Natur- und Landschaftserlebnis und je nach Lust, Laune und Kondition auch viele Varianten.

Die erste Attraktion befindet sich am Eingang der Klamm: Die historische, nach wie vor in Betrieb befindliche Marmorkugelmühle. In kleinen vom Wasser des Almbaches angetriebenen Mühlen werden seit dem 17. Jahrhundert die Steinrohlinge zu glänzenden Kugeln geschliffen. Die Kugelmühle ist gleichzeitig auch ein gastfreundliches Wirtshaus mit guter, regionaler Küche unmittelbar am großen Parkplatz.
Der im 19. Jahrhundert von englischen Pionieren durch die Almbachklamm gebaute, gut mit Geländern und Handseilen gesicherte Steig mit 32 Stegen und insgesamt 320 Stufen ist wunderschön. Zwischen engen Felswänden tost das Wasser neben oder unter Ihnen talabwärts.
Die Almbachklamm wurde bis 1964 zur Holzdrift genutzt. Das hierfür benötigte Wasser wurde mit einer am oberen Ende der Almbachklamm liegenden Staumauer, der sogenannten Theresienklause, in der heutigen Form erbaut 1834 – 1836, aufgestaut. Sie trägt den Namen der Gemahlin König Ludwigs I. von Bayern. Die erste dort erbaute Klause stammt aus der Zeit um 1690. Das Holz der umliegenden Bergwälder wurde über sogenannte Holzriesen in das Bachbett geworfen und mit dem Wasser aus der Staumauer bis zum Triftrechen an der Kugelmühle geschwemmt (= getriftet). Von dort wurde es zu den Salinen in Marktschellenberg und Berchtesgaden zum Salzsieden transportiert. Dies war für die Holzknechte eine sehr gefährliche und anstrengende Arbeit. Heutzutage ist der Staatswald mit einem guten Wegenetz erschlossen und die Holzabfuhr erfolgt durch moderne Lastkraftwagen.

Vom Eingang bis zur Theresienklause am oberen Ende der Klamm benötigen Sie ca. 1,5 Stunden. Von dort können Sie auf mehreren Wegen weiterwandern: 

  1. Den Weg wieder zurück durch die Almbachklamm zur Kugelmühle (etwa 1 Stunde). 
  2. Von der Theresienklause zur Kirche und Gastwirtschaft „Mesnerwirt“ in Ettenberg (1,5 - 2 Stunden) und zurück über den Fußweg durch die Hammerstielwand zur Kugelmühle (eine weitere Stunde). 
  3. Von der Theresienklause nach Maria Gern zur Berggaststätte „Dürrlehen“ (ca. 45 Min.). Von dort entweder zu Fuß über den sogenannten Bachwald zurück zur Kugelmühle (ca. 1,5 Stunden) oder mit dem Bus ab Hintergern zum Bahnhof Berchtesgaden und weiter mit der Linie Berchtesgaden – Salzburg bis zur Haltestelle Kugelmühle. Von dort ca. 5 Minuten zum Parkplatz.

Die „Insidervariante“:
Fahren Sie mit dem Bus von Berchtesgaden (Bahnhof) nach Maria Gern bis zur Haltestelle „Kirche“ und besuchen Sie die wunderschöne, barocke Wallfahrtskirche aus dem Jahr 1724. Von dort gehen Sie in rund einer Stunde über die Almwirtschaft Dürrlehen zur Theresienklause. Abschließend durchwandern Sie die Almbachklamm von oben. An der Kugelmühle angekommen, sind es dann nur noch 5 Minuten bis zur Bushaltestelle der Linie Salzburg – Berchtesgaden.

Für den Besuch der Almbachklamm ist Eintrittsgeld zu entrichten, da der Unterhalt des Steiges, insbesondere der zahleichen Brücken, sehr aufwändig ist (siehe Links).

Hinweise:
Bei allen Varianten ist gutes, festes Schuhwerk erforderlich, am besten Bergschuhe.
Für Besitzer der Berchtesgadener Kurkarte ist die Fahrt mit der öffentlichen Buslinie kostenlos!
Die Almbachklamm ist in den Wintermonaten wegen Vereisung komplett gesperrt.

Anfahrt

Mit dem Auto:
Fahren Sie von Berchtesgaden auf der B 305 Richtung Marktschellenberg. Zur Almbachklamm gelangen Sie, wenn Sie ca. 4 km nach Berchtesgaden der Beschilderung folgend nach links über eine Brücke fahren. Die Kugelmühle befindet sich unweit des Parkplatzes.

Wegbeschreibung

Vom Parkplatz aus folgen Sie bitte der Beschilderung zur Klamm und zur Theresienklause. Zum Mesnerwirt und der Kirche Ettenberg brauchen Sie nur den Schildern zu folgen. Der Rückweg zum Parkplatz ist ebenfalls ausgeschildert.