Jahresbericht 2017

Alles Wissenswerte über unser für das Geschäftsjahr 2017 übersichtlich für Sie aufbereitet.

GESCHÄFTSJAHR 2017

Juni

Spatenstich Windpark Reichertshüll

Mit einem symbolischen Spatenstich wurde nach sieben Jahren Planung im Raitenbucher Forst zwischen den Regierungsbezirken Mittelfranken und Oberbayern der größte Waldwindpark Bayerns, der Windpark „Reichertshüll“ der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Rückkehr der Flugkünstler

Bis Anfang der 1990er Jahre waren Fisch- und Seeadler aus Bayern verschwunden, seit 1992 steigen die Populationen in Bayern jedoch wieder stetig an. Allein in diesem Jahr kamen im bayerischen Staatswald 23 Fisch- bzw. Seeadler zur Welt. Grund genug für Vorstand Reinhardt Neft, um eine Beringung mehrerer Fischadler-Jungvögel zu Forschungszwecken im Revier Mitterteich des oberpfälzischen Forstbetriebs Waldsassen zu begleiten.
http://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/die-rueckkehr-der-flugkuenstler.html

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Juli

Große Mitarbeiterbefragung

Vom 11. bis 29. Juli waren alle Beschäftigten der Bayerischen Staatsforsten eingeladen, ihre Meinung über eine Mitarbeiterbefragung kund zu tun. Über einen Fragebogen konnten die Teilnehmenden ihrem Unternehmen auf diese Weise sagen, wie sie Ihren Arbeitsalltag erleben, was gut läuft und wo aus ihrer Sicht etwas verbessert werden sollte.

Neues Steigerwald-Magazin veröffentlicht

Nachdem der neue Baumwipfelpfad im Steigerwald mit mittlerweile knapp 140.000 Besuchern alle Erwartungen übertroffen hat, leisten die Bayerischen Staatsforsten mit dem neuen Regionalmagazin „Der Steigerwald“ einen weiteren Beitrag, um die Einzigartigkeit des Steigerwalds bekannt zu machen. Das neue Regionalmagazin zeigt dazu den Steigerwald in all seiner Vielfalt: die Wälder, die Landschaft, die Kultur, vor allem aber dessen Menschen.

August

Start-Tutorials

Nach den ersten beiden Erklärfilmen zum Thema „Baum fällen“ starten die Bayerischen Staatsforsten weitere Filme im Bildungszentrum Laubau gedreht. Als Reihe konzipiert, mit Vorspann, neuem Look und immer wiederkehrenden Akteuren, werden verschiedene forstliche Themen vorgestellt. Hier bspw. das richtige „Entrinden“ – gerade in der Borkenkäferhochzeit ein wichtiges Thema.

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Youtube-Channel der Bayerischen Staatsforsten

Biodiversitätspreis: Zwei Auszeichnungen für Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten

Unter dem Motto „Lebensraum Bayern“ vergibt der Bayerische Naturschutzfonds alle zwei Jahre den Bayerischen Biodiversitätspreis „Natur Vielfalt Bayern“. In diesem Jahr wurden gleich zwei Projekte von Kollegen mit dem jeweils zweiten Preis ausgezeichnet. Während Forstbetriebsleiter Wilhelm Seerieder vom Forstbetrieb München für das Projekt „Eremiten im Klosterwald Maria Eich“ prämiert wurde, erhielt Revierleiter Karl-Georg Schönmüller vom Forstbetrieb Arnstein die Auszeichnung für sein ehrenamtliches Artenschutzprojekt im zehn Hektar großen „Heiligenhölzchen“ in Güntersleben. Mit dem Preis will der Freistaat Bayern im Sinne der bayerischen Biodiversitätsstrategie das Bewusstsein für den Erhalt der Artenvielfalt stärken und dafür sorgen, dass das Engagement für dieses Anliegen anerkannt wird.

