20. Juli 2026, Nürnberg – Eine besondere Auszeichnung für eine außergewöhnliche Persönlichkeit des Nürnberger Reichswaldes: Der langjährige Revierleiter des Forstreviers Zerzabelshof, Hans-Joachim Ulrich, wurde vom Bund Naturschutz in Bayern mit der Reichswaldmedaille ausgezeichnet.
Die Verleihung erfolgte im Rahmen des diesjährigen Reichswaldfestes und stellt eine besondere Würdigung seiner jahrzehntelangen Arbeit für den Reichswald dar. Mit Hans-Joachim Ulrich erhält erstmals ein (ehemaliger) Revierleiter der Bayerischen Staatsforsten diese renommierte Auszeichnung.
Ralf Straußberger, Waldreferent des Bund Naturschutz in Bayern, würdigte die fast 40-jährige Amtszeit von Hans-Joachim Ulrich in „seinem“ stadtnahen Forstrevier („Hotspot“) als eine Ära, die geprägt war von der angenehmen und zugewandten Art im persönlichen Umgang: „Wer mit Hans-Joachim Ulrich zusammengearbeitet hat, spürte sofort: Das ist jemand der zuhört, vermittelt und Brücken baut – zwischen Kolleginnen und Kollegen ebenso wie zwischen den unterschiedlichen Interessen hier im Reichswald.“ Sein Wirken im Revier sei in vielerlei Hinsicht herausragend gewesen. „Gerade in einem Gebiet, das in der Öffentlichkeitsarbeit besonders herausfordernd ist, hat Achim Ulrich es verstanden die Forstwirtschaft verständlich zu erklären und Vertrauen zu schaffen“, so Straußberger.
In die vielschichtigen Aufgaben von „Achim“, wie Ulrich im Kollegenkreis liebevoll genannt wurde und wird, gehörte stets auch die Vorbereitungen des Festplatzes des Reichswaldfestes, das seit dem letzten Jahrhundert eine feste Größe und ein wichtiger Termin im Kalender der Stadt und des Umlandes geworden ist. Mit der Würdigung hier schließt sich also mehr als nur ein Kreis.
„Den Forstbetrieb Nürnberg freut und ehrt die hochverdiente Auszeichnung des Kollegen außerordentlich“, erklärt auch Forstbetriebsleiter Johannes Wurm. „Hans-Joachim Ulrich steht für eine Generation, die den Waldumbau im Reichswald entscheidend geprägt hat und der wir in und um Nürnberg unheimlich viel verdanken.“ Ohne die Leistungen der Kollegen stünde der Reichswald heute ganz anders da. Besonders wertvoll sei aus Sicht des Forstbetriebs, dass der Bund Naturschutz mit der Verleihung die Lebensleistung eines Kollegen anerkennt und würdigt, der sich über viele Jahre hinweg mit großem persönlichem Engagement für den Wald und die Menschen eingesetzt hat.
Neben Hans-Joachim Ulrich wurde Tom Konopka mit der Reichswaldmedaille geehrt, der als langjähriger Regionalreferent vom Bund Naturschutz unter anderem die SandAchse im Reichswald vornagetrieben hat und auch häufig mit Ulrich im Austausch stand.
Eine zusätzliche Würdigung erhielt Ulrich nach der Preisverleihung noch von der Ortsgruppe der Deutschen Interessengemeinschaft Mountainbike DIMB, mit der zuletzt viel Austausch wegen des Bikeparks Schmausenbuck im Revier Zabo bestand: Sprecher Markus Bader überreichte Hans-Joachim Ulrich einen bei Trailbau-Arbeiten zutage gekommenen alten „Forstrisser“, mit dem früher die Fixlängen von Baumstämmen bemessen wurden.
Verleihung der Reichswaldmedaille 2026, im Bild von links: Johannes Wurm (Leiter Forstbetrieb Nürnberg), Prof. Dr. Hubert Weiger (BN-Ehrenvorsitzender), Hans-Joachim Ulrich (Revierleiter Zabo. i. R.), Tom Konopka (BN-Regionalreferent Mfr. i. R.), Dr. Ralf Straußberger (BN-Jagd- und Waldreferent), Annemarie Räder (stellv. Landesbeauftragte).
Foto: Sebastian Linstädt, BaySF
Von DIMB-Sprecher Markus Bader (re.) bekam Ulrich einen alten „Forstrisser“
überreicht, der bei Trailbau-Arbeiten zutage kam. Foto: Sebastian Linstädt