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Weihnach, Wipfel, Waldnaturschutz

Rück-, Aus- und Seitenblick der Bayerischen Staatsforsten

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, die besinnliche Weihnachtszeit ist zum Greifen nah. Es ist die Zeit des Innehaltens. Auch wir wollen innehalten und zurückblicken auf das vergangene Jahr, Ihnen Möglichkeiten aufzeigen, wie sie durch die oft turbulente Vorweihnachtszeit kommen und auch einen Ausblick geben auf das kommende Jahr.

Waldweihnacht mit den Bayerischen Staatsforsten

Für viele von uns wird es sicher noch einmal richtig hektisch – so kurz vor dem Feiertagen: Arbeiten erledigen, die unbedingt dieses Jahr noch fertig werden müssen. Einen Einkaufsmarathon absolvieren, damit die Weihnachtstage etwas ganz besonderes werden. Und natürlich Geschenke besorgen für Familie und Freunde, denn der Vorsatz aus dem letzten Jahr, die Geschenke verteilt über das ganze Jahr zu kaufen, halten doch die Wenigsten von uns ein.

Um in dieses turbulente Treiben immer mal etwas Ruhe zu bringen, bieten die Bayerischen Staatsforsten in diesem Jahr bis Weihnachten überall in Bayern Waldweihnachtserlebnisse für die ganze Familie an. Dabei wollen wir mit einer Vielfalt an Veranstaltungen das Thema Wald und Weihnachten miteinander verbinden: Aktionen reichen vom Einschlagen des Christbaums für die Familie über Weihnachtsmärkte im Wald bis zum Verkauf von Wildbret aus heimischen Wäldern für das weihnachtliche Essen sowie von Holzschnitzereien, Holz oder Tannenreisig und -zweigen für weihnachtlichen Schmuck und den Garten. Gerade der Wald kann einen stimmungsvollen Beitrag für Weihnachten bieten. Einen Überblick über alle bayernweit stattfindenden Aktionen gibt es auf der Seite Waldweihnacht mit den Bayerischen Staatsforsten.

Der Wald erwärmt aber nicht nur die Herzen, sondern auch unsere Wohnzimmer. Denn, was gibt es schöneres als ein knisterndes Feuer im Ofen, das am Heiligen Abend zu einer gemütlichen Stimmung beiträgt? Pünktlich zur Heizsaison haben wir unser neues Online-Brennholz-Portal gestartet, auf dem Sie bayernweit Brennholz online anfragen können. Ein paar Klicks genügen und Sie fragen bei Ihrem örtlichen Revierleiter genau Ihre persönliche Wunschbestellung nach.

Der Blick zurück: Unser Jahr 2016

Kaum ein Tag vergeht im Dezember ohne Jahresrückblick. Ob im Fernsehen, Radio oder in der Zeitung – wir werden erinnert an das, was in diesem Jahr geschehen ist. Und oft ertappen wir uns, dass wir uns fragen: War das wirklich in diesem Jahr?

Wir haben auch im elften Jahr unseres Bestehens den bayerischen Staatswald nachhaltig und ökonomisch erfolgreich bewirtschaftet. Überwiegend gute Holzpreise und konjunkturelle Rahmenbedingungen auf der einen Seite, aber auch die Nachwirkungen des Sturms Niklas und des trockenen Sommers 2015 sowie der Zinsschmelze auf der anderen Seite, haben das Geschäftsjahr geprägt. Herausgekommen ist dabei ein stabiler Umsatz von knapp 402 Millionen Euro bei einem Gewinn von 71 Millionen Euro (Geschäftsjahr 2015: 1.7.2015 – 31.6.2016). Trotz schwieriger Rahmenbedingungen, zu denen auch die Ausbreitung des Borkenkäfers infolge des Sturms Niklas und des trockenen Sommers zählt, haben wir ein erfreuliches Jahresergebnis erzielt. Dabei ernten wir nicht mehr Holz als nachwächst. Der sturmbedingte Mehreinschlag aus dem Geschäftsjahr 2015 wird durch die Absenkung des Hiebsatzes in den kommenden beiden Jahren wieder weitgehend ausgeglichen.

Mit dem Baumwipfelpfad in Ebrach haben die Bayerischen Staatsforsten im März 2016 ein überaus erfolgreiches Projekt gestartet: Mitte Oktober konnte der 250.000ste Besucher am Baumwipfelpfad Steigerwald begrüßt werden. Besonders in den Sommerferien und auch in der klassischen Wanderjahreszeit Herbst herrschte Hochbetrieb auf Frankens erstem Baumwipfelpfad. Damit die Besucherzahlen auch nächstes Jahr hoch bleiben, sind einige Innovationen geplant.