UN-Bericht betont Klimanutzen von Wäldern und Holz

Die Vereinten Nationen (UN) betonen in einem neu veröffentlichten Bericht die Bedeutung von Wäldern und Holzprodukten für den Klimaschutz. „Wälder stehen im Zentrum des Übergangs zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft, nicht nur wegen ihrer Doppelrolle als Senke und Quelle von Emissionen, sondern auch durch die breite Verwendung von Holzprodukten, die dazu beitragen, Produkte zu verdrängen, die auf der Nutzung fossiler Energieträger beruhen“, betonte der stellvertretende Generaldirektor für Forstwirtschaft bei der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO, René Castro-Salazar.

Den Bericht können Sie hier herunterladen

Nürnberger Reichswald: Sanddünen sind Gestein des Jahres

Zum Gestein des Jahres 2016 gewählt wurden die bis zu 40 Meter hohen Sanddünen im Nürnberger Reichswald bei Altdorf. „Die Sanddünen sind Relikte der letzten Eiszeit vor mehr als 10.000 Jahren und beeindruckende Symbole des Klimawandels“, betonte Roland Eichhorn, Leiter des Geologischen Dienstes am Landesamt für Umwelt.

Mehr Infos beim Landesamt für Umwelt

Wanderer sind aufgerufen Steinböcke zu melden

Gemeinsam mit den drei Projektpartnern Bayerischer Jagdverband, Bayerische Staatsforsten und Bund Bayerischer Berufsjäger hat der Landesbund für Vogelschutz (LBV) das Projekt „Alpensteinbock in Bayern“ gestartet. Jeder Naturfreund kann sich an diesem neuen Bürgerforscher-Projekt beteiligen und Steinbock-Sichtungen ganz einfach auf Meldebögen in vielen Berghütten eintragen oder über die LBV-Internetseite melden.

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September

Baumpatenschaft: Flughafen München lässt 5.000 Lärchen pflanzen

Auf Initiative der Flughafen München GmbH (FMG) ist der Wald in der Region Spitzingsee künftig um 5000 Lärchen reicher. Vier Waldarbeiter des Forstbetriebs Schliersee pflanzten die Lärchen im Valepp-Tal in schweißtreibender Lage auf 1400 Meter Höhe. Die kleinen Bäume aus dem Pflanzgarten der Bayerischen Staatsforsten in Laufen wurden hierfür per Lkw und Helikopter auf die Fläche gebracht und liefern einen Beitrag zur Erhöhung der Baumartenvielfalt am Forstbetrieb Schliersee. Als Anlass für die Baumpflanzaktion diente die Eröffnung des Satellitenterminals am Flughafen in diesem Frühjahr. Damals übernahm die FMG als Gastgeschenk für die Gäste der Einweihungsfeier eine Baumpatenschaft.

Oktoberfest 2016

Die Bayerischen Staatsforsten und das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie Partner aus der Holzbranche nutzten das Zentral-Landwirtschaftsfest in München,  um den Besuchern das Holzhandwerk näherzubringen.

Auf der neu gestalteten gemeinsamen Bühne präsentierten Holzhandwerksbetriebe und Verbände die vielfältigen handwerklichen Verwendungsmöglichkeiten des heimischen Rohstoffs Holz und luden die Besucher zum Mitmachen ein. Gezeigt wurden u.a. Schnitzereien mit der Motorsäge, moderne Schreiner- und Zimmererarbeiten, die Fertigung eines Einbaums oder das Schnitzen von Holzstielen.

Für die Bayerischen Staatsforsten ist Holz durch seine unvergleichlichen stofflichen und ökologischen Eigenschaften der Rohstoff der Zukunft, der zudem über eine nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes auf eine besonders schonende und naturnahe Form gewonnen werden kann.

