Forstwirt blick auf Berg, wo Waldbrand ist und Rauch aufsteigt

Ein Forstwirt am Saurüsselkopf, der Rauch steigt auf.

Mai 2026, Ruhpolding Der Waldbrand am Saurüsselkopf im Landkreis Traunstein zählt zu den größten Schadereignissen der vergangenen Jahrzehnte in der Region. Betroffen ist nicht nur eine „normale“ Waldfläche, sondern ein besonders sensibler Schutzwald, der eine zentrale Rolle für Mensch, Natur und Infrastruktur spielt.

 

Über einen Zeitraum von elf Tagen waren täglich mehr als 300 Einsatzkräfte im schwierigen Gelände im Einsatz. Feuerwehr, Bergwacht, Polizei und zahlreiche weitere Organisationen arbeiteten eng zusammen – unterstützt durch die Teams der Bayerischen Staatsforsten. Die Forstwirtinnen und Forstwirte leisteten dabei einen entscheidenden Beitrag, indem sie Walbrand-Schneisen anlegten, Glutnester aufspürten, löschten und die Einsatzkräfte sicher durch das unwegsame Gelände führten.

 

Dank des engagierten Einsatzes aller Beteiligten und etwas Hilfe von oben durch Regen und Schnee konnten die Einsatzkräfte die Lage schließlich stabilisierten. Aktuell kontrollieren Suchteams die betroffenen Flächen und löschen verbliebene Glutnester. 

 

Der Brand hat einen erheblichen Schaden verursacht – sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch. Besonders gravierend ist der Verlust wichtiger Schutzfunktionen des Bergwaldes. Der Wald am Saurüsselkopf schützt vor Erosion, bremst Steinschlag und Lawinen und stabilisiert den Boden- und Wasserhaushalt. Diese Funktionen sind auf Teilen der Fläche derzeit stark eingeschränkt oder vollständig weggefallen.

 

Die Bayerischen Staatsforsten haben bereits mit den ersten Maßnahmen zum Wiederaufbau begonnen. Klar ist jedoch: Die Wiederbewaldung in steilem Gelände ist aufwendig und wird viele Jahre, teilweise Jahrzehnte in Anspruch nehmen. Unser Ziel ist es, einen stabilen, strukturreichen und klimaresilienten Schutzwald zu entwickeln, der langfristig wieder Sicherheit bietet.

 

In den kommenden Jahren stehen daher die Sicherung der betroffenen Flächen, die gezielte Wiederbewaldung und die Pflege neuer Bestände im Fokus. Parallel dazu unterstützen die Bayerischen Staatsforsten weiterhin aktiv die laufenden Nacharbeiten – etwa durch Kontrollen mit Wärmebildtechnik und durch Maßnahmen zur Stabilisierung des Geländes.

 

Neben der fachlichen Arbeit vor Ort engagieren sich die Bayerischen Staatsforsten auch für die Region: Wir bedanken uns bei den Helferinnen und Helfern mit einem Fest und bei der Feuerwehr mit einer kräftigen Spende. Zudem wird die Ausstattung für die Waldbrandbekämpfung im südostbayerischen Raum weiter ausgebaut.

 

Der Waldbrand am Saurüsselkopf zeigt eindrücklich, wie wichtig ein starkes Zusammenspiel aller Beteiligten im Ernstfall ist. Die Bayerischen Staatsforsten werden den Wiederaufbau langfristig begleiten und den betroffenen Wald Schritt für Schritt in eine stabile Zukunft führen.

Saurüsselkopf während des Waldbrandes, Rauch steigt auf beim Gipfel und das Grün ist verbrannt

Der Gipfel des Saurüsselkopfes während der Löschmaßnahmen. Das Grün ist verbrannt.

Saurüsselkopf vor dem Waldbrand 2025, alles grün und blauer Himmel

Der Saurüsselkopf 2025 vor dem Waldbrand.