13. Februar 2026, Nürnberg — Der Forstbetrieb Nürnberg der Bayerischen Staatsforsten setzt im Stadtgebiet Nürnberg ab der zweiten Februarhälfte zwei wichtige forstliche Maßnahmen um. Ziel ist es, die Wälder langfristig klimaresilient, sicher und ökologisch wertvoll zu gestalten sowie gleichzeitig einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Verkehrssicherungshieb am Marthweg
Zunächst werden ab Mitte Februar am Marthweg auf etwa 18 Hektar langfristig Maßnahmen zur Verkehrssicherheit umgesetzt. Dafür werden instabile und überalterte Bäume gefällt und gleichzeitig klimaresiliente Laubbaumarten gefördert. Ziel ist ein strukturreicher, stabiler Waldrand, der Sicherheit und ökologische Vielfalt verbindet.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt hier auf dem Naturschutz: Totholz und ausgewählte Biotopbäume bleiben erhalten und werden gezielt gefördert. In Randbereichen des Naturschutzgebietes „Sandgruben am Föhrenbuck“ werden zudem Hochstümpfe angelegt, um Höhlenbrütern wertvolle Lebensräume zu bieten. Aufgrund der Nähe der Bestände zum Marthweg wird die Maßnahme hier mit einer mobilen Ampelanlage abgesichert. Dadurch kann es im Bereich des Marthwegs ab der Ferienwoche und auch in der Folgewoche vorübergehend zu Verkehrsbehinderungen kommen. Wir bitten dafür um Verständnis.
Waldumbau und Verkehrssicherung am Falkennest
Auf einer rund 15 Hektar großen Fläche im Bereich Falkennest werden ab Anfang März ebenfalls gezielt überwiegend Kiefern geerntet. Dadurch entsteht mehr Licht und Raum für klimaresiliente Laubbaumarten, die den Wald widerstandsfähiger gegenüber Klimaveränderungen machen. Gleichzeitig dient die Maßnahme der Verkehrssicherung entlang der angrenzenden Hausgärten der Landsweilerstraße. Anfällige ältere Kiefern, Fichten, Birken und Pappeln werden entnommen, um einen gemischten, gesunden und klimastabilen Waldrand zu entwickeln.
Das anfallende Holz wird möglichst hochwertig und regional genutzt. Durch kurze Transportwege und den Einsatz von Holz anstelle energieintensiver Materialien wie Beton, Stahl oder Kunststoffen leistet die Maßnahme einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
Mit beiden Maßnahmen verbinden die Bayerischen Staatsforsten nachhaltige Waldbewirtschaftung, Naturschutz, Klimaanpassung und die Sicherheit der Waldbesucherinnen und -besucher.
Entlang des Marthwegs und im Bereich Falkennest finden ab Mitte Februar zwei forstliche Maßnahmen im Süden Nürnbergs statt. Der Forstbetrieb bittet um Verständnis für dafür notwendige vorübergehende Wege-
und Straßensperrungen. Foto: Sebastian Linstädt, BaySF