Zur Meldung: http://www.baysf.de/bayerisches-zentral-landwirtschaftsfest

Magazin „Waldbau“ veröffentlicht

Holzbau fängt im Wald an. Genauer gesagt beim Waldbau. Unter Waldbau versteht der Förster, die Wälder so zu pflegen und zu bewirtschaften, dass diese die vielfältigen gesellschaftlichen Erwartungen an den Wald gut erfüllen können. Das Ergebnis ist ein naturnaher, ökologischer und nachwachsender Wertstoff, der gerade auch von Architekten wiederentdeckt wird. Und genau darum geht es in diesem Magazin: Bauen mit Holz. Vom visionären Großprojekt wie dem Gebäude der Fondation Louis Vuitton in Paris über ein Fußballstadion in Nizza bis hin zum Bauernhofmuseum von Schi-Olympiasieger Markus Wasmeier. Sie können das Magazin auf unserer Internetseite herunterladen und dort auch als Printausgabe bestellen.

Oktober

Brunner macht "Ammerleite" zum Naturwaldreservat

Als landesweit 160. Naturwaldreservat hat Forstminister Helmut Brunner die 76 Hektar große „Ammerleite“ bei Peiting im Landkreis Weilheim-Schongau unter Schutz gestellt. Im bislang von den Bayerischen Staatsforsten bewirtschafteten arten- und strukturreichen Mischwald an den Steilhängen von Ammer und Talbach finden sich nicht nur mächtige alte Tannen, Buchen sowie Edellaubbäume, sondern zudem jede Menge Totholz, das unter anderem seltenen Pilzen wie dem Tannenstachelbart Lebensraum bietet.

Eine Auswahl an Naturwaldreservaten finden Sie auf unserer Webseite.

Bayerische Staatsforsten starten Tannenoffensive

In Zeiten des Klimawandels forcieren die Bayerischen Staatsforsten weiter die Umwandlung von sturm- und klimaanfälligen Reinbeständen hin zu stabilen und gemischten Wäldern. Die Tanne ist eine Zukunftsbaumart, die hierbei eine wichtige Rolle spielen wird. „Wir wollen mit einer Tannenoffensive den Anteil der Tanne in den nächsten Jahrzehnten fast verdreifachen. Er soll bis 2050 von heute rund zwei Prozent auf sechs Prozent und im Gebirge auf deutlich über zehn Prozent steigen.

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Bauen – ausschließlich aus Holz?

In Berlin war die Ausstellung „Bauen mit Holz – Wege in die Zukunft“ zu sehen, die die gesamte Vielfalt des Bauens mit Holz aufgezeigt hat. Präsentiert wurden Bilder und Modelle von Bauwerken aus aller Welt, die nicht nur die Bandbreite der Holzverwendung demonstrierten, sondern auch einen Fingerzeig in die Zukunft des Bauens lieferten.

Die Ausstellung stellte zudem eine spannende These auf: Etwas mehr als ein Drittel der deutschen Jahresholzernte würde ausreichen, um das gesamte jährliche Neubauvolumen Deutschlands aus Holz zu errichten. Technisch gesehen ist der Holzbau gerade in einer rasanten Entwicklung. Die Verarbeitung eines der ersten Rohstoffe der Menschheit mit hochmoderner Technik führt zu immer neuen Realisierungsmöglichkeiten von Holzbauten und zu beeindruckenden Entwürfen und Konstruktionen.

Die Fichte ist Baum des Jahres 2017

Die "Baum des Jahres - Dr. Silvius Wodarz Stiftung" hat die Fichte als Baum des Jahres 2017 ausgerufen. Damit wurde vom Kuratorium erstmals der wichtigste Holzlieferant in Deutschland gewürdigt, da die Fichte die häufigste Baumart des Landes darstellt. Die Forstwirtschaft in Deutschland begrüßt diese Entscheidung, denn sie schärft den Blick für den Spagat, vor dem die Forstleute stehen: „Selbstverständlich wird sich an der Baumart Fichte gerieben, weil sie in der Vergangenheit zum Teil nicht an den richtigen Orten gepflanzt wurde. Die Fichte ist ein wichtiges Rückgrat für die heimische Forst- und Holzwirtschaft, sie schafft Arbeitsplätze im ländlichen Raum und trägt maßgeblich zum Klimaschutz bei, ist aber gleichzeitig vom Klimawandel bedroht“, sagt Georg Schirmbeck, Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates.

