Bayerische Staatsforsten http://www.baysf.de/ de-de Bayerische Staatsforsten Thu, 21 Oct 2021 10:49:32 +0200 Thu, 21 Oct 2021 10:49:32 +0200 news-2617 Mon, 18 Oct 2021 11:30:25 +0200 Bayerns Gämse: Neueste Forschungsergebnisse zeigen robuste Gamsbestände https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/erfreuliches-zu-bayerns-gaemsen-neueste-forschungsergebnisse-zeigen-robuste-gamsbestaende.html Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

16. Oktober 2021, München – Die Sorge über zu geringe Gamsbestände ist unbegründet. Darauf weisen neueste wildbiologische Forschungsergebnisse aus zwei Forschungsgebieten im Karwendel und im Chiemgau hin. Alleine dort tummeln sich auf 12.500 Hektar zwischen 1.200 und 1.500 der hervorragenden Kletterkünstler, wie Staatsministerin Michaela Kaniber in München mitteilte: „Die Gams und ihre Lebensräume liegen mir sehr am Herzen. Umso mehr freut es mich, dass die Wissenschaft nun zeigt, dass es unseren bayerischen Gämsen weit besser geht, als manche immer wieder vermutet haben. Die Ergebnisse legen nahe, dass die Gams in Bayern keineswegs gefährdet ist.“ Dieser Eindruck war zuletzt fälschlicherweise durch die Aufnahme der Gams in die Vorwarnliste der Roten Liste Deutschlands entstanden.

Das von der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft durchgeführte und von international renommierten Wissenschaftlern begleitete Projekt wird gemeinsam mit den Forstbetrieben Bad Tölz und Ruhpolding der Bayerischen Staatsforsten durchgeführt. Mit anerkannten wildbiologischen Methoden, wie GPS-Telemetrie, Fotofallen-Monitoring und genetischen Kot-Analysen, werden umfangreiche Daten über die Gams und andere Schalenwildarten erhoben. So lassen sich jetzt erstmals genaue Aussagen über die Populationsgröße, das Geschlechterverhältnis oder die räumliche Verteilung der Tiere in den beiden Projektgebieten machen. Neben der robusten Populationsgröße sind die enormen Unterschiede bei der räumlichen Verteilung der Tiere bemerkenswert: Bereiche mit sehr vielen Gämsen auf engstem Raum wechseln mit Teilflächen, auf denen sich nur wenige Tiere aufhalten. Ähnlich unterschiedlich ist die Verteilung der Gämsen im jahreszeitlichen Verlauf, wie sich aus den Bewegungsdaten von GPS-besenderten Tieren ermitteln ließ.

Mit diesen Daten ist es nun in Bayern möglich, die Ergebnisse der seit einigen Jahren üblichen „Gamszählungen“ zu vergleichen. So kann erstmals die „Dunkelziffer“ der bei solchen Zählungen nicht erfassten Tiere aufscheinend und damit für die Praxis nutzbar gemacht werden.

Mit diesen Ergebnissen liegt nun der Ministerin zufolge ein belastbares Bild über den Zustand der Gamsbestände in den Projektgebieten vor: „Wir werden jetzt diese neu gewonnenen, wertvollen Daten mit weiteren Informationen wie dem Jagdmanagement, der Verjüngungssituation in den Wäldern oder der Freizeitnutzung verknüpfen. So bekommen wir einen schlüssigen Blick auf das gesamte System und stellen die Diskussion rund um die Gams in Bayern auf eine völlig neue, sachliche Grundlage.“ Kaniber möchte es aber nicht bei einer Untersuchung der Gams in diesen beiden Gebieten belassen. Sie hat bereits ein innovatives Forschungsprojekt initiiert, das weitere Erkenntnisse über den Zustand der Gamsbestände im gesamten bayerischen Alpenbogen liefern wird.

Nähere Informationen zu den aktuellen Ergebnissen des Forschungsprojekts finden Sie unter https://www.lwf.bayern.de/service/presse/285198/index.php.

Allgemeine Informationen zu den wildbiologischen Forschungsprojekten der LWF finden Sie unter
www.lwf.bayern.de/zonierungskonzepte
www.lwf.bayern.de/gamsvorkommen
www.lwf.bayern.de/schalenwildprojekt.

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news-2615 Wed, 13 Oct 2021 15:31:15 +0200 Bayerns wilde Waldnatur wird digital https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/bayerns-wilde-waldnatur-wird-digital.html Forstministerin Kaniber stellt Naturwald-App und Logo für Naturwälder vor

Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

13. Oktober 2021, Oberhausen, Lkr. Neuburg-Schrobenhausen – Wer Bayerns wilde Waldnatur erleben will, wird ab sofort digital unterstützt. Das hat Staatsministerin Michaela Kaniber heute bei der Vorstellung einer eigens entwickelten Smartphone-App für den Donau-Auwald zwischen Lechmündung und Neuburg an der Donau verkündet: „Unsere bayerischen Naturwälder sind einzigartige Juwelen der Artenvielfalt. Die beeindruckenden Wälder laden zum Genießen und Erholen ein. Mit der neu entwickelten App wollen wir zeigen, dass diese Schätze noch viel mehr bieten, als es vielleicht auf den ersten Blick scheint. Damit laden wir zukünftig Jung und Alt zum Erkunden, Staunen und Lernen ein und gehen einen großen Schritt zu mehr Naturverständnis und Umweltbewusstsein in der Bevölkerung.“

Die von Forstverwaltung und den Bayerischen Staatsforsten gemeinsam entwickelte App kombiniert Highlights der Biodiversität mit spannenden Informationen über die typischen Tiere und Pflanzen des Naturwaldes. So werden zum Beispiel Naturwaldbewohner wie Eisvogel oder Gelbbauchunke näher vorgestellt. Mit Hilfe des eigenen Smartphones wird auf einer der vorgeschlagenen Wanderrouten für Aktive, Familien und Interessierte die ganze Schönheit und Vielfalt der Natur sichtbar.

Der 947 Hektar große Naturwald im Donau-Auwald, ist der erste, der nun über eine Smartphone-App erlebbar ist. In Zukunft wird das Angebot auch auf weitere große Naturwälder des grünen Netzwerks in ganz Bayern ausgedehnt. Die Naturwald-App für den Donau-Auwald können Sie unter www.wald-natur-erleben.de aufrufen oder als Offlineversion kostenlos auf Ihr Smartphone laden. Zusätzlich wird das grüne Netzwerk künftig gut an seinem Logo erkennbar sein, das die Ministerin ebenfalls vorgestellt hat. Es symbolisiert die natürliche Entwicklung der Wälder und wird künftig an den großen Hauptzugängen zu den Naturwäldern zu finden sein.

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news-2614 Wed, 13 Oct 2021 14:59:00 +0200 Forstwirte und Forstwirtinnen (m/w/d) gesucht! https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstwirte-und-forstwirtinnen-m-w-d-gesucht.html Sie haben den Beruf Forstwirt:in erlernt und sind auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? Dann kommen Sie zu den Bayerischen Staatsforsten!

Um dem Klimawandel effektiv begegnen zu können, braucht es qualifiziertes und motiviertes Fachpersonal. Daher suchen die Bayerischen Staatsforsten derzeit Forstwirte und Forstwirtinnen, die bereits die Ausbildung erfolgreich absolviert haben und gerne bei einem der größten forstlichen Arbeitgeber Europas den bayerischen Staatswald aktiv mitgestalten wollen.

 

 

 

Wir bieten aktuell an folgenden Standorten Beschäftigungsmöglichkeiten an:

  • Forstbetrieb Arnstein
  • Forstbetrieb Coburg
  • Forstbetrieb Hammelburg
  • Forstbetrieb Kaisheim
  • Forstbetrieb Landsberg
  • Forstbetrieb Nordhalben
  • Forstbetrieb Schliersee
  • Forstbetrieb Sonthofen
  • Forstbetrieb Weißenhorn

Nähere Informationen zum Stellenangebot finden Sie auf www.baysf.de/karriere in der Ausschreibung unter „Offene Stellen“.
Die Webseiten der einzelnen Standorte gibt es auf www.baysf.de/standorte im Überblick!

Gestalten Sie den Waldumbau aktiv mit uns!

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news-2613 Wed, 13 Oct 2021 14:45:28 +0200 Ein Gewinn für den Naturschutz im Forstrevier Taubenbach https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ein-gewinn-fuer-den-naturschutz-im-forstrevier-taubenbach.html 11. Oktober 2021, Burglengenfeld  – Wo vor zwei Jahren Waldbestände zur Verkehrssicherung eingeschlagen werden mussten zeigt sich das Taubenbachtal heute in einem ganz neuen Gesicht: „Wir haben hier in Abstimmung mit den Forst- und Naturschutzbehörden neue Talwiesen als Blühflächen geschaffen“, erklärt Forstbetriebsleiter Hans Mages. Die absterbenden Eschenbestände waren von einem Pilz befallen und mussten entnommen werden, um Gefahren für Spaziergänger und Radfahrer zu beseitigen.

Die offenen Wiesenflächen sind ein Gewinn für den Naturschutz: Sie bieten optimalen Lebensraum für Insekten, Fledermäuse und viele Vogelarten. „Zusätzlich haben wir für Amphibien Feuchtbiotope angelegt und Wurzelstöcke zu Biotop-Haufen aufgeschichtet, als Lebensraum für Reptilien“, erläutert Revierleiter Hubert Hecht. Zum Waldrand hin wurden Eichen, Flatterulmen und Bergahorn sowie Wildsträuchern gepflanzt. Gefördert wurden diese Maßnahmen durch die Bayerische Forstverwaltung im Rahmen des Sonderprogramms „Der Wald blüht auf“ und als „Klimawald“. Vom Erfolg der Maßnahme überzeugten sich auch Isabel Lautenschlager, Geschäftsführerin des Naturpark Hirschwald, Forstdirektor Horst-Dieter Fuhrmann vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Amberg-Neumarkt und Philipp Roidl von der unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Amberg-Sulzbach.

Neben der naturschutzfachlichen Aufwertung schaffen die beiden offenen Wiesenflächen auch ein attraktives Landschaftsbild für die Erholungssuchenden im Naturpark Hirschwald. Ein weiteres Naturschutzprojekt wurde in Palkering bei Rieden umgesetzt: Die alten Streuobstbestände dort stellen für seltene Pflanzen- und Tierarten einen besonders wertvollen Lebensraum dar.

Eine Leitart ist der bedrohte Wendehals, ein unscheinbarer spechtartiger Vogel. Zur Vitalisierung der alten Obstbäume wurde ein fachmännischer Form- und Entlastungsschnitt durchgeführt, denn Streuobstwiesen sind Elemente der Kulturlandschaft und bedürfen der menschlichen Pflege. Besonders förderlich für die Insektenwelt und damit auch für Fledermäuse und Vögel ist die extensive Beweidung der artenreichen Streuobstwiesen mit Rindern.

 

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news-2612 Wed, 13 Oct 2021 10:43:43 +0200 „WALDUMBAU IM KLIMAWANDEL“ EXKURSION IM STAATSWALDDISTRIKT AUERBERG https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldumbau-im-klimawandel-exkursion-im-staatswalddistrikt-auerberg.html 15.10.2021 von 14.00 bis ca. 17:00 Uhr

In den letzten drei Jahren sind viele Bäume in der Region durch Hitze, Trockenheit und Insekten geschwächt und geschädigt worden. Vor allem zahlreiche Fichten, Kiefern und Buchen sind in dieser Zeit abgestorben und mussten entnommen werden. Viele ehemals von der Fichte oder der Kiefer geprägte Bestände werden bereits seit vielen Jahren in Mischbestände umgebaut. Mit einem Jagdmanagement, das sich daran orientiert, zukunftsfähige Wälder aufzubauen, ist es gelungen, die Naturverjüngung aus Eiche, Buche und Tanne zu sichern. Gerade die Naturverjüngung aus Eiche mit ihren Pfahlwurzeln ist sehr widerstandsfähig gegen Hitze, Trockenheit und Sturm. Zur Erhöhung der Biodiversität wurden zusätzlich
viele junge Esskastanien, Douglasien, Kirschen, Spitzahorn und Tannen gepflanzt und Bucheckern eingesät.

Im Rahmen der Klimawoche Forchheim der Bayerischen Klimaallianz zeigen bei einer Exkursion am Auerberg bei Forchheim der Leiter des Forstreviers Forchheim, Peter Grumann, und Forstbetriebsleiter Stephan Keilholz die Strategie und den Weg der Bayerischen Staatsforsten, im Staatswald vielfältige, gemischte und stabile Waldbestände aus mindestens vier verschiedenen, standortgerechten und klimatoleranten Baumarten aufzubauen, da von Mischwäldern eine höhere Widerstandkraft erwartet wird gegen künftige klimabedingte Risiken.

Dazu ergeht freundliche Einladung. Die Zahl der Teilnehmer:innen ist auf 25 Personen begrenzt. Bitte denken Sie an geeignetes Schuhwerk, und wetterfeste Kleidung! Bitte melden Sie sich telefonisch an unter 09191/72210

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news-2616 Fri, 08 Oct 2021 15:44:00 +0200 Forstrevier Burgebrach unter neuer Leitung https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstrevier-burgebrach-unter-neuer-leitung.html Zurück in die Heimat heißt es für den jungen BaySF-Förster Stefan Weber

08. Oktober 2021, Ebrach - Zum 14. September übernahm Stefan Weber das Revier Burgebrach am Forstbetrieb Ebrach der Bayerischen Staatsforsten. Der gebürtige Burgebracher kehrt somit zurück in den heimischen Steigerwald.

Der 27 Jahre junge Forstingenieur studierte in Freising/Weihenstephan, war zur Anwärterzeit am Forstbetrieb Rothenburg o. d. T. und am Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Schweinfurt. Erfahrungen bringt er außerdem aus seiner 3-jährigen Staatsforst-Revierleitertätigkeit am Forstbetrieb Kelheim mit.

Das Revier Burgebrach ist das nadelholzreichste Revier des Forstbetriebs Ebrach, davon viel Kiefer. Der Laubholzanteil von gut 40 % mit vorrangig Buche bringt die erforderliche Stabilität und Mischung.

Den Waldbestand auch weiterhin für die Zukunft sichern wird die herausfordernde Aufgabe sein, der sich Weber gerne stellt. Damit setzt er die Arbeit seiner Vorgänger fort, die nach den 1990er Jahren beginnend Mischbaumarten hier vor allem Tanne mit auf die Fläche gebracht haben. Unterstützt durch die Jägerschaft gelingt zudem eine flächige Naturverjüngung. Mit geschultem Blick lernt Stefan Weber seine Heimat neu kennen. "Wir streben eine hohe Vielfalt der Waldstruktur und bei der Höhe und Stärke der Baumstämme an", blickt Stefan Weber zuversichtlich in die Zukunft. Das waldbauliche Ziel ist, mit geplanten Eingriffen einen klimastabilen und gesunden Dauerwald zu erreichen.

Viele Rad- und Wanderwege führen durch sein Revier. Ebenso befinden sich auch zwei der insgesamt zehn gerne besuchten Trekkingplätze im Steigerwald. Stefan Weber freut sich auf den Austausch mit den Waldbesuchern.

Das Revier Burgebrach mit 2.000 ha Waldfläche ist eines von neun Revieren des Forstbetriebs Ebrach der Bayerischen Staatsforsten. Dieser erstreckt sich über rund 17.000 ha im nördlichen Steigerwald. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Bayerischen Staatforsten oder des Forstbetriebs Ebrach.

Sie erreichen Stefan Weber, Revier Burgebrach zu den üblichen Bürozeiten unter Telefon 09546-385. Die Brennholzbörse ist noch bis 13. November 2021 zu erreichen, bitte wenden Sie sich direkt an den Forstbetrieb Ebrach 09553-9897-293.

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news-2607 Fri, 08 Oct 2021 10:30:00 +0200 Geschäftsjahr 2021: Holzmarktkrise überwunden / Verlust im vergangenen Geschäftsjahr – Rückkehr in Gewinnzone im laufenden Geschäftsjahr erwartet / Nachhaltige Waldbewirtschaftung und Holzverwendung sind moderne Klimapolitik / Waldumbau auf Rekordniveau https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/geschaeftsjahr-2021-holzmarktkrise-ueberwunden-verlust-im-vergangenen-geschaeftsjahr-rueckkehr-in-gewinnzone-im-laufenden-geschaeftsjahr-erwartet-nachhaltige-waldbewirtschaftung-und-holzverwendung-sind-moderne-klimapolitik-waldumbau-auf-rekordniveau.html Die Bayerischen Staatsforsten haben auf ihrer Bilanzpressekonferenz in München für das Geschäftsjahr 2021 ein gemischtes Resümee gezogen: Ein deutlich kühleres und nasseres Wetter unterstützte die intensive Käferbekämpfung im Staatswald und sorgte für stark rückläufige Borkenkäferzahlen und vitale Wälder. Auch der Holzpreis zeigt seit Jahresbeginn 2021 nach der schwersten Holzmarktkrise der letzten Jahrzehnte nach oben. Die Auswirkungen der Trockenjahre und der Holzmarktkrise wirken sich aber noch auf das Ergebnis aus und führen zu einem erneuten operativen Verlust – der aber deutlich geringer ausfällt als im vergangenen Geschäftsjahr 2020. Im laufenden Geschäftsjahr 2022 rechnen die Bayerischen Staatsforsten wieder mit einer Rückkehr in die Gewinnzone.

Ausführliche Informationen finden Sie hier: www.baysf.de/bilanz2021

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news-2608 Fri, 08 Oct 2021 10:15:00 +0200 Uni-Mensa goes wild: Wilder Semesterauftakt in der Mensa von Universität Regensburg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/uni-mensa-goes-wild-wilder-semesterauftakt-in-der-mensa-von-universitaet-regensburg.html 08. Oktober, 2021, Kelheim/Regensburg -Wildtage in der Regensburger Uni-Mensa brachten heimisches Wild der Bayerischen Staatsforsten auf den Speiseplan der Studentenschaft.

Am 5. und 7. Oktober konnten sich die Studierenden und Bediensteten, der vom Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz betreuten Universitäten an regionalem, wilden Superfood erfreuen. An den Wildtagen wurden Wildburger und Wildgulasch des Forstbetriebs Kelheim der Bayerischen Staatsforsten serviert. Gemeinsam wurde die Wildaktion ins Leben gerufen, um den Mensagästen den Genuss von heimischen Wildprodukten näher zu bringen.

Heimische Wildprodukte passen optimal in das Konzept des Studentenwerks. Auf dem Speiseplan stehen regional verfügbare Lebensmitteln aus nachvollziehbarer Herkunft. Die Burgerpaddies aus Kelheimer Reh- und Wildschweinfleisch werden vom Kooperationspartner, dem nach „Naturland“-zertifizierten Beerhof in Bernhardswald produziert. Das Rehgulasch wird direkt am Forstbetrieb durch den eigenen Metzger hergestellt.

Gesundes Fleisch von glücklichen Tieren: Auch das bietet Wild! Wildfleisch hat einen geringen Fettgehalt und ist cholesterinarm. Die Tiere haben bis zu ihrem Tod frei und selbstbestimmt gelebt. Ihnen wurden keine Medikamente zugesetzt. Das Fleisch ist durch viel Bewegung und abwechslungsreiche Ernährung mit heimischen Kräutern und Gräsern von Natur aus geschmackvoll. Tierschutzgerecht erlegt, mit kurzen Transportwegen kommt das Wild direkt in die Wildkammer des Forstbetriebs. Regionales, geschmackvolles Superfood – so kann man Wildfleisch definieren!

Doch das wichtigste: Wie kam das Wild bei den Mensagästen an? Etwa ein Viertel der Kundschaft griff zu den Wildgerichten. So gingen 400 Portionen Wildburger sowie 350 Portionen Rehgulasch über die Ladentheke und machten dem Schweinebraten direkte Konkurrenz. „Es ist uns wichtig, dass gerade junge Leute den Genuss von Wildprodukten kennen und schätzen lernen“ so Sabine Bichlmaier, Leiterin des Forstbetriebs Kelheim, die sich über die Kooperation mit dem Studentenwerk freut. „Es war eine gelungene Aktion, die sicherlich wiederholt wird!“

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news-2605 Fri, 01 Oct 2021 10:43:00 +0200 Steig zur Witzgall-Tanne instandgesetzt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/steig-zur-witzgall-tanne-instandgesetzt.html 01. Oktober 2021, Sonthofen - Etwas verborgen steht die heimliche Herrscherin des Kürnachtales im unteren Roßweidtobel. Den Einheimischen ist der größte und älteste Baum des Tales aber wohlbekannt: Die Witzgall-Tanne, benannt nach einem Leiter des ehemaligen Forstamtes Kürnach.

Die Daten auf der Hinweistafel sind schon etwas in die Jahre gekommen. Der riesenhafte Baum dürfte mittlerweile nahezu 50 m hoch sein und ein Stammvolumen von knapp 30 Festmetern besitzen. „Das entspricht einer ganzen LkW-Ladung! Der Baum gibt uns eine Vorstellung davon, was die Weißtanne – übrigens die größte heimische Baumart Deutschlands - an Wuchskraft zu leisten vermag“, zeigt sich Förster Markus Pfleghardt beeindruckt. Er pflegt den nördlichen Teil des Kürnacher Staatswalds. „Bevor die Glasmacher mit ihrem immensen Holzhunger ab dem 17. Jahrhundert große Teile des Gebietes einschlagen ließen, dürften viele Urwaldriesen vom Kaliber einer Witzgall-Tanne und vielleicht auch größere im Tal gestanden haben. Die Weißtanne war hier einst die mit Abstand häufigste Nadelbaumart“, weiß der Revierleiter.

Durch ihr tiefes, sturmfestes Wurzelwerk und ihre Schattentoleranz ist sie eine wichtige Begleiterin von Fichten, Buchen und Ahornen, die entscheidend zu einem stabilen und stufigen Bergmischwald beiträgt. Und zudem kann ihre Wuchsleistung auf den passenden Standorten sogar jene der Fichte übertreffen, wie es das Beispiel Witzgall-Tanne eindrucksvoll belegt.

Der Steig, welcher zur Witzgall-Tanne führt, war in dem feuchten, rutschigen Tobel nicht mehr gut zu begehen. Die Forstwirt-Auszubildenden des Forstbetriebs Sonthofen haben unter der fachkundigen Anleitung von Hilfsausbilder Kajetan Weixler den Steig nun während des Sommers instandgesetzt und mit einigen neuen Trittstufen versehen, so dass er leichter begehbar ist. Dennoch müssen die Bayerischen Staatsforsten darauf hinweisen, dass es sich hier um keinen ausgewiesenen Wanderweg handelt. Beim Begehen des Steiges herrschen die üblichen Waldgefahren vor und es werden keine erweiterten Verkehrssicherungsmaßnahmen vorgenommen.

Nochmal Staatsforsten-Revierleiter Markus Pfleghardt: „Die Tanne benötigt dies ohnehin nicht – sie hat schon einige Jahrhunderte ohne unser Zutun überdauert und wacht hoffentlich noch lange über dem Kürnachtal.“

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news-2604 Fri, 01 Oct 2021 09:26:30 +0200 Ausbildung am schönsten Arbeitsplatz der Welt: Sichere dir jetzt deinen Ausbildungsplatz bei den Bayerischen Staatsforsten! https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ausbildung-am-schoensten-arbeitsplatz-der-welt-sichere-dir-jetzt-deinen-ausbildungsplatz-bei-den-bayerischen-staatsforsten.html Oktober 2021, Regensburg - Noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz als Forstwirt:in oder Kaufmann bzw. Kauffrau für Büromanagement? Die Bayerischen Staatsforsten suchen für den Ausbildungsbeginn 2022 wieder neue Auszubildende!

An derzeit 23 Forstbetrieben bieten die Bayerischen Staatsforsten Ausbildungsplätze für den Beruf Forstwirt:in an. Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet im Wesentlichen am schönsten Arbeitsplatz der Welt statt: in den Bayerischen Staatswäldern! Praxisnahe Lehrgänge an unseren Bildungszentren in Nürnberg und Ruhpolding und Berufsschulunterricht in Neunberg vorm Wald (Landkreis Schwandorf) ergänzen die praktische Ausbildung und liefern das theoretische Know-how. 

Aber nicht nur im Forstbereich suchen wir für 2022 neue Auszubildende, auch im Bereich der Büroberufe bieten wir Ausbildungsmöglichkeiten an! An den Forstbetrieben in Flossenbürg und Oberammergau bieten wir je einen Ausbildungsplatz für den Beruf Kaufmann bzw. Kauffrau für Büromanagement an. Während der dreijährigen Ausbildung lernen unsere Auszubildenden die verschiedenen Bereiche unserer Forstbetriebsbüros kennen und arbeiten vom ersten Tag an aktiv mit.

Lust darauf, bei einem der größten Forstunternehmen ins Berufsleben zu starten und den Wald von morgen mit zu gestalten? Dann schau bei unseren Stellenangebot auf www.baysf.de/karriere vorbei!

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news-2600 Fri, 24 Sep 2021 10:18:31 +0200 Gelagertes Holz wird weiterverarbeitet https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/gelagertes-holz-wird-weiterverarbeitet.html Weltenburger Enge: Im Wald liegendes Holz verbleibt zur Totholzanreicherung in neu ausgewiesenem Naturwald / An der Forststraße gelagertes Holz geht an regionale Holzverwerter

24. September 2021, Kelheim - Der Forstbetrieb Kelheim der Bayerischen Staatsforsten fährt in den kommenden Tagen das seit letztem Jahr an der Forststraße gelagerte Holz im Naturwald Buchenwälder in der südlichen Frankenalb im Bereich der Naturschutzgebiete Hirschberg und Altmühlleiten und Weltenburger Enge ab. Dieses Holz wird in heimischen Betrieben in der Region weiterverarbeitet und dadurch der Gesellschaft als Bau-, Möbel- oder Brennholz zur Verfügung gestellt. Das Vorgehen wurde vorab im Rahmen eines Vor-Ort Termins mit den zuständigen Behördenvertretern und Vertretern der Umweltverbände einvernehmlich abgestimmt.

„Die noch in den Waldbeständen liegenden Stämme verbleiben auf den Flächen des neu ausgewiesenen Naturwaldes. Diese leisten als liegendes Totholz einen wertvollen Beitrag für zahlreiche Pilz- und Insektenarten und steigern die Biodiversität in den bayerischen Staatwäldern“, so Sabine Bichlmaier, Betriebsleiterin am Forstbetrieb in Kelheim.

Auch außerhalb der Naturwälder spielt der Natur- und Artenschutz bei den Bayerischen Staatsforsten eine zentrale Rolle. Durch die nachhaltige und integrative Waldbewirtschaftung, dem „Schützen und Nutzen“ auf derselben Fläche, stellen die Bayerischen Staatsforsten sicher, dass die vielfältigen ökologischen, ökonomischen und sozialen Ansprüche der Bürgerinnen und Bürger an den Wald bestmöglich vereint werden.

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news-2599 Fri, 24 Sep 2021 08:02:11 +0200 Ein ganzer Sack voller Bäume https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ein-ganzer-sack-voller-baeume.html Waldkindergarten Brand pflanzt mit Försterin kleine Tannen (23.09.2021) Brand i.d.Opf. – Zu einer Baumpflanzaktion trafen sich Kinder und Erzieherinnen des Waldkindergartens „Die Goldbacher WurzelZWERGE“ mit Försterin Miriam Lang von den Bayerischen Staatsforsten. Gemeinsam pflanzten sie im Staatswald zwischen Brand und Kulmain kleine Tannenbäume für den Wald von Morgen.

Schwer beladen stapft Försterin Miriam Lang durch den Wald bei Neugrünberg. Einen ganzen Sack voll mit kleinen Tannenbäumchen trägt die junge Frau in der Hand. Ihr Weg führt sie zum Waldkindergarten der „Goldbacher WurzelZWERGE“. Sabine Reindl, die pädagogische Leiterin und ihre Kolleginnen erwarten sie schon. Die Waldkindergarten-Kinder sind ganz gespannt, was heute passiert. Und auch „Waldopa Hans“, die gute Seele des Waldkindergartens, ist dabei. Er ist ein rüstiger Rentner aus Fuhrmannsreuth, der oft mit Rat und Tat - und insbesondere mit seiner Säge bei Arbeiten rund um den Waldkindergarten hilft.

„Jeder von Euch darf heute einen Baum pflanzen“ erklärt Miriam Lang, als sie jedem Kind eine kleine Tannen-Pflanze gibt. „Sucht für Euer Bäumchen eine Stelle, die ihm gefällt. Dort soll es Platz haben zum Wachsen und genug Licht bekommen.“ Alle Kinder schwärmen auf der Fläche um den Waldkindergarten aus und erkunden geeignete Plätze. Dort wird jeweils ein kleines Loch gebuddelt, die Tanne vorsichtig hineingesetzt, mit Erde angefüllt und leicht festgedrückt. Die Kinder machen begeistert mit. Miriam Lang, die Erzieherinnen und Waldopa Hans helfen natürlich ein bisschen dazu. Alle Kinder markieren „ihren“ Baum anschließend mit einem individuell gestalteten Pfahl. Damit können sie ihn immer wiederfinden und beobachten.

„Der direkte Kontakt der Kinder mit der Natur ist uns sehr wichtig.“ beschreibt Sabine Reindl das pädagogische Konzept des Waldkindergartens. „Jedes Kind kann für sich in seinem Umfeld die Natur beobachten und entdecken. Das regt Phantasie und Kreativität an, erzieht aber auch zu Verständnis für die Umwelt und Rücksichtnahme auf andere.“

 „Wie alt sind denn die Bäume?“ will die kleine Rosalie von Miriam Lang wissen „Ungefähr so alt wie Ihr“ lautet die Antwort der Försterin. Das bringt ihr erstaunte Blicke der Kinder ein. „Ab jetzt könnt Ihr immer wieder nachschauen, wer schneller wächst – Ihr oder Euer Baum.“

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Forstbetrieb Fichtelberg Nachrichten
news-2598 Thu, 23 Sep 2021 09:40:35 +0200 Wegepflege auf der Lohrer Straße https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wegepflege-auf-der-lohrer-strasse.html Hammelburg/Ruppertshütten – Aufgrund der Vollsperrung der MSP 19 führen die Bayerischen Staatsforsten verstärkte Pflegemaßnahmen auf der Lohrer Straße durch.

Bereits vor der Vollsperrung der MSP 19 im Bereich der Einmündung auf die B26 haben die Bayerischen Staatsforsten die Gemeindeverbindungsstraße „Lohrer Straße“ zwischen dem Klärteich Ruppertshütten und der Katharinenbild-Hütte in Eigeninitiative auf ein erhöhtes Verkehrsaufkommen vorbereitet. Dabei wurden die Wegebankette gemulcht, der Fahrbahnbelag abgezogen und die Schotterschicht neu präpariert.

Durch das deutlich erhöhte Verkehrsaufkommen wird leider der Schotter, der die wichtige Schutzschicht für den eigentlichen Fahrbahnbelag darstellt, verstärkt nach außen getragen. Bei geeigneter Witterung (vor allem nach Regenfällen) müssen deswegen regelmäßig Pflegemaßnahmen stattfinden, die den Schotter wieder in die Fahrspuren bringen. Dies dient dem Schutz und Erhalt des Wegekörpers und keinesfalls einer Behinderung des darüber rollenden Verkehrs, auch wenn es sich auf dem Schotter im ersten Moment sehr ungewohnt fahren lässt. Der Forstbetrieb Hammelburg der Bayerischen Staatsforsten bittet in diesem Zusammenhang die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für diese Maßnahmen und um die Einhaltung der Geschwindigkeitsvorgaben in dem betreffenden Bereich.

Für Rückfragen steht Ihnen gerne das Revier Ruppertshütten zur Verfügung. Ansprechpartner ist Christian Ihl, 0171/3298634 oder christian.ihl@baysf.de

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Forstbetrieb Hammelburg Nachrichten
news-2606 Wed, 22 Sep 2021 09:45:00 +0200 Ausbildung im Staatswald hoch im Kurs https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ausbildung-im-staatswald-hoch-im-kurs.html Forstbetrieb Allersberg begrüßt neue Auszubildende und Praktikanten

Allersberg, 22. September 2021 - Anfang September hat für drei Auszubildende die berufliche Zukunft begonnen.

Zwei der „Neuen“, Bernd Hollstein (16) aus Eisbühl bei Allersberg und Kilian Schauer (19) aus Pegnitz haben sich für die Lehre als Forstwirt entschieden und damit für den schönsten Arbeitsplatz der Welt - den Wald. Bernd Hollstein begeisterten die forstlichen Arbeiten im landwirtschaftlichen Betrieb der Eltern. Die Praktika bei der Forstbetriebsgemeinschaft Roth und bei seinem jetzigen Ausbildungsmeister Thomas Beyerlein festigten endgültig seinen Entschluss den Beruf des Forstwirts zu ergreifen. Auch Kilian Schauer war von klein auf bei der Pflege des familieneigenen Waldgrundstückes dabei. Und ebenso entschied er sich nach einem Praktikum bei den Bayerischen Staatsforsten am Forstbetrieb Pegnitz, seine handwerkliche Veranlagung in einen praxisbezogenen Beruf in der freien Natur einzubringen und sich zum Forstwirt ausbilden zu lassen.

Die Dritte im Bunde, Lea Hermann (16) aus Seligenporten, beginnt bei den Bayerischen Staatsforsten die Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. Sie wird das moderne Waldunternehmen mit seinen breit gefächerten Aufgaben aus einem ganz anderen Blickwinkel kennenlernen. Als sehr naturverbundener Mensch hat sie sich durch die gute Atmosphäre am Forstbetrieb und das interessante Arbeitsfeld dazu entschlossen, am Forstbetrieb Allersberg ihre Ausbildung zu beginnen.

Zu ihrer nun bevorstehenden dreijährigen Ausbildung, hießen sie der Forstbetriebsleiter Harald Schiller, die Teamleiterin Andrea Gutiérrez, der Servicestellenleiter Johannes Lang, der Ausbildungsmeister Thomas Beyerlein und der Personalratsvorsitzende Stefan Herzog am Forstbetriebssitz in Allersberg herzlich willkommen.

Gleichzeitig begrüßten sie auch drei Studierende der Forstwirtschaft, die derzeit ihre Praxissemester am Forstbetrieb absolvieren. Spannende Einblicke in den Forstalltag verknüpfen für sie die gelernte Theorie mit der gelebten Praxis. Die Studierenden lernen die Hintergründe der Arbeit in einem der führenden Forstunternehmen Europas kennen und können sich selbst mit Ideen und Projekten einbringen.

Frau Mannaig Bär (22) und Herr Jakob Speigl (20) studieren an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf im 3. Semester. Schwerpunkt in diesem 8-wöchigen Praktikum ist die Mitarbeit bei den Forstwirten von Pflanzung über Pflege bis zur Holzernte neben vielen anderen Aufgaben wie Borkenkäfersuche, Naturschutzarbeiten oder Bau und Reparatur von Hochsitzen und Zäunen.

Herr Andreas Dutz (21) studiert an der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg im 5. Semester. Dieses Praktikum dauert fünf Monate und soll die Studierenden schon intensiv auf den künftigen Beruf als Förster oder Försterin vorbereiten.

„Es freut uns sehr, jungen engagierten Menschen den Eintritt in eine spannende berufliche Zukunft bieten zu können. Der demografische Wandel ist auch bei den Bayerischen Staatsforsten ein großes Thema. Die Besetzung der Ausbildungs- und Praktikumsplätze ist daher eine wichtige und wertvolle Investition für die Zukunft des Unternehmens“, bekräftigt Harald Schiller und wünscht den drei Lehrlingen einen guten Start ins Berufsleben und den Studierenden ein erfolgreiches Praktikum.

Zuständig für die Ausbildung der Forstwirte ist der Forstwirtschaftsmeister Thomas Beyerlein, der nun zusammen mit dem zweiten und dritten Ausbildungsjahr für sieben Auszubildende verantwortlich ist. Seit bereits 18 Jahren bildet er die angehenden Forstwirte aus und kann somit auf einen umfangreichen Erfahrungsschatz zurückgreifen.

Die Lehre zur Kauffrau für Büromanagement am Forstbetrieb Allersberg dagegen erfolgt erst zum zweiten Mal. Daher erlebt nicht nur Lea Hermann viel Neues, sondern auch für die Teamleiterin Andrea Gutiérrez ist die Aufgabe als Ausbilderin, auf die sie sich intensiv vorbereitet hat, wieder aufregend und spannend. Überhaupt wird dieser Ausbildungsberuf bei den Bayerischen Staatsforsten erst seit vier Jahren angeboten.

Der Forstbetrieb Allersberg ist einer von 23 Ausbildungsbetrieben für Forstwirte der Bayerischen Staatsforsten. Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet im Wesentlichen in der freien Natur der Bayerischen Staatswälder statt. Praxisnahe Lehrgänge an betriebseigenen Bildungszentren in Nürnberg und Ruhpolding und Berufsschulunterricht in Neunburg vorm Wald (Landkreis Schwandorf) ergänzen die praktische Ausbildung und liefern das theoretische Know-how.

Insgesamt wurden dieses Jahr 69 Azubis eingestellt, neben 61 Forstwirten und Forstwirtinnen auch sechs Auszubildende in den Berufen „Kaufleute für Büromanagement“ und an der Zentrale in Regensburg zwei „Industriekaufleute“. Die Bayerischen Staatsforsten sind damit einer der größten und vielseitigsten forstlichen Ausbilder und Arbeitgeber in Deutschland.

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news-2594 Wed, 22 Sep 2021 07:55:00 +0200 Jagen aus luftiger Höhe https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/jagen-aus-luftiger-hoehe.html Weißenstadt Jagen aus luftiger Höhe war das Motto des diesjährigen Jägertages am Forstbetrieb Selb. Jedes Jahr treffen sich die Jäger des Forstbetriebs, um sich in Sachen Jagd weiterzubilden und die neuesten Informationen zu erhalten. Vom Veterinäramt Wunsiedel berichtete Dr. Ulrich Geipel von den neuesten Entwicklungen bei der Afrikanischen Schweinepest und die Rolle der Jäger im Krisenfall.

Am Objekt konnten die Jäger eine Vorführung des Revierleiters Patrick Lehmann zum Jagen mit dem Klettersitz ansehen. Mit einer aus den USA stammenden Aufstiegsvorrichtung kann der Jäger am Baum in große Höhen gelangen und so das Wild besser erspähen. Das Wild bekommt den Jäger in dieser Höhe auch fast nicht mehr mit. “Ein bisschen Fitness und Schwindelfreiheit ist dafür aber schon erforderlich,“ betonte Patrick Lehmann beim Erklimmen des Baums. Auch eine Sicherheitsschulung ist für die Jägerinnen und Jäger der Bayerischen Staatsforsten erforderlich, um mit diesem Gerät im Staatswald zu jagen.

Schließlich verlieh Forstbetriebsleiter Michael Grosch wieder die Wandertrophäe, das „Selber Wechselwild“ an den erfolgreichsten Jäger. Im vergangenen Jagdjahr erlegte Samuel Grünbichler im Revier Perlenhaus 78 Stück Schalenwild.

Bei Bratwürsten und Bier fand der Abend dann seinen gemütlichen Ausklang und es wurden schon wieder Pläne für den kommenden Jägertag geschmiedet.

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news-2597 Tue, 21 Sep 2021 14:25:00 +0200 Spannende Fragen aus Ostafrika https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/spannende-fragen-aus-ostafrika.html 21. September 2021, Sonthofen – Bei den Bayerischen Staatsforsten tauschten sich gestern Landwirtschaftsexpertinnen aus Ostafrika sowie Wissenschaftler der Humboldt Universität Berlin mit Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting aus. Dabei ging es um das Zusammenwirken von Land-, Forstwirtschaft und Tourismus im Allgäu. Das Projekt “Ländliche Entwicklung und Agrarökologie, Handeln im Globalen Norden für und mit dem Globalen Süden“ wird vom Center for Rural Development Humboldt Universität zu Berlin im Auftrag des Bundes­ministerium für wirtschaftliche Zusammen­arbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt.

Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen betrachten, wie ökologische Landwirtschaft und nachhaltige Initiativen nicht nur zu einer nachhaltigen ländlichen Entwicklung in der Region beitragen, sondern auch, welche Auswirkungen die Handlungen im „Globalen Norden“ auf den „Globalen Süden“ haben. Hierzu wollen die Beteiligten Rahmenbedingungen, Strukturen, Initiativen und Motivationen in vier Regionen verstehen, die im deutschsprachigen Raum durch überdurchschnittlich hohes nachhaltiges Handeln auffallen, darunter das Oberallgäu.

Im Projektteam sind auch Gastwissenschaftler und Gastwissenschaftlerinnen aus Ländern der Afrikanischen Union (AU). Hier im Allgäu sind Caroline Kawira (Ernährungsexpertin) und Amina Maalim (Agroforst-Expertin) tätig. „Beide haben Erfahrungen und Expertise in der Arbeit zu nachhaltiger ländlicher Entwicklung in Ostafrika. Mit ihren sehr interessanten Fragen konnten wir gemeinsam einen Blick auf die Allgäuer Strukturen werfen und durchaus auch spannende Ansätze finden, bei denen ein Weiterdenken lohnt“, freut sich Forstbetriebsleiter Jann Oetting. „Wir arbeiten gemeinsam im Lokalen zu globalen Herausforderungen, die uns alle betreffen“, ergänzt Thomas Beutler von der HU Berlin. Nach einer ausführlichen Diskussionsrunde machten sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf den Weg nach Bad Hindelang, wo sie mit weiteren Experten und Expertinnen sprechen werden.

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news-2593 Tue, 21 Sep 2021 07:52:49 +0200 Klimawandel und Wald: Projekt mit Schulkindern https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/klimawandel-und-wald-projekt-mit-schulkindern.html Angestoßen von der TH Rosenheim beteiligt sich der Forstbetrieb Ruhpolding an einer grenzübergreifenden Aktion zur Wissensbildung bei Grundschulkindern in Bayern und Tirol. Thema: die ökologische und klimatische Schutzfunktion des alpinen Waldes und die nachhaltige Verwendung nachwachsender Ressourcen.

Dabei wurden den Kindern Fichten und Tannen in Containern über Weihnachten mit nach Hause gegeben. Im Frühjahr pflanzten die Grundschüler mit Unterstützung des Maschinenrings auf eine Waldfläche, die sich in Ortsnähe befindet. So können die Schüler „Ihren“ Baum begleiten und auch bei weiteren Projekttagen, zusammen mit den örtlichen Förstern die Pflege und Aufzucht des Baumes (z. B. Verbissschutz), kennenlernen.

Bei dem Projekt soll durch die Beteiligten die grenzübergreifende Problematik des Klimawandels auf den Waldbau und den Waldzustand herausgearbeitet werden, welcher insbesondere in den Alpen maßgebliche Auswirkungen haben wird, strukturelle Veränderungen über die Grenzen hinweg erfordert und für diese, aber v.a. für zukünftige Generationen wesentliche Veränderungen mit sich bringt. Grundlage für die dazu erforderliche Sensibilisierung der Gesellschaft ist die Vermittlung eines Verständnisses für das Material, dessen Möglichkeiten und dessen Herkunft bereits in der schulischen Bildung. 

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news-2596 Mon, 20 Sep 2021 11:36:00 +0200 "Flugzeugabsturz" im Bayerwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/flugzeugabsturz-im-bayerwald.html Bergwacht, Feuerwehr und Rotes Kreuz üben im Staatswald Bodenmais 

20. September 2021, Bodenmais - Der Heugstatt ist ein 1.262 Meter hoher, stiller Berg unweit des bekannteren Großen Arber. Westlich unterhalb des Gipfels liegt die Berghütte Schareben. Dort beginnt der kürzeste Anstieg auf den Heugstatt.

Der Heugstatt markiert die Mitte des Arberkammes, dem höchsten Bergkamm im Bayerischen Wald; die Südseite des Bergmassivs wird vom Forstbetrieb Bodenmais bewirtschaftet. Umgeben von Gras, fast hüfthohen Heidelbeersträuchern und der einzigartigen Wald-Wildnis ist der Alltagsstress hier schnell vergessen.

Ausgerechnet diesen ruhigen Ort hatte sich Korbinian Schweighofer, neuer Chef der Bergwachtbereitschaft Arnbruck, in Absprache mit den lokalen Feuerkommandanten, dem Naturschutz am LRA und Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl für eine „Großübung“ ausgesucht. Nach einem simulierten Flugzeugabsturz in schwierigem Gelände rückten alle aus – gemeinde- und regierungsbezirksübergreifend:

- die Bergwachtbereitschaften Arnbruck, Furth, Lam, Ruhmannsfelden, Viechtach und Zwiesel,

- die frw. Feuerwehren Arnbruck, Asbach, Drachselsried und Oberried, und

- das Rote Kreuz Regen und die Helfer vor Ort (HvO) Arnbruck.

Bergwachtchef Korbinian Schweighofer: „warum genau dieses Szenario für die Übung? – eine internationale Hauptflugroute führt über den Bayerwald, gleich in der Nähe liegt der Flugplatz Arnbruck und letzte Jahr hatten wir in diesem Bereich einen Waldbrand – warum nicht das Ganze kombinieren?“

Gesagt, getan: im Bereitstellungsraum an der Berghütte Schareben trafen sich dann 64 Feuerwehrler und 55 Bergwachtler, um auf dem Heugstatt das brennende Flugzeug zu löschen, und neun Verletzte zu suchen, zu versorgen und zu bergen.

Die „Einsatzbeobachter“, Bürgermeisterin Angelika Leitermann, Arnbruck, Bürgermeister Johannes Vogl, Drachselsried, und Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl war sich schnell einig: „eine logistische Meisterleistung, zumal z.B. das Löschwasser mit einer Tanklöschfahrzeug-Staffel kilometerweit im Einbahnverkehr zu den Faltbehältern an der Einsatzzentrale an der sog. „Marderstraße“ gebracht und von dort über eine Pumpen-Staffel zum Brandort gebracht werden musste; und ebenso schwierig gestaltete sich der die Bergung der Verletzten mit dem Akia und der Gebirgstrage im Steilgelände bergab“.  

Das Ganze dauerte bis in den frühen Abend hinein – am Schluss waren alle müde und gottseidank gesund zufrieden wieder vor Ort. Kreisbrandmeister Heinrich Mühlbauer und die übrigen Führungskräfte zogen eine positive Bilanz: „Insgesamt eine gelungene Maßnahme, die gezeigt hat, dass die Zusammenarbeit der Rettungsdienste Feuerwehr, Bergwacht, Rotes Kreuz funktioniert – und wir sollten da weitermachen, weil es auch immer noch was zu verbessern gibt!“ Korbinian Schweighofer meinte noch, er hätte auch schon eine Idee fürs nächste Jahr, worauf ihm FBL Jürgen Völkl anbot: „Ihr seid auch künftig herzlich willkommen, wir haben hier rund 8.000 Hektar Platz für die nächste Übung!“

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news-2595 Mon, 20 Sep 2021 11:22:00 +0200 Der Natur etwas zurückgeben https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/der-natur-etwas-zurueckgeben.html Freiwillige des Alpenvereins arbeiten für den Berg- und Schutzwald in den Bayerischen Saalforsten

20. September 2021, St. Martin b. Lofer - Die Bayerischen Saalforste/Forstbetrieb St. Martin haben Mitte September 2021 im Rahmen einer Projektwoche in einem der beiden Unkener Reviere mit neun freiwilligen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Deutschen Alpenvereins viel Gutes für den Wald getan. Im Sommer 2021 waren bereits zwei weitere Projektwochen und gesamt 14 Freiwillige des Alpenvereins auf Saalforstflächen in den Gemeinden St. Martin und Weißbach b. Lofer tätig.

Begleitet von zwei Forstwirten des Forstbetriebs St. Martin und unter Koordination von Revierleiter Simon Richter fanden sich im September 2021 insgesamt 9 freiwillige Teilnehmer des Deutschen Alpenvereins (DAV) aus Deutschland in Unken ein, um im Berg- und Schutzwald insgesamt 360 Arbeitsstunden zu leisten. Hoch motiviert führten die vier Damen und 5 Herren (der Älteste ist über 80 Jahre alt!) - die Arbeiten durch.

So wurden im Unkener Forstrevier 2000 Lärchen-Ballenpflanzen als Mischbauart gepflanzt, und ca. 500 m Steig neu angelegt, der nun zur Waldbewirtschaftung v.a. der Borkenkäfersuche und Jagd dient. In den ausgedehnten Unkener Waldbereichen sind alte Lichtweideflächen naturschutzfachlich für viele Insekten und seltene Pflanzen sehr wertvoll. Um ein allmähliches Zuwachsen der Flächen hintanzuhalten wurden zwei solcher Flächen geschwendet, gemäht und das Mähgut aus den Flächen herausgezogen. Abwechslungsreich war die Wochenarbeit, weil auch noch drei Hochsitze gebaut und junge Eiben mit Verbissclips geschützt wurden.

Die Projektwochen in St. Martin und Weißbach im Sommer 2021 waren auch noch anderen Arbeiten gewidmet. So der Biotoppflege von Rauhfusshühnern wie dem Birk- und Auerwild, der Schutz seltener Baumarten sowie die Instandhaltung des sog. „Walden-Themenwegs“ im Naturpark Weissbach.

Die Unterbringung der Freiwilligen des DAV erfolgte auf einer forstbetrieblichen Hütte. Gesellige Abende mit selbstgekochten und tagsüber gefundenen Schwammerln sowie ein spendiertes Abschlussessen mit Pinzgauer Schmankerln rundeten die Arbeitseinsätze ab. Hochmotiviert waren sich am Ende der Projektwoche die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einig: „Wir wollen auch nächstes Jahr wieder kommen und im Wald helfen - unsere Motivation ist, der Natur etwas zurückzugeben“.

Für Revierleiter Simon Richter aus Unken wie auch den Revierleiterkollegen Georg Poppel und Christoph Dinger aus den Gemeinden St. Martin Weißbach waren die DAV-Freiwilligen im Jahr 2021 wie schon in den Vorjahren eine große Hilfe.  Es konnten vielfältige Arbeiten umgesetzt werden, die dem Wald zu Gute kommen.

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news-2592 Wed, 15 Sep 2021 14:19:30 +0200 Fliegende Edelsteine über den Waldmooren: Forstbetrieb lässt Libellen auf der Königsheide erfassen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/fliegende-edelsteine-ueber-den-waldmooren-forstbetrieb-laesst-libellen-auf-der-koenigsheide-erfassen.html 15. September 2021, Warmensteinach – Auf der Königsheide zwischen Warmensteinach und Goldkronach lässt der Forstbetrieb Fichtelberg weitere Moorflächen renaturieren. Zur Erfolgskontrolle sollen im nächsten Jahr die Libellenarten in diesem Gebiet erfasst und kartiert werden.

Schwrrrrrr – plötzlich steht die große, leuchtend grün-blaue Libelle wie ein Hubschrauber mit leise surrenden Flügeln am Rand des mit dunkelbraunem Moorwasser gefüllten Tümpels. „Eine Blaue Mosaikjungfer“ bestimmt Peter Schöffel die Libellenart. Er ist Förster beim Forstbetrieb Fichtelberg und betreut den Bereich der Königsheide. Hier auf dem Höhenrücken zwischen Warmensteinach und Goldkronach haben die Bayerischen Staatsforsten in den letzten Jahren fast 50 Hektar Moorflächen renaturiert, das entspricht einer Fläche von ca. 75 Fußballfeldern. Dort wurde der dichte Fichtenbewuchs entfernt und die Entwässerungsgräben verschlossen, die vor vielen Jahren durch das Moor gezogen wurden, um es besser nutzen zu können. Jetzt soll nach und nach wieder eine naturnahe Moorlandschaft entstehen - eine Moorlandschaft mit viel Wasser, kleinen Tümpeln und Wasserlöchern, an denen sich neben seltenen Pflanzen und Tieren auch Libellen ansiedeln. Schwrrrrr – in Sekunden ist die Libelle weitergeflogen, patroulliert systematisch ihr Revier ab, hält Ausschau nach Konkurrenten und Beute, um nach kurzer Zeit am gleichen Ort wieder zu erscheinen.

„Libellen flatterten schon vor 300 Millionen Jahren durch die Schachtelhalm-Wälder der Karbon-Zeit, lebten also schon lange vor den Dinosauriern“ so Förster Peter Schöffel. „Als flugfähiges Insekt besiedeln sie naturnahe Gewässer und intakte Moore. Hauptsächlich ernähren sie sich von anderen Insekten. Dabei sind Libellen äußerst geschickte Flieger und erfolgreiche Jäger. Denn sie besitzen zwei Flügelpaare, mit denen sie unabhängig voneinander schlagen können. Deshalb können sie wie ein Hubschrauber in der Luft stehen und sogar rückwärts fliegen. Mit ihren großen Komplex-Augen können sie Farben unter­scheiden und Bewegungen erkennen.“

Im Bereich der sog. Tümpfellohe bereitet der Forst gerade die nächste Moorfläche zur Wiedervernässung vor. Fast 10 Hektar sollen dort in nächster Zeit renaturiert werden. Dazu werden die Fichten entlang der Entwässerungsgräben gefällt. Anschließend verschließt ein Spezial-Bagger systematisch die Gräben. Mit seinem breiten Raupen­fahrwerk kann er sich auf dem wenig tragfähigen Moorboden fortbewegen, ohne unterzugehen. Den Rest macht die Natur: Regen- und Schmelzwasser wird in der Fläche zurückgehalten, es entstehen kleine Tümpel und Teiche, Torfmoos und andere typische Moorpflanzen sprießen wieder, Libellen und Amphibien besiedeln die Fläche.

Aber nicht nur Pflanzen und Tiere profitieren, sondern auch der Mensch. Moore wirken ausgleichend auf den Wasserhaushalt, weil sie sich wie ein Schwamm vollsaugen und das Wasser erst nach und nach wieder abgeben. Damit können sie Starkregen abbremsen und Überschwemmungen abmildern. Und schließlich binden Moore große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid, tragen also zum Klimaschutz bei.

„Im nächsten Jahr wird ein Experte die Libellen-Arten auf der Königsheide kartieren“ berichtet Peter Schöffel. „Bereits vor zehn und vor fünf Jahren haben wir die Arten erfassen lassen, sodass wir anhand der Entwicklung der Libellen-Arten den Erfolg der Wiedervernässung abschätzen können.“

Die Moorrenaturierung wird als besondere Gemeinwohlleistung der Bayerischen Staatsforsten durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bayreuth-Münchberg finanziell gefördert. 

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news-2591 Fri, 10 Sep 2021 08:29:47 +0200 Gefährliche Bäume am Grainauer Hammersbach entfernt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/gefaehrliche-baeume-am-grainauer-hammersbach-entfernt.html In einer Gemeinschaftsaktion der Bayerischen Staatsforsten, des Wasserwirtschaftsamts Weilheim und der Gemeinde Grainau wurden in einer aufwendigen Ausholzaktion gefährliche Bäume an den Einhängen zum Hammersbach unmittelbar am Zuweg zur Höllentalklamm entfernt. Durch die Starkregen der letzten Wochen hatten sich an den geologisch instabilen Partnachschiefer-Einhängen zum Hammersbach Risse gezeigt, die zu kleineren Rutschungen führten. Um eine Gefährdung des vorbei führenden Wanderwegs zur Höllentalklamm und das Abrutschen der aufstockenden Bäume in den Hammersbach zu verhindern, war schnelles Handeln angesagt, um beim nächsten Starkregen die Gefahr einer Verklausung des Gewässers durch abgerutschte Bäume zu verhindern und die Sicherheit der Wanderer nicht zu gewährleisten.

Mit schwerem Gerät und Unterstützung durch die Fachfirma für schwierige Baumfällungen David Frid aus Grainau sowie den Forstbetrieb Bader aus GAP wurden alle nicht mehr standfesten Bäume von den Hängen entfernt und mit Rückeschlepper und Bagger von den Hängen und aus dem Bachbett gezogen. Die Arbeiten waren schwierig, gefährlich, eine absolute Spezialistensache.

Der stellvertretende Forstbetriebsleiter der Bayerischen Staatsforsten Oberammergau, Richard Baur, lobt die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Wasserwirtschaftsamt, Gemeinde und Forst. So konnte die aufwendige und für die Holzfäller nicht ungefährliche Aktion dank der Beratung und finanziellen Beteiligung des WWA sowie kurzfristig gestellten Absperrposten des Gemeindebauhofs Grainau binnen weniger Tage organisiert und umgesetzt werden.

Die Maßnahme ist inzwischen abgeschlossen, die temporäre Umleitung für Fußgänger auf den beliebten Wanderweg ins Höllental ist wieder aufgehoben.

Ein Video gibt einen Eindruck von den Arbeiten. 

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news-2590 Wed, 08 Sep 2021 07:55:03 +0200 Versorgungskrise beim Holz vorbei https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/versorgungskrise-beim-holz-vorbei.html Wieder ausreichend Holz auf dem Markt / Staatsforsten wollen sichere und dauerhafte Holzversorgung gewährleisten / Moderater Preisanstieg erwartet / Rückläufige Borkenkäferentwicklung

8. September 2021, Regensburg – Die Lage auf dem Holzmarkt hat sich entspannt. Die Versorgungskrise im Frühjahr und Sommer dieses Jahres mit zu wenig Holz vor allem für das weiterverarbeitende Gewerbe ist vorüber. Aufgrund einer Beruhigung des Absatzmarktes für Schnittholzprodukte gibt es wieder ausreichend Holz für Holzbauer, Schreiner, Zimmerer und für den Bausektor. Die Holzversorgung ist stabil und dauerhaft gewährleistet. „Alle, die gerne mit Holz bauen oder Holz anderweitig verwerten wollen, können mit einer sicheren Holzversorgung rechnen“, so der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten Martin Neumeyer.

Bei den Holzpreisen rechnet Neumeyer mit einer stabilen bis moderat steigenden Preisentwicklung. Die Schnittholzpreise sind in den letzten eineinhalb Jahren stark angestiegen. Derzeit zeichnet sich eine Preisberuhigung ab. Die Rohware aus dem Wald – das Rundholz – ist demgegenüber nur verzögert und geringer im Preis gestiegen. „Deshalb rechne ich beim Rundholz mit stabilen bis moderat steigenden Preisen im nächsten halben Jahr bei einem Niveau von rund 120 Euro bis zu 140 Euro je Festmeter frischem Fichtenholz bei regionalen Unterschieden“, so Neumeyer weiter.

Hierzu trägt nach Einschätzung des Staatsforstenchefs auch bei, dass die Borkenkäferentwicklung im größten Forstbetrieb Deutschlands in diesem Jahr weniger dynamisch ist als ursprünglich erwartet. Laut Neumeyer gibt es in Bayern insgesamt deutlich weniger Borkenkäferholz als in den Vorjahren. „Die Bayerischen Staatsforsten rechnen gegenüber dem Jahr 2020 mit einem weiteren Rückgang beim Borkenkäferholz um rund ein Viertel auf ihren Flächen. Bereits 2020 gab es rund ein Drittel weniger Käferholz als im Trockenjahr 2019“, so Neumeyer weiter.

Die überdurchschnittlich hohen Niederschläge im Frühjahr und Sommer in Bayern haben in vielen Regionen zu einem Auffüllen des Grundwasserspiegels und damit zu einer besseren Wasserversorgung der Baumwurzeln und stärkeren Vitalität der Bäume geführt. Zusätzlich haben die kühlen feuchten Perioden die Entwicklung des Borkenkäfers verzögert. Abgesehen von einzelnen Borkenkäferschwerpunktregionen wie beispielsweise dem Frankenwald mit überdurchschnittlicher Trockenheit in den vergangenen Jahren ist das Schadgeschehen durch den Borkenkäfer in diesem Jahr insgesamt überschaubar.

Die Bayerischen Staatsforsten wollen nach Angaben des Staatsforstenchefs ihr Engagement für die regionale Holzversorgung kleiner und mittlerer Sägewerke in Bayern und des dazugehörigen nachgelagerten Gewerbes wie örtlichen Schreinereien und Holzbauunternehmen weiter stärken. „Wir wollen über unsere 41 Forstbetriebe in ganz Bayern und über unsere regionale Eigenvermarktungsschiene mehr Nadelholz als im abgelaufenen Geschäftsjahr anbieten“, so Staatsforstenchef Neumeyer.

Die Bayerischen Staatsforsten rechnen auch für 2022 mit einer anhaltend hohen Nachfrage nach Holz. Laut Neumeyer wird der nachhaltig produzierte Rohstoff Holz in Bayern als Klimaprodukt zur Vermeidung und Reduzierung von CO2-Emmissionen vor allem im Baugewerbe künftig eine immer größere Rolle spielen.

Die Bayerischen Staatsforsten sind mit einer Fläche von rund 810.000 Hektar der größte Forstbetrieb in Deutschland.

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news-2589 Tue, 07 Sep 2021 08:14:46 +0200 Freiwilligeneinsatz des Alpenvereins bei den Bayerischen Staatsforsten https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/freiwilligeneinsatz-des-alpenvereins-bei-den-bayerischen-staatsforsten.html 06. September 2021, Bad Hindelang - In der Woche vom 23. bis 27. August hat der Deutsche Alpenverein wieder die Bayerischen Staatsforsten am Forstbetrieb Sonthofen mit einer Projektwoche unterstützt: Zehn freiwillige Helferinnen und Helfer hatten sich Zeit genommen, um notwendige Arbeiten im Hintersteiner Tal durchzuführen.

„Schon seit Jahren besteht zwischen den Bayerischen Staatsforsten und dem Deutschen Alpenverein eine Kooperation. Jährlich werden in diesem Rahmen rund 20 Projektwochen zum Arbeitseinsatz von Freiwilligen im Staatswald angeboten werden“, erläutert Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting. Der DAV vermittelt die Freiwilligen, die dann in den Projektwochen vom Fachpersonal der Staatsforsten bei den Arbeiten im Wald betreut und angeleitet werden. Besonders freut es Jann Oetting, dass sich eine Gemeinschaft einer evangelischen Freikirche zum zweiten Mal nach 2020 an den Alpenverein gewandt hatte um wieder im Hintersteiner Tal aktiv werden zu können. Keiner der Teilnehmer wohnt im Alpenraum. Aber jeder hatte den Wunsch, diese wunderschöne Gegend durch aktive Mithilfe zu schützen und somit zu erhalten. Das sie hierbei durch den Austausch mit Förster, Berufsjäger und Forstwirten auch Interessantes über den Bergwald lernen können, begeistert die Teilnehmer zusätzlich.

Der zuständige Revierleiter Rainer Ruf und Berufsjäger Josef Günster waren mit der erbrachten Leistung der überwiegend jungen Erwachsenen sehr zufrieden. Wichtige Arbeiten wurden mit den sehr motivierten Helferinnen und Helfern in dieser Woche erledigt.

Förster Rainer Ruf erläuterte, dass es nach den Windwurfschäden durch den Föhnsturm im November 2019 zwingend notwendig sei, die geräumten Flächen ergänzend zur vorhandenen Buchen- und Bergahornnaturverjüngung mit Weißtannen und Fichten zu bepflanzen um die betroffenen Hänge vor drohender Erosion zu schützen. Darunter versteht der Fachmann ein Abschwemmen der Humusauflage und somit eine dauerhafte, oftmals irreparable Schädigung des Bergwaldes. Dieser könnte dann seine Schutzfunktion vor Lawinen und Steinschlag, sowie die Funktion des Speicherns von Niederschlägen nicht mehr erfüllen. Murenabgänge werden durch eine Bepflanzung und der damit einhergehenden Sicherung des Untergrundes durch die Baumwurzeln verhindert. „Ein intakter Bergwald, gemischt aus Laub- und Nadelbäumen hat zahlreiche, wichtige Funktionen zu erfüllen. Unter anderem auch die Speicherung von CO², welches im Holz der langlebigen Bäume dauerhaft gespeichert wird“, so der erfahrene Förster.

Berufsjäger Josef Günster ergänzte, dass es nicht damit getan sei, die Flächen erneut zu bepflanzen. Vielmehr ist es eine wichtige Aufgabe, die jungen Pflänzchen vor den Wildtieren zu schützen, die die Knospen und Triebe als Nahrung nutzen. „Meine Aufgabe ist es, die Jungpflanzen im wahrsten Sinne des Wortes vor dem Verbiss von Rot-, Gams- und Rehwild zu beschützen“ erklärt Josef Günster den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Aktion. Ständige jagdliche Präsenz auf den Flächen, die auch als Sanierungsgebiet ausgewiesen sind, sei notwendig, um den Wald und somit auch den Lebensraum der Wildtiere zu schützen, so der Berufsjäger weiter. Für ihn ist es deshalb eine Selbstverständlichkeit, sich für angepasste Wildbestände zu engagieren. Ein Engagement, das die Teilnehmer der Aktionswoche teilen: 1.250 junge Bäume, 450 Meter Steige und vier jagdliche Einrichtungen wurden in insgesamt 350 Arbeitsstunden gepflanzt, erhalten oder erschaffen. „Es freut mich, dass sich Menschen – obwohl sie nicht aus der Region stammen oder hier leben – für den Bergwald engagieren. Eine Auffassung und ein Verständnis, das ich zuweilen bei anderen Menschen schmerzlich vermisse!“, so der Berufsjäger.

Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Aktionswoche wurden die Zusammenhänge durch die Ausführungen von Rainer Ruf, Josef Günster, sowie der Forstwirte Hermann Karg, Florian Karg und Jonas Echle, die die Steigunterhalt- und Pflanzaktivitäten angeleitet haben, klar. Gerne werden sie im kommenden Jahr die Bayerischen Staatsforsten wieder unterstützen. „Es kann keinen funktionierenden Bergwald geben, ohne dass forstliche und jagdliche Maßnahmen ineinanderfließen“, ergänzte abschließend der Chef der Bayerischen Staatsforsten in Sonthofen Jann Oetting, der sehr dankbar für das Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie seiner Mitarbeiter ist.

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news-2588 Mon, 06 Sep 2021 15:05:44 +0200 Stabwechsel bei den Lehrlingen am Forstbetrieb Bodenmais https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/stabwechsel-bei-den-lehrlingen-am-forstbetrieb-bodenmais.html Freisprechung der „Ausgelernten“, Begrüßung der neuen Azubis

September 2021, Bodenmais - „Seit 1993 habe ich 50 Lehrlinge ausgebildet“, sagt Forstwirtschaftsmeister Paul Hilgart, „und ich freue mich jedes Mal wieder, wenn wir im Rahmen einer kleinen Feierstunde als Ausbildungs-Abschluss die „Ausgelernten“ freisprechen und gleichzeitig – quasi als Stabwechsel mit fliegendem Übergang – vier „Neue“ zu ihrem Ausbildungs-Beginn am Forstbetrieb Bodenmais begrüßen dürfen!“

Die zwei „Ausgelernten“, Tobias Späth und Matthias Kropf, haben sich für die Ausbildung zum Forstwirt entschieden und damit für den schönsten Arbeitsplatz der Welt – den Wald. Tobias Späth (20) kommt aus Rimbach im Lkr. Cham und hat schon im Wald der Familie Erfahrungen gesammelt. Das hat ihn veranlasst, unbedingt „Holzhauer“ werden zu wollen.Matthias Kropf (ebenfalls 20) stammt aus Untergriesbach. Nach dem Abitur wollte er „was Praktisches lernen, dabei in und mit der Natur arbeiten, und selber am Abend sehen, was er tagsüber geleistet hat“.Und „was geleistet“ haben sie beide: unter gut 100 Teilnehmern der Gesellenprüfung an der Bayerischen Waldbauernschule in Kelheim waren sie ganz vorne dabei – Matthias Kropf erreichte mit einem Notenschnitt von 1,3 den 4. Rang, und Tobias Späth ist mit einer sagenhaften Durchschnittsnote von 1,04 Bayerns prüfungsbester Forstwirt 2021.

Ausbilder Forstwirtschaftsmeister Paul Hilgart, Vize-Personalrats-Chef Martin Geiger und Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl gratulierten den beide auf das allerherzlichste. Paul Hilgart: „Meine Herren, Ihr beiden seid quasi die Krönung meiner fast 30 Jahre Ausbilder-Tätigkeit,“ und weiter an die Neuen: „da könnt Ihr Euch gleich ein Beispiel nehmen!“

Die „Neuen“, das sind Leon Fleischmann und Michael Saller aus Bodenmais, Benedikt Schiller aus Kirchdorf i.Wald sowie Vinzenz Wudy aus Zwiesel. Mit den Worten „Wir freuen uns, jungen Menschen einen Weg in eine spannende berufliche Aufgabe bieten zu können. Wir schaffen und besetzen hier wichtige Arbeitsplätze und realisieren eine hohe Wertschöpfung auch abseits der Ballungszentren! Für das Unternehmen Bayerische Staatsforsten sind die „Neuen“ eine wichtige Investition in die Zukunft des Unternehmens“, begrüßte Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl die vier und wünschte ihnen einen guten Start ins Berufsleben.

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news-2587 Thu, 02 Sep 2021 17:03:09 +0200 Neue Azubis für den Fichtelgebirgswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neue-azubis-fuer-den-fichtelgebirgswald.html Forstbetrieb Fichtelberg begrüßt drei junge Forstwirt-Azubi (03.09.2021) Fichtelberg. – Drei junge Männer haben Anfang September ihre Ausbildung zum Forstwirt beim Forstbetrieb Fichtelberg begonnen. Insgesamt bilden die Bayerischen Staatsforsten am Standort Fichtelberg jetzt sieben Nachwuchs-Forstwirte und einen zukünftigen Berufsjäger aus.

Noch ist alles neu für Luis Geyer, Kilian Kastner und Vinzent Schwinger, drei angehende Forstwirte, die Anfang September ihre Ausbildung beim Forstbetrieb Fichtelberg begonnen haben: neue Kollegen, neue Themen, neue Ausbildungsorte, die neue Sicherheitskleidung der Bayerischen Staatsforsten in orange-grün. Zum Einstieg absolvieren die jungen Azubi einen Einführungslehrgang am Forstlichen Bildungszentrum der Bayerischen Staatsforsten in Nürnberg – Buchenbühl - für manchen auch eine neue Erfahrung, für längere Zeit weg von zuhause zu sein.

„Unsere drei Jung-Azubis schaffen das schon!“ ist sich Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg sicher. „Unser bewährtes Ausbilderteam wird sie mit viel Fingerspitzengefühl an ihre zukünftigen Aufgaben heranführen.“

Ab Mitte September geht es dann für die Auszubildenden des Forstbetriebs in Kleingruppen hinaus in den heimatlichen Fichtelgebirgswald. Hier erlernen sie von ihren erfahrenen Ausbildern die vielfältigen Tätigkeiten eines Forstwirts. Nicht nur Holzfällung steht am Ausbildungsplan, auch Pflanzung junger Bäume, Naturschutz, Bau von Erholungs­einrichtungen und vieles mehr.

„Als Forstbetrieb Fichtelberg sind wir ein Teil der Region und nehmen unsere Verantwortung für den Wald, die Umwelt und für die Menschen sehr ernst.“ erklärt Winfried Pfahler. „Deshalb bieten wir hier im ländlichen Raum attraktive Ausbildungsmöglichkeiten für angehende Forstwirte. Dies ist ein wichtiger Teil unseres sozialen Engagements für die Region. Wir investieren dadurch ganz gezielt in neue Mitarbeiter, um die vorbildliche, umfassende und nachhaltige Waldbe­wirt­schaftung mit qualifiziertem Personal langfristig sicherzustellen.“

Bayernweit stellen die Bayerischen Staatsforsten in diesem Jahr 62 junge Menschen ein, die eine Berufsausbildung zum Forstwirt absolvieren. Trotz aller Mechanisierung im Forst hat der Forstwirtsberuf eine Zukunft. Denn für die vielfältigen Aufgaben rund um den Wald werden auch weiterhin gut ausgebildete Fachkräfte gebraucht. 

„Nächstes Jahr bieten wir am Forstbetrieb Fichtelberg ebenfalls wieder Ausbildungsplätze für Nachwuchs-Forstwirte an“ so Winfried Pfahler. „Interessenten können sich im Internet unter www.baysf.de bewerben“.

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news-2586 Thu, 26 Aug 2021 15:01:44 +0200 Azubis treffen BaySF-Vorstand und übergeben „Schwedenfeuer“ https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/azubis-treffen-baysf-vorstand-und-uebergeben-schwedenfeuer.html August 2021, Regensburg/Bodenmais - „Gut ausgebildete Forstwirte sind die Basis unserer Arbeit mit dem Wald und bei einem naturnahen Waldbau mit verschiedenen Baumarten unverzichtbar“, sagt Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl. „Ich freue mich über den Fleiß und die Motivation der Forstwirt-Lehrlinge unseres Forstbetriebs Bodenmais, die über den Winter aus heimischen Kiefern des Reviers Saldenburg 100 Schwedenfeuer angefertigt haben. Das sind der Länge nach eingeschnittene Stammstücke, die ähnlich wie eine Fackel abbrennen und wie ein Lagerfeuer Licht und Wärme liefern. Wir haben sie heute nach Regensburg an die Zentrale der Bayerischen Staatsforsten gebracht. Sie bereichern ab sofort das Angebot des BaySF-WebShops – neben Wildfleisch, Brennholz und weiteren spannenden Produkten wie Kochbücher und Brotzeitbretter aus Holz“, führt Forstbetriebsleiter Völkl weiter aus.

Vorstandsvorsitzender Martin Neumeyer und der Leiter des Bereichs Unternehmenskommunikation, Jan-Paul Schmidt, nahmen sich Zeit für ein ausführliches Gespräch mit den Azubis Florian Kraus, Quirin Vogl und Florian Weinberger sowie ihrem Ausbilder Paul Hilgart und dem stellvertretenden Forstbetriebsleiter Markus Würstl. Hier konnten die Azubis von ihren Erfahrungen in der Ausbildung berichten und im Gegenzug Informationen von „ganz oben“ erhalten. Dazu Azubi Quirin Vogl: „Toll, dass sich der „Oberste Chef“ so viel Zeit für uns genommen hat, um sich unsere Sicht der Dinge direkt anzuhören und mit uns zu diskutieren“!

 

Das Schwedenfeuer - ein echter Hingucker bei jeder Feier - ist ab sofort im Walshop der Bayerischen Staatsforsten verfügbar.

 

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news-2585 Thu, 26 Aug 2021 13:05:31 +0200 Wanderweg durch das Reichholzrieder Moos vorübergehend gesperrt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wanderweg-durch-das-reichholzrieder-moos-voruebergehend-gesperrt.html 26. August 2021, Ottobeuren - Im Reichholzrieder Moos ist der beliebte Verbindungsweg zwischen Reichholzried und Dietmannsried bis voraussichtlich Mitte September gesperrt. Im Rahmen der Aufarbeitung von vom Borkenkäfer befallenem Holz wurde der nach starker Regenfälle der letzten Wochen aufgeweichte Weg erheblich in Mitleidenschaft gezogen. 

Der Forstbetrieb bittet um Verständnis, dass die Strecke aktuell nicht passierbar ist. „Wir wissen um die beliebte Wanderroute und werden den Weg schnellstmöglich wieder instandsetzen“, so Forstbetriebsleiter Dr. Hermann S. Walter.

Die Aufarbeitung der Hölzer war notwendig, um einer größeren Borkenkäferkalamität vorzubeugen.

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news-2583 Mon, 23 Aug 2021 13:16:51 +0200 Kleine Feierstunde im Forstbetrieb Rothenkirchen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/kleine-feierstunde-im-forstbetrieb-rothenkirchen.html Nach drei Jahren Lehrzeit haben die Azubis Konstantin Hofmann und Lorenz Schönmüller sehr erfolgreich Ihre Forstwirt-Prüfung abgelegt. Neben der Betriebsleitung gratulierten auch Ausbilder und der folgende Azubi-Jahrgang. Auf die jungen Forstleute warten wichtige Aufgaben.

23. August 2021, Rothenkirchen - Über 60 Azubis für den Lehrberuf Forstwirt werden jährlich bei den Bayerischen Staatsforsten ausgebildet. Seit 2017 ist auch der Forstbetrieb Rothenkirchen Ausbildungsbetrieb. Hier soll auch für die Nachbarforstbetriebe Coburg und Nordhalben der forstliche Nachwuchs die Arbeit im Staatswald erlernen. Mit vier guten Abschlüssen war im vergangenen Jahr bereits der Vorgängerjahrgang in Rothenkirchen erfolgreich, jetzt konnten Konstantin Hofmann und Lorenz Schönmüller das Ergebnis noch einmal „toppen“: „Beide mit einer Eins vor dem Komma, mehr wird nicht verraten“, so Forstbetriebsleiter Peter Hagemann bei der Zeugnisübergabe. Gleich nach der Gratulation ging sein Dank an den Ausbildungsmeister Matthias Lindig aus Lauenstein und Servicestellenleiter Stefan Wittenberg und ihre Mannschaft: „Sie haben es geschafft, auch während der Corona-Einschränkungen die Ausbildung durchgehend auf höchstem Niveau zu halten. Dazu haben auch viele Kolleginnen und Kollegen beigetragen. Deshalb können wir alle zusammen ein bisschen stolz auf das gute Ergebnis sein.“

Die jungen Forstwirte ermutigte der Forstbetriebsleiter mit Blick auf die aktuellen massiven Borkenkäferschäden für ihre wichtige Aufgabe bei der Rettung der Wälder. Nur mit ausreichend fachkundiger Arbeitskraft seien die verheerenden Folgen des Klimawandels im Wald noch einzudämmen und ein funktionierender Zukunftswald aufzubauen. Hier müsse jede und jeder in den Forstberufen seine effektive Rolle finden. Nach seinen Worten werden allein in diesem Jahr 48 junge Forstwirte von den Bayerischen Staatsforsten in ein dauerhaftes Arbeitsverhältnis übernommen. Konstantin Hofmann wird demnächst heimatnah im Forstbetrieb Nordhalben tätig sein, Lorenz Schönmüller bleibt in Rothenkirchen. „Im September fangen wieder vier junge Leute aus der Region hier ihre Lehre an“, schaut Hagemann in die Zukunft. „Zum Glück ist das Interesse der jungen Generation für die Natur ihrer Heimat bei uns ungebrochen. Das ist die wichtigste Hoffnung, nicht nur für den Wald.“

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news-2584 Fri, 20 Aug 2021 11:14:00 +0200 Kleines Waldmoor mit großer Klimaschutzwirkung https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/kleines-waldmoor-mit-grosser-klimaschutzwirkung.html Ein dreiviertel Jahr nach den Renaturierungsmaßnahmen im Zinsenhalde-Moor ziehen die Beteiligten Bilanz: die Dämme funktionieren, das Moor lebt auf.

20. August 2021, Sonthofen - Im vergangenen Winter renaturierte der Forstbetrieb Sonthofen das Zinsenhaldemoor in der Gemarkung Martinszell im Allgäu. Das in einer Schleife der Iller liegende Moor besteht aus zwei Teilflächen wobei sich die östliche der beiden weit in den angrenzenden Privatgrund erstreckt. Mehrere Gräben wurden im vergangenen Jahrhundert von Hand in das Moor gegraben, in der östlichen Teilfläche wurde zudem Torf abgebaut. Bereits seit 2014 bereitet der Forstbetrieb den Wald Stück für Stück auf die Wiedervernässung vor. So wurden bspw. entlang der Torfstichkante höhere Fichten entnommen und somit das Risiko eines Borkenkäferbefalls reduziert. Fachlich wurde die Renaturierung durch die Regierung von Schwaben unterstützt. Es wurden Gräben, die Vegetation und der Moorboden kartiert sowie die Wasserflüsse im Moor analysiert. „Das ist wichtig, um sicherzustellen, dass angrenzende Nachbargrundstücke von einer Wiedervernässung nicht beeinträchtigt werden“, erläutert Jann Oetting, Leiter des Forstbetriebs Sonthofen. Neben der Klimaschutzwirkung ist dem Forstbetrieb auch der Artenschutz ein wichtiges Anliegen bei der Moorrenaturierung. „Die Zinsenhalde ist ein typisches Waldmoor mit einer charakteristischen Artenzusammensetzung. Viele denken bei einem Moor an eine offene Fläche mit Wollgras und seltenen Blühpflanzen. Ein gut strukturierter Moorwald ist jedoch ebenso wertvoll.“, betont Oetting.

Insgesamt 31 Dämme wurden in die Gräben eingebaut, überwiegend verstärkt durch eine innenliegende Holzspundwand. „Für Gräben dieser Größe ist eine Spundwand unerlässlich, sonst halten die Dammbauwerke dem Wasserdruck langfristig nicht stand.“, erklärt Hubert Heinl, Leiter des zuständigen Forstreviers Sonthofen West. Den Abschluss der Arbeiten bildete die Anpflanzung der auf Moore spezialisierten Baumart Spirke. Der Regen der vergangenen Sommermonate hat dem Moor zusätzlich gut getan. „In gesunden Mooren wird eine große Menge CO2 langfristig gebunden, das wirkt dem Klimawandel sogar entgegen.“, erläutert Oetting. „Hitzesommer wie die der letzten Jahre stellen Moore dagegen vor eine große Herausforderung.“ Damit der Wasserstand dauerhaft dicht unter der Oberfläche gehalten werden kann wird der Forstbetrieb Sonthofen die Entwicklung im Zinsenhaldemoor daher auch weiterhin im Blick behalten.

Spannende weitere Informationen zum Thema Moor gibt es in der Mediastory der Bayerischen Staatsforsten.

Einen Film über Moore finden Sie auf unserem YouTube Kanal.

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news-2582 Thu, 19 Aug 2021 08:05:00 +0200 Tausende Eichen gegen den Klimawandel https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/tausende-eichen-gegen-den-klimawandel.html Landrat Dr. Hans Reichhart und Staatsforsten-Chef Martin Neumeyer informieren sich über Stand des Waldumbaus im Landkreis Günzburg

19. August 2021, Weißenhorn - Der Klimawandel ist im Wald angekommen. Dies spüren Waldarbeiter, Försterinnen und Förster bereits seit Jahren, denn sie sind fast jeden Tag in den von Ihnen betreuten Wäldern unterwegs. Da nimmt man Veränderungen und die Probleme der Wälder intensiv wahr. So wie Revierförster Hubert Bonath. Der 60-jährige hat ein feines Näschen für die Staatswälder um Ettenbeuren, für die er seit 2015 verantwortlich ist: „Wenn Bäume im Wald vom Borkenkäfer befallen sind, rieche ich das oft bevor ich den befallenen Baum sehe. Erfreulicherweise war dieser Geruch heuer wegen der guten Wasserversorgung der Fichten seltener wahrzunehmen. Das heißt aber nicht, dass wir beim Umbau der Fichtenbestände zu artenreicheren Mischwäldern eine Verschnaufpause einlegen dürfen – der Waldumbau ist dringlicher denn je.“ 

Mit dieser Einstellung zum Wald und seiner vorausschauenden Pflege ist Hubert Bonath an diesem Donnerstag nicht allein: Hoher Besuch aus dem Landratsamt und aus der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten in Regensburg ist in den kleinen Staatswalddistrikt „Roggenburg“ nahe Ettenbeuren gekommen. Der Landrat des Landkreises Günzburg, Dr. Hans Reichhart, und Staatsforsten-Chef Martin Neumeyer lassen sich dort von Forstbetriebsleiter Martin Eggert und Revierförster Hubert Bonath über den Zustand der Staatswälder, den Klimawandel und den notwendigen Waldumbau informieren. Themen, die politisch ganz oben auf der Tagesordnung stehen, wie Landrat Dr. Reichhart verdeutlicht: „Der Landkreis Günzburg beschäftigt sich seit geraumer Zeit intensiv mit dem Klimawandel, den großen Risiken, die damit verbunden sind und natürlich auch mit den Lösungen. Unseren Wäldern kommt dabei eine Schlüsselrolle zu, denn die Bäume binden in ihrem Holz große Mengen des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid. Wir müssen daher hier vor Ort unserer Verantwortung gerecht werden und die Wälder im Landkreis, denen Trockenheit, Stürme und der Borkenkäfer zunehmend zusetzen, zu klimastabilen Wäldern umbauen. Ich danke den Fachleuten der Bayerischen Staatsforsten, die dabei deutlich sichtbar und vorbildlich vorangehen.“

Vorstandsvorsitzender Martin Neumeyer kann dazu beeindruckende Zahlen nennen: „Mit unserem 30-Millionen-Bäume-Programm pflanzen die Bayerischen Staatsforsten bis Ende 2024 bayernweit jedes Jahr rund sechs Millionen junge, klimatolerante Bäume in den Staatswäldern. Ich bin dankbar, dass Ministerpräsident Dr. Söder und Forstministerin Kaniber uns dafür gute Rahmenbedingungen geschaffen haben: Das eigens von der Staatsregierung aufgelegte Programm hilft uns dabei, den Waldumbau weiter zu forcieren, weil es uns ermöglicht, noch mehr zu tun und jedes Jahr rd. 1 Million zusätzliche Bäume zu pflanzen.“

Wie konkret diese Pflanzungen im Bereich des Forstbetriebs Weißenhorn umgesetzt werden, erläuterte Forstbetriebsleiter Martin Eggert bei einem kleinen Waldspaziergang. Beispielsweise wurden im Frühjahr 2021 tausende junge Eichen im Rahmen des „30-Millionen-Bäume Programms“ in dem Waldstück gepflanzt. Warum die Wahl gerade auf die Eiche fiel, kann Eggert schlüssig erklären: „Eichen können ein intensives, tief reichendes Wurzelwerk bilden, das sie in Trockenphasen ausreichend mit Wasser aus tieferen Schichten des Bodens versorgt. Die Wurzeln sorgen auch dafür, dass die Eichen stabil stehen bleiben, wenn Stürme und Starkregen benachbarte Fichten umwerfen. Für uns ist die Eiche ein wichtiger Teil der Lösung in Zeiten des Klimawandels.“

Doch das Pflanzen von jungen Bäumen ist nur ein Aspekt des Waldumbaus, wie sich auf dem Waldbegang zeigte. „Den größten Teil des Nachwuchses im Wald erreichen wir mit der natürlichen Verjüngung der Bäume: Wenn der Wildbestand sich in einer tragbaren Größenordnung bewegt, können Bäume sich erfolgreich natürlich ansamen und dann auch hochwachsen. Jeden jungen Baum per Hand zu pflanzen, wäre gar nicht leistbar: Wir reden schon jetzt in unserem Forstbetrieb von mehr als 100.000 gepflanzten jungen Bäumen im Jahr. Dazu kommen mehrere hunderttausend Bäumchen, die sich natürlich ansamen. Nur mit diesem Miteinander von gezielten Pflanzungen und Naturverjüngung schaffen wir den Klimawald“, so Eggert.

Alles in allem läuft der Waldumbau im Forstbetrieb Weißenhorn also auf Hochtouren. Die Wälder werden vielfältiger und artenreicher, gleichzeitig gewinnen sie mehr Stabilität gegenüber den Folgen des Klimawandels. Staatsforsten-Chef Martin Neumeyer bestätigte, dass die Bayerischen Staatsforsten beim Tempo nicht nachlassen werden: Alle umbaudringlichen Fichtenbestände im Staatswald sollen bis zum Jahr 2030 mit Mischbaumarten umgebaut sein.

Gleichzeitig verdeutlichte Neumeyer den Zusammenhang zwischen Waldumbau und Holznutzung auch mit Blick auf den Klimawandel: „Um jungen Zukunftswald nachzuziehen und ausreichend Licht für die jungen Bäumchen zu schaffen, müssen andere Bäume gefällt werden: Dabei ernten wir nachhaltig Holz, aus dem hochwertige Möbel, Dachstühle und ganze Holzhäuser gefertigt werden. Jeder Bauherr, der sein Haus mit nachhaltig erzeugtem regionalen Holz errichtet, leistet einen wichtigen und auch wuchtigen Beitrag zum Schutz unseres Klimas.“   

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news-2580 Wed, 18 Aug 2021 08:35:57 +0200 Tag der Erholung: Gesunde Auszeit im Wald. Forstministerium stärkt Freizeitwert im Staatswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/internationaler-tag-der-erholung-gesunde-auszeit-im-wald-forstministerium-staerkt-freizeitwert-in-staatlichen-waeldern.html 13. August 2021, München – Ob „Waldbaden“, Radfahren, Joggen oder Wandern – Erholung und Entspannung in Bayerns grüner Lunge liegt voll im Trend. Private und öffentliche Waldbesitzer bieten der Bevölkerung hierzu eine hervorragende „Infrastruktur“. Darauf hat das Bayerische Forstministerium zum Internationalen Tag der Erholung am 15. August hingewiesen. Damit das Naturerleben im bayerischen Staatswald für seine Besucher noch intensiver wird, fördert das Forstministerium seit Jahren besondere Maßnahmen zur Verbesserung des Erholungswerts. Allein in den vergangenen zehn Jahren hat der Freistaat dafür Fördermittel in Höhe von rund 34 Millionen Euro an die Bayerischen Staatsforsten ausbezahlt. Mit diesem Geld werden beispielsweise mehr als 9.000 Kilometer Wanderwege, 3.500 Kilometer Radwege und knapp 300 Kilometer Reitwege gepflegt und erhalten.

Mehrtägige Touren durch Spessart, Steigerwald oder Frankenwald werden dank fest eingerichteter Trekkingplätze zu einem ganz besonderen und hautnahen Erlebnis der vielseitigen Flora und Fauna im Wald. Und verschiedene Lehrpfade vermitteln, über ganz Bayern verteilt, den kleinen und großen Waldbesuchern allerlei Wissenswertes zu den Tieren und Pflanzen des Waldes, seinen vielfältigen Schutzfunktionen und den zahlreichen Herausforderungen bei seiner Bewirtschaftung. Erholung pur finden die Besucher bei all diesen Angeboten allein schon durch das bloße Einatmen der frischen und sauberen Waldluft. Es gibt wohl kaum eine gesündere Auszeit vom Alltag als einen ausgiebigen Besuch in Bayerns Wäldern.

Eine Auswahl an Ausflugszielen und weitergehende Informationen zu den Trekkingplätzen finden sich unter:

www.baysf.de/de/wald-erkunden/ausflugsziele-tipps.html

www.trekking-bayern.de/.

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news-2579 Wed, 18 Aug 2021 08:30:16 +0200 Ausgewilderten Habichtskäuzen geht es prächtig https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ausgewilderten-habichtskaeuzen-geht-es-praechtig.html 18. August 2021, Schnaittenbach - Anfang August wurden fünf junge Habichtskäuze aus Frankreich im Rahmen eines Wiederansiedlungsprojekt des VLABs (Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern) im Forstrevier Hessenreuth der Bayerischen Staatsforsten ausgewildert. Dabei werden die seltenen Greifvögel erst eine Zeit in einer Voliere gehalten, damit diese sich eingewöhnen können. Nach vier Wochen sind die Jungkäuze dann reif für die Wildnis und die Voliere wird geöffnet. In den ersten Wochen nach der Auswilderung werden die seltenen Vögel noch gefüttert. Der zuständige Staatswaldförster Hans Frisch bietet den vier weiblichen und einem männlichem Habichtskäuzen bis in den Oktober hinein noch Futter in der Nähe der Voliere an. Damit sollen sie beim Start in das neue, wilde Leben unterstützt werden und in dem Hessenreuther Waldgebiet gehalten werden. Denn die durch eine nachhaltige Forstwirtschaft geprägten Wälder sind der ideale Lebensraum für die scheuen Waldvögel. Normalerweise kommen die Käuze nachts um sich am Futtertisch mit Mäusen einzudecken, aber manchmal ist der Hunger auch tagsüber schon groß. Dabei ist Förster Frisch nun eine ganz besonderer Schnappschuss gelungen. Er zeigt, dass sich die Habichtskäuze im Hessenreuther Wald wohl fühlen.

 

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news-2578 Tue, 17 Aug 2021 14:46:57 +0200 Eichensaat gut aufgegangen – Junge Eichen für den Klimawald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/eichensaat-gut-aufgegangen-junge-eichen-fuer-den-klimawald.html 17. August 2021 - Im vergangenen Herbst hat die Natur im Wald reiche Ernte gebracht, viele Bäume – vor allem Eichen und Buchen – hingen voll mit Samen und Früchten. Besonders viel Eicheln und Bucheckern gab es. Forstleute sprechen dann von einem Mastjahr.

Diese günstige Ausgangslage hat sich Förster Simon Schmidt in seinem zwischen Schnaittenbach und Pfreimd gelegenen Revier Kettnitzmühle der Bayerischen Staatsforsten zu Nutze gemacht und lies im von Kiefern geprägten Neunaigener Forst auf insgesamt 2,5 Hektar eine Tonne Eicheln säen. Nach einem guten halben Jahr zeigen sich nun erste Ergebnisse: Aus den Eicheln sind bereits tausende kleiner Bäumchen gewachsen, schon jetzt bis zu 40 cm hoch.

Um in Wäldern die nur aus einer Baumart bestehen, in diesem Fall Kiefer, Mischbaumarten einzubringen gibt es nur zwei Möglichkeiten: Pflanzen oder Säen. Bei der Eiche bevorzugt Förster Schmidt letzteres: „Wesentlich für eine erfolgreiche Entwicklung stabiler und strukturreicher Eichenbestände ist ein ungestörtes Wurzelwachstum und eine hohe Pflanzendichte. Beides kann man durch die Saat optimal erreichen“. Zum Schutz vor Wildschweinen, die es auf die Eicheln abgesehen haben und Rehe, die sich über die jungen Eichentriebe hermachen würden, wurde die Saatfläche eingezäunt. Rehe würden Abwechslung lieben und daher in dem reinen Kiefernwald am liebsten die Eichen verbeißen, kommentiert Förster Schmidt den noch notwendigen Zaun.

Saat und Zaun sind die beste Voraussetzung damit die kleinen Eichen in seinem Revier zukünftig Teil eines klimastabilen Waldes werden. Und das ist auch gut so, denn mit nur gut einem Prozent Flächenanteil im Forstbetrieb Schnaittenbach zu dem auch Schmidts Revier gehört, ist die wichtige Baumart Eiche noch sehr spärlich vertreten.

Die durch den Klimawandel zunehmende Trockenheit macht es auch in der Oberpfalz notwendig den Wald anzupassen und damit auch mehr Eichen zu säen oder zu pflanzen. Die Klimaprognose für die Eiche ist nämlich sehr positiv, da sie mit den vermehrt auftretenden Trockenperioden wie in den letzten Jahren gut zurechtkommt. Sie wird damit als stabilisierende Mischbaumart für einen naturnahen Wald immer wichtiger. Zudem ist sie eine der ökologisch wichtigsten heimischen Baumarten, da sie durch ihre Langlebigkeit, ihre grobe Rindenstruktur und ihre offene, lichtdurchflutete Krone mehreren hundert Schmetterlingsarten, Käfern und Pilzen einen Lebensraum bietet. Darunter bekannte, aber äußerst seltene Arten wie der Hirschkäfer oder der Eremit.

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news-2581 Tue, 17 Aug 2021 12:04:00 +0200 Russischer Bär im Staatswald gesichtet – naturnahe Waldbewirtschaftung zeigt Erfolge https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/russischer-baer-im-staatswald-gesichtet-naturnahe-waldbewirtschaftung-zeigt-erfolge.html 17. August 2021, Burglengenfeld – Hört sich an wie eine Geschichte aus dem Sommerloch, ist aber wahr: In diesen Wochen ist der Russische Bär, auch Spanische Flagge genannt, im Staatswald des Forstbetriebs Burglengenfeld zu beobachten. Der sehr farbenprächtige, recht seltene Schmetterling gehört zur Familie der Bärenspinner und erreicht eine Flügelspannweite von etwa 5 cm. Seine Vorderflügel sind schwarzblau mit weißgelben Streifen gemustert, die Hinterflügel auffällig leuchtend orangerot und mit einigen dunklen Flecken gezeichnet. Die Schmetterlinge treten von Juli bis September auf und saugen fast ausschließlich an den violetten Blüten des gewöhnlichen Wasserdosts, einer hoch wachsenden Staude, die an feuchten Wald- und Wegrändern vorkommt. Nach der Paarung und Eiablage schlüpfen im September die nachtaktiven Raupen und fressen bis zur Überwinterung an unterschiedlichen Kräutern und Sträuchern. Nach der Winterruhe ernähren sich die Raupen von Sträuchern wie Brombeere und Haselnuss, verpuppen sich im Juni in einem weißgrauen Gespinst an der Erde und schließlich schlüpft im Juli die neue Faltergeneration.

„Wir haben den Eindruck, dass die Population des wärmeliebenden Schmetterlings zunimmt“ sagt Hans Mages, Leiter des Forstbetriebs Burglengenfeld. Dies könne möglicherweise auch mit dem Klimawandel zusammenhängen. Auf jeden Fall fühlen sich die Falter aber in den naturnah bewirtschafteten Wäldern mit ihren vielfältigen Waldsäumen, Wegrändern und Blühflächen, wo reichlich Wasserdost wächst und die frei von Düngung und Pestizideinsatz sind, sichtlich wohl. Die Art ist im Anhang der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie gelistet und steht damit auch im Fokus des europäischen Naturschutzes.

