Spielerisch lernen die jungen Waldexperten beim „Waldabenteuer mit dem Förster“ die Natur kennen und erleben den Wald mit allen Sinnen. Foto: Lydia Schönfeldt
06. August 2026, Unterebersbach – Wie spannend der Wald sein kann, erlebten 13 Kinder beim Ferienprogramm der NES-Allianz gemeinsam mit dem Forstbetrieb Bad Brückenau der Bayerischen Staatsforsten. Unter dem Motto „Waldabenteuer mit dem Förster“ gingen die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Entdeckungstour durch den Salzforst und lernten dabei die faszinierende Welt der Insekten und Waldbewohner kennen.
Organisiert wurde die Veranstaltung von Revierleiter André Schönfeldt, der das Staatsforstrevier Unterebersbach betreut. Unterstützt wurde er von seiner Frau Lydia Schönfeldt, zertifizierte Waldpädagogin und Erzieherin. Treffpunkt war der Waldkindergarten Hohenroth, von wo aus die Gruppe gemeinsam zum Waldspielplatz aufbrach.
Dort erhielten die Kinder zunächst selbst gestaltete Namensschilder aus Holz, die passend zum diesjährigen Thema mit verschiedenen Insektenmotiven verziert waren. Anschließend begann die eigentliche Forschungsreise. Ausgerüstet mit Becherlupen machten sich die Kinder in Zweierteams auf die Suche nach Insekten und anderen Waldbewohnern.
Die Ausbeute konnte sich sehen lassen: Neben Mistkäfern und Roten Waldameisen wurden unter anderem Bockkäfer, Asseln und Tausendfüßler entdeckt. Für besondere Begeisterung sorgte eine Erdkröte, die zwar kein Insekt ist, aber schnell zum Highlight der Exkursion wurde.
Auf verschlungenen Wildwechseln erfuhren die Kinder außerdem viel über die heimische Tierwelt. Dabei entdeckten sie Rehbock-Fegestellen, Suhlen und Wühlspuren von Wildschweinen sowie einen großen Ameisenhaufen. Die Natur wurde dabei direkt vor Ort zum Lernraum.
Nach einer ausgiebigen Brotzeit auf einer Lichtung mit Streuobstwiese stand ein weiteres Abenteuer auf dem Programm. In einem spannenden Rollenspiel schlüpften die Kinder in die Rollen von Spinnen und Fliegen. Ein aus Garn gesponnenes Netz diente als Falle, in der die „Fliegen“ möglichst unbemerkt unterwegs sein mussten. Wurden ihre Bewegungen jedoch von der „Spinne“ wahrgenommen, wartete eine erfrischende Dusche aus der Wasserspritzpistole.
Nach rund drei Stunden und einer etwa 2,5 Kilometer langen Wanderung endete das Waldabenteuer mit einer gemeinsamen Abschlussrunde. Als Erinnerung erhielten alle Kinder eine Kinderkappe und konnten viele neue Eindrücke und spannendes Wissen über den Wald mit nach Hause nehmen.
Mit Angeboten wie diesem möchten die Bayerischen Staatsforsten Kinder frühzeitig für Natur, Wald und Artenvielfalt begeistern und ihnen die heimischen Lebensräume spielerisch näherbringen.