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Weitere ausführliche Informationen finden Sie unter www.baum-des-jahres.de

250.000 Besucher am Baumwipfelpfad Steigerwald

Ein gutes halbes Jahr nach der Eröffnung konnte am Baumwipfelpfad Steigerwald der Bayerischen Staatsforsten bereits der 250.000ste Besucher begrüßt werden.

Besonders in den Sommerferien, und auch in der klassischen Wanderjahreszeit Herbst herrschte Hochbetrieb auf Frankens erstem Baumwipfelpfad. „Ich erhalte von vielen Geschäftsleuten die Rückmeldung, dass seit der Eröffnung des Baumwipfelpfads deutlich mehr Besucher in den Steigerwald kommen“, zeigt sich der Bamberger Landrat Johann Kalb erfreut über die positive Außenwirkung. 

Das Leitungsteam des Baumwipfelpfads um Miriam Langenbucher will sich jedoch nicht auf dem Erfolg des ersten Jahres auszuruhen, und kündigt für das nächste Jahr bereits verschiedene Events wie zum Beispiel Konzerte oder Lesungen an.

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Zur Webseite des Baumwipfelpfads

27.10.2016
Forstminister Helmut Brunner startet Forschungsprojekt zur Jagd im Bergwald

Forstminister Helmut Brunner hat ein Forschungsvorhaben gestartet, das die Bejagung von Rehen, Hirschen und Gämsen in den bayerischen Bergwäldern optimieren soll. Das Projekt wird von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) gemeinsam mit den Forstbetrieben Bad Tölz und Ruhpolding der Bayerischen Staatsforsten durchgeführt und von international anerkannten Wildbiologen begleitet. Die hierbei gewonnenen Erkenntnisse sollen anschließend mit Informationen zum Jagdmanagement, zur Verjüngungssituation in den Wäldern oder zur Schutzwaldsanierung verknüpft und Jägern und Förstern als Entscheidungshilfe zur Verfügung gestellt werden. Wie Brunner in München mitteilte, soll das auf drei Jahre angelegte Projekt zu einer Versachlichung der Diskussionen über zu hohe oder zu niedrige Abschusszahlen beitragen.

Detailinformationen zum Forschungsvorhaben gibt es im Internet unter www.lwf.bayern.de/schalenwildprojekt

November

04.11.2016
Frankenwald ist Waldgebiet des Jahres 2017

Der Bund Deutscher Forstleute (BDF) hat den Frankenwald zum „Waldgebiet des Jahres 2017“ erklärt, da sich in „Bayerns grüner Krone“, wie die Wälder im Nordosten Bayerns auch genannt werden, zeigt, dass die Bayerische Biodiversitätsstrategie, die das Schützen und Nutzen zum Wohle von Mensch und Natur vereint, bestens funktioniert. Die Auszeichnung ist nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, nur folgerichtig: „Unsere Forstbetriebe in Nordhalben und Rothenkirchen leisten hervorragende ganzheitliche Arbeit. Die Wildkatze und der Schwarzstorch, die in den letzten Jahren wieder im Frankenwald heimisch geworden sind, sind für den hervorragenden Zustand des Frankenwaldes nur zwei Belege.“

Die Auszeichnung für die Wälder ist somit gleichzeitig auch eine Auszeichnung für Förster und Forstbeschäftigte in Nordbayern.

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15.11.2016
Brennholzportal ist online!