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news-2577 Tue, 17 Aug 2021 09:31:52 +0200 Terminankündigung: BundesWALDWahl am 24.08.2021 https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/terminankuendigung-bundeswaldwahl-am-24082021.html August 2021, Göttingen - Der Deutsche Forstverein e.V. (DFV) veranstaltet gemeinsam mit seiner Nachwuchsorganisation Junges Netzwerk Forst (JNF) die BundesWALDWahl 2021, eine digitale Diskussionsrunde mit den forstpolitischen Sprecher*innen der sechs Bundestagsfraktionen.
Die Veranstaltung findet am Dienstag, 24.08.2021 von 19:00 bis 21:00 Uhr auf dem Webex-Kanal des DFV statt und wird parallel als Facebook Livestream übertragen. Eine Teilnahme ist ohne vorherige Anmeldung möglich.
Zugesagt haben alle sechs wald- und forstpolitischen Sprecher*innen der Bundestagsfraktionen, die Bundestagsabgeordneten Alois Gerig (CDU/CSU), Dirk Wiese (SPD), Peter Felser (AfD), Karlheinz Busen (FDP), Dr. Kirsten Tackmann (Die Linke.) und Harald Ebner (Bündnis 90/Die Grünen). Moderiert wird die Veranstaltung vom Vizepräsidenten des DFV Prof. Dr. Ulrich Schraml und JNF-Bundessprecherin Catharina Hehn.
Die Vertreter*innen der großen Parteien werden die Schwerpunkte ihrer Waldpolitik vorbringen sowie Position beziehen zu Klimawandel, CO2-Prämie, Windenergie im Wald, Jagd, Rohstoffbereitstellung, etc. und sich den kritischen Fragen aus dem Publikum stellen.
Zugang zur Veranstaltung erhalten Sie über diesen Link: https://bit.ly/3jUbMef oder links angezeigten QR-Code. Die Liveübertragung finden Sie auf dem Facebook-Kanal des DFV.

Deutscher Forstverein e. V
Der Deutsche Forstverein (DFV) will gemeinsam mit seinen 11 Länderforstvereinen durch forstpolitische Initiativen, eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit und fachlich fundierte Fort- und Weiterbildungsangebote die Rahmenbedingungen für den Wald und die Forstwirtschaft in Deutschland verbessern. Mit der Erfahrung, dem Interesse und dem Wissen seiner über 6.000 Mitglieder ist der DFV als gemeinnütziger und unabhängiger Verein seit 1899 der erste Ansprechpartner, wenn es um den Wald geht. Vom 18.-22. Mai 2022 wird in Braunschweig die 70. Forstvereinstagung unter dem Motto „Im Land der Löwen – Zeit für Innovation“ stattfinden.

Das Junge Netzwerk Forst im Deutschen Forstverein wurde 2017 anlässlich der Forstvereinstagung in Regensburg gegründet. Mittlerweile sind fast 1.000 junge Forstleute bis 40 Jahre im JNF organisiert.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Lena Schröcker, Geschäftsführerin des Deutschen Forstvereins (DFV), 0551-3796265, info(at)forstverein.de, https://www.forstverein.de 

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news-2576 Mon, 16 Aug 2021 10:58:30 +0200 Schmutzige Hände für Wasseramsel und Edelkrebs: "Bergwaldprojekt" im Forstbetrieb Fichtelberg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/schmutzige-haende-fuer-wasseramsel-und-edelkrebs-forstbetrieb-fichtelberg-saeubert-mit-dem-bergwaldprojekt-den-weissen-main.html Forstbetrieb Fichtelberg säubert mit dem Bergwaldprojekt den Weißen Main

13. August 2021, Bischofsgrün – Freiwillige des Bergwaldprojekts e.V. säubern im Auftrag des Forstbetriebs Fichtelberg den Oberlauf des Weißen Mains von Unrat. Dort soll der Flusslauf naturnah erhalten und revitalisiert werden.

„Ein Autositz, ein Autositz“ jubelt Caroline aus Jena, als sie ein Metallteil mit halb verrotteten Stofffetzen aus dem Fluss zieht. Bis zu den Waden steht die junge Frau im kalten, klaren Wasser und fischt mit den Händen nach all den Sachen, die da nicht hingehören. „Vorhin hatte ich schon eine Radkappe und einen Reifen – langsam könnte ich ein Auto zusammenbauen“ lacht sie. Gemeinsam mit Tom aus Dresden und Florence aus Tübingen säubert sie den Weißen Main zwischen Bischofsgrün und Röhrenhof, der hier durch einen naturnahen Auwald rauscht. Die Aufräumaktion ist Teil einer Freiwilligenwoche, die das Bergwaldprojekt gemeinsam mit dem Forstbetrieb Fichtelberg durchführt. Dazu fanden sich junge und junggebliebene Menschen aus ganz Deutschland im Fichtelgebirge zusammen, um hier gegen Kost und Logis für Natur und Umwelt zu arbeiten. Organisiert hat die Aktion das Bergwaldprojekt e.V., das dafür fachkundige Betreuer zur Verfügung stellt. Und eine eigens engagierte Köchin, die sich darum kümmerte, dass die 18 Teilnehmer, auch bei Kräften bleiben. Untergebracht sind die Teilnehmer in Zelten auf einer Waldlichtung neben einer Forsthütte bei Sophienthal. Moorrenaturierung, Bau eines Wandersteigs und Auerhuhn-Biotoppflege standen bisher für die Freiwilligen auf dem Programm und jetzt eben die Säuberung des Weißen Mains.

„Wir freuen uns sehr über die Unterstützung durch das Bergwaldprojekt“, so Hubertus Schmidt, Förster am Revier Röhrenhof, in dem dieser Abschnitt des Weißen Mains liegt. „Die Aufräumaktion ist Teil einer Revitalisierungsmaßnahme, mit der die Bayerischen Staatsforsten diesen Flusslauf in einem naturnahen und gut belebten Zustand erhalten. In Abstimmung mit dem Wasserwirtschaftsamt Hof, der Fischereiberatung des Bezirks Oberfranken und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Münchberg-Bayreuth haben wir im Frühjahr aus dem Fluss die Baumstämme entfernt, die den Abfluss gefährden könnten. Jetzt sammeln wir den im Laufe der Jahre angespülten Unrat, der für die Lebewesen im Wasser gefährlich sein kann. Und im nächsten Herbst und Winter werden wir hier heimische Edelkrebse einsetzen, die die Tierwelt bereichern werden.“

Ganz zusammengekommen ist das von Carolin vorhergesagte Auto doch nicht. Ein paar Teile fehlen. Dafür hat sie mit ihren Kollegen jede Menge anderen Müll aus dem Fluss gezogen. Folien, Säcke, Röhren, ein Sack voll Stromisolatoren, Kinderspielsachen – einen ganzen Pkw-Anhänger voll. Profitieren werden davon unter anderem die Wasseramseln, eine seltene Kleinvogelart, die in diesem Flussabschnitt zwischen Glasermühle und Röhrenhof noch häufig vorkommt. Und natürlich die Teilnehmer des Bergwaldprojekts. Denn sie können nach der Einsatzwoche mit dem guten Gefühl heimfahren, mit Gleichgesinnten im Fichtelgebirge Gutes für Natur und Umwelt geleistet zu haben.

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news-2575 Mon, 16 Aug 2021 10:55:37 +0200 Sturmschäden als Chance https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/sturmschaeden-als-chance.html 12. August 2021, Sulzschneid - 2021 ist schon jetzt ein Jahr der Wetterextreme, von denen auch der Sulzschneider Wald nicht verschont bleibt. In der zweiten Julihälfte zogen gleich mehrere, sehr heftige Unwetter über das Allgäu. Am Sonntag, den 25. Juli hinterließen Gewittersturmböen und golfballgroße Hagelkörner in Kombination mit enormen Regenmengen im Raum Roßhaupten eine Schneise der Verwüstung.

Auch die umliegenden Wälder blieben davon nicht verschont. Die Aufarbeitung dieser Sturmschäden beschert den Förstern und Waldarbeitern des Forstbetriebs Sonthofen noch für einige Zeit reichlich Arbeit.

Revierleiter Johannes Nachbar, der den Staatswald im Sulzschneider Wald pflegt, zieht eine erste Bilanz: „Wir gehen momentan von einer Sturmholzmenge von ca. 1000-1500 Kubikmetern allein im Staatswald aus. Allerdings sind Schätzungen bei Sturmereignissen immer schwierig, es wird noch etwas dauern, bis wir den gesamten Schaden beziffern können.“

Oberste Priorität hat für den Förster immer die Sicherheit, sowohl für Spaziergänger und Wanderer, als auch für die Waldarbeiter. Die meisten Waldwege sind mittlerweile wieder begehbar. Derzeit beginnt die Aufarbeitung der geschädigten Bäume mit passendem Gerät. Dies muss mit großer Sorgfalt geschehen, denn durch die hohen Niederschläge der letzten Wochen sind die empfindlichen Böden nur bedingt tragfähig. Daher kommen spezielle Maschinen mit Raupenbändern zum Einsatz. „Der Schutz des Waldbodens als Grundlage für das Waldwachstum ist eine essenzielle Anforderung einer nachhaltigen Forstwirtschaft. Deshalb werden solche bodenschonenden Forstmaschinen eingesetzt. Wir sind auf diese Technik aber auch aus Sicherheitsgründen angewiesen“ berichtet Förster Johannes Nachbar. „Vom Wind verkeilte und angeschobene Bäume stehen unter starker Spannung und können für mit Motorsägen tätige Waldarbeiter zur lebensgefährlichen Falle werden.“

Aber auch das Ziel, den Borkenkäfer erfolgreich zu bekämpfen, darf nicht aus den Augen verloren werden. Zwar hat das kühle und regnerische Wetter der vergangenen Wochen die Vermehrung und den Flug des Schädlings gebremst. Dennoch müssen die Fachleute der Bayerischen Staatsforsten weiter achtsam sein, damit es nicht zu noch mehr Schäden kommt.

„Entscheidend für eine erfolgreiche Borkenkäferbekämpfung ist es, zunächst die einzelnen, übers ganze Revier verteilten Bäume aus dem Wald zu schaffen und erst dann die größeren Flächen in Angriff zu nehmen“ erklärt Jann Oetting, Staatsforsten-Chef in Sonthofen, zu dessen Forstbetrieb auch das Revier Sulzschneider Wald gehört. „Arbeiten wir diese zu spät auf, bieten wir dem Borkenkäfer Brutstätten, aus denen er sich dann im ganzen Wald verteilen kann.“

Revierleiter Johannes Nachbar schätzt, dass die Aufräumarbeiten noch drei bis vier Wochen in Anspruch nehmen werden. Gebrochene Äste und Wipfel hängen zum Teil nicht sichtbar noch in Baumkronen und können jederzeit herunterfallen. Der Forstbetrieb Sonthofen empfiehlt daher, die geschädigten Wälder noch nicht zu betreten und Absperrungen unbedingt zu beachten.

„Nach Abschluss der Aufräumarbeiten werden wir die geschädigten Bereiche mit klimastabilen Baumarten wieder aufforsten“, bestätigt Forstbetriebsleiter Jann Oetting. „Wir wollen die Chance nicht ungenutzt verstreichen lassen: Wir nutzen auch ungeplante Ereignisse, um den Waldumbau hin zu einem klimastabileren Zukunftswald schneller voranzutreiben. Und werden Bäume pflanzen, die bei sich ändernden Klimabedingungen hoffentlich bestehen können“.

 

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news-2574 Mon, 16 Aug 2021 10:52:15 +0200 Neuer Personalrat im Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neuer-personalrat-im-wald.html Mit einem frisch gewählten neuen Personalrat geht der Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten in die kommenden Jahre. Hier warten mit dem Klimawandel und seinen aktuellen dramatischen Folgen für den Wald im Frankenwald und am Obermain große Herausforderungen auf das Forstpersonal.

Der Forstbetrieb Rothenkirchen ist verantwortlich für rund 14.500 Hektar Staatswald mit acht Forstrevieren zwischen der Rennsteigregion im Norden und dem Obermaingebiet im Süden. Von den     Beschäftigten sind 31 Forstwirte und neun Auszubildende, drei Forstwirtschaftsmeister, acht Forstleute in der Revierleitung sowie acht Arbeitskräfte im Büro- und Leitungsdienst, die teilweise auch Aufgaben im Rahmen der Betriebsgemeinschaft mit dem Forstbetrieb Coburg übernehmen. Alle sehen ihre wichtigste Aufgabe darin, dafür zu sorgen, dass alle Leistungen des heimischen Waldes auch in der Zukunft weiter nachhaltig zur Verfügung stehen. Dazu gehören neben dem Waldumbau hin zu klimafesten Mischwäldern auch die verlässliche Versorgung der Gesellschaft mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz und die Sicherung der Schutz- und Erholungsfunktion der Wälder. Alle diese Aufgaben des Waldes erweisen sich im Zuge der Klimaerwärmung als immer wichtiger - und werden doch aktuell auf eine harte Probe gestellt: Nach drei Hitzesommern in Folge leiden besonders die Wälder im nördlichen Franken unter Trockenschäden und Borkenkäferangriffen. Um eine weitere Ausweitung des Schadens zu begrenzen, müssen die geschädigten Bäume umgehend aufgearbeitet und abtransportiert werden. Gleichzeitig muss mit der Pflanzung und Naturverjüngung baumartenreicher Mischwälder dafür gesorgt werden, dass der Boden- und Wasserschutz und der hohe Biotop- und Erholungswert der Wälder für Mensch und Tier dauerhaft gewährleitet wird. Dafür haben die Beschäftigten des Forstbetriebes allein in den zurückliegenden drei Jahren rund 400.000 Festmeter Holz bewegt und fast eine dreiviertel Million neue Bäume gepflanzt. Neben den daraus geschaffenen über 170 Hektar Kulturflächen entstand auf großer Waldfläche gemischte Jungwüchse gezielt aus Naturverjüngung zukunftsgerechter Baumarten wie Buchen, Eichen, Tannen und Edellaubhölzern. Die Forstleute wissen, dass diese Entwicklung insgesamt erst am Anfang steht: Der Kampf gegen den Borkenkäfer hat gerade erst seinen ersten Höhepunkt erreicht und wird sich mit weiteren Hitzesommern fortsetzen. Die Pflanzung neuer Wälder wird weiter intensiviert werden, seit dem vergangenen Jahr ist der Forstbetrieb neben regulär geplanten rund 50 Hektar Kulturfläche jährlich mit zusätzlich über 20 Hektar am Klimawaldprogramm der Bayerischen Staatsregierung beteiligt. Dazu kommt der Schutz und die Pflege des jungen Zukunftswaldes, der mit jedem Jahr eine größere Fläche einnimmt. Personalrat und Beschäftigte sind sich einig: Die Arbeit im Wald und für den Wald in Zeiten des Klimawandels bleibt spannend.

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news-2573 Thu, 12 Aug 2021 10:42:00 +0200 Freiwillige des Bergwaldprojekts sorgen in Balderschwang für mehr Weißtannen im Schutzwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/freiwillige-des-bergwaldprojekts-sorgen-in-balderschwang-fuer-mehr-weisstannen-im-schutzwald.html 12. August 2021, Sonthofen/Würzburg - Vom 15. August bis 4. September ist das Bergwaldprojekt mit mehr als 60 Freiwilligen wieder in den Schutzwäldern im Bereich der Gemeinde Balderschwang aktiv. In Zusammenarbeit mit dem Forstbetrieb Sonthofen des Unternehmens Bayerische Staatsforsten und mit der Fachstelle Schutzwaldmanagement des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten werden von den ehrenamtlichen Helfern Weißtannen gepflanzt, vor Verbiss geschützt und im Bestand gefördert, um ihren Anteil in den Wäldern zu erhöhen. Daneben sensibilisiert der Einsatz die Freiwilligen für eine nachhaltige Lebensweise in ihrem Alltag.

Unter der Anleitung der Fachleute vom Bergwaldprojekt e.V. und unter der Regie der Staatsforsten-Revierleiter Hubert Heinl und Rainer Ruf vom Forstbetrieb Sonthofen sowie Anton Specht von der Fachstelle Schutzwaldmanagement Allgäu des AELF Kempten werden die Freiwilligen in den drei Einsatzwochen auf verschiedenen Flächen Weißtannen und Eiben pflanzen, sowie junge Tannen mit Einzelschutzmaßnahmen gegen Wildverbiss schützen. Zudem wird mit Pflegearbeiten auch in bestehenden Beständen die Weißtanne gefördert. Ziel der Arbeiten ist, auf den Flächen ein für Hochwasser- und Lawinenschutz optimalen Nadelholzanteil – mit möglichst viel Weißtannen - von 60% zu erreichen.

In der zweiten Einsatzwoche sind auch zehn Kinder zwischen acht und zwölf Jahren mit dabei. Während die Erwachsenen im Wald arbeiten, verbringen die Kinder die Woche in der Gruppe mit altersgerechten Angeboten zu Natur- und Nachhaltigkeitsthemen. Betreut von einer Naturpädagogin beschäftigen sich die Kinder beispielsweise mit Fährten und Spuren lesen, Sinneswahrnehmung und dem Kochen und Backen am offenen Feuer.

„Bei ihrer Arbeit im Wald lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Lebensraum Bergwald und dessen wichtige Schutzfunktionen hautnah kennen und leisten mit ihrem Einsatz einen persönlichen Beitrag zu dessen Erhalt. Dabei wird auch der Nachhaltigkeitsgedanke vermittelt, der den Bayerischen Staatsforsten seit jeher ein wichtiges Anliegen ist.“ (Jann Oetting, Leiter des Forstbetriebs Sonthofen)

„Wenn sich Menschen freiwillig arbeitend für den Wald engagieren, intensiviert dies ihre Verbundenheit zur Natur. Die Eindrücke und Erfahrungen aus unseren Projektwochen bestärken sie darin, auch den eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. Sie beteiligen sich damit aktiv am notwendigen Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft.“ (Peter Naumann, Projektleiter Bergwaldprojekt e.V.)

Neben der praktischen Arbeit ist wie bei allen Projektwochen ein gemeinsamer Exkursionsnachmittag vorgesehen, um die vielfältigen Aspekte des Projektgebietes und dessen Bedeutung für Mensch und Natur zu beleuchten. Untergebracht ist die Gruppe in abgelegenen einfachen Hütten. Eigene Köchinnen kümmern sich mit vegetarischer Vollwertkost - mit möglichst regionalen und saisonalen Zutaten - um die Verpflegung der Gruppe.

Bergwaldprojekt e.V.

Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg organisiert deutschlandweit Freiwilligen-Wochen mit jährlich mehr als 3.000 TeilnehmerInnen und über 140 Projektwochen an mehr als 70 Einsatzorten in Deutschland. Schwerpunkte der Arbeiten sind neben Waldumbau und -Pflege auch Biotop- und Artenschutz sowie Moorwiedervernässungen.

Ziele der Arbeitseinsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den TeilnehmerInnen die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden.

HINWEIS AN REDAKTIONEN: Sie sind herzlich eingeladen, sich selbst einen Eindruck von den Arbeiten vor Ort zu machen. Vereinbaren Sie dazu bitte mit dem Projektleiter einen Termin.

Pressekontakt

Forstbetrieb Sonthofen, Bayerische Staatsforsten

Forstbetriebsleiter, Jann Oetting

Telefon: 08321 6637-0

E-Mail: info-sonthofen@baysf.de

Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten (Allgäu)

Fachstelle Schutzwaldmanagement Allgäu, Anton Specht

Tel.:  0831 52613-2032 | mobil: 0170 2212219

E-Mail: poststelle@aelf-ke.bayern.de

Bergwaldprojekt e.V.

Pressesprecher und Projektleiter 1. Woche, Peter Naumann

Tel.: 0831-512 7635 | mobil: 0171 2072265

E-Mail: pn@bergwaldprojekt.de

Bergwaldprojekt e.V.

Projektleiter 2. + 3. Woche, Dominik Kopf

mobil: 0178 3480580

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news-2572 Thu, 12 Aug 2021 07:49:57 +0200 Nachwuchs beim Forst https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/nachwuchs-beim-forst-2.html Forstwirt-Azubi aus Fichtelberg schließen ihre Ausbildung erfolgreich ab

12. August 2021, Fichtelberg – Drei junge Männer beenden am Forstbetrieb Fichtelberg ihre Ausbildung zum Forstwirt mit einer erfolgreichen Abschlussprüfung. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde erhielten sie ihre Zeugnisse.

Julian Brandner aus Arzberg, Simon Franz aus Weidenberg und Christian Schneider aus Waldershof haben es geschafft. Erfolgreich haben sie am Ende ihrer Ausbildung zum Forstwirt bei den Bayerischen Staatsforsten die Abschlussprüfung abgelegt. Julian Brandner war dabei sogar der zweitbeste Kandidat in ganz Bayern. Corona-bedingt fand am Ausbildungszentrum in Kelheim keine feierliche Freisprechungsfeier statt. Stattdessen konnte ihnen Winfried Pfahler, Leiter ihres heimatlichen Forstbetriebs Fichtelberg, die Abschlusszeugnisse und die Prüfungsurkunde überreichen.

„Sie als junge Forstwirte gestalten mit uns den Wald der Zukunft“ verdeutlichte Winfried Pfahler. „Denn mit Ihrer Unterstützung machen wir den Wald fit für den Klimawandel. Dafür brauchen wir auch weiterhin gut ausgebildete Mitarbeiter.

Für den Beruf „Forstwirt/in“ bilden die Bayerischen Staatsforsten an 23 Standorten in ganz Bayern aus. Und eben auch am Forstbetrieb in Fichtelberg. Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet überwiegend am Heimatforstbetrieb statt. Zusätzlich besuchen die Auszubildenden in dieser Zeit überbetriebliche Lehrgänge an den Stützpunkten des Forstlichen Bildungszentrums der Bayerischen Staatsforsten in Nürnberg oder Ruhpolding. Der Berufsschulunterricht findet an der Berufsschule in Neunburg vorm Wald statt.

„Auch zum nächsten Ausbildungsbeginn im September 2022 werden wir wieder Ausbildungsplätze für zukünftige Forstwirte anbieten“ verspricht Winfried Pfahler. „Die ersten Interessenten haben sich schon auf der Karriere Homepage der Bayerischen Staatsforsten informiert.“

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news-2571 Wed, 11 Aug 2021 11:02:58 +0200 Revierleiter Andreas Balling offiziell verabschiedet https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/revierleiter-andreas-balling-offiziell-verabschiedet.html 35 Jahre Einsatz für stabile Wälder – Andreas Balling, Revierleiter Schmerb, tritt in den Ruhestand

11.08.2021, Ebrach - Der langjährige Revierleiter des Forstreviers Schmerb, Andreas Balling, wurde vergangenen Freitag von seinen Kollegen des Forstbetriebs Ebrach verabschiedet. Balling hatte seit 1986 die Verantwortung für die Staatswälder um Schmerb, seine aktive Dienstzeit in Schmerb endet nun nach 35 Jahren.

Nach abgeschlossener Schreinerlehre führten das Forststudium in Weihenstephan und weitere Laufbahnen für den Staatsdienst den jungen Andreas Balling zur Urproduktion des Rohstoffes Holz in die Wälder.

Die Forstbetriebsleiterin Barbara Ernwein dankte Andreas Balling für seine lange Dienstzeit, zuerst bei der Forstverwaltung und mit Gründung der Staatsforsten 2005 dann beim Forstbetrieb Ebrach.

Der Waldnatur- und Artenschutz und die naturgemäße Forstwirtschaft am damaligen Forstamt Ebrach waren mit ein Beweggrund des gebürtigen Würzburgers für seine Bewerbung nach Ebrach. Sein Augenmerk galt ebenso dem Aufbau und der Pflege von stabilen und baumartenreichen Mischwäldern. Mit großem persönlichen Engagement und seiner Fachkenntnis hat er die Waldbilder geprägt und gut entwickelt. Auch mit einigen lokalen Stürmen leidgeplagt setzte Andreas Balling schon früh auf den Waldumbau. Er förderte Mischbaumarten und brachte schon Tanne mit ein. So gibt es auch heute in Zeiten des Klimawandels Optionen für die Zukunft Wald um Schmerb.

Stellvertretend für die Waldarbeiterschaft lobten die örtlichen Personalräte Frank Binder und Edwin Bäuerlein die gute Ausbildung, die neben den Forstwirten auch angehende Förster bei Andreas Balling durchliefen.

Der nahtlose Übergang mit Jonathan Schäfer als neuen Verantwortlichen für das Forstrevier Schmerb ist hier schon gelungen. Mit Schäfer kommt für die Ebracher Forstleute kein Unbekannter. Der gebürtige Spessarter war bereits nach seiner Schulzeit als Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahres am Forstbetrieb Ebrach. Umso schöner, dass er Ebrach und sein integratives Bewirtschaftungskonzept in guter Erinnerung behalten hat. Nach seinem Studium an der FH Weihenstephan, der Anwärterzeit an der Forstschule Lohr und Stationen, z.B. beim Revier Schlüsselfeld des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bamberg kehrt er nun zurück in den Steigerwald. Gerade die Vielfalt und einmalige Lage des Reviers, darauf freut er sich am meisten. 

Das Revier Schmerb ist eines von neun am Forstbetrieb Ebrach. 

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news-2567 Mon, 09 Aug 2021 10:21:50 +0200 62 Auszubildende der Bayerischen Staatsforsten schließen erfolgreich ihre Forstwirtsausbildung ab https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/62-auszubildende-der-bayerischen-staatsforsten-schliessen-erfolgreich-ihre-forstwirtsausbildung-ab.html Geschafft! Ende Juli 2021 haben 62 Forstwirtsauszubildende der Bayerischen Staatsforsten in der praktischen Abschlussprüfung an der Bayerischen Waldbauernschule in Kelheim erfolgreich unter Beweis gestellt, was sie während ihrer Ausbildung gelernt haben. 

Traditionell bildet die Freisprechungsfeier, bei der alle erfolgreichen Prüfungsteilnehmerinnen und Prüfungsteilnehmer aus ganz Bayern ihr Zeugnis und Ihren Gesellenbrief erhalten, den festlichen Abschluss der Ausbildung.  Während der Corona-Pandemie ist jedoch die Durchführung einer so großen Feierlichkeit – mittlerweile legen jedes Jahr mehr als 100 Auszubildende zum Forstwirt und zur Forstwirtin die Abschussprüfung ab – leider nicht möglich. So wurden nun stellvertretend für ihre Mit-Absolventen die jeweils drei besten Prüfungsteilnehmer des diesjährigen Jahrgangs sowie von 2020 in einer kleinen Feierstunde an der Bayerischen Waldbauernschule geehrt.

Fünf der sechs Prüfungsbesten haben bei den Bayerischen Staatsforsten den Beruf des Forstwirts gelernt. „Es war eine super Ausbildung am Forstbetrieb Bodenmais, ich habe mich immer wohlgefühlt“, so Tobias Späth, Prüfungsbester 2021 und frischgebackener Forstwirt.

Die Bayerischen Staatsforsten bieten an mittlerweile 23 Standorten in ganz Bayern die Ausbildung zum/zur Forstwirt/in an. „Wir freuen uns, über 60 Auszubildenden pro Jahr die Chance bieten zu können, den Beruf Forstwirt:in erlernen zu können“, freut sich Lukas Weidl, Teilbereichsleiter Personalentwicklung, Aus- und Fortbildung. Und die Chancen für eine Übernahme nach der Ausbildung sind auch gut: ein Großteil der frischgebackenen Forstwirte erhalten nach der Ausbildung einen Anschlussvertrag bei den Bayerischen Staatsforsten.

Herzlichen Glückwunsch an alle Prüfungsabsolventen!

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news-2570 Sat, 07 Aug 2021 14:33:00 +0200 Feuchtbiotope im Staatswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/feuchtbiotope-im-staatswald.html 07. August 2021, Forchheim - Der Bayerische Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz, Thorsten Glauber, begutachtet verschiedene Feuchtbiotope im Staatswald „Untere Mark“.

Eine der drei Nachhaltigkeitssäulen der Bayerischen Staatsforsten ist der integrative Natur- und Artenschutz auf der ganzen Staatswaldfläche. Neben der Anreicherung der Waldbestände mit vielen verschiedenen Baumarten oder dem Belassen von Totholz werden Biotopbäume gefördert, Blühwiesen gepflegt oder Feuchtbiotope neu angelegt.

Feuchtbiotope werden in der Unteren Mark bei Forchheim seit 15 Jahren konsequent gefördert. Wie der Leiter des Forstreviers Oesdorf, Erich Daum, erläuterte, erhöht er dort die biologische Gewässervielfalt im Staatswald durch ein ganzes Bündel an Maßnahmen. „In der ganzen Unteren Mark wurden über die vergangenen Jahre immer wieder größere und kleinere Tümpel neu geschaffen, historische Entwässerungsgräben verschlossen und ehemalige Karpfenteiche in naturbelassene Feuchtbiotope umgewandelt.“

Die durchgeführten Maßnahmen demonstrierte er dem Bayerischen Umweltminister, Thorsten Glauber, am heutigen Samstag an verschiedenen Stellen seines Forstreviers. Am Beispiel des ehemaligen Weihers in der Abteilung "Hohe Wurzel“ zeigte er, dass der Eingriff mit einem Bagger vor zwei Jahren kaum mehr erkennbar ist. Die Umgestaltung des einstigen Karpfenteichs in das jetzige Paradies für Libellen und Frösche mit Rohrkolben und Krebsscheren – ohne Einbringung neuer Pflanzen - kann man nur noch erahnen. „Die Natur hat sich diesen Teich ja rasend schnell zurückerobert“, war auch Staatsminister Glauber sichtlich erstaunt.

Der Leiter des Forstbetriebs Forchheim, Stephan Keilholz, unterstrich am Hochwurzelweiher die Bedeutung der Wiedervernässungsmaßnahmen. „In diesem Jahr werden am Forstbetrieb Forchheim mit Fördermitteln der Forstverwaltung neun neue Feuchtbiotope geschaffen, ein überregional bedeutsamer Amphibienteich entschlammt und etliche frühere Entwässerungsgräben im Wald wiederverfüllt. Dabei sollen die Feuchtbiotope so vernetzt werden, dass sich daran gebundene Tierarten wie Amphibien oder Libellen auf der gesamten Staatswaldfläche ausbreiten können. Hier im FFH-Gebiet „Untere Mark“ profitiert davon insbesondere der Kammmolch, die hier besonders geschützte Amphibienart.“

Wie sich eine Verfüllung historisch angelegter Gräben auswirkt, konnte Erich Daum gleich unterhalb des Hochwurzelteiches demonstrieren. Dort wo das Wasser bisher durch den Graben rasch abfloss, strömt es nun breit durch den Eichenbestand. Mit Blick auf den letzten Gewitterregen verspricht Erich Daum mit den Maßnahmen zur Abflussverzögerung nicht nachzulassen: „Auch der Gewittersturm vom vergangenen Donnerstag, bei dem in Wimmelbach einige Keller vollgelaufen sind, hat uns wieder gezeigt, dass wir noch weiter versuchen müssen, das Regenwasser möglichst lange im Staatswald zurückzuhalten.“

Diese Überzeugung teilt auch sein Sohn Johannes, der an diesem Tag mit einigen seiner Forstanwärterkolleg*innen und weiteren Forststudent*innen ein altes Grabensystem in der Abteilung „Neureuth“ mit Wiedehopfhauen und Schaufeln wiederverfüllte. Dies war an diesem Tag Schwerstarbeit, da in dem feuchten Wald Schwärme hungriger Stechfliegen nur mit ausgiebigem Auftragen vom Mückenspray davon abgehalten werden konnten, die jungen Forsteleven nicht vollständig auszusaugen. So dankte auch Staatsminister Glauber besonders den angehenden Försterinnen und Förstern für deren engagierten Einsatz in ihrer Freizeit.

Nach der letzten Station, einem vor fünf Jahren neu ausgebaggerten Feuchtbiotop in der Abteilung „Stegleinschlag“ zeigte sich schließlich Staatsminister Glauber von der Notwendigkeit der durchgeführten Renaturierungsmaßnahmen überzeugt: „Die gezeigten Maßnahmen tragen nicht nur dazu bei, die ökologische Vielfalt im Wald zu erhöhen, sondern dienen zugleich der Grundwasserneubildung und dem vorbeugenden Hochwasserschutz“.

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news-2566 Fri, 06 Aug 2021 11:04:17 +0200 Drei Zorro-Waisen in der Obhut der Bayerischen Staatsforsten https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/drei-zorro-waisen-in-der-obhut-der-bayerischen-staatsforsten.html 06. August 2021, Nordhalben - Die Bayerischen Staatsforsten wildern drei junge, mutterlose Gartenschläfer wieder aus, die im Staatswald von Revierleiter Christof Mörtlbauer gefunden und anschließend mühevoll von Carola Hebentanz gepflegt, betreut und auf ihre Freilassung vorbereitet wurden. In einem speziellen Kasten für Gartenschläfer werden sie ihre neue Heimat im Staatswald zwischen Nordhalben und Geroldsgrün finden.

Schon immer leben Gartenschläfer in Baumhöhlen und in den Hütten der Bayerischen Staatsforsten im Forstbetrieb Nordhalben und lassen sich dort auch nicht stören von Jägern, Forstwirten oder den zuständigen Revierförstern, welche die Hütten ebenfalls gelegentlich nutzen. Gartenschläfer sind Säugetiere, die zur Familie der Bilche gehören. Und trotz ihres Namens leben Gartenschläfer überwiegend im Wald.

Vor wenigen Wochen wurden drei Gartenschläfer-Junge im Umfeld einer Hütte von Revierförster Christof Mörtlbauer entdeckt, die sehr orientierungslos wirkten und ständig Laute (Quieken, Pfeifen) von sich gaben. Alles wies für den geschulten Förster darauf hin, dass diese Jungen ihre Mutter an einen „Räuber“, möglicherweise an einen Fuchs, verloren hatten und somit ohne Führung und Schutz waren.

Glücklicherweise ist Carola Hebentanz aus Wickendorf im Landkreis Kronach spezialisiert auf diesem Gebiet und hat bereits Erfahrung mit der Aufzucht und anschließenden Wiederauswilderung von Gartenschläfern. Daher wandte sich Förster Christof Mörtlbauer umgehend an sie und übergab die drei Waisen in ihre Obhut.

In ständigen Intervallen von 2-3 Stunden mussten nun die Gartenschläfer-Jungen gefüttert und auf Vollzähligkeit hin überprüft werden, da es in den Nächten vermehrt zu „Fluchtversuchen“ kam. Nach fast drei Wochen schlafloser Nächte ist es nun endlich soweit. Carola Hebentanz kann die Jungen zusammen mit Revierleiter Christof Mörtlbauer und Forstanwärter Erik Janhsen wieder in Ihren gewohnten Lebensraum im Staatswald entlassen. Die jungen Gartenschläfer werden mit Hilfe eines extra angefertigten Gartenschläferkastens (= eine Art Nistkasten) in der Nähe jener Hütte, wo sie gefunden wurden, wieder ausgesetzt. Des Weiteren werden sie in den kommenden Wochen noch von Herrn Mörtlbauer gefüttert, welcher in Hüttennähe extra eine kleine Futterstelle eingerichtet hat.

Gartenschläfer sind Allesfresser und ernähren sich vor allem von Insekten, Würmern, Schnecken und Eiern, aber auch Früchten, Samen und Knospen. Es gibt allerdings auch Zeiten, in denen sie überwiegend tierische Kost zu sich nehmen. Der Forstbetrieb Nordhalben hat aus diesem Grund vermehrt Blühflächen angelegt, um ein möglichst optimales Nahrungsangebot zu schaffen. Zusätzlich wurden in den Waldflächen des Forstbetriebs rund 200 Nistkästen für die Gartenschläfer aufgehängt, um Ihnen Brutplätze und Überwinterungsmöglichkeiten zu bieten.

Seinem Aussehen, besonders der schwarzen „Maske“ im Gesicht, verdankt der Gartenschläfer seinen Spitznamen „Zorro“. Er ist nachtaktiv und hält einen ausgedehnten Winterschlaf, von Oktober bis April. Diesen verbringt er bevorzugt in Baumhöhlen und Felsspalten, aber auch in Mauern, Höhlen und Gebäuden. Einmal aufgewacht, beginnt bereits die Paarungszeit, von Mai bis Juli. Etwa 20 Tage darauf werden zwischen 1 bis 9 Junge geboren.

Trotz ihrer guten Anpassungsfähigkeit, sind Gartenschläfer in vielen Ländern bereits ausgestorben oder vom Aussterben bedroht – und auch in Deutschland bereits aus vielen Regionen verschwunden. Die Gründe für diesen Rückgang sind bisher unbekannt. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft den Gartenschläfer als Art der „Vorwarnliste“ ein. In der Roten Liste der Säugetiere Deutschlands ist die Art als stark gefährdet eingestuft.

Aus diesen Gründen ist der Forstbetrieb Nordhalben besonders stolz, diese kleinen Nagetiere in seinen Biotopbäumen mit Naturhöhlen, in Waldhütten und Forsthäusern beherbergen zu dürfen. Denn sie sind ebenfalls ein Aushängeschild für eine naturnahe und v.a. naturverträgliche Forstwirtschaft. Ihr Vorkommen stellt ein Zeichen für einen artgerechten Lebensraum mit einem vielseitigen Nahrungsspektrum dar.

„Der Artenschutz hat hohe Priorität in unseren naturnah bewirtschafteten Staatswäldern. Für mich ist deshalb die Wiederauswilderung unserer drei kleinen „Zorros“ ein besonders schöner Tag in meinem Berufsleben“ stellte Revierleiter Christof Mörtlbauer zum Abschluss fest.

Ansprechpartner zum Thema Gartenschläfer, v.a. deren Schutz, ist in unserer Region Eckardt Kasch, Projektbetreuer „Spurensuche Gartenschläfer“ im Auftrag des BUND Naturschutz in Bayern e.V.

Infos und Kontakte befinden sich im Internet unter: www.gartenschlaefer.de

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news-2565 Thu, 05 Aug 2021 15:36:00 +0200 Bayerische Staatsforsten jagen in Zukunft bleifrei https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/bayerische-staatsforsten-jagen-in-zukunft-bleifrei.html 05. August 2021, Regensburg – Die Bayerischen Staatsforsten werden grundsätzlich ab 1. April 2022 auf der gesamten Staatswaldfläche Bayerns bleifreie Büchsenmunition in der Regiejagd verwenden. Das gilt für alle Beschäftigten, Jagdgäste und Begehungsscheininhaber im bayerischen Staatswald. Die Umstellung ist das Ergebnis der positiven Erfahrungen in ausgewählten Leuchtturmprojekten zum Greifvogelschutz sowie von Förstern und Jägern, die bereits seit Jahren ausschließlich bleifrei jagen.

„Die komplette Umstellung auf bleifreie Munition ist konsequent und ein wichtiges Signal für den Umwelt- und Gesundheitsschutz“, erklärt Forstministerin und Aufsichtsratsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten Michaela Kaniber. „Das Unternehmen wird damit seiner Vorbildfunktion bei der Bejagung der staatlichen Wälder gerecht. Das hilft nicht nur unseren heimischen Greifvögeln, sondern der gesamten Natur“, so die Ministerin weiter.

„Viele Förster und Jäger der Bayerischen Staatsforsten jagen bereits seit Jahren ausschließlich bleifrei“, so Reinhardt Neft, Jagdvorstand der Bayerischen Staatsforsten. „Aus einem groß angelegten Leuchtturmprojekt zum Schutz von See- und Steinadler sowie Bartgeier konnten wir zusätzlich viele positive Erfahrungen sammeln. Eine Umstellung auf die gesamte Staatswaldfläche Bayerns ist daher nur logisch und konsequent“, so Neft weiter. Ein im Jahr 2020 gestartetes Leuchtturmprojekt auf gut einem Drittel der Regiejagdfläche hat das Ziel, die Population der Großgreife in Bayern zu sichern und ihre Lebensgrundlage in deren Verbreitungsgebieten zu verbessern. Ein grundlegender Baustein des Projekts ist die bleifreie Jagd.

In Ausnahmefällen kann an einzelnen Forstbetrieben außerhalb des Leuchtturmprojekt-Gebiets eine Übergangsfrist für die komplette Umstellung auf bleifreie Büchsenmunition bis maximal 31. März 2023 eingeräumt werden.

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news-2564 Thu, 05 Aug 2021 14:48:23 +0200 Brüchige Felsen abgesichert: Verkehrssicherungsmaßnahme beugt Gefahren vor https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/bruechige-felsen-abgesichert-verkehrssicherungsmassnahme-beugt-gefahren-vor.html 05. August 2021, Dürrenwaid – Bei einem Ortstermin mit 1. Bürgermeister Stefan Münch stellte der Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten die kürzlich fertiggstellte, aufwändige Felssicherungsmaßnahme im Ortsbereich von Dürrenwaid vor. Der Stellvertretende Forstbetriebsleiter Gerhard Müller erläuterte, dass sich im Steilhang oberhalb der Staatsstraße und über dem beliebten „12 Apostel-Wanderweg“ große Felsbrocken befinden, die akut absturzgefährdet sind. DasWaldgrundstück gehört dem Freistaat Bayern und wird vom ForstbetriebNordhalben bewirtschaftet. „Wir zogen umgehend Bergsicherungs-Spezialisten zu Rate, die diese zerklüfteten Diabasfelsen genau analysieren sollten. Die Ingenieure stellten für uns ein Konzept auf, mit welchen Maßnahmen die Gefahren abgewendet werden können.“

Schnell wurde klar, dass man die gefährlichen Brocken, die mitten in dem sehr steilen Waldbestand verteilt sind und die zum Teil die Größe eines Kleinwagens haben, nicht beseitigen kann. Daher wurden massive Fangzäune geplant, die der Wucht solcher abrollenden Felsblöcke Stand halten können. Mit der Umsetzung der für Frankenwaldverhältnisse sehr ungewöhnlichen Maßnahmen wurden Spezialfirmen
betraut, die in anderen Regionen laufend solche Bauwerke errichten. „Sehr erfreulich war für uns, dass die Arbeiten sofort begonnen wurden und sehr zügig abgeschlossen werden konnten. Die wochenlange,  halbseitige Sperrung der anliegenden Staatsstraße mit Ampelbetrieb war für die täglich hier fahrenden Menschen sicherlich eine Belastung, aber immerhin schaffte es die Baufirma, die sehr intensiven Arbeiten ohne eine Vollsperrung zu erledigen“, teilte Müller mit. Es mussten massive Bohrfundamente in den Fels zementiert und die Zaunkonstruktion einer Schweizer Spezialfirma daran verankert werden. Es handelt sich um Pfosten und Netze aus hochfesten Spezialstählen, für die entsprechende Prüfzertifikate vorliegen. „Der Aufwand von etwa 100.000 Euro aus dem Budget der Bayerischen Staatsforsten ist hier sicherlich gut investiert, um für die Sicherheit der Menschen auf der Staatsstraße und auf dem 12-Apostel-Wanderweg zu sorgen“, meinte Stellvertretender Forstbetriebsleiter Gerhard Müller.

Er wies außerdem darauf hin, dass im Normalfall gesunde, geschlossene und stabil stehende Waldbestände an Steilhängen das Abrollen von Felsbrocken verhindern können. Deshalb werden oberhalb von Straßen und Ortschaften solche Bestände als sogenannte „Schutzwälder“ bezeichnet. Für ihre Bewirtschaftung gibt es im Waldgesetz eigene Regelungen, die dafür sorgen, dass sie immer gesund und möglichst lückenlos bestehen bleiben. Sie sollen möglichst aus mehreren unterschiedlichen Baumarten bestehen und es sollen sich alte und junge Bäume miteinander auf derselben Fläche durchmischen. Die hier bereits vorhandenen Ahornbäume sind ein idealer Bestandteil solcher Wälder. Im vorliegenden Fall haben aber leider Borkenkäfer und Sturmwürfe die alten Bäume so stark dezimiert, dass die Schutzwirkung jetzt nicht mehr voll gegeben ist. Sie wird sich mit dem weiteren Heranwachsen des schon vorhandenen, jungen Bestandes in einigen Jahren allmählich wieder einstellen.

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news-2569 Thu, 05 Aug 2021 14:16:00 +0200 Großer Bruterfolg: Acht junge Schwarzstörche im Staatswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/grosser-bruterfolg-acht-junge-schwarzstoerche-im-staatswald.html 05. August 2021, Ottobeuren – Förster und Vogelschützer freuen sich über ein erfolgreiches Schwarzstorchjahr: Auf zwei seit Jahren bekannten Schwarzstorchhorsten erproben derzeit acht junge Schwarzstörche ihre Flugkünste.  Das langjährige Kooperationsprojekts zwischen den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) und der AG Schwarzstorchschutz Allgäu im Landesbund für Vogelschutz (LBV) trägt damit heuer zum achten Mal in Folge Früchte. 

Der Bruterfolg kommt nicht von ungefähr. So wurde der seit Jahren erfolgreichste Horst im Staatswald des Forstbetriebs Ottobeuren 2015 durch Orkan Niklas schwer beschädigt. Die AG Schwarzstorchschutz Allgäu errichtete an gleicher Stelle einen Kunsthorst, der bereits im Folgejahr vom Storchenpaar angenommen wurde und seitdem jährliche Bruterfolge erbringt. „Die Störche haben sich heuer prächtig entwickelt“, so Harald Farkaschovsky, Schwarzstorchexperte des LBV. „Dies ist auch notwendig – steht doch die lange und kräftezehrende Reise in die Winterquartiere Westafrikas bevor“.  Farkaschovsky findet bei den Bayerischen Staatsforsten immer ein offenes Ohr für die Belange der Schwarzstörche. „Das Beispiel Schwarzstorch zeigt eindrücklich, dass sich bei Artenschutzprojekten mit konsequentem Schutz von naturschutzfachlich wertvollen Strukturen, schlichter Rücksichtnahme und etwas gutem Willen viel erreichen lässt“, erklärt Dr. Hermann S. Walter, Leiter des Forstbetriebs Ottobeuren. Der scheue Schwarzstorch nutzt die vielen Bäche und Feuchtbiotope im Staatswald als Jagdgebiet und findet in den abgelegenen Staatswäldern die geeigneten Horststandorte – gerne auf Weißtannen oder Waldkiefern. „Meine Sorge, dass der kalte und nasse Mai einen negativen Einfluss auf den Bruterfolg haben könnte, waren erfreulicherweise unbegründet“, so Walter. Der Förster freut sich sehr über den beachtlichen Zuwachs der Schwarzstörche. Zeigt doch gerade der langjährige stetige Bruterfolg im Staatswald, dass die naturnahe Forstwirtschaft den Schwarzstörchen hervorragende Brutvoraussetzungen bietet.

Der Forstbetrieb Ottobeuren

Der Forstbetrieb Ottobeuren ist einer von 41 Forstbetrieben der Bayerischen Staatsforsten und bewirtschaftet mit rund 50 Beschäftigten den Staatswald von der Schotterriedellandschaft über das Vorallgäu in die bewegte Allgäuer Jungmoränenlandschaft hinein. Nährstoffreiche Böden und reichlich Niederschläge erlauben den Bäumen herausragende Wuchsleistungen. Fichtendominierte Wälder werden sukzessive in standortgerechte Mischwälder mit Tanne, Buche und Edellaubbäumen umgebaut. Der Forstbetrieb setzt dabei auf eine naturnahe Forstwirtschaft mit einzelstammweiser Nutzung ohne Kahlschlag, erhöht den Totholzvorrat als elementares Strukturmerkmal für mehr Artenvielfalt im Wald, schützt dauerhaft Biotopbäume, setzt konsequent auf die natürliche Verjüngung unserer Wälder und schafft Raum für Erholungssuchende.

Mehr Informationen unter finden Sie auf der Homepage des Forstbetrieb Ottobeuren.

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news-2568 Thu, 05 Aug 2021 14:06:00 +0200 Nachwuchs im Staatswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/nachwuchs-im-staatswald.html 05. August 2021, Sonthofen – Auch im Jahr 2021 konnte in den Staatswäldern der Bayerischen Staatsforsten wieder eine positive Bilanz beim Nachwuchs der Schwarzstörche gezogen werden. Das Team der AG Schwarzstorchschutz Allgäu im Landesbund für Vogelschutz (LBV) unter der Leitung von Herrn Harald Farkaschovsky erfasste in dieser Saison insgesamt sieben Horste mit 18 Jungstörchen im Wald des Forstbetriebs Sonthofen.

„Der Schwarzstorch ist gekommen um zu bleiben“, berichtet Forstbetriebsleiter Jann Oetting. Seit mehreren Jahren zeigt die Kurve der Schwarzstorchpopulation in den Staatswalddistrikten des Forstbetriebs Sonthofen nach oben. „Verständlich“, ergänzt Oetting. Denn das wunderschöne Allgäu wirkt nicht nur auf Touristen anziehend. Die eng verzahnte Landschaft aus alten Wäldern, Mooren und Feuchtwiesen bietet Brutpaaren einen attraktiven Lebensraum und lädt ein zum Verweilen. „Der Dank dafür geht an meine Förster, Waldarbeiter und Unternehmer draußen vor Ort“, erläutert Oetting. Sie sind es, die tagtäglich unsere Wälder naturnah bewirtschaften und gestalten, sodass auch seltene Waldbewohner wie der Schwarzstorch ein Ort haben, an den sie jedes Jahr zurückkehren können.

„Das Konzept geht auf“, berichte Harald Farkaschovsky von der AG Schwarzstorchschutz Allgäu. „Mich persönlich freut es sehr, dass insbesondere die neuen Brutpaare alle Wälder der Bayerischen Staatsforsten gewählt haben und dort erfolgreich ihre Jungen großgezogen haben“. Unter hohem Zeitaufwand konnte Farkaschovsky zusammen mit seinem Team insgesamt sieben Schwarzstorchhorste mit 18 Jungstörchen in den Staatswalddistrikten des Forstbetriebs Sonthofen bestätigen. Dabei ist er auf ein paar Besonderheiten gestoßen, die auch für einen erfahrenen Artenschützer wie ihn nicht alltäglich sind. Freudestrahlend berichtet er von einem Horst mit einem beringten Partner. Die Auswertung des Ringcodes ergab, dass dieser vor drei Jahren von Carsten Rohde in einem benachbarten Waldstück beringt wurde (wir berichteten). Der junge Vogel ist nun in seine alte Heimat zurückgekehrt und erfreut sich dieses Jahr über drei prächtige Jungstörche.

Die AG Schwarzstorchschutz Allgäu und der Forstbetrieb Sonthofen blicken auf mehrere Jahre erfolgreicher und vertrauensvoller Zusammenarbeit zurück. Gemeinsam setzten sie in den vergangenen Jahren Projekte zum Wohl der heimischen Waldstörche um. Hier sprechen Oetting und Farkaschovsky aus einem Mund: „Das ist gelebter Artenschutz.“

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news-2563 Wed, 04 Aug 2021 15:42:16 +0200 7 Leute, 7 Wochen, 7 (Bundes-)Länder https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/7-leute-7-wochen-7-bundes-laender.html Forstreferendare aus NRW machen Station am Forstbetrieb Bodenmais

04. August 2021, Bodenmais - An das Studium der Forstwissenschaften an einer deutschen Universität schließt sich im Allgemeinen ein 2-jähriges Referendariat in einer Landesforstverwaltung/-Forstbetrieb an.

Die jeweiligen Referendarzahlen und Ausbildungspläne sind dabei natürlich länderspezifisch unterschiedlich – allen gemeinsam ist eine sogenannte „Reisezeit“, also ein Ausbildungsabschnitt, in dem die jungen Leute herumreisen und ihren „forstlichen Horizont“ erweitern – die Organisation erfolgt dabei je nachdem mehr oder weniger durch die Verwaltung oder auf „eigene Faust“.

Bei „Wald und Holz NRW“, also der Landesforstverwaltung Nordrhein-Westfalen gibt es aufgrund der insgesamt traditionell kleinen Referendarzahl eine solche frei organisierte Reisezeit. Und so haben die sieben Referendar/innen des aktuellen Jahrgangs für die sieben Wochen einen Reiseplan für tatsächlich sieben (Bundes-)Länder organisiert – Baden-Württemberg, Bayern, Thüringen, Brandenburg, Berlin, Niedersachsen und als „Schmankerl“ die Steiermark. Dazu Sprecher Nils Kern: „Dass das „Heimatland“ NRW auch noch eine gewisse Rolle spielt, lassen wir bei den „drei Siebenern“ einfach mal außen vor!“

Eine Station in Bayern war dann der Forstbetrieb Bodenmais: Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl konnte die jungen Leute mit dem Jagdhornsignal „Begrüßung“ willkommen heißen und ihnen zunächst gemeinsam mit dem Stellvertretenden Betriebsleiter Markus Würstl einen Überblick über die Bayerische Staatsforsten AöR (BaySF) und den Forstbetrieb Bodenmais geben.

Anschließend ging es ins Revier Irlmoos: Revierleiter Martin Moll stellte seinen naturnahen Waldbau mit Schwerpunkt Naturverjüngung im Bergmischwald vor.

Der nächste Punkt war dann ein Maschineneinsatz: unter der Einsatzleitung von Forstwirtschaftsmeister Harald Neumann erntet im Revier Rusel ein Starkholz-Harvester vom Typ IMPEX T50 starke Bäume, indem er sie stehend aus der Naturverjüngung heraushebt. Kommentar: „Wow – das ist schon an der Grenze der Physik – aber damit werden die Jungbestände natürlich super schonend behandelt!“

Dritter und letzter Punkt: im Revier Rabenstein zeigte Revierleiter Sebastian Hofmann der Gruppe die letzten verbliebenen autochthonen, bis zu 200 Jahre alten Bergwaldbestände des Inneren Bayerischen Waldes. Und zum Abschluss durfte natürlich ein Besuch auf dem höchsten Gipfel des Bayerwaldes, dem 1.456 m hohen Arber, nicht fehlen – bei strahlendem Sonnenschein. Dazu Sebastian Hofmann: „Ihr müsst eine besondere Reisegruppe sein – denn rund 300 von 365 Tagen zeigt sich der Arber von seiner ungemütlichen Seite, mit Wind, Regen, Frost, Schnee – da habt Ihr richtig Glück gehabt!“

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news-2561 Tue, 03 Aug 2021 09:00:00 +0200 Zweite Gamswildzählung am Staatsforstbetrieb Berchtesgaden https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/zweite-gamswildzaehlung-am-staatsforstbetrieb-berchtesgaden.html 03. August 2021, Berchtesgaden – Die Bayerischen Staatsforsten haben ihr langfristig angelegtes Gamswild-Monitoring im Blockzählverfahren fortgesetzt. Zum zweiten Mal fand am gesamten Forstbetrieb Berchtesgaden eine standardisierte Gamswildzählung statt. Beginnend in der ersten Morgendämmerung wurden gemeinsam mit jagdlich geschulten Begleitern insgesamt 250 Gämsen gezählt.

Die erste Wiederholung des Zählverfahrens war ein großer Erfolg. Bei guten Witterungsbedingungen gingen erfahrene Berufsjäger und Förster des Forstbetriebs Berchtesgaden exakt an die 15 Beobachtungsstellen, von denen aus bereits im Vorjahr 167 Stück Gamswild gezählt wurden. Gemeinsam mit geladenen Gästen der zwei zuständigen Jagdbehörden aus Bad Reichenhall und Traunstein sowie prominenten Vertretern des Bayerischen Jagdverbands wurde das Gelände ab etwa 05:00 Uhr früh mit Ferngläsern bzw. Spektiven nach Gamswild abgesucht. Alle entdeckten Stücke wurde in standardisierte Zählblätter eingetragen.

Fachleute sind sich einig, dass die Höhe des Gamsbestandes in unseren Bergregionen nicht ermittelt werden kann. Das wiederholte Blockzählverfahren erlaubt lediglich den Einblick in einen kleinen Teil des gesamten Gamslebensraums. Und selbst in den einsehbaren Flächen können unmöglich alle vorhandenen Gämsen gezählt werden, da Bergwald und Latschen, aber auch Felsvorsprünge viele Stücke verbergen. Ziel ist die Dokumentation langfristiger Trends der Populationsentwicklung und Erfahrungen über die Raumnutzung des Gamswildes. Kurzfristige Aussagen sind nicht möglich, da die Zählergebnisse von Tag zu Tag schwanken, je nachdem wo sich die Tiere gerade aufhalten. Wind, Hitze oder Regen beeinflussen die Zählergebnisse ebenso wie allen möglichen Störungen, z. B. durch Hubschrauber, Adler oder Bergsteiger.

Gegenüber dem Vorjahr wurden dieses Jahr 83 Gämse mehr gezählt (das sind 50% mehr als 2020). Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Gamsbestand innerhalb eines Jahres in unserer Region um die Hälfte zugenommen hat, betont Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller. „Es ist jedoch ein untrügliches Zeichen dafür, dass im Verantwortungsbereich der Bayerischen Staatsforsten die Gamsbestände nicht rückläufig sind“ freut sich Müller. Dem stimmt auch Hans Berger, Kreisvorsitzender des Bayerischen Jagdverbands aus dem Berchtesgadener Land zu, der 2020 selbst 24 Gämsen zählte und dieses Jahr mit 45 Gämsen am gleichen Zählpunkt sehr positiv überrascht wurde. Er bestätigt: “Manche Gämse haben uns ohne Furcht aus der Nähe neugierig beobachtet. Die Jagd im Bereich der „Schlafenden Hexe“ wurde offensichtlich weiterhin zurückhaltend ausgeübt“.

Anerkennung und Dank sprachen auch andere Gäste der Gamswildzählung dem Team des Forstbetriebs Berchtesgaden aus. Reinhard Kurz-Hörterer von der Unteren Jagdbehörde Traunstein, der den Förster Georg Berger im Revier Inzell begleitete, schwärmte beispielsweise: „Die Teilnahme war für mich sehr aufschlussreich. Herr Berger hat uns bestens geführt, wir hatten reichlich Anblick. Zudem konnte ich von seinem umfassenden Wissen über die Wildart profitieren.“

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news-2559 Fri, 30 Jul 2021 11:39:00 +0200 Erster großer Regionalmarkt am Baumwipfelpfad Steigerwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/erster-grosser-regionalmarkt-am-baumwipfelpfad-steigerwald.html Markttreiben am Fuße des Turms

30. Juli 2021, Ebrach - Der Baumwipfelpfad Steigerwald lädt ein zum Ersten großen Regionalmarkt am 1. August von 09:00 Uhr bis 18:00 Uhr.

Manufakturen, kleine Gastronomiebetriebe und Kunsthandwerker präsentieren unseren Gästen an 30 Ständen regionale Köstlichkeiten und Produkte unter dem Motto „Aus der Region, für die Region!“  Von traditionellem Handwerk wie Korbflechten bis zu Design-Handtaschen aus Holz ist alles dabei. Von vegan bis deftig kann hier geschlemmt werden. Für unsere kleinen Gäste gibt es viele kreative Angebote und natürlich den 2021 neu eröffneten Kugelpfad.

Das Marktgelände beginnt bereits auf Höhe des Restaurants und erstreckt sich bis zum Kiosk am großen Waldspielplatz und dem Festplatz am Fuße des Turms. Zur Feier des Tages ist des Eintritt zum Baumwipfelpfad reduziert und um 15:00 Uhr startet die Falknerei „Pirschart“ wieder ihre Flugshow auf dem Turm.

Der Zutritt zum Regionalmarkt ist kostenlos. Bitte beachten Sie die Hygieneregeln und achten auf Abstand zueinander. Auf dem Marktgelände gilt FFP2-Maskenpflicht

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news-2558 Fri, 30 Jul 2021 09:21:11 +0200 Kultur und Geschichte trifft auf Natur: Der historische Gustav Freytag Brunnen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/kultur-und-geschichte-trifft-auf-natur-der-historische-gustav-freytag-brunnen.html 20. Juli 2021, Coburg - Anlässlich einer Feierstunde mit dem Rotary Club Coburg, Andreas Prinz von Sachsen-Coburg und Gotha und den Bayerischen Staatsforsten (Forstbetrieb Coburg) wurde der restaurierte und historische Gustav Freytag Brunnen am 23. Juli eingeweiht.

Die Geschichte des Brunnens ist eng verbunden mit der Freundschaft des Autors und Journalisten Gustav Freytag mit dem Coburger Herzog Ernst dem Zweiten. Kurzweilig schilderte der ehemalige Direktor der Kunstsammlung der Veste Coburg Klaus Weschenfelder den anwesenden Gästen das bewegte Leben Freytags. Ergänzt wurden die Ausführungen durch den 3. Bürgermeister von Coburg Herrn T. Nowak, der aus den „Coburger Heimatgeschichten“ von Ernst Eckerlein vorlies.

Der Brunnen liegt in einem FFH-Gebiet unterhalb der Veste Coburg auf Staatsforstengrund. Dieser Bereich wird gänzlich der Natur überlassen (Klasse 1-Wald und Erlebniswald). Dennoch erfordern Maßnahmen zur Verkehrssicherung einen hohen Aufwand. Eine Hinweistafel des Forstbetriebs Coburg erläutert diese Zusammenhänge und Aktivitäten.

Die Sitzmöglichkeiten um den historischen Brunnen herum laden unter herrlicher Baumkulisse ein zur Ausruhen und Nachdenken und es darf auch mal mit Sehnsucht an die „alten Zeiten“ zurückerinnert werden.

Informationen zu Gustav Freytag gibt es unter;  www.gustavfreytag.de
Fotos und Videos zur Brunneneinweihung auch unter:  www.np-coburg.de 

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news-2562 Wed, 28 Jul 2021 15:32:00 +0200 Verbandsschweißprüfung im Schwarzacher Hochwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/verbandsschweisspruefung-im-schwarzacher-hochwald.html 28. Juli 2021, Bodenmais - Zum dritten Mal waren sie am Grandsberg im Schwarzacher Hochwald, einem größeren Staatswaldkomplex auf dem Kamm des Vorderen Bayerischen Waldes im Revier Kalteck des Forstbetriebs Bodenmais – die Vorstehhunde vom Jagdgebrauchshundeverein Niederbayern Rottal e.V.

Manfred Graßl, 1.Vorsitzender des Vereins, hatte erneut beim Forstbetrieb Bodenmais angefragt und wie die Jahre zuvor hatte der Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl zugestimmt: „Ich freue mich, dass wir euch Flächen im Revier Kalteck zur Verfügung stellen und auf diese Weise das Jagdhundewesen unterstützen können. Gerne begrüßen wir euch und eure vierbeinigen Jagdfährten hiermit recht herzlich im Forstbetrieb Bodenmais!“

Gesagt, getan – am Freitag wurden mit Unterstützung von Revierleiter Sebastian Krippl die Fährten gelegt – 1.000 bis 1.200 m durch „Dick und Dünn“, 3 Haken,1/4 Liter Schweiß – das führte bei den Fährtenlegern durchaus zu den ersten Schweiß-Ausbrüchen.

Nach einer verregneten Nacht konnte dann am Samstagmorgen Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl die vier Gespanne mit dem Jagdhornsignal „Begrüßung“ willkommen heißen und ihnen „Waidmannsheil und Suchenglück“ wünschen.

Und fast hätte es für alle geklappt – Tagessiegerin wurde die Kleine Münsterländer-Hündin Akela vom Murgbach mit ihrer Führerin Anna Kroner, gefolgt vom Kleinen Münsterländer Ero vom Arberwald mit Hermann Mühlbauer, und Deutsch Drahthaar Ondor vom Grafenwald mit Theo Margeth. Manuel Quadt mit seiner Weimaraner-Hündin Clara von der Grau erhielt leider 3 Abrufe und schied damit aus.

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news-2560 Wed, 28 Jul 2021 12:36:00 +0200 Große Anstrengungen für kleine Bäume https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/grosse-anstrengungen-fuer-kleine-baeume.html 28. Juli 2021, Sonthofen – Im Revier Kürnach-Süd des Forstbetriebs Sonthofen herrscht momentan viel Betrieb. Zahlreiche Arbeiter ziehen mit ihren Freischneidern durch den Wald. Forstbetriebsleiter Jann Oetting gibt Aufschluss: „Die im letzten Herbst gepflanzten Klimawald-Kulturen werden gepflegt“.  

Die gepflanzten Weißtannen und Lärchen im Eschacher und Kürnacher Wald sind erst zwischen 20 und 30 Zentimeter groß und stecken quasi noch in den Kinderschuhen. Aber in einigen Jahrzehnten sollen sie zu stattlichen Bäumen herangewachsen sein – so der Plan. Doch aller Anfang ist schwer und die kleinen Bäume benötigen besondere Unterstützung. Initiiert durch die Bayerische Staatsregierung wurden die Bäume im Rahmen des Projektes „Klimawald“ gepflanzt. Im gesamten Bayerischen Staatswald werden zur Bewältigung des Klimawandels jedes Jahr eine Million Bäume zusätzlich gepflanzt, um den Waldumbau schneller voran zu treiben.

Auch am Forstbetrieb Sonthofen wurden letzten Herbst und in diesem Frühjahr 10 Hektar Klimawald-Kulturen gepflanzt - zusätzlich zum jährlichen Pflanzpensum von knapp 58 Hektar.

„Die Pflanzen wurden von unseren Forstwirten hauptsächlich in von Wind und Schneebruch stark gebeutelten Flächen eingebracht. Auf diesen Flächen herrscht teilweise Freiflächenklima, viel Licht dringt auf den Boden. Dadurch wachsen Brombeeren sowie Farne üppig“, erklärt der zuständige Revierleiter Simon Lipp.

Vor allem die Brombeere macht den jungen Pflanzen zu schaffen. Ein dichter Teppich legt sich mit der Zeit auf die kleinen Pflanzen, drückt sie zu Boden, raubt ihnen Nährstoffe und vor allem Licht. Um die gepflanzten Bäume zu fördern, werden sie punktuell freigeschnitten. So bekommen sie wieder Licht und können gut wachsen.

Eine zeitaufwändige Arbeit, bei der besonders behutsam vorgegangen werden muss, da die kleinen Bäume nur schwer im Dickicht zu erkennen sind. Ohne das Freischneiden gehen die Pflanzen mit der Zeit meist ein und der Waldumbau kann nicht vorangetrieben werden. Aber:  „Unsere jetzigen Anstrengungen werden sich in einigen Jahren auszahlen“, sind sich Forstbetriebsleiter Oetting und Revierleiter Lipp sicher.

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news-2557 Wed, 28 Jul 2021 09:58:26 +0200 Wald erleben und verstehen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wald-erleben-und-verstehen.html Neuer Walderlebnispfad eröffnet Die Bayerischen Staatsforsten und die Bayerische Forstverwaltung haben an der Gaststätte Waldhütte (Gemeinde Eckersdorf) den Walderlebnispfad Waldhütte offiziell der Öffentlichkeit übergeben. Er soll Groß und Klein, Wanderer, Familien, Schulklassen, Kindergruppen und an Wald und Natur Interessierte in den Wald einladen. Der Walderlebnispfad bietet auf 2,5 km Länge Informationen zum Waldverstehen, Attraktionen zum Walderleben, Ruheplätze zum Waldgenießen und Spiele zum Waldentdecken.    

Ein fröhliches Rufen von Schülerinnen und Schülern dringt durch das Blätterdach des Waldes im Forstrevier Waldhütte der Bayerischen Staatsforsten. Das sind die ersten offiziellen Waldführungen mit der Försterin und dem Förster auf dem neuen Walderlebnispfad, der direkt gegenüber der Gaststätte Waldhütte beginnt. Zwei Holzskulpturen der Künstlerin Judith Franke am Eingang zum Walderlebnispfad spannen einen künstlerischen Bogen zwischen dem wunderbaren Rohstoff Holz, Kunstwerken aus Holz, den Menschen sowie Natur und Technik. Die Kunstwerke empfangen auch die Gäste, die zur Eröffnung des Walderlebnispfades gekommen sind.    

Fritz Maier, Leiter des Forstbetriebs Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten und Georg Dumpert, Leiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bayreuth-Münchberg, können etwa 50 Gäste am Grünen Klassenzimmer begrüßen, die sich im vorgeschriebenen Sicherheitsabstand an diesem Holzpavillon verteilen. „Wir freuen uns, dass wir nach der Sanierung der Gebäude und der Wiedereröffnung der Gaststätte Waldhütte im Jahre 2016 mit dem Walderlebnispfad den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Bayreuth und der Landkreise Bayreuth und Kulmbach einen neuen Anziehungspunkt zur Verfügung stellen können. Unsere Försterinnen Sabine Andersen und Maike Adam haben zusammen mit Büroleiter Egbert Geiger Ideen entwickelt, Konzepte geschrieben und den Walderlebnispfad zusammen mit vielen tollen Handwerksfirmen, Künstlern und Planern gebaut. Ein Gemeinschaftswerk der Bayerischen Staatsforsten und der Bayerischen Forstverwaltung mit vielen kreativen und engagierten Beteiligten“ betont Fritz Maier bei der Eröffnung. „Da es sich um ein Bildungs- und  Erlebnisprojekt für alle Menschen handelt, dessen Planung und Bau über die  eigentlichen Aufgaben der Bayerischen Staatsforsten hinausgeht, fördert die  Bayerische Forstverwaltung die Gesamtkosten von etwa 175.000 EURO mit 90%“  erläutert Georg Dumpert, der unter den Gästen Landrat Florian Wiedemann,  Bürgermeister Andreas Zippel (Stadt Bayreuth) und Manfred Präcklein  (Eckersdorf), Bürgermeister/in Simone Kirschner, Jürgen Weigl (Heinersreuth),  Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer, Martin Schöffel ( Beiratsvorsitzender  der Bayerischen Staatsforsten), Vorstand Reinhardt Neft (Bayerische  Staatsforsten) und Ministerialrat Sören Timm (Staatsministerium Ernährung,  Landwirtschaft und Forsten) herzlich willkommen heißt. 

Auf rund 2,5 km Länge werden an 11 Stationen den Besuchern Informationen zum Waldverstehen, Attraktionen zum Walderleben, Ruheplätze zum Waldgenießen und Spiele zum Waldentdecken zur Verfügung gestellt. Die Stationen „Grünes Klassenzimmer, „Niederseilgarten“, „Wald und Gesundheit“ sowie „Klimawald“ werden im Rahmen der Eröffnung auf kurzen Wanderungen in Augenschein genommen. 

Die Forstliche Bildungsarbeit als wichtige Aufgabe der Bayerischen Forstverwaltung betont Ministerialrat Sören Timm an der Station Wald und Gesundheit. „Vor allem unsere Kinder als die Gestalter der Welt von morgen sollen den Wald als wichtige Lebensgrundlage kennenlernen, gleichermaßen als Lebensraum und als Lieferant des ökologisch vorbildlichen Rohstoffs Holz.  Walderlebnispfade vervollständigen diesen Ansatz auf hervorragende Weise“.   

Martin Schöffel, der Vorsitzende des Beirats der Bayerischen Staatsforsten erläutert vor den geladenen Gästen: “Mir ist wichtig, dass die Bevölkerung mehr erfährt über die Kohlenstoffbindung des bewirtschafteten Waldes, über die Anstrengungen zum Waldschutz und die hohe Artenvielfalt. Im gesamten Staatswald werden deswegen Blühflächen und Biotope angelegt, Totholzbäume und Moore gepflegt, um die Biodiversität zu steigern. Die Bayerischen Staatsforsten setzten sich außerdem mit ihren Revierleiterinnen und Revierleitern tagtäglich für eine nachhaltige Bewirtschaftung ein und unternehmen enorme Anstrengungen, um unsere Wälder für die nächsten Generationen zu erhalten“.

„Der Klimawandel stellt auch unsere Wälder vor neue Herausforderungen“, betont Vorstand Reinhard Neft von den Bayerischen Staatsforsten am Holz-Infopavillon zum Abschluss der Veranstaltung. „Der Wald ist in Bayern in allen Regionen landschaftsprägend und wesentlicher Bestandteil einer nachhaltigen Daseinsfürsorge. Geänderte Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger, die hohe Bedeutung des Natur- und Artenschutzes und die Vorsorge für die Folgen des Klimawandels erfordern gezielte Maßnahmen zur Erhaltung des Waldes mit all seinen Funktionen. Säen, Pflanzen und Pflege klimastabiler Mischwälder, Renaturierung von Mooren und Lebensräumen seltener Arten, Schutz des Waldes vor dem Borkenkäfer, Erhaltung der Wegeinfrastruktur sind nur einige der Aufgaben, die von den Bayerischen Staatsforsten mit ihren Försterinnen und Förstern geleistet werden“.   

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news-2556 Tue, 27 Jul 2021 09:52:26 +0200 Klassenzimmer Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/klassenzimmer-wald.html Gefreeser Grundschüler lernen Waldtiere kennen (26.07.2021) Gefrees. – Grundschüler aus Gefrees erlebten den Wald in vielen Facetten bei einer gemeinsamen Waldführung von Förstern der Bayerischen Staatsforsten – Forstbetrieb Fichtelberg und der Forstverwaltung – Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Bayreuth-Münchberg.

„Das war cool!“ Mehr als 30 Schüler werden diesen Vormittag so schnell nicht vergessen. Die dritten Klassen der Grundschule Gefrees hatten in der letzten Schulwoche die besondere Gelegenheit, den Wald und seine Tiere ganz aus der Nähe zu erleben. Unter fachkundiger Begleitung wanderten die kleinen Naturentdecker zunächst zum Pausenberg bei Gefrees. Dort wartete auf sie dann ein waldpädagogisches Programm zu der heimischen Tierwelt. Nicht trockener Lernstoff, sondern das Erleben der Natur stand am Lehrplan.

„Die Kinder und ich haben uns schon seit Wochen auf die Waldführung gefreut“, verrät Klassenlehrerin Laura Starker. „Die Bäume haben wir bereits im Unterricht behandelt, deshalb sind die Tiere jetzt die perfekte Ergänzung.“

Im Wald schlüpften die Kinder zuerst selbst in die Rolle von typischen Waldbewohnern wie zum Beispiel Reh, Schwarzspecht oder Borkenkäfer, um danach die ökologischen Zusammenhänge zwischen den Arten zu erarbeiten. Bei einer anschließenden Spurensuche wurde deutlich, dass Tiere neben Fährten auch verschiedene andere Arten von Spuren hinterlassen. Zum Abschluss durften alle kreativ ihr Lieblingstier aus Waldmaterialien gestalten.

Geplant und durchgeführt wurde das Vormittagsprogramm von den Forstanwärtern Noah Argauer und Florian Schulte, die kurz vor ihrer Abschlussprüfung stehen. Wertvolle Tipps bekamen die beiden dabei von den erfahrenen Kollegen Hubertus Schmidt, Mitarbeiter beim Forstbetrieb Fichtelberg und von Ruth Mattheas, Waldpädagogik-Fachkraft beim AELF Bayreuth-Münchberg.

„Waldführungen sind für mich immer eine tolle Abwechslung zum Berufsalltag. Umso gewinnbringender, wenn wir dabei den Kindern eine Freude machen und die jungen Kollegen ausbilden können.“ betont Revierleiter Hubertus Schmidt.

Selbstverständlich wurde auch auf die aktuellen Corona-Regeln geachtet: Morgens hatten sich alle Beteiligten getestet, während der ganzen Veranstaltung wurde stets Abstand gehalten oder Masken getragen.

„Es ist sehr schön, dass wir jetzt wieder in der Waldpädagogik aktiv werden können. Das Ziel der bayerischen Forstverwaltung ist es; allen Grundschülern mindestens einen Waldbesuch zu ermöglichen,“ erklärt Ruth Mattheas, Försterin und Waldpädagogin.

Der Wald als Klassenzimmer bietet unschätzbare Möglichkeiten, Wissen hautnah zu vermitteln. Darin sind sich alle Beteiligten an diesem Tag einig.

Falls auch Sie Interesse an einer Waldführung haben - egal ob mit Ihrer Familie, Schulklasse oder Ihrem Verein – melden Sie sich bitte bei Ruth Mattheas (ruth.mattheas@aelf-bm.bayern.de). Waldführungen zu verschiedensten Themen finden regelmäßig statt, unter anderem am Waldhaus in Mehlmeisel.

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Forstbetrieb Fichtelberg Nachrichten
news-2555 Mon, 26 Jul 2021 07:55:30 +0200 Neue Mieter am Forstbetrieb Sonthofen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neue-mieter-am-forstbetrieb-sonthofen.html 23.07.2021, Sonthofen - Im Forstgarten der Bayerischen Staatsforsten in Sonthofen wurde Wohnraum für neue Mieter geschaffen: Es wird erwartet, dass mehrere Dutzend wohnungsuchende Insekten in den kommenden Monaten in den frisch errichteten Wohnkomplex einziehen werden. Mit dem sogenannten Insektenhotel wollen die Bayerischen Staatsforsten in Sonthofen ein Zeichen gegen das Insektensterben setzen.

„Unser Fokus ist ja eigentlich der Wald und dort ist die Lage erfreulich gut – zumindest im Vergleich zu allen anderen Lebensräumen. Trotzdem fördern wir dort bei möglichst vielen Gelegenheiten die Lebensgrundlagen der Insekten“, erklärt Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting. Überall kann etwas getan werden, auch im Dorf oder in der Stadt. Spätestens seit dem erfolgreichen Volksbegehren „Rettet die Bienen“ ist die Problematik der breiten Öffentlichkeit bekannt.

„Auf Initiative unserer Mitarbeiter haben wir hier mitten in Sonthofen eine Blühfläche angelegt, die sich sehen lassen kann. Und jetzt haben unsere Lehrlinge auch ein Insektenhotel gebaut und aufgestellt“, so Oetting weiter. Meist mangelt es vielen Insekten nicht an der Nahrungsgrundlage, sondern am Wohnraum. Einem Rückzugsort an dem die kleinen Tierchen ungestört vermehren, entwickeln oder überwintern können. Beispiel Wildbienen: Sie haben keine Bienenbeute, wie man es von der Imkerei her kennt. Viele dieser Arten überwintern als Einzelgänger und nutzen als Rückzugsort alte, ausgeblühte und verdorrte Grashalme, in die sie sich über die Wintermonate einnisten. Gerade diese notwendigen Habitate werden in unserer intensiv genutzten Landschaft immer seltener.

„Unser neu errichtetes Insektenhotel bietet eine Vielzahl unterschiedlichster Strukturen“ erläutert Forstbetriebsleiter Jann Oetting. Das Hotel wurde von den Forstwirten des Forstbetriebs Sonthofen entworfen und gebaut. Es bietet Riss-, Spalten- und Lochquartiere, die verschiedensten Insektenarten das ganze Jahr über als Lebensraum dienen. Nochmal Oetting: „Wenn unsere Wildbret-Kunden zum Wildbretkaufen an den Forstbetrieb kommen, können sie Blühfläche und Hotel begutachten.“ Und mit einem Schmunzeln ergänzt er, „Wenn alles gut läuft, dann haben wir künftig im Forstgarten mehr Verkehr als in der Bahnhofstraße“.

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Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
news-2554 Wed, 21 Jul 2021 17:03:39 +0200 Freiwillige Helfer im Großen Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/freiwillige-helfer-im-grossen-wald.html 19.07.2021, Sonthofen - Zum wiederholten Mal reisten Mitglieder des Deutschen Alpenvereins aus ganz Deutschland zur Aktion Schutzwald in Gebirgsreviere der Bayerischen Staatsforsten vom Allgäu bis nach Berchtesgaden. Eine Gruppe mit sieben Teilnehmern unterstützte dabei Berufsjäger Ludwig Weiß im Revier Sonthofen-Ost zwischen Wertacher Hörnle und Grünten.

In der vergangenen Woche wurden mehrere Hochsitze gebaut und repariert. Die Jagd im Gebirge ist wegen des Geländes weitaus aufwändiger. Neben den oft langen Anmarschzeiten betrifft das sowohl den Bau von Jagdeinrichtungen als auch das Liefern des erlegten Wildes. „Die Regulierung der Wildbestände durch die Jagd ist ein essentieller Bestandteil auf dem Weg zu einem artenreichen und damit stabilen Bergwald“, erklärt Berufsjäger Ludwig Weiß den Teilnehmern. Er ist Berufsjäger der Bayerischen Staatsforsten am Forstbetrieb Sonthofen.

Oft werden bei diesen Aktionswochen auch Bäume gepflanzt oder Steige repariert, die zur Waldpflege notwendig sind. Der Zusammenhang zwischen Hochsitzbau und Schutz des Waldes muss einem Teil der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern also erst nähergebracht werden.

Der Forstbetriebsleiter von Sonthofen, Jann Oetting berichtet: „In dieser Woche lernen die Alpenvereinsmitglieder von unseren Förstern, Berufsjägern und Waldarbeitern sehr viel über die Zusammenhänge im Wald.“

Die Gruppe hat auch ihre Artenkenntnis vertiefen können: So wurden mit Berufsjäger Weiß beim Mähen von Wildwiesen mehrere heimische Orchideenarten bestimmt. Auch zahlreiche andere Blumen wie Arnika und Kuckuckslichtnelke erfreuten die Teilnehmer der Aktionswoche, die am Ende der Woche erschöpft aber mit dem guten Gefühl, dem Wald geholfen zu haben, abreisten.

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Forstbetrieb Sonthofen Nachrichten
news-2553 Tue, 20 Jul 2021 17:12:50 +0200 Alles für die Sicherheit https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/alles-fuer-die-sicherheit.html Forstbetrieb Fichtelberg fällt Bäume entlang der Staatsstraße im Steinachtal

20. Juli 2021, Fichtelberg – Zeitgleich mit den Asphaltierungsarbeiten auf der derzeit gesperrten Staatsstraße zwischen Weidenberg und Warmensteinach beseitigt der Forstbetrieb Fichtelberg verkehrsgefährdende Bäume entlang der Straße. Dadurch sind die Autofahrer auf dieser Strecke zukünftig sicherer unterwegs.

„Kann ich schneiden?“ quäkt es aus dem Funkgerät, das Robert Sieber in der Hand hält. Er ist Forstwirt bei den Bayerischen Staatsforsten und arbeitet in dieser Woche auf der Staatsstraße 2181 zwischen Weidenberg und Warmensteinach. Dort sorgt er gemeinsam mit seinen Kollegen für mehr Verkehrssicherheit im Steinachtal. Sein Gesprächspartner am Funkgerät ist Anton Pscherer. Dessen Holzerntemaschine fällt Bäume im Steilhang oberhalb dieser wichtigen Verbindungsstraße zwischen Weidenberg und Warmensteinach. Vielfach stehen hier Bäume, deren Stämme Faulstellen haben oder angebrochen sind. Bei Sturm oder unter Schneelast könnten die Fichten unverhofft abbrechen und auf die Straße stürzen. Damit stellen sie eine Gefahr für alle Autofahrer dar, die auf der Strecke unterwegs sind.

„Wir haben die Aktion mit dem Staatliche Bauamt abgestimmt, die im Augenblick die Fahrbahn auf dieser Strecke neu asphaltieren und sie deshalb sperren mussten“ erklärt Peter Schöffel, der zuständige Revierleiter beim Forstbetrieb Fichtelberg die Maßnahme. „Mit der zeitgleichen Holzfällung können wir eine zusätzliche Sperrung der vielbefahrenen Straße vermeiden.“

Alle Bäume, die sehr nahe an der Straße stehen oder die eine sichtbare Rindenverletzung haben, hat der Förster vorher mit Farbe markiert. Forstwirte der Bayerischen Staatsforsten unterstützen die Holzerntemaschine. Sie fällen die Bäume mit der Motorsäge, die außerhalb der Reichweite des Harvesterkrans stehen. Dann kann sie die Holzerntemaschine anschließend erreichen. So kann der Harvester die Bäume entasten und in handliche Abschnitte zerteilen. Ein achträdriger Rückezug sammelt die Holzstücke nachfolgend ein und transportiert sie zu einem Lagerplatz abseits der Hauptstraße.

„Du kannst weitermachen!“ antwortet Robert Sieber seinem Kommunikationspartner am Funkgerät, nachdem er sich überzeugt hat, dass sich niemand im Gefahrenbereich aufhält. Ein kurzes Aufheulen der Kettensäge, schon fällt der nächste, potentielle Gefahrenbaum. Auf diese Weise arbeitet sich das Team nach und nach an der Straße entlang. Voraussichtlich Ende dieser Woche ist die Fäll-Aktion abgeschlossen.

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news-2552 Thu, 15 Jul 2021 11:12:00 +0200 Waldspielplatz nun in Hand der Gemeinde https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldspielplatz-nun-in-hand-der-gemeinde.html 15. Juli 2021, Ebrach – Der ca. 3.000 m² große Waldspielplatz am Ortsrand von Ebrach, der am Waldeingang nahe der Felsenkellerstraße und der Wifostraße liegt, wurde am Donnerstag, den 15.07.21 mit Corona-bedingter Verspätung offiziell an die Gemeinde übergeben.

Schon seit den 80er Jahren befand sich auf dem heutigen Gelände der Bayerischen Staatsforsten ein Kinderspielplatz, der allerdings in die Jahre gekommen und restaurationsbedürftig war. Der neue Spielplatz wurde in Kooperation der Bayerischen Staatsforsten und der Marktgemeinde Ebrach bereits 2018 geplant und letztlich im Frühjahr 2020 fertiggestellt. „Hervorzuheben ist bei dem Projekt das Engagement der damaligen Revierleiterin Regina Bertram (Bayerische Staatsforsten) und dem Spielplatz-Ausschuss der Marktgemeinde, bestehend aus Detlef Panzer, Ralf Hofmann, Rainer Weber und Markus Spörlein“, so Betriebsleiterin Barbara Ernwein.

Bürgermeister Daniel Vinzens dankte dem Spielplatz-Ausschuss als Ideengeber und den Bayerischen Staatsforsten für die Umsetzung. Die Herstellungskosten von rund 45.000 Euro wurden durch Fördermittel des Freistaates Bayern mitfinanziert. Im Rahmen der „besonderen Gemeinwohlleistungen“ werden Projekte im bayerischen Staatswald gefördert, die den Erholungswert der Region steigern. Dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bamberg sei an dieser Stelle als zuständige Behörde für die Förderabwicklung gedankt.

Der Waldspielplatz am Lausbühl dient als Ausgangspunkt zahlreicher Wanderwege (z.B. Panoramaweg) und gilt als Treffpunkt für Touristen, aber auch für die Ebracher Familien. Die Besucher können sich auf zahlreiche Spielgeräte wie Schaukel und Spielturm freuen. Besonders beliebt ist sicherlich die Seilbahn. Eine Sitzgarnitur lädt zum Verweilen ein.

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news-2548 Wed, 14 Jul 2021 13:36:27 +0200 Regionalmarkt auf dem Baumwipfelpfad Steigerwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/regionalmarkt-am-steigerwald.html Am 1. August können Sie den Steigerwald erschmecken! Der Regionalmarkt am Baumwipfelpfad Steigerwald bietet den Besucher:innen die ganze Vielfalt kulinarischer Genüsse aus der Region: Obst, Beeren, Wein, Bier, Karpfen und Wild uvm. Die Vielfalt des Steigerwaldes ist auch in kulinarischer Hinsicht ein Erlebnis. Hier finden Sie alle Köstlichkeiten Frankens, in der Region angebaut oder produziert. Dazu bereichern ortsansässige Kunsthandwerker den Markt. 

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Baumwipfelpfads

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news-2547 Tue, 13 Jul 2021 10:19:00 +0200 Holunder: Mehr als Schutz vor Hexen und Blitzschlag https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/holunder-mehr-als-schutz-vor-hexen-und-blitzschlag.html 13. Juli 2021, Sonthofen - Um diese Jahreszeit kann man ihn wieder fast überall an Wegrändern oder auf Lichtungen im Wald blühen sehen: Den Holunder, ein Waldstauch mit vielen Fähigkeiten erlebt eine Renaissance im Allgäu. Als Hecke, Gebüsch, aber auch als kleiner Baum vorkommend, kann er mit einer Größe von bis zu sieben Meter imposante Ausmaße erreichen. Insbesondere, wenn er in voller Blüte steht, ist er eine wahre Augenweide.

Die aus unzähligen Einzelblüten bestehenden Schirmrispen bedecken fast die ganze Pflanze. „Die Blüten bilden eine wertvolle Nahrungsgrundlage für viele Insekten wie Schmetterlinge, Wildbienen und Schwebfliegen und die Beeren bereichern das Nahrungsangebot der Vögel. Am Waldrand ohnehin gerne von uns gesehen, wird er auch bei Pflegemaßnahmen in Kulturen und Jungbeständen wo immer möglich belassen. So fördern wir die Artenvielfalt“, beschreibt Revierleiter Markus König, warum er den Holunder gerne im Wald lässt. König pflegt für den Staatsforsten-Betrieb Sonthofen große Bereiche des Wirlinger Walds.

Man unterscheidet etwa zehn verschiedene Holunderarten. Am bekanntesten ist der „Schwarze Holunder“. Weil er bei der Standortwahl sehr anspruchslos ist, ist er im Allgäu eine der häufigsten Straucharten. Man findet ihn überall: Ob als Erstbesiedler offener Flächen oder im Halbschatten auf feuchten humosen Böden. Letztere liebt er besonders. Der Holunder ist wegen seiner Robustheit ein Überlebenskünstler. Zudem ist er extrem frosthart, hat bei Beschädigungen ein unglaubliches Regenerationsvermögen und treibt immer wieder aus.

Nochmal Förster Markus König: „Seine botanische Bezeichnung ´sambucus nigra` geht wohl auf ein harfenähnliches Instrument aus der Antike zurück. Das wurde aus Holunderholz hergestellt und ´Sambuche` genannt. ´nigra` weist auf die dunkelvioletten, fast schwarzen Beeren hin. Im Mittelalter war der Holunder eine Allrounder-Heilpflanze für kleinere Alltagsbeschwerden. Und weil er fast überall vorkam, wurde er auch als ´Apotheke des kleinen Mannes` bezeichnet. Auch Farbstoff für Haar und Leder konnten mit geringem Aufwand selbst hergestellt werden. Der Holunder wurde sogar so verehrt, dass erzählt wird, dass man beim Vorbeigehen den Hut zog oder einen Knicks machte und es angeblich Unglück brachte, wenn er einfach abgeholzt wurde. Im Hausgarten gepflanzt, schützte er vor Hexen, Feuer und Blitzschlag.“

Lange Zeit in Vergessenheit geraten, findet Holunder heute in vielen Bereichen der Naturheilkunde wieder Beachtung. Staatsforsten-Revierleiter Markus König beobachtet: „Viele Menschen besinnen sich auf traditionelle Heilmethoden und wollen dort, wo es möglich ist, mit Naturheilmitteln auskommen. Hier zeigt sich der Holunder als Multitalent: Fast alle Teile des Holunders können, richtig verwendet, Linderung bei verschiedensten Beschwerden liefern: Tees aus Rinde oder Blütenständen sind ein bewährtes Hausmittel gegen Erkältungen. Tees aus Blättern sollen Blasenleiden, Grippe oder Magenbeschwerden mildern helfen.“ Diese Wirkungen sind erwiesen. Bei schlimmen oder chronischen Beschwerden ersetzen sie aber den Arztbesuch nicht. Auch Holunderöl, gewonnen aus den Samen, findet in Pharmazie und Medizin Anwendung.

Auch in der traditionellen Küche fand und findet Holler Verwendung. Revierleiter Markus König vermutet: „Wahrscheinlich sehe ich deshalb wieder öfters Menschen, die die Blüten oder Beeren im Wald ernten, um die eine oder andere Leckerei zuzubereiten.“ Die Bitte des Försters: „Wie bei allen Pflanzen, die man im Wald sammelt, nur Blätter, Blüten oder Beeren pflücken. Auf keinen Fall ganze Äste abbrechen oder gar den Strauch abschneiden.“

Aus den Blüten werden Sirup gemacht oder Holderküchel gebacken. Aus den Beeren kann man Saft oder Gelee gewinnen und Liköre herstellen. Aber Vorsicht: Die Beeren sind leicht giftig und können Brechreiz hervorrufen. Deshalb sollten sie vor dem Verzehr oder der Weiterverarbeitung unbedingt aufgekocht werden. „Mit ein wenig Kenntnis um die Besonderheiten und Fähigkeiten, sieht man den Holunder nun vielleicht mit etwas anderen Augen und kann verstehen, warum er so geschätzt war. Und als Förster fühl ich mich im dunklen Wald doch gleich sicherer, wenn ich weiß, dass ein Holunder in der Nähe ist, der die Hexen vertreibt …“ schmunzelt Markus König.

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news-2546 Fri, 09 Jul 2021 15:50:00 +0200 Ein Gästebuch für den Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ein-gaestebuch-fuer-den-wald.html 09. Juli 2021, Ebrach - Wo kommt ihr her, was bewegt Euch? Die Attraktivität des Steigerwaldes als Wanderregion, Ausflugs- und Urlaubsziel nimmt weiter zu. Die Menschen kommen in den Steigerwald und nutzen die Möglichkeiten des sanften und naturverträglichen Tourismus, indem sie beispielsweise das Steigerwald-Zentrum, den Baumwipfelpfad oder den Zabelsteinturm besuchen, oder indem sie die Vielzahl an Wandermöglichkeiten, Themenwege und die Trekkingplätze nutzen. Für die Menschen der Region ist der Steigerwald ihre Heimat, sie schätzen diese und erfreuen sich ebenso der vielen Attraktionen, die in den letzten Jahren entstanden sind.

Dabei erlebt jeder Mensch, ob als Erwachsener oder als Kind, den Wald auf seine eigene einzigartige Weise. Manch einer lauscht den Vogelstimmen, Kinder sammeln Stöcke, Waldgenießer mögen Bäume umarmen.

Seid eingeladen und teilt uns mit: Schönes, Kritisches, Poetisches, Besinnliches, Besonderes, Fragen, Erlebtes, Ideen und Vorschläge oder vieles andere mehr können im Waldtagebuch aufgeschrieben werden. Möglicherweise kann der oder die eine gut zeichnen, dichten, fotografieren …!

Försterin Petra Diener im Revier Hundelshausen am Forstbetrieb Ebrach der Bayerischen Staatsforsten war die Ideengeberin für das Projekt Waldtagebuch. Rico Müller und Sandro Urlaub haben Kästen aus Holz zur Aufbewahrung im Rahmen ihrer Ausbildung zum Forstwirt gefertigt und aufgestellt.

Am Pfad der Artenvielfalt in der Gemeinde Rauhenebrach und am Biotopholzlehrpfad bzw. am Steigerwald-Panoramaweg am Zabelstein nähe Hundelshausen ist nun jeder Besucher eingeladen innezuhalten und für sich und andere seine Gedanken aufzuschreiben. Die Initiatoren des Projektes freuen sich über jeden ernstgemeinten Eintrag und wünschen sich, dass sich neue Gedanken, Anregungen und Ideen entwickeln mögen.

Die Waldtagebücher sind seit dem 7. Juli 2021 installiert und wurden mit dem ersten Eintrag durch die Leiterin des Forstbetriebs Ebrach, Frau Barbara Ernwein, die Försterin Frau Petra Diener, sowie die beiden Auszubildenden Rico Müller und Sandro Urlaub der Öffentlichkeit übergeben. Die Holzordner - in einer integrativen Einrichtung hergestellt - haben noch viele leere Papierseiten!

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news-2545 Wed, 07 Jul 2021 08:34:00 +0200 Aufräumen im Wald: Staatsforsten beheben Unwetterschäden um Illertissen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/aufraeumen-im-wald-staatsforsten-beheben-unwetterschaeden-um-illertissen.html 07. Juli 2021, Weißenhorn – Die Unwetter der letzten Tage haben Schäden im Stadtgebiet und in den Wäldern hinterlassen: Starke Windböen und Regen haben Bäume abgebrochen, umgeworfen und ausgespülte Gräben in den Schotterstraßen im Wald hinterlassen. Der örtlich zuständige Revierförster Wilfried Sommer vom Forstbetrieb Weißenhorn hat sich in den letzten Tagen einen Überblick im Wald verschafft: „Am Anfang steht immer eine Bestandsaufnahme der Schäden. Dazu müssen wir uns erst die Wege freischneiden, die häufig von Bäumen blockiert sind. Nun beginnt mit schwerem Gerät das Aufräumen auch abseits der Wege, um wieder Sicherheit herzustellen.“

Der Forstbetrieb Weißenhorn und der Bauhof der Stadt Illertissen weisen Waldbesucher darauf hin, dass die Nutzung von Wald- und Wanderwegen im Stadtgebiet von Illertissen und in umliegenden Wäldern für die Dauer der Arbeiten zeitweise nur eingeschränkt möglich sein wird. Aufgrund der massiven Sturmschäden konnten noch nicht alle Wege frei geräumt werden. Forstmann Sommer schätzt, dass die Aufräumarbeiten noch etwa 2 Wochen in Anspruch nehmen werden: „Die vom Wind verkeilten und angeschobenen Bäume sind sehr gefährlich, denn sie stehen unter Spannung und können auch jetzt noch spontan abbrechen. Gebrochene Äste und Wipfel hängen zum Teil unsichtbar in Baumkronen und können jederzeit herunterfallen. Vernünftig ist es, die geschädigten Wälder erstmal nicht zu betreten und Absperrungen auf jeden Fall zu beachten.“

Der Forstbetrieb Weißenhorn und der städtische Bauhof arbeiten bereits an der Beseitigung der Schäden. Dazu gehört es auch, die zum Teil stark ausgespülten Wege wieder in einen guten, sicheren Zustand zu versetzen. Wie der Forstbetrieb bestätigt, werden nach Abschluss der Sicherungsarbeiten vom Sturm geschädigte Wälder wieder mit klimastabilen Baumarten aufgeforstet: Diese sollen es Stürmen zukünftig deutlich schwerer machen, im Wald Unordnung und Schäden anzurichten.

