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Bayerische Staatsforsten erzielen bestes Ergebnis der Unternehmensgeschichte

Regensburg/München, 19. Oktober 2012 – Auf der heutigen Bilanzpressekonferenz stellten der Aufsichtsratsvorsitzende, Staatsminister Helmut Brunner, und der Vorstand der Bayerischen Staatsforsten, Dr. Rudolf Freidhager und Reinhardt Neft, die erfolgreiche Bilanz der Bayerischen Staatsforsten des vergangenen Geschäftsjahrs 2012 (1. Juli 2011 – 30. Juni 2012) vor. Mit einem Umsatz von insgesamt 394,5 Mio. € und einem Jahresüberschuss von 83,6 Mio. € erzielte der größte deutsche Forstbetrieb das beste Ergebnis in seiner Geschichte und konnte daher auch eine Rekorddividende von 79,6 Mio. € an den Freistaat ausschütten.

Aufgrund der guten Holzmarktlage wurde der nachhaltig mögliche Hiebsatz von 5,2 Mio. Festmeter voll ausgeschöpft. Die naturalen Vorgaben in Bezug auf Kulturen, Wege und Waldpflege wurden übererfüllt, hohe Investitionen in Wald und Unternehmen getätigt. Forstminister Helmut Brunner äußerte sich daher auch mehr als zufrieden über das Geschäftsjahr: „Das letzte Jahr ist in jeder Hinsicht hervorragend gelaufen. Denn neben dem Spitzenergebnis im wirtschaftlichen Bereich steht das Unternehmen auch ökologisch gut da: Der Holzvorrat steigt, der für die Artenvielfalt wichtige Totholzanteil nimmt zu und es gibt immer mehr Laubholznaturverjüngung und Mischwälder. Damit zeigt sich einmal mehr, dass wir mit unserem Ansatz einer integrativen, naturnahen Forstwirtschaft auf ganzer Fläche auf dem richtigen Weg sind.“

Unternehmenswert gesteigert, hohe Dividende ausgeschüttet
Seit Gründung der Bayerischen Staatsforsten ist das Unternehmen zunehmend profitabel. Die guten Ergebnisse wurden genutzt, um hohe Rücklagen zu bilden. Auch in diesem Geschäftsjahr wurde mit Einzahlungen von insgesamt 14 Mio. € in den Alterssicherungsfonds, aus dem in Zukunft die Hälfte der zu erwartenden Pensions- und Beihilfeforderungen bestritten werden sollen, und 13,4 Mio. € Rückstellungen nach dem Bilanzmodernisierungsgesetz (BilMoG) weit über das vorgeschriebene Maß hinaus für die Zukunft vorgesorgt. Bei BilMoG handelt es sich um das Gesetz zur Modernisierung des Bilanzrechts aus dem Jahr 2011, nach dem sich die zukünftigen Pensions- und Beihilfeverpflichtungen der Bayerischen Staatsforsten um 41,3 Mio. € erhöht haben. Gleichzeitig wurde mit 17,4 Mio. € so viel in das Unternehmen (Wege, Gebäude, Dienstwagen) investiert wie nie zuvor. Die Investitionen waren fast doppelt so hoch wie die Abschreibungen mit 8,8 Mio. €, der Wert des Unternehmens wurde damit abermals gesteigert. Zusätzlich wurden 4 Mio. € in die Gewinnrücklage eingestellt. „Wir freuen uns, mit 79,6 Mio. € eine hohe Gewinnabführung an den Freistaat leisten zu können. Davon profitieren alle Bürgerinnen und Bürger in Bayern“, so der Vorstandsvorsitzende Dr. Rudolf Freidhager. Die guten Ergebnisse sind möglich, weil im süddeutschen Raum, Österreich und Tschechien aufgrund der sehr hohen Sägewerksdichte hohe Rundholznachfrage besteht. Die hohe Nachfrage hat zu hohen Preisen geführt. Diese Nachfrage ist in Zeiten ohne Sturm- und Käferholz nicht zu befriedigen.

Das Wetter spielte mit
Das vergangene Geschäftsjahr hätte aus forstlicher Sicht nicht besser sein können: Der regenreiche Sommer erschwerte die Ausbreitung des Borkenkäfers – zudem gab es keine anderen extremen Witterungsereignisse, die sich negativ auf Geschäftsverlauf und Geschäftserfolg auswirken konnten. Der rückläufige Trend beim Schadholz hat sich damit im letzten Geschäftsjahr fortgesetzt. Die 2011 angefallenen 440.000 Festmeter konnten mit 373.000 Festmeter im Berichtszeitraum nochmals deutlich unterschritten werden. Gründe hierfür sind neben der guten Witterung vor allem das erfolgreiche Borkenkäfer-management des Unternehmens. Zudem zeigen sich Erfolge beim Waldumbau, der 2012 mit 2.132 ha Neukulturen erneut auf hohem Niveau fortgesetzt wurde: Die jungen Altersklassen weisen heute einen zunehmend hohen Laubholzanteil auf. Vor dem Hintergrund hoher Investitionen in den letzten Jahren in Kulturen und angesichts der positiven Verjüngungssituation in den Wäldern kann künftig vermehrt auf die ökologisch hochwertigere Naturverjüngung gesetzt werden. „Es freut uns, dass sich die Anstrengungen des Waldumbaus lohnen und der Erfolg des Programms immer deutlicher wird“, so der für Waldbau zuständige Vorstand Reinhardt Neft.

Beruf und Familie
Den Bayerischen Staatsforsten bekennen sich zu einer familienfreundlichen Personalpolitik. Mit dem anerkannten Zertifikat „Audit berufundfamilie“, das das Unternehmen 2012 erhalten hat, wurden die Anstrengungen des Unternehmens nun honoriert. Mit dem Audit will das Unternehmen die eigene Attraktivität als Arbeitgeber steigern, damit gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bleiben und neue qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewonnen werden können: 2012 waren es insgesamt 14 Nachwuchsförster, die zu den Bayerischen Staatsforsten gestoßen sind.

Weitere Informationen zum Geschäftsjahr 2012 der Bayerischen Staatsforsten entnehmen Sie bitte dem Statistikband 2012, den Sie ab Ende nächster Woche auf www.baysf.de herunterladen können. Der gedruckte Jahresbericht 2012 erscheint Anfang November.

Das Geschäftsjahr 2012 im Überblick:

Naturale Eckdaten

Neukulturen: 2.132 Hektar (Geschäftsjahr 2011: 2.224 Hektar)
Pflege junger Wälder: 8.688 Hektar (GJ 201: 8.669 Hektar)
Holzeinschlag: 5,24 Mio. fm (GJ 2011: 5,14 Mio. fm)
Schadholzmengen: 0,37 Mio. fm (GJ 2011: 0,44 Mio. fm)
Zuwachs: 6,1 Mio. fm (GJ 2011: 6,1 Mio. fm)

 

Wirtschaftliche Eckdaten

Gesamtumsatz: 394,5 Mio. € (GJ 2011: 353,1 Mio. €)
Jahresüberschuss: 83,6 Mio. €  (GJ 2011: 63,0 Mio. €)

 

Beschäftigte (per 30.06.): 2.782 Personen (GJ 2011: 2.836 Personen)