Die Wanderausstellung der Bayerischen Staatsforsten tourt weiter durch Bayern. Ein Höhepunkt ihrer Reise war die Ausstellung im Landtag. Die Ausstellung zeigt, was wir machen, und vor allem wie. Zehn Themenbäume stellen das „Unternehmen Wald“ vor. Im Fokus: Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich leidenschaftlich für den Staatswald einsetzen und die Wälder, die uns anvertraut sind. Schlaglichtartig zeigen wir so, wie die Staatswälder bewirtschaften werden – und damit unseren „bayerischen Weg“. Auf unserer Seite zur Wanderausstellung können Sie diese auch für eigene Veranstaltungen buchen.

Unser neues Magazin widmet(e) sich in diesem Jahr einem besonderen Thema: dem Holzbau. Und Holzbau fängt im Wald an. Genauer gesagt beim Waldbau. Unter Waldbau versteht der Förster, die Wälder so zu pflegen und zu bewirtschaften, dass diese die vielfältigen gesellschaftlichen Erwartungen an den Wald gut erfüllen können. Das Ergebnis ist ein naturnaher, ökologischer und nachwachsender Wertstoff, der gerade auch von Architekten wiederentdeckt wird. Und genau darum geht es in unserem neuen Magazin: Bauen mit Holz. Vom visionären Großprojekt wie dem Gebäude der Fondation Louis Vuitton in Paris über ein Fußballstadion in Nizza bis hin zum Bauernhofmuseum von Schi-Olympiasieger Markus Wasmeier reicht die Spannweite der Themen im Magazin „Waldbau“.

Der Blick nach vorne: Was uns die nächste Zeit beschäftigen wird

Wir wollen mit einer Tannenoffensive den Anteil der Tanne in den nächsten Jahrzehnten fast verdreifachen. Er soll von heute rund zwei Prozent auf sechs Prozent und im Gebirge auf deutlich über zehn Prozent bis 2050 steigen. Wir werden dafür die Investitionen für Tannenpflanzungen, Pflege und Schutz von derzeit rund drei Millionen Euro jährlich schrittweise auf fünf Millionen Euro jährlich steigern. Das Ziel: die Umwandlung von sturm- und klimaanfälligen Reinbeständen hin zu stabilen und gemischten Wäldern.

Auch die Vermarktung von Wildfleisch aus dem Staatswald soll künftig intensiviert werden. Aus diesem Grund werden wir als Neuerung im Jahr 2017 die Zahl der Betriebe, die küchenfertiges Wildfleisch anbieten, deutlich erhöhen. Bald können die Bürgerinnen und Bürger in allen Regionen Bayerns schmackhaftes Wildfleisch aus ihren Staatswäldern in der Nähe erwerben. Dabei ist es etwas Besonderes, wenn man weiß, aus welchem Waldgebiet und aus welcher Region der Rehbraten oder der Wildschweinbraten kommt. Heimisches Wild zum Eigenverbrauch kann man daher künftig auch in München, Nürnberg, Oberammergau, Ottobeuren, Kipfenberg und Burglengenfeld erwerben. Bereits heute bieten sieben Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten Wildbret an. Mehr zum Thema finden Sie auf der Seite Wildbret oder klicken Sie auf die folgende Bildauswahl:


Ein weiterer Fokus liegt 2017 auf dem Waldnaturschutz. Nachdem in diesem Jahr die letzten Regionalen Naturschutzkonzepte fertiggestellt und damit alle 41 Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten ein Regionales Naturschutzkonzept haben werden, geht es nun darum, diese auch zu leben und konkrete Maßnahmen sowie Projekte in einem mittelfristigen Arbeitsprogramm abzubilden. So soll es regelmäßige interne Begänge, aber auch Exkursionen mit den Fachbehörden und der interessierten Öffentlichkeit geben, bei denen die durchgeführten Maßnahmen vorgestellt und die geplanten Projekte diskutiert werden sollen.

Als Beitrag zur Stärkung des Naturschutzes werden die Bayerischen Staatsforsten zudem die bestehenden Naturwaldreservate ausbauen und neue begründen. Insgesamt sollen alleine bis zum Sommer 2017 acht Naturwaldreservate neu geschaffen bzw. deutlich erweitert werden. Darunter zum Beispiel die Neuausweisung des 76 ha großen Naturwaldreservats „Ammerleite“ im Forstbetrieb Oberammergau. Ziel ist es, durch die wissenschaftliche Begleitung dieser Urwälder von morgen wertvolle Erkenntnisse für eine naturnahe Waldbewirtschaftung zu gewinnen.  

 

Wir wünschen Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest und eine guten Rutsch ins Neue Jahr!