Mittlerweile ist es bei den Bayerischen Staatsforsten auch möglich, Brennholz über das Internet zu beziehen. Das hierfür eingerichtete Online-Portal auf der Internetseite der BaySF gibt nicht nur Brennholzkunden einen Überblick über die verfügbaren Sortimente und Bereitstellungsarten, sondern bietet zudem die Möglichkeit, direkt die gewünschte Menge und Baumart beim Forstbetrieb anzufragen. Die einzelnen Bestellmöglichkeiten sind dabei auf den Microsites der Forstbetriebe zu finden, also unter www.baysf.de/NameForstbetrieb.

Das Brennholzportal ist auch unter www.baysf.de/brennholzportal bzw. www.brennholzportal-bayern.de erreichbar.

Dezember

Waldweihnacht mit den Bayerischen Staatsforsten

Christbäume zum Selberschlagen, Verkauf von Wildbret, Schmuckreisig, Basteleien und Motorsägen-Schnitzkunst oder einfach nur in besinnlicher Atmosphäre gemütlich Beisammensein mit Glühwein oder Punsch in weihnachtlichem Wald-Ambiente: Unsere Forstbetriebe waren auch dieses Jahr wieder in ganz Bayern mit zahlreiche weihnachtlichen Aktionen aktiv.

Ein weiteres Highlight war auch dieses Jahr wieder der BaySF-Adventskalender, der mit liebevollen und ideenreichen Geschenken großen Anklang bei den Teilnehmern fand.

Ein Christbaum für Berlin

Natürlich aus Bayern, genauer gesagt aus dem Forstbetrieb Schliersee, stammt im Jahr 2016 der Christbaum der Bayerischen Vertretung in Berlin. Der Leiter der Staatskanzlei, Staatsminister Marcel Huber, bedankte sich herzlich beim damaligen Leiter des Vorstandsbüros der Bayerischen Staatsforsten, Jörg Meyer, für die neun Meter hohe prächtige Tanne.

Februar

Biathlon-Meisterschaft der bayerischen Förster

Knapp 100 Forstbeschäftigte, Waldbesitzer und ihre Angehörigen aus ganz Bayern trafen sich dieses Jahr zum Forstbiathlon in Fichtelberg - Neubau. Diese Breitensport-Veranstaltung, die neben der sportlichen Herausforderung auch ein Wiedersehen mit Freunden und Kollegen bietet, findet alljährlich an wechselnden Orten Bayerns statt und wurde diesmal nach vier Jahren wieder vom Forstbetrieb Fichtelberg der Bayerischen Staatsforsten ausgerichtet.

Auch Reinhardt Neft, Vorstand bei den Bayerischen Staatsforsten, ließ es sich als regelmäßiger Teilnehmer am Forstbiathlon nicht nehmen, gemeinsam mit den anderen Sportlern seine Spur über die anspruchsvolle Strecke zu ziehen. Die gut besuchte Veranstaltung wurde unterstützt von der Bayerischen Forstverwaltung, den Bayerischen Staatsforsten, dem Skiclub Neubau und zahlreichen Sponsoren aus der Region.

Bergwald hilft mit Sicherheit

Rund 160 000 Hektar Bergwald bewirtschaften die Bayerischen Staatsforsten zwischen den sanften Voralpengipfeln bei Oberstaufen im Westallgäu und den hochalpinen Steilhängen im Berchtesgadener Land. Fast zwei Drittel dieses Bergwalds erfüllen die Funktion des Schutzwalds, für Wege und Straßen, für Infrastruktur und Siedlungen, für Urlaubsorte und Naherholungsgebiete. Den Schutzwald erhält man am besten mit geeinten Kräften.

Deswegen starteten die Bayerischen Staatsforsten auch dieses Jahr wieder die Aktion Schutzwald, bei der wir uns zusammen mit dem Deutschen Alpenverein und der Bayerischen Forstverwaltung für den Schutzwald in den bayerischen Alpen einsetzen. Viele hundert Freiwillige helfen alljährlich seit über 30 Jahren dabei, den Bergwald zu verjüngen und zu sanieren, Jagdeinrichtungen zu bauen und instand zu halten. Denn immer noch können rund zehn Prozent des bayerischen Schutzwalds ihre Funktion nicht ausreichend erfüllen.

