Folgen des Eschentriebsterbens im Buxheimer Wald (Foto: BaySF).
22. Januar 2026, Ottobeuren – Der Forstbetrieb Ottobeuren der Bayerischen Staatsforsten führt im Buxheimer Wald ab dem 26. Januar Holzerntemaßnahmen durch. Ziel sind baumartenreiche und stabile Wälder, die den zu erwartenden Klimaveränderungen und Wetterextremen wie Trockenheit und Sturm standhalten können. Gleichzeitig sind gerade im Umfeld des Unteren Buxheimer Waldweihers zusätzlich Damm- und Verkehrssicherungsmaßnahmen in erheblichem Umfang erforderlich, um die Dammstabilität und die Sicherheit der Waldbesucher zu gewährleisten.
„Das Eschentriebsterben hat die zahlreichen teils über 30m hohen Eschen stark geschädigt: Durch Stamm- und Wurzelfäule verlieren die Bäume reihenweise ihre Stabilität und stürzen um. Dies ist vor Ort auch von Nichtforstleuten schnell zu erkennen“, so der zuständige Revierleiter Ludwig Hankele. Zusätzlich müssen am historischen Damm des unteren Waldweihers zahlreiche Bäume entnommen werden, die in Richtung des Weihers hängen und bei Umsturz den Dammkörper schädigen könnten. „Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen“, so Forstbetriebsleiter Dr. Hermann S. Walter. Der schmale Dammkronenweg mit dem alten Baumbestand ist bei den Waldbesuchern sehr beliebt. „Wir bitten um Verständnis für die Baumfällungen: Der Hochwasserschutz der Gemeinde Buxheim geht vor.“ Mit Blick auf die farblichen Markierungen der Bäume vor Ort erklärt Revierleiter Hankele: „Rot markiert sind zu entnehmende Bäume, Bäume mit einem gelben Ring sind sogenannte Zukunftsbäume und bleiben erhalten. Die entnommenen Bäume schaffen Platz im Kronenraum. Dieser lässt die geförderten Bäume besser wachsen. Dadurch wird das Dickenwachstum und damit die Stabilität dieser Bäume erhöht.
Die Holzerntemaßnahmen werden mit bestandsschonender Technik durchgeführt. Gleichwohl lassen sich Schäden an den Forstwegen durch die Rückung der schweren Hölzer kaum vermeiden. Die gewohnte gute Wegequalität wird nach Abschluss der Holzerntemaßnahmen wiederhergestellt.
Im Zuge der Holzernte kann es zu vorübergehenden Sperrungen einzelner Wegeabschnitte und Waldbereiche kommen. Diese sind notwendig, um die Sicherheit der Waldbesucherinnen und Waldbesucher zu gewährleisten. Der Forstbetrieb bittet um konsequente Beachtung der Hinweisschilder und Absperrungen sowie um Geduld und Verständnis für etwaige Einschränkungen während der forstlichen Arbeiten.