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news-2544 Mon, 05 Jul 2021 08:24:00 +0200 Wo Rettungshunde des Arbeiter-Samariter-Bundes ausgebildet werden https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wo-rettungshunde-des-arbeiter-samariter-bundes-ausgebildet-werden.html 05. Juli 2021, Sonthofen - „Die Försterinnnen und Förster der Bayerischen Staatsforsten stehen der Arbeit von Rettungshundeteams sehr positiv gegenüber“, versichert Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting. „Deshalb stellen wir auch Trainingsgebiete für Flächensuchhunde zur Verfügung!“ Bei einem Ortstermin im Wirlinger Wald zeigten drei Rettungshundeteams des Arbeiter-Samariter-Bundes – jeweils bestehend aus einem Hund und einer Hundeführerin – ihr Können. Alle sind geprüft und gehen auf Einsätze.

Zunächst demonstrierten die Hundeführerinnen den Gehorsam ihrer Hunde während der Unterordnung. Dieser Gehorsam ist äußerst wichtig, weil der Hund während der Suche ohne Leine den Wald durchstöbern muss und dabei auf Wild treffen könnte. Auf keinen Fall darf sich der Hund zum Jagen verleiten lassen und muss, ähnlich wie bestimmte Jagdhunde, jeder Zeit abrufbar sein.

Bei einer exemplarischen Trainingssuche erhielt der Forstbetriebsleiter von den Hundeführerinnen viele Informationen sowohl über die Einsatztaktik als auch über den Einfluss der Windverhältnisse und der geographischen Gegebenheiten des Geländes auf die Vermisstensuche. Nach dem Fund der versteckten Person verglichen Jann Oetting und die Hundeführerinnen die Arbeit eines Jagdhundes mit der eines Rettungshundes. In beiden Fällen ist viel Zeit und Energie notwendig, um die Hunde auszubilden. 

„Da die Hunde die jeweiligen Übungsgebiete nur ganz selten besuchen dürfen, damit sie sich örtlich nicht erinnern, können wir die Übungen der Rettungshundestaffeln mit unseren betrieblichen und jagdlichen Aufgaben gut vereinen“, ist Forstbetriebsleiter Jann Oetting zuversichtlich. Im echten Einsatz kennen die Hunde das Gelände ja auch nicht. Die Vorführung nutzte Oetting, um die Besonderheiten des Wirlinger Walds mit seiner Vielfalt den Hundeführerinnen aufzuzeigen.
 
Zum Abschluss bedankten sich die Hundeführerinnen ganz herzlich bei den Förstern für die Bereitstellung der Trainingsgebiete im Staatswald. „Dadurch unterstützt der Forstbetrieb Sonthofen ganz maßgeblich die Ausbildung der Rettungshunde!“, so die drei Hundeführerinnen Dr. Susanne Betz, Karin Lang und Silke Hartmann.

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news-2543 Thu, 01 Jul 2021 16:18:34 +0200 Über 46 Jahre im Dienst des Forstes, Margit Neun verlässt den Forstbetrieb Hammelburg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ueber-46-jahre-im-dienst-des-forstes-margit-neun-verlaesst-den-forstbetrieb-hammelburg.html 29. Juni, 2021, Hammelburg – Am 01.11.1974 begann Margit Neun ihre berufliche Laufbahn bei der Bayerischen Staatsforstverwaltung am damaligen Forstamt Gräfendorf. Mit Ablauf des Monats Juni geht Frau Neun nun in den wohlverdienten Ruhestand.

Nach Ihrer Ausbildung zur Bürogehilfin trat die aus Höllrich stammende Margit Neun am 01.11.1974 mit bereits 17 Jahren in die Bayerische Staatsforstverwaltung ein und übernahm dabei eine Aufgabe als „Kanzleiangestellte“ am damaligen Forstamt Gräfendorf. Neben allen Kanzleitätigkeiten, wie Schreibarbeiten, Registratur, Telefondienst usw. wurde Frau Neun dann bald als Holzsachbearbeiterin eingesetzt und war dabei z.B. zuständig für die Fertigung von Holzrechnungen. Im Rahmen der Betriebsleitung und -ausführung des Forstamtes Gräfendorf für die Waldungen der Stiftung Juliusspitales Würzburg und des Adeligen Damenstiftes Waizenbach übernahm sie auch hier weitere Aufgaben. Neben dem Holzverkauf auch die bürotechnische Abwicklung der Jagdangelegenheiten.

Mit der Auflösung des Forstamtes Gräfendorf am 01.01.1995 wurde Frau Neun an das Forstamt Hammelburg versetzt, an welchem sie ihre Tätigkeiten fortführte und schwerpunktmäßig die Holzverkäufe für das Juliusspital und das Damenstift abwickelte. Mit persönlichen Engagement und Liebe füllte sie fortan auch die Stelle der „Hausdame“ aus. Am 01.07.2005 kam es zu einer größeren Reform der Bayerischen Staatsforstverwaltung aus welcher die Bayerischen Staatsforsten als Verwalter der Wälder des Freistaates Bayern hervorgegangen sind. Im Zuge dieser Reform wurde der Forstbetrieb Hammelburg gegründet, an dem Frau Neun weiterhin schwerpunktmäßig für das Juliusspital tätig war. Daneben war sie zuständig für die Jagdbuchhaltung der Bayerischen Staatsforsten und wurde auch im Immobilienbereich eingesetzt.

„Mit Frau Neun geht eine sehr zuverlässige, pflichtbewusste und kompetente Büroangestellte in den Ruhestand“, so Daniel Zippert Leiter des Forstbetriebes Hammelburg. „Wir werden sie sehr vermissen. Auch Horst Kolesch, Geschäftsbereichsleiter Landwirtschaft, Weinbau und Forsten beim Juliusspital Würzburg, ist voll des Lobes über die stets sehr gute Zusammenarbeit mit Frau Neun. „Frau Neun hat in ihrer fast 40-jährigen Tätigkeit für den Forstbetrieb des Juliusspitals immer zu unserer vollsten Zufriedenheit gewirkt. Im Namen des Juliusspitals bedanken wir uns bei Frau Neun für die sehr lange vertrauensvolle und sehr gute Zusammenarbeit und wünschen ihr in ihrem neuen Lebensabschnitt alles Gute.“

Diesem Wunsch schließen sich die Bayerischen Staatsforsten und die gesamte Belegschaft des Forstbetriebs Hammelburg gerne an und wünschen Frau Neun für ihren Ruhestand alles Gute, viel Gesundheit und Glück.

Auf Frau Neun folgt nun Herr Peter Stock aus Hetzlos nach. Der studierte EDV-ler und gelernte Bürokaufmann übernimmt ab dem 01.07.2021 die Tätigkeiten im Bereich des Forstbetriebs Juliusspitals (Abwicklung der Holzverkäufe, Jagd und Bürotätigkeiten) sowie die Kanzleitätigkeiten am Forstbetrieb Hammelburg.Horst Kolesch und Daniel Zippert heißen Herrn Stock im Namen des Juliusspitals Würzburg und der Bayerischen Staatsforsten herzlich Willkommen im Team und freuen sich auf die zukünftige Zusammenarbeit.

 

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news-2542 Thu, 01 Jul 2021 16:11:02 +0200 32.000 zusätzliche Eichen: Staatsforstenchef besucht Klimawaldkulturen am Forstbetrieb Bad Brückenau https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/32000-zusaetzliche-eichen-staatsforstenchef-besucht-klimawaldkulturen-am-forstbetrieb-bad-brueckenau.html 29. Juni 2021, Bad Brückenau – In einer ersten Zwischenbilanz zu neuen Baumpflanzungen im bayerischen Staatswald teilt Martin Neumeyer, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten, bei einem Besuch des Forstbetriebs Bad Brückenau mit, dass fast 400.000 zusätzliche Klimawald-Bäume seit Oktober 2020 zur Bewältigung des Klimawandels in Unterfranken gepflanzt beziehungsweise gesät wurden. Allein der Staatsforstbetrieb Bad Brückenau säte 32.000 zusätzliche Eichen.

Die Bayerischen Staatsforsten pflanzen mit den zusätzlichen neuen Klimawald-Bäumen insgesamt rund 6 Millionen junge Bäume jährlich für den Zukunftswald von morgen – also eine Million Bäume mehr pro Jahr als in ihrem standardmäßig laufenden Waldumbauprogramm. Bis Ende 2024 sollen so insgesamt 30 Millionen neue Bäume im Staatswald gepflanzt werden. Ziel der zusätzlichen Klimawald-Pflanzungen ist es, den Umbau der bayerischen Wälder im Zuge des immer schneller voranschreitenden Klimawandels hin zu klimatoleranten und stabilen Mischwäldern zu beschleunigen. Für die nächste Herbst- und Frühjahrs-Pflanzsaison planen die Staatsförsterinnen und -förster aktuell mit 1,2 Mio. zusätzlichen Klimawald-Bäumen in ganz Bayern.

Starke Eichenmast sorgt für viele junge Eichen im Staatswald – gute Naturverjüngungssituation forciert Waldumbau zusätzlich
Mehr als 80 % der neuen Bäumchen, die in Unterfranken gepflanzt oder gesät wurden, waren Eichen. „Ausschlaggebend für den hohen Eichen-Anteil war eine starke Eichenmast im vergangenen Jahr“, so Martin Neumeyer. Aber auch Douglasien, Tannen, Buchen sowie seltenere Baumarten wie Kirschen wurden im letzten Herbst und Frühjahr verstärkt ausgebracht. „Wir wollen mindestens vier Baumarten auf einer Fläche, um die Vielfalt in den bayerischen Staatswäldern auch für die künftigen Generationen zu erhalten“, so Neumeyer weiter. Aufgrund der neuen Klimawaldkulturen und der z. T. sehr günstigen Naturverjüngungssituation können die Bayerischen Staatsforsten bayernweit zu den bisherigen 7.000 Hektar Waldumbaufläche pro Jahr zusätzlich weitere 1.000 Hektar pro Jahr zu klimastabilen Mischwäldern umbauen.

Das Ziel der Bayerischen Staatsforsten ist, diesen Umbau schneller als bisher geplant abzuschließen: Bis 2030 soll im Bayerischen Staatswald der Waldumbau geschafft sein; mehr als die Hälfte ist bereits erreicht. Jetzt müssen die Staatsforsten in den kommenden Jahren mit Hochdruck noch ca. 85.000 Hektar schaffen. „Dabei hilft uns das Klimawald-Programm von Ministerpräsident Söder und Forstministerin Kaniber sehr“, so der Vorstandsvorsitzende weiter.

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news-2541 Wed, 30 Jun 2021 10:07:00 +0200 Ein (Berufs-)Leben für den Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ein-berufs-leben-fuer-den-wald.html Nach über 30 Jahren als Förster im Neuburger Staatswald geht Stefan Schimmer heute in den Ruhestand. Sein Nachfolger ist Iannis Wittmann.

Kaisheim, 30. Juni 2021 - Nach dem Studium der Forstwirtschaft an der Fachhochschule Weihenstephan und bestandener Staatsprüfung begann Stefan Schimmer seine Försterlaufbahn im Revier Neuburg I. Im Jahr 2004 wechselte er in das Staatswaldrevier Straß, das er seither bewirtschaftete.

Das Revier Straß zeichnet sich durch eine große Vielfalt an Böden und Baumarten aus. Neben Fichte, Kiefer und Lärche sind fast alle Laubholzarten im Revier vertreten. Früh begann Stefan Schimmer mit einer sorgsamen Waldpflege und dem Waldumbau auf Mischwälder. Mittlerweile überwiegt der Laubholzanteil sogar deutlich den des Nadelholzes.

Der Leiter des Forstbetriebes Kaisheim, Helmut Weixler, würdigte die Verdienste von Stefan Schimmer: „Neben deinem waldbaulichen und jagdlichen Engagement für gemischte Wälder kam auch nicht der Naturschutz zu kurz! So wurde jüngst ein großer Teil des Reviers aufgrund seiner hohen naturschutzfachlichen Wertigkeit als Naturwald ausgewiesen. Deine waldbauliche Arbeit wird noch in Generationen zu erkennen und anzuerkennen sein.“

Stefan Schimmer hinterlässt seinem Nachfolger Iannis Wittmann vorbildlich gepflegte und auch ökologisch wertvolle Wälder.

Ab 1. Juli hat Iannis Wittmann die Verantwortung für das Forstrevier Straß. Iannis Wittmann ist gebürtiger Ingolstädter und absolvierte im Herbst letzten Jahres die Forstinspektorenprüfung. Für den jetzt in Neuburg Ansässigen ist das Revier quasi Heimspiel. „Straß ist mein Traumrevier, da es heimatnah, sehr abwechslungsreich und waldbaulich interessant ist. Ich freue mich schon auf meine neuen Aufgaben!“ so Iannis Wittmann bei der Verabschiedung von Stefan Schimmer.

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news-2540 Mon, 28 Jun 2021 11:25:00 +0200 Fischadler-Nachwuchs im Forstbetrieb Burglengenfeld wohlauf https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/fischadler-nachwuchs-im-forstbetrieb-burglengenfeld-wohlauf.html Burglengenfeld, 28. Juni 2021 – Die Oberpfälzer Seenlandschaft ist seit einigen Jahren wieder Heimat des Fischadlers, einer faszinierenden Vogelart, die der Mensch über viele Jahrzehnte vollständig verdrängt hatte. Gegen Ende der Brutzeit, rechtzeitig vor dem Flüggewerden der Jungvögel, machten sich Vertreter der Bayerischen Staatsforsten und der Regierung der Oberpfalz zu einem Brutplatz auf, um den Fischadlernachwuchs zu begutachten und zur späteren Wiedererkennung zu beringen: Wolfgang Nerb von der Höheren Naturschutzbehörde an der Regierung der Oberpfalz und in deren Auftrag Paul Baumann, ausgewiesener Fisch- und Seeadlerexperte, sowie Forstbetriebsleiter Hans Mages mit seinem Revierleiter Michael Simmeth. Unterstützt wurden sie von Baumkletterer Manfred Ferstl vom Forstbetrieb Kelheim. In dem schon seit Jahren bestehenden Horst, errichtet auf einer künstlichen Nisthilfe im Gipfel einer Kiefer, konnten zwei kräftige und durchaus muntere Jungvögel bestätigt und beringt werden.

Während Manfred Ferstl geübt den Stamm hinaufkletterte kreisten bereits beide Altvögel in gebührendem Abstand über ihm und stießen Warnrufe aus – ein klarer Hinweis auf einen besetzten Horst. „Zwei!“ war dann die freudige Nachricht über den Nachwuchs, als der Baumsteiger über den Nestrand schaute. Die Experten waren erleichtert, hatten sie doch wegen der im Mai nass-kalten Witterung bereits befürchtet, der Nachwuchs hätte Schaden genommen. Die beiden Jungvögel hatten gerade noch die richtige Größe, um nacheinander vorsichtig in einem Stoffsack abgeseilt zu werden. Am Boden wurden sie von Paul Baumann und dessen Frau Regina gewogen und wichtige Körpermerkmale gemessen; dann wurden die Vögel an beiden Beinen beringt. So ist sichergestellt, dass die Tiere immer zweifelsfrei identifiziert und zugeordnet werden können. Nachdem die beiden Jungvögel die kurze Prozedur meist stoisch über sich ergehen ließen – nur wenige Male bekam Paul Baumann ein paar nicht wirklich ernsthafte Bisse ab – ging es am Seilzug wieder rasch nach oben zur Baumkrone und ins vertraute Nest. Zügig verließ die zufriedene Gemeinschaft das Terrain und überließ die beiden sicherlich etwas irritierten Jungtiere wieder seinen Eltern.

Wie der Name sagt sind Fischadler auf den Fang von Fischen spezialisiert und zeigen dabei ein eindrucksvolles Jagdverhalten. Rüttelnd über dem Wasser stehend stoßen die Vögel mit den Füßen voraus zu und greifen mit ihren äußerst scharfen und langen Krallen den angepeilten Fisch, tauchen dabei manchmal sogar unter. Zur Überwinterung ziehen die Tiere bis nach Afrika. Durch menschliche Verfolgung und den Einsatz von Pflanzenschutzmittel (DDT) wurde die Art vielerorts in Europa seit den 1950er Jahren praktisch ausgerottet. Umso erfreulicher ist, dass sich die faszinierenden Vögel dank Schutz- und Artenhilfsmaßnahmen mittlerweile wieder angesiedelt haben. Dazu gehört auch das Anbringen künstlicher Nisthilfen, die gerne angenommen werden. Anders als beispielsweise beim Seeadler nisten Fischadler immer ganz oben auf dem Wipfel eines Baumes. Die Oberpfälzer Seenlandschaft sorgt mit ihrem Fischreichtum für eine ideale Nahrungsgrundlage. Vor allem zu Beginn der Brutzeit reagieren Fischadler sehr empfindlich auf Störungen, lassen dann manchmal sogar ihren Nachwuchs im Stich. Um das zu vermeiden gibt es bei den Bayerischen Staatsforsten um jeden bekannten Großvogel-Brutplatz eine sogenannte Horstschutz-Zone, in der während der kritischen Zeit forstlichen Maßnahmen tabu sind und auch die Jagd ruht. Hand in Hand mit dem Artenhilfsprogramm der Höheren Naturschutzbehörde an der Regierung der Oberpfalz sorgt das für die langfristige Sicherung einer überlebensfähigen Fischadler-Population.

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news-2538 Mon, 28 Jun 2021 08:20:53 +0200 Unwetterschäden im Wald - Förster:innen bitten Waldbesucher:innen um Vorsicht https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/unwetterschaeden-im-wald-foerster-bitten-waldbesucherinnen-um-vorsicht.html 25. Juni 2021, Weißenhorn – In den letzten Tagen kam es mehrfach zu starken örtlichen Gewittern und Starkniederschlägen vor allem im südlichen Landkreis Neu-Ulm. Gerade der starke Regen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hat in den Wäldern der Region Schäden verursacht. Der Forstbetrieb Weißenhorn der Bayerischen Staatsforsten teilt mit, dass vereinzelt Bäume entwurzelt oder abgebrochen wurden; großflächige Windwürfe sind glücklicherweise ausgeblieben. Ernste Schäden entstanden allerdings an einigen Forstwegen und -straßen: Durch den vielen Regen verursachte Sturzbäche rissen zum Teil tiefe Gräben und Furchen in die Schotterstraßen. Diese sind nun zum Teil nicht mehr befahrbar und mussten daher örtlich auch gesperrt werden.

Der Forstbetrieb Weißenhorn wird kurzfristig mit der Beseitigung der Schäden beginnen und die Wege wieder in einen guten, sicheren Zustand versetzen. Bis dahin werden die Waldbesucher:innen gebeten, die geschädigten Waldbereiche zu meiden und auch die Absperrungen zu respektieren: Diese wurden angebracht, um die Gesundheit und Sicherheit der Waldbesucher zu schützen.

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news-2537 Thu, 24 Jun 2021 13:59:36 +0200 Lautlose Jäger im Roggenburger Forst: Forschende bestätigen seltene Fledermausarten im Staatswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/lautlose-naechtliche-jaeger-im-roggenburger-forst-forschende-bestaetigen-seltene-fledermausarten-im-staatswald.html 24. Juni 2021, Weißenhorn - Wenn Fledermäuse rufen, dann hört ein Mensch sie eigentlich nicht. Es sei denn, man benutzt einen sogenannten „Fledermaus-Detektor“ – einen Verstärker für die hochfrequenten Rufe der verschiedenen Fledermausarten. Die Rufe stoßen Fledermäuse bei ihren nächtlichen Jagdflügen aus, um Beutetiere wie Schmetterlinge, Käfer und Insekten zu orten. Jede Fledermausart hat einen eigenen, charakteristischen Ruf, an dem Fachleute sie erkennen können. Wahrnehmen kann das menschliche Ohr diese Rufe nur mit dem Detektor, wie Sara Egger weiß, die für ein Lehramtsstudium in Biologie und Chemie an der Universität Ulm eingeschrieben ist. Sie hat im Rahmen einer Studienarbeit im ausgedehnten Staatswaldgebiet „Roggenburger Forst“ Fledermausvorkommen untersucht und ist zu spannenden Ergebnissen gekommen: „Wir haben vor allem in Gewässernähe eine hohe Aktivität von vielen verschiedenen Arten von Fledermäusen festgestellt. Ein Highlight für mich ist die mehrfache Bestätigung der Mopsfledermaus, die auf der Roten Liste steht,“ verrät die Forscherin.

Fachlich unterstützt wurde Sara Egger bei der Konzeption der Arbeit und der Feldaufnahmen von der Biologin Anna Vogeler vom Fledermausschutz Neu-Ulm, die sich ebenfalls von der Vielfalt und Häufigkeit der Fledermausarten im Staatswald begeistert zeigt: „Dass die Lebensraumqualität in diesem Staatswaldgebiet wirklich gut ist, zeigt der mehrfach bestätigte Kleine Abendsegler: Das ist eine hochspezialisierte Fledermausart in alten Laubwäldern, die bisher südlich der Donau nur aus Einzelfunden bekannt war.“

Erfreut über diese Ergebnisse zeigt sich auch Martin Eggert, der Leiter des Forstbetriebs Weißenhorn: „Seit Jahren arbeiten wir bei den Bayerischen Staatsforsten aktiv für den Artenschutz und erhalten gezielt Biotopbäume mit Höhlen, Rissen oder etwa Spaltenquartieren in der Baumrinde: Schließlich sind hier oft Fledermäuse zu Hause, die wir schützen wollen. Die positiven Ergebnisse der Fledermaus-Studie zeigen, dass wir bei Waldpflege und Waldnaturschutz auf dem richtigen Weg sind.“ Laut Eggert setzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forstbetriebs seit vielen Jahren konsequent ein maßgeschneidertes Waldnaturschutzkonzept um, das ganz verschiedene Lebensräume und Arten im Fokus hat. Wichtig ist dabei neben dem Erhalt von Biotopbäumen auch die Pflege und der Erhalt vielfältiger Gewässer und Feuchtbiotope im Staatswald: Diese werden für den Artenschutz regelmäßig von übermäßigem Bewuchs durch Sträucher und Bäume freigestellt, wie Eggert erläutert: „Unsere Gewässer im Wald haben vielfältige ökologische Funktionen. Durch ältere Kartierungen wissen wir, dass an und in ihnen beispielsweise seltene Amphibien- oder Libellenarten leben. Die neue Studie der Uni Ulm zeigt darüber hinaus, wie hoch die Bedeutung auch für ganz unterschiedliche, zum Teil sehr seltene Fledermausarten ist, die in Gewässernähe den Reichtum an Insekten für ihre nächtlichen Jagdflüge nutzen.“

Damit sich die Fledermäuse auch zukünftig wohl im Staatswald fühlen, sollen die Pflege- und Schutzmaßnahmen des Forstbetriebs weiter verstärkt werden. Die neuen Erkenntnisse aus der Forschung sind für die Bayerischen Staatsforsten sehr wertvoll, da die Försterinnen und Förster aktuell das seit Jahren bestehende Naturschutzkonzept des Forstbetriebs Weißenhorn weiterentwickeln und aktualisieren. Forstbetriebsleiter Eggert möchte die erfreulichen Ergebnisse der durchgeführten Studie dabei natürlich einfließen lassen.

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news-2536 Thu, 24 Jun 2021 09:06:38 +0200 Waldumbau braucht langen Atem https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldumbau-braucht-langen-atem.html Landtagsabgeordnete Annette Karl macht sich im Hessenreuther Wald ein Bild vom Waldumbau im Staatswald; Gemischte und strukturreiche Wälder sind die Antwort auf den Klimawandel

22. Juni 2021, Schnaittenbach – Bei angenehmer sommerlicher Witterung besuchte die SPD-Abgeordnete des Bayerischen Landtags, Annette Karl, zusammen mit dem Bürgermeister von Pressath, Bernhard Stangl und dem ehemaligen Abgeordneten, Reinhold Strobl, den Hessenreuther Staatswald, um sich ein Bild vom Stand des Waldumbaus dort zu machen. Die geplante Route führte daher von frisch umgebauten Beständen hin zu bereits gemischten und strukturreichen Hochwäldern. Den Abschluss bildete dann ein besonderes Highlight, das Beobachten eines Fischadlerhorstes. Philipp Bahnmüller, Förster und Leiter des Forstbetriebs Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten, und Hans Frisch, Revierförster im Hessenreuther Wald, freuten sich über den Besuch.

Waldumbau
Was macht einen Wald zu einen „Klimawald“? Was zeichnet einen Wald aus, der den Herausforderungen des Klimawaldes gewachsen ist? Das lässt sich einfach beschreiben: Der Wald muss artenreich, stabil, strukturiert und vor allem gemischt sein. Was sich einfach anhört, ist meist aber nicht ganz so einfach umzusetzen. Und vor allem man braucht einen langen Atem. „Wer mit dem Wald arbeitet braucht Geduld, so viel ist mir heute klargeworden. Waldumbau ist keine Hauruck-Aktion, sondern stetiges Weiterentwickeln und Nachbessern.“ kommentierte die Abgeordnete Annette Karl die Arbeit der Bayerischen Staatsforsten. Denn mit der Pflanzung von Mischbaumarten in so genannte Reinbestände, also Wälder, die von einer Baumart dominiert werden, ist es nicht getan. Ganz im Gegenteil, Staatsförster Hans Frisch erklärte an gepflanzten, jungen Weißtannen, dass nun das Spiel mit dem Licht beginne. Die jungen Bäume bräuchten gerade so viel Licht, dass Sie sich etablieren und wachsen könnten. Würde es aber zu hell, würden sich konkurrierende Brombeeren und Fichten durchsetzen. Fiele zu wenig Licht auf den Waldboden, würden die jungen Tannen im schlimmsten Fall eingehen. Dazu komme der Wildverbiss, gegen den geschützt werden müsste, wenn der Wildbestand zu hoch ist. „Neben einer guten Ausbildung und Erfahrung ist dafür vor allem Fingerspitzengefühl notwendig“, so Förster Frisch.

Ziel: Mindestens vier Baumarten
Entscheidend für den erfolgreichen Waldumbau und die Zukunftsfähigkeit des Waldes für kommende Generationen sei es, die richtigen Baumarten einzusetzen, also Baumarten zu nutzen, die dem Klimawandel mit höheren Temperaturen, weniger Niederschlägen, aber auch verstärkt auftretenden Schädlingen standhalten. Fichten und Kiefern würden aus diesem Grund zukünftig weniger werden, dafür würde es mehr Laubbäume geben.

Das Ziel ist, dass jeder Wald aus mindestens vier Baumarten besteht. Heimische Baumarten wie Tanne, Eiche, Buche, Ahorn aber auch die Douglasie werden daher häufiger werden in Bayerns Wäldern der Zukunft. Diesen Blick in die Zukunft des Waldes ermöglichte ein zweiter Punkt, den die Gruppe besuchte, dort streben in einem lichten Waldteil in unterschiedlichen Größen und Stärken Buche, Ahorn, Lärche, Tanne, Kiefer und Douglasie dem Licht entgegen.

Karl zeigte sich beeindruckt von der bereits seit Jahrzehnten währenden Arbeit von Hans Frisch vor Ort. „Der Hessenreuther Wald ist bei Ihnen und Ihren Kolleginnen und Kollegen wirklich in den besten Händen.“, lobte Karl.

Tier- und Artenschutz wichtiger Aspekt bei der Forstwirtschaft
Am Wegrand stehen von einigen Buchen nur noch die Stämme, die Kronen liegen daneben auf dem Waldboden. Auf die verwunderte Nachfrage erklärte Bahnmüller, dass es sich um eine bewusste Maßnahme handeln würde. Beim Waldumbau schaue der Forstbetrieb nicht nur auf die nächste Baumgeneration, sondern auch auf die Belange des Natur- und Artenschutzes würden eine bedeutende Rolle spielen.

Neben alten Bäumen, etwa mit Baumhöhlen, so genannte Biotopbäume, die grundsätzlich stehen bleiben, werden zusätzlich von bestimmen Bäumen nur die Kronen abgeschnitten. Der verbleibende stehende reine Holzstamm wird zu einem wichtigen Lebensraum für totholzbewohnenden Insekten wie beispielsweise Bock- oder Prachtkäfer. „Eine große Tier- und Artenvielfalt ist uns wichtig,“ hebt der Forstbetriebsleiter Bahnmüller hervor. Den Abschluss des Besuchs von Frau Karl bildet dann auch ein Blick mit dem Spektiv aus sicherer Entfernung auf einen besetzten Fischadlerhorst. Als Leitart zeigt der seltene Greifvogel, dass der Wald und der Lebensraum intakt sind.

Karl bedankte sich für die exzellente Führung und die interessanten Erklärungen und versprach sich im Landtag für mehr Mittel für die Staatsforsten für Klima- und Naturschutz einzusetzen. „Hervorragende Arbeit verdient eine solide finanzielle Basis, davon profitieren vor allem unsere Kinder und Enkel.“

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news-2535 Mon, 21 Jun 2021 15:45:06 +0200 Massiver Schwärmflug: Forstministerin Michaela Kaniber warnt vor Borkenkäfer-Gefahr https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/massiver-schwaermflug-forstministerin-michaela-kaniber-warnt-vor-borkenkaefer-gefahr.html Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

 

17. Juni 2021, München – Aufgrund der hohen Temperaturen der vergangenen Tage schwärmen die Borkenkäfer in Bayerns Wälder jetzt massiv aus. Forstministerin Michaela Kaniber ruft die Waldbesitzer daher auf, ihre Wälder jetzt regelmäßig auf frischen Borkenkäferbefall zu kontrollieren. „Nur wenn die Waldbesitzer rasch und konsequent handeln, haben wir eine Chance, ein weiteres Katastrophenjahr in unseren Wäldern zu verhindern“, so die Ministerin.

Frischer Borkenkäferbefall ist gut am braunen, kaffeepulver-ähnlichen Bohrmehl auf den Rindenschuppen oder den Pflanzen am Boden zu erkennen. Das eingeschlagene Holz muss zügig vor dem Ausfliegen der Käfer aus dem Wald abgefahren oder mit einem Mindestabstand von 500 Metern zum nächsten Fichtenbestand gelagert werden.

Mit Blick auf die derzeitigen Engpässe bei der Versorgung mit Bauholz appelliert Ministerin Kaniber auch an die heimischen Säger, jetzt frisches Käferholz zu fairen Preisen in der Region zu kaufen und so die Versorgung der heimischen Holzindustrie mit wertvollem Bauholz sicherzustellen. Denn entgegen häufiger Annahmen verfügt frisches Käferholz über nahezu identische Eigenschaften wie herkömmliches Schnittholz und ist als Material im Holzbau uneingeschränkt zulässig.

Unterstützung finden die Waldbesitzer bei den Förstern der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, den forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen und im Internet unter www.borkenkaefer.org.

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news-2534 Mon, 21 Jun 2021 15:32:48 +0200 Schwarzstorch zurück am Obermain https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/schwarzstorch-zurueck-am-obermain.html Nach einigen Wochen Warten kann der Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten auch in diesem Jahr wieder die Rückkehr der Schwarzstörche an den Obermain bestätigen: Im Forstrevier Lichtenfels konnte ein Exemplar bei der Nahrungssuche dokumentiert werden.

Etwas nervös waren die Förster schon, als es bis zum Mai keinen Nachweis des Schwarzstorches gab. Die kühle und nasse Witterung im März und April hatte die Rückkehr aus den afrikanischen Winterquartieren offenbar verzögert. Aber jetzt sieht alles gut aus: Im Waldgebiet Gleisenau zwischen Buch am Forst und Ebersdorf ist er an altbekannter Stelle wieder in die Fotofalle getappt. Seit vor einigen Jahren sein Horst in einer Fichte dem Borkenkäfer zum Opfer gefallen ist, hält der heimliche Waldvogel seinen neuen Brutplatz geheim. Aber nachdem er in jedem Jahr mit zwei Exemplaren auf der Wildkamera nachgewiesen wird und auch bei Balzflügen zu beobachten ist, vermuten die Forstleute durchgehend eine erfolgreiche Jungenaufzucht im Revier. Anders als in den Vorjahren dürfte in diesem Sommer auch das Nahrungsreservoir erstmal gesichert sein: Dank der Niederschläge im Frühjahr führen die Waldbäche wieder ausreichend Wasser und die im Staatswald zusätzlich angelegten Feuchtbiotope sind gut gefüllt.

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news-2533 Mon, 21 Jun 2021 15:17:48 +0200 Afrikanische Schweinepest: Landratsamt, Jägerschaft & Bayerische Staatsforsten übten für den Ernstfall https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/afrikanische-schweinepest-landratsamt-jaegerschaft-und-bayerische-staatsforsten-uebten-fuer-den-ernstfall.html Pressemitteilung des Landratsamts Würzburg: Fallwildsuche im Gramschatzer Wald

Juni 2021, Würzburg - Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich in Teilen Deutschlands weiter aus. Das Land Brandenburg vermeldet aktuell mehr als 1000 bestätigte ASP-Fälle bei Wildschweinen. Auch Sachsen hat die ASP bei Wildschweinen festgestellt.

Sie ist eine schwere Virusinfektion, die ausschließlich Haus- und Wildschweine befällt. Es gibt bislang keine Möglichkeit, die Schweine durch eine vorbeugende Impfung zu schützen. Die ASP ist nicht auf den Menschen übertragbar – weder durch den Verzehr von Schweinefleisch, noch über direkten Tierkontakt, sie hat aber eine erhebliche wirtschaftliche Auswirkung durch Tierverluste und Restriktionsmaßnahmen im Falle von Ausbrüchen.

 

Planungen dauerten mehrere Wochen

Um im Ernstfall so schnell wie möglich alle erforderlichen Maßnahmen treffen zu können, fand am 12. Juni 2021 eine ASP-Übung im Gramschatzer Wald statt, die das Veterinäramt am Landratsamt Würzburg geplant und koordiniert hat.

Sollte die Afrikanische Schweinepest den Landkreis Würzburg erreichen, greifen festgelegte Maßnahmen des Rahmenplanes Afrikanische Schweinepest der bayerischen Staatsregierung. Oberste Priorität ist es, die Tierseuche zu tilgen und die Weiterverbreitung der Seuche zu verhindern. Vorrangig werden dafür zwei Ziele bei einem Ausbruch der ASP bei Wildschweinen verfolgt: erstens die Verhinderung der Abwanderung von infizierten Wildschweinen aus dem Ausbruchsgebiet und zweitens die unschädliche Beseitigung aller seuchenverdächtigen Wildschweine.

Geübt wurde an diesem Tag die Fallwildsuche, wie Dr. Otto Erb, Leiter des Veterinäramtes erklärt.

 

Suche mit ortskundigen Expert:innen

„Dabei geht es darum, verendete Kadaver zu finden, um davon Proben zu nehmen, die an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und das Friedrich-​Loeffler-Institut geschickt werden. Die Fallwildsuche im gefährdeten Gebiet ist in dieser Phase der Tierseuche das oberste Gebot“, betont Dr. Erb. Dabei gingen die Organisator:innen von dem Szenario aus, dass im Gramschatzer Wald ein totes, mit der Krankheit infiziertes Wildschwein entdeckt worden ist und nun der Wald nach weiteren Tieren abgesucht werden muss.

Im dicht bewachsenen Wald ist dies keine leichte Aufgabe. Deswegen durchforsteten bei diesem Szenario insgesamt vier Suchtrupps Gebiete des Waldes, die im Vorfeld abgegrenzt worden sind. Die Teams bestanden aus Expert:innen des Veterinäramtes, der Jägerschaft und der Bayerischen Staatsforsten. „Wir setzen hier auf besonders ortskundige Frauen und Männer, die den Wald sehr gut kennen“, so Dr. Erb. Dass sich kranke Wildschweine erfahrungsgemäß in besonders dichte, wasserreiche Stellen zurückziehen, erschwert eine Suche im Ernstfall zusätzlich. Auch das im Vorfeld versteckte Wildschwein wurde an einem schwer zugänglichen Ort im Wald platziert, um eine Übung so realitätsgetreu wie möglich zu gestalten.

 

Auch Feuerwehren waren beteiligt

Die Menschenketten suchten in den Gebieten nach dem Kadaver, um den Bereich im Anschluss abzugrenzen, zu markieren und die Koordinaten an das Bergungsteam zu übermitteln. Dieses Bestand aus Personal des Veterinäramtes Würzburg, das im Nachgang das Wildschwein beprobt, geborgen und die Fundstelle desinfiziert hat. Entsorgt wurde der Kadaver in der Wildtiersammelstelle in Oberpleichfeld, die erst kürzlich eingeweiht worden ist. Mit ihr gibt es nun im Landkreis Würzburg drei solcher Sammelstellen, die zu den vorsorglichen Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung, derzeit vor allem der drohenden Afrikanischen Schweinepest (ASP) dienen. Für die Dekontamination des Fahrzeugs sorgten die Freiwilligen Feuerwehren Sonderhofen und Erbshausen-Sulzwiesen, die ein mobiles Desinfektionstor nahe der Fundstelle errichtet haben.

 

„Die Corona-Pandemie zeigt erschreckend eindrucksvoll, dass wir für alle Eventualitäten gewappnet sein müssen. Die Übung im Gramschatzer Wald hat uns gelehrt, dass viele Zahnräder bereits richtig gegriffen haben. Dennoch konnten wir dank unserer Expert:innen im Nachgang intensiv besprechen, welche Abläufe wir noch verbessern müssen, um im Ernstfall bestmöglich und vor allem schnell zu reagieren. Ich bedanke mich ausdrücklich beim Veterinäramt, den Jäger:innen und Förster:innen für diese wertvolle Arbeit und den gewonnenen Erkenntnissen, die wir jetzt im Nachgang angehen werden“, fasst Landrat Thomas Eberth die ASP-Übung zusammen.

 

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news-2532 Mon, 21 Jun 2021 13:18:28 +0200 Den Borkenkäfer in die Falle gelockt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/den-borkenkaefer-in-die-falle-gelockt-1.html 21. Juni 2021, Sonthofen – Seit Anfang April werden wieder bayernweit an ca. 130 Standorten Fichtenborkenkäfer in Fallen gefangen. „Nein, das ist kein verspäteter Aprilscherz“, erklärt Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting. „Auch der Forstbetrieb Sonthofen ist an diesem Borkenkäfer–Monitoring beteiligt.“

Bei den Sonthofener Staatsforsten sind im Sulzschneider Wald, Gunzesrieder Tal und im Großen Wald sogenannte Pheromonfallen installiert, um den Schwärmflug von Kupferstecher und Buchdrucker zu erfassen. „Das sind schwarze Fangkästen mit innenliegenden Lockstoffködern“, erläutert Revierförster Rainer Ruf. „Die artspezifischen Pheromone locken in den einen Fallen den etwa 1,5 bis 3 mm kleinen Kupferstecher und in den anderen Fallen den etwa 5 bis 6 mm großen Buchdrucker an.“ In der Natur werden diese Pheromone von den vielen tausend Käfern ausgesendet, die geschwächte, gebrochene oder vom Wind geworfene Fichten befallen und so den Artgenossen den Weg zeigen.

Förster Ruf ist für den Großen Wald zwischen Wertacher Hörnle und Grünten zuständig und leert wie seine Kollegen die Fallen in der Schwärmzeit wöchentlich. Dies ist normalerweise von Anfang April bis Ende September. Bis Anfang Mai lag im Großen Wald aber noch so viel Schnee, dass die Fallenstandorte nicht zugänglich waren. Da die Borkenkäfer überwiegend im Boden überwintern, können sie vor Schneeabgang auch nicht schwärmen. Sie brauchen auch mindestens 16 Grad Lufttemperatur um aktiv zu werden.

„Die Fangergebnisse werden an die Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft (LWF) und die örtlich zuständigen Ämter für Landwirtschaft und Forsten (ÄELF), bei uns in Immenstadt und Kaufbeuren, weitergeleitet. Die LWF wertet die Daten aus und veröffentlicht sie“, beschreibt Forstbetriebsleiter Oetting den Prozess.

Die Abteilung Waldschutz der LWF beschäftigt sich u.a. mit der Diagnose, Früherkennung und Prävention von Forstschädlingen. Zur Einschätzung einer Massenvermehrung der beiden forstlich wichtigen Borkenkäferarten Buchdrucker und Kupferstecher wird seit 2004 in ganz Bayern ein Borkenkäfer Monitoring durchgeführt. Die Bayerischen Staatsforsten unterstützen dieses Projekt neben dem betriebseigenen Monitoring, indem sie Waldflächen, Personal und Informationen zur Verfügung stellen. Die örtlich zuständigen Revierförster erheben die Daten.

„Das erfasste Schwärmverhalten und die Gefährdungseinschätzung liefern uns Förstern und den Waldbesitzern wertvolle Informationen im Jahresverlauf“ erklärt Rainer Ruf. „Wir wissen dann, wann eine intensive Borkenkäferkontrolle und gezielte Bekämpfung durchzuführen ist.“ Interessierte Waldbesitzer können sich unter www.borkenkaefer.org informieren.

Bis Pfingsten waren die Fangzahlen an Borkenkäfern im Großen Wald aufgrund der kühlen Witterung sehr gering. Seit Anfang Juni fliegen die Borkenkäfer an den warmen Tagen intensiv. „Solch hohe Fangzahlen hatten wir in den letzten Jahren hier kaum. Durch die vielen Windwürfe im vergangenen Jahr hat sich der Grundbestand an Borkenkäfern trotz intensiver Aufarbeitung wohl deutlich erhöht“ erläutert Förster Ruf. Das bedeutet für diesen Sommer wachsam bleiben und die Waldbestände regelmäßig auf Käferbefall kontrollieren. Zum Glück gab es im vergangenen Winter sehr wenig Windwurf und Schneebruch, so dass kaum Brutmaterial für die Käfer vorhanden ist. Trotzdem zeigen die Erfahrungen der letzten Jahre, dass nach Windwurfjahren mit verstärktem Stehendbefall durch Borkenkäfer an der Fichte gerechnet werden muss. Um eine Massenvermehrung zu vermeiden, muss dann rasch gehandelt werden. Befallene Bäume müssen dazu zeitnah gefällt und aus dem Wald transportiert werden.

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news-2531 Thu, 17 Jun 2021 11:29:00 +0200 Prüfung für Johanniter Rettungshunde https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/pruefung-fuer-johanniter-rettungshunde.html 17. Juni 2021,Sonthofen - Am vergangenen Wochenende fand nach einer langen Corona-Pause eine Rettungshundeprüfung der Johanniter Unfallhilfe statt. Ein Prüfungsgelände war in der Kürnach westlich von Kempten bei den Bayerischen Staatsforsten. Ein Team besteht immer aus dem Rettungshund und der Hundeführerin oder dem Hundeführer. Insgesamt starteten am Wochenende 13 Teams. Fünf Teams konnten davon das erste Mal oder auch wiederholt die anspruchsvollen Prüfungen erfolgreich absolvieren und sind nun einsatzbereit.

„Auch uns hat Corona teilweise eingeschränkt und wir sind froh, dass neben dem Training nun auch Prüfungen wieder möglich sind und wir allen, wenn wir gebraucht werden, mit tollen Hunden in der Not zur Seite stehen können”, so der Kemptener Staffelleiter German Beinder. “Wir haben uns sehr gefreut, dass wir diese Prüfung – bei fast zu sonnigem Wetter – im Bayerischen Staatsforst ausrichten durften. Mein ganz herzlicher Dank geht an Forstbetriebsleiter Jann Oetting, dass wir den Staatswald für unsere Übungen und Prüfungen so großzügig nutzen dürfen”, so Beinder weiter.

Rettungshund Monty von German Beinder konnte nach der Corona-Pause schon zum vierten Mal seine Einsatztauglichkeit unter Beweis stellen. Die Prüfung muss alle zwei Jahre wiederholt werden. Nina Thierer hat mit ihrer Hündin Emma die erste angetretene Prüfung sofort erfolgreich bestanden. Beide sind ebenfalls ein Team der Kemptener Rettungshundestaffel.

Die Rettungshunde suchen nach vermissten Personen aller Art, etwa verwirrten älteren Menschen oder Kindern, die sich im Wald verlaufen haben. Nur mit gültiger Zertifizierung dürfen die Rettungshundeteams in den Einsatz gehen. In der Fläche ersetzt ein Hund etwa 40 bis 50 Helfende und kann in 20 Minuten bis zu 30.000 Quadratmeter absuchen. Die Ausbildung zum Rettungshund dauert rund zwei Jahre und wird mit der Rettungshundeprüfung abgeschlossen. Die Arbeit der Rettungshundestaffeln erfolgt ehrenamtlich. „Die Hundearbeit fördern wir gerne. Denn auch für uns Försterinnen und Förster sind Hunde wichtige Arbeitskollegen, vor allem auf der Jagd. Deshalb bieten wir den Rettungshundestaffeln für Ihre anspruchsvollen Einsätze bei uns Trainingsgelände an und gratulieren herzlich den erfolgreichen Prüflingen”, so der Sonthofener Forstbetriebsleiter Jann Oetting.

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news-2539 Tue, 15 Jun 2021 10:52:00 +0200 „Wildes burgern“ bei den Staatsforsten https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wildes-burgern-bei-den-staatsforsten.html Forstbetrieb Fichtelberg veröffentlicht neues Kochbuch

Fichtelberg, 15. Juni 2021 – Wildburger des Forstbetriebs Fichtelberg sind ein richtiger Verkaufsschlager. Zur Ergänzung des Angebots verfassten die Mitarbeiter des Forstbetriebs dazu ein neues Kochbuch mit dem Titel „Wildes burgern“.

Fleichpflanzerl, Buletten oder Burgerpatties – ganz gleich wie man die Hackfleisch-Taler nennt, sie sind der Renner, haben längst das Image der Fast-Food-Läden hinter sich gelassen und Einzug in den Haushalt und die etablierte Gastronomie gefunden. Denn sie sind schmackhaft und einfach zubereitet. Seit vergangenem Jahr bietet der Forstbetrieb Fichtelberg „Wildburger“ aus reinem Fleisch von Reh und Rotwild an. „Ohne Schweinefleisch, ohne Bindemittel“ wie Winfried Pfahler, Leiter des Forstbetriebs betont. Bei einer kleinen Bilanz konnte er die stolze Zahl von mehr als 12.000 Wildburgern verkünden, die der Forstbetrieb seit dem vergangenen Jahr hergestellt und verkauft hat. „Unsere Burger sind in aller Munde“ so der Forstbetriebsleiter. „Kein Wunder, Wildbret ist nicht nur wohlschmeckend, sondern auch ein ausgesprochen gesundes und wertvolles Lebensmittel.“

Angespornt von diesem Erfolg sammelten die Mitarbeiter und Freunde des Forstbetriebs ihre persönlichen Lieblingsrezepte, Bauanleitungen und kreative Zusammenstellungen für schmackhafte Burgerkonstruktionen. Mehr als 30 „Baupläne“ sind dabei zusammengekommen. Von der „Kräuterhexe“ ist da zu lesen und vom „Hüftgold“. Ein „Hawaii-Burger“ lädt zum Nachkochen ein, der „Scharfe Wolfi“ lässt heißes vermuten, ein „Kaiserschmarrn-Burger“ lockt Schleckermäuler. Garniert mit Interessantem und Wissenswertem über Wald und Wild, mit einer wissenschaftlichen Theorie des guten Geschmacks, mit Hinweisen zu Tischmanieren und einem Einblick in die ungeahnten Fähigkeiten der Förster entstand ein neues Kochbuch. „Wildes burgern“ ist nun nach „Wildes kochen“ und „Wildes grillen“ das dritte Büchlein mit Rezepten, das es am Forstbetrieb Fichtelberg zu kaufen gibt.

„Das Schöne an den Wildburgern ist, dass damit jedermann mit geringem Aufwand ein leckeres Essen zaubern kann“ verspricht Winfried Pfahler. „Und dafür bietet das neue Kochbuch „Wildes burgern“ viele, kreative Ideen.“

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news-2530 Tue, 15 Jun 2021 08:52:20 +0200 Kinderlachen im Wald: Waldkindergarten aus Brand zieht bei den Bayerischen Staatsforsten ein https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/kinderlachen-im-wald-waldkindergarten-aus-brand-zieht-bei-den-bayerischen-staatsforsten-ein.html 14. Juni 2021, Brand i.d.Opf. – Der Waldkindergarten „Die Goldbacher Wurzelzwerge“ hat ein neues Waldstück zwischen Brand und Kulmain bezogen. Dort finden jetzt 20 Kinder einen spannenden Spiel- und Erlebnisraum unter Bäumen.

Kinderlachen ertönt im Wald. Da wird im Moos gewühlt, da werden Zapfen und Stöcke gesammelt, da wird in einem Sandhaufen gebaggert. Ein großes „Nest“ mit Sitzgelegenheiten unter den Bäumen lädt ein zum Verweilen, zur Brotzeit, zum gemeinsamen Singen und Erzählen. Ein Tipi bietet Schutz vor Regen und Wind. Der kleine Onkel, ein Holzpferd mit Ledersattel wartet darauf gefüttert und im Wald ausgeführt zu werden. Den Mittelpunkt bildet ein Bauwagen.

Dieses kleine Paradies haben Sabine Reindl, die pädagogische Leiterin des Waldkindergartens „Die Goldbacher Wurzelzwerge“ gemeinsam mit vielen Helfern und Unterstützern im Staatswald zwischen Brand und Kulmain geschaffen.

„Da wäre ich auch gerne nochmal Kind!“ gesteht Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg mit glänzenden Augen bei einer kleinen Eröffnungsfeier. „Als Bernhard Reindl, der Vorsitzende des Fördervereins, uns bei der Suche nach einem geeigneten Waldstück angesprochen hat, waren die Bayerischen Staatsforsten sofort bereit, hier dem Waldkindergarten ein geeignetes Waldstück zur Verfügung zu stellen.“

Auch Günter Kopp und Bernhard Schindler, die beiden Bürgermeister der Gemeinden Kulmain und Brand hatten ein offenes Ohr für den Waldkindergarten und unterstützten den Umzug unbürokratisch und über Gemeindegrenzen hinweg.

Ursprünglich gegründet bei Brand, fand der Waldkindergarten hier bei Neugrünberg seine neue Heimat. Und diesmal dauerhaft – das verspricht Winfried Pfahler. Die phantasievollen Einrichtungen haben die Kinder gemeinsam mit ihren Eltern und den Erzieherinnen selbst geschaffen. „Im freien Spielen können die Kinder ungestört ihren Ideen nachgehen“ erläutert Sabine Reindl das pädagogische Konzept der Einrichtung. „Jedes Kind kann sich seinen eigenen Raum suchen und Entdeckungen in seinem Umfeld machen. Das gebotene „Urspielzeug“ wie Stöcke, Rinde, Zapfen und Moos lässt dabei alle Möglichkeiten offen und regt Phantasie und Kreativität an. Der Wald bietet Freiraum zum Bewegen und Ausruhen, Lachen und Weinen, Tanzen und Träumen, Suchen und Finden.“

Auch die Nachbarn haben die Kinder schon in ihr Herz geschlossen, wie Sabine Reindl berichtet. „Waldoma Gerlinde“, die ein Gehöft in der Nähe bewohnt, freut sich über das quirlige Leben hinter ihrem Haus. „Opa Hans“, der den Kindergarten schon an seinem früheren Standort unterstützt hat, schaut auch hier immer wieder vorbei und hilft mit Säge und Axt, wo immer es nötig ist.

Mit allen Sinnen in der Natur haben die Kinder ab jetzt hier Raum und Zeit zum Spielen. Und zum Kindsein.

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news-2529 Wed, 09 Jun 2021 15:24:17 +0200 Wasserspeicher Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wasserspeicher-wald.html 09.06.2021, Sonthofen - Dieses Frühjahr herrscht keine Wassernot. Die Böden sind gesättigt vom vielen Niederschlag und die Grundwasserspeicher konnten sich weitestgehend auffüllen. Doch wenn die Niederschläge lange ausbleiben, ist die Wasserspeicherleistung der Böden von zentraler Bedeutung für Pflanzenwachstum und Trinkwasserbereitstellung. Die herausragende Leistung des Waldes in diesem Bereich kann am Revier Kürnach-Nord des Forstbetriebs Sonthofen der Bayerischen Staasforsten veranschaulicht werden:

Im Hohentanner Wald, Abteilung Butzenwald, befindet sich ein gut 21 Hektar großes, öffentliches Trinkwasserschutzgebiet, das einen Großteil der Anwesen von Walzlings, einem Ortsteil des Marktes Altusried versorgt. Die Wasserschutzzonen I, II und III schützen abgestuft den näheren Einzugsbereich der beiden Quellfassungen und stellen an die Waldbewirtschaftung und Holzernte erhöhte Anforderungen. Revierleiter Markus Pfleghardt, der den Staatswald hier pflegt, weiß: „Insbesondere was Bodenbeanspruchung oder den Umgang mit Boden gefährdenden Stoffen angeht, haben wir hier noch höhere Auflagen, als im restlichen Wald.“

Doch das Wasserschutzgebiet mit allen seinen Zonen deckt nur den sensibelsten Kernbereich ab. Die Einzugsgebiete sind um ein Vielfaches größer. Forstwirtschaft gehört zu den mit dem Trinkwasserschutz prinzipiell verträglichsten Nutzungsformen der Natur. Im Staatswald des Reviers Kürnach-Nord und dem südlichen Nachbarrevier zeigt sich das auch daran, dass neben dem öffentlichen Wasserschutzgebiet auch zahlreiche Quellen für private Anwesen liegen. Nochmal Förster Markus Pfleghardt: „Allein 16 Gestattungsverträge für Quellfassungen und Wasserleitungen sind in diesem Bereich gelistet!“

Allerdings ist nicht jeder Wald ein guter „Wasserwald“. Ein Wald kann nur dann viel Wasser speichern, wenn tief wurzelnde Bäume und Bodenlebewesen ein weit verzweigtes Hohlraumsystem schaffen, das dem Waldboden die Eigenschaften eines Schwamms verleiht: Er kann Wasser aufsaugen und gefiltert wieder abgeben. Eine entscheidende Rolle spielt dabei auch die Humusform. Dies ist einer der vielen Gründe, die besonders für Mischbestände sprechen.

Gestuft aufgebaute Mischwälder besitzen eine hohe Wasserspeicherkapazität. Neben Fichten wachsen dort vor allem auch die tiefwurzelnden Tannen, Ahorne, Buchen, Linden und Ulmen, die den Boden auflockern und durch ihre milde Laubstreu mächtige, grobporige Humuslagen bilden, in denen viele Regenwürmer leben.

Förster Markus Pfleghardt freut sich: „Solche Wälder können einerseits Hochwasserspitzen dämpfen und auch in längeren Trockenphasen – die wir leider zunehmend erwarten - sind sie andererseits in der Lage, die Bevölkerung aus nah und fern nachhaltig mit ausreichendem und sauber gefiltertem Trinkwasser zu versorgen.“

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news-2528 Wed, 02 Jun 2021 14:43:47 +0200 Ankündigung Waldführung: "Frankens größte Naturwaldfläche" https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ankuendigung-waldfuehrung-frankens-groesste-naturwaldflaeche.html Aufgrund der Ausweisung der neuen Naturwaldfläche „Knetzberge-Böhlgrund“ bietet der Forstbetrieb Ebrach eine Waldführung für alle Interessierten an!

Titel: Frankens größte Naturwaldfläche: Knetzberge-Böhlgrund“
Termin: Samstag, 12. Juni 2021 um 15.00 Uhr

Revier: Zell a. Ebersberg
Treffpunkt: Wotansborn-Parkplatz
Führung durch Revierleiter Tobias Friedmann, Beauftragter für Naturwaldflächen am Forstbetrieb Ebrach

Anmeldung:  info-ebrach@baysf.de oder telefonisch 09553-9897-0
Bitte beachten Sie die aktuellen Corona-Regeln. Bei einer 7-Tage-Inzidenz unter 50 ist kein Testnachweis der Teilnehmer notwendig.

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news-2526 Tue, 01 Jun 2021 09:01:32 +0200 Schlüsselübergabe im Forstrevier Ahornberg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/schluesseluebergabe-im-forstrevier-ahornberg.html Auf Förster Karlheinz Strößner folgt Försterin Miriam Lang

01. Juni 2021, Immenreuth – Nach 32 Jahren im Revier Ahornberg geht Förster Karlheinz Strößner, Revierleiter bei den Bayerischen Staatsforsten, in den Ruhestand. Er hinterlässt ein vorbildlich geführtes Revier seiner Nachfolgerin Miriam Lang, die hier ab sofort als Försterin tätig ist.

Mächtige Fichten, Buchen und Tannen stehen im Wald zwischen Ahornberg und Mehlmeisel. Und reichlich Nachwuchs am Boden. Dazwischen gluckern Bäche, ziehen sich Wanderpfade und Forstwege durch den Wald. Hirsch und Reh sind hier zuhause. Ebenso Eule und Specht. 32 Jahre kümmerte sich Heinz Strößner, der Förster von Ahornberg, um dieses Kleinod. Sorgte gut für seinen Wald, für die Natur, aber auch für seine Mitarbeiter. War kompetenter und geschätzter Ansprechpartner für Holzkäufer aus der Region. Hatte aber ebenso Verständnis für Naturschützer und Erholungssuchende, Sportler und Schwammerer. Jetzt geht er Ende Mai in den Ruhestand.

„Der Wald, den Sie hinterlassen, trägt deutlich Ihre Handschrift – im positiven Sinn. Sie haben ihn vorbildlich bewirtschaftet, gestaltet und geprägt.“ lobte Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg, seinen Mitarbeiter bei einer kleinen Feierstunde. „Zugleich hatten Sie dabei auch immer ein Gespür für die Bedürfnisse Ihrer Mitmenschen, pflegten einen sehr respektvollen und wertschätzenden Umgang mit Ihren Mitarbeitern. Gemeinsam mit Ihrem Team haben Sie den Ihnen anvertrauten Wald vorbildlich geschützt und genutzt. Dafür danke ich Ihnen im Namen der Bayerischen Staatsforsten, aber auch ganz persönlich.“

Symbolisch übergab Karlheinz Strößner die Schlüssel seines Forstreviers an seine Nachfolgerin Miriam Lang. Sie ist ein „Kind des Fichtelgebirges“, wohnt in Nagel, wo schon ihr Großvater als Förster wirkte. Nach ihrer Ausbildung an der Universität in Bayreuth und der Hochschule in Weihenstephan arbeitete sie bisher im Bereich Naturschutz an der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten in Regensburg. Jetzt freut sie sich darauf, als Försterin das Revier Ahornberg zu leiten. Ihr Büro hat Miriam Lang am Forstbetrieb in Fichtelberg. Dort ist sie ab sofort unter der Telefon-Nummer 0 92 72 / 90 99-17 bzw. 0151 / 50 72 62 31 erreichbar.

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news-2525 Mon, 31 May 2021 14:50:10 +0200 Martin Eggert übernimmt Leitung des Forstbetriebs Weißenhorn https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/martin-eggert-uebernimm-leitung-des-forstbetriebs-weissenhorn.html Regensburg/Weißenhorn, 31. Mai 2021 - Der Forstbetrieb Weißenhorn der Bayerischen Staatsforsten hat einen neuen Leiter: Seit Anfang Mai hat Martin Eggert die Verantwortung für rund 14.500 ha Staatswald übernommen. Er folgt auf Linda Madl, die nach rund zwei Jahren am Forstbetrieb zur Leitung eines wichtigen Strategieprojekts zurück in die Zentrale der Bayerischen Staatsforsten nach Regensburg gewechselt ist.

Der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten, Martin Neumeyer, dankte der scheidenden Leiterin Frau Madl für ihr Engagement in Weißenhorn: „Linda Madl hat nahtlos an die vorausschauende Arbeit ihrer Vorgänger angeknüpft und den dringend nötigen Waldumbau in den fichtenreichen Wäldern des Forstbetriebs erfolgreich weitergeführt, wofür ihr unser besonderer Dank gebührt“, so Neumeyer.

Zugleich freut sich der Vorstandsvorsitzende über die Benennung des Nachfolgers: „Mit Martin Eggert haben wir einen hervorragenden neuen Forstbetriebsleiter gefunden, mit dem ich in den letzten Jahren in der Zentrale unseres Unternehmens intensiv zusammengearbeitet habe. Einerseits verliere ich mit seinem Wechsel nach Weißenhorn einen hervorragenden Büroleiter im Vorstandsbüro. Andererseits gewinnen die Bayerischen Staatsforsten einen souveränen Forstbetriebsleiter. Ich bin überzeugt, dass er als erfahrener Netzwerker mit großem Engagement und fundierter Fachkenntnis Wäldern und Menschen in dieser Region sehr gut tun wird.“

Martin Eggert wurde 1980 in Hamm geboren und wuchs im westfälischen Münster auf. Er studierte Forstwissenschaften an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Das Referendariat absolvierte er in Bayern und begann 2009 seine berufliche Laufbahn im Forstministerium in München. Nach weiteren Stationen wechselte Eggert 2015 für rund zwei Jahre in die Bayerische Staatskanzlei. In den letzten vier Jahren leitete der Forstmann das Vorstandsbüro in der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten in Regensburg und verantwortete die Unternehmenskommunikation sowie Aufgaben in der Unternehmensentwicklung.

Der Wechsel an die Spitze des Staatsforstbetriebs ist ganz nach dem Wunsch des 40-Jährigen: „Mein Försterherz schlägt für unsere herrlichen Wälder und dafür, vor Ort Verantwortung im Wald zu übernehmen“, so der neue Betriebsleiter. „Der Forstbetrieb Weißenhorn ist aus meiner Sicht ein besonders reizvoller Betrieb: Die Wälder sind vielfältig, ökologisch hochwertig und ertragreich. Das ganze Team am Forstbetrieb arbeitet für unsere Wälder engagiert und Hand in Hand. Diesen Teamgeist braucht es auch, denn die Herausforderungen durch den Klimawandel in den Wäldern sind groß.“

Förster rüsten den Wald für den Klimawandel

Großen Wert legt Martin Eggert darauf, die Wälder in der Region mit klimatoleranten Mischbaumarten für die Zukunft zu stärken und zu sichern: Schließlich leiden die fichtenreichen Wälder in Zeiten des für alle Bürgerinnen und Bürger spürbaren Klimawandels immer wieder unter Sommer-Trockenheit, Sturmschäden und Schadinsekten. Eggert möchte hier an die engagierte Arbeit seiner Vorgänger anknüpfen: „Man sieht den Wäldern an, dass in dieser Region schon früher weitblickende Förster gearbeitet haben, die in Generationen dachten: Es gibt zwar viele alte Fichten, die jungen Waldbestände sind dagegen baumartenreicher mit mehr Weißtanne, Douglasie oder Eiche. Damit haben meine Vorgänger eine solide Grundlage gelegt für einen klimatoleranten Mischwald, an dem wir mit dem gesamten Forstbetriebsteam konsequent weiterarbeiten werden“.

Eggert, der auch passionierter Jäger ist, plant dazu neben der weiteren Steigerung der Baumartenmischung und gezielter Pflege im Wald auch die Fortführung einer konsequenten Bejagung der Staatsjagdreviere: So gelte es beispielsweise dafür zu sorgen, dass der Bestand an Rehen mit den Belangen des Waldes im Einklang ist.

Die Themen Ökologie und Naturschutz faszinieren den neuen Forstbetriebsleiter ebenfalls. Eggert kann von vielen seltenen Tierarten berichten, die in den Staatswäldern um Weißenhorn eine sichere Heimat finden: „Ob Uhu, Schwarzstorch, verschiedene Fledermäuse, seltene Amphibienarten oder auch bedrohte Schmetterlinge, wie der Gelbringfalter: Ich freue mich darauf, mit unseren Partnern in der Region weitere Biotop- und Artenschutzprojekte im Staatswald umzusetzen. Artenschutz ist für mich integraler Teil der Aufgaben der Bayerischen Staatsforsten.“

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news-2524 Wed, 19 May 2021 09:16:00 +0200 Weiterer Sensationsfund: Urwaldrelikt im Allgäu nach 70 Jahren wiederentdeckt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/weiterer-sensationsfund-urwaldrelikt-im-allgaeu-nach-70-jahren-wiederentdeckt.html Sonthofen, 19. Mai 2021 – Ein weiterer Sensationsfund im Wald freut Förster und Naturschützer: Förster Boris Mittermeier, stellvertretender Leiter der Fachstelle Waldnaturschutz Schwaben, findet im Naturwaldreservat Achrain des Staatsforsten-Betriebs Sonthofen den überaus seltenen Rindenschröter (Ceruchus chrysomelinus). Der erste und bisher einzige Fund dieses totholzbewohnenden Käfers im Allgäu stammt aus dem Jahr 1953!

Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting freut sich sehr über den Fund von Boris Mittermeier: „Dass dieser extrem seltene Käfer bei uns gefunden wurde, ist ein Zeichen für die hohe Qualität unseres Naturschutzkonzeptes und die hohe naturschutzfachliche Qualität des Naturwaldreservats Achrain bei Oberstaufen. Naturwaldreservate sind ein integrativer Teil unseres Waldbehandlungskonzepts. Mit unserem betrieblichen Naturschutzkonzept schaffen wir auch außerhalb dieses Reservats die für den Käfer und andere wertvollen Waldarten wichtigen Totholzstrukturen.“

Die bayernweit 166 Naturwaldreservate mit rund 7.500 Hektar sind Teil des grünen Netzwerks Naturwälder und dienen auch der Erforschung der natürlichen Waldentwicklung. Sie werden fachlich von der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft und Experten wie Boris Mittermeier von der Fachstelle Waldnaturschutz der Bayerischen Forstverwaltung betreut.

Die Mitarbeiter der Fachstelle unter der Leitung von Ralf Tischendorf sind für ganz Schwaben Ansprechpartner für Fragen des Waldnaturschutzes, unterstützen bei der Umsetzung des europäischen Schutzgebietsnetzes NATURA 2000 im Wald sowie bei Projekten des Arten- und Biotopschutzes. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Mitarbeit bei der Betreuung von Naturwaldreservaten und den neu geschaffenen Naturwald-Flächen.

Im Naturwaldreservat Achrain bei Oberstaufen hat Förster Boris Mittermeier den Rindenschröter in einem sehr Totholz- und tannenreichen Bergmischwaldbereich mit vielen urwaldartigen Strukturen entdeckt. „So ein Fund ist wie ein kleiner Lottogewinn und zeigt, wie wertvoll Totholz und Biotopbäume für die Artenvielfalt im Wald sind. Für unsere beratende Arbeit mit Privatwaldbesitzern und Kommunen ist es wichtig auf solche Erfolge verweisen zu können. Die Möglichkeiten, die das Vertragsnaturschutzprogramm Wald für Waldbesitzer bietet, gilt es zu nutzen. Gerade dicke abgestorbene Bäume und Bäume mit Spechthöhlen, Pilzen usw. sind im Waldnaturschutz wichtig und werden gefördert. So schaffen wir gemeinsam mit den Bayerischen Staatsforsten und den privaten und kommunalen Waldbesitzern die Voraussetzungen für die Ausbreitung seltener Arten auch in die bewirtschafteten Wälder. “

Und Jann Oetting ergänzt: „Der Fund dieser superseltenen Art zeigt mir, dass der Wald bei uns Förstern in guten Händen ist! Wir lernen von Flächen wie die Naturwaldreservate und integrieren dort beobachtete Strukturen in unsere Waldbewirtschaftung. Am Beispiel Totholz lässt es sich für die Flächen des Forstbetriebs Sonthofen schön zeigen: Unsere Waldinventur hat ergeben, dass alleine in den letzten zehn Jahren die Menge des Totholzes um acht Festmeter auf 33 Festmeter pro Hektar gestiegen ist. Das für Totholzbewohner wie den Rindenschröter besonders wertvolle stärkere Totholz macht davon fast die Hälfte aus. Wir nützen nicht nur den Wald, sondern schützen ihn auch mit allen seinen Waldbewohnern!“

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news-2519 Tue, 18 May 2021 15:37:03 +0200 Wahl zum „Förster des Jahres“ https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wahl-zum-foerster-des-jahres.html Ulrich Mergner nominiert Der bisherige Forstbetriebsleiter im Staatsforstbetrieb Ebrach, Ulrich Mergner, ist für die Wahl zum „Förster des Jahres“ nominiert worden. Mergner hat das sogenannte „Trittsteinkonzept“ einwickelt, für das er aus Fachkreisen viel Zustimmung erhält. Es basiert im Wesentlichen auf der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass viele kleine geschützte Bereiche für den Artenschutz effektiver sind als wenige große.

Mergner hat dieses Konzept zusammen mit seinem Team im Forstbetrieb in den letzten 15 Jahren entwickelt und umgesetzt, rund 200 diese Trittsteine gibt es heute im Forstbetrieb Ebrach.

Die Abstimmung ist online bis 16. Juni möglich.

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news-2521 Tue, 18 May 2021 13:11:00 +0200 Sensationsfund: Alpenwollafter-Wiederfund nach über 150 Jahren https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/sensationsfund-alpenwollafter-wiederfund-nach-ueber-150-jahren.html Sonthofen, 18. Mai 2021 – Ein Sensationsfund auf Flächen des Forstbetriebs Sonthofen freut Förster und Naturschützer: Nach 150 Jahren gelingt der Wiederfund einer verloren geglaubten Falterart! Alfred Karle-Fendt, ein ausgewiesener Insektenspezialist suchte im Auftrag des Rote-Liste-Zentrums des Umweltbundesamtes in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Naturerlebnis alpin (ZNAlp), dem Naturpark Nagelfluhkette und den Bayerischen Staatsforsten gezielt nach dem Falter. Fachleute kennen ihn auch unter dem Namen Eriogaster arbusculae. „Die gefundenen Falter sind seit 150 Jahren die ersten Freilandnachweise dieser Art im deutschen Alpenraum. Alle historischen Nachweise liefen über Raupengespinste,“ freut sich Alfred Karle-Fendt.

Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting ist sehr stolz auf den Nachweis von Karle-Fendt: „Dass dieser extrem seltene Schmetterling bei uns gefunden wurde, ist ein Zeichen für die hohe Qualität unseres Naturschutzkonzeptes! Wir bewirtschaften unsere Alpen und Weideflächen ganz bewusst sehr extensiv und geben unseren Pächtern und Hirten strenge, maßgeschneiderte Beweidungskonzepte vor. Unsere struktur- und zwergstrauchreichen Alpflächen wollen wir in enger Verzahnung von Wald und Offenland erhalten und durch behutsame Bewirtschaftung fördern. Das führt – wie wir mit diesem Artennachweis sehen können - zu einem sehr hohen Artenreichtum und macht die Allgäuer Landschaft einzigartig!“

Besonders wichtig ist nach Karle-Fendt die alpine Bäumchenweide, die als Raupenfutterpflanze dient. „Zu große Beweidungsintensität oder intensives Schwenden gefährden diese hoch angepassten Falter“, so Karle-Fendt.

Das ZNAlp sucht nach typischen Win-Win-Situationen zwischen Naturschutz, Landbewirtschaftung und Tourismus. Der Leiter Ethelbert Babl: „Wir beraten überwiegend Behörden und Kommunen und sind froh, wenn wir dabei auf überzeugende Konzepte aus dem Staatswald verweisen können. So ein Nachweis ist wie ein kleiner Lottogewinn und bestätigt die Arbeit der Förster und Älpler“. Und Henning Werth, Fachkraft für Naturschutz am ZNAlp ergänzt: „Bei dieser Gelegenheit bedanken wir uns beim Forstbetrieb Sonthofen für die gute Zusammenarbeit bei vielen Projekten! Den Nachweis werte ich als große Auszeichnung für das Gebiet der Bayerischen Staatsforsten und des Naturparks. In Zukunft ist mit weiteren spektakulären Funden zu rechnen, man muss nur mit Spezialisten genauer untersuchen. Mit dem gewonnenen Wissen lassen sich maßgeschneiderte Bewirtschaftungskonzepte entwickeln, von denen v.a. auch die Landnutzer profitieren sollten“, so Werth.

Rolf Eberhardt, Leiter des Naturpark Nagelfluhkette, weiß um die große Artenvielfalt auf der Naturparkfläche: „Wir kennen über 1.700 Schmetterlingarten allein im Bereich der Nagelfluhkette und der Allgäuer Hochalpen. Regelmäßig führen wir Projekte durch, die seltene Schmetterlingsarten fördern. Beispielsweise auch zur Lebensraumpflege des Schwarzen Appollofalters auf Flächen des Forstbetriebs Sonthofens. Das Schöne an den Förstern der Bayerischen Staatsforsten ist, dass sie sowohl Wald, als auch Offenland und alle Zwischenformen im Blick haben!“

Jann Oetting freut sich über das Lob und beschreibt die Lebensraumansprüche des Alpenwollafters: „Die Art besiedelt bevorzugt buschige Alpwiesen, Zwergstrauchmatten und feuchte Hänge. Da können wir am Forstbetrieb einiges vorweisen. Der Fund dieser superseltenen Art zeigt mir, dass nicht nur der Wald, sondern auch die Alpen bei uns Förstern in guten Händen sind! Wir nützen nicht nur Wald und Alpe, sondern schützen beide auch mit allen ihren Bewohnern.“

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news-2520 Tue, 18 May 2021 10:48:00 +0200 Der „Neue“ hilft dem Klimawald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/der-neue-hilft-dem-klimawald.html Felix Hermann ist neu im Revier Regenhütte und kümmert sich um die Klimawaldpflanzungen seines Vorgängers

Bodenmais, 18. Mai 2021 - In einer ersten Zwischenbilanz zu neuen Baumpflanzungen im bayerischen Staatswald teilen die Bayerischen Staatsforsten mit, dass über 1,5 Millionen zusätzliche Klimawald-Bäume seit Oktober 2020 zur Bewältigung des Klimawandels gepflanzt und gesät wurden.

Dazu Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl: „Auch als nahezu reiner Naturverjüngungsbetrieb leisten wir im Forstbetrieb Bodenmais unseren – wenn auch ganz bescheidenen – Beitrag! Im letzten Herbst haben wir hier rund sechstausend Bäumchen gepflanzt – Edelkastanien, Eiben, Spitzahorn, Stieleichen und Traubeneichen, und auch etliche Douglasien – abhängig vom jeweils passenden Standort.“

Mancher wird sich fragen: Was macht diese Baumart aus Amerika im Bayerischen Wald? Aber - Douglasien gab es in Mitteleuropa schon vor der Eiszeit, allerdings gingen sie im "Ewigen Eis" verloren. Schon die forstlichen Vorväter wussten dies und haben um die letzte Jahrhundertwende überall im Bayerischen Wald immer wieder kleinere oder größere Douglasien-Gruppen gepflanzt – mit Erfolg, wie die jetzt über 100-jährigen, teils weit über 40 Meter hohen Altbäume neben der Naturverjüngung zeigen. Auch neue Forschungsergebnisse zeigen, dass die Douglasie an geeigneten Standorten als Mischbaumart im künftigen Klimawald eine wichtige Rolle spielen kann und wird.

Die sog. „Forsteinrichtung“, das ist die 10-jährige Planung, für den Forstbetrieb Bodenmais sieht jedenfalls jährlich die Pflanzung von 15 Hektar Douglasien vor, anteilig auch im Revier Regenhütte an der Ostseite des Arbermassivs. Hier hat Revierleiter Till Clos im letzten Herbst unter anderem fachgerecht mehrere hundert Douglasienbäumchen pflanzen lassen, bevor er dann im neuen Jahr zum Nationalpark Bayerischer Wald gewechselt ist.

Nachfolger ist Felix Hermann – der 32-jährige, in Wasserburg geboren, aber seit langem in Grafenau beheimatet, hat nach Schule, Studium und Anwärterzeit bei den BaySF im Zentrum für Energieholz angefangen. Anschließend war er von 2017 bis 2020 als Revierleiter im Revier Rott a. Inn des Forstbetriebs Schliersee tätig. Als dann das Revier Regenhütte neu ausgeschrieben wurde, hat er sich in den Bayerwald „zurückbeworben“, und tritt nun voller Elan in die „Fußstapfen“ von Vorgänger Till Clos.

„Vor allem die ‚Klimawald-Douglasien‘ liegen mir am Herzen“ erklärt Felix Hermann, “sie brauchen einen besonderen Schutz: Rehböcke fegen ihr Gehörn „mit Begeisterung“ an den wohlriechenden, weich benadelten Bäumchen – sehr zum Verdruss meines Waldarbeiter-Teams, und auch von mir! Deshalb schlagen wir links und rechts neben jede Douglasie als sog. ‚Fegeschutz‘ zwei Robinien-Stäbe in den Boden – rau und mit scharfen Ecken vermiesen sie dem Bock den ‚Fegespaß‘!“

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news-2516 Mon, 17 May 2021 10:09:27 +0200 "Stiller Wald" Mittenwald eröffnet https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/stiller-wald-mittenwald-eroeffnet.html Erster Naturfriedhof im Alpenraum mit Blick auf Wetterstein und Zugspitze Regensburg / Mittenwald, 17. Mai 2021 – Am Unteren Kranzberg eröffnen die Bayerischen Staatsforsten in Kooperation mit dem Markt Mittenwald den ersten Naturfriedhof im Alpenraum. Damit greifen die Staatsforsten einen gesellschaftlichen Trend auf, die letzte Ruhe in der Natur zu finden. Weitere Naturfriedhöfe sind bereits in Planung. 

Die Naturfriedhöfe der Bayerischen Staatsforsten werden unter dem Namen Stille Wälder auf attraktiven, naturnahen Standorten im bayerischen Staatswald betrieben. Forstministerin und Aufsichtsratschefin der Bayerischen Staatsforsten Michaela Kaniber: „Seit jeher ist der Wald ein wundervoller Ort der Ruhe und der Kraft. Immer mehr Menschen wünschen sich, an einem solchen Ort inmitten unberührter Natur ihre letzte Ruhe zu finden. Unter dem Dach mächtiger alter Bäume können Hinterbliebene künftig von einem geliebten Menschen Abschied nehmen und im stillen Gedenken innehalten“.

„Dem Wunsch vieler Naturliebhaber, die letzte Ruhe im Wald zu finden, wollen wir aufgreifen“, erläutert der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Staatsforsten Martin Neumeyer. „Dafür werden wir an einigen besonders schön gelegenen Waldorten in Bayern sogenannte Stille Wälder einrichten. In diesen Wäldern findet keine Nutzung statt, sondern nur Maßnahmen der Baumpflege und Verkehrssicherung. Diese Waldflächen stehen wie bisher Bürgerinnen und Bürgern offen. Einen Stillen Wald werden wir immer in enger Kooperation mit der jeweiligen Kommune einrichten“, betont der Staatsforstenchef. Nach dem Stillen Wald Mittenwald, dem ersten Naturfriedhof im Alpenraum überhaupt, sind nach Angaben des Staatsforstenchefs weitere Projekte, unter anderem im mittelfränkischen Markt Schnaittach in der Metropolregion Nürnberg, geplant.

Der Bürgermeister des Marktes Mittenwald, Enrico Corongiu, betont: „Wir freuen uns, dass der Markt Mittenwald Vorreiter für die Region ist. Die Fläche ist ein absolutes Idyll und wird durch das Projekt Stille Wälder aufgewertet und dauerhaft erhalten. Dieser wunderbare Wald in herrlicher Natur wird damit ganzjährig allen Besuchern in besonderer Weise zugänglich gemacht.“ 

Biologisch abbaubare Urnen aus heimischem Holz / Grabpflege durch die Natur
In den Naturfriedhöfen der Bayerischen Staatsforsten wird die Asche Verstorbener in biologisch abbaubaren Urnen aus heimischem Holz beigesetzt. Die Waldflächen bleiben in ihrer Natürlichkeit erhalten, die Grabpflege übernimmt die Natur. Es werden Grabplätze an Bäumen entsprechend den unterschiedlichen Wünschen angeboten (Single & Partner, Familie, Gemeinschaft etc.). Bürger:innen können für 25 oder 50 Jahre das Recht erwerben, an einem Bestattungsbaum beigesetzt zu werden.

Personalisierte Gedenktafeln an den Bestattungsbäumen weisen auf die im Stillen Wald Beigesetzten hin. Grabschmuck und Grabsteine sind nicht vorhanden – die Grabpflege wird durch die Natur übernommen. Zentraler Punkt des Stillen Wald Mittenwald ist ein überdachter Andachtsplatz in Holzbauweise, der architektonisch in Form eines stilisierten Blattes gestaltet ist. Der Andachtsplatz ist für die Verabschiedung vorgesehen. Wege und schmale Pfade erschließen den Naturfriedhof für Besucher. Bestattungen erfolgen durch Bestattungsunternehmen, nicht durch die Bayerischen Staatsforsten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Naturfriedhofs

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news-2602 Thu, 13 May 2021 11:33:00 +0200 Feines Wildbret aus dem Staatswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/feines-wildbret-aus-dem-staatswald-1.html Frischfleischsaison hat begonnen (13. Mai) Freising – Mit dem Beginn der Jagdsaison in Bayern gibt es am Forstbetrieb Frei-sing wieder frisches Wildfleisch. Ab sofort kann am Forstbetrieb (Adresse: Domberg 1, Frei-sing) feines Wildbret vom Reh und vom Wildschwein auch portionsweise als vakuumiertes Frischfleisch gekauft werden. Außerdem umfasst das Angebot auch Wurstwaren, die daraus hergestellt wurden. Sämtliche Produkte stammen aus den eigenen staatlichen Wäldern und werden nachhaltig erzeugt.
  • Öffnungszeiten: Mittwoch von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
  • Freitag von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr
  • sowie nach telefonischer Vereinbarung (08161/48020).

Wegen der aktuellen Kontaktbeschränkungen bitten wir am Forstbetrieb zu klingeln, das Wildfleisch wird dann am Fenster neben dem Eingang verkauft. Mögliche Ansteckungsrisi-ken sind damit praktisch ausgeschlossen.
Mit jährlich rund 1.500 Stück Schalenwild aus den Staatsjagdrevieren erzeugt der Forstbe-trieb Freising der Bayerischen Staatsforsten ein hochwertiges Lebensmittel. Die Qualität von Wildfleisch wird allseits gelobt und ist nicht zuletzt wegen seines vorzüglichen Geschmacks eine hervorragende Ergänzung des Speiseplans. Es eignet sich sehr gut zum Grillen und ist daher auch außerhalb der Winterzeit eine Bereicherung. Das Fleisch ist fettarm, eisen- und vitaminreich. Die hochwertige und abwechslungsreiche Nahrung des Wildes macht das Fleisch sehr aromatisch.
Unser Wildbret ist gesund und unbehandelt und stammt von heimischen, in ihrem natürlichen Lebensraum aufgewachsenen Tieren. Tierschutzgerecht erlegt, wird das Wild nach mo-dernsten Hygienestandards zu Wildbret verarbeitet, um höchste Qualität zu garantieren. So ist zum Beispiel sichergestellt, dass jedes einzelne Stück Wild auf seinen Becquerel-Gehalt untersucht wird und die Strahlenbelastung unterhalb des zulässigen Grenzwerts liegt.
Wild lebt und ernährt sich in der freien Natur. Daher hat Wildfleisch einen hohen Anteil an Vitaminen und Mineralien sowie einen geringen Fettgehalt. Wild kann ebenso vielseitig zube-reitet werden, wie andere Fleischsorten. Ob als traditionelles Wildragout, als feiner Braten, Steak oder Grillgut, Wildbret ist ein schmackhaftes und gesundes Lebensmittel. Mehr Natur geht nicht.
Ohne Jagd, kein natürlicher Wald
Bei der Jagd steht heute nicht mehr allein die Nahrungsbeschaffung im Vordergrund, son-dern vielmehr soll ein Gleichgewicht zwischen Wald und Wild geschaffen und dauerhaft er-halten werden. Das ist zentral für eine naturnahe und nachhaltige Waldwirtschaft. Denn nur mit angepassten Wildbeständen sind natürliche, stabile und klimatolerante Mischwälder möglich. Wenn dabei noch eine herzhafte und köstliche Mahlzeit herausspringt, wird nicht nur dem Wald, sondern auch dem Kunden selbst etwas Gutes getan!

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Forstbetrieb Freising Nachrichten
news-2518 Wed, 12 May 2021 15:06:00 +0200 Tausende zusätzliche Klimabäume für den Wald von morgen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/default-9f4eccfbd1.html Bayerische Staatsforsten geben „Gas“ beim Waldumbau

Schliersee, 12. Mai 2021 - Die Menschen in Bayern lieben den Wald. Ein Spaziergang im Grünen, die aromatische Waldluft inhalieren, die Seele im Schatten der Bäume baumeln lassen – nicht nur in der schwierigen Zeit der Corona-Pandemie ist der Wald ein beliebter Rückzugs- und Erholungsort für die Bevölkerung.

Der Forstbetrieb Schliersee arbeitet mit Hochdruck daran, dass der Staatswald in der Region auch in Zukunft all seine vielfältigen Aufgaben erfüllen kann. Schließlich werden auch die nächsten Generationen darauf angewiesen sein, dass die Wälder Lebensraum für Tiere und Pflanzen bieten. Dass er für saubere Luft und Trinkwasser sorgt, uns vor Steinschlag und Lawinen schützt. Dass er den klimafreundlichen Wertstoff Holz nachwachsen lässt und uns für unsere Freitzeitaktivitäten zur Verfügung steht.

Selbstverständlich ist das alles nicht, denn der fortschreitende Klimawandel fordert die Wälder in Bayern heraus. Fehlende Niederschläge, heiße Sommer, Sturm- und Schneebruchschäden und der gefräßige Borkenkäfer haben in den vergangenen Jahren bayernweit zu massiven Schäden und vielen abgestorbenen Bäumen geführt. „Deshalb geben wir Gas beim Waldumbau“, erklärt Forstbetriebsleiter Jörg Meyer. „Bislang sind wir hier im Süden Bayerns im Klimawandel zwar noch mit einem blauen Auge davongekommen“, erläutert der Forstbetriebsleiter. Durch die höheren Niederschläge und kühleren Temperaturen im Gebirge und Alpenvorland seien die Waldschäden in seinem Forstbetrieb in den letzten Jahren deutlich geringer ausgefallen als z. B. im viel trockeneren Franken. Trotzdem häuften sich bedingt durch den Klimawandel auch im Süden Borkenkäfervermehrungen, Sturmwürfe und Schäden durch Nassschnee.

„Unsere Waldarbeiter pflanzen viele junge Bäumchen. Kleine Tannen, Lärchen, Buchen, Eichen und Douglasien sollen zu einem gemischten Klimawald von morgen heranwachsen. Denn ein Mischwald ist viel widerstandsfähiger als ein reiner Fichtenforst“, so Meyer. Am besten sei es, wenn die Mischbaumarten sich ganz von Natur aus ansamten. Wo aber Samenbäume fehlen, würde der Forstbetrieb dem Wald durch Pflanzungen unter die Arme greifen.

Im letzten halben Jahr wurden am Forstbetrieb Schliersee fast 60.000 junge Bäume gepflanzt. Darunter sind über 6.000 Pflänzchen, die als sog. Klimawald-Kulturen zusätzlich zum planmäßigen Waldumbauprogramm des Forstbetriebs gesetzt wurden. Dies war möglich, da Ministerpräsident Markus Söder und Forstministerin Michaela Kaniber ein bayernweites Klimawald-Paket geschnürt haben. Dadurch soll der Waldumbau in Bayern noch schneller als bisher geplant abgeschlossen werden. Bis 2030 soll der Großteil des Bayerischen Staatswald „klimafit“ umgebaut sein. In ganz Bayern kamen in den vergangenen sechs Monaten über 1,5 Millionen Waldbäume ins Erdreich, davon mehr als 300.000 in Oberbayern.

Entscheidend für den erfolgreichen Waldumbau und die Zukunftsfähigkeit des Waldes für kommende Generationen sei es, die richtigen Baumarten einzusetzen. Also Baumarten, die dem Klimawandel – höheren Temperaturen, mehr Trockenheit, weniger Niederschlägen, aber auch verstärkt auftretenden Schädlingen – standhalten. Die heimischen Baumarten spielten dabei auch weiterhin die wesentliche Rolle. Es werde allerdings eine Verschiebung in der Baumartenzusammensetzung geben. Nachdem es am Forstbetrieb Schliersee vom Hochgebirge bis hinunter ins Flachland ganz unterschiedliche Standortverhältnisse gibt, müsse für jede Pflanzfläche ganz individuell entschieden werden, welche Baumart sich am besten eignet.

Im Bergwald setze der Forstbetrieb nach wie vor auf die natürliche Waldzusammensetzung des Bergmischwaldes: Fichte, Tanne, Buche, Bergahorn. Wichtig ist Meyer dabei die Tanne. Ihre ausgeprägte Pfahlwurzel erreiche auch tiefergelegene Wasservorräte und gebe ihr Stabilität auch bei stärkerem Wind. Für ein gutes Aufwachsen der kleinen Tannen sei eine zielgerichtete Jagdausübung ausschlaggebend, da sie sehr gerne vom Wild verbissen werde.

„In tieferen Lagen des Forstbetriebs bauen wir auch auf bewährte Baumarten wie Tanne, Buche, Lärche oder Douglasie – aber zusätzlich auf seltenere, bisher nur in geringerem Umfang gepflanzte Baumarten wie Elsbeere, Flatterulme, Schwarzpappel, Esskastanie, Kirsche, Eibe, Feldahorn oder Linde. So werden wir zu einer größeren Vielfalt im Wald kommen. Und gerade die Mischung ist bei einer unsicheren Zukunft die beste Risikoabsicherung. Das Motto lautet also: ‚Wer streut, der rutscht nicht aus‘“, so der Forstmann. Nach Möglichkeit sollten mindestens vier verschiedene Baumarten auf einer Fläche wachsen. Ziel der Klimawald-Kulturen sei es, dass die neue Baumartenzusammensetzung klimatoleranter als bisher werde. Fichten und Kiefern würden in Bayerns Zukunftswäldern langfristig deutlich weniger Anteile haben als heute.

Vorsichtig sind die Bayerischen Staatsforsten beim Ausbringen nicht heimischer Baumarten. „Gastbaumarten“ aus den warm-trockenen Klimazonen, die es auch in Bayern verstärkt geben wird, seien zwar eine Option, müssten aber zunächst in wissenschaftlich begleiteten Praxisanbauversuchen genau getestet werden. „Es dauert mindestens zehn bis zwanzig Jahre, bis wir entscheiden können, ob und wo neue Baumarten wie Atlaszeder, Libanonzeder oder Baumhasel in nennenswerten Stückzahlen ausgebracht werden könnten“, so Meyer.

Forstbetrieb Schliersee

Meyer ist verantwortlich für 34.000 ha Staatswald. Der Forstbetrieb Schliersee teilt sich in zehn Forstreviere auf. Die Waldflächen liegen im Hofoldinger Forst, in der Region Tegernsee-Schliersee, rund um Bayrischzell, im Inntal sowie im Umfeld von Rosenheim und Rott am Inn. Die Förster, Waldarbeiter und Berufsjäger kümmern sich nachhaltig um den Staatswald. Dazu zählt z. B. die Pflege des Waldes, die Pflanzung von Bäumen, die Holzernte, die Durchführung von zahlreichen Naturschutzprojekten, die Ausübung der Jagd und die Pflege des Wegenetzes im Wald.

Letzteres wird auch von vielen Erholungssuchenden intensiv genutzt, vom Spaziergänger bis zum Mountainbiker. Wegen der Reisebeschränkungen auf Grund der Corona-Pandemie wurden manche Wälder des Forstbetriebs an schönen Wochenenden in den letzten Monaten regelrecht überrannt, so beispielsweise am Spitzingsee. Meyer freut sich über die Beliebtheit der Wälder in seinem Zuständigkeitsbereich. Er bittet die Besucher aber, behutsam mit der sensiblen Natur umzugehen: „Der Großteil der Waldgäste macht das prima. Aber trotzdem gibt es immer wieder Ärger. Wäre es nicht selbstverständlich, den Abfall wieder mitzunehmen? Wären Auerwild, Gams und Co. nicht dankbar, wenn ich in der Dämmerung oder gar zu Nachtzeiten nicht mehr im Wald herumspringe? Ganz zu schweigen von wildem Biwakieren auf dem Berggipfel oder Mountainbiken abseits der Wege mitten durch die mühsam bepflanzte Kulturfläche.“ Hier baut Meyer auf Verständnis der Waldbesucher.

Ausblick

Auf Grund des bislang kühlen Frühjahrs 2021 macht sich Meyer Hoffnung, dass sich die Borkenkäfer gebremster als sonst entwickeln werden. Die Förster würden alles geben, die Käfer mit regelmäßiger Suche nach befallenen Fichten und schnellem Fällen der Bäume in Schach zu halten. Gleichzeitig zeigt sich Meyer erfreut, dass die Nachfrage nach heimischem Holz in den letzten Wochen deutlich angezogen habe. Nach vielen Monaten, in denen Holz nur zu geringen Preisen abgesetzt werden konnte, sei dies ein wichtiger Lichtblick für den Forstbetrieb. „Nachhaltig produziertes Holz ist ein Bau- und Wertstoff mit großer Zukunft. Es ist weitgehend CO2-neutral, vielfältig einsetzbar und wächst vor unserer Haustüre“, schwärmt Meyer.

Meyer ist zwar überzeugt, dass der Klimawandel seinen Förstern und Waldarbeitern in der Zukunft noch weitere Sorgen bereiten wird. Er ist aber guter Dinge, dass die aus dem Waldumbau hervorgehenden stabilen und vielfältigen Mischwälder die beste Voraussetzung sind, dass die Menschen in Bayern auch künftig ihren Wald und seine Leistungen in vollen Zügen genießen können.

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news-2514 Tue, 11 May 2021 08:57:04 +0200 Erlen im Wirlinger Wald – Keine gewöhnliche Baumart https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/erlen-im-wirlinger-wald-keine-gewoehnliche-baumart.html 11. Mai 2021, Sonthofen - Nach den Verwüstungen, die die Stürme Sabine und Bianka im vergangenen Jahr im Wirlinger Wald angerichtet haben, ist die Wiederaufforstung der Sturmflächen heuer und wohl auch noch im kommenden Jahr eine der Hauptaufgaben im Revier Buchenberg des Forstbetriebs Sonthofen. „Entgegen des normalen forstlichen Vorgehen, bei dem Kulturflächen durch vorausgehende Hiebsmaßnahmen ziemlich gut geplant werden können, haben sich die Unwetter natürlich nicht an Vorgaben oder waldbauliche Ziele gehalten,“ beschreibt Förster Markus König die Herausforderung im Wirlinger Wald: „So müssen wir Flächen mit unterschiedlichsten, zum Teil extremen standörtlichen Gegebenheiten bei der Baumartenwahl berücksichtigen, damit wir Erfolg bei der Anpflanzung der jungen Bäumchen haben!“

„Frage ich Laien nach Baumarten in unseren Wäldern, bekomme ich im Allgäu meist die Antwort Fichte, Tanne, Buche. Das ist natürlich richtig. Diese drei Baumarten stellen den Großteil heimischen Waldgesellschaft. Aber auch andere Baumarten übernehmen in der Vergesellschaftung mit den Hauptbaumarten eine wichtige Aufgabe“, weiß Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting. „Im Allgäu müssen wir immer auch an Bergahorn und Schwarzerle sowie zukünftig auch an die Douglasie denken.“

Vor allem Sonderstandorte, die ausgesprochen nass sind, vom Grundwasser beeinflusst oder sogar zeitweise überschwemmt werden, sind Extremstandorte aus der Sicht von Bäumen. Hier ist die Schwarzerle oder Roterle, die zur Familie der Birken gehört, die Baumart der Wahl.

Bei so schwierigen Wuchsverhältnissen, ist die Erle anderen Baumarten überlegen und kann auf solchen Böden sogar größere Reinbestände bilden. Der Baum erreicht im Optimalfall eine Höhe von bis zu 25 m und einen Stammdurchmesser, der sich nahe an der Metergrenze bewegen kann.

Über 3000 Erlenbäumchen wurden jetzt Ende April, Anfang Mai im Wirlinger Wald bereits in den Boden gebracht. Später sollen unter dem Erlenkronendach entweder weitere Baumarten gepflanzt werden oder sie samen sich im Idealfall von selbst an. Dabei kommt ihnen eine ganz besondere Eigenschaft der Erle zugute: Sie bildet Wurzelknöllchen, in denen der Stickstoff der Luft gebunden wird. Dieser findet sich auch in den Blättern, so dass nach Laubabfall durch die Zersetzung der Blattmasse eine Verbesserung des Bodens stattfindet, fast wie bei einer Düngung.

Revierleiter Markus König nennt einen weiteren Vorteil: „Zusätzlich wird Konkurrenzvegetation wie die Brombeere, die sich bei uns extrem schnell auf Kahlflächen einstellt, durch das rasche Jugendwachstum der Erle rechtzeitig ausgedunkelt und kann sich nicht etablieren. Der Folgewald wird zudem vor Frost, Wind und Sonne geschützt.“

Wir sehen, dass die Roterle eine Baumart ist, die im Stillen ihre Funktionen ausführt, aber einen nicht unerheblichen Beitrag zum Gedeihen der Bäume beiträgt, die mit ihr zusammen aufwachsen. Da sie selbst nicht sehr alt wird, fällt die Erle dann meist in einem Alter aus, wenn die anderen Baumarten keines Schutzes mehr bedürfen und alleine einen Bestand bilden können.

