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Waldpflegemaßnahmen in der Unteren Wagensass

Durch die Maßnahme wurde der Lichteinfall erhöht, damit kann sich das vorhandene Feuchtbiotop im Frühjahr schneller erwärmen und der Amphibien-Laich besser entwickeln (Foto: BaySF/Julian Sauter).

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Die jungen Laubbäume, die unter den alten Fichten bereits in den Startlöchern standen, profitieren ebenfalls von der Waldschutzmaßnahme. (Foto: BaySF/Julian Sauter).

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30. April 2020, Sulzbach-Rosenberg - Die Waldarbeiten im Staatswald östlich der B 85 (gegenüber Bereitschaftspolizei) die aus Gründen des Waldschutzes durchgeführten wurden, sind schon beendet. Durch die Waldarbeiter des Forstbetriebs Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten wurden hier vor allem Fichten schonend gefällt und im Anschluss aus dem Wald herausgebracht. Aktuell liegen die Stämme noch am Forstweg, um von dort abtransportiert zu werden. Im Anschluss erfolgte eine Waldpflege, bei der die jungen Laubbäume, die unter den alten Fichten bereits in den Startlöchern standen, gefördert wurden. Der zuständige Staatsförster Julian Sauter freut sich sichtlich darüber, dass die Maßnahme aus Rücksicht auf die Amphibien aber auch die vorkommenden Vogelarten so zügig und schonend abgeschlossen werden konnte: „Es lief für Mensch und Tier reibungslos!“

Die Maßnahme war zum einen damit begründet, dass die meisten Fichten in diesem Waldstück von Borkenkäfern befallen waren und mit den gestiegenen Temperaturen die umliegenden Bäume und Wälder gefährdet hätte, wenn die Bäume nicht gefällt worden wären. Zum anderen wurde durch die Entnahme der Fichten der Lichteinfall gesteigert. Damit kann sich das vorhandene Feuchtbiotop im Frühjahr schneller erwärmen und begünstigt so die Entwicklung des Laichs der vorkommenden Frösche, Kröten und Molche. Aus diesem Grund hat auch die Kreisgruppe Amberg-Sulzbach des Bund Naturschutzes, der die Amphibienzäune zur Bundestraße betreut, die Erntemaßnahme ausdrücklich begrüßt. Förster Sauter konnte bereits wieder Amphibien ausmachen: „Molche lassen sich wieder beobachten und auch ein Entenpaar hat ganz unbeeindruckt von unseren Arbeiten mit dem Brüten begonnen.“

Durch die Auflockerung des Waldes um das Feuchtbiotop herum wird sich dort die Lebenssituation für Amphibien und andere wasserliebenden Arten verbessern. Zudem planen die Bayerischen Staatsforsten im kommenden Herbst neben der schon angekündigten Beseitigung des Bodenschlamms auch noch Überwinterungsquartiere zu errichten. Dazu werden aus abgestorbenem Laubholz so genannte Totholzhaufen aufgeschichtet in denen Frösche, Kröten und auch Reptilien die kalte Jahreszeit überstehen können.