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Wertholzsubmission Südostbayern feiert Jubiläum mit Rekordstamm

Bei der 20. Wertholzsubmission Südostbayern in Waging am See konnten die Bayerischen Staatsforsten dieses Jahr einen Rekordstamm aufbieten. Von den insgesamt rund 310 angebotenen Festmetern Laub- und Nadelholz erzielte ein Bergahorn aus dem Revier Isen des Forstbetriebs Wasserburg den Rekordpreis von 14.847 €.

Damit war die „Braut“, wie der teuerste Stamm der Versteigerung auch genannt wird, der teuerste Stamm seit Bestehen der Südostbayern Submission. Der Grund für dieses enorm hohe Gebot ist die seltene Wuchsform dieses Ahorns, die sogenannte Riegelung. Der daraus resultierende wellige Wuchs ergibt ein spezielles Muster, das besonders für die Herstellung von Furnieren sehr begehrt ist.

März

Trekking in Bayern: Start im Spessart

Bereits im letzten Jahr wurden im Spessart Trekkingplätze durch die Bayerischen Staatsforsten und den Spessartbund angelegt, ab jetzt können sie auch online unter www.trekking-bayern.de gebucht werden. Auf der Webseite finden sich auch alle Regeln und Tipps rund ums Trekking im Spessart. Die zwei Zeltplätze im Gebiet des Forstbetriebs Rothenbuch liegen mitten im Wald und sind für Wanderer gedacht, die auf ihrer Spessarterkundung die Natur in vollen Zügen und ohne größeren Luxus erleben wollen. "Der Spessart bietet schon lange hervorragende Voraussetzungen für Wanderbegeisterte, jetzt wird das Gesamtpaket mit den neuen Trekkingplätzen abgerundet", so Dr. Gerrit Himmelsbach, 1. Vorsitzender des Spessartbundes.

Schwedische Forstchefs zu Besuch im Staatswald

Eine hochrangige Delegation vom staatlichen Forstunternehmen Sveaskog, einem der bedeutendsten europäischen Forstunternehmen sowie größter Waldbesitzer Schwedens, ist zu einem Erfahrungsaustausch nach Bayern gereist, um sich über die naturnahe Bewirtschaftung der bayerischen Staatswälder zu informieren. Thematisiert wurden hierbei Punkte wie Waldinventur, Forsteinrichtung, Verjüngungsstrategien, Jagd, moderne Forsttechnik und die Auswirkungen des Klimawandels auf den Waldumbau. Ganz besonders interessierten sich die schwedischen Förster für den Dauerwald-Gedanken wie er von den Bayerischen Staatsforsten im Rahmen der naturnahen Forstwirtschaft praktiziert wird, da in Schweden die Waldbewirtschaftung noch immer in Form von Kahlschlägen erfolgt. „Die Forstwirtschaft in Bayern ist sehr intensiv damit beschäftigt, wie sie noch besser werden kann, vor allem im Bereich des Waldnaturschutzes. Die selektive, einzelbaumweise Holzernte etwa ist für uns von großem Interesse“, resümierte Per-Olof Wedin, Vorstandsvorsitzender von Sveaskog.

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April

Biodiversität in bewirtschafteten Wäldern

Eine interessante und sehr positive Entwicklung nimmt die Biodiversität in bewirtschafteten Wäldern. Das ist eines der Ergebnisse des 2. Wissenschaftlichen Symposiums Ende März im Steigerwaldzentrum bei Handthal. Wissenschaftler haben ermittelt, dass das Naturschutzkonzept der Bayerischen Staatsforsten die Biodiversität in den Wäldern verbessert und den Unterschied zu nicht bewirtschafteten Wäldern schrumpfen lässt.