Seinen Namen hat der Baum übrigens daher, dass sich das frisch geschnittene Holz rötlich verfärbt. Dieser Farbton war bis vor wenigen Jahren sehr beliebt. Daher stammt wohl auch der Name „Deutsches Mahagoni“, der in einer Zeit geprägt wurde, als Tropenhölzer v.a. im Möbelbau noch favorisiert wurden und die Erle wegen ihres niedrigeren Preises als Ersatz verarbeitet wurde. Heute ist der wirtschaftliche Faktor der Baumart - auch wegen seiner geringen statischen Eigenschaften - eher gering. Vor allem Spielzeug wird aufgrund der unproblematischen Bearbeitung gerne aus Erle hergestellt. Bis zum Beginn des 20sten Jahrhunderts wurde aus den Zapfen schwarze Tinte geschaffen und die Rinde zum Gerben verwendet. Von der Baumart Erle stammen auch Ortsnamen wie Erlach, Erlbach oder auch Irlach.

Eine ganz besondere Verwendung fand die Erle im Wasserbau: Ihr Holz ist unter Wasser extrem widerstandsfähig und kann durchaus mit der Eiche verglichen werden. Nochmals Förster Markus König: „So sind die Hälfte der Pfähle, auf denen Venedig steht, aus Erle. Die Erle hat also durchaus ihre Bedeutung. Man muss sie nur ihren Eigenschaften entsprechend verwenden. Und vielleicht kommt ja später mal ein Wasserbaupfahl für die Renovierung in Venedig aus dem Wirlinger Wald…?“

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news-2515 Wed, 05 May 2021 08:22:00 +0200 Glück im Unglück für zwei junge Waldkäuze https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/glueck-im-unglueck-fuer-zwei-junge-waldkaeuze.html Durch das beherzte Eingreifen zweier Forstmänner konnten im Staatswaldrevier Mittelsinn im Nordspessart zwei verunglückte Waldkauzküken gerettet werden.

05. Mai. 2021, Hammelburg - Immer wieder kommt es vor, dass im Wald alte, abgestorbene Bäume durch natürliche Einflüsse auf die Forststraßen fallen. So auch Ende April im Staatsforstrevier Mittelsinn im Nordspessart: Ein alter Fichtenstumpf wurde durch eine Windböe auf den Waldweg geworfen. Als Staatsförster Christian Müller-Wirth und sein Forstdienstanwärter Christoph Kubin die durchaus gängige Situation in Augenschein nahmen, erwartete die beiden Forstmänner eine Überraschung. In dem Baum befand sich eine Höhle, die von drei jungen Waldkauzküken (Strix aluco) bewohnt wurde. Durch den heftigen Aufprall wurde der Brutraum jedoch vollständig zerstört. Eines der drei Küken hat dabei den Sturz leider nicht überlebt. Geht die Bruthöhle von Waldkäuzen verloren, wird der Nachwuchs von den Elterntieren in der Regel nicht mehr versorgt, und die Jungtiere wären ohne Überlebenschance sich selbst überlassen. Nach Rücksprache mit den beiden Vogelexperten Karin und Roland Weber wurden die unverletzten Küken vom jungen engagierten Forstmann Christoph Kubin zur Wildvogelauffangstation Spessartgreife am Hasselberg bei Hasloch gebracht, in der die beiden Käuze nun vom Ehepaar Weber aufgezogen werden. Erst kürzlich kamen zwei Uhu-Waisenkinder deren Mutter auf einer Staatsstraße zwischen Roding und Urspringen (Landkreis Main-Spessart) von einem Jäger tot aufgefunden wurde in die Obhut der beiden Vogelenthusiasten.

Was tun beim Fund von Eulenküken?

Nicht jeder auf dem Boden gefundene Jungvogel ist ohne Überlebenschance. So kommt es häufiger vor, dass junge Eulen und Käuze vor Erreichen ihrer vollständigen Flugfähigkeit das Nest verlassen und sich als sogenannte Ästlinge in der Nähe des Brutraumes aufhalten. Dabei werden die Jungtiere jedoch noch von den Eltern versorgt. Sollte ein Küken bei seinen Spaziergängen auf den Boden fallen, versucht es wieder in Richtung Bruthöhle zu gelangen, und kann mit den scharfen Krallen sogar an der Rinde des Baumes emporklettern. Handelt es sich allerdings bei den Jungeulen jedoch sogenannte Nestlinge und ist das Nest zerstört, werden sie leider von den Eltern aufgegeben. Jedoch in keinem Fall sollte man als Laie versuchen, eigenmächtig die Eulenküken zu füttern oder zu tränken. Bei unsachgemäßer Fütterung kann Nahrung in die Luftröhre des Kükens geraten, was zum Tod des Vogels führen kann. Die Aufzucht sollte daher Experten obliegen.

Neuer Lebensraum für Höhlenbewohner und andere Tiere

Im Staatswald des Forstbetriebs Hammelburg, zu dem das Revier Mittelsinn zählt, werden aktiv neue Lebensräume für Wildtiere geschaffen. Neben einer gezielten Totholzanreicherung oder dem Erhalt von Biotopbäumen und stehendem Totholz auf ganzer Fläche, werden u.a. auch zahlreiche Hochstumpf-Bäume aktiv geschaffen. Hier entstehen gute Habitatstrukturen, vor allem für höhlenbewohnende Vögel, wie Spechte und Eulen, aber auch für Säugetiere wie Haselmaus oder Fledermäusen. Die Bayerischen Staatsforsten und die Forstverwaltung in Bayern fördern diesen aktiven „Wohnungsbau“ aus Mitteln der besonderen Gemeinwohlleistungen.

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Bayerischen Staatsforsten und dem Forstbetrieb Hammelburg.

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news-2513 Tue, 04 May 2021 15:35:23 +0200 Michaela Kaniber: „Borkenkäfer jetzt bekämpfen!“ https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/michaela-kaniber-borkenkaefer-jetzt-bekaempfen-vor-schwaermflug-appelliert-die-ministerin-an-waldbesitzer.html Vor Schwärmflug appelliert die Ministerin an Waldbesitzer

02. Mai 2021, München – In den kommenden Tagen beginnt der Schwärmflug der Borkenkäfer. Forstministerin Michaela Kaniber rechnet auch dieses Jahr mit einer starken Ausbreitung des Waldschädlings, der bei massenhafter Ausbreitung ganze Wälder zum Absterben bringen kann. Sie appelliert daher an Bayerns Waldbesitzer: „Wir dürfen mit unseren Anstrengungen bei der Bekämpfung der Borkenkäfer nicht nachlassen. Ich bitte deshalb alle Waldbesitzer dringend darum, ihre Wälder ab sofort konsequent auf Befall zu kontrollieren.“

Besonders wichtig ist es nach Aussage der Ministerin, Bereiche unter die Lupe zu nehmen, die bereits im Vorjahr befallen waren. Benachbarte Bäume sollten hier unbedingt auf frischen Befall mitkontrolliert werden. Diesen erkennt man gut am braunen Bohrmehl, das sich auf Rindenschuppen oder auf der Bodenvegetation ansammelt. Frisches Brutmaterial müsse konsequent aufgearbeitet und abgefahren oder mit einem Abstand von 500 m zum Wald gelagert werden. Zudem empfiehlt Ministerin Kaniber, Lagerkapazitäten für Borkenkäferholz aus dem vergangenen Jahr frühzeitig zu sichern und bei Bedarf weiter auszubauen.

Die Bayerische Forstverwaltung unterstützt die Waldbesitzer auch in diesem Jahr mit konkreten Maßnahmen: Die Aufarbeitung von Borkenkäferholz ohne Einsatz von Insektiziden wird mit bis zu 12 Euro pro Festmeter, im Schutzwald und dessen Gefährdungsbereich sogar mit bis zu 30 Euro pro Festmeter gefördert.

Sorge bereiten der Ministerin die unvermindert hohen Unfallzahlen bei der Waldarbeit: „Die Sicherheit muss im Wald immer an erster Stelle stehen.“ Der Einsatz professioneller Fachkräfte mit zweckmäßiger technischer Ausrüstung, ein geübter Umgang mit der Motorsäge, das Tragen der persönlichen Schutzausrüstung sowie die Einhaltung der einschlägigen Unfallverhütungs-vorschriften sind Kaniber zufolge Grundvoraussetzung für ein möglichst unfallfreies Arbeiten im Wald.

Umfangreiche Informationen zur aktuellen Borkenkäfergefahr finden Sie unter: www.borkenkaefer.org. Hilfestellungen zur Arbeitssicherheit finden Sie unter www.waldbesitzer-portal.bayern.de/arbeitssicherheit.

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news-2512 Tue, 04 May 2021 15:27:50 +0200 Waldesruh am Wurzbachweiher https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldesruh-am-wurzbachweiher.html Bayerische Staatsforsten bauen neuen Rastplatz für Wanderer und Radfahrer bei Warmensteinach

03. Mai 2021, Warmensteinach – Am Wurzbachweiher bei Warmensteinach errichteten die Auszubildenden des Forstbetriebs Fichtelberg eine neue Ruhebank für Erholungssuchende.

Für den Warmensteinacher Bürgermeister Axel Hermann gibt es angenehme und weniger angenehme Termine. Bei schönem Wetter eine neue Sitzgruppe für Erholungssuchende zu besichtigen, die die Bayerischen Staatsforsten in seinem Gemeindebereich errichtet haben, zählt sicher zu den angenehmen Terminen. An idyllischem Platz beim Wurzbachweiher errichteten die Mitarbeiter des Forstbetriebs Fichtelberg eine Sitzgruppe aus heimischem Douglasienholz und Granit. Jetzt laden hier am Schnittpunkt mehrerer Wandertouren und Radwege Bänke und Tisch ein, zu rasten und die Seele baumeln zu lassen. Mit Blick auf Wald und Wasser, auf die Enten, die den Weiher als Brutplatz nutzen, auf die umhersurrenden Libellen und auf die Fische, die tief unten im Wasser ihre Bahnen ziehen. Ursprünglich diente das Gewässer als Wasserspeicher für die Holztrifft auf der Steinach. Seit einigen Jahren wird hier mit Wasserkraft umweltfreundlicher Strom erzeugt.

„Ihr habt eine tolle Attraktion für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Warmensteinach geschaffen, aber auch für Wanderer und Radfahrer, die in der Region unterwegs sind.“ dankte Bürgermeister Axel Hermann Forstwirtschaftsmeister Korbinian Scherm stellvertretend für das Team der Auszubildenden am Forstbetrieb Fichtelberg, die die Arbeiten ausführten.

Zu erreichen ist die Sitzgruppe von Warmensteinach aus über den Wanderweg Richtung Sophienthal oder von Zainhammer hinauf zur Ruine Wurzstein und weiter dem Wurzbachtal folgend.

Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unterstützt den Bau des Rastplatzes als besondere Leistung der Bayerischen Staatsforsten für das Gemeinwohl.

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news-2603 Mon, 03 May 2021 12:53:00 +0200 Neue Jagdsaison beginnt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neue-jagdsaison-beginnt.html Frisches Wildbret aus dem Staatswald (03. Mai) Freising – Am 1. Mai begann die neue Jagdsaison für Rehwild. Damit kann der Forstbetrieb Freising seinen Direktverkauf von frischem Wildfleisch aus den eigenen Wäl-dern in Kürze wieder aufnehmen. Nachdem die ersten erlegten Rehe abgehangen und auf-bereitet sind, beginnt der Verkauf am Mittwoch, den 12. Mai. Am Freitag, den 14. Mai ist ebenfalls geöffnet. Der Verkauf erfolgt am Domberg 1 über das Seitenfenster neben dem Gebäudeeingang.
Öffnungszeiten:
  • Mittwoch von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
  • Freitag von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr
  • sowie nach telefonischer Vereinbarung (08161/48020).

Neu im Sortiment sind Grillwaren, wie z. B. marinierte Steaks, Grillwürstel und gefrorene Wildburger, die wir erstmalig anbieten. Wildschwein und Rehwild ist außerdem auch als ge-frorene Ware erhältlich. Sämtliche Produkte stammen aus den eigenen staatlichen Wäldern und sind nachhaltig. Mit jährlich rund 1.500 Stück Schalenwild aus den Staatsjagdrevieren erzeugt der Forstbetrieb Freising der Bayerischen Staatsforsten ein hochwertiges Lebensmit-tel. Die Qualität von Wildfleisch wird allseits gelobt und ist nicht zuletzt wegen seines vorzüg-lichen Geschmacks eine hervorragende Ergänzung des Speiseplans. Das Fleisch ist fettarm, eisen- und vitaminreich. Die hochwertige und abwechslungsreiche Nahrung des Wildes macht das Fleisch sehr aromatisch.
Unser Wildbret ist gesund und unbehandelt und stammt von heimischen, in ihrem natürlichen Lebensraum aufgewachsenen Tieren. Tierschutzgerecht erlegt, wird das Wild nach mo-dernsten Hygienestandards zu Wildbret verarbeitet, um höchste Qualität zu garantieren. So ist zum Beispiel sichergestellt, dass jedes einzelne Stück Wild auf seinen Becquerel-Gehalt untersucht wird und die Strahlenbelastung unterhalb des zulässigen Grenzwerts liegt.
www.baysf.de
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Wild lebt und ernährt sich in der freien Natur. Daher hat Wildfleisch einen hohen Anteil an Vitaminen und Mineralien sowie einen geringen Fettgehalt. Wild kann ebenso vielseitig zube-reitet werden, wie andere Fleischsorten. Ob als traditionelles Wildragout, als feiner Braten, Steak oder Grillgut, Wildbret ist ein schmackhaftes und gesundes Lebensmittel. Mehr Natur geht nicht.

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news-2511 Fri, 30 Apr 2021 07:44:23 +0200 Staatsforstbetrieb in Ebrach unter neuer Führung https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/staatsforstbetrieb-in-ebrach-unter-neuer-fuehrung.html Barbara Ernwein übernimmt Leitung von Ulrich Mergner

Regensburg / Ebrach, 29. April 2021 - Der Steigerwald-Forstbetrieb der Bayerischen Staatsforsten bekommt eine neue Leiterin. Am 1. Mai wird Barbara Ernwein die Verantwortung für rund 17.000 ha Wald übernehmen. Sie folgt auf Ulrich Mergner, der im Rahmen des von ihm vor einigen Jahren initiierten „Wissenschaftlichen Symposiums“ verabschiedet wurde.

Staatsforsten-Vorstand Reinhardt Neft lobte Mergner als einen stets wissbegierigen, mutigen und zukunftsgewandten Forstmann: „Mit seiner Arbeit hat er nicht nur den Forstbetrieb Ebrach geprägt, sondern die Waldbewirtschaftung weit über die Grenzen Bayerns hinaus beeinflusst“, so Neft. „Ulrich Mergner hatte immer das Wohl der ihm anvertrauten Wälder im Blick“, sagte Neft. „Mit Barbara Ernwein haben wir eine äußerst fähige Nachfolgerin gefunden, die in der Lage ist, die vielfältigen Herausforderung im Steigerwald zu meistern.“

Barbara Ernwein wurde 1979 im baden-württembergischen Crailsheim geboren und absolvierte ihr Studium an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg. Nach dem Referendariat in Bayern arbeitete sie zunächst für eine Forstbetriebsgemeinschaft und kam 2013 zu den Bayerischen Staatsforsten. Nach Aufgaben im Controlling und als Kundenbetreuerin Immobilien übernahm sie 2018 als Leiterin des Baumwipfelpfads Steigerwald Führungsverantwortung im Unternehmen. Mit ihrer Familie lebt sie seit drei Jahren in der Nähe von Ebrach und ist mit der Region bereits tief verwurzelt.

Der neuen Aufgabe als Forstbetriebsleiterin blickt sie mit viel Vorfreude entgegen: „Der Steigerwald ist durch die Arbeit von Försterinnen und Förstern zu dem Juwel geworden, das ich hier vorfinde.“ Großen Wert legt Ernwein darauf, naturschutzfachliche Aspekte mit der aktiven Bewirtschaftung zu vereinen. „Das Ebracher Modell der naturnahen Waldbewirtschaftung ist inzwischen Vorbild für Förster:innen in ganz Europa. Ich werde mich um die herausragenden Naturschutzleistungen der Wälder genauso kümmern, wie um die regionale Holzversorgung der Menschen und Sägewerke“, so Ernwein.

Und auch die Erholungsfunktion der Wälder – die gerade in Zeiten der Corona-Pandemie immer stärker in den Fokus rückt – wird ein zentrales Element ihrer Arbeit werden. „Der Wald als Erholungsort ist für mich als Mutter von drei Kindern ganz zentral. Ich werde versuchen, alle Ansprüche der Bürgerinnen und Bürger an den Steigerwald so gut wie möglich gerecht zu werden“, so Ernwein abschließend. Sie dankte ausdrücklich ihrem Vorgänger Ulrich Mergner, der den Steigerwald in den letzten Jahrzehnten wesentlich geprägt und weiterentwickelt hat.

Für Vorgänger Ulrich Mergner endet in diesen Tagen eine mehr als 45jährige forstliche Laufbahn. Er begann sein Forststudium 1975 an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München. Nach verschiedenen Stationen bei der damaligen Staatsforstverwaltung war Mergner ab 1997 an der Forstschule Lohr für die Ausbildung der angehenden Försterinnen und Förster zuständig. 2001 übernahm er die Leitung des Forstamts Lohr, mit Gründung der Bayerischen Staatsforsten im Jahr 2005 wurde er Leiter des Forstbetriebs Ebrach. Eine Reihe von forstlich geprägten Auslandsaufenthalten während des Studiums und zahlreiche Studienreisen, die ihn bis in den Iran und die Ukraine führten, zeigen, dass ihm der Blick über den Tellerrand hinaus wichtig war. Mergner war allein im Forstbetrieb Ebrach an mehr als 70 Forschungsprojekten beteiligt. Das alle zwei Jahre stattfindende Wissenschaftliche Symposium geht auf seine Initiative zurück.

Mergner wird der forstlichen Welt erhalten bleiben, er will sich künftig Projekten widmen, die das Gemeinwohl der Wälder im Fokus haben. Ihn freue es besonders, so Mergner, „dass das Ebracher Trittsteinkonzept ein europaweites Vorzeigeprojekt geworden ist und in zahlreichen internationalen Publikationen als Best Practice-Beispiel für integrative Waldnutzung genannt wird.“ Ausdrücklich dankte Mergner seinen MitarbeiterInnen: „Nur durch ihre konsequente und achtsame Arbeit sei es möglich gewesen, das Naturschutz-integrativen Konzeptes auf so großer Waldfläche umzusetzen.“ Mergner will den Wald künftig aus einer etwas anderen Perspektive, aber nicht weniger intensiv wahrnehmen. 

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news-2510 Tue, 27 Apr 2021 15:15:03 +0200 Seeadler auf Abwegen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/seeadler-auf-abwegen.html Ein junges Seeadlerpaar hat es sich in einem Fischadlerhorst gemütlich gemacht, Bayerische Staatsforsten bauen künstliche Nisthilfen für Seeadler im kommenden Herbst

März 2021 – Seeadler und -adler sind alte Bekannte im Hessenreuther Wald. Den größeren Seeadler beobachtet der im östlichen Teil zustände staatliche Revierleiter Hans Frisch dort seit rund 10 Jahren, vor allem Einzelvögel. Der kleinere Fischadler dagegen brütet seit 2006 im Hessenreuther Wald. Für den Zugvogel wurden dafür in den vergangenen Jahren künstliche Nisthilfen eingerichtet. Dass dies auch für den Seeadler notwendig wird, zeigt eine besondere Entdeckung: Ende März, Anfang April kommen die Fischadler aus Ihren Winterquartieren im südlichen Europa und nördlichen Afrika zurück. Förster Hans Frisch überprüft zu dieser Zeit daher immer die in seinem Revier angelegten künstlichen Nisthilfen. Bei einem seit Jahren besetzten Fischadlerhorstes, konnte er dabei beobachten, dass anstatt Fischadler ein Seeadlerpaar, die künstlich errichtete Nisthilfe bezogen hatte.

Gemeinsam mit dem Großvogelexperten Carsten Rohde konnte vor Ort feststellen, dass es sich bei dem Adlerpaar um ein älteres unebringtes Männchen und um ein beringtes 4-jähriges Weibchen handelt. Das Weibchen wurde am 22.05.2018 bei Ebermannsdorf (Lkr. Amberg) beringt und ist mit ihren vier Jahren noch nicht geschlechtsreif. Mit einer Seeadlerbrut in diesem Jahr ist also noch nicht zurechnen. Zudem ist der Fischadlerhorst für eine Seeadlerbrut nicht gut geeignet. Warum das Seeadlerpaar diesen für Seeadler untypischen Nistplatz dennoch ausgewählt hat, ist unbekannt.

Da nach Ansicht des Experten Rohde zeigt das Verhalten aber, dass im kommenden Jahr mit der ersten Brut dieses Paares zu rechnen ist. Um die Ansiedlung von Seeadlern im Hessenreuther Wald zu unterstützen, werden die Bayerischen Staatsforsten im Herbst daher vier künstliche Seeadlernisthilfen errichten. Damit wird das Ziel verfolgt, die Bruten in Bereiche zu lenken in denen sie weitestgehend ungestört erfolgen können. 

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news-2509 Tue, 27 Apr 2021 15:07:49 +0200 Der nächste Winter kommt bestimmt: Brennholz selber machen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/der-naechste-winter-kommt-bestimmt-brennholz-selber-machen.html Jetzt das Holz für den nächsten Winter machen, Stehendes Holz oder an den Waldweg gerückte Stämme gibt es bei den Bayerischen Staatsforsten

27. April 2021, Schnaittenbach - Draußen wechseln sich seit Tagen Schnee- und Graupelschauer ab. Und nach dem kalten Winter und dem bis lang kalten Frühjahr in dem wir durch Corona gezwungen waren mehr Zeit im Haus zu verbringen machen sich nun die Spätfolgen bemerkbar: Durch das Mehr an Heizen sind die Vorräte an Brennholz geschwunden und müssen wieder aufgestockt werden.

Nachschub gibt es in der Region über den Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten, der Brennholz zum Selbermachen anbietet. Ganz im Stil des Do-it-yourself muss hierzu im Wald kräftig angepackt werden. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Das Kleinschneiden und spalten von Holz, das bereits gefällt und an den Waldweg verbracht wurde, Forstleute sagen rücken dazu. Oder die anspruchsvollere aber auch günstigere Methode, die Selbstwerbung. Dazu müssen mit der Motorsäge die vom Förster ausgewählten Bäume zu Fall gebracht und dann noch kleingeschnitten werden.

Grundsätzlich gilt aber, wer mit der Motorsäge im Wald arbeiten möchte braucht dafür einen Art Führerschein. Über die gefährliche Arbeit im Wald sind wir uns bewusst und gerade deswegen ist der Nachweis über einen besuchten Motorsägen-Lehrgang (die voraussichtlich auch bald wieder angeboten werden können) Pflicht. So können wir davon ausgehen, dass nur geschulte Selbstwerber auf unseren Flächen arbeiten, so der Leiter des Forstbetriebs Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten, Philipp Bahnmüller. Neben der Sicherheit ist die Nachhaltigkeit oberstes Gebot bei der Forstwirtschaft. Es werde immer nur so viel Holz geerntet wie immer wieder nachwächst. So bliebe der Wald auch in Zukunft erhalten, so Forstbetriebsleiter Bahnmüller weiter. Zudem sei Brennholz meist ein Koppelprodukt, aus dem Teil des Baumes aus dem keine Bretter gesägt werden können oder es handelt sich dabei um Holz aus Durchforstungen.

In jedem Revier des Forstbetriebs bieten sich Flächen für Selbstwerber an, wie zum Beispiel im Revier Hessenreuth bei Förster Hans Frisch. Im Hessenreuther Wald gibt es viele junge Buchenbestände, die durch Selbstwerber gepflegt werden können. Um den Zuwachs auf die besten Bäume zu lenken und den Bestand zu stabilisieren müssen sogenannte Bedränger entnommen werden. Die Bedränger-Bäume, wurden zuvor sorgfältig durch den Revierleiter ausgesucht und farblich markiert. Einfacher wäre es wohl die Fläche maschinell bearbeiten zu lassen, doch will man lieber der örtlichen Bevölkerung die Möglichkeit geben, den Wald aktiv mitzugestalten und das Holz zu nutzen, so Revierleiter Hans Frisch. Außerdem ist es schön, sich ab und zu mit den Selbstwerbern auszutauschen und sie noch mehr über verschiedene Zusammenhänge in unseren Wäldern aufzuklären. Und nicht zu vergessen: Die Arbeit im Wald und an der frischen Luft ist anstrengend, macht aber auch große Freude.

Wenn bei Ihnen das Interesse besteht, regionales, nachhaltig gewachsenes Brennholz selbst einzuschlagen, setzen Sie sich gerne mit Revierleiter Hans Frisch telefonisch in Verbindung. Er ist von Montag bis Freitag von 06.30 Uhr bis 07.00 Uhr unter der 09644 297 zu erreichen. Aber auch in anderen Revieren des Forstbetriebs Schnaittenbach können Sie Brennholz erwerben mehr Informationen finden Sie auf der Forstbetriebsseite!

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news-2508 Tue, 27 Apr 2021 08:05:30 +0200 Waldführung am 07. Mai 2021 im Forstbetrieb Ebrach entfällt! https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldfuehrung-am-07-mai-2021-im-forstbetrieb-ebrach-entfaellt.html Die Waldführung am 07. Mai 2021 um 15.00 Uhr am Forstbetrieb Ebrach durch unsere Revierleiterin Frau Petra Diener im Revier Hundelshausen findet nicht statt.

Begründung: 12. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (Corona-Verordnung) der Bayer. Staatsregierung.

Der Forstbetrieb wird den Waldbegang nachholen, sobald wieder Führungen erlaubt sind.

 

Auch die übrigen Waldbegänge aus unserem Programm  „Mit Försterin und Förster unterwegs im Steigerwald“ - stehen unter dem Vorbehalt der Erlaubnis im Zuge weiterer Entscheidungen im Zusammenhang mit künftigen Corona-Regelungen.

 

Weitere Informationen erhalten Sie direkt beim Forstbetrieb Ebrach!

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news-2507 Mon, 26 Apr 2021 14:56:47 +0200 Bayerische Staatsforsten melden über 1,5 Mio. zusätzliche Klimabäume im vergangenen halben Jahr: https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/bayerische-staatsforsten-melden-ueber-15-mio-zusaetzliche-klimabaeume-im-vergangenen-halben-jahr.html
  • Hauptsächlich Eichen, Tannen und Buchen gepflanzt
  • Vorrang für heimische Baumarten
  • In kommender Pflanzsaison (Herbst 2021 / Frühjahr 2022) 1,2 Mio. zusätzliche Bäume geplant
  • Regensburg, 25 April 2021 – In einer ersten Zwischenbilanz zu neuen Baumpflanzungen im bayerischen Staatswald teilen die Bayerischen Staatsforsten mit, dass über 1,5 Millionen zusätzliche Klimawald-Bäume seit Oktober 2020 zur Bewältigung des Klimawandels gepflanzt und gesät wurden. Für die nächste Herbst- und Frühjahrs-Pflanzsaison planen die Bayerischen Staatsforsten aktuell mit 1,2 Mio. zusätzlichen Klimawald-Bäumen.

    Die Bayerischen Staatsforsten pflanzen mit den zusätzlichen neuen Klimawald-Bäumen insgesamt rund 6 Millionen junge Bäume jährlich für den Zukunftswald von morgen – also eine Million Bäume mehr pro Jahr als in ihrem standardmäßig laufenden Waldumbauprogramm. Bis Ende 2024 sollen so insgesamt 30 Millionen neue Bäume im Staatswald gepflanzt werden. Ziel der zusätzlichen Klimawald-Pflanzungen ist es, den Umbau der bayerischen Wälder im Zuge des immer schneller voranschreitenden Klimawandels hin zu klimatoleranten und stabilen Mischwäldern zu beschleunigen.   

    Starke Eichenmast sorgt für viele junge Eichen im Staatswald – gute Naturverjüngungssituation forciert Waldumbau zusätzlich
    Über die Hälfte der neuen Bäumchen, die gepflanzt oder gesät wurden, waren Eichen. „Ausschlaggebend für den hohen Eichen-Anteil war eine starke Eichenmast im vergangenen Jahr“, so ein Sprecher der Bayerischen Staatsforsten. Aber auch Tannen, Buchen, Douglasien und Lärchen sowie seltenere Baumarten wie Elsbeeren, Kirschen und Esskastanien wurden in den vergangenen Wochen verstärkt gepflanzt. „Diese Baumarten kommen mit Klimawandel, Trockenheit und Insekten deutlich besser zurecht als andere“, so der Sprecher weiter. Aufgrund der neuen Klimawaldkulturen und der z. T. sehr günstigen Naturverjüngungssituation können die Bayerischen Staatsforsten zu den bisherigen 7.000 Hektar Waldumbaufläche pro Jahr zusätzlich weitere 1.000 Hektar pro Jahr zu klimastabilen Mischwäldern umbauen.

    „Unser Ziel ist es, diesen Umbau schneller als bisher geplant abzuschließen: Bis 2030 wollen wir im Bayerischen Staatswald den Waldumbau schaffen. Über die Hälfte ist schon erreicht. Jetzt müssen wir in den kommenden Jahren mit Hochdruck noch ca. 85.000 Hektar schaffen. Dabei hilft uns das Klimawald-Programm von Ministerpräsident Söder und Forstministerin Kaniber sehr“, so der Staatsforstensprecher weiter.   

    Mindestens 4 Bäume auf jeder Fläche als Ziel
    Entscheidend für den erfolgreichen Waldumbau und die Zukunftsfähigkeit des Waldes für kommende Generationen ist es, die richtigen Baumarten einzusetzen, d.h. Baumarten zu nutzen, die dem Klimawandel – also höheren Temperaturen, mehr Trockenheit, weniger Niederschlägen, aber auch verstärkt auftretenden Schädlingen – standhalten. Die heimischen Baumarten bleiben dabei weiterhin die tragende Basis eines klimagerechten Waldbaus. Hier wird es allerdings eine Verschiebung in der Baumartenzusammensetzung geben.

    „Wir müssen auf bewährte Baumarten setzen wie Tanne, Eiche, Douglasie, Buche – aber auch auf seltenere, bisher nur in geringerem Umfang gepflanzte Baumarten wie Elsbeere, Flatterulme, Esskastanie, Kirsche, Eibe, Feldahorn, Sommer-/Winterlinde. Wir werden zu einer größeren Vielfalt im Wald kommen, da gerade die Mischung bei einer unsicheren Zukunft die beste Risikoabsicherung ist. Nach Möglichkeit streben wir mindestens 4 verschiedene Baumarten auf einer Fläche an“, so der Sprecher weiter. Ziel der Klimawald-Kulturen ist es, dass die neue Baumartenzusammensetzung deutlich klimatoleranter ist als die bisherige. Fichten und Kiefern werden in Bayerns Zukunftswäldern langfristig deutlich weniger Anteile haben als heute.

    Vorsichtig sind die Staatsforsten beim Ausbringen nicht heimischer Baumarten. „Gastbaumarten aus den warm-trockenen Klimazonen, die es auch in Bayern verstärkt geben wird, sind eine Option, müssen aber zunächst in wissenschaftlich begleiteten Praxisanbauversuchen genau getestet werden. Es dauert zehn bis zwanzig Jahre, bis wir entscheiden können, ob und wo neue Baumarten wie Atlaszeder, Libanonzeder oder Baumhasel in nennenswerten Stückzahlen ausgebracht werden könnten“, so der Sprecher.

    Klimawandel gezielt begegnen: Die richtigen Baumarten für die jeweilige Region
    Der Klimawandel wirkt sich in Bayern regional unterschiedlich aus. Schon heute zeigt sich, dass die Anzahl der Tage mit einer eingeschränkten Wasserversorgung für die Wälder nördlich der Donau stärker angestiegen ist als südlich der Donau. Trotz der Erwartung, dass es im Allgemeinen wärmer wird, muss weiterhin mit kalten Wintern und Spätfrösten gerechnet werden. Das gilt insbesondere für einige Regionen in Südbayern. Dies muss bei der Baumartenwahl berücksichtigt werden.

    Nordbayern: Borkenkäfer-Schadflächen im Frankenwald und Trockenschäden an Buchen und Kiefern in ganz Franken
    Besonders hart durch Trockenheit, Hitze und Borkenkäfer getroffen hat es in den letzten beiden Jahren den Frankenwald sowie Teile Ober-, Unter- und Mittelfrankens. Um die Schadflächen im Frankenwald aufzuforsten und die dort schwer geschädigten Fichtenbestände umzubauen, wurde hier neben vielen anderen Baumarten ein Schwerpunkt auf Eichen und Tannen gesetzt. Beide Baumarten können durch ihr tiefes Wurzelwerk Feuchtigkeit aus unteren Bodenschichten erschließen.  

    Auch in anderen fränkischen Landesteilen – bspw. im Spessart, der Fränkischen Platte sowie in den Staatswaldgebieten um Forchheim und Pegnitz – haben Trockenheit und Hitze zu Schäden an Fichten, Kiefern und auch Buchen geführt. Neben der Eiche, Tanne und Douglasie werden hier auch seltene heimische Baumarten wie Elsbeere, Kirsche und Edelkastanie Teil der neuen Klimawald-Kulturen sein.  

    Südbayern: Schneebruch-Schäden in Berchtesgaden und Schäden des Sturms Sabine im Allgäu
    In Südbayern wurden die Staatswälder rund um den Forstbetrieb Berchtesgaden am stärksten durch die zusätzlichen Klimawald-Kulturen unterstützt. Auf einer Fläche von insgesamt knapp 30 Hektar haben die Forstwirtinnen und Forstwirte der Bayerischen Staatsforsten in den vergangenen Wochen vor allem Tanne, Buche und Eibe gepflanzt, um den durch einen Wintersturm 2019 geschädigten Bergwäldern zu helfen. Aber auch in den anderen Gebirgsforstbetrieben sowie in den Wäldern rund um München werden Tannen, Buchen, Eichen und seltene, trockenheitstolerante Edellaubhölzer wie Ulme, Sommer- und Winterlinde verstärkt in den Boden eingebracht, um einen stabilen und leistungsfähigen Klimawald zu begründen. In den alpinen Regionen müssen die Försterinnen und Förster noch stärker als in Franken darauf achten, dass es trotz des Klimawandels immer wieder strenge Fröste geben kann. Die klimatoleranten Baumarten müssen auch das aushalten können.

    Im durch den Februarsturm Sabine 2020 schwer getroffenen Forstbetrieb Sonthofen im Allgäu spielen neben den genannten Bäumen zudem auch die Douglasie sowie Eiche und Kirsche eine wichtige Rolle.

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    news-2506 Thu, 22 Apr 2021 14:16:43 +0200 Froschkönig: Forstbetrieb Fichtelberg legt zahlreiche Feuchtbiotope an https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/froschkoenig-forstbetrieb-fichtelberg-legt-zahlreiche-feuchtbiotope-an.html 22. April 2021, Fichtelberg – Verteilt im Fichtelgebirgswald hat der Forstbetrieb Fichtelberg im vergangenen Jahr neue Feuchtbiotope für Amphibien und Libellen geschaffen, die hier Laichplatz und Lebensraum bekommen sollen. Jetzt im Frühjahr zeigen sich schon erste Erfolge.

    Vorsichtig schöpft Bernhard Kraus mit einem Eimer am Rand eines kleinen Tümpels im Wald unterhalb der Platte. Der Förster greift in das Gefäß und hält gut hundert winzig kleine, gerade schlüpfende Kaulquappen in seinen Händen. „Ist das nicht ein kleines Wunder?“ fragt er respektvoll. Hier in dem künstlich angelegten Feuchtbiotop finden Amphibien wie Grasfrosch und Erdkröte geeigneten Laichplatz und sicheren Lebensraum. Einigermaßen sicher jedenfalls. Denn auch Kreuzotter und Schwarzstorch haben die Feuchtbiotope schon gefunden und nutzen sie als Nahrungsquelle.

    Bernhard Kraus interessiert sich schon in seiner Jugend für die glitschigen Wesen. Damals erkundete er rund um seinen Heimatort Fichtelberg die Steinbruchlöcher und erforschte die Entwicklung von Kaulquappen zuhause im Einmachglas. Jetzt als Förster bei den Bayerischen Staatsforsten betreut er die Wälder vom Silberhaus bis hinauf zum Nusshardt. Allein im letzten Jahr hat er in seinem Zuständigkeitsbereich 17 größere und kleinere Feuchtbiotope anlegen lassen. Damit war er im vergangenen Jahr der Förster mit der größten Zahl von neugeschaffenen Tümpeln und deshalb der ungekrönte Froschkönig.

    Im ganzen Bereich des Forstbetriebs Fichtelberg, der den westlichen und südlichen Teil des Fichtelgebirges umfasst, entstanden im letzten Jahr 26 neue Tümpel mit einer Gesamtfläche von knapp 2.000 m². Das ergänzt zusammen mit den schon vorhandenen Feuchtbiotopen und Weiherflächen das dichtes Netz von geeigneten Amphibien-Lebensräumen im Fichtelgebirgswald.

    „Wir legen die Feuchtbiotope gezielt abseits von öffentlichen Straßen an, auf denen die Frösche bei ihren Wanderungen zu den Laichplätzen und später als Frosch in großer Gefahr wären.“ erklärt der Förster. „Die Tümpel haben Flachwasserzonen, in denen sich das Wasser schnell erwärmt, aber auch tiefere Bereiche, die als Rückzugsort und Überwinterungsraum dienen können.“

    In den kommenden Jahren erwartet Bernhard Kraus, dass sich die Ufer der neu ausgebaggerten Tümpel bewachsen und sie damit noch attraktiver für Amphibien werden. Aber bereits jetzt schwimmen teilweise schon Laichballen und –schnüre im Wasser der neuen Lebensräume – ein unerwartet schneller, erster Erfolg.

    Die Anlage der Feuchtbiotope wird als besondere Gemeinwohlleistung der Bayerischen Staatsforsten gefördert von den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bayreuth und Münchberg. 

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    news-2505 Tue, 20 Apr 2021 11:22:20 +0200 Nutzen und Schützen – Im Wald kein Widerspruch https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/nutzen-und-schuetzen-im-wald-kein-wiederspruch.html Sonthofen, 19.04.2021 – Die Bayerischen Staatsforsten haben den Auftrag, den Staatswald allumfassend zu betreuen. Dazu gehört auch, Bäume zu fällen für den nachhaltigen, regionalen Rohstoff Holz. Der Waldnaturschutz spielt dabei eine gleichgroße Rolle. „Nutzen und schützen auf der gleichen Fläche, das ist unser integrativer Ansatz“, erklärt Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting.

    Zur Umsetzung der Waldbau- und Naturschutzziele im bayerischen Staatswald werden die Waldbestände vor jeder geplanten Holznutzung vom zuständigen Revierförster entsprechend begangen und vorbereitet. „Jeder für die Holzernte vorgesehene Baum wird von uns ausgezeichnet, also farblich i.d.R. in Rot markiert“ berichtet Förster Rainer Ruf. „Dabei achten wir besonders auf vorhandene Biotopbäume. Diese wollen wir erhalten und deshalb werden die bei uns mit einer gelben Wellenlinie markiert. Bei der Holzernte werden sie dann nicht versehentlich gefällt oder beschädigt“, so Förster Ruf weiter.

    Biotopbäume sind lebende Bäume mit z.B. Specht- oder Faulhöhlen. Auch hohle oder angemorschte Bäume, solche mit abgebrochenen Kronen oder Zwieseln, lebende Baumstümpfe, teilweise abgestorbene Individuen, auch Bäume mit Pilzbefall oder besiedelt von seltenen Flechten. Diese Bäume haben eine besondere Bedeutung für die biologische Vielfalt und sind ein wertvoller Lebensraum für Käfer, Pilze, Vögel, Fledermäuse oder Flechten. Deshalb sollen sie im Staatswald erhalten und angereichert werden. Angestrebt werden in naturnahen Wäldern ungefähr zehn Biotopbäume je Hektar, im Forstbetrieb Sonthofen sind es bereits elf Stück pro Hektar. Darüber hinaus werden auch alte, sehr dicke Bäume, sogenannte Methusaleme nicht geerntet. Methusalem bei den Staatsforsten wird ein Baum, wenn er z.B. als Fichte oder Weißtanne in Brusthöhe mindestens einen Meter oder als Buche mindestens 80 cm Durchmesser hat. Diese Bäume werden mit zunehmenden Alter bis zum natürlichen Absterben ökologisch immer wertvoller.

    Aber auch abgestorbenes und vermoderndes Holz spielt beim Waldnaturschutz eine sehr wichtige Rolle. Über 20% der im Wald lebenden Vögel und Säugetiere, sowie viele Pilze und Flechten sind auf Totholz angewiesen. Die abgestorbenen Bäume bieten ihnen die notwendige ökologische Nische. Deshalb soll stehendes und liegendes Totholz im Staatswald gezielt belassen und vermehrt werden. Soweit wie möglich verbleibt es auch in bewirtschafteten Beständen im Wald. Ziel ist es je nach Alter und Zusammensetzung der Wälder 20 bis 40 Kubikmeter Totholz je Hektar anzureichern. „Mit durchschnittlich 33 Festmetern je Hektar bzw. über 500.000 Festmetern Totholz im Sonthofener Staatswald bewegen wir uns deutlich über dem bayerischen Durchschnitt“, freut sich Forstbetriebsleiter Jann Oetting.

     

    Den integrativen Weg beim Waldnaturschutz – Nutzen und Schützen auf gleicher Fläche – bei den Bayerischen Staatsforsten findet Revierförster Rainer Ruf gut und praktikabel, auch wenn er manchmal an seine Grenzen stößt. So dürfen die Waldarbeiter bei der Baumfällung nicht durch tote Bäume, die unkontrolliert umfallen können, gefährdet werden. Entweder wird der Gefahrenbereich nicht bearbeitet oder das Totholz muss gefällt werden. Auch an Waldwegen, Parkplätzen, Erholungseinrichtungen und Ähnlichem wird regelmäßig kontrolliert, ob Biotopbäume oder Totholz eine Gefahr für die Waldbesucher sind. Ist dies der Fall, werden sie beseitigt. Ein weiteres Beispiel, bei dem es zwischen Nutzen und Schützen abzuwägen gilt, ist die Borkenkäferbekämpfung und –profilaxe. Vom Borkenkäfer befallene Fichten sterben ab. Lässt man der Sache freien Lauf, würde in kurzer Zeit Totholz angereichert, aber zugleich würde sich der Borkenkäfer vermehren und große Schäden im bewirtschaftetem Wald verursachen. Deshalb gilt es, befallene Bäume rasch zu fällen und zu ernten. Ist der Borkenkäfer bereits ausgeflogen und der Baum abgestorben, kann er auch ohne negative Folgen als Totholz belassen werden.

    „Bei allen kleinen Konfliktfeldern, die lösbar sind, bin ich ein klarer Verfechter des integrativen Waldnaturschutzes im Bayerischen Staatswald“, positioniert sich Forstbetriebsleiter Jann Oetting. „Darüber hinaus haben wir am Forstbetrieb Sonthofen ca. 1.300 Hektar Waldfläche an verschiedenen Waldorten in allen Forstrevieren als Naturwaldflächen ausgewiesen. Das sind naturnahe Wälder mit besonderer Bedeutung für die Biodiversität. Diese Wälder werden nicht bewirtschaftet. Auf Holznutzung wird bewusst verzichtet, damit eine natürliche, vom Mensch unbeeinflusste Waldentwicklung vonstattengehen kann und ökologisch wertvolle Trittsteine erhalten bleiben oder entstehen.“

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    news-2504 Fri, 16 Apr 2021 11:09:02 +0200 Wildlinge für den gemischten Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wildlinge-fuer-den-gemischten-wald.html St. Martin bei Lofer, 16. April 2021 - Die Bayerischen Saalforste pflanzen in diesem Frühjahr rund 30.000 junge Bäumchen in die Wälder zwischen Leogang und Unken. Besonders an die Gebirgs- und Standortbedingungen angepasst, sind ca. fünfjährige Pflanzen – sogenannte Buchenwildlinge -  die in buchenreichen Waldteilen natürlich herangewachsen sind. Sie werden derzeit von Waldarbeitern des Forstbetriebs ausgehoben, damit sie im Laufe der nächsten Tage in Waldteile mit bisher überwiegend Nadelholz verpflanzt werden können.

    In diesem Frühjahr werden die Bayerischen Saalforste rund 30.000 junge Pflanzen in die Bergwälder zwischen Leogang und Unken pflanzen; Lärchen, Tannen, Zirben und Buchen bilden dabei den Schwerpunkt. Die jahrhundertelang von der Fichte dominierten Saalforstwälder werden in Zeiten des Klimawandels in baumartenreiche Wälder für die Zukunft umgebaut. Ziel ist es die Wälder durch mehr Baumarten zu mischen, damit sie den Anforderungen eines heißeren Klimas in der Zukunft gewachsen sind. Die Fichte wird in der Mischung sicherlich weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Das Risiko, die Fichte wegen Hitze und Borkenkäfer zu verlieren wird durch den Klimawandel immer größer, das Zusammenbrechen von Waldteilen wird mit dem Einbringen von Mischbaumarten jedoch vermindert.

    Zwei Waldarbeiter der Saalforste, Andreas Fernsebner und Martin Millinger, sind derzeit mit großer Freude an der Arbeit in den buchendominierten Wäldern um Reith bei Unken unterwegs, um junge Buchenwildlinge zu gewinnen. Die Altbuchen werfen regelmäßig ihre Bucheckern ab und hunderttausende junge Buchen sind im Schatten der Altbäume herangewachsen. Die feuchte Aprilwitterung nutzen die beiden Waldarbeiter aktuell, um rund 13.000 dieser sogenannten Wildlinge aus dem Boden zu ziehen. In einigen Tagen werden sie dann in Waldteile verpflanzt, in denen bisher die Fichte vorherrscht. Dort werden sie ein wichtiges Element für zukunftsfähige, baumartenreich aufgebaute Bergwälder sein.

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    news-2503 Tue, 13 Apr 2021 08:58:00 +0200 Neue Revierleiterin für das Forstrevier Holzheim am Forst https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neue-revierleiterin-fuer-das-forstrevier-holzheim-am-forst.html Katharina Vogl seit 1. April am Forstbetrieb Burglengenfeld

    Burglengenfeld, 13. April 2021 - Nachdem die bisherige Revierleiterin Lea Franz Anfang März an den Forstbetrieb Pegnitz gewechselt hat, ist nun bereits für ihre Nachfolge gesorgt: Am 1. April 2021 hat Katharina Vogl ihren Dienst am Forstbetrieb Burglengenfeld angetreten. Die gebürtige Chamerin war nach ihrer im vergangenen Jahr abgelegten Staatsprüfung zunächst am Forstbetrieb Flossenbürg eingesetzt und ergreift jetzt die Chance, ihre erste feste Revierstelle in der heimatlichen Oberpfalz zu erhalten.   

    Forstbetriebsleiter Hans Mages beglückwünschte Katharina Vogl zu ihrer neuen Aufgabe und hieß sie im Team des Forstbetriebs herzlich willkommen. „Wir sind froh, dass das Revier so rasch wiederbesetzt wurde – denn Arbeit steht mehr als genug an“ so Mages. Er freue sich auch, dass die Wahl wieder auf eine junge Försterin gefallen sei. Zum einen brächten junge Menschen immer auch neue Ideen und Fähigkeiten in ein Team, zum anderen seien mehr Frauen in der immer noch von Männern dominierten forstlichen Arbeitswelt eine Bereicherung. Derzeit werden im Forstbetrieb Burglengenfeld zwei von den zehn Revieren von Försterinnen geleitet, in vier Revieren sind junge Kolleginnen und Kollegen tätig.

    Der Sitz des Reviers Holzheim am Forst befindet sich im Burglengenfelder Forstbetriebsgebäude in der Kallmünzer Straße 1. Hier ist Frau Vogl unter der Tel.-Nr. 09471/7031-25 und zu ihren Sprechzeiten donnerstags von 15-17 Uhr zu erreichen.

    Der Schwerpunkt des Reviers liegt in den größeren Staatswaldflächen bei Burglengenfeld und Teublitz im Landkreis Schwandorf. Gerade bei Erholungssuchenden ist der Staatswalddistrikt „Raffa“ südlich von Burglengenfeld bekannt und beliebt. Mit Flächen z. B. bei Regenstauf erstreckt sich das Revier aber auch in den Landkreis Regensburg.

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    news-2502 Tue, 13 Apr 2021 08:42:00 +0200 Staffelstabübergabe im Forstrevier Sulzschneider Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/staffelstabuebergabe-im-forstrevier-sulzschneider-wald.html Sonthofen, 13. April 2021 – Das Forstrevier Sulzschneider Wald hat einen neuen Leiter. Johannes Nachbar (32) hat das Revier der Bayerischen Staatsforsten (BaySF), das dem Forstbetrieb Sonthofen zugeordnet ist, zum 01. April 2021 übernommen. Sein Vorgänger, der langjährige Revierleiter Jürgen Sander, wurde zum 01. April 2021 in den Ruhestand verabschiedet.

    Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting bedankt sich bei Jürgen Sander im Namen der BaySF für seine fast 40-jährige, engagierte Arbeit und wünscht ihm alles Gute für die neue Lebensphase. Seinen Nachfolger begrüßt Jann Oetting mit den Worten: „Da arbeiten, wo andere Urlaub machen – was will man mehr? Ich heiße Johannes Nachbar beim Forstbetrieb Sonthofen herzlich willkommen! Mein ganzes Team und ich freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ihm“.

    Das Forstrevier Sulzschneider Wald umfasst eine Größe von ca. 1900 Hektar, erstreckt sich zwischen Marktoberdorf, Roßhaupten und Seeg und weist einige historisch interessante Waldabteilungen wie den „Augsburger Wald“ oder „Lehenhof“ auf. Weitere Besonderheiten sind die zahlreichen Naturschutz- und Moorflächen, blütenreiche Feuchtwiesen sowie das Naturwaldreservat Senkele mit dem dazugehörigen Naturlehrpfad.

    Das Revier ist geprägt durch die Anfangs der 1990iger Jahre aufgetretenen Sturmereignisse „Vivian“ und „Wiebke“ und hat auch unter der Borkenkäferplage der letzten Sommer gelitten. Nochmals Forstbetriebsleiter Jann Oetting: „Jürgen Sander hat das schon in den 1980ern begonnene Projekt, den Sulzschneider Wald mit der stabilen Weißtanne umzubauen, erfolgreich fortgesetzt und mit der Einbringung weiterer klimatoleranter Mischbaumarten bereits große Waldumbauarbeit geleistet. Über hunderttausend junge Bäume wurden allein in den vergangenen zehn Jahren gepflanzt. Auch im Bereich des Naturschutzes hat sich in den vergangenen Jahren in diesem Revier viel bewegt. So wurden zahlreiche Hochmoorflächen renaturiert und viele Blühflächen angelegt, um Raum für Schmetterlinge und Insekten zu schaffen.“

    Als Aufgabe für den neuen Förster sieht der Leiter des Forstbetriebs Sonthofen für den Sulzschneider Wald die Fortsetzung des voranschreitenden Umbaus des Waldes in einen artenreichen Mischwald aus Arten wie Fichten, Tannen, Schwarzerlen und Bergahornen sowie den Erhalt der wertvollen Hochmoore und Moorrandwälder.

    Der neue Revierleiter Johannes Nachbar stammt aus Dösingen im Ostallgäu und bringt bereits Revier- und waldbauliche Erfahrungen mit. Nach dem Studium an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf hat er zunächst als Geschäftsführer bei der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Kaufbeuren Berufserfahrungen gesammelt. Seine Laufbahn bei den BaySF begann er im Forstbetrieb Neureichenau und wechselte anschließend an die Dienststelle Otterfing, die zum Forstbetrieb Schliersee gehört. Jetzt kehrt der neue Sulzschneider Förster zurück in die Heimat an den Dienstsitz des Reviers Sulzschneider Wald in Steinbach, Gemeinde Stötten am Auerberg.

    Johannes Nachbar freut sich auf die neue Herausforderung: „Den von Jürgen Sander begonnenen Umbau der Bestände hin zu klimafesten Zukunftswäldern werde ich mit großem Engagement weiter vorantreiben“.

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    news-2501 Fri, 09 Apr 2021 09:07:27 +0200 Große Bestandsaufnahme für Bayerns Wälder https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/grosse-bestandsaufnahme-fuer-bayerns-waelder.html Forstministerin Michaela Kaniber startet vierte Bundeswaldinventur

    8. April 2021, München – Seit kurzem erheben zwanzig speziell geschulte Försterinnen und Förster der Bayerischen Forstverwaltung bayernweit Daten über den Zustand und die Veränderung der Wälder. Dies geschieht im Rahmen der vierten Bundeswaldinventur. Den Startschuss für diese großflächige Bestandsaufnahme in Bayern gab Forstministerin Michaela Kaniber. „Bayern ist das Land mit der größten Waldfläche in Deutschland. Und damit das so bleibt, bauen wir unsere Entscheidungen auf eine möglichst gute Datenbasis. Alle zehn Jahre sammeln unsere Försterinnen und Förster stichprobenartig Daten über dieses einzigartige Ökosystem. Es ist eine Mammutaufgabe, die nahezu zwei Jahre in Anspruch nimmt. Sie ist aber unglaublich wichtig und wertvoll“, sagte die Ministerin.

    Die Gesellschaft hat vielfältige Ansprüche an das Ökosystem Wald. Anhand der gewonnenen Ergebnisse wird bewertet, ob die Wälder in Bayern sowie in ganz Deutschland ihre Funktion als Lebensraum, Klimaschützer und Rohstofflieferant erfüllen. Die Erhebungen sind gleichzeitig auch Basis für internationale Berichte, wie etwa das Kyoto-Protokoll und die Klimarahmenkonvention. In den kommenden zwei Jahren werden bayernweit rund 100.000 Bäume vermessen. Neben Baumart, Alter und Wachstum der Bäume, werden auch naturschutzrelevante Parameter und das Totholz mit aufgenommen. Daraus können der aktuelle Zustand des Waldes und seine Veränderung seit der letzten Bundeswaldinventur im Jahr 2012 abgeleitet werden. Erstmals werden bei dieser vierten Bundeswaldinventur auch DNA-Proben genommen, um die genetische Vielfalt zu ermitteln. Auch das Thema Digitalisierung spielt eine größere Rolle, so werden versuchsweise moderne Fernerkundungsdaten genutzt.

    Die bundesweite Bestandsaufnahme der Wälder findet alle zehn Jahre unter der Federführung des Bundeslandwirtschaftsministeriums statt. Allein in Bayern werden bei dem Stichprobenverfahren ca. 8.000 Inventurpunkte vermessen. Mit den Ergebnissen der Bundeswaldinventur wird frühestens 2024 gerechnet. Weitere Informationen gibt es unter www.bundeswaldinventur.de.

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    news-2500 Thu, 01 Apr 2021 08:41:00 +0200 Pflanzen für den Klimaschutz https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/pflanzen-fuer-den-klimaschutz.html Kaisheim, 01. April 2021 – Der Forstbetrieb Kaisheim der Bayerischen Staatsforsten wird nach Ostern seine Frühjahrspflanzsaison abschließen. „Alleine in diesem Frühjahr haben wir weit über 100.000 Bäume gepflanzt, um unsere Wälder klimaresistenter zu machen. In erster Linie waren dies Eiche, Edellaubholz, Douglasie und Tanne, die in puncto Klimaveränderung als besonders stabile Baumarten gelten.“ so Helmut Weixler, der Leiter des Forstbetriebs. „So kommen wir jedes Jahr dem Ziel gemischter und stabiler Wälder ein gutes Stück näher!“

    Der Forstbetrieb beteiligte sich dabei auch an dem Projekt „100.000 Bäume für den Landkreis Donau-Ries“. Das Leitungsteam des Forstbetriebs legte hierbei selbst Hand an und pflanzte unter anderem mehrere hochstämmige Apfelbäume auf einer Streuobstwiese bei Hafenreut. Gepfanzt wurden die alten Apfelsorten Gewürzluiken, geflammter Kardinal, Kaiser Alexander und Jakob Fischer.

    Streuobstwiesen wird ein hoher naturschutzfachlicher Wert beigemessen. Insbesondere hochstämmige Obstbäume bieten zahlreichen Insekten und Vögeln einen geeigneten Lebensraum und tragen zusammen mit dem extensiv genutzten Grünland erheblich zur Biodiversität bei.

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    news-2499 Thu, 01 Apr 2021 08:09:00 +0200 Artenschutz durch Spezialisten https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/artenschutz-durch-spezialisten.html Bayerische Staatsforsten sichern Lebensraum für Spechte

    Nordhalben, 01. April 2021 – Eine außergewöhnliche Naturschutzaktion konnten manche Autofahrer in der Woche vor Ostern an der Staatsstraße 2198 zwischen Nordhalben und Geroldsgrün beobachten. Ein Spezialist der Bayerischen Staatsforsten kletterte auf mehrere Bäume entlang der Straße und entfernte mit Motorsäge die absterbenden Baumkronen bis auf einen Stumpf. Damit konnten die Höhlen in den Baumstämmen als Lebensraum für Spechte erhalten und die Verkehrssicherheit trotzdem hergestellt werden.

    An der Staatsstraße 2198 zwischen Nordhalben und Geroldsgrün stehen Ampeln und ein Fahrzeug mit Blinklicht der Straßenmeisterei Kronach. Immer wieder werden die Autofahrer von den Straßenmeistern Marco Förtsch und Wolfgang Lang angehalten, bis die Straße wieder sicher befahren werden kann.

    Die wartenden Autofahrer können aus der Entfernung eine außergewöhnliche Naturschutzaktion miterleben. Forstwirt Joachim Maryniak aus Issigau steigt mit einer speziellen Baum-Kletterausrüstung auf mehrere Bäume. An seinem Gürtel hängt eine leichte Motorsäge. Meter für Meter klettert er gesichert durch Steigeisen an den Füßen und Haltegurte um den Baum bis in die Baumkronen in 15 – 20 m Höhe. Seinen Ruf „Autos Stopp“ geben die Kollegen Udo Hohberger und Siegfried Hagen per Funkgerät an die beiden Straßenmeister weiter, die ihre Ampeln auf Rot schalten. Jetzt kann die Motorsäge gestartet werden. Ast für Ast wird die Baumkrone von oben nach unten eingekürzt. Am Ende bleibt ein 6 – 10 m hoher Baumstumpf, in dem sich die Spechthöhlen befinden.

    Revierleiter Christof Mörtlbauer hatte bei seinem jährlichen Begang entlang der Staatsstraße festgestellt, dass einzelne Bäume Schäden aufweisen und aus Gründen der Verkehrssicherheit gefällt werden müssen. Mit geschultem Auge hat er dabei entdeckt, dass Buntspecht und Grauspecht in einzelnen Laubbäumen Höhlen angelegt hatten, die Ihnen zur Aufzucht der Jungen dienen sollen. Nach Rücksprache mit der Unteren Naturschutzbehörde stand der Entschluss der Bayerischen Staatsforsten fest. Diese Bäume werden nicht gefällt, sondern nur soweit eingekürzt, dass ihre dürre Baumkrone keine Gefahr für die Benutzung der Straße darstellt.

    „Ich bin zufrieden, dass wir in einer gemeinsamen, aufwändigen Aktion die Lebensräume der Spechte im Staatswald erhalten und die Sicherheit der Straßennutzer herstellen konnten. Das war eine beispielhafte Zusammenarbeit zwischen den Bayerischen Staatsforsten, der Naturschutzbehörde und dem Staatlichen Bauamt Bamberg, Außenstelle Kronach“, ist das Fazit von Forstbetriebsleiter Fritz Maier nach Abschluss der Aktion. „Mein Dank gilt allen Beteiligten für Ihre gute Arbeit. Sie haben sehr fachmännisch den Schutz der Natur und die Verkehrssicherheit für die Bürger unter einen Hut gebracht“. 

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    news-2498 Wed, 31 Mar 2021 13:10:59 +0200 Waldumbau mit innovativer Technik https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldumbau-mit-innovativer-technik.html Neureichenau, 31. März 2021 - Der Waldumbau ist aktuell in aller Munde, vor allem nachdem die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Wälder in den letzten Jahren auch in der Öffentlichkeit immer stärker wahrgenommen werden. Zwar wird der Waldumbau noch viele Jahrzehnte in Anspruch nehmen, vor allem dort, wo noch junge Bäume gepflanzt werden müssen, doch andererseits ist der Waldumbau in einigen Wäldern schon seit vielen Jahren in vollem Gange und teilweise schon weit fortgeschritten: durch die geduldige Arbeit der Förster und Försterinnen am Forstbetrieb Neureichenau der Bayerischen Staatsforsten beispielsweise ist eine reichhaltige Naturverjüngung unter den alten Bäumen aufgewachsen. Dabei handelt es sich vor allem um junge Tannen und Buchen, aber auch viele Eichen, die als zukünftige Waldgeneration zur Verfügung stehen wo Stürme und Borkenkäfer dem Wald stark zugesetzt haben.

    Doch die Baumartenvielfalt in diesen jungen Wäldern muss von den Forstleuten aktiv erhalten werden, vor allem die jungen Eichen verlieren oft den Konkurrenzkampf mit anderen Baumarten, da sie mehr Licht benötigen. Diese sogenannte Waldpflege ist durch den Klimawandel mittlerweile auf großen Flächen notwendig und kann nicht mehr durch Handarbeit alleine erledigt werden. Der Forstbetrieb Neureichenau hat sich daher vor Kurzem bei den Kollegen im Forstbetrieb Schnaittenbach zu einer Alternative informiert: ein Harvester mit einem sogenannten Kombi-Aggregat unterstützt dort die schwierige Pflege in den schwer durchdringbaren jungen Wäldern. Diese Maschine ist in der Lage auch dünnere Bäumchen zu bündeln, die in Konkurrenz zu selteneren Mischbaumarten stehen, und abzuschneiden. Andere Maschinen können genau das nicht und kommen erst zum Einsatz, wenn es für den Erhalt der Mischung zu spät ist.

    Auf den ersten Blick scheint es paradox, dass eine große Maschine so junge Wälder pflegen soll. Sie hat aber entscheidende Vorteile: sie kann weit in die dichten Baumbestände hineingreifen und gezielt den jungen Mischbaumarten helfen. Zudem versprechen sich die Forstleute von dem Verfahren, dass frühzeitig eine gewisse Ungleichmäßigkeit in die dichten Bestände kommt. Dadurch entsteht die wichtige Waldstruktur, die später dafür sorgt, dass die einzelnen Bäume stabiler und robuster werden. Aus wissenschaftlichen Studien wird auch die Empfehlung abgeleitet, dass mäßige aber frühe Eingriffe zur Konkurrenzregelung wichtig sind, um besser auf kommende Trockenzeiten und Hitzeperioden reagieren zu können. Dadurch unterstützen die Forstleute den Wald in seiner Anpassung an den Klimawandel und sichern die Fortschritte des Waldumbaus.

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    news-2496 Tue, 30 Mar 2021 15:06:45 +0200 Der Osterhase bringt Bretter https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/der-osterhase-bringt-bretter.html Meisenkasten-Aktion der Grundschule und des Forstbetriebs Bodenmais

    Bodenmais, 30. März 2021 - „Alle Kinder der Grundschule bitte in den Pausenhof! – Der Osterhase war da!““ ließ sich Schulleiter Richard Lang von der Grund- und Mittelschule Bodenmais über Lautsprecher vernehmen – und alle bzw. alle, die im aktuellen Wechselunterricht da waren, folgten dem Aufruf.

    Allerdings machte sich dann Erstaunen breit, als im Hof kein Osterhase und keine Eier zu sehen waren, sondern „nur“ Ruth Waas vom Landesbund für Vogelschutz in Begleitung von Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl und Forstwirtschaftsmeister Paul Hilgart mit seiner Lehrlingstruppe vom Forstbetrieb. Und die hatten jede Menge Bretter dabei, allerdings in Form von Bausätzen für Meisenkästen.

    Hintergrund des Ganzen: „Wenn schon voraussichtlich keine Waldjugendspiele sein werden“, so Jürgen Völkl, „dann haben wir uns gedacht, die Lehrlingswerkstatt baut für unsere Schule Bausätze für Meisenkästen, und die bringen wir dann als Oster-Überraschung vorbei!“ Gesagt, getan – Ruth Waas vom Landesbund für Vogelschutz war natürlich auch gerne mit von der Partie; sie erzählte den Kindern einiges über die Kohlmeise, die Blaumeise und diverse andere Gartenvögel – sozusagen den ökologischen Hintergrund für die Meisenkasten-Aktion.

    Jedes Kind konnte sich dann einen Bausatz mitnehmen, die Lehrer*innen nahmen auch für den „Wechsel“-Teil der jeweiligen Klasse die entsprechenden Exemplare mit, und somit haben alle eine Ferienbeschäftigung – sehr zur Freude von Schulleiter Richard Lang und dem ganzen Schulteam.

    „Leider haben wir am Forstbetrieb nicht die Kapazität, um alle Schulen mit Bausätzen zu versorgen, meinte Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl zum Abschluss. Deshalb stellen wir den Bauplan hiermit online zur Verfügung. Wir wüschen Ihnen viel Spaß und viel Erfolg!

     

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    news-2497 Tue, 30 Mar 2021 11:21:00 +0200 Gelebte Nachhaltigkeit im Steigerwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/gelebte-nachhaltigkeit-im-steigerwald.html Ebrach, 30. März 2021 – Am Fuße des Knetzberges im Forstrevier Oberschwappach der Bayerischen Staatsforsten hat Joseph Aigner aus Westheim im Zeichen einer gelebten Nachhaltigkeit klimatolerante Bäume für die nächste Generation gepflanzt. Der Pflanzung ging eine verkehrssicherungsbedingte Fällung einer Elsbeere im Revier Oberschwappach voraus, berichtet die zuständige Försterin Ellen Koller.

    Joseph Aigner, welcher sich schon viele Jahre für die Baumart Elsbeere begeistert, nutzte diese Gelegenheit und erwarb den gefällten Baum. Aus dieser entstehen nun einzigartige Dekorations- und Gebrauchsgegenstände, welche bei der Holzwerkstatt Aigner bestellt werden können.

    Als Zeichen der Dankbarkeit und seiner gelebten Nachhaltigkeit war es Aigner ein Anliegen, für diese geerntete Elsbeere neue Bäume zu pflanzen. Die drei Elsbeeren, zwei Bergahorne und zwei Bergulmen wurden am 24.03.2021 auf der Ostseite des Knetzbergs von Aigner selbst gepflanzt. Die Pflanzen passen standörtlich sehr gut zum Pflanzort und sind zudem klimastabil.

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    news-2495 Mon, 29 Mar 2021 13:31:28 +0200 "Mit Försterin und Förster unterwegs im Steigerwald" entfällt! https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/mit-foersterin-und-foerster-unterwegs-im-steigerwald-entfaellt.html Die Waldführung am 02.04.2021 um 15.00 Uhr durch unseren Revierleiter Herrn Julian Schendel im Revier Winkelhof findet nicht statt.

    Begründung: 12. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (Corona-Verordnung) der Bayer. Staatsregierung.

    Der Forstbetrieb wird den Waldbegang nachholen, sobald wieder Führungen erlaubt sind.
    Auch die übrigen Waldbegänge aus unserem per E-Mail am 18. November 2020 versendeten Programm „Waldführungen 2021 Forstbetrieb Ebrach“ „Mit Försterin und Förster unterwegs im Steigerwald“ - stehen unter dem Vorbehalt der Erlaubnis im Zuge weiterer Entscheidungen im Zusammenhang mit künftigen Corona-Regelungen.

    Hier finden Sie das ursprünglich angedachte Programm.

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    news-2494 Fri, 26 Mar 2021 09:20:55 +0100 Wo der Mischwald von morgen wachsen soll…. https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wo-der-mischwald-von-morgen-wachsen-soll.html Sonthofen, 26. März 2021 - Frühjahrszeit ist Pflanzzeit. Noch liegt der März-Schnee im Revier Kürnach-Nord der Bayerischen Staatsforsten. Doch Revierleiter Markus Pfleghardt, der den Wald in diesem Bereich pflegt, muss sich jetzt Gedanken machen: Welche Flächen sollen demnächst mit jungen Bäumchen ausgepflanzt werden? Sobald der Schnee auf den Waldwegen abgetaut und die Pflanzflächen wieder erreichbar sind, wird es losgehen…

    „Ziel der Staatswaldbewirtschaftung ist ein artenreicher Bergmischwald aus Fichten, Tannen, Buchen, Bergahornen und anderen, selteneren Baumarten. Er soll sich am besten natürlich, also von selbst verjüngen“, umreißt Pfleghardts Chef Jann Oetting die Herausforderung. Diese Bergmischwälder sind aber leider auf vielen Flächen nicht mehr vorhanden. Der große Holzbedarf der vergangenen Jahrhunderte hat sie verschwinden lassen. In der Kürnach war insbesondere die Glasherstellung ab dem 17. Jahrhundert dafür verantwortlich: Zahlreiche Glashütten verschlangen Unmengen von Holz zum Heizen der Schmelzöfen und zur Erzeugung der Pottasche. Diese wurde zusammen mit Quarzsanden und Kalk für die Herstellung von Glas verwendet. „Alte Rechnungen zeigen, dass für die Produktion von zehn Kilogramm Glas das Holz von einem Hektar Mischwald benötigt wurde“, weiß Förster Markus Pfleghardt.

    Zwar hat der Waldanteil nach Schließung der letzten Glashütten Ende des 19. Jahrhunderts wieder deutlich zugenommen. Aber die Baumartenzusammensetzung hat sich stark verändert: Insbesondere die Baumart Tanne hat durch die intensiven Nutzungen gelitten. Vormals mit Abstand der häufigste Nadelbaum in der Kürnach, wurde oft ihr Platz von der ehemals viel selteneren Fichte eingenommen, weil diese deutlich besser mit den großen Freiflächen und dem dort herrschenden, raueren Klima zu Recht kam.

    „Heute wollen wir deshalb durch künstliche Pflanzungen die Tanne als Mischbaumart wieder stärker am Waldaufbau beteiligen. In Zeichen des Klimawandels wird dies umso wichtiger: Artenreiche Bergmischwälder sind deutlich klimastabiler als Reinbestände egal welcher Baumart. Und insbesondere die Weißtanne ist äußerst sturmfest und übersteht sommerliche Trockenphasen dank ihres tiefen Wurzelwerks besser als z.B. die borkenkäfergeplagte Fichte“, erläutert Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting.

    Und Förster Markus Pfleghardt ergänzt: „Der Revierleiter sucht für die Pflanzung der Tannen gezielt kleinere und mittlere Lücken im Fichten- oder Buchenwald. In diese fällt etwas mehr Licht auf den Waldboden, als im geschlossenen Bestand. Gleichzeitig bieten aber die alten Bäume noch Schutz vor Frösten.“

    Die Lücken können natürlich, also beispielsweise durch kleinflächigen Windwurf oder Schneebruch entstanden sein. Oder aber sie wurden im Zuge der Holzernte durch die Entnahme einer Baumgruppe geschaffen. Es darf allerdings vor der Tannenpflanzung noch nicht allzu viel Anderes dort wachsen, also keine kleinen Buchen oder Fichten. Auch starke Verunkrautung, insbesondere durch Brombeere, erschwert die Pflanzung. Nochmal Markus Pfleghardt: „Es ist gar nicht so einfach, die guten Stellen zu finden und wir wollen jedes Jahr erhebliche Flächen in Mischwälder umformen. Acht Hektar will ich jetzt im Frühjahr mit Tanne bepflanzen, das sind ca. elf Fußballfelder!“

    Außerdem muss bei der Flächenauswahl auch berücksichtigt werden, wie die großen Bäume später noch geerntet werden können ohne die jungen Bäumchen zu beschädigen. Ist eine Pflanzfläche ausgewählt, wird sie vom Revierleiter markiert und in Karten eingetragen. Dadurch wissen die Waldarbeiter, wo die wertvollen Baumschulpflänzchen demnächst eingebracht werden sollen. Dann heißt es nur noch warten, bis der Schnee geschmolzen ist….

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    news-2492 Tue, 23 Mar 2021 08:49:00 +0100 Seltene Elsbeeren für den Zukunftswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/seltene-elsbeere-fuer-den-zukunftswald.html Bayerische Staatsforsten pflanzen wertvolle Elsbeeren

    Nordhalben, 23. März 2021 - Die Waldbestände am Rande der Städte Bayreuth und Kulmbach sind von der Hitze und Trockenheit der vergangenen drei Jahre nicht verschont geblieben. Zahlreiche vom Borkenkäfer befallene, absterbende Fichten und von der Hitze sowie Insekten geschädigte Kiefern mussten gefällt werden. Kleine und große Lücken im Wald sind entstanden. Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten pflanzen jetzt im Frühjahr junge, gemischte Wälder für die Zukunft. In den Forstrevieren Waldhütte und Neudrossenfeld werden statt der bisherigen Fichten jetzt Eichen, Linden und Hainbuchen gepflanzt. Diese Zukunftswälder werden mit der seltenen und wertvollen Elsbeere noch weiter aufgewertet.

    Ein kühler Vormittag Mitte März im Staatswald zwischen Bayreuth und Thurnau. Kiefernwälder mit Fichte und einzelnen Lärchen säumen den Pfad zu einer Fläche im Wald, die von der Försterin Maike Adam als neuer Zukunftswald ausgewählt wurde. Zahlreiche alte Kiefern des früheren Waldbestandes stehen noch auf der Fläche, einige von Ihnen werden als Biotopbäume und wertvoller Lebensraum noch über viele Jahrzehnte weiter wachsen und irgendwann ihrem biologischen Ende entgegen gehen. Mehrere geschädigte Kiefern und Fichten wurden entnommen um Licht für den neuen Wald zu schaffen.

    Mit ihrer orangen Sicherheitskleidung sind die Forstwirte Jochen Kilian, Jörg Wittmann und Ulli Stöhr leicht zu erkennen. Ein leises, gelegentliches Knirschen ist zu hören, wenn die Forstwirte des Forstbetriebs Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten mit ihrem Pflanzgerät ein rundes Loch im Waldboden herstellen. Schritt für Schritt arbeiten sie sich durch die Heidelbeersträucher, die hier den trockenen Sandboden unter den Kiefern an vielen Stellen bedecken. In den Händen tragen Sie ein spezielles Pflanzgerät, das im Pflanzgarten Bindlach der Bayerischen Staatsforsten entwickelt wurde. Ein Pflanzspaten mit einem halbrunden Blatt, mit dem ein kreisrunder Erdpfropf ausgestochen werden kann. In das runde Loch wird dann die Elsbeeren-Pflanze eingesetzt, die mit einem genau passenden Erdballen versehen ist. Ein leichter, vorsichtiger Druck mit dem Arbeitsschuh und sicher sitzt die kleine Elsbeeren-Pflanze. Revierleiterin Maike Adam ist zufrieden mit der fachkundigen Arbeit ihrer Mitarbeiter. Und die Forstwirte freuen sich, dass Sie die vorher bereits gepflanzten Eichen, Hainbuchen und Linden mit der seltenen und wertvollen Baumart Elsbeere in kleinen Trupps ergänzen und aufwerten dürfen.

    „Weil die Kiefern- und Fichtenwälder im Zuge der deutlichen Klimaveränderung auch in den Landkreisen Bayreuth und Kulmbach keine gute Zukunft haben, werden sie durch laubholzreiche Mischwälder ersetzt. Die Traubeneichen, Hainbuchen, Linden und Elsbeeren, die jetzt gepflanzt werden, sind an das künftige Klima angepasst und werden mit den geringeren Niederschlägen und den höheren Temperaturen besser zurechtkommen“ erläutert Forstbetriebsleiter Fritz Maier.

    „Die wärmeliebende Elsbeere ist ein idealer Begleiter in den eichengeprägten Zukunftswäldern auf trockenen Standorten. Sie wächst langsam, hat ein elastisches, rötliches und sehr wertvolles Holz, das im Möbel- und Instrumentenbau gesucht ist und auch für Furnierund Drechslerarbeiten eingesetzt wird. Mit ihren Blüten und Früchten ist sie eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und Vögel sowie Lebensraum für wärmeliebende Insekten und Pilze“, sagt Revierleiterin Maike Adam. „Und für die Waldbesucher wird eine blühende oder fruchttragende Elsbeere neben dem Wanderweg ein Augenschmaus“.

    Der Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten setzt seit vielen Jahren auf gemischte Wälder aus mehreren Baumarten. „Mindestens vier verschiedene Baumarten in jedem Waldbestand sind unser Anspruch“, so Forstbetriebsleiter Fritz Maier. „Baumarten, die noch selten sind bei uns, werden - so wie jetzt die Elsbeeren und die Eichen - gepflanzt. Weitere Baumarten wie Lärche, Kiefer, Buche, Birke oder Vogelbeere kommen meist durch natürliche Ansamung aus den vorhandenen Altbäumen dazu“. Insgesamt werden in diesem Jahr zehn Hektar mit verschiedenen Baumarten in den Forstrevieren Waldhütte und Neudrossenfeld des Forstbetriebs Nordhalben gepflanzt oder gesät. „Unser normales Jahres-Pflanzprogramm liegt bei acht Hektar in diesen Revieren. Um den Waldumbau zu beschleunigen, begründen wir zusätzlich zwei Hektar als Klimawaldkulturen, die zu einem Mehrjahres-Programm der Bayerischen Staatsregierung für die Anpassung des Staatswaldes an die Klimaänderung gehören“ so Fritz Maier.

    Der Waldumbau muss begleitet werden von einer waldfreundlichen Jagdausübung, die den jungen Bäumen ein Wachstum ohne Verbissschäden durch Rehwild ermöglicht. „Nur bei der seltenen Eiche und Elsbeere sind wir im Bayreuther Bereich noch auf einen Schutz durch einen Zaun angewiesen,“ so Forstbetriebsleiter Fritz Maier und Revierleiterin Maike Adam, „alle anderen Baumarten sollten ohne gesonderte Schutzmaßnahmen wachsen können“.

    „Die Arbeit unserer Auszubildenden, Forstwirte und Revierleiter sichert die Erhaltung des Waldes auch für die Zukunft. Und damit auch die unverzichtbaren Waldfunktionen als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, als Kohlenstoffspeicher, als Erholungsraum für alle Menschen, als Spender für sauberes Trinkwasser, als Lieferant für den nachhaltigen Rohstoff Holz und auch als sicherer Arbeitsplatz“ betont Forstbetriebsleiter Fritz Maier zum Abschluss der Pflanzaktion.

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    news-2491 Tue, 23 Mar 2021 08:35:00 +0100 Gedenksteine und besondere Hügel im Kürnacher Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/gedenksteine-und-besondere-huegel-im-kuernacher-wald.html Sonthofen, 23. März 2021 – Vielleicht sind sie dem ein oder anderen Besucher des Kürnacher Waldes schon einmal aufgefallen – zwei rechteckige Steine mit Metallabdeckung am Wegesrand. Sonthofen’s Forstbetriebsleiter Jann Oetting kennt die Steine und weiß, was es damit auf sich hat: „Sie markieren die sogenannten Schwedenschanzen, Verteidigungswälle aus dem 17. Jahrhundert“.

    Unscheinbar und häufig unbeachtet stehen Sie am Wegesrand. Doch wer mit offenen Augen vom Eschacher Weiher Parkplatz Richtung Jägerhütte und Kreuzleshöhe wandert, der hat die Gedenksteine der Schwedenschanzen vielleicht bereits entdeckt.

    Die Steine sind mit einer Blechabdeckung geschützt und einer Inschrift versehen. Doch sie markieren nur das eigentlich Sehenswerte – die sog. Schwedenschanzen: Hierbei handelt es sich um Verteidigungswälle aus dem Dreißigjährigen Krieg. Sie sollen im Jahre 1632 entstanden sein und von der katholischen Bevölkerung zur Verteidigung vor protestantischen Truppen des Schwedenkönigs Gustav II. Adolf genutzt worden sein.

    Obwohl sie schon fast 400 Jahre alt sind, sind die besonderen Hügelformationen in der Landschaft immer noch gut zu erkennen. Westlich des Ursersberg liegt die „große Schwedenschanze“ und unterhalb des Berg Änger die „kleine Schwedenschanze“.

    Die Erdbefestigungen liegen im Forstrevier Kürnach Süd, für das Revierleiter Simon Lipp verantwortlich ist. Er berichtet, dass die Schwedenschanzen dem Bayerischen Denkmalschutzgesetz unterliegen. „Die beiden Verteidigungswälle sind als Bodendenkmäler eingestuft. Bei der Bewirtschaftung des Staatswaldes achten wir besonders auf solche Denkmäler aus vergangener Zeit. Sie zeigen auch, dass unser Wald hier in der Region seit vielen hundert Jahren vom Menschen genutzt wurde – zum Leben und zum Schützen.“

    Übrigens kümmern sich Freiwillige des Allgäuer Burgenvereins um den Erhalt und die Pflege der Denkmalsteine. Nochmal Forstbetriebsleiter Jann Oetting: „Wir sind sehr dankbar über das ehrenamtliche Engagement und freuen uns über die fachgerechte Betreuung“.

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    news-2490 Mon, 22 Mar 2021 12:08:20 +0100 Tannenholz für die Artenvielfalt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/tannenholz-fuer-die-artenvielfalt.html Neureichenau, 22. März 2021 - Totholz ist eine herausragende ökologische Ressource in unseren heimischen Wäldern. Eine große Anzahl von seltenen Arten ist an Totholz als Lebensraum oder Nahrungsquelle gebunden. Die größte Vielfalt dieser Arten findet sich unter den Insekten, Pilzen, sowie Flechten und Moosen. Diese Artengruppen spielen eine sehr wichtige Rolle in unseren Wäldern, da sie beispielsweise Nährstoffkreisläufe steuern. Der Erhalt sowie die Bereitstellung von Totholz bei der Bewirtschaftung unserer Wälder ist daher ein wichtiges Ziel am Forstbetrieb Neureichenau der Bayerischen Staatsforsten. Dieses Ziel stellt jedoch unsere Förster- und Försterinnen vor so manche Herausforderung, da es einige Zielkonflikte z.B. mit Arbeits- und Verkehrssicherheit zu meistern gilt. Die Verbesserung unseres Wissens im Umgang mit Totholz ist daher von großem Interesse für uns.

    In den nächsten Tagen und Wochen trägt der Forstbetrieb Neureichenau dazu bei, dass uns die Totholzforschung neue Erkenntnisse liefert: im Hüttenwald bei Freyung ernten die Azubis des Forstbetriebs unter der Anleitung ihres Ausbilders Christian Gibis und der zuständigen Revierleiterin Margit Messerklinger Tannenholz, das im Zuge eines Interreg-Projektes an ein grenzübergreifendes Forschungssprojekt der Nationalparke Bayerischer Wald und Šumava in Tschechien geliefert wird. Die Ergebnisse des Totholzexperimentes sollen später als Grundlage für Totholzkonzepte auch für Wirtschaftswälder dienen. Für die Lehrbuben des Forstbetriebs ist dies eine einmalige Gelegenheit, nicht nur ihre Fähigkeiten an der Motorsäge zu erproben, sondern auch spannende Einblicke in ökologische Zusammenhänge in ihrem Arbeitsumfeld, dem Wald, zu gewinnen. Ein Besuch mit Einführung vor Ort ist fest eingeplant, wenn das Totholzexperiment eingerichtet ist!

    Die lokalen Holzverarbeiter brauchen sich im Übrigen keine Sorgen um die Ressource Tannenholz zu machen: die Forscher sind nicht an den wertvollen Stammabschnitten für die Säger interessiert. Möglichst grob und astig soll das Tannenholz nach ihren Wünschen sein. So ist hier jedem gedient!

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    news-2489 Fri, 19 Mar 2021 09:55:00 +0100 5 Jahre Baumwipfelpfad im Steigerwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/5-jahre-baumwipfelpfad-im-steigerwald.html Ebrach, 19. März 2021 – Über 835.000 Interessierte aus aller Welt haben den Baumwipfelpfad in seiner jungen Geschichte schon besucht. Mit diesem großen Zuspruch hätte zum Start am 19. März 2016 - also heute vor genau einem Jahr – kaum einer gerechnet.

    Im ersten Jahr kamen vor allem Besucher aus der Region. Mit den Jahren erweiterte sich dieser Kreis. Touristen aus den Niederlanden, Frankreich USA und Tschechien genossen den Pfad und die Aussicht über den Steigerwald. „Auch aus Neuseeland waren schon Gäste da“, weiß Barbara Ernwein, Försterin und Leiterin des Baumwipfelpfades.

    Innerhalb der 5 Jahre wurde das Angebot stetig ausgebaut. Neben bereits etablierten Veranstaltungen wie dem Weihnachtsmarkt wurden immer wieder neue Spielgeräte angeschafft oder ein Wildgehege am Pfad etabliert. „Sollte es die Situation zulassen, können sich die Besucherinnen und Besucher dieses Jahr am 1. August über einen großen Spezialitätenmarkt mit Produkten und Erzeugnissen aus der Region freuen“, so Ernwein zuversichtlich.

    Von Anfang an als Partner am Baumwipfelpfad dabei sind das Steigerwald-Zentrum und das Markt- und Service-Integrationsunternehmen, einer Tochter der Lebenshilfe Schweinfurt. „Diese Partnerschaften haben sich bewährt und wir freuen uns, gemeinsam neue Projekte auf die Beine zu stellen“, so Ernwein weiter.

    Neuer Kugelpfad zum 5. Geburtstag

    Landrat Johann Kalb eröffnete mit dem Bürgermeister des Marktes Ebrach Daniel Vinzens am 19.3.2021 den Kugelpfad am Baumwipfelpfad Steigerwald. Am Waldspielplatz beginnend kann der Waldweg an verschiedenen Etappen parallel mit dem Kugelpfad entdeckt werden.

    Der Kugelpfad hat einiges zu bieten: Am Start gibt ist eine Burgruine, gestiftet vom Steigerwald-Zentrum (Vertreten durch Andreas Leyrer). Neben dem Wald als weiteres wichtiges Element der Kulturlandschaft im Steigerwald finden sich auch Fischteiche. Hier unterstützte die Arbeitstherapie der JVA Ebrach mit Holger Friedrich und Mitarbeitern. „Die Umsetzung unserer Ideen ist schöner geworden, als wir uns zu träumen gewagt haben. Auch die Werkstatt Sennfeld der Lebenshilfe Schweinfurt unterstützte das Projekt mit einem Spieltisch“, so Ernwein.

    Die vielen Laufmeter entlang des Weges, sämtliche Aufbauarbeiten und dass daraus eine Einheit wird – dies setzte Forstwirt Walter Herbst, angestellt beim Baumwipfelpfad, mit tatkräftiger Unterstützung weiterer Beschäftigter wie den Forstwirtazubis des Forstbetrieb Ebrach und den beiden FÖJlerinnen des Steigerwald-Zentrums um.

    Eine Buchen-Holzkugel kann jeder für 1 € vor Ort erwerben.

    „Wir haben noch viele Ideen zur Bahn, die umgesetzt werden wollen, also wird es immer wieder neue Abschnitte geben, die hinzukommen“, ist sich Ernwein sicher. Gut, dass es nach Handthal auf dem Verbindungsweg bergab geht, da macht sich auch eine Erweiterung des Kugelpfades gut.

    Der Baumwipfelpfad ist mit angepasstem Hygienekonzept seit 11. März wieder geöffnet! Do–So 10.00–16.00 Uhr. Aktuelle Infos finden Sie auf unserer Website: Baumwipfelpfad Steigerwald.

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    news-2493 Fri, 19 Mar 2021 08:40:00 +0100 Waldumbau für den Klimawald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldumbau-fuer-den-klimawald.html Hammelburg, 19. März 2021 - Der bayerische Staatswald bedeckt rund zehn Prozent der bayerischen Landesfläche. Ursprünglich waren zwei Drittel davon mit Nadelbäumen, vor allem mit Fichten bestockt. Lange ist das gutgegangen, doch es hat ein Umdenken stattgefunden. Das Klima ändert sich rasant und die Forstwirtschaft wappnet sich. Stück für Stück werden die reinen Nadelholzwälder in strukturreiche Mischwälder mit einem hohen Anteil an Laubbäumen überführt.

    Gerade für unsere Wälder in Unterfranken wird der Klimawandel gravierende Folgen haben: Die Bayerischen Staatsforsten reagieren darauf und bauen die Staatswälder um, hin zu strukturreichen, gemischten und stabilen Wäldern, die dem Klimawandel trotzen. Dieser Umbau passiert wo möglich in vorgeschädigten Beständen (z.B. nach Borkenkäfer oder Sturmwurf). Stehen solche Schadflächen nicht zur Verfügung werden auch ungeschädigte Bestände für den Waldumbau genutzt.

    Hier in der Abteilung Oberhart wurde der Waldumbau in einem noch nicht vorgeschädigtem Wald umgesetzt. Ca. 100-jährige, nicht standortsgerechte, erntereife Fichten wurden entnommen, um klimastabilen Eichen Platz zu machen. Im Herbst werden hier ca. 10.000 kleine Eichen gepflanzt.

    Der Forstbetrieb Hammelburg pflanzt jedes Jahr mindestens 20 Hektar Neukulturen um das o.g. Ziel zu erreichen. Dabei kommen nur noch klimastabile Baumarten, wie z.B. die Eiche und Douglasie zum Einsatz. Durch das Programm der Bayerischen Staatsregierung „Wir schaffen den Klimawald“ wird dieser Umbau noch forciert und es kommen zunächst in den nächsten 5 Jahren noch rd. 10 Hektar pro Jahr allein hier am Forstbetrieb Hammelburg dazu.

    Warum haben die Förster diesen Holzeinschlag an dieser Stelle so gemacht?

    Der Standort hier ist ein von Staunässe beeinflusster Standort. Von Natur aus würden hier Eichenwaldgesellschaften wachsen. Daran orientiert sich der Forstbetrieb an dieser Stelle. Sozusagen gibt uns da das Gesetz des standörtlichen das Handeln über die vom Standort abhängige Baumarteneignung vor. Die Eiche ist eine Lichtbaumart. d.h. sie braucht zum Wachsen sehr viel Licht. Dieser Eingriff musste so stark erfolgen, um diesem Anspruch zu genügen.  Dabei hat sich dieses Vorgehen bei der Begründung der Eichenwälder über viele Jahrhunderte bewährt. Fast alle vorhandenen Eichenwälder wurden mehr oder weniger so wie wir es hier sehen, mit einem gewissen Freiflächencharakter, begründet.

    Der Forstbetrieb Hammelburg

    Der Forstbetrieb Hammelburg bewirtschaftet mit seinen 46 Beschäftigten rd. 15.800 ha Wald in 9 Forstrevieren in den Landkreisen Bad Kissingen und Main-Spessart. Jährlich werden rd. 109.000 m3 Holz geerntet und rd. 21 Hektar (das entspricht ca. 30 Fußballfeldern) Wald neu angepflanzt.

    Neben dem Hauptprodukt Bauholz werden ca. 35 % als Brenn- Industrie- und Rechtholz genutzt. Alle forstbetrieblichen Arbeiten basieren auf der Idee der nachhaltigen und naturnahen Forstwirtschaft. Sie ermöglicht das Miteinander von Holznutzung, Naturschutz und Erholung in einem integrativen Ansatz. Neben ca. 580 km Forstwegen, die auch als Rad- und Wanderwege sehr gut geeignet sind, findet man in unseren Wäldern zahlreiche Erholungs- und Naturschutzschwerpunkte. Wir laden Sie recht herzlich zu einem interessanten und abwechslungsreichen Besuch in unseren Wäldern ein.

    Hier finden Sie die Kontaktdaten des Forstbetriebs Hammelburg.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Bayerischen Staatsforsten.

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    news-2488 Fri, 19 Mar 2021 08:03:00 +0100 Eiche ersetzt Fichte https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/eiche-ersetzt-fichte.html Bayerische Staatforsten beschleunigen Waldumbau im Frankenwald

    Nordhalben, 19. März 2021 - Die Waldbestände des Frankenwaldes sind von der Hitze und Trockenheit der vergangenen drei Jahre besonders betroffen. Hunderttausende vom Borkenkäfer befallene, absterbende Fichten mussten gefällt werden, kleine und große Lücken im Wald sind entstanden. Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten pflanzen jetzt im Frühjahr junge, gemischte Wälder für die Zukunft. Zwischen Nordhalben und Geroldsgrün werden statt der bisherigen Fichten jetzt Eichen, Linden und Hainbuchen gepflanzt. Sie werden zusammen mit Tannen, Lärchen, Fichten, Buchen, Birken und Vogelbeeren den gemischten, klimastabileren Wald für die nächsten Jahrzehnte bilden.

    Leichter Schneefall an einem kalten Vormittag Mitte März im Staatswald zwischen Nordhalben und Geroldsgrün. Fichtenwälder mit Lärchen und einzelnen Tannen säumen den schmalen Pfad zu einer Freifläche im Wald, die durch Borkenkäferbefall im vergangenen Jahr entstanden ist. Mit seiner orangen Sicherheitskleidung ist Forstwirt Siegfried Hagen aus Hermesgrün leicht zu erkennen.

    Ein gelegentliches Knirschen ist zu hören, wenn der Forstwirt des Forstbetriebs Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten mit seinem Pflanzgerät einen Spalt im Waldboden herstellt. Schritt für Schritt arbeitet er sich auf der durch Borkenkäferbefall entstandenen Freifläche von unten nach oben. In den Händen das Pflanzgerät und auf dem Rücken einen Transportsack mit den jungen Pflanzen, so steigt er von Pflanzstelle zu Pflanzstelle. Mit dem Göttinger Fahrradlenker, einem ergonomisch günstigen Pflanzgerät, sticht er in den Waldboden und vertieft den entstehenden Spalt durch einen kräftigen Druck mit den Sicherheitsschuhen. Ein Druck nach vorne, ein Zug nach hinten und fertig ist der Pflanzspalt, in den die junge Eiche eingebracht wird. Dann folgt ein leichter Zug an der Eiche nach oben, damit die Wurzeln der jungen Pflanze im Pflanzspalt gerade nach unten ausgerichtet sind. Alle Wurzeln müssen nach unten schauen, damit sie bestens wachsen und später den großen Bäumen genug Halt geben können. Zum Abschluss wird der Pflanzspalt mit einem zweiten, benachbarten Stich mit dem Arbeitsgerät in den Waldboden wieder zugedrückt. Die Eiche steht sicher und kann anwachsen. Revierleiter Christof Mörtlbauer ist zufrieden mit der fachkundigen Arbeit seines Mitarbeiters.

    Die Trockenheit und der Borkenkäferbefall haben die alten Fichten, die vorher hier auf über 600 Höhenmeter gewachsen sind, zum Absterben gebracht. „Der Frankenwald war und ist ein Schadensschwerpunkt“ erläutert Forstbetriebsleiter Fritz Maier, der die Pflanzaktion begutachtet. „Weil die Fichtenwälder im Zuge der deutlichen Klimaveränderung auch im Frankenwald keine gute Zukunft haben, werden sie durch laubholzreiche Mischwälder ersetzt. Die Traubeneichen, Hainbuchen und Linden, die jetzt gepflanzt werden, sind an das künftige Klima angepasst und werden mit den geringeren Niederschlägen und den höheren Temperaturen besser zurechtkommen. Die Eiche erobert jetzt auch Höhenlagen im Frankenwald, die früher für diese Baumart wegen der Kälte und der hohen Niederschläge ungeeignet waren“.

    Der Forstbetrieb Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten setzt seit vielen Jahren auf gemischte Wälder aus mehreren Baumarten. „Mindestens vier verschiedene Baumarten in jedem Waldbestand sind unser Anspruch“ so Forstbetriebsleiter Fritz Maier. „Baumarten die noch selten sind bei uns, werden - so wie jetzt die Eichen - gepflanzt. Weitere Baumarten wie Tanne, Lärche, Fichte, Buche, Birke oder Vogelbeere kommen meist durch natürliche Ansamung aus den vorhandenen Altbäumen dazu“. Insgesamt werden in diesem Jahr 51 Hektar mit verschiedenen Baumarten in den 9 Forstrevieren des Forstbetriebs Nordhalben gepflanzt oder mit Weißtannensaatgut gesät. „Unser normales Jahres-Pflanzprogramm liegt bei 40 Hektar. Um den Waldumbau zu beschleunigen, begründen wir zusätzlich 11 Hektar als Klimawaldkulturen, die zu einem Mehrjahresprogramm der Bayerischen Staatsregierung für die Anpassung des Staatswaldes an die Klimaänderung gehören“ so Fritz Maier.

    Der Waldumbau muss begleitet werden von einer waldfreundlichen Jagdausübung, die den jungen Bäumen ein Wachstum ohne Verbissschäden durch Rehwild ermöglicht. „Nur bei der seltenen Eiche sind wir im oberen Frankenwald noch auf einen Schutz durch einen Zaun angewiesen,“ so Forstbetriebsleiter Fritz Maier und Revierleiter Christof Mörtlbauer, „alle anderen Baumarten sollten ohne gesonderte Schutzmaßnahmen wachsen können“.

    Die Arbeit unserer Auszubildenden, Forstwirte und Revierleiter sichert die Erhaltung des Waldes auch für die Zukunft. Und damit auch die unverzichtbaren Waldfunktionen als Lebensraum für Tiere und Pflanzen, als Kohlenstoffspeicher, als Erholungsraum für alle Menschen, als Spender für sauberes Trinkwasser, als Lieferant für den nachhaltigen Rohstoff Holz und auch als sicherer Arbeitsplatz“ betont Forstbetriebsleiter Fritz Maier zum Abschluss der Pflanzaktion.

