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Kanutour auf der Loisach von Farchant bis Schönmühl

„Loisach 1-04-2008 15-51-00“ von Paul Hermans aus nl. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/ File:Loisach_1-04-2008_15-51-00.JPG#/media/File:Loisach_1-04-2008_15-51-00.JPG

Eine Kanutour auf der Loisach, beginnend in Farchant bis nach Schönmühl bei Penzberg, führt an sehr ursprünglich anmutenden Ufern vorüber. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sich die Loisach auf weiter Strecke durch Moose und Filze (Murnauer Moos, Loisach-Kochelsee-Moos, Filze bei Sindelsdorf) ihren Weg bahnt. Ganz überwiegend säumen schmale Weichholzstreifen den Flusslauf. Doch auch wenn die umgebende Natur den Kanufahrer ins Schwärmen bringen mag – träumen sollte man im fahrenden Boot nicht! Es gibt zahlreiche Felsblöcke und Flachwasserzonen (aufgeworfene Kiesbänke) in der Loisach, außerdem ist auf die Stromschnellen an den Wehren sowie Kehrwasser zu achten. Die erste wirkliche Herausforderung – gerade auch bei Niedrigwasser – stellt das Wehr nach der Autobahnbrücke bei Großweil dar. Die Fahrrinne, durch welche das Wasser relativ unaufgewühlt, dafür umso rascher fließt, ist hier der Weg der Wahl. Empfehlenswert erscheint, gerade diese Stelle vor der Tour einmal zu besichtigen.

Weiter geht es auf der Loisach zwischen Großweil und Kleinweil hindurch. Von hier ab bis zur Mündung in den Kochelsee gibt es einige Blockstellen, die mit Vorsicht zu befahren sind. Bei der Durchquerung des Sees genießt man bei klarem Wetter einen phantastischen Blick auf das Estergebirge. Im Sommer lohnt der Abstecher hinein in den Bergschatten am Felsenkeller an der Nordwestseite des Sees: Hier ist der Kochelsee am tiefsten und von den Felsen hinab weht eine angenehme Kühle.

Der Auslauf der Loisach aus dem See bei Kochel wird bei genügend hohem Wasserstand keine Probleme verursachen. Wieder schlängelt sich die Loisach durch eine sehr natürlich anmutende Moos-Landschaft nach Norden. Etwa auf der Höhe von Benediktbeuern unterqueren Sie eine Fußgängerbrücke. Bald darauf werden Sie auf der orographisch rechten Flussseite eine markierte Anlegestelle entdecken. Gönnen Sie sich hier eine Rast und genießen Sie die Natur, es lohnt sich!

Weiter flussabwärts nimmt die Fließgeschwindigkeit der Loisach wieder zu – achten Sie insbesondere auf die Strömung im Bereich der Sindelsdorfer Brücke. Nach längerer Fahrt durch die anmutige Landschaft südlich von Penzberg erreichen Sie schließlich Schönmühl. Fahrbar ist dort grundsätzlich der Kanal (westlich vom alten Flussbett), bei höherem Wasserstand aber auch der „natürliche“ Flussarm. Die Fahrtzeit Kochel – Schönmühl beträgt Loisach-abwärts eine gute Stunde, flussaufwärts sollte man (je nach Kondition) etwa doppelt so viel Zeit einkalkulieren.