Markierungen im Wald sind kein Zufall. Sie zeigen: Hier wird gearbeitet – für Natur, Holz, Artenvielfalt und Erholung. Ob Striche, Punkte, Zahlen, Pfeile oder Buchstaben: Diese Zeichen stehen für Planung, Pflege und Schutz. Sie machen Forstwirtschaft sichtbar und verständlich. Für alle, die draußen im Wald arbeiten.
Biotopbaum: Lebensraum für viele Bewohner
Eine Wellenlinie bedeutet: Dieser Baum bleibt stehen. Hier leben Spechte, Eulen, Käfer oder Fledermäuse. Manchmal steht auch ein ganzer Baumveteranen-Verbund unter Schutz – gelebter Naturschutz im Staatswald.
Förster Adrian Oberhaus markiert einen Biotopbaum. Quelle: Nathalie Kolb/ Bayerische Staatsforsten.
Holzernte: Markiert zur Entnahme
Rote oder orangene Striche sagen klar: Dieser Baum wird geerntet. Der Grund? Er ist erntereif – oder behindert stärkere Bäume. Die Entnahme kann unterschiedliche Ziele verfolgen: Entweder wird Platz für die Nachbarn geschaffen, die dann besser wachsen können. Oder man schafft Raum für den Nachwuchs und fördert die Waldverjüngung.
Ein roter Strich markiert eine Entnahme des Baumes. Bild: Nathalie Kolb/ Bayerische Staatsforsten.
Zukunftsbäume: Wir fördern die Besten
Einzelne Bäume mit bester Vitalität, Stabilität und Qualität markieren Försterinnen und Förster als Zukunftsbäume. Damit sie sich gut entwickeln, entfernen wir konkurrierende Nachbarn. Gelbe Punkte oder Bänder zeigen: Diese Bäume brauchen Licht und Platz.
Ein Zukunftsbaum wird gelb markiert. Bild: Nathalie Kolb/ Bayerische Staatsforsten.
Wanderzeichen: Der Wald zeigt dir den Weg
Markierungen an Bäumen führen Wanderer, Radler und Spaziergänger sicher durchs Gelände. Ob Buchstaben, Symbole oder Pfeile – sie zeigen Streckenverläufe, Ziele und Highlights entlang des Weges. Meistens angebracht von örtlichen Vereinen.
Rückegassen: Wege für Maschinen
Nur auf den markierten Rückegassen dürfen schwere Maschinen wie der Holzrücker fahren. So holen sie das Holz aus dem Wald – möglichst bodenschonend. Schräge Striche oder Linien, oft auch in Kombination mit einem R zeigen dauerhaft: Hier ist die Rückegasse. Rund 85 % der Waldböden bleiben so unbefahren.
Eine Rückegasse wird mit weißen Strichen markiert. Der Strich zeigt nach unten – in diese Richtung befindet sich die Einfahrt. Bild: Nathalie Kolb/ Bayerische Staatsforsten.