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Ein Hauch von Hochwald am Stadtplatz

Sie brachten den diesjährigen Christbaum auf den Regener Stadtplatz: (v. l. n. r.) Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl, Regens Bauhofleiter Matthias Muhr, Bürgermeister Andreas Kroner und die Bauhofmitarbeiter Martin Moser und Stefan Weikl (Foto: Fuchs).

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Der große Regener Christbaum kommt diesmal vom Hennenkobel - die Bayerischen Staatsforsten haben ihn gestiftet.

30. November 2020, Bodenmais - Dicht gewachsen, nicht zu behäbig-breit und trotzdem stattlich: Der Christbaum, der seit dem Dienstag auf dem Stadtplatz in Regen steht, dürfte im langjährigen Vergleich der Stadtplatz-Bäume einen der vorderen Plätze belegen. Da wird es des Kreisstädters Stolz schon verkraften, dass ausgerechnet dieser Baum nicht wie üblich als Spende von einem Gartenbesitzer oder Waldbauern aus dem Stadtgebiet kommt. Sondern aus Zwiesel.

"In diesem Jahr war nichts Passendes dabei", räumen Bürgermeister Andreas Kroner und Bauhof-Chef Matthias Muhr ein, die sich einige "Kandidaten" im Stadtgebiet angeschaut hatten. Der Ort ist freilich anspruchsvoll: Der weiträumige Stadtplatz verlangt schon eine gewisse optische Wucht, soll der Baum nicht kläglich aussehen.

In seiner ersten Vorweihnachtszeit auf dem Chefsessel im Rathaus wollte Kroner keine riskanten Kompromisse und keine spöttischen Kommentare. Und so ging er auf Nummer sicher und nahm Kontakt zu Jürgen Völkl auf, Leiter des Forstbetrieb der Bayerischen Staatsforsten in Bodenmais und als solcher mit einer schönen Auswahl an geeigneten Tannen gesegnet. Völkl wusste Rat und bat die Regener Christbaum-Findungsgruppe um Bürgermeister Kroner und Bauhofchef Muhr in einen Altholzbestand am Hennenkobel bei Rabenstein, wo derzeit Holzarbeiten laufen. "War gar ned so leicht", sagt Muhr, denn die Entscheidung unter mehreren gutgewachsenen Bäumen überließ der Forstbetriebschef den Regenern. Auf etwa 40 bis 45 Jahre schätzt Völkl die gewählte Tanne, die Äste bis zum Boden hat. "Man schaut schon, dass so ein Baum nahe an der Forststraße steht", sagt er zur "Christbaum-Ernte." Denn anders als bei der forstlichen Holzernte kann der Baum ja nicht Hunderte von Metern durch den Wald geschleift werden, die Äste würden abbrechen.

Mit einem Kran-Lastwagen der Zimmerei Ernst brachten die Bauhofleute Matthias Muhr, Martin Moser und Stefan Weikl den Baum nach Regen. Am Mittwoch werden die Lichterketten und ein neu angefertigter Stern die Tanne in einen Weihnachtsbaum verwandeln.