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    news-2487 Thu, 18 Mar 2021 16:45:18 +0100 Verkaufsrekorde bei Werteichen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/verkaufsrekorde-bei-werteichen.html Spitzenpreise und Rekordnachfrage bei der Submission in Arnstein

    Regensburg, 18. März 2021 - Die Eichen- und Buntlaubholz-Submission in Arnstein am 17. und 18. März hat ein Rekordergebnis erbracht. Mit einer Preissteigerung von rund zwei Prozent konnte das letztjährige Ergebnis übertroffen werden. Das Angebot der neun beteiligten Staatsforstbetriebe (Arnstein, Rothenburg, Bad Königshofen, Ebrach, Forchheim, Kelheim, Bad Brückenau, Hammelburg, Rothenbuch) setzte sich aus 1.617 fm Eiche und 19 fm sonstigem Laubholz zusammen.

    Die Ergebnisse sind im Detail im Verkaufsbericht zusammengefasst.

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    news-2486 Tue, 16 Mar 2021 15:49:00 +0100 Literaturhinweis: "Das Halbammergebiet und seine Geschichte" https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/literaturhinweis-das-halbammergebiet-und-seine-geschichte.html Oberammergau, 16. März 2021 - Vor kurzem ist ein neues, sehr interessantes Buch des (in Gründung befindlichen) „Historischen Vereins Altenau“ mit dem Titel „Das Halbammergebiet und seine Geschichte“ erschienen. Auf 185 reich bebilderten und mit vielen historischen Landkarten angereicherten Seiten wird von den Autoren Andreas Wilhelm (Dorfarchivar Altenau) und Martin Heigl (Gemeindearchivar Ettal) insbesondere die forstliche Geschichte des Halbammergebiets beleuchtet.

    Wie heute kaum noch bekannt ist, war das schon damals holzreiche Halbammergebiet in den heutigen BaySF-Revieren Altenau und Steingaden schon in früheren Jahrhunderten intensiv forstlich genutzt. Im Buch wird ausführlich auf die damalige Holzbringung mit Riesen und Loiten eingegangen und die komplette Arbeitskette des Einschlags und des Holztransports vom Hiebsort per Trift auf der Ammer zum Ammersee und über die Amper bis zum „Endverbraucher“ in München und Dachau eingegangen. Später wurde die „Logistik“ auf die ortsnäheren Sägemühlen in Unternogg und Altenau umgestellt und die Ammertrift vom Bahntransport abgelöst. Auch die Bergbauaktivitäten im Gebiet, das Holzer-, Fuhrleute- und Hirtenwesen werden beschrieben. Ein Kapitel über die Besitzgeschichte und die Geschichte der Forstbehörden im Ammergau bis hin zur BaySF findet sich ebenso wie die Geschichte der Ansiedlung Unternogg mit zahlreichen Fotos. Besonders interessant ist auch die Baugeschichte der Hütte zum „Wilden Jäger“, wo König Ludwig II oft weilte und auch mitten im Wald offiziell seinen Staatsgeschäften nachging.

    Das Buch ist zum Preis von 17,- € bei der Bäckerei Brauchle/Altenau und über das Fremdenverkehrsbüro der Ammergauer Alpen erhältlich. Ein höchst interessanter Lesestoff für alle, die an der Wald- und Forstgeschichte im Ammergau interessiert sind.

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    news-2485 Fri, 12 Mar 2021 10:44:00 +0100 Einladung: Geburtsbäume für den Klimawald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/geburtsbaeume-fuer-den-klimawald.html MdL Holger Dremel und Landrat Johann Kalb pflanzen „Geburtsbäume“ des Landkreises Bamberg im Burgholz bei Scheßlitz.

    Forchheim, 12. März 2021 - Im Rahmen der „Geburtsbäume“ des Landkreises Bamberg helfen MdL Holger Dremel und Landrat Johann Kalb im Burgholz bei Scheßlitz eine neue Waldgeneration zu begründen. Gerade auch in dem in den letzten drei Jahren durch Hitze, Trockenheit und Borkenkäfer geschädigten Staatswald am Fuße der Giechburg ist es aktuell notwendig, wieder junge Bäume nachzupflanzen.

    In vielen Beständen haben sich zwar bereits junge Buchen, Tannen und Eichen unter den abgestorbenen Fichten „verjüngt“. Wo die Naturverjüngung jedoch noch fehlt, wurde und wird in diesem Winter/Frühjahr wiederaufgeforstet mit etwa 85.000 jungen Elsbeeren, Tannen, Esskastanien, Douglasien, Kirschen, Spitzahorn und Linden. Zusätzlich wurden 20 Zentner Eicheln ausgesät, da Stiel- und Traubeneichen mit ihren Pfahlwurzeln sehr widerstandsfähig sind gegen Hitze, Trockenheit und Stürme.

    Mit der Pflanzung wird die langfristige Planung der Bayerischen Staatsforsten umgesetzt, auf der gesamten Staatswaldfläche vielfältige, gemischte und stabile Waldbestände aus mindestens vier verschiedenen, standortgerechten Baumarten aufzubauen. Gerade Mischwälder werden deutlich besser in der Lage sein, künftige klimabedingte Risiken im Wald zu verringern und so Kalamitäten zu vermeiden.

    Die Bayerischen Staatsforsten freuen sich deshalb, dass sie bei der Wiederaufforstung der Bestände unterstützt werden durch die im vergangenen Jahr frisch gebackenen Eltern, die ihre vom Landkreis Bamberg gestifteten „Geburtsbäume“ der Wiederaufforstung im Burgholz am Schulwald zur Verfügung gestellt haben.

    Der Treffpunkt für die Pflanzaktion ist am Montag, den 22.03.2021 um 15 Uhr der Parkplatz am Schulwald Scheßlitz zwischen Scheßlitz und Peulendorf in der Verlängerung der Peulendorfer Straße in Scheßlitz. „Coronabedingt“ bitten wir Sie, uns bei Ihrer Teilnahme spätestens am Pflanztermin, möglichst aber schon vorab Ihre Kontaktdaten (Emailadresse und Handynummer) mitzuteilen. Auf die nötigen Abstandsgebote und Hygienevorgaben darf ergänzend hingewiesen werden.

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    news-2484 Fri, 12 Mar 2021 09:35:00 +0100 Revier Wörnitzstein unter neuer Leitung https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/revier-woernitzstein-unter-neuer-leitung.html Kaisheim, 12. März 2021 - Das Revier Wörnitzstein am Forstbetrieb Kaisheim der Bayerischen Staatsforsten wurde jetzt neu besetzt. Der vormals zuständige Revierleiter, Michael Hagenheimer, wechselte betriebsintern auf die Servicestelle.

    Ab sofort ist Simon Brandner der neue Revierleiter in Wörnitzstein. Der gebürtige Mittenwalder bringt bereits Reviererfahrungen aus den Forstbetrieben Neureichenau und Bad Tölz mit. Einen Teil seiner Ausbildung absolvierte er auch am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Augsburg.

    Das Revier besteht aus mehreren Staatswaldflächen zwischen Kaisheim und Höchstädt. Die größten sind die Distrikte „Untere Hölzer“ sowie „Ottenhart“. Stark geprägt wurde das Revier Wörnitzstein durch die Sturmereignisse Vivian/Wiebke im Jahr 1990 und den Sommersturm 2013. Die Wiederaufforstung der entstandenen Kahlflächen erfolgte mit standortsangepassten Baumarten, wodurch heute Laubholz im Wald dominiert. Häufigste Baumart ist die Buche, aber auch Eiche, Esche, Ahorn und andere Laubhölzer sind gut vertreten. Insbesondere Eichen und Edellaubhölzer brauchen zur Erzeugung von qualitativ hochwertigen Stämmen intensive Pflege und fordern das waldbauliche Geschick des neuen Försters. Dieser Aufgabe sieht Simon Brandner interessiert entgegen: „Laubholz zu bewirtschaften ist viel spannender als Fichtenreinbestände.“

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    news-2483 Fri, 12 Mar 2021 08:13:00 +0100 Revierleiterwechsel bei den Bayerischen Staatsforsten im Steigerwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/revierleiterwechsel-bei-den-bayerischen-staatsforsten-im-steigerwald.html Ebrach, 12. März 2021 - Der Forstbetrieb Ebrach informiert über Neubesetzungen von Forstrevieren:

    Julian Schendel (32), bisher Revierleiter des Forstreviers Burgebrach, wechselt ab sofort an das Forstrevier Winkelhof. Die Stelle wurde frei, nachdem der bisherige Revierleiter Fabian Löchner in seine württembergische Heimat zurückgekehrt ist. Schendel ist gebürtiger Münchner, war nach der Ausbildung kurzzeitig in der Natura2000-Arbeitsgruppe der Forstverwaltung und ist bereits seit 2017 als Revierleiter am Forstbetrieb Ebrach tätig.

    Jonathan Schäfer (26) wird als Nachfolger von Andreas Balling am 01.08.2021 das Revier Schmerb übernehmen. Bis dahin vertritt er das Revier Burgebrach. Herr Schäfer ist in Aschaffenburg geboren. Er hat bereits ein Jahr lang das Freiwillige Ökologische Jahr am Forstbetrieb Ebrach abgeleistet.

    Stefan Weber (26) wechselt zum 01.09.2021 vom Forstbetrieb Kelheim an das Revier Burgebrach. Als gebürtiger Burgebracher kehrt er in seinen Heimatort zurück. Auch er ist kein Unbekannter, da er bereits nach der Anwärterprüfung ein Vierteljahr am Forstbetrieb Ebrach gearbeitet hat.

    Florian Engelhardt (23) wurde als sog. „Startler“, d.h. Berufsanfänger, an den Forstbetrieb Ebrach versetzt. Neben anderen Aufgaben vertritt er ab sofort das Revier Oberschwarzach. Die bisherige Revierleiterin Regina Bertram ist in den Ruhestand getreten. Herr Engelhardt stammt aus Pottenstein.

    Alle vier Forstleute haben das Studium für Forstingenieurwesen an der Fachhochschule Weihenstephan-Triesdorf absolviert. Sie bringen beste Voraussetzungen mit. „Damit sind die Staatswälder im Steigerwald auch weiterhin in guten Händen“, freut sich Forstbetriebsleiter Ulrich Mergner. Der Generationswechsel wird damit fortgesetzt. „Die forstliche Jugend bringt frischen Wind und neue Ideen in den Forstbetrieb“, meint Mergner. Er ist überzeugt, dass die neuen Kollegen ebenso konsequent den Weg der Naturschutz-integrativen Waldbewirtschaftung weiter gehen wie ihre VorgängerInnen. Das Ebracher Bewirtschaftungskonzept ist eine kluge Lösung, um die Bedürfnisse der regionalen Holzverarbeiter und örtlichen Brennholznutzer mit der Erhaltung der Artenvielfalt in den Wäldern in Einklang zu bringen.

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    news-2482 Wed, 10 Mar 2021 13:54:00 +0100 Arbeiten am Wanderparkplatz https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/arbeiten-am-wanderparkplatz.html 10. März 2021, Sonthofen - Der Wanderparkplatz „Kronholz“ ist seit vielen Jahren ein sehr beliebter Ausgangspunkt für Freizeitaktivitäten aller Art. Er gehört den Bayerischen Staatsforsten und liegt im Distrikt „Kronholz“ des Forstbetriebs Sonthofen, direkt an der ST 2055 von Kempten nach Obergünzburg. Vor allem jetzt in Zeiten der Corona-Beschränkungen suchen viele Menschen im Wald Entspannung und so ist er regelmäßig voll mit Autos. „Vielleicht wundert sich der eine oder die andere, dass er gerade etwas desolat aussieht“, fragt sich Revierleiter Markus König, der unter anderen die Staatswaldflächen im Kronholz pflegt.

    „Dies hat jedoch seinen guten Grund und war leider nicht zu vermeiden: Als ich mit der Straßenmeisterei – der an dieser Stelle für die stets unproblematische Unterstützung gedankt sei - eine Sicherheitsfahrt durchführte, musste ich feststellen, dass sich am Nordrand des Parkplatzes der Borkenkäfer eingenistet hat. Ist der Käfer ja grundsätzlich von uns Waldbesitzern nicht erwünscht, hier hat er ein zusätzliches Problem geschaffen“, so Förster Markus König weiter.

    Hätte er nur das Käferholz eingeschlagen, wäre der dann verbleibende Restbesttand deutlich instabiler und anfälliger gegen Wind geworden. Deshalb hat sich Revierleiter König entschlossen, den ganzen Streifen zu entnehmen.

    Ähnlich verhielt es sich mit den Eschen am südlichen Rand: Deren Zustand hat sich bedingt durch das Eschentriebsterben deutlich verschlechtert. „Wie die Erfahrung zeigt, stirbt bei der Esche nicht nur die Krone ab, sondern das Wurzelwerk ist dann oft von Fäulnis betroffen. Diese Bäume können einfach umfallen, ohne dass Wind oder Schnee der Auslöser sind. Einmal befallenen, erholen sich die Bäume nicht. Je jünger der Baum, desto schneller schreitet der Prozess voran“, beschreibt Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting, dessen Mitarbeiter Markus König ist, das Problem. „Noch war alles sicher. Aber an Parkplätzen müssen wir mit Eschen besonders aufpassen. Deshalb haben wir sie gefällt.“

    Äste und Gipfelmaterial wurden nach der Fällung an den Rand geschoben, so dass der gesamte Parkplatz bereits am nächsten Tag wieder frei gegeben werden konnte. „Demnächst wird ein Wegepflegegerät zum Einsatz kommen. Das zieht die Parkfläche noch ab und beseitigt die Unebenheiten“, erklärt Markus König. „Fleißige Hände sind schon dabei, das im Randbereich angefallene Brennholz zu gewinnen und die Fläche aufzuräumen.“

    Das restliche Astmaterial kann bis zu seiner vollständigen Zersetzung als Lebensraum und Unterschlupf für viele Kleinlebewesen dienen. Im kommenden Herbst wird der Forstbetrieb Sonthofen die entstandenen Lücken mit verschiedenen Wildobstarten und Sträuchern auspflanzen. So bieten z.B. Kirsche und Schlehe bereits früh im Jahr eine Nahrungsquelle für viele Insektenarten, ehe dann etwas später Wildapfel und Wildbirne in der Blüte folgen. „Natürlich wird es einige Zeit dauern, bis der Eingriff nicht mehr erkennbar ist. Jetzt ist die Fläche aber sicher und der Parkplatz wird durch die Obstbäume – vor allem in der Blütezeit- aufgewertet“, freut sich Förster Markus König.

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    news-2481 Tue, 09 Mar 2021 14:20:47 +0100 Baumwipfelpfad Steigerwald ab 11. März wieder geöffnet https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/baumwipfelpfad-steigerwald-ab-11-maerz-wieder-geoeffnet.html Highlight des Steigerwalds kann ohne Terminbuchung besucht werden

    09. März 2021, Ebrach – Das Warten hat ein Ende: Ab Donnerstag können Besucherinnen und Besucher endlich wieder den Steigerwald in luftiger Höhe genießen! Denn das Highlight des Steigerwalds, der Baumwipfelpfad in Ebrach, öffnet am 11. März 2021, nach 4 ½ monatiger Unterbrechung, als eine der ersten Einrichtungen dieser Art in Bayern wieder seine Pforten, teilen die Bayerischen Staatsforsten heute mit.

    Nach Abstimmung mit dem zuständigen Landratsamt in Bamberg und einem angepassten Hygienekonzept bietet der Baumwipfelpfad Steigerwald jeweils Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 16 Uhr wieder die Möglichkeit, in die Höhen des Steigerwaldes emporzusteigen. Zu den Osterferien startet die Sommersaison mit täglicher Öffnung von 9 bis 18 Uhr.

    Nach aktueller Corona-Lage ist ein Besuch ohne Terminvereinbarung möglich, jedoch gilt auf dem Pfad Maskenpflicht. Führungen können derzeit leider nicht angeboten werden. Tagesaktuelle Informationen zu Öffnungszeiten und Anmeldemodalitäten finden Interessierte auf der Webseite www.baumwipfelpfadsteigerwald.de.

    Damit macht das Umweltbildungsangebot der Bayerischen Staatsforsten es auch in dieser außergewöhnlichen Zeit möglich, Natur und Wald auf eine ganz besondere Art zu erleben und bietet insbesondere für Familien, nach den Wochen der Ausgangsbeschränkungen, ein Ausflugsziel mit Mehrwert.

    Auf insgesamt 1.150m Pfad, geschlängelt durch alle Etagen des Waldes und auf dem 42 Meter hohen Aussichtssturm, können die Besucherinnen und Besucher den Steigerwald genießen. Neben der sensationellen Aussicht bieten Infotafeln und die kostenfreie „Wipfel-App“ Informationen zum Thema Wald für kleine und große Wissbegierige. Die Zeit des Lockdowns wurde zudem produktiv genutzt: „Die Besucherinnen und Besucher können sich auf einige Neuigkeiten wie Schaukästen auf dem Pfad freuen“, freut sich Barbara Ernwein, Leiterin des Baumwipfelpfads Steigerwald.

    Stärkung gibt es für die Besucher:innen am Kiosk der MSI-Lebenshilfe Schweinfurt. Nur das Streichelgehege muss weiterhin geschlossen bleiben. „Schritt für Schritt werden dann hoffentlich auch wieder einzelne Veranstaltungen stattfinden. So z.B. Führungen in kleinen Gruppen oder die Falknervorführung auf dem Turm“, erklärt Ernwein zuversichtlich. Alle aktuellen Informationen finden Interessierte auf der Webseite www.baumwipfelpfadsteigerwald.de.

    Der Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Besucherinnen und Besucher hat bei der Öffnung oberste Priorität. Maßnahmen wie die Limitierung der Besucher:innenanzahl je Stunde, Abstandsregelungen und Desinfektionsmöglichkeiten sollen dazu beitragen, dass alle Gäste ihren Aufenthalt auf dem Baumwipfelpfad bedenkenlos genießen können.  

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    news-2480 Mon, 08 Mar 2021 14:05:47 +0100 Erstes Holz-Mehrfamilienhaus in Regensburg vor Fertigstellung https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/erstes-holz-mehrfamilienhaus-in-regensburg-vor-fertigstellung.html Der Bayerische Rundfunk berichtet über unseren Holzneubau

    In Regensburg wird erstmals ein Mehrfamilienhaus komplett in Holzbauweise errichtet. Dabei handelt es ich natürlich um unser "Haus auf Stelzen", direkt neben der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten in der Tillystraße. Das klimafreundlich konzipierte, viergeschossiges Wohnhaus im Stadtosten steht kurz vor der Fertigstellung. Der BR berichtet nun detailliert über den innovativen Holzbau in der Oberpfalz:

    => Hier geht's zur BR-Berichterstattung "Erstes Holz-Mehrfamilienhaus in Regensburg vor der Fertigstellung"

    Mehr zum Thema Holzbau und unserem Holzbauprojekt finden Sie auf www.holzbau-in-bayern.de!

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    news-2479 Mon, 08 Mar 2021 09:10:08 +0100 Forstrevier Ruppertshütten unter neuer Leitung https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstrevier-ruppertshuetten-unter-neuer-leitung.html 08. März 2021, Hammelburg/Ruppertshütten – Seit dem 1. Februar ist Christian Ihl neuer Revierleiter des Forstreviers Ruppertshütten. Der bisherige Revierleiter Sascha Walter hat die Bayerischen Staatsforsten verlassen und ist nun Lehrer an der Forstschule Lohr.

    Der 41-jährige Christian Ihl kam über mehrere Stationen zu den Bay. Staatsforsten. U.a. leitete er 6 Jahre lang ein Staatswaldrevier im niedersächsischen Harz. Familienbedingt zog es ihn 2020 nach Unterfranken, wo er ein Jahr lang bei der Forstverwaltung (AELF Karlstadt) beschäftigt war und Wiederaufforstungsprojekte in Kommunalwäldern im Raum Alzenau nach dem Sommersturm „Bernd“ betreute. Christian Ihl freut sich nun auf seine neue Aufgabe bei den Bayerischen Staatsforsten. Als zentrale Aufgabe sieht er die von ihm bewirtschafteten Wälder für den Klimawandel vorzubereiten. Dies bedeutet in erster Linie gemischte Bestände zu begründen oder die Waldbestände so zu pflegen, dass sie aus mindestens 4 Baumarten bestehen. Die Auswahl und Einbringung geeigneter Mischbaumarten stellt unter dem Einfluss der allgegenwärtigen Buche und den naturschutzfachlichen Natura 2000-Rahmenbedingungen eine sehr herausfordernde Aufgabe dar. In diesem Zusammenhang stellen angepasste Wildbestände für Christian Ihl ein Schlüssel zum Erfolg dar. Als engagierter Jagdhelfer unterstützt ihn hierbei sein 5-jähriger Wachtelrüde Kalle. Großen Wert legt er auch auf einen guten Kontakt zur Ruppertshüttner Bevölkerung, die traditionell ein besonders Verhältnis zum Leiter dieses Reviers pflegt.

    Sein Vorgänger Sascha Walter hat ihm zu Beginn seiner Tätigkeit noch viele wertvolle Tipps für seine neuen Aufgaben im Revier Ruppertshütten mitgeben können. Seinen Sitz hat der neue Revierleiter in der Forstdienststelle in Ruppertshütten in der Forsthaussstraße 2. Und auch die telefonischen Kontaktdaten sind die gleichen wie die seines Vorgängers.

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    news-2478 Wed, 03 Mar 2021 16:37:54 +0100 Verstärkung für die Staatswälder rund um Kelheim https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/verstaerkung-fuer-die-staatswaelder-rund-um-kelheim.html

    Seit Ende Februar ist Anna Meindl stellvertretende Forstbetriebsleiterin am Forstbetrieb Kelheim der Bayerischen Staatsforsten. Sie tritt damit an die Stelle von Bernhard Daffner, der an die Zentrale der Bayerischen Staatsforsten in Regensburg als Projektmitarbeiter wechselt.

    „Ich freue mich auf meine neuen Aufgabenbereiche und die Herausforderungen die mich erwarten. Und ganz besonders freue ich mich auf das Team des Forstbetriebes Kelheim, auf die abwechslungsreichen und vorbildlich bewirtschafteten Wälder des Donau- und Altmühltals“, erklärt Anna Meindl bei ihrem Amtsantritt.

    „Ich bin froh, dass wir mit Frau Meindl eine junge kompetente Kollegin für den Forstbetrieb Kelheim gewinnen konnten, die den Forstbetrieb bei der Bewältigung seiner großen Aufgaben im Klimawandel unterstützt“ freut sich Sabine Bichlmaier, Leiterin des Forstbetriebs.

    Anna Meindl stammt aus einer Försterfamilie im Landkreis Weilheim-Schongau und studierte Forstwissenschaften an der Technischen Universität in Weihenstephan. 2020 schloss sie ihr Referendariat mit der großen Forstlichen Staatsprüfung ab. Vor Ihrer Tätigkeit am Forstbetrieb Kelheim war Meindl an der Zentrale der Bayerischen Staatsforsten eingesetzt.

    ]]> Newsticker Startseite Forstbetrieb Kelheim Nachrichten news-2477 Wed, 03 Mar 2021 10:21:04 +0100 Eschentriebsterben und Verkehrssicherung https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/eschentriebsterben-und-verkehrssicherung.html Das Eschentriebsterben hat immer wieder Auswirkungen auf die Waldbewirtschaftung. Insbesondere dort, wo der Staatswald an öffentlichen Wegen und Straßen angrenzt, muss der Forstbetrieb Sonthofen die Esche besonders im Blickfeld behalten.

    Sonthofen, 03. März 2021 - Revierleiter Jörg Tarne, der den Staatswald im Bereich Lindau pflegt, beschreibt die Arbeiten: "Wir werden jetzt bei uns rund um Lindau verschiedene Verkehrssicherungshiebe durchführen. Dabei müssen vor allem kranke Eschen im Gefährdungsbereich der Straßen und der Bahnlinie gefällt werden. Wir bemühen wir uns, die Arbeiten möglichst schnell abzuschließen, damit es zu möglichst kurzen Sperrungen kommt. Ursache für die kranken Bäume ist meist das Eschentriebsterben, das unsere Eschen in Bayern seit 2008 befällt."

    Die Maßnahmen werden ca. zwei Wochen dauern und betreffen die Umgebung von Schlachters entlang der Bahnlinie und an Wegen Richtung Oberhof. "An der Bahnlinie muss sogar ein kleiner Eschenmischbestand gefällt werden. Aber wir haben bereits junge Eichenpflanzen für den Folgebestand bestellt und so können wir die Fläche auch ökologisch aufwerten", freut sich Förster Jörg Tarne. Weitere Fällungen sind an der Kreisstraße Schlachters - Weißensberg, an der Straße Altis - Stockenweiler und an einem kurzen Waldstück von Lindau nach Heimesreutin notwendig.

    Das Eschentriebsterben ist eine Pilzerkrankung, die in Bayern die heimische Esche befällt. Der Pilz, der botanisch Hymenoscyphus pseudoalbidus heißt, stammt ursprünglich aus Ostasien, wo er bei dortigen Eschenarten nur zu Blattverlusten führt. Im Frühstadium werden die Blätter infiziert. Das führt dann zu Welkeerscheinungen in der Baumkrone. Danach werden die Leit- und Seitentriebe befallen. Die befallenen Triebe weisen gelbliche bis ockerfarbene Rindenverfärbungen auf und sterben rasch ab. Ältere Bäume versuchen durch Ersatztriebe diesen Verlust zu kompensieren. Dadurch verändert sich die Kronenform der Bäume. Es treten vermehrt Zwiesel und Verbuschungen auf. Unter diesen abgestorbenen Rindenteilen verfärbt sich auch das Holz. Im weiteren Verlauf der Erkrankung kommen dann Schädigungen durch andere Pilze oder Insekten wie Hallimasch oder den Bunten Eschenbastkäfer hinzu, die dann zum Absterben der Bäume führen. Jungbäume sterben nach akutem, schnellen Verlauf rasch ab, während Altbäume oft einen chronischen Verlauf zeigen.

    "Leider führen die Schädigungen der Bäume auch zu einer geminderten Standfestigkeit. So fallen immer wieder befallene Eschen bei geringen Stürmen um und gefährden dadurch Straßen und Wege. Deshalb müssen wir regelmäßig kontrollieren und die befallenen Eschen fällen." begründet Revierförster Tarne den Einschlag im Landkreis Lindau. "Aber nicht nur hier achten wir auf kranke Eschen, sondern im gesamten Bereich des Forstbetriebs haben wir unsere Eschen im Blick", gibt Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting einen Überblick. "Aber leider zeigen die Eschen bisher wenig Wiederstand gegen diese Erkrankung. Trotzdem hoffen wir, dass uns diese wertvolle Baumart langfristig erhalten bleibt!"

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    news-2475 Tue, 02 Mar 2021 13:14:55 +0100 Holz aus Bayern: Nachfrage steigt wieder https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/holz-aus-bayern-nachfrage-steigt-wieder.html Markterholung und Preisanstieg deutlich spürbar

    01. März 2021, Regensburg – Die Bayerischen Staatsforsten verzeichnen nach der schwersten Holzmarktkrise der letzten 30 Jahre eine Konsolidierung des Holzmarktes und einen spürbaren Anstieg des Nadelholzpreises. Die Markterholung hat drei Gründe. „Nach der schweren Holzmarktkrise und historisch niedrigen Holzpreisen in den vergangenen Jahren blicken die Bayerischen Staatsforsten optimistisch in die Zukunft. Der Markt entwickelt sich positiv, die Preise steigen“, so Martin Neumeyer, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten. Die Gründe für diese Entwicklung sieht Neumeyer hauptsächlich in drei aktuellen Entwicklungen:

    1.     Holznachfrage geht steil nach oben
    „Es gibt eine ungebrochene Nachfrage nach Holz und Holzprodukten – sowohl regional als auch international“, erläutert Neumeyer. „Die Baubranche boomt in allen Bereichen. Dadurch entsteht eine verstärkte Nachfrage im Inland und im Export, die sich positiv auf die Preise auswirkt. Nach dem kräftigen Preisanstieg bei Schnittholz und Holzprodukten im letzten Jahr ziehen jetzt auch die Preise für den Rohstoff, also die Baumabschnitte, an“, so Neumeyer weiter. Deutlich wird die starke Holz-Nachfrage bei den sinkenden Lagerbeständen der Staatsforsten: Die Nasslager, in denen das Schadholz der letzten Jahre aus Waldschutzgründen werterhaltend zwischengelagert wurde, leeren sich schnell. Insgesamt wurden bereits über 200.000 von rund 310.000 Festmetern in Sägewerke gefahren. Wenn man die Höchststände des Hitzesommers 2020 vergleicht, beträgt der Abbau der in Nass- und Trockenlager eingelagerten Hölzer der Bayerischen Staatsforsten zum Stand Ende Februar sogar 75%. In einer Reihe von Regionen Bayerns könnte bei gleichbleibender Entwicklung das Frischholz bald knapp werden. „Die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer können nach der schweren Krise auf dem Holzmarkt durch zu viel Schadholz wieder optimistisch in die Zukunft schauen“, so der Staatsforstenchef zuversichtlich. „Wir rechnen im Verlauf des Jahres 2021 mit weiter steigenden Preisen“, so Neumeyer.  

    2.     Neue Bayerische Bauordnung: Holzbau in allen Gebäudeklassen möglich
    Unterstützt wird die positive Marktentwicklung durch die neue Bayerische Bauordnung, die seit 1. Februar in Kraft ist. „Zusammengefasst erleichtern die Änderungen der Bayerischen Bauordnung das Bauen mit Holz nun auch in den Gebäudeklassen 4 und 5, also auch im mehrgeschossigen Bau. Der Baustoff Holz kann somit künftig in allen Gebäudeklassen zum Einsatz kommen“, so der Staatsforstenchef. „Besonders bei der Nachverdichtung in Städten und beim Wohnungsbau wird sich das positiv auswirken. Holz hat Zukunft – und das Holzzeitalter beginnt gerade erst“, ist sich Neumeyer sicher.

    3.     Steigende Bedeutung der CO2-Reduktion
    Auch das gesteigerte Umweltbewusstsein der Bevölkerung verstärkt die Nachfrage nach Holzprodukten. Da Holz große Mengen CO2 speichert, ist die Verwendung des nachwachsenden Rohstoffs ein wichtiger Baustein zur CO2-Reduzierung und Erreichung der deutschen CO2-Reduktionsziele. „In der CO2-Diskussion kann Wald – gerade auch der nachhaltig bewirtschaftete – punkten. Nachhaltig bewirtschaftet liefert der Wald dauerhaft den wertvollen Rohstoff Holz, der CO2 langfristig in Produkten speichert, klimaschädliche Rohstoffe stofflich und energetisch substituiert und durch das Wachstum der nächsten Waldgeneration der Atmosphäre erneut CO2 entzieht. Deshalb ist Holz das perfekte Beispiel für eine Kreislaufwirtschaft, die das klimaschädliche CO2 reduziert. Auf gleicher Fläche ist der Wald Klimaschützer, Rohstofflieferant sowie Ort für Artenvielfalt und Erholung“, so Neumeyer.

    Gute Ausgangsposition der Staatsforsten: Hohe Investitionen bei der Borkenkäferbekämpfung der letzten Jahre sichern Vorräte und sorgen für niedrige Schadzahlen
    „Unsere Beschäftigten haben in den letzten Trockenjahren um jeden Quadratmeter Staatswald gekämpft. Unsere Devise war: Wir geben keinen Quadratmeter Staatswald auf. Die Vorräte beim Nadelholz konnten im bayerischen Staatswald – im Gegensatz zu anderen deutschen oder europäischen Forstbetrieben – gehalten werden“, so Neumeyer.

    Die aktuellen Schadholzmengen sind gegenüber den letzten beiden Jahren deutlich rückläufig, die Staatsforsten haben das Käferholz des letzten Jahres aufgearbeitet: „Wenn jetzt das Wetter im Jahr 2021 mitspielt und die Wirtschaftslage weiter positiv bleibt, können die Waldbesitzer mit weiter steigenden Preisen in diesem Jahr rechnen“, ist sich Neumeyer sicher. Im wichtigsten Sortiment der Staatsforsten und der Bayerischen Forstwirtschaft insgesamt, dem Fichtenstammholz, gibt es eine positive Nachfrage und Preisentwicklung. Auch bei der Kiefer zieht in Folge der positiven Entwicklung bei Fichte die Nachfrage und der Preis an. Bei Laub-Stammholz gibt es eine stabile Seitwärtsbewegung. Bei Industrieholz (Nadel- und Laubholz) ist die negative Entwicklung des letzten Jahres gestoppt und eine vorsichtige Erholung bei Nachfrage und Preis festzustellen.

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    news-2474 Tue, 02 Mar 2021 13:05:12 +0100 PEFC Deutschland veröffentlicht Jahresbericht 2020: „Krisen bewältigen“ https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/pefc-deutschland-veroeffentlicht-jahresbericht-2020-krisen-bewaeltigen.html Bestellung des PEFC-Jahresberichts 2020 als Printexemplar ab sofort möglich

    02. März 2021, Stuttgart - Der Jahresbericht von PEFC Deutschland e.V. für das Jahr 2020 wurde Ende Februar an rund 9.000 Empfänger aus Forstbetrieben, holzverarbeitenden Unternehmen, Verbänden und Politik verschickt und liegt als bestellbares Druckexemplar vor. Der Titel „Krisen bewältigen“ nimmt Bezug auf die Herausforderungen, die die Akteure aus dem Wald- und Holzbereich im vergangenen Jahr zu stemmen hatten, insbesondere die Waldschäden in bisher kaum gekannter Höhe sowie die Auswirkungen der Coronapandemie.

    Er zeigt auf, wie PEFC Deutschland die Anstrengungen der Betroffenen bei der Krisenbewältigung unterstützt: Etwa mittels Reputationsaufbau PEFC-zertifizierter Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer durch die große Online-Kampagne „Helden im Wald“. Neu sind das Format und der Aufbau des Jahresberichts: Die Printversion des PEFC-Jahresberichts wurde erstmals in einer handlichen Größe von 11x11cm publiziert. Die neue Größe und ein hoher Bildanteil ermöglichen dem Leser ein noch schnelleres Erfassen der wichtigsten PEFC-Themen aus dem vergangenen Jahr.

    Der PEFC-Jahresbericht 2020 kann – auch in höherer Stückzahl – kostenfrei bei der PEFC-Geschäftsstelle bestellt werden (aufgrund des weiterhin hohen Anfragevolumens zur PEFC-Zertifizierung im Rahmen der Bundeswaldprämie kann es zu leichten Verzögerungen bei der Auslieferung kommen). Eine formlose E-Mail an info@PEFC.de unter Angabe der Lieferadresse genügt. Der Jahresbericht ist digital abrufbar unter: www.pefc.de/jahresbericht2020

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    news-2473 Tue, 02 Mar 2021 11:48:55 +0100 Knifflige Holzernte – Herausforderung und Ansporn https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/knifflige-holzernte-herausforderung-und-ansporn.html März 2021, Neureichenau/Passau - Holz ist ein unschlagbarer Rohstoff, vor allem im Hinblick auf seine Ökobilanz:  der Einsatz von Holz statt Stahl oder Aluminium, anstelle von Plastik oder Beton ist unbestritten oft die bessere Wahl unter Klima- und Umweltschutzaspekten. Dennoch ist die nachhaltige Nutzung des Holzes nicht das alleinige Kriterium, wenn Förster eine Fläche für den Holzeinschlag vorbereiten. Um den gesellschaftlichen Ansprüchen eines umfassend verstandenen Begriffs der Nachhaltigkeit zu entsprechen, spielen seltene Arten und Lebensgemeinschaften im Wald, die z.B. in Baumhöhlen oder abgestorbenen Baumteilen leben und die auf besondere Strukturen angewiesen sind, eine wichtige Rolle. Auch Erholungssuchende wollen sich einfach an schönen Waldbildern erfreuen, was in die Arbeit der Försterinnen und Förster einfließt. Multifunktional, naturnah, gemeinwohlorientiert soll die Waldbewirtschaftung sein, spezielle Naturschutzanforderungen müssen berücksichtigt werden. Was das konkret bedeutet, ist jeden Tag für die Bayerischen Staatsforsten Herausforderung und Ansporn.

    In den nächsten Tagen und Wochen löst der Forstbetrieb Neureichenau wieder einmal so eine knifflige Aufgabe im Neuburger Wald: im Gründobel sollen einige ältere Bäume entnommen werden, damit die nachwachsenden jungen Bäumchen, die schon unter dem Altbestand auf mehr Licht warten, überleben und gedeihen können. Die Förster schaffen dabei Lücken im Kronendach, wie sie auch von Natur aus entstehen können und unterstützen so einen naturnahen stufigen Aufbau des Waldes. Bei dieser Nachlichtung muss jedoch besonders darauf geachtet werden, dass dabei besonders starke Altbäume, sogenannte Methusaleme, und Höhlenbäume nicht angerührt werden.

    Zudem darf das Innenklima des Waldes nicht zu stark verändert werden. Die farbigen Signaturen an den Bäumen sind dafür die entsprechende Zeichensprache für die Waldarbeiter, damit sichergestellt wird, dass nur ausgewählte Bäume gefällt werden. Das geerntete Holz wird nur zu einem Teil aus dem Wald geholt und zu regionalen Holzverarbeitern geliefert, die auf die Versorgung mit dem Rohstoff Holz aus unseren heimischen Wäldern angewiesen sind. Ein Teil der geernteten Bäume verbleibt als Totholz im Wald und wird in den Nähstoffkreislauf zurückgeführt.  

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    news-2472 Tue, 02 Mar 2021 11:43:59 +0100 Revierleiterin Lea Franz verlässt den Forstbetrieb Burglengenfeld https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/revierleiterin-lea-franz-verlaesst-den-forstbetrieb-burglengenfeld.html Veränderung im Forstrevier Holzheim am Forst Burglengenfeld

    25. Februar 2021, Burglengenfeld - Revierleiterin Lea Franz, seit dem Jahr 2018 für die Wälder der Bayerischen Staatsforsten im Revier Holzheim am Forst zuständig, wechselt im März an das Revier Mistelgau des Forstbetriebs Pegnitz. Die gebürtige Bayreutherin ergreift damit die Möglichkeit, in ihre oberfränkische Heimat zurückzukehren.

    Revierleiterin Lea Franz war ein Glücksfall für den Forstbetrieb. „Sie haben mit Ihrer sachkundigen, freundlichen und unkomplizierten Art sehr positiv und erfrischend auf das Team gewirkt“ so Forstbetriebsleiter Hans Mages. Als besonders vorteilhaft habe sich laut Mages auch das fundierte Fachwissen der Revierleiterin erwiesen – habe sie doch vor dem Studium der Forstwirtschaft eine Ausbildung als Forstwirtin absolviert und damit auch hervorragende Kenntnisse über die praktische forstliche Arbeit. Zudem sei es erfreulich und setze Impulse für Neuerungen, wenn Frauen sich in die immer noch von Männern dominierte forstliche Arbeitswelt einbringen.

    Mages dankte Franz für ihre vorbildliche Arbeit im Revier und ihre stets positive Grundeinstellung. Trotz ihrer vergleichsweise kurzen Zeit am Forstbetrieb würde sie sichtbare Spuren hinterlassen. „Ich gehe mit einem weinenden und einem lachenden Auge“ so Lea Franz. Sie habe die Zeit am Forstbetrieb Burglengenfeld und die gute Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen sehr geschätzt. Jetzt freue Sie sich aber über die Gelegenheit, in ihre Heimat zurückkehren, mit ihrem Ehemann zusammenzuziehen und damit Beruf und Familie besser vereinbaren zu können. Für die Zukunft wünschte das Forstbetriebs-Team Kollegin Franz alles Gute sowie viel Erfolg im neuen Revier und unterstrich dies mit einem kleinen Abschiedsgeschenk.

    Das Revier Holzheim am Forst wurde intern ausgeschrieben. Das Besetzungsverfahren wird in Kürze abgeschlossen, sodass das Revier so bald wie möglich wiederbesetzt werden kann. 

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    news-2471 Thu, 25 Feb 2021 15:33:17 +0100 Holzernte für ein gutes Klima https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/holzernte-fuer-ein-gutes-klima.html Forstbetrieb Fichtelberg informiert über Klimaschutz durch Holzverwendung

    25. Februar 2021, Fichtelberg – In Kooperation mit proHolz Bayern informieren die Bayerischen Staatsforsten über die Auswirkungen des Klimawandels und zeigen auf, welche positiven Auswirkungen dabei Waldbewirtschaftung und Holzverwendung haben.

    Anhand einer gerade stattfindenden Holzernte bei Tröstau kann der Forstbetrieb Fichtelberg dies mit praktischen Beispielen belegen. Am Rand eines Waldbestands oberhalb von Tröstau. Aus der Ferne grüßt die Kösseine über das Tal. Dumpf brummelt eine Forstmaschine durch den Wald. Der Fahrer bedient ein paar Knöpfe und Hebel, der Kran schwenkt aus, umgreift einen Baumstamm. Eine Kettensäge kreischt auf und der Baum fällt zu Boden. Kurzes Rattern, ein paar Schnitte mit der Säge, schon liegt der Baum zerlegt in handliche Stücke am Rand der Fahrspur. Fertig. Nächster Baum. Muss das denn sein? Kann man die Bäume nicht einfach wachsen lassen, um die Natur zu schützen? Bernhard Kraus, Revierleiter am Forstbetrieb Fichtelberg und zuständig für die Flächen am Fuße der Platte verblüfft mit seiner Antwort: „Auch wenn es vielleicht auf den ersten Blick nicht so aussieht: wir betreiben hier aktiven Klimaschutz mit dem Harvester und machen den Wald fit für die Zukunft.“

    Bei der Durchforstung des Waldbestands, so der Förster, wird Platz geschaffen, damit die übrigen Bäume genügend Standraum haben, um eine große, gesunde Baumkrone auszubilden. Das mache sie gesund und widerstandsfähig gegen Schädlinge und stabil gegen Sturm, weil ein tiefer Ansatz der Baumkrone den Schwerpunkt des Baumes weit unten hält. „Außerdem fördern wir ganz gezielt alle Mischbaumarten wie Buchen, Tannen und Kiefern. Diese werde in Zukunft noch wichtiger werden, weil sie mit den höheren Temperaturen als Folge des Klimawandels besser zurechtkommen als die Fichten, die bisher hier hauptsächlich wachsen.

    Und einen weiteren Grund, der für die Holzernte spricht, hat der Forstexperte noch parat: „Das hier geerntete Holz wird von einem Sägewerk in unserer Region verarbeitet. Dabei entstehen dauerhafte Holzprodukte wie Balken, Bretter und Kanthölzer. Wenn diese z.B. in einem Hausdach oder in Möbeln verbaut sind, bleibt das Treibhausgas Kohlendioxid, das der Baum beim Wachstum aus der Luft aufgenommen hat, dauerhaft gebunden. Würde das Holz stattdessen im Wald verrotten, würde das Kohlendioxid in kurzer Zeit wieder freigesetzt und die Atmosphäre belasten.“

    Um das Ganze zu veranschaulichen, hat Förster Kraus ein paar Zahlen parat: „Jeder Bundesbürger verursacht jährlich etwa 9 t CO2. 1 Kubikmeter Holz speichert etwa 1 t Kohlendioxid. Wenn wir das geerntete Holz dauerhaft verwenden, entziehen wir der Atmosphäre Kohlendioxid und leisten damit einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz.“ Wenige Meter weiter. Ein Rückefahrzeug hat die abgesägten Baumstämme an die Forststraße transportiert und dort zu einem sogenannten Holzpolter aufgeschichtet. Bernhard Kraus und sein Kollege Josef Scherm erfassen die Holzmengen für den Verkauf. Schließlich wird noch ein Zettel an die Stämme geheftet. Dort ist ein QR-Code mit der Aufforderung „Scan mich!“ abgebildet. „Waldbesucher,:innen die mit ihrem Smartphone den QR-Code abfotografieren, erhalten auf der Internetseite weitere Informationen zum Klimaschutz im Wald. Wir laden alle Besucher ein, sich dort zu informieren.“ 

    Hier geht's zum Video des Plakats!

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    news-2470 Thu, 25 Feb 2021 15:24:42 +0100 Für sichere Wege an der Iller https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/fuer-sichere-wege-an-der-iller.html 24. Februar 2021, Ottobeuren – Der Forstbetrieb Ottobeuren der Bayerischen Staatsforsten wird gemeinsam mit dem Landratsamt Unterallgäu und der LEW Wasserkraft GmbH Anfang März entlang der Iller bei Legau eine Verkehrssicherungsmaßnahme durchführen. Aufgrund der für die Sicherstellung der Verkehrssicherheit notwendigen Baumfällarbeiten muss der Bereich um die Fischtreppe und die Hängebrücke über die Iller für Spaziergänger und Radfahrer gesperrt werden.

    Der Waldbestand entlang der Hängebrücke und oberhalb der Fischtreppe ist stark geschädigt: die Standfestigkeit der zahlreich vorhandenen Eschen ist durch das Eschentriebsterben, ein hoch aggressiver Pilz aus Asien, stark beeinträchtigt. In einer gemeinsamen Aktion werden alle geschädigten Eschen, die Brücke oder Spaziergänger gefährden können, gefällt.

    Der Großteil des Holzes soll aus naturschutzfachlichen Gründen als Totholz im Bestand verbleiben: Es bietet dort zahlreichen Insektenarten, Pilzen und Vögeln einen wertvollen Lebensraum. Um eine Gefährdung der Spaziergänger durch herabfallende Kronenteile auszuschließen, wird die Hängebrücke und der Erholungsbereich entlang der Fischtreppe von 1. März bis voraussichtlich 5. März gesperrt.

    Das Landratsamt Unterallgäu, die LEW Wasserkraft GmbH und der Forstbetrieb Ottobeuren bitten für die Einschränkung um Verständnis und um strikte Beachtung der Absperrungen, da bei Holzerntemaßnahmen Lebensgefahr besteht. Eine entsprechende Beschilderung weist vor Ort auf die Maßnahmen hin. 

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    news-2469 Wed, 24 Feb 2021 14:35:33 +0100 Absage: Waldführung am Forstbetrieb Ebrach https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/absage-waldfuehrung-am-forstbetrieb-ebrach.html Die Waldführung am 05.03.2021 um 15.00 Uhr durch Herrn Forstbetriebsleiter Ulrich Mergner im Revier Oberschwarzach findet nicht statt. Begründung: 11. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (Corona-Verordnung) der Bayer. Staatsregierung. Der Forstbetrieb wird den Waldbegang nachholen, sobald wieder Führungen erlaubt sind.

    Auch die übrigen Waldbegänge aus unserem per E-Mail am 18. November 2020 versendeten Programm "Waldführungen 2021 Forstbetrieb Ebrach" - siehe Anlage "Mit Försterin und Förster unterwegs im Steigerwald" - stehen unter dem Vorbehalt der Erlaubnis im Zuge weiterer Entscheidungen im Zusammenhang mit künftigen Corona-Regelungen.

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    news-2468 Fri, 19 Feb 2021 12:43:09 +0100 Duales Studium im Bayerischen Staatswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/duales-studium-im-bayerischen-staatswald.html Theorie und Praxis für den Wald von morgen

    Wald statt Lehrsaal bzw. digitale Vorlesung: In diesen Tagen tauschen fünf angehende Försterinnen und Förster ihren (digitalen) Platz im Lehrsaal der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf mit einem Forstrevier im bayerischen Staatswald.

    19. Februar 2021, Regensburg – Seit Oktober 2019 gibt es die Kooperation zwischen der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (HSWT) und den Bayerischen Staatsforsten. Um nachhaltig den Bedarf an gut ausgebildeten Nachwuchskräften zu sichern, haben im Wintersemester 2020/2021 weitere fünf Studierende das duale Forststudium bei den Bayerischen Staatsforsten angetreten. Nun steht der erste Praxisaufenthalt unmittelbar bevor. Für die Studierenden ist die Praxisphase ab Mitte Februar eine willkommene Abwechslung, da bedingt durch die Corona-Pandemie das letzte Semester überwiegend aus Online-Vorlesungen Bestand.

    Das duale Forststudium startet mit dem Beginn des dritten Semesters. Dabei wird der reguläre Bachelorstudiengang „Forstingenieurwesen“ während der vorlesungsfreien Zeiten durch zusätzliche Praxisphasen an einem der 41 Forstbetriebe sowie an verschiedenen weiteren Organisationseinheiten der Bayerischen Staatsforsten ergänzt.

    Mentoren helfen beim Einstieg
    Neben einem ersten Einblick in die forstliche Praxis bei einem der größten und modernsten Forstbetriebe Deutschlands bietet sich für die Studierenden im dualen System die einmalige Gelegenheit, verschiedene Unternehmensbereiche kennenzulernen und durch die aktive Einbindung ins Betriebsgeschehen selbst erste Berufserfahrung in der Forstwirtschaft zu sammeln. „Uns ist es wichtig, dass unser forstlicher Nachwuchs schon früh einen vertieften Einblick in unsere Arbeit bekommt“, betont Personalvorstand Reinhardt Neft. Das duale Studium ermöglicht es den Studierenden, ihre theoretischen Kenntnisse aus der Hochschule im forstlichen Arbeitsalltag zu erproben, zu ergänzen und gegebenenfalls zu vertiefen. Hierfür stehen den zukünftigen Försterinnen und Förstern je ein Mentor oder eine Mentorin zu Seite, der/die den dual Studierenden während der gesamten Zeit bei der BaySF als kollegiale/r Ansprechpartner/in zur Seite steht.

    Christoph Baudisch, Bereichsleiter Personal, Organisation, Aus- und Fortbildung, sieht die praktische Ausbildung trotz Corona positiv: „Wir freuen uns sehr, die dual Studierenden im Laufe der kommenden Wochen an ihren jeweiligen Standorten im Unternehmen begrüßen zu dürfen – natürlich unter Einhaltung der aktuellen Regelungen zum Gesundheitsschutz – und wünschen Ihnen eine abwechslungsreiche und lehreiche Zeit bei uns.“  

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    news-2476 Fri, 19 Feb 2021 08:20:00 +0100 Großes Interesse an Premium-Hölzern https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/grosses-interesse-an-premium-hoelzern.html 19. Februar 2021, Kaisheim - Bei der 26. Wertholzsubmission in Bopfingen wurden die schönsten Stämme verschiedenster Baumarten aus bayerischen und baden-württembergischen Wäldern versteigert. Auch der Forstbetrieb Kaisheim der Bayerischen Staatsforsten hat seine wertvollsten Stämme zur Auktion gebracht und war mit dem Ergebnis zufrieden. Vor allem Eichenholz ist weiterhin sehr gefragt.

    Insgesamt wurden in Bopfingen 2.318 Festmeter Wertholz aufgelegt. Die Leitbaumart der Submission war mit 69 % die Eiche, gefolgt von Esche (11 %), Lärche und Douglasie (jeweils 7 %). Gegenüber der Submission 2020 sind die durchschnittlichen Erlöse für Esche und Lärche um 7 % bzw. 27 % gestiegen. Die Eiche bewegt sich auf konstant hohem Preisniveau.

    Der Forstbetrieb Kaisheim steuerte 142 fm qualitativ hochwertige Laub- und Nadelhölzer bei. Für Eiche (104 fm) und Lärche (23 fm) konnten im Vergleich zur gesamten Submission überdurchschnittliche Erlöse erzielt werden. Lediglich die Esche (7 fm) wurde zu einem geringeren Preis abgesetzt und lag damit unter dem Durchschnittserlös der letztjährigen Submission. Gut beboten wurden mit 322 €/fm zudem zwei Kirschen. Weitere aufgelegte Baumarten waren Bergahorn (3 fm) und Roteiche (5 fm).

    Bei den Höchstgeboten pro Festmeter erzielte ein Bergahorn mit 3.620 € den Spitzenpreis, gefolgt von 1.888 €/fm, ebenfalls für Bergahorn. Der Forstbetrieb Kaisheim lag mit zwei Eichen à 1.389 €/fm an vierter Stelle. Die "Braut", eine stattliche Eiche mit 7,32 fm, kam in diesem Jahr von der WBV-Augsburg. Diese erzielte einen Umsatz von 11.485 € (1.569 €/fm). Als Exoten fanden sich unter anderem zwei Mammutbäume und ein Essigbaum auf der Submission wieder. Insgesamt wurden auf der Bopfinger Wertholzsubmission rund 1,05 Mio. Euro umgesetzt.

    Die vorausschauende Bewirtschaftung unserer Wälder ermöglicht es, nachhaltig wertvolle Hölzer zu ernten und zu hochwertigen Produkten zu veredeln. Mit der fachlichen Expertise unserer Försterinnen und Förster darf auch in Zukunft auf solch erfolgreiche und interessante Submissionen geblickt werden.

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    news-2467 Thu, 18 Feb 2021 13:56:25 +0100 Ein neues Gesicht am Forstbetrieb Bodenmais https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ein-neues-gesicht-am-forstbetrieb-bodenmais.html Markus Würstl komplettiert das Führungsteam am Forstbetrieb Bodenmais

    18. Februar 2021, Bodenmais - „Es wurde wirklich Zeit!“ sagt Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl zur Besetzung der sog. VL-Stelle am Forstbetrieb Bodenmais „nach dem tragischen Krebstod unseres Stellvertretenden Forstbetriebsleiter Anton Bauriedl im Jahr 2017 war die Stelle aus verschiedenen Gründen mehrfach nur kommissarisch besetzt – drei liebe, junge und fleißige Kolleginnen und Kollegen haben mir der Reihe nach über diese Zeit geholfen, aber jetzt ist der Markus Würstl als mein Stellvertreter endlich fest hier – herzlich willkommen im Team!“.

    Der gebürtige Oberpfälzer (Landkreis Tirschenreuth) hat nach dem Abitur Forstingenieurwesen an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf sowie Forstwissenschaften an der TU München studiert. Daran anschließend kam die Referendarzeit am Forstbetrieb Fichtelberg und am AELF Rosenheim. Seit Dezember 2017 ist er bei den Bayerischen Staatsforsten. Seine letzten Aufgabenbereiche waren an der Zentrale in Regensburg in der Abteilung Waldbau und Jagd und in der Unternehmenskommunikation, unterbrochen durch eine Abordnung an den Forstbetrieb Oberammergau als Mitarbeiter im Leitungsdienst.

    Als dann im letzten Herbst die Stelle in Bodenmais ausgeschrieben war, hat er seine Bewerbung abgegeben, kam prompt dran und ist seit Anfang Dezember stellvertretender Betriebsleiter am Forstbetrieb. „Für mich geht nun ein langjähriger Wunsch in Erfüllung, wieder an einem Forstbetrieb zu arbeiten und dort unter anderem den Holzverkauf zu leiten.“ sagt der 32-jährige, „Nach meinen Lehr- und Wanderjahren an der Zentrale in Regensburg freue ich mich nun auf die Zeit und die neuen Aufgaben am Forstbetrieb Bodenmais!“

    Mit seiner kleinen Familie zieht er nun im März nach Regen, quasi ins Zentrum des Forstbetriebs, dem zwischen Mitterfels und Grafenau, von der Isar bis zum Arber die Bewirtschaftung von rund 17.000 ha Staatswald obliegt.

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    news-2466 Mon, 15 Feb 2021 09:20:57 +0100 Schutzwald im Oberallgäu in guten Händen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/schutzwald-im-oberallgaeu-in-guten-haenden.html Die Bayerischen Staatsforsten bewirtschaften im Landkreis Oberallgäu zwischen Oberstaufen im Westen und Bad Hindelang im Osten ca. 13.000 ha Gebirgswald im Eigentum des Freistaat Bayerns. Fast die Hälfte davon, rund 6.000 ha, sind Schutzwald.

    15. Februar 2021, Sonthofen - Was unterscheidet den Schutzwald vom normalen Wald? "Dauerhaft als Schutzwald ausgewiesen ist Wald in den Hochlagen ab 1.500 Meter Höhe und in exponierten Kammlagen. Des weiteren Wald auf Standorten, die stark erosionsgefährdet sind oder zur Verkarstung neigen. Auch Wald, der vor Lawinen, Steinschlägen, Erdrutschungen, Hochwasser und ähnlichen Naturgefahren schützt, ist Schutzwald. Und von Objektschutzwald spricht man, wenn Siedlungen, Straßen oder Bahnlinien direkt darunterliegen", erklärt Jann Oetting, Forstbetriebsleiter in Sonthofen. Damit dieser Wald seine Schutzfunktionen erfüllen kann, muss er stabil sein. Optimal sind ungleichaltrige, strukturierte Bergmischwälder aus Fichte, Tanne, Buche und Bergahorn. Der Nadelholzanteil sollte bei 50 bis 60 Prozent liegen.

    Rainer Ruf, der als Revierförster den östlichen Teil dieser Wälder betreut, verdeutlicht: "Die Witterung der letzten Wochen hat den Schutzwald wieder mal auf eine harte Probe gestellt: Zunächst massive Schneefälle in kürzester Zeit mit starken Windverfrachtungen. Und dann Tauwetter mit Starkregen bis in die Hochlagen. Der Wald puffert einerseits die Abflussmenge des Oberflächenwassers ab und sorgt mit seinem Kronendach für eine Strukturierung der Schneedecke. Das verhindert Lawinen, weil der Schneedeckenaufbau unregelmäßiger ist." Andererseits machen die starken Schnee- und Regenfälle im Wechsel dem Schutzwald zu schaffen: Aufgrund des Nassschnees und der bis auf den Grund stark durchfeuchteten Schneedecke kommt es sogar in den Waldbeständen zu Schneegleiten und Bildung von Waldlawinen. Dieses Phänomen hat in den letzten Jahren zugenommen. Diese Waldlawinen lösen sich oft unverhofft und sind deshalb schwer einzuschätzen. Das kann dann, wie in letzter Zeit, zu Straßensperrungen in Gebirgstälern über mehrere Tage führen.

    Der Forstbetrieb Sonthofen setzt alles daran, die staatlichen Schutzwälder im südlichen Oberallgäu zu erhalten und zu stabilisieren. So wurden in den letzten Jahren nach Schneebruch und Windwurf größere Mengen an gebrochenen und geworfenen Fichten in unzugänglichen Schutzwaldlagen aufgearbeitet und mit dem Hubschrauber ins Tal gebracht oder vor Ort von Hand entrindet und belassen. Nur so kann dem Borkenkäfer Brutraum entzogen und eine Massenvermehrung verhindert werden.

    Zur Stabilisierung des Schutzwaldes werden in den Fichten-dominierten Beständen junge Mischbaumarten gepflanzt - vor allem Weißtannen. Durch eine konsequente Jagd mit angepassten Wildbeständen sollen diese Pflanzungen auch aufwachsen können. Die Jagd kommt auch der natürlichen Ansamung von Tanne, Buche und Bergahorn zu Gute. In Jungwuchsbeständen wird durch Pflegeeingriffe die richtige Mischung zwischen Nadel- und Laubbäumen herausgearbeitet. In den älteren Wäldern wird durchforstet oder vorsichtig aufgelichtet, damit ein stabilerer Wald entsteht und sich junge Bäume ansamen können. "Für diese besonderen Aufwendungen im Schutzwald werden die Bayerischen Staatsforsten finanziell von der Forstverwaltung im Rahmen der Schutzwaldpflege und Schutzwaldsanierung unterstützt. Die Zusammenarbeit mit den Kollegen vom Amt in Immenstadt läuft hier sehr gut. Darüber sind wir sehr dankbar und auch überzeugt, dass das Geld gut investiert ist!", freut sich Forstbetriebsleiter Oetting.

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    news-2465 Thu, 11 Feb 2021 08:20:00 +0100 Waldwege laden zum Wintersport ein https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldwege-laden-zum-wintersport-ein.html Forstbetrieb Ebrach wirbt für gegenseitige Rücksichtnahme

    11. Februar 2021, Ebrach - "So einen herrlichen Winter hatten wir lange nicht mehr", meint Ulrich Mergner, Leiter des Forstbetriebs Ebrach. Der verschneite Wald lade ein für Wintersport und Waldspaziergänge. Bei der Wegebenutzung wirbt der Chef des Staatswaldes für gegenseitige Rücksichtnahme. Das Waldwegenetz sei zwar vorrangig für die Holzernte konzipiert, könne aber gleichzeitig auch zur Erholung in den Wäldern genutzt werden. Über 500 km stünden im Forstbetrieb zur Verfügung. Da komme jeder auf seine Kosten.

    Langlauf auf dem Mittelstreifen

    Besonders kommen derzeit die Freunde des Skilanglaufs auf ihre Kosten. Vielerorts seien schon "wilde Loipen" entstanden. Mergner empfiehlt den Loipenspurern den Mittelstreifen der Forstwege zu wählen. An die Fußgänger appelliert er, die Fahrspuren von Autos und Holzfuhrwerken zu benutzen. Ein solches Nebeneinander ist meistmöglich. Wer ausnahmsweise durch den Wald fahren müsse, sollte die Loipen auf der Fahrbahnmitte schonen.

    Förster und Jäger können auch zu Fuß gehen

    Seit Mitte Januar herrscht in den staatlichen Jagden Jagdruhe, so Mergner. Die Jäger der Staatsjagden bleiben zu Hause. Reh und Wildschweine sollen bei strengem Frost nicht beunruhigt werden, damit sie nicht unnötig Energie verlieren. Mit Waldbesuchern, die überwiegend auf den Wegen bleiben, haben die Wildtiere kein Problem. Sie können die Gefahr, die von Menschen ausgeht, gut einschätzen. Mergner hat auch seine Mitarbeiter/innen aufgefordert, Waldfahrten möglichst zu reduzieren und mehr zu Fuß zugehen.

    Waldarbeit ruht überwiegend

    Mergner wirbt um Verständnis, dass einzelne Waldwege geräumt werden müssen. "Wir haben zwar die eigenen Waldarbeiter kurzzeitig entlassen, die maschinelle Holzernte kann jedoch weitergehen", so der Forstmann. Der Grund: Die Arbeit der Waldarbeiter ist bei dem vielen Schnee und den tiefen Temperaturen gefährlich, die Maschine habe dagegen keine Probleme. Einige Hauptwege und die Zufahrten zu den Waldorten, an denen Holz gemacht würde, müssen deshalb geräumt werden. "Der Winter ist eigentlich der beste Zeitpunkt für die Holzernte. Insbesondere bei Laubbäumen ist es wichtig, im saftlosen Zustand zu fällen. Das erhält eine gute Qualität des Holzes", erklärt Mergner.

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    news-2464 Mon, 08 Feb 2021 17:09:13 +0100 Holz für örtliche Sägewerke https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/holz-fuer-oertliche-saegewerke.html Der Rohstoff Holz ist in aller Munde, der Holzbau erfreut sich wachsender Beliebtheit. Und dies aus gutem Grund: Ein vor Ort nachwachsender Rohstoff, der mit wenig Ressourcenaufwand bereitgestellt wird, sehr vielseitig einsetzbar ist, keinen Abfall produziert und gerade im Bausektor andere, teilweise sehr klimaschädliche Baustoffe ersetzen kann.

    08. Februar 2021, Sonthofen - Der Staatswald im Revier Kürnach-Nord des Forstbetriebes Sonthofen liefert in erster Linie Fichten und Buchenholz. Revierleiter Markus Pfleghardt, der den Wald in diesem Bereich pflegt, freut sich: "Ein großer Anteil des Holzes aus meinem Revier wird an Sägewerke in nächster Nähe geliefert und so direkt in der Region verarbeitet." Ein gutes Beispiel dafür ist das Sägewerk Seltmann, das direkt am Reviereingang liegt. Wertvolles Stammholz, welches die Firma zu Bauholz und Hobelware weiterverarbeitet, wird hierhin geliefert. "Wir beim Forstbetrieb Sonthofen versuchen, mit unseren Kunden eine langfristige Partnerschaft einzugehen, die beiden Seiten gerecht wird. Dabei steht allerdings immer der Wald an erster Stelle", versichert Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting.

    Der ideale Holzerntezeitpunkt für mittelständische Sägewerke sind die Herbst- und Wintermonate. Denn da ist das Holz "aus dem Saft", wie die Fachleute sagen. Gemeint ist, dass im Winter der Baum den Saftfluss unterbrochen hat und das Holz unter der Rinde trockener ist als im Frühjahr und Sommer. Wenn die Bretter an der Luft getrocknet werden, geht es etwas schneller.

    Der Förster darf nicht mehr ernten, als nachwächst und muss auch auf die ökologischen Belange, die Schutzfunktionen des Waldes und den Erholungsverkehr Rücksicht nehmen. "Alle Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen, das ist unsere tägliche, herausfordernde Arbeit am Forstbetrieb. Leider kommt es beim Fällen, Rücken und der Abfuhr des Holzes zu Einschränkungen für die Waldbesucher", bittet Förster Markus Pfleghardt um Verständnis.

    Zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen versucht er, den verschiedenen Ansprüchen am Wald gerecht zu werden. "Dabei müssen alle Interessensgebiete ein paar Abstriche hinnehmen. Nur so können wir sie gleichzeitig auf ein- und derselben Waldfläche verwirklichen. Dies ist eine große Chance: Nachhaltige, regionale Rohstoffgewinnung ohne Flächenverbrauch, bei der Platz bleibt für die Natur und den Naturgenuss durch die Waldbesucher", ist sich der engagierte Revierleiter Markus Pfleghardt sicher.

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    news-2463 Mon, 08 Feb 2021 16:56:07 +0100 Saison für Auerhühner und Wintersportler gut vorbereitet https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/saison-fuer-auerhuehner-und-wintersportler-gut-vorbereitet.html 8. Februar 2021, Neureichenau - Auerhühner sind die Charaktervögel des Bayerischen Waldes. Im bayerisch-böhmischen Grenzgebirge zwischen Osser und Dreisessel leben etwa 500 Tieren, was nach Expertenmeinung einer langfristig überlebensfähigen Populationsgröße entspricht. Im Bereich des Forstbetriebes liegen die Schwerpunkte des Auerhuhnvorkommens in den Bergfichtenwäldern der Hochlagen, wie am Dreisessel.

    Für die scheuen Waldhühner ist die Störungsfreiheit im Winter und zur Balz-, Brut- und Aufzuchtzeit von existenzieller Bedeutung. Probleme bereiten v. a. die Schneeschuh- und Tourenskigeher am Dreisessel. Hier arbeiten Naturschutz- und Forstbehörde, Naturpark und Forstbetrieb intensiv zusammen, um die touristischen Belange mit den Lebensraumansprüchen der Auerhühner in Einklang zu bringen. Beispielsweise werden in den Hochlagen am Dreisessel die Besucherströme mit speziellen Hinweisen und Angeboten auf für die Auerhühner unbedenkliche Wege geleitet.

    Dazu gehört auch, die Begehbarkeit und Abfahrtsmöglichkeiten für Skifahrer auf der ehemaligen Skitrasse am Dreisessel wiederherzustellen. Seitdem der Betrieb des Skilifts vor ein paar Jahren mangels ausreichender Schneelagen eingestellt wurde, haben Gehölzpflanzen wie Fichten, Birken und Ebereschen sehr rasch die Fläche erobert. Im Herbst musste der bereits stark verholzte und verwilderte Aufwuchs gemulcht werden. Im kommenden Sommer werden in regelmäßigen Abständen Schafe dafür sorgen, dass die Fläche nicht wieder zuwächst. Wir freuen uns sehr, dass die Skifahrer die freie Piste gut annehmen, wie auf den Bildern anhand der Fahrspuren zu erkennen ist.

    Noch eine Bitte an die erholungssuchende Bevölkerung: Auerhühner sind nicht nur selten, sondern auch extrem anfällig für Störungen. Bitte bleiben Sie auf den ausgewiesenen Wanderwegen und nutzen die für Wintertouristen vorbereitete Trasse oder die Loipen. Halten Sie sich an erforderliche Sperrungen! Dann können Mensch und Tier gedeihlich zusammenleben. Es ist unverständlich und enttäuschend, wie rücksichtslos sich immer wieder einige wenige Menschen in der Natur bewegen. Oft sind es gerade die Menschen, die von sich behaupten, besonders erfahrene Berggeher zu sein.

    Den Staatsforsten ist es ein wichtiges Anliegen, für die großen Waldvögel einen attraktiven und ruhigen Lebensraum zu erhalten. Wenn die Skifahrer die Piste weiter so gut annehmen, Wanderer und Schneeschuhgeher auf den Wegen bleiben, gelingt uns das auch!

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    news-2462 Thu, 04 Feb 2021 13:48:24 +0100 Forschung für den Zukunftswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/partnersuche-im-zukunftswald.html Die Technische Universität München (TUM) forscht am Wald der Zukunft. Auf Dauerversuchsflächen im Selber Forst sollen Baumartenmischungen und Wuchsverhältnisse als Grundlage eines gemischten Waldes wissenschaftlich untersucht werden. Vorübergehend kommt es deshalb zu Sperrungen der Wanderwege.

    4. Februar 2021, Selb - Die TUM forscht im Hinblick auf den Klimawandel seit Jahrzehnten an zukunftsfähigen und gemischten Waldbeständen. Dazu sind in ganz Bayern Dauerversuchsflächen mit unterschiedlichen standörtlichen Gegebenheiten und Baumartenmischungen angelegt worden. Um die bestehende Bandbreite der Versuchsflächen zu erweitern, wurde bereits im vergangenen Jahr eine neue Versuchsfläche in der Nähe von Schirnding im Forstrevier Hohenberg des Forstbetriebs Selb angelegt. Hier wird die Mischung von Kiefer mit Eiche untersucht.

    Mehrere Flächen entstehen jetzt im Forstrevier Thierstein im Bereich des Siebensternplatzes, südlich der alten Hammerstraße. Hier soll in Zukunft die Wuchskraft der Buche mit unterschiedlichen Beimischungen von Douglasie erforscht werden. Zur Vorbereitung der künftigen Versuchsflächen findet im Selber Forst in der zweiten Februarhälfte eine Holzernte statt. Während dieser Arbeiten müssen die Erholungswege im Bereich der Christbaumhütte zeitweise für die Waldbesucher gesperrt werden (siehe Karte). Nach Abschluss der Maßnahmen besteht die Möglichkeit für Privatleute an die alte Hammerstraße gerücktes Brennholz zu erwerben. Dies kann entweder direkt beim Forstbetrieb Selb erfolgen oder bequem online über das Brennholzprotal der Bayerischen Staatsforsten geordert werden.

    Der Forstbetrieb Selb bittet die Erholungssuchenden um Verständnis. Die Absperrungen sind aus Sicherheitsgründen unerlässlich, dienen der eigenen Sicherheit und sind ernst zu nehmen. Diese werden nach Abschluss der Holzernte zeitnah entfernt. Voraussichtlich werden die Arbeiten bis Anfang März andauern. Sobald es die Corona Pandemie wieder zulässt, wird der Forstbetrieb Selb interessierte Bürger und Naturfreunde zu einer Führung auf die Versuchsflächen einladen.

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    news-2461 Wed, 03 Feb 2021 14:27:45 +0100 Millionen junger Bäume für Bayerns Wälder https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/millionen-junger-baeume-fuer-bayerns-waelder.html 3. Februar 2021, München – Der Aufbau klimafester Zukunftswälder läuft in Bayern auf Hochtouren. Wie Forstministerin Michaela Kaniber mitteilte, haben private und kommunale Waldbesitzer in Bayern im Jahr 2020 rund 10 Millionen junge Bäume gepflanzt und damit etwa 5 000 Hektar labile oder geschädigte Nadelwälder in widerstandsfähige Mischwälder umgebaut. Die Förderung weiterer 10 Millionen Bäumchen ist bereits für das Frühjahr 2021 beantragt und in Vorbereitung. Auch im Staatswald läuft der Aufbau des Klimawaldes planmäßig: Im Rahmen des 30-Millionen-Bäume-Programm haben die Bayerischen Staatsforsten in den vergangenen Monaten zusätzlich zu den regulären Pflanzungen überdurchschnittlich viele Klimawald-Bäumchen in den Boden gebracht.

    „Ich danke den bayerischen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer von ganzem Herzen für Ihren unermüdlichen Einsatz bei der Borkenkäferbekämpfung und im Waldumbau. Dieses herausragende Engagement kommt uns allen zugute. Denn nur ein zukunftsfähiger, klimatoleranter Wald kann weiterhin seine unverzichtbaren Leistungen für Klimaschutz, Biodiversität und unsere Gesellschaft erbringen.“

    Ermöglicht wurde dieser Erfolg durch die frühzeitige Weichenstellung der Ministerin. Mit der kompletten Überarbeitung der waldbaulichen Förderrichtlinie Anfang 2020 konnten die Förderanreize für die Waldbesitzer deutlich verbessert werden. „Die hohe Nachfrage nach unseren Förderprogrammen zeigt, dass wir die richtigen Impulse gesetzt haben und so den Waldumbau spürbar beschleunigen. Auch dieses Jahr werden wir auf diesem noch nie dagewesenen Niveau weitermachen und unseren Waldbesitzern beim Waldumbau unter die Arme greifen“, so Kaniber. Insgesamt hat die Bayerische Staatsregierung im vergangenen Jahr rund 80 Millionen Euro an Bundes- und Landesmittel für die Waldförderung bereitgestellt.

    Mit Nachdruck haben die Waldbesitzer den Borkenkäfer bekämpft und so die umliegenden Wälder vor Käferbefall geschützt. Dank der Zuschüsse konnten allein 2020 über zwei Millionen Festmeter Käferholz ohne jeglichen Einsatz von Insektiziden aufgearbeitet werden.

    Hier finden Sie mehr Infos zu den Förderangeboten der Bayerischen Forstverwaltung!

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    news-2460 Tue, 02 Feb 2021 09:05:18 +0100 Waldnachwuchs im Blick: Kaniber gibt Startschuss für landesweite Erhebung https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldnachwuchs-im-blick-kaniber-gibt-startschuss-fuer-landesweite-erhebung.html Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Forsten und Landwirtschaft

    1. Februar 2021, Lkr. München – In den kommenden Wochen untersuchen wieder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Forstverwaltung die Wälder in Bayern auf Verbiss-Spuren durch Rehe, Hirsche und Gämsen. Forstministerin Michaela Kaniber startete die alle drei Jahre stattfindende Aktion gemeinsam mit Josef Ziegler, Präsident des Waldbesitzerverbands, Ernst Weidenbusch, Präsident des Jagdverbands, Walter Heidl, Präsident des Bauernverbands und Albrecht Fürst zu Oettingen-Spielberg, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst. An 22.000 Aufnahmepunkten werden Daten erhoben und fließen dann in die „Forstlichen Gutachten zur Situation der Waldverjüngung“ ein.

    Anhand dieser Zahlen bewerten die Försterinnen und Förster, ob in den landesweit 750 Hegegemeinschaften der Verbiss für den Wald tragbar ist oder nicht. „In Zeiten der Klimakrise ist es von existenzieller Bedeutung, unsere Wälder für nachfolgende Generationen zu erhalten. Das gelingt uns aber nur, wenn klimastabile Baumarten eine Chance haben, zu zukunftsfähigen Mischwäldern heranzuwachsen. Die Forstlichen Gutachten sind dafür unverzichtbar, denn sie zeigen objektiv und transparent, wo Wald und Wild im Einklang stehen und wo es noch Handlungsbedarf gibt“, sagte Forstministerin Kaniber.

    Das gesamte Verfahren ist auf größtmögliche Transparenz und enge Einbindung von Waldbesitzern und Jägern ausgerichtet. Pandemie-bedingt gelten dabei heuer aber besondere Sicherheitsvorkehrungen, um den Gesundheits- und Infektionsschutz sicherzustellen. Die örtlichen Termine für die Erhebungen geben die Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten rechtzeitig bekannt.

    Das „Forstliche Gutachten“ wird seit 1986 alle drei Jahre erstellt – heuer bereits zum 13. Mal. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des StMELF.

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    news-2459 Mon, 01 Feb 2021 14:04:04 +0100 Nachhaltig, vielseitig und im Trend: Ministerinnen informieren über Holz als Baustoff https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/nachhaltig-vielseitig-und-im-trend-ministerinnen-informieren-ueber-holz-als-baustoff.html Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

    1. Februar 2021, München – Umwelt- und Klimaschutz werden auch beim Bauen immer wichtiger. Großes Potenzial hat in diesem Zusammenhang der Baustoff Holz. Denn der nachwachsende Rohstoff nimmt deutlich mehr CO2 auf, als bei der Herstellung der Baustoffe aus Holz freigesetzt wird. Die Staatsbauverwaltung und die Forstverwaltung haben jetzt einen gemeinsamen Flyer erstellt, der Interessierten Tipps und Hinweise für das Bauen mit Holz an die Hand gibt.

    „Wer ein Holzhaus baut, leistet einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz“, betont Bauministerin Kerstin Schreyer. „Dabei ist Holz auch noch unglaublich vielseitig und eignet sich für tragende Konstruktionen genauso wie für den Innenausbau. Im staatlichen Hochbau gehen wir deshalb mit gutem Beispiel voran und setzen den Baustoff Holz schon heute bei vielen Neubauten für unterschiedliche Bauteile ein.

    “Im Flyer werden weitere Vorteile des Baustoffes Holz aufgezeigt. Beispielsweise kann im Holzbau vieles vorgefertigt werden, was kurze Ausführungszeiten auf der Baustelle ermöglicht und sich insbesondere für serielles Bauen eignet. Außerdem kann Holz durch seine geringe Wärmeleitfähigkeit die Anforderungen an den baulichen Mindestwärmeschutz gut erfüllen.

    Von den Vorteilen des heimischen Rohstoffes Holz ist auch Forstministerin Michaela Kaniber überzeugt: „Es wundert mich nicht, dass Bauen mit Holz schon heute voll im Trend liegt und der größte Anteil der Holznutzung unserer bayerischen Wälder auf den Baubereich entfällt. Denn so können Jahr für Jahr viele Tonnen CO2 gespeichert werden. Eine nachhaltige Forstwirtschaft bewahrt dabei die zahlreichen Funktionen des Waldes, da nur so viel Holz genutzt wird, wie im gleichen Zeitraum nachwächst“, erklärt Kaniber.

    Der Flyer „Bauen mit Holz“ richtet sich an Bauherren, Kommunen, Verwaltungen, Firmen sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger und gibt unter anderem Hinweise und Hilfestellung zu rechtlichen Rahmenbedingungen, Vergabe und Bauablauf.

    Der Flyer steht hier zum Download bereit: www.bestellen.bayern.de.

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    news-2458 Mon, 01 Feb 2021 09:01:00 +0100 Bayerische Staatsforsten kommen ihrer Verantwortung gegenüber dem heimischen Rotwild nach https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/bayerische-staatsforsten-kommen-ihrer-verantwortung-gegenueber-dem-heimischen-rotwild-nach.html Regensburg, 01. Februar 2021 - Der Winter ist in Bayern angekommen, vor allem in den Alpen. Sie sind mit einer mächtigen Schneeschicht bedeckt. Insgesamt rund 60 Wildfütterungen betreiben die Bayerischen Staatsforsten im Alpenraum. Sie werden täglich von Förstern und Berufsjägern mit artgerechtem Futter aus der Region, zum Beispiel Heusilage, bestückt.

    Grundsätzlich sind die heimischen Schalenwildarten aber von Natur aus gut auf die entbehrungsreiche Zeit im Winter angepasst.

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    news-2457 Thu, 28 Jan 2021 14:24:14 +0100 Forstbetrieb Ebrach ehrt Waldarbeiter Bernd Neeb und Peter Hornung https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstbetrieb-ebrach-ehrt-waldarbeiter-bernd-neeb-und-peter-hornung.html 28. Januar 2021, Ebrach - Der Leiter des Forstbetriebs Ebrach Ulrich Mergner hatte die Ehre, zwei langjährigen Forstwirten zu Ihren Jubiläen zu gratulieren. Bei einem Besuch an ihrem Arbeitsplatz im Wald bei Fabrikschleichach überreichte er die Urkunden an Bernd Neeb aus Neuschleichach zum 40. Dienstjubiläum und an seinen Kollegen Peter Hornung aus Weisbrunn zum 30. Dienstjubiläum.

    Bernd Neeb und Peter Hornung waren in all den Jahren in den Wäldern im nördlichen Steigerwald tätig. Ihre Arbeit als Waldarbeiter begannen beide am damaligen Forstamt Eltmann. Im Rahmen der Verwaltungsreform 2005 wechselten sie an den Forstbetrieb Ebrach der Bayerischen Staatsforsten.

    Ihr bisheriges Arbeitsleben war von der Arbeit in Laubwäldern geprägt: Ernte wertvollen Holzes für die heimischen Sägewerke, Bereitstellung von Brennholz, Pflanzen und Pflegen des nachwachsenden Jungwaldes. Auch Windwurfkatastrophen hatten sie zu bewältigen. Alle Arbeiten haben sie mit großem persönlichen Einsatz und Freude an Ihrem Beruf gemeistert. Servicestellenleiter Gerd Hubererinnerte an die bewegten Zeiten, die die beiden im Laufe ihres Berufslebens erlebt haben: Die Sturmwürfe der 90er Jahre, die Umstellung auf naturnahe Waldbewirtschaftung, die einschneidende Forstreform 2005 und den aktuell hohen Stellenwert des Waldnaturschutzes.

    Mergner würdigte Neeb und Hornung als leistungsstarke und zuverlässige Mitarbeiter des Forstbetriebs Ebrach und wünschte ihnen weiterhin ein unfallfreies Schaffen.

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    news-2456 Tue, 26 Jan 2021 14:41:01 +0100 Hervorragende Ergebnisse bei der Submission Litzendorf https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/hervorragende-ergebnisse-bei-der-submission-litzendorf.html Lärche gefragter denn je - Wertholzpreise steigen weiter

    Regensburg, 26. Januar 2021 - Aufgrund der Corona-Pandemie wurde heuer der traditionelle Nadelwertholz-Versteigerungstermin Litzendorf am 13. Januar 2021 zum Gesundheitsschutz aller Beteiligten als Submission durchgeführt. Es beteiligten sich wieder viele Interessenten aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland.

    Insgesamt acht staatliche Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten (BaySF) hatten im Vorfeld ihre Werthölzer auf den zwei zentralen Lagerplätzen in Strullendorf und Weibersbrunn präsentiert. Das Angebot der BaySF war mit rd. 1.050 Festmetern etwas höher als im letzten Jahr.

    Der Durchschnittspreis über alle Baumarten lag mit 264 €/fm deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres (245 €/fm). Alle angebotenen Lose erhielten einen Zuschlag. Damit konnte wiederholt eines der besten Ergebnisse in der Veranstaltungshistorie erreicht werden.

    Das Höchstgebot der Submission erhielt ein Lärchenlos (2,83 fm) mit 800 €/fm. Diese sog. "Braut" kam aus dem Forstbetrieb Bad Brückenau, Käufer war ein Bieter aus Oberfranken.

    Die Lärche war insgesamt mit einem Durchschnittserlös von 396 €/fm der Verkaufsschlager der Submission und übertraf den Vorjahreswert (369 €/fm) deutlich. Die Kiefer erfreute sich ebenso einer guten Nachfrage, blieb mit durchschnittlich 182 €/fm knapp unter dem Vorjahresergebnis (184 €/fm). Das Interesse an Douglasie wuchs im Vergleich zum Vorjahr. Der Durchschnittserlös stieg auf 273 €/fm (270 €/fm). Bei der Fichte war ebenso eine deutliche Steigerung der Erlöse auf 200 €/fm (169 €/fm) zu verzeichnen.

    Aus dem teilnehmenden Bieterkreis haben letztlich 16 Firmen einen Zuschlag für ihre Gebote erhalten (2020: 15). Fünf teilnehmende Firmen blieben ohne Zuschlag.

    Grundsätzlich soll an der Angebotsform der Versteigerung festgehalten werden, in der guten Hoffnung diese im nächsten Jahr wieder in altbewährter Weise durchführen zu können. Die Verkäuferseite ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden und bedankt sich bei allen Kunden für das große Interesse.

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    news-2455 Tue, 26 Jan 2021 08:23:05 +0100 Der Wald bleibt – nur sein Gesicht verändert sich https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/der-wald-bleibt-nur-sein-gesicht-veraendert-sich.html Staatsforsten führen im Wald um das Gewerbegebiet Weberschlag eine Holzernteaktion durch; Gezielte Holznutzung fördert die nächste Baumgeneration; Ziel ist ein klimastabiler und strukturreicher Mischwald.

    Schnaittenbach, 26. Januar 2021 - Der für die Staatswälder im Bereich des Gewerbegebiets Weberschlag zuständige Forstbetrieb Schnaittenbach plant ab Ende Januar dort Holzerntemaßnahmen, um den Wald fit für den Klimawandel zu machen. Während der Holzernte werden die Wanderwege und Forststraßen zur eigenen Sicherheit für den Besucherverkehr gesperrt. Damit die Bevölkerung möglichst schnell wieder ihren Wald nutzen und erleben kann, setzen die Staatsforsten auf moderne Holzerntemaschinen, im Fachjargon Harvester und Forwarder genannt, der eigenen Forsttechnik. Für die Maschinen spricht zudem die viel höhere Arbeitssicherheit.

    Wer momentan, in Zeiten des Lockdowns, den eigenen vier Wänden entfliehen will, ohne in Kontakt mit anderen Menschen zu treffen, sucht Erholung im Wald. Etwa entlang des wildromantischen Röthenbächels, das mit seinen schönen Wäldern ein ideales Ziel für die Naherholung darstellt. Ab Ende Januar wird das Idyll leider durch eine Holzernte der Bayerischen Staatsforsten gestört. Doch der Einschlag hat auch etwas Gutes:

    "Schon unsere Vorfahren wussten, dass das alte Holz genutzt werden muss, um dem jungen Holz das Wachstum zu ermöglichen", erklärt der für das Revier zuständige Förster Robert Werner. Durch die gezielte Pflege der jungen Bäume könne sich der Wald verjüngen und die nächste Baumgeneration heranwachsen. Dies sei ein ständiger Kreislauf, aus Holznutzung und Förderung des Jungwuchses - der Wald bliebe dabei immer erhalten.

    "Auf diese intergenerative Waldwirtschaft nutzen wir den naturnahen, klimaneutralen und nachwachsenden Wertstoff Holz, für Möbel, Häuser, wohlige Wärme und sogar Kleidungsstücke und machen den Wald fit für die Zukunft", ergänzt der Leiter des Forstbetriebs Schnaittenbach, Philipp Bahnmüller. Natürlich sei das Gesicht des Waldes nach dem Einsatz erstmal nicht mehr das Gleiche. Aber Förster müssten, gerade im Hinblick auf den menschengemachten Klimawandel, in Generationen denken und den Wald als solches zu erhalten und weiterzuentwickeln.

    Bei der anstehenden Maßnahme werden durch gezielte Entnahme von Einzelbäumen Lichtschächte für den aufkommenden Jungwuchs, in Form von klimatoleranterem Laubholz, geschaffen und besonders vitale Einzelbäume gefördert werden. "Wir setzen auf die Anpassungsfähigkeit unserer jungen Bäume, die dem Klimawandel trotzen sollen," so Werner.

    Dass die Holzernte notwendig ist, zeigen die dramatischen Entwicklungen der rasanten Klimaerwärmung der letzten Jahre. Neben Stürmen, Borkenkäfer und drei Trockensommern hintereinander kommen jetzt anspruchslose Baumarten wie die Kiefer in Bedrängnis. Daher wurden und werden geschädigte oder abgestorbenen Bäume ebenfalls entnommen, etwa südlich des Bahnhofs Weiherhammer, um die Verkehrssicherung entlang der zahlreichen Wanderpfade und Straßen zu gewährleisten,

    Dem Leiter des Forstbetriebs Schnaittenbach, Philipp Bahnmüller, ist die Sicherheit sehr wichtig und er appelliert an die Vernunft der Waldbesucher und Waldbesucherinnen: "Bitte beachten Sie die Absperrungen und betreten Sie während der laufenden Holzernte nicht die gesperrten Bestände!"

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    news-2454 Mon, 25 Jan 2021 15:53:34 +0100 Michaela Kaniber richtet Bitte an Erholungssuchende:„Unsere Wildtiere verdienen Rücksichtnahme" https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/michaela-kaniber-richtet-bitte-an-erholungssuchende-unsere-wildtiere-verdienen-ruecksichtnahme-und-respekt.html Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

    22. Januar 2021, München – Um Rücksicht gegenüber den Wildtieren bittet die Bayerische Forstministerin Michaela Kaniber alle Erholungssuchenden gerade jetzt im Winter. Wegen der eingeschränkten Freizeitmöglichkeiten in der Corona-Pandemie zieht es viele Menschen in die Berge und Wälder. „Wildtiere sind für mich ein Teil unserer bayerischen Heimat, sie sind Mitgeschöpfe, mit denen wir respektvoll umgehen müssen. Sie dürfen nicht auf der Strecke bleiben“, stellte Kaniber fest.

    Aktuell sind mehr Wanderer, Skitouren- und Schneeschuhgänger unterwegs als in Vor-Corona-Zeiten. Dabei treffen sie nicht selten auf Wildtiere, die im Winter ihren Stoffwechsel umgestellt haben und existenziell auf Ruheangewiesen sind. Bei Störungen geht es für diese Lebewesen um Leben und Tod, weil sie bei Störungen vermehrt wichtige körperliche Reserven verbrauchen.

    Ministerin Michaela Kaniber appelliert an die Erholungssuchenden, auf den Wegen, Routen und Pisten zu bleiben, unnötigen Lärm und Lichtquellen, wie etwa Stirnlampen, möglichst zu vermeiden. „Ohnehin wäre es aktuell zur Eindämmung des Corona-Virus besser, im Lockdown zuhause zu bleiben. Aber ich habe Verständnis dafür, dass man auch mal raus muss an die gute Luft. Aber bitte mit der nötigen Umsicht, auch gegenüber den Tieren. “Rücksichtnahme der Erholungssuchenden auf Wild- und Weidetiere ist für die Staatsministerin ein ganzjähriges Thema. Deshalb wird bald eine Informations-und Aufklärungskampagne unter dem Motto „Dein Freiraum. Mein Lebensraum.“ starten. „Wir müssen Wanderer, Tourengeher, Skifahrer, Mountainbiker und Erholungssuchende für die Belange von Natur und Tieren,aber auch für die Belange der Landwirte, Waldbesitzer und Jäger sensibilisieren“, so Kaniber.

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    news-2453 Fri, 22 Jan 2021 13:03:13 +0100 Eichensaat für den Klimawald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/eichensaat-fuer-den-klimawald.html 22. Januar 2021, Bad Brückenau - Steigende Temperaturen, zunehmende Trockenheit und Dürre machen unseren Bäumen in vielerlei Hinsicht zu schaffen. Einerseits müssen sie die Schwächung durch den Wassermangel verkraften, andererseits etablieren sich, bedingt durch die klimatischen Änderungen, neue Schädlinge oder die jährliche Zahl der Vermehrungszyklen nimmt zu, wie bei den Borkenkäfern.

    "Wer streut, der rutscht nicht!" - als Motto der Forstwirtschaft im Klimawandel

    Wissenschaftler und Waldbauern sind sich einig darüber, dass der Wald umgebaut werden muss, wenn er mit den Folgen des Klimawandels zurechtkommen soll. Ziel des sogenannten Waldumbaus ist es, einen klimatoleranteren, stabileren und zukunftsfähigeren Mischwald dauerhaft zu bewirtschaften. Diese Bestände haben eine bessere Resilienz gegenüber den klimatischen Herausforderungen, als reine Monokulturen.

    Doch welche Bäume sind geeignet und bringen dennoch auch wirtschaftlichen Nutzen? Und für welchen Standort? Zwei Baumarten, die als mögliche Zukunftskandidaten gehandelt werden, sind die Edel- oder Esskastanie und die Traubeneiche.

    Die Traubeneiche kommt am Besten mit der Trockenheit zurecht und ist als heimische Baumart ein wichtiger Bestandteil unseren Wäldern. Künstliche Verjüngungsformen bei der Eiche sind Pflanzung und Saat. Der große Vorteil der Saat ist die ungestörte Wurzelentwicklung. Im Vergleich zu Pflanzungen gibt es kaum Wurzeldeformationen und -Verletzungen.

    Die Bayerischen Staatsforsten nutzten das Mastjahr 2020 und sammelten Saatgut in den Staatswäldern. Auch der Forstbetrieb Bad Brückenau hat Eichensaaten in den Revieren Bad Kissingen, Bad Brückenau und Steinach durchgeführt. Bereits im Frühjahr/Sommer wurden die Eichenbestände genau beobachtet: Wie entwickeln sich die Früchte, gibt es wie letztmalig 2018 wieder eine Mast? Das Wetter hat mitgespielt und so konnten im Herbst viele Zentner Eicheln im eichendominierten Spessart gesammelt werden. Parallel dazu mussten die Flächen vor Ort ausgewählt und vorbereitet werden.

    Meist erfolgt zuvor in den ausgewählten Beständen ein Holzeinschlag, da die Traubeneiche eine Lichtbaumart ist und daher das Lichtangebot für die jungen Pflänzchen durch Baumentnahme verbessert werden muss. Im Revier Bad Kissingen wurden beispielsweise schwerpunktmäßig sogenannte Kalamitätsflächen (hier: Flächen mit vom Borkenkäfer befallenen Fichten) genutzt. Die Flächen wurden geräumt (Entfernung von stärkerem Ast- und Reisigmaterial) und das Eichen - Saatgut gleich danach im Wald ausgebracht. Lange Lagerung sollte vermieden werden, da das Saatgut verschimmeln könnte.

    Auch im Revier Steinach unter Leitung von Marina Bosdorf wurde eine Saatgutfläche ausgewählt und so machten sich die Azubis mit ihrem Ausbilder Egon Fuß im Revier ans Werk. Mit der professionellen Forstraupe MORITZ wurde vor Ort gearbeitet. Die universal einsetzbare Raupe kann zum Mulchen von Böschungsrändern, Vorliefern von Holz im Steilhang und auch als Bodenfräse genutzt werden. Bodenschonend werden Frässtreifen in den Waldboden eingearbeitet und im gleichen Atemzug fällt das Saatgut in den gelockerten Mineralboden. Dieser Bodenschluss ist eine Grundvoraussetzung für ein gutes Keimen der Eicheln. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die Ablagetiefe des Saatgutes. Zu tief abgelegtes Saatgut wird "beerdigt", d. h. die Keimkraft reicht im Frühjahr nicht mehr aus, die Keimblätter oder den Spross nach oben über die Erde zu bringen. Normalerweise ist eine Abdeckung nicht notwendig, leichtes Andrücken ist ausreichend. Sind Vögel oder Mäuse in größerer Zahl vorhanden, empfiehlt es sich, das Saatgut abzudecken. Besonders begehrt sind die Eicheln in der angelegten Saatgutfläche auch bei den Wildschweinen. Als Schutzmaßnahme wurde daher zeitgleich ein Zaun errichtet.

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    news-2452 Tue, 19 Jan 2021 09:33:00 +0100 Verkehrssicherung an den Buchenegger Wasserfällen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/verkehrssicherung-an-den-buchenegger-wasserfaellen.html 19. Januar 2021, Sonthofen - Einen neuen Zwischenstand gibt es von den Buchenegger Wasserfällen: Die Gemeinde Oberstaufen hat mit ihrem Bauhof die Steige zu den Wasserfällen soweit saniert, dass eine gefahrlose Begehung der Steige nach Schneeabgang wieder möglich ist. Die Bayerischen Staatsforsten als Grundstücksvertreter haben Bäume gefällt, von denen eine besondere Gefahr für Besucher ausging. "Die Zusammenarbeit mit dem Markt Oberstaufen funktioniert sehr gut! Aktuell überlegen wir gemeinsam, wie wir das Naturerlebnis dort für Besucherinnen und Besucher steigern können", freut sich Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting.

    In einem Naturwaldreservat sind Verkehrssicherungsmaßnahmen, die die Fällung von Bäumen notwendig machen, besonders gut abzuwägen. "Deshalb beschränken sich diese Fällungen nur auf Bäume, die ein hohes Risiko für die Waldbesucher darstellen. Solche Eingriffe sollen auf Ausnahmen beschränkt bleiben, um die natürlich Waldentwicklung möglichst wenig zu stören. Das anfallende Holz verbleibt an Ort und Stelle und wir müssen diese Maßnahmen mit der Forstverwaltung abstimmen", erklärt Revierleiter Jörg Tarne, der den Staatswald rund um die Buchenegger Wasserfälle und am Prodel pflegt.

    In den vergangenen Wochen wurden von einem Forstwirtschaftsmeister des Forstbetriebs Sonthofen und seinen Lehrlingen folgende Bäume gefällt: Eine Tanne mit starker Fäule und zwei Buchen. Eine davon war ebenfalls durch Fäule geschädigt, die andere war in der Stammmitte gespalten. Drei Fichten waren schon vor zwei Jahren aufgrund von Buchdruckerbefall abgestorben und wurden jetzt gefällt, weil sie Ruhebänke unmittelbar gefährdeten. Forstwirtschaftsmeister Andreas Ebert nutzte die Gelegenheit auch, um die Auszubildenden des Forstbetriebs Sonthofen mit den Besonderheiten schwieriger Fällungen im Steilgelände zu schulen.

