10. Juli 2026, Nürnberg – Knapp neun Wochen nach der Eröffnung des Bikeparks Schmausenbuck ziehen die Bayerischen Staatsforsten eine sehr positive Zwischenbilanz. Das neue Mountainbike-Angebot im Nürnberger Reichswald wird von Sportlerinnen und Sportlern aller Alters- und Leistungsgruppen hervorragend angenommen und hat sich innerhalb kurzer Zeit zu einem attraktiven Anlaufpunkt für die Mountainbike-Szene in Nürnberg und der Region entwickelt.

 

Besonders beeindruckend sind die bisherigen Nutzungszahlen: Allein auf den beiden Hauptstrecken, der blauen und der schwarzen Abfahrt, wurden seit der Eröffnung bereits mehr als 70.000 Befahrungen registriert. Unter Einbeziehung der roten Strecke dürfte die Gesamtzahl der Fahrten nach ersten Schätzungen der Deutschen Interessenvertretung Mountainbike (DIMB) sogar bei rund 80.000 Befahrungen liegen.

 

„Die große Resonanz zeigt, dass der Bikepark genau den Bedarf trifft, den wir gemeinsam mit unseren Partnern erkannt haben“, erklärt Johannes Wurm, Leiter des Forstbetriebs Nürnberg der Bayerischen Staatsforsten. Die Investition in ein hochwertiges, legales und naturschonend geplantes Mountainbike-Angebot wird von den Nutzerinnen und Nutzern hervorragend angenommen. Darüber freuen wir uns sehr.“

 

Ein entscheidender Baustein für den langfristigen Erfolg der Anlage bleibt die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. Gemeinsam mit der Stadt Nürnberg und der lokalen Mountainbike-Community sollen regelmäßige Gespräche über das Gemeinschaftsprojekt stattfinden. Im Fokus stehen hier regelmäßige Sicherheitsbegehungen, die Beobachtung des Streckenzustands sowie notwendige Ordnungs- und Pflegemaßnahmen.

 

Mit den drei Abfahrten, dem Pump-Track, der Uphill-Strecke, dem Sprungbereich und dem Übungsparcours „Learn to Ride“ bietet der Bikepark Schmausenbuck inzwischen ein vielseitiges Angebot, das sowohl Einsteigerinnen und Einsteiger als auch erfahrene Mountainbiker anspricht.

 

Auch mit Blick auf die angestrebte Besucherlenkung im Nürnberger Reichswald fällt die erste Bilanz grundsätzlich positiv aus. Wie stark sich die neue Anlage langfristig auf die Nutzung bestehender Trails und Wege im Umfeld auswirkt, lässt sich derzeit jedoch noch nicht abschließend bewerten.

 

„Wir sehen, dass der Bikepark intensiv genutzt wird. Welche Auswirkungen dies konkret auf das übrige Trailnetz im Reichswald hat, können wir aktuell noch nicht belastbar quantifizieren“, sagt Markus Bader, Sprecher der DIMB IG Nürnberg-Fürth. „Für eine fundierte Bewertung wären zusätzliche Zählstellen an weiteren Standorten erforderlich.“

 

Trotz des erfolgreichen Starts sehen die Projektpartner auch Themen, bei denen in den kommenden Monaten nachjustiert werden muss. Dazu zählen insbesondere die Nutzung von gesperrten Forstwegen für die Anfahrt mit dem Pkw, das unerlaubte Parken direkt am Bikepark sowie Fragen der Müllvermeidung und Müllentsorgung im Umfeld der Anlage.

 

„Ein Projekt dieser Größenordnung entwickelt sich kontinuierlich weiter. Viele Abläufe müssen sich zunächst einspielen, andere Bereiche werden wir gemeinsam mit den beteiligten Partnern, wie der DIMB und der Stadt Nürnberg, weiter optimieren“, betont Wurm. „Wichtig ist, dass die Nutzerinnen und Nutzer den umgebenden Wald ebenso respektvoll behandeln wie den Bikepark.“ 

 

Deswegen wird der Forstbetrieb Nürnberg nach einer inoffiziellen Karenzzeit dazu übergehen, in gesperrten Bereichen geparkte Fahrzeuge rigoros zu melden und Anzeige zu erstatten. Außerdem möchten wir strikt auf das generelle Übernachtungsverbot im Reichswald hinweisen sowie das strikte Feuer- und Rauchverbot im Reichswald nach Bayerischem Waldgesetz in Erinnerung rufen.

 

Doch trotz einiger weniger Fehlentwicklungen sehen Bayerischen Staatsforsten sich durch die ersten Betriebswochen in ihrem Ansatz bestätigt: Mit dem Bikepark Schmausenbuck wurde ein attraktives, legales und professionell gebautes Angebot geschaffen, das Sport, Erholung und Naturschutz miteinander verbindet. Die hohe Nachfrage zeigt eindrucksvoll, welchen Stellenwert moderne und gut geplante Mountainbike-Infrastruktur für die Naherholung in der Metropolregion Nürnberg besitzt.

 

Johannes Wurm resümiert: „Die ersten acht Wochen haben unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Der Bikepark hat sich in kürzester Zeit etabliert und ist für viele Mountainbikerinnen und Mountainbiker bereits ein fester Bestandteil ihrer Freizeitgestaltung geworden. Darauf können wir gemeinsam mit allen Projektpartnern stolz sein.“

Bikepark Schmausenbuck eröffnet.

Neun Wochen nach der Eröffnung des Bikeparks Schmausenbuck sprechen die Nutzerzahlen für sich.
Foto: Daniel Karmann, BaySF