31. Januar 2026, Neureichenau - Den Wald fit machen für den Klimawandel – das ist eines der Ziele für die Waldbewirtschaftung der Wälder rund um Passau. Dazu gehört die Pflege und Verjüngung der Wälder, mit dem Ziel sie zu stabilisieren und mischbaumartenreich zu gestalten.
Den ganzen Herbst wurde die Pflege der Wälder im Klosterholz und im Kastenberg zwischen Tiefenbach und Patriching vorbereitet. Hier wurden gezielt Bäume für die Entnahme ausgewählt, um den Bestand zu stabilisieren sowie junge Bäume im Wachstum zu unterstützen. Im Randbereich der Forstwege müssen zudem kranke Bäume entfernt werden, die die Sicherheit der Waldbesucher gefährden können.
„Ziel ist die Entwicklung des Waldes hin zu langfristig klimatoleranten Mischwäldern mit stabilen Waldstrukturen.“, so Markus Krinninger, Revierleiter des Forstrevieres Patriching vom Forstbetrieb Neureichenau.
„Neben der Pflege des Waldes kommt durch die gezielte Entnahme von Bäumen Licht auf den Waldboden. Das bietet die Möglichkeit, dass sich der Wald natürlich verjüngen kann und ggf. ergänzende Mischbaumarten gepflanzt werden können. So werden gut strukturierte Wälder geformt, die langfristig stabiler gegen die Folgen der Klimaveränderung sind und damit auch zukünftig seine wichtigen Funktionen als Lebensraum, Erholungsort, Wirtschaftsfaktor sowie Klima- und Wasserschützer, erfüllen können.“. Bei der Holzernte werden auch die Belange des Naturschutzes berücksichtigt. So verbleiben bspw. Biotopbäume im Wald und werden gezielt gefördert, um langfristig Tier- und Pflanzenarten ein Habitat zu bieten.“
Kürzlich hat die Holzentnahme im Klosterholz begonnen und wird anschließend im Kastenberg fortgeführt. Während der Holzernte sind die betroffenen Waldflächen und Forstwege für den Besucherverkehr gesperrt. „Diese Sperrungen dienen dem Schutz der Waldbesucherinnen und Waldbesucher.“, erklärt Linda Madl, Betriebsleiterin am Forstbetrieb Neureichenau. „In der Nähe von Forstmaschinen besteht ein erhebliches Unfallrisiko. Daher bitte ich alle, die Absperrungen zur eigenen Sicherheit zu respektieren.“. Waldbesucher werden gebeten, auf andere Waldbereiche auszuweichen. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Wege wieder hergerichtet und für den Besucherverkehr freigegeben.