    Forstbetriebsleiter Jann Oetting und Revierleiter Jörg Tarne freuen sich, wenn Einheimische und Gäste die beeindruckenden Wasserfälle bestaunen. Aber sie haben auch mehrere Bitten an die Besucherinnen und Besucher: "Nehmen Sie bitte Ihren Müll wieder mit, zelten Sie nicht im Naturwaldreservat und machen Sie auch kein Feuer im Wald! Für Personen ohne Ortskenntnis weisen wir darauf hin, dass die Steige in alpinem Gelände verlaufen und sie nur mit gutem Schuhwerk bei geeigneter Witterung sicher zu begehen sind. Leider sind die Wege nicht für Kinderwagen geeignet. Wenn Sie das beachten, wird die Wanderung zu einem grandiosen Naturerlebnis!"

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    news-2451 Fri, 15 Jan 2021 09:13:11 +0100 Ruhe im Winterwald: Forstbetrieb Fichtelberg bittet Besucher um Rücksicht auf die Natur https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ruhe-im-winterwald-forstbetrieb-fichtelberg-bittet-besucher-um-ruecksicht-auf-die-natur.html 15. Januar 2021, Fichtelberg – In den Wäldern des Fichtelgebirges beginnt jetzt im Winter für die Tiere eine schwierige Zeit. Deshalb appelliert der Forstbetrieb an alle Sportler und Naturliebhaber, auf den Wegen zu bleiben und Schutzgebiete zu beachten.

    Winter im Fichtelgebirge. Trotz aller Beschränkungen genießen die Menschen die weiße Pracht, nutzen die Natur für Winterwanderungen, Skisport und Rodeln. Ganz Hartgesottene sind auch jetzt noch mit dem Mountainbike unterwegs. Was für die Erholungssuchenden eine schöne Freizeitbeschäftigung darstellt, wichtig ist für die Gesundheit, den Ausgleich zu den Belastungen des Alltags, das ist für die Tierwelt oftmals der pure Stress.

    „Die Tiere sind jetzt im Energiespar-Modus“ beschreibt Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg, die Situation. „Wir haben die Holzernte im Wald vollständig eingestellt. Weder Forstwirte noch Harvester sind derzeit im Einsatz. Damit nehmen wir Rücksicht auf die Ansprüche der Tiere im Wald.“

    Wildtiere sind grundsätzlich seit vielen Jahrtausenden an die Situation „Winter“ angepasst. Arten wie Igel, Fledermaus und Siebenschläfer futtern sich im Herbst möglichst viel Winterspeck an, suchen sich beizeiten Erdhöhlen oder Felsspalten. Dort überdauern sie die kalte Jahreszeit und fallen nach den ersten kalten Tagen in Winterschlaf. Andere Arten wie die Zugvögel verbringen den Winter im Süden in schneefreien, nahrungsreicheren Gegenden. Die meisten einheimischen Tierarten versuchen im Winter ihren Energiebedarf zu drosseln, sich möglichst wenig zu bewegen und so den Winter zu überstehen. Dazu passen sie sich an die kalte, nahrungsarme Jahreszeit an, verlangsamen zum Beispiel ihren Pulsschlag und schränken die Durchblutung der Beine ein.

    Zum Beispiel die Auerhühner. Diese seltene Vogelart überwintert im Bergwald und hat als einzige Nahrungsquelle die Nadeln von Fichte, Tanne und Kiefer. Das wenig nahrhafte Angebot reicht gerade so aus, damit die Vögel überleben. Wenn sie nicht gestört werden und kräftezehrend davonfliegen müssen.

    Rehe suchen sich in dieser Zeit ruhige Plätze im Wald mit ausreichend Deckung. Dort bleiben sie auf wenigen Quadratmetern und ernähren sich von Gräsern und Moosen, die sie unter dem Schnee hervorscharren können.

    Rotwild, also Hirsche, Hirschkühe und Kälber, konnten früher im Winter aus dem verschneiten Fichtelgebirge hinausziehen und die kalte Jahreszeit im schneeärmeren Vorland verbringen. Dort hat sich mittlerweile aber der Mensch breit gemacht, hat Straßen gebaut, Städte und Dörfer, Industriegebiete und Einkaufszentren. Dort wo eigentlich das Rotwild überwintern würde. Damit es stattdessen im Fichtelgebirgswald überleben kann und keine Schäden an den Pflanzen entstehen, muss es heutzutage an ausgewählten Standorten im Wald mit Futter versorgt werden.

    „Störungen, ausgelöst durch gedankenlose Winterwaldbesucher, können sich jetzt für die Tiere fatal auswirken. Sie müssen unter großer Anstrengung fliehen und dabei ganz plötzlich ihren Stoffwechsel aus dem Energiespar-Modus hochfahren. Das kostet sie viel von ihren Reserven, die sie eigentlich zum Überleben dringend brauchen.“ beschreibt Winfried Pfahler die Auswirkung von Störungen. „So kann das schnell tödlich enden.“

    Deshalb appelliert der Förster bei den Bayerischen Staatsforsten an alle Waldbesucher, die Tiere nicht zu stören und dadurch in Gefahr zu bringen: „Bitte bleiben Sie auf den Wegen, halten Sie Ihren Hund an der Leine und beachten Sie die Wegegebote wie z.B. am Schneeberg oder auf der Königsheide. Dann können Sie mit gutem Gewissen die schöne Winterlandschaft im Fichtelgebirge genießen.“

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    news-2450 Fri, 15 Jan 2021 07:36:21 +0100 Hervorragende Ergebnisse bei der Submission Litzendorf https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/hervorragende-ergebnisse-bei-der-submission-litzendorf.html Lärche gefragter denn je – Wertholzpreise steigen weiter

    14. Januar 2021, Regensburg - Aufgrund der Corona-Pandemie wurde heuer der traditionelle Nadelwertholz-Versteigerungstermin Litzendorf am 13. Januar 2021 zum Gesundheitsschutz aller Beteiligten als Submission durchgeführt. Es beteiligten sich wieder viele Interessenten aus dem gesamten Bundesgebiet und dem benachbarten Ausland.

    Insgesamt acht staatliche Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten (BaySF) hatten im Vorfeld ihre Werthölzer auf den zwei zentralen Lagerplätzen in Strullendorf und Weibersbrunn präsentiert. Das Angebot der BaySF war mit rd. 1.050 Festmetern etwas höher als im letzten Jahr.Der Durchschnittspreis über alle Baumarten lag mit 264 €/fm deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres (245 €/fm). Alle angebotenen Lose erhielten einen Zuschlag. Damit konnte wiederholt eines der besten Ergebnisse in der Veranstaltungshistorie erreicht werden.

    Das Höchstgebot der Submission erhielt ein Lärchenlos (2,83 fm) mit 800 €/fm. Diese sog. „Braut“ kam aus dem Forstbetrieb Bad Brückenau, Käufer war ein Bieter aus Oberfranken.

    Die Lärche war insgesamt mit einem Durchschnittserlös von 396 €/fm der Verkaufsschlager der Submission und übertraf den Vorjahreswert (369 €/fm) deutlich. Die Kiefer erfreute sich ebenso einer guten Nachfrage, blieb mit durchschnittlich 182 €/fm knapp unter dem Vorjahresergebnis (184 €/fm). Das Interesse an Douglasie wuchs im Vergleich zum Vorjahr. Der Durchschnittserlös stieg auf 273 €/fm (270 €/fm). Bei der Fichte war ebenso eine deutliche Steigerung der Erlöse auf 200 €/fm (169 €/fm) zu verzeichnen.

    Aus dem teilnehmenden Bieterkreis haben letztlich 16 Firmen einen Zuschlag für ihre Gebote erhalten (2020: 15). Fünf teilnehmende Firmen blieben ohne Zuschlag.

    Grundsätzlich soll an der Angebotsform der Versteigerung festgehalten werden, in der guten Hoffnung diese im nächsten Jahr wieder in altbewährter Weise durchführen zu können.

    Die Verkäuferseite ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden und bedankt sich bei allen Kunden für das große Interesse.

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    news-2448 Tue, 12 Jan 2021 08:12:06 +0100 Der Auwald an der Unteren Iller soll als Naturwald Teil der "agilen iller" werden https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/der-auwald-an-der-unteren-iller-soll-als-naturwald-teil-der-agilen-iller-werden.html Pressemitteilung des Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Krumbach (Schwaben) und des Staatsforstbetriebs Weißenhorn

    04. Januar 2021, Krumbach/Weißenhorn – Ein landesweites Netzwerk wilder Waldnatur hat Staatsministerin Michaela Kaniber in den bayerischen Staatswäldern unter dauerhaften Schutz stellen lassen. Dazu wurden rund 58.000 Hektar ökologisch besonders wertvolle staatliche Wälder als Naturwälder rechtsverbindlich ausgewiesen. Ein Großteil dieser Wälder wurde durch die Bayerischen Staatsforsten schon bisher mit besonderer Rücksicht auf ihre naturschutzfachliche Wertigkeit bewirtschaftet, auf einigen Flächen erfolgt seit Längerem keine Nutzung. Nun kommt ein weiteres Juwel hinzu. Auch der Staatswald entlang der Unteren Iller soll in die Naturwaldkulisse aufgenommen und Teil des bayerisch-baden-württembergischen Gemeinschaftsprojekts „agile iller“ werden.

    Wie das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Krumbach mitteilt, soll mit der Einbindung des künftigen, rund 540 Hektar großen Naturwaldes auf Flächen der Bayerischen Staatsforsten der ganzheitliche Ansatz des länderübergreifenden Renaturierungsprojekts der Iller unterstützt und ein Zeichen für die natürliche Entwicklung der Aue gesetzt werden. Dazu der Leiter des Amtes, Axel Heiß: „Intakte Auwälder stehen wie kein anderer Lebensraum für Dynamik, Naturnähe und Artenvielfalt. Gleichzeitig sind sie für uns Menschen ein unverzichtbarer, natürlicher Schutz vor Hochwasser. Wir freuen uns daher, dass die Iller-Auwälder künftig doppelt positiv wirken können: für die heimische Artenvielfalt als Teil des grünen Netzwerks Naturwälder und für den Hochwasserschutz als wertvolle Retentionsflächen beim Projekt „agile iller“.

    Im Rahmen des Projekts „agile iller“ sind unterschiedliche Maßnahmen vorgesehen, die direkt oder indirekt zu einer Revitalisierung der Aue führen sollen. Als Hotspot der Biodiversität werden die als Naturwald vorgesehenen Auwälder der Bayerischen Staatsforsten schließlich ganz der natürlichen Entwicklung überlassen.

    Die finale Abgrenzung und rechtsverbindliche Ausweisung des Naturwaldes soll gemäß dem Planungs- und Umsetzungsstand der Renaturierungsmaßnahmen so zügig wie möglich erfolgen. Wie weit sich anschließende Staatswälder in Zuständigkeit der Wasserwirtschaftsverwaltung, die für die Durchgängigkeit des Lebensraumes eine wichtige Rolle spielen, ebenfalls in das Naturwaldkonzept einbinden lassen, soll zwischen den zuständigen Stellen noch geklärt werden.

    Auch mit der Ausweisung des Auwaldes als Naturwald soll dieser weiterhin für Waldbesucher zugänglich und erlebbar bleiben. Der neue Status beinhaltet im Wesentlichen den Verzicht auf die Holznutzung in den bereits seit längerem extensiv und vorsichtig genutzten Auwäldern der Bayerischen Staatsforsten. Dennoch können auch in Naturwäldern weiterhin vereinzelte Baumfällarbeiten entlang von Wegen zur Verkehrssicherung notwendig sein. Hierzu merkt die Leiterin des Forstbetriebs Weißenhorn, Linda Madl an: „Gerade durch das Eschentriebsterben können immer wieder Bäume absterben und zur Gefahr für Waldbesucher werden, sodass diese zum Schutz von Leib und Leben entnommen werden müssen. Die gefällten Bäume verbleiben dann als Totholz im Wald.“

    In Zusammenarbeit zwischen dem Forstbetrieb Weißenhorn und dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Krumbach wird für den Naturwald in den unteren Illerauen ein Entwicklungskonzept erarbeitet. Die zu entwickelnden Maßnahmen werden in den Zusammenhang mit dem Projekt „agile iller“ gestellt, bei dem unter anderem Seitengewässer wieder an die Iller angebunden und damit neue Lebensräume in den Tal-Auen geschaffen werden sollen. Der Staatswald entlang der Iller wird damit ein Teil des grünen Netzwerks der schönsten Wälder Bayerns. Die Ausweisung von Naturwäldern im bayerischen Staatswald soll bis 2023 abgeschlossen sein.

    Der Forstbetrieb Weißenhorn bewirtschaftet rund 14.500 ha in den Landkreisen Neu-Ulm, Günzburg, Dillingen und Unterallgäu. In den Landkreisen Neu-Ulm und Günzburg ist das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Krumbach Ansprechpartner.  

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    news-2449 Mon, 11 Jan 2021 09:46:00 +0100 Neue Waldgeneration im Frankenwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neue-waldgeneration-im-frankenwald.html Rothenkirchen, 11. Januar 2021 - Die Geschichte des Frankenwaldes und seiner Bewohner war schon immer schicksalhaft mit Wald und Holz verknüpft. Von den ersten Rodungen vor über tausend Jahren über die Ausrichtung der Wirtschaft mit Hilfe von Holzkohle als Energieträger für die Metallverarbeitung oder Pottasche für die Glasindustrie bis hin zu bescheidenem Wohlstand durch die Flößerei und den Holzhandel. Forstleute und Waldbesitzer haben dafür immer mit einem leistungsfähigen Wald die Grundlagen geschaffen und erhalten. Und trotz der aktuellen massiven Waldschäden im Zuge des Klimawandels sind sie sich einig: Der Frankenwald ist bereit für die Zukunft.

    Drei Hitzesommer hintereinander haben alle für den Wald Verantwortlichen in ganz Mitteleuropa vor völlig neue Herausforderungen gestellt: Die Fichte, über Jahrhunderte der "Brotbaum der Forstwirtschaft", wird über kurz oder lang ihren Stellenwert verlieren. Als wasserbedürftige Gebirgsbaumart hatte sie vom kälteren und feuchteren Klima der letzten drei Jahrhunderte profitiert. Und mit ihr die Waldbesitzer. Jetzt aber, in den Witterungsextremen des Klimawandels, hat sie ihrem Hauptfeind, dem Borkenkäfer, in vielen Regionen nichts mehr entgegenzusetzen. Nach drei Jahren ohne ausreichende Sommerniederschläge ist aktuell besonders Nordbayern betroffen und hier vor allem der Frankenwald: Hohe Fichtenanteile in den Wäldern, hängige Lagen und steinige, meist flachgründige Böden ohne ausreichende Wasserspeicherung führten zu riesigen Schadholzmengen und in der Folge zu großen Kahlflächen.

    Diese deutlich sichtbaren, besonders drastischen Auswirkungen des Klimawandels werden sich in den kommenden Jahren auch in anderen Regionen zeigen, glaubt Peter Hagemann, Leiter des Forstbetriebes Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten. "Wir erleben hier gerade hautnah eine Zeitenwende in der Forstwirtschaft. Der Wald, der jetzt massiv unter dem Klimawandel leidet, muss in kurzer Zeit zu einem Klimawald werden." Als größtem Kohlenstoffspeicher komme ihm in den kommenden Jahren existentielle gesellschaftliche Bedeutung für die Begrenzung des Temperaturanstiegs zu. "Dazu müssen Forstleute und Waldbesitzer den Zukunftswald leistungsfähig und klimatolerant aufstellen." Der Frankenwald sei zwar besonders früh von dieser großen Aufgabe betroffen, treffe dafür aber auf besonders gute Rahmenbedingungen: Die finanziellen Fördermöglichkeiten für Waldbesitzer, die mit gemischten, laubholzreichen Kulturen die Weichen für die Zukunft stellen wollen, seien so gut wie nie zuvor. Dabei könne man sich unmittelbar an den Vorgaben für den Staatswald in Bayern orientieren. "Die Bayerischen Staatsforsten sichern auf jeder Verjüngungsfläche mindestens vier verschiedene Baumarten", sagt Hagemann. "Es darf aber auch immer gerne noch ein bisschen mehr sein." Damit streue man bewusst das Risiko, das mit weiteren Klimaveränderungen in den nächsten Jahrzehnten verbunden sei.

    Im Forstbetrieb Rothenkirchen setze man dazu nicht nur auf die Naturverjüngung von Buche, Tanne, Lärche und Edellaubhölzern, man ergänze diese auch ganz bewusst mit Baumarten, die noch wenig oder gar nicht im Frankenwald heimisch seien. So habe man hier neben Stiel- und Traubeneiche, Winterlinde und Vogelkirsche auch Elsbeeren, Speierlinge, Roteichen, Baumhasel, Robinien und Eiben eingebracht. "Dabei hilft uns sehr die Initiative der Staatsregierung, in den kommenden fünf Jahren immer eine Million Bäume pro Jahr zusätzlich zu pflanzen", so Hagemann. Allein im Forstbetrieb Rothenkirchen habe man damit im Herbst 20 Hektar zusätzlichen "Klimawald" schaffen können. "Ergänzend zu den 60 Hektar, die wir im Herbst und Frühjahr ohnehin bepflanzen." Dazu kommen in den nächsten Monaten umfangreiche Forstkulturen im Privatwald, die mit Beratung und Förderung der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten entstehen werden. Damit, so ist sich Peter Hagemann sicher, könne der Frankenwald ein echtes Vorbild auch für andere Regionen sein. "Wenn man zurückblickt, haben hier schließlich die Waldbesitzer immer schon die Nase vorn gehabt, wenn es um neue Baumarten für ihre Wälder ging." Die Fichte habe man vor Jahrhunderten gezielt hergebracht, als die Wälder aus Buche und Tanne durch die frühe Industrie übernutzt waren. Bereits seit 300 Jahren habe man mit ebenfalls gebietsfremden Baumarten wie Lärche und Douglasie erfolgreich Erfahrungen gesammelt. Seit 70 Jahren werde, ausgehend vom damaligen Forstamt Kronach, gezielt mit nordamerikanischen Baumarten wie Küstentanne, Riesenlebensbaum und Hemlockstanne experimentiert. "Das alles ist ein wertvoller Wissensschatz, der uns jetzt zugute kommt und auf dem wir aufbauen können", so Hagemann.

    Um die Zukunft des Frankenwaldes macht sich der Forstmann deshalb keine Sorgen. "Im Jahr 2017 waren wir Deutschlands "Waldgebiet des Jahres", nicht zuletzt wegen der "Waldgesinnung", die hier alle Verantwortlichen antreibt. Daraus nehmen wir genug Selbstvertrauen für die nächsten mutigen Schritte." Manchmal reicht es dazu schon, einen Baum zu pflanzen.

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    news-2446 Sat, 19 Dec 2020 10:17:00 +0100 Selbst anpacken: Christbäume aus heimischen Wäldern https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/selbst-anpacken-christbaeume-aus-heimischen-waeldern.html Allersberg, 19. Dezember 2020 - Eine lange Tradition hat das Christbaumschlagen im heimischen Wald vor den Weihnachtsfeiertagen. 26 Jahre lang organisierte die frühere Vorsitzende der Ortsgruppe des Bund Naturschutzes, Elke Küster-Emmer, diese gemeinsame Aktion zusammen mit den Bayerischen Staatsforsten. Für Christina Jäger, seit diesem Jahr die neue Vorsitzende der Ortsgruppe, war die Premiere zugleich eine Herausforderung, die einwandfrei gemeistert wurde.

    Um den Verkauf auch dieses Jahr unter Corona-Bedingungen wieder stattfinden lassen zu können, musste ein Hygienekonzept erstellt werden und auf dessen Einhaltung war streng zu achten. Die Teilnehmer - darunter viele Familien mit kleinen Kindern - verhielten sich ohne Ausnahme mustergültig. Da viele vergleichbare Veranstaltungen heuer ausfallen mussten, merkte man vielen Menschen - vor allem den Kindern - den Spaß und die Freude an, wenn sie sich glücklich mit ihren erbeuteten Weihnachtsbäumen verabschiedeten.

    Neben dem Bund Naturschutz Schwanstetten beteiligte sich der Forstbetrieb Allersberg der Bayerischen Staatsforsten, der insgesamt neun Forstreviere umfasst. Eines davon ist das Forstrevier Roth, dessen Leiter Hubert Riedel bereits seit mehreren Jahren das Christbaumschlagen begleitet. Da Hubert Riedel dieses Jahr verhindert war, wurde er von seinem Chef, dem Forstbetriebsleiter Harald Schiller, bereits zum zweiten Mal dabei, mit vollem Einsatz vertreten.

    Mit dem Christbaumselberschlagen wollen die BN-Ortsgruppe Schwanstetten und der Forstbetrieb Allersberg die Menschen ermutigen, sich für einen Baum aus den heimischen Wäldern anstelle eines importierten Weihnachtsbaumes zu entscheiden. Die importierten Bäume stammen oftmals aus Plantagen, bei der Aufzucht werden Dünger und Pestizide eigesetzt, sie sind zum Haltbarmachen imprägniert und werden über hunderte von Kilometern transportiert. "Im Wald der Region dagegen wachsen Fichten und Kiefern von selbst aus Naturverjüngung", erklärt Harald Schiller. "Im Prinzip kommt das Schlagen der Christbäume einer notwendigen Pflege gleich". Die Waldzusammensetzung profitiere also gleichfalls. Die Laubhölzer des Mischwaldes kommen wie gewünscht mehr zur Geltung. "Die Entnahme ist pflegewirksam", so der Förster, "umso schöner, dass wir den Leuten damit eine Freude bereiten können".

    Das Christbaumschlagen fand im Staatsforst-Gebiet, im Wald zwischen Leerstetten und Sperberslohe, dem sogenannten "Kessel" statt. Etwa 250 Personen nahmen teil. Nach einer Einweisung durch Forstbetriebsleiter Harald Schiller konnten die Teilnehmer unter den Bäumen, die ohnehin weichen mussten, den passenden für das Weihnachtsfest aussuchen. Sie waren mit Sägen - einzelne auch mit Äxten - und Transportmöglichkeiten für die Bäume reichlich ausgerüstet. Wenn die Suche nach einem Christbaum erfolgreich abgeschlossen und der Baum gefällt war, ging es wieder auf den Heimweg.

    Leider musste heuer das vorher traditionelle Aufwärmen und Stärken bei der Schutzhütte mit Glühwein oder Kinderpunsch entfallen. Auch gab es dort keine Lebkuchen und keinen Spekulatius. Und vor allem, als große Enttäuschung für die Kinder, durfte kein Stockbrot über dem offenen Feuer gebraten werden. Als einziger Trost konnte mit auf dem Weg gegeben werden: Auch nächstes Jahr werden die BN-Ortsgruppe Schwanstetten und der Forstbetrieb Allersberg das gemeinsame Christbaumschlagen wieder organisieren und dann hoffentlich mit dem gewohnten, vollen Programm.

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    news-2447 Fri, 18 Dec 2020 14:19:00 +0100 Baumhäuser: Der Blick aus den Bäumen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/baumhaeuser-der-blick-aus-den-baeumen.html Rothenkirchen, 19. Dezember 2020 - Zu einem Erfahrungsaustausch in Sachen Baumhaus-Bau besuchten jetzt Forstleute aus dem Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten das Kinder- und Jugenddorf Martinsberg des Diakoniewerkes Martinsberg in Naila. An beiden Stellen im Frankenwald haben im vergangenen Jahr unabhängig voneinander Baumhaus-Projekte begonnen. Die Ausgangslagen sind ähnlich, die Zielrichtungen auch.

    Baumhäuser sind für die meisten ein Stück Kindheit und Jugend. Mit dem aktuellen Trend zu Natur-Erleben und Bauen mit Holz erfreut sich die Idee vom "Blick aus den Bäumen" wieder in den unterschiedlichsten Gebieten neuer Aufmerksamkeit. Gemeinsam haben die beiden Baumhaus-Projekte im Frankenwald die Verbindung zu jungen Menschen. Forstrevierleiter Christian Goldammer führte in seinem Revier Tettau ein erfolgreiches Abschlussprojekt mit den Forstwirt-Azubis des Forstbetriebs Rothenkirchen durch. Hier wurde die praktische Holzbautechnik als Ausbildungsinhalt mit dem Gedanken verbunden, für das Walderholungs- und Trekkingplatz-Konzept der Bayerischen Staatsforsten im Frankenwald einen neuen Impuls zu schaffen.

    Auch im Kinder- und Jugenddorf Martinsberg lag der Start des Baumhaus-Projekts in der Ausbildung: Ein großer Energieversorger führte dort im Juli 2019 die jährliche Aktion "Bayernwerk packt an" mit seinen jungen Nachwuchskräften durch. Dabei konnten bei einem umfangreichen Projekttag die ersten Bauarbeiten für das Baumhaus begonnen werden. Mit einer Spendenzusage des Forstbetriebes Rothenkirchen für das weiter benötigte Bauholz begann hier auch die Zusammenarbeit mit den Bayerischen Staatsforsten. Wichtig war den Verantwortlichen des Diakoniewerkes von Anfang an, dass die Kinder und Jugendlichen beim weiteren Bau eng mit einbezogen werden. "Fertig wird`s nie", sagt deshalb Erziehungsleiter Marco Schmidt. Neue Ideen könnten so immer wieder in das Projekt eingebracht und praktisch umgesetzt werden. Die technische Umsetzung liegt bei Betriebstechnik-Leiter Rainer Metzger und dem Erlebnispädagogen Michael Rössler in den besten Händen. Sie haben die anspruchsvolle Aufgabe übernommen, pädagogische Zielsetzungen und behördliche Bauvorgaben erfolgreich zusammenzuführen. Die Sicht der beteiligten Jugendlichen brachte Nico beim Erfahrungsaustausch mit ein. Er ist von Anfang an dabei und begeistert vom gemeinsamen Arbeiten mit Holz. Das beste an der Baumhaus-Idee sei einfach "das Bauen". Auf jeden Fall möchte er dort übernachten, sobald das Baumhaus fertig sei.

    Für die weitere Zusammenarbeit der Baumhaus-Begeisterten wurde zunächst ein Gegenbesuch im Staatswald in Tettau vereinbart. Der Austausch soll dazu beitragen, dass die beiden "Pilot-Baumhäuser" eine möglichst breite Wirkung erzielen. Für die Kinder- und Jugendarbeit genauso wie für die Tourismusförderung im Frankenwald.

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    news-2445 Thu, 17 Dec 2020 12:20:00 +0100 Naturverträglich Winterwandern https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/naturvertraeglich-winterwandern.html 17. Dezember 2020, Sonthofen - Die aktuell milde Witterung setzt der dünnen Schneedecke im Allgäu ziemlich zu. Viele Naturfreunde hoffen auf kühlere Temperaturen und erneute Schneefälle, damit sie ihre Schneeschuhe herausholen und auf Tour den winterlichen Bergwald genießen können.

    Der Große Wald zwischen Grünten und Wertacher Hörnle war über lange Zeit im Winter kaum begangen. Für Skitourengänger ist das weitläufige, flach hügelige Gelände unattraktiv. Der Grünten wird mit Ski von Kranzegg und das Wertacher Hörnle von Unterjoch aus begangen. Somit hatten dieses Waldgebiet und die darin überwinternden Wildtiere ihre notwendige Ruhe.

    Durch das boomende Schneeschuhwandern hat sich das in den letzten Wintern stark verändert. "Das Gelände im Großen Wald ist durchaus für diese Wintersportart geeignet und somit nimmt die winterliche Frequentierung stetig zu", berichtet der hier zuständige Staatswaldförster Rainer Ruf. "Die Schneeschuhgänger laufen in der verschneiten Landschaft leider gerne querfeldein und nicht auf den vorhandenen Wegen. Die Anlage einer eigenen Spur im Tiefschnee reizt wohl mehr, als der ausgetretene Trampelpfad" ergänzt Josef Schmöger, verantwortlicher Jäger im südlichen Rettenberger Jagdrevier.

    Dieser Trend bereitet den Verantwortlichen für Wald und Wild Sorgen. Dazu Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting: "Die Überwinterungsstrategie von Wildtieren ist, den Energiebedarf und die hierzu notwendige Nahrungsaufnahme durch viel Ruhe und wenig Bewegung stark herunter zu fahren. Werden sie zum Beispiel durch Winterwanderer - meist ungewollt - gestört, flüchten sie. Der erhöhte Energiebedarf muss durch verstärkte Nahrungsaufnahme ausgeglichen werden. Finden solche Störungen im Winter gerade bei tiefen Temperaturen häufiger statt, kann es sein, dass der erhöhte Energiebedarf nicht ausgeglichen werden kann und diese Wildtiere den Winter nicht überleben."

    Ein wesentlicher Nahrungsbestandteil von Rehen, Hirschen und Gemsen im Winter sind Knospen von jungen Bäumen, bevorzugt von Weißtanne und Laubholz. Kommt es zu Störungen, leiden nicht nur die Wildtiere, sondern auch der Wald. Förster und Jäger wollen und können das freie Betreten der Natur nicht verbieten. Deshalb haben sich Josef Schmöger und Rainer Ruf gemeinsam mit Tanja Oswald und Yvonne Rädler von der Touristinfo Rettenberg Gedanken gemacht, wie das Schneeschuhwandern im Großen Wald Richtung Grünten in geordnete Bahnen gelenkt werden kann. Ausgehend vom Wanderparkplatz am Königsträßchen wurden Routen auf bestehenden Alp- und Wanderwegen gelegt, die sowohl zum Schneeschuhwandern interessant und auch naturverträglich sind. Diese Routen wurden im Gelände mit grünen Tafeln "Natürlich auf Tour" beschildert, an denen sich die Schneeschuhgänger orientieren können. Bei der Auswahl der Routen mussten auch Sicherheits- und Haftungsaspekte berücksichtigt werden. Förster Rainer Ruf: "Eine Tour scheidet zum Beispiel aus, weil eine Fußgängerbrücke über einen Bach im Winter nicht kontrolliert und verkehrssicher gehalten werden kann."

    Die Erfahrung aus dem letzten Winter zeigt, dass sich viele Winterwanderer an die Beschilderung halten und durchaus Verständnis für die Belange von Wild und Wald zeigen. Mit den Projekten "Natürlich auf Tour" vom DAV, oder auch "Dein Freiraum. Mein Lebensraum." vom Naturpark Nagelfluhkette wurden schon positive Erfahrungen gesammelt. An gelenkte Störungen kann sich das Wild anpassen oder ausweichen. "Aber nur, wenn sie bei Tageslicht stattfinden. Auf Winterwanderer und Skitourengänger im Dunkeln oder auch bei Mondschein, oft mit grellen Stirnlampen, reagieren Wildtiere äußerst empfindlich. Das sollte jeder Naturfreund nach dem Motto Leben und leben lassen tunlichst vermeiden", weißt Forstbetriebsleiter Jann Oetting hin.

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    news-2443 Wed, 16 Dec 2020 15:51:06 +0100 40 Jahre im Dienst für Wald und Holz https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/40-jahre-im-dienst-fuer-wald-und-holz.html 16. Dezember 2020, Ebrach - Gleich zwei 40-jährige Dienstjubiläen wurden am Forstbetrieb Ebrach der Bayerischen Staatforsten begangen:

    Marlene Ott, Holzsachbearbeiterin am Forstbetrieb, hatte schon ihre Ausbildung am früheren Forstamt Ebrach begonnen und ist seitdem dem Forst treu geblieben. Die Holzkunden des Forstbetriebs schätzen ihre zuvorkommende Art. Auch die Brennholzkunden kennen ihre freundliche Stimme am Telefon. Frau Ott wohnt in Großgressingen. Bereits ihr Vater war als Waldarbeiter am Forstamt Ebrach beschäftigt. Im örtlichen Personalrat vertritt Frau Ott die Belange der Bürobeschäftigten.

    Auch Revierleiter Andreas Friedel aus Ampferbach kann auf eine 40-jährige Dienstzeit zurückblicken. Friedel leitet das Revier Burgwindheim der Bayerische Staatsforsten. Friedel führt nicht nur das arbeitsreichste Revier, sondern organisiert auch die Vermarktung von Wildprodukten, die der Forstbetrieb seit längerem anbietet. Darüber hinaus engagiert sich Friedel in der Ausbildung der forstlichen Jugend und hat schon zahlreichen jungen Menschen die naturnahe Bewirtschaftung des Waldes vermittelt.

    Forstbetriebsleiter Ulrich Mergner vom Forstbetrieb Ebrach beglückwünschte die beiden Jubilare und dankte ihnen für ihre treuen Dienste.

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    news-2442 Tue, 15 Dec 2020 10:07:22 +0100 Fünf Landkreise, fünf Förster und jede Menge „wilde“ Waldnatur! https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/fuenf-landkreise-fuenf-foerster-und-jede-menge-wilde-waldnatur.html Gemeinsame Pressemitteilung der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Cham, Deggendorf, Regen und Straubing sowie der Bayerischen Staatsforsten, Forstbetrieb Bodenmais.

    Forstbetrieb Bodenmais und Bayerische Forstverwaltung stellen "Regionales Netzwerk wilde Waldnatur" vor.

    15. Dezember 2020, Bodenmais - Ein landesweites Netzwerk wilder Waldnatur hat Staatsministerin Michaela Kaniber in den bayerischen Staatswäldern unter dauerhaften Schutz stellen lassen. Dazu wurden rund 58.000 Hektar ökologisch besonders wertvolle staatliche Wälder als Naturwälder rechtsverbindlich ausgewiesen. Viele dieser Wälder hatten die Bayerischen Staatsforsten schon bisher mit besonderer Rücksicht auf ihre naturschutzfachliche Wertigkeit bewirtschaftet.

    Der Forstbetrieb Bodenmais bewirtschaftet 17.000 Hektar Staatswaldflächen in fünf Landkreisen und in der Verantwortlichkeit von vier Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) - nämlich Cham, Deggendorf, Straubing und Regen als "Doppelamt" für Freyung-Grafenau und Regen.

    Die neue Schutzkulisse umfasst im Forstbetriebsbereich Bodenmais insgesamt 859 Hektar, sie repräsentieren die ganze Vielfalt und Schönheit der Waldtypen und Lebensräume im Bayerischen Wald: es sind die Moorwälder der "Totenau" oder im "Rothfilz", die Hang- und Bergmischwälder am Osser und Zwercheck, auf der Rusel, und am Wackelstein und Brotjacklriegel und last not least die Hochlagenwälder am Arber. Forstbetriebsleiter Völkl: "Wir nehmen diese Waldflächen endgültig aus der Nutzung, damit sie sich frei und ungestört entwickeln können. Sie ergänzen als Sahnehäubchen der Biodiversität die naturnahe Bewirtschaftung unserer staatlichen Wälder."

    Weil man aber alle diese Flächen nicht auf einmal vorstellen kann, haben die Bereichsleiter Forsten aus den Ämtern - Dr. Arthur Bauer/CHA, Walter Schubach/DEG, Klaus Stögbauer/SR, Dr. Stefan Schaffner/FRG & REG - und Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl entschieden: "Wir nehmen den Hirschenstein (1.095 m ü.NN), weitum bekannt für seinen 1921 errichteten Aussichtsturm aus Bayerwald-Granit, als Stellvertreter für alle Naturwälder in der Region. Der den Turm umgebende Naturwald ist zwar "nur" 6,42 Hektar (oder 10 Fußballfelder) groß, aber dafür einzigartig: in zwei Landkreisen gelegen, steht hier ein über 200 Jahre alter naturnaher Buchenwald, der schon seit Jahrzehnten vom Forstbetrieb nicht mehr bewirtschaftet und jetzt auf Dauer seiner natürlichen Entwicklung überlassen wird".

    Trotz Schutz bleibt das Betreten der Wälder weiter erlaubt und ist sogar ausdrücklich gewünscht: "Alle sind eingeladen, diese Kleinode unserer Heimat zu besuchen und Baumgiganten, knorrige Überlebenskünstler oder Relikte urtümlicher Wälder mit allen Sinnen zu erleben". Die Ausweisung von Naturwäldern bedeutet damit eine wertvolle Ergänzung der bisherigen bayerischen Naturschutzstrategie in allen Waldbesitzarten nach dem Motto "Schützen und Nutzen".

    Die Naturwald-Kulisse ist im "BayernAtlas" detailgenau abrufbar.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Bayerischen Staatforsten oder der Homepage des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

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    news-2441 Tue, 15 Dec 2020 09:47:07 +0100 Für Waldbesucher: Lebensgefährliche Waldarbeit https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/fuer-waldbesucher-lebensgefaehrliche-waldarbeit.html 15. Dezember 2020, Sonthofen - Der Forstbetrieb Sonthofen der Bayerischen Staatsforsten nutzt die momentan herrschenden winterlichen Bedingungen zum Holzeinschlag. Während der Holzernte müssen Wege gesperrt werden. Die Sperrungen werden leider nicht von allen Waldbesuchern beachtet - eine tödliche Gefahr.

    Mehrere Motorsägen sind schon von Weitem zu hören, nach zwei lauten Rufen "Achtung" und "Achtung, Baum fällt!" ist nur noch ein Knacken und ein dumpfer Schlag wahrnehmbar. Eindeutige Zeichen dafür, dass die Holzernte im Eschacher Wald nahe Buchenberg in vollem Gange ist.

    Verantwortlich für die Holzfällung ist Revierleiter Simon Lipp. Er erzählt von diversen Zwischenfällen in den letzten Wochen mit uneinsichtigen Waldbesuchern. "Nahezu täglich berichten mir die Forstwirte von Mountainbikern und Joggern, die die Wegesperrungen nicht beachten. Wir sperren die Forstwege im Rahmen der Holzernte nicht zum Spaß - hier herrscht Lebensgefahr." Viel zu oft queren Passanten die gesperrten Bereiche und tragen dabei beispielsweise ihre Fahrräder über bereits gefällte Bäume. Leider kennt die Unvernunft der Menschen dabei keine Grenzen. Ein ständiges Risiko, das die Forstwirte zusätzlich zur ohnehin schon anstrengenden Arbeit im Wald immer im Blick haben müssen.

    Bereits vor Beginn der Holzernte machen sich Waldarbeiter und Einsatzleiter Gedanken über die Wegesperrungen. Diese werden wo immer möglich so gewählt, dass den Waldbesuchern eine alternative Route zum Wandern oder Fahrradfahren zur Verfügung steht. Außerdem sperren mindestens zwei Waldarbeiter den Forstweg, wenn die Möglichkeit besteht, dass ein Baum darauf fällt. Als Unterstützung bei der Kommunikation zwischen den Forstwirten dienen Funkgeräte. Sie sind am Forstbetrieb Sonthofen schon länger Standard und ermöglichen eine direkte Kontaktaufnahme zwischen den absperrenden Forstwirten auf dem Weg sowie dem Forstwirt, der die Fällung durchführt.

    "Unsere Waldarbeiter am Forstbetrieb Sonthofen werden für die Holzernte und den damit verbundenen Gefahren regelmäßig geschult. Hierzu zählen neben dem richtigen Absperren von Forstwegen auch der Umgang mit beratungsresistenten Waldbesuchern", erzählt der Sonthofer Forstbetriebsleiter Jann Oetting. Aufgrund vielfältiger Sicherheitsvorkehrungen und umsichtig handelnden Waldarbeitern werden die Gefahren minimiert, trotzdem bleibt immer ein Restrisiko bestehen.

    Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting appelliert deshalb an die Waldbesucher: "Bitte beachten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit die Sperrbanner. Wir möchten, dass Sie unsere wunderbaren Wälder zur Erholung genießen können und sich dabei nicht unnötig in Gefahr begeben".

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    news-2440 Tue, 15 Dec 2020 08:44:44 +0100 Douglasien vom Obermain besonders gefragt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/douglasien-vom-obermain-besonders-gefragt.html 15. Dezember 2020, Rothenkirchen - Wertvolles Holz vom Obermain ist bei den Holzverarbeitern bundesweit nach wie vor begehrt. Bei der nordbayerischen Nadelwertholzsubmission erzielte in diesem Jahr vor allem die Douglasie Spitzenpreise.

    Kurz vor Weihnachten findet traditionell ein Meistgebotstermin für besonders hochwertiges Nadelstammholz statt, bei dem die nordbayerischen Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten in diesem Jahr knapp 1.200 Festmeter Fichten, Tannen, Kiefern, Lärchen und Douglasien aus nachhaltiger Forstwirtschaft anbieten konnten. Der Forstbetrieb Rothenkirchen war dabei mit rund 100 Festmetern aus dem Frankenwald und dem Staatswald des Landkreises Lichtenfels vertreten. Dabei erzielten die Douglasienstämme aus den Revieren Klosterlangheim und Lichtenfels mit 246 Euro pro Festmeter den höchsten Durchschnittspreis dieser Baumart in der gesamten Submission. Die 15 aufgeworfenen Stücke mit insgesamt 24 Festmetern gingen an Sägewerke und Holzbauer nicht nur aus dem Frankenwald und der Bamberger Gegend, sondern auch nach Ostwestfalen, Niedersachsen und dem Erzgebirge.

    Die Douglasie ist mit ihrem harten, besonders dauerhaften und daneben noch farblich attraktiven Holz besonders beliebt ebenso für den Innenausbau wie bei der Verwendung im Außenbereich ohne zusätzlichen Holzschutz.

    Wegen ihrer guten Wuchseigenschaften und der bisher gezeigten Toleranz gegenüber dem Klimawandel setzen die Waldbesitzer in Nordbayern auch in Zukunft auf diese eigentlich nordamerikanische Baumart, die hier schon seit über 300 Jahren heimisch geworden ist. Die jetzt geernteten Stämme aus dem "Krappenberg" bei Trieb und der "Mistelfelder Leite" haben sich dort bereits reichlich natürlich verjüngt. Die Vorgabe im Staatswald, dass mit Blick auf den Klimawandel künftig in jedem Bestand vorsorglich mindestens vier verschiedene Baumarten wachsen müssen, wird hier spielend erreicht: Die jungen Douglasien befinden sich hier mit Buchen, Eichen, Kiefern, Lärchen und mehreren Arten der Edel- und Weichlaubhölzer in bester Gesellschaft. Bereit für den Zukunftswald am Obermain.

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    news-2444 Mon, 14 Dec 2020 12:05:00 +0100 Wilde Wurst für die Tafeln in Hammelburg und Gemünden https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wilde-wurst-fuer-die-tafeln-in-hammelburg-und-gemuenden.html 14. Dezember 2020, Hammelburg - Der Forstbetrieb Hammelburg hat feinstes Wildbret aus der Region verarbeiten lassen und spendet zum Weihnachtsfest den Tafeln aus Hammelburg und Gemünden Salami und Jagdwurst.

    "Das ist das gesündeste Fleisch was es gibt und es kommt hier aus unserer Region", so beginnt Daniel Zippert, Forstbetriebsleiter in Hammelburg die Übergabe der Wildwurst an die Tafeln der Städte Hammelburg und Gemünden am Main.

    Im Rahmen einer Weihnachtsaktion zu Coronazeiten hat der Forstbetrieb Hammelburg darüber nachgedacht, was etwas Gutes wäre. Der seit 2. November geltende Teil-Lockdown führt bei den Tafeln vielerorts zu weniger Lebensmittelspenden und da kam die Idee hier etwas zu tun. Dabei war das Ziel bedürftigen Menschen zu helfen und auch das gesunde und qualitativ hochwertige Wildfleisch etwas zu bewerben. Daraufhin wurde mit den beiden großen Tafeln im Raum Hammelburg und Gemünden, wo die größten Staatswaldteile des Forstbetriebes liegen diese Spende verabredet.

    Die Wildschweine und Rehe wurden im Raum Gemünden und Neuwirtshaus erlegt und gleich im Anschluss an die Jagd direkt in der Metzgerei Krebs aus Premich gefahren, dort veredelt und für den Gaumen aufbereitet. 200 Dosen Wildwurst und 100 Salamis wurden jeweils zur Hälfte an die Tafeln abgegeben und werden noch vor Weihnachten ausgegeben.

    Der Forstbetrieb wünscht den Menschen mit dieser kleinen Geste einen guten Appetit und allen ein frohes und gesundes Weihnachtsfest.

    Die Vertreter der Tafeln, Herr Armin Stichel für Gemünden und Frau Smolik und Herr Bergmann aus Hammelburg bedankten sich für die Spende und freuen sich, dass auch einmal Wildfleisch den Tafeln zur Verfügung gestellt wird. "Wir sind schon darauf gespannt, wie es unseren Kundinnen und Kunden schmecken wird".

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    news-2438 Mon, 14 Dec 2020 11:42:29 +0100 Wir schaffen den Klimawald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/wir-schaffen-den-klimawald.html Eigenes Tannensaatgut für den Wald von morgen

    14. Dezember 2020, Ottobeuren - In den Staatswäldern des Forstbetriebs Ottobeuren haben die Waldarbeiter rund 10 Hektar heimische Weißtanne (Abies alba) gesät. Der Forstbetrieb hat das heurige Mastjahr bei der Tanne genutzt und hochwertiges Saatgut exzellenter Qualität gewonnen. Die Tannenzapfen wurden auf eigenen Tannen ausgewählter Saatgutbestände geerntet und auf dem Dachboden des Forstbetriebs in Ottobeuren getrocknet. Die Bayerischen Staatsforsten leisten mit der Aussaat einen weiteren Beitrag für den klimastabilen Wald von morgen.

    Die künftigen Waldgenerationen werden heftigeren Stürmen und größeren Dürren trotzen müssen als unsere heutigen Altbestände. Im Staatswald baut man deshalb bereits seit Jahrzehnten auf gemischte und stabile Wälder. "Unsere heimische Weißtanne ist durch ihre Klimastabilität und Schattentoleranz ein wertvoller Teil der Baumartenmischung im Klimawald", sagt Ottobeurens Forstbetriebsleiter Dr. Hermann S. Walter.

    Heuer bot sich mit einer satten Tannenmast den Staatswaldförstern eine besondere Gelegenheit: Rund 500 Kilogramm Tannenzapfen wurden im Frühherbst geerntet. Die Saatguternte findet in luftiger Höhe in den Baumkronen der Tannen statt. Die Zapfenpflücker müssen dafür sportlich und schwindelfrei sein, um mit Seil und Kletterausrüstung in Höhen von 30 bis 40 Metern arbeiten zu können. In der Baumkrone pflücken die Baumsteiger die noch nicht reifen Tannenzapfen und sammeln sie in Jutebeuteln. Bei guten Bäumen können so bis zu 25 Kilogramm Zapfen geerntet werden.

    Gewogen und registriert trocknen die Zapfen anschließend mehrere Wochen auf dem Dachboden des Forstbetriebs. Die Zapfen werden täglich umgeschaufelt, bis sich die Zapfenschuppen lösen und den reifen Tannensamen frei geben. Anschließend werden die wertvollen Samen ausgesiebt und von eigenen Forstwirten händisch in Staatswäldern ausgesät, in denen noch keine Tannen wachsen. Die regional gewonnenen Samen sind an die klimatischen und standörtlichen Bedingungen im Allgäu optimal angepasst. Im Frühjahr werden die Tannensamen keimen und ihren wichtigen Beitrag für den Wald von morgen leisten.

    Der Forstbetrieb Ottobeuren

    Der Forstbetrieb Ottobeuren ist einer von 41 Forstbetrieben der Bayerischen Staatsforsten und bewirtschaftet mit rund 50 Beschäftigten den Staatswald von der Schotterriedellandschaft über das Vorallgäu in die bewegte Allgäuer Jungmoränenlandschaft hinein. Nährstoffreiche Böden und reichlich Niederschläge erlauben den Bäumen herausragende Wuchsleistungen. Fichtendominierte Wälder werden sukzessive in standortgerechte Mischwälder mit Tanne, Buche und Edellaubbäumen umgebaut. Der Forstbetrieb setzt dabei auf eine naturnahe Forstwirtschaft mit einzelstammweiser Nutzung ohne Kahlschlag, erhöht den Totholzvorrat als elementares Strukturmerkmal für mehr Artenvielfalt im Wald, schützt dauerhaft Biotopbäume, setzt konsequent auf die natürliche Verjüngung unserer Wälder und schafft Raum für Erholungssuchende.

    Mehr Informationen auf der Homepage des Forstbetriebs.

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    news-2437 Mon, 14 Dec 2020 11:22:56 +0100 "Still und leise" https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/still-und-leise.html Nasslager Aumühle als Zwischenlager für Bahntransport in Betrieb genommen

    14. Dezember 2020, Bodenmais - Seit 2018 liefen am Forstbetrieb Bodenmais die Planungen für den Bau eines Nasslagers zur Beregnung von bis zu 30.000 Festmeter Stammholz am Standort Aumühle (Gemeinde Kollnburg). Außer Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl waren verschiedene (kommissarische) stellvertretende Forstbetriebsleiter und sonstige Mitarbeiter beteiligt - Dominik Schwarz, Korbinian Häuslschmid, Franz Thoma, Robert Radtke, Claudia-Christin Krüger, Servicestellenleiter Karlheinz Fuchs und nicht zuletzt Leonhard Höck und weitere Kollegen von der Zentrale.

    Im Juni 2020 wurde die Anlage dann (endlich) fertiggestellt, brauchte aber wegen geringerer Käferholzanfälle und schnellerer Holzabfuhr in diesem Sommer nicht in Betrieb genommen werden.

    Aber letzte Woche war es dann doch so weit: "wir haben das Lager still und leise - und ohne Bewässerung - aktiviert, die ersten LKW-Ladungen wurden angeliefert, so Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl. Die Aumühle dient aktuell als Zwischenlager für die Bahnverladung für unsere Kunden nach Österreich. Hintergrund des Ganzen: "wir haben durch eine Verbesserung am Frischholzmarkt bis jetzt verstärkt Holz gemacht, und wie immer steht im Bayerwald der Winter mit Schnee und Langlauf-Loipen auf den Forststraßen bevor", führt Völkl weiter aus. Das verhindert dann eine Schneeräumung und Holzabfuhr, d.h., die Hölzer sind nach Einschneien und Loipenbetrieb erst wieder im Frühjahr verfügbar - mit möglicherweise erheblichen Schäden durch den Lineatus.

    Folglich bringt unsere Logistik Hölzer aus dem Herbsteinschlag ins Zwischenlager - von dort können sie problemlos und schnell zur Bahnverladung oder auch direkt zu einem Kunden verfrachtet werden. Aus Sicht des Forstbetriebs Bodenmais ist das ein Modell, das auch in "Normalzeiten" die Versorgung unserer Kunden während der Wintermonate im Bayerwald sichert!

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    news-2436 Fri, 11 Dec 2020 08:03:00 +0100 Pflanzen für den Klimawald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/pflanzen-fuer-den-klimawald.html Forstbetrieb Allersberg stellt Weichen für die Zukunft

    11. Dezember 2020, Allersberg - 30 Millionen neue Bäume hat Ministerpräsident Söder für den Bayerischen Staatswald angekündigt. Um den Kraftakt zu stemmen, haben die Förster und Waldarbeiter der Bayerischen Staatsforsten im Forstbetrieb Allersberg begonnen, das ambitionierte Ziel umzusetzen. Allein 125.000 Zukunftsbäume wurden in diesem Herbst gepflanzt. Deren Auswahl ist gut durchdacht.

    Robust soll er sein und gut strukturiert. Spätfröste sollen ihn genauso wenig beeinträchtigen wie hohe Temperaturen und ausbleibende Niederschläge. Er soll möglichst vielen Tieren und Pflanzen Lebensraum bieten und zugleich die Bevölkerung mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz versorgen. Die Rede ist vom Wald der Zukunft, dem Klimawald. Deshalb sind auch im Forstbetrieb Allersberg der Bayerischen Staatsforsten derzeit zahlreiche Forstwirtinnen und Forstwirte unterwegs, um junge Bäume zu pflanzen.

    Pflanzsaison beim Forstbetrieb Allersberg

    Landtagsabgeordneter Volker Bauer besucht die Förster und informiert sich über Waldumbau und den Stand der Klimawaldkulturen. Nass, kalt, grau aber noch kein Frost - ideales Pflanzwetter. Trotz oder gerade wegen der Witterung besucht Volker Bauer die Pflanzarbeiten der Bayerischen Staatsforsten im Forstbetrieb Allersberg. Aus erster Hand will er sich informieren über den Waldumbau hin zu Wäldern, die mit dem Klimawandel besser zurechtkommen als die im Bereich Roth bisher weit verbreitete Kiefer.

    Vielfalt statt Reinbestände

    Aus mindestens vier Baumarten soll er bestehen, der Zukunftswald, wie ihn die Bayerischen Staatsforsten planen. Vier Baumarten pro Bestand, wohlgemerkt. Bayernweit gibt es im Staatswald bereits heute rund 50 verschiedene Baumarten - Tendenz steigend. Der Trend geht seit vielen Jahren in Richtung Laubbäume und Vielfalt. "Die Mischung macht's", erklärt auch der Allersberger Forstbetriebsleiter Harald Schiller: "Die wichtigste Aufgabe der Bayerischen Staatsforsten ist es, einen gemischten, gesunden und klimastabilen Wald zu begründen und zu fördern. Das gelingt nur durch Vielfalt." Und die erreicht man nur, wenn der Wald aktiv gepflegt wird. Überließe man den Wald sich selbst, so Schiller, dann würden über ein bis zwei Baumgenerationen in weiten Teilen Bayerns Buchenreinbestände entstehen oder wie hier wieder reine Kiefer. "Reinbestände bieten weniger Arten Lebensraum als gemischte Bestände. Sie sind zudem anfälliger für Schädlinge, wie man aktuell bei Fichte und Kiefer sieht." Diese Nadelhölzer, "Brotbäume" der Forstwirtschaft, wurden vor allem nach den beiden Weltkriegen aus nachvollziehbaren Gründen vielerorts in großer Anzahl gepflanzt, um den Holzbedarf der Bevölkerung zu decken.

    Waldumbau ist in vollem Gang

    Das Umdenken hat bereits vor Jahrzehnten eingesetzt. Solange arbeiten die Förster bereits erfolgreich daran, die Baumartenvielfalt zu erhöhen. Der Anteil von Fichte und Kiefer sinken seit vielen Jahren, zahlreiche andere Baumarten profitieren davon. Aktuell gibt es rund 50 verschiedene Baumarten im Bayerischen Staatswald, mindestens 30 im Forstbetrieb Allersberg, davon die verschiedenen Weiden nicht mitgezählt. Den größten Anteil daran hat im Forstbetrieb Allersberg immer noch die Kiefer mit 46 %. Der Waldumbau ist aber auch hier in vollem Gang, die Staatswald-Förster bereiten die Wälder auf die Klimaveränderung bestmöglich vor und fördern dabei auch andere, bisher unterrepräsentierte Baumarten. So hat sich der Laubholzanteil im Forstbetrieb allein in den letzten 20 Jahren von 19 auf 28 % erhöht und soll in den nächsten 50 Jahren auf rund 50 % steigen.

    "In diesem Hebst und kommenden Frühjahr pflanzen wir zusätzlich zum normalen Pflanzprogramm von 40 Hektar weitere 20 Hektar Klimawald mit Baumarten, die an trockenere und wärmere Verhältnisse angepasst sind", erläutert Johannes Lang, der als Servicestellenleiter des Forstbetriebes Allersberg zuständig ist für die Pflanzenbeschaffung und den Einsatz der Pflanzer. Lang weiter: "Insgesamt bringen wir diesen Winter auf 53 Hektar knapp eine Viertel Million Pflanzen aus. Hinzu kommen 7 Hektar Eichensaaten mit 3,5 Tonnen Eicheln. Von diesen 60 Hektar sind lediglich 8 Hektar Nadelholz mit Tanne, Lärche und Douglasie. Beim Laubholz bilden klar Stiel- und Traubeneiche mit 21 Hektar aus Pflanzung und Saat den Schwerpunkt. Aber auch bisher seltene heimische Baumarten wie Ulmen, Kirsche, Moorbirke, Elsbeere und Speierling sind verstärkt darunter. Hinzu kommt heuer auch die mehr südeuropäische Edelkastanie."

    Bewirtschaftete Wälder haben bessere Klimabilanz

    Die aktive Bewirtschaftung der Wälder hat aber nicht nur Vorteile für die Artenvielfalt, sie hilft auch, den Klimawandel zu beeinflussen. Studien des renommierten Thünen-Instituts zeigen, dass die Bewirtschaftung der Wälder dazu beiträgt, mehr klimaschädliches Kohlendioxid zu binden als das in nicht bewirtschafteten Wäldern der Fall ist. Was sich zunächst paradox anhört, hat einen einfachen Grund. Ein bewirtschafteter Wald befindet sich in einer dauernden Aufbauphase. Er entzieht der Atmosphäre ständig Kohlendioxid und bindet es. Optimal ist es, wenn das Holz genutzt wird und daraus ein Dachstuhl oder ein Tisch entsteht. "So lässt sich pro Kubikmeter Holz rund eine Tonne CO2 speichern - oft über viele Jahrzehnte", erklärt Forstbetriebsleiter Schiller. Sogenannte Naturwälder, die nicht mehr bewirtschaftet werden, speichern Kohlendioxid, können der Atmosphäre aber ab einem gewissen Alter kaum mehr CO2 entziehen. "In der Zerfallsphase", so Harald Schiller, "wird dann sogar noch CO2 freigesetzt. Dies führt zu der unter dem Strich sogar zu einer schlechteren Klimabilanz als wir sie in unseren regulär bewirtschafteten Wälder feststellen."

    Hintergrundinformation

    Der Forstbetrieb Allersberg, als einer von 41 Forstbetrieben der Bayerischen Staatsforsten, bewirtschaftet mit einem 50-köpfigen Team 18.700 ha Staatswald. Seine Waldflächen verteilen sich auf die Landkreise Nürnberger Land, Neumarkt in der Oberpfalz, Roth, Ansbach, Weißenburg-Gunzenhausen und die kreisfreie Stadt Schwabach. Er erstreckt sich damit von Neuhaus an der Pegnitz bis Greding im Osten und Merkendorf bis Heidenheim im Westen. Jährlich werden auf dieser Fläche nachhaltig rund 120.000 m³ Rohholz geerntet. Der Wald ist geprägt von Kiefern und Fichten, in der Frankenalb und im Oberpfälzer Jura zusätzlich von Buchen und Tannen. Ziel ist die Umwandlung der Nadelholzbestände in artenreiche Mischwälder.

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    news-2434 Tue, 08 Dec 2020 11:39:35 +0100 Forstbetrieb Hammelburg fördert ehrenamtliches Engagement des Kohlenmeiler-Teams https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstbetrieb-hammelburg-foerdert-das-ehrenamtliche-engagement-des-kohlenmeiler-teams.html 08. Dezember 2020, Hammelburg - Als im Jahre 2016 die Initiative ergriffen wurde, den im Jahre 1940 mit gebrannten Ziegelsteinen erbauten Kohlenmeiler im Neuwirtshauser Forst zu restaurieren, um diesen vor dem Verfall zu retten, unterstützte der Forstbetrieb Hammelburg damals dieses Projekt, da sich 12 Altherrenwanderer bereiterklärten, diese Maßnahme ehrenamtlich zu unterstützen und mitzuwirken. Nach der gelungenen Restaurierung des Kohlenmeilers im Neuwirtshauser Forst, in insgesamt 200 ehrenamtlichen Arbeitsstunden, kam der Gedanke auf, das alte Köhlerhandwerk wieder aufleben zu lassen.

    Als ein Aktivposten des FC-Alemannia Schwärzelbach präsentiert sich neben der Damen-Gymnastikgruppe, seit mehr als 25 Jahren die Altherrenwandergruppe mit ihren vielen Wanderungen und Unternehmungen. Aus dieser formierte sich wiederum eine Altherrenwandergruppe, welche alle 14 Tage die Wanderstiefel schnürt.

    Aus dieser Gruppe formierte sich eine ehrenamtliche Interessengemeinschaft, die den Kohlenmeiler wieder in Betrieb nehmen wollte. Sprecher des neuformierten Kohlenmeiler-Teams (KMT) und Koordinator der ehrenamtlichen Arbeitseinsätze ist Peter Schühler. Weitere Kontaktpersonen sind außerdem: zur Schwärzelbacher Wandergruppe Roland Eusemann, zur Gemeinde Wartmannsroth bezüglich Friedhofpflege in Schwärzelbach Gerhard Brust und zum Forstbetrieb Hammelburg Theodor Busch.

    Bezüglich des Umgangs mit dem Kohlenmeiler engagierte das KMT einen erfahrenen Köhlermeister aus dem Ort Glasofen bei Marktheidenfeld, welcher einmal das Anbrennen mit Buchen-Scheitholz im Kohlenmeiler und die Besonderheiten des Verkohlungsprozesses vermittelte. Bereits die zweite, selbstständige Kohlenmeiler-Inbetriebnahme funktionierte da schon vielversprechend, sodass das Endprodukt, die Grillholzkohle, verkauft werden konnte.

    Schnell war sich das Kohlenmeiler-Team einig darüber, dass die Erlöse aus den Verkäufen der Holzkohle, gemeinnützigen Einrichtungen vor Ort zugutekommen sollen, um so eine ökonomische, soziale und ökologische Ausrichtung der Aktivitäten im Allgemeinen, für die Bevölkerung in heimischer Umgebung, erfahrbar werden zu lassen. So konnten bisher erzielte Erlöse aus den Verkäufen von Grillholzkohle gespendet werden. 750 € gingen an den Kindergarten "St.Mauritius" in Schwärzelbach und 1.100 € an die Ortskirche "St.Mauritius" ebenfalls in Schwärzelbach.

    Es hat sich im Laufe der Jahre, eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Bayerischen Staatsforsten ergeben, da sich der Kohlenmeiler und die danebenstehende Köhlerhütte, im Neuwirtshauser Forst, im Eigentum des Freistaates Bayern befinden und vom Forstbetrieb Hammelburg bewirtschaftet wird. Auf Anfragen des Forstbetriebes Hammelburg, entweder durch Forstbetriebsleiter Daniel Zippert, oder durch den Revierleiter des Forstrevieres Neuwirtshaus, Gerhard Wagenmann war und ist das Kohlenmeiler-Team immer gerne bereit im Forst mitzuarbeiten. Z.B. bei Anpflanzungen im Wald, wie bereits im Januar 2020 geschehen, oder bei der Instandsetzung von Denkmälern. Oder beim Räumen von Giebelholz von Kulturflächen. Dabei wurde das geräumte Holz gleich für die Verkohlung im Kohlenmeiler verwendet.

    Weitere und die markantesten Aktionen des derzeit 18-köpfigen Kohlenmeiler-Teams waren, die Herstellung des barrierefreien Zugangs zur Schwärzelbacher Kirche, Pfarrheim und Sakristei im November 2016, die Gehweg-Pflasterarbeiten im Mai 2018 und die Neuanlage einer Urnengrabstätte im Juli 2018 jeweils auf dem Schwärzelbacher Friedhof. Die Herstellung einer Betonbodenplatte im Juli 2019 für einen geplanten Wetterschutz-Unterstand am "Brennerweg" neben dem Aussichtshügel bei Schwärzelbach und viele weitere Aktivitäten.

    Zuletzt wurde Ende August 2020 das Dach der Köhlerhütte ausgebessert und anschließend komplett mit Dachziegeln neu eingedeckt. Allein hierfür wurden 433 Arbeitsstunden vom Kohlenmeiler-Team ehrenamtlich geleistet. Der Forstbetrieb Hammelburg bedankte sich bei allen Helfern des Kohlenmeiler-Teams und sponserte für jedes Teammitglied ein bedrucktes T-Shirt und freut sich auch zukünftig auf die Zusammenarbeit und weitere gemeinsame Projekte.

    Der Forstbetrieb Hammelburg bewirtschaftet mit seinen 49 Beschäftigten rd. 15.800 ha Wald in 9 Forstrevieren in den Landkreisen Bad Kissingen und Main-Spessart. Jährlich werden rd. 109.000 m3 Holz geerntet und rd. 21 Hektar (das entspricht ca. 30 Fussballfeldern) Wald neu angepflanzt.

    Neben dem Hauptprodukt Bauholz werden ca. 35 % als Brenn- Industrie- und Rechtholz genutzt. Alle forstbetrieblichen Arbeiten basieren auf der Idee der nachhaltigen und naturnahen Forstwirtschaft. Sie ermöglicht das Miteinander von Holznutzung, Naturschutz und Erholung in einem integrativen Ansatz. Neben ca. 580 km Forstwegen, die auch als Rad- und Wanderwege sehr gut geeignet sind, findet man in unseren Wäldern zahlreiche Erholungs- und Naturschutzschwerpunkte. Wir laden Sie recht herzlich zu einem interessanten und abwechslungsreichen Besuch in unseren Wäldern ein.

    Kontaktdaten zum Forstbetrieb Hammelburg finden Sie im Internet. Weitere Informationen zu den Bayerischen Staatsforsten finden Sie auf deren Homepage.

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    news-2433 Tue, 08 Dec 2020 10:11:24 +0100 Nadelwertholzsubmission Fichtelberg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/nadelwertholzsubmission-fichtelberg.html "Wertholz auf hohem Niveau" - Qualitätsholz weiterhin gesucht

    08. Dezember 2020, Fichtelberg - Bei der 25. Nadelwertholzsubmission wurden wieder ausgesuchte Nadelwerthölzer aus den staatlichen Forstbetrieben Burglengenfeld, Fichtelberg, Flossenbürg, Nordhalben, Pegnitz, Schnaittenbach, Selb, Waldsassen und der Betriebsgemeinschaft Coburg/Rothenkirchen auf dem bekannten Lagerplatz in Himmelkron zum Verkauf präsentiert.

    Die Angebotsmenge lag mit rd. 1.181 Festmeter rund 30 % über dem Vorjahresniveau. Aus den Forstbetrieben wurden bei den einzelnen Baumarten folgende Positionen bereitgestellt:

    Dieses Jahr umfasste der Bieterkreis 16 Interessenten aus Deutschland und dem benachbarten Österreich und war damit minimal geringer als im letzten Jahr (17). Die beworbenen Hölzer konnten insgesamt zu sehr guten Preisen zugeschlagen werden, wobei erfreulicherweise nur 32 Lose (35 fm; 3%) ohne Gebot blieben. Lediglich ein Bieter bekam keinen Zuschlag.

    Der Durchschnittspreis lag mit 203 €/fm auf einem sehr guten Niveau. Im Vergleich zum Vorjahr ging er um 5 €/fm zurück. Herausragend ist vor allem die Steigerung des Durchschnittspreises der Lärche (+ 50 €/fm).Dies spiegelte sich auch im teuersten Stamm, der sogenannten "Braut", wider. Die "Braut" aus dem Staatswald kam dieses Jahr aus dem Forstbetrieb Pegnitz. Das 74 cm starke Lärchenbloch erzielte mit 606 €/fm das höchste Gebot. Käufer war ein Furnierholzkunde aus Österreich.

    Bei gestiegener Angebotsmenge wurde ein leichter Rückgang der Durchschnittserlöse bei Fichte, Douglasie und Kiefer im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet. Bei Tanne stieg sowohl die Angebotsmenge als auch der Durchschnittserlös.

    Die Verkäuferseite ist mit dem Ergebnis sehr zufrieden und bedankt sich bei allen Kunden für das große Interesse und die zahlreichen Gebote.

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    news-2431 Mon, 07 Dec 2020 15:09:49 +0100 Christbäume und Weihnachtsschmuck für einen guten Zweck https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/christbaeume-und-weihnachtsschmuck-fuer-einen-guten-zweck.html 07. Dezember 2020, Rothenkirchen - Auch unter den derzeit erschwerten Bedingungen unterstützt der Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten in der Vorweihnachtszeit wieder soziale und kommunale Einrichtungen mit Christbäumen und Schmuckreisig. Schon eine langjährige Tradition ist dabei inzwischen, dass Forstrevierleiter Christian Goldammer und seine Mannschaft dem Pflegeteam des Stockheimer Betreuungszentrums das Material für den Advents- und Weihnachtsschmuck bereitstellt. Jeweils ein Christbaum für den Innen- und den Außenbereich des Pflegezentrums und Tannengrün für die Adventsbastelei wurden dafür fristgerecht geliefert.

    Mit Blick auf die Jugenderinnerungen an frühere Weihnachten wies Chefin Elisabeth Baierlein darauf hin, dass gerade in der gefühlsbetonten Adventszeit den älteren Menschen, aber auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Pflegeeinrichtung dieses Zeichen der regionalen Zusammenarbeit viel bedeute: "Wir können Bäume aus der der Heimat sehen, erleben und genießen."

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    news-2432 Mon, 07 Dec 2020 09:02:00 +0100 Die Gams im Blick: Kaniber startet neues Forschungsprojekt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/die-gams-im-blick-kaniber-startet-neues-forschungsprojekt.html Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

    7. Dezember 2020, München - Der Freistaat will seine Spitzenposition in der Gamsforschung weiter ausbauen. Staatsministerin Michaela Kaniber hat dazu jetzt ein weiteres Forschungsprojekt gestartet. Es soll wertvolle Informationen zum Zustand der Gamsbestände im gesamten bayerischen Alpenraum liefern. "Es ist mir eine Herzensangelegenheit, dass wir unser Wissen über die Gams und unser Bewusstsein für ihre Lebensweise stärken. Nur so können wir der besonderen Verantwortung für diese außergewöhnliche Wildart gerecht werden. Dank unserer bisherigen Projekte auf diesem Gebiet haben wir bereits wertvolle und einzigartige Einblicke zum Zustand und Verhalten des Gamswildes gewonnen. Jetzt erweitern wir die Forschungsansätze auf den gesamten bayerischen Alpenraum", so Kaniber. Das Projekt soll laut Kaniber auch die Spekulationen über zu hohe oder zu niedrige Abschusszahlen auf eine sachliche Ebene zurückführen.

    Experten der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) wenden dazu künftig eine neuartige Forschungsdisziplin, die sogenannte "Landschaftsgenetik", an. Dabei gewinnen die Forscher aus Gewebeproben erlegter Gämsen genetische Informationen, die zuverlässige Aussagen zur genetischen Vielfalt, zur räumlichen Verteilung und zu den Wanderrouten der Tiere liefern. Diese geben Rückschlüsse auf Populationsgröße und Populationszusammensetzung. Die dreijährigen Projektkosten von rund 400.000 Euro trägt das Landwirtschaftsministerium.

    Gemeinsam mit den vielversprechenden Ergebnissen des seit 2016 laufenden Forschungsprojekts "Integrales Schalenwildmanagement" erhofft sich die Ministerin weiteres Wissen zum Gamswild in Bayern, aber auch Hinweise für die Hege und Bejagung dieser Wildart. Zeitgleich wird ein Projekt gestartet, das unterschiedliche Jagdstrategien, den Einfluss des Tourismus und störungsarme Zonen für das Wild unter die Lupe nimmt.

    Weitere Informationen zu den wildbiologischen Forschungsprojekten der LWF finden Sie unter www.lwf.bayern.de/zonierungskonzepte, www.lwf.bayern.de/gamsvorkommen, www.lwf.bayern.de/schalenwildprojekt.

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    news-2430 Fri, 04 Dec 2020 14:50:00 +0100 Weihnachtswerkstatt Forst https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/weihnachtswerkstatt-beim-forst.html Forst-Auszubildende im Weihnachtsfieber

    04. Dezember 2020, Fichtelberg - Auszubildende des Forstbetriebs Fichtelberg fertigen derzeit attraktiven Weihnachtsschmuck aus heimischem Holz für Haus und Garten. Dieser ist ab sofort am Forstbetrieb Fichtelberg erhältlich. Wie jedes Jahr schneiden die Auszubildenden des Forstbetriebs mit Kettensäge und Schleifmaschine wunderschöne Weihnachtssterne und kleine Bäumchen aus massivem Holz. Den Rohstoff dafür, Fichten- und Douglasienbäume, haben sie im Rahmen ihrer Ausbildung im Fichtelgebirgswald gefällt, von Hand zu dicken Bohlen geschnitten, getrocknet und daraus jetzt mit der Motorsäge und viel Fingerspitzengefühl kleine Kunstwerke geschaffen. Das ist Teil ihrer Ausbildung und gleichzeitig entsteht Schönes für das Weihnachtsfest.

    "Normalerweise sind wir auf Weihnachtsmärkten in der Region vertreten, bieten Wildbret von Reh, Hirsch und Wildschwein an und unsere Azubis fertigen diesen Weihnachtsschmuck mit der Motorsäge vor Ort", so Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg. "Aber heuer ist so vieles anders. Weihnachtsmärkte gibt es leider nicht. Deshalb bieten wir die kleinen Kunstwerke bei uns am Forstbetrieb in Fichtelberg an."

    Neben dem Weihnachtsschmuck verkaufen die Bayerischen Staatsforsten am Betriebssitz in Fichtelberg auch Wildbret in küchenfertigen Portionen und Wildburger. "Sie können also neben einem Holzbaum oder Weihnachtsstern auch Ihren Festtagsbraten bei uns in Fichtelberg bekommen" lacht Winfried Pfahler. "Damit ist in diesem verrückten Jahr wenigstens das Weihnachtsfest ein bisschen so wie immer."

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    news-2429 Wed, 02 Dec 2020 17:08:41 +0100 Für Wanderer, Skifahrer und Auerhühner https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/fuer-wanderer-skifahrer-und-auerhuehner.html Die kommende Saison für Wintersportler vorbereiten

    02. Dezember 2020, Neureichenau - Der Forstbetrieb Neureichenau der Bayerischen Staatsforsten sorgt nicht nur für die Wälder rund um den Dreisessel. Auch touristische Belange und die Ansprüche seltener Tier- und Pflanzenarten verlangen Können und Sorgfalt bei der täglichen Arbeit im Wald.

    Seit der Betrieb des Skilifts vor ein paar Jahren mangels ausreichender Schneelagen eingestellt wurde, haben Gehölzpflanzen wie Fichten, Birken und Ebereschen sehr rasch die Fläche erobert. Die Begehbarkeit und Abfahrtsmöglichkeiten für Skifahrer auf der ehemaligen Skitrasse sollen erhalten bleiben und die ehemalige Skitrasse hat sich zu einem naturschutzfachlich wertvollen Offenlandbiotop entwickelt, das seltenen Pflanzen- und Tierarten eine Heimstatt bietet. In enger Zusammenarbeit mit Forst- und Naturschutzbehörde haben die Experten vom Forstbetrieb dafür ein Beweidungskonzept entwickelt, das gleichzeitig dem Wohl der hier lebenden Auerhühner dienen wird. Der bereits stark verholzte und verwilderte Aufwuchs wurde jetzt gemulcht, bald werden in regelmäßigen Abständen Schafe dafür sorgen, dass die Fläche nicht wieder zuwächst.

    Noch eine Bitte an die erholungssuchende Bevölkerung: Auerhühner sind nicht nur selten, sondern auch extrem anfällig für Störungen. Bitte bleiben Sie auf den ausgewiesenen Wanderwegen und nutzen die für Wintertouristen vorbereitete Trasse. Halten Sie sich an erforderliche Sperrungen! Dann können Mensch und Tier gedeihlich zusammenleben.

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    news-2439 Wed, 02 Dec 2020 13:32:00 +0100 Hüter der Nachhaltigkeit am Forstbetrieb Allersberg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/hueter-der-nachhaltigkeit-am-forstbetrieb-allersberg.html 02. Dezember 2020, Allersberg - Im Forstbetrieb Allersberg findet aktuell die sog. Forsteinrichtung statt. Spezialisten aus der Zentrale in Regensburg sind seit letztem Jahr auf den Staatswaldflächen unterwegs und stellen die Weichen für die Zukunft des Waldes. Ihre Hauptaufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass der Wald nachhaltig genutzt und für den Klimawandel fit gemacht wird.

    Vor dem Blick in die Zukunft erfolgt ein Blick in die Vergangenheit. Im letzten Jahr waren bereits die Kollegen der Inventur unterwegs und haben die schon vor 10 Jahren aufgenommenen Stichprobenpunkte erneut aufgesucht. Über den gesamten Staatswald ist ein Raster aus Inventurpunkten verteilt, deren Auswertung fundierte Erkenntnisse über den Zustand des Waldes liefern. Daraus lassen sich wichtige Daten wie Baumartenzusammensetzung, Altersstruktur, Vorrat, Zuwachs, aber auch naturschutzfachliche Parameter wie Biotopbaumdichte oder Totholzmengen herauslesen.

    Die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen. Die Nutzungen der letzten 10 Jahre waren nahezu auf Höhe des Zuwachses, wodurch der Gesamtvorrat annähernd gleichgeblieben ist. Der Laubholzanteil hat innerhalb der letzten 10 Jahre um rd. 4 % zugenommen. Betrachtet man noch die vorherige Forsteinrichtungsperiode mit dazu sind es seit dem Jahr 2000 sogar rd. 9 %. Damit befindet sich der Forstbetrieb auf einem sehr guten Weg in Richtung klimastabiler Mischwälder.

    Auch die Struktur des Waldes hat sich geändert. Vor allem die Laubhölzer wie beispielsweise die Buche sind stärker und älter geworden, was sich auch durch einen deutlichen Anstieg der Biotopbäume und des Totholzes zeigt. Der Totholzanteil, als wichtiger Ökoparameter, hat sich fast verdoppelt. Hier zeigt sich auch der Erfolg des regionalen Naturschutzkonzepts des Forstbetriebs, worin besonders wertvolle Bestände mit quantifizierten Totholzzielen beplant werden.

    Die Forsteinrichter, die seit Anfang April auf den Flächen unterwegs sind, bestehen aus einem Team von acht Förstern die unter der Leitung des Sektionsleiters Tobias Ringel einzelne Reviere begehen und eine Planung für die einzelnen Waldbestände machen. Am Ende des Tages werden die während den Außenaufnahmen erhobenen Daten in den Computer übertragen und eine exakte Beschreibung der einzelnen Bestände, sowie die in den nächsten 10 Jahren durchzuführenden Maßnahmen erstellt. Daneben wird die Wirtschaftskarte, die ein täglich genutztes Hilfsmittel für den Revierleiter ist, aktualisiert und z.B. neu entstandene Borkenkäfer-Lücken eingezeichnet

    Am Ende des Jahres, wenn alle Reviere begangen sind, werden alle Daten zusammengeführt und ein verbindlicher Forstwirtschaftsplan für die kommenden 10 Jahre erstellt. Darin werden für den Forstbetrieb u.a. die zu nutzenden Holzmengen, die zu pflegenden Flächen und zu pflanzende Baumarten festgelegt, was wiederum die Grundlage für die jährliche Forstbetriebsplanung darstellt.

    In der Mitte des Forsteinrichtungszeitraums werden die Forsteinrichter ein zweites Mal kommen und im Rahmen eines Natural Controllings überprüfen, ob die Planung noch stimmig ist und ggf. nachsteuern.

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    news-2428 Wed, 02 Dec 2020 09:33:20 +0100 Waldumbau im Nürnberger Reichswald geht weiter https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldumbau-im-nuernberger-reichswald-geht-weiter.html Erste Praxisanbauversuche mit Zedernarten gestartet

    02. Dezember 2020, Nürnberg - Im Rahmen eines Vor-Ort-Termins im Sebalder Reichswald informiert sich die Arbeitsgruppe, die zuletzt die "Baum- und Waldstrategie für die Stadt Nürnberg - Der Reichswald im Klimawandel" gemeinsam erarbeitet hat, über die aktuellen Waldumbaubemühungen des Forstbetriebs Nürnberg. Allein in diesem Herbst pflanzt der Forstbetrieb Nürnberg rund 106.000 Jungpflanzen klimastabiler Baumarten. Ergänzt werden die Kulturarbeiten des Forstbetriebes durch die Anlage von 6,5 ha Eichensaaten. Rund 3,25 Tonnen Eicheln werden dazu auf den 6,5 Hektar eingesät.

    Die Arbeitsgruppe besteht aus Vertretern der beiden Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Fürth und Roth, verschiedenen Stellen der Stadt Nürnberg - wie dem Umweltamt, dem für die städtischen Wälder zuständigen Tiergarten und SÖR - sowie des Forstbetriebs Nürnberg der Bayerischen Staatsforsten.

    Der Klimawandel setzt unsere Wälder zunehmend unter einen starken Anpassungsdruck. Anhand von Szenarien und Modellen macht man sich eine Vorstellung von der Veränderung wichtiger klimatischer Einflussgrößen auf Gedeihen und Wachstum der Wälder. Mit wissenschaftlichen Methoden wurden Regionen identifiziert, die mit hoher Wahrscheinlichkeit heute schon Klimaeigenschaften aufweisen, die bei uns erst in der Zukunft verwirklicht sein werden. Diese Verbreiterung der Erfahrungsbasis in wärmeren Regionen ermöglicht eine Neubewertung der Baumarten und den Schritt zum klimagerechten Waldumbau, bei dem die künftig anfälligen Baumarten durch weniger anfällige Baumarten ersetzt werden. Durch den rasch voranschreitenden Klimawandel ist die Forstwirtschaft auch im Raum Nürnberg in besonderem Maß herausgefordert. Ändert sich das Klima, muss sich auch der Waldaufbau ändern.

    Der in der Arbeitsgruppe gemeinsam erarbeitenden Strategie folgend liegt der Schwerpunkt der Pflanz- und Saatmaßnahmen auf klimastabilen Baumarten für den Wald der Zukunft. Die beiden zahlenmäßig wichtigsten Baumarten mit guter Prognose sind hierbei die heimischen Stiel- und Traubeneichen sowie die Rotbuche, gefolgt von einem bunten Blumenstrauß an heimischen Laubhölzern wie Feld- und Spitzahorn, Linde, Hainbuche, aber auch Vogelkirsche, Feld- und Flatterulmen und Elsbeere. Ergänzt wird das Portfolio an risikoarmen Baumarten durch einen bemessenen Anteil an "neuen" Baumarten aus fernen Regionen, wie Esskastanie, Douglasie oder Roteiche, aber auch der heimischen Weißtanne.

    Um für mögliche Klimaextreme in der Zukunft gerüstet zu sein und Erfahrungen mit Baumarten zu sammeln, die deutlich wärmere Klimabedingungen ertragen können, startet der Forstbetrieb Nürnberg dieses Jahr mit Praxisanbauversuchen von Atlas- und Libanonzeder. Das sind Nadelbäume aus dem Mittelmeerraum, die dort in den Gebirgen sowohl Kälte als auch Wärme aushalten müssen. Mit den Versuchen soll das Wissen um die in Raum Nürnberg neuartigen Baumarten unter den hiesigen Standortbedingungen (Boden, Wasser) erweitert werden. Neues Klima erfordert neue Baumarten!

    Der Forstbetrieb Nürnberg der Bayerische Staatsforsten

    Die rund 24.000 ha Wald des Forstbetriebes Nürnberg schmiegen sich um die östliche Seite der Großstädte Nürnberg und Erlangen. Es handelt sich um den ältesten Kunstforst der Welt, dessen intensive Nutzungsgeschichte noch heute sein von Kiefern dominiertes Erscheinungsbild prägt.

    In den vergangenen 40 Jahren wurde der Anteil an Mischbaumarten, insbesondere Laubbäumen, immer mehr erhöht, so dass die gewandelten Wälder die vielfältigen Anforderungen im Hinblick auf Erholung, Natur- und Klimaschutz, aber auch als Rohstofflieferant mit Zukunftsperspektive erfüllen können.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Bayerischen Staatsforsten.

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    news-2435 Wed, 02 Dec 2020 08:07:00 +0100 Christbaum für den Bayerischen Landtag https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/christbaum-fuer-den-bayerischen-landtag.html 02. Dezember 2020, Allersberg - Zum zweiten Mal nach 2016 durfte der Forstbetrieb Allersberg den Christbaum für den Landtag spendieren.

    Eingefädelt hatte dies MdL Volker Bauer, engagierter Pirschbezirkler im Revier Roth und Vorsitzender des Bayerischen Jagdverbandes für Mittelfranken. Daraufhin machte sich der zuständige Revierleiter Hubert Riedel auf die bekanntermaßen, nicht ganz einfache Suche nach dem perfekten Baum. Ende November war es dann soweit und der Landtagsabgeordnete konnte den Baum, in seinem Hausberg dem Heidenberg, eigenhändig zu Fall bringen.

    "Ein wunderschöner Baum" bescheinigt auch der Forstbetriebsleiter Harald Schiller, der neben Hans-Ludwig Körner, dem Geschäftsführer des Bayerischen Waldbesitzerverbandes beim Verpacken der 25 Jahre alten Weißtanne kräftig mit Hand anlegte. Kurz darauf fuhr MdL Volker Bauer den Landtags-Weihnachtsbaum selbst nach München ins Maximilianeum, um ihn Landtagspräsidentin Ilse Aigner zu übergeben.

    Stolz wird der geschmückte Christbaum präsentiert (v. l. n. r.): Harald Schiller (Forstbetriebsleiter FB Allersberg), Kerstin Seitz (Waldkönigin), Josef Ziegler (Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbands), Ilse Aigner (Landtagspräsidentin), Volker Bauer (MdL).

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    news-2427 Tue, 01 Dec 2020 15:53:10 +0100 Lichterglanz am Landratsamt Wunsiedel https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/lichterglanz-am-landratsamt-wunsiedel.html Weißtanne von den Bayerischen Staatsforsten bringt Weihnachtsstimmung

    01. Dezember 2020, Fichtelberg - Eine Weißtanne vom Schneeberg schmückt seit Kurzem das Landratsamt Wunsiedel. Den Baum stellte der Forstbetrieb Fichtelberg zur Verfügung.

    Forstbetriebsleiter Winfried Pfahler übergab den gut 5 Meter hohen Baum an Landrat Peter Berek, der ihn stellvertretend für die Mitarbeiter des Landratsamtes entgegennahm. "Wir hoffen, dass der Christbaum jetzt in der Vorweihnachtszeit ein wenig feierliche Stimmung zu all denen bringt, die vielleicht sorgenvoll in die Zukunft blicken" so Winfried Pfahler. Aufgewachsen ist die Tanne am Westhang des Schneebergs, wo sie von den erfahrenen Christbaumsuchern vom Forstbetrieb Fichtelberg gefunden und gefällt wurde. Den Transport nach Wunsiedel organisierte Ronald Ledermüller vom Naturpark.

    Der schöne Baum strahlt jetzt vor dem Haupteingang des Landratsamts in Wunsiedel und sorgt bei den vorbeieilenden Menschen hoffentlich für einen kleinen Augenblick der Freude.

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    news-2426 Tue, 01 Dec 2020 14:58:29 +0100 Ministerin Kaniber lässt landesweites Netzwerk wilder Waldnatur unter dauerhaften Schutz stellen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ministerin-kaniber-laesst-landesweites-netzwerk-wilder-waldnatur-unter-dauerhaften-schutz-stellen-58-000-hektar.html 30. November 2020, München - Ein landesweites Netzwerk wilder Waldnatur lässt Staatsministerin Michaela Kaniber in den bayerischen Staatswäldern noch diese Woche unter dauerhaften Schutz stellen. Wie die Ministerin in München mitteilte, werden dazu rund 58.000 Hektar ökologisch besonders wertvolle staatliche Wälder als Naturwälder rechtsverbindlich ausgewiesen. Viele davon hatten die Bayerischen Staatsforsten schon bisher nicht oder nicht mehr forstwirtschaftlich genutzt. Kaniber: "Wir geben diese Hotspots der Artenvielfalt jetzt auf Dauer der Natur zurück, damit sie sich frei und ungestört entwickeln können. Sie ergänzen als Sahnehäubchen der Biodiversität die ökologisch herausragende Bewirtschaftung unserer staatlichen Wälder nach dem Motto "Schützen und Nutzen". Und sie stellen eindrucksvoll unter Beweis, wie verantwortungsvoll die Bayerischen Staatsforsten auch in den zurückliegenden Jahren bereits gewirtschaftet haben.

    "Der Ministerin zufolge umfasst die neue Schutzkulisse die ganze Vielfalt und Schönheit der bayerischen Waldtypen und Lebensräume: von den Au- und Moorwäldern über Hang- und Bergmischwälder, Schlucht- und Hochlagenwälder bis zu den Latschenwäldern der Alpen. Sie enthält die fünf größeren Waldgebiete, deren Ausweisung die Ministerin bereits im Mai angekündigt hatte, ebenso wie die staatlichen Naturwaldreservate und die Kernzonen des Biosphärenreservats Rhön. Zudem macht Kaniber einen 540 Hektar großen Buchenmischwald nahe der Basilika Vierzehnheiligen zum Naturwald. Das Betreten der Wälder bleibt der Ministerin zufolge weiter erlaubt und ist sogar ausdrücklich gewünscht: "Alle sind eingeladen, diese Kleinode unserer Heimat zu besuchen und Baumgiganten, knorrige Überlebenskünstler oder Relikte urtümlicher Wälder mit allen Sinnen zu erleben". Die Kulisse ist im "BayernAtlas" detailgenau abrufbar.

    Hier finden Sie weitere Informationen zu den Naturwäldern.

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    news-2425 Tue, 01 Dec 2020 14:18:10 +0100 Ein neues Zuhause für seltene Waldstörche https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ein-neues-zuhause-fuer-seltene-waldstoerche.html 1. Dezember 2020, Sonthofen - Das Gebiet rund um den Kempter Wald mit seinen naturbelassenen Feuchtwiesen, kleinen Bächen, Sümpfen und großen Waldmooren bietet bereits seit vielen Jahren ein hervorragendes Bruthabitat für den seltenen und streng geschützten Schwarzstorch. Hier finden die imposanten Waldstörche ausreichend Insekten, Amphibien und Fische als Nahrung sowie abgelegene Altholzstrukturen, um ihre Brut aufzuziehen.

    "Die Schwarzstörche, die im Frühling hoch in der Luft über dem Kempter Wald kreisen, sind für mich eines der schönsten Naturerlebnisse in meinem Arbeitsalltag", berichtet Revierförster Sebastian Neubauer, der den großen Staatswaldkomplex östlich von Kempten betreut. Umso stolzer ist der Förster über die beiden großen Horste, welche die Schwarzstörche in seinem Revier gebaut haben. Das Schwarzstorchpaar kehrt jedes Jahr wieder an denselben Horst zurück, um ihn auszubessern, zu erweitern und dann gemeinsam die Brut aufzuziehen. Über die Jahre kommen da schnell einige Hundert Kilogramm an Nistmaterial zusammen. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Stürme den Horsten stark zusetzen können. "Auch das Abrutschen der Horste von den tragenden Ästen kann den Bruterfolg der Schwarzstörche gefährden", so Förster Neubauer weiter.

    Um die Population von Schwarzstörchen im Kempter Wald zu sichern und ein ausreichendes Monitoring über den Bruterfolg sicherzustellen, arbeiten die Bayerischen Staatsforsten bereits seit vielen Jahren sehr eng mit den Experten der AG Schwarzstorchschutz des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) zusammen. Den Fortbestand der Horste zu sichern hat dabei oberste Priorität. Deshalb werden gelegentlich Kunsthorste auf den tradierten Brutbäumen installiert.

    Auch in diesem Tagen wurde wieder ein solcher Kunsthorst durch Spezialisten an einer alten Kiefer angebracht, da das Naturnest nach den schweren Stürmen instabil geworden war. Harald Farkaschovsky von der AG Schwarzstorchschutz erklärt, "künstliche Plattformen für den Waldstorch sind sehr effektive Schutzmaßnahmen, um absturzgefährdete oder heruntergefallene Naturhorste zu ersetzen".

    Dabei sind viele Details zu beachten, damit das Storchenpaar im nächsten Jahr das künstlich gebaute Nest wieder annimmt. "Es wird z.B. derselbe Baum für die Holzkonstruktion genutzt, und auch das Nistmaterial muss so angeordnet werden, als wenn es der Storch selber gebaut hätte", erläutert Farkaschovsky. Finanziell gefördert wurde das Projekt durch das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Kempten, welches dankenswerter Weise Gelder aus dem Bereich der besonderen Gemeinwohlleistungen bereitstellte, um dieses Naturschutzprojekt zu unterstützen.

    Ob die Störche ihr neues Zuhause auch annehmen werden, zeigt sich jedoch erst im nächsten Frühjahr. Neubauers Chef, Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting ist zuversichtlich: "Ich denke, dass die Chance für eine erneute Brut auf dieser alten Kiefer nicht schlecht stehen. Zum einen ist das Nahrungsangebot in diesem großen Waldgebiet hervorragend für die Störche, des Weiteren können wir zusammen mit den Experten der AG Schwarzstorchschutz in den letzten Jahren immer wieder beachtliche Erfolge mit den künstlich geschaffenen Horsten vorweisen. Die Zusammenarbeit zwischen uns Naturraummanagern und der AG Schwarzstorchschutz ist im wahrsten Sinne fruchtbar, wenn wir die erfolgreichen Bruten betrachten".

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    news-2422 Mon, 30 Nov 2020 17:07:59 +0100 Ein Hauch von Hochwald am Stadtplatz https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ein-hauch-von-hochwald-am-stadtplatz.html Der große Regener Christbaum kommt diesmal vom Hennenkobel - die Bayerischen Staatsforsten haben ihn gestiftet.

    30. November 2020, Bodenmais - Dicht gewachsen, nicht zu behäbig-breit und trotzdem stattlich: Der Christbaum, der seit dem Dienstag auf dem Stadtplatz in Regen steht, dürfte im langjährigen Vergleich der Stadtplatz-Bäume einen der vorderen Plätze belegen. Da wird es des Kreisstädters Stolz schon verkraften, dass ausgerechnet dieser Baum nicht wie üblich als Spende von einem Gartenbesitzer oder Waldbauern aus dem Stadtgebiet kommt. Sondern aus Zwiesel.

    "In diesem Jahr war nichts Passendes dabei", räumen Bürgermeister Andreas Kroner und Bauhof-Chef Matthias Muhr ein, die sich einige "Kandidaten" im Stadtgebiet angeschaut hatten. Der Ort ist freilich anspruchsvoll: Der weiträumige Stadtplatz verlangt schon eine gewisse optische Wucht, soll der Baum nicht kläglich aussehen.

    In seiner ersten Vorweihnachtszeit auf dem Chefsessel im Rathaus wollte Kroner keine riskanten Kompromisse und keine spöttischen Kommentare. Und so ging er auf Nummer sicher und nahm Kontakt zu Jürgen Völkl auf, Leiter des Forstbetrieb der Bayerischen Staatsforsten in Bodenmais und als solcher mit einer schönen Auswahl an geeigneten Tannen gesegnet. Völkl wusste Rat und bat die Regener Christbaum-Findungsgruppe um Bürgermeister Kroner und Bauhofchef Muhr in einen Altholzbestand am Hennenkobel bei Rabenstein, wo derzeit Holzarbeiten laufen. "War gar ned so leicht", sagt Muhr, denn die Entscheidung unter mehreren gutgewachsenen Bäumen überließ der Forstbetriebschef den Regenern. Auf etwa 40 bis 45 Jahre schätzt Völkl die gewählte Tanne, die Äste bis zum Boden hat. "Man schaut schon, dass so ein Baum nahe an der Forststraße steht", sagt er zur "Christbaum-Ernte." Denn anders als bei der forstlichen Holzernte kann der Baum ja nicht Hunderte von Metern durch den Wald geschleift werden, die Äste würden abbrechen.

    Mit einem Kran-Lastwagen der Zimmerei Ernst brachten die Bauhofleute Matthias Muhr, Martin Moser und Stefan Weikl den Baum nach Regen. Am Mittwoch werden die Lichterketten und ein neu angefertigter Stern die Tanne in einen Weihnachtsbaum verwandeln.

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    news-2421 Mon, 30 Nov 2020 16:42:00 +0100 Frische Kräfte für den Frankenwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/frische-kraefte-fuer-den-frankenwald.html 30. November 2020, Rothenkirchen - Weitere Verstärkung beim Aufbau des Zukunftswaldes: Der erste Ausbildungsjahrgang der Bayerischen Staatsforsten (BaySF) im Forstbetrieb Rothenkirchen hat erfolgreich seine Prüfung abgelegt. Jetzt gibt es vier neue Forstwirte in der Region. Und der Nachwuchs wartet schon.

    Im Jahr 2017 erhielt der Frankenwald die Auszeichnung "Waldgebiet des Jahres". Neben der Einzigartigkeit der Waldregion wurde der Titel auch für die enge Verbindung der örtlichen Bevölkerung mit ihrem Wald vergeben. Der Forstbetrieb Rothenkirchen nahm im selben Jahr die Ausbildung von Forstwirten auf mit dem Ziel, auch für den Bereich der Forstbetriebe Coburg und Nordhalben diesem Berufsstand qualifizierten Nachwuchs für die kommenden Jahrzehnte zu sichern. Dass in den Landkreisen Coburg, Lichtenfels, Kronach und Hof dafür dringender Bedarf besteht, haben die vergangenen drei Hitzesommer mit ihren Folgen für den Wald bereits deutlich gezeigt.

    Nach drei Jahren Lehrzeit im Staatswald haben jetzt die frischgebackenen Forstwirte ihre Ausbildung abgeschlossen und verstärken im gesamten Bereich die Arbeit für den Wald: Paul Schröder aus Lautertal wird überwiegend im Staatswald des Forstbetriebes Coburg tätig sein, Randy Geyer aus Küps im Forstbetrieb Rothenkirchen und Julian Schubert aus Marktrodach im Forstbetrieb Nordhalben. Max Mantel aus Zettlitz wechselt von den Bayerischen Staatsforsten zur Stadt Burgkunstadt, wo er sich um die städtischen Waldungen kümmert.