Eine Zusammenfassung des Symposiums und einen Link zu den Vorträgen des Symposiums finden Sie auf unserer Webseite.

Meilenstein für den Naturschutz im Wald

Die Bayerischen Staatsforsten haben ihr Versprechen eingelöst und fristgerecht für alle ihre 41 Forstbetriebe ein Regionales Naturschutzkonzept erstellt und im Internet veröffentlicht. Über die Website www.baysf.de/naturschutz können diese nun mit wenigen Klicks heruntergeladen werden. Sie stehen damit jedem interessierten Bürger zur Verfügung und geben transparent und umfassend Auskunft über die naturschutzfachlichen Grundlagen jedes staatlichen Forstbetriebs, wie etwa geschützte (Wald-) Biotope, Schutzgebiete oder bedeutende Artvorkommen sowie Ziele und Maßnahmen für deren Erhalt bzw. Weiterentwicklung. 

Mai

BaySF auf neuen Wegen: Instagram

Nachdem sich Interessierte bereits seit Längerem regelmäßig bei Facebook, Youtube, Twitter und Flickr über das aktuelle Geschehen bei den Bayerischen Staatsforsten informieren konnten, haben wir seit diesem Jahr einen weiteren Kommunikationskanal erschlossen. So können sich unsere Besucher seit Mai auch bei Instagram an interessanten Neuigkeiten und beeindruckenden Bildaufnahmen rund um den bayerischen Staatswald erfreuen.

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Forstvereinstagung in Regensburg

Unter dem Motto „Die Welt braucht Wald!“ fand vom 17. bis 21. Mai 2017 die 68. Forstvereinstagung nach 116 Jahren wieder in Regensburg statt. Anlässlich der bundesweit größten Forsttagung diskutierten über 1.100 Teilnehmer aus staatlichen und privaten Forstverwaltungen, Wissenschaft, Forstpolitik, Holz- und Forstwirtschaft und Naturschutz über die Zukunft der Wälder und ihre nachhaltige Nutzung. Fachliche Seminarreihen, ein Waldmarkt auf dem Regensburger Neupfarrplatz sowie eine hochrangig besetzte Podiumsdiskussion lieferten beste Unterhaltung für die Besucher. Mehr als 50 Halb-, Ein- und Zweitagesexkursionen führten die Tagungsteilnehmer zudem zu Zielen in der Oberpfalz, in ganz Bayern sowie in Tschechien und Österreich. Hier wurden anhand konkreter Beispiele die Problemstellungen und Herausforderungen der multifunktionalen Forstwirtschaft ganz praktisch diskutiert.

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Juni

20.06.2017
Holzbau bei den Bayerischen Staatsforsten

Dass Holz ein hochmoderner Werkstoff ist, sieht man vor allem beim Hausbau. Balken und Latten waren früher in Länge und Breite auf die Maße eines Baumes begrenzt. Heute kann man Holzmodule in jeder gewünschten Größe herstellen und so auch bei anspruchsvollen Bauten auf den klimafreundlichen Rohstoff Holz zurückgreifen. Dass die Bayerischen Staatsforsten ebenfalls auf die positiven Eigenschaften von Holzbauten setzen, sieht man bereits bei einer ganzen Reihe von modernen Bauvorhaben. So sind beispielsweise die Anbauten der Forstbetriebe in Burglengenfeld, Wasserburg und Heigenbrücken ebenso mit Holz realisiert wie der Baumwipfelpfad Steigerwald und der Umbau der Unternehmenszentrale in Regensburg, der aus einem schmucklosen 60er Jahre Bau eine wahre Vorzeigezentrale der Bayerischen Staatsforsten gemacht hat. Gerade in der modernen Welt von Nanotechnologie, Robotik und dem Internet beginnt gerade so richtig das Holzzeitalter.

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