    Die Aussicht auf eine heimatnahe berufliche Tätigkeit und die Aussicht, an der Zukunft des heimischen Waldes mitarbeiten zu können, hält die Anzahl der Bewerbungen aus der Region um einen Ausbildungsplatz in Rothenkirchen konstant hoch. Zur Freude von Ausbildungsmeister Matthias Lindig und Ausbildungsleiter Stefan Wittenberg. Sie werden mit abwechslungsreichen Lehrinhalten im Staatswald zwischen Rennsteig und Obermain, ergänzt durch Lehrgänge am Bildungszentrum der Bayerischen Staatsforsten in Buchenbühl, dafür sorgen, dass auch in den kommenden Jahren in jedem Jahr zwischen zwei und vier junge Forstwirte ihren Dienst für den Wald in der Region aufnehmen können. Für Arbeit ist in Zeiten des Klimawandels reichlich gesorgt.

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    news-2420 Mon, 30 Nov 2020 14:10:21 +0100 Heimische Bäume stehen für Qualität und Frische https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/heimische-baeume-stehen-fuer-qualitaet-und-frische.html Michaela Kaniber eröffnet die bayerische Christbaumsaison

    27. November 2020, München - Zum Start der Bayerischen Christbaumsaison hat Forstministerin Michaela Kaniber die Verbraucher zum Kauf heimischer Bäume aufgerufen. "Mit einem regionalen Christbaum bringen wir ein Stück Heimat und damit auch Wohlbefinden in unsere Wohnzimmer", so die Ministerin. Aufgrund der Corona-Epidemie hat sie heuer erstmals nicht selbst in einer Plantage zur Säge gegriffen, sondern die Saison im Münchner Ministerium eröffnet. "So vieles ist in diesen Tagen leider anders als gewohnt. Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit hätten wir alle uns auf Momente der Besinnlichkeit und der Begegnung, auf liebgewonnene Rituale gefreut", sagte Michaela Kaniber. Der festlich geschmückte Baum im Foyer kommt von der Waldbesitzervereinigung Wasserburg-Haag und stand in einem Wald bei Eichenau. Zusammen mit den Bäumen im Schmuckhof und ihrem Amtszimmer, die vom Hallertauer Christbaumhof und dem Wasserburger Forstbetrieb stammen, wird er dem Ministerium in den nächsten Wochen einen weihnachtlichen Glanz verleihen.

    Heimische Christbäume erfreuen sich seit einigen Jahren immer größerer Beliebtheit. Neben der hohen Qualität und Frische, sind die Stärkung der regionalen Wertschöpfung und die Vermeidung umweltbelastender Ferntransporte weitere starke Vorteile. Der heimische Baum ist leicht zu erkennen: er trägt eine Banderole mit einem stilisierten Weihnachtsbaum mit der Aufschrift "Bayerischer Christbaum" des Vereins Bayerische Christbaumanbauer, die für Herkunft und Frische steht. Zusätzlich gibt es auch dieses Jahr wieder Bäume mit dem Siegel "Geprüfte Qualität - Bayern", das zusätzliche und strengere Produktionsstandards garantiert. So werden diese Bäume nicht vor dem 10. November geschnitten und in den letzten drei Jahren nicht mit Pflanzenschutzmittel behandelt.

    Im Freistaat werden jedes Jahr rund vier Millionen Christbäume verkauft, die meisten stammen aus eigens dafür angelegten Kulturen. Seit vielen Jahren ist die Nordmanntanne der mit Abstand beliebteste Baum, gefolgt von der Blaufichte. Der Preis bleibt mit 18 bis 25 Euro pro Meter Nordmanntanne auf dem Niveau des Vorjahres.

    Informationen rund um den bayerischen Christbaum und eine digitale Karte mit Anbaubetrieben aus der Region gibt es hier. Mehr zur "Geprüften Qualität Bayern" finden Sie hier.

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    news-2419 Thu, 26 Nov 2020 15:50:03 +0100 Weihnachtsfreude für Berlin https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/weihnachtsfreude-fuer-berlin.html Weißtanne aus dem Fichtelgebirge schmückt die Bayerische Landesvertretung beim Bund

    26. November 2020, Fichtelberg - Von den Höhen des Fichtelgebirges kommt in diesem Jahr der Christbaum, der in der Adventszeit die Bayerische Landesvertretung in Berlin schmückt. Dieser Tage wurde er von Mitarbeitern der Bayerischen Staatsforsten am Schneeberg-Höhenzug ausgewählt, gefällt und auf die Reise in die Bundeshauptstadt geschickt.

    Wieder macht sich eine Tanne aus dem Forstbetrieb Fichtelberg auf den Weg, um an prominenter Stelle Weihnachtsstimmung zu verbreiten und ein bisschen Werbung für das Fichtelgebirge zu machen. Ziel der Reise ist Berlin. Dort soll die Weißtanne die Vertretung des Freistaats Bayern beim Bund schmücken. Schon seit vielen Jahren ist es Tradition, dass die Bayerischen Staatsforsten dafür einen Baum zur Verfügung stellen. In diesem Jahr wurde eine Fichtelgebirgstanne dafür auserkoren.

    Ursprünglich war geplant, drei Christbäume aus dem Forstbetrieb Fichtelberg nach Berlin zu schicken. Wegen der Corona-Pandemie mussten die meisten derartigen Aktionen abgesagt werden. Und auch dieser Baum wird leider ohne offizielle Feierlichkeit an die Bayerische Landesvertretung übergeben.

    Bewährter Christbaum-Sucher ist Förster Bernhard Kraus, der ein gutes Gespür für schöne Weihnachtsbäume hat und schon seit vielen Jahren die "prominenten Christbäume" aus dem Fichtelgebirge auswählt. "Meine berufliche Laufbahn als Förster habe ich vor mehr als 25 Jahren hier begonnen. Gut möglich, dass ich die Tanne damals selbst gepflanzt habe," so Bernhard Kraus.

    Hier am Westhang des Schneebergs unweit vom Seehaus auf ca. 900 m Höhe wachsen die Bäume auf Grund des rauen Klimas langsam, müssen sich gegen die Baum-Konkurrenz behaupten und Schnee und Wind trotzen. Dadurch bekommen sie eine dichte, gleichmäßige Benadelung.

    Ist es nicht ein Frevel, die schöne Tanne als Christbaum zu fällen? "Wir pflanzen mehr als Tausend kleine Tannen-Setzlinge pro Hektar." erklärt Förster Kraus. "Wenn sie zu stattlichen Bäumen herangewachsen sind, werden davon nur einige dutzend Tannen übrig bleiben, die den Fichten- und Buchenwald bereichern und stabilisieren. Deshalb müssen wir bis dahin immer wieder gezielt einzelne Bäume entnehmen, wenn sie zu dicht stehen. Und wenn wir diese als Christbaum nutzen, ist das nicht nur sinnvoll und notwendig, sondern dient auch guten Zwecken, nämlich für das Fichtelgebirge zu werben und den Menschen in der Weihnachtszeit Freude zu bereiten."

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    news-2418 Thu, 26 Nov 2020 15:35:46 +0100 Absterbende Eschen - Verkehrssicherung im Auwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/absterbende-eschen-verkehrssicherung-im-auwald.html 26. November 2020, Freising - In Folge des Eschentriebsterbens, das seit etwa 2009 in der Region grassiert, sind bereits zahlreiche Eschen im Auwald abgestorben und stellen entlang der Hochspannungsleitung, die den Auwald von Ismaning bis nach Freising durchzieht, eine große Gefahr für die Leitung dar. Die Stadtwerke München als Leitungsbetreiber werden einzelne Bäume in Abstimmung mit dem Forstbetrieb aus Gründen der Verkehrssicherung fällen. Die Eschen bleiben als Totholz dauerhaft im Wald liegen.

    Voraussichtlich ab Montag, den 30. November werden die Wege entlang der Stromtrasse abschnittweise kurzzeitig gesperrt. Das übrige Wegenetz ist jedoch ständig frei benutzbar. Wir bitten alle Waldbesucher die Sperrungen zu ihrer eigenen Sicherheit beachten.

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    news-2417 Thu, 26 Nov 2020 14:53:38 +0100 Die Mischung machts: Bayerische Staatsforsten schaffen den Klimawald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/die-mischung-machts.html 26. November 2020, Burglengenfeld - Trüb und mit sieben 7 °C feuchtkühl ist es im Vorderen Bayerischen Wald - ideales Pflanzwetter und eine gute Gelegenheit für Landtagsabgeordneten Alexander Flierl, den Forstbetrieb Burglengenfeld zu besuchen. Denn Flierl will sich direkt an der Basis über den Waldumbau informieren: Was tun die Forstleute, um den immer stärker unter Wetterextremen wie Dürre und Hitze leidenden Wald für den Klimawandel zu wappnen?

    Ein Quadratkilometer neuer Wald pro Jahr

    "Unser reguläres alljährliches Pflanzprogramm umfasst 95 Hektar - wir sind damit bayernweit Spitze unter allen Forstbetrieben. Heuer pflanzen wir zusätzlich weitere 6 Hektar Klimawaldkulturen mit Baumarten, die besonders an wärmere und trockenere Verhältnisse angepasst sind", erläutert Hans Mages, Leiter des Forstbetriebs Burglengenfeld. Der Forstbetrieb setzt jetzt im Herbst und im nächsten Frühjahr rund 300.000 Pflanzen, vor allem Buchen, Tannen, sogenannte Edellaubbäume wie Berg- und Spitzahorn, Flatterulme und Elsbeere sowie Eichen und Douglasien. "Zusätzlich haben wir heuer die reichliche Eichenmast genutzt und über 30 Hektar neue Eichenbestände durch Saat geschaffen. Dafür wurden mehr als 15 Tonnen Eicheln ausgesät. Insgesamt gibt das eine neue Waldfläche von gut einem Quadratkilometer oder mehr als 150 Fußballfeldern" so Mages. Eine Leitlinie ist dabei das Vier-Baumarten-Konzept der Bayerischen Staatsforsten, wonach alle Waldbeständen aus mindestens vier Baumarten bestehen sollen, um einen möglichst stabilen und zukunftsfähigen Mischwald zu gewährleisten.

    Bayernweit pflanzen die Bayerischen Staatsforsten zusätzlich zu den "normalen" fünf Millionen Setzlingen eine Million weitere Forstpflanzen, um die Wälder vielfältig, gemischt und zukunftssicher zu machen. Der Bayerische Landtag stellt den Bayerischen Staatsforsten für dieses "Sonderprojekt Klimawald" auch zusätzliches Geld zur Verfügung. Der Zeitpunkt für Flierls Besuch ist gut gewählt: "Vor wenigen Tagen erst wurden die Ergebnisse der Waldzustandserhebung veröffentlicht. Diese belegen, wie der Wald unter den extremen Witterungsbedingungen der letzten Jahre gelitten hat. Umso wichtiger ist, dass wir den Waldumbau jetzt mit den zusätzlichen Klimawaldkulturen nochmals intensivieren und beschleunigen" lobt der Landtagsabgeordnete das Engagement der Bayerischen Staatsforsten.

    Auch ganz neue Baumarten testen

    Vorrang beim Waldumbau hat die Anreicherung von Nadelwäldern mit bewährten heimischen Mischbaumarten. Die letzten drei Sommer haben aber gezeigt, dass auch als sehr klimatolerant geltende Baumarten wie etwa die heimische Buche oder die robuste Kiefer an ihre Grenzen gelangen und zunehmend Schäden zeigen. "Wir müssen daher bereits jetzt auch Baumarten testen, die aus Regionen mit einem Klima kommen, auf das wir uns langfristig in Mitteleuropa einstellen müssen" erläutert Mages. Ein Beispiel sei die Atlaszeder, eine Nadelbaumart aus den Gebirgen Nordwestafrikas. Sie kommt mit Trockenheit gut zurecht, erträgt sowohl Sommerhitze als auch kalte Winter und hat ein wertvolles, vielseitig verwendbares Holz. In sogenannten Praxisanbauversuchen werden in ganz Bayern kleine Zedern-Setzlinge gepflanzt, um zu erproben, wie sie mit den hiesigen Verhältnissen zurechtkommen. "Das geschieht auf sehr begrenzter Fläche und unter wissenschaftlicher Begleitung. Entscheidend ist dabei, dass hochwertiges Saatgut der richtigen Herkunft verwendet wird" betont der Forstbetriebsleiter.

    Alexander Flierl nimmt auf einer solchen Versuchsfläche bei Maxhütte-Haidhof selbst die Pflanzhaue in die Hand, setzt gekonnt einige kleine Zedern und meint: "Hoffen wir, dass die Zedern sich als zusätzliche Mischbaumart für den Zukunftswald bewähren und uns helfen, die Herausforderungen des Klimawandels zu meistern".

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    news-2416 Wed, 25 Nov 2020 13:45:59 +0100 Biber – des einen Freud, des anderen Leid https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/biber-der-einen-freud-des-anderen-leid.html Nach der Wiedereinbürgerung Ende der siebziger Jahre breitete sich Europas größtes Nagetier in Bayern erst langsam, dann immer schneller aus. Inzwischen ist der Biber flächendeckend vorhanden. Die Bayerischen Staatsforsten nehmen auf ihren Flächen Biberschäden normalerweise in Kauf. Doch im Einzelfall muss auch eingegriffen werden.

    25. November 2020, Sonthofen - "Im Revier Sulzschneider Wald des Forstbetriebs Sonthofen steht Biberberater Fritz Ebelt mit Rat und Tat zur Seite und mit seiner Hilfe konnten schon manche Probleme gelöst oder entschärft werden", bedankt sich Revierleiter Jürgen Sander, der den Staatswald im Sulzschneider Wald pflegt.

    Auch hier richtete der Biber erhebliche Schäden an. So verstopfte ein Biber einen massiven Wasserdurchlass mit mehrere Tonnen Gewicht. Der wurde nach einem Starkregen unterspült und ca.15 Meter bachabwärts geschwemmt. Danach baute der Biber an dieser Stelle einen Damm, den er laufend erhöhte und so weite Waldteile und eine Zufahrt unter Wasser setzte. Nachdem sich die Biberburg im Staubereich befindet, wurde beschlossen, im Damm eine Niveauregulierung einzubauen. Damit wird die Höhe des Wasserspiegels begrenzt, ohne den Eingang zur Burg freizulegen. Der Zugang muss unter Wasser liegen, denn sonst könnten Fuchs und Dachs in die Wohnhöhle eindringen.

    "Ein langes Stahlrohr mit 40 cm Durchmesser wurde so in die Dammkrone gesetzt, dass der Abfluss den maximalen Pegel des Staus begrenzt. Das Rohr ragt tief bis an den Grund der Wasserfläche hinein und es wird sich zeigen, ob die Tiere das weit vor dem Damm ablaufende Wasser bemerken. Bisher ist es nicht der Fall", beschreibt Förster Jürgen Sander die Maßnahmen. Einen positiven Nebeneffekt bietet die Maßnahme außerdem für den Hochwasserschutz: Nachdem der Biber den Damm weiterhin erhöht, staut das so vom Biber geschaffene Rückhaltebecken bei Starkregen Wasser auf. Das fließt dann verzögert und durch den Durchmesser des Rohres begrenzt langsam ab.

    "Grundsätzlich akzeptieren wir das Wirken der Biber bei uns. Sie sind ja Teil der Natur und schaffen mit ihren Bauwerken auch tolle Biotope für viele andere Tier- und Pflanzenarten - meist wesentlich besser als menschliche Biotopgestalter. Circa 30 Hektar neue Wasserflächen hat er bei uns schon geschaffen", erklärt Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting. "Wir müssen Ort und Wirkung der Biber immer zusammen mit den Naturschutzbehörden abwägen, denn auch im Wald kann der Biber Schäden anrichten. Neben den Schäden am Wegenetz sind die mühsam eingebrachten Laubhölzer und Weißtannen schmackhafter als die Fichten. Wenn wir einen Klimawald begründen, wollen wir nicht, dass Biber diesen wieder zu einem reinen Fichtenwald zurückfressen", gibt der Sonthofener Forstbetriebsleiter Jann Oetting zu bedenken.

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    news-2415 Mon, 23 Nov 2020 16:11:39 +0100 Stille Wälder®: Neuer Naturfriedhof im Markt Schnaittach in der Metropolregion Nürnberg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/stille-waelder-neuer-naturfriedhof-im-markt-schnaittach-in-der-metropolregion-nuernberg.html Letzte Ruhe im Grünen

    In der Gemeinde Markt Schnaittach wird im Bereich der Windburg oberhalb von Osternohe der zweite Naturfriedhof der Bayerischen Staatsforsten entstehen. Der Markt Schnaittach und die Bayerischen Staatsforsten haben dazu eine entsprechende Vereinbarung geschlossen. Die Eröffnung des ersten Naturfriedhofes der Bayerischen Staatsforsten in der Metropolregion Nürnberg soll schon im nächsten Jahr stattfinden.

    23. November 2020, Schnaittach - Die letzte Ruhe in der Natur: Immer mehr Menschen wünschen sich nachdem Tod eine Ruhestätte im Grünen. Künftig wird genau das im Markt Schnaittach möglich sein. Im Staatswald „Königsholz“ an der Ortsverbindungsstraße von Osternohe nach Entmersberg wird schon bald ein Naturfriedhof entstehen. Der Bürgermeister des Marktes Schnaittach, Frank Pitterlein, betont: „Wir freuen uns, dass der Markt Schnaittach Vorreiter für die Region ist. Die Fläche nahe der Windburg ist ein absolutes Idyll und wird durch das Projekt „Stille Wälder®“ aufgewertet und dauerhaft erhalten. Dieser wunderbare Wald in herrlicher Natur wird damit ganzjährig allen Besuchern in besonderer Weise zugänglich gemacht.

    "Die Kooperationsvereinbarung hat der Markt Schnaittach mit den Bayerischen Staatsforsten geschlossen, diese werden den Naturfriedhof unter der Bezeichnung „Stiller Wald Königsholz" betreiben. Der Markt Schnaittach und die Bayerischen Staatsforsten werden nun die planungs- und genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen für den Naturfriedhof schaffen. Für den Vertreter der Staatsforsten, Bernd Vetter, bildet die Kooperation mit dem Markt Schnaittach den Auftakt für ein besonderes Projekt: „Wir folgen hier einem Trend, der sich in den letzten Jahren verstärkt hat. Immer mehr Menschen wollen in der Natur beigesetzt werden. Diese Möglichkeit schaffen wir jetzt auch in dieser schönen Region.

    “In den Naturfriedhöfen der Bayerischen Staatsforsten wird die Asche Verstorbener in biologisch abbaubaren Urnen aus heimischem Holz beigesetzt. Die Waldflächen bleiben in ihrer Natürlichkeit erhalten, die Grabpflege übernimmt die Natur.

    Im Markt Schnaittach wird die naturbelassene Naturfriedhofsfläche mit einem Andachtsplatz, Ruhebänken und zwei kleinen Parkplätzen ausgestattet. Diese Einrichtungen stehen den Angehörigen ebenso wie allen anderen Waldbesuchern ganzjährig während der Öffnungszeiten zur Verfügung.

    Weitere Informationen zu den Naturfriedhöfen der Bayerischen Staatsforsten finden Sie auf der Homepage www.stillewaelder.de.

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    news-2414 Fri, 20 Nov 2020 09:04:13 +0100 40 Jahre, 50 Lehrlinge und 4 Neue am Forstbetrieb Bodenmais https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/40-jahre-50-lehrlinge-und-4-neue-am-forstbetrieb-bodenmais.html Forstbetrieb gratuliert Meister zum 40. Arbeitsjubiläum und begrüßt die neuen Waldarbeiter.

    19. November 2020, Bodenmais - "40 Jahre bin ich beim Forstamt bzw. Forstbetrieb Bodenmais tätig", sagt Forstwirtschaftsmeister Paul Hilgart, "und seit 1993 habe ich 50 Lehrlinge ausgebildet, und deswegen freut es mich ganz besonders, dass wir heute praktisch für jedes Jahrzehnt meiner Arbeit einen meiner Lehrlinge als neue Forstwirte begrüßen dürfen!"

    Corona-gerecht im Freien und mit Abstand hat deshalb Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl an Paul Hilgart die Ehrenurkunde der Staatsregierung zum 40-jähigen Arbeitsjubiläum überreicht, und gleichzeitig konnte er die "Neuen Vier" herzlich willkommen heißen.

    Schon seit dem letzten Jahr sind vom damaligen Prüfungsjahrgang die zwei "Maxn", Max Stoiber (20) aus Arnbruck und Max Plötz (19) aus Lam dabei, am 01.10.2020 sind Martin Weiderer (18) aus Zwiesel und Michael Wirth (31) aus Regen/Schweinhütt dazu gestoßen. Max Stoiber arbeitet "heimatnah" - mit der Rotte von Vorarbeiter Martin Geiger ist er schwerpunktmäßig in den Bereichen Bodenmais/Drachselsried/Arnbruck unterwegs.

    Max Plötz, Martin Weiderer und Michael Wirth sind die "komplett neue Rotte" im Bereich Rabenstein. Dazu Vorarbeiter Michael Wirth: "Ich bin ein Spätberufener - nach zwölf Jahren als Bundeswehrsoldat im In- und Auslandseinsatz reifte in mir der Entschluss, den Forstwirtsberuf zu ergreifen. Nach allem, was ich bisher schon erlebt habe, ist dies mein Traumberuf!", sagt er begeistert, "und deshalb habe ich keine Sekunde gezögert, als mich die Betriebsleitung gefragt hat, ob ich als Vorarbeiter zur Verfügung stehe."

    Die drei arbeiten gerade im Revier Rabenstein in einem Starkholzhieb über Naturverjüngung. Max Stoiber war aktuell (gottseidank nur!) in Quarantäne und konnte deshalb beim Temin nicht dabei sein.

    "Große alte Bäume für starke junge Männer", sagt der Chef, "das ist genau das Richtige, da können die drei alles zeigen, was sie bei Paul Hilgart erlernt haben und dass sie als Forstwirte den schönsten Arbeitsplatz der Welt haben - den Wald!"

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    news-2413 Thu, 19 Nov 2020 11:29:07 +0100 Verkehrssicherung an Straßen im Forstrevier Taubenbach https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/verkehrssicherungsmassnahmen-an-strassen-im-forstrevier-taubenbach.html Forstbetrieb Burglengenfeld beseitigt Gefahrenstellen

    17. November 2020, Burglengenfeld - Der Forstbetrieb Burglengenfeld, Bayerische Staatsforsten, führt derzeit Sicherungsmaßnahmen an der Gemeindeverbindungsstraße Rieden - Taubenbach, der Taubenbachtal-Straße und am sogenannten Eschendreieck durch, um Gefahrenstellen für den Verkehr zu beseitigen. Aus Sicherheitsgründen werden die Straßen während der Dauer der Holzerntearbeiten gesperrt und der Verkehr umgeleitet.

    Die Maßnahmen dienen der Verkehrssicherung. "Wir entnehmen kranke und absterbende Bäume entlang der Straße, von denen eine konkrete Gefahr ausgeht: Bei Sturm, schwerem Nassschnee aber auch ohne äußere Einwirkung drohen hier morsche Äste oder ganze Bäume auf die Straße zu stürzen", so Forstbetriebsleiter Hans Mages. Betroffen sind vor allem von einer neuartigen Pilzerkrankung, dem Eschentriebsterben, befallene Eschen sowie ältere Rotbuchen, die aufgrund der extremen Hitze und Trockenheit der letzten drei Sommer stark geschädigt sind. Einige dieser Bäume zeigen schon deutliche Anzeichen von fortgeschrittenen Holzzersetzung: Tote Äste, Risse und Pilze am Stamm und von Spechten gezimmerte Höhlen.

    Solche für den Natur- und Artenschutz sehr wichtige Biotopbäume stehen bei den Bayerischen Staatsforsten sonst gänzlich unter Schutz. "In diesem Fall hier hat aber die Sicherheit Vorrang. Muss ein besonders wertvoller oder alter und starker "Methusalem-Baum" weichen, schneiden wir ihn nur um und überlassen ihn der Natur, damit er als sogenanntes Biotopholz weiterhin als Heimstatt für Tiere, Pflanzen und Pilze erhalten bleibt" erläutert Mages. Die Maßnahmen wurden mit der Forst- und Naturschutzbehörde, dem Naturpark Hirschwald und dem Markt Rieden abgestimmt. Als Nebeneffekt erhalten die zahlreich nachwachsenden Jungbäume mehr Licht und Raum, sodass sich langfristig entlang der Straßen ein stabiler und strukturreicher Waldrand aus verschiedenen Baumarten entwickeln kann.

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    news-2412 Thu, 19 Nov 2020 11:06:48 +0100 Spitzenhölzer aus bayerischen Wäldern https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/spitzenhoelzer-aus-bayerischen-waeldern.html Wertvolles Nadelholz für Holzkäufer aus ganz Europa

    17. November 2020, Fichtelberg - Betriebe der Bayerischen Staatsforsten und private Waldbesitzer aus der Region locken mit Nadelwertholz zahlreiche Besucher und Holzkäufer auf den Wertholzplatz in der Nähe von Himmelkron.

    Auch in diesem Jahr präsentieren die nordostbayerische Forstbetriebe der Bayerischen Staatsforsten und private Waldbesitzer aus der Region rund 1.600 m³ besonders wertvolle Nadelholzstämme aus heimischen Wäldern für die alljährliche Wertholzsubmission.

    "Seit 25 Jahren bieten wir bei dieser Veranstaltung wertvolles Holz aus der Region für ganz spezielle Verwendungszwecke an" erläutert Winfried Pfahler, Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg den Hintergrund für die Submission, eine Art schriftliche Versteigerung. In seiner früheren Funktion als überregionaler Holzverkäufer der Bayerischen Staatsforsten organisierte er viele Jahre die Veranstaltung. "Interessiert an diesen Hölzern sind vor allem Schreinereien, Furnierwerke, Instrumentenbauer und andere hochspezialisierte Holzkunden aus ganz Europa."

    Der Forstbetrieb Fichtelberg steuert 135 Stämme mit einem Volumen von knapp 170 Festmetern zu dieser besonderen Art der Versteigerung bei, darunter Lärchen aus dem Bereich der Kösseine und Douglasien aus dem Raum Warmensteinach.

    Bis Anfang Dezember können Besucher und mögliche Käufer die aufbereiteten Stämme, sogenannte Blochhölzer, auf dem Wertholzplatz an der B 303 in Himmelkron, nahe der A 9 - Ausfahrt Bad Berneck/ Himmelkron begutachten. Auf der Homepage der Bayerischen Staatsforsten steht unter der Rubrik Holzverkauf die aktuelle Liste der angebotenen Stämme zum Download bereit. Käufer senden ihre schriftlichen Angebote an den Forstbetrieb Fichtelberg. Dort werden sie am 2. Dezember ausgewertet. Der Zuschlag geht an den Höchstbietenden des jeweiligen Stammes.

    "Aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre heraus erwarten wir Holzpreise von deutlich über 180 € pro Festmeter, schätzt Winfried Pfahler. "Für schöne Lärchenstämme investieren die Käufer teilweise über 400,- € pro Festmeter".

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    news-2411 Thu, 19 Nov 2020 10:19:14 +0100 Mit Försterin und Förster unterwegs im Steigerwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/mit-foersterin-und-foerster-unterwegs-im-steigerwald.html Die Bayerischen Staatsforsten informieren vor Ort

    19. November 2020, Ebrach - Nach den Corona-bedingten Ausfällen der Waldbesichtigungen, laden die Försterinnen und Förster des Forstbetriebs Ebrach wieder zu Informationen vor Ort ein. Die Teilnehmer können sich aus erster Hand über die nachhaltige und schonende Bewirtschaftung der Staatswälder im Steigerwald informieren. Die Veranstaltungen finden von April bis Oktober abwechselnd in allen Forstrevieren des Forstbetriebs Ebrach statt (siehe Programm 2021). 

    Die Waldführungen finden bei jedem Wetter statt, weshalb wetterfeste Kleidung und stabiles Schuhwerk empfohlen werden. Es wird gebeten, die aktuell bestehenden Hygienebestimmungen wie Einhalten eines Abstands von 1,5 Metern zu beachten. Zur Erfassung der Teilnehmerdaten bitten wir um Anmeldung beim Forstbetrieb.

    Hier finden Sie weitere Informationen zu Treffpunkten der einzelnen Waldführungen sowie eine Anfahrtsskizze.

    Die Bayerischen Staatsforsten freuen sich über Ihre Anmeldung und Ihren Besuch. Alle Kontaktdaten finden Sie auf der Seite des Forstbetriebs Ebrach.

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    news-2410 Wed, 18 Nov 2020 10:01:45 +0100 Vorstandsvorsitzender Neumeyer: Deutliche Worte auf Rohstoffgipfel der Säge- und Holzindustrie https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/baysf-vorstandsvorsitzender-neumeyer-warnt-vor-dramatischen-folgen-der-holzmarktkrise-und-setzt-auf-faire-partnerschaften-zwischen-forst-und-holzverbrauchern.html Martin Neumeyer warnt vor dramatischen Folgen der Holzmarktkrise und setzt auf faire Partnerschaften zwischen Forst und Holzverbrauchern. Deutliche Worte auf Rohstoffgipfel der Säge- und Holzindustrie | Videobotschaft

    18. November 2020, Regensburg - Martin Neumeyer, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten, hat in seinem Grußwort beim AGR-Rohstoffgipfel 2020, dem Kongress der Säge- und Holzindustrie, deutlich gemacht, dass ein weiter anhaltendes wirtschaftliches Ungleichgewicht zwischen Forstseite und Holzverarbeitern dazu führen kann, dass die Forstwirtschaft und somit die regionale und nachhaltige Versorgung der Gesellschaft mit Holz auf dem Spiel stehen.  Die anhaltend dramatische Lage der Forstbetriebe könne nicht im Sinn der Säger, Holzkunden und Holzverbraucher sein. Säger und Holzkunden brauchen eine leistungsfähige und lebensfähige Forstwirtschaft, wie auch die Forstseite verlässliche, starke Partner auf der Holzseite braucht.

    Hier geht's zur Videobotschaft!

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    news-2409 Tue, 17 Nov 2020 07:56:08 +0100 Saatguternte im Staatswald – Wenn der Klimawald an den Bäumen hängt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/saatguternte-im-staatswald-wenn-der-klimawald-an-den-baeumen-haengt.html Trockenheit, Stürme und Schädlinge setzen den Wäldern Bayerns immer stärker zu. Um den Gefahren für den Wald entgegenzuwirken, werden die Bayerischen Staatswälder in klimastabile und strukturreiche Mischwälder umgebaut. In den Saatgutbeständen des Forstbetriebs Weißenhorn wird der Grundstein für den zukünftigen Klimawald gewonnen. In diesem Jahr mit einem sehr guten Ergebnis.

    17. November 2020 - In den vergangenen Wochen konnten aufmerksame Waldbesucher im herbstlichen Buchenwald bei Elchingen grüne Netze am Boden entdecken. Im Staatswald bedeutet das Erntezeit. Auch in diesem Jahr hat der Forstbetreib Weißenhorn wieder einen Teil seiner eigenen Saatgutbestände beerntet. In einem 125 Jahre alten Buchenwald im Forstrevier Kissendorf im Landkreis Neu-Ulm konnten dieses Jahr Rund 7.100 Kilo Bucheckern geerntet werden. Johanna Gierth, Leiterin des Reviers, ist mit dem Ergebnis der Ernte sehr zu frieden. Forstunternehmer Stölting, der den Bestand im Auftrag der Bayerischen Staatsforsten beerntet hat, ist ebenfalls begeistert. Als Unternehmer für Saatguternten ist er bereits seit 30 Jahren in ganz Deutschland unterwegs. Ihm sind nur wenige Ernten bekannt, bei denen ein so gutes Ergebnis erzielt wurde.

    Nicht nur am Forstbetrieb Weißenhorn, sondern bayernweit trugen dieses Jahr die Eichen und Buchen sehr viele Früchte. In Forstkreisen spricht man von Mastjahren. Der Begriff Mast hat seinen Ursprung aus Zeiten der Hutewälder, als die Schweine zum Mästen in den Wald getrieben wurden.

    Im Oktober und November fallen die vielen Früchte zu Boden. Die Bucheckern landen mit Blättern und Fruchthüllen in den auffällig grünen Netzen, die einige Wochen zuvor unter den Bäumen ausgelegt wurden. Nachdem die Bucheckern und das Laub maschinell voneinander getrennt wurden, wird das gereinigte Saatgut in Säcke verpackt und anschließend für den Abtransport in den hauseigenen Pflanzgarten der Bayerischen Staatsforsten nach Laufen vorbereitet. Hier wird das gewonnene Saatgut aufbereitet und für die An- und Nachzucht von Forstpflanzen verwendet. Insgesamt fielen diesen Herbst im Forstbetrieb Weißenhorn knapp 10,4 Tonnen Buchensaatgut an. Aus einem Kilo Bucheckern können ca. 800 bis 1.000 Bäume gezogen werden.

    Geerntet werden darf nur in "zugelassenen Saatgutbeständen". Die Mutterbäume müssen gesetzlich festgelegte Kriterien wie eine hohe Stabilität, ein gutes Wachstum oder eine gute Anpassungsfähigkeit erfüllen. Im Wald wird noch ein genetischer Fingerabdruck der Samen genommen. So lässt sich später genau nachverfolgen, wo das jeweilige Saatgut herkommt. Es besitzt dann ein sogenanntes ZÜF-Zertifikat (Zertifizierung für überprüfbare forstliche Herkunft). Im Forstbetrieb Weißenhorn gibt es insgesamt 1.500 Hektar zugelassene Saatgutbestände für 14 verschiedene Baumarten - neben Buche vor allem auch für Eiche, Ahorn und Linde.

    Um die Herausforderungen der Klimaveränderung zu meistern, haben die Bayerischen Staatsforsten das Ziel, einen stabilen und klimatoleranten Mischwald zu schaffen. Ein wichtiger Baustein für die Verjüngung des Waldes ist das Saatgut der Bäume, als Grundlage für die nächste Waldgeneration. Im Bereich des Forstbetriebs verjüngt sich der Wald überwiegend selbst, das heißt auf natürliche Weise durch herabgefallende und anfliegende Samen oder Hähersaat. Um in Zukunft auf allen Flächen eine Baumartenvielfalt zu erhalten, ist es dennoch wichtig, die natürliche Verjüngung mit klimatoleranten Mischbaumarten für den zukünftigen Klimawald zu ergänzen. Dazu werden im Forstbetrieb jedes Jahr rund 30 Hektar neu gepflanzt, insbesondere Laubbäume wie Buche und Eiche, aber auch Tanne und Douglasie. Die dafür nötigen Pflanzen bezieht der Forstbetrieb aus dem hauseigenen Pflanzgarten in Laufen, der von den Staatswaldbetrieben mit hochwertigem Saatgut versorgt wird.

    Der Forstbetrieb Weißenhorn bewirtschaftet eine Staatswaldfläche von rund 14.500 Hektar Staatswald, im Wesentlichen in den Landkreisen Neu-Ulm, Günzburg und Dillingen. Große zusammenhängende Landwald-Gebiete sind unter anderen der Roggenburger Forst, der Illereicher Wald der Staufener Forst aber auch Staatswälder und um Krumbach und Ettenbeuren. In den historisch bedingt noch vorkommenden nadelholzdominierten Gebieten spielt der Waldumbau hin zu klimastabilen Mischwäldern eine große Rolle. Auch Teile der Donau- und der Iller-Auwälder werden vom Forstbetrieb bewirtschaftet. Hier ist die Bedeutung der Auwaldstrukturen für den Naturschutz sowie für die Erholung hervorzuheben.

    Weitere Informationen zu den Bayerischen Staatsforsten, dem Forstbetrieb Weißenhorn, dem Pflanzgarten in Laufen und zum Thema Waldumbau finden Sie unter:

    https://www.baysf.de/de.html

    https://www.baysf.de/de/ueber-uns/standorte/forstbetriebe/weissenhorn.html

    https://www.baysf.de/de/wald-verstehen/waldumbau.html

    https://www.baysf.de/de/ueber-uns/standorte/forstbetriebe/pflanzgarten.html

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    news-2408 Fri, 13 Nov 2020 13:37:07 +0100 Fleißige Helferlein: Spielerische Wissensvermittlung beim Forstbetrieb Oberammergau https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/fleissige-helferlein.html 13. November 2020, Oberammergau - Vor ein paar Jahren ist die sogenannte "Grainauer Entdeckergruppe" auf die örtliche Revierleiterin zugekommen und hat sich angeboten, ihr im Wald zu helfen. Die Entdeckergruppe besteht aus zwei engagierten Müttern und ca. 15- 20 Kindern zwischen 5 und 10 Jahren. Die Gruppe trifft sich alle 2 Wochen und verbringt den Nachmittag mit basteln, kochen, spielen oder im Wald. Mittlerweile kommt sie einmal jährlich ins Forstrevier Grainau zum Pflanzen, Ausgrasen oder Müll sammeln.

    Da die eigenen Waldarbeiter heuer zeitlich nicht auf allen Flächen den Verbissschutz der Tanne schaffen konnten, wurde um Hilfe bei der "Entdeckergruppe" gebeten. Eine Fläche von 4 Hektar war im Vorjahr schon mit Verbissschutz-Manschetten versehen worden und es ging nun darum, die Tannen wiederzufinden und die Manschetten um den heurigen Jahrestrieb hochzusetzen. Die Kinder fanden die Idee super, aktiv  beim Waldumbau mitzuhelfen. Bei der Flächengröße war Abstand halten (Corona) auch kein Problem und so traf man sich an einem Samstagvormittag. Die "Entdeckergruppe" wurde kurzerhand mit Geschwistern und einer weiteren Gruppe aufgestockt und so stand Revierleiterin Simone Herrmann, überwältigt von so viel Hilfe, mit 25 Kindern, 3 Erwachsenen und einer ehemaligen Praktikantin im Wald. Eine kurze Erklärung, um was es geht und die Wegebeschreibung "wenn wir oben am Weg sind gibt's Würstl" reichte völlig als Einweisung aus. Frei nach dem Motto: "Viele Hände schnelles Ende", war die Aktion schon nach 3 Stunden fertig.

    Die spielerische Weitergabe von Wissen über Wald und Wild und das "selber Machen" hinterlässt oft tiefere Spuren in den Köpfen der Kinder als trockene Informationen aus einem Schulbuch. Nach getaner Arbeit gab es noch eine Brotzeit, die freundlicherweise von Getränke Sprenger und der Höllentalangerhütte gespendet wurden. Tanne gerettet, Kinder stolz auf ihre Arbeit, alles in allem ein gelungener Vormittag für die Kinder und den Bergwald.

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    news-2407 Fri, 13 Nov 2020 09:21:15 +0100 Trockenheit und Hitze setzen Bayerns Wäldern zu https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/trockenheit-und-hitze-setzen-bayerns-waeldern-zu.html Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten

    11. November 2020, München – Die Klimakrise hinterlässt in den bayerischen Wäldern deutliche Spuren. Das geht aus dem aktuellen Waldbericht hervor, den Forstministerin Michaela Kaniber am Mittwoch im Bayerischen Landtag in München vorgestellt hat. „Der Zustand der Waldbäume hat sich 2020 infolge von drei heiß-trockenen Sommern gegenüber dem Vorjahr wie befürchtet weiter verschlechtert. Das zeigt uns deutlich, wie wichtig es ist, unsere Wälder an den Klimawandel anzupassen. Nur wenn wir es schaffen, unsere Wälder mit zukunftsfähigen Baumarten zu verjüngen, stellen wir sicher, dass wir auch künftigen Generationen artenreiche und gemischte Wälder hinterlassen. Unsere Waldumbauoffensive ist ein wichtiger Baustein in unserer Strategie für mehr Klimaschutz“, so die Ministerin.

    Die langanhaltend hohen Temperaturen, verbunden mit geringen Niederschlagsmengen, führten im Vergleich zum Vorjahr zu einem Anstieg des mittleren Nadel- und Blattverlusts aller Baumarten um 3,3 Punkte auf 28,0 Prozent. Am stärksten betroffen ist der trockene Norden, hier liegt der Nadel- und Blattverlust mit 32 Prozent deutlich über dem bayerischen Mittel. Positive Entwicklungen zeigen sich bei der Baumart Eiche. Sie kommt am besten mit der Trockenheit zurecht und ist als heimische Baumart eine wichtige Stütze für den Aufbau klimatoleranter, stabiler und zukunftsfähiger Mischwälder.

    Bei dieser Mammutaufgabe unterstützt der Freistaat die bayerischen Waldbesitzer umfangreich: Allein dieses Jahr stehen für die Waldförderung in Bayern mehr als 80 Millionen Euro an Landes- und Bundesmitteln zur Verfügung – so viel wie nie zuvor. Das im letzten Winter überarbeitete Waldförderprogramm wird der Ministerin zufolge von Bayerns Waldbesitzern in Rekordhöhe nachgefragt. So sollen im Privat- und Körperschaftswald bis zum Jahr 2030 insgesamt 200.000 Hektar Wald klimafest gestaltet werden. Rund 76.000 Hektar wurden bereits geschafft.

    Die Daten zum Waldzustand in Bayern basieren auf einer jährlichen Erhebung durch speziell geschulte Försterinnen und Förster. Sie haben im Sommer die Waldbäume an landesweit 314 Inventurpunkten begutachtet. Den Waldbericht mit den detaillierten Ergebnissen der Erhebung gibt es im Internet unter www.forst.bayern.de.

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    news-2406 Fri, 13 Nov 2020 08:22:20 +0100 Hohe Ansprüche an Forstpflanzen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/hohe-ansprueche-an-forstpflanzen.html 11. November 2020, Sonthofen - Pflanzen für die bayerischen Wälder sind keine Massenware, sondern ein Qualitätsprodukt und eine Investition in die Zukunft. Jährlich werden in den bayerischen Staatswäldern ca. 2.500 Hektar mit jungen Bäumchen neu bepflanzt. "Allein im Forstbetrieb Sonthofen pflanzen wir diesen Herbst 35 Hektar bzw. 90.000 Pflänzchen unterschiedlichster Baumarten. Das muss sorgfältig geplant werden. Die gleiche Sorgfalt muss bei der Pflanzenauswahl getroffen werden, um einen zukunftssicheren Klimawald begründen zu können", so Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting.

    Wer glaubt, eine Forstpflanze sei ein Massenprodukt - wie z.B. alle Jahre die Christbäume in den Discountern, liegt falsch. Zwar werden viele Pflanzen produziert, aber bezogen auf die Qualität der Forstpflanzen werden sehr hohe Ansprüche gestellt. Nicht jeder Betrieb, der Pflanzen aufzieht, ist auch in der Lage Forstpflanzen anzuziehen. Der Gesetzgeber legt hier nämlich einen sehr strengen Qualitätsmaßstab an.

    Im Forstvermehrungsgutgesetz ist detailliert aufgeführt, welche Pflanzen oder Pflanzenteile als forstliches Vermehrungsgut bezeichnet werden dürfen und welche nicht. Nochmal Jann Oetting: "Für uns Förster ist wichtig, in welchem Wuchsgebiet und Wuchsbezirk wir pflanzen wollen. In Bayern gibt es große Unterschiede hinsichtlich Geologie, Höhenlage, Durchschnittstemperaturen und Niederschlägen. Daran haben sich die Waldbäume über viele hundert Jahre angepasst." Seit 1911 sind je nach Wuchsgebiet bestimmte Herkünfte definiert und in der Forstherkunftsgebietsverordnung aufgelistet. Darin ist festgelegt, woher eine Pflanze kommen darf und welchen Anforderungen sie in der Natur an ihrem Wuchsort gewachsen sein muss. Dabei spielt die Genetik eine große Rolle. Förster Markus König, der den Staatswald im Wirlinger Wald betreut, weiß: "Autochthone Pflanzen, also solche, die ohne menschlichen Einfluss immer schon bei uns wuchsen, sind uns hinsichtlich Gesundheit, Stabilität und Leistungsvermögen am liebsten."

    Weil Förster wie Jann Oetting oder Markus König Praktiker sind und keine Genetiker, wurden Systeme geschaffen, die ihnen bei Entscheidungen oder der Arbeit helfen: Um die Tauglichkeit von Pflanzen oder Saatgut langfristig überprüfen und nachweisen zu können, wurde mit Forstbaumschulen auf freiwilliger Basis ein Zertifizierungsring für überprüfbares forstliches Vermehrungsgut - kurz ZüF - ins Leben gerufen. "Bei der Lieferung ziehen wir eine Probe meist von den Knospen und lassen sie analysieren. Die Proben werden mit in einer Datenbank hinterlegten Referenzproben verglichen. So kann genetisch festgestellt werden, ob die Pflanzen tatsächlich von den Bäumen stammen bzw. aus dem Herkunftsgebiet kommen, welches bei der Lieferung angegeben ist", erklärt Revierleiter Markus König.

    Außerdem muss vor Ort im Wald bei der Anlieferung der Pflanzen entschieden werden, ob es sich um ein Qualitätsprodukt handelt oder nicht. König weiter: "Neben Liefermenge, Größe, Gesundheitszustand und der Pflanzenfrische gilt hier ein besonderes Augenmerk der sogenannten Stufigkeit. Diese definiert das Verhältnis von Höhe, Wurzelhalsdurchmesser und Wurzelvolumen zueinander. Dieses Verhältnis muss in sich stimmig sein, damit die Pflanze gut anwachsen kann und Zukunft hat." Größter Wert wird auch auf die Ausformung des Wurzelwerkes gerichtet: Es müssen ausreichend Feinwurzeln vorhanden sein. Denn die gewährleisten die Versorgung der Pflanze mit Wasser und Nährstoffen und die Hauptwurzel darf keinerlei Beschädigungen oder Verformungen aufweisen. "Bei 90.000 Pflanzen, die wir im Herbst pflanzen, kann natürlich nicht jede einzelne Pflanze überprüft werden. Wir beschränken uns auf ausreichend große Stichproben. Auch ist hier lange Erfahrung von Vorteil: Man bekommt mit den Jahren einen Blick dafür und kann relativ schnell erkennen, ob eine Lieferung passt oder nicht", weiß Förster Markus König.

    Erst wenn alle genannten Voraussetzungen erfüllt sind, wird die Pflanze von den Fortwirten gepflanzt. Aber auch hier gibt es nochmals einen Qualitätscheck, in dem Förster Markus König beurteilt, ob die Pflanzen und die Pflanzarbeitsqualität den Anforderungen entsprechen. "Es ist also ein langer, schwerer Weg vom Samen am Baum zur hochwertigen jungen Pflanze in der Baumschule und wieder zurück in den Waldboden, wo in vielen Jahren z.B. eine stattliche Tanne mal stehen soll. Aber so gewährleisten wir, dass die neu begründeten Wälder auch fit for future sind", schmunzelt Markus König.

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    news-2405 Tue, 10 Nov 2020 09:28:30 +0100 Eine „Arche“ für seltenes Streuobst am Forstbetrieb Ebrach https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/eine-arche-fuer-seltenes-streuobst-am-forstbetrieb-ebrach.html 10. November 2020, Ebrach - Auf der großen Wiese am ehemaligen Forsthaus Neuhaus im Revier Oberschwappach hat der Forstbetrieb Ebrach eine Streuobstwiese für regionale und mittlerweile sehr seltene Baumarten begründet. Auf drei Hektar entsteht eine "Arche" für regionale und seltene Streuobstarten. Sie dient Insekten und Vögeln als Nahrung und Lebensraum.

    Insgesamt wurden 48 Bäume und 15 Sträucher gepflanzt. Dabei entschied sich Försterin Ellen Koller für verschiedene Obstsorten. Gleichzeitig werden die bisherigen alten, teils absterbenden Bäume erhalten. Auch sie stellen wichtige Lebensräume dar. Diese bieten Steinkauz und Wendehals ein wertvolles Bruthabitat. Selbstverständlich dient die neugeschaffene Streuobst-Arche auch den Menschen. Es sind regionale Apfelsorten wie der Ilmbacher Porster und Herzogin Olga sowie den Birnensorten Röhrlesbirne und Hänserbirne gepflanzt worden. Alle Pflanzen stammen von der Firma Pflanzen Weiglein aus Wiesentheid. Der Firma wurde auch die professionelle Pflanzung übertragen.

    Am Rand der Streuobstwiese wurden Holunder, Berberitze, Pfaffenhütchen, Schneeball und die Mispel eingebracht. Der Schneeball stellt im fortgeschrittenen Herbstwichtige Nahrung für den Seidenschwanz bereit. Die Felsenbirne bietet als Frühblüher zu Beginn des Frühlings Pollen für die Bienen. Im Herbst stellen ihre schmackhaften Früchte eine wertvolle Nahrung für die Vogelwelt.

    Die angrenzende Nachbarin, Frau Schlereth, findet die Begründung der kleinen Streuobst-Arche wunderbar und freut sich auf die neuen Früchte der Neupflanzung.

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    news-2404 Mon, 09 Nov 2020 15:22:52 +0100 Mit Holz heizen für den Klimaschutz https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/mit-holz-heizen-fuer-den-klimaschutz.html Regional und CO2-neutral: Forstbetrieb Berchtesgaden verkauft ofenfertiges Brennholz aus dem Bayerischen Staatswald / Online-Vorbestellungen möglich

    09. November 2020, Berchtesgaden - Der Forstbetrieb Berchtesgaden der Bayerischen Staatsforsten bietet ab sofort ofenfertiges Brennholz zum Verkauf an. Das Brennholz stammt aus den nachhaltig bewirtschafteten Wäldern der Bayerischen Staatsforsten im Berchtesgadener Land und wird in Aufham produziert. Somit bleiben Transportwege so kurz wie möglich und die Kundinnen und Kunden erhalten ihr Brennholz direkt aus der Region. Die hohen Standards der Waldbewirtschaftung werden unter anderem durch das PEFC-Siegel garantiert.

    "Knackende Scheite schaffen wohlige Wärme: Ein Holzofen macht eine angenehme Wärme und schont dazu auch noch das Klima. Der nachwachsende Rohstoff Holz ist nicht nur CO2-neutral, sondern auch regional verfügbar", so Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller. Der Forstbetrieb bietet Premium-Scheitholz der Baumarten Buche und Esche in den Längen 33cm und 25cm an.

    Vom Web ins Wohnzimmer

    Kundinnen und Kunden können das ofenfertige Brennholz direkt ab Hof kaufen - allerdings ist der Vorrat begrenzt, denn die Bayerischen Staatsforstung ernten regelmäßig weniger Holz als nachwächst. "Deshalb empfehlen wir, das Brennholz online in unserem neuen Webshop vorab zu reservieren", so Dr. Daniel Müller weiter. Auf www.baysf-waldshop.de können Kundinnen und Kunden ab sofort ihr Brennholz ganz bequem vorbestellen. An vorab vereinbarten Freitagnachmittagen kann dieses dann an der Abgabestelle des Forstbetriebs Berchtesgaden in Aufham abgeholt werden.

    Lieferung frei Haus weiterhin über das Lagerhaus

    Brennholz der Bayerischen Staatsforsten frei Haus erhalten Sie weiterhin über die örtlichen Partner Raiffeisen Lagerhaus Anger, Rupertiwinkel und Hammerau.

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    news-2403 Thu, 05 Nov 2020 16:44:04 +0100 Bewegungsjagd auch in Zeiten der Corona-Pandemie https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/bewegungsjagd-auch-in-zeiten-der-corona-pandemie-notwendig.html Forstbetrieb Burglengenfeld jagt auf Schwarz- und Rehwild Burglengenfeld, 05.11.2020 – Während das Corona-Virus die Menschen in Atem hält nähert sich ein anderer, für Menschen zwar völlig ungefährlicher, aber auch hoch problematischer Erreger langsam aber sicher dem Freistaat Bayern: Die Afrikanische Schweinepest, kurz ASP. In Osteuropa seit Jahren stark auf dem Vormarsch, gelang dem Virus im September der Sprung nach Brandenburg, vor einer Woche bereits nach Sachsen. Neben strengsten Hygienemaßnahmen in der Tierhaltung ist vor allem eines notwendig, um der Ausbreitung der Krankheit Einhalt zu gebieten: Eine intensive Bejagung von Wildschweinen, die Überträger und Verbreiter sind.

    „Diese ASP-Prävention ist der Hauptgrund, warum wir am kommenden Samstag die seit Wochen minuziös geplante Bewegungsjagd im Burglengenfelder Forst trotz der geltenden Corona-Beschränkungen durchführen können“ sagt Hans Mages, Leiter des Forstbetriebs Burglengenfeld der Bayerischen Staatsforsten. Das Landratsamt Schwandorf hat nach eingehender Prüfung eine Ausnahmegenehmigung erteilt, denn Veranstaltungen – als solche zählt die Jagd – sind durch den „Corona-Teil-Lock-Down“ untersagt. Zulässig ist die Bewegungsjagd, weil der Forstbetrieb die Teilnehmerzahl begrenzt und ein umfassendes, strenges Schutz- und Hygienekonzept einhält: „Die gesamte Jagd findet ausschließlich im Freien statt, die Teilnehmer halten sich die meiste Zeit alleine im Wald auf, bei allen notwendigen Zusammenkünften wird der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten und zusätzlich ein Mund-Nasen-Schutz getragen, es werden keinerlei Gegenstände ausgetauscht“ zählt der Forstbetriebsleiter einige Eckpunkt auf.

    Ein Schüsseltreiben – so nennt sich das sonst oft übliche gemütliche Zusammensein und Vespern nach der Jagd – ist natürlich tabu. „Wir beschränken die Jagd auf den organisatorisch notwendigen Ablauf“ so Mages. Neben Schwarzwild wird am Samstag auch auf Rehwild gejagt. Auch das ist dringend notwendig, um Verbissschäden an jungen Bäumen zu reduzieren und damit den Waldumbau hin zu naturnahen, klimastabilen Mischwäldern zu unterstützen.

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    news-2402 Tue, 03 Nov 2020 14:50:52 +0100 Waldpflegemaßnahmen am Kälberstein – Vollsperrung der Zufahrtsstraße „Im Rostwald“ https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/waldpflegemassnahmen-am-kaelberstein-vollsperrung-der-zufahrtsstrasse-im-rostwald.html 03. November 2020, Bischofswiesen/Berchtesgaden - Vollsperrung der Straße am Kälberstein durch die Bayerischen Staatsforsten.

    Aufgrund von Waldpflegearbeiten um den Kälberstein ist die Zufahrtstraße "Im Rostwald" in der Zeit vom 16.11. bis voraussichtlich 22.12.2020 aus Sicherheitsgründen voll gesperrt. Diese Vollsperrung zwischen dem Wanderparkplatz Aschauerweiher und Doktorberg gemäß Verkehrsrechtlicher Anordnung hilft den Bayerischen Staatsforsten die Dauer der Verkehrseinschränkung zu minimieren. Die Umleitung erfolgt über die Locksteinstraße und Aschauerweiherstraße.

    Ab Montag 9.11.2020 sind wegen Baumfällarbeiten bereits die Wanderwege im Bereich Rostwald/Kälberstein gesperrt.

    Die Dauer der Sperrung wird so kurz wie möglich gehalten. Wir bitten Sie die Absperrungen zu respektieren, denn in Umgriff der Arbeiten herrscht durch herabfallende Bäume und Äste Lebensgefahr. Die Bayerischen Staatsforsten bedankt sich für Ihr Verständnis.

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    news-2401 Mon, 02 Nov 2020 15:41:15 +0100 Rettung für einen aussterbenden Waldlebensraum https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/rettung-fuer-einen-aussterbenden-waldlebensraum.html Schutz für Flechtenkiefernwälder Burglengenfeld, 30.10.2020 – In der Oberpfalz waren noch vor wenigen Jahrzehnten ausgedehnte Kiefernwälder mit einem kargen, grauen Bodenbewuchs aus Flechten weit verbreitet und charakteristisch. Heute sind die Flechten aus diesen Wäldern fast ganz verschwunden. „Flechtenkiefernwälder“ sind nach europäischem Naturschutzrecht geschützt, auch wenn sie bei uns überwiegend menschlichen Ursprungs sind: Jahrhundertelange Übernutzung und das sogenannte Streurechen, d. h. das Entnehmen des humosen Oberbodens samt Bewuchs als Einstreu für die Ställe, führten zur Verarmung des Bodens und Ausbildung dieser ganz besonderen Pflanzengesellschaft. Anders als bei uns kommen solche Wälder z. B. auf den Binnendünen im Mittelfränkischen Becken oder in Skandinavien natürlicherweise auf größeren Flächen vor.

    Das Aufgeben des Streurechens und der allgegenwärtige Nährstoffeintrag aus der Luft haben in den letzten Jahrzehnten zwar zur Erholung der Böden geführt. Gleichzeitig wurden aber die sehr konkurrenzschwachen Flechtenarten durch andere Bodenpflanzen wie Moose, Heidekraut sowie Heidel- und Preiselbeere verdrängt. 

    „Eines der letzten noch existierenden Vorkommen in unserem Raum findet sich im Kreither Forst bei Schwarzenfeld“, so Hans Mages, Leiter des Forstbetriebs Burglengenfeld. „Ohne Hilfe würde es in wenigen Jahren verschwinden“. Der Forstbetrieb hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, die wertvollen Restvorkommen an Flechtenkiefernwäldern zu sichern und zu erhalten. Dafür wurde im Spätsommer auf ausgewählten Waldflächen der Oberboden samt Bewuchs aus Beersträuchern und Moosen mit einem Minibagger abgezogen, um den sandigen Mineralboden freizulegen – eine Nachahmung der früher üblichen Streunutzung. „Zusätzlich haben wir vorher die Flechten eingesammelt und auf dem freigelegten Sand wieder ausgebracht, um die Wiederansiedlung zu beschleunigen“ erläutert Revierleiter Franz Schuhbauer, der im Frühjahr den Anstoß für die Maßnahme gab. Das Artenschutzprojekt wurde gemeinsam mit den Naturschutzbehörden an der Regierung der Oberpfalz und am Landratsamt Schwandorf sorgfältig geplant. Aufgrund der Lage im Wasserschutzgebiet war auch eine enge Abstimmung mit Wasserwirtschaftsamt und dem Wasserversorger notwendig. Im Auftrag der Regierung der Oberpfalz begleitet der renommierte Flechtenkundler Dr. Wolfgang von Brackel die Umsetzung zudem wissenschaftlich. „Wir tun hier etwas für über 20 sehr seltene Arten, die existenziell auf diesen Lebensraum angewiesen sind, 10 davon stehen auf der Roten Liste“ so von Brackel. Als Teil des Naturschutz-Sonderprogramms „Der Wald blüht auf“ der Bayerischen Staatsforsten wird das Projekt vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schwandorf finanziell gefördert. Wenn die Maßnahmen den erhofften Erfolg zeigen sollen sie in den kommenden Jahren auf weiteren Flächen fortgesetzt werden.   

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    news-2400 Mon, 02 Nov 2020 14:35:07 +0100 Schlüsselübergabe in Heigenbrücken: Maurice Schwarz ist Nachfolger von Joachim Keßler https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/schluesseluebergabe-am-forstbetrieb-heigenbruecken-maurice-schwarz-ist-nachfolger-von-joachim-kessler.html 02. November 2020, Heigenbrücken - "Der Forstbetrieb Heigenbrücken ist auch künftig in guten Händen!" So kommentierte der Vorstand der Bayerischen Staatsforsten, Reinhardt Neft, den Wechsel an der Spitze des Forstbetriebs. "Mit Maurice Schwarz haben wir einen neuen Forstbetriebsleiter gefunden, der die neue Funktion fachlich und menschlich perfekt ausfüllen wird." Er sei sich sicher, so Neft, dass Schwarz die hervorragende Arbeit von Joachim Keßler weiterführen werde.

    Der 35jährige Schwarz ist in der hessischen Wetterau aufgewachsen, studierte in Göttingen Forstwissenschaft und begann seine forstliche Laufbahn 2013 bei HessenForst. 2015 wechselte er zu den Bayerischen Staatsforsten, wo er seit 2016 als Sektionsleiter bei der Forsteinrichtung tätig war. Seit 1. Juni unterstütze Schwarz als stellvertretender Leiter den Forstbetrieb Pegnitz.

    "Ich freue mich auf einen der waldbaulich interessantesten Forstbetriebe in ganz Bayern," so Schwarz. "Dank der guten und engagierten Arbeit meiner Vorgänger hat der nördliche Spessart bereits heute einen großen Reichtum an Baumarten. Diese Arbeit werde ich fortsetzen, denn der Klimawandel macht auch vor dem Spessart nicht Halt." Schwarz dankte seinem Vorgänger für die gute Arbeit in den letzten Jahren: "Ich übernehme einen bestens aufgestellten Forstbetrieb mit einem tollen Team. Ich freue mich, dass es jetzt losgeht", so Schwarz.

    Joachim Keßler betonte zu seinem Weggang "Ich dürfte eine ganz besondere Gegend kennen und schätzen lernen. In den vergangenen Jahren habe ich hier zahlreiche Menschen getroffen, die ihre Heimat mit viel Herzblut vorwärtsbringen. Es war schön, im Spessartwald meinen Teil dazu beizutragen," so Keßler. Sein Ziel sei es gewesen, den Forstbetrieb solide in der Gesellschaft zu verankern. Das ihm das gelungen ist, bescheinigte ihm Vorstand Reinhardt Neft: "Die Spessart-App und der Wildbret-Direktvermarktung, die Sie gemeinsam mit Ihrem Team in den letzten Jahren gemeinsam auf den Weg gebracht haben, sind zwei schöne Beispiele für das Miteinander zwischen Forst und Region." Keßler wechselt zum 1. November an die Zentrale der Bayerischen Staatsforsten nach Regensburg und wird dort den Zentralen Einkauf des Unternehmens leiten.

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    news-2399 Mon, 02 Nov 2020 14:02:26 +0100 Aus dem Staatswald ins Wohnzimmer - Ofenfertiges Brennholz vom Forstbetrieb Freising https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/aus-dem-staatswald-ins-wohnzimmer-ofenfertiges-brennholz-vom-forstbetrieb-freising.html 02. November 2020, Freising - Knackende Scheite schaffen wohlige Wärme. Ein Holzofen macht nicht nur eine angenehme Wärme, sondern schont auch das Klima. So eng der nachwachsende Rohstoff Holz mit der Menschheitsgeschichte verbunden ist, so aktuell ist er auch: Holz kann nicht nur nachhaltig produziert werden, es ist auch CO2-neutral, denn beim Verbrennen wird nur diejenige Menge des Treibhausgases freigesetzt, die zuvor beim Wachstum des Baumes im Holzkörper gebunden worden ist. Und der Rohstoff Holz ist regional verfügbar - wie beim Forstbetrieb Freising der Bayerischen Staatsforsten, der ab sofort ofenfertiges Scheitholz im Sortiment hat.

    Der alte Schießplatz in Freising hat ab sofort eine neue Funktion: Er dient als Verkaufsplatz des Forstbetriebs Freising für ofenfertiges Scheitholz an Selbstabholer. "Die Forstwirtschaft ins Wohnzimmer bringen" unter diesem Motto startet das neue Angebot des Forstbetriebs. Denn was mit dem "Weltwald" und dem "Walderlebnispfad" im Bereich Umwelt und Erholung weit über die Grenzen des Landkreises hinaus gelungen ist, fehlt im Bereich der Holznutzung: Den Wald und seine nachhaltige Bewirtschaftung ins Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. Das Angebot, ofenfertiges Brennholz direkt vom Forstbetrieb zu beziehen, soll diese Lücke schließen. Und das mit gutem ökologischen Gewissen, denn Brennholz aus dem Staatswald ist nicht nur nachhaltig, CO2-neutral und PEFC-zertifiziert, sondern stammt garantiert aus dem Staatswald um die Stadt Freising und deren Nachbarlandkreise.

    Der Verkaufsplatz am alten Schießplatz in Freising ist immer samstags von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr geöffnet. Er ist nach der Abzweigung vom Wettersteinring / Weihenstephaner Ring nach Wippenhausen leicht zu finden. Unmittelbar nach der Kreuzung führt nach 150 Metern die erste Waldeinfahrt auf der linken Seite direkt zum Verkaufsplatz. Die Zufahrt ist geteert und ausgeschildert. Das Scheitholz wird lose angeboten und kann in beliebigen Mengen abgegeben werden. Auf Wunsch können die Hölzer mit einem kleinen Hoflader auch direkt auf einen Anhänger verladen werden.

    Und noch eine weitere Besonderheit hat der Forstbetrieb parat: Verkauft wird nach Gewicht. Die vom Hoflader aufgenommene Scheitholzmenge wird zuvor gewogen - Unsicherheiten bei Preis und Menge sind dadurch ausgeschlossen.

    Der Forstbetrieb Freising verkauft zu Herstellungskosten. Angeboten wird ofenfertig getrocknetes Scheitholz der Baumarten Buche und Esche. Buche in 33 cm Länge kostet 93 € je Raummeter, Buche in 25 cm Länge 97 € je Raummeter. Esche kostet 88 € je Raummeter (33 cm Länge).

    Vom Web ins Wohnzimmer: Das Scheitholz kann zudem ganz bequem online im Webshop der Bayerischen Staatsforsten reserviert und dann an der Abgabestelle des Forstbetriebs am alten Schießplatz abgeholt werden. Dort findet sich auch für alle "Nicht"-Freisinger eine Wegbeschreibung zum alten Schießplatz in Freising.

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    news-2398 Mon, 02 Nov 2020 11:59:02 +0100 Verkehrssicherungsmaßnahme: Sperrung der der Staatsstraße 2509 in den Herbstferien https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/gefaehrliche-baeume-muessen-entnommen-werden-sperrung-der-der-staatsstrasse-2509-in-den-herbstferien.html 02. November 2020, Weißenhorn - Entlang der Staatsstraße 2509 stehen viele Bäume, die aufgrund ihrer Gefahr für die Verkehrsteilnehmer entnommen werden müssen. Für die Maßnahme muss die Staatsstraße zwischen Leipheim und Unterfahlheim in den Herbstferien gesperrt werden.

    Der Klimawandel macht auch den Bäumen im Landkreis zu schaffen. Entlang der Staatsstraße, die durch das Waldgebiet Jungholz führt, stehen zahlreiche kranke Bäume. Viele Eschen sind vom Eschentriebsterben befallen, einem Pilz, der die Bäume zum Absterben bringt. Aber auch die Eiche ist durch die letzten Trockenjahre teils stark geschädigt. Für die Radfahrer und die Autofahrer bedeutet dies eine erhöhte Gefahr durch herabstürzende Äste oder umfallende Bäume. Starke Äste können schon bei wenig Wind abbrechen oder ganze Bäume jederzeit umfallen. Sie stellen eine ernste Gefahr für den Straßenverkehr dar.

    Zum Schutz der Verkehrsteilnehmer hat Revierleiterin Gierth von den Bayerischen Staatsforsten Forstbetrieb Weißenhorn in den vergangenen Wochen alle Bäume im Bereich der Straße kontrolliert und die gefährlichen Bäume markiert. Diese werden nun entnommen.

    In vielen Bereichen entlang der Straße wachsen unter den gefährdenden Altbäumen bereits junge Bäume unterschiedlicher Baumarten. Diese werden schnell den freiwerdenden Platz einnehmen. An den Stellen ohne junger Bäume wird im Frühjahr die vorhandene Verjüngung durch Pflanzung ergänzt.

    Die Entnahme der gefährlichen Bäumer erfolgt in den Herbstferien. Von Montag, den 2.11.2020, bis Freitag, den 6.11.2020 sind die Staatsstraße 2509 und der Radweg gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Bubesheim - Kissendorf - Bühl - Opferstetten - Unterfahlheim. Die Straße und den Radweg während der Fällarbeiten zu betreten oder zu befahren ist lebensgefährlich.

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    news-2394 Mon, 02 Nov 2020 08:07:01 +0100 Borkenkäferbilanz 2020: Bayernweit 25 Prozent weniger Schäden als 2019 https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/borkenkaeferbilanz-2020-bayernweit-25-prozent-weniger-schaeden-als-2019.html · Rückläufige Entwicklung in Südbayern, dem Bayerischen Wald und dem Oberpfälzer Wald

    · Frankenwald ist Bayerns Borkenkäfer-Hotspot 2020

    · Prognose: 2021 weiterer Rückgang der Schäden erwartet

    Regensburg, 01. November 2020 - Die Bayerischen Staatsforsten verzeichnen für die Borkenkäfer-Saison 2020 (Mai - Oktober) 25 Prozent weniger borkenkäferbedingtes Schadholz als im selben Zeitraum des Vorjahres. Während 2020 bayernweit 848.000 Festmeter (fm) Borkenkäferholz anfielen, waren es 2019 noch 1.143.000 fm.

    "In der Saison 2020 lag jeder Monatswert unter den Werten des Vorjahres. Im Oktober 2020 verzeichneten die Bayerischen Staatsforsten bereits den 6. Monat in Folge deutlich weniger Borkenkäferschäden als in den Vergleichsmonaten des letzten Jahres", so ein Sprecher der Staatsforsten.

    Aufgrund der geringeren Schäden und der geplanten kontinuierlichen Aufarbeitung in den kommenden Wochen rechnen die Bayerischen Staatsforsten auch 2021 mit weiter sinkenden Schadholzzahlen, sofern auch das Wetter mitspielt.

     

    Oktober 2020: Aktuelle Situation und Zahlen

    Die bayernweiten Käferholzzahlen sind im Oktober im Vergleich zum letzten Jahr deutlich gesunken und liegen auch unter dem 5-Jahresschnitt:


    Auch kumuliert sind die Werte für den Zeitraum Mai bis Oktober 2020 mit 848.000 fm im Vergleich zum selben Zeitraum des Jahres 2019 mit 1.143.000 fm (-25,8 Prozent) gesunken.

    Borkenkäfersaison 2020: Interpretation der Zahlen

    "Mehr Regen als im Vorjahr, etwas kühler und vor allem die kontinuierliche und schnelle Aufarbeitung der Schäden - das sind die drei wesentlichen Gründe, warum wir in diesem Jahr 25 Prozent weniger Borkenkäferschäden haben als im letzten Jahr", fasst der Staatsforsten-Sprecher die Ursachen für die geringeren Schäden zusammen. "Die Borkenkäferzahlen sind im bayerischen Staatswald in der gesamten Käfersaison 2020 rückläufig gewesen. Das ist ein großartiger Erfolg unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das gesamte Jahr ununterbrochen durchgearbeitet haben", so der Sprecher. Im Oktober 2020 lagen die Borkenkäferschäden sogar 45 Prozent unter den Werten des Vergleichsmonats 2019.

    Für die kommenden Wochen und Monate muss die Aufarbeitung allerdings konsequent fortgesetzt werden, auch wenn die Borkenkäfer bis ins kommende Frühjahr nicht mehr ausfliegen werden: "Viele Käfer haben sich in den Fichten eingebohrt. Diese befallenen Bäume müssen über die gesamten Herbst- und Wintermonate aufgearbeitet werden. Dann werden wir im kommenden Jahr eine geringere Ausgangspopulation haben und die Chance auf weiter sinkende Schadholzzahlen Jahr sind sehr gut", so die Prognose des Staatsforsten-Sprechers.

    Situation in den einzelnen bayerischen Regionen

    Bis auf einzelne Hotspots ist der Borkenkäfer 2020 in ganz Bayern auf dem Rückzug. Besonders südlich der Donau - in Oberbayern und Schwaben - sind die Zahlen stark zurückgegangen, gleiches gilt für den Bayerischen Wald und den Oberpfälzer Wald. Hier hat sich die gute Wasserversorgung der Bäume durch ausreichende Niederschläge deutlich positiv auf die Vitalität der Bäume ausgewirkt. Nördlich der Donau war es deutlich trockener - deshalb sind die meisten Schäden in Franken - und hier besonders im Frankenwald - zu verzeichnen. Außerhalb des Frankenwaldes gehen aber auch in Ober-, Mittel- und Unterfranken die Schadholzzahlen zurück (Siehe Grafik).

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    news-2397 Thu, 29 Oct 2020 10:07:00 +0100 Kirschen für den Klimawald von morgen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/kirschen-fuer-den-klimawald-von-morgen.html Staatsministerin Gerlach eröffnet Pflanzsaison im Spessart-Staatswald

    29. Oktober 2020, Heigenbrücken - Pünktlich zur beginnenden Pflanzsaison im Herbst starten die Bayerischen Staatsforsten in diesen Tagen mit der Pflanzung und Saat der von der Bayerischen Staatsregierung beschlossenen Klimawald-Kulturen. Für den Forstbetrieb Heigenbrücken pflanzte die Bayerische Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, (Lkr. Aschaffenburg) die ersten Kirschen. Ziel der zusätzlichen Klimawald-Bäume ist es, den Umbau der bayerischen Wälder im Zuge des immer schneller voranschreitenden Klimawandels hin zu klimatoleranten und stabilen Mischwäldern zu beschleunigen. Die Bayerischen Staatsforsten pflanzen in dem Zusatzprogramm bis zum Frühjahr 10.000 junge Bäume für den Zukunftswald von morgen allein auf Flächen des Forstbetriebs Heigenbrücken. Gerlach erklärte: "Unsere Wälder sind wesentlicher Bestandteil unserer Kulturlandschaft - gerade hier im Spessart. Sie zukunftsfähig zu gestalten ist unverzichtbar. Wir begleiten deshalb Forschungen, mit denen wir etwa mit Hilfe von Satellitenbeobachtung mehr über den Klimawandel und die nötige Anpassung daran lernen. Ende November planen wir zudem einen großen Digitalgipfel, bei dem wir nach Lösungen für den Klimaschutz suchen. So kann die Digitalisierung auch einen Beitrag dazu leisten, unseren heimischen Wald fit zu machen für die Klimaherausforderungen der Zukunft."

    "Unser Ziel ist es, diesen Umbau schneller als bisher geplant abzuschließen", erklärt Forstbetriebsleiter Joachim Keßler. "Wir sind im Nordspessart bereits einen großen Teil des Weges hin zu stabilen Mischwäldern gegangen, die Wälder sind schon jetzt laubholzdominiert. Dennoch muss noch hier und da nachgebessert werden", so Keßler weiter. Entscheidend für den erfolgreichen Waldumbau und die Zukunftsfähigkeit des Waldes für kommende Generationen ist es, die richtigen Baumarten einzusetzen, d.h. Baumarten zu nutzen, die dem Klimawandel - also höheren Temperaturen, mehr Trockenheit, weniger Niederschlägen - standhalten. Die heimischen Baumarten bleiben dabei weiterhin die tragende Basis eines klimagerechten Waldbaus. Hier wird es allerdings eine Verschiebung in der Baumartenzusammensetzung geben.

    Die Bayerischen Staatsforsten setzen auf bewährte Baumarten wie Tanne, Eiche, Douglasie, Buche - aber auch auf ältere, oft in Vergessenheit geratene Baumarten wie Elsbeere, Flatterulme, Esskastanie, Kirsche, Eibe, Feldahorn, Sommer-/Winterlinde. "Wir werden zu einer größeren Vielfalt im Wald kommen. Das bedeutet künftig mindestens vier verschiedene Baumarten auf einer Fläche", erläutert Keßler weiter. Ziel der Klimawald-Kulturen ist es, dass die neuen Bäume klimatoleranter sind als diejenigen, die ersetzt werden. Fichten und Kiefern werden in Bayerns Zukunftswäldern langfristig deutlich weniger Anteile haben als heute. Der Klimawandel wirkt sich in Bayern regional unterschiedlich aus. Schon heute zeigt sich, dass die Anzahl der Tage mit einer eingeschränkten Wasserversorgung für die Wälder nördlich der Donau stärker angestiegen ist als südlich der Donau. Trotz der Erwartung, dass es im Allgemeinen wärmer wird, muss weiterhin mit kalten Wintern und Spätfrösten gerechnet werden. Das muss bei der Baumartenwahl berücksichtigt werden.

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    news-2396 Thu, 29 Oct 2020 09:10:00 +0100 Forstwirts-Lehrlinge lernen digital https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/forstwirts-lehrlinge-lernen-digital.html Online-Berichtsheft bringt Mehrwert für Auszubildende und Ausbilder

    29. Oktober 2020, Heigenbrücken - Die Auszubildenden zum Beruf des Forstwirts am Forstbetrieb Heigenbrücken der Bayerischen Staatsforsten führen ihr Berichtsheft seit einem Jahr online. Das Pilotprojekt in der bayerischen Forstausbildung führt die Dokumentation und Organisation der Ausbildungsabschnitte digital zusammen. Die bayerische Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, zeigte sich bei einem Besuch in der Ausbildungsstelle in Heigenbrücken erfreut: "Die Digitalisierung verändert alle Lebens- und Arbeitsbereiche - selbst im Wald. Deshalb ist es wichtig, dass auch die Auszubildenden in der Forstwirtschaft so selbstverständlich mit digitalen Angeboten umgehen. Waldpflege und moderne Technik gehen hier wunderbar zusammen - und alle, die etwas Anderes behaupten, sind auf dem Holzweg."

    Die Implementierung des Projekts ist ein echtes Lehrlingsprojekt: Ein Auszubildender zum IT-Spezialisten in der EDV-Abteilung der Bayerischen Staatsforsten begleitete die Einführung und brachte die Rechner samt Software zum Laufen. Jeder Lehrling hatte dazu ein eigenes Endgerät erhalten mit der dazu notwendigen Spezial-Software. Nach einem Jahr Testphase steht fest: Das System ist praxistauglich und bietet sowohl für den Ausbilder als auch für die Auszubildenden mehr Übersichtlichkeit, Klarheit und erleichtert die für die Ausbildungsabschnitte geforderte Pflichtdokumentation. Wie der Ausbildungsmeister am Standort in Heigenbrücken, Forstwirtschaftsmeister Lukas Küber, ausführt, pflegen die derzeit acht Lehrlinge das Online-Berichtsheft problemlos. Eine Kontrolle und eventuell notwendige Korrektur oder Ergänzung wird vereinfacht. Eine Bilddokumentation der Betriebsarbeiten ist über eine Kamerafunktion des Endgerätes schnell möglich. Die digitalen Inhalte werden an der Berufsschule anerkannt.

    Forstbetriebsleiter Joachim Keßler freut sich, dass seine Lehrlinge dieses "digitale Abenteuer" mit eingegangen sind und sogar Spaß daran gefunden haben. Die Bayerischen Staatsforsten in Heigenbrücken bilden jährlich bis zu vier Lehrlinge im Beruf zum Forstwirt aus.

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    news-2393 Wed, 28 Oct 2020 16:09:13 +0100 Der Luchs ist zurück im Frankenwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/der-luchs-ist-zurueck-im-frankenwald.html Seit dem Jahr 2017 gibt es gesicherte Nachweise über eine andauernde Anwesenheit von Europäischen Luchsen (Lynx lynx L.) im Frankenwald. Der Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten konnte jetzt mit Unterstützung des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU) anhand von bestätigten Sichtungen, Wildkamerabildern und genetischen Spuren die einzelnen Phasen der Rückkehr dokumentieren. Dabei ging es manchmal fast kriminaltechnisch zu.

    Im Frühjahr 2020 lebten in Bayern laut Dokumentation des LfU 49 Luchse einschließlich 17 Jungtiere. Wie in mehreren Mittelgebirgen Deutschlands ist Europas größte wildlebende Katze auch in Bayern dabei, in ihre früheren Lebensräume zurückzukehren. Die zwei größeren deutschen Teilpopulationen im Harz und im Bayerisch-Böhmischen Wald können dabei als Ausgangspunkte dienen. Nach Aussage des LfU spielen die nordbayerischen Waldgebiete dabei eine wichtige Rolle als Ausbreitungsachsen auch in andere deutsche Mittelgebirge wie Erzgebirge und Thüringer Wald.

    Doch wie lange war der Luchs im Frankenwald eigentlich abwesend? Bis weit in das 17. Jahrhundert hinein war sein Vorkommen wohl eine Normalität, sicher von Jägern und Viehhaltern nicht immer gern gesehen. Es wurden „Jagden auf Luchse und Wölfe“ auch überörtlich durchgeführt, ohne dass Nachweise über Jagdstrecken aus dieser Zeit erhalten geblieben sind. Laut Unterlagen des Staatsarchivs Bamberg wird in den Forstrechnungen des Forstamtes Kronach aus dem Jahr 1642 – neben anderem Wild – auch die Erlegung eines Luchses im Frankenwald verzeichnet. Der vielzitierte „letzte Luchs“ (wohl seine Erlegung) wird für den Frankenwald auf das Jahr 1730 datiert. Endgültig aber war der Abschied des Luchses zum Glück nicht. Die faszinierende Großkatze scheint sich den Frankenwald gerade als angestammte Heimat zurückzuerobern.

    In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es in Deutschland und auch in angrenzenden Staaten immer wieder einzelne Versuche, durch Wiederansiedlungsaktionen den Luchs wieder heimisch zu machen, so in den 1970er Jahre und 1980er Jahren im Bayerischen Wald und im Böhmerwald und später im Harz, wo nach 2000 in einem Wiedereinbürgerungsprojekt 24 Luchse ausgesetzt wurden. Über möglicherweise illegale zusätzliche Aussetzungen wird oft spekuliert - immer wenn dem Luchs seine unzweifelhafte Fähigkeit abgesprochen wird, sich über weite Strecken neues Territorium zu erschließen. Eine Wanderschaft, die auf der anderen Seite dem Rotwild, dem Elch und auch dem Wolf auf geheimnisumwitterten „uralten Fernwechseln“ jederzeit zugetraut wird. Erste Hinweise auf eine Rückkehr in den Frankenwald gibt es etwa seit der letzten Jahrhundertwende.  Dazu zählen Sichtbeobachtungen bei Steinbach am Wald (2003), Wallenfels (2009) und Teuschnitz (2011). Aus dem Jahr 2008 stammt dann das erste Luchsbild einer Fotofalle aus der Nähe von Presseck. Bis 2017 lagen danach keine Nachweise eines Luchsvorkommens im Frankenwald mehr vor.

    Im Jahr 2017 wurde der Frankenwald mit dem Titel „Waldgebiet des Jahres“ ausgezeichnet. Dieses vom Bund Deutscher Forstleute vergebene Prädikat würdigt unter anderem auch die Eignung einer Waldlandschaft als Lebensraum seltener Arten. Zu dieser Auszeichnung passend gab es dann im Juni 2017 bei Tschirn die bestätigte Beobachtung eines Luchses. Das war der Erste einer dichten Folge durchgehender Luchsnachweise im Frankenwald über die nächsten drei Jahre bis heute. Im Juli 2017 ließ sich nördlich der Ködeltalsperre ein starker Luchs bei bestem Büchsenlicht von einer Jägerin auf dem Abendansitz fotografieren. In den kommenden Wochen wurde wahrscheinlich dasselbe Tier im Staatswaldrevier Ködel zwischen Tschirn, Nordhalben und Steinwiesen mehrfach gesehen und fotografiert. Sein brauner Rücken ließ die Experten auf eine Herkunft aus der Luchspopulation im Harz schließen.

    Im Herbst 2017 gab es dann auch die ersten DNA-Nachweise eines Luchses im Frankenwald: Speichelproben an Beuteresten (sogenannte „Risse“) bei Neuengrün und bei Wallenfels wurden im Labor genetisch untersucht. Laut Datenbank der LfU stimmten sie mit einem männlichen Luchs („Kuder“ in der Jägersprache) überein, der zuletzt im November 2016 in Wieda im Harz genetisch nachgewiesen wurde. Aufgrund der relativ geringen Entfernung von rund 10 Kilometern zwischen den Rissen und den Bildnachweisen des „Braunrückigen“ im Forstrevier Ködel gingen die Forstleute des Forstbetriebs Rothenkirchen davon aus, dass es sich hier wohl um das gleiche Tier handelte: Einen ersten Zuwanderer aus dem Harz.

    Im Herbst 2018 gab es dann Nachweise eines weiteren Luchses, der eindeutig identifizierbar war: Westlich und südlich von Tschirn tappte ein geflecktes Exemplar zweimal in die Fotofalle. Da der neue Zuwanderer offensichtlich überhaupt nicht kamerascheu war, kamen in den nächsten Monaten vor allem nördlich der Ködeltalsperre zahlreiche weitere Bilder hinzu, auf denen er auch sein Geschlecht verriet: Ebenfalls ein Kuder. Auch jetzt kam wieder der „Erkennungsdienst“ der Luchsexperten vom LfU zum Einsatz. Ihnen liegt aus gespeicherten Bildern seit 2008 inzwischen ein entsprechend großes Archiv an individuell unterschiedlichen Fleckenmustern vor, mit denen sich die Tiere gut unterscheiden lassen. Und jetzt bestätigte sich, was aufgrund der gefleckten Fellfärbung bereits vermutet wurde: Diesmal handelt es sich um einen Luchs aus dem Bayerischen Wald. Dort bekannt als B55, genannt „Bartl“, war er zwischen Januar 2017 und Juni 2018 im Bayerischen Wald wiederholt dokumentiert worden, bevor er sich offenbar dann im Sommer 2018 auf seine Wanderschaft in den Frankenwald machte. Eine Reise von rund 190 Kilometer (Luftlinie!), die er in etwas mehr als zwei Monaten zurückgelegt hat.

    Bis heute ist „Bartl“ im Frankenwald mit über 30 Einzelnachweisen dokumentiert. Zunächst blieb er in der Nähe von Tschirn bis zur Ködeltalsperre und wurde im April 2020 dann auch bei Pressig bestätigt. Das entspricht einem „Streifgebiet“ von rund 150 Quadratkilometern. Im März 2020 wurde dann bei Kleintettau wieder ein starker „Braunrücken“ auf der Wildkamera festgehalten. Der „Harzluchs“ aus dem Jahr 2017, der seitdem abwesend war oder sich verborgen gehalten hat? Im Mai 2020 kam dann völlig unerwartet ein weiterer Luchs dazu: Östlich von Wallenfels filmte ein Jagdgast mit der Handykamera einen schlanken, ebenfalls braunrückigen Luchs im Staatswald des Forstbetriebes Nordhalben. Damit waren im Frühjahr 2020 das erste Mal drei verschiedene Luchse gleichzeitig im Frankenwald nachweislich dokumentiert.

    Für den Forstbetrieb Rothenkirchen der Bayerischen Staatsforsten ist die Rückkehr des Luchses ein weiterer Hinweis auf die große Bedeutung des Frankenwaldes als Rückzugsraum für seltene und bedrohte Arten. Als Rückkehrer steht der Luchs in einer Reihe mit anderen „prominenten“ Tierarten, die stellvertretend für ganze Lebensgemeinschaften stehen und die hier inzwischen erfolgreich ihre Heimat gefunden haben. Der Schwarzstorch ist seit den 1980er Jahren als Brutvogel zurück und hatte es seitdem zur wohl größten Brutdichte in Deutschland gebracht, bevor er leider aktuell als Folge des Klimawandels unter Horstbaumverlusten und ausgetrockneten Nahrungsbächen leidet. Etwa zeitgleich mit dem Luchs wurde die Europäische Wildkatze erstmals wieder im Frankenwald beobachtet. In den Jahren 2014 und 2015 konnte anhand eines gezielten Monitorings der Bayerischen Staatsforsten eine größere Wildkatzenpopulation im Bereich des Rodachtales und der Ködeltalsperre und dann 2018 und 2019 auch einzelne Tiere in den Hochlagen des Frankenwaldes am Rennsteig nachgewiesen werden. Anders als der Schwarzstorch scheint die wärmeliebende Wildkatze von den Folgen des Klimawandels und den künftig deutlich veränderten Waldstrukturen eher zu profitieren. Genauso sollte die Rückkehr der Luchse Mut für die Zukunft machen: Der Frankenwald ist als Lebensraum für den Luchs immer noch – oder wieder -  geeignet. Er wird ihn nutzen, und wir als Gesellschaft sollten das fördern.

    Der Text ist die Kurzfassung eines wissenschaftlichen Beitrags:

    Hagemann, Kelle, Wölfl: Der Luchs ist zurück im Frankenwald; Forstliche Forschungsberichte Nr. 218, München 2020.

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    news-2392 Wed, 28 Oct 2020 12:41:26 +0100 Neue Bäume braucht das Land https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/neue-baeume-braucht-das-land.html Zedern-Bäume aus Afrika sollen Fichtelgebirgswald bereichern

    28. Oktober 2020, Fichtelberg - Pflanzsaison am Forstbetrieb Fichtelberg: Landtagsabgeordneter Martin Schöffel besucht die Fichtelgebirgsförster und informiert sich über Waldumbau und neue Baumarten.

    Nieselregen. 6 Grad. Nebel auf den Fichtelgebirgshöhen. Pflanzwetter. Trotz oder auch wegen der Witterung besucht Martin Schöffel, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender des Beirats bei den Bayerischen Staatsforsten den Forstbetrieb Fichtelberg. Aus erster Hand will er sich informieren über den Waldumbau hin zu Wäldern, die mit dem Klimawandel besser zurechtkommen.

    "In diesem Jahr pflanzen wir zusätzlich zu unserem normalen, alljährlichen Pflanzprogramm von gut 42 Hektar weitere 15 Hektar Klimawald mit Baumarten, die an wärmere und trockenere Verhältnisse angepasst sind", erläutert Winfried Pfahler, Leiter des Forstbetriebs Fichtelberg, das Vorgehen. "Insgesamt bringen wir jetzt im Herbst und dann im nächsten Frühjahr mehr als 115.000 Pflanzen im Wald aus, genug um die Fläche von 80 Fußballfeldern mit Eichen, Buchen, Tannen und Douglasien zu bepflanzen."

    Bayernweit pflanzen die Bayerischen Staatsforsten zusätzlich zu den "normalen" 5 Millionen Setzlinge eine Million weitere Forstpflanzen, um die Wälder vielfältig, gemischt und zukunftssicher zu machen. Der Bayerische Landtag stellt den Bayerischen Staatsforsten für diese zusätzlichen Bäume auch zusätzliches Geld zur Verfügung.

    "Gerade jetzt im Herbst sieht man das Wirken der Förster, wenn überall die bunten Laubbäume aus dem Fichtenwald herausleuchten", lobt Martin Schöffel das Engagement der Staatsforsten im Fichtelgebirge. "Sie schaffen stabile Wälder für die Zukunft des Fichtelgebirges! Ich hoffe sehr, dass diese gemischten Bestände dem veränderten Klima besser trotzen können." Ausdrücklich hob er das 4-Baumarten-Konzept der Bayerischen Staatsforsten hervor. Danach soll in allen Waldbeständen eine Mischung aus mindestens vier Baumarten vertreten sein, die einen stabilen und zukunftsfähigen Wald sicherstellen.

    Nicht nur mit heimischen Baumarten wollen die Förster die Wälder anreichern, sie testen auch neue Arten. Arten, die heute in Regionen vorkommen, die ein Klima aufweisen, auf das wir uns langfristig auch in Mitteleuropa einstellen müssen. Zum Beispiel die Atlaszeder, eine Nadelbaumart aus den Gebirgen Nordafrikas. Sie kommt mit Trockenheit gut zurecht, kann sowohl Hitze, als auch Kälte ertragen und hat ein widerstandsfähiges, dauerhaftes Holz. Im Rahmen eines Anbauversuchs werden an mehreren Orten im Fichtelgebirge kleine Zedern-Setzlinge gepflanzt, um zu untersuchen, wie sie mit den hiesigen Verhältnissen zurechtkommen. An einem Pflanzort bei Goldkronach legt Landtagsabgeordneter Schöffel selbst Hand an und pflanzte einige kleine Zedern.

    "Wir schaffen so ein Grundgerüst an klimatisch widerstandsfähigen Baumarten für vielfältige und stabile Zukunftswälder", bekräftigt Winfried Pfahler. "Denn auch unsere Kinder und Enkel sollen noch unseren Fichtelgebirgswald genießen können."

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    news-2391 Wed, 28 Oct 2020 10:55:27 +0100 Kinder pflanzen den Wald von morgen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/kinder-pflanzen-den-wald-von-morgen.html 28. Oktober 2020, Schnaittenbach - Die Trockenheit der vergangenen zwei Sommer macht nicht vor der Oberpfalz halt und leider auch vor keiner Baumart: Fichten, Kiefern und Buchen leiden unter dem fehlenden Niederschlag. Um die zukünftigen Wälder fit für den Klimawandel zu machen, setzt der Forstbetrieb Schnaittenbach der Bayerischen Staatsforsten auf einen Baumartenmix und damit auf mehr Vielfalt. So sollen den zukünftigen Klimawald neben Kiefer und Fichte auch Tanne, Eiche, Buche und Birke bilden. Dabei werden nur die Baumarten gepflanzt oder gesät, die sich nicht natürlich einstellen, wie etwa die Tanne oder die Eiche. "Waldumbau" nennen die Schnaittenbacher Staatsförster das. Also den Umbau des Waldes von arten- und strukturarme in gemischt, stabile und strukturreiche Wälder.

    Da Bäume und Wälder sehr alt werden können handelt es sich beim Waldumbau um ein Jahrhundertprojekt. Und um dieses zu bewerkstelligen ist jede helfende Hand willkommen. Der Hessenreuther Förster Hans Frisch hat sich daher sehr darüber gefreut, dass er beim Waldumbau in seinem Revier von der Learning Campus-Jugendgruppe unterstützt wurde. Die Mädchen und Jungen der Gruppe haben mit Begeisterung einige Hundert Tannen in der Abteilung Hirschwechsel mitten im Hessenreuther Wald gepflanzt, die dort anderen Baumarten den Wald der Zukunft bilden werden. Froh und glücklich waren die Kinder am Ende des Tages dann auch darüber einen Beitrag zum Klimawald geleistet zu haben. Die Pflanzaktion fand noch im Rahmen der Deutschen Waldtage statt, die ganz im Zeichen der Folgen des Klimawandels und dessen Auswirkungen auf den Wald standen.

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    news-2389 Fri, 23 Oct 2020 12:08:50 +0200 Stabwechsel im Saldenburg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/stabwechsel-im-saldenburg.html Thomas Peter löst Ulrich Matschke ab.

    23. Oktober 2020, Saldenburg/Bodenmais - Zum Monatsende November ist es soweit: Revierleiter Ulrich Matschke geht nach 22 Jahren in Ruhestand und übergibt die Leitung seines Forstreviers Saldenburg an Thomas Peter. "Das ist definitiv eines der schönsten Reviere im Vorderen Bayerischen Wald", sagt Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl, "die Waldflächen erstrecken sich vom Brotjacklriegel im Westen über Saldenburg bis zur Hofleite östlich von Fürsteneck. Und im ganzen Revier gibt es vielfältig gemischte Wälder aus Fichten, Kiefern, Lärchen, Buchen und Eichen mit reichlich Naturverjüngung und dazu jede Menge alte und junge Tannen".

    Der in Regensburg geborene Ulrich Matschke kam 1979 an das Revier Schöfweg im damaligen Forstamt Freyung. Ab 1998 übernahm er den Saldenburger Wald. Zweiundzwanzig Jahre, zunächst im FoA Freyung und ab 2005 im Forstbetrieb Bodenmais, hat er hier im Sinne seiner Vorgänger naturnah gewirtschaftet. Wie er sagt, "war es eine spannende Zeit", und sein Chef Jürgen Völkl bestätigt ihm, dass er es war, "der hier erfolgreich einen Ausgleich zwischen Ökonomie und Ökologie und den Ansprüchen der Gesellschaft geschaffen hat!"

    Thomas Peter wird voller Stolz in seine Fußstapfen treten. Nach einigen "Lehr- und Wanderjahren" als Forstwirt und Angestellter der WBV Deggendorf arbeitet er seit 2009 bei den Bayerischen Staatsforsten. Angefangen hat er zunächst im Forstbetrieb Freising, seit 2011 leitet er im Forstbetrieb Bodenmais das Revier Irlmoos. "Saldenburg ist mein Traumrevier", sagt der Forstingenieur, "nicht, dass es mir in Irlmoos nicht gefallen hätte, aber mit dem Wechsel halbiert sich mein täglicher Weg zwischen meinem Wohnort und meinem Revier!"

    Saldenburgs Bürgermeister Max König ließ es sich nicht nehmen, den "Alten" zu verabschieden und den "Neuen" herzlich zu begrüßen. "Ich freue mich, dass das Revier Saldenburg künftig sein Büro in unserem Rathaus hat. Und ich freue mich noch mehr, dass die langjährige Zusammenarbeit von Gemeinde und Forst nahtlos weitergehen wird!"

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    news-2388 Thu, 22 Oct 2020 13:44:42 +0200 40 Jahre Arbeit für und im Staatswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/40-jahre-arbeit-fuer-und-im-staatswald.html 21. Oktober 2020, Kempten - Vor 40 Jahren, am 01.09.1980 hat Florian Karg beim damaligen Forstamt Sonthofen im Revier Hindelang die Ausbildung zum Forstwirt begonnen. Nach erfolgreichem Abschluss der Lehrzeit blieb Florian Karg "seinem Revier" im Raum Bad Hindelang treu und arbeitete seitdem unermüdlich im Staatswald.

    Seit 40 Jahren ist er in den Wäldern zur Stelle, wenn Holz geschlagen, junge Bäume gepflanzt oder Naturschutzmaßnahmen umgesetzt werden müssen. "Durch seine Fachkenntnisse und seine Umsicht konnte er auch bei gefährlichen Arbeiten Unfälle vermeiden. Seine genaue Ortskenntnis und reiche Erfahrung, sowie sein kameradschaftliches Verhalten sind für seine Kollegen als auch die Betriebsführung eine große Bereicherung", so Florian Kargs Chef, Sonthofens Servicestellenleiter Wolfgang Lerner.

    Mit den besten Wünschen und Dank für die geleisteten Dienste überreichten Forstbetriebsleiter Jann Oetting und Servicestellenleiter Wolfgang Lerner einen Geschenkkorb mit Lebensmitteln, die vor allem aus dem Wald kommen.

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    news-2387 Thu, 22 Oct 2020 13:29:39 +0200 Biotoppflege im Eschacher Wald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/biotoppflege-im-eschacher-wald.html 21. Oktober 2020, Eschach - Im Bereich der Jägerhütte im Eschacher Wald hat sich in den letzten Wochen einiges getan. Bäume wurden gefällt und ein kleiner Bagger war im Einsatz. Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting berichtet dazu: "Der vor vielen Jahren künstlich angelegte Teich und das ganze Umfeld der Jägerhütte wurde umgestaltet und aufgewertet."

    Im Sommer zeigte sich das Biotop an der Jägerhütte in keinem guten Zustand. Die Wasseroberfläche war nahezu komplett verbuscht und beschattet. Steil abfallende Böschungen erschwerten Amphibien den Zugang zum Wasser und ein extrem niedriger Wasserstand deutete darauf hin, dass der künstlich angelegte Teich undicht war. Für Förster Simon Simon Lipp stand der Entschluss schnell fest, den Weiher im Herbst aufzuwerten. Nun sind die Maßnahmen abgeschlossen und der Teich füllt sich langsam wieder mit Wasser.

    Bevor die Arbeiten jedoch starten konnten, mussten zuerst Büsche und Bäume entfernt werden. "Die für das Biotop so wichtige Sonneneinstrahlung gelangte kaum noch auf die zunehmend kleiner werdende Wasseroberfläche" erläutert der zuständige Revierleiter Simon Lipp. Zusätzlich wurden vor Maßnahmenbeginn einige Goldfische umgesiedelt. Die Goldfische wurden leider von Privatpersonen ausgesetzt und haben sich in den letzten Jahren stark vermehrt. Das ist für die Natur und Artenvielfalt ein Problem. Knapp 30 Goldfische konnten gefangen und umgesiedelt werden. Nun haben sie im Nachbarrevier ein neues Zuhause gefunden, wo sie keinen Schaden anrichten können.

    Im Zuge der Aufwertung des Biotops wurde die Böschung abgeflacht, um den Zugang zur Wasserstelle zu erleichtern. Außerdem wurde die undichte Verrohrung im Weiher komplett entfernt. "Des Weiteren wurden Flach- und Tiefwasserzonen geschaffen. Diese wärmen sich im Frühjahr bei den ersten Sonnenstrahlen unterschiedlich schnell auf und gelten als Kinderstube vieler Amphibien", klärt der Sonthofer Forstbetriebsleiter Jann Oetting auf.

    Zuletzt wurden Stein- und Asthaufen am Rande des Teichs abgelegt, wo Frösche und andere Amphibien überwintern können.

    Der Teich wird vom Überlauf einer Quellfassung in der Nähe der Jägerhütte gespeist. Bisher lief das Wasser aus der Quelle unterirdisch in Rohren in den Teich. Die Rohre wurden nun entfernt und so ein offener Bachlauf mit Steinen gestaltet. "Die Maßnahmen werden aus Mitteln für besondere Gemeinwohlleistungen im Staatswald durch die Forstverwaltung finanziert, darüber freuen wir uns und danken dem Freistaat", so nochmal Forstbetriebsleiter Jann Oetting.

    Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten an der Wasserstelle allerdings noch nicht. "Im kommenden Jahr wird noch der alte Brunnen an der Jägerhütte erneuert, somit wird der gesamte Bereich des beliebten Wanderziels aufgewertet", freut sich Revierleiter Simon Lipp.

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    news-2601 Thu, 22 Oct 2020 11:21:00 +0200 Frisches Wildbret aus dem Staatswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/frisches-wildbret-aus-dem-staatswald.html (22. Oktober) Freising – Der Direktverkauf von frischem Wildfleisch aus den eigenen Wäl-dern Forstbetrieb Freising kommt in Freising offensichtlich sehr gut an. Seit der Eröffnung der Verkaufstheke am Forstbetrieb im November 2019 wurde an jedem Verkaufstag frisch erlegtes, aber auch gefrorenes Wildfleisch vom Reh, Rotwild oder Wildschwein verkauft. Auf großes Interesse stoßen auch Wurstwaren aus Wildfleisch und Geräuchertes. Der Verkauf findet auch in Zeiten von Kontaktbeschränkungen statt, da der Verkauf dann mit Abstand durch das Fenster neben dem Eingang abgewickelt wird.

    Sämtliche Produkte stammen aus den eigenen staatlichen Wäldern und sind nachhaltig. Mit jährlich rund 1.500 Stück Schalenwild aus den Staatsjagdrevieren erzeugt der Forstbetrieb Freising der Bayerischen Staatsforsten ein hochwertiges Lebensmittel. Die Qualität von Wild-fleisch wird allseits gelobt und ist nicht zuletzt wegen seines vorzüglichen Geschmacks eine hervorragende Ergänzung des Speiseplans. Das Fleisch ist fettarm, eisen- und vitaminreich. Die hochwertige und abwechslungsreiche Nahrung des Wildes macht das Fleisch sehr aro-matisch.
    Unser Wildbret ist gesund und unbehandelt und stammt von heimischen, in ihrem natürlichen Lebensraum aufgewachsenen Tieren. Tierschutzgerecht erlegt, wird das Wild nach mo-dernsten Hygienestandards zu Wildbret verarbeitet, um höchste Qualität zu garantieren. So ist zum Beispiel sichergestellt, dass jedes einzelne Stück Wild auf seinen Becquerel-Gehalt untersucht wird und die Strahlenbelastung unterhalb des zulässigen Grenzwerts liegt.
    Wild lebt und ernährt sich in der freien Natur. Daher hat Wildfleisch einen hohen Anteil an Vitaminen und Mineralien sowie einen geringen Fettgehalt. Wild kann ebenso vielseitig zubebeitet werden, wie andere Fleischsorten. Ob als traditionelles Wildragout, als feiner Braten, Steak oder Grillgut, Wildbret ist ein schmackhaftes und gesundes Lebensmittel. Mehr Natur geht nicht.

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    news-2395 Thu, 22 Oct 2020 08:18:00 +0200 Grundschüler sorgen für die nächste Waldgeneration https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/grundschueler-sorgen-fuer-die-naechste-waldgeneration.html 22. Oktober 2020, Ebrach - Herbstzeit ist Pflanzzeit im Wald, das haben heute die Ebracher Grundschüler ganz aktiv erfahren. Der Einladung des Baumwipfelpfad Steigerwald ist die ganze Grundschule mit Rektor Guido Krebs gerne gefolgt. Tapfer wanderten Groß und Klein über den Schlangenweg zum Baumwipfelpfad Steigerwald bei Ebrach und wurden von der Leiterin Barbara Ernwein und ihren Mitarbeitern herzlich begrüßt. Unplanmäßig hatten am Radstein Sturm Fabienne und der Borkenkäfer Löcher in den Waldbestand gerissen. Die Chance, den Wald für die Zukunft fit zu machen und weitere Mischbaumarten in den Wald einzubringen.

    Unterstützung kam von den Kollegen des Forstbetriebs Ebrach der Bayerischen Staatsforsten. Von Forstwirtschaftsmeister Frank Binder und den Auszubildenden im 1.Lehrjahr (Jonathan, Elias und Jonas) konnten die Kinder zum einen lernen wie die Profis den Waldumbau voranbringen und zum anderen durften alle dann tatkräftig selber mit anpacken. In Gruppen aufgeteilt und mit Hohlspaten ausgestattet konnte jede Klasse 50 Bergulmen pflanzen. "Ich will auch Waldarbeiter werden!" hörte man einige stolze Kinder bei "ihren"gepflanzten Bäumen.

    Erfreulich war neben der Begeisterung auch das bereits vorhandene Wissen, dass die Kinder aus der Schule mitbrachten. Die vielseitigen Funktionen des Waldes, verschiedene Waldtypen wie auch die Baumarten sind den Kindern ein Begriff. Das Besteigen des Turmes und ein Besuch auf dem großen Waldspielplatz als Belohnung durfte nicht fehlen. Gut gestärkt, mit viel frischer Luft, Bewegung und einer hoffentlich nachhaltigen und schönen Erfahrung bestiegen die Kinder schließlich den Bus zurück nach Ebrach.

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    news-2384 Wed, 21 Oct 2020 08:46:05 +0200 Aufräumen und Aufforsten nach Föhnsturm https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/aufraeumen-und-aufforsten-nach-foehnsturm.html 15. Oktober 2020, Sonthofen - "Fast ein Jahr ist es jetzt her, dass ein Föhnsturm durchs Hintersteiner Tal zog und große Schäden in unseren Schutzwäldern hinterließ", erinnert sich Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting. Die Aufräumarbeiten sind nun abgeschlossen, jetzt ist Aufforsten angesagt.

    Am Freitag, den 15. November 2019 zog in den Morgenstunden ein heftiger Föhnsturm durchs Hintersteiner Tal und verursachte Schäden schwerpunktmäßig in den Schutzwäldern zwischen der Möslealpe und dem Wanderweg zur Schwarzenberghütte. Der Sturm war so stark, dass neben zahlreichen Fichten auch Weißtannen und Buchen geworfen oder abgebrochen wurden. Insgesamt sind mehrere Tausend Festmeter an Schadholz innerhalb weniger Stunden im Staatswald und angrenzendem Privatwald angefallen. "Ich war richtig schockiert, als ich die ersten Bilder von Revierleiter Rainer Ruf bekommen habe, die er vom Hang gegenüber der Hubertuskapelle aus am Nachmittag gemacht hatte", schaut Jann Oetting zurück.

    Aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit konnte mit den Aufräumarbeiten - der Aufarbeitung des Sturmholzes erst im Frühjahr dieses Jahres begonnen werden. Abgeschlossen wurde die Aufarbeitung vor einigen Wochen. Der Großteil des Holzes konnte mit Seilbahnen an den Alpweg im Tal gebracht werden. Aus den unzugänglichsten Lagen wurde ein Teil der Fichtenwindwürfe mit dem Hubschrauber ausgeflogen. Der größere Anteil wurde vor Ort von Hand entrindet und liegen gelassen. Sinn und Zweck aller Maßnahmen war es, dem Borkenkäfer Brutraum zu entziehen, seine Vermehrung einzuschränken und den Befall von stehenden Fichten in den umliegenden Waldbeständen zu verhindern. Wirtschaftliche Gesichtspunkte - Erlöse durch Holzvermarktung erzielen - traten aufgrund des bestehenden Überangebot an Schadholz und niedrigen Holzpreisen in den Hintergrund. Auch wurden bewusst geworfene Weißtannen und Buchen liegen gelassen. Sie sollen aufwachsenden jungen Bäumen Schutz vor Schneeschub bieten, Lebensraum für Totholzbewohner sein und zur Humusbildung beitragen.

    "Wir haben sehr gut mit unserem ebenfalls betroffenen Nachbarn und den beauftragten Unternehmern zusammengearbeitet. Auch mit den Alpgenossen war es ein sehr gutes Miteinander. Dafür bedanken wir uns herzlich!" so Forstbetriebsleiter Jann Oetting, der nach den Aufräumarbeiten jetzt den Blick nach vorne richtet. Es ist wichtig, auf den Sturmschadensflächen im Schutzwald wieder einen gemischten jungen Wald aufzubringen, der Lawinen, Steinschlag und Erosion verhindert. Erfreulicherweise haben sich bereits auf Teilflächen junge Buchen und Bergahorne von selbst angesamt. In einem funktionsfähigen Schutzwald sollten aber mindesten die Hälfte der Bäume Nadelbäume sein. Deshalb wurden in den letzten Wochen am Hang gegenüber der Hubertuskapelle Weißtannen und Fichten gepflanzt. Weitere Pflanzungen werden nächstes Jahr notwendig sein. "Wir suchen Lücken zwischen der vorhandenen jungen Laubbäumen aus und unsere Waldarbeiter pflanzen dann die Nadelbäume in kleinen Trupps um Stöcke, Wurzelteller und kleine Geländeerhebungen", erläutert Revierförster Rainer Ruf, der den Staatswald im Hintersteiner Tal pflegt.

    Die Aufforstung dieser Sturmschadensflächen im Schutzwald der Bayerischen Staatsforsten läuft über die Schutzwaldsanierung. Das bedeutet, dass die Kosten der Pflanzungen weitestgehend aus Mitteln für besondere Gemeinwohlleistungen im Staatswald durch die Forstverwaltung finanziert werden. Die Planung und Ausführung vor Ort erfolgt bei dieser und anderen Maßnahmen in enger Absprache zwischen Revierförster Rainer Ruf und dem Kollegen Jochen Kunz von der Fachstelle Schutzwaldmanagement am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten / Immenstadt.

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    news-2383 Wed, 21 Oct 2020 08:27:31 +0200 Für die Zukunft sorgen – der Waldumbau läuft https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/fuer-die-zukunft-sorgen-der-waldumbau-laeuft.html 21. Oktober 2020, Neureichenau - Mut braucht es schon, angesichts der schwer geschädigten Wälder nicht aufzugeben, sondern für den Klimawald von morgen zu sorgen und den Wald gesund zu erhalten. Die Frauen und Männer krempeln die Ärmel hoch und setzen sorgfältig Bäumchen für Bäumchen in den vorbereiteten Waldboden. Den Forstbetrieb Neureichenau zeichnet zwar aus, dass vieles über die sogenannte "biologische Automation" gelingt, und da vor allem die natürliche Verjüngung der Waldbestände mit Tanne, Buche, Ahorn, Fichte und zahlreichen Mischbaumarten. Das liegt an unseren guten Jägern! Dennoch sind wir froh, dass Ministerpräsident Söder den Bayerischen Staatsforsten zusätzliche Mittel zur Aufforstung mit klimaresistenten Bäumen zur Verfügung gestellt hat. Bis 2024 werden die Bayerischen Staatsforsten damit 30 Millionen neue Bäume pflanzen, darunter 5 Millionen in sogenannten Klimawald-Kulturen.

    Stürmen und Borkenkäfern ist es auch im Forstrevier Frauenberg gelungen, Lücken in jüngeren Bestände zu schlagen, die noch nicht verjüngt sind. Dort pflanzen wir je nach Standort und waldbaulichen Notwendigkeiten Tanne, Douglasie, Lärche. Meist handelt es sich um Flächen mit besonderer Bedeutung für den Bodenschutz, die erosionsgefährdet sind und zur Verkarstung neigen. Niederschläge rauschen zu Tal und nehmen den wertvollen Humus mit. Die Hänge sind als "Bodenschutzwald" besonders ausgewiesen und müssen schnell wieder aufgeforstet werden.

    Am Forstbetrieb Neureichenau pflanzen wir auch Eiche und Buche, und setzen, wo es passt, auch auf Flatterulme, Spitzahorn, Vogelkirsche, Rot- und Traubeneiche sowie Edelkastanie und Nuss. Diesen Baumarten trauen wir eine hohe Resilienz bezüglich der klimatischen Veränderungen zu, außerdem vertragen sie sich mit den Baumarten, die sowieso schon da sind, vermutlich gut.

    Dieses Sonderprogramm für den Klimawald werden wir für weitere vier Jahre beibehalten, je nach Verfügbarkeit der Baumschulware.

    Seit über 30 Jahren werden die Wälder zu stabilen und klimatoleranten Mischwäldern umgebaut. Der große bayerische Waldumbau ist in vollem Gange. Entscheidend für leistungsfähige Wälder für kommende Generationen wird es sein, die richtigen Baumarten einzusetzen. Das sind Baumarten, die dem Klimawandel - also höheren Temperaturen, mehr Trockenheit, weniger Niederschlägen - standhalten. Bäume binden das Kohlenstoffdioxid und speichern es als langlebige Holzprodukte oder substituieren es gegenüber anderen Baustoffen. Der Wald und dessen Bewirtschaftung ist zentral, um die Folgen des Klimawandels, die wir alle spüren, zu mildern.

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    news-2382 Tue, 20 Oct 2020 11:22:13 +0200 Ganz ausgezeichnet: Forstbetrieb Fichtelberg erhält Auszeichnung für Naturschutzprojekt https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/ganz-ausgezeichnet.html  

    19. Oktober 2020, Goldkronach - Für seine andauernden Bemühungen um den Schutz, die Erhaltung und die Wiederherstellung der Feucht- und Moorflächen auf der Königsheide bei Goldkronach wurde der Forstbetrieb Fichtelberg ausgezeichnet. Das dort umgesetzte Projekt zur Renaturierung der Moore ist ein Beitrag der Bayerischen Staatsforsten zur UN-Dekade "Biologische Vielfalt".

    Geheimnisvoll gluckert es unter den Füßen. Der Boden ist weich und nass. Statt eines dichten Bestands von hoch aufragenden Bäumen stehen nur wenige niedrige Fichten, Kiefern und Birken in weitem Abstand auf der Fläche. Dazwischen feuchte Moospolster und kleine wassergefüllte Tümpel. Was auf den ersten Blick wie ein unordentlicher Wald aussieht, hat dem Forstbetrieb Fichtelberg jetzt eine Auszeichnung eingebracht. Denn die Unordnung, der "wilde" Zustand ist durchaus beabsichtigt und durch aktive Maßnahmen des Forstbetriebs bewusst herbeigeführt.

    Die Vereinten Nationen (UN) hatten die Weltöffentlichkeit dazu aufgerufen, sich für die biologische Vielfalt einzusetzen. Auslöser war der kontinuierliche Rückgang der Biodiversität weltweit. Projekte, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung der Vielfalt einsetzen, werden dafür besonders geehrt.

    "Die Bayerischen Staatsforsten haben ihren Auftrag zur Verbesserung der biologischen Vielfalt angenommen und vorbildlich umgesetzt, wie dieses Projekt hier auf der Königsheide zeigt" lobte Landtagsabgeordneter Martin Schöffel die Maßnahmen des Forstbetriebs Fichtelberg auf der Königsheide. Bei der Übergabe der Urkunde und des symbolischen Preises in Form eines hölzernen Baumes konnte sich Martin Schöffel gemeinsam mit Landrat Florian Wiedenmann, den Bürgermeistern der anliegenden Gemeinden und Vertretern der Naturschutzbehörden selbst einen Eindruck vom Erfolg der Maßnahmen auf dem Höhenrücken zwischen Goldkronach und Warmensteinach verschaffen.

    Seit mehr als zehn Jahren lassen die Bayerischen Staatsforsten hier ehemalige Entwässerungsgräben verschließen, legen kleine Tümpel an und bauen Unterschlupfmöglichkeiten für Amphibien und Reptilien. Alles um möglichst vielfältige, natürliche Lebensräume zu schaffen und zu erhalten.

    Auf einer Fläche von fast 40 Hektar - das entspricht gut 50 Fußballfeldern - entstand auf der Königsheide ein Mosaik aus Feucht- und Trockenflächen, offenen Gewässern, trockenen Standorten, Moorflächen, Totholz, Heidelbeerbüschen - idealer Lebensraum für viele seltene Arten, wie die Große Moosjunger, eine Libellenart, oder den Sonnentau, eine fleischfressende Pflanze. Auch Auerhuhn und Schwarzstorch fühlen sich hier wohl. Daneben dienen diese Flächen auch zum Hochwasserschutz und binden große Mengen des Treibhausgases Kohlendioxid. Das Projekt ist gleichzeitig ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit unterschiedlicher Gruppen und Organisationen, wie Winfried Pfahler, der Leiter des Forstbetriebs, betonte: der Landesbund für Vogelschutz brachte sich dabei ein, ebenso beteiligten sich das Bergwaldprojekt und der Fichtelgebirgsverein. Finanzielle Unterstützung kamen vom Umweltministerium und vom Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten in Bayreuth.

    "Wir versprechen, nicht nachzulassen und uns auch weiterhin um Schutz und Erhaltung der uns anvertrauten Moorflächen zu kümmern" versprach Winfried Pfahler, der die Auszeichnung stellvertretend für seine Mitarbeiter entgegennahm. "Der Schutz der Natur ist für meine Mitarbeiter und mich eine echte Herzensangelegenheit."

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    news-2381 Tue, 20 Oct 2020 10:57:29 +0200 Monday for future: Kindertagesstätte sammelt Eicheln für Zukunftswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/monday-for-future.html Kindertagesstätte St. Elisabeth sammelte am Montag, dem 19.10.2020 knapp 5.000 Eicheln für die Wiederaufforstung der geschädigten Staatswälder.

    19. Oktober 2020, Forchheim - Im durch Hitze, Trockenheit und Borkenkäfer geschädigten Staatswald rund um Bamberg und Forchheim werden aktuell auf einer Fläche von etwa 50 Fußballfeldern junge Bäume nachgepflanzt und Eicheln ausgesät. Um die künftigen klimabedingten Risiken im Wald zu verringern, setzen die Bayerischen Staatsforsten auf vielfältig gemischte, stabile Waldbestände aus mindestens vier verschiedenen, standortgerechten und widerstandsfähigen Baumarten.

    In vielen Waldbeständen haben sich bereits junge Buchen und Eichen unter den absterbenden Kiefern und Fichten "verjüngt". Wo die Naturverjüngung jedoch fehlt, wird in den nächsten Wochen wieder aufgeforstet mit jungen Elsbeeren, Tannen, Esskastanien,Douglasien, Kirschen, Spitzahorn oder Linden. Auf weiteren neun Hektar werden Eicheln gesät, da Stiel- und Traubeneichen mit ihren Pfahlwurzeln sehr widerstandsfähig sind gegen Hitze, Trockenheit und Sturm.

    Die Bayerischen Staatsforsten freuen sich, dass sie beim Sammeln der Eicheln durch den Caritas-Kindergarten St. Elisabeth Bamberg unterstützt wurden. Im Rahmen ihrer Waldwochen kamen 23 "Spatzen", "Löwen", "Fische" und "Bären" in den Michelsberger Wald, um die zur Wiederaufforstung benötigten Eicheln aufzusammeln. Der Leiter des Forstreviers Bamberg, Berthold Schultheiß, begeisterte die Kinder mit seinen lebhaften Erklärungen rund um die Eicheln. Er zeigte, wie aus einer winzigen Eichel ein großer Baum erwächst, lobte die Eichelhäher als fleißige Forstgehilfen und zeigte, dass die vom Eichelbohrer besetzten Eicheln nicht zum Säen, sondern nur für die Wildschweine zum Fressen taugen. So motiviert trugen die 46 Kinderhände in Kürze knapp 5.000 Eicheln zusammen.

    Berthold Schultheiß dankte den Kindern für die große Menge an Samen, die in den kommenden Wochen im Bruderwald wieder ausgesät werden. Die Koordinatorin der Kita St. Elisabeth, Theresa Uttenreuther, wiederum freute sich über die Möglichkeit, sich im Rahmen der Waldwochen aktiv für den Wald einzubringen: "Ich finde es klasse, dass unsere Kinder damit ihren Beitrag leisten konnten zur Verjüngung des Waldes". Ein Montag für den Klimawald. Ein Beitrag der Generation Zukunft für den Wald der Zukunft.

    Wer es dem Kindergarten gleichtun will, Eicheln für den künftigen Waldaufbau aufzusammeln, darf sich gerne an den Forstbetrieb Forchheim wenden. "Wir freuen uns, wenn wir Eicheln zum Ansäen bekommen. Diese dürfen jedoch nur aus dem Staatswald kommen. Bei Interesse zeigt der Forstbetrieb Forchheim (Tel.: 09191 72210) gerne, wo Eicheln im Umkreis von Bamberg oder Forchheim aufgesammelt werden können", so der Leiter des Forstbetriebs Forchheim, Stephan Keilholz.

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    news-2380 Tue, 20 Oct 2020 10:36:30 +0200 Tüchtige Jugendliche pflanzen Klimawald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/tuechtige-jugendliche-pflanzen-klimawald.html 20. Oktober 2020, Neureichenau/Untergriesbach - Immer mehr Schülerinnen und Schüler wollen nicht traurig und tatenlos zusehen, wie die Wälder in ihrer Heimat unter dem Klimawandel leiden. Am 20. und 21. Oktober 2020 kamen die Jugendlichen der Hauptschule Untergriesbach nicht mit Büchern und Heften zum Unterricht, sondern mit Spaten, Schaufeln und Hacken. Sie folgten damit dem Beispiel der Realschule Bad Griesbach und brachen voller Tatendrang in den Wald des Landwirtschaftlichen Bezirksvereins, Weidegut Rechab auf. Dort hatten die Borkenkäfer im Sommer ein "Loch" in den Waldpelz gefressen, das wieder aufgeforstet werden muss. Die Förster Günther Kohl, der seit mehr als 50 Jahren für den Wald des Weidegutes verantwortlich ist, und Christian Fischer von der Bayerischen Forstverwaltung hatten einen Pflanzplan für die 4.100 Quadratmeter große Fläche ausgearbeitet. Der Plan gibt vor, welche Baumart an welchem Platz gepflanzt werden sollte. Fachkundig angeleitet und unterstützt wurden die jungen Leute von Günther Kohl. Außerdem halfen Forstwirte und Auszubildende vom Forstbetrieb Neureichenau der Bayerischen Staatsforsten und Karl-Heinz Knollmüller dazu. Zwei Schultage waren anberaumt, damit die Schüler der Abschlussklassen Roteichen, Hainbuchen, Schwarzerlen, Weißtannen, Douglasien und ein paar Fichten pflanzen konnten. Diese Baumartenmischung wird für die klimatischen Veränderungen besser gewappnet sein.

    Die Wälder leiden unter Trockenheit und Hitze. Der Wald und seine Funktionen sind in Gefahr. Der Klimawandel gefährdet insbesondere Baumarten, die anfällig für Hitze, Trockenheit, Sturm oder Schadinsekten sind. Er verändert die Waldgesellschaften und beeinträchtigt deren Funktionen. Waldbesitzer und Holzwirtschaft stehen vor großen Herausforderungen, wie wir sie bisher nicht kennen.

    Die bayerische Staatsregierung stellt daher den Waldbesitzern durch Förderprogramme der Bayerischen Forstverwaltung großzügig finanzielle Mittel für Wiederaufforstungen nach Schadereignissen zur Verfügung. Mit den richtigen Mischbaumarten können die Waldbesitzer so ihre Wälder zukunftsfähig aufbauen und an den Klimawandel anpassen. Dass der Sektor Forst und Holz zu den wichtigsten Branchen in Bayern gehört, steht außer Zweifel. Und dass stabile Wälder und intelligente Holznutzung eine Schlüsselrolle im Klimaschutz bilden, wissen die jungen Helfer. Vielen Dank allen Helferinnen und Helfern!

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    news-2378 Thu, 15 Oct 2020 10:31:55 +0200 Geschäftsjahr 2020: Positive Waldbilanz trotz hoher Schäden / Klimawandel sorgt erstmals für Verlust https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/bilanz-2020.html Die Bayerischen Staatsforsten ziehen trotz Trockenheit, Hitze, Stürmen und Schadinsekten eine positive Waldbilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr: Die wichtigsten strategischen Ziele, den Wald gesund zu erhalten und die Holzvorräte zu sichern bzw. auszubauen, konnten unter großen Anstrengungen erreicht werden. Auf die Geschäftszahlen haben sich die Folgen des Klimawandels sowie der daraus resultierende starke Holzpreisverfall allerdings deutlich negativer ausgewirkt: Erstmalig müssen die Bayerischen Staatsforsten für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Verlust ausweisen.

    Ausführliche Informationen finden Sie hier: www.baysf.de/bilanz2020

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    news-2376 Wed, 14 Oct 2020 13:05:23 +0200 Mit Holz heizen für den Klimaschutz https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/mit-holz-heizen-fuer-den-klimaschutz0.html Regional und CO2-neutral: Die Bayerischen Staatsforsten verkaufen ab sofort ofenfertiges Brennholz aus dem Bayerischen Staatswald / Online-Vorbestellungen im BaySF-Waldshop möglich.

    14. Oktober 2020, Regensburg - Die Bayerischen Staatsforsten bieten ab sofort ofenfertiges Brennholz zum Verkauf an. Das Brennholz stammt aus den nachhaltig bewirtschafteten Wäldern der Bayerischen Staatsforsten und wird vor Ort produziert. Somit bleiben Transportwege so kurz wie möglich und die Kundinnen und Kunden erhalten ihr Brennholz direkt aus der Region.

    Die hohen Standards der Waldbewirtschaftung werden unter anderem durch das PEFC-Siegel garantiert. "Knackende Scheite schaffen wohlige Wärme: Ein Holzofen macht eine angenehme Wärme und schont dazu auch noch das Klima. Der nachwachsende Rohstoff Holz ist nicht nur CO2-neutral, sondern auch regional verfügbar", so ein Sprecher der Staatsforsten. Die Försterinnen und Förster bieten Premium-Scheitholz der Baumarten Buche, Eiche, Esche, Fichte und Kiefer in den Längen 33cm und 25cm an.

    Vom Web ins Wohnzimmer

    Kundinnen und Kunden können das ofenfertige Brennholz direkt an ihrem Forstbetrieb kaufen - allerdings ist der Vorrat begrenzt, denn die Staatsforstbetriebe ernten nur so viel Holz wie auch nachwächst. Deshalb empfiehlt es sich das Brennholz online im BaySF-Waldshop vorab zu reservieren.

    Im BaySF-Waldshop können Kundinnen und Kunden ab 15. Oktober 2020 ihr Brennholz ganz bequem vorbestellen und an der jeweiligen Abgabestelle der Forstbetriebe abholen. Neben Brennholz finden sie dort darüber hinaus viele weitere Produkte rund um das Thema Wald und Forstwirtschaft.

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    news-2375 Tue, 13 Oct 2020 13:06:44 +0200 Retter hoch oben im fränkischen Himmel https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/retter-hoch-oben-im-fraenkischen-himmel.html 12. Oktober 2020, Ebrach - Nicht schlecht gestaunt und wohl auch ein wenig besorgt waren Ebracher Bürger als am Donnerstag früh um 9.24 Uhr ein SAR Rettungshubschrauber über Ebrach und dem umliegenden Wald kreiste. Was war da passiert?

    Frühnebel versperrte dann kurzzeitig die Sicht auf den Busparkplatz am Baumwipfelpfad Steigerwald, weshalb der erste Anflug das Können der Piloten gleich forderte. Als Übungsobjekt für die Höhenretter der Berufsfeuerwehr Würzburg in neuer Kooperation mit der Bundeswehr bot der Turm des Baumwipfelpfad Steigerwald ideale Bedingungen.

    Aus Sicherheitsgründen musste der Pfad trotz des traumhaften Herbstwetters bis 14 Uhr geschlossen bleiben. Exklusiv die 11 Höhenretter der Berufsfeuerwehr Würzburg hatten an diesem Morgen den Turm als ihren Arbeitsplatz. Geübt haben hier beide Seiten. Die Feuerwehr das Retten in der Höhe mit Ausfliegen verletzter in einem speziellen Rettungssack und die Piloten zeigten ihr Können im zügigen aber ruhigen Anflug des Unfallortes.

    Schwer beeindruckt und froh zeigten sich die Mitarbeiter des Teams Baumwipfelpfad, dass auch in einer Notsituation eines Besuchers oder Mitarbeiters auf dem Turm die Rettungskette so reibungslos funktioniert.

    "Sehr erfolgreich und effektiv", so die Meinung von Andreas Baumann nach Abschluss der Übung. Der Übungsleiter der Berufsfeuerwehr Würzburg, der sich den Schauplatz ausgesucht hatte und gemeinsam mit den Bayerischen Staatsforsten bzw. dem Team des Baumwipfelpfad alles organisiert hatte. "Wir kommen gerne wieder!"

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    news-2374 Tue, 13 Oct 2020 11:44:00 +0200 Burgstall Heimenegg: Schüler engagieren sich für den Erhalt des Bodendenkmals https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/burgstall-heimenegg-schueler-engagieren-sich-fuer-den-erhalt-des-bodendenkmals.html 02. Oktober 2020, Heimenegg bei Mindelheim - Unter kundiger Anleitung durch Kreisheimatpfleger a.D. Peter Hartmann und tatkräftiger Unterstützung durch Rektor a.D. Rudolf Ruf und Klassenlehrerin Veronika Vogt haben 19 Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 7Mc der Mittelschule Mindelheim, die vom Unternehmen Klaus Reisen kostenlos transportiert wurden, als aktiven Beitrag zur Kultur- und Heimatpflege Äste, Totholz und Wildwuchs aus den Burggräben und von den Wällen der Burgstall (Burgstelle) Heimenegg entfernt. Die Erhaltungsmaßnahme wurde vorab mit dem Landesamt für Denkmalpflege abgestimmt und trägt zum langfristigen Fortbestand des archäologischen Kleinods bei.

    Der Burgstall Heimenegg wurde erstmals 1256 von einem Dienstmann der Mindelberger namens Churat de Haimenecke erwähnt und diente ab 1380 als Dienstsitz Dietrich von Dachsberg zu Heimenegg. Später, ab 1387, gehrt die Anlage zur Herrschaft Teck. Seine letzte Erwähnung fand der Burgstall 1464 bei einer Auseinandersetzung der Rechberger Joerg und Bero. Über 750 Jahre nach Errichtung der Burganlage sind zwar keine Grundmauern mehr zu erkennen, jedoch weisen Reliefveränderungen in Form von metertiefen Gräben, einem aufgeschütteten spitzkegelförmigen Hügel und die Wallreste des Wirtschaftshofes überdeutlich auf den ursprünglichen Grundriss der Anlage hin.

    Der Forstbetrieb Ottobeuren hat die Initiative von Kreisheimatpflege und Schule Mindelheim spontan unterstützt: "Wir freuen uns, dass die Schülerinnen und Schüler so tatkräftig hier im Bayerischen Staatswald mit anpacken", so Dr. Hermann S. Walter, Leiter des Forstbetriebs Ottobeuren. Gilt es doch, das archäologische Kleinod zu erhalten und die regionale Geschichte auch für die interessierte Öffentlichkeit erlebbar und sicher begehbar zu machen. Daher beabsichtigt der Forstbetrieb in naher Zukunft, den Weg zum Burgstall auszuschildern und mit einer neuen Informationstafel über die Geschichte des Burgstalls zu informieren. Die beiliegenden Pressefotos können Sie honorarfrei unter Angabe "Bild: Bayerische Staatsforsten" verwenden. Sie zeigen eine Schülergruppe im Graben der Burgstall Heimenegg beim Entfernen störender Äste.

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    news-2373 Tue, 13 Oct 2020 10:36:08 +0200 Fleißige Hände für den Schutzwald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/fleissige-haende-fuer-den-schutzwald.html

    13. Oktober 2020, Schliersee - Vom 13.07 bis 17.07.2020 veranstaltete der Forstbetrieb Schliersee im Revier Bad Wiessee zusammen mit dem Deutschen Alpenverein eine Aktionswoche der „Aktion Schutzwald“. Unter fachkundiger Anleitung des Forstwirts Manfred Saller entfernten die freiwilligen Helferinnen und Helfer eingewachsene Kulturzäune, denn diese sind eine Gefahr für Auerwild und Wildtiere.

    Um den Schutzwald für den Klimawandel zu rüsten, wurden junge Tannen und seltenes Laubholz gegenüber Konkurrenzvegetation gefördert. Ein gemischter und stabiler Bergmischwald ist die beste Zukunftsvorsorge für kommende Generationen. Zum Abschluss informierte der zuständige Förster Hannes Deininger die Teilnehmer auf einer Exkursion im Söllbach über die Auswirkungen des Klimawandels und Hochwasserereignissen. Eine zünftige Brotzeit auf der Schwarzentennalm rundete eine gelungene Woche ab.

    Seit 1984 engagiert sich der Deutsche Alpenverein für den alpinen Schutzwald. Was mit einer bis zwei Aktionen pro Jahr begann, hat sich heute zu einem umfangreichen Programm mit bis zu 20 Aktionswochen entwickelt. 2007 wurde das Projekt mit dem Alpinen Schutzwaldpreis ausgezeichnet. An der Aktion Schutzwald beteiligen sich pro Jahr insgesamt rund 130 Helferinnen und Helfer. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Aktion Schutzwald helfen fünf Tage lang unter fachlicher Anleitung in der alpinen Schutzwaldpflege und -sanierung mit: Sie pflanzen Bäume, pflegen Zugangswege, bauen Hochsitze, räumen Sturmflächen oder helfen in der Jungwaldpflege. Während dieser Woche haben die Frauen und Männer eine hervorragende Möglichkeit, die Alpen und den Bergwald einmal aus ganz anderer Perspektive kennen zu lernen und einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

    Ohne den Schutzwald wären Teile der Bayerischen Alpen unbewohnbar. Der Schutzwald hält Steinschlag, Felsstürze, Muren und Lawinen von den Tallagen fern. Gleichzeitig ist er wichtig für das Trinkwasser und bietet Tieren und Pflanzen Lebensraum. Aufgrund der natürlichen Gegebenheiten haben Gebirgswälder oftmals schwierige Wachstumsbedingungen, sodass eine sorgfältige Pflege notwendig ist. Die so genannten neuartigen Waldschäden, bedingt durch Schadstoffbelastungen und veränderte Klimabedingungen, belasten den Wald zusätzlich.

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    news-2372 Tue, 13 Oct 2020 10:30:02 +0200 Einsatz für einen zukunftssicheren Staatswald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/einsatz-fuer-einen-zukunftssicheren-staatswald.html Die Bayerischen Staatsforsten und die Firma LOWA haben gemeinsam klimaangepasste Baumarten im Schutzwald gepflanzt.

    07. Oktober 2020, Bayrischzell - In einer gemeinsamen Aktion wurden durch zehn Mitarbeiter der Firma LOWA im Wald der Abteilung „Breiteneck“ des Forstbetriebs Schliersee der Bayerischen Staatsforsten rund 500 junge Bäumchen für den Wald der Zukunft gepflanzt.

    Diese Aktion war nötig, da der dortige Schutzwald überwiegend aus reinen Fichtenbeständen besteht und durch die prognostizierte Klimaerwärmung kaum Widerstand gegen Schadinsekten und längeren Trockenperioden bietet. In den letzten Jahren wurden die Fichtenbestände immer weiter durch Borkenkäfer- und Sturmschäden aufgelichtet. Dies führt zur Bildung eines starken Grasfilzes, was wiederum die Keimung der herabfallenden Samen erschwert oder gar unmöglich macht. Somit ist es nötig, mittels Pflanzung die kommende Baumgeneration zu etablieren.

    Gepflanzt wurden fünf verschiedene Baumarten von Weißtanne über Lärche, Kiefer und Vogelbeere bis hin zur seltenen Eibe. Alles unter der Anleitung vom erfahrenen Förster Rudolf Kornder. Ein zukünftig gemischter und verjüngter Schutzwald verhindert wirksam Steinschlag, Muren und Lawinen. In diesem Fall profitiert davon die Staatsstraße 2075 von Bayrischzell in Richtung Landl.

    Trotz des schwierigen und steilen Geländes vor Ort waren alle Beteiligte mit Freude und Ehrgeiz dabei, um den Startschuss für eine neue Waldgeneration zu geben. Spielte doch das Wetter hervorragend mit und die Teilnehmer konnten am Ende den schönen Herbsttag bei einer gemeinsamen Brotzeit ausklingen lassen. Genauso freute sich Forstbetriebsleiter Jörg Meyer: „Wir sind immer sehr dankbar, wenn sich Firmen wie LOWA für einen stabilen Wald engagieren. So ein Projekt verinnerlicht die Bedeutung des Schutzwaldes und bewegt darüber hinaus zu einem naturverträglicheren Handeln im Alltag.“

    Dieses Projekt war ein Beitrag zum Waldumbau. Die Bayerischen Staatsforsten haben das Ziel, ihn bis 2030 abzuschließen. Laut Meyer geht es darum, die bayerischen Staatswälder möglichst schnell fit für den Klimawandel zu machen. Die Notwendigkeit zeigte sich auch diesen Sommer wieder. Die Trockenheit in vielen Teilen Bayerns stellte die Wälder auf eine große Belastungsprobe und zog absterbende Bäume durch Borkenkäferbefall und Wassermangel nach sich. Für die Zukunft gilt es, sich bei den Baumarten breit aufzustellen und damit das Risiko für klimabedingte Ausfälle zu reduzieren. Getreu dem Motto: Wer streut, rutscht nicht so leicht aus.

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    news-2371 Tue, 13 Oct 2020 10:15:41 +0200 Touren Tipp: Auf den Spuren der Gams https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/auf-den-spuren-der-gams.html Lust auf den Spuren der Gams zu wandern? Dann ab in den Bayerischen Staatswald beim Forstbetrieb Schliersee!

    Auf den Risserkogel, einen sehr lohnenden Aussichtsberg im Tegernseer Tal, führen mehrere Wege in unterschiedlichen Längen und Schwierigkeitsgraden.

    Wir empfehlen Ihnen den Einstieg von der Talstation der Wallbergbahn. Sie können sich je nach Können und Kondition für einen Aufstieg zu Fuß oder für eine gemütliche Gondelfahrt entscheiden. Von der Bergstation aus führt eine abwechslungsreiche Route zunächst auf einem Forstweg über Almen, später auf einem Steig durch alte Bergfichtenwälder und zuletzt über den Kamm mit wunderbaren Ausblicken in die Tegernseer Bergwelt. Dann erreichen sie mit dem 1.826m hohen Risserkogel ihr Tagesziel.

    Das Besondere an der Wanderung ist, dass Sie auf dem Weg und konkret am Beobachtungspunkt „Gams Erleben“ des Forstbetriebs Schliersee der Bayerischen Staatsforsten sich über die Gams, einen faszinierenden Bewohner der Bergwelt, informieren können. Mit ein bisschen Glück können Sie die Tiere am Vormittag oder gegen Abend auch am Fuße des Risserkogels bei der Nahrungssuche beobachten.

    Für das Frühjahr 2021 ist auf dem Weg eine weitere Attraktion geplant. Unter der Leitung des Forstbetriebs Schliersee und verschiedenen Partnern wird ein Alpenlehrpfad eröffnet, der Interessantes und Wissenswertes über die Flora und Fauna der Bayerischen Alpen, die Bewirtschaftung der Bergwälder und die Almwirtschaft vermittelt.

    Varianten:

    Anfahrt:

    • Mit dem Auto: Von der A8 Abfahrt Holzkirchen herkommend fahren Sie Richtung Achenpass nach Rottach-Egern und folgen der Beschilderung Richtung Wallbergbahn, dort finden Sie ausreichend Parkmöglichkeiten 
    • Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln: vom Hauptbahnhof München mit der Bayerischen Regiobahn bis Tegernsee und von dort aus mit dem RVO Bus 9550 zur Talstation der Wallbergbahn 

    Wegbeschreibung: 

    • Variante Bergbahn: An der Bergstation der Wallbergbahn halten sie sich Richtung Süden und folgen der Beschilderung Richtung Setzberg/Risserkogel wahlweise auf der Forststraße oder einem Steig an der Wallbergkapelle vorbei. Zur besseren Orientierung folgen Sie dem Gams-Symbol auf den gelben Wegweisern.
    • Variante Fußweg: Folgen Sie dem serpentinenreichen Weg von der Talstation Richtung Wallberg/Setzberg.

    Kurz vor dem alten Wallberghaus treffen die beiden Varianten aufeinander und teilen sich nach dem Wallberghaus wieder: Sie können sich entweder für den Aufstieg zum Setzberg entscheiden oder dem Steig am Hang Richtung Risserkogel folgen. Nach einer guten halben Stunde vereinigen sich die Wege wieder. Von dort an folgen sie dem Weg zunächst durch alte Fichtenwälder, später am Grat entlang teils durch Latschenfelder bis zum Gipfel des Risserkogels.  

    Einkehrmöglichkeiten: Altes Wallberghaus am Weg bzw. diverses in Rottach-Egern oder am Tegernsee

    Infos zur Tourenplanung:

    1. Von der Bergstation der Wallbergbahn zum Beobachtungspunkt Gams Erleben (rund 1,5 Stunden) und weiter zum Risserkogel, auf demselben Weg zurück: gesamte Gehzeit 5 Stunden, rund 600 Höhenmeter Aufstieg und Abstieg
    2. Rundtour auf den Risserkogel von der Kistenwinterstube über Röthensteiner Almen und „Gams Erleben“: gesamte Gehzeit 6,5 Stunden, rund 950 Höhenmeter Auf- und Abstieg
    3. Von Kreuth aus zum „Gams Erleben“ und zurück: gesamte Gehzeit ca.  5 Stunden, 800 Höhenmeter Auf- und Abstieg

    Auf dem Gipfelanstieg zum Risserkogel ist Trittsicherheit sinnvoll, ansonsten handelt es sich um mittelschwere Bergsteige. Für alle Touren benötigen Sie stabiles Schuhwerk und Wanderausrüstung!

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    Gams erleben Schliersee Newsticker Startseite Forstbetrieb Schliersee
    news-2370 Tue, 06 Oct 2020 10:40:31 +0200 Start der von der Regierung angekündigten Klimawald-Kulturen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/start-der-von-der-regierung-angekuendigten-klimawald-kulturen.html Bayerische Staatsforsten starten pünktlich zur Pflanzsaison mit dem 30-Millionen-Bäume-Programm für mehr Klimaschutz

    Regensburg, 6. Oktober 2020 – Pünktlich zur beginnenden Pflanzsaison im Herbst starten die Bayerischen Staatsforsten in diesen Tagen mit der Pflanzung und Saat der von der Bayerischen Staatsregierung beschlossenen Klimawald-Kulturen. „Über eine Million zusätzliche Klimawald-Bäume werden wir noch im Herbst und Winter 2020 zur Bewältigung des Klimawandels pflanzen und säen“, so Martin Neumeyer, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Staatsforsten. Ziel der zusätzlichen Klimawald-Bäume ist es, den Umbau der bayerischen Wälder im Zuge des immer schneller voranschreitenden Klimawandels hin zu klimatoleranten und stabilen Mischwäldern zu beschleunigen. Die Bayerischen Staatsforsten pflanzen mit den neuen Klimawald-Bäumen insgesamt rund 6 Millionen junge Bäume jährlich für den Zukunftswald von morgen. „Bis Ende 2024 werden wir 30 Millionen neue Bäume im Staatswald pflanzen“, so Neumeyer weiter.

     „Unser Ziel ist es, diesen Umbau schneller als bisher geplant abzuschließen: Bis 2030 wollen wir im Bayerischen Staatswald den Waldumbau schaffen. Über die Hälfte des Waldumbaus ist schon erreicht. Jetzt müssen wir in den nächsten 10 Jahren mit Hochdruck noch ca. 85.000 Hektar schaffen. Dabei hilft uns das Klimawald-Programm von Ministerpräsident Söder und Forstministerin Kaniber sehr“, so Staatsforsten-Chef Neumeyer weiter. Aufgrund der notwendigen beihilferechtlichen Prüfung durch die EU und günstigerer Pflanzbedingungen im Herbst erfolgt der Start der Klimawald-Pflanzungen im Oktober.

    Mindestens 4 Bäume als Ziel auf Bayerns Staatswaldflächen

    Entscheidend für den erfolgreichen Waldumbau und die Zukunftsfähigkeit des Waldes für kommende Generationen ist es, die richtigen Baumarten einzusetzen, d.h. Baumarten zu nutzen, die dem Klimawandel – also höheren Temperaturen, mehr Trockenheit, weniger Niederschlägen – standhalten. Die heimischen Baumarten bleiben dabei weiterhin die tragende Basis eines klimagerechten Waldbaus. Hier wird es allerdings eine Verschiebung in der Baumartenzusammensetzung geben.

    „Wir müssen auf bewährte Baumarten setzen wie Tanne, Eiche, Douglasie, Buche – aber auch auf ältere, oft in Vergessenheit geratene Baumarten wie Elsbeere, Flatterulme, Esskastanie, Kirsche, Eibe, Feldahorn, Sommer-/Winterlinde. Wir werden zu einer größeren Vielfalt im Wald kommen. Das bedeutet künftig mindestens 4 verschiedene Baumarten auf einer Fläche“, so BaySF-Waldbau-Vorstand Reinhardt Neft. Ziel der Klimawald-Kulturen ist es, dass die neuen Bäume deutlich klimatoleranter sind als diejenigen, die ersetzt werden. Fichten und Kiefern werden in Bayerns Zukunftswäldern langfristig deutlich weniger Anteile haben als heute.

    Insgesamt werden in diesem Herbst mehr als eine Million neue Bäume auf 380 Hektar Waldfläche zusätzlich gepflanzt oder gesät, davon 86 Prozent Laub- und 14 Prozent Nadelbäume. Absoluter Schwerpunkt wird in diesem Herbst auf der Pflanzung und der Saat von Eichen liegen (rd. 850.000 Stk.), die als tiefwurzelnde heimische Art in ganz Bayern eine sehr günstige Klimaprognose hat. Auch können die Försterinnen und Förster in diesem Jahr eine natürliche Eichenmast – also eine starke Ausbildung von Eicheln – als Saatgut für den Zukunftswald nutzen. Auch Weißtannen (rd. 100.000 Stk.), Buchen (rd. 100.000 Stk.) und Douglasien (50.000 Stk.) spielen eine wichtige Rolle beim Waldumbau. Der Rest verteilt sich auf weitere Baumarten wie Edelkastanie, Elsbeere, Kirsche, Spitzahorn, Eibe, Ulme und Wildobst.

    Bayerns Schwerpunkte bei den Klimawald-Kulturen

    Der Klimawandel wirkt sich in Bayern regional unterschiedlich aus. Schon heute zeigt sich, dass die Anzahl der Tage mit einer eingeschränkten Wasserversorgung für die Wälder nördlich der Donau stärker angestiegen ist als südlich der Donau. Trotz der Erwartung, dass es im Allgemeinen wärmer wird, muss weiterhin mit kalten Wintern und Spätfrösten gerechnet werden. Dies gilt insbesondere für einige Regionen in Südbayern. Dies muss bei der Baumartenwahl berücksichtigt werden.

    Nordbayern: Borkenkäfer-Schadflächen im Frankenwald und Trockenschäden an Buchen und Kiefern in ganz Franken

    Besonders hart durch Trockenheit, Hitze und Borkenkäfer getroffen hat es in den letzten beiden Jahren den Frankenwald sowie Teile Ober-, Unter- und Mittelfrankens. Um die Schadflächen im Frankenwald aufzuforsten und die dort schwer geschädigten Fichtenbestände umzubauen, werden hier hauptsächlich Eichen und Tannen gepflanzt. Beide Baumarten zeichnen sich durch eine deutlich höhere Trockentoleranz sowie eine geringere Schädlingsanfälligkeit aus. 

    Auch in anderen fränkischen Landesteilen – bspw. im Spessart, der Fränkischen Platte sowie in den Staatswaldgebieten um Forchheim und Pegnitz – haben Trockenheit und Hitze zu Schäden an Fichten, Buchen und Kiefern geführt. Neben der Eiche, Tanne und Douglasie werden hier auch seltene heimische Baumarten wie Elsbeere, Kirsche und Edelkastanie Teil der neuen Klimawald-Kulturen sein.

    Südbayern: Schneebruch-Schäden in Berchtesgaden und Schäden des Sturms Sabine im Allgäu

    In Südbayern werden die Staatswälder rund um den Forstbetrieb Berchtesgaden am stärksten durch die zusätzlichen Klimawald-Kulturen unterstützt. Auf einer Fläche von insgesamt knapp 30 Hektar pflanzen die Forstwirtinnen und Forstwirte der Bayerischen Staatsforsten in den kommenden Wochen vor allem Tanne, Buche und Eibe, um den durch einen Wintersturm geschädigten Bergwäldern zu helfen. Aber auch seltene, trockenheitstolerante Edellaubhölzer wie Ulme, Sommer- und Winterlinde werden verstärkt in den Boden eingebracht, um einen stabilen und leistungsfähigen Bergmischwald zu begründen. Anders als in Franken werden hier Baumarten benötigt, die an das alpine Klima angepasst sind.

    Im durch den Februarsturm Sabine schwer getroffenen Forstbetrieb Sonthofen im Allgäu spielen neben den genannten Bäumen zudem auch die Douglasie sowie Eiche und Kirsche eine wichtige Rolle.

    => „Schwerpunkte der Klimawald-Kulturen Herbst 2020 im bayerischen Staatswald“

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    news-2369 Thu, 01 Oct 2020 13:40:13 +0200 Start in die Wildwochen am Forstbetrieb Wasserburg https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/start-in-die-wildwochen-am-forstbetrieb-wasserburg.html 01.Oktober 2020, Wasserburg - Pünktlich zum nasskalten Herbstwetter am letzten Wochenende ist der Forstbetrieb Wasserburg am Revier Öd in die Wildwochen gestartet. Unter der Federführung von Revierleiter German Giera wurde frisch zerlegtes Rot- und Schwarzwild und tiefgefrorenes Rehwild angeboten.

    Als besonders Schmankerl gab es frisch zubereitete Wildbratwürste, die gegen eine Spende erst probiert und im Anschluss gleich erworben werden konnten.  Trotz des schlechten Wetters fanden sich rund hundert Personen im Laufe des Vormittags an der Wildverkaufsstelle in Öd ein und deckten sich mit Wildbret für die Herbsttage ein. „Es ist schön zu sehen, dass die Aktion und das reichhaltige Wildbret-Angebot so großartig angenommen werden“, betont Revierleiter Giera lächelnd.

    Die Stamm- und besonders die Neukundschaft war rundum zufrieden und auch die tatkräftigen Helfer und Grillmeister (Forstwirte Hubert Vorderobermaier, Hannes Haider) haben sich bereits für eine Wiederholung stark gemacht. „Mein besonderer Dank gilt dem Team des Forstbetriebs, alle haben das hervorragend gemacht und wir werden der großen Nachfrage mit einer umfassenden Weihnachtsaktion (Verkauf von Wildbret, Daxn und Motorsägenschnitzereien) hier am Revier Öd nachkommen“, so der Stellvertretende Forstbetriebsleiter, Sebastian Klinghardt.  

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    news-2368 Thu, 01 Oct 2020 08:46:26 +0200 Holzmarkt im Süden zieht an / Weniger Borkenkäfer im Frühjahr 2021 erwartet / Stabile Nadelholzvorräte https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/holzmarkt-im-sueden-zieht-an-weniger-borkenkaefer-im-fruehjahr-2021-erwartet-nadelholzvorraete-in-bayern-stabil.html 30. September 2020, Regensburg - Im September 2020 verzeichneten die Bayerischen Staatsforsten bereits den 5. Monat in Folge deutlich weniger Borkenkäferschäden als in den Vergleichsmonaten des letzten Jahres. Besonders im Süden blieben die Schadmengen weit hinter den Prognosen des Frühjahrs zurück. Aufgrund des geringeren Borkenkäferaufkommens und einer steigenden Nachfrage nach Rundholz wird derzeit mit dem Abbau der Nass- und Trockenlager in ganz Bayern begonnen. Die auf den heimischen Märkten ebenso wie auf den Exportmärkten anhaltend hohe Nachfrage nach verarbeiteten Holzprodukten führt nach Einschätzung der Bayerischen Staatsforsten in den nächsten Monaten zu einer steigenden Holznachfrage. "Der Holzmarkt kommt in Schwung", so ein Sprecher der Staatsforsten.

    September 2020 - Aktuelle Situation und Zahlen

    Die bayernweiten Käferholzzahlen sind im September im Vergleich zum letzten Jahr deutlich gesunken und liegen auch unter dem 5-Jahresschnitt:

    Auch kumuliert sind die Werte für den Zeitraum Mai-September 2020 mit 723.500 fm im Vergleich zum selben Zeitraum des Jahres 2019 mit 935.500 fm (-23 Prozent) gesunken.

    Interpretation / Wissenswertes

    Die Borkenkäferzahlen für den gesamten Staatswald sind weiterhin insgesamt rückläufig und liegen deutlich unter den Werten des letzten Jahres. Während in der Mitte und im Süden Bayerns die Borkenkäferschäden weit hinter den Prognosen zurückblieben, haben der Frankenwald sowie Teile des Bayerischen Waldes weiterhin eine hohe Borkenkäferdynamik.

    Aufarbeitung von Käferbäumen auch im Herbst und Winter fortsetzen

    Die gesamte Borkenkäferentwicklung des Jahres verlief im Süden und in der Mitte Bayerns durch die etwas feuchtere und kühlere Witterung vergleichsweise langsamer als im letzten Jahr. Laut Prognose der Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft sind die Käfer der zweiten Generation Anfang September ausgeflogen. Sie haben sich in den meisten Fällen zum Überwintern eingebohrt und keine dritte Generation mehr angelegt. Der große Vorteil ist, dass von dort aktuell keine weitere Ausbreitung mehr droht. Dennoch muss das Käferholz zuverlässig aufgearbeitet werden. "Aufgrund unseres Käfermanagements gehen wir davon aus, dass wir in den nächsten Wochen und Monaten einen großen Teil der Käfer abschöpfen, da der Löwenanteil der Käfer unter der Rinde und nicht im Boden überwintert. Damit haben wir eine gute Chance, im nächsten Frühjahr mit einer deutlich geringeren Ausgangspopulation zu starten", so ein Sprecher der Staatsforsten. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die frisch befallenen Käferbäume auch im Herbst und Winter konsequent aufgearbeitet werden.

    Nadelholzvorräte im bayerischem Staatswald stabil

    Während in vielen Teilen Deutschlands und Europas die Nadelholzvorräte in den Wäldern durch die Folgen von Stürmen, Trockenheit, Hitze und Schädlingen abgenommen haben, sind diese im Bayerischen Staatswald stabil und in einigen Landesteilen sogar leicht steigend. "Unsere Anstrengungen beim Waldschutz der letzten Jahre zeigen Wirkung. In den bayerischen Staatswäldern gibt es weiterhin ausreichend Nadelholz, um die Nachfrage bedienen zu können", teilte der Staatsforsten-Sprecher mit.

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    news-2367 Wed, 30 Sep 2020 10:35:15 +0200 Stadt Nürnberg und Staatsforsten treiben Waldumbau voran https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/stadt-nuernberg-und-staatsforsten-treiben-waldumbau-voran.html Pressemitteilung der Stadt Nürnberg

    29. September 2020, Nürnberg - Klimawandel und Trockenheit setzen auch den Nürnberger Wäldern zu. Die Forstwirtschaft, die an der Schnittstelle zwischen Ökologie, Ökonomie und den menschlichen Erholungs- und Naturbedürfnissen steht, ist daher besonders gefordert. Die Stadt Nürnberg und der Forstbetrieb Nürnberg der Bayerischen Staatsforsten wollen sich an den Erfordernissen des Klimawandels ausrichten und haben eine gemeinsame Baum- und Waldstrategie vereinbart. Ziel ist es, die heimischen Wälder schneller und noch entschlossener umzubauen, damit diese dem Klimawandel Standhalten.

    Was hierfür nötig ist und welche Maßnahmen in der gemeinsamen BaumundWaldstrategie enthalten sind, stellen Bürgermeister Christian Vogelund Umweltreferentin Britta Walthelm am Mittwoch, 7. Oktober 2020, dem Umweltausschuss des Nürnberger Stadtrates vor. Oberbürgermeister Marcus König sagt: "Die Reaktion auf den Klimawandel ist nicht nur 'große Politik', sondern muss konkret von den Kommunen vor Ortangegangen werden. Die Stadt Nürnberg geht nun mit einer Baum- und Waldstrategie einen wichtigen Schritt voran und vereinbart mit den Bayerischen Staatsforsten ganz konkret, was zu tun ist. Ein gesunderWald ist gut für die Menschen. Und mehr Bäume sind existentiell fürs Stadtklima!"

    "Die Auswirkungen des Klimawandels sind gerade im Nürnberger Reichswald nicht zu übersehen. Hierauf wollen wir als politische Akteure auch lokal in unserer Stadt eine Antwort geben und nicht nur auf andere Zuständigkeiten verweisen", ergänzt Bürgermeister Christian Vogel.

    Bereits in der vergangenen Ratsperiode rief er deshalb eine Nürnberger Expertenrunde für die Waldzukunft ins Leben. In ihr sind Vertreter der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth und Roth, der Bayerischen Staatsforsten, des Nürnberger Umweltamts, des Servicebetriebs öffentlicher Raum Nürnberg (Sör) und des Forstbetriebs der Stadt Nürnberg, der zum Tiergarten gehört, zusammengeschlossen. Die Gruppe legte dazu bereits im Februar 2020 einen Leitfaden vor.

    Darin ist analysiert, welche Ursachen und Folgen die aktuellen Wald- und Baumverluste haben und mit welchen forstlichen Strategien gegengesteuert werden kann. Zwingend erforderlich sind demnach forstwirtschaftliche Eingriffe zum weiteren Aufbau von Mischwäldern. In diese Mischwälder müssen - neben der Naturverjüngung - auch Baumarten eingebracht werden, die derzeit noch nicht oder nicht mehr in unseren Wäldern heimisch sind, die aber in Regionen vorkommen, deren Klimabedingungen dem entsprechen, was für uns in Zukunft erwartet wird.

    Aufbauend auf den gemeinsamen Leitfaden, der zu Beginn des Jahres der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, wurde nun für die Stadt Nürnberg und den städtischen Forstbetrieb ein konkretes Maßnahmenpaket mit acht Einzelpunkten entwickelt. Dieses Maßnahmenpaket wird dem Umweltausschuss nun zum Beschluss vorgelegt.

    Vorgesehen ist unter anderem, dass die Stadt private Waldflächen, die noch nicht an den Klimawandel angepasst sind, erwirbt. Diese Wälder sollen klimatolerant und ökologisch aufgewertet werden. "Damit wollen wir mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen. Wir wollen für Biodiversität, Artenschutz und ökologischen Ausgleich etwas erreichen. Für unvermeidbare Eingriffe in Natur und Landschaft im Stadtgebiet können so auch hochwertige Ersatzmaßnahmen in stadteigenen Wäldern möglichwerden", erläutert Umweltreferentin Britta Walthelm.

    Dem Umweltausschuss wird zudem vorgeschlagen, Mindestmengen für den klimagerechten Waldumbau festzulegen. So soll Sör verpflichtet werden, mindestens 500 klimatolerante Bäume pro Jahr zu pflanzen.

    Mindestens ein zusammenhängendes Waldstück wird in Nürnberg oder in der Umgebung pro Jahr in einen Zukunftswald gemäß der gemeinsamen Baum- und Waldstrategie umgebaut. Außerdem werden pro Jahr 5 000 Bäume zusätzlich zu den regulär anstehenden Aufforstungen gepflanzt. Der Tiergarten wird in den nächsten zehn Jahren in jedem Jahr ein Projekt des Waldumbaus realisieren, dass einen Aspekt der Waldstrategie exemplarisch umsetzt und für die Bevölkerung nachvollziehbar macht. "Die Stadt Nürnberg setzt damit ein starkes Zeichen für Wald, Bäume und Klimaschutz", sagt Oberbürgermeister Marcus König.

    Wie wichtig es ist, die Wälder trotz Klimawandel zu erhalten, stellt der Leiter des Nürnberger Umweltamts Dr. Klaus Köppel dar: "Die Wälder sind wichtige Speicher für Grund- und Oberflächenwasser. Gerade bei steigenden Temperaturen werden sie immer unersetzlicher für ein gesundes Stadtklima. Und für die Menschen sind sie unverzichtbare Erholungsorte. Gleichzeitig sind sie einzigartige Lebensräume, die zum Erhalt der Biodiversität beitragen".

    "Neben der Klimaanpassung ermöglicht der Wald aber auch Klimaschutz. Wir liefern aus den Wäldern nachwachsende und nachhaltig produzierte Rohstoffe, die CO2-neutral eingesetzt werden können. Dies ist für die Begrenzung der Klimaerwärmung von erheblicher Bedeutung, weil damit nicht unerheblich CO2 eingespart werden kann", hebt der Leiter des Forstbetriebs Nürnberg der Bayerischen Staatsforsten Johannes Wurm hervor. Der Umweltausschuss soll deshalb eine Prüfung beschließen, wonach alle städtischen Bauvorhaben auf ihr Potenzial für den Einsatz von regionalem Holz als Bau- oder Dämmmaterial untersucht werden sollen.

    Obendrein werden die Stadt Nürnberg, die N-Ergie und die Bayerischen Staatsforsten gemeinsam prüfen, wo und wie regionales Holz zur CO2-neutralen und regenerativen Energiegewinnung eingesetzt werden kann. Schon heute betreibt die N-Ergie auf der Basis von Holzhackschnitzeln oder Pellets mehrere Nahwärmenetze in der Region. Dies kann und sollweiter ausgebaut werden. Laut Bürgermeister Christian Vogel sind hierfür aber zum Beispiel auch kleinere Blockheizkraftwerke für einzelne Wohnkomplexe im Gespräch.

    Mit dem Maßnahmenbündel wollen die Stadt Nürnberg und die Bayerischen Staatsforsten aus der bereits vorgelegten Waldstrategie eine zukunftsfähige Waldpolitik entwickeln. Hierzu zählt auch, im stadteigenen Forstbetrieb der Stadt Nürnberg, mehr Ressourcen für den Waldumbau und die ökologische Waldgestaltung einzuplanen. Dort werden derzeit rund 210 Hektar Wald gepflegt, der auf zahlreiche Waldstücke und Stadtwäldchen über das ganze Stadtgebiet verteilt ist.

    Ein Spaziergang im Wald kann bei der Bewältigung von Alltagsstress Wunder wirken und ist erwiesenermaßen gesund. Der Wald in und um Nürnberg ist aber nicht nur für die Naherholung essentiell. Auch der Naturschutz im Wald ist ein wichtiger Aspekt. In den Wäldern leben viele geschützte oder seltene Tierarten, die nicht nur momentan, sondern auch für unsere Zukunft eine große Bedeutung haben. "Genau deshalb ist der Wald nicht nur einfach ein Thema, es ist ein zentrales Zukunftsthema, das uns alle angeht", sagt Christian Vogel.

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    news-2366 Fri, 25 Sep 2020 14:54:45 +0200 Naturwaldreservat und Besuchermagnet Buchenegger Wasserfälle https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/naturwaldreservat-und-besuchermagnet-buchenegger-wasserfaelle.html

    Jährlich findet im Naturwaldreservat ein Kontrollbegang zur Begutachtung des aktuellen Zustands statt. Dabei werden viele Naturschutzaspekte angesprochen, dokumentiert und an die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft gemeldet. Die Ansprache im Wald wird vom Revierleiter Jörg Tarne durchgeführt, der den Staatwald im Bereich Oberstaufen pflegt. Unterstützt wird er von einem Förster des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten. Dabei werden mehrere Gesichtspunkte wie durchgeführte Maßnahmen zum Forstschutz oder Maßnahmen zur Verkehrssicherung erfasst. Aber auch Schäden am Baumbestand, die Verjüngung der Waldbäume oder andere Besonderheiten sind wichtig.

    Leider werden auch regelmäßig Probleme offensichtlich, die vor allem aufgrund der sehr hohen Besucherzahlen entstehen. Revierleiter Jörg Tarne: „Das gesamte Jahr über besuchen Menschen aus nah und fern die Buchenegger Wasserfälle. Besonders kritisch zu bewerten sind illegale Zeltlagerplätze und Feuerstellen sowie Müll. Sogar unter einer Eibe hat jemand Feuer gemacht. Deshalb meine dringende Bitte: Achten Sie die Natur, bleiben Sie auf den Wegen und verzichten auf illegale Übernachtungen und Feuer.“ Sein Chef, Sonthofens Forstbetriebsleiter Jann Oetting ergänzt: „Wir wollen dieses Kleinod bewahren und weiter zugänglich erhalten.“ Dabei denkt er vor allem daran, zusammen mit seinen Partnern, dem Naturpark Nagelfluhkette und dem Markt Oberstaufen Verbesserungen beim Besucherlenkungskonzept auszuarbeiten. So sollen die Buchenegger Wasserfälle weiterhin für die vielen Besucher zugänglich bleiben können. „Aber dafür bedarf es noch einiger Gespräche, Fleiß und Kreativität – und sicherlich auch gewisser Einschränkungen und Rücksichtnahmen…“

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    news-2364 Wed, 23 Sep 2020 16:13:13 +0200 Da arbeiten, wo andere Urlaub machen… https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/da-arbeiten-wo-andere-urlaub-machen.html 17.09.2020, Kempten – Für sehr viele Menschen ist Wald vorrangig ein Ort der Erholung, der Ruhe, des Naturgenusses und der landschaftlichen Idylle. „Das ist gut so! Die Erholungsfunktion der Wälder gehört neben der Naturschutzfunktion und der Holzlieferfunktion zu den wichtigsten Aufgaben, die unser wunderschöner Wald leistet“, so Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting. „Unsere Wälder sind zu einem äußerst beliebten Erholungs- und Rückzugsort geworden. Allerdings haben wir Förster manchmal den Eindruck, dass es für einige Waldbesucher nur schwer nachvollziehbar ist, dass dort tatsächlich intensiv gearbeitet werden muss.“ 

    Der Forstbetrieb Sonthofen umfasst ca. 18.000 Hektar Staatswald und schlägt jährlich ca. 100.000 Festmeter Holz ein. 24 Waldarbeiter, dazu viele Unternehmer für Holzbringung, Seilarbeiten und andere Maßnahmen sowie acht Revierleiter verrichten in ebenso vielen Revieren ihre Arbeit. In der Leitung und Verwaltung sind in Sonthofen noch einmal neun Personen zu finden. Dazu wird ein Großteil der Staatsjagden von fünf Berufsjägern gemanagt. 

    Nochmal Forstbetriebsleiter Jann Oetting: „Begonnen bei der Wiege der Wälder, der Pflanzung und Pflege der Naturverjüngung, ergänzt durch weitere Pflege- und Schutzaufgaben bis letztendlich hin zur Holzernte, sind all diese Arbeiten eingebettet in einem System des integrativen Naturschutzes auf ganzer Fläche. Dazu kommt die sensible und arbeitstechnisch hochaufwändige Sanierung und Erhaltung der Gebirgswälder, damit deren Schutzfunktion auch in Zukunft gewährleistet bleibt.“  

    Revierleiter Markus König, der den Staatswald im Wirlinger Wald pflegt, weist bei dieser Gelegenheit auf folgendes hin: „Ich arbeite sehr gerne im Wald. Aber manchmal werde ich auch nachdenklich, wenn meine Fahrten durch den Wald fast einem Spießrutenlauf gleichkommen. Ich muss dann in zornige Gesichter schauen oder es werden schon von weitem drohend Wanderstöcke geschwungen. Dabei ist jedes unserer Fahrzeuge mit einem Schild ausgestattet, oft haben unsere Autos auch zusätzlich eine unmissverständliche Beschriftung drauf.“ 

    Manchmal muss Förster König den Waldbesuchern erklären, dass die Wege, die immerhin dreieinhalb Meter breit, schwerlastfähig und sehr aufwändig im Unterhalt sind, nicht nur für Spaziergänger angelegt wurden. Auch das Kennzeichen „R-SF“ sorgt öfters für Verwirrung:

    „Es handelt sich nicht um die feindliche Übernahme das Allgäus durch die Oberpfalz, sondern die Zentrale der Bayerischen Staatsforsten hat Ihren Sitz in Regensburg und deshalb sind alle Dienstfahrzeuge dort zugelassen. Und SF steht schlicht und einfach für Staatsforsten“, so Markus König. 

    Wenn es wie jetzt sehr trocken ist, ist die Staubentwicklung eine leider unvermeidbare Folge der Fahrbewegung. „Selbst stehen bleiben, um Einzelpersonen oder Gruppen vorbei zu lassen, ist nicht der Weisheit letzter Schluss. Es gibt Tage, an denen würden wir nur stehen, weil so viele Waldbesucher unterwegs sind. Einfacher und sicherer ist es übrigens, wenn sich Gruppen - meist nach längerem Hin und Her dazu entschließen könnten, auf eine Straßenseite zu wechseln. Denn wenn links und rechts jemand steht, wird es viel enger!“ 

    Häufig wird Förster Markus König gefragt, warum er auf dem Waldweg fährt. „Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Ich darf bzw. muss es, weil ich im Wald arbeite“ und er ergänzt: „Genauso verhält es sich auch mit den ungeliebten und leider manchmal nicht beachteten Absperrungen: Auch hier ist es so. Diejenigen, die dort arbeiten, müssen natürlich dort hinein und andere dürfen das nicht. Ich glaube nicht, dass jemand in ein brennendes Haus läuft, weil die Feuerwehrleute ja auch drin sind. Im Wald gibt es ganz ähnliche Szenarien, von denen große Gefahren ausgehen, deshalb sperren wir ab.“ 

    Der Revierleiter beobachtet, dass die Besucherzahlen im Wald seit der Covid-19-Epedemie deutlich angestiegen sind. Und viele Menschen müssen sich dort erst zurechtfinden lernen. Nochmal Markus König: „Genießen Sie den Wald mit all seinen Facetten, die er zu bieten hat. Bitte akzeptieren und respektieren Sie dabei die Menschen, die wie z.B. ich darin arbeiten dürfen und müssen. Mein Dank geht an alle, die dies als eine Selbstverständlichkeit sehen.“

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    news-2363 Tue, 22 Sep 2020 14:50:18 +0200 DEUTSCHE WALDTAGE 2020: Mountainbiker und Forstbetrieb Bodenmais pflanzen Klimawald https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/deutsche-waldtage-2020-mountainbiker-und-forstbetrieb-bodenmais-pflanzen-ein-stueckchen-klimawald.html 22. September 2020, Grandsberg - Seit fünf Jahren sind wir gemeinsam in dem Projekt „Trans Bayerwald– Mountainbiken im Bayerischen Wald“ unterwegs“, sagt Daniela Schilling vom Tourismusverband Ostbayern e.V., „und heute nehmen wir die DEUTSCHEN WALDTAGE 2020 zum Anlass, gemeinsam mit dem Forstbetrieb Bodenmais für die Zukunft ein Stückchen Klimawald zu pflanzen!“

    Der Forstbetrieb Bodenmais der Bayerischen Staatsforsten ist für 17.000 ha Staatswald in fünf Bayerwald-Landkreisen verantwortlich. Der Wald ist von einem hunderte Kilometer langen Netz von Forststraßen und -Wegen durchzogen. Was lag 2015 bei Gründung des Projekts „Trans Bayerwald – Mountainbiken im Bayerischen Wald“ näher als eine Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Forst. Die Einen haben über die Jahre von den Andern gelernt – sei es über die Forstwirtschaft oder über die Bedürfnisse der „Bergradler“. Und so wurde beschlossen, bei den Deutschen Waldtagen nahe der „Trans Bayerwald“-Strecke im Revier Kalteck von Franziska Dendl ein Stückchen Klimawald zu pflanzen – Douglasien!

    Manch einer wird sich fragen: was macht diese Baumart aus Amerika hier im Bayerischen Wald? Dieser „Fremdling“? Doch weit gefehlt: Douglasien gab es in Mitteleuropa schon vor der Eiszeit, allerdings gingen sie dann im „Ewigen Eis“ verloren. Schon unsere forstlichen Vorväter wussten dies, und haben schon um die letzte Jahrhundertwende im ganzen Bayerischen Wald immer wieder kleinere oder größere Douglasien-Gruppen gepflanzt – mit Erfolg, wie die jetzt über 100-jährigen, teils weit über 40 m hohen Altbäume nebst bereits oft mehr als zimmerhoher Naturverjüngung zeigen. Auch neuer Forschungsergebnisse zeigen, dass die Douglasie auf geeigneten Standorten als Mischbaumart im künftigen Klimawald eine wichtige Rolle spielen kann.

    Die Forstbetriebsplanung für den Forstbetrieb Bodenmais sieht jedenfalls jährlich die Pflanzung von 15 ha Douglasien vor. Gesagt, getan – Förster, Lehrlinge, Ausbilder, Praktikanten machten sich gemeinsam mit Projektleiterin Daniela Schilling und ihrem Projekt-Team vom „Trans Bayerwald“ und mit „Goldsteig“-Wegemanager Uwe Stanke und seinem Team auf zur Pflanzaktion im Revier Kalteck von Revierleiterin Franziska Dendl. Nach Einweisung durch Ausbilder Forstwirtschaftsmeister Paul Hilgart wurden mehrere hundert Douglasienbäumchen fachgerecht gepflanzt.

    Selbstverständlich gab es anschließend eine zünftige Brotzeit im Wald; Kommentar von Forstbetriebsleiter Jürgen Völkl: „toll, dass wir das miteinander geschafft haben – und im nächsten Jahr kommen wir alle wieder zusammen, und schauen, wie unser kleiner Klimawald gewachsen ist, und vielleicht pflanzen wir dann ja gleich noch ein Stück dazu!“

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    news-2362 Tue, 22 Sep 2020 14:31:42 +0200 Aus dem Wald auf den Teller: Wildbret im „Waldshop“ online reservieren https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/aus-dem-wald-auf-den-teller-wildbret-im-waldshop-online-reservieren.html 22. September 2020, Wasserburg - Es ist gesund, schmeckt gut, ist regional verfügbar – und nun auch onlineverfügbar. Im neuen Webshop der Bayerischen Staatsforsten können qualitätsbewusste Kundinnen und Kunden ab sofort ihr Wildfleisch reservieren. Die Online-Plattform bietet aber noch mehr.

    Wildfleisch, BaySF-Produkte und ab diesem Herbst auch Brennholz: Der kürzlich eröffnete Webshop der Bayerischen Staatsforsten bietet zahlreiche Produkte rundum unsere Wälder. 
    Unter www.baysf-waldshop.de können dort BaySF-Produkte erworben und Wildfleischprodukte reserviert werden. Die Produkte können bestellt und bequem per PayPal bezahlt werden, die Lieferung erfolgt dann direkt nach Hause. Da das Wildfleisch ein Frischeprodukt darstellt, erfolgt aus lebensmittelhygienischen Gründen kein Versand. Kunden können sich ihr Stück heimisches Fleisch reservieren und persönlich abholen. Die Bezahlung erfolgt dann im Forstbetrieb Wasserburg. Die Abholzeitenrichten sich nach den Öffnungszeiten des Forstbetriebs Wasserburg und den regionalen Verkaufsstellen z.B. am Forstrevier Öd.

    Wildfleisch ein regionales Lebensmittel

    Der Wald bietet je nach Region verschiedene Wildarten, wie zum Beispiel Reh-, Schwarz- oder Rotwild, an. So unterschiedliche die Wildtiere auch sind, so haben Sie eines gemeinsam: das Wildbret gilt als Besonderheit und ist eine natürliche und gesunde Delikatesse, die von heimischen, in ihrem natürlichen Lebensraum aufgewachsenen Tieren stammt. Tierschutzgerecht erlegt, wird das Wild nach modernsten Hygienestandards zu Wildbret verarbeitet, um höchste Qualität zu garantieren. Wild lebt und ernährt sich in der Natur und hat daher einen hohen Anteil an Vitaminen und Mineralien sowie einen geringen Fettgehalt. Der Forstbetrieb Wasserburg der Bayerischen Staatsforsten verkauft Wildfleisch für den privaten Verzehr als Frischeprodukt, grob zerlegt und vakuumiert. Es werden die Wildarten Reh- & Wildschwein und teilweise auch Rotwildangeboten.

    => Hier geht‘s zur Wildfleischreservierung!

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    news-2361 Mon, 21 Sep 2020 15:04:02 +0200 SAFE THE DATE: 4. Wissenschaftliches Symposium 2021 https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/safe-the-date.html 4. Wissenschaftliches Symposium am 21. und 22. April 2021 im Steigerwald-Zentrum in Handthal

    17. September 2020, Ebrach - Die Bayerischen Staatsforsten organisieren gemeinsam mit der Bayerischen Forstverwaltung- AELF Schweinfurt das 4. Wissenschaftliche Symposium in Handthal/Steigerwald. Es werden wieder eine Reihe wissenschaftlicher Projekte vorgestellt - von neu gestarteten über laufende, bis abgeschlossene Projekte.

    Dazu kommen weitere Themen rundum das Waldökosystem. Die Veranstaltung wird im Steigerwald-Zentrum stattfinden, Corona-bedingt jedoch mit einem hohen Anteil an Außenveranstaltungen und eventuell auch virtuell. Das genaue Programm wird zu Beginn des Jahres 2021 versandt.

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    news-2423 Thu, 17 Sep 2020 17:32:00 +0200 Für den Klimawald von morgen https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/fuer-den-klimawald-von-morgen.html Forstbetrieb Allersberg begrüßt die neuen Lehrlinge

    17. September 2020, Allersberg - Anfang September hat für drei Auszubildende die berufliche Zukunft begonnen. Jakob Gärtner aus Berngau, Fabian Rometsch aus Offenhausen (beide 16) und Yannick Pohl (20) aus Rednitzhembach, welcher als begeisterter Jäger bereits Kontakt mit der Forstwirtschaft hatte, haben sich Ende des letzten Jahres beim Auswahlverfahren der Bayerischen Staatsforsten durchgesetzt und einen Ausbildungsplatz als Forstwirt am heimatnahen Forstbetrieb bekommen.

    Zu ihrer nun bevorstehenden dreijährigen Ausbildung, hießen sie der Forstbetriebsleiter Harald Schiller, der Servicestellenleiter Johannes Lang, der Ausbildungsmeister Thomas Beyerlein und der Personalratsvorsitzende Stefan Herzog am Forstbetriebssitz in Allersberg herzlich willkommen.

    "Es freut uns sehr, jungen engagierten Menschen den Eintritt in eine spannende berufliche Zukunft bieten zu können. Der demografische Wandel ist nämlich auch bei den Bayerischen Staatsforsten ein großes Problem. Die Besetzung der Ausbildungsplätze ist daher eine wichtige und wertvolle Investition für die Zukunft des Unternehmens", bekräftigt Harald Schiller und wünscht den drei Lehrlingen einen guten Start in das neue Berufsleben.

    Zuständig für ihre Ausbildung ist der Forstwirtschaftsmeister Thomas Beyerlein, der nun zusammen mit dem zweiten und dritten Ausbildungsjahr für acht Auszubildende verantwortlich ist. Seit bereits 17 Jahren bildet er die angehenden Forstwirte aus und kann somit auf einen umfangreichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Die Übernahmechancen nach bestandener Abschlussprüfung stehen derzeit sehr gut. Trockenjahre, Sturmereignisse und Borkenkäfer fordern die Forstwirtschaft. Um den notwendigen Waldumbau weitervorantreiben zu können und die Wälder klimafest zu machen, ist qualifiziertes Personal das A und O.

    Der Forstbetrieb Allersberg ist einer von 22 Ausbildungsbetrieben der Bayerischen Staatsforsten. Insgesamt wurden dieses Jahr 69 Azubis eingestellt, neben 62 Forstwirten und Forstwirtinnen auch sieben Auszubildende in den Berufen "Kaufleute für Büromanagement" und "Kraftfahrzeugmechatroniker". Die Bayerischen Staatsforsten sind damit einer der größten und vielseitigsten forstlichen Ausbilder und Arbeitgeber in Deutschland.

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    Forstbetrieb Allersberg
    news-2360 Wed, 16 Sep 2020 14:01:26 +0200 Der Sehnsuchtsbrunnen in Bischofsgrün https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/der-sehnsuchtsbrunnen-in-bischofsgruen.html 16. September 2020, Bischofsgrün - Im Rahmen einer kleinen Feier wurde der Namen des neuen Brunnens am Walderlebnispfad Bischofsgrün bekanntgegeben. Sehnsuchtsbrunnen soll er zukünftig heißen. Namensgeber dazu ist ein Bischofsgrüner Bürger.

    Die Gemeinde Bischofsgrün, die dortige Kur - und Tourist Information und die Bayerischen Staatsforsten hatten dazu aufgerufen, dem neuen Brunnen am Walderlebnispfad in Bischofsgrün einen Namen zu geben. Einheimische und Gäste waren gleichermaßen gefragt. Über viele mediale Kanäle kamen zahlreiche Vorschläge, wie z.B. "Welschenbrünnlein", "Brunnen der Liebe" oder "Jungbrunnen".

    Jetzt hat die Jury entschieden: Der Brunnen erhält den Namen "Sehnsuchtsbrunnen".

    Der Vorschlag kommt vom Bischofsgrüner Bartholomäus Huber, der sich von der touristischen Kampagne "Sehnsucht Bischofsgrün" inspirieren ließ. Herr Huber erhielt als Anerkennung vom Team Manager der Bischofsgrüner TI Wilhelm Zapf ein liebevoll gestaltetes Holzschild und natürlich eine Flasche des bereits berühmten Bischofsgrüner Sehnsuchtbiers. "Unter Sehnsucht kann sich wirklich jeder etwas vorstellen und vor allem etwas damit anfangen", so Bürgermeister Michael Schreier und Revierförster Werner Schmidt. Der Name des Brunnens schürt Hoffnung auf eine leichtere Zeit nach der jetzigen schwierigen Situation. Zukünftig soll die Bezeichnung "Sehnsuchtsbrunnen" auf touristischen und topografischen Karten zu finden sein.

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    news-2359 Wed, 16 Sep 2020 08:59:59 +0200 Natur- und Artenschutz im Klosterforst https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/natur-und-artenschutz-im-klosterforst.html Forstbetrieb Arnstein erhält Auszeichnung im Rahmen der UN-Dekade biologische Vielfalt

    16. September 2020, Klosterforst - Der unterfränkische Forstbetrieb Arnstein der Bayerischen Staatsforsten engagiert sich bereits seit Jahren für den Natur- und Artenschutz im Klosterforst. Diese Arbeit wurde nun im Rahmen der UN-Dekade der Biologischen Vielfalt ausgezeichnet.

    Durch die vormals militärische Nutzung der Fläche entstand ein eng verzahntes Mosaik aus trockenen und feuchten Lebensräumen. Die Vielfalt reicht von natürlichen Eichen- und Hainbuchenwäldern über verschiedene trockene Offenlandflächen bis hin zu kleinen Gewässern. In diesem Netz aus verschiedenen Lebensräumen fühlen sich bedrohte Arten wie die Sandbiene, die blauflügelige Ödlandschrecke oder die Spanische Flagge - ein sehr seltener Schmetterling - wohl.

    In den durch militärische Nutzung entstandenen kleinen Gewässern konnte sich erfolgreich die Kreuzkröte ansiedeln. Zur Förderung dieser streng geschützten Art wurde ein Nachzuchtprogramm initiiert. Neben der Freistellung von kleinen Gewässern zum Schutz von Libellen und Amphibien trägt vor allem die Offenhaltung der Wiesenflächen durch Beweidung mit Dexter-Rindern zum Erhalt dieser vielfältigen Landschaft bei.

    "Ich freue mich zu sehen, wie erfolgreich für den Natur- und Artenschutz Partner aus Forst- und Umweltverwaltung mit uns als örtlich verantwortlichem Forstbetrieb zusammenarbeiten", so der zuständige Forstbetriebsleiter Christoph Riegert im Rahmen der Preisverleihung. Um die bedeutsame Artenvielfalt zu erhalten, arbeitet der Forstbetrieb Arnstein seit Jahren eng mit den Naturschutzbehörden, dem Landschaftspflegeverband Kitzingen sowie dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kitzingen zusammen.

    Im Rahmen des Sonderprojekts "Der Wald blüht auf" wurden vom Forstbetrieb zusätzlich im Klosterforst auf insgesamt 10.000 m² Blühflächen angelegt. Mit den Maßnahmen für den Natur- und Artenschutz leistet der Forstbetrieb Arnstein so einen wichtigen Beitrag zur Förderung der biologischen Vielfalt auf der waldarmen fränkischen Platte.

    "Wir freuen uns am Tag der Preisverleihung neben den langjährigen Partner auch Vertreterinnen der regionalen und überregionalen Politik wie Frau MDL Barbara Becker, Bezirksrätin Gerlinde Martin sowie Landrätin Tamara Bischof begrüßen zu dürfen und ihnen einen Einblick in unsere Natur- und Artenschutzprojekte im Klosterforst geben zu können", so Riegert weiter. Er bedankte sich bei den langjährigen Partnern - dem Landschaftspflegeverband Kitzingen, den Dexter-Rinderzüchter-Ehepaar Weber und der Unteren sowie der Höheren Naturschutzbehörde - für die langjährige gute Zusammenarbeit.

    Hier geht's zum Videobeitrag des Bayerischen Rundfunks zum Natur- und Artschutz im Klosterforst!

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    news-2358 Tue, 15 Sep 2020 15:40:04 +0200 Tipps vom Förster für die erfolgreiche Pilzsuche https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/tipps-vom-foerster-fuer-die-erfolgreiche-pilzsuche.html 15.09.2020 Fichtelberg - Jetzt ist wieder "Schwammerzeit". Bernhard Kraus, Förster am Forstbetrieb Fichtelberg, gibt Hinweise für die erfolgreiche und legale Suche nach leckeren Pilzen im Wald.

    Pilz-Profis wissen es längst: die "Schwammerzeit" hat wieder begonnen. An vielen Stellen schieben sich jetzt Pilzkappen in rot, braun und anderen Farben aus dem Boden. Entsprechend viele "Schwammerer" sind im Wald unterwegs - auf der Jagd nach Steinpilz, Marone und Pfifferling.

    Bernhard Kraus, als Mitarbeiter bei den Bayerischen Staatsforsten zuständig für das Revier Vordorf und von Berufs wegen viel im Wald unterwegs, kennt sich gut mit Pilzen aus und hat einige Tipps parat: "Unsere heimischen Speisepilze leben davon, dass sie abgestorbenes Holz zersetzen und verdauen. Deshalb sind sie für den Kreislauf der Natur sehr wichtig. Wenn nach einer Holzernte Äste und Gipfel im Wald liegen bleiben und langsam verrotten, ist das die Lebensgrundlage der Pilze. Am besten wachsen sie an nicht zu nassen, aber auch nicht zu trockenen Stellen."

    Wo genau will Bernhard Kraus natürlich nicht verraten. "Das müssen die Pilzsucher schon selbst herausfinden." Das Wissen über gute Pilz-Standorte wird höchstens in der Familie weitervererbt. Der Pilz, den wir kennen und essen, ist nur der Fruchtkörper. Bei feucht-warmer Witterung wächst er innerhalb von 2-5 Tagen zu seiner vollen Größe heran. Dann entlässt er die Pilzsporen in die Umgebung, mit denen sich der Pilz weiterverbreitet. Der eigentliche, lebende Pilzorganismus besteht aus einem Geflecht von feinen, fadenförmigen Zellen, dem sogenannten Mycel. Dieses erstreckt sich über viele Quadratmeter im Humus unter der Bodenoberfläche.

    "Dieses Mycel sollten wir beim "Schwammern" möglichst nicht beschädigen." Deshalb empfiehlt der Experte, die Pilzkörper an oder knapp unter der Oberfläche mit einem scharfen Messer abzuschneiden oder vorsichtig herauszudrehen, ohne das Pilzgeflecht herauszureißen "Danach sollte man das entstandene Loch wieder sorgfältig abdecken, um das Mycel vor dem Austrocknen zu schützen. Gleichzeitig tarnt man so die erfolgreiche Fundstelle vor den Blicken anderer Schwammerer."

    Die Reste vom Pilz-Putzen empfiehlt der Experte zuhause im Garten an schattig-feuchter Stelle abzulegen. Wenn daraus Sporen ausfallen, können in Zukunft hier neue Pilze wachsen.

    Darf sich jedermann ausgestattet mit scharfem Messer und Korb auf die Pilzsuche machen? Dazu Bernhard Kraus: "In Bayern ist das Pilze sammeln im Wald generell erlaubt. Ein paar "Spielregeln" sind aber schon zu beachten: Pilze dürfen nur für den Eigenverbrauch gesammelt werden - kein Verkauf - und nur in haushaltsüblichen Mengen, also maximal ein bis zwei Kilogramm. Und bitte nur die Pilze sammeln, die Sie kennen - alle anderen bitte stehen lassen. Denn für die Natur sind alle Pilze wichtig, auch die ungenießbaren!"

    Woher weiß denn der Förster Kraus so viel über die Pilze? "Mein Opa war der "Sachsen-Heiner" ein in der Region bekannter Waldläufer, Freund der "freien Wildfleisch-Beschaffung im Wald" und erfolgreicher Schwammerer" wie sein Enkel mit Augenzwinkern erzählt. Von ihm hat er viel über Wald und Natur gelernt. Und das Wissen über den einen oder anderen guten Pilz-Standort wird er ihm auch vererbt haben.

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    news-2357 Mon, 14 Sep 2020 13:00:37 +0200 Deutsche Waldtage 2020 im Forstbetrieb Forchheim https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/deutsche-waldtage-2020-im-forstbetrieb-forchheim.html "Der Wald als Bestandteil der Kulturlandschaft im Wandel der Jahrhunderte":
    Einladung zur Exkursion am 20.09.2020

    14. September 2020, Forchheim - Im Rahmen der Deutschen Waldtage bietet das Forstrevier Oesdorf am Sonntag, dem 20.09.2020von 18.00 - ca. 20.30 Uhr eine (kostenfreie) Waldbegehung in der Adelsdorfer Mark zwischenAdelsdorf und Oesdorf.

    Der Waldbegang steht unter dem Motto "Der Wald als Bestandteil der Kulturlandschaft im Wandelder Jahrhunderte" und behandelt u.a. die Waldbehandlung im Bereich frühere Fischteiche.

    Der Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben. Diese wird gerne am Forstbetrieb Forchheim unter der Telefonnummer 09191 72210 entgegengenommen. Auf max. 12 Teilnehmer*innen freut sich der Leiter des Forstreviers Oesdorf, Erich Daum.

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    news-2356 Mon, 14 Sep 2020 11:40:31 +0200 Holzknechtmuseum startet in eine neue Ära - Kaniber überreicht Förderbescheid in Ruhpolding https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/einzigartiges-holzknechtmuseum-startet-in-eine-neue-aera-kaniber-ueberreicht-foerderbescheid-in-ruhpolding.html 09. September 2020, Ruhpolding, Lkr. Traunstein - Für das deutschlandweit einzigartige Holzknechtmuseum in Ruhpolding sind die Weichen der Zukunft neu gestellt. Damit die historische und zugleich auch die moderne Forstwirtschaft in der Region noch lebendiger und attraktiver erlebt werden kann, hat Forstministerin Michaela Kaniber heute den Förderbescheid zur Modernisierung an den Zweckverband des Holzknechtmuseums überreicht.

    Das Forstministerium unterstützt das eine Million Euro teure Vorhaben der Neugestaltung mit rund 420.000 Euro aus Mitteln des EU-Programms LEADER und zusätzlich einem direkten Zuschuss in Höhe von rund 250.000 Euro. "Das Holzknechtmuseum ist wahrlich einmalig. Mit der Neugestaltung hin zu einer modernen und interaktiven Ausstellung können die Besucher noch intensiver miterleben wie die Holzarbeit früher war und wie moderne, nachhaltige Forstwirtschaft heute funktioniert", sagte die Ministerin. Durch eine neue didaktische Aufbereitung der Informationen solle vor allem die jüngere Generation angesprochen werden. Gerade in Zeiten des Klimawandels sei der Wald, besonders der Bergwald, wichtiger denn je. Denn er sorge für Schutz vor Naturgefahren.

    Das Museum erzählt seit 1988 über das Leben und die Arbeit der Holzknechte. Durch die mühsame und gefährliche Arbeit im Bergwald sorgten die Holzknechte früher dafür, dass ausreichend Holz für die Salinen im Gebiet Traunstein zur Verfügung stand und Salz gewonnen werden konnte. Mit ihrer Arbeit prägten sie maßgeblich die heutige Ausprägung des Bergwalds. Im Museum soll künftig die Geschichte der Forstwirtschaft aufgezeigt werden. Die Ausstellung wird sowohl inklusiv als auch barrierefrei gestaltet.

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    news-2355 Mon, 14 Sep 2020 11:14:39 +0200 Im Fokus: Schutz der Allgäuer-Ur-Landschaft https://www.baysf.de/de/medienraum/pressemitteilungen/nachricht/detail/im-fokus-schutz-der-allgaeuer-ur-landschaft.html 11.09.2020, Sonthofen - Die Ziele sind hochgesteckt: „Bis 2030 müssen alle Maßnahmen zum Schutz der Allgäuer Moore in den Händen der Bayerischen Staatsforsten abgeschlossen sein“, so Sonthofens Staatsforsten-Chef Jann Oetting. Er spricht dabei in seinem Verantwortungsbereich über eine Fläche von rund 1.400 Fußballfeldern oder 1.000 Hektar. Für dieses Vorhaben wurde jetzt auf einen großen Teil der Flächen die Grundlage geschaffen. Dipl. Ing. Cornelia Siuda hat im Auftrag der Staatsforsten ein umfassendes, wissenschaftliches moorökologisches Gutachten erstellt.

    Aus diesem geht der konkrete Erhaltungszustand und die daraus resultierenden Verbesserungsmaßnahmen hervor. Meist geht es um das Schließen alter Entwässerungsgräben. Um sich ein Bild vor Ort zu verschaffen, fand eine Begehung mit Cornelia Siuda sowie mit Mitarbeitern des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten statt. Dieses hat die Erstellung des Gutachtens auch finanziell gefördert.

    Die Begeisterung für das Thema ist bei Cornelia Siuda offensichtlich: „Ich war überglücklich, den Auftrag zu bekommen“, so Siuda beim Ortstermin. Die Gruppe steht grade auf einer urtümlichen Hochmoorfläche mit bizarr geformten Spirken, Latschen-Gebüsch und einer größeren moosigen Freifläche in der Mitte, im Hintergrund befindet sich der Grünten. Ein idyllischer Anblick, eine Landschaft der Superlative: Ein Hektar Moor bindet sechsmal so viel CO² wie eine Waldfläche gleicher Größe. Zudem können die moorbildenden Torfmoose das 27-fache ihres eigenen Volumens an Regenwasser speichern. Dam